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travel. one

das Magazin für Reiseprofis

Interview

FTI-Chef

Dietmar Gunz

Über seine Leidenschaft

für Kreuzfahrten. Seite 8

Ausgabe vier 24. Februar 2012

Airlines /Airports

Zwölf Seiten Marktanalysen, Trends und Produkt-News. Ab Seite 10


Maximales

Erpressungspotenzial

Eigentlich bringe ich Streikenden meist reflexartig eine gewisse

Sympathie entgegen – auch dann, wenn ich die Folgen

des Streiks selbst zu spüren bekomme. Doch zur Streik-

inszenierung der Spartengewerkschaft GdF für ihre Vorfeldkontrolleure

am Frankfurter Flughafen fällt auch mir nichts

Positives ein. Die GdF weitet mit den jüngsten Streiks jene

Erpressungspolitik vom Tower auf das Vorfeld aus, mit der

sie ihrer Kernklientel, den Fluglotsen, schon lange üppige

Gehälter und überschaubare Arbeitszeiten sichert.

Mini-Interessengrüppchenvertretungen wie die GdF haben

den strategischen Vorteil, dass sie mit minimalem Aufwand

maximalen Schaden anrichten können. Und sie brauchen

sich nicht um das Wohl der übrigen Mitarbeiter im Unternehmen

zu scheren. Das unterscheidet sie von »lahmen« Großgewerkschaften

wie Verdi, die sich dem Blick für die Gesamttarifstruktur

im Unternehmen nicht verschließen können.

Der Streik auf dem Vorfeld ist Wasser auf die Mühlen all

jener, die die Macht der Spartengewerkschaften einschränken

wollen. So könnte aus dem allzu selbstgewissen Auftritt

der GdF am Ende noch ein Eigentor werden.

Mailen Sie uns Ihre Meinung.

c.schmicke@travel-one.net

ausgabe vier 2012.editorial

Christian Schmicke

Chefredakteur

WELT-GARTEN-EXPO 2012

5. April – 7. Oktober

Venlo, Holland

www.fl oriade.de

travel.one 24.2.2012 3


4

inhalt

puls

6 Deutschland-Tourismus. Bündnis für Artenvielfalt.

8 Interview. FTI-Chef Dietmar Gunz über die Vorzüge

kleiner Schiff e und seine Chancen im Kreuzfahrtmarkt.

produkt

16 Airlines/Airports. Parken am Flughafen.

Park-&-Fly-Anbieter zahlen Provision.

18 Fraport. E-Shuttles und W-Lan verbessern Service.

20 A380. Plan für Auslieferungen bleibt.

22 Busreisen. Umweltzonen sorgen für Unmut.

sales

26 CRS. Sabre will im Online-Geschäft nachhaltig

wachsen und bringt neue Produkte auf den Markt.

28 Urteil. Sicherungsschein gilt auch im Betrugsfall.

destination

30 Golfstaaten. Dubai und Abu Dhabi im Wettstreit.

Wie die Emirate um Gäste werben.

35 Marriott. Höchstes Hotel in Dubai geplant.

37 Oman. Muscat ist arabische Tourismushauptstadt.

38 Alaska. Wie der US-Bundesstaat Urlaubern die

Traditionen der Ureinwohner näher bringt.

exit

46 Pep. Schnäppchen für Touristiker.

47 TV-Tipps.

48 Karrieren & Leute.

Keppler wird Chef von Europcar.

49 Leute & Feedback.

49 Impressum.

50 Persönlich. Ute Wendel,

Chefi n von Wendy Pampa Tours.

ausgabe vier 2012

Unterwegs

in Oman.

Eine Beilage über die

Legende am Golf in

dieser Ausgabe.

titelthema 10

Preiskampf auf der Langstrecke. Im

ehemals lukrativsten Geschäft ssegment geraten

die Margen der Airlines unter Druck.

Busreisen 22

Golfstaaten 30

Alaska 38

Titelbild: Shutterstock


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travel.one 24.2.2012 5


6

rubrik.thema

Bündnis für den Artenschutz

Travel One Trendmesser

Wie stark wirken sich die negativen

Schlagzeilen zu Griechenland auf die

Buchungen für das Land aus? Stark

oder sehr stark, sagen 50 Prozent der

Teilnehmer unserer Online-Umfrage.

Für 39,5 Prozent wirkt sich die Situation

spürbar aus. Und geringe oder gar keine

Auswirkungen sehen 10,5 Prozent.

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Foto: Staff an Widstrand/WWF

puls

»Biodiversität all-inclusive« nennt sich ein Projekt, das der WWF

nun gemeinsam mit der Rewe Touristik, den Veranstaltern des Forums

Anders Reisen und der Hotelkette Accor vorantreiben will. Die

Partner verfolgen das Ziel, innerhalb des Deutschland-Tourismus

das Thema Naturschutz stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

»Wer die heimische Wildnis und Artenvielfalt behutsam erlebbar

macht, steigert die Wertschätzung für die Natur«, sagt Martina Kohl,

Projektleiterin beim WWF. Daher sollen Produkte entwickelt werden,

die die Menschen für Flora und Fauna begeistern. Kohl denkt dabei

beispielsweise an Reisen, bei denen der Besuch eines Wolfslehrpfades

integriert ist. Oder an Wanderungen auf den Spuren von Luchs

und Bär. Veranstalter und Hotels sollen für die Produkte werben und

gleichzeitig nachhaltig arbeiten. Die ersten Ergebnisse des Projekts

sollen nächstes Jahr auf der ITB vorgestellt werden.

Schützen, was man kennt: Der WWF und seine touristischen

Partner wollen Urlauber für Wölfe sensibilisieren

Deilmann gegen Deilmann

Sie wollten die Wahrheit erzählen. Sagen, was wirklich abgelaufen

ist, seit sie 2003 die Reederei von ihrem Vater übernahmen. Ob Gisa

und Hedda Deilmann aber ihr Buch »Die wahre Geschichte vom

Traumschiff « auf Dauer verkaufen dürfen, ist nicht gewiss. Die Peter

Deilmann Reederei und ihr jetziger Mehrheitseigner, die Finanzholding

Aurelius, leiteten gerichtliche Schritte gegen die Verbreitung

ein. Sie wehren sich etwa gegen die Behauptung, die Ex-Chefi nnen

seien rüde hinausgeworfen worden.

Die Zwillinge Gisa (links) und Hedda Deilmann

streiten mit dem Käufer ihrer Reederei

24.2.2012 travel.one

Foto: Deilmann


Neue

Initiative

»Chefsache Business Travel«

heißt eine neue Initiative

des DRV-Ausschusses Business

Travel und der Travel

Management Companies

(TCM), einem Zusammenschluss

von Geschäftsreisebüros.

Sie soll »den Nutzen

eines professionellen Geschäftsreisemanagements«

verdeutlichen und diesen

vor allem auf Entscheider-

Ebene bekannter machen.

Das Bündnis wird von DRV-

Präsident Jürgen Büchy,

dem Ausschussvorsitzenden

Stefan Vorndran sowie

Mathias Warns und VDR-

Präsident Dirk Gedeon auf

der ITB am 8. März in Halle

7.1.A vorgestellt.

E-Mail bei

Verspätung

Die Deutsche Bahn hat einen

neuen Service – allerdings

nur für Online-Kunden.

Wer seine Fahrt über

bahn.de gebucht hat, der

erhält nun bei Störungen

und Verspätungen eine E-

Mail mit einem Link, der auf

eine Seite mit der Bahnverbindung

und den Störungshinweisen

führt. Wenn nötig,

bekomme der Reisende

auch Verbindungsalternativen,

heißt es. Der Service

sei zunächst nur für angemeldete

Online-Kunden

verfügbar, eine Ausweitung

ist aber geplant.

Topthema Reiseunterlagen

Wer teure Reisen bucht, erhält nicht zwangsläufig hochwertige Reiseunterlagen.

So lautet eines von zahlreichen Ergebnissen der neuen Barometer-Umfrage von

Travel One. Mehr als 2.000 Reiseprofis beteiligten sich an der Online-Umfrage zur

Qualität der Reiseunterlagen von 29 Veranstaltern. Die wichtigsten Ergebnisse

mit Kommentaren, Lob und Kritik aus dem touristischen Vertrieb lesen Sie in der

ITB-Ausgabe von Travel One, die am 7. März erscheint.

Der AIDA Katalog 2013/2014 ist da!

Leinen los für noch mehr AIDA Vielfalt und Service!

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travel.one 24.2.2012 7


8

puls.interview

Was wollen Sie mit

einem Schiff, Herr Gunz?

Das Interview führte Tanja Ronge.

Für diesen Sommer legt FTI

nach längerer Pause nun wieder

eine eigene Kreuzfahrt-Broschüre

auf. Wie wollen Sie mit

einem vergleichsweise alten

und kleinen Schiff auf dem

Markt bestehen?

Dietmar Gunz: Ich glaube an

kleine Schiffe und das Marktsegment.

Dieses Thema fällt bei anderen

Anbietern komplett durch.

Kleine Schiffe, das heißt in der

Regel bei ihnen automatisch teuer.

Es fehlen Angebote zu normalen

Preisen. Diese Lücke füllen

wir mit unserem Schiff.

Aber ist dieses Produkt

konkurrenzfähig?

Es gibt zwei verschiedene Märkte.

Einmal die Schiffe, die kleine

Häfen anlaufen, sozusagen das

traditionelle Konzept. Und andererseits

die großen Hotelschiffe.

In diesem Segment existiert meiner

Meinung nach eine gewisse

Kundenmüdigkeit. Unser Schiff,

die Berlin, ist ein wunderschönes

kleines Schiff in einem Top-Zustand,

die ideale Einstiegsdroge.

Ich bin sicher, dass es einen

Markt dafür gibt, sonst würde ich

es nicht machen. Ich denke sogar,

dass wir Chancen auf den ganz

großen Erfolg haben.

Wie ist der aktuelle Stand?

Wir bauen gerade in Athen mit

exzellenten Fachleuten die nötige

Struktur auf. Seit August beschäftigen

wir uns mit dem Thema,

und in zwei Monaten übernehmen

wir das Schiff. Derzeit

ist die Berlin gerade auf dem

Weg von Australien nach Genua.

Bewegt Sie dieses Thema

persönlich, steckt da Ihr

Herzblut drinnen?

Das ist ein tolles Projekt. Und

durch unser früheres Engagement

mit Air Maritime Seereisen

habe ich mich über 30 Jahre zu

einem leidenschaftlichen Kreuzfahrtliebhaber

und -experten

entwickelt. Sicher ist beim neuen

Engagement mit FTI Cruises eine

emotionale Komponente dabei.

Diese wird aber von wirtschaftlichen

Komponenten und der

Marktrealität begleitet. Alles andere

wäre eine Riesenverschwendung.

Ich bin davon überzeugt,

dass sich der Markt kleiner

Schiffe aktiv konsolidieren wird.

Es gibt viele Gründe für uns, sich

zu engagieren. So forcieren viele

Reedereien immer stärker den

Direktvertrieb, wir aber setzen

klar auf den Agenturvertrieb. Ich

bin optimistisch.

Sie warten für den Sommer mit

zwei weiteren Neuheiten auf,

den Produktlinien Balance Plus

für Sportbegeisterte und

Zweisam für Paare. Sind solche

zielgruppenspezifischen

Angebote eine Zeitgeist-Erscheinung

– oder die Zukunft?

Ich würde das in die Kategorie

Zeitgeist einordnen. Wir werden

hinterfragen müssen, wie sich

diese Art von Konzepten und die

damit verbundene Kommunikation

entwickeln.

Blicken Kunden und Reisebüros

bei den vielen Veranstalterkonzepten

überhaupt noch durch?

Es gibt sicher Diskussionen im

Vertrieb und wir werden das genau

beobachten und auswerten.

Im Laufe des Aprils wird es dazu

von uns organisierte Workshops

geben. Das Thema: Was braucht

der Markt wirklich? Dabei soll

auch geklärt werden, mit was

wir den Vertrieb überfordern

und was wirklich ein Mehrwert

ist. Wenn etwas läuft: Warum ist

das so? Damit müssen wir uns

noch intensiver beschäftigen.

Die Frage ist ja auch, wie viele

dieser Angebote der Kunde verdauen

kann. Das gibt es sicher

noch ein paar Fragezeichen.

Dietmar Gunz (52) ist Chef der FTI-Gruppe. Dazu zählen FTI Touristik, LAL Sprachreisen,

Sonnenklar.TV, BigXtra Touristik und 5 vor Flug. Für den Sommer legt FTI wieder ein

Kreuzfahrt-Programm auf – mit der 32 Jahre alten, 400 Passagiere fassenden Berlin.

Die erste Kreuzfahrt soll im Mai in Genua starten und durch das Mittelmeer führen.

24.2.2012 travel.one


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interview.puls

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einer Kombination aus Hotels und Motels ganz

individuell selbst zusammenstellen, und gehen

bestens vorbereitet auf Entdeckungsreise. Sie bestimmen

wann, wie lange und wohin sie mit dem Mietwagen

bzw. in den USA und Kanada auch mit dem

Motorrad reisen möchten. Eine große Auswahl an

passenden Ausfl ügen zur Route ihrer Kunden können

hinzugebucht werden – individueller geht es nicht.

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Fahrerhandbuch und nützliches Kartenmaterial, speziell für die persönliche Reiseroute zusammengestellt.

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travel.one 24.2.2012 Olympische Spiele London 2012 – jetzt buchen! 9


10

titelthema.airlines/airports

Im Langstreckengeschäft schrumpfen die Margen. Gute Zeiten für

Schnäppchenjäger, aber eine schwierige Situation für die Airlines.

Langstrecke

unter Preisdruck

Etwas mehr als 300 Euro kosten derzeit

die günstigsten Hin- und Rückflüge

von Frankfurt nach New York.

Nach Bangkok und wieder zurück können

Kunden ab 500 Euro fliegen. Je nach Airline

und Umsteigeflughafen liegen dabei

die Steuern und Gebühren weit über dem

eigentlichen Ticketpreis. So weist etwa

Delta Air Lines für einen Hin- und Rückflug

zwischen Frankfurt und New York

mit Zwischenstopp in Detroit auf dem

Rückflug einen Ticketpreis von 52 Euro

aus. Hinzu kommen 334,35 Euro Steuern.

Angespannte Ertragslage.

Ertrag bringen solche Tarife den Fluggesellschaften

nicht. Tony Tyler, Chef des

Airline-Verbandes Iata, taxierte bei einer

Rede auf der »Singapore Airshow« den

weltweiten Gewinn von Airlines für das

laufende Jahr auf 2,7 Milliarden Euro. Das

entspreche bei geschätzten Umsätzen von

460 Milliarden Euro einer Marge von mageren

0,6 Prozent, wettert der Iata-Chef,

der zuvor lange CEO von Cathay Pacific

war. Für die europäische Luftfahrtbranche

rechnet die Iata sogar mit Verlusten in

Höhe von 450 Millionen Euro. Käme es zu

einer erneuten Bankenkrise, so das Szenario

der Airline-Vereinigung, könnten

sich die Verluste im europäischen Raum

sogar auf 3,3 Milliarden Euro summieren.

Dafür ist neben gestiegenen Kosten

auch der Druck auf die Preise verantwortlich.

»Mein Chefökonom sagt mir, dass die

realen Verbraucherpreise für das Reisen

im vergangenen Jahrzehnt um rund ein

Drittel gesunken sind«, erklärt Tyler. Diesen

Eindruck habe bei ihm eine nächtliche

Online-Stichprobe verstärkt: »Ein Ticket

für die 15.000 Kilometer lange Strecke

von Singapur nach New York ist für 1.150

Euro zu haben. Und in dem Preis von

weniger als acht Cent pro Kilometer sind

noch mehrere Mahlzeiten, Getränke und

Filme enthalten.«

Harter Kampf auf Rennstrecken.

Als Airline-Lobbyist münzt Tyler seine

Analysen und Szenarien in erster Linie

in Appelle an die Politik und an »Systempartner«

wie Flughäfen um, es mit

Gebühren und Abgaben nicht zu übertreiben.

Doch den wirtschaftlichen Druck, der

zuletzt Cirrus Airlines, Spanair, Malev und

den australischen Lowcost-Carrier Air

Australia in die Pleite trieb und American

Airlines zur Beantragung von Gläubigerschutz

zwang, hat sich die Branche vor

allem selbst eingebrockt. Denn auf wichtigen

Strecken bestimmen heute Überkapazitäten

das Bild.

Um bei den eingangs erwähnten

Beispielen zu bleiben: Auf der Route

von Frankfurt nach Bangkok balgen

sich, wenn man sich auf Direktflüge und

Flugvarianten mit einem Zwischenstopp

beschränkt, weit mehr als ein Dutzend

Fluggesellschaften aus Europa, den Golfstaaten,

der Türkei und Südostasien.

