Schule „bildet“ Gemeinde - Kirche für morgen

kfm.ev.de

Schule „bildet“ Gemeinde - Kirche für morgen

2Editorial & InhaltsverzeichnisLiebe Leserinnen und Leser,das Thema Schule betrifftalle: Die einen verbringendort als Schüler ihre Vormittageund immer mehr Nachmittage,die anderen stehenjenseits des Pults und sindauch nicht immer glücklich.Noch mehr erleben Schuleaus Elternsicht und stöhnen darüber, wie anstrengenddas ist. Deshalb sind wieder anderefroh, dass ihre Kinder durch die Schule „durch“sind. Möglicherweise steigen sie aber bei ihrenEnkeln erneut ins Thema ein. Das ThemaSchule lässt uns also eigentlich ein Leben langnicht mehr los.Wir haben uns gefragt, wie Schule und Gemeindenoch mehr ineinander greifen können.Schule befindet sich ja mehr denn je im Wandel.Jugendliche verbringen dort immer mehrZeit, die sie sonst vielleicht in der kirchlichenJugendarbeit verbracht hätten.Kirche kommt nicht mehr daran vorbei, dieSchule als wichtigen Lebensort eines großenTeils ihrer Gemeindeglieder zu verstehen undsich mit den Geschehnissen und Prozessendort auseinanderzusetzen.Wie dies geschehen kann, stellen wir in verschiedenenBeiträgen vor, so z. B. auf Seite 12und Seite 15.Der Aspekt Privatschule wird in „Pro & Contra“auf den Seiten 10 und 11 beleuchtet, und umdie Rolle der Kirche in der Schule der Zukunftgeht es auf Seite 4.Wir wollen mit dieser Ausgabe des Zitronenfaltersdie Bandbreite der Schnittmengen zwischenSchule und Gemeinde darstellen unddazu ermutigen, beide Bereiche nicht längerals voneinander getrennte Themenkomplexewahrzunehmen.Viel Freude beim Lesen wünscht IhnenIhreClaudia BieneckMitglied des Redaktionskreises© ErickN - Fotolia.comWeitere Artikel zum Themafinden Sie auf unserer homepage:www.kirchefuermorgen.deThema: Schule bildet GemeindeEditorial Seite 2Impressum Seite 2Kfm Positionslicht Seite 3Rolle der Kirche in der Schuleder Zukunft Seite 4Schule als Jungbrunnen Seite 6Religionspädagogen alsImpulsgeber für die Gemeinden Seite 8Gemeinde am zweiten Lebensort Seite 9Pro & ContraChristliche Privatschule Seite 10BausteineSchulseelsorge Seite 12Lebensweltgemeinden Seite 14Schülermentorenprogramm Seite 15Schulporträt Firstwaldgymnasium Seite 16Mütter in Kontakt Seite 18Synode aktuellNicht nur nachdenken –sondern auch mal vordenken! Seite 19Zu guter Letzt Seite 20ImpressumDer Zitronenfalter wird herausgegeben vonKirche für morgen e.V., Am Auchtberg 1, 72202 NagoldFon: 0700-36693669 Fax: 07071 959 356info@kirchefuermorgen.de, www.kirchefuermorgen.deErscheinungsweise3 x jährlich. Bestellung (auch weitere Exemplare) bei derGeschäftsstelle. Die Zusendung ist kostenlos.BankverbindungEKK Stuttgart, BLZ 520 604 10, Konto 419 435Wir danken allen, die durch ihre Spende die kostenloseWeitergabe des Zitronenfalters ermöglichen.RedaktionsteamMarc Stippich, Steinenbronn;Claudia Bieneck, Malmsheim; Pina Gräber-Haag, Gronau;Markus Haag, Gronau; Tabea Hieber, Markgröningen;Dr. Heiko Hörnicke, Stuttgart; Thomas Hofmann-Dieterich,Haigerloch; Cornelia Kohler, Ostfildern; Werner Lindner,Winnenden; Gerhard Müller, Sigmaringen; Johannes Stahl,Eschenbach; Karlfriedrich Schaller, Tübingen.Layout: AlberDESIGN, FilderstadtDruck: Druck + Medien Zipperlen GmbH, DornstadtVersand: Tobias und Magdalene Zipperlen, WeissachRedaktionsadresse: redaktion@kirchefuermorgen.deund über die GeschäftsstelleAnzeigenpreise: lindner-service@gmx.de, FAX: 07195-979759Anzeigenenschluss für die nächste Nummer: 11. 02. 