Zum geleit - Fachbereich Biologie der Uni Halle-Wittenberg

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Zum geleit - Fachbereich Biologie der Uni Halle-Wittenberg

Schwierigkeiten des Modulsystems am Institut für Biologie:Befindet man sich in einem Block, so ist man 6 Wochen der normalen Vorlesungszeitfest gebunden, wodurch der Rest des kompletten universitärenLehrangebots schwerer oder gar nicht zugänglich wird.Damit gehen diese Module in ihrer straffen Organisation über jene Modulehinaus, die etwa bei einem Bachelor existieren (und dort ein bis zwei Semestergehen) und werden daher betonter als Blöcke bezeichnet. Ein Block ist eine „full time“ Veranstaltung und duldet keine anderenVeranstaltungen neben sich, es sei denn sie finden nach 16.00 Uhr statt. Einige 2. Nebenfächer und fast alle nichtbiologischen Nebenfächer sindnicht geblockt. Sie laufen im Rahmen des normalen Vorlesungsbetriebesmit ein bis zwei Vorlesungen pro Woche über ein oder zwei Semesterund ihre Praktika laufen größtenteils in den Semesterferien. Befindetman sich im Block, kann man an den Vorlesungen nicht teilnehmen. Erhält man nur einen Block in einem Semester sind die zweiten sechsWochen eine halbe Sache. Beginnt man jetzt mit Vorlesungsbesuchen,hat man schon 8 Wochen verpasst. Am effektivsten ist es, ein Semestermit zwei Blöcken zu füllen. Die Kapazitäten einiger Wahlpflichtfächer entsprechen nicht der studentischenNachfrage. Laufen zwei Blöcke, für die man sich interessiert, zur selben Zeit, mussman i.d.R. ein Jahr (Ausnahme Pflanzenphysiologie) warten bis mandann den zweiten belegen kann. Bedenke, bei gleichzeitig ablaufendenBlöcken kann man sich nur in einen einschreiben. D.h. schlimmergeht’s immer: Kommt man in den Block, in den man sich eingeschriebenhat, nicht rein, kommt man nachträglich kaum in den anderen, essei denn, er ist unterbelegt. Ansonsten gilt die Nachrückerliste, auf derman nur vermerkt ist, wenn man sich in den Block eingeschrieben hat,was man aber nicht konnte. Das Blocksystem erschwert/verhindert Vorlesungsbesuche an anderenFachbereichen, die über den Studiengang hinaus im Selbststudium zurBreite einer universitären Ausbildung beitragen (Fachsprachkurse, betriebs-wirtschaftlicheKurse, Verwaltung und Politik ...).Kurzerklärung(en)ModulHauptfachNebenfach= 6-wöchige Blockveranstaltung(5 SWS Vorlesung, 8 SWS Praktikum, 2 SWS Seminar)= 2 Blöcke + Forschungsgruppenpraktikum + vorgeschriebeneZusatzvorlesungen/Veranstaltungen= 1 Block + vorgeschriebene Zusatzvorlesungen/Veranst.oder die ungeblockten VariantenForschungs- = 6-wöchiger praktischer Spezialblock, der auf diegruppenprakt. selbstständige Arbeitsweise in der Diplomarbeit hinführt Vorschriften bzw. Richtlinien für die Zusammenstellung von Blöckenund Fächerkombinationen sind im Informationsblatt der Studienabteilungund der Studien/Prüfungsordnung vermerkt.Es ist absolut notwendig, sich diese Blätter durchzulesen!Allerdings hat sich folgendes zugunsten der Studenten geändert:Die Einteilung der Wahlpflichtfächer in „systemisch“ und „molekular“ istnicht mehr relevant. Ursprünglich sollte von den vier biologischen Blöckenmindestens einer aus dem systemischen bzw. molekularen Bereich gewähltwerden. Nach der Prüfungsordnung müssen die Diplomprüfungen innerhalb von 28Tagen abgelegt sein. Der Institutsrat hat kulanterweise beschlossen, folgendeMaximalabstände zwischen den Prüfungen zu akzeptieren:1. Prüfung - 14 Tage - 2. Prüfung - 4 Wochen - 3. Prüfung - 14 Tage - 4. PrüfungDieser Rhythmus beschreibt die maximalen Abstände zwischen den Prüfungen,Die Zeiträume können auch kürzer gewählt werden. Die 4-Wochenpause darf nur zwischen der 2. und der 3. Prüfung eingelegt werden.34


MODULVERGABEVERFAHRENJeder Student mit Vordiplom kannsich innerhalb einer, durch die Studienabteilungbekannt gegebenenEinschreibungswoche in die Modulefür ein Semester einschreiben. Beizeitgleich stattfindenden Modulenkann man sich nur in eines einschreiben.Mehrfacheinschreibungensind demnach nicht möglich!Pro Semester kann man sich alsomaximal in zwei Module einschreiben.Ist das Vordiplom im Einschreibungszeitraumnoch nicht bestanden,so kann man sich für ein Modulin der zweiten Semesterhälfte einschreiben.Die Berücksichtigung beider Vergabe regelt dabei die Studienabteilung- insofern bis zu Beginndes betreffenden Moduls dasVordiplom abgelegt wurde.Ein Rücktritt von einem erhaltenenModul ist rechtzeitig der Studienabteilungund/bzw. den Verantwortlichenfür das betreffende Modulmitzuteilen. Die Auffüllung erfolgtanhand der Nachrückerliste. AberAchtung, der Listenplatz verfällt,wenn man an der Einführungsveranstaltungfür dieses Modul nicht teilnimmt!Die Rangfolge der Plätze in einem Modul und deren Auffüllung erfolgtnach folgenden Kriterien Semester nach Vordiplom („allg. Wartezeit“) Vordiplomsnote ganz geringer Prozentsatz eventuell frei vergebenBeschwerderecht bei VergabeverfahrenIn der Vergangenheit ist es nicht nureinmal passiert, dass die Studienabteilungeinen Namen, der in der Einschreibelistekorrekt vermerkt war,nicht in die entscheidende Computerlisteübertrug bzw. falsch zugeordnet hat.Der Student hätte aber Anspruch aufdas Modul gehabt. Hingehen! Beschweren!Aufnahme in das Modul verlangen,sich nicht bequatschen lassen und aufjeden Fall eine Meldung an die Fachschaftmachen.Kritisch ist die Einschreibung von Studentenanderer Fachbereiche (z.B. Biochemiker).Die benötigen kein komplettesModul und haben daher nach Meinungder Fachschaft nichts in den Blöckenzu suchen. Für sie muss es eineandere verkürzte Praktikumsvariantegeben.Andere Probleme sollten nicht auftreten,da das Vergabeverfahren sehr genaugeregelt ist.5 6


