Elektromagnetische Felder von Energiesparlampen - news.admin.ch

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Elektromagnetische Felder vonEnergiesparlampenMerkblatt für InteressierteProgrammElektrizitätDie Felder von Energiesparlampen und von normalen Glühlampenunterscheiden sich nicht wesentlich. Lampen „belasten“ die Umgebung auchnicht mehr als andere Geräte in Haushalt und Büro. Die Magnetfelder (50Hz) von Energiesparlampen sind etwa gleich gross wiedie Felder von vergleichbaren Glühlampen. Die elektrischen Felder (50Hz) von Energiesparlampen sind nur unwesentlichstärker als die Felder von Glühlampen. Die hochfrequenten Felder der Betriebsfrequenzen (30-60kHz) liegen deutlichunterhalb aller Grenzwerte und Grenzwertempfehlungen.Elektromagnetische FelderSobald ein Gerät an eine Steckdose angeschlossenwird, steht es unter Spannung und baut einelektrisches Feld auf. Dieses Feld ist auch dannvorhanden, wenn das Gerät ausgeschaltet ist.Wenn das Gerät eingeschaltet wird, entsteht zusätzlichzum elektrischen auch ein magnetischesFeld. Magnetische Felder entstehen, sobald (undnur) wenn Strom fliesst.Niederfrequente elektrische Felder lassen sich gutdurch geerdete, elektrisch leitfähige Materialienabschirmen. Magnetische Felder lassen sich nursehr aufwändig abschirmen.Welche Lampen, welche Felder?Brennende Glühlampen erzeugen elektrische undmagnetische Felder, deren Stärke und Polarität imTakt des Wechselstroms hin und her schwingt(50mal pro Sekunde: 50Hz; Hz=Hertz).Energiesparlampen erzeugen zusätzlich zu denoben erwähnten Feldern noch sog. hochfrequenteFelder von ca. 30-60kHz; kHz=Kilohertz; 1kHz=1000Hz). Die Betriebsfrequenzen sind bei jedemLampentyp leicht verschieden. Das Vorschaltgerätim Sockel des Leuchtkörpers erzeugt den Strom,der diese Felder verursacht. Er gewährleistetauch, dass die Lampen flimmerfrei leuchten.In diesem Merkblatt werden die Ergebnisse vonMessung an 11 verschiedenen Energiesparlampenund zwei vergleichbaren Glühlampen dargestellt.Pro Lampentyp wurden jeweils zwei Exemplarevermessen.Grenzwerte und GrenzwertempfehlungenFür elektromagnetische Felder von Lampenbestehen keine verbindlichen Grenzwerte odertechnischen Normen. Die Verordnung zum Schutzvor nicht-ionisierender Strahlung (NISV) gilt nichtfür elektrische Haushaltsgeräte und Lampen.Nimmt man zum Vergleich die Anlagegrenzwerteder schweizerischen Verordnung (NISV), so haltendie Lampen im üblichen Gebrauchsabstand(ab ca. 30cm) alle Grenzwerte ein, meist auch die(für Bildschirme entwickelten) strengen schwedischenEmpfehlungen (TCO). Für Lampen sinddiese z.T. aber wenig sinnvoll (siehe unten).Magnetische Felder von LampenNiederfrequente magnetische FelderDie 50Hz-Magnetfelder von Lampen sind in 30cmAbstand harmlos tief. Sie liegen sogar ein Mehrfachesunterhalb der TCO-Empfehlung (Fig. 1).Die Felder von Energiesparlampen sind dabeinoch kleiner als diejenigen von Glühlampen.magn. Flussdichte [nT]100806040200ambientGlühlampe60 WGlühlampe100 WESL-1 ESL-2 ESL-3 ESL-4 ESL-5 ESL-6 ESL-7 ESL-8 ESL-9 ESL-10 ESL-11Fig. 1 Magnetfeld (50Hz) in nT, 30cm AbstandHochfrequente magnetische FelderEnergiesparlampen erzeugen auch hochfrequenteMagnetfelder (siehe Abschnitt „welche Lampen,welche Felder?“). Auch die Stärke dieser Felderliegt im Gebrauchsabstand unterhalb der schweizerischenAnlagegrenzwerte und bis auf eine


