NFV_06_2008 - Rot Weiss Damme

rot.weiss.damme.de

NFV_06_2008 - Rot Weiss Damme

FUSSBALL

NIEDERSACHSEN

Herausgegeben vom

Niedersächsischen

Fußballverband

Nr. 6/2008

H 5304 E

3,00 €

Internet

http://www.nfv.de

Neues Revier:

Wölfe jagen nun

in ganz Europa


Jubel an der Bremer Brücke in Osnabrück, Jubel am Mittellandkanal in Wolfsburg: Das Saisonfinale in der

1. und 2. Bundesliga verlief aus niedersächsischer Sicht ausgesprochen erfreulich. Mit dem VfL Wolfsburg stellt unser

Bundesland nach neun Jahren mal wieder einen Vertreter auf internationaler Ebene. Zu diesem Erfolg gratuliere

ich den „Wölfen“ von Herzen.

Der Niedersächsische Fußballverband unterhält seit Jahren eine ausgezeichnete Beziehung zum Wolfsburger

VfL, der unter anderem Partner in der Coca-Cola-Fußballschule des NFV ist. Auch beim Sparkassen Supercup Niedersachsen

im vergangenen Jahr war die Zusammenarbeit von Vertrauen und Konstruktivität gekennzeichnet. Stellvertretend

für die Wolfsburger Verantwortlichen möchte ich dafür dem Geschäftsführer Klaus Fuchs danken. Gefreut

habe ich mich auch über die Entscheidung von Felix Magath, seine Mannschaft auf das Spiel gegen Bayern München

in Barsinghausen vorzubereiten. Wenn man so will, wurde durch das Kurz-Trainingslager die Basis für den bemerkenswerten

Schlussspurt der Grün-Weißen geschaffen, die anschließend mit dem Unentschieden gegen den FC

Bayern und drei Siegen in Serie den Sprung in den Uefa-Cup schafften.

Nicht minder bemerkenswert ist die Leistung des Osnabrücker Vereins für Leibesübungen. Angesichts des Etats,

er war der zweitkleinste in der Liga, kam das Unterfangen Klassenerhalt einer Herkules-Aufgabe gleich. Diese lösten

Claus-Dieter „Pelé“ Wollitz und sein Team mit Bravour. „Junge Wilde“ heißt das Konzept, das auf talentierte, hungrige

Spieler setzt. Einige von ihnen stehen bei einem Erstligisten unter Vertrag, werden aber gerne nach Osnabrück

ausgeliehen, weil die Vereine wissen, dass sie dort in guten Händen sind. Vor allem Trainer Wollitz hat sich in dieser

Hinsicht einen Namen gemacht. Ein echter Typ, den Herzblut und Hingabe auszeichnen und der mit seinem Elan alle

mitreißt.

Herzblut und Hingabe erhoffe ich mir auch von unserem Nationalteam bei der in diesem Monat stattfindenden

Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz. Auf dem jüngsten DFB-Kongress in Hannover hat Dr. Theo

Zwanziger noch einmal klar herausgestellt, wie sehr unser Fußball eine starke Nationalmannschaft braucht. Das Bekenntnis

zur Elite ist eine der drei Säulen des Fußballs in Deutschland. Eine weitere ist die Entwicklung des Fußballs

an der Basis. Hierbei stehen natürlich nicht zuletzt die Landesverbände in der Pflicht. In Niedersachsen haben wir auf

der jüngsten Beiratssitzung eine wichtige Entscheidung getroffen: Gab es bisher Präsidium, Vorstand und Beirat, so

tagen künftig nur noch Präsidium und Vorstand.

Damit verschlanken wir unsere Strukturen und ermöglichen ein effizienteres Arbeiten als bisher. Ich danke dem

Beirat, dass er den Verzicht auf eine Ebene in dieser Eindeutigkeit beschlossen hat.

Übrigens: Auf dem DFB-Kongress merkte Christian Wulff an, dass er dem Frauenteam bei den Olympischen

Spielen in Peking eher Platz eins zutraut als den Männern bei der EURO. Ich widerspreche meinem Freund nur ungern,

aber anders als der Ministerpräsident bin ich davon überzeugt, dass unser Team das ganz große Ziel erreichen

kann. Ich glaube an die Jungs!

Karl Rothmund

(Präsident)

Der NFV N

– Ein Ball verbindet

Liebe

Fußballfreunde

Juni 2008 3


Inhalt

4

Editorial

Glückwunsch an den VfL Wolfsburg und den VfL Osnabrück 3

Fußballer des Jahres 2008

Von Speedy gut geschüttelt und einmal durchgerührt 6

Diamantenauge

Felix Magath und sein Blick für Talente 8

Stilfrage

Mirko Slomka über seine Entlassung bei Schalke 04 11

Farbwechsel

„Die Roten“ setzten künftig auf Schwarz-Weiß-Grün 13

Altherrenmeisterschaft

Blau-Weiß Langförden mit besseren Nerven als 2006 14

NFV-Pokalfinale

Elfmeterglück – Nordhorn hofft nun auf Schalke 18

Abschied

Oythes Katja Kalvelage beendet mit Pokalsieg ihre Karriere 20

Conti-Cup

VfL Wolfsburg dominiert in beiden Endspielen 22

U15-Mädchen-Länderpokal

Fünf niedersächsische Spielerinnen im Blickfeld des DFB 26

DFB-Kongress

Delegierte der Regionalverbände Nord und Nordost in Hannover 28

VfL Osnabrück

Klassenerhalt in letzter Minute 30

Beirat

Fußballverband verschlankt Führungsstrukturen 31

Spielobleute

Messlatte bei Spielabsagen höher legen 32

Historie

Als Jacky Charlton sich beim NFV „very well“ fühlte 34

Literatenfußball

Deutsche Schriftsteller kicken gegen ihre israelischen Kollegen 38

EURO 2012

Delegation aus Danzig informiert sich in Barsinghausen 39

Talk an der Themse

Johannes Budde interviewt in Londen Jens Lehmann 40

Sporthilfe Emsland

Vorbildliche Förderung durch heimische Wirtschaft 42

DFB-Minispielfelder

Platz in Schwanewede bei Bremen eingeweiht 44

Talent des Monats

DFB-Trainer Paul Schomann ehrt Gerrit Nauber vom VfL Onsabrück 46

Hilfe

Neues Fahrzeug für Familie Bause 48

Schiedsrichteraustausch

Unparteiische aus Niedersachsen pfeifen in Poznan 50

EUROGREEN

Der Tipp: Geld sparen durch richtiges Bewässern 51

Der TuS Heeslingen (Foto) ist neuer niedersächsischer Altligameister. Das Team aus dem NFV-Kreis Rotenburg bezwang bei der Endrunde in Voxtrup den SV

Mörsen-Scharrendorf mit 4:2. Eine ausführliche Nachlese vom Turnier der 16 besten Ü 40-Teams folgt in der Juli-Ausgabe des Fußball-Journal. Foto: Borchers

Juni 2008

Titel

Mit der besten

Platzierung in der

Vereinsgeschichte

qualifizierte sich

der VfL Wolfsburg

nach 1999 zum

zweiten Mal für

den Uefa-Cup. Im

Mittelpunkt der

Ovationen stand

Felix Magath, der

die „Wölfe“ vor

der Saison als

Trainer, Sportdirektor

und Geschäftsführer

in

Personalunion

übernommen hatte.

Wie bereits in

seiner Zeit beim

VfB Stuttgart bewies

er einen exzellenten

Blick für

Talente. Den Bericht „Das Diamantenauge“ von Manfred Finger

finden Sie auf den Seiten 8 und 9. Das Foto wurde der Redaktion

vom imago sportfotodienst zur Verfügung gestellt.

TSV Dorfmark

Verein aus dem NFV-Bezirk Lüneburg wird 100 Jahre alt 52

U 20-Länderpokal

Sichtung hat begonnen 54

Bezirk Braunschweig

70 Jugendteams beim Pfingstturnier in Rammelsberg 56

Bezirk Hannover

Sicher zu den Auswärtsspielen – Fahrtraining in Bevern 60

Bezirk Lüneburg

Ausbildungsprämie – 5450-Euro-Scheck für FC SG Gartow 62

Bezirk Weser-Ems

„Tag der Bildung“ in der Wesermarsch 65

Vereinswechsel

Kurzübersicht und neue Entschädigungstabellen 69

Verbandspassstelle

Die Sprechzeiten in der Wechselperiode 72

Satzung und Ordnungen des NFV

Die Änderungsbeschlüsse des Verbandsbeirates vom 17. Mai 2008 73

NFV intern

Amtliche Nachrichten und Sportschultermine 105

Die für dieses Heft vorgesehene Berichterstattung über

die jüngsten Preisträger der E.ON Avacon-Trophy wurde aus

aktuellem Anlass auf die kommende Ausgabe verschoben.

Wir bitten Sie um Verständnis!


Fußballer des Jahres

6

Von PETER BORCHERS

Doch die Präsidentin des Organisationskomitees

der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft

2011 hat nicht nur unangenehme

Erinnerungen an die zweifache

Weltmeisterin, mit der sie 20 Spiele

gemeinsam im Trikot der Deutschen Nationalmannschaft

bestritten hat und der sie

die Olympia- und WM-Teilnahme 2011

wünscht. „Du bist ein liebenswerter

Mensch, eine tolle Mitspielerin, bescheiden,

mannschaftsdienlich und kämpferisch“,

zählte die 111-fache Ex-Nationalspielerin

vor allem die Stärken ihrer ehemaligen

DFB-Kameradin auf und stellte

angesichts der Wahl von Martina Müller

zufrieden fest: „Wenn man neun Männer

hinter sich lässt, kann man nur sagen: Die

Zukunft ist weiblich.“

Die Stürmerin vom Frauen-Bundesligisten

VfL Wolfsburg hat die Nachfolge

von Nationaltorwart Robert Enke (Hannover

96) angetreten, der die Wahl im Vor-

Juni 2008

Von Speedy gut geschüttelt

und einmal durchgerührt

Steffi Jones hat auch unangenehme Erinnerungen an Martina Müller –

WM-OK-Chefin zeichnet die Spielerin des VfL Wolfsburg aus

„Ich habe immer gehasst, gegen Dich

zu spielen. Ich war schwer und Du

warst Speedy Gonzales. Ich kam mir vor

wie gut geschüttelt und einmal durchgerührt.“

Steffi Jones fühlte sich sowohl

an die schnellste Maus von Mexiko

als auch an James Bond erinnert, als

sie jetzt im Barsinghäuser Gilde Sporthotel

Fuchsbachtal Martina Müller (VfL

Wolfsburg) als „Fußballer des Jahres

2008 in Niedersachsen“ auszeichnete.

Eintrag in das Goldene Buch des Gilde Sporthotel

Fuchsbachtal.

Stolz präsentiert Martina Müller ihren Pokal. Zu ihren Gratulanten gehörten Steffi Jones und Dr.

Jürgen Peter. Fotos: Deppe

jahr für sich entschied. Martina Müller

konnte sich bei ihrer Wahl gegen neun

männliche Kandidaten durchsetzen.

Niedersachsens Sportjournalisten wählten

die Wolfsburgerin mit großer Mehrheit. 92

organisierte Medienvertreter aus Niedersachsen

beteiligten sich an der Abstimmung.

65 von ihnen gaben der Torjägerin

ihre Stimme. Bis zu drei Nennungen konnten

die Sportjournalisten abgeben. Auf

Martina Müller entfielen 30,2 Prozent der

Stimmen.

Bei der Ehrung im Sporthotel Fuchsbachtal

überreichte Steffi Jones gemeinsam

mit NFV-Präsident Karl Rothmund und

Dr. Jürgen Peter, Vorstand vom Wettbewerbssponsor

AOK – Die Gesundheitskasse

für Niedersachsen, den Pokal und einen

„Goldenen Schuh“ – an die 28-Jährige.

Rothmund freute sich insbesondere mit

dem VfL Wolfsburg, der auch durch Geschäftsführer

Klaus Fuchs und Sportdirektor

Bernd Huneke vertreten war, über die

Wahl der VfLerin. Der Verein ist laut Rothmund

in vielen Bereichen ein ausgezeichneter

Partner des NFV, der sich stark für

den Frauenfußball engagiere. Das i-Tüpfelchen

sei dieser Tage die Bekanntgabe gewesen,

dass Wolfsburg Austragungsort

der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft

2011 werde.

Dr. Peter, der die Vorbildfunktion von

Martina Müller insbesondere für junge

Fußballerinnen herausstrich, bekannte:

„Zum vierten Mal bin ich bei der Ehrung

des ,Fußballer des Jahres’ dabei und endlich

wird eine Spielerin ausgezeichnet. Das

beweist, welch hohen Stellenwert der

Frauenfußball inzwischen besitzt.“ Dr. Peter

ist überzeugt, dass der Frauenfußball

noch weiter an Popularität gewinnen wird

und drückt Martina Müller kräftig die Daumen

für eine erfolgreiche Teilnahme an

den Olympischen Spielen in China.

„Das erste Kreuz stand immer bei

Martina Müller. Sie hat ein überwältigen- ➤


Die Ehrentafel der 18

Titelträger und ihre Paten

1991: Uwe Groothuis (Kickers Emden)

– Pate: Uwe Seeler

1992: Petra Damm

(VfR Eintracht Wolfsburg)

– Pate: Jupp Derwall

1993: Andre Breitenreiter (Hannover 96)

– Pate: Hans Tilkowski

1994: Josef Menke (SV Meppen)

– Pate: Bernard Dietz

1995: Stefan Meißner (VfL Wolfsburg)

– Pate: Horst Hrubesch

1996: Stephan Prause (Kickers Emden)

– Pate: Bernd Franke

1997: Jörg Sievers (Hannover 96)

– Pate: Dieter Burdenski

1998: Roy Präger (VfL Wolfsburg)

– Pate: Manfred Burgsmüller

1999: Gerald Asamoah (Hannover 96)

– Pate: Johannes Löhr

2000: Uwe Brunn (VfL Osnabrück)

– Pate: Uli Stein

2001: Christian Claaßen (VfL Osnabrück)

– Pate: Marco Bode

2002: Jan Simak (Hannover 96)

– Pate: Hans Siemensmeyer

2003: Fredi Bobic (Hannover 96)

– Pate: Michael Skibbe

2004: Stefanie Gottschlich (VfL Wolfsburg)

– Pate: Tina Theune-Meyer

2005: Per Mertesacker (Hannover 96)

– Pate: Max Lorenz

2006: Thorsten Stuckmann

(Eintracht Braunschweig

– Pate: Horst Wolter

2007: Robert Enke (Hannover 96)

– Pate: Horst Podlasly †

2008: Martina Müller (VfL Wolfsburg)

– Pate: Steffi Jones

des Ergebnis erzielt. Unsere Mitglieder

haben eine gute Wahl getroffen.“ –

Auch Hans-Joachim Zwingmann, Vorsitzender

des den Wettbewerb unterstützenden

Vereins Niedersächsische Sportpresse,

zeigte sich über den Wahlausgang

zufrieden.

Den vielleicht lautesten Beifall erntete

Martina Müller selbst für ein kurz und

knappes Statement: „Ich rede gern und

viel, aber vor so vielen Leuten ist das für

mich unangenehm. Deshalb: Ich bedanke

mich bei den Journalisten, dem NFV und

der AOK für die Wahl. Dankeschön.“

Martina Müller absolvierte bislang 70

Länderspiele für Deutschland und schoss

dabei 27 Tore. Ihr Debüt gab sie am 22. Juli

2000 beim 0:1 gegen die USA in Braunschweig.

Sie ist die dritte Frau nach Petra

Damm vom VfR Eintracht Wolfsburg

(1992) und Stefanie Gottschlich vom VfL

Wolfsburg (2004), die diese Wahl gewinnen

konnte. Unter den Siegern waren insgesamt

fünf Wolfsburger und auch die

Nationalspieler Per Mertesacker (2005/

Hannover 96) und Gerald Asamoah (1999/

Hannover 96) sowie der ehemalige Nationalspieler

Fredi Bobic (2003/Hannover 96).

Erster Empfänger des „Goldenen Schuhs“

war 1991 Uwe Groothuis von Kickers

Emden. ■

Splitter

Große Aufgregung und viel

Herzklopfen bei elf Fußball-Mädchen

der Barsinghäuser Vereine VSV Hohenbostel,

1. FC Germania Egestorf/Langreder

und TSV Kirchdorf. Sie durften an der

Ehrung der zweifachen Weltmeisterin

aus Wolfsburg teilnehmen. Gemeinsame

Erinnerungsfotos mit Martina Müller und

Steffi Jones sowie die Autogramme der

beiden Stars des Frauen-Fußballs dürften

einen Ehrenplatz in den Zimmern der

jungen Kickerinnen erhalten.


Groß war die Wiedersehensfreude,

als Martina Müller und Steffi Jones

bei der Ehrung in Barsinghausen auf

NFV-Ehrenpäsident Dr. h.c. Engelbert

Nelle trafen. Als ehemaliger 1. Vizepräsident

des DFB war dieser u.a. zuständig

Fußballer des Jahres

Gut gelaunt präsentierten sich während der Ehrungsveranstaltung Steffi Jones, Martina Müller

und NFV-Präsident Karl Rothmund.

Auch Steffi Jones musste zahlreiche Autogrammwünsche der Barsinghäuser Fußball-Mädchen erfüllen.

für den Frauen- und Mädchenfußball

und begleitete die Deutsche Frauen-Nationalmannschaft

auf vielen Länderspielreisen

als Delegationschef.


Jürgen Nitsche moderierte die

Ehrung der Torjägerin aus Wolfsburg.

Der Vorsitzende des NFV-Ausschusses für

Öffentlichkeitsarbeit und Marketing ist

nach eigenem Bekunden seit über drei

Jahrzehnten Fan des Frauenfußballs. Seine

Begeisterung hat Christel Klinzmann,

ehemalige Spielerin von Eintracht Wolfsburg,

entfacht. Die gehörte 1982 beim

Länderspiel-Debüt der Deutschen Frauen-Nationalmannschaft

gegen die

Schweiz (5:1-Sieg in Koblenz) zum deutschen

Team und stammt wie Nitsche aus

dem NFV-Kreis Helmstedt.

Juni 2008 7


VfL Wolfsburg

8

Von MANFRED FINGER

In der Stunde des Triumphes gehörten die

Schlagzeilen ihm. Dem „Quälix“, dem

„Magier“, dem „Mr. Allmächtig“ (kicker).

Der in Berlin herausgegebene Tagesspiegel

verglich ihn gar mit einem Messias: „Wie

Magath Wolfsburg erlöst hat“, lautete der

Titel über die VfL-Erfolgsstory.

Mit dem 4:2 zum Saisonfinale bei Borussia

Dortmund endete das Jahr 1 unter

Felix Magath mit einer beeindruckenden Bilanz.

Zehn Siege bei nur drei Niederlagen in

17 Spielen machten den VfL Wolfsburg zur

drittbesten Mannschaft der Rückrunde und

sorgten für das das beste Ergebnis in der

Vereinsgeschichte. Durch Platz fünf schafften

die „Wölfe“ zudem nach 1999 erneut

die Qualifikation für den Uefa-Pokal.

Wie stark Felix Magath und die Seinen

im bisherigen Fußball-Jahr 2008 auftrumpften,

lässt sich auch an den 34

Punkten ablesen, die in der Rückrunde

geholt wurden. Denn es sind genau so

viele wie in der gesamten Saison 2005/06,

als der Abstieg erst am letzten Spieltag

gegen Kaiserslautern (2:2) verhindert werden

konnte, und nur drei weniger als in

der gesamten Spielzeit 2006/07 – beide

Male kam der VfL in der Abschlusstabelle

nicht über Rang 15 hinaus.

Mit Felix Magath brach im vergangenen

Sommer eine neue Zeitrechnung an. In

Wolfsburg, vielleicht sogar in der gesamten

Bundesliga. Nach englischem Vorbild wurden

die Aufgaben des Trainers und Sportdirektors

in eine Hand gelegt. Dass der 55-

Jährige zudem zum Geschäftsführer ernannt

wurde, komplettierte die Entscheidungsgewalt

- mehr Macht als Magath hat

im deutschen Vereinsfußball niemand.

Obwohl er mit Bayern München zuletzt

zwei Mal in Folge das Double geholt

hatte, was zuvor noch keinem Trainer in

Deutschland gelungen war, machte sich

zunächst Skepsis breit. Reiner Calmund,

wer sollte es besser wissen, unkte, dass

die Zeiten der One-Man-Show eigentlich

vorbei sind. Und auf die Frage „Wird der

VfL unter Magath ein Spitzenteam?“ antworteten

bei einer Online-Umfrage des kicker-sportmagazin

81,8 Prozent mit

„Nein“. Unterschätzt wurde, wie sehr sich

in der Person Felix Magaths Kompetenz

und Intelligenz vereint. Ein Mann, der als

Spieler Weltklasse verkörperte, der im

Schachspiel seine strategischen Fähigkeiten

schult und der aus seinen bisherigen

Trainerstationen die richtigen Schlüsse gezogen

hat.

Um das Erfolgsgeheimnis von Felix

Magath und seinen „Wölfen“ zu erklären,

wird gerne auf die 30 Millionen verwiesen,

die für 18 neue Spieler ausgegeben wurden.

Eher weniger ist die Rede von den beachtlichen

Erlösen, die der Verein durch seine

16 Abgänge erzielte. Auf das Wolfsbur-

Juni 2008

Das Diamantenauge

Spieler wie Christian Gentner oder Marcel Schäfer stehen für Wolfsburgs Weg in den Uefa-Cup.Wie

einst in Stuttgart Kevin Kuranyi und Philipp Lahm wurden sie von Felix Magath für die Bundesliga

entdeckt.Auch bei Diego Benaglio konnte er sich auf seinen Blick für Talente verlassen.

ger Konto flossen unter anderem 4 Millionen

für Mike Hanke (von Hannover 96), 3,5

Millionen für Andrés D’Alessandro (Saragossa),

2,6 Millionen für Kevin Hofland

(Feyenoord Rotterdam) und 1,5 Millionen

für Diego Klimowicz (Borussia Dortmund).

Das eigentlich bemerkenswerte am

Wolfsburger Weg ist aber zweierlei: Die Geschwindigkeit,

in der Felix Magath aus der

völlig neu zusammen gestellten Mannschaft

eine Einheit formte, und seine Protagonisten.

Denn es waren nicht nur, aber

auch, junge deutsche Spieler, die zu den Erfolgsgaranten

gehörten. Spieler, die eben

nicht die hohen Summen gekostet haben.

So kommt es nicht von ungefähr, dass

in der vom Leitmedium kicker erstellten

Rangliste über die „Top-Spieler des Vereins“

gleich zwei dieser deutschen „Jungwölfe“

ganz vorne stehen. Beide stießen

erst unmittelbar vor Saisonbeginn zum Kader

und posieren im kicker-Sonderheft

noch auf anderen Mannschaftsfotos. Im

Trikot des VfB Stuttgart steckte damals

noch Christian Gentner, der mit einem

Schnitt von 3,30 pro Partie den Top-Wert

aller VfL-Feldspieler erzielte. Der Mittelfeldspieler,

der im August 22 Jahre alt wird,

wurde von den Wolfsburgern für eine Gebühr

von 400.000 Euro ausgeliehen und

steht bei den Schwaben noch bis 2010 unter

Vertrag.

Als „Münchener Löwe“ stellte sich im

Sommer 2007 Marcel Schäfer den Fotografen,

stieß aber kurze Zeit später für gerade

einmal 800.000 Euro zum Wolfsrudel. Mit

sechs Saisontreffern, fünf Torvorlagen und

einem Notenschnitt von 3,33 spielte sich

der 24-Jährige in den Vordergrund. Auf der

linken Außenbahn dürfte er nicht nur im

Verein eine glänzende Perspektive haben.

Auf der rechten Seite eroberte sich auf

Anhieb der 25-jährige Sascha Riether einen

Stammplatz, der für 500.000 Euro vom

Zweitligisten SC Freiburg kam, allerdings

zwischen 2003 und 2005 bereits Erstligaerfahrung

mit den Breisgrauern sammeln

konnte (58 Spiele). ➤

In Barsinghausen zog Felix Magath seine Mannschaft für ein Kurz-Trainingslager zusammen. Anschließend

setzte der VfL mit dem Remis gegen Bayern (0:0) und drei Siegen zu seinem erfolgreichen

Schlussspurt an. Foto: Borchers


Wenn Schalkes Unikum Charly Neumann

einst nach den Qualitäten des früheren

Schalker Präsidenten Günter „Oskar“

Siebert befragt wurde, griff er auf die Bezeichnung

des „Diamantenauges“ zurück.

Damit meinte er den Blick Sieberts für ungeschliffene

Talente, die sich nach ihrem

Wechsel an den Schalker Markt zu Stars

entwickelten. Auch Felix Magath scheint

ein solches Auge zu haben. Beispiel Gentner,

Beispiel Schäfer, Beispiel aber auch Kevin

Kuranyi und Philipp Lahm. Es war Magath,

der Kuranyi 2002 von den Amateuren

zu den Profis des VfB Stuttgart beförderte,

es war Magath, der 2003 Lahm von der

zweiten Mannschaft der Bayern ins Schwabenland

holte, wo er in seiner Premierensaison

gleich 31 Spiele bestritt.

In seiner Stuttgarter Zeit (bis Sommer

2004) fiel der Blick Magaths auch auf einen

jungen Nachwuchstorwart aus der

Schweiz, den er vier Jahre später in der

Winterpause aus Portugal zum VfL transferierte:

Diego Benaglio. Auch bei dieser

Verpflichtung fiel die Ablösesumme mit

1,5 Millionen Euro vergleichsweise bescheiden

aus. Der Mehrwert dagegen ist

noch gar nicht absehbar. Der Schweizer

parierte 80 Prozent der Schüsse auf seinen

Kasten und musste sich in 17 Spielen

lediglich 16 Mal geschlagen geben. Durch

seine Leistungen (kicker-Notendurchschnitt:

2,62) kletterte er zudem in der

Torwarthierarchie der Eidgenossen ganz

nach oben und wurde kürzlich von Nationalcoach

Köbi Kuhn zur Nummer 1 während

der EURO 2008 ernannt.

Zusammen mit den Königstransfers

Grafite, der für acht Millionen Euro vom

französischen Erstligisten Le Mans kam und

mit elf Toren bester Schütze wurde, und

Abwehrchef Ricardo Costa (4 Millionen Euro)

entwickelten sich die Gentners, Schäfers,

Riethers und Benaglios zu einer Truppe,

deren Weg noch lange nicht zu Ende

ist. „Ich bin hier angetreten, um den Verein

in die Bundesligaspitze zu führen“, erklärte

Felix Magath gegenüber dem Tagesspiegel.

„Solange wir uns dort nicht etabliert haben,

bin ich nicht bereit, irgendeinem auf

die Schulter zu klopfen. Schon gar nicht mir

Kam für 400.000 Euro Ausleihgebühr vom VfB

Stuttgart: Christian Gentner.

selbst.“ Denn er weiß nur zu

gut: „Jetzt kommt der

schwierige Teil“.

Bewältigt er auch diesen

erfolgreich, und wer

will im Moment daran

zweifeln, dürfte Felix

Magath nicht nur als

einer der besten

deutschen Spieler

aller Zeiten in die

Annalen eingehen.

Ob er

irgendwann einmal

genau so

viele Titel als

Trainer gesammelthaben

wird wie

Giovanni

Trapattoni,

Udo Lattek

oder Ottmar

Hitzfeld, ist

eher zu

bezweifeln.

Dafür

durfte er

erst zu

spät und

dann zu

kurz einen

Verein vom

Kaliber des

FC Bayern betreuen.

Doch

einen Klub wie

den VfL Wolfsburg

zu einem

der besten in

Deutschland und

vielleicht sogar in

Europa zu machen,

ist eine Leistung für

sich. Verlassen kann

er sich dabei nicht

nur auf die Finanzgewalt

von VW, sondern auch

auf sein Auge. Auf sein Auge für (spätere)

Diamanten. ■

Kam für 500.000 Euro Ablösesumme vom SC

Freiburg: Sascha Riether.

VfL Wolfsburg

„Jetzt kommt der schwierige Teil“: Felix Magath

blickt dem zweiten Jahr seiner Amtszeit

in Wolfsburg entgegen. Fotos (4): imago

Kam für 800.000 Euro Ablösesumme von 1860

München: Marcel Schäfer.

Juni 2008

9


Dankeschön-Wochenende

10

KoSA-Mitglied Karl-Heinz Drinkuth (rechts) konnte seinen Freund Mirko Slomka für einen Überraschungsbesuch gewinnen.

Willst Du froh und glücklich leben,

lass ein Ehrenamt Dir geben!

Martin Kind und Mirko Slomka als Gäste, der Besuch des Landtages und des

Spiels Hannover 96 gegen Hertha BSC – das Dankeschön-Wochenende für die aktuellen

niedersächsischen DFB-Ehrenamtspreisträger war reich an Höhepunkten.

Texte und Fotos von MANFRED FINGER

Willst Du froh und glücklich leben,

lass kein Ehrenamt dir geben!

Willst du nicht zu früh ins Grab

lehne jedes Amt gleich ab!

Zwar ist der Autor dieses Gedichtes nicht

bekannt, doch zugeschrieben wird es vielfach

Wilhelm Busch. Auch Helmut Buschmeyer

berief sich anlässlich des diesjährigen

Dankeschön-Wochenendes auf seinen Fast-

Namensvetter. Allerdings, um ihm energisch

zu widersprechen. „Willst Du froh und glücklich

leben, lass ein Ehrenamt im Fußball Dir geben“,

reimte der Vorsitzende der Kommission

für soziale Angelegenheit (KoSA) während seiner

Begrüßung.

Der zwölfjährige Nico Holtwerth begleitete

seinen Onkel zum Dankeschön-Wochenende.

Juni 2008

Bereits zum zwölften Mal hatte der

NFV die aktuellen niedersächsischen Ehrenamtspreisträger

nach Barsinghausen eingeladen,

um mit einem Wochenende im Gilde

Sporthotel Fuchsbachtal das herausragende

Engagement der freiwilligen Helferinnen

und Helfer zu würdigen. „Vor uns

liegen 72 Stunden, nach denen ihr hoffentlich

sagt: Das war das schönste Wochenende

des Jahrzehnts, vielleicht des Lebens“,

stimmte Buschmeyer die 47 Ehrenamtspreisträger

und ihre ebenfalls eingeladenen

Lebenspartner heiter auf das dreitägige

Programm ein.

„Wenn ich für alles, was ich ehrenamtlich

für meinen Verein gemacht habe, erst einen

Lehrgang hätte machen müssen, wäre

ich heute noch nicht fertig“ – mit diesem Zitat

riss Buschmeyer das Thema Qualifizierung an.

„Natürlich gehört zum Ehrenamt auch Qualifizierung.

Talent und guter Wille allein reichen

nicht. Aber ihr seid Kreissieger geworden, ihr

seid besondere Funktionäre. Und das Wort

Funktionär kommt ja wohl vom Begriff funktionieren.“

P.S.: Der Frage, ob ein Ehrenamt froh und

glücklich macht oder zum vorzeitigen Ableben

führt, hat sich auch eine US-amerikanische

Studie gewidmet. Das Ergebnis präsentierte

Astrid Vockert, Vizepräsidentin des

Niedersächsischen Landtages, am zweiten Tag

des Dankeschön-Wochenendes. „Wer sich

ehrenamtlich engagiert, lebt sieben Jahre

länger“, erklärte sie unter dem Beifall der Ehrenamtspreisträger

im Leibniz-Saal des Landtages.


Wie Stefan Biermann (links) erhielt jeder der Ehrenamtspreisträger aus den Händen der

KoSA-Mitglieder eine DFB-Uhr. Von links: Helmut Buschmeyer, Andreas Wittrock, Bernd Hornkohl.


„Kein guter Stil“

„Der Ehrenamtsbeauftragte –

sinnvolle Position oder überflüssige

Funktion?“ – diese Frage sollte im

Mittelpunkt des Auftaktabends stehen.

Doch als auf einmal die Tür aufging

und Mirko Slomka den Saal Niedersachsen

betrat, war klar, dass das Thema

ein anderes werden würde. Eingefädelt

hatte den Besuch KoSA-Mitglied

Karl-Heinz Drinkuth. Beide kennen sich

seit den 1990er Jahren, als Drinkuth im

Verbandsjugendausschuss Ansprechpartner

für die Interessen Slomkas als

Jugendtrainer von Hannover 96 war.

„Ich bin gerne gekommen. Vielen

Dank für Ihre Tätigkeit, die man nicht

bezahlen kann“, wandte sich der 40-

Jährige an die freiwilligen Helfer. Im Fokus

stand natürlich seine zwei Wochen

zuvor erfolgte Entlassung bei Schalke

04. „Das war kein guter Stil“, nahm

Slomka hinsichtlich der Art und Weise

kein Blatt vor den Mund. Denn als die

Würfel längst gefallen waren, ließen

die Verantwortlichen ihren Trainer am

Sonntag nach dem 1:5 in Bremen noch

das Vormittagstraining leiten und die

Mannschaft auf die nächste Partie gegen

Cottbus einstimmen. „Auch von

den Spielern hatte keiner eine Ahnung,

was in solchen Fällen eher ungewöhnlich

ist. Insofern war ich außerordentlich

überrascht, als man mir nach dem

Training die Entscheidung mitteilte.“

So sehr ihn der Zeitpunkt seiner

Entlassung überraschte, so deutlich

hatte Mirko Slomka zuvor den Widerstand

in den eigenen Reihen gespürt.

Auslöser war der Rückrundenstart, der

mit zwei Siegen optimaler nicht hätte

ausfallen können. „Wir gewinnen 4:1

gegen Stuttgart und dann 3:2 in Dortmund.

Und trotzdem gab es im Aufsichtsrat

Diskussionen um meine Person.

Da habe ich gemerkt: Hier stimmt

etwas nicht“, sagte der gebürtige Hildesheimer,

der mit Vorbehalten gegen

seine Person praktisch seit seinem ersten

Arbeitstag im Januar 2006 zu

kämpfen hatte.

Vor allem der königsblaue Boulevard

wurde mit dem „kühl auftretenden

Übungsleiter“ (SPIEGEL online)

nicht warm. Das Nachrichtenmagazin

FOCUS bemerkte hierzu im November

2007: „Und immer wenn es wie in den

vergangenen Wochen nicht so richtig

läuft auf Schalke, dann treten die Konfliktlinien

hervor: Slomka, der ruhige

Analytiker, als Fehlbesetzung beim

emotionalen Arbeiterverein aus dem

Ruhrgebiet.“

Vorhalten kann man Mirko Slomka

bei seiner ersten Station als Cheftrainer

im Profifußball sicherlich einiges – mangelnder

Erfolg gehört nicht dazu. Mit

einem Schnitt von etwa 1,8 Punkten

pro Spiel war er zwischen 2006 und

2008 der erfolgreichste Coach in

Deutschland nach Ottmar Hitzfeld. Er

führte „die Knappen“ 2006 ins Halbfinale

des UEFA-Pokals, 2007 zur Vizemeisterschaft

in der Bundesliga und

2008 ins Viertelfinale der Champions

League. Dort scheiterte das Team zwar

am FC Barcelona, hatte zuvor aber bereits

40 Millionen Euro eingespielt.

Dankeschön-Wochenende

NFV-Präsident und NFV-Vize Karl Rothmund stellte die Bedeutung des Ehrenamtes heraus.

Astrid Vockert, Vizepräsidentin des Niedersächsischen

Landtages, führte die Ehrenamtspreisträger

durch „ihr“ Haus.

Martin Kind, Präsident von Hannover 96, informierte

über das ehrenamtliche Engagement

in seinem Verein.


Juni 2008 11


Dankeschön-Wochenende

12

Nina Plückhahn (2. von links), Leiterin der Veranstaltungsorganisation, koordinierte zusammen

mit NFV-Mitarbeiterin Andrea Hoffmeister (rechts) den Besuch in der AWD-Arena. Zum Gruppenbild

mit Dame(n) stellten sich der 1. NFV-Vize Eugen Gehlenborg (links) und Karl-Heinz Drinkuth.

Lutz Bertram dankte der KoSA im Namen der

Ehrenamtspreisträger für das Wochenende.

Rudolf Schmidale (Mitte) ist einer der freiwilligen Helfer bei Hannover 96, die bei jedem Heimspiel als Volunteers arbeiten. Vor dem Spiel gegen

Hertha BSC (2:2) zeigte Schmidale den Ehrenamtspreisträgern die Arena.

Juni 2008

Ein Bild fürs Vereinsheim: Ehrenamtspreisträger

Manfred Wallat vom SV Schladen mit

Mirko Slomka.

Im Landtag nahm KoSA-Chef Helmut Buschmeyer dort Platz, wo während der Plenarsitzungen ein

anderer Osnabrücker sitzt: Ministerpräsident Christian Wulff. Links KoSA-Mitglied Hubert Börger.


Hans-Joachim Weinhold, Ehrenamtspreisträger

des NFV-Kreises Helmstedt,

zeigte sich irritiert. Denn mit

Hannover 96 verbindet er die Farbe Rot.

Doch beim Besuch des Spiels gegen Hertha

BSC sprangen ihm bis auf die Spielertrikots

eher andere „Farben“ ins Auge: Ob

auf den Fahnen vor der Arena, auf seiner

Eintrittskarte oder im Presseraum – überall

dominierte Schwarz-Weiß-Grün. „Warum

ist das so?“ fragte er deshalb Martin Kind,

als der 96-Präsident am Abschlusstag die

freiwilligen Helfer in Barsinghausen besuchte.

Versionen hierzu gibt es einige. Zu

den wahrscheinlichsten zählt jene, nach

der in den Anfangsjahren des Fußballsports

in Hannover das Stadtamt für

Leibesübungen die Trikotfarben vergab.

Der Hannoversche Sportverein von

1896, dessen Vereinsfarben schwarzweiß-grün

sind, erhielt rote Leibchen

und die grün-weiße Arminia blaue

Hemden. Durch die spätere Rivalität der

beiden Klubs, hier der Arbeiterverein

96, dort die bürgerliche Arminia, entstand

im Sprachschatz der Fans die

Unterscheidung zwischen den „Roten“

und den „Blauen“.

Bezeichnungen, die in der Region

Hannover jeder Fußballfan kennt, die aber

landes- und bundesweit für Irritationen

sorgen. Nicht nur bei Hans-Joachim Weinhold.

Weil Martin Kind dies nur zu gut

weiß, hat er die Vereinsmitglieder und die

Anhänger nun vor die Entscheidung gestellt:

Rot oder Schwarz-Weiß-Grün?

„Der Wiedererkennungswert muss

eindeutig sein. Nur so bekommen wir die

Marke 96 hin. Ich persönlich war für Rot,

doch die Mehrheit sowohl im Verein als

auch in der Fanszene hat sich anders entschieden“,

berichtete Kind. Die Folge:

„Wir ziehen das jetzt in aller Konsequenz

durch, bis hin zum Trikot.“ Und auch der

Zeitrahmen steht schon fest: „In den nächsten

fünf Jahre fällt alles Rote weg.“

Seit 1997 ist der 64-jährige Unternehmer,

abgesehen von einer kurzen Pause in

der Saison 2005/06, der starke Mann im

Verein. Als Geschäftsführer der Hannover

96 GmbH & Co. KGaA steht er der Profifußballmannschaft

ebenso vor wie als Präsident

dem Gesamtverein. Denn 96 ist

nicht nur Fußball. „Wir haben sieben andere

Bereiche, die ausschließlich ehrenamtlich

organisiert sind“, erklärte Kind

und räumte in diesem Zusammenhang

Dankeschön-Wochenende

„Die Roten“ verlieren ihre Farbe:

96 setzt auf Schwarz-Weiß-Grün

NFV-Ehrenamtspreisträger 2007

Bereits 1997 hat der DFB seine Ehrenamtsaktion zur Stärkung freiwilliger Vereinsmitarbeit ins

Leben gerufen. Bundesweit werden seitdem jährlich rund 400 Männer und Frauen mit dem Ehrenamtspreis

ausgezeichnet, die mit großem Engagement freiwilligen Dienst in ihren Vereinen leisten. In

Niedersachsen waren es 2007 erneut 47 verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen der DFB

mit der Verleihung des Ehrenamtspreises ein besonderes Dankeschön aussprach. Diesem Dank

schloss sich der NFV mit der Ausrichtung eines Erlebniswochenendes vom 25. bis 27. April 2008 im

Gilde Sporthotel Fuchsbachtal an. Damit würdigten DFB und NFV den herausragenden Einsatz der

freiwilligen Helferinnen und Helfer, die mit ihren Lebenspartnern nach Barsinghausen eingeladen

wurden. Die Ehrenamtspreisträger 2007, NFV-Bezirk Braunschweig: Ellen Hannebohn (Freie Turner

Braunschweig, Kreis Braunschweig), Günther Schönfeld (TuS Seershausen/Ohof, Kreis Gifhorn),

Wolfgang Hungerland (Bovender SV, Kreis Göttingen), Heinz Göttling (SC 18 Harlingerode, Kreis Goslar),

Hans-Joachim Weinhold (SV Esbeck, Kreis Helmstedt), Klaus Grobe (MTV Markoldendorf, Kreis

Northeim-Einbeck), Wilhelms Hausmann, Tuspo Petershütte, Kreis Osterode), Lutz Bertram (VT Union

Groß Ilsede, Kreis Peine), Manfred Rybatzki (SV Union Salzgitter, Kreis Salzgitter), Manfred Wallat (SV

Schladen, Kreis Wolfenbüttel), Bodo Tykarski (TSG Mörse, Kreis Wolfsburg). NFV-Bezirk Hannover:

Clemens Anneken (FC Sulingen, Kreis Diepholz),Dieter Sigusch (MTSV Aerzen 04, Kreis Hameln-Pyrmont),

Kerstin Freese (HSC Hannover, Kreis Hannover), Heinrich Zieseniß (TSV Mariensee-Wulfelade,

Kreis Hannover-Land), Helmut Buschbaum (TSV Sibbesse, Kreis Hildesheim), Klaus Gallo (TSV Kemnade,

Kreis Holzminden), Stefan Theodor (SV Schessinghausen, Kreis Nienburg), Otto Zimmermann

(TSV Liekwegen, Kreis Schaumburg). NFV-Bezirk Lüneburg: Stefan Biermann (TuS Höfer, Kreis Celle),

Stefan Mangels (SG Meckelstedt/Stinstedt, Kreis Cuxhaven), Ehepaar Michael und Annette Jordan

(SG Wintermoor „68“, Kreis Soltau Fallingbostel), Hinrich Bostelmann (SG Salzhausen/Garlstorf, Kreis

Harburg), Udo Peters (VfL Breese, Kreis Lüchow-Dannenberg), Markus Vick (TSV Bardowick, Kreis

Lüneburg), Ralf Strömer (VSK Osterholz-Scharmbeck), Klaus Piel (TuS Tarmstedt, Kreis Rotenburg),

Dieter Ernst (SV Ahlerstedt/Ottendorf, Kreis Stade), Paul-Gerhard Müller (VfL Suderburg, Kreis Uelzen),

Matthias Mahnke (FC Verden 04, Kreis Verden). NFV-Bezirk Weser-Ems: Karl-Heinz Dietrich

(TV Metjendorf, Kreis Ammerland), Thomas Bogdanski (SV Spetzerfehn, Kreis Aurich), Christa Pasternak

(SV Vorwärts Nordhorn, Kreis Bentheim), Egbert Gröneweg (STV Barßel, Kreis Cloppenburg), Gabriele

Töpfer (Delmenhorster BV, Kreis Delmenhorst), Dieter Block (SuS Emden, Kreis Emden), Aloys

Köbbe (SV Heidekraut Andervenne, Kreis Emsland), Anette Haupt (TuS Obenstrohe, Kreis Friesland),

Willi Kubin (Frisia Loga, Kreis Leer), Jochen Reil (VfR Wardenburg, Kreis Oldenburg-Land), Ludger Popken

(1. FC Ohmstede, Kreis Oldenburg-Stadt), Norbert Holtwerth (FC Westerwiede, Kreis Oldenburg-

Land), Arben Arifaj (SV Kosova, Kreis Osnabrück-Stadt), Josef Peckskamp (SV SW Kroge-Ehrendorf,

Kreis Vechta), Holger Beyer (SG Großenmeer, Kreis Wesermarsch), Hans Günther Kregel (WSC Frisia

Wilhelmshaven, Kreis Wilhelmshaven), Friedhelm Janssen (SV Ochtersum, Kreis Wittmund).

Klaus Gallo und die übrigen Preisträger erfuhren

von Martin Kind, dass die Farbe Rot

bei Hannover 96 keine Zukunft haben wird.

„Defizite“ ein. „Wir müssen das ehrenamtliche

Engagement weiter entwickeln.

Wir brauchen Menschen, die aktiv bei uns

Sport treiben und die aktiv bei uns ein Amt

übernehmen.“ Denn von den derzeit

8.600 Mitgliedern treiben bei 96 nur etwa

2.000 Sport – die große Mehrheit rekrutiert

sich aus der Fanszene der Profifußballmannschaft.

In der Fußball-Bundesliga hält er einen

Platz zwischen eins und sechs auf absehbare

Zeit für ausgeschlossen. „Der FC

Bayern erwirtschaftet dieses Jahr einen

Umsatz von 250 Millionen, wir 47 Millionen.

Bayern hat ein Eigenkapital von 170

Millionen, wir eines von fünf Millionen.

Während 96 keinen Gewinn verbucht, erwirtschaften

die Bayern knapp 20 Millionen“,

verdeutlichte Kind die Unterschiede.

Doch nicht nur im Vergleich zum Klassenprimus

wird klar, warum Martin Kind

ein vehementer Gegner der 50+1 Regelung

ist, durch die es in Deutschland verboten

ist, dass ein Investor mehr als die

Hälfte der Anteile eines Vereins, also 50

Prozent plus eine Stimme, übernehmen

kann. Schalke gab für das Geschäftsjahr

2007 einen Gesamtumsatz von 149,5

Millionen Euro bekannt (Gewinn: 12,8

Millionen Euro), Bremen meldete einen

Umsatz von 105,8 Millionen Euro (Gewinn

8,3 Millionen Euro).

So übersteigen bei beiden Vereinen

allein die Gewinne im letzten Geschäftsjahr

das gesamte Eigenkapital von 96.

Deshalb gibt es für Kind nur eine Lösung:

„Um wettbewerbsfähig bleiben zu können,

müssen wir uns dem Kapitalmarkt

öffnen. Fällt 50+1weg, würde ja kein Verein

gezwungen, seine Anteile zu verkaufen.

Nur sollte es in der Entscheidungsgewalt

eines jeden Klubs liegen, ob er Investoren

haben will oder nicht.“

Juni 2008 13


Altherrenmeisterschaft

14

Der neue Niedersachsenmeister aus Langförden mit Fans und Offiziellen.

Blau-Weiß mit besseren

Nerven als 2006

Nach dem Ü 40-Triumph in der Halle ist Langförden nun auch Ü 32-Meister auf dem Feld –

Elfmeterschießen entscheidet die 11. Niedersachsenmeisterschaft

Text und Fotos von PETER BORCHERS

Blau-Weiß Langförden (NFV-Kreis Vechta)

ist neuer Niedersächsischer Altherrenmeister.

Beim vom Hofbrauhaus Wolters unterstützten

Endturnier im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion

bezwang das Team

um Kapitän Jörg Ripke im Endspiel den

SSV Vorsfelde (NFV-Kreis Wolfsburg) mit

4:3 nach Elfmeterschießen. Dritter wurde

TuSpo Petershütte (NFV-Kreis Osterode),

der sich im Elfmeterschießen um Rang 3

mit 4:3 gegen SV Broitzem (NFV-Kreis

Braunschweig) durchsetzte.

Vorrunde

Gruppe A

Juni 2008

SV Molbergen

SV Broitzem

VfR E.N. Wolfsb.

TSV Brunsbrock

Tore

Punkte

SV Molbergen 2:1 1:0 1:2 4: 3 6

SV Broitzem 1:2 2:1 1:0 4: 3 6

VfR E.N.Wolfsburg 0:1 1:2 1:0 2: 3 3

TSV Brunsbrock 2:1 0:1 0:1 2: 3 3

Gesamt 12:12

Für die Langfördener ist der Titelgewinn

späte Wiedergutmachung. Vor

zwei Jahren waren sie im Finale

noch mit 2:4 im Elfmeterschießen am

SV Broitzem gescheitert. In diesem

Jahr zeigten sie sich trotz zwei Fehlschüssen

nervenstärker und gewannen

bereits den zweiten Niedersachsenmeistertitel

in 2008 für Blau-Weiß, nachdem

das Altligateam schon bei der

Hallenmeisterschaft in Alfeld triumphiert

hatte.

Spielertrainer Bernd Farwick zeigte

sich vom Turniersieg seiner Mannschaft

überrascht. „Bei der Anreise im Bus

Die Spiele der Vorrundengruppen in der Übersicht

Vorrunde

Gruppe C

BW Langförden

TSG Mörse

TuS Fr. Goldenst.

TV Sottrum

Tore

Punkte

BW Langförden 1:0 1:1 2:1 4: 2 7

TSG Mörse 0:1 1:0 1:1 2: 2 4

TuS Fr. Goldenstedt 1:1 0:1 1:0 2: 2 4

TV Sottrum 1:2 1:1 0:1 2: 4 1

Gesamt 10:10

Vorrunde

Gruppe B

VfL Lüneburg

TuSpo Petersht.

FC Nordenham

TSV Havelse

Tore

Punkte

VfL Lüneburg 2:1 3:1 1:0 6: 2 9

TuSpo Petershütte 1:2 1:0 0:0 2: 2 4

FC Nordenham 1:3 0:1 2:1 3: 5 3

TSV Havelse 0:1 0:0 1:2 1: 3 1

Gesamt 12:12

Vorrunde

Gruppe D

SSV Vorsfelde

SV Südh Walkenr

BW Neuhof

TuS Garbsen

Tore

Punkte

SSV Vorsfelde 2:1 2:0 0:0 4:1 7

SV Südh. Walkenr. 1:2 0:0 2:0 3:2 4

BW Neuhof 0:2 0:0 0:0 0:2 2

TuS Garbsen 0:0 0:2 0:0 0:2 2

Gesamt 7:7

haben wir noch geflachst, das Double

zu holen. Dass es dann aber wirklich

geklappt hat, damit habe ich nie gerechnet.

Ich glaube, dass dieser Erfolg

noch höher einzustufen ist als der

Sieg in der Halle.“

Neben einem Niedersachsenross

durfte sich Blau-Weiß über die ausgesetzte

Prämie in Höhe von 800 Euro

freuen. Die Ehrung nahmen NFV-Vizepräsident

Karl Frewert, Friedel Gehrke

(Altherren-Spielleiter) sowie Peter Lehna

(Wolters) vor. Zudem verfolgte auch

NFV-Ehrenpräsident Dr. h.c. Engelbert

Nelle als Wettbewerbspate das Turnier.


Der Kapitän der Blau-Weißen, Jörg Ripke, nimmt

wert und Altherrenspielleiter Friedel Gehrke (von

ross entgegen.


Folgenschwerer Fehlschuss. Uwe Bohndieck setzte den entscheidenden Elfmeter neben das Tor

der Langförder.

Der starke und letztlich unglückliche

Finalist SSV Vorsfelde erhielt 600

Euro, während sich TuSpo Petershütte

und SV Broitzem über 500 bzw. 350

Euro freuen durften. Torschützenkönig

des Turniers wurde Frits Lins (1. FC

Nordenham). Er hatte wie elf weitere

Spieler zwei Treffer erzielt, dafür jedoch

nur drei Spiele benötigt. Als bester

Torwart wurde Uwe Bullmann (SSV

Vorsfelde) ausgezeichnet, während

TuSpo Petershütte die Ehrung für das

fairste Team entgegennehmen konnte.

Fair präsentierten sich aber auch alle

übrigen Teams, denn die Unparteiischen

mussten nicht eine rote Karte

zücken.

Das Aufgebot des Turniersiegers

BW Langförden: Jörg Ripke, Jürgen

Spille, Markus Evers, Bernd Siemer,

Mirco Bucholz, Michael Surmann,

Bernd Farwick, Jörg Pille, Ralf Herrmann,

Martin Brink, Volker Kleine

Holthaus, Hans Schmedes, Reinhold

Willenborg, Rainer Gerken, Andreas

Wohlers, Paul Engelmann, Dirk Bohmann,

Jens Kathmann; Spielertrainer

Bernd Farwick.

von Vizepräsident Karl Frerechts)

das Niedersachsen-

Die Finalspiele in

der Übersicht

Viertelfinale

SV Molbergen –

TuSpo Petershütte

0:1 (0:1)

Tor: 0:1 Axel Gömann

VfL Lüneburg –

SV Broitzem 2:4 n.E.

(0:0)

Elfmeterschießen: 1:0

Olaf Wollny, 1:1 Mathias

Handke, Bernward

Schniete hält gegen Andreas

Zeidler, 1:2 Jürgen

Migge, 2:2 Marc

Köster, 2:3 Simon Bauer,

Armin Trogsch

schießt gegen den Pfosten,

2:4 Michael Rother

SV Südharz – BW

Langförden 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Markus Evers

SSV Vorsfelde – TSG Mörse 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Stefan Leusmann, 2:0 Ralf Klingfurt

Halbfinale

TuSpo Petershütte –

BW Langförden 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Paul Engelmann

SSV Vorsfelde – SV Broitzem 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Holger Bohndieck

Elfmeterschießen um den dritten Platz

Sv Broitzem – TuSpo Petershütte 3:4

Tore: 1:0 Andrey Neustädter, Bernward

Schniete hält gegen Thomas Meissner,

Michael Rother schießt an die Latte,

1:1 Thomas Fischer, 2:1 Jürgen Migge,

2:2 Stefan Bojuck, Thomas Müller hält

gegen Mathias Handke, 2:3 Jürgen

Rettstadt, 3:3 Uwe Brandt, 3:4 Michael

Graf

Altherrenmeisterschaft

Die Ehrentafel

der Sieger

1998 TuS Heeslingen

1999 SV Olympia Braunschweig

2000 TSV Havelse

2001 TVE Veltenhof

2002 Sparta Werlte

2003 TSV Havelse

2004 HSC Hannover

2005 TSV Helmstedt

2006 SV Broitzem

2007 SV Südharz

2008 BW Langförden

Endspiel

BW Langförden –

SSV Vorsfelde 4:3 n. E. (0:0)

Elfmeterschießen: 1:0 Bernd Siemer, 1:1

Stefan Leusmann, Mirco Bucholz schießt an

den Pfosten, Jörg Ripke hält gegen Jörg Geruschke,

2:1 Markus Evers, 2:2 Ralf Wilhelm,

Olaf Timmas hält gegen Martin

Brink, Jörg Ripke hält gegen Ralf Klingfurt,

3:2 Paul Engelmann, 3:3 Holger Bohndieck,

4:3 Bernd Farwick, Uwe Bohndieck schießt

vorbei

Kopfballduell zwischen dem Vorsfelder Guiseppe Corusone (links) und Markus Dohrmann von der

TSG Mörse.


Juni 2008 15


Altherrenmeisterschaft

16

Standing Ovations für NFV-Ehrenpräsident Dr. h.c. Engelbert Nelle.

Juni 2008

Splitter

Erstaunlich Viele dürften noch ihr

Kampfgewicht mit sich herum getragen

haben, währenddessen der Eine oder

Andere vielleicht hier oder da im Laufe

der Jahre doch ein Pfund zugelegt haben

mag. Das ist nach einer langen

Fußballerkarriere und im „gesetzteren

Alter“ von mindestens 32 Jahren durchaus

verständlich. Verglichen mit einem

Spieler bei der Niedersächsischen Altherrenmeisterschaft

konnten alle übrigen

Akteure aber allenfalls als „Jungspunde“

gelten. Lothar Gutsche von

der TSG Mörse war mit 59 Jahren der

mit Abstand älteste Akteur und mischte

manch einen Gegenspieler dennoch ordentlich

auf. Im Verlauf der Players

Night zollten alle Mannschaften dem

„Methusalem“ mit Standing Ovations

ihren Respekt.


„Es gibt nur einen Engelbert Nelle…“

– Über Jubelgesänge und lang anhaltenden

Applaus durfte sich auch NFV-Ehrenpräsident

Dr. h.c. Engelbert Nelle freuen.

Der Hildesheimer hatte in seiner Amtszeit

als NFV-Präsident der seit 1988 ausgetragenen

Altherrenmeisterschaft 1998 offiziellen

Charakter verliehen und sie seit

2001 in Barsinghausen austragen lassen.

Dafür dankte ihm Altherrenspielleiter Friedel

Gehrke und löste damit die Beifallskundgebungen

aus.


Der TSV Havelse hat seinen Schrecken

endgültig verloren – zumindest im Altherrenbereich.

Über Jahre dominierte die

Mannschaft aus Garbsen den Wettbewerb,

gewann zweimal den Titel (2000

und 2003) und führt unangefochten die

„Ewige Tabelle“ an. Doch bei den letzten

beiden Auftritten im August-Wenzel-Sta-

Strafraumszene aus der Viertelfinalbegegnung SV Molbergen – TuSpo Petershütte (0:1).

Friedel Gehrke überreichte Torschützenkönig Frits Lins

(rechts) die Torjägerkanone.

dion, 2006 und 2008, reichte es für das in

die Jahre gekommene Team jeweils nur

noch zum letzten Platz. Schadlos halten

sich die Havelser dafür aber in der Altligameisterschaft,

die seit 2005 ausgetragen

wird. Im vergangenen Jahr sicherten sie

sich bereits den dritten Titel in Folge und

erreichten in diesem Jahr immerhin das

Viertelfinale.


Die Schiedsrichter konnten es im August-Wenzel-Stadion

aufgrund überwiegend

fairer Spielweise bei ein paar Mahnungen

belassen. Als Unparteiische zum

Einsatz kamen Hans-Jürgen Gurtowski

(Hannover), Andreas Kriks (Hameln), Michael

Mach (Langenhagen), Thomas Menzel

(Braunschweig), Manfred Rösner

(Wolfsburg), Walter Schmidt (Freden),

„AuWi“ Winsmann (Heinsen) und Werner

Wollenschläger (Springe).

Peter Lehna (H

als besten Tor

Im Finale kämpften die Teams von BW Langförden und SSV


ofbrauhaus Wolters) zeichnete Uwe Bullmann (rechts)

wart aus.

Lothar Gutsche (rechts) war mit 59 Jahren ältester Spieler

der Altherrenmeisterschaft.

Vorsfelde (weißes Trikot) verbissen um jeden Ball.

