Es ist genug für alle da - Gastkommentar zur Aktion - Quanz, Lothar

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Es ist genug für alle da - Gastkommentar zur Aktion - Quanz, Lothar

VizepräsidentLothar QuanzGastkommentar für denWiesbadener Kurier11. November 2010Es ist genug für alle daGastkommentar Landtagsvizepräsident Quanz unterstützt die Aktion „Brot für dieWelt“Wiesbaden. „Es ist genug für alle da“. So lautet das knappe, doch aussagekräftigeMotto der diesjährigen Aktion „Brot für die Welt“. Es macht deutlich, dass der Hungerin zahlreichen Regionen dieser Welt weniger lokale Ursachen hat, sondern vorrangigglobale, die es zu lösen gilt: In vielen Ländern auf der nördlichen Seite des Äquatorsleben viele im Überfluss, während Milliarden von Menschen gleichzeitig bittere Notleiden.Es ist für den Hessischen Landtag und für mich persönlich unbestritten, dass es nichtnur eine Aufgabe der Kirchen ist, sich um eine gerechtere Verteilung derNahrungsmittel auf der Erde zu kümmern. Es ist eine zutiefst politischeVerantwortung, die Not, beginnend vor der eigenen Haustür, aber auch den Hungerin der Welt zu lindern. Es erfüllt mich mit Stolz und Freude, dass der HessischeLandtag als Gastgeber der Auftaktveranstaltung die Aktion „Brot für die Welt“unterstützen kann. Es ist ein kleiner Beitrag, verglichen mit den fast 55 MillionenEuro, die die Aktion im Jahr 2009 gesammelt hat. Dennoch wollen wir es als Zeichenverstanden wissen, dass auch ein Landesparlament seinen Teil der globalenVerantwortung trägt. Nicht zuletzt ist unser Mitwirken auch ein Ausfluss der gutennachbarschaftlichen Beziehungen, die die Evangelische Marktkirchengemeinde undder Hessische Landtag seit Jahrzehnten pflegen.1959 in Berlin gegründet, wirbt die von allen evangelischen Landes- und Freikirchengetragene Aktion „Brot für die Welt“ Jahr für Jahr um Unterstützung derLothar QuanzVizepräsident des Hessischen LandtagsTelefon: 0611 350 200Hessischer LandtagFax: 0611 350 434 Schlossplatz 1-3eMail: praesident@ltg.hessen.de 65183 Wiesbadenwww: http://www.hessischer-landtag.de


2Kirchengemeinden, der Gesellschaft, der Politik. Mit großem Erfolg in Hessen: Fürdie jährliche Spendenaktion, die jeweils am ersten Advent startet, sammelt allein dieEvangelische Kirche Hessen-Nassau jährlich bis zu 7 Millionen Euro, die an „Brot fürdie Welt“ weitergegeben werden.Dort ist das Geld gut aufgehoben. Denn „Brot für die Welt“ arbeitet in den Länderndes Südens eng mit lokalen Kirchen und Nichtregierungsorganisationen zusammenSie kennen die Situation vor Ort und wissen, was die Menschen brauchen. Sokönnen die Spender sicher sein, dass ihre Spende tatsächlich den Armen dieserWelt zugute kommt. Bäuerinnen und Bauern werden vor Ort unterstützt, ebensoBildungseinrichtungen und Gesundheitsdienste. Ich begrüße es ausdrücklich, dassdie beiden Schwerpunkt der Projekte auf der Bildungsarbeit und der Hilfe zurSelbsthilfe liegen. Damit soll erreicht werden, dass die Menschen sich langfristigselbst versorgen können. Wir schaffen damit nicht nur die Voraussetzungen dafür,dass Zigtausende aus ihrer Abhängigkeit, aus ihrer Fremdbestimmung herauskommen, dass sie ihr Leben selbst gestalten können. Wir geben ihnen damit auchein Stück Würde zurück. Die Würde des Menschen zu schützen, ist nicht nur einAuftrag, den uns unser Grundgesetz gibt, auch die Millenniums-Ziele der VereintenNationen verpflichten uns, die Armut und den Hunger zu bekämpfenBei der Eröffnung der Aktion am 1. Advent steht ein Projekt von "Brot für die Welt" inBangladesch im Mittelpunkt: Die Garo sind eine christliche Minderheit im Norden vonBangladesch. Sie leben von der Landwirtschaft. Doch die Zerstörung ihresLebensraums bedroht sie in ihrer Existenz. Die Church of Bangladesh hilft ihnengemeinsam mit der Aktion „Brot für die Welt“, ihre Erträge zu steigern und ihreErnährung zu sichern.Über die konkrete Hilfe hinaus ist und bleibt für mich als Christ auch daschristliche Leitmotiv der Barmherzigkeit und des Teilens als Grundidee derAktion von großer Bedeutung. Das tägliche Brot der Armen ist christlicheVerpflichtung und entwicklungspolitische Zielsetzung zugleich. Im Namen allerLandtagsabgeordneten wünsche ich der Aktion „Brot für die Welt“ eine breiteResonanz und viel Erfolg.

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