Auf der Strecke Frankfurt – New York

machten die Airlines zuletzt durch zusätzliche

Kapazitäten auf sich aufmerksam.

Singapore Airlines setzt dort den

Airbus A380 ein und United Continental

fliegt nun zweimal täglich ab Frankfurt.

Lufthansa bedient die Rennstrecke bereits

seit März 2011 mit dem A380. Und

aus dem nahen Ausland kommen von

Juni an weitere Verbindungen hinzu.

Dann fliegt Delta Air Lines ab Zürich

und Brussels Airlines täglich von Brüssel

zum »Big Apple«. Und auch bei Air Berlin

scheinen zusätzliche Transatlantik-

Frequenzen im Zuge des Einstiegs von

Etihad Airways nicht ausgeschlossen.

Musik spielt im Osten.

Für die großen Netzcarrier ist ein Preisverfall

auf der Langstrecke gefährlich,

weil dieses Segment im Gegensatz zum regionalen

Geschäft immer profitabel war.

Der Europa-Verkehr ist bei Lufthansa, Air

France/KLM und Co. dagegen chronisch

defizitär. Wohl auch deshalb reagieren

die Platzhirsche Europas mit so eindringlichen

Plädoyers für die Erhaltung der

Wettbewerbsfähigkeit europäischer Airlines

auf die junge, massiv aufstrebende

Konkurrenz aus den Golfstaaten.

Tatsächlich ist eine Verschiebung der

Machtverhältnisse in der Airline-Welt von

West nach Ost in vollem Gange, obwohl

die europäische Industrie 2011 mit 9,5

Prozent ein stärkeres Wachstum aufwies

als die asiatische (4,1 Prozent). Letzteres

resultiert vor allem aus dem Rückgang

des Flugverkehrs von und nach Japan

um 15 Prozent wegen des Erdbebens und

der nachfolgenden nuklearen Katastrophe.

Doch schon 2015, so schätzt die Iata,

24.2.2012 travel.one


sind 37 Prozent aller Reisenden von und

nach Asien unterwegs (heute 33 Prozent),

während der Anteil der Passagiere

von und nach Europa und Nordamerika

auf 29 Prozent sinkt (heute 31 Prozent).

Allein in China werde die Zahl der Passagiere

von rund 240 Millionen 2010 auf

425 Millionen im Jahr 2015 wachsen.

»Der asiatisch-pazifische Raum treibt

das Wachstum an«, so Tyler. Eine wichtige

Rolle werde auch der indische Markt

spielen, wenngleich dieser momentan

mit der Liquiditätskrise von Airlines wie

Air India und Kingfisher kämpfe.

xxxx.titelthema

Foto: shutterstock

ETS verzerrt Wettbewerb.

Verstärkt wird die Verschiebung der

Verkehrsströme Richtung Asien nach

Einschätzung der Airline-Organisation

durch die Einführung des Emissionsrechtehandels

(ETS) seitens der Europäischen

Union. Denn Staaten wie China

travel.one 24.2.2012 11


12

titelthema.airlines/airports

Tyler: Der asiatisch-pazifische

Raum treibt das Wachstum an

und die USA kämpfen mit allen Mitteln

darum, ihre Airlines aus dem Handel herauszuhalten.

China hat seinen Fluggesellschaften

bereits untersagt, am ETS teilzunehmen.

Zudem planen die Gegner – es

soll sich um 43 Staaten handeln – offenbar

ein Treffen in Moskau, um eine gemeinsame

Marschroute festzulegen und sich die

Kosten für den Kauf von Emissionsrechten

vom Leib zu halten.

Hinzu kommt, dass der Betrag für die

Emissionsrechte für Carrier, die wie Turkish

Airlines ihre Hubs am Rande Europa

haben, geringer ausfällt als für Airlines, die

beispielsweise ohne Zwischenstopp von

Europa nach Südostasien fliegen. Denn gezahlt

wird nicht für die Gesamtreise, sondern

lediglich für die Strecke bis zur nächsten

Landung.

Asien wächst, Europa spart.

Und wie gehen die Arlines mit dieser Ausgangslage

um? Für die Fluggesellschaften

der Golfstaaten lässt sich diese Frage

am leichtesten beantworten. Sie wachsen

ungehemmt weiter und steuern ständig

neue Flugziele an – sowohl in Europa als

auch in Asien und Australien. Asien befindet

sich ebenfalls auf Wachstumskurs, was

sich auch in einer großen Zahl hierzulande

weitgehend unbekannter Lowcost-Airlines

äußert. Vor allem der innerasiatische Markt

– in Asien machen allein Inlandsverbindungen

laut Iata 42 Prozent des Verkehrs

aus – weist eine starke Dynamik auf. So

unterzeichnete etwa die indonesische Fluggesellschaft

Lion Air, die in der EU auf der

schwarzen Liste steht, jüngst einen Vertrag

über den Kauf von 230 Boeing 737.

In den USA dagegen deutet sich eine

weitere Konsolidierung des Marktes an.

Nach der Fusion von United und Continental

erwartet die Fachwelt, dass die unter Insolvenzschutz

fliegende American Airlines

nach ihrer Sanierung entweder mit dem

Bei Europas Netzcarriern ist die Langstrecke

profitabel – das Europa-Geschäft dagegen nicht

Konkurrenten Delta Air Lines oder mit US Airways

zusammengeht.

In Europa rechnen Experten in diesem

Jahr nicht mit großen Sprüngen. Ulrich Schulte-Strathaus,

Generalsekretär des europäischen

Airline-Verbandes AEA, sieht die europäischen

Netzwerk-Carrier in der Zwickmühle

von hohen Kerosinpreisen und staatlicher

Regulierung. Lufthansa-Chef Christoph Franz

will dem »zunehmenden Margendruck« auf

der Langstrecke mit einem Sparprogramm

begegnen, das das Ergebnis um 1,5 Milliarden

Euro verbessern soll. Die Konzerntöchter Germanwings,

Swiss und Austrian Airlines werden

enger an die Zentrale gebunden, die Streckennetze

genauer aufeinander abgestimmt.

Zudem will die Airline auf der ITB erläutern,

wie sie wieder stärker im touristischen Geschäft

Fuß fassen will.

Bei Air Berlin stehen neben der bereits

angekündigten Kapazitätsreduzierung die

Integration in die Oneworld-Allianz und die

Abstimmung mit dem neuen Großaktionär

Etihad auf dem Plan. Durch den Etihad-Deal

erhält Air Berlin verstärkt die Rolle eines Zubringers

nach Abu Dhabi. Von dort aus wird

Etihad größtenteils den Weitertransport der

Gäste nach Asien und Australien übernehmen.

Der dritte Carrier mit Langstreckenprogramm

im heimischen Markt, Condor, ist

derzeit Objekt von Verkaufs- und Übernahmespekulationen.

Bei Condor soll das Langstreckengeschäft

in diesem und im nächsten

Jahr weiter wachsen. Neben touristischen

Rennstrecken wie Las Vegas, Dominikanische

Republik oder Kuba setzt Condor erfolgreich

auf die Kooperation mit Carriern in den Destinationen,

zum Beispiel mit der brasilianischen

Gol oder mit Air Alaska. Außerdem nimmt die

Thomas-Cook-Tochter verstärkt Ziele abseits

der Rennstrecken ins Portfolio. Eine neue Verbindung

im laufenden Winter ist zum Beispiel

die nach Roatan in Honduras. Und im nächsten

Winter kommen Yangon in Myanmar und Siem

Reap in Kambodscha hinzu. Christian Schmicke

24.2.2012 travel.one


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xxxx.titelthema

travel.one 24.2.2012 13


14

airlines.airports

Airlines arbeiten gerne mit Spitzenköchen – gerade hat TAM neue Bordmenüs vorgestellt.

Geheimnisvolle Rezepte

Setzen auf leichte Küche:

TAM-Deutschland-Chef

José Soares und die brasilianische

Köchin Bel Coelho

www.tam.de

Foto: BZ-comm

Die Kreation von Bordmenüs unterscheidet

sich völlig vom Kochen im

Restaurant«, sagt Bel Coelho. Die

junge Frau betreibt in der brasilianischen

Metropole Sao Paulo das Restaurant Dui

und ist weit über die Grenzen der Stadt

hinaus für ihre kreative brasilianische Küche

bekannt.

Nun hat sie für die brasilianische Fluggesellschaft

TAM die Bordmenüs zusammengestellt.

Das Ergebnis sind Kreationen

mit mediterranen Anklängen – in der First

Class etwa Lammkoteletts an Mandel- und

Rosinen-Couscous mit gedünstetem grünen

Spargel, in der Business Class gegrilltes

Lachsfilet an Passionsfruchtsauce und

Palmherzen-Risotto. In der Economy Class

besteht ein Gericht aus marokkanischem

Couscous-Salat mit grünem Salat und

Karotten, gegrilltem Hähnchen mit Kräutern,

Tomatenreis und gedünsteten fran-

zösischen Bohnen sowie Brot und Rosinen-

Pudding mit Karamelsauce.

»Es gibt Zutaten, die sich nicht für Gerichte

an Bord eignen«, sagt Coelho. So

könnten etwa Hülsenfrüchte für die Passagiere

zur Belastung werden. Die Mahlzeiten

müssten zudem die lange Zeitspanne

zwischen Herstellung und Servieren unbeschadet

überstehen, und auch an Bord noch

frisch wirken. Dies sei etwa bei Blattsalat

ein Problem. Saucen dürften nicht zu dünn

sein, weil sie dann das ganze Gericht durchnässen.

»Aber auch nicht zu dick, dann fehlt

die Leichtigkeit«, erläutert die Köchin.

Spagat zwischen Qualität und Preis.

Die größte Herausforderung bei der Entwicklung

von Mahlzeiten für Airlines sei

aber die Abwägung zwischen Kosten und

Qualität. »Jedes einzelne Menü wird genau

darauf überprüft, ob es in den vorgesehenen

Rahmen passt«, erklärt Coelho mit

leicht gequälter Miene. Wie dieser Kostenrahmen

bemessen ist, darüber muss

sie schweigen. Denn Catering-Firmen und

Fluggesellschaften hüten ihre Zahlen dazu

wie ein Staatsgeheimnis. Nicht einmal zur

Nennung grober Richtwerte lässt sich der

Caterer Gate Gourmet, der TAM beliefert,

bewegen. Nur so viel: Bei einem Langstreckenflug

kostet ein Business-Class-Menü

etwa das Sechsfache der Eco-Verpflegung.

Die First-Class-Kalkulation liegt nochmal

30 Prozent darüber.

Bel Coelho jettet nun um die Welt und

überprüft, wie ihre Menükonzepte von den

einzelnen Caterern vor Ort umgesetzt werden.

Mit dem Ergebnis in Frankfurt ist sie

sichtlich zufrieden. »Europa ist in diesen

Dingen gut organisiert«, findet sie. Die Aufgabe,

für eine Fluggesellschaft Gerichte zu

entwerfen, habe ihr Spaß gemacht, sagt sie,

um wenig später hinzuzufügen: »Ich meine

– es war eine gute Erfahrung.«

Christian Schmicke

24.2.2012 travel.one


Buddha bei die Fische.

Myanmar Myanmar Myanmar Myanmar

Kambodscha

Wir lieben Fliegen.

Mit Condor direkt nach Phuket (Thailand) und jetzt neu nach Siem Reap/

Angkor (Kambodscha) und Rangun (Myanmar). Sie finden uns in allen bekannten

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Thailand

Neu ab Winter: mit Condor im Direktflug

nach Siem Reap/Angkor und Rangun.

travel.one 24.2.2012 15


16

airlines.airports

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Fahrzeug zum Flughafen, vergessen

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und preisgünstigen »Unterkunft « für

ihr Gefährt. Expedienten, die ihren Kunden

einen entspannten und vergleichsweise

preiswerten Start in den Urlaub verschaffen

wollen, können für sie einen Stellplatz

im Voraus buchen.

Früh buchen und sparen.

Vor allem die Parkplatzbetreiber in Flughafennähe

arbeiten auf Provisionsbasis

mit den Agenturen zusammen. Größter

Anbieter in diesem Segment ist Holiday

Extras mit Buchungsmöglichkeit über

Amadeus Toma, Sabre Red + Merlin, Jack

Plus und Traffi cs Cosmo. Der Vermittler von

Parkplätzen hat mehr als 6.000 Stellplätze

an rund 40 Flughäfen im In- und Ausland

im Portfolio. Darunter 15 Parkfl ächen unter

der Marke Airpark an neun verschiedenen

Flughäfen. Neben seinem »Off -Airport«-

Angebot inklusive kostenlosem Shuttle-

Service zum Terminal bietet das Münchener

Unternehmen auch das sogenannte

Valet-Parken an, bei dem der Kunde seinen

Wagen direkt am Flughafen übergibt und

wiederbekommt. Neuzugang ist der Airport

Berlin-Brandenburg. Dort kann man

einen solchen Service im Voraus bestellen.

Martin Pundt, Chef für Kontinentaleuropa

bei Holiday Extras, plant darüber

hinaus, das Angebot innerhalb der Flughafengelände

auszuweiten. Den Start

machten vergangenes Jahr Dresden International

und der Allgäu Airport. An diesen

Flughäfen können Reisebüros für ihre

Kunden einen Platz buchen, der fußläufi g

zum Terminal liegt.

Holiday Extras, eine Marke der ABC

Holiday Plus GmbH, feiert in diesem Jahr

zehnjähriges Bestehen. »Einen maßgeblichen

Anteil am Erfolg des vergangenen

Jahrzehntes haben unsere Reisebüropartner

geleistet«, sagt Pundt und will auch

seine Partner mitfeiern lassen. Neben der

bestehenden Staff elprovision, der Übernahme

des Kreditkarten-Disagios sowie

24.2.2012 travel.one

Foto: Matze Ott/Photocase


Nicht alle Parkplatz-Anbieter

sind über die CRS buchbar

der Zahlung der Provision bei Stornos

stehen in diesem Jahr diverse Aktionen

auf dem Programm. Zum Beispiel

übernimmt Holiday Extras ähnlich

wie bei einer Bonuskarte nach zehn

Buchungen für einen Airparks-Parkplatz

die Kosten für die elfte.

Im direkten Kontakt.

Autohotel mit Standorten in Berlin-

Schönefeld und -Tegel, Dresden, Düsseldorf,

Frankfurt am Main, Hamburg,

Leipzig, München und Stuttgart zahlt

ebenfalls Provision. »20 Prozent unserer

Buchungen kommen aus den

Reisebüros«, sagt Geschäftsführerin

Raffaella Cassani. Zum Vergleich: Bei

Holiday Extras sind es 98 Prozent.

Auf der Website gibt es einen Bereich

für Agenturen. »Das Reisebüro

loggt sich ein und tätigt die Buchung,

die automatisch dem Büro zugeordnet

wird«, erklärt Cassani. »Wir erstellen

quartalsweise einen Report für unsere

Partner und damit die Gutschrift mit

der zehnprozentigen Provision.«

Cassani möchte dieses Prozedere

beibehalten. Auch wenn ihr bewusst

ist, dass ihr Angebot über die gängigen

Systeme buchbar sein müsste, um

am Counter präsenter zu sein. »Nach

verschiedenen Analysen haben wir

entschieden, diese Investition nicht

zu unternehmen, sondern eine gute

Buchungsmaske anzubieten«.

Mc Parking zahlt ebenfalls für die

Vermittlung. Auf Wunsch schickt der

Anbieter einen Vertrag. Buchbar sind

Parkplätze in Berlin-Schönefeld, Berlin-Tegel

und künftig am Airport Berlin-Brandenburg.

Für jede Buchung

können Expedienten fünf Euro des

Parkpreises als Provision einbehalten,

den Rest zahlt der Kunde dann

vor Ort.

Airports wollen profitieren.

Damit den Flughäfen das Geschäft mit

den Parkplätzen nicht flöten geht, hat der

Flughafenverband ADV im Herbst 2011

die Website »Parkplatz im Flughafen« initiiert.

Der gemeinsame Internetauftritt

der Flughäfen Berlin, Dresden, Düsseldorf,

Frankfurt am Main, Hamburg, Köln/

Bonn und München bietet die Möglichkeit,

Stellplätze der Partner direkt beim

Betreiber online zu buchen.

»Das Parkgeschäft ist sehr wichtig für

uns«, sagt Jan Ambrosius, zuständiger

Projektleiter beim ADV. Der durchschnittliche

Anteil des Parkgeschäftes an den

deutschen Verkehrsflughäfen betrage im

Durchschnitt auf das Non-Aviation-Geschäft

bezogen 16 Prozent und bezogen

auf den Gesamtumsatz 6,4 Prozent.

Die Flughäfen hätten damit zu kämpfen,

dass ihr Angebot als zu teuer empfunden

werde und Reisende in der Folge

zu den Mitbewerbern auswichen. »Dass

es auch günstigere Parkmöglichkeiten direkt

am Flughafen gibt, wird nicht wahrgenommen«,

beklagt Ambrosius.

Reisebüros profitieren von der ADV-

Plattform nicht. Jedoch arbeitet beispielsweise

Hamburg Airport derzeit an einem

Reservierungssystem für Expedienten,

das im Mai online geht. Die Agenturen

sollen dann mit Incentives für eine Parkplatzbuchung

entlohnt werden. Außerdem

gibt es im hauseigenen Agentenportal

einen Rabattgutschein in Höhe

von fünf Euro. Und beim Baden-Airpark

besteht die Möglichkeit, über den Anbieter

Apcoa Wertschecks zu beziehen.

Der Wert ist variabel und kann individuell

definiert werden. »Jedes Reisebüro

kann selbst entscheiden, ab welchem

Buchungswert ein solcher Bonus gewährt

wird«, sagt Heiko Rupp, Gebietsleiter bei

Parkplatzbetreiber Apcoa.

Yannick Fiedler

Und über Nacht

sieht die Welt

ganz anders aus.

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travel.one 24.2.2012 17


18

airlines.airports

Foto: Fraport AG

Mühelos zum Gate

Mit kostenlosem W-Lan und E-Shuttles verbessert Fraport den Service.

n »Viele neue Services am

Flughafen sind unseren Gästen

noch gar nicht bekannt«,

sagt Annegret Reinhardt-Lehmann.

Die Marketingleiterin

bei der Fraport AG ist sozusagen

das Gesicht der Qualitätsoffensive,

die der Airport unter

dem Slogan »Great to have you

here« lanciert hat.

Neben Elementen wie

schnellere Abfertigung – die

Kunden sollen weder beim

n United verbessert den Bordservice

in den Premium-Klassen. Gäste der

First und Business Class erhalten zum

zweiten Quartal des Jahres eine größere

Auswahl an Speisen und Getränken,

ein breiteres Unterhaltungsprogramm

und auf der Langstrecke ein neues Reiseset,

bessere Decken und Kissen.

Gleichzeitig benennt United die

Klassen auf der Langstrecke um: Die

First Class trägt den Namen »United

Global First«. Die Business Class heißt

auf internationalen Strecken »United

Business First«. In letzterer wird das

Business-Class-Produkt von Continen-

Check-in noch bei Sicherheits-

oder Passkontrollen länger als

zehn Minuten warten – spielen

auch praktische Annehmlichkeiten

eine Rolle. So pendelt

in den Terminals ein kostenloser

E-Shuttle für Jedermann,

der Passagiere nach dem Prinzip

»Hop-on, hop-off« längere

Wege einfach zurücklegen

lässt. Seit dem 1. Dezember

können Reisende in Frankfurt

30 Minuten lang das Internet

tal auf die United-Flotte ausgeweitet.

Im Laufe der zweiten Jahreshälfte werden

zudem größere Gepäckfächer an

Bord der Airbus A319 und Airbus A320

eingebaut. Die Stauräume sollen so um

etwa zwei Drittel vergrößert werden.

Außerdem gibt es dann über Satellit Internet-Empfang

an Bord. Auf den Flügen

zwischen der nordamerikanischen

Ost- und Westküste führt die Airline

ebenfalls ein Audio/Video-on-Demand-

Entertainmentsystem ein, außerdem

Flachbettsitze und erweiterte Serviceangebote

in den Premium-Kabinen.

www.unitedairlines.de

über W-Lan kostenlos nutzen.

Um zu überprüfen, welche

Fortschritte der Flughafen in

puncto Pünktlichkeit und Kundenfreundlichkeit

gemacht

hat, tagt vierteljährlich ein

»Quality Board«, in das Partner

wie Airlines, Bundespolizei,

Bahn und Zoll eingebunden

sind. Bei den Pünktlichkeitswerten

erreicht der Flughafen

derzeit übrigens eine Quote

von 95 Prozent.

United wertet Premium-Klassen auf

Die Shuttle-Fahrzeuge

können alle Fluggäste

nutzen

Im Netz

www.frankfurt-airport.

de/content/frankfurt

_airport/de/services

_am_airport/Great-to

-have-you-here.html

United Business First heißt die Business

Class künftig bei United

Foto: United

24.2.2012 travel.one


SAA bedient die innerafrikanischen Strecken mit einem Airbus A319

SAA stärkt

regionales Netz

n South African Airways (SAA) hat das innerafrikanische

Streckennetz in den vergangenen Monaten erweitert. Vom

Drehkreuz Johannesburg fliegt die Gesellschaft jetzt nach

Ndola in Sambia, Bujumbura in Burundi, Kigali in Ruanda

und Cotonou in Benin.

Bujumbura ist die Hauptstadt von Burundi und besitzt

zudem den größten Hafen des Landes. Ruandas Hauptstadt

Kigali fungiert als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum

sowie als Verkehrsknotenpunkt. Cotonou ist der wirtschaftliche

Knotenpunkt und zugleich die größte Stadt von Benin

und Ndola ist Sambias zweitgrößte Stadt.

Ndola, Bujumbura und Kigali werden dreimal pro Woche

angeflogen, die Verbindung nach Cotonou erfolgt zweimal

wöchentlich mit Zwischenstopp in Libreville in Gabun. Fluggerät

ist ein Airbus A319.

www.flysaa.com

updates

�Vom 15. Juni an verbindet Ethiopian Airlines täglich

Frankfurt mit Addis Abeba. Bislang bietet die äthiopische

Fluggesellschaft fünf Flüge pro Woche an.

www.ethiopianairlines.com

�SATA startet am 31. Mai Flüge von München via Porto nach

Ponta Delgada auf der Azoreninsel Sao Miguel. Geflogen wird

samstags. Außerdem bietet die Airline der Azoren 2012 ab

Frankfurt 24 Flüge mehr an als im Vorjahr. www.sata.pt

�Royal Jordanian fliegt mit Beginn des Sommerflugplans

nicht mehr von München nach Amman. www.rj.com

�Air Mauritius stellt die Nonstop-Flüge ab München und

Frankfurt Ende Oktober ein. Wer danach mit der Gesellschaft

auf die Urlaubsinsel im Indischen Ozean fliegen will,

muss über Paris reisen. Mailand und Genf fallen als Alternativen

aus. Die Direktflüge von dort werden im Herbst ebenfalls

aufgegeben.

�Austrian Airlines streicht zum Sommerflugplan die Flüge

nach Mumbai. Das auf der Strecke eingesetzte Langstreckenflugzeug,

eine Boeing 767, soll dann auf den Flügen von und

nach Tel Aviv und nach Teheran zum Einsatz kommen.

Foto: SAA

Investition in die Infrastruktur

n Der Flughafen Paderborn-Lippstadt will bis 2016 rund

18,5 Millionen Euro in die Verbesserung seiner Infrastruktur

investieren. Auf dem Programm soll unter anderem die Sanierung

der Start- und Landebahn sowie eine Modernisierung der

Sicherheitseinrichtungen stehen. Im vergangenen Jahr hatte

der Flughafen 5,3 Prozent weniger Passagiere als 2010. Doch

in diesem Jahr soll es wieder aufwärts gehen. Geschäftsführer

Elmar Kleinert zählt dabei vor allem auf eine größere Zahl an

Flügen in die Türkei im Sommer.

www.airport-pad.com

Etihad nimmt Emissionszuschlag

n Vom 1. März an sollen Passagiere von Etihad Airways drei

US-Dollar, also rund 2,30 Euro, zusätzlich pro Flug von und

nach Europa zahlen. Mit dem Mini-Zuschlag reagiert die Fluggesellschaft

auf die Einbeziehung der Airlines in den Emissionsrechtehandel

durch die Europäische Union. Die zusätzlichen

Gebühren seien auf Basis der Mehrkosten berechnet,

die Etihad Airways für den Kauf von Emissionszertifikaten in

der EU bezahlen muss, erklärt die Fluggesellschaft.

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travel.one 24.2.2012 19


20

airlines.airports

Airbus kämpft mit Haarrissen und falschen Nieten im Großraumflugzeug A380

Plan für Auslieferungen bleibt

In der Spitze des A380

müssen sechs Nieten

ausgetauscht werden

Mehr Flüge in die Karibik

n Erst waren es Haarrisse in den Flügeln,

nun ist es die Flugzeugspitze. Die

europäische Luftsicherheitsbehörde

Easa hat den Flugzeugbauer Airbus angewiesen,

sechs Aluminiumnieten an

einem Holm an der Flugzeugspitze gegen

hochfeste Titannieten auszutauschen.

Im ungünstigsten Fall könnte

sich sonst unter Extrembelastung, wie

bei einem Druckabfall, die Rumpfspitze

des Flugzeugs lösen. Die Reparatur soll

binnen acht Monaten erfolgen.

Von Airbus heißt es dazu, Techniker

des Unternehmens hätten das

Problem selbst entdeckt und ihre Airline-Kunden

im Oktober 2011 darüber

informiert. Es bestehe keine akute Sicherheitsgefahr

und der Austausch der

sechs Nieten sei innerhalb von dreieinhalb

Stunden erledigt.

Zu den Haarrissen in den Flügeln

des A380 hat sich unterdessen Airbus-

Chef Tom Enders am Rande der Luftfahrtmesse

Airshow in Singapur geäußert.

»Wir haben hier einen kleinen

Fehler gemacht, und wir beheben ihn

so schnell wie möglich«, so der CEO.

n Neben den neuen Verbindungen nach Rio, Yangeon und Siem Reap weitet Condor

auf der Langstrecke zum nächsten Winter vor allem das Flugangebot in die

Karibik aus. Davon profitierten Cancun in Mexiko, Santo Domingo und Punta Cana

in der Dominikanischen Republik sowie Panama City in Panama, kündigt Achim

Lameyer, Direktor Einzelplatzverkauf von Condor, an. Cancun hat dann sechs statt

wie bisher vier Flüge pro Woche. Richtung Panama City verdoppelt Condor die Kapazität

auf zwei wöchentliche Verbindungen. Ebenfalls um je eine Frequenz weitet

die Condor die Flüge nach Punta Cana auf sechs, und nach Santo Domingo auf

fünf pro Woche aus. Montego Bay auf Jamaika und Holguin auf Kuba werden zudem

in der Wintersaison 2012/13 nonstop angeflogen.

Aktuell laufen die Geschäfte des Ferienfliegers offenbar nicht schlecht. Nach

jüngsten Zahlen der Muttergesellschaft Thomas Cook liegen die Buchungen im

Sommer um vier Prozent über dem Vorjahr. Allerdings ist auch die Kapazität gegenüber

dem Vorjahr um sieben Prozent gewachsen. Noch in diesem Jahr übernimmt

der Carrier zwei weitere Langstreckenflugzeuge.

Foto: Airbus S.A.S.

Nun solle die Quelle des Defekts ausfindig

gemacht und beseitigt werden.

Der Airbus-Chef betonte dabei, die Risse

stellten keine Gefahr für die Flugsicherheit

des Passagierflugzeugs dar.

»Wir lernen vom A380-Programm für

das A350-Programm«, fügte er hinzu.

Der Airbus A350 gilt als unmittelbarer

Konkurrent zu Boeings Dreamliner 787.

Nachdem die Risse in Flügeln von

A380-Maschinen entdeckt worden waren,

die für Qantas und Singapore Airlines

unterwegs sind, hatte die Easa

angeordnet, dass sämtliche Flugzeuge

dieses Typs zum Flügelcheck müssen.

Die Kosten dafür übernimmt der Flugzeugbauer.

Derzeit sind insgesamt 69 der

Großraumflugzeuge für sieben Fluggesellschaften

in Betrieb. Emirates betreibt

20, Singapore Airlines 16, Qantas

zwölf und Lufthansa acht. Airbus hält

nach Aussage von Enders an den Plänen

fest, bis zum Jahresende 30 weitere

Maschinen auszuliefern. Insgesamt

belaufen sich die Bestellungen auf 243

Exemplare.

Lameyer: Mit zwei zusätzlichen Maschinen

baut Condor im Winter die Fernstrecke aus

24.2.2012 travel.one


Foto: CC-BY

Täglich nach Windhoek

n Am 28. März erhält Air Namibia den lange

geplanten siebten Flug pro Woche zwischen

Frankfurt und Windhoek. Der tägliche

Abendfl ug verlässt die Main-Metropole

um 20.10 Uhr und erreicht die namibische

Hauptstadt um 5.10 Uhr des darauff olgenden

Tages. Zurück nach Deutschland geht

es dann ebenfalls täglich. Die Fluggesell-

Wolfram Marx

Redakteur

w.marx@travel-one.net

schaft setzt auf der Strecke weiterhin einen

Airbus A340-300 mit 32 Sitzen in der

Business Class und 246 Plätzen in der Economy

Class ein. Sie plant off enbar, die Kabinenausstattung

ihrer beiden Langstreckenmaschinen

aufzurüsten. Details dazu

nennt sie noch nicht. Im Oktober sollen die

beiden letzten bestellten Airbus A319 an

Fehleinschätzung

Die Zahl der zufriedenen Gesichter bei den deutschen

Flughäfen in Anbetracht der Passagierzahlen 2011 ist

überschaubar. Die großen Airports sind gewachsen,

für einige der kleinen Flughäfen sind die Aussichten

dagegen alles andere als rosig. Vor allem Erfurt, Hahn

und Weeze müssen bei Rückgängen von bis zu 17 Prozent

um ihre Existenz fürchten.

Sie erhalten nun die Quittung für ihre eindimensionale

Produktpolitik. Es ist eben fatal, sein Geschäft

mehr oder weniger auf einem einzigen Anbieter aufzubauen.

In Weeze und Hahn ist dies Ryanair, in Erfurt

war es Air Berlin. Ryanair-Chef Michael O‘Leary

ist knallhart. So schnell wie er eine neue Basis eröff -

net, schließt er sie auch wieder. Die Schrump� ur, die

der neue Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn seiner

Airline verordnete, traf Erfurt. Die selbst geschaff ene

Abhängigkeit wird so schnell zur Falle. Aus dieser

Falle angesichts klammer Kassen und nicht mehr so

üppig sprudelnder Subventionen herauszukommen,

wird schwierig.

Die Strecke Frankfurt – Windhoek wird mit Airbus A340 bedient

Air Namibia ausgeliefert werden. Die regionale

Flotte wird um eine vierte Embraer

ERJ-145 erweitert, die 45 Passagieren

Platz bietet. Damit werden von Mitte Mai

bis Ende August drei wöchentliche Verbindungen

von Windhoek nach Gaborone

in Botswana und vier wöchentliche Flüge

nach Harare in Simbabwe durchgeführt.

Die Airline der Azoren

Die besten

Verkaufsargumente:

> NonStop-Flüge Mittwoch

und Sonntag ab/bis Frankfurt

nach Ponta Delgada

> Neu: jetzt auch

ab München über Porto

> Ideales Reiseziel

für Gruppenreisen

> Tolle Tarife mit

dem Azoren-Airpass

travel.one 24.2.2012

SATA Internacional

Leonhardstraße 22

61169 Friedberg

Tel. 06031-737640

info@ � ysata.de

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21

Foto: Air Namibia


22

Foto: MAN Truck & Bus AG

Die Verschärfung der Umweltzonen in acht deutschen Städten stellt zahlreiche

Busunternehmer vor eine Herausforderung. Nicht alle Fahrzeuge erfüllen die Norm.

Kein Reinkommen

ohne grüne Plakette

Umweltzonen

Stufe drei

Die grüne Plakette für Reisebusse

ist seit Januar in Berlin,

Frankfurt, Stuttgart und Osnabrück

ein Muss. Es folgen dieses

Jahr noch Bremen am 1.

Juli sowie Augsburg, Erfurt und

München am 1. Oktober. Die

Busse müssen damit mindestens

dem Abgasstandard Euro

vier entsprechen. Ziel ist es, die

Luftverschmutzung und vor allem

die Feinstaubbelastung zu

reduzieren.

Rot, gelb, grün. Wenn Andreas Faber

überlegt, welchen Bus er wohin

schickt, hat er stets die drei Farben

vor Augen. Seit Beginn des Jahres kann er

keineswegs nach Gutdünken planen. Die

fünf Fahrzeuge mit der gelben und grünen

Umweltplakette muss er jetzt auf alle Fälle

für Ausflüge reservieren. Den Rest des

Fuhrparks – der Inhaber des Reisebüros

Faber im mittelfränkischen Dinkelsbühl

besitzt 16 Fahrzeuge – nutzt er für den Linienverkehr

oder eben nur dann für Reisen,

wenn das Ziel in keiner Umweltzone liegt

oder lediglich die rote Plakette Pflicht ist.

»Der Fahrplan muss durchdacht sein«,

sagt Faber. Das frisst Zeit. Glücklich ist er

darüber nicht – wie alle Anbieter von Busreisen.

