ZAR-Newsletter Ausgabe 13-2006 - Zentrale Arbeitsgemeinschaft ...

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RINDERZUCHT AUSTRIA NEWSLETTERThemen in dieser Ausgabe• Milchleistungsprüfung:Kontrollkühe steigend• GesundheitsmonitoringRind: Breite Zustimmungbei den Rinderzüchtern• EuroTier 2006Inhalt:Milchleistungsprüfung2006: KontrollkühesteigendEU-Agrarpolitik - WeichenstellungenZu wenig Rindfleisch inder Europäischen UnionGesundheitsmonitoringRind: Umsetzung inweiteren BundesländernGesundheitsmonitoringRind: Breite Zustimmungbei den RinderzüchternEuroTier 2006 - DasMaß aller DingeNachzuchtcup undGeneralversammlungder NÖ-GenetikAnton Wagner zumVizeobmann beim AACFleischforum der AgrarmarktAustriaCross Compliance:Deutschland setzt aufVereinfachungSeite12345Termine 6RINDERZUCHT AUSTRIA NEWSLETTERFoto: Gasteiner, HBLFA Raumberg-GumpensteinAUSGABE 13/2006 30. NOVEMBER 2006M ILCHLEISTUNGSPRÜFUNG 2006: KONTROLLKÜHE STEIGENDDie österreichische Rinderzucht ist einAushängeschild der Land- und Forstwirtschaftund nimmt hinsichtlich Qualitätund Exporterfolgen einen Spitzenrangin Europa ein.Das ausgefeilte System der von derVermarktung unabhängigen Milchleistungsprüfungbildet eine wesentlicheGrundlage für die systematische Verbesserungder Rinderzucht und ist fürdie erfolgreiche Behauptung auf dennationalen und internationalen Märktenein unerlässliches Qualitätsmerkmal.Wie aus den ersten Berechnungender ZuchtData GmbH hervorgeht, nahmenim Jahr 2006 rund 25.260 Rinderhaltende Betriebe an der Milchleistungsprüfungteil.Durchschnittliche Milchleistung beträgt6.627 kgIm heurigen Jahr wurden 318.113 Kühe(Vollabschlüsse) in die Bewertungeinbezogen, dies bedeutet gegenüber2005 eine Zunahme um 1,5%. Diedurchschnittliche Leistung stieg gegenüberdem Vorjahr um 120 kg auf rund6.630 kg Milch an. Dies entspricht einemPlus von 1,8%.Die höchste durchschnittliche Milchleistung– allerdings bei einer relativgeringen Anzahl an kontrollierten Betrieben(192 Betriebe) – wurde für dasBurgenland mit 7.464 kg ermittelt. Inden anderen Bundesländern lag diemittlere Leistung je Kuh bei 6.715 kgMilch in Niederösterreich, 6.545 kg inOberösterreich, 6.804 kg in der Steiermarkund 6.249 kg in Salzburg. InKärnten betrug sie 7.017 kg, in Tirol6.426 kg und in Vorarlberg 6.845 kg.Die ersten Ergebnisse der Milchleistungsprüfung2006 stehen Ihnen alsPdf zur Verfügung.Die Überprüfung der Milchleistung wird in Österreich vonden acht Landeskontrollverbänden durchgeführt.Foto: SchallerlÖsterreich ist Mitglied des InternationalenKomitees für Leistungsprüfung inder Tierzucht (ICAR) und führt dasspezielle Siegel dieser Organisation.Durch dieses internationale Regelwerkist sichergestellt, dass die in Österreichermittelten Leistungsdaten weltweitanerkannt werden. Die praktischeDurchführung der Leistungsprüfungobliegt den Landeskontrollverbänden(LKV), die zusätzlich zu den internationalenVorschriften die Bestimmungender Landestierzuchtgesetze zu beachtenhaben. Nähere Infos unter Aktuellesauf www.zar.at1


AUSGABE 13/2006ZAR/EU- AKTUELLE U -A GRARPOLITIK - W EICHENSTELLUNGENIn den Jahren 2008 bis 2009 findetder sog. „Health-Check“für die EuropäischeAgrarpolitik 2007 - 2013(GAP) statt. Nach Auskünften ausgut informierten Beamtenkreisenverdichtet sich der Check auf vermutlichfolgende Themenbereiche:• Die Forcierung der Entkoppelungin allen noch gekoppelten Bereichen• Vereinheitlichung der bestehendenFördermodelle der Mitgliedsstaaten(historisches Modell wieAT, regionales bzw. Hybridmodell)• Abschaffung der Flächenstilllegung• Erhöhung der Modulation• Deckelung der Direktzahlungen• eine Kürzungsformel zur Degressionder Direktzahlungen, falls dieEU-Mittel knapp werden sollten• Vereinfachung und Vereinheitlichungder Cross Compliance (CC)• eine einheitliche Marktorganisationmit einer verwaltungstechnischenZusammenfassung der bestehenden18 Verordnungen zueiner gemeinsamen Verordnung.• spezifische Marktmaßnahmen(vor allem bei der Milchquote undbei Getreide-Interventionspreisen)• eine Budgetbewertung für denZeitraum ab 2014.Vor allem das von der KommissarinFischer-Boel häufig in Aussicht gestellte„Auslaufen der Milchquote“führt, laut Expertenmeinung, zu einerEntwertung auf unter 0,50 € prokg gehandelter entkoppelter Quote.Z U WENIG R INDFLEISCH I N DER E UROPÄISCHEN U NION8,007,507,006,506,005,505,007,407,27EU-157,45EU-257,368,047,45Zurück zur Übersicht7,847,277,937,847,35 7,302000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 (f) 2007 (f)Rindfleischproduktion in der EU mit Schätzungenfür das Jahr 2006 bzw. 2007Grafik: R. Nagl, Europäische Kommission8,508,007,507,006,506,005,505,007,276,71EU-157,45EU-257,698,257,738,147,678,297,818,267,812000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 (f) 2007 (f)Rindfleischkonsum in der EU mit Schätzungenfür das Jahr 2006 bzw. 2007Grafik: R. Nagl, Europäische KommissionDer Rinderbestand in der EU verringertsich kontinuierlich, im Jahr2005 um 1% auf 85,8 Mio. Stk. DerVerbrauch an Rindfleisch ist nachleichtem Rückgang im Vorjahr heuerum 1,33% auf 8,14 Mio. Tonnengestiegen. Der höhere Verbrauchsteht einer niedrigeren Produktionvon 7,84 Mio. Tonnen gegenüber.Seit 2003 ist die EU Nettoimporteurvon Rindfleisch. Durch die anhaltendeVerbrauchssteigerung und denProduktionsrückgang wird die Unterversorgungin den kommendenJahren noch deutlich zunehmen. ImJahr 2005 wurden 528.000 t Rindfleischin den EU-Binnenmarkt importiert.Die Hauptimportländer sindBrasilien (64%) vor Argentinien(20%) und Uruguay (6%).Immerhin stammten in diesem Jahr0,4% der Rindfleischimporte aus derSchweiz. Verhandlungen, um denImportanteil aus der Schweiz zuerhöhen, sind im Laufen. Der EU-Ministerrat erteilte am 23. Novemberdie Zusage für die Anpassungdes bilateralen Landwirtschaftsabkommens.Mit dem in Brüssel getroffenenEntscheid akzeptiert dieEU die Gleichwertigkeit der SchweizerMaßnahmen im Lebensmittelrechtund bei der Seuchenprophylaxefür tierische Produkte, berichtetdas österreichische Agrarische Informationszentrum(AIZ). Konkretbedeutet dies, dass künftig beimExport von Fleisch, Fisch, Honigoder Eiern in die EU kein Veterinärzeugnismehr notwendig ist.Die Verknappung des Schlachtrinderangebotesin der EU, aber auchin wichtigen Drittländern, führte2005 zu einem spürbaren Anstiegder Preise, der sich 2006 unvermindertfortsetzte. Die Zentrale MarktundPreisberichterstelle (ZMP) gehtdavon aus, dass sich die europäischeRindfleischproduktion heuer -entgegen dem langfristigen Trend -leicht erhöhen könnte. Sie verweistauf den EU-Prognoseausschuss,der im Frühjahr noch ein Wachstumvon ein bis zwei Prozent erwartete.2RINDERZUCHT AUSTRIA NEWSLETTER


ZAR- AKTUELL AUSGABE 13/2006A NTON W AG N E R ZUM V IZEOBMANN BEIM A ACIm Zuge einer am 24. November2006 abgehaltenen a.o. Generalversammlungdes Austrian AgriculturalCluster kam es zur geplantenWachablöse an der Führungsspitzedes Vereins. Der AAC wurde imHerbst 1998 als Verein zur Förderungder Exportoffensive im Landwirtschaftsbereichaus der Taufegehoben. Gründungs-Obmann ÖRWillibald Sauer, Nationalrat i. R.und langjähriger ZAR-Obmann hatseine Funktion zurückgelegt. Er waran der Entstehung und positivenEntwicklung des AAC federführendbeteiligt. Sein bisheriger StellvertreterIng. Andreas Klauser - BusinessDirector Austria & Central Europevon CNH wurde einstimmigzum neuen Obmann gewählt. Ebensoeinstimmig erfolgte die Wahl seinesStellvertreters, des ZAR-Obmann Anton Wagner. Die Rinderzuchtwar seit jeher sehr zentralim Cluster verankert und war Hauptinitiatorzur Clustergründung 1998.Neben der Vereinsspitze wurdennoch weitere grundsätzliche Entscheidungengetroffen. Mit der Aufnahmeder etaone energy GmbHzählt der Cluster ab dem kommendenJahr 14 Mitglieder. Weitere Interessentensind vorangemeldet. Ab2007 soll auch der Außenauftritt mitneuem Design noch markanter erfolgenals bisher.Die Aktionspläne in den ZielmärktenRumänien, Serbien und Kroatienwurden besprochen. Weiters wurdenÜberlegungen zu den MärktenRussland und Ukraine angestellt.Unter Applaus wurde Willibald Sauereinstimmig zum Ehrenobmanndes AAC gewählt.F LEISCHFORUM DER A GRARMARKT A USTRIAZum achten Mal fand am Mittwochden 22. November das österreichischeFleischforum statt. Diesmalwurde in den Festsaal der LandwirtschaftskammerNiederösterreichgeladen. Nach der Eröffnung durchAgrarlandesrat DI Josef Plank führteWerner Prill durch das auserleseneVortragsprogramm. Referiertwurde über die ÖsterreichischeFleischkontrolle GmbH, dem TrendartikelKalbfleisch und einem neuartigenSensorchip zum einfachenNachweis über die Fleischfrische.Eine kritische Analyse der FleischproduktionSüdamerikas machteden Nachmittagseinstieg. Zum Höhepunktder Veranstaltung entwickeltensich zwei Vorträge mit denThemen „Fleischlos-lustlos?“ und„Fleischkonsum - neue Ideenbraucht das Land“. In den Pausensorgten die niederösterreichischenFleischspezialitäten für lukullischeGenüsse. Nähere Infos unterwww.ama-marketing.atIng Andreas Klauser wurde bei der a.o. Generalversammlungder Austrian AgriculturalCooperation (AAC) zum neuen Obmanngewählt.Foto: AACAnton Wagner (Obmann Rinderzucht Austriaist neuer Obmann-Stellvertreter des AAC.Foto: ArchivZahlreiche Besucher am Fleischforum derAgrarmarkt AustriaFoto: AMAC ROSS C OMPLIANCE - D EUTSCHLAND SETZT AUF V EREINFACHUNGIn mehreren Stellungnahmen undWortmeldungen zur Umsetzung derTierschutzstandards im Rahmenvon CC wurde der klare Wille zurVereinfachung gezeigt. Dies sei sowohlim Sinne der landwirtschaftlichenBetriebe als auch der Verwaltung.Der Parlamentarische StaatssekretärDr. Gerd Müller will sichbei der Klärung der Einzelheiten zurUmsetzung der TierschutzstandardsRINDERZUCHT AUSTRIA NEWSLETTEReng mit dem Berufsstand abstimmen.Der niedersächsische LandwirtschaftsministerHans HeinrichEhlen forderte im Zuge der DLG-Tagung auf der EUROTIER eineeuropaweite Harmonisierung derKontrollen, um den Wettbewerbnicht zu beeinträchtigen, aber auchden Abbau der Bürokratie. „Bauernmüssen wieder Landwirte sein können,nicht Schreibwirte“, so Ehlen.Zurück zur Übersicht5


AUSGABE 13/2006ZAR- AUSBLICKT ERMINEEuropäische Exportplattform1. Dezember 2006ADTRue du Luxembourg 47-51,B-1050 BrüsselZAR-Ausschusssitzung fürMarketing7. Dezember 2006, 10:00 UhrHaus der TierzuchtDresdner Straße 89/191200 WienEinladungInternationale Grüne Wochein Berlin19. - 28. Jänner 2007www.gruenewoche.dePräsentationGewebeohrmarken4. Dezember 2006, 13:00 UhrHaus der TierzuchtDresdner Straße 89/191200 WienZAR-Vorstandssitzung14. Dezember 2006,10:00 UhrBesamungsstation HohenzellEinladungZAR-Ausschusssitzung„Allgemeine Tierproduktion“29. Jänner 2007, 10:00 UhrHaus der TierzuchtDresdner Straße 89/191200 WienTerminavisoDer neue Bildwandkalender der RINDERZUCHTAUSTRIA kann ab sofort zum Selbstkostenpreisvon € 8,-- (exkl. Versandkosten) unter info@zar.atbestellt werden.PinzgauerFoto: SendlhoferDie Einladungen zu den jeweiligen Sitzungen sowie sämtliche Protokollesind für die Mitglieder der RINDERZUCHT AUSTRIA im Login-Bereich der ZAR-Homepage erhältlich. Alle bisherigen Ausgabendes ZAR-Newsletters erhalten Sie hier zum Download.CharolaisFoto: www.genetic-austria.atBraunviehFoto: PrangerHolsteinFoto: AmmanFleckviehFoto: www.genetic-austria.atIMPRESSUM:Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR)DI Lukas KalcherDresdner Straße 89/191200 WienTel.: +43 1 334 17 21Fax: +43 1 334 17 13E-mail: info@zar.at Internet: www.zar.atZurück zur Übersicht6 RINDERZUCHT AUSTRIA NEWSLETTER

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