Auszüge aus der Berichterstattung - c-alm

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Auszüge aus der Berichterstattung - c-alm

Az Aargauer Zeitung31.05.20112 / 13


Tages­Anzeiger31.05.2011 Seite 1 / 1Auflage/ Seite 205398 / 41 9110Ausgaben 300 / J. 8880719EVD / PD / UVEK / EFD / EDI / EJPD5 7 Milliarden Franken das teure System der Pensionskassen»Janssen»Bisher ging man davon ausdass die Verwaltungder Pensionskassengelder2 8 Milliarden kostet nunist es plötzlich das DoppelteVon Arthur RutlshauserDas Schweizer Pensionskassensystemist mit Gesamtkosten von 5 7 MilliardenFranken viel teurer als bisher angenommen Zu diesem Schluss kommteine Studie des Bundesamts für Sozialversicherungen BSV Total liegenlaut BSV 698 Milliarden Franken bei denPensionskassen und grossen Lebensversicherungen Um die Milliarden zu bewirtschaften und Renten auszuzahlenbraucht es bei den Pensionskassen eineVerwaltung Kostenpunkt 792 Mio esbraucht Marketing und Werbung 63Mio sowie Verwaltungs und Vertriebskosten der Lebensversicherer 918 MioDazu kommen die direkten Kosten derVermögensverwaltung der Pensionskassen 795 Mio und der Versicherer 286Mio Dies alles war längst bekanntWas nicht bekannt war das warendie indirekten Vermögensverwaltungskosten Dabei geht es um Kosten die einFonds verursacht wenn er Aktien kauftoder verkauft um Steuern die innerhalb des Fonds anfallen oder auch umLöhne die ausbezahlt werden Gleichesgilt für Obligationenfonds und für strukturierte Produkte Diese indirekten Kosten summieren sich auf 2 8 MilliardenFranken Die Pensionskassen geben nurfür die Vermögensverwaltung 3 9 Milliarden oder 0 56 Prozent des investierten Vermögens aus Am happigsten sinddie versteckten Kosten bei den «alternativen Anlagen» also bei HedgefondsFonds of Hedgefonds Private EquityAnlagen sowie strukturierten Produkten Diese Anlagen von denen niemandexakt weiss was sie genau beinhaltensind eigentlich eine kleine Anlagekategorie Gerade mal 6 4 Prozent der Vermögen sind darin angelegt Trotzdemverursachen sie 33 Prozent der Kosten«In die richtige Richtung»Nun könnte es ja sein dass die teurenalternativen Anlagen besonders hoheRenditen erzielen Dann wären sie fürdie Versicherten trotzdem ein GewinnDoch dem ist gemäss BSV offenbar nichtso «Werden die Kosten den mit den Vermögensanlagen erzielten Nettorenditengegenübergestellt so zeigt sich einsignifikanter Zusammenhang zwischenden gemessenen Vermögensverwaltungskosten und der realisierten Nettorendite je höher die Kosten desto tieferdie realisierte NettorenditeEiner der die hohen Kosten derPensionskassen schon lange kritisiertist Rudolf Strahm Er gibt sich erfreutdass man die versteckten Kosten endlichuntersucht hat «Das ist ein Schritt in dierichtige Richtung Doch für mich solltees grundsätzlich verboten sein dassPensionskassen in Hedgefonds investieren» Finanzprofessor Martinmöchte nicht so weit gehen Aber aucher sagt «Wenn die Vermögensverwaltung 0 56 Prozent kostet ist das dreimalmehr als wenn man das Geld passiv ineinen Indexfonds investiert Diese Mehrkosten müssten sich mit höherem Gewinn und besserer Diversifikation rechtfertigen Es ist unklar ob dem so ist13 / 13© Tages­Anzeiger, Zürich ZMS Monitoring Services AG ­ Media Monitoring ­ www.zms.ch