2011Bildnachweis Titel: © carlos Restrepo - Fotolia.comKfm-Positionslicht:Kirche soll „Schule machen“Friedemann Stöffler, Lehrer und Vorsitzender von Kirche für morgen will Brückenbauen zwischen Kirche und Schule. Schüler und Schülerinnen sollen in ihrer „LebensweltSchule“ den reichen Schatz von Kirche und Gemeinde erleben können.Seit der ersten Pisa-Studie im Jahre2000 ist die Schule in aller Munde. Ob esum Integration von Migranten, Mobbing,Gewaltprävention oder Suchtprophylaxe,um die Sicherung des WirtschaftsstandortesDeutschland, islamischen Fundamentalismus,Sexualerziehung oder gleicheBildungschancen für alle geht: dieSchule soll es richten.Sie ist der einzige Ort, an dem man alleKinder und Jugendliche – außerhalb deseigenen Elternhauses – flächendeckendprägen und erziehen kann.Eines der Hauptziele von Kirche für morgenist, dass die Kirche Menschen – inihrer Lebenswelt – erreicht, dazu mussKirche hingehen. Missionale Kirche weißsich von Christus zu den Menschen gesandt.Von daher ist und bleibt die Herausforderungan die Kirche, hier „Schulezu machen“.Die Dimensionen:1. ReligionsunterrichtHier erreicht die Kirche so viele jungeMenschen wie sonst nirgends. Heute istmehr denn je die konfessionelle Kooperationbeim Religionsunterricht gefragt.Ohne Verwischung der Unterschiedemuss und darf Kirche gerade in ihrer KonfessionalitätProfil zeigen ohne dabei dieSchülerinnen und Schüler in konfessionelleGruppen aufzuspalten. Konfessionalitätzeigt sich am Lehrer, nicht amSchüler. Dies schließt auch ein, dassmuslimische Schüler ihren Religionsunterrichtan öffentlichen Schulen in deutscherSprache mit einem vom Staat genehmigtenBildungsplan bekommen.2. SchulseelsorgeSchule braucht nicht nur Streitschlichter,sondern auch Seelsorger. Hauptamtlichewie Pfarrer und Religionslehrer solltenhier von einer Versorgungs- zu einer Beteiligungsstrukturkommen: Schüler werdenähnlich wie bei Streitschlichterndazu ermutigt und ausgebildet, Seelsorgerzu sein. Hier ist die Begleitung der Kirche,der Gemeinden, der Religionslehrer,Schule bildet Gemeindeaber auch der Jugendarbeit besonders gefragt.Neue Modelle der „ganzheitlichenSeelsorge“ müssen entwickelt werden,z.B. für Schüler mit Defiziten an Zuwendungoder mit Verletzungen z.B. durchzerbrochene Familien.3. Kooperation von Gemeinde- undJugendarbeit mit der SchuleImmer mehr Schulen werden Ganztagesschulen.Der Bedarf an betreuter Freizeitgestaltungwächst. Warum nicht hier alsGemeinde eine Jungschar anbieten undeinen ausgebildeten Jugendmitarbeitereinbringen? Warum nicht ökumenischeProjekte für Schulklassen anbieten wie„Kirchenraumerkundung“ oder „Diakoniekennen lernen“?4. Konfessionelle SchulenDie Kirche muss hier Profilzeigen: Ein eigenesevangelisches Profil,das neue Wege gehtmit Integration undAuflösung des klassischendreigliedrigen– vom Ständedenkengeprägten –Schulsystems. Hierkönnen wir noch viel vonder römisch-katholischen Kirchelernen. Wie zeigen wir an unserenSchulen evangelisches Profil? Wie viel istdie Kirche bereit, in evangelische Schulenund evangelische Bildung personell undfinanziell zu investieren?Evangelische Bildung war von Anfang anfür die Kirche – gerade für die evangelische– ein sehr hohes Gut. Dieses gilt eszu nutzen und auszubauen und hier in dieZukunft unserer Jugend, unserer Gesellschaftund letztlich auch unserer Kirchezu investieren.Friedemann Stöffler,Vorsitzender vonKirche für morgen e.V.Missionale Kircheweiß sich vonChristus zuden Menschengesandt.Konfessionalitätzeigt sich amLehrer, nichtam Schüler.3

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine