Checkliste Praktikum - DGB-Jugend

hib.os.de

Checkliste Praktikum - DGB-Jugend

Ein Praktikum: Mal was anderes!Nun geht es also los: Ein Praktikum steht an!Als Praktikum wird eine Tätigkeit im Rahmen des Studiums,einer beruflichen Ausbildung oder der Schule bezeichnet, beider praktische Erfahrungen im künftigen Beruf gesammeltwerden.Prima, endlich also einmal die Theorie in die Praxis umsetzen,Kontakte für zukünftige Jobs sammeln und betrieblicheAbläufe kennenlernen?! Es gibt die unterschiedlichsten Gründe,ein Praktikum zu machen. Und es gibt die unterschiedlichstenFormen, in denen dies geschehen kann.Damit der Praxiseinsatz auch tatsächlich zum persönlichenErfolg wird, gibt die „Checkliste für das Praktikum im Betrieb“einen Überblick über die wichtigsten Informationen und Tipps.Welche Arten von Praktikum gibt es?Praktikum mit Studierenden-Status (ohneStudienabschluss im Grund-, Fach oder freiwilligenPraktikum, Diplomanden/innen,…);Praktikum mit Studienabschluss (abgeschlossenesStudium; Praktikum zum Berufseinstieg;Doktoranden/innen,…);Praktikum für sonstige Ausbildungen, in denen einPraktikum erforderlich ist;Praktika, die von der Bundesagentur für Arbeit zurEingliederung ins Berufsleben vermittelt werden(z.B. Einstiegsqualifizierungsmaßnahmen);Praktika für zukünftige Fachoberschüler/innen die einPraxisjahr absolvieren;Praktika in vollzeitschulischen Ausbildungsgängen(z.B. Schüler/innen mit Ausbildungsverträgen einerBBS, Vollzeitschüler).Checkliste für den Betrieb –PraktikumsvertragWas ist wichtig?Ein schriftlicher Vertrag zwischen Arbeitgeber/in und Praktikant/indient der gegenseitigen Begründung von Rechtssicherheit(Rechte und Pflichten) und verhindert von vornhereinpotenzielle Streitpunkte.*Wichtig ist, dass das Praktikum vertraglich als „Praktikum zuAusbildungszwecken“ geregelt ist, damit es zu keinem Konfliktdurch das Verbot, mehrfach befristete Arbeitsverhältnisseim selben Unternehmen abzuschließen, kommt (z.B. wennzu einem späteren Zeitpunkt in diesem Unternehmen eineBewerbung geplant ist).Ferner sind hierzu eventuelle Regelungen in Prüfungs- undStudienordnungen zu beachten.In einen Praktikumsvertrag gehören daneben Angaben zu:• Beginn, Dauer und Arbeitsinhalt des Praktikums• täglicher Arbeitszeit• Höhe der Vergütung• Dauer des Urlaubs• Vergütung von Überstunden• Lohnfortzahlung im Krankheitsfall• KündigungsvoraussetzungenPraktikumsplanOptimal ist es, wenn bei Beginn des Praktikums ein PraktikumsoderAusbildungsplan besteht. Aus diesem sollten die zeitlicheGliederung in Bezug auf die wesentlichen Inhalte des Praktikumssowie Angaben zu den Abteilungen und den jeweiligenBetreuenden bzw. Ausbildungsbeauftragten hervorgehen.Für ein Pflichtpraktikum ist darauf zu achten, dass derPraktikumsplan auch tatsächlich diejenigen Arbeitsinhalteausweist, die zu einer Anerkennung des Praktikums führen.Wer keinen Praktikumsplan erhalten hat, sollte sich bei denZuständigen danach erkundigen.* Einen Musterpraktikumsvertrag gibt es im Internet unter der Adresse: www.hochschulinformationsbuero.deCheckliste für den Betrieb –PraktikumszeugnisAm Ende des Praktikums sollte ein schriftliches Zeugnisausgestellt werden, in dem Dauer und Inhalt des Praktikumsbeschrieben sind. Dabei ist auf die Anforderungen derjeweiligen Studienordnung zu achten.Wertungen zum persönlichen Auftreten und Handeln sind nichtGegenstand eines solchen „einfachen“ Zeugnisses.