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KINDERLIEDER Ein Benefizprojekt für das Singen ... - Liederprojekt

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PRESSEINFORMATION<br />

<strong>KINDERLIEDER</strong><br />

Fortsetzung<br />

des erfolgreichen<br />

<strong>Liederprojekt</strong>s<br />

<strong>Ein</strong> Benefi zprojekt <strong>für</strong> <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> mit Kindern von Carus und SWR2<br />

Als Buch und auf CD ab 1. Oktober | Samstags im Radio ab 8. Oktober 2011


<strong>Singen</strong> macht stark und Spaß<br />

Kinder singen gern – Bewegungslieder bringen Schwung in den Tag, Quatschlieder und<br />

Zungenbrecher sorgen schnell <strong>für</strong> gute Laune, Schlafl ieder entspannen und bringen zur<br />

Ruhe. Lieder erzählen Geschichten, sie gliedern den Tag und <strong>das</strong> Jahr, sie gehören zu Festen<br />

einfach dazu. Gute Atmung, Bewegung, Hörtraining, Sprachförderung – <strong>Singen</strong> macht in der<br />

Tat stark.<br />

Kinder brauchen aber auch Gelegenheiten zum <strong>Singen</strong>, sie brauchen Anleitung und kindgerechte<br />

Ansprache. Sie brauchen da<strong>für</strong> Eltern, Großeltern, Lehrer und Erzieher. SWR2 und<br />

Carus bieten auf verschiedenen Medien Texte, Noten und Liedeinspielungen zum <strong>Singen</strong><br />

an, qualitätsbewusst und kindgerecht aufgearbeitet. Ziel ist es, mit dem Kinderlieder-<br />

Projekt <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> wieder mehr in den Familien zu verankern, mit stilistisch vielfältigen<br />

Angeboten auf CD, als Liederbuch, im Radio und im Internet, die Kindern und (Groß-)Eltern<br />

gleichermaßen Spaß machen.<br />

Im Mittelpunkt des Kinderlieder-Projekts stehen nahezu 300 singende Kinder. Denn hier<br />

singen Kinder <strong>für</strong> Kinder: Sie können am besten vermitteln, <strong>das</strong>s <strong>Singen</strong> wieder »in« ist,<br />

warum <strong>Singen</strong> Spaß macht. Da<strong>für</strong> sind zu den schönsten Kinderliedern auch neue Arrangements<br />

<strong>für</strong> Kinderchöre entstanden. Daneben haben sich zahlreiche prominente Konzert-<br />

und Opernsänger an den Aufnahmen beteiligt. Da alle Künstler auf ihre Gage verzichten,<br />

können mit Spenden aus den <strong>Ein</strong>nahmen der Kinderlieder-CDs Projekte unterstützt<br />

werden, die <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> mit Kindern fördern.<br />

Kinder singen <strong>für</strong> Kinder<br />

Foto: Privat<br />

Johann, 10 Jahre<br />

Kinderchor „Tübinger<br />

Neckarschwa(l)ben“<br />

Traumberuf: „Fußballer“<br />

„<strong>Singen</strong> ist nicht nur <strong>für</strong><br />

Mädchen.“<br />

Foto: Privat<br />

Julia, 13 Jahre<br />

„Cross Over“-Jugendchor,<br />

Beckum<br />

Traumberuf: „Schriftstellerin“<br />

„Ich singe am liebsten mit<br />

meinen Freunden und mit<br />

meiner Familie.“<br />

Adam, Adam, 8 8 Jahre Jahre<br />

Thomanernachwuchs,<br />

Thomanernachwuchs,<br />

Leipzig Leipzig<br />

Ich Ich singe singe besonders besonders gern gern<br />

“Wie “Wie lieblich lieblich ist ist der der<br />

Maien.<br />

Maien.“<br />

Roxanne, 9 Jahre<br />

Kinderchor „Tübinger<br />

Neckarschwa(l)ben“<br />

Lieblingslied: „<strong>Ein</strong> Mann, der<br />

sich Kolumbus nannt“<br />

Jana, 10 Jahre<br />

Mädchenkantorei an der Domkirche<br />

St. Eberhard, Stuttgart<br />

Lieblingssänger: “Milow, Michael<br />

Jackson und Bruno Mars.“<br />

„Ich singe alleine unter der Dusche,<br />

weil es sonst zu langweilig ist.“<br />

Mein Lieblingslied ist „Caresse sur<br />

l‘océan“ aus dem Film „Die Kinder<br />

des Monsieur Mathieu“.<br />

Mathis, 10 Jahre<br />

Kinderchor „Tübinger<br />

Neckarschwa(l)ben“<br />

Lieblingssender im Radio: „Dasding“<br />

„<strong>Singen</strong> macht Spaß!“<br />

Laura, 10 Jahre<br />

Ulmer Spatzen Chor<br />

Lieblingssängerinnen im<br />

Radio: „Shakira und Nena.“<br />

„Ich singe viel beim<br />

Wandern, mit meinem<br />

Bruder und beim Motorradfahren<br />

in Afrika.“


Inhaltsverzeichnis<br />

Kurzinformation »Kinderlieder« 2<br />

»Tricks mag ich gar nicht!« 4<br />

Interview mit Prof. Hans Bäßler<br />

Kinder singen <strong>für</strong> Kinder 6<br />

<strong>Ein</strong>e Reportage aus dem SWR-Studio<br />

<strong>Singen</strong> mit Kindern: der Benefizgedanke des <strong>Liederprojekt</strong>s 9<br />

Herzenssache e.V. fördert Sing- und Musikprojekte 9<br />

»Bitte hör nicht auf zu träumen ...« 11<br />

Ohne <strong>Singen</strong> und Trommeln wäre <strong>das</strong> Leben langweilig 13<br />

Elternbriefe Musik 14<br />

Hintergrund: »Kinderlieder« als Teil des <strong>Liederprojekt</strong>s (2009–2012) 16<br />

»Kinderlieder« – Sänger, Chöre und Musiker 18<br />

»Kinderlieder« im Hörfunk 19<br />

Sendetermine SWR2 19<br />

Bücher, Noten und CDs 21<br />

Das Kinderlieder-Buch mit Mitsing-CD 21<br />

Die Kinderlieder-CD-Sammlung 22<br />

Arrangements und Noten <strong>für</strong> Kinderchor 23<br />

Die »Kinderlieder« im Internet 24<br />

www.liederprojekt.org 24<br />

SWR-Kindernetz 25<br />

Veranstaltungen 26<br />

Partner 27<br />

Presseservice 28<br />

1


2<br />

Kurzinformation »Kinderlieder«<br />

SWR2 und Carus sind mit den »Kinderliedern« im Herzen des <strong>Benefizprojekt</strong>s angelangt,<br />

<strong>das</strong> 2009 mit den »Wiegenliedern« begonnen hat und 2010 mit den »Volksliedern« fortgesetzt<br />

wurde: Kinderlieder, gesungen von und <strong>für</strong> Kinder. Ziel ist es, mit dem Kinderlieder-<br />

Projekt <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> wieder mehr in den Familien zu verankern, mit Angeboten, die Kindern<br />

und (Groß-)Eltern gleichermaßen Spaß machen.<br />

<strong>Singen</strong> mit Kindern fördern<br />

Das Kinderlieder-Projekt will insbesondere <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> mit Kindern in der Familie sowie im<br />

Kindergarten und in der Grundschule fördern. SWR2 und Carus wollen sowohl den Eltern<br />

als auch den Kindern mithilfe der heute verbreiteten Medien alle Materialien an die Hand<br />

geben, um auf unkomplizierte Weise zum <strong>Singen</strong> zu animieren.<br />

Das Kinderlied der Woche<br />

SWR2 sendet ab 8. Oktober 2011 jede Woche ein Kinderlied, samstags ab 16 Uhr in »SWR2<br />

Spielraum«, immer nach den Kindernachrichten. Bei allen Angeboten wird auf eine besonders<br />

hohe Qualität und die kindgerechte Ansprache geachtet. Das Kinderlied der Woche<br />

wird von den beteiligten Medienpartnern abgedruckt bzw. erscheint in den Internetportalen.<br />

Kinder singen <strong>für</strong> Kinder<br />

Für <strong>das</strong> Kinderlieder-Projekt waren fast 300 Kinder im Studio. Beteiligt sind weiterhin<br />

21 renommierte Konzertsängerinnen und -sänger, die <strong>das</strong> <strong>Liederprojekt</strong> von Anfang an<br />

begleitet haben. Die Lieder werden in einer kindgerechten, musikalisch sorgfältig ausgewählten<br />

und künstlerisch erstklassigen Version präsentiert. Da<strong>für</strong> haben zahlreiche Komponisten<br />

neue Arrangements <strong>für</strong> Kinderchöre angefertigt. Kinder orientieren sich intensiv an gleichaltrigen<br />

Vorbildern. Kinder singen <strong>für</strong> Kinder: Sie können am besten vermitteln, <strong>das</strong>s <strong>Singen</strong><br />

wieder »in« ist, warum <strong>Singen</strong> Spaß macht.<br />

<strong>Singen</strong> macht stark<br />

Kinder singen gern – zuhause, im Kindergarten, in der Schule, beim Laternenlaufen, beim<br />

Autofahren. Bewegungslieder bringen Schwung in den Tag, Quatschlieder und Zungen -<br />

brecher sorgen schnell <strong>für</strong> gute Laune, Schlaflieder entspannen und bringen zur Ruhe. Lieder<br />

erzählen Geschichten, sie gliedern den Tag und <strong>das</strong> Jahr, sie gehören zu Festen einfach dazu.<br />

Gute Atmung, Bewegung, Hörtraining, Sprachförderung – <strong>Singen</strong> macht in der Tat stark.<br />