MODULVORSTELLUNGEN7Im nachfolgenden werden die Hauptstudiumsangeboteetwas genauer beschrieben.Dazu wird der jeweiligeInstitutsbereich vorgestellt und anschließendauf die dort angebotenenBlöcke eingegangen.Dabei zeigt sich, dass sowohl von derOrganisation, als auch von der Ausgestaltungher, markante Unterschiedebestehen. Das ist gut so, und verdeutlichtnicht zuletzt die Verschiedenartigkeitder einzelnen Disziplinen.Generell sollte neben der Vermittlungeiner breiten praktisch/theoretischenMethodenkenntnis, unserer Meinungnach, auch viel Wert auf die Einführungin Recherchearbeit, Datenbanken, Paperarbeitund die Präsentation von Ergebnissenoder Papern gelegt werden.Und das Ganze projektorientiert. DieZeit der reinen Kochpraktika ist vorbei!Willkommen im Hauptstudium.Da die Beschreibungen zum Teil schonsehr detailliert sind, haben wir nur wennnötig, einige uns wichtige Punkteergänzt. Die meisten Lehrveranstaltungensind bereits mit aufgeführt. Mitkurzfristigen Änderungen des Lehrangebotsist allerdings zu rechnen. GenaueAngaben zu Umfang Zeitpunktund Ort aller Veranstaltungen findet ihrim Informationsblatt der Studienabteilung,dem Vorlesungsverzeichnis inStudIP und wohl am aktuellsten in denAushängen der einzelnen Institutsbereiche.Institutsbereich für GeobotanikDer Institutsbereich Geobotanik undBotanischer Garten bietet seit dem SS2004 insgesamt vier Hauptstudiumsmodulean, je zwei Module im SSund im WS (à 6 Wochen). Durch denAbbau organismischer Richtungen inder Biologie an vielen UniversitätenDeutschlands ist es kaum möglich, ineiner solchen Breite Geobotanik undSystematik der Pflanzen zu studierenwie an der Martin-Luther-Universität.Die Dozentinnen und Dozenten desInstituts haben deswegen eine deutlicheAusweitung des Angebots im Hauptstudiumvorgenommen, um der methodischenund inhaltlichen Vielfalt der ForschungsrichtungenRechnung zu tragen.Bestimmte Teile der Praktika werdenzudem mit jährlich wechselnden Inhaltenangeboten oder finden nur in zweijährigemTurnus statt.Geobotanik hat einen ganz klaren Gelände-Bezug,was für die Lehrenden wieStudierenden einen Großteil des Reizesdieser Forschungsrichtung ausmacht.Dies spiegelt sich auch in den Praktikawider. Die Sommerkurse in der Vegetationsperiodewerden deswegen so vielwie möglich für Freilandarbeit genutzt,während die Winterkurse eher einenSchwerpunkt im Labor, im Gewächshausoder in der Theorie haben. Generellwerden aber alle Module vondurchgängigen Vorlesungen begleitet,in der die für den jeweiligen Teil notwendigenInhalte vermittelt werden.ModulangebotI Biologie und Verbreitung der Höheren Pflanzen 12 PlätzeII Freilandökologie 12 PlätzeIII Populations- und Standortsökologie 12 PlätzeIV Molekulare Systematik / Kryptogamen-Systematik 12 PlätzeKontaktperson:Frau Dr. R. StordeurTel.: (0345) 55 26 221, stordeur@botanik.uni-halle.dezugeordnetes Veranstaltungsangebot‣ Populationsökologie der Pflanzen‣ Populations- und Naturschutzbiologie der Pflanzen‣ Ökologie der Tropen und Subtropen‣ Vegetationskunde I (Methoden der Vegetationskunde)‣ Vegetationskunde II (Pflanzengesellschaften Deutschlands)‣ Methoden der Vegetationsökologie‣ Vegetationen der Erde‣ Naturschutz‣ Arealkunde und geographische Informationssysteme (GIS)‣ Environmental ecology‣ Geschichte der Botanik‣ Cytogenetik der Angiospermen‣ Einführung in die molekulare Systematik‣ Systematik und Ökologie der Kryptogamen‣ Systematik und Ökologie der Höheren Pflanzen‣ Nutzpflanzen der Tropen und Subtropen‣ Pflanzengeographie‣ Uni- und multivariante Methoden in der Ökologie‣ Oberseminar Geobotanik/Phytoökologie‣ Oberseminar Systematische Botanik‣ Institutskolloquium‣ Journal Club‣ Exkursionen siehe Aushänge8


Geobotanik IBiologie und Verbreitung der Höheren Pflanzen(April bis Mai)Dieser Teil gibt eine Einführung in dieBiologie der Höheren Pflanzen. Eswerden die Morphologie, die Reproduktionsstrategienund die Blütenökologie(Tier-Pflanze-Interaktionen) behandelt,wobei nicht-mitteleuropäische Formenkreiseim Mittelpunkt stehen. Der Kurslegt Wert darauf, die Merkmale der9behandelten Gruppen im evolutiven undökologischen Zusammenhang zu betrachten.Methodisch kommt Mikroskopiezum Einsatz, auch werden einfacheVersuche durchgeführt und mittels PCsmit Literatur- und Pflanzendatenbankengearbeitet.Ergänzungen und Hinweise von StudentenEs erfolgt eine intensive viertägige Einführung in die Internetrecherche für botanischeFachliteratur in den Räumen der ULB. Jeder Student bekommt mit Themenstichwortendie Aufgabe nach entsprechenden Papern zu recherchieren und nachselbstständiger Erarbeitung vor einem erweiterten akademischen Publikum zupräsentieren. Anschließend erfolgt eine stilistische Auswertung der Vortragsweise.Geobotanik IIFreilandökologie(Juni bis Juli)Dieser Kurs umfasst zwei Teile à 3Wochen. Im ersten Teil werden populationsökologischeUntersuchungen anausgewählten Pflanzenarten durchgeführt.Die Untersuchungsobjekte sind inder Regel Arten, die im Zentrum desInteresses des Naturschutzes stehen undderen Vorkommen sich an den landschaftlichreizvollsten Stellen der HallenserUmgebung befinden. Im Mittelpunktunserer Untersuchungen steht dieErhebung verschiedener Fitnessparameterwie z.B. Bestäubungseffizienz, Samenansatzund Samenqualität. AlleUntersuchungen werden vorher mit denNaturschutzbehörden abgesprochen.Der zweite Teil widmet sich der Vegetationsökologieund wird im NationalparkMüritz an der biologischen Station„Faule Ort“ in Zusammenarbeit mit derNationalparkverwaltung durchgeführt.Auf Dauerflächen werden Daten zuVegetation, Boden, Mikroklima undausgewählten Zielarten erhoben, die fürdas Management des Nationalparkswichtig sind. Es lassen sich zudem hierProzesse einer Naturlandschaft verfolgen,die kaum menschlich beeinflusstsind. Methodisch werden in beidenTeilen Freiland-Messtechnik, biometrischeAnsätze, Artenkenntnis, Labormethodenzu den wichtigsten Bodenfaktorensowie einfache statistischeVerfahren vermittelt.Ergänzungen und Hinweise von StudentenHinsichtlich der Projektorientierung ist anzumerken, dass im Rahmen dieses PraktikumsLangzeitstudien betreut werden. Diese Vergleichsarbeit mit den Vorjahrenführt euch in 2er Gruppen mit Frau Prof. Hensen nach Freiburg und mit HerrnProf. Bruehlheide eine Woche zur Datenaufnahme an den Faulen Ort. Dort findetwie üblich von 8-10 (auch Samstags) eine Vorlesung statt und danach geht es bisca. 17 Uhr ins Gelände. Dieser Zweiteilung angepasst, erfolgen zwei Ergebnispräsentationen.Außerdem präsentiert ihr ein Paper aus einer vorgegebenen Auswahl.Geobotanik IIIPopulations- und Standortökologie(Oktober bis Dezember)Im ersten Teil dieses Praktikums werdenExperimente zur Keimungsbiologieausgewählter Pflanzenarten in Keimschränkendurchgeführt und Konkurrenzzwischen Pflanzen im BotanischenGarten durchgeführt. In den eigenständigangesetzten und geernteten Versuchenwerden alle wichtige Parameterbestimmt, die für ökologische Experimentevon Bedeutung sind. Der zweiteTeil behandelt diejenigen standortökologischenFaktoren, die im Labor, im10Gewächshaus oder in Klimakammernuntersucht werden müssen. Dazu gehörenz.B. Bodenfaktoren wie Kohlenstoff-und Stickstoffgehalt oder austauschbareKationen oder klimatischeFaktoren, wie Frost, die in Gefrierkammernsimuliert werden. In beiden Teilengeht es nicht nur darum, die wichtigstenLaborabläufe zu erlernen, sondern auchum die Vermittlung grundlegenderstatistischer Auswertungsmethoden ineinem begleitenden Seminar.Geobotanik IVMolekulare Systematik / Kryptogamen-Systematik(Dezember bis Februar)Im ersten Teil geht es um das Erlernender molekulargenetischen Methoden,die für modernes systematisches Arbeitenunerläßlich sind. Dazu werden geeigneteDNA-Marker von Pflanzenausgewählter Gruppen herangezogen.Methodisch umfasst das Praktikum alleSchritte von der DNA-Isolation bis zurSequenzierung sowie eine Einführungin statistische Methoden der Sequenzvergleicheund Stammbaumrekonstruktionen.Im zweiten Teil wird ein Überblicküber die Systematik und Ökologievon im Allgemeinen wenig bekanntenGruppen gegeben, u.a. der Algen,Flechten, Pilze oder Moose. Der Kursvermittelt das Handwerkszeug, diefaszinierende Vielfalt dieser Organismen-Gruppenerkennen und bestimmenzu können.


