Vincenz Aktuell - St. Vincentius-Kliniken gAG

vincentius.kliniken.de

Vincenz Aktuell - St. Vincentius-Kliniken gAG

Zeitschrift für

die Mitarbeiter/innen

und Freunde der

St.Vincentius-Kliniken

Karlsruhe

September 2010 · Nr. 59

Vincenz

Aktuell

Über Internet immer aktuell

unter www.vincentius-ka.de

Die weltweite Vinzentinische Familie

feiert ein Doppeljubiläum.

Vor 350 Jahren starben ihre Gründer:

Louise von Marillac, am 15. März 1660 und

Vinzenz von Paul, am 27. September 1660

Wir Vinzentinerinnen in den St. Vincentius-Kliniken und der St. Marien-Klinik

sind eine ganz kleine Schwesterngemeinschaft.

Aber wir „Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul, Mutterhaus Freiburg“, so unser offizieller Name,

gehören zu der großen internationalen Vinzentinischen Familie,

wie auch die St. Vincentius-Kliniken gAG mit der St. Marien-Klinik gGmbH,

die durch den St. Vincentius-Verein Karlsruhe entstanden sind.

Vinzenz von Paul und Louise von Marillac haben als Vorbilder christlicher Nächstenliebe den Samen gelegt,

der vielfältig aufgegangen ist.

Bitte weiterlesen auf Seite 9.


2

Südendstraße

Seite 10

Seite 38

Seite 39 42

Inh

Editorial 4

Aufsichtsrat

und Vorstand 6

Mitarbeitervertretungen 7

Seelsorge und

Gottesdienste 8

Krankenhausseelsorge

informiert 9

Inbetriebnahme der

Zentralsterilisation 11

Den Pflegeberuf attraktiver

machen – aber wie? 13

Neubau einer Kindertagesstätte 14

Pathologie 17

Vincenz Aktuell 46/06


alt Steinhäuserstraße

Woche des Sehens 29

Gesundheitspolitische Ziele und

Handlungsbedarf aus Sicht der

christlichen Krankenhäuser 30

Orthopädische Entwicklungshilfe

in Tansania und Uganda 36

Verleihung des Verdienstkreuzes

am Bande des Verdienstordens

der Bundesrepublik Deutschland 38

Tag der offenen Tür

in der St. Marien-Klinik 42

Lach dich gesund 46

Fortbildungen 47

Personalnachrichten 51

Krankenhauspflegeschule 57

Marienklinik

Seite 49

Seite 59

Vincenz Aktuell 46/06 3

3


Editorial

„Die neue Patienten -

verfügung – alles klar?“

Nach langen politischen Diskussionen

wurden im Juni 2009 die neuen

Regelungen zur Patientenverfügung

im Bundestag beschlossen. Diese

Neuregelung soll den Menschen als

frei entscheidendes Individuum in den

Mittelpunkt der Entscheidung stellen

und räumt auf mit der noch im letzten

Jahrhundert tragenden Idee, dass das

medizinisch Machbare ausschließlich

die Handlungsweise des Arztes be -

stimmt und der Wille des Patienten

diesem Prozedere untergeordnet ist.

Nach Ansicht namhafter Medizinrechtsexperten

schafft die neue ge -

setzliche Regelung Rechtssicherheit

auf der ärztlichen Seite in kritischen

Situationen, erfordert aber im Gegenzug

in der Auseinandersetzung mit

dem Willen des Patienten zukünftig

noch mehr ärztliche Fachkompetenz

in Indikationsstellung und ärztlichem

Handeln. Die Formulierung des Therapieziels

und die Prognosestellung

sind dabei ausschließlich ärztliche

Aufgabe und Verpflichtung, an denen

sich dann diejenigen orientieren können

und müssen, die dem verfügten

Willen des Patienten Geltung verschaffen,

wenn er dies selbst für sich

nicht mehr kann.

Schon im Jahre 2002 hat der Bundesgerichtshof

festgestellt „Angesichts des

bisherige Grenzen überschreitenden

Fortschritts medizinischer Technologie

gibt es keine Rechtsverpflichtung zur

Erhaltung eines erlöschenden Lebens

um jeden Preis. Maßnahmen zur

Lebensverlängerung sind nicht schon

deshalb unerlässlich, weil sie technisch

möglich sind“, vielmehr „bestimmt die

an der Achtung des Lebens und der

Menschenwürde ausgerichtete Einzelfallentscheidung

die Grenze ärztlicher

Behandlungspflicht“. Nicht alles medizinisch

Machbare muss also oder darf

gemacht werden.

Durch die gesetzliche Neuregelung

wurde das Rechtsinstitut der Patientenverfügung

im bürgerlichen Recht verankert

(§ 1901a, b BGB) und begrifflich

als schriftliche Willensbekundung

eines einwilligungsfähigen Volljährigen

für den Fall späterer Einwilligungsunfähigkeit

umschrieben, bezogen

auf die Vornahme oder Ablehnung

„bestimmter“, zum Zeitpunkt der

Abfassung der Patientenverfügung

„noch nicht unmittelbar bevorstehender

Untersuchungen, Heilbehandlungen

oder ärztlicher Eingriffe“. Aus

dieser Legaldefinition folgt, dass

mündliche Willensbekundungen,

mögen sie auch konkret und situationsbezogen

sein, nicht den Begriff

der Patientenverfügung erfüllen. Weiterhin

fallen allgemeine Hinweise für

die künftige Behandlung, z. B. „wenn

ich einmal sehr krank und nicht mehr

in der Lage bin, ein umweltbezogenes

Leben zu führen, möchte ich würdevoll

sterben dürfen“, nicht unter

den Begriff der Patientenverfügung

und haben daher keine unmittelbare

Bindungskraft. Ebenfalls nicht erfasst

vom Begriff der Patientenverfügung

sind Entscheidungen, die sich auf

konkret und zeitnah durchzuführende

ärztliche Maßnahmen beziehen; z. B.

die Einwilligung in eine am nächsten

Tag anstehende Operation. Hier

schließt das sogenannte Unmittelbarkeitskriterium

die Bejahung einer Patientenverfügung

aus, denn diese verlangt

„noch nicht unmittelbar bevorstehende“

ärztliche Maßnahmen.

Abgesehen von diesen begrifflichen

Einschränkungen hat das Gesetz

auch formale Hürden für die Errichtung

aufgestellt:

- Volljährigkeit,

- Einwilligungsfähigkeit,

- handschriftliche Unterzeichnung mit

eigenem Namen am Ende des Dokuments

(das aber nicht eigenhändig,

wie etwa ein Testament, geschrieben

sein muss).

Nicht erforderlich sind die Angabe

eines Datums und Ortes, die vorherige

Beratung durch einen Arzt,

Rechtsanwalt, Notar oder eine sonstige

rechtskundige Person, ebenso ist

keine regelmäßige Aktualisierung

gefordert oder gar die Eintragung in

ein Register. Dem schriftlich niedergelegten,

so genannten antizipativen

Willen des Patienten ist „Ausdruck

und Geltung zu verschaffen“, so die

offizielle Formulierung. Ob diese

Übereinstimmung zwischen früherer

Willensäußerung und jetziger Sachlage

besteht, muss in erster Linie der

Betreuer beziehungsweise Bevollmächtigte

ermitteln, denn an ihn richtet

sich das Gesetz. Das Gesetz geht

vom Bestehen einer Betreuung oder

Vorsorgevollmacht aus, weshalb der

Betreuer / Bevollmächtigte im Dialog

mit dem Arzt die zutreffende Entscheidung

erörtern muss (§ 1901b Abs. 1

BGB). Die andere, in der Lebenswirklichkeit

häufige – vielleicht sogar häufigere

– Konstellation wird dagegen

in der Neuregelung nicht angesprochen,

nämlich das Stadium vor der

Betreuerbestellung oder vor Erscheinen

beziehungsweise Bekanntwerden

eines Vorsorgebevollmächtigten. Oftmals,

zum Beispiel im Notdienst oder

bei unbekannten Patienten, ist der

Arzt aber auf sich allein gestellt, ist

zum Zeitpunkt der Entscheidung kein

Betreuer oder Bevollmächtigter vorhanden.

Dann muss – ohne dass der

Wortlaut des Gesetzes dies ausdrücklich

sagt – der behandelnde Arzt den

Inhalt und die gegebenenfalls bindende

Wirkung der Patientenverfügung

ermitteln, um zu wissen, was er

tun beziehungsweise unterlassen darf

oder muss. Damit verbleibt das

Dilemma der praktischen und ethischjuristisch

richtigen Entscheidungsfindung

in allen Fällen so lange bei ihm,

wie noch kein Betreuer bestellt oder

Bevollmächtigter des Patienten und

damit dessen „Willensvollstrecker“

(§1901a Abs. 5 BGB) vorhanden ist.

Ist die ärztliche Maßnahme nicht

eilig, muss der Arzt darauf drängen,

dass in der Zwischenzeit ein Betreuer

bestellt oder ein etwa benannter

Bevollmächtigter erreicht wird.

Liegt keine Patientenverfügung vor

oder entspricht die gegenwärtige

Behandlungs- und Lebenssituation

nicht dem Inhalt der in der Patientenverfügung

getroffenen Regelung, fehlt

also außer dem aktuellen ein antizipativer

Wille, muss auf den mutmaßlichen

Willen des Patienten abgestellt

werden, da dessen Einwilligung stets

4 Vincenz Aktuell 59/10


Voraussetzung für rechtmäßiges ärztliches

Handeln ist. Für die Ermittlung

des mutmaßlichen Willens nennt das

Gesetz einige Anhaltspunkte, die

schon in den bislang ergangenen Entscheidungen

genannt wurden: frühere

mündliche oder schriftliche Äußerungen,

ethische oder religiöse Überzeugungen

und sonstige persönliche

Wertvorstellungen, Alter und Heilungschancen.

Die wichtigste und folgenschwerste

Regelung ist die zur Reichweite der

Patientenverfügung. Danach gilt der

Wille des Patienten, sofern die übrigen

Voraussetzungen erfüllt sind, „unabhängig

von Art und Stadium einer

Erkrankung“. Damit hat der Gesetzgeber

die von der Rechts sprechung bisher

vertretene eingeschränkte Verbindlichkeit

der Patientenverfügung auf

unumkehrbaren tödlichen Verlauf des

Grundleidens ausdrücklich aufgegeben.

Die bindende Wirkung der Patientenverfügung

ist Kraft Gesetzes

damit nicht mehr auf tödliche Erkrankungen,

die Sterbephase, die Todesnähe,

einen endgültigen Bewusstseinsverlust

oder einen schweren Demenzzustand

be schränkt. Viele Ärzte,

Betreuer, Juristen und andere werden

daraufhin wohl umdenken müssen!

Ungeklärt ist durch den Spruch des

Gesetzgebers auch die Frage, welcher

Sicherheit die Indikation für den

Behandlungsabbruch bedarf. Zu

Recht steht nach dem Sinn des Gesetzes

die Prüfung der Indikation an erster

Stelle und sie muss natürlich vom

Arzt vorgenommen werden. Damit

aber stellt sich das Problem, ob für

seine Entscheidung, keine weiteren

Maßnahmen mit dem Ziel der Lebensverlängerung

mehr durchzuführen,

eine große, sehr große, gar „an

Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit“

oder nur seine „ärztliche Überzeugung“

erforderlich ist. Somit ist

festzustellen, dass der Gesetzgeber

längst nicht alle Fragen geklärt hat,

die im Zusammenhang mit der Hilfe

beim Sterben und der Patientenver -

fügung stehen. Rechtsunsicherheiten

sind geblieben und auch die Teilregelung

der Patientenverfügung selbst

enthält erhebliche Unklarheiten und

Lücken, z. B. die fehlende Regelung

der Aufbewahrung, der vorherigen

Beratung, der Abstufung der Bindungswirkung

oder der periodischen

Unterschriftserneuerung. Es ist für

Ärzte, Betreuer und Angehörige teilweise

unbefriedigend, an die Patientenverfügung

auch gebunden zu sein,

ohne zu wissen, unter welchen Um -

Vincenz Aktuell 59/10

ständen sie zu Stande gekommen ist

und ob sie wirklich noch fortgilt.

Ungelöst sind nach wie vor ferner

einige der Kernfragen. Wie hat der

Arzt zu entscheiden, wenn:

- kein Betreuer bestellt ist,

- zwischen vorbedachter und tatsächlicher

(aktueller) Lebens- und Be -

handlungssituation keine Deckungsgleichheit

besteht und

- der mutmaßliche Wille nicht zu eruieren

ist?

Trotz dieser zuletzt genannten Zweifel

ist in der neuen, gesetzlichen Regelung

zur Patientenverfügung ein weiterer

Schritt in die Richtung der Stärkung

der Patientenautonomie und des

Selbstbestimmungsrechtes eines Patienten

zu sehen. Da jedoch mit dieser

Regelung kein „Automatismus“ verbunden

ist, wird auch zukünftig die

vertrauensvolle, fachkompetente Beratung

und Aufklärung von Patienten

und Angehörigen im Hinblick auf die

Therapie und die ärztliche Begleitung

bis zum Lebensende von zentraler

Bedeutung sein. Diesem Inhalt und

diesen Gedanken sollten wir an den

St. Vincentius-Kliniken daher auch

zukünftig unsere besondere Aufmerksamkeit

schenken.

Ihr

Prof. Dr. Jürgen Biscoping

Direktor der Klinik für Anaesthesie

und Operative Intensivmedizin

Impressum

20. Jahrgang,

59. Ausgabe:

09. September 2010

Herausgeber:

St.Vincentius-Kliniken gAG Karlsruhe

Steinhäuserstr.18, 76135 Karlsruhe

Redaktion:

Bernhard Belstler

Redaktionsschluss:

24. August 2010

Sekretariat: H. Geiger

Verantwortlich i.S.d.P.:

B. Belstler

Telefon 0721/8108-2111

FAX 0721/8108-2100

bernhard.belstler@vincentius-ka.de

Fotos/Bilder:

M. Leidert, Karlsruhe

Autorinnen und

Autoren dieser Ausgabe:

R. App, B. Belstler, P. Benkowitz,

K.-P. Binkert, Prof. Dr. J. Biscoping,

W. Breuninger, Dr. E. Feltes,

Dr. F. Gora, M. Halbgewachs,

Sr. Marieta F. Joepgen, E. Kaiser,

P. Kenk, E. Löhlein, T. Maier,

G. Merker, Bruder Klaus Schäfer,

Prof. Dr. E. Siegel, Kurs 10/06 Krankenpflegeschule,

Team Pathologie

Layout, grafische Gestaltung

und Druck:

Badenia Verlag und Druckerei GmbH

Karlsruhe

Auflage: 3.000

Nachdruck, auch auszugsweise, nur

mit schriftlicher Genehmigung der

St.Vincen tius-Kliniken gAG Karlsruhe.

Redaktion und Herausgeber identifizieren

sich nicht unbedingt mit allen

abgedruckten Beiträgen und behalten

sich die Kürzung von Zuschriften aller

Art vor.

5


Aufsichtsrat und

Vorstand informieren

� Wahl des Aufsichtsrates

In der diesjährigen Hauptversammlung

am 23. Juli 2010 wurde turnusgemäß

der Aufsichtsrat der St. Vincentius-Kliniken

neu gewählt. Sämtliche

bisherigen Aufsichtsratsmitglieder

mit Ausnahme von Herrn Superior

Dieter Holderbach hatten sich zu

einer erneuten Kandidatur bereit

erklärt. Für den langjährigen Dekan

der Pfarrei St. Stephan, Herr Superior

Dieter Holderbach, kandidierte Herr

Dekan Hubert Streckert. Alle Aufsichtsratsmitglieder

wurden für weitere

5 Jahre gewählt. Zum Aufsichtsratsvorsitzenden

wurde aus der Mitte

des Aufsichtsrates Herr Bankvorstand

a. D. Paul W. Mondorf gewählt. Zu

seinem Stellvertreter wurde Herr

Diplom Wirtschaftsingenieur Detlef

Vogt bestimmt.

� Budgetabschluss mit

den Krankenkassen für

das Geschäftsjahr 2010

Am 29. Juni 2010 fanden mit den

hauptsächlich beteiligten Krankenkassen

in den Räumen der St. Vincentius-

Kliniken die Budgetverhandlungen

zur Findung des Krankenhausbudgets

2010 statt.

Die Vereinbarung für 2010 sieht eine

Fallzahl einschließlich Überlieger

von 31.500 Patienten vor. Der Case-

Mix liegt bei 31.768. Einschließlich

der zu erhebenden bundeseinheitlichen

Zusatzentgelte in Höhe von

1.526.000,-- € liegt damit das Ge -

samtbudget aus allgemeinen Krankenhausleistungen

bei 100.491.000,--€.

Darin enthalten sind auch die Erlöse

für die Behandlung im Rahmen der

integrierten Versorgungsverträge und

der vor- und nachstationären Behandlung.

Auf dieser Basis haben sich die

beiden Vertragsparteien (Krankenkassen

und Krankenhaus) geeinigt. Nach

Genehmigung durch die entsprechen-

den Gremien der Vertragsparteien

und nach Genehmigung der Festsetzungsbehörde,

des Regierungspräsidiums

Karlsruhe, strebt die Geschäftsführung

der St. Vincentius-Kliniken

eine Umsetzung der diesjährigen Budgetvereinbarung

zum 01. August

2010 an.

� Bundesverdienstkreuz

für den Aufsichtsrats -

vorsitzenden Herrn Paul

W. Mondorf

Herr Bundespräsident a.D. Prof. Dr.

Horst Köhler hat dem Vorschlag von

Herrn Ministerpräsident a.D. Günther

H. Oettinger entsprochen und Herrn

Paul W. Mondorf das Verdienstkreuz

am Bande des Verdienstordens der

Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Herr Regierungspräsident Dr.

Rudolf Kühner hat am Freitag, dem

20. August 2010 die hohe Auszeichnung

an Herrn Mondorf überreicht.

Mit der Verleihung des Verdienstkreuzes

am Bande des Verdienstordens

der Bundesrepublik Deutschland an

den Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn

Paul W. Mondorf, wird das hohe

Engagement des Geehrten als Vorstandsmitglied

des St. Vincentius-Vereins

e.V. und als Aufsichtsratsvorsitzender

(seit 2001) im Aufsichtsrat der

St. Vincentius-Kliniken gAG gewürdigt.

Vorstand und Aufsichtsrat gratulieren

ihrem Aufsichtsratsvorsitzenden, Herrn

Paul W. Mondorf, sehr herzlich zu dieser

hohen Auszeichnung. Die Feierlichkeiten

der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes

an Herrn Paul W. Mondorf

sind in der Heftmitte auch fotografisch

festgehalten.

� Richtfest für den

Neubau einer Kinder -

tagesstätte

Am Freitag, dem 09.07.2010 konnte

nach nur wenigen Monaten Bauzeit

das Richtfest für den Neubau einer

Kindertagesstätte an den St. Vincentius-Kliniken

begangen werden. Herr

Verwaltungsdirektor Möhlmann rief

den anwesenden Gästen des Richt -

festes der Kindertagesstätte nochmals

den Entstehungs- und Entscheidungsprozess

in Erinnerung und bedankte

sich im Namen des Krankenhausträgers

bei allen beteiligten Baufirmen,

die für die schnelle Realisierung des

Rohbaus verantwortlich waren. Herr

Architekt Ruser sprach in seinem

Grußwort die Zuversicht aus, dass

bei weiterem zügigem Baufortschritt

die Kindertagesstätte wie geplant zu

Beginn des Jahres 2011 eröffnet werden

könne. Weitere fotografische

Impressionen und den obligatorischen

Richtspruch des Mitarbeiters der

Firma Bold haben wir in der Heftmitte

festgehalten.

� Inbetriebnahme

der neuen

Zentralsterilisation

In den letzten 12 Monaten wurde im

früheren Küchentrakt der St. Marien-

Klinik eine neue Zentralsterilisation

eingebaut, die künftig die Versorgung

sämtlicher OP-Bereiche der St. Vincentius-Kliniken

sicherstellen soll. Mit

der Inbetriebnahme der Zentralsterilisation

im vergangenen März (siehe

auch Impressionen der Inbetriebnah -

me) sollen die verschiedenen dezentralen

Sterilisationseinheiten in den

einzelnen Fachabteilungen aufgegeben

werden. Insgesamt hat die neue

Zentralsterilisation die Versorgung

von 23 OP- und Eingriffsräumen

sicher zu stellen. In diesen OP’s werden

jährlich ca. 21.000 Operationen

durchgeführt. Die Baukosten beliefen

sich auf 2.950 T€. Das Land Baden-

Württemberg hat diese Investitionsmaßnahme

mit einem Förderbetrag in

Höhe von 1.200 T€ unterstützt. Mit

der Inbetriebnahme der neuen Zentralsterilisation

werden die Ablaufstrukturen

deutlich verbessert. Dies

führt auch zu einer weiteren Stärkung

der Wirtschaftlichkeit der St. Vincentius-Kliniken.

6 Vincenz Aktuell 59/10

Ihr

ppa. Bernhard Belstler


Mitarbeitervertretungen

informieren

Liebe Mitarbeiterinnen,

liebe Mitarbeiter,

die im März neu gewählte gemeinsame

MAV hat ihre Tätigkeit sogleich

aufgenommen und in einer konstituierenden

Sitzung den Vorsitzenden,

2 Stellvertreter (1xSüdendstraße,

1x Steinhäuserstraße) sowie für jedes

der 3 Häuser einen Schriftführer

gewählt.

Alter und neuer Vorsitzender ist Herr

Michael Kummer auf den bei der

Wahl mit Abstand die meisten Stimmen

fielen. Auch die Stellvertreter mit

Frau Martina Kaiser für die Steinhäuserstr.

und Herr Patrik Kenk für die

Südendstraße wurden in ihrem Amt

bestätigt.

Schriftführer sind: Uwe Börner (Süd -

end), Jutta Brinkmann (Steinhäuser)

und Manuela Wachter (Marienklinik).

Um Ihnen alle 15 Mitglieder besser

vorstellen zu können, haben wir uns

ablichten lassen:

Die Aufgaben einer MAV sind vielschichtig.

Hauptaufgabe ist es, für die Belange

der Mitarbeiter/-innen ein offenes

Ohr zu haben, Sie zu beraten, mögliche

Konflikte anzugehen und diese

im optimalen Fall zu lösen.

In manchen Dingen besitzt die MAV

ein Mitbestimmungsrecht, sowie ein

Vorschlagsrecht für etwaige Verbesserungen,

die den Mitarbeitern/-innen

und/oder der Einrichtung zum Vorteil

sein können.

Nicht zuletzt sehen wir es als unsere

Aufgabe an, Sie über Neuerungen,

sowohl in unseren Kliniken als auch

im Arbeits- und Tarifrecht auf dem

Laufenden zu halten. Aus diesem

Grund fassen wir die für Beschäftigte

Vincenz Aktuell 59/10

im TVöD interessantesten Änderungen

der diesjährigen Tarifabschlüsse

zusammen.

