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INHALTÜbersichten6 Wochenplan9 Erste Treffen10 TermineSeminare, Kreatives und Motorisches15 AK pella – Chor in der Offenen Uni15 Loesje Creative Text Writing Workshops16 Schreiben klassischer und experimenteller Texte17 Autorenclub17 tango argentino18 Nachhilfe in Mathematik - kostenlos18 Autonomes Kunstatelier (OUBS)19 YogaSessions – Yoga- Kurse für absolute Beginner20 Comic Work Shop - Gute Comics selber zeichen22 Lockpicking23 Clowntraining23 Kieztheater24 Politik um Sexualität und Zweigeschlechtlickeit25 Im Labor des Dr. Frankenstein I25 Anime-Zeichentrick-Filmseminar mit Gender-Schwerpunkt26 Poetologien der Geschlechter im 20. Jahrhundert26 minimaler Montag in der OUBS27 PT Postkoloniale Positionierungen im deutschen Kontext28 Lieber Cyborg als Göttin?29 „Rhizom machen“30 Postkoloniale Theorie und peripherer Kapitalismus31 Texte zum tieferen Verständnis des Marx‘schen Kapitals32 Einführung in die Solidarische Ökonomie33 Praxeokybernetik als kritische Theorie34 Roll back perfect? - 68 und was davon übrig ist34 Theorie und Praxis der Revolution35 Schulkritik und Bildungspolitiknächster Redaktionsschluss: 10.9.20083


INHALTFortsetzung - Seminare, Kreatives und Motorisches36 Konzeptionen von Macht und Herrschaft am Beispiel der Bildung37 Hochschulpolitischer Arbeitskreis37 Anarchismus38 Autonomie und Utopie im Alltag39 ‚Praxis‘ als ein Zentralbegriff kritischer Gesellschaftstheorie?40 Mensch und Lager – Wahrnehmung, Funktion, Vermittlung,41 Die Kritische Theorie der Psychoanalyse42 Latein einmal anders, am Beispiel von Manilius‘: Astronomica.42 Arbeitskreis Regulationstheorie43 Projekttutorien - Was soll das?!44 Energieseminar der TU47 Kritische Wirtschaftswissenschaften48 Materialistische Staatstheorie – Eine problemorientierte EinführungWochenendseminare50 Rechtsextremismusseminar: „Nur ein stummer Schrei nach Liebe?“51 Informationsdistribution - Workshop Pressearbeit52 [paeris] - Seminare Juli 200853 jungelinke-seminare55 JungdemokratInnen/Junge Linke Berlin - Seminare56 Capsula: Kunst auf Rädern58 Entsichert– Widerstände gegen den alltäglichen AusnahmezustandVeranstlatungen/Vorträge/ Gruppen62 Politikwissenschaftliche Referate und Diskussion - Asta FU63 Veranstaltungsreihe zu Gesellschaft, Arbeit, Leben, Alternativen65 Sowiso-Filmreihe im Sommersemester 200866 Seminar für angewandte Unsicherheit67 Die KriLes (kritische Lehrer_innen)68 B.O.N.E.71 asta[montagskultur]- Potsdam73 akj-berlin - SELBSTDARSTELLUNG77 Uni - Gorgonzola ?!4wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVV


INHALTProjekte78 Schenkladen Friedrichshain79 REH - RaumErweiterungsHalle80 Studentisches Kulturzentrum in Potsdam82 KuBiZ Raoul Wallenberg86 Offene Uni BerlinS - OUBS89 Offene Uni Potsdam90 BerTA Berliner-Tierrechts-Aktion93 Berliner Bündnis für Freie Bildung - gegen Studiengebühren94 Fanzinegedöns, oder so.94 SolarUni / grünUni - Potsdam95 UniSolar-NetzwerkBeratung96 Studentisches Sozialberatungssystem97 Sozialberatung am AStA der Freien UniversitätDIY - help yourself98 Autonome Seminare selber machen!102 Ein paar Tipps für den Umgang miteinandernächster Redaktionsschluss: 10.9.20085


Zeit Veranstaltung12-1416-1816-18Konzeptionen von Macht und Herrschaft amBeispiel der Bildung, HU Universitätsstr. 3BSchulkritik und Bildungspolitik. Entwürfe eineremanzipatorischen SchuleGeschwister-Scholl-Str. 7, Raum 214Kritische Theorie der PsychoanalyseFU, Habelschwerdter Allee 4518 Zeichnen, ComicWorkshop, OUBS 2018 Autonomie und Utopie im Alltag New Yorck,14 tägig 3818:05 -spät18.30minimaler montag, OUBS 26Uni Gorgonzola?! zweiwöchentlichHU-Hauptgebäude19 ComicWorkshop, OUBS 2020-22 tango argentino, Studiobühne Ritterstrasse 12-14 17Seite36354177Zeit Veranstaltung18 Theorie und Praxis der Revolution, OUBS 3418:30 -19:301919:45 -20:4520FreeSession#1: Yoga-BasicsHatha-Yoga-Unterricht (Kurs I), OUBSEinführung in die Solidarische ÖkonomieOUBS, nur jeden 2. und 4. DiFreeSession#1: Yoga-BasicsHatha-Yoga-Unterricht (Kurs II), OUBSBONE: „Tier-Werden, Schwarz-Werden, Frau-Werden“, OUBS, nur jeden 2. und 4. DiSeite193219686wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVV


Zeit Veranstaltung12-14Materialistische StaatstheorieFU, Ihnestr. 22, 22/UG 212-14Texte zum tieferen Verständnis des Marx'schenKapitals, FU, Thielallee 4314-16Postkoloniale Theorie und periphererKapitalismus, FU Landoltweg 9-1114-16Postkoloniale Positionierungen im deutschenKontext, HU Dorotheenstr. 24,16-18PT Poetologien der Geschlechter im20. Jahrhundert, HU DOR 24 Raum 3.429"Politik um Sexualität und Zweigeschlechtlichkeit -16-18 Queere Einbrüche in die Politikwissenschaft", FUOtto-Suhr-Institut, Ihnestr. 21, Raum E18-201919-21Latein einmal anders, am Beispiel von Manilius':Astronomica.genderkritisches Anime-FilmSeminarunregelmäßigSchreiben klassischer und experimentellerTexte19 Clownstraining, OUBS 2319:30 kritische lehrerInnen,Hermannstraße 48,14tägig 67Seite483130272624422516nächster Redaktionsschluss: 10.9.20087


Zeit VeranstaltungSeite14-16PT 'Praxis' als ein Zentralbegriff kritischerGesellschaftstheorie?39HU-Universitätsstr. 3b, Raum 20118Roll back perfect?-'68 und was davon übrig ist.OUBS3418:30-21:30Kieztheater 14tägig 2318-20 PT "Rhizom machen", HU Dorotheenstraße 24 2918:30 AKJ-Plenum HU, Jura-Fak. 7320SowisoFilm-sozialwissenschaftliches Filmseminar,HU Cafe-Sowiso 14tägigab 20 Lockpicking – > Sicherheit ist eine Illusion, OUBS 2265Zeit VeranstaltungIm Labor des Dr. Frankenstein12-14HU Sophienstr. 22a18 AK-Pella, OUBS 15Seite25Zeit VeranstaltungSeiteab 15 Autonomes Kunstatelier, OUBS 188wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVV


Zeit Veranstaltung8.4.20.0014.4.12-1414.416-1816.4.12-1416.4.12-1416.4.14-1616.4.14-1617.4.14-1617.4.18-2023.4.19.0024.4.20.0025.4.13-1528.4.18.3029.4.18:30/19.4530.04.19:30BONE: „Tier-Werden, Schwarz-Werden, Frau-Werden“,OUBSPT Konzeptionen von Macht und Herrschaft am Beispielder Bildung,HU Universitätsstr.3B,R.201Die Kritische Theorie der PsychoanalyseFU Habelschwerdter Allee 45Texte zum tieferen Verständnis des Marx'schenKapitals, FU Thielallee 43, Seminarraum.Materialistische StaatstheorieFU Ihnestr. 22, 22/UG 2Postkoloniale Theorie und peripherer Kapitalismus,FU Landoltweg 9-11PT Postkoloniale Positionierungen imdeutschen Kontext, HU Dorotheenstr. 24PT 'Praxis' als ein Zentralbegriff kritischer Gesellschaftstheorie?HU Universitätsstr. 3b, R.201PT "Rhizom machen"HU Dorotheenstraße 24, Raum 3.102Genderkritisches Anime-Filmseminar voraussichtilchin der Reichenberger Str. 63a (2.HH) Berlin 10999SowisoFilm-sozialwissenschaftliches Filmseminar,Sowiso, Dorotheenstraße 26Lieber Cyborg als Göttin?, Die unsichtbaren Geschlechterder Informatik, AdlershofUni Gorgonzola?! Eine hochschulpolitische Einführungsreihe,HU, Hauptgebäude(Kurs I) FreeSession#1: Yoga-Basics Hatha-Yoga,OUBS, anmelden!Kennenlernplenum der kritischen LehrerInnen, Projektraumin den Herrmannhöfen, Herrmannstraße 48,2. Hinterhof, 1. OG; (U8 Boddinstraße).nächster Redaktionsschluss: 10.9.2008Seite6836413148302739292565287719679


Zeit VeranstaltungApril01.4. 20h Psychedelic Revolution 67, BONE, OUBS 6814.4. 19h18.4. 19h19.4.21.4. 20h23.4.18-20.3024.3. 18h24.4. 19h26.-27.4.„Zeitgenössische Folter im Rechtsstaat“, AKJHU Unter den Linden 6Antiterrorismus und die Grenzen der Freiheit,AKJ, HU Unter den Linden 6»Arbeitsmigration I - Überblick über weltweiteAusbeutungsverhältnisse« reflect!, K9, BerlinDas Lager als Struktur bundesdeutscher Flüchtlingspolitik,Kuze PotsdamMit Geschlecht Rechnen - Podiumsdiskussion,HU Institut für europäische ethnologiemohrenstraße 41 Raum 311Autonomie und Utopie im AlltagNew Yorck, 14tägigVorratsdatenspeicherung, AKJHU Unter den Linden 6Rechtsextremismusseminar, Kuze PotsdamAnmeldung!!!!!28.4. 19h neueWUT, Filmtrilogie, KuZe Potsdam 713.5.5.5. 19hMaiSeite"Die guten ins Töpfchen ...", Tagesseminar zuSchulkritik,JungdemokratInnen/Junge Linke Berlin 55Von der EU-Verfassung zum Vertrag vonLissabon, AKJ, HU Bebelplatz 15.5. 20h Erwerbsarbeit & Diskriminierung (D) Systemfehler 636.5. 20h Der Aufstand der Würde, BONE, OUBS 6812.5. 20hGeldlogik, Schenkladen, SchenkökonomieSystemfehler73735871387350736316.-17.5.Capsula: Kunst auf Rädern, InterkulturellerAustausch www.capsula-berlin.com556


16.–18.5.19.5.20h23.-24.5.ab fr. 18h26.5.19h26.5.20h28.05.18hZeit VeranstaltungÜber Armut und Reichtum, Wochenendseminarzur Kapitalismuskritik, Jungelinke, bei BerlinUtopisches Denken ist out? im Systemfehler 63Tagung zum Zustand des deutschen Verfassungsstaates,AKJ GrundrechtereportHU Unter den Linden 6KICK IT LIKE FRANKREICH: DER AUFSTANDDER STUDENTEN Filmtrilogie, KuZe PotsdamKunst & Gesellschaft, Systemfehler 63Die Finanzkrise, ASTAFUFU Habelschwerdterallee 45Juni30.5.-1.6. Die Gewalt der Ordnung, Jungelinke, bei Berlin 533.6. 20h Children of men, BONE, OUBS 683.6. 20h10.6.20h17.6.20h19.6.18h20.6.-22.6.23.6.19h24.6.20hfreie & demokratische Schulen,SystemfehlerArbeitssucht und Arbeitszwänge;der Arbeitsbegriff, SystemfehlerAnders leben, aber wie?SystemfehlerMindestlöhne und Managergehälter. ASTAFU,Habelschwerdterallee 45Mythos Finanzkapital, Jungelinke, bei Berlin 53DAS WAR DER GIPFEL – neueWUT IIIKuZe Potsdam"Entwicklungsdienst für Industrieländer"Systemfehler28.6. "Sicher ist nur das Risiko", Tagesseminar zurAtomkraft, JungdemokratInnen/Junge Linke BerlinSeite5373716263636362716353


Zeit VeranstaltungJuli1.7. 20h Der große Ausverkauf, BONE, OUBS 681.7.2.7. 20h4.7. - 6.7.9.7. 20hJugend-Kriminalität "Bloß einWahlkampfschlager"? ASTAFUHaben oder Sein, Konsum und VerlustängsteSystemfehlerSex (auch wenn das komisch klingt), Seminarüber Sexualität in der bürgerlichen GesellschaftJungelinke, bei HannoverFilmvorfuehrung "Milgram-Experiment" &Diskussion, Systemfehler11. /12.7. Setzen, Sechs! [paeris] in Berlin 5212.7.18./20.7.24.-31.7.5.9. - 7.9.3.-5.10.7.-9.11."Selber Terror", Tagesseminar zu ÜberwachungJungdemokratInnen/Junge Linke BerlinR-E-S-P-E-C-T - Find Out What It Means To Mein BerlinLinkes Sommercamp, Jungelinkein NiedersachsenSpäter»Zivilgesellschaft: Utopie oderSelbstbegrenzung?« reflect! Hamburg»Der ganz alltägliche Ausnahmezustand« reflect!Leipzig»Seine Arbeitskraft zu Markte tragen« -Prekarisierung und der Marketing Charakterreflect! BremenSeite6263536355525358585812wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVV


Dita v. LenzenAlleinherrscherin der Freien Universitätvon Gnaden einflussreicher WirtschaftslobbysBerlinWillkürherrschaft10 000 weniger Studis= mehr ExzellenzStudiengebührenAbbau kritischer FächerEnde der DemokratieDrittmittelabhängigkeitZiele:Meine Ziele wurden bereits zu 50% erfolgreich umgesetzt!


Abt Christof Marksisusder Humboldt-Universität zu BerlinLiebe BrüderHumboldtianis,die ihr euch heute hier versammelthabt um der Exzellenzzu dienen.Im Schweiße ihres Angesichtes arbeitetenunsere Kollegen am Exzellenz-Antragder Humboldt-Universität. Doch ihre Arbeitwurde zu Nichte gemacht, amschwarzen Tag der HU, dem19. Oktober 2007......Elite sind diejenigen,die nicht zögern andere zuopfern für die eigenen Drittmittel.Wir danken der DFG für die erhaltenen Exzellenz-Clusterund Graduiertenschulen und werdenihren Fortbestand mit Kürzungen in anderenBereichen sichern.Doch unsere Gerdanken sind auch mit denen, dienicht Teilhaben werden können am zukünftigen Glanzeunserer Alma Mater - diejenigen, die wir opfern werdenmüssen zum Wohle der Profilbildung.Ihr Verlust schmerzt uns sehr, doch ich denke heuteauch an die eigene glorreiche Zukunft, denn ichglaube an die Exzellenz unserer Univerisät...Viele Worte - Viel Pathos - Keine Ideen!Seminare, Kreatives und MotorischesAK pella – Chor in der Offenen UniWir treffen uns einmal pro Woche in der offenen Uni, umgemeinsam zu singen. Und wollen, dass alle Beteiligten sichund ihre Stimme weiterentwickeln, mit viel Freude und gemeinschaftlicherLeitung. Unsere Musikolog(inn)en Lenaund Martin geben uns die richtigen Töne. Unser Repertoirereicht von eingängigen Kanons über lustige Songs bis hinzu progressiven politischen Liedern. Wir experimentierengerne. Und freuen uns auf Dich!Chorprobe:Freitags, 18 – 20.30h, OUBS, im Raummit dem Klavier oder ein Stock darüber.Info:www.yahoogroups.de/group/ak-pellaMichael (030/66 70 79 71)sowie Christian (030/41 72 61 99)Loesje Creative Text Writing WorkshopsLasst Euren Ideen und Vorstellungskräftenfreien Lauf, um überraschendkritische, witzig anspruchsvolle und positiveTexte zu kreieren. Ihr selbst entscheidetdabei über die Themen der„writing session“ zusammen mit demRest der Gruppe. Die Herangehensweisedes „Loesje creative text writing“ basiertauf der Idee, dass jede Person sichauf seine eigene kreative und gestalterischeArt durch das Schreiben von Textenausdrückt.Die Schreib-Session ist mehr ein kollektivesindividuelles Ideen sammeln, alsdass blanke Schreiben von Texten. Diesermöglicht Euch kreative Texte aus einemanderen Blickwinkel zu ergründen,basierend auf den Ideen aller Anwesenden.Jeder Workshop dauert zwei bis dreiStunden. Die kostenlosen Workshopsfinden zweimal im Monat statt.Mehr Informationen findet Ihr unterwww.loesje.org/imagination und imagineATloesje.orgLoesje International, Karl Kunger strasse55, 12435 Berlin (Alt- Treptow)nächster Redaktionsschluss: 10.9.200815


Seminare, Kreatives und MotorischesSchreiben klassischer undexperimenteller TexteUnsere Schreibegruppe trifft sich, unabhängigvom Semester, jeden Mittwochvon 19 – 21 Uhr, um literarischeTexte zu verfassen und zu besprechen.Zuerst schreiben alle für sich, danachwerden Formen der Zusammenarbeitausprobiert.Wir bewegen uns mit unseren Textenim Klassisch-Handwerklichen und imExperimentellen. Klassisch wären etwaErzählung, Beschreibung oder das Pastiche.Letzteres ist eine Stilübung, bei derein Auszug aus einem klassischen Textvorgelesen wird, der anschließend auseigener Perspektive schreibend nachempfundenwerden soll. An experimentellenTexten verfassen wir Collagenund Tempogramme: aus zuvor ausgewähltemWortmaterial wird ein eigenerText erstellt. Vor dem Schreiben stimmenwir uns durch Musik, Film und Literaturein.Im Hintergrund steht die Untersuchungvon Arbeitsprozessen hinsichtlichzeitlicher Strukturen. Einstimmenund Schreiben finden stets in bestimmtenzeitlichen Dauern statt. Dadurch,dass die geschriebenen Texte im Nachhineinvon Teilnehmern ausgewertetwerden, geben wir uns gegenseitig einFeedback.Vornehmlich soll es in dieser Schreibwerkstattdarum gehen, das Schreibengemeinsam zu erlernen. Deshalb sindauch alle willkommen, unabhängig vonihren literarischen Voraussetzungen.Unsere Gruppe hat schon öffentlicheLesungen gehabt. Gemeinsame schriftlicheVeröffentlichungen sind nicht ausgeschlossen.Treffpunkt: Mittwochs 19 – 21 Uhr,auch außerhalb der Vorlesungszeit,bei Michael Hoffstiepelin der Martinstr. 3, 12 167 Berlin,U/S-Bahn Rathaus Steglitz.Kontakt:Michael 030/4566471,mihost[AT]zedat.fu-berlin.deSeminare, Kreatives und Motorischeswir mal zusammen einen Poetry-SlamAutorencluban. Aber am meisten machen wir immernoch: Schreiben, Schreiben, Schreiben.Du bist jung, schreibst gerne und suchstDenn lerning by doing bringt am meistenvorwärts....Am besten du schaustLeute denen es genauso geht? Dann bistdu bei uns richtig. Wir schreiben Texte,einfach mal vorbei und schaust ob eslesen sie uns vor, diskutieren über siedir gefällt. Wir freuen uns!und motivieren uns gegenseitig. Danebenmachen wir immer wieder gemeinsameSchreibprojekte, wie Sammelbänder,Hörspiel etc.. Natürlich ist auch dasSchreiben selbst immer wieder Thema,mit allem was dazugehört: Wie gehst dubeim Schreiben vor? Kannst du mir weiterhelfen,was mache ich wenn ich nichtweiterkomme, weil...? Auch: Wie stehtes um Veröffentlichung? Verlagserfahrungen?Vortragen? Vielleicht schauentango argentinoMilongueros Lunáticos montags von 20 bis 22Uhr in der Studiobühne Ritterstrasse 12-14.Einstiegs- und Mittelstufe.Willkommen sind alle Menschen sowohl einzeln,als auch zu zweit, zu dritt... Bringt bitteTanzschuhe oder Socken mit (Gummisohlenverschleißen die Knie).Und außerdem tangoneuewelt: Workshops fürweiter Fortgeschrittene in unregelmäßigen Abständenzu verschiedenen Themen wie Ganchos,Drehungen in enger Umarmung, Musikalitätetc. Weiterhin auch outdoor-Milongas imSommer an wechselnden Orten. Der Stil ist einklassischer - und ein sehr enger (Milonguero).Wir sind da so ein bisschen dogmatisch, abertolerant.16wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200817


Seminare, Kreatives und MotorischesNachhilfe in Mathematik - kostenlosHiermit biete ich Menschen, die Problememit dem Fachgebiet Mathematik haben,Nachhilfe an. - Kostenlos.Meldet Euch einfach per E-Mail, dannkönnen wir einen Termin für ein 60-minütigesTreffen vereinbaren.Ich kann einen Hausbesuch machenoder wir verabreden uns an der OffenenUni oder irgendwo anders in Berlin.Ich selbst wohne am Herrmannplatz inNeukölln.Da ich Einzelkämpertum doof finde,würde ich mich auch sehr freuen, wennnoch andere mitreden / mitrechnenwollen. PaulSeminare, Kreatives und MotorischesYogaSessions – Yoga- Kurse für absoluteBeginner und relativ UnerfahreneBeauty-Body-Fitness-Fimmel, allgemeineVolx-Entspannung, Öko-Eso-Ego-Wahn, Doping und Opiat für die Massen?Yoga – die westliche Welt kannsich kaum retten vor dem Boomder indischen Trendgymnastik.YogaSessions Berlin reiht sich ein undmacht dir als Yoga-Neuling das Angebot,Körper und Geist herauszufordernund kennen zu lernen – durch klassischesHatha-Yoga, aber auf undogmatischeArt. Ohne Leistungsdruck und nachdeinen individuellen Möglichkeiten.Autonomes KunstatelierIm Autonomen Kunstatelier wollen wirfrei von künstlerischen Dogmen experimentierenund gestalten. Wir wollenaußerdem einen Ort des Austauscheskreativ arbeitender und denkenderMenschen schaffen.Ort:OUBs, Atelier 2ter Stock linksZeit:Sonntag ab 17 UhrKontakt:MarionBennewitzATgmx.declaudiawimmerATgmx.deF r e e S e s s i o n # 1 :Strecken, Schuften, Schnaufen, Schwitzen.Was das bringt, wo bei alledem dieEntspannung bleibt und was es sonst nochmit und über Yoga zu entdecken gibt?FreeSession#1: Yoga-Basics Hatha-Yoga-Unterrichtfür absoluteBeginner und relativ Unerfahrene.Dienstags, 18.30-19.30 Uhr (KursI) und 19.45-20.45 Uhr (Kurs II)*.Location: OUBS – Offene Uni BerlinS*,HU Campus Nord, Haus 20, Philippstr.13, 10115 Berlin (Mitte), 1. OG rechts.*Angebot richtet sich nicht nur an Studierende!Bitte nach Möglichkeit eigeneYoga-Matte o. rutschfeste Unterlageund eine Decke mitbringen!Auf Grund der Nachfrage wird derKurs gesplittet. Beide Kurse richtensich gleichermaßen an Leute mitkeiner oder wenig Vorerfahrung.Teilnahme-Voraussetzung: freie Plätze.Bei Interesse bitte eine kurze E-Mailsenden. Beginn der Sommersemester-Kurse: 29. April 2008 (bitte anmelden).18wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200819


