NFV_05_2010 - Rot Weiss Damme

rot.weiss.damme.de

NFV_05_2010 - Rot Weiss Damme

FUSSBALL

NIEDERSACHSEN

Herausgegeben vom

Niedersächsischen

Fußballverband

Nr. 5/2010

H 5304 E

3,00 €

Internet

http://www.nfv.de

DFB-Junioren überzeugen

bei deutsch-französischem

Jugendlager in Niedersachsen


Der Deutsche Fußball-Bund hat in den vergangenen Wochen einige Turbulenzen überstehen müssen. Mit

dem außerordentlichen Bundestag vor in Frankfurt haben wir einen wichtigen Schritt vollzogen, der nun hoffentlich

wieder Ruhe einkehren lässt. Auf die wesentlichen Punkte möchte ich nun im Einzelnen eingehen.

Das unrühmliche Auftreten von Herrn Amerell und die daraus entstandene beispiellose Medienkampagne

haben uns im DFB- Präsidium und Vorstand veranlasst, Dr. Zwanziger einstimmig das Vertrauen auszusprechen

und damit Geschlossenheit zu demonstrieren. Es war ein überwältigender Vertrauensbeweis, der jetzt noch

mal eindrucksvoll zum Ausdruck kam.

Der Anlass, den außerordentlichen Bundestag einzuberufen, war jedoch die Neuordnung des Schiedsrichterwesens.

Uns geht es in erster Linie darum, in diesem Bereich mehr Transparenz zu erreichen. Unsere Spitzenschiedsrichter

sind Leistungssportler. Das sollte natürlich auch sichtbar werden. Der DFB muss seine Referees

genauso präsentieren wie das bei den Nationalspielern auch der Fall ist.

Ich werde an der Neugestaltung beim DFB mitarbeiten. Und eines sei trotz der jetzt aufgetretenen Probleme

erwähnt: Das Schiedsrichterwesen an der Spitze und in der Breite in Deutschland ist nach wie vor weltweit

Vorbild.

Die Entwicklung in den vergangenen Wochen hat jedenfalls gezeigt, dass der Fußball in schwierigen Situationen

zusammensteht. Profis und Amateure ziehen an einem Strang. So muss es sein. Bevor es eventuell Veränderungen

auf Regional- und Landesverbandsebene kommt, muss sehr sorgfältig mit den entsprechenden

Gremien diskutiert werden, um sachgerechte Lösungen zu erreichen. Einen Zeitdruck gibt es überhaupt nicht.

Das Gemeinschaftsgefühl war auch bei DFB live-Veranstaltung in Hannover zu spüren. Dorthin wurden

zum dritten Mal Delegierte aus den Landesverbänden Nord- und Nordost eingeladen. Bei diesem Kongress

hatten sie die Gelegenheit, sich mit der DFB-Spitze auszutauschen. Auch der DFB-Präsident Dr. Zwanziger

stand Rede und Antwort.

Licht und Schatten verbreiteten vor allem zwei Themen. Während die Entwicklung beim Mädchen- und

Frauenfußball für eitel Sonnenschein sorgt, fühlen sich nach einer Befragung der Sporthochschule Köln heute

44 Prozent der Vereine bedroht. Die Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestaltet

sich immer schwieriger. Als Dienstleister des Vereinsfußballs stehen wir nunmehr in der Pflicht, uns mit diesem

Thema weiter intensiv zu beschäftigen.

Karl Rothmund

(Präsident)

Der NFV N

– Ein Ball verbindet

Liebe

Fußballfreunde

Mai 2010 3


Inhalt

4

Editorial

Karl Rothmund zur Neuordnung des Schiedsrichterwesens beim DFB 3

Fußballer des Jahres

„Edin D ˇzeko erst am Anfang einer großen Karriere“ 6

Interview

Edin D ˇzeko und warum nicht alle Bosnier Fans der Nationalelf sind 10

Sparkassen-Fußballschule

Das Erfolgsrezept des Martin Mohs: Herzblut, Humor und Hingabe 14

U 20-Frauen-Länderpokal

Marek Wanik kann sich auf sein Team verlassen 17

U 16-Junioren-Länderpokal

Wolfsburger Maximilian Arnold wird Spieler des Turniers 19

U 15-Junioren

Gelungener Härtetest in Leipzig 22

Torjägerin

Verena Volkmer lässt vor dem gegnerischen Tor nichts anbrennen 23

Torjäger

Steven Müller-Rautenberg trumpft gegen Südwest auf 24

Gedankenaustausch

Arbeitstagung der Bezirks- und Kreismädchenreferentinnen 26

Seite 17

Jeweils im Mittelfeld landeten die niedersächsischen Auswahlteams bei den

Länderpokalturnieren der U 20-Frauen und der U 16-Junioren in Duisburg-

Wedau. Zu den Leistungsträgerinnen der U 20-Frauen des NFV zählte

Nationalspielerin Selina Wagner (links), die zwei Tore erzielte. Eine

ausführliche Nachlese der beiden Turniere ist auf den Seiten 17 bis 21 zu

finden. Foto: Borchers

Mai 2010

Titel

Niedersachsen war

Ende März Gastgeber

des deutsch-französischenJugendlagers.

In Cloppenburg

und Lingen trafen die

U 18-Juniorenteams

beider Länder aufeinander.

Mit einem

Sieg (2:0) und einem

Remis (1:1) endete

der Vergleich aus

deutscher Sicht positiv.

Das 1:0 im ersten Spiel

erzielte der Wolfsburger

Kevin Scheidhauer

(Titel). Die Aufnahme

wurde uns

von der Bildagentur

Bongarts/Getty Images

zur Verfügung gestellt.

Mitgliederstatistik

NFV-Bestand bleibt auf hohem Niveau stabil 28

Rekordhalter

Willi Landgraf und Dieter Schatzschneider treffen sich in Barsinghausen 30

U 18-Länderspiele

DFB-Trainer Marco Pezzaiuoli zieht positives Fazit 31

DFB-Kongress

Deutscher Fußball-Bund sucht Kontakt zur Basis 32

DFB-Ehrenamt

Dankeschönwochenende für Niedersachsens Kreisehrenamtssieger 34

Oberliga Niedersachsen

48 NFV-Vereine reichen fristgerecht ihre Unterlagen ein 36

EUROGREEN

Den Fußballrasen optimal nachsäen 37

FIFA-WM 2010

Zwei niedersächsische WM-Gäste von 2006 sind wieder dabei 38

Südafrika

Schiedsrichterlehrwart Günther Thielking am Kap der guten Hoffnung 40

Bürgerengagement

Christian Wulff ruft zur Teilnahme am Niedersachsenpreis 2010 auf 41

Beachsoccer

Vorbericht zur diesjährigen Niedersachsenmeisterschaft auf Borkum 43

Bezirk Braunschweig

Helmstedter Junioren überraschen in Dassel 44

Bezirk Hannover

Umgang mit Konflikten – Trainer-Fortbildung im Kreis Hildesheim 48

Bezirk Lüneburg

Goldmedaillen für Harburger Fußballer 52

Bezirk Weser-Ems

Trainingslager: Ostfriesland erwartet drei Bundesligisten 56

NFV intern I

Amtliche Nachrichten 64

NFV intern II

Geburtstage und Sportschultermine 66


Fußballer des Jahres

6

„Edin Dˇzeko steht erst am Anfang

einer großen Karriere“

Werner Hansch zeichnet „Niedersachsens Fußballer des Jahres“ aus

Gewann mit deutlichem Vorsprung die Wahl zum „Fußballer des Jahres in Niedersachsen“: Edin

Dˇzeko vom VfL Wolfsburg. Fotos: Neumann.

Mai 2010

Der Pate. Werner Hansch (links) im Gespräch

mit Edin Dˇzeko.

Der Sieg des VfL Wolfsburg rund 18

Stunden zuvor im Bundesligaspiel

beim 1. FC Nürnberg (2:0) hat der

Ehrungsveranstaltung laut Werner Hansch

gut getan. Denn noch wenige Tage zuvor

nach der 0:1-Niederlage des VfL Wolfsburg

in der Europa League gegen den FC

Fulham „hätten wir hier wohl bei verschlossenen

Vorhängen gesessen“, unkte

der renommierte Fernsehjournalist, als er

jetzt im Barsinghäuser Sporthotel Fuchsbachtal

den VfL-Stürmer Edin D ˇzeko als

„Fußballer des Jahres 2010 in Niedersachsen“

auszeichnete.

Werner Hansch stellte mit Edin D ˇzeko

einen Fußball-Profi vor, der nahezu keine

Schwächen besitze. „Er steht erst am Anfang

einer großen Karriere und liegt doch

längst im europäischen Schaufenster“,

weiß Hansch, dass die tollen Auftritte des

Stürmers internationale Begehrlichkeiten

geweckt haben. Die Stärken des Bosniers

sieht der Sportreporter in nahezu technischer

Perfektion, starker Beidfüßigkeit,

grazilen Bewegungsabläufen, Durchsetzungsvermögen,

Übersicht und Passgenauigkeit.

Und auch an einer Schwäche,

dem Kopfballspiel, habe der „zukünftige

Weltfußballer“ inzwischen erfolgreich gearbeitet.

Für Werner Hansch zählt aber auch besonders,

dass bei der Wahl auch das Persönlichkeitsprofil

der Kandidaten ein wichtiges

Kriterium ist. Von VfL-Coach Lorenz

Günther Köstner hat er sich berichten lassen,

dass Dˇzeko „wohlerzogen, ein guter

positiver Typ“ sei. Ein Mannschaftsspieler,

der Selbstvertrauen stifte und Uneigennützigkeit

vorlebe. „Ohne Dˇzekos Zurückhaltung

bei den Elfmetern wäre Grafite im vergangenen

Jahr sicherlich nicht Torschützenkönig

geworden“, glaubt Hansch, dass der

letztjährige Einlauf, Grafite mit 28 Toren vor

Dˇzeko mit 26 Toren, auch durchaus andersherum

hätte aussehen können. ➤


Wo liegen Dˇzekos Schwächen? „Man

muss auch mal ein ,Sauhund’ sein können.

Edin ist erst 24 Jahre alt. Manches wird das

Leben noch abschleifen, aber ich würde ihn

gern so wie jetzt in Erinnerung behalten.

,Sauhunde’ und ,Dreckskerle’ haben wir

genug“, hofft Hansch, dass Edin Dˇzeko sich

in seiner weiteren Karriere nicht verbiegen

lässt. Der Sportreporter ist überzeugt, dass

im unseligen Bosnienkrieg (1992 bis 1995)

ein wertvoller Wesenszug bei dem in Sarajevo

geborenen Edin Dˇzeko angelegt worden

sei: Der Respekt vor dem Gegenüber.

In über 30 Jahren Sportreportertätigkeit habe

Hansch selten Sportler erlebt, die so

durch fußballerisches Potenzial gepaart mit

einem integren Persönlichkeitsprofil bestechen

können wie Dˇzeko.

Der Siegerpokal bleibt im Verein. Denn

der Stürmer des VfL Wolfsburg, der mit seinen

Eltern Belma und Midhat, VfL-Geschäftsführer

Dieter Hoeneß und Gerd Voss

(Presseabteilung des VfL) sowie Wolfsburgs

Oberbürgermeister Prof. Rolf Schnellecke

zur Ehrung nach Barsinghausen gekommen

war, tritt die Nachfolge von Nationalspieler

Marcel Schäfer (VfL Wolfsburg) an, der die

Wahl im Vorjahr für sich entschied. D ˇzeko

konnte sich bei seiner Wahl gegen drei

männliche Kandidaten durchsetzen.

Niedersachsens Sportjournalisten wählten

den Wolfsburger mit großer Mehrheit. Bis

zu zwei Nennungen konnten die Sportjournalisten

abgeben. Auf Edin D ˇzeko entfielen

von 214 abgegebenen Stimmen 116.

Bei der Ehrung im Sporthotel Fuchsbachtal

überreichte Werner Hansch gemeinsam

mit NFV-Präsident Karl Rothmund

Als Pionier sind wir aus dem Sportanlagenbau mit

jahrzehntelanger Erfahrung unserer Spitzenkräfte

nicht mehr wegzudenken.

Wir stehen Ihnen als Partner für alle Fragen des

Sportstättenbaus zu Verfügung.

Darüber hinaus bauen und liefern wir als

Gesamtanlagen Kunst- und Naturrasenplätze

sowie Kleinspielfelder und

Laufbahnen in Kunststoffausführungen.

„Qualität ist

das Anständige“

Fußballer des Jahres

Auch Prof. Rolf Schnellecke (rechts) gehörte zu den Gratulanten. Wolfsburgs Oberbürgermeister

warb mit Dˇzeko für die Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft, die 2011 auch in der Volkswagenstadt

ausgetragen wird. ➤

Mai 2010 7


Fußballer des Jahres

8

NFV-Präsident Karl Rothmund und Dr. Jürgen

Peter (AOK) überreichten Pokal und Goldenen

Schuh an Edin Dˇzeko (v.r.).

und Dr. Jürgen Peter, Vorstand vom Wettbewerbssponsor

AOK – Die Gesundheitskasse

für Niedersachsen, den Pokal und einen

„Goldenen Schuh" der Firma Adidas

an den 24-Jährigen. Rothmund strich dabei

heraus, dass in der Geschichte des inzwischen

20-jährigen Wettbewerbs mit Edin

Dˇzeko erst zum zweiten Mal nach Jan Simak

(2002) ein ausländischer Spieler die

Wahl gewonnen habe.

Dr. Peter, der das Engagement von

Edin D ˇzeko als UNICEF-Botschafter und

dessen Vorbildfunktion insbesondere für

junge Fußballer betonte, überraschte den

Fußballer des Jahres mit einem nachträglichen

Glückwunsch zu dessem 24. Geburtstag

gut drei Wochen zuvor. „Sretan

Rodendan“ gratulierte der AOK-Repräsentant

in der Heimatsprache des Bosniers.

Hans-Joachim Zwingmann, Vorsitzender

des den Wettbewerb unterstützenden

Vereins Niedersächsische Sportpresse, zeigte

sich vom Wahlausgang wenig überrascht.

„Mir war von Beginn an klar, dass es

in diesem Jahr eigentlich nur einen Sieger

geben konnte.“

Mai 2010

Edin D ˇzeko schließlich betrachtete seine

Wahl als große Ehre. „Auch wenn wir

Spieler manchmal über die Journalisten

schimpfen und die umgekehrt über uns,

weiß ich, dass wir ohne einander nicht auskommen.

Ich schätze ihr Urteil sehr“, freute

sich der neue NFV-Fußballer des Jahres über

das Votum der Journalisten. Sein Dank galt

auch der Wolfsburger Mannschaft, ohne

deren Unterstützung er die Wahl wohl

nicht gewonnen hätte, und dem VfL, der es

ihm ermöglicht habe, sich in der Bundesliga

zu beweisen. Besondere Verdienste an seinem

steilen Aufstieg aber sprach der bosnische

Nationalspieler seinen Elten zu: „Ohne

die hätte ich das alles nicht geschafft.“

Edin D ˇzeko spielt seit 2007 für den VfL

Wolfsburg und erzielte in 90 Bundesligaspielen

53 Tore. Sein Länderspiel-Debüt für

Bosnien-Herzegowina feierte der 24-Jährige

am 2. Juni 2007 gegen die Türkei. Er ist

nach Stefan Meißner (1995), Roy Präger

(1998), Stefanie Gottschlich (2004), Martina

Müller (2008) und Marcel Schäfer der

sechste Akteur vom VfL Wolfsburg, der diese

Wahl gewinnen konnte. Zudem gewann

1992 die Wolfsburgerin Petra Damm (VfR

Eintracht). Unter den Siegern waren auch

die Nationalspieler Per Mertesacker

(2005/Hannover 96), Gerald Asamoah

Die Ehrentafel der 20 Titelträger und ihre Paten

1991: Uwe Groothuis (Kickers Emden)

Pate: Uwe Seeler

1992: Petra Damm (VfR Eintracht Wolfsburg)

Pate: Jupp Derwall

1993: Andre Breitenreiter (Hannover 96)

Pate: Hans Tilkowski

1994: Josef Menke (SV Meppen)

Pate: Bernard Dietz

1995: Stefan Meißner (VfL Wolfsburg)

Pate: Horst Hrubesch

1996: Stefan Prause (Kickers Emden)

Pate: Bernd Franke

1997: Jörg Sievers (Hannover 96)

Pate: Dieter Burdenski

1998: Roy Präger (VfL Wolfsburg)

Pate: Manfred Burgsmüller

1999: Gerald Asamoah (Hannover 96)

Pate: Johannes Löhr

2000: Uwe Brunn (VfL Osnabrück)

Pate: Uli Stein

2001: Christian Claaßen (VfL Osnabrück)

Pate: Marco Bode

2002: Jan Simak (Hannover 96)

Pate: Hans Siemensmeyer

2003: Fredi Bobic (Hannover 96)

Pate: Michael Skibbe

2004: Stefanie Gottschlich (VfL Wolfsburg)

Patin: Tina Theune-Meyer

2005: Per Mertesacker (Hannover 96)

Pate: Max Lorenz

2006: Thorsten Stuckmann (E. Braunschweig)

Pate: Horst Wolter

2007: Robert Enke † (Hannover 96)

Pate: Horst Podlasly †

2008: Martina Müller (VfL Wolfsburg)

Patin: Steffi Jones

2009: Marcel Schäfer (VfL Wolfsburg)

Pate: Marcel Reif

2010: Edin Dˇzeko (VfL Wolfsburg)

Pate: Werner Hansch

Stolz auf ihren Sohn: Mutter Belma und Vater

Midhat Dˇzeko.

(1999/Hannover 96) und Robert Enke

(2007/Hannover 96). Erster Empfänger

des „Goldenen Schuhs“ war 1991 Uwe

Groothuis von Kickers Emden. bo ■

Sorgte für den guten Ton: Laudator Werner

Hansch.

Hans-Joachim Zwingmann, Vorsitzender des Vereins

Niedersächsische Sportpresse, begrüßt VfL-Geschäftsführer

Dieter Hoeneß (links). Foto: Borchers


Interview

10

Mai 2010

„Für meine

Spielweise

die beste

Liga?“

„Die Deutsche!“

Am Ende des Gesprächs machte

Edin Dˇzeko seinem Landsmann

Ermin Vojnikovic ein

nahezu unbezahlbares Geschenk.

Der Torjäger des VfL

Wolfsburg überreichte dem

Mitarbeiter des NFV ein Originaltrikot

der bosnischen Nationalmannschaft.

In der Heimat

von Vojnikovic, dem serbischen

Teil des Staates Bosnien und

Herzegowina, gibt es ein solches

Trikot kaum zu kaufen, da

dort die Sympathien eher dem

serbischen als dem bosnischen

Team gelten. Darüber, über seine

Wahl zu Niedersachsens

Fußballer des Jahres, seinen

WM-Favoriten sowie Bosniens

Chancen auf eine EM-Teilnahme

2012 sprach Edin Dezko

mit Manfred Finger. Mit am

Tisch saß Fingers NFV-Kollege

Ermin Vojnikovic, der seinen

Landsmann bereits auf einer

Stufe mit Argentiniens Superstar

Lionel Messi sieht.

Fußball-Journal: Edin D ˇzeko, vor

zwei Tagen wurden Sie in Barsinghausen

als „Niedersachsens Fußballer des Jahres“

geehrt. Wie hat Ihnen die Veranstaltung

gefallen?

Dˇzeko: Sehr gut. Alles war super organisiert.

Natürlich freue ich mich sehr,

dass ich Fußballer des Jahres in Niedersachsen

geworden bin. Als zweiter Ausländer

gewählt zu werden – das ist schon etwas

Besonderes. Dadurch gewinnt diese

Auszeichnung noch mehr Bedeutung für

mich. Sie gibt mir viel Kraft, weiter so zu

spielen und weiter an mir zu arbeiten.

Fußball-Journal: Gewürdigt wurden

Ihre Leistungen durch den Laudator Werner

Hansch, der eine atmosphärisch unheimlich

dichte Rede gehalten hat. Wie

fanden Sie ihn?

Dˇzeko: Ich fand ihn, wenn ich das so

sagen darf, einfach nur geil.

Fußball-Journal: Natürlich dürfen Sie

das sagen, schließlich hat Hansch dieses

Wort selbst einmal in einer Reportage benutzt

und mit „Das war ein geiles Tor“ einen

seiner berühmtesten Sätze kreiert. In

seiner Laudatio hat er Sie als Weltklassefußballer

mit einer beispielhaft integren

Persönlichkeitsstruktur bezeichnet. Derzeit

prasselt unheimlich viel Lob auf Sie ein.

Wie schaffen Sie es, dabei normal zu

bleiben?

Dˇzeko: Das kommt aus meinem

Elternhaus. Ich bin so erzogen worden.

Ob ich jetzt ein Star im Fußball bin oder

nicht – das ändert nichts an meinem

Wesen. Ich bin ein ganz normaler Mensch.

Fußball-Journal: Die ganzen Komplimente

lassen Sie kalt?

Dˇzeko: Okay, die Komplimente bei

der Ehrung, das war schon ein bisschen

Niedersachsens Fußballer des Jahres 2010: Edin Dˇzeko.

viel (lacht) ... Aber wie gesagt: Ich verändere

mich nicht wegen Geld oder etwas

anderem. Ich bin einfach wie ich bin.

Fußball-Journal: Zum Beispiel sehr

ruhig. Täuscht der Eindruck?

Dˇzeko: Nein. Meine Mutter und meine

Schwester fragen mich oft: Wieso bist

Du immer so ruhig? Es bringt nichts, sich

Stress zu machen oder nervös zu sein. Das

ist auch nicht gut für die Gesundheit.

Fußball-Journal: Ermin, Du hast in

Bosnien in der dritten Liga gespielt, bist

1992 mit 22 Jahren nach Deutschland gekommen

und hast Deinen Lebensunterhalt

als Stürmer in der Oberliga verdient. Mit

fast 40 Jahren „knipst“ Du immer noch in

der Bezirksoberliga und hast erst neulich

per Drop-Kick einen Treffer erzielt, der so

ein bisschen an das D ˇzeko-Tor aus der vergangenen

Saison in Hannover erinnerte ...

Dˇzeko: ... (schmunzelt) bei uns in

Bosnien – da gibt es viele gute Fußballer ...

Fußball-Journal: ... Ermin, Du kannst

Dir also ein Urteil erlauben: Wer ist für Dich

momentan der beste Stürmer der Welt?

Vojnikovic: Im Moment gibt es zwei,

die sich die Waage halten. Der eine spielt

in Barcelona, der andere beim VfL Wolfsburg

...

Fußball-Journal: ... dann tippe ich

mal auf Messi und Deinen Landsmann.

Was ist mit Rooney, Christiano Ronaldo

oder Ibrahimovic?

Vojnikovic: Bei Edin D ˇzeko überragt

die Schnelligkeit in Kombination mit seiner

Ballbehandlung. In solch einer hohen Geschwindigkeit

derart gut am Ball zu sein –

das kann sonst nur noch Messi.

Fußball-Journal: Edin D ˇzeko, stimmen

Sie diesem Urteil zu?

Dˇzeko: (schmunzelnd) Danke ... ➤


Interview

Anlässlich seiner Ehrung zum niedersächsischen Fußballer des Jahres lernte Edin Dˇzeko (rechts) seinen Landsmann Ermin Vojnikovic kennen. Auf einer

Landkarte zeigen beide auf ihre Heimatstadt. Während Dˇzeko aus Sarajewo kommt, der Hauptstadt der Föderation Bosnien und Herzegowina (früher

Bosniakisch-Kroatische Föderation), wuchs Vojnikovic in Prijedor auf, das heute zur Republika Srpska gehört, dem anderen autonomen Gliedstaat des

Staates Bosnien-Herzegowina. Foto: Neumann

Ermin Vojnikovic, 1970 in Prijedor geboren, wuchs im Nordwesten

Bosniens auf. Heute gehört seine Heimat zur Republika Srpska,

einem der beiden autonomen Gliedstaaten des Staates Bosnien

und Herzegowina. 1992, im Jahr des Kriegsbeginns, folgte die

Familie dem Vater, der bereits seit 1969 in Deutschland lebt.

Vojnikovic, einst in der dritten bosnischen Liga aktiv, verdiente

sich seinen Lebensunterhalt als Stürmer in der Ober- und

Niedersachsenliga (u. a. TSV Havelse, VfV Hildesheim). Seit 2005

arbeitet er in der Allgemeinen Verwaltung des NFV. In der Bezirksoberliga

Hannover ist der kopfballstarke Linksfuß für

den 1. FC Germania Egestorf/Langreder aktiv.

Die Zweikampfszene zeigt Vojnikovic im Juni 2009 im Freundschaftsspiel

gegen die deutsche U 21-Nationalmannschaft um Benedikt Höwedes.

Edin Dˇzeko, 1986 in Sarajewo geboren, wurde in der Bosniakisch-Kroatischen

Föderation des Staates Bosnien und Herzegowina

groß. Nach dem Bosnienkrieg (1992 bis 1995) trat er dem FK

Zeljeznicar Sarajevo bei. Mit 16 Jahren debütierte er in der 1.

Mannschaft, mit 19 verließ er seine Heimat Richtung Tschechien.

Über den FK Usti nad Labem (2. Liga) und FK Teplice (1. Liga) führte

ihn sein Weg 2007 zum VfL Wolfsburg, wo er sich zu einem Weltklassestürmer

entwickelte. 2009 schoss er die „Wölfe“ zusammen

mit seinem Sturmpartner Grafite zur Deutschen Meisterschaft. Für

festgeschriebene 40 Millionen Euro darf er den Klub vor Vertragsende

(2013) verlassen. Europas Top-Klubs stehen Schlange.

Die Zweikampfszene zeigt D ˇzeko im Oktober 2009 beim 2:1-

Auswärtssieg des VfL gegen den Schalker Benedikt Höwedes.

Mai 2010 11


Interview

12

Fußball-Journal: Rudi Völler und

Dieter Hoeneß vergleichen Sie von Ihren

Fähigkeiten mit Hollands legendärem Torjäger

Marco van Basten. In seiner besten

Zeit, ab Mitte der 80er Jahre, waren Sie

gerade geboren. Kennen Sie ihn von alten

Fernsehaufnahmen?

Dˇzeko: Ein paar Tore habe ich schon

gesehen, aber als Spieler habe ich keinen

Eindruck von ihm. Als er 1992 aufgehört

hat, war ich noch sehr jung und bei uns

war damals Krieg, so dass ich nichts gucken

konnte. Aber natürlich weiß ich, wer

van Basten ist. Mit ihm verglichen zu werden,

ist ein großes Kompliment.

Fußball-Journal: Im kicker-Sportmagazin

war über Sie zu lesen, dass bei

Ihnen zu Hause fast immer Fußball läuft:

Champions League, Länderspiele, 1. und

Mai 2010

2. Liga. Dazu werden Sie zitiert: „Man

kann sich überall etwas abschauen.“ Von

welchen Stürmern haben Sie sich in den

vergangenen Jahren das meiste abgeschaut?

Dˇzeko: Ich versuche, mir von jedem

etwas abzuschauen. Man kann auch von

Spielern aus der zweiten Liga Tricks oder

Bewegungsabläufe lernen.

Fußball-Journal: Sir Alex Ferguson

hat über Sie gesagt, „ein großgewachsener

geschickter Junge, eigentlich ideal für

die Premier League.“ Wie Ferguson sind

viele Experten von Ihrer Geschmeidigkeit

beeindruckt, die für einen Menschen mit

dem Gardemaß von 1,93 Metern nicht

selbstverständlich ist. Liegt diese Geschicklichkeit

in ihren Genen oder machen Sie

dafür extra Übungen?

Dˇzeko: Schwer zu sagen. Ich war eigentlich

immer der Kleinste in der Mannschaft.

Erst mit 15, 16 Jahren habe ich auf

einmal einen Sprung gemacht, so ungefähr

20 Zentimeter. Danach war ich sehr

dünn (lacht) ...

Fußball-Journal: Ein solcher Wachstumsschub

wirkt sich aber oftmals eher

negativ auf die Koordination aus.

Dˇzeko: In Bosnien beim FK Zeljeznicar

haben wir nicht viel im koordinativen

Bereich gemacht. Das hat sich erst geändert

mit einem Trainer aus Tschechien (Jirí

Plísek, der D ˇzeko später in sein Heimatland

vermittelte und ihn auch bei Usti nad Labem

in der zweiten tschechischen Liga

trainierte; d. Red.). Unter ihm haben wir

dann jeden Tag an der Koordination gearbeitet.

Das hat mir natürlich sehr geholfen. ➤


Fußball-Journal: Wenn man Sie heute

auf dem Platz in Bewegung sieht, kann

man sich nicht vorstellen, dass Sie mal als

„kloc“ bezeichnet wurden. Dies bedeutet

im übertragenen Sinne: „Der ist geschmeidig

wie ein Zaunpfahl“.

D ˇzeko: In Bosnien gibt es das Problem,

dass die Trainer und das Umfeld einer

Mannschaft nicht an junge Spieler glauben.

Wenn Du einmal schlecht spielst, dann

heißt es gleich, der ist nicht gut.

Fußball-Journal: Welche der europäischen

Topligen ist für Ihre Spielweise die

Beste?

Dˇzeko: Die Deutsche!

Fußball-Journal: Ihr erklärter

Lieblingsverein ist der AC Mailand. Die italienische

Liga gilt für Stürmer als tödlich ...

Dˇzeko: ... also, ich kann jetzt nicht sagen,

die italienische Liga wäre gut für mich,

die englische oder die spanische. Ich kann

nur sagen: Die Bundesliga ist für mich sehr,

sehr gut.

Vojnikovic: In einem Interview mit einer

bosnischen Zeitung rät Darko Pancev

(wechselte 1992 von Roter Stern Belgrad

zu Inter Mailand; d. Red.) dir von Italien ab.

Dˇzeko: Das habe ich auch gelesen. Ich

will dazu aber nicht mehr sagen. Außer:

Die Bundesliga ist viel offensiver als die italienische

Liga. Für den Fußball ist das natürlich

besser.

Fußball-Journal: Sie sind 2007 vom

tschechischen Klub FK Teplice zum VfL

Wolfsburg gewechselt. Was wussten Sie

über Deutschland, welches Bild hatten Sie

über Land und Leute?

Dˇzeko: Von Deutschland kannte ich

eigentlich nur die Bundesliga. Die habe ich

immer geguckt, weil Barbarez in Hamburg

spielte oder Salihamidzic bei Bayern.

Fußball-Journal: Sie hatten also keine

Bekannten, Verwandten, die hier bereits

lebten?

Dˇzeko: Nein.

Fußball-Journal: Was gefällt Ihnen an

der deutschen Mentalität besonders?

Dˇzeko: (überlegt) ... schwere Frage.

Alles ist anders als in Bosnien. Bei uns gibt

es viel Korruption und jeder schaut nur darauf,

was der andere kriegt. Wenn überhaupt.

Es kommt vor, dass du drei Monate

überhaupt kein Geld bekommst und umsonst

arbeitest. In Deutschland ist Ordnung

immer das Wichtigste. Das gefällt mir.

Fußball-Journal: Als der Bosnienkrieg

im April 1992 begann, hatten Sie kurz zuvor

ihren sechsten Geburtstag gefeiert.

Können Sie sich noch an den Tag erinnern,

der Ihre Kindheit so dramatisch veränderte?

Dˇzeko: Wie Sie gesagt haben, war ich

noch ziemlich jung. Ich hatte damals gar

keine rechte Vorstellung von dem, was da

los ist, was da vor sich geht. Es war die

schlechteste Zeit in meinem Leben. Ich will

aber nicht mehr zurückschauen, sondern

lieber in die Zukunft sehen.

Fußball-Journal: War es damals

überhaupt möglich, Fußball zu spielen?

Dˇzeko: Ich war ein kleiner Junge und

kann mich nicht mehr genau erinnern. Vielleicht

haben wir ein bisschen Fußball gespielt,

aber immer versteckt.

Fußball-Journal: In einem Filmbeitrag

des Norddeutschen Rundfunks, der auf der

Ehrungsveranstaltung in Barsinghausen gezeigt

wurde, berichtet ihr Jugendtrainer,

dass Sie und Ihre Kameraden in Tiefgaragen

gespielt haben.

Dˇzeko: Zum Beispiel.

Fußball-Journal: Und als der Krieg

1995 vorbei war, haben Sie sich einem Verein

angeschlossen.

Dˇzeko: Ja, ich war zehn Jahre alt.

Mein Vater hat mich zum FK Zeljeznicar gebracht,

wo ich bis zu meinem Wechsel

nach Tschechien geblieben bin.

Fußball-Journal: Gab es auch andere

Sportarten, die Sie betrieben haben?

Dˇzeko: Ich mag Basketball. Das habe

ich oft gespielt. Allerdings nicht in einem

Verein, sondern nur so zum Spaß mit meinen

Kumpels.

Fußball-Journal: Ermin, welche Bedeutung

hat Edin D ˇzeko für Bosnien-Herzegowina?

Vojnikovic: Er ist ein Nationalheld.

Kaum einer kennt die Politiker, aber Edin

Dˇzeko kennt jeder. Ähnlich ist es mit der

Nationalmannschaft. Es gibt noch 20 andere

Spieler, darunter richtig Gute wie Misimovi

c, ´ Spahic oder Pjanic. Aber die Nationalmannschaft

ist D ˇzeko.

Fußball-Journal: Edin D ˇzeko, Sie

kommen aus der Bosniakisch-Kroatischen

Föderation des Staates Bosnien und Herzegowina.

Gilt Ihr Status als eine Art Nationalheld

auch für den anderen autonomen

Gliedstaat Ihres Landes, der Republika

Srpska, dem serbischen Teil?

Dˇzeko: Das ist eine sehr schwere Frage.

Ich bin nie in der Republika Srpska, ich

weiß nicht, was die Menschen dort über

mich denken. Vor den Spielen gegen Portugal

(Playoff-Runde um die WM-Teilnahme

2010; d. Red.) habe ich ein paar Interviews

gesehen, in denen die Leute gefragt wurden,

wie die Spiele wohl ausgehen werden.

Ich hatte nicht den Eindruck, dass alle für

uns waren.

Vojnikovic: Das stimmt leider. Meine

Heimatstadt Prijedor liegt im serbischen

Teil. Die Serben sind für die serbische Nationalmannschaft,

während die Moslems fanatische

Fans des bosnischen Teams sind.

Da gibt es immer wieder Spannungen. In

Prijedor kann man zum Beispiel keine Originaltrikots

der Nationalmannschaft zu kaufen,

sondern nur irgendwelche nachgemachten

Dinger. Nicht alle Bosnier stehen

hinter unserem Team. Das finde ich traurig.

Dˇzeko: Das sehe ich auch so. Das sind

Menschen, die in Bosnien geboren sind

und die in Bosnien leben. Wieso sind diese

Menschen Serbien- oder Kroatien-Fans?

Das verstehe ich nicht!

Vojnikovic: Edin ist Bosnier und spielt

für Bosnien. Andere, die aus unserem Land

kommen, haben sich für Kroatien oder Serbien

entschieden. Wie Subotic, der in Banja

Interview

Luka geboren ist (Hauptstadt der Republika

Srpska; d. Red.) oder Kristajic, der aus

Zenica kommt. Beide spielen für Serbien.

Und ich möchte nicht wissen, wie das Team

aussehen würde, wenn neben einem D ˇzeko

ein Ibrahimovic (Eltern kommen aus

Bosnien-Herzegowina; d. Red.) spielen

würde.

Fußball-Journal: Edin D ˇzeko, wie

froh waren Sie, in der Qualifikation zur Europameisterschaft

2012 nicht auf Spanien

zu treffen, einem Gegner, an dem Bosnien-

Herzegowina schon zweimal gescheitert

ist?

Dˇzeko: Ich habe vor dem Fernseher

gesessen und gefleht: Bitte, bitte nur nicht

Spanien. Für mich ist diese Mannschaft der

Favorit für die WM.

Fußball-Journal: Was macht die Spanier

so besonders?

Dˇzeko: Einfach alles. Wie Sie Fußball

spielen, so locker und technisch perfekt.

Das ist unglaublich.

Fußball-Journal: Für Sie die stärkste

Mannschaft der Welt?

