RMC 2011 - ROTAX MAX Challenge

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RMC 2011 - ROTAX MAX Challenge

[ ROTAX MAX CHALLENGE ]

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Endlich geht es wieder los! Selten starteten die Fahrer, Teams und auch die

Organisation derart motiviert und voller Vorfreude in die inzwischen elfte Saison

der Deutsch-Österreichischen DMV ROTAX MAX Challenge 2011. Gastgeber des

lang ersehnten Saisonauftakts war das Prokart Raceland von Wackersdorf,

welches fast 170 Teilnehmer zum ersten Rennen des Jahres begrüßen durfte.

[ T E X T & F O T O S : T I M O D E C K ]

RMC-AUFTAKT IN EIN REKORDJAHR

MC-Chef Peter Kessler

war schon am Samstag

vor dem eigentlichen

Renntag frohen Mutes: „Wir haben

sage und schreibe 186 Einschreibungen

für das Jahr 2011

– soviel wie noch nie seit Bestehen

der RMC. Damit sind wir

hervorragend aufgestellt und

fühlen uns in unserer Arbeit bestätigt,

denn auch für 2011 haben

wir unser bewährtes Konzept

wieder in Details verbessert.

Das betrifft in erster Linie

die Kostensenkung. Teams und

Händler der RMC müssen künftig

ihre Service-Preise offen legen,

was deutlich mehr Transparenz

schafft. Auch die technischen

Kontrollen und Abläufe

wurden optimiert. Sportlich haben

wir im Bereich der Chan-

cengleichheit nachgebessert.

Konkret betrifft dies die World-

Gruppen der JUNIOR- und MAX- MAX-

Klasse. Hier werden die drei

eingeschriebenen Erstplatzierten

jeweils bei der nächsten

Veranstaltung mit einem ihnen

zu gelosten, neuen, von uns

überprüften Motor ins Rennen

gehen. Dieses System gilt für die

gesamte Saison und wird dafür

sorgen, dass es ein fairer Kampf

um den Titel wird.“ Und dass

die Meisterschaft auch 2011

Robert Kindervater:

Doppelsieger der

Klasse MICRO-Cup

enorm spannend verlaufen wird,

bewiesen die ersten Rennen in

Wackersdorf. 13 Sieger in 16

Rennen sprechen eine deutliche

Sprache...

MICRO-Cup: Robert Kindvater

dominiert den Saisonstart

Bei den Jüngsten der RMC gab

ein Mann deutlich den Ton an.

Die Rede ist von Robert Kindvater

(EA). Der Pilot aus dem Rennstall

von B&W Kartservice sicherte

sich die Pole-Position und feierte

im Anschluss beide Laufsiege.

Sein ärgster Rivale war Marcel

Mayer (M-Tec), der die Pace des

Tagessiegers als einziger einigermaßen

halten konnte und jeweils

auf Rang zwei einlief. Den

dritten Platz holte sich im Prefinale

Tim Mika Metz (CRG), der

Die RMC des Jahrgangs 2011

jedoch im entscheidenden Finale

seinem Markenkollegen Tobias

Nath den letzten Podiumsplatz

überlassen musste.

MINI-Cup: Halder, Drewing

oder Glania?

Sehr ausgeglichen ging es bei

den MINI-Piloten zu. Im Zeittraining

hatte Michelle Halder (Swiss

Hutless) die männliche Konkurrenz

fest im Griff und fuhr auf die

Pole-Position fürs Prefinale. Hier

erwischte das schnelle Mädel

allerdings einen schlechten Start

und fiel ins Mittelfeld zurück,

während vorne Fabian Hellwig

(M-Tec) das Kommando übernahm.

Dieser konnte den Platz an

der Sonne ebenfalls nicht lang

genießen und geriet mit Nils Laub

(Birel) aneinander. Für Hellwig

endete die Aktion in einem Dreher,

für Laub mit einer Zeitstrafe.

Lachender Dritter war somit PasPascal Drewing (Energy), der das

Prefinale vor Luis Glania (EA) und

Michelle Halder als Erster beendete.

Luis Glania gewann das Finale der MINI-Cup

Im Finale erwischte Luis Glania

den besten Start und setzte sich

sofort ab. Dahinter etablierte sich

Pascal Drewing (Energy) vor Michelle

Halder, die Ihrerseits mit

Vorwärtsdrang unterwegs war.

Nach zahlreichen Versuchen fand

Startphase der Klasse

MAX-Cup mit Niklas

Rosenbach (#416) und

Fabian Erle (#412) in

der ersten Startreihe.

sie zur Halbzeit einen Weg an

Drewing vorbei und machte sodann

Jagd auf den Führenden

Glania. In den letzten Runden

entbrannte eine heißes Duell um

den Sieg, doch Halder biss sich

die Zähne an ihrem Vordermann

aus. Am Ende brachte Glania den

Sieg mit 0.177 Sekunden ins rettende

Ziel. Platz drei holte sich

Felix Kotyk (Intrepid), der Pascal

Drewing noch den letzten Podestplatz

entreißen konnte.

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In der Klasse JUNIOR-Cup

führte kein Weg an Tobias

Dauenhauer vorbei

JUNIOR-Cup: Doppelsieg

für Tobias Dauenhauer

Das Feld der 30 JUNIOR-Cup-

Fahrer stand ganz im Zeichen der

Intrepid-Farben. Schon im Zeittraining

fanden sich mit Florian

Janits und Tobias Dauenhauer

DD2-Masters-SiegerAndreas Matis im Duell mit Thomas Piert

zwei orangefarbene Falken in der

ersten Startreihe. Und das sollte

sich auch in den Rennen nicht

ändern: Dauenhauer war ab dem

Prefinale das Maß der Dinge und

enteilte der Konkurrenz um Längen.

Sowohl im Prefinale, als auch

EVA wo man hinsieht!

Der neue elektronische

Verarbeitungs Assistent - kurz EVA

- hat sich bei seinem ersten Einsatz

bewährt. Egal ob Membercard, Reifen,

Motoren oder Chassis - alles wurde

während der technischen Abnahme

und Registrierung eingelesen

und zentral gespeichert.

im Finale hatte der Mörlenbacher

fast fünf Sekunden Vorsprung!

Der Kampf um die Ehrenplätze

gestaltete sich weitaus offener.

Hier hatte im Prefinale Lena Plattner

(CRG) das beste Händchen

Die RMC-Spitze, Karin und Peter Kessler,

hat ganze Arbeit geleistet und einen

perfekten Saisonauftakt auf die Beine

gestellt. Organisationsleiter Uwe Jäger

war aus gesundheitlichen Gründen

noch nicht mit von der Partie. Die RMC

wünscht schnelle Genesung!

Robin Diers holte

den Finalsieg in der

Klasse MAX-Cup

und holte sich vor Leon Wippersteg

(EA) den zweiten Platz. Im

Finale musste sie dann aber zurückstecken

und sah als undankbare

Vierte die Zielflagge, während

Fabio Katzor (Haase) als

Zweiter vor Leon Wippersteg auf

drei den Sprung aufs Siegerpodest

schaffte.

JUNIOR-World: Oberhand

für Oberheim

Christopher Dreyspring (Energy)

diktierte im Zeittraining noch das

Tempo der JUNIOR-World-Piloten,

doch das Prefinale wirbelte

das Klassement schon zu Beginn

kräftig durcheinander. Eine rund

zehnköpfige Meute versuchte das

Infield im Parallelflug zu durchfahren;

mit dem Ergebnis zahlreicher

Kollisionen und Rangeleien.

Als sich das Feld sortiert

hatte, avancierte Moritz Oberheim

(Energy) zum Pacemaker.

Der amtierende JUNIOR-Vizemeister

ließ danach auch nichts mehr

anbrennen und fuhr den Sieg

knapp vor seinen Verfolgern Fabian

Eisinger (Intrepid), Moritz

Kremer (Intrepid), Christopher

Dreyspring und Lukas Wenig (M-

Tec) nach Hause.

Weniger dramatisch verlief das

Finale: Oberheim fuhr ein kontrolliertes

Rennen und feierte

nach 15 Runden mit über drei

Sekunden Vorsprung einen sau-

beren Start-Ziel-Sieg. Dahinter

ging es enger zur Sache, lieferten

sich doch Moritz Kremer, Lukas

Wenig, Christopher Dreyspring

und Nico Müller (Intrepid) einen

sehenswerten Schlagabtausch

um die Podiumsplätze. Erst auf

den letzten Metern fiel die Entscheidung

und so kreuzten Wenig

und Müller auf den Positionen

zwei und drei den Zielstrich in

einem packenden Finish.

MAX-Cup: Siege für

Rosenbach und Diers

Robin Diers (Kosmic) sicherte sich

im Zeittraining die erste Bestzeit

des Jahres vor Niklas Rosenbach

(Energy). Letzterer erwischte im

Prefinale den besten Start und

konnte sich aufgrund zahlreicher

Positionskämpfe im Verfolgerfeld

fast spielerisch absetzen. Sein

Sieg stand somit nicht mehr in

Frage. Dahinter konnte sich Fabian

Erle (Maranello) nach zähen

Auseinandersetzungen gegen

Robin Diers und Alessio Curto

(CRG) behaupten.

Für Prefinalsieger Rosenbach

wurde das Finale zum Waterloo.

Schon in der zweiten Kurve fand

er sich in der Wiese wieder und

war damit um alle Siegchancen

gebracht. Ähnlich erging es Curto,

der ebenfalls frühzeitig einen

Abstecher ins Grüne machen

musste. Somit meldeten Fabian

Erle und Robin Diers ihre Ansprü-

che auf den Sieg an. Sie duellierten

sich jedoch dermaßen, dass

ihr komfortabler Vorsprung in

wenigen Runden dahin schmolz.

Philipp Hummel (Maranello) und

Marco Bassendowski (Intrepid)

konnten davon profitieren und

mischten sich gegen Rennende

in den Spitzenkampf ein. Letztlich

rettete Diers den Sieg noch vor

Hummerl und Bassendowski ins

Ziel, während Erle noch bis auf

Position sechs zurückgereicht

wurde.

MAX-World: Österreich

gegen Ungarn

Die beiden Gaststarter Stefan

Riener und Ferenc Kancsar aus

dem Intrepid Force Rotax Team

waren die Hauptdarsteller in der

31-köpfigen Königsklasse. Während

Riener im Zeittraining die

Spitze inne hatte und mit Simon

Wagner (M-Tec) im Schlepptau

für eine rein österreichische erste

Startreihe sorgte, drehte Kancsar

im Prefinale auf. Mit taktischem

Geschick legte sich der Ungar mit

österreichischer Lizenz seine

Konkurrenten einen nach dem

anderen zurecht und gewann das

Rennen in eindrucksvoller Manier.

Riener und Wagner liefen in

Schlagdistanz auf den Plätzen

zwei und drei ein. Bester Deutscher

wurde Christopher Friedrich,

der sich als Vierter gegen

den amtierenden JUNIOR-World-

Champion Larry ten Voorde (EA)

behaupten konnte.

Im Finale wechselten sich Kancsar

und Wagner zu Beginn mit

der Führungsarbeit ab. Doch in

Runde vier beendete Riener das

Wechselspiel an der Spitze, eroberte

Platz eins und hielt die

Verfolger, Kancsar und Wagner,

bis zum Fallen der Zielflagge in

Schach. Friedrich und ten Voorde

waren erneut die Protagonisten

im Duell um den vierten Platz,

welches aber nach einem Verbremser

des Niederländers für

beide in einer Kollision endete.

Die vierte Position erbte mit Julian

Wagner (M-Tec) letztlich ein

weiterer Österreicher, während

Sebastian Michels (Intrepid) auf

Platz fünf die Ehre des besten

Deutschen zuteil wurde.

DD2-Masters: Wer stoppt

Piert und Matis?

Das DD2-Masters ging im vergangenen

Jahr noch als Cup-Gruppe

an den Start. Nach internationalem

Vorbild entschied sich die

RMC-Organisation dieses Jahr

zu einer Umstrukturierung dieser

Klasse. Ab 2011 ist das DD2-

Masters nur noch für Piloten über

32 Jahren reserviert. Am Ende

des Jahres winkt dem besten

Gentleman-Driver zudem ein

Weltfinal-Ticket. Ein solches hatte

sich Thomas Piert (M-Tec) 2010

bereits gesichert. Und damit dies

keine Eintagsfliege bleibt, setzte

er beim Saisonauftakt schon im

Zeittraining das erste Ausrufezeichen

in Form der Pole-Position.

