Mieterjournal - TAG Wohnungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH

dkb.sachsen.anhalt.de

Mieterjournal - TAG Wohnungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH

Juli 2012

Mieterjournal

Lutherstadt Wittenberg

Wohnen am

Trajuhnschen Park

Seite 4/5

DKB Wohnungsgesellschaft

Sachsen-Anhalt mbH

Informationen für Mieter der DKB Wohnungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH

Garten + Terrasse inklusive

In Burg entstehen fünf

Doppelhäuser für Mieter

Seite 6/7

Die Frankfurter Küche

Vor über 80 Jahren entstand die

Mutter aller Einbauküchen

Seite 10/11


Aktuell

Herzlich willkommen

und schön, dass Sie bei uns

wohnen!

Vielleicht haben Sie es gelesen oder von den

Nachbarn gehört: Die TAG Immobilien AG ist seit

März dieses Jahres der neue Gesellschafter der

DKB Immobilien AG-Gruppe

Was heißt das für Sie? Zuerst einmal „Herzlich Willkommen“!

Ihr Vermieter bleibt wie gehabt die DKB Wohnungsgesellschaft

Sachsen-Anhalt. Ihre Kundenbetreuer und Ansprechpartner

stehen Ihnen wie gewohnt mit Rat und Tat zur Seite und auch

Ihr Mieterjournal erhalten Sie heute. Die Verbesserung Ihrer

Wohnqualität liegt auch in unserem Interesse, wir sind hierbei

besonders bestrebt, wirtschaftlich und umweltschonend zu

arbeiten. Sie sehen, alles bleibt wie gehabt.

Neu für Sie ist, dass Sie jetzt Mieterin beziehungsweise Mieter

eines der führenden Wohnungsunternehmen in Deutschland

sind. Unser Portfolio an Wohnungen und Gewerbeeinheiten

deutschlandweit umfasst mehr als 56 000 Einheiten.

Unser Fokus ist hierbei eindeutig auf die Bewirtschaftung

und Entwicklung von Wohnimmobilien gerichtet. Die erreichte

Unternehmensgröße lässt uns effizient und nachhaltig mit

unseren Kapazitäten wirtschaften. Das ist ganz sicher auch

in Ihrem Sinn.

Für uns ist es wichtig, dass Sie sich zuhause fühlen und

dafür übernehmen wir die soziale Verantwortung. Wir haben

die in Ihrer Wohnungsgesellschaft etablierte Sozialcharta

übernommen und werden nach den bestehenden Kernelementen

handeln. Unser soziales Engagement bilden wir individuell

an den Standorten aus, so wie auch Sie das in Ihrem

Stadtteil kennen. Wir sind zum Beispiel in den Nord-Berliner

Beständen im Quartiersrat aktiv und fördern die Kinder- und

Seniorenarbeit in Salzgitter.

In den ersten gemeinsamen

Wochen als Unternehmensgruppe

haben wir uns

vor Ort umgesehen und beginnen

jetzt mit dem Prozess

des „Zusammenwachsens“.

Wir freuen uns, diesen

Weg mit Ihnen gemeinsam

zu gehen. Und bitte

scheuen Sie sich nicht, uns

bei Fragen einfach anzusprechen.

Rolf Elgeti

Vorsitzender des Vorstandes der DKB Immobilien AG

2

Lutherstadt Wittenberg

Auf der

Zielgeraden

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten im

Wohnblock Straße der Völkerfreundschaft

werden in den nächsten Wochen abgeschlossen

Zuletzt kommen die Maler. Zum Abschluss der Sanierungsarbeiten

in der Straße der Völkerfreundschaft werden in

den nächsten Wochen alle Treppenhäuser neu gestrichen.

In den zurückliegenden 14 Monaten hat sich im und um

den Wohnblock viel getan. Zweifellos am aufwändigsten

war der komplette Austausch aller Hauptleitungen für Wasser,

Abwasser und die Stromversorgung im gesamten

Wohnblock. „So eine Baumaßnahme ist für den Vermieter

eine organisatorische und logistische Herausforderung und

für die betroffenen Bewohner immer mit Einschränkungen

verbunden“, sagt Albrecht Hempel, Ge schäftsführer der

DKB Sachsen-Anhalt. „Daher möchten wir uns bei allen

Mieterinnen und Mietern bedanken, die uns mit viel Geduld

und Verständnis unterstützt haben.“

Parallel zur Sanierung der Versorgungsstränge wurde in

dem Haus die oberste Geschossdecke gedämmt und die in

die Jahre gekommene elektrische Begleitheizung der Warmwasserstränge

durch eine moderne Zirkulationsanlage ersetzt.

„Die Begleitheizung hat viel Strom verbraucht und bei

ohnehin steigenden Energiepreisen die Heizkosten zusätzlich

in die Höhe getrieben“, erklärt Lars Kretzschmar, der

für das Projekt zuständige Mitarbeiter der DKB Sachsen-

Anhalt. „Das haben wir jetzt geändert.“ Sowohl die Dämmung

als auch die Zirkulationsanlage verbessern die


Energiebilanz des Hauses: Wärmeenergiebedarf und Stromverbrauch

werden in Zukunft niedriger ausfallen.

