15 - An der Hardt

anderhardt.de

15 - An der Hardt

Hausmagazin für die Bewohner AN DER HARDT

Winter

2007

UMBAUARBEITEN FAST ABGESCHLOSSEN

Anfang 2008 eröffnet die Betreuungsgruppe

für Demenzkranke ihre Türen. Lesen Sie Seite 5!

AN DER

HARDT

SERVICE-WOHNEN

ADVENTSKALENDER...

zum Herausnehmen. Freuen Sie

sich mit uns Tag für Tag aufs Fest!


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IMPRESSUM

Herausgeber

GWG Stadt- und

Projektentwicklungsgesellschaft

mbH,

Hoeftstraße 35,

42103 Wuppertal

Redaktion

Annika Herzberg

(verantwortlich),

Carmen Wolfer

heringson,

Jörg Janetzko,

Rolf Herzberg

Fotos

Brigitte und Hans

Albert Kleineick,

Jörg Janetzko,

Arrenberg

Entwicklungs- und

Investitions-GmbH,

heringson

Gestaltung/Litho

heringson

Wuppertal,

Annika Herzberg,

Carmen Wolfer

Druck

Ley & Wiegandt

Wuppertal

Erscheinungsweise

3 x pro Jahr

EDITORIAL

Liebe Bewohnerinnen und Bewohner,

liebe Freunde der Hardt!

Und schon wieder ein Weihnachtsfest! Können

Sie sich noch erinnern, wie langsam die Zeit

in der Kindheit verging? Bis zum nächsten

Geburtstag zu warten, war eine schier unlösbare

Aufgabe. War Weihnachten gerade vorbei, konnte

man sich nicht vorstellen, die Zeit bis zum

nächsten Fest würde irgendwie vergehen. Je

älter man wird – und vielleicht lachen Sie jetzt,

weil ich das schon mit 34 sage – desto schneller

ist ein Jahr herum. Was heißt schnell? Die Zeit

rast! Kaum hat ein Jahr begonnen, da neigt es

sich schon wieder seinem Ende zu.

Gerade in dieser ruhigen, besinnlichen Adventszeit

lässt man die vergangenen Monate oft

Revue passieren und stellt sich Fragen wie:

War es alles in allem ein gutes Jahr? Was hat sich

für mich oder andere verändert? Habe ich etwas

hinzugewonnen oder verloren? Gab es schöne

Momente, die ich vielleicht sogar mit lieben

Menschen teilen durfte? All diese Fragen kann

nur jeder für sich selbst beantworten.

Doch einen bescheidenen Tipp möchte ich

Ihnen für das nächste Jahr mit auf den Weg

geben: Wenn Sie Träume, Wünsche und große

oder kleine Ideen haben, die Sie sich gern 2008

erfüllen möchten, dann zögern Sie nicht!

Sie wissen ja, unsere Zeit ist begrenzt und

gerade deshalb so wertvoll.

Aber auch ein Ende kann sein Gutes haben.

Wie der letzte Monat des Jahres. Er steht im

Zeichen des Advents. Deshalb möchten wir

Ihnen diese dunklen Tage mit Winterlichem,

Wissenswertem und Weihnachtlichem erhellen.

INHALT

3/4 HAUS INTERN

Alles über die Handarbeitsgruppe

5 UNSERE PARTNER

Betreuungsgruppe für Demenzkranke

6/7 AKTUELLES

Es weihnachtet... Termine, Tipps & mehr

8/9 MITTELTEIL ZUM HERAUSNEHMEN

Adventskalender

Unseren Aventskalender zum Herausnehmen

finden Sie in der Mitte des Heftes. Aber lesen

Sie zu Beginn, warum Stricken verbindet, was

sich in der vierten Etage des Hauses Elisenstraße

Nr. 12 tut und welche weihnachtlichen Termine

Sie nicht verpassen sollten!

In unserer Rubrik LAND UND LEUTE treffen

wir Brigitte und Hans Albert Kleineick, die seit

Mai dieses Jahres im Service-Wohnen AN

DER HARDT leben. In WUPPERTAL – GESTERN

UND HEUTE befasst sich Rolf Herzberg diesmal

mit dem Viertel am Arrenberg. Seine besondere

Art, Wuppertaler Vergangenheit und Gegenwart

zu beleuchten, ist wie immer eine Bereicherung.

An dieser Stelle mein herzlicher Dank für seine

freie und doch so engagierte Mitarbeit an sieben

Hardtgold-Ausgaben!

Auch bei Ihnen, liebe Leser, möchte ich mich

bedanken: Für Ihr Interesse an unseren Themen,

Ihre rege Teilnahme an den Rätseln und natürlich

ein ganz besonderer Dank an meine Interviewpartner,

die uns Einblick in ihr Leben gegeben

haben. Sie finden, das klingt ein wenig nach

Abschied? Ja, Ihr Gefühl trügt Sie nicht. Mein

Wunsch für 2008 scheint auf dem besten Wege

zu sein. Ab Mitte Februar gehe ich in die Babypause.

Ich hoffe, wir hören, sehen oder lesen uns

irgendwann wieder. Vielleicht ja schon bald...

Bis dahin alles Gute,

10/11 LAND UND LEUTE

Brigitte und Hans Albert Kleineick

12-14 WUPPERTAL – GESTERN UND HEUTE

Der Arrenberg: Ein Viertel im Aufbruch

Stadtquiz

15 GESUNDHEIT

Dr. David Lazica zum Thema Ernährung

16 DIES UND DAS


HAUS INTERN

Stricken verbindet

MASCHE FÜR MASCHE

Haben Sie schon die Fotos gesehen? Das ist der Handarbeitskurs

vom Service-Wohnen AN DER HARDT. Ich glaube, man kann mich

da gar nicht so richtig erkennen. Ich sitze neben Frau Maurer auf

der rechten Seite. Na ja, ein bisschen verdeckt – aber dabei.

Ich bin von Anfang an dabei gewesen, ich gehöre

also zu den so genannten Gründungsmitgliedern

– und das mit fast 78 Jahren! Da bin

ich fast ein wenig stolz drauf. Mein Mann

ist leider vor zwei Jahren ver-

storben. Meine beiden Töchter

sind mit ihren Familien aus beruflichen

Gründen nach Süddeutschland

gezogen und hier in

Wuppertal habe ich nur noch meine beste

Freundin Else. Leider musste sie aber, wegen

ihres schlechten Gesundheitszustands, inzwischen

in ein Altenpflegeheim ziehen. Lassen

Sie mich mal überlegen! Das ist jetzt etwas

über ein Jahr her, als ich im General-Anzeiger

eine Anzeige vom Service-Wohnen AN DER

HARDT gelesen habe. Ich hab mir dann mal

einen Prospekt kommen lassen, und was soll

ich Ihnen sagen? Keine zwei Monate später bin

ich hier eingezogen.

Nun ja, anfangs war das alles schon ein bisschen

fremd, aber die Mitarbeiter vom Service-Team

haben sich sehr liebevoll um mich gekümmert.