Und auch im Prefinale war der

letztjährige Weltfinalteilnehmer

schnell unterwegs, geriet aber

zunehmend unter Druck von Andreas

Matis (Zanardi) – seines

Zeichens ebenfalls erfahrener

Weltfinal-Pilot (2006). Das heiße

Duell der beiden verlief hart aber

fair, jedoch nicht ohne Lackaustausch.

Am Ende konnte Piert die

Spitze bis ins Ziel verteidigen.

Matis lief als Zweiter vor Thomas

Schumacher (CRG) ein.

Auch das Finale stand ganz im

Zeichen den Duells Piert/Matis.

Zunächst hatte sich Piert einen

respektablen Vorsprung herausfahren

können. Diesen konnte

Matis ab der Rennmitte jedoch

egalisieren. Es folgte ein Führungswechsel

nach dem anderen.

Nach einigen Feindkontakten und

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Stefan Riener gewann

den Auftakt der Klasse

MAX-World

kleineren Ausritten, fiel die Entscheidung

in der letzten Kurve

als beide aneinander gerieten.

Während Matis unbeschadet als

Erster die Ziellinie kreuzte, musste

Piert einen Dreher in Kauf

nehmen und fiel noch bis auf Platz

fünf zurück. Damit kamen Thomas

Schumacher und Michael

Becker (Zanardi) in den Genuss

aufs Podium klettern zu dürfen.

DD2-World:

Ausgeglichen wie nie

Mit 26 Teilnehmern war die Vorzeigeklasse

der DD2-World stark

besetzt. Aber auch qualitativ

konnte sich das Schalterfeld sehen

lassen, ist es doch 2011 ein

Sammelbecken von ehemaligen

RMC-Meistern und Weltfinalteilnehmern.

Das erste Kräftemessen der Elite

entschied Martin Grupe (CRG)

im Zeittraining für sich. Im Prefinale

hatte es der Oberhausener

dann nicht leicht und musste sich

zeitweise gegen eine siebenköpfige

Verfolgermeute zur Wehr

setzen. Nachdem ihm kurzeitig

Freude über den ersten Saisonsieg

bei Moritz Oberheim in der Klasse

JUNIOR-World

Simon Wagner (M-Tec) die Spitze

streitig machen konnte, kam zur

Rennmitte die Zeit von Maximilian

Fleischmann (Intrepid). Er

machte Platz um Platz gut und

hatte auch zum Rennende die

besseren Reserven. Am Ende

gewann er vor Martin Gruppe,

Simon Wagner, Dominik Hummer

(Tony) und Nils-Hendrik Jung

(CRG).

Im Finale katapultierte sich Dominik

Hummer mit einem Bombenstart

an die Spitze des Feldes

und legte alles daran, sich einen

Vorsprung herauszufahren. Die

Taktik sollte aufgehen, denn zur

Halbzeit stand sein Sieg nicht

mehr in Frage. Fleischmann wurde

hingegen zurück gereicht.

Binnen der 15 Runden rutschte

der Schrobenhausener auf Position

fünf zurück und musste zusehen,

wie sich Wagner und Jung

die Podestplätze holten. Patrick

Henke (PCR) komplettierte das

Ergebnis auf Position vier.

Insgesamt war es ein sehr gelungener

Saisonauftakt für die

nach den ADAC Kart Masters

zweitstärkste Kartrennserie

Deutschlands. Spannende Rennen,

verdiente Sieger und ein

reibungsloser Ablauf machen

schon jetzt Lust auf mehr. „Der

Saisonstart ist natürlich immer

ein wenig heikel. Trotzdem lief

alles sehr rund. Dazu haben auch

unsere Neuerungen, wie das

EVA-System bei der Papier- und

technischen Abnahme beigetragen.

Sportlich gesehen, waren

die Rennen wirklich spektakulär,

auch wenn es aus meiner

Sicht teilweise ein wenig zu hart

zu ging. Aber das schreiben wir

einfach Mal dem Übermut des

Auf einem und auf vier Rädern schnell: Michelle

Halder fuhr auf die Pole-Position bei den MINI-Cup.

ersten Saisonrennens zu. An

dieser Stelle möchte ich stellvertretend

für die ganze RMC

auch einen Gruß an unseren Organisationsleiter

Uwe Jäger

übermitteln, der gesundheitsbedingt

leider noch für längere

Zeit ausfallen wird. Wir wünschen

ihm eine schnelle und vor

allem vollständige Genesung!“,

so RMC-Chef Peter Kessler bei

der Siegerehrung.

Der nächste Lauf findet am 08.

Mai in der Motorsportarena Stefan

Bellof in Oppenrod statt. ■

DD2-World-Sieger

Dominik Hummer


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Start der Klasse MAX-World:

Seinen ersten RMC-Sieg holte

hier Christopher Friedrich.

RMC IN OPPENROD:

onne pur und hochsommerlichemerliche

Temperaturen

Temperaturen

begleiteten die 150 Teilnehmer,

die sich zum zweiten

Saisonlauf der RMC im hessischen

Oppenrod eingefunden

hatten. Im Fahrerlager herrschte

beste Stimmung und die vom

Grillduft geschwängerte Luft

verwandelte die zweite Runde

des Jahres zu einem geselligen

RMC-Familienausflug. Dennoch

stand der Rennsport in der Motorsportarena

Stefan Bellof natürlich

an oberster Stelle...

MICRO-Cup: Marcel Mayer

schlägt zurück

Musste sich Marcel Mayer (M-

Tec) bei Saisonauftakt noch mit

Position zwei geschlagen geben,

schlug der Pilot des Nintendo

Team Scheider in Oppenrod ein-

drucksvoll zurück. Pole-Position,

zwei nie gefährdete Start-Ziel- Start-Ziel-

Siege und ein neuer Rundenrekord

der MICRO-Klasse waren

ihm am Abend sicher. In beiden

Läufen konnte er sich schnell und

deutlich von seinen Verfolgern

absetzen und überließ der Konkurrenz

den Kampf um die Eh-

Kevin Hamann feierte

den Finalsieg in der

Klasse DD2-World

renplätze. Diese Positionen machte

eine Fünfergruppe unter sich

aus, wobei das Ergebnis in beiden

Läufen das Gleiche war: Platz

zwei für Tobias Nath (CRG), Platz

drei für Auftaktsieger Robert Kindervater

(EA), Platz vier für Louis

Henkefend (Topkart) und Platz

fünf für Tim Mika Metz (CRG).

MINI-Cup: Doppelsieg

erbte Fabian Hellwig den Sieg

für Fabian Hellwig vor Felix Kotyk (Intrepid), Luis

Wie in der MICRO-Cup-Klasse

Glania (EA), Nils Laub (Birel) und

war es ein Fahrer aus dem Nintendo

Team Scheider, der das

Tempo diktierte: Fabian Hellwig

(M-Tec) brannte schon im Zeittraining

die schnellste Runde in

den Asphalt und setzte sich auch

im nachfolgenden Prefinale durch.

Doch ganz so leicht hatte er es

nicht, denn Michelle Halder

(Swiss Hutless) hatte sich im er-

Pascal Drewing (Energy).

sten Durchgang mit einem Rake-

Im Finale ließ Hellwig dann nichts

tenstart an die Spitze bugsiert

mehr anbrennen. Er fuhr ein kon-

und gab diese nicht mehr ab.

trolliertes Rennen, hielt seine

Kampfstark hielt sie eine fünfköp-

Gegner stets auf Sicherheitsabfige

Verfolgergruppe bis zum

stand und machte den Doppelsieg

Fallen der Zielflagge hinter sich.

perfekt. Dahinter liefen Kotyk und

Doch dann die Hiobsbotschaft für

Glania erneut auf den Positionen

die schnelle Meßkirchenerin: Eine

zwei und drei ein, während Drew-

Zeitstrafe wegen Frühstarts warf

ing und Halder die Top-Fünf kom-

sie auf Rang sechs zurück. Damit

plettierten.

Sonnenbrille, Sonnenhut und Sonnencreme

gehörten am zweiten Mai-Wochenende ins Reisegepäck

eines jeden RMC-Teilnehmers. Denn eins muss man der

Deutsch-Österreichischen DMV ROTAX MAX Challenge lassen:

Der Draht zu Wettergott Petrus funktioniert einwandfrei.

SONNEN-SONNTAG

JUNIOR-Cup:

Brandt brennt durch

Kein Kraut war an diesem Wochenende

gegen Noah Brandt

(Energy) gewachsen. Nachdem

er sich erfolgreich die Bestzeit im

Zeittraining gesichert hatte,

knüpfte er auch im Prefinale an

diese Leistung an. Schwer mach-

Fabian Hellwig

sicherte sich den

Doppelsieg in der

Klasse MINI-Cup

Andreas Matis vor dem Start

noch relaxt, aber der Weg

zum Doppelsieg in der

Klasse DD2-Masters war

nicht so entspannt.

te ihm allerdings Christian Klauser

(CRG) das Leben. Über die

gesamte Renndistanz lieferten

sich die beiden ein packendes

Duell, welches Brandt im Ziel mit

0.957 Sekunden für sich entscheiden

konnte. Weit hinter dem Siegerpaar

tobte derweil der spektakuläre

Kampf um Platz drei. Bis

zu zehn Piloten meldeten hier ihre

Ansprüche an und lieferten sesehenswerte Positionswechsel ab.

Letztlich konnte sich Leon Wippersteg

(EA) durchsetzen und

verdrängte Fabio Katzor (Haase)

und Max Grün (CRG) auf die weiteren

Positionen.

Leichtes Spiel hatte Noah Brandt

im Finale, denn sein ärgster Rivale,

Christian Klauser, geriet

noch in der ersten Runde in eine

Kollision und fand sich am Ende

des Feldes wieder. Brandt nutzte

die Chance und verschaffte sich

innerhalb der 18 Runden einen

unglaublichen Vorsprung von

über elf Sekunden. Dabei profitierte

der Sieger wieder vom

Kampfgerangel hinter sich, wo

erneut kräftig um die Podiumsplätze

gestritten wurde. Am Ende

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war es Florian Janits (Intrepid),

der Platz zwei belegte und damit

noch einen versöhnlichen Abschluss

schaffte – immerhin stand

er im Qualifying noch ohne gezeitete

Runde da. Den Sprung aufs

Podium schaffte auch Leon Wippersteg,

der Rang drei wiederum

bravourös gegen Fabio Katzor und

Max Grün verteidigte.

JUNIOR-World: Souveränes

Wochenende für Kremer

Dass Oppenrod nach Wittgenborn

quasi sein zweites Heimspiel darstellt,

motivierte den Wächtersbacher

Moritz Kremer (Intrepid)

umso mehr. So war es auch kein

Wunder, dass der Pilot vom MSC-

Wittgenborn die Pace an diesem

Wochenende bestimmte. Er holte

sich die Pole-Position im Zeittraining

und legte danach zwei lupenreine

Start-Ziel-Siege nach.

Im Prefinale waren auch die Verfolgerpositionen

schnell bezogen

und so ging Platz zwei an Max

Dittrich (Energy), vor Luka Kamali

(CRG). Dahinter folgten Nico

Müller (Intrepid) und Moritz Ober-

heim (Energy), die nach ihren

Erfolgen beim Saisonstart nun

mit einem ausgelosten Leihmotor

unterwegs waren und wie erwartet

problemlos damit zurecht

kamen.

Weniger problemlos verlief der

Start zum Finale. Während Kremer

als Einziger unversehrt durch

das erste Kurvengeschlängel

kam, knallte es dahinter gewaltig.

Einen Auslöser für den Unfall

ausfindig zu machen, war

schlichtweg unmöglich: Fest

stand aber, dass die Kettenreaktion

mit Kamali, Dittrich, Müller

und Oberheim gleich vier Favoriten

ins vorzeitige Aus beförderte.

