(PDF ) | Ausgabe September 2013 - Compliance

compliance.plattform.de

(PDF ) | Ausgabe September 2013 - Compliance

September 2013Inhalt6211Die neue KriminalitätDemographischer Wandel und zunehmendeRegulierung: Die Wirtschaftskriminalitätbekommt ein neues Gesicht.Wo früher ohne Umschweife ein Beleg mit demHinweis „wegen Schmiergeld“ versehen wurde,ist heute deutlich mehr Kreativität gefragt. Abernicht nur die zunehmende Regulierung und dassteigende Bewusstsein für Compliance haben dieMuster verändert, nach denen Wirtschaftsstraftatenbegangen werden. Auch der demographischeWandel wird in der Arbeit der Compliance-Abteilungen immer mehr spürbar. Nicht nur weilzunehmend Frauen, die in vielen Fällen subtilervorgehen als Männer, entscheidende Schnittstellenpositionenbesetzen. Vor allem die GenerationY verursacht vielen Experten Kopfzerbrechen.Für viele dieser Entwicklungen gibt es Mittelund Wege, mit ihnen umzugehen. In einigenBereichen stochern Fachleute aber immer nochim Nebel.„Es soll nur noch 100 Richtlinien geben“Dr. Marie-Christine von der Groeben von MANüber das ehrgeizige Richtlinienprojekt desMünchener Konzerns.Portrait: Der KonsequenteEin radikaler Einschnitt hat Gregor Barendregt,den „Compliance Officer des Jahres“ in dieCompliance-Welt geführt.ProfessionelleWeiterbildungfür Sie!AnzeigeAufmacher2 Das neue Gesicht derWirtschaftskriminalitätRecht und Unrecht4 Bußgeldleitlinien in der Kritik4 Ärger für Ex-Q-Cells-BeraterCompliance-Praxis6 „Am Ende soll es nur noch 100Richtlinien geben“6 DIN lehnt Standard-Entwurf ab6 Deutsche Bank: Aufregung um roteKarten7 Steckbrief Corpus Sireo: „Wir wollennicht im eigenen Saft schmoren“Compliance International9 Der Vatikan verschärft sein Strafrecht9 VeranstaltungenCompliance-Forschung10 „Der schlechte Ruf von E-Learningskommt nicht von ungefähr“10 Aktuelle StellenangeboteKarriere11 Portrait: Der Konsequente11 Biedenkopf wird Chefjurist bei Bosch11 Manfred Gentz übernimmt Vorsitz derKodex-Kommission12 PersonalwechselComplianceFORUMAktuelle Entwicklungen undÄnderungen im Compliance16. Oktober 2013 inFrankfurt am MainWeitere Informationenerhalten Siemit dem Webcode:COM0340 unterwww.forum-institut.dewww.forum-institut.de


September 2013Aufmacher2ThinkstockDie Zeiten offener Bestechung sind lange vorbei. Dennoch werden die Methoden der Mitarbeiter immer subtiler – und Verhaltensmuster immer schwieriger zu durchschauen.Das neue Gesicht der WirtschaftskriminalitätGeneration Y, Frauenquoten und zunehmende Regulierung: Die Kriminalität in derWirtschaft verändert sich schleichend. Compliance-Abteilungen müssen darauf reagieren –aber viele Experten haben noch keine Idee, wie sie den Entwicklungen begegnen sollen.Natürlich wird heute niemand mehr auf denÜberweisungsbeleg den Betreff ,Schmiergeld‘schreiben, so wie das früher vorkam“,sagt der Frankfurter Korruptionsjäger undOberstaatsanwalt Wolfgang Schaupensteiner.Wer schmieren will, muss kreativ sein: zum Beispieldurch Umwegfinanzierung der Bestechungsgelderüber Stiftungen, eigens gegründete Tochterunternehmen,Beraterverträge. Der Phantasiesind keine Grenzen gesetzt. Undobwohl erfahrene Verfolger wieSchaupensteiner viele der Mustermittlerweile kennen, fehlen ihnendie Möglichkeiten, sie alle wirksamaufzudecken – vor allem wenn dasGeld ins Ausland geht.Die Compliance-Abteilungenstehen vor einem ähnlichen Problem:Die Wirtschaftskriminalität steckt in einempermanenten Wandel – und es sind nicht nurVeränderungen der äußeren Rahmenbedingungen,wie immer weiter reichende internationaleRegulierungen oder das verstärkte Compliance-Bewusstsein, die die Wirklichkeit in Unternehmenbeeinflussen und jedem Compliance Officer einepermanente Hab-acht-Stellung abverlangen.Besonders den demographischen Wandelsieht Mirko Haase, der Präsident des Berufsverbandsder Compliance Manager, als eine immergrößere Herausforderung für die tägliche Arbeit:„Der Anteil von Frauen in verantwortlichen Positionensteigt immer weiter. In Sachen Wirtschaftskriminalitätticken sie aber völlig andersals Männer, sie gehen grundsätzlich subtiler vor“,ist Haase überzeugt. Aber die Compliance Officerkönnen aus dieser Beobachtung ihre Lehrenziehen. So reagieren die Geschlechter häufig in»»Versteckte Interessenskonflikte spielen beiKorruption heute eine wichtige Rolle.«Mirko Haase, Präsident des BCMunterschiedlichen zeitlichen Dimensionen, meintHaase: „Heute spielen versteckte Interessenskonflikteim Zusammenhang mit Korruption einewichtige Rolle. Bei Männern liegen Leistung undGegenleistung zeitlich meist dicht beieinander.Bei Frauen kann in der Zwischenzeit viel Zeit verstreichen,was natürlich nicht weniger verwerflichist. Das sollte man sich bewusst machen, wennman sich mit dem Thema Interessenskonflikte befasst.“Aber es gibt auch einen Bereich, in dem Unternehmensvertreterund Berater aus Mangel anErfahrungswerten noch im Dunkeln tappen: DieGeneration Y. Die Digital Natives sind jetzt in denZwanzigern. Auch wenn es bislang kaum jemandoffen ausspricht – die Hemmschwellen für Bereichewie Datenmissbrauch könnten in vielerleiHinsicht sinken, sobald sie die Konzernzentralenerreichen. Vor allem die fehlende Wertschätzunggeistigen Eigentums durch die GenerationFacebook macht ExpertenSorgen. Längst testen Fachleuteneue Schulungskonzepte, um dasBewusstsein für Compliance im Umgangmit Daten zu schärfen. Von validenInstrumenten zur Verhinderungvon Missbrauch kann allerdings beiweitem noch keine Rede sein.So lange bleibt den Unternehmen vor allemein Weg, um halbwegs auf der sicheren Seite zusein: Bei Einstellungsgesprächen muss der Kandidatauch in ethischen Fragen streng unter dieLupe genommen werden, idealerweise unter Einbeziehungeines Compliance Officers. Diese Praxisverbreitet sich vor allem in großen Unternehmenimmer mehr – wenn die Prophezeiungen stimmen,dürfte bald auch für Mittelständler kein Wegmehr daran vorbeiführen.san


3 | Compliance | September 2013 anzeigeUND WIE ERFINDERISCH SIND IHRE KUNDEN?LERNPROGRAMM „GRUNDLAGEN PRODUKTHAFTUNG“Nicht für die Katze, sondern für Ihre Mitarbeiter. Denn diese sollen Produkthaftungsrisikenrichtig einschätzen können und wissen, wie sie sich im Schadensfall verhalten müssen.Jetzt Demo anschauen: www.compliance-training.de/elearning/produkthaftung.htmlViele weitere Lernprogramme zu Compliance-Themen finden Sie aufunserer Website unter www.compliance-training.de/elearning.htmlPS: Bei der Erstellung dieser Produktinformation sind keine Tiere zu Schaden gekommen.