Und so nach und nach habe ich auch einige

richtig nette Nachbarn kennen gelernt. Bis mich

Donnerstags

Punkt 15 Uhr

dann „unsere Frau Maurer“ vom Service-Team

angesprochen hat, ob ich nicht Lust hätte, an

einem Strick- oder Handarbeitskurs teilzunehmen.

Oje, dachte ich, das habe ich ja schon eine

Ewigkeit nicht mehr gemacht. Den letzten

Schal habe ich im sehr kalten

Winter 1972 für meinen Mann

gestrickt. Na ja, ich habe dann

doch mal zugesagt. – Entschuldigung,

mein Telefon klingelt. „Hallo? Ach,

Agnes, Du bist es! Ja, ja ich bin in einer halben

Stunde fertig. Kommt denn Inge auch mit? Das

ist schön.“ So, das war Agnes Glaser. Wir treffen

uns gleich mit Ingeborg Nier und nutzen das

schöne Wetter und gehen nachher noch auf die

Hardt in den Botanischen Garten.

Also, wo sind wir stehen geblieben? Ja, ich

glaube, das war so ein bis zwei Wochen nach

meinem Einzug hier, an diesem Donnerstag,

dem 7. September 2006, haben wir uns gegen

15 Uhr mit insgesamt acht Damen das erste

Mal im Clubraum getroffen und gleich festgemacht,

dass wir uns von nun an jeden Donnerstag

zum Stricken treffen. Und schon nach

einigen Wochen waren wir über 20 Damen!

FOTOS VON LINKS

NACH RECHTS:

Hildegard Klett

und Agnes Glaser

diskutieren die

richtige Methode;

Anne Brücher

(links) hat immer

einen Tipp auf

Lager mit Irmgard

Grob; Elisabeth

(Elsbeth) Nathen,

Agnes Glaser

und Ingeborg

Nier mit Spaß

bei der Sache.


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5

HAUS INTERN

Die einen stricken, häkeln oder sticken, andere

unterhalten sich nur. Jede hilft jeder, und was

die eine nicht kann, das zeigt ihr die andere und

umgekehrt. Eine wunderbare Harmonie ist da

entstanden und mittlerweile sind wir alle schon

per Du. Es scheint so, als ob wir

uns gesucht und gefunden hätten.

Wir haben auch jede Menge

Spaß und lachen viel. Sagte doch

letztens Helene Pretzer zu Agnes Glaser: „Was

habe ich Dir vor kurzem noch gesagt, Agnes?“

– Frau Glaser blickt erstaunt auf: „Mh, weiß

ich nicht, Frau Pretzer!“– „Ich könnte doch

vom Alter her deine Mutter sein, und zu seiner

Mutter sagt man Du! Also, bitte denk dran!“

Agnes darauf schmunzelnd: „Alles klar Leni!“

– Und was müssen wir alle lachen, wenn die

Inge, also Frau Ingeborg Nier, die

sehr schlecht sehen kann, dann amüsiert zur

Seite blickt und ihre Nachbarin fragt: „Guck

mal, habe ich hier eine Masche fallen lassen

oder ist da etwa ein Loch?“ Die Inge ist aber

auch ein Spaßvogel.

Moment mal, es klingelt gerade an der Wohnungstür...

Das war Anna Brücher, die gehört

übrigens auch zu unserem Handarbeitskurs

und hat mir ein paar Dinge aus der Stadt mitgebracht.

Die Anne fährt noch regelmäßig in

die Stadt – und das mit ihrem Gehwagen. Es

ist einfach herrlich hier, in dieser Gemeinschaft

zu leben. Hilfsbereitschaft wird unter den Bewohnern

groß geschrieben und auch die Mitarbeiter

unterstützen uns, wann und wo immer

es geht. Es ist ein schönes Gefühl, selbstständig

„...oder ist da etwa

ein Loch?“

zu entscheiden, was für mich wichtig und richtig

ist. Wenn es mir einmal schlechter gehen

sollte, werden mir viele Hilfen angeboten, die es

mir leichter machen sollen. Aber im Augenblick

brauche ich das alles noch nicht. Ich kann noch

das meiste selbst, und das ist mir

auch ganz besonders wichtig.

Trotzdem beruhigt es mich

schon, dass meine Zukunft hier

im Service-Wohnen AN DER HARDT abgesichert

ist. Und so viele nette Kontakte, wie in

den letzten Monaten, habe ich eine Ewigkeit

nicht mehr gehabt. Natürlich nutze ich auch

die Gymnastikstunde am Freitag-Vormittag

oder Bingo mittwochs im Restaurant. Neulich

hat mich Elsbeth Nathen sogar gefragt, ob

ich nicht mal am Montag mit zum Singen kommen

möchte. Vielleicht ist das ja auch etwas

für mich. Aber der Donnerstagnachmittag,

Punkt 15 Uhr, ist mein persönliches Highlight

der Woche. Da freue ich mich immer ganz

besonders drauf.

HABEN SIE LUST, DABEI ZU SEIN?

Von Jörg Janetzko

Die Handarbeitsgruppe findet jeden

Donnerstag um 15 Uhr im Clubraum statt.

Egal, ob Sie stricken, häkeln, sticken oder

einfach nur dabei sein wollen – Sie sind

herzlich willkommen!

BILDER OBEN:

Erst waren es

nur eine Hand

voll – inzwischen

sind es bis zu 20

Damen, die jeden

Donnerstag

unter der Leitung

von Anne Maurer

den Clubraum

bevölkern und

bei bester Laune

stricken, häkeln,

sticken und jede

Menge erzählen.


Was ist da eigentlich los?

BILDER UNTEN:

Noch sind die

Handwerker hier

im Einsatz.

Ab Januar des

nächsten Jahres

wird in die ca.

100 qm große

Wohnung die Betreuungsgruppe

„Treff “ AN DER

HARDT einziehen.

In der ca. 100 qm großen rollstuhlgerechten

Wohnung wird

das Reformierte Gemeindestift

Elberfeld ab Januar 2008 ergänzend

zu den anderen Servicedienstleistungen

eine weitere

niedrigschwellige Betreuung

anbieten, die sowohl Bewohner

des Service-Wohnens AN DER

HARDT als auch Menschen,

die außerhalb der Anlage leben,

in Anspruch nehmen können.

Im „Treff “ werden Demenzkranke

oder Menschen, die aus

anderen Gründen den Alltagsanforderungen

nicht mehr

gewachsen sind, ihren Möglichkeiten

entsprechend betreut

und gefördert. Die angebotene

Hilfe soll ihnen das Leben

erleichtern und es bereichern.

Aber auch Angehörige, die sonst

den Demenzkranken umsorgen,

gewinnen durch die Betreuung

wieder mehr Freiraum und

haben Zeit, Kraft zu tanken.

Hier im Service-Wohnen für

Senioren AN DER HARDT können

die Betroffenen außerhalb ihres

häuslichen und sozialen Umfelds

unter fachlicher Betreuung

Selbst- und Gruppenerfahrung

sammeln. In einer gelassenen,

toleranten Atmosphäre werden

die Teilnehmer mit ihren Besonderheiten

angenommen.

Dabei wird auf ihre Defizite,

Gefühle und Bedürfnisse individuell

eingegangen. So werden

Frustrationen und Überforderung

sowie Versagensängste weitestgehend

vermieden, was die

Befindlichkeit der Betroffenen,

auch über die Dauer der Betreuung

hinaus, positiv beeinflusst.

Dieses Angebot kann ergänzend

zu den anderen Serviceleistungen

helfen, eine Heimunterbringung

zu vermeiden.

In den eigens zu diesem Zwecke

umgebauten Räumen wird auf

die speziellen Bedürfnisse der

Betroffenen gestalterisch eingegangen.

Neben der großen

Wohnküche liegt der Essbereich.

An einem großen Tisch finden

bis zu 12 Menschen Platz; hier

können kleinere Mahlzeiten

zubereitet und verzehrt oder es

kann gemeinsam gespielt und

gebastelt werden. Angrenzend

liegt das Wohnzimmer, das als

UNSERE PARTNER

Seit Anfang September tut sich was in der vierten Etage des Hauses

Elisenstraße 12. Schon bald wird hier die Betreuungsgruppe „Treff “

AN DER HARDT ihre Türen für demenziell erkrankte Menschen öffnen.

Ruhezone gedacht und konzipiert

ist. Der Fernseher kann für eine

Filmvorführung oder spezielle

Programme und Sendungen

genutzt werden; außerdem ist

ein Internetanschluss vorhanden.

Die Ruhezone ist vom Essbereich

gut einsehbar, sodass der Kontakt

zwischen Betreuendem und

Betreutem stets gewahrt wird.

Des Weiteren gibt es einen

Therapieraum, indem die Sinne

angeregt werden. Dafür sorgen

die ausgewählte Farb- und

Lichtgestaltung, spezielle

Entspannungsmusik und ein

Massagesessel. Der Balkon ist,

wie alle anderen Bereiche auch,

barrierefrei zu betreten und

wird im Frühling mit Pflanzen

und Blumen liebevoll gestaltet.

Wenn Sie mehr Informationen

zur Betreuungsgruppe

„Treff “ AN DER HARDT

wünschen, wenden Sie sich

bitte an Herrn Bernd Sänger

vom Reformierten Gemeindestift

Elberfeld. Sie erreichen ihn

telefonisch unter: 0202. 4305-231


Termine

MUSIK & BÜHNE

Donnerstag,6.Dez./ 20 Uhr

Die schönsten Männerchöre

zur Weihnacht mit Werken von

Mozart, Schubert, Sorg u.a.

Historische Stadthalle Wuppertal

Karten unter: 02 14. 304 12 84

Sonntag, 16. Dez. / 15.30 Uhr

Caféhauskonzert – Salonmusik

zum Nachmittagskaffee mit dem

Franz-Lehár-Ensemble und Gästen,

Historische Stadthalle Wuppertal

Karten unter: 0202. 569 44 44

Dienstag, 25. Dez. / 18 Uhr

Europäische Festmusik zum

Weihnachtsfest mit Werken von

Bach, Vivaldi und Charpentier

Karten unter: 0202. 44 11 59

Freitag, 28. Dez. / 19.30 Uhr

Bekannte Melodien von Strauß,

Lehár, Ziehrer, Stolz und anderen

stimmen beschwingt auf den

nahenden Jahreswechsel ein

Karten unter: 0202. 569 44 44

Dienstag 5. Feb. 08 / 14.30 Uhr

Seniorenkarneval in der historischen

Stadthalle Wuppertal

AUSSTELLUNG

28. Okt. 2007 bis 27. Jan. 2008

Renoir und die Landschaft des

Impressionismus, Von der

Heydt-Museum Wuppertal

Karten unter: 0202. 563 6231

ANGEBOTE IM HAUS

Montags um 16 Uhr

3.12.07 / 7.1.08 / 4.2.08 / 3.3.08

Gottesdienst (Clubraum)

Mittwoch, 19. Dez. / 15 Uhr

Weihnachtsfeier (Restaurant)

Montag, 31. Dez. / 20 Uhr

Silvesterfeier (Restaurant)

MONTAGS

10.30 h Singen

14.30 h Kartenspielen/

Clubraum

DIENSTAGS

10.00 h Gedächtnistraining/

Clubraum

MITTWOCHS

10.30 h Französisch/

Clubraum

15.30 h Bingo

(2 x im Monat)

Restaurant

15.00 h Filmnachmittag

Clubraum

Nicht verpassen!

Seit über 25 Jahren findet der Weihnachtsmarkt auf

Schloss Lüntenbeck statt. Der Schlosshof mit seinen

historischen Gebäuden und seiner grünen Umgebung

bildet den ganz besonderen Rahmen.

Alljährlich am 2. und 3. Adventswochenende werden

an über 100 Ständen Genüsse in stimmungsvoller

Atmosphäre angeboten. Zwischen Einkaufen und Essen

laden verschiedene Angebote Kinder und Erwachsene

zum Ausruhen, Lauschen und Mitmachen.

Termine 8./9. Dez. und 15./16. Dez. von 11 bis 19 Uhr.

Köstliche Adventszeit

REZEPTTIPP: GLÜHWEIN-KONFITÜRE

Zutaten für 4 Gläser (à 250 g): 2 Vanilleschoten, 2 Zimtstangen

1 Orange (unbehandelt), Saft einer Zitrone, 4 Gewürznelken,

4 Sternanis, 8 Kardamonkapseln, 1 l Rotwein,

1 kg Gelierzucker 1:1

So geht’s Vanilleschoten und Zimtstangen längs halbieren, mit

Sparschäler 4 gleich große Stücke von der Orangenschale

abziehen. Jeweils eine halbe Vanille- und Zimtstange

sowie 1 Orangenschalenstück sowie 1 Nelke, 1 Sternanis

und 2 Kardamonkapseln in die Einmachgläser geben.

Rotwein mit Gelierzucker aufkochen und 4 Min. kochen

lassen. Zitronensaft einrühren und die aufgekochte

Mischung in die Gläser gießen. Fest verschließen und im

Kühlschrank auskühlen lassen.

DONNERSTAGS

10.30 h Englisch

Clubraum

15.00 h Handarbeitsgruppe

im

Clubraum

FREITAGS

10.00 h Massage/

Pflegebad

10.00 h Gymnastik 1

11.00 h Gymnastik 2

Gymnastikraum

SAMSTAGS

8.30 h Frisör/

Pflegebad

GEBURTSTAGE

Dezember

Margret Ostendorf

Barbara Weigert

Helga Philipp

Anneliese Smith

Christa von Jordan

Margot Böhme

Irmgard Grob

Eva Hecking

Senta Lenz

Christel Wilhelm

Hermann Sarrach

Annelies Sandig

Ingeburg Röser

Richard Beyer

Edgar Zimnowoda

Edith Steinbach

Hermann Sarrach

Januar

Ilse Petzold

Ellen Fleckenstein

Bruno Kreutzfeldt

Edeltraud Lichtenstein

Johanna Jansen

Otto Wendler

Edith Böcker

Christa Guder

Helga Kreutzfeldt

Anna Brücher

Februar

Ingeborg Lindenbeck

Helga vom Dorp

Margarete Hausmann

Ilse Wüster

Ingeburg Nier

Heinrich Zarges

März

Waltraud Mahnkopf

Ingeborg Mühmel

Hillibald Ucke

Ilse Lenz

Edelgard Ebert

Helene Pretzer

Ruth Wyboris

Georg Monsees

WILLKOMMEN

Wir begrüßen:

Emmi Wolczik

Ida Ricken

Hanni Lehnert

Almut Balzer

Hermann Sarrach

Albert Mancinelli

ABSCHIED

Wir trauern um:

Arthur Dahlbüdding


Gibt es einen

WEIHNACHTSMANN?

Lieber Redakteur: Ich bin 8 Jahre alt. Einige meiner Freunde sagen,

dass es keinen Weihnachtsmann gibt. Papa sagt: „Wenn du es in der

SUN liest, ist es so.“ Bitte sagen Sie mir die Wahrheit! Gibt es einen

Weihnachtsmann? Virginia O’Hanlon, 115 Ninety-fifth Street, N.Y.

Virginia, deine kleinen Freunde haben Unrecht.

Sie haben sich von den Zweifeln einer misstrauischen

Altersklasse anstecken lassen und

glauben nur das, was sie sehen. Sie denken,

dass es nichts geben kann, was sie mit ihrem

kleinen Verstand nicht begreifen können. Aller

Verstand ist klein, Virginia, sei es der eines Erwachsenen

oder der eines Kindes. In unserem

großen Universum ist der Mensch ein bloßes

Insekt, eine Ameise, was seinen Verstand betrifft,

verglichen mit der grenzenlosen Welt, die

ihn umgibt und gemessen an einer Intelligenz,

der es gelingt, die ganze Wahrheit und alles

Wissen zu erfassen.

Ja, liebe Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann.

Er existiert so gewiss wie Liebe, Großmut und

Treue bestehen, und du weißt, dass sie alle das

Leben bereichern und ihm seine größte Schönheit

und Freude verleihen. O weh! Wie trostlos

wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann

gäbe. Genauso trostlos, wie wenn es

keine Mädchen wie Dich gäbe. Dann würde es

keinen kindlichen Glauben geben, keine Poesie,

keine Romantik, die das Leben erträglich

machen. Wir könnten uns nur an dem erfreuen,

was wir sehen und verstehen. Das überirdische

Licht, mit dem die Kindheit die Welt erfüllt,

wäre ausgelöscht.

Nicht an den Weihnachtsmann glauben?! Du

könntest ebenso nicht an Elfen glauben!

Du könntest deinen Papa dazu bringen, Leute

zu engagieren, die am Weihnachtsabend alle

Kamine beobachten, um den Weihnachtsmann

abzufangen. Doch auch wenn Du nicht gesehen

hast, wie er durch den Kamin kommt, was

würde das schon beweisen? Niemand sieht den

Weihnachtsmann, aber das ist kein Zeichen

dafür, dass es ihn nicht gibt.

Die wahrhaftigsten Dinge in der Welt sind jene,

die weder Kinder noch Erwachsene sehen

können. Hast Du jemals Elfen über eine Wiese

tanzen sehen? Natürlich nicht, aber das ist kein

Beweis, dass dort keine sind. Niemand kann

sich all die Wunder vorstellen, die es, verborgen

oder unsichtbar, in der Welt gibt. Du

kannst eine Babyrassel aufbrechen und wirst

erkennen, was das Geräusch verursacht; über

der unsichtbaren Welt aber liegt ein Schleier,

den auch der Stärkste nicht zerreißen könnte,

nicht einmal die vereinte Kraft aller starken

Männer, die je gelebt haben. Nur Glaube,

Phantasie, Poesie, Liebe, Romantik können diesen

Vorhang beiseite schieben und den Blick

auf die überirdische Schönheit und Pracht dahinter

freigeben. Ist das alles denn wahr? Liebe

Virginia, nichts auf der Welt ist so wahr und

unvergänglich.

Kein Weihnachtsmann? Doch, es gibt ihn und es

wird ihn immer geben. In tausend Jahren noch,

Virginia, ja sogar in 10 mal 10.000 Jahren wird

er da sein und Kinderherzen glücklich machen.

Dir und Deinen Freunden frohe Weihnachten

und ein glückliches neues Jahr!

Francis Church,

Redakteur der N.Y. SUN

1897 wurde der Briefwechsel zwischen der

achtjährigen Virginia O’Hanlon und dem

Kolumnisten der New York Sun, Francis

Church, zum ersten Mal auf der Editorial-

Seite der Zeitung abgedruckt, erfuhr sofort

große Resonanz bei den Lesern und erschien

daraufhin jährlich in der Vorweihnachtszeit,

bis die Sun im Jahr 1950 eingestellt wurde.


8

9

mein

Advent

KÄLTE

Viel Kälte ist unter den

Menschen, weil wir nicht

wagen, uns so herzlich zu

geben, wie wir sind.

Albert Schweitzer

Ein Schnupfen hockt auf

der Terrasse, auf dass er

sich ein Opfer fasse – und

stürzt alsbald mit großem

Grimm auf einen Menschen

namens Schrimm. Paul

Schrimm erwidert prompt:

Pitschü! und hat ihn

drauf bis Montag früh.

Das Wort „Advent“ kommt

vom lateinischen „adventus“

und bedeutet „Ankunft“.

In den christlichen Kirchen

ist das die Zeit der Vorbereitung

auf das Fest der

Geburt Christi. Die Adventszeit

beginnt am ersten der

vier Sonntage vor Weihnachten

– also morgen.

Die Ursprünge des Adventskalenders

lassen sich bis

ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen.

Die ersten

Formen kommen aus dem

protestantischen Umfeld.

So wurden in religiösen

Familien im Dezember 24

Bilder nach und nach an

die Wand gehängt.

3 4 5

CHRISTIAN MORGENSTERN

8

13

Wir möchten mit Ihnen feiern:

Heute ab 15 Uhr laden wir Sie

herzlich zu unser großen

Weihnachtsfeier im Restaurant

ein. Freuen Sie sich mit

uns auf gemütliche Stunden

mit kleinen Überraschungen!

Lob des Winters

Verzeiht, ihr warmen Frühlingstage,

ihr seid zwar schön, doch nicht für mich.

Der Sommer macht mir heiße Plage, die Herbstluft

ist veränderlich; Drum stimmt die Liebe mit mir ein:

Der Winter soll mein Frühling sein.

JOHANN CHRISTIAN GÜNTHER

Der Besuch der mitternächtlichen

Christmette, der Gang

durch die Dunkelheit zu der

vom Licht der Weihnachtskerzen

erfüllten Kirche, ist

alte Tradition. Seit dem 19.

Jahrhundert gehört auch

das Aufstellen einer Krippe

in Kirchen und Privathäusern

zum Fest.

14

Von 1310 bis zur Einführung

des gregorianischen

Kalenders 1582 galt der

25.12. in Deutschland

übrigens als Jahresanfang.

Für die Adventszeit wird ein

Kranz aus Tannenzweigen

gebunden, auf dem vier

Kerzen befestigt werden.

Das Licht ist ein Symbol für

die Abwehr des Bösen,

es vertreibt die Dunkelheit

und bringt Hoffnung.

SCHENKEN

Ein Geschenk ist genauso

viel wert wie die Liebe,

mit der es ausgesucht

worden ist.

THYDE MONNIER

1

9 10

Draußen ziehen weiße Flocken durch die Nacht,

der Sturm ist laut; hier im Stübchen ist es trocken,

warm und einsam, still vertraut.

Sinnend sitz ich auf dem Sessel, an dem knisternden

Kamin, kochend summt der Wasserkessel längst

verklungne Melodien. Dämmernd kommt heraufgestiegen

manche längst vergessne Zeit, wie mit bunten

Maskenzügen und verblichner Herrlichkeit

HEINRICH HEINE 15

19 20 21 22


Advent – welche Erinnerungen sind mit diesem einen

Wort verbunden. Mutter richtete jedes Jahr liebevoll

die festliche Porzellanschale her. Apfelsinen, Äpfel,

Nüsse und immer einige grüne Tannenzweige fanden

darin Platz. Wir Kinder saßen ehrfurchtsvoll davor

und unsere Augen leuchteten. Die Vorfreude auf

Weihnachten brannte wie ein Feuer in unseren Herzen.

GUDRUN KROPP

Ein Fichtenbaum steht einsam im Norden

auf kahler Höh. Ihn schläfert; mit weißer Decke

umhüllen ihn Eis und Schnee.

Er träumt von einer Palme, die fern im Morgenland,

einsam und schweigend trauert auf

brennender Felsenwand.

HEINRICH HEINE

Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,

mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit,

und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle

schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,

und das alte Lied von Gott und Christ

bebt durch Seelen und verkündet leise,

dass die kleinste Welt die größte ist.

JOACHIM RINGELNATZ

Weihnachtswunsch

Ein bisschen Zeit,

ein bisschen Ruh,

ein warmes Zimmer,

euch dazu und nur

ein paar Moneten.

Darum will ich

heute beten.

TRUDE MARZIK

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Nicht vergessen:

Heute ist Nikolaus! Eine gute

Gelegenheit, jemandem, der

Ihnen am Herzen liegt, eine

kleine Freude zu machen.

Oder Sie überraschen einfach

mal Ihren Nachbarn...

6

Märchen

Auf der Suche

nach etwas Schönem

wie Schnee

ging ich leer aus,

bis es des Wegs

zu schneien begann

ELISABETH BORCHERS

7

Zu Weihnachten Grüße zu

verschicken, ist eine junge

Tradition. Die erste Weihnachtskarte

soll 1841 von

einem schottischen Buchhändler

zwecks Schaufensterdekoration

ausgestellt

worden sein. Erst 2 Jahre

später wurden die ersten

Karten per Post

verschickt.

11 12

FREUNDSCHAFT

Die Freundschaft vermehrt

das Gute und verteilt

das Schlimme:

Sie ist das einzige Mittel

gegen das Unglück und ist

das Freiatmen der Seele.

BALTASAR GRACIÁN

Y MORALES

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Liebe Bewohnerinnen

und Bewohner,

liebe Freunde der Hardt!

Wir wünschen Ihnen allen

ein schönes Weihnachtsfest

und ein gutes, gesundes

und glückliches Jahr 2008.

23 24


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LAND UND LEUTE: ANNIKA HERZBERG IM GESPRÄCH MIT

Zwei Herzen

IM GLEICHEN TAKT

Die Liebe zur Musik und zu fernen Kulturen haben Brigitte

und Hans Albert Kleineick in viele verschiedene Länder

und Konzertsäle geführt. Noch heute lassen sie kaum ein

klassisches Konzert des Wuppertaler Symphonieorchesters

aus – und manchmal muss es eben auch Salzburg sein...

Erinnern Sie sich an die letzte Ausgabe der

Hardtgold? Dort haben wir Margarete und

Wilhelm Hausmann kennen gelernt, die bis

in die 1980er Jahre ihre Bäckerei und Konditorei

mit Café in der Schönen Gasse in Elberfeld

führten. Und nun raten Sie mal, was

meine neuen Gesprächspartner viele Jahre

beruflich gemacht haben! Exakt das gleiche!

Hans Albert Kleineick hatte

ebenfalls eine Bäckerei in Elberfeld,

die er zusammen mit seinen

Eltern geführt hat. Und das ist

nicht die einzige Gemeinsamkeit,

aber dazu später...

Hans Albert Kleineick, im Jahre 1935 in Wuppertal

geboren, lernt im Betrieb seiner Eltern

das Bäckerhandwerk. Nach dem Krieg, Ende

der 1940er Jahre, wird die Bäckerei in der Reitbahnstraße

wieder neu eröffnet. Dort ist Hans

Albert Kleineick mit seinen Eltern tätig. Brigitte

Kleineick, geborene Böhnke, ergeht es wie so

vielen Menschen in dieser Zeit. 1941 in

Deutsch Eylau in Westpreußen geboren, muss

sie mit ihrer Familie fliehen. Fast ein ganzes

Jahr sind sie von Ost nach West unterwegs, bis

sie bei Verwandten in Hagen aufgenommen

werden. Von dort kommen sie über Haßlinghausen

schließlich in die Stadt an der Wupper.

Mit Studiosus

um die Welt

Im Jahr 1969 lernen sich Brigitte und Hans

Albert Kleineick durch eine Zeitungsannonce

hier kennen. Es funkt zwar nicht sofort,

aber nach ein paar Monaten ist es dann plötzlich

doch beiden klar: Wir lieben uns und

gehören zusammen! Anfang September 1970

wird am Schusterplatz in der Elberfelder

Nordstadt Hochzeit gefeiert. 1969 wird die

Bäckerei geschlossen. Von da an

arbeitet Hans Albert Kleineick

bis zu seiner Rente bei der

Sparkasse. Brigitte Kleineick ist

als kaufmännische Angestellte

21 Jahre bei Gramse und danach lange Zeit bei

der Firma Helsper in Cronenberg tätig.

Schon immer war es ihr Traum, ferne Länder

kennen zu lernen – im Jahr 1996 ist es dann

endlich soweit: Die erste große Reise steht an,

die sie nach Kanada führt. Es wird nicht die

letzte sein. Brigitte und Hans Albert Kleineick

entdecken Studiosus-Reisen und mit diesem

Veranstalter viele Länder und Kulturen.

Es wird, wie bei Ehepaar Hausmann, zum

Hobby und ist es bis heute geblieben. Die

letzte große Reise liegt nun zwar schon ein

paar Jahre zurück; 2004 waren sie in Argentinien,

Chile und Feuerland – ein Aufenthalt

übrigens, der beide stark beeindruckt hat.


Sie haben viele verschiedene Menschen auf ihren

Reisen kennen gelernt und manchen Prominenten

im Ausland getroffen. Neben den Schauspielern

Michael Lesch und Maximilian Schell

haben sie im Juli 2002 – vor

einer Aufführung der Zauberflöte

bei den Salzburger Festspielen –

sogar Richard von Weizsäcker

und Claus Theo Gärtner getroffen. Alle haben

sie mit Natürlichkeit und Offenheit überrascht.

Wenn sie heute reisen, geht es zwar nicht mehr

ganz so weit weg, aber die Leidenschaft für andere

Orte, Menschen und Kultur in jeglicher

Form ist geblieben. So fahren sie zum Beispiel

„Unsere Heimat

ist Wuppertal.“

BRIGITTE & HANS ALBERT KLEINEICK

BILDER OBEN:

Brigitte mit sechs Jahren in Haßlinghausen;

Hans Albert, ebenfalls im Alter von sechs, auf

der Hardt; das frischgebackene Ehepaar vor

dem Elberfelder Rathaus am 8.9.1970

gern in die Schweiz oder zu den Salzburger

Festspielen. Und da wären wir auch schon bei

der zweiten Leidenschaft, die Brigitte und Hans

Albert Kleineick neben dem Reisen verbindet:

Beide lieben klassische Musik –

und das nicht nur in Salzburg.

Auch die Konzerte des Wuppertaler

Sinfonieorchesters in der

Historischen Stadthalle verpassen sie nur selten.

„Wir sind zwar viel und weit gereist, aber

immer gern zurückgekommen. Wuppertal ist

unsere Heimat und jetzt ist das Service-

Wohnen AN DER HARDT unser Zuhause.

Wir fühlen uns hier mehr als wohl.“

BILDER UNTEN:

Brigitte und Hans

Albert Kleineick

bei einer Gästeehrung

in Bad

Wiessee; vor

dem Taj Mahal

in Indien 2001;

auf den Osterinseln

im Jahr 2003


12

13

WUPPERTAL – GESTERN

BILD OBEN:

Luftaufnahme

der Arrenberg’schen

Höfe;

links oben ist die

Wupper zu sehen.

Erst wenige Jahre ist es her, dass wir meine

Schwiegermutter im Klinikum am Arrenberg

besucht haben, wo sie wegen eines Herzleidens

lag. Weil ich sonst nur selten in diesem Teil

Elberfelds bin, habe ich die Um-

gebung genau betrachtet. Mir

fiel auf, dass der zweite Weltkrieg

hier nur wenige Spuren

hinterlassen hat. Im Gegensatz

zur östlichen Südstadt Elberfelds sind am Arrenberg

die meisten Straßenzüge mit ihren

Altbauten erhalten geblieben. Doch die Zeit

nagt an der Bausubstanz und so droht dem

Gründerzeitviertel am Fuße des Kiesbergs der

langsame Verfall.

Die Geschichte des Arrenbergs lässt sich recht weit

zurückverfolgen. In der zweiten Hälfte des

zehnten Jahrhunderts errichtet das Erzstift Köln

den Tafelhof Elberfeld. Die christlichen Frühsiedler

kultivieren die weithin mit Wäldern bedeckte

Landschaft und kommen mit ihren wirtschaftlichen

Erträgen für die Tafelkosten der

fürstlichen Hofhaltung auf. Anfang des 14.

Jahrhunderts wird der „Hof Arrenberg“ erst-

AUF EINEN BLICK: ZEITACHSE ARRENBERG

Im 14. Jahrhundert wird

der „Hof Arrenberg“ erstmals

urkundlich erwähnt

Um 1517 finden

sich am Arrenberg

bereits zahlreiche

Bleicherbetriebe

1610 wird

Elberfeld zur

Stadt ernannt

Ein Viertel

IM AUFBRUCH

Vom beliebten und gepflegten Briller Viertel nur

durch die Talsohle getrennt liegt der Elberfelder

Stadtteil Arrenberg. Er ist ein typischer Stadtteil

für Wuppertal, denn die Architektur spiegelt die

Industrie- und Kulturtradition und gleichzeitig den

Strukturwandel wider. Jetzt entsteht hier Neues.

Gründerzeit am

Fuße des Kiesbergs

Anfang des 19. Jahrhunderts

hat das Textilgewerbe die

Landwirtschaft fast völlig

verdrängt

1841 Eröffnung der Bahnstrecke

von Elberfeld nach

Düsseldorf mit dem Bahnhof

Steinbeck

mals urkundlich erwähnt. Er befand sich auf

dem Gelände des heutigen Kinderspielplatzes

an der Dammstraße, Ecke Riemenstraße.

Gut hundert Jahre später finden sich zahlreiche

Bleichbetriebe am Arrenberg, die

Textilien aus Ostwestfalen und

Hessen veredeln. Im Jahr 1610

erhält Elberfeld die Stadtrechte.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts

hat das Textilgewerbe die Landwirtschaft nahezu

vollständig verdrängt. 1841 wird die

Bahnstrecke von Elberfeld nach Düsseldorf mit

ihrem Bahnhof Steinbeck eröffnet.

Knapp zwanzig Jahre später ist die Bevölkerung

von Elberfeld so stark gewachsen, dass sie ein

weiteres Krankenhaus benötigt. Es wird zwischen

Simonstraße und Arrenberger Straße

errichtet. 1866 siedelt Friedrich Bayer seinen

Produktionsbetrieb im Westen des Arrenbergs

an und gute zehn Jahre später entsteht ein

Schlachthof direkt an der Bahnlinie. Die Industrieansiedlung

lockt viele Handwerker und Zulieferindustrie

an, so dass immer mehr Menschen

in das Viertel ziehen. Am Wupperufer,

1859-1865 Errichtung

eines Krankenhauses

am Arrenberg

1866 Friedrich Bayer siedelt

seinen Produktionsbetrieb an

1879 entsteht

der Schlachthof


zwischen dem Weinkontor und dem Robert-

Daum-Platz, entstehen auch etliche kleinere

Betriebe wie z.B. die Firma Elba.

Doch die Blüte findet ein Ende. In den 1970er Jahren

stellen die meisten Großbetriebe im Quartier

ihren Betrieb ein. Besonders die Schließung

des Schlachthofs hat beträchtliche Auswirkungen

auf die Infrastruktur des Arrenbergs.

Handel und Gastronomie, aber auch Zulieferindustrie

und Handwerk gehen stetig zurück.

Schließlich wird in den 1990er Jahren der

Betrieb bei der Firma Elba eingestellt und

auch das Bahnausbesserungswerk wird 2002

geschlossen. Selbst das ehemalige Ferdinand-

Sauerbruch-Klinikum, das heute zum Helios

Klinikum Wuppertal gehört, hat nach und nach

einen Großteil der alten Gebäude verlassen und

die Fachbereiche Unfallchirurgie, Dermatologie

und Endokrinologie in das Haupthaus in

Barmen verlegt. Nur das Herzzentrum ist am

Arrenberg geblieben. Auch das ist ein Grund,

warum der Bereich zwischen Friedrich-Ebert-

Straße und Wupperufer lange verwaist wirkte.

Leere Klinikgebäude, kaum Gewerbe, marode

Häuser und unter ihren Bewohnern ein hoher

Migrantenanteil haben das Viertel ins Hintertreffen

geraten lassen.

Aber man kann es auch anders sehen – positiv:

Der Arrenberg ist ein multikultureller Stadtteil

mit typischer Wuppertaler Geschichte und Architektur,

der gerade deshalb viel zu bieten hat.

Die Nähe zur Wupper und zum grünen

Kiesberg mit seiner Königshöhe spiegelt wider,

Die Industrieansiedlung

zieht viele Handwerker

sowie Zulieferindustrie

an // Am Wupperufer

entstehen kleinere

Betriebe wie z.B. Elba //

Am Steinbecker Bahnhof

entsteht ein Zollhof

In den 1970er Jahren stellen viele

Großbetriebe den Betrieb ein //

Schließung des Schlachthofs //

Stetiger Rückgang von Handel,

Gastronomie, Zulieferindustrie

und Handwerk

Einige der schönen, alten

Gebäude sind schon

restauriert und die einzelnen

Etagen zu ausgefallenen

Eigentumswohnungen

ausgebaut. Wer also

modernen Komfort in alten

Gemäuern sucht, findet

hier sicher das Richtige.

In den 1990er Jahren

stellt die Firma Elba

ihren Betrieb ein

2002 Schließung

des Bahnausbesserungswerks

UND HEUTE

Schöne Details wie

dieses alte Schild findet

man hier an vielen Ecken.

Mittelpunkt des ehemaligen

Ferdinand-

Sauerbruch-Klinikums

war der Brunnen

inmitten der Parkanlage.

Auch heute bilden die

alten Brunnenmauern

das Zentrum der

Arrenberg’schen Höfe

in Elberfeld.

2006

Aufbruch am

Arrenberg


14

15

FOTOS VON LINKS NACH RECHTS:

Hier entstehen unter anderem individuelle Eigentumswohnungen von 47 bis 167 qm. Der kleine Park auf

dem Gelände der Arrenberg’schen Höfe bietet eine friedvolle, idyllische Atmosphäre mitten in der Stadt.

Das Haus 16 wird inzwischen von Studenten der Bergischen Universität bewohnt.

was unsere Stadt besonders macht: Die Bergund

Tallandschaft mit ihrem ganz eigenen Reiz.

Es lohnt, die Altbauten – und damit das Gründerzeitflair

– zu erhalten und dem ins Abseits

geratenen Viertel neues Leben einzuhauchen.

Das aber heißt, es muss investiert werden!

Diesem Gedanken hat sich die Arrenberg

Entwicklungs- und Investitions-GmbH

verpflichtet.

Sie will helfen, das vernachlässigte

Viertel zu einem beliebten Quartier Elberfelds

zu machen, in dem die Menschen gern

wohnen, arbeiten und leben. Herzstück ist das

Gelände des ehemaligen Ferdinand-Sauerbruch-

Klinikums, das mit seinen Gebäuden aus der

Mitte des 19. Jahrhunderts und der grünen

Parkanlage im Zentrum des Viertels liegt.

Der neue Name für das alte Gelände: Arrenberg’sche

Höfe. Das Motto: „Aufbruch und

Fortschritt durch Revitalisierung“. Unter der

Leitung von Dr. Bodo Küpper entsteht hier

neuer Lebensraum, der den veränderten Bedürfnissen

der Menschen Rechnung trägt.

Kindertagesstätte, Studentenwohnheim und

weitere Wohneinheiten wurden bereits 2006

TEILNAHME-COUPON

AUSSCHNEIDEN UND GEWINNEN!

LÖSUNG


Name

Wohnungsnummer

Reizvolle Stadt

in der Stadt

WUPPERTAL – GESTERN UND HEUTE

fertiggestellt und bezogen. Zur Zeit werden

weitere Klinikhäuser zu individuellen Eigentumswohnungen

von 47 bis 167 qm ausgebaut,

die im Herbst 2008 beziehbar sein sollen.

Andere Gebäude sollen der Gesundheitspflege

dienen. Die Markthallen jedenfalls finden

bereits Anklang. Hier kann man

einkaufen, eine Kleinigkeit essen

oder einfach nur einen Kaffee

trinken. Die Arrenberg’schen

Höfe könnten also durchaus zu einer kleinen

reizvollen Stadt in der Stadt werden.

Inzwischen ist übrigens auch das Elba-Gebäude

nahe der Wupper abgerissen. Küpper hat das

Gelände erworben und möchte auch hier neue

Ideen umsetzen. Vier Wuppertaler Architekten

und 16 nationale und internationale Architekturbüros

starten einen Wettbewerb, um das

gesamte Areal zu planen. Schirmherr ist Oberbürgermeister

Peter Jung. 60 000 Euro Preisgeld

sind ausgelobt. Der Wandel dauert also

an. Es ist ein Prozess, der Zeit und Engagement

braucht – die Idee jedenfalls überzeugt.

Von Rolf Herzberg

Welcher medizinische Fachbereich des Helios

Klinikums bleibt weiterhin am Arrenberg?

Tragen Sie die Lösung links ein und ab mit

dem Coupon bis zum 11.1.08 in die gelbe Box

am Empfang! Gewinnen Sie einen Kalender vom

Service-Wohnen AN DER HARDT. Viel Glück!

STADTQUIZ


DR. DAVID LAZICA

Richtig essen im Alter

Wohlbefinden und Vitalität sind wesentliche Voraussetzungen

für das Lebensgefühl im Alter. Das Altern selbst ist nicht zu

verhindern, doch eine gesundheitsbewusste Lebensführung

kann die Alterungsvorgänge deutlich hinauszögern.

Nicht nur die altersbedingten Veränderungen des

Körpers bestimmen den Ernährungszustand älterer

Menschen. Auch soziale und psychosoziale Faktoren

wie die Lebenssituation, das soziale Umfeld oder die

Wohnsituation nehmen darauf Einfluss.

Zwischen dem 55. und 75. Lebensjahr nimmt der Energiebedarf

um 8 Prozent ab – danach sogar um weitere

10 Prozent. Die Ernährung sollte sich auch und gerade

im Alter an diesem Energiebedarf orientieren.

Dabei sind diese Werte als Richtwerte zu verstehen,

denn körperliche Aktivitäten und die Geschwindigkeit

des eigenen Stoffwechsels beeinflussen den Energiebedarf

natürlich.

Viele ältere Menschen ernähren sich leider nicht

ausgewogen und ihrem Bedarf entsprechend. Hinzu

kommt, dass sich auch einige Medikamente, die besonders

im Alter eingenommen werden, auf den Körper

auswirken. An erster Stelle sind hier „Rheumamittel“

zu nennen, die u.a. zu chronischen Entzündungen

des Magen-Darmtraktes führen können. Eine weitere

wichtige Gruppe sind die Entwässerungstabletten

(Diuretika), die wegen Herzschwäche oder Bluthochdruck

eingenommen werden. Sie können zu schwerem

Flüssigkeitsmangel und Elektrolytstörungen führen.

Es ist also nicht verwunderlich, dass Fehlernährung

(Malnutrition) bei ärztlichen Untersuchungen die

häufigste Diagnose bei älteren Menschen ist.

Bei der Ernährung ab 65 Jahren ist deshalb vor

allem darauf zu achten, dass nicht mehr so viel

Energie in Form von Kalorien benötigt wird und

daher die Energiezufuhr verringert werden muss.

Der Grundumsatz, also das Stoffwechselgeschehen,

verlangsamt sich bei älteren Menschen. Der Eiweiß-,

Mineralstoff- und Vitaminbedarf bleibt jedoch auch

im Alter unverändert. Aus diesem Grund müssen die

Lebensmittel besonders sorgfältig ausgewählt und

darauf geachtet werden, dass besonders vitamin-,

mineralstoff- und eiweißreiche Lebensmittel

gegessen werden.

Bei der Zubereitung sollte auf besonders schonende

Gartechniken geachtet werden. Zur Vermeidung von

Knochenbrüchigkeit (Osteoporose) ist auf eine ausreichende

Calciumbedarfsdeckung durch Milch und

Milchprodukte sowie eine ausreichende Vitamin-C-

Zufuhr durch Obst und Gemüse zu achten. Bei älteren

Menschen sinkt der Fett- und Kohlehydratbedarf par-

Doktor David Lazica, ist Facharzt

für Urologie und Oberarzt am Helios

Klinikum in Wuppertal-Barmen.

Die Mischung aus fachlicher

Kompetenz und menschlichem

Engagement zeichnet ihn aus.

allel zum Energiebedarf. Insbesondere der Cholesteringehalt

sollte bei älteren Menschen deshalb beobachtet

werden. Der Flüssigkeitsbedarf sinkt dagegen im

Alter nicht. Da bei älteren Menschen aber häufig das

Durstgefühl nachlässt, ist bei ihnen besonders darauf

zu achten, dass sie ausreichend Flüssigkeiten zu sich

nehmen.

Die folgenden Ernährungsempfehlungen richten

sich an gesunde ältere Menschen. Bestehen gesundheitliche

Einschränkungen, die das Einhalten einer

speziellen Ernährungsweise (Diät) z.B. bei Diabetes

mellitus notwendig machen, so sollten Sie dies bei der

Verpflegung unbedingt berücksichtigen und mit

Ihrem Hausarzt besprechen.

❚ Wenig Zucker! Um einer Altersdiabetes vorzubeugen,

sollten Sie die Zuckerzufuhr einschränken.

❚ Ausreichend Ballaststoffe! Um Verstopfungen zu

vermeiden, essen Sie ausreichend Vollkornprodukte

wie Reis, Teigwaren, Hirse und Brotwaren!

❚ Täglich Gemüse und Salat sowie Milch(produkte)!

❚ 2 mal Seefisch, 2-3 mal Fleisch und den Rest der

Woche vegetarisch

❚ Vitamine geben Kraft: 2 Portionen Obst sollten es

täglich sein.

❚ Geschmacks- und Geruchssinn lassen nach: Würzen

Sie mit Kräutern und Gewürzen, nicht mit mehr Salz!

❚ Schränken Sie den Fettverzehr ein und bevorzugen

Sie pflanzliche Fette und Öle!

❚ Meiden Sie unverträgliche und schwer verdauliche,

belastende Lebensmittel!

❚ Fünf bis sechs kleinere ausgewogene Mahlzeiten

belasten den Organismus weniger als die üblichen

drei großen.

❚ Trinken nicht vergessen! Ihr Körper benötigt

1,5 bis 2 Liter pro Tag.

❚ Streben Sie Ihr Normalgewicht an!

Herzlich, Ihr Dr. David Lazica


DIES UND DAS

Ein Rätsel geht um die Welt

Sudoku, aus dem Japanischen (wörtlich:„Eine Zahl bleibt immer allein“),

ist ein Logikrätsel und ähnelt Magischen Quadraten. Die frühesten Vorläufer

waren die lateinischen Quadrate des Schweizer Mathematikers

Leonhard Euler, der solche unter dem Namen „Carré Latin“ bereits im

18. Jahrhundert verfasste.

Das heute bekannte Sudoku-Rätsel wurde von dem amerikanischen

Architekten Howard Garns unter dem Namen „Number Place“ im Jahr

1979 erfunden, es wurde jedoch erst in Japan 1986 unter dem Namen

Sudoku populär. Howard Garns verstarb 1989, sodass er nicht erleben

konnte, wie seine Kreation zu weltweiter Begeisterung führte. Der Neuseeländer

Wayne Gould lernte Sudoku auf einer Japanreise kennen und

brauchte sechs Jahre, um eine Software zu entwickeln, die neue Sudokus

per Knopfdruck erzeugen konnte. Anschließend bot er seine Rätsel der

Times in London an. Die Tageszeitung druckte die ersten Sudoku-Rätsel

und trat damit in der westlichen Welt eine Sudoku-Lawine los.

Sudoku

4

2

9

3

6

8

9

7

1

5

6

3

Machen Sie mit!

Diesmal verlosen wir ein Sudoku-Rätselbuch und ein

Frühstück für zwei Personen im beliebten Café

Grimm. Lösung bis zum 11.1.2008 in die gelbe Box am

Empfang – wir wüsnchen Ihnen viel Glück!

7

9

8

6

1

4

6

8

2

1

5

9

5

4

Zehn Erdmännchen

für 750,– EURO. Ob Martha Kopruch

für ein Jahr die Patenschaft von

allen Erdmännchen übernehmen

will, die in der letzten Hardtgold zu

sehen waren, darf an dieser Stelle

offen bleiben. Was es sie kosten

würde, hat sie jedenfalls exakt

berechnet. Wir gratulieren sehr

herzlich und wünschen Ihnen und

Ihrer Begleitung viel Freude beim

Besuch im Wuppertaler Zoo!

Spielanleitung

Das Spiel besteht aus einem Gitterfeld mit 3x3 Blöcken,

die jeweils in 3x3 Felder unterteilt sind, insgesamt

also 81 Felder in 9 Reihen und 9 Spalten.

In einige dieser Felder sind schon zu Beginn

Ziffern zwischen 1 und 9 eingetragen.

2

6

4

8

1

7

8

5

9

3

Ziel des Spiels ist es nun, die leeren Felder

des Rätsels so zu vervollständigen, dass

in jeder der je neun Zeilen, Spalten und

Blöcke jede Ziffer von 1 bis 9 genau

einmal auftritt.

Name

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