Und nicht nur das: Auch der

Sieg Kremers war damit schon

nach der ersten Runde vorentschieden,

da sein Vorsprung nicht

mehr einzuholen war. Hinter dem

Doppelsieger kamen somit Lukas

Wenig (M-Tec) und Fabian Eisinger

(Intrepid) in den Genuss aufs

Podest klettern zu dürfen, während

Christopher Dreyspring

(Energy) und Sebastian Neuburger

(CRG) auf den Verfolgerplätzen

abgewinkt wurden.

Die Jünsgten in der Formationsrunde: In der ersten

Reihe der MICRO-Doppelsieger Marcel Mayer (#22)

und der Trainingszweite Robert Kindervater (#18).

MAX-Cup: Perey in Topform

nicht zu schlagen

Damit hätte wohl niemand gerechnet:

Beim Auftakt in Wakkersdorf

musste Iris Perey (M-Tec)

krankheitsbedingt die vorzeitige

Heimreise antreten. Gut einen

Monat nach ihrer Zwangpause

kehrte sie in Topform nach Oppenrod

zurück, um alle in Grund

und Boden zu fahren. Schon im

Zeittraining deklassierte die

schnelle Heinsbergerin die Konkurrenz

und bugsierte sich mit

über zwei Zehntelsekunden Vorsprung

auf die Pole-Position.

Iris Perey trumpfte mit ihrem Doppelsieg in der

Klasse MAX-Cup mächtig auf (Foto: KPA Franzen)

Die RMC-Organisatoren Karin und Peter Kessler, die am Rennsonntag ihren 20. Hochzeitstag feierten, strahlten ebenso wie die

Sonne und die Sieger der Klasse JUNIOR-Cup (v.l.): Fabio Katzor, Florain Janits, Noah Brandt, Leon Wippersteg und Max Grün.

Und auch im Prefinale ließ sie der

männlichen Konkurrenz nicht den

Hauch einer Chance. Über sechs

Sekunden nahm sie dem am Ende

Zweitplatzierten Marco Dakic

(Birel) ab. Philipp Hummel auf

Rang drei fehlten sogar schon

über acht Sekunden auf die Siegerin.

Im Finale das Gleiche Bild: Perey

fuhr wieder auf und davon und

machte den Doppelsieg perfekt.

Dahinter stritten sich Marco Dakic,

Fabian Erle (Maranello) und

Niklas Rosenbach (Energy) um

Moritz Kremer ließ

der Konkurrenz

keine Chance

in der Klasse

JUNIOR-World

die Podestplätze. Letztlich durften

Dakic als Zweiter und Rosenbach

als Dritter neben Perey auf

dem Podium Platz nehmen.

MAX-World: Erster Sieg

für Christopher Friedrich

Das erste Mal ist am schönsten!

Das dachte Christopher Friedrich

(Tony) am Sonntagabend. In Wakkersdorf

noch unbemerkt mit einem

krummen Chassis unterwegs

und im Finale aufgrund einer Kollision

ausgeschieden, lief in Oppenrod

alles perfekt für den JLC

Racing Team-Fahrer. Er hatte von

Anfang an ein Abo auf den ersten

Platz und musste sich zu keiner

Zeit ernsthafte Gedanken um die

Konkurrenz machen. Nach der

Bestzeit im Zeittraining fuhr er in

beiden Rennen scheinbar spielerisch

zum Sieg. „Es ist mein allererster

RMC-Sieg. Ich bin so happy,

dass es endlich geklappt hat“, so

Christopher, der damit endgültig

in den Kreis der Titelfavoriten

aufgenommen wurde.

Apropos Titelfavoriten – in diesem

Zusammenhang festigte auch

Auftaktsieger Stefan Riener (Intrepid)

seinen Status und bescherte

sich eine respektable Punkteausbeute.

Reglementsbedingt auf

einem Leihmotor unterwegs bewies

er mit Platz zwei und drei,

dass er weiterhin zur absoluten

Spitze gehört. Fast wäre auch im

Finale Rang zwei drin gewesen,

wenn er nicht eine drei Sekunden

Strafe wegen eines Startvergehens

erhalten hätte. Letztlich war

der dritte Platz auch ein Kavaliersakt,

da er ganz gentlemanlike

Michaela Engelhard (Energy) den

Vortritt lassen musste.

DD2-Masters: Knapper

Doppelsieg für Andreas Matis

In Oppenrod fand Auftaktsieger

Andreas Matis (Zanardi) nach der

Absage von Weltfinal-Teilnehmer

Thomas Piert in Thomas Schumacher

(CRG) einen neuen Gegner.

Letzterer trumpfte im Zeittraining

mit der Bestzeit auf und konnte

diese im Prefinale auch in die

Führung ummünzen. Doch Matis

folgte dem Neurother wie ein

Schatten und konnte zur Rennhalbzeit

die Spitze erobern, die

er auch knapp vor Schumacher

ins Ziel brachte. Dritter wurde

Michael Becker (Zanardi).

Einen Traumstart erwischte Matis

im Finale, was wohl eher daran

lag, dass sein Rivale Schumacher

und dessen gesamte Startrei-

he beim Ampelgrün fast stehen

blieb. So schien es als hätte Matis

das Rennen schon frühzeitig in

der Tasche. Doch Schumacher

lieferte eine sehenswerte Aufholjagd

ab, egalisierte den Rückstand

auf Matis in Windeseile und

setzte ihn danach kräftig unter

Druck. Matis musste seine gesamte

Erfahrung in die Waagschale

werfen um die permanenten

Angriffe parieren zu können.

Am Ende brachte der ehemalige

Weltfinal-Teilnehmer den Sieg

nur knapp über den rettenden

Zielstrich. Schumacher musste

sich mit Platz zwei zufrieden geben,

während Becker erneut als

Dritter abgewinkt wurde.

DD2-World: Sieg für Hamann –

Pech für Fleischmann

Es hätte der achte Doppelsieger

an diesem Wochenende werden

können, doch Fortuna sollte anders

entscheiden: Wie in den

anderen RMC-Klassen gab es

auch bei den DD2-World-Piloten

einen dominierenden Mann: Maximilian

Fleischmann (Intrepid)

war im Zeittraining das Maß der

Dinge und überließ auch im Prefinale

nichts dem Zufall. Der amtierende

Vizemeister gewann den

ersten Durchgang mit fast fünf

Sekunden Vorsprung vor Lokalmatador

Nils-Hendrik Jung (CRG)

und Kevin Hamann (PCR).

Entsprechend motiviert startete

Fleischmann ins Finale, wo er

abermals dem Feld enteilte. Doch

plötzlich steuerte er völlig unvermittelt

die Box an. Ein Seilzug der

Schaltwippe hatte sich ausgehängt,

das Rennen war beendet,

der Traum vom Doppelsieg geplatzt.

Währenddessen durfte

sich Kevin Hamann umso mehr

freuen. Er hatte die Führung geerbt

und konnte diese gekonnt

gegen seinen Teamkollegen Patrick

Henke (PCR) verteidigen.

Hinter dem PCR-Doppel jubelte

auch Kai Honné, der Nils Hendrik

Jung den letzten Podestplatz vor

der Nase wegschnappte.

Begleitet von der angenehmen

Kulisse der abendlichen Sonnendämmerung

fand die Siegerehrung

statt, in deren Rahmen

auch RMC-Chef Peter Kessler

ein positives Fazit zog: „Oppenrod

war eine Veranstaltung wie

man sie sich wünscht. Die Anlage

war perfekt vorbereitet, das

Wetter ein Traum, die Teilnehmerzahlen

hoch und die Rennen

spannend. Auch das erstmals

angewendete System der Leihmotoren

hat erwartungsgemäß

funktioniert, was die Ergebnisse

der damit ausgestatten Piloten

klar unter Beweis gestellt

haben. So kann es beim nächsten

Lauf, der RMC-Premiere in

Templin, weiter gehen.“ ■

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NEULAND ZUR RMC-HALBZEIT

V

iele Teilnehmer waren

aufgrund des Feiertages

schon am Donnerstag

angereist und konnten sich so

selbst vom kleinen Urlaubsparadies

des Ostens überzeugen.

Dass Petrus zudem noch Temperaturen

um die 30 Grad bescherte,

machte die dritte Runde

des Jahres zu einem echten

Highlight für alle Beteiligten.

Trotz verbreitetem Urlaubsfeeling

gab es den ein oder anderen Wehmutstropfen;

den Ersten am

Samstagabend im Rahmen der

technischen Abnahme. Einige

Teilnehmer aus den Klassen MI-

CRO und MINI waren mit einem

nicht erlaubten Sitz angereist.

Basierend auf ein inzwischen

Die beiden JUNIOR-World-Sieger Florian Wiesinger

(#504) und Nico Müller (#520) an der Spitze des Feldes.

Pünktlich zur Saisonhalbzeit betrat die Deutsch-Österreichische DMV ROTAX MAX Challenge

mit dem Templiner Ring ein neues Terrain. Erstmals war die RMC auf der wunderschönen

Anlage nördlich von Berlin zu Gast. Die 1.102 Meter lange Bahn sprach die Teilnehmer

durch ihre anspruchvolle Streckenführung ebenso an, wie das gesamte Drumherum. Inmitten

eines Freizeit- und Erholungsgebietes gelegen, kam man in Templin auch abseits des

Renngeschehens voll auf seine Kosten. [ T E X T & F O T O S : T I M O D E C K ]

Louis Henkefend dominierte in der Klasse

MICRO-Cup von Anfang bis Ende.

verschärftes Regelwerk des DMSB

war ein Start nur mit den aktuell

abgenommenen Sicherheitssitzen

möglich. Leider zogen einige der

betroffenen Piloten die Heimreise

dem Kauf eines entsprechenden

Sitzes vor, obwohl Sie durch die

RMC-Organisation bereits 2 Wochen

vor der Veranstaltung per

Newsletter darauf aufmerksam

gemacht worden waren. Aber

auch so fand die Premiere in Tem-

Larry ten Voorde gewann das verregnete Finale der Klasse MAX-World.

plin mit fast 130 Teilnehmern

statt. Diese sollten dann am Rennsonntag

eine nahezu reibungslose

Veranstaltung erleben, wenn

nicht höhere Gewalt im Spiel gewesen

wäre: Gleich zweimal

wurde der Zeitplan durch die Abwesenheit

des Rettungswagens

strapaziert. Als man dann die

verlorene Zeit gerade aufgeholt

hatte, sorgte ein heftiges aber

kurzweiliges Gewitter für eine

weitere Verzögerung.

MICRO-Cup: Henkefend

dominiert im Osten

Bei den Jüngsten der RMC war

an diesem Wochenende kein

Kraut gegen Louis Henkefend

(Topkart) gewachsen. Der Youngster

aus Versmold ließ der Kon-

kurrenz keine Chance. Vom Zeittraining

an etablierte er sich auf

Position eins und sollte beide

Rennen souverän gewinnen. Damit

ist er der bereits dritte Sieger

im dritten Saisonrennen. Die beiden

Gewinner der Läufe in Wakkersdorf

und Oppenrod folgten

jedoch in Schlagdistanz. So konnte

sich der bis dato in der Meisterschaft

führende, Marcel Mayer

(M-Tec), im Finale auf Platz zwei

nach vorne kämpfen und Auftaktsieger

Robert Kindervater (EA)

auf Position drei verdrängen.

MINI-Cup: Doppelsieg

für Jonathan Judek

Schon eine Woche zuvor an selber

Stelle beim Rennen zur NKC erfolgreich,

sorgte Jonathan Judek

Jonathan Judek zeigte der

Konkurrenz in der Klasse

MINI-Cup nur das Heck.

(M-Tec) erneut für Furore. Im

Zeittraining setzte er mit einer

deutlichen Bestzeit das erste Ausrufezeichen.

Auch im Prefinale

behielt er die Kontrolle und brachte

den Sieg – wenn auch knapp

– vor Felix Kotyk (Intrepid) und

Luis Glania (EA) nach Hause.

Das Finale begann mit einem unglücklichen

Startunfall, bei welchem

sich Luca Engstler (Intrepid)

nach einem Einschlag in die Strekkenbegrenzung

verletzte. Das

Rennen wurde abgebrochen und

Engstler ins Krankenhaus gebracht.