Ewige Tabelle

Verein 98 99 00 01 02 03 04 05 06 07 08 Te Sp g u v T P

TSV Havelse 3 1 14 3 1 2 12 16 16 9 44 23 8 13 49:32 75

HSC Hannover 2 8 5 1 9 11 6 31 13 11 7 25:16 50

BW Langförden 4 2 7 1 4 22 12 5 5 14:8 40

TuS Heeslingen 1 2 2 14 10 2 2 20:6 32

BV Essen 2 6 8 3 15 8 4 3 13:3 30

Sparta Werlte 6 1 9 3 16 8 5 3 19:8 29

SV Broitzem 16 1 4 4 4 19 9 4 6 12:15 29

SV Südharz 7 1 7 3 14 6 4 4 21:13 27

TSV Limmer 2 6 2 3 16 6 7 3 12:7 27

1. FC Nordenham 7 4 9 11 4 18 8 5 5 16:10 26

VfR Voxtrup 2 4 2 13 6 6 1 12:7 24

TSV Helmstedt 9 1 9 3 12 7 4 1 10:5 24

TVE Veltenhof 4 1 14 14 4 19 6 6 7 12:13 24

SV Ol. Braunschweig 1 11 13 15 6 5 22 5 9 8 10:17 23

SV Ahlerstedt/O. 6 16 13 5 13 10 6 24 5 8 11 15:28 23

Güldenstern Stade 8 4 13 3 15 6 4 5 14:10 22

FT Braunschweig 4 10 9 3 12 5 5 2 6:3 20

MTV Soltau 8 7 6 3 14 6 2 6 12:14 20

VfL Maschen 5 3 2 10 5 3 2 13:4 17

Fortuna Lebenstedt 11 3 8 3 13 5 3 5 6:7 17

SVE Lüneburg 12 2 14 16 4 16 4 5 7 11:13 17

SC Hainberg 3 8 2 10 5 1 4 12:5 16

Frisia Goldenstedt 10 5 9 3 10 3 5 2 8:4 15

FC Sulingen 3 11 2 9 3 5 1 7:4 14

SV Höltinghausen 7 7 2 12 2 8 21 10:9 14

SSV Vorsfelde 15 2 2 9 4 1 4 7:8 14

VfL WE Nordhorn 2 1 7 3 3 1 8:3 13

TuS Garbsen 4 14 2 9 3 3 3 3:3 13

TSV Winsen 3 1 6 4 1 1 10:3 12

TSG Wörpedorf 10 5 2 9 3 3 3 6:5 12

TSV Hillerse 3 1 6 3 2 1 8:5 11

SG Freren 4 1 6 3 2 1 7:5 11

SF Ricklingen 9 7 2 7 3 1 3 5:4 11

TuS Neetze 11 8 2 9 2 5 2 6:8 11

VfL Lüneburg 5 1 4 3 0 1 6:2 10

SV Reisling./Neuh. 5 1 6 3 1 2 6:5 10

FC Sülbeck-Immensen 5 1 6 3 1 2 5:4 10

GW Brockdorf 4 1 6 3 1 2 4:3 10

TV Drangstedt 5 15 2 9 2 4 3 6:6 10

TuS Eintracht Rulle 6 1 6 3 1 2 6:7 10

BW Neuhof 10 11 12 3 9 2 4 3 6:8 10

TuS Sudweyhe 6 1 6 2 3 1 5:3 9

Helmstedter SV 3 12 2 9 2 3 4 6:8 9

ASC GW Wielen 7 1 6 2 2 2 4:2 8

SV Baden 6 1 6 2 2 2 3:4 8

TuS Heidkrug 16 15 3 3 11 1 4 6 3:14 8

TSV Sievern 5 1 4 2 1 1 3:2 7

GW Mühlen 10 10 2 6 1 4 1 4:4 7

TuSpo Petershütte 3 1 5 2 1 2 3:3 7

Rotenburger SV 16 5 2 7 1 3 3 3:4 7

TSV Bassen 8 11 2 9 1 4 4 5:7 7

FC Sülbeck-Immensen 6 1 4 1 2 1 3:2 6

SV Molbergen 6 1 4 2 0 2 4:4 6

VfB Uplengen-Remels 7 1 6 2 0 4 6:7 6

RW Cuxhaven 9 12 2 6 1 3 2 2:3 6

BV Cloppenburg 8 1 6 1 3 2 5:9 6

MTV Salzdahlum 7 1 6 1 3 2 2:6 6

SCB Langendamm 9 1 3 1 2 0 3:1 5

SV Mörsen-Scharrendorf 8 1 4 1 2 1 3:3 5

TuS Esens 10 1 3 1 1 1 4:2 4

VfL Oldenburg 9 1 3 1 1 1 4:3 4

SV Kleeblatt Stöcken 10 1 3 1 1 1 2:2 4

TSG Mörse 8 1 4 1 1 2 2:4 4

TV Sottrum 11 15 2 6 1 1 4 4:9 4

SF Schwefingen 10 1 3 0 3 0 1:1 3

VfR Eintracht Nord Wolfsburg 10 1 3 1 0 2 2:3 3

TSV Brunsbrock 13 1 3 1 0 2 2:3 3

TuS Essenrode 11 1 3 1 0 2 1:2 3

TuS Kleefeld 10 1 3 1 0 2 2:4 3

SC Asel 12 1 3 1 0 2 1:5 3

VfL Stenum 11 1 3 1 0 2 1:5 3

SV Teutonia Uelzen 12 1 3 0 2 1 2:3 2

TSV Abbehausen 13 1 3 0 2 1 1:2 2

SV Algermissen 13 1 3 0 2 1 1:2 2

SV Borussia Neuenhaus 14 1 3 0 2 1 0:1 2

Germania Grasdorf 13 1 3 0 2 1 0:1 2

VSV Hedendorf/Neukloster 12 1 3 0 2 1 1:3 2

RW Damme 14 1 3 0 2 1 1:3 2

BSV Gleidingen 15 1 3 0 2 1 1:4 2

SV Wietmarschen 13 1 3 0 2 1 1:4 2

SV Nienstedt 15 1 3 0 1 2 1:3 1

SV Betheln/Eddingh. 12 1 3 0 1 2 1:3 1

TV Jahn Schneverd. 13 1 3 0 1 2 0:2 1

SV Wilkenburg 14 1 3 0 1 2 0:2 1

Barnstorfer SV 14 1 3 0 1 2 1:4 1

Heesseler SV 13 1 3 0 1 2 1:4 1

TuS Wustrow 15 1 3 0 1 2 0:3 1

SV Holtland 14 1 3 0 1 2 0:3 1

SF Holzminden/Altendorf 16 1 3 0 1 2 0:4 1

TSV Verden 12 1 3 1 0 2 1:3 0

SC Twistringen 15 1 3 0 0 3 1:4 0

TuS Tarmstedt 14 1 3 0 0 3 0:3 0

VfL Oythe 15 1 3 0 0 3 0:4 0

Kickers Emden 16 1 3 0 0 3 0:6 0

SV Sudmerberg 16 1 3 0 0 3 0:9 0

SC Dunum 16 15 2 6 0 0 6 2:16 0

Erläuterungen: Die Tore aus Elfmeterschießen kommen nicht in die Torwertung. Unter den jeweiligen Jahresangaben

ist angegeben, welche Platzierungen die einzelnen Mannschaften jeweils belegten. Die Spalte

Te gibt die Anzahl der Teilnahmen an den bisherigen Endrunden an. ■

Juni 2008 17


NFV-Pokal

18

Die Mannschaft von Eintracht Nordhorn bejubelt den Gewinn des NFV-Pokals.

Eintracht Nordhorn hat zum zweiten

Mal nach 1974 den NFV-Pokal gewonnen.

Das Team von Trainer Shefqet Lajci

setzte sich im Finale im Lüneburger Wilschenbruch-Stadion

mit 9:8 nach Elfmeterschießen

(1:1, 1:1) gegen Niedersachsenligist

Lüneburger SK durch.

Text und Fotos von PETER BORCHERS

In einem über weite Strecken ausgeglichenen

Spiel ging der Oberligist aus

Nordhorn bereits in der 2. Minute in Führung.

Der LSK ließ sich dadurch jedoch

nicht schockieren und kam seinerseits bereits

in der 16. Spielminute durch Hendrik

Helmke per Kopfball zum Ausgleich. Das

Unentschieden hatte auch nach 90 Minuten

Bestand, so dass ein Elfmeterschießen

die Entscheidung bringen musste. Zum

Matchwinner avancierte hierbei Nordhorns

Keeper André Lange, der zunächst

selbst einen Elfmeter verwandelte und

schließlich den Schuss von Jaime Sala parierte.

Damit konnten die Nordhorner bereits

zum fünften Mal im Pokal-Wettbewerb

2007/2008 ein Elfmeterschießen zu

ihren Gunsten entscheiden.

Juni 2008

Elfmeterglück – Nordhorn

hofft nun auf Schalke

9:8-Erfolg beim Lüneburger SK – Beide Finalisten nehmen nun am

DFB-Pokal 2008/2009 teil – Die erste Hauptrunde findet am 9./10.August statt

Der Weg ins Finale

Lüneburger SK: 2:1 – Güldenstern

Stade, 3:2 bei Heesseler SV, 7:0

– SV Drochtersen/Assel, Freilos, 7:6

n.E. – Arminia Hannover

Eintracht Nordhorn: 3:2 bei

SW Rehden, 4:3 n.E. bei VfL Bückeburg,

7:6 n.E. – VfB Oldenburg, 7:6

n.E. – BV Cloppenburg, 5:4 n.E. –

Eintracht Braunschweig

LSK-Trainer Ralf Sievers, dessen

ebenbürtige Mannschaft den Platz erhobenen

Hauptes verlassen durfte, bezeichnete

nach dem Spiel die Nordhorner als

„verdienten Pokalsieger“. Die Eintracht

habe auf dem Weg ins Finale die eindeutig

stärkeren Gegner aus dem Weg geräumt.

So setzte sie sich u.a. gegen Regionalligist

Eintracht Braunschweig durch.

Shefqet Lajci räumte nach dem Finalsieg

indes ein: „Elfmeterschießen ist immer

Glücksache.“ Nordhorns Trainer war trotz

des Pokalsieges nicht restlos zufrieden

mit seiner Mannschaft: „Wir haben es

nicht geschafft, dass Spiel 90 Minuten zu

kontrollieren, waren nach der frühen

Führung viel zu ruhig. Außerdem hat unser

Mittelfeld viel zu wenig Ideen entwickelt“,

bilanzierte der Coach des Oberligisten.


Machtlos ist Keeper André Lange beim Lüneburger Ausgleichstreffer durch Hendrik Helmke (weißes

Trikot).


Pokalübergabe durch NFV-Vizepräsident Karl

Frewert an Nordhorns Spielführer Herion

Novaku.

Während Eintracht Nordhorn bereits

1974 schon einmal den NFV-Pokalwettbewerb

gewann, können die Lüneburger

weiterhin keinen Titelgewinn verzeichnen.

Sie mussten sich auch im Finale von 2000

bei Kickers Emden erst nach Elfmeterschießen

geschlagen geben. Beide Teams sind

als Pokalfinalisten automatisch für die

1. Hauptrunde des DFB-Pokalwettbewerbs

2008/2009 qualifiziert und werden am 9.

oder 10. August Heimecht gegen ein Profiteam

genießen.

Beide Klubs haben bereits DFB-Pokalerfahrung

gesammelt: Der Lüneburger

SK unterlag 1992/93 dem Karlsruher SC

auf eigenem Platz mit 0:3. Nordhorn bezwang

1974/75 zunächst Westend Berlin

mit 5:1, um dann bei Bayer Leverkusen

mit 0:2 auszuscheiden. 1977/78 (1:10

bei Eintracht Braunschweig), 1978/79

(1:4 beim FC Gütersloh) und 1980/81

(0:3 beim SC Herford) scheiterte die Eintracht

jeweils in der ersten Runde auswärts.

NFV-Vizepräsident Karl Frewert, der

mit NFV-Pokalspielleiter Klaus Bittigau die

Siegerehrung in Lüneburg vornahm,

wünscht beiden Mannschaften nun attraktive

Gegner im DFB-Pokal. Shefqet Lajci

hofft als Schalke-Fan natürlich auf die

Knappen. LSK-Präsident Manfred Harder

frohlockte hingegen schmunzelnd: „Wir

haben das Heimrecht mit den Bayern bereits

getauscht.“ ■

Torben Rattelsdorfer verwandelt den entscheidenden Elfmeter zum 9:8-Endstand für Eintracht

Nordhorn.

Das Pokalfinale in der Statistik

Lüneburger SK: Michael Hopp, Raphael Staffeldt, Jaime Sala, Hendrik Helmke,

Alessandro Bubi Helmke, Dennis Krasnikov (86. Jonas Ahrens), Hakan Suyer, Daniel

Stäcker (67. Hakan Toku), Benjamin Tillack (78. Finn-Patrick Gierke), Torben Tutas, Roman

Razza. Trainer: Ralf Sievers.

Eintracht Nordhorn: André Lange, Hartmut Vriemann, Michael Ende, Matthias

Tellinghusen (52. Dennis Brode), Herion Novaku, Oliver Villar (52. Bertino Nacar), Zoran

Milosevic, Bastian Schulz, Danny Ahrend, Torben Rattelsdorfer, Deniz Baysoy (78.

Oliver Peschke). Trainer: Shefqet Lajci

Schiedsrichter: Jörg Hielscher (TSV Heiligendorf); Assistenten: Dennis Rieger (TV

Jahn Wolfsburg), Claudio Menna (USI Lupo Martini). Gelbe Karten: Tillack, Sala – Rattelsdorfer,

Milosevic. Zuschauer: 1000

Tore: 0:1 Vriemann (2.), 1:1 H. Helmke (16.)

Elfmeterschießen: 2:1 B. Helmke, 2:2 Novaku, 3:2 Suyer, 3:3 Ahrend, 4:3 Tutas,

4:4 Lange, 5:4 H. Helmke, 5:5 Schulz, 6:5 Ahrens, 6:6 Brode, 7:6 Gierke, 7:7 Vriemann,

8:7 Staffeldt, 8:8 Nacar, Lange hält Schuss von Sala, 8:9 Rattelsdorfer

Sektdusche für Trainer Shefqet Lajci.

Die Ehrentafel der

NFV-Pokalsieger

1956 VfV Hildesheim

1957 Sportfreunde Lebenstedt

1958 VfB Peine

1959 Preußen Hameln 07

1960 Olympia Wilhelmshaven

1961 Sportfreunde Lebenstedt

1962 VfL Wolfsburg

1963 Göttingen 05

1964 Sportfreunde Salzgitter

1965 Wolfenbütteler SV

1966 TuS Haste

1967 Göttingen 05 II

1968 Roland Delmenhorst

1969 SV Einbeck 05

1970 TuS Bodenteich

1971 VfL Rütenbrock

1972 FC Wolfsburg

1973 TSV Burgdorf

1974 Eintracht Nordhorn

1975 Sportfreunde Salzgitter

1976 VfV Hildesheim

1977 TuS Hessisch Oldendorf

1978 MTV Gifhorn

1979 nicht ausgespielt

1980 Borussia Hannover

1981 TuS Celle

1982 Hannover 96 II

1983 TuS Lingen

1984 TSV Friesen Hänigsen

1985 VfR Langelsheim

1986 TSV Stelingen

1987 TSV Verden

1988 TSV Verden

1989 VfL Bückeburg

1990 TuS Bersenbrück

1991 TSV Kaltenw./Krähenwinkel

1992 Sportfreunde Ricklingen

1993 Sportfreunde Ricklingen

1994 Sportfreunde Oesede/Gmh

1995 SSV Vorsfelde

1996 Kickers Emden

1997 Hannover 96

1998 Hannover 96

1999 SV Meppen

2000 Kickers Emden

2001 SC Schüttorf

2002 VfL Wolfsburg A.

2003 VfL Wolfsburg A.

2004 Eintracht Braunschweig

2005 VfL Osnabrück

2006 BV Cloppenburg

2007 SV Wilhelmshaven

2008 Eintracht Nordhorn

NFV-Pokal

Juni 2008 19


Frauenpokalendspiel

20

Von MANFRED FINGER

Stunden nach dem Pokalfinale war

Rena Dirks wieder ganz in ihrem Element.

Auf Initiative der 22-Jährigen

setzen sich beide Mannschaften beim

Bankett im Gilde Sporthotel Fuchsbachtal

auf den Boden des Saals Berlin. Dann

schrie Dirks: „Gib mir ein H!“, die Spielerinnen

aus Oythe und Timmel antworteten:

„H“. Dann rief Dirks: „Gib mir ein

U“, die Mitglieder beider Teams kamen

der Aufforderung erneut nach. So ging

das Spielchen weiter, bis das Wörtchen

H-U-M-B-A entstanden war. Dann sprangen

die Spielerinnen auf, tanzten ausgelassen

und sangen mit Inbrunst:

„Humba, humba täterä“.

Doch nicht nur in diesem Moment

hätte ein Unbeteiligter, der weder Mannschaften

noch Ergebnis kennt, sich bei der

Antwort schwer getan, wer denn nun verloren

und wer gewonnen hat. Denn während

der Sieger aus Oythe eher still den

Triumph genoss und allenfalls durch eine

kleine Gruppe auffiel, die im Foyer des

Sporthotels vor dem Fernseher jeden Treffer

von Zenit St. Petersburg gegen Bayern

München (4:0) bejubelte, sorgte im Saal

der Verlierer für Stimmung. Den Ton gab

dabei Rena Dirks an. „Ausgerechnet

Dirks“ wird sich mancher gedacht haben,

denn es war Timmels Abwehrspielerin, die

an der Entstehung der Entscheidung nicht

Das Finale in

der Statistik

SuS Timmel: Carina Schoone –

Lisa Mansholt, Doreen Buss (81. Daniela

Mönck), Rena Dirks, Darjana

Wenke – Birgit Campen – Marie Lücke,

Amke Ihben (81. Sarah Tjarks),

Wiebke Einnolf – Sonja Buss (63. Marijke

Kuijpers), Hella Schulte. Trainer:

Bruno Mönck.

VfL Oythe: Katja Kalvelage – Sabrina

Roth – Melek Ince, Kathrin Seeger

(78. Janina Müller) – Judith Vornhusen,

Eva-Maria Kollmer – Andrea

Kötter (56. Beate Kunze), Stefanie Klowersa,

Ilka Feldhaus – Lisa Seeger, Julia

Sadzio. Spielertrainerin: Katja Kalvelage.

Tore: 0:1 Judith Vornhusen (80.,

Kopfball) – Chancen: 6:3.

Schiedsrichter: Ina Woltemath

(SSV Elze), Assistenten: Ramona Przystawek

(VfL Giften), Miriam Espenhain

(SV Ummeln/Wätzum). Gelbe Karte:

Melek Ince (52.). Zuschauer: 150.

Juni 2008

Kalvelage eifert Kahn nach

Spielführerin, Spielertrainerin,Torfrau – in dieser Saison sorgte die Polizistin

Katja Kalvelage gleich in mehrfacher Hinsicht für Ordnung beim VfL Oythe.

Wie Oliver Kahn beendet sie ihre Karriere mit dem Pokalsieg.

Aus den Händen von Gudrun Mews (links), Vorsitzende des NFV-Frauenausschusses, und Spielleiterin

Gabriele Immerthal nahm Oythes Spielführerin Katja Kalvelage den Siegerpokal entgegen. Foto: Kramer

unbeteiligt war. Schließlich war es ihre

verunglückte Kopfballabwehr im eigenen

Strafraum, die Oythes Judtih Vornhusen in

der 80. Minute zur Schützin des goldenen

Tores werden ließ. Ebenfalls per Kopf.

Damit avancierte Vornhusen in der

Statistik zur „Matchwinnerin“, doch fühlen

durfte sich als solche nicht minder ihre

Kameradin Katja Kalvelage. Um es vorweg

zu nehmen: Das 35. Endspiel um die

niedersächsische Pokalmeisterschaft der

Frauen war nicht reich an Chancen. Und

die wenigen guten, zumeist für Timmel,

vereitelte Oythes Torhüterin Katja Kalvelage,

die sich neben ihrer Klasse stets auf

den Beistand der Glücksgöttin Fortuna

verlassen durfte. So in der 16. und 36. Minute,

als sie jeweils gegen Birgit Campen

das Nachsehen hatte und jeweils ihre Mitspielerin

Stefanie Klowersa vor der Linie

retten konnte.

Besonders spektakulär verlief das

Zusammenspiel zwischen Kalvelage und

Fortuna in der 53. Minute: Einen 25-Meter-Freistoß

von Wiebke Einnolf entschärfte

sie bravourös an die Unterkante

der Latte, hatte dann aber das „Glück

des Tüchtigen“, als Timmels Marie Lücke

den herausspringenden Ball unbedrängt

über das Tor köpfte. Diese Szene sollte

zum Leidwesen der Ostfriesinnen nicht

die einzige bleiben, in der Kalvelage,

Lücke und das Aluminium eine Rolle

spielten. Fünf Minuten vor dem Ende

war es ein sehenswerter Distanzschuss

der SuS-Spielführerin, den die VfL-Torhüterin

an den Pfosten lenkte, von wo

aus er ins Aus ging.

Und so dürfte auch im Zusammenhang

mit Katja Kalvelage das Wort „ausgerechnet“

gefallen sein. „Ich will den Pott unbedingt

haben“, hatte die 33-Jährige vor dem

Spiel ihren Wunsch zum Ausdruck gebracht,

ähnlich wie Oliver Kahn mit dem Pokalsieg

am Saisonende ihre Karriere zu beenden.

Als Rückhalt zwischen den Pfosten

war Kalvelage maßgeblich an der Entwicklung

des VfL Oythe von einem Kreisligaverein

zu einem Spitzenklub in der Regionalliga

beteiligt. In dieser Saison sogar in Doppelfunktion,

denn nach dem Rücktritt des

Trainers in der Herbstserie übernahm sie

auch dieses Amt. So sorgte die Polizeibeamtin

als Torfrau, Kapitän und Spielertrainerin

gleich in mehrfacher Hinsicht für Ordnung

beim VfL Oythe.

Neben dem Pokal und den Medaillen

durfte sich das Team aus dem NFV-Kreis

Vechta, bereits 2006 niedersächsischer

Cupsieger, über die Prämie von 500 Euro

des Wettbewerbspartners Gilde Brauerei

freuen. Der Finalist aus Timmel erhielt 250

Euro. „Wir haben gut gespielt und großartig

gekämpft“, sagte SuS-Trainer Bruno

Mönck nach dem Schlusspfiff. „Doch um

einen Titel zu gewinnen, braucht eine

Mannschaft auch ein wenig Glück. Und das

war in dieser Partie auf der Seite des VfL Oythe“,

brachte es der Coach auf den Punkt.

Auch für Mönck war es sein (vorerst)

letztes Pokalfinale in Barsinghausen. Nach

27 (!) Jahren hört er am Saisonende auf.

Unter Mönck entwickelte sich der SuS

zu einem der besten niedersächsischen

Frauenteams und spielte von 2004 bis

2007 in der 2. Bundesliga.


Conti-Cup

22

So sehen Sieger aus: Die A-Junioren des VfL Wolfsburg mit Timo Roebbel (vorn links), Continental AG, Hannes Wittfoth, NFV Vizepräsident (vorn Bildmitte)

und rechts Walter Fricke (NFV-Jugendobmann). Fotos: Kramer

Wolfsburgs Junioren mit furiosem

Endspurt zum Pokalsieg

Conti-Cup-Finalspiele vor 300 Zuschauern August-Wenzel-Stadion Barsinghausen

Eingehakt. Eine Spielszene aus dem A-Junioren-Endspiel

Juni 2008

Lange Zeit hielten die A- und B-Junioren

des VfL Osnabrück gegen die

favorisierten Wolfsburger mit. Doch

am Ende setzten sich die Wölfe in beiden

Endspielen des Conti-Cups mit 4:1

(1:0) und 3:2 (0:0) vor 300 Zuschauern

verdientermaßen durch.

Die Bundesliga-A-Junioren des VfL

Wolfsburg kontrollierten die Begegnung

weitgehend, nachdem ihnen bereits nach

fünf Minuten ein fragwürdiger Elfmeter

zugesprochen wurde, den Jan-Christian

Meier sicher verwandelte. Die 1:0-Führung

verwaltete der Tabellendritte der A-

Junioren-Bundesliga fortan, ohne dabei

Glanzpunkte zu setzen. Der VfL Osnabrück,

Spitzenreiter der A-Junioren-Regionalliga

Nord, hielt die Partie sehr lange ➤

Sponsoring

Hannovers Reifenhersteller Continental

AG, vor einigen Jahren Premiumsponsor

der Weltmeisterschaft

2006, unterstützt seit 1997 auch die

A- und B-Junioren-Niedersachsenmeisterschaft,

kurz Conti-Cup genannt.

Und bei der Europameisterschaft

2008 gehört die Continental

AG wieder zu den Großsponsoren.

Der Niedersächsische Fußballverband

sagt „Danke“.


Kollektiver Freudentaumel beim VfL Wolfsburg. Auch die B-Junioren (Foto) wurden NFV-Conti-Cup-Pokalsieger

offen und kam in der 77. Minute zum

1:1-Ausgleich durch Kevin Samide.

Erst jetzt verstärkten die Wolfsburger

die Offensivbemühungen und wurden

schließlich in der 85. Minute dafür

belohnt, als Sebastian Polter eine Flanke

von Marcel Weiß zur erneuten Führung

einköpfte. Danach konnten sich die Osnabrücker

nicht mehr aufbäumen. Im

Gegenteil: Sie kassierten in der 90. Minute

und in der Nachspielzeit noch das

3:1 durch den unmittelbar zuvor eingewechselten

Oliver Kragl und das 4:1

durch Suleymann Celikyurt. Die Niederlage

fiel am Ende zu hoch aus.

Im B-Junioren-Conti-Cup-Finale war

der VfL Osnabrück in der ersten Hälfte

die bessere Mannschaft. Die klarste

Chance zum 1:0 vergab Yakub Akbayram

bereits in der 6. Minute, als er

freistehend aus kurzer Distanz am glänzend

parierenden Wolfsburger Torhüter

Tobias Krull scheiterte. Der 7. der B-Junioren-Bundesliga

kombinierte gefällig,

konnte allerdings zunächst keine weiteren

Großchancen herausspielen.

Wer läuft in die richtige Richtung? Eine weitere Spielszene aus dem A-Junioren-Pokalfinale.

Conti-Cup

Doch zwei Minuten nach der Pause

dann die verdiente Führung für die

Osnabrücker. Nils Mühlenberg traf mit

einem Distanzschuss zum 1:0. Fast im

Gegenzug konnten die Wolfsburger

ausgleichen. Nico Granatowski erzielte

im Strafraum aus einem Gewühl heraus

das 1:1. Davon ließ sich der VfL Osnabrück

allerdings nicht beeindrucken. In

der 48. Minute ging das Team von Robert

Borgelt erneut in Führung. Philipp

Steinkamp traf mit einem Kopfball zum

2:1.

Die Ehrentafel der Sieger im

NFV-A-Junioren-Pokalwettbewerb

(seit 1997 wird der Wettbewerb als „Conti-Cup“ ausgetragen)

1952 FC Diepholz 1981 Armina Hannover

1953TuS Kleefeld 1982 OSV Hannover

1954Sportfr. Ricklingen 1983 Eintracht Braunschweig

1955 TuS Lingen 1984 Eintracht Braunschweig

1956 TuS Celle 1985 TSV Havelse

1957 TSV Burgdorf 1986 Hannover 96

1958 TSV Burgdorf 1987 Eintracht Braunschweig

1959 VfL Osnabrück 1988 VfL Osnabrück

1960 SSV Vosslapp 1989 VfL Wolfsburg

1961 BV Cloppenburg 1990 Lüneburger SK

1962 Arminia Hannover 1991 Hannover 96

1963 Teutonia Uelzen 1992 Eintracht Braunschweig

1964 Hannover 96 1993 nicht ausgetragen

1965 VfL Wolfsburg 1994 SV Meppen

1966 Eintracht Braunschweig 1995 VfL Wolfsburg

1967 TuRa Westrhauderfehn 1996 Hannover 96

1968 Eintracht Braunschweig 1997 Eintracht Braunschweig

1969 Union Salzgitter 1998 Hannover 96

1970 Eintracht Braunschweig 1999 VfL Osnabrück

1971 Arminia Hannover 2000 VfL Wolfsburg

1972 SG Baddeckenstedt 2001 Hannover 96

1973 nicht ausgetragen 2002 VfL Wolfsburg

1974 nicht ausgetragen 2003 VfL Wolfsburg

1975 nicht ausgetragen 2004 Hannover 96

1976 OSV Hannover 2005 Hannover 96

1977 TSV Havelse 2006 VfL Wolfsburg

1978 TSV Havelse 2007 VfL Wolfsburg

1979 SV Wilhelmshaven 2008 VfL Wolfsburg

1980 Wolfenbütteler SV


Juni 2008 23


Conti-Cup

24

Juni 2008

Die Ehrentafel der Sieger im

NFV-B-Junioren-Pokalwettbewerb

(seit 1997 wird der Wettbewerb als „Conti-Cup“ ausgetragen)

1981 Eintracht Braunschweig 1995 Eintracht Braunschweig

1982 Eintracht Braunschweig 1996 Hannover 96

1983 VfL Stade 1997 VfL Wolfsburg

1984 VfV Hildesheim 1998 VfB Oldenburg

1985 VfL Osnabrück 1999 Eintracht Braunschweig

1986 Hannover 96 2000 Hannover 96 II

1987 Göttingen 05 2001 VfL Wolfsburg

1988 VfL Bückeburg 2002 Hannover 96

1989 TSV Verden 2003 Hannover 96

1990 Hannover 96 2004 Hannover 96

1991 Concordia Belm/Powe 2005 VfL Wolfsburg

1992 SV Meppen 2006 Hannover 96

1993 VfL Wolfsburg 2007 Hannover 96

1994 VfL Wolfsburg 2008 VfL Wolfsburg

Erst jetzt erhöhte der Spitzenreiter

der B-Junioren-Bundesliga das Tempo.

Wolfsburgs Torjäger und NFV-Auswahlspieler

Mario Petry glich in der 66. Minute

aus kurzer Distanz zum 2:2 aus.

Den glücklichen, aber nicht unverdienten

3:2-Siegtreffer für die Wölfe erzielte

drei Minuten später Fabian Falk. In dieser

Szene und beim 1:1-Ausgleichstreffer

sah Osnabrücks Torhüter Bernfried

Nauber nicht gut aus.

Statistik des 53. NFV-Pokalendspiels

der A-Junioren

VfL Wolfsburg –

VfL Osnabrück 4:1 (1:0)

VfL Wolfsburg: Rene Melzer, Michael

Schulze (Kapitän), Kevin Kluk,

Jan-Christian Meier, Julian Klamt, Suleyman

Celikyurt, Marcel Weiß, Kevin Kahlert,

Steven Flettner (46. Andre Fomitschow),

Sebastian Polter (90. Oliver

Kragl), Milos Djordjevic. Trainer: Christian

Benbennek.

VfL Osnabrück: Jonas Gottwald,

Daniel Korte, Marcel Jennebach, Jens

Buddecke (Kapitän), Victor Falk, Ugur

Birdir, Edgar Kammerer, Jan Meyer (16.

Sascha Wald), Kevin Samide, Andre Hilling

( 62. Chris Muscharski) , Andreas

Zimmermann (75. Lars Brockhoff). Trainer:

Roland Twyrdy.

Geschenk

Ein sportliches Geburtstagsgeschenk

erhielt Manfred Mattes. Sein B-Juniorenteam

widmete ihm den Conti-

Cup-Sieg 2008.

Prämien

Die Continental AG setzt folgende

Prämien aus: Der A-Junioren-Sieger

erhält 1500 Euro, der Verlierer 750

Euro. Außerdem erhalten alle Spieler

Rucksäcke und T-Shirts. Die beiden B-

Junioren-Finalisten dürfen sich

außerdem über 1000 bzw. 500 Euro

freuen.

Tore: 1:0

Meier (Foulelfmeter

5. Minute),

1:1 Samide

(77.), 2:1 Polter (85.), 3:1 Kragl (90.), 4:1

Celikyurt (90.).

Zuschauer: 300

Gelbe Karten: Celikyurt, Korte

Schiedsrichter: Vladimir Schwegler,

Assistenten Maksim Sapiro und Philip Sievert

(alle Hannover)

Die beiden Finalisten erreichten das

Endspiel mit folgenden Ergebnissen:

VfL Osnabrück: 3:2 bei BW Tündern,

5:0 bei BV Cloppenburg, 3:1 bei Hannover

96, 2:0 bei VfL Oldenburg.

VfL Wolfsburg: 1. Runde spielfrei, 5:1

bei VfV 06 Hildesheim, 4:2 bei Eintracht

Braunschweig, 5:2 bei SV Georgsmarienhütte.

Statistik des 28. NFV-Pokalendspiels

der B-Junioren

VfL Wolfsburg –

VfL Osnabrück 3:2 (0:0)

VfL Wolfsburg: Tobias Krull (Kapitän),

Willi Steinke, Marcus Busse, Leon Gicic, Nico

Grantowski, Pascal Thomsen, Max Samkowez

(41. Kevin Schulze), Evangelos Papaeftimiou,

Mario Petry, Pierrre-Michelle Lasogga,

Engin Kiy. Trainer Manfred Mattes.

Von Osnabrücker Spielern in die Zange genommen

wurde der Spieler des VfL Wolfsburg. Am

Ende setzten sich die Wolfsburger B-Junioren

mit 3:2 gegen den VfL Osnabrück durch.

Timo Roebbel aus der Marketingabteilung

der Continental AG überreicht Stephan Stukenborg,

Kapitän der B-Junioren des VfL Osnabrück,

Ball und Scheck.

VfL Osnabrück: Bernfried Nauber,

Robin Twyrdy, Rico Wöhler, Gerrit Nauber,

Nils Mühlenweg, Yakup Akbayram,

Daniel Latkowski, Philipp Steinkamp, Stephan

Stukenborg (Kapitän), Julian Wolf,

David Niemeyer. Trainer: Robert Borgelt.

Tore: 0:1 Mühlenberg (42. Minute),

1:1 Granatowski (43.), 1:2 Steinkamp

(48.), 2:2 Petry (66.), 3:2 Falk (69.)

Zuschauer: 300

Gelbe Karten: Stukenborg und Kiy

Schiedsrichter: Tim Skorczyk, Assistenten

Dennis Soisch und Sebastian

Franczak (alle Salzgitter).

Die beiden Finalisten erreichten das

Endspiel mit folgenden Ergebnissen:

VfL Osnabrück: 6:0 beim VfL Bückeburg,

8:1 bei TuS BW Lohne, 1:0

beim SV Meppen.

VfL Wolfsburg: 1. Runde spielfrei,

6:1 beim Heesseler SV, 6:0 beim Lüneburger

SK.

@ Offizielle Seite im Internet: www.nfv.de

Anmerkungen

Die B-Junioren des VfL Wolfsburg

haben jetzt insgesamt sechs Titel

errungen (1993, 1994, 1997,

2001, 2005 und 2008). Der VfL Osnabrück

gewann ein einziges Mal im

Jahr 1985.

Die A-Junioren des VfL Wolfsburg

haben drei Mal in Folge gewonnen

und bereits neun Titel errungen

(1965, 1989, 1995, 2000, 2002,

2003, 2006, 2007 und 2008). Der

VfL Osnabrück gewann 1959, 1988

und 1999.

Erstmals seit 1997, dem Premierenjahr

des Conti-Cup, konnte sich

Hannover 96 für keines der beiden

Endspiele um die niedersächsische

Pokalmeisterschaft der B- und A-Junioren

qualifizieren.




④ ⑤







Akrobatische

Einlage

Conti-Cup

Michael Schulze,

Kapitän der A-Junioren

des VfL

Wolfsburg, mit

NFV-Jugendobmann

Walter Fricke

(links) und NFV-Vizepräsident

Hannes

Wittfoth (rechts).

Versammlung im

Osnabrücker Strafraum

Verbissener

Zweikampf

Wolfsburger A-Junioren

jubeln mit

Bodenhaftung

Juni 2008 25


Länderpokal

26

Fünf von 16 im Blickfeld des DFB

NFV-U 15-Mädchen überzeugen in Duisburg-Wedau – Platz 8 für das Team

von Thorsten Westenberger – Erste Niederlage nach 15 Spielen

„Wir gehören leistungsmäßig zu den

besten Fünf.“ – Für NFV-Trainer Thorsten

Westenberger stand nach dem Länderpokalturnier

der U 15-Mädchen in

Duisburg-Wedau außer Frage, dass seine

Auswahl sich hervorragend geschlagen

hatte. Hatte Niedersachsen zwei

Spieltage lang sogar an der Spitze des

Teilnehmerfeldes gestanden, so musste

sich das Team am Ende aber mit Rang

acht begnügen. Turniersieger wurde

Bayern vor Niederrhein und den punktgleichen

Mannschaften aus Westfalen

und Württemberg.

Text und Fotos von PETER BORCHERS

Zunächst konnte die niedersächsische

Auswahl ihre Siegesserie in Duisburg

auf 14 Erfolge bei einem Unentschieden

weiter ausbauen, ehe im 16. Spiel gegen

Westfalen die erste Niederlage fällig

war und gegen Niederrhein die zweite sogleich

folgte. „In diesen Begegnungen

haben wir erstmals gegen die Spitze gespielt.

Dabei wurde uns aufgezeigt, was

uns noch fehlt. In puncto individueller

Technik müssen wir noch zulegen, zudem

schneller spielen und denken“, sah Westenberger

an der Wedau zwar Schwä-

Juni 2008

chen seines Teams, freute sich aber vielmehr

über die Stärken. „Die willensstarken

Mädchen haben sich taktisch klug

verhalten, sich stark im Spielaufbau gezeigt

und als homogene Einheit präsentiert,

die auf allen Positionen gut besetzt

ist. Zudem haben wir mit Kristin Demann

und Lena Petermann zwei herausragende

Einzelspielerinnen“, zog der Trainer nach

dem Vergleich der 21 Landesverbände zufrieden

Bilanz.

Auf die beiden Nationalspielerinnen

des NFV, Demann und Petermann, ist der

DFB längst aufmerksam geworden. Mit

Jennifer Bochmann, Pauline Peters und Lyn

Meyer erhalten nun aber auch drei weitere

Spielerinnen der NFV-Auswahl Gelegenheit,

sich bei DFB-Lehrgängen unter Leitung

der DFB-Trainer Bettina Wiegmann

bzw. Ralf Peter weiter zu empfehlen. Fünf

von 16 Spielerinnen im Blickfeld des DFB –

diese niedersächsische Ausbeute kann sich

durchaus sehen lassen.

Thorsten Westenberger strich aber

auch die Leistungen der Zwillinge Maleen

und Sophie Gerkens heraus, die mit großem

läuferischen Potenzial in der Spielgestaltung

überzeugten. Zudem erntete

Franziska Fiebig, die für viel Druck über

Außen sorgte, ein Sonderlob ihres Trainers.

Lena Petermann (links) gelang mit diesem Kopfball der Anschlusstreffer gegen Niederrhein.

Die Spiele der NFV-Auswahl

in der Übersicht

Niedersachsen – Sachsen 2:0 (1:0),

Tore: 1:0 Demann (18.), 2:0 Meyer (32.)

In einer von der NFV-Auswahl einseitig

gestalteten Partie entsprach das Ergebnis

am Ende nicht dem tatsächlichen Spielverlauf.

Das Team aus Niedersachsen erarbeitete

sich ein deutliches Chancenplus, ließ

aber mehrere einhundertprozentige Chancen

ungenutzt.

Niedersachsen – Schleswig-Holstein

1:0 (1:0), Tor: Petermann (13.)

Erneute offenbarte die Mannschaft

aus Niedersachsen mit der Abschlussschwäche

vorm gegnerischen Tor ihr altes

Manko. „Das Spiel hätte 8:0 ausgehen

müssen“, bemängelte Thorsten Westenberger,

dessen Torfrau Linda Röttgers einen

arbeitslosen Nachmittag verbrachte.

Niedersachsen – Südwest 1:0 (0:0),

Tor: Fiebig (47.)

In dieser Begegnung bewies die NFV-

Auswahl ihre große Stärke. Gegen das

überlegen beginnende Team aus Südwest

fand Niedersachsen mit ausgeprägtem

Willen in die Partie, ohne sich jedoch zwingende

Möglichkeiten zu erspielen. Kurz vor

Spielende gelang Franziska Fiebig per Abstauber

der Siegtreffer.

Niedersachsen – Westfalen 0:1

(0:0), Tor: 0:1 (40.)

Ausgerechnet ein Fehler der besten

NFV-Spielerin führte zur ersten Niederlage.

Kristin Demann leistete sich einen haarsträubenden

Abspielfehler im Mittelfeld,

woraus Westfalen Kapital schlagen konnte

und mit einem Weitschuss aus heiterem

Himmel in Führung ging. Unmittelbar zuvor

verweigerte die Schiedsrichterin den

Niedersachsen nach einem Foul an Lena Petermann

allerdings einen eindeutigen Strafstoß.

Zwar konnte die NFV-Auswahl die

zweite Spielhälfte überlegen gestalten, eine

Wende jedoch nicht mehr herbeiführen.

„Wir hätten mindestens ein Unentschieden

verdient“, haderte schließlich Thosten

Westenberger und musste registrieren,

dass seine Mannschaft vom ersten auf den

fünften Tabellenplatz abgerutscht war.

Niedersachsen – Niederrhein 1:2

(0:1), Tore: 0:1 (4.), 0:2 (37.), 1:2 Petermann

(40.)

„Wir haben die Anfangsphase leider

völlig verpennt“, sah Westenberger im letzten

Spiel eine frühe Führung des Gegners.

Der dominierte im ersten Spielabschnitt

deutlich gegen die Mädchen aus Niedersachsen,

denen der Kräfteverschleiß aus

der Begegnung gegen Westfalen noch in

den Knochen steckte. Bemerkenswert:

Nach dem 0:2 aus abseitsverdächtiger Position

bäumte sich das NFV-Team noch einmal

auf, schaftte jedoch trotz guter Möglichkeiten

nicht mehr als den Anschlusstreffer.

„Diese Niederlage war verdient“, erkannte

Westenberger die Überlegenheit

des Kontrahenten neidlos an. ➤


Dürfen sich über ihre couragierten Auftritte beim Länderpokal freuen: Die U15-Juniorinnen des NFV.

Das NFV-Aufgebot

Tor: Laura Danziger (SC Deckbergen),

Linda Röttgers (BW Papenburg).

Abwehr: Jennifer Bochmann (TSV

Neuenkirchen), Rabia Melike Dincer (SC

Völksen), Katharina Paul (TV 01 Bohmte),

Pauline Peters (PSV Norden).

Mittelfeld: Kristin Demann (FC Bennigsen),

Maleen Gerkens, Sophie Gerkens

(beide Eintracht Immenbeck), Franziska

Fiebig (VfL Wolfsburg), Laura Prigge (ATSV

Scharmbeckstotel), Jana Segeler (Heidekraut

Andervenne).

Sturm: Laura Lopez (SVL Bad Lauterberg),

Lyn Meyer (SG Achim/Börßum), Le-

Die Abschlusstabelle

Tore Punkte

1. Bayern 5: 0 9

2. Niederrhein 6: 1 8

3. Westfalen 11: 1 7

Württemberg I 11: 1 7

5. Brandenburg 5: 4 7

6. Südbaden 7: 3 6

7. Sachsen 6: 4 6

8. Niedersachsen 5: 3 6

9. Württemberg II 5: 3 5

10. Hamburg 4: 3 5

Hessen 4: 3 5

12. Südwest 4: 4 5

13. Baden 3: 4 5

14. Bremen 4: 7 5

15. Thüringen 8: 6 4

16. Mittelrhein 7: 6 4

17. Saarland 4: 3 4

18. Berlin 5: 7 4

19. Rheinland 6: 8 3

20. Schleswig-Holstein 5: 7 3

21. Sachsen-Anhalt 1:14 1

22. Mecklenb.-Vorp. 1:19 1

na Petermann (TSV Otterndorf), Vanessa

Rohling (Piesberger SV).

Trainer: Thorsten Westenberger (Barsinghausen);

Co-Trainerin: Cordula Meyer

(Wohnste).

Länderpokal

Als Schiedsrichterinnen kamen

beim Länderpokalturnier in Duisburg mit

Riem Hussein (Bad Harzburg) und Verena

Schulz (Wolfsburg) auch zwei Unparteiische

aus Niedersachsen zum Einsatz. ■

Laufduell zwischen Jana Segeler (links) und einer Gegenspielerin der Niederrhein-Auswahl.

Juni 2008 27


DFB-Kongress

28

Die für die niedersächsischen Fußballfreunde

wichtigste Nachricht verkündete

Wolfgang Niersbach: „Wir

wollen die WM auf das ganze Land verteilen,

dabei vertritt Wolfsburg Norddeutschland.

Das ist eine zu einhundert

Prozent sichere Prognose und wird von

mir bestätigt sofern die Stadt die Voraussetzungen

erfüllt", erklärte der Generalsekretär

des Deutschen Fußball-Bundes

bei der Veranstaltung „DFB live“ Anfang

Mai in Hannover.

Damit wird Niedersachsen 2011 bei

der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen

ebenso als Spielort vertreten sein wie bereits

2006 beim Championat der Männer

(Hannover). Vor Wolfsburg hatten lediglich

Berlin als Ort des Eröffnungsspiels

und Frankfurt/Main als Finalstätte festgestanden.

Zudem gab Niersbach bekannt,

dass die Mittelfeldspielerin des VfL Wolfsburg,

Britta Carlson, in das Botschafter-

Team von WM-OK-Chefin Steffi Jones

aufgenommen wird. Die 30-Jährige, die

31 Länderspiele bestritt und in der kommenden

Saison bei den VfL-Frauen zusätzlich

die Aufgabe als Co-Trainerin

übernimmt, soll im Bereich Nord-Nordost

die Werbetrommel für die Heim-WM

rühren.

„Fußball ist Zukunft“ – unter diesem

Motto stand der Kongress, mit

dem der Veranstaltungstag im Hannoveraner

Congress Centrum begonnen hatte.

Teilnehmer waren die Kreisvorsitzenden

aus den Regionalverbänden Nord

und Nordost, die von einem weiteren

Vertreter des jeweiligen Kreisvorstandes

begleitet wurden. In seiner Eröffnungsrede

bat DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger

die Delegierten, in ihrem ehrenamtlichen

Engagement für den Fußball ➤

Juni 2008

Bekenntnis zur Elite

Niersbach gibt Wolfsburg als Spielort der WM 2011 bekannt –

Bierhoff hält EM-Titel für möglich – Wulff glaubt eher an Gold in Peking

DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger freute sich über das Wiedersehen mit seinem langjährigen Weggefährten,

Dr. h.c. Engelbert Nelle (sitzend). Links NFV-Präsident Karl Rothmund. Fotos (6): Finger

August-Wilhelm Winsmann (rechts), Vorsitzender des NFV-Bezirks Hannover, stellte Dr. Theo Zwanziger führende Köpfe seines Bezirks vor. Von links:

Burkhard Walden (Spielausschuss-Vorsitzender NFV-Kreis Holzminden), August Borchers (Vorsitzender NFV-Kreis Holzminden), Dieter Wilhof (Spielausschuss-Vorsitzender

NFV-Kreis Hildesheim), Marco Vankann (Vorsitzender NFV-Kreis Schaumburg), Dr. Theo Zwanziger, Michael Brede (Vorsitzender

NFV-Kreis Nienburg), Detlef Winter (Vorsitzender NFV-Kreis Hildesheim).


nicht nachzulassen. „Schon bis 2020

wird sich unsere Gesellschaft stark verändern,

wenn ich alleine nur die Altersstruktur

betrachte. In den Vereinen und

Kreisen müssen wir diesem gesellschaftlichen

Wandel Rechnung tragen.“

Die Förderung der Elite, die Stärkung

der Basis und die unbedingte Notwendigkeit,

die Kraft des Fußballs für soziale

Anliegen zu nutzen – um diese drei Säulen

des Fußballs in Deutschland ging es

Dr. Theo Zwanziger auch in Hannover:

„Wir brauchen eine starke Nationalmannschaft

und wir brauchen starke

Klubs in der Bundesliga. Dies ist ein klares

Bekenntnis zur Elite“, sagte der Präsident.

„Zweitens muss der Fußball gerade

an der Basis weiter entwickelt werden.

Und schließlich muss der Fußball gesellschaftlich

wertvoll sein.“ Zwanziger

nannte Fangewalt, Rassismus und Doping

als Bedrohungen für den Fußball,

denen man entschlossen entgegenwirken

müsse, wenn man keinen Geltungs- und

Inhaltsverlust hinnehmen wolle. Auf den

1000 Mini-Spielfeldern, deren Bau der

DFB gerade in ganz Deutschland mit insgesamt

26 Millionen Euro finanziert, soll

nach Fertigstellung ein nationaler „Tag

der Integration“ veranstaltet werden.

Drei Tage vor der Geburt seines Sohnes

Linus Florian präsentierte sich Niedersachsens

Ministerpräsident Christian

Wulff den 400 Gästen als gut gelaunter

werdender Vater. „Die Arbeit des Fußballverbandes

wurde lange unterschätzt“,

sagte der CDU-Politiker als Ehrengast der

Abendveranstaltung „DFB live", einem

lockeren Info-Talk im Anschluss an den

Kongress. „Mittlerweile ist wissenschaftlich

dokumentiert, welche Auswirkung

die WM auf den Wirtschaftsaufschwung

in unserem Land hatte. Unser Ruf weltweit

wurde durch diese tolle WM aufgewertet

– eine großartige Leistung des

Fußballs. Schließlich vereint der DFB in

seiner Arbeit Breite, Elite und die soziale

Komponente.“ Unter großem Applaus

des Saales rief Wulff den Kreisvorsitzenden

zu: „Sie tun wirklich etwas für unser

Land.“

Wolfgang Niersbach überreichte

Wulff anschließend gemeinsam mit DFB-

Vizepräsidentin Hannelore Ratzeburg und

Britta Carlson ein Trikot der Frauen-Nationalmannschaft

mit seinem Namenszug.

Glaubt der deutsche Fußballfan dem

Ministerpräsidenten, dann wird es für Joachim

Löw und seinem Team bei der im

Juni beginnenden Europameisterschaft

nicht für den Titel reichen. „Ich bin wesentlich

optimistischer, dass die Frauen in

Peking eine Goldmedaille holen, als dass

die Männer Europameister werden“, sagte

Wulff. „Auch in der Politik ist es doch

inzwischen so, dass die höchsten Ämter

von den Frauen geholt werden.“

Zuversicht verbreitete dagegen Nationalmannschaftsmanager

Oliver Bierhoff,

den Niersbach vor Wulff am Mikrofon begrüßen

durfte. „Unsere Spieler finden jetzt

immer besser ihre Form, etwa Ballack, Podolski

und jetzt auch Metzelder. Wir sind

optimistisch.“ Gefragt nach der Zielsetzung

sagte der Europameister von 1996:

„Die Tradition des deutschen Fußballs und

die Qualität der Spieler sprechen für uns,

wir können den Titel gewinnen. Das ist der

große Traum.“ dfb/red

DFB-Kongress

DFB-Mediendirektor Harald Stenger (rechts) interviewte den Osnabrücker U 16-Nationalspieler

Gerrit Nauber und seinen DFB-Trainer Marco Pezzaiuoli.

Herbert Lange, NFV-Vizepräsident Finanzen,

im Gespräch mit dem stellvertretenden DFB-

Generalsekretär Stefan Hans.

Schmidteinander: DFB-Schatzmeister Horst R.

Schmidt (links) und Stades NFV-Kreisvorsitzender

Paul-R. Schmidt.

Hamelns NFV-Kreisvorsitzender Andreas Wittrock (links) traute im März dieses Jahres Niedersachsens

Ministerpräsidenten Christian Wulff. Beim DFB-Kongress traf Wulff seinen Standesbeamten

wieder. In der Mitte NFV-Direktor Bastian Hellberg.

Juni 2008 29


VfL Osnabrück

30

Jubelszenen auf dem Rasen. Nach dem Klassenerhalt gab es für die VfL-Fans kein Halten mehr.

Juni 2008

Lila-Weiß im

Fußballrausch

Der VfL Osnabrück bescherte seinen zahlreichen Anhängern vor einigen Tagen

wie vor einem Jahr ein Saisonfinale mit vielen Emotionen und einem Happyend.

Gab es am 1. Juni 2007 den Last-Minute-Aufstieg in die 2. Bundesliga zu feiern, so

bejubelte der VfL und sein Anhang am 18. Mai dieses Jahres den Klassenerhalt.

Ein Sieg im letzten Heimspiel gegen die Offenbacher Kickers musste her. Und

als wenn es eine Selbstverständlichkeit wäre, so löste das begeisterungsfähige

Team von „Pele“ Wollitz auch diese Aufgabe mit Bravour. Der 3:0-Sieg gegen die

Hessen durch Tore von Jan Schanda, Mathias Surmann und Thomas Reichenberger

wurde souverän herausgespielt. Für die Offenbacher ein bitterer Tag, für die Osnabrücker

wieder ein Feiertag. Denn die Kickers müssen in die 3. Liga absteigen und

der VfL darf eine weitere Saison in der 2. Liga spielen. Ein Unentschieden hätte den

Hessen zum Klassenerhalt gereicht.

Und wieder flossen Freudentränen an der Hase. Entsprechend die beiden

Schlagzeilen der Neuen Osnabrücker Zeitung: „Ganz Osnabrück jubelt mit dem VfL“

und „Genug gezittert: Lila-weiße Glückseligkeit“. Dem ist textlich nichts mehr hinzuzufügen.

Wie schon vor einem Jahr fing Fotograf HELMUT KEMME für das Fußball-Journal

Niedersachsen die Stimmung ein. @ Offizielle Seite im Internet: www.nfv.de

Stille Freude.

Erfolgstrainer „Pele“ Wollitz

Einfach nur geil….

Ausgelassene Stimmung in der Kabine: VfL-Spieler in Bierlaune: Pierre De Wit (hinten links), neben

ihm Torhüter Tino Berbig und vorn Matthias Heidrich.


NFV-Präsident Karl Rothmund.

Der Niedersächsische Fußballverband

wird seine Strukturen verschlanken.

Dies wurde jetzt in der Beiratssitzung

in Barsinghausen mit großer Mehrheit beschlossen.

Danach entfällt künftig eine Ebene.

Gab es bisher Präsidium, Vorstand und

Beirat, so tagen demnächst nur noch Präsidium

und Vorstand. Der Verbandstag am 1.

November muss dies allerdings noch bestätigen.

Nachfolgend die wichtigsten Beschlüsse

aus der Beiratssitzung:

• Im Präsidium des Niedersächsischen Fußballverbandes

sitzen demnächst acht Personen:

Präsident, 1. Vizepräsident,

Schatzmeister, vier Bezirkvorsitzende und

der NFV-Direktor. Die NFV-Ausschussvorsitzenden

werden beratend in die Arbeit

mit einbezogen. Im Vorstand sind die Mit-

glieder des Präsidiums, fünf Ausschussvorsitzende

und die 47 Kreisvorsitzenden

mit Stimmrecht vertreten. Die Vorsitzenden

der Sportgerichte und Kommissionen

können ohne Stimmrecht an den Sitzungen

teilnehmen. NFV-Präsident Karl Rothmund

zu den Strukturveränderungen:

„Mit den vier Bezirksvorsitzenden sind

die Kreise im Präsidium hervorragend vertreten.

Mit den Ausschussvorsitzenden

werden wir einen regelmäßigen Dialog

führen, damit die Fachkompetenz jederzeit

gewährleistet ist.“

• Vereine, die eine Herrenmannschaft für

die neue Oberliga Niedersachsen oder Bezirksoberliga

melden, werden nur dann

zugelassen, wenn sie mindestens mit einer

weiteren Herrenmannschaft in einer

unteren Leistungsklasse sowie einer 11er-

Juniorenmannschaft in einer der Altersklassen

(A- bis C-Junioren) im gesamten

abgelaufenen und neuen Spieljahr vertreten

sind. An die Stelle einer weiteren Herrenmannschaft

kann aber auch eine zu-

NFV-Beirat

NFV verschlankt seine Strukturen

Führungsebene nur noch Präsidium und Vorstand – NFV-Beirat tagte –

Eingleisige Oberliga Niedersachsen ab der Saison 2010/2011?

Neue Kommission

Der bisherige Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit

und Marketing erhält ab

sofort den Status einer Kommission.

Personelle Veränderungen hat dieser

Beiratsbeschluss nicht zur Folge. Vorsitzender

bleibt Jürgen Nitsche (Braunschweig).

Eingleisige Oberliga?

Wie Karl Rothmund ins seinem Bericht

ankündigte, soll es ab der Saison

2010/2011 nur noch eine eingleisige

Oberliga Niedersachsen geben. Bevor

die Beratungen dazu beginnen, wird

der NFV-Präsident alle beteiligten Vereine

zu einem Gespräch einladen.

Vier NFV-Kreisvertreter aus dem Bezirk Lüneburg. Von links: Gerd Lüdtke (Vorsitzender Uelzen),

Eckart Borges (Celle), Eckehard Schütt (Vorsitzender Osterholz), Paul-Reinhard Schmidt (Vorsitzender

Stade).

Willi Hink (DFB-Direktor) informierte mit einer

Power-Point-Präsentation über die geplante

DFB-Strukturreform. Da die Bevölkerung

im Durchschnitt älter wird, müsse der

Fußball die Angebote für Ältere erweitern.

Über 16 Millionen Menschen spielen in

Deutschland Fußball. Aber nur 6,56 Millionen

seien in einem Verein organisiert. Die Fußball-Entwicklung

sei ein ständiger, kontinuierlicher

Prozess. Verbesserungen gehörten

zu den permanenten Aufgaben. Daher müsse

sich der Amateurbereich auf allen Ebenen

und in allen Bereichen grundlegend neu

orientieren. Fotos: Kramer

sätzliche 11er-Juniorenmannschaft treten.

Da die Auflagen mehrere Spielklassen betreffen,

wird die neue Regelung erst ab

der Saison 2010/211 in Kraft treten. Allerdings

sollten sich die Vereine bereits jetzt

mit diesem Thema befassen.

• Die Vereine des Niedersächsischen Fußballverbandes

können demnächst ihre

Fußballabteilungen (Gesamt, Herren,

Frauen oder Jugend) ausgliedern. Dies gilt

auch für Zusammenschlüsse von Fußballabteilungen,

die aus einer Spielgemeinschaft

hervorgegangen sind.

• Jugendsportgerichte wird es auf Verbands-

und Bezirksebene zukünftig nicht

mehr geben.

Haushalt verabschiedet

Nachdem NFV-Schatzmeister Herbert

Lange Auszüge aus dem Haushaltplan

vorgestellt hatte, wurde dieser einstimmig

verabschiedet. Der Niedersächsische

Fußballverband erhalte

in diesem Jahr vom DFB einen Zuschuss

in Höhe von 350.000 Euro. Damit

sei das Normalmaß wieder erreicht.

Nach der Weltmeisterschaft

hatte der DFB dem NFV aus dem WM-

Überschuss einen Millionenbetrag

überwiesen.

Juni 2008 31


Spielobleutetagung

32

Spielobleute aus dem Bezirk Hannover: Vorn links Dieter Wilhoff (Hildesheim) und Fritz Bünte

(Diepholz). Hinten von links Jens Grützmacher (stellvertretender Kreisvorsitzender Hannover-

Stadt) und Karsten Wichmann (Nienburg).

Spielobleute aus dem Bezirk Weser-Ems von links: Aloys Punte (Vechta), Udo Rietmann (Osnabrück-Stadt), Egon Maschke (Osnabrück-Stadt), Tjark

Heinks (Wittmund), Franz-Josef Herbers (Cloppenburg).

Juni 2008

Jürgen Stebani, Vorsitzender des NFV-Spielausschusses.

Messlatte bei Spielabsagen

wird bald höher gelegt

Spielabsagen – Sperrstrafen – Ergebnismeldungen

– Fair Play: Dauerbrenner

im Spielbetrieb des Niedersächsischen

Fußballverbandes. So war es

nicht verwunderlich, dass die Spielobleute

während ihrer Jahrestagung in

Barsinghausen ausführlich über diese

Themen diskutierten. Ein breites Spektrum

bildeten natürlich auch die

Rechtsfragen, die laut NFV-Spielausschuss-Vorsitzender

Jürgen Stebani

kompetent und gut verständlich von

Heinz Meyer (NFV-Satzungskommission)

sowie den Experten aus der Barsinghäuser

Verwaltung Ralf Serra und

Steffen Heyerhorst beantwortet wurden.