Ein weiterer Sanierungsschwerpunkt war der vorbeugende

Brandschutz. In den Kellergängen wurden aus diesem

Grund Brandschutztüren eingesetzt. Außerdem hat die DKB

Sachsen-Anhalt sämtliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

(RWA) grundlegend modernisiert. Dazu gehörte auch

der Einbau neuer Lichtkuppeln in den Treppenhäusern.

Diese sind Teil der RWA und lassen sich im Ernstfall elektrisch

öffnen, damit Rauch abziehen und das Treppenhaus

als Fluchtweg genutzt werden kann.

Aber nicht nur im Haus wurde viel gemacht. Auch auf dem

Hof fallen die Veränderungen sofort ins Auge. Anfang 2011

hatte die Wohnungsbaugenossenschaft Wittenberg (WBG)

im Karree Straße der Völkerfreundschaft 88 bis 125 zwei

ihrer Blöcke abgerissen. Die so entstandene Freifläche

haben WBG und DKB Sachsen-Anhalt gemeinschaftlich zu

einem Park mit einem imposanten Quellstein im Zentrum,

Bänken, einer Fläche für Kugelspiele und Trockenplätzen

umgestaltet (siehe Seite 4/5). Bis zum Herbst werden der

neu angesäte Rasen bestimmt aufgegangen und die gepflanzten

Bäume angewachsen sein. Aber auch schon vorher

können Anwohner auf der Spielfläche eine ruhige

Boccia- oder Boulekugel schieben.

Insgesamt hat die DKB Sachsen-Anhalt rund eine Million

Euro für die Sanierung des Wohnblocks und die Gestaltung

des Parks aufgewendet. „Von dieser Investition werden die

Mieter und das Quartier langfristig profitieren“, ist Albrecht

Hempel überzeugt.

www.dkb-sachsen-anhalt.de

Editorial

Albrecht Hempel

Geschäftsführer

Guten Tag,

liebe Mieterinnen

und Mieter,

der Begriff Nachhaltigkeit ist aus unserem Wortschatz nicht

mehr wegzudenken. Für uns ist dieser Begriff aber mehr als

eine moderne Worthülse. Der Nachhaltigkeitsgedanke hat

Einfluss auf unsere tägliche Arbeit – sei es bei der Modernisierung

unseres Wohnungsbestandes oder bei der Quartiersentwicklung.

All diese Maßnahmen zielen darauf ab, dass Sie

sich in Ihrem Zuhause wohlfühlen – auf Dauer. Das jüngste

Beispiel dafür ist das Quartier Straße der Völkerfreundschaft

in der Lutherstadt Wittenberg. An diesem Standort haben wir

in den letzten 14 Monaten die Versorgungsleitungen und Sicherheitseinrichtungen

eines ganzen Wohnblocks komplett

saniert. Damit haben wir das Haus fit für die Zukunft gemacht

und gleichzeitig auch dessen Energiebilanz nachhaltig

verbessert.

Wohnqualität bemisst sich aber nicht allein an der Ausstattung

einer Wohnung, der Größe des Balkons oder der Miethöhe.

Aus vielen Gesprächen mit Mietern und Wohnungsinteressenten

wissen wir, dass Wohnumfeld und Nachbarschaft

wichtige Faktoren für die Wohnungswahl und die Mieterzufriedenheit

sind. Daher geht unser Engagement auch weit

über die Modernisierung und Verwaltung des Wohnungsbestandes

hin aus. Im Quartier Straße der Völkerfreundschaft

haben wir uns mit unserem Nachbarn und Konkurrenten zusammengetan,

um über die Grundstücksgrenzen hinweg gemeinsam

einen Park für alle Anwohner zu entwickeln. So

konnten wir das gesamte Quartier nachhaltig stärken und

noch attraktiver für seine Bewohner machen.

3

Christian Rokosch

Geschäftsführer


Aktuell

„Parktaschen“ im Treppenhaus

Wohin mit dem Kinderwagen oder dem Rollator? Mieter wie

auch Vermieter stellen sich regelmäßig diese Frage. Vor gut

zwei Jahren hat die DKB Sachsen-Anhalt deshalb in Dessau

begonnen, in einigen Hausfluren des Werner-Seelenbinder-

Rings und der Gustav-Jeuthe-Straße „Parktaschen“ anzulegen.

Dafür werden auf Höhe des Erdgeschosses Zwischendecken

in die Lichtschächte der Treppenhäuser eingezogen.

Die so entstandenen Stellflächen bieten Platz für zwei bis

drei Kinderwagen oder Rollatoren.

Die Lösung hat sich bewährt: Die Plätze werden von den

Bewohnern gern und viel genutzt. Gerade für junge Familien

mit Nachwuchs ist ein sicherer Parkplatz für den Kinderwagen

im Hausflur ein Argument bei der Entscheidung für oder

gegen eine Wohnung.

Aus diesem Grund hat die DKB Sachsen-Anhalt jetzt in fünf

weiteren Aufgängen der Gustav-Jeuthe-Straße Zwischendecken

einziehen lassen. Rund 1000 Euro kostet jede neue

Abstellfläche. Für das nächste Jahr sind weitere geplant.

Garagen für Fahrrad oder Rollator

Anfang Juni hat die DKB Sachsen-Anhalt in Dessau und Wittenberg

mehrere Fahrradgaragen aufstellen lassen. Dieses

Angebot richtet sich vor allem an die älteren Mieter: Nutzer

einer Fahrradgarage müssen ihr Rad nicht mehr die Kellertreppe

rauf und runter tragen.

Zehn Euro Miete pro Monat kostet so ein bequemer und

sicherer Unterstand für den Drahtesel. Natürlich kann man

auch einen Rollator in den verschließbaren Boxen aus

Beton trocken und sicher verwahren.

Die jetzt aufgestellten Garagen sind bereits komplett vermietet.

Sollten sich aber weitere Interessenten melden,

wird die DKB Sachsen-Anhalt prüfen, an welchen Standorten

weitere Boxen aufgestellt werden können.

Praktisch, sicher und trocken. Eine Fahrradgarage bietet ausreichend

Platz für einen Drahtesel oder einen Rollator.

4

Lutherstadt Wittenberg

Grüner Wohnen

In einem „grenzüberschreitenden“ Gemein schafts -

projekt haben die Wohnungsbau genossen schaft

Wittenberg und die DKB Sachsen-Anhalt eine

große Grün- und Spielanlage mit Wasserspiel

und Bocciaplatz für die Anwohner der Straße der

Völkerfreundschaft geschaffen

Kein Plätschern ist zu hören. Geräuschlos quillt Wasser aus

dem Findling und sucht sich seinen Weg zurück in den Untergrund.

Der mächtige Quellstein ist zweifellos der Hingucker

des Ende Mai mit Bratwurst, Bier und Fassbrause

offiziell eingeweihten Parks im Karree Straße der Völkerfreundschaft

88 bis 125.

In einem Gemeinschaftsprojekt haben die Wohnungsbaugenossenschaft

Wittenberg (WBG) und die DKB Sachsen-

Anhalt die rund 5000 Quadratmeter große Freifläche

Wasser aus dem Untergrund. Der mächtige Quellstein im Zentrum des

Parks stammt aus einem Steinbruch bei Schierke im Harz. Damit Wasser

aus dem Stein sprudeln kann, wird das Grundwasser unter dem Park

mit einer kleinen Pumpe angezapft.

zwischen den vier Wohnblöcken in einen Park für die Bewohner

der umliegenden 400 Wohnungen umgestaltet.

Dabei wurden die vorhandenen Grün- und Spielanlagen im

Hofbereich des Blocks der DKB Sachens-Anhalt in das Gestaltungskonzept

integriert und durch einen neu angelegten

Weg in den Park eingebunden.

Anfang 2011 hatte die WBG zwei ihrer Wohnblöcke in dem

Karree abgerissen und so erst den Platz für den Park geschaffen.

WBG und DKB Sachsen-Anhalt waren sich schnell

einig, die Gestaltung der Freifläche nicht an der gemeinsamen

Grundstücksgrenze enden zu lassen. Das Ergebnis der

Zusammenarbeit kann sich wirklich sehen lassen.

www.dkb-sachsen-anhalt.de


Die Kosten für die Errichtung und die künftige Pflege des

Parks teilen sich WBG und DKB Sachsen-Anhalt entsprechend

der Grundstücksanteile.

Eine Arbeitsgruppe der Bewohner hat sich aktiv an der

Planung des Parks beteiligt. Auf ihre Anregung hin wurde

beispielsweise der gesamte Park eingezäunt, um so dem

Vandalismus vorzubeugen. Zugang haben nur die Bewohner

der umliegenden Wohnungen. Mit ihren Hausschlüsseln

können sie die Tore zum Park öffnen. Eine Parkordnung

gab es zur offiziellen Einweihung noch nicht. Sie

soll im Laufe der Zeit in Abstimmung mit der Arbeitsgruppe

und den Wünschen der Bewohner entstehen.

Der Park ist aber noch mehr als eine anspruchsvoll gestaltete

Grünanlage mit Bänken zum Ausruhen oder Plaudern

in der Sonne. Auf einem eigens angelegten Spielfeld

kann man sich bei einer Partie Boccia, Boule oder Pétanque

hier auch sportlich betätigen. Bei diesen vor allem

in Italien, Frankreich und Spanien beliebten Spielen geht

es im Grunde immer um eines: Die Mitspieler müssen

ihre Kugeln möglichst nah an eine kleine Zielkugel werfen

oder rollen. Die Geselligkeit steht bei diesem recht geruhsamen

Freiluftsport über dem Leistungsgedanken.

„Der Park bedeutet eine erhebliche Aufwertung des Quartiers

und bringt einen echten Mehrwert für die Anwohner“,

ist Albrecht Hempel, Geschäftsführer der DKB

Sachsen-Anhalt überzeugt. „Bei der Vermietung ist er mit

Sicherheit ein gutes Argument.“

Eine ruhige Kugel schieben. Hans Keller, Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft

Wittenberg, und Albrecht Hempel, Geschäftsführer

der DKB Sachsen-Anhalt (rechts) haben auf dem neuen

Bocciaplatz die ersten Kugeln gerollt.

5


Foto: lifeonwhite.com

Aktuell

Auf die Größe kommt es an. Nicht jeder Hund darf in eine Mietwohnung

in einem Mehrfamilienhaus einziehen.