Letztlich kam er mit einer

Handverletzung vergleichsweise

glimpflich davon.Auf der Rennstrecke

ging es derweil weiter

und diesmal hatte es Judek nicht

so leicht. Zwölf Runden lang musste

er sich gegen seine drei Verfolger

Felix Kotyk, Luis Glania und

Fabian Hellwig (M-Tec) zur Wehr

setzen, bevor er schließlich den

Doppelsieg perfekt machte.

JUNIOR-Cup: Souveräne

Leistung von Florian Janits

Die an diesem Wochenende am

stärksten besetzte Klasse stand

ganz im Zeichen von Florian Janits

(Intrepid). Der Österreicher

ließ zu keiner Zeit einen Zweifel

aufkommen und sicherte sich

nach der Pole-Position auch in

beiden Rennen den Sieg.

Im Prefinale konnte André Hagner

(M-Tec) die Pace des Doppelsiegers

noch am besten mitgehen

[ 07/2011 MXL ] XX


[ ROTAX MAX CHALLENGE ]

Start der Klasse

JUNIOR-Cup mit

Doppelsieger

Florian Janits an

der Spitze

XX [ MXL 07/2011 ]

und wurde mit Platz zwei belohnt.

Doch im Finale erlebte Hagner

einen herben Rückschlag. Sein

Kettenschutz verabschiedete sich

und warf den Piloten vom Nintendo

Team Scheider nach einem

Zwangsboxenstopp ans Ende des

Feldes. Freuen durfte sich dagegen

Auftaktsieger Tobias Dauenhauer

(Intrepid): Nach Position

drei im Prefinale erbte er den

zweiten Rang im Finale und sicherte

sich damit zum zweiten

Mal den Sprung aufs Podium.

Zum ersten Mal in dieser Saison

auf dem Podest und dementsprechend

glücklich war Fabio Katzor

(Haase). Der Pilot aus dem Renn-

stall von TOM-TECH verteidigte

seinen dritten Platz bravourös

gegen die Verfolger Christian

Klauser und Max Grün (beide

CRG), die dahinter die Top-Fünf

komplettierten.

JUNIOR-World: Nico Müller

holt ersten RMC-Sieg

Der Templiner Ring erwies sich

als gutes Pflaster für Nico Müller

(Intrepid). Der Sohn des mehrfachen

Porsche Carrera Cup-Meisters

Christian Menzel trumpfte

im Zeittraining mit der Bestzeit

im Feld der Junioren-Elite auf. Im

Prefinale ging es dann wild zur

Sache, balgten sich doch bis zu

fünf Piloten um den Sieg. Erst als

mit Anna-Lisa Dreyspring und

Moritz Oberheim (beide Intrepid)

zwei Favoriten durch eine Kollision

ausschieden, spitzte sich

auch ganz vorne der Kampf zu.

Hier war es Florian Wiesinger

(M-Tec), der das Zepter übernehmen

konnte und die Hitzeschlacht

Spektakuläre

Flugstunde für

MICRO-Pilot

Tom Kulik

vor Nico Müller, Oppenrod-Sieger

Moritz Kremer (Intrepid) und

Mike Vaessen (Energy) gewann.

Abkühlung brachte das Finale am

späten Nachmittag. Nach einem

Gewitter war die Strecke noch

stellenweise feucht, was die Piloten

trotz abtrocknender Verhältnisse

zur Wahl von Regenreifen

zwang. Nasse Bedingungen, modifiziertes

Setup, andere Übersetzung

- die Karten waren völlig neu

gemischt. Das beste Blatt hatte

nun wieder Nico Müller. Der Kelberger

fand schon in der ersten

Runde einen Weg an Florian Wiesinger

vorbei und enteilte der

Konkurrenz in den folgenden 17

Runden um Längen. Bis zur Zielflagge

verwaltete Müller seinen

Vorsprung gekonnt und feierte

seinen ersten RMC-Sieg überhaupt.

Auch der zweite Platz war

früh entschieden und ging nach

einsamer Fahrt an Mike Vaessen.

Die MAX-Cup-Siegerehrung (v.l.) mit

Fabian Erle, Iris Perey und Marco Dakic

Das spannendere Geschehen war

dem Duell um Rang drei vorbehalten,

wo sich Max Dittrich (Energy)

haudünn gegen Moritz

Kremer durchsetzen konnte.

MAX-Cup: Vierter Sieg

in Folge für Iris Perey

Iris Perey (M-Tec) ist zur Zeit das

Maß der Dinge bei den Piloten

der Klasse MAX-Cup. Ihrem eindrucksvollen

Doppelsieg in Oppenrod

fügte die Heinsbergerin

in Templin nun wiederum das

Punktemaximum hinzu. In beiden

Läufen führte kein Weg an der

schnellen Blondine vorbei: „Ich

habe nicht erwartet hier meinen

vierten Sieg in Folge feiern zu

können. Ich freue mich natürlich

riesig darüber. Auf der anderen

Seite habe ich die Punkte auch

bitter nötig, weil ich beim Auftakt

in Wackersdorf krankheitsbedingt

nicht antreten konnte und das

somit bereits mein Streichergebnis

ist.“

Pereys härtester Rivale hieß in

Templin Fabian Erle (Maranello).

Der Hattersheimer war zumindest

im Zeittraining schneller als die

Doppelsiegerin und holte sich die

Pole-Position. In den Rennen

mimte er den Gentleman und

begnügte sich zweimal mit Position

zwei. Eine bemerkenswerte

Leistung muss man auch Marco

Dakic (Birel) bescheinigen. Er

hatte sich im Zeittraining mit der

zweitschnellsten Runde in den

Kreis der Sieganwärter geschoben.

Ein Wertungsausschluss

verbannte ihn jedoch nachträglich

ans Ende der Startaufstellung.

Von hier aus legte Dakic

eine fabelhafte Aufholjagd hin,

die ihn im Prefinale auf Position

sieben nach vorne bugsierte und

ihm im Finale einen versöhnlichen

dritten Podestplatz bescherte.

MAX-World: Larry ten Voorde

gewinnt turbulentes Finale

Das wohl kurioseste Rennen des

Wochenendes war für die Elite

der MAX-World reserviert. Dabei

begann zunächst alles problemlos:

Auftaktsieger Stefan Riener

(Intrepid) setzte sich im Zeitfahren

knapp gegen Oppenrod-Gewinner

Christopher Friedrich

(Tony) durch. Deutlicher behauptete

sich der Österreicher im

nachfolgenden Prefinale, in welchem

er der Konkurrenz klar die

Show stahl. Dabei profitierte er

auch vom Zweikampf auf den

Positionen zwei und drei, in welchem

Christopher Friedrich letztlich

die Oberhand gegen Lokalmatador

Philipp Wendt (Intrepid)

behielt.

Bedrohliche Gewitterwolken kündigten

zum Finale das anrollende

Unheil an. Das Rennen war gerade

einmal eine Runde alt, als erste

Tropfen fielen. Die Rennleitung

zögerte nicht lange und brach das

Rennen aus Sicherheitsgründen

ab: Eine gut gemeinte Aktion,

letztlich aber eine Fehlentscheidung,

denn der leichte Regen

verschwand ebenso schnell wie

er gekommen war! Es folgten (zu)

lange, unnötige Diskussionen

zwischen Rennleitung, Teamchefs

und Fahrern über den

Rennabbruch, bevor der Lauf neu

gestartet wurde. Die Strafe dafür

folgte umgehend: Wiederum war

das Finale kaum gestartet, da

öffneten sich die Regenschleusen

richtig: Binnen weniger Sekunden

war der Templiner Ring überschwemmt

und der Rennabbruch

die logische Konsequenz. Erst

nach einer längeren Pause kam

die Sonne wieder zum Vorschein,

was den Streckenposten unter

Zuhilfenahme einer Kehrmaschine

das Beseitigen der Wassermassen

erlaubte. Alle guten Dinge

sind drei und dementspre-

Land unter nach dem Gewitter

chend sollte der dritte Start zum

Finale auch endlich funktionieren:

Nasse Streckenbedingungen

mischten das Klassement nun

kräftig auf. Zunächst war es wiederum

Stefan Riener, der die Spitze

sein Eigen nennen durfte. Aber

dahinter war mit Larry ten Voorde

(EA) ein Regenprofi auf dem

Vormarsch. Vom 13. Startplatz

aus katapultierte sich der dreifache

RMC-Champion Platz um

Platz nach vorne und konnte

schon nach fünf Runden die Führung

übernehmen. Riener folgte

dem Niederländer fortan wie ein

Schatten, fand aber keinen Weg

mehr Ten Voorde vorbei, der zugleich

seinen ersten Seniorensieg

im Rahmen der RMC feiern durfte.

Den dritten Platz erkämpfte

sich Maximilian Gunkel (Intrepid),

der damit seine andauernde Pechsträhne

beendete und sein erstes

Saisonpodium erreichte.

DD2-Masters: Andreas

Matis ohne Konkurrenz

Ohne Konkurrenz scheint derzeit

Andreas Matis (Zanardi) bei den

DD2-Masters zu sein. Er feierte

in Templin den dritten Finalsieg

in Folge und ist zur Halbzeit klar

auf Titelkurs. Einzig Thomas

Schumacher (CRG) entwickelt

sich zu einem ernst zu nehmenden

Rivalen. Der Naurother etablierte

sich im Zeittraining auf

Platz zwei neben Matis, erwischte

aber in beiden Rennen dermaßen

schlechte Starts, dass er die

Renndistanzen eher zur Schadensbegrenzung

nutzen musste

und Matis auf diese Weise nie

gefährlich werden konnte. Am

Ende trat Schumacher mit den

Rängen zwei und drei die Heim-

Andreas Matis fuhr

scheinbar spielerisch zum

dritten Finalsieg in der

Klasse DD2-Masters.

reise an. Ebenfalls ein festes Abo

auf die Ehrenplätze hatte Michael

Becker (Zanardi), der im Prefinale

Rang drei eroberte und im Finale

als Zweiter sein bestes Saisonergebnis

feiern durfte.

DD2-World: Wagner-Festspiele

Erst seit diesem Jahr in der DD2-

Klasse am Start, wartete Simon

Wagner (M-Tec) bislang vergeblich

auf den ganz großen Durchbruch.

In Templin wurde seine

Geduld belohnt. Der letztjährige

Weltfinalteilnehmer zeigte sich

in Topform, markierte die Pole-

Position und fuhr in beiden Rennen

einen nie gefährdeten Start-

Ziel-Sieg nach Hause. Nach Dominik

Hummer (Tony) und Kevin

Hamann (PCR) ist der Österreicher

nun der dritte Sieger im drit-

ten Rennen. Und was geschah

auf den weiteren Positionen? Im

Prefinale war es zunächst Dennis

Tuszynski (Zanardi), der sich auf

Platz zwei festsetzte. Bei zunehmender

Distanz wurde der Hagener

aber zurückgereicht. Zur

Stelle war derweil Maximilian

Fleischmann (Intrepid), der sich

gegen die Verfolgermeute bestehend

aus Dominik Hummer, Nils

Hendrik Jung (CRG) und Pascal

Marschall (CRG) durchsetzen

konnte und Rang zwei ins Ziel

brachte.

Auch im Finale war es gleich eine

ganze Meute, die sich um die Podiumsplätze

stritt. Fleischmann

war hier lange an vorderster Front

unterwegs bevor er doch noch

Federn lassen musste und zurück-

Simon Wagner holte seinen ersten Sieg in der Klasse DD2-World.

fiel. Das beste Händchen hatte

diesmal Nils Hendrik Jung. Bis

zum Schluss hatte er zu kämpfen

und sicherte sich Rang zwei erst

im Fotofinish mit 0,08 Sekunden

Vorsprung vor Dominik Hummer.

Vom Gastspiel im Norden geht

es für den RMC-Tross bereits in

einem Monat (03 Juli 2011) weiter.

Dann läutet die südlichste

Station in Ampfing die zweite

Saisonhälfte ein. ■

[ 07/2011 MXL ] XX


[ ROTAX MAX CHALLENGE ]

XX [ MXL 08/2011 ]

Simon Wagner (#103)

feierte den zweiten

Doppelsieg in Folge in

der Klasse DD2-World.

Platz zwei ging an

Patrick Henke (#109).