CH/Pensionskassen weisen nicht alle Verwaltungskosten aus | Alle | News | CASHhttp://www.cash.ch/news/alle/chpensionskassen_weisen_nicht_alle_verwaltungskoste...Seite 1 von 131.05.2011CH/Pensionskassen weisen nicht alleVerwaltungskosten aus30.05.2011 11:40Bern (awp/sda) - Die Pensionskassen weisen bei der Vermögensverwaltungin der 2. Säule nicht die vollen Verwaltungskosten aus. Wie eine am Montagveröffentlichte Studie zeigt, wurde bisher nur ein Viertel der effektivenKosten sichtbar gemacht.Tatsache sei, dass von 100 CHF Vermögen in der 2. Säule im Durchschnitt 56Rappen für die Vermögensverwaltung aufgewendet würden, hiess es bei derVorstellung der vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) in Auftraggegebenen Studie am Montag in Bern.Die Pensionskassen weisen gemäss Studie in ihren Rechnungen den Aufwandaus, den sie für die Verwaltung, für Marketing und Werbung sowie für dieVermögensverwaltung haben und die Kosten, die ihnen dafür in Rechnunggestellt werden. Diese Angaben fliessen in der Folge auch in diePensionskassenstatistik ein.Nicht sichtbar sind aber jene Kosten, die den Pensionskassen nicht direkt inRechnung gestellt werden, beispielsweise Kosten innerhalb von kollektivenAnlagegefässen. Um herauszufinden, wie hoch die Kosten für dieVermögensverwaltung in der 2. Säule tatsächlich sind, hat das BSV eineBeratungsfirma mit einer entsprechenden Untersuchung beauftragt.Die Studie gibt den Pensionskassen auch konkrete Hinweise darauf, wie sie ihrVerhältnis von Kosten und Erträgen im Interesse der Versicherten verbessernkönnen.dl(Quelle: AWP)Anzeige


Pensionskassen legen nicht alle Verwaltungskosten offen (Wirtschaft, Aktuell, NZZ ...http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/pensionskassen_legen_nicht_alle_ve...Seite 1 von 231.05.201130. Mai 2011, 14:53, NZZ OnlinePensionskassen legen nicht alleVerwaltungskosten offenVon 100 Franken Vermögen 56 Rappen für dieVermögensverwaltungVon 100 Franken Vermögen in der 2. Säule werden im Schnitt 56 Rappen für dieVermögensverwaltung aufgewendet. In den Statistiken war bisher aber nur etwaein Viertel dieser Kosten sichtbar. Dies zeigt eine Studie, die am Montag in Bernvorgestellt wurde.(sda) Die Kosten der 2. Säule und die mangelnde Transparenz bei derVermögensverwaltung sorgen bei den Pensionskassen immer wieder für Kontroversen.Der Bund wollte es genauer wissen. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hatdeswegen eine Untersuchung «Vermögensverwaltungskosten in der 2. Säule» in Auftraggegeben. Durchgeführt wurde die Studie von der St. Galler Beratungsfirma c-alm AG anHand von Erhebungen bei 73 Vorsorgeeinrichtungen. Sie rechnete die Ergebnisse aufalle Kassen hoch.Laut der Studie schwankt der Anteil der Vermögensverwaltungskosten am jeweiligenKapital von Kasse zu Kasse zwischen 0,15 bis 1,86 Prozent. Im Schnitt liegt er bei 0,56Prozent, was bei einem gesamten Vorsorgevermögen von 698 Milliarden Franken einenBetrag von rund 3,9 Mrd. Franken ausmacht.Ausgewiesene und nicht ausgewiesene KostenAusgewiesen in den Pensionskassen-Buchhaltungen und in den Statistiken sind abernur etwa ein Viertel der effektiven Kosten - nämlich der Aufwand für Verwaltung,Marketing und Werbung sowie für die Vermögensverwaltung und die Kosten, die denKassen dafür in Rechnung gestellt werden.Nicht sichtbar sind dagegen jene Kosten, die den Pensionskassen nicht direkt inRechnung gestellt werden. Das sind hauptsächlich Gebühren von kollektivenAnlagegefässen (etwa Fonds).