Acht deutsche Städte sorgen daher

derzeit für Unmut: Berlin, Frankfurt, Stutt-

gart und Osnabrück fordern seit Jahresbeginn

für Busse die grüne Plakette. Augsburg,

Bremen, Erfurt und München wollen

in den nächsten Monaten nachziehen und

auf ihre Straßen nur noch Busse der Schadstoffgruppe

vier lassen. Damit gelten dort

für Veranstalter touristischer Touren die

gleichen Regeln wie für Pkw-Fahrer.

»Viele Unternehmen dürfen nun keine

Fans mehr zum Fußballspiel nach Frankfurt

bringen«, weiß Richard Eberhardt,

Präsident des Internationale Bustouristik

Verbands RDA. Denn der Knackpunkt ist:

Um weiterhin die Main-Metropole ansteuern

zu können, müssen zahlreiche Anbieter

erst einmal investieren. Schließlich

steht nicht bei jedem Unternehmer bereits

eine »grüne« Flotte im Hof. Eberhardt etwa,

der sich von allen älteren Fahrzeugen

24.2.2012 travel.one


trennte und nun 25 Reisebusse mit grüner

Plakette besitzt, bezeichnet sich als nicht

repräsentativ.

Ein neuer Bus kostet zwischen 250.000

und 450.000 Euro. Und wer ein älteres Modell

nachträglich mit einem Partikelfi lter

bestückt, muss rund 10.000 Euro berappen.

Wolfgang Steinbrück, Präsident des

Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer

(BDO), bezweifelt, dass sich das

für alle Unternehmen lohnt. Die Konsequenz

sei vielmehr, Fahrten in Städte mit

strengen Umweltzonen nicht mehr anzubieten.

»Darunter leiden dann natürlich

auch die Gastronomie, der Handel und die

Kulturangebote«, meint er.

Unter Zugzwang.

Rund 76.000 Busse fuhren im vergangenen

Jahr für deutsche Firmen. Nach Angaben

des Kraft fahrtbundesamts klebte

nicht einmal bei jedem dritten Bus eine

grüne Plakette an der Frontscheibe. Die

Zahl der Fahrzeuge mit Bestnote dürft e

inzwischen allerdings höher sein. Andreas

Faber beispielsweise kauft e im Dezember

ein neues Modell. Auch Andreas

Kröper sah sich in Zugzwang und tauschte

2011 einen Bus aus. »Okay ist das Ganze

aber nicht«, meint der Inhaber des gleichnamigen

Reise-Services im württembergischen

Crailsheim.

Weniger Luft verschmutzung als

Ziel: In Berlin gelten für Busse

und Pkw die gleichen Regeln

Die beiden Unternehmer glauben genauso

wenig wie BDO und RDA, dass ein Aussperren

älterer Fahrzeuge die Luft qualität

in den Städten verbessert. »Ein Bus ersetzt

30 Pkw«, rechnet Eberhardt vor. Und

Steinbrück ergänzt: »Selbst ein Bus mit

gelber Plakette bringt einen großen Umweltvorteil.«

Die Berliner Senatsverwaltung

sieht das anders. Ein Reisebus mit

gelber Plakette ohne Filter verursache so

viel Dieselruß wie etwa 45 durchschnittliche

Pkw, argumentiert sie.

Die Verbände fragen sich jedoch, warum

es dann Ausnahmen gibt. So dürfen

in Berlin weiterhin Busse mit gelber Plakette

durch die Stadt fahren – wenn sie

nicht aus Deutschland, sondern aus dem

europäischen Ausland kommen. »Das ist

Diskriminierung«, schimpft Eberhardt.

Doch trotz ihrer Kritik: Weder BDO

noch RDA stemmen sich komplett gegen

die Umweltzonen. Sie wollen vielmehr

einen Aufschub. Bis Ende 2014, so ihr

Wunsch, sollen Busse mit gelber Plakette

überall erlaubt sein. Bis dahin wären

nämlich auch die Fahrzeuge abgeschrieben,

die 2006 angescha� wurden. »Damals

war Euro drei Stand der Technik«,

betont Steinbrück. Ob sich die Hoff nung

erfüllt, ist ungewiss. Derzeit planen 22

weitere Städte, 2013 die grüne Plakette zur

Pfl icht zu machen. Petra Hirschel

Grün im

nächsten Jahr

busreisen.produkt

2013 wollen außerdem Freiburg,

Halle, Hannover, Heidelberg,

Heilbronn, Herrenberg,

Ilsfeld, Karlsruhe, Leonberg,

Ludwigsburg, Magdeburg,

Mannheim, Markgröningen,

Mühlacker, Pfi nztal, Pforzheim,

Pleidelsheim, Recklinghausen,

Reutlingen, Schramberg, Tübingen

und Ulm die grüne Plakette

vorschreiben.

Die Airline der Azoren

Neu: jetzt auch ab

München

über Porto

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Foto: Hartl Resort

Hartl will an den Counter

»Europas größtes Golfresort« hat kräftig am Produkt gefeilt.

n »Derzeit vertreiben wir 95

Prozent unserer Betten direkt«,

räumt Volker Schwartz

ein. Doch das soll sich ändern.

Nachdem im vergangenen Jahr

intensiv am Produkt gefeilt

wurde, rücke nun der Vertrieb

über Reisebüros stärker in den

Vordergrund, kündigt der Geschäftsführer

der A. Hartl Resort

GmbH an.

Dafür hat Schwartz mit Ute

Bernardi und Thomas Bienmüller

zwei neue Vertriebsexperten

ins Team geholt. Während

Bernardi vor allem für

den Direktverkauf und Spon-

updates

soring-Projekteverantwortlich ist, steht der langjährige

Aldiana-Mann Bienmüller für

die Reisebürokontakte. Agenturen,

die mit dem Hartl Resort

zusammenarbeiten wollen,

können zwischen Provision

und Nettopreisen wählen.

Der Komplex des Hartl Resorts

Bad Griesbach umfasst

»Europas größtes Golfresort«

mit zehn Golfplätzen und sieben

Hotels. Aushängeschild

der Hotellerie ist das frisch renovierte

Fünf-Sterne-Haus Maximilian

mit 221 Zimmern und

Suiten. 76 Zimmer wurden neu

�Windrose veranstaltet in Kooperation mit der Humboldt-

Universität in Berlin wissenschaftlich geführte Reisen nach Madrid,

Ägypten und Vietnam. Die Touren haben jeweils einen thematischen

Schwerpunkt. In Indochina etwa geht es um ökologische

und ökonomische Veränderungen. www.windrose.de

�Der Radreiseveranstalter Die Landpartie bietet erstmals

eine Tour zu den Gärten der Bretagne und der Kanalinseln an.

Die Teilnehmer der einwöchigen Reise treten täglich zwischen

zwölf und 63 Kilometer in die Pedale. www.dielandpartie.de

gestaltet, ebenso der Beauty-

und Ayurveda-Bereich.

Auf gehobenem Vier-

Sterne-Niveau rangieren das

160-Zimmer-Hotel Ludwig, das

von 2008 bis 2010 als Aldiana

geführt wurde, sowie das

150-Zimmer-Haus Fürstenhof.

Während das Ludwig in erster

Linie Familien anspricht und

mit seinem Buffet-Restaurant

Clubcharakter hat, ist der Fürstenhof

eher auf Ruhe suchende

Paare ausgerichtet. Hinzu

kommen vier Gutshöfe mit 23

bis 46 Zimmern und eigener

Gastronomie.

Aushängeschild: Das Hotel

Maximilian ist das feinste

Haus in Bad Griesbach

Im Netz

www.hartl.de

�Im Juni will Crowne Plaza in der Nähe des Potsdamer Platzes

in Berlin ein Hotel eröffnen. Das Haus soll über 256 Zimmer,

19 Suiten und eine Clubetage mit separater Lounge verfügen.

www.crowneplaza.com

�Marriott renoviert das Elysee Palace Hotel in Nizza. Das Haus

mit 143 Zimmern soll von 2013 an als AC Hotel firmieren. Es

wäre dann die erste Unterkunft der Konzernmarke in Frankreich.

Nach Unternehmensangaben soll das Hotel eine der elegantesten

Adressen in Nizza werden.

24.2.2012 travel.one


Aida Cruises auf Kurs nach Norden

Stärkerer Schwerpunkt

auf Themenreisen

mix.produkt

n Nordeuropa erhält bei Aida Cruises einen noch höheren Stellenwert. Die Reederei

baut im kommenden Jahr ihr dortiges Programm aus. So soll auch die Aida Stella

nach ihrer Taufe in Warnemünde am 17. März 2013 in der Ost- und der Nordsee

unterwegs sein. Geplant sind zweiwöchige Kreuzfahrten in der Region sowie viertägige

Reisen nach Amsterdam und London. Los geht es jeweils in Hamburg.

Die Hansestadt ist auch Basishafen der Aida Sol. Sie sorgt bei der Carnival-Tochter

für ein Novum: Erstmals bieten die Rostocker von Mai bis Dezember Kreuzfahrten

ab Hamburg an. Aida Cruises ist 2013 mit sechs Schiffen in Kiel, Warnemünde

und Hamburg vertreten. www.aida.de

n Gruppenreisespezialist Intercontact setzt in seinem Programm für dieses und

das nächste Jahr einen stärkeren Akzent auf Themenreisen. Im Angebot sind unter

anderem Touren auf den Spuren des Kaffees nach Costa Rica und Äthiopien, Reisen

rund um das Thema Tee nach China, Genussreisen nach Mallorca und Südafrika,

Weinreisen ins Bordeaux, Wanderreisen auf die Halbinsel Chalkidiki oder kulturelle

Rundreisen auf den Spuren Dostojewskis in St. Petersburg. Geschäftsführerin

Kirsten Schlimm sieht Reisen, die sich neben dem Zielgebiet auch auf ein Thema

konzentrieren, auf dem Vormarsch. »Ein Land aus einer Themen-Perspektive kennenzulernen

und aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, schafft neben den touristischen

Highlights einen zusätzlichen Mehrwert«, sagt sie.

Nach Aussage von Vertriebschef Andreas Mehlhaus arbeitet das Unternehmen,

das in diesem Jahr 40 Jahre alt wird, mit Reisebüros auf der Basis von Nettopreisen

zusammen. Die Vertriebspartner können ihre Marge frei kalkulieren.

www.ic-gruppenreisen.de

Kaffee aus Costa Rica steht im Mittelpunkt

einer der Themenreisen von Intercontact

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travel.one 24.2.2012 25

Foto: IC-Gruppenreisen


26

sales.crs

Nachhaltigkeit und Teilhabe am wachsenden Onlinemarkt sind für Sabre die Zukunftsthemen

der Touristik. Die passenden Produkte bringt das CRS jetzt auf den Markt.

Neuer Motor für

das Internetgeschä�

Die Web Booking Engine

soll den Reisebüros einen

Einstieg in die Online-Welt

ermöglichen und die Online-

Nutzer zu Kunden machen

Online, online, online. Es klingt wie

das Mantra des Sabre-Managements.

Der Online-Bereich ist nicht

mehr nur ein Segment, das neben dem

Kerngeschäft als CRS nebenher läuft und

entsprechend mit Produkten versorgt

wird, sondern der wachsende Markt nimmt

einen immer größeren Platz in der Unternehmens-

und Produktpolitik ein. Die logische

Folge und keine Überraschung ist nun

eine neue Internet Booking Engine (IBE).

Die »Sabre Web Booking Engine« soll Reisebüros

mit Hilfe einer schnellen Such- sowie

einer Kalenderfunktion und der Einbindung

der Buchungsmaschine für Billigfl ieger

»Bargain Max Finder« die Möglichkeit

geben, ihr Online-Geschäft auf- und auszubauen,

sagt Harald Eisenächer, Vice President

von Sabre für Europa, den Nahen Osten

und Afrika. Integriert werden sollen in

die IBE unter anderem auch Sitzpläne der

Maschinen oder Tari� edingungen. »Die

Sabre Web Booking Engine ist Teil eines

Gesamtkonzepts. Auf ihr als Basis können

die Reisebüros auch ihre eigenen Kundenlösungen

au� auen«, führt Deutschland-

Chefi n Anne Rösener aus.

Sabre will mit der neuen Plattform den

Trend und die Richtung des Online-Geschäft

s mitbestimmen. »Vor einigen Jahren

wurde das Internet noch als Bedrohung für

die Reiseindustrie betrachtet. Heute machen

die Online-Buchungen in Europa und

Nahost ein Fünft el aller Buchungen aus, in

den nächsten vier Jahren soll der Anteil auf

25 Prozent steigen«, so Eisenächer.

In Deutschland beträgt die Quote der

Online-Durchdringung 32 Prozent und ist

stark steigend. Zurück liegt in Deutschland

der Buchungsanteil der Veranstalter,

der nur auf einen Wert unter zehn Prozent

kommt und langsam wächst. Zulegen

können dagegen die Online-Reisebüros,

Sabre erwartet einen Sprung von derzeit

33 Prozent auf 39 Prozent Ende 2013. Ihre

Buchungen wachsen stärker als die auf den

Seiten der Fluggesellschaft en.

Reisebüros, die an diesen Zuwächsen

partizipieren wollen, müssten laut Rösener

eine stringente Online-Strategie verfolgen,

24.2.2012 travel.one


das veränderte Kundenverhalten verstehen

und über die Technologie verfügen, um Personen,

die im Internet suchen, zu Online-

Kunden zu machen. »Die Conversion Rate

ist entscheidend. Wir müssen wissen, was

der Kunde will. Ein Kriterium dafür ist die

Produktvielfalt. Dann muss Vertrauen in die

Marke geschaffen werden und schließlich

muss der Kunde den richtigen Preis finden

können«, sagt die Deutschland-Chefin. Dies

seien die Säulen ihrer Online-Strategie. Es

gebe eine starke Entwicklung zum Mix von

On- und Offline, die dürften die Reisebüros

nicht verpassen.

In Sabre Web Booking werden nur CRS-

Produkte wie Flüge, Hotels und Mietwagen

angeboten, touristische Angebote sucht man

darin vergebens. Die Buchungsmaschine ist

Ersatz für Sabre Res, das zum Ende des Jahres

abgeschaltet wird, in Deutschland aber

ohnehin nur wenig genutzt wurde. Es gebe

keine feste Preisliste, sondern die Preise

würden mit den Kunden individuell festgelegt,

kündigt Rösener an.

Öko-Hotels buchbar.

»Sabre Eco-Certified Hotel Programme« ist

der Name einer neuen Anwendung, die dafür

sorgen soll, dass das Technologieunternehmen

den Zug mit dem Ziel Nachhaltigkeit

nicht verpasst. Buchbar sind damit ökologisch

ausgerichtete Hotels. Grundlage für die

Einordnung sind das Travelocity Green Hotel

Directory, das bei der Sabre-Tochter 2009

gestartet wurde, und die Richtlinien des

Global Sustainable Tourism Council. Die Kriterien

werden von UN-Institutionen, Nichtregierungsorganisationen

und Forschungseinrichtungen

festgelegt.

Zum Start sind 4.700 Hotels in der Datenbank

vorhanden, sie sind auf den Buchungsplattformen

entsprechend gekennzeichnet.

Eine »Easy-to-spot«-Funktion soll schnelles

und einfaches Auffinden garantieren. »Es

gibt eine starke Nachfrage nach diesen Hotels,

die nun einfacher und schneller zu finden

sind. Wir können bei dem neuen System

auf die Erfahrungen bei Travelocity zurückgreifen«,

stellt Eisenächer fest. Neben dem

CRS implementiert Sabre das Programm

auch in der Geschäftsreisenlösung Get There

und bei Hotel Solutions. Wolfram Marx

Rösener: »Mit der IBE können

Reisebüros die Kunden auf der

Website halten«

Eisenächer: »Die Öko-Hotels

werden in den Anwendungen

separat ausgewiesen«

thema.sales

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travel.one 24.2.2012 27


28

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Viel Bewegung

im Sektor Travel Technology

updates

�Der kanadische Zugreiseveranstalter Rocky Mountaineer

bietet Reisebüros eine neue Online-Buchungsfunktion. Erstmals

können Agenturen nun unter diversen Unterkunftsarten wählen,

mehrere Zimmer buchen und Upgrades anfragen. Zusätzlich

kann die aktuelle Verfügbarkeit von mehrtägigen Zugreisen

überprüft werden. http://agent.rockymountaineer.com

�Amondo wendet sich mit der neuen Kommunikationsplattform

»Go to Meeting« an seine mobilen Reiseverkäufer. Mit dem

kostenfreien System können die Mitglieder an Schulungen per

Telefon oder Skype teilnehmen. www.amondo.info

Travelport hat die Hotelbuchungsplattform Travelport Rooms

and More um Häuser aus der Datenbank von Booking.com ausgebaut.