RMC AMPFING:

ZWEITE HALBZEIT

HAT BEGONNEN

Die Deutsch-Österreichische DMV ROTAX MAX Challenge läutete am ersten Juli-

Wochenende die zweite Halbzeit der Saison 2011 ein. Nach dem Abstecher ins

Nordostdeutsche Templin zog es den RMC-Tross zum vierten Lauf in die südlichste

Station ins bayerische Ampfing. [ T E X T & F O T O S : T I M O D E C K ]

Ü

ber 125 Teilnehmer reisten

auf den Schweppermannring

und eröffneten

die heiße Phase der Titelkämpfe.

Alles andere als heiß war

allerdings das Wetter. Frische

Temperaturen minderten das

Griplevel der sonst so gummireichen

Strecke. Hinzu kamen

unbeständige Verhältnisse, die

pünktlich zu den Finalrennen

am Sonntag auch den erwarteten

Regen im Gepäck hatten.

Einzig die MICRO-Piloten blieben

vom Regen verschont...

MICRO-Cup: Zweiter Sieg

für Louis Henkefend

Dass sein Doppelsieg in Templin

keine Eintagsfliege war, stellte

Louis Henkefend (Topkart) in

Ampfing unter Beweis. Dabei war

Louis Henkefend gewann das

Finale der Klasse MICRO-Cup.

der Elfjährige zunächst nicht der

tonangebende Mann. Diese Rolle

wurde vielmehr Marcel Mayer

(M-Tec) zuteil. Der Pilot aus dem

Nintendo Team Scheider sicherte

sich in deutlicher Manier die Pole-

Position und war auch im Prefinale

unschlagbar, welches er vor

Louis Henkefend und Tamino

Bergmeier (EA) für sich entscheiden

konnte. Das Finale schien

eine Wiederholung des ersten

Laufs zu werden, doch Henkefend

konnte diesmal die Pace Mayers

mitgehen. In der letzten Runde

machte sich dann die Abwartetaktik

des Topkart-Piloten bezahlt:

Mit einem Überraschungsmanöver

schob sich Henkefend

vorbei und holte sich den Sieg vor

Mayer und Bergmeier.

Moritz Oberheim beendete

in Ampfing seine Pechsträhne

mit dem Finalsieg in der

Klasse JUNIOR-World.

Fabian Erle (#412) und Marco Bassendowski (#407) teilten sich die Siege in der Klasse MAX-Cup.

MINI-Cup: Felix Kotyk in

Ampfing eine Klasse für sich

Felix Kotyk (Interpid) drückte der

MINI-Klasse in Bayern seinen

Stempel auf. Zu keiner Zeit ließ

er sich vom Thron schubsen. Von

der Pole-Position aus feierte er

im Prefinale einen lupenreinen

Start-Ziel-Sieg vor Luis Glania

(PCR) und Pascal Drewing (Energy).

Selbst im Finale, wo einsetzender

Regen die slickbereiften

Youngster auf eine harte Probe

stellte, leistete sich Kotyk keinen

Fehler. Im Gegenteil:

Im Ziel hatte er

einen sensat

i o n e ll ll e n

Vorsprung

von über

15 Sekunden auf den Zweitplatzierten

Glania. Mit den rutschigen

Bedingungen kam auch der am

Ende Drittplatzierte Luca Engstler

(Intrepid) hervorragend zurecht

und bewies dies mit seinem

ersten Podestplatz in dieser Saison.

JUNIOR-Cup: Erste Saisonsiege

für Golla und Wippersteg

Mike Golla (Energy) setzte im

Zeittraining des 25-köpfigen Feldes

die Bestzeit. Im Prefinale

gelang es dem Piloten aus dem

Rennstall von GN Motorsport

nicht, den Vorteil der Pole-Position

zu nutzen. Er verlor gleich

mehrere Positionen, während

vorne ein gut aufgelegter Leon

Ehrenplätze im DD2-

Masters für Thomas

Schumacher (#205) und

Michael Becker (#207)

Wippersteg (EA) das Tempo

diktierte. Doch Golla

erholte sich schnell vom

missglückten Start und

kämpfte sich zurück an die

Spitze. Zur Halbzeit stand sein

Sieg nicht nicht mehr mehr in Frage. WipperWippersteg hatte es als Zweiter etwas

schwerer, musste er sich doch bis

zum Fallen der Zielflagge gegen

Andreas Stiehr (Intrepid) zur

Wehr setzen.

Land unter hieß es im Finale:

Wet-Race war angesagt, was dem

erklärten Regenspezialisten Leon

Wippersteg ein Grinsen ins Gesicht

zauberte. Der Fahrer des

B&W Kartteams sollte seine

Mannschaft nicht enttäuschen.

Er übernahm die Spitze, hielt die

Verfolger auf Sicherheitsabstand

und feierte so seinen ersten Saisonsieg.

Golla lief dahinter als

sicherer Zweiter ein. Das Podium

komplettierte André Hagner (M-

Tec), der seine Regenfahrkünste

mit Platz drei beweisen konnte.

JUNIOR-World: Oberheim

zurück im Titelkampf

Templin-Sieger Nico Müller (Intrepid)

knüpfte auch in Ampfing

an die jüngsten Erfolge an: Schon

zum zweiten Mal in diesem Jahr

mit reglementsbedingtem Leihmotor

ausgerüstet, fuhr sich der

Kelberger im Zeittraining auf die

Pole-Position. Auch im Prefinale

ließ er sich die Butter nicht vom

Brot nehmen, auch wenn er teilweise

bis zu fünf Konkurrenten

[ 08/2011 MXL ] XX


[ ROTAX MAX CHALLENGE ]

im Nacken hatte. Letztlich brachte

er den Sieg aber knapp vor

Moritz Oberheim, Christopher

Dreyspring (beide Energy), Luka

Kamli (CRG) und Lukas Wenig

(M-Tec) ins Ziel.

Mit dem Regen im Finale wendete

sich das Blatt an der Spitze.

Zunächst gelang es Müller die

Führung zu verteidigen, doch bei

zunehmender Renndistanz musste

er einsehen, dass Oberheim

mit den Bedingungen besser zurecht

kam. Er ließ den Schermbek-

ker passieren, der fortan keinen

Fehler mehr machte und seine

Pechsträhne der letzten Wochen

endlich mit einem Sieg beendete.

Hinter Oberheim war die Entscheidung

aber noch nicht gefallen:

Florian Wiesinger (M-Tec)

Julian Wagner

war in der Klasse

MAX-World nicht

zu schlagen.

XX [ MXL 08/2011 ]

Mike Golla (#617) gewann das Prefinale und Leon

Wippersteg (#618) das Finale in der Klasse JUNIOR-Cup.

war im Regen blendend aufgelegt

und hatte sich an die Spitze heran

gekämpft. Er fackelte nicht lange

und verdrängte Müller am Ende

noch auf Position drei.

MAX-Cup: Siege für

Bassendowski und Erle

Nach der Siegserie von Iris Perey

(M-Tec) bei den letzten zwei Rennen

kamen in Ampfing neue Gesichter

zum Zug. Den Anfang

machte Fabian Erle (Maranello),

der als Pole-Setter ins Prefinale

ging und auch die Spitze übernahm.

Sah es zunächst noch nach

einem Spaziergang für den

Hattersheimer aus, hatte

Freude bei Tanju „Sternle“

Yildiz und Jochen Merker, die

es im DD2-Masters unter die

Top Fünf geschafft haben.

er es zur Rennmitte auf einmal

mit Marco Bassendowski (Intrepid)

zu tun. Das Duo lieferte sich

ein packendes Duell mit mehreren

Führungswechseln. Als sich das

Rennen dem Ende neigte, wurde

auch die Gangart etwas rauer und

so kam es unweigerlich zu einer

Rangelei, in welcher Erle den

Kürzeren zog. Erle fiel auf Position

elf zurück, während Bassendowski

vor Niklas Rosenbach und

Iris Perey als Sieger abgewinkt

wurde. Rosenbach erhielt nach

Felix Kotyk räumte in

Ampfing in der Klasse

MINI-Cup alles ab.

dem Rennen noch eine Zeitstrafe

wegen Startvergehens und

rutschte auf Position sechs ab.

Perey rückte damit auf Position

zwei vor und Alessio Curto (CRG)

erbte Rang drei vor Fabian Bock

(AM) auf vier.

Regen im Finale mischte die Karten

völlig neu und würfelte die

Rangordnung kräftig durcheinander:

Schon am Start war es

ausgerechnet Bassendowski, der

durch einen Dreher alle Siegchancen

verlor. Die ersten Führungsmeter

durfte derweil Fabian Bock

für sich verbuchen. Doch lange

hatte er keine Freude daran, denn

mit einem Granatenstart hatte

Fabian Erle sich nach vorne katapultiert

und den Anschluss zur

Spitze hergestellt. Binnen kurzer

Zeit war es dann auch der Pilot

aus dem Nees Racing Team, der

Platz eins eroberte und sich Meter

um Meter absetzen konnte.

Auf regennasser Bahn feierte Erle

am Ende seinen ersten Saisonsieg.

Gut acht Sekunden hinter

dem Sieger lief Rosenbach als

Zweiter ein, der sich damit selbst

für die Zeitstrafe aus dem Prefinale

entschädigte. Fabian Bock

rettete nach 15 Runden noch den

dritten Platz vor dem Viertplatzierten

Marco Bassendowski, der

sich nach seinem Dreher noch

bravourös nach vorne kämpfen

konnte.

MAX-World: Doppelsieg

für Julian Wagner

Larry ten Voorde (EA) sicherte

sich im Zeittraining seine erste

Pole-Position im laufenden Jahr.

Entsprechend motiviert ging der

Sieger von Templin ins Prefinale,

wo er mit Stefan Riener (Intrepid)

und Julian Wagner (M-Tec) jedoch

zwei hartnäckige Konkurrenten

vorfand. Und diese fackelten

nicht lange: Nach wenigen

Runden konstatierte die Zeitnahme

Julian Wagner als neuen Spitzenreiter.

An der Stoßstange des

letztjährigen Weltfinalteilnehmers

hatte sich Stefan Riener

festgebissen, der seinerseits den

Druck von Larry ten Voorde hinter

sich spürte. Über die gesamte

Renndistanz lag dieses Trio eng

zusammen, eine Positionsverschiebung

sollte es aber bis zum

Fallen der Zielflagge nicht mehr

geben.

Ein wenig spektakulärer verlief

das Finale, wofür nicht zuletzt

auch der Regen sorgte. Schon zu

Rennbeginn musste Larry ten

Voorde alle Hoffnungen begraben.

Eine Zeitstrafe wegen Startverstoßes

und zu allem Überfluss

noch eine Kollision im Getümmel

der ersten Kurven warfen ihn aus

dem Favoritenkreis. Dieser war

auch im Finale sehr klein, denn

Wagner legte auf der rutschigen

Piste noch einmal derart nach,

dass er spielerisch das Feld kontrollierte

und den Doppelsieg

perfekt machte. Auch Landsmann

Riener war der Pace Wagners

nicht gewachsen und musste sich

am Ende mit Position drei zufrieden

geben. Einzig Maximilian

Gunkel (Intrepid) spielte in Wagners

Liga. Er kämpfte sich im

Rennverlauf auf Position zwei

nach vorne, kam aber letztlich

nicht mehr in Schlagdistanz des

Siegers. Immerhin markierte der

Rödermarker am Ende die schnellste

Rennrunde.

DD2-Masters: Andreas Matis

liegt klar auf Titelkurs

Zum 32. Geburtstag machte sich

Andreas Matis (Zanardi) in Ampfing

selbst das beste Geschenk:

Er holte sich die Pole-Position und

feierte danach einen unangefochtenen

Doppelsieg. Hinter dem

Tabellenführer, der nun klar auf

Titelkurs liegt, waren die Positionen

ebenfalls fest gebucht: Thomas

Schumacher (CRG) und Michael

Becker (Zanardi) liefen in

beiden Rennen jeweils auf den

Plätzen zwei und drei ein.

DD2-World: Zweiter Doppelsieg

in Folge für Simon Wagner

Wie am Schnürchen läuft es zur

Zeit für Simon Wagner (M-Tec).