TVöD

Lineare Lohnerhöhung:

1,2% ab 01.01.2010

0,6% ab 01.01.2011

0,5% ab 01.08.2011

Einmalzahlung:

240,-€ Januar 2011

Zum Redaktionsschluss standen die

Details zur Umsetzung der Tarifabschlüsse

für Beschäftigte unter dem

Marburger Bund leider noch nicht

fest.

Sollten Sie hierzu oder zu anderen

Themen Fragen haben, wenden Sie

sich vertrauensvoll an uns.

Abschließend wünschen wir allen

Leserinnen und Lesern dieser Ausgabe

viel Vergnügen bei der weiteren

Lektüre, unseren Patientinnen und

Patienten eine baldige Genesung und

unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

eine angenehme Arbeitszeit.

Für die Mitarbeitervertretung grüßt

Sie herzlich

Patrik Kenk

Stv. Vorsitzender

7


Leistungsprofile der

St. Vincentius-Kliniken gAG

und der

St. Marien-Klinik gGmbH

Die St. Vincentius-Kliniken gAG in Karlsruhe können

auf eine 156-jährige Geschichte zurückblicken.

Gegründet wurden die Kliniken 1851 durch Frau

Amalie Baader und Herrn Kaplan Xaver Höll von der

Pfarrei St. Stephan. Es ist den Verantwortlichen gelungen

aus kleinen Anfängen ein Unternehmen mit

1.600 Mitarbeitern, darunter mehr als 200 Ärzte aufzubauen,

das aus der Reihe der gemeinnützigen

Institutionen in der Region Mittlerer Oberrhein /

Nordschwarzwald nicht mehr wegzudenken ist. Die

St. Vincentius-Kliniken gAG sind akademisches Lehr -

krankenhaus der Albert-Ludwig-Universität Freiburg.

Fusion mit der St. Marienklinik

Der Krankenhausplan des Landes Baden-Württemberg

weist die St. Vincentius-Kliniken nach der Fusion mit

der St. Marien-Klinik als einheitliches Krankenhaus

der Zentralversorgung mit 804 Planbetten aus.

Zusammen mit den beiden anderen großen Kranken -

häusern in Karlsruhe bilden die St. Vincentius-Kliniken

den Onkologischen Schwerpunkt Karlsruhe. Das

Pathologische Institut ist Dienstleister nicht nur für das

eigene Haus, sondern auch für eine große Zahl von

benachbarten Krankenhäusern und Arztpraxen. Die

Apotheke beliefert mehrere andere Krankenhäuser.

Hubschrauber Christoph 43

mehr als 1.300 Einsätze pro Jahr

Der an den St. Vincentius-Kliniken stationierte

Hubschrauber der Deutschen Ret tungs flugwacht

Christoph 43 hat mit mehr als 1.300 Einsätzen pro

Jahr eine der höchsten Einsatzquoten aller Rettungs -

hubschrauber in der BRD. Alle medizinischen

Großgeräte sind in der Standortplanung des Landes

aufgenommen, so dass die Ausstattung der 16

Fachdisziplinen der St. Vincentius-Kliniken höchstmöglichem

Standard entspricht.

35.000 stationäre und

100.000 ambulante Patienten pro Jahr

Jährlich werden 35.000 Patienten stationär und nahezu

100.000 Patienten ambulant behandelt. Vorstand

und Aufsichtsrat der St. Vincen tius- Kliniken werden

auch in Zukunft die seit Jahrzehnten betriebene strategische

Planung der Entwicklung und des Ausbaus

des Behandlungs angebotes der klinischen Fach -

disziplinen vorantreiben.

Seelsorge und Gottes -

dienste im Krankenhaus

Südendstraße 32

• KATHOLISCHE SEELSORGE

Bruder Klaus Schäfer, SAC

Tel. 8108-3521

Seelsorge-Schwestern:

Sr. Marieta

Tel. 8108-2228

Sr. Claudia

Tel. 8108-3586

Sr. Claudia Machwirth

Tel. 8108-3767

• EVANGELISCHE SEELSORGE

Pfr. Gregor Bergdolt-Kleer

Tel. 8108-3539

Gottesdienste in der Kapelle

Dienstag, 18.00 Uhr rk

mit Krankensalbung im Gottesdienst

Freitag, 18.00 Uhr rk

Samstag, 18.00 Uhr rk

mit anschl. Krankenkommunion

Sonntag, 9.00 Uhr rk

Mittwoch, 18.00 Uhr ev

Steinhäuserstraße 18

• KATHOLISCHE SEELSORGE

Pfr. Herbert Margeth

Tel. 8108-1

(Di bis Fr 9-12 Uhr)

Seelsorge-Schwestern:

Sr. Marieta, Tel. 8108-2228

Sr. Maria Angela, Tel. 8108-2805

• EVANGELISCHE SEELSORGE

Pfr. Gregor Bergdolt-Kleer

Tel. 8108-3539

Gottesdienste in der Kapelle

Mo, Mi 7.00 Uhr Morgenlob

18.00 Uhr rk

Di, Do, Fr 7.00 Uhr Morgenlob

18.00 Uhr Abendlob

Samstag 9.30 Uhr

Krankenkommunion

auf den Stationen

Sonntag 10.00 Uhr rk

Edgar-von-Gierke-Str. 2

St. Marien-Klinik gGmbH

• KATHOLISCHE SEELSORGE

Bruder Klaus Schäfer, SAC

Tel. 8108-3521

Seelsorge-Schwester:

Sr. Maria Angela, Tel. 8108-2805

• EVANGELISCHE SEELSORGE

Pfr. Gregor Bergdolt-Kleer

Tel. 8108-3539

Gottesdienste in der Kapelle

Samstag, 19.30 Uhr rk,

mit anschl. Krankenkommunion

Jeden 1. Mittwoch im Monat, 17 Uhr

Segnungsgottesdienst für Schwangere.

Auf Wunsch und nach Vereinbarung

feiern wir Krankensalbung,

Kommunion bzw. Abendmahl auf den

Stationen.

Die Seelsorger/innen sind über die

Pforten zu erreichen und besuchen

Sie gern. Für ungestörte Einzelgespräche

stehen die Sprechzimmer zur

Verfügung. Die Gottesdienste werden

aus den Kapellen in die Krankenzimmer

übertragen.

8 Vincenz Aktuell 59/10


Die Krankenhausseelsorge

informiert

Die weltweite

Vinzentinische Familie

Fortsetzung von Seite 1:

Hier ein kurzer Überblick der Organisationen

mit den vielen Menschen,

die im Geiste des hl. Vinzenz von

Paul und der hl. Louise von Marillac

leben und wirken wollen:

1. Internationale Vereinigung der

Charitès AIC 260.000 Mitglieder

2. Kongregation der Mission –

Lazaristen – Patres, bzw. Vinzentiner

4.000 Mitglieder

3. Genossenschaft der Töchter der

christlichen Liebe

23.000 Mitglieder

4. Föderation der Barmherzigen

Schwestern 4.500 Mitglieder

5. Föderation der Barmherzigen

Schwestern – Mutter Seton

5.000 Mitglieder

6. Vinzenz-Konferenzen SSVP

880.000 Mitglieder

7. Marianische – Vinzentinische

Jugend 200.000 Mitglieder

8. Verein der Wundertätigen

Medaille (Maria erschien 1830

einer Barmherzigen Schwester in

Paris) über 6 Millionen Mitglieder

9. In vielen Vinzentinischen Ordensgemeinschaften

gibt es Vereinigungen

von Frauen und Männern, die

sich den Aufgaben und Zielen

dieser Gemeinschaften besonders

verbunden fühlen, aber nicht in

den Orden eintreten wollen oder

können. Diese Vinzentinischen

Weggemeinschaften und Freundeskreise

gewinnen immer mehr

an Bedeutung.

Vincenz Aktuell 59/10

Der 350. Gedenktag des Todes von

Vinzenz und Louise darf ein Anlass

sein, in Dankbarkeit den Spuren zu

folgen, die diese charismatischen Pioniere

der christlichen Nächstenliebe,

die bestimmt nicht als Heilige ge -

boren wurden und einen schweren

Weg gegangen sind, der Welt ge -

schenkt haben.

Vinzenz von Paul (Heiligsprechung

1747; Gedenktag 27. Sept.)

- ein junger, strebsamer Mensch, der

Karriere machen wollte...

- ein Mensch, der eigene und fremde

Not kennen gelernt hatte und doch

überzeugt war: „Erbarmen ist das

innerste Geheimnis Gottes“

- ein Mensch, der sich von Klugheit

und Realitätssinn und von einer

unendlich erfinderischen Liebe leiten

ließ

- ein Mensch mit der ungewöhnlichen

Begabung, mit den unterschiedlichs -

ten Personen Beziehungen aufbauen

zu können, mit Armen und

Reichen, mit Leuten aus Kirche und

Politik, mit Vornehmen und Ungebildeten,

mit Ordensleuten und

Laien, die er mit seinem Engagement

christlicher Nächstenliebe

anstecken konnte

- ein Mensch, der sich unermüdlich

mit nüchternem Realismus und grenzenlosem

Gottvertrauen für

christliche Humanität einsetzte

- Vinzenz von Paul ist so ein Zeichen

der Liebe Gottes und Antwort auf

Fragen unserer Zeit.

Louise von Marillac (Heiligsprechung

1934; Gedenktag 15. März)

- eine Frau, Mutter und Witwe, die

mit Vinzenz von Paul die Schwes -

terngemeinschaft der Vinzentinerinnen

(Filles de la Charite) gegründet

hat

- eine Frau, ergriffen von einer flammenden

Liebe zu Christus, dem sie

besonders in armen und bedürftigen

Menschen begegnete. Dabei war

das Wort Jesu: „Liebet einander,

wie ich euch geliebt habe“

treibende Kraft und tragender

Grund ihres sozialen Tuns. Ihr

Wahlspruch lautete: „die Liebe

Christi drängt uns“

- Louise von Marillac setzt mit ihrem

Leben in tätiger Liebe ein Zeichen

und fordert uns auch heute in der

Zeit moderner wohl verwalteter

Sozialarbeit zu barmherziger Liebe

heraus.

Rund zweihundert Jahre nach ihrem

Tod war es dann der aus Mailand

stammende Frédéric Ozanam (1813-

1853), der sich vom Engagement

und von den Ideen von Vinzenz von

Paul anstecken ließ und von Paris

aus, wo er an der Sorbonne als Professor

wirkte, die ersten Vinzenzkonferenzen

für Studenten ins Leben rief.

Aus dem kleinen Samenkorn, das

Frédéric Ozanam nach dem Vorbild

des hl. Vinzenz gelegt hatte, ist in

den folgenden Jahren eine weltweit

aktive karitative christliche Laiengemeinschaft

entstanden.

Von den Ideen Frédéric Ozanam

ließen sich in Karlsruhe 1851 Amalie

Baader und Xaver Höll, Kaplan in der

Pfarrei St. Stephan, inspirieren und

gründeten den St. Vincentius-Verein,

der zur Gründung der St. Vincentius-

Klinken führte. 1882 wurde der

St. Vincentius-Verein Karlsruhe in den

Generalrat der Vincentiuskonferenzen

Paris aufgenommen.

Im Eingangsbereich der St. Vincentius-Klinik

in der Steinhäuserstraße

hängt eine Tafel mit der Gründungsgeschichte

der Krankenhäuser und

ein Bild von Amalie Baader und

Kaplan Xaver Höll. Amalie Baader

war Schriftstellerin und unterstütze

zeitlebens Arme und Kranke.

Am 15. März 1806 wurde sie in

Wertheim geboren und ist am

15. Oktober 1878 in Karlsruhe verstorben.

Ein Jahr später starb Kaplan

Xaver Höll. Beide hinterließen dem

Verein ihr Vermögen. Seit 2000 trägt

eine Straße in der Karlsruher Südstadt

den Namen „Amalie-Baader-Straße“.

Möge das gelebte Evangelium der

tätigen christlichen Nächstenliebe

sich immer weiter entfalten und

Früchte bringen.

Schwester Marieta F. Joepgen

9


Termine

3.11. –

Gedenkgottesdienst

für verstorbene Pensionäre des Vincenz

Am Mittwoch, dem 3. November, gedenken wir

um 14 Uhr in der Klinikkapelle der Südendstr. 32

aller verstorbenen Pensionäre der St. Vincentius-

Kliniken. Hierzu sind alle Mitarbeiter wie auch

alle Pensionäre ganz herzlich eingeladen.

7.11. –

Trostgottesdienst für trauernde Eltern

Am Sonntag, dem 7. November, findet um 18 Uhr

in der Klinikkapelle der Südendstr. 32 ein Trostgottesdienst

für trauernde Eltern statt. Hierzu

sind alle Eltern und Geschwisterkinder eingeladen,

gleichgültig wie alt das Kind wurde oder

woran es gestorben ist, unerheblich wie viel Jahre

es inzwischen zurück liegt. Im Anschluss an den

Trostgottesdienst sind alle Mitfeiernde zum

gegenseitigen Austausch bei Tee und Gebäck eingeladen.

14.11. –

Gedenkgottesdienst

für verstorbene Patienten

Am Sonntag, dem 14. November, gedenken wir

um 17 Uhr in der Klinikkapelle der Südendstr. 32

aller in den letzten Monaten in den St. Vincentius-

Kliniken verstorbenen Patienten. Hierzu sind alle

Angehörige ganz herzlich eingeladen, aber auch

alle Angestellte der St. Vincentius-Kliniken. Im

Anschluss an den Gedenkgottesdienst sind alle

Mitfeiernde zum gegenseitigen Austausch bei Kaffee

und Gebäck eingeladen.

26.12. –

Trost-Weihnacht für Trauernde

Am 26. Dezember feiern wir um 18 Uhr in der

Klinikkapelle der Südendstr. 32 eine Trost-Weihnacht.

Hierzu sind alle Personen eingeladen, die

um einen Verstorbenen trauern. Im Anschluss an

die Trost-Weihnacht sind alle Mitfeiernde zum

gegenseitigen Austausch bei Tee und Gebäck eingeladen.

Wichtige Personal-Infos:

Im Intranet steht dem Personal eine eigene Seite

der Klinikseelsorge mit Informationen zur Verfügung.

Sie finden dort:

• Gottesdienstzeiten

• Telefonnummern der Klinikseelsorger/innen

• Telefonnummern von Seelsorgern anderer

Sprachen, Konfessionen und Religionen

• Gebete

• weitere Infos

In jedem Stationszimmer sind die Telefon- und

Piepsernummern der Seelsorger/innen angegeben.

Sind diese nicht erreichbar, so ist die Zentrale

der jeweiligen Häuser anzurufen. Diese können

andere Seelsorger/innen beiholen. Geben Sie

hierzu Name, Station und Konfession des Patienten

an.

10

90. Geburtstag

von Sr. Maria Martha

Am 26.7.1920 wurde Sr. Maria

Martha auf dem Tännlehof (Gemein -

de Sankt Märgen, Schwarzwald)

geboren. Schon Jahre zuvor war die

Mutter von Sr. Maria Martha so

krank, dass sie den Weg nach

St. Märgen zur Sonntagsmesse nicht

gehen konnte. Daher wurde am

Tännlehof eine kleine Kapelle

errichtet und 1914 eingeweiht, in der

die Bewohner des Hofes beten konn -

ten.

Am 26.7.2010 feierte Sr. Maria

Martha auf dem Tännlehof im Kreise

ihrer Verwandtschaft ihren 90.

Geburtstag – so dachte es sich die

Ordensschwester. Sie sollte aber an

diesem Tag von einer Überraschung

in die nächste fallen. Um 10:30 Uhr

war hierzu mit der Jubilarin eine

Messe in der Kapelle angedacht,

unter Leitung des Gemeindepfarrers

Pater Martin Greiner OSPPE (Ordo

Sancti Pauli Primi Eremitae =

Pauliner).

„Wir können noch nicht anfangen,

denn es sind noch nicht alle Leute

da“, wurde Sr. Maria Martha um

10:40 Uhr gesagt. Die ahnungslose

Jubilarin übte sich in Geduld. Dann

kamen aus Karlsruhe Pflegedirektor

Halbgewachs mit Gattin und Sr. Irmgard

Kornmann sowie Br. Klaus. Dies

war für Sr. Maria Martha eine große

Überraschung, dass auch Karlsruhe

mit ihr den 90. Geburtstag feiert.

Kurz darauf kam ein VW-Bus,

gefahren von Sr. Consolatrix, der

früheren Oberin in den St. Vincentius-

Kliniken, mit sieben weiteren Schwes -

tern vom Göttlichen Erlöser. Ihre Bühler

Mitschwestern wollten Sr. Maria

Martha mit diesem Besuch überraschen.

Alle wussten davon, nur

Sr. Maria Martha nicht. So konnte

nach der freudigen Begrüßung der

Mitschwestern die Messe begonnen

werden. Nach dem geistlichen Mahl

ging es zum leiblichen Mahl in eine

Festhalle, die alle Gäste fasste. Dort

nahm Sr. Maria Martha die Glückund

Segenswünsche entgegen. Nach

dem leckeren und üppigen Mittagessen

kam noch die 98-jährige

Mutter von Sr. Consolatrix zum Gratu -

lieren. Damit war Sr. Maria Martha

nicht nur mit „jungem Gemüse“

zusammen, sondern auch mit ihrer

Generation. Weil das Fest so schön

war, schlug Br. Klaus vor, dass in

9 Jahren – zum 99. Geburtstag – die

Generalprobe zum 100. Geburtstag

von Sr. Maria Martha gemacht wird.

Die Jubilarin widersprach nicht,

wollte aber – in der ihr eigenen

Bescheidenheit – das alles dem

lieben Gott überlassen.

Als gegen 18 Uhr der Abschied kam,

dankte Sr. Maria Martha allen für

dieses gelungene Fest. Zu den Leuten

aus dem Vincenz sagte sie: „Wenn

ich könnte, würde ich am liebsten mit

euch zurück ins Vincenz fahren.“

Bruder Klaus Schäfer

Klinikseelsorger

Pflegedirektor Halbgewachs beim Überreichen der Glück- und Segenswünsche auch im Auftrag des Vorstands.

Vincenz Aktuell 59/10


Inbetriebnahme

der Zentralsterilisation

In den letzten 12 Monaten wurde

im früheren Küchentrakt der St.

Marien-Klinik eine neue Zentralsterilisation

eingebaut, die künftig die

Versorgung sämtlicher OP-Bereiche

der St. Vincentius-Kliniken sicherstellen

soll. Mit der Inbetriebnahme

der Zentralsterilisation im vergangenen

März sollen die verschiedenen

dezentralen Sterilisationseinheiten

in den einzelnen Fachabteilungen

aufgegeben werden. Insgesamt

hat die neue Zentralsterilisation

die Versorgung von 23 OPund

Eingriffsräumen sicher zu stellen.

In diesen OP’s werden jährlich

ca. 21.000 Operationen durchgeführt.

Die Baukosten beliefen sich

auf 2.950 T€. Das Land Baden-

Württemberg hat diese Investitionsmaßnahme

mit einem Förderbetrag

in Höhe von 1.200 T€ unterstützt.

Mit der Inbetriebnahme der neuen

Zentralsterilisation werden die

Ablaufstrukturen deutlich verbessert.

Dies führt auch zu einer weiteren

Stärkung der Wirtschaftlichkeit

der St. Vincentius-Kliniken.

Vincenz Aktuell 59/10 11


12

Vincenz Aktuell 59/10


Den Pflegeberuf attraktiver

machen – aber wie?

Landestreffen der kirchlichen Krankenhäuser

befasste sich mit der Weiterentwicklung der

Pflege ausbildung und den Konsequenzen für die

strategische Ausrichtung

Die künftige Gestalt der Pflegeausbildung

und damit des Pflegeberufs war

das bestimmende Thema auf dem

Landestreffen der kirchlichen Krankenhäuser

im Stuttgarter Marienhospital.

Dass die Pflegeausbildung attraktiver

werden soll und muss, um an den

dringend benötigten Nachwuchs heranzukommen,

darin waren sich Referent(inn)en

wie Teilnehmer(innen)

einig. In welche Richtung allerdings

die auch von der Bundesregierung

angestrebte Modernisierung gehen

soll, darüber gab es dann durchaus

unterschiedliche Meinungen und Vorstellungen

zu hören. Absolviert die

die „Gesundheits- und Krankenpflegerin

der Zukunft“ ein akademisches

Pflegestudium? Welchen Schulabschluss

braucht es, um überhaupt

einen Pflegeberuf ergreifen zu können?

Welchen Stellenwert hat das

neue Berufsbild „Alltagsbetreuer“ mit

einer zweijährigen Ausbildung, die

auch die Anerkennung des Hauptschulabschlusses

beinhaltet?

Die Weiterentwicklung der verschiedenen

Pflegeausbildungen ist gerade

für die 50 katholischen und evangelischen

Kliniken in Baden-Württemberg

keine Nebensächlichkeit. Mit über

1.600 Azubis in der Pflege bilden sie

an ihren eigenen Schulen fast ein

Viertel der landesweit rund 8.000

Pflegeschüler(innen) aus. An Dynamik

gewonnen hat das Thema durch die

Absicht der Bundesregierung, die

Ausbildungen im Bereich der Alten-,

Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflege

zu einer gemeinsamen Pflegeausbildung

zusammenzuführen und in

ein neues Berufsgesetz zu gießen.

Wie das im Detail aussehen wird –

insbesondere die Frage der Finanzierung,

ist noch offen. Dazu konnte

Ursula Hesse-Dahlheimer, Regierungsdirektorin

im Stuttgarter Sozialministerium,

Genaueres nicht sagen, auch

wenn sie davon sprach, derzeit auf

vielen Feldern unterwegs zu sein.

Konkreter äußerten sich Norbert

Groß vom Deutschen Evangelischen

Krankenhausverband (DEKV) und

Thomas Vortkamp vom Katholischen

Krankenhausverband Deutschlands

(KKVD). Sie sprachen sich für die

Zusammenführung der Berufe der

Altenpflege und Gesundheits- und

(Kinder-)Krankenpflege in einer generalistischen

Ausbildung mit einem

gemeinsamen Berufsabschluss aus.

Deutlich plädierten sie dafür, die Ausbildung

auch künftig bei den derzeitigen

Trägern der Alten- und (Kinder-)

Krankenpflegeschulen zu belassen.

Sinnvoll sei ein gestuftes, auf Modulen

basierendes Konzept der Aus-,

Fort- und Weiterbildung, das Durchlässigkeit,

allgemeine Bildungsabschlüsse,

Aufstiegschancen und den

Wechsel zwischen verschiedenen

Arbeitsfeldern ermögliche.

