Basispressemappe - Das Österreichische Brustkrebs ...

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BasispressemappeDezember 2013


Facts & Figures„früh erkennen“ Österreichisches Brustkrebs-FrüherkennungsprogrammWas ist das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm?Ablauf des Brustkrebs-FrüherkennungsprogrammsDas Österreichische Brustkrebs-Früherkennungsprogramm “früherkennen“ bietet einen qualitätsgesicherten, transparenten undstrukturierten Ablauf für Frauen zwischen 45 und 69 Jahren. Dieösterreichische Bundesgesundheitskommission hat das Programm 2011in Anlehnung an internationale Standards beschlossen. Es ersetzt allebisherigen Mammographie-Angebote zur Früherkennung vonBrustkrebs.Das qualitätsgesicherte Mammographie-Screening gilt derzeit als diebeste Methode, um frühzeitig kleine, noch beschwerdefreie Tumore zudiagnostizieren. Durch das österreichweite Brustkrebs-Früherkennungsprogramm sollen frühe Diagnosen und infolgeverbesserte Heilungschancen für betroffene Frauen erreicht werden.“früh erkennen“ ist eine gemeinsame Initiative von Bund,Sozialversicherung, Ländern und Österreichischer Ärztekammer.Rund 1,5 Mio Frauen zwischen 45 und 69 Jahren erhalten alle zwei Jahreeine persönliche Einladung zur Mammographie-Untersuchung. Frauenzwischen 40 und 44 sowie zwischen 70 und 74 können auf Wunsch eineEinladung über die kostenlose Telefon-Serviceline anfordern.Untersuchungen werden ausschließlich von Radiologinnen undRadiologen durchgeführt, die am Früherkennungsprogramm teilnehmenund spezielle Qualitätsanforderungen erfüllen. Eine zusätzlicheÜberweisung ist nicht mehr notwendig. Frauen können aus einer Listean teilnahmeberechtigten Radiologieeinheiten wählen. Den Befunderhalten die Frau und die Radiologin/der Radiologe. Frauen, die bereitswegen einer Brustkrebserkrankungen in Behandlung sind oder eingenetisch erhöhtes Risiko aufweisen, werden wie bisher von ihrenÄrztinnen und Ärzten betreut. Frauen mit bestimmten Beschwerdenwerden ebenfalls individuell betreut.Start Das Programm startet mit 01.01.2014.Qualitätssicherung durchZertifikate und „Vier-Augen-Prinzip“Dokumentation undDas Brustkrebs-Früherkennungsprogramm steht für Qualitätssicherungim Bereich der Mamma-Diagnostik. Am Programm teilnehmendeRadiologinnen und Radiologen, das sind derzeit österreichweit 569Ärztinnen und Ärzte an 191 Standorten, verfügen über ein eigenesZertifikat, das nach erfolgreicher Absolvierung spezieller Schulungenund einer Fallsammlungsprüfung verliehen wird. Außerdem ist dieBeurteilung von mindestens 2.000 Mammographie-Aufnahmen vonFrauen im Jahr pro Radiologin/Radiologen Pflicht. Auch die technischeAusrüstung wird strengen Qualitäts- und Sicherheitskontrollenunterzogen, nur strahlungsarme, digitale Geräte dürfen zur Anwendungkommen. Neu am Brustkrebs-Früherkennungsprogramm ist außerdemeine „Doppelbefundung“, das heißt, jede Mammographie-Aufnahmewird von einem/einer zweiten, unabhängigen Radiologin/Radiologenbegutachtet.Die Ergebnisse der Früherkennungsuntersuchungen werden aus2