September 2013FraportNewsNeue Bußgelder imSchienenkartellIm zweiten Abschnitt desVerfahrens gegen das Schienenkartellhat das Bundeskartellamtnun Preis- undKundenschutzabsprachen,die unter anderem privateBahnunternehmen betrafen,geahndet. Von der Entscheidungbetroffen sind die UnternehmenThyssen Krupp GfTGleistechnik, auf die mit 88Millionen Euro das höchsteBußgeld in diesem Verfahrenentfällt, sowie VoestalpineBWG und Schreck-Mievesmit Beträgen in einstelligerMillionenhöhe.www.bundeskartellamt.deKorruptionsverdachtam FrankfurterFlughafenDer Frankfurter Flughafen wächst.Die StaatsanwaltschaftFrankfurt prüft, ob beimAusbau der Cargo City Südam Frankfurter FlughafenSchmiergelder geflossen sind.Gegen zehn Personen wurdeein Ermittlungsverfahreneingeleitet, darunter ein ehemaligerleitender Angestellterder Betreibergesellschaft desFlughafens, Fraport. Er sollGeldzahlungen für die bevorzugteErteilung von Erbbaurechtenerhalten haben.www.sta-frankfurt.justizScheinwerkverträge beiDaimlerDer Autobauer Daimler hateinen Prozess gegen zweiIT-Experten verloren, die dasUnternehmen im Rahmen vonWerkverträgen beschäftigthatte. Da die offiziell beieinem Dienstleister angestelltenMitarbeiter jahrelang weisungsgebundengearbeitethatten, lagen aus Sicht desLandesarbeitsgerichts Baden-Württemberg Scheinwerkverträgevor. Daimler prüft eineRevision gegen das Urteil.www.lag-baden-wuerttembergBußgeldleitlinien in der KritikKartellbußen für Konzerne dürften beträchtlich steigenEnde Juni hat das Bundeskartellamtneue Leitlinien Bußgeldberechnungvorgelegt, die für große Unternehmeneine deutliche Verschärfung mitsich bringen. Denn nach den neuenVorgaben dürfen für Kartellverstößenun Bußgelder inHöhe von bis zu10 Prozent desgesamten KonzernumsatzesimJahr der Behördenentscheidungverhängt werden.Die neuenLeitlinien habenbereits kritische Stimmen auf den Plangerufen. Praktiker bemängeln, dass dieVorgaben nur für kleine Unternehmen,die hauptsächlich auf die Herstellungoder den Vertrieb eines einzigen Produktsspezialisiert sind, eine Erleichterungseien. Großkonzernen würdenerschreckend hohe Geldbußen drohen,auch wenn nur eine Tochter den Verstoßbegangen hätte.Ein typischer Fall: Die „Schienenbrüder“ um Thyssen.Ärger für Ex-Q-Cells-BeraterInsolvenzverwalter geht gegen Anwaltskanzlei vorDie Q-Cells-Pleite hat ein Nachspiel.Zwar ist die 10-Prozent-Grenze nichtneu. Aber bisher wurde sie als Kappungsgrenzeverstanden. Das Bußgeldorientierte sich zunächst nur an denMehreinnahmen durch die Tat („tatbezogenerUmsatz“). Es durften maximal30 Prozent destatbezogenenThyssenKruppUmsatzes festgesetztwerden– aber der Betragwurde bei10 Prozent desKonzernumsatzesgekappt, wenner darüber lag.Nach den neuen Regeln soll der tatbezogeneUmsatz erst bei der Frage eineRolle spielen, inwieweit der Spielraumbei der Berechnung ausgeschöpftwerden darf. Das hilft Unternehmen,die durch das Kartell keine nennenswertenUmsätze erwirtschaftet haben.Für die typischen „Hardcore“-Kartelledürfte es nun deutlich teurer werdenals bisher. sanHenning Schorisch, Insolvenzverwaltervon Q-Cells, macht den früherenBeratern und Ex-Vorständen Ärger.Es sollen noch Gehälter an Beratergeflossen sein, als die Insolvenz schonabsehbar war. Die Klage gegen eineKanzlei wurde inzwischen bestätigt,weitere Schrittewürden derzeitgeprüft, sagteein Sprecher desInsolvenzverwaltersgegenüberAgenturen.Berichtenzufolge könntensich die Forderungenauf mehrals 100 Millionen Euro summieren.Bei den Beratern stehen Honorarevon mindestens einem hohen einstelligenMillionenbetrag im Raum.Deutlich härter könnte es die beidenfrüheren Vorstände Nedim Cen undAndreas von Zitzewitz treffen. Vonihnen könnte Schorisch Geld, daszwischen Januar 2012 und dem Insolvenzantragam 2. April 2012 aus derFirma abgeflossen ist, zurückfordern –offenbar mehr als 100 Millionen Euro.Schorisch wirft dem Managementvor, es hätte einen Rechtsstreitum das Schuldverschreibungsgesetzfalsch eingeschätzt. Im Herbst 2011wollte die Q-Cells-Führungdie Forderungenvon Bondgläubigernnach einemHaircut in Aktiendes Unternehmensumwandeln.Nach demSchuldverschreibungsgesetzvon2009 hätten dem Plan nicht mehralle Gläubiger, sondern nur noch 75Prozent von ihnen zustimmen müssen.Die Quote erreichte Q-Cells. DieGerichte untersagten das Vorgehenjedoch, da das neue Gesetz auf diefrüher begebenen Anleihen nicht anwendbarsei. Das war der Todesstoßfür Q-Cells.sarQ-CellsRecht und UnrechtEditorialLiebe Leser,kaum ein Bereichim Unternehmenmuss derartwachsam seinund sich sofortwährend an neue Entwicklungenanpassen wie die Compliance-Abteilung. Das liegt auch daran,dass sich die Muster für Wirtschaftskriminalitätebenso häufigändern. Welches die jüngstenEntwicklungen sind, lesen Sie imAufmacher dieser Ausgabe. Aberauch wir wollen uns keinen Stillstanderlauben. Vor sich sehen Siedie erste Ausgabe der Compliancein einem komplett überarbeitetenLayout – geblieben ist natürlichdie gewohnte Qualität. Ich hoffe,dass Ihnen das Lesen weiterhinviel Spaß und viele neue Erkenntnissebringt und freue mich überAnregungen und Kritik.Beste Grüße, Sarah Nitsche4IMPRESSUMVerlag: FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH –Ein Unternehmen der F.A.Z.