Dass der Vortrag von DFB-Schiedsrichter-Obmann

Volker Roth zum Höhepunkt

der Tagung zählte, überrascht

nicht, zumal er einige Platzverweise aus

der Bundesliga eindrucksvoll kommentierte.

Die NFV-Spielobleute kündigten

nach eingehender Beratung an, dass

die Messlatte bei Spielabsagen demnächst

höher gelegt wird (Ausführlicher

Bericht im Fußball-Journal folgt Ende

des Jahres vor der Winterpause). Dabei

sollen die Kontrollen verstärkt werden

und Punktabzüge bei fahrlässigem Verhalten

des Heimvereins möglich sein.

Außerdem wird in den Ausschreibungen

eine einheitliche Regelung für das

Auswechseln von Spielern formuliert.


Historie

34

45.000 Dänen sorgten beim Spiel ihrer Mannschaft gegen Spanien für eine phantastische Atmosphäre im Niedersachsenstadion. Fotos: Rust

Als Jacky Charlton

sich „very well“ fühlte

Begeisternde EURO ‘88 in Deutschland – Zwei EM-Spiele im Niedersachsenstadion –

45.000 Dänen sorgen für tolle Stimmung in Hannover –

Irische Fans pilgern zu ihrem Team nach Barsinghausen

Vom 7. bis 29. Juni wird in Österreich

und der Schweiz die 13. Fußball-Europameisterschaft

ausgetragen. 20 Jahre

zuvor war Deutschland Gastgeberland

der EURO `88. Dieses Turnier, bei dem

auch in Hannover zwei Spiele bestritten

und selbst in Barsinghausen Randnotizen

geschrieben wurden, ging als eines

der schönsten in die Geschichte des europäischen

Fußballs ein.

Oranje boven“ – das holländische

Team von Bondscoach Rinus Michels

landete am Ende beim Turnier

in Deutschland zum ersten Mal

bei einer Europameisterschaft ganz

oben und sicherte sich mit tollem Angriffsfußball

durch Kapitän Ruud Gullit

und Co. verdientermaßen den Titel.

Mit 2:0 bezwangen die Niederländer

im Finale von München die Sowjet-

Juni 2008

union, nachdem sie im Halbfinale in

Hamburg bereits die deutsche Mannschaft

von Teamchef Franz Beckenbauer

mit 2:1 ausschalten konnten.

Großen Anteil an dem begeisternden

Turnier besaßen die Fans. Insgesamt

940.000 Zuschauer sorgten nicht

nur zahlenmäßig für einen neuen Besucherrekord,

sondern stellten auch eine

andere Bestmarke auf. „La ola”

schwappte durch die Stadien und mit

geradezu kindlicher Freude feierten die

Fans ein friedliches Fest des Fußballs.

So auch in Hannover, das einige Tage

fest in dänischer und irischer Hand

war.

Hier unterstützten 45.000 Anhänger

aus Dänemark ihr Team am

11. Juni 1988 im Niedersachsenstadion

frenetisch beim Gruppenspiel gegen

Spanien. Vergebens. „Danish dynamite”

zündete nicht und die Iberer be-

hielten vor 60.000 Zuschauern mit 3:2

die Oberhand. Am Ende belegten die

vom Deutschen Josef Emanuel Hubertus

„Sepp“ Piontek trainierten Skandinavier

in ihrer Gruppe punktlos den

enttäuschenden letzten Platz, sollten

erst vier Jahre später beim Turnier in

Schweden mit dem Titelgewinn für

den ganz großen Knaller sorgen.

20.000 Iren klatschten am 15. Juni

1988 in Hannover zunächst bei der

Nationalhymne des Gegners mit, um

90 Minuten danach das 1:1-Unentschieden

gegen die späteren Finalisten

aus der UdSSR wie einen Sieg zu

feiern.

Die phantastische Stadion-Atmosphäre

wurde auch in die hannoversche

Innenstadt getragen. Für Hennig

Hofmann, Vizepräsident des NFV und

Vorsitzender des EM-Organisationskomitees

der Außenstelle Hannover, war


das keine Überraschung. Im „Niedersachsenfußball“,

dem Vorläufermagazin

des „Fußball-Journal Niedersachsen“,

erklärte er 1988: „Nicht nur auf eine

perfekte Organisation der beiden Vorrundenspiele,

sondern gerade auf das

Umfeld dieser beiden Begegnungen

wurde großer Wert gelegt.”

Die Arbeitsgruppe Kulturprogramm

EURO ‘88, getragen von der Stadt

Hannover, hatte eine sehr wichtige

Funktion erfüllt. Bereits im Vorfeld der

EM wurden bei der Herausgabe der

Eintrittskarten Handzettel in der jeweiligen

Landessprache verteilt, woraus die

Fans ersehen konnten, wo was in

Hannover los war. Und es war einiges

los in der Landeshauptstadt: Live-Musik

mit Gruppen aus Dänemark, Spanien

und Irland trug zur entspannten

Atmosphäre ebenso bei wie gemeinsame

Spiele und Aktivitäten der „gegnerischen“

Fans. Im Zeltlager am Maschsee,

das vor allem Dänen und Iren,

aber auch Holländer vor dem Halbfinalspiel

in Hamburg gegen Deutschland

bevölkerten, herrschte eine Bombenstimmung.

Dazu noch einmal Hennig Hofmann:

„Wir hatten temperamentvolle

und sympathische Spanier, aufgeschlossene

und ausgelassene Dänen, lustige,

verbindliche Iren und sehr selbstbewusste,

aber auch sehr zufriedene

Russen, was mir der Attaché der

Mannschaft der UdSSR ausdrücklich

bestätigte. Die gute Betreuung und

Atmosphäre hat bei den Russen einen

sehr guten Eindruck hinterlassen.“

Das EURO-Feeling war auch in

Barsinghausen zu spüren, wo Trainer

Jacky Charlton, der englische Weltmeisterspieler

von 1966, mit seinem

irischen Team für einige Tage Quartier

im Sporthotel bezog und sich nach eigener

Auskunft „very well” fühlte. Die

Fans von der grünen Insel pilgerten

zum Deister und feierten ausgelassen

ihre Helden, die mit einem sensationellen

1:0-Erfolg in Stuttgart über England

in das Turnier gestartet waren.

Das Daumendrücken aber nutzte

nichts. Zwar rangen die „Boys in

Green“ dem späteren Vizemeister Sowjetunion

in Hannover das bereits erwähnte

Unentschieden ab, doch im ➤

Derbystar

Historie

Zweikampf zwischen Oleg Kuznetsov (Sowjetunion) und dem Iren Frank Stapleton (rechts). Am

Ende trennten sich beide Teams in Hannover 1:1-Unentschieden.

Juni 2008 35


Historie

36

Mit dieser Mannschaft lief Irland im Spiel gegen die Sowjets auf. Hintere Reihe von links: Mick

McCarthy, Frank Stapleton, Pat Bonner, Kevin Sheedy, John Aldridge, Tony Galvin; vorne von

links: Ray Houghton, Ronnie Whelan, Chris Hughton, Chris Morris und Kevin Moran.

letzten Gruppenspiel in Gelsenkirchen

erzielte der spätere Europameister Holland

sieben Minuten vor dem Abpfiff

den 1:0-Siegtreffer und zwang Torhüter-Legende

Pat Bonner und seine Iren,

dadurch zum Kofferpacken.

Die Spiele im

Niedersachsenstadion

15. Juni 1988, 20.15 Uhr

Irland – Sowjetunion 1:1 (1:0)

Juni 2008

„Irre Iren”

Vor der EURO war die Partie

UdSSR gegen Irland bei den Fans die

am wenigsten Gefragte. Um dennoch

für eine würdige Kulisse im

Niedersachsenstadion zu sorgen,

wurden über den Niedersächsischen

Fußballverband 10.000 Tickets kostenlos

an Kinder und Jugendliche

verteilt. Nach den überraschenden

Auftakterfolgen der beiden Kontrahenten

– die Sowjets bezwangen

Holland mit 1:0 und die Iren besiegten

mit gleichem Ergebnis die Engländer

– wurde die Vorrundenbegegnung

in Hannover aber noch unerwartet

zum „Knüller“, stieg das Fan-

Interesse spürbar an. Am Ende sahen

38.000 Zuschauer ein 1:1-Unentschieden,

wobei die starken Iren dem

Sieg näher waren. Nach dem unerwarteten

Punktgewinn der Charlton-

Truppe titelte dpa anerkennend: Die

„irren Iren“ schlugen erneut zu. Inzwischen

seit zwölf Begegnungen

ungeschlagen, stolperte das Team

von der Insel jedoch drei Tage später

im verflixten 13. Spiel über Holland.

0:1 hieß es am Ende im Gelsenkirchener

Parkstadion gegen den späteren

Europameister.

Irland: Packie Bonner (Celtic Glasgow),

Chris Morris (Celtic Glasgow),

Chris Hughton (Tottenham Hotspurs),

Mick McCarthy (Celtic Glasgow), Kevin

Moran (Manchester United), Ronnie

Whelan (FC Liverpool), Kevin Sheedy (FC

Everton), Ray Houghton (FC Liverpool),

John Aldridge (FC Liverpool), Frank Stapleton

(Derby County), Tony Galvin (Sheffield

Wednesday). Trainer: Jack Charlton

Sowjetunion: Rinat Dasayev (Spartak

Moskau), Vagiz Khidiatullin (Spartak

Moskau), Oleg Kusnetsov (Dynamo

Kiew), Anatoly Demianenko (Dynamo

Kiew), Tengiz Sulakvelidze (Dynamo Tblisi),

Vasili Rats (Dynamo Kiew), Sergej

Aleinikov (Dynamo Minsk), Alexandr Zavarov

(Dynamo Kiew), Alexei Mikhailichenko

(Dynamo Kiew), Oleg Protasov

(Dynamo Kiew), Igor Belanov (Dynamo

Kiew). Trainer: Valery Lobanovsky

Eingewechselt: 81. Tony Cascarino

(FC Millwall) für Frank Stapleton – 46.

Sergej Gotsmanov (Dynamo Minsk) für

Tengiz Sulakvelidze, 68. Victor Chanov

(Dynamo Kiew) für Rinat Dasayev

Tore: 1:0 Whelan (39.), 1:1 Protasov

(75.)

Schiedsrichter: Soriano Aldren

(Spanien)

Zuschauer: 38308

Gelbe Karten: keine

11. Juni 1988, 15.30 Uhr

Spanien – Dänemark 3:2 (1:1)

Spanien: Andoni Zubizaretta (FC

Barcelona), Pedro Tomas Renones Crego

(Atletico Madrid), José Camacho (Real

Madrid), Genaro Andrinua (Athletic Bilbao),

Victor Munoz Manrique (FC Barcelona),

Manuel Sanchis (Real Madrid),

Michel (Real Madrid), Ricardo Gallego

Redondo (Real Madrid), Rafael Gordillo

Vazquez (Real Madrid), Emilio Butragueno

(Real Madrid), José Maria Bakero Escudero

Ii (Real Sociedad). Trainer: Miguel

Munoz Mozún.

Dänemark: Troels Rasmussen (Arhus

GF), John Sivebaek (AS St. Etienne),

Sören Busk (Wiener SK), Morten Olsen

(1. FC Köln), Ivan Nielsen (PSV Eindhoven),

Sören Lerby (PSV Eindhoven), John

Helt (Lyngby BK), Jan Heintze (PSV

Eindhoven), Preben Elkjaer (Hellas Verona),

Michael Laudrup (Juventus Turin),

Flemming Povlsen (1. FC Köln). Trainer:

Sepp Piontek

Eingewechselt: 46. Miquel Soler (Espanyol

Barcelona) für Camacho, 81. Rafael

Martin Vazquez (Real Madrid) für Gordillo

– 46. John “Faxe” Jensen (Brondby IF) für

John Helt, 74. Lars Olsen (Brondby IF) für

Morten Olsen

Tore: 1:0 Michel (5.), 1:1 Laudrup

(24.), 2:1 Butragueno (53.), 3:1 Gordillo

(66.), 3:2 Povlsen (82.)

Besondere Vorkommnisse: Rasmussen

hält Foulelfmeter von Michel (35.)

Schiedsrichter: Albert Thomas

(Niederlande)

Zuschauer: 60366

Gelbe Karten: Camacho, Tomas,

Victor bo ■

Anständiger

„Dickschädel“

Das außerordentlich faire Verhalten

der Fans in Hannover beschrieb

der „Niedersachsen-Fußball“

im Juli 1988 mit folgender

Anekdote:

„Wie würden Sie als Polizist

entscheiden, wenn mitten in der

Nacht auf der Wache das Telefon

klingelt und ein angesäuselter irischer

Fußballfan Ihnen mit schwerer

Zunge zu erklären versucht, er

sei per pedes gegen eine Telefonzelle

geknallt, die jetzt einen

Sprung habe, er wolle sich stellen

und neben dem Fernsprecher auf

seine Verhaftung warten, also ob

Sie denn so liebenswürdig sein und

eine Streife vorbeischicken wollten?

Nun, dann könnten Sie zum

einen schmunzelnd den Hörer

auflegen und dem Fan seinen

Spaß gönnen, schließlich hatte

der Fußballzwerg Irland ja an diesem

Abend dem russischen Bären

ein Unentschieden abtrotzen können.

Oder Sie nehmen den jungen

Mann ernst, denn die Iren

sind für ihre Dickschädel bekannt,

und schicken wirklich eine Streife.

Die Beamten des hannoverschen

Polizeireviers entschieden sich für

das Letztere und fanden neben

der demolierten Telefonzelle tatsächlich

den 27-jährigen Pattrick,

der noch sichtlich unter den Folgen

der Kollision mit dem harten

Häuschen litt.

Was der brave Pattrick nicht

wusste, die Ordnungshüter jedoch

schnell herausfanden, war, dass die

Beschädigung uralt und längst aktenkundig

war.

Bis auf heftige Kopfschmerzen

hatte dieser Vorfall keine weiteren

Folgen für den jungen Iren, doch er

ist beispielhaft für das faire Verhalten

der Fans in Hannover.“


Namen & Nachrichten

38

Josef F. Hanke (hintere Reihe, 2. von links), Vorsitzender des NFV-Kreises Peine, freute sich in Edemissen über die Ballspende für den örtlichen

TSV sowie die Wolfenbütteler Vereine SV Wendessen und LSV Linden. Finanziert wurden die jeweils zehn EM-Bälle aus dem Erlös des 1. Edemisser Familientages

und einer Spende der „Sylter Lümmel by Melskotte“. Dahinter verbirgt sich eine Buspulling-Seilschaft. Beim Buspulling ziehen fünf Menschen

einen Reisebus per Tau über einen 30-Meter-Parcours. Foto: privat

Juni 2008

Karl Rothmund (oberes Bild, 2. von

rechts) mischte sich jetzt unter die Literaten. In

seiner Eigenschaft als DFB-Vizepräsident sah

sich der NFV-Chef in Berlin zusammen mit

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier

(Mitte) ein Fußballspiel deutscher Autoren gegen

ihre Kollegen aus Israel an. Der Fußballvergleich,

der auf Einladung des Auswärtigen Amtes

und der Kulturstiftung des Deutschen Fußball-Bundes

ausgetragen wurde, endete mit 4:2

(3:0) für das deutsche Team um Regisseur Sönke

Wortmann („Das Wunder von Bern“). Unser Bild

zeigt zudem die beiden Spielführer Assaf Gavron

(links) und Ralf Bönt sowie den israelischen

Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Zeev,

vor dem Anpfiff. Foto: gettyimages

Eugen Gehlenborg (links), 1. Vizepräsident

des NFV, übergab im Namen der Egidius-

Braun-Stiftung zwei Schecks in Höhe von je 1500

Euro an Helmut Buschmeyer, NFV-Kreisvorsitzender

Osnabrück-Land. Das Geld ist für zwei Projekte

im Senegal vorgesehen. Buschmeyer hatte im

März dieses Jahres zusammen mit Abbasse So,

der seit 18 Jahren in Dortmund lebt, das afrikanische

Land besucht. Die ersten 1500 Euro gehen in

ein Sportzentrum für Behinderte im M’bour. Weitere

1500 Euro sind für einen Teil der Finanzierung

eines behindertengerechten Gebäudes im

Jugendzentrum Kaolack bestimmt. Foto: Kramer


Michelle Marin (4. von rechts) und ihre Mitschüler der

Grundschule Groß Munzel präsentierten sich im Finale des

Schul-ASS-Sichtungsturniers beim Siebenmeterschießen als verschworene

Gemeinschaft. Da aber nur Michelle traf, sicherte

sich der Gegner aus Wennigsen mit 2:1 den Turniersieg. Insgesamt

waren in Barsinghausen 60 Mädchen und Jungen in sieben

Grundschul-Teams am Ball. Bei dem Turnier handelt es sich um

die Sichtungsmaßnahme für den Schul-ASS-Jahrgang des kommenden

Schuljahres 2008/09. Etwa 24 Kinder werden nach ihrem

Wechsel an das Barsinghäuser Schulzentrum Spalterhals

(bestehend aus dem Hannah-Arendt-Gymnasium sowie der

Haupt-, Real und Ganztagsschule Lisa Tetzner) zusätzlich zum

regulären Unterricht im „Fach“ Fußball unterrichtet. Zwei Mal in

der Woche bitten lizenzierte Übungsleiter des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV) zum Training. Ins Leben gerufen

wurde dieses Projekt in Zusammenarbeit mit der Stadtsparkasse

Barsinghausen erstmals mit Beginn des Schuljahres 2002/03. Das

diesjährige Sichtungsturnier wurde von Nadine Fortmann, Lehrerin

am Hannah-Arendt-Gymnasium, und NFV-Mitarbeiter

Georgi Tutundjiev organisiert. Der ehemalige bulgarische Juniorennationalspieler

und A-Lizenz-Inhaber bildete zudem mit

Friedrich Kuck (DFB-Stützpunkttrainer) und Dariusz Schubert

das Sichtungsteam. Foto: privat

Namen & Nachrichten

Andrzej Kowalczys (mittleres Foto, links), Mitarbeiter des polnischen

Kurortes Zoppot, überreichte NFV-Präsident Karl Rothmund in

Barsinghausen ein handsigniertes Buch seines Freundes Donald Tusk über

Danzig. „Mit sportlichen Grüßen für Karl Rothmund“, lautet die Widmung

des polnischen Premierministers, der in Zoppot lebt und Mitherausgeber

der Fotobandreihe „Es war einmal Danzig“ ist. Auf Vermittlung von Pawel

Dukiewicz, der in den 1990er Jahren für den MTV Soltau, SF Ricklingen

und Eintracht Hiddestorf am Ball war, traf sich Kowalczys zum Erfahrungsaustausch

mit Rothmund und Ansgar Nieberg, der während der WM 2006

als Stellvertreter Rothmunds im OK Hannover wirkte und inzwischen Leiter

des NFV-Präsidialbüros ist. Mit Catering-Fachmann Willi Gramann, Inhaber

der gleichnamigen Landschlachterei, stand ihm ein weiterer WM-

Mitarbeiter Rothmunds als Gesprächspartner zur Verfügung. Neben Breslau,

Posen und Warschau zählt Danzig zu den vier polnischen Austragungsorten

bei der EURO 2012. In der alten Hansestadt an der Ostsee soll

bis 2010 die Baltic Arena mit einem Fassungsvermögen von 44.000 Zuschauern

entstehen. Begleitet wurde Kowalczys von seiner Frau Magda

und Jacek Dziubinski, der Trainer der polnischen U 19-Nationalmannschaft

und gleichzeitig (!) Vizepräsident des in Danzig ansässigen Fußball-Regionalverbandes

Pommern ist. Von links: Ansgar Nieberg, Willi Gramann, Florian

Gramann, Pawel Dukiewicz, Magda und Andrzej Kowalczys, Jacek

Dziubinski, Karl Rothmund, Dr. Heinrich Ganseforth (Geschäftsführer

Strategy & Marketing Institute). Foto: Finger

Juni 2008 39


Namen & Nachrichten

40

Johannes Budde (links), Mitglied

im NFV-Verbandssportgericht

und langjähriger Vorsitzender des

NFV-Jugendsportgerichtes, interviewte

in London Jens Lehmann. Eingefädelt

hatte das Treffen mit dem Nationaltorwart

die „Bild am Sonntag“ (BamS). In

einer Aktion zur Europameisterschaft

hatte die Boulevardzeitung um Leserfragen

für Jens Lehmann gebeten. Johannes

Budde schickte seine per E-

Mail an die Redaktion in Berlin.

„Gleich am nächsten Tag gab es einen

Anruf“, brauchte der Barßeler nicht

lange auf eine Antwort warten. Budde

wurde gefragt, ob er in der Lage sei,

zwei Tage später nach Berlin zu reisen

und tags darauf in den Flieger nach

London zu steigen. Wie fünf weitere

Leser aus Berlin, Frankfurt, Hamburg,

Hannover und Wuppertal sagte der

Südoldenburger spontan zu. Von dem

Treffen mit Lehmann zeigte sich Budde angetan. „Jens Lehmann ist ein ganz normaler Mensch ohne Allüren“, berichtete er im General-Anzeiger.

In seiner Heimatgemeinde Barßel (NFV-Kreis Cloppenburg) war Budde früher als Bürgermeister tätig und ist Ehrenvorsitzender des örtlichen STV,

der bei Redaktionsschluss in der Bezirksliga Weser-Ems gegen den Abstieg spielte. Foto: Janßen

Thomas Kremer (Foto unten, 2. von

links), Vertriebsleiter Nord des Rasenspezialisten

EUROGREEN, konnte in der Sportschule

Barsinghausen 39 Vereinsvertreter zum diesjährigen

Fachseminar begrüßen. Erstmals gehörte

dabei auch das Thema Kunstrasenpflege

zum Programm. „Eurogreen bietet Geräte

zur fachgerechten Reinigung von Kunstrasenflächen.

Diese dürfen in der Pflege auf

keinen Fall vernachlässigt werden und bedürfen

der zweimaligen intensiven Reinigung

pro Jahr“, informierte Kremer die Teilnehmer.

Weitere Inhalte waren „Bedarfsgerechte

Düngepläne für die Praxis“, „P56 – Neuestes

aus der Düngerforschung“, „Pflege/Regeneration/Rekonstruktion

von Rasensportplätzen“

sowie das Tennenrenovationssystem.

Das untere Foto zeigt von links: Rainer Schröder

(Eurogreen Fachberater im Raum Bremen),

Thomas Kremer, Dr. Rainer Albracht

(Forschung und Entwicklung Eurogreen-Zentrale

Betzdorf), Rainer Kornet (Eurogreen

Fachberater im Raum Hannover). Foto: Finger

Juni 2008


Interview

42

Fußball-Journal: Die „Sporthilfe Emsland“

wird sehr stark vom Wirtschaftsverband

Emsland unterstützt. Wie ist es zu dieser

beispielhaften Partnerschaft zwischen

Sport und Wirtschaft gekommen?

Barlage: Die Sporthilfe Emsland hat seit

ihrer Gründung 1989 die Unterstützung der

emsländischen Wirtschaft gesucht und die

Verbindungen immer weiter ausgebaut. Es

bestehen zum Teil seit Jahren gute Kooperationen

mit namhaften Unternehmen, die

auch dem 2004 gegründeten Wirtschaftsverband

angehören. Es besteht die gegenseitig

erklärte Absicht, die Kooperationen durch eine

stärkere Zusammenarbeit zwischen Wirt-

Juni 2008

Dieter Barlage

„Eine attraktive Sportszene

für die Region Emsland“

Die „Deutsche Sporthilfe“ ist vielen

Sportfreunden als segensreiche Einrichtung

bekannt. Sie unterstützt Sportlerinnen

und Sportler, die als Ziel die Teilnahme

an den Olympischen Spielen haben.

Ganz so hoch hinaus wollen nur

ganz wenige Sportler im Emsland. Die

„Sporthilfe Emsland“ hat zwar noch

keinen Olympiasieger hervorgebracht,

aber dennoch werden mehrere talentierte

Jugendliche, Frauen und Männer

finanziell unterstützt, indem die heimischen

Vereine Fördergelder erhalten.

Dafür sorgt unter anderem der Wirtschaftsverband

Emsland. Was sich im

Detail hinter dieser vorbildlichen Sportförderung

verbirgt, verrät Vorstandsmitglied

Dieter Barlage im Interview mit

dem Fußball-Journal Niedersachsen.

Das Gespräch führte REINER KRAMER.

schaftsverband und Sporthilfe auf noch breitere

Füße zu stellen. Beide eint das Ziel, die

Region Emsland durch eine attraktive Sportszene

zu stärken.

Fußball-Journal: Seit 1989 erwirtschaftete

die Sporthilfe Emsland über eineinhalb

Millionen Euro für den emsländischen

Sport. Unterstützen Sie in erster Linie den

Spitzensport oder profitiert auch der Breitensport

von der Partnerschaft?

Barlage: In unserer

Region abseits von Olympiastützpunkten

und Profiklubs

ist die Sporthilfe als

Verein zur Förderung des

Spitzensports – schwerpunktmäßig

der Sportarten,

die ansonsten im

Schatten der Sportförderung

standen – ins Leben

gerufen worden. Sie will

schon vorhandene herausragende Aktivitäten

der Vereine verstärken und kann sich bei

dem derzeitigen jährlichen Fördervolumen

(gezielt einsetzbar rund 60.000 Euro) dem

Thema nur von der Spitze her nähern. Die

Kräfte müssen gebündelt werden. Doch im

Sog der Weiterentwicklung der besten Trainer

und Sportler und der ehrgeizigsten Vereine

und Projekte wird auch der Breitensport

gestärkt. Im emsländischen Sportfördermodell

helfen alle Vereine mit und es profitieren

zu einem bestimmten Teil auch alle davon.

Fußball-Journal: Sie fördern in erster

Linie Einzelsportler. Haben die Mannschaftssportart

Fußball bzw. einzelne Fußballerinnen

Inter-

view

und Fußballer überhaupt Chancen, von der

Sporthilfe Emsland gefördert zu werden?

Barlage: Gefördert werden die Sportvereine

und Sportfachverbände im Emsland,

um ihren herausragenden Sportlern die

Unterstützung zu ermöglichen, die sie für eine

zielgerichtete sportliche Entwicklung benötigen

– ohne dafür das Startrecht für einen

emsländischen Verein zu verlieren. Das gilt

für alle Sportarten. Auch für

den Fußball. Es gilt in allen

Sparten aber nicht für Profisportler

und nicht für den

Mannschafts-Spielbetrieb.

Weder Spieler des Oberligisten

SV Meppen noch des

Bezirksligisten BW Papenburg

etc. und auch nicht des

Frauenfußball-Zweitligisten

Gersten werden durch die

Sporthilfe Emsland bezahlt.

„Wir fördern Talente“, heißt

der Slogan. Das passiert durch Stützpunktförderung,

zum Bespiel des Kreisverbandes

für die DFB-Stützpunkte Sögel und Baccum,

Projektförderung, wie die Mädchenfußball-

Förderung Andervenne oder Trainingsprojekte

mit herausragenden Trainern, wie dem damaligen

Bundestrainer Michael Skibbe oder

DFB-Trainer Horst Hrubesch. Außerdem gibt

es grenzüberschreitendes Jugendtraining,

Leistungs- und Motivationsförderung sowie

Lobbyarbeit, von der auch die „großen“ Vereine

profitieren.

Fußball-Journal: Sie planen am Samstag,

7. Juni ein Fußballspiel zwischen den

deutschen Skiadlern und einer Auswahl mit ➤


Schecks der Sepp-Herberger- und der Egidius-Braun-Stiftung präsentierte NFV-Präsident Karl

Rothmund (2. von links) im Kreishaus in Meppen Hermann Bröring, Josef Giesen, Christian Holterhaus

und Dieter Barlage (von links). Foto: Richard Schimmöller

behinderten Skisportlern. Was wollen Sie

mit dieser Veranstaltung erreichen?

Barlage: Das Benefiz-Fußballspiel zugunsten

der Förderung nordischer Behinderten-Nachwuchssportler

ist bisher stets auf

Baden-Württembergischen Boden ausgetragen

worden. Auf gemeinsame Initiative des

emsländischen Behindertensportlers Josef

Giesen und mir wird das jährlich traditionelle

1. Kontakt

E-Mail:

sporthilfe-emsland@t-online.de

www.sporthilfe.emsland.de

„Fußballer unterstützen Breitensport“

Fußballspiel der beiden Nationalmannschaften

erstmals im Emsland ausgetragen. Zum

11. Mal treffen die Skiadler nun auf eine

Mannschaft der Behindertenlangläufer mit

dem Weltmeister und Publikumsliebling Josef

Giesen aus Herzlake. Bis jetzt hatten wir Emsländer

noch nicht allzu oft das Vergnügen,

die Skiadler zu Gast zu haben. Wir erhoffen

uns mit der Veranstaltung möglichst viel Geld

zusammenzubekommen. Durch den Veranstaltungserlös

finanziert die Nordische Behindertennationalmannschaft

ihre nächste Teilnahme

an den Winter-Paralympics 2010 in

Vancouver, Kanada. Neben dem Fußballspiel

haben wir ein unter dem Motto „Die total

verrückte Schneeparty im Sommer“ ein großes

Rahmenprogramm und eine anschließen-

Z wei Schecks von je 2500 Euro aus der Sepp-Herberger-Stiftung und der Egidius-

Braun-Stiftung des Deutschen Fußball Bundes (DFB) überreichte jetzt im Kreishaus

in Meppen der Präsident des Niedersächsischen Fußball Verbandes (NFV) und Vizepräsident

des DFB, Karl Rothmund, an die Behinderten-Wintersportler Josef Giesen und

Christian Holterhaus.

„Das Geld ist direkt als Unterstützung der nordischen Behinderten-Ski-Nationalmannschaft

bestimmt“, erklärte Rothmund, der damit eine Zusage einlöste, die er zusammen

mit DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger beim Wirtschaftsbankett der Sporthilfe

Emsland in Haselünne dem Kuratoriumsvorsitzenden Landrat Hermann Bröring

und dem Wirtschaftsverbandsvorsitzenden Dieter Barlage gemacht hatte.

Anlass des Engagements ist die Ausrichtung des Benefiz-Fußballspiels der deutschen

Ski-Sprung-Asse um Sven Hannawald und Martin Schmitt gegen die nordische

Behinderten-Ski-Nationalmannschaft um Giesen und Holterhaus, das vom Wirtschaftsverband

Emsland am 7. Juni zum ersten Mal im Emsland ausgerichtet wird. Mit

dem Event sollen weitere Gelder für den Förderverein der Handicap-Ski-Sportler eingespielt

werden. „Wir möchten dem Förderverein aus der Veranstaltung gerne einen

Überschuss von über 40000 Euro und damit den bisher größten Erlös überreichen“,

hoffte Dieter Barlage auf ein schönes Signal aus dem Emsland, das mit einem „vollen

Stadion“ in Meppen möglich würde.

Dazu, dass das gelingt, habe der DFB mit seiner spontanen Spendenzusage „unheimlich

geholfen“ und ein Signal für andere gegeben, sich auch zu engagieren, bedankte

sich der Wirtschaftsverbandsvorsitzende. Josef Giesen strich noch einmal die

Wichtigkeit der Förderung für die Wintersportler heraus. „Ohne sie wären wir nicht

so erfolgreich.“

Karl Rothmund wollte die Aktion als Demonstration der Fußballer für den Breitensport

gewertet wissen. Ihn beeindruckte, wie im Emsland das Zusammenspiel von

Sport und Wirtschaft funktioniere. Landrat Bröring freute sich, dass die Arbeit des

emsländischen Netzwerkes von Sporthilfe, Wirtschaft und Behindertensport so gewürdigt

werde. Richard Schimmöller

Zur Sache

Interview

Die „Sporthilfe Emsland“ (Verein

zur Förderung des Sports im Emsland

-VFS) hat als gemeinnütziger

Verein ein Sportfördermodell entwickelt,

das auf die Stärkung der Region

abzielt. Es ist eine bemerkenswerte

Kooperation aller gesellschaftlichen

Kräfte und vereint in einem

feinmaschigen Netzwerk von Politik,

Wirtschaft, Handel, Kommunen, Verbänden,

Kultur- und Sportvereinen

sowie allen Bürgern das gemeinsame

Bemühen um eine lebendige, leistungsstarke

Sportszene. Talentierten

Trainern und Athleten sollen konkurrenzfähige

Möglichkeiten geschaffen

werden, um sie als „Lokomotiven“

der Sportbewegung und als Vorbilder

in der Region zu halten.

Gefördert werden auf Antrag

Vereine, Stützpunkte, Fachverbände,

Sportgemeinschaften, Trainer und

Sportler, die eine positive Wirkung

für den Sport und das Image der Region

Emsland erzielen.

Erfolgreiche Talente und Sportpersönlichkeiten

zeichnet die Sporthilfe

Emsland im Rahmen einer

Sportlerehrung zusammen mit dem

Landkreis und dem Kreissportbund

aus. Außerdem findet ein Sport-Wirtschaftsbankett

statt, bei dem Sport,

Politik und Wirtschaft eine gemeinsame

Kommunikationsplattform finden.

Zwischen Ostern und Pfingsten

organisiert die Sporthilfe Emsland

mit Hilfe der emsländischen Sportvereine

49 Tage lang eine große

Sport-Tombola, mit der Fördermittel

erarbeitet werden.

de Aprés-Ski-Party organisiert. Wir hoffen,

dass das Stadion richtig voll wird. Das Programm

beginnt am Samstag, 7. Juni um 14

Uhr in der Vivaris Arena Emsland in Meppen.

Fußball-Journal: Der Wirtschaftsverband

Emsland identifiziert sich also sehr

stark mit dem Sport in der Region. Wie hoch

schätzen Sie den Imagegewinn für die beteiligten

emsländischen Unternehmen ein, der

sich aus dieser Partnerschaft ergibt?

Barlage: Die emsländische Unternehmerschaft

profitiert vor allem durch einen

gesunden Mittelstand. Das Emsland darf

sich wirtschaftlich zu einer der erfolgreichsten

Regionen in Deutschland zählen. Auch

die Lebensqualität gilt im Emsland als sehr

hoch. Die Unternehmen sind stets auf der

Suche nach geeigneten Networking-Plattformen

und haben in diesem Rahmen unter

anderem den Sport für sich entdeckt. Wir

vom Wirtschaftsverband arbeiten darüber

hinaus gerade an einem neuen Projekt, bei

dem es um das Thema Frauenfußball geht –

mehr kann ich dazu aber leider heute noch

nicht verraten …

Fußball-Journal: Herr Barlage, vielen

Dank für das Gespräch. ■

2. Kontakt

E-Mail: info@wv-emsland.de

www.wv-emsland.de

Juni 2008 43


Einweihung

44

Juni 2008

Wolter: Eine unglaublich

gute Aktion des DFB

U 23-Trainer von Werder Bremen weiht mit NFV-Präsident Karl Rothmund

DFB-Minispielfeld in Schwanewede ein

Werder-Abwehrbollwerk gegen Schülerinnen und Schüler der Heideschule Schwanewede. Fotos: Kramer

Von REINER KRAMER

Den Schülerinnen und Schülern der

Heideschule schwante nur Gutes,

als sie sich kürzlich an einem wunderschönen

Frühsommertag auf dem

Schul- und Sportgelände versammelten.

Denn die Heideschule Schwanewede erhielt

nach dem Pilotprojekt in Groß-Munzel

(Barsinghausen) ein DFB-Minispielfeld.

Eines von 117 Plätzen, die in Niedersachsen

gebaut werden. Und weil die Grundschule

in der Nähe von Bremen das Projekt

so zügig realisierte, erschien NFV-Prä-

Auf dem Minispielfeld kann es ganz schön

eng sein. Diese Mädchen und Jungen sind unsere Zukunft

sident Karl Rothmund persönlich, um das

Minispielfeld einzuweihen. Unterstützt

wurde er dabei von Thomas Wolter,

U 23-Trainer von Werder Bremen, der

drei seiner Spieler, die auch schon zum

erweiterten Kader der Bundesligamannschaft

gehören, mitbrachte. So gab es

neben der feierlichen Einweihung reichlich

Autogramme von Kevin Schindler,

Kevin Artmann und Florian Mohr.

Die drei Werder-Nachwuchsspieler

zeigten sich von der besten Seite, nicht nur

beim Unterzeichnen der Autogrammkarten,

sondern auch beim Einlagespiel zu- ➤


Das Band zerschnitten gemeinsam von links: Karl Rothmund (NFV-Präsident), Roswitha Dreisbach-Einmann (Schulleiterin), Harald Stehnken (Bürgermeister

Schwanewede), Werner Gleisenberg (Vorsitzender FC Hansa Schwanewede), Horst Hofmann (Begegnungsstätte Schwanewede) und Thomas

Wolter (U 23-Trainer SV Werder Bremen).

sammen mit Fußballerinnen und

Fußballer der Schwaneweder Grundschule.l

Dass diese Veranstaltung in der

Heideschule überhaupt stattfinden

konnte, ist DFB-Präsident Dr. Theo

Zwanziger zu verdanken, der den

Bau von 1000 Minispielfeldern in

Deutschland aus dem WM-Überschuss

2006 in großem Umfang

finanziert. 117 dieser Plätze werden

in Niedersachsen gebaut. In der

Schwaneweder Heideschule wird das

13 mal 20 Meter große Minispielfeld

schon intensiv genutzt. Von den

Schülern und den Nachwuchsfußballern

des FC Hansa Schwanewede.

Um ein DFB-Minispielfeld zu erhalten,

musste unter anderem eine

Voraussetzung erfüllt sein: Nämlich

eine enge Zusammenarbeit zwischen

Grundschule und Verein, die gemeinsam

eine Sportanlage teilen. „Wir möchten damit

erreichen, dass die Kinder noch mehr

als bisher Fußball spielen“ betonte DFB-Vizepräsident

Rothmund. Und zwar genau

dort, wo sie sich täglich aufhalten: In der

Schule und im Fußballverein. Werder-U

23-Trainer Thomas Wolter zeigte sich in

Die jüngsten Zuschauerinnen und Werder-Fans

Schwanewede voll des Lobes: „Eine unglaublich

gute Aktion des DFB, die nicht

selbstverständlich ist. Damit unterstütz der

DFB in vorbildlicher Weise die Basis.“ Von

dort kommt auch Kevin Schindler, der sich

noch gut an seine eigene Kindheit erinnern

konnte. „Ich hätte mich als Jugendlicher

über ein derartiges Spielfeld gefreut.

Meine Mutter aber wohl noch mehr,

da ich damals im Garten alles kaputt

geschossen habe, was man abschießen

konnte.“ Der 19-Jährige, der vor gut

einem Jahr zum ersten Mal im Bundesligateam

von Werder gegen Hertha

BSC zum Einsatz kam, und seine beiden

Kollegen Kevin Artmann und Florian

Mohr fühlten sich auf dem neuen

Minispielfeld sichtlich wohl.

Genau so wie Harald Stehnken,

Bürgermeister der Gemeinde Schwanewede,

Schulleiterin Roswitha Dreisbach-Einmann

und Werner Gleisenberg,

Vorsitzender des FC Hansa

Schwanewede, die als lokale Vertreter

das Minispielfeld symbolisch von Karl

Rothmund erhalten haben.

In den kommenden Monaten werden

in Niedersachsen weitere Minispielfelder

von insgesamt 117 fertig gestellt

und eingeweiht. Wie in Schwanewede zu

erfahren war, gibt der Deutsche Fußball-

Bund bundesweit für die 1000 Minispielfelder

23 Millionen Euro aus. Ein beachtlicher

Betrag, der dokumentiert, dass der

DFB den Nachwuchsfußball an der Basis

nachhaltig unterstützt. ■

@ Offizielle Seite im Internet: www.nfv.de

Doppelpass mit Werder und Heideschule Werder-Jungprofi Kevin Schindler schrieb fleißig Autogramme

Einweihung

Juni 2008 45


DFB-Talent des Monats

46

DFB-Trainer Paul Schomann ehrte Gerrit Nauber. Fotos: Kemme

Große Auszeichnung für Gerrit Nauber.

Der Jungnationalspieler vom VfL Osnabrück

wurde jetzt zum „DFB-Talent

des Monats” geehrt.

Wenn seine Trainer über ihn sprechen,

dann fallen Attribute wie

„engagiert“, „zuverlässig“, „positive

Ausstrahlung“, „zweikampfstark“

und „dynamisch“. Gerrit Nauber, 16-jähriger

Nachwuchsspieler des VfL Osnabrück,

hat es mit viel Fleiß und Training im Verein

und am Talentförderstützpunkt des Deutschen

Fußball-Bundes (DFB) vom Heimatverein

TuS Glane bis in die Junioren-Nationalmannschaften

des DFB geschafft.

Der Abwehrspieler des VfL Osnabrück

wurde jetzt am DFB-Stützpunkt Wallenhorst-Hollage

von DFB-Trainer Paul Schomann

zum „Talent des Monats“ gekürt.

Mit dieser Auszeichnung ehrt der DFB

Spielerinnen und Spieler aus den 387

Stützpunkten seines Talentförderprogramms,

die durch besondere sportliche

Leistungen auf sich aufmerksam gemacht

und sich zudem außerhalb des Spielfelds

durch vorbildlichen Charakter ausgezeichnet

haben. „Gerrit ist Führungsspieler, ein

echter Charakterkopf mit einer guten

Mentalität“, betonte Schomann.

Weitere Lobeshymnen erhielt Gerrit

Nauber von den Vertretern des Niedersächsischen

Fußballverbandes. Sein Auswahltrainer

Wulf-Rüdiger Müller nannte

ihn einen Musterschüler, der sich durch

Fleiß, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit auszeichne.

Edmund Timm, Vorsitzender des NFV-

Lehrausschusses, überbrachte die Glück-

Juni 2008

„Gerrit ist ein

Charakterkopf“

wünsche des NFV-Präsidenten Karl Rothmund.

Helmut Buschmeyer, Vorsitzender

des NFV-Kreises Osnabrück-Land, lobte die

gute Talentförderung in Stadt und Land

Osnabrück und hofft, dass Gerrit auf der

Karriereleiter des Fußballs noch weiter

nach oben kommt. Das Ziel, A-National-

Gerrit im Training mit seinen Kollegen aus dem

DFB/NFV-Stützpunkt Wallenhorst-Hollage.

spieler zu werden, darf er laut Paul Schomann

durchaus im Auge behalten.

Gerrit Nauber hat bislang zwei U 15und

sechs U 16-Länderspiele bestritten.

Für die Auswahlteams des Niedersächsischen

Fußballverbandes war Gerrit bisher

25 Mal im Einsatz. Mit dem VfL Osnabrück

spielt der Niedersachse, der in der kommenden

Saison zu Bayer 04 Leverkusen

wechselt, in der B- Junioren-Bundesliga.

Als C-Jugendlicher war er von Glane zu

Viktoria 08 Georgsmarienhütte gekommen,

als B-Jugendlicher dann nach Osnabrück.

Über Jahre trainierte er am DFB-

Stützpunkt Wallenhorst-Hollage. r.k.

@ Offizielle Seite im Internet: www.nfv.de

Seine NFV-Trainer von links: Uwe Krebs, Thomas Schiffbänker und Stephan Vallo.


Solidarität

48

Der Kontakt zur Familie Bause entstand

am Rande der Wahl zum Sportler des

Jahres im Januar 2008. Hier erfuhr Harrald

Wendt, Leiter der Mercedes-Benz Niederlassung

Hannover, vom Skiunfall des Olaf

Bause und dem damit verbundenen Schicksal

für ihn und seine Familie. Olaf Bause, ehemaliger

Bildungsreferent des Handballverbandes

Niedersachsen, ist seit dem Unfall gelähmt

und komplett auf die Hilfe seiner Familie und

von Pflegepersonal angewiesen.

Zum Erhalt der Mobilität von Olaf Bause

und seiner Familie erklärte sich Harrald Wendt

spontan bereit, ein Fahrzeug, welches auf die

Bedürfnisse der Familie zugeschnitten ist, für

ein Jahr kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Auch der Fußball solidarisiert sich also mit

dem schwer geprüften Handballer. Denn wie

Harrald Wendt als ehemaliges Aufsichtsratsmitglied

von Hannover 96 engagierten sich

u.a. auch bereits die Sepp-Herberger-Stiftung

und die Franz-Beckenbauer-Stiftung für den

51-jährigen Hemminger.

Jetzt konnte die Familie Bause ihren

neuen Sprinter Kombi 215 CDI in Empfang

nehmen. Das Fahrzeug weist diverse

Sonderausstattungen auf. Neben abgedunkelten

Scheiben, die eine Versorgung von

Olaf Bause auch im Fahrzeug zulassen, einer

Zusatzheizung und einer Klimaanlage,

ist zum einfachen Handling des Fahrzeuges

für die Familie auch eine Einparkhilfe vorgesehen.

Den Umbau des Fahrzeugs hat

Juni 2008

Neuer Sprinter für Familie Bause

Mercedes-Benz Niederlassung Hannover stellt Fahrzeug für gelähmten Handballer zur Verfügung

die Firma

AMF-Bruns in

Apen vorgenommen.

Ein

ultraflacher

Kassettenlift,

der unter dem

Fahrzeug eingebaut

wurde,

erleichtert den

Ein- und Ausstieg

mit dem

Rollstuhl. Dieser

Lift garantiert

eine

hohe Bodenfreiheitverbunden

mit

einer Tragkraft

von 300 kg

und wird

elektrohydraulisch

betrieben.

Der Beifahrersitz ist entfernt und die Fläche

mit einer Platte ebenerdig gemacht worden.

So kann Olaf Bause während der Fahrt

neben dem Fahrer bzw. der Fahrerin sitzen.

Für die weiteren Familienmitglieder ist im hinteren

Bereich des Fahrzeuges Platz auf einer

Sitzbank.

„Hier musste schnell und unkompliziert

geholfen werden“, so erklärt Harrald Wendt

die Unterstützung seitens der Niederlassung

Hannover. Wendt außerdem: „Damit die

weitere Nutzung des Fahrzeuges auch über

das Jahr hinaus sichergestellt werden kann,

setze ich mich persönlich bei der Sponsorensuche

ein“.

Der Sprinter Kombi 215 CDI ist selbstverständlich

mit einem Dieselpartikelfilter ausgestattet

und hat eine grüne Feinstaubplakette

an der Windschutzscheibe. So ist Familie Bause

ohne Einschränkung in und um Hannover

mobil.

Trainingsarbeit macht sich bezahlt

Die U 13-Mädchenauswahl des NFV gewinnt in Bremen das Nordturnier

Die U 13-Mädchenauswahl des NFV ist

norddeutscher Länderpokalsieger. Das

Team von NFV-Trainer Thorsten Westenberger

sicherte sich in Bremen-Burglesum mit

drei Siegen in souveräner Manier verdientermaßen

den Titel vor der Auswahl aus Hamburg.

Harrald Wendt und Olaf Bause bei der Übergabe des neuen Sprinter in Hannover.

Die kombinationssicheren Mädchen aus

Niedersachsen präsentierten sich beim Nordturnier

als spielerisch stärkste Mannschaft

und konnten sich gegen die körperlich überlegenen

Spielerinnen aus Hamburg und

Schleswig-Holstein gut durchsetzen. „Unsere

Arbeit in den bisherigen Auswahllehrgängen

hat sich bezahltgemacht“,freute

sich ThorstenWestenberger

über

die Auftritte

seiner Mannschaft.

Der

Trainer lobte

insbesondere

Rieka Windisch

als umsichtigeSpielmacherinsowie

Felicitas

Rauch, die als

Spielerin des

jüngeren Jahrgangs

mit

gutem Pass-

Die U 13-Mädchen des NFV freuen sich über den Gewinn der norddeutschen Meisterschaft.

undKombinationsspiel aufwartete.

Das Turnier im Überblick

Niedersachsen – Bremen 3:0 (2:0),

Tore: 1:0 Schwienhorst (6.), 2:0 Schulte (14.),

3:0 Bremer (17.)

Niedersachsen – Hamburg 1:0 (1:0),

Tor: 1:0 Schwienhorst (6.)

Niedersachsen – Schleswig-Holstein

1:0 (1:0), Tor: Schlüter (7.)

Die weiteren Ergebnisse:

Hamburg – Bremen 1:0, Hamburg –

Schleswig-Holstein 1:0, Bremen – Schleswig-

Holstein 0:1

Die Tabelle: 1. Niedersachsen (5:0 Tore,

9 Punkte), 2. Hamburg (2:1, 6), 3. Schleswig-

Holstein (1:2, 3), 3. Bremen (0:5, 0)

Das NFV-Aufgebot: Tor: Merle Frohms

(ESV Fortuna Celle), Franziska Ippensen (FC

Eintracht Northeim); Abwehr: Pauline Bremer

(SVG Göttingen), Angelina Knoll (VfB Fallersleben),

Denise Lemke (SC Hassbergen), Marisa

Stoldt (VfL Stade); Mittelfeld: Nina Fischer

(MTV Ramelsloh), Amelie Kröger (Germania

Thuine), Ines Lampen (Heidekraut Andervenne),

Felicitas Rauch (VfB Peine), Sarah Schulte

(SV Dersum), Rieka Windisch (Kickers Emden);

Sturm: Shari-Denise Scheer (SV Fümmelse),

Sina Schlüter (VSK Osterholz-Scharmbeck),

Lina Schwienhorst (SV Lengerich), Nina Woller

(TuS Sudweyhe); Trainer: Thorsten Westenberger

(Barsinghausen); Co-Trainerin: Meike Berger

(Denkte). bo


Schiedsrichteraustausch

50

Austausch Poznan! Viel hatte ich

während des letzten Talentlehrganges

Ende August 2007 über diesen

Austausch gehört. Jungen Schiedsrichtern

aus Niedersachsen wird es ermöglicht,

nach Polen zu fahren und dort eine Spielleitung

in der höchsten A-Jugend Spielklasse,

welche vergleichbar mit unserer A-

Jugend Regionalliga ist, zu übernehmen.

Als mir dann Mitte März von Jens

Goldmann (Bad Harzburg), Mitglied im

Verbands-Schiedsrichter-Ausschuss, die

Nachricht überbracht wurde, dass ich mit

drei weiteren Schiedsrichtern am diesjährigen

Polenaustausch teilnehmen werde,

war die Freude natürlich groß. Doch mit

näher rückendem Abreisedatum stieg

auch die Spannung. Wie wird es in Polen

sein? Welche Anforderungen werden dort

an das Schiedsrichtergespann gestellt?

Wie kommuniziere ich mit den Spielern?

Fragen, die innerhalb von drei Tagen beantwortet

wurden.

Am Freitag, 11. April, ging es für mich

also los. Morgens gegen halb acht bestieg

Juni 2008

Beeindruckende

Gastfreundchaft

Schiedsrichter aus Niedersachsen leiten Spiele im polnischen Poznan

Vier Schiedsrichter aus Niedersachsen

kamen im April im Rahmen der Kooperation

mit dem Verband Großpolen in

Poznan (Posen) zum Einsatz. Nachfolgend

schildert Franz Bokop (Vechta)

aus dem NFV-Talentkader seine Eindrücke

für das NFV-Journal.

ich den Zug, um ungefähr acht Stunden

später Poznan zu erreichen. Auf dem Weg

dorthin gesellten sich erst Christian Rix

(Buchholz) und Vladimir Schwegler (Hannover)

in Hannover und später Jens Goldmann

als Delegationsleiter sowie Christian

Stein (Wolfsburg) in Wolfsburg zu mir, so

dass wir als Quintett gemeinsam gegen 16

Uhr ankamen.

Begrüßt und abgeholt wurden wir am

Bahnhof von Szymon, der uns für das gesamte

Wochenende betreuen sollte. Er begleitete

uns zu unserem Hotel, in dem wir

unsere Zimmer bezogen. Später ging es

hungrig, die meisten hatten nur gut gefrühstückt,

in die Altstadt zum Essen. Hier

zeigte sich zum ersten Mal die große Gastfreundschaft

seitens der Polen, die sich im

Verlaufe des Wochenendes noch häufiger

bestätigen sollte. Nach Stillung des Hungers

kehrten wir zurück ins Hotel, wo gegen

19.30 Uhr auch die beiden polnischen

Schiedsrichter Lukasz und Christoph eintrafen,

welche am nächsten Tag bei den

Spielen als erste Assistenten fungieren sollten.

Mit ihnen zusammen schlenderten

wir ein wenig durch die Straßen Poznans.

Schnell verstanden wir uns gut miteinander,

was natürlich zum großen Teil

mit dem gemeinsamen Interesse für Fußball/Schiedsrichter

zu erklären ist. Sprachprobleme

waren kaum vorhanden, da unsere

Gastgeber gut Deutsch bzw. Englisch

sprachen. Nach einem weiteren Essen ka-

Leiteten bei starkem Wind auf einem Kunstrasenplatz das Posener Derby unweit des Doms: Franz

Bokop, Christian Rix und Lukas Szczygiel.

men wir gegen 22 Uhr zurück zum Hotel,

wo noch schnell die Treffzeiten für den

nächsten Tag festgelegt wurden und sich

jeder danach auf sein Zimmer begab.

Am Samstag wuchs während des Vormittages

dann natürlich die Spannung auf

das Spiel. Christian Rix und ich wurden gegen

12 Uhr von Szymon und Lukas zu unserem

Spiel abgeholt. Die anderen drei

waren schon früher gestartet, um ihre Begegnung

um 11 Uhr pünktlich anzupfeifen.

Beim Sportplatz angekommen, kam

es mit zum spannendsten Teil des Austausches:

Die Gespannabsprache in Englisch.

Hierbei wurden auch kleinere Regelverschiedenheiten

(Assistent zeigt über die

gesamte Seitenlinie den Einwurf an) erörtert.

Das Spiel Lech Poznan – Warta Poznan

war dann natürlich das Highlight des

Austausches. Rückblickend muss festgestellt

werden, dass die polnischen Jugendspieler

auf dieser Ebene mindestens genauso,

wenn nicht sogar noch etwas disziplinierter

auftreten als ihre Kollegen in

Deutschland. Vor dem Betreten des Feldes

stellten sich alle Spieler ohne Aufforderung

in einer Reihe auf, sodass es dem Assistent

leicht gemacht wurde, Schmuck

und Schuhe zu kontrollieren.

Das Spiel selbst befand sich auf einem

hohen spielerischen Niveau und bewegte

sich zu jeder Zeit, dem knappen Endergebnis

(1:0) zum Trotz, in einem fairen Rahmen.

Ungewohnt war es für mich, Einwurfentscheidungen

von Situationen zu

treffen, von denen ich 70 Meter entfernt

war, doch dies klappte recht gut. Es machte

Spaß, an dieser Begegnung mitzuwirken.

Nach dem Spiel wurden wir dann von

Szymon gecoacht.

Nachmittags gingen wir erst Essen,

um uns danach das Spiel Legia Warschau –

Lech Poznan im Fernsehen anzusehen.

Abends besuchten wir dann zum vierten

Mal innerhalb von 32 Stunden ein Restaurant

zum „Official Dinner“. Hier wurden

Gastgeschenke ausgetauscht und auf die

gelungenen Spielleitungen und das schöne

Wochenende angestoßen.

Um dieses Wochenende dann gebührend

zu Ende zu bringen, ging es gegen

23 Uhr in die Disco, in der die deutschpolnische

Freundschaft noch weiter

gefestigt wurde.

Am folgenden Morgen folgte schließlich

um 10.30 Uhr die Heimreise nach

Deutschland/Vechta.

Abschließend kann ich sagen, dass

der Polenaustausch eine sehr runde Sache

ist. Bei einem „internationalen“ Spiel dabei

gewesen zu sein, aber auch die Gastfreundschaft

seitens der polnischen Gastgeber

erlebt zu haben, sind Erfahrungen,

die ich noch lange positiv in Erinnerung

behalten werde. Deshalb möchte ich mich

bei allen bedanken, die mir diese Erfahrung

ermöglicht haben. Franz Bokop


Geld sparen durch

richtiges Bewässern

Wasser ist ein kostbarer und teilweise teurer Rohstoff. Daher

ist bei der Bewässerung von Sportrasen sowohl auf eine

ausreichende Versorgung der Gräser als auch auf einen

sparsamen Umgang zu achten.

Rasengräser bestehen zu ca. 90 Prozent aus Wasser. Ohne ausreichende

Wasserversorgung brechen die Stoffwechselvorgänge zusammen

und das Gras vertrocknet. Der tägliche Wasserbedarf der

Gräser schwankt je nach Temperatur und Verdunstung zwischen 1

und 7 l/m2 (= mm). Während des Sommers liegt er im Mittel bei etwa

4 l pro m2 täglich. Wenn der natürliche Niederschlag ausbleibt, muss

der Rasen beregnet werden, damit keine Trockenschäden entstehen.

Außerdem hat die richtige Wasserversorgung entscheidenden Einfluss

auf die Durchwurzelungstiefe. Nachfolgend die wichtigsten Regeln

für eine richtige und sparsame Beregnung.

Der optimale Zeitpunkt: Er liegt kurz vor Welkebeginn der Gräser.

Bis zu diesem Zeitpunkt haben die Wurzeln den Wasservorrat im

Boden ausgeschöpft und bleiben in der Tiefe. Der Pflanzenbestand

zeigt erste Welkesymptome (schlaffes Blatt, leichte Graufärbung).

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum Beregnen. Grundsätzlich wird

während der Nacht oder in den frühen Morgenstunden beregnet.

Verdunstungsverluste und Windabdrift sind dann gering.

Häufigkeit: Sie hängt von der Bodenart und dem Pflanzenbestand

ab. Bei sandigen Böden (z.B. DIN-Aufbauten) und bei flach

wurzelnden Gräsern muss in kürzeren Abständen beregnet werden

als bei lehmigen Böden. Wichtig ist, dass die Wassermenge zur wurzeltiefen

Befeuchtung ausreicht. Nur dann bleiben die Wurzeln in tieferen

Bodenschichten und die Gräser ausreichend scherfest. Bei

falscher Beregnung verflacht das Wurzelnetz.

Kontrolle: Eine einfache aber wirksame Kontrolle der erforderlichen

Beregnungsdauer und der richtigen Wassermenge erfolgt

durch die Spatenprobe. Mit ihr wird die Eindringtiefe des Wassers

festgestellt. Grundsätzlich gilt für die Beregnung: Lieber selten mit

ausreichenden Wassergaben als oft mit geringen Mengen. Für eine

ausreichende Beregnung sind auf einem Rasenplatz pro Beregnungsgang

ca. 100 bis 140 m2 Wo der Regner nicht hinkommt, muss per Hand nachgewässert werden.

Wasser erforderlich. Je nach Wasserpreis bedeutet

dies zum Teil mehrere Tausend Euro im Jahr. Deshalb: richtig

beregnen und sparsam mit Wasser umgehen.

Zum Schluss noch zwei Tipps zum Wassersparen: Eine zusätzliche

Kaliumdüngung vor dem Sommer lässt die Gräser sparsamer mit

Wasser umgehen und das Anheben der Schnitthöhe im Sommer um

1 bis 2 cm spart ebenfalls Wasser.

Für Fragen zur Bewässerung steht Ihnen gerne Ihr

EUROGREEN Fachberater vor Ort Rede und Antwort:

Rainer Kornet, Moorkamp 31, 30165 Hannover, Tel. 0511 -

2351092, Fax 0511 - 3363437, Mobil: 0170-6318797 oder

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Juni 2008 51


Vereinsportrait

52

In einem feierlichen Rahmen hat jetzt der

TSV Dorfmark seinen 100. Geburtstag

begangen. Handball-Spartenleiter Dr. Lutz

Siemsglüß brachte in seiner Festrede die

Stärke des Vereins auf den Punkt: „Der TSV

spiegelt den Charakter, das Selbstbewusstsein

und die Identität unseres Dorfes wider,

ist immer offen für alle Neuerungen! Wir

setzen alles daran, ihn so gesund und aktiv

in die Zukunft zu begleiten. Wir sind stolz,

TSVer zu sein.“

Schon beim Betreten des festlich geschmückten

Saales fiel es nicht schwer,

die besonderen Stärken des Vereins

kennen zu lernen. Denn von seinen erfolgreichsten

Aushängeschildern Hartmut

Kossel, Gerhard Jojade, Frank Ordenewitz

und Matthias Pröhl waren in Lebensgröße

Portraits zu sehen. NFV-Vizepräsident

Karl Frewert betonte, dass die

Fußballer die einhundertjährige Geschichte

der Gemeinde Dorfmark nachhaltig

mitgestaltet habe.

Juni 2008

TSV Dorfmark spiegelt

Identität des Ortes wider

Turn- und Sportverein ist jetzt 100 Jahre alt

Der TSV Dorfmark verzeichnet mehr als

1000 Mitglieder und ist stolz darauf, mit

Thomas Kelm erst den neunten Vorsitzenden

in der Vereinsgeschichte gestellt zu haben.

Der Blick auf die Ehrentafel verrät weiter:

V.l. Sandhya Hill, Lars Lippert, Helmut Tietz, Britta Meyerhoff, Birgit Diringer, Michael Rose, Barbara

Bolte und Thomas Kelm Fotos: Tegtmeier

Hosenwerbung wird in Niedersachsen zugelassen

Fußballvereine in Niedersachsen können künftig

auf der Hose werben. Der Niedersächsische

Fußballverband (NFV) wird nach Rücksprache mit

dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) keine Berufung

gegen das Urteil des Landgerichts Hannover

(Aktenzeichen 00114-0600035 TD/kk) einlegen.

Arminia Hannover (Foto) hatte gegen das Verbot

von Hosenwerbung geklagt und vor dem Landgericht

Recht bekommen.

Das Urteil überlässt es den Fußballverbänden

allerdings, von einem Gestaltungsspielraum Gebrauch

zu machen. Das heißt: Über die Platzierung

und Größe der Werbefläche kann und wird der

NFV entscheiden. In den Allgemeinverbindlichen

Vorschriften über die Beschaffenheit und Ausgestaltung

der Spielkleidung steht unter anderem im

Foto: Kaletta

§ 6: Die Werbefläche der Trikotvorderseite darf

maximal 200 Quadratzentimeter, die des Trikotärmels jeweils 50 Quadratzentimeter nicht

überschreiten. Der DFB wird jetzt zusammen mit seinen Landesverbänden, also auch dem

NFV, darüber beraten, in welcher Form die Hosenwerbung gestaltet werden darf.

Glückwünsche vom Fußballverband. Von

links: Thomas Kelm, Vorsitzender TSV Dorfmark,

Heinrich Eickhoff, NFV-Kreisvorsitzender

Soltau-Fallingbostel und NFV-Vizepräsident

Karl Frewert.

Kelms Vorgänger Gerhard Jojade, seit 60

Jahren im TSV und insgesamt 45 Jahre Mitglied

des Vorstandes, war 27 Jahre lang erster

Vorsitzender des Sportvereins und hatte

maßgeblichen Anteil an dessen Erfolgsgeschichte.

Mehrere Spartenleiter (Hartmut

Kossel, Dr. Lutz Siemsglüß, Helmut Bostelmann,

Andreas Jänsch) sind ebenfalls bereits

seit Jahrzehnten im Amt.

Und zwei weitere „Dorfmark-Dinos“

aus der Fußballsparte haben die traditionelle

Sportgeschichte mitgeschrieben: Helmut

Tietz (Sozialwart) leistet seit 34 Jahren unverzichtbar

gute Vorstandsarbeit. Wilfried Oehlerking

ist seit über 30 Jahren der „Mann für

alle Fälle“, Er wurde während des Kommersabends

unter großen Ovationen der Fußballer

zum Ehrenmitglied ernannt. Wie oft und

gerne erinnerten sich die älteren Mitglieder

an die gemeinsam gefeierten Meisterschaften,

als es nach getaner Arbeit auf dem

Spielfeld zunächst in den nahe gelegenen

Badesee ging, wo ein kühles Bad die Häupter

erfrischte. Aber auch wenn es mal nicht so

gut lief wurden in geselliger Runde Motivation

und Ehrgeiz schnell wieder gefunden.

Die Jubiläumsfeierlichkeiten sollen der

Einstieg dafür sein, dass die Erfolgskurve

wieder ansteigt und die Jugendarbeit Früchte

trägt. Schließlich wünscht man sich in

Dorfmark, dass bald wieder ein fußballerisches

Eigengewächs Fußballprofi wird, so

wie es Frank Ordenewitz seinerzeit vorgemacht

hat, als er es in den achtziger Jahren

bis in die höchste deutsche Spielklasse

schaffte.

Der aktuelle Vorstand: Thomas Kelm

(1. Vorsitzender), Michael Rose (2. Vorsitzender),

Birgit Diringer (Kassenwartin), Sandhya

Hill (Finanzwartin), Barbara Bolte (Frauenwartin),

Birte Meyerhoff (Schriftführerin), Helmut

Tietz (Sozialwart), Lars Lippert (Pressewart)

und Christian Schuh (Internetauftritt).

Heide Tegtmeier


Verteidiger Jens D. merkte sofort, dass

etwas nicht stimmte. Gerade noch

war er dem gegnerischen Stürmer

entgegen geeilt und hatte versucht, ihm

den Puck abzujagen. An den Bodycheck

konnte er sich noch erinnern, und auch an

den harten Aufprall. Dann hatte er das Bewusstsein

verloren. Nun blickte er in die

Augen seiner Mannschaftskameraden und

der Sanitäter, die um ihn herum standen.

Seine Arme und Beine spürte er nicht mehr.

Jens D. wurde umgehend in die nächste

Spezialklinik gebracht, wo mehrere

Frakturen in der Wirbelsäule festgestellt

wurden. Als ihm der Arzt später eröffnete,

dass er in Zukunft im Rollstuhl sitzen würde,

brach für den jungen Vater eine Welt

zusammen.

Nachdem die ARAG-Sportversicherung

durch den Verein des Spielers über

den Unfall informiert worden war, unterbreitete

sie ihm das Angebot, ihn durch einen

Reha-Manager zu unterstützen. Nachdem

Jens D. das Angebot angenommen

hatte, führte der Reha-Manager noch im

Krankenhaus erste Gespräche mit ihm und

er konnte sich dabei auch direkt ein Bild

über die medizinische Versorgung machen.

Gleichzeitig informierte er Jens D. über die

verschiedenen Hilfeleistungen und Möglichkeiten,

die sein Leben im Rollstuhl erleichtern

können.

Der Reha-Manager vermittelte zunächst

ein auf behindertengerechte Umbauten

spezialisiertes Architektur-Planungsbüro,

das Jens D. beim Umbau seines

erst vor kurzem gebauten Eigenheims beratend

zur Seite stand. Der Selbstständige

war dabei froh, als er erfuhr, dass auch der

Zugang zu seinen Büroräumen nach seinen

Bedürfnissen umgebaut werden könnte

und er damit in der Lage war, weiterhin zu

arbeiten. Nach der Sicherstellung der Finanzierung

organisierte der Reha-Manager den

Umbau des Privathauses, der Geschäftsräume

und auch des Wagens von Jens D., der

damit weiter mobil bleiben konnte. Zudem

führte der Reha-Manager auch immer wie-

ARAG Sportversicherung

Schadenfall des Monats:

Reha-Manager hilft bei

schweren Unfällen individuell

der persönliche Gespräche mit dem Unfallopfer,

um dessen psychische und emotionale

Situation zu stabilisieren.

Alle Leistungen, die der Reha-Manager

empfahl und organisierte, wurden von einem

Leistungsträger (z. B. der gesetzlichen

Sozialversicherung) übernommen und mithilfe

der Zahlung der Höchstleistung aus

der Sport-Unfallversicherung finanziert. Die

Kosten für die Arbeit des Reha-Managers

und des Architektur-Planungsbüros in Höhe

von 147.500 Euro wurden im Falle von Jens

D. komplett von der ARAG Sportversicherung

getragen. Quelle: aragvid-arag 05/08

Weitere Informationen,

Prospektmaterial und Anträge erhalten

Sie bei der ARAG Sportversicherung,

Versicherungsbüro

Sporthilfe Niedersachsen,

Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10,

30169 Hannnover oder

unter www.ARAG-Sport.de

Juni 2008 53


Vorstellung

54

Die Europameisterschaft in Österreich und

Schweiz stellt im Monat Juni alles rund

um den Fußball in den Schatten. Selbiger

wirft nach einer Redewendung auch schon

mal voraus. Gemeint ist die „Talentschau des

deutschen Fußballs“, die vom 9. bis 14. Oktober

in der Sportschule Duisburg-Wedau ausgetragen

wird. Dieses Event des Nachwuchsfußballs

wirft in der Tat seine Schatten voraus.

Denn rund 350 U 21-Talente wollen sich beim

DFB oder für einen Spitzenklub empfehlen.

So auch die 18 Spieler aus Niedersachsen,

die NFV-Trainer Wulf-Rüdiger Müller mit nach

Duisburg nimmt. Bis zum Oktober fließt allerdings

noch viel Wasser durch die Wedau. Das

heißt: Es werden weit mehr als 50 Fußballer

getestet. Zur zweiten Sichtung Mitte Mai im

August-Wenzel-Stadion in Barsinghausen wurden

folgende Spieler eingeladen:

Jonas Deumeland, Sergej Evljuskin, Kevin

Maek, Juri Neumann, Daniel Reiche, Dennis

Riemer, Rico Schlimpert (alle VfL Wolfsburg),

Patrick Hermann, Tim Hofmann, Jaroslaw Lindner,

Dave Otto, Markus Peter (alle Hannover

96), Morsi Barkallah, Andreas Ladwig, Jan

Washausen, Philipp Peters (alle Eintracht

Braunschweig), Edgar Kary, Alexander Baal,

Leo Baal (alle VfB Oldenburg), Viktor Braininger,

Konstantin Engel, Jannick Hüls (alle VfL

Osnabrück), Julian Keseling, Adrian Koch,

Dennis Koch (alle SCW Göttingen), Giuseppe

Marchese, Moritz Stubbe (beide MTV Gifhorn),

Patrick Schnettberg, Sebastian Schepers (beide

SV Meppen), Kevin Eckert, Eike Noparlik (beide

FC Eintracht Northeim), Michael Mühseler,

Christoph Rischker (beide TSV Havelse), Florian

Büchler (Spvgg Bad Pyrmont), Fabian Hoheisel

(SC Langenhagen), Mario Vaal (SC Spelle-Venhaus),

Mike Könnecke (SSV Vorsfelde), Firat

Bayramoglu (SV Arminia Hannover), Steffen

Puttkammer (SV Wilhelmshaven), Rene Gerritzen

(TuS Lingen), Nils Reinke (VfL Oldenburg),

Granit Curri (VfV Borussia 06 Hildesheim), Moritz

Steidten (VSK Osterholz-Scharmbeck), Florian

Kribber (Eintracht Nordhorn), Marc Vucinovic

(SV Bavenstedt), Sören Czyborra (SV BW

Bornreihe), Sascha Müller (TSV Ahlerstedt/Ottendorf).

Fotos und Text: Reiner Kramer

Viktor Braininger

Juni 2008

NFV-Spieler wollen sich für die

Talentschau empfehlen

Zwei Sichtungslehrgänge in Barsinghausen –

NFV-Trainer Wulf-Rüdiger Müller testet mehr als 50 Spieler


Impressionen vom Training der

U21-Talente im August-Wenzel-

Stadion zu Barsinghausen

Konstantin Engel

Tim Hofmann

Juri Neumann

Vorstellung

Juni 2008 55


Bezirk Braunschweig

56

Dreimal Turniersieg, dazu zweimal

Zweiter. Das war das bisher

erfolgreichste Turnier für den

SV Rammelsberg. Beim Volksbank

Nordharz Cup 2008 mit 70

Jugendmannschaften konnte der

SV Rammelsberg beide Großfeldturniere

für sich entscheiden. Im

Achterfeld der C-Junioren gewannen

die Goslarer gegen Mosiv

Blochnia in einem hochklassigen,

spannenden Finale mit 4:3

nach Elfmeterschießen. Die D-Junioren

dagegen gewannen das

Finale gegen Fortuna Lebenstedt

klar mit 4:0.

Den Startschuss zum diesjährigen

Jugendfußballturnier

gab diesmal Bürgermeisterin Renate

Lucksch gemeinsam mit

Frank Peters vom Hauptsponsor

Volksbank Nordharz eG auf dem

neuen Rasenplatz des SV Rammelsberg.

Zunächst durften wie

immer die Kleinsten ran. In den

Aufbaustaffeln der G- Junioren

gewann TSG Bad Harzburg vor

Germania Wolfenbüttel. Die F-

Aufbaustaffel entschied Hannover

96 deutlich im Finale für sich.

Im Feld der G-I Junioren

musste sich der SV Rammelsberg

im Finale dem MTV Wolfenbüttel

denkbar knapp mit 0:1 geschla-

Juni 2008

Der SV Rammelsberg

gewinnt drei Pokale

Pfingstturnier mit 70 Jugendmannschaften

gen geben. Bei den F I–Junioren

bestimmten zwei Goslarer Mannschaften

klar das Feld. Hier gewann

der SV Rammelsberg mit einem

Punkt Vorsprung vor dem SC

Goslar 08/Sudmerberg.

Das Turnier der E-Junioren

gewann der TSV Wendezelle im

Aufbauturnier klar mit 3:0 gegen

den FC Wunstorf. Bei den E I–Junioren

siegte die TSG Bad Harzburg

vor dem SV Rammelsberg.

In einem C-Juniorenfeld, das

es wirklich in sich hatte, hier spielten

drei sehr starke polnische

Mannschaften mit, gewann der

SV Rammelsberg den großen Pokal.

Mosiv Bochnia wurde zweiter.

OKS Olesno konnte sich im

rein polnischen Spiel um Platz

drei gegen MKS Kluczbork knapp

mit 2:1 durchsetzen.

Alle Ergebnisse im Überblick:

G I Junioren: 1. MTV Wolfenbüttel,

2. SV Rammelsberg I,

3. JSG Lochtum. G II Junioren: 1.

TSG Bad Harzburg, 2. Germania

Wolfenbüttel, 3. JSG Astfeld/

Wolfshagen. F I Junioren: 1. SV

Rammelsberg I, 2. SC Goslar

08/Sudmerberg, 3. Fortuna Lebenstedt.

F II Junioren: 1. Hannover

96, 2. Germania Wolfenbüttel,

3. Fortuna Schneidlingen.

Auszeichnung für Hussein. Für ihr vorbildliches Verhalten

wurde die Schiedsrichterin der Frauen-Bundesliga, Riem Hussein (TSG

Bad Harzburg), mit dem Fairnesspreis des Kreissportbundes Goslar ausgezeichnet.

Dies geschah anlässlich der Wahl zur Sportlerin des Jahres. Nicht

nur Riem Hussein, sondern auch Joachim Wojtke als Vorsitzender des

NFV-Kreises Goslar war hocherfreut über diese Auszeichnung, da sie auch

die hervorragende Lehrarbeit in Goslar widerspiegele. Unser Foto zeigt

Riem Hussein mit dem Vorsitzenden des Kreissportbundes, Volker Bäcker.

Beim Pfingstturnier in Rammelsberg gab es zahlreiche Pokale zu gewinnen.

E I Junioren: 1. TSG Bad Harzburg,

2. SV Rammelsberg I, 3.

MTV Goslar. E II Junioren: 1. TSV

Wendezelle, 2. 1. FC Wunstorf, 3.

Blau Weiß Neuhof. D-Junioren:

1. SV Rammelsberg I, 2. Fortuna

Lebenstedt, 3.Germania Wolfenbüttel.

C-Junioren: 1. SV Rammelsberg

I, 2. Mosiv Blochnia, 3.

OKS Olesno.

Auch außerhalb der Spielfelder

ging es hoch her. Eine Tombola

mit vielen tollen Preisen wie Trikots

von Hannover 96 und Eintracht

Braunschweig, vielen

Fußbällen und Gutscheinen sowie

einem Mountainbike rundeten

das Rahmenprogramm ab. Damit

keine lange Weile zwischen den

Spielen aufkam, standen beim

gelungenen Fußballfest am Trebnitzer

Platz in Goslar auch ein Ge-

An insgesamt acht Abenden

hat der NFV-Kreis Northeim/Einbeck

in Delliehausen 16

Schiedsrichter-Anwärter ausgebildet

und kann die neuen Spielleiter

ab sofort in das Geschehen auf

den Plätzen einbinden. Das vermittelte

Wissen aus allen Regelbereichen

stand beim Abschlussabend

für die Anwärter noch

einmal umfassend auf dem Prüfstand.

Wie schon in den Vorjahren

wurde auch die diesjährige

Prüfung vom Schiedsrichter-Regionalbeauftragten

Waldemar

Maier aus Friedland abgenommen.

Nach Auswertung aller Fragebögen

konnte Maier bereits 13

künftigen Spielleitern direkt zur

bestandenen Prüfung gratulieren,

während er drei Anwärter

nochmals zu einer mündlichen

Prüfung bat. Diese mündliche

Prüfung meisterten dann aber alle

Kandidaten problemlos, so dass

am Ende des Abends insgesamt

alle 16 Anwärter die Prüfung erfolgreich

absolviert hatten.

Dies sind: Sandra Dols, Christian

Meyer (beide SVG Einbeck),

schwindigkeitsschießen und eine

Torwand bereit.

Für die polnischen Gäste, die

von Freitag bis Dienstag in der

Stadt weilten, gab es am Pfingstmontag

noch ein ganz besonderes

Erlebnis. Ein Besuch der AWD-

Arena in Hannover mit ausgiebiger

Stadionführung sowie die Besichtigung

der NFV-Sportschule in

Barsinghausen standen an.

Danksagen möchte der SV

Rammelsberg den vielen Sponsoren

der Goslarer Wirtschaft und

den unzähligen Helfern, ohne die

dieses Turnier nicht durchführbar

wäre. Besonderer Dank gilt der

Volksbank Nordharz eG, die

durch Ihr großzügiges Engagement

im Jugendförderkreis dieses

Turnier seit Jahren unterstützt.

Uwe Klose

16 neue Unparteiische

Ausbildung im NFV-Kreis Northeim/Einbeck

Julian Dumschat (TSV Lüthorst),

Dennis Eckhardt (VfB Uslar), Dennis

Gottstein (SV Moringen), Manuel

Holst (SR Stöckheim), Saher

Polo, Thomas Köhler, Jonas Köpke

(alle FC Eintracht Northeim), Jan-

Christopher Männecke (MTV

Markoldendorf), Kevin Matyschock

(SSV Nörten), Philipp Meyer,

Andre Rode (beide FC Auetal),

Michael Mika (MTV Naensen), Fabian

Rümke (FC Lindau) und

Hans-Georg Schwörer (SV Höckelheim).

Im Anschluss an die Prüfung

überreichte Kreis-Schiedsrichterobmann

Werner Dingenthal (Vogelbeck)

allen neuen Schiedsrichtern

je eine gelbe und eine rote

Karte. Für die besten Prüfungsergebnisse

erhielten zudem Sandra

Dols, Michael Mika und Fabian

Rümke ein Buchpräsent oder eine

Schiedsrichter-Pfeif-Set-Tasche.

Anzumerken ist jedoch trotz aller

Freude über die deutliche Bestandsauffrischung,

dass diese

neuen Unparteiischen längst nicht

ausreichen, den aktuellen Fehlbedarf

an Spielleitern im NFV-Kreis

Northeim/Einbeck aufzufangen.


Verbissen wurde beim Sparkassen-

Cup um jeden Ball gekämpft. Hier

eine Szene aus dem Spiel zwischen

dem TSV Eintracht Wulften und

dem SV Lerbach. Foto: Müller

Verdienste

gewürdigt

Kreis Helmstedt zeichnet

das Ehrenamt aus

Wir führen jetzt zum dritten

Mal den Ehrungstag als eigenständige

Veranstaltung durch,

um die Menschen auszuzeichnen,

die sich über viele Jahre in vielfältiger

Art und Weise um den Fußballsport

in den Vereinen und deren

Mitglieder verdient gemacht

haben“, sagte Hans-Peter

Schwan, stellvertretender Vorsitzender

des NFV-Kreises Helmstedt,

bei der Eröffnung im Herzoginnensaal

des Schlosses Schöningen.

„Bei den Kreisfußballtagen

ging die Würdigung der Leistungen

unter“, nannte Schwan den

Grund, warum die NFV-Kreisverantwortlichen

erneut die Auszeichnungen

in diesem Rahmen

vergaben. Die Ehrungen vollzogen

Schwan, der Kreisvorsitzende

Wolfgang Kaese und Werner

Denneberg, stellvertretender Vorsitzender

und Referent für Öffentlichkeitsarbeit

und Marketing,

und überreichten die Urkunden,

Nadeln und Präsente.

E-Junioren werden in

Bad Sachsa gesichtet

200 Spieler beim Sparkassen-Cup am Ball

Unter der Schirmherrschaft des

Vizepräsidenten des Deutschen-Fußball-Bundes,

Karl Rothmund,

wurde für den NFV-Kreis

Osterode in Bad Sachsa der

Sparkassen-Cup ausgetragen. Allein

19 E-Junioren-Mannschaften

stellten sich der Pflichtveranstaltung,

wobei das Sichten talentierter

Jugendfußballspieler des

Jahrgangs 1997 im Mittelpunkt

„Einige Ehrungen sind zwar

bereits beim Bezirksehrungstag

in der Volkswagen-Arena oder

bei Vereinsveranstaltungen vorgenommen

worden. Doch wir

haben alle noch einmal eingeladen“,

sagte Schwan.

Für ihr ehrenamtliches Engagement

über viele Jahre erhielten

Reinhard Bäsecke (Helmstedter

SV), Hans Behrens (VfL Rottorf)

und Hans-Joachim Rehkuh (SV

Esbeck) die Kreisehrennadel in

Gold.

„Ich freue mich, dass mit Sabine

und Reinhard Krzysko vom

Hoiersdorfer SV auch ein Ehepaar

geehrt wird“, sagte Schwan. „Vielleicht

ist eine gemeinsame ehren-

stand. Zwei Mannschaften indes

blieben der Veranstaltung fern

und müssen mit einer Strafe

rechnen.

Aufgeteilt auf vier Spielfelder

kamen rund 200 Akteure

zum Einsatz, die von zwei DFB-

Trainern sowie Kreislehrwart Peter

Grüneberg, Jens Sch

önbach, Peter Dzimalle und

Rüdiger Lakemann gesichtet

amtliche Tätigkeit ein gutes Rezept

für ein glückliches Eheleben.“

Ebenso wurden Lutz Franz,

Ralph Jungnickel, Gerd Stöckel

(alle Helmstedter SV), Sylvia Czok

(Fichte Helmstedt), Werner Fend,

Klaus-Dieter Hecht, Friedemann

Kucharzik, Henning Gödecke (alle

SV Esbeck), Karin Laue (SV Papenrode/Rickensdorf),

Udo Bormann

(SV Grafhorst), Peter Goebel,

Gerd Ulrich Blandziski (beide

TVB Schöningen), Thomas Gevensleben,

Uta Schilling und

Burghardt Hoinkis (alle Hoiersdorfer

SV) mit der silbernen Kreisehrennadel

ausgezeichnet.

Ehrenamtsträger sind Sabine

Menzel (TSV Barmke), Jür-

Bezirk Braunschweig

wurden. Nach spannenden Auseinandersetzungen

während der

Vor- und Endrundenspiele setzten

sich TuSpo Petershütte, FC

Merkur Hattorf, Eintracht Wulften

und die JSG STN (Steina/Tettenborn/

Neuhof) durch

und qualifizierten sich für die

Zwischenrunde, die am 13. Juni

in Bilshausen ausgetragen wird.

Die Siegerehrung führte

Kreislehrwart Peter Grüneberg

durch, der im Anschluss den

Mannschaften Bälle des Sponsors

Sparkasse überreichte. Er lobte

auch Ausrichter VfB Bad Sachsa

für eine einwandfreie Organisation.

Erwin Müller

Beim Ehrungstag in Helmstedt wurden zahlreiche ehrenamtliche Funktionsträger ausgezeichnet. Foto: Kison

gen Kühne (Viktoria Königslutter),

Otto Rieck (TVB Schöningen),

Erwin Drechsler (Wolsdorfer

SV) und Hans-Joachim

Weinhold (SV Esbeck). Eingeladen

waren auch Dieter Beermann

vom TSV Ochsendorf und

Manfred Reichert vom Helmstedter

SV (beide Silberne

Verbandsehrennadel), Hubert

Wunsch (Goldene Bezirksehrennadel,

VfL Rottorf) sowie Thomas

Hanneman (Silberne Bezirksehrennadel,

Fichte Helmstedt),

Heinz Renner (Silberne

Bezirksehrennadel, Union Schöningen)

und Hans-Joachim Beber

(Silberne Bezirksehrennadel,

Helmstedter SV). Werner Kison

Die A-Junioren des SSV Vorsfelde siegten im Endspiel um den Bezirkspokal mit 2:0 gegen den VfR Osterode. Auf dem Germania-Platz in

Wolfenbüttel sahen die zahlreichen Zuschauer ein spannendes Spiel, dass erst in den letzten Minuten entschieden wurde. Der Spitzenreiter der Bezirksliga

Süd konnte lange Zeit das Spiel offen halten, musste aber in der 79. Minute durch ein Tor von Yves Berscheit den Rückstand hinnehmen. Christoph Gehrmann

erhöhte in der Schlussminute auf 2:0. Die erfolgreiche Mannschaft von Trainer Giuseppe Carusone (vorn links) feierte ausgelassen den Sieg.

Foto und Text: Klaus Naue

Juni 2008 57


Verbissen wurde beim Sparkassen-

Cup um jeden Ball gekämpft. Hier

eine Szene aus dem Spiel zwischen

dem TSV Eintracht Wulften und

dem SV Lerbach. Foto: Müller

Verdienste

gewürdigt

Kreis Helmstedt zeichnet

das Ehrenamt aus

Wir führen jetzt zum dritten

Mal den Ehrungstag als eigenständige

Veranstaltung durch,

um die Menschen auszuzeichnen,

die sich über viele Jahre in vielfältiger

Art und Weise um den Fußballsport

in den Vereinen und deren

Mitglieder verdient gemacht

haben“, sagte Hans-Peter

Schwan, stellvertretender Vorsitzender

des NFV-Kreises Helmstedt,

bei der Eröffnung im Herzoginnensaal

des Schlosses Schöningen.

„Bei den Kreisfußballtagen

ging die Würdigung der Leistungen

unter“, nannte Schwan den

Grund, warum die NFV-Kreisverantwortlichen

erneut die Auszeichnungen

in diesem Rahmen

vergaben. Die Ehrungen vollzogen

Schwan, der Kreisvorsitzende

Wolfgang Kaese und Werner

Denneberg, stellvertretender Vorsitzender

und Referent für Öffentlichkeitsarbeit

und Marketing,

und überreichten die Urkunden,

Nadeln und Präsente.

E-Junioren werden in

Bad Sachsa gesichtet

200 Spieler beim Sparkassen-Cup am Ball

Unter der Schirmherrschaft des

Vizepräsidenten des Deutschen-Fußball-Bundes,

Karl Rothmund,

wurde für den NFV-Kreis

Osterode in Bad Sachsa der

Sparkassen-Cup ausgetragen. Allein

19 E-Junioren-Mannschaften

stellten sich der Pflichtveranstaltung,

wobei das Sichten talentierter

Jugendfußballspieler des

Jahrgangs 1997 im Mittelpunkt

„Einige Ehrungen sind zwar

bereits beim Bezirksehrungstag

in der Volkswagen-Arena oder

bei Vereinsveranstaltungen vorgenommen

worden. Doch wir

haben alle noch einmal eingeladen“,

sagte Schwan.

Für ihr ehrenamtliches Engagement

über viele Jahre erhielten

Reinhard Bäsecke (Helmstedter

SV), Hans Behrens (VfL Rottorf)

und Hans-Joachim Rehkuh (SV

Esbeck) die Kreisehrennadel in

Gold.

„Ich freue mich, dass mit Sabine

und Reinhard Krzysko vom

Hoiersdorfer SV auch ein Ehepaar

geehrt wird“, sagte Schwan. „Vielleicht

ist eine gemeinsame ehren-

stand. Zwei Mannschaften indes

blieben der Veranstaltung fern

und müssen mit einer Strafe

rechnen.

Aufgeteilt auf vier Spielfelder

kamen rund 200 Akteure

zum Einsatz, die von zwei DFB-

Trainern sowie Kreislehrwart Peter

Grüneberg, Jens Sch

önbach, Peter Dzimalle und

Rüdiger Lakemann gesichtet

amtliche Tätigkeit ein gutes Rezept

für ein glückliches Eheleben.“

Ebenso wurden Lutz Franz,

Ralph Jungnickel, Gerd Stöckel

(alle Helmstedter SV), Sylvia Czok

(Fichte Helmstedt), Werner Fend,

Klaus-Dieter Hecht, Friedemann

Kucharzik, Henning Gödecke (alle

SV Esbeck), Karin Laue (SV Papenrode/Rickensdorf),

Udo Bormann

(SV Grafhorst), Peter Goebel,

Gerd Ulrich Blandziski (beide

TVB Schöningen), Thomas Gevensleben,

Uta Schilling und

Burghardt Hoinkis (alle Hoiersdorfer

SV) mit der silbernen Kreisehrennadel

ausgezeichnet.

Ehrenamtsträger sind Sabine

Menzel (TSV Barmke), Jür-

Bezirk Braunschweig

wurden. Nach spannenden Auseinandersetzungen

während der

Vor- und Endrundenspiele setzten

sich TuSpo Petershütte, FC

Merkur Hattorf, Eintracht Wulften

und die JSG STN (Steina/Tettenborn/

Neuhof) durch

und qualifizierten sich für die

Zwischenrunde, die am 13. Juni

in Bilshausen ausgetragen wird.

Die Siegerehrung führte

Kreislehrwart Peter Grüneberg

durch, der im Anschluss den

Mannschaften Bälle des Sponsors

Sparkasse überreichte. Er lobte

auch Ausrichter VfB Bad Sachsa

für eine einwandfreie Organisation.

Erwin Müller

Beim Ehrungstag in Helmstedt wurden zahlreiche ehrenamtliche Funktionsträger ausgezeichnet. Foto: Kison

gen Kühne (Viktoria Königslutter),

Otto Rieck (TVB Schöningen),

Erwin Drechsler (Wolsdorfer

SV) und Hans-Joachim

Weinhold (SV Esbeck). Eingeladen

waren auch Dieter Beermann

vom TSV Ochsendorf und

Manfred Reichert vom Helmstedter

SV (beide Silberne

Verbandsehrennadel), Hubert

Wunsch (Goldene Bezirksehrennadel,

VfL Rottorf) sowie Thomas

Hanneman (Silberne Bezirksehrennadel,

Fichte Helmstedt),

Heinz Renner (Silberne

Bezirksehrennadel, Union Schöningen)

und Hans-Joachim Beber

(Silberne Bezirksehrennadel,

Helmstedter SV). Werner Kison

Die A-Junioren des SSV Vorsfelde siegten im Endspiel um den Bezirkspokal mit 2:0 gegen den VfR Osterode. Auf dem Germania-Platz in

Wolfenbüttel sahen die zahlreichen Zuschauer ein spannendes Spiel, dass erst in den letzten Minuten entschieden wurde. Der Spitzenreiter der Bezirksliga

Süd konnte lange Zeit das Spiel offen halten, musste aber in der 79. Minute durch ein Tor von Yves Berscheit den Rückstand hinnehmen. Christoph Gehrmann

erhöhte in der Schlussminute auf 2:0. Die erfolgreiche Mannschaft von Trainer Giuseppe Carusone (vorn links) feierte ausgelassen den Sieg.

Foto und Text: Klaus Naue

Juni 2008 57


Bezirk Braunschweig

58

Seit Jahren schon treffen sich die

Fußball-Spitzenschiedsrichter

der NFV-Kreise Göttingen und

Northeim-Einbeck einmal jährlich,

um einen gemeinsamen Trainingsabend

durchzuführen. Dieses Mal

hatten die beiden Kreis-Schiedsrichter-Lehrwarte

Benno Seibel

(Göttingen) und Maik Grimme

(Northeim/Einbeck) gemeinsam

mit ihren beiden Stellvertretern

und Verbandsschiedsrichtern An-

Bezirk Hannover

Juni 2008

Kreisübergreifender

Trainingsabend

Spielleiter treffen sich beim SC Hainberg

dré Grimme (Göttingen) und Stephan

Schamuhn (Northeim/Einbeck)

ihre Spitzenschiedsrichter

auf die Sportanlage des SC Hainberg

in Göttingen eingeladen.

Dort standen zunächst die

sportpraktischen Leistungen auf

dem Prüfstand. Anschließend –

und auch das hat Tradition – war

der Regionalbeauftragte Waldemar

Maier aus Friedland zu Gast,

der einen Streifzug quer durch alle

Organisierten die gemeinsame kreisübergreifende Lehrarbeit: Benno Seibel,

Stephan Schamuhn, Maik Grimme, Waldemar Maier und André Grimme.

Regeln in kurzweiliger Form vornahm.

Dieser Schnellkurs bot somit

den Spitzenschiedsrichtern

beider Kreise die Möglichkeit,

noch rechtzeitig vor den im Mai

stattfindenden Leistungsprüfungen

ihren Leistungsstand im Bereich

der körperlichen Fitness,

aber auch ihren Wissensstand

in Bezug auf das Regelwerk zu

prüfen.

Beide Nachbarkreise würdigten

in Statements ihrer Offiziellen

die gute Zusammenarbeit, die

auch künftig fortgesetzt werden

soll.

Auswahl ab sofort einheitlich. Der Goslarer Unternehmer und Chef des „LaOla-Fußballcenters Goslar“, Folkert Bruns, hat die Auswahlmannschaften

des NFV-Kreises Goslar mit einheitlicher Kleidung ausgestattet. Alle Kinder, die im älteren und jüngeren E-Jugend-Jahrgang sowie bei den D-

Mädchen in der Sichtung sind, wurden bedacht. Kreisvorsitzender Joachim Wojtke und der Goslarer Lehrstab zeigten sich hocherfreut über diese Spende

und bedankten sich bei Bruns und dem Geschäftsfüher des „LaOla Fußballcenters“, Benjamin Doll. Auf dem Foto (hinten von rechts): Folkert Bruns, Joachim

Wojtke und Benjamin Doll sowie rechts Jörg Zellmer, Vorsitzender des Spielausschusses. Joachim Wojtke

Ausbildung fördert

soziale Kompetenz

Übungsleiter C-Lehrgang in Hildesheim

Nicht zuletzt ist die Qualifikation

und Ausbildung der Fußballtrainer

ein Garant für die Verbesserung

der sportpraktischen

Fähigkeiten und sozialer Verhaltensregeln.

Zur Übungsleiterausbildung

gehören Elemente, die

man nicht vermutet: Gewaltprävention,

Kommunikation, Fair

Play, Menschenführung, richtiger

Umgang mit den Eltern, Zusammenarbeit

mit den Schulen und

Umgang mit rechtsradikalen und

dummen Sprüchen sind Bestandteile

der 120 oder 160 Lerneinheiten

des C-Lizenz-Lehrgangs.

Die Referenten des Lehrgangs

im NFV-Kreis Hildesheim,

Dieter Schrader, Friedel Reinecke,

Thomas Grote, Friedhelm Jäger,

Marion Münzberger, Friedel

Münzberger und Kreislehrwart

Siegfried Herrmann konnten den

29 neuen Übungsleitern die Urkunden

für den Leistungstest, die

Lizenzen und die Trainingsjacken

für die Fair-Play-Aktion übergeben.

Die neuen Erkenntnisse und

erlernte Thematik wurden in einer

lockeren Smalltalkrunde bis in

die späten Abendstunden ausgiebig

diskutiert. So hatte die Abschlussfeier

länger gedauert als

geplant war.

Folgende Trainer hatten an

dem Lehrgang erfolgreich teilgenommen:

Mario Banko (FSV Sarstedt),

John Borchers, Uwe Trotze, Maximilian

Ursinus (alle VfV 06 Hildes-

29 Fußballtrainern des NFV-Kreises Hildesheim wurde nach 120- und 160

Stunden die Lizenz als Übungsleiter C ausgehändigt. Foto: Neumann

heim), Ulf Cartschau (SV Schellerten),

Mathias Deipenau, Nancy

Ibe, Peter Spaethe (alle SC Itzum),

Sabine Gomolak (SV Teutonia

Sorsum), Dennis Herrmann

(SV Hildesia Diekholzen), Mathias

Hirte (SV Mehle), Jürgen Heider,

Jörg Jüttner (beide SV Bavenstedt),

Thomas Ihssen (SV Grün-

Weiß Himmelsthür), Carsten Jost

(TSV Gronau), Michael Kaufmann

(SV Bockenem 07), Sven Klein,

Anja Scholt (beide TSV Warzen),

Sascha Kronhardt (FC Algermissen),

Frank Krüger (VfR Bornum),

Tino-Sigmund Laubinger (FC

Concordia Hildesheim), Bernd

Lauterbach (TSV Sibbesse), Frank

Luhmann (SV Algermissen), Stephan

Paetzold (SV Blau-Weiß

Neuhof), Fernando Raposo (TSV

Brunkensen), Benjamin Struss (SV

Holle/Grasdorf), Peter Thimm (VfL

Nordstemmen), Vaiana Giovanni

(RSV Achtum), Yavuz Cihan (SC

Drispenstedt). Burghard Neumann


Bezirk Hannover

60

Die Ausgangslage war ein Verkehrsunfall,

in dem die anreisende

A-Jugendmannschaft des

MTV Bevern auf der Fahrt zu einem

Auswärtsspiel im Bezirk Hannover

verwickelt war. Glücklicherweise

gab es dabei nur Leichtverletzte;

dennoch waren sich die

Verantwortlichen mit dem Fußballabteilungsleiter

Willi Ostermann

an der Spitze schnell einig:

Hier muss präventiv etwas getan

werden, um solche Anreisen von

jungen Fahranfängern noch sicherer

zu machen!

Gesagt getan. Vor diesem

Hintergrund und der Tatsache,

dass mehr als 100 Verkehrstote

und über 1000 Schwerverletzte in

Niedersachsen bei den 18- bis 25-

Juni 2008

jährigen Kraftfahrern im Straßenverkehr

zu beklagen sind, hat der

MTV Bevern ein bemerkenswertes

Pilotprojekt gestartet und nunmehr

in die Umsetzung gebracht.

An zwei Tagen wurden die

jungen Kraftfahrer der o. g. Altersgruppe

des MTV Bevern, die

wechselweise Woche für Woche

zu den Auswärtsspielen mit ihren

Mannschaftskameraden fahren,

in Theorie und Praxis geschult. In

Die Schirmherrschaft für das Fahrsicherheitstraining hat der Niedersächsische

Minister für Inneres, Sport und Integration, Uwe Schünemann, übernommen.

Hier bei der Eröffnung der Auftaktveranstaltung bei der Übergabe

einer Fördersumme aus der Niedersächsischen Sportstiftung an den

Vereinsvorsitzenden des MTV Bevern, Hans-Georg Riedel (links) und Fußballabteilungsleiter

Willi Ostermann (rechts).

Fachübungsleiter C

mit viel Ausdauer

Ausbildungs-Lehrgang in der Wedemark

Gut Ding will Weile haben…“,

dachten sich die Teilnehmer

des jüngst in einer gemeinsamen

Aktion mehrerer Wedemärkischer

Vereine abgeschlossenen Lehrgangs

zum Fachübungsleiter C

und wickelten die erforderlichen

120 Stunden in einem Zeitraum

von etwa einem Jahr im Kreis

Hannover-Land ab.

Dass das Gros auch über diesen

langen Zeitraum bis zum

Geburtstage

3. Juni: Andreas Wittrock,

Kreisvorsitzender Hameln/

Pyrmont, wird 53 Jahre alt.

5. Juni: August Borchers,

Kreisvorsitzender Holzminden,

wird 53 Jahre alt.

7. Juni: Dieter Plaggemeyer,

Kreisvorsitzender Diepholz,

wird 61 Jahre alt.

Sicher zu den

Auswärtsspielen

Fahrtraining für junge Kicker aus Bevern

Schluss durchhielt, ist neben dem

Willen der Akteure, die alle mit

Spaß und Ehrgeiz bei der Sache

waren, auch den Ausbildern

Friedrich Kuck, Dieter Schrader,

Ralf Rohden und insbesondere

Dirk Holsten unter der Gesamtleitung

von Kreislehrwart Dieter Rotter

zu verdanken. Dabei war nicht

zuletzt auch die ausgezeichnete

organisatorische Zusammenarbeit

mit Mellendorfs Jugendleiter Rai-

12. Juni: Siegrid Schwäbe,

Bezirks-Spielausschuss, wird

67 Jahre alt.

19. Juni: Detlef Winter,

Kreisvorsitzender Hildesheim,

wird 52 Jahre alt.

3. Juli: Wilhelm Haupt,

Stellvertretender Bezirksvorsitzender,

wird 68 Jahre alt.

diesem einzigartigen Projekt

wurden die jungen Fußballer und

Schiedsrichter im sicheren Umgang

mit ihrem Fahrzeug geschult,

um auch in Extremsituationen

ihr Fahrzeug zu beherrschen

und insgesamt im Umgang

mit ihrem PKW noch verantwortungsvoller

und sicherer

zu werden.

Unterstützt wird dieses Projekt

in einer Kooperation mit dem

ner Baude ein wichtiger Meilenstein

zur Umsetzung.

Der Teamgeist im Lehrgang

hat immer gestimmt; davon überzeugte

das eigens zur Lizenzübergabe

geschaffene einheitliche

Outfit.

In seiner Laudatio legte

Kreisschiedsrichterobmann Volker

Kampe als offizieller Vertreter des

Kreises Hannover-Land allen Teilnehmern

vor allem Fairness als

wichtigen Bestandteil ihrer künftigen

Arbeit ans Herz.

NFV-Kreis Holzminden, der Verkehrswacht

und dem Polizeikommissariat

Holzminden sowie dem

TÜV Nord. Die Schirmherrschaft

für dieses Sicherheitstraining hat

kein Geringerer als der Niedersächsische

Minister für Inneres,

Sport und Integration, Uwe Schünemann,

ebenfalls Holzmindener,

übernommen.

Alle Beteiligten waren sich

nach der Durchführung der Auftaktveranstaltung

einig: Das war

eine tolle Sache, die es verdient,

auch über den MTV Bevern hinaus

anderen Vereinen angeboten

zu werden. Eine stattliche Anzahl

interessierter Vereine hat sich

bereits beim Abteilungsleiter Willi

Ostermann gemeldet.

Das Polizeikommissrat Holzminden, hier vertreten durch August-Wilhelm

Winsmann (2.v.r.), und NFV-Kreis-Vorsitzender August Borchers (rechts)

unterstützen neben anderen Kooperationspartnern das Projekt.

Fotos: Klaus Almstedt

Die Teilnehmer des abgeschlossenen Lehrgangs zum Fachübungsleiter

C. Foto: Heinz Jäkel

Die neuen Fachübungsleiter

im Kreis Hannover-Land

sind: Thomas Wettengel (1. FC

Brelingen), Dirk Bantelmann

(Blau Gelb Elze), Martina Bennet,

Anne Schwenk, Mario

Horstmann, Werner Moch,

Gordon Recking (alle Mellendorfer

TV) sowie Maren Bode,

Michael Bartsch-Prasuhn, Dirk

Bleikamp, Stefan Meyer, Volker

Moll, Geoffrey Salmon, Alexander

Schewe (alle SC Wedemark).

Heinz Jäkel


Altherrenmeister im NFV-Kreis Nienburg: SV BE Steimbke.

Pokalsieger der Frauen im NFV-Kreis Nienburg: Landesberger SV.

Fast 150 Schiedsrichter des Bezirk nahmen in diesem Jahr am

„Tag des Schiedsrichters“ in Großburgwedel teil. Sie legten dort ihre Leistungsprüfung

ab. Zum ersten Mal waren 36 Aufsteiger aus den Kreisen dabei.

Interessierter Zuschauer war auch Stefan Voth vom Bezirksschiedsrichterausschuss

Braunschweig. Foto: Schierbaum

Schlusspfiff nach

rund 3000 Spielen

Friedrich Kothe beendet seine Schirikarriere

Nach ca. 3000 Spielleitungen als

Schiedsrichter und Schiedsrichterassistent

im NFV-Kreis Hildesheim

hat der 74-jährige Friedrich

Kothe vom SC Duingen seine Pfeife

an den berühmten Nagel

gehängt. Bei seinem letzten Einsatz

bei der Altseniorenbegegnung

zwischen dem TuSpo Schliekum

und dem FC Ruthe (2:2) wurde

er vom Kreisschiedsrichterobmann

Wilhelm König und seinem

Ansetzer Wilhelm Vogel gebührend

verabschiedet.

„Friedrich Kothe war ein zuverlässiger,

engagierter und besonnener

Schiedsrichter. Er hat

sich in all den Jahren für den Fußball

verdient gemacht“ lobte König

den scheidenden Referee und

überreichte ihm ein Abschiedsgeschenk.

Blumen und Dankesworte

gab es auch vom ehemaligen Verbandsschiedsrichter

Andreas Plich.

An seiner Seite hat ihn Kothe viele

Jahre als Schiedsrichterassistent

begleitet.

„Fritze“ Kothe machte mit 24

Jahren seine Schiedsrichterprüfung.

Bis dahin kickte er bei sei-

nem Verein DSC Duingen. Als Ende

1957 Schiedsrichter gesucht

wurden, meldete er sich und begeisterte

sich für dieses Ehrenamt.

Im März 1958 leitete er sein erstes

Spiel zwischen dem TSV Limmer

und MTV Banteln.

Schon nach zwei Jahren wurde

er im Bezirk eingesetzt. Bei

Förderlehrgängen in der Sportschule

Barsinghausen mit Rudi

Pohler und dem damaligen Nationaltrainer

Sepp Herberger erhielt

Kothe sein weiteres Rüstzeug für

höhere Aufgaben, und es wurden

ihm Leitungen in der Verbandsliga

übertragen.

Während dieser Zeit wurde

Kothe auch zu Spielen auf höchster

Ebene eingesetzt. Er war an der

Seite von Volker Roth (DFB und

FIFA) und mit Wolf-Günter Wiesel

im Verband unterwegs. Nach seinem

Abschied als Leistungsschiedsrichter

1972 begleitete Kothe

zahlreiche junge Unparteiische

im Kreis, Bezirk und im Verband als

Schiedsrichter-Assistent und pfiff

im Altherren- und im Altseniorenbereich.

Burghard Neumann

Meister und Pokalsieger im NFV-Kreis Nienburg: SC Marklohe.

Bezirk Hannover

TuS Garbsen ist neuer Pokalsieger des NFV-Bezirks Hannover. Die Mannschaft

gewann das Finale gegen STK Eilvese mit 5:2 nach Elfmeterschießen

(1:1).

Meister und Pokalsieger

Die B-Juniorinnen des TSV Limmer (NFV-Kreis Hannover)

sind erstmals Bezirksmeister. Im Finale des Endrundenturniers in Lauenau gegen

den HSC Hannover gab es einen 2:0-Sieg. Nun vertritt das Team aus Limmer

den Bezirk Hannover bei der Niedersachsenmeisterschaft. Foto: Prießmeyer

Friedrich Kothe wird vom Hildesheimer Schiedsrichterobmann Wilhelm

König (links) und seinem Ansetzer Wilhelm Vogel bei seinem letzten Spiel

verabschiedet. Foto: Andreas Plich

Juni 2008 61


Bezirk Lüneburg

62

Riesenjubel beim FC SG Gartow

aus dem NFV-Kreis Lüchow-

Dannenberg. Für die langjährige

Ausbildung der U 17-Nationalspielerin

Almuth Schult, die seit

Sommer 2007 für den Hamburger

SV antritt, erhielt der Verein

jetzt eine Prämie in Höhe von

5450 Euro zur Förderung des

Mädchenfußballs.

Rückwirkend für die Saison

2006/2007 erhalten Amateurvereine,

aus denen Nationalspielerinnen

der Jahrgänge U 17 bis U 19

hervorgegangen sind und die

mindestens zwei Jahre an deren

Ausbildung beteiligt waren, eine

Einmalzahlung aus dem DFB-Bonus-System.

Der Betrag setzt sich

aus dem Sockelbetrag in Höhe

von 1200 Euro und weiteren 500

Euro pro Ausbildungsjahr zusammen.

Das System des DFB ist eine

Auszeichnung der Vereine für

gute Nachwuchsarbeit.

Davon profitierte jetzt auch

der FC SG Gartow. Heinz-Dieter

Ebeling, der NFV-Beauftragte für

internationale Kooperation und

besondere Jugendmaßnahmen,

400 Fußball-Zwerge

sorgten für Stimmung

Tolle Spielzüge, jede Menge

Tore und Höchststimmung

auf der Tribüne: Wieder einmal

ging es beim Treffen der Fußball-Zwerge,

zu dem die SG

Salzhausen-Garlstorf in die Salzhäuser

Sporthallen eingeladen

hatte, hoch her. Mehr als 400

kleine Akteure sorgten für pulsierendes

Leben auf dem Parkett.

Alle Verantwortlichen der

am Turnier beteiligten 40 Mannschaften

zollten SG-Organisator

Olaf Hübner und seinem agilen

30-köpfigen Mitarbeiterstab Lob

und Anerkennung für einen reibungslosen

Ablauf dieser Mammutveranstaltung.

Prominentester Gast war

der Bundesliga-Nachwuchs des

SV Werder Bremen. Dieser entschied

den Wettbewerb der Altersklasse

2002 für sich. In der

Jahrgangsmannschaft 2001 be-

Juni 2008

Mammutturnier der SG Salzhausen-Garlstorf

5450-Euro-Scheck

für FC SG Gartow

Prämie für Ausbildung von Almuth Schult

Heinz-Dieter Ebeling, Almuth Schult und der Vorsitzende des FC SG Gartow,

Uwe Hinrich (von links), freuen sich über die Einmalzahlung aus dem

DFB-Bonus-System. Foto: Müller

legten die Hanseaten hinter dem

FC St. Pauli nach einem spannenden

Kopf-an-Kopf-Rennen

einen guten 2. Platz. Neben

dem Team von Holstein Kiel

wetteiferten vor allem Mannschaften

aus dem NFV-Kreis Harburg

um die besten Platzierungen.

Durchaus zufrieden war

Gastgeber SG Salzhausen-Garlstorf

mit dem Abschneiden seiner

Teams. Jeweils dritte Plätze und

damit Bronzemedaillen gab es

für die Jahrgänge 1999, 2001

und 2002.

Das Mitmachen hat sich gelohnt.

Für die Siegerteams gab

es Freikarten entweder zu einem

Fußball-Bundesligaspiel des SV

Werder Bremen im Westerstadion

oder zu einer Handball-Partie

des Bundesligisten Hamburger

SV. Die Tickets brachte HSV-Präsidiumsmitglied

Frank Spillner

persönlich vorbei. Ulrich Balzer

Marko Laboga, Trainer der 2. Frauenmannschaft der SG

Jesteburg-Bendestorf, nahm jede seiner Spielerinnen in die Arme

und jubelte mit ihnen über den 1:0-Sieg gegen SG Buchholz/Emsen

im Endspiel um den Pokal des NFV-Kreises Harburg in Stelle. Jesteburg-Bendestorf

stand bereits zum dritten Mal in einem Endspiel.

Die beiden Partien zuvor verlor das Team jeweils knapp. Der stellvertretende

Vorsitzende des Kreisfußballverbandes, Manfred Marquardt,

zollte den beiden Finalisten Respekt für ansprechende Leistungen.

Den Pokal überreichte er an SG Jesteburg-Bendestorf II. Ein

Fußball war für SG Buchholz/Emsen der Lohn für das Erreichen des

Finales. Foto: Balzer

überraschte kürzlich den Verein

mit der Übergabe des 5450-Euro-

Schecks. Die geladenen Gäste,

darunter natürlich auch Almuth

Schult, waren sprachlos, erst allmählich

zündete die Nachricht.

Jubel und Beifall waren unbeschreiblich!

Ebeling wandte sich in seiner

Ansprache zunächst an die

Hauptdarstellerin und ihre Familie:

„Das war nur möglich, Almuth,

weil Du immer wieder

durch gute fußballerische Leistungen

aufgefallen und schließlich

zur Jugendnationalspielerin

avanciert bist. Dazu gehört aber

auch ein ,fußballverrücktes’ Elternhaus!

Mein Dank geht an

dieser Stelle auch an die Eltern!“

Ebeling dankte aber auch allen,

die an der Ausbildung von Almuth

Schult in den verschiedenen

Abschnitten ihrer stetigen Entwicklung

beteiligt waren und

wünschte insbesondere dem

Mädchenfußball im FC SG Gartow

und natürlich Almuth Schult

für die Zukunft alles Gute!

Heinz Müller

Allen Grund zur Freude hatte der Nachwuchs der SG Salzhausen-Garlstorf

beim eigenen Treffen der Fußball-Zwerge in der Salzhäuser Sporthalle.

Foto: Balzer


Matthias Mahnke.

„Wenn wir ihn nicht hätten,

hätten wir ein großes Problem“

Matthias Mahnke vom FC Verden 04 ist Ehrenamtspreisträger 2007

Das größte Lob für Matthias

„Matze“ Mahnke, den neuen

Verdener Kreis-Ehrenamtspreisträger,

kommt von seinem sportlichen

„Chef“ Heinrich Schoon-

Kravanga. „Den kann ich nachts

anrufen, dann ist der da“, lobt

Verdens 1. Herren-Coach Matthias

Mahnke über den „grünen Klee“.

Wohl zu Recht. Denn nicht

nur bei seinem FC Verden 04 gilt

der 39-jährige Matthias Mahnke

als Sympathieträger. Ohne Abstriche

genießt er auch bei den anderen

Vereinen und Aktiven im

Kreisgebiet ein großes Ansehen.

Sein uneigennütziger Einsatz für

den Fußball war für den NFV-

Kreisvorstand Grund genug, Matthias

Mahnke einstimmig zum

Kreis-Ehrenamtspreisträger zu

küren.

„Matthias lebt für den Fußball

und insbesondere für seinen

FC Verden 04. Er hat sich riesig

über die Auszeichnung gefreut.

Damit würdigen wir seine aktuelle

verdienstvolle Arbeit“, ist sich

Kreisboss Horst Lemmermann sicher,

mit Matthias Mahnke den

richtigen Mann ausgewählt zu

haben.

Fußball, das ist für Matthias

Mahnke nicht nur ein ganz

Bezirk Lüneburg

großes Hobby. Ganz euphorische

Zeitgenossen würden sagen,

Matthias Mahnke lebt den Fußball.

Seine Verdienste bringt

Henning Breves vom FC Verden

04 auf den Punkt. „Matthias ist

die Zuverlässigkeit in Person.

Wenn wir ihn nicht hätten, hätten

wir ein großes Problem.

Man glaubt gar nicht, was der

beim FC Verden 04 so alles

macht.“.

Was wäre der Fußball, der

Sport überhaupt ohne solche „Typen“

wie Matthias Mahnke? Auf

jeden Fall etwas „ärmer“.

Dietmar Seesko

Das Glück des Tüchtigen stand Bezirksoberligist SV Ahlerstedt/Ottendorf im Bezirkspokalfinale zur Seite. Der Bezirksligist VSK

Osterholz-Scharmbeck II musste sich daheim vor 200 Zuschauern im Stadion Klosterholz mit 0:1 (0:1) geschlagen geben. Die Elf von Trainer

Klaus Lindner verlangte dem Gast alles ab. Max Klimmek und Gentjan Muca hatten in aussichtsreicher Position den Ausgleich für den Underdog

vor Augen. Das Team von Trainer Hartmut Mattfeldt rettete den knappen Vorsprung aber mit Glück und Geschick über die Zeit.

Jan-Torge Deden avancierte per Kopf zum Matchwinner in der Kreisstadt Osterholz-Scharmbeck. Bezirksvorsitzender Hans-Günther Kuers (Eldingen,

Kreis Celle) überreichte nach dem spannenden Pokalfinale die Medaillen an die Spieler. Unser Foto zeigt die beiden Mannschaften

VSK Osterholz-Scharmbeck II (links) und SV Ahlerstedt/Ottendorf vor dem Anpfiff gemeinsam mit dem Schiedsrichtergespann aus dem NFV-

Kreis Rotenburg. Der Unparteiische Axel Wendt (TSV Basdahl/Volkmarst) hatte das Pokalendspiel sehr gut im Griff. Reiner Tienken

Lehrwart Fred Michalsky zog nach der jüngsten

Ausbildung zum Trainer C-Breitenfußball zufrieden Bilanz. Der

NFV-Kreis Osterholz präsentierte auf einem Abschlussabend

im Vereinsheim des SV Komet Pennigbüttel acht neue Übungsleiter

mit Lizenz. Die Fachübungsleiter absolvierten an vielen

Wochenenden 120 Lerneinheiten zur Vorbereitung auf die

Prüfung. Kreisvorsitzender Eckehard Schütt sprach Fred Michalsky

seinen Dank für die gute Vorbereitung auf den Abschlusstest

aus. Ulf Drewes (NFV-Sportlehrer) und Harald Heining

(Regionsbeauftragter im Bezirk Lüneburg) überzeugten

sich bei der Prüfung vom guten Ausbildungsstand der Prüflinge.

Der jüngste Teilnehmer lieferte dabei eine beeindruckende

Vorstellung ab. Sören Fehrmann (16 Jahre, SV Vorwärts Buschhausen)

schloss den Lehrgang mit hohem fachlichen Können

und Selbstbewusstsein mit der Traumnote 1,0 ab. Ein Ergebnis,

das in den langjährigen Aufzeichnungen des Lehrausschusses

bisher nicht zu finden war. Fred Michalsky: „Herzlichen Glückwunsch.

Das war eine ganz tolle Leistung.“ Unser Foto zeigt

von links den Kreisvorsitzenden Eckehard Schütt, Harri Buttgereit

(Lehrausschuss), Alf-René Knobloch (VfR Seebergen-

Rautendorf), Sören Fehrmann (SV Vorwärts Buschhausen),

Frank Werner (TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf), Ute Curland

(TSV St. Jürgen), Thorsten Gebhardt (SV Komet Pennigbüttel),

Nils Menzel (SV Aschwarden), Lars Böttner (ATSV

Scharmbeckstotel), Dennis Jeschke (VSK Osterholz-Scharmbeck)

und Lehrwart Fred Michalsky. Reiner Tienken

Juni 2008 63


Bezirk Lüneburg

64

Das Pokal-Endspiel des NFV-

Kreises Cuxhaven konnte

auch in diesem Jahr unter großem

Zuschauerinteresse auf dem

Sportplatz in Lüdingworth durchgeführt

werden. Der Fußball-

Kreispokalsieger 2007/2008 heißt

SG Ihlienworth/Neuenkirchen.