Ergänzungen und Hinweise von StudentenDer molekulare Teil mit seinen Methoden zielt darauf ab Stammbäume innerhalbeiner konkreten Gattung zu erstellen. Dabei wird der theoretische Hintergrund derangewandten Methoden ausführlich besprochen. Im Rahmen der Praktikumsgruppewerden von jedem Teilnehmer eine wissenschaftliche Arbeit und eigene Praktikumsergebnissepräsentiert.Institutsbereich ZoologieModulangebot11Der traditionsreiche InstitutsbereichZoologie umfasst 5 Abteilungen, indenen eine breite Palette modernerForschungsthemen bearbeitet wird.Diese Forschungsschwerpunkte prägengroßenteils die Modulinhalte. Sie reichenvon der Verhaltensbiologie beiKleinsäugern, molekulargenetischenGrundlagen in Bienen- und Ameisenpopulationen,Reproduktionsphysiologieund chemischer Ökologie von Wüstenheuschreckenbis zur Entwicklungsbiologietierischer Modellorganismen sowieThripsen . Nähere Informationenfinden Sie auf den Homepages der einzelnenAbteilungen.Der Institutsbereich Zoologie unterhälteine DAAD-geförderte Kooperation mitder University of Pretoria, Südafrika,die einen Austausch von Studierendenim Fachstudium ermöglicht. AbsolvierteZoologie-Module werden gegenseitiganerkannt. Näheres hierzu kann beiProf. R. Moritz, Tel. 55-26233, erfragtwerden.I Tierphysiologie 12 PlätzeII Verhaltensbiologie 12 PlätzeIII Entwicklungsbiologie 12 PlätzeIV Molekulare Ökologie 12 PlätzeKontaktperson(en):Frau DB H. Weinert Tel. (0345) 55 26435, heike.weinert@zoologie.uni-halle.deHerr Dr. P. Fritzsche Tel.: (0345) 55 26 462, fritzsche@zoologie.uni-halle.deDr. G. Tschuch Tel. (0345) 55 26460, gunther.tschuch@zoologie.uni-halle.deProf. Dr. H. Kaatz Tel. (0345) 55 26395, kaatz@zoologie.uni-halle.deZugeordnete Veranstaltungen:Vorlesungen: Physiologie der Insekten Hormone PheromoneSeminar: Hauptseminar TierphysiologieZoologie ITierphysiologie(Oktober-November)Kontaktperson:Frau DB H. WeinertTel. (0345) 55 26435, heike.weinert@zoologie.uni-halle.deDie Teilnehmer sollen sich vertiefendeKenntnisse und Fertigkeiten über diemoderne Verhaltensbiologie aneignen.Es werden Spezialvorlesungen überZoologie IIVerhaltensbiologie(Dezember bis Februar)12Entsprechend den Forschungsschwerpunktender Abteilung Tierphysiologiebefasst sich das Modul mit verschiedenenAspekten der Insektenphysiologie.In einem ersten Teil werden Fragen desEnergiestoffwechsels und seiner hormonellenRegulation bearbeitet: Lipidewerden charakterisiert und ihre Regulationdurch ein adipokinetisches Neurohormonanalysiert. Ein zweiter Abschnittbefasst sich mit der Reproduktionsphysiologievon Insekten: Dottermaterialienwerden biochemisch charakterisiertund die Beteiligung von Juvenilhormonan den Eibildungsprozessenuntersucht. Ein weiterer Versuchsabschnittist der Sehphysiologie des Komplexaugesgewidmet: ElektrophysiologischeAbleitungen und ein PCgestütztesMeßsystem ermöglichen eineBeschreibung des Leistungsvermögensdes Insektenauges. Ein abschließenderVersuch befasst sich mit den molekularenGrundlagen der Muskelkontraktion..Das Modul wird ergänzt durch versuchsbezogeneSeminarbeiträge undPräsentation der Ergebnisse in Formeiner Tagung.Verhaltensphysiologie, Soziobiologie,Chrononobiologie, sowie Molekulargenetikund Verhalten gehalten. Dazukommen Seminare und Übungen in


Ethometrie und Biostatistik, Literaturrechercheund Datenpräsentation. Hauptteildes Moduls ist natürlich das Praktikum.Hier untersuchen die Teilnehmerin kleinen Gruppen unterschiedlicheVerhaltensweisen. Versuchtiere sindu.a. Insekten, Fische, Rennmäuse undKontaktperson:Herr Dr. P. FritzscheTel.: (0345) 55 26 462, fritzsche@zoologie.uni-halle.dePurpose: The Developmental Biologymodule is an advanced level course andwill cover research oriented practicalwork. It is divided into a series of topicsin Developmental Biology (development,evolution, communication ininsects, and biology and biodiversity ofthrips). Each topic consists of severallectures and a discussion section (seminar).In the discussion sections studentspresent and discuss recent publicationsrelevant to their special topics of thecourse.Lectures: Developmental Biology II:This lecture is based on the principles ofDevelopmental Biology (Lecture I) anddeals with the following topics: Earlyembryonic development, determination,differentiation, the organogenesis andmetamorphosis in the animal kingdom.The lecture includes also molecularmechanisms of regulatory processes aswell as developmental mechanisms ofevolutionary change from the spongesto mouse.Zoologie IIIEntwicklungsbiologie(April-Mai)13Goldhamster. Einige Beobachtungenund Tests kommen aus der Humanethologieund werden an Kommilitonendurchgeführt. Für die Erfassung desVerhaltens stehen moderne Techniken,insbesondere Videotechniken zur Verfügung.Development, phylogeny and communicationin insects: This lecture contains awide range of insect research work andincludes ontogenesis of insects, evolutionaryand phylogenetic aspects as wellas physiological and physical limitswith special reference to very smallinsects (< 2 mm). A last part containschemical, acoustical and optical communicationespecially focusing on defenceagainst predators.Biology of thrips: This lecture is primarilydesigned to introduce this fascinatinginsect order, to understand the evolutionaryradiation and biological diversityof thrips. Main parts are structure,grow and development, feeding, flight,dispersal and population dynamics,reproduction strategies and the evolutionof subsociality, predators, parasitoidsand pathogens, thrips as virusvectors and an introduction in modernmethods of molecular and visual computerizedidentification.Practical: Practical work will be conductedin small teams of 3 students eachguided by an individual advisor exclusivelyresponsible for this group. Duringthe practical sessions students will learntechniques especially relevant for developmentalbiology including moleculartechniques, microinjection, histologicaland histochemical methods, fatemapping etc. (all kinds of light microscopy,scanning and transmission electronmicroscopy including specialKontaktperson:Dr. G. TschuchTel. (0345) 55 26460, gunther.tschuch@zoologie.uni-halle.dePurpose: The module will cover researchoriented practical work on evolutionaryecology in social systems. Itcomprises a lecture series introducinginto molecular ecology, populationgenetics and evolution of social behaviour.A seminar series will addresscurrent developments in molecularecology and socio-biology.Lectures:Molecular Ecology: An introduction tothe methods used for population analyseswith DNA tools. These include:mtDNA analyses, DNA Fingerprinting,RFLP, AFLP, microsatellite DNA,conservation genetics, statistical analyses.Evolution of sociality: Insects as amodel system, selfishness and altruism,co-evolution, levels of selection, inclusivefitness, group selection, selforganisation,division of labour, casteZoologie IVMolekulare Ökologie(Juni-Juli)14preparation methods). Special topics arethe normogenesis of sea urchins, thrips,roundworms, flies, fishes and chickensas well as the study of induced pathogenesisin several taxa. All groups preparethe results as a short written scientificpaper including the main researchresults. Selected papers will be presentedoral and defended by the studentsat the end of the course.determination, kin recognition, policing.Population genetics: The random processesin populations will be addressedbefore tackling topics like selection,mutation and migration. The geneticanalyses of quantitative characters (e.g.behaviour) will be addressed, includingthe topics of genetic variance, heritability,mapping of quantitative traits(QTLs) in the genome. The use ofanalytical software packages will bepresented and trained hands on.PracticalThe practical work will be conducted insmall teams of 3-4 students eachguided by an individual advisor exclusivelyresponsible for this group. Topicsare variable depending on the ongoingresearch activities in the researchgroup. A strong focus will be on theconsequences of sociality on the biologyof arthropods. Methods range from


DNA analyses to behavioural studies.Selected papers will be presented bythe students discussed in a weeklyseminar.Institutsbereich GenetikKontaktperson:Prof. Dr. H. KaatzTel. (0345) 55 26395, kaatz@zoologie.uni-halle.deErgänzungen und Hinweise von StudentenVorlesungen, Seminare, Übungen, Papervorstellungen durch die Studenten und dieabschließende Präsentation der Praktikumsergebnisse werden in englischer Sprachegehalten. Es gibt kein klassisches Protokoll, sondern jede Gruppe verfasst einAbschlusspaper in Englisch. Nicht alle Gruppen arbeiten molekular, wie es derBlockname sagt, sondern einige auch rein verhaltensbiologisch – man hat jedochdie freie Wahl.I S A PINTERNATIONAL STUDENT EXCHANGE PROGRAMME 2007in Zoology and EntomologyU PretoriaOur department has experience in a widearray of biological disciplines, includingsystematics and evolution, conservationbiology, population and communityecology, physiological ecology, behaviouraland chemical ecology, and pestmanagement. The purpose of our courseis to provide you with skills you willneed to develop a successful career as aresearch biologist. In addition to broadeningyour subject knowledge, thecourses will include acquiring skills andan understanding of biological systemsthat will often be beyond the scope offormal examination.Funded by DAAD,German Academic Exchange ServiceMLU HalleWe offer integrated courses composed oflectures, seminars and practicals for advancedstudents of biology (3 rd /4 th year).State of the art experimental proceduresand techniques will be trained in a researchdriven working environment. You will beworking in small groups of


Southernblot, Klonierungen, Mutagenese,Proteinexpression, Westernblot, etc.)modernste genetische und zytologischeAnalysetechniken (z.B. VirusinduziertesGene Silencing und KonfokaleMikroskopie). Das Praktikum ist indrei thematische Blöcke gegliedert: (1)in planta Expression bakterieller Effektorproteine,(2) Analyse des bakteriellenTyp-III Proteinsekretionssystems und(3) Untersuchung pflanzlicher Resistenzmechanismen.Die Ergebnisse desPraktikums sollen von den Studenten inVeranstaltungsangebot:17einem Protokoll zusammengefasst werden.Im begleitenden Seminar stellen dieStudenten jeweils eine aktuelle Veröffentlichung(englisch) vor, die thematischmit den Versuchen im Praktikumkorreliert. Sie stellen die Ergebnisseihren Kommilitonen in einem Kurzvortragdar (in deutsch). Hierbei bekommendie Studenten einerseits einenEinblick in die aktuelle Forschung undlernen außerdem die Präsentation wissenschaftlicherDaten.Pflichtveranstaltungen: Hauptvorlesung Molekulargenetik der Pflanzen Blockkurs Lehrkomplex Pflanzengenetik (Großpraktikum) Literaturseminar zum BlockkursOptionale Vorlesungen : Pflanzenbiotechnologie im neuen Jahrtausend Molekularbiologische Hightech-TechnikenOptionale Seminare: Molekulare Phytopathologie (Literaturseminar) Pflanzen-Mikroben-Interaktionen (Literaturseminar)Kontaktpersonen:Dr. Daniela Büttner; Tel: (0345)-5526-299, buettner@genetik.uni-halle.deDr. Thomas Lahaye; Tel: (0345)-5526-345, lahaye@genetik.uni-halle.deErgänzungen und Hinweise von StudentenUnterteilt in 3 Praktikumsabschnitte, bietet der Block Pflanzengenetik eine breiteVielfalt an Methoden in einem wissenschaftlich aktuellen Kontext an. Der Ablaufist straff organisiert und fördert eine den Experimenten vorausgehende Planung.Die Arbeit findet in Gruppen von jeweils 2 Studenten statt, wobei sich die bearbeitetenAufgaben nur minimal voneinander unterscheiden, und die Erkenntnisse amEnde in ein, von jeder Gruppe in einem Protokoll (zum jeweiligen Praktikumsteil)auszuwertendes, zusammenfassendes und wissenschaftlich verwertbares Bild derThematik einfließen sollen.Das Blockpraktikum Entwicklungsgenetikwird als ganztägiges Großpraktikumüber einen Zeitraum von 6 Wochendurchgeführt. Es setzt sich auszwei, je 3-wöchigen Abschnitten zusammen.Der erste Abschnitt dientvorrangig der Anwendung grundlegendergentechnischer und molekularbiologischerMethoden anhand der beidengenetischen Modellobjekte Drosophilamelanogaster und Arabidopsis thaliana.Hierbei wird vor allem Wert auf dieselbständige Durchführung der Methoden(Restriktionsanalysen, DNA-Klonierung, Mutagenese, Sequenzierung,RT-PCR, Westernanalyse usw.)sowie auf die Vermittlung von modernenStrategien zur Gen-Klonierung undVeranstaltungsangebot:Genetik IIEntwicklungsgenetik(2.Hälfte WS)18–Analyse gelegt. Im zweiten Abschnittwird dann ein konkretes Forschungsprojektbearbeitet. Die Themen leiten sichaus der aktuellen Forschungsarbeit derAbteilung Entwicklungsgenetik ab undwerden am Ende des ersten Abschnittsvorgestellt. In der Regel wird ein Studentdurch einen Doktoranden betreut. Inhaltlichgeht es um Fragen der Chromatinstrukturund um Gensilencing-Prozesse (für eine Kurzbeschreibung derProjekte, siehe Forschungsportal Sachsen-Anhalt:G. Reuter, R. Dorn).Die Ergebnisse des ersten Abschnittswerden in Form eines Protokolls, die deszweiten Abschnitts in Form eines Kurzreferatsam Ende des Praktikums vorgestellt.Vorlesungen: Hauptvorlesung Genetische Systeme - Molekulargenetik der Tiere Molekularbiologie für Biochemiker Gentechnik Entwicklungsgenetik Epigenetik Trends in der GenetikSeminar: Aktuelle Aspekte der Epigenetik (Literatur- und Arbeitsberichte)Kontaktpersonen:Prof. Dr. Gunter Reuter; Tel.: (0345)-55-26300, reuter@genetik.uni-halle.deDr. Rainer Dorn; Tel.: (0345)-55-26323, dorn@genetik.uni-halle.deDr. Ingo Hofmann; Tel.: (0345)-55-26308, hofmann@genetik.uni-halle.deDr. Andreas Fischer; Tel.: (0345)-55-26308, fischer@genetik.uni-halle.de


Genetik IIIMolekulargenetik – Hefepraktikum(1.Hälfte SS)Das Block-Praktikum orientiert sichthematisch an den wissenschaftlichenFragestellungen der Abteilung Molekulargenetik.Diese beinhalten Prozesse derGenregulation und der Signalübertragungauf Zellebene. Hefen dienen als Modellsystemezur molekularen Charakterisierungevolutionär konservierter biologischerProzesse sowohl auf der SystemebeneZelle als auch auf organismischerEbene. Im Praktikum werden exemplarischzwei wissenschaftliche Fragestellungenbearbeitet, anhand derer grundlegendegentechnische und hefegenetischeMethoden vermittelt werden (DNA undRNA Isolierung, DNA-Klonierung, Nukleinsäure-und Proteinanalytik, Genexpressionsanalyse,Proteininteraktionsstudien,Gentransfer, Isolierung vonHefe-Mutanten, gerichtete Mutagenese,Veranstaltungsangebot:Kartierung von Mutationsorten, Phänotypisierung).Neben der Methodenvermittlungliegt ein wichtiger Schwerpunktauf der Entwicklung experimentellerStrategien zur Problemlösung.Arbeiten mit Datenbanken, Sequenzanalysenund Literaturrecherchen sindTeil des Praktikums. Alle Versuchewerden in Form eines Laborjournalsprotokolliert und im Stil einer Diplomarbeitzusammengefasst. Begleitendwerden Seminare durchgeführt, die dasDurchdringen der wissenschaftlichenFragestellungen und das eigenständigeDenken und Planen fördern sollen.Jeder Student referiert über Originalarbeitenzu den Themenkomplexen undpräsentiert die Praktikumsergebnisseder eigenen Gruppe.Kontaktpersonen:Dr. Raffael Schaffrath; Tel: (0345)-5526-333 bzw . (0345)-5526-325schaffrath@genetik.uni-halle.deDr. Renate Langhammer Tel: (0345)-5526-328 bzw . (0345)-5526-327langhammer@genetik.uni-halle.deErgänzungen und Hinweise von StudentenDer gesamte Block steht unter einem großen, zentralen Projektziel, dem die Teilnehmer,aufgeteilt in verschiedene Gruppen, zuarbeiten, dabei aber immer überden Stand der anderen Gruppen informiert sind und gegebenenfalls ihre Arbeitenaufeinander abstimmen. Dabei wird besonders das eigenständige Arbeiten im Kontexteines Forschungsthemas gefördert.Anmerkung zum IV. Block:Der vierte Block wurde im vergangenen SS erstmalig von allen drei Abteilungenzusammen durchgeführt. Das geschah allerdings spontan und nur um die langeWarteliste derer, die einen Genetikblock belegen wollten, abzubauen. Weil dieserBlock nicht zum regulären Lehrangebot gehört, und nur bei Bedarf (sprich beierneut restlos überfüllten Einschreibelisten für die anderen Blöcke) stattfindenwird, gibt es hierzu auch keine Modulvorstellung. Sobald feststeht, dass der Blockauch im SS 2007 statt findet, erfahrt ihr näheres durch Aushänge, und über denFSR-E-mail-Verteiler.Vorlesungen: Hauptvorlesung Molekulargenetik der Zelle (WS) Molekulargenetik der Pflanzen (SS) Molekulargenetik der Tiere (WS) Mutationsforschung (WS) Entwicklungsgenetik Zellzyklus Ringvorlesung Molekulargenetik (Biochemie)Seminare: Literaturseminar zum Praktikum (Pflicht) Literaturseminar zur Vorlesung Molekulargenetik der Zelle Spezialseminare1920


Institutsbereich PflanzenphysiologieDas Institut für Pflanzenphysiologiebietet in jedem Semester zwei Hauptstudiumsmodulean, PflanzenphysiologieI und II. Durch die Möglichkeit,diese Blöcke sowohl im Sommer- alsauch im Wintersemester zu belegen, solleine größere Flexibilität erreicht werden.Block I, der sich sowohl an Hauptfach-als auch an Nebenfachstudentenrichtet, vermittelt mit seinem Praktikumund den dazu gehörenden Vorlesungeneinen Einblick in eine breite Palettemoderner Themen und Methoden derPflanzenphysiologie. Er ist Voraussetzungfür die Teilnahme am Block II, derfür Hauptfachstudenten ausgerichtet ist.Block II findet in den Laboren der Arbeitsgruppendes Instituts statt undbietet so die Möglichkeit, aktuelle Forschungsthemenvor Ort kennen zu lernenund Laborluft zu schnuppern. Fürdie Hauptfachstudenten schließt sichdann noch ein Forschungsgruppenpraktikumin einer der drei Arbeitsgruppenan, bei dem eine aktuelle Fragestellungder jeweiligen Gruppe experimentellund theoretisch bearbeitet wird.Modulangebot21An zentraler Stelle der beiden BlöckePflanzenphysiologie I und II stehen diedazu gehörenden Praktika, die durch einbreites Angebot von Vorlesungen undSeminaren zu aktuellen Themen derPflanzenphysiologie ergänzt werden(siehe Auflistung). Zusätzlich zu dieseninstitutseigenen Veranstaltungen werdenweitere Dozenten aus thematischmit dem Institut für Pflanzenphysiologieverbundenen Forschungseinrichtungenfür Vorlesungen gewonnen. Die zentralenPraktika beider Blöcke sind so aufgebaut,dass die Studierenden von allendrei Gruppen des Instituts betreut werden.Die methodischen Ansätze und diebearbeiteten Themen sind dabei aufeinanderabgestimmt. Dadurch soll zumeinen ein möglichst breites Bild deraktuellen Pflanzenphysiologie vermitteltwerden. Zum anderen bietet es dieMöglichkeit, im Kontakt mit den Mitarbeiterndie Forschungsrichtungen allerdrei Arbeitsgruppen kennen zu lernen.I Pflanzenphysiologie I (SS + WS) 16 PlätzeII Pflanzenphysiologie II (SS + WS) 16 PlätzeKontaktperson:Prof. Dr. Klaus HumbeckTel.: (0345) 55 26 410, klaus.humbeck@pflanzenphys.uni-halle.dezugeordnetes Veranstaltungsangebot‣ Entwicklungsphysiologie‣ Molekularbiologie pflanzlicher Organellen‣ Proteintransport in Pro- und Eukaryonten‣ Photosynthese auf molekularer Ebene‣ Molekulare Ökophysiologie der Pflanzen‣ Grundlegende und spezielle Methoden der Molekularbiologie‣ Seminar: spezielle Probleme der Photosynthese‣ Seminar: molekulare Ökophysiologie der Pflanzen‣ Oberseminare der Arbeitsgruppen‣ Pflanzenphysiologisches Kolloquium‣ Vortragsreihen der gemeinsamen Forschungsverbünde (SFB, Graduiertenkolleg,Exzellenz-Cluster)‣ Zusätzlich: wechselnde Vorlesungen von Dozenten aus benachbarten ForschungseinrichtungenDer Block Pflanzenphysiologie I wirdjeweils in der ersten Hälfte des Sommer-und Wintersemesters angeboten.Zielgruppe sind sowohl Hauptfach- alsauch Nebenfachstudenten. Im zentralen6-wöchigen Praktikum werden aktuellepflanzenphysiologische Themen bearbeitet.Dabei geht es um das Verständnismolekularer Mechanismen, diepflanzlichen Funktionen zugrunde liegen.Behandelte Themenbereiche sindzum Beispiel Synthese, Transport undAssemblierung chloroplastidärer Proteine,Wirkmechanismen im photosynthetischenReaktionszentrum und molekulareund physiologische Anpassungsmechanismenan Umwelt-Stressoren.Die Studierenden sollen dabei einebreite Palette moderner Techniken undaktueller methodischer Ansätze kennenlernen und anwenden. Dazu zählenPflanzenphysiologie I(1. Hälfte: SS und WS)22physiologische Messverfahren wieImaging-Chlorophyll-fluorometrie,molekularbiologische Ansätze, z. B.gezielte Mutanten-Analysen zur Funktionsaufklärungoder quantitative Real-Time PCR zur Messung vonTranskriptspiegeln, sowie biochemischeMethoden wie native, denaturierendeund zweidimensionale Analytik zurCharakterisierung plastidärer Proteinkomplexe.Die Betreuung des Praktikumserfolgt dabei gemeinschaftlichvon allen drei Arbeitsgruppen des Instituts,wobei jede Arbeitsgruppe die Studierendenjeweils zwei Wochen langbetreut. Die Teilnehmer arbeiten imPraktikumsraum in Kleingruppen. DieTeilergebnisse werden in gemeinschaftlicherDiskussion im größeren thematischenZusammenhang besprochen,wobei besonders auf methodische Hin-


tergründe eingegangen wird. BegleitendeVorlesungen runden die thematischeEinarbeitung in aktuelle pflanzenphysiologischeFragestellungen ab.Institutsbereich MikrobiologieVoraussetzung für die Zulassung zumBlock Pflanzenphysiologie II, der sichan Hauptfachstudenten richtet und derjeweils in der zweiten Hälfte des Sommer-und Wintersemesters angebotenwird, ist die erfolgreiche Teilnahme amBlock Pflanzenphysiologie I. Es werdenaufbauend auf dem im ersten BlockErlernten pflanzenphysiologische Fragestellungenin kleinen Projekten bearbeitet.Auch dieser Block wird gemeinsamvon allen drei Arbeitsgruppen desInstituts betreut, wobei wiederum jedeArbeitsgruppe für zwei Wochen verantwortlichist. Die Betreuung erfolgtallerdings diesmal in Zweiergruppen inden Laborräumen der jeweiligen Arbeitsgruppe.Auf diese Weise könnendie Studierenden zum einen den Laboralltagaußerhalb der vorgegebenen Praktikumsbedingungenerleben. Zum anderenbietet dieses Praktikum die Möglichkeit,die aktuellen Forschungsthemenaller drei Arbeitsgruppen vor OrtPflanzenphysiologie II(2. Hälfte: SS und WS)kennen zu lernen und in einen intensivenKontakt mit den Doktoranden undDiplomanden des Instituts zu kommen.Die dabei gewonnenen Erfahrungensollen bei der Auswahl des Themas fürdas Forschungsgruppenpraktikum helfen,bei dem jede(r) Studierende sechsWochen ein eigenes Projekt in einer derArbeitsgruppen bearbeitet. Da die Arbeitenim Block Pflanzenphysiologie IIeinen erheblichen Betreuungsaufwandfür die Mitarbeiter des Instituts bedeuten,ist hier eine genaue Termin-Absprache mit den einzelnen Arbeitsgruppenunbedingt erforderlich. In Ergänzungzum Praktikum sollen dieStudierenden Fortgeschrittenen-Vorlesungen zu verschiedenen Themender Pflanzenphysiologie hören. Zusätzlichwerden sie an den Arbeitsgruppen-Seminaren teilnehmen, um auch soeinen Einblick in die aktuellen Forschungsprojektezu erhalten.Der Institutbereich Mikrobiologie bietetseit dem WS 2003/04 insgesamt 2 Modulefür Studenten im Hauptstudium mitorganismisch/ökologischem bzw. mitmolekularem Schwerpunkt. Beide Modulebesitzen den gleichen Aufbau,haben aber unterschiedliche Inhalte. Die„Molekulare Mikrobiologie“ wird immerim ersten Teil des WS-Semesters (6Wochen) durchgeführt, die „Biologieder Mikroorganismen“ findet im zweitenTeil des Semesters ebenfalls für 6Wochen statt. Im jeweiligen Schwerpunktwerden durchgängig Vorlesungen(Mo – Fr 8:15 bis 9:45) angeboten,welche die notwendigen Inhalte auchfür den praktischen Teil vermitteln. Sobesteht jedes Modul aus 5 SWS Vorlesung,2 SWS Seminar und 8 SWS Praktikum.Für das Hauptfach Mikrobiologie sindbeide Blöcke(je 15 SWS) und das Forschungsgruppenpraktikum(15SWS) zubelegen. Es ist ein Märchen, dass Forschungsgruppenpraktikanur außerhalbder Universität gemacht werden dürfen(das galt für Betriebspraktika), Forschungsgruppenpraktikabereiten dieDiplomarbeit methodisch vor und werdenin der Regel in der Arbeitsgruppedurchgeführt, in der auch die Diplomarbeitgeplant ist.Im Nebenfach Mikrobiologie wird einerder beiden Blöcke gewählt; dieser gibtdann auch den theoretischen Rahmenfür die Diplomprüfung vor.Ergänzungen und Hinweise von StudentenBeide Blöcke in der Mikrobiologie gliedern sich in einen rein grundmethodischenTeil und einen projektorientierten Teil. Im Rahmen des projektorientierten Teilserfolgt je nach Arbeitsgruppe eine Einführung in Datenbanken und in gewissenUmfang die Arbeit mit Papern. Die Projekte gehen von klassisch genetischen überbiochemische Ansätze. Die Ergebnisse des speziellen Teils werden in Form einesAbschlusskolloqiums den anderen Gruppen und Akademikern des Institutes präsentiert.Modulangebot:I Molekularer Schwerpunkt 18 PlätzeII Organismisch-Ökologischer Schwerpunkt 18 PlätzeKontaktpersonen:Frau Dr. U. Lechner:Tel. (0345)-5526-353 u.lechner@mikrobiologie.uni-halle.deFrau Dr. C. Große: Tel. (0345)-5526-375 c.grosse@mikrobiologie.uni-halle.de2324


Mikrobiologie I, Molekularer Schwerpunkt„Molekulare Mikrobiologie“Prof. Dr. Dietrich H. Nies(1. Teil des WS)Mikrobiologie II, Organismisch-Ökologischer Schwerpunkt„Biologie der Mikroorganismen“Prof. Dr. Jan R. Andreesen(2. Teil des WS)Der Praktische Teil des MolekularenSchwerpunktes gliedert sich in einenEinführungsblock (2 Wochen) undeinen Spezialblock (2 Wochen).Der erste Block hat das Erlernen undVertiefen von molekulargenetischenMethoden zum Inhalt. Als Methodenwerden neben der DNA-Isolierung ausBakterien, das Blotten und Hybridisierenvon DNA-Spezies, die Klonierungspezieller Gene und die Herstellung vonVeranstaltungsangebot:Deletionsmutanten mittels Phagentransduktiongelehrt. Im Spezialblock könnendie gelernten Techniken in speziellenProjekten (diese werden jährlich neuim Einführungsblock vorgestellt) direktim Labor des betreuenden Dozentenangewendet werden. Involviert in dieaktuelle Forschungsarbeit ergeben sichso Einblicke in die Arbeitsschwerpunkteder verschiedenen Arbeitsgruppen desInstitutes.Das Praktikum „Biologie der Mikroorganismen“gliedert sich in einenEinführungsblock und einen Spezialblock(jeweils 2 Wochen).Der Einführungsblock hat zum Ziel,Methoden für die Isolierung, Identifizierung,Anzucht und biochemischphysiologischeUntersuchung von Bakterienzu vermitteln. Das Methodenspektrumreicht von Kultivierungs-, Anreicherungs-und Lagerungstechniken über diephylogenetische Analyse von 16S rRNA-Gensequenzen, bis zu Expressionsanalysendurch Enzymaktivitätsmessungenund Western Blot.Der Spezialblock wird in kleinenGruppen im Labor durchgeführt und inder Regel durch den Arbeitsgruppenleiterbetreut. In enger Anlehnung an dasForschungsgebiet der entsprechendenArbeitsgruppe wird eine bestimmteFragestellung bearbeitet unter Nutzungweiterer spezifischer mikrobiologischer,gentechnischer und proteinbiochemischerMethoden.Vorlesungen: 5 SWS Molekulare Biotechnologie: Molekulare Grundlagen 1 SWS WS Molekulare Mikrobiologie 4 SWS WS Infektionsbiologie (wahlweise) 2 SWS WSSeminar: 2 SWS Spezielle Probleme der Mikrobiologie 2 SWS WS + SS Mikrobiologisches Oberseminar (wahlweise) 2 SWS WS + SS Mikrobiologisches Kolloquium 1 SWS WS + SSPraktikum: 8 SWS Einführungsblock: Molekulare Mikrobiologie 4 SWS WS2 Wochen: Mo – Fr 10 - 17 Uhr Spezialblöcke: Molekulare Mikrobiologie 4 SWS WS2 Wochen: Mo – Fr 10 - 17 UhVeranstaltungsangebot:Vorlesungen: 5 SWS Molekulare Biotechnologie:Mikrobielle Grundlagen und Anwendungen 1 SWS WS Biologie der Mikroorganismen 4 SWS WS Infektionsbiologie (wahlweise) 2 SWS WSSeminar: 2 SWS Aktuelle Probleme in der Mikrobiologie 2 SWS WS + SS Mikrobiologisches Oberseminar(wahlweise) 2 SWS WS + SS Mikrobiologisches Kolloquium 1 SWS WS + SSPraktikum: 8 SWS Einführungsblock: Biologie der Mikroorganismen 4 SWS WS2 Wochen: Mo – Fr 10 - 17 Uhr Spezialblöcke: Biologie der Mikroorganismen 4 SWS WS2 Wochen: Mo – Fr 10 - 17 UhrIII. Forschungsgruppenpraktikum 15 SWSnach Absprache2526


Bestimmungsschlüssel für FortgeschritteneAlle, die Panik schieben und der Meinung sind, dass die Bedingungen zuBeginn des Hauptstudiums extrem wichtig sind, um sein Diplom zügig undnach persönlicher Interessenlage abzulegen - und alle anderen - können sichauf Basis dieses Bestimmungsschlüssel erstmal einer Art von Student zuordnenlassen.A) gut gelaunt, Vordiplom nach 4 Semestern in der Tasche 1A*) Vordiplom später abgelegt BB) Vordiplom im 5. Semester abgelegt 4B*) Vordiplom im 6. Semester und später abgelegt 61) glücklich, mind. einen Block im WS bekommen 21*) so Lala, keinen Block im WS bekommen/gewollt 42) überglücklich, zwei Blöcke bekommen Studiosus perfektii2*) ernüchtert, nur einen Block bekommen bzw. gewollt 33) den ersten Block bekommen Studiosus allesdrinii3*) den ersten Block nicht bekommen 44) alles klar, den zweiten Block im WS bekommen Studiosus allesdrinii4*) alles im Lot, keinen Block im WS gewollt 54**) herrje, keinen gewollten Block bekommen 55) schon fleißig Vorlesungen und Nebenfächer besucht Studiosus nebenfachii5*) nee noch keine Vorlesung, chillen od. langes Nachdenken Studiosus orientierii6) trotzdem schon Hauptstudiumsveranstaltungen besucht Studiosus schnupperii6*) eins nach dem anderen, erst mal Vordiplom Studiosus verzögeriiDiese „Arten“ von Studenten sind natürlich alle gleichwertig, weil sich erstim Laufe des Hauptstudiums herausstellt, wer er es am besten auf die Reihebekommt, sein Studium selbst zu organisieren und inwieweit jeder einzelneStudent Wert auf eine breite Ausbildung, Auslandsaufenthalt und spezielleInhalte legt.Soll heißen, es gibt genügend Leute, die den gleichen Ausbildungsfortschritthaben, obwohl sie mit völlig anderen Voraussetzungen ins Hauptstudiumgestartet sind (VD nach 4., 5., 6. Sem.)Ergo: Schön cool bleiben!29Erfahrungsbericht 1 – Einmaleins der Fächerwahl30„Wie doch die Zeit vergeht! Kaummacht man sich noch Gedanken, welcheFächer man eigentlich im Hauptstudiumbelegen möchte und schon sitz man daund überlegt, um wie viele Monate manseine Diplomprüfung eigentlich nochherausschieben möchte. Am Anfangsteht immer die Frage: Was will icheigentlich? Falls einen das nicht weiterbringthilft es, einfach nach dem Ausschlussverfahrenvorzugehen. Da wardie Zoologie schon mal weg. Interessanterweisefand ich Zoologie am Anfangganz toll, war oft im Zoo, hab mir gernDokus im Fernsehn angeschaut. Dannkam Tierphys und auf einmal wussteich, dass das nix wird. Genauso war dasmit Mibi. Prüfungen können einenmanchmal echt den Spaß an der Freudenehmen. Im Gegensatz dazu war dasÖko Feldpraktikum echt spannend. Ichwusste mittlerweile, dass ich irgendwasmit Pflanzen machen wollte. Pflanzenphyswar also dabei. Blieb noch dieFrage nach dem Schwerpunkt. Klassischoder molekular. Herzblutbotanologenmögen mir hier widersprechen,aber ich wähne mich mit molekularemSchwerpunkt auf der Sonnenseite desArbeitsmarktes. Die Realität wird michsicher einholen.Beim Studieren war ich von Anfang aneher Autodidakt – kein Dozent mögesich hier angegriffen fühlen, Inhalteerschließen sich mir aus Büchern einfachbesser. So kam es, dass ich eherselten bei Vorlesungen anzutreffen war,letztlich aber immer recht gut abgeschnittenhabe. Z.B. in Genetik, im VDmein absolutes Angstfach. Beim Lernenwar ich allerdings total fasziniert. Letztlichsollte es mein Hauptfach werden.Beim zweiten biologischen Nebenfachkonnte ich mich allerdings nicht zwischenImmunologie und Phytopathologieentscheiden, also wollte ich erstmalalle Veranstaltungen besuchen. Nachden ersten drei Immo-Vorlesungen wardamit schon Schluss, ich konnte dievielen Abkürzungen nicht mehr auseinanderhalten und fand es einfach langweilig.So, da waren nun Genetik,Pflanzenphys und Phytopathologie.Nichtbiologisches NF sollte Biochemiewerden.Nachdem die Fächerwahl getroffenwurde, galt es, sie alle miteinander untereinen Hut zu bringen. Aus studienökonomischenGründen wollte ich die Semesterjeweils mit zwei Blöcken vollbekommen. Dummerweise muss manals Fünftsemester bei der Blockvergabeimmer hinten anstehen (Kandidaten ausdem letzten Jahrgang), es sei denn manhat blendende VD-Noten. Ich wollte esnicht drauf ankommen lassen, und habebeschlossen mich gar nicht erst fürBlöcke einzuschreiben und erstmal einJahr lang fast nix zu tun, nur Vorlesungenbesuchen, sporadisch über die Wocheverstreut. Schließlich sind Biochemieund Phytopathologie nicht geblockt,d.h. die Vorlesungen und Praktika(Phytopatho) finden über zwei Semesterverteilt statt. Zwei nichtgeblockteFächer sind aber zuviel um Blöckenebenher zu belegen. Die Logik: Imfünften Semester bekomme ich sichernicht die zwei Blöcke, die ich mir wünsche,es sei denn, ich wähle Fächer, dieschwach besucht sind, die mich abereigentlich auch nicht interessieren. Sind


die VD-Noten schlecht, wird sich somancher irgendwann genötigt fühlen,irgendwas zu belegen, nur um voran zukommen. Im siebten Semester stehenallerdings meine Chancen für Blöckesehr gut. D.h. mein Rat an alle, die nichtein halbes Semester mit einem Blockbeschäftigt sein wollen, und die andereHälfte in eine laufende Vorlesungeinsteigen wollen: Erst die ungeblocktenFächer belegen und einfach älterwerden. Wem das zu langweilig ist,sucht sich ’nen Job. Hab ich auch gemacht.Herr Ihl sucht immer wiederfähige Hiwis für seinen Schnippelkurs.Oder werdet Tutor.Zu Phytopathologie: „Molekulare Phytopathologie“bei Prof. Deising war eineder spannendsten Vorlesungenschlechthin. Deising ist ein echter Unterhalterund reißt die Leute mit, auchwenn bzw. gerade weil gerade nur einehandvoll Studenten anwesend waren.Prädikat: Besonders empfehlenswert.Ansonsten hat man sehr viel mit „Bauern“zu tun (ohne Wertung).In Biochemie hingegen war ich seltenanwesend (siehe oben), zumal ich es inErmangelung interessanter Alternativengewählt habe. Ich komme nun allerdingsnicht umhin, den Stryer durchzupauken.Nach dem 6. Semester habe ich einenHiwi-Job in der Bonas AG bekommen,erstmals interessante Einblicke in denLaboralltag erhalten und festgestellt,dass mein bisheriges Studienwissenabsolut entbehrlich ist, frei nach demMotto „ich weiß, dass ich nichts weiß“.Die Praxiserfahrung ist ein völlig eigenständigesKapitel im Studium und alleindas richtige Handwerkszeug entscheidetüber Glück und Unglück der Diplomarbeit.Wie erhofft habe ich im 7. Semesterden begehrten Pflanzengenetik- undden Pflanzenphys-Block erhalten. Danachbin ich von dem ursprünglichenWunsch abgerückt, Pflanzenphys alsHauptfach belegen zu wollen. Im Sommersemestersollten schließlich nochmein Forschungsgruppenpraktikum inder Bonas-AG und der Hefegenetik-Block folgen. Letztlich, auch anhandvon Erfahrungsberichten von anderenBlöcken, sind die beiden Genetik-Blöcke unbedingt empfehlenswert. DerPflanzengenetik-Block ist im Gegensatzzum Hefe-Block bis ins Letzte durchorganisiert,mit folglich hoher Erfolgsquotein den Experimenten. Der Molekulargenetik-Blockist da eher etwas fürFortgeschrittene. Am Anfang steht einegrobe Zielstellung, man muss sich zuhausein Literaturrecherche schlau machenund am Computer seine PCR-Primer selbst designen. Selbstständigergeht es nicht. Zusammenfassend bildetdas Hauptstudium eine zweite Chance,um noch mal neu anzufangen, sichreinzuknien und Interessen auch praktischzu vertiefen. Neuer Angstgegnerist fortan das Diplom.“CorneliusErfahrungsbericht 2 – Hauptstudium und Jobben„Die Fakten lagen auf der Hand: Vordiplomnach dem fünften Semester,wegen alter Leichen im Keller keinenBaföG-Anspruch und somit auf Nebenjobsangewiesen, Blocksystem.Im Grundstudium war ein Job nebendem Studium kein Problem, zumal die50 Stunden, die mein Arbeitgeber vonmir verlangte, locker zu schaffen waren.Das Blocksystem, das so vieles vereinfachenund beschleunigen sollte, wurdemir nun aber zu einem argen Problem,da es mit dem Job ganz und gar nichtvereinbar war. Ich stand also vor derWahl, das Hauptstudium mit ungewisserFinanzierung zu beginnen oder weiterarbeiten zu gehen. Ich entschiedmich für den Job und setzte das sechsteSemester komplett aus, d.h. ich schriebmich in keine Lehr-veranstaltungen ein.Ich war dennoch heilfroh, als das Semesterendlich vorbei war. Zudemwurmte es mich, daß ich erste Hauptstudiumserfahrungennoch nicht machenkonnte, Erfahrungen, von denenmeine Kommilitonen immer sprachenund worum ich sie beneidete.Die Unvereinbarkeit von Job und Blockwar immer noch gegeben. Ich beschloß,mich um meine Nebenfächer zu kümmern,die nicht geblockt waren (Phytopathologieund Biochemie), und in derzweiten Hälfte des Semesters den erstenBlock meines Hauptfaches (Botanik) zuwagen, wobei die Weihnachtsferien alsHalbzeit arbeitstechnisch sehr hilfreichwaren. In der vorlesungsfreien Zeit imWinter konnte ich dann bereits Biochemiemit einem Praktikum abschließen.Im achten Semester gab ich meinen(geliebten) Job auf und schrieb mich inzwei Blöcke meines Hauptfaches ein,die ich beide bekam. Außerdem beendeteich erfolgreich Phytopathologie.Somit habe ich nach dem achten Semestermein Hauptfach mit drei Blöckenund zwei meiner Nebenfächer absolviert.Im kommenden Semester stehen dasletzte Nebenfach und das Forschungsgruppenpraktikumauf dem Programmund dann ...,… dann bin ich scheinfrei und kannmich zur Prüfung anmelden, wobei ichmomentan noch nicht genau weiß, obich das gut oder schlecht finden soll(*bibber*).Alles in allem bin ich sehr zufrieden mitdem bisherigen Studienverlauf, in meinemHauptfach habe ich sogar einenzusätzlichen freien Block (GeobotanikII) aus reinem Interesse belegt. Sowiesosind zusätzliche Veranstaltungen sehrzu empfehlen. Wenn es sich nicht geradeum euer Hassfach schlechthin handelt,so besucht Lehrveranstaltungen,die ihr vielleicht gar nicht als HauptoderNebenfach belegen wollt. AlsLückenfüller, für den Fall, daß ihr einenBlock nicht bekommen habt oder dieChancen darauf äußerst gering sind(fünftes Semester und Genetikblock),oder zur Orientierung vermitteln siezusätzliches Wissen und geben neueAnregungen; Erfahrungen, die manimmer brauchen kann.“Eric3132