Dˇzeko: Aber wie, aber wie!

Fußball-Journal: Große Spieler zeichnen

sich nicht nur dadurch aus, dass sie bei

einem großen Verein, sondern auch bei einem

großen Turnier gespielt haben. Wie

beurteilen Sie die Chancen für Bosnien und

Herzegowina, sich in einer Gruppe mit Albanien,

Frankreich, Luxemburg, Rumänien

und Weißrussland für die EURO 2012 zu

qualifizieren?

Dˇzeko: Frankreich ist natürlich der Favorit.

Albanien ist eine Mannschaft, die zu

Hause nicht schlecht ist und immer Probleme

bereiten kann. Wir schauen zunächst

auf Platz zwei, für den zudem Rumänien

und vielleicht Weißrussland in Frage kommen.

Klar ist aber auch: Frankreich ist nicht

Spanien. Deshalb wollen wir versuchen, die

Franzosen zu schlagen. Alles andere wird

man sehen.

Fußball-Journal: Sollten Sie irgendwann

einmal Wolfsburg verlassen sollten,

gleich ob im Sommer oder erst in ein paar

Jahren: Wen oder was werden Sie neben

Zvjezdan Misimovi c ´ am meisten vermissen?

Dˇzeko: Alles! Ich bin jetzt schon drei

Jahre hier und fühle mich wie zu Hause.

Manchmal denke ich darüber nach, wie es

wohl sein wird, wenn ich irgendwann mal

wechsele. Ich würde Wolfsburg vermissen

und immer wieder gerne zurückkommen.

Zu Besuch oder ...

Fußball-Journal: ... oder?

Dˇzeko: Im Fußball weiß man nie.

Fußball-Journal: Edin D ˇzeko, Ermin

Vojnikovic, vielen Dank für das Gespräch. ■

Zum Gespräch mit Ermin Vojnikovic und Journal-Redakteur Manfred Finger traf sich Edin Dˇzeko in

der Wolfsburger Volkswagen Arena. Fotos (5): Neumann

Mai 2010 13


Sparkassen-Fußballschule

14

„Pups im

Kopf“

Text und Fotos MANFRED FINGER

Spanien ist Weltmeister. Schlägt England

im Finale der Weltmeisterschaft

durch zwei Tore von Fernando Torres

mit 3:1.“ Diese Nachricht, die eine ganze

Nation in Ekstase versetzen würde, ist keineswegs

fiktiv. Allerdings fand das ihr zugrunde

liegende Ereignis nicht in Johannesburg

statt, wo am 11. Juli der neue

FIFA-Weltmeister gekürt wird, sondern bereits

über Ostern in Barsinghausen. Anlässlich

der Sparkassen-Weltmeisterschaft

standen sich acht Teams mit jeweils sechs

Spielern auf dem Kunstrasenplatz der

NFV-Sportschule gegenüber. In die Rolle

des Fernando Torres schlüpfte dabei der

13-jährige Niclas Robering.

„Schau ihn dir an. Dann weißt du,

warum er so genannt wird“, beantwortet

Martin Mohs die Frage, warum Niclas von

allen nur „Torres“ gerufen wird. Mit

seinen braunen Augen, den Sommersprossen

und den langen blonden Haaren erinnert

der Enkel eines Italieners und einer

Spanierin tatsächlich frappierend an den

Stürmerstar des FC Liverpool. Zumal er

diesmal auch von Kopf bis Fuß wie ein spanischer

Nationalspieler gekleidet ist: Original-Dress,

Original-Hose, Original-Stutzen.

Diesmal? Bereits zum siebten Mal war

Niclas in der Osterwoche bei einem Lehrgang

der NFV-Fußballschule dabei. Damit

ist er, wie Schulleiter Martin Mohs es ausdrückt,

ein „Wiederholungstäter“. Eine

Einstufung, die auf gut die Hälfte der 49

Jungen zutrifft, die sich mit Niclas für das

Camp vom 30. März bis 2. April angemeldet

haben. „Wenn es jemandem bei uns

gefallen hat, bringt er beim nächsten Mal

einen Kumpel mit“, beschreibt Mohs die

Zusammensetzung seines „Klientels“. In

den vergangenen fünf Jahren haben über

5.000 Kinder und Jugendliche die Fußballschule

des NFV ein- oder mehrfach besucht.

Mohs kennt sie (fast) alle, weiß um

ihre Charaktere und Eigenheiten.

Seit der ersten Stunde, seit März

2005, ist der 35-Jährige dabei. Es ist, keine

Frage, längst seine Schule geworden. Früher

hieß sie Coca-Cola, seit diesem Jahr

trägt sie den Namen ihres neuen Partners,

den Sparkassen in Niedersachsen. „Wir

verstehen unsere Tätigkeit nicht als Arbeit,

sondern als Hobby“, sagt Mohs, „die Kinder

geben uns unendlich viel zurück.“

Dabei verschweigt er, wie „hart“

dieser Job auch sein kann. Wer ihm einmal

nach einem fünftägigen Lehrgang

ins Gesicht geschaut hat, der bekommt ➤

Mai 2010

1

2


3

1 Nicht jeder Streich gelang:

Niclas „Torres“ Robering.

2 Heiß begehrt sind die Autogramme

der Trainer (im Bild

Arndt Westphal) auf den Bällen

des NFV-Partners Derbystar,

die jeder Teilnehmer erhält.

3 Nach einem kurzen Gespräch

mit Martin Mohs waren

die Bauchschmerzen bei Till

Zamani schnell verflogen.

4 Attraktive Preise warten auf

die Sieger in den Wettbewerben

wie Latten- oder Hütchenschießen.

5 Drei Mal am Tag werden die

Teilnehmer in altersgerechten

Gruppen zum Training gebeten.

4 5

Sparkassen-Fußballschule

zumindest eine Ahnung davon. Denn der

Satz, den Mohs bei der Begrüßung

spricht („Während des Lehrgangs sind

wir 24 Stunden für euch und eure Eltern

erreichbar“), wird von ihm auch gelebt.

Herzblut pur – ohne diese Hingabe geht

es nicht. Dies gilt auch für sein Trainerund

Betreuerteam. Neben 21 Lehrgängen

in Barsinghausen über vier bzw. fünf

Tage stehen in diesem Jahr 14 dezentrale

Camps, immer von Freitag bis Sonntag,

auf dem Plan. Zwischen den Oster- und

Herbstferien haben Mohs und Co. gerade

einmal zwei Wochenenden frei.

Im Gegensatz zu vielen anderen

Fußballschulen setzen die Macher in

Barsinghausen auf einen hohen „Wiedererkennungsfaktor“

im betreuenden

Personal. „Wir haben eine kleine Gruppe

an Trainern und einen festen Pool

an freien Mitarbeitern, die alle schon

seit Jahren dabei sind. Die Kinder freuen

sich bereits vor dem Lehrgang auf

den einen oder anderen Trainer“, sagt

Mohs. Fest angestellt sind neben ihm

sein Assistent Per Michelssen, Absolvent

der Kölner Sporthochschule und ehemaliger

Jugendtrainer des 1. FC Köln,

Georgi Tutundjiev und Arndt Westphal.

Hinzu kommen „feste Freie“ wie Hauke

Kortegast, Moritz Lindschau und Christoph

Raum oder Betreuer wie Elly Geck

und Frauke Jestädt (beide 17 Jahre alt),

die als frühere Teilnehmerinnen mit der

Fußballschule in Barsinghausen groß geworden

sind.

Dass neben ihm auch Georgi Tutundjiev

und Arndt Westphal die A-Lizenz besitzen

und damit die zweithöchste Stufe

im DFB-Trainer-Lizenzsystem erfolgreich

genommen haben, wertet Mohs zwar als

Qualitätssiegel für die Außendarstellung,

doch für die internen Abläufe sind andere

Kompetenzen gefragt. „Die Kinder interessiert

nicht, ob du eine Lizenz hast oder

nicht. Wichtig ist, dass du einen Zugang zu

ihnen findest“, erklärt Martin Mohs, der

bei seinem Heimatverein Heesseler SV (Region

Hannover) 15 Jahre als Jugendtrainer

arbeitete und von der F- bis zu den A-Junioren

alle Altersklassen betreute.

Im Miteinander zwischen Groß und

Klein gibt es feste Grundsätze. Jeder hilft

jedem, lautet der eine. Weitere sind: Disziplin,

Sauberkeit und Pünktlichkeit. Über

allem jedoch thront der Spaßfaktor. Für

den garantiert allein schon der staubtrockene

Humor des Chefs. „Bei uns ist

Kritik ausdrücklich erwünscht. Zum Beispiel:

Ich musste abends immer zu lange

aufbleiben“, bittet Martin Mohs bei der

Verabschiedung um möglichst viele Einträge

ins Gästebuch der Sparkassen-Fußballschule.

Und Hauke Kortegast wird bei

der Begrüßung („Wer ist noch nicht da? ➤

Ihr Lieben ... vielen, vielen Dank

für die super Betreuung unserer

Kinder in den letzten 5 Tagen. Besser

und lustiger kann ich es mir echt

nicht vorstellen. Es ist ein tolles

Gefühl, wenn man sein Kind in sooo

guten Händen aufgehoben weiß.

Macht weiter so, ihr seid echt

klasse!!

Gästebuch-Eintrag vom

31. März, 21.31 Uhr

Mai 2010 15


Sparkassen-Fußballschule

16

Finger hoch!“) mit dem Satz vorgestellt:

„Der hat einen Pups im Kopf.“

Weil die Trainer ihre „Pappenheimer“

kennen, gelingt nicht jeder Streich.

Wie der von Niclas Robering. „Torres

weiß, wie wir bewaffnet sind“, berichtet

Mohs von dem Versuch des 13-Jährigen,

bereits unmittelbar nach der Anreise aus

dem Zimmer von Trainer Per Michelssen

Stinkbomben zu entwenden. Dabei hatte

sich Niclas die Erfahrung zunutze gemacht,

dass während der Sparkassen-

Fußballschule kein Zimmer abgeschlossen

ist (Mohs: „Wir haben keine Geheimnisse

voreinander“).

Der Coup glückte zunächst, wie erwartet

hatte Michelssen ein breites Arsenal

an Stinkbomben und Wasserpistolen

vorrätig, doch Pech war, dass „Torres“ –

Mai 2010

passend zum bevorstehenden Osterfest –

bereits kurz darauf von jemandem aus

seinem engsten Umfeld verraten wurde.

Weil ihn die Trainer aber darüber im

Ungewissen ließen, beteuerte Niclas bis

zuletzt seine Unschuld und rückte die

„Beute“ nicht heraus. Die Folge: Zum

Ende des Camps holten die Trainer ihrerseits

zum Gegenschlag aus und zündeten

in seinem Zimmer eine Stinkbombe. Martin

Mohs: „Torres hat seine gerechte

Strafe bekommen!“ ... ■

Infos & Termine

www.nfv.fussballschule.de

Tel. 05105 / 75-341

„Tschüss, bis zum nächsten Mal“: Zwei Teilnehmer verabschieden sich von Hauke Kortegast (vorne)

und Georgi Tutundjiev.

Spanien mit Niclas „Torres“ Robering (rechts) gewann die Sparkassen-Weltmeisterschaft im Lehrgang

vom 30. März bis 2. April.

Himmelfahrt 2010

13.05.-16.05.10 Lehrgang 06/10 € 199,00

Pfingsten 2010

22.05.-25.05.10 Lehrgang 07/10 € 199,00

Sommer 2010

24.06.-28.06.10 Lehrgang 08/10 € 259,00

28.06.-02.07.10 Lehrgang 09/10 € 259,00

02.07.-06.07.10 Lehrgang 10/10 € 259,00

06.07.-09.07.10 Lehrgang 11/10 € 199,00

12.07.-16.07.10 Lehrgang 12/10 € 259,00

16.07.-20.07.10 Lehrgang 13/10 € 259,00

20.07.-23.07.10 Mädchen-Camp 01/10 € 199,00

23.07.-27.07.10 Lehrgang 14/10 € 259,00

27.07.-30.07.10 Lehrgang 15/10 € 199,00

30.07.-02.08.10 Lehrgang 16/10 € 199,00

Herbst 2010

09.10.-13.10.10 Lehrgang 17/10 € 259,00

13.10.-17.10.10 Lehrgang 18/10 € 259,00

17.10.-20.10.10 Lehrgang 19/10 € 199,00

20.10.-24.10.10 Lehrgang 20/10 € 259,00

Winter 2011

02.01.-05.01.11 Lehrgang 01/11 € 199,00

*spezielles Torwarttraining in jedem Lehrgang

Immer für einen Spaß zu haben: Martin

Mohs, Leiter der Sparkassen-Fußballschule.


Vier Unentschieden in vier Spielen lautete die ausgeglichene Bilanz der niedersächsischen U 20-Frauen beim Länderpokal-Turnier in Duisburg-Wedau.

Nicht spektakulär, aber Marek Wanik

kann sich auf sein Team verlassen

NFV-Auswahl bleibt in Duisburg-Wedau ungeschlagen und belegt Rang 10

Laufduell: Alexandra de Nuzzo (links) verfolgt eine Gegenspielerin aus dem

Saarland.

U 20-Frauen-Länderpokal

Text und Fotos von PETER BORCHERS

Vier Spiele, vier Unentschieden, Rang 10 – die Bilanz der NFV-

Auswahl fiel beim U 20-Frauen-Länderpokal in Duisburg-

Wedau zwar nicht spektakulär aus, aber NFV-Trainer Marek

Wanik war von seinem Team dennoch „positiv überrascht“. Souveräner

Turniersieger beim Turnier der 21 Landesverbände, an

dem auch die U 16-Juniorinnen-Auswahl des DFB teilnahm, wurde

Brandenburg vor Hamburg und der Rheinland-Auswahl.

„Ich habe die Spielerinnen mitgenommen, auf die ich mich

verlassen kann. Das hat sich ausgezahlt.“ – Marek Wanik, der in

der durch das wochenlange schlechte Wetter ohnehin beeinträchtigten

Vorbereitung auf das Länderpokalturnier bei einigen

Kandidatinnen zudem eine „schwache Einstellung“ beklagen

musste, sah sich in Duisburg bestätigt: „Alle Spielerinnen, die

letztlich nominiert wurden, haben ihre Leistungen abgerufen, ihre

Stärken gezeigt und echten Teamgeist bewiesen.“ Dabei wussten

insbesondere die jüngeren Spielerinnen des Jahrgangs 1992 zu

gefallen. Gut getan habe der NFV-Auswahl zudem, dass drei Spielerinnen

von Bundesligist VfL Wolfsburg und fünf Spielerinnen

von Zweitligist Victoria Gersten das Korsett der Mannschaft bildeten.

Insbesondere die drei Wolfsburgerinnen ernteten Bestnoten

des Trainers. Stürmerin Selina Wagner ist bereits Nationalspielerin

und präsentierte sich laut Wanik „herausragend“. Verteidigerin

Lisa Eichholz sieht der Coach „auf bestem Wege nach oben“ und

Abwehrspielerin Carolin Degethoff wurde vom DFB aufgrund ihrer

starken Leistungen für einen DFB-Lehrgang nominiert.

Die Ergebnisse der NFV-Auswahl:

Niedersachsen – Hessen 0:0

In einer ausgeglichenen Partie wusste die NFV-Auswahl mit

guter Defensivarbeit zu gefallen, konnte sich allerdings nur wenig

Torchancen herausspielen. Die beste vereitelte in der 10. Minute

eine Verteidigerin des Gegners, die für ihre bereits von Alexandra

de Nuzzo ausgespielte Torhüterin auf der Linie klärte. Hessen

wiederum hatte Pech mit einem Pfostentreffer. Am Ende gab es ➤

Mai 2010 17


U 20-Frauen-Länderpokal

18

ein leistungsgerechtes Remis, wobei bei

den Niedersachsen die starke Innenverteidigerin

Lisa Eichholz, im Mittelfeld Marlene

Schneider und im Angriff die immer anspielbare

Alexandra de Nuzzo die Akzente

setzten.

Niedersachsen – Hamburg 0:0

Gegen den späteren Vizemeister, der

fast komplett durch Spielerinnen des

Bundesliga- und Zweitligakaders vom

Hamburger Sportverein gebildet wurde,

sicherte erneut die starke Defensive den

verdienten Punktgewinn. Dabei erfolgte

der Weckruf durch den Gegner zum richtigen

Zeitpunkt. Nach einem Lattentreffer

der Hamburgerinnen bereits in der 1. Minute

ließ die NFV-Auswahl nichts mehr

anbrennen und hielt die starke Mittelfeldreihe

des Gegners gut in Schach. Die

Forderung von Marek Wanik, „mehr Individualität

in den Vordergrund zu stellen

und nicht nur im Kollektiv aufzutreten“,

konnte allerdings nicht umgesetzt werden.

In 1:1-Situationen fehlte letztlich

das Durchsetzungsvermögen. Nennenswerte

Torchancen hatten beide Teams im

zweiten Spielabschnitt. Für den NFV vergab

Selina Wagner, während Torhüterin

Catjana Wendt kurz vor Schluss mit einer

tollen Parade einen Rückstand der NFV-

Auswahl verhinderte. Herausragend beim

NFV präsentierten sich die Mittelfeldreihe

mit Tanja Baumann, Sina Tepe und Selina

Wagner, die das Aufbauspiel des Gegners

neutralisierte, sowie die Innenverteidigerinnen

Lisa Eichholz und Carolin Degethoff.

Niedersachsen – Württemberg 1:1

(0:1), Tore: 0:1 per Foulelfmeter (33.), 1:1

Wagner (45.)

Nicht zu stoppen. Marlene Schneider (rechts) entwischt einer Saarländerin.

Mai 2010

Dieser Schuss von Selina Wagner (rechts) landet zwar nicht im Tor der Saarländerinnen. Doch später

traf die Wolfsburgerin zum 2:2-Ausgleich für die NFV-Auswahl.

Die NFV-Auswahl zeigte ihr bestes

Spiel und hätte laut Marek Wanik mit zwei

Toren Unterschied gewinnen müssen.

Nachdem Selina Wagner, Lisa Eichholz und

Sarah Schneider in der ersten Halbzeit gute

Möglichkeiten nicht nutzen konnten,

fiel die Führung für den Gegner zu einem

äußerst unglücklichen Zeitpunkt per Foulelfmeter.

Dabei haderte Wanik mit der

Schiedsrichterin, denn zum einen hatte er

den geahndeten Zweikampf von Carolin

Degethoff außerhalb des Strafraums und

Die Tabelle: Tore/Pkte

1. Brandenburg 8: 2 8

2. Hamburg 4: 1 7

3. Rheinland 9: 3 6

4. Mittelrhein 10: 3 5

5. Südbaden 10: 5 5

6. DFB-U 16-Auswahl 6: 2 5

7. Bayern 7: 5 5

8. Niederrhein 7: 2 4

9. Berlin 7: 3 4

10. Bremen 3: 3 4

Niedersachsen 3: 3 4

12. Hessen 2: 2 4

Westfalen 2: 2 4

14. Baden 5: 7 4

15. Saarland 8: 8 3

16. Schleswig-Holstein 5: 5 3

17. Württemberg 3: 5 3

18. Südwest 2: 6 3

19. Sachsen-Anhalt 5:12 3

20. Sachsen 3: 8 2

21. Mecklenb.-Vorpommern 1:10 2

22. Thüringen 2:14 0


zudem als nicht strafwürdig gesehen. Trotz

des Rückstandes ließ sich seine Auswahl

aber nicht nervös machen, sondern übernahm

nach der Pause nahezu komplett

das Kommando. Dabei zahlte sich die taktische

Marschroute aus, den Weg zum Erfolg

über die Außen Marlene und Sarah

Schneider zu suchen. Selina Wagner gelang

schließlich der hochverdiente Ausgleich.

Neben der Torschützin hob Marek

Wanik in der Spielerkritik Verteidigerin Anna

Klumpe und die Mittefeldakteurin Greta

Budde positiv hervor.

Niedersachsen – Saarland 2:2 (1:2), Tore:

1:0 Eigentor nach Eckball Budde (23.),

1:1 (30.), 1:2 (33.), 2:2 Wagner (57.)

In einer sehenswerten Partie fand

Niedersachsen gegen einen druckvollen

Gegner schwer ins Spiel und ging durch

ein Eigentor der gegnerischen Torhüterin

glücklich in Führung. Diese brachte jedoch

nicht die erhoffte Sicherheit. Vielmehr

glichen die Saarländerinnen nach einem

Konter aus abseitsverdächtiger Position

aus und konnten sogar noch vor dem

Wechsel nach einem unnötigen Ballverlust

von Tanja Baumann ihrerseits in Führung

gehen. In den zweiten 35 Minuten dominierten

dann aber eindeutig die spielstarken

Niedersächsinnen, für die mehr als nur

der Ausgleich durch Selina Wagner möglich

war. Die ins Mittfeldfeld vorgerückte

und laut Wanik „bärenstarke“ Lisa Eichholz

sowie die Offensivkräfte Alexandra de

Nuzzo und Selina Wagner ragten im NFV-

Team heraus. Die Einwechslung von Anika

Glosa belebte zudem das NFV-Spiel.

Das NFV-Aufgebot: Tanja Baumann,

Anna Klumpe, Nina Lögering, Sarah

Schneider, Sina Tepe (alle Victoria Gersten),

Carolin Degethoff, Lisa Eichholz, Selina

Wagner (alle VfL Wolfsburg), Jana

Bruns (PSV GW Hildesheim), Isabell Wassmann

(ESV Fortuna Celle), Greta Budde

(TSV Havelse), Alexandra de Nuzzo (RW

Cuxhaven), Anika Glosa (ATSV Scharmbeckstotel),

Ann-Kathrin Lüth (TSV Eintracht

Immenbeck), Catjana Wendt (MTV

Barum), Marlene Schneider (Sparta Göttingen).

Trainer: Marek Wanik; Co-Trainerin:

Tina Rotter-Vermehr.

Ex-NFV-Spielerin Demann

Leistungsträgerin beim Turniersieger

Als Auswahlspielerin hat sie in Duisburg 15 Länderpokalbegegnungen für den

Niedersächsischen Fußballverband bestritten. Im Sommer 2009 wechselte Kristin

Demann dann zum Zweitligateam von 1. FFC Turbine Potsdam und kommt

seitdem für die Brandenburger Auswahl zum Einsatz. Beim Turniersieger, der komplett

von Turbine gestellt wurde, zählte die 17-Jährige als „Sechserin“ zu den Leistungsträgerinnen.

Die 13-fache Juniorinnen-Nationalspielerin erzielte gegen Bayern

und Schleswig-Holstein sogar jeweils einen Treffer. ■

Maximilian Arnold glänzt als

herausragender Spieler des Turniers

Die NFV-Auswahl landet im Mittelfeld, aber zwei Spieler gehören zum Dream-Team des DFB

Präsentiert stolz seine Urkunde, die ihn als besten Spieler des Turniers ausweist: Maximilian Arnold

vom VfL Wolfsburg.

Länderpokal

Text und Fotos von PETER BORCHERS

Platz 12 beim B2-Junioren-Länderpokalturnier

in Duisburg-Wedau scheint

dafür zu sprechen, dass die U 16-Junioren

des NFV beim Bundesvergleich der

21 DFB-Landesverbände allenfalls Mittelmaß

repräsentierten. Dennoch spielten die

Niedersachsen eine gute Rolle und verdarben

sich eine bessere Platzierung nur aufgrund

einer mangelhaften Chancenverwertung.

Turniersieger wurde mit der

Niederrhein-Auswahl eine Mannschaft,

die die NFV-Auswahl an den Rand einer

Niederlage gedrängt hatte.

„Es war ein sehr ausgeglichen besetztes

Turnier, bei dem auch Glück dazu gehörte,

ganz vorn zu landen“, sah Hans-

Werner Hartwig die Niedersachsen durchaus

auf Augenhöhe mit der Konkurrenz.

„Gegen Niederrhein und Sachsen wurden

Punkte liegen gelassen, die einen ordentlichen

Sprung in der Abschlusstabelle bedeutet

hätten“, bedauerte der NFV-Trainer,

der das Team in Vertretung des verhinderten

etatmäßigen Trainers Thomas Nörenberg

an die Wedau begleitet hatte.

Nicht im NFV-Kader dabei waren die

aus diesem Jahrgang hervorgegangenen

aktuellen deutschen U 16-Nationalspieler

Mirco Born (Twente Enschede, früher SV

Meppen) und Christian März (VfL Osnabrück).

Laut Maßgabe des DFB mussten alle

Landesverbände auf ihre Nationalspieler

verzichten, so dass die NFV-Auswahl ihrer

Stärken in der Offensive beraubt wurde.

„Ich halte das für ein Unding. Zum einen

ist dies ein sportlicher Wettbewerb, an

dem die besten Spieler teilnehmen sollten.


Mai 2010 19


U 16-Junioren-Länderpokal

20

Maximilian Arnold (rechts) unmittelbar vor seinem Ausgleichstreffer gegen Sachsen.

Zum anderen ist es für die Motivation der

teilnehmenden Spieler wichtig, sich mit

den Besten messen zu können“, zeigte

Hartwig kein Verständnis für die DFB-Vorgabe.

Welch ein Moment für Maximilian Arnold:

Unter den 336 Spielern, die für die

Auswahlteams der 21 Landesverbände in

Duisburg aufliefen, war es der 15-Jährige

vom VfL Wolfsburg, der von den Sichtern

des DFB zum herausragenden Spieler des

Turniers gekürt wurde. Maximilian war

Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Niedersachsen,

erzielte zwei Tore und beeindruckte

auch DFB-Trainer Steffen Freund.

Der überreichte bei der Siegerehrung neben

einem Spielball einen Gutschein der

Firma adidas. Maximilian, der im Sommer

Die Tabelle: Tore/Pkte

1. Niederrhein 4:0 6

2. Baden 3:0 5

3. Hessen 3:1 5

4. Brandenburg 1:0 5

5. Westfalen 6:2 4

6. Mittelrhein 5:1 4

7. Württemberg 5:2 4

8. Südbaden 2:1 4

9. Saarland 3:3 4

10. Südwest 4:4 3

11. Sachsen 3:3 3

12. Niedersachsen 2:2 3

Thüringen 2:2 3

14. Bayern 1:1 3

15. Sachsen-Anhalt 2:3 2

16. Hamburg 3:5 2

17. Rheinland 2:5 2

18. Schleswig-Holstein 3:7 2

19. Bremen 0:4 2

20. Berlin 2:5 0

21. Mecklenb.-Vorpommern 0:5 0

Mai 2010

Flankengeber: Nico Neidhart (links) vom VfB Oldenburg.

2009 von Dynamo Dresden zum VfL

Wolfsburg gewechselt war, darf das

Unternehmen in Herzogenaurach in Begleitung

einer Person seiner Wahl besuchen

und wird im „VIP-adidas-Shop“

durch den Sportartikelhersteller ausgerüstet.

Zudem kann der gebürtige Riesaer mit

einer Einladung zur Länderspielreise der

U 16-Nationalmannschaft des DFB nach

Dänemark (9. bis 13. Mai) rechnen. „Das

ist ein überwältigend schönes Gefühl. Mit

dieser Auszeichnung habe ich niemals gerechnet“,

reagierte Maximilan auf das Votum

der DFB-Sichter.

„Ich habe in seinem Alter noch nie einen

Spieler mit einer derartigen Schusstechnik

gesehen, sei es bei Standardsituationen

oder aus dem Spiel heraus. ,Arni’ ist

ein Spieler, der zuhören kann und durchaus

auch weiter an sich arbeiten wird“, ist

auch NFV-Trainer Hartwig vom Potenzial

des jungen Wolfsburgers überzeugt.

Besonders gefallen hat dem NFV-Trainer

auch die „harmonische Vierer-Abwehrkette“

mit Timm-Yanick Struwe, Dennis

Strompen, Peter Gebben und Steven

Bentka. Bestätigt wird Hartwig auch durch

DFB-Trainer Freund, der Gebben zu einem

Sichtungslehrgang einladen wird, während

Strompen dafür auf Abruf steht. Im

Blickfeld des DFB befindet sich aber auch

Jordan Petrov. „Er war als ,Sechser‘ ein unermüdlicher

Antreiber mit vorbildlichem

Kampfgeist“, lobte Hartwig den Hannoveraner.


Nico Neidhart (links) scheitert

am Schlussmann der Sachsen.

Peter Gebben und Maximilian Arnold

durften sich zudem noch über eine besondere

Ehre freuen. Beide gehören zur

„Top-Elf“, die Steffen Freund nach dem

B2-Junioren-Länderpokal aufstellte. Der

Trainer auf der Homepage des DFB zu

den Stärken des Spielers von Twente Enschede:

„Peter ist ein großer und körperlich

gut entwickelter Innenverteidiger. Er

zeigte beim Länderpokal eine unglaubliche

technische Klasse. Ganz selten schlägt

er den Ball aus der eigenen Hälfte heraus,

eher suchte er eine spielerische Lösung.“

Das Potential von Arnold beschreibt

Freund so: „Der beste Spieler des Turniers.

Er ist ein Vollblutfußballer, spielt

meist auf der Position Acht oder im Angriff.

Er ist absolut vielseitig und immer

anspielbar. Auch unter doppeltem Gegnerdruck

hatte er kaum Ballverluste. Zudem

sieht er immer den besser postierten

Nebenmann und ist auch selbst torgefährlich.“

Für einige Momente im Mittelpunkt

stand in Duisburg auch Steven Bentka

vom VfL Osnabrück. Er feierte am Schlusstag

des Turniers seinen 16. Geburtstag

und durfte vor den versammelten Mannschaften

die Glückwünsche von Peter Frymuth,

dem Vorsitzenden des DFB-Jugendausschusses,

und Steffen Freund entgegennehmen.

Bleibt Federico Palacios-Martinez vom

VfL Wolfsburg. Der U 15-Auswahlspieler

des NFV nahm mit der U 15-Nationalmannschaft

des DFB als 22. Team am Länderpokalwettbewerb

teil. 2:2 gegen Brandenburg,

2:0 gegen Schleswig-Holstein und

0:2 gegen Bremen lauteten die Ergebnisse

des Teams von DFB-Trainer Frank Engels.

Die Ergebnisse der NFV-Auswahl:

Niedersachsen – Mecklenburg-Vorpommern

1:0 (0:0), Tor: 1:0 (52.) Arnold

Mit einem hoch verdienten Auftaktsieg

startete die NFV-Auswahl in das Turnier,

offenbarte dabei aber bereits ihre große

Schwäche. Gegen einen chancenlosen

Gegner versäumten es die Niedersachsen,

angesichts bester Torchancen etwas für ihr

Torverhältnis zu tun. Gute Noten verteilte

NFV-Trainer Hans-Werner Hartwig (links) im Gespräch mit DFB-Trainer Steffen Freund.

U16-Junioren-Länderpokal

Trainer Hartwig nach dem Spiel insbesondere

an Innenverteidiger Peter Gebben und

Stürmer Maximilian Arnold.

Niedersachsen spielte mit: Schipmann

– Struwe, Strompen, Gebben, Bentka

– Schmuda (32. Güler), Petrov, Neidhardt,

Ikeakhe (40. Sauer) – Roth (50. Ekinci),

Arnold

Niedersachsen – Niederrhein 0:1 (0:0),

Tor: 0:1 (59.)

Eine „katastrophale Chancenverwertung“

monierte Trainer Hartwig nach der

Begegnung, in der die NFV-Auswahl dem

späteren Turniersieger deutlich überlegen

war und sogar dem gegnerischen Trainer

eine Entschuldigung für einen denkbar

glücklichen Erfolg abrang. Zum Unvermögen

im Abschluss gesellte sich schließlich

noch Pech. 23 Sekunden vor dem Abpfiff

fälschte Dennis Strompen einen Freistoß

des Gegners per Kopf unhaltbar für Torwart

Paul Büchel in den Torwinkel ab.

Niedersachsen spielte mit: Büchel –

Struwe, Strompen, Gebben, Bentka – Güler,

Petrov, Menneke (32. Sauer), Neidhart –

Roth (50. Ekinci), Arnold

Niedersachsen – Sachsen 1:1 (0:1), Tore:

0:1 (23.), 1:1 (47.) Arnold

Nach einer ausgeglichenen ersten

Halbzeit verschenkte die NFV-Auswahl im

zweiten Spielabschnitt den Sieg und damit

eine bessere Endplatzierung. Gute Möglichkeiten

von Roth, Güler und Ekinci blieben

ungenutzt, so dass der 20-Meter-

Schuss von Arnold das einzig Zählbare für

die NFV-Auswahl bleiben sollte.

Niedersachsen spielte mit: Schipmann

– Struwe, Strompen, Gebben, Bentka

– Güler, Petrov, Neidhart, Sauer (65.

Ekinci) – Roth, Arnold

Das NFV-Aufgebot: Maximilian Arnold,

Paul Büchel, Maximilian Roth, Maximilian

Sauer, Dennis Strompen (alle VfL

Wolfsburg), Steven Bentka, Kevin Samuel

Ikeakhe, Tugay Güler, Bernd Schipmann (alle

VfL Osnabrück), Peter Gebben, Joas

Schmuda (beide Twente Enschede), Jordan

Petrov, Tim-Yanick Struwe (beide Hannover

96), Maslum Ekinci (Kickers Emden), Marius

Mennecke (SVG Einbeck), Nico Neidhart

(VfB Oldenburg). ■

Mai 2010 21


Auswahlwesen

22

Der Besuch des Völkerschlachtdenkmal in Leipzig gehörte zum Programm der niedersächsischen U 15-Junioren. Das Denkmal erinnert an die Völkerschlacht

vom 16. bis 19. Oktober 1813 vor den Toren der Stadt. Sie führte im Rahmen der Befreiungskriege zu einer Niederlage Napoleons gegen die

Truppen der Österreicher, Preußen, Russen und Schweden. Rechts NFV-Verbandssportlehrer Wulf-Rüdiger Müller. Links die beiden Assistenztrainer

Uwe Brandt und Sven Kathmann. Foto: privat

Als „gelungenen Härtetest“ für die

kommenden Aufgaben wertete

NFV-Verbandssportlehrer Wulf-Rüdiger

„Roger“ Müller den Auftritt seiner

U 15-Junioren (Jahrgang 1995) beim Gemeinschaftslehrgang

mit Brandenburg,

Sachsen-Anhalt und Sachsen in der Sportschule

Leipzig. Nachdem die Niedersachsen

gegen Brandenburg (1:1), Sachsen-

Anhalt (1:1) und Sachsen (0:0) zunächst

drei Mal unentschieden gespielt hatten,

gelang zum Abschluss im zweiten Duell

mit dem gastgebenden Landesverband ein

3:2-Erfolg. „Wir haben einen großen Kreis

an Spielern, die für die Auswahl in Frage

kommen und diesmal sechs neue getestet.

Technisch und taktisch sind meine Spieler

Mai 2010

Gelungener Härtetest in Leipzig

U 15: NFV-Verbandssportlehrer Müller fordert mehr „Biss“ im Zweikampfverhalten

gut. Verbessern muss sich meine Mannschaft

aber im Zweikampf- und Abwehrverhalten.

Wir müssen mehr Biss an den

Tag legen“, resümierte Müller. Pluspunkte

sammelte seine Elf zudem im Offensivspiel

und kam in jeder Partie zu etlichen hochkarätigen

Torchancen – die sie aber zu wenig

nutzte. „An der Chancenverwertung

müssen wir arbeiten“, erklärte der NFV-

Coach im Hinblick auf die beiden großen

überregionalen Herausforderungen in diesem

Jahr: Das norddeutsche Länderpokalturnier

vom 18. bis 20. Juni in Schleswig-

Holstein sowie das DFB-Schülerlager vom

2. bis 7. Juli in Duisburg-Wedau.

Die Spiele in der Übersicht, NFV

Brandenburg 1:1 (1:1). Tore: 1:0 Pala-

cios-Martinez (23.), 1:1 (27.). NFV

Sachsen-Anhalt 1:1 (0:0). Tore: 0:1

(32.), 1:1 Kenning. Sachsen – NFV 0:0.

Sachsen – NFV 2:3 (0:1). Tore: 1:0 (7.),

1:1 Tille (33.), 2:1 (35.), 2:2, 2:3 Palacios-

Martinez (42., 60.).

