„neuen“ HMV-Bezirke Heute: Unser Bezirk - Hessischer Musikverband

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HMV-Aktuell

2. HMV-Tag der SpielleuTe in nidda

Die Artikel wurden freundlicherweise durch den Kreisanzeiger Nidda der HMV-Redaktion zur Verfügung gestellt (Erscheinungsdatum: 23.08.2011).

ABBA, AC/DC und geballte Macht von 70 Trommeln

Die Sonne lachte vom stahlblauen Himmel, als sich über 400 Spielleute aus

ganz Hessen am „2. HMV-Tag der Spielleute“ auf dem Niddaer Marktplatz

ein Stelldichein gaben. Erst zum zweiten Mal fand das Treffen statt, das

der HMV in Zusammenarbeit mit wechselnden Mitgliedsvereinen nunmehr

Jahr für Jahr auf die Beine stellen wird.

In diesem Jahr hatte sich der NCV Fanfarenzug 1957 Nidda erfolgreich

um die Gastgeberrolle bemüht. Dass sie auch ihr musikalisches Metier

verstehen, stellte das Niddaer Corps schon kurz nach der Mittagsstunde

mit dem rhythmisch anspruchsvollen „Melo Festa“ und mitreißenden

„Mars Bagatel“ unter Beweis. Mit u.a. diesen beiden Stücken hatte man im

vergangenen Jahr die Deutsche Meisterschaft der BDMV in der Kategorie

Naturtonensemble errungen.

„Das Treffen aller hessischer Spielleute soll dem Austausch dienen und

diese alte Musiktradition am Leben erhalten“ sagte HMV-Geschäftsführer

Marco Behrendt in seiner Begrüßung. Ihre Verbundenheit mit dem Fanfarencorps

ihrer Heimatstadt Nidda brachte Staatsministerin Lucia Puttrich

mit der Schirmherrschaft zum Ausdruck. Sie dankte den Gastgebern für

ihre Engagement: „Ich weiß, was es bedeutet, so eine Veranstaltung

durchzuführen.“ Ihr Lob galt auch der „großen Disziplin und der Geselligkeit“,

die den Fanfarenzug zu dem gemacht habe, was er heute sei.

„Es ist der erste Deutsche Meister, den wir hier in Nidda küren konnten.

Und wir hoffen, dass wir hier in Zukunft noch mehr solcher Highlights feiern

können wie den Tag der Spielleute“, freute sich der Niddaer Bürgermeister

Hans-Peter Seum. Die Stadt hatte dafür eigens die Straße am Marktplatz

gesperrt, auf der nun die riesige mobile Bühne stand. Steffen Leiß vom

Vorstand des Fanfarenzugs führte durch das Programm und versorgte das

Publikum mit allerlei Wissenswertem. So erfuhr man über den Fanfarenzug

Musiker aus Büdingen räumten Titel ab

Während beim 2. HMV-Tag der Spielleute draußen auf der Bühne die

Spielleute bei ihren Vorträgen schwitzten, ging es im Saal der nahen

Gasthofbrauerei „Zur Traube“ hoch konzentriert zu. Dort empfing der aus

den Niederlanden angereiste Juror Hans Beurskens Nachwuchsmusiker

zum Snare-Drum –Wettbewerb. „Dieser Wettbewerb ist eine gute Initiative

des HMV. Die jungen Leute müssen mehr lernen, studieren und sich

verbessern“, lobte Beurskens die Einrichtung, die es in den Niederlanden

schon seit vielen Jahren gibt. In Zukunft sollchen sich diese Wettbewerbe

auch auf den Bereich Querflöten und Blechbläser ausweiten, so der HMV-

Geschäftsführer Marco Behrendt.

In diesem Jahr kamen die Anmeldungen zu zwei Dritteln vom Fanfaren-

und Spielmannszug Büdingen (Drumband Büdingen), der sich unter der

Leitung von Andreas Stolle als sehr nachwuchsstark präsentierte. Die

Stücke durften die Teilnehmer selbst wählen. Gerade mal zwölf Jahre alt

war hier der jüngste Teilnehmer, der auch erst seit vier Monaten Unter-

aus Nidda, dass die Ausbildung der 25 aktiven Spielleute Notenkunde,

Instrumentalausbildung (Ansatz und Atemtechnik) und Showmarschieren

umfasse.

Ebens bunt wie abwechslungsreich wurde es hernach mit dem Musikcorps

des Turnvereins Eichelsdorf, dem Fanfarenzug aus Laubach, dem Musikverein

Nassau-Oranien Haiger (Hessens einzigem Schalmeienorchester),

dem Parforcehorncorps Nidda, dem Spielmanns- und Fanfarenzug der FFW

Somborn, der Drumband Münchberg, dem Black Bandits Marching Corps

Wölfersheim, dem Spielleuteorchester Bad Schwalbach, dem Fanfarencorps

Gießen West, dem Fanfarenzug Hansa Gießen und dem Fanfaren- und

Spielmannszug der Stadt Büdingen als reine Drumband, die bereits

mehrfach den Titel des Hessischen und Deutschen Meisters im Bereich

Percussion-Ensemble erringen konnte. Mit Blechgebläse, Flötentönen und

reichlich Schlagwerk brachten die Spielleute Temperamentvolles zu Gehör.

Es erstaunte manchen unter den Zuhörern, die sich ein schattiges Plätzchen

bei bester Bewirtung gesichert hatten, dass mittlerweile längst nicht nur

Marschmusik, sondern auch Hits von ABBA oder gar AC/DC zum Repertoire

eines Spielmannszuges gehören.

Gleich neben der Bühne stand der Instrumentenflohmarkt im Fokus. Nach

anfangs zögerlichem Zuspruch wanderten schließlich erfreuliche viele der

guten Stücke über den Tresen, von den Becken für zehn Euro bis hin zum

Bass für 400 Euro.

Mit der „geballten Macht von 70 Trommlern“ im „Flintstone“ und dem

„Blue Baloon“, einem fulminanten gemeinsamen Bühnenspiel von vier

Spielleuteensembles – wobei die riesige Bühne hier gar nicht ausreichte

– ging das Spektakel in Nidda am Abend zu Ende.

richt erhält. „Es geht nicht darum, wer hier gewinnt, sondern die jungen

Musiker sollen die Möglichkeit erhalten, sich weiterzuentwickeln“, erklärte

Behrendt. Musikalische Vorführung, Dynmaik, Phrasierung, Rhythmik,

Zusammenspiel und Technik wurden durch den Juror Beurskens bei den 36

einzelnen Vorträgen gewertet. Im Gespräch unter vier Augen erfuhren die

Teilnehmer im Anschluss von ihm, an welcher Stelle sich noch feilen lässt.

Bei der abschließenden Siegerehrung konnte Marco Behrendt schließlich

reichlich Silber- und Goldauszeichnungen verteilen. Die höchste Punktzahl

erlangte Jannik Grieger als Solotrommler mit 88,2 Punkten. Er erhielt für

seine tolle Leistung einen Präsentkorb. Für alle Teilnehmer gab es Urkunden

und Medaillen aus den Händen von Behrendt und Klaus Traband, dem

Abteilungsleiter des NCV Fanfarenzugs 1957 Nidda, der in diesem Jahr

den 2. HMV-Tag der Spielleute ausrichtete.

Die weiteren Punktevergaben aller Teilnehmer sind auf der nächsten

Seite zu finden.

3. HMV-Tag der SpielleuTe 2012

2012 wird der HMV-Tag der Spielleute durch Musikverein Nassau-Oranien Haiger e.V., Hessens einzigem Schalmeienorchester,

an Pfingstmontag, den 28. Mai 2012 in Haiger ausgerichtet. Wir hoffen, Sie dort wiederzusehen?!

■ Seite 4 Oktober 2011 |.Die.Hessische.Blasmusik

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