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PDLIZEIEIN ARTNERPKreisgruppe OberbergGewerkschaft der PolizeiParty-TimeBürgerfest mit der PolizeiGummersbach • 16. März 2013


www.VDPolizei.de16.03.2013,20.00 UhrStadthalleGummersbachPOLIZEI –Gewerkschaft der PolizeiKreisgruppe OberbergDEIN PARTNERImpressumVerantwortlich für den redaktionellen Teil:xxxx Peter Haude, GummersbachFotos: Die VerfasserNachdruck des redaktionellen Teils nur nachausdrücklicher Genehmigung des HerausgebersSämtliche hier veröffentlichte Anzeigen, die imKundenauftrag für die Drucklegung vom Verlaggestaltet wurden, sind urheberrechtlich geschützt.Nachdruck, Vervielfältigung und elektronischeSpeicherung ist nur mit Zustimmung des Anzeigenkundenund des Verlages erlaubt. Verstößehiergegen werden vom Verlag, auch im Auftragdes Anzeigenkunden, unnachsichtig verfolgt.Verlag, Anzeigenwerbung und Gestaltung:VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBHAnzeigenverwaltungEin Unternehmen der Gewerkschaft der PolizeiForststraße 3 a • 40721 HildenTelefon 02 11/71 04-0 • Telefax 02 11/71 04-174AV@VDPolizei.deGeschäftsführer:Bodo Andrae, Joachim KranzAnzeigenleiterin: Antje KleukerGestaltung und Layout: Jana KolfhausSatz und Druck:DTP KUK & GmbH, Druck Düsseldorf GmbH & Co. KG, Düsseldorf© 2013Bürgerfest mit der PolizeiGrußworteProgrammArtikelDanksagungParty-Time37136005/2013/29VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH© 2011Anzeigenverwaltung


GrußwortDaher fordere ich an dieser Stelle dieLandesregierung auf, nicht im Polizeibereichzu sparen, sondern imGegenteil durch angemessene Personalausstattung,Besoldung und Versorgungeine leistungsfähige, arbeitsfähigePolizei für die Bürgerinnen undBürger zu erhalten.Liebe Gäste, liebe Leser,zum 27. Bürgerfest der Gewerkschaft derPolizei, Kreisgruppe Oberberg, heiße ichsie sehr herzlich willkommen.Wir haben in diesem Jahr ein neues Programmfür Sie zusammengestellt. Trotz dergroßen Erfolge und der Popularität, diesich die Band Radspitz hier in Gummersbachüber vier Jahre erworben hat, setzenwir auf Programmvielfalt und Abwechslung.Somit haben wir mit den Bands BigMaggas und Supreme – absolut LIVE! zweiFormationen verpflichtet, die sie mitSicherheit ebenfalls begeistern werden.Im letzten Jahr war an dieser Stelle dieUmstellung auf die neue blaue Polizeiuniformein Thema, mittlerweile ein gewohnterAnblick und auch für uns als Polizeibeamtinnenund -Beamte eine gute Sache,da sich die neue Bekleidung auch in derPraxis bewährt hat.Geblieben sind auch in diesem Jahr diemassiven personellen Probleme innerhalbder Polizei. Wir werden weniger undgleichzeitig älter. Dies stellt uns auch imOberbergischen innerhalb der nächstenJahre vor erhebliche Probleme, da vorallem der Altersfaktor im operativenDienst stark durchschlägt und viele Kollegenmit teilweise mehr als 30 JahrenSchichtdienstzeit den Wach- und Wechseldienstaufrecht erhalten. Weiterhin wirdtrotz erhöhter Einstellungszahlen in dennächsten Jahren, die auf Druck der GdPvorgenommen wurden, die Zahl der Neueinstellungendie der Pensionierungennicht erreichen, so dass hier ein realer Stellenabbaustattfindet.Bei allen Versuchen, Ihnen in der Polizeiarbeitden gewohnten Standard zu bieten,werden stellenweise die fehlenden personellenMöglichkeiten auch für Sie zu spürensein.Daher fordere ich an dieser Stelle die Landesregierungauf, nicht im Polizeibereichzu sparen, sondern im Gegenteil durchangemessene Personalausstattung, Besoldungund Versorgung eine leistungsfähige,arbeitsfähige Polizei für die Bürgerinnenund Bürger zu erhalten.Liebe Gäste, liebe Leser,an dieser Stelle möchte ich meinen Dankan alle Redakteure unserer Festschrift aussprechen,die ihnen das Spektrum der Polizeiarbeitdurch ihre Beiträge näher bringen.Mit Zahlen, Bildern und Hintergründenerhalten sie einen kleinen Einblick indie vielfältige polizeiliche Arbeit.Weiterhin ein herzliches Dankeschön analle Inserenten unserer Festschrift, dieunsere Veranstaltung mit ihren Anzeigenunterstützen. Bitte berücksichtigen sie diesebei ihren nächsten Einkäufen oder aufder Suche nach Dienstleistungen ganzbesonders. Ich wünsche ihnen nun einenschönen Abend und viel Spaß und guteMusik bei der Party-Time mit der GdP.Uwe DickVorsitzender derKreisgruppe Oberberg2


ProgrammGewerkschaft der PolizeiKreisgruppe OberbergProgrammSUPREMEABSOLUT LIVEBIG MAGGASWir wünschen allen Besucherndes heutigen Festabends froheStunden in beschwingter undheiterer Atmosphäre.4


ProgrammBereits der Name ist Programm.Supreme – Absolut LIVE repräsentiert in einzigartigerWeise pure Lebensfreude und „LIVE MUSIK“ aufDeutschlands Bühnen. Die Formation aus dem KreisHöxter wurde bereits zwei Jahre hintereinander zurPartyband des Jahres gewählt und zählt zu denabsoluten Top-Acts dieses Segmentes.Die Stärke dieser außergewöhnlichen Band bestehtdarin, sich immer wieder individuell auf das jeweiligePublikum einzustellen und mit der nötigen SpielfreudeMenschen zu begeistern. Supreme – Absolut LIVEvereint Professionalität mit unglaublicher Bühnenperformanceund schafft es damit sein Publikum von derersten Minute direkt in seinen Bann zu ziehen.Neben zahlreichen TV Auftritten unter anderem bei RTLund Kabel Eins, ist die Formation die offizielle Begleitbandder Künstlerin Anna-Maria Zimmermann.Großveranstaltungen wie die Ski-WM in GarmischPartenkirchen oder das Sechs-Tage-Rennen in derMünchener Olympiahalle meistert Supreme – AbsolutLIVE ebenso wie Stadtfeste, Volksfeste oder sonstigeEvents. Ein Programm der Spitzenklasse erwartet denBesucher genauso wie eine ausgefeilte Licht- und Tontechnik.Bereits zahlreiche Coverversionen der Bandschafften es auf die größten deutschen Partysamplerwie z.B. Ballermann Hits, Aprés-Ski-Hits u. v. m..Genau das macht Supreme – Absolut LIVE zu einer derangesagtesten TOP 40 Bands Deutschlands.5


Programm„BIG MAGGAS“ Die schönste Boygroup der Welt!Fünf Männer, eine Mission. Wo andere Bands an ihreGrenzen stoßen, setzen die „BIG MAGGAS“ erst an.Die Jungs um Chef-Entertainer Roy „Rakete“ Ostermannkombinieren handgemachte Musik mit schrägenShoweinlagen und lassen mit ihren ausgefeiltenChoreographien selbst gestandene Boygroups wie„Take That“ vor Neid erblassen.Ob „Ti amo“ oder „Biene Maja“, ob „Looking forFreedom“ oder „Das Lied der Schlümpfe“ bei den„BIG MAGGAS“ werden aus musikalischen Katastrophenmitreißende Eigenkreationen. Die waschechtenNordlichter lieben und leben Musik und bringen diesesGefühl auch auf die Bühne. Mit ihrem breit gefächertenRepertoire versetzen sie ihr Publikum bei jeder Show ineinen Zustand kollektiver Ekstase.Kein Wunder also, dass auch Deutschlands Pop-TitanDieter Bohlen vor den fünf Hamburgern den Hut zog.Mit einer Polka-Version des Modern Talking-Klassikers„You’re my heart, you’re my soul“ spielten sich dieMannen um Roy Ostermann beim RTL Supertalent ineinen regelrechten Rausch und rissen das gesamtePublikum von den Sitzen. Dreimal „Ja hieß es am Endefür die „BIG MAGGAS“, die damit locker in die nächsteRunde der beliebten Castingshow einzogen. Einerder vielen Höhepunkte in der musikalischen Laufbahnder härtesten und zugleich schönsten Boygroup derWelt, die in ihrer jungfräulichen Karriere unzähligeKonzerte bestritt und zahlreiche Re-Bookings zufriedenerVeranstalter vorweisen kann.Besonders im Fokus steht für die fünf Musiker bei jederShow der intensive Kontakt zum Publikum. Die Expertenfür Improvisation in Reinkultur legen sich die Massennach Belieben zurecht, interagieren mit den Zuschauernund gewähren ihnen im Verlauf der Show nur wenigeAtempausen.Fest steht: Wo die „BIG MAGGAS“ ihr Unwesentreiben, wächst kein Gras mehr. Konzertbesuche könnensüchtig machen und erfolgen auf eigene Gefahr.6