Nach einer anfänglichen „Eingewöhnungszeit“

ist der Österreicher

seit Templin das Maß der

Dinge. Er bestimmte das Geschehen

auch in Ampfing nach Belieben,

fuhr die Trainingsbestzeit

und siegte im trockenen Prefinale,

ebenso wie im verregneten

Finale. Sein härtester Konkurrent

war Vorjahressieger Patrick Henke

(PCR), der zweimal als Zweiter

die Zielflagge sah. Konnte der

Dortmunder den Anschluss im

Prefinale noch einigermaßen halten,

musste er im Finale jedoch

zurückstecken und verlor letztlich

über fünf Sekunden auf den Sieger.

Wenig Glück hatte Mitfavorit

Maximilian Fleischmann (Intrepid).

Im Prefinale war die Welt

mit Position drei noch in Ordnung,

doch im Finale kostete ihn ein

Dreher in der Startphase alle

Chancen auf eine Podestplatzierung.

Diese Chance nutzte Dennis

Tuszynski. Der letztjährige MAX-

Cup Champion lieferte im verregneten

Finale eine starke Leistung

ab und schaffte als Dritter zum

ersten Mal den Sprung aufs Podium

in der DD2-Klasse.

Am Abend blickte RMC-Präsident

Peter Kessler auf eine reibungslose

Veranstaltung zurück:

„Der Zeitplan hat heute

erstmals in diesem Jahr auf den

Punkt gestimmt. Sportlich gab

es an den Rennen überhaupt

nichts auszusetzen. Wir haben

sowohl im Trockenen, als auch

im Regen packende Kämpfe gesehen.

Was mich besonders freut

ist die Tatsache, dass das Prinzip

der Leihmotoren voll aufgegangen

ist. In beiden Klassen konnten

die Fahrer mit ihren zugelosten

Aggregaten ganz vorne

mitmischen. Sowohl bei den

JUNIOR-World, als auch bei den

MAX-World waren die Trainingsschnellsten

mit einem

Leihmotor unterwegs!“ ■

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[ 08/2011 MXL ] XX


[ ROTAX MAX CHALLENGE ]

34 [ MXL 09/2011 ]

Andreas Matis konnte sich in der Klasse

DD2-Masters vorzeitig den Titel sichern.

TURBULENTE

RMC-RUNDE IN

WITTGENBORN

Der hochgelegene Vogelsbergring von Wittgenborn zog am 14. August 2011 über

130 Teilnehmer zum fünften Saisonrennen der Deutsch-Österreichischen DMV

ROTAX MAX Challenge. [ T E X T & F O T O S : T I M O D E C K ]

D

ie Traditionsveranstaltung

bildet das alljährliche

Heimspiel für die

nicht unweit ansässige RMC-

Organisation und trotzdem hatten

sich die Verantwortlichen

das vorletzte Rennen des Jahres

etwas anders vorgestellt. Zwei

Einsätze des Rettungswagens,

drei Rennabbrüche und ein

schlechtgelaunter Wettergott

machten den Sonntag zu einem

echten Spießrutenlauf. Aber

trotz aller Unvorhersehbarkeiten

hatte man den Ablauf unter Kontrolle,

so dass der Sport auf der

Strecke nicht zu kurz kam...

MICRO-Cup: Tobias Nath

holt ersten Saisonsieg

Robert Kindervater (EA) gab bei

den Jüngsten zunächst das Tem-

Erster Sieg für Tobias Nath in der Klasse MICRO-Cup.

po vor. Er war der Schnellste im

Zeittraining und lag auch im Prefinale

an der Spitze. Doch das

Rennen dauerte nicht lang. Nach

wenigen Runden erfolgte plötzlich

der Abbruch – scheinbar

grundlos. Was war passiert? Ein

Rettungssanitäter im Infield der

Rennstrecke benötigte ärztliche

Versorgung. Nachdem der hauseigene

Patient erfolgreich behandelt

worden war, setzten die

MICROs ihr Rennen fort, wobei

Kindervater nichts anbrennen

ließ. Er kreuzte als sicherer Sieger

den Zielstrich und hatte auch in

der Addition beider Rennteile die

Nase vorn. Platz zwei ging an

Louis Henkefend (Topkart) vor

Tobias Nath (CRG).

Neue Bedingungen herrschten

im Finale. Die Strecke war nach

einem Regenschauer zur Mittagszeit

stellenweise noch nass, was

den Piloten viel Fahrgefühl abverlangte.

Das war die Stunde

von Tobias Nath. Der Spremberger

übernahm frühzeitig die Spitze,

verteidigte diese tapfer bis

ins Ziel und holte sich damit seinen

ersten RMC-Sieg. Nur knapp

dahinter sah Erik Weiske die Zielflagge

mit nur 0.123 Sekunden

Rückstand. Prefinalsieger Kindervater

komplettierte das Podium

als Dritter.

MINI-Cup: Luis Glania glänzt

Wie dicht Freud und Leid beieinander

liegen musste Fabian Hell-

Mike Golla ist der Überraschungssieger in der Klasse JUNIOR-Cup.

Luis Glania hatte das Feld der MINI-Cup fest im Griff.

wig (M-Tec) erfahren. Nachdem

der Pilot aus dem Nintendo Team

Scheider vor den Augen seines

prominenten Teamchefs die Pole-

Position erobert hatte, lag er auch

im Prefinale auf Siegkurs. Doch

dann geriet Hellwig auf die nasse

Wiese, was ihn vehement in

die Reifenstapel beförderte. Für

den Titelfavoriten war das Rennen

beendet. Das galt auch für

den Rest des Feldes, denn Hellwigs

Kart war nicht nur an einer

gefährlichen Stelle gestrandet,

sondern auch der Pilot selbst

musste geborgen und ärztlich

versorgt werden. Während Hellwig

vorsorglich ins Krankenhaus

transportiert wurde, nahmen die

restlichen Piloten den zweiten

Nico Müller verschaffte

sich in der Klasse JUNIOR-

World erneut den Respekt

der Kollegen

Teil des Prefinals in Angriff. Hier

ließ sich Luis Glania (PCR) nicht

zweimal bitten und kämpfte sich

schnell an die Spitze. Er gewann

souverän vor Jonathan Judek (M-

Tec) und Felix Kotyk (Intrepid).

Das Finale verlief unspektakulär

mit Glania in Topform: Über fünf

Sekunden nahm er der Konkurrenz

ab bevor er den Doppelsieg

perfekt machte. Kotyk verbesserte

sich im Finale auf Position

zwei, während Bastian Benz (Maranello)

als Dritter den Sprung

aufs Podium schaffte.

JUNIOR-Cup: Mike Golla

sorgt für Überraschungssieg

Die mit 27 Piloten stärkstbesetzte

Klasse hatte einiges zu bieten.

Schon im Prefinale ging es zwischen

Pole-Setter Noah Brandt

(Energy) und Florian Janits (Intrepid)

heiß her. Beide lieferten

sich ein packendes Duell um den

Sieg, welches in der vorletzten

Runde für beide in einer Kollision

endete. Der lachende Dritte war

André Hagner (M-Tec), der den

geschenkten Sieg dankend entgegen

nahm. Auch die am Ende

Zweit- und Drittplatzierten, Tobias

Dauenhauer (Intrepid) und

Christian Klauser (CRG), freuten

sich über ihren unverhofften Platzgewinn

kurz vor Rennende.

Beflügelt vom Prefinalsieg ging

Hagner ins Finale und zeigte eine

sehenswerte Vorstellung. Bravourös

verteidigte der Schaurener

die Spitze rundenlang gegen eine

gewaltige Verfolgermeute. Doch

Hagners Verteidigung brach gegen

Rennmitte ein und so musste

er sich am Ende mit Platz drei

zufrieden geben. Letztlich war es

Leon Wippersteg (EA) der sich

vor Hagner auf den zweiten Platz

schieben konnte. Aber einer stahl

allen die Show, nämlich Mike

Golla (Energy). Ihn hatte niemand

auf der Rechnung gehabt, immer-

[ 09/2011 MXL ] 35


[ ROTAX MAX CHALLENGE ]

36 [ MXL 09/2011 ]

hin rangierte der Alsdorfer nach

dem Qualifying ohne gezeitete

Runde auf dem letzten Platz! Still

und heimlich war er im Prefinale

auf Position zehn vorgefahren,

um im Finale wie aus dem Nichts

die Führung zu übernehmen. Am

Ende war er der Überraschungssieger

des Tages.

JUNIOR-World: Erneuter

Sieg für Nico Müller

Lokalmatador Moritz Kremer (Intrepid)

zeigte der Konkurrenz, wo

es lang geht. Nach der Bestzeit

im Zeittraining war er auch im

Prefinale unschlagbar und feierte

den Sieg vor heimischer Kulisse.

Nico Müller (Intrepid) und

Florian Wiesinger (M-Tec) blieben

zu diesem Zeitpunkt nur die Ehrenplätze.

Doch Kremers Freude

währte nicht lange: Im Startgetümmel

des Finales geriet er in

eine Kollision und verschwand

ans Ende des Feldes. Müller ließ

dies kalt. Er fuhr wie entfesselt

und setzte sich weit von den Verfolgern

ab. Das Rennen schien

schon entschieden als einsetzender

Regen das slickbereifte Feld

auf eine harte Probe stellte. Mül-

Marco Bassendowski (#407) setzte

sich im Feld der MAX-Cup durch.

In der Klasse MAX-World feierte Maximilian Gunkel den Heimsieg.

ler büßte plötzlich seinen gesamten

Vorsprung ein und musste

sich die letzten rutschigen Runden

gegen Lukas Wenig (M-Tec)

und Moritz Oberheim (Energy)

zur Wehr setzen. In einem sehenswerten

Finish wechselten

die Positionen und erst auf den

letzten Metern setzte sich Müller

knapp gegen Wenig und Oberheim

durch.

MAX-Cup: Bassendowski

gewinnt Reifenpoker

Iris Perey (M-Tec) schockierte die

Männerdomäne einmal mehr mit

der Bestzeit im Zeittraining. Im

Prefinale folgte aber das frühe

Aus der Heinsbergerin. Eine defekte

Batterie warf sie nicht nur

aus dem Kreis der Sieganwärter,

sondern auch aus dem Titelrennen.

So gaben im Prefinale vor

allen Dingen Marco Bassendowski

(Intrepid) und Fabian Erle

(Maranello) das Tempo vor. Das

Duell der beiden hielt die Zuschauer

bis zum Schluss in Atem.

Die Entscheidung fiel in der letzten

Kurve als sich die Streithähne

in die Quere kamen. Der Drittplatzierte

Niklas Rosenbach (Energy)

fackelte nicht lang und schoss auf

den letzten Metern vorbei zum

Sieg. Während Rosenbach sein

Glück nicht fassen konnte, kreuzten

Bassendowski und Erle kopfschüttelnd

den Zielstrich auf den

Rängen zwei und drei.

Das Finale verlief weniger spannend,

dafür aber ebenso überraschend:

Eine leicht feuchte Strekke

stellte die Piloten vor die Qual

der Wahl des Reifentyps. Während

ein Großteil auf Nummer

sicher ging und Profilreifen montierte,

war die richtige Entscheidung

eindeutig der Slick, für welchen

sich unter anderem Bassendowski

entschied. In Windeseile

fuhr er der Konkurrenz davon,

überrundete fast das gesamte

Feld und gewann mit rund 17

Sekunden Vorsprung. Auf Position

zwei hielt sich lange Zeit Fabian

Erle, der aber mit Regenreifen

zur Rennhalbzeit chancenlos

war und bis auf Position sechs

zurückfiel. Ganz im Gegenteil zu

Janno Theussing (EA). Er hatte

richtig gepokert und sich mit

Slicks aus dem Mittelfeld nach

vorne bugsiert. Der Gronauer feierte

mit Platz zwei sein bestes

Saisonergebnis. Komplettiert wurde

das Podium von Alessio Curto

(CRG) auf dem dritten Platz.

MAX-World: Heimsieg für

Maximilian Gunkel

Kein Weg führte in Wittgenborn

an Lokalmatador Maximilian Gunkel

(Intrepid) vorbei. Den Vorteil

des Heimspiels wusste der Rödermarker

schon im Zeittraining

zu nutzen, wo er mit der Pole-

Position den Grundstein für zwei

erfolgreiche Rennen legte. Zwar

ging es in der Topklasse gewohnt

eng zu, aber diesmal auch vergleichsweise

ruhig, denn viel

passierte im Prefinale nicht.