Das NFV-Aufgebot: Sebastian Ernst,

Alexandros Panagiotidis, Vincent Reinke,

Yannik Schulze, Robert Sielski, Armin

Tvrtkovic, Can Tuna, Ferhat Yüksekova (alle

Hannover 96), Christopher Derwein, Jenni

Marquardt, Federico Palacios-Martinez, Niklas

Tille (alle VfL Wolfsburg), Pascal Bertram

(VfB Peine), Alexander Kenning (SV

Meppen), Jonas Kühn (JFC Roswithastadt),

Florian Maaske (Viktoria Georgsmarienhütte),

Markus Rohe (SV Meppen). -maf-


Auswahlwesen

U 15-Juniorinnen: Makellose

Bilanz gegen das Saarland

NFV-Trainer Thorsten Westenberger lobt Verena Volkmer: „Sie ist eine Knipserin.“

Ohne Gegentor sowie mit einer

Ausbeute von drei Siegen in drei

Spielen kehrten die niedersächsischen

U 15-Juniorinnen von ihrem Lehrgang

mit dem Saarländischen Fußballverband

in Saarbrücken zurück. „Das

Saarland ist ein kleiner Landesverband,

der im Mädchenbereich nicht zur Spitze

gehört. Insofern wissen wir die Ergebnisse

richtig einzuordnen“, relativierte

NFV-Trainer Thorsten Westenberger die

makellose Bilanz. Als Maßstab für Duisburg,

wo vom 12. bis 16. Mai der DFB-

Blieb ohne Gegentreffer: Niedersachsens Torhüterin

Merle Frohms. Fotos: Finger

Länderpokal stattfindet, wollte er den

Lehrgang deshalb nicht werten.

Die Spiele in der Übersicht,

Saarland – NFV 0:2 (0:0). „Vor dem

Tor ist sie eine absolute Knipserin.

Wenn sie im Strafraum den Ball bekommt,

ist er meistens drin“, sparte

Westenberger nicht mit Lob für seine

Stürmerin Verena Volkmer, die nach ihrer

Einwechselung zur zweiten Hälfte

die Partie mit einem „Doppelpack“ entschied.

Die Niedersächsinnen agierten

von Beginn an hoch überlegen und

hatten das Geschehen jederzeit im

Griff. Über die gesamte Spielzeit hin-

weg (2 x 30 Minuten) ließen die Gäste

keinen nennenswerten Torschuss der

Saarländerinnen zu. Zur Halbzeit tauschte

Westenberger seine Formation fast

komplett aus. NFV: Frohms – Scheer,

Asmus, Bode, Bäron – Lutze, Schulte,

Windisch, Rathmann – Bremer, Widjaja.

Eingewechselt: 31. Ippensen für

Frohms, Fullenkamp für Scheer, Lemke

für Asmus, Dahm für Lutze, Rauch für

Rathmann, Volkmer für Bremer, Tietge

für Widjaja. Tore: 0:1, 0:2 Volkmer

(35., 45.).

Saarland – NFV 0:3 (0:3). Gegenüber

dem ersten Spiel veränderte Westenberger,

der seine Auswahl bevorzugt

im 4-4-2-System antreten lässt, zunächst

auf fünf Positionen. Franziska Ippensen

hütete für Merle Frohms das Tor, Thea

Fullenkamp und Denise Lemke rückten

für Shari-Denise Scheer und Meike Asmus

in die Viererkette, Felicitas Rauch

agierte für Sarah Schulte im Mittelfeld

und vorne stürmte Verena Volkmer (für

Malin Widjaja) neben Pauline Bremer.

Mit ihrem dritten Treffer in Folge stellte

Volkmer die Weichen früh auf Sieg (12.

Minute). In der zweiten Hälfte schalteten

die Gäste im Gefühl des sicheren

Sieges mehrere Gänge zurück. Beste

Niedersächsin war Denise Lemke, die

sich um die Organisation der Abwehr

und den Spielaufbau von hinten heraus

verdient machte. Gespielt wurde diesmal

über 2 x 35 Minuten. NFV: Ippensen

– Fullenkamp, Lemke, Bode, Bäron

– Lutze, Windisch, Rauch, Rathmann –

Bremer, Volkmer. Eingewechselt: 36.

Frohms für Ippensen, Scheer für Fullenkamp,

Asmus für Bode, Dahm für Lutze,

Schulte für Windisch, Widjaja für

Bremer, Tietge für Volkmer. Tore: 0:1

Volkmer (12., Vorarbeit Bremer), 0:2

Rathmann (19., Volkmer), 0:3 Volkmer

(23., Rauch).

Saarland – NFV 0:2 (0:1). „Die

erste Hälfte war die schlechteste während

des gesamten Lehrganges. Wir haben

sehr nachlässig agiert und äußerst

glücklich zur Halbzeit 1:0 geführt“, haderte

Westenberger mit dem Auftritt

seiner Elf in den ersten 35 Minuten.

Versöhnt wurde der Coach durch einen

couragierten Auftritt nach dem Wechsel

und einem Traumtor. „Diesen Spielzug

kann man in jeden Lehrfilm packen“,

zeigte sich Westenberger angetan von

der Szene in der 47. Minute, als ein

langer Flügelwechsel aus dem Zentrum

heraus Rieka Windisch auf der rechten

Außenbahn erreichte, die Spielerin von

Kickers Emden drei Saarländerinnen aussteigen

ließ und ihre gefühlvolle Flanke

von Pauline Bremer per Kopf ins lange

Eck vollendet wurde. Beste NFV-Spielerin

war Sarah Schulte, die engagiert und

lauffreudig in die für sie eher ungewohnte

Rolle der Spielmacherin schlüpf-

Feste Größe im Mittelfeld: Rieka Windisch.

te. NFV: Frohms – Scheer, Lemke, Bode,

Bäron – Lutze, Schulte, Windisch,

Rauch – Widjaja, Volkmer. Eingewechselt:

36. Ippensen für Frohms, Fullenkamp

für Scheer, Asmus für Bode,

Rathmann für Bäron, Dahm für Lutze,

Bremer für Widjaja, Tietge für Volkmer.

Tore: 0:1 Windisch (16., Lutze), 0:2

Bremer (47., Windisch).

Das NFV-Aufgebot: Meike Asmus

(TV Neuenkirchen), Elisa Bäron (TuS

Heeslingen), Angelina Bode (TSV Limmer),

Pauline Bremer (SVG Göttingen),

Johanna Dahm (SV Eintracht Lüneburg),

Merle Frohms (ESV Fortuna Celle), Thea

Fullenkamp (DJK Schlichthorst), Franziska

Ippensen (FC Eintracht Northeim),

Denise Lemke (SC Haßbergen), Isabell

Lutze (MTV Mellendorf), Lena Rathmann

(TSG Ahlten), Felicitas Rauch (VfB Peine),

Shari-Denise Scheer (MTV Wolfenbüttel),

Sarah Schulte (BW Papenburg),

Johanna Tietge (MTV Gamsen), Verena

Volkmer (TuS Woltersdorf), Malin Widjaja

(TV Stuhr), Rieka Windisch (Kickers

Emden). Trainer: Thorsten Westenberger;

Co-Trainerin: Jana Kieras. -maf-

Mai 2010 23


Auswahlwesen

24

Mit einer ausgeglichenen Bilanz kehrte

die niedersächsische U 17-Auswahl

(Jahrgang 1993) von ihrem Gemeinschaftslehrgang

mit dem Südwestdeutschen

Fußballverband aus Edenkoben zurück. Nach

dem 2:0-Erfolg zum Auftakt gab es eine 2:3-

Niederlage, ehe sich beide Landesverbände

1:1 trennten. „Wir haben in allen Spielen eine

hervorragende Vorstellung gezeigt. Die Leistung

ist umso höher zu bewerten, da wir ohne

sieben Leistungsträger auskommen mussten“,

bilanzierte NFV-Verbandssportlehrer

Hans-Werner „Max“ Hartwig, der auf den

Hannoveraner Jannis Pläschke, den Wolfsburger

Florian Hartherz (beide DFB-Maßnahme)

sowie auf Ilias Papadopoulos, Christopher

Stern, Tim Wohlfahrt (alle Hannover 96), Jonas

Sonnenberg und Giovanni Millemaci (beide

VfL Wolfsburg) verzichten musste.

Die Spiele in der Übersicht, Südwest

NFV 0:2 (0:0). Aufgrund des veränderten

Personals wich Hartwig von seinem favorisierten

3-5-2-System ab und ließ seine Elf im

4-4-2 agieren. Semi Boog und Kris Fillinger

agierten als Doppelsechs, Nicolas Lanwert

Mai 2010

U 14-Junioren: Sonderlob für

Nachrücker Waldemar Anton

Donis Avdijaj vom VfL Osnabrück gehörte zu den Aktivposten in der Auswahl von NFV-Trainer

Kiriakos Aslanidis. Foto: Finger

Trotz einer Bilanz von einem Sieg und zwei

Niederlagen bestritten die U 14-Junioren

(Jahrgang 1996) des NFV in Barsinghau-

Hannoveraner Marcel Polomka auf der 6er-

Position sowie an Waldemar Anton, der für

den verletzten Niklas Teichgräber erst nachsen

einen gelungenen Lehrgang mit der Austräglich ins Aufgebot gerückt war und in allen

wahl des westfälischen Fußball- und Leicht- drei Spielen auf der Position des rechten

athletikverbandes. „Westfalen zählt zu den Innenverteidigers überzeugte. In der Offensive

Top-Drei unter den 21 DFB-Landesverbänden. verdiente sich der Wolfsburger Dominic Wa-

Insofern war es für meine Spieler eine echte genmann die Bestnote.

Standortbestimmung“, erklärte NFV-Trainer

Die Spiele im Überblick, NFV-West-

Kiriakos Aslanidis. Zufrieden zeigte sich Aslafalen 2:1 (1:0). Im ersten Spiel setzte Aslanidis

vor allem mit den Leistungen in der Denidis auf eine 4-2-3-1-Formation mit einer

fensive. „Wir haben im Zentrum gut gestan- Doppelsechs (Polomka, Lucas-Simon Lohden.“

Ein Sonderlob verteilte Aslanidis an die mann) und einer Spitze (Onur Capin). „Ge-

und Tizian Goudschaal bekleideten den offensiven

Part im Mittelfeld. Zum Matchwinner

avancierte Steven Müller-Rautenberg,

der die Partie in der zweiten Hälfte mit einem

„Doppelpack“ entschied. NFV-Startformation:

Drewes – Ackmann, Grahle,

Rupprecht, Meyer – Boog, Fillinger – Lanwert,

Goudschaal – Müller-Rautenberg, Visser.

Tore: 0:1, 0:2 Müller-Rautenberg (55.,

Vorarbeit Visser, 60., Göttel).

Südwest – NFV 3:2 (1:0). Gegenüber

dem ersten Spiel veränderte Hartwig seine Elf

auf acht Positionen. Lediglich Julian Rupprecht

(Viererkette hinten links), Nicolas Lanwert

(Mittelfeld) und Steven Müller-Rautenberg

standen wieder in der Startformation. Im

Mittelfeld setzte Hartwig auf eine Raute. Zwei

leichtsinnige Aktionen in der Abwehr brachten

die Gastgeber auf die Siegerstraße. NFV-

Startformation: Carstens – Thielke, Grahle,

Dieck, Rupprecht – Chamorro, Wohlers, Lanwert,

Hauck – Göttel, Müller-Rautenberg. Tore:

1:0 Kopf, 1:1 Göttel (48., Boog), 2:1 Schäfer,

3:1 Röser, 3:2 Müller-Rautenberg (75.,

Göttel).

gen die körperlich sehr robusten Westfalen

wollten wir im Zentrum ziemlich kompakt

stehen. Dies ist uns gelungen“, freute sich

Aslanidis. NFV: Cruz – Dengler, Anton, Hegerfeld,

Moser – Polomka, Lohmann (60.

Minute Schubert) – Dierßen (68. Wagenmann),

Wagenmann (64. Geie), Kijewski (46.

Baar) – Capin (46. Avdijaj, 64. Yanar). Tore:

1:0 Wagenmann (20.), 1:1 (57.), 2:1 Avdijaj

(63., Vorarbeit Wagenmann).

NFV – Westfalen 0:3 (0:2). Nach dem

Auftakterfolg stellte Aslanidis um und ließ seine

Elf im 4-4-2 mit Raute agieren. „Wir haben

gesehen, dass wir uns eine offensivere Ausrichtung

gegen Westfalen nicht leisten können.

Selbst die Spieler wollten in der Halbzeit,

dass wir zu unserem in der ersten Partie praktizierten

System zurückkehren. Wenn wir in

einem Jahr im körperlichen Bereich aufgeholt

haben, sieht es vielleicht anders aus. Aber derzeit

geht es nicht“, resümierte Aslanidis. Die

Gäste, in deren Reihen etliche Spieler von

Schalke 04 und Borussia Dortmund standen,

waren deutlich überlegen und erspielten sich

eine Reihe von Großchancen. Die beste Möglichkeit

für die Niedersachsen vergab Dominic

Wagenmann.

Das NFV-Aufgebot: Waldemar Anton,

Onur Capin, Tim Dierßen, Marcel Polomka,

Kevin Wolf, Felix-Can Yanar (alle Hannover

96), Donis Avdijaj, Fabian Michel Cruz, Jonne

Fischer, Bastian Hegerfeld, Niko Kijewski, Carl

Alexander Schubert (alle VfL Osnabrück), Lucas-Simon

Lohmann, Dennis Moser, Dominik

Wagenmann (alle VfL Wolfsburg), Thore

Dengler, Oliver Ulbrich (beide JFC Roswithastadt),

Linus Baar (Eintracht Northeim), Tom-

John Geie (BSC Braunschweig), Seref Özcan

(1. FC Nordenham). -maf-

Neuformierte Auswahl imponiert Hartwig

U 17: Oldenburgs Steven Müller-Rautenberg trumpft im Sturm auf

Südwest – NFV 1:1 (1:0). Zum Abschluss

ließ Hartwig seine Elf im vertrauten

3-5-2 spielen. „Einstellung und Spielverhalten

waren auch in diesem Spiel Klasse“, bescheinigte

der NFV-Coach seinen Schützlingen.

Die Vorarbeit zum Ausgleich der

Niedersachsen leistete der eingewechselte

Steven Müller-Rautenberg, der damit an vier

der insgesamt fünf NFV-Treffer beteiligt war.

NFV-Startformation: Drewes – Grahle,

Rupprecht, Meyer – Thielke, Chamorro,

Dieck, Wohlers, Hauck – Göttel, Visser. Tore:

1:0 Reljic, 1:1 Grahle (60., Müller-Rautenberg).

Das NFV-Aufgebot: Semi Boog, David

Chamorro, Steffen Dieck, Patrick Drewes,

Moritz Göttel, Philip Hauck, Michael Thielke

(alle VfL Wolfsburg), Marcel Ackmann, Tizian

Goudschaal, Matti Grahle, Steven Müller-

Rautenberg, Heiko Visser (alle VfL Oldenburg),

Nicolas Lanwert, Lennard Meyer, André

Wohlers (alle VfL Osnabrück), René Carstens

(Kickers Emden), Kris Fillinger (Twente

Enschede), Julian Rupprecht (alle Hannover

96). -maf-


Gemischtes

26

Mai 2010

U 20-Frauen-WM

U nmittelbar nach der Weltmeisterschaft

in Südafrika startet am

13. Juli in Deutschland die U 20-

Weltmeisterschaft der Frauen. 16

Teams werden in vier Gruppen in den

Städten Bielefeld, Dresden, Bochum

und Augsburg ihre Spiele austragen.

Das Finale wird am 1. August, 15 Uhr

in Bielefeld angepfiffen.

Wie komme ich an Karten für

die FIFA U 20-Frauen-WM 2010?

Der Verkauf der Gruppenkarten

zur FIFA U 20-Frauen-WM 2010 startete

am 17. Februar 2010 über die

offizielle Internetseite FIFA.com/

Deutschland2011. Das so genannte

„20Elf-Ticket" wird den Mitgliedern

aller Fußballvereine angeboten.

Gruppen bestehend aus elf Personen

erhalten 20 Prozent Rabatt. Der Verkauf

der Einzeltickets beginnt am

22. April auf FIFA.com/Deutschland2010.

Ermäßigte Tickets sind für

alle Begegnungen ab 2,50 Euro erhältlich.

(Siehe auch Anzeige auf der

nächsten Seite).

Karen Rotter, vorn Zweite von links, Vorsitzende des NFV-Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball

leitete jetzt die Arbeitstagung der Bezirks- und Kreismädchenrefentinnen und –referenten.

Unterstützt wurde sie dabei von Helge Kristeleit, Referatsleiter Jugendspielbetrieb in der

NFV-Geschäftsstelle, der eine Präsentation für Vereine vorstellte. Den sportlichen Praxisteil übernahm

Ulf Drewes,

der unter

anderem die

Spielformen

Futsal, 4:4 und

das Schnupperabzeichen

anbot. In vier

Arbeitsgruppen

wurden

aktuelle Themen

des Mädchen-

und

Frauenfußballs

ausführlich behandelt.Marion

Demann

stellte die DFB-

Aktion TEAM

2011 vor. Die

Wochenendarbeitstagung

endete mit einer

Feedback-

Runde, in der

Wünsche und

Anregungen

für die Zukunft

besprochen

wurden.

Hier flattert nichts. Höchstens die Nerven der Spieler.

Derbystar-Bälle sind handgenäht, mehrfach getestet und bei allen Platz- und Wetterbedingungen

spielbar. Zudem sind sie PVC-frei und darum geschmeidiger im Ballkontakt sowie präziser im Sprungverhalten.

Und deswegen sind sie natürlich FIFA- oder IMS-approved (International Matchball Standards).

Andrea Rothe (vorn, 2. v.r.), Frauenwartin und Trainerin

in der Fußballabteilung des TVV Neu Wulmstorf, und

22 Fußballer haben jetzt in der NFV-Sportschule Barsinghausen

mit Erfolg die Prüfung zum Trainer C Breitenfußball, Profil

Kinder/Jugend, abgelegt. Die 120-stündige Ausbildung

stand unter Leitung der NFV-Trainer Ulf Drewes und Marcus

Olm, die gemeinsam mit Marek Wanik und Ansgar Pietschmann

auch die Prüfung abnahmen. Die neuen Trainer: Volker

Arnold, Oliver Busse, Mark Lüddecke, Heiner Weidmann (alle

TuS Seershausen/Ohof), Manuel Goldschmidt, Lars Köttner

(beide Buchholzer FC), Christian Bohling (Driftsether SV), Kai

Ellwanger (TSV Wrestedt-Stederdorf), Mike Girenz (FC Viktoria

Thiede), Holger Hahn (TB Wendhausen), Dennis Heymann

(SV Gehlenberg-Neuvrees), Reinhard Kuhlmann (SSC

Dodesheide), Lukas Henry (VfL Jesteburg), Oliver Mageney

(TuS Hipstedt), Fabian Pape (Essen), Heinz-Hermann Potts

(BW Dörpen), Andrea Rothe (TVV Neu Wulmstorf), Thomas

Schaper (Delligser SC), René Schnabel (SG BW Stubben),

Ronnie Stam (SV Glinde-Kornbeck), Olaf Stöber (SV Weddesbüttel-Wedelheine),

Güngör Uzman (TSV Limmer), Christian

Vieth (Alemannia Salzbergen). Foto: Borchers

www.derbystar.de


Mitgliederstatistik

28

Bei den Mitgliederzahlen kann der

Deutsche Fußball-Bund (DFB) für das

Jahr 2010 einen Rekord verzeichnen.

Nach der neuen Statistik stieg die Zahl

auf 6.756.562. Größter Landesverband

des DFB bleibt weiterhin Bayern mit

1.471.697 Mitgliedern. Dahinter folgen

der Fußball- und Leichtathletik-Verband

Westfalen, der unter seinen 841.003 Mitgliedern

allerdings auch die Leichtathleten

registriert, Niedersachsen (675.308),

Württemberg (541.804) und Hessen

(521.919). Kleinster Verband ist Bremen

mit 39.864 Mitgliedern.

Durch 72.100 Neuanmeldungen in

den 25.703 Vereinen wurde damit erstmals

in der 110-jährigen Geschichte des

DFB die Grenze von 6,7 Millionen Mitgliedern

überschritten. Fußball bleibt

folglich die Sportart Nummer eins in

Deutschland – und der DFB der größte

Sportverband im Deutschen Olympischen

Sportbund (DOSB).

Die Mitgliederstruktur des Niedersächsischen

Fußballverbandes ist auf hohem

Niveau stabil geblieben. Während

die Zahl der Mitgliedsvereine von 2.608

auf 2.609 minimal gestiegen ist und

Niedersachsen weiterhin den zweiten

Platz hinter Bayern (4634) und vor Westfalen

(2483) hält, konnte die Zahl der

Fußballspartenmitglieder insgesamt um

rund 4.800 Personen auf 675.308 gesteigert

werden.

Mit 452.338 aktiven Mitgliedern im

NFV bewegt sich diese Zahl nahezu auf

Vorjahresniveau (452.130). Die Zahl der

Mai 2010

Der Bestand des NFV ist

auf hohem Niveau stabil

Niedersachsen belegt Spitzenpositionen unter den 21 Landesverbänden des DFB

Bildung mal anders

KOMM MIT

passiven Mitglieder ist um rund 4.500

auf nunmehr 222.970 angewachsen.

Die Zahl der aktiv am Spielbetrieb teilnehmenden

männlichen Mitglieder hat

geringfügig von 342.148 auf 340.208

abgenommen. Umgekehrt ist die Entwicklung

bei den weiblichen Mitgliedern.

Aktiv üben zur Zeit 39.044 Spielerinnen

den Fußballsport in Niedersachsen

aus; im letzten Jahr waren es

37.902.

Mit 1.050.301 Frauen und Mädchen

wurde bundesweit die Rekordzahl des

Vorjahres noch einmal um 27.477 übertroffen.

Vor fünf Jahren waren noch

870.633 weibliche Mitglieder registriert.

Dies bedeutet in diesem Zeitraum eine

Steigerung von 17,11 Prozent.

Von den 177.039 Mannschaften in

den 21 Landesverbänden des Deutschen

Fußball-Bundes entfallen 82.599 auf die

Jungen bis 14 Jahre, 62.108 auf die über

18-Jährigen, 18.326 auf die Jugendlichen

zwischen 15 und 18 Jahren, 8.665 auf

die Mädchen bis 16 und 5.341 auf die

Frauen. Dabei gab es bei den weiblichen

Teams ein Plus von 924.

Die auf der Grundlage des DFBnet

ermittelte Mannschaftsstatistik des NFV

weist zwar einen Rückgang von insgesamt

460 auf 21.349 spielende Teams

aus. Dennoch belegt Niedersachsen in

dieser Statistik Rang 2 hinter Bayern

(30.444) und vor Westfalen (20.034). Die

Zahl der Herrenmannschaften ist im NFV

von 4.311 auf 4.363 gestiegen. Bei den

Frauenmannschaften ist die Situation mit

nach Spanien!

Bildung mal anders – so kann man es auch verstehen,

wenn KOMM MIT zur Bildungsreise

nach Spanien einlädt. Jedes Jahr im Oktober

bietet KOMM MIT diese Veranstaltung an und zeigt

gemeinsam mit hochkarätigen Trainern, wohin die

Entwicklung im Fußball geht.

Das Programm gliedert sich in theoretische sowie

praktische Einheiten, die unterschiedliche

Schwerpunkte haben. Qualifizierte Trainer (in den

letzten Jahren u.a. Erich Ribbeck, Uli Stielike/Foto,

Urs Meier und Erich Rutemöller) nehmen die Teilnehmer

dabei mit auf eine Reise durch den modernen

Fußball und vermitteln ihr Wissen.

Und auch der Spaß kommt nicht zu kurz; so stehen

z.B. ein Ausflug nach Barcelona und ein Besuch

des „Camp Nou“ auf dem Programm.

Die diesjährige Bildungsreise findet statt vom

24. bis 31. Oktober 2010.

Weitere Infos finden Sie unter www.komm-mit.com

891 zu 877 Mannschaften nahezu unverändert.

Erfreulich bei den Juniorinnen ist eine

Steigerung von 1.528 auf 1.566

Mannschaften. Weniger erfreulich ist hingegen

bei den männlichen Junioren der

Verlust von rund 500 Teams (10.524 auf

10.008).

Die Schiedsrichterstatistik des NFV

weist einen Anstieg um rund 400

Schiedsrichter aus (11.242 auf 11.624).

Besonders erwähnenswert ist hierbei der

Anstieg der Schiedsrichterinnen von bisher

430 auf aktuell 577.

Die meisten Unparteiischen gehören

dem Bayerischen Fußball-Verband

(16.146) an, es folgen Niedersachsen

(11.624), Württemberg (6931) und Hessen

(6505).

In den Landesverbänden des DFB

sind insgesamt 78.468 Schiedsrichterinnen

und Schiedsrichter registriert.

Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies

ein Plus von 217. Unter den 78.468

Referees befinden sich 2699 Frauen,

14.354 Schiedsrichter sind jünger als

18 Jahre.

9605 Schiedsrichterinnen und

Schiedsrichter sind im vergangenen Jahr

neu ausgebildet worden. Dass die Gesamtzahl

an Unparteiischen in Deutschland

dennoch nur um 0,28 Prozent gestiegen

ist, liegt daran, dass 9388

Schiedsrichter ihr Hobby aufgegeben

haben – mithin 217 weniger als im

gleichen Zeitraum ausgebildet werden

konnten.


Namen & Nachrichten

30

Willi Landgraf (links), mit 508 Einsätzen

Rekordspieler der 2. Liga, traf in Barsinghausen

auf den Rekordtorschützen der 2. Liga,

Dieter Schatzschneider (154 Treffer in 201

Spielen). Beide schauten sich das U 14-Spiel

zwischen Niedersachsen und der Auswahl

des westfälischen Leichtathletik- und Fußballverbandes

an. Während Schatzschneider

als Scout im Nachwuchsbereich von Hannover

96 tätig ist, betreut das Ruhrpott-Idol die

U 13-Junioren des FC Schalke 04 und wird in

der kommenden Saison die U 15 der Königsblauen

übernehmen. Zu den begabtesten

Spielern im niedersächsischen U 14-Aufgebot

zählt Tim Dierßen, dessen Vater Bernd (Mitte)

zwischen 1984 und 1989 für Hannover 96 und

Schalke 140 Bundesligaspiele bestritt und

heute Leiter der NFV-Abteilung Controlling

und Finanzen sowie Geschäftsführer des

Sporthotel Fuchsbachtal ist. Foto: Finger

Fanol Perdedaj (links) von Hertha BSC und die deutsche U 19-Nationalmannschaft bestritten in Barsinghausen einen viertägigen Lehrgang.

Unter der Leitung von Horst Hrubesch und seinem Assistenten, NFV-Verbandssportlehrer Thomas Nörenberg, kam es dabei zu einem Testspiel gegen

den Bezirksligisten TSV Barsinghausen (im Bild Heiko Tegt), das die DFB-Auswahl im August-Wenzel-Stadion mit 6:0 gewann. Die Maßnahme in Barsinghausen

diente der Vorbereitung auf die Qualifikationsrunde zur Europameisterschaft. Vom 14. bis 24. Mai bewerben sich Deutschland, Polen, die

Slowakei und Gastgeber Niederlande um das Endrundenticket. Das erste Spiel für die Hrubesch-Elf ist am 18. Mai gegen Polen. Zwei Tage später

steht die Partie gegen die Slowakei auf dem Programm, ehe es am 23. Mai in Venlo zum Duell gegen die Niederlande kommt. Der Sieger darf an der

Endrunde in Frankreich teilnehmen, die vom 18. bis 30. Juli stattfinden wird. Foto: Bratke

Andreas Bergmann (vorne, 2. von

links), von August 2009 bis Januar 2010 Coach

des Bundesligisten Hannover 96, kehrte anlässlich

der Arbeitstagung der niedersächsischen

Kreis-Lehrwarte in der Sportschule Barsinghausen

an seine alte Wirkungsstätte zurück.

In den 1990er Jahren wirkte der heute

50-Jährige als dezentraler NFV-Sportlehrer für

den Bezirk Weser-Ems. Über den Karlsruher SC

(Jugendkoordinator), St. Pauli (Jugendkoordinator,

Trainer der 2. und von 2004 bis 2006

Coach der 1. Mannschaft) führte ihn sein Weg

zu Hannover 96, wo er am 1. Juli 2007 die

U 23-Mannschaft übernahm und Leiter des

Nachwuchsleistungszentrums wurde. In einer

Talkrunde mit den NFV-Verbandssportlehrern

Hans-Werner Hartwig und Thomas Nörenberg

diskutierte Bergmann die Ausbildungsinhalte

und -ansätze von Verband und Profiverein. Zur

neuen Saison wird der gebürtige Südoldenburger

wieder das U 23-Team sowie die Leitung

des Nachwuchsleistungszentrums von

Hannover 96 übernehmen. Foto: Kramer

Mai 2010


Länderspiel

Hannovers Willi Evseev, in dieser Szene im Zweikampf mit Christopher Missilou, bestritt in Cloppenburg und Lingen seine Einsätze sieben und acht für

die deutsche U 18-Nationalmannschaft. Fotos: getty images

„Wir waren über beide Spiele

gesehen die bessere Mannschaft“

Deutsche U 18-Junioren spielen in Cloppenburg und Lingen gegen Frankreich

Niedersachsen war Schauplatz von

zwei Freundschaftsspielen im Rahmen

des deutsch-französischen Jugendlagers.

In Cloppenburg und Lingen trafen die

U 18-Junioren beider Länder aufeinander.

5.000 Zuschauer in der ausverkauften

Arena Oldenburg Münsterland verfolgten

zunächst ein 1:1-Remis. Die DFB-Elf von

Trainer Marco Pezzaiuoli ging in der 21. Minute

durch den Wolfsburger Kevin Scheidhauer

in Führung, musste aber in der 88.

Minute noch den Ausgleich hinnehmen.

„Mit dem Spiel kann ich zufrieden sein, mit

dem Ergebnis dagegen nicht“, meinte DFB-

Trainer Marco Pezzaiuoli im Anschluss und

erklärte: „Wir haben gerade in der ersten

Halbzeit ein sehr gutes Pressing gespielt sowie

ein gutes Direktspiel und schöne Kombinationen

gezeigt. In dieser Phase hätten

wir das 2:0 machen müssen. Die Franzosen

waren nur über Standardsituationen gefährlich.

Leider ist so dann auch der Ausgleich

gefallen.“

Zwei Tage später machten es seine

Schützlinge dann besser. In Lingen sorgten

Elias Kachunga von Borussia Mönchengladbach

per Kopf (25. Minute) und sein Vereinskollege

Yunus Malli für einen 2:0-Erfolg.

„Der Sieg war unter dem Strich verdient.

Wir haben diesmal nach Standard-

situationen nichts zugelassen und unsere

eigenen Chancen genutzt“, zeigte sich

DFB-Trainer Marco Pezzaiuoli zufrieden und

zog ein positives Fazit der vergangenen Tage:

„Wir waren über beide Spiele gesehen

die bessere Mannschaft.“

Marco Pezzaiuoli hatte insgesamt 25

Spieler für die Freundschaftsspiele gegen

den Nachwuchs der „Equipe Tricolore“ in

seinen Kader berufen. Darunter die niedersächsischen

Auswahlspieler Christopher

Avevor und Willi Evseev von Hannover 96,

Akaki Gogia und Kevin Scheidhauer vom

VfL Wolfsburg sowie Nils Röseler, der beim

SV Bad Bentheim groß wurde und seit 2007

für Twente Enschede spielt. Mit Christopher

Buchtmann vom FC Fulham stand ein weiterer

ehemaliger Niedersachse im DFB-Aufgebot.

Röseler und Scheidhauer nahmen anschließend

auch an der Dubai-Reise vom 3.

bis 13. April teil. Als nächste Aufgaben stehen

für die deutschen U 18-Junioren zwei

Länderspiele in Kroatien auf dem Programm

(4. und 6. Mai).

Die Spiele in der Statistik

Deutschland – Frankreich 1:1 (1:0)

Deutschland: Ter Stegen (Borussia

Mönchengladbach) – Avevor (Hannover

96), Hofstetter (1860 München), Mustafi

(FC Everton), Plattenhardt (1. FC Nürnberg)

– Malli (Gladbach), Zimmermann (Karlsruher

SC), Evssev (Hannover 96) – Gogia (VfL

Wolfsburg), Kargbo (Hertha BSC), Scheidhauer

(VfL Wolfsburg).

Eingewechselt: 70. Hoffmann (1899

Hoffenheim) für Evseev, 76. Thomalla (1899

Hoffenheim) für Malli und Röseler (Twente

Enschede) für Zimmermann, 80. Janzer (VfB

Stuttgart) für Kargbo, 83. Unzola (Borussia

Dortmund) für Scheidhauer.

Tore: 1:0 Scheidhauer (21.),1:1 Belfoldil

(88.). Zuschauer: 5.000 in Cloppenburg.

Deutschland – Frankreich 2:0 (1:0)

Deutschland: Schwolow (SC Freiburg)

– Schilk (1860 München), Unzola (Borussia

Dortmund), Sabah (Schalke 04), Mustafi (FC

Everton) – Röseler (Twente Enschede), Janzer

(VfB Stuttgart), Hoffmann (1899 Hoffenheim),

Kachunga (Gladbach) – Buchtmann

(FC Fulham), Thomalla (1899 Hoffenheim).

Eingewechselt: 46. Bosseler (Gladbach)

für Hoffmann, 58. Albutat (SC Freiburg)

für Janzer, 71. Gogia (VfL Wolfsburg)

für Buchtmann, 86. Malli (Gladbach) für

Schilk und Avevor (Hannover 96) für Unzola.

Tore: 1:0 Kachunga (25.), 2:0 Malli

(87.). Zuschauer: 1.500 in Lingen.

Mai 2010 31


DFB-Kongress

32

In der ersten Reihe von links: Eugen Gehlenborg (1. Vizepräsident des NFV), Dr. h.c. Engelbert Nelle (NFV-Ehrenpräsident), Stefan Hans (DFB-Direktor),

Karl Rothmund (NFV-Präsident), Horst R. Schmidt (DFB-Schatzmeister) und Dr. Theo Zwanziger (DFB-Präsident). Fotos: Burghard Neumann

Mai 2010

Zwanziger: „Fußball findet in

erster Linie in der Breite statt“

3. DFB-Kongress mit Kreis- und Bezirksvorsitzende aus den

Regionalverbänden Nord und Nordost in Hannover

Zahlen drücken Wirklichkeit aus. Zwar Themen zu besprechen“, hatte der DFBdurften

sich die Vorsitzenden der Fuß- Präsident die Veranstaltung im hannoverballkreise

aus dem Norden Deutschschen Congress-Centrum vor den 366 verlands

darüber freuen, dass der Deutsche sammelten Vertretern der norddeutschen

Fußball-Bund auch 2010 eine neue Rekord- Basis eröffnet. Ulrich Wolter, Gesamtkoormitgliederzahl

verkünden konnte.

dinator des WM-OK, referierte anschlie-

6.756.562 Mitglieder sind aktuell unter ßend über die nächste Weltmeisterschaft,

dem Dach des DFB organisiert, und DFB- die Frauen-Weltmeisterschaft 2011. Mehr

Präsident Dr. Theo Zwanziger, der am Mor- als 208.000 Eintrittskarten sind schon jetzt

gen wegen des Vulkanstaubs in der Luft für dieses Großereignis verkauft, und der

nicht fliegen konnte, und kurz entschlossen große Ansturm wird erst nach dem Män-

mit dem Dienst-Mercedes nach Hannover nerturnier in Südafrika erwartet. Dann

geeilt war, sagte sogar: „Wir

können den Blick auf die sieben

Millionen richten.“ Doch ganz

sorgenfrei blickt auch der Fußball

in Deutschland nicht in die

Zukunft.