Erfahrungsbericht 3 – Alles wird gut!„Naja, ehrgeizig und zuversichtlich wieich war, hab ich mich gleich erstmal inzwei Blöcke eingeschrieben und auchbeide gleich nicht bekommen. Fein,Vordiplom regulär geschafft, und dasnichtmal schlecht, und dann sowas,SUPER! Na damals hab ich mir nichtallzuviel draus gemacht, habe ich ebenmehr Freizeit, auch nicht schlecht.Vormittag immer zu Vorlesungen gegangen,dann frei und manchmal warnoch nachmittag irgendwas. War eigentlichein bequemes Leben (nur daszu früh aufstehen hat gesuckt). So konnteich gleich Biochemie als Nebenfach,was ja noch nicht geblockt ist, zumgrößten Teil mitnehmen und die meistender Mikrobio-vorlesungen. Naja,„machst dann halt im Sommer was“dachte ich so – und…, toll, wieder nePleite, Entwicklungsbio nicht bekommen,aber wenigstens Molekulare Ökologiein der zweiten Hälfte. Es ging alsoerstmal so weiter wie bisher. Dann gabsendlich mal was zu tun. Hat mir ansichauch ganz gut gefallen. Den Sommer,der ja in dem Jahr richtig geil war, warich dann noch zu Hause – die letzterichtig freie Zeit – im nachhinein betrachtet.Beide Genetikblöcke, die ichmachen wollte, habe ich zum Glück imkommenden Wintersemester bekommen,anschließend Biochemie-Praktikum und noch Entwicklungsbiologie– danach war ich erstmal platt,aber eigentlich auch sehr zufrieden,denn der Großteil war geschafft, fehlt janur noch mein Mibi-Block und FGP33(Forschungsgruppenpraktikum). Nebenbeihab ich mich dann auch malnach nem Hiwi-Job umgeschaut – 20Stunden im Monat: easy. Einige Freundehaben sich inzwischen ins Auslandabgesetzt – ein Semester oder gar einJahr. Naja, das hat mich auch ein bisschenauf die Schiene gebracht, ins Auslandgehen zu wollen. Und hier ärgert esmich im Nachhinein, dass ich am Anfangsoviel Zeit hab sausen lassen. Abernichtsdestotrotz, FGP fertig gemacht,Mibi im Winter, dann geht’s aucherstmal jww (janz weit wech) – meinStudium wird dadurch zwar leicht verlängert,aber das ist mir allein schon dieErfahrung wert.Insgesamt bin ich zufrieden, dennwenns anders gekommen wäre, wärauch alles andere anders gekommen…vielleichtauch schlechter. Trotzdemgroßes LASCH für die anfänglicheBlockvergabe. Ach ja, ich kann nurempfehlen nebenbei mitzunehmen, wasman kann – Vorlesungen, Seminare,Praktika. Das dabei erlangte Wissen isteigentlich Gold wert, denn es schaffteine solidere und vor allem breitereWissenbasis in vielen biologischen, alsauch angelehnten Gebieten. Bei mirwaren das zum Beispiel BestimmungskursInvertebraten, PräparationskursVertebraten, Vorlesung + PraktikumParasitologie, Vorlesung Epigenetik,Vorlesung Historische Geologie…nurzu empfehlen.“EckartSFIStudentische Förderinitiative des Studiums der Biologie der MLU Halle e.V.Was ist der SFI? Was macht er undwozu wurde er gegründet? Auf dieseFragen soll im Folgenden geantwortetwerden.Zunächst einige Vorbemerkungen zurderzeitigen Situation des Instituts fürBiologie an der MLU:UniStudiensituationBetreuungLaborausstattung341. Die Tabelle zeigt einen (kleinen)Ausschnitt aus dem Hochschulranking2006/07 des Centrums für Hochschulentwicklung,kurz CHE (komplettesRanking für Biologie unter www.dasranking.de/che7/CHE).Halle behauptetdarin einen guten Mittelplatz.wissensch. VeröffentlicheungenProfessorenreputationMünchen ☺ ☺ ☺ ☺HU Berlin ☺ ☺ MLU Halle ☺ Leipzig ☺ Köln Hamburg 2. In einigen Praktika werden nur nochSchauversuche durchgeführt. JederTeilnehmer darf also dem Prof gespanntbei einem Experiment zusehen, statt esselbst durchzuführen. Andere Fachbereichehaben bereits Praktikumsgebühreneingeführt um die Kosten zu decken.3. Das Institut für Biologie der MLUbesitzt, deutschlandweit einmalig, die-Forschungsstation „Fauler Ort“ inmittender Kernzone des Müritznationalparks.Die Meinungen der Professorenschaftzu diesem Ort sind sehr unterschiedlichund reichen von Befürwortung undErhaltungswillen bis zur absolutenAblehnung.Der gemeinsame Nenner dieser Punkteist unserer Meinung nach eine Entwicklungstendenz,die keinen ernsthaft Studierendenglücklich stimmen kann. Diewirklich gute Situation, die das CHEimmer noch für den Standort Halleermittelt hat, ist in Gefahr; und vor ebendieser Kulisse hat sich vor kurzer Zeitder SFI gegründet. Sein Anliegen ist es,die Studiensituation an der MLU durchdas Auftreiben von Sach- und Geldspendenzu verbessern. Im Gegensatzzum Fachschaftsrat können wir alsVerein Spenden quittieren, und nichtsliebt die deutsche Bürokratie so sehrwie eine Quittung, denn Spenden könnenvon der Steuer abgesetzt werden,was wiederum der Wirtschaft gefällt.Der Fachschaftsrat betreut Euch inorganisatorischen Fragen, wir hingegenwollen helfen, materielle Probleme zulösen. Für den FSR und für uns ist EureMitarbeit daher außerordentlich wichtig,Ihr sitzt an der Quelle und bekommt alsErste eventuelle Probleme mit. Wirbitten Euch deshalb um Eure Mithilfedurch das Offenhalten von Augen undOhren oder durch eine Mitgliedschaftim Verein. Vielen Dank

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