Im ersten Schritt wächst das Angebot um 115.000 Hotels

Kommunikation ist

Trumpf bei der neuen

Hotelmarke »Me

And All«, die eine

»smarte Hotelrevolution«

auslösen soll

n Technik-Trend: Eines der boomenden Segmente auf der ITB in Berlin heißt Travel

Technology, betont David Ruetz, Leiter der weltweit größten Touristikmesse. Dieses

Segment besteche durch eine Vielzahl an Produktinnovationen. Als zukunftsweisendes

Beispiel führt der ITB-Chef die Zusammenarbeit zwischen Lindner Hotels

und der Telekom bei der Entwicklung der neuen Hotelmarke »Me And All« an.

Dabei sollen innovative Ideen rund um das Thema Live-Community in das Hotelkonzept

integriert werden. Die Ideen dazu liefert die Internet-Community selbst

– durch einen ausgeschriebenen Ideenwettbewerb, dessen Sieger auf der ITB präsentiert

werden (8. März, Halle 7.1 C, Stand 105 um 16.30 Uhr). Lindner will so ein

neues Hotel- und Lounge-Konzept entwickeln, bei dem das Thema Live-Community

im Mittelpunkt steht. In Planung ist zudem die Entwicklung weiterer Zusatzservices,

etwa Türöffnen per Smartphone oder Online-Check-in.

Sicherungsschein

gilt auch bei Betrug

n Der Insolvenzschutz der Veranstalter

greift auch dann, wenn ein

Konkurs auf betrügerisches Verhalten

des betreffenden Veranstalters

zurückzuführen ist. Das

hat der Europäische Gerichtshof

(EuGH) entschieden.

Geklagt hatte ein Kunde des

Kölner Veranstalters Rhein Reisen.

Das Unternehmen hatte Kundengelder

»zweckfremd verwendet«

und war zahlungsunfähig geworden.

Der Kunde verlangte von der

Hanse Merkur Versicherung die Erstattung

des Reisepreises. Die Versicherung

erklärte daraufhin, dass

die Richtlinie 90/314/EWG den

Verbraucher nicht vor betrügerischen

Machenschaften des Pauschalreiseveranstalters

schützen

solle. Die Richter entschieden jedoch,

dass die Garantie für den

Reisepreis »nach dem Wortlaut

von Artikel 7 der Richtlinie 90/314

an keine bestimmte Voraussetzung

in Bezug auf die Ursachen

der Zahlungsunfähigkeit des Reiseveranstalters

geknüpft« ist.

und Ferienanlagen. 65.000 weitere Häuser von Booking.com folgen

im Laufe des Jahres. www.travelportroomsandmore.com

�Ferien Touristik ist neuer Fair-Play-Partner der QTA. Der Veranstalter

garantiert für fünf Jahre eine fixe Provision sowie Produkt-

und Preisgleichheit auf allen Vertriebskanälen. Die Zahl

der Fair-Play-Partner liegt nun bei 24.

�Disney erweitert das Schulungsprogramm um zwei neue

Schulungselemente, »Disney Stars – das Spiel« und »Disney

Stars – Disney Cruise Line«. www.disneystars.com

�Cunard Line in Hamburg will mit einem deutschsprachigen

Queen-Mary-2-Film Lust auf eine Kreuzfahrt mit dem Ozeanliner

machen. Bestellung der DVD per E-Mail: sales@cunard.de

24.2.2012 travel.one


Petra Hirschel

Redakteurin

p.hirschel@travel-one.net

„Hier fühlen wir

uns rundum wohl.“

Service für alle

Wer kennt das nicht: Der Termin dauert länger als gedacht, der ausgeguckte

Zug fährt bald. Man rast zum Bahnhof und steht schließlich

abgehetzt am Gleis. Der Zug aber kommt nicht. Verspätung. In solch einer

Situation von der Bahn vorab die Info zu erhalten, dass man sich

Zeit lassen kann – eine klasse Sache. Das Unternehmen will nun nämlich

seine Kunden per E-Mail informieren, wenn es mit der gewählten

Verbindung Probleme gibt.

Der Haken an der Sache? Bislang gibt es keinen. Die Bahn bietet den

neuen Service in der Pilotphase zwar ausschließlich ihren Online-

Kunden an. Doch sollen bald auch alle, die am Schalter oder im Reisebüro

ihre Fahrkarte kaufen, mit den Verspätungs- und Störungsmails

versorgt werden. Die Bahn muss diesen Vorsatz nun schnell in die Tat

umzusetzen. Ansonsten würden sich Skeptiker bestärkt fühlen, die

vermuten, dass das Unternehmen doch wieder nur den eigenen Internetvertrieb

forcieren will.

Traumhafte lange Strände, kristallklares Wasser und eine wirklich kinderfreundliche

Umgebung – nach knapp 2,5 Flugstunden fi ndet man hier alles, was einen tollen

Familienurlaub ausmacht. Und das zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Worauf

warten Sie noch? Empfehlen Empfehlen Sie Sie Ihren Kunden einen einen Traumurlaub in Tunesien.

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N E U E RLE BEN

NEU ERLEBEN

travel.one 24.2.2012 29


30

Tradition versus

Superlative

Abu Dhabi und Dubai werben mit neuen Sehenswürdigkeiten um Besucher.

Dabei spielt auch die Vergangenheit der beiden Emirate eine Rolle.

Foto: Abu Dhabi Tourism Authority

24.2.2012 travel.one


Mit knapp 100 Stundenkilometern

braust der weiße Minibus über

die Autobahn. Rechts und links

entlang der Straße erstreckt sich die

karge Wüstenlandschaft des Arabischen

Emirates Dubai. Hin und wieder ist in der

Ferne ein Kamel zu erkennen, manchmal

ein grüner Strauch. Nach etwa zwei Stunden

Fahrt erreicht der Bus die Grenze

zum Nachbaremirat. Und von da an verändert

sich die Optik. Große Palmen tau-

chen am Straßenrand auf und flankieren

die Strecke, bis hinein nach Abu Dhabi,

der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen

Emirate.

Wer zum ersten Mal die beiden Emirate

bereist, den beschleicht spätestens

nach der Grenzüberfahrt das Gefühl,

dass Abu Dhabi wirtschaftlich besser

aufgestellt ist als Dubai. Denn die Stadt

hat deutlich mehr Parkanlagen und

Grünpflanzen im Stadtbild. In den Wüs-

golfstaaten.destination

tenländern ist das ein Zeichen für

Wohlstand, schließlich kostet eine

Palme etwa 100 Euro.

Mit Unterschieden punkten.

Einen unmittelbaren Vergleich

zwischen den beiden Ländern zu

ziehen, ist dennoch schwierig. Zu

unterschiedlich sind das touristische

Angebot, das Stadtbild und

die Natur. »Dubai ist auf jeden Fall

bekannter, größer, vielfältiger und

bietet wesentlich mehr Abwechslung

als Abu Dhabi«, urteilt Günter

Rücker, Bereichsleiter Fernreisen

bei Dertour. Abu Dhabi dagegen sei

kleiner, überschaubarer und ruhiger.

»Aber nicht weniger vielfältig

und hochwertig«, unterstreicht er.

Während Dubai versuche, durch

neue, faszinierende Hotelprojekte

und künstliche Inselwelten zu

punkten, setze Abu Dhabi »stark

auf Kunst, auf sportliche Großevents

und auf Konzerte«, wie Jasmin

Taylor, Geschäftsführerin von

JT Touristik, erklärt.

Welcher Urlaubstyp in welchem

Emirat besser aufgehoben ist, dazu

haben die Veranstalter eine klare

Meinung. »Nach Dubai sollten auf

jeden Fall unternehmungslustige

Leute reisen, die das multikulturelle

Flair mögen und über die Vielseitigkeit

und Superlative der Stadt

staunen möchten«, meint Stephan

Braun, zuständig für Fernstrecke

und Luxusreisen bei Neckermann

Reisen und Thomas Cook. Und natürlich

Gäste, die gerne shoppen

Kultur spielt in Abu Dhabi eine

wichtige Rolle, in Dubai soll Gästen vor

allem Abwechslung geboten werden

travel.one 24.2.2012 31

Foto: Dubai Department of Tourism and Commerce Marketing


32

destination.golfstaaten

Foto: Travel One

Foto: Abu Dhabi Tourism Authority

Gäste, Betten

und Hotels

In Dubai gibt es 578 Hotels

und Hotelapartments, das

entspricht 74.254 Zimmern;

2011 übernachteten 230.884

deutsche Gäste im Land,

etwa elf Prozent mehr als im

Jahr zuvor.

In Abu Dhabi stehen 127

Hotels mit etwa 24.300

Hotelbetten, im vergangenen

Jahr empfi ng das Emirat

68.077 Gäste aus Deutschland.

Das entspricht einer

Steigerung von rund 25

Prozent.

Foto: Abu Dhabi Tourism Authority

gehen. Denn: »Nirgendwo in der Region gibt

es so viele Einkaufsmöglichkeiten«, weiß JT-

Chefi n Taylor. Mit dem »Dubai Shopping Festival«

im Winter und den »Dubai Summer

Surprises« fänden zudem gleich zwei Einkaufs-

und Familienfestivals statt. Wer es

dagegen nicht ganz so »überdimensioniert«

angehen wolle, wie Cook-Manager Braun es

nennt, sei in Abu Dhabi besser aufgehoben.

Anziehungskraft steigt.

Über mangelnde Nachfrage für die beiden

arabischen Länder können sich Veranstalter

derzeit nicht beschweren. Gerade für

die kommende Sommersaison laufen die

zwei Emirate bereits sehr gut an. »Aktuell

verzeichnen wir für den Sommer 2012 für

beide Länder zweistellige Zuwächse«, freut

sich Mahpar Azapira, Leiterin Produktmanagement

Afrika, Indischer Ozean und

Orient bei TUI. Und auch im vergangenen

Jahr gab es bei vielen Anbietern ein Gästeplus

für beide Länder. Rund elf Prozent

mehr Gäste konnte JT Touristik für Dubai

und mehr als 76 Prozent für Abu Dhabi

verzeichnen. Bei Dertour und Meier’s Weltreisen

war es ähnlich. »In Abu Dhabi haben

sich die Gästezahlen im Vergleich zum Vorjahr

sogar verdoppelt«, sagt Martina Beeken,

Produktleiterin bei Meiers Weltreisen.

»Aber auf wesentlich kleinerem Niveau

als Dubai«, ergänzt sie. Einen Grund für

das starke Wachstum vermutet Dertour-

Manager Rücker in der Stärke der beiden

Carrier Emirates und Etihad. »Durch immer

häufi gere Verbindungen nach Asien

und zu Zielen im Indischen Ozean werden

immer mehr Reisende mit den beiden Des-

In Abu Dhabi gehen Einwohner noch alten

Traditionen nach, wie dem Fischfang

mit Dhow-Booten, für Urlauber lohnt ein

Ausfl ug in die Scheich Zayed Moschee

und bald auch auf die Museumsinsel

Saadiyat Island

tinationen in Berührung gebracht«, ist er

überzeugt und ergänzt: »Und was an Hotels

und anderen Attraktionen gerade in Abu

Dhabi in den nächsten Jahren noch entstehen

wird, erhöht auf jeden Fall auch die

Anziehungskraft des Emirates.« Trotzdem

glaubt der Orient-Experte, dass nach wie

vor Dubai die Hauptattraktion der Arabischen

Halbinsel bleiben werde.

Um Dubai dennoch einzuholen, setzt

Abu Dhabi nun verstärkt auf sportliche Höhepunkte.

Zum Beispiel auf internationale

Golft urniere, das berühmte Volvo Ocean

Race oder den 2010 eröff neten Freizeitpark

Ferrari World. Doch auch Kulturliebhaber

kommen auf ihre Kosten »In Abu Dhabi ist

in erster Linie anspruchsvolles Publikum

zu fi nden, die Gäste sind kulturinteressiert

und beschäft igen sich verstärkt mit

Geschichte und Bräuchen«, bestätigt TUI-

Managerin Azapira.

Kunst und Kultur im Wettstreit.

Um dieses Potenzial weiter auszubauen,

entsteht in Abu Dhabi derzeit auf Saadiyat

Island ein eigener Bezirk, der sich

ausschließlich Kunst und Kultur widmet.

Von 2015 an ist dort eine Nachbildung des

Louvre zu fi nden, die Gemälde, Skulpturen

und Kunstgegenstände von der Antike bis

zur Gegenwart beherbergen soll. Ein Jahr

später, so der Plan, öff net auch das Scheich

Zayed gewidmete gleichnamige Nationalmuseum,

das die Geschichte des verstorbenen

Herrschers sowie die Entstehung der

Vereinigten Arabischen Emirate erzählt.

Die größte Galerie für zeitgenössische und

moderne Kunst in Abu Dhabi soll darüber

24.2.2012 travel.one


Foto: Travel One

hinaus 2017 mit dem nachgebildeten Guggenheim

Museum entstehen. Dort stellt

die Guggenheim-Stift ung dann Werke aus

einheimischen Sammlungen sowie aus der

weltweiten Kollektion aus.

Inszenierte Vergangenheit.

Aber auch in Dubai haben die Verantwortlichen

das Potenzial von Kunst und Kultur

erkannt. So sollen Besucher zum Beispiel

Ey_ex-dusseldorf_Network_TO_132x215_Gr_V2.ai 1 1/12/12 3:41 PM

Foto: Dubai Tourism

durch das aufstrebende Künstlerviertel Al

Quoz – dort befi nden sich viele zeitgenössische

Galerien – und die alljährliche internationale

Kunstmesse Art Dubai ins Land

gelockt werden.

Intensiver beschäft igt sich Dubai seit

kurzem auch wieder mit dem eigenen

kulturellen Erbe. Standen viele Jahre lang

Hotellerie, Freizeitparks und Shoppingmalls

im Fokus des Emirates, sollen Ur-

golfstaaten.destination

Dubai-Reisende bevorzugen Superlative,

wie zum Beispiel die mit Gold

verzierten Etagen des Burj Al Arab,

das neu eröff nete Meydan Hotel

an der Pferderennbahn oder den

imposanten Burj Khalifa

travel.one 24.2.2012 33

Foto: Travel One


34

destination.golfstaaten

Sportliche

Höhepunkte

Dubai: Pro Jahr 21 Pferderennen,

darunter mit dem Dubai

World Cup das höchstdotierte

Rennen der Welt; jährliches

Golft urnier Dubai Desert Classics;

Tennisturniere ATP und

WTP Dubai.

Abu Dhabi: Seit 2009 Formel-

1-Rennen »Großer Preis von

Abu Dhabi«; Anlau� afen der

Segelregatta Volvo Ocean

Race; jährliche Golfmeisterschaft

en von Abu Dhabi;

Cricketturniere von 40 Clubs.

Foto: Dubai Tourism

Foto: Foto: Dubai Dubai Tourism Tourism

Foto: Abu Dhabi Tourism Authority

Foto: Travel One

Luxus tri� auf Luxus: Das

Burj Al Arab (Dubai) und der

Emirates Palace (Abu Dhabi)

lauber nun mehr über die Zeit vor dem

legendären Ölfund in den siebziger Jahren

erfahren. Zum Beispiel, wie die Menschen

im 18. Jahrhundert gelebt haben.

Das zeigt seit diesem Monat die neue Museumsinsel

Heritage Island. Sie versetzt

Besucher in eine Zeit, in der es weder

Elektrizität noch andere Annehmlichkeiten

gab. Rund 40 Einheimische erklären

den Gästen traditionelle Tätigkeiten,

zum Beispiel Weben und Töpfern.

Doch Heritage Island ist nicht nur für

Touristen gedacht. Auch die junge Generation

der Emiratis soll so über das Beduinenleben

ihrer Vorfahren informiert

werden, betont das Department of Tourism

and Commerce Marketing (DTCM).

Gäste müssen, bevor sie die Insel betreten,

ein Beduinengewand anziehen. Die

Museumsinsel liegt vor der Palm Jebel Ali

und ist mit dem Auto über eine Brücke erreichbar.

Schon seit längerer Zeit erhalten

Urlauber einen Einblick in die Geschichte

Abu Dhabis. Das Heritage Village besteht

seit 1999 und liegt nahe der Marina Mall.

Dort sehen Besucher nachgebaute Zelte

aus Ziegenhaar, alte Brunnen- und Bewässerungssysteme

sowie Fischereisiedlungen.

Zum Dorf gehört auch ein Museum,

in dem unter anderem Schmuck und

Waff en gezeigt werden.

Foto: Travel One

Konkurrenz in Sachen Luxus.

Sowohl in Dubai als auch in Abu Dhabi

sind zahlungskräftige Kunden gern gesehen.

Und mittlerweile kann nicht nur

Dubai auf hochklassige Hotels zurückgreifen.

