Die sowjetische Winteroffensive hat sich nach vier Monaten ...

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Die sowjetische Winteroffensive hat sich nach vier Monaten ...

und H an deln s beh au p tet hat, tro tz a lle r m a­te rielle nund agita to risch en A n stre n g u n gend er Fein dm äch te, sich im v e rflo s s e n e n H a lb ­ja h r selbst d ie H errsch a ft ü ber das k r ie g e ­rische G esch ehen a n zu eign en und zu sichern.K ro n ze u g e n fü r d iesen U m sch w u n g ind er B ea rb eitu n g d er öffen tlich en M e in u n gsind vorn eh m lich d er b ritisch e M ilitä r ­sach verstä n d ige M a jo r H a stin gs und L ordß e a v e rb ro o k , b e id e fü r d ie A n g e ls a c h s e nN a m en v o n R ang. W ä h re n d H a stin gs sichn ich t scheut, offen zu zu geb en , daß „d e rdeu tsch e W id e rs ta n d g e g e n d ie stän digens o w je tis c h e n A n g r iffe w ä h ren d des W in te rssehr e in d ru c k s v o ll" g e w e s e n ist und d em ­gem äß auch d ie b e vo rs te h en d en O p e ra tio ­nen, d ie ihren A u sgang sp u n k t in den K ä m p ­fen g eg e n d ie B olsch ew isten h aben w erd en ,ih ren auch fü r E n glan d en tsch eid en d enH öh ep u n k t in d iesem Jahr e rre ic h e n w erd en ,g eh t B e a v e rb ro o k noch ein en S ch ritt w e ite r,in dem er erk lärt, daß, sollten d ie S o w je tsh in ter d en U ra l zu rü ck ged rä n g t w erd en , w asn ich t au sgesch lossen sei, d ie H o ffn u n gen d erA lliie r te n zu sam m en brechen m üßten. A u sb e id e n Stim m en geh t e in w a n d fre i h e rv o r,w a s auch u n zä h lige a n d ere g e ra d e in d erle tzte n Z e it im m er w ie d e r b e stä tig t haben,daß n äm lich E ngland und sein e b o ls c h e w i­stisch en und a m erik an isch en B u n d esgen ossensich auch in d iesem Jahr w e ite r in d erD e fe n s iv e b efin d en w e rd e nund a b w a rtenmüssen, w ie D eu tschlan d und mit' ih m d ieD reierp a k tp a rtn er T em p o , U m fan g, O rt, Z e itund V e rla u f d er zu erw a rten d en m ilitä rischenE n tw ick lu n g bestim m en.Daß m an au f d er G e g e n s e ite so s o rg e n ­v o ll d ie M ö g lic h k e it b edeu tsam er, deu tsch erO p e ra tio n e n m it d e ra rtig e r S ich erh eit inR ech n u n g stellt; hat sein en G rund v o r a llemdarin, daß d er g ra n d io se A b w e h r s ie g d iesesW in te rs an d er O s tfro n t v o n d er deu tschenW e h rm a c h t e rru n gen w e rd e n k on n te, oh n ed ie iür d ie fü r d ie neu en A u fg a b e n b e re itge s te llte n A n g r iffs r e s e r v e n d e fe n s iv zu v e r ­w en d en , w ie es z w e ife llo s in d er A b s ic h tdes F ein d es g e le g e n hat, als e r sein e lau fen dm it größ tem E insatz g efü h rten S töße g e g e nd ie deu tschen L in ien führte. D ie n eu en P e r­s p ek tiv e n e rg e b en sich in so fern e in z ig ausdem eisern en D u rch halten d er w ä h ren d d ersch w ersten Z e it des Jahres v o rn sparsamein g e setz te n A b w e h rk rä fte , d ie sich, w iestets w ie d e r ern eu t fe stg e h a lte n w e rd e nmuß, m it b e is p ie llo s e r T a p fe rk e it sch lu genund a lle in dam it b e w ie sen , daß sie d ie In i­tia tiv e v o ll in d er H an d hatten. D en n och b e ­d eu tete d ie se w e is e S elb ftb esch rä n k u n g d erdeu tschen Führung w o h l e in e d er h ä rtestenN e rv e n p ro b e n , d ie dem d eu tschen V o lk jea u le rle g t w o rd e n sind; sie w u rd e a lle rd in g sn ich t v o n d er Tru ppe, son dern eb en so voi-d e r Hrtimr - 1— h«--.*» I H7? A r m e e r n it^ g rö ß e rer D u rch scnlägs-ki an zu treten v e rm o c h te als die, d er d iekom m en den A k tio n e nim O sten a n vertra u tw erd en . A n d e re rs e its d eu ten a lle A n z e ic h e n— v o r a llem das je tz t fe ststellb a re N a c h ­lassen d er s o w je tis c h e n A n g r iffs tä tig k e it —darau f hin, daß d ie B o lsch ew isten durch ihrtaktisches V e rh a lte n w ä h ren d d er jü n gstenM o n a te ih re e ig e n e n M en sch en - und M a te-ria ire s e rv e n in ein em U m fa n g und e in e rW e is e verb ra u ch t haben, daß es b eim W i e ­d era u fleb en d e r O ffe n s iv o p e ra tio n e n unzw e ife lh a ft in E rsch ein u n g treten w ird .Esist desh alb auch durchaus glau bhaft, w en nin L on d on und W a sh in g to n d a v o n g e s p r o ­chen w ird , daß S talin selbst d er en g lisch enR e g ie ru n g ein en u n gesch m in kten B erich tüber d ie m ilitä risch e L a g e ü b erm ittelt habe,n ach d em fü r d ie S o w je tu n io n nur n och w e ­n ig H offn u n g besteh t, d ie F ro n t g e g e nD eu tsch lan d zu halten, w en n d er e rw a rte tedeu tsch eA n g r iff in g rö ß tem S til und m itv o lle r W u ch t w ie d e re in s e tze n w ird. D ie L eh ­ren der gro ß en S ch lachten im .v o r ig e n Jahrund d ie E rfah ru ngen d ieses W in te rs habendem b olsch ew istisch en D ik ta to r d a b e i an ­sch ein en d so zu gesetzt,daß e r sein e b ritischenFreu n de schon je tz t au f ein w e ite re sZ u rü ck w eich ensein er A rm e e n v o rb e re ite nmuß. In sofernb ed eu ten sein e W a rn u n g e ne in w irk u n g s v o lle s G egen stü ck zu L o rdB ea ve rb ro o k s düsteren A n d eu tu n g en , d iealso d o p p elt g e re c h tfe rtig t ersch ein en , nach ­dem d ie S telle, d ie es v o r a llem w issen muß,ä h n lich e A n d eu tu n g en m acht.D ie Bilanz, d ie sich nach a lle d e m fü r daserste V ie r t e l d ieses Jahres zie h e n läßt, isttrotz a lle r S c h w ie rig k eiten , d ie ü b erw u n d enw erd en m ußten und noch ü b erw u n d en w e r ­den m üssen, durchaus a k tiv fü r D eu tsch ­lan d und sein e V erb ü n d eten . D enn es d a rfja k e in e s fa lls verg essen w erd en , daß d iean gelsäch sisch en M ä c h te und m it ihn en auchih r s o w je tis c h e r A lliie r t e r g le ic h z e itig demstän dig zu n ehm en den D ru ck an den ü b rigenFronten d ieses W e ltk r ie g s a u sgesetzt sind.W a s JapansU n tern eh m u n gen in O sta sienund im P a z ifik fü r G roß b rita n n ien und d ieV e re in ig te n S taaten bedeu ten , brauch t kau mm ehr beson d ers u n terstrich en zu w erd en ,e b en s o w e n ig d er u n geh em m te und e r fo lg ­reich e F o rtg a n g d er S ch lach t au f den W e l t ­m eeren , w ie e r v o n d en deutschen, ja p a ­nischen und ita lien isch en U b er- und .