MerkblattElektromagnetische Felder– 2 – von Energiesparlampeneinzige Ausnahme sogar unterhalb der TCO-Empfehlungen(Fig. 2).5040Fall), dann kann das elektrische Feld stark reduziertwerden, wenn ein Fabrikat gewählt wird, beidem der Lampenschirm geerdet ist. Es wirdjedoch aus Gründen der Personensicherheitdavon abgeraten, metallene Lampenschirmenachträglich selbst zu erden.magn. Flussdichte [nT]3020100ambientGlühlampe60 WGlühlampe100 WESL-1 ESL-2 ESL-3 ESL-4 ESL-5 ESL-6 ESL-7 ESL-8 ESL-9 ESL-10 ESL-11Fig. 2 Magnetfeld bei Taktfrequenz in nT, 30cmAbstandHochfrequente elektrische FelderDie elektrischen Felder von Energiesparlampenbei der Taktfrequenz (30-60kHz) sind sehr kleinund liegen in 30cm Abstand sogar deutlich unterhalbder TCO-Empfehlungen (Fig. 4). Glühlampenproduzieren keine solchen hochfrequenten Felder,denn sie benötigen kein Vorschaltgerät.10Elektrische Felder von LampenNiederfrequente elektrische FelderDie elektrischen 50Hz-Felder von Energiesparlampensind etwas stärker als die Felder vonGlühlampen (Fig. 3). Die Felder sind aber nichtgrösser als die Felder anderer elektrischer Geräte.500elektrische Feldstärke [V/m]86420ohne LampeohneSpannungGlühlampe60 WGlühlampe100 WESL-1 ESL-2 ESL-3 ESL-4 ESL-5 ESL-6 ESL-7 ESL-8 ESL-9 ESL-10 ESL-11Fig. 4 Elektrisches Feld bei Taktfrequenz in V/m, 30cmAbstand400elektrische Feldstärke [V/m]3002001000ohne LampeohneSpannungGlühlampe60 WGlühlampe100 WESL-1 ESL-2 ESL-3 ESL-4 ESL-5 ESL-6 ESL-7 ESL-8 ESL-9 ESL-10 ESL-11Fig. 3 Elektrisches Feld (50Hz) in V/m, 30cm AbstandDie TCO-Empfehlung ist für Lampen ungeeignet.Sie ist auf Bildschirme zugeschnitten, deren Felderdurch das Gehäuse gut abgeschirmt werdenkönnen. Das ist bei Lampen nicht immer der Fall.Bereits eine leere Lampenfassung unter Spannungübersteigt den TCO-Wert um ein mehrfaches.Besitzt eine Lampe einen metallenen Lampenschirm(das ist häufig bei Büroleuchten derFazit und EmpfehlungenEnergiesparlampen sind bezüglich elektromagnetischerStrahlung kaum schlechter als Glühlampenund vergleichbar mit anderen Geräten des Alltags.Sie können Energiesparlampen ohne Bedenkenanstelle von Glühlampen verwenden und damitIhren persönlichen Beitrag zum Energiesparenund zum Umweltschutz leisten.Wenn Sie sehr empfindlich auf „Elektrosmog“ reagieren,dann können Sie die elektrischen Feldervon Lampen durch den Kauf einer Leuchte mitMetallgehäuse, das geerdet ist, reduzieren. Weiterhilft das konsequente Ausschalten (nicht nur„stand-by“-Betrieb) von Elektrogeräten oder die(korrekte) Installation eines Netzfreischalters.Um mehr zu erfahren...• Detaillierter Messbericht unter:www.electricity-research.chBundesamt für Energie, November 2004Mit Unterstützung vonBundesamt für Gesundheit, Philips AG Lighting, Osram AGDownload: www.electricity-research.ch• Informationen zu elektromagnetischen Feldern imAlltag unter: www.emf-info.chAusgearbeitet von Dr. Gregor Dürrenberger(Forschungsstiftung Mobilkommunikation)Dr. Georg Klaus(Maxwave AG)

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