-Verlagsgruppe,Frankenallee 95, 60327 Frankfurt am MainE-Mail: verlag@frankfurt-bm.comHRB Nr. 53454, Amtsgericht Frankfurt am MainGeschäftsführer: Dr. André Hülsbömer, Jürgen KiehlGeschäftsleitung: Bastian FrienRedaktion: Dr. Sarah Nitsche (san),Verantwortliche RedakteurinTelefon: (069) 75 91-26 31, Telefax: (069) 75 91-32 24E-Mail: sarah.nitsche@finance-magazin.deVerantwortlich für AnzeigenDorothee Groove, Objektleitung ComplianceTelefon: (069) 75 91-32 17, Telefax: (069) 75 91-24 95E-Mail: dorothee.groove@frankfurt-bm.comHerausgeber: Boris KarkowskiMitherausgeber: BEITEN BURKHARDT RechtsanwaltsgesellschaftmbH, digital spirit GmbH, Interactive Dialogues NV/SA,KPMG AG, SAI GlobalFachbeirat der Online Zeitschrift ComplianceAndrea Berneis, Paul Hartmann AG; Malgorzata Borowa,Kabel Deutschland GmbH; Ralf Brandt, LTS Lohmann Therapie-Systeme AG; Gerhard Brey, Osram AG; Otto Geiß, FraportAG; Mirko Haase, Adam Opel AG; Dr. Katharina Hastenrath,Frankfurt School of Finance & Management; Olaf Kirchhoff,Mitutoyo Europe GmbH; Torsten Krumbach, Sky AG; Prof. Dr.Bartosz Makowicz, Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder; Dr. Birte Mössner EnBW, Energie Baden-WürttembergAG; Alexander von Reden, Schindler Deutschland GmbH; Dr.Dirk Christoph Schautes, Metro AG; Elena Späth, Klöckner &Co SE; Dr. Eckhardt Sünner, Aufsichtsrat Infineon TechnologiesAG; Bettina Vieler, Wincor Nixdorf AG; Heiko Wendel, Leoni AG;Dietmar Will, Audi AG; Rudolf Zimmermann, ABB AG.Jahresabonnement: kostenlosErscheinungsweise: monatlich (10 Ausgaben im Jahr)LayoutDaniela Seidel, FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH© Alle Rechte vorbehalten.FRANKFURT BUSINESS MEDIA GmbH, 2013.Die Inhalte dieser Zeitschrift werden in gedruckter und digitalerForm vertrieben und sind aus Datenbanken abrufbar. EineVerwertung der urheberrechtlich geschützten Inhalte ist ohnevorherige schriftliche Zustimmung des Verlages unzulässigund strafbar, sofern sich aus dem Urheberrechtsgesetz nichtsanderes ergibt. Es ist nicht gestattet, die Inhalte zu vervielfältigen,zu ändern, zu verbreiten, dauerhaft zu speichern odernachzudrucken. Insbesondere dürfen die Inhalte nicht zumAufbau einer Datenbank verwendet oder an Dritte weitergegebenwerden.Haftungsausschluss: Alle Angaben wurden sorgfältigrecherchiert und zusammengestellt. Für die Richtigkeit undVoll ständigkeit des Inhalts von „Compliance“ übernehmen Verlagund Redaktion keine Gewähr. Für unverlangt eingesandteManuskripte und unverlangt zugestellte Fotografien oderGrafiken wird keine Haftung übernommen.


5 | Compliance | September 2013 anzeigeEs gibt Wachstum undes gibt sicheres Wachstum.Sie haben die Wahl.Ein effektives Compliance-Management minimiert Risiken und leisteteinen aktiven und gewinnbringenden Beitrag zum unterneh merischenErfolg. Mit maß geschneiderten Lösungen schaffen unsere spezialisiertenTeams die notwendige Sicherheit und Transparenz in der gesamtenCompliance-Kette. Sprechen Sie mit uns.Ihr AnsprechpartnerJens-Carsten LaueT +49 211 475-7901jlaue@kpmg.comwww.kpmg.de/compliance© 2013 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Alle Rechte vorbehalten.


September 2013NewsZWW bildet wieder RiskManager ausAm Zentrum für Weiterbildungund Wissenstransfer(ZWW) der Uni Augsburgstartet am 24. Oktober dernächste Zertifikatskurs zum„Risk Manager (univ.)“. DerKurs findet an insgesamt elfTagen statt und beinhaltetfünf vertiefende Seminarblöckemit zwölf Schwerpunktthemen.Das Angebotrichtet sich an Führungskräfteunter anderem aus denBereichen Risikomanagement,Finanzen, Revision undQualitätsmanagement.Die Kosten betragen 5.950Euro.http://www.zwwNeues Kartellrechts-HandbuchIm Oktober erscheint erstmalsdas „Compliance-HandbuchKartellrecht“ von Jörg-MartinSchultze (Hrsg.). Im ersten Teilwidmet sich das Handbuchden möglichen Themen eineskartellrechtlichen Compliance-Programms.Der zweiteTeil beschäftigt sich mit derpraktischen Umsetzung imUnternehmen, der dritteAbschnitt informiert rund umdas Krisenmanagement imFall von Untersuchungen derBehörden.470 Seiten, 129 Euro.http://www.ruw.de/TÜV Rheinland startetDatenschutz-LehrgängeDie TÜV Rheinland Akademiebietet ab Herbst an verschiedenenStandorten Lehrgängezum Thema Datenschutz an.Die Weiterbildung zumDatenschutzbeauftragten(TÜV) dauert jeweils fünfTage und richtet sich anFachkräfte aus den BereichenRecht, Revision und IT. Nebenden deutschen und europäischenRechtsgrundlagen stehtauch die Entwicklung vonunternehmensspezifischenSicherheitskonzepten aufdem Plan.Die Kosten betragen 2.420Euro inkl. Prüfungsgebühren.http://www.tuv.com/„Am Ende soll es nur noch100 Richtlinien geben“Dr. Marie-Christine von der Groeben von MAN über dasehrgeizige Richtlinienprojekt des Münchener Konzerns.»»Sie haben vor mehr als zwei Jahrenangefangen, bei MAN die konzernweitenRichtlinien zu vereinfachen.Was für ein Dickicht haben Siedamals vorgefunden?««Dickicht trifft es ganz gut. Wirsind allein auf Konzern- und Teilkonzernebeneauf mehr als 900 als„Richtlinien“ bezeichnete Dokumentegestoßen. Abgesehen von der Unübersichtlichkeitaufgrund dieser Massewar auch die Verfügbarkeit dieser Regelungennicht sonderlich gut.»»Wo fängt man an, ohne alles nochweiter zu verkomplizieren?««Wir haben zuerstkonzernweitklare und einheitlicheStrukturengeschaffen undgemeinsam mitden Teilkonzerneneine „Mutteraller Richtlinien“erarbeitet – die „MAN 0.1“. Sie regeltdie elementaren Punkte: Was ist überhaupteine Richtlinie, wer trägt dieinhaltliche Verantwortung, wie wirdsie in Kraft gesetzt und kommuniziert?Ein Erfolgsfaktor war die Bildung vonthematischen Clustern, sogenannten„Regelungsbereichen“, die die organisationsunabhängigeZuordnung vonThemen erleichtern. Anschließend habenwir Workshops der Fachbereichsleiterorganisiert, damit sich dieseExperten darauf verständigen, welcheThemen geregelt und wie die Zuständigkeitenverteilt werden sollen.»»Bestand da nicht die Gefahr einesWunschkonzerts?««Sicher – und natürlich hat es auchDiskussionen gegeben. Aber am Ende»»Natürlich gab esDiskussionen mit denFachbereichen.«MANDr. Marie-Christinevon der Groeben istHead of ComplianceAwareness & Preventionbei MAN.hatten wir sinnvolle und zwischen denBeteiligten abgestimmte Ergebnisse.Ich würde auch im Nachhinein keineandere Vorgehensweise wählen. Esmacht in meinen Augen keinen Sinn,eine Sichtweise aufzudrücken, die vomFachbereich nicht akzeptiert wird. Geholfenhat uns da natürlich auch dieRückendeckung des Vorstands, der dasProjekt sehr unterstützt.»»Wie viele Richtlinien darf es dennam Ende noch geben?««Unsere klare Devise hieß von Anfangan: „So viel wie nötig und sowenig wie möglich“ – das gilt sowohlhinsichtlich derGesamtanzahlals auch hinsichtlichder Inhalteder einzelnenRichtlinien. Geplantsind rund100 Richtlinien.Das ist im Vergleichzu den ursprünglich mehr 900Regelungen ein großer Erfolg. Runddie Hälfte der Themen wird auf Konzernebenegeregelt, der Rest liegt inder Verantwortung der Teilkonzerne.»»Viele Unternehmen versuchensich heute an ähnlichen Projekten.Hatten Sie Orientierungspunkte, alsSie begonnen haben?««Nein, wirkliche Beispiele gab esdamals nicht. Mittlerweile widmensich aber mehr und mehr Unternehmendiesem Thema und gehen dabeiähnliche Wege, angefangen von derIST-Analyse über die Definition voneinheitlichen Standards bis hin zurEinführung einer passenden IT-Lösung.Insofern sehen wir uns bei unsererVorgehensweise bestätigt.sanCompliance-PraxisDIN lehnt Standard-EntwurfabDas Deutsche Institut für Normunge. V. (DIN) wird den aktuellenKomitee-Entwurf eines ISO-Standardsfür Compliance-Management-Systeme(CMS) ablehnen. „Der Entwurf istschlecht strukturiert und enthält keineAbgrenzung zu bestehenden Werken“,kritisiert Prof. Bartosz Makowicz, derLeiter des zuständigen Arbeitskreisesder Koordinierungsstelle Managementsystemnormungim DIN. „Außerdemfehlt eine interne Abgrenzung zu anderengeplanten Initiativen wie dergeplanten ISO-Norm zum Thema ,AntiBribery‘, an dem die Arbeiten parallellaufen.“ Die rund 100 Änderungsvorschlägedes DIN umfassen deshalbauch die Forderung, die beiden internationalenArbeitsgremien zusammenzulegen.Der erste Arbeitsentwurf füreinen ISO-Standard für CMS war voreinem Jahr von Australien eingebrachtworden und nach der Ablehung mehrererStaaten – darunter Deutschland– im April bereits erstmals angepasstworden.Aufregung umrote Karten6Bei ihrem Antritt haben Jürgen Fitschenund Anshu Jain einen Kulturwandelbei der Deutschen Bank proklamiert,nun lassen sie Taten folgen. EndeJuli präsentierte das Führungsduo einenüberarbeiteten Katalog mit Unternehmenswerten.Zudem ist eine „RedFlag Policy“ geplant, nach der Mitarbeiter„rote Karten“ für Verstöße erhaltenund die einzelnen Vorfälle möglicherweisein einer Datenbank gespeichertwerden könnten. Die Pläne haben bereitsSkeptiker auf den Plan gerufen, diezweifeln, ob dieses bei Spitzenkräftenübliche Vorgehen sich auf die gesamteBelegschaft übertragen ließe.Deutschen Bank


September 2013„Wir wollen nicht im eigenen Saft schmoren“Thomas Muth ist für seine Arbeit bei Corpus Sireo von diesem Magazin als Compliance Officer Mittelstandausgezeichnet worden. Im Gespräch erklärt er, wie er die Compliance-Organisation mit nur einer halben Stelleerfolgreich steuert.»»Was bedeutet der Gewinn des Awards „ComplianceOfficer Mittelstand“ für Sie persönlichsowie für Ihre Arbeit?««Der Award ist für mich eine besondere Anerkennungder geleisteten Aufbauarbeit. Dies auchnoch außerhalb des eigenen Unternehmens vonunabhängiger Seite bestätigt zu bekommen, freutmich außerordentlich. Gerade die Immobilienwirtschaftwird in der öffentlichen Wahrnehmunggelegentlich mit Korruptionund Vetternwirtschaftin Verbindunggebracht, und einpaar Skandale in derletzten Zeit haben denAnschein erweckt, dassdieses negative Bildzutrifft. Vielleicht trägtder Compliance Award dazu bei, das Vertrauenunserer Stakeholder in die Branche weiterhin zufestigen.»»Sie haben ein sehr weites Aufgabenspektrumund kaum personelle Ressourcen. Wie»»Vielleicht trägt der Award dazubei, das Vertrauen in unsereBranche zu festigen.«stemmen Sie das?««Ich habe eine sehr gute Rückendeckung durchunsere Geschäftsführung. Gerade in der Anfangsphasewar es durch diesen Tone from theTop möglich, einzelne Widerstände auf mittlerenEbenen leichter aufzuweichen. Außerdem bin ichauch zentraler Prozessmanager unseres Unternehmensund kann so viele Synergien erschließen:Zum einen kenne ich die praktischen Abläufegut, zum anderen sind einige Instrumente desProzessmanagements wie z.B. Fehler- und Risikoanalysetoolsausgesprochen hilfreich, um Anforderungeneines CMS indie tägliche operativeArbeit zu integrieren.Wir monitoren beispielsweisedie Einhaltungunserer Compliance-VorgabendurchprozessintegrierteSicherungsfunktionen;das verlangt vergleichsweise wenig zusätzlichenAufwand in der Dokumentation, vor allem aberkeine zusätzlichen Reports.»»Ihr CMS ist nicht zertifiziert, aber Sie machen„Funktionsprüfungen“. Was steckt hinter dieserCompliance-PraxisCorpus SireoThomas Muth ist LeiterOrganisation & Compliancebei Corpus Sireo AssetManagement.Entscheidung?««Wir lassen unser CMS aktuell zweimal jährlichvon Experten auf Funktionsfähigkeit und Wirksamkeitüberprüfen. Dabei orientieren wir uns anden Anforderungen des IDW PS 980, auch wenndiese nicht in allen Nuancen für uns passend sind.Durch die externe Sicht erfahre ich sehr viel darüber,wie andere mit bestimmten praktischenProblemstellungen umgehen. Dies schützt unsdavor, nur im eigenen Saft zu schmoren. UnsereCMS-Kontrollen sind seit 2011 auch Teil der jährlichenISO-9000-ff.-Zertifizierung. Eine separateCMS-Zertifizierung halten wir zurzeit aber ausKostengründen und wegen des damit verbundenenadministrativen Aufwandes nicht für vorteilhaft.Wenn CMS-Zertifizierungen – offen, nachwelchem Muster – irgendwann zum Standardwerden, würden wir uns dem jedoch nicht verschließen.san7UnternehmensnameCORPUS SIREO Holding GmbH & Co.KGMitarbeiterzahl560 (gesamter Konzern)Name Chief Compliance Officer Thomas MuthStart Compliance 2010Mitarbeiterzahl Compliance 0,5Compliance-OrganisationDer Leiter des Bereiches Organisation, Prozesse und Compliance ist in Personalunion gleichzeitig der Compliance Officer der Unternehmensgruppe; er berichtet direkt an denSprecher der Geschäftsführung. Bei Bedarf wird die gesamte Geschäftsleitung (3) und der Vorsitzende des Aufsichtsrates aktiv eingebunden.Compliance-Aufgabenspektrum Entwicklung bzw. ständige Weiterentwicklung und Implementierung des Compliance-Management-Systems; Schulung der Beschäftigten, Aufnahme von Hinweisen zu Compliance-Verstößenund deren Verfolgung; Beratung aller Beschäftigten in Compliance-Angelegenheiten; Monitoring der Umsetzung des Compliance-Verfahrens in den einzelnenTeil-Unternehmen und in der