Im Namen der Wissenschaft-EXIT-Januar-2011 small

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TITEL„Es geht nicht um Heterosexualitätals solche, es gehtum Frieden. Die Homosexualitäthat mir das nicht bietenkönnen“, sagt Glenn Wyler inseinem Vortrag „Mein Wegheraus aus der Homosexualität“.Wyler referierte beieiner internationalen Tagungder Therapeuten-VereinigungNARTH (National Associationof Research and Therapy of Homosexuality).In seinem Erfahrungsbericht überseine ganz persönliche „Umpolung“erzählt er von seelischen Konfliktenin seiner Kindheit und Jugend,über Identitätsfindung und seinenstarken christlichen Glauben. Heuteführt Wyler nach eigener Aussageein gesundes, heterosexuelles Lebenmit seiner Ehefrau und seinenKindern. Über seine homosexuelleVergangenheit fasst er im Nachhineinzusammen: „Ich spürte imhomosexuellen Leben eine tiefe Dunkelheitund auch (…), dass es falschwar. Ich erlebte, dass das schwuleLeben mit verletzten, egozentrischen,zwanghaft der Sexualitätund einem Jugendkult verhaftetenMännern angefüllt war.“Diese und andere Zitate begegnendem Besucher der offiziellen Internetseitedes DIJG (DeutschesInstitut für Jugend und Gesellschaft).Als Forschungsabteilungder „Offensive Junger Christen e.V.“ bietet das Institut seit dreißigJahren Männern und Frauen, dieihre homosexuelle Orientierung alsunerwünscht und konfliktbehafteterleben, eine Umpolung zum heterosexuellempfindenden Menschen an.„HOMO-HEILER“ SIND AUF DEMVORMARSCHIhren Ursprung hat die Ex-Gay Bewegungin den USA. Doch auch inDeutschland konnten Vereine undGruppierungen Fuß fassen, die sichder Umpolung von Homosexuellenverschrieben haben. Zumeist entstammensie dem fundamentalevangelikalenUmfeld, unterstütztwerden sie aber auch von verschiedenenkonservativen Katholiken. Inso genannten reparativen Therapiensollen Schwule und Lesben von ihrer„homosexuellen Inszenierung“ ablassenund eine Veränderung ihrersexuellen Neigungen herbei führen.Unter dem Deckmantel der Wissenschaftund des Christentumspropagieren Ex-Gay Organisationendie Veränderbarkeit der menschlichenSexualität und rufen meistpsychisch labile Menschen auf, sichihren fragwürdigen Therapien zu unterziehen.„Denjenigen, die sich nicht für einehomosexuelle Identität entschiedenhaben, kann geholfen werden“, versprichtder Verein wuestenstrome.V. auf seiner Internetpräsenz undbetont immer wieder den freienWillen des (noch) Homosexuellen.Der „Mittelpunkt des homosexuellenProblems“ liegt laut der Thesevon wuestenstrom in der Suchenach der eigenen Identität. Herbeigeführtdurch Störungen in derkindlichen Entwicklung oder externeDiskreditierung der eigenen Geschlechterrollewird als Auslöserhomosexueller Gefühle angegeben.Sexualität sei veränder- und therapierbar,versichert der Verein undbietet Beratung und Seelsorge an.Den Vorwurf, „Homo-Heiler“ oder„Umpoler“ zu sein, weißt Markus S.Hoffmann als Vereinsvorsitzenderzwar zurück, doch die Opfer seinerTherapie sehen das ganz anders.Nur wenige trauen sich an die Öffentlichkeit.Im Mai 2008 gelanges dem SWR zwei mutige Aussteigervon wuestenstrom zu interviewen.Beide gaben an, sich mitextremen psychischen Problemenhilfesuchend an Hoffmann und seineMitarbeiter gewandt zu haben. Siekonnten ihre homosexuellen Gefühlenicht mit ihrem starken christlichenGlauben vereinbaren und stürztenso in einen tiefen, psychischenKonflikt. Mehrere tausend Euroinvestierte einer der Befragten innutzlose Seminare. Als er sich mitSelbstmordgedanken quälte undeinen wuestenstrom-Mitarbeiterbat, einen echten Therapeuten ausserhalbdes Vereins konsultieren zudürfen, wurde ihm gesagt, dass ihmnicht mehr zu helfen sei. Der BaselerPsychotherapeut und PublizistUdo Rauchfleisch bezeichnet dieVorgehensweise von wuestenstromals „fahrlässig“ und ergänzt, dasssie seiner Meinung nach ganz deutlichund zielgerichtet auf Umpolungabzielt. Psychisch labile Menschen,die ernsthaft nach Hilfe suchen,werden so in Gefahr gebracht undgetäuscht.13

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