{Jnter-w a sserstreitk rä ften m it zu n eh m en d er W i r ­kung g eg e n d ie stra tegisch e und w irts c h a ftliche V e rs o rg u n g d er G e g n e r gefü h rt w ird .U n d d ie Illu sion v o n d er z w e ite n Front,d ie v o n M osk a u im m er n a ch d rü ck lich er g e ­fo rd e rt und in den an gelsäch sisch en H a u p t­städten nach a llen R ich tu n gen hin z e rre d e tw ird , ist nach den V o r g ä n g e n in N o r d ­a frik a und an d er fra n zö sisch en K ü stee b en fa lls zu G en ü g e b loß gesteU t; siew ird sich n ie e ffe k tu ie re n lassen, w e ildie sogen a n n ten A lliie r t e n n iem a ls m eh rin den B esitz v o n M itte ln , w ie sie dazub e n ö tig t w erd en , k o m m en kön nen , son dernim m er m eh r g esch w ä c h t w e rd e n . Im gan zengen om m en ist es e in e h o ffn u n g slo se S trateg ie , d ie m an v o n M o s k a u , L on d o n und W a ­sh in gto n aus b e tre ib t, auch w e n n dazu e inO b e rs te r K rie g s ra t bem ü h t w ird . O b W a v e ll,T sch ia n g k a isch ek , M a c A r th u r o d e r irg e n de in s o w je tis c h e r G e n e ra l v o n Z e it zu Z e ith o c h g elo b t, dann m it ein em e x p o n ie rte nK o m m a n d o b etra u t und s c h lie ß lic h w ie d e rzu r S e ite g e s te llt w ird , b le ib t sich, d e r G e ­s a m te n tw ic k lu n g g e g e n ü b e r b etra ch tet, imE n d efek t im m er g leic h .D en n d ie s e r ist inje d e m F a ll d ie A u fg a b e e in e r w ic h tig e n P o ­sitio n d u rch G roß b rita n n ien , d ie U S A o d e rd ie S o w je tu n io n , und e in e s o lc h e E n tw ic k ­lu n g läß t sich v ie lle ic h t — je n a ch dem U m ­fa n g d e r a b b rö c k e ln d e n M a c h t — fü r e in eb estim m te Z e it ertra g en , sie läß t sich a b ern ich t ad in fin itu m fo rts e tze n , w e il sie u n tera lle n U m stän d en e in m a l an e in e m P u n k t an ­g e la n g t sein w ird , de: als Sch lu ßpunkt g e l­ten muß.E ntscheidend b e i ein em solch enG esch eh en ist a b er nicht e tw a , w ie m anh eu t in E n gla n d und le n V e r e in ig te n S taatenn o ch zu gla u b en tersu ch t, d ie Z eit, e n t­sch eid en d ist auch nickt das S p ie l m it a lle r le ie in g e b ild e te n und w en ig k o n k re te n Z ah len ,son d ern e n tsch eid en d ist a lle in d ie H a n d ­lu n gsfre ih eit.D ie s e aber ist n a ch w ie v o rin d eu tsch en H än den , das h eiß t: au f seitend e r im D re ie rp a k t v e re in ig te n N a tio n e n ,d e re n K ra ft und R eserven je d e r A r t zu g le ic hauch d ie B ü rgsch aft dafür sind, daß d ie serZu stand sich n ich t m ehr än dern w ird . Es istsch on m eh rfa ch beton t w o rd e n , daß d e r je tz tü b ersta n d en e W in t e r n ach M e in u n g d e r A l ­liie rte n d ie C h a n ce für sie g e b o te n hat, ih n end ie In itia t iv e zu zu spielen . A n d e r W id e r ­stan dsk raft d e r deutschen und ita lie n isch enH e e re , s o w ie an d e r e in z ig a rtig e n S c h w u n g ­k ra ft d e r ja p a n isc h en A r m e e sin d a lle d e r ­a rtig en V e rs u c h e je d o c h zu n ich te g e w o rd e n .D ie R is ik o z o n e d ieses W in te rs , seh r w a h r­s c h ein lich s o g a r d ie d es g a n zen K rie g e s ,lie g t h in te r uns. V o r uns a b e r lie g t einw e ite s F eld u n b egren zter M ö g lic h k e ite n ,lie g t d ie A u s s ic h t auf e n d g ü ltig e B e fre iu n gd e r g e s itte te n W e lt v o m B olsch ew ism u s u ndd em a n gelsäch sisch en A u sb eu tu n gssystem .D ie Z e ic h e n fü r das K o m m e n d e steh en gü n ­stig, w ie n o ch k au m bish er, d ie Span nungim fe in d lic h e n L a g e r k o m p rim ie rt sich ständig, und es b e d a rf nu r n o ch d e r au slö sen ­d en H a n d des Führers, um d ie W e lt auf d e rih r b estim m ten Bahn w ie d e r e in Stü ck v o r ­w ä rts zu treib en . D a ra u f w a rte n w ir in g e ­s ic h e rte r R uhe und d arau f w a rte n d ie än ­d ern m it U n b eh a gen und S o rg en — a b e »b e id e S e ite n w issen ein es: daß d ie Z e it d e rs ta tio n ä re n K rie g fü h ru n g im O sten b a ld ab ­g e la u fe n sein w ird . D ie n eu e B e w e g u n g ab er,in d ie d ie s e r K rie g s sc h a u p la tz e in tre te nw ird , sob a ld d ie S tu nde dazu gek o m m en ist,w ir d sich w e ite r fo rtp fla n ze n und d a m itje n e n rech t geb en , d ie v o n d ie sem S e k to rd es m ilitä ris c h e n G esch eh en s e in e w e it umsich g re ife n d e E n tw ick lu n g e rw a rten , d e re nE nde z w a r noch n ich t m it S ic h erh e it v o ra u s ­zu sehen , a b er fü r d ie W is s e n d e n n ich t m eh rz w e ife lh a ft ist.S t o l z e E r f o l g s z i f f e r n d e r d e u t s c h e n K r i e g s m a r i n eSowfetfanker in Brand geworfen - Fortsetzung der Luftangriffe auf Malta und La ValettaAus dem Führerhauptquartier, 3. AprilDas Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Trotz heftiger örtlicher Vorstöße des Gegnersist im ganzen ein Nachlassen der feindlichenAngrifistätigkeit im Osten festzustellen.Bei eigenen Angriffsunternehmungen wurde einegrößere Anzahl von Ortschaften genommen. Ander Kaukasusküste warfen Kampfflugzeuge einengroßen sowjetischen Tanker in Brand. Im Seegebietvon Kertsch wurde ein größeres Handelsschiffdurch Bombenwurf beschädigt. In Nordafrikaerzielten deutsche Kampfflugzeuge Bombentrefferauf zwei feindlichen Handelsschiffenbei Tobruk. In Lnftkämpien wurden sechs britischeFlugzeuge abgeschossen. Die Luitangriffeauf militärische Anlagen in La Valetta und aufFlugplätze der Insel Malta wurden bei Tag undNacht fortgesetzt. In Luftkämpfen schossen deutscheJäger vier britische Flugzeuge ab. In derNacht zum 3. April griffen deutsche Kampfflugzeugekriegswichtige Ziele und die Hafenanlagenin Dover und Portland an. Starke Brände und Explosionenwurden beobachtet. In den MonatenFebruar und März führte die deutsche Kriegsmarineneben ihrem Kampf gegen die feindlicheVersorgungsschiffahrtauch erfolgreiche Unternehmungengegen die Seestreitkräfte Großbritanniensund der Vereinigten Staaten durch. In diesenbeiden Monaten versenkte die deutscheKriegsmarine einen Kreuzer der Leanderklasse,acht Zerstörer, drei Korvetten, vier Torpedoboote,zwölf Motortorpedo- und Motorkanonenboote,fünf Bewachungsfahrzeuge und drei Unterseebootjäger.Außerdem versenkte die deutscheLuftwaffe zwei Motorkanonenboote, drei Bewachungsfahrzeuge.Ferner wurden durch Kampfhandlungendeutscher Seestreitkräfte und durchLuftangriffe 37 feindliche Kriegsschiffe beschädig:,darunter zehn Kreuzer, elf Zerstörer undfünf Unterseeboote.*W ie das Oberkommando der Wehrm acht mitteilt,zerschlugen Truppen_des deutschen Heeresam 2. A p ril im Norden der Ostfront eine Bereit-Osferbotsefcaft AntonescusAufruf an das rumänische VolkBukarest, 4. AprilMarschall Antonescu richtete zu Ostern einGruß w ort an das rumänische V olk, in dem erU. a. sagt, die K riege von heute würden nichtli’J Z F a lR jeder Scholle unomPnedem einzelnenHerzen. Darum fordere er alle Rumänen auf,blind ah Recht und Gerechtigkeit zu glauben.Um aber den Kam pf und alle Opfer zum Sieg zuführen, müsse dieser Glaube sich auf die Arbeitaller schaffenden Hände stützen. Marschall A n ­tonescu ruft deshalb Rumänien zur A rb eit undzur Tat auf und schließt seine Botschaft mit denW orten; „W ir werden die Zeit der Bewährungund unseren Kampf zu Ende führen, weil w irsiegen werden."Dr. Landwehr in SofiaBesprechungen über WarenaustauschSofia, 4. A p rilEine deutsche Wirtschaftsabordnung unterFührung von M inisterialdirektor Dr. Landwehrtraf aus Budapest kommend am 2. A p ril in Sofiaein, w o sie mit den zuständigen bulgarischenW irjschaftstellen Verhandlungen über Fragendes deutsch-bulgarischen Warenaustausches führenwird.Tokioter Diplomaten in SofiaDer japanische Botschafter aus Ankara kommtAnkara, 4. A p rilW ie aus japanischen Kreisen verlautet, w irdder japanische Botschafter in Ankara, YanankarKorihara sich demnächst nach Sofia begeben, umdort mit dem aus Berlin nach Sofia kommendenjapanischen Botschafter in Berlin, Oshima,zusammenzutreffen.Schundliteratur in UngarnVerschärfter Kampf angesagtBudapest, 4. A p rilUngarn w ird jeden M onat mit rund dreieinhalbM illionen Heften Schundliteratur überflutet, stellenBudapester Blätter fest. Zahlreiche jüdischewerden, zu verbreiten. Die ungarische R egierungspartei,die diese Dinge zur Sprache brachte,hat daher beschlossen, bei den Behörden eineMaßregelung des Buchhandels zu beantragen.Neuer türkischer DiplomatAuch für Washington ernanntAnkara, 4. A p rilDie Türkei setzt das Revirem ent ihrer diplomatischenVertretung in den Ländern der V erbündetenfort. Nach dem W ech sel auf dem LondonerBotschafterposten w ird auch nach jW a-shington ein neuer Mann gehen. Am tlich wurdeam 2. A p ril bekanntgegeben, daß M ehm et A liSevki Alhan, der bisher türkischer Gesandterin Ä gyp ten und Saudi-Arabien war, zum bevollmächtigten Gesandten erster Klasse bei dertürkischen Botschaft in W ashington ernanntwurde. Die Verbindung seines bisherigen Postensw ird aufgehoben. Nach N e w Y ork w irdNuman Talir Seyman und nach Djiddah derehem alige türkische Konsul- in Genf Nizam ettinA yach li gehen.König Boris wieder in BulgarienDer bulgarische König ist am 2. A pril nachmittagmit dem Sonderzug von Belgrad kommendvon seiner Deutschlandreise nach Sofia zurückgekehrt.Rüschtü Aras wird ArztDer ehem alige türkische Botschafter in London,Rüschtü Aras, der von Beruf A rzt ist, wirddemnächst w ieder praktizieren.J * I M Ä D S ä f I E 3 I ®P a r is :über das System der Schutzmächte im gegenwärtigenK rieg und die heutige staatsrechtlicheStellung Frankreichs zum Reich heißt es in der„Pariser Z eitu n g ": „Freilich kann das Schutzmachtverhältnisauch schon vor Kriegsende abgebrochenwerden; A ls z. B. der Polenfeldzug; inso kurzer Z eit zum Siege geführt worden warund der polnische; Staat aufhörte zu existieren,war die Vertretung deutscher Interessen durchdas Königreich der Niederlande gegenstandslosgeworden. (Dieser Fall der sogenannten Debellationist in diesem K rieg mir noch einmal vorgekommen,als Jugoslawien zerfiel.) Bei Holland,Belgien, N orw egen und Griechenland dagegenlaufen zwar formell noch die Schutzmachtaufträge,aber Deutschland hat längst einen direktenVerkehr mit diesen Ländern aufgenommen,so daß die guten Dienste dritter Staaten überflüssigwürden. W ied er anders lief die Entwicklungdes rechtlichen Verhältnisses zu Frankreich;G leich’ rrach Kriegsausbruch bestellte sich dieReichsregierung die Schweiz zur Wahrnehmungdeutscher Interessen, während sich Frankreichdurch die U S A vertreten ließ. Marschall Pötainhätte sich zwar nach dem 11. Dezember 1941eine andere Schutzma'-'" * wählen müssen, abervor einigen Monaten hat das Reich in V ich y eineAbteilung der deutschen Botschaft eröffnet undaußerdem nach M arseille und A lg ie r einen Generalkonsulentsandt. Ohne daß bereits zwischendem Deutschen Reich und dem französischenStaat Friede geschlossen wurde, sind hier in besondererForm schon diplomatische Beziehungenaufgenommen worden. W ir beanspruchen alsoauch unsererseits in diesem Fail nicht mehr dieSchweiz, die ab September 1939 unsere Interessenin Frankreich vertreten hatte."R o m :Eine scharfe Unterscheidung zwischen demW a fd und „nationalistischen unabhängigen Patrioten"macht G ay da am Donnerstag in seinemLeitartikel im „G iornale d'ltalia".Der Artikelunterstreicht, daß die jetzige Regierung und ihrpolitischer Kurs Ä gyp ten von England aufgezwungenworden seien und appelliert an dieägyptischen Patrioten, für die Kriegsnotwendigkeitender Achsenmächte in bezug auf die O perationengegen Ä gyp ten Verständnis zu zeigen.Der A rtik el schließt mit der Andeutung von zw eihauptsächlichen politischen Missionen Ägyptens,nämlich der „M ittelm eerm ission” und der „ägyp ­tischen M ission". Das Niltal, sagt Gayda, warimmer der Sammelpunkt der Araber des NahenOstens einschließlich Syriens, Palästinas, desIrak und Transjordanien. In dieser Mission,schließt der Artikel, stimmt die Aufgabe Ä g y p ­tens mit der Italiens und der arabischen V ölk erüberein.Stellung starker bolschewistischer Kräfte, die mftPanzerkampfwagen einen Angriff gegen den A b ­schnitt einer deutschen Infanteriedivision vorbereiteten.Die feindlichen Truppenansammlungenwurden durch das zusammengefaßte Feuer allerW affen zersprengt und die Panzer zum Abdrehengezwungen. Im gleichen Abschnitt beseitigtenPioniere vom Feind angelegte M inenfelder. 500M inep wurden ausgebaut und die eigenen Sperrenvor den deutschen Linien verstärkt.Durcheinen zügigen Angriff kamen die Truppen einerdeutschen Kampfgruppeeinem Sowjetregim entzuvor, das sich in einem anderen Abschnitt bereitgestellthatte. Die Bolschewisten wurdenm it schweren blutigen Verlusten zurückgeworfen.Die deutsche Luftwaffe konzentrierte gesternihre An griffe auf den feindlichen Nachschubin die M itte der Ostfront. A u f zw ei wichtigenBahnlinien fiel einegroße Anzahl von Güterzügenden deutschen Bomben zum Opfer.Zahlreiche offene Güterwagen,die mit Kriegsgerätbeladen ,waren,wurden vollkom m en zerstört.M ehrere unter Dampf stehende Lokomotivenerhielten V olltreffer. W ie schwer die rollendendenA n griffe deutscher Kampfflugzeugedie bolschewistischen Eisenbahnanlagengetroffenhaben, zeigten die Ansammlungen von Zügenauf den Abstellgleisen in der Nähe einesbombardierten Bahnknotenpunktes. Da dieStellw erke und Gleisanlagen an den vorhergehendenTagen stark beschädigt worden waren,w ar hier eine große Verkehrsstockung einge-treten. Die abgesteliten Transportzüge botenein gutes Ziel für die deutschen Kampfflugzeuge,dje durch ihre kühnen T iefa n griffe umfangreicheM engen von wichtigem Kriegsm aterialvernichteten.Neuer RitterkreuzträgerSchlachtflleger ausgezeichnetBerlin, 4. A p rilDer Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabersder Luftwaffe, ReichsmarschällG ö r in g , das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzesan Hauptmann C h r is t i, Gruppenkommandeurin einem Zerstörergeschwader.Der Fürsterzbisctiof von BreslauIm Fastenbrief zum Kampf Im OstenBerlin, 4. A p rilDem Fastenhirtenbrief von Kardinal-FürsterzbischofBertram von Breslau entnehmen w ir folgendesich auf den gew altigen Entscheidungskampfder europäischen W e lt gegen den Bolschewismusund seine demokratischen VerbündetenEngland und die U S A beziehende Stellen:„W ir alle fühlen", so sagt der Kardinal, „d ieW ucht des W affenkam pfes, in dem jetzt dasdeutsche H eer steht. M it Bewunderung schauenw ir auf die beispiellosen W affentaten unsererSoldaten. In Ehrfurcht neigen w ir uns vor denen,die durch ihre W unden die Erfolge m öglichmachten, und in edlem Schmerz, in innigem Bitt-g e h 't gedenken w ir der toten Helden, die ihrB’ _.c und Leben an unserer Statt hingegeben;und gedenken teilnehmend all der Trauernden,die sie zurückgelassen haben.Zugleich vergessenw