Hunde in der Mietwohnung –

ohne die Zustimmung des

Vermieters geht es nicht

Ob Dackel oder Dogge – unter den Vierbeinern gilt der

Hund als bester Freund des Menschen. In Deutschland lebt

in rund 13 Prozent aller Haushalte ein Hund – insgesamt

etwa fünf Millionen. Im internationalen Vergleich ist das

zwar relativ wenig, aber selbst fünf Millionen Hunde sind

schon ein beachtliches Rudel.

Auch bei vielen Mietern der DKB Sachsen-Anhalt gehört ein

Hund zur Familie und lebt mit in der Wohnung. Vor allem

ältere Mieter entscheiden sich immer öfter für einen vierbeinigen

Begleiter. Bevor Mieter sich jedoch einen Hund anschaffen,

muss der Vermieter der Hundehaltung zustimmen

– dies ist in jedem Mietvertrag so geregelt.

Ein wichtiges Kriterium für die Zustimmung ist die Größe

des Vierbeiners. In der Regel gilt eine Widerristhöhe (Schulterhöhe)

von bis zu 40 Zentimetern als zulässige Größe. Das

heißt: Dackel ja, Dogge nein. So genannte „Kampfhunde“

bilden eine Ausnahme. Im Interesse der Sicherheit der Mitbewohner

wird für alle als gefährlich eingestuften Hunderassen

in keinem Fall eine Genehmigung erteilt.

Um nachbarschaftlichen Konflikten vorzubeugen, ist es ratsam,

schon vor dem Hundekauf auch seine Nachbarn über

den geplanten neuen Mitbewohner zu informieren und

deren Einverständnis einzuholen.

Mit der Erlaubnis zur Hundehaltung verpflichtet sich jeder

Hundebesitzer zur Einhaltung grundsätzlicher Regeln. Dazu

gehört, dass Hunde in der Wohnanlage immer an der Leine

zu führen sind, Grünanlagen nicht verunreinigt werden dürfen,

Hundekot sofort zu beseitigen ist und Mitbewohner

nicht belästigt werden dürfen. Außerdem haftet ein Hundehalter

für sämtliche von seinem Schützling in der Wohnung

oder im Treppenhaus verursachten Schäden.

Die Erlaubnis des Vermieters zur Hundehaltung kann jederzeit

widerrufen werden, etwa wenn die Ruhe im Haus durch

dauerhaftes Gebell gestört wird oder der Hund das Treppenhaus

oder die Grünanlagen um das Haus permanent verschmutzt.

Die Rücksichtnahme der Hundbesitzer auf ihre

Mitbewohner ist für ein gutes nachbarschaftliches Miteinander

unerlässlich.

6

Burg

Garten und

Terrasse inklusive

In Burg entstehen fünf Doppelhäuser zur Miete.

Im Spätsommer – noch vor dem Ende der

Garten- und Grillsaison – können die ersten

Häuser bezogen werden

Anfang des Jahres hat die DKB Sachsen-Anhalt mit dem

Bau von fünf Doppelhäusern in Burg bei Magdeburg begonnen.

Wenn alles nach Plan läuft, können die ersten Mieter

voraussichtlich noch im September ihr neues Heim im

Wohngebiet Grabower Landstraße beziehen. „Durch die

Nähe zur Landeshauptstadt und die gute Verkehrsanbindung

ist Burg ein guter Standort für so ein Bauvorhaben“,

meint Albrecht Hempel, Geschäftsführer der DKB Sachsen-

Anhalt. „Unser Angebot verbindet die Vorzüge eines Eigenheimes

und einer Mietwohnung.“

Zu jeder Doppelhaushälfte gehört eine eigene Terrasse und

ein kleiner Garten – zur individuellen Nutzung. Auf der anderen

Seite sind die Mieter der Häuser aber nicht wie bei

einem Eigenheim langfristig an eine Immobilie gebunden.

Gerade für junge Familien, denen oft das nötige Eigenkapital

für ein eigenes Haus fehlt oder die aus beruflichen Gründen

mobil bleiben wollen, dabei aber nicht auf die Vorzüge

eines Einfamilienhauses in ruhiger und grüner Lage verzichten

möchten, sind die Doppelhäuser zur Miete eine gute

und durchaus preiswerte Alternative.

Zehn moderne Doppelhaushälften

zur Miete im Wohngebiet Grabower

Landstraße am Schwarzdornweg und

an der Heckenbreite











3 oder 4 Zimmer

circa 114 m² Wohnfläche

Grundstücksgröße von rund 440 m²

Terrasse

Gäste-WC

gefliestes Bad mit Wanne und Dusche

Rollläden an den Fenstern im Erdgeschoss und

der Süd-Westfassade

Fußbodenheizung

PKW-Stellplatz

740 € Nettokaltmiete + Nebenkosten

Vermietung und weitere Infos täglich unter

Telefon 039201 90 92 36

Mobil 0173 60 00 448

www.dkb-sachsen-anhalt.de


Burg, die Kreisstadt des Landkreises

Jerichower Land, liegt

etwa 25 Kilometer nordöstlich

vor den Toren Magdeburgs.

Über die Autobahn A2 oder die

Bundesstraße B1 braucht man

mit dem Auto circa 30 Minuten in die sachsen-anhaltische

Landeshauptstadt. Mit dem Regionalexpress der Bahn geht

es sogar noch etwas schneller.

www.dkb-sachsen-anhalt.de

In der rund 24 000 Einwohner zählenden Stadt finden Sie

vielfältige Einkaufsmöglichkeiten und eine gut ausgebaute

Infrastruktur für Familien mit Kindern.

Der Niegripper und Parchauer See, das Bürgerholz am

Rande der Stadt, der Elbe-Havel-Kanal und die nahegelegenen

Elbauen mit einem weitläufigen Radwegenetz sind beliebte

Naherholungsgebiete der Burger und bieten viele

Möglichkeiten für eine aktive Freizeitgestaltung zu Lande,

am und auf dem Wasser.

Erdgeschoss Variante mit 3 Zimmern Variante mit 4 Zimmern Spitzboden

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Aktuell

Reines Wasser

Am 1. November 2011 ist die Novelle zur Trinkwasserverordnung

in Kraft getreten. Medienberichte über die

darin enthaltenen Veränderungen, vor allem die Pflicht

zur Kontrolle des Warmwassers auf Legionellenbefall,

haben bei zahlreichen Mietern Fragen aufgeworfen

oder für Verunsicherung gesorgt. Deshalb beantworten

wir die am häufigsten gestellten Fragen.

Was hat sich verändert?

Natürlich waren die Wasserversorger auch vor dem 1. November

2011 verpflichtet, sauberes Trinkwasser zu liefern

und dies auch regelmäßig zu kontrollieren. Neu ist, dass Anlagen

zur Trinkwassererwärmung in Wohngebäuden regelmäßig

auf Legionellen zu untersuchen sind. Dafür müssen

Wasserproben an der Aufbereitungsanlage selbst und in

einer Wohnung entnommen werden.

Muss der Mieter mitwirken?

Ja, aber nicht in jeder Wohnung wird eine Probe genommen.

Vorgeschrieben ist die am weitesten von der Aufbereitungsanlage

im Keller entfernte Wohnung. An der Mischbatterie

im Bad wird die Probe genommen. Da es sich um eine gesetzlich

vorgeschriebene Maßnahme handelt, ist der Mieter

verpflichtet, Zugang zu gewähren. Mit den betroffenen Mietern

wird natürlich rechtzeitig ein Termin vereinbart.

Wer führt die Entnahme der Wasserprobe durch?

Die Probenentnahmen werden ausschließlich durch autorisiertes

Personal durchgeführt, das sich bei Ihnen ausweist.

Wer trägt die Kosten der Untersuchung?

Die Kosten der regelmäßig durchzuführenden Kontrollen

sind den Kosten der Wasserversorgung zuzuordnen und

daher im Rahmen der Betriebskostenabrechnung umlagefähig.

Natürlich nehmen wir auch in diesem Fall das Wirtschaftlichkeitsgebot

ernst und werden die Kosten auf das

absolut Erforderliche begrenzen.

Was sind Legionellen und wie breiten sie sich aus?

Legionellen sind Bakterien, die sich im Warmwasser vermehren.

Ab einer bestimmten Legionellenkonzentration

müssen Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Das heißt

aber nicht, dass bei Überschreitung des Grenzwertes bereits

akute gesundheitliche Gefahren für den Verbraucher

bestehen.

Legionellen vermehren sich besonders gut in stehendem

Wasser mit einer Temperatur von 25 bis 50 Grad Celsius.

Die Vermeidung dieses Temperaturbereiches und die regelmäßige

Nutzung aller Entnahmestellen können somit eine

unzulässige Vermehrung von Legionellen verhindern.

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Welche Krankheiten können Legionellen auslösen?

Legionellen können Pontiac-Fieber und Lungenentzündungen

verursachen. Die Infektion erfolgt über die Lunge durch

Vernebelung von Wasser, zum Beispiel beim Duschen. Die

Infektion ist nicht ansteckend.

Was müssen Vermieter tun, damit sich Legionellen

nicht ausbreiten können?

Vermieter müssen den bestimmungsgemäßen Betrieb der

Anlage sicherstellen, das heißt dafür sorgen, dass das

Warmwasser regelmäßig mindestens einmal am Tag auf wenigstens

60 Grad Celsius erwärmt und mit mindestens 55

Grad Celsius zirkuliert. Da unsere Heiz- und Warmwasseranlagen

nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik

betrieben werden, ist die Legionellengefahr sehr gering.

Was können Mieter tun, um sich zu schützen?

Jeder Mieter ist für den Umgang mit dem bereitgestellten

Warmwasser selbst verantwortlich, da das individuelle Nutzungsverhalten

nicht der technischen Einflussnahme des

Vermieters unterliegt. Gerade im Leitungsende zwischen

Zirkulationsleitung und Mischbatterie können sich im stehendes

Wasser Legionellen vermehren. Das sind die tatsächlich

kritischen Zonen.

Durch regelmäßige Wasserentnahmen an allen Mischbatterien

können Sie der Legionellenbildung und den damit verbundenen

Gesundheitsgefährdungen vorbeugen. Folgende

Faustregeln sollten Sie beachten:

• Wenn eine Mischbatterie drei Tage nicht benutzt wurde,

sollten Sie das abgestandene Wasser ablaufen lassen. Es

kann zum Putzen oder Blumengießen verwendet werden.

Das Wasser bitte so lange ablaufen lassen, bis es wieder

richtig heiß oder kalt aus der Leitung kommt.

• Nach dem Urlaub oder einem langen Wochenende bitte

nicht gleich unter die Dusche stellen, sondern das Wasser

genauso ablaufen lassen. Eventuell vorhandene Legionellen

könnten durch das feine Versprühen unter der Dusche besonders

schnell über die Atemwege in die Lunge gelangen

und vor allem bei Menschen mit verringerter Immunabwehr

zur Lungenentzündung führen.

Foto: Rainer Sturm | pixelio.de

www.dkb-sachsen-anhalt.de


Aktuell

Pixel statt Worte

QR-Codes – praktische Helfer bei der

Wohnungssuche via Smartphone und

mobilem Internet

Man findet sie immer häufiger - auf Plakaten, in Zeitschriften,

auf Online-Tickets der Bahn, Lebensmittelverpackungen,

Briefmarken zum Selbstausdrucken – und neuerdings

auch auf Anzeigen, Exposés und Aushängen der DKB Sachsen-Anhalt:

die sogenannten QR-Codes.

In diesen scheinbar ohne System zusammen gewürfelten

Grafiken aus kleinen und größeren Quadraten können sich

verschiedenste Informationen verbergen. Mithilfe eines modernen

Smartphones lassen sie sich einfach entschlüsseln.

Notwendig ist dafür lediglich ein kleines Zusatzprogramm -

eine sogenannte Scanner-App, die für jedes Handybetriebssystem

kostenlos im Internet zu finden ist.

In einem QR-Code können Textbotschaften, Telefonnummern

und Adressen stecken oder ein Link zu einer Internet-

Wohnungsbesichtigung

am neuen Trajuhnschen Park

13. Juni • 15 -18 Uhr

Straße der

Völkerfreundschaft 119

Besichtigen Sie unsere Musterwohnung und genießen Sie den

Ausblick auf den neu errichteten Trajuhnschen Park. Direkt vor der

Haustür laden gemütliche Sitzgelegenheiten mit Springbrunnen, ein

Bocciaplatz und ein Spielplatz zum Entspannen ein.

Musterwohnung: 3 Zimmer, ca. 57m², Balkon, PVC in Laminatoptik,

neue Innentüren, gefliestes Wannenbad, für 280 € NKM zzgl. NK

Infos: 03491 69 52 32 (täglich erreichbar),

www.dkb-sachsen-anhalt.de

DKB Wohnungsgesellschaft

Sachsen-Anhalt mbH

adresse, der den Anwender direkt auf

die Website führt. Internetadressen

müssen so nicht mehr eingetippt oder

notiert werden. Ein internetfähiges

Handy mit Kamera scannt den Code

und stellt die Verbindung zur gesuchten

Website her. Einfach und schnell, so wie es

der Name verspricht: QR steht schließlich für

quick response – schnelle Antwort.

natoptik,

zzgl. NK

9

Verpixelte Adresse. In diesem

QR-Code ist die Internetadresse

der DKB Sachsen-Anhalt verschlüsselt.

Mit einem Smart -

phone und einer Scanner-App

können Sie den QR-Code decodieren

und sich auf die Homepage

der DKB Sachsen-Anhalt

weiterleiten lassen.

➫ ➫

scannen... decodieren...

http://www....

...verbinden

Die DKB Sachsen-Anhalt nutzt diese Technik, um Wohnungsinteressenten

die Suche nach den passenden vier

Wänden noch ein bisschen bequemer und einfacher zu gestalten.

Die auf Zeitungsanzeigen oder Exposés abgedruckten

QR-Codes führen den Nutzer zielgenau zu den

Wohnungsangeboten der DKB Sachsen-Anhalt im Internet.

So haben Wohnungsinteressenten nicht nur Zugriff auf die

in der Anzeige oder dem Exposé beschriebene Wohnung,

sondern auf das gesamte Wohnungsangebot der DKB Sachsen-Anhalt

– standortgenau.

Entwickelt wurde der QR-Code von der japanischen Firma

Denso Wave bereits im Jahr 1994. Der Toyota-Zulieferer

suchte nach einer Möglichkeit, den Weg der eigenen Komponenten

von der Produktion bis zum Einbau in der Autofabrik

besser kontrollieren und lenken zu können. Heraus kam

der QR-Code, eine zweidimensionale Grafik mit einer großen

Menge an Punkten. Durch die Zweidimensionalität können

bis zu 4296 Zeichen oder 7089 Zahlen mit dem Code

verschlüsselt werden.

In Japan – dem Mutterland des mobilen Internets

– fand der QR-Code auch außerhalb

der Produktionslogistik rasch Nutzer. In

Deutschland wurde am 16. Oktober

2007 auf der Titelseite des Popkultur-Magazins

„Spex“ der erste QR-

Code gedruckt.

Ein stark wachsender Smart phone-

Markt, sinkende Kosten für das

mobile Internet und der Ausbau

der Breitbandnetze führten hierzulande

zu einer immer größeren Verbreitung

der Codes. Laut einer Studie

sind die deutschen Smart phone-Nutzer

mittlerweile die aktivsten QR-Code-Scanner

im gesamten Euroraum.


Halle | Lutherstadt Wittenberg

Halle: Große Feier und kein Platz?