Holding; Durchführen von Compliance-Risikoanalysen; Implementieren und Monitoren von Maßnahmenprogrammen zur Schärfung der Compliance-Awareness und zur Begrenzung von Compliance-Risiken; Beantwortung von Fragen Außenstehender (Kunden, Prüfer) zum Compliance-Management-SystemCompliance-Instrumente„Grundwerteerklärung Corporate Governance“ angelehnt an den Branchenstandard der Immobilienwirtschaft, Hinweisgeber-Hotline, Compliance-Checklisten für Projektleiter undVorgesetzte, Geschenke-Richtlinie, Datenschutz-Richtlinie u.v.a.m., prozessintegrierte Compliance-Kontrollen; Arbeitshilfe zur GeldwäscheprüfungMissstände werden gemeldet Mitarbeiter/innen und AußenstehendedurchCompliance-Themen sind Teil des Ja, sofern individueller Bedarf gegeben ist (z.B. aufgrund von Verdachtsmomenten, erkannten Verstößen usw.)jährlichen MitarbeitergesprächsCompliance-AuditsZweimal jährlich durch externe Prüfer mit Report an den AufsichtsratCompliance-Due-Diligence Ja, in aufwandsreduzierter Form bei Akquisition von Dienstleistern und bei Neukunden, umfassend und tiefgreifend bei BeteiligungenGeschäftspartner-Compliance Dienstleister erhalten die Grundwerteerklärung zur Kenntnis und werden in den Verträgen zur Beachtung angehalten; Kunden erhalten die Grundwerteerklärung auf Wunsch zurKenntnis.ZertifizierungenNein, aber Funktionsprüfungen durch externe Berater, u.a. aus der Runde der Top Five, waren erfolgreich.BesonderheitenVerzicht auf zeitaufwändige Compliance-Reports in Einzelgesellschaften zugunsten der regelmäßigen Prüfung unserer Prozessintegrierten Kontrollstellen durch externe Prüfer. Esgibt eine selbsterstellte Video-Schulung im Intranet, die in drei Lektionen den Mitarbeiter/innen das Compliance-Thema mit vielen praktischen Beispielen näher bringtArbeitsschwerpunkte/Ziele 2013 Monitoring der seit 2012 laufenden Maßnahmenprogramme zur Compliance-Risiko-Begrenzung in den operativen Einheiten; Einführung einer Projektleiter-Compliance-Checkliste;Ergänzung aller neuen Dienstleisterverträge um die Compliance-Grundsätze; Einführung einer Null-Toleranz-Policy im Gesamtkonzern; Umsetzen der Prüferempfehlungen bzgl. derCompliance-Prozesskontrollen; lokale Schulungsveranstaltungen für neue Mitarbeiter/innen; Überprüfung der Aktualität der 2010 erarbeiteten Compliance-Ziele und geschäftsfeldspezifischenVerhaltensstandards


8 | Compliance | September 2013 anzeigeDawn-Raid?Kartellermittlungen?Der Vorstand unter Beschuss?Ein Datenleck entdeckt?Hier finden Sie Anwälte,die Ihnen bei Compliance-Problemen und internen Untersuchungenzur Seite stehen – und viele andere mehr.Das JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien in seiner 15. Auflage ist das einzige seiner Art, das von einemdeutschen Verlag für den deutschen Markt publiziert wird. Hier können Sie sich umfassend und qualifiziertüber das Dienstleistungsangebot von mehr als 800 Kanzleien im Wirtschaftsrecht informieren, verbunden miteiner Bewertung – in Texten und Rankings.Das Handbuch wird von einer unabhängigen Redaktion recherchiert und geschrieben, die außerdem für ihreBerichte und Analysen zum Rechtsmarkt in der monatlichen Zeitschrift JUVE Rechtsmarkt bekannt ist.Auch online unter:www.juve.de/handbuch


September 2013NewsJP Morgen prüftKorruption in ChinaJP Morgan prüft einemBericht zufolge einen Korruptionsverdachtin Asien. Es sollAnhaltspunkte dafür geben,dass in China Kinder vonFunktionären eingestellt wordenseien, um der Bank beiöffentlichen Vergaben Vorteilezu verschaffen. JP Morganhat nun eine eigene Ermittlungsgruppeeingerichtet.http://online.wsj.comProteste in Brasiliendauern anIn Brasilien gehen die Protesteweiter. Am Unabhängigkeitstagam 7. Septemberkam es bei Kundgebungenerneut zu Krawallen. DieBevölkerung demonstriert seitrund zwei Monaten gegen dieMilliardenausgaben für dieFußballweltmeisterschaft imnächsten Jahr sowie gegenKorruption in der Verwaltung.http://www.zeit.deDer Vatikan verschärft seinStrafrechtVatikan führt Strafrecht für juristische Personen einIm Vatikan ist am 1. September einneues Strafrecht in Kraft getreten.Der Kirchenstaat hat die Vorschriftenin seiner zivilen Gesetzgebung überarbeitetund an internationale Standardsangepasst. Der Vatikan selbst erklärte,die Reform seinotwendig geworden,weil derKirchenstaat inden vergangenenJahren zahlreicheninternationalenAbkommenbeigetreten sei.Tatsächlichdürfte die Überarbeitungaber auch eine Folge des„VatiLeaks“-Skandals gewesen sein,bei dem ein Kammerdiener vertraulicheDokumente kopiert und weitergegebenhatte. So wurde nun auchdie Verbreitung von vertraulichen Dokumentenals Straftatbestand in dasGesetz aufgenommen.Der Vatikan hat sein Strafrecht modernisiert.Zugleich hat der Kirchenstaat erstmalsein Strafrecht für juristische Personeneingeführt. Damit können ab sofortauch institutionelle Einrichtungenwegen Korruption und Geldwäscheverfolgt werden. Eigene Straftatbeständegibt esWolfgang Stuckunter anderemnun auch für bestimmteVerbrechengegen dieMenschlichkeitsowie kinderpornographischeHandlungen.Die bis vorkurzem gültigenStrafgesetze waren seit dem Jahr 1929nicht mehr überarbeitet worden undauch zu diesem Zeitpunkt veraltet: ImJahr der Gründung des Kirchenstaatshatte der Vatikan im Wesentlichen dieVorgaben des früheren italienischenStrafrechts aus dem Jahr 1889 übernommen.sanCompliance InternationalVeranstaltungen24.9., Frankfurt am MainRoundtable Compliance9./10.10., Frankfurt am MainCompliance Summit 201315.10., HamburgProduktbezogene Compliance16.10., Frankfurt am MainCompliance FORUM 201317.10., DüsseldorfCompliance aktuell: Präventionund Krisenmanagement5.11., Frankfurt (Oder)Compliance-Zertifizierung inD, A, CH5.11., Köln, und 7.11., HamburgWorkshop Compliance imMittelstand11./12.11., MünsterBasis Seminar Compliance9AnzeigeSTEUERRECHTS-COMPLIANCE:RISIKO STEUERN!WWW.BEITENBURKHARDT.COMDie unabhängige WirtschaftskanzleiBIRGIT FASSBENDER · BIRGIT.FASSBENDER@BBLAW.COMCECILIENALLEE 7 · 40474 DÜSSELDORF · TEL.: +49 211 518989-159 · FAX: +49 211 518989-29HELMUT KÖNIG · HELMUT.KOENIG@BBLAW.COMCECILIENALLEE 7 · 40474 DÜSSELDORF TEL.: +49 211 518989-117 · FAX: +49 211 518989-29BEIJING · BERLIN · BRÜSSEL · DÜSSELDORF · FRANKFURT AM MAIN · KIEWMOSKAU · MÜNCHEN · NÜRNBERG · SHANGHAI · ST. PETERSBURG19182 BB Anz. Image Compliance 190x130.indd 1 03.09.13 10:21