EvaluierungZiele des ProgrammsBrustkrebs undMammographieMammographie undRöntgenstrahlenEpidemiologische DatenWie hat die Brustkrebs-Früherkennung bis jetztfunktioniert?Gründen des Datenschutzes pseudonymisiert und anschließendgespeichert und ausgewertet. Bei „auffälligen Befunden“ werden auchdie weiteren Schritte dokumentiert. Alle Daten dienen derkontinuierlichen Evaluation und Dokumentation des Programms undhelfen, die Maßnahmen zur Qualitätssicherung zielgenau zu halten bzw.zu verbessern.- Senkung der Brustkrebssterblichkeit- Früherkennung von Karzinomen in einem nicht-invasiven bzw.metastasefreien Stadium- Erhöhung des Anteils an brusterhaltenden Operationen- Verbesserung der Heilungsschancen- Anwendung schonenderer Therapieverfahren- Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen durch einstandardisiertes und qualitätsgesichertes Abklärungsverfahren,in dem unnötige medizinische Eingriffe minimiert werden- Information und Mobilisierung der anspruchsberechtigtenZielgruppenDas Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, steigt mit dem Alter an. GroßeStudien etwa haben gezeigt, dass Frauen zwischen dem 50. und 70.Lebensjahr die beste Nutzen-Risiken-Bilanz bei Mammographie-Screenings aufweisen.Eine Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust und diederzeit verlässlichste Methode zur frühzeitigen Erkennung vonBrustkrebs. Um ein aussagekräftiges Röntgenbild zu erhalten, wird dieBrust kurz zwischen zwei Kunststoffplatten zusammengedrückt. Wie beiallen Röntgenuntersuchungen sind Patientinnen bei derMammographie einer Strahlung ausgesetzt, die Gesundheitsschädenauslösen kann. Fakt ist, dass das Ausmaß der Strahlung mit dertechnischen Ausstattung der Geräte zusammenhängt. Alle Geräte, diebeim Brustkrebs-Früherkennungsprogramm zum Einsatz kommen,entsprechen jedoch den modernsten Anforderungen. Die meistenFachleute gehen davon aus, dass ein qualitätskontrolliertes Programmzur Früherkennung mehr Vorteile als Nachteile bietet.Mit 5.058 Neuerkrankungen im Jahr 2010 ist der Brustkrebs diehäufigste Krebserkrankung bei Frauen in Österreich. Statistisch gesehenerkrankt etwa jede 13. Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Durchverbesserte Früherkennung bzw. Fortschritte in der Behandlung sind inden letzten zehn Jahren sowohl die Neuerkrankungen als auch dieKrebssterblichkeit zurückgegangen (altersstandardisierte Raten). 1In Österreich besteht seit etwa 25 Jahren ein so genanntes„opportunistisches“ oder „graues“ Brustkrebs-Screening. Darunterversteht man weitgehend unkoordinierte Früherkennungsuntersuchungenzur Entdeckung von Brustkrebs ohne einheitlicheQualitätssicherung und Dokumentation, an der Frauen – auf eigenenWunsch oder auf Empfehlung der Ärztin/des Arztes – teilnehmen. DieFrüherkennungsuntersuchung kann in Österreich seit 1988 im Rahmender Vorsorgeuntersuchung in Anspruch genommen werden. Seit dem1 Quelle: Statistik Austria3


Jahr 2006 gibt es in fünf Bundesländern strukturierte Pilot-Projekte zurBrustkrebs-Früherkennung. Im Gegensatz zum opportunistischenScreening werden im Rahmen eines organisiertenpopulationsbezogenen Screenings die Angehörigen einer bestimmtenZielgruppe, die in einer bestimmten Zielregion leben, in einemdefinierten Zeitraum persönlich zu einer Mammographie-Untersuchungeingeladen. Ein Screening-Programm wird zudem begleitenddokumentiert und evaluiert.www.frueh-erkennen.atTelefon-Serviceline: 0800 500 181 (Mo–Fr 8:00–18:00 Uhr)Kontakt Koordinierungsstelle Brustkrebs-FrüherkennungsprogrammMag. a Katrin GastgebWiener GebietskrankenkasseWienerbergstraße 15-19A- 1100 WienTel.: +43 1 601 22 3877E-Mail: katrin.gastgeb@wgkk.atKontakt AgenturMag. a Susanne Hudelistikp WienMuseumstraße 3/5A-1070 WienTel.: +43 1 524 77 90 19E-Mail: frueh-erkennen@ikp.at4

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