Mit 6:4 im Elfmeterschießen gewann

die Mannschaft das Finale

gegen den FC Eintracht Cuxhaven.

In der 24 Minute ging Eintracht

durch Sedat Alimovic in

Führung, doch die Führung hatte

nicht lange Bestand, ein „Sonntagsschuss“

von Martin Goldstein

flog in den Winkel des Eintracht-

Juni 2008

Entscheidung fällt

im Elfmeterschießen

Kreispokal für SG Ihlienworth/Neuenkirchen

Joachim Plesse wurde

zum Vorsitzenden des Spielausschusses

im Fußball-Kreisverband

Soltau-Fallingbostel gewählt. Der

Buchholzer tritt damit – zunächst

kommissarisch – die Nachfolge von

Hans-Ludwig Vogt an, der nach nur

knapp einjähriger Amtszeit zurück

getreten war. Plesse, der sich kurzfristig

für die Ausübung des vakanten

Amtes zur Verfügung gestellt

hatte, bringt reichlich Erfahrung

aus seiner bisherigen Arbeit im

Spielausschuss sowie aus langjähriger

Funktionärs-Tätigkeit beim SVN

Buchholz mit. Einstimmig fiel das

Votum für ihn aus, während Vorgänger

Vogt ebenso deutlich ein

vorbildlicher Einsatz für den Fußballsport

im Kreisverband bescheinigt

wurde. Heide Tegtmeier

Gehäuses. Im zweiten Durchgang

wurde die Partie immer offener,

kurz nach dem Seitenwechsel gelang

Timo Szybora das 2:1. Aber

die Spieler um Trainer Holger

Dreier (SG) erhöhten noch einmal

das Tempo und in der 81. Minute

schaffte Steven Petry den glücklichen,

aber verdienten Ausgleich.

Was für eine Dramatik. Nach

90 Minuten stand es 2:2. Da es

keine Verlängerung gab, musste

sofort das Elfmeterschießen entscheiden.

Zwei Spieler von Eintracht

Cuxhaven konnten nicht

verwandeln und als Mannschaftsführer

Torwart Joachim Buhr seinen

Elfmeter versenkt hatte,

Jubelnde Italiener

Minis spielen ihren Europameister aus

Seit Pfingsten steigt die Vorfreude

auf die Fußball-Europameisterschaft

im Fußballkreis Soltau-

Fallingbostel rapide an: Die Minis

– 16 E-Jugend-Mannschaften aus

dem Südkreis – spielten im Rahmen

eines großen, bunten und

fröhlichen Fußballfestes ihren Europameister

aus.

Dabei hatten die Helfer des

Organisators („Walsroder Zeitung“),

des Ausrichters (SVE Bad

Fallingbostel) und des Fußball-

Kreisverbandes (Manfred Peters

und Bernd Buse vom Ausschuss

für Jugend- und Schulfußball als

„Herrscher über Zahlen und Daten“)

alle Hände voll zu tun, um

einen reibungslosen Spielbetrieb

mit attraktivem Rahmenprogramm

aufzubieten. Erfolgreich

war’s am Ende für alle, am ertragreichsten

gewann jedoch die JSG

Leinetal (Italien) vor dem TSV

Dorfmark (Kroatien) und dem

SVN Düshorn (Rumänien). Ob ihre

Ergebnisse bei der „echten“

EM in wenigen Wochen in Österreich

und der Schweiz auch auf

dem Papier stehen?

Nachdem wertvolle Preise

am Ende eines schweißtreibenden

Fußball-Tages an die „Kleinen“

verteilt waren, kamen die

„Großen“ auf ihre Kosten. Das

Spiel der Traditions-Elf des SV

Werder Bremen gegen eine Ü 30-

Auswahl des Südkreises ließ die

Herzen der erwachsenen Zuschauer

höher schlagen. Dass die

Ex-Profis gegen die „Altstars“ aus

der Region nach (fast) 90 Minuten

mit 12:7 gewannen, war

zweitrangig. „So sehen Sieger

aus“, ertönte es aus vielen Hundert

Kehlen – und so durften sich

alle Akteure der Veranstaltung

am Abend auch fühlen. Welch

ein Fußball-Tag im Heidmarkstadion!

Heide Tegtmeier

Hermann Brenner (Kreisspielausschuss, vorne links) überreicht den Siegerpokal

und einen neuen Spielball an den Kapitän der SG

Ihlienworth/Neuenkirchen, Joachim Buhr.

brach ein unbändiger Jubel auf

dem Sportplatz in Lüdingworth

aus. Während die SG Ihlienworth/

Neuenkirchen feierte, lagen die

Eintracht-Spieler auf dem Boden

und trauerten den vergebenen

Chancen nach. Von beiden Trainern,

Holger Dreier (SG) und Sven

Budel (Eintracht), gab es viel Lob

und Anerkennung. Es war ein

schönes Pokalfinale.

Die SG Ihlienworth/Neuenkirchen

feierte anschließend mit

Fedtke neuer Schiri-Obmann

Das Personalkarussell hat

sich im Mai auf hoher

Funktionärsebene im Fußballbezirk

Lüneburg gedreht.

Der Bezirksvorsitzende Hans-

Günther Kuers (Eldingen)

trennte sich von seinem kommissarischenBezirksschiedsrichterobmann

Thomas Crocoll

(Celle). Der Vorstand zog

damit die Konsequenzen aus

finanziellen Ungereimtheiten.

Die Nachfolge von Thomas

Crocoll als Vorsitzender

des Schiedsrichterausschusses

hat Berthold Fedtke

Fans und Gästen aus Frankreich

beim Maibaumaufstellen in Neuenkirchen.

Vorstand und Sponsoren

von Eintracht hatten Spieler

und Betreuer zum Schnitzelessen

ins Clubhaus des MTV Lüdingworth

eingeladen. Von allen Seiten

gab es auch ein großes Lob

für das Schiedsrichtergespann.

Sören Steg mit seinen beiden Assistenten

Lüder Menke und Jan-

Niklas Platz hatte die Begegnung

jederzeit im Griff. Fritz Schlichting

(Sittensen) angetreten. Der

langjährige Unparteiische erhielt

auf der jüngsten Beiratssitzung

in Verden das Vertrauen

des Vorstandes und der

Kreisvorsitzenden ausgesprochen.

Berthold Fedtke, der vor

Jahresfrist den Posten des

Lehrwartes an Matthias Kopf

(Wingst) abgab, zeichnet nebenbei

auch weiterhin für das

Beobachtungswesen der auf

Bezirksebene aktiven Schiedsrichter

verantwortlich.

Reiner Tienken

Lukas Küster, der Spielführer des Siegerteams JSG Leinetal, im italienischen

Outfit.


Für den kleinen NFV-Kreis Wesermarsch

war der vom Niedersächsischen

Fußballverband

geförderte „Tag der Bildung“ mit

ca. 80 Teilnehmer(innen) ein voller

Erfolg.

Der Organisator und Kreislehrwart

Rainer Müller freute sich

mit dem NFV-Kreisvorstand über

die positiven Rückmeldungen seitens

der Teilnehmer(innen), die

zahlreich einen Fragebogen zu

diesem erstmals im Bezirk Weser-

Ems veranstalteten DFB-Infotag

Bildung ausfüllten.

Aus Barsinghausen waren

Rolf Schütze und sein Assistent

Marcel Hinz mit dem DFB-Infomobil

dabei, während A-Lizenz-

Inhaber Hans-Hermann Heinen

und DFB-Stützpunkttrainer Chris-

tian Brüntjen mit

den Auswahlmannschaften

praxisnahe Beispiele

für modernes

Technik- und

Koordinationstrainingdemonstrierten.

Weitere Informationsstände

rundeten das umfangreicheAngebot

an die fußballinteressiertenBetreuer

und Trainer(-aspiranten)

ab.

Rainer Müller

Klaus-Dieter Fischer (rechts mit einem Fan-Schal der SpVg

Aurich), Präsident des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen, war jüngst

zu Gast bei der Sportvereinigung. Anlass des Besuchs war die Bremer Aktion

„100 Schulen – 100 Vereine“. Mit dieser Aktion unterstützt der SV

Werder Partnerschulen und Partnervereine, wozu jetzt auch die Sportvereinigung

Aurich zählt. Gemeinsam mit dem Vereinsvorsitzenden Ulrich

Kötting (links mit Werder-Mütze) schaute sich Fischer auf dem Gelände

des ostfriesischen Vereins um. „Im Gepäck“ hatte Klaus-Dieter Fischer

Eintrittskarten für ein Bundesliga-Heimspiel im Weserstadion. „Mit dieser

Aktion wollen wir neue Fans für Werder Bremen gewinnen“, sagte der

Präsident. Im Vereinslokal „Hattrick“ auf dem Sportgelände Ellernfeld

gibt es jetzt eine „Werder-Ecke“, die der Präsident gemeinsam mit seinem

Auricher Kollegen einweihte.

Hinrich Trauernicht, Foto: Bloempott / Emder Zeitung

Bezirk Weser-Ems

Hans-Herrmann Heinen, Regionalbeauftragter und A-Lizenz-Inhaber, demonstrierte

mit den Spielern der Kreisauswahl Wesermarsch (Jahrgang

1997) Einheiten zum Koordinationstraining.

Foto: Felix Grossmann (Nordwest-Zeitung)

Die neu gegründete B-Juniorinnen-Bezirksliga

hat im NFV-

Bezirk Weser-Ems ihren Spielbetrieb

aufgenommen. Mit zehn

Mannschaften startete die neue

Mädchenliga jetzt in die Frühjahrsrunde,

welche bis zum Saisonende

ausgetragen wird. In der

Liga spielen Post SV Oldenburg,

DJK SV Bunnen, TSV Riepe, GVO

Oldenburg, JSG Glane/Bad Iburg,

FC Ohmstede, VfL Oythe, VfL

Wilhelmshaven, VfB Münkeboe

und TuS Büppel.

„Nach der Sommerpause ist

für die Saison 2008/09 auch eine

C-Juniorinnen-Bezirksliga mit drei

Staffeln zu je acht Teams ge-

BSV Kickers Emden ist B-

Junioren-Bezirkspokalsieger 2008.

In einem spannenden Finale setzten

sich die Ostfriesen mit 3:2 nach Verlängerung

beim SV Vorwärts Nordhorn

durch. Die Grafschafter führten

bereits mit 2:0, ehe den Kickers

durch einen Foulelfmeter der Anschlusstreffer

gelang. Zum Matchwinner

avancierte dann Christian

Fuhrmann, der kurz vor Ende der regulären

Spielzeit zunächst den Ausgleich

markierte und in der Verlängerung

auch das vielumjubelte

Siegtor erzielte. Die Mannschaft

von Trainer Torsten Hoppe holte

den von Pokalspielleiter Kurt Rietenbach

überreichten „Pott“ damit

zum ersten Mal nach Emden. Beide

Finalisten sind in der kommenden

Saison für den niedersächsischen

Conti-Cup qualifiziert. Peter Bartsch

Erfolgreicher „Tag der Bildung“

Neue Mädchenliga

auf Bezirksebene

plant“, so Sabine Lischewski, Vorsitzende

des Frauenausschusses

im Bezirk Weser-Ems. Mit dieser

Maßnahme soll der verstärkten

Förderung im Bereich des

Mädchenfußballs Rechnung getragen

werden.

Sowohl bei den C-Juniorinnen

als auch bei den B-Juniorinnen

wird zugleich ein Bezirkspokalwettbewerb

ausgetragen, deren

Sieger an den jeweiligen NFV-

Meisterschaften teilnehmen werden.

Die Bezirkspokale werden ab

der Saison 2008/09 nur mit den

Teams ausgetragen, die auch am

Spielbetrieb auf Bezirksebene teilnehmen.

Peter Bartsch

Juni 2008 65


Bezirk Weser-Ems

66

Bekommt Ostfriesland

die Super-Kreisliga?

NFV-Kreise Wittmund und Aurich im Dialog

Gibt es in Ostfriesland bald eine

Kreisliga über vier Fußballkreise?

Anlässlich einer Zusammenkunft

der Vorstände der Fußballkreise

Wittmund und Aurich

in der Gaststätte „Freesenkroog“

in Werdum machte Theo Buß,

Vorsitzender des Spielausschusses

des Fußballkreises Aurich, diesen

Vorschlag. „Jetzt ist der Unterschied

zwischen der Kreisliga und

Bezirksliga zu groß. Wir müssen

einen neuen Unterbau schaffen“,

so Buß.

Alle zwei Jahre gibt es eine

Zusammenkunft zwischen den

Fußballkreisen, zumal es neben

der Kreisliga Aurich/Wittmund

Das DFB & McDonald’s-Fußballabzeichen konnte erstmals seit vielen Jahren wieder im Fußballkreis Emden absolviert werden.

Auf dem Sportplatz von SuS Emden fanden sich exakt 63 Kinder und Jugendliche ein und bewältigten insgesamt fünf Stationen, welche den Teilnehmern

fußballerische Schnelligkeit und Geschick abverlangten. Die Erwerber des Fußballabzeichens in Bronze, Silber und Gold erhielten anschließend eine

entsprechende Urkunde sowie

ein T-Shirt des DFB. Darüber hinaus

stellte das McDonald’s-Restaurant

in Emden mehrere Gutscheine,

Süßigkeiten und Luftballons

zur Verfügung, was von den

teilnehmenden Jungen und

Mädchen sehr gut angenommen

wurde. Besonders erfreut waren

die Verantwortlichen von SuS

Emden darüber, dass sich das

Teilnehmerfeld über alle Altersklassen

erstreckte, so dass man

sich hinterher einig war, die Veranstaltung

auch im kommenden

Jahr wieder durchzuführen.

Foto: Marco Spormann

Juni 2008

auch einen gemeinsamen Frauenund

Mädchenspielbetrieb gibt.

Auch die beiden Kreisvorsitzenden

Karl-Heinz Ockenga (Wittmund)

und Friedrich Harms (Aurich)

hielten eine Kreisliga Ostfriesland

für eine interessante

Idee. Wichtig sei es nun, auch die

Fußballkreise Emden und Leer für

diese Idee zu begeistern.

Ein weiteres Thema war die

Aus- und Weiterbildung von

Schiedsrichterinnen. „Wir müssen

die Mädchen besser fördern,

die sich als Schiedsrichterin ausbilden

lassen“, sagte Reinhard

Schultz, verantwortlich für die

Lehrarbeit der Schiedsrichter im

Arend Ihnen, Verantwortlicher für den Schulfußball im NFV-Kreis

Aurich, hatte viel zu tun. Eine ganze Reihe von Vor- und Endrunden galt

es zu bewältigen, alle wieder durchgeführt mit der bewährten Unerstützung

vieler Schulen und deren Lehrerinnen und Lehrer. Sechs Schulen

dürfen sich schon Kreismeister nennen; die Turniere für die Grundschulen

stehen noch aus. Gleich zweimal Kreismeister wurde die Kooperative Gesamtschule

Wiesmoor, die in den Wettkampfklassen IV der Mädchen und

Jungen erfolgreich war. Auf unserem Foto nimmt KGS-Mannschaftsführer

Jannik Bruns von Arend Ihnen die Urkunde entgegen. Interessierte Beobachter

sind Schiedsrichter Johann Schoneboom und Harm Saathoff, der

das Endturnier in Moordorf organisierte. Die weiteren Kreismeister sind

Gymnasium Ulricianum Aurich (WK II, Mädchen), Haupt- und Realschule

Moordorf (WK III Mädchen), Kooperative Gesamtschule Großefehn (WK II

Jungen) und Ulrichsgymnasium Norden (WK III Jungen). Foto: Trauernicht

Treffen der Fußballkreise Aurich und Wittmund in Werdum; unser Foto

zeigt in der hinteren Reihe von links: Ullrich Schierz, Friedhelm Janssen,

Reinhard Schultz, Eilert Janssen, Georg Freesemann, Winfried Neumann,

Jann Saathoff, Antoni Ackmann, Theo Buß, Bernhard Priebe und Hans-

Hermann Heinen; vordere Reihe von links: Heinz Donker, Günter Janssen,

die beiden Kreisvorsitzenden Karl-Heinz Ockenga und Friedrich Harms,

Horst Behnke und Tjark Heinks. Foto: Trauernicht

Fußballkreis Wittmund. So könne

man auch die Lehrabende für

Schiedsrichterinnen kreisübergreifend

durchführen.

Eine Vereinheitlichung streben

die Kreise Aurich und Wittmund

auch bei den Kosten für

Schiedsrichter-Assistenten an. „In

den Kreisen Aurich, Wittmund und

Emden werden unterschiedlich Beträge

gezahlt“, wusste Bernhard

Priebe, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses

im Fußballkreis

Aurich. Hier müsse ein einheitlicher

Satz her, zumal die Kreise in

den Kreisligen zusammen spielen.

Überlegt werden soll auch, ob es

für die Alten Herren eine gemeinsame

Staffel geben soll, sagte

Tjark Heinks, Vorsitzender des

Spielausschusses im Fußballkreis

Wittmund. Hinrich Trauernicht

Die Pokalmeisterschaft der Osnabrücker F- und E-Jugendlichen

wurde in diesem Jahr als Vorspiel des Krombacher-Pokal-Endspiels

bei den Herren ausgetragen. Wie immer organisierte der Jugendausschuss

des NFV-Stadtkreises mit Werner Gottschlich, Heinz-Georg

Reyl und Rainer Clausjürgens den Ablauf der Finalspiele. Den Anfang

machten die F-Jugendfußballer, welche ihre Anhängerschaft mit fairem

Einsatz und starkem Siegeswillen begeisterten. So freuten sich die Eltern

und Großeltern letztlich mit dem Sieger Osnabrücker SC (links), der

den gastgebenden TuS Haste (rechts) mit 5:1 bezwang. Beim Stadtpokal-Finale

der E-Jugend standen sich RW Sutthausen und der VfL Osnabrück

gegenüber. In einem abwechslungsreichen und spannenden Spiel

bis zur letzten Minute siegte Hallenmeister Rot-Weiß Sutthausen im

Neunmeterschießen knapp mit 4:3 und sicherte sich auch auf dem Feld

den Stadtpokal. Foto: Müller


Einen Scheck in Höhe von 3200 Euro überreichte der

Niedersächsische Fußballverband durch den Vorsitzenden des Verbands-Jugendausschusses

Walter Fricke (rechts) und den Vorsitzenden des Bezirks-Jugendausschusses

Dieter Ohls (2. von links) an den Delmenhorster TB für die

Ausbildung des ehemaligen Jugendspielers Kevin Schindler (Werder Bremen).

Auf der neuen, sehr schönen Sportanlage des DTB bedankten sich die

beiden NFV-Funktionäre und der Werder-Stürmer beim Jugendleiter des Delmenhorster

TB, Udo Sternberg (links), für die Ausbildung. Sowohl der NFV-

Kreis Delmenhorst mit seinem Vorsitzenden Franz Koryciak als auch der DTB-

Vorsitzende Erich Meenken schlossen sich diesem Dank an. Der 19-jährige

Delmenhorster Werder-Profi Kevin Schindler trug ab 1993 das Trikot des Delmenhorster

TB und spielt seit dem 1. Juli 1999 für Werder Bremen. Auch beim

anschließenden Kräftemessen zwischen dem Kreisligisten DTB und dem Regionalliga-Spitzenteam

von Werder II war es für viele DTB-er natürlich „unser

Kevin“, der die meisten Sympathiepunkte sammelte. Foto: Franz Koryciak

Erfolgreich endete für insgesamt 29 Teilnehmer aus dem Landkreis Cloppenburg die Ausbildung zum Fachübungsleiter-C

Fußball – Profil Kinder/Jugendliche. Unter der Leitung von Diplomsportlehrer Wilfried Dannebaum

absolvierten die angehenden Jugendtrainer insgesamt 120 Lerneinheiten in vier Etappen. Nach über 80 Stunden

Ausbildung machten sie nun den erfolgreichen Abschluss in der Sportschule Lastrup, wo sie ihre gelernten Inhalte in

Lehrproben umsetzen mussten und sich anschließend gemeinsam dem Fotografen stellten. Die Lehrproben wurden

von den Diplomsportlehrern und A-Lizenz-Inhabern Wilfried Dannebaum und Jörg Roth sowie vom Kreislehrwart

Christian Albers abgenommen. Am Ende hatten alle Teilnehmer die Anforderungen erfüllt und können nun fachkundig

und mit einer Lizenz zum Fachübungsleiter-C Kinder und Jugendliche trainieren. Nach mehreren Jahren einer

Durststrecke konnte der NFV-Kreis Cloppenburg somit wieder einen Lizenzlehrgang durchführen. Die hohe Teilnehmerzahl

zeigt, dass in dieser Hinsicht ein hoher Nachholbedarf bestand. Der nächste Lehrgang ist für 2009 geplant.

Christian Albers

Auf Tour mit Etta. Zu einer sehr schönen Ausflugstour konnte der Kreisvorsitzende Franz Koryciak verdiente

Vereinsmitglieder der Fußballvereine und den Vorstand aus dem NFV-Kreis Delmenhorst begrüßen. Eine Bustour

führte zunächst in den Kreis Wilhelmshaven zum Helgoland-Kai. Dort lag das Schiff „Etta von Dangast“ mit Kapitän

Anton Tapken zur Abfahrt auf den Jadebusen bereit. In bester Stimmung ging die Fahrt zuerst in den Marinehafen,

dann zu den Seehundbänken und letztlich um den Leuchtturm Arngast. Während der Fahrt wurde zur Mittagszeit auf

dem Schiff gegrillt und danach auch manches Lied gesungen, bevor es im Hafen von Dangast im Kreis Friesland wieder

an Land ging. Im Café „Zur Linde“ in Kühlingen bedankte sich Peter Schwierzi beim Vorstand im Namen aller Teilnehmer

für die eindrucksvolle Tour, die mit einer gemeinsamen Kaffeetafel auch ihren Ausklang fand. Foto: Franz Koryciak

Bezirk Weser-Ems

Der SC Lüstringen ist der Pokalsieger 2008 im Fußballkreis Osnabrück-Stadt.

Wie erwartet war die Osterhaus-Anlage des TuS Haste in

einem hervorragenden Zustand, als die Finalisten aus Lüstringen (links in

gelben Trikots) und Hellern (rechts) zum Spiel um den Krombacher-Pokal

aufliefen. Auch der gastgebende NFV-Kreis Osnabrück-Stadt mit Siegfried

Wisniewski und Dieter Schröter hatte gemeinsam mit Sponsor

Krombacher organisatorisch alles fest im Griff, und so entwickelte sich ein

echter Pokalhit. Nach einem leistungsgerechten 1:1 hatte der SC Lüstringen

in einem spannenden Elfmeterschießen mit 5:4 das bessere Ende für

sich. Beide Mannschaften zeigten am Ende gegenseitigen Respekt und

Anerkennung der spielerischen Leistung. Trotz anfänglicher Enttäuschung

konnte sich auch der SV Hellern zu Recht über die Osnabrücker

Vize-Pokalmeisterschaft freuen. Text und Foto: Peter Müller

Wesermarsch trauert

um Heinz Zimmermann

Der Fußballkreis Wesermarsch

trauert um

seinen Ehrenvorsitzenden

Heinz Zimmermann, der im

Alter von 84 Jahren verstorben

ist.

Der langjährige Kreisvorsitzende

war zunächst

als aktiver Fußballer und

später als Spartenleiter für

seinen Verein VfL Nordenham

im Einsatz. Anschließend

übernahm er weitere

Funktionen im damaligen

SC Nordenham und im

Kreissportbund. Als der Verein

später in SV Nordenham

umbenannt wurde, übernahm

Zimmermann dort

zunächst das Amt des Vizepräsidenten

und wurde

1986 Präsident.

Heinz Zimmermann

war 1946 Gründungsmitglied

im NFV-Kreis Wesermarsch.

Seit 1950 war er im

Spielausschuss, im Sportgericht

sowie als Schmatzmeister

und Pressewart für den

Kreisverband tätig, ehe er

1971 den Posten des Kreisvorsitzenden

übernahm. Bei

seinem Ausscheiden im Jahr

1991 wurde er zum Kreisehrenvorsitzenden

ernannt.

Der Fußballkreis verliert

mit Heinz Zimmermann einen

geschätzten, ehrenamtlichen

Mitarbeiter. Die

Vorstandsmitglieder trauern

um einen treuen Sportkameraden

und guten Freund.

Alle Fußballerinnen und

Fußballer werden ihn in

guter Erinnerung behalten.

Thorsten Böning

Juni 2008 67


Bezirk Weser-Ems

68

Grundschullehrerinnen aus

35dem Emsland und der

Grafschaft Bentheim nahmen am

Lehrgang „Fußballsport in der

Grundschule - Fortbildung für

Lehrerinnen und weibliche Be-

Juni 2008

400 Jungkicker für

Kinder auf Torejagd

12. Benefizturnier des FC FW Zetel

Der Wettergott ist ein Fußball-

Fan, sonst würden wir nicht in

jedem Jahr bei unserem Turnier

strahlenden Sonnenschein haben“,

freute sich Bernd Harms,

Pressewart des FC FW Zetel über

die idealen Witterungsbedingungen

bei der 12. Auflage des Benefiz-Fußballturniers

„Kinder kicken

für Kinder“. Erfreulich war auch

der Umstand, dass es während

des Turniers keine Verletzten zu

beklagen gab.

Auch in diesem Jahr erwies

sich die Veranstaltung wieder als

ein Publikumsmagnet. So konnten

die Organisatoren 400 Jungkicker

und etwa 1000 Zuschauer

im Zeteler „Eschstadion“ begrüßen.

Nach der Turniereröffnung,

die der Kreisvorsitzende Heinz

Lange, Kreisjugendobmann Werner

Jakobs, der stellvertretende

Landrat Olaf Liess und Jugendleiterin

Meike Harenberg gemeinsam

vornahmen, ging es dann

los: In drei Jugendklassen wurde

um die begehrten Trophäen

gekämpft. Bei den E-Junioren

ging der Pokal in diesem Jahr in

die Wesermarsch: Der ESV Nordenham

setzte sich im Endspiel

mit 2:0 gegen BW Bümmerstede

durch. Dritte wurden die „Blau-

Gelben“ aus Wilhelmshaven, die

den STV Voslapp mit 3:1 bezwangen.

Bei den F-Junioren erhielt die

Trophäe der TuS Sillenstede, der

mit 3:2 die Oberhand über den

FC Nordenham behielt. Im Spiel

um Platz drei kam es zu einem Zeteler

Duell. Hier setzte sich die

„Zweite“ mit 2:1 gegen die „Erste“

durch. Bei den jüngsten Teilnehmern,

den G-Junioren, hatte

der Bundesliga-Nachwuchs von

Werder Bremen die Nase vorn

und bezwang den TuS Dangastermoor

im Finale mit 6:0.

Als jüngste Mannschaft wurde

das G-Juniorenteam des SV

Astederfeld ausgezeichnet. Zur

„kleinsten Spielerin“ wurde Jule

Scheebaum (SV Astederfeld)

gekürt. Sie erhielt den großen

Coca-Cola-Pokal. Die Siegerehrung

führten Zetels Bürgermeister

Heiner Lauxtermann, Karin Evers-

Meyer (MdB) und Hans-Werner

Kammer (MdB) durch. Sehr zu-

„Fußballsport in der

Grundschule“

Fortbildung für 35 Lehrerinnen

treuungskräfte“ teil. Eingeladen

dazu hatten Friedhelm Forbriger,

Vorsitzender Schulfußball des

Fußballkreises Emsland, sowie die

Referenten für Schulfußball, Rainer

Vogt und Hans Sedlatschek.

frieden waren auch die Verantwortlichen

des gastgebenden FC

FW Zetel. „Wir haben ein sehr

schönes Turnier gesehen mit vielen

begeisterten Vereinen“, freute

sich FC-Jugendleiterin Meike

Die „Fußballstunde im

Sportunterricht“ ist eine bundesweite

Aktion des Deutschen

Fußball-Bundes (DFB) unter dem

Namen „20000plus“, von der

auch Lehrerinnen und pädagogische

Mitarbeiterinnen der insgesamt

2100 Grund- und Förderschulen

in Niedersachsen profitieren

sollen. Der DFB stellt dabei

jeder Teilnehmerin eine 50seitige

Broschüre „Spielen und

Bewegen mit Ball“ sowie ein

Ballpaket zur Verfügung. Interes-

Die einzelnen Übungen erforderten von den Teilnehmerinnen höchste Konzentration. Foto: Hagemann

Harenberg. Ihren Dank richtete

sie insbesondere an den Organisator

Uwe Krüger, der vor,

während und nach der Veranstaltung

unermüdlich im Einsatz war.

Heinz Lange

Als eine Nummer zu groß erwies sich der Bundesliga-Nachwuchs von

Werder Bremen (am Ball) im Endspiel der G-Junioren für den TuS Dangastermoor:

Die Hanseaten setzten sich mit 6:0 durch. Foto: Gentemann

sante Sportstunden, in denen

sich Kinder vielseitig bewegen,

mit unterschiedlichen Bällen

üben und spielen können, motivieren

zu lebenslangem Sporttreiben.

„Die Aufwärmphase ist das

A und O vor jedem Spiel“, erläuterten

Ansgar Lammers, Vorsitzender

des Lehrausschusses

Emsland, und Hartmut Johannink

vom Lehrausschuss Grafschaft

Bentheim. Sie ließen die

Teilnehmer zunächst ohne und

dann mit dem Ball in der Hand

und am Fuß durch die Halle traben.

Beim Hütchen- und Hindernisslalom

ging es um das Dribbeln.

Es folgten noch weitere

Ballspiele, bei denen auch der

Spaßfaktor und die Heiterkeit

nicht zu kurz kamen. Bei den

Gruppen- und Partnerübungen

zeigten die Lehrgangsteilnehmer

ihr gutes Reaktionsvermögen.

Zugleich konnten sie viele Anregungen

für den Sportunterricht

mit nach Hause nehmen.

„Das war ein toller Einstieg.

Da kann ich gleich einige Übungen

bei mir in der Klasse umsetzen“,

so der Tenor der Lehrerinnen.

Dass der Sportunterricht neu

belebt werden muss, zeigen die

zum Teil erschreckenden Zahlen,

die Bewegungsmängel und Zivilisationskrankheiten

bei den heutigen

Schulkindern dokumentieren.

Heinz Hagemann


Die nächste Vereinswechselperiode

ist nah. Zahlreiche Anfragen im

Vorfeld sind Beleg dafür, dass

weiterhin ein großer Klärungsbedarf

zu Fragen des Vereinswechsels besteht.

Sie sind aber auch Beleg dafür,

dass viele Vereine und Spieler schon

in den Startlöchern stehen und nur

auf das Saisonende warten, um sich

endlich den neuen Spieler zu angeln

bzw. sich dem neuen Verein anzuschließen.

Vereinswechsel

Neue Entschädigungsbeträge

für Amateure!

Vereinswechsel – Wer wechseln will, muss sich bis zum 30. Juni entscheiden!

Nachstehend liefern wir als Hilfestellung

eine Kurzübersicht zum Vereinswechsel

von Junioren und Senioren/Frauenund

Mädchen, die bereits mehrfach

veröffentlicht worden ist.

Wer die Kurzübersicht nicht hat, kann

gerne auf unserer homepage unter

www.nfv.de/Pass- und Spielrecht nachlesen.

Darin sind die entscheidenden Fristen

hinsichtlich der Abmeldung beim alten

Verein und der Antragstellung bei der

NFV-Passstelle dargestellt.

Kurzübersicht

● Also, nicht vergessen:

Wer seinen Verein wechseln will, muss sich

bis zum 30. Juni abmelden, der Antrag des

neuen Vereins muss bis zum 31. August

bei der Passstelle eingereicht sein, um eine

sofortige Spielerlaubnis erhalten zu können.

Die Abmeldung sollte aus Gründen der

Nachweisführung per Einschreibebrief vorgenommen

werden!

Gerade wegen der späten Sommerferienzeit

bitten wir zu beachten, dass diese Fristen

auch für Junioren und Mädchen gelten!

● Neue Entschädigungsbeträge

Wichtig sind auch gründliche Informationen

zum Thema Ausbildungs- und Förderungsentschädigung.

Aus der Verlagerung der fünften Spielklassenebene

auf die Landesverbände,

verbunden mit dem Wegfall der Herren-Oberliga,

resultiert zwangsläufig eine

Anhebung der Entschädigungsbeträ-

über die bundeseinheitlichen Vereinswechselbestimmungen

ge für den Vereinswechsel von Amateuren.

Die Grundbeträge der einzelnen Spielklassen

haben sich in diesem Zuge kräftig erhöht

– was für die Verhandlungen im Ringen

um eine Freigabe eines Spielers von

Bedeutung sein könnte.

Die neuen Beträge finden Sie in den Tabellen

auf den nachstehenden Seiten.

● Wichtig: Bei der Berechnung ist die

Spielklasse der jeweiligen 1. Herrenmannschaft

in der neuen Saison anzusetzen.

Bei den Junioren gilt außerdem die Altersklasse

der neuen Saison.

Hilfreicher Service für Vereine und Spieler ist

auch der vom NFV installierte „Transferrechner“,

durch den in Sekundenschnelle ermittelt

werden kann, wann die Spielerlaubnis

im konkreten Fall erteilt wird und wie hoch

gegebenenfalls die zu zahlende Entschädigung

ist.

Sie finden den Rechner auf unserer Homepage.

für Amateure (Junioren und Senioren/Mädchen und Frauen) – Wechselperiode Sommer

Sachverhalt Freigabe erteilt ➔ Spielerlaubnis Freigabe nicht erteilt ➔ Spielerlaubnis

Abmeldung bis 30.06. und Antragseingang

bis 31.08. (Wechselperiode I)

Abmeldung bis 30.06. und Antragseingang

nach 31.08.

Antragsfrist verpasst!

Abmeldung nach dem 30.06. bis 31.12.

Abmeldefrist verpasst!

Ohne Wartefrist ab Eingang der vollständigen

Vereinswechselunterlagen, frühestens

ab 01.07.

Ab 01.01. des folgenden Jahres, max. 6 Monate,

berechnet vom letzten Pflichtspieleinsatz

Ab 01.01. des folgenden Jahres, max. 6 Monate,

berechnet vom letzten Pflichtspieleinsatz

Ab 01.11., jedoch max. 6 Monate oder Ersatz

der Zustimmung durch Zahlung der festgeschriebenen

Ausbildungs- u. Förderungsentschädigung,

dann ab Eingang Zahlungsbeleg –

unter Wegfall der Wartefrist

Ab 01.11. des nachfolgenden Spieljahres, jedoch

max. 6 Monate, berechnet vom letzten

Pflichtspieleinsatz

Ab 01.11. des nachfolgenden Spieljahres, jedoch

max. 6 Monate, berechnet vom letzten

Pflichtspieleinsatz

Die Freigabe kann beim Vereinswechsel folgender Junioren/Juniorinnen nicht verweigert werden:

G- bis D-Junioren jüngerer Jahrgang (1997), G- bis B-Juniorinnen jüngerer Jahrgang (1993). Stichtag für die Festlegung der vorstehenden

Geburtsjahrgänge ist der 1.7.2008.

Für den Jugendbereich gelten weiterhin folgende Besonderheiten:

Die Spielerlaubnis für Pflichtspiele kann im laufenden Spieljahr

ausschließlich unter den Voraussetzungen des § 11 Jugendordnung

durch den für den aufnehmenden Verein zuständigen Kreisjugendausschuss

erteilt werden. Dazu hat der aufnehmende Verein einen

Antrag mit Begründung beim Kreisjugendobmann einzureichen. Bei

der Erteilung der Spielerlaubnis darf die maximale Wartefrist, berech-

net ab dem letzten Einsatz in einem Pflichtspiel, drei Monate bei jüngeren

D- bis G-Junioren/Juniorinnen und sechs Monate bei A- bis älteren

D-Junioren bzw. B-Juniorinnen bis ältere D-Juniorinnen nicht überschritten

werden!

Juni 2008 69


Ausbildungs- und Förderungsentschädigung

70

Spielklasse der Altersklasse Grund- Betrag pro Anzahl der Spieljahre für den abgebenden Verein

1. Herrenmann. des Spielers betrag angefangenem

des aufn. Verein Spieljahr beim

alten Verein 1 2 3 4 5 6

1. Bundesliga jüngere A

ältere B

jüngere B

ältere C

jüngere C

ältere D

2500 €

2500 €

2500 €

1500 €

1500 €

1500 €

200 €

200 €

200 €

200 €

200 €

200 €

2700 €

2700 €

2700 €

1700 €

1700 €

1700 €

2900 €

2900 €

2900 €

1900 €

1900 €

xxx

3100 €

3100 €

3100 €

2100 €

xxx

xxx

3300 €

3300 €

3300 €

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xxx

3500 €

3500 €

xxx

xxx

xxx

xxx

3700 €

xxx

xxx

xxx

xxx

xxx

2. Bundesliga jüngere A

ältere B

jüngere B

ältere C

jüngere C

ältere D

1500 €

1500 €

1500 €

1000 €

1000 €

1000 €

150 €

150 €

150 €

150 €

150 €

150 €

1650 €

1650 €

1650 €

1150 €

1150 €

1150 €

1800 €

1800 €

1800 €

1300 €

1300 €

xxx

1950 €

1950 €

1950 €

1450 €

xxx

xxx

2100 €

2100 €

2100 €

xxx

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xxx

2250 €

2250 €

xxx

xxx

xxx

xxx

2400 €

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xxx

xxx

xxx

3. Liga jüngere A

ältere B

jüngere B

ältere C

jüngere C

ältere D

1000 €

1000 €

1000 €

500 €

500 €

500 €

100 €

100 €

100 €

100 €

100 €

100 €

1100 €

1100 €

1100 €

600 €

600 €

600 €

1200 €

1200 €

1200 €

700 €

700 €

xxx

1300 €

1300 €

1300 €

800 €

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1400 €

1400 €

1400 €

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xxx

1500 €

1500 €

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xxx

1600 €

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xxx

xxx

xxx

Regionalliga jüngere A

ältere B

jüngere B

ältere C

jüngere C

ältere D

1000 €

1000 €

1000 €

500 €

500 €

500 €

100 €

100 €

100 €

100 €

100 €

100 €

1100 €

1100 €

1100 €

600 €

600 €

600 €

1200 €

1200 €

1200 €

700 €

700 €

xxx

1300 €

1300 €

1300 €

800 €

xxx

xxx

1400 €

1400 €

1400 €

xxx

xxx

xxx

1500 €

1500 €

xxx

xxx

xxx

xxx

1600 €

xxx

xxx

xxx

xxx

xxx

Oberliga

Niedersachsen

jüngere A

ältere B

jüngere B

ältere C

jüngere C

ältere D

750 €

750 €

750 €

400 €

400 €

400 €

50 €

50 €

50 €

50 €

50 €

50 €

800 €

800 €

800 €

450 €

450 €

450 €

850 €

850 €

850 €

500 €

500 €

xxx

900 €

900 €

900 €

550 €

xxx

xxx

950 €

950 €

950 €

xxx

xxx

xxx

1000 €

1000 €

xxx

xxx

xxx

xxx

1050 €

xxx

xxx

xxx

xxx

xxx

Bezirksoberliga jüngere A

ältere B

jüngere B

ältere C

jüngere C

ältere D

500 €

500 €

500 €

300 €

300 €

300 €

50 €

50 €

50 €

50 €

50 €

50 €

550 €

550 €

550 €

350 €

350 €

350 €

600 €

600 €

600 €

400 €

400 €

xxx

650 €

650 €

650 €

450 €

xxx

xxx

700 €

700 €

700 €

xxx

xxx

xxx

750 €

750 €

xxx

xxx

xxx

xxx

800 €

xxx

xxx

xxx

xxx

xxx

Bezirksliga jüngere A

ältere B

jüngere B

ältere C

jüngere C

ältere D

400 €

400 €

400 €

200 €

200 €

200 €

50 €

50 €

50 €

50 €

50 €

50 €

450 €

450 €

450 €

250 €

250 €

250 €

500 €

500 €

500 €

300 €

300 €

xxx

550 €

550 €

550 €

350 €

xxx

xxx

600 €

600 €

600 €

xxx

xxx

xxx

650 €

650 €

xxx

xxx

xxx

xxx

700 €

xxx

xxx

xxx

xxx

xxx

Kreisliga jüngere A

ältere B

jüngere B

ältere C

jüngere C

ältere D

300 €

300 €

300 €

150 €

150 €

150 €

50 €

50 €

50 €

50 €

50 €

50 €

350 €

350 €

350 €

200 €

200 €

200 €

400 €

400 €

400 €

250 €

250 €

xxx

450 €

450 €

450 €

300 €

xxx

xxx

500 €

500 €

500 €

xxx

xxx

xxx

550 €

550 €

xxx

xxx

xxx

xxx

600 €

xxx

xxx

xxx

xxx

xxx

1. Kreisklasse jüngere A

ältere B

jüngere B

ältere C

jüngere C

ältere D

200 €

200 €

200 €

100 €

100 €

100 €

25 €

25 €

25 €

25 €

25 €

25 €

225 €

225 €

225 €

125 €

125 €

125 €

250 €

250 €

250 €

150 €

150 €

xxx

275 €

275 €

275 €

175 €

xxx

xxx

300 €

300 €

300 €

xxx

xxx

xxx

325 €

325 €

xxx

xxx

xxx

xxx

350 €

xxx

xxx

xxx

xxx

xxx

2. Kreisklasse jüngere A

ältere B

jüngere B

ältere C

jüngere C

ältere D

100 €

100 €

100 €

50 €

50 €

50 €

25 €

25 €

25 €

25 €

25 €

25 €

125 €

125 €

125 €

75 €

75 €

75 €

150 €

150 €

150 €

100 €

100 €

xxx

175 €

175 €

175 €

125 €

xxx

xxx

200 €

200 €

200 €

xxx

xxx

xxx

225 €

225 €

xxx

xxx

xxx

xxx

250 €

xxx

xxx

xxx

xxx

xxx

3. Kreisklasse

u. darunter

Hinweise:

jüngere A

ältere B

jüngere B

ältere C

jüngere C

ältere D

50 €

50 €

50 €

25 €

25 €

25 €

25 €

25 €

25 €

25 €

25 €

25 €

75 €

75 €

75 €

50 €

50 €

50 €

100 €

100 €

100 €

75 €

75 €

xxx

125 €

125 €

125 €

100 €

xxx

xxx

150 €

150 €

150 €

xxx

xxx

xxx

175 €

175 €

xxx

xxx

xxx

xxx

200 €

xxx

xxx

xxx

xxx

xxx

1. Bei einem Vereinswechsel nach dem 30.6. gilt die Altersklasse der neuen Saison!

2. Das erste Jahr der Entschädigungsberechnung ist der ältere D-Juniorenjahrgang. Vorherige Spielberechtigungszeiten bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt.

3. Diese Entschädigungsbeträge gelten nicht für den Vereinswechsel von Juniorinnen!

Juni 2008

Berechnung der Ausbildungs- und

Förderungsentschädigung für Junioren Stand: Juni 2008


Ausbildungs- und Förderungsentschädigung

Berechnung der Ausbildungs- und

Förderungsentschädigung für Senioren Stand: Juni 2008

1 2 3 4 5

Grundbeträge 1,5-facher Satz: 0,5-facher Satz: 1,5-facher Satz: 2,0-facher Satz:

bzw. aufnehmender Spieler war Spieler zwischen bei Zusammen-

Zusammentreffen Verein hat keine weniger als 17 bis 21 Jahren, die treffen der

von Spalte 2 und 3 A-, B- oder 18 Monate beim 3 Jahre beim abgeben- Tatbestände in

C-Junioren- abgebenden Verein den Verein waren Spalte 2 und 4

mannschaft

3. Liga/RL – 3. Liga/RL 5.000,00 € 7.500,00 € 2.500,00 € 7.500,00 € 10.000,00 €

3. Liga/RL – OL Nds 4.375,00 € 6.562,50 € 2.187,50 € 6.562,50 € 8.750,00 €

3. Liga/RL – BOL 3.750,00 € 5.625,00 € 1.875,00 € 5.625,00 € 7.500,00 €

3. Liga/RL – BL 3.250,00 € 4.875,00 € 1.625,00 € 4.875,00 € 6.500,00 €

3. Liga/RL – KL 2.875,00 € 4.312,50 € 1.437,50 € 4.312,50 € 5.750,00 €

3. Liga/RL – 1. KK 2.750,00 € 4.125,00 € 1.375,00 € 4.125,00 € 5.500,00 €

3. Liga/RL – 2. KK u. darunter 2.625,00 € 3.937,50 € 1.312,50 € 3.937,50 € 5.250,00 €

OL Nds – 3. Liga/RL 5.000,00 € 7.500,00 € 2.500,00 € 7.500,00 € 10.000,00 €

OL Nds – OL Nds 3.750,00 € 5.625,00 € 1.875,00 € 5.625,00 € 7.500,00 €

OL Nds – BOL 3.125,00 € 4.687,50 € 1.562,50 € 4.687,50 € 6.250,00 €

OL Nds – BL 2.625,00 € 3.937,50 € 1.312,50 € 3.937,50 € 5.250,00 €

OL Nds – KL 2.250,00 € 3.375,00 € 1.125,00 € 3.375,00 € 4.500,00 €

OL Nds – 1. KK 2.125,00 € 3.187,50 € 1.062,50 € 3.187,50 € 4.250,00 €

OL Nds – 2. KK u. darunter 2.000,00 € 3.000,00 € 1.000,00 € 3.000,00 € 4.000,00 €

BOL – 3. Liga/RL 5.000,00 € 7.500,00 € 2.500,00 € 7.500,00 € 10.000,00 €

BOL – OL Nds 3.750,00 € 5.625,00 € 1.875,00 € 5.625,00 € 7.500,00 €

BOL – BOL 2.500,00 € 3.750,00 € 1.250,00 € 3.750,00 € 5.000,00 €

BOL – BL 2.000,00 € 3.000,00 € 1.000,00 € 3.000,00 € 4.000,00 €

BOL – KL 1.625,00 € 2.437,50 € 812,50 € 2.437,50 € 3.250,00 €

BOL – 1. KK 1.500,00 € 2.250,00 € 750,00 € 2.250,00 € 3.000,00 €

BOL – 2. KK u. darunter 1.375,00 € 2.062,50 € 687,50 € 2.062,50 € 2.750,00 €

BL – 3. Liga/RL 5.000,00 € 7.500,00 € 2.500,00 € 7.500,00 € 10.000,00 €

BL – OL Nds 3.750,00 € 5.625,00 € 1.875,00 € 5.625,00 € 7.500,00 €

BL – BOL 2.500,00 € 3.750,00 € 1.250,00 € 3.750,00 € 5.000,00 €

BL – BL 1.500,00 € 2.250,00 € 750,00 € 2.250,00 € 3.000,00 €

BL – KL 1.125,00 € 1.687,50 € 562,50 € 1.687,50 € 2.250,00 €

BL – 1, KK 1.000,00 € 1.500,00 € 500,00 € 1.500,00 € 2.000,00 €

BL – 2. KK u. darunter 875,00 € 1.312,50 € 437,50 € 1.312,50 € 1.750,00 €

KL – 3. Liga/RL 5.000,00 € 7.500,00 € 2.500,00 € 7.500,00 € 10.000,00 €

KL – OL Nds 3.750,00 € 5.625,00 € 1.875,00 € 5.625,00 € 7.500,00 €

KL – BOL 2.500,00 € 3.750,00 € 1.250,00 € 3.750,00 € 5.000,00 €

KL – BL 1.500,00 € 2.250,00 € 750,00 € 2.250,00 € 3.000,00 €

KL – KL 750,00 € 1.125,00 € 375,00 € 1.125,00 € 1.500,00 €

KL – 1, KK 625,00 € 937,50 € 312,50 € 937,50 € 1.250,00 €

KL – 2. KK u. darunter 500,00 € 750,00 € 250,00 € 750,00 € 1.000,00 €

1. KK – 3. Liga/RL 5.000,00 € 7.500,00 € 2.500,00 € 7.500,00 € 10.000,00 €

1. KK – OL Nds 3.750,00 € 5.625,00 € 1.875,00 € 5.625,00 € 7.500,00 €

1. KK – BOL 2.500,00 € 3.750,00 € 1.250,00 € 3.750,00 € 5.000,00 €

1. KK – BL 1.500,00 € 2.250,00 € 750,00 € 2.250,00 € 3.000,00 €

1. KK – KL 750,00 € 1.125,00 € 375,00 € 1.125,00 € 1.500,00 €

1. KK – 1. KK 500,00 € 750,00 € 250,00 € 750,00 € 1.000,00 €

1. KK – 2.KK u. darunter 375,00 € 562,50 € 187,50 € 562,50 € 750,00 €

2. KK u. darunter – 3. Liga/RL 5.000,00 € 7.500,00 € 2.500,00 € 7.500,00 € 10.000,00 €

2. KK u. darunter – OL Nds 3.750,00 € 5.625,00 € 1.875,00 € 5.625,00 € 7.500,00 €

2. KK u. darunter – BOL 2.500,00 € 3.750,00 € 1.250,00 € 3.750,00 € 5.000,00 €

2. KK u. darunter – BL 1.500,00 € 2.250,00 € 750,00 € 2.250,00 € 3.000,00 €

2. KK u. darunter – KL 750,00 € 1.125,00 € 375,00 € 1.125,00 € 1.500,00 €

2. KK u. darunter – 1. KK 500,00 € 750,00 € 250,00 € 750,00 € 1.000,00 €

2. KK u. darunter – 2. KK 250,00 € 375,00 € 125,00 € 375,00 € 500,00 €

u. darunter

Wichtig: Bei einem Vereinswechsel nach dem 1.5. gilt die Spielklasse der neuen Saison.

Juni 2008 71


NFV-Hotline

72

Juni 2008

Bearbeitung von

Vereinswechselanträgen – HOTLINE

Der in den Monaten Juni bis September eines jeden Spieljahres auftretende, extrem erhöhte Arbeitsanfall in

der Verbandspassstelle führt zu nicht vermeidbaren zeitlichen Verzögerungen in der Bearbeitung.

In der Zeit von Juni bis September 2007 wurden etwa 50 000 Vorgänge in der Passstelle bearbeitet.

Zur Sicherung einer zügigen und reibungslosen Bearbeitung im Interesse der Gesamtheit

unserer Mitglieder ist eine Reduzierung der telefonischen Sprechzeiten,

die den normalen Arbeitsablauf ständig unterbrechen, erforderlich.

Die Anträge auf Erteilung einer Spielerlaubnis bitten wir vollständig auszufüllen,

dies gilt besonders für die korrekte Angabe der Vereinsnummer,

den Vereinsstempel und die Vereinsunterschrift.

Hotline

In der Zeit von Mitte Juli bis Anfang

September wird eine Hotline

eingerichtet, die für alle

Fragen zur Spielerlaubniserteilung bzw.

des Vereinswechsels zur Verfügung steht.

Die Hotline ist täglich, Montag bis Freitag,

von 9 bis 11 Uhr und von 13 bis 15 Uhr

erreichbar. Telefon 05105 / 75143.

Von Anfragen bei anderen Mitarbeitern

der Geschäftsstelle bitten wir abzusehen.

Ob ein Antrag schon bearbeitet und eine Spielerlaubnis erteilt ist, können Sie

auch direkt über das DFBnet erfahren.

Ihr Vereinsanwender hat direkten Zugang zum Passprogramm des NFV („Pass-Online“)!

Bei allen Erstausstellungen ist mit dem Antrag auf Erteilung einer Spielerlaubnis eine Kopie der

Geburtsurkunde oder einer sonstigen amtlichen Bescheinigung, z.B. des Personalausweises oder der

Meldebescheinigung, einzureichen. Diese Regelung gilt für Anträge von Junioren und Senioren.

Per Fax eingehende Anträge können nur dann bearbeitet werden, wenn es sich um Erstausstellungen oder

Zweitschriften handelt. Bei Vereinswechseln sind die Anträge im Original einzureichen.

Wir möchten darum bitten, Anträge entweder nur per Fax oder nur im Original zuzusenden!

WICHTIG:

Um eine sofortige Spielerlaubnis erhalten zu können, müssten folgende

Voraussetzungen erfüllt sein bzw. Fristen eingehalten werden:

1. Die Abmeldung beim alten Verein müsste bis zum 30.06. erfolgt und bestätigt sein!

2. Die Freigabe durch den alten Verein müsste erteilt worden sein oder der Zahlungsnachweis über

die Zahlung der festgeschriebenen Entschädigung geliefert werden!

3. Antragseingang in der Passstelle bis 31.08.!

Nachträgliche Freigaben sind ausschließlich innerhalb der Wechselperiode bis zum 31.08. möglich.


Satzung und Ordnungen

Änderungen

der Satzung und Ordnungen

Beschlüsse des Verbandsbeirates vom 17. Mai 2008

TOP 8

Änderungen der Satzung

Der Verbandsbeirat hat im Rahmen seiner Sitzung am 17.05.08

nachstehende Änderungen der Satzung beschlossen:

Satzungsbestimmungen:

§§ 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 13, 14, 17-59.

Es handelt sich hierbei um eine komplette Neufassung der Satzung,

da nahezu alle Paragrafen von Änderungen betroffen sind.

In-Kraft-Treten:

Die Änderungen der Satzung bedürfen zu ihrer endgültigen

Wirksamkeit der Bestätigung durch den nächsten ordentlichen

Verbandstag. Erst danach erfolgt die Eintragung in das Vereinsregister.

TOP 9

Änderungen der Ordnungen

Der Verbandsbeirat hat im Rahmen seiner Sitzung am 17.05.08

nachstehende Änderungen der Ordnungen beschlossen:

I. Änderungen der Spielordnung

§ 2 § 18b § 47

§ 4 § 18c § 51

§ 5 § 26 Anhang 1 § 3

§ 7 § 27 Anhang 1 § 5

§ 7c § 28 Anhang 2 I, II, III, V

§ 10 § 33 Anhang 3

§ 12 § 34 Anhang 4

§ 14 § 38 Anhang 5

§ 15 § 40 Anhang 6

§ 18 § 45 Anhang 7

§ 18a § 46 Anhang 8

II. Änderungen der Jugendordnung

§ 1 § 10 § 14

§ 2 § 10a § 15 (neu)

§ 3 § 11 § 17

§ 6 § 12 § 18

§ 8 § 13 § 21

§ 9 § 13a

redaktionell:

Nach Streichung des § 6 und Ergänzung um den neuen § 15 (Juniorenförderverein)

wurde die Jugendordnung neu durchnummeriert.

Die bisherigen §§ 7 – 21 wurden 6 – 23.

III . Änderungen der Finanz- und Wirtschaftsordnung

§§ 2 – 16

Anhang 1

Es handelt sich hierbei um eine komplette Neufassung der Finanzund

Wirtschaftsordnung, da nahezu alle Paragrafen von Änderungen

betroffen sind.

Die im Anhang 1 unter Ziffer 1.1. beschlossene Erhöhung des Kilometergeldes

auf 0,30 Euro/km steht unter dem Vorbehalt einer

entsprechenden Beschlussfassung durch den Hauptausschuss des

LSB am 31.05.08.

IV. Änderungen der Rechts- und Verfahrensordnung

§ 1 § 17 § 39

§ 4 § 19 § 42

§ 5 § 27 § 43

§ 6 § 29 § 45 (neu)

§ 10 § 33 § 46

§ 11 § 34

§ 14 § 35

V. Änderungen der Schiedsrichterordnung

§ 2

§ 9

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

VI. Änderungen der Lehrordnung

§§ 1 – 6

Anhang 2 §§ 1, 3, 5, 6,

VII. Änderungen der Ehrungsordnung

§ 3

§ 4

§ 6

§ 9

VIII. Änderungen der Geschäftsordnung

§ 4

§ 7

§ 8

§ 10

§ 11

In-Kraft-Treten:

Die Änderungen der Ordnungen treten mit dem Zeitpunkt ihrer

Veröffentlichung in den Amtlichen Verbandsmitteilungen in

Kraft. Ausgenommen hiervon sind nachstehende Ordnungsbestimmungen,

die als Folge von Satzungsänderungen eingeflossen

sind:

§ 2 Jugendordnung

§§ 3, 6, 7, 12 und 15 Finanz- u. Wirtschaftsordnung

Anhang 1 – Ziffern 1.2 und 4.1 Finanz- und

Wirtschaftsordnung

§ 5, 6, 10 und 35 Rechts- und Verfahrensordnung

§ 9 und 14 Schiedsrichterordnung

§ 2 und 6 Lehrordnung

§ 4, 6 und 9 Ehrungsordnung

§ 10 Geschäftsordnung.

Diese treten mit dem Zeitpunkt der Bestätigung der Satzungsänderungen

durch den Verbandstag in Kraft.

Ausgenommen sind ferner die Änderungen des § 13 Jugendordnung,

die zum 01.07.09 in Kraft treten und die Änderungen des

Anhang 3 der Spielordnung, die zum 01.07.10 in Kraft treten.

Juni 2008 73


Satzung

74

Stand: 17.05.2008

Satzung

Spielordnung

Schiedsrichterordnung

Jugendordnung

(…)

Lehrordnung

Rechts- und Verfahrensordnung

(…)

Geschäftsordnung

Finanz- und Wirtschaftsordnung

Ehrungsordnung

Niedersächsischer Fußballverband e.V.

Satzung

INHALTSVERZEICHNIS

SATZUNG

I. Allgemeine Bestimmungen

II. Mitgliedschaft

III. Rechte und Pflichten der Mitglieder

IV. Organe des NFV

V. Beschließende Versammlungsorgane auf

Verbandsebene

VI. Die Verwaltungsorgane auf Verbandsebene

VII. Die Revisionsstelle

VIII. Die Rechtsorgane auf Verbandsebene

IX. Organe auf Bezirks- und Kreisebene

X. Sonstige Bestimmungen

Hinweis: Die in der Satzung und den Ordnungen gewählte

Schreibweise für Funktionen und Funktionsträger

gilt unabhängig von ihrer Formulierung für Frauen

und Männer gleichermaßen. Jedes Amt im NFV ist

Frauen und Männern zugänglich.

Juni 2008

Satzung

des Niedersächsischen

Fußballverbandes e.V.

I.Allgemeine Bestimmungen

§ 1

Name, Sitz und Rechtsform

(1) Der Niedersächsische Fußballverband (NFV) ist der

Zusammenschluss von gemeinnützigen Vereinen

im Lande Niedersachsen, in denen der Fußballsport

gepflegt und gefördert wird.

(2) Der Verband ist im Vereinsregister des Amtsgerichts

Hannover unter dem Namen „Niedersächsischer

Fußballverband e.V.“ eingetragen.

(3) Der NFV hat seinen Sitz in Barsinghausen.

§ 2

Verbandsgebiet und Verbandsfarben

(1) Das Verbandsgebiet des NFV ist das Land Niedersachsen.

(2) Die Farben des Verbandes sind Rot-Weiß.

§ 3

Zweck und Aufgabe

(1) Der NFV ist parteipolitisch, religiös und rassisch

neutral. Er tritt rassistischen, verfassungs- und

fremdenfeindlichen Bestrebungen und anderen diskriminierenden

oder Menschen verachtenden Verhaltensweisen

entschieden entgegen.

(2) Der Verband vertritt den Amateur-Gedanken.