Zum dritten Mal hatte der

DFB die Kreis- und Bezirksvorsitzenden

Nord und Nordost zu einem

Kongress eingeladen. Um

über die aktuellen Fußball-Themen

zu informieren. Und um

seine Basis für die Herausforderungen

der Zukunft zu wappnen:

Wettmanipulationen, eine

alternde Bevölkerung, der

wachsende Anteil von Menschen

mit Zuwanderungsgeschichte,

die Konkurrenz durch

kommerzielle Sportanbieter –

um nur einige Stichworte zu

nennen.

„Der Fußball ist nicht nur

die Nationalmannschaft und die

Bundesliga, der Fußball findet in

erster Linie in der Breite bei den

26.000 Vereinen statt. Es ist uns Zwei Delegierte des NFV: Heinrich Eickhoff, NFV-Kreisvorsitzender Soltau-Fal-

wichtig, auch auf Ebene der lingbostel, und Jürgen Stenken, Spielausschussvorsitzender im NFV-Kreis

Kreise und Bezirke die aktuellen Osterholz.

dreht sich das Scheinwerferlicht stärker auf

die Frauen-WM in Deutschland. Bei der

WM-Kampagne „TEAM 2011“ haben sich

schon heute über 12.300 Vereine und

Schulen angemeldet.

Immer neue

Erfolgsmeldungen

Eitel Sonnenschein also, und wirklich

sorgt gerade die Entwicklung beim Mädchen-

und Frauenfußball für immer neue

Erfolgsmeldungen. Doch in Hannover

wurden auch Fehlentwicklungen

angesprochen. Laut einer

Befragung der Deutschen Sporthochschule

Köln fühlen sich heute

44 Prozent der Vereine bedroht.

2007 lag der Wert noch

bei 25 Prozent. Fehlendes Geld

in der Vereinskasse – die Wirtschaftskrise

lässt grüßen – und

Schwierigkeiten beim Rekrutieren

ehrenamtlicher Mitarbeit

machen den Klubs zu schaffen.

Immer häufiger spielen Fußballer

auch außerhalb der Vereine, entweder

im Park oder in den „Soccer-Hallen“

kommerzieller Anbieter.

2004 waren 71 Prozent

aller Fußballer in einem Fußballverein

organisiert, 2009 sind es

laut Zahlen von Sport + Markt

nur noch 59 Prozent, während

der Anteil der „unorganisierten“

Fußballer von 20 auf 33 Prozent

gestiegen ist.

„Die Probleme der Vereine

sind in den vergangenen Jahren

aufgrund des demographischen

Wandels und Veränderungen in ➤


NFV-Vertreter im hannoverschen Congress-

Centrum von links: Die Kreisvorsitzenden

Detlef Winter (Hildesheim), August Borchers

(Holzminden) mit NFV-Schatzmeister Herbert

Lange.

der Sportlandschaft gewachsen“, sagte

DFB-Direktor Willi Hink. „Wir alle als

Dienstleister des Vereinsfußballs müssen

ihr Leistungsspektrum noch stärker auf

die Problemlösungen für die Vereine ausrichten.“

DFB-Direktor Helmut Sandrock informierte

zum Abschluss des Nachmittags

über die wachsende Gefahr durch Wettmanipulationen,

insbesondere durch den

asiatischen Wettmarkt. „Früher waren

das Einzeltäter. Heute handelt es sich

um die organisierte Kriminalität organisierter

Banden.“ Die großen nationalen

und internationalen Verbände wehren

sich mit dem Ausbau der Überwachungssysteme.

„Wir sind da. Und wen

wir beim Manipulieren erwischen, der

wird rigoros bestraft“, sagte Sandrock.

Und nannte dann noch ein paar Zahlen

der Wirklichkeit: Alleine auf dem asiatischen

Markt werden pro Bundesligaspiel

bis zu 15 Millionen Euro gewettet. In

der erfolgreichen 3. Liga setzen die

Asiaten pro Spiel eine Million Euro.

August-Wilhelm Winsmann (rechts), NFV-Bezirksvorsitzender Hannover,

im Gespräch mit Hans Michael Rabe, Kreisvorsitzender Hannover-Stadt.

Dr. Theo Zwanziger in seiner Eröffnungsansprache im hannoverschen Congress-Centrum

DFB live mit Horst Hrubesch

und Steffi Jones

Den Kongress beendete am Abend

ein „DFB live“ mit den Talkgästen Horst

Hrubesch, DFB-Schatzmeister Horst R.

Schmidt und Frauen-WM-Chefin Steffi

Jones. Hrubesch, der für seine Europameistertitel

bei den Junioren zum „DFB

Trainer des Jahres“ gewählt worden war,

verriet sein von Ernst Happel einst gelerntes

Trainermotto: „Du musst nur wissen,

warum du verloren hast, und nicht,

warum du gewonnen hast.“ Horst R.

DFB-Kongress

Schmidt, der als Berater der Südafrika-

WM bereits seine zehnte WM organisiert,

36 Mal nach Südafrika geflogen ist

und dabei eine Million Bonusmeilen angesammelt

hat, brach eine Lanze für das

kommende Großereignis: „Es wird organisatorisch

alles klappen. Ich hoffe nur,

dass auch die südafrikanische Mannschaft

sportlich mithalten kann.“ Und

Steffi Jones machte Werbung für die

U 20-Weltmeisterschaft, die am 13. Juli

in Augsburg, Dresden, Bochum und Bielefeld

startet: „Das wird ein Weltklasseturnier.“

Quelle: www.dfb.de ■

Andreas Wittrock (rechts), Vorsitzender des NFV-Kreises Pyrmont, im Gespräch

mit seinem Kollegen Dieter Plaggemeyer (Diepholz).

Mai 2010 33


DFB-Ehrenamt

34

Die NFV-Ehrenamtspreisträger vor dem niedersächsischen Landtag mit Landtagsvizepräsidentin Astrid Vockert (vorn links). Sie öffnete die Türen des

Landtags, führte die Gäste in den Plenarsaal und informierte über die Arbeit der Abgeordneten. Neben Frau Vockert NFV-Vizepräsident Ferdinand

Dunker und vorn rechts Landesehrenamtsbeauftragter Helmut Buschmeyer, Neben ihn Andrea Hoffmeister aus der NFV-Geschäftsstelle, die das

Dankschönwochenende organisiert hat. Foto: Kramer

Fußballer brauchen hin und wieder einen

Motivationschub, um Höchstleistungen

bringen zu können. Ehrenamtler dagegen

leben vor allem von ihrer Inspiration und

Hilfsbreitschaft. Sie stellen sich nicht in den

Mittelpunkt, sondern sorgen dafür, dass der

Fußball im Verein überhaupt rollen kann.

NFV-Landesehrenamtsbeauftragter Helmut

Buschmeyer und NFV-Vizepräsident Ferdinand

Dunker betonen dies gleich zu Beginn

des Dankeschönwochenendes in Barsinghausen,

an dem die 47 Kreisehrenamtspreisträger

teilnehmen.

Die Frauenquote ist dabei erstaunlich

hoch. 17 der 31 Geehrten sind weiblichen

Mai 2010

Plädoyer für bessere

Danksagungskultur

Appell des NFV-Landesehrenamtsbeauftragten Helmut Buschmeyer

beim Dankeschönwochende der DFB-Ehrenamtsaktion in Barsinghausen

Geschlechts. Da der NFV seit Jahren die Kreisehrenamtspreisträger

mit ihren Lebenspartnerinnen

und -partnern zum Dankeschönwochenende

nach Barsinghausen einlädt, ist es

auch diesmal wieder ein unterhaltsames Familientreffen.

„Die Ausübung des Ehrenamtes

ist ohne die bessere Hälfte gar nicht möglich,

meint Dunker. Buschmeyer erklärt, dass

es zum Ehrenamt keine Alternative gebe. Die

ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

zeichneten sich durch vorbildlichen

Einsatz zum Wohle des Vereins aus.

Es folgt die Übergabe der Urkunden und

Uhren. Jeder einzelne Preisträger wird auf die

Bühne gebeten und von Buschmeyer und

Die niedersächsischen Ehrenamtspreisträger 2009

Bezirk Braunschweig: Klaus Verley (SV Wacker

Braunschweig, Trainer Mädchen-Kreisauswahl

Braunschweig), Mario Politz (FSV Adenbüttel Rethen,

Betreuer Altherrenmannschaft), Detlef Dornieden

(SV Germania Breitenberg, Fußball-Obmann

Damen/Mädchen), Tatjana Laskowsky (TSV

Lochtum, Jugendleiterin), Dieter Beermann (TSV

Ochensdorf, 2. Vorsitzender), Dieter Krenzke (SVG

GW Bad Gandersheim, Betreuer Jugendmannschaften,

Fördervereinsvorsitzender), Volker Hippe

(TSC Dorste, Mitglied Fachausschuss Fußball), Gabriele

Zapf (VfB Peine, Trainerin/Abteilungsleiterin

Mädchen- und Frauenfußball), Armin Pengel (MTV

Lichtenberg, Trainer/Betreuer B- und C-Juniorinnen),

Harry John (ESV Wolfenbüttel, Schatzmeister),

Albert Fröhlich (TSV Sülfeld, Sonderbeauftragter

Bauwesen)

Bezirk Hannover: Wilhelm Wilker (TSV

Holzhausen-Bahrenborstel, Trainer/Betreuer im

Frauen- und Mädchenbereich), Horst Wiechens

(TSV Bisperode, Trainer/Betreuer von Jugendmannschaften),

Reinhold Hinz (SV Germania

Helstorf, Leiter Jugendfußball), Uwe Bartels

(Hannover 96, Spartenleiter Frauenfußball), Karl-

Heinz Liebe (TSV Irmenseul, Vorsitzender), Siegfried

Ross (SV 06 Holzminden, Mitglieder- und

Sozialwart), Guido Schmidt (SG Schamerloh,

Vereinskassenwart, Betreuer Fußballdamen), Harald

Schwartz (SG RW Stadthagen, stellvertretender

Vorsitzender)

Bezirk Lüneburg: Eckart Borges (TuS Bergen,

Jugendobmann NFV-Kreis Celle), Thomas

Söhle (MTV Lüdingworth, seit 1978 in verschiedenen

Aufgabenbereichen), Franziska und Katharina

Zint (SV Viktoria Rethem, Trainerinnen der Juniorinnenmannschaften),

Bianca Strey (TSV Elstorf,

Trainerin/Managerin für Frauen- und Mädchenfußball),

Petra Schernikau (SV Lemgow-Dangenstorf,

Betreuerin Mädchenfußball), Bärbel Schlatermund

(TuS Erbstorf, Trainerin und Betreuerin), Joann

Glunz (TV „Gut Heil“ Axstedt, Jugendbetreuerin),

Urda Borchers (SV Viktoria Oldendorf, erweiterter

Vorstand, Betreuerin, Kassiererin), Bernd

Ehlers (SV Bliedersdorf, Jugendfußballobmann),

Otto Wiesing (SV Jelmstorf, Vorsitzender), Heidi

Frede (TSV Lohberg, 2. Vorsitzende, Trainerin)

Bezirk Weser-Ems: Ebba Kritzer (SVE Wildenloh,

Jugendleiter, Schriftführer), Gaby Kahle

Dunker dekoriert. Die Auszeichnungen seien

kein Abschiedsgeschenk, sondern ein Grund

mehr, weiterzumachen, betont am Sonntag

NFV-Präsident Karl Rothmund. In einer Diskussionsrunde

meint Dieter Krenzke von der

SVG GW Bad Gandersheim, dass mit dieser

Auszeichnung sein Lebenswerk gewürdigt

werde und spricht damit allen Kolleginnen

und Kollegen aus dem Herzen. Die Unterstützung

der Vereine für die Ehrenamtlichen werde

öffentlich kaum wahrgenommen, meint

Monika Nieberding vom TV Dinklage.

1997 ist die DFB-Ehrenamtsaktion vom

damaligen Präsidenten Egidius Braun ins Leben

gerufen worden. Mit dem Ziel, die

(TuS Westerende, Abteilungsleiterin Mädchenfußball),

Harald Koning (VfL Weiße Elf Nordhorn,

Abteilungsleiter Mädchenfußball), Hermann

Behrens (SV SW Lindern, Jugendobmann),

Björn Jung (SV Astederfeld, Fußballjugendleiter),

Michaela Füller (TV Jahn Delmenhorst, Jugendleiterin

Juniorinnenfußball), Richard Weber (FT

03 Emden, Jugendleiter und Leiter Spielausschuss),

Heinz Specker (SV RW Heede, stellvertretender

Damen- und Jugendwart), Jürgen Ferdinand

(VfB Uplengen, Jugendkoordinator), Doris

Prey-Klaassen (TSV Groß Ippener, Jugendbetreuerin),

Horst Rickels (VfL Oldenburg, Organisator

Herrenbereich, Staffelleiter Kreisliga 5),

Martina Thale (GW Schwagstorf, Mädchenbetreuerin,

Trainerin), Reinhard Sanner (SV Eintracht

Osnabrück, Schiedsrichter/Schiedsrichter-

Koordinator und andere Aufgaben), Monika

Nieberding (TV Dinklage, Beauftragte für Frauen-

und Mädchenfußball), Sigrid Brendel (1. FC

Nordenham, Förderin des Frauen- und Mädchenfußballs),

Peter Eilts (WSC Frisia Wilhelmshaven,

1. Vorsitzender), Rolf Schuirmann (SV

Fulkum, Jugendwart)


Der Höhepunkt

Dank der großzügigen Unterstützung

von 96-Klubchef Martin Kind

(Bildmitte) konnten sich die Kreisehrenamtspreisträger

den glanzvollen

4:2-Sieg der Hannoveraner

gegen Schalke 04 live im Stadion

ansehen. Sie waren an diesem Tag

Ehrengäste von Martin Kind. Vor

dem Spiel gab es eine interessante

Stadionführung und eine tolle Bewirtung

im VIP-Bereich. Links auf

dem Foto Andreas Wittrock, NFV-

Kreisvorsitzender Hameln-Pyrmont

und Mitglied der NFV-Ehrenamtskommission.

Rechts Ehrenamtspreisträger

Horst Wiechens

(TSV Bisperode, Trainer/Betreuer

von Jugendmannschaften).

Foto: Hannover 96

Vereine durch das Ehrenamt noch weiter zu

stärken. So gibt es in Deutschland über eine

Millionen Frauen und Männer, die sich ehrenamtlich

im Verein engagieren, berichtet Buschmeyer.

Ex-Nationalspieler Uwe Seeler spreche,

so der Landesehrenamtsbeauftragte, mit

Hochachtung über das Ehrenamt. Verantwortung

für andere zu übernehmen und Mitarbeiter

zu gewinnen gehören nach Buschmeyer zu

den wichtigsten Kriterien des Ehrenamtes. Die

Zahl der Vereinsehrenamtsbeauftragten in den

Vereinen schätzt er auf rund 1500 in Niedersachsen.

Ein gutes Vereinsleben könne nur dann

entstehen, wenn die Teamarbeit funktioniere.

Leider gebe es in vielen Vereinen keine Danksagungskultur.

„Unsere Vereine brauchen ein positives

Image, dabei müssen die ehrenamtlichen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine

Vorbildfunktion ausüben, berichtet Buschmey-

er. Am Beispiel der DFB-Aktion Team 2011

nennt Andrea Hoffmeister aus der NFV-Geschäftsstelle

eine interessante Zahl: „Von 2609

Vereinen in Niedersachsen haben sich 1030 für

diese Aktion angemeldet. Das sind 39,9 Prozent.“

Wie wichtig das Ehrenamt im Fußball

ist, verdeutlichte auch WM-Botschafterin

und Ex-Nationalspielerin Britta Carlson:

„Meine Betreuer und Trainer in jungen Jahren

haben alle ehrenamtlich gearbeitet. Ohne

sie hätte ich es bis zur Nationalspielerin

nicht geschafft.“ Derzeit ist sie fast jeden

Tag als WM-Botschafterin in Norddeutschland

unterwegs. Sie ist Ansprechpartnerin

für Kindergärten, Schulen und Vereine. „Wir

möchten, dass unsere Stadien bei der Frauen-WM

im nächsten Jahr auch bei den Spielen

ohne deutsche Beteiligung gut besucht

sind“, wünscht sich die WM-Botschafterin.

DFB-Ehrenamt

Bisher sind schon über 200.000 Tickets verkauft

worden.

Über die Attraktivität des Frauenfußballs

wird nach dem Vortrag diskutiert. Auf die Frage,

warum die Stadien bei Spielen relativ leer

sind, antwortet Britta Carlson: „Zum Frauenfußball

kommen dann mehr Zuschauer, wenn

die Spiele einen Eventcharakter erhalten. Dafür

müssen die Verantwortlichen auch Geld in die

Hand nehmen.“ Als Helmut Buschmeyer eine

Frage zum Damenfußball stellt, wird er postwendend

von der WM-Botschafterin freundlich

aufgefordert, doch den Titel Frauenfußball zu

benutzen. Unabhängig davon plädiert Carlson

dafür, dass junge talentierte Spielerinnen in

Jungenmannschaften anfangen sollten.

Der Auftritt der charmanten Britta Carlson

beendet das dreitägige Dankeschönwochenende

im Sporthotel Fuchsbachtal.

Reiner Kramer ■

Ein Blick in den Saal Niedersachsen des Sporthotel Fuchsbachtal, in dem die Kreisehrenamtspreisträger ausgezeichnet wurden. Foto: Kramer

Mai 2010 35


Profis in der Schule

36

Wer nicht gewusst hat, dass es sich um

eine Veranstaltung mit Fußballprofis

von Hannover 96 handelt, hätte meinen

können, er sei auf einem Boygroup-Konzert.

Die Lautstärke glich zumindest einem

Musikereignis jener Art, als Karim Haggui, Jan

Rosenthal und Hendrik Hahne in die Turnhalle

des Schulzentrums an der Liebigstraße einliefen.

Eingeladen hatten der Niedersächsische

Fußballverband (NFV) und Radio ffn unter

dem Motto „Profis in der Schule“. Das Projekt

wird von den Bundes- und Regionalligisten

wie Hannover 96, VfL Wolfsburg, Werder Bremen,

VfL Osnabrück, Eintracht Braunschweig

und dem FC St. Pauli unterstützt.

ffn-Moderator Maik Pagels hatte alle

Hände voll zu tun. Der Nachwuchs der Astrid-

Lindgren Grundschule,der Hauptschule Holzminden,

der Dr. Jasper-Realschule und der

Förderschule reichten bereits vor Beginn der

Veranstaltung Unmengen Karten ein, auf die

er seine Fragen geschrieben hatte. Die wollten

alle beantwortet werden. Die Profis nahmen

sich dafür eine ganze Stunde lang Zeit.

Essen alle Fußballer Nutella oder ist es einem

Profi peinlich, wenn er statt ins Tor nur daneben

schießt? Diese und viele andere Fragen

lagen den zahlreichen Schülerinnen und

Schülern auf der Zunge. Sie hatten den Projekttag

des NFV in ihre Stadt geholt und erlebten

die 96-Spieler jetzt hautnah. Hendrik

wurde zugleich gefragt, was sich denn hinter

der Abkürzung U23 verbirgt, Karim erklärte,

warum er am vergangenen Spieltag gegen

Schalke 04 ein blaues Auge davongetragen

hatte und „Rosi“ betonte, dass er trotz seiner

Fußballkarriere immer noch ein „normaler

Mensch“ sei.

Mai 2010

Bei so viel Training hat

Nutella keine Chance

Karim, Rosi und Hendrik besuchen Schulzentrum in Holzminden

Auch Präsident Martin Kind war eigens

für die Veranstaltung nach Holzminden gereist.

Er stellte den Verein Hannover 96 noch

einmal kurz vor und hob hervor, dass dieser

noch mehr biete als Fußball. „Breitensport ist

die Basis, auf der vor allen Dingen auch Jugendliche

Sport treiben und sich integrieren

können“, erklärte Kind, bevor es zur Autogrammstunde

ging, und die sechs Spielerhände

fleißig die Stifte heiß schrieben.

So richtig zur Sache ging es dann auf

dem Street-Soccer-Court, als die 96er gegen

eine Schülerauswahl kicken durften. Karim,

Rosi und Hendrik zeigten Herz und ließen die

Partie mit 7:7 enden. Mit diesem Ergebnis er-

Zulassungsverfahren zur

Oberliga Niedersachsen

48 NFV-Vereine reichen fristgerecht ihre Unterlagen ein

niedersächsische Fußballvereine haben

48sich für die kommende Spielzeit

2010/11 um einen Platz in der eingleisigen

Oberliga Niedersachsen beworben. Zum

31. März 2010 reichten sie fristgerecht ihre

Unterlagen zur Prüfung beim Niedersächsischen

Fußballverband (NFV) ein. Hintergrund

ist das zur Saison 2004/05 eingeführte Zulassungsverfahren

für NFV-Vereine auf Verbandsebene.

Sechs Klubs aus den beiden

niedersächsischern Oberligen haben zusätzlich

beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine

Regionalliga-Lizenz beantragt.

Für einen Platz in der Oberliga Niedersachsen

haben sich beim NFV aus den einzelnen

Spielklassen beworben:

Bezirksoberliga Braunschweig (3 Vereine):

TSV Hillerse, RSV Göttingen 05, MTV Wolfenbüttel

Im Street-Soccer-Court mit ihren prominenten Gästen: Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums

in Holzminden freuten sich über den Besuch von Hendrik Hahne, Maik Pagels, Jan Rosenthal

und Karim Haggui (hintere Reihe von links).

Bezirksoberliga Hannover (3): 1. FC

Germania Egestorf, TSV Burgdorf, Arminia Hannover

Bezirksoberliga Lüneburg (2): SV Teutonia

Uelzen, SV Eintracht Lüneburg

Bezirksoberliga Weser-Ems (5): SV

Schüttorf 09, SV Holthausen-Biene, BW Hollage,

SC Melle 03, SC BW Papenburg

Oberliga Niedersachsen Ost (16): SV Ahlerstedt-Ottendorf,

BW Bornreihe, Eintracht

Braunschweig II, FT Braunschweig, RW Cuxhaven,

SpVgg Drochtersen/Assel, MTV Gifhorn,

SVG Göttingen, TuS Heeslingen, VfV Borussia

Hildesheim, FC Hansa Lüneburg, Eintracht Northeim,

VSK Osterholz/Scharmbeck, TSV Ottersberg,

TuS Güldenstern Stade, U.S.I. Lupo Martini

Wolfsburg

Anmerkung: Eintracht Braunschweig II,

SpVgg Drochtersen-Assel und TSV Ottersberg

reichten die Profis zu einhundert Prozent ein

Ziel dieser Veranstaltung: Den Spaß am Fußball

zu vermitteln.

Übrigens verriet Rosi in der „Single-Runde“

(alle drei sind zurzeit ohne Freundin)

noch, dass er und seine Teamkollegen soviel

Sport treiben würden, dass Nutella gar nicht

erst ansetzen könne. Karim indes würde

wahrscheinlich „Chefkoch sein“, wenn er

nicht gerade die Fußballer-Laufbahn eingeschlagen

hätte und vielleicht einmal mit Hendrik

sein Lieblingsgericht „Hähnchenbrustfilet

mit Reis“ kochen, wenn der Kapitän der junge

Roten“ sich nicht gerade eine Woche

lang über eine vergebene Torchance ärgert.

haben sich beim DFB zusätzlich für einen Platz in

der Regionalliga Nord beworben. Keine Bewerbungen

gab der BSV Ölper ab.

Oberliga Niedersachsen West (16): SV

Bad Rothenfelde, SV Bavenstedt, VfL Bückeburg,

BV Cloppenburg, BSV Kickers Emden, Preußen

Hameln, TSV Havelse, SC Langenhagen, SV

Meppen, SV Eintracht Nordhorn, VfB Oldenburg,

VfL Oldenburg, VfL Osnabrück II, VfL

Oythe, SV Ramlingen-Ehlershausen, BSV SW

Rehden

Anmerkung: BV Cloppenburg, TSV Havelse

und VfB Oldenburg haben sich beim DFB zusätzlich

für einen Platz in der Regionalliga Nord

beworben. Keine Bewerbung gab Germania

Leer (kein Spielbetrieb in der Oberliga Niedersachsen

mehr) ab.

Regionalliga (3): Goslarer SC 08, Hannover

96 II, SV Wilhelmshaven

Die niedersächsische Zulassungskommission

tagt am 7. Mai 2010. Ihr gehören an: Vorsitzender

Günter Distelrath (Geschäftsführer Sparkassenverband

Niedersachsen), Gerhard Oppermann

(Mitglied des Vorstandes Hannoversche

Volksbank), Jens-Peter Hecht (NFV-Medienkommission),

Thomas Hesse (Vors. NFV-Kommission

Prävention und Sicherheit) sowie Klaus

Berster (Geschäftsführer der Firma Thermocolor

GmbH). bo


Den Fußballrasen

optimal nachsäen

Deutlich schnellere Entwicklung durch Headstart® und Proradix®Turf

(rechts) im Vergleich zu unbehandeltem Saatgut (links).

Nur speziell für Strapazierrasen gezüchtete Rasengräser halten

die hohe Belastung auf einem Rasensportplatz aus. Diese

leistungsfähigen Rasengräser sind jedoch teurer als Rasengräser

mit geringerer Belastbarkeit. Aus falsch verstandener Sparsamkeit

werden deshalb leider immer wieder ungeeignete Saatgutmischungen

verwendet. Diese sind zwar beim Kauf billig, kommen

aber später teuer zu stehen. Der Rasen wird nicht dicht, ist nur gering

belastbar und es fällt viel Schnittgut an. Mehrarbeit und erneute

Kosten sind die Folge.

Top-Rasengräser, wie sie in den EUROGREEN Saatgutmischungen

für die Neuanlage und Nachsaat ausschließlich verwendet

werden, bilden dagegen besonders dichte und höchst belastbare

Rasennarben. Außerdem sind sie schnittverträglich und ganzjährig

grün. Woran erkennt man nun eine gute Mischung für den Fußballrasen?

Entscheidend für die Qualität ist die Arten- und Sortenzusammensetzung.

Für die Neueinsaat kommen nur Mischungen mit den

Arten Ausdauerndes Weidelgras (Lolium perenne) und Wiesenrispe

(Poa pratensis) in Frage. Besonders beachtet werden muss hierbei

die Sortenzusammensetzung: Nur optimal aufeinander abgestimmte

Sorten wie Lorettanova, Loretta, Vesuvius, Julius, Cocktail und

Limousine bieten die Gewähr für einen Top-Rasen.

Bei der in der Spielpause anstehenden Nachsaat (z.B. Perforationssaat)

ist natürlich Eile angesagt, damit der Rasen zu Saisonbeginn

wieder dicht ist. Hier bieten Ihnen die WM-Rasen® Regenerations-

und Sportasenmischung von EUROGREEN einen sichtbaren

Vorteil: Beide Mischungen sind komplett mit Headstart® und mit

Proradix®Turf behandelt. Mit dieser Behandlung wird die Keimzeit,

insbesondere die der Wiesenrispe, um einige Tage verkürzt und

das Saatgut optimal vor Pilzkrankheiten während der Keim- und

Etablierungsphase geschützt. Der Rasen wird schneller dicht und

früher belastbar. Zwei entscheidende Gründe, den Saatgutmischungen

der Rasenmacher zu vertrauen.

Bei Fragen zur Nachsaattechnik und Auswahl der Saatgutmischung

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Mai 2010 37


FIFA-WM 2010

38

Die Mexikaner feierten 2006 in Göttingen Fiesta. Nun werden sie auch in Südafrika für Stimmung sorgen. Fotos (4): Imago

Beenhakker wird vom

Helden zum Sündenbock

Nur zwei der vier niedersächsischen WM-Gäste von 2006 sind auch in Südafrika dabei –

Polen und Trinidad & Tobago schauen zu –

Mexiko qualifiziert sich direkt und Frankreich hilft ein Skandal-Tor

Von GERRIT NOLTE und

MATTHIAS FREESE

(Rotenburger Kreiszeitung)

Bialo-czerwoni, Les Bleus,

El Tri und die Soca Warriors.

Hinter diesem Namen

verbergen sich vier Fußball-Nationalmannschaften,

die

im Juni 2006 die Stimmung der

Weltmeisterschaft nach Niedersachsen

brachten. Das polnische

Team, genannt die Rot-

Weißen, gastierte direkt beim

Niedersächsischen Fußballverband

in Barsinghausen, Vize-

Weltmeister Frankreich (Les

Bleus) sorgte in Aerzen für Furore,

die Mexikaner feierten in

Göttingen Fiesta und Trinidad/

Tobago verzauberte Rotenburg

(Wümme). Viel ist von diesem

Glanz jedoch nicht geblieben –

nur zwei Teams haben sich für

die WM 2010 in Südafrika qualifiziert.

Doch was ist in den

vergangenen fast vier Jahren

bei diesen Nationen passiert?

Von der Euphorie, die die

Polen am Deisterrand entfacht

Gefeierter Torschütze: Frank Ribery erzielte am 27. Juni 2006 im hatten, ist nichts geblieben.

WM-Achtelfinale in Hannover zwischen Frankreich und Spanien Als die Auslosung für die WM-

(3:1) den zwischenzeitlichen Ausgleich für „Les Bleus“. Endrunde im Juni erfolgte –

Mai 2010

fehlte bialo-czerwoni unter den 32 Startern.

Rang fünf mit elf Punkten in der Qualifikationsgruppe

3 hinter Slowakei, Slowenien,

Tschechien und sogar Nordirland sorgten für

eine Krise. Schon nach der WM 2006 schien

die Stimmung auf dem Nullpunkt. Denn

nach der Vorrunde mussten sie Deutschland

und Ecuador den Vortritt lassen und flogen

raus.

Danach flog auch Trainer Pawel Janas,

der schon während des Turniers stark unter

Beschuss gestanden hatte. Er wurde durch

den Niederländer Leo Beenhakker ersetzt.

Dieser wiederum konnte die Erwartungen

auf eine erfolgreiche Qualifikation nicht erfüllen

– und wurde am drittletzten Qualifikations-Spieltag

nach dem 0:3 gegen Slowenien

vor laufenden Fernsehkameras von Verbandspräsident

Grzegorz Lato gefeuert.

Den tiefsten Sturz aus dem damaligen

Kader hatte Ebi Smolarek erlebt. Der ehemalige

Stürmer von Borussia Dortmund war

von Sommer bis Dezember 2009 vereinslos

und ging stempeln, gehörte aber weiterhin

der Nationalmannschaft an. Mittlerweile

geht er für den griechischen Erstligisten Kavala

FC auf Torejagd. Ganz im Gegenteil zu

manch anderem Kollegen. Aus dem 23-köpfigen

WM-Aufgebot sind nur noch neun Kicker

verblieben.

Ganz andere Zeiten hatte Beenhakker

vor seinem Engagement in Polen erlebt. Im

Juni 2006 war er mit dafür verantwortlich,

dass sich Rotenburg (Wümme) im Ausnah- ➤


Nahm als Trainer 2006 mit Trinidad & Tobago

an der WM in Deutschland teil und scheiterte

mit Polen in der Qualifikation für Südafrika:

Der Niederländer Leo Beenhakker.

mezustand befand. Ausgelöst von einem

Fußball-Zwerg, der mit der Qualifikation für

die Weltmeisterschaft in Deutschland eine

Sensation geschafft hatte: Trinidad & Tobago.

Das Debüt endete für den tapfer kämpfenden

Außenseiter nach der Vorrunde.

Knapp dreieinhalb Jahre später ist aber auch

hier Katzenjammer angesagt. Bei der WM

2010 in Südafrika sind die „Soca Warriors“

nicht dabei. In der Endrunde der CONCA-

CAF-Vertreter blieb nur der letzte Platz.

Als Sprungbrett diente die WM 2006 für

kaum einen der „T&T“-Stars. 15 Spieler des

WM-Kaders von 2006 absolvierten auch die

Qualifikationsspiele für 2010. Torwart-Urgestein

Shaka Hislop (40) gehörte nicht dazu.

Auch der damals für Oberligist Waldhof

Mannheim spielende Evans Wise nicht. Ex-Kicker

Russel Latapy ist übrigens inzwischen

der dritte „Trini“-Trainer nach Beenhakker,

der die Karibik-Kicker zur WM geführt hatte.

Wim Rijsbergen hielt sich als Nachfolger nicht

lange und wurde vom Kolumbianer Franciso

Maturana beerbt. Auch der musste während

der Qualifikation gehen.

Von den Spielern kehrte Dwight Yorke,

der beste „T&T“-Fußballer aller Zeiten, nach

dem in seiner Heimat sogar ein Stadion benannt

wurde, nach der WM vom FC Sydney

gen England zurück. Für den FC Sunderland

spielte der einstige „ManU“-Stürmer bis

zum Sommer 2009 in der Premier League.

Sein Vertrag wurde nicht verlängert, so dass

der 37-Jährige seine Karriere beendete. Für

Mittelfeldspieler Christopher Birchall schien

sich die WM 2006 zunächst auszuzahlen:

Vom Drittligisten Port Vale wechselte er zum

Zweitligisten Coventry City, setzte sich dort

aber nicht durch und wurde an die unterklassigen

Clubs St. Mirren und Carlisle United

ausgeliehen. In diesem Sommer wurde

ein Traum für den 25-Jährigen wahr: Er kickte

bis zum Winter an der Seite von David

Beckham (jetzt AC Mailand) für Los Angeles

Galaxy in der amerikanischen Major League

Soccer.

Mit Ach und Krach hat sich dagegen

die Equipe Tricolore, wie die französische

Auswahl neben Les Bleus auch genannt

wird, für Südafrika qualifiziert. Erst in der

Relegation setzte sie sich mehr als glücklich

gegen Irland durch. Und das auch nur dank

eines regelwidrigen Treffers in der 103. Minute

der Verlängerung, als sich Superstar

Thierry Henry vom FC Barcelona den Ball

gleich zweimal mit der Hand vorlegte und so

die Vorarbeit zu William Gallas Skandal-Tor

leistete.

Von dem Glanz und dem tollen Fußball

der Kicker von Trainer Raymond Domenech,

die sich während der WM-Endrunde 2006 in

Aerzen bei Hameln vorbereitet hatten und

Vizeweltmeister wurden, ist nichts geblieben.

Zudem wird immer wieder Kritik am

Coach laut. Diese muss er sich auch auf dem

schwarzen Kontinent gefallen lassen, sollte

es in der Gruppe A mit den Gastgebern,

Uruguay und Mexiko sportlich schlecht laufen.

Leicht wird es für die Franzosen sicher

FIFA-WM 2010

Am 20. Juni 2006 bezwang die Polnische Nationalmannschaft in Hannover Costa Rica mit 2:1.

Zweifacher Torschütze war Bartosz Bosacki (Mitte), der sich hier von Ebi Smolarek und Michal

Zewlakow feiern lässt. Foto: Rust

nicht, treffen sie doch auf hochmotivierte

und lautstark unterstützte Südafrikaner. Der

leichteste Gegner dürfte noch Uruguay sein,

das sich ebenfalls erst in der Relegation gegen

Costa Rica durchsetzte.

Nicht auf die leichte Schulter zu nehmen

ist die El Tri. Die Mexikaner, die 2006 in

Göttingen ihr Quartier aufgeschlagen hatten,

sind die einzige der vier Nationalmannschaften,

die die direkte Qualifikation zur

WM 2010 schaffte und mit den wenigsten

Querelen aufwartet. Bei den Trainerwechseln

langten sie dennoch ordentlich zu. Stürmerlegende

Hugo Sánchez trat das Amt

nach dem Turnier in Deutschland an, hielt

aber nur bis März 2008 durch. Noch

schlechter erging es dem Schweden Sven-

Göran Eriksson, der seine Koffer schon nach

einem Jahr wieder packen konnte. Sein Erbe

trat Javier Aguirre Onaindia an – und führte

El Tri nach Südafrika.

„Handgreiflich“ – Thierry Henry legte mit der Hand zum entscheidenden 1:1 durch William Gallas

gegen Irland auf und bewahrte Frankreich so vor der Blamage.

Mai 2010 39


Südafrika

40

Vorfreude auf die WM: Wie diese Kiebitze, die beim Kleinfeld-Turnier der „Teams von verschiedenen sozialen Einrichtungen" im Township Khayelitsha

das Elfmeterschießen verfolgen, freut sich ein ganzes Land auf die WM. Foto: Thielking

Wiedersehen mit Henning Schick

NFV-Lehrwart Günther Thielking unterrichtete im Township Regelkunde

Am 1. Mai sind es nur noch 42 Tage, ehe

mit der Partie zwischen Gastgeber Südafrika

und Mexiko die erste Fußball-Weltmeisterschaft

auf dem afrikanischen Kontinent

angepfiffen wird. In den Osterferien

besuchte Günther Tielking, Schiedsrichterlehrwart

des NFV, das Gastgeberland.

Als Mitglied des interkulturellen

Fußball-Bildungsprojektes „Auf Ballhöhe“

reiste er wie im Vorjahr nach Kapstadt.

Erneut war sein Ziel Khayelitsha, einem

Township am Rande der südafrikanischen

Metropole, in dem über 1,5 Millionen

Menschen leben. Dort unterrichtete er an

vier Tagen Regelkunde. Unvergessen

bleibt für Thielking zudem das Wiedersehen

mit Henning Schick. Der bis zum

nächsten Jahr vom NFV freigestellte Referatsleiter

arbeitet seit 2009 für die Deutsche

Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit

(GTZ) und betreut das Projekt

„Youth Development through Football“

(Entwicklung Jugendlicher durch

Fußball). Für das Fußball-Journal fasst

Günther Thielking seine Eindrücke zusammen.

„Noch immer sind es viele Bilder, die mir

durch den Kopf gehen, wenn ich an meinen

Aufenthalt in Südafrika denke. Zu jedem Bild

fällt mir eine nette, meist bewegende Geschichte

ein. Wie etwa die von meinen Schülern.

Die ersten, die um 9 Uhr kamen, waren

zwei Frauen und ein Mann. Er und eine der

Frauen waren taubstumm, die andere übersetzte.

Alle drei waren lieb und freundlich.

Herzlichkeit, die berührt.

Wenige Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft

zeigt sich Südafrika gut aufgestellt

für den Ablauf des Turniers. An den Stadien

werden letzte Arbeiten durchgeführt,

die Quartiere für die Mannschaften haben

sich bestens vorbereitet und beim Thema Sicherheit

weisen die Veranstalter darauf hin,

dass für die WM mehr als 40.000 neue Polizisten

ausgebildet wurden.

Gerade diese Thematik stand in den zurückliegenden

Monaten immer wieder im Fo-

Mai 2010

kus der öffentlichen Diskussion. Sicher ist die

Kriminalitätsrate in Südafrika deutlich höher

als bei uns in Deutschland. Für mich gibt es jedoch

keinen Grund, in Panik zu verfallen. Wer

Sicherheitsrisiken vermeidet, Nachts nicht in

problembehaftete Bereiche der Stadt geht

und an den Bankschaltern die nötige Vorsicht

beim Abheben des Geldes walten lässt, der

wird kaum Probleme bekommen.

Die Mehrzahl der schweren Straftaten

wird in den Townships verübt, in Wohnbereichen

mit extremer Armut. Dies sind soziale

Brennpunkte, die abseits der Stadtzentren

und Stadien liegen, und in die Fußballtouristen

ohnehin nicht kommen.

Acht Spiele werden in der Metropole am

Kap im völlig neuen „Green Point Stadium“

ausgetragen. Die fast 70.000 Zuschauer fassende

Arena liegt nur einen Steinwurf vom

Atlantischen Ozean entfernt und bietet im

Hintergrund als eindrucksvolle Kulisse das

Wahrzeichen der Stadt, den Tafelberg. Der

Standort des Stadions ist darüber hinaus

ideal, da die Besucher es bequem zu Fuß von

allen wichtigen Verkehrsknotenpunkten der

Stadt erreichen können.

Im Vorfeld der WM veranstalten zahlreiche

Organisationen unterschiedliche Fußball-

Events. Der Deutsche Akademische Austausch

Dienst (DAAD) organisierte hierzu Informationsveranstaltungen

in den WM-Städten.

Themen wie „Fußball und soziale Veränderungen“,

„Fußball – Sportjournalismus und

Ethik“ sowie „Der Fußball und seine Geschichte“

wurden dabei referiert und diskutiert.

In der Western Cape-Universität am Rande

von Kapstadt gehörten der Hannoveraner

Sportsoziologe Prof. Dr. Gunter Pilz und der

derzeit in Südafrika lebende NFV-Mitarbeiter

Henning Schick zu den Referenten, die über

den Fußball und die sich daraus ergebenden

Möglichkeiten zur Erziehung von Menschen

sprachen. Für mich war es eine Riesenfreude,

fast 10.000 Kilometer von Niedersachsen entfernt

gute alte Freunde wieder zu treffen.

Denn wir drei arbeiten seit vielen, vielen Jahren

beim „Fair Play Cup Niedersachsen“ zusammen.

Auch hierzu gibt es viele Bilder, die

mir durch den Kopf gehen und mit denen ich

angenehme Begegnungen und Momente

verbinde.“

Wiedersehen am Kap der guten Hoffnung, von links: Professor Marion Keim-Lees (Western Cape

University), Henning Schick, Prof. Dr. Gunter A. Pilz (Leibniz Universität Hannover), NFV-Lehrwart

Günther Thielking, Hilda Pilz-Aden, Professor Cora Burnett (Universität Johannesburg). Foto: privat


Bürgerengagement

„Unbezahlbar und freiwillig 2010

Die Niedersachsen sind Spitze beim

freiwilligen Engagement. 41 Prozent

aller Niedersachsen ab 14 Jahren

sind nach einer Erhebung in ihrer Freizeit

ehrenamtlich tätig. Dies hat die bundesweite

Untersuchung im Auftrage des

Bundesfamilienministeriums ergeben. Damit

liegt Niedersachsen gemeinsam mit

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

auf Platz 1. Mit dem Wettbewerb „Unbezahlbar

und freiwillig – Der Niedersachsenpreis

für Bürgerengagement“ soll der Öffentlichkeit

auch die beeindruckende Vielfalt

des Engagements in Niedersachsen

präsentiert werden. Der Niedersächsische

Ministerpräsident Christian Wulff sagte

dazu in Hannover: „Mitmachen ist angesagt!

Ich lade alle bürgerschaftlich Aktiven

dazu ein, sich am Niedersachsenpreis 2010

zu beteiligen.“

Mit dem diesjährigen Sonderpreis

„Integration fördern – Vielfalt anerkennen“

soll darüber hinaus das bürgerschaftliche

Engagement von und für Migranten

hervorgehoben werden. In den vergangenen

Jahrzehnten sind viele Menschen nach

Niedersachsen zugewandert und haben

hier eine neue Heimat gefunden. Auch unter

ihnen betätigen sich viele in ihrer Freizeit

für das Gemeinwohl. Dabei haben sich

interessante Formen der interkulturellen

Zusammenarbeit entwickelt, die es wert

sind, in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen

zu werden. Darüber hinaus werden

Zuwanderer auf vielfältige Weise bei

der Integration durch freiwillig Aktive

unterstützt. Bewerbungen von Einzelpersonen,

Projekten oder Initiativen, die sich

für diese Ziele einsetzen und die wechselseitige

Akzeptanz dabei achten sowie die

kulturelle Vielfalt respektieren, sind herzlich

willkommen. Der Sonderpreis ist mit

2.500 Euro dotiert.

Die Bewerbungsfrist endet am 1. Juli

2010. Beteiligen können sich Einzelpersonen,

Vereine, Initiativen und Selbsthilfegruppen

aus den Bereichen Kultur, Sport,

Umwelt, Kirche/Religiöse Gemeinschaften

sowie Soziales.

Der Wettbewerb wird seit 2004 von

den niedersächsischen Sparkassen, den

VGH Versicherungen und der Niedersächsischen

Landesregierung veranstaltet.

„Unbezahlbare“ Menschen, die „freiwillig“

für Andere ihr Bestes geben, können

Preise im Gesamtwert von 30.000 Euro gewinnen.

Die formlos einzureichenden Unterlagen

sollten folgende Informationen beinhalten:

• Beschreibung des freiwilligen Engagements

(maximal zwei Seiten), gegebenenfalls

mit Anlagen,

• Darstellung der Ziele und Zielgruppe des

Projektes/der Tätigkeit,

• Startzeitpunkt des Projektes/der Tätigkeit,

• Anzahl der Engagierten, eventuelle

Kooperationspartner und

• Finanzierung des Projektes.

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff

ruft zur Teilnahme am Niedersachsenpreis 2010 auf

Die Bewerbungen sind an folgende

Adresse zu senden:

Niedersächsische Staatskanzlei

– Unbezahlbar und freiwillig –

Planckstraße 2

30169 Hannover

Eine Teilnahme ist auch über das

Internet möglich. Weitere Informationen

über den Wettbewerb unter

www.unbezahlbarundfreiwillig.de

angeboten.

Ende August 2010 wird die Jury die

Preisträgerinnen und Preisträger unter

den eingereichten Vorschlägen auswählen

und unmittelbar danach von der Entscheidung

unterrichten. Die Preise werden

bei einer Abschlussveranstaltung mit

allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern

des Wettbewerbes am 30. Oktober 2010

im Sparkassen-Forum, Hannover, übergeben.

Ps: Siehe auch beiliegenden Flyer

Donika Muliq, 13 Jahre, engagiert bei „Sozial macht stark“, Preisträger 2009.

Der Niedersachsenpreis für Bürgerengagement

Sie engagieren sich oder kennen jemanden, der sich ehrenamtlich für andere engagiert?

Wir möchten uns für Ihren Einsatz bedanken und vergeben Preise

im Wert von 30.000 Euro. Einsendeschluss ist der 01. Juli 2010.

Infos unter www.unbezahlbarundfreiwillig.de

Ein Wettbewerb des Landes Niedersachsen, der VGH Versicherungen und der Sparkassen in Niedersachsen.

unbezahlbar

und freiwillig

2010

Sonderpreis

Integration fördern –

Vielfalt anerkennen.

Mai 2010 41


DFB-Bundestag

42

Transparent und modern soll die neue

Reform der Schiedsrichter werden. Es

war der einzige Tagesordnungspunkt

des Außerordentlichen Bundestags: Dabei

geht es um der Umgestaltung des deutschen

Schiedsrichterwesens unter strukturellen,

inhaltlichen und personellen Aspekten.

In den vergangenen Wochen hatte der

frühere FIFA-Referee Herbert Fandel gemeinsam

mit dem zuständigen DFB-Direktor

Stefan Hans sowie Lutz Michael Fröhlich,

DFB-Abteilungsleiter Schiedsrichter, und

Hellmut Krug als Vertreter der Liga an Vorschlägen

zu einer Strukturreform des deutschen

Schiedsrichterwesens gearbeitet. Inhaltlich

soll das Schiedsrichterwesen transparenter

und den Erfordernissen der Zukunft

angepasst werden.

„Die Reform ist für den Spitzenbereich

des Fußballs zwingend notwendig“, so

Zwanziger. „Wenn wir wollen, dass die

Änderungen mit Beginn der neuen Saison

greifen, dann ist es klug, die Reform heute

zu verabschieden.“ Er schloss seine Rede

mit einem Appell an die Delegierten: „Darum

bitte ich Sie.“

Dieser Bitte kamen die Delegierten

nach: Alle zwölf Anträge wurden einstimmig

angenommen – der Neuordnung im

Schiedsrichterwesen steht nichts mehr im

Wege.

Neue Schiedsrichterkommission

beschlossen

Die Delegierten beim Außerordentlichen

Bundestag des Deutschen Fußball-

Bundes (DFB) haben alle Vorschläge zur Reformierung

des Schiedsrichterwesens einstimmig

verabschiedet.

Mai 2010

„Schiedsrichter-Reform für

Spitzenbereich zwingend"

Außerordentlicher Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB)

in Frankfurt am Main ist erfolgreich zu Ende gegangen

Karl Rothmund führte beim DFB-Bundestag

die Delegation des Niedersächsischen Fußballverbandes

an.

Herbert Fandel, ehemaliger FIFA-Schiedsrichter, warb inständig für die neue Schiedsrichterreform

beim DFB. Foto: imago

Nach § 55 Nr. 2 der DFB-Satzung

werden der Schiedsrichter-Kommission der

Vorsitzende als oberster Repräsentant des

Schiedsrichterwesens sowie zwei Vertreter

der DFB-Zentralverwaltung, je ein Vertreter

des Norddeutschen Fußball-Verbandes,

des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes,

des Fußball-Regional-Verbandes Südwest,

des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes,

zwei Vertreter des

Süddeutschen Fußballverbandes, zwei Vertreter

der DFL Deutsche Fußball Liga

GmbH, ein Koordinator für die Basisarbeit

und Regelumsetzung, ein Ansetzer für die

Schiedsrichter-Beobachter und Coaches in

der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie

eine Ansetzerin für die DFB-Frauen-Wettbewerbe

angehören.

„Nicht das ganze

Haus abreißen“

Eine Reform, die auch auf dem Gedanken

basiert, dass das Schiedsrichterwesen

keinesfalls komplett verändert werden

muss. „Das ganze Haus abzureißen, weshalb

sollte dies nötig sein?“ so der ehemalige

FIFA-Referee Herbert Fandel. „Ich bin

der festen Überzeugung, dass unser

Schiedsrichterwesen in den vergangenen

Jahren einen sehr erfolgreichen Verlauf genommen

hat.“

Dennoch, so die Erkenntnisse der Arbeitsgruppe

um Fandel, an einigen Stellen

können Prozesse optimiert und müssen

Strukturen verändert werden. In seiner

Rede unterstrich Fandel die Notwendigkeit,

das Schiedsrichterwesen den Erfordernissen

der Zukunft anzupassen. Schon

zuvor hatte er die Unparteiischen – zumindest

die im Spitzenbereich – als Leis-

tungssportler bezeichnet. Diesen Aspekt

betonte er ein weiteres Mal und forderte,

dass die Betreuung im Umfeld eines

Schiedsrichters professionalisiert werden

müsse: „Ich vergleiche das mit dem Trainerstab

einer Mannschaft.“

Fandel findet

große Zustimmung

Große Zustimmung der Delegierten

fand Fandels Forderung nach einer Überarbeitung

der Altersstruktur im Schiedsrichterwesen

und einer Chance auch für ältere

Schiedsrichter. „Mir ist die Persönlichkeit

wichtiger als das jugendliche Alter“, sagte

der frühere Topreferee. „Im Spitzenbereich

brauche ich Leute, die mit zwei Füßen im

Leben stehen, Persönlichkeit haben und Erfahrung

und Können mitbringen.“ Unter

dem Applaus der Delegierten schloss der

46-Jährige schließlich seine Rede und warb

um Vertrauen.

Am 21. Mai werden das Präsidium und

der Vorstand des DFB tagen und die neue

Schiedsrichter-Kommission berufen. „Ich

denke, ich verrate kein Geheimnis“, sagte

Dr. Theo Zwanziger, „dass Herbert Fandel

dann der Vorsitzende der neuen Schiedsrichter-Kommission

sein wird.“

Neben Dr. Theo Zwanziger saß der designierte

Vorsitzende der Schiedsrichter-

Kommission und hörte den Worten des

DFB-Präsidenten aufmerksam zu. Auch

Herbert Fandel zeigte sich zufrieden mit

den Ergebnissen des Tages. „Ein einstimmiges

Ergebnis ist eine schöne Geschichte“,

sagte der 46-Jährige, „auch wenn ich das

nicht persönlich mit meinem Namen oder

der Kommission verbinde, sondern rein mit

den Inhalten.“ Quelle: www.dfb.de


Sonne – Strand – Soccer

Deutschlands größtes Beach-Soccer-Turnier findet auf Borkum statt

Der Countdown für Deutschlands größtes

Beach-Soccer-Turnier läuft bereits,

die Insel ruft und so langsam bricht bei

den Teams das sommerliche Beach-Soccer-

Fieber aus. Es ist nicht mehr lange und die

12. offiziellen Landesmeisterschaften im

Beach-Soccer der Frauen und Männer werden

auf der Nordseeinsel Borkum ausgetragen.

Seit vergangenem Jahr finden die

Niedersachsenmeisterschaften auf dem Island

mit Hochseeklima statt. Nach der erfolgreichen

Premiere wird sich das Turnier langfristig

auf Borkum etablieren. Am Samstag,

12. Juni werden in diesem Jahr wieder rund

50 Mannschaften in über 80 Spielen den offiziellen

Landesmeister ermitteln.

Da es sich um eine „offene“ Meisterschaft

handelt, können Teams aus dem

gesamten Bundesgebiet und sogar aus

dem Ausland teilnehmen. Gespielt wird

mit vier Feldspielern und einem Torwart; es

darf beliebig oft ausgewechselt werden.

Das Spiel dauert nicht 90, sondern 15 Minuten.

Unnötig komplizierte Regeln wie

Abseits sind dem Beach-Soccer fremd. Dafür

gibt es eigene Techniken und auch Tak-

tiken, welche erfolgversprechender sind,

als das herkömmliche Flachpassspiel auf

dem Großfeld.

Kennzeichnend für das Spiel sind viele

Tore, spektakuläre Aktionen wie Flugkopfbälle,

Volleyschüsse, sowie Fall- und Seitfallzieher.

Die Vorrunde wird in Gruppenspielen

ausgetragen. Ab dem Achtelfinale wird im

K.o.-System weitergespielt. Am frühen

Abend treffen die zwei besten Frauen- und

die zwei besten Männerteams im Finale aufeinander.

Im vergangenen Jahr konnte sich

in der Frauenkonkurrenzen das Team „Tatü

Tata“ aus Osnabrück die Krone sichern. Bei

den Männern sorgten die Jungs vom „Neumühler

SV“ aus Schwerin nach einem spannenden

Penalty-Schießen für eine große

Überraschung. Man darf gespannt, ob die

beiden Teams ihre Titel im Juni verteidigen

können. Für einen reibungslosen Ablauf sor-

Beach-Soccer

Impressionen vom Beach-Soccer-Turnier 2009.

gen offizielle Schiedsrichter des Niedersächsischen

Fußballverbandes.

Die Spiele werden mit fetziger Musik

begleitet. Abends kann auf der Players Party

ausgelassen gefeiert und werden. Die Teilnehmer

können im Vorfeld ein „Rundum-

Sorglos-Paket“ beim Veranstalter buchen.

Die Turnierpakete beinhalten die Fährfahrt

von Emden oder Eemshaven, Kurbeitrag,

Unterkunft, Shuttle-Service, Verpflegung

und ein Event-T-Shirt. Mitmachen lohnt sich.

Spaß, Sport und gute Laune sind garantiert.

Auf die Sieger warten tolle Sachpreise. Mehr

Informationen auf der Internetseite:

www.beachsoccer-borkum.de oder unter

der Telefonnummer 0221-4998868.

Mai 2010 43


Bezirk Braunschweig

44

Die Löwenbande machte es möglich: Mit

rund 100 Mitgliedern, Familienangehörigen und

Freunden machte sich die Fußballabteilung des SC

Rot-Weiß Volkmarode auf den Weg ins Eintracht-

Stadion und besuchte dort das Punktspiel der Blau-

Gelben gegen Dynamo Dresden. Zwar verloren die

Einträchtler das Heimspiel mit 0:1, aber die Stimmung

war dennoch gut bei den Volkmarodern. Es

wurde viel über das Lieblingsthema Fußball diskutiert.

Auch der A-Jugendliche Jan-Philip Dieckmann,

der seinen 19. Geburtstag im Eintracht-Stadion

feierte, war angetan: „Ich finde es toll, dass

mein Verein uns eine solche Möglichkeit anbietet

und mit der Braunschweiger Eintracht eine Kooperation

eingegangen ist.“ cg

22 neue Schiedsrichter für

NFV-Kreis Northeim/Einbeck

Die Fußball-Schiedsrichter-Vereinigung

im NFV-Kreis Northeim/Einbeck

hat erfolgreich 22

neue Spielleiter ausgebildet. 18

Schiedsrichter und vier Schiedsrichterinnen

haben den jüngsten

Kompakt-Lehrgang im „Köhlerhof“

in Delliehausen bestanden

und werden ab sofort auf den

Plätzen im Kreisverband ihre neue

Aufgabe angehen.

Als Lehrgangsleiter fungierten

Kreis-Lehrwart Maik Grimme

(Amelsen) sowie Roland Gutekunst

(Seesen) und Alexander

Kleimann (Bad Gandersheim). Die

Prüfung wurde von Volker Mönnich

(Lindau), zuständig für das

Schiedsrichter-Beobachtungswesen

im NFV-Kreis Northeim/Einbeck,

abgenommen. Gleich drei

Lehrgangsabsolventen schafften

es, am Prüfungsabend komplett

fehlerfrei zu bleiben. Alle Prüflinge

erhielten von Kreis-Schiedsrichter-Obmann

Werner Dingenthal

(Vogelbeck) die obligatorischen

Karten („Gelb“ und

Rot“).

Die Ausbildung umfasste an

vier Lehrabenden alle 17 Fußball-

Mai 2010

regeln. Die Schulung wurde an

zwei Wochenenden im „Köhlerhof“

angeboten, wobei die meisten

Lehrgangsteilnehmer die

Übernachtungsmöglichkeit in

Anspruch nahmen. Die Kreis-

Schiedsrichter-Vereinigung bedankt

sich ausdrücklich beim

„Köhlerhof“-Wirt Helmut Kohrs,

der die Ausbildung wirkungsvoll

unterstützte.

Die Schiriprüfung bestanden:

Laura-Denise Blattert (TSG

Düderode), Matthias Bley (FC

Vernawahlhausen), Michael Düvel,

Manuela Schönbach, Ali

Slim (alle FC Weser), Ylderim Ferat,

Manuel Kracht, Johannes

Osterholt, Jonas Weber (alle VfR

Salzderhelden), Ulrich Ginda, James-Rüdiger

Kuck, Firat Okay,

Torben Odparlik, Patrick Umlauf,

Andreas Vieweg (alle SG Denkershausen),

Caroline Hamka,

Jaqueline Sander (beide TSV

Langenholtensen), Nema Ismail,

Kevin Menet (beide VfB Uslar),

Sascha Matschy, Steve Schmidt

(beide SV Heckenbeck) und Dimo

Völkner (SV Moringen).

Manfred Kielhorn

Die Helmstedter Kreisauswahlmannschaft des

Jahrganges 99 (Foto) hat beim Juniorenhallenturnier in Dassel (NFV-Kreis

Northeim/Einbeck) sensationell den 1. Platz mit fünf Siegen und einer Niederlage

errungen. Am Start waren der Bezirkskreismeister im Feld und in

der Halle aus dem Kreis Gifhorn, der Titelverteidiger aus Hildesheim, der

Gastgeber mit drei Mannschaften und ein Team vom Kreis Holzminden.

Nach sehr schwachem Start und einer verdienten 2:4-Niederlage gegen

den Titelverteidiger und einer sehr intensiven Kabinenansprache legten

die Helmstedter Jungs los wie die Feuerwehr. Sie wussten jetzt nicht nur

spielerisch, sondern auch endlich kämpferisch zu überzeugen. Nach Siegen

gegen Northeim II (4:0), Gifhorn (3:1), Northeim 2000er (3:1), Northeim

I (3:1) und Holzminden (5:2) kannte der Jubel keine Grenzen. Die

Jungs um Auswahltrainer Stefan Korngiebel errangen verdient den zweiten

Turniersieg hintereinander. Denn im Dezember gewannen sie auch

schon das Schöninger Hallenturnier. Erfolgreichster Torschütze bei den

Helmstedtern war wieder einmal Leon Danesch (SV Lauingen/Bornum)

mit acht Treffern.

„TEAM 2011“ heißt eine Kampagne des DFB im Vorfeld der Frauen

Fußball Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland. Beteiligen können sich

alle Schulen und Vereine in Deutschland – besonders diejenigen, die noch

keinen Mädchenfußball anbieten. Vereine und Schulen können sich eigenständig

anmelden und durch vier verschiedene Bausteine Punkte

sammeln. Wer die vier Bausteine erfüllt, hat große Chancen auf attraktive

Preise. Im Rahmen dieser DFB-Schul- und Vereinskampagne konnten jetzt

die zuständigen Kreiskoordinatoren Thomas Scholz (Bad Gandersheim)

und Uwe Körber (Einbeck) den ersten Trikotsatz mit dem Bundesadler auf

der Brust an die erst im August 2009 gegründete F-Mädchenmannschaft

der SVG Einbeck 05 überreichen. Das junge Team der Trainer Carsten Göbel

und Andrea Stricks verzeichnete bereits bei den Hallen-Regionsmeisterschaften

mit dem Vizemeistertitel hinter dem FC Eintracht Northeim einen

bemerkenswerten Erfolg. Jetzt war der Jubel groß bei den Mädchen

über ihre neuen Trikots. Mit ihnen freuen sich (v.r.) Trainer Carsten Göbel,

Trainerin Andrea Stricks, Abteilungsleiter Frauen und Mädchen der SVG

Einbeck 05, Peter Meyer, sowie die Kreiskoordinatoren Thomas Scholz

und Uwe Körber. Manfred Kielhorn


Teams aus Northeim

und Einbeck vorn

Hallen-Schulfußball-Turnier für Mädchen

Spannende und temporeiche

Partien wurden im Rahmen des

6. Hallenfußballturniers für Mädchen

der fünften bis siebten Klassen

aller Schulen im Landkreis

Northeim in der Stadionhalle an

der Schützenstraße in Einbeck ausgetragen.

15 Mannschaften aus

allen Regionen des Kreises waren

der Einladung des NFV-Kreises

Northeim/Einbeck und der Kreis-

Gleichstellungsbeauftragten Rosita

Wismach gefolgt.

Gespielt wurde in zwei Gruppen,

und die Mädchen zeigten,

dass sie in Schule und Verein viel

gelernt haben. Trotz unbedingten

Siegeswillens aller Spielerinnen

waren die Begegnungen geprägt

von fairen Zweikämpfen und gegenseitiger

Rücksichtnahme. Das

bestätigten auch der Kreisfrauenreferent

des NFV-Kreises Northeim/Einbeck,

Uwe Körber (Einbeck),

sowie der NFV-Kreisvorsitzende

Gerhard Haupt (Vogelbeck)

bei der Siegerehrung.

Die Resultate, Gruppe A: 1.

Löns-Realschule Einbeck (15 Punk-

Gleich im Doppelpack schlugen

Fußballerinnen und Fußballer des VfB

Peine in der Fair Play-Wertung des NFV-Bezirkes

Braunschweig zu. Die Frauen gewannen

die Wertung in der Bezirksoberliga,

während die Männer als Meister in der

Bezirksliga (BL) 2 vorn lagen. TuS Müden-

Dickhorst (BL 1), FG 16 Vienenburg (BL 3)

und TSV Landolfshausen (BL 4) gewannen

in ihren Staffeln die Preise. Toto-Lotto Niedersachsen

rüstete jedes Team mit Trikots

oder Polo-Shirts im Wert von 1.600 Euro

aus. Die Vereinsvertreter von VfB Peine,

TuS Müden-Dickhorst, TSV Landolfshausen

und FG 16 Vienenburg nahmen von Asmus

Weber (Toto/Lotto, 3. von rechts), Egon

Trepke (Bezirksvorsitzender, 2. von rechts)

und Wolfgang Reese (Spielausschussvorsitzender,

ganz rechts) die Prämien für

ihr faires Verhalten in der Spielserie

2008/2009 beim FC Flachstöckheim in Salzgitter

entgegen. G.S./Foto: Günter Schacht

te/16:1 Tore), 2. Paul-Gerhard-

Schule Dassel (10/6:4), 3. Haupt-

Realschule Katlenburg (9/7:6), 4.

Roswitha-Gymnasium Bad Gandersheim

(7/2:5), 5. Auetalschule

Kalefeld I (3/3:7), 6. Gymnasium

Uslar II (0/0:11). Gruppe B: 1. Thomas-Mann-Schule

Northeim (11

Punkte/8:1 Tore), 2. Goetheschule

Einbeck (10/6:3), 3. KGS Moringen

I (9/6:2), 4. Gymnasium Uslar I

(6/7:4), 5. Reinald-von-Dassel

Schule (3/0:4), 6. Sollingschule Uslar

(1/1:4).

Vom NFV-Kreis-Frauen- und

Mädchen-Referenten Uwe Körber,

dem NFV-Kreisvorsitzenden

Gerhard Haupt sowie von der

Landkreis-Gleichstellungsbeauftragten

Rosita Wismach gab es

unisono ein großes Sonderlob

für die Leistungen aller Mannschaften.

„Wir wollten vielen

Mädchen Gelegenheit geben, im

Rahmen eines Schulturniers das

Fußballspielen zu entdecken. Ich

glaube, das ist uns wiederum

gelungen“, betonte Uwe Körber.

Manfred Kielhorn

Bezirk Braunschweig

Mit einer Überraschung endete das Hallenmaster der Frauen

des NFV-Kreises Göttingen. Der Bovender SV (Foto) siegte im Endspiel

gegen ESV RW Göttingen nach Neunmeterschießen mit 3:2. Die siegreiche

Mannschaft belegt zurzeit in der diesjährigen Feldsaison in der Staffel

West der Kreisliga nur den vorletzten Platz. Im Spiel um den dritten Platz

bezwang die SG Staufenberg den Dransfelder SC mit 3:2. Als beste Keeperin

wurde Michaela Henkel (ESV RW Göttingen) und als beste Spielerin

Nicole Fröchtenicht (SW Bernshausen) ausgezeichnet. Mit sieben Toren sicherte

sich Swantje Strube (SG Staufenberg) die Torjägerkanone. Die Siegerehrung

nahmen Spielausschussvorsitzender Alfred Bonenberger und

Staffelleiterin Helga Gahren vor. Text und Foto: Hans-Dieter Dethlefs

Hartmut Rodenbeck

(ganz links), EDV-Beauftragter

des NFV, hat mit Funktionären

des Bezirksvorstandes aus

Braunschweig eine DFBnet

Postfachschulung in der Fachhochschule

Ostfalia Wolfenbüttel

durchgeführt. Bereits am

Vormittag unterrichtete Rodenbeck

mit Erfolg die Vereine der

A-Jugend-Bezirksoberliga über

die Handhabung des Onlinespielberichtes.

Die Vereine werden

die neue Form des Spielberichtes

in den restlichen Spielen

der Rückrunde als Pilotphase

einführen.

G.S./Foto: Günter Schacht

Mai 2010 45


Bezirk Braunschweig

46

Zum zweiten Mal hat der NFV-

Kreis Göttingen erfolgreich einen

Trainer C-Breitenfußball-

Mai 2010

Trainer-Lehrgang für Mädchen

im Fußball-Kreis Göttingen

Lehrgang überwiegend für

Mädchen durchgeführt. Insgesamt

zwölf Teilnehmerinnen und

Weiß und Jäger mit

fairer Einstellung

Fair ist mehr-Ehrung im Kreis Salzgitter

Die „Fair ist mehr“-Auszeichnung

des Deutschen Fußball-

Bundes wurde vom Kreisvorsitzenden,

Wolfgang Fisch, vor der

Endrunde der E-Jugend Meisterschaft

des NFV-Kreises Salzgitter

in Gebhardshagen für ihr besonderes

Fair Play-Verständnis an Simon

Weiß (Union Salzgitter) und

Martin Jäger (RSV Groß Mahner)

übergeben.

Simon Weiß korrigierte eine

Torentscheidung des Schiedsrichters

beim E-Jugend Spiel zwischen

GA Gebhardshagen und

Union Salzgitter. Beim Spielstand

von 2:1 für Union entschied der

Unparteiische nach einem Schuss

auf das Gehäuse der Knappen

auf Tor für Union. Der Spielführer

des SV Union, Simon Weiß, erklärte

dem Schiedsrichter, dass

der Torhüter den Ball vor der Torlinie

gehalten habe. Der Referee

nahm seine Torentscheidung daraufhin

zurück. Kreisjugendobmann

Mario Tietze hielt das Auf-

treten des Jugendspielers für beispielhaft

fair und meldete diese

Aktion.

In der Partie der 2. Kreisklasse

zwischen RSV Groß

Mahner II und SV Gustedt entschied

der Schiedsrichter Holger

Tiburczy nach einem Torschussversuch

von Gustedt auf Torabstoß.

Der Abwehrspieler des

RSV, Martin Jäger, erklärte dem

Schiedsrichter, dass er zuletzt

den Ball berührt habe und es

Ecke für Gustedt geben müsse.

Der Unparteiische korrigierte

daraufhin seine Entscheidung

auf Eckball für Gustedt. Gemeldet

wurde diese Aktion von

Schiedsrichter Tiburczy.

Fisch überreichte im Namen

des DFB und des NFV eine Urkunde,

einen Ball und eine Kappe

an Simon Weiß und Martin

Jäger. Die Melder Tietze und Tiburczy

erhielten ein T-Shirt als

kleines Dankeschön für ihre Mitarbeit.

G.S.

Hallenmaster der 2. und 3. Kreisklasse des NFV-

Kreises Göttingen wurde der ESV RW Göttingen, der im Endspiel die SG

Hainberg/Klein Lengden mit 3:1 besiegte. Den dritten Platz sicherte sich

die zweite Mannschaft von GW Hagenberg mit einem 4:1-Erfolg über

die SG Settmarshausen. Unser Foto zeigt das Siegerteam mit dem stellvertretenden

Spielausschussvorsitzenden Carsten Jahns (links) und

dem Spielausschussvorsitzenden Alfred Bonenberger (rechts).

Text: Hans-Dieter Dethlefs

zwei Teilnehmer wurden von

Kreislehrwart Thomas Hellmich

und seinem Lehrausschuss, Sandra

Hallmann, Juliane Jühne,

Martin Wagenknecht und Manfred

Kühn, über 120 Ausbildungseinheiten

in Theorie und

Praxis geschult. Dabei investierten

die Teilnehmerinnen insgesamt

drei Wochen Ferien in ihre

Qualifizierung.

Besonders die praktische

Prüfung stellte an die Teilnehmerinnen

hohe Anforderungen. Eine

Lehrprobe mit einem unbe-

kannten Jugendteam (Mädchen

und Jungen) ist auch für gestandene

Fußballer/Innen nicht einfach.

Da die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer aber maximal 21

Jahre alt waren und über wenig

Trainererfahrungen verfügen, ist

dieser Prüfungsteil besonders

schwierig.

Der Vorstand des NFV-Kreises

Göttingen ist sehr froh, in

den letzten 24 Monaten über 20

junge Trainerinnen für den

Mädchen- und Frauenfußball des

NFV-Kreises Göttingen ausgebildet

zu haben. „Neben den Vereinen

sollten auch die jeweiligen

Schulen mit ihren Schulfußball-

AG’s von den qualifizierten, jungen

Trainerinnen profitieren“, so

Lehrwart Thomas Hellmich.

Der NFV-Kreis Göttingen freut sich über neue Trainerinnen. Unser Foto

zeigt (hintere Reihe v.l.) Kreislehrwart Thomas Hellmich, Marcel Wilms

(SCW Göttingen), Lina Theune (SC Friedland), Marie Otto (RW Göttingen)

sowie (mittlere Reihe v.l.) Lars Barking (SC Rosdorf), Jana Jaschewski (SVG

Göttingen), Franziska Huch (TSV Nesselröden), Silvana Raub (TSV Groß

Schneen), Asma Charif (TSV Nesselröden) und (vordere Reihe v.l.) Frederike

Hobl, Franziska Schwer (beide SC Dransfeld), Ilka Hartje (TSV Lindenberg-Adelebsen),

Hannah Bremer (SVG Göttingen 07), Jessika Reinecke

(TSV Lindenberg-Adelebsen) und Sarah Breitenbach (TSV Renshausen).

Der Kreisvorsitzende des NFV-Kreises Salzgitter, Wolfgang Fisch (rechts),

überreichte die „Fair ist mehr“-Auszeichnung an Simon Weiß. Holger

Tiburczy und Mario Tietze (von links) erhielten als Melder ein T-Shirt. Es

fehlte Martin Jäger. Foto: Günter Schacht


Bezirk Braunschweig

48

Hallenspielleiter Michael Kreitz

und sein Stellvertreter Karlheinz

Göthemann können wieder auf eine

sehr erfolgreiche Hallenkreismeisterschaft

der Junioren und

Mädchen des NFV-Kreises Göttingen

zurückblicken. Die Spiele begannen

mit den Vorrunden im November

2009 und endeten über

Zwischenrunden und Vorschlussrunden

im Februar und März 2010

mit den Endrunden.