Seminare, Kreatives und MotorischesComic Work Shop - Gute Comics selber zeichenchen kann. Gerade an den schwierigenSachen können wir am meisten lernen.Seminare, Kreatives und MotorischesDas Problem: Ich kann mit Comicsnichts anfangen. Das ist doch nur soAsterix und Mickey Maus und so was...Die Lösung: Komm zum Comic WorkShop! Comics können viel mehr. Undimmer wenn wir einen neuen coolen,außergewöhnlichen oder sonstwie gutenComic finden, zeigen wir den einander,um uns zu inspirieren und unserenHorizont zu erweitern.Das Problem: Ich würde gerne Comicsmachen, kann aber nicht zeichnen.Die Lösung: Na und! Komm zum ComicWork Shop! Viel wichtiger alszeichnen können ist, etwas zu erzählenzu haben.Das Problem: Ich hab nichts zu erzählen.Die Lösung: Komm zum Comic WorkShop! JedeR hat was zu erzählen. Dasmuss nur rausgekitzelt werden. Und dasmachen wir schon...Das Problem: Ich hab keine Geduld,einen ganzen Comic zu machen. Ichzeichne immer nur Einzelbilder.Die Lösung: Komm zum Comic WorkShop! Wenn du dich alleine nicht motivierenkannst, einen richtigen Comiczu machen, treten wir dir gerne - natürlichrein moralisch - in den Arsch. Z.B.mit kleinen Aufgaben, in denen wir verschiedeneErzählprinzipien ausprobieren.Das Problem: Ich hab tausend Ideen,weiss aber nicht, wie ich die umsetzenkann.Die Lösung: Komm zum Comic WorkShop! Stell deine Ideen vor und wir machenuns gemeinsam Gedanken darüber,wie man einen Comic daraus ma-Das Problem: Ich zeichne schon seitlängerem Comics. Ich weiss aber nicht,wem ich sie zeigen soll und wie ich sieveröffentlichen soll.Die Lösung: Komm zum Comic WorkShop! Feedback ist immer wichtig. Wirhaben gute Erfahrungen damit gemacht,uns unsere Comics gegenseitigzu zeigen und Reaktionen zu bekommenvon Leuten, die selber Comicszeichnen. Und Veröffentlichen ist garnicht so schwer: Ob als online-Comicoder als fotokopiertes Heft - wir zeigendir wie.Außerdem gehen wir gemeinsam regelmäßigzum Comicstammtisch in derComic-Bibliothek Renate. Dort kannman noch mehr Comiczeichner kennenlernen, Kontakte knüpfen und auch„VerlegerInnen“ finden, die deine Comicsgerne in ihre Publikationen aufnehmen.Fazit: der Comic Work Shop erwartetdich zum Zeichnen, Quatschen, Ausprobierenund immer besser Werden.Und wir sind gespannt auf deine Ideen.Der CWS besteht seit dem Sommersemester2007. Aber der Einstieg ist jederzeitmöglich und willkommen. Wirarbeiten langsam aber sicher an einemeigenen Heft und werden denächst eineeigene Internetpräsenz haben. (Diewird auf der Homepage des AVV veröffentlicht,sobald es so weit ist.)http://wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVV20wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200821


Seminare, Kreatives und MotorischesLockpickingWorkshop zur Funktionm mechanischerSchliesstechniken und deren Umgehungmit subversiv-kreativen Technologien...miteinander voneinander lernen ;)Es ist einfach... Das große Geheimnisdes Schlossöffnens ist, daß es leicht ist.Jeder kann lernen, wie an Schlösser öffnet.Die Theorie des Schlossöffnens istdie Theorie des Verwertens mechanischerDefekte. Es gibt einige Grundanschauungenund Definitionen,aber der Hauptteil des Materials bestehtaus Tricks für die Öffnung vonSchlössern mit besonderen Defektenoder Eigenschaften. Es gibt keinenWeg, das Schloßöffnen zu lernenohne ständiges Üben und Praktizieren.Die Übungen sind wichtig. Üben ist dereinzige Weg, wie man lernt, die Defektein einem Schloss zu erkennen undwie man sie verwerten kann. Das bedeutet,es ist genauso wichtig, immermit dem gleichen Schloss zu üben wiean vielen verschiedenen Schlössern.Jeder kann lernen, wie man Schreibtisch-und Aktenschrank-Schlösseröffnet, aber die meisten Schlösser unterdreißig Sekunden zu öffnen, isteine Fähigkeit, die Praxis erfordert.Bevor wir in die Details des Öffnensvon Schlössern gehen, ist es wichtig,aufzuzeigen, daß das „Harken undTasten“ nur ein Weg ist, ein Schloßzu umgehen. Außerdem verursacht esweniger Schaden als rohe Krafttechniken.In der Tat mag es leichter sein,den Riegel-Mechanismus zu umgehen,als das Schloß zu umgehen. Es magauch leichter sein, einen anderen Teilder Tür zu umgehen oder die Tür sogarvöllig zu meiden. Denk‘ immer daran:Es gibt immer einen anderen, gewöhnlicheinen besseren Weg... (ausMIT - Handbuch zur Schloßöffnung)ClowntrainingDas Berliner Gaggle der ClandestineInsurgent Rebel ClownArmy (CIRCA) trifft sich jedenMittwoch um 19.00 Uhr imTheaterraum (1.OG) der OUBS(oder bei gutem Wetter draußenauf der Wiese). Es werdenNeuigkeiten ausgetauscht undClownsspiele gespielt. Potentielleneue Rekrut_innen sind zudiesen Treffen willkommen.Info über CIRCA:http://www.clownarmy.orgKieztheaterDas „kieztheater“ mischt sich mit Mittelndes Theaters in das Stadtleben ein.Es tritt auf Straßenfesten, Veranstaltungenund an Treffpunkten auf. Esbezieht das Publikum in das Geschehenein und bietet die Möglichkeit, imund mit dem Theater die eigene lokaleWirklichkeit zu reflektieren und in dieseeinzugreifen. Wir möchten mit den besonderenMethoden des Improtheatersund Forumtheaters (Theater der Unterdücktennach Boal) Leben und politischeAuseinandersetzung im Stadtteilaufgreifen und thematisieren. Dazuwerden Szenen entwickelt und geprobt.Seminare, Kreatives und MotorischesBei den Aufführungen können die handelndenPersonen vom Publikum ausgetauschtwerden, um so alternativeHandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.Voraussichtlich werden wir ab Aprilneue Akteure aufnehmen. Wir probenDonnerstag Abend im 14tägigenRythmus zwischen 18.30 und 21.30Uhr. Bei Interesse und für weitere Informationenwendet euch bitte an:kieztheaterATweb.deKontakt: Stephan 0177 - 276075022wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200823


Seminare, Kreatives und MotorischesPolitik um Sexualität und ZweigeschlechtlickeitQueere Einbrüche in die Politikwissenschaft„We are here, we arequeer, get fuckingused to it!“ lautet einbekannter Slogan,der für politischeForderungen queerer Aktivist_innensteht. Doch wer oder was ist eigentlichqueer? Was hat Sexualität überhaupt mitPolitik zu tun? Werden nicht-heterosexuelleMenschen heutzutage wirklichnoch diskriminiert? Und was genau istHeteronormativität? In dem von unsvorgeschlagenen Proseminar wollen wiruns unter Anderem mit diesen Fragenauseinandersetzen. Dabei soll es darumgehen gesellschaftliche Normen wie Heterosexualitätund Zweigeschlechtlichkeitzu problematisieren und die darausresultierende Kritik in einen politikwissenschaftlichenKontext zu stellen.Im ersten Teil des Seminars sollen zentraleTexte der Queer Theory gelesenund diskutiert sowie kritische Begriffeund Analysekategorien wie Heteronormativität,heterosexuelle Ordnung,Heterosexismus etc. erarbeitet werden.- Was ist das ‚queere Moment’, aus welchenakademischen und aktivistischenKontexten ist Queer Theory entstanden?In welchem Verhältnis steht sie zuschwul-lesbischen und feministischenPolitikformen?Im zweiten Teil des Seminars wollen wirden Blick auf ausgewählte Teilbereicheder Politikwissenschaften richten. Wiewerden Sexualitätund ihre normativenFormenhier thematisiert– oder eben nicht?Wo können queereKritiken ansetzen?Mögliche Themenfelder können dabeiz.B. Demokratietheorien, politischeÖkonomie, Familienpolitik, Menschenrechtspolitikenoder andere sein.Wir freuen uns darauf, einen universitärenLernort mit Euch gemeinsam zu gestalten.Für einen Einstieg in das Themaempfehlen wir:Annamarie Jagose, Queer Theory: EineEinführung (Queerverlag, Berlin 2001)und Andreas Kraß, Queer Studies – eineEinführung, in: ders. (Hg.), Queer Denken.Gegen die Ordnung der Sexualität(Suhrkamp, Frankfurt a.M. 2003)Seminare, Kreatives und MotorischesIm Labor des Dr. Frankenstein I - Die Besessenheitdes KörperGeistes in den WissenschaftenDie Rahabilitierung einer Körper-Geist-Einheit wurde zwar innerhalbverschiedener wissenschaftlicher Ansätzebehauptet, tatsächlich aber wurde dieDichotomie häufig eher noch verstärkt.Im Rahmen des auf zwei Semester angelegteninterdisziplinären Projekttutoriumswerden wir in diesem Semestermit den Konstruktionen der Alleinheitentweder des Körpers oder des Geistesbeschäftigen. Mary Shelleys „Frankensteinoder der moderne Prometheus“wird dabei zu einem steten Begleiter derAnime-Zeichentrick-Filmseminarmit Gender-SchwerpunktWir sind eine kleine Gruppe von Anime-Fans,die sich auch sehr für GenderkritischeThemen interessieren, undwollen in diesem Sommersemester beideszusammenführen. Dabei wollen wiruns nicht nur an schönen Bildern berauschensondern uns außerdem mitder Entwicklung von verschiedenenGechlechterrollen im Zeichentrick beschäftigen.Folgendes ist unsere vorläufige Planung:Wir bringen uns gegenseitig verschiedeneFilme mit oder leihen sie gemeinschaftlichaus. Anschließend dann gemütlichesQuatschen über alles was unsso auf- und eingefallen ist. Dazu wollenwir entsprechende Literatur lesen.Veranstaltung avancieren, bilden dochder Mediziner Victor Frankenstein unddessen Kreation einen Ausgangspunktfür den Körper-Geits-Diskurs am Beginnder Moderne.24wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200825


Seminare, Kreatives und MotorischesPoetologien der Geschlechter im 20. Jahrhundert:Psychiatrie und LiteraturMit ihrer ‚hermeneutischen Wende’ hatsich die Psychiatrie im 20. Jahrhundertpoetischen Techniken angenähert. Zugleichbildete sich eine Konfigurationheraus, in der Wahnsinn und literarischeProduktion als eng verknüpft betrachtetwurden. Im Projekttutorium soll dieserZusammenhang von Psychiatrie und Literaturdiskutiert und unter gendertheoretischenGesichtspunkten analysiertminimaler montagin der oubs unter oder überm sofa chillenmit minimalem sound,polit-kino+diskussion, zoix... und vokuezum selberbacken ;)jeden montag, von 18:05 bis spätwerden. Zwei Beispiele hierfür werdendas Phänomen von ‚Modekrankheiten’wie Hysterie und Magersucht und diegesellschaftliche Annahme eines Zusammenhangsvon Verbrechen undWahnsinn sein. Im Vordergrund stehtdie Rekonstruktion von Beziehungenzwischen literarischen und nicht-literarischenTexten wie z.B. medizinischenLehrbüchern, forensischen Gutachten,wissenschaftstheoretischen Texten, historischenQuellen etc. Dabei ist u.a. zufragen, wie geschlechtliche Einschreibungenin psychiatrisches Wissen sichzu den Vergeschlechtlichungen literarischerTexte verhalten. Wenn davonausgegangen wird, dass Wissen undGeschlecht immer auch ‚poetisch’ produziertwerden, inwiefern kann dannvon einer ‚Poetologie der Geschlechter’gesprochen werden?Seminare, Kreatives und MotorischesProjekttutorium: Postkoloniale Positionierungenim deutschen KontextTeil 2 - Sommersemester 2008, GenderStudies/Kulturwissenschaft/Sozialwissenschaften(HU) Tutorinnen: JulianeStrohschein, Jasmin DeanDie postkoloniale Verortung Deutschlandssteht im Fokus des Projekttutoriums,ebenso wie die Reflektion von Interdependenzenund Ambivalenzen dersozialhistorischen Kategorien Rasse,Weißsein, Geschlecht, Nationalität (...).Was bedeutet Postkolonialität im deutschenKontext? Wie sind aktuelle gesellschaftlicheVerhältnisse durch dieGeschichte von Rassismus, Kolonialismusund Nationalsozialismus geformt?Wer gehört (nicht) zum Kollektiv undwie stellt es sich her? Was heißt es aufindividueller Ebene in diesem deutschenKontext sozialisiert zu sein und/oder aktuell in ihm zu leben? Die gleichberechtigte,in der Seminarstruktur verankerteZusammenarbeit von Schwarzendeutschen, of Color, migrantischenund weißen deutschen Positionen solldie Grundlage des Projekttutoriumssein. Wir wollen selbstkritisch positionierteSprechweisen erlernen und übenund uns mit postkolonialen und intersektionalenKonzepten auseinandersetzen.Entlang ausgewählter Fragenan die deutsche koloniale und nationalsozialistischeGeschichte sollen gegenwärtigeRelevanzen herausgearbeitetwerden. Die besondere Arbeitsformdes Projekttutoriums liegt darin sowohlTheoriedebatten als auch eigenen Auseinandersetzungenund Fragen Raumzugeben. Im zweiten Teil des Projekttutoriumsim Sommersemester 2008 werdenMigration, (immer schon bestehende)Multikulturalität und gegenwärtigeDiskurse um nationale Gemeinschaft,Integration und europäische Identitätden Schwerpunkt bilden. Zum Endedes Semesters wollen wir die Projektarbeitin einer Veranstaltung vorstellen.26wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200827


Seminare, Kreatives und MotorischesHinweise zur Veranstaltung: Anforderungfür alle (BA, Magister, weitere) istdie regelmäßige Teilnahme und Beteiligungan einer Arbeitsgruppe. Wir bittenum Anmeldung. Ein ausführlicher Readerist zum Semesterbeginn erhältlich.Teilnehmer/innen aller Fachrichtungenwillkommen!Literatur: Kien Nghi Ha, NicolaLauré al-Samarai, Sheila Mysorekar(Hg.):re/visionen. Postkoloniale Perspektivenvon People of Color aufRassismus,Kulturpolitik und Widerstandin Deutschland (2007). Eggers,Maureen Maisha, Grada Kilomba, PeggyPiesche, Susan Arndt (Hg.): Mythen,Masken und Subjekte : kritische Weißseinsforschungin Deutschland (2005).Kien Nghi Ha: Ethnizität und MigrationRELOADED. Kulturelle Identität,Differenz und Hybridität im postkolonialenDiskurs (2004). Hito Steyerl,Encarnación Gutiérrez Rodríguez (Hg.):Spricht die Subalterne deutsch? Migrationund postkoloniale Kritik (2003).Lieber Cyborg als Göttin?Die unsichtbaren Geschlechter der InformatikAuf den ersten Blick erscheint die Informatikals eine geschlechtsneutraleTechnologie und Wissenschaft. DieGeschichtserzählungen der Informatikhandeln in der Regel nur von weißenMännern. Tatsächlich wurde die Beteiligungvon Frauen lange Zeit verschleiertoder abgewertet. Dieses Projekttutoriumverfolgt u.a. das Ziel LeistungenSeminare, Kreatives und Motorischesvon Frauen in der Informatiksichtbar zu machen: Grace MurrayHopper, die Erfinderin des Compilerswird behandelt werden, wie Rozsa Peterund ihre Theorie rekursiver Funktionen.Wir werden uns in Texten undDiskussion der expliziten und implizitenFunktionen von Geschlecht in derInformatik annähern: Welche Barrierengibt es heute in Wissenschaft undWirtschaft? Wie werden Frauen aus derIT-Branche repräsentiert? Welche Formenvon Männlichkeiten produziertdie Informatik? Welche Hierarchien erzeugtdie IT? Welche Funktion hat Geschlechtin der Künstlichen Intelligenz?Was können Cyborgs und FeministInnengemeinsam haben?Das Projekttutorium verfolgt einentransdisziplinären Ansatz. Die unterschiedlichendisziplinären Hintergründeder Teilnehmenden bilden die Basisfür einen kritischen Auseinandersetzungüber den Tellerand der eigenenWissenschaften hinweg. Daher werdenkeine besonderen Vorkenntnisse in derInformatik oder den Gender Studiesvorrausgesetzt. Die Einführungssitzungam 25.4.08 dient der Vorstellungdes Projekttutoriums und der Verteilungder Impuls-Referate. Im Laufe desSommersemesters finden vier 4 Blockterminestatt jeweils freitags von 11 bis17 Uhr. Die komplette Literatur befindetsich schon auf der Moodle-Seite alspdf-Dokumente. Auch nicht-HU-Angehörigekönnen sich bei Moodle anmelden.Es wird zusätzlich noch einenkostenlosen Reader geben.Moodle:http://lms.hu-berlin.de/moodle/course/view.php?id=5911Kursschlüssel: sevenof9„Rhizom machen“ Von der Verbindung und Verkettungvon Mechanismen.Vom Begriff des Rhizoms (Wurzelstock)ausgehend entwickelten Deleuzeund Guattari eine Denk- und Arbeitskonzeption,welche sich von IdentitätsundGanzheitsparadigmen wie von derVorstellung linearer Entwicklungsverläufeund klar definierbarer Fachbereichsgrenzenverabschiedet, um Theorieund Praxis eines übergreifenden,produktiv vermittelnden Denkens zuentwerfen. Rhizom zu machen heißt,weniger einen Spiegel der Verhältnisseherzustellen, als eine Uhr, die vorgeht.Das Projekttutorium „Rhizom machen“untersucht Strukturen, Mechanismenund Verbindungen in und zwischenLiteratur, Film, bildender Kunst,Wirtschaft und Politik und will die ge-28wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200829


Seminare, Kreatives und MotorischesPostkoloniale Theorie undperipherer Kapitalismuswonnenen Ergebnisse zur Bearbeitungeigener konkreter Projekte einsetzen.Für das zweite Semester des PTs sindder Entwurf eines intermedialen Romansmit verschiedenen Verknüpfungselementenund die Konzeption einesFilmbeitrags zum Zebra-Filmfestivalangedacht. Nach Absprache mit denTeilnehmern kann ein Teil der Treffeninnerhalb von Blocksitzungen stattfinden.Neue TeilnehmerInnen sind herzlichwillkommen und ausdrücklich erwünscht.Weitere Infos und Materialzum bisherigen Projekttutoriumsverlaufund zu Plänen für das zweite Semesterunter www.rhizom-machen.de.Die Internetplattform dient dem PT alsArbeits-, Diskussions- und Präsentationsforum.Treffen: Donnerstag 18-20Uhr, erstes Treffen am 17. April. Projekttutoriumsleiter:Johann ReißerAusgehend von marxistischen Theorien, postkolonialen Theorien und Ansätzen derDependenztheorie setzen wir uns mit dem widersprüchlichen Charakter des westlichenKapitalismus und globaler Wirtschafts- und Entwicklungspolitik auseinander.Dazu blicken wir konkret auf das Zusammenspiel verschiedener (kapitalistischerund nicht-kapitalistischer) Produktionsweisen und auf transnationale Netzwerkeund untersuchen, wie dadurch Verhältnisse zwischen sog. Zentren und Peripherienbestimmt werden.Zudemreflektierenwir Machtmechanismen,diedurch Klasse,Geschlechtund Rassismusgekennzeichnetsind.30 wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVSeminare, Kreatives und MotorischesSchließlich wollen wir uns die Frage nach Gegenentwürfen,nach Handlungsmöglichkeitenund widerständigen Praktiken stellen.Literatur u.a.: Timothy Mitchell (2002): Ruleof Experts [Ägypten]; Dieter Senghaas (1974):Peripherer Kapitalismus; Eva Hartmann(2004): Transnationale Wissensnetzwerke i.d.Entwicklungspolitik; Harold Wolpe (1980):Articulation of Modes of Production. Undausgewählte Schriften von Antonio Gramsciund Karl Marx.Texte zum tieferen Verständnisdes Marx‘schen Kapitals„The noblest pleasure is the joy of understanding.“Im Seminar sollen die wichtigsten Kategoriendes Ersten Bandes des Kapitalsdurch die Lektüre und Diskussionverschiedener Manuskripte von Marxweiter erläutert und so ein tieferes Verständnisdes Kapitals erreicht werden.Bisher u.a. vorgesehene Texte: Resultatedes unmittelbaren Produktionsprozesses;Ergänzungen und Veränderungenzum ersten Band des Kapitals;Randglossen zu Wagner.Voraussetzung sind Kenntnisse überden ersten Band des Kapitals. Proseminaram Philosophischen Institut der FUBerlin.infos etc. unter:www.marx.blogsport.denächster Redaktionsschluss: 10.9.200831


Seminare, Kreatives und MotorischesEinführung in die Solidarische ÖkonomieSolidarische Ökonomie heißt, die Weltnicht aus der Sicht des Anlegers als profitmaximierendenBetrieb anzusehen,in dem alle jahraus jahrein rund um dieUhr möglichst umsonst arbeiten sollen,sondern als nachhaltigen Lebensraumfür alle Menschen zu begreifen undzu gestalten, in dem sich jeder einzelneund die Gesellschaft insgesamt nichtnur physisch sondern auch intellektuellund kulturell reproduzieren kann.Als Marx 1865 den 3. Band des Kapitalsvollendet hatte, waren die Arbeitgebernoch die Eigentümer der Unternehmenund die Börsen steckten nochin den Kinderschuhen. Engels sagte1894 weitsichtig voraus, dass die Börsianerdie gesamte Produktion übernehmenwürden, doch inzwischen ist dieEntwicklung darüber hinausgegangen,die Börsianer werden zunehmend vonFonds abgelöst. Anleger dieser Fondssind in den USA und zunehmend auchin anderen Ländern Arbeitnehmer, diefür ihre Rente sparen. In den USA sindinzwischen bereits weit über 2/3 derUnternehmen in den Händen von Renten-bzw. Pensionsfonds. Diese Fondswachsen nicht nur mit den Einlagensondern auch über Renditen im zweistelligenBereich mit atemberaubenderGeschwindigkeit und erwerben Immobilien(GSW) und Autofabriken (Chrysler)in beliebiger Reihenfolge.In einer arbeitsteiligen Gesellschaft istein neutrales Tauschmittel unverzichtbar.Aber nur als solches sollte Geld imRahmen eines Gesellschaftsvertragesfungieren: für meine eigene Leistung erhalteich Geld, für das ich mir LeistungAnderer kaufen kann. Jedes zusätzlicheGeld, das ohne eine zugrundeliegendeLeistung in den Wirtschaftskreislaufeingeschleust wird, entwertet geleisteteArbeit und führt zur Verteuerung derSeminare, Kreatives und Motorischesim Warenkreislauf befindlichen Produkte.fusion des Geldes aus der Realwirt-Es wird auf zukünftige Leistung schaft erfolgen kann, müssen ermitteltzugegriffen bzw. eine Inflation in Gang und verschlossen werden. Erwerbstätigegesetzt. Schon Aristoteles hielt es vorwie Verbraucher müssen also unbe-2000 Jahren für das Widernatürlichste, dingt verhindern, dass der Wert ihrerwenn Geld sich aus sich selbst heraus Arbeit ihrem Verfügungsbereich entzogenvermehrt.wird.Wenn - wie zur Zeit - der Kapitalertrag Um die Ziele, Strategien und Implementierungen5 mal schneller als das BruttoinlandsproduktSolidarischer Ökonomiewächst, müssen die Löhne und bestimmen und entfalten zu können,Sozialleistungen um den entsprechendenmüssen die regionalen und nationalenBetrag sinken. Diese Entwicklung Gegebenheiten des globalen neolibera-können die Arbeitnehmer und Rentner len Wirtschaftssystem aus solidarwirtschaftlichernach 60 Jahren „friedlichem“ KapitalismusSicht in seinen Grundzügenam besten in ihrem Geldbeutel und Triebkräften ausreichend präzisefeststellen.analysiert und verstanden werden.Jeder Euro, der in die Fonds der globalenZiel der Veranstaltung ist es, Modelle zuFinanzmärkte gelangt, steht dort entwerfen und zu diskutieren, wie dieals Heuschreckenkapital zur Verfügung, gegenwärtige Umverteilung von untendas gegen uns eingesetzt werden kann. nach oben im eigenen regionalen EinflussbereichDie vielen Poren, durch die diese Dif-und auch darüber hinaus inihr Gegenteil verkehrt werden könnte.Praxeokybernetik alskritische TheorieDie Wissenschaft von den Steuerungs-und Regelungsvorgägngen desHandelns bzw. „Die Kunst, Handelnzu steuern“ soll darauf hin untersuchtwerden, inwiefern sie die Selbstbestimmungder Menschen fördern oderbeeinträchtigen kann oder bereits tut.32wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200833