Pensionskassen legen nicht alle Verwaltungskosten offen (Wirtschaft, Aktuell, NZZ ...http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/pensionskassen_legen_nicht_alle_ve...Seite 2 von 231.05.2011Kostendisziplin zahlt sich ausJe höher die Kosten für die Vermögensanlage waren, desto tiefer waren dieNettorenditen. Zusätzlicher Aufwand für die Vermögensverwaltung zahlte sich in derRegel also nicht aus, Kostendisziplin dagegen schon. Sie nütze unmittelbar denVersicherten, stellt die Studie fest.Es sei im Interesse der Kassen, die bisher nicht sichtbaren Kosten zum Vorschein zubringen. Sie könnten ihren Spielraum besser nutzen und den Wettbewerb besser spielenlassen.Neue gesetzliche Vorschriften sind laut BSV nicht notwendig. Allenfalls könnte dieOberaufsichtskommission mit methodischen Vorgaben zur Verbesserung derTransparenz beitragen.Copyright © Neue Zürcher Zeitung AGAlle Rechte vorbehalten. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oderdauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherigeausdrückliche Erlaubnis von NZZ Online ist nicht gestattet.Diesen Artikel finden Sie auf NZZ Online unter:http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/pensionskassen_legen_nicht_alle_verwaltungskosten_offen_1.10755932.html


CH/Pensionskassen weisen nicht alle Verwaltungskosten aushttp://www.swissinfo.ch/ger/news/newsticker/wirtschaft/CH/Pensionskassen_weisen_...Seite 1 von 131.05.201130. Mai 2011 - 11:40CH/Pensionskassen weisen nicht alle Verwaltungskosten ausBern (awp/sda) - Die Pensionskassen weisen bei der Vermögensverwaltung in der 2. Säule nicht die vollenVerwaltungskosten aus. Wie eine am Montag veröffentlichte Studie zeigt, wurde bisher nur ein Viertel dereffektiven Kosten sichtbar gemacht.Tatsache sei, dass von 100 CHF Vermögen in der 2. Säule im Durchschnitt 56 Rappen für dieVermögensverwaltung aufgewendet würden, hiess es bei der Vorstellung der vom Bundesamt fürSozialversicherungen (BSV) in Auftrag gegebenen Studie am Montag in Bern.Die Pensionskassen weisen gemäss Studie in ihren Rechnungen den Aufwand aus, den sie für die Verwaltung,für Marketing und Werbung sowie für die Vermögensverwaltung haben und die Kosten, die ihnen dafür inRechnung gestellt werden. Diese Angaben fliessen in der Folge auch in die Pensionskassenstatistik ein.Nicht sichtbar sind aber jene Kosten, die den Pensionskassen nicht direkt in Rechnung gestellt werden,beispielsweise Kosten innerhalb von kollektiven Anlagegefässen. Um herauszufinden, wie hoch die Kosten für dieVermögensverwaltung in der 2. Säule tatsächlich sind, hat das BSV eine Beratungsfirma mit einerentsprechenden Untersuchung beauftragt.Die Studie gibt den Pensionskassen auch konkrete Hinweise darauf, wie sie ihr Verhältnis von Kosten undErträgen im Interesse der Versicherten verbessern können.dlURL dieses Artikelshttp://www.swissinfo.ch/ger/news/newsticker/wirtschaft/CH/Pensionskassen_weisen_nicht_alle_Verwaltungskosten_aus.html?cid=30349692Fenster schliessen