Insgesamt nahmen 386 Junioren-

und 82 Mädchenteams an

den Meisterschaften teil, eine erneute

Steigerung gegenüber

2009. Die D-Junioren mit 84 und

E-Junioren mit 81 Teams stellten

die meisten Mannschaften. Über

4.000 Jugendliche spielten an fast

200 Turniertagen und absolvierten

rund 2.900 Spiele. Mit dem Gesamtablauf

der Hallenkreismeisterschaft,

den Leistungen der Jugendlichen

und Schiedsrichter waren

die Mitglieder des Kreisjugendausschusses

sehr zufrieden. Es

handelt sich um die größte Jugendsportveranstaltung

im Kreis

Göttingen.

Bei den Mädchen wurden die

Hallenregionsmeisterschaften aus-

Bezirk Hannover

„Trainingsformen zum Umgang

mit Konflikten“. Innerhalb

von fünf Stunden haben 50 Trainer

des NFV-Kreises Hildesheim in

Theorie und Praxis im Rahmen

der Fort- und Weiterbildung für C

Lizenz-Inhaber darin ihr Wissen

erweitert. Die Leitung der Schulung

nach dem „Niedersächsischen

Kooperations- und Bildungsprogramm“

(NIKO) hatte

Lehrausschuss-Vorsitzender Siegfried

Herrmann übernommen. Er

wurde von Marcus Olm, Regionalbeauftragter

des NFV und

Mai 2010

Über 4000 Jugendliche

mit rund 2900 Spielen

Hallenkreismeisterschaften in Göttingen

getragen, an denen sich Mannschaften

aus den Kreisen Göttingen,

Northeim/Einbeck und Osterode

beteiligten. Die JSG Lenglern/Harste

(C- und D-Junioren) sowie

VfL Herzberg (C- und D-

Mädchen) stellten jeweils zwei Hallenkreis-

bez. Regionshallenmeister.

Hallenspielleiter Michael Kreitz

und sein Team aus dem Jugendspielausschuss

haben wieder einmal

organisatorisch hervorragendes geleistet.

Sie wurden auch diesmal

von den Vereinen in der Vorrunde

sehr gut unterstützt. Kreitz und

Göthemann lobten in diesem Jahr

das Verhalten der Trainer, Betreuer

und Spieler der A-Junioren im Gegensatz

zu den Vorjahren.

Die Titel des Hallenkreismeisters

der Junioren ging in diesem

Jahr an: A-Junioren: SC Hainberg,

B-Junioren: SVG Göttingen 07 II, C-

Junioren: JSG Lenglern/Harste I, D-

langjähriger Jugendbeauftragter

von Hannover 96, sowie Projektleiter

Hasan Yilmaz (Uni Hannover)

unterstützt.

Olm und Yilmaz zeigten im

Praxisteil in Himmelsthür Beispiele

und praktische Übungen im Umgang

mit Konfliktsituationen auf.

Dabei wurden Übungen mit mehreren

Spielern vorgestellt, die allesamt

das Ziel verfolgen, den

Teamgeist und die Kooperation

zu fördern sowie gegenseitiges

Vertrauen aufzubauen. Alle Aufgaben

waren nur gemeinsam zu

Die Lehrgangsteilnehmer und ihre Dozenten Hasan Yilmaz (links) und Marcus Olm

(rechts). Fotos (2): Benno Lange

Junioren: JSG Lenglern/Harste II, E-

Junioren: SVG Göttingen 07 I, F-Ju-

Umgang mit Konflikten

Fortbildung für Hildesheimer C Lizenzler

lösen. „Sobald ein Spieler in der

Gruppe nicht mitzieht, wird das

Aufgabenziel verfehlt“, berichtete

Olm.

Im Gemeindehaus Emmerke

ging es mit der Theorie weiter.

Olm erläuterte anhand von Kurzfilmen

diverse Fallbeispiele mit

markanten Situationen und Aussagen

von Trainern und Betreuern,

besonders im Jugendbereich.

Hierbei wurden auch Szenen eingespielt,

um Konfliktsituationen

naturgetreu darzustellen. Dabei

erhielten die Trainer praxisorien-

nioren: SV Rhumspringe I, G-Junioren:

SCW Göttingen.

Die Titel des Regionalhallenkreismeisters

der Mädchen errangen:

B-Mädchen: VfR 08 Osterode,

C-Mädchen: VfL 08 Herzberg,

D-Mädchen: VfL 08 Herzberg,

E-Mädchen: TSV Diemarden, F-

Mädchen: FC Eintracht Northeim

Hans-Dieter Dethlefs

SV Rhumspringe stellte das Siegerteam bei den F-Junioren.

tierte Tipps und Übungsvorschläge

im Umgang mit Konflikten.

Olm kommentierte die einzelnen

Situationen, gab gute

Tipps und bot Lösungsvorschläge

an. Hermann merkte an, „dass

viele Spieler den Sportplatz als

,rechtsfreien’ Raum ansehen.

Hinterher wundern sie sich, wenn

ihre Ausschreitungen zivile und

strafrechtliche Folgen haben“.

Die lebhafte Diskussion unter

den Trainern zeigte, dass die

gezeigten Probleme allgegenwärtig

sind. Benno Lange


Wildner geht in die Offensive

Der Jugendleiter der JSG Klunkautal möchte JSGs zusammenlegen

Kreisjugendobmann Hans-Jürgen Schwellnus (rechts) und der Spielleiter

Ralf Hamann hatten ein abendfüllendes Programm ausgearbeitet. Mit

den Vereinsjugendleitern wurden offene Gespräche und lebhafte Diskussionen

geführt. Von dem demographischen Wandel ist auch der Jugendfußball

betroffen. Sorgenvoll blicken beide in die Zukunft.

Lob und Verbesserungsvorschläge,

aber auch konstruktive Kritik

waren bei der Informationsveranstaltung

der Hildesheimer

Jugendleiter zu hören. Der

Kreisjugend-Obmann Hans-Jürgen

Schwellnus und seine Mitstreiter

im Jugendausschuss hatten

die Funktionäre zum dritten

Mal in die KSB-Lehrstätte nach

Himmelsthür eingeladen.

Für reichlich Gesprächsstoff

sorgte die Änderung des §14

der Jugendordnung „Gastspielerlaubnis“.

Demnach kann sich ein

Jugendspieler, der in seinem Verein

oder in einer zugehörigen

Spielgemeinschaft keine Spielmöglichkeit

in der zutreffenden

Altersklasse erhält, als Gastspieler

einem anderen Klub anschließen,

ohne dass eine Wartefrist eintritt.

Sorgen bereitet den Verantwortlichen

der demographische

Wandel. Immer weniger Kicker

stehen in den unteren Jahrgängen

zur Verfügung. Im Kreis Hildesheim

wurde ein Rückgang von

25 Jugendteams im Vergleich zu

2008 bis 2009 in der Altersklasse

bis 14 Jahre verzeichnet. Die

Gründung von Jugendfußballclubs

mit eigenen Vorständen, Juniorenfördervereine

und Jugendspielgemeinschaften

wurden vom

Kreisjugendobmann als mögliche

Lösungen erörtert. Flexible Mannschaftsgrößen,

das Zweitspielrecht

für einen anderen Verein

und Kleinfeldfußball sind weitere

Überlegungen für die Zukunft,

um den Juniorenfußball attraktiv

zu gestalten und ein Fiasko zu

vermeiden.

Nochmals wurde auf den

Wettbewerb TEAM 2011 hingewiesen.

„Einige Vereine im Kreis

haben sich noch nicht angemeldet.

Das wollen wir ändern. Alle

Vereine können mitmachen, nicht

nur die, die Mädchenfußball anbieten“,

so Sabine Kühl.

Bei der Kommunikation zwischen

Trainern, Betreuern, Eltern

und dem Kreisjugendausschuss

wurden einige unschöne Beispiele

vom Jugendobmann und dem

Spielleiter Ralf Hamann unverblümt

wiedergegeben. Weiterhin

wurden Staffelleiter von Betreuern

und Eltern beschimpft, beleidigt

und bei einer Endrunde sogar

bedroht. „Der Jugendausschuss

pflegt den Umgang mit

den Vereinen so, dass man sie behandelt,

wie man selbst auch behandelt

werden möchte! Daher

wünschen wir uns einen sachlichen

und freundlichen Umgang

miteinander, weniger Beschimpfung

und Groll“, sagte Schwellnus.

Hier hakte der Kreisvorsitzende

Detlef Winter nach. Gegen

Vorfälle dieser Art und die brutalen

Attacken in der Halle sowie

auf den Sportplätzen gegen

Bezirk Hannover

Schiedsrichter und Beleidigungen

gegen Verbandsfunktionäre werde

man rigoros vorgehen.

In die Offensive ging auch

Wilfried Wildner, Jugendleiter der

JSG Klunkautal. Mit Markus Thiede,

Jugendleiter der JSG Zum

Kreuzberg, möchte er beide Jugendspielgemeinschaftenzusammenschließen.

Dafür müsste aber

§ 13 der Jugendspielordnung

umgangen werden. „Wir stellen

den Antrag, die JSGs von sechs

Vereinen in einer neuen ,SG

Schellerten’ zusammenzulegen“,

gab Wildner bekannt. Nun heißt

es Daumendrücken, damit der

Antrag auf Gehör stößt und dem

Wunsch der beiden Jugendleiter

stattgegeben wird. Ralf Serra,

NFV-Referatsleiter Vereins- und

Verbandsrecht, hatte dazu bereits

eine ausführliche Stellungnahme

abgegeben. „Wie bisher soll die

Maximalzahl der beteiligten Vereine

auf drei beschränkt bleiben;

darüber hinaus können aber auch

Ausnahmen zugelassen werden –

darüber entscheidet der Verbandsjugendausschuss

auf Antrag

der beteiligten Vereine“, erklärte

er. Burghard Neumann

Eine umfangreiche Tagesordnung hatten der Kreisjugendausschuss und

die Hildesheimer Jugendleiter abzuarbeiten. Trotz einiger Reibungspunkte

und Diskussionen mit verschiedenen Auffassungen ging das 3. Treffen

harmonisch über die Bühne. Zufrieden gehen die Vereinsfunktionäre in

die „Freiluftsaison“.

Zusammenhalt macht stark. Erst ungeschlagener

Kreismeister Hanover-Land, jetzt Bezirksmeister:

Die Schülerinnen der Grundschule Groß

Munzel setzten sich bei der Endrunde durch. Im Charterbus

und mit reichlich Unterstützung der Mitschüler

aus den vierten Klassen ging es nach Emmerthal, um

in der Vorrunde gegen die Kreismeister aus Hildesheim,

Hameln-Pyrmont und Schaumburg anzutreten.

Die Gruppenphase wurde souverän überstanden. Im

Halbfinale gegen Marklohe – nach regulärer Spielzeit

hatte es 0:0 gestanden – musste für das Endspiel der

Umweg über das Siebenmeterschießen genommen

werden. Hier überzeugte einmal mehr die jüngste im

Team, Torfrau Hannah Schwerdtner. Zum wahren Krimi

wurde das Finale gegen Bisperode, das mit dem

knappsten aller Resultate durch einen Treffer in der

letzten Minute gewonnen wurde. Viel wichtiger ist

den Kickerinnen aber der Zusammenhalt zwischen ihnen

und den mitgereisten Fans, der sicher auch in Zukunft

zu einem noch besseren Miteinander in der

Grundschule Groß Munzel beitragen wir. Dafür sorgen

auch Hausmeister Andreas Dreier als erfolgreicher

Trainer und Betreuerin Friederike Wildhage.

Heinz Jäkel/Foto: r

Mai 2010 49


Bezirk Hannover

50

„Ein Tag ohne Fußball ist ein

verlorener Tag“. Den Spruch des

früheren HSV-Trainers Ernst Happel

und die Aussage des italienischen

Trainers Arrigo Sacchi, „Fußball

beginnt nicht in den Beinen,

sondern im Kopf“, nahm Friedel

Reineke als Steilvorlage auf und ermunterte

damit 22 neue C-Lizenz-

Trainer des NFV-Kreises Hildesheim

für ihre künftigen Aufgaben.

Für die Trainerausbildung Kinder/Jugendbereich

waren 120

Stunden erforderlich. Die erfolgreichen

Teilnehmer sind: Lars Brunotte,

Thorben Jahnke (beide SV Freden),

Jürgen Gehrke, Udo Rademacher

(beide SV Heckenbeck),

Peter Nagel (SC Barienrode), Jan

Trainer Carsten Lupke

zögert keine Sekunde

Mai 2010

Kovacek um einige

Erfahrungen reicher

C-Lizenz für 22 neue Fußballtrainer

Roth (TuS Nettlingen), Andre

Schrader (SG Düngen-Heinde),

Kiron Schulze (DJK Blau-Weiß Hildesheim),

Holger Schulze (SV Sorsum).

Für den Erwachsenen/Jugendbereich

mussten die folgenden

Teilnehmer 160 Stunden lang

die Schulbank drücken: Benjamin

Fredrich (TSV Gronau), Moritz Geweke

(SV Rot-Weiß Wohldenberg),

Andreas Grzesik (SC Harsum),

Oliver Hunze (TSV Rheden),

Nadine Kovacek (DJK Blau-Weiß

Hildesheim), Stephan Pietsch

(TuSpo Schliekum), Andre Schwendy

(SV Eintracht Bad Salzdetfurth),

Thomas Ahrend (SpVgg Laatzen).

„Gerade für den Aufbau einer

22 neue Fußballtrainer büffelten im NFV-Kreis Hildesheim für die C-Lizenz.

Ehrung für B-Junioren der JSG Immensen

Durch eine beispiellose Aktion

haben Trainer Carsten Lupke

(Germania Arpke) und seine B-Junioren

der JSG Immensen-Sievershausen-Arpke

ein absolut vorbildliches

Verhalten an den Tag gelegt.

Dafür wurden die Nachwuchskicker

als Regionalsieger der DFB-Aktion

„Fair ist mehr“ vom Kreisvorsitzenden

Fritz Redeker ausgezeichnet.

Die B-Junioren waren schon

beim Aufwärmprogramm, als Lupke

die Nachricht seitens der erwarteten

Gastmannschaft aus Wettmar

erreichte, dass man aus Mangel

an Fahrgelegenheiten nicht anreisen

könne. Gleichzeitig wurde

die ungewöhnliche und zudem

sehr kurzfristige Anfrage formuliert,

das Spiel eventuell in Wettmar

auszutragen. Dies war so ohne

Weiteres nicht umzusetzen,

denn der angesetzte Schiedsrichter

war schon unterwegs und die

Eltern hatten bereits die Bewirtung

für das Heimspiel organisiert. Und

obwohl die Partie zweifellos am

grünen Tisch zu Gunsten der JSG

entschieden worden wäre, zögerte

Lupke keine Sekunde und überzeugte

sein Team, die Notlage der

Gastmannschaft nicht auszunutzen,

sondern das Heimspiel kurzerhand

zum Auswärtsspiel zu machen.

Der inzwischen eingetroffene

Schiedsrichter signalisierte sein

Einverständnis und so reiste man

geschlossen nach Wettmar. Dort

konnte die Begegnung mit rund

90-minütiger Verspätung doch

noch angepfiffen werden und endete

mit einem 1:1.

Durch diese couragierte Aktion

verdiente sich die JSG den Respekt

von Eltern, Fans und Verantwortlichen

sowie die Hochachtung

des Gegners und ohne Zweifel

auch die Auszeichnung. H. Jäkel

Friedel Reinecke (rechts) und Lehrgangsleiter Siegfried Herrmann freuen

sich mit Nadine Kovacek. Sie bestand als einzige Fußballerin die C-Lizenz-

Prüfung. Fotos: Burghard Neumann

Trainingseinheit und im technischen

und taktischen Bereich bin

ich um Erfahrungen reicher. Vor al-

lem, was im Kinder/Jugend-Bereich

zu beachten ist“, sagte Nadine

Kovacek (DJK Blau-Weiß Hildesheim)

als einzige Teilnehmerin.

Ebenfalls 160 Ausbildungs-

Stunden hatten Felix Aschmoneit

(SC Bettmar), Tobias Brunk (TuSpo

Lamspringe), Hendrik Munk (TuSpo

Schliekum), Toralf Rabin (VfV

06 Hildesheim), Moritz Schiprowski

(TuS Grün-Weiß Himmelsthür)

zu bewältigen. Sie hatten aber

noch 40 Stunden für den Erwachsenenbereich

angehängt.

Unter der Leitung von Friedel

Münzberger wurden im Rahmen

des Lehrgangs auch die Bedingungen

für das DFB-McDonalds-Fußballabzeichen

erfüllt. Als Beste

wurden Benjamin Fredrich (300

Punkte), Jan Roth (284 Punkte)

und Holger Schulz mit dem goldenen

Abzeichen ausgezeichnet.

Burghard Neumann

Fairness wurde belohnt. Unser Foto zeigt (v.l.) den stellv. Spartenleiter

Walter Maslowski, den Vereinsvorsitzenden Hans Joachim Thiele, Trainer

Carsten Lupke, den Kreisvorsitzenden Fritz Redeker, die B-Junioren Jan

Brandes und Maximilian Möricke sowie Ortsbürgermeister Hans-Heinrich

Bethmann bei der Ehrung in Arpke.


Bezirk Lüneburg

52

„Der Landkreis Harburg ist

mit fast 90.000 Mitgliedern in

den Sportvereinen nicht nur in

Bezug auf den Breitensport Spitze,

sondern er hat auch Spitzensport

in einer sehr eindrucksvollen

Weise zu bieten!“ Das betonte

Landrat Joachim Bordt in seiner

Rede zum 35. Fest des Sports

in der Winsener Stadthalle. Winsens

Bürgermeisterin Angelika

Bode würdigte mit herzlichen

Worten das ehrenamtliche Engagement

der zahlreichen Trainer,

Übungsleiter und Betreuer: „Sie

sind die Seele des Sports.“ Zu der

Vielzahl der Gäste zählten der Vize-Präsident

des Hamburger

Sportbundes, Erhard Ehrichsen,

die stellvertretenden Landräte

Norbert Böhlke und Heiner

Schönecke sowie MdB Michael

Grosse-Brömer (CDU).

Ein besonders herzlicher

Willkommensgruß von der Vorsitzenden

des Kreissportbundes

(KSB), Almut Eutin, galt dem Silbermedaillen-Gewinner

bei den

Olympischen Spielen in Atlanta

(USA) 1996, Frank Busemann.

Der prominente Gast war ebenso

wie die mehr als 300 Gäste von

einer sehenswerte Gala begeistert,

die mit tollen sportlichen

Showteilen bereichert wurde.

Busemann informierte gerne

Erfolgreiche Premiere. Das erste Spiel der Ü 30-Frauen im Fußballkreis Stade bestritten auf Kleinfeld

der SV Ahlerstedt/Ottendorf und FC Mulsum/Kutenholz (rot-schwarze Trikots). Unter der Leitung von

Schiedsrichter Ingo Lohmann entwickelte sich vor rund 80 Zuschauern technisch ansprechender Fußball. Der Einsatzwille

war gleichfalls vorbildlich. Die Partie endete mit 3:0 für Ahlerstedt/Ottendorf. Nun hoffen alle Beteiligten,

dass bei den Aktiven, Trainern, Betreuern, Offiziellen, Passiven und Zuschauern die Euphorie noch lange anhält.

Der Spielplan und die Ergebnisse sind auch unter www.fussball.de, Frauen/Kreis Stade/2. Kreisklasse abzurufen.

Alle Vereine erhielten vom Verband ein Starterpaket mit zehn Bällen. Der Spielausschussvorsitzende

Michael Koch (rechts) bedankte sich beim Kreischef Paul-Reinhard Schmidt (links) für den Einsatz beim Verband.

Folgende Vereine sind gemeldet: SV Burweg, MTV Hammah, SV Ahlerstedt/Ottendorf, FC Mulsum/Kutenholz,

VSV Hedendorf/Neukloster (alle Kreis Stade), TVV Neu Wulmstorf und SG MTV Moisburg/TSV Holvede-Halvesbostel

(beide Kreis Harburg). Text und Foto: Wolfgang Diekmann

Mai 2010

Goldmedaillen für die Fußballer

Glanzvolles 35. Fest des Sports in der Winsener Stadthalle

über den Gewinn seiner Silbermedaille

bei den Olympischen

Spielen in Atlanta (USA) im Jahre

1996 im Zehnkampf. Das Edelmetall

gewann er mit 8706

Punkten hinter Olympia-Sieger

Dan O’Brien (USA), der es auf

insgesamt 8824 Zähler brachte.

Im Mittelpunkt standen jedoch

die Sportlerinnen und

Sportler, die sich im vergangenen

Jahr durch hervorragende

Leistungen auf Landes- und

Bundesebene hervorgetan haben.

Bereits mit 15 Jahren hat

der Vollblut-Fußballer Ralf Sievers

vom VfL Maschen als Torwart

beachtliche Erfolge vorzuweisen.

Er ist derzeit der einzige

Spieler des Kreisfußballverbandes,

der für die Niedersachsenauswahl

nominiert ist. Im

vergangenen Jahr gelang ihm

mit den C-I-Junioren des VfL

Maschen ein einmaliger Erfolg.

Im Futsal holte sich die 1994er-

Jahrgangsmannschaft nicht nur

den Kreis- und Bezirkstitel, sondern

im Anschluss daran auch

die Niedersachsen- und die

Norddeutsche Meisterschaft.

Unter der Rubrik „Ehrenamtliches

Engagement“ gab es

für die Fußballer Helge Schreiber

(VfL Maschen) und Ernst Riedel

(TSV Auetal) ebenfalls Goldme-

daillen. Helge Schreiber gehört

dem Kreisspielausschuss seit

mehr als 30 Jahren an. Dessen

Vorsitz hat er seit 1994 inne. Darüber

hinaus engagierte sich

Schreiber zwischen 1975 und

1986 als Fußballobmann und

Abteilungsleiter im TuS Nenndorf.

Schon als Jugendlicher

spielte Ernst Riedel für den MTV

Wulfsen-Garstedt. Später als

Herrenspieler wirkte er entscheidend

an der Fusion mit dem

MTV Toppenstedt zum TSV

Auetal mit. Der heute 69-Jährige

übernahm 1970 das Amt

des Fußballobmanns, das er bis

zum Januar 2010 inne hatte.

Besonders gerne erinnert sich

der Träger der goldenen DFB-

Ehrennadel auch an seine 30jährige

Tätigkeit als Schiedsrichter.

Ulrich Balzer

Viel Lob für den Nachwuchs-Fußballer des VfL Maschen, Ralf Sievers, gab

es vom Landrat Joachim Bordt (links). Foto: Balzer

Bezirksligen

bald online

D er Bezirksspielausschuss

erweitert in

der Spielserie 2010/11

den Spielbericht Online

auf die Bezirksligen 1, 2,

3 und 4.

Die Vereine der Bezirksoberliga

Lüneburg

machten sich bereits in

der laufenden Saison hinreichend

mit der Datenübertragung

via Computer

vertraut.

Der Spielausschussvorsitzende

des NFV-Bezirks

Lüneburg, Jürgen

Stebani (Melbeck), sammelte

mit dem Spielbericht

Online viele positive

Erfahrungen.

Die Vereine aus den

Bezirksligen werden im

Vorfeld der neuen Spielzeit

noch mit Schulungen

mit der Datenverarbeitung

des Spielberichts

Online vertraut gemacht.


Celler Sportler spendenfreudig. Unmittelbar nach Beendigung

der Endrunde um die G-Junioren-Kreismeisterschaft übergaben

in der Sporthalle Garßen Jugendleiter Markus Lüßmann (SV Garßen, links)

und Abteilungsleiter Marco Stradtmann an Margit Biesterfeldt (1. Stellvertretende

Vorsitzende) eine Geldspende über 555 Euro für das Onkologische

Forum. Dieser Spendenreinerlös stammt aus dem inzwischen

schon „10. Wolfgang-Stahl-Gedächtnisturnier“ vom letzten Spätsommer.

Das Startgeld aller Garßener Vereine sowie von Feuerwehr, Tischtennis,

Schützen, Schiedsrichtervereinigung und befreundeten Jugendfußballbetreuerteams,

dazu Spesen der Schiedsrichter und Verzehrgewinne flossen

in diese Wohltätigkeitsveranstaltung zu Ehren des allseits beliebten

Wolfgang Stahl, der im April 1997 nach schwerer Erkrankung recht früh

verstarb. Stahl war über 20 Jahre ein sehr engagierter Fußball-Jugendleiter

beim SV Garßen, aber auch aktives Mitglied in den Ausschüssen der

NFV-Kreis- und Bezirksjugend sowie des Schiedsrichterwesens. Als Referee

war er lange Zeit aktiv – bis zur Bezirksoberliga Lüneburg hörte man

seine gradlinige und unparteiische Pfeife. Horst Friebe

„Abräumer“ des Jahres

FJSG Allertal stellt Futsal-Bezirksmeister

Die FJSG Allertal (NFV-Kreis Soltau-Fallingbostel)

machte in

der aktuellen Serie 2009/10

mehrfach auf sich aufmerksam.

Nach dem Gewinn des Bezirkspokalfinales

in der Vorsaison

setzte das A-Junioren-Team von

Trainer Axel Fröhlich in der Hallensaison

erneut zum Höhenflug

an und wurde Kreismeister im

Fußball- und Futsalwettbewerb

sowie Futsal-Bezirksmeister als

Lokalmatador in eigener Halle

(Walsrode/ Bad Fallingbostel).

Die FJSG Allertal, bestehend

aus den Mannschaften des SV

Hodenhagen und TSV Ahlden,

verlebte eine ereignisreiche Winterpause,

erreichte zwei Kreismeisterschaften,

landete zudem

bei der Wahl zum Sportler des

Jahres im Rahmen der Sportgala

(Walsroder Zeitung) ganz oben

auf dem Treppchen und sorgte

mit der Futsal-Bezirksmeisterschaft

für den absoluten Höhepunkt.

„Wir kommen aus dem

Jubeln nicht mehr heraus und

sind selbst überwältigt von den

Erfolgen“, schwärmte der golddekorierte

Coach Axel Fröhlich

nach der Aftershow-Party.

Auf dem Weg zum Futsal-

Bezirksmeister-Titel schaltete die

Mannschaft zahlreiche höherklassige

Teams aus, bevor sie im

Endspiel auf Bezirksoberliga-Spitzenreiter

MTV Treubund Lüneburg

traf. Nach 20 (!) Sekunden

erzielte Julian Schmidt nach Vorlage

von Lars Singpiel bereits die

Führung für den krassen Außenseiter.

Treubund übte daraufhin

enormen Druck auf die Allertaler

Abwehr aus und verzeichnete

gute Chancen, die Torwart Steven

Bailey und eine dicht gestaffelte

Abwehr zunichte machten.

Kurz vor dem Abpfiff gelang ein

Bezirk Lüneburg

Die TuSG fördert

talentierte Keeper

7.Torwart-Trainingstag am 19. Juni

Die ganz neuen Wege in Sachen

Talentförderung, die

die TuSG Ritterhude (NFV-Kreis

Osterholz) in den vergangenen

Jahren beschritten hat, waren

ein voller Erfolg. Deshalb wird

die Jugendabteilung der TuSG

Ritterhude wieder in Kooperation

mit der Torwartschule T-A-T-

Z-E in diesem Jahr den 7. Ritterhuder

Torwart-Trainingstag veranstalten.

Es können Jugend-

Torhüter (E- bis A-Junioren) aus

dem ganzen Großraum Bremen

teilnehmen. Der Torwart-

Trainingstag findet am Sonnabend,

19. Juni 2010, auf dem

Sportgelände Moormannskamp

statt.

Leiter der Torwartschule ist

Herbert Becker. Der frühere Regionalliga-Torwart

hat sich durch

eine fundierte Ausbildung an einer

holländischen Torwartschule

weitergebildet. Herbert Becker

absolvierte zudem unter anderem

Praktika beim Hamburger SV

und MSV Duisburg. Zurzeit ist er

Torwarttrainer im Jugendleistungszentrum

von Bayer 04 Leverkusen.

An diesem Torwarttag geht

es darum, ein professionelles und

konzeptionelles Torwarttraining

zu demonstrieren. Es soll erreicht

werden, dass die Jung-Keeper mit

modernsten Trainings-Methoden

ihr Können verbessern, da dies im

normalen Trainingsbetrieb aus

zeitlichen Gründen oftmals zu

kurz kommt.

Die Teilnahmegebühr für

den Torwarttag beträgt 40 Euro

und beinhaltet drei Trainingseinheiten,

Verpflegung mit Essen

und Trinken, ein exklusives T-Shirt

sowie ein kleines Gastgeschenk.

Anmelden können sich Interessenten

sich bei der TuSG Ritterhude,

Volker Guttmann, Herrnhuter

Str. 10, 27721 Ritterhude

oder per E-Mail an Volker.Guttmann@t-online.de.

Die Teilnehmergebühr

soll auf das Konto der

Volksbank Bremen-Nord, Kontonummer

8002122002, Bankleitzahl

29190330 überwiesen werden.

Die Anmeldung ist erst bei

Geldeingang verbindlich. Das Anmeldeformular

befindet sich auf

der Homepage www.tusg-ritterhude.de

letzter Entlastungsangriff, die

Kombination Lars Singpiel auf Julian

Schmidt führte zum umjubelten

2:0. Nach dem ersehnten

Schlusspfiff der hervorragenden

Schiedsrichter kannte der Jubel

keine Grenzen: Das Allertaler

Wintermärchen war mit dem

Glück der Tüchtigen vollendet

worden. Heide Tegtmeier

Abräumer des Jahres. Unser Foto zeigt das Team der FJSG Allertal mit (hinten von links) Axel Fröhlich, Felix

Troschke, Julian Schmidt, Lars Singpiel, Johnny Stenske, Bennet Wolf, Christian Gründel sowie vorne Lucas Lippert,

Steven Bailey, Nils Effinghausen und Wasja Rose.

Mai 2010 53


Bezirk Lüneburg

54

Viel Freude hatten die Spielerinnen und Spieler beim Festival der Fußball-Zwerge in Salzhausen. Foto: Balzer

Die meisten Hosen waren zu

groß, zahlreiche Trikots zu

lang: In vielen Fällen mussten

die Mütter die Spielkleidung für

ihre Kleinsten erst einmal richtig

verstauen, bis diese voller Tatendrang

auf das Spielfeld laufen

konnten. Das zweitägige 6.

Treffen der Fußball-Zwerge in

den Salzhäuser Sporthallen des

Gymnasiums und der Realschule,

zu dem die SG Salzhausen-

Garlstorf eingeladen hatte, war

wieder ein großer Erfolg.

Insgesamt 64 Mannschaften

in vier verschiedenen Altersklassen

(ab Jahrgang 2003 und

jünger bis zu den E-Mädchen)

gaben sich ein Stelldichein. Die

weiteste Anreise zu diesem

über die Kreisgrenzen hinaus

bekannten und beliebten Festival

hatte die Jüngstenmannschaft

vom 1. FC Brückenau

Alle bestehen. 17 Vereins-Jugendfußballmannschaften können

sich jetzt auf weitere qualifiziertere Übungsleiter freuen. In der Lachendorfer

Gymnasium-Sporthalle absolvierten 17 Lehrgangsteilnehmer ihre

gut fünfstündige sportpraktische Abschlussprüfung, in den Übungseinheiten

begleitet von den C-Jugendteams der JSG Südheide 09, TuS Celle

FC und dem 97er-Jahrgang des DFB-Stützpunktes mit Uli Busse. In zwölf

Mai 2010

Treffen der Fußball-Zwerge

Das Turnier bei der SG Salzhausen-Garlstorf war ein voller Erfolg

(Bayern). Die Veranstalter konnten

aber auch Teams vom SV

Werder Bremen, Hamburger SV,

Holstein Kiel, Arminia Hannover

sowie aus den Kreisen Harburg,

Lüneburg und Uelzen willkommen

heißen.

Unmittelbar nach dem Anpfiff

zu jeder Begegnung wurde

es laut in den beiden Hallen.

Die möglichen Stars von morgen

rannten oftmals hinter dem

runden Leder hinterher, ohne

zu wissen, auf welches Tor sie

schießen mussten. Dafür kamen

die unüberhörbaren Anweisungen

der Eltern, Trainer und Betreuer.

Fiel mal ein Treffer, kannte

die Freude keine Grenzen.

Die Kleinen konnten dann bereits

jubeln wie Schweinsteiger

und Co. Klar, dass die Schiedsrichter

in allen Begegnungen

ein leichtes Amt hatten.

Schwerstarbeit mussten dagegen

die Mitglieder der Turnierleitung

der SG Salzhausen-

Garlstorf mit Christian Richter,

Martin Trautwein, Thomas von

Rosenzweig und Matthias

Möhrmann sowie die vielen

freiwilligen Mitarbeiterinnen am

Spielfeldrand, aber auch an den

ständig belagerten Verkaufsständen

leisten.

Im Verlauf der Siegerehrungen

für die verschiedenen Altersklassen

gab es bei allen Mitwirkenden

strahlende Gesichter.

Jeder Akteur nahm voller Stolz

eine kleine Trophäe entgegen.

Den meisten Beifall erhielt die

Jüngstenmannschaft des FC St.

Pauli, die in der Altersklasse

2003 und jünger souverän den

1. Platz belegte. Unumstrittener

Star des Teams war Bertan Yildiz,

der alleine sieben der insge-

samt 15 Treffer erzielte. Silberund

Bronzemedaillen gingen an

die Mannschaften von Eintracht

Elbmarsch und Gastgeber SG

Salzhausen-Garlstorf.

Die Platzierungen bei den

G-II-Junioren (Jahrgang 2002):

1. Eintracht Elbmarsch, 2. TuS

Fleestedt, 3. TSV Winsen, 4. SG

Salzhausen-Garlstorf; F-I-Junioren

(Jahrgang 2001): 1. Escheburger

SV (wie auch im vergangenen

Jahr), 2. VfL Lüneburg,

3. SV Werder Bremen, 4. TuS

Hoisdorf; E-Mädchen (Jahrgang

1999): 1. MTV Borstel-Sangenstedt,

2. MTV Ramelsloh, 3. TVV

Neu Wulmstorf, 4. Salzhausen-

Garlstorf.

Zu den zahlreichen Zuschauern

auf der Tribüne zählte

auch die erst elf Monate alte

Maima. Mit einem grün-weißen

Trikot vom VfL Lüneburg bekleidet

und einem Schnuller im

Mund verfolgte sie an der Seite

ihrer Mutter die zahlreichen Begegnungen

mit großer Begeisterung.

Ulrich Balzer

Wochen absolvierten die neuen lizenzierten Fachübungsleiter C-Breitenfußball

für Kinder- und Jugendfußball das insgesamt 120-stündige Lernprogramm.

Was abschließend sicher für die gute Qualität dieses Lehrganges

spricht: Alle C-Lizenz-Trainer haben durch intensives Selbsttraining

den Theorie- als auch den Praxistest erfolgreich bestanden (vorne von

links): Peter Bartosch (Kreislehrwart – mit seiner 11. Ausbildungsstaffel),

Christopher Scholl, Martin Glodde,

Bianca Lüßmann (alle SV

Garßen), Angelina Kunst, Rose-

Marie Brok (TS Wienhausen),

Michael Meischke, Holger Schütte

(SV Altencelle), Fritz Rechten

(NFV-Bezirks-Lehrbeauftragter)

und (dahinter von links) Ulf

Drewes (Prüfer und dezentraler

Sportlehrer des Niedersächsischen

Fußballverbandes, John-Edwart

Wild, Sven Denig (SSV

Scheuen), Armin Teicher (MTV

Eintracht Celle), Oliver Purcha (SV

Nienhagen), Holger Kaiser (SV

Ramlingen/Ehlershausen), Nico

Tischkewitz, Kai Nissen (TuS

Eschede), Frank Heß (MTV Ahnsbeck)

und Bernd Knoop (TuS Höfer).

Es fehlt Jens-Heinrich Schäfer

vom SV Garßen. Horst Friebe


Jahrgangsteams

ab 2010/2011

Altersstufen der B- und C-Junioren

können länger zusammen bleiben

Die Vereine, die Jugendspielbetrieb

auf Bezirksebene unterhalten,

müssen mit Beginn der

Spielserie 2010/2011 umdenken.

Der Bezirk Lüneburg führt dann

die Jahrgangsmannschaften für

die Altersstufen der A-Junioren

(A1, A2), B-Junioren (B1,

B2) und C-Junioren

(C1, C2) ein.

Der Bezirksjugendausschussverspricht

sich

davon einen

neuen Anreiz

für den

Spielbetrieb.

Die Mannschaften

der

C- und B-Junioren

haben

dann die Chance,

über Jahre hinweg

auf Bezirksebene zusammenzubleiben.

Die Vergangenheit

lehrte, dass Jahr für

Jahr bei den Teams im Kader

ein großer Umbruch über die

Bühne ging. Einer C1-Mannschaft

(= älterer C-Jugend-Jahrgang)

bietet sich als Jahrgangsmannschaft

nun die Möglichkeit,

bei Klassenerhalt im Spiel-

jahr darauf als B2-Team (= jüngerer

B-Jugend-Jahrgang) auf

Bezirksebene weiterzuspielen.

Die Meldefrist läuft am Sonnabend,

15. Mai, beim Spielleiter

Frank Hannemann (Soltau) ab.

Die Vereine haben bis dahin

mitzuteilen, ob sie beispielsweise

als aktuellerC-Junioren-Bezirksligist

im Spieljahr

2010/

2011 als

C1-Bezirksligist

oder

aber als

B2-Bezirksligistspielenmöchten.

Die Einteilung

richtet

sich nach der Platzierung.

Die Mannschaft

mit der besseren

Platzierung hat Vorrang bei der

Wahl der Altersstufe. Die Einteilung

in Jahrgangsmannschaften

besagt nicht, dass nur Spieler eines

Jahrgangs eingesetzt werden

dürfen. Es können natürlich auch

Spieler eines jüngeren Jahrgangs

mitwirken.

Unvergessliches Erlebnis. Durch den plötzlichen Ausfall einer

Sponsorenmannschaft kamen die F-Junioren der TuSG Ritterhude in

den Genuss, mit den Profis von Werder Bremen an der Hand zum Bundesliga-Heimspiel

gegen den 1.FC Nürnberg einzulaufen. Für Daniel Paltinat,

Dauerrenner der G- und F Jugend, war bereits früh klar, wer seine Hand

nehmen würde, denn er hatte den Platz an der Seite von Schiedsrichter

Schmidt bekommen. Julian Deppe hatte dann im Tunnel das Glück, dass

sich Marko Marin neben ihn stellte und auch für Leon Herrmann ging mit

dem „Spaziergang“ mit Claudio Pizarro ein Traum in Erfüllung! Das put-

Werder kommt

Der Fußballkreis Osterholz

freut sich über zwei echte

Leckerbissen. Der SV Werder

Bremen wird innerhalb von

zwei Monaten gleich zweimal

im Städtischen Stadion von

Osterholz-Scharmbeck aufkreuzen.

Gegner werden der

heimische Oberligist VSK Osterholz-Scharmbeck

(25. Mai,

18.30 Uhr) und der Bezirksligist

FC Hambergen (18. oder 19.

Juli) sein.

Mit dem Duell VSK Osterholz-Scharmbeck

gegen den

SV Werder Bremen kommt es

im neuen Stadion zu einem

nachträglichen Eröffnungsspiel.

Der Vergleich FC Hambergen

gegen SV Werder Bremen

ist ein Geschenk des Möbelhauses

Meyerhoff mit sei-

Bezirk Lüneburg

ner Inhaberin und Werder-Anhängerin

Inge Küster. Der SV

Werder Bremen lässt die Saison

2009/10 am 15. Mai mit

dem Pokalfinale in Berlin gegen

den FC Bayern München

ausklingen. Trainer Thomas

Schaaf wird danach noch zwei

Wochen mit den Profis weitertrainieren.

Die Saisonvorbereitung

2010/11 beginnt für den

Bundesligisten am 5. Juli. Die

Zuschauer dürfen bereits gespannt

sein, welche Neuzugänge

des SV Werder Bremen

sich am 18. oder 19. Juli im

Freundschaftsvergleich gegen

den FC Hambergen im Stadion

am Klosterholz präsentieren

werden.

Reiner Tienken

Der Fußball-Nachwuchs aus dem Kreis Stade

spielte bei den Hallenbezirksmeisterschaften der Mädchen und

Jungen die erste Geige. Die Stader Teams sicherten sich bei den

Bezirkswettbewerben drei Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen.

Bei den Mädchen wurden auf Bezirksebene die Titelträger

der B-, C-, D- und E-Juniorinnen ausgespielt. Die Jungen kürten

die Hallenbezirksmeister bei den A-, B-, C-, D-, E- und F-Junioren.

Alle elf Kreise des Bezirks Lüneburg holten zumindest eine Medaille.

Der Medaillenspiegel nach Ablauf der zehn Wettbewerbe:

1. Stade (3 Goldmedaillen/3 Silbermedaillen/2 Bronzemedaillen),

2. Osterholz (2/1/1), 3. Harburg (1/2/2), 4. Soltau-Fallingbostel

(1/1/0), 5. Celle (1/0/1), 5. Uelzen (1/0/1), 7. Lüneburg (1/0/0), 8.

Verden (0/1/1), 9. Lüchow-Dannenberg (0/1/0), 9. Rotenburg

(0/1/0), 11. Cuxhaven (0/0/2).

zigste Paar gaben aber der kleine TuSG-Torjäger Jann Luka Haase und

Werder-Abwehr-Riese Per Mertesacker beim Einmarsch ab, und nach den

beiden frühen Toren vom Bremer Abwehr-Chef, muss die Frage erlaubt

sein, was der kleine Torjäger dem großen Abwehrspieler beim Einlaufen

für Tipps gegeben hatte? Nach dem obligatorischen Winken ging es

schnell wieder in die Kabinen, um sich umzuziehen und dann gemeinsam

mit den Mädchen und Jungen von Fortuna Rotenburg, die den 1. FC Nürnberg

begleiteten, den spannenden 4:2-Heimsieg des SV Werder Bremen

aus der ersten Reihe zu verfolgen.

Mai 2010 55


Bezirk Weser-Ems

56

„Wir arbeiten seit

Jahren gut zusammen“

Vorstände der Fußballkreise Aurich und

Wittmund tauschen sich in Wirdum aus

Alle zwei Jahre treffen sich die

Vorstände der Fußballkreise

Aurich und Wittmund. Seit vielen

Jahrzehnten verbindet die Kreise

der gemeinsame Spielbetrieb – als

Fußballkreis „Nordwest“ war man

früher sogar ein Fußballkreis. Aktuell

ist der Spielbetrieb auf die

Kreisliga Aurich/Wittmund sowie

auf die Frauen und Mädchen reduziert

– und das seit vielen Jahren.

Jetzt trafen sich die Vorstandsmitglieder

beider Kreise im

Hotel „Zum großen Kruge“ in

Wirdum. „Wir arbeiten seit Jahren

gut zusammen. Das soll auch

zukünftig so sein“, sagten die

Kreisvorsitzenden Friedrich Harms

Gruppenbild mit Dame: Friedchen

Baumann war die einzige Frau

beim Vorstandstreffen der Fußballkreise

Aurich und Wittmund.

Unser Foto zeigt in der hinteren

Reihe (v.l.) Tjark Heinks, Horst

Behnke, Hans-Hermann Heinen,

Heinz Donker, Theo Buß, Felix

Aerts, Winfried Neumann, Bernhard

Priebe sowie in der vorderen

Reihe (v.l.) Günter Janßen, Reinhard

Schultz, Karl-Heinz Ockenga,

Friedrich Harms, Georg Freesemann

und Friedchen Baumann.

Foto: Trauernicht

Mai 2010

(Aurich) und Karl-Heinz Ockenga

(Wittmund) übereinstimmend.

„Wie können wir den Fußball

in unseren Kreisen weiter voranbringen?“

– Diese Frage zog

sich wie ein roter Faden durch alle

Gespräche. Eine wichtige Baustelle

sind die wenigen Frauen und

Mädchen, die als Schiedsrichter

tätig sind. Reinhard Schultz, Lehrwart

der Schiedsrichter in Wittmund,

regte einen gemeinsamen

Lehrgang nur für weibliche Anwärter

im Raum Middels an. Auch

Bernhard Priebe vom Fußballkreis

Aurich war von dieser Idee ange-

Ostfriesland erwartet

drei Bundesligisten

Werder, Schalke und der VfL trainieren

Hoher Besuch wird in der Sommerpause

in Ostfriesland erwartet:

Gleich drei Fußball-Bundesligisten

werden sich nämlich

an der ostfriesischen Nordseeküste

auf die Saison 2010/2011

vorbereiten.

Bereits als Stammgäste reisen

die Profis des SV Werder Bremen

auf die Nordseeinsel Norderney.

Schon in den vergangenen

acht Jahren bat Werder-Trainer

Thomas Schaaf seine Spieler

dort zum Trainingslager. In der

Woche vom 8. bis 15. Juli wird

der DFB-Pokalfinalist auch in diesem

Sommer wieder auf der Insel

erwartet und seine täglichen

Trainingseinheiten auf dem

Sportplatz „An der Mühle“ absolvieren.

Auch die Insel Borkum darf

sich wieder auf einen attraktiven

Bundesligisten freuen. Nach

den Besuchen von Arminia Bielefeld

und Bayer Leverkusen in

den vergangenen beiden Jahren

werden in diesem Sommer die

Profis des FC Schalke 04 erwartet.

Voraussichtlich in der Zeit

vom 4. bis 12. Juli werden Trainer

Felix Magath und sein Team

im Strandhotel „Vier Jahreszeiten“

untergebracht sein. Während

des Aufenthalts ist auch

ein Testspiel der „Knappen“ auf

dem Inselsportplatz geplant.

Daneben treten am 31. Juli

die Traditionsmannschaften von

Borussia Dortmund und Schalke

04 auf der Insel Borkum zum

Freundschaftsspiel an.

Zu guter letzt hat sich

auch der VfL Bochum zur Saisonvorbereitung

für ein Trainingslager

in Ostfriesland entschieden.

Zwischen dem 9.

und 17. Juli wird die Mannschaft

von Trainer Heiko Herrlich

ihr Quartier im Hotel „Vitalis“

im Küstenort Greetsiel

aufschlagen. Auch hier sind

während des Trainingslagers

mehrere Veranstaltungen für

die Fans und Partner des VfL

geplant. Peter Bartsch

tan. „Wir haben momentan fünf

Spielleiterinnen“, so Priebe. Anke

Hölscher als Aushängeschild leitet

regelmäßig Spiele der Kreisliga

Aurich/Wittmund und steht in der

Frauen-Regionalliga an der Linie.

Die Spielausschussvorsitzenden

Theo Buß (Aurich) und Tjark

Heinks (Wittmund) tauschten Erfahrungen

zu Hallenturnieren

aus. In Wittmund gibt es Hallenkreismeisterschaften

für Seniorenmannschaften;

in Aurich veranstalten

Vereine oder Sport-Arbeitsgemeinschaften

Turniere, die

sich großer Beliebtheit erfreuen.

Mannschaften mit neun Spielern

gibt es bereits in den unteren

Klassen. Diese Zahl kann auch auf

sieben reduziert werden, wenn

die Plätze entsprechend verkleinert

werden.

Friedchen Baumann (Kreis

Aurich) berichtete aus dem Frauenfußball,

dass die aktuellen Spit-

Vereine werden nun

einheitlich belastet

Neuer Spesenpool für die Schiri-Kosten

Ab der kommenden Saison

2010/2011 wird es in der Bezirksoberliga

Weser-Ems einen

„Spesenpool“ für die Schiedsrichter-Kosten

geben. Diesen Beschluss

fasste der Vorstand des

Fußballbezirks Weser-Ems auf seiner

jüngsten Vorstandssitzung

einstimmig.

Die Entscheidung des Bezirksvorstandes

ging zurück auf

den Wunsch vieler Vereine. „Die

Mehrheit der Klubs hat sich auf

dem letzten Staffeltag eindeutig

für die Einrichtung eines Pools

ausgesprochen“, so Spielausschussvorsitzender

Werner Busse

(Cloppenburg). Durch die Einrichtung

des Spesenpools, der auch

in den übrigen drei Bezirken bereits

praktiziert wird, ist künftig

eine einheitliche Kostenbelastung

aller Vereine sichergestellt.

Auch die zu Saisonbeginn

vorgenommene Einführung des

elektronischen Spielberichts stieß

nach den Worten Busses auf ausnahmslos

positive Resonanz. „So-

zenmannschaften der Kreisliga

nicht in die Bezirksliga aufsteigen

wollen. Das sei sehr bedauerlich.

Auch in der Lehrarbeit könne

man kreisübergreifend arbeiten,

sagten Hans-Hermann Heinen

(Wittmund) und Felix Aerts (Aurich).

C-Lizenz-Lehrgänge sollten

grundsätzlich für Fußballer beider

Kreise zugänglich sein.

Im Jugendfußball gibt es in

Ostfriesland noch nicht den Trend

zum Jugendfußballverein, der in

Bayern schon längst eingeführt

sei. Dies berichteten die Jugendobmänner

Winfried Neumann

(Aurich) und Günter Janßen (Wittmund).

Einziger Jugendfußballverein

in Ostfriesland ist seit Jahren

der JFV Norden. Auch in den

Gemeinden Krummhörn und

Ihlow gab es Ansätze, Jugendfußballvereine

zu gründen, bislang

aber ohne Erfolg.

Hinrich Trauernicht

wohl von den Vereinen als auch

von den Schiedsrichtern habe ich

nur positive Rückmeldungen erhalten.“

Busse kündigte an, dass

der Online-Spielbericht in der

kommenden Spielzeit auch in den

fünf Bezirksligen flächendeckend

eingeführt wird. „Bis auf einige

wenige Ausnahmen haben die

Vereine bereits die Vorkehrungen

hierfür geschaffen“, so der Staffelleiter.

Auf einer Schulung werden

die Vereinsvertreter rechtzeitig

in das Ablaufverfahren eingewiesen.

Auch Bezirksschiedsrichterobmann

Georg Winter (Wildeshausen)

sieht die Einführung von

Spesenpool und elektronischem

Spielbericht positiv. „Bei uns treten

überhaupt keine Probleme

auf, jeder kann damit umgehen.“

Staffelleiter Werner Busse

wird sich nun an die Arbeit machen,

die Einrichtung des Spesenpools

auch in der Ausschreibung

für die kommende Saison festzuschreiben.

Peter Bartsch


Bezirk Weser-Ems

58

Schiedsrichter Tim Kayser vom

FC Rastede wurde von den Lesern

der Nordwest-Zeitung zum

Sportler des Jahres im Ammerland

gewählt. Der junge Unparteiische

setzte sich gegen alle

weiteren nominierten Sportler

durch und gewann die Wahl mit

deutlichem Vorsprung vor den

beiden Leichtathleten Heiner

Lüers und Thore Eilers. Rund 150

geladene Gäste wohnten der

Sportlehrwahl in Wildenloh bei.

Mit zwölf Jahren schon

machte Tim Kayser seinen

Schiedsrichterschein im Fußball,

und zwar per Sondergenehmigung,

weil er eigentlich noch zu

jung war. Ein Freund hatte ihn

zum Lehrgang mitgenommen.

Ab dem Jahr 2004 startete der

Rasteder als 18-Jähriger dann

auch seine Schiedsrichter-Karrie-

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde

im Vereinsheim des FC Rastede

gratulierten Kreisschiedsrichterlehrwart

Horst Kowalski, Kreisschiedsrichterobmann

Claus Freese

und der Kreisvorsitzende Wolfgang

Mickelat (v.l.) Tim Kayser zu

seiner Wahl. Foto: Werner Philipp

Mai 2010

Heinz Niehaus bewies

langjährige Ausdauer

Fortbildung für Schatzmeister der Vereine

Um den Schatzmeistern der

Vereine einmal die Möglichkeit

zu geben, sich auszutauschen

und über Neuerungen

zu informieren, lud der

Vorstand des Fußballkreises

Osnabrück-Land alle Kassenwarte

in die Gaststätte „Rothert“

nach Engter ein. Über

40 ehrenamtliche Vereinsmitarbeiter

folgten der Einladung.

Nach einem gemeinsamen

Frühstück begrüßte der

Vorsitzende Helmut Buschmeyer

die Anwesenden und

bedankte sich für deren ehrenamtliches

Engagement. Bei

dem Posten des Kassenwartes

sei es nicht damit getan, Einnahmen

und Ausgaben zu

verbuchen. Vielfältige steuerliche

Aspekte müssten berücksichtigt

werden und es gelte,

immer einen Überblick über

die Finanzen des Vereins zu

behalten.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende

Bernd Kettmann

gab danach Erläuterungen

zum DFB-Postfach, erklärte die

Handhabung und die Möglichkeit

der Weiterleitung auf

ein privates E-Mail-Konto. Offizielle

E-Mails vom NFV werden

nur noch über den so genannten

elektronischen Brief-

Schiri Tim Kayser

zieht es hoch hinaus

Er ist Sportler des Jahres im Ammerland

kasten, das DFB-Postfach, versandt.

Informationen zum Thema

„Verwaltungsentscheide“

gab es dann auch vom Kreisschatzmeister

Klaus Hülsmann.

Mit Kenntnissen über

Einzelheiten des Vordruckes

und der Abbuchungsformalitäten

wurden die Kassenwarte

ins Bild gesetzt.

Der allgemeine Austausch

kam selbstverständlich

auch nicht zu kurz und es gab

auch noch eine besondere Ehrung:

Heinz Niehaus bekam einen

Präsentkorb für seine 43jährige

Tätigkeit als Kassenwart

beim SV Schwagstorf.

Niehaus hat sein Amt jetzt in

andere Hände übergeben. Die

anwesenden Schatzmeister

schluckten einmal schwer bei

der Überlegung, wie lange sie

wohl ihren Vereinen noch treu

bleiben müssten, um diese

Amtszeit zu erreichen.

Auf jeden Fall soll diese

Veranstaltung nicht die letzte

ihrer Art gewesen sein. Jährlich

wird wohl nicht zum Treffen

einberufen, aber ganz aus

den Augen verlieren werde

man diese Zusammenkunft

nicht, so Kettmann.

Anita Lennartz

re. Nach einiger Zeit wurde er

vom Schiedsrichterausschuss des

Fußballkreises Ammerland für die

Bezirksliga gemeldet und nach

zwei weiteren Jahren schaffte er

den Aufstieg in die Bezirksoberliga.

Mit diesem Aufstieg wurde er

auch in den Talentkader des Niedersächsischen

Fußballverbandes

aufgenommen.

Nach wiederum zwei Jahren

gelang ihm sogar der Aufstieg in

die Oberliga Niedersachsen. Er

leitete bereits Spiele in Emden,

Meppen und Oldenburg. Schiedsrichter

zu sein bedeutet für ihn eine

große persönliche Herausforderung.

Auch in Polen hat der

Rasteder schon einmal bei einem

Austausch des Talentkaders ein

Spiel der höchsten polnischen

A-Junioren-Spielklasse geleitet.

Höher hinaus zieht es ihn auch in

seiner beruflichen Ausbildung.

Kayser studiert nämlich Luft- und

Raumfahrttechnik in Bremen. Er

wohnt auch in Bremen, verbringt

aber die Wochenenden regelmäßig

in Rastede, um seiner

Tätigkeit als Schiedsrichter weiter

erfolgreich nachgehen zu können.

Jürgen Hinrichs

1300 Spiele. Bereichert wurde das Fußballgeschehen im NFV-Kreis

Friesland wieder durch eine umfangreiche Hallensaison, die für alle Altersklassen

der Junioren und Juniorinnen vom Kreisjugendausschuss abgewickelt

wurde. Insgesamt schickten die friesländischen Vereine knapp

200 Mannschaften ins Rennen, die bei 85 Hallenterminen mehr als 1300

Spiele austrugen. Durch eine immense Fleißarbeit war es dem Beauftragten

des Kreisjugendausschusses, Matthias Klaus, gelungen, alle Spielrunden

termingemäß abzuschließen. Erwähnenswert, dass auch in diesem

Winter die Mädchenmannschaften des Kreises Wilhelmshaven dabei waren.

Den Titel eines Hallenkreismeisters holten sich die Landesliga-A-Junioren

des Heidmühler FC sowie TuS Obenstrohe B und C, SG Sande/Gödens

D, FSV Jever E und Heidmühler FC F. Staffelmeister wurden SG Wangerland

B, TuS Obenstrohe C II, FC Zetel C III, SG Wangerland C, Heidmühler

FC D, TV Neuenburg D, FSV Jever D III, BV Bockhorn E, Heidmühler FC E VI,

SG Gödens/Sande E III, FSV Jever E III, FSV Jever F, Heidmühler FC F III, SG

Sande/Gödens F II. Bei den Juniorinnen waren erfolgreich: WSC Frisia Wilhelmshaven

B II, FSV Jever C, TuS Büppel D II und TuS Büppel D I. Unser Foto

zeigt den E-Junioren-Kreismeister FSV Jever. Das Team von Trainer

Frank Schlütemann (links) konnte alle Spiele der Vor-, Zwischen- und Endrunde

siegreich gestalten und dabei 61:7 Tore erzielen. Heinz Lange


Michaela Füller ist

Mitglied im Club 100

NFV-Kreis Delmenhorst würdigt das Ehrenamt

Der Fußballkreis Delmenhorst

hat auf einer Arbeitstagung

mit den Vereinen seine ehrenamtlichen

Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter zur traditionellen

„Dankeschön-Veranstaltung“

eingeladen. Im Mittelpunkt

stand in diesem Jahr die Förderung

des Frauen- und Mädchenfußballs.

Michaela Füller vom TV

Jahn Delmenhorst wurde zur

Kreisehrenamtssiegerin im NFV-

Kreis Delmenhorst gewählt. Sie

gehört in Niedersachsen zu den

47 Personen, denen der Deutsche

Fußball-Bund (DFB) mit der

Verleihung des Ehrenamtspreises

2009 ein besonderes Dankeschön

ausspricht. Neben dem

Die FIFA Frauen-WM vom 26.

Juni bis 17. Juli 2011 ist Auslöser

der Kampagne „TEAM

2011“, für die sich das „Orga“-

Team des Fußballkreises Emsland

bislang äußerst erfolgreich eingesetzt

hat. Mit der Schul- und Vereinskampagne

„TEAM 2011“ will

der Deutsche Fußball-Bund Vorfreude

wecken und natürlich den

bereits boomenden Mädchenfußball

weiter fördern.

Heinz-Gerd Evers, der stellvertretende

Vorsitzende des Fußballkreises

Emsland, Maria Kruse,

die Sprecherin im Frauenausschuss,

Friedhelm Forbriger als

Ansprechpartner für die Schulen

sowie Monika Lammers als Ansprechpartnerin

für die Vereine

koordinieren das Projekt im Emsland.

„Eine feine Sache, bei der

Vereine und Schulen Vorteile haben:

Sie werden für ihre Aktivitäten

belohnt“, sagt Heinz-Gerd

Dank gab es auch eine Einladung

zu einem Erlebniswochenende

im Sporthotel Fuchsbachtal

in Barsinghausen.

Doch damit nicht genug.

Michaela Füller zählt auch zu

den neun Niedersachsen, die

der DFB für ein Jahr in seinen

„Club 100“ aufnimmt und mit

dem Besuch eines Länderspiels

belohnt. Von der Stadt Delmenhorst

erhielt die Geehrte das

Buch der Stadt Delmenhorst mit

einer Widmung von Oberbürgermeister

Patrick de La Lanne.

Für ihre ehrenamtliche Arbeit

in den Kreisen wurden

ebenfalls Sonja Hecht, Reinhard

Specht (beide TuS Heidkrug),

Alrich Sprung (Eintracht Del-

menhorst) und Willi Mümken

(TuS Hasbergen) vom Kreisehrenamtsbeauftragten

Josef Fresenborg

und dem Kreisvorsit-

„Das Emsland liegt

ganz weit vorne“

113 Teilnehmer bei DFB-Kampagne TEAM 2011

Evers. „Es winken tolle Preise“,

verweist Evers auf den zusätzlichen

Reiz des Mitmachens bei der

Aktion, die noch bis zum 30. Juni

2011 läuft. Der DFB hat 19,3 Millionen

Euro für das Projekt veranschlagt,

das die Zusammenarbeit

von Schule und Verein intensivieren

will, um noch mehr Mädchen

die Möglichkeit zu bieten, die

Faszination des Fußballs kennen

zu lernen.

In Sögel und Lingen-Darme

wurden nunmehr die Vereine

ausgezeichnet, die im Rahmen

der Kampagne eine neue

Mädchenmannschaft gegründet

haben. Diese Vereine erhielten

Bezirk Weser-Ems

zenden Erich Meenken geehrt.

Sie erhielten eine DFB-Ehrenurkunde

und eine DFB-Uhr.

Franz Koryciak

Verleihung des DFB-Ehrenamtspreises in Delmenhorst. Unser Foto zeigt

(v.l.) Josef Fresenborg, Reinhard Specht, Alrich Sprung, Michaela Füller,

Willi Mümken, Sonja Hecht und Erich Meenken. Foto: Koryciak

während einer kleinen Feierstunde

ihre Preise in Form von Starterpaketen

und kompletten Trikotsätzen.

In Sögel überreichte das

emsländische TEAM 2011 die

Ballpakete an SG Eisten-Hüven-

Berßen, SG Herbrum/Aschendorf,

SG Langen-Neulangen, FSG

Ostenwalde/Hümmling, VfL Rütenbrock,

SG Stavern/Apeldorn

und SV GW Dersum. Die neuen

kompletten Trikotsätze erhielten

der TuS Aschendorf, SV Eintracht

Emmeln, FSG Ostenwalde/

Hümmling und der SV Surwold.

In Darme freuten sich der

ASV Altenlingen, SV Concordia

Emsbüren, SV Adler Messingen,

Concordia Schleper, FSG Twist,

FC Wesuwe und der SV Wettrup

über die Starterpakete. Die Cund

B-Mädchen aus Gersten

und Andervenne erhielten Bälle

vom NFV-Bezirk Weser-Ems. In

neuen Trikots auflaufen dürfen

die Kickerinnen von ASV Altenlingen,

SuS Darme und SV Adler

Messingen.

„Insgesamt haben sich aus

dem Emsland 64 Vereine und

49 Schulen an der Aktion beteiligt.

Darauf können wir stolz

sein und liegen damit in Niedersachsen

ganz weit vorne.

Wir hoffen, dass noch weitere

Teams, die sich angemeldet haben,

zu den glücklichen Gewinnern

zählen werden, denn alle

Mannschaften hätten einen

Preis verdient“, berichteten die

emsländischen „Macher“ des

Teams 2011 stolz.

Gerd Mecklenborg

Bei der Preisübergabe in Sögel freuten sich viele neue Mädchenmannschaften über die Preise des DFB. Foto: Mecklenborg

Mai 2010 59


Bezirk Weser-Ems

60

Mai 2010

Ohne Mampf kein Dampf

Unter dem Motto „Ohne

Mampf kein Dampf“ hat die

Rügenwalder Mühle wieder eine

attraktive Sponsoring-Kampagne

gestartet. Das Unternehmen mit

Sitz in Bad Zwischenahn im Landkreis

Ammerland, einer der bedeutendsten

Wursthersteller in

Deutschland, verlost zum Beginn

der Saison 2010/2011 gleich 50

komplette Fußball-Trikot-Sätze an

Jugendmannschaften aus dem

NFV-Bezirk Weser-Ems und setzt

damit die Tradition seiner Sponsoringaktivitäten

der vergangenen

Jahre für den Kickernachwuchs in

Weser-Ems fort.

Zu gewinnen gibt es jeweils

eine hochwertige Trikotausrüstung

von adidas – komplett mit Trikot,

Hose und Stutzen –, die mit

Rückennummern sowie individuell

mit dem Vereinsnamen versehen

wird. Vorher gilt es jedoch für die

Mannschaften, einige Fragen rund

um das Thema Fußball zu beantworten

und das richtige Lösungswort

daraus zu bilden. Das Quiz

und die Teilnahmedingungen sind

im Internet unter www.ruegenwalder.de

abrufbar. Dort können

seit dem 22. April auch die Teilnahmeunterlagen

abgerufen werden.

Einsendeschluss ist der 10. Juni

2010. Beteiligen können sich insgesamt

rund 3830 Jungen- und

Mädchenmannschaften (Jungenmannschaften

bis zur C-Jugend

sowie Mädchenmannschaften bis

15 Jahre) aus dem Bezirk Weser-

Ems.

Vor dem Hintergrund, dass

immer mehr Kinder und Jugendliche

unter Übergewicht und Haltungsschäden

leiden, die auf

falsche Ernährungsgewohnheiten

und vor allem mangelnde Bewegung

zurückzuführen sind, hat

Tolles Ergebnis bei

Jugend-Cups in Vechta

KinderKrebshilfe erhält 4269,34 Euro

„Fußball ist mehr als ein

1:0“. Diesen Leitsatz des Deutschen

Fußball-Bundes erfüllte der

Fußballkreis Vechta mit Leben.

Erstmals beteiligte sich der Kreisjugendausschuss

an dem bundesweiten

E-Jugend-Cup zugunsten

der Deutschen Kinder-

Krebshilfe. Und der Erfolg übertraf

alle Erwartungen: Kreisjugendobmann

Hans Engelmann

bekam durch diverse Aktionen im

abgelaufenen Winter insgesamt

4.269,34 Euro an Spenden zusammen,

die zum Abschluss der

Hallenrunde in Visbek an Verbandsjugendobmann

Walter

Fricke überreicht wurden.

Mitinitiator und Schirmherr

des E-Jugend-Cups ist der ehemalige

Nationalspieler und Weltmeister

Wolfgang Overath. Fünf

Landesverbände beteiligen sich

seit einigen Jahren daran, neben

dem NFV sind dies noch die Verbände

Rheinland, Mittelrhein,

Saarland und Südwest. Von den

47 niedersächsischen Kreisen beteiligten

sich in diesem Jahr zehn

an der Aktion. Im vergangenen

Jahr betrug der Gesamterlös in

Niedersachsen insgesamt 20.500

Euro; mit seinen 4.269,34 Euro

dürfte der NFV-Kreis Vechta bei

seiner Premiere ganz oben im

Spendenbereich liegen.

In vielen Kreisen kommen

die Spenden durch „Torsponsoren“

zusammen. „Von diesem

Gedanken sind wir schnell abgewichen,

da viele der in Frage

kommenden Sponsoren sich

schon anderweitig und nachhaltig

im Jugendfußball engagieren“,

erklärte Hans Engelmann.

Vechtas Jugendfußballer gingen

einen anderen Weg. Die Aktion

selbst wurde bei den Hallenkreismeisterschaften

von den E-Junioren

auch auf die F- bis D-Junioren

ausgeweitet. Hier fanden auf den

Tribünen Sammlungen unter den

sich die Rügenwalder Mühle

entschlossen, junge Fußballer

zu unterstützen.

„Unser Ziel ist es, mit diesem

Sponsoring-Projekt bei

den Kindern und Jugendlichen

das Bewusstsein für

körperliche Fitness und gesunde

Ernährung zu schärfen“,

erklärte Godo Röben,

Geschäftsleiter Marketing

der Rügenwalder Mühle.

„Außerdem wollen wir auf

diesem Wege unsere soziale

Verantwortung in der

Region wahrnehmen.“

Die jungen Kicker im

Bezirk Weser-Ems dürfen

froh sein, seit vielen Jahren

einen so verlässlichen und

engagierten Förderer des

Jugendfußballs an ihrer

Seite zu haben.

Jürgen Hinrichs

Marko Matkowski (Mitte), Schiedsrichter

vom VfB Uplengen, war jüngst als Spielleiter in der

dritten niederländischen Amateurliga im Einsatz und

eröffnete damit den deutsch-niederländischen Schiedsrichteraustausch

für die Rückserie der laufenden Saison.

Gemeinsam mit seinem ostfriesischen Kollegen

Daniel Kleen (rechts) vom SV Holtland und dem Niederländer

Mart Dijkstra leitete Matkowski vor den Toren

Groningens die Partie VV Gorecht – VV Noordwolde,

die mit einem leistungsgerechten 2:2-Unentschieden

endete. Der junge Unparteiische aus dem Fußballkreis

Leer kam über die gesamten 90 Minuten mit nur

zwei Verwarnungen aus. Sowohl die Mannschaftsführer

beider Vereine als auch der niederländische

Schiedsrichter-Beobachter Robert van Dorst aus Groningen

bedankten sich nach dem Spiel für eine gelungene

Spielleitung. Foto: Bert Bult

Vechtas Kreisvorsitzender Martin Fischer (links) und Kreisjugendobmann

Hans Engelmann (rechts) überreichten Verbandsjugendobmann Walter

Fricke den großen Scheck. Foto: Oldenburgische Volkszeitung

Zuschauern statt, was unter dem

Strich weit über die Hälfte

der Gesamtsumme einbrachte.

Außerdem wurden die Vereine,

die Jugendfußball anbieten, um

eine Spende von 20 Euro gebeten.

Hinzu kamen einige Sonderaktionen

von Jugendabteilungen,

außerdem legten sich die

Die Rügenwalder Mühle verlost

50 Fußball-Trikot-Sätze!

Ohne Mampf

kein Dampf!

Eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung

sind das A und O für die richtige Fitness. Darum unterstützen

wir regelmäßig die Kids in unserer Region, die am Ball bleiben.

Auch dieses Jahr verlosen wir wieder 50 komplette

Fußball-Trikot-Sätze für Teams aus dem Bezirk Weser-Ems.

Teilnehmen können alle F- bis C-Jugend-Fußballmannschaften

und Mädchen-Fußballmannschaften bis 15 Jahre.

Mehr Infos unter www.ruegenwalder.de

oder telefonisch unter 04403/66-161.

Einsendeschluss:

10.06.2010

Anzeige_Trikotsponsoring_2010.indd 1 12.04.10 08:55

Dinklager Fanclubs „Bayern-

Burg“ und „Fohlen-Freunde“

mächtig ins Zeug. So kamen stolze

4269,34 Euro zusammen.

Folgerichtig stellte Hans Engelmann

fest: „Es wurde eindrucksvoll

bewiesen, dass Fußball

mehr ist als ein 1:0.“

Hans Engelmann


Bezirk Weser-Ems

62

Das CVJM Sozialwerk Wesermarsch,

welches auch in

der Behinderten-Fußball-Liga

Niedersachsen (BFLN) aktiv ist,

veranstaltet jährlich zwei Turniere.

Eines hiervon fand nun

in Nordenham statt. Wegen

kurzfristiger Terminverlegungen

konnten in diesem Jahr nur

fünf Mannschaften aus den

Regionen Hamburg, Hannover

und Weser-Ems teilnehmen, so

dass neben den zwei gastgebenden

Mannschaften aus der

Wesermarsch insgesamt sieben

Teams nach dem Modus „Jeder

gegen Jeden“ um den

Turniersieg spielten.

Die Leistungsstärke gestaltete

sich sehr ausgeglichen,

wobei die faire Spielweise der

teilnehmenden Mannschaften

besonders hervorzuheben war.

Am Ende setzte sich die junge

Mannschaft der Lebenshilfe

Leer mit zwölf Punkten gegen

die Konkurrenz durch. Die

weiteren Platzierungen: 2. Lebenshilfe

Bremerhaven, 3.

CVJM-Mannschaft A, 4. Ost-

Mai 2010

Lebenshilfe Leer

hat die Nase vorn

Turnier des CVJM Sozialwerk Wesermarsch

friesische Behinderten Werkstatt

Emden, 5. CVJM-Mannschaft

B, 6. Elbe-Weser-Werkstätten

Bremerhaven, 7. Wümme-Aller

Werkstätten Rotenburg.

Das Turnier wurde von

Lothar van Waaden organisiert.

Als tatkräftige Helfer

unterstützten ihn Hallensprecher

Dieter Weber, die Betreuten

Katrin Scholze und Willi

Fischer, Mannschaftsbetreuer

Hermann Gebhards sowie die

Schiedsrichter Joachim Cordes

und Dieter Braaf.