In Abu Dhabi empfängt seit 2005

der Emirates Palace seine Gäste. Das Luxushotel

sei damals eine Antwort auf Dubais

1999 erbautes Burj Al Arab gewesen,

heißt es. Das in Form eines Segels erbaute

Burj Al Arab soll mehr als eine Milliarde

Euro gekostet haben und galt lange

Zeit als luxuriösestes Hotel der Welt.

Der Emirates Palace dagegen war ursprünglich

als Regierungssitz geplant,

in dem Konferenzen der Golfstaatenmitglieder

stattfi nden sollten. Bevor es

allerdings zur ersten Konferenz kommen

konnte, verstarb Scheich Zayed. Seine Familie

beschloss darau� in, das Gebäude

als Hotel zu nutzen und investierte mehr

als zwei Milliarden Euro.

Heute gehört das Fünf-Sterne-Hotel

immer noch der Familie des Scheichs und

wird von der Hotelgruppe Kempinski geführt.

Gäste sind neben Touristen auch

ausländische Staatsoberhäupter. Eines

allerdings haben das Burj Al Arab und

der Emirates Palace gemeinsam: Sie dürfen

nie voll ausgelastet sein – falls einmal

die Herrscherfamilie spontan zu Besuch

kommen sollte, heißt es. Kendra Mietke

24.2.2012 travel.one


Emirate auch bei

Byebye buchbar

n Erstmals bietet Alltours Reisen in die

Emirate Dubai, Abu Dhabi, Fujairah, Ras Al

Khaimah und Sharjah auch über die dynamische

Tochtermarke Byebye an. Für die Saison

2012/13 sollen zudem weitere Hotelanlagen

und Rundreisen sowohl bei Alltours

als auch bei Byebye Einzug ins Portfolio halten,

kündigt Touristik-Geschäftsführer Dierk

Berlinghoff an.

Zu Gast bei

Beduinen

n »Hautnah und mittendrin« heißt eine im

Winter neu aufgenommen Rundreise, die

TUI nun auch im Sommerprogramm »Orient,

Indischer Ozean« anbietet. Sie führt

Gäste in den Oman, dort reisen sie unter anderem

zum Mittagessen zu Beduinen und

fahren in ein Wüstencamp. Ebenfalls im

Sommer buchbar sind 26 zusätzliche Hotels

und die fünf Regionen Liwa Oase, Desert Island,

Jebel Dhana, Saadiyat Island, alle in

Abu Dhabi, sowie Mussanah im Oman.

Schwindelfrei: Das

neue Marriott in

Dubai ist angeblich das

höchste Hotel der Welt

Foto: Marriott Int.

An der Ostküste Sharjahs entsteht das neue Hotelprojekt

des Emirates. Ein kleines Fort soll als Blickfang dienen

Neues Luxushotel

in Sharjah

Zimmer mit Aussicht

n Mit einer Höhe von

355 Metern soll bis Ende

2012 das neue JW Marriott

Marquis in Dubai als

»höchstes Hotelgebäude

der Welt« entstehen.

Diesen Titel hat Marriott

dem Projekt verliehen

und betont, dass der aus

zwei Türmen bestehende

Komplex höher sei als das

Empire State Building.

Obwohl der Hotelneuzugang

nicht das

höchste Gebäude der

Golfstaaten sein wird,

scheint es zumindest das

mit den höchstgelegenen

Zimmern zu werden.

Im Vergleich: Das Armani

Hotel im 823 Meter hohen

Burj Khalifa endet bereits

im 38. Stock. Und das

Fairmont im Mekka Royal

Clock Tower in Saudi

Arabien bietet nur Hotelzimmer

bis zum 24. Stock

des 600 Meter hohen Gebäudes.

»Wir sind davon

überzeugt, dass das JW

golfstaaten.destination

n Das Emirat Sharjah wird um ein Luxushotel reicher. An der Ostküste

des Landes soll Ende 2015 das Chedi Khorfakkan Resort für Gäste

öffnen und die Zahl der Unterkünfte in Sharjah auf 47 erweitern. Die

Anlage liegt direkt am Meer und ist wie ein Dorf konzipiert. Das Hauptgebäude

wird wie ein Fort gestaltet und soll unter anderem die Rezeption,

Restaurants und den Fitnessbereich beherbergen. Die 115 Suiten

verteilen sich laut Planung auf kleinere Häuser. Zudem gibt es eine

hoteleigene Bucht und einen zentralen Platz inmitten des Resorts mit

Cafés und Bars. Der Flughafen von Sharjah liegt etwa 60 Autominuten

entfernt, bis zum Airport in Dubai sind es 90 Minuten.

Marriott Marquis Dubai

in dieser Hinsicht einzigartig

sein wird«, unterstreicht

General Manager

Rupprecht Queitsch.

Die Eröffnung ist in

zwei Phasen unterteilt.

Zunächst sollen 804 der

1.608 Zimmer fertig sein.

Der zweite Turm soll ab

2014 Gäste empfangen.

In dem Neubau sind unter

anderem neun Restaurants,

fünf Lounges

und ein Spa vorgesehen.

travel.one 24.2.2012 35

Foto: Sharjah Tourism


36

destination.golfstaaten

Die erste Insel des künstlichen Archipels können Besucher von Ende Februar an erleben

Die

Welt wird lebendig

Startschuss: Der Beachclub auf »The World«

ist der erste von mehreren Bereichen, die öff entlich

zugänglich sein sollen

Kendra Mietke

Redakteurin

k.mietke@travel-one.net

Foto: Dubai Tourism

n Neun Jahre lang wird mittlerweile

am künstlichen Inselprojekt

»The World« auf Dubai gebaut,

zeitweise standen auf den

300 Inseln die Bagger sogar komplett

still. Eine Fertigstellung der

nachgebildeten Weltkugel schien

lange nicht in Sicht. Doch nun

kommt Bewegung in die Inselwelt.

Ende Februar soll der erste

Strandclub auf der Insel »Libanon«

eröff nen.

Zum »World Island Beach

Club« fahren Urlauber mit einem

Wassertaxi, vorbei an den übrigen

Inseln der »Welt«. Im Strandclub

selbst können Gäste dann

nicht nur am Strand liegen, sondern

auch tageweise kleine Cha-

Sinnvoller Unsinn

lets mieten, die Bar, das Restaurant

und einen Sportbereich besuchen.

Der komplette Club kann

auch für private Veranstaltungen

gemietet werden.

Ebenfalls kurz vor dem Start

stehen die neuen Bootsausfl üge

rund um »The World«. Bereits seit

Januar gibt es Bootstouren um

die größere künstliche Inselgruppe

»Palm Jumeirah«. Nun folgt

die Weltkugel. Für beide Ziele

können die Ausfl ugsboote auch

für Gruppen bis 30 Personen gechartert

werden, für umgerechnet

etwa 206 Euro pro Boot. Infos

und Buchungen unter

info@nakheel.com

www.defi natelydubai.com

Moment mal!

Groß ist der Jubel, wenn bei den berühmten Kamelrennen in Dubai das Kamel

im unbeholfenen Laufschritt und mit hängender Unterlippe über die Ziellinie

stolpert. Für uns Europäer, die sportliche Wettkämpfe mit schnellen Tieren

eher mit edlen Pferden, Wetteinsätzen und gut behüteten Damen assoziieren,

ist dieses Szenario alleine schon ein Erlebnis. Doch das wirklich Faszinierende

und Skurrile an Dubais Kamelrennen ist, dass derjenige, der letztlich über

Sieg oder Niederlage entscheidet, aus Metall besteht. Denn auf dem Kamel reitet

nicht etwa ein Mensch, sondern ein kleiner Elektro-Jockey. Er trägt ein Trikot,

hält in seinen kleinen Händen Zügel und Peitsche und hat auf dem Helm

eine Mini-Kamera montiert. So kann während des Rennens der Kamel-Trainer,

der in einem Jeep neben der Rennbahn herfährt, das Geschehen verfolgen

und über eine Fernbedienung seinen Jockey steuern.

Verrückte Sache? Schon, aber in jedem Fall eine Verbesserung. Noch vor wenigen

Jahren wurden für dieses Event kleine Kinder aus ärmeren Ländern »eingekauft

« und ausgebeutet. Gott sei Dank ist das vorbei. Und einen großen Vorteil

haben die Roboter auch: Sie bleiben ihrem Rennstall bis zum Ende treu.

24.2.2012 travel.one


Fotos: Royal Opera House Muscat

Sport und Kultur im Fokus

In diesem Jahr hat Omans Hauptstadt einen besonderen Grund zu feiern.

n Mit dem Titel »Arabische

Tourismushauptstadt 2012«

darf sich in diesem Jahr die

omanische Hauptstadt Muscat

schmücken. Für Besucher des

Sultanats bedeutet das: Sie

können eine Fülle an verschiedenen

Events und Aktivitäten

rund um Sport, Kunst und Unterhaltung

besuchen. Darunter

sind zum Beispiel eine Segelregatta,

ein Radrennen und

ein Folklorefestival. »Dass Muscat

2012 als Tourismushauptstadt

ausgewählt wurde, ist

für uns eine gute Möglichkeit,

mehr Gäste ins Land zu bringen«,

sagt Tourismusminister

updates

Scheich Abdulmalik bin Abdullah

al Khalili. Die Sonderveranstaltungen

werden im Drei-

Monats-Rhythmus auf einer

eigens dafür eingerichteten

Website bekannt gegeben.

Darüber hinaus gibt es seit

Januar die neue Kampagne »1

Free Night in Oman«. Die Initiative

des Tourismusministeriums,

von Oman Air und

verschiedenen Hotels sowie

Agenturen sollen Stopover-

Gäste ansprechen, heißt es. Sie

gewährt Reisenden bis zum 31.

Dezember die Möglichkeit, in

ausgewählten Unterkünften,

darunter das Al Bustan Palace

�In Abu Dhabi hat das erste Haus der Marke Westin eröffnet.

Das Westin Golf Resort & Spa liegt auf dem Gelände des Abu

Dhabi Golfclubs und besitzt 172 Zimmer, einen Spa-Bereich und

ein Poolrestaurant. www.westin.com/abudhabi

�Pünktlich zum alljährlichen Pferderennen Dubai World Cup

eröffnet das Meydan Hotel im März einen Golfplatz auf seiner

Anlage. Das Besondere: Der Neun-Loch-Platz hat 24 Stunden

am Tag für seine Gäste geöffnet.

www.meydan.ae

und das Shangri-La, eine Gratis-Nacht

zu verbringen.

Zeitgleich zu der Kampagne

startete auch die neue

Spielsaison des Opernhauses

von Muscat. Vom 28. bis 30.

März können Gäste dort zum

Beispiel ein arabisches Jazzfestival

erleben. Die erst knapp

ein Jahr alte Kultureinrichtung

ist bisher das einzige Opernhaus

in den Golfstaaten. In

dem mit Marmor und Goldvertäfelungen

verzierten Spielsaal

finden bis zu 1.100 Gäste

Platz. Karten kosten je nach

Sitzkategorie zwischen fünf

und 110 Euro.

golfstaaten.destination

Prestigeobjekt: Das Royal

Opera House soll 2012 Kulturinteressierte

locken

Im Netz

www.muscat2012.om

www.rohmuscat.org

(Royal Opera House)

www.omanair.com/wy/

special-offers

�74 neue Suiten entstehen derzeit im Jebel Ali Palm Tree

Court in Dubai. Zudem plant das Resort zwei neue Restaurants,

einen weiteren Pool und einen Teenclub für Kinder ab 13 Jahren.

Die Neuerungen sollen im Oktober fertig sein.

www.jebelali-international.com

�Im schiefen Turm von Abu Dhabi, dem Capital Gate Tower, ist

in den oberen 16 Stockwerken das neue Hyatt eingezogen. Neben

189 Zimmern gibt es einen Spa im 19. Stockwerk mit Blick

auf die Skyline. http://abudhabi.capitalgate.hyatt.com

travel.one 24.2.2012 37


38

Leben mit und

in der Natur

In Alaska liegen das traditionelle und das moderne Leben heutzutage nah beieinander.

Die Traditionen der Ureinwohner sind im Bewusstsein verankert und werden gepflegt.

Das Nordlicht gehört zu den

alaskanischen Naturspektakeln

und hellt die langen Winter auf

Foto: Brian Adams

Knuckle Hop, Two-Foot-High-Kick, Ear

Pull. Was kann das denn sein, werden

sich viele Menschen fragen, die

noch nie in Alaska waren. Im größten Bundesstaat

der USA kennt die Begriffe jeder.

Denn sie stehen für Nationalsportarten, die

von den dortigen Ureinwohnern entwickelt

und heute in Wettbewerben ausgetragen

werden. Für die insgesamt elf Volksgruppen

Alaskas waren sie über Jahrhunderte

hinweg keine sportlichen Disziplinen, sondern

Mittel zum Überleben. Einige von ihnen

spielten im Alltagsleben einer einzigen

Ethnie eine Rolle, andere bei mehreren.

Beim Two-Foot-High-Kick müssen die

Athleten einen in der Luft hängenden Ball

mit beiden Füßen treten und anschließend

wieder auf beiden Füßen landen. Der Weltrekord

steht bei 2,64 Metern. In der Ver-

gangenheit war dies für die Eskimos eine

Art der Nachrichtenübermittlung: Mit ihr

wurde angezeigt, ob ein Walfang erfolgreich

war, berichtet Casey Ferguson. Er

stammt aus dem kleinen Dorf Chevak an

der Bering-See nordöstlich von Bethel und

hat eine Bestleistung von 2,51 Meter. »Im

Anschluss lief einer der Walfänger zurück

ins Heimatdorf. Wenn er in Sichtweite des

Dorfes war, sprang er hoch und machte mit

beiden Füßen einen Kick. Dadurch wussten

die Dorfbewohner, was gefangen worden

war und konnten das Ausnehmen und den

Transport des Tieres vorbereiten.«

Eine weitere Disziplin ist das Ohrziehen

(Ear Pull). Dabei sitzen sich zwei Teilnehmer

gegenüber und haben jeweils einen

Bindfaden um eines ihrer Ohren hängen

– entweder beide rechts oder beide links.

24.2.2012 travel.one


Fotos: Courtesy of Visit Anchorage

Dann gibt es eine Art Tauziehen. Dies

wurde früher durchgeführt, um die Bewohner

auf die Schmerzen durch die Kälte

vorzubereiten. Ebenfalls ein Test, um

seine Schmerzgrenze zu erkunden und

für die körperliche Stärke ist der »Knuckle

Hop«. Dabei stützen sich die Athleten nur

mit den Fingerknöcheln und den Fußspitzen

auf dem Boden auf. Dann müssen

sie in dieser Position so weit wie möglich

nach vorne hüpfen und dabei den Rücken

immer gerade und die Ellenbogen

angewinkelt halten. Ferguson hat eine

Bestleistung von 32 Metern, der aktuelle

Weltrekord liegt bei 58,47 Metern.

Internationale Meisterschaften.

Als Wettbewerbe ausgetragen werden

diese Sportarten jeden Sommer bei den

World Eskimo-Indian Olympics in Fairbanks.

Die Teilnehmer aus Alaska und

Kanada ermitteln dabei ihre Meister. Vor

allem aber ist die Veranstaltung eine Art

Volksfest mit umfangreichem Rahmen-

Anchorage verfügt über ein pulsierendes Stadtleben

und liegt inmitten der vielfältigen Natur Alaskas

programm und eine der wichtigsten Veranstaltungen

im Jahreskalender von Fairbanks.

Daneben gibt es auch die Native Youth Olympics,

die 2012 am letzten Aprilwochenende

in Anchorage stattfinden und bei denen sich

die Nachwuchssportler ihren Konkurrenten

stellen. Eine dritte Großveranstaltung sind

die Arctic Winter Games, an denen Athleten

aus Alaska, Kanada, Grönland, Norwegen,

Schweden, Finnland und Russland teilnehmen.

Sie werden alle zwei Jahre ausgetragen,

in diesem März in Whitehorse in Kanada. Für

2014 hat sich Fairbanks beworben. Dort stehen

neben den Sportarten der Ureinwohner

auch Disziplinen wie Badminton, Ski Alpin,

Biathlon oder Hallenfußball auf dem Plan.

Das Leben der Ureinwohner.

Neben den Sportveranstaltungen mit ihren

Rahmenprogrammen bietet sich das Alaska

Native Heritage Center in Anchorage

für einen Ausflug in die Geschichte Alaskas

und der nördlichen Regionen des amerikanischen

Kontinents an. Die Einrichtung ist

mehr als ein Museum, denn sie ermöglicht

den Gästen direkten Kontakt zu den elf Ethnien,

also zu den Athabaskan, Inupiaq, St.