(3) Zweck und Aufgabe des NFV ist es insbesondere:

a) die Entwicklung des Fußballsports und des

Sports im Allgemeinen zu fördern,

b) die sportliche und allgemeine Jugendarbeit zu

fördern,

c) das Ehrenamt zu pflegen und zu fördern,

d) die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund

und/oder sozialer Benachteiligung

zu fördern,

e) soziale Einrichtungen zur Unterstützung von verletzten

oder in Not geratenen Sportlern zu

unterhalten,

f) die Zusammenarbeit mit Schulen zu fördern,

g) die Gründung neuer und die Erweiterung bestehender

Vereine zu fördern,

h) die Aus- und Fortbildung von haupt-, nebenund

ehrenamtlichen Mitarbeitern des Verbandes,

der Bezirke, der Kreise und der Vereine, insbesondere

von Übungsleitern, zu regeln und zu

fördern,

i) dafür zu sorgen, dass die Fußballspiele innerhalb

des Verbandsgebietes nach den vom DFB anerkannten

Regeln der FIFA ausgetragen werden,

j) in Wettbewerben der Amateur-Spielklassen die

Meister, in Pokalwettbewerben die Sieger ermitteln

zu lassen und die hierzu notwendigen Regelungen

im Rahmen seiner Ordnungen aufzustellen.

redaktionell:

Die bisherigen Buchstaben d bis i werden e bis j.

§ 4

Gemeinnützigkeit

(1) Der NFV verfolgt ausschließlich und unmittelbar

gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts

„Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

(2) Der Verband ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in

erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(3) Mittel des NFV dürfen nur für die satzungsgemäßen

Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten

keine Zuwendungen aus den Mitteln des

NFV.

(4) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem

Zweck des Verbandes fremd sind oder durch unverhältnismäßig

hohe Vergütungen begünstigt werden.

(5) Im Fall der Auflösung oder Aufhebung des NFV

oder bei Wegfall seines steuerbegünstigten Zweckes

ist das Vermögen nur zu steuerbegünstigten

Zwecken nach Maßgabe der Satzung zu verwenden

(§ 58 Abs. 3).

§ 5

Mitgliedschaften des NFV

(1) Der NFV ist Mitglied des Deutschen Fußball-

Bundes, des Norddeutschen Fußball-Verbandes

und des LandesSportBundes Niedersachsen.

Er regelt im Einklang mit deren Satzungen seine

Angelegenheiten eigenständig.

(2) Weitere Mitgliedschaften in anderen Organisationen

sind im Rahmen des Verbandszweckes zulässig.

Über den Beitritt zu solchen Organisationen

entscheidet der Vorstand. Durch die Mitgliedschaft

dürfen Rechte des NFV und seiner Mitglieder

aus dieser Satzung nicht eingeschränkt werden.

§ 6

Gliederungen des NFV und deren Aufgaben

(1) Der NFV gliedert sich in Kreise und Bezirke.

Diese betreuen die Mitglieder nach der Satzung

und den Ordnungen sowie den Beschlüssen

des NFV.

(2) Die Gliederung der Kreise soll der Verwaltungsgliederung

des Landes Niedersachsen

entsprechen. Ihr Aufgabengebiet umfasst insbesondere

die Organisation des Spielbetriebes,

die Qualifizierung von Mitgliedern und

Mitarbeitern sowie die Betreuung des Ehrenamtes.

(3) Den vier Bezirken des NFV obliegt ausschließlich

die Organisation des Spielbetriebes.

(4) Gebietsänderungen oder Zusammenschlüsse

von Kreisen oder Bezirken bedürfen eines Beschlusses

des Verbandsvorstandes mit Dreiviertelmehrheit

der Stimmen seiner Mitglieder.

(5) Die Kreise und Bezirke haben keine eigene

Rechtsfähigkeit.

§ 7

Zuständigkeiten und Ordnungen

(1) Der NFV regelt seinen eigenen Geschäftsbereich

durch Ordnungen und Entscheidungen seiner Organe.

(2) Er erlässt zu diesem Zweck die nachstehenden Ordnungen:

a) Spielordnung

b) Jugendordnung

c) Schiedsrichterordnung

d) Lehrordnung

e) Rechts- und Verfahrensordnung

f) Finanz- und Wirtschaftsordnung

g) Geschäftsordnung

h) Ehrungsordnung

redaktionell:

Die Freizeitsportordnung sowie die Schiedsgerichtsordnung

werden ersatzlos gestrichen.

§ 8

Selbständigkeit der Verbandsmitglieder

Der NFV gewährleistet die Selbständigkeit seiner Mitglieder,

unbeschadet der ihnen nach § 13 obliegenden

Pflichten und soweit nicht Bestimmungen des Deutschen

Fußball-Bundes oder des Norddeutschen Fußball-Verbandes

dem entgegenstehen. Durch die Mitgliedschaft

im NFV wird keine gegenseitige Haftbarkeit

begründet.

II. Mitgliedschaft

§ 9

Erwerb der Mitgliedschaft im NFV

(1) Die Mitgliedschaft im Verband kann jeder gemeinnützige

Verein erwerben, sofern sein Zweck dem

Fußballsport dient.

(2) Natürliche Personen werden nur durch die Zugehörigkeit

zu einem Verein, der Mitglied im NFV ist,

mittelbare Mitglieder des Verbandes.

(3) Der Aufnahmeantrag ist an den zuständigen Kreis

im NFV zu richten. Beizufügen sind die folgenden

Unterlagen:

– Satzung,

– (…),

– Namen und Anschriften der Vorstandsmitglieder.

Der zuständige Kreis im NFV legt den Antrag dem

Verband mit einer Stellungnahme vor. Dieser veranlasst

die Veröffentlichung in den Amtlichen Mitteilungen

des Verbandes.

(4) Jedes Verbandsmitglied kann innerhalb von vier

Wochen nach Veröffentlichung des Antrages gegen

die Aufnahme Einspruch einlegen.

(5) Die Aufnahme von Mitgliedern erfolgt durch Beschluss

des Verbandspräsidiums. Die Beschlussfassung

ist in den Amtlichen Mitteilungen des Verbandes

zu veröffentlichen.

(6) Bei Ablehnung eines Aufnahmeantrages hat der

Antragsteller das Recht des Widerspruches beim

Verbandsvorstand, der endgültig entscheidet.

(7) Ein Mitglied des NFV darf nicht Mitglied eines anderen

Landesverbandes des DFB sein.

§ 10

Erlöschen der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft erlischt:

a) durch Austritt,

b) durch Ausschluss,

c) durch Auflösung eines Vereins.

(2) Der Austritt muss schriftlich erklärt werden. Beizufügen

ist die Abschrift des Protokolls der Mitgliederversammlung,

in der der Austrittsbeschluss gefasst

wurde. Der Austritt kann nur mit einer Frist

von drei Monaten zum Ende eines Spieljahres erklärt

werden.

(3) Der Ausschluss erfolgt durch Beschluss des Präsidiums.

Gegen den Beschluss steht dem auszuschließenden

Mitglied der Widerspruch beim Verbandsvorstand

innerhalb eines Monats nach Zustellung

des Beschlusses zu. Der Verbandsvorstand entscheidet

endgültig.

(4) Durch Erlöschen der Mitgliedschaft bleiben die Verbindlichkeiten

gegenüber dem NFV unberührt.

(5) Die Wiederaufnahme eines ausgeschlossenen Mitgliedes

kann frühestens nach Ablauf eines Jahres

durch Beschluss des Präsidiums erfolgen.

§ 11

Ausschließungsgründe

Der Ausschluss eines Verbandsmitgliedes kann nur in

den nachfolgend bezeichneten Fällen erfolgen:

a) wenn die in § 13 vorgesehenen Pflichten der Verbandsmitglieder

gröblich verletzt werden und die

Verletzung trotz schriftlicher Ermahnung fortgesetzt

wird,

b) wenn das Mitglied eingegangenen Verpflichtungen

trotz Fristsetzung unter Androhung des Ausschlusses

nicht nachkommt,

c) wenn das Mitglied in grober Weise gegen die Satzung

und Ordnungen des Verbandes verstößt.

III. Rechte und Pflichten

der Mitglieder

§ 12

Rechte der Verbandsmitglieder

Die Verbandsmitglieder sind berechtigt:

a) durch ihre Delegierten an den Beratungen und Beschlüssen

des Verbandstages, der Bezirks- und

Kreistage teilzunehmen und Anträge zu stellen,

b) die Wahrung ihrer Interessen durch den NFV zu verlangen,

c) die vom NFV geschaffenen gemeinsamen Einrichtungen

nach Maßgabe der hierfür erlassenen Bestimmungen

zu benutzen,

d) die Beratung des NFV in Anspruch zu nehmen,

e) an den vom Verband veranstalteten Wettbewerben

teilzunehmen.

§ 13

Pflichten der Verbandsmitglieder

Die Verbandsmitglieder sind verpflichtet:

a) die Satzung des Verbandes sowie die von den Organen

auf Verbands-, Bezirks- oder Kreisebene gefassten

Beschlüsse zu befolgen,

b) rechtskräftige Urteile der Sportgerichte zu vollziehen,

c) die vom Verbandstag festgesetzten Beiträge zu entrichten,

d) die vom Verband jeweils geforderten Nachweise

über Einrichtungen, Mitgliederstand, Satzungsänderungen,

Wechsel in der Besetzung der Organe

usw. fristgerecht einzureichen,

e) auf Verlangen des Verbands-, Bezirks- oder Kreisvorstandes

eine Mitgliederversammlung zur Besprechung

der Lage innerhalb des Vereins einzuberufen,


f) den Verbandspräsidenten, den Bezirks- oder Kreisvorsitzenden,

deren Stellvertreter oder Beauftragte

an den ordentlichen und außerordentlichen Mitgliederversammlungen

teilnehmen zu lassen und

ihnen auf Verlangen das Wort zu erteilen,

g) dem Verband über ihren zuständigen Kreis und Bezirk

von allen Maßnahmen Kenntnis zu geben, die

auf eine Auflösung oder Verschmelzung des Vereins

hinzielen,

h) in allen aus der Mitgliedschaft zum Verband erwachsenden

Rechtsangelegenheiten ausschließlich

die Rechtsorgane des Verbandes anzurufen, sich

deren Entscheidungen zu unterwerfen,

i) den Beauftragten des Verbandes die Einsicht in Bücher

und Akten, die Untersuchung der Geschäftsführung

und des Kassenbestandes jederzeit zu gestatten,

j) den Nachweis der Gemeinnützigkeit zu erbringen,

k) die Übertragung ihrer Vereinsgewalt zur Ausübung

an den Verband in ihren Vereinssatzungen aufzunehmen,

l) den Verband zur Überlassung der ihm übertragenen

Vereinsgewalt zur Ausübung an den Deutschen

Fußball-Bund bzw. an den Norddeutschen

Fußball-Verband zu ermächtigen,

m) dem Verband und seinen Gliederungen eine

Einzugsermächtigung zur Durchführung eines

Lastschriftverfahrens für fällige Gebühren,

Beiträge und sonstige Forderungen zu erteilen.

IV. Organe des NFV

§ 14

Organe auf Verbandsebene

(1) Die Organe auf Verbandsebene gliedern sich in:

a) beschließende Versammlungsorgane,

b) Verwaltungsorgane,

c) Rechtsorgane.

(2) Die beschließenden Versammlungsorgane sind:

a) der Verbandstag,

b) der Verbandsvorstand,

c) der Verbandsjugendtag.

(3) Die Verwaltungsorgane sind:

a) das Präsidium,

b) die Verbandsausschüsse.

(4) Die Rechtsorgane sind:

a) das Oberste Verbandssportgericht,

b) das Verbandssportgericht.

(5) Das wirtschaftliche Kontrollorgan ist die Revisionsstelle.

redaktionell:

Der Punkt 3b entfällt. Aus 3c wird 3b. Der Punkt 4

c entfällt.

§ 15

Organe auf Bezirksebene

(1) Die Organe auf Bezirksebene sind:

a) der Bezirkstag,

b) der Bezirksjugendtag,

c) der Bezirksbeirat,

d) der Vorstand,

e) die Bezirksausschüsse.

(2) Das Rechtsorgan auf Bezirksebene ist das Bezirkssportgericht.

§ 16

Organe auf Kreisebene

(1) Die Organe auf Kreisebene sind:

a) der Kreistag,

b) der Kreisjugendtag,

c) der geschäftsführende Vorstand,

d) der Vorstand,

e) die Kreisausschüsse.

(2) Die Rechtsorgane auf Kreisebene sind das Kreissportgericht

und das Kreisjugendsportgericht.

§ 17

Ehrenamtliche Tätigkeit

Die Tätigkeit in einem NFV-Organ ist ein Ehrenamt, das

unabhängig von der sprachlichen Bezeichnung in

gleicher Weise für weibliche wie für männliche Bewerber

offen steht. Über die Erstattung von Auslagen beschließt

der Verbandsvorstand auf Vorschlag des

Präsidiums. Für die einen besonderen Zeitaufwand

erfordernde ehrenamtliche Mitarbeit

außerhalb von Sitzungen und Tagungen kann eine

Aufwandsentschädigung gezahlt werden, deren

Maximalhöhe der Verbandsvorstand beschließt.

Hauptamtliche Mitarbeiter des NFV bedürfen

der Genehmigung des Präsidiums zur Ausübung eines

Amtes im Verband.

§ 18

Amtsdauer und Vertretung

(1) Die Amtsdauer der gewählten ehrenamtlichen

Mitarbeiter in den Organen des NFV beträgt

auf Verbands-, Bezirks und Kreisebene drei

Jahre.

(2) Die Amtszeit endet mit der Neuwahl. In den Fällen,

in denen eine Wahl noch der Bestätigung durch ein

anderes Organ bedarf, endet die Amtszeit erst mit

dem Zeitpunkt der Bestätigung. Dies gilt nicht für

die Bezirksvorsitzenden in ihrer Eigenschaft als Vizepräsidenten.

Im Präsidium endet deren Amtszeit

mit der Wahl des Nachfolgers auf dem Bezirkstag.

(3) Wiederwahl ist zulässig.

(4) Vorsitzende von Organen auf allen Ebenen können

durch ein Mitglied ihres Organs vertreten werden.

Dies gilt grundsätzlich auch für den Fall, dass die

Vorsitzenden aufgrund ihrer Funktion Mitglied eines

anderen Organs sind. Präsidiumsmitglieder

können in Präsidiumssitzungen nicht vertreten werden.

V. Beschließende

Versammlungsorgane

auf Verbandsebene

§ 19

Der Verbandstag

(1) Der Verbandstag ist das oberste Beschlussorgan des

Verbandes.

(2) Auf dem Verbandstag werden die den Verbandsmitgliedern

in Angelegenheiten des Verbandes zustehenden

Rechte durch Beschlussfassung von

stimmberechtigten Delegierten ausgeübt.

(3) Der Verbandstag setzt sich zusammen aus:

a) 200 Delegierten der Mitglieder aus den Kreisen,

b) den Mitgliedern des Verbandsvorstandes,

c) je drei Delegierten der Bezirke,

d) den Delegierten der Vereine, deren Mannschaften

gemäß der letzten Bestandserhebung in den

Spielklassen (Herren/Frauen) von der Oberliga

Niedersachsen aufwärts spielen, und zwar je

Mannschaft ein Delegierter.

(4) Die Delegierten aus den Kreisen werden wie folgt

ermittelt:

Jedem Kreis steht ein stimmberechtigter Delegierter

zu. Die Zahl der restlichen Delegierten wird entsprechend

der Gesamtmannschaftszahl (Junioren, Juniorinnen,

Frauen und Herren) der Kreise nach dem

Höchstzahlverfahren (d’Hondt) ermittelt. Maßgeblich

ist die Mannschaftszahl gemäß der letzten vorliegenden

Bestandserhebung.

(5) Die Delegierten gemäß Ziffer 3a), 3c), 3d) der Kreise,

Bezirke und Vereine sind dem Verband von den

Kreis- bzw. Bezirks- und Vereinsvorständen mindestens

vier Wochen vor dem Verbandstag namentlich

zu benennen. Für den Fall, dass ein benannter

Delegierter an der Teilnahme am Verbandstag

verhindert ist, können die Kreis- bzw. Bezirksund

Vereinsvorstände einen Vertreter mit entsprechender

Vollmacht benennen.

(6) Jeder Delegierte des Verbandstages hat eine Stimme.

Stimmenübertragung ist nicht zulässig.

(7) Mit beratender Stimme nehmen am Verbandstag

teil:

a) die Beisitzer der Verbandsausschüsse,

b) die Vorsitzenden und Beisitzer der Rechtsorgane

auf Verbandsebene,

c) die Mitglieder der Revisionsstelle,

d) die Mitglieder der Kommissionen

e) die Ehrenpräsidenten und die Ehrenmitglieder

des Verbandes.

§ 20

Einberufung und Vorsitz

(1) Der ordentliche Verbandstag findet im Turnus von

drei Jahren im zweiten Halbjahr eines Kalenderjahres

statt.

(2) Der Verbandstag wird durch das Präsidium einberufen.

(3) Die Einberufung hat unter Bekanntgabe der vom

Präsidium festgesetzten Tagesordnung mit einer

Einberufungsfrist von mindestens zehn Wochen

durch Bekanntmachung in den Amtlichen Mitteilungen

des Verbandes zu erfolgen.

(4) Anträge zum Verbandstag sind innerhalb einer Frist

von sechs Wochen vor dem Verbandstag beim Verband

einzureichen. Antragsberechtigt sind außer

den Mitgliedern alle Organe auf Verbandsebene sowie

die Bezirks- und Kreisvorstände.

(5) Den Vorsitz auf dem Verbandstag führt der Präsident.

(6) Das Verfahren der Beschlussfassung richtet sich

nach den hierüber gefassten Beschlüssen des Verbandstages

und des Verbandsvorstandes, wie sie

in der Geschäftsordnung zusammengefasst sind.

(7) Außerordentliche Verbandstage können vom Präsidium

einberufen werden, wenn ein dringender

Grund vorliegt. Ein außerordentlicher Verbandstag

muss einberufen werden, wenn zehn Prozent der

Mitglieder unter Angabe eines oder mehrerer ge-

Satzung

meinsamer Tagesordnungspunkte es beantragen.

Die Einberufung erfolgt nach obigen Vorschriften.

(8) Die Kosten des Verbandstages tragen

a) der Niedersächsische Fußballverband

– für den Verbandsvorstand,

– für die Verbandsausschüsse, die Revisionsstelle,

die Rechtsorgane, die Kommissionen,

die Ehrenpräsidenten und die Ehrenmitglieder,

b) die Kreise, Bezirke und Vereine:

– für die von ihnen entsandten Delegierten.

(9) Über jede Tagung ist eine Niederschrift zu fertigen,

welche vom Präsidenten, der die Tagung leitet, und

dem Protokollführer zu unterzeichnen ist.

§ 21

Aufgaben des Verbandstages

(1) Dem Verbandstag steht die Beschlussfassung

in allen Verbandsangelegenheiten zu,

soweit diese nicht satzungsgemäß anderen Verbandsorganen

übertragen sind. Er kann Beschlüsse

des Verbandsvorstandes und Verbandsjugendtages

auf Antrag aufheben und

anders entscheiden.

(2) Seiner Beschlussfassung unterliegen insbesondere:

a) die Wahl des Präsidiums

b) die Wahl der Verbandsausschussvorsitzenden

c) die Wahl der Vorsitzenden und stellvertretenden

Vorsitzenden des Verbandssportgerichts

und des Obersten Verbandssportgerichts.

d) Bestätigt werden die von den Bezirkstagen

gewählten Bezirksvorsitzenden in ihrer Eigenschaft

als Vizepräsidenten. § 25 Abs. 4

ist zu beachten.

Bestätigt werden ferner der Vorsitzende

des Verbandsjugendausschusses, der vom

Verbandsjugendtag gewählt wird und der

Direktor (Sprecher des Direktoriums), der

durch das Präsidium berufen wird.

e) die Wahl der Mitglieder der Revisionsstelle,

f) die Festlegung der Grundsätze für die Beitragserhebung

und die Höhe der Beiträge,

g) die Entlastung des Präsidiums und der Verbandsausschüsse

bezüglich der Jahresrechnungen

und der Geschäftsführung,

h) die Genehmigung der Haushaltspläne für den

ordentlichen Haushalt,

i) die Anträge auf Änderung der Satzung und Ordnungen,

j) die Ernennung von Ehrenpräsidenten und Ehrenmitgliedern.

§ 22

Abstimmungsregelungen und Wahlen

(1) Der Verbandstag ist beschlussfähig, wenn mehr als

die Hälfte der Stimmen gemäß § 19 Abs. 3 anwesend

sind.

(2) Zur wirksamen Beschlussfassung genügt die einfache

Mehrheit, ausgenommen Gebietsänderungen,

Satzungsänderungen und Auflösung des Verbandes

(siehe §§ 6, 56 und 58).

(3) Die Wahlen auf dem Verbandstag sind grundsätzlich

geheim. Liegt nur ein Vorschlag vor, so kann die

Wahl durch Zuruf oder offene Abstimmung erfolgen.

Bei mehreren Vorschlägen ist der gewählt, der

die absolute Mehrheit der abgegebenen gültigen

Stimmen auf sich vereinigt.

Hat im ersten Wahlgang keiner der Vorschläge die

absolute Mehrheit erreicht, so erfolgt in einem

zweiten Wahlgang eine Stichwahl zwischen den

beiden Vorschlägen, die im ersten Wahlgang die

meisten Stimmen erhalten haben.

Haben mehrere Vorschläge gleichviel Stimmen und

mehr als die übrigen erhalten, so erfolgt eine Stichwahl

zwischen ihnen. Haben mehrere Vorschläge

gleichviel Stimmen, aber weniger Stimmen als nur

ein anderer erhalten, so nehmen außer dem, der

die meisten Stimmen erhalten hat, auch sie an der

Stichwahl teil.

Bei einer Stichwahl entscheidet die einfache Mehrheit.

Bei Stimmengleichheit zwischen den Kandidaten,

die die meisten Stimmen erhalten haben, wird

die Wahl wiederholt.

(4) Stehen mehrere gleichrangige Ämter zur Wahl an

und liegen mehr Wahlvorschläge als zu besetzende

Ämter vor, ist für jedes Amt ein gesondertes Wahlverfahren

durchzuführen.

§ 23

Tagesordnung

(1) Die Tagesordnung des ordentlichen Verbandstages

muss mindestens folgende Punkte enthalten:

a) Feststellung der stimmberechtigten Delegierten,

b) Rechenschaftsberichte des Präsidiums, der

Verbandsausschüsse und der Verbandsrechtsorgane,

c) Bericht der Revisionsstelle,

Juni 2008 75


Satzung

76

d) Genehmigung der Haushaltspläne für den ordentlichen

Haushalt,

e) Festsetzung der Beiträge,

f) Anträge auf Änderung der Satzung und Ordnungen,

g) sonstige Anträge,

h) Entlastungen,

i) Neuwahlen,

j) Verschiedenes.

(2) Tagesordnungspunkte eines außerordentlichen Verbandstages

können nur solche sein, die zur Einberufung

geführt haben.

§ 24

Zusammensetzung, Einberufung

und Beschlussfähigkeit des Verbandsvorstandes

(1) Der Verbandsvorstand setzt sich zusammen aus:

a) den Mitgliedern des Präsidiums

b) den Verbandsausschussvorsitzenden

c) den Vorsitzenden der Kreise.

Die Mitglieder des Präsidiums und die Verbandsausschussvorsitzenden

haben je eine

Stimme im Verbandsvorstand.

Die Vorsitzenden der Kreise (…) verfügen insgesamt

über 200 Stimmen, die entsprechend der Regelung

des § 19 Abs. 4 (…) zugeordnet werden.

Die Vorsitzenden der Rechtsorgane, der Sprecher

der Revisionsstelle und die Kommissionsvorsitzenden

auf Verbandsebene nehmen an den Sitzungen

des Verbandsvorstandes mit beratender

Stimme teil.

(2) Scheidet ein Verbandsvorstandsmitglied vorzeitig

aus, kann der Verbandsvorstand kommissarisch

ein neues Vorstandsmitglied bestellen. Dies gilt

nicht für Kreis- und Bezirksvorsitzende.

(3) Der Verbandsvorstand wird durch

das Präsidium mindestens drei Mal jährlich

mit einer Frist von 14 Tagen schriftlich einberufen.

Er muss einberufen werden, wenn

dies mindestens mit einem Viertel der Stimmen

seiner Mitglieder beim Präsidium beantragt

wird.

(4) Beschlüsse des Verbandsvorstandes können

auch im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst

werden. Beantragen mindestens ein Viertel

der Stimmen seiner Mitglieder eine mündliche

Erörterung, muss das Präsidium den Verbandsvorstand

zur Beschlussfassung einberufen.

(5) Der Verbandsvorstand ist beschlussfähig,

wenn die stimmberechtigten Mitglieder mit

mehr als der Hälfte aller Stimmen anwesend

sind. Zur wirksamen Beschlussfassung genügt

die einfache Stimmenmehrheit der anwesenden

Mitglieder mit Ausnahme der Fälle des §

25 Abs. 7, 8 und 9.

§ 25 (neu)

Aufgaben des Verbandsvorstandes

(1) Der Verbandsvorstand behandelt die Berichte

der Ausschüsse und der Revisionsstelle.

(2) Der Verbandsvorstand beschließt über

die sachgemäße Aufbringung und Verwendung

der Verbandsmittel. Er prüft die Jahresrechnung

für das abgelaufene und den Haushaltsplan

für das kommende Geschäftsjahr

und legt im dreijährigen Turnus dem Verbandstag

die Haushaltspläne für den ordentlichen

Haushalt zur Genehmigung und die Jahresrechnungen

zur Entlastung vor. Er beschließt

ferner auf Vorschlag des Präsidiums

den Haushaltsplan für den außerordentlichen

Haushalt sowie erforderlich werdende Nachtragshaushalte

im außerordentlichen und ordentlichen

Haushalt.

(3) Der Verbandsvorstand wählt auf Vorschlag

des Präsidiums:

a) die Beisitzer der Verbandsausschüsse mit

Ausnahme des Jugendausschusses,

b) die Beisitzer des Verbandssportgerichts und

des Obersten Verbandssportgerichts.

Er bestätigt die vom Verbandsjugendtag gewählten

Beisitzer des Verbandsjugendausschusses.

Für Wahlen gelten die Bestimmungen des § 22

Abs. 3.

(4) Der Verbandsvorstand bestätigt Bezirksvorsitzende

in ihrer Eigenschaft als Vizepräsidenten,

soweit deren Wahl zu einem Zeitpunkt erfolgt

ist, der früher als 3 Monate vor dem nächsten

ordentlichen Verbandstag datiert.

(5) Der Verbandsvorstand erlässt Richtlinien über

die Erstattung der den Mitgliedern der Verbandsorgane

entstehenden Auslagen.

(6) Der Verbandsvorstand kann Beschlüsse des

Verbandsjugendtages aussetzen bis zur Beschlussfassung

des nächsten Verbandstages.

Juni 2008

(7) Der Verbandsvorstand beschließt mit der

Mehrheit der Stimmen seiner Mitglieder Änderungen

der Ordnungen. Der Zeitpunkt des

Inkrafttretens ist bei der Beschlussfassung

festzulegen. Sie sind vor Inkrafttreten zu veröffentlichen.

In den letzten drei Monaten vor einem ordentlichen

Verbandstag darf der Verbandsvorstand

keine Beschlüsse über eine Änderung der Ordnungen

mehr fassen, sondern muss sie dem

Verbandstag zur Entscheidung vorlegen.

(8) In besonders dringenden Fällen kann der Verbandsvorstand

mit vorläufiger Wirkung und

mit Dreiviertelmehrheit der Stimmen seiner

Mitglieder eine Änderung der Satzung beschließen,

durch die jedoch die Rechte der Mitglieder

nicht beeinträchtigt werden dürfen.

Die Änderungen der Satzung bedürfen zu ihrer

endgültigen Wirksamkeit der Bestätigung

mit Dreiviertelmehrheit durch den nächsten

ordentlichen Verbandstag.

(9) Der Verbandsvorstand beschließt mit Dreiviertelmehrheit

der Stimmen seiner Mitglieder Gebietsänderungen

oder Zusammenschlüsse von

Kreisen oder Bezirken.

(10) Der Verbandsvorstand ist berechtigt, ein Mitglied

von Verwaltungsorganen aller Ebenen

bei grober Pflichtverletzung oder bei Unwürdigkeit

mit sofortiger Wirkung von jeder Tätigkeit

durch schriftlich begründete Entscheidung

zu entheben. Der Betroffene ist vorher

zu hören. Er hat das Recht der Beschwerde

beim Obersten Verbandssportgericht innerhalb

einer Woche nach Zustellung der Entscheidung.

Hat die Beschwerde Erfolg, befindet

sich der Beschwerdeführer wieder im

Amt.

(11) Mitglieder der Rechtsorgane, der Revisionsstelle

und Rechnungsprüfer können bei grober

Pflichtverletzung auf Antrag des Präsidiums

durch den Verbandsvorstand ihrer Tätigkeit

enthoben werden. Das Beschwerderecht

des Abs. 10 gilt entsprechend.

(12) Antragsberechtigt zur Herbeiführung von

Beschlüssen durch den Verbandsvorstand

sind alle Verwaltungsorgane auf Verbandsebene

sowie die Kreis- und Bezirksvorstände.

§ 26

Der Verbandsjugendtag

(1) Der Verbandsjugendtag ist das oberste Organ für

den Jugendbereich des NFV.

(2) Auf dem Verbandsjugendtag werden die den Verbandsmitgliedern

in Angelegenheiten des Jugendbereichs

zustehenden Rechte durch Beschlussfassung

von stimmberechtigten Delegierten ausgeübt.

(3) Der Verbandsjugendtag setzt sich zusammen aus:

a) 120 Delegierten der Mitglieder aus den Kreisen,

in analoger Anwendung der Bestimmungen des

Delegationsrechts für den Verbandstag (Jugendmannschaften)

b) den Mitgliedern des Verbandsjugendausschusses

c) je vier Delegierten der Bezirke

d) den Delegierten der Vereine, die mit ihren Jugendmannschaften

auf Verbandsebene und höher

spielen, und zwar je Mannschaft ein Delegierter.

Die Vorsitzende des Ausschusses für Frauenund

Mädchenfußball nimmt mit beratender

Stimme am Verbandsjugendtag teil.

(4) Dem Verbandsjugendtag steht die selbständige Beschlussfassung

in allen Jugendangelegenheiten auf

Verbandsebene zu, soweit diese nicht anderen Organen

übertragen ist.

(5) Der Verbandsjugendtag wählt die Mitglieder

des Verbandsjugendausschusses. Für die Wahl

der Beisitzer hat das Präsidium Vorschlagsrecht.

Die Wahlen bedürfen der Bestätigung

durch den Verbandstag (Vorsitzender) bzw.

Verbandsvorstand (Beisitzer). Wird ein vom

Verbandsjugendtag gewähltes Ausschussmitglied

nicht bestätigt, so kann der Verbandvorstand

auf Vorschlag des Verbandsjugendausschusses

ein neues Mitglied kommissarisch bestellen.

(6) Die Einberufung erfolgt durch den Verbandsjugendausschuss

mit einer Frist von zehn Wochen

durch Veröffentlichung in den Amtlichen Mitteilungen

des Verbandes. Anträge zum Verbandsjugendtag

sind mit einer Frist von sechs Wochen beim Verband

einzureichen.

(7) Der Verbandsjugendtag tritt in den Jahren zusammen,

in denen ein ordentlicher Verbandstag stattfindet,

und zwar spätestens 6 Wochen vor dem ordentlichen

Verbandstag. Für die Einberufung eines

außerordentlichen Verbandsjugendtages gelten

sinngemäß die Bestimmungen wie für einen außerordentlichen

Verbandstag.

(8) Im Übrigen gelten für den Verbandsjugendtag dieselben

Bestimmungen wie für den Verbandstag, soweit

diese für den Jugendbereich anwendbar sind.

VI. Die Verwaltungsorgane

auf Verbandsebene

§ 27

Zusammensetzung und Beschlussfähigkeit

des Präsidiums

(1) Das Präsidium setzt sich zusammen aus:

a) dem Präsidenten,

b) dem Ersten Vizepräsidenten,

c) dem Vizepräsidenten Finanzen,

d) den Vorsitzenden der vier Bezirke Braunschweig,

Hannover, Lüneburg und Weser-

Ems als weitere Vizepräsidenten,

e) dem Direktor (Sprecher des Direktoriums),

(2) Der Ehrenpräsident bzw. die Ehrenpräsidenten

und ein weiterer Direktor nehmen mit beratender

Stimme an den Sitzungen des Präsidiums

teil.

Die Verbandsausschussvorsitzenden nehmen

mit beratender Stimme an den Präsidiumssitzungen

teil, die den Verbandsvorstandssitzungen

voran gehen.

(3) Die Mitglieder des Präsidiums mit Ausnahme

der Direktoren nehmen ihre Aufgaben ehrenamtlich

wahr. Die Direktoren sind hauptberuflich

angestellt. Die Entscheidung über deren

Anstellung trifft das Präsidium.

(4) Das Präsidium ist beschlussfähig, wenn mehr

als die Hälfte seiner stimmberechtigten Mitglieder

anwesend ist. Beschlüsse werden mit

einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Beschlüsse

des Präsidiums können auch im schriftlichen

Umlaufverfahren gefasst werden.

§ 28

Aufgaben des Präsidiums

(1) Dem Präsidium obliegt die Vertretung des NFV.

Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind

– der Präsident,

– der erste Vizepräsident,

– der Vizepräsident Finanzen,

Jeder ist zur alleinigen Vertretung berechtigt.

Für das Innenverhältnis gilt, dass regelmäßig

der Präsident und nur im Verhinderungsfall

der 1. Vizepräsident oder der Vizepräsident Finanzen

den Verband vertreten.

(2) Der Vorstand im Sinne des § 26 BGB erledigt

die laufenden Geschäfte des Verbandes. Er

nimmt alle Aufgaben wahr, die nach dieser

Satzung oder den Ordnungen nicht dem Gesamtpräsidium

oder anderen Organen des

NFV zugewiesen sind. Einzelheiten werden

durch eine vom Präsidium zu erlassende Geschäftsordnung

geregelt.

(3) Das Präsidium überwacht die Einhaltung der

Satzung und der Ordnungen des NFV und

kann Beschlüsse der Verbandsausschüsse sowie

der Organe der Kreise und Bezirke mit

Ausnahme der Rechtsorgane außer Kraft setzen,

wenn diese grob satzungs- oder rechtswidrig

sind. Es hat das Recht, gegen Entscheidungen

des Obersten Verbandssportgerichts

Beschwerde einzulegen. Es kann Rechtsmittel

gegen Entscheidungen von Rechtsorganen mit

dem Ziel der Strafverschärfung einlegen.

(5) Das Präsidium übt das Gnadenrecht gemäß

der Rechts- und Verfahrensordnung aus.

(6) Das Präsidium ist berechtigt, zur Bearbeitung

besonderer Fragen Kommissionen und Beauftragte

zu berufen und abzuberufen.

(7) Der Präsident, der erste Vizepräsident und der

Vizepräsident Finanzen sind gemeinsam befugt,

zwischen den Sitzungen des Präsidiums

über unaufschiebbare Angelegenheiten endgültige

Beschlüsse zu fassen und diese zu vollziehen.

Das Präsidium ist darüber in Kenntnis

zu setzen.

(8) Das Präsidium bedient sich zur Durchführung

seiner Aufgaben der Verbandsgeschäftsstelle.

Deren Leitung obliegt den Direktoren, die die

Geschäftsstelle gemäß der Satzung und den

Ordnungen des NFV sowie nach Maßgabe der

von den Verbandsorganen gefassten Beschlüsse

führen.

§ 29

Der Präsident, der Erste Vizepräsident und

der Vizepräsident Finanzen


(1) Der Präsident ist oberster Repräsentant des

NFV. Ihm obliegt die Gesamtverantwortung

und die Richtlinienkompetenz. Er führt mit

Unterstützung der Geschäftsstelle die Geschäfte

des Verbandes nach den Vorschriften

der Satzung und den Ordnungen des NFV sowie

nach Maßgabe der von den Verbandsorganen

gefassten Beschlüsse. Er führt auf dem

Verbandstag und im Verbandsvorstand den

Vorsitz.

(2) Im Verhinderungsfall wird der Präsident bei

der Führung der Verbandsgeschäfte grundsätzlich

durch den Ersten Vizepräsidenten

oder den Vizepräsidenten Finanzen vertreten.

Weitere Einzelheiten der Vertretung sowie die

von den Vizepräsidenten zu übernehmenden

besonderen Aufgaben sind in der Geschäftsordnung

zu bestimmen.

(3) Der für den Finanzbereich zuständige Vizepräsident

verwaltet das Vermögen des Verbandes

nach den Bestimmungen der Finanz- und Wirtschaftsordnung

und den Beschlüssen des Verbandstages

sowie des Verbandsvorstandes. Er

überwacht die Rechnungsführung der nachgeordneten

Gliederungen.

§ 30

Die Verbandsausschüsse

(1) Zur Erledigung der Aufgaben in bestimmten

Bereichen werden folgende Verbandsausschüsse

gebildet:

a) der Spielausschuss,

b) der Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball,

c) der Jugendausschuss,

d) der Schiedsrichterausschuss,

e) der Lehrausschuss

redaktionell:

Der Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing

wird durch eine Kommission ersetzt.

(2) Jeder Ausschuss setzt sich aus einem Vorsitzenden

und Beisitzern zusammen. Die Vorsitzenden

werden vom Verbandstag, die Beisitzer

auf Vorschlag des Präsidiums vom Verbandsvorstand

gewählt. Ausgenommen hiervon

ist die Wahl der Mitglieder des Verbandsjugendausschusses,

für die § 26 Abs. 5 Anwendung

findet.

(3) Die in den §§ 31 bis 35 ausgewiesenen Zuständigkeiten

der Ausschussbeisitzer können auf Antrag

des Präsidiums durch Beschluss des Verbandsvorstandes

bzw. des Verbandsjugendtages zusammengelegt

und in Personalunion ausgeübt

werden.

(4) Die Ausschüsse sind berechtigt, bestimmte

Aufgaben aus ihrem Bereich an Einzelpersonen

zu delegieren und die Aufgaben innerhalb

der Ausschüsse bei Bedarf abweichend zu verteilen.

Im Bedarfsfall können die Vorsitzenden

der zuständigen Ausschüsse auf Bezirksebene

beratend an den Sitzungen teilnehmen.

§ 31

Der Verbandsspielausschuss

(1) Der Verbandsspielausschuss ist zuständig für die

Durchführung des Spielbetriebes auf Verbandsebene

nach Maßgabe der Bestimmungen der Satzung

und Ordnungen. Er betreut die Verbandsauswahlmannschaften.

(2) Diesem Ausschuss gehören der Vorsitzende und

fünf Beisitzer mit nachstehenden Funktionen an:

– Spielleiter Oberliga Niedersachsen,

– Beauftragter für den Pokalwettbewerb, die

Altherrenmeisterschaften und Futsal,

– Spielleiter Juniorenfußball (in Personalunion gewählter

Beisitzer im Verbandsjugendausschuss),

– Spielleiterin Frauenfußball (in Personalunion gewählte

Beisitzerin im Verbandsausschuss für

Frauen- und Mädchenfußball)

– Schiedsrichteransetzer (in Personalunion

Beisitzer im Verbandsausschuss für Frauenund

Mädchenfußball und gewählter Beisitzer

im Verbandsschiedsrichterausschuss.

§ 32

Der Verbandsausschuss für

Frauen- und Mädchenfußball

(1) Dem Verbandsausschuss für Frauen- und Mädchenfußball

obliegt die Förderung und Pflege des

Frauen- und Mädchenfußballs, insbesondere die

Erarbeitung von Vorschlägen zu grundsätzlichen

Fragen des Spiel- und Lehrgangsbetriebs.

(2) Diesem Ausschuss gehören die Vorsitzende und

vier Beisitzer/innen mit nachstehenden Funktionen

an:

– Spielleiterin Frauenfußball (…),

– Spielleiterin Mädchenfußball (…),

– Beauftragte für Talentförderung Mädchenfußball,

– Schiedsrichteransetzer (in Personalunion

Beisitzer im Verbandsspielausschuss und gewählter

Beisitzer im Verbandsschiedsrichterausschuss)

§ 33

Der Verbandsjugendausschuss

(1) Dem Verbandsjugendausschuss obliegt die fußballspezifische

Jugendarbeit und die Förderung jugendpflegerischer

Maßnahmen. Er arbeitet zu diesem

Zweck mit Schulbehörde und Schulen zusammen.

(2) Diesem Ausschuss gehören der Vorsitzende und

fünf Beisitzer mit nachstehenden Funktionen an:

– Spielleiter Juniorenfußball und Futsal,

– Beauftragter für Schulfußball (…),

– Beauftragter für Talentförderung Juniorenfußball

(…),

– Beauftragter für internationale Kooperation und

besondere Jugendmaßnahmen,

– Beauftragte für Talentförderung Mädchenfußball

(in Personalunion Beisitzerin im Verbandslehrausschuss

und gewählte Beisitzerin

im Verbandsausschuss für Frauen- und

Mädchenfußball.

Der Vorsitzende des Verbandssportgerichtes hat

das Recht, im Verbandsjugendausschuss über Angelegenheiten

seines Wirkungsbereiches gehört zu

werden.

(3) Die Tätigkeit des Jugendausschusses regeln die Bestimmungen

der Jugendordnung.

§ 34

Der Verbandsschiedsrichterausschuss

(1) Der Verbandsschiedsrichterausschuss leitet das

Schiedsrichterwesen nach den Bestimmungen der

Schiedsrichterordnung.

(2) Diesem Ausschuss gehören der Vorsitzende und

fünf Beisitzer mit nachstehenden Funktionen an:

– Beauftragter für Schiedsrichterbeobachtung,

– Schiedsrichteransetzer (…),

– Beauftragte für Schiedsrichterfragen im Frauenfußball

(…),

– Schiedsrichterlehrwart, Beauftragter für Schiedsrichterwerbung,

– Schiedsrichterlehrwart, Beauftragter für Betreuung

der Jungschiedsrichter.

In Personalunion ist einer der beiden Schiedsrichterlehrwarte

Beisitzer im Lehrausschuss.

§ 35

Der Verbandslehrausschuss

(1) Dem Verbandslehrausschuss obliegt die Erarbeitung

und Entwicklung der Lehrprogramme und

der Lehrinhalte der Lehrarbeit des Verbandes

nach den Bestimmungen der Lehrordnung. Er ist

verantwortlich für die Aufstellung und die

Durchführung des Lehrgangsplanes in Zusammenarbeit

mit den anderen Ausschüssen. Er

hat ferner die Aufgabe, sportartübergreifende,

fachliche und spezielle Angebote, besonders im

präventiven Gesundheitsbereich, zu konzipieren

sowie deren Umsetzung in den Vereinen zu fördern.

(2) Diesem Ausschuss gehören der Vorsitzende und

sieben Beisitzer mit nachstehenden Funktionen an:

– Beauftragter für Übungsleiter/Trainer,

– Beauftragter für Mitarbeiterschulung,

– Beauftragter für Angelegenheiten des Freizeitund

Breitensports,

– Beauftragter für Schulfußball (in Personalunion

Beisitzer im Jugendausschuss),

– Schiedsrichterlehrwart (in Personalunion Beisitzer

im Schiedsrichterausschuss),

– Beauftragter für Talentförderung Juniorenfußball

(in Personalunion Beisitzer im Jugendausschuss),

– Beauftragte für Talentförderung Mädchenfußball

(in Personalunion Beisitzerin im Verbandsjugendausschuss

und gewählte Beisitzerin

im Verbandsausschuss für Frauen- und

Mädchenfußball.

VII. Die Revisionsstelle

§ 36

Die Revisionsstelle

(1) Der Verbandstag wählt eine aus vier Mitgliedern

bestehende Revisionsstelle. Die einmalige

Wiederwahl der Revisionsstellenmitglieder

ist zulässig. Die Mitglieder bestimmen aus ihrer

Mitte einen Sprecher, der das Recht hat, in

Präsidiums- und Verbandsvorstandssitzungen

gehört zu werden.

(2) Scheidet ein Revisor vorzeitig aus, kann der

Verbandsvorstand kommissarisch ein neues

Mitglied der Revisionsstelle bestellen.

Satzung

(3) Die Revisoren müssen ausreichend sachkundig

in der Behandlung und Beurteilung wirtschaftlicher

und haushaltsrechtlicher Vorgänge sein.

Sie müssen über eine entsprechende berufliche

Qualifikation und Erfahrung verfügen.

(4) Aufgabe der Revisionsstelle ist

– die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der

wirtschaftlichen Verhältnisse des Verbandes

und in diesem Rahmen die Unterstützung einer

beauftragten unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

zur Erlangung

eines Testats, das der Verwendungsnachweisführung

über die Finanzhilfe nach dem

Niedersächsischen Gesetz zur Umsetzung

des Staatsvertrages zum Glücksspielwesen

genügt.

– eine die organisatorischen und wirtschaftlichen

Aktivitäten des Verbandes und seiner Gliederungen

begleitende Aufgabenkritik. Ziel der Aufgabenkritik

ist es insbesondere, konkrete Vorschläge

der Prioritätensetzung, der Optimierung von

Organisationsabläufen und Möglichkeiten der

Kostenreduktion zu unterbreiten.

– die Unterstützung des Vizepräsidenten Finanzen

bei der Überwachung des Haushaltsplanes. Hierbei

ist die Richtigkeit der Haushalts- und Finanzabwicklung

zu prüfen.

Im Rahmen dieser Aufgabenstellung führt die Revisionsstelle

ihre Arbeiten selbständig, weisungsfrei

und eigenverantwortlich durch. Ihr sind alle für ihre

Aufgaben erforderlichen Auskünfte zu erteilen und

Einsicht in die Akten zu gewähren.

Dem Sprecher der Revisionsstelle ist Gelegenheit

zum Vortrag im Präsidium und Verbandsvorstand

zu geben.

(5) Prüfungsergebnisse und Feststellungen sowie

daraus resultierende Empfehlungen werden

dem Präsidium vorgelegt.

(6) Auf der Grundlage des Jahresprüfberichts der

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und eigener

Feststellungen berichtet der Sprecher der Revisionsstelle

auf dem Verbandstag. Dieser Bericht

ist Voraussetzung für die Entlastung des

Präsidiums.

VIII. Die Rechtsorgane

auf Verbandsebene

§ 37

Verbandsgerichtsbarkeit

(1) Die Sportgerichte des Verbandes üben die Verbandsgerichtsbarkeit

nach den Bestimmungen der

Rechts- und Verfahrensordnung aus.

(2) Die Sportgerichte sind für alle Rechtsangelegenheiten

zuständig, die sich aus der Mitgliedschaft zum

Verband oder aus der Satzung und den Ordnungen

ergeben, soweit nicht in den Ordnungen einzelnen

Verbandsausschüssen die Ausübung von Rechtsbefugnissen

übertragen worden ist.

(3) Die Sportgerichte auf allen Ebenen entscheiden

grundsätzlich in der Zusammensetzung von einem

Vorsitzenden und zwei (…) Beisitzern, soweit

nicht Einzelrichterentscheidungen geboten

sind. Der amtierende Vorsitzende bestimmt die

Beisitzer, die im Einzelfall an der Verhandlung und

Entscheidung teilnehmen.

(4) Mitglieder von Rechtsorganen dürfen keinem Verwaltungsorgan

innerhalb des NFV angehören. Mitgliedschaften

in Rechtsorganen der gleichen Ebene

sind zulässig.

§ 38

Das Oberste Verbandssportgericht

(1) Das Oberste Verbandssportgericht wird aus einem

Vorsitzenden, einem stellvertretenden Vorsitzenden

und drei Beisitzern gebildet. Der Vorsitzende

und sein Stellvertreter werden auf dem

Verbandstag, die Beisitzer vom Verbandsvorstand

auf Vorschlag des Präsidiums (…) gewählt.

(2) Das Oberste Verbandssportgericht ist Berufungsund

Beschwerdeinstanz gegen alle Entscheidungen

der anderen Sportgerichte auf Verbandsebene sowie

Revisionsinstanz.

§ 39

Das Verbandssportgericht

(1) Das Verbandssportgericht wird aus einem Vorsitzenden,

einem stellvertretenden Vorsitzenden

und sechs Beisitzern gebildet. Der Vorsitzende

und sein Stellvertreter werden auf dem

Verbandstag, die Beisitzer auf Vorschlag des

Präsidiums vom Verbandsvorstand gewählt.

(2) Das Verbandssportgericht entscheidet erstinstanzlich

über alle Verfahren auf Verbandsebene, (…)

ferner als Berufungs- und Beschwerdeinstanz in

Sachen, die von den Bezirkssportgerichten entschieden

wurden.

Juni 2008 77


Satzung

78

redaktionell:

Der bisherige Abs. 3 entfällt, da in § 5 Abs. 2b Ru-

Vo geregelt.

Ebenso entfällt der bisherige § 42 – das Verbandsjugendsportgericht

–, weil die Aufgaben vom VSG

mit wahrgenommen werden.

§ 40

Strafbefugnis von Verwaltungsorganen

(1) Das Präsidium sowie die Kreis- und Bezirksvorstände

können gegen unmittelbare und

mittelbare Mitglieder Geldstrafen bis zu einer

vom Verbandsvorstand festzusetzenden Höhe

aussprechen, wenn diese ihren Verpflichtungen

gem. § 13 der Satzung auch nach Mahnung

nicht nachkommen.

(2) Verwaltungsorgane des Verbandes, die sich mit

dem Spielverkehr befassen, können aufgrund von

Vorfällen im Zusammenhang mit der Austragung

von Spielen gegen mittelbare Verbandsmitglieder

und Vereine Spielsperren bis zu acht Spieltagen, jedoch

nicht über acht Wochen, und Geldstrafen in

einer vom Verbandsvorstand festzusetzenden

Höhe aussprechen. Sie dürfen in diesem Zusammenhang

kein Ermittlungsverfahren führen.

(3) Gegen Entscheidungen der Verwaltungsorgane

nach den Absätzen 1 und 2 ist die gebührenfreie

Anrufung beim gleichrangigen Sportgericht möglich.

Einzelheiten regelt die Rechts- und Verfahrensordnung.

Juni 2008

IX. Organe auf Bezirks-

und Kreisebene

§ 41

Der Bezirkstag

(1) Der Bezirkstag ist das oberste Beschlussorgan auf

Bezirksebene. Er kann Beschlüsse des Bezirksjugendtages

und der Verwaltungsorgane im Bezirk

sowie der ihm angehörenden Kreise aufheben und

anders entscheiden. Er wählt den Bezirksvorstand,

die Rechnungsprüfer, den Vorsitzenden

und stellvertretenden Vorsitzenden des Sportgerichts

sowie die Vorsitzenden der Ausschüsse

mit Ausnahme des Jugendausschusses, dessen

Wahl durch den Bezirksjugendtag er bestätigt.

(2) Die den Verbandsmitgliedern in Angelegenheiten

des Bezirks zustehenden Rechte werden durch Beschlussfassung

von stimmberechtigten Delegierten

ausgeübt.

(3) Der Bezirkstag setzt sich zusammen aus:

a) den Delegierten der Mitglieder, wobei jedem

Kreis für je angefangene 50 spielende Mannschaften

(Junioren, Juniorinnen, Frauen und Herren)

ein Delegierter zusteht,

b) den Mitgliedern des Bezirksbeirates.

Die Auswahl der Delegierten zu a) hat von den Kreisen

so zu erfolgen, dass jede Bezirks- und Kreisspielklasse

aus dem Seniorenbereich möglichst vertreten

ist. Reicht die Anzahl der Delegierten nicht

aus, dass jede Spielklasse vertreten ist, haben Vertreter

der höheren Spielklasse auf die Delegation

Anspruch. Bei der Auswahl der Delegierten ist eine

möglichst große Zahl von Vereinen zu berücksichtigen.

(4) Mit beratender Stimme nehmen die Beisitzer der

Bezirksausschüsse, die Mitglieder des Bezirkssportgerichts,

die Bezirksrechnungsprüfer und

die Ehrenmitglieder teil.

(5) Der Bezirkstag findet in einem Turnus von 3 Jahren

statt.

Die Termine für die Bezirkstage werden von den Bezirksvorständen

festgelegt. Die Einberufung des Bezirkstages

erfolgt durch den Bezirksvorstand mit einer

Frist von mindestens sechs Wochen durch Veröffentlichung

in den Amtlichen Mitteilungen des

Verbandes. Anträge zum Bezirkstag müssen mit einer

Frist von drei Wochen gestellt werden.

(6) Die Tagesordnung des Bezirkstages hat mindestens

folgende Tagesordnungspunkte zu umfassen:

a) Feststellung der stimmberechtigten Delegierten,

b) Rechenschaftsberichte des Vorstandes und des

Rechtsorgans,

c) Bericht der Rechnungsprüfer,

d) Verabschiedung der Haushaltsplanentwürfe für

den ordentlichen Haushalt zur Genehmigung

durch den Verbandstag,

e) Anträge,

f) Entlastungen,

g) Neuwahlen,

h) Verschiedenes.

(7) Tagesordnungspunkte eines außerordentlichen Bezirkstages

können nur solche sein, die zur Einberufung

geführt haben.

(8) Abstimmungsregelungen und Wahlen richten sich

nach den Vorschriften, wie sie für den Verbandstag

bestehen.

(9) Die Einberufung eines außerordentlichen Bezirkstages

erfolgt bei einem wichtigen Grund durch den

Bezirksvorstand. Die Einberufung muss erfolgen,

wenn 15 Prozent der Verbandsmitglieder im Bezirk

beim Bezirksvorstand einen solchen außerordentlichen

Bezirkstag beantragen.

(10) Den Vorsitz auf dem Bezirkstag führt der Bezirksvorsitzende.

(11) Für die Kostenträgerschaft gilt § 20 Abs. 8 entsprechend.

§ 42

Der Bezirksjugendtag

(1) Der Bezirksjugendtag ist das oberste Organ für den

Jugendbereich im Bezirk.

(2) Auf dem Bezirksjugendtag werden die den Verbandsmitgliedern

in Angelegenheiten des Jugendbereichs

auf Bezirksebene zustehenden Rechte

durch Beschlussfassung von stimmberechtigten Delegierten

ausgeübt.

(3) Der Bezirksjugendtag setzt sich zusammen aus:

a) den Delegierten der Mitglieder aus den Kreisen,

wobei jedem Kreis je angefangene 50 spielende

Jugendmannschaften ein Delegierter zusteht,

b) je einem Delegierten der Kreise,

c) den Mitgliedern des Bezirksjugendausschusses.

Die Auswahl der stimmberechtigten Delegierten

hat von den Kreisen so zu erfolgen, dass jede Bezirks-

und Kreisspielklasse möglichst vertreten ist.

Ein Verein darf nicht mehr als einen Delegierten

zum Bezirksjugendtag entsenden.

Der Vorsitzende des Bezirkssportgerichts und die

Vorsitzende des Bezirksausschusses für Frauen-

und Mädchenfußball (soweit gewählt)

nehmen am Bezirksjugendtag mit beratender

Stimme teil.

(4) Der Bezirksjugendtag wählt die Mitglieder des Bezirksjugendausschusses.

Diese Wahlen bedürfen

der Bestätigung durch den Bezirkstag (Vorsitzende)

bzw. den Bezirksbeirat Beisitzer). Wird die Bestätigung

nicht erteilt, so findet § 26 Abs. 5 Satz 4

entsprechende Anwendung.

(5) Der Bezirksjugendtag findet alle drei Jahre in dem

Jahr statt, in dem auch ein Bezirkstag stattfindet,

und zwar vor dem Bezirkstag. Der Termin für den

Bezirksjugendtag wird vom Bezirksjugendausschuss

festgelegt. Die Einberufung des Bezirksjugendtages

erfolgt mit einer Frist von sechs Wochen

durch Veröffentlichung in den Amtlichen Mitteilungen

des Verbandes. Anträge zum Bezirksjugendtag

müssen mit einer Frist von drei Wochen gestellt

werden.

(6) Für außerordentliche Bezirksjugendtage gelten die

Bestimmungen wie für außerordentliche Bezirkstage.

§ 43

Der Bezirksvorstand

(1) Der Bezirksvorstand setzt sich zusammen aus:

a) dem Vorsitzenden,

b) einem stellvertretenden Vorsitzenden,

c) dem Schatzmeister,

d) den Vorsitzenden der Ausschüsse,

e) dem Referenten für Öffentlichkeitsarbeit (…).

Der Vorsitzende des Bezirkssportgerichts hat das

Recht, im Vorstand über Angelegenheiten seines

Wirkungsbereiches gehört zu werden.

(2) Der Bezirksvorstand wird vom Bezirkstag gewählt.

(3) Bei Ausscheiden eines Vorstands-, Ausschuss-,

Sportgerichtsmitgliedes oder eines Rechnungsprüfers

erfolgt die kommissarische Besetzung

durch den Bezirksvorstand, bei Ausscheiden

des Bezirksvorsitzenden durch den Bezirksbeirat.

(4) Der Bezirksvorstand erledigt die laufenden Geschäfte

des Bezirkes. Seine Tätigkeit regelt sich

nach einer Geschäftsordnung und einem Geschäftsverteilungsplan,

die vom Bezirksvorstand

ausgearbeitet und vom Bezirksbeirat beschlossen

werden. (…)

§ 44

Der Bezirksbeirat

(1) Der Bezirksbeirat setzt sich zusammen aus:

a) dem Vorstand,

b) den Vorsitzenden der Kreise bzw. deren Vertretern.

Der Vorsitzende des Bezirkssportgerichts nimmt an

den Sitzungen des Bezirksbeirates mit beratender

Stimme teil.

(2) Der Bezirksbeirat prüft die Jahresrechnung des Bezirkes

für das abgelaufene Geschäftsjahr und legt

im dreijährigen Turnus dem Bezirkstag die Haushaltsplanentwürfe

für den ordentlichen Haushalt

zur Verabschiedung und die Jahresrechnungen zur

Entlastung vor.

(3) (…) Der Bezirksbeirat kann Beschlüsse des Bezirksjugendtages

bis zur Beschlussfassung durch den

Bezirkstag aussetzen.

(4) Der Bezirksbeirat wählt auf Vorschlag des Bezirksvorstandes

sowie der Kreisvorstände die Ausschussmitglieder

und die Beisitzer des Bezirkssportgerichtes

und bestätigt die Beisitzer des Bezirksjugendausschusses.

Gewählt ist, wer entsprechend den zu

besetzenden Ausschusssitzen die meisten Stimmen

auf sich vereinigt.

(5) Für die Beschlussfähigkeit und die Beschlussfassung

gelten die Bestimmungen wie für den Verbandsvorstand.

§ 45

Die Bezirksausschüsse

(1) Zur Erledigung von Aufgaben werden auf Bezirksebene

folgende Ausschüsse gebildet:

a) Spielausschuss,

b) Jugendausschuss,

c) Schiedsrichterausschuss.

Zusätzlich kann durch Beschluss des Bezirksbeirates

auf Antrag des Bezirksvorstandes ein Ausschuss

für Frauen- und Mädchenfußball gebildet werden.

(2) Jeder Ausschuss setzt sich aus einem Vorsitzenden

und bis zu vier Beisitzern zusammen. Der Vorsitzende

wird vom Bezirkstag gewählt, die Beisitzer auf

Vorschlag des Bezirksvorstandes und der Kreisvorstände

vom Bezirksbeirat. Die Wahl des Jugendausschusses

erfolgt gemäß § 42 Abs. 4.

Der Vorsitzende des Bezirkssportgerichts hat das

Recht, im Bezirksjugendausschuss über Angelegenheiten

seines Wirkungsbereiches gehört zu werden.

(3) Die Bezirksausschüsse sind berechtigt, bestimmte

Aufgaben aus ihren Bereichen an Einzelpersonen

zu delegieren.