ir nicht der tapferen A rm ee von Männernund Frauen, die in der Heimat unverdrossenTag und Nacht für die Zukunft Deutschlandsschaffen und mit der Front vor dem Feinde w etteifernin treuem O pferm u t. . . Im Kampfe gegendie bolschewistische Macht haben unsere Brüderan der Front in einem Abgrund religiösenTiefstandes, sittlicher Verrottung und grauenhafterUnkultur hineingeschaut. Umso fester mußder Entschluß im ganzen deutschen V olk e w erden,alles auszuscheiden, was die Gefahr bolschewistischerGrundsätze auch nur von fernheraufbeschwört".Der Papst macht FerienBesuchslisten für Ostern ausgelegtVatikanstadt, 4. AprilDer Vatikan begailn am Gründonnerstag seineOsterferien, die bis zum kommenden Dienstagdauern werden. Im Vorzim m er des H eiligen V a­ters, des Kardinalstaatssekretärs und andererhohen W ürdenträger wurden Listen ausgelegtfür Besucher, d ie . hier ihre Osterwünsche eintragenkönnen. A m 3. A p ril nachmittag empfingder H eilige V ater seine Neffen, denen er dieüblichen Geschenke überreichte.Britischer Zerstörer gesunkenDie Versenkung des britischen Zerstörers„H eythrop", der der Hunt-Klasse angehört, wirdoffiziel aus London gemeldet. Der Zerstörerhatte eine W asserverdrängung von 904 Tonnenund eine G eschwindigkeit von 32 Knoten.DasSchiff w ar 1939 auf K ie l gelegt und 1940 fertiggestelltworden.Ostern 1949


Das Projekt einer Fernbahn Deutschland-UkraineGedanken über normal- und breitspurige Fernbahnen als Bindeglied zwischen europäischen und asiatischen Großräumen (I)Än Frieden ist die Reichsbahn häufig als»Rückgrat des V erkehrs" bezeichnet worden. A ufdieses W o rt w ar der Eisenbahner im Bewußtseindes außerordentlichen Leistungsvermögens derReichsbahn stolz. Nur bei den Verkehrsspitzenim Herbst w ar die Reichsbahn stark angespannt.Zumeist w ar sie aber nicht v o ll beschäftigt undbarg noch eine beträchtliche Leistungsreservein sich. Schätzungen von Volkswirtschaftlernüber die m ögliche Leistungssteigerung derReichsbahn in Friedenszeiten bewegten sich zw i­schen 50 bis 75%.Im K riege hat sich nun das Bild erheblich gewan delt Der Kraftverkehr ist für W irtschaftstransportepraktisch ausgeschaltet, und dieWasserstraßen haben besonders im strengenW in ter 1939/1940 und auch gerade gegenwärtigw ieder stärker als bisher den N achteil erkennenlassen, daß sie einen großen T eil des Jahresnicht einsatzbereit sind. Die Reichsbahn warwährend dieser Zeit nicht nur das Rückgrat desVerkehrs, sondern der ausschließliche Verkehrs'träger überhaupt.Das durch den Polenfeldzug 1939 zur Hauptsacheum das heutige Generalgouvernement vergrößerteGebiet im Osten hat nun die DeutscheReichsbahn gegenüber der Vorkriegszeit vorneue Verkehrsaufgaben größten Stils gestellt,die kaum gelöst waren, als die seit dem 22. Juni1941 neu besetzten Gebiete Sowjetrußlands dieReichsbahn vor schier unüberwindliche Verkehrsproblemestellten. Asiatische Zerstörungsmethodenim Verein mit einem selbst für russischeVerhältnisse strengen W inter stellten an Menschund M aterial Anforderungen, w ie nie bisherSetzen diese äußeren Umstände der Leistungssteigerungauf der Schiene gewisse Grenzen,, sointeressiert um so mehr, zu w elchen außerordentlichenLeistungen die Schiene befähigt ist, wennihr rein technisch betrachtet, alle für höchsteTransportleistungen erforderlichen Voraussetzungengegeben werden. A u f dieser Grundlage hatder Verfasser in einem Aufsatz »Fernbahnen undihre Verkehrsm ittel" in der Zeitschrift „GroßdeutscherV erkehr" der W issenschaftlichen V ereinigungfür Verkehrswesen die M öglichkeitender Leistungssteigerung auf der Schiene eingehenduntersucht, die im folgenden kurz besprochenwerden sollen.Schienenverkehrsmittel haben den V orteil geringerReibung zwischen Rad und Schiene (geringeZugkraft, d. h. billige Förderkosten), hohenAchsdruckes (20 t und darüber, d. h. großesLadegewicht), Zusammenfassung vieler W agen inZügen (großes Fassungsvermögen an Personenund Gütern, d. h. w enig Personal bei hoher Leistungals Massentransportmittel), Zwangsführungin der Schiene (große Sicherheit auch bei hohenGeschwindigkeiten). Diesen vielen Vorteilen stehtals einziger allerdings nicht zu unterschätzenderN achteil die Tatsache gegenüber, daß dem Schienenfahrzeug,abgesehen von Anschlußgleisinhabern,der Haus-Haus-Verkehr verschlossen bleibt.Im Gegensatz zu allen anderen Punkten ist dasStraßenverkehrsmittel auf diesem Gebiet demSchienenfahrzeug überlegen. Die natürliche V erkehrsteilungbeider Transportmittel liegt daherfür die Schiene in Verkehrsaufkommen großenAusmaßes und weiten Entfernungen, für dieStraße vornehmlich in der Zubringerrolle zurSchiene und in der individuellen Bedienung allerV erkehrsinteressenten.D e r F ernbah ngedankeDer enge Raum des Altreiches ließ diese A b ­grenzung zwischen den beiden Verkehrsmittelnhäufig verwischen. Schon das GroßdeutscheReich, noch v ie l mehr aber der Ostraum mitseinen gew altigen Entfernungen und seinem späterengroßen Verkehrsaufkommen besonders anMassengütern führen zwangsläufig auf den Gedankenbesonderer Schienenbahnen, sogenannterFernbahnen, auf denen ein unbehinderter Fernschnellverkehrbetrieben werden kann. Erst dannlassen sich Höchstleistungen auf der Schiene erreichen,die ihr bei dem vorhandenen Schienennetzversagt bleiben, w eil Schnell- und Güterxügemit vö llig verschiedenen Geschwindigkeiten,unterschiedlichen Aufenthalten, Rücksichtnahmeauf Anschlußverbindungen, LangsamfahrstreckenV o n Ministerialrat Dr.-Ing. W ien s, Rolchsverkehrsm inisterium , Berlinund viele andere durch den praktischen Betriebbedingte Umstände die Hemmnisse sind, umabsolute Höchstleistungen zu erreichen. Diesdrängt sich besonders im Schnellverkehr auf, w oes nahezu unmöglich wird, Schnellverkehrsmittelüber 150 km/h Geschwindigkeit auf den vorhandenenStrecken in den bestehenden Zugverkehreinzugliedern. Fernbahnen werden deshalb zw eckmäßigviergleisig ausgebaut, und zwar zw ei Gleisefür Personen-Schnellverkehr bis 250 km/h undzw ei Gleise für Massengüterverkehr bis 120 km/hHöchstgeschwindigkeit. Der Achsdruck ist auf30 t, w ie in Am erika bereits ausgeführt, zu erhöhen,um Lokom otiven mit dem erforderlichenReibungsgewicht bauen zu können. Die W agenwerden zweckmäßig keinen höheren Achsdruckals 20 t erhalten, um ihre Freizügigkeit in demübrigen Streckennetz nicht zu beeinträchtigen,während dies für Lokom otiven keine Rolle spielt,da ohnehin nach bestimmten Laufleistungen einLokom otivwechsel vorgenommen werden muß.Das Gleiche gilt für das Profil, das für Lokomotiven zur Unterbringung der erforderlichenLeistungen größer gehalten werden kann, währenddie W agen w egen der gebotenen Freizügigkeitdas heutige Profil einhalten müssen. Ausdem gleichen Grunde w ird auch die N o r m a l ­spur für die Fernbahn beizubehaltensein. Lange Uberholungsgleise für schwere Güterzüge,Vermeidung von schienengleichen Kreuzungen,von Steigungen, die etwa über 5% liegen,von Krümmungen, die einen kleineren Halbmesserals 3000 m haben, kräftiger Oberbau mitgenauer Gleislage, W ahl kleinstmöglicher Blockabständezur Verdichtung der Zugfolge, selbsttätigeBlockung und Geschwindigkeitsüberwachungsowie eine Linienführung, die ähnlichden Reichsautobahnen außerhalb der Städte undihrer Bahnhöfe bleibt, sind einige der Voraussetzungenfür eine Höchstleistungs-Fernbahn.160 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit möglichSchon jetzt hat die Schiene auf den vorhandenenStrecken ohne die eben aufgezählten günstigenVoraussetzungen den Beweis ihrer Eignungfür hohe Geschwindigkeiten erbracht, w iedie nachstehende Aufstellung zeigt:1. Z w ei Schnellbahnwagen mit elektrischemAntrieb von Siemens & Halske und der AEGerreichten im Jahre 1903 auf der StreckeM arienfelde— Zossen 206,7 und 210,2 km/h;2. Schnellzuglokom otiven von Henschel undM affei erreichten in den Jahren 1904 und1906 etwa 155 km/h mit 160-t-Zug;3. Schienenzepp des Dipl.-Ing. Kruckenberg230 km/h (1930):4. Dieselschnelltriebwagen (zw eiteilige Bauart,sogenannter „Fliegender Hamburger") 175km/h (1933);5. Für Versuchszwecke nur w enig abgeänderteSchnellzuglokom otive der alten Gattung„S 10" 153 km/h (1933 bis 1935);6. Dieselschnelltriebwagen (dreiteilige Bauart)über 200 km/h (1936);7. Borsig-Stromlinienlokomotive (Baureihe 05)200 km/h mit 200-t-Zug (1936);8. Henschel - W egm ann - Stromliniendampfzug(Lokom otive der Baureihe 61) 175 km/h(1&35);9. Elektrische Schnellzuglokom otive (BaureiheE 18) 163 km/h mit 400-t-Zug (1936);10. W echselstrom triebwagen 175 km/h (1937).Schnelltriebwagen sowohl, mit Dieselantriebw ie auch mit Oberleitung für elektrischen Betriebwurden in zw ei- und dreiteiliger Bauartvor dem K riege bereits allgemein mit einer betriehsiUüClgeii-HÜLÜjlyüsVUWMiykLM 1— 'JllgMeinm alige Spitzengeschwindigkeit im Versuchsbetrieb— von 160 km/h betrieben. N eue Schnellzuglokomotiven der Baureihen 01 und 03 w erdennur noch für 130 km/h Höchstgeschwindigkeitgebaut und für die Strecke Berlin — München,die demnächst elektrisch betrieben wird,wurde vor zw ei Jahren eine schwere elektrischeSchnellzuglokom otive der Achsanordnung1' Do 1’ (E 19) gebaut, die für D-Züge mit180 km/h Höchstgeschwindigkeit vorgesehenwar, jedoch 225 km/h fahren kann.W en n sich, abgesehen von Spitzenleistungenim Versuchsbetrieb die betriebsmäßigen Höchstgeschwindigkeitennicht über 150 bis 160 km/hbewegten, so hat das zw ei betriebliche Gründe.Einmal gestattet die vorhandene Linienführungnur in so geringem Umfange Geschwindigkeitenvon über 150 bis 200 km/h zu fahren, daß sichder Bau von Fahrzeugen für diesen Geschwindigkeitsbereichnicht lohnen würde, und zum anderensind sämtliche Strecken stets mit GüterundPersonenzügen belegt, durch die der Schnellverkehrin seiner vollen Entfaltung behindertwird. Daß es keine besonderen Schwierigkeitenbietet, auf einer Schnellbahn mit idealer Linienführung,vorzüglicher Gleislage und gleicherGeschwindigkeit aller Züge und TriebwagenHöchstgeschwindigkeiten von 200 km/h und darüberund nur etwa 20 bis 25% geringere durchschnittlicheFahrgeschwindigkeiten zu erzielen,dürfte außer Frage stehen.Schon heute gibt es Güterzüge, die mit90 km/h Höchstgeschwindigkeit verkehren. Auchkönnen mit Großgüterwagen Züge bis zu 3000 tNutzlast gebildet werden. Der vierachsige Güterwagenhat bisher zur Hauptsache seinenAusdruck in diesen Großgüterwagen gefunden,Spezialgüterwagen mit Selbstentladeeinrichtungen,die infolgedessen in ihrem VerwendungsbereicHsehr beschränkt sind. Um auch die jetztallgemein üblichen zweiachsigen offenen, gedecktenund Rungenwagen in ihrem Fassungsvermögenerheblich zu steigern, hat die Reichsbahnzur Zeit eine Reihe vierachsiger Versuchswagendieser Gattungen in Auftrag gegeben, beidenen durch Boden- und Seitenklappen die Frageder leichten Be- und Entlademöglichkeiten geprüftwerden soll, ohne daß durch einen Sattelbodenw ie bei den Großgüterwagen die V erwendungsartnur auf Schüttgüter beschränktbleibt. Stellt der vierachsige W agen gegenüberdem zweiachsigen eine unmittelbare Leistungssteigerungdar, so wird durch Verwendung vonRungen- oder Plattformwagen, die von Straßenfahrzeugenbefahren werden können, eine V erbesserungder Verkehrsbedienung erzielt. W iePersonenzüge bereitstehen, so können dann auchGüterzüge, die aus solchen W agen bestehen, zubestimmten Tageszeiten bereitstehen (Güterkursbuch).Der Versender belädt seinen Anhängerauf seinem W erkhof, fährt mit eigener Zugmaschineoder auch mit einer Zugmaschine derReichsbahn seinen Anhänger zu diesem Güterzug.A m nächsten M orgen holt am Empfangsorteine Zugmaschine des Empfangswerkes oder derReichsbahn den Anhänger ab. W erden die A n ­hänger so bemessen, daß zw ei10-t-Anhängerauf einen vierachsigen W agen der vorgenanntenBauarten gehen, und wird der Zug aus 50solcher W agen gebildet, so können auf dieseA rt in einer Zugeinheit mit drei Mann Personal100 10-t-Anhänger in einer Nacht beispielsweise von Berlin nach München befördert werden.Sollte diese Leistung durch Lastzüge bewältigt werden, so wären 50 20-t-Lastzüge mit100 Mann Personal erforderlich (Personalverhältnis3:1001). A u f die Beschaffungskosten füreine Güterzuglokom otive und 50 vierachsigeW agen im V ergleich zu denen für 50 20-t-Lastzügesowie auf eine Gegenüberstellung der Betriebskostenund des Verschleißes des Güterzugesgegenüber den Betriebskosten und demVerschleiß der Lastzüge (Gummireifen!) kannim Rahmen dieser Abhandlung nicht näher eingegangenwerden. Ein derartiger Verkehr, derauch mit Stückgütern, Behältern usw. betriebenwerden könnte, der Eisenbahn die Zugbildung,d. h. den lästigen Rangierbetrieb zum Teil ersparen,schnelle Beförderung gewährleisten undden Kraftverkehr als Zubringer und V erteiler inplanvoller Synthese von Straße und Schiene indie Transportleistung mit einschalten. Da Fernbahnenzweckmäßig nur die Hauptverkehrsströme großer Wirtschaftsräume erfassen, wird fürden Lastkraftwagen nicht bloß an Stadtverkehr,sondern auch an die Bedienung des Nahverkehrsmit Entfernungen von 100 bis etwa 200 km gedacht(Flächenverkehr).Güterzüge mit 40001 GesamtzuglastDie gew altigen Aufgaben, die dem GroßdeutschenReich im Osten erwachsen, zeichnen sichschon jetzt mehr und mehr ab. Der Führer wiesin seiner großen Rede im Löwenbräukeller inMünchen am 8. N overm er 1941 eindringlich daraufhin, daß der Osten in seiner unermeßlichenFruchtbarkeit, mit seinem unermeßlichen Reichtuman Bodenschätzen und Erzen in den Dienstganz Europas gestellt werde. Ebenso darf auf^ ^ ^ isfü fa a mgen d e s ,.RssichsWirtschaftsminis' -'fu n ^ b e ^je e ! r Era^ungSIeierW rg^seüTSniSL Ostmesse im Oktober 1941 in Königsberg (Pr.) hingewiesenwerden, in der dieser die neuen A ufgabenentwickelte, die der deutschen Ostraumwirtschaftdurch die im Zuge befindliche V e r­nichtung des bisherigen Staats- und Wirtschaftssystemsin der Sowjetunion gestellt sind. Erführte u. a. aus, daß die gew altige landwirtschaftlicheund industrielle Kapazität defe Sowjetreiches erst dann von Deutschland voll ausgewertet werden könne, wenn — abgesehen vonder Beseitigung der schlimmsten Kriegsschädenund der völligen wirtschaftlichen Desorganisation— dieser ungeheure Raum. Verkehrs technischauf seine neue europäische Aufgabe ausgerichtet