Sie planen ein Familienfest? Sie wollen mit Ihrer Familie

und Freunden in größerer Runde Geburtstag, Jugendweihe

oder Ihre Goldene Hochzeit feiern, aber ihr Wohnzimmer ist

für die Gäste zu klein? Für diese und andere Feierlichkeiten

können Mieter der DKB Sachsen-Anhalt jetzt Veranstaltungsräume

in der Wohnanlage „Am Bruchsee“ anmieten.

In unseren Räumen Am Bruchsee 9 können bis zu 20 Personen

gemütlich feiern. In der Küche finden Sie alles Notwendige,

um ihre Gäste zu bewirten: Kühlschrank mit

Tiefkühlfach, Elektroherd, Kaffeemaschine, Geschirrspüler,

ausreichend Geschirr, Besteck und Gläser.

Für Fragen oder die Buchung der Räume stehen Ihnen Hausbetreuer

Andreas Barwinsky (0162 769 30 17) oder Kundenbetreuerin

Alexandra Kretzschmar (0340 216 58 26) gern zur

Verfügung.

Frisches Grün. Im letzten Herbst hat die DKB Sachsen-Anhalt die

Vorgärten in der Wittenberger Lerchenbergstraße neu angelegt. Die

Rasensaat ist aufgegangen und die Sträucher sind gut angewachsen.

Impressum

Herausgeber DKB Wohnungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH

Kontakt DKB Wohnungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH

Heinz-Steyer-Ring 60 | 06849 Dessau-Roßlau

Telefon (03 40) 520 89 08 | E-Mail mieterjournal@dkb-wohnbb.de

Redaktion • Text • Layout Jörn Pestlin | Auflage 2500 Exemplare

Redaktionsschluss 20. Juni 2012

Titel-Fotos Lutherstadt Wittenberg: Einweihung des Trajuhnschen Parks

im Quartier Straße der Völkerfreundschaft am 24. Mai 2012

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Panorama

Die Mutter aller

Einbauküchen

1926 entwickelt die Architektin Margarete

Schütte-Lihotzky die „Frankfurter Küche“ – den

Prototyp unserer heutigen Einbauküche

Die Aufgabe war gewaltig. Als Ernst May (1886-1970),

Architekt, Stadtplaner und Pionier des sozialen Wohnungsbaus,

1925 zum Baudezernenten von Frankfurt/Main berufen

wurde, herrschte in der Mainmetropole wie in vielen

Großstädten der Weimarer Republik akute Wohnungsnot.

Um diese zu lindern, initiierte May das Wohnungsbauprogramm

„Neues Frankfurt“:15 000 Wohnungen für Arbeiter

und Angestellte waren geplant. Preiswert und funktional

sollten sie sein. May beauftragte die junge österreichische

Architektin Margarete Schütte-Lihotzky mit der Planung

einer „Küche der kurzen Wege“ für diese Wohnungen. Die

Absolventin der Wiener Kunstgewerbeschule hatte sich mit

ihrer Schrift „Wie kann man mit richtigem Wohnungsbau

der Frau Arbeit sparen?“ für diese Aufgabe empfohlen.

Durchrationalisierte und auf ein notwendiges Minimum

reduzierte Küchen – ähnlich wie in Mitropa-Speisewagen

der Reichsbahn – schwebten ihr vor. Mit Stoppuhr und Zollstock

ausgerüstet, beobachtete Schütte-Lihotzky Hausfrauen

bei der Arbeit und vermaß die dabei zurückgelegten

Wege. Anhand der so gewonnenen Zahlen und Erkenntnisse

entwarf sie 1926 die Mutter aller Einbauküchen – die

„Frankfurter Küche“.

Diese Küche war für einen Raum von nur sechseinhalb Quadratmetern

konzipiert und durch eine Schiebetür vom Wohnraum

getrennt. Charakteristisch waren die L-förmig angeordneten

Schränke und Arbeitsgeräte und der relativ kleine,

Ich bin keine Küche!

Mit der 1926 entworfenen

„Frankfurter Küche“ schrieb

die in Wien geborene Margarete

Schütte-Lihotzky (1897-

2000) Architekturgeschichte

und sicherte sich einen Platz

im Museum. Wirklich glücklich

war die Architektin über

den mit der Küche verbundenen

Ruhm aber nicht. „Ich habe in meinem Leben sehr

viel mehr gemacht. Wenn ich gewusst hätte, dass alle

immer nur davon reden, hätte ich diese verdammte

Küche nie gebaut“, gestand sie kurz vor ihrem Tod einem

Journalisten.


Musterküche. In dem Ernst-May-Musterhaus in der Frankfurter Römerstadtsiedlung

ist eine der wenigen weitgehen unverändert erhalten gebliebenen

„Frankfurter Küchen“ zu besichtigen.

freie Aktionsraum davor. Alles war

in Reichweite. Die Funktionalität der

Möbel und Einrichtungsgegenstände

stand im Vordergrund. Durchdachte

und nützliche Details sollten die Küchenarbeit

rationalisieren und leichter

machen. Beispielsweise standen

alle Schränke auf Betonsockeln, damit

sich der Fußboden leichter rei-

nigen ließ. Die Hängeschränke

waren mit Glasschiebetüren

versehen. So

war von außen gut sichtbar,

was sich hinter den Türen

befand und während der Ar-

beit war keine offene Schranktür im Wege. Zahlreiche Elemente

der „Frankfurter Küche“ lassen sich bei Bedarf hervorziehen

oder herunterklappen und verschwinden, wenn

sie nicht gebraucht werden, aus dem Blick- und Bewegungsfeld.