Les frais de gestion des caisses de pension nettement sous-évaluéshttp://www.tdg.ch/print/node/343839Seite 1 von 231.05.2011Publié par Tribune de Genève (http://www.tdg.ch)Les frais de gestion des caisses depension nettement sous-évaluésFORTUNE | Selon une étude commandée par l’Office fédéral des assurancessociales (OFAS) publiée lundi, la gestion de la fortune de la prévoyanceprofessionnelle peut être améliorée, notamment au niveau de la transparence.© KEYSTONE | Pour chaque tranche de 100 francs de fortune du 2e pilier, 56centimes en moyenne sont dépensés pour la gestion de la fortune.ATS | 30.05.2011 | 11:28Les frais de gestion de la fortune du 2e pilier sont nettement sous-évalués. Lastatistique des caisses de pension ne fait apparaître qu’un quart des 3,9 milliards qu’ilsatteignent en réalité. Des mesures simples permettraient pourtant de les réduire.Pour chaque tranche de 100 francs de fortune du 2e pilier, 56 centimes sont dépensésen moyenne pour la gestion de la fortune. Une étude publiée lundi par l’Office fédéraldes assurances sociales (OFAS) fait apparaître le pot aux roses.Les frais de gestion de la fortune diffèrent nettement selon les caisses de pension,puisqu’ils peuvent aller de 0,15 à 1,86% du capital, a expliqué l’auteur de l’étude UeliMettler. La moyenne atteint 0,56%. Cela correspond à 3,9 milliards pour une fortunede prévoyance totale de 698 milliards de francs, à fin 2009.Pourtant, les comptabilités des institutions LPP ne font apparaître que 795 millions etcelles des assureurs-vie actifs dans le 2e pilier 286 millions. La plus grande partie des


Pensionskassen Die Anlagekosten in derberuflichen Vorsorge sind zu hoch 795 MillionenFranken Von Erich SolenthalerDie Manager müssensich erklärenMan merkt dem Titel der Studie nichtan wie brisant sie ist «Vermögensverwaltungskosten in der 2 Säule» heisstsie soeben vom Bundesamt für Sozialversicherungen veröffentlicht TA vongestern Demnach kostet die Berufsvorsorge in der 700 Milliarden Franken platziert sind 0 56 Prozent oder795 Millionen Franken und nicht0 15 Prozent wie bisher angenommenDass die Kosten höher sind alsbisher angenommen wurde war zwarbekannt Dass der Unterschied so grossausfällt kommt überraschend undstellt die institutionalisierte Vorsorgevor eine ernste Frage Denn Pensionskassen geben gerne an dank ihrerGrosse von Skalenerträgen zuprofitieren ein starker Verhandlungspartner gegenüber den Banken zu seinund mit ihrem Wissen versteckteKosten ausfindig machen zu könnenDass die Kostenso viel höher sindstellt die Vorsorge voreine ernste FrageMit diesen Argumenten rechtfertigt diezweite Säule ihre Existenz und dass siefür die Werktätigen obligatorisch istAber Mit Verwaltungskosten voneinem halben Prozent befinden sichPensionskassen gegenüber privatenAnlegern nicht mehr im Vorteil Für sieist die Welt nicht mehr wie 1985 alsdie Berufsvorsorge obligatorischwurde Dank den günstigen Indexfonds muss ein informierter kostenbewusster Privatinvestor kaum mithöheren Anlagekosten rechnen alsseine PensionskasseDie Möglichkeiten der sogenanntenExchange Traded Funds sind so grossdass sich mit ihnen in den traditionellen Anlagekategorien Aktien undObligationen jede gewünschteAnlagestrategie seriös umsetzen lässtWer sich im Markt umschautschneidet auch bei den Transaktionsund Depotgebühren nicht schlechterab als ein institutioneller InvestorWenn aber ein privater Anlegeretwa auf dieselben Kosten kommenkann wie ein institutioneller dannkann sich die zweite Säule nicht mehrmit ihren Skalenerträgen profilierenund ihre Existenz mit strukturellenVorteilen in der Vermögensverwaltungrechtfertigen Kann sein dass siequalitativ überlegen ist aber dieswurde noch nie gemessen undbewiesen Die Gebühren sind nicht dereinzige wichtige Faktor für den Erfolgeiner Pensionskasse aber ihn könnenPensionskassen am besten beeinflussen Bei allen anderen spielen Glückund Pech eine ebenso grosse Rolle wiedas Geschick Es ist darum kein Zufalldass die Studie zwischen denAnlagekosten einer Pensionskasse undder von 2005 bis 2009 erzieltenRendite den klarsten Zusammenhangfeststellt Je tiefer die Kosten um sobesser fällt die Performance ausHedgefonds verbietenIm Zentrum der Diskussion um dieVermögensverwaltungskosten stehenTages­Anzeiger01.06.2011 Seite 1 / 1Auflage/ Seite 205398 / 11 9110Ausgaben 300 / J. 8883395EVD / PD / UVEK / EFD / EDI / EJPDdie alternativen Anlagen die zwar nur6 Prozent der Vermögen ausmachenaber ein Drittel der Kosten beanspruchen Hedgefonds und Private Equitygehören in diese Gruppe hier bringenPensionskassen aber auch Rohstoffeund alle Spezialitäten unter die inkeine der klassischen Anlagekategorienpassen Sogar ihre GoldbarrenDie Kosten für die umstrittensteAnlageform die Hedgefonds lagen denAutoren der Studie Ueli Mettler undAlvin Schwendener von der St GallerBeratungsfirma C Alm nicht vor Fürdiese Kategorie mussten die Kosten zudenen Erfolgsbeteiligungen derPortfoliomanager gehören geschätztwerden Und sie wurden mit 5 Prozentvermutlich zu hoch angesetzt WarumWeil Hedgefonds in der untersuchtenPeriode von 2006 bis 2009 eineschlechte Performance erzielten undkeine oder geringe Erfolgsbeteiligungen anfielen Aber am Gesamtbefundändert sich nichts Hedgefonds habenwährend der Finanzkrise für diePensionskassen keinen Mehrwertgeschaffen Aber was sonstHedgefonds sollten nicht verbotenwerden Für die zu hohen Kosten sinddie komplizierten Fondsstrukturenverantwortlich die von den SchweizerPensionskassen bevorzugt werden Sieinvestieren häufig in Dachfonds dieihrerseits spezialisierte Hedgefondsengagieren Unterm vielstufigenAnlageprozess leidet auch dieTransparenz und BerechenbarkeitDirekte Anlagen In Hedgetonds sindden Pensionskassen zwar erlaubt aberden meisten fehlt der Mut3 / 36© Tages­Anzeiger, Zürich ZMS Monitoring Services AG ­ Media Monitoring ­ www.zms.ch