worden ist. Auch wies der Reichswirtschaftsministerdarauf hin, daß der Schwerpunktdes europäischen Handels vor allem in den Ernährungsgrundstoffenund den lebenswichtigenRohstoffen im europäischen Machtbereich bleibenmuß. Denn künftige K riege werden am sicherstendadurch unterbunden, daß wirtschaftlicheKampfmaßnahmen für alle Zeiten keineAussicht auf Erfolg mehr bieten. Danach stehtaußer Frage, daß es sich bei den erwähnten Gebietenum riesenhafte Verkehrsbeziehungen handelt,bei denen das Bedürfnis nach einer viergleisigenFernbahn unbedingt bejaht werdenmuß. Erz, Kohle und ÖJ, Getreide und zahlreicheandere landwirtschaftliche Erzeugnisse bedürfenzu ihrer Abbeförderung von dem Osten nach demwestlichen Europa entsprechender VerkehrseinrichtungenDie Abkehr Europas von der Ubersee-Einfuhr auf eine Autarkiewirtschaft, in die Europadurch die Kriegsverhältnisse hineingezwungenwird, erfordert gebieterisch die Lösung desVerkehrsproblems des Ostraumes. W asfrüher der Übersee-Schiffsverkehr für die V ersorgungEuropas leistete, muß künftig die Schieneleisten. 'r chnisch kann sie es leistenlEs müssen aber auch die erforderlichen Vor-Aussetzungen geschaffen werden. Es. darf nichtdieser Voraussetzungen das tech n isch b L eS Ä gsvermögen der Schiene in unberechtigten Mißkreditkommt.Zu der Durchdringung und dem Aufbau einesLandes gehört in erster Linie der Mensch. EineFernbahn nach der Ukraine wird daher nichtnur im Güterverkehr, sondern auch im Personenverkehrgroße Aufgaben zu bewältigen haben.Erst hier werden sich Schnellbahngedanken,die in dem bisherigen engbegrenzten Raum desAltreichs nur bedingten W ert hatten, voll auswirkenkönnen. Insbesondere sei auf die besteZeitausnützung beim Reisen hingewiesen, demSchlafwagenverkehr. Bei einer Entfernung vonrund 1875 km von Berlin nach Dnjepropetrowskwird es möglich sein, bei einer durchschnittlichenReisegeschwindigkeit von 160 bis 180 km/h,genau w ie jetzt von Berlin nach München undanderen Orten des Reiches, in einer Nacht zugelangen. A u f die Verbesserung des Schlafwagenverkehrsdurch Einführung von Einbett-Schlafwagen auch für die 2,-Klasse-Fahrgästesei in diesem Zusammenhang kurz hingewiesen.Bei dieser Bahn, die normalspurig gedachtist, werden alle M öglichkeiten des Personen-Schnellverkehrs mit leistungsfähigen Schnellzuglokomotivenund bequemen D-Zugwagen,hochentwickelten Triebwagen, sowie alle M öglichkeitendes Massengüterverkehrs mit starkenGüterzuglokomotiven und vierachsigen Güter-AmsferittetterdtmBremenS t* HinUhgiHtri teilteQjssuttrfMit• UtpztfDresdenlltimtnnsttdt\ChtmnUiFrankfurtBeutnMriwiti*.ttereli/ewfrtdMvrKfrn9B$BprtBttrtfnskUtrivpt!•SMinoTmitnrtfBudapestO ftern 1942Die in dem Projekt einer Fernbahn von Deutschland nach der Ukraine gedachte Linienführung b e r W T a r n o w und Lemberg direktN r. 80 / Seite 3


Wicht mit Geschwindigkeiten bis zu 220 km/h Zllgigen Geschenk einer "neuen, idealen Fahr"2nnneiK' V« ei* g8 Schne!1triebwagen mit etwa^ ' W e 68 lhrDem Jüngeren Bruder, dem Kraft-3000 bis 3500 PS werden HöchstgeschwindigkeitenWshe?’ n,>Men e ' chsaut°bahnen gegeben wird,von 250 km/h entwickeln und Güterzugloko- ; i . , ? . J s° offensichtlich hervortrat. Wennmotiven mit ebenfalls etwa 10 000— 11000 PSa d e n . ° straum das Verkehrswewerden50 vierachsige Güterwagen „ mit Ilt Bmel einer , q W ,t V! i " f8äben gigantischen Ausmaßes ge-Gesamtzuglast von 4000 t und 100 bis 120 km/h Forderung daSß m L ®h T ® ts.elbstverständlicheHöchstgeschwindigkeit schleppen. Ra„ lh“ hlerfur auch durch denBau einer FernbahnZDie Linienführung einer Fernbahn Deutschland— Ukraine von angenähert 3000 km Längedurfte, wie aus der Kartehskjzze ersichtlich ist,vorn^ Ruhrgebiet ihren A ysgan g nehmen, südlichan Berlin Vorbeigehen, das. oberschlesische Industriegebietberühren und im Generalgouvernementangenähert die Linie Krakau —Lemberg einnehmen. Von da ist die w eitere Linienführunggedacht südlich Kiew , dann etwaauf der M itte zwischen Charkow und Dnjepropetrowskdurchgehend bis in das Donezbeckenmit südlichem Ausläufer. H ierbei werden Industriegebietegrößter räumlicher Ausdehnung mitzahllosen Bahnhöfen und umfangreichen Ran-gieranlagen miteinander verbunden. Das östlicheIndustrie- und Hauptagrargebiet reicht von K iewbis zum Donezbecken und von Charkow bis Rostow.Oberschlesien wird nicht nur Endpunkt,sondern auch gleichzeitig Ausgangspunkt für dieVerbindung Ostmark— Schweiz und O s tm a rk -Italien einerseits und Protektorat— Süddeutschlandandererseits sein, während Berlin zur Ostseeund nach Mitteldeutschland weist und dasRuhrgebiet schließlich den Angelpunkt für das. gesamte westliche ‘Versorgungsgebiet Europasmit dem Anschluß an die übei seehäfen darstellt.Eine besondere Rolle wird hierbei dem Generalgouvernementzukommen als ungefährerMittelpunkt dieser gew altigsten Verkehrsverbindung,die es bisher gegeben hat, v e r­bindet sie doch halb Europa mit 150 bis 200M illionen Menschen mit dem Ostraum, dessenErschließung die Aufgabe unserer Generationsein wird. In den großen Wirtschaftsräumen, diedie Fernbahn miteinander verbindet, w ird Bildungund Auflösung von so vielen Güterzügentäglich stattfinden, daß beispielsweise für denünrfC^ena^SC^n^d K iew —Oberschlesien — etwa900 km — die Züge eine Zusammenballung erfahren,die die w eiter oben kurz gestreiftenForderungen nach kleinstmöglichem Blockabstand,selbsttätiger Blockung und Geschwindigkeitsüberwachungbesonders notwendig erscheinenlassen. Eingehende Untersuchungen haben denBeweis erbracht, daß bei Erfüllung der erforderlichentechnischen Voraussetzungen und viergleisigemAusbau schon eine normälspurigeFernbahn selbst den größten Verkehrsaufkom ­men an Personen und Gütern vollau f gew achsenist. Aus Vorstehendem ist ersichtlich, daßaas im Generalgouvernement befahrene Stückher Fernbahn eins der verkehrsreichsten werdendurfte. Dies gilt um so mehr, als sich geradein diesem Streckenabschnitt wahrscheinlich einbeträchtlicher Güterverkehr aus Rumänien einfädelnwird. Die hohe verkehrspolitische Bedeutungdes Generalgouvernements als' künftigerM ittler; zwischen Ost und W est wird dadurch' * — — «' Leistungen^-iner solchen Fernbahn stellenfür die Schien'ö keine technische Utopie dar,sondern sind in den meisten Einzelheiten bereitspraktisch erprobt und vorhanden. W enneine Zusammenfassung aller technischen Errungenschaftenauf dem Gebiete des Eisenbahnwesensm. den Jahren nach dem W eltk rieg zurE m eiim g von Höchstleistungen bisher nicht ertolgtist, so liegt dies daran, daß bei den Eisen-(\ Optik /FotoI 'ü ! « te itn e rV e rm e s s u n g s g e rä te u n dZ u b e h ö rK a t t o w lt z , R u f 3 4 8 5 0S r u n d m a n n s t r a s s e 7Entscfieidung isterstderAnfangGoethes Gespräch mit Heinrich Ludenü ber Goethes Stellung zu Deutschland hates oft Mißverständnisse gegeben. Das folgendeBekenntnis zu ' Deutschland, das wirgekürzt veröffentlichen, legte er am 13. D e­zember 1313 dem H istoriker Luden gegenrüber ab, als dieser ihn um einen Beitrag Hitdie Zeitschrift „Nem esis" bat.