Cloud-Computing - Mediaplanet

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2 · SEPTEMBER 2012 EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANETCHALLENGEMan spricht heute häufig vom Informationszeitalter. Möglicherweise beginnt dasInformationszeitalter erst jetzt mit der Cloud und alles, was man in den letzten 50 Jahren an rasanterIT-Entwicklung erlebt hat, ist Nichts im Vergleich zu dem, was noch erwartet werden kann.Kann es sein, dass wer sich heute nicht mit der Cloud befasst, morgen möglicherweise den Anschlussverloren haben wird?WIR EMPFEHLENProf.Dr.Reinhard PoschChief InformationOfficer derBundesregierungDie Cloud ist wie TaxifahrenWennmanerklärenmöchte, wasdie Clouddenn eigentlichist, dannhelfen jedenfallsAnalogien wie die folgende:Das eigene Auto entspricht jenerIT-Umgebung, die man im eigenenUnternehmen selbst betreibt. Mankauft es, man trägt die volle Verantwortungund man kann mit ihmmachen, was man will. Das Mietautoentspricht dem klassischen IT-Outsourcing.Man hat etwas wenigerMöglichkeiten und kann nicht mehrbeliebig machen, was man will, aberdafür kauft das Auto jemand anderer,und der kümmert sich auchum den Service. Cloud-Computingist wie ein Taxiservice. Man nimmtes, wenn man es braucht und mussnichts zahlen, wenn man aufhört, eszu benutzen.Cloud als GeschäftsmodellDie Cloud ist also keine wirklicheInnovation, sondern ein neues Geschäftsmodell.IT-Leistungen werdennicht mehr gekauft, sondern alsService bereitgestellt und wie Stromund Wasser entsprechend des Bedarfsgenutzt und gezahlt.Seit dem Siegeszug des Internetssind private Internetnutzer gewohnt,die vielfältigsten Dienste desInternets kostenfrei zu nutzen. Wasdie Wenigsten wissen: Diese Internetservicesfür private Nutzer kommenaus der Cloud, werden in allerRegel über Werbeeinnahmen finanziert,haben eine geringe vertraglichvereinbarte Verfügbarkeit und bietenoftmals nur sehr eingeschränkteDatensicherheit.Solche Consumer-Services aus derCloud sind für geschäftliche Zweckevöllig unzureichend und stellenmanchmal sogar ein erheblichesRisiko dar. Denn für Unternehmensind vertraglich vereinbarte Verfügbarkeitsgarantienunverzichtbar, siesind für ihre Daten verantwortlichund unterliegen einer Vielzahl gesetzlicherVorgaben und Verpflichtungen.Gründe für die CloudWenn man Unternehmerbefragt,warum sie Cloud-Serviceseinsetzen wollen, geben die Meistenvier Gründe an: Kosteneinsparungen,geringere Infrastrukturinvestitionen,Zugriff von überall und verbrauchsbasierteBezahlung. Warumsollte Cloud-Computing aber günstigersein? Einer der Gründe sindGrößeneffekte. Vor zehn Jahren wäreein Rechenzentrum mit tausendServern als großes Rechenzentrumeingestuft worden. Heutzutage werdenRechenzentren mit HunderttausendenServern mit einigen wenigenMitarbeitern effektiv undbillig betrieben.Unternehmen, die sich für denEinsatz von Cloud-Computing entschiedenhaben, müssen jedochnicht nur ihre IT sondern auch ihreBusiness-Prozesse und ihre Organisationselbst anpassen. Das Besonderedabei ist, dass diese Anpassungenim laufenden IT-Tagesgeschäftdurchgeführt werden müssen. Hierwerden sozusagen nicht nur inINSPIRATION„Die Cloud istkeine wirklicheInnovation,sondern ein neuesGeschäftsmodell.“Dr. Tobias Höllwarth ist Cloud-Spezialist.Er ist Vorstand der EuroCloud Austria, Experteam Austrian Standards Institute undDelegationsleiter einer Arbeitsgruppe derInternational Organization forStandardization (ISO)voller Fahrt die Reifen des „IT-Autos“erneuert, sondern auch nochein Ölwechsel durchgeführt odervielleicht sogar der kompletteMotor ausgetauscht, und das alles,ohne den Wagen zu stoppen.AufgabenwandelSomit ändert Cloud-Computingauch die Rolle und Aufgaben derIT-Mitarbeiter im Unternehmen.Diese wandeln sich vom Administratorhin zum Service-Broker.Klassische Aufgaben fallen weg,neue Aufgaben wie z.B. die Auswahlund das Management vonCloud-Services kommen hinzu.Das bietet aber auch die Möglichkeit,zum Berater und direktenUnterstützer der Fachabteilungenaufzusteigen.Alle diesen Änderungen solltenim Rahmen einer Cloud-Strategieumgesetzt werden und vorabsoll im Unternehmen eine passendeCloud-Policy fixiert werden.Wenn dafür das bestehendeKnow-how im Unternehmennicht vorhanden ist, sollte mandieses von einem spezialisiertenBerater zukaufen.Und ähnlich wie beim Autobraucht es Prüfstandards von unabhängigerStelle wie dem Euro-Cloud Star, das bestätigt, dass einCloud-Anbieter vertrauenswürdigist. Und es Bedarf Informationwie sie diese Themenzeitungliefert. Überblick über die Vielfältigkeitder Angebote geben, damitIhre Entscheidung für einen Wegin die Cloud leichter wird.SEITE 10„Die Schere zwischenIT von der Stange undmaßgeschneidertenServices wird immerweiter aufgehen.