*ArbeitszeitWährend des Praktikums sollten die im Betrieb üblichenArbeitszeitregelungen eingehalten werden. Hierzu ist am bestender Betriebsrat zu befragen. Insbesondere bei Projektarbeitenbesteht sonst die Gefahr der faktisch unbezahlten Mehrarbeit.PraktikumsdauerDer Lerneffekt nimmt mit Dauer des Praktikums ab!Bei einer Praktikumsdauer über drei Monate besteht dieGefahr, dass statt des Erwerbs neuer Fähigkeiten routinierteArbeit in den Vordergrund des Praktikums rückt und reguläreArbeitsstellen vernichtet werden.VergütungDa Studierende während des Praktikums keinenNebenjob ausüben können um Geld zu verdienen, ist einePraktikumsvergütung notwendig.Ein genereller Anspruch hierauf besteht aber nicht. Es werdendennoch häufig Vergütungen gezahlt. Die Höhe der Vergütungist sehr unterschiedlich. Sie beginnt bei etwa € 150,- pro Monat.Großunternehmen zahlen zum Teil eine Praktikumsvergütungvon € 500,- bis € 800,- pro Monat.Was ist wichtig? Checkliste für den Betrieb –* Hilfe zum Thema Arbeitszeugnis bietet die IG Metall. Die wichtigsten Informationen finden sich im Internet unter: www.arbeitszeugnis-info.deWas ist wichtig?Wenn dennoch Probleme auftreten?Was tun (nicht nur) wenn´s brennt!Sollten während des Praktikums einmal Problemeauftreten, können der Betriebsrat oder die JugendundAuszubildendenvertretung (JAV) helfen. DieseInteressenvertretungen sind für alle Beschäftigten die erstenAnsprechpartnerinnen für Probleme im Betrieb. In denmeisten Fällen können Meinungsverschiedenheiten mit ihrerUnterstützung schnell geklärt werden.Wenn es keinen Betriebsrat gibt, dann muss der Praktikumsbetreuerbzw. die Praktikumsbetreuerin direkt auf die Situationangesprochen werden.Sollte es im Zusammenhang mit dem Praktikum dennocheinmal zu ernsthaften Streitfragen mit dem Betrieb kommen,können die Rechtsberatungsmöglichkeiten der studentischenSelbstverwaltung oder der Gewerkschaft genutzt werden.Gewerkschaftsmitglieder genießen kostenlose Rechtsvertretungbei arbeitsrechtlichen Problemen. *Gewerkschaft und Praktikum – wie passt daszusammen?Der überwiegende Anteil der Betriebsräte und JAV wird vonden Gewerkschaften direkt in ihrer Arbeit unterstützt. DieBeschäftigten in den Betrieben profitieren täglich von den inTarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen ausgehandeltenStandards. Solidarität und gemeinsames Handeln sind dieVoraussetzung, um vernünftige Konditionen für alle – also auchfür Praktikanten und Praktikantinnen – zu regeln.Als „Einzelkämpfer“ lässt sich dies auf Dauer nicht bewirken.Beschäftigte im Praktikum befinden sich in einem befristetenAusbildungsverhältnis. Auch wenn dies nur über einenrelativ kurzen Zeitraum befristet durchgeführt wird, ist dieGewerkschaft für die Vertretung ihrer Interessen zuständig.* Auch Studierende, Schüler/innen und Auszubildende können Mitglied einer Gewerkschaft werden und damit weitere gewerkschaftliche Leistungen in Anspruchnehmen. Bei Interesse können der Betriebsrat oder die gewerkschaftlichen Vertrauensleute im Betrieb weiterhelfen. Einen Überblick über Leistungen für Mitgliederder IG Metall gibt es im Internet unter: www.igmetall.deBeitrittserklärung