KPB Oberbergischer Kreis, PressestellePolizeiIhreBEZIRKSDIENSTSTELLENder Polizei im Oberbergischen KreisDie Hauptaufgabe des Bezirksbeamten ist die ständige, auch Anlass unabhängige Kontaktaufnahme und -pflege mitBürgerinnen und Bürgern, mit gesellschaftlichen Gruppen, Institutionen und Organisationen, in einem fest zugewiesenenBezirk. Jeder Bezirk umfasst etwa 10.000 Einwohner. Der Bezirksbeamte ist ständiger Ansprechpartner in seinemBereich und versucht u.a. sich den kleineren und größeren Sorgen der Bürger anzunehmen. Er ist in der Regel zu Fußunterwegs. Für weiter entfernte Örtlichkeiten stehen natürlich auch Dienstfahrzeuge zur Verfügung. Nicht selten werdenaber auch die öffentlichen Verkehrsmittel für die Fahrten im eigenen Bezirk genutzt. In jeder Kommune des OberbergischenKreises ist ein Bürgerbüro der Polizei eingerichtet. Dort halten die Bezirksbeamten ihre Sprechstunden abund stehen für weitere Gespräche zur Verfügung.Bezirksdienst BergneustadtKölner Straße 256, 51702 BergneustadtTelefon: 02261/479895Sprechstunden: Dienstags 17:00 - 18:00 UhrDonnerstags 10:00 - 11:00 UhrHans KeßelReinhard OttoBezirksdienst EngelskirchenEngelsplatz 4, 51766 EngelskirchenTelefon: 02263/901271Sprechstunden: Montags 10:00 - 11:00 UhrDonnerstags 16:00 - 17:00 UhrThomas HaudeEngelskirchen, LoopeMartin ReißEngelskirchen, Bickenbach, Ründeroth7


PolizeiBezirksdienst GummersbachKarlstraße 14-16, 51645 GummersbachTelefon: 02261/8199-552Sprechstunden: nach VereinbarungUwe KempaSüd-West, Innenstadt SüdHorst HerknerSüd-Ost und DerschlagBernd UferInnenstadtBezirksdienst Gummersbach-DieringhausenVolker WinklerNordNeudieringhauser Straße 5, 51645 GummersbachTelefon: 02261/979331Sprechstunden: Montags 18:00 - 19:00 UhrDonnerstags 10:00 - 11:00 UhrHans-Ullrich PollkläsenerBezirksdienst HückeswagenBahnhofsplatz 14, 42499 HückeswagenTelefon: 02192/931977Sprechstunden: nach VereinbarungFrank SchultesSüdliches StadtgebietAndreas RothNördliches Stadtgebiet8


PolizeiBezirksdienst LindlarBorromäusstraße 1, 51789 LindlarTelefon: 02266/470501Sprechstunden: nach VereinbarungBernd FrischlichSchmitzhöhe, Hommerich, HohkeppelBezirksdienst MarienheideIngo SauerbierHartegasse, Scheel, FrielingsdorHauptstraße 20, 51709 MarienheideTelefon: 02264/40197Sprechstunden: Dienstags 10:00 - 11:00 UhrDonnerstags 18:00 - 19:00 UhrJosef CorolyBezirksdienst MorsbachBahnhofstraße 2, 51597 MorsbachTelefon: 02294/699500Sprechstunden: Dienstags 08:30 - 09:30 UhrDonnerstags 17:00 - 18:00 UhrReiner BorbonesBezirksdienst RadevormwaldKaiserstraße 92, 42477 RadevormwaldTelefon: 02195/9152456Klaus GermannRadevormwald-InnenstadtSprechstunden: Montags bis Freitag 09:00 Uhr - 11:00 UhrSamstags 10:00 - 12:00 UhrDonnerstags 15:00 Uhr - 18:00 UhrRüdiger EickerAußenbereiche - Wupperorte9


PolizeiBezirksdienst Reichshof-EckenhagenBarbarossastraße 5, 51580 Reichshof-EckenhagenTelefon: 02265/990151Sprechstunden: Montags 18:00 Uhr - 18:00 UhrDonnerstags 10:00 Uhr - 11:00 UhrBezirksdienst WaldbrölBitzenweg 15, 51545 WaldbrölTelefon: 02261/8199530Sprechstunden: nach VereinbarungRoland Fuchsbetreut zur Zeit auch den Bereich DenklingenBezirksdienst WiehlManfed Vesper(Süd-West)Gerald Arnold(Nord-Ost)Homburger Straße 7, 51674 WiehlTelefon: 02262/751291Sprechstunden: Dienstags 17:00 - 18:00 UhrMittwochs 10:00 - 11:00 UhrBernd Kaufmann(Wiehl-Mitte)Karl Prawitz(Wiehl-West)Bezirksdienst WipperfürthDirk Dannenberg(Wiehl-Nordost)Lüdenscheider Straße 10, 51688 WipperfürthTelefon: 02261/8199-591Sprechstunden: nach VereinbarungBerthold BlumbergWipperfeld, Thier, Agathaberg, Dohrgaul,Teilbereiche von OhlThomas HöhnerHämmern, Kupferberg, Kreuzberg, Egen,Teilbereiche von Ohl10


KPB Oberbergischer Kreis, Leitungsstab, Michael SchüttlerPolizeiORGANISATIONder Kreispolizeibehörde Oberbergischer KreisRadevormwaldHückeswagenLindlarWipperfürthEngelskirchenMarienheideGummersbachWiehlNümbrechtBergneustadtReichshofMorsbachDirektion Zentrale AufgabenDiese Direktion ist zuständig für die allgemeineVerwaltung der Kreispolizeibehörde,Organisations- und Rechtsfragen(z. B. Waffenrecht, Versammlungsrecht),sie verwaltet das Personal und den Haushaltund kümmert sich um eingehendeBeschwerden. Darüber hinaus regelt siealle Vorgänge in Bezug auf Behördenfahrzeugund den Telefon-/Computerbetriebund Fortbildung.Der Oberbergische Kreis hat eine Fläche von 918,5 km² rund 282.000 Einwohner,die in insgesamt 13 Kommunen leben. Dies sind die Städte Bergneustadt,Gummersbach, Hückeswagen, Radevormwald, Waldbröl, Wiehlund Wipperfürth sowie die Gemeinden Engelskirchen, Lindlar, Marienheide,Morsbach, Nümbrecht und Reichshof. Das Kreisgebiet erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über 53,5 km, die Ost-West-Achse ist 38,1 km lang.Leiter der Kreispolizeibehörde ist Landrat Hagen Jobi.Ihm untersteht der Abteilungsleiter Polizei, der für deren Belange zuständig ist.Ihm zur Seite steht der Leitungsstab, zuständig für die Behördenstrategie undPresse- und Öffentlichkeitsarbeit.Die Kreispolizeibehörde ist in vier Direktionen mit unterschiedlichen Aufgabengegliedert.Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieserDirektion sind diejenigen, die von denBürgerinnen und Bürgern des OberbergischenKreises überall wahrgenommenwerden, da sie unter anderem die Funkstreifenwagenbesetzen oder als Bezirksbeamtein ihren Städten/Dörfern streifen.Hier erfolgt ein großer Teil der Einsatzwahrnehmung,angefangen von der Entgegennahmevon Notrufen auf der Polizeieinsatzleitstelle,den Maßnahmen derStreifenwagenbesatzungen an den Einsatzortenbis hin zur Fertigung von Straf-/Verkehrsunfallanzeigenund Berichten allerArt.Insgesamt drei Polizeiwachen (Gummersbach,Waldbröl und Wipperfürth) mitihren Wachbereichen gewährleisten diepolizeiliche Präsenz.Der Einsatztrupp der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatzversieht grundsätzlichDienst in Zivil und wird u. a. zur operativenKriminalitätsbekämpfung eingesetzt.In dieser Direktion werden Straftaten, dieim Kreisgebiet geschehen, bearbeitet. DieDirektion gliedert sich in fünf Kommissariate.Zwei „regionale“ Kriminalkommissariate(Gummersbach/Waldbröl undWipperfürth) bearbeiten u. a. Delikte wieKörperverletzungen, Unterschlagungen,Sachbeschädigungen, Raubdelikte in derFläche. Das Kriminalkommissariat 1 ist u.a. zuständig für Kapitaldelikte (Tötungsdelikte),Brandermittlungen, Sexualdelikte.Hier erfolgt eine spezialisierte Sachbearbeitung.Beim Kriminalkommissariat 2sind die zentrale Vorgangsverwaltung, dieAsservatenstelle und die Kriminalaktenhaltungangebunden. Im KriminalkommissariatKriminalprävention/Opferschutzwerden die Bürgerinnen und Bürgerzur vorbeugenden technischen Präventionoder als Opfer einer Straftat beraten.Die Kolleginnen informieren in Schulenund Altenheimen über Verhaltensweisenvon Tätern und geben Ratschläge zumSchutz.Direktion VerkehrDirektionGefahrenabwehr/EinsatzDirektion KriminalitätIn dieser Direktion werden alle Vorgängein Zusammenhang mit dem Straßenverkehrbearbeitet, angefangen von der Verkehrsunfallaufnahmein schweren Fällen,der weiteren Vorgangsbearbeitung (Zeugenvernehmung)bis hin zur Abgabe andie Bußgeldstelle oder die Staatsanwaltschaft.Darüber hinaus werden operativeMaßnahmen zur Verkehrsunfallprävention,z. B. Radarkontrollen von den Mitarbeiterinnenund Mitarbeitern dieserDirektion durchgeführt. Ein wesentlichesAufgabenfeld ist in letzter Zeit die Begleitungvon Schwertransportern.Einzelheiten zur Organisation der Kreispolizeibehördekönnen dem folgendenOrganigramm entnommen werden.11