September 2013NewsInternationale Kampfansagean KorruptionFast die Hälfte der europäischenLänder hat in denvergangenen zwei Jahren dieStrafen für Korruption undBestechung verschärft, wiedie Studie „CMS Guide toAnti-Bribery and CorruptionLaws“ zeigt. Vor allem imUnternehmensstrafrechtsind andere Länder deutlichkompromissloser als Deutschland.Meist wird nicht nurgegen einzelne Personen,sondern gegen das gesamteUnternehmen ermittelt – undzwar auch gegen ausländischeFirmen. Im Ausland wirdes zudem oft noch teurer alsin Deutschland. Korruptionin Serbien beispielsweisekann Unternehmen bis zu 5Millionen Euro kosten, in derSchweiz können Schmiergeldermit bis zu 5 MillionenFranken zu Buche schlagen.http://www.finance-magazinGeschäftsgeheimnissebesser schützenIn einer Studie hat die EU-Kommission mehr als 500Unternehmen zur Sicherheitvon Geschäftsgeheimnissenbefragt. Nach Auswertungder Antworten aus denMitgliedsstaaten sowie derSchweiz, den USA und Japankommt die Kommission zudem Schluss, dass die Rechtssicherheitfür Träger von Geschäftsgeheimnissenerhöhtwerden müsse. Besonders inder Automobilbranche undder Pharmaindustrie ist dieAngst vor Industriespionagedemnach groß. Insgesamtsind in den vergangenenJahren in jedem fünften derbefragten Unternehmenmindestens einmal wichtigeInformationen innerhalbder EU veruntreut worden.Nun möchte die KommissionUnternehmen mit einer einheitlichenEU-Gesetzgebungfür Geschäftsgeheimnisse, dieneben der Rechtsdurchsetzungauch den präventivenSchutz verbessern soll,unterstützen.http://ec.europa.eu/„Der schlechte Ruf von E-Learnings kommtnicht von ungefähr“Beim Erfolg von E-Learning liegen Wunsch und Realität weit auseinander,wie eine neue Studie zeigt. Dabei ist es gar nicht so kompliziert, den Mitarbeitern dieProgramme schmackhaft zu machen, meint Sabine Starkloff von SAI Global.»»In der Studie „ReinvigoratingCompliance Training“ haben Sie denErfolg von E-Learning-Programmenfür Compliance-Training in internationalenUnternehmen untersucht.Das Ergebnis ist für Compliance»»Trockene Materienlassen sich auch interessantaufbereiten.«Officer alles andere als erfreulich …««Das stimmt. Die Lücke zwischendem erwarteten Nutzen und den tatsächlichenErfolgen beim E-Learningist erschreckend groß: Nur ein Fünftelder Befragten glaubt, dass sie mitentsprechenden Programmen das Engagementihrer Mitarbeiter für Compliancetatsächlich verbessern. ZweiDrittel der Befragten gaben sogar an,dass fehlendes Mitarbeiterengagementeine der Hauptbarrieren für dieEffektivität von Compliance-Trainingsprogrammensei.»»Wie kann es in Zeiten, in denenE-Learning-Programme zum Standardrepertoirevon Compliance-Trai-Sabine Starkloff ist General Manager Deutschlandder Compliance Division von SAI Global.ning gehören, so weit kommen?««Wahrscheinlich liegt dort genau derZusammenhang. Unternehmen nutzenoft sehr gesetzeslastige Programmeoder Präsentationen routinemäßig,passen sie aber nicht an den jeweiligenNutzer an und schaffen es außerdemnicht, die Inhalte sinnvoll zubegrenzen – stattdessen gehen sienach dem Motto „One size fits all“vor. Das kann nicht funktionieren. Beiden Mitarbeitern hat E-Learning deshalbnicht von ungefähr den Ruf, eintönigund langweilig zu sein. Sie sehenin den Lerneinheiten oft nicht mehr alseine lästige Pflichtübung, die viel Zeitkostet und wenig Mehrwert für dietägliche Arbeit bringt.»»Welche Wege gibt es denn, umden Mitarbeitern E-Learning-Programmeschmackhafter zu machen?««Da gibt es Ansatzpunkte: Zum einenmuss das Training inhaltlich aufdie Aufgabe des Anwenders im Unternehmenzugeschnitten sein, damiter das Gelernte auf den ArbeitsalltagDie größten Hürden auf dem Weg zum Erfolg (in Prozent, Mehrfachantworten möglich)Fehlendes Engagement der MitarbeiterMitarbeiter sind von Trainings gelangweiltZu viel InhaltUnterstützung/Engagement der Bereichsleiter fehltQuelle: SAI GlobalDie StudieAn der Studie „Reinvigorating Compliance Training“ haben sich rund150 Compliance- und L&D-Experten aus Unternehmen mit Sitz in insgesamt17 Nationen beteiligt. Die Untersuchung wurde von Towards Maturity imAuftrag von SAI Global durchgeführt. Eine umfassende Darstellung derErgebnisse in englischer Sprache finden Sie hier: http://goo.gl/YOzohA504955Compliance-Forschung67SAI Globalübertragen kann. Zum anderen istaber auch die Aufbereitung sehr wichtigund muss der Zielgruppe entsprechen– und nicht dem Geschmackoder Niveau des Compliance-Verantwortlichen.Auch trockene Materienwie Gesetzestexte lassen sich interessant,interaktiv und didaktisch wertvollaufbereiten. Trainings müssen dasWissen prägnant darstellen und denMitarbeiter zum Nachdenken anregen.Und die Vorgesetzten müssen ihre Mitarbeitermotivieren. Sie sollten immeram Ball bleiben, klare Lernziele formulierenund überprüfen, in welchemUmfang die Angestellten das Gelernteauch wirklich anwenden konnten.»»Wie viel Druck ist dafür nötig?«« Druck ist das falsche Wort. Natürlichgilt beim Thema E-Learning wieüberall, dass nichts ohne den „Tonefrom the top“ geht. Aber das Wichtigsteist, dass der Mitarbeiter denMehrwert erkennen kann und sichvor allem respektiert fühlt, bei dem,was ihm abverlangt wird – das betrifftnicht nur den Umgang mit seiner Zeit.Und am Ende sollten alle das ThemaCompliance unbedingt ernst nehmen,aber nicht vergessen, dass eine PortionHumor ab und zu auch nicht schadenkann.sanAktuelle StellenangeboteMetro:sucht Senior Manager GRC Office(w/m)Media Saturn:sucht Compliance Counsel (w/m)Bilfinger:sucht Compliance Manager (w/m)Schwerpunkt KartellrechtOlympus:sucht Compliance Manager (w/m)AIG:sucht Compliance Officer (w/m)10


September 2013Der KonsequenteEin radikaler Einschnitt hat Gregor Barendregt in die Compliance-Welt geführt. Jetzt ist der Director CorporateCompliance Office der Zeiss-Gruppe als „Compliance Officer des Jahres“ ausgezeichnet worden.Nach Gregor Barendregts Dankesrede für denGewinn des Awards „Compliance Officer desJahres“ tuscheln die Gäste: Er sei doch bestimmtzuvor über seine Auszeichnung informiert worden,wie sonst hätte er so eine unterhaltsame,souveräne Rede halten können? Die Reaktion istnicht überraschend – aber wer den Director CorporateCompliance Office der Zeiss-Gruppe schonbei anderer Gelegenheit erlebt hat, weiß, dassihn seine Geradlinigkeit und Offenheitauszeichnen – und der Mut, sichHerausforderungen zu stellen.Ohne doppelten BodenMut und Spontanität ziehensich wie rote Fäden durch seinenLebenslauf. Nach Jurastudiumin Marburg, Referendariatund einem kurzen Ausflug als Assessorbei einem Handelsunternehmensteht für Barendregt fest:Er will als selbständigerRechtsanwalt arbeiten.Was viele Jura-Absolventenabschreckt,hat für ihn einen ganzeigenen Reiz: „Ichkomme aus einer Familievon Selbständigen,deshalb hatteich überhaupt keineManschetten“, sagtder gebürtige Westfale. Mit einem Weggefährtenaus Studienzeiten gründet er eine Kanzlei – amAnfang „ganz klassisch mit dem Pappschild ander Wand“ – und etabliert sich als Arbeitsrechtlermit einem Büro in Bad Homburg und Dresden.Der Lohn der Mühen: ein Leben in Frankfurtmit allen Vorzügen einer Metropole, gepaart miteiner 80-Stundenwoche. Als 2008 sein Sohn geborenwird, kommt Barendregt ins Grübeln. DerSpagat zwischen Familie und Beruf geht an dieSubstanz. Er fühlt sich durch die Situation anseine Kindheit erinnert, als er besondersseinen Vater nur selten zu Gesicht bekam.Gemeinsam mit seiner Frau, damals ebenfallsAnwältin, trifft er eine Entscheidungmit Folgen und ohne doppelten Boden:„Ohne konkrete Perspektive bin ichausgestiegen. Ich habe mir drei MonateBedenkzeit genommen, um zu schauen,wie es weitergeht. Und ich habemit meiner Frau, die inElternzeit war, denStart ins Familienlebennachgeholt.“In dieser Zeitmerkt er, dass ihndie Arbeit in einemUnternehmenreizt. Als er dieMöglichkeit bekommt,bei derZeiss-Gruppe inKarriere11Oberkochen als Anwalt für Grundsatzfragen undArbeitsrecht anzufangen, nutzt er die Chance –und hinterlässt in seinem Job Eindruck. AnderthalbJahre später versammelte sich unverhofft dieSpitze der Personalabteilung vor seinem Schreibtisch:„In der Situation fragt man sich schon, objetzt die Kündigung oder die Beförderung kommt.Gott sei Dank war es die zweite Option.“Immer ein offenes OhrDie Zeiss-Gruppe sucht jemanden, der die Compliance-Organisationaufbaut. Und vertraut dieseAufgabe Barendregt gemeinsam mit dem Leiterder Rechtsabteilung an. Für Barendregt ist dasThema Neuland, aber strukturiertes und eigenständigesArbeiten hat er gelernt. Innerhalb vonzweieinhalb Jahren stellt er als einzige Vollzeit-Compliance-Kraft eine Organisation auf dieBeine, die sich harmonisch in die Kultur des StiftungskonzernsZeiss einfügt und auch die Jury der„Corporate Compliance Awards“ überzeugt.Trotz fast 25.000 Mitarbeitern weltweit legtBarendregt größten Wert auf persönlichen Kontakt:„Obwohl wir verschiedene Meldewege haben,kommen viele mit ihren Anliegen direkt zumir. Ich habe immer ein offenes Ohr und glaube,dass das geschätzt wird.“ Aber auch er profitiertpersönlich von seiner Aufgabe. „Heute bin ich inder komfortablen Situation, dass ich keinen Ausgleichzu meiner Arbeit mehr brauche“, resümiertBarendregt. „Die Zeiten, in denen ich Job gegenPrivatleben aufwiegen musste, sind vorbei.“sanBiedenkopf wirdChefjurist bei BoschManfred Gentz übernimmt Vorsitz derKodex-KommissionDer Automobilzulieferer Bosch hat SebastianBiedenkopf zum neuen General Counsel ernannt.Biedenkopf (49) hat zum 1. September dieNachfolge von Heiko Carrie (51) angetreten, derdie kaufmännische Leitung von Bosch in Frankreichübernommen hat. Zuletzt arbeitete Biedenkopfals selbständiger Berater. Zuvor war erFinanzvorstand und Interims-CEO des inzwischeninsolventen Solarunternehmens Conergy.Dort war er im Februar 2012 ausgeschieden,nachdem er sein Sonderkündigungsrecht genutzthatte, das ihm nach dem Einstieg mehrererHedgefonds eingeräumt worden war. Bevor Biedenkopfbei Conergy Ende 2010 zum CFO befördertwurde, war er rund zwei Jahre Rechts- undCompliance-Chef des Unternehmens. Erfahrungenin dieser Funktion hatte er bereits als GeneralCounsel und Chief Compliance Officer beiMaxingvest, der Dachgesellschaft von Beiersdorfund Tchibo, gesammelt.sanDie Regierungskommission DeutscherCorporate Governance Kodex hatnach langer Suche einen neuen Vorsitzendengefunden: Manfred Gentztritt die Nachfolge des Commerzbank-Aufsichtsratschefs Klaus-Peter Mülleran, der sein Amt als Vorsitzender derKommission nach fünf Jahren abgibt.Die Ernennung von Gentz ist für die Kommissioneine lang ersehnte positive Nachricht. Seit MüllerEnde letzten Jahres mitgeteilt hatte, seinen Postenniederlegen zu wollen, war unter Hochdrucknach einem Nachfolger gesucht worden. Mehrerepotentielle Nachfolger sollen in den letzten Monatenabgelehnt haben.Die Arbeit der Kommission sieht sich seit längeremder Kritik ausgesetzt, das vom KabinettSchröder eingesetzte Gremium sei zu einem zahnlosenTiger verkommen. Mit Gentz hat die Kommissionnun jedoch einen neuen Chef gefunden,der dafür bekannt ist, sich in öffentlicheDebatten einzumischen und auchkontroverse Positionen zu vertreten.So hatte der Manager vor zwei Jahrenunter anderem vor der Einführung einergesetzlichen Frauenquote gewarnt undauf die Gefahr hingewiesen, dass durchden allgemeinen Aktionismus Männer inUnternehmen diskriminiert werden könnten.Gentz, der heute neben diversen ehrenamtlichenTätigkeiten auch Präsident der InternationalenHandelskammer Deutschland ist, begannseine Laufbahn 1970 als Management Trainee beiDaimler-Benz. Es folgte eine langjährige Karrierebei dem Stuttgarter Autokonzern, ab 1985 wurdeder promovierte Jurist schließlich zum festen Vorstandsmitgliedernannt. 1995 übernahm er dieLeitung des Finanzressorts, das er auch nach demZusammenschluss von Daimler und Chrysler imfusionierten Konzern weiter führte. sanDaimler