Für die beiden Leiter von Krankenpflegeschulen

Johannes Nau (am Evangelischen

Bildungszentrum für Pflegeberufe

in Stuttgart) und Reinhard Dummler

(am Diakonissenkrankenhaus in

Karlsruhe) darf die Weiterentwicklung

in der Pflege nicht nur unter dem

Aspekt des politisch „Wünsch- und

Machbaren“ geschehen. Vielmehr

müsse diese am Gegenstandsbereich

von Pflege orientiert sein, bei dem es

um die Gesunderhaltung sowie die

Folgen von Krankheit für den jeweiligen

Menschen in seiner Umwelt

gehe. Deshalb sei die im letzten Jahr

vollzogene Absenkung der Zugangsvoraussetzungen

für die Pflegeberufe

ihrer Ansicht nach äußerst kritisch zu

betrachten. Neben der Fachschulausbildung

brauche man auch eine

„Akademisierung in der Pflege, die

am Pflegebett wirksam wird“, so das

Credo der beiden Schulleiter, die sehr

engagiert für eine breit angelegte,

ethisch-moralisch orientierte Pflegeausbildung

an christlichen Krankenhäusern

warben.

Wie sehr gerade diese ethische Orientierung

am christlichen Menschenbild

zur Herausforderung in der

Pflegeausbildung werden kann,

machte die Generalvikarin der Vinzentinerinnen

in Untermarchtal,

Schwester Anna-Luisa Kotz, deutlich.

Sie skizzierte auf dem Hintergrund

der Sinus-Milieu-Studie die teilweise

sehr unterschiedlichen Lebenswelten

und Haltungen, die junge Menschen

für eine Ausbildung im Pflegebereich

mitbringen und besondere Zugänge

erforderlich machen. Verheerend für

die „moralische Kompetenzentwicklung“

der Auszubildenden erweise

sich dabei, so die Ordensfrau, wenn

zwischen der Theorie und der konkreten

Praxis in der Kultur des Miteinanders

ein deutlicher Widerspruch

bestehe. Von daher stelle sich durchaus

die Frage, warum die Schule

dann noch so nah beim Krankenhaus

sein müsse.

Thomas Maier

Caritasverband für die Erzdiözese

Freiburg e.V.

Stabsstelle Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

Über die Weiterentwicklung der Pflegeausbildung diskutierten (von links): Schwester Anna-Luisa Kotz, Generalvikarin der

Vinzentinerinnen in Untermarchtal, Ursula Hesse-Dahlheimer, Regierungsdirektorin im Sozialministerium, Norbert Groß,

DEKV-Verbandsdirektor, Thomas Vortkamp, Geschäftsführer des KKVD sowie die beiden Schulleiter Reinhard Dummler und

Johannes Nau. Foto: Thomas Maier

Vincenz Aktuell 59/10 13


Neubau einer Kindertagesstätte

Nach wenigen Wochen Bauzeit konnte

am Freitag, 09.07.2010 das

Richtfest für den Neubau einer

Kindertagesstätte an den St. Vincentius-Kliniken

begangen werden. Herr

Verwaltungsdirektor Möhlmann rief

den anwesenden Gästen des Richtfestes

der Kindertagesstätte nochmals

den Entstehungs- und Entscheidungs -

prozess in Erinnerung und bedankte

sich im Namen des Krankenhausträgers

bei allen beteiligten Baufirmen,

die für die schnelle Realisierung

des Rohbaus verantwortlich waren.

Herr Architekt Ruser sprach in seinem

Grußwort die Zuversicht aus, dass

bei weiterem zügigem Baufortschritt

die Kindertagesstätte wie geplant zu

Beginn des Jahres 2011 eröffnet werden

könne. Ein Mitarbeiter der Roh -

baufirma Bold rief den anwesenden

Gästen folgenden Richtspruch zu:

Mit Gunst und Verlaub!

Die Feierstunde hat geschlagen,

es ruhet die geübte Hand.

Nach harten, arbeitsreichen Tagen

grüßt stolz der Richtbaum nun ins

Land.

Und stolz und froh ist jeder heute,

der tüchtig mit am Werk gebaut.

Es waren wack’re Handwerksleute,

die fest auf ihre Kunst vertraut.

Drum wünsche ich, so gut ich’s kann,

so kräftig wie ein Zimmermann,

mit stolz empor gehobnem Blick

dem neuen Hause recht viel Glück.

Wir bitten Gott, der in Gefahren

uns allezeit so treu bewahrt,

er mög’ das Bauwerk hier bewahren

vor Not und Schaden aller Art.

Nun nehm ich froh das Glas zur Hand,

gefüllt mit Wein bis an den Rand,

und mit feurigen Saft der Reben

will jedermann die Ehr ich geben,

wie sich’s nach alten Brauch gebührt,

wenn so ein Bau ist ausgeführt.

Das erste Glas der Bauherrschaft:

Hoch soll sie leben, hoch, hoch, hoch!

Nun brauchte man zu allen Zeiten

nicht nur den Kopf, nein auch die Hand.

Drum noch ein Hoch den Zimmerleuten,

durch deren Kraft der Bau erstand.

Hoch sollen sie leben, hoch, hoch,

hoch!

Nun ist das Glas wohl ausgeleert

und weiter für mich nichts mehr wert,

drum werf ich es zu Boden nieder –

zerschmettert braucht es keiner wieder;

doch Scherben bedeuten Glück und Se -

gen der Bauherrschaft auf allen Wegen!

14 Vincenz Aktuell 59/10


Vincenz Aktuell 59/10

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Vincenz Aktuell 59/10


Pathologie:

Medizin für

das Leben

Das Bild der Pathologie und der

Pathologen in der Öffentlichkeit ist

stark geprägt von den Kittel tragenden,

oftmals kauzig dargestellten,

sezierenden Ärzten in Fernsehkrimis.

Dass es sich dabei nicht um Pathologen,

sondern um Rechtsmediziner

handelt, wird beharrlich verschwiegen.

Was aber Pathologie wirklich

ist und womit sich echte Pathologen

beschäftigen, ist vielen Menschen

nicht bekannt. Zwar deutet die Übersetzung

des Begriffes „Pathologie“

als „die Lehre von Krankheiten“ darauf

hin, dass es sich hier um eine für

das Krankheitsverständnis fundamentale

Wissenschaft handeln könnte.

Darüber hinaus trägt sie aber nur

wenig zur Aufhellung bei.

Die weit verbreitete Verknüpfung von

Pathologie mit dem Tod oder mit

Toten beruht heutzutage im Wesentlichen

– wie schon erwähnt – im verzerrt

dargestellten Bild dieses Faches

in den Medien. Diese Assoziation

kann aber auch ein Anknüpfungspunkt

zum besseren Verständnis des

Faches Pathologie und dessen, was

es heute zu leisten in der Lage ist,

sein. Denn die akademischen Wurzeln

des Faches liegen in der Tat in

der systematischen Untersuchung

Verstorbener. Darüber hinaus ist die

Entwicklung der Pathologie eng verbunden

mit der Entfaltung des naturwissenschaftlichenKrankheitsbegriffes,

also einer rational überprüf -

baren Vorstellung von Krankheit und

deren Ursachen.

Historischer Abriss

Die Annahme, dass eine Krankheit

oder ein Krankheitssymptom eine

Ursache hat, ist uralt und bis zu den

frühesten Kulturen zurückzuverfolgen.

Zu den frühen Krankheitskonzepten

zählt die Vorstellung, dass

Krankheit durch die eigene Schuld

des Erkrankten, durch Sünde, verursacht

sei. Ebenso wurden äußere

Bild 1: Giovanni Battista Morgagni (1682-1771).

Begründer der Pathologie als akademisches Fach.

Einflüsse auf den Erkrankten, wie

z.B. üble Gerüche oder böse Geister

und Dämonen für das Entstehen von

Krankheiten verantwortlich gemacht.

Geläufig war ebenfalls die Vorstellung,

dass Götter, auch der strafende

Gott des Alten Testamentes,

den Menschen Krankheiten und Seuchen

als Züchtigung auferlegen. Eine

der am weitesten verbreiteten Konzeptionen

war die Säftelehre, die

die Krankheitsvorstellung in der griechisch

und römisch geprägten Welt

über zwei Jahrtausende maßgeblich

beeinflusste. Aus bis weit in die Vergangenheit

hineinreichenden Wurzeln

entstand sie im Umfeld des griechischen

Arztes Hippocrates um 400

v. Chr. Sie stellte nicht nur eine

Krankheitskonzeption, sondern ein

nahezu universelles Weltbild dar:

den vier Körpersäften (Blut, Schleim,

schwarze Galle und gelbe Galle)

entspricht jeweils eines der vier Elemente

(Luft, Wasser, Feuer und

Erde), eine der vier Jahreszeiten, ein

Lebensabschnitt (Kindheit, Jugendalter,

Erwachsenenalter, Greisenalter)

ein Temperament (Choleriker, Sanguiniker,

Melancholiker, Phlegmatiker)

usw. Bei Gesunden stehen diese

vier Körpersäfte in einem ausgewogenen

Verhältnis zueinander. Ein

Überwiegen einer der Säfte führt zu

Krankheit.

Ein sehr einflussreicher Vertreter der

Säftelehre war der griechische Arzt

Galen (129 – 216 n. Chr.) Er fasste

das medizinische Wissen seiner Zeit

unter der Krankheitsvorstellung der

Säftelehre in Büchern zusammen,

die länger als ein Jahrtausend zu

den medizinischen Standardwerken

zählten. Außerdem führte er eigene

medizinische Untersuchungen durch.

So betrieb er beispielsweise anatomische

Studien über den Aufbau des

Körpers. Als Methode hierfür dienten

ihm Sektionen, allerdings nicht von

verstorbenen Menschen, sondern

Bild 2: Rudolf Virchow (1821-1902).

Begründer der Zellularpathologie.

von toten (und auch von lebenden)

Tieren. Seine an Tieren gewonnenen

Erkenntnisse über den Bau des Körpers

sind aber fehlerbehaftet und

geben kein korrektes Bild über die

Anatomie des menschlichen Körpers.

Die Scheu vor Sektionen an verstorbenen

Menschen, die auch von

Kirchenlehren wie Augustinus (354-

430) mit geschürt wurde, verhinderte

genauere Untersuchungen über

viele Jahrhunderte. Erst ab dem Mittelalter

mit der Schule von Sa lerno

(1000-1200), durch Erlasse des

Staufferkaisers Friedrich II. (1194-

1250) und vor allem mit einer Bulle

von Papst Sixtus IV. (1471-1484),

die von Papst Clemens VII. (1523-

1534) bestätigt wurde, wurden

menschliche Sektionen zu anatomischen

Studien auch von Seiten der

Kirche ausdrücklich erlaubt, so dass

die Anatomie im 16. Jahrhundert

eine erste Blütezeit erlebte.

Die anatomischen Untersuchungen

hatten aber den normalen, gesunden

Körper zum Forschungsgegenstand.

Dies änderte sich durch den italienischen

Anatomen Giovanni Battista

Morgagni (1682-1771; Bild 1), der

als einer der ersten die bei den

Sektionen gefundenen, abnormen,

pathologischen Befunde sorgfältig

beschrieb und sie darüber hinaus

mit dem Krankheitsbild und Symptomen

zu Lebzeiten verglich. Seine

Untersuchungsergebnisse schilderte

er in einem Buch mit dem Titel

„De sedibus et causis morborum“

(„Über den Sitz und die Ursachen

von Krankheiten“). Der Titel dieses

Buches, welches als das Gründungsdokument

der Pathologie angesehen

werden kann, ist programmatisch

und spiegelt die konzeptionelle

Erneuerung des Krankheitsverständnisses

wider: Krankheiten haben

einen anatomisch definierten Ort

und äußern sich im anatomischen

Vergleich mit gesunden Organen

Vincenz Aktuell 59/10 17


Bild 3: Dr. Thomas Vielfort am Hauptarbeitsplatz der Pathologen, dem Mikroskop.

durch einen Gestaltwandel, d.h.

durch Veränderungen der Organgröße,

der Form, der Farbe oder der

Konsistenz. Kurz: Krankheiten und

die Ursachen von Krankheitssymptomen

werden als objektiv sichtbar

und lokalisierbar und damit als

naturwissenschaftlich überprüfbar

eingestuft.

Der Ansatz Morgagnis wurde im

deutschsprachigen Raum vor allem

von Carl Rokitansky (1804-1871) in

Wien weiterentwickelt. Während

Morgagni die klinischen Befunde

durch eine Autopsie bestätigen

wollte, sollte der Kliniker bei Rokitansky

aus dem pathologisch-anatomischen

Befund die klinische Situation

erkennen. Aber im Vergleich mit

Rokitansky, bei dem noch Anklänge

an die Säftelehre zu finden sind,

setzte erst der Berliner Arzt Rudolf

Virchow (1821-1902, Bild 2) den

naturwissenschaftlichen Ansatz von

Krankheiten vollständig um. Er übertrug

die kurze Zeit zuvor in der Botanik

entstandene Zellenlehre, wonach

alle Gewebe aus Zellen bestehen

und jede Zelle aus einer anderen

Zelle hervorgeht, auf den Menschen

und seine Erkrankungen. Er entwickelte

daraus im Jahr 1858 die

Zellularpathologie, die besagt, dass

die Zelle die letzte Einheit des

Lebens und der pathologischen

Störungen sei. In der Einführung zu

seinen berühmt gewordenen Vorlesungen

zur Zellularpathologie erläuterte

Virchow dies genauer. Diese

Vorlesungen „sollten in einer mehr

geordneten Weise, als dies bisher

geschehen war, eine Anschauung

von der cellularen Natur aller

Lebens erscheinungen, der physiologischen

und pathologischen (...) zu

liefern versuchen, um gegenüber der

einseitigen (...) Neigungen, welche

sich aus den Mythen des Alterthums

bis in unsere Zeit fortgepflanzt

haben, die Einheit des Lebens in

allem Organischen wieder dem

Bewußtsein näher bringen.“

Auch wenn Virchows Arbeiten nicht

ohne Fehler oder Fehlinterpretationen

waren, stellt die Zellularpathologie

weltweit das Fundament der

Pathologie dar. Sie ist bis heute ein

Eckpfeiler der modernen Medizin

und ihres naturwissenschaftlichen

Krankheitskonzeptes.

Die praktische Umsetzung dieses

Krankheitskonzeptes in der Pathologie

seit Virchow äußert sich in zwei

Grundgedanken, die der Freiburger

Medizinhistoriker C-R. Prüll zum

einen als den morphologischen

Grundgedanken, und zum anderen

als den funktionalen Grundgedanken

bezeichnet.

Der morphologische Grundgedanke

der Pathologie: die Pathologische

Anatomie

Die Morphologie, das ist die Lehre

von der Form und ihrer Veränderungen,

ist die Methode der Pathologie

schlechthin. Ihre systematische

Anwendung zur Erkennung von

Krankheiten an Verstorbenen, Organen,

Geweben oder Zellen mit dem

bloßen Auge oder mit dem Mikroskop

kennzeichnet die tägliche

Arbeit der Pathologen (Bild 3).

Viele Erkrankungen, insbesondere

entzündliche Erkrankungen und

Tumore, gehen mit für sie charakteristischen

Formveränderungen der

Organe, Gewebe oder Zellen einher.

Deshalb werden diese Krankheiten

morphologisch, also von den

Pathologen definiert. Die Entschlüsselung

des genetischen Codes des

Menschen und die Untersuchung von

genetischen Veränderungen bei

Krankheiten hat zwar neues Wissen

in die moderne Medizin gebracht

und das Verständnis von Erkrankungen

zum Teil wesentlich erweitert.

Danach liegt nur bei wenigen Krankheiten

eine direkte, lineare Beziehung

zwischen einem Gen und einer

bestimmten Krankheit vor. Meist

besteht zwischen verschiedenen

Genen und der Krankheitsausprägung

eine komplexe Beziehung,

sodass eine genetische Untersuchung

alleine in der Regel keine

definitive Krankheitsdiagnose liefern

kann. Daher bleibt die Morphologie

für das Erkennen von Krankheiten

Bild 4: Mikroskopische Pathologische Anatomie der Dickdarmschleimhaut: (a) Normale Dickdarmschleimhaut; (b) gut artiger Dickdarmtumor (Adenom); (c) bösartiger Dickdarmtumor

(Adenokarzinom). Jeweils 100-fache Vergrößerung.

18

Vincenz Aktuell 59/10


und für deren Definition auch in Zeiten

der Molekularbiologie und Molekularpathologie

weiterhin unentbehrlich

(Bild 4).

Das systematische Sichten von

Krankheiten führte konsequenterweise

zum systematischen Sammeln

und Ordnen von Organpräparaten,

die krankhafte Veränderungen aufweisen

und somit als makroskopische

Zustandsbilder von Krankheiten

angesehen werden können. So wurden

am Ende des 19. Jahrhunderts

in vielen Pathologischen Instituten

große Präparatesammlungen zu Forschungs-

und Lehrzwecken angelegt.

Mitunter wurden sogar Pathologischen

Museen gegründet, um einem

„größeren Publicum“ die Ergebnisse

der pathologisch-anatomischen Forschungen

und Arbeiten nahe zu bringen.

Noch heute verfügen viele Universitätsinstitute

über solche Sammlungen.

Sie spielen bei der Aus- und

Weiterbildung von Ärzten in der

Pathologie jedoch praktisch aus -

schließlich als Sammlungen mikroskopischer

Präparate noch eine

größere Rolle.

Aus dem Sichten, Sammeln und Ordnen

von Krankheitsbildern entwickelten

sich dann zahlreiche Klassifikationen

von Erkrankungen. Diese

pathologisch-anatomisch geprägten

Klassifikationen verfolgen u.a. die

Absicht, individuelle Erkrankungen

in größere Kategorien zusammenzuführen,

die in ihrer Ursache oder

ihrer Ausprägung zusammenge -

hören. Damit besitzen alle Bereiche

der Medizin ein gemeinsames

Grundgerüst, mit dessen Hilfe eine

bessere Verständigung innerhalb der

Medizin möglich ist und eine ge -

meinsame Grundlage für weitere

wissenschaftliche Fortschritte ge -

schaffen wird. Vor diesem Hintergrund

wird auch wird verständlich,

dass die britischen Pathologen Dible

und Davie die operativen und die

nicht-operativen Fächer der Medizin

mit verschiedenen Sprachen verglichen,

deren gemeinsame Grammatik

die Pathologie darstellt.

Das Institut für Pathologie an den

St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe vertritt

diesen morphologischen Grundgedanken

beispielsweise bei der

strukturierten Ausbildung von Ärzten,

nicht nur der eigenen Assistenzärzte,

sondern auch in der universitären

Lehre an den Universitäten Freiburg

und Erlangen-Nürnberg (Bild 5).

Ärzte des Instituts sind in den Ar -

Bild 5: Pathologen sind aktiv an der Fortbildung von Ärzten beteiligt.

beits gemeinschaften der Deutschen

Gesellschaft für Pathologie (AG

Gastrointestinale Pathologie, AG

Molekulare Pathologie) vertreten und

an der Erarbeitung von diagnostischen

Konsensusempfehlungen beteiligt.

Das Institut entfaltet zudem

eigene wissenschaftliche Aktivitäten

zur Pathologischen Anatomie und

molekularen Pathologie von Erkrankungen

in eigenen Projekten und in

wissenschaftlichen Kooperationen

mit mehreren externen Universitäten

sowie mit Arbeitsgruppen am Karlsruher

Institut für Technologie (KIT).

Der funktionale Grundgedanke der

Pathologie: die Klinische Pathologie

Die morphologisch ausgerichtete

Grundkonzeption der Pathologischen

Anatomie von Erkrankungen,

wie er insbesondere von Virchow

und vielen seinen Schülern in

Deutschland favorisiert wurde,

beschreibt jedoch lediglich einen

statischen Zustand und ist Ausdruck

einer streng lokalistischen Betrachtungsweise

des menschlichen Körpers.

Die normalen und pathologischen

Funktionen eines Organs oder

die Dynamik einer Erkrankung können

durch die Morphologie alleine

nicht oder nicht befriedigend abgebildet

werden. Daher gelangte eine

streng ausgelegte Pathologische

Anatomie an der Wende des 19.

zum 20. Jahrhundert bald an die

Grenzen der Brauchbarkeit für den

klinisch, d.h. am Patienten tätigen

Arzt.

Diese statische Pathologische Anatomie

war nicht geeignet neue Erkenntnisse

der Biochemie, der Immunologie

oder der Mikrobiologie in ihr

Konzept aufzunehmen, obwohl an

den damals neuen Entwicklungen

auch Pathologen maßgeblich mitbeteiligt

waren. Als Beispiel sei hier

der Virchow-Schüler Edwin Klebs

(1834-1913) genannt, der während

des deutsch-französischen Krieges

als Lazarettarzt auch in Karlsruhe

tätig war und zusammen mit Fried -

rich Löffler den Erreger der Diphterie

entdeckte.

Insbesondere in den angelsächsischen

Ländern wurde das Spektrum

des Faches Pathologie in der ersten

Hälfte des 20. Jahrhundert um eben

diese neuen Bereiche der Biochemie,

der Immunologie und der Mi -

krobiologie erweitert. Die Pathologie

sollte Krankheiten als eine Abfolge

von Prozessen im Körper vermitteln,

die zu bestimmten Krankheitssymptomen,

zu funktionalen Veränderungen

und auch zu einer veränderten Anatomie

führen. Die um diese funktionalen

Bereiche ergänzte Pathologie

sollte dabei nicht nur in der Lage

sein Krankheiten pathologisch-anatomisch

korrekt zu diagnostizieren,

sondern sollte selbst auch die direkte

Behandlung des Patienten zum Ziel

haben. Sie sollte als Klinische Pathologie

dem Arzt am Krankenbett

unmittelbar assistieren.

Während beispielsweise in England

und den USA zu den Aufgaben

eines Pathologischen Institutes in

aller Regel auch die Labormedizin

und die Mikrobiologie zählen, sind

diese Bereiche in Deutschland anderen

Fachgebieten als der Pathologie

zugeordnet. Dennoch ergeben sich

aus der diagnostischen Pathologie

zahlreiche Kontakte zu klinisch tätigen

Ärzten.

In unserem Institut für Pathologie an

den St. Vincentius-Kliniken werden

jährlich weit über 40000 Gewebe

Vincenz Aktuell 59/10 19


und Zellpräparate von Patienten

untersucht. In vielen dieser Fälle und

bei jeder der jährlich rund 3000

Schnellschnittuntersuchungen, bei

denen der Operateur vom Pathologen

noch während der Operation

über die Krankheit oder die Krankheitsausdehnung

telefonisch informiert

wird, findet zwischen den

Pathologen und den klinisch tätigen

Ärzten ein intensiver Austausch statt,

der weit über die schriftliche Mitteilung

der Diagnose hinausgeht. Die

pathologischen Befunde werden

hierbei in den klinischen Zusammenhang

eingebettet, um die bestmögliche,

individuelle Therapie für den

Patienten zu erreichen. Darüber hinaus

ergeben sich intensive Kontakte

zwischen Klinik und Pathologie in

interdisziplinären Fallkonferenzen,

wie z.B. in Tumorboards oder in den

Fallkonferenzen des Brustzentrums,

die regelmäßig an den St. Vincentius-Kliniken

stattfinden.