Seminare, Kreatives und MotorischesRoll back perfect? - 68 und was davon übrig ist.Theorie und Praxis der Revolution„Rudi Dutschke - Revolutionär ohneRevolution“ heisst eine dissertation ausdem jahre 2001. Überhaupt spielt derbegriff revolution seit 1968 eine grosserolle in der sog. Linken. Seit demAlle jahre wieder kommen das Jesuskindmit der knarre und die fleischgewordeneKalaschnikow in den mainstreammedienin mode und allerhandtrittbrettfahrer-events erzählen je nachideologischer ausrichtung vom „Mythos‚68“ oder von der geschundenenmähre revolution. Anspruch und wirklichkeitder herrschenden generationkritisch in bild,ton und schrift unter dielupe zu nehmen, soll die intention jedendonnerstag um 18.00 uhr in der OUBssein. Ob und inwieweit wir zu diesemZwecke kürzere texte, film und tondokumente zur hilfe nehmen oder garzeitzeugen hinzuziehen, müssen wir gemeinsamdiskutieren und anschließendin die tat umsetzen.Ganz im sinne der „Antiautoritären“bin ich nicht bereit den alleinunterhalteroder allwissenden frontalunterrichtendenzu spielen. Wer die von mir hiermitinitiierten seminare interessant genugfindet, um regelmäßig ein paar stundenseiner freizeit damit zu verbringen, solltesich darüber im klaren sein, dass gegenuniversitäreprojekte wie die OUBsanders funktionieren als die durchkommerzialisiertenbildungsanbieter aufdem globalen dienstleistungsmarkt. Dasbedeutet, dass niemand nur lehrenderbzw. lernender ist und jede(r)sich zumgelingen des Seminars im plenum einbringensollte, auch wenn es sich nichtin zehn jahren studium an einer eliteunimit dem thema befasst hat. Freies Denkenist ohne kritik nicht denkbar. Ergoist es auch notwendiger bestandteil derveranstaltung sich mit lust argumenteum die ohren zu hauen(these > antithese> synthese).zusammenbruch der systemalternativehat sogar die globale werbeindustriedie revolution als verkaufsargumentzum verticken von autos, leihwagenund wintersportausrüstungen entdeckt.Seminare, Kreatives und MotorischesUnsinn verbreiten. In diesem Sinne fändeich eine tiefergehende auseinandersetungmit dem thema revolution, fürwünschenswert. Auch dieses Seminar istals multimediales geplant und bezüglichder ausrichtung des programms enormflexibel. Kommt also zahlreich und erfahrtalles was ihr schon immer überEine genauere vorstellung davon, unterwelchen bedingungen nachhaltige nicht getraut habt, zu fragen. Eine artRevolution wissen wolltet, aber euchqualitative veränderungen in der entwickeltenindustriegesellschaft erfolgreich findet am dienstag, dem 29. april 2008,vorbereitungstreffen für beide seminaresein könnten, hat offensichtlich kaum um 18 uhr in der Offenen Uni Berlinsjemand. Wie sonst könnten weiterhin statt. Selbstverständlich könnt ihr euchangeblich revolutionäre organisationen auch später noch in die inhaltliche gestaltungder seminare seit jahrzehnten den selben esoterischeneinbringen.Schulkritik und Bildungspolitik. Entwürfe eineremanzipatorischen SchuleDass an deutschen Schulen vieles imArgen liegt, ist kein Geheimnis – Zementierungsozialer Ungleichheit, Rassismusund Sexismus, gesellschaftlicheDisziplinierung und möglichst nahtloseEinpassung in die kapitalistische Gesellschaftsordnungsind hier nur einige derStichworte, die dabei in den Sinn kommen.Aber muss das so sein? KönnenSchulen nicht auch zu Orten des Lernenswerden, an denen kritisches Denkenund solidarisches Handeln eingeübtwerden? Wir wollen mit euch nicht nurdas bestehende Schulsystem einer differenziertenKritik unterziehen, sondernauch bereits praktizierte Alternativenkritisch diskutieren und als Ideengeberverwenden, damit wir dann konkret eigeneVorstellungen vom guten Lernenfür alle entwickeln können. Wer auchim nächsten Semester noch dabei bleibt,34wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200835


Seminare, Kreatives und Motorischeshat dann die Chance, die bildungspolitischeLandschaft kennenzulernen, umdie von uns gemeinsam entwickeltenIdeen dort zu verorten und sie schließlichauch praktisch zu erproben.Konzeptionen von Macht und Herrschaft am Beispielder BildungDie Thematisierung von Macht behandeltdiese häufig als ‚Macht über’ (z.B.wenn über gesellschaftliche Strukturenoder die Machtbeziehungen zwischenMenschen gesprochen wird) und andererseitsals ‚Macht zu’ (verstanden alsHandlungsfähigkeit). Diese Spannung36wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVSeminare, Kreatives und Motorischesaufnehmend wollen wir nach dem Verhältnisvon Macht und gesellschaftlicherHerrschaft fragen: Wie und in welchemMaße konditionieren gesellschaftlicheStrukturen unsere Handlungen? Beschränkensie unsere Handlungsoptionen?Garantieren sie Handlungsfähigkeit?Wann ist Macht als herrschaftlichzu bezeichnen, wann als ermächtigend?Diesen und ähnlichen Fragen möchtenwir uns im Projekttutorium erstensdurch eine intensive Lektüre ausgewählterTexte von L. Althusser, M. Foucault,N. Poulantzas, P. Bourdieu und M. Archerannähern. Dabei soll der Umgangmit theoretischen Texten geübt und kritischeAnalysefähigkeit entwickelt werden.Weiterhin möchten wir problematisieren,welche gesellschaftlichen Phänomeneund Aspekte sich mit den theoretischenAnsätzen unserer AutorInnendenken lassen und welche nicht. Worauflegen sie ihre Schwerpunkte, wasübersehen sie dabei?Zweitens möchten wir uns unserenFragen ‚praktisch’ annähern. Alle vonuns behandelten AutorInnen eint, dasssie ihre Theorien in interdisziplinärenAuseinandersetzungen mit sozialen undkulturellen Problemfeldern entwickelthaben: Eines hiervon ist Bildung.Daher sollen die Theorien an Beispielenaus dem Bereich Bildung erprobtwerden. Diese Beispiele können vonder historischen Funktion des dreigliedrigenSchulsystems, staatlicher Ressourcenverteilungbis hin zu alternativenSchulsystemen u.a. reichen. Auf dieseWeise sollen nicht nur die AutorInnenbesser verstanden werden, sondernes soll auch darüber reflektiert werden,wie Bildung in der Spannung von Herrschaftund Selbstermächtigung ‚funktioniert’.Beginn: 14.4.2008Hochschulpolitischer ArbeitskreisWir suchen noch Mitstreiter_innen für unseren hochschulpolitischenArbeitskreis an der HU. Wir werdenuns zunächst wöchentlich treffen und anhand von Textenüber hochschulpolitische Themen diskutieren. Genauergesprochen haben wir uns vorgenommen, Problemean den Unis in einen gesamtgesellschaftlichenKontext zu stellen. Unsere Debatte wird sich daherzunächst innerhalb der Schnittmenge dessen, was als „Prekarisierung der ArbeitsundLebensverhältnisse“ bezeichnet wird und hochschulspezifischen Problemenbewegen. Vorläufiges Ziel ist es, im Sommersemester einige Veranstaltungen zuorganisieren, die sich mit Fragen beschäftigen, die aus unserer Debatte resultieren.Einen genauen Termin werden wir Anfang des Semesters festlegen, bis dahin wendetEuch bitte an die angegebene Email.Wir freuen uns auf Eure Beteiligung,Euer AK-HoPo.AnarchismusWas? Der Begriff ‚Anarchie‘ wird imherrschenden Diskurs meist mit Chaos,Krieg und Ähnlichen in Verbindung gebracht,dabei liegt seine Grundidee einfachin der ‚an-archia‘, der Herrschaftslosigkeit.Welche Ideen verbergen sichhinter dieser Utopie und was hat dasmit Antistaatlichkeit, Autonomie, Individualität,Konsens und und und zutun? Wie können wir Ideen von Hierarchielosigkeitumsetzen? Welche verschiedenenAnarchismen gibt es (da esDIE eine Idee natürlich nicht gibt)?Seminar in Potsdam Wir sind eine kleineGruppe von Menschen, die Lust haben,sich mit dem Thema auseinanderzusetzen,ein paar Texte zu lesen undzu diskutieren und dies letztes Semesternächster Redaktionsschluss: 10.9.200837


Seminare, Kreatives und Motorischesbereits begonnen haben. Wir freuen uns Semesterwoche zu einem ersten Treffenüber weitere Menschen, die Lust haben,zusammenfinden. Dort werdenmitzumachen! Späteres Dazustossen ist wir uns dann über die genauen Termine,absolut kein Problem. Das Treffen findetSeminarstruktur, Themen etc. ver-in Potsdam statt, für genauere Infos ständigen. Stattfinden wird das Ganzeschreibt einfach eine kurze Mail an Judithvorraussichtlich im Café SOWISO- jott//ättt//atomstromfrei.de (Dorotheenstraße 26 Raum 300). BeiSeminar an der HUAuch an der HU Interesse schreibt bitte an jott//ättt//wollen wir ein Anarchismus-Seminar atomstromfrei.de oder dunkelpunk//aufziehen und uns dazu in der dritten ättt//gmx.deAutonomie und Utopie im AlltagAuf den Perspektiventagen haben sichaus einem Workshopstrang Menschenzu utopischen AntiArbeitskreisen zusammengefunden,um über Möglichkeitender Selbstermächtigung uns auszutauschenund zusammenzufinden.Dabei geht es viel erst einmal darum,diese Kommunikation als das wichtigezu betrachten, nicht mit der Fixierungauf sichtbare Ergebnisse in die Sache hineinzugehen.Und so den bürgerlichenMauern entfremdeter Gesellschaftlichkeitentgegenzuwirken, die sich auchzwischen „den Linken“ (was das auchimmer sein soll) breit gemacht haben.Sprich: Als Prozess-Ziele das Aufhebender Trennungen zwischen uns, zwischenAlltag(über)lebens-struggle undpolitischer Aktivität sowie zwischenden Menschen und den ihnen vom Systemvorenthaltenen Lebensgestaltungsmöglichkeiten(Produktionsmittel eingeschlossen).Webseite: http://www.perspektiventage.de/index.php/Berliner_GruppeSeminare, Kreatives und Motorisches‚Praxis‘ als ein Zentralbegriff kritischer Gesellschaftstheorie?Vier AnsätzeHandeln wird in Politik, Alltagsdiskursenund manchmal auch in den Wissenschaftenals voraussetzungslos behandelt.Eine kritische Perspektive eröffnetsich, wenn dieses Handeln als immerschon eingebettet in gesellschaftlicheStrukturen verstanden, aber auch alsStruktur verändernd begriffen wird.Der Praxisbegriff verspricht dabei einenAnsatz, mit dem sich Handlungund Struktur auf eine Weise zusammendenken lassen, die den zwei typischenGefahren aus dem Weg geht: nämlichentweder Gesellschaft als hermetischesund unveränderbares Machtgefügemisszuverstehen, oder das individuelleHandeln und seine Sinnbezüge zu verabsolutieren,so dass strukturelle Zwängeaus dem Blick geraten. Demgegenüberermöglicht der Bezug zur Praxisdurch Sichtbarmachung von dauerhafteingeschränkten HandlungsmöglichkeitenKritik an Herrschaft, Ausschlüssenund Ungleichheit. Und da Praxis prinzipielloffen ist, stellt sich in konflikthaftenSituationen die Alternative immerwieder neu, ob die Handlungsfähigkeitvon Akteur_innen in restriktiver Weiseeingeschränkt oder erweitert und inemanzipatorischer Richtung verallgemeinertwird.Wie eine solche Praxis theoretisch erfasstwerden kann, und ob ‚Praxis‘als Grundkategorie kritischer Gesellschaftstheorietaugt, wollen wir uns imTutorium gemeinsam erarbeiten: Wirwollen dabei in systematisch-vergleichenderPerspektive vier theoretischeAnsätze diskutieren, bei denen der Praxisbegriffim Zentrum steht: im erstenSemester die Ansätze von Bourdieu undGiddens und im zweiten Semester vonArcher - einer Vertreterin des kritischenRealismus - und Holzkamp, der die KritischePsychologie begründet hat.Zum Ende des zweisemestrigen Tutoriumsist eine Podiumsdiskussion geplant.Interessierte Studierende ausverschiedenen Fachbereichen (undNicht-Studierende!) sind herzlich eingeladenteilzunehmen und das Tutoriummit eigenen Ideen mitzugestalten.38wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200839


Seminare, Kreatives und MotorischesMensch und Lager – Wahrnehmung, Funktion,Vermittlung, Teil IIDas 20. Jahrhundert gilt als das „Jahrhundertder Lager“, da es sich über dieverschiedenen Lagersysteme (angefangenbei den Internierungslagern derKolonialmächte bis hin zu Abschiebelagernund außerordentlichen Gefangenenlagern)definiere. Diese Bezeichnungimpliziert nicht nur eine Vergleichbarkeit,sondern auch eine Kontinuität derLagersysteme in den unterschiedlichenpolitischen Systemen.Im ersten Teil des PTs wurden Definitionenvon ‚Lager’ erarbeitet und eswurden insbesondere die Lagersystemebis 1945 und ihre scheinbare Vergleichbarkeituntersucht. Hierzu gehörten dieFunktion und Bedeutung der Lagersystemein den jeweiligen Herrschaftssystemen,die Dynamiken, die sich dortentwickelte, die Wahrnehmung des Lageralltagsdurch die InsassInnen und40das „Personal“ sowie der Zusammenhangvon objektiver Funktion und subjektiverWahrnehmung, Zudem habenwir uns mit (gedenkstättenpädagogischen)Möglichkeiten beschäftigt, mitHilfe derer Lager als historisches Phänomenan die Nachwelt vermittelt werdensollen und wie dies den Blick aufdie Lager beeinflusst.Diese Fragen sollen im zweiten Teilsollen nun mithilfe der entsprechendenMethoden (Literatur, Exkursionen,Zeitzeugengesprächen) für Lagersystemeseit 1945 weitergeführt werden (vonsowjetischen Speziallager hin zu außerordentlichenGefangenenlager wie GuantanamoBay oder Abschiebelager).Hierzu gehören auch Ansätze, die imLager bzw. im Ausnahmezustand dasParadigma der Moderne sehen. EinEinstieg, auch ohne dass Teil I besuchtwurde, ist problemlos möglich.Genauere Informationen werden abMärz unter www.reflect-online.org zufinden sein. Das 20. Jahrhundert giltals das „Jahrhundert der Lager“, da essich über die verschiedenen Lagersysteme(angefangen bei den Internierungslagernder Kolonialmächte bishin zu Abschiebelagern und außerordentlichenGefangenenlagern) definiere.Diese Bezeichnung impliziert nichtnur eine Vergleichbarkeit, sondern aucheine Kontinuität der Lagersysteme inwiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVDie Kritische Theorie der PsychoanalyseIn diesem autonomen Seminar wollenwir einige ausgewählte Texte SigmundFreuds diskutieren. Unser Interesse dabeiist, zu klären, in wieweit die FreudschePsychoanalyse Erkenntnisse füreine radikale Kritik der kapitalistischenGesellschaft liefert. Thematisiert seinmethodischer Ausgangspunkt, das unmittelbareLeiden der isolierten Individuen,die Gewalt der gesellschaftlichenVerhältnisse, die er ansonsten verschweigt?den unterschiedlichen politischen Systemen.Im ersten Teil des PTs wurden Definitionenvon ‚Lager’ erarbeitet und eswurden insbesondere die Lagersystemebis 1945 und ihre scheinbare Vergleichbarkeituntersucht. Hierzu gehörten dieFunktion und Bedeutung der Lagersystemein den jeweiligen Herrschaftssystemen,die Dynamiken, die sich dortentwickelte, die Wahrnehmung des Lageralltagsdurch die InsassInnen unddas „Personal“ sowie der Zusammenhangvon objektiver Funktion und subjektiverWahrnehmung, Zudem habenwir uns mit (gedenkstättenpädagogischen)Möglichkeiten beschäftigt, mitHilfe derer Lager als historisches Phänomenan die Nachwelt vermittelt wer-Seminare, Kreatives und Motorischesden sollen und wie dies den Blick aufdie Lager beeinflusst.Diese Fragen sollen im zweiten Teilsollen nun mithilfe der entsprechendenMethoden (Literatur, Exkursionen,Zeitzeugengesprächen) für Lagersystemeseit 1945 weitergeführt werden (vonsowjetischen Speziallager hin zu außerordentlichenGefangenenlager wie GuantanamoBay oder Abschiebelager).Hierzu gehören auch Ansätze, die imLager bzw. im Ausnahmezustand dasParadigma der Moderne sehen. EinEinstieg, auch ohne dass Teil I besuchtwurde, ist problemlos möglich.Genauere Informationen werden abMärz unter www.reflect-online.org zufinden sein.nächster Redaktionsschluss: 10.9.200841


Seminare, Kreatives und MotorischesLatein einmal anders, am Beispiel von Manilius‘:Astronomica.Dieses Tutorium richtet sich an alle,die sich trotz schulischer/ universitärerFrusterfahrungen noch Interessean der antiken Weltsprache Latein bewahrthaben.Dafür bietet sich das Werk Astronomicades Manilius an, eines nichtchristlichenstoischen Dichters und Astrologen,der auch in der sogenannten Fachweltweitgehend unbekannt geblieben ist.Schwerpunkt dieser Einführung bildetdie Himmelsbetrachtung im erstenArbeitskreis RegulationstheorieBuch, vor allem die Einleitung dieseskosmischen Lehrgedichtes. Grammatikwird nicht abstrakt , sondern konkretam Text vermittelt, relativ gute Lateinkenntnisse( Latinum z.B..) sind leidernotwendig. Wir werden uns auch mitder Frage beschäftigen, was eigentlichübersetzen ist, Kann man überhaupt literarischeTexte übersetzen?, Außerdemdie Aktualität des Ansatzes von Manilius,die Einheit von Dichtung/ Mystikund Wissenschaft, eine ganzheitlicheSicht, die zweitausend Jahre später u.a.auch wieder in den Schriften von KenWilber auftaucht.Zur Einführung: Marcus Manilius: Astronomica/Astrologie Lateinisch/Deutsch\Stuttgart 1990, Reclam Universal-BibliothekNr,8634\Wir treffen uns unabhängig vom Semesterungefähr alle zwei Wochen an wechselndenOrten und diskutieren Texteder französischen Regulationsschuleund daran anschließende AutorInnen.Projekttutorien - Was soll das?!Projekttutorien (PT) sind studentisch organisierte „Lehrveranstaltungen“,in denen eine selbstbestimmte und unabhängigeAuseinandersetzung mit dem Lehren und Lernen, derUniversität und Gesellschaft – eine kritisch-emanzipatorischeWissenschaft ermöglicht werden soll.Ohne den Druck einer immer stärker auf Verwertung ausgerichtetenLehre und Forschung könnt Ihr hier Euren Fragenund Eurer Kreativität Freiraum und Ausdruck verleihen,sowie Themen erarbeiten, die an Euren Instituten zukurz kommen.Im SoSe 08 läuft eine Evaluation der Projekttutorien an, diedie Entwicklung der Projekttutorien im Hochschulreformprozessuntersucht und die Schwierigkeiten bei der Durchführungsichtbar machen soll, um ihnen zukünftig besserbegegnen zu können. Dafür benötigen wir die Hilfe von allen,die ein PT angeboten oder an einem teilgenommen haben.Bitte informiert euch über die Homepage!Infos zu Projekttutorienim Allgemeinen und Antragsmodalitäten auf:http://studium.hu-berlin.de/lust/ptGrundlegende Kenntnisse marxistischerTheorie sind von Vorteil.42 wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200843


Seminare, Kreatives und MotorischesEnergieseminar der TUWie jedes Semester gibt es auch im Sommer 2008 mehrere Projektedes Energeiseminars.Unsere Projekte werden am 21. April um 16:00Uhr an der TechnischenUniversität Berlin im Raum EB202 vorgestellt. Dort werdennähere Informationen gegeben. Ihr könnt euch auch auf unsererInternetpräsenz informieren:www.energieseminar.deWir freuen uns auf Euch!!Dieses Semester gibt es die folgenden fünf Projekte:1. Isolieren eines Hauses2. Kälte aus Sonnenenergie3. Solardusche4. Wasserkraft5. Energielehrpfad an der TUEin kleines Haus isolieren: Planung und BauHast Du Lust...... mit anderen gemeinsam und in Eigenregie ein Projekt auf die Beine zu stellen?... von anderen was zu lernen und anderen was beizubringen?... theoretisches Wissen praktisch anzuwenden?... im Sommer draußen zu sein?Dann bist Du bei uns wahrscheinlich genau richtig.Wir suchen engagierte Menschen, die mit uns zusammen in der GartenarbeitsschuleWilmersdorf ein kleines Holzhäuschen dämmen wollen. Vorwissen ist nichtnötig.44 wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVDas Haus wurde bisher mit einem Ölradiatorgeheizt. Diese Heizung solldurch ein neues Luftzirkulationssystemüberflüssig werden. Dazu braucht esnatürlich auch eine gute Dämmung derHauswände - Planung und Umsetzung,das ist unsere Aufgabe. Außerdem wirdgewünscht, dass wir unsere Arbeit soaufarbeiten, dass sie auch von den Gästender Gartenarbeitsschule (Schüler_innen und Lehrer_innen) nachvollziehbarist.Kälte aus der SonneSommer, Sonne, See und kalte Getränke...unddamit das auch möglichst gutfunktioniert wollen wir die Kälte mitSonnenenergie erzeugen. Dabei geht esnicht einfach darum eine Photovoltaikzellean einen normalen Kühlschrankanzuschließen, sondern neue Konzepteauszuprobieren, zum Beispiel Kältenicht mit Strom sondern aus Wärme zuerzeugen.Wir wollen uns mit verschiedenen Möglichkeitender Kälteerzeugung aus Sonnenenergieund der Speicherung vonKälte beschäftigen. Ziel des Projektesist dann der Bau einer mobilen Kühlbox,die allein mit Sonnenenergie allerdingsauch in der Nacht funktioniert.Am Ende eines erfolgreichen Semesterswinkt dann ein selbstgekühltes GetränklächelndAlle die Lust auf dieses Thema, Spassan selbständigem Lernen und gegenseitigemVermitteln von Neuerlerntem,Seminare, Kreatives und Motorischessowie Freude und Interesse an praktischerund handwerklicher Arbeit inklusiveder notwendigen Planung haben,sind herzlich eingeladen teilzunehmen.Besondere Vorkenntisse sind aber nichtnotwendig.Solardusche* Ziel dieses Projektes ist es eine Solarduschezu bauen.Dazu werden wir uns zuerst mit denGrundlagen der Solarthermieauseinandersetzen, die Anlage für einenbestimmten Bedarf auslegen,planen und dann aufbauen. Die dabeientstandene Solardusche soll jedochkein reines Testobjekt bleiben, sondernim Tagungshaus Wernsdorf(bei Königs Wusterhausen) aufgebautwerden, wo sie dann genutzt wird.Gegen Ende des Semesters werdenwir die Anlage noch vermessen, um zuüberprüfeninwieweit Planung und Umsetzungübereinstimmen.Wenn Du jetzt auch Lust verspührst,Dich theoretisch und besondersauch praktisch mit dem Thema Solarthermieauseinander zu setzen, in eineroffenen und kommunikativen Atmosphäremit anderen zusammen zu arbeitenund das Ergebnis Deiner Arbeit amEnde greifbar vor Dir zu haben, dannbist Du herzlich eingeladen mitzumachen.Wir freuen uns auf Dich.nächster Redaktionsschluss: 10.9.200845