Schon am Start war die Reihung

entschieden: Mit Maximilian

Gunkel an der Spitze und dem

Verfolgerquartett Stefan Riener

(Intrepid), Julian Wagner (Praga),

Larry ten Voorde (EA) und Christopher

Friedrich (Tony) stand

das Ergebnis schnell fest.

Ähnlich war das Bild im Finale:

Wie auf einer Perlenschnur umkurvten

Gunkel, Riener, Wagner

und Friedrich den 1.038 Meter

langen Kurs. Einzig ten Voorde

musste abreißen lassen und wurde

auf Platz neun durchgereicht.

Vorne hatte man offensichtlich

einen Waffenstillstand geschlossen.

Als es aber in den letzten

Runden zu regnen begann, wurden

die Messer noch mal gewetzt.

Der Nichtangriffspakt war aufgehoben.

Auf der rutschigen Bahn

spielte Gunkel seine Streckenkenntnis

jedoch gekonnt aus und

brachte den Sieg äußerst knapp

ins Ziel. Dahinter fand Wagner in

der letzten Runde noch einen

Weg an Riener vorbei und sicherte

sich Platz zwei vor dem Österreicher.

Friedrich lief als Vierter

ein vor Coen Nijsen (EA), der seine

Regenqualitäten zum Schluss

ausspielen konnte und sein bestes

Saisonresultat einfahren

konnte.

DD2-Masters: Andreas

Matis vorzeitig Meister

Andreas Matis (Zanardi) gewann

in dieser Saison so ziemlich jedes

Rennen, wenn man mal vom

zweiten Prefinalplatz beim Saisonauftakt

in Wackersdorf absieht.

Daran sollte sich auch in

Wittgenborn nichts ändern: Sowohl

im Zeittraining als auch den

Rennen hatte er die Nase vorn.

Die Dauerkonkurrenten Thomas

Schumacher (CRG) und Michael

Becker (Zanardi) konnten an diesem

Wochenende zwar deutlich

aufschließen, schafften es aber

nicht den Seriensieger vom Thron

zu schubsen. Matis konnte sich

ein Rennen vor Ende der Saison

Erster Sieg für DD2-Newcomer Pascal Marschall in der Klasse DD2-World.

Platz zwei ging an Simon Wagner (l.) vor Dennis Tuszynski.

vorzeitig den Meistertitel sichern.

Nach 2006 stellt dies schon seinen

zweiten Gesamtsieg dar, der

ihn damit auch wieder zum großen

ROTAX-Weltfinale führen

wird. „Ich freue mich riesig auf

die Grand Finals in Abu Dhabi.

Auch wenn ich schon einmal teilgenommen

habe, so ist es dieses

Jahr etwas ganz anderes. Damals

beim Weltfinale in Portugal bin

ich noch MAX gefahren – dieses

Jahr sitze ich im DD2 und ich bin

mir sicher, dass es in den Emiraten

auch nicht so nass wird wie

2006 in Portugal“, scherzte der

Gochener am Abend.

DD2-World: Erster Sieg für

Pascal Marschall

Ein schweres Los hatten die DD2-

World-Piloten in Wittgenborn

gezogen, denn Wettergott Petrus

meinte es gar nicht gut mit ihnen.

Das Prefinale war nur wenige

Runden alt als sich die massiven

Regenwolken in einem Unwetter

entleerten und den Vogelsbergring

binnen weniger Minuten

unter Wasser setzten. Der Rennabbruch

und die Flucht aller Betei-

ligten ins Trockene war die Folge.

Schnell war der Wolkenbruch

wieder verschwunden und die

Sonne kam zum Vorschein und

nach tatkräftigem Einsatz der

Streckenposten waren auch die

überschwemmten Streckenabschnitte

wieder trocken gelegt.

Das Rennen konnte fortgesetzt

werden: Während Pole-Setter

Martin Grupe (CRG) schon im

ersten Teil des Rennens im Mittelfeld

verschwunden war, übernahm

nun Nils Hendrik Jung

(CRG) das Kommando. Lange Zeit

lag er in Front bevor er den Sieg

letztlich an Simon Wagner (M-Tec)

abtreten musste. Auf Platz drei

wurde derweil Pascal Marschall

(CRG) gewertet – ein erster Vorgeschmack

des Youngsters auf

das, was noch kommen sollte.

Das Finale fand bei strömendem

Regen statt, Bedingungen unter

denen Wagner schon mehrfach

sein Können unter Beweis gestellt

hat. Doch diesmal sollte es

anders kommen. Nur drei Runden

konnte sich der Tabellenführer

an der Spitze behaupten bevor er

einem furios fahrenden Pascal

Marschall den Weg frei machen

musste. Letzterer drehte danach

erst richtig auf und verschaffte

sich bis zum Ziel einen Vorsprung

von über vier Sekunden. Am Ende

feierte der DD2-Neuling seinen

ersten Sieg in dieser Kategorie

und war am Abend ganz aus dem

Häuschen: „Einfach unglaublich!

Wir hatten mit dem Klassenwechsel

anfänglich Probleme und

enorm viel zu lernen. Unsere Pace

stimmt seit den letzten Läufen

endlich und ich freue mich riesig.

Dass ich im ersten DD2-Jahr

gleich um den Sieg fahren würde,

hätte ich nicht gedacht“. Auch

die Konkurrenz hatte den Rookie

nicht auf der Rechnung und so

gaben sich Simon Wagner, Dennis

Tuszynski und Nils Hendrik Jung

mit den Verfolgerplätzen zufrieden.

„Wittgenborn war dieses Jahr

ein spektakuläres Event. Das

Wetter hat uns auf eine harte

Probe gestellt und sportlich haben

wir dramatische und spannende

Rennen gesehen, die

teilweise auf den letzten Metern

entschieden wurden. Die Überraschungs-

und Premierensieger

waren natürlich das Salz in der

Suppe“, resümiert RMC-Chef

Peter Kessler am Abend. Mitte

September findet nun das große

Finale auf dem Hunsrückring

statt. Sollte dies ähnlich turbulent

wie das Rennen in Wittgenborn

verlaufen, brauchen nicht

nur die Titelfavoriten starke

Nerven. ■

[ 09/2011 MXL ] 37


[ ROTAX MAX CHALLENGE ]

44 [ MXL 10/2011 ]

DIE WÜRFEL

SIND GEFALLEN

Zum großen Saisonfinale zog es die Deutsch-Österreichische DMV ROTAX MAX

Challenge am 18. September auf den Hunsrückring in Hahn. 130 Teilnehmer kämpften

beim sechsten Lauf um die letzten Punkte des Jahres. [ T E X T & F O T O S : T I M O D E C K ]

Würdige Titelträger:

Die Meister der

RMC 2011

Mit dem Finalsieg in der Klasse JUNIOR-Cup gewann Leon Wippersteg nach vier Jahren seinen ersten RMC-Titel.

E

in Großteil der ausgeschriebenen

Klassen war

vor dem Finale noch nicht

entschieden und so stand die

Suche nach den Meistern ebenso

im Mittelpunkt wie die Suche

nach den Weltfinalteilnehmern

für die ROTAX MAX Grand Finals

in Abu Dhabi. Für die nötige

Spannung war also bereits

im Vorfeld gesorgt.

Doch bevor es am Rennsonntag

richtig ernst wurde, lud die RMC

zur traditionellen Abschlussparty

im Paddock-Club des Hunsrückrings.

Neben einem reichhaltigen

Barbecue sorgte auch spanische

Live-Musik für Stimmung

im randvoll gefüllten Saal. Im

Rahmen der Feier ließ es sich

RMC-Chef Peter Kessler nicht

nehmen, ein kleines Saisonfazit

zu ziehen und eine Vorschau auf

2012 zu geben. Die wohl wichtigste

Änderung ist hierbei die Splittung

der Deutsch-Österreichischen

RMC in zwei eigenständige

Championate - eine für

Deutschland und eine für Österreich.

„Wir haben die Fusionierung

vor zwei Jahren durchgeführt,

müssen aber inzwischen

Nico Müller war nicht

zu bremsen, gewann

das Finale und den

Meistertitel in der Klasse

JUNIOR-World.

feststellen, dass es vor allen Dingen

im Hinblick auf die Teilnehmerzahlen

nicht den gewünschten

Effekt hatte. Von daher werden

beide Länder wieder getrennte

Wege gehen und jeweils sechs

Veranstaltungen in ihrem Bundesgebiet

austragen“, so Peter

Kessler, der aber auch für die

österreichische Meisterschaft

weiter die Verantwortung tragen

wird. Keine Verantwortung wollte

der RMC-Präsident aber am

Sonntag für das Wetter übernehmen:

Herbstliche Temperaturen

begleitet von immer wieder einsetzendem

Regen sorgten für

zusätzliche Brisanz im letzten

Saisonrennen...

MICRO-Cup: Louis Henkefend

holt Titel mit Finalsieg

Robert Kindervater (EA) und Marcel

Mayer (M-Tec) waren als Titelfavoriten

auf den Hunsrückring

gereist, hatten aber die Rechnung

ohne Louis Henkefend (Topkart)

gemacht, der am Ende allen die

Show stahl.

Im Prefinale lief zunächst alles

für Kindervater, der mit dem Laufsieg

vor Pole-Setter Robert Nath

(CRG), dem Titelgewinn näher

rückte. Doch schon auf Position

drei hatte sich Henkefend still

und heimlich vorgeschoben, um

dann im Finale zum Angriff zu

blasen. Im entscheidenden letzten

Durchgang lieferte sich Henkefend

einen packenden Kampf

mit Kindervater und Nath. Durch

eine Rangelei fiel Kindervater zur

Rennhalbzeit zurück und musste

die Meisterschaftsträume begraben.

Das galt nicht für Louis Henkefend:

Er gewann am Ende vor

Tobias Nath, Tamino Bergmeier

(EA) und Marcel Mayer und sicherte

sich so mit einem Punkt

Vorsprung auf Mayer den Titel.

Und auch dahinter ging es eng

zu, fehlten dem Drittplatzierten

Robert Kindervater doch ebenfalls

nur vier Punkte auf den neuen

Meister.

In der Klasse MAX-Cup

gewann Niklas Rosenbach

zum Abschluss das Finale.

MINI-Cup: Fabian Hellwig

und Luis Glania jubeln

Luca Engstler (Intrepid) sicherte

sich im verregneten Zeittraining

seine erste Pole-Position im MINI-

Feld. Leider konnte er sich nicht

lange darüber freuen, denn schon

am Start zum Prefinale kam es zu

einer größeren Kollision, die ihn

und auch die Titelaspiranten Luis

Glania (PCR) und Felix Kotyk (Intrepid)

ins Kiesbett beförderte.

So erbte Fabian Hellwig (M-Tec)

die Spitze und brachte den Sieg

sicher vor Bastian Benz (Maranello)

und Max Zschuppe (M-Tec)

nach Hause.

[ 10/2011 MXL ] 45


[ ROTAX MAX CHALLENGE ]

46 [ MXL 10/2011 ]

Auch im Finale war kein Kraut

gegen Hellwig gewachsen. Der

Lichtenfelser feierte am Ende

einen souveränen Start-Ziel-Sieg

vor Kotyk, Zschuppe und Glania.

In der Meisterschaft schaffte Hellwig

damit noch den Sprung auf

den dritten Gesamtrang. Doch

ganz vorne war es nur ein Punkt,

der den Gesamtsieg entschied.

Mit 426 zu 425 Punkten entschied

Glania am Abend das Titelduell

mit Kotyk denkbar knapp zu seinen

Gunsten.

JUNIOR-Cup: Wippersteg

gewinnt die Meisterschaft

Mike Golla (Energy) knüpfte im

Zeittraining an seine gute Form

der letzten Wochen an und eroberte

die Pole-Position des 23köpfigen

Feldes. Umsetzen konnte

er den Vorteil aber nicht. Gleich

nach dem Start zum Prefinale

geriet er von der Strecke und musste

sich weit hinten wieder einreihen.

Derweil übernahmen die

Titelaspiranten Tobias Dauenhauer

(Intrepid) und Leon Wippersteg

(EA) das Zepter an der

Doppelsieg für Fabian Hellwig

in der Klasse MINI-Cup

Die MICRO-Meister Marcel Mayer, Louis Henkefend und Robert Kindervater (v.l.).

Spitze. Dauenhauer hatte das

Rennen zur Halbzeit fest in der

Hand und lief mit fast fünf Sekunden

Vorsprung als Sieger ein.

Dahinter hielt sich Wippersteg

als Zweiter alle Titelchancen offen

und verdrängte Andreas Stiehr

(Intrepid) auf Position drei.

Die Meisterschaftsentscheidung

musste im Finale fallen und das

tat sie ziemlich früh: Bereits in

der zweiten Kurve kam es zum

Lackaustausch der beiden Spitzenreiter

Wippersteg und Dauenhauer,

wobei Letzterer den

Kürzeren zog und nach einem

Dreher alle Titelträume begraben

musste. Dennoch blieb dem

Shooting-Star, der 2011 seine erste

Saison bestritt die wohlverdiente

Vizemeisterschaft. Für

Wippersteg gab es im Finale kein

Halten mehr. Mit fast drei Sekunden

Vorsprung gewann er das

Finale und den Titel - sein erster

Gesamtsieg in vier Jahren RMC!

Hinter dem neuen Meister komplettierten

Fabio Katzor (Haase)

und Andreas Stiehr das Podium

der Tageswertung.

JUNIOR-World: Spiel, Satz

und Sieg für Nico Müller

Kein Kraut war an diesem Wochenende

gegen Nico Müller

(Intrepid) gewachsen. Der Kelberger

ließ zu keinem Zeitpunkt

einen Zweifel aufkommen, dass

er sich den Gesamtsieg 2011 holen

würde.

Den Grundstein legte er bereits

im Zeittraining mit der Bestzeit,

welche er im Prefinale scheinbar

spielerisch in den Sieg ummünzte.

Daran konnten auch die starken

Leistungen von Luka Kamali

(CRG) und Lukas Wenig (M-Tec)

auf den Verfolgerpositionen

nichts ändern.

Noch eindrucksvoller trumpfte

Müller im Finale auf. Auf regennasser

Strecke fuhr er in einer

anderen Welt und nahm der Konkurrenz

bis zum Fallen der Zielflagge

über 13 Sekunden ab. Auch

Titelrivale Moritz Kremer (Intrepid),

der zwar bis zum Schluss

tapfer kämpfte, musste feststellen,

dass er an diesem Wochenende

chancenlos gegen Müller

war. Mit Rang zwei hinter dem

neuen Meister konnte Kremer

aber den Vizetitel nach Hause

bringen. Abgerundet wurde das

Podium der Tageswertung von

Moritz Oberheim (Energy) auf

dem dritten Platz. In der Gesamtwertung

musste sich der Schermbecker

aber mit dem undankbaren

vierten Rang zufrieden geben

und Lukas Wenig (M-Tec) den

Vortritt lassen. Der Österreicher

Florian Wiesinger (M-Tec) eroberte

derweil mit konstant guten

Leistungen Rang sieben in der

Gesamtwertung und wird als

bester OSK-Lizenznehmer gemäß

den RMC-Regularien zusammen

mit Müller die Reise in die Emirate

antreten.

MAX-Cup: Fabian Erle

neuer Meister 2011

Turbulent ging es bei den MAX-

Cup-Piloten zu. Im verregneten

Zeittraining überraschte noch

Ralf Biedermann (Maranello) mit

der Bestzeit, bevor er im Prefinale

ein Waterloo erlebte. Aufgrund

abtrocknender Streckenverhältnisse

haderte der Pole-Setter bis

zuletzt mit der Reifenwahl, star-

tete dem Feld hinterher und ordnete

sich schließlich regelwidrig

wieder in der Formation ein. Was

folgte war ein Wertungsverlust.

Richtig machte es derweil Janno

Theussing (EA). Im größtenteils

mit Regenreifen bestückten Feld

setzte er auf Slicks und konnte

bei zunehmender Renndistanz

alle Konkurrenten in Grund und

Boden fahren. Wie schon beim

Rennen in Wittgenborn ging seine

Taktik auf und er gewann mit

fast 20 Sekunden Vorsprung vor

Kathrin Augustin (M-Tec) und

Marco Bassendowski (Intrepid).

Im Finale folgte die Ernüchterung

für Theussing, der direkt nach

dem Start von der Strecke rutschte

und zusehen musste, wie sich

vorne Marco Bassendowski und

Tim Schneider (Energy) um den

Sieg stritten. Gegen Rennende

gesellte sich dann noch Niklas

Rosenbach (Energy) hinzu und

mischte das Führungsduo kräftig

auf. Mit einer schnellsten Runde

nach der anderen kassierte er

beide und gewann das Finale vor

Bassendowski. Schneider blieb

am Ende ein Pokalrang verwehrt,

musste er sein Kart doch eine

Runde vor Schluss im Aus abstellen

und Niklas Makschin (Zanardi)

Rang drei überlassen. In der

Meisterschaft reichte es trotz der

guten Leistungen weder für Rosenbach

noch für Bassendowski

zum Titel. Beide musste sich mit

den Ehrenplätzen begnügen,

denn Fabian Erle (Maranello) war

an diesem Wochenende kein unnötiges

Risiko eingegangen: Mit

soliden Ergebnissen und zwei

vergleichsweise unauffälligen

Rennen durfte der Hattersheimer

am Abend den Meisterpokal in

Empfang nehmen.

MAX-World: Österreich

dominiert die Meisterschaft

Der Österreicher Stefan Riener

(Intrepid) stand schon vor dem

großen Finale als Gesamtsieger

fest und überließ die große Bühne

diesmal der Konkurrenz, immerhin

galt es noch die Vizemeisterschaft

und die Platzierung des

besten Deutschen zu ermitteln.

Im Zeittraining waren zunächst

die Regenprofis gefragt. Mit Pole-

Setter Maikel Splithoff (M-tec) und

Coen Nijsen (EA) auf Platz zwei

hatte man diese schnell gefunden.

Doch trockene Bedingungen im

Prefinale mischten die Karten

völlig neu und so mussten die

beiden Trainingsschnellsten ihren

Platz an der Sonne räumen.

Während Splithoff noch als guter

Fünfter das Ziel sah, musste Nijsen

das Rennen nach einer Kollision

vorzeitig beenden. Das Rennen

stand fortan ganz im Zeichen

von Julian Wagner (M-Tec), der

Michael Becker gewann zum Abschluss das Finale der Klasse DD2-Masters.

sich souverän aber dennoch

knapp vor Christopher Friedrich

(Tony Kart) den Sieg sichern

konnte. Auf Position drei setzte

sich Michaela Engelhard (Energy)

durch.

Im Finale hatte es Wagner nicht

ganz so leicht. Mit Nino Kuhn

(Birel) hatte er einen hartnäckigen

Gegner im Nacken, der ihm

mehrfach erfolgreich die Spitze

streitig machen konnte. Nach 15

Runden behielt Wagner aber erneut

die Oberhand und sorgte als

Vizemeister für einen österreichischen

Doppelsieg in der Gesamtwertung.

Nino Kuhn gab sich im

Ziel mit dem zweiten Rang zufrieden

und kreuzte noch vor

Champion Riener die Ziellinie.

Bleibt die Frage nach dem bestplatzierten

deutschen Teilnehmer:

Diese Ehre wurde Christopher

Friedrich zuteil, der im Finale

als Siebter abgewinkt wurde

und damit seinen dritten Platz in

der Meisterschaft vor Maximilian

Schickedanz (Sodi) festigen konnte.

Der Griesheimer wird zusammen

mit Riener die Senioren-

Delegation bei den ROTAX MAX

Grand Finals bilden und um die

WM-Krone kämpfen.

DD2-Masters: Siege für

Schumacher und Becker

Da sich Andreas Matis (PCR) bereits

beim letzten Rennen vorzei-

Julian Wagner(#301) gewann das Finale und

die Vizemeisterschaft der Klasse MAX-World.

Christopher Friedrich (#311) reist als bester

Deutscher zum Wetlfinale.

tig den Titel und die Fahrkarte

zum Weltfinale sichern konnte,

war er beim Abschlussrennen

nicht mehr am Start. Er konzentrierte

sich an diesem Wochenende

ganz auf seine Aufgabe als

Teamchef - die Betreuung seiner

Piloten. Somit war der Weg diesmal

für neue Sieger frei!

Thomas Schumacher (CRG) hatte

die Konkurrenz schon im Zeittraining

unter Kontrolle und konnte

seine Pole-Position im Prefinale

problemlos in einen Start-Ziel-

Sieg umwandeln. Auch im Finale

sah er wie der sichere Sieger aus,

als ihn plötzlich ein defekter Gaszug

ans Ende des Feldes bugsierte.

Mittellos musste er einen Piloten

nach dem anderen passieren

lassen und zusehen wie sich

Michael Becker (PCR) den Finalsieg

vor Sascha Thissen (CRG)

und Jochen Merker (CRG)

schnappte. Am Ende blieb Schumacher

aber der Vizetitel zur

Entschädigung.

DD2-World: Vizetitel und

Finalsieg für Fleischmann

Mit dem Österreicher Simon Wagner

(Praga) stand der Meister und

Weltfinalteilnehmer bereits vorzeitig

fest. Nicht gefallen war

jedoch die Entscheidung um den

Vizetitel. Auch die Suche nach

dem deutschen Weltfinalisten

war noch ungeklärt.

Im Regen zum Vizetitel und

Weltfinale: Maximilian Fleischmann

in der Klasse DD2-World

Im verregneten Zeittraining stahl

zunächst Peter Cordes (Swiss

Hutless) allen die Show und

machte sich mit einer deutlichen

Bestzeit auf der Pole-Position

breit. Diese konnte er im trockenen

Prefinale aber nicht mehr

halten und wurde auf Position

vier zurück gereicht. Vorne duellierten

sich derweil Patrick Henke

(PCR) und Maurice Schiwy

(Intrepid), wobei sich der VPD-

Mann letztlich durchsetzen konnte

und seinen ersten Saisonsieg

kassierte. Als Dritter komplettierte

Dennis Tuszynski (Zanardi) den

Zieleinlauf.

Nasse Verhältnisse waren zum

abschließenden Finale angesagt

- neue Bedingungen mit denen

vor allen Dingen Maximilian

Fleischmann hervorragend zurecht

kam. Von Position fünf aus

gestartet, katapultierte er sich

zur Halbzeit an die Spitze und

gab diese bis zum Fallen der Zielflagge

nicht mehr ab. Patrick

Henke Henke brachte brachte dahinter den zweizweiten Platz Platz in trockene Tücher

vor vor Martin Grupe (CRG).

Fleischmann konnte

sich am Abend Abend doppelt

freuen. Er hat-

te nicht nicht nur das

Finale gewonnen,

sondern

auch die Vizemeisterschaft

Der Saal des Paddock-Clubs war

prall gefüllt, sowohl bei der

Abschlussparty am Samstagabend, als

auch bei der Siegerehrung am Sonntag.

für sich entschieden. Als bestplatzierter

Deutscher wird er an

der Seite von Simon Wagner damit

zum zweiten Mal in Folge am

große Weltfinale teilnehmen.

Einen feierlichen und würdigen

Saisonabschluss erlebten die

Beteiligten am Sonntagabend.

Rund 600 Anwesende feierten

im Paddock-Club nicht nur die

Tagessieger, sondern auch die

Meister des Jahres 2011, die neben

den Tickets für die ROTAX

MAX Grand Finals vom 19. bis

26.11.2011 auch solche für RMC-

Veranstaltungen 2012 erhielten

- alles zusammen in einem Gesamtwert

von knapp 45.000,-

Euro. Das wohl wertvollste Geschenk

machte aber jemand

anderes: RMC-Organisationsleiter

Uwe Jäger war nach langem,

krankheitsbedingtem

Ausfall zum Finale erstmals

wieder vor Ort und wurde vom

Saal stürmisch begrüßt. Sein

Versprechen Versprechen 2012 wieder voll

dabei zu sein, lässt alle Beteiligten

zuversichtlich in die verdiente

Winterpause gehen. Für

unsere sieben Weltfinalisten

wird es aber im November noch

einmal richtig ernst... ■

[ 10/2011 MXL ] 47

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