Ausgabe 2013-2 - Ev. Kirchengemeinde Bietigheim - Muggensturm

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AllgemeinesWasserströme in der WüsteZum Weltgebetstag aus Ägypten am 7. März 2014Ägypten – beim Gedanken an dieses nordafrikanischeLand kommen vielen Menschen Pyramiden,Hieroglyphen und Tauchreviere am Roten Meer inden Sinn. Seit rund drei Jahren steht Ägypten auchfür Demonstrationen auf dem Tahrir-Platz, politischeUmbrüche und gewaltsame Unruhen mit vielenOpfern. Das größte arabische Land symbolisiertaber genauso die Hoffnung der Menschen aufBrot, Freiheit, Würde und soziale Gerechtigkeit.Genau in diesen Zeiten großer politischer und gesellschaftlicherVeränderungenist Ägypten auchdas Schwerpunktland fürden Weltgebetstag 2014.Als die Frauen des ägyptischenWeltgebetstagskomiteesmit dem Schreibenihres Gottesdienstesbegannen, ereignete sichgerade die Revolution2011. Ihre Bitten und Visionensind jedoch bisheute aktuell: Alle Menschenin Ägypten, christlichund muslimisch, sollenerleben, dass sichFrieden und GerechtigkeitBahn brechen, wieWasserströme in derWüste! (Jes 41,18ff.)Wege in der Wüste,Wasserströme in der Einöde– diese prophetischeZusage Gottes aus demBuch Jesaja greift derWeltgebetstag der Ägypterinnenauf. Wie passendfür ihr Heimatland,das mit seinen über 90 %Sand- und Steinwüsteneines der wasserärmsten Länder weltweit ist.Fruchtbare Vegetation findet sich in den Oasenund entlang des Nils, der die zentrale Wasserquelledes Landes ist. Der längste Fluss Afrikas bewässertFelder, liefert Wasser für die Industrie undversorgt die Bevölkerung mit Trinkwasser. DerGroßteil der rund 85 Mio. Ägypterinnen und Ägypterlebt in seiner unmittelbaren Nähe. Niltal undNildelta gehören deshalb zu den am dichtestenbesiedelten Gebieten der Welt.Ägyptens Geschichte und Kultur begannen zwarlange vor biblischen Zeiten, sie sind aber auch engverwoben mit dem Christentum. In Ägypten, worund 90 % der Bevölkerung muslimisch ist, gehörenca. 10% christlichen Kirchen an, als deren Begründerder Evangelist Markus gilt. Die größte unterihnen ist die Koptisch-Orthodoxe Kirche. DerWeltgebetstag wurde in Ägypten erstmalig 1928gefeiert und sorgt bis heute für eine lebendigeÖkumene. Die Verbundenheit im Glauben ist wichtigfür Ägyptens Christinnen und Christen. SeitJahren gibt es immer wieder Einschüchterungenund Gewaltakte radikaler islamistischer Kräfte, diesich v.a. gegen Christen aberauch gegen moderate Muslimerichten.Dass Christen und Muslime,Liberale und Konservative,Arme und Reiche, Frauenund Männer 2011 und auch2013 gemeinsam protestierten,war wichtig für ÄgyptensGesellschaft. Für viele Frauenwar die Revolution einSchlüsselerlebnis. Sie brechenseitdem verstärkt dasSchweigen über sexualisierteGewalt und kämpfen für ihrepolitischen, wirtschaftlichenund gesellschaftlichen Rechte.Zwei ägyptische Organisationen,die sich für Mädchenbildungund die Mitbestimmungvon Frauen bei gesellschaftlichenEntscheidungeneinsetzen, sind auch Partnerinnender Projektarbeit desWeltgebetstags. Diese unterstütztmit den Kollekten derGottesdienste weltweit Frauen-und Mädchenprojekte.Am Freitag, den 7. März2014, wird in über 170 Ländern der Weltgebetstaggefeiert und wir hören die engagierten Stimmender Ägypterinnen. Gemeinsam mit den Menschenin Ägypten vertrauen die Gottesdienstbesucherinnenund -besucher auf die biblische Verheißungdes Propheten Jesaja: „Gesegnet sei Ägypten,mein Volk“ (Jes 19,25).Lisa Schürmann,Weltgebetstag der Frauen -Deutsches Komitee e. V.www.ekimu.de Seite 5

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