Die robuste Arbeitsplatte – wegen des Lichts vor dem

Fenster platziert – ließ sich hochklappen. Unter ihr stand

ein Drehhocker. Davor konnte man zusätzlich ein Bügelbrett

herunterklappen. In dieser Küche gab es keine Tisch- und

Stuhlbeine, gegen die man stoßen konnte.

Bis 1930 wurden über zehntausend dieser Küchen seriell

hergestellt und in den Wohnungen des „Neuen Frankfurt“

eingebaut. Bis sich das von Schütte-Lihotzky entwickelte

Einbauküchen-Prinzip durchsetzte, sollten allerdings noch

einige Jahre vergehen. Schwedische Architekten haben ihre

Ideen aufgegriffen und in den 1930er und 40er Jahren eine

Küche mit standardisierten Einbaumöbeln entwickelt. Diese

so genannte „Schwedenküche“ hielt seit den 1950er Jahren

Einzug in den Haushalt – weltweit.

Im Vergleich zur heutigen Auswahl an Materialien und Oberflächen

wirkt die „Frankfurter Küche“ geradezu spartanisch.

Trotzdem gilt sie als Meilenstein der Küchenentwicklung.

Viele der damaligen Lösungen wurden weiterentwickelt und

finden sich auch in modernen Küchen wieder: Die Anordnung

der Geräte, das Funktionsdreieck aus Herd, Backofen

und Spüle ist bis heute wichtiges Gestaltungsprinzip,

ebenso die von Schütte-Lihotzky geforderten kurzen Wege.

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Foto: Ernst-May-Gesellschaft | Staubach

Praktische Details. Salz, Zucker,

Mehl und Nudeln wurden in

Schütten aufbewahrt. Diese Vorratsbehälter

waren aus Aluminium

– da sie leicht sein sollten.

Straßennamen sind in erster Linie Hilfsmittel, die uns die

Orientierung erleichtern. Sie sind aber auch Zeugnisse der

Stadtentwicklung und der wechselnden politischen Verhältnisse

in der Gesellschaft.

Das Heer der Namenspatrone ist riesig. Viele Straßennamen

erklären sich von selbst oder ihre Namensgeber sind aufgrund

ihrer Bedeutung in das Allgemeinwissen eingegangen. Nicht

selten stellt sich aber auch die Frage: Wer war das eigentlich,

dessen Name da auf dem Schild steht? Was bedeutet dieser

Straßenname? Wir haben für Sie recherchiert.

Reilstraße, Reilsberg, Reil-Sekundarschule, Reileck oder

Reilshof – in der Saalestadt Halle trifft man an mehreren

Orten auf den Namen Reil. Benannt wurden sie alle nach

Johann Christian Reil (1759 – 1813). Der im ostfriesischen

Rhaude geborene Sohn eines Pfarrers zählte zu den bedeutendsten

Ärzten und medizinischen Schriftstellern seiner

Zeit. 1787 wurde er als Professor an die Universität Halle

berufen. Als Ratgeber Wilhelm von Humboldts war Reil indirekt

auch an der Gründung der Berliner Universität im Jahr

1810 beteiligt und einer der ersten Ordinarien der Charité.

Er gilt als Begründer der modernen Psychiatrie: 1808

prägte er den Begriff der „Psychiaterie“, aus dem bald Psychiatrie

wurde.

In Halle profilierte Reil sich nicht nur als Arzt, Hochschullehrer,

Hirnanatom und Philosoph, sondern auch als Förderer

des Badewesens. Er engagierte sich für die Errichtung

einer Kur-Badeanstalt, die 1809 eröffnet wurde. Als er 1810

an die neu gegründete Berliner Universität berufen wurde,

hatte er sich vorher ausbedungen, jährlich zur Badesaison

mehrere Monate als Badearzt in Halle

weilen zu dürfen. Zu Reils Kurkonzept

mit Parks und Salons gehörte

auch ein Theaterbetrieb,

den er 1811 in der Kirche des

ehemaligen Barfüßerklosters

gründete. Zu den vielen Kurgästen

und Patienten aus

ganz Deutschland, die sich

von Reil behandeln ließen, gehörten

Johann Wolfgang Goethe

und Wilhelm Grimm. Für

die Theatereröffnung verfasste

Goethe den „Prolog für Halle“.

1803 schenkte der preußische König

Friedrich Wilhelm III. Reil als Dank für seine Verdienste

einen als Weinberg und Schafweide genutzten Berg – den

heutigen Reilsberg. Reil baute dort eine Villa und ließ denhalleforum.de

|

Berg zu einem Park umgestalten. 1901 wurde auf dem Gelände

der Hallesche Bergzoo eröffnet.

In den Befreiungskriegen übernahm Reil Anfang Oktober

1813 die Leitung der Militärhospitäler in Leipzig und Halle,

wikipedia.de

die sich um die Versorgung der 30000 Verwundeten der

Völkerschlacht bei Leipzig bemühten. Bei dieser Arbeit infizierte

er sich mit Typhus und starb am 22. November 1813. Quellen:

11


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