Seminare, Kreatives und MotorischesFortsetzung - Energieseminar der TUKleine Wasserkraft - Zielkonfliktebeim UmweltschutzDie Bedeutung der dezentralen Energieversorgungist in den letzten Jahrenim Hinblick auf regionale Energiebeschaffungund Klimaschutzziele stetigangestiegen. Vor diesem Hintergrundmöchten wir uns in unserem Projektmit einem speziellen Teilgebiet näherbeschäftigen - dem der kleinen Wasserkraft.Die kleine Wasserkraft hat den Vorteil,dass sie in sehr kleinen Fließgewässerneinsetzbar ist und somit bei einer dezentralenregenerativen Energieversorgungerhebliche Potentiale aufweist. Da dieseArt der Energieversorgung zudem vomErneuerbaren Energien Gesetz (EEG)gefördert wird, bieten sie für verschiedeneAkteure auch finanzielle Anreize.Dem Ansatz entgegen steht ein ebensoambitioniertes Regelwerk, die Wasserrahmenrichtlinie(WRRL). Sie bezwecktu.a. das Erreichen eines guten ökologischenZustandes der Fließgewässer bis2015. Hierbei spielt die Morphodynamikeine wichtige Rolle, die jedoch vonder kleinen Wasserkraft maßgeblichverändert wird.Gemeinsam möchten wir die Anforderungender beiden Regelwerke undmögliche Konflikte herausarbeiten.Unser Fokus soll auch auf bautechnischeAspekte gelegt werden. Wie kannökologische Wasserkraft gebaut und fi-46nanziert werden? Wie lassen sich beimBau und Betrieb Umwelteinwirkungenminimieren?Unsere Überlegung ist es, eine kleineExkursion zu einem sich im Bau befindlichemWasserkraft zu organisieren.Um diesen Fragestellungen nachgehenzu können, setzen wir auf eine interdisziplinäreArbeitsgruppe und laden hiermitalle Interessierte herzlich zu unseremProjekt ein.Energielehrpfad Vol.3:Energieeffizienz und ErneuerbareEnergien an der TU-BerlinHast Du dich eigentlich schon mal mitdem Energieverbrauch deiner Uni beschäftigt?Die TU Berlin verbrauchtjährlich ca. 50 Mio. KWh Strom. Dagegenverbraucht das ganze Wendland gerademal 300 Mio. KWh. Und von den50 Mio. KWh sind sogar 11% Leerlaufverluste.Mit diesen Verlusten könnteman rein rechnerisch 1.500 Vier-Personen-Haushalteein Jahr lang mit Stormversorgen oder aber 495.000 Euro einsparen.Wo also liegen die höchsten Energieverbräuchean der TU Berlin? Wo wirddie meiste Energie verschwendet? Wosind die größten Einsparpotentiale?Was läuft an der TU Berlin in Sachenwiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVErneuerbare Energien und Energieeffizienz?Wir sind ein studentischer Arbeitskreisam FachbereichWirtschaftswissenschaften der FU undverstehen uns als unabhängige undoffene Gruppe, an der alle Interessiertenteilnehmen können. UnserSchwerpunkt liegt auf der kritischenund wissenschaftlichenAuseinandersetzung mit wirtschaftlichenThemen. Dabei freuen wir unsüber Bereicherungen aus allen Fachbereichenund Richtungen.Seminare, Kreatives und Motorischesgenständig in einer Gruppe mit vielenanderen motivierten Menschen, dannbist du bei uns genau richtig.Kritische WirtschaftswissenschaftenIn einer interdisziplinären Projektgruppewollen wir genau diesen Fragennachgehen. Und dabei interessieren unsnicht nur die Heizkessel und Klimaanlagen,sondern auch die Gebäudearchitektur,eingesetzte Materialien, die Planung,das Verhalten der Mitarbeiter undStudierenden und was sonst noch alleszur Energieeffizienz der TU beitragenkann. Und die Ergebnisse? – Sollen denEnergielehrpfad bereichern! Wenn dualso Lust hast, selbstbestimmt und eisätzezur Gestaltung von Wirtschaftund Gesellschaft.Wir treffen uns zu Lesegruppen, organisierenGastvorträge, diskutierenkonkrete Ansätze und stellen die erarbeitetenErkenntnisse auf unsererWebsite zur Verfügung. So bereichernwir den oft genug sehr tristenUnialltag. In diesem Sinne ladenwir alle herzlich zur Mitarbeit ein.Wir hinterfragenden aktuellen Lehrbetriebund informierenuns undandere über möglichealternative AnnächsterRedaktionsschluss: 10.9.200847


Seminare, Kreatives und MotorischesProseminar: Materialistische Staatstheorie –Eine problemorientierte EinführungLars Bretthauer / Ingo StützleZeit: SoSe 2008, Mi. 12.00-14.00Ort: Ihnestr. 22, 22/UG 21. Sitzung: 16.04.2008Materialistische Staatstheorien teilendas gemeinsame Forschungsinteresse,eine Perspektive auf westliche Staatenzu entwickeln, die diese in ihrem Verhältniszur kapitalistischen Ökonomieanalysiert. In diesem Seminar wollenwir uns diese fragmentierte Traditionslinievon ihren Anfängen bei Marx undEngels über die Arbeiten von Gramsci,Agnoli sowie Foucault und Poulantzasbis in die heutigen Debatten um BobJessop und Joachim Hirsch überblickartigerschließen. Dabei werden wir unsproblemorientiert mit der politischenund wissenschaftlichen Implikationendieser Theorietradition beschäftigen.Zentrale Fragestellungen werden dabeisein: das Verhältnis von Staat und Ökonomie,die realpolitische Wirkmächtigkeitstaatlicher Apparate, die Relevanzder Zivilgesellschaft als Terrain politischerKonfliktaustragung, die Unterscheidungzwischen theoretischer Begründungund historischer Konstitutiondes Staates, das Verhältnis von staatlichenInstitutionen und gesellschaftli-chen Kräfteverhältnissen. Diese Fragensind nicht von ihrem historischen Kontextzu lösen, in dem sie jeweils gestelltund beantwortet wurden, daher soll nebender theorieimmanenten Diskussionauch der historische Charakter derstaatstheoretischen Interventionen herausgearbeitetwerden.Das Seminar hat explizit einführendenCharakter, d.h. es sind keine Vorkenntnissenötig.Einführende Literatur:Joachim Hirsch: Materialistische Staatstheorie,Hamburg, 15-81.Ingo Stützle: Staatstheorien oder „BeckenrandschwimmerInnender Weltvereinigt euch!“, in: grundrisse - zeitschriftfür linke theorie und debatte,Heft 6, 2003, 27-38.Weitere Informationen unter:www.reflect-online.orgFreiraum, zur eigenen Gestaltung:48 wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200849


WochenendseminareRechtsextremismusseminar: „Nur ein stummerSchrei nach Liebe?“Zum Umgang mitrechten Jugendlichen,Handlungs- und InterventionskonzepteDer AStA der UniversitätPotsdam präsentiertEuch zusammenmit dem Interlog e.V.für interkulturellenAustausch und politischeBildung ein WochenendseminarzumUmgang mit rechtsextremenJugendlichen.Dieses ist besondereLehramtsstudierendenwärmstens zu empfehlen!Zum ProgrammDas Phänomen Rechtsextremismushat eine große gesellschaftlicheRelevanz. Ein wachsendesrechtsextremes WählerInnenpotenzialund eine konstant hohe Zahl rechterÜbergriffe verdeutlichen dies. Wenngleiches falsch wäre dieses Problemauf Jugendliche zu reduzieren, so mussdoch festgestellt werden, dass Jugendlicheden Hauptteil der rechtsextremenSzene ausmachen.Rechte Ideologen und Kader habendas längst erkannt und versuchen durch„jugendgerechte“ Propaganda und FreizeitangeboteJugendliche gezielt zu ködern.Im zunehmenden Maße sind alsoauch LehrerInnen, SozialpädagogInnenund JugendarbeiterInnen mit rechtsextremenJugendlichen konfrontiert.Oft kann aber kaum oder nicht in derentsprechenden Weise reagiert werden,da die rechten Jugendlichen entwedernicht erkannt werden oder es an Methodenund Werkzeugen fehlt das Problemanzugehen.An diesem Punkt soll das Wochenendseminaransetzen. Es werden grundlegendeKompetenzen für den Umgangmit rechtsextremen Jugendlichen vermittelt.Dazu gehört eine Einführungin Aktionsfelder, Strategien und Codesder rechtsextremen Szene und ein praxis-orientiertesTraining konkreter Interventionen.Zusätzlich werden konkreteSituationen aus intervenierendenGesprächen mit rechten Jugendlichentrainiert und analysiert.Das Seminar ist insgesamt darauf ausgelegtallen Menschen die mit Jugendlichenarbeiten Handwerkszeuge undInterventionsansätze an die Hand zugeben, um so effektives Engagementgegen Rechtsextremismus und Rassismuszu ermöglichen.Allen Teilnehmenden wird eine Teilnahmebestätigungausgestellt und werdenumfangreiche Materialien zur Verfügunggestellt.Inhalte des Wochenendseminars- Erscheinungsformen des modernenRechtsextremismus- Rechtsextreme Jugendkulturen- Rechtsextremismus im schulischenKontext- Interventionskonzepte bei rechtsextremenJugendlichen- Handlungs- und Kommunikationstrainingfür erfolgreiche InterventionDie Kapazitäten des Seminars sind beschränkt.Daher ist eine Anmeldungunter offeneuniATasta.uni-potsdam.deoder infoATinterlog-ev.net unbedingtnotwendig!Informationsdistribution - Workshop PressearbeitPressearbeit ist die goldene PflichtundFleiß- Disziplin der Öffentlichkeitsarbeit.Zumindest begleitend istsie eigentlich immer sinnvoll wenn ihrwirklich was zu sagen habt.Deshalb werden wir uns im Mai/Junidie Grundlagen derselben in einem1-tägigen Workshop aneignen.50 wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.2008 51


WochenendseminareWenn wir mit dem Workshop durchsind werdet ihr eine ganze Menge mehrüber Pressemitteilungen, Versand,Timing, Verteiler und Kontaktverläufewissen.Falls ihr konkrete Projekte anstehen[paeris] - Seminare Juli 2008Setzen, Sechs!Seminar zur Kritik der Schule vom 11.bis 12. Juli 2008 in BerlinFrüh morgens aufstehen - Angebrülltwerden oder verständnisvolle Lehrerinnenertragen - Klausuren undNoten - Auswendiglernen - Sich aufKommando sportlich betätigen -„Pubertär“ oder „engagiert“ genanntwerden - Aufsätze über blödsinnigeFragestellungen schreiben - Ex-LinkeLehrerInnen - Bleierne Langeweile –An die Tafel müssen - Auf Konstruktivitätverpflichtet werden – Lehrplanwissen– Staatsbürgerkunde. Und dannsind da auch noch die Mitschüler, dieall ihre Kreativität ausspielen, um demganzen Horror des Schulalltags nochdie besondere Note zu geben.Wir wollen in der Diskussion undanhand von Texten und Lehrplänenklären, warum es in der hiesigen Gesellschaftdie Schule gibt und wie dashabt, können wir die gerne exemplarischeinbauen... gebt mir einfach inder Anmeldungsemail kurz Bescheid.Bei Interesse bitte e-mail an doroismATquantentunnel.de.Ich gebe dannZeit und Raum bekannt.mit der grundlegenden Verfasstheitdieser Gesellschaft und deren Bedarfnach ausgebildeten Staatsbürgern zusammenhängt.Und warum die Schülerinnenuntereinander nicht zufällig dieEllenbogen ausfahren, nicht abschreibenlassen, wild stolz auf ihre Notensind und entlang dieser genau wissen,wer die „Streberin“ und wer der „Doofe“der Klasse ist.Und nicht erst seit der PISA-Studieverstärkt sich der Druck auf dieSchüler und Studentinnen durchBudgetkürzungen, Schulvergleiche undStudiengebühren. Werden nun Räumeökonomisiert, die es vorher nichtwaren? Wird Bildung eine Ware? Undhat das alles was mit dem oft gehörtenWort ‚Neoliberalismus’ zu tun? Wassich da wieso ändert, soll also ebenfallsdiskutiert werden. Vorwissen nichterforderlich.R-E-S-P-E-C-T - Find Out What ItMeans To MeSeminar über Anerkennungsverhältnissevom 18. bis 20. Juli 2008 in BerlinIn einer bürgerlichen Gesellschaft ist(fast) jeder als Rechtsperson anerkannt.Für bestimmte Freiheiten muss nichtgekämpft werden. Dieses Anerkennungsverhältnisdurchzieht die Beziehungender Menschen untereinanderund zu den Dingen. Dadurch ist abernicht bestimmt, wie es in dieser Gesellschaftum das individuelle Strebenum gesellschaftliche Anerkennung,Wertschätzung, Liebe bestellt ist. Wirwollen der Frage nachgehen, ob sichein innerer Zusammenhang ausfindigmachen lässt zwischen der Subjektform,in die das bürgerliche Rechtunter kapitalistischen Verhältnissen dieMenschen setzt, und der Weise, wiejungelinke-seminareÜber Armut und ReichtumWochenendseminar zur Kapitalismuskritik16. – 18. Mai 2008 bei BerlinAlte und immer noch aktuelleFragen: Warum gibt es nebendem Reichtum in den kapitalistischenGesellschaften soviel Armut? Warumsorgt der technische Fortschritt nichtfür mehr Freizeit? Und warum fällt derangeblich rettende Einsatz des Staatesfür die Bedürftigen in dieser Gesellschaftimmer so dürftig aus? Mehrsich unter diesen Bedingungen Strebennach der dadurch nicht verbürgtenAnerkennung darstellt.Für beide Seminare gilt: AusführlichereBeschreibung und Anmeldung unterwww.paeris.net. Beitrag für Unterkunft,Verpflegung und Materialien für dasSchulseminar EUR 5.-, für das AnerkennungsseminarEUR 15.-.Infos und Anmeldung unter www.junge-linke.deDie Gewalt der OrdnungWochenendseminar zur Kritik anden Rechtfertigungen der bürgerlichenGesellschaft für ihr Strafwesenund ihre Knäste30. Mai – 1. Juni 2008 bei BerlinWarum gibt es Knäste? Welche Ordnungschützt der Staat mit seinemRecht und wie sorgt er dafür, dass52 wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.2008 53


WochenendseminareStrafverfolgung und Strafvollzug ihrentsprechen? Was bedeutet das für dieGefängnisinsassen? Wie verhält sichder Schutz der Rechtsordnung durchden Staat zum Schutzbedürfnis seinerBürger? Mehr Infos und Anmeldungunter www.junge-linke.dejeder mit Sexualität auseinandersetzen?Warum ist Sexismus so normal? Woherkommt die Einteilung in „normal“ und„pervers“? Haben die 68er die Sexualität„befreit“ und wenn ja, wovon?Mehr Infos und Anmeldung unterwww.junge-linke.deJungdemokratInnen/Junge Linke Berlin- SeminareMythos FinanzkapitalWochenendseminar über den Kreditund die ihn begleitenden Ideologien20. – 22. Juni 2008 bei BerlinOb Franz Müntefering oder die NPD,BüSo oder attac: Linke wie Rechte sehendas „Finanzkapital“ gern als Wurzelallen Übels dieser Welt. Wir wolleneinen Einstieg in das schwierige ThemaFinanzmärkte bieten und unsere Kritikan der Unterscheidung vom gutem(„schaffendem“) und bösem („raffendem“)Kapital mit Euch diskutieren.Mehr Infos und Anmeldung unterwww.junge-linke.deAußerdem:Linkes Sommercamp vom 24.-31.7.08in Niedersachsen. Infos über dasProgramm und Features wie Freibad,Sauna, Landidylle etc. auf www.jungelinke.deGenerell gilt bei den Seminaren: Soschnell als möglich anmelden undeinen Platz sichern. Du erhältst danninnerhalb einer Woche eine Bestätigungvon uns. Teilnahmebeitrag: 15,-Euro (20,- Euro Förderbeitrag) - darinenthalten sind Unterkunft, Verpflegungund Materialkosten. Wer nicht erscheint,ohne sich spätestens 14 Tagevor dem Seminar abzumelden, löhnttrotzdem.„Die guten ins Töpfchen ...“Tagesseminar zu Schulkritik3. Mai 2008Das dreigliedrige Schulsystem ist einfachnicht totzukriegen. Dabei habenStaaten, die auf Gesamtschulen setzen,deutlich bessere Bildungsergebnisse alsdie Bundesrepublik. Kein Schulsystemist so exklusiv wie das deutsche. Undwer auf die Hauptschule muss, istgleich aufs Abstellgleis der Gesellschaftgestellt. Trotz alledem gilt weiterhin:„Hände weg von der Dreigliedrigkeit!“(CDU) bzw. „Hände weg vom Gymnasium!“(SPD). Was steckt dahinter?Und kein Protest weit und breit?Anmeldung: infoATjungdemokraten.de„Sicher ist nur das Risiko“Tagesseminar zur Atomkraft28. Juni 2008Atomausstieg – alles beschlosseneSache? Leider nein! Die aktuellen Debattenführen uns deutlich vor Augen,Sex (auch wenn das komisch klingt)dass der sogenannte Atom-„Konsens“Seminar über Sexualität in der bürgerlichenGesellschaftdurchaus keine sichere Sache ist.Aberwas spricht gegen Atomkraft? Wollen04. – 06.07.2008 bei Hannoverwir denn weiterhin abhängig vom Ölaus Krisenregionen sein? Können wirAutos von Berlin werden organisiert!ohne sie das Klima schützen? Undsind erneuerbare Energien nicht vielWas ist Sexualität eigentlich? Naturzu teuer? In der Veranstaltung soll espur? Ein Diskurs? Warum muss sichaußerdem um die Proteste gehen, diejedes Jahr um Gorleben stattfinden.54 wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.2008 55


WochenendseminareKurze Filme versprechen zudem besteUnterhaltung und eine spannendeDiskussion!„Selber Terror“Tagesseminar zu Überwachung12. Juli 2008Terrorist ist … potenziell jedeR. Spätestensseit die Sicherheitsbehördenherausgefunden haben, dass „Terroristen“auch GEZ Gebühren zahlen, ra-Capsula: Kunst auf Rädern(in English at the next page)Interkultureller Austausch am 16. & 17.Mai 2008 , Moderation: Steffen Cyrusund Polina Kyritsopoulou, Veranstaltungsort:wird über die Projektwebseitebekannt gegeben (www.capsula-berlin.com).siert sind und sogar normalen Berufennachgehen, istjedeR verdächtig. Und wenn jedeRverdächtig ist – so die Logik – mussauch jedeR überwacht werden. Diesebizarre Logik führt zu einem massivenAbbau von bürgerlichen Rechten.Längst dürfen unliebsame Personenmit Reiseverboten belegt ohne Anklageweggesperrt, abgehört, beschattetwerden – und das alles auf Verdacht.Aber auch wer brav ist, könnte jadunkle Geheimnisse haben…Schaffen es alle Menschen, einen Ausstellungsraumzu betreten? Wie vielegehen ins Theater? Und wie kommtman von Spandau in eine Tanzaufführung?Im Workshop geht es darum, Ideenfür einen mobilen Ausstellungsraum ineinem Lkw zu erarbeiten, der vom 1.bis 14. September 2008 in Berlin durchsieben verschiedene Kieze auf Toursein wird. Über sieben Stationen willder Lkw (unsere Capsula), Menschenverschiedener Stadtbezirke Einblicke indie Realität anderer Bezirke verschaffen,um so ihre Mobilität zu fördernund eigene Vorurteile zu hinterfragen.Der Schwerpunkt der Ideensammlungsoll zum Einem auf interaktive Projektegelegt werden, welche die Bewohnerdes jeweiligen Kiezes mit einbeziehen.Auf der anderen Seite streben wir,in Form von Projektgruppen, eineKooperation zwischen verschiedenenDisziplinen an: Schauspiel, BildendeKunst, Tanz, Mode, Kino, Soziologie,Philosophie, Politikwissenschaften ....Es geht darum die Fähigkeiten, Interessenund Kreativität jedes Einzelnenzu nutzen, das heißt unter anderem,dass man kein Uni Abschluß für dieTeilnahme an unserem Workshopbraucht! Wir wollen die Förderung derKooperation zwischen in Berlin lebendenKuenstlerInnen und Theoretikernverschiedener Herkunft produktivnutzen. Gemälde, Plastiken, installativeArbeiten sowie Aktionen, Workshops,Tanz- und Theateraufführungen, aberauch Seminare und Textarbeiten sindmöglich. Jeder kann und soll seinerFantasie freien Lauf lassen. Wichtigist es dabei, eine Interaktion mit derBevölkerung durch die Arbeiten zuschaffen.Vorrausetzung für die Teilnahme imWorkshop ist der offene Austausch mitanderen Projektteilnehmern. Ein ersterSchritt bietet hier unser Blog. Außerdemsolltet ihr in Berlin leben, sowieInteresse für Kunst und Kultur haben.Anmeldung beipolinaATcapsula-berlin.comAktuelle Infos:www.capsula-berlin.comCapsula: art on wheels(english)Intercultural exchange on 16th and17th May 2008, Moderation: SteffenCyrus und Polina Kyritsopoulou,Venue: will be published at the projectwebsite www.capsula-berlin.comHow many people visit gallery exhibitions?And how many of them manageto go to the theatre? After all who caneasily devote precious time in order togo from Spandau to watch a dancingperformance in Neukölln?During this cultural exchange, we willwork on ideas for a mobile exhibitionspace in a truck, which will touracross Berlin from September 1st to14th 2008. The collected ideas shouldemphasize on engaging the inhabitantsof each of the seven neighbourhoodswe will be exhibiting in with a varietyof interactive projects.Participants should try to build projectteams exploring the influences betweendifferent genres (theatre, finearts, dance, fashion, cinema, sociology,philosophy) thus creating an interactivedialogue. We would like to promote thecooperation between artists and theoristsof different nationalities who liveand work in Berlin. Paintings, sculptures,installations all are interestingpossibilities as well as performances,workshops, dance and theatreshows. Just let your imagination work!The projects should involve the participationof the passers-by in one way orthe other.No University degree is required. Theonly requirements for taking part inthis workshop are discussing your ideaswith the other participants throughour blog capsula-berlin.com, living inBerlin and having a great interest inarts and culture.Submit your inscription topolinaATcapsula-berlin.comUp to date information underwww.capsula-berlin.com56 wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.2008 57


WochenendseminareENTSICHERT! –Widerstände gegen den alltäglichen AusnahmezustandSeminarreihe 2008 von reflect! und derBundeskoordination Internationalismus(BUKO)Immer mehr Bereiche unseres Lebenswerden entsichert: prekäre Arbeitsverhältnisse,Grundrechtsabbau oder Entdemokratisierung– zunehmend sehenwir uns mit dem Verlust vermeintlicherSicherheiten und gewohnter Garantienin unserer Gesellschaft konfrontiert.Ohne in hilfloses Gejammer zu verfallen,wollen wir diese sich verschlechterndenZustände in Seminaren analysierenund Widerstandsperspektivenaufzeigen.Die Seminare finden von April bis November2008 in verschiedenen Orten inDeutschland statt. Der Teilnahmebeitragliegt zwischen 5,- und 25,- Euro(inkl. Reader, Essen und z.T. auchÜbernachtung). Grundsätzlich soll EureTeilnahme am Geld nicht scheitern.Ausführliche Infos und Anmelden unter:www.reflect-online.org.E-Mail: bildungATreflect-online.org»Arbeitsmigration I - Überblick überweltweite Ausbeutungsverhältnisse«(Tagesseminar, 19. April 2008 // K9,Berlin)Haushaltshilfen aus Polen in Deutschland,Kleinbauern aus der Sahelzonein der Elfenbeinküste, Illegalisierte ausMexiko und Ecuador in den Fast-Food-Restaurants der USA: Arbeitsmigrationist ein globales Phänomen.In diesem Tagesseminar fragen wir nachden verschiedenen Facetten weltweiterArbeitsmigration und diskutieren ankonkreten Beispielen (Polen-Deutschland,Mexiko-USA, Westafrika) die Arbeits-und Lebensbedingungen von ArbeitsmigrantInnenin Nord und Süd.»Arbeitsmigration II - (Selbst-)Organisierungsansätze gegen Ausbeutungsverhältnissein Europa«(26. April 2008 // Berlin)In Europa arbeiten über 30 MillionenWanderarbeiterInnen. Sie arbeiten inder Gastronomie und Land- und Bauwirtschaft,sie putzen Privathaushalte,erziehen Kinder, pflegen Alte undKranke. Ohne Arbeitserlaubnis undohne legalen Aufenthaltsstatus sindsie ausbeuterischen Praktiken von ArbeitgeberInnenausgeliefert. Sie habenkaum Möglichkeiten, sich gegen Ausbeutungund Lohndumping zur Wehrzu setzen. Arbeits- und Sozialstandardsscheinen für sie nicht zu gelten. Dochbei den ArbeitsmigrantInnen – ob mitoder ohne Papiere – gibt es europaweitSelbst- und gewerkschaftliche Organisierungsansätze.In diesem Tagesseminar fragen wir danach,wie ihre Rechte geschützt, ihre Arbeits-und Lebensbedingungen verbessertwerden können und erarbeiten unseinen Überblick über Organisierungsansätzevon ArbeitsmigrantInnen.»Zivilgesellschaft: Utopie oder Selbstbegrenzung?«(5.-7. September 2008 // Hamburg)Basisdemokratische Politik scheint politischgewollt. Doch während einerseitsBürgerInneninitiativen und direktdemokratischeElemente zum politischenAlltag gehören, verhindern andererseitsbegrenzte Entscheidungsmöglichkeiten,die Abhängigkeit von staatlicherFörderung und Repression herrschaftskritische,radikaldemokratische Interventionen.Der Begriff „Zivilgesellschaft“ beinhaltetbeide Tendenzen: Im liberalenVerständnis ist es die Instanz, überdie sich Menschen ehrenamtlich undsystemkonform artikulieren und beteiligensollen. Gleichzeitig aber habenunter demselben Begriff radikaldemokratischeGruppen für soziale Utopiengegen das System gekämpft. Letzterewurden entweder vom Staat bekämpftoder partiell und herrschaftsförmig eingebunden,konnten aber – wenn auchz.T. in stark veränderter Form – wichtigeForderungen durchsetzen. Die Betonungdes demokratischen Potenzials derZivilgesellschaft und ihrer (Selbst-)Begrenzungim Hinblick auf Veränderungscheinen daher untrennbar verbunden.Eine dritte, gramscianische Definitionvon „Zivilgesellschaft“ entreißt den Begriffaus seiner frei schwebenden Position„jenseits von Staat und Ökonomie“und bindet ihn an parlamentarische Demokratieund kapitalistische Ökonomiezurück. Es ist die Zivilgesellschaft, inder ein gesellschaftlicher Konsens (re)produziert wird und die so Herrschaftstabilisiert.Soziale Kämpfe sind ein Bestandteil sowohlder Konsensproduktion als auchdes emanzipatorischen Potenzials vonZivilgesellschaft. Über den Begriff58 wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.2008 59


WochenendseminareFortsetzung: ENTSICHERT! –Widerstände gegen den alltäglichen Ausnahmezustandselbst eröffnet sich also die Möglichkeit,über Formen der Intervention,aber auch über Probleme von sozialenKämpfen nachzudenken. Denn Interventionenbasieren einerseits auf derdemokratischen Selbstorganisation, andererseitsgilt es staatliche Institutionenund Machtmechanismen im eigenenHandeln mit zu denken.»Der ganz alltägliche Ausnahmezustand«(3.-5. Oktober 2008 // Leipzig)Ausnahmezustand – ein Wort, bei demwir an Gegenden wie Afghanistan oderIrak, an Diktaturen und Unrechtsstaatendenken. Ausnahmezustand – das istirgendetwas unnormales irgendwo imAusland oder in der fernen Vergangenheit.Wenn jedoch die Tornados nicht nur inAfghanistan, sondern auch über MecklenburgerZeltlagern fliegen, wennmithilfe des Sonderparagraphen 129adie gesamte linke Szene zum terroristischenUmfeld erklärt und mit Razzienund Hausdurchsuchungen beglücktwird, wenn kritische Stadtsoziologenallein wegen ihrer wissenschaftlichenArbeit als Terrorverdächtige verhaftetwerden – dann ist auch bei uns imAlltag der Ausnahmezustand ganz nah.Der erste Teil unseres Seminars beschäftigtsich aus diesen aktuellen Anlässenmit dem historischen Ausmaß staatlichenAusnahmehandelns. Anhand vonweiteren Beispielen wie etwa dem „Waron Terror“ in den USA, Sondergesetzenfür Ausländer in Deutschland sowieExkursen in die deutsche Geschichtewollen wir das Thema vertiefen und unseinen Begriff von der Rechtlosigkeit imAusnahmezustand machen.Danach wird es etwas theoretischer.Durch Lektüre von Texten verschiedenerAutorInnen - u.a. von Karl Marx,Walter Benjamin und Naomi Klein -hoffen wir, ein paar grundsätzliche Aussagenüber Staat und Gewalt, sozialeKämpfe und verbriefte Rechte machenzu können. Der Begriff der Ausnahmesoll bei all diesen Diskussionen keineeindämmende Phrase zur Verteidigungdes Bestehenden sein. Wir wollen mitder Kritik an der Ausnahme geradeauch die fragwürdige Annahme»Seine Arbeitskraft zu Markte tragen«- Prekarisierung und der MarketingCharakter(7.-9. November 2008 // Bremen)Mit dem Wandel der Arbeitsgesellschaftvom Fordismus zum Postfordismusgeht eine tief greifende Veränderungder Ware Arbeitskraft einher. Der Versuchder lohnarbeitenden Klasse denentmenschlichenden Produktionsbedingungenin der Fabrik etwas entgegenzu setzen, versandet in der Ich-AG. Dernunmehr allzeit bereite flexible Menschmuss sich stetig neu entwerfen,um nicht überflüssigzu werden. Als Arbeitskraftunternehmermuss derMensch sein ganzes Daseindaraufhin überprüfen,ob er für ein Unternehmengewinnbringend einsetzbarist. Der „Marketing-Charakter“ stellt sich dieIllusion der Selbstverwirklichungdurch Lohnarbeitvor. Dies in einer Zeitwo sich die Grenzen der kapitalistischnotwendigen, weil verwertbaren Arbeitverschieben. Ausgrenzung, Überflüssigkeit,und der Zwang zu arbeiten, um zuleben, und leben, um zu arbeiten, drückendabei auf die Psyche. Statt abergegen diese Erniedrigungen sich zurWehr zu setzen, regiert die Angst vordem Abstieg und die Hoffnung nachdem sich einrichten in der bestehendenbürgerlichen Gesellschaft. Diese scheinendie Springpunkte zu sein, die dasFundament der Hegemonie des Kapitalsüber die lohnarbeitenden Menschenbilden. In diesem Seminar soll sich miteinigen Aspekten dieses neuen „Lifestyles“auseinandergesetzt werden, mitder Absicht die Widersprüchlichkeitenherauszuarbeiten, und um zu erkennenwelche Hoffnung man sich machenkann, um das ganze aufzuheben.60 wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.2008 61


Veranstaltungsreihen/Vorträge/GruppenPolitikwissenschaftliche Referate und DiskussionVeranstaltet vom Sozialreferat desAStA FUDie Finanzkrise - Ein Lehrstücküber Eigenart, Dienst und Macht desFinanzkapitalsNoch eine Leistung des schnödenMammons: Kredit, Zins, fiktivesKapitalReferent: Dr. Theo WentzkeMindestlöhne und Managergehälter.Warum verdienen Arbeiter so wenigund Manager so viel?Über die Einkommen in derbürgerlichen Gesellschaft undihre Quellen – einschließlicheiner Kritik der einschlägigenGerechtigkeitsvorstellungen.Referent: Prof. Dr. Egbert Dozekal62Jugend-Kriminalität „Bloß einWahlkampfschlager“?Von wegen. Der Staat macht sich starkgegen seine FrüchtchenEin Lehrstück über befugte undunbefugte Gewalt.Referent: Prof. Dr. Freerk Huiskenwiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVzum Konsumieren oder MitmachenVeranstaltungsreihe zu Gesellschaft, Arbeit,Leben, AlternativenDie Veranstaltungsreihe greift Diskussionenund inhaltlich, 20 Uhr zumSchenkladen nahe Themen auf, dieim Umfeld des „Systemfehlers“ schonlänger präsent sind, aber (natürlich) niezu Ende diskutiert werden können...Zu den meisten Veranstaltungen wirdes am Anfang einen kleinen inhaltlichenInput geben (max. 20 min). UmDiskussionen in Gruppen über 10Menschen zu vermeiden, kann danachin kleineren Gruppen diskutiert werdenbzw. das Thema weiter entwickeltwerden. Sollte sich der Bedarf ergeben,so kann es Folgeveranstaltungen oderWiederholungen von Veranstaltungengeben.Mo - 5.5., 20 UhrErwerbsarbeit & Diskriminierung(D)* Erwerbsarbeit wird meist als eine„selbstverständliche Lebenstatsache“gehandhabt und darin zeigt sich bereitseines ihrer Gesichter: Sie ist Herrschaftsinstrumentund als eine entscheidendegesellschaftliche Kategoriewerden über sie Menschen ein- undausgegrenzt. Mit welchen Bildern undVorstellungen dies legitimiert wird,ob Erwerbslose noch als homogenesoziale Gruppe z.B. von „Faulenzern“konstruiert werden, welche Stigmatisierungspraktikenheute wirken - diesenund anderen Fragen dazu wie Diskriminierungfunktioniert, soll mit Hilfedes Anti-Bias-Ansatzes nachgespürtwerden.* Neben einer Kleingruppenübungdie auch dem ersten Kennenlernen vonAnti-Bias dienen soll, wird es punktuelleInputs und gemeinsame Diskussionengeben.Mo - 12.5. , 20 UhrGeldlogik, Schenkladen, Schenkökonomie* Geldlogik führt zu Hinterge-nächster Redaktionsschluss: 10.9.200863


Veranstaltungsreihen/Vorträge/Gruppendanken, verwischt die eigentlichen sähe selbstbefähigende Kunst aus?Motive unseres Handelns und führtzu absurden Denkmustern aus Sicht Di - 3.6., 20 Uhreiner Nichtgeldlogik. Wann denken freie & demokratische Schulenwir mit Geldlogik? Wie funktioniert * Freie Schulen versuchen Bedürfnisseder Kinder zu respektieren undSchenkökonomie und welches Grundverständnissteckt hinter dem Schenkladen?verhelfenihnen zu mehr Selbstständigkeit zu* Was ist ein Schenkladen? Welche * Vorstellung der Arbeitsweise vonMotivation haben Menschen Schenklädenmitzubetreiben? Welche For-* danach Diskussion3-4 Freien Schulen in Berlinmen von Kooperation sind über denSchenkladen hinaus denkbar? Kannder Schenkladen ueberhaupt zu einemUmdenken beitragen? Schenkladen- das Richtige im Falschen? Hat derSchenkladen überhaupt etwas mitalternativer Ökonomie zu tun? UnserVerhältnis zum Geld.Mo - 19.5., 20 UhrUtopisches Denken ist out?* Was ist utopisches (dystopisches)denken? Welchen Sinn hat es unrealistischzu sein? Brauchen wir neueGesellschaftsutopien? Schwierigkeiten,Abgrenzung zu Fiktion und Warnutopie,Beispiele.Mo - 26.5., 20 UhrKunst & Gesellschaft* Was ist das Verhältnis von Kunstund Gesellschaft? Wie kann Kunst inden öffentlichen Raum wirken? Warumwird Kunst zumeist als etwas von Gesellschaftgetrenntes empfunden? Wasist nicht systemkonforme Kunst? Wie64Di - 10.6., 20 UhrArbeitssucht und Arbeitszwänge; derArbeitsbegriff* Können wir überhaupt zwischenArbeitssucht und Arbeitszwang unterscheiden?Welche Folgen für Alltagund Gesellschaft ergeben sich auseiner Arbeitssucht? Gibt es die Pflichtzur Faulheit und hat der verwendeteArbeitsbegriff ausgedient?wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVDi - 17.6., 20 UhrAnders leben, aber wie?* Wie kann selbstbestimmtes &nachhaltiges Leben aussehen? Warumüberhaupt „anders leben“? Wie undwas anders machen? Was kann überhauptals problematisch angesehenwerden? Welche Alternativen gibt es(schon)? Gibts überhaupt ein „richtigesLeben im Falschen“?* Von Kommunen & anderenExperimenten. Ist die Kommuneideegescheitert? Ist das Leben in Kommunenüberhaupt eine Alternative?Insel-Lösung vs. Wohlfühlraum vs.Aussteigen. Welche Möglichkeitenneben dem Kommuneansatz gibt esfür eine „andere“ Organisierung? Sinddiese ueberhaupt erstrebenswert?Di - 24.6., 20 Uhr„Entwicklungsdienst für Industrieländer“* Kommt man von einer Reisezurück, kann man das Gefühl kriegenviele Menschen bewegen sich in einerGlaskugel. Benötigen Industrieländereinen „Enwicklungsdienst“? WelchesWege gibt es aus Anonymisierung,sozialer Entfremdung, Isolation derGenerationen und dem Boom vonkommerziellen Partnerbörsen?Mi - 2.7., 20 UhrHaben oder Sein, Konsum und Verlustängste* Wer kennt den Unterschiedzum Konsumieren oder Mitmachenzwischen „Haben“ und „Sein“ (ErichFromm)? Nimmt die Bedeutung desHabens wirklich zu und die des Seinsab? Wie beeinflusst das Bewusstseinvon Haben und Sein das Konsumverhaltenund gängige Ängste (z.B.Zukunftsangst).Mi - 9.7., 20 UhrFilmvorfuehrung „Milgram-Experiment“& Diskussion* Das Milgram-Experiment ist einerstmals 1962 durchgeführtes psychologischesExperiment, das vondem Psychologen Stanley Milgramentwickelt wurde, um die Bereitschaftdurchschnittlicher Personen zu testen,autoritären Anweisungen auch dannFolge zu leisten, wenn sie in direktemWiderspruch zu ihrem Gewissenstehen* danach Diskussion zum Thema:Gesellschaft & Autorität im Rahmendes SeminarsSowiso-Filmreihe im Sommersemester 2008Im zweiwöchentlichen Rhythmuswerden im Fachschaftscafé SowisoFilme zu einem sozialwissenschaftlichrelevanten Thema gezeigt und anschließenddiskutiert.Jeder Termin steht unter einembestimmten Thema und der vorgestellteFilm soll die Grundlage für einenächster Redaktionsschluss: 10.9.200865


Veranstaltungsreihen/Vorträge/Gruppenanregende Diskussionbieten. Das Spektrumder Filme bewegt sichdabei zwischen klassischen„Hollywood“-Produktionen,B-Movies und auchDokumentationen.Das Material wird vonden Teilnehmendenselbst ausgewählt undvorgestellt.Die Veranstaltungbeginnt am 24. April und findet immerDer Film beginnt immer um 20.00donnerstags alle 14 Tage statt. DieUhr, sind vorher schon genügendgenauen Termine und die FilmtitelMenschen anwesend, wird eventuellwerden rechtzeitig auf der Homepagenoch ein Vorfilm gezeigt.www.sowifachschaft.de angekündigt.Seminar für angewandte UnsicherheitIm Sommersemester werden nichtnur Europas Grenzen und ihre Überwachungunser Themasein, sondern auchdie Frage, warum dasEuropa der Kontrolleund Überwachung daspropagierte „Europader Grundrechte“ längstüberholt hat. Dazuschauen wir genauer indie Bereiche Migration,Arbeit, Gender, Medien,Datenbanken undeuropäische Polizeizusammenarbeit.Es wird wie immer Vorträge, Filmezum Konsumieren oder Mitmachenund Diskussionen geben. Die genauenTermine und Orte findet ihr ab Semesterbeginnauf unserer Homepage bzwauf unseren Flyern.Das Seminar für angewandte Unsicherheit[SaU] ist eine offene überwachungskritischeGruppe.Die KriLes (kritische Lehrer_innen)Die kritischen Lehrer_innen sind eineGruppe, die aus (zukünftigen) Lehrer_innen und Vertreter_innen verwandterBerufsgruppen besteht. Wir setzenuns mit Fragen der Bildung und desBildungs- und Schulsystems auseinander.Da die in diesem Bereich bestehenden(Herrschafts-)Strukturen füruns untrennbar mit den gesellschaftlichenVerhältnissen zusammenhängen,beschäftigen wir uns mit allen Formenvon (Hetero-)Sexismus, Rassismus,Antisemitismus, Kulturalismus und kapitalistischenStrukturvorgaben in derSchule in gesamtgesellschaftlicher Perspektiveund setzen uns für eine Schuleein, die möglichst viele Elemente derHerrschaftsfreiheit, der Emanzipationund der Solidarität verwirklicht.Bisher haben wir Veranstaltungen zuBerufsverboten für Lehrer_innen undzur Kritik des dreigliedrigen Schulsystemsorganisiert (letztere in Kooperationmit „reflect! - Assoziation fürpolitische Bildung“) und uns innerhalbder Gruppe mit Genderproblematik inder Schule, Kritik des Notensystemsund mit diversen Unterrichtskonzeptenbeschäftigt.Im nächsten Semester bieten wirein Projekttutorium an der HU an(„Schulkritik und Bildungspolitik. Entwürfeeiner emanzipatorischen Schule“)und arbeiten in AGs zu diversenThemen (AG Alternative Pädagogik,AG Antirassismus, AG Unterstützung).Für alle, die einsteigen wollen:Kennenlernplenum am 30.04.2008,Projektraum in den Herrmannhöfen,Herrmannstraße 48, 2. Hinterhof, 1.OG; 19h 30 (U8 Boddinstraße).Seid herzlich willkommen!Die KriLes66wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200867


Veranstaltungsreihen/Vorträge/GruppenB.O.N.E.Es soll politische Gruppen geben,die setzen Manifeste, programmatischeThesen, wenn nichtgar Diskussionsangebote in diegeplagte Welt. Wir auch.Nicht, weil wir denken, dass wirden Durchblick erfunden hätten.Aber immerhin, wir bemühenuns, und das, was wir so gebackenbekommen, reicht schon für einekurze Selbstdarstellung. Also, weroder was sind wir? Keine Knochenfreaks,sondern vielmehr demComic-Wahn verfallen... (kenntjemand die Bone-Comics von JeffSmith?)Mitunter werden wir aber bierernst,brüten über Kaffee- und Teepöttenund fangen an mit Politisieren. Und dazeigt das nette Kürzel B.O.N.E., was inihm steckt. Beginnen wir mal mitBasisdemokratisch.Soll heißen, dass wir aus eigener Erfahrungebenso wie aus theoretischenGründen sowohl bürgerlich-parlamentarischeStellvertretungspolitik als auchden leninistischen Avantgardeansatzablehnen (sind die beiden nicht mindestenszweieiige Zwillinge?). BeidePolitikmodelle bekämpfen in letzterInstanz die selbstverantwortliche Tätigkeitder bislang Unterdrückten. Wirhingegen hegen Sympathie für anarchistische,radikaldemokratische bzw.rätekommunistische Vorstellungenund würden auf der Strecke gerne einordentliches Stück vorankommen, mitanderen Worten: den überkommenenTheoriefundus praktisch aktualisieren.Danach kommt natürlichOblomovistisch.Hieß früher eigentlich „organisiert“,aber dann haben wir B.O.N.E.s irgendwannfestgestellt, dass wir gar nichtmehr groß organisiert sind (als einzelneschon, aber nicht mehr als Gruppe)- und schon länger kein neues Flugblattveröffentlicht haben, obwohl es dauerndgeplant wird. Stattdessen werdengemeinsam Bücher zu zwei Drittelngelesen, bevor sie weggelegt werden.Daher hat B.O.N.E. die Bedeutung desO im Namen von „organisiert“ auf„oblomovistisch“ geändert. Oblomovist eine russische Romanfigur, diedauernd im Bett liegt ... während desganzen Buches. Umgeben von Skizzen,Entwürfen und Ideenpapierenstellt sie andauernd irgendwelche Plänean, die nie verwirklicht werden. (siehe:Wikipedia)Neurotisiert.Damit soll wahrscheinlich zum Ausdruckkommen, dass wir zwar ganznett, aber auch ziemlich bekloppt sind,denn wer in dieser Gesellschaft sich„normal“ nennt, muss „ver-rückt“sein, oder? Nu dieEmanzipatorisch.Emanzipation kann nur in einemlangen Prozess gemeinsam erkämpftwerden, und zwar gegen die, die unsunten halten und gegen die, denen esso gefällt zu leben. Die Emanzipationumfasst nicht nur die Produktionssphäre,sondern die gesamte Lebensweiseund ist eine Bedingung dafür,dass alle ihren Bedürfnissen entsprechendleben können. Drunter machenwir‘s nicht.So, wir proklamieren aber nicht nurhehre Grundsätze, sondern habenzum Konsumieren oder Mitmachenauch echte Themen. So plagt uns z.B.immer wieder folgendes:* Was ist Antiautoritär? Wieso unterwerfensich Menschen der ‚Macht‘?* Was geht ab in Europa und auf demGlobus? Wird Europa deutsch oderumgekehrt? Wer profitiert, wer wehrtsich (oder auch nicht)?* ist die anarchistische Theorie nachMühsam/Kropotkin/Landauer abgeschlossenoder überholt? Wie kanneine befreite Gesellschaft nach demSpanischen Bürgerkrieg, Stalinismusund ohne politische Diktatur aussehen?Was ist eigentlich Post-Anarchismus/Post-Marxismus?Außerdem melden wir uns, wenn unsder Hafer stechen sollte, mit bemerkenswertenFlugschriften zu Wort, dieauf www.bone-net.de auch dokumentiertsind.Des Weiteren lesen wir öffentlich ineinem selbst organisierten Lektüreseminar:„Tier-Werden, Schwarz-Werden, Frau-Werden“ von Gabriel KuhnTeil II: Die politische Philosophie &die postmoderne Ethik (S. 113 – 195)(zweiter & vierter Dienstag im Monat,68wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200869


Veranstaltungsreihen/Vorträge/Gruppenangefangen wird im SoSe 2008 ab 8.April 2008) und laden alle interessiertenGeister herzlich ein, mit uns gemeinsam„den Poststrukturalismus“ zustudieren. Unsere Lesegeschwindigkeitist basisdemokratisch geregelt, heißt:wenn es Erklärungs- oder erweitertenDiskussionsbedarf gibt, wird dafürRaum und Zeit gegeben. Deswegensind angegebene Termine mit Vorsichtzu genießen, aber eine Richtschnur.So, aber was ist nun „Tier-Werden,Schwarz-Werden, Frau-Werden“?Lassen wir den Unrast-Verlag selbst zuWort kommen: Tier-Werden, Schwarz-Werden, Frau-Werden richtet sich inpolitischer Absicht vor allem an Aktivist/innenund Wissenschaftler/innenin linken und linksradikalen Zusammenhängen.Es sieht sich als Handbuch,das Hilfestellung leisten will zumVerständnis poststrukturalistischerTheorienbildung und ihrer revolutionärenPotentiale, sowie zur Entfaltungeigener revolutionärer Theorie undPraxis. Das Buch ist wesentlich darumbemüht, das oft als schwer zugänglichbeschriebene poststrukturalistischeTheoriengebäude zugänglicher zumachen, ohne es dabei zu trivialisieren.Die Einführung eignet sich so für alle,die an poststrukturalistischer TheorieInteresse pflegen und nach einerEinstiegshilfe in poststrukturalistischeTheorienbildung suchen. Der AutorGabriel Kuhn wird voraussichtlich imMai 2008 ebenfalls unser Gast sein.Bei Interesse einfach mal permail(info[AT]bone-net.de) anfragenund dazu stoßen...Und wenn uns gar nichts mehr einfällt,zeigen wir öffentlich Filme in derOUBS, so demnächst:01.04.2008 – 20.00 Uhr: PsychedelicRevolution 67 (arte 2007, doku) Bewusstseinserweiterung,Musik, Revolutiongegen das Establishment. USA1967 – eine gehaltvolle Revue!06.05.2008 – 20.00 Uhr: Der Aufstandder Würde (D 2007)Die zapatistische Bewegung in Chiapas/Mexiko- Das Filmteam von „Zwischenzeit/Münster“besuchte mehrerezapatistische Gemeinden und sprachvor allem mit den Menschen der Basis.Die Dokumentation bietet eine Einführungin das Thema, anschaulicheEinblicke in selbstverwaltete Gesundheits-,Bildungs- Landwirtschafts- undKollektivprojekte, das Politikverständnisund die internationale Bedeutungder Bewegung.03.06.2008 – 20.00 Uhr: Children ofmen (Spielfilm, USA, GB 2006)Im Jahr 2027: Seit über 18 Jahrenwurde aus unklaren Gründen keineinziger Mensch mehr geboren; derUntergang der menschlichen Speziesist wahrscheinlich nicht mehr aufzuhalten.Die Welt ist von Gewalt undChaos geprägt, Umweltzerstörung,Terrorismus, Hysterie und staatlicheUnterdrückung bestimmen das alltäglicheBild. Der Ort der Handlung istGroßbritannien, das sich vom Rest derWelt abgeschottet hat und versucht, alsPolizeistaat die Kontrolle zu behalten.Ausländische Flüchtlinge werdenrigoros verfolgt, eingesperrt und inghettoartige Aufnahmelager abgeschoben.Diese Praxis wird von terroristischenUntergrundorganisationen wieden Fishes bekämpft.01.07.2008 – 20.00 Uhr: Der großeAusverkauf (D 2007)„Was Marktwirtschaft in einer globalisiertenWelt wirklich bedeutet, und wiesie das Leben der Menschen verändert,zeigt auf eindringliche Weise derDokumentarfilm „Der große Ausverkauf“des deutschen Regisseurs FlorianOpitz.“„Was diesen Film besonders macht,sind seine Protagonisten, die nicht nurasta[montagskultur]Das Lager als Struktur bundesdeutscherFlüchtlingspolitik im [ ] KuzeVortrag, Film und Diskussion: Dasdezentrale Lagersystem für Füchtlingein BrandenburgAStA-Montagskultur am 21. April2008 um 20.00 Uhr im Studentischenzum Konsumieren oder MitmachenOpfer sind, sondern trotz ihrer Miserenicht aufhören zu kämpfen. In denMedien hierzulande ist dies selten einThema. Und so führt uns dieser Filmauch die Ignoranz des Westens vorAugen. Er macht uns das Wegschauenbewusst, wenn wir erfahren, welcheKonsequenzen Privatisierung habenkann, was mit den Menschen passiert,in Manila und anderswo.“ (kulturzeit,3sat)Kinoprogramm und Details/Terminezum Lektüreseminar unter: http://www.bone-net.de/aktuell.htmKulturzentrum [ ] Kuze mit Dr. TobiasPieper (FU Berlin)Seit 1980 werden Menschen, die indie Bundesrepublik migrieren undhier einen Asylantrag stellen oder eineDuldung bekommen, in dezentral überdas Land verteilte halboffene Lageruntergebracht. Weitgehend hinter dem70wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200871


Veranstaltungsreihen/Vorträge/GruppenRücken der Öffentlichkeit werdenderzeit immer noch mehr als 100.000Menschen dezentral in Lagern verwaltet,entrechtet und gesellschaftlich segregiertund für den Behördenzugriffkontrolliert. Die Lagerunterbringunghat das politische Ziel, die Lebensverhältnisseder hier Unterwünschtenherabzusetzen um sie zur ‚freiwilligen’Aufgabe ihres Flucht- oder Migrationsprojekteszu treibenDieses Lagersystem setzt sich ausverschiedenen Lagertypen zusammen –von den zentralen Erstaufnahmelagern,über die zu langfristigen Unterbringunggedachten ‚Gemeinschaftsunterkünfte’,dem neuen Zwischenglied Ausreiseeinrichtungbis hin zu den Abschiebegefängnissen.Neben einer Einführung indie versteckte Empirie dieser Entrechtungsstruktursollen Fragen nach dergesellschaftstheoretischen Funktion derLagerunterbringung diskutiert werden:Welche ökonomische Einbettung in dieneoliberalen Produktionsverhältnisselassen sich für das Lagersystem herausarbeiten?Welche ideologietheoretischeFunktion können Lager im Rahmenrassistischer Ethnisierungsprozesseübernehmen? Wie lassen sich die neuenAusreiseeinrichtungen in die sichabzeichnenden Konturen einer neuenFlüchtlingspolitik einordnen?72Tobias Pieper – Dr. Phil., Politikwissenschaftlerund Psychologe, promoviertezur Lagerunterbringung in derBundesrepublik, Lehrbeauftragter ander FU zum Thema Migration undRassismus, Mitarbeiter bei der OpferperspektiveBrandenburg.Filmtrilogie NEUE WUT: Film &DiskussionneueWUT ist eine dokumentarischeLangzeitbeobachtung sozialer Protestein Deutschland. Seit Herbst 2003begleiten der Filmemacher MartinKessler und sein Team die verschiedenenWellen des sozialen Protestes: obMontagsdemonstrationen gegen HartzIV, Opelstreik oder der Aufstand derStudenten.Im Rahmen der Langzeitbeobachtungsind bereits die DokumentarfilmeneueWUT (2005) und KICK IT LIKEFRANKREICH : DER AUFSTANDDER STUDENTEN (2006) und DASWAR DER GIPFEL – neueWUTIII entstanden. Die Dokus wurdendeutschlandweit bereits in rund zweihundertöffentlichen Vorführungengezeigt - in Kooperation mit Stiftungen,Kirchen, Gewerkschaften, attacund Sozialverbänden.Der AStA der Uni Potsdam zeigt alledrei Filme mit anschließenden Diskussionen:wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVzum Konsumieren oder Mitmachen- Montag, 28. April 2008, 19.00 Uhr:neueWUT- Montag, 26. Mai 2008, 19.00 Uhr:KICK IT LIKE FRANKREICH:DER AUFSTAND DER STUDEN-TEN- Montag, 23. Juni 2008, 19.00 Uhr:DAS WAR DER GIPFEL – neue-WUT IIIakj-berlin - SELBSTDARSTELLUNGDer akj (arbeitskreis kritischer juristinnenund juristen) an der HUB bestehtseit Februar 1996 und ist weder einVerein noch eine Gesellschaft odersonst irgendeine hierarchisch strukturierteOrganisation. Der akj ist vor allemein offenes Forum für rechts- undallgemeinpolitische Diskussionen. AlsJuristinnen und Juristen beschäftigenwir uns vornehmlich mit der Analysedes bestehenden Rechtssystems undseiner Entwicklungen. Als kritischeMenschen erlauben wir uns daneben,Rechtsnormen und deren Entwicklungzu rügen, in Frage zu stellen und Alternativenaufzuzeigen.Wir sind von jeglicher Partei- undVereinspolitik unabhängig, arbeitenbei konkreten Anlässen jedoch u.a. mitMenschenrechts-, rechtspolitischenoder antifaschistischen Gruppen zu-sammen. Unser politischer Standpunktist vor allem durch den Hang zursozialen Emanzipation geprägt. SozialeEmanzipation bedeutet für uns, dassdie bestehenden Über- und Unterordnungsverhältnissezwischen Menschenbzw. zwischen Menschen und demStaat nicht als Ende der Entwicklunganzusehen, sondern in Frage zu stellensind und schließlich aufgelöst gehören.VorträgeIn der Vorlesungszeit veranstalten wirVorträge zu verschiedensten rechtsundallgemeinpolitischen Themen statt,bei denen kompetente ReferentInnennächster Redaktionsschluss: 10.9.200873


Veranstaltungsreihen/Vorträge/Gruppenden Einstieg in eine Diskussionzum Thema geben. Die Vorträgefinden zumeist donnerstags um20.00 Uhr c.t. im Raum 326 in derJuristischen Fakultät (Kommode,Bebelplatz 1) statt. AktuelleVorträge und Termine könnt Ihrden Ankündigungen in der Fakultätentnehmen oder auf unsererHomepage unter www.akj-berlin.deoder nachlesen.Konkrete ProjekteDie politische Justiz in der BRDwird in der juristischen und nichtjuristischenDiskussion kaum beachtet.Daher haben wir es zu unserer Aufgabegemacht, Gerichtsprozesse, die politischeDelikte zum Gegenstand habenzu beobachten und darüber zu berichten.Dabei erlauben wir uns, auch überdie Grenzen der BRD hinauszuschauen.Immer wieder kommt es vor allemam Rande linker Demonstrationenzu Auseinandersetzungen zwischenPolizei und DemonstrantInnen. InZusammenarbeit mit BürgerInnenrechtsgruppenbeobachten wir daherDemonstrationen, um ein möglichstobjektives Bild vom Verlauf der Demonstrationund der Einsatzstrategieder Polizei zu gewinnen. Dabei verfolgenwir das Ziel, die Demonstrationsfreiheitzu schützen und jeglicheVersuche, dieses Recht einzuschränken,zu verhindern bzw. zu dokumentierenund öffentlich auszuwerten.74Im Rahmen des Studiums organisierenwir in den Winterferien regelmäßigGruppenpraktika bei engagiertenAnwältInnen. Als Alternative zum klassischenKofferträgerpraktikum könnensich die Teilnehmenden in der Gruppemit ihren praktischen Erfahrungen unddem anwaltlichen Berufsverständnisauseinandersetzen.wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVdas freischüßler und sondervotum.deDas freischüßler ist die Zeitung des akjund existiert seit April 1999. Mit dieserZeitung verfolgen wir den verwegenenAnspruch, gegen die konservativeDiskurshegemonie innerhalb der JuristInnenschaftanzuschreiben. Wer sichdaran beteiligen möchte, ist aufgerufen,Artikel, Kommentare etc. zu verfassenund uns zukommen zu lassen.Unter www.sondervotum.de findet ihrden blog des akj. Hier werden aktu-zum Konsumieren oder Mitmachenelle Vorgänge und Merkwürdigkeiten Pahl-Rugenstein Verlag erschienen ist.in Justiz wie Gesellschaft dargestellt, Dienstag, den 14. April 2008 –diskutiert und kommentiert. Von der Referent: Heike Schrader ist Journalistin.kritischen Urteilsbesprechung bis zuU.a. hat sie das Buch von Savvaseventuellen Terminänderungen von Xiros übersetzt.Vorträgen enthält der blog alle aktuellen19.00 Uhr im Raum 3075 der Hum-Informationen um den akj. boldt-Universität zu Berlin (Unter denLinden 6)PlenumDas wöchentliche akj-Plenum findetwährend der Vorlesungszeit donnerstagsum 18.30 in Raum 326 der JuristischenFakultät statt – kommt docheinfach mal vorbei.Dienstag, den 14. April 2008 – »Zeitgenössische Folter im Rechtsstaat«– Buchvorstellung und Diskussionmit der Übersetzerin HeikeSchraderAm 29. Juni 2002 explodierte in dergriechischen Hafenstadt Piräus eineBombe vorzeitig in der Hand vonSavvas Xiros, einem Mitglied derlinken Stadtguerilla-Organisation »17.November«. Schwer verletzt wurde erin die Intensivstation eines Krankenhauseseingeliefert. Fast zwei Wochenwurde er vollständig isoliert, kein Verwandteroder Anwalt durfte zu ihm. Inder Haft erfuhr Xiros, mit welchen Methodensich ein europäischer Rechtsstaatseine Informationen verschafftund zwischen Willensbruch und Folterkein Unterschied besteht. Diese Ereignissehat er in einem Buch beschrieben,dessen deutsche Übersetzung imMontag, 18. April 2008 – Antiterrorismusund die Grenzen der Freiheit§ 129a StGB, Neuauflage RZ-Prozess,Antiterrorismus, globalisierte ÜberwachungBerlin ist nach vielen Jahren ein Mannaufgetaucht, den die Staatsanwaltschaftwegen Rädelsführerschaft in den RotenZellen (RZ) den Prozess machen will.Was wie ein Begegnung mit der Vergangenheitanmutet, ist doch hochaktuell.Daher soll der Überblick denrechten Blick für das Detail schärfen.In der Veranstaltung wird die Bedeutungdes § 129a StGB in den Kontextdes globalen Antiterrorkampfes gestelltund zugleich verdeutlicht, wie die Terrordebattezum bewussten Mittel derinternationalen, insbesondere europäischenMigrationskontrolle auf derGrundlage militärischen Know-Howund Datenkontrolle avanciert.ReferentInnen: Prof. Wolf-Dieter Narr(FU Berlin), Dr. Eberhard Jungfer,Rechtsanwalt Detlef Hartmann.19.00 Uhr im Raum 3075 der Humboldt-Universitätzu Berlin (Unter denLinden 6, Westflügel, 3. Obergeschossnächster Redaktionsschluss: 10.9.200875


Veranstaltungsreihen/Vorträge/Gruppen- Eingang über Dorotheenstraße)Montag, 24. April 2008 – VorratsdatenspeicherungBürgerrechtliche Perspektiven gegendie vorsorgliche Verdachtsspeicherungdes StaatesBedeutung und Umfang der Vorratsdatenspeicherungund die anhängigenMassenverfassungsbeschwerden amBundesverfassungsgericht diskutierenFrau Prof. Rosemarie Will(JuristischeFakultät der Humboldt-Universitätzu Berlin, Vorsitzende der HumanistischenUnion und Prozessvertreterinvon deren Verfassungsbeschwerde),Rechtsanwalt Starostik(Prozessvertreterder Massenverfassungsbeschwerde)und Dirk vom Chaos ComputerClub(ccc) unter der Moderation vonJakob Adolph(akj-berlin).19.00 Uhr im Raum 3094/98 derHumboldt-Universität zu Berlin (Unterden Linden 6, Westflügel, 3. Obergeschoss- Eingang über Dorotheenstraße)76Montag, 5. Mai 2008 – Von der EU-Verfassung zum Vertrag von Lissabon– Neoliberalismus, Repression undMilitarisierung durch EU-Recht?In den nächsten Wochen werdenBundestag und Bundesrat über denneuen EU-Reformvertrag abstimmen.Während aber das als EU-Verfassunggehandelte Vertragswerk - mit viel Phatosvorgestellt - an den Volksabstimmungenin Frankreich und den Niederlanden2005 scheiterte, soll diesmalalles auf repräsentativer Ebene bleiben.Und schon verschwindet das Thema inden Randspalten der Tageszeitungen.Die großen Problemfelder und Kritikpunktebleibenjedoch weitgehendunverändert.Referent: Dipl.Pol. Martin Hantke,Leiter Verbindungsbüro Brüssel DIELINKE (GUE/NGL).19.00 Uhr im Raum 144 in der JuristischenFakultät (Bebelplatz 1, 1. Etage,linker Flügel)Freitag/Samstag, 23./24. Mai 2008 –Grundrechtereport 2007Tagung zum Zustand des deutschenVerfassungsstaates, verfassungswidrige Sicherheitsgesetzeund die Rethorik von der terroristischenAlltagsbedrohung – die Gefahrenfür Grundrechte und Verfassungslebensind vielfältig. Es gilt Bilanz zuziehen für 2007.ab Freitag 18.00 Uhr im Audimax inder Humboldt-Universität zu Berlin(Unter den Linden 6, Ostflügel - Eingangüber Dorotheenstraße)wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVUni - Gorgonzola ?!zum Konsumieren oder MitmachenEine Einführung in die aktuellen Themen der HochschulpolitikAnlässlich der kommenden BerlinerHochschulgesetzes-Novelle (BerlHG)und der Gremienwahl an der HU organisierenwir in diesem Sommersemestereine einführende Veranstaltungsreihezu verschiedenen hochschulpolitischenThemen.Bolognaprozess, Studiengebühren inanderen Bundesländern, zunehmendeDrittmittelabhängigkeit der Forschungund und und - Wir studieren in einerhochschulpolitisch brisanten Zeit!Fast alles verändert sich, aber wohin dieReise in Berlin am Ende gehen wird, istnoch völlig unklar.Die Vortragsreihe möchte in verschiedeneThemen der aktuellen Hochschulpolitikeinführen und Diskussionsansätzefür die eigene Meinungsbildunggeben.Beginnen wollen wir am 26.4. um 18.30im Hörsaal 2014b im Hauptgebäudeder Humboldt-Universität. Ab da wirdsie in einem Abstand von zwei Wochenmit weiteren inhaltlich einführendenVeranstaltungen fortgeführt. Thematischwerden wir einen weiten Bogenspannen: von der Situation freier undkritischer Wissenschaft, über die Strukturenund Prozesse der Interessenvertretungan den Hochschulen, bis hinzu den Bedingungen von studentischerBeschäftigung an der Uni und auf dem“freien (Praktikant_innen-)Markt“. Zurvertiefenden Beschäftigung mit einemoder mehreren Themen ist ein Wochenendseminaram 13.-15.6. geplant.Die genauen Angaben findet ihr entwederim Internet unter www.refrat.de/hopo oder im demnächst erscheinendenProgrammheft zu “Uni – Gorgonzola?!”.Organisiert wird die Vortragsreihe vomReferent_innen Rat der HU-Berlin gemeinsammit der Offenen Linken, demGEW - LASS Berlin und dem Aktionsbündnisgegen Studiengebühren(ABS).nächster Redaktionsschluss: 10.9.200877


ProjekteSchenkladen FriedrichshainDie Idee des Schenkladens ist denkbareinfach. Die meisten Menschen lagerndiverse Sachen, die sie eigentlich nichtmehr brauchen, aber trotzdem zu schadezum Wegwerfen sind. Hier setzt derSchenkladen an. Dinge, die sauber sindbzw. noch funktionieren koennen imSchenkladen abgegeben werden undvon anderen Menschen wieder abgeholtwerden. Wichtig ist dabei, dass manden Laden nicht zur Entsorgung seinesKrams oder Muells verwendet, sondernwirklich nur gute und hochwertige Sachenvorbeibringt. Der Laden funktioniertohne Geld und ohne Tausch:Mitnehmen von Sachen ist nicht an dasBringen gekoppelt.Die Betreiber/innen solcher Laeden habendabei verschiedene Beweggruende:* die konkreteKritik an einerungerechten Wirtschafts-und Gesellschaftsordnung,die sich u.a. an einerungleichen Ressourcenverteilungablesen laesst: sowohlin Industrielaendern,als auch imVerhaeltnis der IndustrielaendernzuEntwicklungsladern.* die nicht nur oekonomisch, sondernauch oekologisch und sozial sinnvolleUmverteilung von Ressourcen (Gegenstaenden).Angenommen werden Dinge* die funktionieren & sauber sind* gewaschene Kleidung* nicht zu groß sind* von denen Du glaubst, andere würdensie vielleicht noch gern benutzen.Der Systemfehler ist eine Projektfläche,die zu Veranstaltungen und für (selbstorganisierte)Bildungsveranstaltungengenutzt werden kann. Dafür nach Möglichkeitvia Mail anfragen.REH - RaumErweiterungsHalleDie Raumerweiterungshalle ist ein Projektraum- derzeit in Neukölln - in demwährend der warmen Jahreszeiten einrelativ breites Spektrum von Veranstaltungenstattfindet, die sich im weiterenSinne als Bildungsveranstaltungenbezeichnen lassen. Workshops undinformelle Kolloquien, Performances,Ausstellungen und Künstler_innenfilmesind einige der möglichen Formate.Vielleicht wollt ihr sogar selbst etwasorganisieren und sucht noch einen passendenRaum.Die Raumerweiterungshalle ist seit2005 ein Projekt des gemeinnützigenVereins Selbstuniversität e.V.. Ausrechtlichen Gründen ist es zum Besuchvon Veranstaltungen nötig zumindestkurzweilig Mitglied dieses Vereins zuwerden, was jedoch auch vor Ort problemlosmöglich ist und einen Euro fürOrganisiert euch!einen Monat kostet. Wenn ihr über Veranstaltungenauf dem laufenden gehaltenwerden wollt, könnt ihr ein e-mailan diese Adresse senden:selbstuniversitaetATgmail.comoder die Webseiten im Auge behalten:www.raumerweiterungshalle.tk.www.iuif.tk78wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200879


ProjekteStudentisches Kulturzentrum in PotsdamSeit Gründung der Universität Potsdamliegen ihre vier Standorte an der Peripherieder Stadt: in Golm, am NeuenPalais, in Griebnitzsee sowie bis 2007in Babelsberg. Diese Verteilung erschwerteden Austausch zwischen denStudierenden verschiedener Standorte.Gemeinsame kulturelle Aktivitäten undsomit eine starke Wahrnehmung derStudierenden in der Potsdamer Innenstadtwaren kaum existent.Um diesen Missstand zu beheben, entwickelteder damalige AStA (AllgemeinerStudierendenausschuss) ein erstesKonzept für ein studentisches Kulturzentrumin der Innenstadt und stelltedieses der Stadt vor. Die Idee stieß aufgroßes Wohlwollen. Als Nebenprojektdieser Idee entstand 1998 in Kooperationmit der Universität Potsdam der StudierendenkellerNIL am Neuen Palais.80– Eine Idee wird verwirklichtDas erste interessante angebotenekommunale Objekt in der Innenstadtwar die Alte Stadtschule in der Friedrich-Ebert-Straße.Dem folgten weitereVorschläge, doch diese scheitertenaus den unterschiedlichsten Gründen.Mit der Zeit wurde es immer unwahrscheinlicher,dass den Studierenden eingeeignetes kommunales Objekt in derInnenstadt zur Verfügung gestellt würde.Dennoch hatte das Projekt unterden Studierenden viele Anhängerinnengefunden. Aus diesem Grund nahm derAStA 2001 einen Kurswechsel vor undverhandelte auf Vorschlag des OB MatthiasPlatzeck mit der privaten Eigentümerinder Hermann-Elflein-Straße10, der VDLB GmbH. So konnte 2002eine innerstädtische Filiale des AStA alsBüro auf 100 m2 eröffnet werden. DerAStA entwickelte in Zusammenarbeitmit dem Sanierungsträger Potsdam, derBau- und Kulturverwaltung der StadtPotsdam, der Eigentümerin des Gebäudesund dem Land Brandenburg einKonzept, welches die Nutzung des Geländesals Studentisches Kulturzentrumvorsah. Stadt, Land und Eigentümerininvestierten daraufhin etwa eine MillionEuro für die Sanierung und den Umbaudes Areals. 2004 unterschrieb derAStA einen Mietvertrag für den Gebäudekomplexder Hermann-Elflein-wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVStraße 10. Im November 2005 konntedas Studentische Kulturzentrum nach1 1/2 jähriger Umbauphase mit einerFestwoche eröffnet werden. Die Ausstattungkonnte zu einem großem Teildurch Fördermittel des StudentenwerkesPotsdam realisiert werden.Wie kommt man hin?Das studentische Kulturzentrum befindetsich in der Hermann-Elflein-Straße10 in 14467 Potsdam. Das ist nahean der Ecke „Brandenburger Straße“(Fußgängerzone) und nicht weit vomBrandenburger Tor am Luisenplatz.Anfahrt mit dem ÖPNVAnfahrt mit TRAM 91, 94oder X98, mit den HavelbusLinien 605, 606, 610,631 und den VIP Linien695, X15 und N14 jeweilsbis oder von HaltestelleLuisenplatz oder Dortustraße.Wer mit dem Auto fährt istselber schuld!nächster Redaktionsschluss: 10.9.2008Organisiert euch!Aus Richtung Magdeburg (A2)Ihr kommt aus Richtung Magdeburgauf der A2. Fahrt den Berliner RingRichtung Rostock (A10) und AbfahrtPotsdam-Nord runter auf der B273Richtung Potsdam-Zentrum immer geradeaus.(Potsdamer Str./BornstedterStr.) Nach der Jet-Tanke (rechts) kommen2 Ampeln an denen ihr geradeausfahrt. An der 3. Ampel in der Schopenhauerstraße(es geht zuvor leichteinen Berg herab) fahrt ihr links unddie nächste Straße gleich wieder rechts.Ihr seid jetzt in der Hermann-Elflein-Straße. Nummer 10 kommt nach ca.100m auf der rechten Seite. Es ist einInnenhof.81


