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6 · SEPTEMBER 2012 EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANETEINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANETINSPIRATIONSCHRITT2NUTZEN SIE DIEBANDBREITEDER MÖGLICH-KEITENSIND ÖSTERREICHSBETRIEBE BEREIT FÜRDIE MOBILE ZUKUNFT?Österreich hat im internationalenVergleich ein hoch entwickeltesTelekomangebot undeine starke mobile Internetnutzung.Smartphones, Tabletsund Co sind auf dem Vormarsch.Doch wie sieht es bei den ÖsterreichischenUnternehmen aus?Marktraum.at hat im Auftragdes IT-Dienstleisters CSC 300Führungspersonen aus Wirtschaftund Verwaltung befragt,wie mobiles Arbeiten bishergenutzt wird. Das Ergebnis derStudie: Die Möglichkeiten, dieMobility bringt, werden bishernoch nicht annähernd ausgeschöpft.Es besteht Aufholbedarf.Frage: Ist das „Neue Arbeiten“, das durch die Nutzung neuer Technologien andere, mobileFormen des Arbeitens erlaubt als bisher, wirklich so etwas Besonderes?Antwort: Der Wissenschaftler Michael Bartz meint sogar, es sei eine Revolution. Wo dieMöglichkeiten des „Neuen Arbeitens“ hinführen, wäre derzeit noch nicht abzusehen.Die heimliche Revolution des„Neuen Arbeitens“VERÄNDERUNGWIEN, ÖSTERREICHEs gibt sie bereits. Unternehmen, dieden Bedürfnissen der so genannten „DigitalNatives“ entsprechen – wie die Generationder bis zu 30-jährigen genanntwird, die mit digitalen Technologienwie dem Internet, Mobiltelefonen undMP3-Playern aufgewachsen ist. LautDI Michael Bartz macht diese Generationschon bis zu einem Drittel der Belegschafteines Unternehmens aus. Erbemerkt in seiner Arbeit als Unternehmensberaterdas zunehmende Unverständnisdieser jungen Menschen mitengen, bürokratischen Strukturen. “Einjunger Mensch, der damit aufgewachsenist, dass er auch über die Entfernungmit seinen Freunden in Kontaktist, empfindet es als Freiheitsbegrenzung,gezwungen zu werden, jeden Tagin ein Büro zu kommen.” Dazu kommtlaut dem Wissenschaftler auch eine ArtNeidfaktor. Jedes vierte Unternehmenin Europa bietet bereits Heimarbeitan. Macht es der eigene Betrieb nicht,wächst der Neid – und die Attraktivitätes eigenen Arbeitgebers sinkt.Freiheitsgewinn auf beidenSeitenDoch nicht nur die Seite der Arbeitnehmerdrängt immer stärker in die Richtungder mobilen Arbeitsplatzgestaltung.Auch Unternehmer wittern ihreChancen Kosten zu sparen, ihre Wettbewerbsfähigkeitzu steigern und die Arbeitszufriedenheitzu erhöhen. Wer sichin der Cloud trifft, muss physisch nichtmehr am selben Ort sein. Desk-Sharingund mobile Kommunikation machenes möglich, dass das Büro vermehrt alsPlatz für Meetings fungiert und nichtmehr primär zum Arbeiten genutzt wird.Die Voraussetzung für diese Art desneuen Arbeitens war das Internet. AmAnfang noch schwerfällig und teuer,wurde es ab dem Sprung ins neue Jahrtausenddank technologischer Veränderungenfür jedermann leistbar. Heutekann praktisch jeder im Internet kostenlostelefonieren oder große Datenmengenüber einen externen Server verschieben.Kommunikation ist flach geworden.PROFILMichaelBartz■ Professor amInstitut für Exportmanagementder IMCFachhochschuleKrems. Artikelüber seinen Forschungsschwerpunkt„The NewWorld Of Work“wurden bereits inzahlreichen Medienpubliziert.Die Revolution für kleine undmittlere UnternehmenWaren kleine Unternehmen zuvor nochgezwungen die Strukturen großer Betriebemit eigenen Servern, individuellenArbeitsplätzen und einer unternehmenseigenenIT-Abteilung zukopieren, übernimmt das heute dieCloud. Beliebige Lösungen, die großenUnternehmen bisher vorbehalten waren,kommen jetzt aus der Steckdose zueinem kleinen Monatsbeitrag. Der benutzteServer steht extern, vielleichtsogar in einem anderen Land, die Sicherheitund Wartung des Systemsübernimmt der Betreiber, die Softwareerfährt in regelmäßigen Abständen automatischein Upgrade. “Das ist eineRevolution,” sagt der Experte. “Plötzlichwird superprofessionelle Softwareflach und für alle verfügbar zu einemPreis, der beinahe bei null liegt.” Bisherkleine Fische können so erstmals in derLiga der Großen mitspielen. Wohin dasführt, ist noch nicht absehbar.„Neues Arbeiten“ brauchtneues DenkenDrei Dinge sind laut DI Michael Bartzjedoch unverzichtbar, wenn ein Unternehmendiesen Weg gehen möchte.1Eine adäquate Kulturumstellung“Wenn innerhalb des Unternehmenseine Kontrollkultur gelebtwird, funktioniert neues Arbeitennicht. Es ist unvereinbar.” weiß MichaelBartz.2Das Führungsinstrument derZielvereinbarungAuch „Management by Objectives“,wie es gerne genannt wird.Dabei wird nicht der Arbeitsprozessselbst bewertet, sondern ob das vereinbarteZiel in der ausgemachten Zeit erreichtwurde. Eine Stechuhr sucht manin diesen Unternehmen vergeblich.3Klare „Rules of Engagement“Die Art und Weise wie miteinandergearbeitet werdensoll, muss klar vereinbart und definiertsein.Gemessen wird der Fortschritt imWandel des Unternehmens in Richtungneuer Arbeitsformen beispielsweisemittels einer Balanced Scorecard.Der Experte meint: “Es ist wichtig,neue Arbeitsformen klar strukturierteinzuführen und jeden Veränderungsschrittmit Zahlen, Daten und Faktenzu bewerten.” Nur so wird die Veränderungnachhaltig und von der Belegschaftmitgetragen.DANIELA SCHWARZredaktion.at@mediaplanet.comIm internationalen Vergleich:Haben Österreichs Unternehmen beim Einsatz von mobilenUnternehmensanwendungen Aufholbedarf?Warum keine Nutzung? Ein Drittel vertraut der Sicherheit nichtWarum ist es in Ihrem Unternehmen nicht möglich, über mobile Geräte aufUnternehmensdaten/-Anwendungen zuzugreifen?MOBILITÄT UND ARBEITIn der Implementierungvon mobilem Arbeiten sindösterreichische Unternehmennach wie vor zurückhaltend.GRAFIK: CSC AUSTRIA AND EASTERN EUROPEWelche Anwendungen werden tatsächlich mobil genutzt?E-Mail, Kalender, Zugriff auf Firmen-LaufwerkeZufriedenheit auf Seiten der Nutzer:51% wollen in Zukunft noch mehr mobil arbeitenNur zwei Drittel der österreichischenUnternehmennutzen dieMöglichkeiten von Mobility, indemsie Anwendungen oder Unternehmensdatenfür mobileEndgeräte zur Verfügung stellen.Unter jenen, die keinemobilen Anwendungennutzen, ist dieSkepsis durch zu wenig Wissenüber die Möglichkeiten (21 Prozent)oder Zweifel in Bezug aufdie Datensicherheit (32 Prozent)begründet. Bei den Sicherheitsbedenkenüberwiegen vor allemAngst vor Datenmissbrauch (62Prozent) und Probleme mitSpam oder Viren (40 Prozent).Und das obwohl 84 Prozent dieserUnternehmen noch nie einIT- Sicherheitsproblem hatten.Trotz befürchteterWettbewerbsnachteilehaben laut der Studiemehr als die Hälfte der Mobility-Verweigerer nicht vor, mobileAnwendungen in den nächstenJahren einzuführen. Die großeWichtigkeit mobiler Arbeit fürdie Wettbewerbsfähigkeit dürftenviele Führungspersonennoch nicht realisiert haben.Schnelligkeit, Flexibilitätund Einsparungenwaren die drei wichtigstenVorteile, die von den BefragtenMobility-Nutzern genanntwurden. Zwei Drittel sindüberzeugt, dass ihr Unternehmenstark vom Einsatz mobilerAnwendungen profitiert.Unter jenen, die bereitsmobile Anwendungennutzen, will so gut wieniemand mehr darauf verzichten.Mehr als die Hälfte würdeam liebsten noch mehr mobilArbeiten.SIMON ZAUNERredaktion.at@mediaplanet.com

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