Polizei12


KPB Oberbergischer Kreis, Direktion Verkehr, Henning SetzerVerkehrRadevormwaldHückeswagenLindlarWipperfürthEngelskirchenMarienheideGummersbachBergneustadtWiehlReichshofNümbrechtMorsbachWaldbröhlVERKEHRS-STATISTIK 2012für den Oberbergischen KreisVerkehrsunfälleUnfallhäufigkeit 2012LR OBK: 2.528 • Land NW: 3.218ÜberblickIm Jahr 2012 nahm die Polizei im Oberbergischen Kreis 7.042Verkehrsunfälle auf. Das sind 23 Unfälle mehr als im Vorjahr.Damit bleibt die Unfallhäufigkeit (auf 100.000 Einwohner) imKreis im Vergleich zu anderen Behörden gering. Mit insgesamt801 Verkehrsunfällen mit Personenschaden wurde der niedrigsteStand seit 2007 erreicht. Die Unfallhäufigkeit der Verkehrsunfällemit Personenschaden liegt unter dem Landesschnittund reiht die Behörde etwa im Mittelfeld aller 47 Kreispolizeibehördenein.Bei den Verkehrsunfällen mit Personenschaden wurden 844 Menschenleicht verletzt. Lediglich im Jahr 2010 wurde eine nochniedrigere Zahl erreicht – jedoch zeigen 15 Getötete und 239Schwerverletzte ein deutliches Problem für unseren Kreis auf!Damit hat die Behörde im Landesvergleich bei diesen schwerenVerkehrsunfällen eine der höchsten Unfallhäufigkeiten (Platz 40von 47).Die Hälfe dieser schweren Verkehrsunfälle ereignete sich außerortsauf Bundes- und Landstraßen.Schwerverletzte auf klassifizierten AußerortsstraßenGetötete auf klassifizierten Außerortsstraßen13


VerkehrVerkehrsunfällemit PersonenschadenApril bis September 2012nach Wochentagen und StundenVerkehrsunfällemit PersonenschadenJanuar-März und Oktober-Dezember 2012nach Wochentagen und StundenUnfallauffällig sind insbesondere dieWochenenden im Sommerhalbjahr. Dabeiist der sonntägliche Freizeitverkehr mit Krädernund PKW besonders stark vertreten.Als Ursachen der Verkehrsunfälle mit Personenschadengelten überwiegendGeschwindigkeit als „Killer Nr. 1“ undAblenkung. Die Ablenkung als Unfallursachelässt sich kaum nachweisen, stellt abernach Meinung der Fachwelt zunehmend einProblem dar. Anlässe der Ablenkung bietenHandys, Navigationsgeräte, Musikplayeraber auch die Bedienung immer komplexerwerdender Fahrzeugtechnik. Verschärfendtritt zu diesen genannten Ursachen ein mehrund mehr beklagenswerter Zustand derLandstraßen hinzu. Schadhafte u. verblassteMarkierungen lassen die wichtige Linienführungvermissen, alte Straßenoberflächenbieten nur noch eine eingeschränkte Griffigkeitund schadhafte Seitenränder bestrafenbereits ein kurzes Abkommen vom Fahrstreifenmit einem totalen Kontrollverlustüber das Fahrzeug. Der ADAC bemängeltdiese Situation in der Juli-Ausgabe der„Motorwelt“ und überschreibt den Artikelfür Oberberg zutreffend mit „TodesfallLandstraße“.Verteilung der Verkehrsunfälle mit Personenschaden aufdie KommunenDie Verglücktenhäufigkeit der Kommunen hat sich im Jahr 2012 im Vergleich zu denVorjahren etwas verändert. So hat die Konzentration der Häufigkeit auf die nördlichgelegenen Gemeindendeutlich nachgelassen.14


VerkehrVerkehrsteilnehmerKinderSie bewegen sich im Straßenverkehr des Oberbergischen Kreisesim Landesvergleich sicher, die Verunglücktenhäufigkeit liegt bei110 im Vergleich zu 164 im gesamten Land NW. Im Jahr 2012 verunglückten46 Kinder, 25 als Fußgänger, 21 mit dem Fahrrad; keinKind wurde getötet – im Vorjahr verunglückten 44 Kinder.Junge Erwachsene (18 bis 24 Jahre)SeniorenDie Beteiligung der Altersgruppe über 65 Jahre anden Verkehrsunfällen insgesamt, aber auch den Verkehrsunfällenmit Personenschaden nahm im Vergleich zum Vorjahrleicht ab. Vier Personen dieser Altergruppe verstarben, davonhatte nur eine Person den Verkehrsunfall verursacht. Auffälligist, dass von insgesamt 87 Personen 10 mit dem Fahrrad und 20als Fußgänger verunfallten.RadfahrerDeutlich an der Spitze der Anzahl der Verkehrsunfälle mit demFahrrad stehen die Kommunen Wipperfürth (17), Gummersbach(16) und Hückeswagen (14). Die Gesamtzahl der Verkehrsunfällehat sich im Vergleich zum Vorjahr um 8 auf 98 verringert.Es wird allerdings eine große Dunkelziffer bei dieserUnfallbeteiligung vermutet. Die Attraktivität für Radfahrerdurch den neuen Rad-Gehweg entlang der alten Bahntrasse(M´heide-W´fürth, H´wagen) hat hierbei sicherlichauch eine Rolle gespielt.Ein Fahrradfahrer verstarb im vergangenen Jahr, er hatteden Verkehrsunfall selbst verursacht. Die Unfallhäufigkeitszahlist hier im Vergleich zum Land sehr gering unddeutet auf kein Problem wie in vielen Bereichen des Landeshin.FußgängerAuch Fußgänger bewegen sich hier im öffentlichen Straßenverkehrvergleichsweise sicher. Die Unfallzahl gingvon 92 in 2011 auf 71 in 2012 zurück. Eine Seniorin verstarbnach einem Verkehrsunfall, den sie nicht verursacht hatte.In 21 Fällen waren die Fußgänger die Verursacher, davon13 Kinder.Die Anzahl der beteiligten jungen Erwachsenen an einem Unfallmit Personenschaden und die Anzahl der Verunglücktenerhöhten sich leicht im Vergleich zum Vorjahr.Der Oberbergische Kreis bleibt mit dieser Altersgruppeim Vergleich zum Land sehr auffällig. So liegt die Verunglücktenhäufigkeitdeutlich über der des Landesdurchschnitts.Diese Altersgruppe mit einem Bevölkerungsanteil vonca. 8% war an 23,6% der Verkehrsunfälle mit Personenschadenund zu 30% an Alkoholunfällen beteiligt.Als Ursachen für diese Auffälligkeiten gelten nebeneiner für junge Leute typischen Unbedarftheit die inOberberg für ihre Interessen nicht ausgelegte Infrastruktur.So sind die jungen Leute für die Fahrten zuSchule, Ausbildung, Arbeit und vielfältigen Freizeitaktivitätenfast ausschließlich auf den Individualverkehrangewiesen. Gefahrenerhöhend kommt hinzu,dass sie zu Beginn des Berufslebens über geringe Geldmittelverfügen, die regelmäßig nur die Nutzung ältererFahrzeuge mit geringeren Sicherheitsstandardszulassen.KradfahrerDie Anzahl der Kradunfälle reduzierte sich in 2012 um20% auf 92. Dennoch wurden 3 Kradfahrer getötet, zweihatten den Unfall selbst verursacht.15


VerkehrJahreszeitliche Verteilung der KradunfälleMaßnahmen der Verkehrsüberwachung in 20122012 2011 VeränderungGeschwindigkeit 11.641 9.336 + 24,7 %Alkohol/Drogen 407 428 - 4,9 %Rückhaltesysteme 3.949 3.917 + 0,9 %Andere Maßnahmen 9.518 7.171 + 32,7 %(davon) Maßnahmen auf identifiziertenAußerortstraßen3.859 4.319 - 10,7 %Die Verteilung im Kreisgebiet veränderte sich deutlich, in demdie bisher hervorstechenden Zahlen der Nordkommunengesenkt wurden. Als Erklärung könnte ein in den Sommermonatennachlassender Ausflugsverkehr aus den Ballungsgebietennördlich des Kreises angeführt werden. Kradfahrerwaren in 60% der Verkehrsunfälle auch die Verursacher. IhrDurchschnittsalter betrug 38,6 Jahre.Im Nordkreis hatten 65,8% der verunfallten Kräder eine Zulassungaußerhalb Oberbergs. Im Südkreis waren dies nur 41,5%– Beteiligung der Polizeiwachen, des Verkehrsdienstes,der Bereitschaftspolizei und der Bußgeldstelle– Controlling der Wirkung• Crash Kurs NRW:Veranstaltungen in allen Berufskollegs, Gesamtschulenund Gymnasien (bisher mit Stand Ende Januar 2013: insieben Veranstaltungen ca. 1.700 junge Menschen erreicht)Außerortsstraßen im Oberbergischen Kreismit erhöhtem Unfallaufkommen im Jahr 2012Schwerpunkte der Verkehrsunfallbekämpfungder Kreispolizeibehörde 2013• Konsequente Verkehrsüberwachung im Rahmen der Landesstrategie„Brems Dich – Rette Leben“– Überwachung der Geschwindigkeit auf allen Straßen– Veröffentlichung der Messstellen im Internet• Konzentration der Überwachungsmaßnahmen auf unfallauffälligenAußerortsstraßen– Regelmäßige Überwachung auch anderer Verstöße alsGeschwindigkeit16


KPB Oberbergischer Kreis, Direktion Verkehr, Udo MüllerVerkehrGemeinsam Leben schützenCrash Kurs NRW imOberbergischen KreisHeute ist Party-Time beim Bürgerfestmit der Polizei. Herzlich willkommen,auch in dieser Zeitung.Wir wollen Ihnen auch keine Party, Feieroder gute Laune verderben – Feiern undFröhlichkeit gehört zum Leben dazu. Aberauch der Verlust von Menschen, sehr jungenMenschen bei Verkehrsunfällen,gehört für uns in der Polizeiarbeit leiderdazu – und auch in den plötzlich betroffenenFamilien, Schulen und Vereinen.Wenn Sie hier nicht weiterlesen wollenund dies vielleicht auf morgen verschiebenmöchten, dann nehmen Sie diese Zeitunggerne mit nach Hause!Wir wollen diese Bilder möglichst seltenoder am Besten gar nicht sehen, keine verzweifeltenEltern oder Geschwister imRahmen des Opferschutzes betreuen undmit den Rettungskräften, der Feuerwehrund Notfallseelsorgern nach besserenWegen suchen, diese Bilder und Erfahrungenunseren Bürgern möglichst zu ersparen– aber auch uns.Das sagen wir ungeschminkt auch denSchülerinnen und Schülern im Oberbergischenan Berufskollegs, Gesamtschulenund Gymnasien. Dort sind unsere jungenFahrer quicklebendig und voller Zukunft;so soll es auch bleiben. Leider sieht dieRealität manchmal anders aus, sie istECHT HART. Das wissen wir, das sehenwir, auch wenn man lieber davor dieAugen verschließen möchte. So leben wirin der Hoffnung, dass es mich, meineFamilie, meine Freunde schon nicht treffenwird.Aber manchmal schlägt das Schicksaldoch zu, bei dem Freund, der Schwester,dem Arbeitskollegen, der Tochter – voneinem Tag auf den anderen. Ein geliebterMensch ist nicht mehr da, viel zu früh aufunseren Straßen gestorben. Er kommtnicht mehr wieder – der Platz bleibt fürimmer leer, die Erinnerung schmerzt.Manchmal sieht man davon ein Kreuz amStraßenrand.Das ist aber kein Schicksal, dahinter verbirgtsich eine Ursache. Deren Bekämpfungvermeidet Verkehrsunfälle und diegeschilderten persönlichen Schicksalsschläge.So hat jeder Unfall hat eine Geschichte!Und die der schweren Unfälle mit „JungenFahrern“ sehen wir uns genau an und bringensie mit unseren Partnern aus dem Rettungsdienst,der Feuerwehr und Notfallseelsorgeim Team „Crash-Kurs“ an dieSchülerinnen und Schüler. In einer Veranstaltungnach vorheriger Einbeziehungder engagierten Schulleitung mit Lehrerschafterleben die Zuschauer der Oberstufeeine eindrucksvolle Darstellung der„Rettungskette“, deren Akteure auch inihrer Berufskleidung auftreten:Rettungsassistenten, Feuerwehr, Notärzteund Polizei versuchen nach dem CrashLeben zu retten und vermitteln dasanhand von Bildern. Sie schildern „ihreGeschichte“ ganz hautnah und was siedabei fühlen, auch manchmal die Ohnmacht,wenn trotz gutem Rettungswesenim Oberbergischen einfach die Wucht zugroß war und ein Leben endet. Manchmalkann auch ein Opfer eines schwerenUnfalls seinen Beitrag einbringen. Das bittereEnde eines solchen Einsatzes ist dieTodesbenachrichtigung an die Angehörigen,über die der Notfallseelsorger alsBegleiter der Polizei berichtet. DessenSchilderung von solchen „Hausbesuchen“geht dann spätestens unter die Haut.Am Ende jeden Vortrags steht die Erkenntnis,Fahrer, Fahrerin oder Mitfahrer hattenes in der Hand, das unendliche Leid durchdie Änderung einer kleinen Entscheidungoder einer kleinen Handlung zu verhindern.Das ist der Ansatz für unsere Botschaften,die ganz konkret an die authentischenSchilderungen der Akteureanknüpfen und klar zu verstehen sind:• Achtet auf eine angepasste Geschwindigkeit!• Gurtet Euch an und achtet darauf, dassEure Mitfahrer angeschnallt sind!• Kein Alkohol oder andere Drogen –achtet als Mitfahrer auch auf EurenFahrer!• Achtet darauf, dass der Fahrer nichtabgelenkt ist, z. B. durch sein eigenesHandy!Wir haben mit unserem Projekt Crash-Kurs in 2012 die drei Berufskollegs, eineGesamtschule und zwei Gymnasien erreichenkönnen. Damit haben ca. 1.500 Schülerinnenund Schüler im vergangenen Jahrunsere Botschaften vernommen. Für daslaufende Jahr sind drei Veranstaltungenterminiert und weitere sieben beabsichtigt.Mit jeder Veranstaltung werden bis zu 300Schülerinnen und Schüler erreicht. Rückmeldungenaus den Veranstaltungen desvergangenen Jahres lassen auf eine deutlicheWirkung auf eine zunehmend verantwortlicheTeilnahme am Straßenverkehrhoffen.17


KPB Oberbergischer Kreis, Direktion Verkehr Stefan und Olaf NahrgangVerkehrPROVIDA-KRADIM EINSATZ„Guten Tag. Polizei-Oberbergischer Kreis! Sie beide fahren viel zu schnell. Ich habe ihre Fahrt aufgezeichnet. Wir könnenuns gerne mal das Video an meinem ProViDa-Krad ansehen.“ – „Seit wann fahren sie denn hinter uns her?“ –„Etwa seit fünf Minuten“, lautet meine Antwort. „Na, dann könnten wir ja noch mit einem blauen Auge davon kommen.Vorher sind wir nämlich gefahren wie die Pistensäue.“Tatsächlich führte die vorgeworfene Geschwindigkeitsüberschreitungvon 39km/h bei den beiden Kradfahrern jeweils nurzu einer Geldbuße von 120 € und drei Punkten in der „Sünderkartei“.Das allseits gefürchtete Fahrverbot blieb in diesem Fall aus.Jetzt kann man sich fragen, ob ich mich geärgert habe, nicht schonfrüher hinter den Kradfahrern gewesen zu sein. Nein, habe ichmich nicht. Die Fahrt über die Landstraße war kurvenreich undmit 140 km/h rasant genug. Steter Tropfen höhlt den Stein. Auchdie neuen drei Punkte führen den Führerscheininhaber näher aneinen drohenden Führerscheinentzug. Dieser Sonntag blieb heuteim Oberbergischen Kreis ohne schwere Motorradunfälle. Zielerreicht?Der Oberbergische Kreis verfügt seit August 2006 über eines von22 ProViDa-Krädern wie sie in NRW eingesetzt werden. Eineanthrazitfarbene BMW R1200 RT mit 110 PS.In zwei Koffern sind Funktechnik und Datenrecorder verbaut. EinMonitor im Koffer dient dazu, dem Betroffenen zeigen zu können,was er sich gerade vorher im Straßenverkehr geleistet hat.Zwei Polizeibeamte der Direktion Verkehr sind in Oberberg damitbetraut, regelmäßig mit dem zivilen Krad auf der Straße präsentzu sein.Die Verstöße „schön reden“ funktioniert, bei den als Videosequenzfestgehaltenen Argumenten, dann nicht mehr gut.Angeschafft wurde das ProViDa-Krad nicht zuletzt, um die hohenUnfallzahlen, vorrangig im Zusammenhang mit Motorradfahrern,durch repressive Maßnahmen im hohen Geschwindigkeitsbereichzu reduzieren. Zudem steht mit dem Krad ein weiteres Werkzeugder polizeilichen Prävention auf den Straßen des OberbergischenKreises zur Verfügung.Das Bergische Land mit seinen zahlreichen Kurven und seinerwunderschönen Landschaft, dient vielen Motorradfahren vomRuhrgebiet bis Holland als willkommenes Ausflugsziel.Anders als es oftmals wahrgenommen wird, sind viele Motorradfahrergesittet und in Gruppen unterwegs.Einzelne, die anstatt eines Ausflugszieles eine Ziellinie suchen,schädigen dadurch bei anderen Verkehrsteilnehmern den Ruf desMotorradfahrers und lassen den Autofahrer oft erschrocken, überraschtüberholt und verärgert zurück.Im Rückspiegel erkannt, ist es meist schon zu spät. Raser, die deutlichmit ihrer Geschwindigkeit im Anzeigenbereich fahren, gefährlichüberholen, dicht auffahren, leichtsinnig oder rücksichtslosagieren, müssen damit rechnen erst auf Video aufgezeichnet, überholtund dann mittels der Aufforderung „STOP POLIZEI“ amHeck des ProViDa-Krades angehalten zu werden.Unverbesserliche wird es immer geben. Nicht alle kann man durchArgumente erreichen. Jeder einzelne Unfall weniger ist es Wertauf der Straße präsent zu sein. Gesund anzukommen sollte unseraller Ziel sein. Entspannt im Straßenverkehr bleiben und partnerschaftlichmitzumachen tut allen gut.Foto: M. Michalak18