Lawrence Island Yup’ik, Yup’ik, Cup’ik, Aleut,

Alutiiq, Eyak, Tlingit, Haida sowie Tsimshian

und ihren Kulturen. Sie gehören zu fünf

übergeordneten Volksgruppen, nach denen

Alaska in fünf Regionen eingeteilt ist. Die elf

Völker haben ihre eigenen Sprachen, die teilweise

völlig unterschiedlich sind, und ihre

eigenen Lebensweisen. Von den Eyak lebt

heute nur noch eine einzige Person, die deren

Sprache sprechen kann.

Das Native Center präsentiert und erklärt

die Lebensweisen in der teilweise unwirtlichen

Natur das Staates. Die Ethnien sind

dabei völlig unterschiedlichen Bedingungen

ausgesetzt. In abgelegenen Regionen

sind heute noch einige Menschen von dem

abhängig, was sie selbst jagen, fischen oder

Die arktischen

Sportarten

alaska.destination

Ohrziehen (Foto oben): Ein Bindfaden

verbindet die Ohren der Athleten

über Kreuz, dann findet ein Tauziehen

statt. Mit dieser Übung bereiteten

sich die Ureinwohner auf die

Schmerzen in der Kälte vor.

Two-Foot-High-Kick:

Die Sportler müssen einen in der

Luft hängenden Ball mit zwei Füßen

treten und wieder auf beiden Füßen

landen. Dies wurde früher für die

Nachrichtenübermittlung nach erfolgreichem

Walfang genutzt.

WorldEskimo-Indian Olympics:

www.weio.org

Native Youth Olympics:

www.citci.com/nyogamesalaska

Arctic Winter Games:

www.arcticwintergames.org

travel.one 24.2.2012 39

Fotos: Ronn Murray Photography


40

destination.alaska

Die Natives

Das Native Heritage

Center ist ein Museum für

die elf Völker Alaskas und

auch Kulturzentrum. Mitglieder

der Volksgruppen

stellen ihre Lebensweisen,

beispielsweise ihre Wohnformen,

dar. Auch von ihnen

produzierte Güter und

Kunsthandwerk werden

gezeigt und von ihnen erklärt.

Das Center liegt in

Anchorage.

Webseiten:

www.alaskanative.net

www.alaska-travel.de

www.goanchorage.net

Fotos: Alaska Native Heritage Center

anbauen können. Die Alutiiq beispielsweise

kommen aus dem Südwesten des Staates

und von den Aleuten. Auf der Inselgruppe

ernähren sie sich vom Fischfang und nutzen

alles, was das Meer sonst noch hergibt,

wie beispielsweise Treibholz. Deshalb ist

für sie Wasser das Lebenselixier, umfangreiches

Wissen darüber elementar.

Die Heimat eines Großteils der Athabaskans

befindet sich fernab der Küste, in

einer Region, die südlich der Brooks Range

im Landesinnern beginnt und bis zur Kenai

Peninsula reicht. Der Südosten Alaskas

bis nach British Columbia (gleichzeitig der

Nordwesten des nordamerikanischen Kontinents)

ist die Heimat der Eyak, Tlingit,

Haida und Tsimshian. Ihr komplexes soziales

System mit Kleingruppen, Clans und Familien

wird oft auch als »Northwest Coast

Culture« bezeichnet. Sie lebten im Regenwald,

für sie war Holz der wichtigste Rohstoff

und das bedeutendste Handelsgut. In

den Dörfern gehörten Totempfähle zum

gewohnten Bild – ein Anblick, der etwa im

Nordosten bei den Inupiaq/St. Lawrence

Island Yup‘ik nicht zu finden ist.

Wie und unter welchen Bedingungen

die verschiedenen Volksgruppen gelebt

haben, ist anhand der Häuser und Erdhöhlen

im Native Heritage Center zu sehen.

Sie sind dort rund um einen See erbaut.

Vor Ort sind Vertreter der einzelnen Völker,

die ihre Geschichte und ihre Lebensweisen

erklären. Mattox Metcalf von den

Inupiaq/St. Lawrence Island Yup‘ik kommt

aus Gambell von der Insel St. Lawrence in

der Bering-See. »Unsere Insel ist nur rund

55 Kilometer von der russischen Küste entfernt.

Daher ernähren wir uns auch viel

von Rentieren, die im Winter von dort über

die zugefrorene See zu uns kommen«, sagt

er. Sein eigentlicher Name ist Ayavilek, was

übersetzt »Laufender Stock« heißt und »Ein

Mann, der andere unterstützt« bedeutet.

Der Meister des Two-Foot-High-Kick Casey

Ferguson arbeitet im Native Center auch

als Trainer für Kinder und gibt die Traditionen

seines Volkes der Yup’ik/Cup’ik weiter.

»Mein Name lautet in meiner Heimatsprache

Quliyuilnguq. Übersetzt auf Deutsch

heißt dies 'Derjenige, der niemals wegen

Durst stirbt'.« Dies soll eine besondere Wil-

Fotos: Courtesy of Visit Anchorage

lenskraft symbolisieren, gemeint ist jemand,

der körperliche Strapazen übersteht.

Neben Alltagsgegenständen werden im

Native Heritage Center die traditionellen

Tänze, Riten und Zeremonien sowie Kunsthandwerk

vorgestellt, zu hören sind Musik

und volkstümliche Geschichten. Zu den Traditionen

gehört auch das Fahren von Hundeschlitten.

Darüber informiert der Sieger

des Iditarod-Rennens von 2011, John Baker,

ein Inupiaq. Er bietet Fahrten mit Sommer-

Hundeschlitten an und erläutert die Bedeutung

und Geschichte der Schlitten im Leben

der Ureinwohner.

Hundeschlitten und Nordlichter.

Das Iditarod-Schlittenhunderennen ist übrigens

einer der absoluten Höhepunkte im

Veranstaltungskalender von Anchorage,

der mit rund 290.000 Einwohnern größten

Stadt Alaskas. Jedes Jahr am ersten Samstag

im März ist Anchorage Treffpunkt für

alle Anhänger des Hundeschlittensports.

An diesem Tag erfolgt der Startschuss

24.2.2012 travel.one


für das Iditarod, eines der längsten und

schwersten Schlittenhunderennen, das

über 1.600 Kilometer quer durch Alaska bis

nach Nome an der Westküste führt. Informationen

zur Geschichte des Rennens und

der Bedeutung der Hundeschlitten vermittelt

das Iditarod Headquarter, das in Wasilla

auf dem Weg nach Fairbanks liegt.

Beliebt bei Einheimischen wie Besuchern

ist auch der Reindeer Run, der jedes

Jahr während des Winterfestivals Fur

Rondy stattfindet. Die Läufer messen sich

im Stadtzentrum auf der Fourth Avenue

in einem Wettrennen mit Rentieren. Viele

Alaskaner bezeichnen das Rennen in Anspielung

an das berühmte Stier-Spektakel

als das »Pamplona des Nordens«.

Kaum eine Stadt ist der unberührten

Natur so nahe und bietet ihren Bewohnern

einen bunten Mix aus ebendieser Natur und

Stadtleben wie Anchorage. Mitten im Zentrum,

unweit vieler Büros, fließt der fischreiche

Ship Creek, wegen des Reichtums an

Lachsen ein beliebter Treffpunkt für Angler.

Im Sommer nutzen viele Angestellte ihre

Mittagspause, um sich hier einen Fisch fürs

Abendessen zu fangen.

Auch die winterliche Natur Anchorages

hat ihre Besonderheiten, und das nicht nur

wegen der mehr als 1.500 Elche, die während

der kalten Monate im Stadtgebiet

leben. Die harten und langen Winter

mit nur fünfeinhalb Stunden

Sonnenlicht im Dezember werden

durch das Nordlicht aufgehellt. Einen

besonders guten Blick auf das

Polarlicht hat man vom Eagle River

Nature Center. Es befindet

sich 20 Autominuten nördlich

der Innenstadt von Anchorage

in einem von Gletschern gebildeten

Tal. Für die Ureinwohner

hatten die Sterne und das Polarlicht

ebenso wie die heute als Sport

ausgeübten Techniken eine besondere

Bedeutung für das Überleben

in den langen, dunklen und kalten

arktischen Nächten. Wolfram Marx

Der Ship Creek ist ein

beliebtes Angelrevier

mitten in Anchorage. Die

Stadt ist auch Startort für

das Schlittenhunderennen

Iditarod, das bis nach Nome

an der Bering-See führt

alaska.destination

travel.one 24.2.2012 41

Karte: Alaska Travel Industry Association


42

destination.mix

Der TGV fährt bald in acht Stunden von Frankfurt nach Marseille

Vielseitiges Hexagon

Das Fremdenverkehrsamt von Frankreich schafft Raum für Touristiker.

Christian Walgenwitz will den

Counter besser informieren

Tipps für Profis

Wissen: Der Workshop »Rhône-

Alpes« findet vom 18. bis 22. Juni

statt, Stationen sind Frankfurt,

Berlin und Köln. Eine Schulung

über Kulturtourismus 2013 gibt es

im Herbst. Termine und Orte stehen

noch nicht fest. Infos unter

promotion.de@franceguide.com

ITB: Das Terminvereinbarungsmodul

»Frankreich auf der ITB«

ist online. www.atoutfrance

-veranstaltungen.de

Das Herz des neuen Chefs des französischen

Verkehrsbüros Atout France

in Frankfurt, Christian Walgenwitz,

schlägt in diesem Jahr in erster Linie

für den TGV. Der Grund: Vom 23. März an

verbindet der Hochgeschwindigkeitszug

Frankfurt und Marseille in knapp acht

Stunden. Auf dem Weg macht er in Straßburg

und Lyon Station. Für Walgenwitz ein

wichtiger Schritt in die Zukunft: »Es wird

noch viel mehr solcher Verbindungen geben.

Daraus eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten,

um neue Pakete zu entwickeln«,

ist er überzeugt.

Und genau darum geht es Walgenwitz.

Er möchte in den Katalogen der Veranstalter

gerne ein differenzierteres Angebot

platzieren. »Wir haben zu unserer wichtigsten

Tourismusmesse Rendez-vous en

France insgesamt 65 Veranstalter eingeladen,

damit sie sich informieren können.«

Auch Reisebüromitarbeiter werden

weiterhin umfassend geschult. Neben den

regelmäßig stattfindenden Informationsveranstaltungen

seien in diesem Jahr

zwei große Workshops geplant. Der erste

widmet sich der Region Rhône-Alpes, der

zweite soll ausführlich über die kulturellen

Foto: Atout France

Highlights des nächsten Jahres informieren.

Außerdem werde gerade der Internetauftritt

von Atout France überarbeitet.

»Dort schaffen wir einen eigenen Bereich

für Touristiker mit einem E-Learning-Programm«,

sagt Walgenwitz. »Wir müssen

Reisebüromitarbeitern die Möglichkeit geben,

sich besser mit dem Angebot vertraut

zu machen. Es gibt in Frankreich so viele

unterschiedliche Urlaubsformen, sodass

die Beratung und der Verkauf sehr schwierig

sind«, sagt er.

Urlaub in den Alpen.

Ein weiterer Punkt ist ihm besonders wichtig:

Er will die französischen Skigebiete wieder

in das Bewusstsein der Deutschen rücken.

»In diesem Segment haben wir in der

Vergangenheit massiv verloren«, weiß er.

Ein Grund dafür sei die Unterkunftssituation

vor Ort, die nicht den deutschen Bedürfnissen

entspreche. Abhilfe sollen massive

Investitionen schaffen. Viele Apartments

würden vergrößert und modernisiert oder

gleich abgerissen. Außerdem werde in die

Hotellerie investiert. »Hotels haben in den

Skigebieten gefehlt. Und die Deutschen

mögen Hotels.« Yannick Fiedler

24.2.2012 travel.one


Foto: Historium

Themenpark

in Nashville

n Der Freizeitpark Dollywood und

Gaylord Entertainment wollen in

Nashville in Tennessee einen Vergnügungspark

bauen. Das Thema:

Wasser und Schnee. Die Eröff nung

des 40-Millionen-Euro-Projekts

ist im Sommer 2014 geplant.

Der Park soll auf einem 46 Hektar

großen Areal entstehen, das

in der Nähe des Gaylord Opryland

Resorts liegt. Es zählt mit seinen

2.881 Zimmern zu den größten

Hotels der USA und gehört einem

Konzern, der im Tourismus und

in der Medienwelt aktiv ist. Hinter

Partner Dollywood steckt die

Country-Sängerin Dolly Parton. Sie

betreibt am Fuße der Great Smoky

Mountains einen Freizeitpark.

Brügge lässt das

Mittelalter auferstehen

Steht 2012 im Mittelpunkt:

Leipzigs berühmter Knabenchor

Direkt am Marktplatz:

In dieses

Gebäude kommt

das Historium

n Mit Hilfe der fünf Sinne Sehen, Hören, Riechen, Fühlen und

Schmecken will Brügge das Mittelalter erlebbar machen. Im Herbst

soll in der belgischen Stadt das sogenannte Historium eröff nen.

Filme, Kulissen und Spezialeff ekte sollen Besucher in das Jahr

1435 zurückversetzen. Sie gehen mit dem Brügger Einwohner Jacob

auf die Suche nach dessen Geliebter Anna.

Geplant ist, das Historium in einem historischen Gebäude am

Marktplatz unterzubringen. Die Vorstellungen sollen alle vier bis

fünf Minuten beginnen und 25 Minuten dauern.

www.historium.be

Wie wär's

800 Jahre

Thomana

n »Glauben, singen, lernen« lautet

dieses Jahr in Leipzig das Motto. Die

Stadt feiert den 800. Geburtstag des

Thomanachors. Sie würdigt ihren berühmten

Knabenchor mit Konzerten

und Vorträgen, einer Sonderausstellung,

einem Bürgerfest sowie einem

Theaterfestival. Die Veranstaltungen

sind zum Teil Elemente von drei Festwochen.

Vom 19. bis 25. März steht der

Chor selbst im Mittelpunkt, vom 17.

bis 23. September die Thomasschule

und vom 31. Oktober bis 4. November

die Thomaskirche.

www.thomana2012.de

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travel.one 24.2.2012 43

Foto: LTS/Mothes


44

destination.mix

Dieser Bücherturm ist

aus Werken über den

16. US-Präsidenten gebaut

Foto: Laura Keene

Ein neues Museum soll Leben und Werk des

US-Präsidenten noch besser darstellen.

Washington

gedenkt Lincolns

n Der 14. April 1865 war eines der einschneidendsten

Ereignisse in der US-amerikanischen

Geschichte. An diesem Tag wurde im Ford‘s Theater

in Washington DC Präsident Abraham Lincoln

erschossen und damit die wichtigste Person

für die Durchsetzung der Bürgerrechte für

alle und die Beendigung der Sklaverei in den

USA. Das Theater wurde später zu einem Museum,

nun erhält es eine Erweiterung.

Gegenüber dem Theater und direkt neben

dem Petersen House, in dem Lincoln damals

seinen Verletzungen erlag, hat in diesen Tagen

das »Center for Education and Leadership« eröffnet.

Eine Dauerausstellung stellt dort das

Leben und Wirken Lincolns dar, unter anderem

seinen Einfluss auf den sozialen Wandel. Eine

Wendeltreppe führt um einen meterhohen Bücherstapel

mit Werken über den 16. US-Präsi-

Sonderschau zur Moderne

n Sie galt 1912 als die wichtigste Präsentation europäischer

Moderne. Diesen Sommer, 100 Jahre später, soll die sogenannte

Sonderbundausstellung wiederholt werden. Das Kölner Museum

Wallraf zeigt vom 31. August bis 30. Dezember Bilder

von Gauguin, Munch, van Gogh und etlichen weiteren Künstlern.

Dabei sollen rund 100 Werke, die 1912 zu sehen waren, die ursprüngliche

Schau rekonstruieren.

Die Besucher erhalten nach Angaben der Organisatoren einen

Einblick in die Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die

Ausstellungsstücke stammen von Vertretern des späten Impressionismus

und deutschen Expressionismus sowie Künstlern der

Brücke und des Blauen Reiters.

Das Museum will mit Reiseveranstaltern und Busunternehmern

kooperieren. Spezielle Gruppenangebote sind in Planung.

www.wallraf.museum

denten. Er soll dessen Bedeutung zusätzlich unterstreichen.

In nächster Zeit stehen in der US-Hauptstadt

weitere Eröffnungen und Neubauten auf

dem Plan. Im Sommer soll der Lincoln Memoria

Reflecting Pool nach zweijähriger Renovierungszeit

wieder mit Wasser gefüllt werden.

Für 2013 ist die Eröffnung des neuen City Centers

im Viertel von Ninth und I Street geplant.

Hier soll auch ein Boutique Hotel untergebracht

werden. Ebenfalls im kommenden Jahr soll der

erste Abschnitt der Zugverbindung vom Dulles

International Airport in die Innenstadt freigegeben

werden.