„Glauben Sie ja nicht, daß ich gleichgültigWare gegen die großen Ideen Freiheit, Volk, Varterland Nein; diese Ideen sind in uns; sie sindem T eil unsers Wesens, und niemand vermaqsie von sich zu werfen. Auch liegt mir Deutschlandwarm am Herzen. Eine Vergleichung desdeutschen Volkes mit ändern Völkern erreötuns peinliche Gefühle, über w elche ich auf jeglicheW eise hinwegzukommen suche; und in derW issenschaft und in der Kunst habe ich dieSchwingen gefunden, durch w elche man sichdarüber hinwegzuheben verm ag; denn W issenschaftund Kunst gehören der W e lt an, und vorihnen verschwinden die Schranken der Nationalität;aber der Trost, den sie gewähren, ist dochnur em leidiger Tros^ und ersetzt das st-olze Bewußtseinnicht, einem großen, starken, geachtetenimd gefürchteten V olk e anzugehören. In derselbenW eise tröstet auch nur der Gedanke anDeutschlands Zukunft. Ich halte ihn so fest, alsSie,, diesen Glauben. Ja, das deutsche V olk versprichteme Zukunft, hat eine Zukunft. DasSchicksal der Deutschen ist, mit Napoleon zu reden,noch nicht erfüllt. Hätten sie keine andereAufgabe zu erfüllen gehabt, als das römischeReich zu zerbrechen und eine neue W elt zu, schaffen und zu ordnen, sie würden längst zugrundegegangen sein. Da sie aber fortbestandensind, und in solcher K raft und Tüchtigkeit,so müssen sie nach meinem Glauben noch einegroße Zukunft haben, eine Bestimmung, welcheum so viel größer sein wird, denn jenes gew altigeW erk der Zerstörung des römischen Reichesund der Gestaltung des M ittelalters, als ihre Bildungjetzt höher steht. A ber die Zeit, die Gelegenheit,verm ag ein menschliches A u ge nichtvorauszusehen und menschliche Kraft nicht zuSeite 4 / Nr. 80uuer aen gerade gegenwärtig wieder eifrig vertretenenreinen Schnellbahnprojekten wird dieAnsicht vertreten, daß diese angesichts zahlreicheranderer vordringlicher und größerer A u f­gaben selbst nach dem K riege noch auf Jah*ezurucktreten müssen. Aus diesem Grunde wirdGüter8]eise der FernbahnDeutschland— Ukraine mehr Wert gelegt, alsauf die beiden Schnellbahngleise.(Ein zw eiter Aufsatz folgt)Ostern —das Fest der SpanierJauchzendes Auieistehungsgeliut und fröhliche Umzüge des VolkesIn Santa Cruz ist es noch dunkler und ernsterals sonst. A ber nicht nur, w eil vor den kleinengotischen Fenstern schwarzer Flor hängt, so daßr e L n ^ ir h t 90-11 ^lchtr®flexe der alten Glasmalereiennicht in den G ewölben der Kathedralespielen können. Beklemmend scheu brennen einpaar vereinzelte Kerzen. Selbst den kräftigenzu “ ein D er P SlCh6int ih-6 LaSt heut zu scheru, • , Palmen lm inneren tfo f des Kirchgrtens blicken durch die Kreuzgänge ängstlichhinein, sogar die Gänse im Fuente de las Ocast i o e n T h ” ' K ° PJ bei K opf knien die Andächtigen.Schmerz liegt in aller Augen. BebendeLippen flüstern den Rosenkranz. Es ist so still,s c h a llT J L Stund vergU3t- Kaum aber er-Hoc d • * Gloria in Excelsis aus dem Mundes Priesters, und alles ist w ie verwandeltT n 1St PIötzlich l ede Trauer, die Gefiherh l 1Ch aUf' die kostbaren W appenüber dem geschnitzten Chorgestühl prangen inPlle silbernen Engel lachen. Die Glok-Ken, die tagelang schweigen mußten, stimmenjauchzend das Ostergeläut an, und die O rqelu n t T i h r T h ST St der steinerne M aurenkopfh b T a a T 9uZU werden scheint. Die Sonnet IT; . Menschen strahlen vor Freude undLebensmut, grad w ie der kühne Ritter V iardellh e « T f n- aU!- dem R elief den bösen DrachenÜ- anse draußen im Kathedralhofekommen die ersten Osterleckerbissen und bedankensich mit durchdringendem Geschnatter.A ber trotzdem können sie sich nicht lange behauptendenn mit fürchterlichem Lärm durchstreifenbald Groß und Klein die Straßen. Trom ­peten schmettern. W e r nur irgendeine Trommelv T T f ” , ’ der sch,ä9t sie w ie w ild undbeneidet den ändern, der mit einer Pauke nochlauter bummere kann. Und w er gar das Glückhat, eines Gewehres habhaft zu werden, derfeuert ln die Luft, daß es nur so kracht.W o noch vor einer Stunde schwarze Schleierf T , dt n Fenstern wehten, hängen jetzt schonfröhliche seidene Tücher und hunte Teppichevon den Baikonen herab. Dahinter sitzen dichtgedrängtFrauen und Mädchen. Körbchen undHände haben sie v o ll bunter H eiligenbilder undSüßigkeiten und gew eihten Palmwedeln. W enneine der vielen Prozessionen verüberzieht, dannregnet es aus allen Fenstern solche kleinen H errlichkeiten.M it lautem Hallelujah werden sie aufgefangen,während unter jubelnder Musik inll'l'Vl | - - | | |Br/öftocke langsam vorubergW^agen werden unddie Frühlingssonne ihr lauteres Gold funkeln undgleißen läßt w ie himmlische Auferstehungsglorien,grad dort, w o gestern noch schwarzeSärge zwischen umflorten Kerzen standen. V erschwundenist auch im Umsehen die schwereKleidung, sogar die schwarzen Mantillas werdenheute eingeschlossen. Bunt locken die traditioneIlenTrachten mit den neuesten Pariser M o­dellen um die W ette. Federn und Schmuck kommeneinmal zu vollem Recht. A lles jauchzt, allesreckt sich w ie erlöst. Sogar die Palmen spreizenselig ihre jüngsten Blätter. Und die alten Platanenauf den Ramblas freuen sich über die buntenPapierschlangen und Luftballons, die sie gefangenhaben.K s f , T Umt I?tÖpfen uangefÜllt’ und die fröhlichenKäufer wühlen nach Herzenslust in Farbenprachtund Blutenduft. Von den Ramblas de Estudios3 genrn d ‘ T ® ^ f l e h e n in ihrenwinzigen Käfigen. Ein glanzendes Geschäft. W erT t e r m T f belb!lche ausgeht, ersteht sich alsustermahl eins der schneeweißen Schäfchen w ieP « o T J Huadert®n auf «e in Lämmermarkt imkann nirh! f T U“ feiI9 eb°ten werden. Man,chf fehlgehen, man hört das dünne Bähenschon m den Nachbargassen.aUC,h alle/ bei denen es nicht zu einemr e c h t n fit m if1 tUn Sich zu ° stern einmalÄ . S Ä L naT , den ,Vle.l8n Pastenspeisen. DVn ich taUV er T ° CkfiSCh' b - u c S r ^ r V T l ä u f i ^S r T r u r ZU lassen- N °ch w eniger dies k h w ohTe F8 / aSt®nSUPP®' die man nun sch°nsicher ohne Ende gegessen hat: eine kalte M i­schung von ö l, W einessig, Wasser, Salz, ZwiedalnShirk fT T D! nach genießt jeder s« rechtaas Stuck Fleisch, das heute auf dem TischT af T h Uen w VOr, T ® m diS l6ckeren Eierspeisenißt Clo " kt.