KPB Oberbergischer Kreis, Direktion GE, Uwe DickPolizeiVERABSCHIEDUNGEindrucksvoller Abschied in den Ruhestand für denLeiter der Polizeiwache GummersbachAls EPHK Harald Benninghausam 04.10.2012frühmorgens sein Hausverließ um sich auf denWeg zur Arbeitsstelle zubegeben, standen dortplötzlich 20 seiner Kollegenum ihn in Empfang zunehmen. Statt zur Dienststelleging es zunächst miteinem 25 Jahre alten Mannschaftswagender Polizeiquer durch seinen Wachbereichbis nach Bergneustadt,wo im Phönix Hotelein gemeinsames Frühstückstattfand. Dort wurdevon den Kollegen derWache und des Bezirksdienstals Abschiedsgeschenkdie unten abgebildeteFotografie im Großformatüberreicht, fürderen Aufnahme auch die Karlstrasse vordem Polizeigebäude kurz gesperrt wordenwar.EPHK Benninghaus war über zehn JahreLeiter der Polizeiwache in Gummersbachund wurde mit dieser beeindruckenden,Foto: Dirk Adolphskameradschaftlichen Geste und denbesten Wünschen in den Ruhestand verabschiedet.19


Mara Fielenbach, Danny Günter, Lea Lardong,Leyla Alkan, Dennis Schewtschenko, Simon KleinPolizeiPRAKTIKUMbei der Polizei in GummersbachIn der Zeit vom 14.01.13 bis zum 18.01.13 haben wir im Rahmen unserer Schülerpraktika die Möglichkeit genutzteine Woche in den Beruf des Polizeibeamten reinzuschnuppern.Wir wurden sehr freundlich aufgenommenund konnten viele Einblicke in denabwechslungsreichen Alltag der Polizistenbekommen. Es hat unsere Erwartungenübertroffen, wie wir in die Aufgaben einbezogenwurden. Dies hat uns eine besondereMöglichkeit eröffnet die Hintergründezu erfahren und unsere Entscheidungin der Zukunft, eine Laufbahn bei der Polizeieinzuschlagen, gestärkt.Wir durften die Bereiche Spurensicherung,Zentrale Aufgaben, Prävention, KriminalKommissariat und Pressestelle, sowie denSchießstand kennenlernen. Besondershaben uns die Ermittlungsmöglichkeitenvon Spuren an Tatorten fasziniert.Auch die Arbeit der Streife ist sehrabwechslungsreich und vielfältig. Dabeihat uns besonders der enge Kontakt zuden Bürgern gefallen und es war auchPlatz für private Gespräche.Zusätzlich durften wir auch unter Aufsichtdie Verkehrssicherung an einer Unfallstelleübernehmen.Ebenso gut waren erste Erfahrungen mitdem Umgang einer Waffe, obwohl auchdas „nicht“ schießen inbesonderen Maßenbeachtet werden muss.Bei der Präventionsdienstellewurden wirerstmal über Einbrücheaufgeklärt und durftenim Nachhinein selbstversuchen, ein einbruchssicheresFensterzu knacken. Auch dieAufklärung über diekomplexen Urheberrechteinsbesondere inder Internetkriminalität waren für uns vonVorteil.Abschließend können wir alle sagen, dassdas Schülerpraktikum bei der Polizei unseinen guten Einblick in das Berufsfeldermöglicht hat.20


KPB Oberbergischer Kreis, Pressestelle, Jürgen DzuballePolizeiPOLIZEI WIRBTUM NACHWUCHSSportsponsoring durch die Polizei„Teamwork live“ lautet der Werbeslogan auf den Trikots der Polizei NRW, die der Einstellungsberater der Polizei Oberberg,Gert Braun, jedes Jahr an eine Jugendmannschaft eines Sportvereins im Oberbergischen Kreis überreicht.Das Sportsponsoring derPolizei ist nur bei Mannschaften,deren Spieler oder Spielerinnenauch charakterlichals Werbeträger der Polizeigeeignet erscheinen, zulässig.Ausgewählt werden Vereine,die großen Wert auf dieJugendarbeit legen.Wünschenswert, dass dieTeams in ihrer Sportarterfolgreich sind.In den vergangenen beidenJahren wurde die Fußball A-Junioren-Mannschaft des SVWiedenest und die HandballA-Junioren-Mannschaft desSV Wipperfürth mit den Polizeitrikotsausgestattet.Punkten bei der Berufswahlvieler junger Menschenmöchte mit dieser Sponsoring- Aktion auch die Polizei, kann siedoch einen nicht nur krisensicheren, sondernauch abwechslungsreichen und interessantenBerufsalltag mit guten Aufstiegsmöglichkeitenund beruflichen Perspektivenanbieten.Voraussetzung für eine Bewerbung sindneben dem Abitur oder der Fachhochschulreifeunter anderem soziale Kompetenz,eine gute gesundheitliche Konditionund das Deutsche Sportabzeichen. Bevorsie als Kommissaranwärter eingestelltwerden, müssen die Bewerberinnen undBewerber das Rettungsschwimmabzeichennachweisen. Sie durchlaufen einmehrtägiges Auswahlverfahren und nehmenbei erfolgreichem Abschluss jeweilsim September jeden Jahres ihr Bachelorstudiuman der Fachhochschule für öffentlicheVerwaltung auf. Das Studium fürangehende Polizisten/innen ist einemoderne Berufsausbildung mit einemhohen Praxisbezug, die zudem die sozialeund kommunikative Kompetenz stärkt.Die Polizeianwärter erhalten in Nordrhein-Westfalenschon während des dreijährigenStudiums monatlich rund 1000Euro Gehalt und haben die Sicherheit, dasssie nach bestandener Prüfung übernommenwerden.Für den Ausbildungsstart 2013 haben sichmehr als 8.500 junge Leute beworben.Wie in den vorherigen Jahren, werdenauch im nächsten Jahr 1.400 Kommissaranwärter/inneneingestellt.Der Einstellungsberater der Polizei Oberbergsteht für weitere Fragen und für individuelleBeratungen unter der Tel.-Nr.02261/8199292 oder per E-mail:Gert.Braun@polizei.nrw.de zur Verfügung.Informationen über den Polizeiberuferhalten Sie auch im Internet unterwww.polizei-nrw.de/oberbergischerkreis.21


KPB Oberbergischer Kreis, Einstellungsberatung, Gert BraunPolizeiSICHER IN DIE ZUNKUNFT– JETZT BEWERBEN!Die Erhöhung der Einstellungszahlen für den gehobenen Polizeivollzugsdienst ab 2008 und die Einführung desBachelor-Studiums mit einem komplett geänderten Studienverlauf stellen eine große strukturelle und inhaltlicheHerausforderung für die Polizeibehörden dar.Die vier Themenbereiche Werbung, Auswahl, Einstellung und Ausbildung finden unter dem gemeinsamen Oberbegriff„Konzept 1400“ nunmehr Eingang in die polizeiliche Arbeit.Alle Kreispolizeibehörden werben in ihrem Zuständigkeitsbereich aktiv für den Polizeiberuf und betreuen die in ihremZuständigkeitsbereich wohnenden Bewerberinnen und Bewerber.Wir im Oberbergischen Kreis beratenSie gerne über:• Aufgaben und Arbeitsbereicheim Polizeiberuf• Einstellungskriterien• Ablauf und Inhalte des Studiums ander Fachhochschule für öffentlicheVerwaltung• Berufliche Perspektiven nach demStudium• Besondere Verwendungen imPolizeiberuf• BesoldungWir prüfen im Einzelfall Ihre Einstellungsvoraussetzungenund klären Sie überBerufsinhalte und -perspektiven auf.Das sich anschließende Online-Bewerbungsverfahrenkönnen Sie auf der Homepagewww.polizei.nrw.de/beruf einsehenund durchführen.Eine genaue Beschreibung der Bewerbungsmodalitätensowie umfangreicheInformationen zum Polizeiberuf sind dortebenfalls zu finden.Darüber hinaus bieten wir Schülerinnenund Schülern der gymnasialen Oberstufezur Berufsorientierung ein Schülerpraktikuman. Dieses Praktikum findet in einemZeitrahmen von zwei Wochen statt. DieAnzahl der Praktikumsplätze ist begrenzt.Platzreservierungen können nicht vorgenommenwerden.Nach Absprache führen wir zusätzlichjeweils in den Sommerferien ein Kurzpraktikumdurch.Ihre schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf,Lichtbild und einer Kopie des letztenZeugnisses richten Sie bitte an unser Nachwuchsmanagement.Gert Braun und Martin WickNachwuchsmanagement/EinstellungsberatungKreispolizeibehördeOberbergischer KreisDirektion Zentrale AufgabenDezernat ZA 22Tel.: 02261/ 8199292Fax: 02261/ 819920222