Informationen über die Capital Region bietet

der neue Reiseplaner, der per E-Mail unter

crusa@claasen.de bestellt werden kann.

www.fords.org

Fischerinnen auf Tahiti: Das Werk des

französischen Malers Paul Gauguin

gehört zur Jahrhundertschau in Köln

24.2.2012 travel.one

Ernst von Siemens Kunststiftung, Foto Andres Kilger


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Kreuzfahrt durch das Mittelmeer

Rundreise durch den Osten der USA

Badeurlaub in Ägypten

Wenn die MSC Fantasia am 15., 22. und 29. April in Genua ablegt, gehen Expedienten

zum Peptarif an Bord. Die achttägige Kreuzfahrt durch das Mittelmeer

bringt das Schiff nach Neapel, Palermo, Tunis, Barcelona und Marseille. Reiseprofis

können zwei Kinder bis 17 Jahre kostenlos mitnehmen, wenn diese sich

mit ihnen (zwei Erwachsenen) eine Kabine teilen. reservierung@msccruises.de

ab 349 Euro pro Person in der Balkonkabine

»Colonial America« nennt sich eine Rundreise, die Tischler für Counterkräfte

im Angebot hat. Die einwöchige Mietwagentour führt durch den Nordosten der

USA. Start ist in Washington. Auf der Strecke liegen etwa der Shenandoah Nationalpark,

Charlottesville, Virginia Beach und Baltimore. Interessenten können

zwischen dem 1. April und 31. Oktober reisen. pep@tischler-reisen.de

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Foto: istock Foto: Jaz Hotels, Resorts & Cruises Inc.

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Weltweit Sprachen büffeln

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Englisch und Chinesisch können die Counterkräfte Spanisch, Französisch

und Italienisch lernen. Die Kurse dauern ein bis zwei Wochen. Die Teilnehmer haben

täglich sechs Stunden Unterricht. agencies@sprachcaffe.com

ab 100 Euro pro Woche und Kurs (ohne Unterkunft)

Foto: MSC

Foto: istock

24.2.2012 travel.one


travel.one 24.2.2012

im fernsehen

SA 25.2. l Weltreisen: Die Krim – Edelstein im

Schwarzen Meer, 10:55 Uhr, RBB l Weltreisen: Amerikas

stolzer Süden, 12:15 Uhr, NDR l Hallo Deutschland:

Mondän auf Kreuzfahrt – Reich und schön

auf hoher See, 14:00 Uhr, ZDF.

SO 26.2. l Mittelmeerflair im Ärmelkanal – Die

Kanalinsel Guernsey und ihre kleinen Schwestern,

16:00 Uhr, 3sat l Schätze der Welt – Erbe der

Menschheit: Vall de Boi, 19:40 Uhr, 3sat l Landpartie:

Entlang der Trave, 20:15 Uhr, NDR.

MO 27.2. l Im Spreetal, 14:15 Uhr, NDR l Weltreisen:

Winterreise durch Lappland – Leben jenseits

des Polarkreises, 15:15 Uhr, NDR.

DI 28.2. l Entlang der Jagst, 14:15 Uhr, NDR l

Abenteuer Yukon (1/3): Durchs wilde Herz Kanadas,

20:15 Uhr, Phoenix l Abenteuer Yukon (2/3):

Auf den Spuren der Goldsucher, 21:00 Uhr, Phoenix.

MI 29.2. l Dresden, 13:15 Uhr, MDR l Der Main –

Von Seligenstadt nach Mainz, 14:15 Uhr, NDR l Länder

– Menschen – Abenteuer: Mit dem Zug quer

durch Kanada – Von den großen Seen bis nach Vancouver,

14:30 Uhr, Hessen l Abenteuer Yukon (3/3):

Der lange Weg zum Eismeer, 20:15 Uhr, Phoenix.

DO 1.3. l Russland – eine Winterreise (1): Schätze

im ewigen Eis, 13:15 Uhr, 3sat l Russland – eine

Winterreise (2): Sibiriens goldene Träume, 14:00

Uhr, 3sat l Oma will nach Thailand, 14:15 Uhr, WDR

l Die Whisky-Insel Islay, 15:15 Uhr, NDR.

FR 2.3. l Voyages-Voyages: Grönland – Die gefrorene

Zeit, 6:30 Uhr, Phoenix l Norwegen, Schweden,

Lappland – Europas schöner Norden, 20:15

Uhr, Hessen l Mit dem Luxuszug durch den Süden

Afrikas (1/3): Von Kapstadt zum Krüger-Park, 20:15

Uhr, Phoenix.

SA 3.3. l Neuseeland – Auckland, City of Sails,

7:20 Uhr, WDR l Weltreisen: Gesichter Asiens – Das

Fest der nackten Männer, 11:00 Uhr, RBB l Weltreisen:

Das andere Buenos Aires, 16:00 Uhr, ARD.

SO 4.3. l Die USA in einem Zug (1/2): Von New

York zum Michigansee, 6:30 Uhr, ARTE l Die USA in

einem Zug (2/2): Vom Wilden Westen nach Hollywood,

7:15 Uhr, ARTE l Abenteuer Namib (1): Im Tal

der Wüstenlöwen, 10:15 Uhr, MDR l Auf dem Westweg

durch den Schwarzwald, 20:15 Uhr, SWR l Die

Magie der Mongolei, 20:15 Uhr, 3sat.

MO 5.3. l Weinviertel – Weites Land, 14:15 Uhr,

3sat l An der Nordseeküste – Shetland-Inseln,

15:15 Uhr, NDR l Aphrodites geplünderte Insel: Zypern

– Steinbruch der Geschichte, 16:30 Uhr, 3sat.

DI 6.3. l Der Reinhardswald, 14:15 Uhr, NDR l An

der Nordseeküste: Norwegen, 15:15 Uhr, NDR l

Dänemark zwischen Flensburg und Hadersleben,

15:15 Uhr, RBB l Von Odessa nach Odessa – Eine

Reise um das Schwarze Meer (1/2), 20:15 Uhr, RBB.

MI 7.3. l Streifzug durch Kreta – Agios Nikolaos

und die Lassith-Hochebene, 12:45 Uhr, 3sat l Bochum

– Blume im Revier, 14:15 Uhr, NDR l An der

Nordseeküste – Niederlande, 15:15 Uhr, NDR.

DO 8.3. l Im Herzen New Yorks – Geschichten aus

der 5th Avenue, 6:30 Uhr, Phoenix l Rund um Stettin,

14:15 Uhr, NDR l Wasserland am Alpenrand –

Kochelsee und Walchensee, 14:15 Uhr, BR l Faszination

südliches Afrika – Eine Safari von Botswana in

die Kalahari, 14:30 Uhr, Hessen.

FR 9.3. l Unterwegs: Costa Rica, 15:20 Uhr, 3sat l

Eisenbahnromantik: Schienenstrang und Seidenstraße

– Durch die Steppen Kasachstans und Usbekistans,

15:30 Uhr, MDR.

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48

rubrik.thema

leute

Roland Keppler wechselt

von der deutschen Filiale in die

Europcar-Zentrale

Keppler wird Chef

von Europcar

n Autovermieter Europcar hat Roland Keppler zu seinem neuen

CEO gemacht. Der Manager war bislang Deutschland-Chef

des Unternehmens. Nun ersetzt er überraschend Philippe Guillemot,

der Europcar seit 2010 leitete. Doch nicht nur die Führung

des Vorstands wurde in Paris neu besetzt, auch die Spitze

des Aufsichtsrats erhält ein neues Gesicht. Den Vorsitz übernimmt

Jean-Charles Pauze. Die Neubesetzung sei »ein wichtiger

Schritt zur Beschleunigung des Transformationsprozess

von Europcar«, heißt es aus dem Unternehmen. Details zu den

Gründen des Wechsels werden nicht genannt.

Der 47-jährige Keppler, ehemaliger CEO von Tuifly, war

bis dato Vorsitzender der Geschäftsführung von Europcar

Deutschland. Diese Aufgabe übernimmt interimsweise Verkaufsdirektor

Jan-Peter Ellerbrock. Der deutsche Markt steuert

zum Gesamtumsatz der Europcar-Gruppe rund 30 Prozent bei

und ist damit die größte Ländergesellschaft. In den vergangenen

drei Jahren habe Keppler »einen wesentlichen Anteil zum

Aufschwung von Europcar Deutschland beigetragen«, heißt es.

Zudem habe er »eine zentrale Rolle bei der Markteinführung

wichtiger Projekte« gespielt.

01 02 03 04

01 Andreas Heimann,

Geschäftsführer Deutsches

Reisebüro GmbH und Co.

OHG, ist als Nachfolger von

Ralph Schiller zum Vertreter

der Säule B in den DRV-

Vostand gewählt worden.

Guntram Nehls ist jetzt

Geschäftsführer für Produktion

und Technik bei

der DB Autozug GmbH.

02 Alexander Will, bisher

Bereichsleiter für Produkt,

Vertrieb und Marketing

bei Sport Scheck Reisen,

hat das Unternehmen

verlassen.

Katrin Köhler leitet als

Director Marketing bei

Comvel das Marketing von

Weg.de, Weg.at, Ferien.de

und Restplatzboerse.de.

03 Stephanie Schrahe

hat als Nachfolgerin von

Beate Kassner bei Aida

Cruises die Position der Senior

Managerin für Key Accounts

übernommen.

Bertolt Flick ist neuer

Geschäftsführer von XL Airways.

Er folgt Martin Greiffenhagen,

der die Airline

verließ.

04 Arco Buijs gibt seinen

Posten als CEO der

Steigenberger Hotels auf.

Grund sind »unterschiedliche

strategische Auffassungen«

zwischen ihm und

dem Aufsichtsrat.

Sandra Etter betreut für

Tourism New Zealand von

Wellington aus die europäischen

Märkte.

24.2.2012 travel.one


Name baErcil

ilissit landio od et

vel eu feuissequate

ver se doloreet

Comvel-Gründer wechselt zu TUI

n Aleksandar Vucak wird CEO der neuen Tui.com GmbH. Die

frühere TUI Interactive GmbH wurde im Rahmen der Neuausrichtung

des kompletten Internetgeschäfts in TUI.com GmbH

umbenannt. Neben Vucak sitzen Kerstin Hartmann (37) und

Dr. Dirk Tietz (37) in der Geschäftsführung. Sie berichten direkt

an Dr. Bernd Schmaul (44), den Geschäftsführer Marketing und

Vertrieb bei TUI Deutschland. Vucak gründete 2005 die Firma

Comvel GmbH mit den Buchungsportalen weg.de, ferien.de und

payback-reisen.de. Er war als Berater an der Entwicklung von

Tui.com beteiligt.

leserbriefe redaktion@travel-one.net

»Grundlos«

Travel One Morning News, 9. Februar 2012,

»Veranstalter führen Kerosinzuschläge ein«

�Da will wieder jemand mehr verdienen!

Schlechte Kaufleute, schlechte Kalkulation,

schlechte Planung. Der Euro steht seit Wochen

stabil gegenüber dem US-Dollar und ist die

letzten Tage sogar leicht gestiegen. Kein Grund

also, im Moment die Flugpreise unterjährig

anzuziehen! Ist wohl eher wieder einmal ein

Fall für das Kartellamt.

Wolfram Schneppe, Fischbacher Reisebüro, Nürnberg

»Online buchen bringt Verluste«

Travel One Online, 9. Februar 2012,

»Sabre startet Online-Buchungsmaschine«

�Eine Bedrohung für die »Reiseindustrie«

sind Online-Buchungen wahrscheinlich nicht

… aber in den meisten Fällen ein herber finanzieller

Verlust. Denn wo sonst kauft man

eine Leistung ein, die in einem Reisebüro

gleichviel kostet oder oft sogar günstiger ist,

und verzichtet auf kostenfreien Service und

Beratung? Auch viele Zusatzprodukte, die

während einer Online-Buchung mit angeboten

werden, sind teilweise schamlos übertrieben

und nicht erforderlich oder viel zu teuer.

Gossewisch auf

Ruhestandskurs

n August Gossewisch, seit 2004

Chef für Zentral- und Osteuropa

bei Carlson Wagonlit Travel,

geht im Mai in den Ruhestand.

Er kam 1988 zu Wagonlits-Travel

und leitete dort die

Schweizer Niederlassung. 1995

ging er für das Unternehmen in

die USA, 1999 übernahm er die

Leitung der deutschsprachigen

Märkte. Über seine Nachfolge

ist noch nicht entschieden.

Ich kann aus Erfahrung nur jedem Reiseinteressierten

Folgendes raten: Im Internet informieren:

Ja. Buchen: Nein. Dazu in ein gutes

Reisebüro gehen. Man spart dort Geld und bekommt

Besseres!

Klaus Hesselschwerdt, Reisen mit Pfiff, Much

»Verbesserungsvorschläge«

Travel One Online, 16. Februar 2012,

»Holiday Autos befragt Reisebüros

zur Servicequalität«

�Liebes Holiday-Autos-Team, was ich als

mögliche Verbesserung vorschlage, bezieht

sich auf die Unterlagen. Sie sind nur in Deutsch

vorhanden. Das macht Auslandsbuchungen

oftmals schwierig. Zweisprachig wäre wünschenswert.

Außerdem ist es mir persönlich

schon passiert, dass ich Holiday Autos gebucht

habe, weil sämtliche Gebühren – auch die

Flughafengebühren – bereits inkludiert sind.

Doch hätte ich nicht genau Bescheid gewusst,

hätte mich Alamo doppelt abkassiert. Das ist

natürlich für Kunden, die sich da unsicher

sind, nicht optimal. Deshalb wäre eine bessere

Zusammenarbeit mit den Mietwagenfirmen

zwecks der Raten schön.

Birgit Ende, Med Travel, Erlangen

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erscheint 14-tägig freitags

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Travel One ist eine Aktivität der

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travel.one 24.2.2012 49


50

leute.persönlich

Ute Sabine Wendel, 48, Sternzeichen

Jungfrau, ist Geschäftsführerin

des von ihr im Jahr

1993 gegründeten Veranstalters

Wendy-Pampa-Tours. Die

Lateinamerika-Begeisterte (auf

dem Foto mit dem mit Moskitobrille

ausgestatteten dreijährigen

Sohn Luciano Valentin auf

Erkundungstour im Anden-

Hochlandurwald von Peru) absolviert

zuerst eine Ausbildung

als Bankkauffrau im Schwarzwald.

Dann übernimmt sie die

Leitung der Volksbank-Zweigstelle

in Neufrach in Salem am

Bodensee.

Doch die Ferne ruft. Die Hasen-

und Katzenliebhaberin

macht deshalb ihre Fachhochschulreife

und studiert anschließend

in München an der

Fachhochschule Tourismus, wo

sie 1995 ihren Abschluss in die

Tasche steckt. 1993 gründet die

leidenschaftliche Akkordeonspielerin

(am liebsten spielt sie

Tangos, klassische Musik und

Valse Musette) schließlich ihren

Veranstalter Wendy-Pampa-Tours,

einen Spezialisten für

individuelles Reisen in Mittel-

und Südamerika.

Inhaberin und Geschäftsführerin von Wendy-Pampa-Tours

Ute Sabine Wendel

Ihr Traumberuf als Kind?

Bäuerin.

Drei Monate Zeit – was würden Sie machen?

Mich in einem Natursteinhaus-Apartment in den Sanddünen am Atlantik in

Argentinien einmieten, wandern, lesen, die Stille genießen, den Geruch des

Meeres, der Nadelbäume und der Pampa inhalieren, keine Nachrichten hören,

keine Zeitung lesen, keinen Wecker stellen und jeden Tag eine halbe

Kuh vom Grill essen.

Was ist Ihre größte Macke?

Ich entwerfe in Gedanken für jedes verlassene Haus, das ich sehe, den idealen

Umbau, um es zu neuem Leben zu erwecken.

Wie schalten Sie ab?

Jeden Donnerstag in der Akkordeon-Orchesterprobe und für eine Nacht im

Zelt an der Donau.

Wo haben Sie Ihren jüngsten Urlaub verbracht?

Im Hochlandurwald von Peru.

Welches Souvenir haben Sie sich von dort mitgebracht?

Kaffee und peruanische Jahreskalender.

Wo möchten Sie leben?

Abwechselnd am Bodensee, in der argentinischen Pampa und im Hochlandurwald

von Peru.

Was sammeln Sie?

Instrumente.

Welche Filmrolle hätten Sie gerne mal gespielt?

Arpad, der Zigeuner (deutsch-ungarisch-französische Fernsehserie, die von

1973 bis 1974 im Vorabendprogramm des ZDF lief).

Ihr Lieblingsessen?

Fleischküchle mit Spätzle, Kartoffel-Gurken-Salat und Soße.

Ihr liebstes Möbelstück?

Der Fernsehsessel meiner Oma Lina.

Wofür geben Sie garantiert kein Geld aus?

Für einen Wäschetrockner.

Der Held Ihrer Kindheit?

Winnetou.

24.2.2012 travel.one


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ein Land voller Schönheit und Magie

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