Der Staffelleiter der Kreisliga

IV, Herbert Hanke, und

der Sonderbeauftragte Fritz

Wieting vom NFV-Kreis Wesermarsch

unterstützen seit geraumer

Zeit das CVJM Sozialwerk

Wesermarsch.

Vor dem Turnier überreichte

Herbert Hanke im Auftrag

des Fußballkreises Wesermarsch

zwei Hallenfußbälle

und einen Satz Leibchen an

das CVJM Sozialwerk.

Klaus Diekmann

Trauer um

„Hacky“ Richter

Einer der bekanntesten Fußball-FunktionäreWilhelmshavens,

Bernd „Hacky“ Richter,

ist nach kurzer, schwerer

Krankheit im Alter von 61 Jahren

am 11. März 2010 verstorben.

Seine Familie nahm im

kleinen Kreise in einer Trauerfeier

von ihm Abschied. Er hinterlässt

seine Frau Ulla und

zwei Söhne.

Bernd Richters Leben

gehörte dem Fußball. Es gibt

wohl kaum einen Wilhelmshavener

Fußballverein, zu dem

„Hacky“ nicht in irgendeiner

Form Verbindung hatte. Seine

Stationen waren ab 1954:

Tura, TSV Germania, Wilhelmshaven

05, SVW, STV

Voslapp, SVW und WSC Frisia.

Schon 1977 bestand er die

Schiedsrichterprüfung und erlangte

im gleichen Jahr die

Fußball/C-Lizenz.

Seine Funktionärstätigkeit

übte er als Jugendleiter beim

SVW, als Jugendleiter bei der

DJK, als Jugendspielleiter im

NFV-Kreis Wilhelmshaven und

als überfachlicher Leiter der

NFV-Fußballferienschule aus.

Seine Trainer-Stationen waren:

Jugendtrainer SVW, Kreistrainer

im NFV-Kreis Wilhelmshaven,

Post SV 1. Mannschaft

und Borussia Heppens 1.

Mannschaft.

Im Jahre 2000 führte ihn

sein Weg zum WSC Frisia. Dort

war er als Fußball-Abteilungsleiter,

Spielkoordinator und als

Passwart tätig und leitete die

Redaktion der Jugendzeitschrift

„Frisia-Kicker“.

„Hacky“ Richter war nie

ein bequemer Mitarbeiter. Er

war gradlinig und zielstrebig

und hasste „Besserwisser, die

nichts bewegen“. Mit seinem

Fachwissen verschaffte er sich

anerkennenden Respekt und

eine große Hochachtung. Mit

seinen „Ecken und Kanten“

erlangte er nicht immer nur

Freunde. Er musste viel einstecken,

konnte aber auch

kräftig austeilen.

Mit „Hacky“ Richter verliert

der Wilhelmshavener

Fußball einen seiner profiliertesten

Vertreter, dessen Tätigkeit

noch lange nachwirken

wird.

Unterstützung vom Fußballkreis Wesermarsch für das CVJM Sozialwerk.

Unser Foto zeigt von links Hans-Jürgen Aschenbach, Benjamin Georg, Lothar

van Waaden und den Staffelleiter des Fußballkreises Wesermarsch,

Herbert Hanke. Foto: Diekmann

Auch Schüler dürfen

jetzt Spiele leiten

Anwärterlehrgang im Fußballkreis Wittmund

Erstmals in Kombination mit einerSchiedsrichter-Arbeitsgemeinschaft

an der Alexander von

Humboldt-Schule in Wittmund

fand der diesjährige Schiedsrichter-Anwärterlehrgang

des Fußballkreises

Wittmund statt.

Kreisschiedsrichterobmann

Ullrich Schierz, selbst Lehrer an

der KGS, leitete die Arbeitsgemeinschaft.

Fünf Schüler nahmen

dann auch am Lehrgang des Fußballkreises

teil, der im Vereinsheim

des SV Wittmund durchgeführt

wurde.

Alle Teilnehmer bestanden

am Ende die Prüfung: Jan-Renke

Schmidt, Lars Claaßen, Patrik

Schumann, Timo Saathoff (alle

TuS Holtriem), Keno Buß, Steffen

Wirdemann, Axel Bangert (alle

TuS Esens), Söhnke Buschhardt,

Jann-Luca Westermann (beide

TuS Leerhafe/Hovel), Michael

Leerhoff (TuS Strudden), Philipp

28 neue Schiedsrichter

Strutz (SV Werdum), Hauke

Harms, Sven Thaden, Maarten

Bolte (alle BSC Burhafe) und Immo

Garlichs (SV Wittmund).

Die jüngeren Teilnehmer sollen

zunächst Spiele in ihren Vereinen

leiten, bevor diese ihre jungen

Schiedsrichter dann bei genügend

Erfahrung zum Spielbetrieb

melden. Drei Schiedsrichter und

eine Schiedsrichterin können ab

sofort im Spielbetrieb eingesetzt

werden: Dieter Siebolds (BSC Burhafe),

Marcel Janssen, Herrmann

Eilts (beide SV Ardorf) und Kerstin

Seybold (TuS Leerhafe/Hovel).

Kreisschiedsrichterlehrwart

Reinhard Schultz (Esens) unterstützteVerbandsschiedsrichterlehrwart

Bernd Domurat (Wilhelmshaven)

bei der Abnahme

der Prüfung und zeigte sich mit

ihm anschließend hocherfreut

über das gute Ergebnis.

Reinhard Schultz

Auch in diesem Jahr wurden im NFV-Kreis Wesermarsch wieder

28 neue Fußball-Schiedsrichter ausgebildet.

An insgesamt sieben Lehrtagen trafen sich die Teilnehmer

des Anwärterlehrganges und sprachen alle 17 Fußball-Regeln

gründlich durch. Der neue Kreisschiedsrichterlehrwart Nils

Möhlmann, der Anfang des Jahres in das Amt gewählt wurde,

bereitete die anfangs 33 Anwärter bestens auf die bevorstehende

Prüfung vor.

Nach einer witterungsbedingten Verlegung konnten im

zweiten Anlauf dann alle Lehrgangsteilnehmer der Prüfung beiwohnen.

Die aus 30 Regelfragen bestehende Prüfung wurde vom

Schiedsrichterlehrwart des Niedersächsischen Fußballverbandes,

Bernd Domurat (Wilhelmshaven), abgenommen.

Von den insgesamt 33 Lehrgangsteilnehmern absolvierten

am Ende 28 die Prüfung erfolgreich. Bei erlaubten fünf Fehlerpunkten

erreichten die Teilnehmer im Durchschnitt 3,5 Fehler.

Nils Möhlmann


Bezirk Weser-Ems

Besuch von drei Fußball-Legenden

Uwe Seeler, Hans Tilkowski und Max Lorenz zu Gast bei HHO Osnabrück

Große Aufregung in Eingangsbereich

und Halle der

Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück

(HHO) in Osnabrück-Sutthausen:

Gleich drei Fußball-Legenden

hatten ihren Besuch angekündigt

und so warteten alle

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

gespannt auf das Eintreffen

von Uwe Seeler, Hans Tilkowski

und Max Lorenz.

Grund für den Besuch war

das 50-jährige Bestehen der

HHO. Mit Unterstützung der

Grünkohlkönige des Fußballkreises

Osnabrück-Land wurde diese

Feier ermöglicht. Die Begeisterung

war groß, als Hans Tilkowski

und Uwe Seeler eintrafen.

Die beiden kamen kaum

durch bis zur Bühne, immer

wieder mussten sie Hände

schütteln und für ein Foto posieren.

Doch dann hatten sie es

geschafft und wurden von

HHO-Geschäftsführer Heiner

Böckmann und Helmut

Buschmeyer, dem Vorsitzenden

des Fußballkreises Osnabrück-

Land, begrüßt. Dem war diese

Veranstaltung überhaupt zu verdanken,

denn er hatte den Besuch

initiiert. „So ein Geschenk

nimmt man natürlich gerne

an“, freute sich HHO-Bereichsleiter

Uwe Bergfeld.

In einer kleinen Talkrunde

mit Markus Rettig, pädagogischer

Leiter bei der HHO, erfuhren

die Anwesenden einiges aus

dem Leben der erfolgreichen

Fußballer. Uwe Seeler sorgte

mit seiner schelmischen Art

Besuch von drei Fußball-Legenden. Max Lorenz (links), Hans Tilkowski (10. v.l.) und Uwe Seeler (4. v.r.) waren auf

Initiative von Helmut Buschmeyer (rechts) zu Gast bei der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück. Foto: Kemme

mehr als einmal für Begeisterungsstürme.

Dass er natürlich

immer noch „die Raute im Herzen“

hat, bewies er mit der

Aussage: „Natürlich wird der

HSV noch einmal Deutscher

Meister, nur das Jahr kann ich

noch nicht nennen ...“

Andreas Molitor, Mitarbeiter

und Werkstattkicker, hatte

außerdem mit Kollegen Fragen

ausgearbeitet und entließ seine

beide Interviewpartner ohne

Antwort aus keiner Frage: „War

der Ball 1966 im Tor oder

nicht?“ „Wer wird Deutscher

Meister?“ „Schafft der VfL den

Aufstieg?“ – Dies waren nur einige

Fragen, auf die Tilkowski

und auch Seeler konkrete Antworten

abverlangt wurden.

Nach der Talkrunde war

Zeit für Geschenke. Tilkowski

erhielt eine in den Werkstätten

gefertigte Gartenbank, für Seeler

gab es eine Laterne und eine

Deko-Kugel mit HSV-Raute.

Im Gegenzug gab es auch ein

Geschenk für die Heilpädagogische

Hilfe. Neben Tilkowski,

Seeler und Lorenz hatten die

weiteren ehemaligen und amtierenden

Grünkohlkönige –

darunter auch Ministerpräsident

Frühstücksbüffet. Dazu trafen sich die Mitglieder des Gesamtvorstands im NFV-Kreis Wesermarsch

mit ihren Partnerinnen im „Haus Weserstrand“ in Nordenham-Großensiel. Das jährlich in der Wesermarsch stattfindende

Treffen musste aufgrund der Wetterlage der letzten Monate mehrfach verschoben werden. Nun aber

konnte Kreisvorsitzender Thorsten Böning die Gesellschaft begrüßen und das Büffet eröffnen. Die Veranstaltung

fand auch in diesem Jahr einen guten Zuspruch. Auch anschließend verblieben die Teilnehmer noch einige

Zeit zu einem gemütlichen Beisammensein. Klaus Diekmann

Christian Wulff, Hans-Gert Pöttering,

Joe Enochs oder Hubertus

Rau – „zusammengelegt“,

um ein ganz besonderes Event

zu ermöglichen. Im Sommer

sind 40 Mitarbeiter der Werkstätten

zu einem Ausflug nach

Hamburg eingeladen, natürlich

mit Besuch eines HSV-Bundesligaspiels.

Und damit die Gäste

dann einen agilen HSV erleben,

versprach Seeler, die Mannschaft

gemeinsam mit Tilkowski

vor dem Spiel „fit zu machen“.

Mit großem Beifall wurde

dieses Geschenk angenommen.

Nach einer Autorgrammstunde

und einer deftigen Erbsensuppe

stieß dann auch Max

Lorenz, der vormittags terminlich

verhindert war, zu der

Truppe.

Eine Überraschung gab es

dann auch noch für Helmut

Buschmeyer: „Wir möchten

uns heute für Deine langjährige

Unterstützung und Dein Engagement

für die Heilpädagogische

Hilfe bedanken“, so Geschäftsführer

Böckmann und

überreichte Buschmeyer gemeinsam

mit Bergfeld ebenfalls

eine große Deko-Kugel, wenn

auch nicht mit Raute, sondern

mit goldfarbenen Ornamenten.

„Wenn man etwas Gutes tut,

beschenkt man sich auch

selbst“, sagte Buschmeyer bescheiden

zu dieser unerwarteten

Geste. Alle Beteiligten waren

sich einig, dass der Kreisvorsitzende

mit dieser Aktion

wieder eine tolle Veranstaltung

organisiert hatte und man sieht

sich im Sommer beim Hamburg-Besuch

ja schon wieder.

Anita Lennartz

Mai 2010 63


Bezirk Weser-Ems

Amtliche Bekanntmachungen

64

Große Ehre für die Jung-

Schiedsrichter des Fußballkreises

Emden: Für ihren Gewinn

beim Jung-Schiedsrichter-Turnier

des Niedersächsischen Fußballverbandes

2009 in Winsen wurde

die komplette Mannschaft nun

im Rahmen der Sportlerehrung

von der Stadt Emden ausgezeichnet.

Jährlich ehrt die Stadt Emden

in feierlichem Rahmen die

Sportlerinnen und Sportler, die

bei Landesmeisterschaften oder

bei Deutschen Meisterschaften

erfolgreich waren oder sich über

Jahre hinweg durch besondere

sportliche Leistungen verdient gemacht

haben.

Nachdem die Emder Jung-

Schiedsrichter im vergangenen

Jahr erstmals das traditionelle

NFV-Turnier für sich entscheiden

Ehrung durch den Oberbürgermeister

Alwin Brinkmann (links).

Die Jung-Schiedsrichter des Fußballkreises

Emden mit Jan Lammers,

Timo Daniel, Sven à Tellinghusen,

Tobias Damm, Fabian de

Boer, Eike Damm, Arne Ross und

Eike Schmidt (v.l.) wurden im Emder

Rathaus für ihren Titelgewinn

beim NFV-Jung-Schiedsrichter-Turnier

2009 ausgezeichnet.

Foto: Bartsch

Einladung

zum Kreisstaffeltag 2010

des NFV-Kreises Wesermarsch

am Samstag, 19. Juni, 10.30

Uhr im „Hotel am Markt“, 26954

Nordenham, Marktstraße 12

Tagesordnung:

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Gedenken der Verstorbenen

3. Grußworte der Gäste

4. Genehmigung der Tagesordnung

5. Ehrungen (u.a. 100 Jahre Fußball

in Nordenham)

– Pause –

6. Rechenschaftsberichte des geschäftsführenden

Vorstandes,

der Vorsitzenden der Kreisausschüsse

und der Rechtsorgane

(gemeinsames KSG)

7. Aussprache zu den Berichten

8. Vorausschau auf das Spieljahr

2010/2011

a) Einführung einer Altherren-

Staffel für das kommende

Spieljahr

b) Auslosung Kreispokal

2010/2011

c) Termine 2010/2011

9. Verschiedenes

Ich weise daraufhin, dass der

Kreisstaffeltag eine Pflichtveranstaltung

für alle Vereine mit Frauen-

oder Herrenmannschaften ist.

Klaus Diekmann,

Schriftführer

Thorsten Böning,

Kreisvorsitzender

Mai 2010

Gold und Bronze für

Schiris aus Emden

Peter Bartsch und die Jung-Schiedsrichter

werden bei Sportlerehrung ausgezeichnet

konnten, wurde die Auswahl nun

auf Vorschlag des Stadtsportbundes

von Emdens Oberbürgermeister

Alwin Brinkmann im Rummel

des Rathauses mit der Bronzenen

Ehrennadel der Stadt Emden für

ihre Leistung geehrt.


Einladung

zum Kreistag 2010 des

NFV-Kreises Wilhelmshaven

am Samstag, 19. Juni, 18.30

Uhr in der VIP-Lounge des Jadestadions

Friedenstraße, 26386

Wilhelmshaven.

Tagesordnung:

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Feststellung der ordnungsgemäßen

Einberufung und Genehmigung

der Tagesordnung

3. Grußworte der Ehrengäste

4. Ehrungen

5. Berichte des Vorstandes, der

Kreisausschüsse und der

Rechtsorgane

6. Aussprache zu den Berichten

7. Spieljahr 2010/2011

8. Allgemeines

Uwe Reese, Vorsitzender


Einladung

zum Kreisjugend-Staffeltag

des NFV-Kreises Salzgitter am

Sonntag, 20. Juni, 10 Uhr im Vereinsheim

des TSV Lesse.

Tagesordnung:

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Grußworte der Gäste

3. Feststellung der stimmberechtigten

Delegierten

4. Ehrungen

a) der Meister und Pokalsieger

b) verdienter Mitarbeiter im Jugendbereich

c) Sepp-Herberger-Ehrung

Möglicherweise steht Einigen

von ihnen bereits im nächsten Jahr

ein Wiedersehen bevor, schließlich

konnten die Emder Jungen ihren

Titel im Januar diesen Jahres beim

NFV-Turnier in Cloppenburg erfolgreich

verteidigen und dürfen

5. Abschlussberichte der Spielserie

2009/2010

6. Arbeitsplanung für die neue

Spielserie 2010/2011

7. Anträge

8. Verschiedenes

Anträge zum TOP 7 sind

bis 29. Mai schriftlich an den

Kreisjugendobmann Mario Tietze,

Wiesenstr. 9a, 38259 Salzgitter zu

richten.

Das Stimmrecht richtet sich

nach § 48, Abs. 3 der Verbandssatzung.

Jeder Verein hat die Pflicht,

mit mindestens einem Delegierten

vertreten zu sein.

Mario Tietze, Kreisjugendobmann


Einladung

zum Kreisjugendtag 2010

des NFV-Kreises Leer am Montag,

21. Juni, 19 Uhr im Sportheim

von Frisia Loga.

Tagesordnung:

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Totenehrung

3. Grußwort der Gäste

4. Ehrungen

5. Bericht des Kreisjugendobmanns

6. Bericht des Spielleiters

7. Bericht des Referenten für den

Schulfußball

8. Bericht der Kreisauswahltrainer

9. Bericht des Schiedsrichteransetzers

nun 2011 in Braunschweig vom

Titel-Hattrick träumen.

Neben den Jung-Schiedsrichtern

wurde auch Peter Bartsch als

ranghöchster Schiedsrichter des

Fußballkreises Emden für seine

Leistungen in den vergangenen

Jahren mit der Goldenen Ehrenmedaille

der Stadt Emden ausgezeichnet.

Für den Fußballkreis Emden

nahmen auch der Kreisvorsitzende

Theo Christians und Kreisschiedsrichterobmann

Bernd Garen

an der knapp einstündigen

Feierstunde im Rathaus teil.

Bernd Garen

10. Berichte der Staffelleiter, Turnierkoordinator,

Pokalwart

11. Anträge

12. Wahlen (Wahl Versammlungsleiter,

Entlastung, Neuwahlen)

13. Verschiedenes

Anträge gemäß Punkt 11

sind bis zum 8. Juni beim Vorsitzenden

des Jugendausschusses

Hermann Weiland, Neemannsweg

7, 26789 Leer einzureichen.

Das Stimmrecht richtet sich

nach § 50 Abs. 2 und 3 der Verbandssatzung.

Es handelt sich um eine

Pflichtveranstaltung des NFV. Jeder

Verein, der am Jugendspielbetrieb

teilnimmt, ist verpflichtet, einen

Delegierten zu entsenden.

Vereine, die nicht vertreten

sind, zahlen eine Fehlabgabe von

50,- Euro. Hermann Weiland,

Vorsitzender Jugendausschuss


Einladung

zum ordentlichen Kreistag

des NFV-Kreises Wolfenbüttel

am Mittwoch, 23. Juni, 18 Uhr

im Dorfgemeinschaftshaus in Dettum,

„Beeke-Hus“, Wolfenbütteler

Straße 23/Sportplatz.

Tagesordnung:

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Totenehrung

3. Grußworte der Gäste

4. Ehrungen

5. Feststellung der stimmberechtigten

Delegierten


6. Berichte des Kreisvorsitzenden,

der Ausschussvorsitzenden,

des Rechtsorgan und

Schatzmeisters, (Rechnungslegung

2007, 2008 und 2009)

7. Bericht der Kassenprüfer

8. Genehmigung der Haushaltspläne

9. Anträge

10. Strukturreform (GS,SZ, WF)

11. Wahl eines Versammlungsleiters

12. Entlastung des Schatzmeisters

und Kreisvorstandes

13. Neuwahlen: Kreisvorstand,

Ausschussmitglieder und

Sportgericht

14. Wahl der Kassenprüfer

15. Verschiedenes

Anträge zu TOP 9 sind

schriftlich bis zum 1. Juni an

den Kreisvorsitzenden Wolfgang

Laas, Jahnstr. 33, 38315 Schladen

zu richten.

Das Stimmrecht richtet sich

nach § 47 (Absatz 3) der Verbandssatzung.

Die Stimmenzahl der Delegierten

regelt der § 50 Abs. 3 der

Satzung.

Die Versammlung gilt als

Pflichtveranstaltung.

Schuldhafte Nichtteilnahme

an Veranstaltungen, die von Organen

des Verbandes einberufen

werden, wird bei Nichterscheinen

kostenpflichtig nach § 42 (26) Ru-

VO bestraft.

Wolfgang Laas, Vorsitzender


Einladung

zum ordentlichen Kreistag

des NFV-Kreises Leer am Samstag,

26. Juni, 14.30 Uhr im Jagdhaus

Kloster Barthe, Stikelkamperstraße

21, 26835 Hesel.

Tagesordnung:

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Feststellung der stimmberechtigten

Delegierten, der ordnungsgemäßen

Ladung und

Beschlussfähigkeit sowie der

Genehmigung der Tagesordnung.

3. Totenehrung

4. Grußwort der Gäste

5. Ehrungen

6. Rechenschaftsberichte

– des geschäftsführenden

Vorstandes

– des Vorstandes

– der Rechtsorgane

7. Bericht der Kassenprüfer

8. Genehmigung der Haushaltspläne

9. Anträge

10. Wahl eines Versammlungsleiters

11. Entlastung des Vorstandes

12. Wahlen

13. Verschiedenes

14. Schlusswort

Anträge zu TOP 8 sind bis

zum 4. Juni bei dem Kreisvorsitzenden

Johann Schön, Eichenweg

7, 26835 Holtland einzureichen.

Das Stimmrecht richtet sich

nach § 50 Abs. 2 und 3 der Verbandssatzung.

Es handelt sich um eine

Pflichtveranstaltung des NFV. Jeder

Verein, der am Spielbetrieb

teilnimmt, ist verpflichtet, einen

Delegierten zu entsenden. Vereine

die nicht vertreten sind zahlen eine

Fehlabgabe von 50,- Euro.

Johann Schön

Kreisvorsitzender


Einladung

zum ordentlichen Kreisjugendtag

des NFV-Kreises Helmstedt

am Sonntag, 27. Juni,

10.30 Uhr in Danndorf, Gaststätte

Danndorfer Bierbrunnen.

Tagesordnung:

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Gedenken der Verstorbenen

3. Grußworte der Gäste

4. Ehrungen

5. Berichte

a) des Kreisjugendausschusses

b) des Kreisjugendsportgerichtes

c) Schulfußball und Auswahlwesen

6. Feststellung der stimmberechtigten

Delegierten

7. Wahl eines Versammlungsleiters

8. Entlastung des Kreisjugendausschusses

und des Kreisjugendsportgerichtes

9. Neuwahlen des Kreisjugendausschusses

10. Anträge

Umbenennung der Spielklasse

„Bezirksoberliga“ in künftig „Landesliga“

Mit Blick auf die seinerzeit geplante Eingleisigkeit der Oberliga

Niedersachsen hatte der Verbandsbeirat im Rahmen seiner Sitzung

am 17.05.08 den nachstehenden Vorbehaltsbeschluss gefasst:

Mit dem Zeitpunkt der Zusammenlegung der beiden Staffeln der

obersten Verbandsspielklasse, der Oberliga Niedersachsen West

und Ost, wird die bisherige Bezirksoberliga in Landesliga umbenannt.

Die zum 01.07.10 wirksam werdende Umbenennung der Spielklasse

gilt gleichermaßen für alle Mannschaftsarten (Herren, Frauen,

A-Junioren/innen, B-Junioren/innen, C-Junioren/innen).

Die technische Umsetzung im DFBnet ist bereits erfolgt.

Karl Rothmund, Präsident

Amtliche Bekanntmachungen

11. Vorschau Spielserie 2010/

2011

12. Allgemeines

Anträge zu TOP 10 sind bis

zum 10. Juni schriftlich beim

Vorsitzenden des Kreisjugendausschusses,

Hans-Joachim Beber,

Wittenberger Str. 25, 38350

Helmstedt einzureichen.

Die Einladung und das

Stimmrecht der Delegierten richten

sich nach § 51 der Satzung

des NFV.

Der Kreisjugendtag ist eine

Pflichtveranstaltung. Alle Vereine

bzw. Jugendspielgemeinschaften,

die aktuell mit mind. einer Mannschaft

am Spielbetrieb teilnehmen,

haben mindestens einen

Vertreter zu entsenden. Nichterscheinen

kann eine Verwaltungsstrafe

nach § 21 Abs. 3 b, Ziffer

19 der Jugendordnung (JO) nach

sich ziehen. Hans-Joachim Beber

komm. Vorsitzender

Kreisjugendausschuss


Einladung

zum ordentlichen Kreisfußballtag

des NFV-Kreises Nienburg/Weser

am Samstag, 3. Juli,

16 Uhr in der Gaststätte Freesenhof

Wellie, Wellie 31, 31595

Steyerberg.

Tagesordnung:

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Grußworte der Gäste

3. Feststellung der Anwesenheit

und der stimmberechtigten

Delegierten

4. Aussprache über die schriftlichen

Rechenschaftsberichte

des Vorstandes, der Ausschüsse

und des Sportgerichtes

5. Ehrungen

6. Bericht der Rechnungsprüfer

7. Genehmigung der Haushaltspläne

2010 bis 2013

8. Anträge

9. Entlastung des Vorstandes,

der Ausschüsse und des

Sportgerichts

10. Wahl einer/s Versammlungsleiterin/s

11. Wahl der/s Vorsitzenden

12. Wahl der Mitglieder des Vorstandes,

der Ausschüsse, des

Sportgerichts und der Rechnungsprüfer

Vereinsneuaufnahmen

13. Bestätigung der auf dem

Kreisjugendtag gewählten

Mitglieder des Jugendausschusses

nach § 48 Abs. 4 der

NFV-Satzung

14. Mitteilungen und Anfragen

zum Spieljahr 2010/2011

15. Verschiedenes

Die Einladung erfolgt nach

§ 47 in Verbindung mit § 41 der

NFV-Satzung. Das Stimmrecht

richtet sich nach § 47 Abs. 3 der

NFV-Satzung auf der Grundlage

der Bestandserhebung zum

01.01.2010.

Anträge zu TOP 8 sind

schriftlich bis zum 12. Juni beim

Vorsitzenden einzureichen.

Michael Brede,

Kreisvorsitzender


Einladung

zum ordentlichen Kreistag

des NFV-Kreises Helmstedt am

Sonntag, 4. Juli, 10.30 Uhr in

Königslutter, „Waldgaststätte Lutterspring“.

Tagesordnung:

1. Eröffnung und Begrüßung

2. Gedenken der Verstorbenen

3. Grußworte der Gäste

4. Ehrungen

– Pause –

5. Feststellung der stimmberechtigten

Delegierten

6. Rechenschaftsberichte des

Vorstandes, der Ausschüsse

und der Rechtsorgane

7. Bericht der Kassenprüfer

8. Entlastung des Vorstandes

9. Neuwahlen

10. Anträge

11. Verschiedenes

Die Einladung erfolgt nach

§ 50 Abs. 4 der Verbandssatzung.

Das Stimmrecht ergibt sich aus

§ 50 Abs. 3 der Verbandssatzung.

Der Kreis-Fußballtag ist eine

Pflichtveranstaltung für alle Vereine.

Nichterscheinen kann eine

Verwaltungsstrafe nach Anhang 2

der SpO (28) bzw. § 42 der RuVO

nach sich ziehen.

Anträge zu TOP 10 sind

fristgerecht schriftlich bis zum

20. Juni an den Kreisvorsitzenden

zu richten. Wolfgang Kaëse,

Kreisvorsitzender

Durch Beschluss des Verbandspräsidiums ist die Aufnahme folgender

Vereine als Mitglieder im Niedersächsischen Fußballverband

bestätigt worden:

• Waldhauskicker Langenhagen e.V., vertreten durch Marco

Nicht, Spreeweg 39, 30851 Langenhagen, NFV-Kreis Hannover-Land

• 1. JFC AEB Hildesheim e.V., vertreten durch Jürgen Heider,

Osterfeld 15, 31135 Hildesheim, NFV-Kreis Hildesheim

• JFV West Göttingen von 2010 e.V., vertreten durch Stefan

Blum, Südring 83, 37079 Göttingen, NFV-Kreis Göttingen

• SV Fener e.V. vertreten durch Sinan Dincok, Hamburger Str.

10, 27419 Sittensen, NFV-Kreis Rotenburg

Karl Rothmund, Präsident

Mai 2010 65


Amtliche Bekanntmachungen

66

Mai 2010

Geburtstage

15. Mai bis 15. Juni

Christian Röhling, Vorsitzender

des NFV-Kreises Lüneburg,

feiert am 18. Mai

seinen 43. Geburtstag.


Rudi Pohler, Ehrenmitglied

des NFV, wird am

24. Mai 82 Jahre alt.


Ferdinand Dunker, NFV-

Vizepräsident und Vorsitzender

des NFV-Bezirks

Weser-Ems, feiert am 3. Juni

seinen 62. Geburtstag.


Andreas Wittrock, Vorsitzender

des NFV-Kreises Hameln-Pyrmont,

wird am

3. Juni 55 Jahre alt.


August Borchers, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Holzminden, feiert am

5. Juni seinen 55. Geburtstag.


Hans-Jürgen Lotz, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Göttingen, wird am 6. Juni

65 Jahre alt.


Dieter Plaggemeyer, Vorsitzender

des NFV-Kreises

Diepholz, feiert am 7. Juni

seinen 63. Geburtstag.


Dr. h.c. Engelbert Nelle,

Ehrenpräsident des NFV,

wird am 9. Juni 77 Jahre

alt.

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Sportschul-Termine

30.April bis 4. Juni 2010

Trainerausbildung

Fr. 30.4. bis So. 2. Lehrgang für Mädchentrainer/innen

Mo. 3. bis Mi. 5. Grundlagen-Seminar für Torwarttrainer

Mo. 3. bis Fr. 7. B-Lizenz-Ausbildung, Reihe II, Teil 2

Mo. 10. bis Mi. 12. B-Lizenz-Ausbildung, Reihe II, Teil 3, Prüfung

Mo. 17. Seminar „Train the Trainer“

Mo. 17. bis Fr. 21. C-Lizenz-Ausbildung, Junioren-Reihe I, Teil 3

C-Lizenz-Breitenfußball, Teil 3, Prüfung

Mi. 26. bis Fr. 28. Aufbau-Seminar für Torwarttrainer

C-Lizenz-Fortbildung

Mo. 31. bis Fr. 4.6. C-Lizenz-Ausbildung, Senioren-Reihe I, Teil 3

Sonstiges

Sa. 8. Alt-Herrenmeisterschaft

Do. 13. Frauen-Pokalendspiel

Verbandsmitarbeiter

Mo. 10. bis Mi. 12. Spielobleutetagung

Mi. 12. bis Do. 13. Sitzung Verbandsjugendausschuss

Sa. 15. DFBnet-Schulung für Fortgeschrittene

Fr. 28. bis Sa. 29. DFBnet-Schulung für Einsteiger

Talenförderung

Mi. 12. bis Do. 13. Conti-Cup der A- und B-Junioren

Sa. 15. bis So. 16. „plan b.“-Juniorinnen-Niedersachsenmeisterschaft

Fr. 21. bis So. 23. U 14-Junioren-Gemeinschaftslehrgang mit FV Sachsen

U 16-Juniorinnen-Gemeinschaftslehrgang mit FV Sachsen

U 15-Junioren-Auswahllehrgang

Fr. 28. bis So. 30. U 16-Junioren-Auswahllehrgang

U 17-Junioren-Auswahllehrgang

U 16-Juniorinnen-Sichtungslehrgang

Ferienangebot

Mi. 12. bis So. 16. Sparkassen-Fußballschule

Sa. 22. bis Di. 25. Sparkassen-Fußballschule

Schiedsrichter

Fr. 14. bis Sa. 15. NFV-Schiedsrichter-Lehrgang I

Fr. 14. bis So. 16. Leistungslehrgang für Bezirksschiedsrichter

Sa. 15. bis So. 16. Schiedsrichter-Beobachterlehrgang

Fr. 21. bis Sa. 22. NFV-Schiedsrichter-Lehrgang II

Aufnahmegesuche

Die Vereine

• JFV Göttingen e.V., vertreten durch Michael Schläger,

Schützenanger 1, 37079 Göttingen/NFV-Kreis

Göttingen

• Dynamo Celle e.V., vertreten durch Klaus Senzek,

Itagstr. 6, 29221 Celle/NFV-Kreis Celle

• JFV Ahlerstedt/IOttendorf/Heeslingen e.V., vertreten

durch Carsten Schult, Hallohe 17, 21702 Ahlerstedt/NFV-Kreise

Stade und Rotenburg

• SV Balkan 01 Seesen e.V., vertreten durch Safet

Bucaj, An den Teichen 1 i, 38723 Seesen/NFV-Kreis

Goslar

• Celle United e.V., vertreten durch Rita Grabowski,

Im Kreis 14, 29221 Celle/NFV-Kreis Celle

bitten um Aufnahme in den Niedersächsischen Fußballverband.

Einsprüche können gemäß § 9 der Verbandssatzung innerhalb

von vier Wochen nach Veröffentlichung eingelegt

werden.

Karl Rothmund

Präsident

Redaktionsschluss

für die nächste Ausgabe der Amtlichen Bekanntmachungen

ist der 10. Mai 2010.

Impressum

Fußball-Journal

Niedersachsen

Zeitschrift des Niedersächsischen

Fußballverbandes (NFV)

Herausgeber:

Niedersächsischer Fußballverband

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 56

E-Mail: info@nfv.de

Internet: http://www.nfv.de

Verlag:

Beteiligungs- und

Verwaltungs-GmbH des NFV

Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 50

Telefax (0 51 05) 7 51 56

Redaktion:

Reiner Kramer

(verantwortlich für den Inhalt)

Peter Borchers

Manfred Finger

NFV-Pressestelle, Schillerstraße 4

30890 Barsinghausen

Telefon (0 51 05) 7 51 42

Telefax (0 51 05) 7 51 55

E-Mail: Reiner.Kramer@nfv.de

E-Mail: Peter.Borchers@nfv.de

E-Mail: Manfred.Finger@nfv.de

Mitarbeiter in den NFV-Bezirken:

Günter Schacht (Braunschweig)

Käthe-Kollwitz-Str. 4

38259 Salzgitter

GuenterSchacht@t-online.de

Gerrit Nolte, An der Windmühle 10,

30890 Barsinghausen

E-Mail: Gerrit.Nolte@t-online.de

Reiner Tienken (Lüneburg)

Mevenstedter Str. 24,

27726 Worpswede

E-Mail:

ReinerTienken@aol.com

Peter Bartsch (Weser-Ems)

Korrvettenweg 5 b, 26723 Emden

E-Mail: peter_bartsch@gmx.de

Verantwortlich für

Amtliche Bekanntmachungen:

Walter Burkhard, NFV-Justitiar

Barsinghausen

Herstellung:

Kornelia Schick

Adlerstr. 8, 31228 Peine

Telefon (0 51 71) 92 92 95

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Druck:

CW Niemeyer Druck GmbH

Druckzentrum Wangelist

Böcklerstraße 13, 31789 Hameln

Anzeigen:

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Verwaltungs-GmbH des NFV

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Telefax (0 51 05) 7 51 55

Das Fußball-Journal Niedersachsen

erscheint monatlich. Es kann nur im

Abonnement bezogen werden.

Abonnements zum Preis von 30 Euro

für ein Jahr können bei der NFV-Beteiligungs-

und Verwaltungs-GmbH,

Schillerstraße 4, 30890 Barsinghausen,

bestellt werden. Der Einzelpreis

beträgt 3 Euro. Für Vereine und Verbandsmitarbeiter

des NFV ist er im

Mitgliedsbeitrag enthalten. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte,

Fotos usw. wird keine Haftung übernommen.

Rücksendung erfolgt nur,

wenn Rückporto beiliegt.

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stellen nicht unbedingt die Meinung

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oder der Journal-Redaktion

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