(4) Die Bezirksausschüsse üben ihre Tätigkeit grundsätzlich

nach den Bestimmungen aus, die auch für

den entsprechenden Verbandsausschuss gelten. Eine

abweichende Aufgabenverteilung und die Anzahl

der Beisitzer innerhalb der Ausschüsse kann

auf Antrag des Bezirksvorstandes durch den Bezirksbeirat

bzw. den Bezirksjugendtag beschlossen

werden.

§ 46

Das Rechtsorgan auf Bezirksebene

Rechtsorgan des Bezirks ist das Bezirkssportgericht. Das

Gericht setzt sich aus einem Vorsitzenden, einem stellvertretenden

Vorsitzenden und bis zu sechs Beisitzern

zusammen.

§ 47

Der Kreistag

(1) Der Kreistag ist das oberste Organ im Kreis. Er hat

im Kreis die gleichen Rechte wie der Bezirkstag auf

Bezirksebene. Auf dem Kreistag werden auch die

Mitglieder der Ausschüsse, der Sportgerichte und

die Rechnungsprüfer gewählt, soweit die Satzung

nichts anderes bestimmt (s. § 48 Abs. 4).

(2) Auf dem Kreistag nehmen die Verbandsmitglieder

ihr Stimmrecht in Angelegenheiten des Kreises direkt

wahr. Jedes Mitglied hat daher einen Delegierten.

Außer den Delegierten der Mitglieder gehören

die Mitglieder des Kreisvorstandes dem Kreistag an.

Die Beisitzer der Kreisausschüsse, die Mitglieder der

Rechtsorgane und die Rechnungsprüfer sowie

Ehrenmitglieder nehmen mit beratender Stimme

teil.

(3) Die Stimmenzahl der Delegierten regelt sich wie

folgt:

Jeder Delegierte erhält neben einer Grundstimme

für jede spielende Mannschaft (Junioren, Juniorinnen,

Herren und Frauen) eine Stimme. Die Mitglieder

des Kreisvorstandes erhalten ebenfalls je eine

Stimme. Der Kreistag kann jedoch hiervon abweichend

die Stimmenzahlen der Delegierten auch in

eigener Zuständigkeit durch Beschluss regeln.

(4) Der Kreistag findet in einem Turnus von (…) drei

Jahren statt. (…) Im Übrigen gelten die Bestimmungen

wie für den Bezirkstag, wobei die Einladung

zum Kreistag auch schriftlich erfolgen kann.

§ 48

Der Kreisjugendtag

(1) Der Kreisjugendtag ist das oberste Organ für den

Jugendbereich im Kreis.

(2) Auf dem Kreisjugendtag nehmen die Verbandsmitglieder

ihr Stimmrecht in Angelegenheiten des Jugendbereiches

auf Kreisebene direkt wahr. Jedes

Mitglied hat daher einen Delegierten.

Außer den Delegierten der Mitglieder gehören die

Mitglieder des Kreisjugendausschusses dem Kreisjugendtag

an. Der Vorsitzende des Kreisjugendsportgerichts

und die Vorsitzende des Kreisausschusses

für Frauen- und Mädchenfußball (soweit

gewählt) nehmen mit beratender Stimme teil.


(3) Die Stimmenzahl der Delegierten regelt sich wie

folgt:

Jeder Vereinsdelegierte erhält neben einer Grundstimme

pro spielende Jugendmannschaft eine

Stimme. Die Mitglieder des Kreisjugendausschusses

erhalten ebenfalls eine Stimme. Der Kreisjugendtag

kann jedoch hiervon abweichend die Stimmenzahl

der Delegierten auch in eigener Zuständigkeit

durch Beschluss regeln.

(4) Auf dem Kreisjugendtag werden die Mitglieder des

Kreisjugendausschusses und des Kreisjugendsportgerichts

gewählt, die durch den Kreistag zu bestätigen

sind. Wird die erforderliche Bestätigung nicht

erteilt, erfolgt die kommissarische Besetzung durch

den Kreisvorstand auf Vorschlag des Kreisjugendausschusses.

(5) Der Kreisjugendtag findet in dem Jahr statt, in dem

auch ein Kreistag stattfindet, und zwar vor dem

Kreistag. Im Übrigen gelten die Bestimmungen wie

für den Bezirksjugendtag, wobei die Einladung

auch schriftlich erfolgen kann.

§ 49

Der geschäftsführende Kreisvorstand

(1) Der geschäftsführende Kreisvorstand setzt sich zusammen

aus:

a) dem Vorsitzenden,

b) bis zu zwei stellvertretenden Vorsitzenden,

c) dem Schatzmeister,

d) dem Schriftführer.

(2) Im Übrigen gelten die Bestimmungen für den Bezirksvorstand

in entsprechender Anwendung.

§ 50

Der Kreisvorstand

(1) Der Kreisvorstand setzt sich zusammen aus:

a) dem geschäftsführenden Vorstand,

b) den Vorsitzenden der Ausschüsse,

c) dem Referenten für Öffentlichkeitsarbeit (…).

(2) Die Vorsitzenden der Rechtsorgane haben das

Recht, im Vorstand über Angelegenheiten ihres

Wirkungsbereiches gehört zu werden.

(3) Der Kreisvorstand wird vom Kreistag gewählt.

(4) Bei Ausscheiden eines Vorstands-, Ausschuss-,

Sportgerichtsmitgliedes oder eines Rechnungsprüfers

erfolgt die kommissarische Besetzung

durch den Kreisvorstand.

(5) Der Kreisvorstand führt die Geschäfte des Kreises,

soweit sie nicht dem geschäftsführenden Kreisvorstand

übertragen worden sind. Seine Tätigkeit regelt

sich nach einer von ihm zu erlassenden Geschäftsordnung.

Im Übrigen gelten die Vorschriften

für den Bezirksvorstand in analoger Anwendung.

§ 51

Die Kreisausschüsse

(1) Zur Erledigung von Aufgaben werden auf Kreisebene

folgende Ausschüsse gebildet:

a) Spielausschuss,

b) Jugendausschuss,

c) Schiedsrichterausschuss,

d) Lehrausschuss.

Zusätzlich kann durch Beschluss des Kreistages auf

Antrag des Kreisvorstandes ein Ausschuss für

Frauen- und Mädchenfußball gebildet werden.

(2) Jeder Ausschuss setzt sich aus einem Vorsitzenden

und bis zu vier Beisitzern zusammen. Der Vorsitzende

des Kreisjugendsportgerichts hat das Recht, im

Kreisjugendausschuss über Angelegenheiten seines

Wirkungsbereiches gehört zu werden.

(3) Im Übrigen gilt § 45 Abs. 3 und 4 entsprechend

mit der Maßgabe, dass eine abweichende Aufgabenverteilung

und Anzahl der Beisitzer innerhalb

der Ausschüsse durch den Kreisvorstand beschlossen

werden kann.

§ 52

Die Rechtsorgane auf Kreisebene

Rechtsorgane des Kreises sind im Seniorenbereich das

Kreissportgericht; im Jugendbereich das Kreisjugendsportgericht.

Die Gerichte setzen sich aus einem Vorsitzenden

und bis zu sechs Beisitzern zusammen, die vom

Kreistag bzw. Kreisjugendtag zu wählen sind.

Eine Zusammenlegung der Rechtsorgane ist durch Beschluss

des Kreistages möglich. In diesem Fall werden

bis zu acht Beisitzer gewählt; § 48 Abs. 4 findet insoweit

keine Anwendung.

X. Sonstige Bestimmungen

§ 53

Medienrechte

Das Recht, über Rundfunkübertragungen (Fernsehen

und Hörfunk) von Pflicht- und Freundschaftsspielen

Verträge zu schließen und die Vergütungen aus solchen

Verträgen für die Vereine treuhänderisch zu vereinnahmen

und an sie zu verteilen, besitzt der Niedersächsische

Fußballverband.

Entsprechendes gilt auch für die Rechte bezüglich aller

anderen Bild- und Tonträger gegenwärtiger und künftiger

technischer Einrichtungen jeder Art und in jeder

Programm- und Verwertungsform – insbesondere über

Internet und andere Online-Dienste – sowie möglicher

Vertragspartner.

§ 54

Datenverarbeitung und Datenschutz

(1) Zur Erfüllung und im Rahmen des Verbandszwecks

gemäß § 3, insbesondere der Organisation und

Durchführung des Spielbetriebs sowie anderer Bereiche

des Fußballsports, erfasst der Verband die

hierfür erforderlichen Daten, einschließlich personenbezogener

Daten von Mitgliedern der ihm angehörenden

Vereine.

Der Verband kann diese Daten in zentrale Informationssysteme

des Deutschen Fußballs einstellen. Ein

solches Informationssystem kann vom Verband

selbst, gemeinsam mit anderen Verbänden, vom

DFB, gemeinsam mit diesem oder von einem beauftragten

Dritten betrieben werden.

(2) Die Datenerfassung dient im Rahmen der vorgenannten

Verbandszwecke vornehmlich

– der Verbesserung und Vereinfachung der spieltechnischen

und organisatorischen Abläufe im

Verband sowie im Verhältnis zum DFB und dessen

Mitgliedsverbänden,

– der Schaffung direkter Kommunikationswege

zwischen Mitgliedern, Vereinen und Verband sowie

zum DFB und dessen Mitgliedsverbänden

und

– der Erhöhung der Datenqualität für Auswertungen

und Statistiken.

(3) Von den zur Erfüllung der Verbandszwecke gespeicherten

Daten können Name, Titel, akademische

Grade, Anschrift, Geburtsjahr, Berufs-, Branchenoder

Geschäftsbezeichnungen und eine Angabe

über die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, der die

Person angehört, insbesondere über die Vereinszugehörigkeit,

unter Beachtung der datenschutzrechtlichen

Bestimmungen zu Werbezwecken im

Interesse des Fußballs, insbesondere des Verbandes,

der ihm angehörenden Vereine und deren Mitglieder,

genutzt werden, soweit die Betroffenen der

Nutzung nicht widersprechen.

(4) Um die Aktualität der gemäß Abs. 1 erfassten Daten

zu gewährleisten, sind die Vereine verpflichtet,

Veränderungen umgehend dem Verband oder einem

vom Verband mit der Datenverarbeitung beauftragten

Dritten mitzuteilen.

(5) Der Verband und von ihm mit der Datenverarbeitung

beauftragte Dritte sind bei der Erhebung, Verarbeitung

und Nutzung der Daten an die Bestimmungen

des Bundesdatenschutzgesetzes gebunden.

Sie stellen insbesondere sicher, dass die personenbezogenen

Daten durch geeignete technische

und organisatorische Maßnahmen vor der unbefugten

Kenntnisnahme Dritter geschützt werden

und ausschließlich die zuständigen Stellen Zugriff

auf diese Daten haben. Dies gilt entsprechend,

wenn der Verband ein Informationssystem gemeinsam

mit dem DFB oder anderen Verbänden nutzt

und betreibt (Abs. 1 Unterabsatz 2).

Zugriffsrechte dürfen nur erteilt werden, soweit

dies zur Erfüllung der Verbandszwecke notwendig

oder aus anderen Gründen (insbesondere Abs. 3)

datenschutzrechtlich zulässig ist. Der Verband und

von ihm mit der Datenverarbeitung beauftragte

Dritte achten darauf, dass bei der Datenverarbeitung

schutzwürdige Belange der betroffenen Mitglieder

berücksichtigt werden.

§ 55

Vermögen des Verbandes

Die Überschüsse der Verbandskasse sowie die vorhandenen

Vermögensbestände sind Eigentum des Verbandes.

Ausgeschiedenen Verbandsmitgliedern steht ein

Anspruch nicht zu.

§ 56

Satzungsänderung

Eine Änderung der Satzung kann nur mit einer Mehrheit

von 75 v.H. der abgegebenen Stimmen von einem

Verbandstag erfolgen. Der Antrag auf Satzungsänderung

muss mit der Einberufung zum Verbandstag bekannt

gegeben werden. Die Regelung des § 25 Abs.8

bleibt hiervon unberührt.

§ 57

Haftungsausschluss

Aus Entscheidungen der NFV-Organe können keine Ersatzansprüche

hergeleitet werden.

§ 58

Auflösung des Verbandes

(1) Die Auflösung des Verbandes kann nur von einem

eigens zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen

Verbandstag mit einer Mehrheit von 75

v. H. der anwesenden Stimmberechtigten beschlos-

Satzung/Spielordnung

sen werden. Der zu diesem Zweck einberufene Verbandstag

ist beschlussfähig, wenn mindestens 75

Prozent aller Stimmberechtigten anwesend sind.

(2) Das Präsidium hat bei der Beschlussfassung über

die Auflösung des Verbandes kein Stimmrecht.

(3) Bei Auflösung des Verbandes ist das Vermögen zu

steuerbegünstigten Zwecken im Sinne der Förderung

des Sports zu verwenden. Beschlüsse über die

künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst

nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

§ 59

Inkrafttreten

Diese Satzung tritt mit der Eintragung in das Vereinsregister

in Kraft.

Spielordnung

des Niedersächsischen

Fußballverbandes e.V.

Stand: 17.05.2008

§ 1

Spielregeln und Spielleitung

(1) Die vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV)

veranstalteten Fußballspiele werden nach den vom

Deutschen Fußball-Bund (DFB) anerkannten Regeln

der FIFA in Verbindung mit dem allgemeinverbindlichen

Teil der DFB-Spielordnung und den nachfolgenden

Bestimmungen ausgetragen.

(2) Spielleitende Stelle für Verbandsspiele ist der Verbandsspielausschuss.

In den Bezirken und Kreisen

treten an die Stelle des Verbandsspielausschusses

der Bezirksspielausschuss bzw. Kreisspielausschuss.

(3) Die Spielleitung für Jugendspiele wird in der Jugendordnung

geregelt.

(4) Zusätzliche Regelungen für Frauen- und Juniorinnenspiele

sowie Juniorenspiele enthalten der Anhang

I zur Spielordnung bzw. die Jugendordnung.

§ 2

Teilnahmeberechtigung von

Vereinen am Spielbetrieb

(1) Voraussetzung für die Teilnahmeberechtigung am

Spielbetrieb ist die Mitgliedschaft im NFV (§ 9 Abs.

1 Verbandssatzung).

(2) Gegen Mannschaften von Vereinen, die keinem

Landesverband des DFB angehören, dürfen Spiele

ohne Erlaubnis nicht ausgetragen werden. In Ausnahmefällen

kann die Erlaubnis durch die jeweils

zuständige spielleitende Stelle nach schriftlichem

Antrag erteilt werden.

(3) Spiele gegen Betriebssportgemeinschaften sowie

Spiele gegen Bundeswehr-, Hochschul-, Schul- oder

Polizeimannschaften können ohne besondere Erlaubnis

ausgetragen werden.

§ 3

Spielerlaubnis

(1) An Spielen jeder Art dürfen nur solche Spieler teilnehmen,

die im Besitz einer gültigen Spielerlaubnis

sind.

(2) Spieler dürfen die Spielerlaubnis im NFV nur erhalten,

wenn sie nicht in einem anderen Landesverband

des DFB eine Spielerlaubnis haben. Mit der Erteilung

der gültigen Spielerlaubnis in einem anderen

Landesverband des DFB verlieren sie die Spielerlaubnis

im NFV.

§ 3a

Status der Fußballspieler

Der Fußballsport wird von Amateuren und Nicht-Amateuren

ausgeübt. Nicht-Amateure sind sowohl solche mit

Lizenz (Lizenzspieler) als auch solche ohne Lizenz (Vertragsspieler).

Die Begriffe Amateur und Vertragsspieler

gelten für männliche und weibliche Spieler.

(1) Amateur ist, wer aufgrund seines Mitgliedschaftsverhältnisses

Fußball spielt und als Entschädigung

kein Entgelt bezieht, sondern seine nachgewiesenen

Auslagen und allenfalls einen pauschalierten

Aufwendungsersatz bis zu 149,99 Euro im Monat

erstattet erhält. Im pauschalierten Aufwendungsersatz

sind insbesondere eventuelle Kosten für Ausrüstung,

Vorbereitung und Versicherungen erfasst;

Auslagenerstattung erfolgt insbesondere für Reise,

Unterkunft und Verpflegung im Zusammenhang

mit Spiel und Training.

(2) Vertragsspieler ist, wer über sein Mitgliedschaftsverhältnis

hinaus einen schriftlichen Vertrag mit seinem

Verein abgeschlossen hat und über seine

nachgewiesenen Auslagen hinaus (Abs. 1.) Vergütungen

oder andere geldwerte Vorteile von mindestens

150,– Euro monatlich erhält.

Er muss sich im Vertrag verpflichten, die steuerlichen

und sozialversicherungsrechtlichen Abgaben

abführen zu lassen, und die Erfüllung dieser Verpflichtungen

zusammen mit dem Antrag auf Spielerlaubnis,

spätestens jedoch binnen drei Monaten

Juni 2008 79


Spielordnung

80

nach Vertragsbeginn, durch den Verein nachweisen

oder zumindest glaubhaft machen; andernfalls hat

er nachzuweisen, dass diese Abführungspflicht

nicht besteht.

Bei Kapitalgesellschaften ist der Vertrag mit dem

Verein oder dessen Tochtergesellschaft, die am

Spielbetrieb der Lizenzligen oder der Regionalliga

teilnimmt, zu schließen. Der Spieler muss Mitglied

des Vereins sein.

(3) Lizenzspieler ist, wer das Fußballspiel aufgrund eines

mit einem Lizenzverein oder einer Kapitalgesellschaft

geschlossenen schriftlichen Vertrages betreibt

und durch Abschluss eines schriftlichen Lizenzvertrages

mit dem Ligaverband zum Spielbetrieb

zugelassen ist. Das Nähere regelt das Ligastatut;

dies gilt insbesondere für den nationalen Vereinswechsel

von Lizenzspielern.

§ 3b

Geltungsumfang der Spielerlaubnis

Amateure und Vertragsspieler können unter Beachtung

der für den Erwerb und den Umfang der Spielberechtigung

maßgebenden Vorschriften der Landes- und Regionalverbände

in allen Mannschaften der Vereine und

Tochtergesellschaften aller Spielklassen mitwirken.

§ 3c

Vertragsspieler

(1) Beabsichtigt ein Verein, einen Vertragsspieler zu

verpflichten, so muss dieser Verein vor der Aufnahme

von Verhandlungen mit dem Spieler dessen Verein

schriftlich von seiner Absicht in Kenntnis setzen.

Ein Vertragsspieler darf einen Vertrag mit einem anderen

Verein nur abschließen, wenn sein Vertrag

mit dem bisherigen Verein abgelaufen ist oder in

den folgenden sechs Monaten ablaufen wird. Ein

Verstoß gegen diese Bestimmung wird als unsportliches

Verhalten geahndet.

Auf Vertragsspieler finden die Vorschriften für

Amateure Anwendung, soweit nachstehend nichts

anderes bestimmt ist.

(2) Verträge mit Vertragsspielern bedürfen der Schriftform,

müssen den Voraussetzungen des § 3a Abs.

2 entsprechen und dürfen keine Vereinbarungen

enthalten, die gegen die Satzung und Ordnungen

des DFB, des Norddeutschen Fußball-Verbandes

und des NFV verstoßen.

Verträge mit Vertragsspielern müssen eine Laufzeit

bis zum Ende eines Spieljahres (30.06.) haben. Die

Laufzeit soll für Spieler über 18 Jahre auf höchstens

5 Jahre begrenzt werden. Für Spieler unter 18 Jahre

beträgt die maximale Laufzeit eines Vertrages 3

Jahre.

Der Abschluss ist während eines Spieljahres auch

für die laufende Spielzeit möglich.

(3) Die Vereine und die Spieler sind verpflichtet, Vertragsabschlüsse,

Änderungen sowie die Verlängerung

von Verträgen der Geschäftsstelle des NFV unverzüglich

nach Abschluss, Änderung bzw. Verlängerung

durch Zusendung einer Ausfertigung des

Vertrages anzuzeigen. Eine Registrierung der angezeigten

Verträge findet nur statt, wenn diese die

vom Verein an den Spieler zu leistende Vergütung

oder andere geldwerte Vorteile in Höhe von mindestens

150,– Euro monatlich ausweisen. Eine

weitergehende inhaltliche Prüfung durch den NFV

findet nicht statt.

Eine vorzeitige Vertragsbeendigung durch einvernehmliche

Auflösung oder fristlose Kündigung ist

dem NFV unverzüglich anzuzeigen.

Nicht unverzüglich vorgelegte bzw. angezeigte Vertragsabschlüsse,

Vertragsänderungen, Vertragsverlängerungen

oder Vertragsbeendigungen können

im Rahmen des Vereinswechselverfahrens nicht zu

Gunsten des abgebenden Vereins anerkannt und

berücksichtigt werden.

Abschlüsse, Verlängerungen und Auflösungen von

Verträgen werden vom NFV mit dem Datum des

Vertragsbeginns und der Vertragsbeendigung in

geeigneter Weise in den amtlichen Verbandsmitteilungen

oder im Internet veröffentlicht.

Auch die übrigen Daten der Verträge dürfen vom

NFV im Rahmen der Spielerverwaltung genutzt und

Dritten gegenüber offengelegt werden. Das gilt

nicht für Angaben über Vergütungen und andere

geldwerte Leistungen.

Vertragliche Beziehungen zwischen dem Spieler

und NFV werden nicht begründet.

(4) Sofern der Abschluss eines Vertrages angezeigt

wurde, kann für die Dauer des Vertrages eine Spielerlaubnis

nur für den Verein erteilt werden, mit

dem der betreffende Spieler den Vertrag abgeschlossen

hat.

Bei einem aufgrund eines Vertragsabschlusses erfolgten

Vereinswechsel ist der aufnehmende Verein

verpflichtet, rechtzeitig einen Antrag auf Spielerlaubnis

beim NFV vorzulegen.

Juni 2008

Mit Beginn des wirksam angezeigten Vertrages erlischt

eine bis dahin geltende Spielerlaubnis für einen

anderen Verein.

(5) Bei einem Vereinswechsel gilt für den Vertragsspieler

§ 7 a der NFV-Spielordnung.

(6) Im Übrigen finden die Bestimmungen des § 6 NFV-

Spielordnung Anwendung. Die Erteilung der Spielerlaubnis

für den neuen Verein setzt voraus, dass

der Vertrag beim abgebenden Verein beendet ist.

Ist dies nicht durch Zeitablauf geschehen, hat der

Spieler seine Beendigung nachzuweisen, was durch

Vorlage eines Aufhebungsvertrages, rechtskräftigen

Urteils oder gerichtlichen Vergleichs zu geschehen

hat.

(7) Eine rechtswirksame vorzeitige Vertragsbeendigung

– gleich aus welchem Grund – hat das sofortige

Erlöschen der Spielerlaubnis zur Folge. Bei der

Erteilung einer neuen Spielerlaubnis ist Abs. 8 zu

beachten.

Die Spielerlaubnis eines Vertragsspielers erlischt im

Übrigen erst bei Ende des Vertrages, ohne Rücksicht

auf den Zeitpunkt der Abmeldung. Eine Abmeldung

während eines laufenden Vertrages kann

hinsichtlich eines zukünftigen Vereinswechsels als

Amateur nur dann anerkannt werden, wenn der

Spieler nach der Abmeldung nicht mehr gespielt

hat.

(8) Verträge können auch mit A-Junioren bzw. B-Juniorinnen

des älteren Jahrgangs abgeschlossen werden.

Für A-Junioren des jüngeren Jahrgangs gilt

dies nur, wenn sie einer DFB-Auswahl oder der Auswahl

eines Landesverbandes angehören oder eine

Spielerlaubnis für einen Verein bzw. eine Kapitalgesellschaft

der Lizenzligen besitzen.

Im Übrigen gilt für A- und B-Junioren im Leistungsbereich

der Leistungszentren der Lizenzligen

§ 22 Nr. 7 DFB-Spielordnung.

(9) Schließt ein Spieler für die gleiche Spielzeit mehrere

Verträge als Vertragsspieler und/oder Lizenzspieler,

so wird die Spielerlaubnis für den Verein erteilt, dessen

Vertrag zuerst beim NFV angezeigt worden ist

(Eingangsstempel). Verträge, die unter Nichtbeachtung

der Vorschrift des Abs. 1 Satz 2 abgeschlossen

wurden, werden bei der Erteilung der Spielberechtigung

nicht berücksichtigt. Bei Streitigkeiten über

die Frage, für welchen Verein die Spielerlaubnis zu

erteilen ist, sind zuständig

a) in erster Instanz:

falls die Vereine beide dem NFV angehören, das

Oberste Verbandssportgericht,

falls die Vereine beide dem Norddeutschen Fußball-Verband

angehören, das Verbandsgericht

des Norddeutschen Fußball-Verbandes,

in allen übrigen Fällen das Sportgericht des DFB.

b) als Berufungsinstanz:

das Bundesgericht des DFB.

Mit dem Antrag auf Erteilung der Spielerlaubnis hat

der Spieler zu versichern, dass er keine anderweitige

Bindung als Vertragsspieler und/oder Lizenzspieler

eingegangen ist. Bei Abschluss von mehreren

Verträgen für die gleiche Spielzeit, ist der Spieler

wegen unsportlichen Verhaltens zu bestrafen. Dies

gilt auch für jeden anderen Versuch, sich der durch

den Vertrag eingegangenen Bindung zu entziehen.

Die in Absatz 8 getroffene Regelung gilt entsprechend,

wenn ein Spieler mehrere

Verträge mit Vereinen und Tochtergesellschaften

geschlossen hat.

(10) Die Spielerlaubnis als Vertragsspieler darf in den

Fällen des § 7 Nr. 4 der Beschäftigungsverordnung

erst nach Vorlage eines Aufenthaltstitels zum

Zwecke der Beschäftigung als Berufssportler erteilt

werden. Die Spielerlaubnis darf nur bis zum

Ende der Spielzeit (30.06.) erteilt werden, die von

der Laufzeit des Aufenthaltstitels vollständig umfasst

wird. Dies trifft auch auf Spieler aus den Ländern

zu, die zum 01.05.2004 der EU beigetreten

sind, solange für das betreffende Land die Arbeitnehmerfreizügigkeit

noch nicht gewährt wurde.

Dieser Absatz findet keine Anwendung auf rechtmäßig

beschäftigte Vertragsspieler, die Staatsangehörige

eines Landes sind, das mit der EU ein

Abkommen geschlossen hat, durch das eine

Gleichbehandlung von Staatsangehörigen dieses

Landes hinsichtlich der Arbeitsbedingungen, der

Entlohnung oder der Entlassung mit Staatsangehörigen

eines Mitgliedstaates der EU gewährt

wird.

(11) Ein Lizenzspieler oder Vertragsspieler eines Lizenzvereins

kann an einen anderen Verein als Lizenzoder

Vertragsspieler ausgeliehen werden. Über

die Ausleihe ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen

dem Spieler und den beiden betroffenen

Vereinen zu treffen. Im Übrigen gilt § 22 DFB-

SpO.

Die Ausleihe muss sich mindestens auf die Zeit

zwischen zwei Wechselperioden beziehen. Voraussetzung

ist weiterhin, dass eine vertragliche

Bindung mit dem ausleihenden Verein auch nach

dem Ende der Ausleihe besteht.

Die Ausleihe eines Spielers zu einem anderen Verein

stellt einen Vereinswechsel dar. Die Rückkehr

des Spielers nach Ablauf der Ausleihfrist zum ausleihenden

Verein stellt ebenfalls einen Vereinswechsel

dar und ist nur in den Wechselperioden I

und II möglich.

Im Übrigen gelten für den Vereinswechsel im Rahmen

der Ausleihe die §§ 23 ff DFB-SpO.

Ein Verein, der einen Spieler ausgeliehen hat, darf

diesen nur dann zu einem dritten Verein transferieren,

wenn dazu die schriftliche Zustimmung des

ausleihenden Vereins und des Spielers vorliegt.

(12) Die Bestimmungen gelten bei Vertragsspielern

von Tochtergesellschaften entsprechend. Erforderliche

Erklärungen und Anzeigen gegenüber

dem Verband sind von Verein, Tochtergesellschaft

und Spieler gemeinsam abzugeben.

§ 3d

Strafbestimmungen für Amateure,

Vertragsspieler und Vereine

(1) Als unsportliches Verhalten der Amateure und Vereine

kann geahndet werden das Fordern, Annehmen,

Anbieten, Versprechen oder Gewähren:

a) von Handgeldern oder vergleichbaren Leistungen

für den Wechsel eines Spielers zu einem anderen

Verein,

b) von den zulässigen Aufwendungsersatz übersteigenden

Zahlungen.

(2) Dies gilt auch bei Zuwendungen an Vereine und

Amateure durch Dritte.

(3) Wird die Verpflichtung gem. § 3a Abs. 2 nicht fristgerecht

erfüllt, so ruht die Spielerlaubnis bis zum

Zeitpunkt der Erfüllung dieser Verpflichtung; will

dagegen der Spieler sein Spielrecht ohne vertragliche

Bindung beim bisherigen Verein ausüben, so ist

die Entrichtung der in § 7 Abs. 2 Ziffer 2.1 vorgesehenen

Ausbildungs- und Förderungsentschädigung

an den früheren Verein Voraussetzung für das

Wiederinkrafttreten der Spielerlaubnis. Will dagegen

der Spieler sein Spielrecht ohne vertragliche

Bindung bei einem anderen Verein ausüben, so ist

die Entrichtung der in § 7 Abs. 2 Ziffer 2.1 vorgesehenen

Ausbildungs- und Förderungsentschädigung

an den früheren Verein ebenfalls Voraussetzung für

die Erteilung der Spielerlaubnis für den anderen

Verein.

§ 4

Spielerpass

(1) Die Spielerlaubnis wird grundsätzlich durch

Vorlage des Spielerpasses nachgewiesen. Ersatzweise

kann der Nachweis der Spielerlaubnis

bei fehlendem Spielerpass auch in Form eines

Ausdrucks aus der zentralen Passdatenbank

des DFBnet oder durch eine Online-Überprüfung

geführt werden. Die Identität des

Spielers soll bei einem fehlenden Spielerpass

über einen gültigen Lichtbildausweis nachgewiesen

werden.

(2) Der Spielerpass enthält folgende Daten und

Erkennungsmerkmale des Spielers:

a) Lichtbild, das die Identität mit dem Spieler/der

Spielerin nachweist und das mit einem

Vereinsstempel versehen ist.

b) Name, Vorname(n),

c) Geburtsdatum,

d) eigenhändige Unterschrift des Spielers/der

Spielerin,

e) Spielerlaubnis,

f) Passnummer,

g) Name des Vereins.

(3) Der Spielerpass ist Eigentum des Verbandes.

Dem Verein des Spielers steht ein Rückbehaltungsrecht

am Spielerpass nicht zu.

(4) Der Verein ist verantwortlich für die Richtigkeit

der auf dem Spielerpass vorgenommenen

Eintragungen, soweit sie auf Angaben beruhen,

die der Verein zu machen und zu vertreten

hat.

Bei Erstausstellungen ist mit dem Antrag auf

Erteilung einer Spielerlaubnis die Kopie einer

Geburtsurkunde oder eines sonstigen amtlichen

Geburtsnachweises einzureichen.

redaktionell:

Abs. 5 wird ersatzlos gestrichen.

§ 5

Erteilung der Spielerlaubnis –

Wegfall der Wartefrist

(1) Spielberechtigt ist nur dasjenige Vereinsmitglied,

das (…) Spielerlaubnis für seinen Verein erhalten

hat. Frühester Tag der Erteilung der Spielerlaub-


nis ist der Tag des Eingangs der vollständigen

Antragsunterlagen bei der Verbandsgeschäftsstelle.

(2) Die Spielerlaubnis wird erteilt für Pflicht- und

Freundschaftsspiele.

(3) Die sofortige Spielerlaubnis für Pflichtspiele kann

in den nachstehenden Fällen erteilt werden:

(…)

a) bei der erstmaligen Erteilung einer Spielerlaubnis

(…),

b) bei einem Zusammenschluss gem. § 18 b

SpO für die betroffenen Spieler der beteiligten

Vereine.

Erklären diese Spieler innerhalb von 14 Tagen

nach vollzogenem Zusammenschluss, dem neu

gebildeten Verein als Spieler nicht angehören

zu wollen, können sie auch ohne Wartefrist

die sofortige Spielerlaubnis für einen anderen

Verein erhalten.

Die Erklärung ist gegenüber dem neu gebildeten

Verein abzugeben. Der fristgerechte Zugang

der Erklärung ist im Zweifelsfall durch

Vorlage einer Empfangsbestätigung oder eines

Einschreibebeleges nachzuweisen.

c) bei Erlöschen der Mitgliedschaft eines Vereins

(§ 10 Abs.1 Verbandssatzung),

d) wenn im Verlauf des Spieljahres die einzige Frauen-

oder Herrenmannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen

oder ausgeschlossen wird, sofern

die Abmeldung des Spielers nicht vor diesem

Zeitpunkt vorgenommen wurde. Dies gilt auch

für den Fall, dass der Verein nur noch mit einer

oder mehreren Altherrenmannschaften am

Spielbetrieb teilnimmt;

e) für Spieler, die nach Gründung eines Vereins

oder Aufnahme des Spielbetriebes durch einen

Verein an ihrem Wohnort zu diesem Verein übertreten,

wenn sie an ihrem Wohnort bisher keine

Spielmöglichkeit hatten; der Übertritt muss

innerhalb von einem Monat nach Gründung des

Vereins bzw. der Fußballabteilung erfolgen;

f) wenn Amateure nachweislich sechs Monate

nicht mehr am Pflichtspielbetrieb teilgenommen

haben. Entsprechendes gilt für Vertragsspieler

mit der Maßgabe, dass die Frist mit dem Ablauf

des Vertrages, mit seiner einvernehmlichen Auflösung

oder seiner wirksamen, fristlosen Kündigung

beginnt. Spielsperren werden auf diesen

Zeitraum nicht angerechnet;

g) für Spieler, die unmittelbar nach Ableistung ihrer

Wehrpflicht, des Zivildienstes oder des Studiums

zu ihrem alten Verein zurückkehren;

h) für Spieler, die mit Zustimmung des neuen Vereines

zu ihrem alten Verein zurückkehren, ohne

für den neuen Verein ein Pflichtspiel bestritten

zu haben;

i) wenn Spieler während des Laufes einer Wartefrist

aufgrund der Nichtzustimmung zum Vereinswechsel

zum bisherigen Verein zurückkehren

und noch kein Spiel für den neuen Verein bestritten

haben;

j) für Spieler, die mit Vollendung des 40. Lebensjahres

mit Zustimmung des abgebenden Vereins

einen Vereinswechsel vollziehen und vor Ablauf

der regulären Wartefrist nur im Altherrenbereich

eingesetzt werden.

redaktionell:

Der bisherige Buchstabe a) entfällt ersatzlos.

(4) Außer den in Abs. 3 genannten Fällen ist ein Wegfall

oder eine Verkürzung der Wartefristen auch im

Gnadenwege ausgeschlossen.

§ 6

Grundsätze für die Erteilung der Spielerlaubnis

(1) Will ein Spieler seinen Verein wechseln, muss er

sich bei seinem bisherigen Verein als aktiver Spieler

abmelden und zusammen mit dem neuen Verein

beim NFV einen Antrag auf Spielerlaubnis mit dem

dafür vorgesehenen Formular stellen.

Dem Antrag auf Erteilung der Spielerlaubnis sind

der bisherige Spielerpass mit dem Vermerk des abgebenden

Vereins über Zustimmung oder Nicht-Zustimmung

zum Vereinswechsel und der Nachweis

über die erfolgte Abmeldung (Eintragung auf dem

Spielerpass oder Einschreibbeleg) beizufügen. Eine

fehlende Eintragung gilt als Zustimmung. Weitere

Eintragungen bleiben unberücksichtigt.

Nach Eingang der vollständigen Vereinswechselunterlagen

im Original (Antrag auf Erteilung einer

Spielerlaubnis, bisheriger Spielerpass, Nachweis der

Abmeldung) erteilt der NFV die Spielerlaubnis für

den neuen Verein. Die Spielerlaubnis wird ab dem

Tag des Eingangs der vollständigen Vereinswechselunterlagen

beim NFV erteilt, sofern dies die Spielordnung

im Übrigen zulässt (Wartefristen, Sperrstrafen).

(2) Die nach dieser Vorschrift einzuhaltenden Wartefristen

werden durch die Abmeldung beim bisherigen

Verein ausgelöst. Die Abmeldung muss per Einschreiben

erfolgen (als Tag der Abmeldung gilt das

Datum des Poststempels bzw. das durch den Spieler

bestimmte Abmeldedatum), es sei denn, der Tag

der Abmeldung ist unstreitig und vom abgebenden

Verein bestätigt oder in sonst fälschungssicherer

Weise nachgewiesen. Im Zweifelsfall hat der Spieler

den Nachweis über den Zeitpunkt der Abmeldung

durch Vorlage einer Empfangsbestätigung bzw. eines

Einschreibbeleges zu erbringen.

Der Beginn der Wartefrist ist der Tag nach der Abmeldung.

Wartefristen hemmen Sperrstrafen mit der Folge,

dass eine laufende Sperrstrafe mit dem Beginn der

Wartefrist unterbrochen wird und nach Ablauf der

Wartefrist die Reststrafe noch zu verbüßen ist.

Bei einem weiteren Vereinswechsel während einer

laufenden Wartefrist beginnt die aufgrund des weiteren

Vereinswechsels erforderliche Wartefrist erst

nach Ablauf der ersten Wartefrist; als Tag der Abmeldung

gilt in diesem Fall der Tag nach Ablauf der

ersten Wartefrist.

Die Abkürzung einer Wartefrist ist nicht zulässig.

Die Spielerlaubnis für den bisherigen Verein endet

mit dem Tag der Abmeldung.

(3) Geht einem Verein eine Abmeldung per Einschreiben

zu, so ist er verpflichtet, dem Spieler oder dem

neuen Verein den Spielerpass mit dem Vermerk

über die Zustimmung oder Nicht-Zustimmung

innerhalb von 14 Tagen ab dem Tag der Abmeldung

gegen Empfangsbestätigung auszuhändigen

oder per Einschreiben zuzusenden. Es gilt das Datum

des Poststempels. Auf dem Spielerpass muss

der Verein auch den Tag der Abmeldung und den

Termin des letzten Pflichtspiels vermerken. Die fristgerechte

Aushändigung bzw. Übersendung des

Spielerpasses muss der abgebende Verein im Zweifelsfall

durch Vorlage einer Empfangsbestätigung

bzw. Einschreibebeleges nachweisen.

Wird ein Antrag auf Spielerlaubnis vorgelegt, dem

der Spielerpass nicht beigefügt ist, muss der NFV

den bisherigen Verein unverzüglich unter Fristsetzung

von 14 Tagen zur Herausgabe des Passes auffordern.

Wird der Pass innerhalb der Frist weder

eingereicht noch eine Erklärung über den Verbleib

des Passes abgegeben, gilt der Spieler als freigegeben.

Dies gilt auch, wenn sich herausstellt, dass der Verein

den Spielerpass nicht innerhalb von 14 Tagen ab

dem Tag der Abmeldung ausgehändigt oder zugesandt

hat.

Der abgebende Verein erklärt seine Zustimmung

oder Nicht-Zustimmung zum Vereinswechsel auf

dem bisherigen Spielerpass. Eine erteilte Zustimmung

kann nicht widerrufen werden. Eine Nicht-

Zustimmung kann innerhalb der Wechselperioden I

und II nachträglich in eine Zustimmung umgewandelt

werden. In diesem Fall wird die Spielerlaubnis

frühestens ab dem Tag des Eingangs der Erklärung

über die nachträglich erteilte Zustimmung beim zuständigen

Verband erteilt.

(4) Vereinbarungen zwischen dem abgebenden Verein

und dem Spieler über den Zeitpunkt und die Voraussetzungen

einer Zustimmung zum Vereinswechsel

oder eine Zusicherung für eine noch zu erteilende

Zustimmung zum Vereinswechsel (Freigabezusicherung)

sind zulässig.

Eine nachträgliche Zustimmung zum Vereinswechsel

oder eine Freigabezusicherung kann im

Rahmen des Vereinswechselverfahrens nur dann

anerkannt werden, wenn der abgebende Verein

die Freigabe auf Vereinsbriefpapier bedingungslos

schriftlich erklärt hat. Eine Freigabezusicherung

nach einem bestimmten Zeitraum, für einen

bestimmten Zeitpunkt und/oder für einen

bestimmten, die in § 7 Abs. 2.1.b festgelegten

Höchstbeträge nicht überschreitenden Betrag

sind keine Bedingung im Sinne dieser Vorschrift.

(5) Gehen für den gleichen Spieler Spielerlaubnisanträge

von verschiedenen Vereinen ein, soll die Spielerlaubnis

für den Verein erteilt werden, der zuerst die

vollständigen Vereinswechselunterlagen eingereicht

hat. Der Spieler ist wegen unsportlichen Verhaltens

zu bestrafen.

§ 7

Wartefristen bei Vereinswechseln

von Amateuren

(1) Wechselperioden (Registrierungsperioden im Sinne

der FIFA)

Ein Vereinswechsel eines Amateurs kann grundsätzlich

nur in zwei Wechselperioden stattfinden:

vom 1. Juli bis zum 31. August (Wechselperiode I)

Spielordnung

vom 1. Januar bis zum 31. Januar (Wechselperiode

II).

Ein Amateur kann sowohl in der Wechselperiode I

als auch in der Wechselperiode II einen Vereinswechsel

vornehmen, in der Wechselperiode II jedoch

nur mit Zustimmung.

(2) Spielerlaubnis für Pflichtspiele

(2.1) Wechselperiode I:

Abmeldung bis zum 30. Juni und Eingang des

Antrags auf Spielerlaubnis bis zum 31. August

a) Der NFV erteilt die Spielerlaubnis für

Pflichtspiele ab Eingang des Antrages auf

Spielerlaubnis, jedoch frühestens ab dem

1. Juli, wenn der abgebende Verein dem

Vereinswechsel zustimmt oder der aufnehmende

Verein die Zahlung des in Abs.

2.1b festgelegten Entschädigungsbetrags

nachweist, im Übrigen zum 1. November.

Nach diesem Zeitpunkt bedarf es keiner

Zustimmung des abgebenden Vereins.

Nimmt ein Spieler mit seiner Mannschaft

an noch ausstehenden Pflichtspielen nach

dem 30. Juni teil und meldet er sich innerhalb

von sieben Tagen nach Abschluss

des Wettbewerbs oder dem Ausscheiden

seines Vereins aus diesem Wettbewerb ab,

so gilt der 30. Juni als Abmeldetag.

b) Bei Abmeldung des Spielers zum 30. Juni

und Eingang des Antrages auf Spielerlaubnis

bis zum 31. August kann die Zustimmung

des abgebenden Vereins bis zum 31.

August durch den Nachweis der Zahlung

der nachstehend festgelegten Entschädigung

ersetzt werden.

Die Höhe der Entschädigung richtet sich

nach der Spielklassenzugehörigkeit der ersten

Mannschaft des aufnehmenden Vereins

in dem Spieljahr, in dem die Spielerlaubnis

für Pflichtspiele erteilt wird. Bei einem

Vereinswechsel nach dem 1. Mai gilt

die Spielklasse der neuen Saison.

Die Höhe der Entschädigung beträgt bei

Spielern der 1. und 2. Amateurspielklasse

(3. Liga und Regionalliga) oder höheren

Spielklassen (Bundesliga

und 2. Bundesliga) 5.000,– Euro

3. Amateurspielklasse

(Oberliga Niedersachsen) 3.750,– Euro

4. Amateurspielklasse

(Bezirksoberliga) 2.500,– Euro

5. Amateurspielklasse

(Bezirksliga) 1.500,– Euro

6. Amateurspielklasse

(Kreisliga) 750,– Euro

7. Amateurspielklasse

(1. Kreisklasse) 500,– Euro

ab der 8. Amateurspielklasse

(2. Kreisklasse und darunter) 250,– Euro

Die Höhe der Entschädigung

beträgt bei Spielerinnen der

1. Frauen-Spielklasse

(Bundesliga) 2500,– Euro

2. Frauen-Spielklasse

(2. Bundesliga) 1000,– Euro

3. Frauen-Spielklasse 500,– Euro

unterhalb der

3. Frauen-Spielklasse 250,– Euro

Bei den festgelegten Entschädigungsbeträgen

handelt es sich um Nettobeträge.

Dies gilt auch für frei vereinbarte Entschädigungsbeträge.

Sofern bei dem abgebenden

Verein Umsatzsteuer anfällt, hat dieser

eine Rechnung mit Umsatzsteuer-Ausweis

auszustellen.

c) Wechselt ein Spieler zu einem Verein, dessen

erste Mannschaft in einer niedrigeren

Spielklasse spielt, errechnet sich die Entschädigung

als Mittelwert der vorstehenden

Beträge der Spielklasse der ersten

Mannschaft des abgebenden und des aufnehmenden

Vereins in der neuen Saison.

d) Der Entschädigungsbetrag erhöht sich um

50% für einen wechselnden Spieler, der

das 17. Lebensjahr, aber noch nicht das 21.

Lebensjahr vollendet hat, und der die letzten

drei Jahre vor dem Wechsel ununterbrochen

als Spieler bei dem abgebenden

Verein ausgebildet wurde und gespielt hat.

Stichtag ist der 01.07. des Spieljahres, für

das die Spielerlaubnis erteilt wird.

e) Hatte der aufnehmende Verein bei einem

Vereinswechsel vor der Saison im ablaufenden

Spieljahr keine eigene A-, B- oder

C-Juniorenmannschaft (11er-Mannschaft)

Juni 2008 81


Spielordnung

82

für die Teilnahme an Meisterschaftsspielen

des NFV gemeldet, erhöht sich der Entschädigungsbetrag

um 50 Prozent. Mannschaften

von Juniorenspielgemeinschaften

können nicht als eigene Juniorenmannschaft

ihres Vereins anerkannt werden. Für

die Regelung ist maßgebend, ob der aufnehmende

Verein am 01.01. des laufenden

Kalenderjahres am Spielbetrieb teilgenommen

hat.

f) Der Entschädigungsbetrag reduziert sich

um 50 Prozent, wenn die Spielerlaubnis

des wechselnden Spielers für Freundschaftsspiele

des abgebenden Vereins (einschließlich

Juniorenmannschaften) weniger

als 18 Monate bestanden hat.

g) Zwei Erhöhungstatbestände erhöhen den

Entschädigungsbetrag um 100 Prozent.

Treffen zwei Erhöhungstatbestände und

ein Ermäßigungstatbestand zusammen,

erhöht sich der ursprüngliche Entschädigungsbetrag

um 50 Prozent. Treffen ein Erhöhungstatbestand

und ein Ermäßigungstatbestand

zusammen, gelten die unter

Abs. 2.1b festgelegten Höchstbeträge.

Die Bestimmungen von Abs. 2.1d, e und f

gelten nicht beim Vereinswechsel von

Spielerinnen.

h) Abweichende schriftliche Vereinbarungen

der beteiligten Vereine sind möglich. Abweichende

schriftliche Vereinbarungen

zwischen dem abgebenden Verein und

dem Spieler sind ebenfalls möglich, jedoch

dürfen die festgelegten Höchstbeträge

nicht überschritten werden.

(2.2) Wechselperiode II:

Abmeldung in der Zeit zwischen dem 1. Juli

und dem 31. Dezember und Eingang des Antrages

auf Spielerlaubnis bis zum 31. Januar.

Stimmt der abgebende Verein dem Vereinswechsel

zu, wird die Spielerlaubnis für Pflichtspiele

ab Eingang des Antrages auf Spielerlaubnis,

jedoch frühestens zum 1. Januar erteilt.

Stimmt der abgebende Verein dem Vereinswechsel

nicht zu, kann die Spielerlaubnis für

Pflichtspiele erst zum 1. November des folgenden

Spieljahres erteilt werden. Dabei darf

die maximale Wartefrist von 6 Monaten, berechnet

ab dem letzten Pflichtspieleinsatz,

nicht überschritten werden.

(3) Spielerlaubnis für Freundschaftsspiele

Ab dem Tag des Eingangs der vollständigen Vereinswechselunterlagen

ist der Spieler für Freundschaftsspiele

seines neuen Vereins spielberechtigt.

(4) Einsatz in Auswahlmannschaften

Wartefristen hindern nicht den Einsatz eines Spielers

in Auswahlmannschaften des DFB, des Norddeutschen

Fußball-Verbandes oder des NFV.

§ 7a

Vereinswechsel eines Vertragsspielers

(einschließlich Statusveränderung)

Beim Vereinswechsel eines Amateurs mit Statusveränderung

und eines Vertragsspielers gelten die nachstehenden

Regelungen:

(1) Ein Vereinswechsel eines Vertragsspielers kann

grundsätzlich nur in zwei Wechselperioden stattfinden.

1. Vom 1.7. bis zum 31.8. (Wechselperiode I): Lässt

die FIFA davon Ausnahmen zu, beschließt der

DFB-Vorstand die erforderlichen Regelungen.

2. Vom 1.1. bis zum 31.1. (Wechselperiode II): Lässt

die FIFA davon Ausnahmen zu, beschließt der

DFB-Vorstand die erforderlichen Regelungen.

3. In einem Spieljahr kann ein Vereinswechsel eines

Vertragsspielers, der am 1. Juli vertraglich an keinen

Verein als Lizenzspieler oder Vertragsspieler

gebunden war und daher bis zum 31. August

keine Spielerlaubnis für einen Verein, auch nicht

als Amateur, hatte, außerhalb der Wechselperiode

I bis zum 31. Dezember erfolgen.

Dies gilt für nationale und internationale Transfers.

Die Verträge müssen eine Laufzeit bis zum 30.

Juni eines Jahres haben.

4. Einem Vertragsspieler kann im Zeitraum vom

01.07. bis 30.06. des Folgejahres für höchstens

3 Vereine oder Kapitalgesellschaften eine Spielerlaubnis

erteilt werden. In diesem Zeitraum

kann der Spieler in Pflichtspielen von lediglich 2

Vereinen oder Kapitalgesellschaften eingesetzt

werden, es sei denn, es liegen die Voraussetzungen

des § 7a Abs. 7 Satz 2 vor.

(2) Bei einem Vereinswechsel eines Vertragsspielers,

dessen Vertrag beim abgebenden Verein durch

Juni 2008

Zeitablauf oder einvernehmliche Vertragsauflösung

beendet ist, und der beim aufnehmenden Verein

Vertragsspieler wird, ist in der Zeit vom 1.7. bis

31.8. (Wechselperiode I) und in der Zeit vom 1.1.

bis 31.1. (Wechselperiode II) eine Spielerlaubnis mit

sofortiger Wirkung zu erteilen. Die Spielerlaubnis

kann auch ohne Vorlage des bisherigen Passes erteilt

werden.

(3) Bei einem Vereinswechsel eines Amateurs, der

beim aufnehmenden Verein Vertragsspieler wird, ist

in der Zeit vom 1.7. bis 31.8. (Wechselperiode I) eine

Spielerlaubnis mit sofortiger Wirkung zu erteilen.

Dies gilt auch dann, wenn der Spieler in der

Wechselperiode I bereits einen Vereinswechsel als

Amateur vollzogen hat; in diesem Fall werden die

Spielerlaubnis sowie eventuelle Pflichtspiele bei

dem abgebenden Verein nach § 7a Abs. 1 Nr. 1.4

der Spielordnung angerechnet.

In der Zeit vom 1.1. bis zum 31.1. (Wechselperiode

II) kann ein Amateur eine Spielerlaubnis mit sofortiger

Wirkung als Vertragsspieler nur mit Zustimmung

seines früheren Vereins zum Vereinswechsel

erhalten.

(4) Bei einem Vereinswechsel in der Zeit vom 1.1. bis

zum 31.1. (Wechselperiode II) muss der neu abzuschließende

Vertrag als Vertragsspieler eine Mindestlaufzeit

bis zum Ende des Spieljahres haben.

(5) Die Beurteilung, in welche der Wechselperioden

(1.7. bis 31.8. oder 1.1. bis 31.1.) ein Vereinswechsel

fällt, richtet sich nach dem Tag des Eingangs des

Spielerlaubnisantrags beim NFV. Bis zum 31.8. oder

zum 31.1. muss der Vertrag vorgelegt und in Kraft

getreten sein.

(6) Das Spielrecht eines Vertragsspielers gilt für alle

Mannschaften eines Vereins.

(7) Hat ein Verein einem Vertragsspieler aus wichtigem

Grund unwidersprochen fristlos gekündigt oder ist

die fristlose Kündigung im staatlichen Gerichtsverfahren

durch rechtskräftiges Urteil als rechtswirksam

anerkannt worden, so soll der Spieler nur in

begründeten Ausnahmefällen für das laufende

Spieljahr in der nachfolgenden Wechselperiode einen

Vertrag mit einem anderen Verein schließen

können.

Hat ein Vertragsspieler einem Verein aus wichtigem

Grund fristlos gekündigt und ist diese Kündigung

im staatlichen Gerichtsverfahren durch rechtskräftiges

Urteil oder durch gerichtlichen Vergleich als

rechtswirksam anerkannt worden, kann der Spieler

nur in den Wechselperioden I und II einen neuen

Vertrag mit der Folge der sofortigen Spielerlaubnis

abschließen.

(8) Wird nach einem Wechsel eines Vertragsspielers,

dessen Vertrag beim abgebenden Verein beendet

ist, oder eines Amateurs, der beim aufnehmenden

Verein Vertragsspieler wird, der Vertrag vor Ende

des 1. Vertragsjahres (30.06.) beendet und will der

Spieler sein Spielrecht als Amateur, also ohne vertragliche

Bindung, beim bisherigen Verein oder einem

anderen Verein ausüben, so ist die Entrichtung

der in § 7 Abs. 2 der NFV-Spielordnung vorgesehenen

Entschädigung an den früheren Verein Voraussetzung

für die Erteilung der Spielerlaubnis.

(9) Für einen Amateur, der bereits einen Vereinswechsel

in diesem Spieljahr als Amateur vollzogen hat

und dem nach Zahlung eines Entschädigungsbetrages

die sofortige Spielerlaubnis infolge Zustimmung

zum Vereinswechsel erteilt wurde und der in

der gleichen Spielzeit einen Vereinswechsel als Vertragsspieler

vollziehen möchte, ist an den abgebenden

Verein der für den ersten Wechsel vorgesehene

Entschädigungsbetrag nach § 7 Abs. 2 der NFV-

Spielordnung zu entrichten.

(10) § 7 Abs. 3 der NFV-Spielordnung (Spielerlaubnis

für Freundschaftsspiele) gilt auch für den Vereinswechsel

außerhalb der Wechselperioden I und II.

(11) Für den Wechsel eines Vertragsspielers mit Statusveränderung

(zum Amateur) gelten die §§ 5, 6

und 8 der NFV-Spielordnung sowie § 19 der DFB-

Spielordnung einschließlich der Pflicht zur Abmeldung.

(12) Die Bestimmungen gelten für Tochtergesellschaften

entsprechend. Mutterverein und Tochtergesellschaft

werden im Sinne dieser Bestimmungen

als Einheit behandelt. Dies gilt unabhängig davon,

ob der Vertragsspieler seinen Vertrag mit dem

Mutterverein oder der Tochtergesellschaft geschlossen

hat.

redaktionell:

§ 7b wurde durch Beschluss des Verbandsbeirates

vom 26.06.05 ersatzlos gestrichen.

§ 7c

Beilegung und Schlichtung von Streitigkeiten

(1) Für Streitigkeiten zwischen Vereinen oder Vereinen

und Spielern über die Auslegung bzw. Anwendung

der Transferbestimmungen, insbesondere über die

Höhe der Entschädigungszahlungen, ist beim Verband

eine Schlichtungsstelle eingerichtet.

(2) Die Schlichtungsstelle ist besetzt mit einem unabhängigen

Schlichter, der die Befähigung zum Richteramt

haben soll. Dieser sowie mindestens ein Vertreter

werden vom Präsidium berufen.

Ist der Schlichter Mitglied eines Rechtsorgans des

Verbandes, ist er an der Mitwirkung in einem nachfolgenden

sportgerichtlichen Verfahren ausgeschlossen.

(3) Die Schlichtungsstelle kann von den Beteiligten gemäß

Ziffer 1 zur kostengünstigen, raschen, vertraulichen

und informellen Lösung einer Streitigkeit angerufen

werden.

(4) Der Schlichter gestaltet das Verfahren nach freiem

Ermessen.

Mit Einverständnis der Beteiligten kann der Schlichter

auch im schriftlichen Verfahren einen Schlichtungsvorschlag

unterbreiten. Über die Verhandlung

ist ein Kurzprotokoll zu führen, das vom Schlichter

zu unterschreiben ist.

Endet die Schlichtung mit einem Vergleich, so ist

dieser am Ende der Verhandlung schriftlich zu fixieren

und von allen Beteiligten zu unterzeichnen.

(5) Das Schlichtungsverfahren ist gebührenfrei. Die

Kosten des Schlichters werden entsprechend der Finanz-

und Wirtschaftsordnung des Verbandes

von den Beteiligten anteilsmäßig getragen. Auslagen

der Beteiligten, insbesondere Anwaltsgebühren,

werden nicht erstattet.

(6) Der Rechtsweg zu den Rechtsorganen des Verbandes

bleibt unberührt.

§ 8

Internationaler Vereinswechsel

(1) Für die internationalen Vereinswechsel gelten die

Bestimmungen des FIFA-Reglements bezüglich Status

und Transfer von Spielern unmittelbar.

(2) Für Spieler, die aus einem anderen Nationalverband

kommen und Vereinswechsel zu einem anderen

Nationalverband gilt:

a) Im Bereich des DFB darf eine Spielerlaubnis einem

Amateur, der diesen Status beibehält, nur

mit Zustimmung des abgebenden Nationalverbandes

unter Beachtung der §§ 16 – 21 der

DFB-Spielordnung erteilt werden. Die Zustimmung

ist seitens des NFV beim DFB zu beantragen

und vom DFB über den zuständigen FIFA-

Nationalverband einzuholen. Als Tag der Abmeldung

gilt das auf dem Internationalen Freigabeschein

ausgewiesene Datum der Freigabe, es sei

denn, der abgebende Nationalverband bestätigt

ein früheres Abmeldedatum.

b) Für den Amateur, der Vertragsspieler wird, gilt

darüber hinaus § 7a NFV-Spielordnung.

c) Will ein Spieler eines Vereins des NFV zu einem

Verein eines anderen Nationalverbandes der FIFA

wechseln, so ist die Freigabe durch den DFB erforderlich.

d) Für die Verpflichtung eines Vertragsspieler oder

Lizenzspielers – der von einem der FIFA angeschlossenen

Nationalverband freigegeben wird –

als Vertragsspieler, gilt § 30 DFB-Spielordnung.

§ 9

Spielerlaubnis für Gastspieler in Amateurmannschaften

(1) In Freundschaftsspielen von Amateurmannschaften

können auf Antrag des betroffenen Vereins Gastspieler

eingesetzt werden, soweit dem die Wettbewerbsbestimmungen

nicht entgegenstehen. Die

Gastspielerlaubnis ist beim NFV zu beantragen; sie

wird durch die für die jeweilige Mannschaft zuständige

Spielinstanz längstens für die Dauer eines Monats

erteilt.

Dem Antrag ist die Zustimmung des abstellenden

Vereins beizufügen; bei Spielern anderer Mitgliedsverbände

der FIFA ist für den Fall der Nichtvorlage

der Zustimmung oder bei Zweifel an der Zustimmung

des Vereins die Einwilligung des zuständigen

Nationalverbandes erforderlich.