KPB Oberbergischer Kreis, PressestellePolizeiPOLIZEIHUND WUSCHELzu Gast in WilhelmshavenAn der Nordseeküste … mit diesem Lied begrüßte „Polizeihund Wuschel“ die Kinder auf dem Marinearsenal in Wilhelmshaven.„Wuschel“ und seine Freunde, die Polizeipuppenspieler „Hacki“ Dirlenbach, Uwe Petsching und ErichKlick, sowie die Verkehrsicherheitsberater Hans Peter Schneider und Jürgen Poschner, waren Teilnehmer beim 20.Puppenbühnenfestivalder Polizeidirektion Oldenburg.Der Vizepräsident der Polizeidirektion,Dieter Buskohl, eröffnete das Jubiläumsfestivalund begrüßte neben denPuppenspielern aus Wilhelmshaven weitereBühnen aus Bad Oldesloe, Detmold,Göttingen, Halle, Essen, Trier, Waldshut-Tiengen und Gummersbach, wobei diePuppenbühne aus Gummersbach bereitszum 10. Mal nach Wilhelmshaven anreiste.Neben Kindern und deren Elternwaren bei der Auftaktveranstaltung zahlreichePolitiker und ranghohe Offiziereder Marine geladen.Der Vizepräsident der PolizeidirektionOldenburg unterstrich in seiner Rede denhohen Stellenwert des Puppenspiels imRahmen der Verkehrserziehung und derGewaltprävention. Die Theaterstücke bleibenden Kindern lange im Gedächtnis undunterstützen die Eltern vor allem bei ihrenBemühungen um eine frühzeitige, kindgerechteVerkehrserziehung.Bereits vor der offiziellen Eröffnung amFreitagnachmittag war die mobile Puppenbühneaus Gummersbachmorgens zu Gast in einer integrativenGrundschule in Wilhelmshaven.Bei zwei Vorstellungen wurdeninsgesamt 60 Kinder über dieGefahren des Fahrradfahrensohne Fahrradhelm aufgeklärt.Die begeisterten Schüler undLehrer werden sicherlich nochlange von dem Erlebnis in der„rollenden Puppenbühne“ ausGummersbach berichten.Am Mittwoch, dem 26. Juni2013 wird unter anderem diePädagogische Polizei-Puppenbühne(PäPP) Wilhelmshaven die Polizeides Oberbergischen Kreises bei Ihrem 7.Puppenbühnenfestival am Schloss Gimbornunterstützen.23


Oberberg-Aktuell – Christian HersePolizeiIN DEN SCHWERSTENSTUNDEN NICHTALLEINE SEINFoto: Christian HerseOberberg – In einer dreiteiligen Serie beleuchtet Oberberg-Aktuell die Arbeit von Rettungskräften hinter denAbsperrungen und abseits der Öffentlichkeit – Dritter Teil: Die Arbeit der Opferschützer der Polizei.Vorsichtig legt Hans-Peter Schneiderden Ordner auf den Tisch. In der mehrereZentimeter dicken Mappe haben er undsein Kollege Jürgen Poschner alle Fälle ausdiesem Jahr dokumentiert. Es sind dieSchicksale derer, die alleine in den letztenMonaten durch ein Unglück einen Menschenaus ihrem nächsten Umkreis entwederverloren oder nach seinen schwerenVerletzungen möglicherweise Hilfe vonprofessioneller Seite bedarft haben. „Wirsind keine Therapeuten“, betont PolizeihauptkommissarPoschner. „Wir bieten ineiner absoluten Ausnahmesituation Hilfean, versuchen Fragen zu beantworten undagieren außerhalb der Sachbearbeitung.“Er und Schneider sind bereits seit über 30Jahren bei der Polizei tätig, davon teilweiseschon lange im Bereich der Prävention.Gemeinsam haben sie Anfang des Jahresden Opferschutz bei der Polizei übernommen,nachdem dieser NRW-weit neu geregeltwurde und jetzt offiziell auch ein Teildes Verkehrsdienstes ist. „Früher gab esso etwas nicht und dann haben die Angehörigenoftmals nur einen Flyer in dieHand gedrückt bekommen“, erinnert sichder 51-jährige Schneider. Heute nimmtman sich Zeit und sorgt dafür, dass dieMenschen in den schwersten Stundenihres Lebens nicht alleine sind. Denninnerhalb von wenigen Sekunden brichtnicht nur ihr normaler Alltag zusammen,sondern sie werden auch mit Unmengenvon Gedanken und Gefühlen konfrontiert,Nicht jedes Mal gelingt es sofort,wieder zurück zur Tagesordnungzu finden. Foto: Christian Herse24


Polizeidie die menschliche Psyche alleine kaumverarbeiten kann.„Der Dienstgruppenleiter übernimmt miteinem Notfallseelsorger die Angehörigenbenachrichtigungnach einem tödlichenUnfall“, beschreibt Schneider den Ablauf.Nach der Erstbenachrichtigung vergehenin der Regel ein bis zwei Stunden, manchmalaber auch bis zu 48 Stunden, ehe dieOpferschützer aktiv werden. „Das hängtvon den Umständen ab. Passieren dieUnglücke außerhalb des Oberbergischenmüssen wir genauso erst informiert werden,wie wenn sich der Unfall am Wochenendeereignet hat“, betont der 53-jährigePoschner.Bei ihrer Arbeit kümmern sie sich nichtnur um die Angehörigen, sondern auchum Ersthelfer, Zeugen oder den Unfallverursacher.„Es handelt sich bei jedemum einen Schicksalsschlag, der einen ausder Bahn werfen kann“, führt Schneiderhören, dass sie keine Schuldtrifft.“Bevor sich die beiden Opferschützerder OberbergischenKreispolizei auf den Weg zu denAngehörigen machen, durchleuchtensie immer das Umfeldder Unfallopfer. „Wir gehen optimalvorbereitet in die Gespräche,um böse Überraschungen zu vermeiden.Dies mutiert manchmalwirklich zu einer wahren Detektivarbeit“,sagt Schneider. VorOrt machen die beiden klar, dasssie keine Ermittler in dem Fallsind, die etwas über die Umständeherausfinden wollen, sondernals Ansprechpartner dienen wollen.„Die Menschen haben inihrer Verzweiflung sehr vieleFragen und da wollen wir ihnenhelfen. Wir versuchen sie dabeiGerade nach Unfällen ist es wichtig,auch auf die kleinen Zeichen zu achten,die jeder Mensch aussendet.Foto: Christian HerseEin Golf rast in Bayern in eine Gruppe spielender Kinder und verletzt zwei von ihnenschwer: Hier müssten sich die Opferschützer nicht nur um die Angehörigen der Kleinenkümmern, sondern auch um deren Spielkameraden, mehrere Zeugen und den Unfallahrerselbst. Foto: Christian Herseaus. Vor allem wenn Kinder vom Unglückbetroffen sind, ist die Arbeit der Opferschützergefragt. „Wenn man dort dieWarnzeichen nicht erkennt, kann dies ihrLeben negativ prägen“, weiß Poschner.„Gleiches gilt auch für den Autofahrer, derden Unfall nicht verhindern konnte. Vielemachen sich dennoch enorme Vorwürfeund für die ist es einfach schon wichtig,aus dem Mund eines Uniformierten zuzu unterstützen, ihre Gedanken zu sortieren.“Dabei kommt ihnen auch die Rolledes Vermittlers zu, der Adressen und Therapeutenkennt oder weiß, unter welcherTelefonnummer die Trauernden direkt ander richtigen Adresse herauskommen.„Wir sind alles nur Menschen“, stelltPoschner klar. „Und natürlich zeigen wirunsere Betroffenheit, es ist nur wichtig,danach wieder den Hebel umlegen zukönnen, um diese Erlebnisse nicht mitnach Hause zu nehmen.“ Doch nichtimmer gelingt das. Nach einem schwerenVerkehrsunfall, bei dem ein Kind umsLeben kam, sollte er nur Stunden späterbei fast Gleichaltrigen in einem KindergartenPräventionsarbeit leisten. „Dakonnte ich nicht einfach nach ‘Schema F’vorgehen.“ Gerade Unfälle mit jungenMenschen sind für die Familienväter sehrergreifend – im Team besprechen sie danndas Erlebte und helfen sich gegenseitig beider Verarbeitung. Genau deswegen tretensie auch immer zu zweit auf, um unteranderem auf den anderen zu achten.„Dies ist sowieso das Wichtigste“, merktSchneider an. „Wir müssen alle aufeinanderaufpassen. Wenn jemand ein schlimmesUnglück, egal ob als direkt Beteiligteroder Zeuge erlebt hat, ist es wichtig, einAuge auf ihn zu werfen.“ Sobald sichjemand zurückzieht oder ungewohntemotional reagiert, sind dies Zeichen, dieman nicht ignorieren darf. „Die Zeiten, woder Gedanke des Stärkezeigens unserHandeln dominiert hat, sollten wahrlichvorbei sein“, findet Poschner deutlicheWorte. Denn letztendlich sind es Ausnahmesituationen,die einer besonderenUnterstützung bedarf, die die Beamten desOpferschutzes geben können.25