Die Rentner kassieren zu vielDie Schweizer Altersvorsorge krankt an zu hohen garantierten Renten Die Fakten legen den Schlussnahe unser System zu überdenken Wir brauchen flexible Renten mit tieferen Garantien und variablenÜberschussrenten Von Oskar LeutwylerBeim Finanzierungsverfahren unserer Pensionskassen soll im Durchschnitt jeder Versicherte zusammen mit dem Arbeitgeber plusKapitalerträgen seine Leistungen selber finanzieren Eine Generationensolidarität wiebei der AHV wonach die aktiven Versichertendie Rentenbezüger finanzieren ist beim BVGnicht vorgesehenNach Gesetz sollen die Leistungen der AHVzusammen mit denjenigen unserer Pensionskassen dem Versicherten ermöglichen die gewohnte Lebenshaltung in angemessener Weise weiterführen zu können Daraus leiten wiralle ab dass dieses Ziel nur mit einer lebenslänglich garantierten Rente verwirklicht werden kann Es bleibt jedoch offen ob eine privatrechtlich organisierte Pensionskasse diesesVersprechen überhaupt einhalten kannEine Pensionskasse ist eine Solidargemeinschaft aller Mitglieder der aktiven Versicherten und der Rentenbezüger In dieser Gemeinschaft möchte auch ein aktiver Familienvaterseine gewohnte Lebenshaltung in angemessener Weise weiterführen können Doch für ihnbensnotwendigen finanziellen Mittel fehlenEs ist eine Tatsache dass heute die Rentenbezüger vieler Pensionskassen weit besser lebenals ein aktiver Familienvater mit KindernDie Jungen werden erdrücktNiemand von uns kennt die Zukunft Umdie Renten trotzdem zu garantieren ist diePensionskasse gezwungen Sicherheitsmargen in Form von Rückstellungen und Schwankungsrcserven aufzubauen welche zum grossen Teil von den aktiven Versicherten undvom Arbeitgeber zu äufnen sind Dabei sindgrosse Rückstellungen höchst unsozial dasich Versicherte beim Eintritt in die Pensionskasse nicht in die bestehenden Rückstellungen und Reserven einkaufen müssen und siewiederum umgekehrt beim Austritt sämtlichemitfinanzierten Reserven verlierenHatte man noch bei der Planung des BVGbefürchtet beim Deckungskapitalverfahrenwürde zu viel Kapital angespart und dem Konsum entzogen sind wir heute einem echtenSpar und Sicherheitswahn verfallen Das Vorsorgevermögen unserer zweiten Säule ist inzwischen aufüber 700 Milliarden Franken angewachsen und wird weiter steigen Dabei istnicht erwiesen dass ein stets wachsendes Vorsorgevermögen zwangsweise zu einer zunehmenden Sicherheit führtDie Weltwoche01.06.2011 Seite 1 / 2Auflage/ Seite 80118 / 35 9110Ausgaben 50 / J. 8884623EVD / PD / UVEK / EFD / EDI / EJPDFahrlässig hohe RentengarantienWie beim BVG Zinssatz ist ein Umdenken beider Rentengarantie zwingend notwendig Wirmüssen erkennen dass wir aus unseren Pengibt es weder eine Arbeitsplatz noch einesionskassen nicht mehr konsumieren könnenLohngarantie Erlebt er jedoch das Rücktrittsalter so hat er es geschafft und erhält jedenMonat seine gesicherte Altersrente Kommtdie Vorsorgeeinrichtung in finanzielle Schwierigkeiten ist es Sache der aktiven Versichertenund des Arbeitgebers das finanzielle Gleichgewicht wiederherzustellen Das System kannim Extremfall dazu führen dass die Rentnerim Überfluss leben und den Aktiven die leals wir darin erwirtschaften Garantierte Renten sind daher kaum verantwortbarDie statistischen Erhebungen zeigen dassdas gesamthaft angesparte Vorsorgevermögender zweiten Säule rund doppelt so gross ist wiedas gesetzlich vorgeschriebene Altersguthabennach BVG Somit sind bei vielen Pensionskassendie reglementarischen Leistungen weit höherals diejenigen nach Gesetz Trotzdem giltheuteauf den Gesamtleistungen die RentengarantieEs ist daher dringend nötig unser System zuüberdenken und folgenden Lösungsvorschlagsorgfältig zu prüfenDie neu erworbenen Renten sollen neu in eine garantierte Grundrente und eine variableÜberschussrente unterteilt werden DieGrundrente wird vorsichtig nach relativ sicheren Parametern ermittelt Die Überschussrente richtet sich nach den freien verfügbaren7 / 36© Die Weltwoche, Zürich ZMS Monitoring Services AG ­ Media Monitoring ­ www.zms.ch