Informationen für Studierende undden Berufseinstieg:Bei Interesse an weiteren Informationen zu gewerkschaftlichenAktivitäten im universitären Bereich oder zum Thema „Praktikum“helfen die folgenden Adressen weiter:Hochschulinformationsbüro der IG MetallInformationen zum Thema Praktikum imIng.-Studium, Mustervertrag für Praktikawww.hochschulinformationsbuero.deNetzwerk i-connectionMit Tipps insbesondere zu Qualifizierung/ Weiterbildung undzur IT-Branchewww.i-connection.infoIG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-AnhaltPostkamp 1230159 HannoverTel. 0511- 164 06 0kontakt@igmetall-nieder-sachsen-anhalt.dewww.igmetall-nieder-sachsen-anhalt.deStudents-at-workEine Initiative des DGB für erwerbstätigeStudierende mit arbeitsrechtlicher Anfangsberatungwww.students-at-work.deIG MetallDie Gewerkschaft für Metall-, Elektroindustrie undDienstleistung in den Branchen Automobilbau, InformationsundKommunikationsindustrie, Handwerk, Holz- undKunststoffverarbeitung, Textil und BekleidungMit Tipps zu Praktika und Berufseinstiegwww.igmetall.dewww.jugend.igmetall.de/content.studium/index.htmlAnsprechpartnerinnen vor OrtBraunschweighib – Hochschulinformationsbüro der GewerkschaftenTel. 0531 – 121 63 71kontakt@hib-braunschweig.dewww.hib-braunschweig.deKooperationstelle Hochschulen & GewerkschaftenTel. 0531 – 391 4280koop-son@tu-braunschweig.dewww.koop-son.deGöttingenKooperationsstelle Hochschulen & GewerkschaftenTel. 0551 – 39 4756kooperationsstelle@uni-goettingen.dewww.kooperationsstelle.uni-goettingen.dehib – Hochschulinformationsbüro HalleTel. 0345 – 552 38 56kontakt@hib-halle.dewww.hib-halle.deHalleKooperationsstelle Hochschulen & GewerkschaftenTel. 0345 – 552 38 40koop-dgb@uni-halle.dewww.kooperationsstelle.uni-halle.deHannoverKooperationsstelle Hochschulen & GewerkschaftenTel. 0511 – 76 21 91 45klaus.pape@zew.uni-hannover.dewww.koop-hg.dehib – Hochschulinformationsbüro HannoverTel. 0511 - 700 07 81info@hib-hannover.dewww.hib-hannover.deHochschulinformationsbüroder GewerkschaftenAnsprechpartnerinnen vor OrtLüneburgGEW Hochschulinformationsbüro LüneburgTel. 04131 – 40 36 56hib@uni-lueneburg.dewww.hib-lueneburg.dewww.hib-lueneburg.deMagdeburghib – Hochschulinformationsbüro Magdeburgstudiberatung@hib-magdeburg.dewww.hib-magdeburg.deOldenburghib – Hochschulinformationsbüro Oldenburghib@uni-oldenburg.dewww.hib.uni-oldenburg.deKooperationsstelle Hochschulen & GewerkschaftenTel. 0441 – 798 29 09harald.buesing@)uni-oldenburg.dewww.kooperationsstelle.uni-oldenburg.deOsnabrückhib – Hochschulinformationsbüro OsnabrückTel. 0541 – 338 06 1514hib.osnabrueck@dgb.dewww.hib-os.deKooperationsstelle Hochschulen & GewerkschaftenTel. 0541 – 338 07 18 14koophgos@uni-osnabrueck.dewww.koophgos.uni-osnabrueck.deDie IG Metall in NiedersachsenIG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-AnhaltPostkamp 1230159 HannoverTel. 0511- 164 06 0kontakt@igmetall-nieder-sachsen-anhalt.dewww.igmetall-nieder-sachsen-anhalt.deHier haben betriebliche Praktikumsbetreuerund Praktikumsbetreuerinnen ihreKontaktdaten hinterlassen.Sollte dieses nicht der Fall sein, wende Dichbitte an eine der nebenstehenden Adressen.Danke.Bitte die ausgefüllte Beitrittserklärung abschneiden und beim IG Metall Betriebsrat abgebenoder an die IG Metall schicken: IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Postkamp12, 30159 HannoverBezirk Niedersachsenund Sachsen-AnhaltChecklistePraktikumDie wichtigsten Infos auf einen Blick

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine