5 - Vortrag Havarie-grosse 07 - VHT
5 - Vortrag Havarie-grosse 07 - VHT
5 - Vortrag Havarie-grosse 07 - VHT
Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!
Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.
<strong>VHT</strong><br />
Trainings Camp (1)<br />
Bremen-Vegesack<br />
Schulschiff Deutschland<br />
21.09.20<strong>07</strong><br />
<strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> <strong>Havarie</strong> <strong>grosse</strong> Aspekte<br />
Aspekte<br />
M. Pfeiffer
� Historie<br />
� Definition<br />
<strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> Aspekte<br />
� Bedingungen<br />
� <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> / Bergung - Gegenüberstellung<br />
� York-Antwerp Rules<br />
� Dokumente<br />
� <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> erklären!?<br />
� General Average Absorption Clause / Small-GA Clause<br />
� Lokale Dispacheure
Die<br />
Große (gemeinschaftliche) Haverei<br />
Umgangssprachlich auch<br />
� dt. <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong><br />
� engl. general average<br />
� franz. averie große / averie commune<br />
� skandinav. haveri<br />
� holl. avarij<br />
� ital./portug. avaria
Historie<br />
1750 v. Chr. - "Codex Hammurabi“<br />
Auf Tontafeln geschriebene Vorschriften über die<br />
Schadenaufteilung unter den Eigentümern der Güter, welche<br />
bei Karawanentransporten durch Raubüberfälle verloren<br />
gegangen waren. In diesen Vorschriften ist der Gedanke der<br />
<strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> wie<br />
bereits enthalten.<br />
� Gefahrengemeinschaft<br />
� Schadenaufteilung bei Verlust<br />
� Schadenbegrenzung durch Teilersatz<br />
� Nachschusszahlung der Beiträge
Historie (2)<br />
Durch die Jahrhunderte hindurch hat sich dieser Gedanke<br />
der Gefahrengemeinschaft bis heute bewahrt.<br />
� Ca. 200 v. Chr. - lex rhodia de jactu<br />
Nach der Insel Rhodos benannte, gesetzliche Regelung<br />
im hellenistischen und später römischen Rechtskreis<br />
� 533 n. Chr - Digesten<br />
Von Kaiser Justinian I. in Konstantinopel<br />
verkündetes Gesetzbuch<br />
� Mit dem Ende des Römischen Reiches gerieten die<br />
“Digesten“ zwar in Vergessenheit, die <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> lebte<br />
jedoch im Mittelalter als Gewohnheitsrecht bei allen<br />
europäischen seefahrenden Nationen fort.
Historie (3)<br />
� Zu Beginn der Neuzeit wurde das Institut der <strong>Havarie</strong><strong>grosse</strong><br />
in Europa dann erstmalig mit Gesetzeskraft<br />
(COLBERT´s ”Ordonance da la marine”) für einen Flächenstaat klar<br />
formuliert.<br />
� Die Regelungen sowie Verfahren, welche die Abwicklung<br />
von <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> Fällen regelten, entwickelten sich im<br />
Laufe der Zeit immer weiter.<br />
� Abweichungen gab es jedoch besonders von England und<br />
den USA zu Kontinentaleuropa.
Historie (4)<br />
� Daher gab es seit ca. 1860 Bestrebungen unter<br />
international tätigen Juristen, Reedern, Assekuradeuren,<br />
Dispacheuren und Kaufleuten, den Apparat des <strong>Havarie</strong><strong>grosse</strong><br />
Rechtes zu vereinfachen als auch zu vereinheitlichen<br />
(Glasgower Conference 1860).<br />
� Eine Reihe von Konferenzen fand schließlich Ihren<br />
Abschluss mit den York-Antwerp Rules von 1890.<br />
� Seitdem bilden die York-Antwerp Rules das rechtliche<br />
Rückgrat für die Abwicklung von <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> Fällen.<br />
� Die York-Antwerp Rules haben jedoch keinen<br />
Konventionscharakter, sondern erhalten lediglich dadurch<br />
Wirksamkeit, dass in Fracht- bzw. Charter-Verträgen ihre<br />
Anwendung vereinbart wird.
Definition Definition gem. gem. HGB HGB<br />
HGB § 700 [Große [Gro e Haverei] Haverei<br />
(1) Alle Schäden, die dem Schiffe oder der Ladung oder beiden<br />
zum Zwecke der Errettung beider aus einer gemeinsamen<br />
Gefahr von dem Kapitän oder auf dessen Geheiß<br />
vorsätzlich zugefügt werden, sowie auch die durch solche<br />
Maßregeln ferner verursachten Schäden, ingleichen die<br />
Kosten, die zu demselben Zwecke aufgewendet werden,<br />
sind große Haverei.<br />
(2) Die große Haverei wird von Schiff und Ladung<br />
gemeinschaftlich getragen.
Demnach müssen verschiedene Bedingungen erfüllt<br />
sein, damit eine <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> Situation gegeben ist:<br />
� Eine gegenwärtige oder unmittelbar bevorstehende erhebliche<br />
Gefahr bedroht Schiff und Ladung gemeinsam (z.B. Strandung,<br />
Strandungsgefahr, Brandausbruch).<br />
� Sollte beispielsweise lediglich eine Teilladung durch<br />
Insektenbefall bedroht sein, stellen die eventuell<br />
durchgeführten Gegenmaßnahmen (z.B. Begasung) keine<br />
<strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> Maßnahme dar.<br />
� Eine außergewöhnliche Abwendungsmaßnahme ruft bewusst in<br />
Kauf genommene Schäden (z.B. Seewurf, um das gestrandete Schiff zu<br />
leichtern, Fluten einer Luke mit einem brennenden Gefahrgut-Container) oder<br />
Kosten (z.B. Leichterkosten, Bergelohn) hervor, die das Schiff<br />
und/oder die Ladung treffen.
Bedingungen (2)<br />
� Eine <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> Maßnahme muss einen Schaden aber<br />
nicht zielgerichtet herbeigeführt haben. Bewusstes Eingehen<br />
eines Schadenrisikos, welches sich schlussendlich verwirklicht<br />
hat, ist ausreichend (z.B. Abbringschäden).<br />
� Mit den außergewöhnlichen Opfern muss die finale Rettung<br />
aus der gemeinsamen Gefahr bezweckt worden sein.<br />
� Schiff und Ladung müssen zusammen jeweils ganz oder<br />
teilweise gerettet worden sein.<br />
� Gehen Schiff oder Ladung vollständig verloren, tritt die<br />
Havereiverteilung nicht ein (vgl. HGB § 703).
Bedingungen (3)<br />
� Die den Notfall auslösenden Ursachen spielen keine Rolle, auch<br />
dann nicht, wenn die Ursache in einem Verschulden Beteiligter<br />
lag (z.B. grobes Versagen der Schiffsführung, Falschdeklaration gefährlicher<br />
Ladung).<br />
� Dies kann lediglich Auswirkungen auf Ausgleichsansprüche<br />
dieser Beteiligten an die sonstigen Beteiligten haben.<br />
� Sonstige Schadenersatzansprüche der Beteiligten<br />
untereinander bleiben dabei unberührt.
Die jeweiligen<br />
nationalen nationalen Bestimmungen<br />
(z.B. HGB)<br />
gelten nur für den Fall, dass sich die Parteien nicht auf<br />
die Anwendung der<br />
York-Antwerp Rules (YAR)<br />
geeinigt haben.<br />
Die geschieht z.B. im Seefrachtvertrag (Charterparty)
<strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> / Bergung<br />
Gegenüberstellung<br />
� Im wesentlichen kann man beides, Bergung sowie auch<br />
<strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> als eine Form des Freikaufen vom Totalverlust<br />
betrachten.<br />
� Das Seerecht aller Länder sieht für die Aufwendungen/Opfer<br />
die zur Errettung vor dem Totalverlust erbracht werden vor,<br />
dass diese durch die Interessen der geretteten Güter getragen<br />
werden sollen.
Gemeinsamkeiten<br />
� Die Güter, die Gegenstand der Bergung oder <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong><br />
sind, müssen sich in einer Gefahr befinden.<br />
� Die sich in Gefahr befindenden Güter müssen durch die<br />
getroffenen Maßnahmen gerettet worden sein, ansonsten ist<br />
für diese Güter kein Beitrag zu leisten.<br />
� Die sich in Gefahr befindenden Güter, müssen durch die<br />
getroffenen Maßnahmen gerettet worden sein, ansonsten<br />
haben sie nicht zu den entstandenen Aufwendungen/Opfern<br />
beizutragen.
Gemeinsamkeiten (2)<br />
� Der Erfolg der getroffenen Maßnahmen begründet einen<br />
rechtlichen Anspruch gegend die Interessen der geretteten Güter.<br />
� Hier enden bereits die Gemeinsamkeiten, da sich die Art des<br />
Anspruches sowie seine Durchsetzung bei Bergung und <strong>Havarie</strong><strong>grosse</strong><br />
voneinander unterscheiden.
Unterschiede<br />
� Beim Bergelohn sind die Zuentlohnenden nicht Teil der an der<br />
Seeunternehmung beteiligten Interessen, sondern<br />
außenstehende, freiwillige Helfer/Retter.<br />
� Bei <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> sind es die verschiedenen an Bord<br />
vertretenen Interessen, die durch Aufwendungen oder Opfer<br />
die Sicherheit des Schiffes und der Ladung wieder herstellen.<br />
Hierbei entsteht kein Anspruch auf Entlohnung. Es werden<br />
lediglich die bei der Rettung erbrachten Opfer/Aufwendungen<br />
auf die hierdurch profitierenden Interessen aufgeteilt.
Unterschiede (2)<br />
� Bei der Bergung haben die Zuentlohnenden ein Pfandrecht an<br />
den geretteten Gütern, genau zu der Zeit und an dem Ort an<br />
dem die Bergung endet.<br />
� Bei <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> hat der Schiffseigner ein Pfandrecht<br />
gegenüber den anderen an Bord befindlichen Interessen,<br />
welches er erst am Ende der gemeinsamen Seeunternehmung<br />
(zumeist im Zielhafen) geltend machen kann.
Unterschiede (3)<br />
� Bei der Bergung und bei <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> muss eine Feststellung<br />
der geretteten Werte erfolgen.<br />
� Bei der Bergung, um der zuständigen Instanz als Grundlage für<br />
die Festlegung einer angemessenen Entlohnung zu dienen und,<br />
falls gefordert, festzulegen welches Interesse mit welcher<br />
Summe beizutragen hat.<br />
� Bei der <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong>, um die Werte festzustellen auf deren Basis<br />
die verschiedenen Interessen ihren Beitrag zu leisten haben.<br />
� Hier bestehen Unterschiede bei der Feststellung der erforderlichen<br />
Werte, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll.
York-Antwerp Rules 1974<br />
Rule VI – Salvage remuneration<br />
Expenditure incurred by the parties to the adventure on account<br />
of salvage, whether under contract or otherwise, shall be allowed<br />
in general average to the extent that the salvage operations were<br />
undertaken for the purpose of preserving from peril the property<br />
involved in the common maritime adventure.
York-Antwerp Rules 1994<br />
Rule VI – Salvage remuneration<br />
(a) Expenditure incurred by the parties to the adventure in the<br />
nature of salvage, whether under contract or otherwise, shall be<br />
allowed in general average provided that the salvage operations<br />
were carried out for the purpose of preserving from peril the<br />
property involved in the common maritime adventure.<br />
Expenditure allowed in general average shall include any salvage<br />
remuneration in which the skill and efforts of the salvors in<br />
preventing or minimising damage to the environment such as is<br />
referred to in Article 13 paragraph 1 (b) of the International<br />
Convention on Salvage, 1989 have been taken into account.
York-Antwerp Rules 1994 (2)<br />
(b) Special compensation* payable to a salvor by the shipowner<br />
under Article 14 of the said Convention to the extent specified in<br />
paragraph 4 of that Article or under any other provision similar in<br />
substance shall not be allowed in general average.<br />
* geht zu Lasten PandI
York-Antwerp Rules 2004<br />
Rule VI – Salvage remuneration<br />
(a) Salvage payments, including interest thereon and legal fees<br />
associated with such payments, shall lie where they fall and shall<br />
not be allowed in general average, save only that if one party to<br />
the salvage shall have paid all or any of the proportion of salvage<br />
(including interest and legal fees) due from another party<br />
(calculated on the basis of salved values and not general average<br />
contributory values), the unpaid contribution to salvage due from<br />
that other party shall be credited in the adjustment to the party<br />
that has paid it, and debited to the party on whose behalf the<br />
payment was made.
York-Antwerp Rules 2004 (2)<br />
(b) Salvage payments referred to in paragraph (a) above shall<br />
include any salvage remuneration in which the skill and efforts of<br />
the salvors in preventing or minimising damage to the<br />
environment such as is referred to in Article 13 paragraph 1(b) of<br />
the International Convention on Salvage 1989 have been taken<br />
into account.<br />
(c) Special compensation payable to a salvor by the shipowner<br />
under Article 14 of the said Convention to the extent specified in<br />
paragraph 4 of that Article or under any other provision similar in<br />
substance (such as SCOPIC) shall not be allowed in general<br />
average and shall not be considered a salvage payment as<br />
referred to in paragraph (a) of this Rule.
General Average Bond<br />
dt. = <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> Verpflichtungsschein<br />
� Mit diesem verpflichtet sich ein Ladungsbeteiligter zur Zahlung<br />
seiner <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> Beiträge. Da dem Reeder diesbezüglich<br />
ein Pfandrecht an der Ladung zusteht, sollte dieser die Ladung<br />
erst herausgeben, wenn er dafür wenigstens den GA-Bond als<br />
Sicherheit gezeichnet bekommt.<br />
� Da die Bonität des Ladungsbeteiligten für den Reeder oftmals<br />
schwer einzuschätzen ist, könnte auch die Gegenzeichnung<br />
des Ladungsversicherers auf dem Bond, eine separate<br />
(Bank)Garantie oder ein Bareinschuss für bereits<br />
feststehende Kosten verlangt werden.
Die vor den YAR 1974<br />
gebräuchliche Werterklärung<br />
der Ladungsbeteiligten hat<br />
keine Funktion mehr, kommt<br />
in der Praxis jedoch<br />
gelegentlich noch vor.<br />
Valuation-Form<br />
dt. = Werterklärung
Non-Separation Agreement<br />
� Die Zeichnung des “Non-Separation<br />
Agreement“ verpflichtet<br />
Ladungsbeteiligte gem. YAR 1974, sich<br />
auch an über den Zeitpunkt der<br />
Auslieferung der Ladung hinaus<br />
entstehenden <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> Kosten<br />
(z.B. fortlaufenden Nothafenkosten) zu<br />
beteiligen.<br />
� Ab den YAR 1994 ist diese<br />
Regelung eingeschlossen (Rule G)<br />
und braucht nicht mehr gesondert<br />
vereinbart zu werden.<br />
ab ab<br />
YAR YAR 1994/2004<br />
1994/2004
General Average Deposit Receipt<br />
dt. = <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> Einschussquittung<br />
Die <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> Einschussquittung stellt der Dispacheur den<br />
Beteiligten aus, die vor Abschluss des Dispacheverfahrens einen<br />
Einschuss geleistet haben.
General Average Guarantee<br />
Mit der “General Average<br />
Guarantee“ verpflichtet sich ein<br />
Dritter (z.B. ein Transportversicherer)<br />
gegenüber der <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong><br />
Gemeinschaft direkt für einen<br />
Beteiligten.
<strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> erklären!?<br />
Bevor ein Reeder jedoch <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> erklärt, ist eine Vielfalt<br />
von Überlegungen anzustellen, die hier nicht umfassend erläutert<br />
werden sollen. Hier jedoch einige Beispiele:<br />
� Geschäftsverhältnis zum Charterer<br />
� Finanzielle Möglichkeiten des Reeders<br />
� Anzahl der Ladungsbeteiligten<br />
� Im Risiko befindliche Werte<br />
� Evtl. vorhandene Zusatzklauseln in Bestehenden<br />
Versicherungspolice zur Versicherung von <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong><br />
Beiträgen<br />
In der Praxis wird hier auch zusammen mit den Charterern nach<br />
einvernehmlichen Alternativen zur <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> gesucht.