OVZPolizeiWAFFENBESITZERBEKOMMEN BESUCHDaten der Kreispolizei sind jetzt auch imnationalen Waffenregister registriertVolker Dittmar ist der für Waffen zuständige Sachgebietsleiter in der Kreispolizei. Er appelliert andie Waffenbesitzer, zu prüfen, ob sie ihre Waffen tatsächlich noch gebrauchen. (Foto: Arnold)Unter den 279.000 Bewohnern desOberbergischen Kreises leben 5.593 Menschen,die insgesamt 24.840 Waffen besitzen.Das belegen die Zahlen der Kreispolizeibehörde,die Ende des Jahres erstmalsan das Nationale Waffenregister gemeldetworden sind (s. Kasten). Wie hoch die Zahlder illegalen Waffen ist, kann niemandsagen.Gesamtzahl ist gesunkenDie aktuelle Statistik der Polizei dokumentiertnicht nur, welche Gruppen aufgrundwelcher Berechtigung welche Waffenbesitzen, sie belegt auch, dass dieGesamtzahl der Waffenbesitzer im Vergleichzum Vorjahresmonat deutlichgesunken ist, wie Sachgebietsleiter VolkerDittmar erläutert. Und zwar von 5.928(2011) auf nunmehr 5.593. 35 Prozentdavon sind sogenannte Altbesitzer, alsoMenschen, die sich vor Einführung desWaffenrechts in den 1970er Jahren ihreWaffen haben legalisieren lassen, wieDittmar erklärt. Weitere 20 Prozentmachen die Erben von Waffen aus. AlsoMenschen, die selbst keine Waffe erworbenhaben und diese in aller Regel auchmit einem entsprechenden Mechanismussichern lassen müssen, wenn sie diesebehalten wollen. 25 Prozent der Waffenbesitzersind Jäger und weitere 20 Sportschützen.Nach einem Personalwechsel in der Behördeim Jahr 2009 seien alle Waffenbesitzerauf den Prüfstand gekommen berichtetDittmar. Dabei sei es vor allem darumgegangen, wie zuverlässig die Menschensind, denen man den Besitz einer Waffegestattet habe.In einem nächsten Schritt will dieBehörde nun überprüfen, wie derWaffenbesitzer seine Waffen zuHause aufbewahrt und ob seinangemeldetes Bedürfnis tatsächlichnoch begründet ist. „In diesemZusammenhang werden wir innaher Zukunft auch unangemeldetHausbesuche machen“, sagtder Polizist. Denn vielfach sei aufAnschreiben der Behörde nichtreagiert worden. Dittmar appelliertin diesem Zusammenhangnoch einmal, kritisch zu prüfen,ob sie ihre Waffe tatsachlich nochbenötigen.Zu einem Nein kamen anno 2012die Besitzer von 509 Waffen undgaben diese freiwillig ab. „Wirunterstellen ja nicht allen Waffenbesitzern,dass sie mit ihren WaffenBlödsinn machen, doch wenneine nicht ordnungemäß aufbewahrteWaffe zum Beispiel in dieHände eines Einbrechers kommt, ist auchder Eigentümer mit dran.“WaffenregisterNach der europäischen Waffenrichtliniesind alle Mitgliedsstaaten verpflichtet, bisspätestens 31. Dezember 2014 ein computergestütztesWaffenregister auf nationalerEbene zu schaffen und stets auf demaktuellen Stand zu halten. Nach Vorgabendieser Richtlinie muss laut Auskunft desBundesverwaltungsamtes das nationaleRegister allen zuständigen BehördenZugang zu den gespeicherten Daten eröffnen.Der deutsche Gesetzgeber hat daraufhingeregelt, dass das Nationale Waffenregister(NWR) bereits bis Ende des Jahres2012 und damit zwei Jahre vor Ablaufder in der EU-Waffenrichtlinie vorgesehenenFrist aufzubauen ist. (r)26


pressto gmbh, KölnMedienkompetenzDIE MEDIALEN KINDERWie Computer und Internet das Leben beeinflussenKind zu sein, ist heute schwieriger und anstrengender geworden als in derGeneration der Eltern. Die Anforderungen in der Schule aber auch in derFreizeit sind im Vergleich zu denen von vor 20 Jahren gestiegen. Kinder vonheute wachsen aber auch in einer Welt voller medialer Möglichkeiten auf,die es damals noch nicht gab. Handys, Computer und Internet sind für sieselbstverständlich. Sie sind es gewohnt, schnell und einfach mit jedem Kontaktaufzunehmen und jederzeit auf Informationen zugreifen zu können.Computer bei Kindernimmer beliebterSabine Feierabendist Referentinin derSWR-Medienforschungunddort u. a. fürdas ThemaKinder undJugend zuständig.Gemeinsammit dem Medienpädagogischen ForschungsverbundSüdwest ist sie für dieKonzeption, Durchführung und Aufbereitungder KIM-Studie (Kinder + Medien,Computer + Internet – Basisuntersuchungzum Umgang sechs- bis 13-Jähriger inDeutschland) verantwortlich. „Für die 6-bis 13-Jährigen ist der Fernseher das wichtigsteMedium. Das stimmt immer noch –obwohl wir in den letzten Jahren beobachten,dass die Kinder immer früher undspielerischer mit Technologien wie Handysoder Computern umgehen, da diesein vielen Familien zu Alltagsgegenständengeworden sind“, berichtet die Expertinüber die Ergebnisse der KIM-Studie 2010.Danach haben neun von zehn Haushaltenmit Kindern zwischen sechs und 13 Jahreneinen Computer zu Hause und 89 Prozentauch einen Internetanschluss. Jedes zehnteKind zählt den Computer zu seinen dreiLieblingsbeschäftigungen. Dabei werdendie Kinder, die einen Computer selbstständigbenutzen, immer jünger. Da für dieMarzanna Syncerz/Fotolia.comKinder beschäftigen sich in ihrerFreizeit gerne mit dem Internet.27


Medienkompetenzmeisten Internetanwendungen Lesen undSchreiben eine Grundvoraussetzung ist,ist dem Alter nach unten aber eine natürlicheGrenze gesetzt. Daher nutzen die 6-bis 7-Jährigen den Computer am häufigstenzum Spielen. „Bei älteren Kindernsieht das anders aus, sie sind schon sehraktiv und eigenständig im Netz“, erklärtSabine Feierabend. Die Tendenz gehtdabei zu sozialen Netzwerken wie SchülerVZ.Während im Jahr 2008 erst 16 Prozentder Kinder mindestens einmal dieWoche Social Communities nutzten,waren es 2010 mit 43 Prozent mehr als doppeltso viele. Vor allem Mädchen sind hiersehr aktiv.Für die meisten Kinder ist der Computeraber auch ein wichtiges Arbeitsmittel.Jedes zweite Kind verwendet ihn, umSchularbeiten zu erledigen. Dabei nutzensie vor allem das Internet (72 Prozent),arbeiten mit Lernprogrammen und schreibenTexte (zwei Drittel) oder erstellen Präsentationen(17 Prozent).„Die Vorteile von Computer und Internetsind gleichzeitig auch die Risiken. Es istwichtig, dass Kinder lernen, verantwortungsvolldamit umzugehen“, berichtetSabine Feierabend. „Kinder sollten in ihrerNeugierde nicht gebremst, aber darinunterstützt werden, für sich herauszufinden,wie sie am besten mit der Flut anMöglichkeiten umgehen können. Außerdemmüssen sie lernen, Risiken zu erkennenund zu vermeiden.Kritischer Umgangmit InformationenKinder gelangen heute ganz schnell undeinfach an viele Informationen. Die Herausforderungliegt in der Bewertung dieserInformationen und deren Quelle. Währendvor zwanzig Jahren gedruckte Bücherdie wichtigsten Informationsquellenwaren, die zudem eine hohe Glaubwürdigkeitbesaßen, wachsen die Kinder heutein eine neue Zeit hinein und müssen lernen:Nicht alles, was im Internet steht, istwahr. Die Kinder müssen in ihrer Kritikfähigkeitgestärkt werden. Künftig werdenalso nicht die Wissensvermittlung, sondernder Umgang, das Herausfiltern unddas Verknüpfen der Informationen imVordergrund stehen. „Eine große Chanceder so genannten „Medialisierung“ liegtganz klar in der Bildung“, weiß SabineFeierabend. Mit Computer und Internetkönnen Sprachen einfacher erlernt,Im Chat kann man auchauf unangenehmeGesprächspartner treffen.Zusammenhänge und Abläufe verständlicherdargestellt und Orte erfahrbarergemacht werden. GoogleEarth, Animationsprogrammefür den Physik- oderChemieunterricht und Sprachprogrammesind nur einige Beispiele für die sinnvolleNutzung von Internetapplikationen, diebeim Lernen helfen.Gefährliche Bilderund VideosDas selbstständige Surfen im Internet birgtauch die Gefahr, mit jugendgefährdendemInhalt in Berührung zu kommen oderbelästigt zu werden. Jedes dritte Mädchenund jeder vierte Junge berichtete währendder Befragung zur KIM-Studie von 2010von unangenehmen Begegnungen imChat. 17 Prozent der Mädchen und 14 Prozentder Jungen sind schon mehrfach aufunangenehme Gesprächspartner gestoßen.Acht Prozent der befragten Kindergaben an, dass sie auf unangenehmeSachen im Internet gestoßen sind. Dabeiwar mehr als die Hälfte sexuellen Inhaltes,20 Prozent von Gewalt geprägt und neunProzent Horrorvideos. Dagegen könnenFilter und Kindersicherungssysteme helfen.Jedoch waren solche Systeme nur bei22 Prozent der befragten Kinder installiert.shockfactor/Fotolia.comMobbing 2.0Ein weiterer großer Vorteil desInternets ist, dass Kinder schnellerKontakte knüpfen und stärker vernetztsind. Dadurch können sich die Kindersehr viel einfacher und schneller organisieren.„Das hat positive Aspekte, aberauch negative“, weiß Sabine Feierabend,„gerade das Thema Mobbing hat ganzneue Dimensionen angenommen.“ Wennvor 15 Jahren jemand in der Klasse gesagthat: „Der ist doof“, dann wurde er imschlimmsten Fall nur in der Schulegemobbt: Es wurden Zettel mit kurzenTexten durch die Klasse gereicht, die denMitschüler oder die Mitschülerin lächerlichmachen sollten. Die Möglichkeitenhaben sich geändert. Mobbing in derSchule tritt sicher nicht häufiger als früherauf, aber intensiver: Denn es kann in kurzerZeit viel schneller verbreitet werden.In Zeiten von Handy, Internet und SozialenNetzwerken haben Schüler auchnach Schulschluss die Möglichkeit, ihreMitschüler weiter zu belästigen. Diegemobbten Kinder haben es deutlichschwerer als früher. Mit nur wenigenKlicks kann man zudem Bilder verändernund ins Internet stellen. „Da ist schnellder Kopf von jemandem auf einen anderenKörper montiert und online gestellt,so dass es jeder sieht“, erzählt Feierabend,„das war früher in dieser Einfachheit undGeschwindigkeit nicht möglich.“28