September 2013PersonalwechselKarriere12Euler Hermes ernennt DinaKoy zur neuen Rechts- undCompliance-Chefin: DinaKoy (Bild) ist neue LeiterinRecht und Compliance desKreditversicherers Euler Hermes.Die 38-Jährige folgt aufHartmut Garz, der das Unternehmen verlassenhat. Koy hat ihr gesamtes bisheriges Berufslebenbei Euler Hermes verbracht: Nach dem Abschlussdes Studiums stieg sie im Jahr 2001 als Syndikusanwältinin der Rechtsabteilung ein, es folgtenStationen als Head of Department Productmanagementsowie als Head of Division ClaimsEuler HermesHelmut Hoffmans wird ersterGovernance-Vorstandder DA Allgemeine Versicherung:Die DA Allgemeine Versicherunghat mit HelmutHoffmans (Bild) ab dem 1.September erstmals einenGovernance Vorstand ernannt. Hoffmans übt seinneues Amt zusätzlich zu seinen Aufgaben als LeiterRecht und Compliance der Zurich Gruppe inDeutschland aus. Der Jurist ist bereits seit 2003Chefjurist von Zurich in Deutschland, zuvor arbeiteteer in derselben Funktion für die DeutscheHerold Versicherungsgruppe.DANeuer General Counsel fürSGL Carbon: Stephan Bühler(Bild) ist seit dem 1. Juli neuerGeneral Counsel von SGL Carbon.Bühler ist von Siemens zudem Wiesbadener Unternehmengewechselt. Für Siemenswar der gebürtige Stuttgarter insgesamt 21 Jahrelang tätig, zuletzt als General Counsel Legal andCompliance der Customer Service Division desSektors Industry.SGL CarbonBrent Hartzis-Schoch leitet die Rechtsabteilungvon Merz Pharma: Neuer Leiter der Rechtsabteilungvon Merz Pharma ist seit Juli BrentHatzis-Schoch. Schoch, der zuvor General Counselbei Agennix war, verantwortet damit nun dieBereiche Corporate Legal, Compliance, Patenteund Prozessmanagement bei dem FrankfurterPharmakonzern.FraportDer Flughafenbetreiber Fraporthat einen neuen Chefjuristenbestellt: Martin Glock(54) ist seit dem 15. Juli neuerRechtschef des FrankfurterFlughafenbetreibers Fraportund leitet in dieser Funktiondie Bereiche „Rechtsangelegenheiten und Verträge“.Zu weiteren Stationen von Glocks Karrieregehören unter anderem die Rechtsabteilungenvon Mannesmann und Vodafone.Thomas Schobel folgt bei Siemens Österreichauf Armin Toifl: Der bisherige Rechts- undCompliance-Chef der Hypo Alpe Adria (HGAA),Thomas Schobel, ist neuer General CounselCluster Central & Eastern Europe bei Siemens Österreich.Der 39-Jährige übernimmt die Positionvon Armin Toifl (54), der sich als Compliance-Berater selbständig macht. Schobel war seit Ende2010 bei der HGAA, außerdem arbeitet er bereitsfür mehrere internationale Großkanzleien.Holger Hohrein ist neuer Finanz-und Compliance-Vorstandder Comdirekt Bank:Holger Hohrein (41) übernimmtals neuer Finanz- undPersonalvorstand bei derComdirekt Bank unter anderemauch die Verantwortung für die RessortsCompliance und Geldwäsche. Er tritt sein neuesAmt zum 1. Oktober an und folgt auf dieser PositionChristian Diekmann. Hohrein arbeitet bereitsseit 2008 für die Comdirect Bank und istaktuell Bereichsleiter Finanzen, Controlling undRisikomanagement.ComdirectAnzeigeLL.M. in Legal Management -Der deutschlandweit einzigartige LL.M. für UnternehmensjuristenDie zunehmende Verrechtlichungder Geschäftswelt bietet dem Unternehmensjuristenexzellente Karrierechancen.Ein juristisches Studiumallein reicht heutzutage jedoch nichtmehr aus, um den komplexen Anforderungenan die Tätigkeit des Syndikusgerecht zu werden. Wie also wirdaus einem gut ausgebildeten Universaljuristenein guter Unternehmensjurist?Die German Graduate School ofManagement and Law (GGS) bietetmit dem berufsbegleitenden LL.M.in Legal Management die maßgeschneiderteAusbildung zum Unternehmensjuristen.Als Syndikus sind Sie nah an derGeschäftsleitung und den operativenEinheiten, aber auch nah an Lieferantenund Kunden. Für Ihren Mandantenzählt nicht mehr nur die Erteilungjuristischen Rats, vielmehr werdenSie von vornherein in den Wertschöpfungsprozessdes Unternehmensmit einbezogen. Managementkompetenzund Soft Skills sind daherneben dem juristischen Fachverstandunabdingbare Voraussetzungen, umden vielschichtigen Anforderungenim Unternehmensalltag gerecht zuwerden.Der LL.M. in Legal Managementbefähigt Sie dazu, unternehmerischeSachverhalte in ihrer Gesamtheitzu erfassen. Sie erkennen dieSchnittstellen zwischen einzelnenRechtsgebieten und anderen Disziplinen,bewerten diese aus juristischerSicht und bearbeiten diese effizient.Abgerundet wird Ihr Können durchdie Fähigkeit, zielgruppengerechtzu kommunizieren und Ihre Ansichtsouverän zu vertreten und durchzusetzen.Bei der Gestaltung des Studiengangswurde besonderen Wert auf den Praxisbezuggelegt. Dieser wird zumeinen durch die Kombination vonStudium und Beruf und die damitverbundene Nähe zur Unternehmenspraxisgewährleistet. Außerdembringen Studiengangsleiterin Prof.Dr. Alexandra von Bismarck undnamhafte Syndizi ihre langjährigeErfahrung mit nationalen und internationalenUnternehmen in den Studiengangein.Der Master of Laws richtet sich anjunge Unternehmensjuristen, Rechtsanwälte,Wirtschaftsjuristen undRechtsreferendare mit mindestenseinem Jahr Berufserfahrung. Unterstütztwird das Studium mit einem50% Stipendium der Dieter SchwarzStiftung. Rechtsreferendare werdenvon der Stiftung zusätzlich gefördert.Prof. Dr. Alexandra von BismarckAkademische Direktorin LL.M. in LegalManagement, Leiterin des Syndikus-Institutsfür Unternehmensjuristen an der GGSLL.M. in Legal Managementnächster studienstart:Oktober 2014dauer:24 Monate, inkl. 4 MonateMaster Thesissprache:80% Deutsch, 20% Englischects: 70akkreditierung: FIBAAteilnehmerzahl:max. 25 Studierendeberufserfahrung:mind. 1 Jahrkosten:18.000€ mit 50% Stipendium;entspricht 9000€ Eigenanteilkontakt:German Graduate School ofManagement and LawNadine DinkelBildungscampus 274076 HeilbronnTel.: +49 7131 645636-17Email: nadine.dinkel@ggs.dewww.ggs.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine