Ausgabe 2013-2 - Ev. Kirchengemeinde Bietigheim - Muggensturm

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Ausgabe 2013-2 - Ev. Kirchengemeinde Bietigheim - Muggensturm

Allgemeines„Land zum Leben – Grund zur Hoffnung“ -die 55. Aktion von „Brot für die Welt“Nur wer sich nicht dagegen wehren kann, dassihm die Regierung sein Land wegnimmt, verlässtseinen eigenen Grund und Boden, um als Tagelöhnerin den Slums der Großstädte sein Leben zufristen. Und nur wer keine andere Möglichkeit hat,beleuchtet seine Hütte mit stinkendem, teurem undgiftigem Kerosin. Zwei Projekte der Aktion „Brot fürdie Welt“ nimmt unsere Landeskirche dieses Jahrbesonders in den Blick:Licht ist in der kleinsten Hütte: IndienIn 180 Dörfern des indischen Bundesstaates Karnatakaerhalten arme Familien Solarlampen alsErsatz für die Beleuchtung mit dem teuren und gesundheitsschädlichenKerosin. „Nach einem langenArbeitstag auf dem Feld musste ich das Kochenund die ganze Hausarbeit inweniger als zwei Stunden erledigthaben, während die Kinder nochschnell Ihre Hausaufgaben machten“,erinnert sich ihre Mutter Thumalamma.Denn Kerosin ist teuer,länger konnten sie sich das Lichtnicht leisten. Danach saßen sie imDunkeln. Diese Menschen könnenim wahrsten Sinn des Wortes aufatmen,weil die Hütten jetzt auchabends hell sind und frei von giftigemKerosingestank. Die OrganisationREDS (Rural Education forDevelopment Society), die vonBrot für die Welt gefördert wird,hat das Projekt ins Leben gerufen.Alle Haushalte ihres Dorfes, dienicht an die Stromversorgung angeschlossensind, wurden mit Solarlampenausgestattet. Ganz nebenbeisehen sich Angehörige unterschiedlicherKasten dank derSolarlampen auch gegenseitig ineinem anderen Licht. Die früher Ausgegrenztenkoordinieren das Projekt und warten auch die Lampenselbst. Sie werden dadurch für die anderensichtbar mit ihren Kompetenzen und Fähigkeiten.Für jede Tonne eingespartes CO2 bekommt REDSein Zertifikat, das die Organisation über die „Klima-Kollekte“, an Einzelpersonen und Organisationenin Indien verkauft. Die Erlöse tragen zur Finanzierungdes Projektes bei. Finanzierungsbeitrag (3Jahre): 482.625 €Im Einklang mit der Natur: IndonesienIn Nordsumatra leidet die Landbevölkerung unterder Ausbeutung von Rohstoffen. Immer mehr Menschenwerden von ihrem Land vertrieben, weil siekeine Besitzurkunden haben. Obwohl die Familienoft schon seit Generationen auf dem Land leben,sieht die indonesische Zentralregierung das Landals öffentliches Eigentum an und vergibt Konzessionenan Bergbau- und Papierfirmen. Mit verheerendenKonsequenzen für die Bewohnerinnen undBewohnern. Die Entschädigungen sind so gering,dass sich niemand davon eine neue Existenz aufbauenkann. Die Organisation KSPPM klärt Kleinbauernfamilienüber ihre Rechte und über die politischenZusammenhänge auf und hilft ihnen beider Umstellung auf ökologische Anbaumethoden.Dank dieser Unterstützung konnten schon vieleKaffeebauern aus dem Teufelskreis der Armutausbrechen: „Wir verwenden keinen Kunstdüngermehr, sondern selbst hergestellten Kompost. Sosparen wir Geld und erhöhen zusätzlichden Ernteertrag“, erzähltder Kaffeebauer Alman Simbalon,der jetzt auch Honigbienen züchtetund dadurch einen Nebenverdiensterwirtschaftet. Mitarbeitendevon KSPPM veranstalten Workshopsund organisieren Demonstrationen,um auch die Provinzregierungauf die prekäre Situationder Kleinbauern aufmerksam zumachen. Denn obwohl sich diepolitische Situation in Indonesienin den letzten Jahren verbesserthat, werden die grundlegendenMenschenrechte der Bevölkerungvon der Regierung mit Füßen getreten.Finanzierungsbeitrag (3Jahre): 582.625 €Gott will, dass alle Menschen Gerechtigkeiterfahren. Und wir könnenunseren Teil dazu beitragen.Beide Projekte sorgen dafür, dasses vielen Menschen besser geht. Ganz konkret.Helfen Sie mit durch Ihre Spende!Ihr Volker Erbacher, Pfr.Spendenkonto:Evang. DreieinigkeitsgemeindeKonto 92 6 92Sparkasse Rastatt-GernsbachBLZ 665 500 70Kennwort: Brot für die Weltwww.ekimu.de Seite 3

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