Fazit

Krankheit betrifft den ganzen Menschen,

seinen Körper, seine Seele

und sein soziales Umfeld. Die medizinische

Behandlung eines Kranken

erfordert vom Arzt daher mehr als

„nur“ naturwissenschaftlichen Sachverstand.

Aber ohne diesen Sachverstand

greifen die ärztlichen Maßnahmen

zu kurz.

Die Pathologie mit ihren beiden

Grundkonzeptionen, der morphologischen

Pathologischen Anatomie

und der funktionalen Klinischen

Pathologie, hat an der Entwicklung

eines naturwissenschaftlich fundierten

Krankheitsverständnisses bedeutenden

Anteil. Ohne sie und ohne

diese Krankheitskonzeption sind die

großen Erfolge der Medizin sowohl

in der Wissenschaft als auch in der

täglichen Diagnostik und Therapie

von erkrankten Menschen nicht vorstellbar.

Die Pathologie steht somit dem kranken

Menschen und seinen Ärzten

bei. Sie dient dem Leben.

Prof. Dr. Gerhard Faller

Direktor am Institut für Pathologie

20

Autopsie –

Blick zurück

nach vorn

Am Institut für Pathologie der St. Vincentius-Klinken

Karlsruhe wurden im

Jahre 2009 mehr als 40.000 Operationspräparate

und Biopsien von

lebenden Patienten untersucht und

(nur) 46 Autopsien (Sektionen,

Obduktionen, Leichenöffnungen)

durchgeführt. Dies stellt in eindrücklicher

Weise die „vitale“ Ausrichtung

unseres Faches dar- ganz im Gegensatz

zur Wahrnehmung in der

Bevölkerung und teilweise auch beim

medizinischen Personal. Obwohl

Autopsien einen zahlenmäßig sehr

kleinen und seit Jahren deutlich rückläufigen

Anteil unserer Aufgaben ausmachen,

belegen auch sie unsere

Verpflichtung gegenüber dem Leben.

Diese vielleicht überraschende These

soll durch folgenden Aufsatz erläutert

werden.

Bild 1: Demonstration des Autopsiebefundes für die klinisch tätigen Ärzte.

Vorgehen und Grenzen

Wann wird eine Autopsie durchgeführt?

Die Autopsien im Institut für Pathologie

der St. Vincentius Kliniken sind

klinische Obduktionen. Das heißt, sie

werden auf Wunsch der klinischen

Ärzte bei Patienten vorgenommen,

die eines natürlichen Todes gestorben

sind. Wenn ein unnatürlicher Tod,

z.B. durch Unfall oder (Selbst-)Tötung

vorliegt – oder der Verdacht darauf

besteht – ist ein Institut für Rechts -

medizin für die Obduktion zuständig.

Voraussetzung für die Durchführung

einer klinischen Obduktion ist die Einwilligung

der Angehörigen bzw. der

fehlende Widerspruch des Verstorbenen

zu Lebzeiten.

Was wird bei einer Autopsie

gemacht?

Das Vorgehen erinnert an eine große

Operation. Nach streng festgelegten

Regeln werden beim Verstorbenen

die Brust-, Bauch- und Schädelhöhle

eröffnet. Nach der Betrachtung des

inneren Aufbaus erfolgt die Organ -

entnahme und deren genau festgelegte

Präparation. Vom Pathologen

werden anschließend alle Organe

und insbesondere deren krankhaften

Veränderungen den klinischen Ärzten

demonstriert. Diese Besprechung

dient dazu, nochmals alle Befunde

(z.B. Blutbild, Röntgenbilder) zusam-

Vincenz Aktuell 59/10


menzutragen und mit den ent -

sprechenden Befunden bei der Autopsie

abzugleichen. Bild 1 zeigt eine

solche Demonstration an unserem

Institut. Nach Entnahme kleiner

Proben von allen Organen für die

feingeweblichen (mikroskopischen)

Untersuchung werden alle Organe

wieder in den Leichnam zurückgelegt

und dieser fachgerecht verschlossen.

Nur bei begründeten Ausnahmen

werden einzelne Organe zurückbehalten,

z.B. wenn der Verdacht auf

eine berufsbedingte Asbestbelastung

der Lunge besteht.

Am bekleideten, auf dem Rücken

liegenden Leichnam sind keine

Spuren der Autopsie erkennbar.

Somit sind Befürchtungen, der Leichnam

würde verstümmelt oder in sons -

tiger Weise entwürdigend behandelt,

unbegründet.

Die kleinen Organproben werden

anschließend mikroskopisch untersucht,

weil manche Erkrankungen

schlecht mit dem bloßen Auge

(makroskopisch) erkennbar oder

voneinander unterscheidbar sind. So

können bei Betrachtung mit dem

bloßen Auge z.B. bestimmte Lungen -

entzündungen einem bösartigen Lungentumor

täuschend ähnlich sehen.

Im abschließenden Bericht des

Pathologen fließen die klinischen,

makroskopischen und mikroskopi -

schen Erkenntnisse zusammen und

ziehen somit ein Resümee über die

gesamte Krankengeschichte des Verstorbenen.

Grenzen der Autopsie

Wie jede Methode, unterliegen auch

die Erkenntnisse einer Autopsie

grundlegenden Beschränkungen. So

kann sie prinzipiell nur Veränderungen

erkennen, die den Aufbau und

Struktur von Organen, Geweben und

Zellen ändert. Störungen der Funktion

können allenfalls indirekt nach ge -

wiesen werden. So ist z.B. ein todbringender

Stimmritzenkrampf bei

der Obduktion nicht mehr nachweisbar,

weil sich nach dem Tod alle

Muskeln entspannen und sich der

Krampf löst. Auch sterben die meisten

Patienten heutzutage nach einer längeren,

teilweise intensivmedizinischen

Behandlung. Nicht selten sind hierdurch

die Spuren der auslösen den

Erkrankung gleichermaßen verwischt.

So kann z.B. eine Lungen entzündung

gar nicht mehr nachweisbar sein,

obwohl sie der ursprüng liche Grund

für die künstliche Beatmung war. Häufig

haben Patienten nicht nur eine,

sondern mehrere Erkrankungen (Multimorbidität),

sodass der Tod nicht auf

eine einzige Krankheit, sondern

vielmehr auf das Zusammenspiel

mehrerer, einander verstärkender

Ursachen zurückzuführen ist. Zudem

sind einige todbringende Krankheitserreger

so winzig, dass sie selbst im

Lichtmikroskop nicht zu sehen sind.

Daher kann beispielsweise eine

tödlich verlaufende virale Leberentzündung

(Hepatitis C) anhand der

typischen Krankheitskombination bei

der Autopsie nur vermutet werden.

Durch entsprechende Blutuntersuchungen

in einem mikrobiologischen

Labor kann die Erkrankung gesichert

werden. Weiterhin entziehen sich mit

wenigen Ausnahmen seelische

Erkrankungen fast immer einer Diagnose

durch die Autopsie.

Autopsie – warum und für wen?

Für die Ärzte

Zweifellos führen die an den St. Vincentius-Klinken

klinisch tätigen Ärzte

ihre Arbeit gewissenhaft und auf

hohem Niveau durch. So bestätigt die

Autopsie auch in den meisten Fällen

die gestellten Diagnosen und

bescheinigt, dass keine wesentlichen

Erkrankungen übersehen wurden.

Dieses unspektakulär anmutende

Ergebnis bekräftigt die Richtigkeit des

ärztlichen Handelns und legitimiert

die durchgeführten Therapien. Es

stellt somit ein wichtiges Instrument

der Qualitätssicherung dar. Ein Merkmal

hoher Qualität ist aber auch die

Überprüfbarkeit von Ergebnissen,

d.h. von Diagnosen. Unabhängig von

der jeweiligen Klinik ist seit Jahrzehnten

bekannt, dass bei ca. 15% der

Patienten die Obduktion einen Befund

erhebt, der zu Lebzeiten nicht be -

kannt war, aber für die Therapie oder

Überleben entscheidende Bedeutung

gehabt hätte. In weiteren 20%

besteht eine Diskrepanz zwischen

klinischer Hauptdiagnose und dem

Autopsieergebnis, ohne dass sich

daraus Konsequenzen für Therapie

oder Überleben ergeben. Die Diskre -

panz zwischen klinischen und autoptischen

Diagnosen kann zum einen

an der Art der Erkrankung selber

liegen: So wird, z.B. eine bakterielle

Herzklappenentzündung (Endokarditis)

wegen ihrer schleichenden Symptome

und Ähnlichkeit zu anderen

Erkrankungen häufig nicht zu Lebzei -

ten erkannt. Bei Erkrankungen der

Bauchspeicheldrüse ergeben sich

schon allein wegen der tiefen Organlage

diagnostische Schwie rigkeiten.

Die Treffsicherheit klinischer Diagnosen

hängt unter anderem auch von

der Dauer des Aufenthaltes im Kran -

kenhaus ab. Bei einem Patienten, der

längere Zeit stationär behandelt

wurde, können sehr viel mehr Untersuchungen

durchgeführt werden, als

bei einem Patienten, der kurze Zeit

nach der (Not-) Aufnahme verstirbt.

Das ärztliche Können wird zu einem

großen Teil durch die berufliche

Erfahrung geprägt, und nicht zuletzt

durch erlebte Unzulänglichkeiten, Versäumnisse

und Fehler. Wenn Autopsien

jedoch ausbleiben, fehlt diese

Säule des medizinischen Erkenntnisgewinns.

Ohne eine positive oder

auch negative Rückmeldung verspielt

man die Möglichkeit, aus Fehlern zu

lernen. In diesem Lichte wird es auch

verständlich, warum US-amerikani -

sche Kliniken die Lizenz zur Facharztausbildung

verlieren, wenn weniger

als 30 % der in diesem Haus Verstorbenen

obduziert werden. Ärztliche

Argumente gegen Obduktionen wie

„Bei dem Patienten ist doch alles

klar“ oder „Ich habe mit den lebenden

Patienten schon genug zu tun, für

die Toten habe ich schon gar keine

Zeit“ wirken da kurzgegriffen. Und so

es nicht verwunderlich, dass die Treffsicherheit

klinischer Diagnosen mit

der Anzahl der durchgeführten Autopsien

in einer Klinik steigt. Daher empfiehlt

auch die Bundesärztekammer

Vincenz Aktuell 59/10 21


mindestens 30% aller in einer Klinik

Verstorbenen zu obduzieren.

Für die Angehörigen

Der Verlust eines Angehörigen führt

bei den Hinterbliebenen nicht selten

zu Unsicherheit und Fragen, wenn

nicht sogar zum (unausgesprochenen)

Misstrauen gegenüber den Ärzten.

Eine Obduktion kann den Angehörigen

in sehr vielen Fällen Klarheit über

die Art und den Verlauf der Erkran -

kung und ggf. über ein Therapienansprechen

geben. Eine Obduktion

kann für Angehörige Klarheit bringen,

ob von ärztlicher Seite die richtigen

diagnostischen oder therapeuti -

schen Maßnahmen ergriffen wurden,

insbesondere wenn der Tod unerwartet

bzw. rasch eintrat. So kann

eine Obduktion für Ärzte und Angehörige

entlastend sein, indem sie

etwa eine symptomarme Erkrankung

aufdeckt, die zu einem schnell eintretenden

Tode führte. Als Beispiel sei

hier die vom Patienten häufig unbemerkte

Gerinnselbildung in den Beinvenen

(tiefe Beinvenenthrombose) mit

plötzlichem Tod durch Abschwemmung

in die Lungenarterien (Lungen -

embolie) genannt.

Aber eine Autopsie kann auch eine

Krankheit nachweisen, die für die

Hinterbliebenen direkte Bedeutung

hat, nämlich wenn es sich um eine

Erbkrankheit oder Erkrankung mit

erblicher Komponente handelt. So ist

die oben genannte Lungenembolie

manchmal Folge einer angeborenen

Gerinnungsstörung (Protein-S-Mangel).

Angehörige, die bislang symptomfrei

sind, können auf diese

Störung hin untersucht und vorbeugend

behandelt werden.

Sofort einzusehen ist die Bedeutung

für die Angehörigen auch bei

ansteckenden Erkrankungen mit sehr

unspezifischen Symptomen, wie etwa

bei der Tuberkulose, die manchmal

erst bei einer Obduktion entdeckt

werden, aber nicht schon zu

Lebzeiten bekannt waren.

Eine Autopsie kann klären, ob der

Tod einen Zusammenhang mit den

behandelten Leiden hat, oder auf

eine unabhängige Ursache zurückzuführen

ist. Daher wird beim Verdacht

auf das Vorliegen einer Berufserkrankung

von den Berufsgenossenschaften

eine versicherungsmedizini -

sche Autopsie angestrebt, damit

Angehörige ggf. eine Rente erhalten

können.

Vielleicht können diese Beispiele (von

denen es noch zahllose gibt) Angehörige,

die eine Autopsie mit dem

Hinweis ablehnen, dass der Verstor-

22

bene davon auch nicht wieder

lebendig würde, von der Sinnhaftig -

keit der Obduktion überzeugen.

Um etwaige Zweifel auszuräumen,

sei erwähnt, dass die obduzierenden

Pathologen ihre Befunde unabhängig

und vollständig erheben, d.h. es werden

selbstverständlich auch „unangenehme

Wahrheiten“ benannt.

Für die Gesellschaft

Dieser gute Grund Autopsien

durchzuführen, klingt zunächst

abstrakt und ohne Bezug zum Verstorbenen,

den Angehörigen oder behandelnden

Ärzten. Einige Beispiele

sollen dies erläutern: Hätte es in den

60er Jahren ein obduktionsgestütztes

Missbildungsregister gegeben, so

wären – wie entsprechende Berechnungen

später ergaben – die fatalen

Folgen der Anwendung von Contergan

um zwei Jahre früher entdeckt

worden und so zahlreichen Kindern

eine Behinderung erspart geblieben.

In den frühen achtziger Jahren fielen

US-amerikanischen Pathologen immer

häufiger Verstorbene mit ähnlichem,

bis dahin unbekanntem Krankheitsbild

auf. In der Folge wurde die

Immunschwäche AIDS entdeckt.

Oder: Bei Obduktionen wird bei vielen

älteren Männern Prostatakrebs

diagnostiziert, ohne dass hierdurch

irgendwelche Beschwerden beim

Patienten aufgetreten wären und ohne

dass der Tod hierdurch (mit-) verursacht

wäre. Es liegt auf der Hand,

dass diese Erkenntnisse einen direkten

Einfluss z.B. auf Früherkennungsoder

Behandlungsempfehlungen

haben.

Experten schätzen, dass die Diagnosen

auf etwa jedem zweiten Totenschein

unvollständig oder falsch sind.

Aber genau darauf beruhen die

Statis tiken, die die gesundheitspoliti -

schen Entscheidungen und Mittelver -

teilungen in unserem Land beeinflussen.

Somit kommt eine hohe Sektionsfrequenz

allen zukünftigen Patienten zu

gute.

Für das Krankenhaus

Die Autopsie ist ein seit langer Zeit

bewährtes Mittel des Qualitätsmanage -

ments, das sowohl ärztliche als auch

pflegerische Tätigkeit einbezieht. Im

Rahmen von Zertifizierungsverfahren

kann daher auch die Obduktionsfrequenz

einer Klinik beurteilt werden.

Durch die Autopsie aufgedeckte

Grundleiden und bedeutsame

Zusatzerkrankungen können bei der

DRG-Kodierung und Fallschwere -

ermittlung berücksichtigt werden.

Nicht zuletzt sind die St. Vincentius-

Kliniken als Akademisches Lehr -

krankenhaus an der Ausbildung von

Medizinstudenten im letzten Studienjahr

(„Praktisches Jahr“) beteiligt. Bei

keiner anderen Gelegenheit kann der

Lehrverpflichtung so umfassend wie

bei einer Autopsie nachgekommen

werden.

Häufig gestellte Fragen zur Autopsie

Kann ich meinen Angehörigen

danach noch mal sehen?

Ja, auch gegen eine Aufbahrung ist

nichts einzuwenden. Einem bekleideten

Leichnam, dessen Kopf auf einem

Kissen gebettet ist, sieht man nicht

an, dass eine Autopsie durchgeführt

wurde. Eine Autopsie ist niemals ein

verstümmelnder Eingriff.

Wie erfahre ich als Angehöriger das

Ergebnis der Obduktion?

Fragen zum Obduktionsbericht beantworten

am besten die Ärzte der

zuletzt behandelnden Abteilung. Auf

Anfrage versenden wir den Autopsiebericht

auch an den Hausarzt des

Verstorbenen, damit der Bericht den

Angehörigen angemessen erklärt werden

kann.

Kann ich als Angehöriger eine

Obduktion beauftragen?

Ja, insbesondere wenn ein Patient

zuhause verstirbt, können sich Angehörigen

– am besten über den Arzt,

der den Tod festgestellt hat – mit dem

Wunsch nach einer Autopsie an uns

wenden.

An wen kann ich mich mit Fragen zum

Thema Obduktion wenden?

Erste Ansprechpartner sind die Ärzte

der zuletzt behandelnden Abteilung.

Sollten hier Fragen offen bleiben,

kann man sich auch direkt an die

Pathologie wenden. Wir beantworten

Ihnen gerne offene Fragen.

PD Dr. Helene Geddert, Oberärztin

Institut für Pathologie an den

St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe

Vincenz Aktuell 59/10


Molekulare

Pathologie –

die Feinstruktur

von

Krankheit

In den letzten Jahren haben in der

Pathologie molekulare Methoden als

Routineverfahren zur Ergänzung und

Verfeinerung der üblichen morphologischen

Standardanalysen Einzug

gehalten. Die Molekularpathologie

hat ihre Anwendungen vor allem in

der Tumordiagnostik, wo neben einer

Hilfestellung zur eigentlichen Diagnose

einer bösartigen Erkrankung in

den letzten Jahren Mutationsanalysen

als Grundlage für eine innovative und

individuell angepasste Arzneitherapie

zunehmend eine Rolle spielen. Im

Institut für Pathologie an den St. Vincentius-Kliniken

sind in den letzten

Jahren eine Anzahl von Verfahren der

molekularen Diagnostik etabliert worden

und stehen den Pathologen und

klinisch tätigen Ärzten bei diagnostischen

Fragestellungen und Therapieentscheidungen

zur Verfügung

(Bild 1). Im einzelnen kommen folgende

Methoden zum Einsatz:

In-situ-Hybrisierung (ISH)

Bei der ISH macht man sich die

Eigenschaft der DNA, des Trägers

der genetischen Information in jeder

Körperzelle, zunutze, bei Ausbildung

eines Doppelstranges eine spezifische

Bindung zu einem Strang mit spiegelbildlicher

Basenfolge einzugehen. So

kann man mit einem entsprechend

künstlich hergestellten farbstoffmarkierten

DNA-Fragment eine bekannte

Basenabfolge auf der DNA im Kern

von Körperzellen in einem Gewebsschnitt

sichtbar machen. Wichtige

Anwendungen sind hier die Erkennung

einer Vervielfältigung von Genabschnitten

wie beispielsweise des

Her2neu-Gens in Zellen bestimmter

Arten von Brustkrebs. Das Gen

kodiert für den Rezeptor eines

Wachstumsfaktors in der Zellmembran

und kann durch Medikamente,

wie den humanisierten Antikörper

Herceptin, blockiert werden. Jedoch

profitieren nur Patienten von der The-

Bild 1: Ines Kreuscher (BTA) und PD Dr. Dimmler bei der Vorbereitung molekularpathologischer Analysen.

rapie, bei denen durch die vermehrte

Genkopienzahl der Rezeptor an der

Zelloberfläche vermehrt auftritt. Die

Zahl der Genkopien kann durch eine

ISH ermittelt werden. Da nur bei einer

erhöhten Zahl von Genkopien eine

Herceptin-Therapie wirksam ist, ist

diese Information ist für sowohl für

den behandelnden Arzt als auch für

die Patienten von entscheidender

Wichtigkeit.

Polymerase-Kettenreaktion (PCR)

Durch Verfahren, die DNA-Abschnitte

sehr stark vervielfältigen können, wie

Vincenz Aktuell 59/10 23


Bild 2: Mutationsanalyse bei zwei Patienten mit Dickdarmkarzinom: Der Nachweis einer Punktmutation im Exon 2 des k-ras

Gens im unteren Fall zeigt an, dass im Gegensatz zum oberen Fall eine Therapie mit Cetuximab keinen positiven Effekt hat.

die Polymerase-Kettenreaktion oder

PCR, können auch winzige Mengen

der Erbsubstanz untersucht werden. In

der PCR werden entlang eines DNA-

Stranges üblicherweise in mehreren

sich wiederholenden Zyklen Kopien

der vorliegenden Sequenz aus den

Bausteinen der DNA hergestellt. In

den Folgezyklen können nun auch

diese neu entstandenen DNA-Fragmente

als Vorlage für weitere Kopien

dienen, wodurch es zu einer exponentiellen

Vermehrung der Ausgangssequenz

kommt. Diese DNA wird

dann gereinigt und mit speziellen

Farbstoffen analysiert. Sie kann auch

für weiterführende anschlie ßende

Analysen wie die DNA-Sequenzierung

(s.u.) eingesetzt werden. Angewandt

werden PCR-Verfahren bei der

Diagnostik bestimmter maligner Lymphome,

um sie sicher von gutartigen

Lymphozyten-Infiltraten, wie sie beispielsweise

bei chronischen Entzündungen

auftreten, zu unterscheiden.

Eine PCR kann den Nachweis eines

einzigen Zellklons, also einer auf

Ebene der Erbsubstanz weitgehend

identischen Ansammlung von Zellen,

erbringen und so die morphologische

Diagnose unterstützen und sichern.

Eine PCR kann aber auch die Erbsubstanz

von Krankheitserregern (z.B.

des Tuberkuloseerregers) spezifisch

vervielfältigen und dadurch eine

24

bestimmte Infektion nachweisen. So

kann bei morphologischen Hinweisen

auf eine Erreger-bedingte Form der

Entzündung, diese molekularpathologische

Untersuchung einen wichtigen

Hinweis auf die Art des Erregers liefern.

DNA-Sequenzierung

In der Molekularpathologie werden

zudem Verfahren eingesetzt, die eine

genaue Analyse der DNA-Sequenz

ermöglichen. In neuen und sehr sensitiven

Verfahren kann der Einbau der

Bausteine bei einem Abschreibevorgang

entlang der DNA direkt beobachtet

und so die genaue DNA-

Sequenz erfasst werden (sog. Pyrosequenzierung).

Diese Sequenzanalysen

werden üblicherweise an der

Tumor-DNA durchgeführt, die aus

Gewebeschnitten isoliert wird. Damit

lassen sich der Verlust (sog. Deletion)

und Zugewinn (sog. Insertion) längerer

DNA-Ab schnitte sowie auch die

Veränderung eines einzigen DNA-

Bausteins (sog. Punktmutation, Bild 2)

nachweisen.

Bei bestimmten Krebserkrankungen,

wie einigen Formen des Dickdarmoder

Lungenkarzinoms, spielt die dauerhafte

Aktivierung von Signalwegen

in der Tumorzelle eine zentrale Rolle

in der Krebsentstehung. In jüngs ter

Zeit wurden Medikamente entwickelt,

die diese Signalwege spezifisch

blockieren können und solche Tumoren

in ihrem Wachstum hemmen können.

Die Wirksamkeit solcher Medikamente

hängt allerdings von Mutationen

des genetischen Materials in

der Tumorzelle ab. Wir als Pathologen

können durch eine Mutationsanalyse

mit einem Sequenzierverfahren

das Tumorgewebe untersuchen und

überprüfen, ob die Voraussetzung für

eine Wirksamkeit einer bestimmten

Therapie bei diesen Krebserkrankungen

vorliegt und dem behandelnden

Arzt eine wichtige Entscheidungshilfe

an die Hand geben.

Ausblick

Die Weiterentwicklung unseres

Faches erfordert von uns als Pathologen

gerade in der molekularen Diagnostik

einen stetigen Ausbau und

Etablierung neuer Verfahren. Daneben

muss eine Qualitätssicherung

durch regelmäßige Teilnahme an

Ringversuchen gewährleistet werden.

So ist das Institut für Pathologie an

den St. Vincentius-Kliniken in der

k-ras- und EGFR-Mutationsdiagnostik

als eines der ersten Institute in

Deutschland durch die Qualitätssicherungs-Initiative

Pathologie (QuIP) zertifiziert

worden. Die beschriebenen

Verfahren der molekularen Diagnostik

sind aufwändig, liefern jedoch unersetzliche

Informationen für eine zielgenaue

und moderne, individuell

angepasste Behandlung unserer

Patientinnen und Patienten und sind

damit ein fester Bestandteil unseres

diagnostischen Handwerkszeugs

geworden.

PD Dr. med. Arno Dimmler

Leitender Oberarzt

Institut für Pathologie

Vincenz Aktuell 59/10


Berufsziel

Pathologe

Wenn junge Menschen ein Medizinstudium

beginnen, ist ihre Hauptmotivation,

dem Menschen zu helfen. Mit

dem Fach Pathologie würden dies

spontan wohl eher die Wenigsten

verbinden, so stellt sich die Frage,

was bewegt einen angehenden Arzt

dazu, Pathologe zu werden?

Natürlich sind die Motive im Einzelnen

hier sicher unterschiedlich, doch

gibt es Beweggründe, die man bei

den meisten Pathologen wiederfinden

dürfte.

Was sicher alle Pathologen eint, ist

ihr Interesse an der Morphologie,

d.h. an den stofflichen Veränderungen

der erkrankten Organe. Pathologen

sind sehr visuell orientierte Menschen.

Sie wollen sehen, wie sich

Krankheit an einem bestimmten

Organ auswirkt. Die Pathologie ist in

dieser Hinsicht ein sehr konkretes

Fach. Der Pathologe begutachtet das

Gewebe: zunächst makroskopisch,

d.h. mit bloßem „unbewaffnetem“

Auge (Bild 1). Dann macht er sich ein

Bild von den feingeweblichen d.h.

histologischen Zusammenhängen,

indem er das Gewebe unter dem

Mikroskop betrachtet. Mit dieser

doch sehr einfachen Methode lässt

sich bereits ein Großteil aller Diagnosen

stellen. Und schon dieses

ebenso einfache wie effektive und

damit faszinierende Verfahren macht

einen der Reize des Faches aus.

Die histologische Untersuchung von

Gewebeproben übt mit Sicherheit auf

jeden Pathologen der Welt eine ungemeine

Begeisterung und Faszination

aus: Betrachtet man Gewebe unter

dem Mikroskop, taucht man in einen

Mikrokosmos aus Mustern und Strukturen

ein, die eine außerordentliche

Ästhetik besitzen. Die Vielfalt ist hier

nahezu unerschöpflich, und dies nicht

zuletzt, weil sich die Pathologie mit

fast allen Teilbereichen der Medizin

beschäftigt. Der Pathologe ist somit

im Grunde genommen ein echter

Generalist und Allgemeinmediziner.

Bild 1: Makroskopische Bearbeitung eines Operationspräparates in der Pathologie.

Gleichzeitig besitzt seine Tätigkeit

einen starken detektivischen Charakter:

Wie ein Kriminalist sammelt er

Spuren und Indizien, setzt sie zu

einem Gesamtbild zusammen und

gelangt damit letztlich zur Diagnose.

Gleichzeitig wird die Arbeit von

hoher Systematik geprägt: Der

Pathologe ordnet Krankheiten ein,

kategorisiert sie und erstellt z.B. Stadieneinteilungen

für Tumorerkrankungen,

die von hoher innerer Konsistenz

geprägt sind. Damit ist er in der

glücklichen Lage, für sich ein Grund -

bedürfnis sicher der meisten Menschen

erfüllen zu können, nämlich

Ungeordnetes in eine Ordnung zu

bringen.

Die Arbeit des Pathologen wird

landläufig gerne nach dem Motto „er

weiß alles, kommt aber stets zu spät“

beurteilt. Doch was wahrscheinlich

nur Wenige wissen, genau das

Gegenteil ist richtig: Der Pathologe

dient dem lebenden Patienten in

hohem Maße, denn ohne seine Diagnose

lässt sich in vielen Fällen keine

adäquate Therapie einleiten. Er wirkt

eben mehr im Verborgenen, dank -

bare Patienten bekommt er nicht zu

Gesicht. Er muss die Befriedigung an

seiner Arbeit, die sicher jeder Mensch

als Triebfeder benötigt, aus seiner

Tätigkeit selbst schöpfen und aus dem

Bewusstsein, einen wichtigen Beitrag

für die klinisch-praktische Medizin zu

leisten.

Ein großer Vorteil an der Arbeit des

Pathologen ist sicher, dass er sich

nicht mit überbordender Bürokratie

herumplagen muss. Er kann einen

Großteil seiner Zeit dazu verwenden,

das zu tun, warum er einmal Medizin

studiert hat, nämlich Medizin zu

betreiben und nicht seitenlange Formulare

und Anfragen durchzuarbeiten.

Nicht zuletzt gehören die Nächte und

Wochenenden ihm (und seiner Familie),

wenngleich nicht verschwiegen

werden soll, dass er einen nicht geringen

Teil seiner Freizeit mit einer be -

stimmten Tätigkeit verbringt: Lesen,

lesen, lesen. Denn das Feld ist weit

und die Materie fordert, dass man

sich stetig mit ihr befasst. Doch zum

Glück sind die meisten Pathologen

große Bücherfreunde und schon

alleine das Stöbern in reich und

schön bebilderten Fachbüchern ist für

sich genommen ein weiterer Reiz

dieses attraktiven Faches.

Dr. Daniela Dehoust, Dr. Lars Rüttinger,

Anette Koloska, Dominic Krause,

Assistenzärzte am Institut für Pathologie

der St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe

Vincenz Aktuell 59/10 25


Einführung

eines Qualitätsmanagementsystems

Am 20.04.2010 erhielt das Institut

für Pathologie an den St. Vincentius

Kliniken Karlsruhe die Zertifizierung

nach DIN EN 9001:2008.

Grundlage der Zertifizierung war das

QM-System (Qualitätsmanagement -

system), welches seit Herbst 2008

Schritt für Schritt im Institut eingeführt

wurde.

Was ist Qualitätsmanagement?

Laut Wikipedia:

„Qualitätsmanagement oder QM

bezeichnet alle organisierten Maßnahmen,

die der Verbesserung von Produkten,

Prozessen oder Leistungen jeglicher

Art dienen. Qualitätsmanagement

ist eine Kernaufgabe des Managements.

In Branchen wie der Luft- und

Raumfahrt, Medizintechnik, Gesundheitsversorgung,

Arznei- und Lebensmittelherstellung

ist das Qualitätsmanagementsystem

vorgeschrieben.“

Entscheidung für ein

Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement ist heutzutage

im Gesundheitswesen verpflichtend

vorgeschrieben und stellt eine große

Herausforderung dar. Es bietet aber

auch die Chance, sich darüber klar

zu werden, wo man steht, wohin man

will und wie man dort hin will.

Vor diesem Hintergrund konnten die

organisatorischen Strukturen überdacht

und eventuell angepasst werden.

Dies war natürlich auch eine

Möglichkeit, „liebgewonnene Ge -

wohnheiten“ zu hinterfragen. Darüber

hinaus musste man seine ganzen

Arbeitsabläufe strukturiert überprüfen

und dokumentieren. Letztendlich wurden

alle Abläufe und Vorgehensweisen

für jeden transparent und nachvollziehbar,

was z.B. das Einlernen

von neuen Kolleg(inn)en wesentlich

erleichtert. Zum Anderen wird durch

das QM die Rückverfolgbarkeit eines

Mitarbeiterinnen des Instituts für Pathologie beim Anfertigen der Gewebeschnitte am Mikrotom.

26

gesamten Prozesses, das heißt vom

Probeneingang bis zum Befundausgang

gewährleistet. Jeder Arbeitsschritt

wird nun lückenlos dokumentiert

und ist einem bestimmten Mitarbeiter

zuzuordnen. Bei Rückfragen ist

dadurch sofort der richtige Ansprechpartner

zu ermitteln.

Seine Vorgehensweise kann man

auch bei eventuellen Regressansprüchen

plausibel darlegen und zeigen,

dass immer nach denselben

Standards gearbeitet wird.

Man hat vor Einführung eines QM-

Systems schon gut gearbeitet. Nun

heißt es: Arbeite weiterhin gut, aber

schreibe es auf, arbeite nach den

Standards, wie du sie in deinen

Dokumenten hinterlegt hast, und verbessere

diese.

Wesentliche Schritte für den

Aufbau unseres QM-Systems

Ist-Analyse

Um zu wissen, wo wir standen, war

eine Ist-Analyse unabdingbar. Dabei

handelte es sich um eine objektive

Überprüfung des aktuellen Zustands.

Bei der Ist-Analyse war uns eine

externe Beraterin behilflich. Zwei

Tage verbrachte sie in unserem Institut

und nahm alle Abläufe unter die

Lupe. Äußerst vorteilhaft war es, dass

die Beraterin Erfahrungen mit Instituten

der Pathologie hatte und von

daher alle Situationen und eventuelle

kritischen Stellen gleich erkannte.

Nach zwei Tagen wurde uns ein

Maßnahmenkatalog vorgestellt, worin

dargestellt wurde, was für die erfolgreiche

Zertifizierung notwendig wäre

und welche Arbeiten noch umgesetzt

werden müssten. Der Zeitplan für die

Erstellung der Dokumente und allen

weiteren erforderlichen Maßnahmen

erstreckte sich über 12 bis 18

Monate.

QMB (Qualitätsmanagementbeauftragte)

PD Dr. Dimmler hatte schon im Vorfeld

die QMB-Ausbildung absolviert

und zusätzlich nahm ich an einer viertägigen

Fortbildung zur Qualitätsbeauftragten

für Pathologie teil. Diese

Fortbildung wurde vom Bundesverband

der Deutschen Pathologen speziell

für Mitarbeiter(innen) der Pathologie

organisiert. Der Fokus richtete

sich dadurch auf die speziellen

Bedürfnisse der Pathologie und somit

konnte die Zeit effizient für spezielle

Fragen genutzt werden. Neben Theo-

Vincenz Aktuell 59/10


ie über QM im Allgemeinen wurde

auch vermittelt, was z.B. die Unterschiede

zwischen Verfahrens-,

Arbeits-, und Prüfanweisungen sind;

unser täglich Brot als QMB.

Diese Fortbildung wurde mit einer

Prüfung abgeschlossen.

QM-Schulung

An einem Samstag wurde eine

gemeinsame Schulung zum Thema

QM für alle Mitarbeiter(innen) des

Instituts durch unsere externe Beraterin

durchgeführt. An diesem Tag wurden

auch alle Mitarbeiter(innen) als

interne Auditoren ausgebildet, sodass

wir auf einen großen Pool für die

internen Audits zurückgreifen konnten

und jeder denselben Wissensstand

hatte.

In einem Audit wird unabhängig und

systematisch eine Tätigkeit überprüft

und verglichen, ob die Realität mit

den Dokumenten übereinstimmt.

Schreibe auf, was du tust

In den folgenden Monaten wurden

viele Dokumente erstellt. Uns stand

ein Musterhandbuch vom Bundesverband

der Deutschen Pathologen zur

Verfügung, sodass wir eine Anleitung

zur Hand hatten und wussten, welche

Abläufe erfasst werden mussten.

Allerdings durften wir nicht der Versuchung

erliegen, die eigenen Vorgehensweisen

dem Musterhandbuch

anzupassen, sondern man musste sie

als Mustervorschläge sehen und für

die eigenen Bedürfnisse umarbeiten.

•Sämtliche Abläufe innerhalb des

Instituts, sowie die Verbindungen zu

anderen Instituten bzw. Bereichen

außerhalb des Institutes (z.B. Lieferanten)

wurden beschrieben und

jeweils die Fragestellungen Zweck,

Zuständigkeiten/Verantwortlichkeiten,

Verfahren/Vorgehensweise, Mitgeltende

Unterlagen beantwortet.

•Funktionsbeschreibungen und Organigramm

wurden auf den aktuellen

Stand gebracht.

•Schulungs- und Einarbeitungspläne

wurden z.T. neu erstellt.

•Die Rezepturhandbücher wurden

ergänzt und aktualisiert.

•Für die Rückverfolgbarkeit wurden

Mechanismen (z.B. durch Namenskürzel

oder auch durch Farbzuordnungen)

eingeführt, sodass jeder

Arbeitsschritt einem Mitarbeiter

zugeordnet werden kann.

Aufgabenverteilung

Alleine konnte man so eine Aufgabe

nicht bewältigen. Jeder musste mit

eingebunden werden, und der große

Berg an Arbeit (z.B. Erstellung einer

Arbeitsanweisung sowie deren Prüfung)

auf viele Schultern verteilt werden.

Dies reduzierte die Belastung

des Einzelnen und erhöhte so die

Akzeptanz innerhalb des Instituts.

Enorm wichtig war die Unterstützung

der Leitung, sei es die Klinikleitung

und/oder die Institutsleitung.

Leitbild des Instituts

für Pathologie

an den St. Vincentius-

Kliniken gAG Karlsruhe

Das Leitbild des Instituts für Pathologie

ergänzt das bereits bestehende

Leitbild der St. Vincentius-Kliniken

Karlsruhe gAG. Unser Handeln

beruht auf folgenden fünf gleichwertigen

Säulen:

Unsere Aufgabe

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht

der Patient. Wir gehen respektvoll

mit dem Untersuchungsgut um und

erstellen eine fachlich korrekte und

problemorientierte Diagnose. Die

Verantwortung für den Patienten

zeigt sich auch in der kompetenten,

vertrauensvollen und freundlichen

Zusammenarbeit mit unseren einsendenden

Kliniken und Arztpraxen.

Unsere Qualität

Wir sehen eine umfassende Ausbildung

und stete Fort- und Weiterbildung

aller Mitarbeiter als Qualitätsgrundlage

unserer Arbeit an. Wir

sind aufmerksam und offen für neue

Entwicklungen und nehmen aktiv an

diesen teil. Jeder Mitarbeiter trägt

selbstbewusst zur Qualität der

Arbeit bei. Alle wirken an einem

funktionellen und sicheren Arbeits -

umfeld mit.

Unser Arbeiten

Für uns resultiert effizientes Arbeiten

aus persönlicher Leistungsbereitschaft,

bestmöglichen Rahmenbedingungen

und klar definierten Aufgaben.

Wir beachten die Fähigkeiten

des Einzelnen. Wir arbeiten wirtschaftlich.

Dies schont individuelle

und ökologische Ressourcen.

Unser Miteinander

Wir arbeiten als Team vertrauensvoll

zusammen. Jeder einzelne ist

wichtig und wird unabhängig von

seiner Aufgabe und Rolle in die

Gemeinschaft integriert und wertgeschätzt.

Wir arbeiten hilfsbereit,

zuverlässig und tolerant miteinander.

Jeder übernimmt Verantwortung

für sich und den anderen.

Unsere Kommunikation

Wir reden respektvoll und ehrlich

miteinander. Wir sind offen für

sachliche und konstruktive Kritik.

Unser Führungsstil ist kooperativ.

Einmal getroffene Entscheidungen

werden begründet.

Vincenz Aktuell 59/10 27


Die Dokumentation wurde zwischendurch

durch unsere externe

Beraterin einer Prüfung unterzogen,

die notwendigen Ergänzungen und

Anpassungen wurden von uns eingearbeitet.

Zusätzliche Aspekte

Zu einem QM-System, insbesondere

zur Zertifizierung, gehören noch viele

weitere Faktoren.

So zum Beispiel:

•Arbeitssicherheit. Wir betrachteten

unsere ganzen Abläufe unter diesem

Aspekt und erstellten viele stoffbezogene

Betriebsanweisungen für

den sicheren Umgang mit unterschiedlichen

Chemikalien, die an

den entsprechenden Arbeitsplätzen

ausgehängt wurden, sodass jeder

sofort Zugriff darauf hat.

•Es wurde eine Sicherheitsbeauftragte

benannt, die in Zukunft in

Zusammenarbeit mit der Sicherheitsfachkraft

der St. Vincentius Kliniken

neue oder geänderte Anforderungen

des Gesetzgebers einbringen

wird.

•Ersthelfer wurden benannt und (die

nichtärztlichen) aus- bzw. weitergebildet.

•Jedes Jahr werden neue QM-Ziele

erarbeitet und ein Rückblick auf das

vergangene Jahr erstellt.

•Großen Stellenwert nimmt das Fehlermanagement

ein, um Schwachstellen

zu erkennen und zu beheben.

•Ergänzend zu dem Leitbild der

St. Vincentius-Kliniken entwickelten

wir im Institut gemeinsam ein Leitbild

(siehe nebenstehenden Kasten).

An einem Samstag trafen wir uns

mit einer externer Moderatorin und

erarbeiteten konzentriert ein ge -

meinsames Leitbild. Auch das

Bewusstsein, wofür man da ist und

was man tut, wurde gestärkt. Die

Beteiligung an der Veranstaltung

war groß und aus allen Bereichen

und Ebenen des Instituts waren Mitarbeiter(innen)

vertreten.

Zertifizierung

Am 16.03.2010 fand eine eintägige

Zertifizierungsbegehung durch ein

anerkanntes Zertifizierungsunternehmen

statt. Nach vorheriger Prüfung

der eingereichten Unterlagen wurde

28

bei vielen Abläufen geprüft, ob Dokumentation

und Realität übereinstimmen.

Das Prüfergebnis war sehr positiv

und eine Bestätigung für die

Arbeit, die über einen Zeitraum von

mehr als einem Jahr zusätzlich zur

normalen Routine getan wurde.

Tue, was du aufgeschrieben hast

Mit der Dokumentation war aber nur

der erste Schritt getan. Jedes Jahr

müssen und werden alle Abläufe,

sprich wirklich jedes Dokument und

davon haben wir mittlerweile mehr

als 220, intern auditiert. Die internen

Audits werden von den eigenen internen

Auditoren durchgeführt. Zusätzlich

gibt es einmal im Jahr ein externes

Audit, eine Rezertifizierung ist

nach drei Jahren notwendig.

Verbessere Dich

Ein wichtiger Aspekt eines QM-

Systems ist es, bestehende Abläufe

permanent auf Schwachstellen und

Verbesserungsmöglichkeiten zu untersuchen.

Die jährlich wiederkehrenden

internen Audits sowie das ständige

(positive) Hinterfragen aller Prozesse

führen zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess,

der Stärken

betont und Schwächen bekämpft.

QM ist also keine einmalige Aktion,

sondern ein Prozess, der von der aktiven

Mitgestaltung aller Beteiligten

lebt.

Fazit

Persönlich kann ich rückblickend

sagen, dass sich die Arbeit gelohnt

hat.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten,

kam das Projekt gut ins Rollen. Es

gab zu Anfang natürlich auch Ängste

einzelner Mitarbeiter(innen), aber

diese konnten in Gesprächen ausgeräumt

werden. Alle haben mitge-

wirkt und gemeinsam haben wir ein

großes Projekt gemeistert. Die zusätzlichen

Dokumentationen, wie z. B.

überall Namenskürzel, welche zu

Anfang schwer fielen, sind mittlerweile

in Fleisch und Blut übergegangen.

Allerdings sind einige Arbeitsschritte

jetzt zeitintensiver geworden,

aber dafür auch nachvollziehbarer.

Letztendlich sind unsere ganzen

Abläufe transparenter geworden und

für jeden einsichtbar. Stolz sein können

wir alle, dass wir im Gegensatz

zu vielen anderen Instituten fast alles

ohne externe Unterstützung geschafft

haben. Dies steigert die Identifikation

mit dem eigenen QM-System aus meiner

Sicht erheblich.

Ein gemeinsames Leitbild zu erstellen,

welches im QM Qualitätspolitik

genannt wird, fand ich spannend und

eine einmalige Chance an dem ge -

meinsamen Miteinander mitzuwirken.

Darüber hinaus finde ich einen jährlichen

Rückblick, in Bezug auf Fehler -

management, erreichte Ziele, Arbeitssicherheit,

Abschneiden der internen

Audits usw. für meine eigene Arbeit

sehr motivierend.

Beate Pramschüfer (MTLA)

Qualitätsmanagementbeauftragte

des Instituts für Pathologie

Vincenz Aktuell 59/10


www.woche-des-sehens.de

Veranstaltungsort:

St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe, Steinhäuserstr. 18

Seminarraum Untergeschoß

Eintritt frei

Partner der Veranstaltung: Mit freundlicher Unterstützung:

Woche des Sehens

08.10.2010 – 15.10.2010



St. Vincentius-Kliniken

Karlsruhe gAG

Augenklinik

Themenabende – Augen im Blickpunkt

Freitag, 08.10.2010, 17.00 Uhr:

Wenn die Augen schwächer werden ...

Makuladegeneration - Das diabetische Auge

Montag, 11.10.2010, 17.00 Uhr:

Katarakt (Der graue Star): Gute Sicht durch „neue intelligente“ Linsen

Dienstag, 12.10.2010, 17.00 Uhr:

Wenn der Augeninnendruck steigt - der grüne Star (Glaukom)

Mittwoch, 13.10.2010, 17.00 Uhr:

Sehen ohne Brille – Laser und intraokulare Linsen in der refraktiven Chirurgie

Donnerstag, 14.10.2010, 17.00 Uhr:

Besser sehen und besser aussehen – Plastisch-ästhetische Operationen und

alternative Therapieverfahren im Lidbereich

Referenten: Mitarbeiter der Augenklinik

Info-Stände und Beratung:

Operationsteam der Augenklinik

Selbsthilfegruppen, Mobilitätstrainer,

optische Hilfsmittel

Weitere Info: www.vincentius-kliniken.de

Vincenz Aktuell 59/10 29


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Vincenz Aktuell 59/10 33

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Vincenz Aktuell 59/10

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Vincenz Aktuell 59/10 35

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Orthopädische

Entwicklungshilfe

in Tansania

und Uganda

Im Juni 2009 und 2010 nutzte ich

einen Teil meines Urlaubs zu OP-Einsätzen

im Ausland und reiste gemeinsam

mit Prof. Peter Griss, dem ehemaligen

Ordinarius für Orthopädie

an der Philipps-Universität Marburg

und aktuellen Leiter der AGOUE

(Arbeitsgemeinschaft Orthopädie und

Unfallchirurgie in Entwicklungsländern),

zu jeweils dreiwöchigen

Arbeitseinsätzen nach Ostafrika.

2009 war der Einsatzort das

„CCBRT-Disability Hospital“ (Comprehensive

Community Based Rehabilitation

in Tanzania) in Dar es Salaam,

der größten Stadt Tansanias, am

indischen Ozean.

Dieses Jahr operierte ich in Kampala,

der Hauptstadt Ugandas, am Nord -

ufer des Victoriasees in der von CBM

(Christian Blind Mission – Christoffel

Blindenmission) gebauten und im letzten

Jahr neu eröffneten Klinik

„CoRSU“ (Comprehensive Rehabilitation

Services in Uganda).

Beide Kliniken werden überwiegend

durch CBM finanziert und behandeln

in erster Linie Kinder mit unterschiedlichen

Erkrankungen des Bewegungsapparates.

CBM hilft derzeit in mehr als 100

Ländern in Asien, Afrika, Latein -

amerika sowie Osteuropa und fördert

dort rund 1000 Hilfsprojekte.

36

In beiden Kliniken sind auch Abteilungen

für Plastische Chirurgie etabliert,

die vor allem gespaltene Lippen und

Gaumen, sog. „Clefts“ und funktionsbehindernde

Vernarbungen nach den

häufig vorkommenden Verbrennungen

behandeln.

Im CCBRT ist zusätzlich eine große

Augenklinik untergebracht.

Der Großteil der orthopädischen

Behandlungen besteht aus Korrekturen

von z.T. ausgeprägten Achsdeformitäten

der Beine, die durch Mangelernährung,

Vit. D- und Kalziummangel,

Stoffwechselerkrankungen,

Sichelzellanämien mit konsekutiven

Knochennekrosen, durch Knochen -

entzündungen (Osteomyelitiden),

nicht oder schlecht behandelte

Knochenbrüche, oder durch Anomalien

der Wachstumsfugen entstanden

sind.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die

opera tive und konservative Behandlung

der häufig auftretenden und

nach der Geburt oft nicht behandelten

und entsprechend schwerwiegend

deformierten Klumpfüße.

Ein unnötiges, jedoch leider ebenfalls

oft gesehenes Krankheitsbild sind die

sog. PIP`s (post injection paralysis),

Lähmungen, verursacht durch malaria -

bedingte gluteale Chinininjektionen,

die den Ischiasnerv geschädigt

haben. Die Behandlung besteht

sowohl operativ in Muskel- und

Sehnentransfer-Operationen, als auch

in der orthetischen Versorgung mit

Schienen und anderen Hilfsmitteln.

Die Behandlung der Kinder erfolgt

meist kostenlos. Um die stete

finanzielle Unterversorgung zu

verbessern haben beide Kliniken

begonnen, in zunächst sehr geringem

Umfang erwachsene Patienten, die

an Hüft- oder Kniegelenksarthrosen

leiden und die finanziell in der Lage

sind die Kosten selbst zu tragen, mit

Vor OP Nach OP

Vor Während Nach der Behandlung

Vincenz Aktuell 59/10


künstlichen Gelenken zu versorgen.

Allerdings verfügen beide Kliniken

insoweit nur über wenig oder keine

Erfahrung und sind daher auf die

Unterstützung durch in der Endoprothetik

erfahrene Operateure

angewiesen.

Vor Nach OP und Gipsbehandlung „Denis-Browne-Schiene“

kostengünstiger afrikanischer Eigenbau

technischen Niveau in der hierfür

größten Referenzklinik der Region

nach aktuellen Standards praktiziert

wird.

Für die großzügige Unterstützung des

Aufenthaltes unseres afrikanischen

Gastes und für die partielle Freistellung

für meinen Uganda-Einsatz sei

Herrn Verwaltungsdirektor Möhlmann

und dem Direktor der Orthopädi -

schen Klinik, Herrn Prof. Dr. Schuler,

an dieser Stelle herzlich gedankt.

Die weitere Unterstützung Dr. Mwa -

kalukwas im Rahmen zukünftiger

zwei- bis dreiwöchiger OP-Einsätze

im CCBRT ist geplant.

Die Arbeit in afrikanischen OP`s

unterscheidet sich z.T erheblich von

der in unserem Haus.

Klinik gewöhnt bin. Mit diesen Dingen

vor Ort entsprechend sensibel

umzugehen, gehört mit zu den

wichtigsten Voraussetzungen, um in

einem afrikanischen OP mit afrikani -

schen Mitarbeitern erfolgreich ar -

beiten zu können. Die oft schwierige

Arbeit wird durch die Reaktionen der

freund lichen und äußerst dankbaren

Patienten jedoch reich entlohnt und

fällt damit leicht.

Bei meinen beiden OP-Einsätzen

habe ich gut organisierte Krankenhäuser

mit sehr engagierten Teams,

die mich ausgesprochen herzlich

aufgenommen haben, kennen gelernt.

Durch die Tätigkeit in Afrika habe ich

in vielerlei Hinsicht dazu gelernt und

profitiere sowohl bei meiner Arbeit,

als auch außerhalb der Klinik nachhaltig

von dieser Zeit, u.a. indem ich

Einiges aus einem anderen Blickwinkel

betrachte und Manches nun

anders einordne und werte als vor

meiner Zeit in afrikanischen Krankenhäusern

mit afrikanischen Patienten

und Kollegen.

Während des diesjährigen Einsatzes

in Kampala versorgte ich z.B. den

ehemaligen Botschafter Ugandas in

Bonn mit einer Kniegelenks-Total-

Endoprothese, für die der Patient vor

der Operation ca. 5.000$ bei Die z.T. schon lange genutzten und

CoRSU zahlen musste.

nicht in jeder Variation zur Verfügung

stehenden Instrumente erfordern gele-

Im Mai diesen Jahres hospitierte Dr. gentlich deutlich mehr Geduld und

Luijisio Mwakalukwa, der leitende Improvisation als in Deutschland

Arzt der Orthopädischen Klinik des vorstellbar. Auch die Aufmerksamkeit

CCBRT, mit dem ich im vergangenen gegenüber der bei uns üblichen und

Jahr in Dar zusammengearbeitet in der Endoprothetik besonders Dr. Erich Feltes

hatte, vier Wochen in unserer Klinik, wichtigen Sterilität ist in afrikanischen Oberarzt Orthopädische Klinik

um einen Eindruck zu gewinnen, wie OP`s häufig nicht in dem Maße

moderner Gelenkersatz auf höchstem

vorhanden, wie ich es aus unserer Bilder: Copyright CBM

Vincenz Aktuell 59/10 37


Verleihung des Verdienstkreuzes

am Bande des Verdienstordens

der Bundesrepublik Deutschland

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde

wurde am Freitag, dem 20. August

2010 dem Aufsichtsratsvorsitzenden

der St. Vincentius-Kliniken, Herrn Paul

W. Mondorf, durch Herrn Regierungs -

präsidenten Dr. Rudolf Kühner das

Verdienstkreuz am Bande des Ver -

dienstordens der Bundesrepublik

Deutschland überreicht. Auf Vor -

schlag von Herrn Ministerpräsident

a. D. Günther H. Oettinger hat der

ehemalige Bundespräsident Herr Prof.

Dr. Horst Köhler Herrn Paul W. Mondorf

das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes

wurden die he -

rausragenden ehrenamtlichen Leistungen

von Herrn Paul W. Mondorf für

die St. Vincentius-Kliniken gAG Karls -

ruhe aber auch für den Kolpingverein

Karlsruhe gewürdigt. Herr Mondorf

ist seit Juli 2000 Mitglied des Aufsichtsrates

der St. Vincentius-Kliniken,

wurde im Jahre 2001 deren stell -

vertretender Aufsichtsratsvorsitzender

und ist seit dem Jahre 2005 Aufsichts -

ratsvorsitzender.

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Alle

Jahre

wie -

der ...

... so könnte

man den Tag

der offenen

Tür in der

St. Marien-Klinik

umschreiben.

Am 12. Juni haben

wir wieder unsere

Türen geöffnet und

mehr als 500 Besucher

sind unserer Einladung gefolgt

und haben sich über das umfang -

reiche Leistungsspektrum der

St. Marien-Klinik informiert.

Vorträge zu den Themenbereichen

Pränataldiagnostik, praktische Tipps

aus der traditionellen chinesischen

Medizin, Brustkrebs, Hormontherapie

und Harninkontinenz waren dabei

ebenso gefragt wie die Besichtigung

der Gebärräume, Operationssäle,

Ambulanzen und Stationen.

Rückbildung und

Säuglingspflege

sowie die Informationen

zum Thema

Stillen, Homöo pathie,

Akupunktur und Aromatherapie.

Ein besonderes

„Highlight“ waren

auch in diesem Jahr

wieder die Übungen und

Vorführungen am OP-Phantom.

Zahlreiche Stände informier -

ten über die Tätigkeit der verschiedenen

Berufs gruppen, das

Ausbildungs an gebot der Schule

für Pflegeberufe und der Hebammenschule

Karlsruhe und die Aufgaben

und Tätigkeitsfelder der

Christlichen Krankenhaushilfe (CKH).

Für die Kinder war auch in diesem

Jahr wieder ein abwechslungsreiches

Rahmenprogramm geboten: So konnte

ein „Wickeldiplom“ erworben

werden, es gab eine Vorlese- und

Bastelecke – das Kinderschminken

nicht zu vergessen. Für das leibliche

Wohl wurde durch unsere Küche

bestens gesorgt.

An dieser Stelle gilt unser besonderer

Dank allen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern der Klinik und selbstverständlich

auch den beteiligten

Abteilungen Haustechnik, Küche,

Fotodokumentation und Fa. ERS-Reinigungsservice.

Michael Halbgewachs

Pflegedirektor, Betriebsleiter

Regen Zuspruch fanden auch die

praktischen Vorführungen wie 4D-

Ultraschall, Geburtsvorbereitung,

42 Vincenz Aktuell 59/10


Vincenz Aktuell 59/10

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Vincenz Aktuell 59/10


VINCENZ –

Generationszuwachs am

Tag der offenen Tür

Am 12. Juni während der Veranstaltung

zum „Tag der offenen Tür“ der

Frauenklinik der St. Vincentius-Kliniken,

bekam die „Vincenzfamilie“ in

der Marienklinik weiblichen

Zuwachs.

Sr. Monika Schönberger, seit fast 40

Jahren Krankenschwester in der Chi -

rurgie, bekam ihr erstes Enkelkind –

während sie „nichtsahnend“ an den

angebotenen Veranstaltungen und

Besichtigungen der Marienklinik am

Tag der offenen Tür“ teilnahm.

Bereits seit Generationen kommen die

Kinder der Familie Fröhlich/ Schönberger

im Vincenz zur Welt. Nicht

nur Sr. Monika selbst, sondern ihr

Sohn (der jetzige Papa), die Eltern,

ihre Geschwister, Neffe und Nichte

kamen im Vincenz auf die Welt.

Die erste Enkeltochter Larissa Schönberger

erblickte am 12.06. um

12.04 Uhr das Licht des Vincenz und

der Welt. Mit den Traummaßen von

52 cm und 3140 g erfüllte sie die

Idealvorstellung ihrer Eltern und Großeltern.

Wir wünschen der jungen Familie

Schönberger und den glücklichen

Großeltern für die gemeinsame Zu -

kunft mit der kleinen Larissa viel Freu -

de und viel Glück sowie alles Gute.

Gabriela Merker

Pflegedirektorin,

Klinikum Steinhäuserstr.

Vincenz Aktuell 59/10 45


Lach dich

gesund

Amerikanische Gesetze

„Die spinnen, die Römer!“, ist ein Standardsatz

von Asterix und Obelix.

Doch auch heute noch gibt es Rege -

lungen und Gesetze, die sehr unge -

wöhnlich sind. Diese Sammlung ame -

rikanischer Gesetze macht dies deutlich:

USA

Am 16. Juli 1969 wurde das „Gesetz

über den Kontakt mit Außerirdischen“

erlassen: Es verbietet allen US-Bürgern

den Kontakt mit Außerirdischen oder

deren Fortbewegungsmitteln. Verstöße

gegen das Gesetz können mit einer

Geldstrafe in Höhe von 5.000 $ oder

bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft

werden.

Alabama

Es ist Autofahrern verboten, während

der Fahrt eine Augenbinde zu tragen.

Männern ist es gesetzlich verboten, in

Anwesenheit von Frauen auf den

Boden zu spucken.

Alaska

Es ist illegal, von einem Flugzeug aus

auf einen Elch herabzuschauen.

Arkansas

Es ist illegal, den Namen des Staates

Arkansas falsch auszusprechen.

Es ist dem Arkansas River gesetzlich

verboten, höher als bis zur Brücke der

Hauptstraße in Little Rock zu steigen.

In Little Rock kann flirten auf offener

Straße zu einer 30-tägigen Haftstrafe

führen.

Arizona

In Tucson ist es Frauen verboten, Unterhosen

zu tragen.

Die Jagd auf Kamele ist im ganzen

Staat verboten.

Piloten dürfen während des Fluges

nicht gurgeln.

In Glendale darf man mit einem Auto

nicht rückwärts fahren.

In Nogales ist es verboten, in der

Öffentlichkeit Hosenträger zu tragen.

Colorado

In Denver darf ein Hundefänger nur

dann seinem Handwerk nachgehen,

wenn er die Hunde durch Plakatanschläge

in öffentlichen Parks ausdrücklich

auf die drohende Gefahr

hingewiesen hat.

Florida

Frauen, die beim Friseur unter der

Trockenhaube einschlafen, erhalten

einen Strafzettel.

Unverheiratete Frauen dürfen sonn tags

nicht mit dem Fallschirm abspringen.

Georgia

In Georgia ist es nicht erlaubt, einem

Gottesdienst ohne ein geladenes

Gewehr beizuwohnen.

Während eines Picknicks dürfen keine

Feuerwaffen benutzt werden.

Idaho

Es ist ausdrücklich verboten, Forellen

zu fischen, während man auf einer

Giraffe sitzt.

Illinois

In Urbana ist es Monstern verboten,

das Stadtgebiet zu betreten.

In Chicago darf man Alkohol nicht im

Stehen trinken.

Eine Frau mit mehr als 90 Kilogramm

Körpergewicht darf nicht in Shorts

reiten.

Indiana

In Spades ist es verboten, Konservendosen

aufzuschießen, wenn man den

Büchsenöffner vergessen hat.

Iowa

Es ist verboten, für ein Konzert eines

einarmigen Pianisten Eintritt zu verlangen.

In Fort Madison muss die Feuerwehr

gesetzlich erst 15 Minuten die Brandbekämpfung

üben, bis sie zu einem

Einsatz ausrücken darf.

Kalifornien

Tiere dürfen sich in Kalifornien nur

dann paaren, wenn sie mehr als

1.500 Fuß von der nächsten Kneipe,

Schule oder Kirche entfernt sind.

Mit einer Geldstrafe von bis zu 50 Dollar

wird bestraft, wer innerhalb der

Stadtgrenzen von Chico einen Nuklearsprengkörper

(Atombombe) zur

Detonation bringt.

Auf den Friedhöfen darf kein Gemüse

angepflanzt werden.

Es ist gesetzlich verboten, eine

Schnecke, ein Faultier oder einen Elefanten

als Haustier zu halten.

Autobesitzern in San Francisco ist es

strengstens verboten, ihr Fahrzeug mit

gebrauchter Unterwäsche zu polieren.

Wer eine Mausefalle aufstellen will,

benötigt eine Jagdlizenz.

Kentucky

Nur Frauen, die mit einem Knüppel

bewaffnet sind oder von zwei

Polizeibeamten begleitet werden, dürfen

sich im Badeanzug einem Highway

nähern.

Bruder Klaus Schäfer,

Klinikseelsorger

Glosse

aus dem Krankenhaus

„So, jetzt nehmen wir unsere Tablette – und dann

werden wir schön schlafen!“

„Warum nehmen wir denn die Tablette?“

„Das sagte ich doch eben – damit wir schön schlafen!“

„Ja, ist das denn erlaubt?“

„Was soll denn daran nicht erlaubt sein?“

„Ja, dass Sie jetzt ins Bett gehen!“

„Ich gehe doch jetzt nicht ins Bett. Ich habe

Nachtdienst!“

„Um Gottes willen, dann können Sie doch keine

Tablette nehmen!“

„Wie kommen Sie denn darauf, dass ich eine

Tablette nehmen will?“

„Nein, nicht eine ganze, aber Sie wollen doch die

Hälfte von meiner und dann wollten wir schön

schlafen!“

„Sagen Sie, ist Ihnen nicht gut? Haben Sie Fieber?“

„Mir ist gut! Aber Sie sind doch hier reingekommen

und haben gesagt, dass wir jetzt unsere

Tablette nehmen wollen. Ich hätte Ihnen ja auch

die Hälfte der Tablette abgegeben. Aber Sie

haben ja Nachtdienst!“

„Das haben Sie vollkommen falsch verstanden!“

„Haben Sie denn keinen Nachtdienst?“

„Natürlich habe ich Nachtdienst. Deshalb bringe

ich ja die Tabletten!“

„Kriegen Sie das nicht ein bisschen durcheinander?“

„Ich kriege überhaupt nichts durcheinander! Wir

nehmen jetzt die Tabletten, und dann machen wir

das Licht aus!“

„Nein, bitte nicht, Schwester, erstens haben Sie

Nachtdienst, und zweitens kann jemand reinkommen?“

„Ich glaube, wir müssen doch mal Fieber messen!“

„Ja, Sie zuerst!“

„Wieso ich?“

„Ja, also, zuerst messen Sie Fieber und dann ich!“

„Warum denn ich?“

„Weil ich weiß, dass ich keins habe!“

„Dann wollen wir mal den Puls fühlen!“

„Gegenseitig?“

„Wenn Sie nicht vernünftig werden, müssen wir

den Professor rufen!“

„Ich rufe nicht mit!“

„Nehmen Sie jetzt eine Tablette oder nicht?“

„Wollen Sie denn nichts mehr abhaben?“

„Ich will, dass Sie jetzt die Tablette nehmen, dass

Sie nichts mehr fragen, dass Sie sich schön ausstrecken,

sich gut zudecken und dann lange und

tief schlafen. So, und nun wünsche ich Ihnen eine

recht gute Nacht!“

„Danke Schwester, dass ist wirklich sehr lieb von

Ihnen!“

„Ist doch selbstverständlich – wo wir morgen operiert

werden!“

Thomas Klie

Lehrbuch Altenpflege: Das Recht der Pflege alter Menschen,

6. überarb. Aufll., Hannover 1997

46 Vincenz Aktuell 59/10


Fortbildungen

Die Klinik für Anaesthesie und Operative

Intensivmedizin – Direktor:

Prof. Dr. J. Biscoping bietet jeweils

montags, 16.20 Uhr, Seminarraum

Steinhäuserstr. 18, folgende Fortbildungsveranstaltungen

an:

04.10.10 Postoperatives Delir

und kognitives Defizit

Referent: P. Hohnhold-Blum

18.10.10 Lungenschonende

Beatmung

Referent: A. Teufel

08.11.10 Hat die rückenmark -

nahe Regional -

anaesthesie die

Geburtshilfe sicherer

gemacht?

Referent: Prof. Dr. Bremerich

22.11.10 Therapie der akut

dekompensierten

Herzinsuffizienz

Referent: Dr. Th. Pelchen

06.12.10 Inhalt und Grenzen

der Aufklärung

Referent: Dr. F. Wagner

20.12.10 Der Lokalanaesthesie-

Zwischenfall

Referent: Prof. Dr. J. Biscoping

Zu diesen Veranstaltungen sind

auch alle Schwestern und Pfleger

der Klinik herzlich eingeladen.

Auskunft über das Sekretariat

Prof. Dr. J. Biscoping,

Tel. 0721/8108-2119

Vincenz Aktuell 59/10

Priv.-Doz. Dr. J. Claßen, Direktor

der Klinik für Strahlentherapie und

Radiologische Onkologie, gibt folgende

Fortbildungsveranstaltungen

bekannt:

Jeden Donnerstag von

7.30 Uhr – 8.15 Uhr

im Demonstrationsraum

Strahlenklinik,

Steinhäuserstr. 18

Themen: Aus dem Gebiet der

Radioonkologie und

Onkologie

Die Veranstaltungen sind

jeweils mit einem CME-

Punkt zertifiziert.

Auskunft über das jeweils

aktuelle Thema erteilt das

Sekretariat Dr. J. Claßen

unter Tel.-Nr.0721/8108-5151

Prof. Dr. G. Faller, Direktor des

Pathologischen Institutes, gibt folgende

Fortbildungsveranstaltung

bekannt:

Dienstag, 07.12.2010,

16.30 Uhr im Seminarraum

der Pneumologie, Südendstraße

32

Klinisch Pathologische Konferenz

Auskunft erteilt das

Sekretariat Prof. Dr. Faller,

Tel.: 0721 / 8108-3022

Prof. Dr. B.-D. Gonska, Chefarzt

der Abt. 3 der Medizinischen

Klinik, Kardiologie, Angiologie,

Intensivmedizin, gibt folgende Fortbildungen

bekannt:

06.10.2010, 18.00 Uhr,

Seminarraum St. Vincentius-Kliniken,

Südendstr. 32

Myokarditis und dilatative

Kardiomyopathie

Referent: Prof. Dr. Heinz-Peter

Schultheiss, Berlin

Zertifizierung: 1 Punkt

08.12.2010, 18.00 Uhr,

Seminarraum St. Vincentius-Kliniken,Steinhäuserstr.

18

Die unterschätzte Herzkrankheit:

Amyloidose,

Thesaurismose

Diagnostik und Therapie

Referent: Prof. Dr. Wolfgang Rottbauer,

Ulm

Zertifizierung: 1 Punkt

Auskunft erteilt das

Sekretariat Prof. Dr.

Gonska, 0721 / 8108-3172

Prof. Dr. E. Kiffner, Direktor der

Chirurgischen Klinik Abt. 1,

Allgemein-, Viszeral- und Gefäß -

chi rurgie, gibt folgende Fortbildungen

im Seminarraum der Chirurgie

von 8.00 Uhr bis 8.20 Uhr

bekannt:

47


Oktober 2010

Barret - Karzinom

Referentin: Dr. Bauer

Gastrointestinale Blutung –

Diagnostik und Therapie

Referentin: Dr. Nagel

November 2010

OP – Therapie der Nahtinsuffizienz

Referent: OA Dr. Götschin

Auskünfte erteilt das

Sekretariat Prof. Dr. Kiffner,

Tel 0721/8108-3642

Prof. Dr. E. Siegel, Chefarzt der

Abt. 1 der Medizinischen Klinik,

Endokrinologie, Gastroenterologie

und Stoffwechsel, gibt folgende

hausinterne Fortbildung bekannt:

Mittwoch, 24.11.2010

15.00 - 19.30 Uhr

Karlsruher Schilddrüsen-

Kurs

an den St.-Vincentius-Kliniken gAG,

Südenstr. 32, 76137 Karlsruhe

Praxisorientiertes Kompaktseminar

für niedergelassene Kollegen,

Krankenhausärzte und Studenten

im Praktischen Jahr.

Es umfasst alle wesentlichen

Aspekte der Therapie von Schildrüsen-Erkrankungen.

Begrenzte Teilnehmerzahl

Kursgebühren: € 30,--,

PJ-Studenten frei

Referenten: Prof. Dr. E. Siegel,

OA Dr.

P. Matheiowetz,

OA

Dr. F. Flohr,

Dr. Spital,

Hormonzentrum

Karlsruhe

Auskunft und Programm

im Detail über Sekretariat

Prof. Dr. med. E. Siegel,

Tel. 0721/8108-3643,

Fax: 0721/8108-3609

48

Den Studierenden der Medizin

(PJ-Studenten) werden Seminarunterrichtstermine

angeboten jeweils

dienstags von 16.15 – 17.45 Uhr

und finden im Seminarraum 3

(Pneumologie), Südendstr. 32 statt

bzw. die Termine der Anästhesie,

Augen, HNO, Orthopädie im

Seminarraum Steinhäuserstraße 18

und der Pathologie im Seminarraum

3. OG, Südendstr. 37

(sofern nichts anderes vermerkt).

05. Okt. 10 Gynäk./Geburt

CA Dr. Tomé

12. Okt. 10 Unfall-/Handchirurgie

OA Dr. Kalt

19. Okt. 10 Kardiologie

OA Dr. Grosse

Goldene Ehrennadel des

BV für Hubertus Kempfer

Am Freitag, dem 9. Juli 2010 fand in

den St. Vincentius-Kliniken in Karlsruhe

ein Stimmseminar des Bezirksvereines

der Kehlkopfoperierten Karlsruhe

e.V. statt. Dieses Treffen nahm

man zum Anlass, dem früheren Vorsitzenden

des Bezirksvereines, Herr

Hubertus Kempfer, im Rahmen einer

Feierstunde die Goldene Ehrennadel

des Bundesverbandes für besondere

Verdienste zu verleihen. Die Initiative

für diese Verleihung ging vom jetzigen

Vorsitzenden des Bezirksvereines,

Herrn Bohn, aus.

26. Okt. 10 Augen

Prof. Dr. Lieb/

OA Dr. Alivertis

02. Nov. 10 Pathologie

Prof. Dr. Faller

09. Nov. 10 HNO

Prof. Dr. Mertens

16. Nov. 10 Anaesthesie

OA Dr. Pelchen

23. Nov. 10 Strahlentherapie

OA Dr. Gauss

30. Nov. 10 Orthopädie

OA Dr. Malzer

07. Dez. 10 Gynäk./Geburt

CA Dr. Tomé

14. Dez. 10 Gastro/Endokr.

OA Dr.

Matheiowetz

Vizepräsident Klaus-Peter Binkert hielt

die Laudatio. Er würdigte die lang -

jährige Arbeit, den unermüdlichen

Einsatz und das ehrenamtliche Engagement

von Hubertus Kempfer. Seine

Bemühungen reichten über den Verein

und die Landesgrenze hinaus bis

nach Split in Kroatien, wohin er Hilfsmittellieferungen

organisierte.

K.-P. Binkert überreichte Hubertus

Kempfer die Ehrennadel mit Urkunde

und dankte auch Frau Kempfer mit

einem Blumengebinde für Ihre Unterstützung.

Klaus-Peter Binkert, Vizepräsident

Bezirksverein der Kehlkopfoperierten

Sitz Bonn

Vincenz Aktuell 59/10


15 Jahre Brücken -

schwestern des OSP

Als vor 15 Jahren die Arbeit mit drei

Brückenschwestern begonnen hat,

war es Pionier- und Aufbauarbeit.

Vorstellungstermine auf Stationen im

Krankenhaus, bei niedergelassenen

Ärzten, bei Sozialstationen und

Pflegediensten waren an der Tages -

ordnung.

Die übergeordnete Vorgabe war es,

zu ermöglichen, dass Tumorpatienten

schnell entlassen werden und ihre letzte

Lebenszeit beschwerdereduziert

daheim erleben konnten. Zu oft hatte

man in der Vergangenheit erlebt,

dass Schwerkranke im Rettungswagen

oder in der Notaufnahme verstorben

sind – eine zutiefst unwürdige

Situation, die es nach Möglichkeit zu

vermeiden galt. Für alle Beteiligten

war es erstrebenswert, eine Wieder -

einweisung ins Krankenhaus zu verhindern.

Mit dieser Vorgabe und einigen

Ärzten im Hintergrund, die eine

klare Vorstellung dazu hatten und

jederzeit beratend zur Verfügung

standen, fing das Team an, reiche

und vielfältige Erfahrungen zu sammeln.

Immer mehr wuchs die Erkenntnis:

Es gibt nichts, was es nicht gibt!

Und immer mehr kristallisierte sich

heraus, worauf im Vorfeld zu achten

war, um eine gelingende Begleitung

der Gesamtsituation zu erzielen.

Schließlich ist die Zeit der Projektphase

ausgeklungen und die Arbeit

hatte sich etabliert. Sehr viele

niedergelassene Ärzte schätzen heute

die Arbeit der Brückenschwestern so,

dass ca. die Hälfte aller Patientenanmeldungen

aus dem ambulanten

Bereich kommt. Nun galt es also

festzuhalten, was die Aufgaben der

Brückenschwestern sind und sein können,

denn für alles, wofür es niemanden

sonst gab, waren sie zuständig

geworden! Das Arbeitspensum war

so gewachsen, dass es kaum einen

Tag ohne Überstunden gab und der

Ruf nach Abgrenzung verlangte

Gehör. Außerdem wurde klar, dass

für nachfolgende Brückenschwesterngenerationen

ein Leitbild vorliegen

musste. So hat das Team in einem

Zyklus von Supervisionssitzungen die

Arbeit gründlich reflektiert und eine

Konzeption erstellt. Wie gut, denn

schon bald wurde der Ruf nach Verbreitung

der „Palliativversorgung“

über die Grenzen Baden-Württembergs

hinaus laut.

SAPV (Spezialisierte Ambulante Palliativ

Versorgung) heißt das „Zauberwort“

heute und seit drei Jahren gibt

es eine Gesetzesvorlage dazu, die

man landesweit umzusetzen sucht.

Wunderbar einerseits, weil lindernde

Maßnahmen im ambulanten Bereich

immer komplexer werden – schwierig

andererseits, weil Umbruchsituationen

für gewachsene Strukturen gefährlich

sein können.

Die Arbeit in einen Abrechnungsmodus

zu zwingen scheint nicht

nur schwierig, sondern schlichtweg

unmöglich zu sein. Darüber hinaus

sollen die Tätigkeiten, die bisher in

der Bezugsbetreuung von einer Person,

zu der man Vertrauen aufbauen

konnte, übernommen wurden, an

mehrere Fachpersonen delegiert werden.

Das kann sicherlich nur um den

Preis der Ganzheitlichkeit und Indivi -

dualität geschehen. Bis heute ist die

Fluktuation im Team der Brückenschwestern

Karlsruhe so gering, dass

man auf die Erfahrungen des Beginns

zurückgreifen kann. In 15 Jahren

haben sich die Kompetenz und die

Sprachfähigkeit allerdings erweitert,

so dass das Team darum kämpfen

wird, die gewachsenen Strukturen zu

erhalten und die Qualität der

Beratung, Begleitung und Betreuung

von Menschen, die ihre letzte Lebens -

phase in ihrem Zuhause verleben

möchten, immer weiter zu optimieren.

Nach wie vor ist es unser Ziel, in

Zusammenarbeit mit dem jeweiligen

Hausarzt, Patienten in ihrer letzten

Lebensphase zusammen mit den

Angehörigen zu Hause zu betreuen.

Wir sind verfügbar, wenn Beschwerden

sich verstärken oder neue

auftreten, wenn nach neuen Erleichterungen

gesucht werden muss, um

nach Möglichkeit eine Wiedereinweisung

in die Klinik zu vermeiden

und wir stehen den Angehörigen mit

Rat und Tat zur Seite, wenn die Sterbephase

beginnt.

So sind wir in doppeltem Sinn

ge spannt, was die Zukunft bringen

wird.

Sr. Renate App

Brückenschwester

Vincenz Aktuell 59/10 49


St.Vincentius-Kliniken gAG

Karlsruhe

Akademisches Lehrkrankenhaus

staatlich anerkannte

Krankenpflegeschule

50

Krankenschwester

Krankenpfleger

Ausbildungsadresse:

Krankenpflegeschule

der St. Vincentius-Kliniken gAG

Südendstraße 32

76137 Karlsruhe

Telefon (0721) 8108-3544/3549

Hornhautspende

Derzeit werden in Deutschland jährlich

über 5000 Hornhauttransplantationen

durchgeführt. In vielen Fällen

ist es die einzige Möglichkeit nach

schweren Verletzungen, Entzündungen

oder angeborenen Eintrübungen

der Hornhaut ein gebrauchsfähiges

Sehvermögen herzustellen. Die erste

erfolgreiche Hornhauttransplantation

bei Menschen liegt bereits über 100

Jahre zurück. Seit dem hat sich das

Verfahren beträchtlich weiter entwickelt,

so dass die moderne mikrochirurgische

Operationstechnik und

die postoperative medikamentöse

Behandlung heutzutage für eine hohe

Erfolgsquote bei Hornhauttransplantationen

von 85-95% sorgen. Daher

stellt die Hornhauttransplantation die

häufigste durchgeführte Gewebetransplantation

mit der besten Erfolgsrate

dar. Die günstigen biologischen

Eigenschaften der Hornhaut erlauben

eine erfolgreiche Gewebetransplantation

ohne die Erfordernis einer systemischen

Immunsuppression, die bei

einer Organspende ansonsten unentbehrlich

ist.

Die Augenklinik der St. Vincentius-Kliniken

gAG Karlsruhe stellt ein kompetentes

Zentrum für Hornhauttransplantationen

dar, das mit modernsten

Operationstechniken arbeitet. Ein

Team von erfahrenen Augenärzten

kümmert sich sorgfältig um die Transplantatauswahl,

führt die mikrochirurgischen

Eingriffe durch und betreut

anschließend die Patienten intensiv

sowohl stationär als auch später

ambulant. Eine enge Zusammenarbeit

mit der Hornhautbank München ge -

meinnützige GmbH sichert stets die

Qualitätsstandards auf höchstem

internationalem Niveau.

Die Hornhautspende ist ein Geschenk

für andere Mitmenschen: dem Empfänger

kann das Augenlicht

geschenkt werden - den Hinterbliebenen

kann es helfen, die Trauer um

den Verlust eines Liebsten besser zu

verarbeiten.

Dr. Felix Gora

Oberarzt Augenklinik

Stark getrübte Hornhaut,

die Regenbogenhaut und

die Pupille können nicht

mehr erkannt werden.

Befund nach einer Hornhauttransplantation

mit

einer zentral klaren Hornhaut

und einem fortlaufenden

Faden, der nach einem

Jahr entfernt wird.

Vincenz Aktuell 59/10


Personalnachrichten

Neue Mitarbeiter/

innen:

Mit einem herzlichen

Willkommen begrüßten wir

folgende Mitarbeiter in der

Zeit vom 1. Februar 2010

bis 30. Juni 2010

Alessi, Anke

Sachbearbeiterin,

Patientenabrechnung

Assmann, Silke

MTLA, Pathologie

Baumann, Jutta

Krankenschwester,

Ambulanz Gyn

Beck, Monika

Krankenschwester,

Linksherzkatheter Süd

Behrens, Sylke

Dätassistentin, Küche Süd

Brands, Elke

MTLA, Pathologie

Brandt, Florian Dr.

Assistenzarzt,

Chirurgie Abt. 1

Christ, Iris

Krankenschwester,

Augen 4B

Deichelbohrer, Stephan

Assistenzarzt, Augen

Dickemann, Daniela

Assistenzärztin,

Kardiologie

Dörfler, Christine

Kinderkrankenschwester,

Gyn M1/M2

Fischer, Anna Dr.

Assistenzärztin, Gyn

Fritz, Christiane Dr.

Assistenzärztin,

Innere Med. Abt. 1

Frucht, Elena

Arzthelferin,

Chirurgie OP

Göttmann, Elena

Krankenschwester,

Gyn M5/M6

Graz, Elena

Krankenschwester,

Gyn M7/M8

Gressel, Sabrina

Arzthelferin, HNO OP

Hepting, Olga

MTLA, Labor

Herzog, Kerstin

Krankenschwester,

ITS Innere

Hirsch, Andrea

Mitarbeiterin, Küche Stein

Hoffmann, Beatrix

Diätassistentin, Küche Süd

Jan, Stephanie

Pflegedienstleitung, Süd

Kaygusuz, Selda

Krankenschwester,

Linksherzkatheter Süd

Khan, Tahir

Krankenpfleger,

Chirurgie G2

Koch, Carina

Krankenschwester,

Hauptbau Allgemein

Kraft, Marina

Krankenschwester,

Onkologie Hauptbau

Kraus, Niklas

Assistenzarzt, Orthopädie

Krause, Dominic

Assistenzarzt, Pathologie

Krüger-Huber, Katja

Arzthelferin,

Ambulanz Onkologie

Krumbein, Anna

Hebamme, Kreißsaal Gyn

Lishchyshyn, Pavlo

Med.Techn.Gehilfe,

Strahlentherapie

Mannhardt, Sönke Dr.

Assistenzarzt, Augen

Metz, Angelika

MTRA, Röntgendiagn. Süd

Müller, Claudia

Krankenschwester,

Augen 4B

Obreiter, Tanja

Arzthelferin, Ambulanz Gyn

Ptock, Tanja

Krankenschwester,

Chirurgie C0

Richter, Magdalene

Mitarbeiterin, Küche Süd

Riml, Mirjam

Krankenschwester,

HNO 1C/D

Rombach, Sandra

Krankenschwester,

Orth 2B

Schäfner, Erwin

Sektionsgehilfe, Pathologie

Schiller, Kristin

Fachkrankenschwester,

Anaesthesie

Schneider, Verena

Krankenschwester,

Innere BD1

Schröpfer, Sarah Luise

Krankenschwester,

ITS Innere

Six, Gisela

Sachbearbeiterin,

Patientenabrechnung

Spann-Blazevic, Annette

Arzthelferin,

Ambulanz Gyn

Thielke, Sarah

Assistenzärztin,

Kardiologie

Tormova, Monika Dr.

Assistenzärztin,

Anaesthesie

Tyurina, Julia

Krankenschwester,

Innere BD1

Vasakou, Andriani

Assistenzärztin, Orthopädie

Weber, Romina

Krankenschwester,

HNO OP

Wirz, Marina

Krankenschwester,

Augen 4A

Vincenz Aktuell 59/10 51


Wir

gratulieren

in der Zeit vom

1. Mai bis

30. September 2010:

35jähriges Jubiläum

Parmann, Monika

Krankenschwester,

Chirurgie F0 01.05.2010

Veres, Klara

Krankenschwester,

Augen 4 B/C/D 01.07.2010

Sätje, Rosa

Ambulanzleitung,

Chirurgie 15.07.2010

Raunser, Elsa

Stationshilfe,

HNO 1C/D 01.09.2010

Sachs, Monika

Krankenschwester,

Chirurgie F0 01.09.2010

Stache, Jutta

Krankenpflegehelferin,

Orth 2 C/D 01.09.2010

Zibat, Jutta

MTRA, Strahlentherapie 01.09.2010

30jähriges Jubiläum

Prinz, Gudrun

Arzthelferin,

Ambulanz Augen 15.07.2010

Mete, Selamet

Näherin,

Wäschelager Stein 30.07.2010

Weckesser, Brigitte

Krankenschwester,

Chirurgie C0 30.07.2010

Giesin, Bernadette

Mitarbeiterin,

Küche Stein 01.09.2010

25jähriges Jubiläum

Schwander-Heer, Margarita

Krankenschwester,

Ambulanz Chirurgie 01.06.2010

52

Claus, Ingrid

MTLA, Labor Süd 01.07.2010

Szameitpreusz, Helga

Hauswirtschaftsmitarbeiterin,

Bettenzentrale

Marien-Klinik 01.07.2010

Witte, Ingrid

Sachbearbeiterin,

Patientenabrechnung

(ATZ) 01.08.2010

Müller, Thomas Dr.

Oberarzt, Anaesthesie 15.09.2010

Menger, Rita

Schreibkraft, Chirurgie 16.09.2010

20jähriges Jubiläum

Reinboth, Margret-Katharina

MTLA, Zentrallabor 01.05.2010

Schüssler, Barbara

Krankenschwester,

Gyn OP 01.05.2010

Giarratana, Ugo

Mitarbeiter,

Hol- und Bringdienst 14.05.2010

Boess, Elvira

Kinderkrankenschwester,

Gyn M1/M2 24.05.2010

Spuling, Anna

Krankenschwester,

Orth 3A 28.05.2010

Eberhard, Ella

Krankenschwester,

Orth 2B 01.07.2010

Feil, Ulrike

Schreibkraft, Innere A2 01.07.2010

Mohr, Achim

Koch, Küche Stein 01.07.2010

Pramschüfer, Beate

MTLA, Pathologie 01.07.2010

Weber, Friedhilde

Sachbearbeiterin,

Kasse Stein 01.07.2010

Pschibys, Eva

MTRA,

Röntgendiag. Süd 03.07.2010

Küpferle, Andrea

Ambulanzleitung, HNO 15.07.2010

Kori, Edith

Mitarbeiterin,

Küche Süd 23.07.2010

Ermler, Gertrud

Krankenschwester,

Gyn M5/M6 01.08.2010

Zirker, Pia

Krankenschwester,

Innere C1 01.08.2010

Zahneißen, Sabine

Stationsleitung,

Orth 2C/D 01.09.2010

Zimmermann, Fatemeh

Krankenschwester,

Nuklearmed. A1a 01.09.2010

15jähriges Jubiläum

Reimer, Lilia

Krankenschwester,

Innere C1 01.05.2010

Schulz, Elena

Krankenschwester,

Innere H1 01.05.2010

Vrzic, Zeljka

OP-Leitung, Augen 01.05.2010

Jacob, Margareta Dr.

Oberärztin,

Nuklearmedizin 01.06.2010

Anschitz, Maria

Mitarbeiterin,

Küche Stein 02.06.2010

Koch, Anna

Mitarbeiterin,

Küche Süd 15.06.2010

Weiß, Blazenka

Krankenschwester,

Orth 3B 15.06.2010

Cakallik, Sakina

Stationshilfe, Gyn OP 01.07.2010

Danner, Ilona

Schreibkraft, Chirurgie 01.07.2010

Kollatz, Heike

Krankenschwester,

Chirurgie D2 01.07.2010

Krzyzanowski, Sylvia

Krankenschwester,

Gyn M5/M6 01.07.2010

Maksimovic, Pasa

Krankenschwester,

Innere E0 01.07.2010

Preuß, Monika

Krankenschwester,

Nuklearmed. A1a 01.07.2010

Rottmann, Claudia

Krankenschwester,

Chirurgie G1 01.07.2010

Stanjek, Dervisa

Krankenschwester,

HNO 1B 01.07.2010

Zenker, Angelika

Brückenschwester 01.07.2010

Ulrich, Maria

Stationshilfe, Innere G3 15.07.2010

Eckstein, Gabriele

MTRA, Strahlentherapie 24.07.2010

Vincenz Aktuell 59/10


Gonska, Bernd-Dieter Prof. Dr.

Chefarzt,

Kardiologie 01.09.2010

Kremer, Irina

Krankenschwester,

Chirurgie G4 15.09.2010

10jähriges Jubiläum

Pomp, Ulrike

Physiotherapeutin,

Physikalische Therapie 01.05.2010

Riegler, Alexandra

Krankenschwester,

Augen 4A 01.05.2010

Schneider, Michael

Krankenpfleger, OPI 01.05.2010

Wandler, Ewgenie

Krankenschwester,

Gyn. M7/M8 01.05.2010

Harrich, Elena-Manuela

Krankenschwester,

Innere G3 01.06.2010

Kljuew, Waldemar

Krankenpfleger,

Orthopädischer OP 01.06.2010

Prijic, Vesna

Stationshilfe,

Gyn M1/M2 01.06.2010

Minker, Christian

Stellv. Küchenleiter,

Küche Stein 19.06.2010

Biebelheimer, Elzbieta

Krankenschwester,

Innere E0 01.07.2010

Braun, Michaela

Krankenschwester,

Chirurgischer OP 01.07.2010

Japha, Torsten

Oberarzt, Kardiologie 01.07.2010

Kindel, Irina

Krankenschwester,

Gyn M3/M4 01.07.2010

Rusli, Marietta

Chefarztsekretärin,

Pathologie 01.07.2010

Stroh, Ursula

Sachbearbeiterin,

Personalabteilung 01.07.2010

Allmendinger, Emma

Krankenschwester,

Gyn M7/M8 01.08.2010

Kirchhoff, Sabine

Stationsleitung,

HNO 1A 01.09.2010

Sarezkij, Maria

Krankenschwester

Ambulanz

Onkologische 01.09.2010

Sitter, Regina

Mitarbeiterin,

Küche Stein 01.09.2010

Mach, Katarzyna

Krankenschwester,

Innere H1 18.09.2010

In den wohlverdienten

Ruhestand/Altersteilzeit

(ATZ) wurden verabschiedet:

Berger, Myung-Sook

Augen 4B

01.07.1994 - 30.06.2010 ATZ

Jovanovic, Verica

Küche Süd

01.09.1977 - 30.04.2010

Klie, Brigitte

Orthopädie 2B

01.07.1979 - 30.06.2010

Kurz, Thomas

Technik Stein

01.09.1977 - 26.06.2010

Mioc, Ioan

OP Chirurgie

01.10.1991 - 31.05.2010 ATZ

Neu, Claudia

Röntgendiagnostik Süd

01.09.2002 - 30.06.2010

Strunck, Walter

Ambulanz Orthopädie

01.06.1993 - 31.03.2010 ATZ

Ungemach, Hilde

Chirurgie F0

28.11.1988 - 30.06.2010

Witte, Ingrid

Patientenabrechnungen

01.02.1980 - 30.06.2010 ATZ

Vincenz Aktuell 59/10 53


Personalnachrichten

Verabschiedungen der

Mitarbeiterinnen der Verwaltung

Frau Friedhilde

Weber und Frau Ingrid

Witte

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde

wurden die langjährigen Mitarbeit-

Badische Meile 2010

Bei frühsommerlicher Witterung fand

am 8. Mai 2010 die 21. Auflage der

Badischen Meile in Karlsruhe statt.

Nach der gelungenen Premiere der

Vincenz-Runners“ im letzten Jahr mit

38 Teilnehmern, meldeten sich in diesem

Jahr 106 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

aus vielen verschiedenen

Bereichen und Abteilungen der

St. Vincentius-Kliniken und der

St. Marien-Klinik, um an dieser Lauf -

sportveranstaltung teilzunehmen.

Der Lauf über die Länge von

8,88889 km führte vom Start direkt

am Karlsruher Schloss über den Zirkel

in die Knielinger Allee, durch die

54

erinnen der Verwaltung, Frau Friedhilde

Weber und Frau Ingrid Witte,

von Herrn Verwaltungsdirektor

Möhlmann in den Ruhestand verabschiedet.

Herr Möhlmann dankte beiden

Damen für ihre jahrzehntelangen

treuen Dienste in der Kasse und in

der stationären Abrechnung und wünschte

den beiden „Ruheständlern“ viel

Hardtstraße und die Lerchenstraße

über den Lameyplatz, dann entlang

der Alb und die Günther-Klotz-Anlage

zum Ziel ins Beiertheimer Stadion.

Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen

unserer Kliniken erreichten gesund

das Ziel und konnten die „Finisher-

Medaille“ in Empfang nehmen. In

angenehmer Atmosphäre bei Apfelsaftschorle

und Isodrink wurde die

Meile dann unter den Sportlern intensiv

analysiert. Das gemeinsame

Mannschaftsfoto rundete das tolle

gemeinsame Erleben der Badischen

Meile ab.

Das Mannschaftsfoto und weitere Bilder

sind zu finden auf dem Netzlaufwerk

V, Ordner „Badische Meile

2010“.

Freude in der Umsetzung der jetzt

neu gewonnenen Zeit. Beide Damen

bedankten sich für eine langjährig

gute Zusammenarbeit und schlossen

ihre Ausführungen, dass sie immer

gerne an ihren ehemaligen Arbeitgeber

zurück denken werden.

ppa. Belstler

Schnellste Teilnehmer und Teilnehmerinnen

der „Vincenz-Runners“ 2010:

Andreas Lutz 34:17 min.

Katharina Lutz 39:45 min.

Andy Fleischer 36:00 min.

Meike Bomholt 40:35 min.

Franck Billmann 37:46 min.

Ulla Möhlmann 43:49 min.

Ein herzlicher Dank geht an Herrn

Verwaltungsdirektor Möhlmann für

die Bereitstellung der „Vincenz-Runners“

– Laufshirts und die Übernahme

der Teilnahmegebühr durch die

St. Vincentius-Kliniken.

Peter Benkowitz

PDL-Süd

Vincenz Aktuell 59/10


Patientenbegleitdienst

(Lotsendienst)

jetzt auch in der

Steinhäuserstrasse

Vor über einem Jahr habe ich im

Gespräch mit den Verantwortlichen

der CKH (Christliche Krankenhaushilfe)

den Wunsch geäußert, auch im

Klinikum Steinhäuserstrasse einen Lotsendienst

auch für Patienten des Klinikums

Steinhäuserstrasse einzurichten.

Auch in diesem Teil der St. Vincentius-

Kliniken, in dem vermeintlich „gesun -

de Patienten“ zum größten Teil zu

geplanten Operationen kommen, ist

der Bedarf vorhanden. Besonders

Patienten der Augenklinik, aufgrund

von vorhandenen Sehstörungen und

ihres Alters, sowie Patienten der

Orthopädie sind bereits im Vorfeld

auf diese Hilfestellung angewiesen.

Leider konnte dieser Wunsch nicht

gleich umgesetzt werden, da es an

„blauen Engeln“ für diese Tätigkeit

mangelte.

Durch die aktive Werbung der CKH-

Leitung ist es in der Zwischenzeit

gelungen einen Patientenbegleitdienst

von Montag bis Donnerstag zu etablieren,

der große Akzeptanz bei

unseren Patienten und beim Pflegepersonal

findet. Es ist nicht nur das

Begleiten der Patienten auf die Station

oder das Tragen des Koffers –

es ist vielmehr die freundliche

Begrüßung und der Hinweis „kann

ich Ihnen helfen“, was allen Patienten

den Einzug in die Klinik erleichtert

und die Angst vor dem Unbekannten

nimmt. Gerade die menschliche

Zuwendung beim Betreten des Hauses

schätzen die Patienten, die zur

stationären Aufnahme oder in die

Fachambulanzen der Klinik kommen.

Hier bekommen wir nur positive Rückmeldungen

der Patienten und Besucher.

Mein Dank – auch im Namen des

Pflegedienstes der Steinhäuserstraße

gilt den Verantwortlichen der CKH,

Frau Mainz und Frau Zierlein, für die

Realisierung dieses Vorhabens. Dank

auch den CKH-Damen des Lotsendienstes

Fr. Kempf, Fr. Grimmer,

Fr. Weber und Fr. Meyer und allen

Damen die den Besucherdienst auf

den Stationen realisieren.

Gabriela Merker

Pflegedirektorin,

Klinikum Steinhäuserstr.

Die Referenten: Prof. Faller, Prof. Böcker, Prof. Siegel und Prof. Jakobs

Fortbildung Aktuelle

Gastroenterologie für die

Praxis

Am Mittwoch, dem 28. Juli 2010 fand

in der Zeit von 16.30 bis 19.00 Uhr

eine mit 70 Teilnehmern sehr gut

besuchte gastroenterologische Fortbildung

der Medizinischen Klinik 1 in den

St. Vincentius-Kliniken statt. Nach der

Begrüßung durch Prof. Dr. E. Siegel

wurde der aktuelle Stand der Diagnos -

tik von Erkrankungen des Dünndarms

von Prof. Dr. R. Jakobs, Ludwigshafen,

dargestellt. Hierbei bezog er sich

wunschgemäß auch besonders auf die

Wertigkeit der Ballonenteroskopie. Dies

bedeutet, dass inzwischen mit einem

neuen Endoskop, einem sog. Ballonenteroskop,

auch die Anteile des Darmes

angeschaut werden können, die bisher

mit der Gastroskopie (Magenspiegelung)

und Koloskopie (Dickdarmspiegelung)

nicht erreicht werden konnten.

Diese Möglichkeit der Endoskopie

besteht inzwischen auch in den neuen

Endoskopieräumen der Medizinischen

und Chirurgischen Endoskopie, die vor

gut einem Jahr in Betrieb genommen

worden sind. Die Indikation besteht

dann insbesondere bei unklarem Blutverlust

im Magen-Darm-Trakt, bei Verdacht

auf Tumore und Entzündungen

des Dünndarms.

Über die Diagnostik und Therapie

chronisch-entzündlicher Darmerkran-

Prof. Siegel bei der Moderation der Referate im Seminarraum Pneumologie

kungen berichtete Prof. Dr. Ulrich

Böcker, Med. Universitätsklinik Mannheim.

Er schloss insbesondere eine

Übersicht über den aktuellen Stand

und die neuen Leitlinien mit ein. Auch

hier kann gelegentlich die Dünndarm -

enteroskopie richtungsweisende Hinweise

für die Diagnostik geben. Die

Fortbildung wurde abgerundet durch

Prof. Dr. G. Faller, den Direktor des

Instituts für Pathologie an den St. Vincentius-Kliniken.

Er ergänzte die Fortbildung

mit Schwerpunkt Dünndarmdiagnostik

durch typische und überraschende

Befunde aus der Dünndarmpathologie.

Prof. Siegel dankte den Rednern für

diese schönen Vorträge und den

Anwesenden, unter denen auch viele

Gastroenterologen waren, für ihr

Kommen. Die Einladung zu einer

Besichtigung der vor einem Jahr eingeweihten

Endoskopieräume wurde

von vielen angenommen. Die schönen

Räume im 5. Stock mit Blick auf

den Schwarzwald und die Südweststadt

fanden große Anerkennung.

Mit einem kleinen Imbiss, vorbereitet

durch den Küchenleiter Herrn Böckle,

fand die Veranstaltung den

Abschluss.

Prof. Dr. Eberhard Siegel

Chefarzt der Inneren Medizin 1

Endokrinologie, Gastroenterologie

und Stoffwechsel

Vincenz Aktuell 59/10 55


Ein Schwur zum Wohle des Patienten

Der hippokratische Eid gilt als antike Grundlage für ein moralisch korrektes ärztliches Verhalten

Der Eid des Hippokrates ist über 2000 Jahre alt. Er beschrieb Handlungsweisen, die für das

Vertrauens verhältnis eines Patienten zu seinem behandelnden Arzt grundlegend sind. Bis heute

gilt das Gelöbnis unter einigen Experten als Beschreibung des idealen Mediziners.


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Hippokrates von Kós ist Namensgeber

des Eids. Verfasst hat er ihn nicht

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Der Eid des Hippokrates

Ich schwöre und rufe Apollon den Arzt und Asklepios und Hygieia und Panakeia und alle Götter und Göttinen und

Zeugen an, dass ich diesen Eid und diesen Vertrag nach meiner Einsicht erfüllen werde. Ich werde den, der mich

diese Kunst gelehrt hat, gleich meinen Eltern achten, ihn an meinem Unterhalt teilnehmen lassen, ihm, wenn er

in Not gerät, von dem Meinigen abgeben, seine Nachkommen gleich meinen Brüdern halten und sie diese Kunst

lehren, wenn sie sie zu lernen verlangen [...] (2) Ärztliche Verordnungen werden ich treffen zum Nutzen der Kranken

nach meinen Fähigkeiten und nach meinem Urteil, hüten werde ich mich aber davor, sie zum Schaden und in unrechter

Weise anzuwenden. (3) Auch werde ich niemandem ein tödliches Mittel geben, auch nicht, wenn ich darum

gebeten werde, und werde auch niemanden dabei beraten; auch werden ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel

geben. (4) Rein und fromm werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren. (5) Ich werde nicht schneiden, sogar

Steinleiden nicht, sondern werde das Männern überlassen, die dieses Handwerk ausüben. (6) In alle Häuser, in die

ich komme, werde ich zum Nutzen der Kranken hineingehen, frei von jedem bewussten Unrecht und jeder Übeltat,

besonders von jedem geschlechtlichen Missbrauch an Frauen und Männern, Freien und Sklaven. (7) Was ich bei

meiner Behandlung oder auch außerhalb meiner Praxis im Umgang mit Menschen sehe und höre, das man nicht

weiterreden darf, werde ich verschweigen und als Geheimnis bewahren. (8) Wenn ich diesen Eid erfülle und nicht

breche, so sei mir beschieden, in meinem Leben und in meiner Kunst voranzukommen, indem ich das Ansehen

bei allen Menschen für alle Zeit gewinne; wenn ich ihn aber übertrete und breche, so geschehe mir das Gegenteil.

56 Vincenz Aktuell 59/10

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Eileen Kaiser, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Marienhospital Stuttgart


Krankenhauspflegeschule

Besser spät als nie

Krankenpflegeschule Kurs 10/06

„Dieser Weg wird kein leichter sein,

dieser Weg wird steinig und schwer.

Nicht mit vielen wirst du dir einig

sein, doch dieses Leben bietet so viel

mehr.“ Mit diesen Zeilen lassen sich

die letzten drei Jahre in denen wir,

der Kurs 10/06, unsere Ausbildung

zur/zum Gesundheits- &

Krankenpfleger/in absolvierten,

beschreiben.

Vincenz Aktuell 59/10

Wir haben uns in dieser Zeit als

Auszubildende gemeinsam erfolg -

reich durch die Probezeit gekämpft,

so manch schwierige Klausur und

Hürde gemeistert um uns dann in

Wien ein paar schöne Tage der

Erholung zu gönnen, natürlich nicht

ohne schulischen Hintergedanken

(Die nächste Klausur stand schon

wieder ins Haus).

Doch auch diese ging vorüber und so

hatten wir uns eine Stärkung bei der

Grillparty unseres Grillmasters Herrn

Breuninger redlich verdient, aber

auch er kam nicht ungeschoren

davon und musste sich schon kurze

Zeit später mit uns in die reißenden

Fluten der Alb in Karlsruhe stürzen

und dann in die Examensvorbereitungen.

Denn zum Abschluss hieß es

noch die größte Hürde zu meistern,

die schriftlichen, praktischen und

mündlichen Prüfungen standen noch

ins Haus.

Doch mit dem bestandenen Examen

in der Tasche durften wir uns dann

zum 1. Oktober 2009 frisch, fromm,

fröhlich und frei in das Berufsleben

stürzen, immer mit dem Ziel vor

Augen:

Rente mit 67!

Natürlich möchten wir uns nicht verabschieden

ohne „DANKE“ zu

sagen, unserem Kursleiter Herrn

Breuninger, der mit uns durch dick

und dünn gegangen ist, unseren

Lehrern, Dozenten und den Mitarbeitern

auf Station, die alle dazu beigetragen

haben, „Diesen Weg der

steinig und schwer war“ mit Erfolg zu

beschreiten.

Krankenpflegeschule, Kurs 10/06

57


Praxisanleiterkurs

in den

St. Vincentius-Kliniken

Karlsruhe

Es ist geschafft!

Am 1. Juli 2010 wurden den Teilnehmern

der Weiterbildung zum Praxisanleiter

in feierlichem Rahmen die

Zertifikate überreicht.

Hinter den Teilnehmern liegen ca.

200 Stunden Unterricht mit den Inhalten

Lerntechniken und Lernbegleitung,

Organisation der Ausbildung, Leistungsbeurteilung,

Psychologie, Sozio -

logie, Krankenhausfinanzierung,

Haftung im Krankenhaus, Gesundheits-

und Krankenpflegegesetz,

Pflegeplanung, Seminar Führen und

Leiten, aber auch Aromatherapie und

Hygiene und vieles mehr. Außerdem

wurde eine Hospitation der Praxisanleitung

in einer fremden Klinik angeboten.

Auch hat jeder Teilnehmer eine

Fortbildung für die Stationen ausgearbeitet

und diese auch gehalten.

Einen herzlichen Dank an alle Dozenten,

aber auch an die Pflegedienst -

leitungen, Stationsleitungen und alle

Kollegen, die durch ihren Einsatz

diese Weiterbildung erst möglich

gemacht haben. Herzlichen Dank

auch an alle Dozenten und Lehrer der

Krankenpflegeschule für die gute

Betreuung. Nicht zuletzt auch einen

herzlichen Dank an die Küche,

welche uns immer gut versorgt hat.

Was steckt nun hinter dem Begriff

Praxisanleiter?

Praxisanleitung wird im Gesundheitsund

Krankenpflegegesetz aus dem

Jahre 2003 für die Anleitung der

Schülerinnen und Schüler gefordert.

Unsere Aufgabe ist es, unsere

Gesundheits- und KrankenpflegeschülerInnen,

OTA Schülern, Fachweiterbildungsteilnehmer

und neue Mitarbeiter

• in der praktischen Arbeit auszubilden

und mit ihnen klinischen

Unterricht abzuhalten.

• Wir organisieren eine Lernwerkstatt,

wo alle vier Wochen in Kleingruppen

das Üben praktischer

Tätigkeiten angeboten wird.

• Wir nehmen an allen praktischen

Prüfungen teil und

• beteiligen uns an der Einarbeitung

neuer Mitarbeiter.

• Wir arbeiten eng mit der

Krankenpflegeschule zusammen.

Nun gilt es, diese Aufgaben in den

Arbeitsablauf der Stationen zu inte -

grieren und an einer fruchtbaren

Weiterentwicklung der Kliniken

beteiligt zu sein. Wir freuen uns auf

eine kons truktive Zusammenarbeit mit

der PDL, den Stationen und den

Mitarbeitern der Gesundheits- und

Krankenpflege schule.

i. A. Elisabeth Löhlein

Leiterin der Krankenpflegeschule

58 Vincenz Aktuell 59/10


Kinästhetik

als Bewegungskonzept

Kinästhetik ist ein in den USA

entwickeltes Konzept, und wird seit

einigen Jahren verstärkt in den

deutschen Pflegelandschaften inte -

griert, um die Handlungen und Bewegungen

für Menschen, besonders

kranke Menschen aber auch Pflegenden,

entlastend zu gestalten und die

Wahrnehmung zu sensibilisieren. Aus

dem Begriff Kinästhetik lässt sich

schon der Ansatz erklären, denn

kinein (altgr.) bedeutet bewegen,

aesthesie beschreibt die Empfindung

oder Wahrnehmung.

Jeder kranke Mensch ist in seiner

Bewegung eingeschränkt und

Krankheit zeigt sich immer in einem

relativen Bewegungsmangel. Dieser

Bewegungsmangel gleichen Pflegende

schon immer aus, durch den

Gebrauch von Hilfsmittel oder durch

Heben und Tragen. Dies überlastet

auf Dauer die Pflegenden und der

Hilfsbedürftige nutzt nicht die ge -

bliebenen Kräfte. Die Folgen sind Passivität,

Sekundärschäden (wie Druckgeschwüre

usw.), ein schleppender

Genesungs- und Rehabilitationsprozess

mit entsprechenden Kosten.

An dieser Stelle setzt das Bewegungskonzept

Kinästhetik an. Es ist

ein Konzept, das in Form einer Bewegungskommunikation

Bewegungen

gestaltet. Zunächst berücksichtigt der

kommunikative Aspekt die individuellen

Möglichkeiten zwischen Patient

und Pflegenden und es befasst sich

mit der Bewegung.

Das Konzept arbeitet ebenso mit den

Bewegungselementen Kraft, Zeit und

Raum, wie auch mit knöchernen

Strukturen, Muskeln.

Element Kraft: Die Kraft kann in

Quantität und Qualität beschrieben

werden. Es kann mit mehr oder

weniger Kraftaufwand gezogen oder

gedrückt werden, ebenso wird be -

stimmt in welche Richtung die Kraft

wirken soll.

Element Zeit: Hier kann individuell

die Zeit (schnell, langsam, wie lan -

ge) bestimmt werden wie lange

eine Bewegung ausgeführt werden

soll.

Element Raum: In welche Richtung

(vorwärts, rückwärts, rechts, links,

drehend …) muss die Bewegung ausgeführt

werden, dass sie von Nutzen

ist.

Vincenz Aktuell 59/10

Auch Knochen und Muskeln spielen

in der Kinästhetik eine große Rolle.

Knochen tragen das Gewicht und

sind auch dann noch einsatzbereit

wenn Lähmungen bestehen, die

Muskeln verlieren bei solchen

Erkrankungen zumindest teilweise

ihre originären Aufgaben als „Koordinatoren“

bei der Bewegung. Die

Kinästhetik nutzt die jeweiligen Eigenschaften:

„Gewicht (über knöcherne

Strukturen) führen, nicht tragen“.

Seit einigen Jahren werden die

Gesundheits- und Krankenpflegerinnen

und die AZUBI´s der Gesundheits-

und Krankenpflegeschule der

St. Vincentius Kliniken gAG in einer

hausinternen Fortbildung geschult.

Damit wird eine qualitative

Verbesserung der Patientenversorgung

gewährleistet und gleich -

zeitig ist die Möglichkeit des rückenschonenden

Arbeitens für die Pflegenden

gegeben. Das Kinästhetikkonzept

ist somit ein guter Beitrag zur Ge -

sund erhaltung der Mitarbeiter. Die

Schulungen werden von erfahrenen

Kinästhetiktrainern, welche sowohl

die Philosophie, den theoretischen

und den praktischen Anteilen dieses

Konzeptes den Teilnehmern vermitteln.

Der Grundkurs geht über 3 Tage und

führt, über die eigene Körpererfahrung,

in gemeinsame Bewegungserfahrung,

zur Reflexion des

eigenen Bewegungsverhaltens. Diese

„Eigen“ Erfahrungen werden dann in

alltägliche pflegerische Situationen

übertragen und die Teilnehmer üben

sich im kinästhetischen Handling.

Grund der Anwendung des

Konzeptes in unserem Hause und

Ziele sind:

1. Patienten in der Aktivierung zu

unterstützen

2. und damit die Gesundheit wieder

herzustellen/zu fördern

3. Bewegungsabläufe mittels professioneller

Führung durch die

Pflegekräfte mit dem Patienten

gestalten zu können

4. Einsatz von minimalen

Kraftaufwand, sowohl beim Patienten

als auch bei den Pflegekräften,

und so Ressourcen zu schonen.

Das Konzept verlangt dabei, dass die

Ausführenden sich immer wieder individuell

auf den Patienten einstellen,

da sich jeder Mensch in seinen Bewegungen,

Empfindungen, seinen

sprachlichen und kognitiven Mög -

lichkeiten vom anderen Menschen

unterscheidet. Das Ziel der Fortbildungen

ist es, die Teilnehmer so zu qualifizieren,

dass die Techniken und

Handgriffe erlernt werden, um sie

dann professionell und zum Wohl der

Patienten in die Aktivitäten des täg -

lichen Lebens zu integrieren. Dabei

muss der pflegerische Bedarf erkannt

werden, d.h. ob der Mensch nur

Unterstützung bedarf oder ob die

Bewegungen durch den Pflegenden

komplett übernommen werden müs -

sen. Zur Förderung der Wahrneh -

mungsfähigkeit und Erhöhung der

Lernfähigkeit werden zusätzlich die

Themen Kreativität und Stressbewältigung

eingebracht. Diese Vielseitigkeit

prägt die Drei-Tage-Kurse, die auch

aus dem Potential der Teilnehmer

schöpft und ist für alle ein besonderes

und positives Erlebnis.

Wolfgang Breuninger

Lehrer für Pflegeberufe

Krankenpflegeschule

59


St. Vincentius-Kliniken

Karlsruhe gAG

➢ ➢






Individuelle Geburtshilfe

(u.a. Gebärstuhl, Gebärhocker,

Roma-Geburtsrad, Geburtswanne)

unter Einbeziehung des Partners.

Ambulante Entbindungen

Betreuung von Risikogeburten

Endoskopische Gebärmutter-/Eierstock-

OPs („Schlüsselloch-Chirurgie”)

Operationen bei gut- oder bösartigen

Brusterkrankungen

kosmetische Mamma-Chirurgie nach

großen Brustoperationen

Gebärmutterentfernung durch die

Scheide oder durch Bauchschnitt

Geburtshilfe

ca.1600 6 Geburten

pro Jahr






Integrative Wochenpflege

(gemeinsame Betreuung von Mutter

und Kind im Rahmen der

Zimmerpflege mit interprofessionellen

Teams auf den Wochenstationen)

Rooming-In

Stillberatung

Operationen an den Eierstöcken bei

gut- oder bösartigen Erkrankungen

Behandlung von Blasenschwäche

durch Band- oder plastische

Operationen

Mikrochirurgische Operationen im

Eileiter-/Eierstockbereich bei

unerfülltem Kinderwunsch

St. Marien-Klinik Karlsruhe - Edgar-von-Gierke-Str. 2 - 76135 Karlsruhe

www.marienkrankenhaus-ka.de

St. Marien-Klinik

Karlsruhe

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