Ausgabe April 2004 - Landesärztekammer Brandenburg

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Ausgabe April 2004 - Landesärztekammer Brandenburg

A 13926

Brandenburgisches

ÄRZTEBLATT

Offizielles Mitteilungsblatt der Landesärztekammer Brandenburg

4/2004

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14. Jahrgang • April 2004

Landesdelegiertenversammlung

des Hartmannbundes

Kammerversammlung verabschiedete

Weiterbildungsordnung

Tatort Praxis –

mehr Einbrüche bei Ärzten


Impressum

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Impressum/Inhalt

Editorial 98

Kammerinformationen 99

Von der 15. Kammerversammlung 99

Novellierte Weiterbildungsordnung verabschiedet

Dr. Borchmann:

99

Ärztemangel in Brandenburger Krankenhäusern – eine Bestandsaufnahme 101

Diskussion zum Thema „Ärztemangel“ und zur Gesundheitspolitik 102

Die ÄSQR informiert: Bilddokumentation in der digitalen Projektionsradiographie 104

Fraktion Hausärzte BDA ruft auf: Hausärzte aller Praxen – vereinigt Euch! 105

Wahlaufruf der Fraktion „Freier Arztberuf“ (FAB) 106

Kammerwahl 2004 – Hartmannbund-Liste 108

Liste Notärzte Land Brandenburg 112

Kammerwahl 2004 – Marburger Bund 113

An der LÄKB erfolgreich abgeschlossene Weiterbildung 117

Gesundheitspolitik 118

Die Polizei warnt: Vorsicht Diebe! 118

Verein Suchtmedizinischer Schwerpunktpraxen:

Arbeitsgruppe Brandenburg gegründet 119

Immer häufiger Tatort: Arztpraxen 120

Landesdelegiertenversammlung des Hartmannbundes in Kloster Zinna

Psychologische Betreuung Krebskranker in Akutkrankenhäusern

121

in Potsdam und Frankfurt 122

Fortbildung 124

Angebot der Akademie für ärztliche Fortbildung 124

Jahrestagung für Kinderheilkunde und Jugendmedizin in Cottbus 125

2. Neuruppiner Anästhesie-Symposium 125

Epidemiologie und Ätiologie des Lungenkarzinoms

Dr. Kalz: Ärztliche Fortbildung und das Gesetz zur Modernisierung

126

der Gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) 127

KVBB informiert 129

Landesgesundheitsamt 130

Aktuell

Schreibende Ärzte treffen sich:

128/131

Grundstein für Landesverband Brandenburg gelegt 131

Rezensiert 132

Personalia 134

Tagungen und Kongresse 134

Kalendarium 136

Stellenangebote/Kleinanzeigen 107/113/119/123/U2/U3

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

97


Editorial

Ist der Arztberuf noch ein freier Beruf ?

98 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

Liebe Kolleginnen

und Kollegen!

„Als es mir schlecht ging,

fluchte ich und hörte eine Stimme,

die sprach: Sei still,

es könnte schlimmer kommen!

Ich war still und

es kam schlimmer.“

unbekannter Verfasser

Zwei meiner Kinder studieren trotz langer familiärer Diskussionen Medizin.

Aus ihren Erzählungen und Berichten kann ich am Ende des

Berufslebens noch einmal den Anfang miterleben. Der einst unbewusste

Erziehungsprozess zum Arzt wird nun an den Kindern bewusster

wahrgenommen. Es ist schon spannend, wie bereits in der Vorklinik

ärztliches Denken vorbereitet wird. Leider scheint diese

Erziehung auch submissive Elemente zu enthalten, die den angehenden

Arzt mit dem unerschütterlichen Glauben versehen, dass die Menschen

wohlwollend und die Obrigkeiten weise sind. Dieser Teil der Erziehung

muss Ärzte gegenüber Zumutungen der Berufsausübung, der

Vorgesetzten und der Obrigkeit sehr stark desensibilisieren. So ertragen

sie Bedingungen weitgehend klaglos, die in anderen Berufen zu

erheblichem Protest und Widerstand führen würden.

Stellen Sie sich vor, die Metallarbeiter müssten per Gesetz zwei Wochenstunden

länger arbeiten. Wie wäre die Reaktion der IG Metall?

Schleichende Einnahmekürzungen durch nicht aktualisierte Gebührenordnungen

und (in den zurückliegenden Jahren) steigende Arztzahlen

haben die Ärzte – vielleicht infolge eines langen Gewöhnungsprozesses

– meist stillschweigend hingenommen.

Das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG) – als noch relativ akzeptables

Gesetz von Ärztevertretern angesehen – hat neben anderem auch

eine Arbeitszeitverlängerung gebracht. Die im GMG fixierte Fortbildungspflicht

von 50 Stunden pro Jahr verlängert die Arbeitszeit der

Ärzte um mindestens eine Stunde pro Woche, wenn die Wegezeiten

unberücksichtigt bleiben. Unter Berücksichtigung der Wegezeiten sind

zwei bis drei Stunden pro Woche anzusetzen. Die Kosten der Fortbildung

in Form von Teilnahmegebühren, Fahrt- und Nebenkosten werden

mit Selbstverständlichkeit nicht erstattet – von wem auch? –, sondern

von den Ärzten selbst getragen, kürzen also die Einnahmen.

Wenn auch Fortbildung immer Teil des Berufes war und auch freiwillig

geleistet wurde, so war doch damals – vor langer Zeit – zumindest der

Inflationsausgleich der Einnahmen garantiert.

Eine weitere subtile Form der Einnahmekürzung dürfte für jene Ärzte

wirksam werden, die in „abgelegenen“, also nicht-attraktiven Regionen

tapfer ihre Patienten versorgt haben und bei Praxisschließung

ohne Nachfolger einen herben Verlust erleben.

Es ist ein Verdienst der rot-grünen Regierung, den „besserverdienenden

Rentner“ kreiert zu haben, der auch nach Abschluss des Berufslebens

seine Solidarität unter Beweis stellen darf. Alle Ärzte, die vom Versorgungswerk

ihre Altersversorgung beziehen und nicht privat

versichert sind, werden über erhöhte Zuzahlungen zur gesetzlichen

Krankenversicherung Einnahmen verlieren und das, obwohl es sich bei

den Leistungen der Versorgungswerke um BfA-rentenersetzende Bezüge

und nicht um Zusatzrenten (z. B. Betriebsrenten) handelt.

Alles – ohne merkliche Reaktionen! Das kann nur das Resultat einer

sehr wirksamen, unbewussten Erziehung sein.

Ich erinnere mich allerdings noch an die KV-Einführungskurse

1991/92 – da wurde von den system-neuen „Ostärzten“ die große

Zahl gesetzlicher Krankenversicherungen kritisiert. Die indignierte Antwort

des „Westreferenten“: Das gegliederte System der gesetzlichen

Krankenversicherungen hat sich seit Jahrzehnten bewährt! Nun, nach

gut zehn Jahren, ist die Zahl dieser gesetzlichen Krankenversicherungen

merklich gesunken. Offensichtlich bewährte sich ihre Vielzahl

doch nicht so sehr, wobei das vom Ministerium für Gesundheit und soziale

Sicherung erlassene Verbot (!), neue gesetzliche Krankenversicherungen

zu gründen, und die Förderung von Fusionen die Zahl

weiter reduzieren wird.

Es bedarf wohl besonderer Ereignisse, um Distanz zu tradierten Strukturen

zu gewinnen und über deren Sinnhaftigkeit nachzudenken. Vielleicht

wäre es doch angemessen, das so vertraute Vertragsarztsystem

und seine fortschreitende Umwandlung in eine Behörde in Frage zu

stellen. Die Macht der Gesundheitspolitiker beruht sehr wesentlich auf

der Fesselung der Ärztevertretungen als Körperschaften öffentlichen

Rechts – die Landesärztekammern unterliegen der Rechtsaufsicht ihrer

Landesministerien – und auf der Bindung fast aller niedergelassenen

Ärzte – der Vertragsärzte – in ein kaum mehr überschaubares System

aus Gesetzen, Ordnungen, Verordnungen und Vorschriften.

Die immer wiederholte und erfolgreiche Teilung der Ärzte in im Streit

liegende Gruppierungen bleibt hier unberücksichtigt. Zweifellos hat

dieses Vertragsarztsystem – wie das gegliederte System der gesetzlichen

Krankenversicherungen – Jahrzehnte funktioniert. Wird es aber

auch morgen noch funktionieren?

Dass die Allianz aus Gesetzgeber und gesetzlichen Krankenversicherungen

– wobei letztere die Rolle von Erfüllungsgehilfen inne haben

oder als Treuhänder des Gesetzgebers und der Patienten (Sie bemerken

den Interessenkonflikt?) anzusehen sind und zur Zeit keinesfalls als

selbstständige Wirtschaftsunternehmen agieren – Einfluss auf die Gesundheitsversorgung

haben will, ist verständlich.

Dass diese Allianz kein Eigeninteresse verfolgt und nur dem Wohl der

Versicherten verpflichtet ist, dürfte nicht garantiert sein. Vielleicht sollten

wir uns die unbewussten Anteile unserer Berufserziehung bewusst

machen und den Status schweigender Lämmer aufgeben, bevor wir im

Bundesanzeiger lesen:

Anordnung des Ministeriums für Gesundheit und soziale Sicherung

Alle Organisationen, Gesellschaften, Mannschaften, Gruppen und Zirkel

von Ärztinnen und Ärzten sind mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

Eine Organisation, Gesellschaft, Mannschaft, Gruppe oder ein Zirkel

wird hiermit definiert als regelmäßige Zusammenkunft von drei oder

mehr Ärztinnen und Ärzten.

Allen Organisationen, Gesellschaften, Mannschaften, Gruppen und

Zirkeln ist es verboten, ohne Wissen und Genehmigung des Ministeriums

für Gesundheit und soziale Sicherung tätig zu sein.

Die Genehmigung für Neugründungen kann im Ministerium für Gesundheit

und soziale Sicherung eingeholt werden.

PS: Die Anordnung des Ministeriums für Gesundheit und soziale Sicherung ist

vorerst fiktiv und ein Plagiat. Ich bitte die Autorin Joanne K. Rowling um

Nachsicht.

Ihr Manfred Kalz


Gegen 16.30 Uhr war es am Samstag, dem

13. März, auf der Kammerversammlung im

Hotel Berliner Ring endlich so weit: Über die

in einigen Punkten gegenüber der Muster-

Weiterbildungsordnung der Bundesärztekammer

novellierte Weiterbildungsordnung

für die Ärzte des Landes Brandenburg kam

es zur Endabstimmung. Das Ergebnis fiel –

wie vom Vorstand erhofft – recht deutlich

aus. Mit nur einer Gegenstimme, bei zwei

Enthaltungen, wurde die neue Weiterbildungsordnung

angenommen. Vorangegangen

war eine mehrstündige Diskussion –

konzentriert und sicher geleitet vom Präsidenten

Dr. Udo Wolter. Zahlreiche Einzelpunkte

und Anträge waren in erfreulich fairer

und wenig aufgeregter Atmosphäre

„abgearbeitet“ worden.

In seinen einleitenden Worten zur „Dauerbaustelle“

Muster-Weiterbildungsordnung

hatte Dr. Wolter noch einmal erinnert, dass

„alles, was wir heute entscheiden, im Blickpunkt

Deutschlands“ stehe. Er sprach seine

Hoffnung aus, möglichst nah an der

Bundes-Weiterbildungsordnung zu

bleiben, schließlich hätten vier Vorstandskollegen

in Köln im Mai 2003

dazu „ja“ gesagt. Ungeachtet dessen

habe aber jeder Kammerdelegierte

das Recht, Einfluss zu nehmen.

Jeweils drei Minuten für Rede und

Gegenrede, zudem ein Rederecht

auch für Nicht-Kammermitglieder,

wurden ohne Gegenstimme akzeptiert.

Nur wenig Diskussionsstoff

gab der Paragrafenteil her, der mit

zwei Enthaltungen angenommen

wurde.

Kammerinformationen

Brisanz lag über der 15. Kammerversammlung der 4. Legislaturperiode am 13. März im Hotel Berliner Ring. Die Kammerdelegierten

hatten über die Weiterbildungsordnung für das Land Brandenburg zu befinden, die im Mai 2003 als

Muster-Weiterbildungsordnung vom 106. Deutschen Ärztetag in Köln verabschiedet worden war und seither noch immer

landauf, landab für genügend Gesprächsstoff gesorgt hatte. „Deutschland schaut auf Brandenburg“, machte der

Präsident Dr. Udo Wolter den Delegierten die Bedeutung des Tages in seiner Begrüßung bewusst, denn nach Hamburg

und Berlin nahm sich mit Brandenburg erst die dritte Kammerversammlung in Deutschland das Werk Punkt für Punkt vor.

Die nicht einfache Aufgabe wurde in wohltuender Sachlichkeit, auf saubere Art und mit Erfolg gelöst, sodass nach mehrstündiger

Diskussion und ebenso langem Prozedere nur eine Gegenstimme übrig blieb. Zwei Delegierte hatten sich bei

der Endabstimmung enthalten, die große Mehrheit stimmte für die novellierte Weiterbildungsordnung.

Begonnen hatte der lange Samstag mit einer aktuellen Stunde zum Thema „Ärztemangel in der stationären Versorgung“,

in der als Gast Dr. Dieter Borchmann, Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft Brandenburg, zu den Ergebnissen

einer aktuellen Krankenhausbefragung im Lande sprach. Daran an schloss sich eine zum Teil hitzige gesundheitspolitische

Diskussion, in der wiederholt eine größere Geschlossenheit der ärztlichen Bünde und schließlich eine Ärzte-Gewerkschaft

gefordert wurden.

Von der 15 . Kammerversammlung

Novellierte Weiterbildungsordnung verabschiedet

Souverän leitete der Präsident Dr. Wolter (rechts) die Mammutsitzung.

Endabstimmung zur Weiterbildungsordnung

Der von Dr. Grätsch eingebrachte Antrag

einer sechsmonatigen Pflichtweiterbildung

Chirurgie für Hausärzte fand eine deutliche

Mehrheit.

Erwartungsgemäß

sehr

ausführlich

und zum Teil

auch kontrovers

wurde

der Weg

zum neuen

Facharzt für

Innere und

Allgemeinmedizindiskutiert.

Vor allem ältereKollegen

warnten Dr. Dietmar Grätsch

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

99


Kammerinformationen

vor dem hohen Prüfungsaufwand. Rainer

Bartsch: „Die Mehrheit ist über 50. Und die

wollen Sie alle in die Prüfung schicken?!“ Dr.

Böhm wandte ein, es sei Sache des Prüfungsvorsitzenden,

wie er das Prüfungsgespräch

gestalte. Dr. Wolter ergänzte, auf eine Prüfung

könne nicht verzichtet werden. Die Weiterbildungsordnung

lege fest, dass die Erlangung

einer jeden Bezeichnung eine Prüfung

voraussetze. Aber man wolle den älteren

Kollegen durchaus mit Prüfungsgesprächen

in größerer Runde entgegenkommen. Dr.

Grätsch daraufhin: „Dieser Kompromiss ist

annehmbar.“

Fachärzte für Allgemeinmedizin und Fachärzte

für Innere Medizin können innerhalb

Rainer Bartsch stimmte als einziger gegen die

novellierte Weiterbildungsordnung.

Blumen für Dipl.-Betriebswirtin Gundula Urban vom Präsidenten Dr.

Udo Wolter – ein kleines Dankeschön für viele Jahre gute Zusammenarbeit

auf dem Gebiet der Weiterbildung, das sie als Referatsleiter

stets umsichtig geleitet hatte. Dr. Wolter: „Nur wenige Mitarbeiter

der Landesärztekammer sind unter den Ärzten so bekannt

100 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

einer Frist von drei Jahren die neue Bezeichnung

Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin

nach Prüfung erlangen, wenn sie zuvor

mindestens fünf Jahre lang hauptberuflich

hausärztlich in eigener Praxis oder einer Einrichtung

gemäß § 311 SGB V tätig gewesen

sind. Auf das Anerkennungsverfahren finden

die Paragrafen 12 bis 16 Anwendung. Dieser

Vorschlag des Vorstandes, von Dr. Wolter

vorgetragen, wurde bei vier Gegenstimmen

und einigen Enthaltungen schließlich angenommen.

Damit war die Haupthürde zur Verabschiedung

einer novellierten Weiterbildungsordnung

genommen.

Dr. Rainer Neubart, Vorsitzender des Prüfungsausschusses

Geriatrie, plädierte als

Gast der Kammerversammlung für einen

Verbleib der Schwerpunkt-Weiterbildung

Geriatrie. Der entsprechende Antrag, gestellt

von Bernd Sykura, wurde mit 22 gegen 13

Stimmen bei 9 Enthaltungen angenommen.

Auch Präsident Dr. Wolter hatte sich für „die

Fortschreibung einer bewährten Bezeichnung“

ausgesprochen.

Nachdem alle weiteren Anträge mit Rede,

Gegenrede und Abstimmung abgearbeitet

worden waren, konnte die Weiterbildungsordnung

– wie im Vorspann dieses Artikels

bereits genannt – mit der Schlussabstimmung

verabschiedet werden.

Schließlich wurde noch eine Ergänzung

zu einem Beschluss der 14. Kammerversammlung

angenommen. Dort war in der Berufsordnung

die Bezeichnung „ärztlicher

„Wir wollen Ford fahren...“

Dr. Rainer Neubart plädierte erfolgreich für die

Schwerpunkt-Weiterbildung Geriatrie.

Notfalldienst“ in „ambulanter ärztlicher Bereitschaftsdienst“

geändert worden. Um nicht

in Widerspruch zu der aktuellen Bezeichnung

im Heilberufsgesetz zu geraten, wurde

vorgeschlagen, den Begriff Bereitschaftsdienst

durch die Klammerbezeichnung

„(Notfalldienst)“ zu ergänzen. Diesem Vorschlag

folgten die Delegierten ohne Gegenstimme.

Dies war die letzte Kammerversammlung der

4. Legislaturperiode. Präsident Dr. Udo Wolter

dankte allen Kammerdelegierten für ihre

engagierte Mitarbeit, besonders jenen Kollegen,

die nicht wieder kandidieren und

wünschte ihnen alles Gute.

Hans-Albrecht Kühne

„Ich kann Sie nicht alle zu Millionären machen“, hatte Gesundheitsministerin

Ulla Schmidt auf der Eröffnung des 106. Deutschen Ärztetages im

Mai 2003 gesagt und mit dieser sicher gar nicht so bös’ gemeinten Formulierung

gehörig ins Fettnäpfchen bei den anwesenden (und nicht anwesenden!)

Ärzten getreten. Seither ist das Verhältnis Ministerin – Ärzte

noch ein bisschen schwieriger geworden.

Hätte Frau Schmidt nun einen Spion zur Kammerversammlung ins Vander-Valk-Hotel

entsandt, so wäre der gewiss fündig geworden und hätte

ihr eine neue ungeheuerliche Ärzte-Forderung, sprich „Munition im Krieg

mit den Ärzten“ hinterbringen können. Unmittelbar nach der Pause ließ

Präsident Dr. Udo Wolter nämlich laut und deutlich diesen frommen

Wunsch durch den Saal schallen: „Wir wollen Ford fahren!“ Und noch einmal,

noch energischer, noch dringlicher: „Wir wollen Ford fahren!“

Wie denn – das von einem eingefleischten Audi-Fan, mag mancher denken

oder gedacht haben, der die Treue des Präsidenten zu seinem schon

einigermaßen betagten „Untersatz“ kennt. Aber gesagt ist gesagt. Die

Worte klingen noch in meinen Ohren. Oder habe ich sie orthografisch

nicht ganz korrekt wiedergegeben?

(hak)

wie Sie, Frau Urban. Sie waren immer der gute Geist der Weiterbildung und haben manchen aufgeregten Prüfling vorzüglich getröstet.“ Auf der 15. Kammerversammlung

assistierte Frau Urban, unterstützt von Frau Kwijas, noch einmal aufmerksam bei der Novellierung der Weiterbildungsordnung und jeder

konnte erleben, wie eingespielt und reibungslos die Zusammenarbeit mit dem Präsidenten klappte. Am 1. März ist Gundula Urban in den Ruhestand getreten.


In einer „aktuellen Stunde“ zu Beginn der

15. Kammerversammlung sprach Dr. Dieter

Borchmann, Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft

Brandenburg,

zum „Ärztemangel in Brandenburger

Krankenhäusern“. Seine „Bestandsaufnahme“,

gestützt auf Ergebnisse einer aktuellen

Umfrage unter den 51 Krankenhäusern

des Landes, zeigte, dass mit dem

Einsatz ausländischer Ärzte zwar hier

und da eine Verbesserung der Situation

erreicht worden sei, aber, so Dr. Borchmann

deutlich, „dieser Weg kann nicht der

Schlüssel sein“.

Eingangs definierte der LKB-Geschäftsführer

den Begriff Ärztemangel als „das Fehlen

(nicht besetzbare Stellen) von Ärztinnen und

Ärzten in Krankenhäusern, die zur Aufrech-

Nächste Kammerversammlung

(konstituierende

Kammerversammlung):

am 12. Juni 2004

im Hotel Berliner Ring

Rangsdorf/Dahlewitz.

Dr. Roger Kirchner

Dr. Steffen König

Eine der vielen Abstimmungen zur Weiterbildungsordnung. Fotos: Kühne

Dr. Dieter Borchmann:

Ärztemangel in Brandenburger Krankenhäusern –

eine Bestandsaufnahme

terhaltung des Versorgungsauftrages gemäß

dem Brandenburger Krankenhausplan unter

besonderer Beachtung

der Einhaltung medizinischer Leitlinien und

Qualitätsstandards,

der Einhaltung der Arbeitszeitgesetze und

des Arbeitsschutzes,

der Weiterbildung

benötigt werden“.

Dr. Borchmann beklagte, dass die Schere

zwischen „Budgetdeckel“ und „Tarif“ immer

größer werde. 2003 waren 180 freie Arztstellen

in Krankenhäusern des Landes Brandenburg

gemeldet worden. Nach der neuesten

Umfrage reduzierte sich diese Zahl auf

99 (38 Fachärzte, 61 Weiterbildungsassistenten).

Über 70 Ausländer seien den Krankenhäusern

„zugeführt worden, vorwiegend

Polen, Russen und Slowaken“. Im Klinikum

Kammerinformationen

Die Weiterbildungsordnung erforderte

viel Aufmerksamkeit.

Dr. Richter

Dr. Dieter Borchmann: Das Holen von Ausländern

kann nicht der Königsweg zur Beseitigung des

Ärztemangels in Krankenhäusern des Landes

Brandenburg sein.

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

101


Kammerinformationen

Schwedt seien gegenwärtig allein 21 ausländische

Ärzte angestellt.

Von den 51 Krankenhäusern des Landes antworteten

20 auf die Fragen der Studie, 18

meldeten Ärztemangel. 17 gaben das Vergütungsgefälle

West-Ost als Hauptursache

dafür an, als zweitwichtigsten Grund nannten

sie eine unterentwickelte Infrastruktur.

Deutlich geworden sei bei der Befragung

aber auch: die materielle Krankenhausausstattung

werde keineswegs als Ursache für

den Ärztemangel angesehen.

Angesichts des Einfrierens von Weihnachtsgeld,

des Nichtzahlens von Urlaubsgeld, dem

Aussetzen der Tariflöhne werde klar, dass in

vielen Brandenburger Krankenhäusern „noch

weniger gezahlt wird als offiziell verkündet“.

Und, so Borchmanns Schlussfolgerung, unter

diesen Bedingungen sei das Holen von Ausländern

eine „völlig falsche Geschichte“. Dieser

Weg könne nicht der Schlüssel zur Beseitigung

des Ärztemangels sein.

Alle Krankenhäuser begrüßten die Abschaffung

des AiP-lers, forderten aber gleichzeitig

eine „Ausfinanzierung der Personalkosten

und Zuschläge für strukturschwache Regionen“.

Nach einer Hochrechnung, so der LKB-

Geschäftsführer, würden insgesamt 600 Ärz-

Hoch schlugen die Diskussionswogen in der

aktuellen Stunde zum Ärztemangel, nachdem

Dr. Borchmann und Ministerialrat

Schmidt ihre Vorträge gehalten hatten. Tenor

vieler Meinungsäußerungen: Die Ärzteschaft

und ihre Interessenvertretungen dürfen

sich nicht gegeneinander ausspielen

lassen. Viel Beifall erhielt Dipl.-Med. Rainer

Hanisch, der die Schaffung einer Ärztegewerkschaft

forderte.

Dr. Jürgen Fischer bezeichnete es als „Skandal,

deutsche Kollegen, die hier ausgebildet

wurden, nicht halten zu können“ und statt

dessen Leute aus aller Welt anzuheuern.

Während Dr. Borchmann forderte „Wir müssen

weg vom BAT in den Krankenhäusern“,

weil der keine leistungsgerechte Zahlung ermögliche,

hielt Dr. Udo Wolter dem entgegen,

zur Zeit gäbe es leider „noch nichts Besseres

als den BAT“. Der Marburger Bund sei

strikt gegen Notlagentarife und wolle eigene

Arzttarife aushandeln. Die Krankenhäuser

seien „schon lange keine Durchlauferhitzer

mehr“. Dr. Wolters Urteil, drei Vergütungsstufen

im BAT seien viel zu wenig, konnte auch

102 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

Ministerialrat Schmidt zeigte in seinem Vortrag

auf, dass im Jahre 2002 aus immerhin 34 verschiedenen

Staaten Ärzte nach Brandenburg gekommen

waren. 2002 wurden 8, 2003 wurden

14 Approbationen erteilt. Die Berufserlaubnis erhielten

Ärzte aus so genannten Drittstaaten 2002

insgesamt 105-mal und 2003 sogar 191-mal.

Fotos: Kühne

te (Vollkräfte) zusätzlich und für deren Finanzierung

rund 39 Millionen Euro gebraucht.

Wer solle das bezahlen?

Da sich auch die Ausbildungskapazitäten allmählich

abbauten, werde offensichtlich, dass

Dr. Borchmann folgen: „Wir brauchen Verträge,

die Leistungsträger entsprechend zu

vergüten.“ Und Dr. Peter Wagner konnte sich

den Zusatz nicht verkneifen: „ver.di scheint

verzichtbar zu sein!“.

Dr. Fischer bemängelte, dass für eine leistungsgerechte

Vergütung noch kein Modell

existiere. „Und wenn das Gesamtvolumen

nicht größer wird, brauchen wir über Umverteilung

nicht zu reden.“ Dr. Erwin Böhm verglich

die Situation mit einem Hühnerhof, auf

dem aber keine Körner mehr zu finden seien.

Die Ärzte sollten sich nicht wie Hähne aufeinander

hetzen lassen, sondern die angehen,

die die Körner verteilen. Wäre die Regierung

ein Privatunternehmen, so Böhm,

müsste sie Konkurs anmelden. Dipl.-Med.

Rainer Hanisch beklagte, der Berufsstand der

Ärzte werde systematisch demontiert. Er

fragte, weshalb kein Landesförderprogramm

für Ärzte möglich sei, wenn man sehe, für

welch dubiose Projekte die Landesregierung

in letzter Zeit gleich Millionen von Euro zum

Fenster hinausgeschmissen habe. Er kritisierte

die Höhe der jüngst veröffentlichten Gehälter

der Krankenkassenvorstände.

diesem Prozess politisch gegengesteuert werden

müsse.

Dr. Borchmann machte deutlich, dass der

personelle Versorgungsgrad in Brandenburg

schon der niedrigste in Deutschland sei. In

Brandenburg kämen 157,9 Vollkräfte je 100

belegte Betten. Der Deutschland-Durchschnitt

liege bei 182,9. Auch bei den Ärzten (20,8

Vollkräfte je 100 belegte Betten) und im Pflegedienst

(68,3 Vollkräfte) sei Brandenburg

das Schlusslicht.

Trotz der bedenklichen Situation erwarte Dr.

Borchmann nicht, „dass wir Krankenhausschließungen

in Größenordnungen erleben

werden“. Die Mehrheit der Häuser sei „gut

aufgestellt“. Viel weniger als 51 Krankenhäuser,

das ginge nicht, weil dann die Versorgung

in der Fläche und die Qualität der medizinischen

Versorgung gefährdet wären.

Und er machte auf das Bundesland Schleswig-Holstein

aufmerksam, ebenfalls ein

„Flächenland“, mit nur 2,3 Millionen, das

noch fast 100 Häuser vorhalte.

Dennoch, etwa die Hälfte der Häuser im Land

Brandenburg, so befürchtet Borchmann, werde

ihre Kosten „nicht decken können“. Der

Ärztemangel als Thema wird deshalb wohl

noch lange aktuell bleiben... (hak)

Diskussion zum Thema „Ärztemangel“ und zur Gesundheitspolitik

Einheit der Ärzteschaft und ihrer Bünde angemahnt –

Ärztegewerkschaft gefordert

Dr. Erwin Böhm: Ärzte sollten sich nicht wie Hähne

aufeinander hetzen lassen, sondern die angehen,

die die Körner verteilen...

Dr. Wagner stellte fest: „Das Schlimmste ist

unsere Uneinigkeit.“ Und er malte ein Bild:

„Wenn wir es schaffen würden, alle ärztlichen

Bünde zu vereinen und zu sagen: Bis zu

dieser Stelle, Politik, und keinen Schritt weiter!

Dann wären wir eine geballte Macht!“


Konzentrierte Mienen - während der Diskussion zum Ärztemangel.

Dr. Ralph Schürer richtete an Ministerialrat

Schmidt die Anfrage, ob die Landesregierung

konkrete Bestrebungen zur Lohnangleichung

Ost - West unternommen habe, aber

Schmidt sah sich als Verwaltungsbeamter

außer Stande, die Frage zu beantworten. Dr.

Wolter ergänzte in diesem Zusammenhang:

Es gebe kein einziges Anzeichen für solche

Bestrebungen. Er verwies auf die völlig über-

alterte GOÄ und den

Umstand, dass die

Landesärztekammer

die billigste Verwaltung

der Welt sei.

Eine Verwaltung, die

für den Staat arbeite,

die Aufgaben für die

Landesregierung erfülle,

ohne auch nur

einen Cent dafür zu

erhalten. Und zum

Thema Verstöße gegen

das Arbeitszeitgesetz

sagte Dr.

Wolter, an Oberregierungsrat

Becke und

Ministerialrat Schmidt

gewandt, man werde

„notfalls gerichtlich dafür sorgen, dass die

Gewerbeaufsichtsämter die Arbeitszeiten in

Krankenhäusern mit Notlagentarifen überprüfen“.

Dr. Renate Schuster fragte MR Schmidt, ob es

richtig sei, dass die Kenntnisstandprüfungen

für Ärzte der Beitrittsstaaten ausgesetzt seien.

MR Schmidt bestätigte dies. EU-Bürger könnten

die Approbation beantragen, und Ärzte

Kammerinformationen

Dr. Peter Wagner: „ver.di scheint verzichtbar zu

sein."

aus den Beitrittsländern hätten einen „gleichwertigen

Kenntnisstand“, was Dr. Böhm indes

in einem Zwischenruf bezweifelte.

Dr. Wolter lenkte die Diskussion zum Ausgangspunkt

zurück: „Unser Thema sind nicht

ausländische Ärzte. Wir brauchen mehr

Geld für deutsche Ärzte.“

Vizepräsidentin Elke Köhler berichtete von

einem Treffen mit Gesundheitsministerin

In einer Kammerversammlungspause: Pressekonferenz zum Ärztemangel

In einer Pause der Kammerversammlung fand eine Pressekonferenz zum Thema Ärztemangel in der stationären Versorgung statt, auf der Dr. Wolter

deutlich machte, eine sinnvolle Integration von ausländischen Ärzten sei nur möglich, „wenn wir ausreichend Personal dafür haben“. In vielen

Krankenhäusern würden Defizite neuer Kollegen durch zusätzliche Arbeit deutscher Ärzte kompensiert. Diese Kompensationskraft sei aber irgendwann

erschöpft, und man dürfte nicht zulassen, dass noch mehr deutsche Ärzte deswegen weggingen. Mit Dr. Dieter Borchmann und

Vizepräsidentin Elke Köhler machte er den Journalisten deutlich, dass „einfach zu wenig Geld im System“ sei. Die Deckelung des Budgets führe

dazu, dass den Ärzten in Brandenburg nicht, wie behauptet, 92 % vom Westlohn gezahlt werden, sondern lediglich rund 80 %. Fotos: Kühne

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

103


Kammerinformationen

Schmidt, in der sie das Tarifgefälle Ost –

West als Hauptgrund für den Ärztemangel

hierzulande angesprochen habe. Die Wiedergabe

von Schmidts Antwort, die paar Prozente

wären doch nicht der Rede wert, rief

unter den sich verhöhnt fühlenden Kammerdelegierten

ablehnendes Gelächter hervor.

Dr. Böhm sagte, dass eigentliche Problem seien

die ausufernden Schreibarbeiten. Nach

20 Minuten sei er fertig mit einer kleinen

OP und nach einer Stunde fertig mit den Nerven

– wegen der Schreibarbeiten. Er appelliere,

die Kammerversammlungen zum Gremium

aller Verbünde zu machen.

Dr. Matthias Jäger berichtete von katastrophalen

Zuständen in der Zusammenarbeit mit

einigen Kollegen aus Osteuropa, die kein Telefonat

führen und keine Dokumentation erledigen

könnten. Kommerzielle Büros böten die

Leute an und kassierten für die Vermittlung

Mit der zunehmenden Digitalisierung der

Röntgendiagnostik kommt es gehäuft zu

Problemen bei der Weitergabe von Röntgenaufnahmen.

Aus diesem Grund weisen wir

noch einmal auf die rechtlichen Grundlagen

zur Übertragung hin.

Im § 28 der Röntgenverordnung (RöV)

vom 08. 01. 1987, zuletzt geändert am

18. 06. 2002, wird auf die Weitergabepflicht

von Aufzeichnungen und Bildern zur Weiterbehandlung

an den ärztlichen Kollegen hingewiesen.

Im Allgemeinen gibt es kaum

Probleme. Nur selten kam es zur Verweigerung

der Herausgabe von Dokumentationen

zur Röntgenuntersuchung. Eine Doppeluntersuchung

und damit eine unnötige Strahlenexposition

der Patienten ohne rechfertigende

Indikation war hier die Folge. Die Weitergabepraxis

von Röntgenaufnahmen bei digitalen

Aufnahmearbeitsplätzen führte jedoch in

letzter Zeit zu erheblichen Missstimmungen.

Der Grund sind die unterschiedlichen Medienformen

und deren Lesbarkeit sowie die

qualitative Eignung zur Befundung. Die möglichen

Aufzeichnungsmedien in der digitalen

Projektionsradiographie sind digitale Datenträger

(CD, DVD usw.), Filme und Papier.

Häufig kam es vor, dass dem weiterbehandelnden

Arzt ein Papierbild ausgehändigt

wurde oder ein Laserfilm, auf dem das Röntgenbild

extrem verkleinert dargestellt war.

Die Option eines digitalen Datenträger wird

zwar angeboten, kann aber oft nicht genutzt

werden, da die notwendige Betrachtungstechnik

fehlt.

104 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

Will eine Ärztegewerkschaft: Dipl.-Med. Rainer

Hanisch.

Es ist jedoch entsprechend § 28 Abs. 6 RöV

nicht entscheidend, welche Dokumentationsform

vom Betreiber der Röntgeneinrichtung

angeboten wird, sondern welche vom weiterbehandelnden

Arzt als für ihn brauchbar angesehen

wird. Das Wissen über die ungenügende

Qualität von Papierbildern ist zwar

durchaus vorhanden, da aber keine gesetzlichen

Regelungen vorhanden waren, gab es

keine Mittel, dieser Praxis entgegen zu wirken.

Die neue Qualitätssicherungs-Richtlinie (QS-

RL), erschienen 20. November 2003, legt

nunmehr fest, welche Anforderungen an ein

befundrelevantes Röntgenbild zu stellen sind.

Im Abschnitt 7. „nicht-transparente Dokumentationsmedien“

wird die Weitergabe eines

Papierprints als befundrelevantes Medium

ausgeschlossen. Auch zur Archivierung

sind diese nicht geeignet.

Es sind ebenso konkrete Forderungen an

Röntgenbilder enthalten, welche auf Film dokumentiert

werden. So darf die Verkleinerung

des Röntgenbildes maximal 70 % des

Originalbildes betragen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass ein

diagnoserelevantes Bild auf Laserfilm in entsprechender

Größe oder auf elektronischem

Datenträger vorliegen muss. Welches Medium

weiterzuleiten ist, bestimmt jener Arzt,

der den Patienten weiterbehandelt und zu

diesem Zweck die Röntgenaufnahme

benötigt.

Doz. Dr. med. habil. C.-P. Muth

Vorsitzender der ÄSQR

Kopfgebühren. Die Kollegen aus Osteuropa

seien kein adäquater Ersatz. Und er stellte

die Frage in den Raum: „Würden Sie sich

von solch einem Team behandeln lassen?!“

Facharzt Rainer Bartsch fragte, woher denn

die geforderten zusätzlichen Finanzmittel für

den stationären Bereich kommen sollen? Aus

dem ambulanten Bereich? Das wäre der Zusammenbruch

für diesen Bereich. Dr. Wolter

warf ein, es gebe noch reichlich Geld im Gesundheitssystem

und verwies auf die über

300 Krankenkassen in Deutschland mit Geschäftsführer-Gehältern

von 100.000 bis

200.000 Euro im Jahr.

Dipl.-Med. Rainer Hanisch stellte den Antrag

auf Gründung einer Ärzte-Gewerkschaft, die

uneingeschränkt für die Interessen der Ärzteschaft

kämpfen könne und erhielt dafür lang

anhaltendes zustimmendes Klopfen aus der

Versammlung. (hak)

Die ÄSQR informiert:

Bilddokumentationen in der digitalen Projektionsradiographie

745 Infarkte täglich

In Deutschland erleiden Tag für Tag etwa

745 Menschen einen Herzinfarkt. Etwa die

Hälfte der Betroffenen stirbt daran. Unwissen,

die Vorboten eines Infarktes zu erkennen,

trägt entscheidend zu dieser erschreckenden

Bilanz bei. Das ergab eine

Studie, die im Auftrag der medizinischen

Klinik (Kardiologie, Angiologie, Pneumologie)

der Charité durchgeführt worden war.

Krebsgefahr durch HET

In einem Zeitraum von zehn Jahren erkrankten

in Deutschland 127 000 Frauen

wegen HET (Hormon-Ersatztherapie) zusätzlich

an Krebs, sagte Eberhard Greiser

vom Bremer Institut für Präventionsforschung

– bei insgesamt 460 000 Brustkrebs-Neudiagnosen.

Durch ein Malheur

in der Druckerei...

...wurden in der März-Ausgabe des Brandenburgischen

Ärzteblattes die Fotos –

trotz ordentlicher Vorlagen – auf den Seiten

73, 76, 78, 79, 80, 87 und 88 leider

nicht in der gewohnten Qualität wiedergegeben.

Wir bitten diesen technischen

Fehler zu entschuldigen.


Fraktion Hausärzte BDA ruft auf:

Hausärzte aller Praxen – vereinigt Euch!

Mit diesem Slogan appellieren wir an alle

Hausärzte unseres Landes, an der anstehenden

Kammerwahl teilzunehmen und für

die Hausärzteliste zu votieren.

Die letzte Kammerversammlung der bisherigen

Legislaturperiode – am 13. 3. 2004

war berufspolitisch gekennzeichnet von der

Einmütigkeit, das Gesamtinteresse unseres

Berufsstandes – über alle Gruppeninteressen

und Berufsverbände hinweg – im Auge zu

behalten.

Hauptthema dieser letzten Kammerversammlung

war die Novellierung der neuen

Facharzt-Weiterbildungsordnung für das

Land Brandenburg.

Schwerpunkt für uns alle, insbesondere für

die Allgemeinmediziner und hausärztlichen

Internisten, war die Zusammenlegung beider

Fachgebiete hinsichtlich der Weiterbildung

zum Facharzt für Innere/Allgemeinmedizin

(Hausarzt). Kontroverse und emotional geladene

Diskussionen gingen dieser medizinhistorischen

Entscheidung auf dem Ärztetag

in Rostock und Köln voraus. Gewichtige

Gründe für Vorbehalte gab es von beiden

Seiten. Nunmehr ist ein Kompromiss gefunden,

der bei gutem Willen für alle tragbar ist

– und dem Grundanliegen Rechnung trägt,

eine qualitativ hohe hausärztliche Versorgung

unserer Patienten für die Zukunft zu sichern.

Ab Veröffentlichung im gesetzlich bestimmten

Mitteilungsblatt wird es auch im Land

Brandenburg eine

5-jährige hausärztlicheFacharzt-Weiterbildung

zum Facharzt

für Innere/Allgemeinmedizin

geben. Wer

sich bei Inkrafttreten

dieser neuen Weiterbildungsordnung

in

der Weiterbildung

nach den Festlegungen

der Weiterbildungsordnung

vom

20. Juni 1992 befindet,

kann diesen Weiterbildungsweg bis

spätestens 31. März 2005 beenden.

Die neue Weiterbildung zum Facharzt für Innere

und Allgemeinmedizin gliedert sich in :

3 Jahre Basisweiterbildung (Common trunk)

- davon obligatorisch 2 Jahre in der stationären

internistischen Patientenversorgung

2 Jahre in der ambulanten hausärztlichen

Versorgung

- davon können 6 Monate Chirurgie (auch 3

Monatsabschnitte) angerechnet werden

und 80 Stunden Kurs-Weiterbildung (Psychosomatische

Grundversorgung)

Wir betrachten es als Erfolg unserer Fraktion

in der letzten Kammerversammlung,

dass unser Änderungsantrag auf 6 Monate

Pflichtweiterbildung Chirurgie mit großer

Mehrheit angenommen wurde. Damit ist

sichergestellt, dass der künftige Hausarzt

neben einer verlängerten internistisch-sta-

Sechs der 23 Wahlkandidaten der Hausärzte BDA nahmen an der jüngsten Kammerversammlung teil.

Foto: Hans-Albrecht Kühne

Kammerwahl

tionären Weiterbildung (2 statt 1 Jahr) auch

eine angemessene chirurgische Weiterbildung

erhält, die auch ambulant abgeleistet

werden kann.

Wir sind uns darüber im klaren, dass damit

noch immer nicht der bewährte Standard

der FA-Weiterbildung Allgemeinmedizin der

Vorwendezeit mit Gliederung der Weiterbildung

auch in den kleinen Fächern hergestellt

ist. Aber wir haben einen bedeutenden Meilenstein

erreicht. Bei der Umsetzung der neuen

Weiterbildung und der nicht unproblematischen

Übergangsbestimmungen gibt es für

die Ärztekammer, für unsere Fraktion und für

alle Hausärzte noch viel zu tun.

Plattform für unsere berufspolitische Arbeit

ist unser Berufsverband der Hausärzte BDA.

Die letzte Aktivtagung formulierte berufspolitisch

hinsichtlich der Kammerwahl folgende

Ziele:

- Erhalt der Freiberuflichkeit unseres Berufsstandes.

- Solidarität aller Ärzte im Kampf gegen politische

Willkür und Allmacht der Krankenkassen.

- Umsetzung der Novellierung der neuen

Weiterbildungsordnung.

- Unterstützung der Weiterbildung zum

Facharzt Innere und Allgemeinmedizin.

- Bereitstellung von Weiterbildungsstellen

und deren finanzielle Förderung durch KV,

Krankenkassen und Ärztekammer (auch

für die Kinderärzte).

- Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung

– besonders auf dem Lande.

- Entbürokratisierung der hausärztlichen

Tätigkeit.

- Gegen eine unentgeltliche Eintreibung der

Praxisgebühr.

- Für Erleichterungen in der staatlich verordneten

zertifizierten Fortbildung und für dezentrale,

unkomplizierte und kostengünstige

Fortbildungs-Möglichkeiten.

Unsere berufspolitische Plattform ist breit genug

und offen für alle Hausärzte – auch für

unsere Kollegen Kinderärzte und hausärztliche

Internisten.

Wir haben eine ausgesuchte und zahlenmäßig

starke Mannschaft für die Kammerwahl.

Die Hausärztefraktion wird sich verjüngen –

sicher auch verstärken

mit Ihrer Stimme für den Wahlvorschlag

Nr. 9 – Liste der Hausärzte - BDA

Dr. Grätsch

für die Fraktion Hausärzte - BDA

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

105


Kammerwahl

Wahlaufruf der Fraktion „Freier Arztberuf“ ( FAB)

Dr. Stephan Alder

Leiter der Liste FAB

zur Wahlperiode 2004-2008

Großbeerenstr. 139, 14482 Potsdam

Tel: 0331-7487207

E-Mail: dr.alder@t-online.de

Wir sind eine Liste von niedergelassenen

und stationär tätigen Ärzten aus dem Land

Brandenburg, unabhängig von Parteien

und Verbänden.

Wir vertreten das Prinzip der freien Arztwahl

durch die Patienten. Hierfür ist das

Prinzip der Freiberuflichkeit grundlegend.

Wer sind wir?

Wir setzen uns aus stationär arbeitenden

Kollegen und aus Freiberuflern zusammen.

Wir repräsentieren, wie Sie in der Übersicht

sehen können, ein breites Spektrum ärztlicher

Tätigkeitsfelder.

106 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

Politisch ist zu vermitteln, dass das Gesundheitswesen

als ein Wirtschaftsfaktor und nicht

nur als Kostenbereich für Krankenversicherungen

zu betrachten ist.

Als Grundhaltung für unser ärztliches Tun

formulieren wir: „Qualität und Selbstbewusstsein“.

Damit sind Kompetenz, Autonomie

und Kollegialität mitgedacht.

Wir bereiten uns auf die neue Legislaturperiode

2004-2008 vor.

Die Hauptarbeit wird in den Ausschüssen geleistet,

die zuständig sind für:

1. Berufsordnung

2. Schlichtung

3. Satzung

4. Haushalt

5. Qualitätssicherung

6. Gebührenordnung

7. Stationäre Versorgung

8. Ambulante Versorgung

9. Weiterbildung

10. Widerspruch

Name, Vorname Fachbereich Ort

11. Psychosoziale Versorgung.

12. Die Akademie für ärztliche Fortbildung,

die Ethik-Kommission und die vielen Prüfungskommissionen

sind weitere Betätigungsfelder,

die nicht nur von Delegierten

unserer Landesärztekammer ausgefüllt

werden.

Als landesweite Aktivität gilt die Arbeit auf

dem Deutschen Ärztetag, die jedes Jahr einmal

stattfindet.

>> Die Wahl zur neuen Kammerversammlung

erfolgt durch Sie und uns bis 28. 04. 04.

Sind wir gewählt, können wir für die nächsten

4 Jahre als Delegierte der neuen Ärztekammer

Brandenburg berufspolitisch wirksam

werden.

Unsere berufspolitischen Ziele sind:

1. Qualitätssicherung und Honorargerechtigkeit

– auch für die neuen Bundesländer!

2. stabile Kammerbeiträge und Transparenz

bei den Ausgaben wie Einnahmen.

1. Dr. Alder, Stephan Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie,

Psychoanalyse

Potsdam, niedergelassen

2. Dr. Berthold, Frank Labormedizin, Mikrobiologie Frankfurt/Oder, niedergelassen, GmbH

3. Dr. Ulrich, Klaus Allgemeinmedizin, Goyatz, niedergelassen

4. Dipl.-Med. Buse, Andrea Arbeitsmedizin Cottbus, angestellt

5. Dr. Loesch, Wolfgang Allgemeinmedizin, Psychotherapeutische Medizin Potsdam, niedergelassen

6. Dr. Banusch, Wilfried Allgemeinmedizin Vetschau, niedergelassen

7. Dr. Zahradka, Wolfgang Pathologie Neuruppin niedergelassen

8. Dr. Obst, Marianne Anästhesie, ambulantes Operieren Cottbus niedergelassen

9. Fiebig, Adolf Allgemeinmedizin Müncheberg, niedergelassen

10. Mereck, Hannelore Allgemeinmedizin Peitz, niedergelassen

11. Dr. Scheerer, Sigmar Allgemeinmedizin, Psychotherapeutische Medizin Heinersdorf, niedergelassen

12. Dipl.-Med. Klawitter, Christina Allgemeinmedizin Linum, niedergelassen

13. Dr. Bästlein, Martin Neurologie und Psychiatrie Eberswalde, angestellt

14. Dr. Schacht, Axel Neurologie Frankfurt/ Oder, angestellt

15. Lee, Kang-Hyeb Allgemeinmedizin, Psychotherapie Potsdam, niedergelassen

16. Dr. Lorenz, Liesbeth Allgemeinmedizin, Psychotherapie Potsdam, niedergelassen

17. Dr. Jäger, Matthias Anästhesie, Intensivmedizin Frankfurt/ Oder, angestellt

18. Dr. Joseph, Franz-Detlef Orthopädie, Physikalische und Rehabilitative

Medizin, Rheumatologie, Chiropraktiker

Angermünde, ambulant

19. Dr. Beutling, Detlef Chirurg, Unfallchirurgie, Handchirurgie Fürstenwalde, niedergelassen

20. Dr. Heuer, Dorothea Pathologie Brandenburg, niedergelassen

21. Dr. Scheerer, Bettina Allgemeinmedizin Frankfurt/Oder, Weiterbildungsassistentin

22. Dr. Demmig, Anita Innere Medizin – Angiologie Dahlwitz-Hoppegarten, niedergelassen

23. Dr. Felgendreher, Detlef Allgemeinmedizin, Chirotherapie Falkenhagen, niedergelassen


3. Qualitätssicherung verbunden mit Demokratie

im Krankenhaus.

4. Abbau der Bürokratie. Wir müssen wieder

mehr als Ärzte arbeiten können und nicht

als Bürokraten (gilt besonders für den Klinikbereich).

Die Dokumentation unseres

ärztlichen Tuns ist nötig. Wir dokumentieren

aber nicht für die Krankenkassen.

5. Umsetzung des EuGH-Urteil zum Arbeitszeitgesetz.

Wir unterstützen ausdrücklich

das EuGH-Urteil in Verbindung

mit dem erforderlichen Mehr an

Personal und einem angemessenem Verdienst.

Eine 60-70-Stunden-Arbeitswoche

für Ärzte kann nicht hingenommen

werden.

6. Widerstand gegen die unangemessene

Macht der Krankenkassen.

Unser Aufruf ist: Melden Sie sich zur Wahl!

Bleiben Sie oder werden Sie politisch aktiv!

Wählen Sie am besten uns!

Ihre Kollegen vom FAB (2004-2008)

Fraktion Freier Arztberuf – einige der Kandidaten als Teilnehmer der 15. Kammerversammlung. Foto: Hans-Albrecht Kühne

53.

Neuer Veranstaltungsort:

bcc Berliner Congress Center

am Alexanderplatz

In Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer,

der Ärztekammer Berlin und der Charité

Kongressleitung: Univ.-Prof. Dr. Reinhard Gotzen,

Prof. Dr. Waltraut Kruse, Dr. Günther Jonitz, Gerd G. Fischer

Partner: Hartmannbund e. V., BDI e. V., KV Berlin

Kongressthemen: Kardiologie: Herzrhythmusstörungen,

Herzinsuffizienz, Hypertonie, Kardiologische

Prävention/Rehabilitation, Homocystein, Nephrologie,

Pneumologie, DMP, Hämatologie/Internistische Onkologie,

Nahrungsmittelallergie, Allgemeinmedizin, Integrierte

Versorgung/Rheumatoide Arthritis, Arzneimitteltherapie im

Alter, Anti-Aging, Kinder/Jugendliche und ihr Hausarzt,

Practical skills: Kleine Chirurgie in der Praxis, Impfrefresher,

Homöopathie, Umweltmedizin, Risiko-Management,

Gesprächsführung, Praxisabgabe/Ärztliche Niederlassung,

IGeL-Leistungen, Internet: Nutzen für den Arzt, Arzthaftung,

Karriereplanung-Karrieremöglichkeiten, PJ im Ausland

Quickinform: Kardiologie, Diabetes mellitus, Rheumatologie

2004

3.– 5. Mai

Kurse: Ärztlicher Notfalldienst, Ösophago-Gastro-Duodenoskopie

und Kolonoskopien, Praxisorientierte Sonographie-

Refresherkurse, Akupunktur Grundkurs, Ultraschall zur

Diagnostik der tiefen Extremitäten, Venenthrombose, Kardiopulmonale

Reanimation, Endosonographie in der Gastroenterologie,

Langzeit-EKG, Lungenfunktion

Weitere Veranstaltungen: 37. Deutscher zahnärztlicher Fortbildungskongress,

33. Pflegefachtagung (DBfK), 12. Physiotherapie

Forum (ZVK), MTA-Fortbildung (DVTA),

Arzthelferinnen-Fortbildung (BdA), Arzt-Patienten-Forum

Zertifizierte Fortbildung / AIP-anerkannt

Stand: Januar 2004 (Änderungen vorbehalten)

Veranstalter: Kongressgesellschaft für Ärztliche Fortbildung e. V., Berlin – MEDICA Deutsche Gesellschaft zur Förderung der

Medizinischen Diagnostik e. V., Stuttgart – Messe Düsseldorf GmbH, Düsseldorf

Programmanforderung und Auskunft:

MedCongress GmbH

Postfach 70 01 49, 70571 Stuttgart

Telefon: 07 11/72 0712-0, Telefax: -29

E-Mail: info@deutscher-aerztekongress.de

Internet: www.deutscher-aerztekongress.de

Kammerwahl

Anzeige

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

107


Kammerwahl

108 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

Aufruf zur Kammerwahl

Der Hartmannbund ist der einzige Verband, der ohne Unterschied die Interessen

aller Ärzte vertritt.

Deshalb ist es wichtig, dass dieser Verband mit einer großen Fraktion die Politik

der Ärztekammer mitbestimmt.

Entsprechend dem Anspruch des freien Zusammenschlusses von Ärztinnen und Ärzten

als Hartmannbund-Verband der Ärzte Deutschlands treten wir ein für

die Erhaltung der Freiberuflichkeit der Ärzte.

den Erhalt unserer Selbstverwaltung, denn Ärzte wissen im Gegensatz zu Politikern, dass man Gesundheit

und Lebenserwartung nicht beschließen kann, Krankheiten orientieren sich nicht an der finanziellen Lage der Krankenkassen.

Zusammenarbeit im stationären und ambulanten Bereich zum Nutzen der Patienten.

die Rücknahme der Praxisgebühr.

identische Mehrwertsteuer für Arzneimittel wie für Lebensmittel. Arzneimittel sind Mittel für das Leben –

keine Sanierung der Staatskosten auf den Rücken der Kranken.

die Ablehnung von Einzelverträgen.

die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes in den Kliniken.

Die ständige physische und psychische Ausbeutung der Kollegen muss durch Schaffung neuer Planstellen ein Ende haben.

den Abbau von Bürokratie. Der Arzt braucht seine Zeit für seine Patienten!

die Gleichstellung der Ärzte im gesamten Deutschland durch eine einheitliche GOÄ.

die Belange unserer Kolleginnen und Kollegen im Ruhestand.

ein stärkeres Mitspracherecht der Ärztekammer bei berufspolitischen Entscheidungen im Land Brandenburg.

Auf der Hartmannbund-Liste kandidieren kritische, motivierte und berufspolitisch

erfahrene Ärztinnen und Ärzte.

Wir schaffen echte Solidarität unter den Ärzten.

WÄHLEN SIE DARUM DIE LISTE DES HARTMANNBUNDES!

Liebe Kolleginnen,

liebe Kollegen,

in diesen Tagen werden Sie die Unterlagen

zur Wahl der Delegierten für die 5. Legislaturperiode

der Kammerversammlung erhalten.

Ich wäre ein schlechter Streiter für den „Hartmannbund“,

wenn ich Sie nicht auffordern

würde, der Liste des Hartmannbundes Ihre

Stimme zu geben.

Das neue Programm des Hartmannbundes

zur Kammerwahl und die Kandidaten zur

Kammerversammlung werden in diesem Heft

4/2004 des Brandenburgischen Ärzteblattes

veröffentlicht.

Der Hartmannbund steht für eine geschlossene

Ärzteschaft! Das Schlimmste, was uns allen

drohen kann, ist die von der Politik vorgesehene

Fragmentierung in Haus- und Fachärzte.

Es wäre katastrophal, wenn diese Spaltung

gelänge. Nur gemeinsam können Fachärzte

und Hausärzte eine qualifizierte Versorgung

unserer Patienten garantieren.

Darum ist die Wahl einer starken Vertretung

aller Ärzte ohne Partikularinteressen wichtig.

Diese starke Vertretung ist der Hartmannbund.

Entscheiden Sie sich für eine demokratiefähige

Gruppe, die ihre Konsensfähigkeit in

der hervorragenden Zusammenarbeit in der

letzten Legislaturperiode bewiesen hat. Die

Kombination eines klinischen Facharztes und

einer Allgemeinmedizinerin an der Spitze der

Brandenburgischen Ärzteschaft hat insbesondere

eine große Ausstrahlung auf Landesregierung,

KVBB und andere Gremien unseres

Landes.

Es ist wichtig, dass diese Kontinuität gewahrt

bleibt. Sie haben dazu mit der Wahl die

Chance – nutzen Sie sie! Wählen Sie bitte die

Hartmannbund-Liste, verschaffen Sie dieser

Liste bitte möglichst viele Stimmen. Eine erneute

schlagkräftige Fraktion des Hartmannbundes

in der neuen Kammerversammlung

braucht jede Stimme – braucht Ihre Stimme.

Auch wenn Sie nicht Mitglied im Hartmannbund

sind, können Sie natürlich diese Liste

wählen; denn der Hartmannbund ist der Verband

aller Ärzte.

Der Hartmannbund als größter Ärzteverband

mit einer 100-jährigen Tradition ist das Bindeglied

zwischen Klinik und Praxis. Er fördert

die Kollegialität und die Kooperation inner-

halb der Ärzteschaft. Das ist eine Tradition,

der wir uns verbunden fühlen!

Wählen Sie bitte und unterstützen Sie daher

unsere Liste, rufen Sie Kollegen in Ihrem

Wahlkreis an und bitten Sie sie, sich an der

Wahl zu beteiligen, um die Kandidaten unserer

Liste zu unterstützen.

Die Landesärztekammer, das sind wir alle!

Die Ärztekammer ist kein Verband oder irgendein

Verein, sie ist nach der Destruktion

der KV durch die Politik unsere eigentliche ureigene

Selbstverwaltung, die unsere Interessen

noch regeln kann. Das dürfen gerade wir

uns nie mehr aus der Hand nehmen lassen! Es

kommt auf jede Stimme an!

Bitte wirken Sie, liebe Kollegin, und Sie, lieber

Kollege mit, unserer Liste möglichst viele Stimmen

zu verschaffen. Die Kandidatinnen und

Kandidaten der Liste des Hartmannbundes

sind erfahren in der Kammerarbeit, im Präsidium,

in den Ausschüssen, in der Delegiertenversammlung

und auf dem Deutschen Ärztetag.

Ich rechne fest auf Ihre Unterstützung!

Elke Köhler

Vorsitzende des Hartmannbundes,

Landesverband Brandenburg


1. E. Köhler

Allgemeinmedizin Jüterborg

5. MR Dr. med. P. Wagner

Pädiatrie Stahnsdorf

9. Dipl.-Med. I. Weinmann

Gynäkologie Jüterborg

13. Dr. med. Hilger Müller

Innere Medizin Potsdam

2. Dr. med. H. Pohle

Allgemeinmedizin Rathenow

6. Dipl.-Med. W.-R. Weinmann

Anästhesie KKH Belzig

10. Dr. med. H.-J. Helming

Gynäkologie Belzig

14. CA PD Dr. med. R. Kreusch-Brinker

Asklepios-Klinik Birkenwerder

3. Dipl.-Med. Rainer Hanisch

Orthopädie Braunsdorf

7. Dr. med. R. Musikowski

Chirurgie Cottbus

11. Dr. med. C. Müller

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Guben

15. Dr. med. L. Höbold

Urologie Luckenwalde

Kammerwahl/Kandidaten der Hartmannbund-Liste

4. Dr. med. Horst Müller

Internist i.R. Brandenburg

8. CA PD Dr. med. habil. Th. Erler

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

12. CA Dr. med. U. Fleck

Allgemeinmedizin Jüterborg

16. Dr. med. G.-J. Fischer

Neurologie/Psychiatrie Teltow

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

109


Kammerwahl/Kandidaten der Hartmannbund-Liste

17. L. Kropius

Allgemeinmedizin Jüterborg

21. Dr. med. F. Hartmann

Orthopädie Teltow

25. Dr. med. L.-U. Rau

Allgemeinmedizin Rheinsberg

29. Dr. med. F. Laag

Gynäkologie Bad Liebenwerda

110 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

18. F. Pickert

Psychotherap. Med. Frankfurt

22. Dipl.-Med. M. Düren

Gynäkologie Strausberg

26. Dipl.-Med. C. Hagenow

Allgemeinmedizin Brandenburg

30. Dipl.-Med. M. Schuster

Transfusionsmedizin Frankfurt

19. MR Dr. med. B. Findeis

Neur./Psych. H. A. Lobetal

23. Dr. med. Helga Gutschlag

Innere Medizin Bergholz-Rehbrücke

27. MR Dr. med. W. Hessel

Allgemeinmedizin Beeskow

31. Dr. med. E. Lehmann

Allgemeinmedizin Langerwisch

20. S. Sittig

Internist Wusterhausen/Dosse

24. OÄ Dr. med. A. Wipfli-Funke

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

28. Dipl.-Med. V. Klingenhagen

Neurologie/Psychiatrie Bernau

32. Dr. med. H.-J. Lüdcke

Dermatologie Potsdam


33. Dipl.-Med. K. George

Radiologie Lübben

37. Dr. med. M. Thiel

Allgemeinmedizin Glindow

34. Dr. med. J. Neubauer

Prakt. Arzt Sportmed. Potsdam

Kammerwahl 2004

38. Dr. med. V. Heym

Allgemeinmedizin Guben

Glauben Sie nicht auch, dass in die Ärztekammer eigentlich

nur Kandidaten gewählt werden müssen,

die sich allen Ärzten verpflichtet fühlen?

Der Hartmannbund kennt keine Gruppeninteressen!

Unsere Kandidaten kommen aus Klinik und Praxis!

Von uns werden leitende Krankenhausärzte und Assistenten,

Allgemeinärzte und Ruheständler gleichermaßen vertreten.

Wir wollen einer innerärztlichen Konfrontation entgegenwirken!

Nur so können wir das Ansehen des Ärzteberufes stärken!

Daher:

Hartmannbund-Liste

35. T. Hold

Allgemeinmedizin Bad Liebenwerda

Kammerwahl/Kandidaten der Hartmannbund-Liste

39. Dr. med. H. Wellmann

Pädiatrie Eisenhüttenstadt

36. CA MR Dr. med. H.-J. Jaskulla

Gynäkologie KKH Finsterwalde

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

111


Kammerwahl

Concordia vis parvae

Liebe Frau Kollegin, lieber Herr Kollege,

nach einem erfüllten Berufsleben genießen sie den wohlverdienten Ruhestand. Das heißt aber sicherlich nicht, dass Sie nun uninteressiert

den berufspolitischen Fragen unseres Berufsstandes gegenüberstehen.

Es hat sich vieles geändert und nicht alles ist gut. Gute ärztliche Traditionen, die Sie bewahrt haben, sind heute in Gefahr. Argwöhnisch

betrachtet die Politik unsere Selbstverwaltung und unsere Altersversorgung. Mit Populismen und Denunziationen wird ein ehrbarer Berufsstand

verhöhnt und beschädigt. Nach der Devise „Divide et impera“ versucht die Politik – nicht ohne Erfolg – Hausärzte, Fachärzte

und Klinikärzte gegeneinander aufzubringen. Dies dürfen und können wir nicht zulassen.

Der Marburger Bund und der Hartmannbund sind Garanten einer einigen Ärzteschaft. Unsere gemeinsame Politik wollen wir auch in den

offiziellen Gremien der ärztlichen Selbstverwaltung künftig fortsetzen.

„... denn nur gemeinsam sind wir stark!“ (Hermann Hartmann, 13. September 1900)

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Elke Köhler, Landesvorsitzende HB Ihr Udo Wolter, Landesvorsitzender MB

Kammerwahl Brandenburg 2004

Liste Notärzte Land Brandenburg

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

unter den in Heft 3/2004 des Brandenburgischen

Ärzteblattes veröffentlichten 9

Wahlvorschlägen zur Kammerwahl 2004 finden

Sie mit Liste 7 „Notärzte Land Brandenburg

eine Gruppe von Ärztinnen und Ärzten,

deren Ziel es ist, die Interessen jener Kolleginnen

und Kollegen unterschiedlicher Fachrichtungen

in der Kammer zu vertreten, die in der

Rettungs- und Notfallmedizin selbst tätig oder

die für die Organisation und Durchführung

dieser Tätigkeit verantwortlich sind.

Die Probleme der Rettungsmedizin sind allseits

bekannt:

- Hohe Ansprüche der Gesellschaft an die

Leistungsfähigkeit der Rettungsmedizin.

- Hohe körperliche und psychische Belastungen

der Notärztinnen und Notärzte.

- Zusätzliche Dienstbelastung neben den Klinikdiensten.

- Zunehmende Verringerung der Anzahl der

Notärztinnen und Notärzte und damit Verteilung

der Dienste auf immer weniger

Schultern.

- Probleme der Abgrenzung des Notarztdienstes

gegenüber dem kassenärztlichen

Notfalldienst.

- Probleme bei der Qualifizierung von

Notärzten vor allen Dingen in kleineren

Krankenhäusern.

- Inadäquate Bezahlung der stressbelasteten

Notarztdienste.

112 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

Viele dieser Probleme sind aufs Engste mit

den Problemen der allgemeinen gesundheitspolitischen

Entwicklung verbunden, deren

Schönreden nicht verdecken kann, dass einer

Reihe von Entscheidungsträgern offensichtlich

der erforderliche Sachverstand fehlt. Wie

könnte es sonst z. B. geschehen, dass trotz

jahrzehntelanger intensiver und wiederholter

Bemühungen unterschiedlicher Fachgremien

der Länder und des Bundes der Rettungsdienst

und damit auch der Notarztdienst entsprechend

SGB V nicht mehr ist als eine

Krankentransportleistung, abgerechnet bei

den Krankenkassen unter „Fahrleistungen“.

An diesem Beispiel offenbart sich nicht nur

die „Wertschätzung“ der Rettungsmedizin

durch die Politik, es zeigt auch auf, dass der

Hebel, etwas zu bewegen, sowohl im Land

Brandenburg als auch zentral angesetzt und

von möglichst vielen geschultert werden

muss. Die etablierten Notärzte-Gremien, wie

die Arbeitsgemeinschaft in Brandenburg tätiger

Notärzte e. V. (AGBrN) oder die Bundesvereinigung

der Arbeitsgemeinschaften der

Notärzte Deutschlands e. V. (BAND), sind

dazu allein und auch satzungsgemäß ebenso

nicht in der Lage wie andere medizinische

Gremien.

Es liegt deshalb nahe, auch und insbesondere

die Möglichkeiten der Landesärztekammer

zu nutzen, um gemeinsam mit den anderen

Mitgliedern der Kammerversammlung unter

Nutzung der rettungs- und notfallmedizini-

schen Fachkompetenz der Vertreter der Liste

7 an der Lösung der aufgezeigten Probleme

zu arbeiten.

Dazu bitten wir um Ihre Stimme.

Dr. med. Hartmut Handschak

Am Elsterdamm 9

01968 Senftenberg, OT Brieske

für die Vertreter des Wahlvorschlags 7

Notärzte Land Brandenburg

Vertragsarztzahlen

in Brandenburg

In der Februar-Ausgabe von „KV intern“ befasst

sich der Leitartikel u. a. auch mit den Vertragsarztzahlen

in Brandenburg. Zwischen

1995 (3112 Vertragsärzte) und 2003 (3130

Vertragsärzte) ist die Gesamtzahl nur geringen

Schwankungen unterworfen. Gravierend

jedoch ist die darin enthaltene Anzahl der

Ärzte, die bereits 60 Jahre und älter sind.

Waren es 1995 erst 231 „Oldies“, kletterte

deren Anzahl über 1998 (396) und 200

(584) auf inzwischen 828 Ärzte jenseits der

60! Und ein Ende dieser besorgniserregenden

Entwicklung ist nicht abzusehen.

Verschärfend kommt hinzu: Brandenburg hat

bundesweit die geringste Arztdichte. Ein Vertragsarzt

hat in unserem Bundesland durchschnittlich

821 Menschen medizinisch zu betreuen.

Sachsen-Anhalt, Vorletzter in dieser

Statistik, kommt auf 694 Menschen pro Vertragsarzt

und ist damit wenigstens noch in der

Nähe des Bundesdurchschnitts von 641 Einwohnern

je Vertragsarzt.


Kammerwahl Brandenburg 2004

Die Ziele des Marburger Bundes

Für mehr ärztliche Entscheidungsfreiheit im Dialog mit

Verwaltungen, Kassenverbänden und Politik

Für vernünftige Weiterbildungsinhalte

Für die Qualitätssicherung in der Weiterbildung und

den Schutz der Weiterzubildenden

Für die Anerkennung des Gesundheitswesens als

Wachstumsbranche

Für die Honorierung des medizinischen Fortschritts

Für die Akzeptanz der Folgen der demografischen

Entwicklung

Für sichere Arbeitsplätze mit gleicher Bezahlung in Ost

und West

Für die Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes ohne

Gehaltseinbußen

Für bessere Honorierung der Dienste zu ungünstigen

Zeiten

Für die Einführung von Zeiterfassungsgeräten

Für innerärztliche Kollegialität und Fairness

Für die Unabhängigkeit der Ärzteversorgung von

politischen Interessen

Für die Aufwertung des Arztberufes

Für die Entlastung ärztlicher Tätigkeit von übermäßiger

Bürokratie: ein Krankenhaus ist kein papierverarbeitender

Betrieb

Rechtsanwältin

Elisabeth Herweg-Prüsse

Tätigkeitsschwerpunkt:

Rechtsfragen zur ärztlichen Berufsausübung

Am Schragen 29 Zugelassen bei allen Amts-

14469 Potsdam und Landgerichten und bei

Tel.: 0331-270 76 07 dem Brandenburgischen

Fax: 0331-270 76 08 Oberlandesgericht

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Kammerwahl

Für die freie Selbstverwaltung der

Ärzte

Gegen Lohndumping durch unbezahlte

Überstunden

Gegen den Missbrauch von Ärzten als

„Kostenfaktoren“

Gegen den Missbrauch unbezahlter

Mehrarbeit als feste Budgetgröße

Gegen Kaputtsparen durch eine

budgetversessene Politik

Gegen die Zerschlagung wohnortnaher

Versorgungsstrukturen

Gegen die Überregulierung ärztlicher Berufstätigkeit

Gegen eine Polarisierung der Ärzteschaft

Gegen staatliche Gängelungspolitik

Gegen unerfüllbare Leistungskataloge in der

Weiterbildung

Gegen Notlagentarifverträge

Gegen oktroyierte Arbeitszeitverkürzung

Keine DRG-Dokumentation zum Nulltarif

Wir wollen eine Medizin, die sich am Wohl der Kranken

orientiert und nicht am Portemonnaie der Gesunden

Wir wollen nicht länger die Erfüllungsgehilfen verfehlter

Gesundheitspolitik sein

Die Berufshaftpflicht-Versicherung

exklusiv für Angehörige

der Ärztekammer

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an: 030 - 886 828 73 wir beraten Sie gern.

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

113


Kammerwahl/Liste Marburger Bund

1. Dr. Udo Wolter

Ruppiner Kliniken GmbH Neuruppin

3. Dr. Manfred Kalz

Ruppiner Kliniken GmbH Neuruppin

5. Dr. Jürgen Fischer

Johanniter-KH Treuenbrietzen

9. Dipl.-Med. Guido Salewski

MDK Brandenburg

114 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

Dr. Udo Wolter:

Ich trete dafür ein, dass bei dem

deutlichen Ärztemangel in Brandenburg

dieser nicht noch durch

Notlagentarife verstärkt wird.

Notlagentarife jetzt sind auch ein

Zeichen einer Minderbewertung

ärztlicher Leistungen.

Unterstützen Sie deshalb die Liste

8 Marburger Bund.

Dr. Manfred Kalz:

Im Mittelpunkt steht für mich derzeit

der Erhalt unserer Berufsfreiheit.

Es muss verhindert werden,

dass die ärztliche Berufsausübung

in ein immer engeres Korsett

staatlicher Vorgaben eingeschnürt

wird.

Dr. Jürgen Fischer:

Es müssen endlich gleiche Tarifverhältnisse

zwischen alten und

neuen Bundesländern geschaffen

und die Arbeitsbedingungen in

den Krankenhäusern verbessert

werden. Dafür setzt sich der Marburger

Bund mit ganzer Kraft ein.

Dipl.-Med. Guido Salewski:

In Zeiten einer galoppierenden

Inflation von Rentenreformen

sehe ich die Gefahr des schwindenden

Schutzes unseres ärztlichen

Versorgungswerkes vor

dem Zugriff zum Stopfen von

Finanzlöchern in der gesetzlichen

Rentenversicherung.

2. Dr. Renate Schuster

KH Märkisch Oderland GmbH

4. Dipl.-Med. Hubertus Kruse

Kreis-KH Forst

6. Wolfram Kamke

Reha-Zentrum Spreewald

Dr. Renate Schuster:

Der MB als stärkste Fraktion der

Kammerversammlung ist in allen

Ausschüssen vertreten.

Die Kammer als Selbstverwaltungsorgan

der Ärzteschaft regelt

die Belange aller Ärzte.

Die Ausschüsse nehmen Aufgaben

wahr wie Weiterbildung, Berufsrecht,

Schlichtung, Haftungsfragen

oder Altersversorgung -

um nur einige zu nennen.

Dipl.-Med. Hubertus Kruse:

Der Marburger Bund steht für einen

soliden Kammerhaushalt mit

stabilem Haushalt zur finanziellen

Absicherung und Erhaltung

der ärztlichen Selbstverwaltung

im Land Brandenburg.

7. Dr. Hartmut Prahtel

Ruppiner Kliniken GmbH Neuruppin

10. Dr. Monika Koch-Engel

Vertragsärztin in Saxdorf


11. Dr. Ulrich Eggens

LVA Brandenburg

15. Dipl.-Med. Harald Wulsche

Klinikum Uckermark Schwedt

18. Dr. Sylvia Schache

Vertragsärztin in Oranienburg

23. Dr. Joachim-Michael Engel

Rheumaklinik Bad Liebenwerda

Dr. Ulrich Eggens:

Im öffentlichen Gesundheitsdienst

und in der Sozialversicherung

beschäftigte Ärzte benötigen in

besonderem Maße eine starke

Interessenvertretung, um sich als

Kleingruppe oder gar „Einzelkämpfer“

gegenüber großen Verwaltungseinheiten

zu behaupten.

Im Marburger Bund finden sie

diesen Rückhalt.

16. Dipl.-Med. Andrea Kruse

Kreis-KH Forst

19. Holger Marschner

Rhön-Klinikum Frankfurt/Oder

24. Dr. Reinhard Erkens

Klinikum Ernst-v.-Bergmann Potsdam

12. Dr. Dagmar Möbius

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

Dipl.-Med. Andrea Kruse:

Der Marburger Bund engagiert

sich für eine effektive notärztliche

Versorgung im Flächenland

Brandenburg auf hohem fachlichen

Niveau und Optimierung

des ärztlichen Managements.

20. Dr. Matthias Redsch

Med. Versorgungszentrum Nauen

25. Dr. Detlef Wegwerth

Achenbach-KH Königs Wusterhausen

Kammerwahl/Liste Marburger Bund

14. Dr. Steffen König

KH Märkisch Oderland GmbH

17. Dr. Helmut Richter

Rentner

22. Dr. Georg Lehmann

Nordbr.onkolog. Schwerpkt. Schwedt

26. Dr. Christian Boellert

Rentner

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

115


Kammerwahl/Liste Marburger Bund

29. Dr. Christoph Klumpp

Spreewald-Klinik Lübben

36. Dr. Thomas Klinkmann

Klinikum Uckermark Schwedt

40. Dipl.-Med. Dieter Karcher

Kreis-KH Prignitz

Ergänzung Liste

Marburger Bund:

Von diesen Kandidaten

stand uns kein Foto

zur Verfügung!

8. Dr. med. habil. Helge Steffen

Humaine-Klinikum Bad Saarow

13. Christian Bender

KreisKH Prenzlau

116 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

30. Dr. Cornelia Schmidt

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

37. Rolf Rahnefeld

Elbe-Elster-Klinikum Elsterwerda

41. Dr. Hans Willner

Landesklinik Brandenburg

21. Dr. Jens Tokar

Ruppiner Kliniken GmbH

Neuruppin

27. Dipl.Med. Karsten Juncken

Forßmann-KH Eberswalde

28. Dr. Andrea Kretschmann

Klinikum Ernst-v.-Bergmann

Potsdam

34. Dr. Frank Kelle

KreisKH Forst

31. Dr. Rolf Hauswald

Elbe-Elster-Klinikum Elsterwerda

38. Dr. Kai Seelig

Klinikum Uckermark Schwedt

45. Dr. Eckart Braasch

Forßmann-KH Eberswalde

35. Dr. Dirk Kemmesies

Humaine-Klinikum

Bad Saarow

36. Dr. Thomas Klinkmann

Klinikum Uckermark

Schwedt

42. Dipl.Med. Fred Kallauke

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

43. Dr. Uwe Göbel

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

32. Dr. Michael Hinkel

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

39. Dr. Jens-Uwe Klavehn

Stadtkrankenhaus Templin

44. Dr. Reimund Parsche

Ruppiner Kliniken GmbH

Neuruppin

46. Stefan Sturm

Klinik Hennigsdorf

47. Dr. Ralf Steinborn

Achenbach-KH

Königs Wusterhausen


Kammerwahl/Kammerinformationen

Marburger Bund – Liste 8

Der Marburger Bund zu neuen Arbeitszeitmodellen

Nachdem nun auch die deutsche Gesetzgebung

Bereitschaftsdienst als Arbeitszeit

anerkennt, ist die Diskussion über Schichtdienstmodelle

wieder neu entflammt. Für

die Umsetzung des neuen Arbeitszeitgesetzes

wären zwei Modelle denkbar: Entweder

ein achtstündiges Dreischicht- oder ein

zwölfstündiges Zweischichtmodell.

Die MB-Mitgliedschaft favorisiert mehrheitlich

das Zweischichtmodell für den normalen

Stationsdienst, u. a. wegen der damit verbundenen

längeren zusammenhängenden

Freizeit statt längerer täglicher Freizeit. Aber

nicht nur die persönlichen Aspekte spielen

eine Rolle, sondern auch das Arzt-Patienten-

Verhältnis; denn traditionell gibt es nur einen

Arzt, der die Krankheitsgeschichte des Patienten

kennt. Trotz der Spezialisierung der

Medizin ist diese ideale Vorgehensweise

nicht immer einzuhalten, trotzdem ist man

aber in den Krankenhäusern nach wie vor

bemüht, die Funktion des behandelnden

Arztes beizubehalten.

Neben der befürchteten eingeschränkten

Kooperation zwischen Arzt und Patient wurde

beim Dreischichtmodell auch die Informationsweitergabe

kritisiert, die bei diesem

Modell zu häufig erfolgt und zudem zu Informationsdefiziten

führen kann. Bedenken

wurden auch im Hinblick auf die Facharztweiterbildung

geäußert, weil sich die Präsenz

des Arztes auf der Abteilung deutlich

reduzieren und damit sich die Weiterbildungszeit

entsprechend verlängern würde.

Aber auch die pekuniäre Seite spielt eine

Rolle. Warum Einkommenseinbußen durch

Wegfall der bisher gezahlten Bereitschaftsdienstgelder

hinnehmen, wenn die tägliche

Mehrarbeit in keiner Weise honoriert wird?

Starre „flächendeckende“ Schichtdienstregelungen

sind nicht gewollt, weil sie der Realität

des ärztlichen Krankenhausalltags zuwider

laufen und zudem in keiner Weise die

unterschiedlichen Größen der Häuser und

Fachabteilungen berücksichtigen.

Da das neue Arbeitszeitgesetz genügend

Spielraum für tarifliche Regelungen vorsieht,

möchten wir die Möglichkeit der freiwilligen

Erhöhung der Arbeitszeit von 40 auf 48

Stunden/wöchentlich festlegen, wobei die

zusätzlich geleisteten Stunden als fester Gehaltsbestandteil

monatlich vergütet werden

(ca. 700,- € monatlich). Hierbei muss aber

gewährleistet sein, dass zwei komplette Wochenenden

frei sind (im jetzt gültigen BAT

sind es nur zwei freie Sonntage/Monat).

Die Anordnung von 12-Stunden-Schichten

muss monatlich auf maximal 6 oder 7 begrenzt

und die gesamten 12 Stunden müssen

als Vollarbeit gewertet werden. So genannte

Dienste zu ungünstigen Zeiten

(nachts, sonntags, feiertags) müssen mit besonderen

Zuschlägen honoriert werden.

Da aber die Wochenarbeitszeit grundsätzlich

48 Stunden nicht überschreiten darf und

– wie oben ausgeführt – die Erhöhung der

wöchentlichen Arbeitszeit um 8 Stunden nur

auf freiwilliger Basis erfolgen kann – kommt

man auch den Ärztinnen und Ärzten, die

aus persönlichen Gründen – z. B. familiäre

Aufgaben, Fortbildung – zeitweilig oder

ständig nicht mehr oder auch weniger als 40

Stunden/Woche durchschnittlich arbeiten

An der Landesärztekammer Brandenburg erfolgreich

abgeschlossene Weiterbildung

Allgemeinmedizin

Dr. med. Henning Dehn

Dr. med. Bernd Fürstenau

Dr. med. Sylke Karras

Dr. med. Grit Klappenbach

Anke Langbehn

Elke Liebelt

Dr. med. Ralf Maaß

Kristin Mentzel

Dr. med. Klaus Pelletier

Anästhesiologie

Dr. med. Joachim Gomille

Dr. med. Terhi Nebelung

Jens Rottzoll

Dr. med. Ralph Wittich

Spezielle Anästhesiologische

Intensivmedizin

Dipl.-Med. Regina Stelzig

Dr. med. Carsten Wolter

Chirurgie

Oliver Eckermann

Jens Freitag

Dr. med. Axel Fügener

Dr. med. Kai Griepentrog

Dr. med. Sofia Dimitar Loultchev

Maja Petzel

Dr. med. Uwe Priebe

Dr. med. Henry Ptok

Ösophago-Gastro-

Duodenoskopie

Dr. med. Wolfgang Pluntke

Dr. med. André Wierth

Gefäßchirurgie

Dr. med. Silvio Horn

Unfallchirurgie

Dr. med. Peter Ambros

Dipl.-Med. Jens Mittenzwei

Dr. med. Thomas Nagelski

Dr. med. Roman Peuthert

wollen, mit diesen Regelungen entgegen. Ein

Überschreiten der vereinbarten tariflichen

oder arbeitsvertraglichen Arbeitszeit muss

innerhalb von 24 Wochen (so das Gesetz)

durch entsprechende Freizeitblöcke ausgeglichen

werden.

Mit dem neuen Arbeitszeitgesetz wird zumindest

erreicht, dass die Kolleginnen und

Kollegen nicht mehr wie bisher 24 Stunden

und mehr im Krankenhaus anwesend sein

müssen, sondern maximal 12 Stunden. Mit

der freiwilligen 48-Stunden-Regelung, 12-

Stunden-Schichten und der weiterhin zulässigen

Ableistung von Rufdiensten hält sich

zudem der Personalmehrbedarf in Grenzen,

was bei dem derzeitigen knappen Angebot

auf dem ärztlichen Arbeitsmarkt kein unwesentlicher

Gesichtspunkt ist. Ebenso entscheidend

ist aber auch die Finanzierung neuer

Arbeitszeitmodelle. Die im GKV-Modernisierungsgesetz

zugesagten Finanzmittel von

700 Millionen € müssen kurzfristig und nicht

erst ratenweise bis 2009 den Krankenhäusern

zur Verfügung gestellt werden, denn

auch die von uns favorisierten Arbeitszeitmodelle

kosten mehr Geld!

Für uns ist aber auch klar, dass jedwede tariflichen

Arbeitszeitregelungen künftig so attraktiv

sein müssen, um damit dem Trend entgegenzuwirken,

dass hochqualifizierte

Kolleginnen und Kollegen den Arztberuf aufgeben,

in patientenferne Tätigkeiten wechseln

oder ins Ausland abwandern.

Dr. Udo Wolter

Dr. Manfred Kalz

Dr. Renate Schuster

Dr. med. Jörg Postrach

Dr. med. Lutz Strohbach

Neuroradiologie

Dr. med. Hans-Uwe Wichmann

Frauenheilkunde und

Geburtshilfe

Dr. med. Ursula Münstermann

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Dr. med. Barbara Lindemann

Haut- und

Geschlechtskrankheiten

Dr. med. Silke Hammer

Dr. med. Stephan Schilling

Herzchirurgie

Jörg Prziborowski

Innere Medizin

Miko Arlt

Sibylle Bosdorf

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

117


Kammerinformationen/Gesundheitspolitik

Dr. med. Thomas Denke

Dr. med. Gesine Dörr

Dr. med. Katrin Eberle

Dr. med. Susanne Fürer

Kathrin Gleinig

Thea Hahnemann

Stefan Helgers

Dr. med. Irina Kravec

Matthias Roßow

Dr. med. Gudrun Schwenke

Norbert Strauß

Jens Uwe Uhlmann

Anne Wiegand

Kardiologie

Dr. med. Thomas Ali

Dr. med.

Manuel Quaresma Costa

Dr. med. Peter Flach

Dr. med. Kristin Rochor

Pneumologie

Dr. med. Sven Eisenschmidt

Rheumatologie

Dr. med. Bettina Pech

Kinder- und Jugendmedizin

Thomas Gaide

Dr. med. Claudia Hein

118 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

Ingo Kronfeld

Dr. med. Janko Schildt

Neonatologie

Dieter Hüseman

Mikrobiologie und

Infektionsepidemiologie

Dr. med. Jasmin Wakili

Neurochirurgie

Ulrike Eisenberg

Neurologie

Dr. med. Annemarie Kiehntopf

Nuklearmedizin

Dipl.-Med. Uta Fohlmeister

Orthopädie

Dr. med. Bettina Kühne

Olaf Kunhardt

Thomas Vitense

Sonographie der

Bewegungsorgane

Dr. med. Damian Görner

Rheumatologie

Dipl.-Med. Harald Lehmann

Physikalische und

Rehabilitative Medizin

Andrea Meier-Greve

Plastische Chirurgie

Die Polizei warnt: Vorsicht Diebe!

Die Gesundheitsreform hat es mit sich gebracht,

dass in den Arztpraxen 10 Euro

Praxisgebühr von den Patienten kassiert

werden müssen. Folglich kommt es in einzelnen

Praxen zu größeren Bargeldbeständen

– eine Tatsache, die Einbrecher in zunehmenden

Maße ausnutzen.

Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit

belegen dies. Höchste Zeit, sich über die

sichere Aufbewahrung bzw. Abführung

von Bargeld Gedanken zu machen!

1. Was an Bargeld über Nacht nicht in meiner

Praxis lagert, kann mir auch kein Einbrecher

wegnehmen!

- Versuchen Sie, täglich bzw. bei größeren

Beständen auch mehrmals täglich

das Bargeld zu Banken/Sparkassen abzuführen

(auch über Sicherheitsdienste).

- Weisen Sie potentielle Einbrecher durch

entsprechende Hinweisschilder darauf

hin, dass in Ihrer Praxis kein Bargeld

lagert.

2. Sollte sich dennoch eine Lagerung von

Bargeld in der Arztpraxis nicht vermeiden

lassen, bedenken Sie bitte folgendes:

- Die Geldkassette im Schreibtisch ist keine

sichere Aufbewahrungsmöglichkeit.

- Legen Sie sich ein entsprechendes Wertbehältnis

zu. Halten Sie dazu Rückspra-

Sascha Dunst

Psychiatrie und Psychotherapie

Lars Fierfas

Sibylle Gollus

Dr. med. Jörg Schönwälder

Annette Schulze

Caterina Wolf

Strahlentherapie

Dr. med. Thomas Hanke

Eike Kirbach

Dr. med. Andreas Meinecke

Dr. med. Kathleen Zinner

Urologie

Matthias Götze

Dr. med. Steffen Hallmann

Dr. med. Jörg Lebentrau

Steffen Lebentrau

Psychiatrie

Gisela Golz

Katrin Rudolf

Dipl.-Med. Heike Wiesiolek

Allergologie

Dr. med. Olaf Ebeling

Chirotherapie

Dr. med. Alexander Beier

Naturheilverfahren

che mit Ihrem Versicherer, denn die Sicherheitsstufe

des Wertbehältnisses ist

abhängig von der Höhe der zu lagernden

Bargeldsumme und dem damit verbundenen

Versicherungsschutz.

- Erschweren Sie den Abtransport des

Behältnisses durch entsprechende Verankerung

in Wand oder Fußboden.

- Erschweren Sie Einbrechern das Eindringen

in Ihre Arztpraxis durch entsprechende

mechanische und elektronische

Sicherungstechnik.

Die Mitarbeiter Ihrer örtlich zuständigen

Beratungsstelle der Polizei (Sachgebiet

Prävention) informieren Sie hierzu umfassend,

kompetent und kostenlos. In einigen

Beratungsstellen der Polizei finden Sie

eine große Auswahl von Modellen zur

mechanischen Sicherungstechnik und

auch einen Überblick zu geeigneten

Wertbehältnissen. Zur weitern Erhöhung

der Sicherheit Ihrer Einrichtung vor Einbruchdiebstahl

beraten Sie die Mitarbeiter

der Beratungsstelle auch unmittelbar

vor Ort in Ihrer Praxis.

3. Zur Verringerung der Bargeldbestände

sollte die Möglichkeit der Kartenzahlung

in Betracht gezogen werden. Bitte informieren

Sie sich auch über das Erkennen

von Falschgeld. Auch hier bieten die Be-

Dipl.-Med. Dagmar Köhler

Goda Paul

Phlebologie

Dr. med. Dieter Bachter

Dr. med. Adam Czerwinski

Physikalische Therapie

Priv.-Doz. Dr. med. habil.

Leopold Gutjahr

Psychotherapie

Dipl.-Med. Monika Drewke

Kang-Hyeb Lee

Dipl.-Med. Manuela Parupski

Dipl.-Med. Heike Wiesiolek

Sozialmedizin

Dr. med. Gabriele Gust

Dipl.-Med. Edelgard Leipnitz

Dr. med. Frank Schützenmeister

Sportmedizin

Dr. med. Annekathrin Möwius

Dipl.-Med. Thomas Schwarz

Dr. med. Oleg Surminski

Ärztinnen und Ärzte, die mit der Veröffentlichung

nicht einverstanden sind, bitten wir

um rechtzeitige Mitteilung an das Referat

Weiterbildung schriftlich oder telefonisch

unter (0355) 78010-42.

ratungsstellen Infomaterialien und Schulungen

an.

4. Neben Einbrechern könnten auch Räuber

auf den Gedanken kommen, ihr „Glück“

in einer Arztpraxis zu versuchen. Halten

Sie deshalb die zugriffsbereiten Bargeldbestände

an der Anmeldung möglichst

gering. Zum weiteren Verhalten bei

Raubüberfällen können Sie in den Beratungsstellen

Handzettel anfordern und

sich über geeignete technische Hilfsmittel

zur Gefahrenabwehr informieren.

5. Denken Sie bitte daran, auch Ihre Mitarbeiter

zu den Schutzmaßnahmen und

dem richtigen Verhalten entsprechend

einzuweisen oder dazu die Dienstleistungen

der Beratungsstellen anzunehmen.

Wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihre

örtlich zuständige Beratungsstelle. Wo sich

diese befindet, erfahren Sie bei jeder Polizeidienststelle

oder unter www.polizei.

brandenburg.de.

Beratungsstelle des Schutzbereiches

Cottbus/Spree-Neiße


Verein Suchtmedizinischer Schwerpunktpraxen

AG Brandenburg gegründet

Die Arbeitsgruppe Brandenburg im Verein Suchtmedizinischer

Schwerpunktpraxen (SSP) hat sich am 24. 01. 2004 gegründet.

Der Verein Suchtmedizinische Schwerpunktpraxen (SSP e.V.) hat sich

folgende Ziele gesetzt:

1. Schaffung von Schwerpunktpraxen in allen Bundesländern

2. Die Wirtschaftlichkeit der Schwerpunktpraxen durch Vereinbarungen

im Sinne von Modellvorhaben wie bereits in Mecklenburg/

Vorpommern erreicht, deutlich zu verbessern

3. Eine Vernetzung der SSP abzusichern, um die qualitative Versorgung

der Suchtkranken auf einem standardisierten Niveau zu erreichen.

Ausgangspunkt für die Gründung dieses Vereins war die Tatsache,

dass auf der einen Seite die Zahl der Alltagssüchte stetig angestiegen

ist und dass andererseits die Aufgaben innerhalb der ambulanten

Arztpraxen ständig zugenommen haben, ohne dass eine zusätzliche

Vergütung für diesen Mehraufwand erfolgt ist. Daraus resultierte,

dass viele Kolleginnen und Kollegen die Suchtbehandlung aus ihrem

Praxisangebot rausgenommen haben oder sie nur noch axial durchführen,

so dass die Suchtkrankenversorgung in Deutschland trotz

vieler Angebote nicht ausreichend und effizient ist.

Auf Grund dieser Tatsache hat sich in Mecklenburg/Vorpommern

vor fünf Jahren eine Arbeitsgruppe gebildet, der es in Zusammenarbeit

mit der KV gelungen ist, Verträge zwischen den Krankenkassen

und den suchtmedizinisch interessierten Arztpraxen im Sinne eines

Modellvorhabens nach § 63 und eines Strukturvertrages nach § 73 a

Abs. 1 StGB auszuarbeiten. Die Finanzierung erfolgt außerhalb des

Budgets. Gleichzeitig mit diesem Projekt erfolgte die Evaluierung

durch das Institut für Epidemiologie in Greifswald, finanziert durch

die LVA und das Sozialministerium MV: Die bisherigen Ergebnisse

zeigen, dass durch diese suchtmedizinischen Schwerpunktpraxen

die Behandlung Suchtkranker effektiver gestaltet werden kann.

Der Verein ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Ärztinnen und

Ärzten, die im Suchtbereich bis jetzt erfolgreich tätig waren und ihre

Arbeit effektiver fortsetzen wollen.

Durch die Schaffung von suchtmedizinischen Schwerpunktpraxen

wollen wir die Diagnostik, Therapie, Langzeitbetreuung, Rehabilitation

und Prävention von Suchtkranken auf einem hohen Niveau qualitätsgesichert

in einem Netzwerk flächendeckend absichern.

Damit wir in Brandenburg Gleiches erreichen können wie unsere Kollegen

in Mecklenburg/Vorpommern, werden auf diesem Weg interessierte

Kollegen gesucht, die in unserem Verein mitarbeiten wollen.

Kontaktanschrift: Dr. med. Kerstin Wucke, Karl-Marx-Straße 104,

03205 Calau, Telefon: (0351) 80 74 08

Neue Medien Verlags- & Vertriebsgesellschaft mbH, Kassel

Unterlassungserklärung von Eintragungsofferten

Wie bereits berichtet, verschickte die Neue Medien Verlags- & Vertriebsgesellschaft

mbH, Kassel Eintragungsofferten mit Überweisungsträger.

Bei Unterzeichnung kam ein kostenpflichtiger Vertrag zustande. Mit Unterlassungserklärung

vom 14.01.2004 hat sich die Neue Medien Verlags-

& Vertriebsgesellschaft mbH nunmehr gegenüber dem Deutschen

Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität, Bad Homburg verpflichtet,

es zu unterlassen, im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs

für Eintragungen in einem Datenspeicher mit einer solchen „Eintragungsofferte

für Brancheneintrag“ zu werben. Im Falle der Zuwiderhandlung

hat sich die Neue Medien Verlags- & Vertriebsgesellschaft

mbH, Kassel zur Zahlung einer Vertragsstrafe an den Schutzverband verpflichtet.

Wir bitten daher, uns auch weiterhin zu informieren, wenn Ihnen

Eintragungsofferten der genannten Art zugehen und empfehlen

größte Aufmerksamkeit vor dem Leisten einer Unterschrift in solchen

Fällen. Lena Zierau, Assessorin

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

119


Gesundheitspolitik

Immer häufiger Tatort: Arztpraxen

Die Kassengebühr lockt Kriminelle an

Viele hatte es schon vor Einführung der umstrittenen

„Eintrittsgebühr“ in ärztliche Praxen

vorausgesagt: Die Zehn-Euro-Praxisgebühr,

die in Wirklichkeit eine zusätzliche Krankenkassengebühr

ist, wird Kriminelle anlocken.

„Knackis“ und Beschaffungstäter. Bei Tage

und bei Nacht. Vor allem aber: Sie wird den

Ärzten und ihren Mitarbeitern darob manch

zusätzlichen Kummer bereiten, also nicht nur

den des unerfreulichen Kassierens. Die Wirklichkeit

bestätigt die bösen Vorahnungen.

Nicht alle Polizeidienststellen erfassen Einbrüche

gesondert nach dem „Arbeitsort“ der

Täter. Das schleswig-holsteinische Landeskriminalamt

in Kiel tut es. Seine erste Bilanz

spricht Bände. Wurden im Januar 2003 landesweit

22 Einbrüche in Arztpraxen gemeldet,

so stieg diese Zahl im Januar 2004 auf

48. Mehr als eine Verdoppelung also! Allein

in der Landeshauptstadt Kiel wurden 31

„Brüche“ in Arbeitsräume von Ärzten gezählt.

Ein bedenklicher Rekord, der das Agieren einer

oder mehrere spezialisierter Täter oder

Tätergruppen vermuten lässt.

Tatort Ärztehaus Rheinsberg

Auch an Brandenburger Ärzten ging der

Kelch krimineller „Knackis“ nicht vorüber. Tatort

Ärztehaus Rheinsberg. Dort verschafften

sich Diebe in der Nacht vom 15. zum 16. Januar

gewaltsam Eintritt, obgleich das Haus

nach Ansicht der dort Arbeitenden, so Dr.

med. Christine Jäckle „mit vergitterten Fenstern

und Türen überdurchschnittlich gut gesichert

schien“. Aber gegen die Brachialgewalt

der Täter, die zwei Gitter mit Hilfe von Wagenhebern

und vermutlich Motorkraft aus der

Verankerung rissen, erwies sich die Vorsorge

der Ärzte als zu gering. Die Täter brachen im

Flachbau, etwas abseits am Waldrand gelegen,

zwei ausgewählte Türen (was Ortskenntnis

vermuten lässt), Schreibtische und Schränke

auf, suchten gezielt nach Geld. Sie

knackten die Kassette von Dr. Jäckle, fanden

zum Glück aber keine gesammelten Praxisgebühren,

wie sie wohl in der Nacht von Donnerstag

auf Freitag, anderthalb Wochen nach

Beginn der Kassieraktion, vermutet hatten.

Nur einen Geldbetrag für die Zeitungslieferanten.

Dass sie die gleichfalls in der Kassette deponierten

Betäubungsmittelrezepte wie Konfetti

in der Praxis verstreuten und auch das Morphium

unbeachtet ließen, erhärtet den Verdacht,

dass es sich nicht um Beschaffungskriminelle

handelte, sondern um Einbrecher, die

gezielt nach Bargeld Ausschau hielten.

120 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

„Sachangebot“ blieb unbeachtet

Das bestätigten auch die Zahnärzte Dr. Kirsten

Schulz-Steinberg und Karsten Schulz, die

in ihren technisch anspruchsvoll ausgerüsteten

Behandlungsräumen mit Digitalkamera, Videorecorder,

Fernsehgerät oder Flachbildschirmen

einiges an Sachwerten „im Angebot“

hatten. Doch all das ließen die Täter

unbeachtet, brachen auch hier „nur“ sämtliche

Schränke und Schreibtische auf. „Zum

Glück sind wir von Vandalismus verschont geblieben“,

gewann Dr. Kirsten Schulz-Steinberg

dem unerwünschten Nachtbesuch noch

eine kleine positive Seite ab. Nur in der Physiotherapie

von Irene Hilbert nahmen die Täter

einen Laptop mit.

Die Schäden sind weitgehend repariert. Die

Innenräume werden inzwischen videoüberwacht.

„Das hat gut 3000 Euro gekostet“,

sagte Karsten Schulz. Und von außen ist das

Ärztehaus inzwischen mit einer Alarmanlage

gesichert. Sämtliche Kosten haben die betroffenen

Ärzte allein getragen. Eine Versicherungsregelung

hätte eine Höherstufung und

schwer erfüllbare Sicherheitsauflagen nach

sich gezogen.

Mehrkosten und Verdienstausfall

Praxisgebühr = mehr Arbeit und mehr Kosten,

diese unerfreuliche Gleichung hat sich in

Rheinsberg doppelt bestätigt. „Hinzu kommt

noch der Verdienstausfall, weil ich die Praxisräume

nicht gleich nach dem Einbruch wieder

nutzen konnte“, machte Dipl.-Med. Silke

Klauß auf einen anderen Aspekt aufmerksam.

Ihre Arbeitsstätte, gleichfalls in Rheinsberg

gelegen, hatten Einbrecher in der Nacht vom

11. zum 12. Februar gezielt nach Geld

durchsucht, „aber nichts gefunden“, wie Silke

Klauß, niedergelassene Allgemeinmedizinerin,

ergänzte. Den Tresor allerdings, in dem

sie Geld vermuteten, nahmen die Täter wie

eine Taschenlampe und andere Kleinigkeiten

mit. Der Sachschaden ist inzwischen von der

Versicherung reguliert, der Verdienstausfall

geblieben...

Gezielt High-tech geklaut

Nicht überall verlaufen die „Brüche“ relativ

glimpflich. Bei Dr. Elke Wieden, Neurologin

in Gransee, verschaffte sich vermutlich eine

Tätergruppe in der Nacht zum 8. Februar, einem

Sonntag (das Datum spricht für sich!),

Zugang zur Praxis, brach ein Fenster auf und

trat die teure Sicherheitstür mit roher Gewalt

ein. Alle Schränke, die verschlossen waren,

wurden aufgehebelt. Im Eingangsbereich

wählten die Täter mit Sachkenntnis die zwei

neuen der insgesamt drei Rechner aus und

nahmen sie einschließlich Tastatur, Maus und

Flachbildschirm mit. „Allein das waren rund

4000 Euro Schaden“, rechnete Dr. Elke Wieden

vor. Hinzu kamen 2000 Euro für die Sicherheitstür,

diverse Hunderter für demolierte

Schränke und Schreibtische.

„Wir waren die Nummer 9 einer Einbruchsserie

innerhalb von drei Wochen, die auch

die AOK betroffen hatte“, berichtete Dr.

Wieden. „Und nicht die letzten. Nach uns

wurde bald darauf in zwei Zahnarztpraxen

eingebrochen.“ In der einen nahmen die Täter

nur das Geld mit, die Technik genügte

ihren Ansprüchen anscheinend nicht. In der

anderen verschwanden dagegen „High-tech

und Knete“.

Tatort Ärztehaus Rheinsberg in der Menzer Straße.

Dieses Eisengitter, auf das Dr. Christine Jäckle, Karsten

Schulz und Dr. Kirsten Schulz-Steinberg weisen,

rissen die Täter mit Brachialgewalt aus der

Verankerung und hebelten anschließend Fenster

und Türen auf. Foto: Hans-A. Kühne

Die Angst bleibt...

Dr. Wieden musste sich von ihrem Schadensregulierer

sagen lassen, dass wegen des

„enormen Zuwachses an Praxiseinbrüchen“

die Versicherungsprämien demnächst bestimmt

steigen werden. Von der Polizei erfuhr

sie ebenfalls wenig Tröstliches. In der Regel

kämen die Täter nach ein paar Wochen

zurück, weil sie – zu Recht – darauf spekulierten:

Die Betroffenen werden bestimmt die

Diebstahlslücken geschlossen und neue Geräte

angeschafft haben.

Dr. Elke Wieden: „Jeden Morgen, wenn ich

die Praxistür aufschließe, überkommt mich ein

mulmiges Gefühl und ich stelle mir die bange

Frage: Waren die Einbrecher wieder da?“

Ist das hinnehmbar? Wegen einer Gebühr,

die die Ärzteschaft der Politik zu verdanken

hat? Eine Gebühr – wofür? hak


Landesdelegiertenversammlung des Hartmannbundes in Kloster Zinna

Das Schwarzer-Peter-Spiel wird weitergehen

Zu seiner Landesdelegiertenversammlung

hatte der Hartmannbund Brandenburg am

10. März in das Romantik-Hotel „Alte Försterei“

in Kloster Zinna eingeladen. Landesvorsitzende

Elke Köhler konnte dazu als

Gäste auch Staatssekretärin Margret Schlüter,

den Präsidenten der Landesärztekammer,

Dr. Udo Wolter, und den Vorsitzenden

der KVBB, Dr. Hans-Joachim Helming, begrüßen.

In ihrem Tätigkeitsbericht bemängelte

Elke Köhler das GMG. Damit seien „die

Weichen in die falsche Richtung gestellt“

worden. Sie kritisierte die politisch Verantwortlichen

und prophezeite, dass mit einer

„weiteren Runde im Schwarzer-Peter-Spiel

zu rechnen“ sei.

Dieses Spiel des gegenseitigen Verantwortlichmachens

„für Pleiten, Pech und Pannen“

hatte zuvor Staatssekretärin Margret Schlüter

beklagt und für eine Beendigung plädiert. In

moderaten Worten räumte sie ein, sie sehe

keinen Grund, eine Lanze für die Praxisgebühr

zu brechen. Bei der Chronikerregelung

sei der Gemeinsame Bundesausschusse anfangs

„über das Ziel hinausgeschossen““,

hätte die Grenzen zu eng gefasst. Das BMG

habe danach zu Recht Änderungen verlangt.

Schlüter sagte, sie wolle kein Gesundheitssystem

haben, in dem der Geldbeutel des Einzelnen

oder die Finanzmittel der Bundesregierung

ausschlaggebend seien. Sie warb um

Unterstützung der Ärzteschaft für die „notwendigen

Prozesse zur Modernisierung des

Gesundheitssystems“.

Hartmannbund-Landesvorsitzende Elke Köhler

wies in ihrem Tätigkeitsbericht auf zahlreiche

Schwachstellen im Gesundheitssystem hin:

den seit 1993 anhaltenden Preisverfall ärztli-

Staatsekretärin Margret Schlüter wünschte sich ein

Ende der gegenseitigen Schuldzuweisungen.

cher Leistungen, den Nachwuchsmangel oder

die unterschiedliche Vergütung in Ost und

West. Brandenburgs Gesundheitsminister

Baaske habe im Gespräch mit ihr eine Anpassung

der Ost-Gehälter für „2007 bis

2009“ in Aussicht gestellt. Die Vorsitzende:

„Ich finde, das ist viel zu spät!“

Das GMG habe „die Weichen in die falsche

Richtung gestellt“, aber: „Alles zetern,

schimpfen, klagen hilft nichts, wir müssen

diese Kröte schlucken.“ Und sie äußerte ihr

Unverständnis, dass selbst die Vertreterversammlung

der KBV das GMG so akzeptierte.

Heftige Kritik übte Elke Köhler an der Praxisgebühr,

die sie für „verfassungsrechtlich fragwürdig“

halte, weil eine Eintrittsgebühr dem

System der GKV widerspreche. Bundeskanzler

Schröder habe einst einen Bürokratieabbau

versprochen, und nun seien für die Bürokratie

neue Stellen bei den KVen nötig.

Die HB-Landesvorsitzende Köhler plädierte

für eine Stärkung der Freiberuflichkeit „als

Garant bestmöglicher Behandlung der Patienten“

und für die Stärkung der Selbstverwaltung.

Dr. Hans-Joachim Helming forderte vom Hartmannbund,

stärker in Erscheinung zu treten

und die Einheit der Ärzteschaft deutlich zu

machen. Er wies auf einen Widerspruch bei

der Praxisgebühr hin: Sie sei keine Eintrittsgebühr,

sondern eine verkappte Beitragserhöhung.

Die durch das GMG bewirkten Zuzahlungen

der Patienten bezeichnete Dr.

Helming als „Beitragssteigerungen jenseits

von gut und böse“. Der KVBB-Vorsitzende

machte aber auch auf „Chancen in den

GMG-Regelungen“ aufmerksam. Viele Kollegen

schliefen in dieser Beziehung noch.

Dr. Helming wies auf einen Mittelentzug im

ambulanten Bereich durch Neuregelungen für

Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger hin und

Gesundheitspolitik

Blick aufs Präsidium (v.l.n.r.): Dipl.-Med. Carola Hagenow, Geschäftsstellenleiter Claus Köhler, Landesvorsitzende

Elke Köhler, Dipl.-Med. Burkhard Handschick, Dr. Cornelia Müller.

stellte klar: „Wir sind nicht die Handlanger

der Politik!“ Sie seien Ärzte und keine Sozialangestellten.

Und sie würden nicht von den

Krankenkassen bezahlt, dass sie deren Arbeit

machen.

Landesärztekammer-Präsident Dr. Udo Wolter,

gleichfalls HB-Mitglied, kritisierte, wie die

Gesundheitsministerin „mit dem Argument

Praxisgebühr spielt“. Wichtig wäre es gewesen,

dass nicht die Ärzte, sondern die Krankenkassen

die Gespräche mit den Patienten

darüber geführt hätten. Kein Verständnis

zeigte er für den Eiertanz um die Frage, wer

chronisch krank sei. Das sei Studienwissen.

Und wer Heuschnupfen habe, sei chronisch

krank.

Dr. Wolter bedankte sich für die Unterstützung

des Hartmannbundes, Notlagentarife abzulehnen.

Es sei pervers, unter den Bedingungen

des Ärztemangels in den Landeskliniken Ärzten

3 Stunden und 7,5 % Gehalt abzuziehen.

Landesvorsitzende Elke Köhler wies in ihrem Tätigkeitsbericht

auf zahlreiche Schwachpunkte im

GKV-Modernisierungsgesetz hin.

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

121


Gesundheitspolitik

Als Folge würden von den Kollegen noch

mehr Überstunden umsonst verlangt.

Der LÄKB-Präsident ging auf Probleme in

Kliniken ein, die bei der Zusammenarbeit mit

ausländischen Ärzten entstehen. Deutsche

Ärzte müssten schlecht geführte Anamnesen

nach Feierabend in Ordnung bringen. Das

sei nicht hinnehmbar. Dr. Wolter warnte vor

den angestrebten Rettungsdienstregelungen

im neuen Katastrophen- und Brandschutzgesetz.

Die Kammer solle dann beauftragt werden,

mit der KV niedergelassene Ärzte für

den Rettungsdienst zu benennen.

Schließlich lobte der Präsident die gute Zusammenarbeit

zwischen Marburger Bund und

Hartmannbund und sprach sich dafür aus,

auch in der nächsten Legislaturperiode die

bewährte Koalition fortzusetzen.

In der Diskussion ergänzte Staatssekretärin

Schlüter, die Landesregierung habe die Landeskliniken

aus dem Gesamtvertrag mit ver.di

herausnehmen wollen, sei aber am Widerstand

der Gewerkschaft gescheitert. Sie

räumte ein: „Nun müssen wir eine vernünftige

Lösung dafür finden.“ Genauso wie beim Rettungsdienstgesetz.

Ihr wichtigstes Anliegen:

„Wir müssen im Gespräch bleiben.“ Ob das

aber reicht?

Dipl.-Med. Marianne Düren beklagte den erhöhten

Zeit- und Materialaufwand für die

Praxisgebühr sowie die Erhöhung der KV-

Eine Krebserkrankung stellt für den betroffenen

Menschen einen folgenschweren Einschnitt

in das Leben dar. Zwar haben die medizinischen

Behandlungsmöglichkeiten zu

einer erheblichen Verbesserung der Überlebenschancen

von Krebsbetroffenen geführt.

Dennoch ist die Diagnose „Krebs“ immer

noch stark mit den Vorstellungen von völliger

Lebensunsicherheit, Hilflosigkeit, großem Leiden,

Siechtum und Tod verbunden.

Mit einer Tumorerkrankung verbunden sind

für die Betroffenen vielschichtige seelische sowie

familiäre und soziale Probleme. Deshalb

wird es heute als notwendig und selbstverständlich

gesehen, auch die seelische Seite einer

Krebserkrankung mit zu betrachten. Hierfür

sind ausgebildete Psychologen oder

Psychologinnen zuständig. Deren Betreuung

beginnt bereits am Krankenbett in der Klinik.

Mit Unterstützung der Deutschen Krebshilfe

konnten zu Beginn des Jahres 2000 in den

Kliniken in Frankfurt (Oder) und Potsdam Psy-

122 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

Landesärztekammerpräsident Dr. Udo Wolter (M.) während der Diskussion. Weiter v.l.n.r.: Staatssekretärin

Schlüter, Dr. Jochen Neubauer, Dr. Rainer Musikowski, Dipl.-Med. Marianne Düren.

Fotos: Hans-Albrecht Kühne

Beiträge auf 3,5 %. Dr. Rainer Musikowski

forderte, alles, was den Ärzten die Motivation

zur Arbeit nehme, solle eigentlich unterbleiben.

Durch höheren Druck und mehr Bürokratie

werde der Arzt keinesfalls bessere Arbeit

leisten. Dr. Jochen Neubauer forderte

mehr Wettbewerb und Transparenz. Man solle

nicht nur über Verteilungsgerechtigkeit,

sondern auch über Leistungsgerechtigkeit

sprechen. „Der Patient geht dorthin, wo er die

beste Behandlung erhält.“ „Irgendwann“, so

prophezeite Dr. Neubauer, „kostet der Regulierungswahn

mehr als die Wertschöpfung

selber!“

chologinnen für die Betreuung von Krebskranken

eingestellt werden. Zuvor fehlte ein

solches Betreuungsangebot in diesen Krankenhäusern

völlig. „Wir danken der Deutschen

Krebshilfe sehr,“ so Hartmut Reiners,

Vorstandsvorsitzender der Projektträgerin

(LAGO Brandenburg e.V.) und Projektleiter,

„dass sie uns drei, nun verlängert vier Jahre

hilft, eine psychologische Betreuung in diesen

Kliniken einzurichten und zu erproben. Die

bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Arbeit

der Psychologinnen sowohl für betroffene

Patientinnen und Patienten als auch für das

Personal in den Kliniken großen Nutzen hat

und die Qualität der Versorgung insgesamt

äußerst positiv beeinflusst.“

Einige Ergebnisse sollen dies

kurz verdeutlichen:

Circa ein Drittel der Patientinnen und Patienten

hat in den untersuchten Kliniken psychologischen

Betreuungsbedarf. Davon sind etwa

Dipl.-Med. Rainer Hanisch, der über sich

selbst sagte, ein „reinrassiger Privater“ zu

sein, „drückt seit neun Jahren nur eine Sorge:

Wie ich den Ansturm der Patienten bewältige!“

Nach den Versammlungsregularien diskutierten

und verabschiedeten die Delegierten des

Hartmannbundes noch fünf Resolutionen:

1. Gegen den Ärztemangel – Perspektiven für

den ärztlichen Nachwuchs, 2. Ablehnung

der Praxisgebühr, 3. für Entbürokratisierung,

4. für Angleichung der Ost-West-Löhne und

5. gegen den Abschluss von Notlagentarifverträgen.

Hans-Albrecht Kühne

Deutsche Krebshilfe verlängert Förderung eines Projektes der LAGO Brandenburg e.V.

Psychologische Betreuung Krebskranker in

Akutkrankenhäusern in Potsdam und Frankfurt

zwei Drittel Frauen. Zum überwiegenden Teil

machen die behandelnden Ärztinnen oder

Ärzten die Psychologin auf Patienten aufmerksam,

denen nach ihrer Meinung ein psychologisches

Gespräch helfen könnte. Manchmal

nimmt auch die Psychologin von sich aus Kontakt

auf und bietet einem Patienten Hilfe an.

Auch Schwestern und Pfleger haben ein offenes

Auge und Ohr für die Probleme der Patienten

und vermitteln an die Psychologin weiter.

Die Psychoonkologinnen werden insbesondere

gerufen, wenn Patienten Probleme haben,

ihre Krankheit zu bewältigen bzw. verzweifelt

sind, wie sie mit der Diagnose Krebs und den

Folgen umgehen sollen. Manchmal helfen sie

auch bei Notfällen. Sie sind außerdem da, um

den Gesprächsbedarf der Betroffenen abzudecken,

die ihre Sorgen und Nöte häufig weder

den medizinischen Betreuern noch ihrer

Familie anvertrauen wollen, um diese nicht

zu belasten. Die Betreuung von Tumorkranken

im Krankenhaus ist zeitaufwändig. Nur bei


knapp einem Drittel der Patienten kommt es zu

einem einmaligen Gespräch. Bei mehr als

zwei Dritteln besteht mindestens zweimaliger

Kontakt, bei manchen kommt die Psychologin

bis zu 16-mal. Die Dauer für einen Kontakt

orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen.

Durchschnittlich dauert ein Erstgespräch

bis zu 70 Minuten. Folgegespräche können

durchaus nur wenige Minuten in Anspruch

nehmen. Sie können sich aber auch bis auf

eine Stunde ausdehnen.

Die Betreuung der Patienten steht natürlich im

Zentrum der Tätigkeit der Psychologinnen.

Wie oben bereits erwähnt, profitiert aber

auch das Personal von den Psychologinnen:

Zum einen fühlen sich insbesondere Ärztinnen

und Ärzte sowie Schwestern und Pfleger von

psychosozialen Betreuungsaufgaben entlastet,

sie können damit einen Teil des Leistungsdrucks

abgeben und die bessere psychische

Verfassung der Patienten erleichtert den täglichen

Umgang mit diesen. Zum anderen

führen die Psychologinnen für das Personal

Fortbildungen durch. Hier besteht ein besonders

großer Bedarf an Themen zum Bereich

Umgang mit Sterben und Tod.

Die Psychologinnen sind auf ihren Schwerpunktstationen

gut in das Team integriert. Sie

nehmen an Stationsbesprechungen teil oder

haben andere Möglichkeiten der regelmäßigen

Absprachen mit dem Personal gefunden.

Die seelische Seite einer Krebserkrankung

wird inzwischen bei einem großen Teil des

medizinischen Personals genauso selbstverständlich

betrachtet wie die körperlichen Folgen.

Die Psychologinnen leisten also einen

wichtigen Beitrag, das Verständnis des Personals

für die umfassenden Folgen einer

Krebserkrankung auszubauen.

Ziel des Vorhabens ist es schließlich, die Kostenträger

zu überzeugen, die psychoonkologische

Betreuung in die Regelfinanzierung zu

übernehmen. Erste Gespräche werden hierzu

Anfang 2004 stattfinden. Ergebnisse aus der

wissenschaftlichen Begleitung sollen diese

Überzeugungsarbeit unterstützen. Hartmut

Reiners abschließend: „Wir sind optimistisch,

dass unser Projekt erfolgreich sein wird, so

dass die Lücke der psychologischen Betreuung

in den Krankenhäusern zum Wohl der

Betroffenen langfristig geschlossen werden

kann.“

Gesundheitspolitik

Kleine Laster als Seelenbalsam

„Wer nicht genießen

kann, wird ungenießbar“

Feine Pralinen, ein deftiges Leberwurstbrot,

ein alter Cognac – für Psychologen sind dies

akzeptable kleine Laster als Balsam für die

Seele. „Richtig genießen zu können ist eine

Frage der Selbstfürsorge“, begründet der Psychologe

Dr. Rainer Lutz von der Universität

Marburg diese Einstellung im Gesundheitsmagazin

„Apotheken Umschau“. Er und andere

Experten raten, im Alltag öfter einmal

Inseln für Genüsse zu schaffen. „Essen Sie

nicht nebenbei“, rät etwa der Lübecker

Ernährungsberater Roland Possin. „Teilen Sie

sich die Schokolade oder die Pralinen ein und

setzen Sie sich ganz bewusst an einen schönen

Platz und machen Sie nichts anderes, als

ein paar Stückchen zu essen. Langsam und

mit Genuss.“ Was die Wissenschaft nun bestätigt,

hat auch der deutsche Volksmund

schon in einem Sprichwort verewigt: „Wer

nicht genießen kann, wird ungenießbar.“

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Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

123


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124 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

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Block 14: 5. Juni 2004

Block 7: 25. Juni 2004

Block 6: 26. Juni 2004

Block 10: 9.Juli 2004

Block 8: 10. Juli 2004

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Block 9: 21. Aug. 2004

Block 11: 17./18. Sept. 2004

Block 13: 15./16. Okt. 2004

Block 18: 5./6. Nov. 2004

Block 19: 26./27. Nov. 2004

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Ort: Potsdam

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Leitung:

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Ort: Cottbus

Teilnehmergebühr: 320 €

Leitung:

Dr. med. R. Kirchner, Cottbus

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1. Sept. 2004, 14.00 Uhr

Ort: Dahlewitz

12. Juni 2004, 9.00 Uhr

Ort: Neuruppin

13. Nov. 2004, 9.00 Uhr

Ort. Potsdam

Leitung: Prof. Dr. med. H. Koch,

Beeskow; Dr. R. Schrambke,

Groß Schönebeck

Teilnehmergebühr: 70 €

Impf-Basiskurs

4. Dez. 2004

Ort: Dahlewitz

Leitung. Prof. Dr. med. H. Koch,

Beeskow; Dr. R. Schrambke,

Groß Schönebeck

Teilnehmergebühr: 120 €

Herzschrittmacherseminar

mit Sachkundenachweis der

Arbeitsgruppe Herzschrittmacher

der Deutschen Gesellschaft

für Kardiologie

23 P Grund- und Aufbaukurs

17. bis 19. Sept. 2004

Teilnehmergebühr: 360 €

17 P Abschlusskurs

22./23. Okt. 2004

Teilnehmergebühr: 240 €

Leitung: PD Dr. B. Lemke,

Lüdenscheid;

Dr. med. W. Kamke, Burg

7 P Refresher-Kurs

Schrittmachertherapie

12. Juni 2004

Ort: Potsdam

Teilnehmergebühr: 90 €

Leitung:

Dr. med. W. Kamke, Burg;

Dr. med. A. Harnath, Cottbus

16 P Qualifikationskurs

Verkehrsmedizinische

Begutachtung für Fachärzte

22./23. Okt. 2004

Ort: Potsdam

Teilnehmergebühr: 250 €

Leitung:

Dr. med. T. Kayser, Potsdam

Sozialmedizin

Grundkurs A

3. bis 14. Mai 2004

Aufbaukurs D

20. Sept. bis 1. Okt. 2004

Grundkurs B

8. bis 19. Nov. 2004

Teilnehmergebühr: je 380 €

Leitung: Prof. Dr. med.

J.-U. Niehoff, Potsdam

16 P/Block Fortbildung

Spezielle Schmerztherapie

(80 Stunden)

Block III: 15./16. Okt. 2004

Block IV: 5./6. Nov. 2004

Block V: 26./27. Nov. 2004

Ort: Potsdam

Teilnehmergebühr: 150 €/Block

Wissenschaftliche Leitung:

Prof. Dr. med. habil.

Dipl.-Psych.D. Seefeldt,

Dr. med. K. Gastmeier,

Dipl.-Med. M. Passon

EEG-Einführungsseminar

20./21. Nov. und

27./28. Nov. 2004

Ort: Bad Saarow

Teilnehmergebühr: 300 €

Kursleiter: Prof. Dr. med.

H.-G. Trzopek, Bad Saarow

25 P Sonographie-Kurse

Abdomen und Retroperitoneum

nach den Richtlinien der

Kassenärztlichen Bundesvereinigung

und der DEGUM

Grundkurs

21. bis 24. Okt. 2004

11. bis 14. Nov. 2004

Aufbaukurs

2. bis 5. Dez. 2004

Teilnehmergebühr: je 300 €

Ort: Potsdam

Kursleiter:

Priv.-Doz. Dr. med. J. Hierholzer,

Dr. med. W. Buchholz, Potsdam

Ein- und Zweidimensionale

Echokardiographie

Aufbaukurs:

22. bis 25. Okt. 2004

Ort: Cottbus

Teilnehmergebühr: je 300 €

Leitung: Dr. med. J. Krülls-

Münch, Dr. med. Ch.

Koinzer-Adamschek; Cottbus

je 17 P Kurse im Strahlenschutz

(anerkannte Bildungsfreistellungsveranstaltung)

Grundkurs (Voraussetzung ist die

Teilnahme am achtstündigen Einführungskurs

mit anschließender

mindestens sechs Monate

andauernder Hospitation)

27./28. Okt. 2004

Spezialkurs

29./30. Okt. 2004

Ort: Cottbus

Teilnehmergebühr:

je 250 € (180 € für AiP*)

Leitung: Doz. Dr. med. habil.

C.-P. Muth, Cottbus

9 P 8-Stunden-Röntgen-

Aktualisierungskurs

(Teil 1 und 2) für Ärzte

25. Sept. 2004

Ort: Neuruppin

Teilnehmergebühr: 120 €

Leitung: Doz. Dr. med. habil.

C.-P. Muth, Cottbus

* Die Ermäßigung gilt nur für AiP, die

im Land Brandenburg ihre Tätigkeit

ausüben. Auskunft: LÄKB, Referat

Fortbildung, PF 101445, 03014

Cottbus, Fax: (0355) 7801044,

E-Mail: akademie@laekb.de


Jahrestagung der Norddeutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

Wissenschaftliches Programm mit starkem Praxisbezug

Die Jahrestagungen der NDGKJ, der Norddeutschen

Gesellschaft für Kinderheilkunde

und Jugendmedizin, zeichnen sich stets

durch einen großen Praxisbezug aus. Das

wird auch bei ihrer 53. Auflage, vom 14. bis

16. Mai in Cottbus, nicht anders sein. PD Dr.

Thomas Erler, Chefarzt der Klinik für Kinderund

Jugendmedizin am Carl-Thiem-Klinikum,

der die Tagung gemeinsam mit seinem

Amtsvorgänger Prof. Dr. Joachim Oppermann

leiten wird, sieht in der Entscheidung

der Fachgesellschaft, die hochrangige Veranstaltung

ans Cottbuser Klinikum zu vergeben,

auch eine „Würdigung und Anerkennung

für die Arbeit, die an der größten

Kinderklinik des Landes Brandenburg geleistet

wird“.

Die 20 Cottbuser Klinikkinderärzte, die in

ihrem Hause über alle Möglichkeiten moderner

Diagnostik verfügen und somit durchaus

dem Vergleich mit universitären Einrichtungen

standhalten können, werden als Veranstalter

im wissenschaftlichen Programm „in breiter

Front vertreten sein“, so Dr. Erler. Sie erarbeiteten

die Programmstruktur, halten Vorträge,

zeigen Fachposter und leiten Vortragsblöcke

und Seminare.

800 Mediziner erwartet ein

umfangreiches Programm

Dr. Erler rechnet mit „mindestens 100 bis 150

Kinderärzten aus dem Land Brandenburg und

rund 800 Teilnehmern aus der ganzen Bundesrepublik,

nicht nur aus dem norddeutschen

Raum“. Thomas Erler: „Um möglichst vielen

Tagungsleiter Dr. Thomas Erler präsentiert das

Programm der Veranstaltung, die vom 14. bis 16.

Mai in Cottbus stattfinden wird. Foto: Kühne

jüngeren Kolleginnen und Kollegen den Besuch

der Cottbuser Veranstaltungen zu ermöglichen,

bieten wir an allen drei Tagen eine

Kinderbetreuung an.“

17 wissenschaftliche Seminare stehen im Tagungsprogramm,

in denen im kleinen, begrenzten

Teilnehmerkreis jeweils 90 Minuten

lang Themen wie der „Zugang zu ‚schwierigen’

Kindern“, „Das krampfende Kind“, ein

„Stufenprogramm Adipositas“, „Schlafmedizinische

Diagnostik“ oder „Frühe Interaktionsstörungen

im Kleinkindalter“ sehr praxisbezogen

behandelt werden sollen.

In sechs so genannten Hauptvortragsblöcken

werden jeweils vier wissenschaftliche Vorträge

gehalten.

Fortbildung

Gesprächsrunde am Freitag:

„Gewalt gegen Kinder“

Für den Eröffnungstag ist eine Gesprächsrunde

„Gewalt gegen Kinder – sind wir ohnmächtig?“

geplant, die der Journalist Hellmuth

Henneberg (RBB) moderieren wird.

Gäste aus unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen

Lebens, die aber alle schon mit dem

Thema Kindesmisshandlung in Berührung gekommen

sind, werden darüber diskutieren:

Dr. Erardo Cristofero Rautenberg, Generalstaatsanwalt

des Landes Brandenburg, der international

bekannte Psychologe Prof. Dr. M.

Armbruster, Matthias Blume, Superintendent

des ev. Zentrums Cottbus, Doris Scheele, Leiterin

des Landesjugendamtes, und Dr. Gabriele

Ellsäßer, Leiterin des Landesgesundheitsamtes.

Begrüßungsabend mit

Finkelstein-Preisverleihung

Am Eröffnungstag beginnt 19.30 Uhr in

der Cottbuser Stadthalle ein feierlicher Begrüßungsabend,

zu dem Hermann Graf

Pückler als Ehrengast eingeladen wurde. Dabei

soll auch der Heinrich-Finkelstein-Preis

der Norddeutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde

und Jugendmedizin überreicht werden.

Der Preis (5.000 Euro) ist für eine Arbeit

auf dem Gebiet klinischer oder experimenteller

Pädiatrie ausgeschrieben. Der oder die

Autoren, die sich noch bis zum 16. April

2004 bewerben können, sollten nicht älter als

35 Jahre sein.

2. Neuruppiner Anästhesie-Symposium

Was ist evidenzbasiert in Anästhesie und Intensivmedizin?

Das nunmehr 2. Neuruppiner Anästhesie-

Symposium unter dem Thema „Was ist evidenzbasiert

in Anästhesie und Intensivmedizin?

Grundlagen und aktueller Stand“

fand am 29. 11. 2003 statt. Die Konzeption

dieser Veranstaltung bestand darin, sich der

Thematik einmal von den Grundlagen der

evidenzbasierten Medizin her zu nähern. Im

zweiten Schritt wurden die derzeit aktuellen

evidenzbasierten Daten auf dem Gebiet der

Anästhesie und Intensivmedizin dargestellt.

Frau Dr. Kunz, Sachverständige Stabsstelle

Medizin Siegburg, stellte im Einleitungsvortrag

das Basiswissen der EbM dar. Deren In-

halte, Konzepte, Methoden wurden mit den

traditionellen Handlungsgrundlagen in der

Medizin verglichen und anhand von Umsetzungsbeispielen

plastisch dargestellt.

Es konnte gezeigt werden, wie basierend auf

den Daten einer hohen Evidenzstufe lange

etablierte medizinische Verfahren als ineffektiv

erkannt werden konnten. Exemplarisch

hier die lange geübte, aber letztlich nutzlose

Lidocain-Arrhythmieprophylaxe beim akuten

Myokardinfarkt. Im Gegenzug gab es schon

lange bekannte Therapieformen wie die

Thrombolysetherapie beim Myokardinfarkt,

welche erst mit Hilfe des evidenzbasierten Effektivitätsnachweises

in die Routine übernom-

H.-A. K.

men wurden. In der anschließenden regen

Diskussion wurde deutlich, mit welchen Missverständnissen

der Begriff der EbM heute

noch belegt ist.

In der folgenden Präsentation ging Herr Thole,

Ärztlicher Referent Leitlinien-Clearingverfahren

am Ärztlichen Zentrum für Qualität in

der Medizin Köln, auf das Thema „Woran erkennt

man gute Leitlinien?“ ein. Die Probleme,

welche die Informationsflut in der biomedizinischen

Wissenschaft einerseits und

die geringe Halbwertzeit wissenschaftlicher

Erkenntnisse andererseits aufwerfen, kann

die Erstellung von Leitlinien lösen. Thole beschrieb

den komplexen Entstehungsvorgang

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

125


Fortbildung

von Leitlinien, deren Qualitätskriterien, insbesondere

die Komponente EbM als deren wesentlicher

integraler Bestandteil. Der Referent

stellte außerdem die Bedeutung von Leitlinien

vor dem Hintergrund der aktuellen gesundheitspolitischen

Entwicklung dar.

Dr. Kranke, Universität Würzburg, wandte

sich der Frage zu: „Evidence-based Medicine

in der Anästhesie – wirklich notwendig?“

Ausgehend von der derzeit hohen Sicherheit

in der Anästhesie stellt sich die Frage nach

weiterem Verbesserungspotential und somit

nach einer relevanten Beeinflussung des Outcomes.

Groß angelegte Studien, bewertet

nach Maßstäben der EbM, konnten nach seiner

Darstellung dazu beitragen, vernünftige

Lösungen für alltäglich in der Anästhesiepraxis

auftretende Probleme zu finden: postoperative

Übelkeit und Erbrechen, postoperatives

von H. Schweisfurth

und H. Kurbjuhn

Das Lungenkarzinom hat weltweit eine steigende

Inzidenz und ist zur Zeit der häufigste

Krebs des Mannes und der fünfthäufigste

der Frau. Jährlich versterben weltweit 1 Million

Menschen am Lungenkarzinom. In der

westlichen Welt ist das Lungenkarzinom die

häufigste Krebstodesursache, wobei die Tendenz

beim Mann gering abnimmt und bei

der Frau weiter ansteigt.

Zunehmende Mortalitätsraten werden auch in

den Entwicklungsländern beobachtet, die neben

dem Rauchen auch durch zunehmende

Luftverschmutzung bedingt sind. Von der

WHO werden offene Feuerstellen in Wohnbereichen,

wie sie in der Dritten Welt häufig

vorkommen, als hohes Risiko für die Entstehung

von Lungenkarzinom insbesondere bei

jungen Frauen eingestuft.

In Europa beträgt die altersstandardisierte

Inzidenz für Männer in Ungarn 84,0/

100.000, Belgien 75,2/100.000, Polen

71,4/ 100.000 und Deutschland 47,3/

100.000. Die Länder mit der höchsten Inzidenzrate

bei Frauen sind die USA 26,3/

100.000, Dänemark 25,2/100.00 und

Großbritannien 23,5/100.000. Fast 30 %

aller Patienten, die durch Krebserkrankungen

sterben, haben ein Lungenkarzinom.

90 % der Erkrankten sterben nach Diagnosestellung

innerhalb von Monaten. Nur etwa

10 % leben länger als 5 Jahre.

In Deutschland ist das Lungenkarzinom im

Zeitraum von 1920 bis 1980 um das 50fache

angestiegen und ist damit der häufigste zum

Tode führende Tumor beim Mann und der

126 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

Shivering oder die Sinnfälligkeit einer präoperativen

Nüchternheit von mehr als zwei

Stunden. Kranke zeigte hierbei die methodischen

Schritte auf, um zu praxisrelevanten

Ergebnissen zu gelangen. – Seine Kernaussage:

Evidence nimmt keine Entscheidungen

ab!

Im abschließenden Vortrag beleuchtete PD

Dr. Meier-Hellmann, Helios-Klinikum Erfurt,

die aktuelle Datenlage in der Intensivmedizin

unter dem Blickwinkel der EbM. Er verwies

exemplarisch auf gesichertes Wissen: Nutzen

der intensivierten Insulintherapie bei kritisch

Kranken, Sepsistherapie mit aktiviertem

Protein C, Prognoseverbesserung durch frühe

enterale Ernährung bei Intensivpatienten sowie

der Nachweis eines fehlenden bzw. negativen

Benefits einer Albuminsubstitution.

Andere Ansätze wie beispielsweise Einsatz

dritthäufigste bei der Frau. Der Anteil an der

Gesamtkrebsmortalität beträgt für Männer 26

% und für Frauen 7 %. Jährlich sterben in

Deutschland etwa 40.000 Menschen an den

Folgen des Lungenkarzinoms. Dies entspricht

einer gesamten Mortalität von 42/100.000

(64 Männer/100.000 und 21 Frauen/

100.000). Bei etwa 85 % der Erkrankten wird

das Rauchen als Ursache angesehen. Frauen

haben bei gleicher Dosis und Dauer des Rauchens

ein höheres relatives Risiko, am Lungenkarzinom

zu erkranken als Männer. Auffallend

ist ein weltweiter Trend der Zunahme

des Adenokarzinoms, welches das Plattenepithelkarzinom

insbesondere bei Frauen

übertroffen hat. Nicht rauchende Frauen erkranken

häufiger an einem Alveolarzellkarzinom.

Das Altersmaximum für das kleinzellige Lungenkarzinom

liegt bei 60 bis 65 Jahren und

für das nichtkleinzellige Lungenkarzinom bei

65 und 70 Jahren bei beiden Geschlechtern.

Die wichtigsten bekannten Noxen für das Lungenkarzinom

in Deutschland sind das inhalative

Rauchen (85 %), gefolgt von Schadstoffbelastungen

am Arbeitsplatz (8 %),

Radonexposition in Innenräumen (7%), Passivrauchen

(4 %) und Luftverunreinigungen in

der Umwelt (2 %).

Da zwischen den ätiopathogenetischen Faktoren

Wechselwirkungen bestehen, kann die

Summe aller Risiken mehr als 100 % betragen.

Tabakrauch

Bereits 1939 wurde die Kanzerogenität des

Tabakrauchs erkannt. Seit 1963 ist die kausale

Beziehung zwischen inhalativem Zigarettenrauchen

und dem Auftreten von Lungenkrebs

bekannt. Die Verdopplung der täglich

von Hydrocortison in der Sepsis befinden

sich im Fluss. Unter kritischer Betrachtung

muss wiederum bereits gesichert geglaubtes

Wissen angezweifelt werden.

Fazit: Die Evidenzbasierte Medizin ist das Instrument,

unsere klinische Praxis auf die Basis

evaluierter Daten zu stellen, wobei dem

individuellen Moment in Form der fachlichen

Expertise ein fester Platz eingeräumt wird. Es

wurde deutlich, dass es noch umfangreicher

Anstrengungen bedarf, gerade im Bereich

Anästhesie und Intensivmedizin, EbM-gestützte

Erkenntnisse zu gewinnen bzw. bereits

vorhandene in die klinische Praxis überzuleiten.

Rudolf Insel

Klinik für Anästhesie und

Intensivmedizin

Epidemiologie und Ätiologie des Lungenkarzinoms

gerauchten Zigaretten steigert das Risiko, an

Lungenkrebs zu erkranken, um das Zweifache.

Wenn sich die Zahl der gerauchten Jahre

verdoppelt, so steigt das Risiko auf das

Fünf- bis Sechsfache an.

16 % aller Männer und 9 % aller Frauen, die

rauchen, erkranken an Lungenkrebs. Etwa 10

bis 15 % sind Nichtraucher. Auch sind familiäre

Häufungen bekannt. Die Neigung, an

Lungenkrebs zu erkranken, wird auf Suscebility

Gene und auf gestörte DNA-Reparaturmechanismen

zurückgeführt, die durch p53-

Mutation verursacht werden.

Die Reduzierung des Teer- und Nikotingehaltes

der Zigaretten führte dazu, dass die

Raucher tiefer inhalieren und somit die Karzinogene

vermehrt in die Lungenperipherie

transportiert werden.

Im Tabakrauch befinden sich etwa 4000 chemisch

analysierte Substanzen, von den etwa

40 – 50 als kanzerogen angesehen werden.

Dazu gehören polyaromatische Wasserstoffe,

Nitrosamine, aromatische Amine, anorganische

Substanzen wie Arsen, Nickel, Cadmium,

Blei und das radioaktive Nuklid Polonium.

Nur etwa ein Viertel des Rauches wird als

Hauptstromrauch eingeatmet, während drei

Viertel als Nebenstromrauch ungefiltert die

Umgebungsluft belastet. Der Nebenstromrauch

enthält mehrere Karzinogene in 2- bis

30fach höherer Konzentration als der Hauptstromrauch,

den der Raucher inhaliert.

Daher ist das Risiko, durch Passivrauchen an

Lungenkrebs zu erkranken, um 20 - 24 % erhöht.

Aufgrund von Metaanalysen wird die

Zahl der durch das Passivrauchen verursachten

jährlichen Todesfälle an Lungenkrebs in

Deutschland auf 400 und in den USA auf

3000 geschätzt.


Arbeitsplatz

Am Arbeitsplatz kann das Lungenkarzinom

verursacht werden durch Asbest, Arsen,

Zink-, Kalzium- und Strontiumchromat,

Nickelverbindungen, polyzyklische aromatische

Kohlenwasserstoffe wie Benzo(a)pyren,

Kokereigase, ionisierende Strahlen und Senfgas.

Als berufsbedingte Ursachen gilt der

Schneeberger Lungenkrebs durch inhaliertes

Uran. Große Bedeutung hat auch die Asbestexposition,

die das relative Risiko mit der

Kombination von Asbest und Rauchen um das

60-fache steigert. Ein synergistischer Effekt ist

auch vom Radon bekannt. Als möglicherweise

karzinogen werden angesehen: Kadmium,

chlorierte Toluole, Glasfasern, Blei, Silizium,

Talkum, Dimethylsulfat, Acryl, Nitrite, Ozon,

Beryllium und Vinylchlorid.

Zu den Risikoberufen gehören Gießereiarbeiter,

Schweißer, Anstreicher, Raffineriearbeiter

und Beschäftigte in der Landwirtschaft

mit Kontakt von Pestiziden, Herbiziden und

Dioxin.

Umweltschadstoffe

Die wichtigsten in der Umwelt vorkommenden

kanzerogenen Luftschadstoffe entstehen

durch Kraftverkehr, Industrie, Hausbrand,

Energieerzeugung und Abfallentsorgung.

Besondere Bedeutung kommen den Dieselrußpartikeln,

aromatischen Kohlenwasserstoffen,

Arsen, Cadmium und Asbest zu. In

Ballungsgebieten ist das Zusatzrisiko, an einem

Lungenkarzinom durch Luftverunreinigungen

zu erkranken, etwa 4- bis 5-mal

höher als in ländlichen Gegenden.

Erst in jüngster Zeit wird der Strahlenbelastung

in Innenräumen durch das natürlich

vorkommende Edelgas Radon eine größere

Aufmerksamkeit gewidmet. Hohe Radonaktivitäten

wurden in Ostbayern, im Saarland, in

der Eifel, in Süd-Thüringen und Sachsen

nachgewiesen. Beim radoninduzierten Lungenkarzinom

kann zwischen der Exposition

und Manifestation der Erkrankung eine Zeitspanne

von 20 Jahren liegen. Bei der Kombinationswirkung

von Rauchen und Radon

nimmt das Risiko, an einem Lungenkarzinom

zu erkranken, überproportional zu.

Aber auch andere Grunderkrankungen wie

Lungenfibrosen, COPD, Lungenparenchymnarben

bei Pneumokoniosen oder Vitamin A-

Mangel erhöhen das relative Risiko für die

Bildung eines Lungenkarzinoms.

Literatur bei den Verfassern:

Prof. Dr. med. H. Schweisfurth

Chefarzt III. Medizinische Klinik –

Pneumologie

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

Dr. H. Kurbjuhn

Brandenburgisches Tumorzentrum

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

Fortbildung

Ärztliche Fortbildung und das Gesetz zur Modernisierung

der Gesetzlichen Krankenversicherung (GMG)

von Dr. med. Manfred Kalz,

Vorsitzender der Akademie für

ärztliche Fortbildung Brandenburg

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

Durch das GMG wurde die bisher in der Berufsordnung

verankerte Pflicht zur Fortbildung

durch eine vom Gesetzgeber quantitativ

vorgegebene Pflichtfortbildung (50

Stunden pro Jahr) ersetzt, wobei die Nichterfüllung

mit finanziellen Einbußen bis zum

Entzug der Vertragsarztzulassung geahndet

werden soll. Krankenhausärzte unterliegen

der gleichen Pflichtfortbildung – nur soll den

Krankenhäusern (nach bisheriger Kenntnis)

bei Nichterfüllung das Budget gekürzt werden.

Damit wird die Fortbildung auch für

Krankenhausdirektoren und Geschäftsführer

als Pflicht ihrer ärztlichen Mitarbeiter relevant.

Die Landesärztekammer und Akademie für

ärztliche Fortbildung Brandenburg werden

die Kammermitglieder mit allen Kräften unterstützen,

um den nun regelmäßig notwendigen

Fortbildungsnachweis zu erbringen.

Während des Modellversuchs „Freiwilliges

Fortbildungszertifikat“ wurden bereits Erfahrungen

mit der Erfassung von Fortbildungsaktivitäten

und deren individueller Zuordnung

gesammelt. Die Forderung des

Gesetzgebers nach produktunabhängigen

Fortbildungsveranstaltungen hat den Akade-

mien für ärztliche

Fortbildung, die für

die Anerkennung

(Zertifizierung) der

Fortbildungsveranstaltungenverantwortlich

sind, eine

erhebliche Last übertragen.

Ein Vergleich

der Bundesländer

zeigt, dass das

Verhältnis von anerkannten

zu abgelehntenVeranstaltungen

in den

Bundesländern erheblich

differiert. Ich

denke aber, dass im

Land Brandenburg

mit der grundsätzlichen

Anerkennung

der von Fachgesellschaften und Berufsverbänden

durchgeführten Veranstaltungen eine

solide Entscheidungsbasis gefunden wurde.

Die Einführung einer Zertifizierungsgebühr

für professionelle Anbieter, Firmen und

gesponserte Veranstaltungen (Kammerbeschluss

2003) soll den hohen Arbeitsaufwand,

der durch die Zertifizierung entstanden

ist, ausgleichen.

Der Hauptpfeiler ärztlicher Fortbildung wird

die regionale Fortbildungsveranstaltung bleiben,

sei es eine Vortragsreihe im Kranken-

Dr. Manfred Kalz (r.), Vorsitzender der Akademie für ärztliche Fortbildung,

während des Fortbildungskongresses gemeinsam mit Dr. Udo Wolter.

Foto: Hans-Albrecht Kühne

haus oder der Qualitätszirkel der niedergelassenen

Ärzte – natürlich im Verbund mit

Kongressbesuchen, Hospitationen und modernen,

elektronischen Fortbildungsmöglichkeiten.

Die Fortbildungsveranstaltungen im Land

Brandenburg werden durch die Akademie

für ärztliche Fortbildung weitestgehend erfasst

und über die Teilnehmerlisten auch den

einzelnen Kammermitgliedern zugeordnet.

Elektronische Instrumente zur Datenerfassung

sind in einigen Bundesländern in Erprobung

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

127


Fortbildung/Aktuell

und werden auch von der Landesärztekammer

Brandenburg in Erwägung gezogen.

Die Höhe der Anfangsfinanzierung verlangt

aber eine sehr sorgfältige Vorbereitung und

Auswahl des Programmanbieters.

Genaue Vorgaben zur Berechnung der Fortbildungsaktivitäten

(Stichtags- oder Gleitregelung)

sind vom Gesetzgeber bisher nicht

eindeutig festgelegt worden.

Es liegt im Interesse der Kammermitglieder,

selbst Fortbildungsaktivitäten in anderen

Bundesländern oder im Ausland der Akademie

für ärztliche Fortbildung zeitnah mitzuteilen,

damit die individuellen Punktekonten

korrekt geführt werden können. Schuhkartons

voller ungeordneter Bescheinigungen

sind für eine schnelle Bearbeitung – im Interesse

des Kammermitglieds – wenig geeignet.

Eine papierlose Datenerfassung wäre auf einem

elektronischen Arztausweis oder durch

Vernetzung der Akademien denkbar – vorerst

ist aber die Teilnahmebescheinigung

Lyme-Borreliose-Meldung

nach InfKrankMV §1

des Landes Brandenburg

Vor Beginn der nächsten Zecken-Saison

möchten wir noch einmal an die Meldepflicht

für Lyme-Borreliose erinnern. Meldepflichtig

sind alle klinischen Manifestationen der Lyme-

Borreliose vom behandelnden Arzt sowie positive

Laborbefunde von der untersuchenden

Einrichtung. Für die Fall-Meldung durch den

behandelnden Arzt ist der vom MfASGF empfohlene

Meldebogen (Download bei www.laekb.de)

einzusetzen und an das zuständige

Gesundheitsamt zu übermitteln. Meldebögen

sind auch in den Service-Stellen der KV erhältlich.

Die Analyse der anonymisierten Fälle

erfolgt im „Regionalen Konsiliarzentrum für

durch Zecken übertragbare Krankheiten für

das Land Brandenburg“. Die Ergebnisse werden

dem Brandenburgischen Ärzteblatt monatlich

für die Veröffentlichung zur Verfügung

gestellt.

T. Talaska

Internet-Wegweiser

für Dialysezentren

Niedergelassene Nephrologen haben ab sofort

die Möglichkeit, alle wichtigen Informationen

zu ihrem Dialysezentrum wie Anschrift,

Telefonnummer oder Diagnose- und Therapieverfahren

kostenlos ins Internet zu stellen:

Auf der Internetseite www.OrthoBiotech.de

können sich alle interessierten Fachärzte anmelden

und die Informationen selbständig

eintragen. Nach Überprüfung der Daten werden

diese in das Verzeichnis unter www.

128 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

doch noch einfacher zu handhaben und

auch billiger.

Ziel bleibt das individuelle, aktuelle und (in

Zukunft über Internet) abrufbare Punktekonto!

Die Akademie für ärztliche Fortbildung

wird weiterhin Fortbildungsveranstaltungen

organisieren und durchführen. Ich bin überzeugt,

dass der zweijährliche Ärztliche Fortbildungskongress

der Landesärztekammer

Brandenburg ein attraktives Angebot bleibt,

denn größere Kongresse erlauben es, in wenigen

Tagen viele Punkte zu erwerben. Die

Vorstände der Landesärztekammer und der

Akademie werden versuchen, Dauer (2 oder

3 Tage) und Zeitplanung (Do/Fr; Fr/Sa;

Sa/So) zu optimieren. Bei steigender Teilnehmerzahl

wäre auch bei unverändert niedrigen

Kongressgebühren und ermäßigten Gebühren

für Berufsanfänger Kostenneutralität

zu erreichen. Ich möchte hier allen Referenten

danken, da sie für ein relativ bescheidenes

Dialyseauskunft.de aufgenommen. Damit entsteht

ein bundesweiter aktueller Wegweiser,

der Patienten und ihren Angehörigen eine bequeme

Suche nach Dialysezentren ermöglicht.

Niedergelassene Ärzte, die noch keine

eigene Homepage haben, können diese zudem

– ebenfalls kostenlos – ganz einfach

selbst erstellen. Ärzte, die bereits über eine

Homepage verfügen, haben die Möglichkeit,

durch die Eintragung in das Verzeichnis die

Anzahl der Zugriffe auf ihre Seite zu erhöhen.

Podiumsdiskussion des

Hartmannbundes in Berlin

„Chancen und Risiken der Kostenerstattung –

Gesundheitsreform in der Praxis“ – unter diesem

Titel richtet der Hartmannbund im Rahmen

des Deutschen Ärztekongresses am 5.

Mai 2004 ab 10.30 Uhr im Kongresszentrum

am Alexanderplatz eine Podiumsdiskussion

aus. Dr. Andreas Köhler, Hauptgeschäftsführer

der KBV, Dr. Hans-Jürgen Thomas, Vorsitzender

des Hartmannbundes, Dieter Hebel,

Vorstandsvorsitzender der Gmünder Ersatzkasse

und Gernot Schlösser, Vorstandsvorsitzender

der AXA-Krankenversicherung werden

unter der Moderation von Dr. Bernd B.

Alles, Kolumnist der Ärztezeitung, die Problematik

diskutieren.

ÄKN gründet Akademie

für Palliativmedizin

Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) hat

Ende Februar eine Akademie für Palliativmedizin

gegründet. Vor den Teilnehmern der

ersten Fachtagung der Palliativ-Arbeitsgemeinschaft

Niedersachsen in Hildesheim

Honorar (die Gebührenordnung ist nicht so

großzügig) erstklassige Beiträge leisten. Sie

helfen mit, die Belastungen der Kammermitglieder

niedrig zu halten.

Seitens des Deutschen Senats für ärztliche

Fortbildung und damit aller Landesärztekammern

und Akademien wurde die Freiheit der

ärztlichen Fortbildung favorisiert und gefordert.

Durch das GMG ist nun definitiv nicht

nur der Umfang bestimmt, sondern die Nichterfüllung

mit Strafen belegt worden. Wir hoffen

dennoch, dass die inhaltlich selbstbestimmte

Fortbildung als ein seit „ewigen

Zeiten integraler Bestandteil des ärztlichen

Berufes“ nicht zu einer erzwungenen Punktesammelei

verkommt.

Die Arbeit der Akademie für ärztliche Fortbildung

soll unverändert den Ärztinnen und

Ärzten Brandenburgs bei ihrer Berufsausübung

nützen und helfen.

stellte die ÄKN-Vizepräsidentin Dr. Cornelia

Goesmann Ziele und Aufgaben dieser

neuen Institution vor: „Wir wollen ein interprofessionelles

Forum für die Fort- und Weiterbildung

aller in der Palliativmedizin Tätigen

schaffen, um die Versorgung schwerst- und

todkranker Menschen in Niedersachsen zu

verbessern. Solch eine berufsübergreifend

angelegte Akademie ist in Deutschland einmalig.“

Sie wird unter dem Dach der Ärztekammer

in der schon bestehenden Akademie

für ärztliche Fortbildung eingerichtet und kooperiert

eng mit der Palliativ-Arbeitsgemeinschaft

Niedersachsen. Zunächst erhält sie von

der ÄKN eine Anschubfinanzierung, langfristig

aber soll die neue Einrichtung kostendeckend

arbeiten.

1112 Berliner Ärzte

immer noch arbeitslos

1112 Ärzte sind in Berlin arbeitslos gemeldet,

schreibt „Berliner Ärzte“ in der Februar-Ausgabe.

Unter diesen 1112 seien 397 Fachärzte.

Die Allgemeinmediziner bildeten mit 75

die stärkste Gruppe. Nach wiederholten Medienanfragen,

weshalb arbeitslose Berliner

Ärzte nicht nach Brandenburg gingen, wo

händeringend Fachärzte gesucht würden,

habe sich die Berliner Ärztekammer intensiver

mit der Angelegenheit beschäftigt: „Viele der

Betroffenen befinden sich in Familiensituationen,

die eine Annahme einer weit entfernten

Stelle oder gar das wirtschaftliche Risiko einer

eigenen Niederlassung nicht erlauben. Zuweilen

sind es auch gesundheitliche Schwierigkeiten,

Sprachprobleme oder ein dem Markt

nicht ganz gerecht werdendes Qualifikationsprofil,

das Ärzte in Arbeitslosigkeit hält.“


Nachzubesetzende

Vertragsarztsitze

Nach Anordnung von Zulassungssperren

durch den Landesausschuss

der Ärzte und Krankenkassen ist die

KV Brandenburg gem. § 103 Abs. 4

SGB V gesetzlich verpflichtet, auf Antrag

Vertragsarztsitze zur Nachbesetzung

auszuschreiben.

Eine Garantie für eine wirtschaftliche

Praxisführung nach Übernahme ist

mit dieser Ausschreibung nicht verbunden.

Folgende Vertragsarztsitze werden

ausgeschrieben:

Facharzt/Fachärztin

für Allgemeinmedizin

Planungsbereich:

Frankfurt (Oder) /St. / Oder-Spree

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 16/2004

Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen

für den Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg

keine Änderung zur vorangegangenen Veröffentlichung

(Die Übersicht entnehmen Sie bitte dem Brandenburgischen Ärzteblatt 2/2004, Seite 55)

KVBB informiert

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass gemäß der Bedarfsplanungs-Richtlinien-Ärzte eine Überversorgung dann angezeigt ist, wenn durch einen Vergleich

zwischen der für den Planungsbereich maßgeblichen allgemeinen Verhältniszahl für die Arztgruppe und der für den Planungsbereich ermittelten örtlichen

Verhältniszahl eine Überschreitung von 10 v. H. festgestellt wird. Insofern ist nicht grundsätzlich davon auszugehen, dass für die in der Übersicht noch

nicht gesperrten Planungsbereiche/Arztgruppen eine Unterversorgung angezeigt ist. Wir empfehlen daher dringend jedem niederlassungswilligen Arzt, sich

vor der Antragstellung in der KV Brandenburg, Geschäftsbereich Qualitätssicherung/Sicherstellung, über die jeweilige Versorgungssituation zu informieren.

Facharzt/Fachärztin

für Augenheilkunde

Planungsbereich: Uckermark

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 17/2004

Facharzt/Fachärztin

für Augenheilkunde

Planungsbereich: Elbe-Elster

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 18/2004

Facharzt/Fachärztin für

Haut- und Geschlechtskrankheiten

Planungsbereich:

Frankfurt (Oder) /St. / Oder-Spree

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 19/2004

Facharzt/Fachärztin

für Orthopädie

Planungsbereich:

Märkisch-Oderland

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 20/2004

Facharzt/Fachärztin

für Innere Medizin (fachärztlich)

Planungsbereich:

Dahme-Spreewald

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 21/2004

Facharzt/Fachärztin

für HNO-Heilkunde

Planungsbereich: Brandenburg an

der Havel/St. /Potsdam-Mittelmark

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 22/2004

Facharzt/Fachärztin

für Frauenheilkunde

Planungsbereich: Oberhavel

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 23/2004

Facharzt/Fachärztin

für Kinder- und Jugendmedizin

Planungsbereich: Havelland

Zeitpunkt: schnellstmöglich

Bewerbungskennziffer: 24/2004

Nähere Informationen und Bewerbungsunterlagen

erhalten Sie bei

der Kassenärztlichen Vereinigung

Brandenburg, Ansprechpartnerin:

Karin Rettkowski, Tel.-Nr.: 0331/

2309-320.

Die schriftliche Bewerbung für die

ausgeschriebenen Vertragsarztsitze

ist zwingend erforderlich. Sie muss

die Bewerbungskennziffer, die Anschrift,

die Telefonnummer, die Facharztanerkennung

sowie Angaben

zum möglichen Praxisübernahmezeitpunkt

enthalten. Unter dem Stichwort

„Ausschreibung” sind die Unterlagen

bis zum 07. Mai 2004 bei

der KV Brandenburg, Friedrich-Engels-Str.

103/104, 14473 Potsdam,

einzureichen. Wir machen ausdrücklich

darauf aufmerksam, dass die in

der Warteliste eingetragenen Ärzte

nicht automatisch als Bewerber für

die ausgeschriebenen Vertragsarztpraxen

gelten.

Potsdam, den 4. März 2004

Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg hat für die nachfolgenden Regionen und Arztgruppen im Land Brandenburg

auf Grund von Schließungen bzw. fehlenden Nachbesetzungen eine bestehende oder drohende Gefährdung der

ambulanten Versorgung festgestellt und bietet daher interessierten Ärzten Möglichkeiten vorrangig zur Praxisübernahme,

in besonderen Fällen auch zur Praxisneugründung mit der Zusicherung einer Umsatzgarantie sowie die Möglichkeiten

einer befristeten Anstellung in bestehenden Vertragsarztpraxen an.

Interessierte Ärzte melden sich bitte bei der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, Postfach 60 08 61, 14408

Potsdam, Niederlassungsberatung Frau Rettkowski, Tel: 0331/2309-320, e-mail: karin.rettkowski@kvbb.de

Für Hausärzte

(Fachärzte für Allgemeinmedizin,

Praktische Ärzte, Ärzte und

hausärztlich tätige Internisten):

➢ Region der Altkreise:

Brandenburg (Stadt) -

(nur Praxisübernahme)

Perleberg

Luckenwalde

Luckau

Bad Liebenwerda -

(Elsterwerda)

Senftenberg

Forst

Guben

Spremberg -

(Welzow und Umgebung

sowie östliche Kreisregion)

Bad Freienwalde

Schwedt

Angermünde -

(Gartz und ländliche Umgebung)

Für Fachärzte für Augenheilkunde:

➢ Region der Altkreise:

Wittstock

Lübben

Guben

Seelow

Strausberg

Eisenhüttenstadt/Land

Für Fachärzte für Dermatologie:

➢ Region der Altkreise:

Perleberg

Finsterwalde

Herzberg

Forst

Guben

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

129


Landesgesundheitsamt

Infektionsgeschehen

Im Februar wurden 19 Häufungen mit insgesamt

232 Erkrankten aus 8 Kreisen gemeldet,

darunter 5 Norovirus-Häufungen, 8

Rotavirus-Häufungen und 6 ätiologisch ungeklärte

Häufungen.

Bei den Rotavirus-Häufungen wurden 79

Erkrankte aus 4 Kreisen gemeldet. Betroffen

waren 5 Kindertagesstätten, 2 medizinische

Einrichtungen und ein Altenheim.

Die Norovirus-Häufungen mit 78 Erkrankten

meldeten 5 Kreise. Die Erkrankungen traten

in 3 medizinischen Einrichtungen, einem

Altersheim und einmal unter Beschäftigten einer

Firma auf.

Die 6 ätiologisch ungeklärten Häufungen

mit 75 Erkrankungsfällen meldeten 5 Kreise.

Betroffen waren 3 Kindertagesstätten, je eine

Gaststätte und Schule sowie ein Altersheim.

Borreliosen

Im Februar wurden 44 Borreliosen gemeldet.

Ein Erythema migrans wurde bei 23 und

eine frühe Neuroborreliose bei einem Patienten

festgestellt. In 5 Fällen wurde eine

Arthritis diagnostiziert. Für die übrigen Patienten

lagen allgemeine (z. B. Kopf-und

Rückenschmerzen; Polyarthralgien) oder

keine konkreten Angaben vor. Einen Zeckenstich

konnten 20 Betroffene in der Anamnese

angeben.

Einzelerkrankungen

Eine klinisch-labordiagnostisch bestätigte

Meningokokken-Erkrankung meldete Bran-

Fälle (absolut)

130 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

Infektionsschutz

Infektionskrankheiten/Impfschutz/Krankenhaushygiene (Februar 2004 - Auszug)

2500

2000

1500

1000

500

0

1985

1986

Campylobacter-Enteritis

1987

1988

1989

1990

1991

1992

1993

1994

1995

J a h r

denburg a.d.H. Das

1-jährige Mädchen

war mit Erbrechen,

Fieber und Hautblutungen

erkrankt.

Trotz intensiv-medizinischerVersorgung

verstarb das

Kind noch am Aufnahmetag.

Aus dem

Liquor wurde N.

meningitidis isoliert.

Sowohl im familiären

Umfeld als

auch in der Kindertagesstätte

wurde

bei einem ausgedehntenPersonenkreis

eine Rifampicin-Prophylaxe

durchgeführt.

Je eine klinisch-labordiagnostisch bestätigte

Shigellose meldeten Oder-Spree und Potsdam.

Beim ersten Fall handelt es sich um eine

27-jährige Frau, die mit Bauchschmerzen,

blutigem Durchfall und Fieber erkrankt war.

Im Stuhl konnte Sh.sonnei nachgewiesen

werden. Die Infektionsquelle konnte nicht ermittelt

werden. Der zweite Erkrankte war ein

30-jähriger Mann, der mit Bauchschmerzen

und Durchfall erkrankt war. Aus dem Stuhl

wurde Shigella spez. isoliert (keine Differenzierung

im Labor). Vermutlich hatte sich der

Patient während eines Urlaubsaufenthaltes in

Indien infiziert.

Einen Botulismus-

Fall meldete Oder-

Spree. Der 37-jährige

Mann war mit

Dyspnoe und Hirnnervenstörungenstationär

aufgenommen

worden. In privat

hergestellter Blutwurst

konnte Botulinumtoxinnachgewiesen

werden. Die

Untersuchungen im

Patientenmaterial

verliefen negativ.

Listeriose-Erkrankungen

meldeten

Cottbus (2 E) und

Potsdam (1 E). Bei

1996

1997

1998

1999

2000

2001

2002

2003

Infektionskrankheit Fälle Kumulativwert

29.12. 2003- 29.2. 2004*

Salmonellen-Erkrankung 81 219

Rotavirus-Erkrankung 368 565

Campylobacter 82 185

Yersiniose 15 32

E. coli-Enteritis (ohne EHEC) 13 32

Norovirus-Erkrankung 213 472

Tuberkulose 10 19

Meningokokken-Erkrankung 1 3

Listeriose 3 3

Hepatitis B 2 7

Hepatitis C 2 5

Pertussis 20 48

Borreliose 44 125

* vorläufige Zahlen (durch Nachmeldungen kann es Differenzen zwischen der

Summe der Einzelmonate und dem aktuellen Kumulativwert geben)

den beiden ersten

Fällen handelt es sich

um Mutter und Kind.

Die 23-jährige Frau

war mit Fieber über 38 °C und starker Wehentätigkeit

stationär aufgenommen worden.

Das Kind musste durch sectio caesarea entbunden

werden. Aus dem Fruchtwasser der

Mutter und aus dem Ohrabstrich vom Neugeborenen

wurde L. monocytogenes isoliert.

Der dritte Fall betraf eine 41-jährige Frau mit

Sepsis. Aus dem Blut wurde ebenfalls L. monocytogenes

isoliert.

Campylobacter-Enteritiden

(Kurz-Info zu 2003 mit Abbildung)

Im Vergleich zu 2002 hat es bei den Erkrankungen

durch Campylobacter im Jahr 2002

einen deutlichen Rückgang gegeben (2002:

2210 Erkrankungen; 2003: 1820 Erkrankungen).

Sie nehmen weiterhin bei den

durch Lebensmittel übertragenen bakteriellen

Infektionen den zweiten Platz nach den

Salmonellosen ein. Die meisten Fälle waren

Einzelerkrankungen. Es wurde nur eine Häufung

gemeldet. Die Erkrankungen betrafen

vier von sechs Arbeitskollegen, die nach einem

gemeinsamen Frühstück (Hackepeter-

Brötchen) erkrankt waren. Bei drei Patienten

konnte Campylobacter jejuni nachgewiesen

werden.

Info: aviäre Influenza

Vom Robert-Koch-Institut wurden die neuesten

Empfehlungen zu Vorgehensweisen bei

Infektionsverdacht mit aviären Influenzaviren

vom Typ A/H5N1 inklusive Falldefinition,

Empfehlungen zur Diagnostik und Mitteilungsbogen

für Gesundheitsämter im Internet

unter http://www.rki.de/INFEKT/INFEKT.HTM

veröffentlicht.


Schreibende Ärzte treffen sich

Grundstein für Landesverband Brandenburg gelegt

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

im Heft 9/2003 des „Brandenburgischen

Ärzteblattes“ machte ich Sie auf den Bundesverband

Deutscher Schriftstellerärzte

(BDSÄ), Mitglied in der UMEM (Union Mondiale

des Ecrvains Medizicins) aufmerksam,

verbunden mit dem Ziel, auch im Land Brandenburg

eine Landesgruppe zu bilden. Sie

sollte das organisatorische und schöngeistige

Dach sein für Ärztinnen und Ärzte, die

sich in ihrer knappen Freizeit in der verschiedensten

Weise literarisch betätigen aus

Lust am Schreiben und der Freude sich dadurch

anderen mitzuteilen oder Erlebtes zu

verarbeiten.

Auf meinen Artikel haben sich Frau Kollegin

Kromphardt und Kollege Dr. Krüger mit mir

in Verbindung gesetzt, wobei ein erstes gemeinsames

Treffen mit regem Gedankenaustausch

und dem Vortragen eigener Gedichte

bereits stattfand und somit der Grundstein für

Lindendüfte

von Barbara Kromphardt

Wie herrlich, wenn die Stadt volltrunken

vom Duft der Linden süß verklebt,

es ist, als ob die Luft erbebt,

wo Bienen in die Blüten tunken.

Der Duft ist golden mit Musik,

er riecht nach Tanz und nach Akkordeon,

auch jener sechs-Uhr-Glockenton

kommt aus den Linden nicht zurück.

Es klebt sogar das grüne Gras,

die Autodächer süß besprüht,

wenn über ihnen eine Linde blüht,

es ist, als säßen wir im Honigfass.

Es ist der reine Überfluss,

ist ein Symbol für reiches Leben,

ist so verschwenderisch gegeben,

dass man hier an nichts sparen muss.

Nun öffnet eure Hände und genießt,

der süße Saft fließt aus der Liebe Baum,

das Überfließen ist kein Traum,

ist wie ein Land, wo Milch und Honig fließt.

So ist die Liebe: jeder kann sie haben,

in unbegrenzten Mengen überall

verströmt sie Duft und trifft die Wahl

für die, die offene Herzen haben.

Barbara Kromphardt und OMR Dr. Hans Brockmann

Foto: privat

eine Landesgruppe des BDSÄ in Brandenburg

gelegt werden konnte. Zugleich verschwand

einer der letzten „weißen Flecken“

im Rahmen des BDSÄ. Doch sicher gibt es

noch mehr Ärztinnen und Ärzte, die selbst

Kaum zu glauben: Käfer im Ohr!

von OMR Dr. Hans Brockmann

Nachts wurde ich von einem aufgeregten

Ehemann zu einem dringenden Hausbesuch

in ein 13 km entferntes Dorf gerufen.

Seine 58jährige Frau war ca. eine

Stunde nach dem Einschlafen plötzlich

mit "Ohrensausen” erwacht und ließ sich

nicht beruhigen.

Kurz darauf traf ich mit dem Gedanken

an einen ernsten HNO-Notfall mit eventueller

stationärer Einweisung ein.

Prompt traf ich die am ganzen Körper zitternde

Frau auch noch mit hochrotem

Kopf an.

Bei der Ohrenspiegelung fand sich dann

als Ursache ein in Lupenvergrößerung

"riesiger” Käfer, der mit den Beinen regelrecht

am Trommelfell kratzte. Verständlicherweise

war die Patientin durch

die Ohrenspülung mit einer 10-ml-Spritze

nach zwei Minuten beschwerdefrei und

ich der "Allergrößte”. Alle staunten über

den Winzling von zwei Millimetern, der

soviel Aufregung verursacht hatte. Die

Frau erhielt noch eine Tablette Diazepam

und ich trat befriedigt mit der Lehre

den Heimweg an, dass man nie Diagnosen

vorausahnen sollte.

Aktuell

schreiben und Interesse an der Begegnung

mit Gleichgesinnten, am Erfahrungsaustausch

mit ihnen und an gemeinsamen Lesungen

vor einem Publikum oder auch an der

Veröffentlichung eigener Arbeiten haben als

Ausgleich für Ihren schweren und verantwortungsvollen

Beruf und den täglichen Ärger

mit den Folgen einer chaotischen Gesundheitspolitik.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich noch

weitere Kolleginnen und Kollegen als Dichtende,

Erzählende oder als Anekdoten, Satiren

und Berichte Verfassende „outen“ würden.

Wenn dies der Fall ist, setzen Sie sich bitte mit

OMR Dr. Hans Brockmann, Puschkinstraße 4,

04924 Bad Liebenwerda, Telefon und Fax

(035341) 22 87, E-Mail: Dr. HansBrockmann@web.de,

in Verbindung.

Abschließend sei erwähnt, dass der Jahreskongress

des BDSÄ in diesem Jahr vom

19. bis 23. Mai in Bad Harzburg stattfindet.

Einladungen bzw. Anmeldungen hierzu können

Sie über mich erhalten.

Schreib-Impfung

von Dr. Ludwig-Chr. Krüger

Ein älterer Patient hat seine Chipkarte

vergessen und will aber trotzdem eine

Grippeschutzimpfung erhalten.

Die Fertigspritze wird bereitgelegt. Vorher

soll der Patient aber noch seine Unterschrift

auf den Abrechnungsschein setzen.

Plötzlich ist die Spritze weg. Wer hat

denn nur ...? Im gleichen Augenblick ruft

der Patient mürrisch: "Haben Sie keinen

Kugelschreiber, der schreibt?” – Er hatte

doch tatsächlich versucht, mit der Spritze

zu unterschreiben!

Pumuckel-Spritze

von Dr. Ludwig-Chr. Krüger

Wir impften gerade eine ältere Dame gegen

Grippe, als sie bemerkte: "Herr Doktor,

voriges Jahr bekam ich noch eine zweite

moderne Schutzimpfung, muss die auch

aufgefrischt werden?” Als sie meinen fragenden

Blick sah, meinte sie: "Na, ich

glaube die "Pumuckel-Impfung!”

Sie meinte Pneumokokken.

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

131


Aktuell/Rezensiert

Stat. Bundesamt: 128.000

Schwangerschaftsabbrüche

Im Jahr 2003 wurden dem Statistischen Bundesamt

rund 128 000 Schwangerschaftsabbrüche

in Deutschland gemeldet und damit

1,8 % (- 2 400) weniger als 2002 (130 400).

Nahezu die Hälfte der Frauen (49 %) war

zum Zeitpunkt des Eingriffs ledig, verheiratet

waren 45 %. Knapp drei Viertel (71 %)

der Frauen, die Schwangerschaftsabbrüche

durchführen ließen, waren zwischen 18 und

34 Jahren alt, 16 % zwischen 35 und 39 Jahren,

6 % waren minderjährig, rund 7 % 40

Jahre und älter. 40 % der Schwangeren hatten

vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt.

Über 97 % der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche

wurden nach der Beratungsregelung

vorgenommen. Medizinische bzw.

kriminologische Indikationen waren in weniger

als 3 % der Fälle die Begründung für den

Abbruch. Die meisten (81 %) Schwangerschaftsabbrüche

wurden mit der Absaugmethode

(Vakuumaspiration) durchgeführt. Die

Eingriffe erfolgten vorwiegend ambulant

(93 %), davon rund ein Sechstel ambulant in

Krankenhäusern und der Rest in gynäkologischen

Praxen. 5 % der Frauen ließen den

Eingriff in einem Bundesland vornehmen, in

dem sie nicht wohnten.

Erna vom Grünen Kreuz

ERNA 2004 ist das Update von ERNA, der

Ernährungsberatungs-Software des Deutschen

Grünen Kreuzes. Mit ERNA 2004 wurde

das Programm vollständig überarbeitet

und aktualisiert. Die Software wendet sich

speziell an Ärzte und Apotheker und ermöglicht

eine ausführliche und kompetente Beratung

bei einem geringen Zeitaufwand. Denn

ERNA bietet ein komplettes Angebot rund

ums Thema Ernährung: Ernährungsberatung

für 22 ernährungsmitbedingte Erkrankungen,

Ernährungsprotokoll mit tabellarischer

und grafischer Auswertung, Nährwertangaben

zu 60 Inhaltsstoffe von mehr als 10.000

Lebensmitteln, ein umfangreiches Nachschlagewerk

sowie eine Patientenkartei.

Falls Sie sich einen eigenen Eindruck von

ERNA 2004 verschaffen möchten: Das Grüne

Kreuz sendet Ihnen gerne eine Demo-CD zu

– eine kurze Mail an erna@dgk.de genügt.

Arzneimittelkommission der

deutschen Ärzteschaft

In ihrem Newsletter 2004-047 stellt die

Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft

die Frage „Erhöhte Inzidenz von Pankreaskarzinomen

nach jahrzehntelanger Einnahme

von ASS?“ und bezieht dabei Stellung

132 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

zu den Ergebnissen einer Studie aus dem

Brigham and Women´s Hospital in Boston.

Im Newsletter 2004-048 geht sie auf „Unerwünschte

zerebrovaskuläre Ereignisse und

erhöhte Mortalität bei älteren Patienten mit

Demenz unter der Therapie mit Olanzapin

(ZYPREXA ® )“ ein.

Der Newsletter 2004-049 berichtet „Paroxetin

zur Behandlung depressiver Erkrankungen

bei Unter-18-Jährigen kontraindiziert“.

Ausführlich dazu auf der Internetseite der

AkdÄ unter www.akdae.de.

Internisten-Jahrestagung

live im Internet

Vom 17. bis 21. April findet in Wiesbaden

die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft

für Innere Medizin (DGIM) statt. Für interessierte

Ärzte, die nicht vor Ort sein können,

bietet das Internetportal „Mein Yahoo! Für

Ärzte“ die Möglichkeit, auf der Seite

www.meinearztseite.de die Eröffnungsveranstaltung

und die Plenarvorträge live zu verfolgen.

Hierfür ist nur eine kostenlose Anmeldung

im Portal nötig. Weitere Auskünfte T:

0800/673 0 673 (gebührenfrei).

OP-Manual Gynäkologie

und Geburtshilfe –

Alles für den OP und die Station

Bernhard Uhl ( Hrsg.)

Georg Thieme Verlag Stuttgart -

New York 2004

580 Abbildungen, 10 Tabellen, 420 Seiten

incl. einem Abkürzungs- und

Sachverzeichnis, ISBN 3-13-130831-1

99,00 €; 157,00 CHF

Im charakteristischen Thieme-„Kleid“ und

handlichen Format erschien soeben ein sehr

empfehlenswertes Hand-Buch für den gynäkologischen

Operateur, an dessen Entstehung

neben dem Herausgeber Bernhard Uhl (St.

Vinzenz-Hospital Dinslaken) noch fünf weitere

„gestandene“ Kliniker beteiligt gewesen

sind. Dennoch ist das Manual kein ‚Viel-Männer-

Buch’ im wörtlichen Sinne, sondern eher

ein Werk wie aus einem „Guss“. Allerdings

stammen allein 6 Kapitel von M. Wunsch (Aurich)

und fünf Abschnitte von B. Uhl selbst.

Das Buch möchte „Unterstützung bei der operativen

Ausbildung und bei der Rekapitulation

vor selteneren Eingriffen“ sein. Dieses Anliegen

des Herausgebers ist nach Ansicht des

Rezensenten in vollem Umfang erfüllt worden.

Didaktisch sinnvoll gegliedert werden in insgesamt

14 Kapiteln – beginnend mit der Patientenvorbereitung,

der Beschreibung der

Eingriffe an den einzelnen Organen bis hin

zu geburtshilflichen Eingriffen und der Diagnostik

und Behandlung von Komplikationen

nach operativen Eingriffen – alle gängigen

Operationen einschließlich der Eingriffe an

der weiblichen Brust und endoskopische Interventionen

Schritt für Schritt beschrieben. Untersetzt

mit einprägsamen – z. T. auch farbigen

Operations-Skizzen – kann der Leser die

jeweilige Operations-Taktik gut nachvollziehen.

Die in jedem Kapitel gegebenen praktischen

Tipps – auch zum Vermeiden von Fehlern

– belegen die profunde Kenntnis der

Autoren im Hinblick auf die dargestellten

Sachverhalte. Lediglich der im Abschnitt 8:

„Eingriffe an den Adnexen“ (B. Uhl) gegebene

Hinweis, die erste Zyklushälfte als Kontraindikation

zur Durchführung einer

Chromopertubation aufzufassen als auch

die – zumindest gewöhnungsbedürftige, weil

sprachlich wohl doch nicht ganz korrekte Verwendung

der Bezeichnung das Adnex, wenn

es doch die Adnexe heißen sollte, mahnt Diskussionsbedarf

an. Neben den den geburtshilflichen

Eingriffen, den Eingriffen am Uterus

und den Eingriffen an den Adnexen gewidmeten

Abschnitten nimmt das von keinem Geringeren

als von Klaus Brunnert (Osnabrück)

selbst verfasste Kapitel zu Mammachirurgischen

Eingriffen den größten Umfang ein.

Was – nach Ansicht des Rezensenten – den

besonderen Wert der vorliegenden Neuerscheinung

ausmacht ist deren zeitgemäße,

übersichtliche und knappe, dafür aber präzise

Darstellung der Operationsvorbereitung

und -durchführung von den im Fachgebiet üblichen

Eingriffen einschließlich von Lösungsangeboten

zu den oft nicht vorhersehbaren

Komplikationen. Schließlich ist auch der Preis

des Buches (es finden sich nur wenige Druckfehler)

durchaus akzeptabel.

S. Rummler, Eisenhüttenstadt

Helmut Clahsen:

Mir fehlen die Worte...

Aphasie nach Schlaganfall –

ein Erfahrungsbericht. Mabuse Verlag,

Frankfurt am Main 2003, 128 S., 15,90 €,

ISBN 3-935964-22-6.

Nach einem Schlaganfall kann Lilo Clahsen

(48) nicht mehr sprechen, Dinge nicht mehr

benennen, weder schreiben noch rechnen.

Das Sprachzentrum ist geschädigt, nicht jedoch

ihr Denkvermögen, was ihre Situation

nur schwer erträglich macht. Ehemann Helmut

weicht nicht von ihrer Seite, beschreibt

den mühsamen Weg der Genesung, erfreuliche

und verletzende Begegnungen mit

Mitarbeitern des Gesundheitswesen, die oft

frustrierende, gefühlskalte Behandlung der

kranken Frau in Behörden und Ämtern.


In Deutschland erleiden jährlich schätzungsweise

200.000 Menschen einen Schlaganfall,

ein Drittel davon „verliert“ die Sprache. „Diese

Zahlen sagen viel über die Größenordnung

aus, die der Schlaganfall und eine seiner Folgen,

die Aphasie, heute im Gesundheitswesen

einnehmen. Über die Schicksale, die sich dahinter

verbergen, sagen sie nichts“, schreibt

Monika Rausch, Präsidentin des Deutschen

Bundesverbandes für Logopädie, in ihrem Vorwort.

Fassungslosigkeit, Hilflosigkeit, Verzweiflung

und Angst sind die vorherrschenden

Gefühle, die nicht nur Helmut Clahsen

und seine Frau Lilo, die vermutlich auch viele

andere Betroffene und deren Angehörige Tag

für Tag in Deutschland erleben. Das Buch

zeigt, wie der kranke Mensch im stressigen

Alltag des „Gesundheitsbetriebes“ untergehen

kann, weil es am nötigen Personal (in der

Anzahl und in der Güte) fehlt. So bleibt der

Betroffene oft nur ein medizinischer Fall, dessen

Heilungschancen weit besser wären,

könnte seine ganzheitliche Persönlichkeit, sein

„Lebenshintergrund“ in der Behandlung etwas

mehr berücksichtigt werden.

Renate Baumgarten:

Not macht erfinderisch

Drei Jahrzehnte Chefärztin in Ost und West,

mdv Mitteldeutscher Verlag Halle 2004,

280 S., zahlr. Abb., 24,90 €,

ISBN 3-89812-224-7.

Der Schock eines Artikels aus Heft 48/49/B

der Interessengemeinschaft Medizin und Gesellschaft

saß noch tief, als ich Renate Baumgartens

Buch abends zur Hand nahm. Am

Nachmittag hatte ich acht Seiten lang über

die „Zerstörung des sportmedizinischen Betreuungssystems“

der DDR „seit der gesellschaftlichen

Rückwende zum kapitalistischen

Deutschland“ gelesen und gelernt, die Rede

vom ‚Staatsdoping’ sei lediglich eine „bewusste

Lüge der DDR-Delegitimierungskampagne“

und „die Nutzung von pharmakologischen

Mitteln ... im DDR-Leistungssport“ nur

„eine Antwort im Sinne der Chancengleichheit“

gewesen. Mir standen die Haare zu Berge.

Welch frech-dreister Rechtfertigungsversuch

eines – Verzeihung für die Anleihe aus

dem damals üblichen Vokabular – „Ewiggestrigen“.

Und nun Renate Baumgartens „Not macht erfinderisch“.

Noch eine DDR-Zeit-Verklärung?

Mit Skepsis begann ich zu lesen, doch die war

schnell gewichen. Und ich genauso schnell

gefangen von einer Biographie, die zugleich

ein gelungenes Sachbuch ist, weil sie in fast

jedem Kapitel und auf ungezählten der 280

Seiten Rück- und Einblicke auf und in 40 Jah-

„Mir fehlen die Worte“ stimmt beim Lesen

sehr nachdenklich. Ärzte, Therapeuten, Pfleger,

vor allem aber auch Politiker und „Bürokraten“

sollten dieses Buch lesen. Es könnte für

die Qualität medizinischer Versorgung, die

doch ständig lautstark gefordert wird, sehr

hilfreich sein. (hak)

Nicolai Worm:

Glücklich und schlank

Die LOGI-Methode in Theorie und Küche.

Systemed Verlag Lünen 2003,

176 S. (davon 66 S. Rezeptvorschläge),

mit Fotos und Abbildungen, 19,90 €,

ISBN 3-927372-26-9

Die Fettleibigkeit in den Wohlstandsländern

nimmt zu, der „Durchschnitts-Deutsche“ und

die Zahl der Ernährungsratgeber auch. Woran

mag das liegen? An falscher Ernährung?

An falschen Ernährungsratgebern?

Dr. Nicolai Worm, promovierter Oecothrophologe,

kritisiert in seinem Buch „Glück-

Prof. Renate Baumgarten Foto: privat

re DDR erlaubt. Rück- und Einblicke, die es

wert sind, bewahrt zu werden.

Nicht alles war schlecht in der DDR, aber

doch so traurig vieles. Renate Baumgarten hat

mit leichter Hand und flüssiger Feder ihre

Kindheit, ihren beruflichen Werdegang vom

Studium der Humanmedizin (1956-62) über

ihre ersten ärztlichen Arbeitsstätten bis hin zur

Chefärztin der Infektionsklinik des Krankenhauses

Prenzlauer Berg beschrieben. Und

Chefärztin war sie stolze 27 Jahre lang. Auch

noch nach der Wende bis 2001, in einer Zeit,

die sie mit ähnlich kritischem Blick und wohltuender

Distanz erlebte und reflektierte wie

jene davor.

Prof. Dr. Baumgarten hat sich viele verdiente

fachliche Triumphe als Medizinerin in einer

von Männern dominierten Umwelt erarbeitet,

Rezensiert

lich und schlank“ fettreduzierte und kohlehydratreiche

Diät-Programme gleichermaßen,

bricht eine Lanze für „artgerechte Ernährung“,

die er aus der „Ur-Ernährung des

Menschen“ herleitet, als der noch Jäger und

Sammler gewesen war. Viel Eiweiß, das richtige

Fett und weniger Kohlehydrate kennzeichnen

die Ernährung nach der LOGI-

Methode. LOGI steht für Low Glycemic Index.

Nahrungsmittel mit niedrigem Glykämischen

Index gelangen bevorzugt auf den Speiseplan.

Die Kohlehydratzufuhr wird gesenkt, um

den Blutzuckerspiegel beständig niedrig zu

halten. Blutfettwerte werden ebenfalls minimiert

und Fettdepots in der Folge seltener angelegt.

Klingt einleuchtend und ist gar nicht so schwer

zu verwirklichen, wie 74 Rezeptvorschläge

für alle Mahlzeiten des Tages im Buch zeigen.

Leistungssportler oder Nierenkranke indes

werden nach der LOGI-Methode nicht unbedingt

essen können, aber vielen mit erhöhtem

BMI und Körpergewicht könnte das Buch vielleicht

einen Weg in eine glücklichere (und

schlankere!) Zukunft zeigen. (hak)

aber auch reichlich Demütigungen hinnehmen

müssen. Nichts hat sie umgeworfen,

nichts hat sie verbittert gemacht. Menschliche

Größe zeigt sie stets und auch jenen, die ihr

nicht wohlgesonnen waren.

Moralische Werte und Grundhaltungen, die

heute hie und da (zu) oft im Ökonomie geprägten

Gesundheitswesen keine Rolle mehr

spielen, waren ihr zuverlässiger Kompass

durch ein bewegtes Leben. Nichts Überirdisches

und doch selten. Sie heißen schlicht

Fleiß, Wissbegierde, Entdeckerdrang oder

Selbstlosigkeit. Und gegenüber anderen Respekt,

Anstand, Achtung und Toleranz.

Renate Baumgarten pflegt einen kurzen, eindringlichen

Schreibstil. Auch wenn sie gern

Journalistin (oder Rechtsanwältin, was sich für

sie in einem totalitären System aber ausschloss)

geworden wäre, Schwulst und Übertreibungen

sind ihr fremd. Im Gegenteil!

Manchmal dachte ich beim Lesen an Hemingway.

Das Buch steckt voller Episoden und Zeitzeugnisse.

Zum Gesundheitswesen natürlich (wo

der permanente Mangel manch beeindruckenden

Erfindergeist weckte), aber auch

zur Zwangskollektivierung in der Landwirtschaft

oder zu den repressiven (Nicht)-Reisepraktiken

in der DDR. Und, und, und...

Meine Skepsis hatte sich nach wenigen Seiten

in Lesevergnügen gewandelt. Ich legte das

Buch nur einmal aus der Hand – als ich es

ausgelesen hatte. Ich werde es bestimmt noch

einmal lesen. Renate Baumgartens Buch ist

eine Fundgrube.

Hans-Albrecht Kühne

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

133


Personalia/Tagungen und Kongresse

Wir gratulieren zum Geburtstag im April

90 Jahre

OMR Dr.med. Günter Koch

Rathenow

85 Jahre

Dr.med. Hans-Gottfried Kletschke

Potsdam

83 Jahre

SR Dr.med. Gerda Liepe

Neuenhagen

82 Jahre

OMR Prof. Dr.sc.med.

Fritz-Wilhelm Steffen

Bad Saarow-Pieskow

80 Jahre

MR Dr.med. Dorothea Kunze

Oranienburg

78 Jahre

OMR Dr.med. Heinz Krahmer

Beelitz

MR Dr.med. Charlotte Ortmeier

Eberswalde

Dr.med. Edith Rimpel, Falkensee

76 Jahre

Dr.med. Henry Arzberger, Zeuthen

75 Jahre

Ljuben Christow, Neuruppin

Land

Brandenburg

und Berlin

Interdisziplinäres Tumorkonsil

Lungenkarzinom

jeweils mittwochs, 15.00 Uhr

14. April 2004

21. April 2004

28. April 2004

5. Mai 2004

12. Mai 2004

19. Mai 2004

26. Mai 2004

2. Juni 2004

9. Juni 2004

Ort: Konferenzraum 1. Etage,

Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

Auskunft und Fallmeldungen:

Frau Danke, Brandenburgisches

Tumorzentrum, Onkologischer

Schwerpunkt Cottbus e. V.,

Thiemstraße 111, 03048 Cottbus

Telefon: (0355) 46 24 62 oder

46 20 46

Fax: (0355) 46 20 47

E-Mail: j.danke@ctk.de

Behandlungskoordinierung

oder nicht immer verderben

viele Köche den Brei

17. April 2004,

10.00 bis 12.00 Uhr

Leitung: Prof. Dr. Linden

Ort und Auskunft: Prod. Dr. Linden,

Rehabilitationsklinik Seehof

der BfA, Abt. Verhaltenstherapie und

Psychosomatik,

Lichterfelder Allee 55,

14513 Teltow

134 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

Dr.med. Günter Grünewald, Velten

MR Dr.med. Marianne Holz

Woltersdorf

Dr.med. Käthe Laaß, Beeskow

Dr.med. Gottfried Ziege

Luckenwalde

70 Jahre

SR Elfriede Beck-Paechnatz

Rüdersdorf

Heinz Cyske, Strausberg

Dr.med. Alice Komor, Woltersdorf

SR Werner Pehle, Klettwitz

Prof.Dr.med. Ingrid Podlesch

Bergfelde

MR Dr.med. Horst Roderburg

Lehnitz

65 Jahre

SR Jutta Abromeit, Waldsieversdorf

Dr.med. Jutta Boellert, Lübben

MR Hans Dressler, Cottbus

Dr.med. Marianne Fiedler

Lübbenau

Dr.med. Erhard Franz, Döbern

Dr.med. Holger Hardtmann

Gallinchen

Telefon: (03328) 34 56 79

Fax: (03328) 34 55 55

24. Wandlitzer Neurologieseminar

„Neurologische Rehabilitation bei

Patienten mit Multipler Sklerose“

21. April 2004

Leitung:

PD Dr. med. S. Bamborschke

Ort und Auskunft: Brandenburg

Klinik, Brandenburg Allee 1,

16321 Bernau, Kursaal

Telefon: (033397) 3 15 00

Fax: (033397) 3 19 18

Malaria - aktuelle Aspekte

zu Prophylaxe und Therapie

21. April 2004

Die Finanzierbarkeit neuer Therapiekonzepte

in der Onkologie

5. Mai 2004

Leberzirrhose - Vorgehen bei akuter

Blutung und bei akutem Fieber

19. Mai 2004

Neue Erkenntnisse in der

Diagnostik und Therapie

bei der HIV-Infektion

2. Juni 2004

jeweils 15.00 Uhr

Ort: Kleiner Speisesaal

Leitung und Auskunft: Prof. Dr. med.

T. Weinke, Klinikum Ernst von

Bergmann, Medizinische Klinik,

Charlottenstraße 72,

14467 Potsdam

Telefon: (0331) 2 41 62 02

Fax: (0331) 2 41 62 00

E-Mail: tweinke@klinikumevb.de

Gelenkrekonstruktion und

Kniegelenk und Knorpelschaden

22. bis 24. April 2004 in

Frankfurt/Oder und Slubice

OMR Dr.med. Klaus-Dieter Hecker

Blankenfelde

Dr.med. Helga Hintz, Schöneiche

Dr.med. Gert Hohnstädter

Steinhöfel/OT Beerfelde

Dr.med. Hanswerner John, Oderin

SR Luise Karchniwy-Riemland

Wilhelmshorst

Dr.med. Monika Leetz, Lehnitz

Dr.med. Wolfgang Lehmann

Potsdam

Dr.med. Elmar Rink, Werder

Dr.med. Annemarie Rücker, Ferch

MR Dr.med. Inge Schmidt

Brandenburg

Dr.med. Renate Schreiner, Potsdam

Dr.med. Gunter Ströbel

Wusterhausen/Dosse

Dr.med. Brigitte Ulbricht, Kyritz

Dr.med. Gisela von Klitzing

Frankfurt (Oder)

60 Jahre

OMR Dr.med. Peter Ball

Werder

Rosemarie Bischoff, Potsdam

Gudrun Bülow, Neuruppin

Leitung und Auskunft: Dr. med.

F. Hoffmann, Abteilung für Unfallchirurgie,

Klinikum, Müllroser

Chaussee 7, 15236 Frankfurt/Oder

Telefon: (0335) 5 48 26 00

Fax: (0335) 5 48 26 02

Hypertonie und KHK (DMP)

23./24. April 2004

Ort: Klinikum Frankfurt/Oder

Diabetes mellitus

14./15. Mai 2004

Ort: Carl-Thiem-Klinikum Cottbus

Teilnehmergebühr:

je 60 €, BDA-Mitglieder 30 €

Auskunft: Dr. A. Huth, Güldendorfer

Straße 32, 15232 Frankfurt (Oder)

Fax: (0335) 3 87 18 27

E-Mail: info@praxis-dr-huth.de

8. Herrensteiner Gespräche

„Antikoagulation und Antiaggregation

- Risiken und Chancen“

24. April 2004, 9.00 bis 16.00 Uhr

Ort: Ferienhotel Templin

Leitung: Dr. med. C. Jenssen,

PD Dr. med. H. Goos

Auskunft: Dr. med. Jenssen,

Krankenhaus Märkisch-Oderland,

Sonnenburger Weg 3,

16269 Wriezen

Telefon: (033456) 4 03 01

Fax: (033456) 4 03 02

E-Mail: c.jenssen@khmol.de

Hypnose III

24./25. April 2004

Autogenes Training I

8./9. Mai 2004

Autogenes Training II

22./23. Mai 2004

Autogenes Training III

12./13. Juni 2004

Dr.med. Christine Dschietzig

Cottbus

MR Monika Gallaschik, Cottbus

Dr.med. Dietrich Haupt

Frankfurt (Oder)

Herma Hickisch, Lehnin

Dr.med. Heidrun Köpping

Schwielowsee, OT Ferch

Prof.Dr.med. Hubertus Kursawe

Berlin

Dr.med. Irmingard Mantke

Kremmen

Dr.med. Jutta Oppermann, Berlin

Dr.med. Jörg-Henning Prass

Eberswalde

Dr.med. Roland Schmidt

Schöneiche b. Berlin

Dr.med. Barbara Theek, Potsdam

Wolfgang Warschnauer

Lütjenheide OT Wittenberge

Heinz Wonneberg, Döbern

Wir bitten unsere Leser,

die nicht mit der Veröffentlichung

einverstanden sind,

um rechtzeitige Mitteilung

(schriftlich oder telefonisch unter

0355/7 80 10 18 oder E-Mail:

angelika.winzer@laekb.de.)

Teilnehmergebühr: je 245 €

Auskunft: Dr. med. Bürmann-Plümpe

Telefon: (030) 8 54 50 65

Kurs zur Aktualisierung

der Fachkunde nach

Strahlenschutzverordnung

29. April 2004

3. Juni 2004

Teilnehmergebühr: 120 €

Kurs zur Aktualisierung der Fachkunde

nach Röntgenverordnung

30. April 2004

4. Juni 2004

Teilnehmergebühr: 120 €

Grundkurs im Strahlenschutz

10. bis 12. Mai 2004

Teilnehmergebühr: 250 €

Spezialkurs im Strahlenschutz

12. bis 14. Mai 2004

Teilnehmergebühr: 250 €

Einführungskurs zur Unterweisung

nach Röntgenverordnung

18. Mai 2004

Teilnehmergebühr: 50 €

Ort und Auskunft: Landesanstalt

für Personendosimetrie und Strahlenschutzausbildung,

Innovationspark

Wuhlheide, Köpenicker Str. 325,

Haus 41, 12555 Berlin

Telefon: (030) 65 76 31 01

Internet: www.LPS-Berlin.de

1. Kongress des Deutschen Forums

Prävention und

Gesundheitsförderung

29./30. April 2004 in Berlin

Auskunft im Internet:

www.gesellschaft-mit-zukunft.de

8. Angiologie-Tage Berlin

30. April/1. Mai 2004

Auskunft: Förderverein


Angiologie-Tage Berlin, N. Gleien,

Gefäßzentrum Berlin,

Herzbergstraße 79, 10365 Berlin

Telefon: (030) 54 72 37 00

Fax: (030) 54 72 37 03

E-Mail: n.gielen@keh-berlin.de

Internet:

www.gefaesszentrum-berlin.de

11. Onkologische Fortbildung

1. Mai 2004 in Neuruppin

für Schwestern und Pfleger

Auskunft: Dr. S. Nürnberg,

Onkologischer Schwerpunkt e. V.,

Fehrbelliner Straße 38,

16816 Neuruppin

Telefon: (03391( 39 32 01

Fax: (03391) 39 32 19

E-Mail: ops@ruppiner-kliniken.de

Diagnostik und Therapie

der Harninkontinenz

5. Mai 2004

Chancen und Möglichkeiten der

Behandlung von Demenz-Patienten

16. Juni 2004

Neuropsychologische Störungen

bei Apoplexie

11. Aug. 2004

jeweils 16.00 bis 18.00 Uhr

Leitung:

PD Dr. R. Lenzen-Großimlinghaus

Ort und Auskunft: Evangelisches

Krankenhaus für Geriatrie Potsdam,

Weinbergstraße 18/19,

14469 Potsdam

Telefon: (0331) 2 77 74 02

8. Berlin-Brandenburgische

Ultraschalltagung

7./8. Mai 2004 in Rheinsberg

Teilnehmergebühren: auf Anfrage

Auskunft: Priv.-Doz. Dr. Nürnberg,

Ruppiner Kliniken, Fehrbelliner

Straße 38, 16816 Neuruppin

Fax: (03391) 39 32 02

E-Mail:

d.nuernberg@ruppiner-kliniken.de

Internet:

www.ultraschalltaqung-bb.de

14 P Kolposkopiekurs

7./8. Mai 2004

Ort: Bad Saarow

Teilnehmergebühr: 170 €

Auskunft: Klaus Hörstmann, Weiterbildungsinstitut

für Medizinberufe,

Holsteiner Ufer 46, 10557 Berlin

Telefon: (030) 35 50 31 30

Fax: (030) 35 50 31 32

E-Mail: 35 50 31 32

Allergologie interdisziplinär

„Atopie und Abdomen“

8. Mai 2004

Ort: Festsaal

Auskunft: Johanniter-Krankenhaus

im Fläming, Johanniterstraße 1,

14929 Treuenbrietzen

Telefon: (033748) 8 23 74

Fax: (033748) 8 22 73

Diabetes mellitus im Jahr 2004 -

komplizierte Verläufe und

therapeutische Optionen

12. Mai 2004, 18.00 Uhr

Ort: Konferenzsaal AOK

Brandenburg

Auskunft: Klinik für Innere Medizin II,

Dr. Gerhardt, Städtisches Klinikum

Brandenburg, Hochstraße 29,

14770 Brandenburg

Telefon: (03381) 41 16 00

43. Balint-Marathon

14./15. Mai 2004 in Berlin

Teilnehmergebühr: 185 €

Auskunft: Dr. Chr. Torge-Decker,

Südendstraße 15, 12169 Berlin

Telefon: (030) 79 70 11 58

E-Mail: todecker@gmx.de

6. Beelitzer Parkinson-Symposium

„Erfahrungsbasierte Neurologie -

Behandlung von Parkinson,

Epilepsie und MS diesseits und

jenseits der Leitlinien“

15. Mai 2004, 9.30 bis 15.30 Uhr

Leitung: PD Dr. med. Ebersbach

Ort und Auskunft: Neurologisches

Fachkrankenhaus für Bewegungsstörungen/Parkinson,

Frau Libuda, Paracelsusring 6a,

14547 Beelitz-Heilstätten

Telefon: (033204) 2 27 81

Fax: (033204) 2 27 82

E-Mail:

libuda@gesundheitspark.com

Triage im Krankenhaus

15. Mai 2004, 9.00 bis 17.30 Uhr

Ort: Vivantes-Klinikum Wenckebach

Berlin

Teilnehmergebühr: 95 €

Anmeldung bis 1. 5. 2004:

Generalsekretariat der DGKM e.V.,

Frau Ryska, Kafkastraße 62,

81737 München, Telefon: (089)

6 70 75 34, Fax: (089) 67 97 43 68

E-Mail: dgkm_ev@t-online.de

Internet: www.dgkm.org

Analytische

Gruppenselbsterfahrung

20. bis 23.Mai 2004 in Berlin

Auskunft: Berliner Institut für

Gruppenanalyse, Goerzallee 5,

12205 Berlin

Telefon: (030) 84 18 67 40

Zukünftige Wege der

psychosozialen Versorgung

im Landkreis Uckermark

26. Mai 2004, 9.30 bis 16.00 Uhr

Ort: Angermünde

Leitung: PD Dr. med. Richter

Salutogenese - das Konzept

und seine Umsetzung in der

Gesundheitsforschung

9. Juni 2004, 16.30 Uhr

Referent: Prof. Dr. Alexa Franke

Auskunft: Sekretariat Krankenhaus

Angermünde, R.-Breitscheid-

Straße 37, 16278 Angermünde

Telefon: (03331) 27 14 10

Fax: (03331) 27 13 99

Berliner Regional-

AnästhesieIntensivkurs

12. bis 13. Juni 2004 in Groß Dölln

Auskunft: HCx Consulting,

Trainingszentrum für Anästhesie,

Intensivmedizin und Chirurgie,

Döllnkrug 2, 17268 Groß Dölln

Telefon: (039882) 4 99 18

Fax: (039882) 4 99 19

Strategien zur Vermeidung des

akuten Nierenversagens

16. Juni 2004, 18.00 Uhr

Ort: Raum M 209 Klinikum Potsdam

Leitung und Auskunft:

Prof. Dr. Kemmer, Klinikum Ernst

von Bergmann, Medizinische Klinik,

Charlottenstraße 72,

14467 Potsdam

Telefon: (0331) 2 41 63 01

Fax: (0331) 2 41 63 00

Vi. Annual Scientific Meeting of

the European Association of

Consultation-Liaison Psychiatry

and Psychosomatics

23./24. Juni 2004 in Berlin

Teilnehmergebühr: auf Anfrage

Auskunft: Prof. Dr. Diefenbacher,

Evangelisches Krankenhaus Königin

Elisabeth Herzberge,

Herzbergstraße 79, 10365 Berlin

Telefon: (030) 54 72 48 02

Fax: (030) 54 72 29 13

Andere

Bundesländer

Jahrestagung der Österreichischen

Gesellschaft für Parodontologie

22. bis 25. April 2004

in St. Wolfgang

Auskunft: Ärztezentrale Med.Info,

Helferstorferstraße 4, A-1014 Wien

E-Mail: azmedinfo@media.co.at

Internet: www.oegp.at

12. Jahrestagung der AG

Heimbeatmung und

Respiratorentwöhnung e. V.

29. April bis 1. Mai 2004

Ort: Historische Stadthalle

am Johannisberg Wuppertal

Auskunft: Kongress- und

Kulturmanagement,

Postfach 3664. 99407 Weimar

Telefon: (04743) 24 68 25

Fax: (03643) 24 68 31

E-Mail: info@kongresskultur.de

Internet: www.kongresskultur.de

16. Leipziger Seminar

Kinderkardiologie

8. Mai 2004, 9.30 bis 15.00 Uhr

Ort: Hörsaal Herzzentrum Leipzig

Auskunft: Herzzentrum Leipzig,

Klinik für Kinderkardiologie,

Frau Klein, Strümpellstraße 39,

04289 Leipzig

Telefon: (0341) 8 65 10 36

Fax: (0341) 8 65 11 43

E-Mail:

kika@herzzentrum-leipzig.de

VII. Rheumatologieseminar

„Rheumatologie mit Hand und Fuß“

15. Mai 2004

Ort: Hörsaal der ehem. Klinik und

Poliklinik für Gynäkologie,

Magdeburger Straße 24,

06112 Halle

Auskunft: PD: Dr. Keyßer,

Universitätsklinikum Kröllwitz,

Ernst-Grube-Straße 40, 06097 Halle

Telefon: (0345) 5 57 26 44

Tagungen und Kongresse

Fax: (0345) 5 57 49 34

E-Mail: gernotkeyszer@medizin.uni-halle.de

Autogenes Training Grundkurs

15./16. Mai 2004 in Schwerin

Teilnehmergebühr: 192 €

Leitung und Auskunft:

Dr. Adolphsen, HELIOS-Kliniken,

Wismarsche Straße 393-397,

19055 Schwerin

Telefon: (0385) 5 20 33 91

Fax: (0385) 5 20 33 29

Interner: www.dr-adolphsen.de

29. Jahrestagung der

Österreichischen Gesellschaft

für Hygiene, Mikrobiologie

und Präventivmedizin

24. bis 27. Mai 2004 in Bad Ischl

37. Jahrestagung und 15. Fortbildungskurs

der Österreichischen

Gesellschaft für Gastroenterologie

und Hepatologie

27. bis 29. Mai 2004 in Wien

Auskunft: Ärztezentrale Med.Info,

Helferstorferstraße 4, A-1010 Wien

E-Mail: azmedinfo@media.co.at

Grundkurs Hygienebeauftragte

in Krankenhaus/Klinik

24. bis 28. Mai 2004

6. bis 10. Dez. 2004

Teilnehmergebühr: 415 €

Aufbaukurs Krankenhaushygiene

2. bis 4. Juli 2004

Teilnehmergebühr: 195 €

Aufbaukurs Hygienebeauftragte in

Rehaklinik und Sanatorium

30. Sept. bis 1. Okt. 2004

Teilnehmergebühr: 195 €

Grundkurs Hygiene in der Dialyse

21. bis 22. Okt. 2004

Teilnehmergebühr: 215 €

Aufbaukurs Hygiene in der Dialyse

17. bis 18. Mai 2004

Teilnehmergebühr: 215 €

4. Bad Kissinger Hygienekongress

23. bis 24. April 2004

Teilnehmergebühr: 80 €

Hygienebeauftragte in der Pflege

Beginn 21. Juni 2004

Teilnehmergebühr: 415 €

Stationsleiterlehrgang

Beginn 18. Okt. 2004

Teilnehmergebühr: 3 000 €

Auskunft: Hygieneakademie Bad

Kissingen, Sparkassenpassage 4,

97688 Bad Kissingen

Telefon: (0971) 7 85 07 66

Fax: (0971) 7 85 07 64

E-Mail: info@hygieneakademie.de

Internet: www.hygieneakademie.de

Fehler und Gefahren

in der Urologie

10. bis 12. Juni 2004

Ort: Dorint Sanssouci Potsdam

Teilnehmergebühr: auf Anfrage

Leitung: Prof. Dr. med. Fabricius

Auskunft: Congress Management

International GmbH, Frau Wulf,

Willy-Brandt-Allee 10,

23554 Lübeck

Telefon: (0451) 7 90 43 33

Fax: (0451) 7 90 41 00

E-Mail: wulf@livingcongress.de

Internet: www.livingcongress.de

Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

135


Kalendarium

Kalendarium Mai 2004

1. Samstag - Maifeiertag

2. Sonntag

3. Montag

Bernau: 3.-14. 5.

Sozialmedizin Grundkurs A

MR Dr. Scheerer/Dipl.-Med.

Dietrich, Müncheberger Straße 1,

Strausberg:

19.30 Uhr Balint-Gruppenarbeit

4. Dienstag

Demonstrationsraum Klinikum

Senftenberg: 14.15 Uhr

Interdisziplinäres Gefäßteam

Konferenzraum Klinikum

Brandenburg: 15.30 Uhr

Akute Mesenterialischämie

Dr. Kerber, Dessauer Straße 12,

Luckenwalde:

19.00 Uhr Balint-Gruppenarbeit

5. Mittwoch

Klinikum Brandenburg:

16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium

Dr. Kirchner, Finsterwalder

Straße 62, 03048 Cottbus:

16.00 Uhr Balint-Gruppenarbeit

Praxis MR Dr. Loesch, Großbeerenstraße

139, Potsdam:

19.15 Uhr Qualitätszirkel

Potsdamer Psychotherapeuten

Institut für Pathologie Klinikum

Ernst von Bergmann Potsdam:

14.00 Uhr Interdisziplinäre

Tumorkonferenz

Tumorzentrum Bad Saarow:

15.45 Uhr Interdisziplinäres

Tumorkonsil

Demonstrationsraum Institut für

Radiologie Frankfurt/Oder:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Onkologisches Konsil

Demonstrationsraum Radiologie

Neuruppin:

15.30 Uhr Onkologisches Konsil

Heinrich-Heine-Klinik:

13.00 Uhr Interdisziplinäre

Schmerzkonferenz

Demonstrationsraum

Radiologisches Institut Cottbus:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Tumorboard Lungenkarzinom

Krankenhaus für Geriatrie

Potsdam: 16.00 Uhr Diagnostik

und Therapie der Harninkontinenz

Raum 209 Klinikum Ernst von

Bergmann Potsdam:

15.00 Uhr Die Finanzierbarkeit

neuer Therapiekonzepte

in der Onkologie

6. Donnerstag

Potsdam:

6.-9. 5. Sonographie-Aufbaukurs

Demonstrationsraum Klinikum

Senftenberg: 14.15 Uhr

Interdisziplinäres Gefäßteam

Demonstrationsraum Radiologie

Klinikum Ernst von Bergmann

Potsdam: 16.00 Uhr

Interdisziplinäre Gefäßkonferenz

Doz. Dr. Zimmermann, Breitscheidstraße

41, 16231 Bernau:

Lehrtherapie und Supervision

136 Brandenburgisches Ärzteblatt 4/2004 14. Jahrgang

Hämato-onkologische Tagesklinik

Uckermark: 7.00 Uhr

Interdisziplinäre onkologische

Konsile

Lungenklinik Kolkwitz:

14.30 Uhr Interdisziplinäres

Tumorboard „Lungenkarzinom“

7. Freitag

Schlosstheater Rheinsberg

7./8. Mai

8. Berlin-Brandenburgische

Ultraschall-Tagung

8. Samstag

9. Sonntag

10. Montag

Dipl.-Med. Weischet,

R.-Luxemburg-Straße 30,

Neuruppin:

19.30 Uhr Balint-Gruppenarbeit

11. Dienstag

Demonstrationsraum Klinikum

Senftenberg: 14.15 Uhr

Interdisziplinäres Gefäßteam

12. Mittwoch

Klinikum Brandenburg:

16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium

Doz. Dr. Zimmermann,

Breitscheidstraße 41, Bernau:

18.00 Uhr Balint-Gruppenarbeit

Praxis MR Dr. Loesch,

Großbeerenstraße 139, Potsdam:

19.15 Uhr Qualitätszirkel

Psychosomatik

Institut für Pathologie Klinikum

Ernst von Bergmann Potsdam:

14.00 Uhr Interdisziplinäre

Tumorkonferenz

Tumorzentrum Bad Saarow:

15.45 Uhr Interdisziplinäres

Tumorkonsil

Demonstrationsraum Institut

für Radiologie Frankfurt/Oder:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Onkologisches Konsil

Demonstrationsraum Radiologie

Neuruppin:

15.30 Uhr Onkologisches Konsil

Cottbus:

Kardiologie - interventionell

Konferenzsaal AOK Brandenburg:

18.00 Uhr Diabetes mellitus

im Jahr 2004-02-23

Demonstrationsraum

Radiologisches Institut Cottbus:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Tumorboard Lungenkarzinom

13. Donnerstag

Demonstrationsraum Klinikum

Senftenberg: 14.15 Uhr

Interdisziplinäres Gefäßteam

Demonstrationsraum Radiologie

Klinikum Ernst von Bergmann

Potsdam: 16.00 Uhr

Interdisziplinäre Gefäßkonferenz

Humaine-Klinikum Bad Saarow:

8.00 Uhr Therapie von

Knorpelschäden am Kniegelenk

Hämato-onkologische Tagesklinik

Uckermark:

7.00 Uhr Interdisziplinäre

onkologische Konsile

Lungenklinik Kolkwitz:

14.30 Uhr Interdisziplinäres

Tumorboard „Lungenkarzinom“

14. Freitag

Potsdam:

14./15. 5. Allglemeinmedizin

Grünheider Ärztekreis Cottbus:

14.-16. Mai 53. Jahrestagung

der Norddeutschen Gesellschaft

für Kinderheilkunde und

Jugendmedizin

Bad Saarow:

14.-16. 5. Refresherkurs Notarzt

Seminaris Seehotel Potsdam:

14./15. 5.

German Cormet Meeting

15. Samstag

Kliniken Beelitz-Heilstätten:

9.30 Uhr

6. Beelitzer Parkinson-Symposium

Ludwigsfelde:

15./16. 5. Neuraltherapie 2

Cottbus:

Funktionelle Diagnostik und

Therapie von Sportverletzungen

16. Sonntag

17. Montag

18. Dienstag

Demonstrationsraum Klinikum

Senftenberg: 14.15 Uhr

Interdisziplinäres Gefäßteam

Konferenzraum Klinikum

Brandenburg: Methicillin

resistenter Staphylokokken aureus

19. Mittwoch

Steigenberger MAXX Hotel

Potsdam:

17.00 Uhr Kardiomyopathie

Klinikum Brandenburg:

16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium

Konferenzraum MEDIAN Klinik

Dahlwitz-Hoppegarten:

12.00 Uhr Interdisziplinäre

MEDIAN-Schmerzkonferenz

MR Dr. Loesch, Großbeerenstraße

139, Potsdam:

18.00 Uhr Balint-Gruppenarbeit

Institut für Pathologie Klinikum

Ernst von Bergmann Potsdam:

14.00 Uhr Interdisziplinäre

Tumorkonferenz

Tumorzentrum Bad Saarow:

15.45 Uhr Interdisziplinäres

Tumorkonsil

Demonstrationsraum Institut

für Radiologie Frankfurt/Oder:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Onkologisches Konsil

Demonstrationsraum Radiologie

Neuruppin:

15.30 Uhr Onkologisches Konsil

Z-Haus Ruppiner Kliniken:

16.00 Uhr Interdisziplinäre

Fallvorstellungen

Demonstrationsraum

Radiologisches Institut Cottbus:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Tumorboard Lungenkarzinom

Raum 209 Klinikum

Ernst von Bergmann Potsdam:

15.00 Uhr Leberzirrhose

20. Donnerstag - Himmelfahrt

21. Freitag

22. Samstag

23. Sonntag

24. Montag

25. Dienstag

Demonstrationsraum

Klinikum Senftenberg: 14.15 Uhr

Interdisziplinäres Gefäßteam

26. Mittwoch

Cottbus:

15.00 Uhr Intensivvorbereitung

Allgemeinmedizin

Feuer- und Rettungswache

Brandenburg: 17.00 Uhr

Infektionen im Rettungsdienst

Klinikum Brandenburg:

16.00 Uhr Arrhythmie-Colloquium

Institut für Pathologie Klinikum

Ernst von Bergmann Potsdam:

14.00 Uhr Interdisziplinäre

Tumorkonferenz

Tumorzentrum Bad Saarow:

15.45 Uhr Interdisziplinäres

Tumorkonsil

Demonstrationsraum Institut

für Radiologie Frankfurt/Oder:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Onkologisches Konsil

Demonstrationsraum

Radiologie Neuruppin:

15.30 Uhr Onkologisches Konsil

Angermünde:

9.30 Uhr Zukünftige Wege der

psychosozialen Versorgung im

Landkreis Uckermark

Demonstrationsraum

Radiologisches Institut Cottbus:

15.00 Uhr Interdisziplinäres

Tumorboard Lungenkarzinom

27. Donnerstag

Demonstrationsraum Radiologie

Klinikum Ernst von Bergmann

Potsdam: 16.00 Uhr

Interdisziplinäre Gefäßkonferenz

Doz. Dr. Zimmermann, Breitscheidstraße

41, 16231 Bernau:

Lehrtherapie und Supervision

Hämato-onkologische

Tagesklinik Uckermark:

7.00 Uhr Interdisziplinäre

onkologische Konsile

Lungenklinik Kolkwitz:

14.30 Uhr Interdisziplinäres

Tumorboard „Lungenkarzinom“

28. Freitag

29. Samstag

30. Sonntag - Pfingstsonntag

31. Montag - Pfingstmontag


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2. Praktikum mit anschließender Abschlussarbeit (insgesamt

160 Stunden) und praktisch/mündlicher Abschlussprüfung

Der theoretische Teil beinhaltet 6 Weiterbildungsmodule, die

jeweils mit einer schriftlichen Prüfung im Multiple-Choice-

Verfahren abgeschlossen werden.

Kosten der

Qualifizierungsmaßnahme: 2.950,00 € (Ratenzahlung mögl.)

Prüfungsgebühr: 250,00 €

Beginn: 10.9.2004

Praktikum und Hausarbeit: 20.3.2006 bis 22.9.2006

Abschlussprüfung: ca. 20.10.2006

Weitere Informationen erhalten Sie unter der Durchwahl:

045 51/8813-153 (Susanne Cords) oder

045 51/8813-292 (Gabriele Schröder)

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Immobilien, Telefon 030/843 155 0, www.bvl-immobilien.de

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