Benefizgedanke<br />

Da alle beteiligten Künstler auf ihre Gage verzichten, können durch die »Kinderlieder«<br />

wieder Projekte unterstützt werden, die <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> mit Kindern nachhaltig fördern.<br />

www.liederprojekt.org


»Kinderlieder« in Zahlen und Daten<br />

Die Jüngste und<br />

der Älteste:<br />

Johanna, 5 Jahre,<br />

Mitglied der Tübinger<br />

Neckarschwa(l)ben,<br />

singt Alle meine Entchen.<br />

Kurt Moll, 73 Jahre,<br />

singt Winter ade!.<br />

Fast 300 beteiligte<br />

Kinder in 10 Kinderchören<br />

21 beteiligte Konzert -<br />

sängerinnen und -sänger<br />

88 Kinderlieder wurden<br />

neu eingespielt.<br />

6 Produktionsstädte:<br />

Baden-Baden (SWR),<br />

Berlin (Fünfton Studio, RBB<br />

und Siemensvilla),<br />

Köln (WDR),<br />

Leipzig (MDR),<br />

Schwerte (Tonstudio Burkhardt),<br />

Stuttgart (SWR)<br />

Die ältesten Kinderlieder:<br />

1646 kann erstmals die Melodie zu<br />

Ach bittrer Winter (mit einem ähnlichen<br />

Text) in einer Liederhandschrift im Kloster<br />

Seeon am Chiemsee belegt werden.<br />

Der Text stammt aus dem 16. Jahrhundert.<br />

Bereits um 1460 ist der Text zur Vogel -<br />

hochzeit in einer Handschrift über -<br />

liefert, die Melodie allerdings<br />

erst um 1800.<br />

Jungen des Ulmer Spatzen Chors im SWR-Studio Stuttgart<br />

Sendestart des<br />

Kinderliedes der Woche<br />

in SWR2: 8. Oktober 2011<br />

Erscheinungstermin Bücher, Noten<br />

und CD (Vol. 1):<br />

1. Oktober 2011<br />

22<br />

Aufnahmetage<br />

356 Stunden<br />

Produktion<br />

(inkl. Schnitt,<br />

Mischung)<br />

Spenden aus dem<br />

<strong>Liederprojekt</strong><br />

(Stand: 1. Juni 2011):<br />

198.226 Euro<br />

an die Kinderhilfsaktion<br />

Herzenssache e.V.<br />

10.000 Euro<br />

an die Stiftung<br />

»<strong>Singen</strong> mit Kindern«<br />

3


4<br />

»Tricks mag ich gar nicht!« · Zehn Fragen an Professor Hans Bäßler<br />

Professor Bäßler ist Leiter des Master-Studiengangs Schulmusik an der Hochschule <strong>für</strong><br />

Musik, Theater und Medien in Hannover sowie Vorsitzender des Bundesfachausschusses<br />

Musikalische Bildung des Deutschen Musikrates. Er hat zahlreiche Aufsätze zu Grundsatz -<br />

fragen des Musikunterrichts und zum fächerübergreifenden Arbeiten im Musikunterricht<br />

sowie zu einer Reform der Musiklehrerausbildung verfasst.<br />

Woraus schließen Sie, <strong>das</strong>s Kinder heutzutage weniger singen als noch vor einer<br />

Generation?<br />

Genaue Zahlen dazu gibt es nicht. Allerdings kann man dies aus einer Vielzahl von Beobach -<br />

tungen schließen. Zum Beispiel bei Besuchen in Grundschulen. Besonders bedrückend sind<br />

die Erfahrungen bei Aufnahmeprüfungen an unserer Hochschule: Über ein entsprechendes<br />

Liedrepertoire verfügt kaum noch jemand. Und wenn man internationale Jugendtreffs<br />

besucht, stellt man sehr schnell fest: Da singen die deutschen Gruppen kaum noch, wohl<br />

aber die Skandinavier oder die jungen Menschen aus den baltischen Staaten oder Polen.<br />

Es heißt, Kinder singen gerne. Gibt es da<strong>für</strong> eine anthropologische Erklärung?<br />

Das stimmt. Kinder singen ausgesprochen gern, gerade wenn sie von ganz frühen Jahren an<br />

mit den Eltern oder den Geschwistern zusammen singen. Es ist anscheinend dieses »etwas<br />

gemeinsam machen«, <strong>das</strong> ihnen besonders viel Freude macht. Und da <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> überall<br />

möglich ist, beim Spielen, beim Schlafengehen, beim Laufen, gehört es »irgendwie« dazu.<br />

Nur: Es muss praktiziert werden. Zunächst lallen die Kinder und ahmen nach, <strong>das</strong> bringt ein<br />

Wohlgefühl, anschließend verfestigt es sich immer mehr zu dem, was man gemeinhin als<br />

<strong>Singen</strong> versteht.<br />

Warum sollten wir <strong>das</strong> fördern? Worin sehen Sie <strong>das</strong> gesellschaftliche Interesse am <strong>Singen</strong><br />

mit Kindern?<br />

Das <strong>Singen</strong> ist unter ökonomischen Gesichtspunkten zunächst einmal wertlos. Und genau<br />

<strong>das</strong> braucht unsere durchstrukturierte und auf Sinn hin getrimmte Gesellschaft mehr denn<br />

je: Dass man Dinge um ihrer selbst willen tut, nicht, um damit etwas zu erreichen. Es gehört<br />

zum Wesen der Künste, scheinbar keinen eigentlichen Zweck zu haben – außer <strong>das</strong>s sie den<br />

Menschen zu dem machen, was er eigentlich ist: ein Mensch, der frei lebt und frei entscheidet<br />

und sich damit eine neue kommunikative Umgebung schafft.<br />

Welche Lieder mögen Kinder am liebsten?<br />

Das kommt darauf an, wie alt die Kinder sind. Das erste <strong>Singen</strong> bewegt sich in einem ganz<br />

engen Tonraum mit äußerst einfachen Texten, anschließend wird gern zu einer Dur-Molltonalen<br />

Harmonik gesungen. Wichtig ist, <strong>das</strong>s die Texte bestimmte Themen reflektieren und<br />

zunächst aus einem unmittelbaren Lebenszusammenhang und der ersten Erfahrung stammen.<br />

Später lieben Kinder Lieder, die besonders witzig sind: Der Cowboy Jim aus Texas ist<br />

bei Grundschulkindern immer noch der Renner.<br />

Stimmt es, <strong>das</strong>s Kinder keine Opernarien mögen?<br />

Das kommt darauf an. Wenn ein Kind eine frühe Erfahrung mit Opern gemacht hat, dann<br />

ist dies kein Problem. Das kann ich aufgrund der Erfahrungen, die unsere Tochter ab ihrem


fünften Lebensjahr gemacht hat, nur bestätigen. Aber ansonsten stimmt es: Der Belcanto-<br />

Stil ist dermaßen anders gegenüber dem ganz alltäglichen <strong>Singen</strong>, <strong>das</strong>s diese Art des <strong>Singen</strong>s<br />

<strong>für</strong> viele abschreckend wirkt.<br />

Welche Vorzüge sehen Sie in den alten, traditionellen Kinderliedern, ihren Melodien<br />

und ihren Texten?<br />

Zunächst einmal keine Vorteile in einem vordergründigen Sinn. Allerdings bin ich der Mei -<br />

nung, <strong>das</strong>s der Traditionsfluss nicht abreißen sollte. Darum brauchen wir auch die so genannten<br />

alten, in Wirklichkeit aber neuen Lieder. Für Kinder selbst sind die Inhalte zunächst nicht<br />

so wichtig. Aber <strong>das</strong> darf nicht heißen, <strong>das</strong>s man alle Texte akzeptiert. Und wo die Kinder<br />

inhaltlich Schwierigkeiten haben könnten, wie bei dem Vers »... die Rösslein spann an...«, da<br />

sollten die Eltern unbedingt helfen, den Kontext besser zu verstehen. Gerade alte Lieder bieten<br />

eine Vielfalt andersartiger sozialer Bezüge; die kann man nicht einfach beiseite schieben.<br />

Welche neuen Ansätze und Initiativen gibt es in Deutschland, die da<strong>für</strong> sorgen, <strong>das</strong>s <strong>Singen</strong><br />

bei Kindern wieder »cool« ist?<br />

Da ist als erstes eine Schulaktion in Niedersachsen zu nennen, die einen unglaublichen Erfolg<br />

in diesem Jahr hatte: »Klasse! Wir singen«. Allein in der Region Hannover erreichte sie rund<br />

35.000 Kinder, die mit einer unglaublichen Begeisterung die Lieder lernten und dann zu den<br />

Abschlussveranstaltungen auf <strong>das</strong> Messegelände kamen. Insgesamt wurden in Niedersachsen<br />

etwa 135.000 Kinder und Lehrer in einen Begeisterungssturm <strong>für</strong> <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> gezogen.<br />

Sind Kinderchöre noch der geeignete Rahmen, um mit Kindern zu singen? Müssen wir<br />

junge Menschen nicht vielmehr über die Medien ansprechen, mit denen sie sich beschäf -<br />

tigen? Zum Beispiel im Internet, mit Apps <strong>für</strong>s iPhone, mit Wii-Spielen etc.<br />

Letzteres halte ich <strong>für</strong> falsch, auch wenn ich selbst die Apps <strong>für</strong> <strong>das</strong> iPhone und <strong>das</strong> iPad<br />

nutze. <strong>Singen</strong> ist immer unmittelbar. Medial ist diese Unmittelbarkeit kaum herzustellen.<br />

Entscheidend ist, <strong>das</strong>s etwas von einem persönlich vermittelt wird, wenn man mit Kindern<br />

singt.<br />

Wovon hängt es ab, <strong>das</strong>s Kinder Spaß am <strong>Singen</strong> haben? Welche Tricks empfehlen Sie,<br />

um Kinder und Jugendliche wieder an die Tradition des <strong>Singen</strong>s heranzuführen?<br />

Tricks mag ich gar nicht! Wo der persönliche Rahmen stimmt, wo Lieder keinen Unsinn<br />

erzählen, wo sie vielleicht Humor vermitteln, da entsteht die eigentliche Freude am <strong>Singen</strong>.<br />

Das <strong>Singen</strong> muss locker und unverkrampft in der richtigen Umgebung ausgeführt werden,<br />

auf den richtigen Rhythmus und die richtige Tonhöhe ist unbedingt zu achten.<br />

Was können <strong>Liederprojekt</strong>e, wie es SWR2 gemeinsam mit dem Carus-Verlag auf die Beine<br />

gestellt hat, <strong>für</strong> <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> mit Kindern bewirken?<br />

Das sind die Initiativen, von denen ich glaube, <strong>das</strong>s sie ganz viel bringen. Wir müssen uns<br />

immer wieder deutlich machen, <strong>das</strong>s wir heute viel mehr als früher medial nicht nur geprägt<br />

sind, sondern vieles an Wissen allein durch die Medien vermittelt bekommen. Die Kinder -<br />

gärten und die Schulen allein wären überfordert. Es gibt einfach zu wenig Pädagogen, die<br />

entsprechend ausgebildet sind. Und eben deswegen bedarf es des Engagements aller.<br />

Die Fragen stellte Oliver Kopitzke, SWR.<br />

5


6<br />

Kinder singen <strong>für</strong> Kinder<br />

<strong>Ein</strong>e Reportage aus dem SWR-Studio Stuttgart. Von Nicole Dantrimont<br />