(2) In Pflicht- und Freundschaftsspielen von Altherrenmannschaften

können jederzeit Gastspieler, die das

60. Lebensjahr vollendet haben, eingesetzt werden.

Die Gastspielerlaubnis ist durch den Stammverein

und den Spieler beim zuständigen Kreisspielausschuss

schriftlich zu beantragen. Sie wird in einer

Anlage zum Spielerpass vermerkt und ist zeitlich

unbegrenzt.

Sie kann für mehrere Vereine gleichzeitig erteilt

werden.

§ 10

Spielberechtigung von Spielern innerhalb

verschiedener Mannschaften eines Vereins

(1) Ein Spieler ist für eine Mannschaft festgespielt,

wenn er in zwei aufeinander folgenden Pflichtspie-


len dieser Mannschaft eingesetzt wurde, unabhängig

davon, ob es sich um Pflichtspiele der Hin-,

Rückserie oder Nachholspiele handelt. Er ist auch

dann festgespielt, wenn er zwischenzeitlich in einer

unteren Mannschaft eingesetzt wurde.

(2) Der Spieler, der sich in einer höheren Mannschaft

festgespielt hat, erlangt die Spielberechtigung für

die nächstniedere Mannschaft erst am folgenden

Tag, nachdem er zwei aufeinander folgende und

auch ausgetragene Pflichtspiele der höheren

Mannschaft ausgesetzt hat, unabhängig davon ob

es sich um Pflichtspiele der Hin-, Rückserie oder um

Nachholspiele handelt. Für jede weitere untere

Mannschaft verlängert sich die Frist um ein weiteres

ausgetragenes Pflichtspiel.

(3) Hat eine Mannschaft die Pflichtspiele des Spieljahres

abgeschlossen, spielen aber die unteren Mannschaften

noch, so ist für dieses Spieljahr das Spielen

in einer unteren Mannschaft nur statthaft, wenn

der Spieler hierfür bereits vor dem drittletzten

Punktspiel des Spieljahres frei ist.

(4) Vorstehende Regelungen der Abs. 1 – 3 gelten

nicht für Einsätze von Amateuren oder Vertragsspielern

in der Oberliga Niedersachsen.

Diese Spieler sind nach einem Pflichtspieleinsatz

in einer Mannschaft der Oberliga Niedersachsen

nach einer Schutzfrist von 2 Tagen

wieder für Pflichtspiele aller anderen Mannschaften

des Vereins spielberechtigt.

Dies gilt nicht für den Einsatz in Freundschaftsspielen

und für Spieler, die am 01.07.

das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben;

sie sind ohne Einhaltung einer Schutzfrist

für alle anderen Mannschaften spielberechtigt.

(5) Spielsperren hemmen das Freiwerden für untere

Mannschaften insoweit, als die Frist, um für die

nächstniedere Mannschaft spielberechtigt zu werden,

erst mit dem Tage nach Ablauf der Sperre beginnt.

(6) Alle sonstigen Feld- und Hallenspiele im Sinne von

§ 26 Abs. 1e SpO haben auf die Spielberechtigung

keinen Einfluss.

(7) Nach einem Einsatz in einem Pflichtspiel einer Lizenzmannschaft

gelten für Amateure und Vertragsspieler

die einschlägigen Bestimmungen der DFB-

Spielordnung.

(8) Amateure und Vertragsspieler, die eine Spielberechtigung

für eine Herrenregionalligamannschaft

oder eine Mannschaft der Oberliga Niedersachsen

besitzen und die an den Pflichtspielen einer

unteren Mannschaft teilnehmen wollen, dürfen

in keinem der letzten vier Pflichtspiele des Spieljahres

ihrer Regional- oder Oberligamannschaft eingesetzt

werden. Die gilt nicht für Spieler, die am

01.07. das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Im Übrigen gelten die einschlägigen Bestimmungen

der DFB-Spielordnung.

redaktionell:

Die bisherigen Absätze 4 – 7 werden 5 – 8.

§ 11

Teilnahme an Pflichtspielen

(1) Jeder Mitgliedsverein hat das Recht, an Pflichtspielen

mit einer beliebigen Anzahl von Mannschaften

teilzunehmen, sofern er für die gemeldeten Mannschaften

ein zugelassenes Spielfeld bzw. eine Spielmöglichkeit

für die Austragung der Heimspiele

nachweisen kann. Mit seiner Meldung, die zu dem

von der spielleitenden Stelle vorgeschriebenen Termin

erfolgen muss, verpflichtet er sich zur regelmäßigen

Teilnahme an den für seine Mannschaften

angesetzten Spielen.

(2) Grundsätzlich hat jeder Verein bei Meldung seiner

Mannschaft die gleiche Anzahl von Schiedsrichtern

zu melden, die den Voraussetzungen der Schiedsrichterordnung

entsprechen müssen.

Der Schiedsrichterausschuss ist berechtigt, einen

von einem Verein gemeldeten Schiedsrichter als

ungeeignet abzulehnen und die Meldung eines

Ersatzmannes zu verlangen. Meldet ein Verein

mehr Mannschaften als geeignete Schiedsrichter,

so kann eine entsprechende Zahl von Mannschaften

vom Spielverkehr ausgeschlossen werden.

Wird in dem darauf folgenden Spieljahr das

Schiedsrichter-Pflichtsoll erneut nicht erfüllt, kann

Mannschaften des Vereins für jeden fehlenden

Schiedsrichter ein Punkt abgezogen werden.

Der Punktabzug erfolgt bei der Herrenmannschaft,

die in der höchsten Spielklasse der jeweiligen Entscheidungsebene

(Verband, Bezirk, Kreis) spielt.

(3) Anstelle eines an sich verwirkten Ausschlusses einer

Mannschaft vom Spielverkehr kann eine vom zuständigen

Vorstand festzusetzende Verwaltungsstrafe

erhoben werden.

§ 12

Spielerpasskontrolle/Spielberichte/

Verwaltungsentscheide

(1) Die Pässe sind zur Kontrolle bei allen Spielen vor

Spielbeginn dem Schiedsrichter mit der Mannschaftsaufstellung

auf dem vom NFV herausgegebenen

Spielbericht unaufgefordert vorzulegen.

Der Mannschaftsführer (bei Juniorenspielen

der Trainer bzw. Betreuer) hat mit seiner

Unterschrift auf dem Spielbericht die Richtigkeit

der vereinsseitig vorzunehmenden Eintragungen

zu bestätigen.

Spieler, die ihre Spielerlaubnis gemäß § 4 Abs.

1 nicht nachweisen können oder deren Spielerpass

nicht die Daten und Erkennungsmerkmale gemäß §

4 Abs. 2 enthält, haben auf der Rückseite des Spielberichtes

ihren Spieleinsatz durch eigenhändige

Unterschrift unter Angabe des Geburtsdatums zu

bestätigen.

(2) In Fällen nicht nachgewiesener Spielerlaubnis

oder bei Vorlage unvollständiger Spielerpässe

ist gegenüber der spielleitenden Stelle binnen

3 Tagen unaufgefordert der Nachweis über die

Spielerlaubnis bzw. der vollständige Spielerpass

einzureichen. Bei Nichteinhaltung dieser

Frist kann die spielleitende Stelle den Spieler

bis zur Vorlage des Nachweises bzw. des Spielerpasses

sperren.

(3) Spielberichte und Verwaltungsentscheide sind von

den spielleitenden Instanzen zwei Jahre aufzubewahren.

§ 13

Spielerpass – Feldverweis

Der Spielerpass eines auf Dauer des Feldes verwiesenen

Spielers ist vom Schiedsrichter einzubehalten und mit

dem Spielbericht an die spielleitende Stelle einzusenden.

§ 14

Auswechseln von Spielern

Bei Pflichtspielen können nach Maßgabe der Regel III der

Amtlichen Fußball-Regeln Spieler ausgewechselt werden.

Auf Kreis- und Bezirksebene kann durch Kreistags- bzw.

Bezirkstagsbeschluss eine abweichende Regelung festgelegt

werden, die Bestandteil der jeweiligen Ausschreibung

für das Spieljahr sein muss.

§ 15

Spielplatzvorsperre

(1) Bei grober Verletzung der Platzdisziplin kann das

Präsidium gegenüber dem Platzverein eine vorläufige

Platzsperre verhängen. Das gleiche Recht steht

den Bezirksvorständen bzw. geschäftsführenden

Kreisvorständen innerhalb ihres Zuständigkeitsbereiches

zu.

(2) Die Vorsperre tritt mit dem Urteil oder einem Beschluss

des zuständigen Sportgerichtes außer Kraft.

§ 16

Spielersperre

(1) Ein auf Dauer des Feldes verwiesener Spieler ist zunächst

bis zur Entscheidung der spielleitenden Stelle,

die innerhalb von 3 Wochen zu fällen ist, vorgesperrt.

Wird entschieden, das Verfahren an das

Sportgericht abzugeben, bleibt die Vorsperre bis zu

dessen Entscheidung bestehen. Eine Aufhebung

der Vorsperre kann beim zuständigen Sportgericht

beantragt werden, dessen Beschluss unanfechtbar

ist.

(2) Ein Spieler, der sich der Unsportlichkeit schuldig gemacht

hat, ohne dass ein Feldverweis ausgesprochen

wurde, kann von der zuständigen spielleitenden

Stelle unter Beachtung der Frist nach Absatz 1

vorgesperrt werden.

Die Vorsperre tritt mit dem Urteil oder einem Beschluss

des zuständigen Sportgerichtes außer Kraft.

(3) Eine Vorsperre durch die zuständige spielleitende

Stelle ist gleichfalls zulässig bei Unsportlichkeiten

auf dem Wege vom und zum Spielfeld und im Umkleideraum,

sofern der Schiedsrichter solche Vorkommnisse

gemeldet hat.

(4) Erfolgt der Feldverweis eines Spielers anlässlich eines

Spiels im Ausland, so kann der Verein bei der

zuständigen spielleitenden Stelle die Aussetzung

der Vorsperre bis zur Ermittlung des Tatbestandes

beantragen.

§ 17

Altersklassen

(1) Im Herrenfußball werden keine Altersklassen festgelegt.

Spiele von Altherrenmannschaften regeln

sich nach den Ausschreibungen der spielleitenden

Stellen.

(2) Das Spielen von Jugendlichen in Herrenmannschaften

regelt die Jugendordnung.

§ 18

Spielklassen

(1) Die Einteilung der zu den Pflichtspielen gemeldeten

Mannschaften in Leistungsklassen und Spielgrup-

Spielordnung

pen nehmen die in der jeweiligen Ebene zuständigen

Organe vor.

Die Organe der höheren Ebene sind verpflichtet,

verbindliche Vorgaben zu erteilen, soweit diese im

Hinblick auf einen funktionierenden Gesamtspielbetrieb

erforderlich sind.

In Streitfällen zwischen Organen verschiedener

Ebenen entscheidet das Präsidium unanfechtbar.

(2) Der Aufbau der Leistungsklassen von unten nach

oben gliedert sich wie folgt:

a) Herren:

Kreisklassen,

Kreisliga (je Bezirk bis zu 14 Staffeln),

Bezirksliga (je Bezirk bis zu 4 Staffeln, Bezirk

Weser-Ems bis zu 5 Staffeln),

Bezirksoberliga (je Bezirk 1 Staffel),

Oberliga Niedersachsen (zwei Staffeln, dabei

bilden die Mannschaften der Bezirke Braunschweig

und Lüneburg die Staffel Ost und die

Mannschaften der Bezirke Weser-Ems und Hannover

die Staffel West).

b) Frauen:

Kreisklassen,

Kreisligen (je Kreis nicht mehr Staffeln als Aufstiegsplätze)

Bezirksliga (je Bezirk bis zu 3 Staffeln)

Bezirksoberliga (je Bezirk bis zu 2 Staffeln)

Oberliga Niedersachsen (2 Staffeln)

(3) Jeder Meister seiner Staffel steigt automatisch auf,

soweit nicht andere Bestimmungen der Spielordnung

oder Ausschreibungen der Spielinstanzen

dem entgegenstehen. Die Beschlussfassung über

die Regelung des Auf- und Abstiegs im Einzelnen

obliegt

a) zwischen Oberliga Niedersachsen und Bezirksoberliga

dem Verbandsvorstand,

b) zwischen Bezirksoberliga und Bezirksliga sowie

Bezirksliga und Kreisliga dem zuständigen

Bezirksvorstand,

c) zwischen Kreisliga und Kreisklassen dem zuständigen

Kreisvorstand.

(4) Für die Staffelstärke und die Abstiegsregelung

in den Spielklassen gilt Folgendes:

a) Die Sollzahl in den Verbands- und Bezirksspielklassen

beträgt 16 Mannschaften je Staffel, in

der Kreisliga mindestens 14, höchstens 16

Mannschaften. Für alle anderen Spielklassen

wird die Sollzahl durch die jeweilige Ausschreibung

festgelegt.

b) Die Abstiegsquote umfasst mindestens zwei

Mannschaften je Staffel; bei drei oder mehr Staffeln

in der darunter liegenden Spielklasse erhöht

sich die Abstiegsquote bzw. kann die zuständige

Spielinstanz einen besonderen Modus (z. B. Relegationsspiele)

festlegen.

c) Überschreitet in einer Spielklasse die Zahl der

Absteiger aus der höheren Spielklasse die Zahl

der Aufsteiger in die höhere Spielklasse, so kann

die Sollzahl für ein Jahr um höchstens 2 Mannschaften

je Staffel in der Spielklasse überschritten

werden, andernfalls steigen weitere Mannschaften

ab (gleitende Skala). Entsprechend

erhöht sich im nächsten Spieljahr die Zahl der

absteigenden Mannschaften.

d) Unterschreitet in einer Spielklasse die Zahl der

Absteiger aus der höheren Spielklasse die Zahl

der Aufsteiger in die höhere Spielklasse, kann bis

zur Sollzahl durch zusätzliche Aufsteiger aufgefüllt

werden.

e) Für den Fall struktureller Veränderungen

(z. B. durch eine Spielklassenreform) kann

von den vorstehenden Regelungen abgewichen

werden.

(5) Neu in den Verband aufgenommene Vereine werden

grundsätzlich mit ihren Mannschaften der

untersten Klasse ihres Kreises zugeteilt. Dies gilt

auch für Vereine, die sich als Nachfolgeverein eines

im Insolvenzverfahren liquidierten Vereines darstellen.

Ausnahmen können insoweit nur für Juniorenund

Juniorinnenmannschaften des Nachfolgevereins

zugelassen werden. Hierüber entscheidet auf

schriftlich begründeten Antrag der Verbandsvorstand.

Dessen Entscheidung ist unanfechtbar.

Wird ein Verein im Verlauf des Spieljahres aufgenommen,

so entscheidet darüber, ob er zu den Verbandsspielen

zugelassen wird und in welcher Spielklasse

und unter welchen Bedingungen er einzuordnen

ist, der zuständige Kreisvorstand.

(6) Den an den Pflichtspielen mit Punktwertung teilnehmenden

Mannschaften eines Vereines ist ein

Aufstieg nur bis zur Spielklasse unterhalb der Spielklasse

möglich, in der die nächsthöhere Mannschaft

spielt.

Von dieser Regelung kann aufgrund eines Kreistagsbeschlusses

abgewichen werden, wenn die

Juni 2008 83


Spielordnung

84

nächsthöhere Mannschaft unterhalb der Kreisliga

spielt.

Eine untere Mannschaft kann jedoch aufsteigen,

wenn in demselben Spieljahr eine obere Mannschaft

dieses Vereins aus der nächsthöheren Klasse

absteigt. Im folgenden Spieljahr ist die numerische

Reihenfolge zu ändern.

Spielen gemäß Kreistagsbeschluss mehrere Mannschaften

in derselben Leistungsklasse, so ist eine

numerische Reihenfolge festzulegen. Die Regelungen

des § 10 SpO finden Anwendung.

redaktionell:

Aufgrund obiger Änderungen kann Anhang 5 SpO

ersatzlos gestrichen werden.

Abs. 7 wird ersatzlos gestrichen.

§ 18 a

Spielgemeinschaften

(1) Die Bildung von Spielgemeinschaften im Herrenbereich

ist grundsätzlich nicht zulässig. Zur Aufrechterhaltung

des Spielbetriebes können auf Kreisebene

ausnahmsweise Spielgemeinschaften zugelassen

werden.

Über die schriftlich zu beantragende Zulassung der

Bildung einer Spielgemeinschaft entscheidet der

Kreisspielausschuss.

Im Fall eines ablehnenden Bescheides des Kreisspielausschusses

haben die Antragsteller die Möglichkeit,

innerhalb einer Frist von sieben Tagen nach

Zustellung die endgültige Entscheidung des Kreisvorstandes

zu beantragen. Die Bildung von Spielgemeinschaften

nur zum Zweck einer Leistungsförderung

oder eines eventuellen Aufstiegs in eine höhere

Spielklasse wird abgelehnt.

(2) Der Aufstieg einer Spielgemeinschaft in die Bezirksliga

ist ausgeschlossen.

Wird eine Spielgemeinschaft Meister der Kreisliga,

steigt die nächste aufstiegsberechtigte Mannschaft

auf.

(3) Die zeitlich nicht befristete Spielgenehmigung für

eine Spielgemeinschaft ist in einer Anlage zum

Spielerpass zu vermerken.

(4) Die Auflösung einer Spielgemeinschaft kann auf Initiative

der beteiligten Vereine oder des Kreisspielausschusses

erfolgen, sofern die Zulassungsvoraussetzungen

entfallen sind.

Im Fall der Auflösung entscheidet der Kreisspielausschuss

durch schriftlich begründeten Beschluss

über die Spielklassenzuordnung der beteiligten

Mannschaften aller Vereine. Mannschaften, die aus

einer im laufenden Spieljahr aufgelösten Spielgemeinschaft

hervorgehen, können in diesem Jahr

nicht aufsteigen. Ausgenommen hiervon ist die Regelung

des § 18 b Abs. 1.

Diese Vereine können gegen den Beschluss des

Kreisspielausschusses innerhalb einer Frist von sieben

Tagen nach Zustellung die endgültige Entscheidung

des Kreisvorstandes beantragen.

§18b

Fusionen – Zusammenschlüsse – Ausgliederungen

(1) Fusionen zweier oder mehrerer dem NFV angeschlossener

Vereine sind zulässig.

Ferner sind Zusammenschlüsse oder Ausgliederungen

von

a) gesamten Fußballabteilungen,

b) gesamten Jugendfußballabteilungen,

c) Teilen von Jugendfußballabteilungen zu einem

Juniorenförderverein gemäß § 15 JO,

d) gesamten Frauenfußballabteilungen

e) gesamten Herrenfußballabteilungen

möglich. Dies gilt auch für Zusammenschlüsse

von Fußballabteilungen, die aus einer Spielgemeinschaft

hervorgegangen sind.

Sie müssen bis zum 15. Mai des laufenden Spieljahres

vollzogen sein.

Die Fusion bzw. der Zusammenschluss ist durch

Vorlage eines rechtsverbindlichen schriftlichen Vertrages

innerhalb von 30 Tagen nach Abschluss der

Geschäftsstelle des NFV in Barsinghausen anzuzeigen.

(2) Die Mannschaften des zusammengeschlossenen

bzw. neu gebildeten Vereins werden mit Beginn

des neuen Spieljahres in die Spielklassen der

Rechtsvorgänger eingeordnet. Es dürfen grundsätzlich

nicht mehrere Mannschaften in der gleichen

Spielklasse spielen, dies gilt auch für Zusammenschlüsse

im Verlaufe eines Spieljahres. Die

Bestimmung des § 18 Abs. 6 SpO bleibt hiervon

unberührt.

(3) Werden infolge der Auflösung des fusionierten

oder zusammengeschlossenen Vereines ein oder

mehrere neue Vereine gegründet, können diese

nach Maßgabe des §9 der Verbandssatzung die

Mitgliedschaft im Verband erwerben. Für die vorzunehmende

Einteilung in die Spielklassen gilt §18

Abs.5 SpO.

Juni 2008

§ 18c

Zulassung zur Oberliga Niedersachsen

(1) Vereine, die sich sportlich für die Oberliga Niedersachsen

qualifizieren, werden zum Spielbetrieb nur

zugelassen, wenn sie ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

und Sicherheitsmaßnahmen baulicher,

technischer, organisatorischer und betrieblicher Art

durch das nachstehend geregelte Lizenzierungsverfahren

des Niedersächsischen Fußballverbandes

nachweisen können.

Die sportliche Qualifikation ergibt sich aus der

Abschlusstabelle der Oberliga Niedersachsen

West und Ost des laufenden Spieljahres, aus

den Bestimmungen des Niedersächsischen

Fußball-Verbandes und des DFB zum Auf- und

Abstieg zwischen der Regionalliga Nord und

der Oberliga Niedersachsen sowie den Bestimmungen

des Niedersächsischen Fußballverbandes

zum Auf- und Abstieg zwischen den

Oberligen Niedersachsen und den Bezirksoberligen.

Die Zulassung wird jeweils für eine Saison erteilt.

(2) Zum Nachweis ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit

müssen diese Vereine dem Niedersächsischen

Fußballverband folgende Unterlagen vorlegen:

a) Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung

zum 31. Dezember des abgelaufenen und des

davor liegenden Kalenderjahres; bei nicht bilanzierenden

Vereinen Vermögensrechnung sowie

Einnahme- und Überschussrechnung für

die gleichen Zeiträume. Diese Unterlagen sind

von einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer

oder Fachanwalt für Steuerrecht mit einer Plausibilitätsbeurteilung

zu versehen, die den Verlautbarungen

der Bundessteuerberaterkammer

entspricht.

b) Forderungsspiegel;

c) Verbindlichkeitsspiegel einschließlich der besonderen

Angaben über Kontokorrentkredite;

d) Bestätigung der Kreditinstitute über den Gesamtumfang

der geschäftlichen Beziehungen

e) Lagebericht des Vorstandes

f) Finanzplanung für das kommende Spieljahr

(01.07. – 30.06.),

bei Mehrspartenvereinen nur für die Sparte

Fußball,

g) Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes

und der Verwaltungsberufsgenossenschaft,

h) Durchschrift der letzten Gemeinnützigkeitsoder

Körperschaftssteuererklärung, die dem Finanzamt

eingereicht wurde,

i) Gemeinnützigkeitsnachweis durch Vorlage des

letzten Freistellungs- bzw. Körperschaftssteuerbescheides

des Finanzamtes

j) Prüfberichte über durchgeführte Betriebsprüfungen

von Finanzverwaltungen und/oder Trägern

der Sozialversicherungen

(3) Zum Nachweis der Sicherheitsmaßnahmen baulicher,

technischer, organisatorischer und betrieblicher

Art müssen die Vereine verbindlich erklären,

die in der Anlage 5 zur Spielordnung dokumentierten

„Richtlinien zur Verbesserung der Sicherheit bei

Spielen der Oberliga Niedersachsen“ zu beachten

und zu erfüllen. In diesem Kontext sind vorzulegen:

a) das Besichtigungsprotokoll der genutzten Platzanlage

(Ziffer 3.1.2 der Anlage 5)

b) die Benennung eines Sicherheitsbeauftragten

(Ziffer 4.1 der Anlage 5)

c) der Nachweis der Schulung des Sicherheitsbeauftragten

(Ziffer 4.5 der Anlage 5)

d) die aktuelle Stadionordnung (§ 6 der Anlage 5)

(4) Die Überprüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit

gemäß Abs. 2 und der Sicherheitsmaßnahmen

baulicher, technischer, organisatorischer und

betrieblicher Art gemäß Abs. 3 erfolgt durch eine

Prüfungskommission, die aus fünf vom Verbandsvorstand

berufenen fachkundigen unabhängigen

Mitgliedern besteht. Diese sind keinen Weisungen

unterworfen und unterliegen der Schweigepflicht

über die ihnen bekannt gewordenen vereinsinternen

Tatsachen.

(5) Der Antrag auf Zulassung zum Spielbetrieb der

Oberliga Niedersachsen ist zusammen mit den

nach Abs. 2 und Abs. 3 erforderlichen Unterlagen

unter Verwendung der vom NFV herausgegeben

Formblätter bis spätestens zum 31. März des jeweiligen

Kalenderjahres bei der Verbandsgeschäftsstelle

einzureichen; maßgebend für die Fristwahrung

ist der Tag des Eingangs. Der 31. März ist eine Ausschlussfrist.

Später eingehende Anträge werden zurückgewiesen

und eine Zulassung zum Spielbetrieb

der Oberliga Niedersachsen kann nicht erteilt

werden.

(6) Für den Fall, dass Vereine, die eine Zulassung zum

Spielbetrieb der Regionalliga beantragt haben, vom

DFB nicht zugelassen werden, können diese zum

Spielbetrieb der Oberliga Niedersachsen nur zugelassen

werden, wenn sie ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

und die Sicherheitsmaßnahmen unter

den in den Abs. 2 und 3 genannten Kriterien

nachweisen. Nach Zustellung der erstinstanzlich

ablehnenden Entscheidung des DFB müssen die betroffenen

Vereine den Zulassungsantrag – unabhängig

von etwaigen Rechtsmitteln beim DFB -

zum Spielbetrieb der Oberliga Niedersachsen

innerhalb von 7 Tagen stellen.

(7) Die Prüfungskommission entscheidet anhand der

vereinsseitig vorgelegten Unterlagen im schriftlichen

Verfahren durch Beschluss. Die Entscheidung

lautet entweder auf Zulassung zum Spielbetrieb

oder auf Ablehnung des Antrags; Zulassungen unter

Auflagen werden nicht erteilt. Ablehnende Entscheidungen

sind mit einer Begründung und einer

Rechtsmittelbelehrung zu versehen.

(8) Die Entscheidungen der Prüfungskommission gemäß

Abs. 7 können von dem Verein, dessen Antrag

abgelehnt wurde, mit der Beschwerde beim Präsidium

des NFV angefochten werden. Die Beschwerde

ist schriftlich innerhalb einer Woche nach Zustellung

des Beschlusses bei der Verbandsgeschäftsstelle

einzulegen und zu begründen. Maßgebend

für die Fristwahrung ist der Tag des Eingangs bei

der Verbandsgeschäftsstelle.

Das Präsidium entscheidet über die Beschwerde

durch einen schriftlich zu begründenden Beschluss.

(9) Gegen den Beschwerdebeschluss des Präsidiums ist

die Anrufung des Obersten Verbandssportgerichts

möglich. Die Anrufung muss innerhalb einer Woche

nach Zustellung des Beschwerdebeschlusses

bei der Geschäftsstelle des NFV erfolgen.

(10) Ein zum Spielbetrieb der Oberliga Niedersachsen

nicht zugelassener Verein wird der Bezirksoberliga

zugeteilt.

(11) Das Zulassungsverfahren ist gebührenpflichtig.

Die Höhe der Gebühr wird vom Verbandsvorstand

festgesetzt.

§ 19

Spieljahr

Das Spieljahr beginnt am 1. Juli eines jeden Jahres und

endet mit dem 30. Juni des folgenden Jahres. Die Durchführung

von Spielen jeglicher Art am Karfreitag ist untersagt.

Besonderheiten für den Jugendspielbetrieb ergeben sich

aus der Jugendordnung.

§ 20

Sportliches Verhalten

(1) Während der Ausübung des Sports wird von allen

Beteiligten sportliches Verhalten verlangt.

(2) Verstöße gegen den Grundsatz sportlichen Verhaltens

können neben den vom Schiedsrichter zu verhängenden

Spielstrafen durch die zuständigen Organe

oder durch die zuständigen Sportgerichte geahndet

werden.

§ 21

Spielkleidung

(1) Bei allen Spielen haben die Spieler einer Mannschaft

einheitlich die von ihrem Verein gemeldete

Spielkleidung zu tragen. Die Spielkleidung des Torwartes

muss sich von derjenigen der Feldspieler

und des Schiedsrichters unterscheiden.

(2) Ist die Spielkleidung zweier Mannschaften gleich

oder ähnlich, so muss die anreisende Mannschaft

für unterschiedliche Spielkleidung Sorge tragen.

Auf Kreisebene kann in den Ausschreibungen eine

abweichende Regelung getroffen werden. Findet

das Spiel auf einem neutralen Platz statt, so bestimmt

die spielleitende Stelle, welche Mannschaft

die gemeldete Spielkleidung zu wechseln hat.

(3) Trikotwerbung auf der Spielkleidung von Spielern

ist unter Beachtung der Bestimmungen des DFB

und des NFV nach erteilter Genehmigung erlaubt.

§ 22

Pflichten des Platzvereines

(1) Der Platzverein hat dem Gastverein, dem Schiedsrichter

sowie den Schiedsrichterassistenten eine

einwandfreie Gelegenheit zum Umkleiden zu bieten

und für angemessene sanitäre Anlagen Sorge

zu tragen. Der Umkleideraum muss sicher verschließbar

sein oder vom Platzverein während des

Spieles überwacht werden.

(2) Der Platzverein ist für Ordnung und Ruhe auf dem

Platz vor, während und nach dem Spiel verantwortlich.

Er hat eine ausreichende, durch Armbinden als

solche kenntlich gemachte Anzahl von Platzordnern

zu stellen.

(3) Im Fall von Verletzungen von am Spiel beteiligten

Personen hat der Platzverein für die notwendige

medizinische Hilfeleistung zu sorgen.


(4) Besteht die Gefahr, dass der Gastverein, der

Schiedsrichter oder die Schiedsrichterassistenten

auf dem Heimweg belästigt werden können, so hat

der Platzverein für den notwendigen Schutz zu sorgen.

§ 23

Platzaufbau

(1) Der Verein, auf dessen Platz gespielt wird, hat dafür

zu sorgen, dass

a) das Spielfeld entsprechend hergerichtet ist,

b) die Tore in einem Umkreis von mindestens fünf

Metern gegenüber Zuschauern abgesperrt sind,

c) mindestens zwei wettspielfähige Bälle,

d) zwei Schiedsrichterassistentenfahnen,

e) ein Spielberichtsformular mit adressiertem Freiumschlag

für die spielleitende Stellezur Stelle

sind.

(2) Bei schneebedecktem Boden sind, falls eine Zeichnung

des Spielfeldes nicht mehr möglich ist, die

vorgeschriebenen Abgrenzungslinien durch Stangen,

die über dem Boden eine Höhe von mindestens

1,50 m haben müssen, zu bezeichnen. Es sind

demnach folgende Stangen aufzustellen: vier Eckund

zwei Mittelfahnen sowie acht Abgrenzungsfahnen

für den Strafraum.

(3) Kann der Platzverein seinen Platz in der ersten

Halbserie nicht stellen, so hat er das unter Angabe

der Gründe der zuständigen spielleitenden

Stelle unverzüglich schriftlich anzuzeigen. Das

Spiel ist dann auf dem Platz des Gegners auszutragen.

Kann der Platzverein seinen Platz in der

zweiten Halbserie nicht stellen, ist ebenso zu verfahren.

Der Platzverein hat aber das Recht, mit

Einverständnis der zuständigen spielleitenden Stelle

einen Ausweichplatz zu benennen. Wenn beide

Vereine ihren Platz nicht stellen können, kann die

zuständige spielleitende Stelle einen Spielort bestimmen.

(4) Das Spielfeld ist von allen Seiten gegen das Eindringen

von Zuschauern zu schützen. Für Ausschreitungen,

die durch unsportliches Verhalten der Zuschauer

infolge ungenügender Aufsicht und Platzordnung

eintreten, ist der Platzverein verantwortlich.

(5) Auf dem Spielplatz ist an allgemein sichtbarer Stelle

durch Schilder oder Plakate bekanntzugeben, dass

Belästigungen des Schiedsrichters, der Schiedsrichterassistenten

und der Spieler und anderer zu den

Mannschaften gehörender Personen seitens der

Zuschauer verboten sind und dass Zuwiderhandelnde

vom Platz verwiesen werden. Die Vereine sind

verpflichtet, Personen, denen durch Beschluss eines

Verbandsorganes der Zutritt zu Fußballspielen des

NFV verboten worden ist, bei Zuwiderhandeln vom

Platz zu weisen.

(6) Nach Spielbeginn dürfen Veränderungen am Platzbau

nur auf Anordnung des Schiedsrichters vorgenommen

werden.

(7) Spiele, die bei Tageslicht begonnen haben und deren

Durchführung später durch hereinbrechende

Dunkelheit gefährdet werden, sollen unter Flutlicht

zu Ende gespielt werden. Sie gelten nicht als Flutlichtspiele.

§ 24

Abnahme von Sportplätzen

Zum Spielbetrieb sind nur diejenigen Plätze zugelassen,

die von der zuständigen spielleitenden Stelle bei der erstmaligen

Einreihung in den Spielbetrieb abgenommen

worden sind. Dasselbe gilt für Spielflächen, die nach Einreihung

in den Spielbetrieb neu geschaffen wurden. Umbauten

oder Erweiterungen an bestehenden Sportplätzen

sind der zuständigen spielleitenden Stelle anzuzeigen.

§ 25

Einwendungen gegen den Platzaufbau

Einwendungen gegen den Aufbau des Spielfeldes sind

vor Beginn des Spieles beim Schiedsrichter anzubringen.

Späteres Vorbringen bleibt unberücksichtigt, sofern

es sich nicht um Mängel handelt, die erst während

des Spieles eingetreten sind. Der Schiedsrichter

hat die Einwendungen zu prüfen und dem bauenden

Verein bei festgestellten Mängeln eine angemessene

Frist zu ihrer Beseitigung einzuräumen. Er kann trotz

der Einwendungen spielen lassen und darf wegen geringfügiger

Abweichungen oder Mängel ein Spiel nicht

ausfallen lassen oder abbrechen. Seine Entscheidung

hat der Schiedsrichter auf dem Spielbericht zu vermerken.

§ 26

Pflichtspiele

(1) Als Pflichtspiele im Sinne der Spielordnung gelten:

a) Punktspiele,

b) Entscheidungsspiele,

c) Wiederholungsspiele,

d) DFB-(NFV-) Vereinspokalspiele,

e) alle sonstigen, von den zuständigen Spielinstanzen

angesetzten Spiele auf dem Feld und in der

Halle.

(2) Punktspiele sind diejenigen Pflichtspiele, die zur Ermittlung

der leistungsstärksten und -schwächsten

Mannschaft einer Staffel dienen. Das geschieht

innerhalb einer Serie (Doppelrunde), wobei jede

Mannschaft in jeder Serie zweimal gegen jede

spielt und dabei einmal auf eigenem und einmal

auf dem Platz des Gegners zu spielen hat.

(3) Der Niedersachsenmeister wird ermittelt durch ein

Entscheidungsspiel zwischen den Staffelmeistern

der Oberliga Niedersachsen Ost und West. Die

leistungsstärkste Mannschaft der Bezirksoberliga

ist Bezirksmeister. Die leistungsstärksten Mannschaften

aller übrigen Leistungsklassen sind entsprechend

der Ausschreibung Kreis- bzw. Staffelmeister.

Mannschaften, die eine Meisterschaft errungen

haben, können sich bis zur Feststellung des

neuen Meisters „Meister“ nennen.

(4) Entscheidungsspiele sind diejenigen Pflichtspiele,

die bei gleicher Punktzahl und gleicher Tordifferenz

oder aufgrund der Ausschreibung (bei mehreren

Staffeln in einer Leistungsklasse) bzw. sportgerichtlichen

Entscheidungen zur Feststellung des Meisters,

der Aufsteiger oder Absteiger von der zuständigen

spielleitenden Stelle angesetzt werden.

(5) Wiederholungsspiele sind auf Anordnung der zuständigen

spielleitenden Stelle oder aufgrund

sportgerichtlicher Entscheidung neu angesetzte

Punkt-, Entscheidungs- oder Pokalspiele.

(6) Pokalspiele sind diejenigen Pflichtspiele, die von

den zuständigen spielleitenden Stellen zur Ermittlung

des DFB-(NFV-) Pokalsiegers auf Verbands-,

Bezirks- oder Kreisebene angesetzt werden.

§ 27

Spielbetrieb über das DFBnet

(1) Der Spielbetrieb im Niedersächsischen Fußballverband

wird über das DFBnet abgewickelt. Das

DFBnet ist ein System miteinander verknüpfter

EDV-Programme, das den Anwendern entsprechend

der erteilten Zugangsberechtigung die Möglichkeit

bietet, auf Internet-Basis zu kommunizieren.

Bestandteil des DFBnet ist insoweit auch das

DFBnet-Mailsystem sowie der Internetauftritt des

NFV (www.nfv.de) und seiner Gliederungen.

(2) Zur Durchführung der Pflichtspiele hat die zuständige

spielleitende Stelle spätestens zwei Wochen vor

Beginn der Serie eine Ausschreibung allen beteiligten

Vereinen bekanntzugeben. Die Veröffentlichung

erfolgt über den Internet-Auftritt des NFV.

Die Ausschreibung muss unter anderem folgende

Regelungen enthalten:

a) Regelung des Aufstiegs und des Abstiegs,

b) Spielplätze,

c) Einsendung der Spielberichte,

d) Feldverweise und Rechtsprechung,

e) Schiedsrichteransetzer,

f) Meldung der Spielergebnisse, Spielausfälle,

Spielabbrüche und das Nichtantreten einer

Mannschaft,

g) Anschriftenverzeichnis,

h) Rechtsbehelf: Die Rechtsmittelfrist gemäß § 15

RuVO (Anrufung) beginnt mit dem Tag nach Veröffentlichung

der Ausschreibung, frühestens jedoch

am 15. Juli. Der Zeitpunkt der Veröffentlichung

ist den Vereinen vorab über das DFBnet

bekanntzugeben.

(3) Die Aufstellung der Spielpläne und eines Rahmenspielplanes

erfolgt durch die zuständigen spielleitenden

Stellen.

(4) Die Verlegung eines Pflichtspieles soll von der zuständigen

spielleitenden Stelle nur bei Vorliegen eines

verbandsseitigen Interesses oder bei höherer

Gewalt vorgenommen werden.

(5) Die Verlegung von Spieltagen oder Auswechselung

des Gegners, Ansetzung neuer Spieltage für ausgefallene

Spiele sowie für Entscheidungs- oder

Wiederholungsspiele sind spätestens bis zum Ablauf

des 7. Tages vor dem betreffenden Spieltag

den beteiligten Vereinen mitzuteilen. In zwingenden

Ausnahmefällen sind kürzere Ansetzungsfristen

zulässig.

(6) Die gastgebenden Vereine sind verpflichtet, die

Spielergebnisse unverzüglich, spätestens eine Stunde

nach Spielende, ausgehend von der Anstoßzeit

im DFBnet, dem NFV über das DFBnet zu melden.

(7) Die sich aus den Abs. 2 bis 6 ergebenden Aufgaben

für die spielleitenden Stellen und Vereine sind

ausschließlich über das DFBnet abzuwickeln.

§ 28

Bespielbarkeit des Platzes

(1) Sollte bei Pflichtspielen der Platz witterungsbedingt

oder aus anderen Gründen auf Anordnung des Eigentümers

bzw. des zur Anordnung Berechtigten

Spielordnung

nicht benutzbar sein oder voraussichtlich nicht benutzbar

werden, so steht dem Platzverein das Recht

zu, das Spiel unter Angabe der Gründe so früh wie

möglich, spätestens bis zum Zeitpunkt des Spielbeginns

abzusagen. In diesem Fall sind unverzüglich

zu benachrichtigen:

a) die zuständige spielleitende Stelle lt. Ausschreibung,

b) der Gegner,

c) der zuständige Schiedsrichter-Ansetzer,

d) der Schiedsrichter.

(2) Die spielleitende Stelle hat das Recht, die Gründe

einer solchen Absage vor Ort zu prüfen oder durch

eine neutrale Verbandsperson überprüfen zu lassen.

(3) Die Anordnung des Eigentümers bzw. des zur Anordnung

Berechtigten ist unter Angabe der Gründe

der spielleitenden Stelle innerhalb von 10 Tagen

vorzulegen.

(4) Ist eine Mannschaft angereist und wird das Spiel

wegen der Absage nicht durchgeführt, sind die

Fahrtkosten der angereisten Mannschaft bei Neuansetzung

von beiden Vereinen zu gleichen Teilen

zu tragen.

(5) Missbrauch dieser Bestimmungen hat eine Spielwertung

gem. § 37 Abs. 4 zur Folge. Er liegt auch

dann vor, wenn die geforderten Unterlagen im Sinne

von Abs. 3 nicht fristgerecht vorgelegt werden.

§ 29

Nichtantreten von Mannschaften

Mannschaften, die im Hinspiel nicht antraten, haben das

Rückspiel auf dem Platz des Gegners auszutragen.

Mannschaften, die im Rückspiel anreisen müssen und

nicht antreten, haben ein von der spielleitenden Stelle

anzusetzendes Pflicht-Freundschaftsspiel ohne Kostenerstattung

auf dem gegnerischen Platz durchzuführen, sofern

der Gegner nicht auf die Durchführung dieses Spieles

verzichtet.

§ 30

Nichtantreten des Schiedsrichters

(1) Erscheint zu einem Spiel der Schiedsrichter nicht, so

ist der bauende Verein verpflichtet, für einen anerkannten

neutralen Schiedsrichter zu sorgen. Stehen

mehrere anerkannte Schiedsrichter zur Verfügung,

so haben sich die Mannschaftsführer auf einen von

ihnen zu einigen. Bei Nichteinigung erfolgt ein Losentscheid.

(2) Steht weder ein anerkannter neutraler Schiedsrichter

noch ein anerkannter Schiedsrichter eines der

beiden beteiligten Vereine zur Verfügung, so müssen

sich die beiden Mannschaftsführer auf eine Person

einigen, die dem Verband angehört.

Bei Durchführung des Spieles gilt das Spiel als Verbandsspiel.

§ 31

Wertung der Spiele

(1) Punktspiele werden nach Punkten gewertet. Das

gewonnene Spiel wird mit drei Punkten für die siegreiche,

das unentschiedene mit einem Punkt für jede

Mannschaft gewertet. Für jede Staffel hat die

spielleitende Stelle eine Tabelle zu führen, die am

Ende der Serie bekanntzugeben ist und die die

Grundlage für den Auf- und Abstieg bildet. Sieger

(Meister) in ihrer Staffel ist die Mannschaft, die die

meisten Gewinnpunkte erzielt hat.

(2) Als zulässiger Rechtsbehelf gegen die Bekanntgabe

der Tabelle ist die Anrufung (§ 15 RuVO) gegeben.

§ 32

Auf- und Abstieg

(1) Die Regelung des Auf- und Abstieges muss von der

spielleitenden Stelle vor Beginn der Spielzeit in der

Ausschreibung bekanntgegeben werden.

(2) Auf- und Abstieg entscheiden sich bei gleicher

Punktzahl nach der Tordifferenz. Sind Punktzahl

und Tordifferenz bei mehreren Mannschaften

gleich, ist diejenige Mannschaft besser platziert, die

mehr Tore erzielt hat. Ist auch die Anzahl der erzielten

Tore gleich, findet ein Entscheidungsspiel statt.

(3) Durch Kreistagsbeschluss kann geregelt werden,

dass in den Kreisklassen bei Punktgleichheit auf

den Auf- und Abstiegsplätzen die Rangfolge – wie

auch bei den Meisterschaftsentscheidungen – nicht

durch die Tordifferenz, sondern durch Entscheidungsspiele

zu ermitteln ist.

§ 33

Entscheidungs- und Wiederholungsspiele

(1) Entscheidungsspiele müssen auf neutralem Platz

ausgetragen werden. Die spielleitende Stelle bestimmt

Spielort und -platz. Wiederholungsspiele (§

26 Abs. 5 Spielordnung) sind auf dem Platz des Vereines

auszutragen, auf dem das erste Spiel stattfand.

Die spielleitende Stelle kann aus gegebenem

Anlass einen neutralen Platz bestimmen.

(2) In Entscheidungs- und Wiederholungsspielen können

Spieler, die erst im Laufe der Spielserie die Spie-

Juni 2008 85


Spielordnung

86

lerlaubnis für den Verein erhalten haben, nur dann

mitwirken, wenn sie an mindestens zwei Pflichtspielen

der Serie in einer Mannschaft des Vereins

gespielt haben und nicht nach § 10 Spielordnung

für eine höhere Mannschaft fest gespielt sind.

(3) Entscheidungsspiele müssen verlängert werden,

wenn sie bei Schluss der regulären Spielzeit unentschieden

ausgegangen sind. Steht auch nach der

Verlängerung kein Sieger fest, so wird die Entscheidung

durch Elfmeterschießen herbeigeführt.

§ 34

Ausscheiden von Mannschaften

(1) Das Zurückziehen von Mannschaften bedarf der

Genehmigung durch die spielleitende Stelle.

(2) Das Zurückziehen einer Mannschaft mit Genehmigung

ist grundsätzlich nur für die jeweils unterste

Mannschaft einer Altersklasse möglich. Zurückgezogene

Mannschaften dürfen für die Dauer des

Spieljahres keine Pflichtspiele mehr austragen.

(3) Mannschaften, die dreimal ohne Genehmigung zu

den angesetzten Punktspielen einer Halbserie nicht

antraten, können unbeschadet weiterer Maßnahmen

vom Spielbetrieb ausgeschlossen werden.

(4) Unter Anrechnung auf die Abstiegsquote einer

Spielklasse zählen als Absteiger:

a) in der laufenden Spielserie zurückgezogene oder

wegen Nichtantretens ausgeschiedene Mannschaften.

Im Falle der Meldung zur neuen Spielserie

werden diese Mannschaften der untersten

Spielklasse zugeordnet;

b) untere Mannschaften, die aufgrund des Abstiegs

einer höheren Mannschaft die Spielklasse

verlassen müssen;

c) Mannschaften, die aufgrund der Regelungen

gemäß § 18b Abs. 2 oder § 18c Abs. 10 die

Spielklasse verlassen müssen;

d) Mannschaften, für die bis zu einem von dem zuständigen

Spielausschuss vorgegebenen Meldetermin

schriftlich die Nichtteilnahme für die bisherige

Spielklasse erklärt wird. Diese Mannschaften

steigen in die nächstniedrigere Spielklasse

ab. Bei einem Verzicht auf Teilnahme in dieser

Spielklasse erfolgt die Zuordnung in die unterste

Spielklasse.

e) die klassenhöchste Herrenmannschaft eines Vereins,

über dessen Vermögen das Insolvenzverfahren

eröffnet oder bei dem die Eröffnung des

Insolvenzverfahrens mangels Masse abgelehnt

wird. Im Übrigen gelten die Bestimmungen des §

6 DFB-Spielordnung.

In den unter a) und e) genannten Fällen erfolgt

die Wertung gem. § 38 Abs. 3. Für die Fälle zu

e) gilt dies nicht, wenn die Entscheidung über

die Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder seiner

Ablehnung nach dem letzten Spieltag,

aber vor Ende des Spieljahres (30. Juni) getroffen

wird.

(5) Für den Fall, dass Mannschaften nach dem vom zuständigen

Spielausschuss vorgegebenen Termin

nicht wieder zur Teilnahme am Spielbetrieb ihrer

Klasse gemeldet werden, spielt die betreffende

Staffel im kommenden Spieljahr in Unterzahl, soweit

kein Überhang vorhanden ist. Diese Mannschaft

kann im Falle der Meldung zur neuen Spielserie

nur der untersten Spielklasse zugeordnet werden.

(6) Die Spielinstanzen der Kreise können zu den Absätzen

4 und 5 abweichende Regelungen in ihren Ausschreibungen

treffen.

(7) Alle Entscheidungen gemäß den Abs. 4 und 5 trifft

die zuständige Spielinstanz endgültig. Soweit die

Kreise von der Möglichkeit des Abs. 6 Gebrauch

machen, können endgültige Entscheidungen der

Spielinstanz erst dann getroffen werden, wenn die

Ausschreibung in Rechtskraft erwachsen ist.

§ 35

Antreten von Mannschaften

Eine Mannschaft ist angetreten, wenn sie sich mit mindestens

sieben Spielern in Spielkleidung auf dem Spielplatz

zum festgesetzten Spielbeginn eingefunden hat. Eine

nicht vollständig zum Spiel angetretene Mannschaft

kann sich, sofern sie bei Spielbeginn mindestens sieben

Spieler hatte, bis zum Spielende ergänzen.

§ 36

Verspäteter Spielbeginn

(1) Tritt eine Mannschaft verspätet an, wird aber das

Spiel ordnungsgemäß durchgeführt, so wird das

Spiel entsprechend seinem Ausgang gewertet. Fällt

ein Spiel wegen Nichtantretens einer Mannschaft

aus, so kann es neu angesetzt werden, wenn das

Nichtantreten durch höhere Gewalt verursacht

wurde. Der rechtzeitige Reiseantritt ist nachzuweisen.

Der Mannschaft, die verspätet oder überhaupt

nicht angetreten ist, obliegt für den Nachweis der

Gründe eine erhöhte Beweispflicht.

Juni 2008

(2) Bei nicht rechtzeitigem Antreten einer Mannschaft

besteht für die gegnerische Mannschaft und den

angesetzten Schiedsrichter eine Wartepflicht von

45 Minuten.

Der Schiedsrichter kann im Ausnahmefall über eine

Verlängerung bzw. Verkürzung der Wartepflicht

entscheiden.

§ 37

Spielabbruch – Wertung abgebrochener Spiele

(1) Der Schiedsrichter kann ein Spiel jederzeit abbrechen,

wenn ihm die Fortführung nicht mehr möglich

erscheint. Zum Abbruch eines Spieles soll der

Schiedsrichter aber erst dann schreiten, wenn er alle

Möglichkeiten zur Fortführung des Spieles erschöpft

hat.

(2) Zum Abbruch eines Spieles durch den Schiedsrichter

können die nachfolgenden Tatsachen führen:

a) Dunkelheit,

b) Unbespielbarkeit des Platzes,

c) tätlicher Angriff eines Spielers auf den Schiedsrichter,

d) allgemeine Widersetzlichkeit der Spieler,

e) Bedrohung durch Zuschauer und mangelhafter

Ordnungsdienst,

f) das Verlangen einer Mannschaft,

g) Unmöglichkeit zur Durchführung eines geordneten

Spieles aus anderen Gründen.

(3) Eine Mannschaft ist ohne Einwilligung des Schiedsrichters

nicht zum Abbruch eines Spieles berechtigt.

Wird ein Spiel ohne Verschulden einer Mannschaft

vom Schiedsrichter abgebrochen, so wird

das Spiel von der spielleitenden Stelle neu angesetzt.

(4) Wird das Spiel durch Verschulden einer der beiden

beteiligten Vereine abgebrochen, so wird das Spiel

für die Mannschaft des schuldigen Vereines mit 0:5

als verloren gewertet. Dem Gegner wird das Spiel

mit 3 Punkten und 5:0 Toren als gewonnen gewertet.

Ist die bis zum Abbruch erzielte Tordifferenz für

ihn günstiger, so ist diese zu werten. Wird das Spiel

durch Verschulden beider beteiligten Vereine abgebrochen,

so erhält keine Mannschaft die Punkte zugesprochen.

Das Spiel wird für beide Mannschaften

mit 0 Punkten und 0:5 Toren gewertet. Das Spiel

darf nicht neu angesetzt werden.

§ 38

Wertung in besonderen Fällen

(1) Punkte aus einem Spiel dürfen nicht abgesprochen

werden, wenn das Vergehen in keinem sachlichen

Zusammenhang mit dem Spiel steht. Ein Spiel wird

einer Mannschaft als verloren und dem Gegner als

gewonnen gewertet, wenn sie

a) durch mangelhaften Platzbau oder durch Fehlen

der Spielbälle die Nichtdurchführung des Spieles

verschuldet,

b) sich weigert, unter einem anerkannten Schiedsrichter

zu spielen oder sich nicht auf einen anwesenden

Schiedsrichter bzw. eine Person, die

dem Verband angehört, einigen will,

c) einen Spieler ohne Spielberechtigung oder Spielerlaubnis

hat teilnehmen lassen,

d) zum angesetzten Spiel nicht antritt,

e) ein Spiel ohne Genehmigung abbricht oder den

Abbruch verschuldet,

f) durch eigenes Verschulden so spät antritt, dass

das Spiel nicht ordnungsgemäß zu Ende geführt

werden kann,

g) einen Jugendspieler hat teilnehmen lassen, der

am gleichen Tag bereits in einer anderen Mannschaft

gespielt hat.

Die Spielwertung erfolgt nach § 37 Abs. 4.

(2) Verstoßen beide Mannschaften gleichzeitig gegen

eine oder mehrere der unter b) bis g) aufgeführten

Vergehen, so erhält keine Mannschaft die Punkte

zugesprochen. Die Wertung erfolgt gemäß § 37

Abs. 4. Das Spiel darf nicht neu angesetzt werden.

(3) Beim Ausscheiden einer Mannschaft (§ 34 Spielordnung)

werden alle Spiele, die die ausscheidende

Mannschaft ausgetragen hat oder noch austragen

muss, nicht gewertet.

(4) Ist einem Spieler irrtümlich eine Spielerlaubnis erteilt

worden und setzt sein Verein ihn ein, obwohl

er den Irrtum erkennen kann, so werden die Spiele,

an denen der Spieler mitgewirkt hat, für seinen Verein

als verloren gewertet. Das Torergebnis lautet jeweils

0:5, sofern nicht die Spielgegner für sie günstigere

Resultate erzielt haben.

Die Verjährungsregelung des § 15 Abs. 2 RuVO findet

entsprechende Anwendung.

Ist einem Spieler irrtümlich eine Spielerlaubnis erteilt

worden und setzt sein Verein ihn im guten

Glauben an die Ordnungsmäßigkeit ein, so hat sein

Mitwirken keine Auswirkung auf die Wertung der

bis zur Feststellung des Irrtums ausgetragenen

Spiele.

§ 39

Meldung der Meister, Aufsteiger und Absteiger

(1) Der Verbandsspielausschuss setzt für die Meldung

der Bezirksmeister und Aufsteiger einen Zeitpunkt

fest und ist verpflichtet, den Meldetermin den Bezirksspielausschüssen

rechtzeitig schriftlich mitzuteilen.

Absteiger in die Bezirke sind den Bezirksspielausschüssen

rechtzeitig schriftlich mitzuteilen.

(2) Die Bezirksspielausschüsse verfahren sinngemäß

nach Absatz 1 mit den beteiligten Kreisspielausschüssen.

§ 40

DFB-(NFV-) Pokalspiele

(1) Zur Ermittlung des Verbandspokalsiegers und der

niedersächsischen Vertreter an der 1. DFB-Pokal-

Hauptrunde führt der Verbandsspielausschuss eine

Pokalrunde durch, an der nur die ranghöchsten

Mannschaften der niedersächsischen Vereine der

Regionalliga und Oberliga Niedersachsen sowie

die vier Bezirkspokalsieger des vergangenen Spieljahres

verpflichtend teilnehmen. Einzelheiten regelt

die Ausschreibung zum Verbandspokal.

(2) Für die ersten Mannschaften der Spielklassen auf

Bezirksebene sowie die regional zum Bezirk gehörenden

Kreispokalsieger der vorherigen Saison ist

die Teilnahme an den vom jeweiligen Bezirk ausgerichteten

Spielen zur Ermittlung des Bezirkspokalsiegers

Pflicht. Einzelheiten regeln die Ausschreibungen

der jeweiligen Bezirke zum Bezirkspokal.

(3) In den Kreisen können nach entsprechender Beschlussfassung

der zuständigen Kreistage und aufgrund

der von den Kreisspielausschüssen herausgegeben

Ausschreibungen Pokalspiele zur Ermittlung

des Kreispokalsiegers durchgeführt werden.

(4) Grundsätzlich hat der klassenniedere Verein Platzvorteil.

Auf den Platzvorteil kann mit Einverständnis

des Gegners verzichtet werden.

§ 41

Auswahlspiele

(1) Bezirks-, Kreis- und Stadtauswahlmannschaften

können untereinander Spiele austragen.

(2) Bezirksauswahlspiele werden von den Bezirksspielausschüssen

spieltechnisch und organisatorisch geleitet.

(3) Kreisauswahlspiele werden von den Kreisspielausschüssen

spieltechnisch und organisatorisch geleitet.

(4) Spieler, die gesperrt sind, dürfen in Auswahlspielen

nicht eingesetzt werden.

(5) Spieler, die einer Wartefrist unterliegen, können

von den spielleitenden Stellen für Auswahlspiele

aufgestellt werden.

§ 42

Pflichten der Vereine und der Spieler

(1) Die Vereine sind verpflichtet, ihre Spieler für Auswahlspiele

und zum Zwecke der Ausbildung zur

Verfügung zu stellen; desgleichen sind alle Spieler

verpflichtet, dem an sie ergangenen Ruf zur Teilnahme

an Auswahlspielen Folge zu leisten.

(2) Die Aufforderung zur Teilnahme erfolgt schriftlich

über die betreffenden Vereine. Der Verein ist verpflichtet,

den Spieler sofort von seiner Aufstellung

in Kenntnis zu setzen.

(3) Angeforderte Spieler sind an dem vorgesehenen

Spieltag und, soweit keine Ausnahmegenehmigung

des Anfordernden vorliegt, an dem dem

Spieltag vorausgehenden Tag für andere Spiele

nicht spielberechtigt. Gleiches gilt im Falle eines

Vorbereitungslehrganges für alle Spiele, die in den

Zeitraum des Lehrganges fallen.

(4) Absagen von angeforderten Spielern sind über den

Verein der spielleitenden Stelle unverzüglich unter

Beifügung entsprechender Nachweise mitzuteilen.

Im Fall der Absage ist ein Spieler für alle Spiele seines

Vereines an dem Tag des Auswahlspieles gesperrt.

§ 43

Pflichten der Auswahlspieler vor dem Spiel

Für Auswahlspiele aufgestellte Spieler dürfen fünf Tage

vor dem Spieltag an keinem Fußballspiel teilnehmen. Die

regelmäßige Teilnahme am Übungsbetrieb – jedoch

nicht am Tag des Spieles und dem diesen vorausgehenden

Tag – ist zulässig. Die Spieler sollen sich durch sportliche

Lebensführung für das Spiel vorbereiten.

§ 44

Zusammentreffen verschiedener Auswahlspiele

(1) Wird ein Spieler von mehr als einer befugten Stelle

für ein Auswahlspiel an ein und demselben Tag angefordert,

so haben die nachgeordneten Stellen

den Spieler für das Spiel der höheren Stelle freizugeben.

(2) Will eine Stelle Spieler für ein Auswahlspiel aufstellen,

so ist sie verpflichtet, die nachgeordneten Stellen

(Kreis bzw. Verein) von der Aufstellung des Spielers

schriftlich in Kenntnis zu setzen. Haben die


Stellen Einwendungen gegen den aufgestellten

Spieler, so haben sie der Stelle, die den Spieler aufgestellt

hat, sofort Kenntnis zu geben. Die höhere

Stelle entscheidet sodann, ob die Einwendung die

Nichtberücksichtigung des Spielers zur Folge haben

soll.

§ 45

Zusammentreffen von Auswahl- und Pflichtspielen

(1) Ein Verein, der mindestens einen Spieler abstellen

muss, hat das Recht, die Absetzung eines für ihn

angesetzten Spieles zu verlangen. Macht er von

diesem Recht nicht unverzüglich nach erfolgter

Einladung des Spielers Gebrauch, so hat er keinen

Anspruch auf Spielwiederholung. Die Durchführung

eines Spieles unter Vorbehalt ist nicht gestattet.

(2) Bei Abstellung von Jugendlichen für Auswahlspiele,

die nach § 12 der Jugendordnung eine Spielberechtigung

für Herrenmannschaften besitzen, darf ein

Herrenspiel nicht abgesetzt werden.

§ 46

Allgemeines Spielverbot<