General Average Absorption Clause<br />
oder auch<br />
Small General Average Clause<br />
� Kann in die Schiffskasko-Police implementiert werden.<br />
� Für den Fall, dass die Schiffseigner darauf verzichten wollen<br />
<strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> zu erklären, verpflichten sich die Kasko-<br />
Versicherer zur Übernahme der gesamten zu leistenden<br />
<strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> Beiträge, bis hin zum maximal vereinbarten<br />
Betrag.<br />
� In einer Vielzahl bestehender Kasko-Policen findet man bereits<br />
eine solche “Übernahme Klausel“ in unterschiedlichen, jedoch<br />
nicht immer eindeutig geworteten, Varianten.<br />
� Durch eine solche Klausel lassen sich eine Menge kleinerer<br />
<strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> Fälle abdecken, ohne die aufwendige und<br />
komplizierte Maschinerie der <strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> in Gang zu setzen.
BIMCO<br />
General Average Absorption Clause (1)<br />
1. If the Assured does not claim general average, salvage or special charges<br />
from cargo, freight, bunkers, containers or any property not owned by the<br />
Assured on board the vessel (hereinafter called "Property Interests"), the<br />
Insurers shall pay in full the general average, salvage and special charges up to<br />
...... % of the insured value of the vessel or US$...., whichever is the higher.<br />
The % of the insured value of the vessel or the US$ sum agreed under this<br />
clause shall not be less than US$.... .<br />
1.1 The Insurers shall also pay the reasonable fees and expenses of the average<br />
adjuster for calculating claims under this clause in addition to any payment<br />
made under 1. above.<br />
1.2 If the Assured claims under this clause he shall not make any claim for<br />
general average, salvage or special charges against the Property Interests.
BIMCO<br />
General Average Absorption Clause (2)<br />
1.3 Claims under this clause shall be adjusted in accordance with the York-<br />
Antwerp Rules 1994, excluding the first paragraph of Rule XX and Rule XXI,<br />
relating to commission and interest.<br />
1.4 Claims under this clause shall be payable without application of the<br />
deductible.<br />
1.5 Without prejudice to any defences they may have under the terms of the<br />
policy the Insurers waive any defences to payment under this clause which<br />
would have been available to the Property Interests.<br />
1.6 In respect of payment made under this clause the Insurers waive any rights<br />
of subrogation they may have against the Property Interests. This waiver shall<br />
not apply where the incident giving rise to such payment is attributable to fault<br />
on the part of Property Interests.<br />
1.7 For claims under this clause the vessel shall be deemed to be insured for its<br />
full contributory value.
Groninger & Welke<br />
Teerhof 40<br />
28199 Bremen<br />
Tel.: (0421) 5 98 16-0<br />
Fax: (0421) 5 98 16-16<br />
E-Mail: mail@groninger-welke.de<br />
Schlimme & Partner GmbH<br />
Kattrepelsbrücke 1<br />
20095 Hamburg<br />
Tel.: (040) 32 56 16-0<br />
Fax: (040) 32 56 16-13<br />
E-Mail: info@adjuster.de<br />
Internet: www.adjuster.de<br />
lokale Dispacheure<br />
Rudek & Cie. GmbH<br />
Kattrepel 2 / Montanhof<br />
20095 Hamburg<br />
Tel.: (040) 3 25 <strong>07</strong> 89-0<br />
Fax: (040) 3 25 <strong>07</strong> 89-29<br />
E-Mail: RCMA@marine-adjusters.com<br />
Internet: www.marine-adjusters.com<br />
Stichling Hahn Hilbrich GmbH<br />
Cremon 32<br />
20457 Hamburg<br />
Tel.: (040) 30 09 56-0<br />
Fax: (040) 30 09 56-99<br />
E-Mail: info@de.shh-adjusters.com<br />
Internet: www.shh-adjusters.com
<strong>VHT</strong><br />
Ende<br />
Trainings<br />
Ende<br />
Camp (1)<br />
Bremen-Vegesack<br />
Schulschiff Deutschland<br />
21.09.20<strong>07</strong><br />
<strong>Havarie</strong>-<strong>grosse</strong> <strong>Havarie</strong> <strong>grosse</strong> Aspekte Aspekte<br />
M. Pfeiffer