Armenien Fuhrpark

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Armenien Fuhrpark

Zankapfel zwischen Ost und West

Hajastan, „Land aus Stein“, nennen die Armenier ihr Land.

Mehr als 90% der Landesfläche liegen über 1.000m hoch

- eine karge und einmalige Landschaft. Als Angelpunkt

zwischen Ost und West war das armenische Kernland unentwegt

Invasionen ausgesetzt: Perser, Griechen, Araber,

Georgier, Osmanen und Russen regierten hier. Die Zeit

der Eroberungen und Verfolgungen gipfelte zu Beginn

des 20. Jhs in Völkermord und Vertreibung. Die Massaker

an den Armeniern im Osmanischen Reich sind bis heute

Anlass für diplomatische Spannungen mit der Türkei, die

den Genozid noch immer nicht anerkennt. Viele Armenier

überlebten in der Diaspora, geeint durch ihre Sprache und

den christlichen Glauben: 7 Mio. sind es derzeit weltweit,

gegenüber 3 Mio. im eigenen Land. Seit dem schlimmen

Erdbeben im Winter 1988 und der Unabhängigkeit nach

dem Ende der Sowjetunion 1991 befindet sich Armenien

im Umbruch. Man strebt nach demokratischen Strukturen

und wirtschaftlichen Reformen, um europäische

Standards zu erreichen. Im April 2009 wurden mit der

Türkei erste Schritte der Versöhnung vereinbart und über

eine Öffnung der seit 15 Jahren geschlossenen Grenze

verhandelt.

Eriwan, die Hauptstadt im Schatten des Ararat, ist eine der

ältesten Städte der Welt und zugleich geprägt vom Erbe

der Sowjetzeit und der Moderne. Schöne Boulevards und

der überreiche Kunstmarkt laden zum Bummeln ein; in

der Handschriftensammlung Matenadaran, einem der

größten Schätze des Landes, gibt es Jahrtausende alte

Manuskripte zu Bestaunen. Seit 2001 überragt die neue

Kathedrale das Zentrum.

Welterbe-Klöster und Armeniens „Vatikan“

Die Klosterstraße durch das nördliche Bergland folgt dem

rauschenden Debed und seinen gewaltigen Schluchten.

Die Klöster Sanahin und Haghpat gehören ebenso zum

UNESCO-Weltkulturerbe wie das spektakuläre Höhlenkloster

Geghard, das fantastische Schnitz- und Steinmetzarbeiten

birgt. Das Kloster Chor Virap, das kurz vor

der Grenze zur Türkei am Fuß des Ararat liegt, ist einer der

bedeutendsten Wallfahrtsorte des Landes. Hier wurde der

Nationalheilige, Gregor der Erleuchter, jahrelang in einer

Grube gefangen gehalten, bis er im Jahr 301 König Tiridates

von schwerer Krankheit heilte und bekehrte. Der reuige

König empfing die Taufe, verbot die heidnischen Kulte

und machte Armenien zum ersten christlichen Königreich.

Das sagt der Experte:

Unvergleichlich: Ararat-Panorama mit Kloser Chor Virap.

Zentrum der Armenisch-Apostolischen Kirche und Sitz

des Katholikos ist Etschmiadsin. Hierher pilgern Armenier

aus aller Welt. Die Sakralbauten sind Meisterwerke

der armenischen Baukunst und UNESCO-Weltkulturerbe.

Die Kathedrale, eine der ältesten christlichen Kirchen

überhaupt, geht auf Gregor den Erleuchter selbst zurück,

dem Christus mit einem goldenen Hammer den genauen

Standort anwies. Der Gottesdienst am Ostersonntag im

„Allerheiligsten“ Armeniens ist ein imposantes und ergreifendes

Erlebnis.

Die „blaue Perle Armeniens“

Einen Ausflug in die mystische Vorgeschichte bietet das armenische

„Stonehenge“ Zorats-Kar: Hunderte Basaltsteine

wurden hier vor 9000 Jahren zu rätselhaften Steinsetzungen

angeordnet. Die Ruinen der Festung Erebuni aus dem

8. Jh. v. Chr. erinnern an das Reich Urartu, das – laut Herodot

– 100 Jahre später mit der Einwanderung der Armenier

aus Phrygien ein Ende fand. Zeugnis der hellenistischen

Herrschaft ist der im Kaukasus einzigartige Sonnentempel

von Garni über den Basaltschluchten des Azats.

Zu den landschaftlichen Höhepunkten unserer Reise zählt

der 2400m hohe Selim-Pass, ein Teil der alten Seidenstraße.

Von der 700 Jahre alten Karawanserei, in der sich islamische

und christliche Kultur architektonisch verbinden,

genießt man herrliche Ausblicke. Ein wahres Naturwunder

ist der idyllische Sevansee, der größte Hochgebirgssee

Europas. An seinen Ufern sollten Sie unbedingt den

köstlichen Fisch probieren!

Eduard Saroyan, der unsere Partner-Agentur in Armenien leitet, gerät über sein Heimatland ins Schwärmen:

„Im Grunde ist Armenien ein riesiges Freiluftmuseum! Unsere Gäste sind begeistert von der einmaligen Synthese

aus Natur und Kultur. Hier gibt es die unterschiedlichsten Klimazonen: von subtropischer Vegetation über Steppenlandschaft

bis zu alpinen Wiesen. Dazu die Zeugnisse einer tausendjährigen Kulturgeschichte, in der sich der

Schöpfungsakt der Natur fortsetzt und vollendet.

Ein Besuch in Armenien ist auch eine Pilgerreise in ein frühchristliches Land und daher an Ostern besonders

eindrucksvoll.

Freuen Sie sich auf unser modernes, zukunftsorientiertes Land, in dem es harmonisch und ohne Hektik zugeht

und die Menschen offen und gastfreundlich sind!“

27. März – 6. April 2010,

Reiseleitung:

Naira Sukiassyan,

ab € 1785,-

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