Mitteln der Vorsorgeeinrichtung und derenHöhe wird periodisch neu festgelegt Um diewohlerworbenen Rechte eines jeden Versicherten zu wahren darf das neue Modell nurauf die neu erworbenen Leistungen angewendet werdenMit der vorgeschlagenen Systemanpassungkann verhindert werden dass Rentenversprechen abgegeben werden die später nicht eingehalten werden können Das Vertrauen in unsere Vorsorgewerke kann so mit Sicherheitgestärkt werden und das Wort «Rentenklau»Die Weltwoche01.06.2011 Seite 2 / 2Auflage/ Seite 80118 / 35 9110Ausgaben 50 / J. 8884623EVD / PD / UVEK / EFD / EDI / EJPDdürfte der Vergangenheit angehörenWir haben in der Schweiz ein Vorsorgesystem um das uns andere Länder beneidenDurch Weitsicht und kluge Anpassungen andie veränderten Gegebenheiten konnte derheutige Stand erreicht werden Eine weitereAnpassung im Bereich der Rentengarantie istnotwendig Es wäre schade wenn unser Sozialwerk Schaden nähmeOskar Leutwyler ist PcnsionsversicherungscxpertcMathematiker und Lchrmittelautor Das im Beitragvorgeschlagene Modell wurde vom Verfasser entwickeltund bei zwei Pcnsionskassen erfolgreich eingeführt8 / 36© Die Weltwoche, Zürich ZMS Monitoring Services AG ­ Media Monitoring ­ www.zms.ch

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