“E-SIGNATUR S. 8Was bringt die Digitale Signatur?EXPERTS-PANEL S. 9Wie steht‘s um die Cloud in Österreich?We make our readers succeed!SEPTEMBER 2012Managing Director: Eliane KnechtEditorial Manager: Triin MetusaletProject Manager:Mag.Manuel SchmaranzerTel.: +43 1 2363 438-13E-Mail:manuel.schmaranzer@mediaplanet.comDistribution: Der StandardVerlagsgesellschaft m.b.H., A-1014 Wien,Herrengasse 19–21Druck: Mediaprint ZeitungsdruckereiGes.m.b.H. und Co. KG, 1232 Wien,Richard-Strauss-Straße 16Kontakt bei Mediaplanet:Hannah Demant, BBATel.: +43 1 236 3428Fax.: +43 1 236 3428-15E-Mail:hannah.demant@mediaplanet.comDas Ziel von Mediaplanet ist, unserenLesern qualitativ hochwertige redaktionelleInhalte zu bieten und sie zum Handelnzu motivieren. So schaffen wir für unsereInserenten eine Plattform, um Kunden zupflegen und Neue zu gewinnen.Trari, Trara...StaatspreisMultimedia und e-Business 2011des Bundesministeriums fürWirtschaft, Familie und JugendKATEGORIESIEGERCloud Services, E-Government,e-ServiceseasyVersand macht´s möglich!Oliver Bernecker MScDI Peter DannerAbsendereasyVersandEmpfängereasyVersand organisiert als externer Partner alle postlogistischen Prozessephysisch wie elektronisch - von der Datenübernahme, Versandaufbereitung,Druck, bis hin zu physischem oder elektronischem Versand und Archivierung.Zertifiziert. Garantiert. Konkurrenzlos sparsam!Die steirischen Unternehmer Oliver Bernecker, MScund DI Peter Danner bieten mit dem Unternehmen exthexund dem easyVersand Service Firmen und Behörden dieMöglichkeit, bei Versand von Dokumentenenorm Kosten zu sparen.www.easyversand.ateasyVersand basiert auf exDP-Excellent Data Processingder exthex GmbH, A-8051 Graz, Göstinger Straße 213www.exthex.com | officegraz@exthex.com


Arbeiten so flexibelwie noch nie –mit UPC BusinessEine kostenlose Microsoft®Office 365 Lizenz zu InternetServices von UPC BusinessAlles mit dabei oder doch wieder retour ins Büro und Computerhochfahren, nur um ein E-Mail zu schicken, weil esgar so eilig ist? Für viele Menschen sind Zugabteile oderFlughäfen längst zum zweiten Büro geworden. Hier werdenE-Mails geschrieben, Termine vereinbart, Kalender aktualisiertund Daten aus dem Firmennetzwerk genutzt.UPC Business und Microsoft® haben die richtigen AntwortenDas digitale Arbeiten bietet nur dann die erwartete Bequemlichkeitund Flexibilität, wenn sie funktioniert undtechnisch am aktuellen Letztstand ist. Denn - Produktivitätist die Prämisse. Besonders für Klein- und Mittelbetriebe istPassend für die neue, digitale Welt des Arbeitens wurdeEine IT-Lösung als Abonnement-Dienst, die die vertrautelicher Online-Dienste für die Unternehmenskommunika- notwendige schnelle Internet liefert UPC in einem derbesten Kommunikationsnetze Europas, dem Fiber PowerNetz. Der Service-Provider bietet mit seinem „Business zu können. Zu jedem neuen UPC Business Produkt IT wird zu einem Service, das funktioniert, ohne dass mansich darum kümmern muss. Der Zugriff kann von überallund jedem Endgerät wie PC, Browser, Mobile Phone erfolgenund gearbeitet wird wie gewohnt mit den bekanntenMit den neuen Business Packages können UPC Kunden und Kollegen zusammenarbeiten. Sie bekommeneine optimale Kombination aus zwei Top-Produkten, die sämtliche Arbeitsabläufe sowohl imBüro als auch von unterwegs erheblich beschleunigt.UPC VorteilspackageMit UPC Highspeed Internet sparen sich Kundenim Business wertvolle Zeit durch schnellere lässigkeit des hochqualitativen Fiber Power Netzes den die Sicherheit des 24/7 Business Supports.ø Exchange Online für Ihre Emails, Termine, mit Zugriffzu jeder Zeit.ø Webkonferenzen etc.ø arbeit bei gleichen Arbeitsdokumenten.ø Sie schnell, einfach auch online die Ihnen vertrauten Of-(exkl. USt.).Unabhängigkeit durch die CloudInzwischen sprengen die Datenmengen, die heute von Smartphones, Tablets und Co versendet werden, häufig derenSpeicherkapazitäten. Deshalb wird das Thema der mobilen Cloud sowohl bei privaten Konsumenten als auch fürUnternehmen in Österreich eine zunehmende Rolle spielen.Bernd Ruiss, Teamlead des Client & Mobility Teamsvon S&T Österreich: „Von der gemeinsamen Terminverwaltungfür alle Außendienstler eines Unternehmensbis hin zu Online Kommunikatonsplattformen,bei denen Geschäftspartner oder Mitarbeiter Angesicht-zu-Angesichtüber Kontinente hinweg konferierenkönnen – die Bandbreite der Nutzungsmöglichkeitender mobilen Cloud ist riesig.“Viele österreichische Unternehmenschefs – auch imMittelstand – sehen dabei vor allem in der zunehmendenMobilität und Flexibilität der Mitarbeiterden größten Nutzen.SicherheitDer Anspruch an den mobilen Zugriff auf Geschäftsapplikationenund -daten hat jedoch zwei Seiten:Während Anwender den einfachen, mobilen undschnellen Zugriff auf Geschäftsdaten mittlerweile voraussetzen,muss die IT-Abteilung die Sicherheit derDaten gewährleisten.„Entgegen der Erwartung ist der Treiber für die Nutzungder aufstrebenden Cloud-Lösungen gerade immobilen Bereich oft der Wunsch nach verstärktemSchutz der kritischen Daten. Unternehmen wollensich besser gegen Überschwemmungen, Feuer, aberauch Diebstahl und Verlust schützen. Das gilt natürlichauch für mobile Endgeräte. Beim Verlust einesBernd Ruiss,Teamlead desClient & MobilityTeams bei S&Tkennt die Chancenund Risikender Cloud immobilen Bereich.Mobiltelefons sind mit einer modernen Lösung nichtmehr alle Daten automatisch verloren, sondern entsprechendzentral gesichert und das verloren gegangeneGerät kann per Knopfdruck unbenutzbar gemachtwerden“, erläutert Ruiss. S&T hält auch dafürentsprechende Lösungen parat, sei es beim Kundenvor Ort oder auch zentral von S&T gehostet.LeichtfertigkeitDennoch weist der IT Experte darauf hin, dass viel zuleichtfertig mit mobilen Daten umgegangen wird. JedesUnternehmen, egal welcher Größe, sollte aufumfassende Sicherheits- und Backup-Lösungensetzen, um ihre physischen, virtuellen und mobilenSysteme zu schützen. Gerade für mobile Gerätegibt es spezielle Backup Technologien. Zudem solltenregelmäßig – mindestens einmal pro Quartal - ausführlicheÜberprüfungen der Infrastruktur und einTest der vorgenommenen Sicherheitsmaßnahmendurchgeführt werden.Mobile ProzesseDie Mobilisierung von Daten und Anwendungensichert Unternehmen wesentliche Wettbewerbsvorteile,doch ein schlüssiges Gesamtkonzept mussauch Security-Aspekte umfassen. S&T hält durch dieÜbernahme des Mobility-Unternehmens AMITeine Produktplattform bereit, die es erlaubt, ressourcenschonendeSynchronisationsmechanismenzu nutzen und genau festzulegen, welcherMitarbeiter auf welche Informationen zugreifenkann. Daten, Updates und sogar Applikationen könnenso für den mobilen Einsatz – auch wenn keineInternetverbindung besteht – bereitgestellt werden.Neben der Authentifizierung stellt ein mehrfach verschlüsselterÜbertragungskanal auch Security-Ansprüchegroßer Unternehmen sicher. Damit könnenArbeitsprozesse abgebildet und für den sicheren,mobilen Einsatz bereitgestellt werden.Losgelöst von eigener IT-Infrastruktur kann diese Lösungdirekt aus der Cloud betrieben werden und istsomit auch für kleinere Unternehmen attraktiv.S&T System Integration & Technology Distribution AGGeiselbergstrasse 17-19, 1110 Vienna, Austriawww.snt.atkontakt@snt.at


4 · SEPTEMBER 2012 EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANETNEWSRechenzentren sind dasunsichtbare Herz der WolkeMEDIENPARTNERSCHAFTFrage: Worin liegt der Vorteilon Rechenzentren als Herz desloud-Computing?Antwort: Moderne Rechenentrenbieten maximale Sichereitund Flexibilität für das prolemloseAuslagern derT-Infrastruktur eines Unternehensund machen Cloudomputingsomit erst möglich.Die Nachfrage nach Cloud-Computing-Dienstleistungenwächst unaufhaltsam,und mit ihr auch dieGröße und Bedeutsamkeit von Rechenzentrenweltweit. Doch worinliegt der Vorteil eines Rechenzentrumsund was kann man sich daruntervorstellen? „Ein Rechenzentrumstellt die nötige Infrastruktur zurVerfügung, um eine große Anzahl anServern zu betreiben. Von einem Rechenzentrumspricht man ab einerAnzahl von 30 Rechnerschränken,alles darunter ist ein klassischerServerraum.“, erklärt DI (FH) StefanKaltenbrunner. “Bei einem Rechenzentrumgeht es nun primär darum,möglichst viel elektrische Leistungauf möglichst geringer Fläche zurVerfügung zu stellen.”Auslagerung derIT-InfrastrukturDer Unternehmer muss sich nachder Auslagerung seiner IT-Infrastrukturnicht mehr um ausreichendeStromversorgung undKühlung der Server, Wartung derHardware und Administration vonSoftwareanwendungen kümmern,diese Aufgaben übernimmt das Rechenzentrum.„Diese Zuständigkeitengebe ich ab und kaufe imRechenzentrum lediglich die tatsächlichbenötigten Ressourcen ein.Bei größerem Bedarf kann jederzeitKapazität zugekauft werden. Somiterhöht sich die Flexibilität eines Unternehmensauf dem IT-Sektor signifikant,da ich meine Leistungenbinnen Sekunden erweitern kann.»,DAS RECHENZENTRUM ist das technische Herzstück für alle Anwendungen, die mitCloud Computing in Zusammenhang stehen.QUELLE: KALTENBRUNNERstellt Kaltenbrunner fest.Bedeutung des StandortsBesonders wichtig für ein Rechenzentrumist auch die Standortwahlder Server. Bei der Wahl eines Unternehmensstandortskann meistkeine Rücksicht auf optimale IT-Bedingungengenommen werden. BeiRechenzentren sieht das anders aus.VORTEILE DES CLOUD COMPUTING■ Mittels Cloud-Computingwird die Datenverarbeitung kleinerund mittlerer Unternehmenkonkurrenzfähig gegenüber jenergroßer Konzerne■ Die Verwaltung derIT-Strukturen in Unternehmen wirddeutlich vereinfacht■ Mitarbeiter können mittelsInternet jederzeit auf benötigteDaten zugreifen■ Die Angebote der Providersind skalierbar, so dass je nach BedarfRechenleistung, Speicherplatzoder Software individuell erworbenund flexibel angepasst werdenkann„An den optimal gewählten Standortfür ein Rechenzentrum werden andereAnforderungen als an jenen einesUnternehmens gestellt. Es gehtprimär um Sicherheit vor Naturgewaltenwie Erdbeben oder Überschwemmungenund um die Nähezu Hochgeschwindigkeitsanbindungenim Leitungsbereich“, weiß derSpezialist. „Natürlich ist auch die■ Keine aufwendigen Backupsund keine Folgeschäden durchHardware Ausfall, da redundantgespeichert wird.■ Kurzfristige Anpassung dergenutzten Kapazität an den tatsächlichenBedarf ist jederzeitmöglich■ Weltweiter und zentraler Zugriffauf Programme und Daten■ Deutliche Senkung der Kostendurch den Wegfall teurer Hard- undSoftware und deren Wartung undAdministration■ Hard- und Software sind immeraktuell, Updates erfolgen kostenneutralphysikalische Infrastruktur immenswichtig. Wenn an einem Standortjederzeit ausreichende Stromversorgungzur Verfügung steht und ermöglichst weit von potentiellen Gefahrenquellenentfernt ist, ist dassehr von Vorteil.“Frage nach dem richtigenProviderDoch nicht nur die Sicherheit des Rechenzentrumsselbst ist entscheidend,auch der Datentransfer zumjeweiligen Anbieter verdient nähereBetrachtung. Wer, wie beim Cloud-Computing üblich, seine IT-Infrastrukturauslagert, muss sich sichersein können, dass von der Datenübertragungbis zur Löschung derDaten jedes erdenkliche Sicherheitsrisikoso klein wie nur möglichgehalten wird. „Von der verschlüsseltenÜbertragung der Daten mittelsVPN (Virtual Private Network)bis zum Standort des Anbieters sollteich mich sehr genau über den jeweiligenDienstleister informieren. Inwelchem Land operiert der jeweiligeAnbieter und wie sehen dessen Sicherheitsvorkehrungenaus?», meintKaltenbrunner.Die große Frage bei der Wahl desfür das eigene Unternehmen ambesten geeigneten Cloud-Providerssollte auch jene nach der Art der Datenlöschungim Falle eines etwaigenAnbieterwechsels sein. „Wieverfährt der Betreiber des Rechenzentrumsmit meinen Daten, wennich den Vertrag kündige und denProvider wechseln möchte? Werdendie Dateien am Ende meines Vertragesgarantiert und unwiederbringlichgelöscht? Und ist die Weitergabejeglicher Kundendaten an Dritte absolutausgeschlossen?“ sollten lautDI (FH) Kaltenbrunner die wichtigstenFragen lauten.LUKAS WIERINGERredaktion.at@mediaplanet.comNur miteinanderreden machtklug„Nichts ist wichtiger als der Austauschuntereinander“, sagt Dr. TobiasHöllwarth, der Organisator derCLOUDkongress. An der ersten Veranstaltung2011 haben über 350 Interessierteteilgenommen.Am 5. November wird nun dieserKongress zum zweiten Mal stattfinden.„Dieser IT-Bereich ist äußerstschnelllebig und deshalb ist das Informationsbedürfnisgroß.“„Der Kongress soll einen Workshopcharakterhaben, in dem mannah an die wirklichen Fachleutekommt und dialogorientiert einenwirklichen Nutzen aus der Veranstaltungziehen kann“, erläutert Höllwarthdie Idee hinter dem Event. Fürdas Catering konnte die bekannteHaya Molcho gewonnen werden, dieaus der Veranstaltung ein veritablesEvent machen wird.Für die Organisatoren ist wichtig,dass sowohl Anwender als auch Anbieterzu Wort kommen und das BestPractise Beispiele präsentiert werden.Natürlich werden Fragen wie Datenschutzund Datensicherheit genausodiskutiert werden, wie nutzerorientierteThemen wie Identity Management,Rechtsfragen der Cloud, dieAuftragsvergabe für Cloudprojekteund praktische Anwendungsdemonstrationender Industrie.Auch heuer wird wieder ein Buchpräsentiert. Es hat das Thema „CloudMigration“. An ihm haben 50 Autorenaus den Vereinigten Staaten undEuropa und Australien Beiträge geliefert.Viele von ihnen werden beimKongress anwesend sein, Keynoteshalten, aber auch für Diskussionenzur Verfügung stehen.FRANK TETZELredaktion.at@mediaplanet.com


INSPIRATION„Cloud Readiness“ -Bereit für die Wolke?Cloud Computing kann fürUnternehmen viele Vorteilebringen. Doch der Einstiegmuss richtig vorbereitet werden,damit alles glatt über dieBühne geht. Durch ausführlicheindividuelle Beratungwird garantiert, dass die Möglichkeitender Cloud optimalfür das jeweilige Unternehmengenutzt werden können.„Cloud Readiness“ heißt dasStichwort.UMSTIEGDer Aufstieg der Clouds ist nicht aufzuhalten.Das Konzept hat sich inden vergangenen Jahren immermehr durchgesetzt. Beim CloudComputing werden Server, Speichersysteme,Anwendungen und Diensteauf einen geteilten Datenpool ausgelagertund sind jederzeit und überallverfügbar. Anwendungen und Datenbefinden sich also nicht mehr aufdem Rechner des Users, sondernkönnen im Firmeninternen Intranet(„Private Cloud“) oder geografischweit entfernt bei einem daraufspezialisierten Provider angesiedeltsein („Public Cloud“).OutsourcingEs ist nicht verwunderlich, dassCloud Computing sich zunehmendetabliert, denn das Outsourcen vonEINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANETINFORMATION UND BERATUNG. Profis unterstützen Unternehmen in der Umsetzung moderner Cloud Lösungen.IT-Infrastrukturen bringt Unternehmenviele Vorteile und enormesEinsparungspotential, etwa bei derAnschaffung lokaler Rechner. Diesemüssen nicht mehr unbedingtauf dem neuesten Stand der Techniksein, weil Rechenleistung auf dieCloud ausgelagert wird. Auch zeitaufwändigeInstallationen auf denFirmencomputern erübrigen sich,ebenso wie lokaler Speicherplatzfür Daten. Mobilität und Flexibilitätwerden dadurch maximiert, dassMitarbeiter von überall per Internetzugangauf die Cloud zugreifen können.Weil Unternehmen über unterschiedlicheIT-Infrastrukturenverfügen, bieten Provider individuelleund frei skalierbare Cloud-Lösungenan.Gute Beratung ist dasUm und AufDie Cloud kann enorme Vorteilebringen. Doch das volle Potentialkann nur ausgeschöpft werden,wenn das Cloud-Angebot an die IT-Umgebung des jeweiligen Unternehmensoptimal angepasst wird.Wer sich also für die Daten-WolkeSCHRITT1INFORMIERENSIE SICH ÜBERDIE CHANCENUND RISKENFOTO:SHUTTERSTOCKentschließt, sollte sich auf jeden Fallprofessionell beraten lassen und Angebotevon verschiedenen Providerneinholen. Es gilt wichtige Fragenvorab zu klären, um eine optimale„Cloud Readiness“ zu garantieren.Die Sicherheit der Daten sorgtverständlicherweise bei vielen Unternehmernfür große Bedenken.Gerade wenn es um hochsensibleInformationen, etwa Kundendaten,geht, muss entsprechende Sicherheitgewährleistet sein. Für solchebrisanten Daten empfiehlt es sichmöglicherweise eine „Private Cloud“SEPTEMBER 2012 · 5im Firmen-Intranet einzurichten. Jenach Ausgangssituation kann aberauch durch eine „Public Cloud“ dasSicherheits- und Complianceniveaufür den ausgelagerten Teil angehobenwerden.Welche Dienste sollen in die Cloudausgelagert werden? Hardware undInfrastrukturdienste sind ideal fürdie Wolke geeignet. Softwareanwendungenüber die Cloud abzurufenempfiehlt sich nur für Standard-Anwendungen,branchenspezifischeProgramme sollten in den meistenFällen auch in zukünftig lokal ausgeführtwerden.Da der Cloud-Datenpool per Netzwerk,meist über das Internet, mitdem Endgerät bzw. dem User verbundenist, ist die Netzwerkverbindungdie einzig mögliche Schwachstelle.Es empfiehlt sich daher, übereine möglichst schnelle, sichere undzuverlässige Netzanbindung zu verfügen.Ein guter Cloud-Anbieter solltealso sowohl bei der Cloud selbst,als auch bei der optimalen Datenverbindungeine entsprechende Expertiseund Ressourcen vorweisenkönnen.Cloud Computing-Provider bietenimmer ausgefeiltere und individuellanpassbare Lösungen an. Die IT-Prognose lautet weiterhin: Stark bewölkt.SIMON ZAUNERredaktion.at@mediaplanet.com2012 MICROSOFT®PARTNER OF THE YEARWINNERAuf den Menschenkommt es an –auch bei der Cloud!So oft wird mittlerweile die Cloud alsAllheilmittel gelobt – und langsamkommt es, u.a. auch mit Lösungen wieeiner „Private Cloud“ dazu, dassUnternehmen das Konzept der Wolkenauch wirklich umsetzen.Selbst wenn aber die Daten sicher imeigenen Rechenzentrum ruhen oderAnwendungen in einer Public Cloudlaufen – der Erfolgsfaktor bleibt derMensch, der Mitarbeiter bzw. dasWissen Ihres Team, dass hinter demBetrieb der Lösungen steht.Niemand käme auf die Idee, ein hochkomplexesKraftwerk von „Selfstudy“-Ingenieuren bedienen zu lassen undselbst die Bedienung von Alltags-Gegenständen wie Autos erfordernes, dass der Mensch lernen, dass vollePotential auszuschöpfen! Warumsollte dies jetzt bei IT-Lösungen wieeiner Private-Cloud anders sein?Bilden Sie Ihre Mitarbeiter jetztoptimal aus und setzen Sie dabei aufETC – Enterprise Training Center,Österreichs Nr. 1 für MicrosoftTechnologie Training und ÖsterreichsMicrosoft Partner of the Year! DasInvestment lohnt sich!www.etc.atv.l.: Steve Ballmer/CEO Microsoft,Michael Swoboda/Geschäftsführer ETCUnd Cloud Computingund Sicherheitpassen dochzusammenFür viele Unternehmen ist der Sicherheitsgedankeimmer noch dasgrößte Hindernis für den Schritt indie Cloud. Unsicherheit besteht dabeihauptsächlich bei der Public Cloud.Reichen also die Vorteile wie Skalierbarkeitoder Flexibilität, um Bedenkenzu überwinden?Um Sicherheit in der Cloud zu gewährleisten,muss eine Form der Sicherheitgegen eine andere eingetauschtwerden. Traditionelle Kontrollenfokussieren auf den Standort: Wennein Unternehmen weiß, wo Datenund Prozesse sind, dann wägt es sichin Sicherheit.In der Wolke fallen Standort-basierteSicherheitskonzepte weg. Der Vorteil:Der, der die Daten in der Cloudverwaltet, hat wahrscheinlich einengrößeren Etat und mehr Personal, umdie Daten vor Angriffen von außen,von anderen Kunden und sogar vomAnbieter selbst zu schützen.Unternehmen sollen aber nicht alleSicherheitsanforderungen aufgeben.Der Kompromiss besteht darin, daseigene Verständnis von Kontrollezu verändern: Es kommt ein neuesModell zum Einsatz, das aus ServiceLevel Agreements, nachprüfbaren Sicherheitsstandardsund Datenschutz-Technologien besteht.Und es gibt noch einen Faktor: denunbeteiligten Dritten. Cloud-Anbieterverstehen sehr gut, dass es in ihremInteresse ist, die Daten ihrer Kundenbestmöglich zu schützen. Sie wissennichts über den Kontext der Daten,was die Gefahr von Insidern eindämmt.Sie implementieren Kontrollen,um ihre eigenen administrativen Aufgabenvon den Daten ihrer Kundenzu trennen. Die Kontrollen machen esauch Internet-Kriminellen schwer.Cloud Computing löst heute vieleProbleme, zumal die Lösungen undTechnologien immer ausgereifterwerden: Angebote sind heutevielfältiger und flexibler als noch vorwenigen Jahren. Wenn die Sicherheitmittlerweile für viele Unternehmenhoch genug ist, sollte Cloud Computingauch für andere sicher genug sein.Christian LorentzSenior Product Marketing Manager,Riverbed Technology


6 · SEPTEMBER 2012 EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANETEINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANETINSPIRATIONSCHRITT2NUTZEN SIE DIEBANDBREITEDER MÖGLICH-KEITENSIND ÖSTERREICHSBETRIEBE BEREIT FÜRDIE MOBILE ZUKUNFT?Österreich hat im internationalenVergleich ein hoch entwickeltesTelekomangebot undeine starke mobile Internetnutzung.Smartphones, Tabletsund Co sind auf dem Vormarsch.Doch wie sieht es bei den ÖsterreichischenUnternehmen aus?Marktraum.at hat im Auftragdes IT-Dienstleisters CSC 300Führungspersonen aus Wirtschaftund Verwaltung befragt,wie mobiles Arbeiten bishergenutzt wird. Das Ergebnis derStudie: Die Möglichkeiten, dieMobility bringt, werden bishernoch nicht annähernd ausgeschöpft.Es besteht Aufholbedarf.Frage: Ist das „Neue Arbeiten“, das durch die Nutzung neuer Technologien andere, mobileFormen des Arbeitens erlaubt als bisher, wirklich so etwas Besonderes?Antwort: Der Wissenschaftler Michael Bartz meint sogar, es sei eine Revolution. Wo dieMöglichkeiten des „Neuen Arbeitens“ hinführen, wäre derzeit noch nicht abzusehen.Die heimliche Revolution des„Neuen Arbeitens“VERÄNDERUNGWIEN, ÖSTERREICHEs gibt sie bereits. Unternehmen, dieden Bedürfnissen der so genannten „DigitalNatives“ entsprechen – wie die Generationder bis zu 30-jährigen genanntwird, die mit digitalen Technologienwie dem Internet, Mobiltelefonen undMP3-Playern aufgewachsen ist. LautDI Michael Bartz macht diese Generationschon bis zu einem Drittel der Belegschafteines Unternehmens aus. Erbemerkt in seiner Arbeit als Unternehmensberaterdas zunehmende Unverständnisdieser jungen Menschen mitengen, bürokratischen Strukturen. “Einjunger Mensch, der damit aufgewachsenist, dass er auch über die Entfernungmit seinen Freunden in Kontaktist, empfindet es als Freiheitsbegrenzung,gezwungen zu werden, jeden Tagin ein Büro zu kommen.” Dazu kommtlaut dem Wissenschaftler auch eine ArtNeidfaktor. Jedes vierte Unternehmenin Europa bietet bereits Heimarbeitan. Macht es der eigene Betrieb nicht,wächst der Neid – und die Attraktivitätes eigenen Arbeitgebers sinkt.Freiheitsgewinn auf beidenSeitenDoch nicht nur die Seite der Arbeitnehmerdrängt immer stärker in die Richtungder mobilen Arbeitsplatzgestaltung.Auch Unternehmer wittern ihreChancen Kosten zu sparen, ihre Wettbewerbsfähigkeitzu steigern und die Arbeitszufriedenheitzu erhöhen. Wer sichin der Cloud trifft, muss physisch nichtmehr am selben Ort sein. Desk-Sharingund mobile Kommunikation machenes möglich, dass das Büro vermehrt alsPlatz für Meetings fungiert und nichtmehr primär zum Arbeiten genutzt wird.Die Voraussetzung für diese Art desneuen Arbeitens war das Internet. AmAnfang noch schwerfällig und teuer,wurde es ab dem Sprung ins neue Jahrtausenddank technologischer Veränderungenfür jedermann leistbar. Heutekann praktisch jeder im Internet kostenlostelefonieren oder große Datenmengenüber einen externen Server verschieben.Kommunikation ist flach geworden.PROFILMichaelBartz■ Professor amInstitut für Exportmanagementder IMCFachhochschuleKrems. Artikelüber seinen Forschungsschwerpunkt„The NewWorld Of Work“wurden bereits inzahlreichen Medienpubliziert.Die Revolution für kleine undmittlere UnternehmenWaren kleine Unternehmen zuvor nochgezwungen die Strukturen großer Betriebemit eigenen Servern, individuellenArbeitsplätzen und einer unternehmenseigenenIT-Abteilung zukopieren, übernimmt das heute dieCloud. Beliebige Lösungen, die großenUnternehmen bisher vorbehalten waren,kommen jetzt aus der Steckdose zueinem kleinen Monatsbeitrag. Der benutzteServer steht extern, vielleichtsogar in einem anderen Land, die Sicherheitund Wartung des Systemsübernimmt der Betreiber, die Softwareerfährt in regelmäßigen Abständen automatischein Upgrade. “Das ist eineRevolution,” sagt der Experte. “Plötzlichwird superprofessionelle Softwareflach und für alle verfügbar zu einemPreis, der beinahe bei null liegt.” Bisherkleine Fische können so erstmals in derLiga der Großen mitspielen. Wohin dasführt, ist noch nicht absehbar.„Neues Arbeiten“ brauchtneues DenkenDrei Dinge sind laut DI Michael Bartzjedoch unverzichtbar, wenn ein Unternehmendiesen Weg gehen möchte.1Eine adäquate Kulturumstellung“Wenn innerhalb des Unternehmenseine Kontrollkultur gelebtwird, funktioniert neues Arbeitennicht. Es ist unvereinbar.” weiß MichaelBartz.2Das Führungsinstrument derZielvereinbarungAuch „Management by Objectives“,wie es gerne genannt wird.Dabei wird nicht der Arbeitsprozessselbst bewertet, sondern ob das vereinbarteZiel in der ausgemachten Zeit erreichtwurde. Eine Stechuhr sucht manin diesen Unternehmen vergeblich.3Klare „Rules of Engagement“Die Art und Weise wie miteinandergearbeitet werdensoll, muss klar vereinbart und definiertsein.Gemessen wird der Fortschritt imWandel des Unternehmens in Richtungneuer Arbeitsformen beispielsweisemittels einer Balanced Scorecard.Der Experte meint: “Es ist wichtig,neue Arbeitsformen klar strukturierteinzuführen und jeden Veränderungsschrittmit Zahlen, Daten und Faktenzu bewerten.” Nur so wird die Veränderungnachhaltig und von der Belegschaftmitgetragen.DANIELA SCHWARZredaktion.at@mediaplanet.comIm internationalen Vergleich:Haben Österreichs Unternehmen beim Einsatz von mobilenUnternehmensanwendungen Aufholbedarf?Warum keine Nutzung? Ein Drittel vertraut der Sicherheit nichtWarum ist es in Ihrem Unternehmen nicht möglich, über mobile Geräte aufUnternehmensdaten/-Anwendungen zuzugreifen?MOBILITÄT UND ARBEITIn der Implementierungvon mobilem Arbeiten sindösterreichische Unternehmennach wie vor zurückhaltend.GRAFIK: CSC AUSTRIA AND EASTERN EUROPEWelche Anwendungen werden tatsächlich mobil genutzt?E-Mail, Kalender, Zugriff auf Firmen-LaufwerkeZufriedenheit auf Seiten der Nutzer:51% wollen in Zukunft noch mehr mobil arbeitenNur zwei Drittel der österreichischenUnternehmennutzen dieMöglichkeiten von Mobility, indemsie Anwendungen oder Unternehmensdatenfür mobileEndgeräte zur Verfügung stellen.Unter jenen, die keinemobilen Anwendungennutzen, ist dieSkepsis durch zu wenig Wissenüber die Möglichkeiten (21 Prozent)oder Zweifel in Bezug aufdie Datensicherheit (32 Prozent)begründet. Bei den Sicherheitsbedenkenüberwiegen vor allemAngst vor Datenmissbrauch (62Prozent) und Probleme mitSpam oder Viren (40 Prozent).Und das obwohl 84 Prozent dieserUnternehmen noch nie einIT- Sicherheitsproblem hatten.Trotz befürchteterWettbewerbsnachteilehaben laut der Studiemehr als die Hälfte der Mobility-Verweigerer nicht vor, mobileAnwendungen in den nächstenJahren einzuführen. Die großeWichtigkeit mobiler Arbeit fürdie Wettbewerbsfähigkeit dürftenviele Führungspersonennoch nicht realisiert haben.Schnelligkeit, Flexibilitätund Einsparungenwaren die drei wichtigstenVorteile, die von den BefragtenMobility-Nutzern genanntwurden. Zwei Drittel sindüberzeugt, dass ihr Unternehmenstark vom Einsatz mobilerAnwendungen profitiert.Unter jenen, die bereitsmobile Anwendungennutzen, will so gut wieniemand mehr darauf verzichten.Mehr als die Hälfte würdeam liebsten noch mehr mobilArbeiten.SIMON ZAUNERredaktion.at@mediaplanet.com


8 · SEPTEMBER 2012 EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANETCHALLENGESCHRITT3Michael ButzGeschäftsführer derA-Trust GmbHACHTEN SIEGENAU AUFVERTRAGLICHESPEZIFIKATIONENDigitale IdentitätSicherheit in der Cloud istüberlebenswichtigWenn Nutzer vonloudservices Geschäftsnformationenauslagern,eben sie auch einen Teil ihreunden- und Finanzdatenreis. Umso wichtiger isteshalb die Sicherheit derusgelagerten Daten.SECURITYTechnisch kann man sich mit einigenVerhaltens- und Sicherheitsrichtliniengegen unliebsame Überraschungenwappnen.Technik kennt keine GrenzenTerritoriale Grenzen spielen in technischerHinsicht keine Rolle mehr, wohlaber in der rechtlichen. Denn bislanggibt es keine international verbindlichenRechtsnormen über die Daten,die in der Cloud zur Verfügung stehen.Denn was in Österreich oder Europamöglicherweise durch strengeDatenschutzgesetze verboten ist, interessiertbeispielsweise einen USamerikanischenStaatsanwalt dannnicht, wenn in seinem Land andereRechtsvorschriften gelten. Insofernraten Fachleute bislang dazu, Daten,die zur Unternehmenssteuerung dienen,nicht zum Cloudcomputing zuzulassen.Patriot ActVor gut einem Jahr gaben zwei großeCloudanbieter bekannt, dass sie imRahmen des „Patriot Acts“ verpflichtetseien, Daten aus EU-Rechenzentrenan US-Behörden weiterzugeben.Damals hat das große Aufregung ausgelöst.Seither sind österreichischeUnternehmen aufgrund der befürchtetenDatenweitergabe verunsichertund fragen sich, ob sie Cloud-Angeboteaus den USA überhaupt nutzen können.Dies umso mehr, da die großenCloudanbieter auch in Österreich ihreServices offerieren. Deshalb hat dieseFrage für das Cloud Computing inÖsterreich große Relevanz , da sichihre Angebote an Unternehmen allerBranchen richten, selbst österreichischeSaaS-Anbieter (Software as aSECURITY IN DER CLOUDIn der Cloud verfügbare Datenbefinden sich meist zusammen mitDaten von anderen Kunden in einer gemeinsamgenutzten Umgebung.Aus diesem Grund sollten sich Kundenvon Cloud Dienstleistern vor Vertragsabschlussvergewissern, ob ihre Datenausreichend geschützt sind.So ist beispielsweise zu prüfen,ob eine Verschlüsselung von Datenauf jeder einzelnen Ebene gegeben istoder die Vertraulichkeit und Integritätvon Daten gewährleistet ist.Wichtig ist, dass dieser Schutz fest indie Infrastruktur integriert ist und vor„Das größteSicherheitsrisiko sindnicht die staatlichenBehörden, sondernsie liegen beim Userselbst.“Mag. Árpád GerédJurist bei Maybach Görg Lenneis & PartnerRechtsanwälteService) nutzen häufig die Infrastructure-Dienste(IaaS) amerikanischerProvider.Mag. Árpád Geréd , Rechtsanwaltund IT Spezialist gibt aber zu Bedenken,dass jeder Staat eine gesetzlicheGrundlage geschaffen hat, im Rahmenvon strafprozessualen Maßnahmenauf Daten in der Cloud Zugriff nehmenzu können.allem keine zusätzlichen Kosten verursachendarf, noch sich negativ aufdie Nutzung der angebotenenCloulösung auswirkt.Auf den Vertrag kommt es anFerner sollte man als Unternehmenvor Vertragsunterzeichnung klären,wie Anbieter mit illegalen oder verdächtigenAktivitäten umgehen.Kunden sollten weitestgehendTransparenz fordern und sollten Anbietervermeiden, die sich weigern,detailliert über Ziele und Kosten fürihre Servicebausteine Auskunft zugeben.DAUERBRENNER SICHERHEITIn Bezug auf den Datenschutz istneben den technischen, vor allemder vertragliche Aspekt beim CloudComputing zu beachten.FOTO: SHUTTERSTOCKTechnisch wappnenAlle Experten sind sich trotz aller Datenschutzbestimmungeneinig. Dasgrößte Risiko sind nicht die staatlichenBehörden, sondern liegen beimUser selbst. Auf dem eigenen Server einesdurchschnittlichen Intendantenin Österreich oder Deutschland sinddie Daten zumeist deutlich unsichererverwahrt, als bei einem darauf spezialisiertenBetreiber.Beim Vertragsabschluss mit einemService-Provider von Cloud-Dienstleistungensollte man auch im Erstgesprächmit dem Anbieter nicht nurnach technischen Spezifikationen,sondern vor allem nach sicherheitsrelevantenAspekten fragen - sie könnenfür ihre eigene Unternehmenssicherheitlebenswichtig sein. So muss beispielsweisegeklärt werden, welcherAnwender zu welchen InformationenZugang haben soll, denn nicht jederNutzer muss unbedingt einen Zugangzu allen IT-Ressourcen haben. Dies giltübrigens sowohl bei stationären, alsauch bei Cloudlösungen.PasswortsicherheitScheunentore, um alle Bemühungender IT-Sicherheit zunichte zu machen,sind Passwörter. Geburtstageoder eine Kombination aus Namenund Geburtstag sind einfach zu knacken.Schlimmer noch ist die Praxis,im Urlaubs- oder Krankheitsfall diePasswörter an die Kollegen herauszurücken,um sich vertreten lassen zukönnen. Das ist zwar gut gemeint, aberfür die IT-Sicherheit eines Unternehmenseher kontraproduktiv. Lösungensind hier Multifaktor-Authentifizierungen,beispielsweise auf Basis einesEinmal-Passworts in Verbindung miteinem Token oder Zertifikaten.FRANK TETZELredaktion.at@mediaplanet.comMehr als 70 Prozent der Österreichernutzen täglich das Internet.Unter anderem für den Einkaufvon Büchern, Banküberweisungenoder andere Transaktionen,bei denen sie sehr persönliche Datenpreis geben müssen.Je stärker Online-Aktivitätensind, desto interessanter wird dasNetz auch für die schwarzen Schafeder organisierten Kriminalitätim World Wide Web. In der Konsequenzmüssen die User sich selbstbesser schützen oder befähigtwerden, ihre persönlichen Datenim Netz besser zu schützen.Hohes SicherheitsniveaunötigZugleich müssen aber auch dieSysteme, die kommerzielle oderauch staatliche Anbieter im Internetverwenden, ein höheres Sicherheitsniveauerreichen. Hierhelfen digitale Identitäten.Eine dieser digitalen Identitätenist die „Bürgerkarte“, die fürdas e-Government inzwischenunerlässlich geworden ist. Mitihr kann man auf digitalem Wegmit der Verwaltung kommunizierenoder Anträge unterschreiben.Seit drei Jahren gibt es mit derHandy-Signatur eine noch einfachereLösung, die Chipkarten,Kartenlesegeräte oder Softwareinstallationenam lokalen Rechnerüberflüssig machen, um dieBürgerkartenfunktionen zu nutzen.„Die übliche Benutzername-Kennwort-Systematik beinhaltetaufgrund von Passwörtern, dieeinfach zu knacken sind, ein hohesSicherheitsrisiko», sagt MichaelButz, Geschäftsführer vonA-Trust, einem Unternehmen, dassich auf Datensicherheit- und Zertifizierungspezialisiert hat.Am besten legt man die Datendann im sogenannten e-Tresor ab,einem virtuellen Dokumententäschchen,in dem man passwortgeschütztsämtliche wichtige Datenaufbewahren kann. Dies kannumso wichtiger werden, weil vieleComputer zu Hause, aber auch inUnternehmen, meist nur einengeringen Passwortschutz habenund die Barrieren, auf dem PC sichvon außen Dateien anzueignen,relativ groß ist. In einem e-Tresorwerden dem Nutzer eine e-TresorE-Mail Adresse zugewiesen, mitder er sich Dokumente an den e-Tresor senden lassen kann. Dasgarantiert jederzeit Zugriff beigrößtmöglicher Absicherung.FRANK TETZELredaktion.at@mediaplanet.comUmfassender, skalierbarer, marktführender, zuverlässigerSchutz über die CLOUDMehr erfahren Sie auf: www.symanteccloud.deBüro Wien: +43 (01) 532 8533 3009cloud_central@symantec.com


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