pressto gmbh, KölnInternetZEHN TIPPSzu Ihrer Sicherheit im Internet – so schützenSie sich vor InternetbetrügernDie moderne Kommunikationswelt hat auch ihre dunkle Seite: Internetbetrügerversuchen mit immer neuen Techniken, Computernutzer auszuspionieren undum ihr Geld zu bringen. Wie Sie sich vor diesen und anderen Gefahrenschützen können, zeigen wir in unseren zehn Tipps.Halten Sie Ihre Softwareimmer auf dem aktuellenStand!Die Hersteller von Betriebssystemen,Office-Software, Internetbrowsern aberauch von Sicherheitssoftware oderMedia-Playern schließen immer wiederSicherheitslücken in ihren Produkten.Die aktualisierte Software wird überautomatische Update-Services oder überdie Webseiten der Hersteller bereitgestellt.Sie sollten diese Updates so raschwie möglich installieren – Internetbetrügernutzen diese Lücken gerne für ihreAktivitäten.Das gilt übrigens auch für Geräte wieDigitalkameras oder iPods, bei derenAnschluss an PCs oder Laptops ebenfallsComputerschädlinge übertragen werdenkönnen.Installieren Sie Sicherheitssoftwareund halten Sie dieProgramme aktuell!Firewalls und Virenschutzprogrammehalten Eindringlinge fern und blockierenverseuchte E-Mails oder andere unerwünschteNachrichten. Auch hier gilt:Updates möglichst rasch installieren, dadie Internetkriminellen ihre Angriffeständig neu gestalten.m. schuckart/Fotolia.comSicherheitsmaßnahmen wieVerschlüsselung sind in dermodernen Welt unverzichtbar.Vorsicht bei Nachrichtenund Links aus unsicherenQuellen!Alle Arten von Nachrichten – ob Text,Videos oder Grafiken – können mitSchadsoftware verseucht sein.Der Rechner kann schon alleine durch dasÖffnen der Nachricht selbst infiziert werden,nicht erst durch das Klicken auf29


InternetAnhänge! Daher gilt: Nachrichten ausnicht vertrauenswürdigen Quellen solltenam besten gleich gelöscht werden.Links sollten nur dann verfolgt werden,wenn die Quelle wirklich sicher ist.Betrüger nutzen zunehmend auch Forenwie Social Networks, um dort Links aufgefälschte Seiten zu platzieren und persönlicheDaten auszuspionieren.Vorsicht beim Herunterladenvon Software aus demInternet!Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, umVideos, Grafiken, Sounds oder Softwareprogrammeaus dem World Wide Webherunterzuladen – allerdings könnendadurch eine ganze Reihe von Problemenentstehen: So kann etwa schädlicheSoftware wie Spionageprogrammeunbemerkt mit auf den Rechner geladenwerden.Immer wieder verstecken Abzocker aberauch Abonnement-Bestimmungen imKleingedruckten, das vor dem Downloadoft achtlos weggeklickt wird. Der überraschteNutzer merkt dann zu spät, dassdurch das Herunterladen etwa eines Klingeltonsgleich ein teures Jahresabo abgeschlossenwurde.Andererseits macht man sich durch dasHerunterladen von beispielsweise urheberrechtlichgeschützten Videos aus Online-Börsenstrafbar.Daher gilt: Vor dem Download bessergenauer hinsehen!Verschlüsseln Sie drahtloseNetzwerke!Über ungesicherte W-LAN können Eindringlingeauf Ihren Computer eindringenund dort geheime Daten ausspionieren.Sie können aber auch auf Ihre Kostenim Internet surfen, oder Ihren Rechnerfür üble Zwecke wie den Versand vonSpam-Nachrichten oder den Downloadillegaler Inhalte missbrauchen. Es lohntsich also, die Sicherheitskonfigurationenanzupassen. Die von den Herstellern vorabeingestellten Schutzmaßnahmen könnenvon Angreifern oft mühelos umgangenwerden.Führen Sie unterschiedlicheBenutzerkonten!Viele Computernutzer arbeiten ständig als„Administratoren“ – oft ohne es zu wissen.Wenn Sie über ein solches Benutzerkontoarbeiten, haben Sie uneingeschränkteRechte, Einstellungen auf Ihrem Rechnerzu ändern. Das bedeutet aber auch, dassEindringlinge auf Ihrem Computerungleich mehr Schaden anrichten können,als wenn Sie nur mit eingeschränktenRechten arbeiten. Ein weiterer Grund fürdie Einrichtung von beschränkten Benutzerkonten:Sie können damit die Rechtevon Mitbenutzern limitieren.Wählen Sie sicherePasswörter und gehen Siesorgfältig damit um!Ein Passwort zu knacken ist mit der „richtigen“Software heutzutage keine schwierigeAufgabe für Kriminelle – machenSie es Ihnen daher möglichst schwer,indem Sie längere Kombinationenvon Ziffern und Buchstabenohne erkennbaren Zusammenhangwählen. Verzichten Sieauf den Einsatz von elektronischenPasswort-Speichertools,denn dort suchenComputerspione am ehestennach den Daten. BewahrenSie die Zugangsdaten auchnicht im direkten räumlichenZusammenhang zu Ihrem Rechnerauf – das Post-it am Schreibtischist zwar bequem, lädt abergeradezu zum Missbrauch ein.Seien Sie vorsichtig bei derWeitergabe persönlicherInformationen!Besonders in Social Networks wie Facebookoder Studi-VZ, aber auch in Online-Diskussionsforen ist die Verlockung groß,persönliche Daten und Vorlieben preiszugeben.Vor allem Jugendliche platzierendort gerne Fotos oder Videos aus dem persönlichenUmfeld online, die dann vielleichtauch von möglichen Arbeitgeberngefunden werden können. Machen Siesich immer bewusst, dass alles, was Sieder elektronischen Welt anvertrauen, vonMillionen Menschen mitgelesen werdenkann. Das Internet vergisst nie!Sichern Sie Daten externund verschlüsseln Siemobile Geräte!So modern Ihr neuer Rechner auch seinmag – irgendwann kann auch er kaputtgehen. Nicht nur der normale Materialverschleißkann dazu beitragen, auchViren und Würmer können Festplattenunlesbar machen. Daher sollten Sie IhreDaten regelmäßig auf externen Festplattenoder anderen Speichermedien sichern. Dasgilt auch für Laptops, bei denen noch einanderes Risiko dazu kommt: Sie könnenauf Reisen leicht verloren gehen odergestohlen werden!Misstrauen Sie dem„schnellen Geld“ imInternet!Wie in der „normalen Welt“ gilt auch imInternet: Hände weg von dubiosen Jobangeboten,mit denen man etwa als Finanzagentmerkwürdig rasch und mühelos reichwerden kann, oder verblüffend günstigenSchnäppchen! Damit kann man nicht nureine Menge Geld verlieren, sondern sichbeispielsweise als unfreiwilliger Geldwäscherauch ernste strafrechtliche Problemeeinhandeln!30


DanksagungVIELENwww.VDPolizei.deDANK!Liebe Inserenten!Mit der Beteiligung in der Festschrift anlässlich unserer Partytimehaben Sie uns sehr geholfen. Wir danken Ihnen dafür sehr herzlich!Liebe Leser!Alle Inserate dieser Festschrift verdienen Ihre Aufmerksamkeit.Bitte berücksichtigen Sie diese Unternehmen bevorzugt bei Ihrernächsten Disposition.IhreGewerkschaft der PolizeiKreisgruppe Oberberg31

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