Alicia, Sarah, Martina, Leonie, Friederike, Jana, Stella und all die anderen Mädchen gehören<br />

zum Aufbauchor der Mädchenkantorei der Dommusik St. Eberhard in Stuttgart. In diesem<br />

Chor singen Mädchen im Alter von 10 bis 11 Jahren, nachdem sie die Früherziehung und den<br />

Nachwuchschor bereits durchlaufen haben. Und sie gehören zu insgesamt zehn Kinder chören<br />

aus ganz Deutschland, die am Kinderlieder-Projekt von SWR2 und dem Carus-Verlag mitgewirkt<br />

haben. Es sind Kinderchöre aus Beckum in Nordrhein-Westfalen, aus Berlin, aus Ulm,<br />

aus Leipzig, aus Tübingen, aus Vaihingen und eben aus Stuttgart. Die Produktion mit der<br />

Mädchen kantorei ist die letzte, die im Rahmen des Kinderlieder-Projekts stattfindet. Und sie<br />

ist auch eine besondere. Denn der 28. Juni ist bis auf Weiteres der heißeste Tag des Jahres im<br />

Südwesten mit sagenhaften 34,9 Grad. Ideales Freibadwetter also.<br />

Was treibt Kinder an, bei so einem<br />

Bilderbuchwetter nicht ins Freibad<br />

zu stürmen und sich ins kühle Nass<br />

zu stürzen, sondern im Funkstudio<br />

des SWR Kinderlieder aufzunehmen?<br />

Ganz einfach. »Wann hat<br />

man dazu schon einmal die Ge -<br />

legenheit?«, meinen Jana und<br />

Stella, beide 10 Jahre. Unbe küm -<br />

mert stehen sie da, die eine im<br />

karierten Hängekleidchen, die<br />

andere in Shorts, Top und Bade -<br />

latschen, und widmen sich dem<br />

Lied Ich schenk dir einen Regen -<br />

bogen. Jana und Stella sind zwei<br />

der vier Solistinnen, die ganz alleine,<br />

nur begleitet von einer Pianistin und gecoacht durch ihre Stimmbildnerin, im Studio an -<br />

treten. Für beide ist es die erste Auf nahme überhaupt. Klein hätten sie sich gefühlt, sagen sie,<br />

und <strong>das</strong>s sich ihre Stimmen auf der Aufnahme anders anhören als sonst – ungewohnt eben.<br />

Leonie und Alicia dagegen singen »nur« gemeinsam mit dem Chor. Trotzdem ist die eine ein<br />

wenig nervös wegen der vielen Mikrofone und die andere hat Respekt vor dem großen<br />

Studiosaal. Selbstbewusst dagegen gibt sich die elfjährige Sarah, die Solosängerin des Lieds<br />

Kuckuck, Kuckuck. Sie findet die Auf nahmesituation im Studio und <strong>das</strong> viele Drumherum<br />

»Total cool!« und würde <strong>das</strong> sofort wieder machen.<br />

Das hängt zu einem großen Teil auch an dem SWR-Team in der Tonregie: Dort sitzen Auf -<br />

nahmeleiter Manfred Deppe und seine Kollegen. Mit Ruhe und Gelassenheit gehen sie ans<br />

Werk. Das ist notwendig, denn die Kinder brauchen Motivation, wenn es mal nicht so läuft.


»Die Außenwahrnehmung der Kinder ist eine<br />

völlig andere als bei professionellen Musikern«,<br />

meint Manfred Deppe. Während Profis selbst<br />

bemerken, warum <strong>das</strong> eine oder andere noch<br />

nicht so ganz geklappt hat und was verbessert<br />

werden muss, ist <strong>das</strong> den Kindern noch nicht<br />

bewusst.<br />

Die Mädchen nehmen Korrekturen schnell auf.<br />

Diszipliniert und hochkonzentriert folgen sie<br />

den Anweisungen von Dirigent und Auf nahme -<br />

leiter. Selbst im Foyer verwandeln sich die<br />

34 Sängerinnen nicht in einen schnat ternden<br />

Haufen. Auch hier zeigen sie sich zielstrebig,<br />

ehrgeizig und selbstbewusst. Von Nervosität<br />

und Unsicherheit keine Spur, auch wenn sie<br />

zweifellos vorhanden sind. Der Aufnahme an<br />

sich kommt <strong>das</strong> zugute: Die Arbeit verläuft<br />

ruhig, fast bedächtig. Vieles ist bereits auf An -<br />

hieb da, nur wenige Dinge müssen grundlegend<br />

geklärt werden. Da macht es auch nichts, wenn<br />

der Luft ballon mal »leis« emporschwebt und<br />

nicht »leicht«.<br />

Drei Stunden sind die Mädchen vor Ort, am Ende sind vier Sololieder und drei Chorlieder<br />

im Kasten. Oder anders gesagt: sieben von 88! Denn so viele Lieder sind es insgesamt beim<br />

Kinderlieder-Projekt von SWR2 und Carus. Die meisten Lieder wurden eigens da<strong>für</strong> aufgenommen,<br />

davon gut zwei Drittel von Kindern gesungen. Die Aufnahme sei sehr entspannt gewesen,<br />

geben die Mädchen hinterher zu. »Herr Deppe hat uns einfach gesagt, was noch fehlt, und<br />

dann haben wir super gesungen«, freut sich Martina. »Oh je, jetzt nochmal <strong>das</strong> Ganze singen«,<br />

dachte sich Alicia immer dann, wenn aus der Regie die nächste Wieder holung wegen einiger<br />

Unsauberkeiten gewünscht wurde. Für Stella war es »ein tolles Gefühl und auch ein bisschen<br />

komisch«, und Jana war froh, als es vorbei war: »Ich habe mich gefreut, <strong>das</strong>s ich es geschafft<br />

habe.«<br />

Auch Manfred Deppe ist zufrieden. Der Aufnahmeleiter, selbst Vater von zwei Kindern, die<br />

schon fast dem Teenageralter entwachsen sind, ist fasziniert von dem Projekt. Besonders die<br />

Vielfältigkeit habe es ihm angetan, sagt er, und »die Arbeit mit dem unberechenbaren Medium<br />

Kind.« Für ihn wird es nun spannend, die vielen Lieder in eine Reihenfolge zu bringen und die<br />

verschiedenen Interpreten abwechslungsreich zu positionieren. »Das wird ein Experiment!«,<br />

sagt Manfred Deppe und schmunzelt. Doch die Möglichkeiten der Tontechnik lassen so man-<br />

7


8<br />

ches zu. Der Aufnahmeleiter und sein Team werden die Aufnahme so gestalten, »<strong>das</strong>s man sich<br />

vorstellen kann, <strong>das</strong>s alle Interpreten nacheinander in einem Raum gesungen haben.«<br />

Mittlerweile reitet bei über 30 Grad im Schatten Sankt Martin durch Schnee und Wind. Und<br />

trotz der unterschiedlichen Wetterlage in Lied und Wirklichkeit sind die Mädchen noch immer<br />

hoch motiviert. Dass sie mit Spaß und Begeisterung bei der Sache sind, sieht und hört man<br />

ihnen an. <strong>Singen</strong> ist eine ihrer Leidenschaften, die sie gerne auch an ihre Freundinnen weiter -<br />

geben. Und in Zukunft vielleicht auch an andere Kinder. Dabei gehören Kinderlieder eigentlich<br />

gar nicht zum Repertoire des Chores, <strong>das</strong> umfasst vor allem Geistliche Musik. Wie stehen also<br />

die fast schon pubertierenden Mädchen zu Kinderliedern? »Eigentlich mag ich eher Lena,<br />

Kinderlieder sind nicht so mein Ding«, gibt die elfjährige Sarah unumwunden zu. »Aber wenn<br />

man sie selber singt, ist es doch etwas anderes«. Und ihren Mitsängerinnen von der Mäd chen -<br />

kantorei der Dommusik St. Eberhard in Stuttgart geht es ähnlich.<br />

Normalerweise hören die Mädchen gerne Popmusik – Lady Gaga ist ein Name, der genannt<br />

wird. Bruno Mars, Katy Perry, Black Eyed Peas sind andere. Manche Mädchen hören gerne<br />

Klassische Musik. Das ist wohl die Musik, die dem Repertoire des Chores am nächsten kommt.<br />

Doch egal ob Kinderlieder oder Geistliche Musik, auf <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> kommt es an: Für Helena ist<br />

<strong>das</strong> <strong>Singen</strong> mehr als nur Freizeitbeschäftigung, es hilft ihr in schwierigen Situationen: »Beim<br />

<strong>Singen</strong> kann ich alles rauslassen, wenn ich bedrückt bin, und in dem Moment an was Schönes<br />

denken«. Emilia bringt die Sache kurz und knapp auf den Punkt: »<strong>Singen</strong> macht einfach Spaß!«,<br />

sagt sie und strahlt übers ganze Gesicht.


<strong>Singen</strong> mit Kindern: der Benefizgedanke des <strong>Liederprojekt</strong>es<br />

Das <strong>Liederprojekt</strong> ist ein <strong>Benefizprojekt</strong> von SWR2 und Carus <strong>für</strong> <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> mit Kindern.<br />

Die gagenfreie Mitwirkung der beteiligten Künstlerinnen und Künstler ermöglicht es, <strong>das</strong>s<br />

2 Euro pro verkaufter CD an Projekte übergeben werden, die <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> mit Kindern unterstützen.<br />

»Herzenssache e.V.«, die Kinderhilfsaktion von SWR und SR, erhielt rund 200.000<br />

Euro Spenden zur Unterstützung von Singe-Projekten. Weitere 10.000 Euro wurden der<br />

Stiftung »<strong>Singen</strong> mit Kindern« zur Verfügung gestellt. Insgesamt wurden bislang 16 Projekte<br />

finanziell gefördert.<br />

Die Spenden aus den »Kinderliedern« werden dem Projekt »Elternbriefe Musik« zugute -<br />

kommen, einer Initiative der Hoch schule <strong>für</strong> Musik, Theater und Medien Hannover.<br />

Herzenssache e.V. fördert <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> und Musizieren mit Kindern<br />

Nahezu 200.000 Euro Spenden gingen an gemeinnützige Projekte und Initiativen<br />

Herzenssache, die Kinderhilfsaktion von Südwestrundfunk, Saarländischem Rundfunk und<br />

der Sparda-Bank, möchte möglichst vielen Kindern den Zugang zum <strong>Singen</strong> und Musizieren<br />

ermöglichen und somit <strong>für</strong> mehr Integration und Chancengleichheit sorgen. Kinder am<br />

Rande unserer Gesellschaft haben selten Zugang zum <strong>Singen</strong> und zur Musik. Deshalb unterstützt<br />

Herzenssache bereits seit vielen Jahren Hilfsprojekte, die <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> und Musizieren<br />

mit Kindern fördern bzw. einen therapeutischen Ansatz dabei verfolgen. Durch Spenden aus<br />

den Verkaufserlösen aus dem <strong>Liederprojekt</strong> von SWR2 und dem Carus-Verlag ergab sich <strong>für</strong><br />

Her zenssache die Möglichkeit, über die bereits in den vergangenen Jahren geförderten<br />

musiktherapeutischen, Sing- und Musikprojekte hinaus laufende sowie neue Projekte in<br />

diesem Bereich zu fördern. Von jedem verkauften Exemplar der »Wiegenlieder«-CDs und<br />

Bücher sowie der ersten Edition der »Volkslieder« gingen je zwei Euro vom Verkaufs erlös<br />

als Spende an Herzenssache. Insgesamt übergab der Carus-Verlag 198.226 Euro an Herzens -<br />

sache e.V., was einer Gesamtzahl von 99.113 verkauften CDs und Büchern entspricht.<br />

Mit Hilfe dieser und anderer Spenden wurden und werden von Herzenssache im aktuell<br />

laufenden Projektzeitraum zahlreiche Projekte verschiedenster inhaltlicher Ausrichtung<br />

unterstützt. Darunter sind zwölf Sing-, Musik- oder musiktherapeutische Projekte mit<br />

einem Gesamtvolumen von 201.564,71 Euro. Davon werden sechs in Baden-Württemberg<br />

mit einem Volumen von 138.977 Euro, zwei in Rheinland-Pfalz mit einem Volumen von<br />

48.900 Euro, drei im Saarland mit einem Volumen von 10.887,71 Euro und eines in Hessen<br />

mit einem Volumen von 2.800 Euro durchgeführt. Das Projekt der Stiftung »<strong>Singen</strong> mit<br />

Kindern« findet länderübergreifend in Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg statt.<br />

Um nachhaltige Verbesserungen <strong>für</strong> die geförderten Kinder und Jugendlichen zu erzielen,<br />

werden Projekte von Herzenssache in der Regel über einen Zeitraum von zwei Jahren gefördert.<br />

Über die Auswahl der Projekte entscheidet der Vorstand. Die Verwendung der Mittel<br />

wird jeweils im <strong>Ein</strong>zelfall hinsichtlich der zwischen dem Vorstand von Herzenssache e.V. und<br />

den Projektpartnern geschlossenen Fördervereinbarung geprüft. Sie muss dem vereinbarten<br />

Förderzweck und somit den Förderrichtlinien und der Satzung von Herzenssache e.V. entsprechen.<br />

Die Verwendung und Auszahlung der Mittel wird regelmäßig unabhängig voneinander<br />

von einer Steuerberatung sowie der Innenrevision des SWR geprüft.<br />

Weitere Informationen:<br />

www.herzenssache.de<br />

9


10<br />

Sing- und Musikprojekte mit Förderzusagen durch Herzenssache e.V.<br />

(Förderzeitraum 2010 / 2011)<br />

Baden-Württemberg<br />

Musik macht Spaß und stark<br />

Kinderstiftung Ravensburg, Caritas Bodensee-Oberschwaben, Ravensburg<br />

Klasse, wir singen!<br />

Landesmusikrat Baden-Württemberg e.V., Karlsruhe<br />

<strong>Singen</strong> ist Balsam <strong>für</strong> die Wunden der Seele<br />

<strong>Singen</strong>de Krankenhäuser e.V., Ulm<br />

Projekt im psychotherapeutischen Kinderheim »Haus Aichele« in Beuren<br />

»Musik verbindet« in der Marylandschule in Karlsruhe<br />

Förderverein der Marylandschule Karlsruhe e.V.<br />

Musik zum Leben – Integration andersrum<br />

Musikschule Reutlingen<br />

Baden-Württemberg / Rheinland-Pfalz<br />

<strong>Singen</strong> mit Kindern<br />

Stiftung »<strong>Singen</strong> mit Kindern« e.V., Sindelfingen<br />

Hessen<br />

Haydns Schöpfungsoratorium von Kindern <strong>für</strong> Kinder<br />

Freundeskreis <strong>für</strong> Kirchenmusik in der Markusgemeinde Butzbach e.V., Butzbach<br />

Rheinland-Pfalz<br />

Music Kids Mundenheim<br />

Jugendzentrum Mundenheim, Ludwigshafen<br />

Die »Elsa« macht Musik – Musikprojekt im Stadtteiltreff<br />

Stadtteiltreff Elsa-Brändström-Straße e.V., Mainz<br />

Saarland<br />

Trommelkurs <strong>für</strong> Kinder<br />

Caritasverband <strong>für</strong> die Diözese Speyer e.V., Caritas-Zentrum Saarpfalz,<br />

Therapeutische Schülerförderung, St. Ingbert<br />

Meine Rock-Band<br />

Caritasverband <strong>für</strong> die Diözese Speyer e.V., Caritas-Zentrum Saarpfalz,<br />

Kinderhaus, St. Ingbert<br />

Bella Musica – Musikalisches Experimentieren mit Kindern<br />

AWO Saarland, Familienzentrum Neunkirchen, Neunkirchen<br />

Stand: 1.8.2011


»Bitte hör nicht auf zu träumen...«<br />

<strong>Ein</strong>e Reportage aus dem Kinderheim »Haus Aichele«. Von Ute Weber<br />

Das Haus Aichele liegt fast versteckt und richtig idyllisch am Ende von Beuren, einem kleinen<br />

Ort am Nordrand der Schwäbischen Alb, eine dreiviertel Autostunde von Stuttgart entfernt.<br />

Schon von Weitem hört man ausgelassene Kinderstimmen. Es sind Schulferien. Heute wollen<br />

die Kids ihre selbstgeschriebenen Rap-Songs noch einmal üben, bevor sie morgen den Eltern<br />

ihre Musikstücke vorführen werden. Es ist sozusagen der Tag der Generalprobe. Draußen auf<br />

der Terrasse sitzen Sebastian, 12 Jahre, Anna, 10 Jahre, und die anderen Kids und warten.<br />

Denn sie wollen über ihre Rap-Songs erzählen und, warum sie ihre Familien verlassen haben<br />

und ins Haus Aichele gezogen sind. Sebi ist der größte Junge in der familienähnlichen Ge -<br />

meinschaft des Hauses. Eigentlich ist Rappen genau sein Ding. Nur singen kann er nicht.<br />

»Das ist was <strong>für</strong> Mädchen, die haben eh die bessere Stimme«, gibt er vor. Da<strong>für</strong> schreibt er<br />

die beeindruckenderen, die ehrlicheren Texte über sein Leben: »Meine Eltern, ich hab‘ beide<br />

ja so gern. Sie sind so fern und sie strahlen wie ein Stern. Und sie sind cool, machen mit mir<br />

jeden Spaß ...«<br />

Sebi will sich mit dem Rap bei seinen Eltern bedanken, will ihnen zeigen, was er kann. Damit<br />

sie endlich mal wieder stolz auf ihn sind. Dennoch ist Sebi heute gar nicht gut drauf. Er ist<br />

müde. Immer wieder fallen ihm die Augen zu, während er über sein Leben erzählt. Die<br />

Müdigkeit, sie macht ihm schon lange zu schaffen. Vielleicht liegt es an seiner Spielsucht?<br />

Nächtelang verbringt er seine Zeit vor dem PC, er kann nicht anders. »Aber auch wegen<br />

meiner Mutter und meinem Vater bin ich hier. Die haben sich getrennt. Ich glaub’, <strong>das</strong> hat<br />

auch was damit zu tun, warum ich hier bin. Ich bin schon drei Jahre hier«.<br />

Sebi schafft es mit seinem Rap, sich all seinen Kummer von der Seele zu schreiben. Anna<br />

und <strong>das</strong> andere Mädchen, <strong>das</strong> ihren Namen nicht sagen will, trauen sich nun doch mit mir<br />

darüber zu sprechen, wie leidenschaftlich gern sie singen. »Wenn ich singe, dann bin ich frei,<br />

kann rumtanzen, wie ich will, und keiner sagt was. Ich hab‘ <strong>das</strong> Gefühl, <strong>das</strong>s ich nicht so eingeklemmt<br />

bin«. Sie erzählen über ihre Lieblingsbands und Sänger und dann auf einmal er -<br />

zählen sie von ihrem Leben. »Mit dem Schulweg hat es nicht richtig geklappt, da bin ich im -<br />

mer vor die fahrenden Autos gerannt. In der Schule hat‘s dann auch nicht so funktioniert,<br />

wie meine Eltern es sich gewünscht haben. Ich hab‘ von zuhause viel mitbekommen ...!«<br />

Und jetzt fängt auch Anna an von sich zu reden: »Ich hab‘ auch immer solche Gedanken<br />

mit Selbstmord und so. Meine Eltern haben sich getrennt und mein Vater hat jetzt eine<br />

neue Freundin und die haben gerade geheiratet und ein Kind gekriegt ...« Anna versagt die<br />

Stimme und wir reden lieber wieder übers <strong>Singen</strong>. Damit kehrt endlich ein Lächeln auf die<br />

Kindergesichter zurück. »Wenn ich singe, vergess ich einfach alles um mich rum. Ich geb‘s<br />

zu – oft sehe ich dann auch die Welt mit anderen Augen. Ich habe eine Melodie im Kopf<br />

und springe auf der Wiese rum. Dann ist die Welt eben mal nicht scheiße«.<br />

<strong>Ein</strong>mal in der Woche kommt Musiktherapeutin Katrin Graf ins Haus Aichele. Sie macht seit<br />

Dezember 2010 Musik mit den Kids. »Für die ist <strong>Singen</strong> tatsächlich Balsam <strong>für</strong> die Seele«,<br />

sagt sie. Die Texte, die sie singen, geben ihnen anscheinend viel, an <strong>das</strong> sie sich halten<br />

11


12<br />

können. So wie beim Text von Xavier Naidoos Song Bitte hör nicht auf zu träumen .. .<br />

»Da bekomme ich Gänsehaut, wenn die Kinder <strong>das</strong> Lied singen. Ich kann’s kaum beschreiben.<br />

Die Musik hat in diesem Fall wirklich heilende Wirkung«, sagt Katrin Graf. Sie holt ihre<br />

Gitarre hervor und zu viert singen sie <strong>das</strong> Lied von der besseren Welt.<br />

Hintergrund:<br />

»Bitte hör nicht auf zu träumen, von einer besseren Welt.<br />

Fangen wir an aufzuräumen. Bau sie auf, wie sie Dir gefällt ...«<br />

Im Modellprojekt »<strong>Singen</strong> ist Balsam <strong>für</strong> die Wunden der Seele« des Vereins <strong>Singen</strong>de<br />

Kran kenhäuser e.V. (Ulm) wird <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> und Musizieren in die therapeutische Arbeit des<br />

psychotherapeutischen Kinderheims Haus Aichele in Beuren integriert. Dort leben Kinder<br />

und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren mit Traumatisierungen und anderen schwe ren<br />

psychischen Belastungen. Manche haben kinderpsychiatrische Erkrankungen, die eine intensive<br />

therapeutische Begleitung über mehrere Jahre benötigen. Mit Fördermitteln der »Her -<br />

zenssache e.V.« wird die basistherapeutische Arbeit im Haus Aichele um eine unterstützende<br />

Sing- und Musiktherapie erweitert. Sie soll die Kinder und Jugendlichen darin bestärken,<br />

wertschätzende und empathische Beziehungen zueinander und ein eigenes Selbst bewusst -<br />

sein aufzubauen, Krisen zu bewältigen und Kreativität zu erleben, ihren Selbst ausdruck<br />

fördern und ihnen helfen, ihre Traumata zu verarbeiten. Die Familien werden gezielt in die<br />

the rapeutischen Angebote integriert, um so <strong>für</strong> alle gemeinsam neue Wege des Zusammen -<br />

seins erlebbar zu machen.


Ohne <strong>Singen</strong> und Trommeln wäre <strong>das</strong> Leben langweilig<br />

<strong>Ein</strong>e Reportage aus dem Jugendzentrum Mundenheim. Von Ewa Harmansa<br />

Gespannt wartet die 11-jährige Rosa darauf, <strong>das</strong>s sich die Tür zum<br />

Musikzimmer <strong>für</strong> den Trommelkurs öffnet. Als sie aufgeht, läuft <strong>das</strong><br />

Mädchen zielstrebig zu den afrikanischen Trommeln und sucht nach<br />

»ihrem« Instrument. Seit zwei Jahren singt und trommelt Rosa.<br />

Gefragt, was am Trommeln am meisten Spaß macht, antwortet sie:<br />

»Das Draufschlagen.«<br />

Rosa wohnt im Ludwigshafener Stadtteil Mundenheim in der Nähe<br />

des Notwohngebietes rund um die Flurstraße. »Was bedeutet Ge -<br />

legenheit?« Rosa versteht <strong>das</strong> Wort nicht, und sie ahnt auch nicht, wie<br />

doppeldeutig ihre Frage ist. Sie hat <strong>das</strong> Glück, nicht in der Flurstraße<br />

wohnen zu müssen, aber sie ist oft im Kiez. Wer hier im Viertel lebt,<br />

dem bieten sich keine Ge legen heiten, nicht auf Arbeit, nicht auf gute<br />

Schulbildung, nicht auf Anerkennung und nicht auf unbeschwertes<br />

Leben. Die Familien zahlen keine Miete, sondern nur ein Nutzungs -<br />

entgelt an die Stadt. Die städtischen Reihenhäuser sind aus Mangel an Geld herunter ge -<br />

kommen – kein schöner Anblick. »Ämol Flurstroos, immer Flurstroos«, sagen die Kinder.<br />

Mittendrin im Viertel ist <strong>das</strong> Jugendzentrum Mundenheim der Ökumenischen Förder ge mein -<br />

schaft Ludwigshafen. Wenigstens hier bieten sich den jungen Bewohnern der »Flurstroos« gute<br />

Gelegenheiten. Zum Beispiel zum Musikmachen. Genau deswegen steht Rosa am Donnerstag -<br />

nachmittag, Punkt 15 Uhr, vor der Tür des mit Graffiti bunt bemalten Baus. Pünktlich zu einem<br />

Termin zu kommen, ist <strong>für</strong> die Kinder, die von zuhause kaum Unterstützung bekommen, nicht<br />

einfach. Rosa, die zurückhaltend ist und ein bisschen verschlossen, gehört zum festen Kern der<br />

Jugendzentrums-Band »Music Kids Mundenheim«. Mit der Band haben die Kinder schon einige<br />

Gelegenheiten gehabt zu zeigen, was sie drauf haben: beim Ludwigshafener Stadtfest, beim<br />

Nachbarschaftsfest, beim »Open Stage« oder in einem Altersheim. »Die Kinder sehen, ich<br />

kann was, die Leute beklatschen mich ja«, erzählt Jugendzentrums-Mitarbeiterin Lilo Fritsche.<br />

»Das, was die Music Kids hier erleben«, ergänzt Stefan Gabriel, Leiter des Jugendzentrums,<br />

»<strong>das</strong> bleibt ihnen <strong>für</strong>s ganze Leben«.<br />

Sich vor vielen Menschen auf die Bühne zu stellen, zu singen und zu trommeln, dazu gehört<br />

jede Menge Mut. »Wenn ich da stehe, habe ich Angst Fehler zu machen und freue mich, wenn<br />

es fertig ist«, gesteht Rosa. Das ist aber nur beim <strong>Singen</strong> so, weil man im Stehen auftritt und<br />

von allen beobachtet werden kann. Beim Trommeln fühlt sich <strong>das</strong> Mädchen mit den halb -<br />

langen braunen Haaren dagegen sicher. Daheim als eines von 10 Kindern, darunter einige ältere<br />

Brüder, hat sie keinen leichten Stand. Seine Eltern konnte <strong>das</strong> Mädchen mit dem Trommeln<br />

schon beeindrucken. Obwohl Mutter und Vater getrennt leben, haben sie sich Rosas ersten<br />

Auftritt beim Stadtfest gemeinsam angeschaut. »Es ist ein großer Erfolg, wenn auch die Eltern<br />

zu solchen Auftritten kommen«, so Lilo Fritsche vom Jugendzentrum.<br />

»Auftritte sind toll«, da sind sich Rosa und ihre Bandkollegin Joana einig. Trommler Steven,<br />

11 Jahre, ist sich da nicht so sicher. Er hat noch keinen mitgemacht und will auch nicht, sagt er.<br />

Wahrscheinlich wegen der Aufregung. Ob mit oder ohne Auftritt, <strong>das</strong> Musikmachen gehört im<br />

Alltag der Drei eindeutig zu den Höhepunkten. Rosa, Joana und Steven wissen <strong>das</strong> Musizieren<br />

zu schätzen. »Ohne würden wir uns langweilen«.<br />

Herzenssache e.V. fördert die Music Kids Mundenheim.<br />

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14<br />

Elternbriefe Musik<br />

Das Kinderlieder-Projekt unterstützt eine Initiative <strong>für</strong> <strong>das</strong> Musizieren mit<br />

Kindern der Hochschule <strong>für</strong> Musik, Theater und Medien Hannover<br />

Projektleitung: Prof. Dr. Hans Bäßler, Leiter des Masterstudiengangs Lehramt an Gymnasien<br />

(Musik) Hannover und Vorsitzender des Bundesfachausschusses Musikalische Bildung des<br />

Deutschen Musikrates<br />

Die »Elternbriefe Musik« sollen ab Winter 2011 online und in gedruckter Form als kostenfreies<br />

Angebot zur Verfügung stehen und zu Meilensteinen in der kindlichen Entwicklung<br />

informieren, Hintergrundinformationen zu geeigneten Formen des Musizierens mit Kindern<br />

und weitergehende Literaturhinweise (Lieder, Tänze, Spiele u.a.) geben. Bei der Auswahl der<br />

Lieder werden eine breite musikalische Stilistik sowie Musik aus anderen Kulturkreisen gleichermaßen<br />

berücksichtigt.<br />

Erscheinen werden die Briefe im Internet. Online werden die Inhalte des Projekts in einer<br />

zeitgemäßen und interaktiven Art dargestellt. Die »Elternbriefe Musik« erscheinen aber auch<br />

als gedruckte Briefe und werden Kommunen zur Weitergabe an junge Eltern angeboten.<br />

<strong>Ein</strong>e Übersetzung in weitere Sprachen (Türkisch, Englisch) ist vorgesehen. Die erste Ausgabe<br />

wird voraussichtlich im Winter veröffentlicht werden. Weitergehende Kooperationen der<br />

»Elternbriefe Musik« im Print- und öffentlich-rechtlichen Bereich werden derzeit vorbereitet.<br />

In den vergangenen Jahren wurde in vielen wissenschaftlichen Studien auf die Bedeutung<br />

des Musizierens <strong>für</strong> die kognitive, soziale und psychische Entwicklung von Kindern hinge -<br />

wiesen. Die Initiative zu den »Elternbriefen Musik« geht vor allem davon aus, <strong>das</strong>s Musik<br />

einen elementaren <strong>Ein</strong>fluss auf die ganzheitliche Entwicklung des Kindes nehmen kann. Hier<br />

ist besonders <strong>das</strong> aktive Musizieren von Bedeutung. In unserer Gesellschaft nimmt aber <strong>das</strong><br />

aktive <strong>Singen</strong> und Musizieren in Familie, Kindergarten und Schule eine immer untergeordnetere<br />

Bedeutung ein. Laut einer im Januar 2010 vom Nachrichtenmagazin Focus veröffentlichten<br />

Studie glauben 81 Prozent der 18- bis 24-Jährigen, <strong>das</strong>s sie nicht singen können (Quelle:<br />

apd/felt, 2010).<br />

Die Vielzahl aktueller Initiativen lässt darauf schließen, <strong>das</strong>s ein verstärktes Interesse am<br />

Thema »<strong>Singen</strong> mit Kindern« in unserer Gesellschaft besteht. Ausgangspunkt <strong>für</strong> die<br />

»Eltern briefe Musik« ist die Überzeugung, <strong>das</strong>s <strong>das</strong> gemeinsame <strong>Singen</strong> Kinder in ihrer<br />

Entwicklung vielfältig unterstützt und <strong>für</strong> die Eltern eine Bereicherung und Hilfe sein kann.<br />

Die Herausgeber wollen daher Eltern informieren und ihnen Mut machen, bereits im<br />

frühesten Alter mit ihren Kindern zu singen. Die »Elternbriefe Musik« wollen darauf hin -<br />

weisen, wie eng die Themen Musikalisierung und kindlicher Spracherwerb miteinander in<br />

Verbindung stehen. Auch die Bedeutung von Bewegung (nach Musik) <strong>für</strong> eine gesunde<br />

Entwicklung der Kinder soll beleuchtet werden.


Die »Elternbriefe Musik« sind ein<br />

nicht-kommerzielles Angebot <strong>für</strong><br />

alle Eltern, richten sich aber auch an<br />

Erzieherin nen in Krabbelgruppen<br />

und Kinder gärten. Zur Erstellung der<br />

Elternbriefe wird im Herbst 2011 ein<br />

qualifiziertes Redaktions büro von der<br />

Hochschule <strong>für</strong> Musik, Theater und<br />

Medien Hannover eingerichtet. Die<br />

»Elternbriefe Musik« werden von<br />

führenden Autoren der Bereiche<br />

Entwicklungsphysiologie und -psychologie,<br />

Pädagogik, Musik erziehung und<br />

Stimmbildung verfasst. Es ist angedacht,<br />

den Studierenden der Schulmusik und der künstlerisch-pädagogischen Ausbildung in<br />

Hannover die Möglichkeit zur Mitarbeit zu geben. Über Unabhängigkeit und Qualität der<br />

»Elternbriefe Musik« wacht ein Kuratorium, welches sich aus renommierten Vertretern der<br />

beteiligten Wissensgebiete zusammensetzt.<br />

Die finanziellen Mittel kommen aus dem von SWR2 und Carus initiierten <strong>Liederprojekt</strong>.<br />

Hoch schulpräsidentin Professor Dr. Susanne Rode-Breymann, Geschäftsführer Dr. Johannes<br />

Graulich vom Carus-Verlag und Professor Dr. Hans Bäßler, HMTMH-Studiengangssprecher<br />

Lehramt an Gymnasien (Musik), unterzeichneten dazu im Juli 2011 den Rahmenvertrag<br />

<strong>für</strong> <strong>das</strong> zunächst zweijährige Drittmittelprojekt. Die langfristige Finanzierung und Weiter -<br />

entwicklung des Projekts wird durch die Unterstützung von Stiftungen sichergestellt.<br />

Mit Unterstützung der Landesakademie <strong>für</strong> die musizierende Jugend in Baden-<br />

Württemberg, Ochsenhausen und des Carus-Verlags Stuttgart<br />

15


Hintergrund: Die »Kinderlieder« »Kinderlieder« als Teil des als Teil <strong>Liederprojekt</strong>s des <strong>Liederprojekt</strong>s (2009–2012)<br />

Künstler<br />

Über 100 Künstler haben seit 2009 Wiegen-,<br />

Volks- und Kinderlieder gagenfrei auf CD aufgenommen,<br />

darunter Stars wie Jonas Kaufmann,<br />

Angelika Kirchschlager, Juliana Banse, Christoph<br />

Prégardien und viele weitere. Konstantin Wecker<br />

und Hannes Wader haben dem Projekt ein Lied<br />

gewidmet.<br />

Nahezu 300 Kinder waren an den Liedaufnahmen<br />

beteiligt, die in Studios in ganz Deutschland stattgefunden<br />

haben.<br />

EIN BENEFIZPROJEKT FÜR<br />

DAS SINGEN MIT KINDERN<br />

VON CARUS UND SWR2<br />

2009 2010 2011<br />

Hörfunk Alle Lieder wurden von SWR2 redaktionell aufbereitet,<br />

mit interessanten Geschichten und Hintergrundwissen.<br />

Diese Features werden seit 2009 ausgestrahlt,<br />

jede Woche ein Lied. Alle Sendungen gibt es auch als<br />

Podcast — mittlerweile sind es mehr als 100.<br />

Spenden <strong>für</strong> Singeprojekte<br />

Bisher wurden 200.000 Euro aus dem<br />

Verkauf der <strong>Liederprojekt</strong>-CDs an<br />

Spenden <strong>für</strong> Singeprojekte übergeben.<br />

Die Spenden aus den »Kinderliedern«<br />

fl ießen an <strong>das</strong> Projekt »Elternbriefe Musik«<br />

der Musikhochschule Hannover.<br />

u.v.m.


Internet<br />

liederprojekt.org<br />

Arbeitsarchiv, Volltextsuche,<br />

kategorisierbar, alle Inhalte des<br />

Projekts kostenlos.<br />

facebook.com/liederprojekt<br />

Ständig Neuigkeiten zum Projekt.<br />

Aktives Musizieren mit Kindern<br />

Partnerschaften<br />

swr2.de<br />

Noten, Texte, MP3s, Podcasts<br />

als Download; Hintergrundwissen<br />

im wöchentlichen Wechsel.<br />

twitter.com/liederprojekt<br />

Twitter-Feeds zum »Lied<br />

der Woche«.<br />

Woche <strong>für</strong> Woche drucken Tageszeitungen ein Lied mit Noten und<br />

Texten: Badische Neueste Nachrichten, Stuttgarter Nachrichten, Südwestpresse<br />

und Schleswig Holsteinischer Zeitungsverlag. Das Kindermagazin<br />

Bummi ist ebenfalls Partner.<br />

Auch Verbände und Institutionen unterstützten <strong>das</strong> <strong>Liederprojekt</strong>:<br />

Arbeitskreis Musik in der Jugend (amj), Deutscher Chorverband, Internationale<br />

Bachakademie, Stiftung <strong>Singen</strong> mit Kindern, Verband deutscher<br />

Musikschulen (VdM), WHO/UNICEF-Initiative »Babyfreundliches Krankenhaus«<br />

und viele andere.<br />

zeit-online.de<br />

Noten, Texte, MP3s als<br />

Download, Interviews und<br />

Artikel.<br />

carus-verlag.com<br />

Umfangreiche Informationen<br />

zu den Publikationen des<br />

Projekts.<br />

Die Publikationen des Projekts umfassen<br />

drei Liederbücher, jeweils mit Instrumental-CD,<br />

bisher sieben CDs mit Wiegen-, Volks- und Kinderliedern<br />

(Kinderlieder Vol. 3 ab Frühjahr 2012), drei<br />

Klavierbände und ein Chorheft


18<br />

»Kinderlieder« – Sänger, Chöre und Musiker<br />

Kinder (Solisten und Chor):<br />

Thomaner-Anwärter (Klasse 1+2), Leipzig, Leitung: Angelika Mees<br />

Tübinger Neckarschwa(l)ben, Leitung: Friedhilde Trüün<br />

Wir Kinder vom Kleistpark, Berlin, Leitung: Elena Marx und Jens Tröndle<br />

Kinderchor der evang. Kirche Stuttgart-Vaihingen, Leitung: Gabriele Timm-Bohm<br />

Nachwuchs des Cross Over-Jugendchors, Beckum, Leitung: Veronika te Reh<br />

Kinderchor des MDR, Leipzig, Leitung: Gunter Berger<br />

Der Ulmer Spatzen Chor, Leitung: Hans de Gilde<br />

Mitglieder der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben, Leitung: Rainer Johannes Homburg<br />

Kinderchor SingsalaSing, Landesakademie Ochsenhausen, Leitung: Klaus K. Weigele<br />

Mädchenkantorei Dommusik St. Eberhard, Stuttgart, Leitung: Martin Dücker, Chr. Schmid<br />

Konzertsängerinnen und -sänger<br />

Ingeborg Danz<br />

Christian Elsner mit Paulina und Leonhard<br />

Christoph Genz<br />

Stephan Genz<br />

Dietrich Henschel<br />

Angelika Kirchschlager<br />

Hans Jörg Mammel<br />

Monika Mauch<br />

Klaus Mertens<br />

Dorothee Mields<br />

Kurt Moll<br />

Michael Nagy<br />

Christiane Oelze<br />

Christoph Prégardien<br />

Julian Prégardien<br />

Helene Schneiderman<br />

Lydia Teuscher<br />

Marcus Ullmann<br />

Michael Volle mit seiner Tocher Ann-Sophie<br />

Andreas Weller<br />

Ruth Ziesak<br />

Liedermacher<br />

Fredrik Vahle<br />

Gerhard Schöne<br />

Instrumentalisten<br />

Dirk Altmann (Klarinette)<br />

Christine Busch (Violine)<br />

Michael Freimuth (Gitarre)<br />

Michael Gees (Klavier)<br />

Anne-Maria Hölscher (Akkordeon)<br />

Stefan Irmer (Klavier)<br />

Kay Johannsen (Orgel)<br />

Wolfgang König (Klavier u.a.)<br />

Klaus Melber (Klavier)<br />

Götz Payer (Klavier)<br />

Barbara Pfeifer (Gambe)<br />

Ludger Rémy (Klavier)<br />

Juliane Ruf (Klavier)<br />

Hugh Sandilands (Laute)<br />

Eric Schneider (Klavier)<br />

Csaba Székely (Gitarre)<br />

Mitglieder des Radio-Sinfonieorchesters<br />

Stuttgart des SWR<br />

Bands<br />

Peter Schindler und der Hoppel Hoppel<br />

Rhythm Club<br />

Klaus Wagenleiter und Freunde<br />

SingsalaSing, Band der Landesakademie<br />

Ochsenhausen


»Kinderlieder« im Hörfunk<br />

»Kinderlieder« in SWR2<br />

Ab 8. Oktober wird SWR2 ein Jahr lang im »SWR2 Spielraum« <strong>das</strong> Kinderlied der Woche<br />

senden. Woche <strong>für</strong> Woche kommt ein neues Lied in die Sendung, so<strong>das</strong>s Familien nach und<br />

nach neue Lieder kennenlernen und bekannte Lieder »auffrischen« können.<br />

Ergänzend dazu begleitet der SWR die »Kinderlieder« auf seiner Seite www.kindernetz.de<br />

mit kindgerechten medialen Angeboten (Start: 12. September). Auch <strong>das</strong> Kinderlied der<br />

Woche steht sieben Tage online auf www.kindernetz.de/spielraum zum Nachhören. Dann<br />

wandert es ins virtuelle Liederbuch.<br />

Sendetermine in SWR2<br />

»SWR2 Kinderlieder«, ab 8. Oktober 2011<br />

Jeden Samstag in »SWR2 Spielraum«, immer nach den Kindernachrichten »Minitz«,<br />

ab 16 Uhr<br />

8. Oktober 2011: Spannenlanger Hansel<br />

mit dem Ulmer Spatzen Chor (Leitung: Hans de Gilde)<br />

15. Oktober 2011: Drei Chinesen mit dem Kontrabass<br />

mit dem Ulmer Spatzen Chor (Leitung: Hans de Gilde)<br />

22. Oktober 2011: Du, komm zu mir, dann zeig ich dir<br />

mit den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben (Leitung: Rainer Johannes Homburg)<br />

29. Oktober 2011: Ringel, Ringel, Reihe<br />

mit den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben (Leitung: Rainer Johannes Homburg)<br />

5. November 2011: Finster, finster<br />

mit dem Ulmer Spatzen Chor (Leitung: Hans de Gilde)<br />

12. November 2011: Ich geh mit meiner Laterne<br />

mit dem Kinderchor der ev. Kirche Stuttgart-Vaihingen (Leitung: Gabriele Timm-Bohm)<br />

19. November 2011: Meine Biber haben Fieber<br />

mit dem MDR Kinderchor, Leipzig (Leitung: Gunter Berger)<br />

26. November 2011: Häschen in der Grube<br />

mit den Thomaner-Anwärtern, Leipzig (Leitung: Angelika Mees)<br />

19


20<br />

3. Dezember 2011: Backe, backe, Kuchen<br />

mit dem Kinderchor SingsalaSing der Landesakademie <strong>für</strong> die musizierende Jugend in<br />

Baden-Württemberg (Leitung: Klaus K. Weigele)<br />

10. Dezember 2011: O wie ist es kalt geworden<br />

mit dem Nachwuchs des Cross Over-Jugendchores, Beckum (Leitung: Veronika te Reh)<br />

17. Dezember 2011: Hänsel und Gretel<br />

Christian Elsner (Tenor) mit Paulina und Leonhard Elsner (Klavier)<br />

24. Dezember 2011: Hört ihr Engel helle Lieder<br />

Johannes Grimm vom Knabenchor Stuttgart mit David Theodor Schmidt (Klavier)<br />

31. Dezember 2011: A – B – C, die Katze lief im Schnee<br />

Julian Prégardien (Tenor) mit Götz Payer<br />

Weitere Sendungen zum Thema in SWR2:<br />

Mittwoch, 28. September 2011, 15.05 Uhr<br />

Auftaktsendung in »SWR2 Musikszene SWR«<br />

Mittwoch, 28. Dezember 2011, 15.05 Uhr<br />

Thema »<strong>Singen</strong> im Alltag« in »SWR2 Musikszene SWR«<br />

(Stand: 1.08.2011. Änderungen vorbehalten.)


Bücher, Noten und CDs<br />

Das Kinderlieder-Buch mit Mitsing-CD<br />

von Carus und Reclam<br />

Das farbig illustrierte Kinderlieder-Buch enthält eine Auswahl von 82 alten und neuen<br />

Liedern. Die Melodien sind in <strong>für</strong> Kinderstimmen geeigneten Tonarten gesetzt, Akkord -<br />

symbole erleichtern <strong>das</strong> Begleiten mit Instrumenten. Bei den Spielliedern helfen An -<br />

leitungen, schon die Allerkleinsten zum Mitsingen und Tanzen anzuregen.<br />

Auf der beigefügten Kennenlern- und Mitsing-CD sind alle Lieder in einer instrumentalen<br />

Version (Geige, Klavier, Saxofon, Flöte, Klarinette, Gitarre u.a.) zu hören, bei der die Kinder<br />

leicht mitsingen können. Die CD hilft somit beim Kennenlernen der Lieder und unterstützt<br />

beim Mitsingen.<br />

Für die Bilder des Kinderlieder-Buches wurde mit dem jungen Illustrator Markus Lefrançois<br />

ein Künstler beauftragt, der sich bereits intensiv mit Kinderbüchern beschäftigt hat. Er<br />

gestaltete zu 20 selbst ausgewählten Liedern passende doppelseitige Illustrationen und zu<br />

vielen weiteren Liedern eine passende Vignette. Markus Lefrançois hat an der Kunsthoch -<br />

schule Kassel »Visuelle Kommunikation« studiert. Er arbeitet als Illustrator und Dozent<br />

<strong>für</strong> Zeichnen und Illustration an der Europäischen Kunstakademie Trier.<br />

Die Herausgeber sind auf dem Feld des <strong>Singen</strong>s mit Kindern einschlägig ausgewiesene<br />

Fachleute:<br />

Andreas Mohr ist Professor <strong>für</strong> Kinderstimmbildung und Didaktik der Gesangspädagogik<br />

am Institut <strong>für</strong> Musik der Hochschule Osnabrück.<br />

Friedhilde Trüün, Dozentin <strong>für</strong> Kinderchorleitung an der Trossinger Kirchenmusik -<br />

hochschule, ist Expertin <strong>für</strong> Stimmbildung und Gesangspädagogik <strong>für</strong> Kinder sowie Chorund<br />

Seminarleiterin.<br />

Kinderlieder-Buch mit Mitsing-CD<br />

Hardcover, Halbleinen, DIN A4, 128 Seiten<br />

Carus/Reclam, Carus 2.401<br />

ISBN 978-3-89948-160-0 (Carus)<br />

ISBN 978-3-15-010784-3 (Reclam)<br />

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22<br />

Exklusive Kinderlieder-Sammlung in drei CD-Boxen<br />

Kinder singen <strong>für</strong> Kinder: Für die Aufnahmen zu<br />

den drei Kinderlieder-CDs waren fast 300 Kinder aus<br />

ganz Deutschland im Tonstudio. Auch zahlreiche be -<br />

kannte Künstler sind wieder mit dabei und haben<br />

ihr Lied gagenfrei eingespielt, um <strong>das</strong> Benefiz-<br />

Projekt von SWR2 und Carus zu unterstützen.<br />

Mit einer bunten Mischung aus Kindersolisten,<br />

Kinderchören, Konzertsängern und Instrumental -<br />

ensembles wecken die CDs nicht nur bei Kindern<br />

Lust am <strong>Singen</strong>.<br />

Diese aufwändig produzierte Sammlung erscheint<br />

in drei hochwertigen CD-Boxen. Jeder Box liegt<br />

ein umfangreiches illustriertes Booklet bei, mit<br />

Liedtexten, Quellenangaben, Kurz bio grafien der<br />

beteiligten Sänger und ihren Instrumentalpartnern.<br />

Alle Mitwirkenden haben ihr Lied gagenfrei eingespielt.<br />

Dadurch können mit dem Erlös aus dem<br />

Verkauf der CDs Projekte unterstützt werden,<br />

die <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> mit Kindern fördern.<br />

Produktion: Carus/SWR<br />

CD-Box Vol. 1, Carus 83.006 (1. Oktober 2011)<br />

CD-Box Vol. 2, Carus 83.007 (15. November 2011)<br />

CD-Box Vol. 3, Carus 83.008 (1. März 2012)<br />

Alle Interpreten siehe Seite 18.


»Kinderlieder« · Arrangements und Noten <strong>für</strong> Kinderchor<br />

Der Klavierband / Chorleiterband<br />

Im Kinderlieder-Klavierband finden sich sämtliche Lieder aus dem Kinderlieder-Buch in einer<br />

Fassung <strong>für</strong> Singstimme und Klavier, teilweise mit zweiter Singstimme oder instrumentaler<br />

Oberstimme. Mit vielen neuen und abwechslungsreichen Arrangements zeitgenössischer<br />

Komponisten bietet der Band eine breite Vielfalt an Möglichkeiten zum Musizieren zu<br />

Hause, in Kindergarten und Schule oder im Kinderchor.<br />

Kinderlieder-Klavierband, Fadenheftung, 112 Seiten, Carus 2.402/03<br />

Das Kinderheft<br />

Für <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> in der Familie, im Kinderchor und <strong>für</strong> unterwegs wurde ein handliches<br />

Kinderheft entwickelt, <strong>das</strong> alle Lieder aus dem Kinderlieder-Buch enthält und mit dem<br />

Klavierband kombinierbar ist. Das Heft ist durch farbige Illustrationen ansprechend und<br />

kindgerecht gestaltet.<br />

Kinderheft, DIN A5, 96 Seiten, Fadenheftung, Carus 2.402/05<br />

Arrangements <strong>für</strong> kleine Band<br />

Arrangements <strong>für</strong> Kinderchor mit kleiner Band von Peter Schindler, Klaus Wagenleiter,<br />

Wolfgang König und Markus Munzer-Dorn mit verschiedenen Instrumenten (u.a. Klavier,<br />

Akkordeon, Percussion, Saxofon/Flöte/Klarinette und Trompete) in <strong>Ein</strong>zelausgaben<br />

(Partitur und Stimmen sowie Playback-Fassung)<br />

Carus 2.402/50 ff<br />

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Die »Kinderlieder« im Internet<br />

Das Onlineportal www.liederprojekt.org<br />

Grundgedanke des <strong>Liederprojekt</strong>es ist es, <strong>das</strong> <strong>Singen</strong> mit Kindern in besonderer Weise zu<br />

fördern. Seit dem Start der »Volkslieder« entsteht unter der Adresse www.liederprojekt.org<br />

ein einzigartiges Online-Archiv mit kostenfreiem Zugang zu allen Inhalten der »Wiegen -<br />

lieder« und der »Volkslieder« sowie der Folgeprojekte »Kinderlieder« und »Weihnachts -<br />

lieder«. Dies betrifft alle gesungenen Lieder, aber auch alle Mitsingfassungen, Radiobeiträge,<br />

Noten und Texte. Das Liederarchiv ist mit Such- und Filterfunktion ausgestattet und in<br />

Kategorien eingeteilt, um ein einfaches Arbeiten mit den Liedern zu ermöglichen. Zeitgleich<br />

zur wö chentlichen Ausstrahlung der Lieder auf SWR2 wird auf www.liederprojekt.org <strong>das</strong><br />

»Lied der Woche« vorgestellt. Auch auf den Webseiten von SWR2, des Carus-Verlages, von<br />

ZEIT ONLINE und der Medienpartner sind alle Inhalte des Projekts frei zugänglich.<br />

www.swr2.de<br />

www.carus-verlag.com<br />

www.zeit.de<br />

www.facebook.de/<strong>Liederprojekt</strong><br />

www.twitter.com/<strong>Liederprojekt</strong><br />

www.liederprojekt.org ist Gewinner beim Wettbewerb »365 Orte im Land der Ideen« 2011!<br />

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, überreicht<br />

die Urkunde an Dagmar Munck (SWR2) und Dr. Johannes Graulich (Carus-<br />

Verlag), 15. Juli 2011, Neues Schloss Stuttgart.


»Kinderlieder« im SWR-Kindernetz<br />

Das »Liederpuzzle« auf www.kindernetz.de/spielraum ist eine ausgeklügelte Flash-<br />

Applikation, die Kindern <strong>das</strong> Spiel mit Kin derliedern ermöglicht. Über Regler und Buttons<br />

können die Kinder zunächst die Melodie eines Kanons einstimmig anhören und im nächsten<br />

Anlauf versuchen, die zweite Stimme zur richtigen Zeit dazuzustarten. Mit einer sequenzierten<br />

Rhythmusspur wird aus dem Kinder lied Wer will fleißige Handwerker sehn ein pfiffiges<br />

Musikstück mit einem coolen Beat. Und <strong>das</strong> Beste daran: Man kann seinen neu erzeugten<br />

Lieder-Remix speichern und an Freunde verschicken. Die dritte Möglichkeit bringt den<br />

Kindern den Begriff des Quodlibets nahe: Zwei verschiedene Lieder sind sowohl einzeln<br />

abspielbar als auch übereinander und in Kombination mit einem Ostinato, einer durchlaufenden<br />

rhythmisch-melodischen Figur.<br />

Außerdem gibt es immer wieder Aktionen, die zum Mitmachen aufrufen. Zu Beginn des<br />

Projekts geht es darum, alternative Texte zu bekannten Kinderliedern zu dichten und sie an<br />

die Redaktion von »SWR2 Spielraum« zu schicken. Ausgewählte <strong>Ein</strong>sendungen kommen in<br />

die Sendung am 15. Oktober 2011 und natürlich auf die Website.<br />

Aber auch Eltern, Pädagogen und alle, die sich <strong>für</strong> <strong>das</strong> Thema »<strong>Singen</strong> mit Kindern« interessieren,<br />

finden auf www.kindernetz.de Erklärungen und (Buch)Tipps rund ums <strong>Singen</strong>. Das<br />

SWR-Kindernetz wurde <strong>für</strong> seine medienpädagogisch wertvollen Angebote bereits vielfach<br />

ausgezeichnet.<br />

www.kindernetz.de/spielraum<br />

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Veranstaltungen<br />

Auftaktveranstaltung:<br />

»Kinderlieder«. Das Mitsingkonzert von SWR2, SÜDWEST PRESSE und Carus<br />

Stadthaus Ulm, 3. Oktober 2011, 11 Uhr<br />

Mit dem Ulmer Spatzen Chor unter der Leitung von Hans de Gilde sowie Dorothee Mields<br />

Moderation: Verena Hussong, SWR<br />

Mit der gemeinsamen Veranstaltung von SWR, Carus und der SÜDWEST PRESSE, die nach<br />

den »Volksliedern« auch die »Kinderlieder« als Medienpartner begleiten wird, soll ein überregionaler<br />

Akzent zum Auftakt des Projekts gesetzt werden. <strong>Ein</strong>geladen zum Zuhören und<br />

Mitsingen sind alle musikalisch interessierten Familien mit Kindern.<br />

Weitere Veranstaltungen<br />

22.–25. September 2011, chor.com Dortmund<br />

Auf der chor.com bietet Friedhilde Trüün zwei Workshops zum Thema Kinderlieder im<br />

Kinderchor an.<br />

12.–16. Oktober 2011, Buchmesse Frankfurt<br />

Vorstellung des Kinderlieder-Projekts an vier Tagen<br />

13.10.2011 Mitglieder der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben<br />

(Leitung: Rainer Johannes Homburg)<br />

14.10.2011 Kinderchor der evang. Kirche Stuttgart-Vaihingen<br />

(Leitung: Gabriele Timm-Bohm)<br />

15.10.2011 Tübinger Neckarschwa(l)ben (Leitung: Friedhilde Trüün)<br />

16.10.2011 Christian Elsner mit seinen Kindern Paulina und Leonard<br />

17. November 2011, Neue Bibliothek Stuttgart<br />

»Kinderlieder«. <strong>Ein</strong> Mitsingkonzert <strong>für</strong> Familien<br />

Mitglieder der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben (Leitung: Rainer Johannes Homburg)<br />

18.–20. November 2011, Leinfelden-Echterdingen<br />

Der »Arbeitskreis Musik in der Jugend« (amj) führt einen zweitägigen Workshop<br />

im Carus-Verlag mit Friedhilde Trüün zum Thema Kinderlieder im Kinderchor und<br />

Kinderstimmbildung durch.<br />

Weitere Veranstaltungen sind geplant.


Partner<br />

Carus-Verlag, Stuttgart Dr. Johannes Graulich (Geschäftsführer)<br />

Realisierung, Verlag und Label Sven Cichowicz (Projektleitung <strong>Liederprojekt</strong>)<br />

Dr. Barbara Mohn (Lektorat)<br />

Südwestrundfunk / SWR2<br />

Gesamtleitung: Dorothea Enderle (SWR2 Musik)<br />

Musikaufnahmen:<br />

Redaktion Dagmar Munck<br />

Redaktionsassistenz Monika Beez<br />

Tonmeister Manfred Deppe (verantwortlich <strong>für</strong> <strong>das</strong> Gesamtprojekt) u.a.<br />

Mischung Volker Neumann u.a.<br />

Radiosendungen:<br />

Redaktion Dr. Elisabeth Arzberger<br />

Nicole Dantrimont<br />

Reclam Verlag Dr. Frank R. Max (Geschäftsführer)<br />

(Mitwirkung Liederbuch) Dr. Sigrun Jantzen (Lektorat)<br />

Dr. Karl-Heinz Fallbacher (Marketing, Vertrieb)<br />

Das Projekt wird außerdem unterstützt von<br />

Verband evangelischer Kirchenchöre Deutschlands e.V.<br />

Verband ev. Kirchenmusikerinnen und Musiker in Deutschland<br />

Allgemeiner Cäcillienverband <strong>für</strong> Deutschland<br />

Arbeitskreis Musik in der Jugend<br />

Stiftung »<strong>Singen</strong> mit Kindern«<br />

Landesmusikrat Baden-Württemberg<br />

Weitere Partner sind angefragt.<br />

Medienpartner<br />

Hannoversche Allgemeine Zeitung (online)<br />

Kinderzeitschrift »Bummi«<br />

Schleswig Holsteinischer Zeitungsverlag<br />

Stuttgarter Nachrichten<br />

SÜDWEST PRESSE<br />

ZEIT ONLINE<br />

Weitere Partner sind angefragt.<br />

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Presseservice<br />

Wir stehen <strong>für</strong> Fragen und weitere Informationen gerne zur Verfügung!<br />

Haben Sie Fragen zu einzelnen Kinderlieder-Publikationen?<br />

Brauchen Sie Hintergrundinformationen zu den Kinderlieder-Sendungen von SWR2?<br />

Möchten Sie Interviews mit Sängern, Programmmachern und Projektverantwortlichen<br />

vereinbaren?<br />

Oder sind Sie ganz einfach an Informationsmaterial und Rezensionsexemplaren interessiert?<br />

Presseanfragen zum Projekt »Kinderlieder«:<br />

Carus-Verlag, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:<br />

Iris Pfeiffer<br />

Telefon: 0711/797-330-217<br />

Fax: 0711/797-330-29<br />

E-Mail: ipfeiffer@carus-verlag.com<br />

SWR-Pressestelle:<br />

Leiterin Programmpresse: Anja Görzel<br />

Telefon: 0711/929-1046<br />

Fax: 0711/929-1035<br />

E-Mail: anja.goerzel@swr.de<br />

Presse SWR2: Oliver Kopitzke<br />

Telefon: 07221/929-3854<br />

Fax: 07221/929-2238<br />

E-Mail: oliver.kopitzke@swr.de<br />

Mobil: 0172/7356335<br />

Margit Preiss, Agentur »PPP PRESSE-PARTNER PREISS«<br />

Telefon: 089/600879-0<br />

Fax: 089/600879-50<br />

E-Mail: info@presse-partner.de<br />

Stefan Stahnke, Agentur »Worte über Musik«, Berlin<br />

Tel.: 030/34 78 19 84<br />

Mobil: 0176/6213 5688<br />

E-Mail: st@worteuebermusik.de<br />

Bitte beachten Sie auch unseren Pressebereich auf www.liederprojekt.org/presse.<br />

<strong>Ein</strong>e elektronische Fassung dieser Pressemappe finden Sie auf www.swr.de/presse.<br />

Pressemappe SWR/Carus-Verlag. Nutzung nur zu Pressezwecken. Alle Rechte vorbehalten.<br />

Redaktionsschluss: 31. August 2011<br />

Fotos: Sven Cichowicz, Illustrationen: Markus Lefrançois


<strong>KINDERLIEDER</strong><br />

• IM RADIO •<br />

<strong>KINDERLIEDER</strong><br />

• IM HANDEL •<br />

<strong>KINDERLIEDER</strong><br />

• IM INTERNET •<br />

PRESSE-CD<br />

SWR2 | Auftaktsendung am 28. September in SWR2 Musikszene SWR | 15.05 Uhr<br />

SWR2 | Sendereihe Kinderlieder | ab 8. Oktober immer samstags in<br />

SWR2 Spielraum nach den Kindernachrichten Minitz | ab 16.00 Uhr<br />

SWR2 | 28. Dezember | Thema »<strong>Singen</strong> im Alltag« in SWR2 Musikszene SWR | 15.05 Uhr<br />

Liederbuch mit Mitsing-CD von Carus-Verlag und Reclam ab 1. Oktober<br />

Kinderlieder-CD von Carus und SWR (Volume 1) ab 1. Oktober<br />

Kinderlieder-CD von Carus und SWR (Volume 2) ab 15. November<br />

Klavierband (Carus-Verlag) ab 1. Oktober<br />

Kinderheft (Carus-Verlag) ab 1. Oktober<br />

Lieder, Texte und Noten zum Herunterladen auf<br />

www.liederprojekt.org<br />

Spiele, Experimente und Aktionen zum Mitmachen auf<br />

www.kindernetz.de/spielraum


PRESSEKONTAKT<br />

Oliver Kopitzke<br />

Südwestrundfunk<br />

Pressestelle/Presse SWR2<br />

Hans-Bredow-Straße<br />

76530 Baden-Baden<br />

Tel.: 07221-929 3854<br />

E-Mail: oliver.kopitzke@swr.de<br />

www.SWR.de/presse<br />

Iris Pfeiffer<br />

<strong>Liederprojekt</strong> im Carus-Verlag<br />

Sielminger Straße 51<br />

70771 Lf.-Echterdingen<br />

Tel.: 0711-797 330 217<br />

Fax: 0711-797 330 29<br />

E-Mail: ipfeiffer@carus-verlag.com<br />

FOTOS<br />

Wenn nicht anders angegeben:<br />

©SWR/Sven Cichowicz/Carus<br />

www.liederprojekt.org<br />

Unterstützt von<br />

Foto: Privat<br />

Foto: SWR/A. Kluge<br />

Foto: Privat<br />

Foto: SWR/A. Kluge

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