ProjekteKuBiZ Raoul Wallenbergin der Bernkasteler Strasse 78drei großen Bereichen: Kultur, Wohnenund Bildung. Die Schule bietet mit rund3000 qm Fläche reichlich Platz, um alldas umzusetzen.KulturOrganisiert euch!Bildung, Theater & Kunst und Erwachsenenbildungeinnehmen. Geplant istdafür auch die Einrichtung eines Seminarhauses.Die große Aula bietet sichauch für größere Tagungen & Konferenzenan.Seit mehr als drei Jaren setzt sich dieKuBiZ-Initiative für den Aufbau einesantifaschistisch orientierten soziokulturellenZentrums im Berliner Nordostenein.VorgeschichteUrsprünglich war es unser Ziel, einenalten Krankenhauskomplex im StadtteilWeissensee vor dem Verfall zu rettenund hier ein neues Wirkungsfeld fürunserer Initiativen aufzubauen. DerBerliner Senat machte uns einen Strichdurch die Rechnung und verkaufte dasGelände an einen anderen Investor, deres bis heute weiter verfallen lässt.Wir blieben trotzdem am Ball und versuchtengemeinsam mit dem BezirkPankow einen Ausweichstandort zufinden. Im vergangen Sommer begannsich dafür mit der Schließung der RaoulWallenberg Schule, unweit des Krankenhaus-Geländesgelegen, eine Perspektiveabzuzeichnen. Nun sind wirunserem Projekt, dem Kultur und Bildungszentrum(KuBiZ) Raoul Wallenbergeinen großen Schritt recht Nahe.Der Bezirk wird das Projekt dieses Jahran uns weitergeben und damit die Möglichkeit,unser Projekt am neuen Standortzu konkretisieren. Nun stecken wirmitten in der Arbeit und suchen nochweitere Mitstreiter & Gruppen, damitunser Traum Wirklichkeit wird.Was ist das KuBiZ?Das Konzept des KuBiZ beruht auf denDer Kulturbereich lebt bisher vor allemvon den Aktivitäten des KulturvereinsRaoul Wallenberg und seiner TheaterAG, den Aktivitäten der nahegelegenenMusikschule sowie dem alternativenJugendclub Bunte Kuh. Eine Aula mitTheaterbühne bietet eine gute Ausgangssituationhierfür für die Erweiterungder Kulturarbeit.BildungIm Bildungsbereich wollen wir sowohldie Jugendbildung als auch Angebotefür Erwachsene anbieten. Schwerpunktewerden dabei die Bereiche politischeWohnenEine wichtige Basis sehen wir im soziokulturelleher wenig erschlossenen BezirkWeissensee auch im Aufbau einesgrößeren Wohnprojektes vor Ort. Deshalbsollen 800qm für bis zu 30 Personenzum Wohnen ausgebaut werden.Angestrebt sind neben einem kommunitärorganisierten Wohnprojekt einegrößere Wohngemeinschaften. Wohnenmit Kindern ist erwünscht.Kunst, Werkstätten und ProjekteWerkstätten, ein offener Raum mitDruckerei, Büros, Ateliers und Archi-82wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200883


ProjekteFortsetzung - KuBiZ Raoul Wallenbergven, ein Medienpool, ein ökologischesGartenprojekt sowie ein Stadtteil-Cafesollen das KuBiZ-Konzept abrunden.Das UmfeldDer Bezirk Weißensee liegt im nördlichenTeil Berlins, das KuBiZ-Geländeliegt etwa 5 min. vom Weißensee entfernt,mit der Tram ist der Alexanderplatzund die Bezirk Prenzlauer Bergund Friedrichshain innerhalb von 20-25min. erreichbar. Der Bezirk selber istdurch die mitversorgende Infrastrukturdes Stadtzentrums soziokulturellschlecht versorgt, lokale Initiativen mitlinkspolitischem Anspruch sind sehrwenige vorhanden. Die ThemenfelderAntifaschismus und AntirassistischeArbeit, welche Schwerpunkte der politischenArbeit im KuBiZ bilden, bedürfeninsgesamt mehr Aufmerksamkeitim Stadtteil. Das KuBiZ als Gesamtprojektbietet gute Voraussetzungen fürpolitisches Engagement ausgehend vonBewohner_innen, Nachbarschaft undanderen Nutzenden.PerspektivenWir haben nach einer längeren Verhandlungsphasemit dem Bezirk eineigenes Gutachten für die Schule anfertigenlassen, die Zahlen liegen uns vorund wir halten das Projekt für machbar.Wir arbeiten nun an den verschiedenenVerträgen, und suchen nach weiterenKooperationspartner_innen. Wir erwartendas die Verträge in der erstenJahreshälfte(2008) unterschrieben werdenund dann kanns mit der eigentlichenProjektarbeit losgehen.MitmachenIn vielen Bereichen suchen wir nochnach tatkräftiger Unterstützung &Hilfe aber auch nach finanzieller &materieller Unterstützung. Zentralist für uns der Gedanke der Selbstorganisierungund Horizontalität beiallen Konzeptentwicklungen, dabeispielen die Ideen und Projekte allerBeteiligten eine Rolle.KontaktBüro Jugendclub Bunte Kuh wochentäglichzwischen 16 und 22 UhrKuBiZ Info- Stunde mittwochs zwischen17 und 18 Uhr im KuBiZ-Bürowww. kubiz-wallenberg. dekontaktATkubiz-wallenberg. de030 / 69206557 (AB wird abgerufen)Organisiert euch!Projekte im KuBiZ:* Jugendclub „Bunte Kuh“* Seminarhaus* Offene Projektwerkstatt* Theater* Kunst & Musik* Holz- & Metallwerkstatt* Medienpool* Gartengruppe* Wohngruppen* Stadtteilladen84wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200885


ProjekteOffene Uni BerlinS - OUBSDie Offene Uni Berlins entstandwährend der Studierendenstreiksim Dezember 2003.Der Gedanke dabei war, in Zeiten derzunehmenden Kommerzialisierungvon Bildung und immer höheren Zugangsvoraussetzungenfür UniversitätenRaum für emanzipatorische Inhaltezu erschließen. Allen Menschenohne Beschränkungen soll ermöglichtwerden, Lehrstoff zu hinterfragenund Wissen fernab von Leistungsdruckselbstbestimmt und kostenlosanzueignen oder weiterzugeben.Alle sind eingeladen, die Offene Unimitzugestalten und mitzuverbessern,hier Kenntnisse zu erweitern, Semi-86nare, Workshops, Lesekreise, SprachkurseKunst- und Kulturprojekte zuorganisieren, Projekt- und Aktionstreffenzu veranstalten, Wissende einzuladen,Sportkreise und Interessensgruppenzu bilden - aber auch beigemütlichen VoKü-, Film-, und Musikabendenoder beim Kickern anderenbegegnen und sich zu vernetzen.In der Offenen Uni befindet sich dafürallerlei Ausstattung: Seminarräume,eine [Fahrrad-]Werkstatt, ein Atelier,ein Bewegungsraum, ein Fotolabor, einBeamer-Kino, PC-Pool mit Internetanschluss,Küche und eine Bibliothek.Sie ist auch Treffpunkt der Clowns Army,eines Chors und politischen Gruppen.wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVHier geht es jedoch bei allen Aktivitätenauch um Selbstverwaltung - die OUBssoll weder Dienstleistungsbetrieb nochErlebnisgastronomie sein, sondern einProjekt, in dem auch Autonomie undEigeninitiative geübt wird. Angestellteoder Hausleitung gibt es hier nicht.Die Infrastruktur ist kostenlos für alle –sie wird jedoch durch Sach-, Geld-, undvor allem auch Zeitspenden aufrechterhalten. Die Organisation und Instandhaltungerfordert das Engagementvon Menschen, die das Haus nutzen.Ein zentrales Plenum gibt es hiernicht mehr. Die einzelnen Aufgabenfelderwerden von AG‘s verwaltet, indenen sich jeder - seinen Fähigkeiten,Interessen und zeitlichen Möglichkeitennach - einbringen kann und soll.nächster Redaktionsschluss: 10.9.2008Organisiert euch!Diese AG‘s kommunizieren und kooperierenüber direkte Gespräche, den Mailverteiler,das neue OUBs-Forum [www.offeneuni.tk/forum] sowie Aushängeim Haus und Haus-Vollversammlungen.Das Projekt steuert keinen Zustandder Vollendung an. Es wird von denNutzer/innen stets neu geprägt unddefiniert. Ideen und deren Umsetzungsind hier stets willkommen.Die OUBs erstrebt auch, Schutzraumzu sein vor Diskriminierung jeder Art.Vorurteile, Rücksichtslosigkeit, Hierarchienund Ignoranz sind hier unerwünscht.Vielmehr wollen wir nicht nurvon- und miteinander lernen, sondernauch im alltäglichen Umgang miteinandersoziale Grenzen in Frage stellen.87


ProjekteFortsetzung - Offene Uni BerlinS - OUBSUnter Bildung werden hier nicht nursachliche Kenntnisse verstanden, sonderngenauso auch Bildung des Selbstim praktischen Erproben gleichberechtigterund horizontaler Begegnung undAlternativen zum gesellschaftlichenKonsens sowie in der kritischen Auseinandersetzungmit dem, was uns umgibt.Offene Uni PotsdamIm Laufe des Jahres 2006 entschlummertedas Projekt [a]lternativuni Potsdamfriedlich.Der AStA der Uni Potsdam will dasProjekt einer Offenen Uni starten. Wewant you!An etlichen Hochschulen gibt es offeneoder alternative Studienangebote, dieteils selbstorganisiert, teils an den AStAangegliedert funktionieren. Wir wollenmit dem AStA-Referat für Offene Universitätbeides verbinden. So wollen wirin der nächsten Zeit einen ArbeitskreisInteressierter gründen, um mit dieserArbeitsstruktur mittelfristig ein alternativesVorlesungsverzeichnis verwirklichenzu können. Der Arbeitskreis solldabei offen und beteiligungsorientiertarbeiten. Das heißt, jede und jeder isteingeladen sich zu beteiligen und eigeneIdeen einzubringen. Dabei geht (fast)alles: sei es der Philosophie-Lesekreis,Seminare zu kritischer Psychologie, politischeBildungsangebote oder alternativeSprachkurse ohne Prüfungsdruck.Darüber hinaus gibt es seit Januar 2008im Rahmen der AStA-Montagskulturregelmäßig Veranstaltungen zu kritischerWissenschaft. Gestartet ist dieReihe mit einem Workshopzu Kritischer Psychologie.Organisiert euch!Das AStA-Referat für Offene Universitätwird eine eigene Publikationsreihespannender kritischer Haus-, Examens-,Magister- und Diplomarbeiten herausgeben.Besonders interessieren uns wissenschaftlicheArbeiten, die auch dieeigenen Forschungsgrundlagen kritischhinterfragen. Die Schriftenreihe solloniline abrufbar sein und im Eigenverlagin kleinen Auflagen gedruckt werden,wobei die Rechte bei den AutorInnenverbleiben sollen.Die Printversionen sollen verschiedenstenBibliotheken sowie dem Archiv fürFeminismus und kritische Wissenschaftzur Verfügung gestellt werden. Außerdembekommt jede Publikation eineISSN-Nummer.Interesse?Du hast eine spannende Haus- oderAbschlussarbeit, die Du und zur Verfügungstellen möchtest? Du möchtesteine Veranstaltung oder gleich ein ganzesSeminar organisieren?Dann melde Dich beim AStA-Referentenfür Offene Universität, NorbertMüller – per eMail an offeneuniATasta.uni-potsdam.de.88wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVWir veröffentlichen DeineHausarbeit!nächster Redaktionsschluss: 10.9.200889


ProjekteBerTA90Berliner-Tierrechts-AktionDie Berliner-Tierrechts-Aktion (die“BerTA”) wurde 1997 gegründet. EinigeMenschen kamen zusammen, umsich aktiv für die Befreiung der Tiereeinzusetzen.Tiere sind fühlende und leidensfähigeIndividuen. Sie haben ein Recht aufphysische und psychische Unversehrtheit,auf ein Leben in Freiheit, ohne derWillkür und Gewalt von Menschen ausgesetztzu sein. Dieses Herrschaftsverhältnis,den Speziesismus, gilt es aus unsererSicht abzuschaffen. Speziesismusist die Unterdrückung von Individuenaufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einerSpezies – oder vielmehr der Nicht-Zugehörigkeitzur Spezies Mensch.Wir setzen uns dabei nicht für größereKäfi ge oder schmerzfreie Tötungsmethodenein, sondern wollen Unterdrü-ckungsverhältnisse beenden. Darausfolgt auch eine vegane Lebensweise,die zwar wichtige Voraussetzung istum Tierausbeutung zu be enden, es istaber ebenso erforderlich, auch alle anderenFormen der Unterdrückung zubekämpfen.Durch verschiedene Aktionsformenwollen wir das Augenmerk der Gesellschaftauf das richten, was die Ausbeutungsindustriehinter ihren Türenverschlossen hält, und zu einer Veränderungdes herrschenden Normalzustandesbeitragen. Wir organisieren Demonstrationen,Informationsveranstaltungenund Diskussionen, vegane Voküs, Solikonzerteund Aktionen des zivilen Ungehorsams.Obwohl wir selbst keine autonomenTierrechtsaktionen (wie z. B.Tierbefreiungen) durchführen, erklärenwir uns solidarisch dazu.Die BerTA ist eine offene Gruppe, undalle Leute, die sich aktiv gegen Herrschaftund Tierausbeutung einsetzenwollen, sind bei uns willkommen (sieheTerminübersicht auf der Rückseite).wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVWas wir wollen, ist eine befreite Gesellschaft,in der auch Tiere als freie Individuenihren Platz haben.OrganisationDie BerTA trifft sich einmal im Monatzu einem Offenen Treffen, wo alle Leute,die was in Richtung Tierbefreiunglosreißen wollen, zusammenkommen,Infos austauschen, Demos organisieren,zu Theorietreffen einladen oderVoküs und Veranstaltungen planen.Jeden zweiten Dienstag im Monat imSama-Café, Samariterstraße 32 (U-Bhf.Samariterstraße) um 19 Uhr.SolidaritätEinmal im Monat veranstaltet die Ber-TA einen So li tresen. Im XB-Liebig,Liebigstraße 34 (U-Bhf. FrankfurterTor) gibt’s Getränke, lecke res Essen,Kicker, gute Musik usw. Der Sinn desGanzen ist es, Projekte, Initiativen, vonRepression betroffene FreundInnen,Kampagnen und alles, was sich gegenden speziesistischen Mainstream richtet,zu unterstützen. Den Solitresen gibt‘snächster Redaktionsschluss: 10.9.2008Organisiert euch!jeden dritten Donnerstag im Monat.All you can eatEbenso einmal monatlich gibt‘s denBerTA-Solibrunch (an jedem letztenSonntag im Monat ab 12 Uhr, auch imXB). Aufgefahren werden Brot, Brötchenund Sandwiches, Waffeln, Kaffee,Tee und Kuchen sowie Aufstriche,Salate, Gebra tenes und Specials. DasPrinzip ist das Gleiche wie beim Solitresen:Ihr gebt Geld, wir supportendas Richtige im Falschen. Mitmachenist angesagt: Wer was mitbringen will,ist herzlich eingeladen, darf dann nachSelbsteinschätzung auch weniger bezahlen(normal 3-5 Euro).TheorieEinige Leute der BerTA und FreundInnenhaben in der Vergangenheit einmalmonatlich ein so genanntes Theorietreffenveranstaltet. Zur Vorbereitung hattenwir Texte gelesen oder kurze InputReferate vorbereitet, die als Diskussionsgrundlagedienten. Wer Interesse anweiterer theoretischer Auseinanderset-91


Projektezung mit Fragen rund um die Befreiungder Tiere, das Mensch- Tier-Verhältnisund darüber hinaus hat, meldet sich ambesten unter infoATberta-online.org.up to dateAuf unserer Homepage www.bertaonline.orgfi nden sich aktuelle Infos,Termine und Links zu Kampagnen,Initiativen und Gruppen wie auch zahlreiche Texte rund um das Mensch-TierVerhältnis und die Tierbefreiungsbewegung.Wer das noch zu umständlich findet, kann sich die aktuellen News undTermine über den BerTANewsletterdirekt ins Haus oder vielmehr in daseMailpostfach holen. Hierfür genügteine kurze eMail an infoATberta-online.org.Befreiung hört nicht beimMenschen aufUnter diesem Titel hat die BerTA einenReader herausgegeben, der sechsAufsätze einer von uns organisiertenVortragsreihe enthält. Auf 100 Seitenfi nden sich Texte, die Theorie undPraxis der Tierbefreiungsbewegung beleuchten.Für 4 Euro kann der Readerauf unseren Veranstaltungen und imBuchhandel erworben werden. ISBN:978–3–86747–018–6Informieren, Debattieren,OrganisierenIn regelmäßigen Abständen veranstaltetdie BerTA Workshops und Vorträgezu Themen, die Relevanz für die Tierbefreiungsbewegunghaben — so auchim Februar und März. Der erste Vortragträgt den Titel „Animal Liberation:Einführungsworkshop zu Grundlegungen,Perspektiven und Kritik der Tierbefreiungsbewegung“und richtet sichan Leute, die sich grundlegend überTierrechtsthemen informieren wollen.Der zweite Vortrag „Exkurs entlang derSpeziesgrenze: Zum Mensch-Tier-Verhältnisin Philosophie, Tierschutz- undTierbefreiungsbewegung sowie Grenzziehungspraxenzwischen Mensch undTier” befasst sich spezieller mit Fragender Ethik, der Konstruktion von Grenzenund den Unterschieden von Tierschutzund Tierbefreiungs positionen.Beide Vorträge finden im veganenSonntagscafé in der Friedelstraße 54(U Hermann platz) statt, powered byGruppe dunkelbunt. Und es gibt vieleleckere Kuchen!Organisiert euch!Berliner Bündnis für Freie Bildung- gegen StudiengebührenDas Berliner Bildungsbündnis ist vorfast zwei Jahren gegründet worden.Es umfasst ein breites Spektruman Menschen und Gruppen,die sich in ihm beteiligenund vernetzen.Das Bündnis für FreieBildung - gegen Studiengebührentrifft undberät sich in monatlichenPlenum in derOffenen Uni BerlinS -der OUBS. Ansonstengibt es kleinere AGen,die zu unterschiedlichenThemen arbeiten. Da denam Bündnis Beteiligten klar ist,dass ein Kampf für (kosten)freieBildung nicht allein zu bewältigen undschon gar nicht zu gewinnen ist, wirdeine breite Zusammenarbeit mit anderensozial benachteiligten Gruppen undprotestierenden Studierenden in Berlinund bundesweit angestrebt.Kontakt: www.freie-bildung-berlin.deBündnistreffen: Plenum jeden3.Donnerstag im Monat - 19.00 Uhrin der Offenen Uni BerlinS (OUBS) -www.offeneuni.tk92wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200893


ProjekteFanzinegedöns, oder so.Danke, gut. – Trackliste, The und dasReferat für Kultur versuchen (immernoch und wieder und überhaupt) wasaus ihrer D.I.Y.-Vergangenheit zu machenund das jenseits von sich die Kniebeim Skateboarden aufschlagen undeinprägsame Textzeilen wie „Everybodysays you are an idiot, says you are anidiot..!“ im Subversiv mitschreien. Allesin einer Vorstufe zur Planung, quasi einIdeenfindungskonglomerat, um ein vermutlicheinmaliges, möglichst beklopptesSemi-Manifest für die Verwirklichungvon Aktionswissenschaften, zuKulturpessimismus, skeptischem Unterschnittdenkenund dem ganzen Restin die entfernten Winkel des Erinnerungsvermögenvon sonstwem zu basteln.Und das alles auf Basis des gutenalten ‚Schreiben, Ausschneiden, Aufkle-SolarUni / grünUni - PotsdamUni-Potsdam nachhaltiger machen: Recyclingpapierin den Kopierern/Druckernist ja ganz nett, aber sicherlichnicht der Weisheit letzter Schluss. Wirwollen Ideen entwickeln und umsetzen,die die Uni nachhaltiger machen. Ansatzpunktegibt es genug: Mensa-Essen,Energieversorger, versiegelte Flächen,gekappte Bäume... Und uns fällt garantiertnoch viel mehr ein...ben, Kopieren, Falten, Heften‘. Als eineReminiszenz an den annehmbaren Teilder 90er Jahre. Mit sich die Köpfe wegzitierenund Stilmittelfeuerwerk. Bereitschaftfür wortkarge und pausenreicheDiskussionen, Sonic Youth auf Repeat,Zigarettenrauch, Grillen im Winter undMatekonsum ist alles andere als abträglich,einige würden vielleicht sogar nötigsagen. Zudem: Humor. Wird zwarüberbewertet, aber dennoch.Kein Datum, bis dato kein Ort, eineDeadline irgendwo im Nichts von 2008,bei Interesse, evtl. vorhandenen Ideenund Ähnlichem Email mit Begründungund Musikvorschlag an siehe einigeZeilen weiter unten.wollen wir die Uni ins Solarzeitalter katapultieren.In Golm ensteht ein Neubaunach dem anderen für die Naturwissenschaftlerunter uns. Warum sollendie Dächer langweilig und leer bleiben?Leipzig und Kassel haben gezeigt, dasses möglich ist. Wir wollen ein Konzeptfür Potsdam backen.Solarpanels aufs Dach: Insbesondere94 wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVUniSolar-Netzwerknächster Redaktionsschluss: 10.9.2008Organisiert euch!Einen aktiven Beitrag zum Schutz desKlimas leisten, die Nutzung von Solarenergiean den Hochschulen zu forcierenund Solar-Beteiligungsprojekteinitiieren, das alles will das bundesweiteUniSolar-Netzwerk. Gerade an denHochschulen fehlt es an praktischenMöglichkeiten, für das Klima aktiv zuwerden, auch wenn hier das Problemdes Klimawandels erforscht wird. DasNetzwerk möchte diese Lücke füllenund Studierenden eine Möglichkeit bieten,die gesellschaftliche Entwicklunghin zum Schutz des Klimas voranzubringen.Um das Modell von Solaranlagen, diedurch studentische Beteiligung getragenwerden, weiter zu entwickeln undzu verbreiten, schlossen sich daher VertreterInnenvon Solarprojekten aus derganzen Bundesrepublik zusammen. ImNetzwerk werden Erfahrungen ausgetauschtund neue Initiativen motiviertund unterstützt. Bislang beteiligen sichzehn Gruppen an dem Netzwerk, die inverschiedenen Phasen der Umsetzungihrer Solarprojekte sind: Kassel undLeipzig haben bereits eine Photovoltaikanlage,in Karlsruhe ist eine im Bauund in Berlin beginnt gerade die Kampagnezum Einsammeln der Beteiligungen.Das Ziel des Netzwerks ist es, bundesweiteine Solarbewegung an den Hochschulenzu starten. Hierfür werden Umweltgruppen,AStA-Ökoreferate undMenschen gesucht, die vor Ort eineBeteiligungs-Solaranlage auf den Wegbringen und sich aktiv in das Netzwerkeinbringen möchten:Ihr seid eine bestehende Gruppe undmöchtet Teil des Netzwerks werden?Du möchtest an Deiner Uni/Hochschuleeine UniSolar-Anlage verwirklichenund brauchst Anregungen?Du hast Lust, Dich für das wichtigeThema der Energiewende an Hochschulenzu engagieren?Dann nimm Kontakt zu uns auf undbring Dich ein ins bundesweite UniSolar-Netzwerk!Weitere Informationen zum Netzwerkgibt es unter www.unisolar-netzwerk.de oder per Email an infoATunisolarnetzwerk.deEuer UniSolar-Team95


Service-SeitenStudentisches Sozialberatungssystemvom RefRat an der Humboldt-UniversitätSoweit nicht banders angegeben finden die Beratungen in der Monbijoustr.3 statt.Allgemeine SozialberatungMi 14-16 Uhr, Raum 16, Tel.: (030)2093 – 1986, beratung.allgemeinATrefrat.hu-berlin.deUnterhalts- und Bafög-BeratungMo, Mi, Do 14.30 - 18 Uhr (März,August, September: Mi 10-16 Uhr),Raum 15, Tel.: (030) 2093 - 1060(AB), beratung.bafoegATrefrat.huberlin.de... für ausländische StudierendeMo 10 - 14.30 Uhr, Mi 10 - 19 Uhr,Do 13.30 - 18 Uhr (Semesterferien Mi10-15 Uhr sowie nach Vereinbarung),Raum 6, Tel.: (030) 2093 – 1062, beratung.auslaenderinnenATrefrat.huberlin.de,www.refrat.hu-berlin.de/soziales/befas.html... für studierende ElternMo 12 - 15.30 Uhr, Mi 10 - 13.30Uhr (Semesterferien Mi 9 - 13.30 Uhrsowie nach Vereinbarung), Raum 16,Tel.: (030) 2093 – 1986, beratung.kindATrefrat.hu-berlin.de, www.refrat.hu-berlin.de/soziales/stuki.htmlRechtsberatungMi 18-20. Uhr (in der VorlesungsfreienZeit nur zweiwöchentlich), Raum 16Arbeitsrechtliche AnfangsberatungMo 9-13 Uhr, Mittwoch 14-18 Uhr(März, August, September: Mi. 14-18Uhr), Raum 5, Tel.: (030) 2093 - 2145,beratung.arbeitATrefrat.hu-berlin.de,www.refrat.de/soziales/arbeit.htmlEnthinderungsberatungMo 13.30 - 18.00 Uhr, Mi 9-13.30 Uhr(Semesterferien Mi 9 - 13.30 Uhr sowienach Vereinbarung), Raum 5, Tel.:(030) 2093 – 2145, beratung.enthinderungATrefrat.hu-berlin.de,www.refrat.de/soziales/enthinderung.htmlzu Hochschul- und PrüfungsrechtDo 12-14 Uhr, zweiwöchentlich, Dorotheenstr.17/Raum 2Sozialberatung in AdlershofDi 10 - 14 Uhr (nicht in den Semesterferien),Rudower Chaussee 25, 12489Berlin-Adlershof, Zi 2‘324,Tel.: (030)2093 – 5476, beratung.allgemeinATrefrat.hu-berlin.deNäheres entnehmt bitte der Internetseite: www.refrat.de/beratung.shtmlHier werdet ihr geholfen!Sozialberatung am AStA der Freien UniversitätDie Beratungen finden, falls nicht anders angegeben, in der AStA-Villa statt (Ottovon-Simson-Str.23, gegenüber Mensa II in der Silberlaube, U1 Thielplatz).• AusländerInnenberatung, Do 10-15 Uhr, Tel.: 839091-1• BAföG-Beratung, Mo 11-16 Uhr und Mi 11-16 Uhr, Tel: 839091-12• Frauenberatung, Di 14-16 Uhr, Tel.: 839091-23• Beratung für behinderte und chronisch kranke Studierende, Fr 10-15Uhr,Tel: 838-56203, Fax: 838-56354 astabehindertenberatungATastafu.de• Hochschulberatung, Di 11-16 Uhr, Tel.: 839091-12• Lesbisch-feministische Information und Service (LIS),Di 14-16 Uhr, Tel.: 839091-22• Rechtsberatung, Fr 16-18 Uhr (Nur mit Voranmeldung unter 8390910),Tel.: 839091-0• Schwulenberatung, Fr 13-17 Uhr, Tel: 839091-18,www.gaycampus.de/beratung.html• Sozialberatung, Tel.: 839091-12, sozialberatungastafuATweb.de• Semesterticketbüro Di 10-14 Uhr + Mi 14-18 Uhr + Do 14-18 Uhr,Tel.: 839091-40, Fax: 839091-41,Thielallee 36, www.astafu.de/semtixbuero/Näheres unter:www.astafu.de/service/beratungen/Auch (Noch-) Nicht-Studierenden,und Studierenden anderer Universitätenwird hier gern geholfen!96wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200897


DIY-seitenAutonome Seminare selber machen!Du interessierst dich für Themen, dieim normalen Bildungs-Betrieb nichtauftauchen? Du hast dich vielleichtschon viel mit einem Thema auseinandergesetztund möchtest nun dein Wissenteilen? oder auf der anderen Seite,du möchtest dich mit etwas beschäftigenund willst dies nicht alleine tun? ...All dies können Gründe sein ein AutonomesSeminar zu gründen. Diesbedeutet: du hörst auf zu warten, bisdir jemand ein ausgearbeitetes Lehrkonzeptvorstellt, sondern machst deinSeminar einfach selbst! Dies kannst du,ja nachdem was du machen möchtest,welches Vorwissen du hast, ob du alleinbist, oder schon ein paar Mitstreiter_Innenhast, ganz verschieden angehen.Dieser Artikel möchte dir verschiedeneMöglichkeiten zeigen, Denkanstöße gebenund dir helfen an die notwendigeInfrastruktur heranzukommen.ein autonomes seminar gründen?Das kann jede_r, von Vorteil ist es zwar,wenn du schon ein paar Leute kennst,die mitmachen würden und mit denendu zusammen planen kannst; das mussaber nicht sein, das geht auch alleine:Am unkompliziertesten ist, wenn dueinfach zu einem ersten Treffen einlädst,zu dem weitere Interessierte kommenkönnen und bei dem dann dasweitere Vorgehen (was wollt ihr genaumachen, wie oft wollt ihr euch treffen,...) besprochen wird.wo/wie einladen?Einladen könnt ihr natürlich hier imAVV, dazu müsst ihr euren Vorschlagnur rechtzeitig (10.9. im Herbst oder10.4. im Frühling) an avvb[AT]gmx.netschicken. Weitere Möglichkeiten zumWerben sind Flyer (das hat, den Vorteil,dass ihr gezielt an Orten werben könnt,an denen ihr Leute vermutet, die geradean eurem Thema Interesse haben) undim Internet, z.B. unter www.offeneuni.tk(wenn ihr euch in der offenen uni trefft)oder im avv-wiki: wiki.avvb.de.vutext?Aber schon bevor du oder ihr eurenWerbetext verfasst, solltet ihr euch Gedankenmachen, was genau ihr wollt/duwillst. Irgendeinen Anstoß wirst du jahaben, dass du ein selbst-organisiertesSeminar machen willst, also ein Themaund eine Vorstellung, wie ihr euch damitauseinandersetzen wollt. Darübersolltest du dir auch klar werden und deineVorstellungen und Wünsche(Thema,Dauer, Form,..) sollten auch in derEinladung auftauchen: umso konkreterdu erklärst was du vorhast, umsogrößer ist die Chance, dass du spätermit Mensch_innen zusammensitzt, dieähnliche Wünsche und Vorstellungenmit dem Seminar verbinden, aber umsokleiner wird dieser Kreis evtl. auch sein.Allerdings gibt es auch andere Möglichkeiten:Es kann sein, dass du gar keinkonkretes Bild davon hast, wie „deinKurs“ aussehen könnte. Du kannstdann ebenso einladen und das Näherewird sich dann hoffentlich ergeben.das erste treffenAlso zuerst einmal solltest du nicht großeMassen bei deinem ersten Treffenerwarten. In der Regel wird eure Gruppenicht mehr als 10 Leute umfassen, eskann auch passieren, dass nur ein oderzwei Leute kommen oder du sogar ganzalleine bleibst. Dann solltest du abernicht gleich den Mut verlieren; vielleichtwar deine Ankündigung zu unkonkret,oder zu spezifisch, vielleicht war derTreff-termin zu kurzfristig (deswegenbei Einladungen immer Kontaktmöglichkeitenangeben!). Manche Seminarebrauchen erstmal ein-zwei SemesterAufwärmzeit; sie bestehen zuerst vielleichtnur aus zwei Leuten und wachsendann langsam.help yourself!organisation?Was ihr euch beim ersten Treffen fragensolltet ist v.a. organisatorisches:wie lange wollt ihr zusammenarbeiten(ob nur ein Semester oder langfristig?)und wie regelmäßig möchtet ihreuch treffen (Wöchentlich, monatlich,nur wenige ausgiebige und gut vorbereiteteTreffen?) , gibt es einen festenOrt zum Treffen? und natürlich: inwelcher Form wollt ihr arbeiten: bereitensich einzelne oder alle ausgiebigvor, oder trefft ihr euch einfach undschaut dann mal? Wollt ihr euch einenZeitrahmen stecken, was ihr in einemMonat, o.ä. bearbeiten wollt, oder vonText zu Text/Projekt zu Projekt arbeiten?Ist eine Aufgabenverteilung nötig,z.B. Diskussionsleitung, Protokoll, Planung?Rotationsprinzip, oder dauerhafteRollenverteilung? Das ist natürlichauch alles von eurem Thema abhängig,dass ihr ebenfalls diskutieren solltet.Werdet euch dabei auch klar, welcheunterschiedlichen Wissensstände es ineurer Gruppe gibt; das macht denenmit größerem Vorwissen bewusst, dasssie sprachlich Rücksicht nehmen müssen(nicht zu viele Fachbegriffe, bzw.die immer gleich erklären) und gibt allendas Gefühl das Nachfragen erlaubtsind. (Sollten die Unterschiede so großsein, dass eine Zusammenarbeit schwerwird, kann hier gleich über Alternativen98wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.200899


DIY-seitenhelp yourself!nachgedacht werden, z.B. Teilung derGruppe in „Lehrende“ und Lernende“,wobei ihr darauf achten solltet, dasssich diese Trennung nicht gleich auf allesandere überträgt.„Mein Tipp“ ist sich unbedingt auf einregelmäßiges Treffen an einem festenOrt zu einigen, oder langfristig Terminefestzulegen, weil das komplizierteTerminabsprachen verhindert, die v.a.einzelne dazu zwingt den/die Seminarleiter_inzu spielen und die Initiative zuergreifen.tja, und weiter?Und weiter müsst ihr eigentlich selbstsehen, denn jetzt bist du nicht mehrallein, sondern musst dich mit anderenabstimmen. Es ist wichtig, dass ihr eureZiele und eure Arbeitsweise häufigerdiskutiert, v.a. dann wenn sich einzelneunwohl fühlen. Probleme einzelnermit der Gruppe sollten immer ernstgenommen werden! Ganz gleich, obsich jemensch diskriminiert, über- oderunterfordert fühlt, es zu schnell oderzu langsam vorangeht oder einfachnur zuviel geraucht wird.... wenn überall das auch offen gesprochen werdenkann und ihr v.a. auch in der Lage seidLösungen zu finden und umzusetzen,(oder im Extremfall euch eingestehenkönnt, wenn ihr etwas nicht lösenkönnt) – dann schreibt uns bitte, bittewie ihr das gemacht habt, damit wireuer Wissen weiterreichen können.Die Entwicklungen selbstorganisierterSeminare sind äußerst Vielfältig, manchezerbrechen schnell wieder, andereentwickeln sich langsam weiter, wiederandere verwandeln sich, sie arbeiten zuneuen Themen und finden neue Aufgaben,oder der Gründungskreis steigtallmählich aus, und andere tragen dieIdee weiter. Vielleicht steht am Endeein Freundeskreis, vielleicht nur eineErfahrung. Nichts davon sollte euchenttäuschen, denn was sich wie entwickelt,ist ebenfalls offen.schließlich....wäre es schön, wenn Erfahrungen weitergegebenwerden. Ihr könnt z.B. gernediesen Artikel hier kritisieren: hilfreicheInfos, die fehlen könnt ihr im Wikiergänzen. Dort gibt es auch Platz umüber erfolgreiche wie gescheiterte Seminarezu berichten und damit anderevor blöden Fehlern zu bewahren. Undauch, was ihr jenseits eurer Organisationerarbeitet, verdient es anderen zugänglichgemacht zu werden. Ihr könntim Wiki gerne Texte veröffentlichen,die ihr erarbeitet habt oder andere Ergebnisseeures Seminars. Lasst euch waseinfallen!!100wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.2008101


DIY-seitenEin paar Tipps für den Umgang miteinanderhelp yourself!Dieser Text basiert unter anderemauf den Texten „besser treffen“und „Knackpunkte“ die ihr auf derAVV-Wikiseite als pdf runterladenkönnt.Ihr wollt ein Autonomes Seminar machen,wollt gleichberechtigt, ohne Lehrpersoneuch gemeinsam ein Themaerarbeiten, euch austauschen und voneinander lernen - dann werdet ihr sehrwahrscheinlich mit einigen Problemenkonfrontiert werden, denn eine solcheAufgabe ist nicht so einfach zu bewältigen.Der folgende Text möchte euch helfenin problematischen Situationen nichtgleich aufzugeben, sondern Wege zeigenwie auch hohe Hürden zu überwundenwerden können.Zuerst einmal solltet ihr euch darüberbewusst werden, dass nicht eine Persondie Treffen vorbereitet und ein fertigesKonzept haben wird. Ihr seid alle gefordertgemeinsam das Seminar zu gestalten,d.h. ihr solltet euch alle Gedankenüber eure Ziele, eure Arbeitsweise, dieMethoden usw. machen und diese Arbeit(- ja, das ist Arbeit!) nicht einfacheiner oder wenigen Person_en überlassen.Diese Aufgabe gemeinsam zu bewältigen,ist alleine schon eine Herausforderung,aus der auch einiges gelernt wer-den kann.Für verschiedene Ziele, verschiedeneThemen und verschiedene Gruppenkönnen sehr unterschiedliche Arbeitsweisensinnvoll sein. Hier stelle ich einigevor, die sich in meiner persönlichenErfahrungswelt häufig sehr sinnvoll erwiesenhaben.Aufteilen in Arbeitsgruppen:Ab spätestens 10 Leuten wird einegleichberechtigte Diskussion zwischenallen eine Illusion: Entweder sprechennur wenige und der Rest hört zu, oderdie Diskussion ist unproduktiv undkann sich nicht entwickeln - wahrscheinlichbeides.An dieser Stelle macht es Sinn sich inKleingruppen von 3-6 Leuten zu teilen.Dort können gerade kreative und produktiveDiskussionen viel besser geführtwerden un d auch komplizierteProbleme werde dort viel schnellergelöst. Arbeit in kleineren Gruppen erhöhtdie Beteiligung jeder/s einzelnen,mensch lernt sich besser kennen und esmacht einfach mehr Spaß!Es hat außerdem den Vorteil, dass verschiedeneGruppen verschiedene Teilaspekteerkennen und so, indem menschsich danach gegenseitig die Ergebnissevorstellt, alle mehr lernen.Vorschlag zum Vorgehen:1. Ihr solltet euch überlegen, ob ihr allezum selben Thema diskutieren wollt,oder unterschiedliche Fragen bearbeitenwollt. Beides kann je nach Situationsehr sinnvoll sein. Es jedoch besser sichauf ein Vorgehen zu einigen, als einfachdrauflos zu arbeiten.2. Setzt euch einen Zeitrahmen! Untereiner Halben Stunde macht meist keinenSinn, aber es sollte auch nicht ausfasern.Wenn die Diskussionen gut laufen,werdet ihr ohne Probleme die Zeitfüllen.Plant aber ausreichend Zeit ein um euchanschließend gegenseitig eure Ergebnissevorzustellen; so werden die Einzelergebnissefür alle produktiv!3. Überlegt euch wie ihr eure Ergebnisseder restlichen Gruppe vorstellenwollt! Dazu wäre die erste Frage: Wassind denn eigentlich eure Ergebnisse?Diese sind nicht unbedingt die genauenAntworten auf die Frage, mit der ihrbegonnen habt. Vielleicht habt ihr Themengestreift, die auch, wenn sich nichtdirekt zur Fragestellung passen, für dieanderen interessant sein könnten, undweiterführende Fragen entwickelt. Haltettrotzdem keine endlosen Vorträge;der Rest der Gruppe kann auch Fragenstellen, wenn ihr etwas nicht genau genugerklärt.4. Achtet darauf, dass sich nicht immerdieselben Leute zu Gruppen zusammenschließen;das sorgt für informelleHierarchien und ist häufig auch nochunproduktiver, weil mensch nicht mehrso viele neue Denkanstöße von verschiedenenLeuten kriegt.Strukturierung von Treffen/VorbereitungGut wäre es natürlich, wenn alle sichvorher zu einem Thema vorbereitenund mit einem Haufen ungeklärter Fragenzusammenkommen würden - aberdas funktionierte ja schon in der Schulenicht… Es macht Sinn Treffen in irgendeinerForm vorzubereiten, insbesondere,wenn ihr eine größere Gruppeseid.Vorbereitete Inputs (also z.B. ein Kurzreferatoder ein Handout) versorgen vorder Diskussion alle mit den relevantenInfos und erleichtern so den gleichberechtigtenStart in eine Diskussion. DieseAufgabe sollte aber rotieren! Auchwenn sich einzelne vielleicht viel besserzu einem Thema auskennen, zwingt dasnicht dazu, dass sie immer wieder einInput vorbereiten. Es ist im Gegenteilhäufig eher sinnvoll, wenn es anderemachen; das stärkt die Beteiligung undschwächt informelle Hierarchien.Aber die Vorbereitung einer Sitzungkann viel mehr umfassten: Treffen102wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.2008103


DIY-seitenhelp yourself!Noch ein Grund für eine Moderation:Wenn ihr keine Moderation habt, werden„moderierende Aufgaben“ häufigimmer von derselben Person wahrgenommen;alle anderen nehmen diesesEingreifen nur unbewusst wahr und soentwickelt sich eine informelle Hierarchieund eine ungleiche Arbeitsverteilung.Indem ihr euch bewusst macht,wer diesen Job gerade in welcher Formübernimmt, könnt ihr durch Rotationalle lernen diese Aufgabe zu übernehkönneauch sehr unterschiedlich undkreativ gestaltet werden. Wenn dieVorbereitung einer Sitzung rotiert undsich so alle mal was überlegen müssen,kann mensch auch mal Dinge ausprobierenund danach ein Feedback vonder Gruppe bekommen. Nett ist es dabeiungewöhnliche Ideen erstmal auszuprobierenstatt sie vorher schon zukritisieren und abzulehnen, nur weil sieungewohnt sind.Es kann sinnvoll sein sich vorher einpaar spannende Fragen zu überlegen.Dabei ist es aber eher kontraproduktiv„die Antwort“ schon zu wissen, schließlichgibt es meistens viele richtige Antworten.In manchen Gruppen ist es auch sinnvolleine regelmäßige Form der Treffenfestzulegen, z.B.: 1. Vorstellungsrunde,2. Aufgabenverteilung, 3. Einigung aufFragestellungen, 4. Input, 5. Nachfra-gen, 6. Aufteilen in Kleingruppen, 7.Ergebnisvorstellung, …ModerationWenn ihr eine große Gruppe (ab 10Leute) seid und ergebnisorientiert aneiner bestimmten Fragestellung arbeitenwollt, so macht wahrscheinlich eineModeration Sinn.Die Aufgabe der Moderation ist es v.a.die Aufgabenstellung im Auge zu behalten,das Gesprächsverhalten zu „überwachen“und Zwischenergebnisse zuformulieren.Es ist nicht Aufgabe der ModerationRedelisten zu führen, sondern eherSituationen, in denen Redelisten nötigwerden, zu vermeiden (indem z.B.darauf hingewiesen wird, dass bereitsseid 20 Minuten kein neues Argumentmehr kam) bzw. dann eine Aufteilung inKleingruppen vorzuschlagen.men, und könnt darüber diskutieren,was ihr gut oder weniger gut fandet.Ergebnisse sichernEs ist für euer Seminar selbst hilfreich,wenn ihr eure Ergebnisse sichert, weilihr dann in anderen Sitzungen daraufaufbauen könnt, Fragen vom LetztenMal aufgreifen könnt, Personen, dienicht immer anwesend sind nicht gleichsoviel verpasst haben usw.Aber es ist wahrscheinlich auch für andereinteressant, was ihr erarbeitet.Es lohnt sich oft Ergebnisse eines autonomenSeminares aufzuarbeiten undz.B. in einem Wiki anderen zugänglichzu machen. Dies ist zwar eine MengeArbeit, aber sie lohnt sich!Es könnte darüber auch ein stärkererAustausch zwischen verschiedenenGruppen entstehen.Das Bildung-schadet-nicht-Wiki kanngerne genutzt werden und interessanteTexte können auch der Redaktion zugeschicktwerden - vielleicht übernehmenwir sie ins nächste AVV.Übrigens ist Protokolle lesen, egal, obmensch da war oder nicht eine sinnvolleSache, weil die Ergebnisse noch malvergegenwärtigt werden und leichter andas letzte Treffen angeknüpft werdenkann.Es lohnt sich außerdem Gedanken daraufzu verschwenden, was menschdenn eigentlich in welcher Form festhaltenmöchte.…und es ist wirklich aufbauend für dieRedaktion, wenn wir die Spuren vergangenerSeminare finden, die erfolgreichan etwas gearbeitet haben.Probleme/Unzufriedenheit ansprechen:Vorweg: alle machen Fehler! Aber allewollen daraus lernen!Allerdings ist es weder leicht Kritik zuäußern noch auf diese einzugehen.Dennoch liegt es in der VerantwortungAller Probleme anzusprechen und auszudrücken– wenn ein Problem nichtausgesprochen wird, kann es auch nichtgelöst werden und umso länger es bestehtumso schwerer lässt es sich lösen.Dabei ist es unfair von Leuten, zu erwarten,dass sie das perfekte Seminarorganisieren.Allerdings sollte auf Kritikimmer eingegangen werden!Insbesondere, wenn diese recht diffusausgedrückt wird, sollte man sich Zeitnehmen dem Problem auf die Spur zukommen, anstatt mit Totschlagargumentendagegen vorzugehen. Dabei istdie ganze Gruppe gefordert.Eine „Runde“Zu manchen Themen, insbesonderezu organisatorischen Entscheidungenund Konflikten, ist eine „Runde“ sinnvoll.Ziel ist, dass sich ALLE zu einer104wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVnächster Redaktionsschluss: 10.9.2008105


DIY-seitenFrage äußern können (Nicht müssen!)und, dass das, was andere sagen nichtkommentiert wird (sonst wird nämlichsofort wieder diskutiert).„Runden“ nicht rund sein!Dabei sind zwei Dinge ganz wichtig:1. Es gibt eine konkrete Frage, dievorher feststeht und am besten aufgeschriebenwird!2. Fast euch kurz und antwortet nurauf die Frage! Sonst dauert das nämlichewig!Außerdem wichtig ist, dass insbesonderebei „der Runde“ aufmerksam zugehörtwird, man nicht persönlich wirdund sich ausreden lässt.Aber: Nicht für jedes Problem ist eine„Runde“ die richtige Lösung – fragteuch vorher ob es Sinn macht.Ein paar Tipps zum Schluss:Plant immer genug Pausen ein! Undmacht euch klar, wie lange die Pausendauern, damit nicht Leute unnötig wartenmüssen.Reflektiert regelmäßig über eure Zieleund euer Zufriedenheit, z.B. in einer„Abschlussrunde“, in der alle noch kurzsagen, ob das Treffen Spaß gemacht hat,was positiv und was negativ war.Häufig helfen schon Kleinigkeiten, z.B.Visualisierung der Fragestellung bei derihr gerade seid oder eine andere Sitzordnung.Heißt neue Leute immer erstmal willkommen:nehmt euch Zeit euch vorzustellen,erklärt wie ihr arbeitet und woihr gerade thematisch seid.Achtet auf stille Leute, die sich nicht anDiskussionen beteiligen und versuchtdiese mit einzubeziehen.Alle Aufgaben sollten rotieren! InsbesondereModeration und Protokollsollten unbedingt immer von verschiedenenLeuten übernommen werden,aber auch Einladungen zu schreiben,Öffentlichkeitsarbeit, usw..Absolut unfair ist es, wenn eine Personalle Aufgaben übernimmt!Danke für all eure Ankündigungen sagtdie Redaktion.106wiki.bildung-schadet-nicht.de/index/AVVKuZe PotsdamHermann-Elflein-Straße 1014467 Potsdamweb: www.kuze-potsdam.detel: 0331 647 10 14fax: 0331 200 835 15Anfahrt mit dem ÖPNVTRAM 91, 94 oder X98Havelbus Linien 605, 606, 610, 631 VIPLinien 695, X15 und N14jeweils bis oder von HaltestelleLuisenplatz oder Dortustraße.


Offene Uni BerlinSHaus 20, HU-Campus NordPhillipstraße 13, 10115 BerlinTel: 030-2093-6076S/U FriedrichstraßeU6/Tram Oranienburger ToroubsATgmx.netwww.offeneuni.tkKuBiZRaoul-Wallenberg Schulewww. kubiz-wallenberg. dekontaktATkubiz-wallenberg. deTel: 030 / 69206557Bernkasteler Strasse 78,13088 BerlinTram 12 und 27,Nachtbus N50,Bus 156, 255 oder 259bis Rennbahnstr./ Berliner Alleeoder der M4 bis Buschallee.

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