®Ich hler zwar keine Eier, aber manißt sie mit W onne und lädt feierlich dazu zuGast. Gesponnene Eier gibt es, in glasiertemwasser r i T T u T T EigeIb' Po®eranzenblüten-T “ dazu' kennt schon alle Geheimnisseder spanischen Osterkochkunst?Duiikt T CT ; ttag bringt den fröhlichen Höhemiti „ ai,K C St®S m Barcelona. den Umzugo h L £ allbekann,ten und allgeliebten GitanosOcterfpc! a“ S f “ Überhaupt kein richtigesh e r m ? ? V d e ? ‘ T A c h t R ie s e n k o m m e n da-K °P fen aus Pappendeckeln und Perückens t e l l T T 9 i ■ un9en aus Goldpapier. Siestellen heute w ie in alter Zeit die vier Elementedar — Feuer Wasser, Luft und Erde — und ihreB a lT h - f® ®rbieten einander an Schelmereien.Bald hupfen sie vorwärts, bald rückwärts. BaldB ü c k T T V Und S, teif' bald machen me tiefe7« h ' l SOgar dle dr°ffigsten Purzelbäume,zu denen ihnen em besonderer Zeremonienmeister mit dem Zauberstab das Zeichen gibt.K i T d J T i i 9“ ' Vi®r ndls Zw erge verkleideteK m d„r mit riesig großen, papiem en Köpfenspringen und tanzen dazwischen w ie toll herumglühend beneidet von allen anderen, die für diesmalleider nur m Sohäfertracht oder als Matrosen,K önige oder w er w ?iß was mitlärmen undmitspielen dürfen. Auch die Erwachsenen ver-Jläafifeftr - nüchterne Ge-,tsmann und trockene Professor tut so ver;gnugt im allgemeinen Mummenschanz mit, daßer sich morgen über sich selbst wundern wirdA n diesem Abend steht w ieder alles dem Ver-S ? o n ® V T T 9 ®11' .,V or Konzerfen und Theaternrollen Kutschen und Autos auf. Kinos rufen mitihren großen grellen Lichtreklamen. Die Cafeslaufen vor Fülle über. Radios schwelgen inn = Slki . T ® r d°Jch hat w eder Radio n°chUntergrundbahn, w eder Tempo noch Technikf aSw 6Ik ,des ,.Katalanen Ranz erobert. Irgendwoim W in k el träumt noch immer etwas von alterRomantik und wacht dann und wann w ieder aufUnd so hört man auch heute hier und dort desFandangos Zaubertone, und in den stillen Gartenternen"iTnhTII® ” ^ar die Seufzer eines schüch-Die Ramblas de las Flores sind w ie durch I “ den sanften Klängen einereinen Zauber mit Bergen von Blumensträußen 9 re’ SP aniens uralter-Dolmetscher der Liebe.R. K altolen-Sevillabeschleunigen oder herbeizuführen. Uns einzelnenbleibt inzwischen nur übrig, einem jedennach seinen Talenten, seiner N eigung und seinerStellung die Bildung des V olkes zu mehren, zustärken und durch dasselbe zu verbreiten nachallen Seiten und w ie nach unten, so auch, undvorzugsweise, nach oben, damit es nicht zurückbleibehinter den anderen Völkern, sondern w e­nigstens hierin vorausstehe, damit der Geistnicht verkümmere, sondern frisch und heiterbleibe, damit es nicht verzage, nicht kleinmütiqwerde, sondern fähig bleibe zu jeglich er großenlat, wenn der Tag des Ruhmes anbricht. — Aberw ir haben es jetzt nicht mit der Zukunft zu tun,nicht mit unsern Wünschen, unsern Hoffnungenunserm Glauben, und auch nicht mit den Schick-’salen, die uns und unserm Vaterlande bevorstehenmögen, sondern w ir sprechen von derGegenwart, von den Verhältnissen, unter w e l­chen Sie ihre Zeitschrift beginnen wollen. Nunsagen Sie zwar: die Entscheidung ist gefallen.Freilich. A b er die Entscheidung ist doch im becT Fa ers.t der Anfanfl vom Ende. Noch zw eiFalle sind möglich: entweder der G ew altige besiegtseine Feinde allesamt noch einmal, oderer wird von ihnen besiegt. Ein Abkommen halteich kaum für möglich; und wüßte man es auchzustande zu bringen, so würde es nichts helfen;w ir wären auf der alten Stelle. Setzen w irnun den ersten Fall: Napoleon besiegt seineFeinde; — unmöglich! sagen Sie? So sicher sindw ir nicht. Indes halte ich es selbst nicht fürwahrscheinlich. W ir w ollen also den Fall fallenlassen und ihn für unmöglich erklären. Es bliebemithin nur der Fall übrig, daß Napoleon besieqtwurde, gänzlich besiegt. Nun? Und was soll nunwerden? Sie sprechen von dem Erwachen, vonder Erhebung des deutschen V olkes und m einen,dieses V olk w erde sich nicht w ieder entreißenlassen, was es errungen und mit Gut undBlut teuer erkauft hat, nämlich die Freiheit Istdenn w irklich das V olk erwacht? W eiß es, wases w ill? Der Schlaf ist zu tief gewesen, als daßauch die stärkste Rüttelung so schnell zur Besinnungzurückzuführen vermöchte. Und ist dennjede Bewegung eine Erhebung? Erhebt sich w ergewaltsam aufgestöbert wird? W ir sprechen nichtvon den Tausenden gebildeter Jünglinge undMänner, w ir sprechen von der M enge, den M illionen.Und was ist denn errungen oder geleichtwurden w ir es aber Befreiung nennennämlichBefreiung nicht vom Joche der Fremden'sondern von einem fremden Joche. Es ist wahr:Franzosen sehe ich nicht mehr und nicht mehrItaliener, dafür aber sehe ich Kosaken, Baschkiren.Kroaten, M agyaren, Kassuben, Samländerbraune und andere Husaren. W ir haben uns seitT n? en Zelt 9 e w °hnt, unsern Blick nurnach W esten zu richten und alle Gefahr nur vondorther zu erwarten, aber die Erde dehnt sichauch noch weiterhin nach M orgen aus. Lassenm i, ,.nicht mehr sagen. Sie zwar berufensich auf die vortrefflichen Proklamationen frem- _, rren and einheimischer. Ja, ia! EinPferd, ein Pferd! Ein Königreich für ein Pi erd!"A ls ich auf dieses W o rt etwas erwiderte, entstandein Gespräch, in welchem Goethes W orteimmer bestimmter, schärfer und ich möchte sagenindividueller wurden. A b er ich trage Bedenkenniederzuschreiben, was gesprochen worn*T . Auch wüßte ich nicht, wozu es dienensollte. Nur das Eine w ill ich bemerken, daß ichm dieser Stunde auf das Innigste überzeugtworden bin, daß diejenigen im ärgsten Irrtumsind, w elche Goethe beschuldigen, er habe keineVaterlandsliebe gehabt, keine deutsch? Gesinnang,keinen Glauben an unser Volk, kein Ge-j für Deutschlands Ehre oder Schande, Glückoder Unglück. Sein Schweigen bei den großenEreignissen und den wirren Verhandlungen dieserZeit war lediglich eine schm erzvolle Resignation,zu w elcher er sich in seiner Stellungund bei seiner genauen Kenntnis von den M enschenund von den Dingen wohl entschließenmußte.•A T T endhch aufbrach, waren meine Auqenmit Tranen angefüllt. Ich faßte Goethes beideHände, weiß aber durchaus nicht, was ich gesagt,und ebensowenig, was Goethe geantwortethat. Gewiß ist, er war sehr herzlich. A ls ichJüuiiumniyy wemZu B. H. Hirches „Erlebtes Generalgouvernement"W enn jemand ein guter Journalist werdenwill, dann muß er über das erlernbare, mehr technisch-mechanischeRüstzeug hinaus als Voraussetzungfür seinen Beruf auch eine gewisse journalistischeBegabung, mitbringen. Solche Begabungkann man in eine Anzahl bestimmterEigenschaften aufteilen, von denen die eine oderandere vorherrschen und dann auch die A rt derjournalistischen Tätigkeit bestimmen wird.Es gibt beispielsweise Journalisten, die den Auftraghaben, das sogenannte „unpolitische" Tagesgeschenin dem Raum, der im allgemeinendurch das Verbreitungsgebiet einer Zeitung bestimmtwird, zu registrieren und dem Leser w iem einem Spiegel vorzuführen. Diese Journalistenschöpfen im wesentlichen nicht aus irgendwelchemNachrichtenstoff, der an sie herapg.etragenwird, sondern sie versuchen das Tagesgeschehendurch eigene Anschauung zu' erfassen, durcheigenes Erleben sozusagen. Das sind die Männer,deren journalistische Begabung auf der Gabedes „Erlebenkönnens" beruhen muß.Diese Aufgabe kann unbedeutend sein, wennder zu beobachtende Raiim nur klein ist und sichsein Alltagsleben in eingefahrenen Gleisen bewegt: sie wächst aber mit der Größe des Raumesund den Problemen, die er umschließt. Ihrebis dahin wohl höchste Steigerung erfuhr dieseAufgabe, als mit der Gründung der „KrakauerZeitung im N ovem ber 1939 ein paar deutschenZeitungsmännern der Auftrag zuteil wurde, ihrenLesern das Tagesgeschehen im Generalgouvernementnahezubringen. Denn dieser journalistischeAuftrag entbehrte nämlich auch nicht w eitergehenderBedeutung. V iele W esenszüge des jungenGeneralgouvernements und seiner Menschen warenden Deutschen, die mit dem Auftrag zu seinerVerwaltung hier einzogen, bekannt, ebenso vieleW esenszuge aber erwiesen sich ihnen als neuund unerwartet. S ie zu erforschen und ihnennachzuspüren war also mit eine Aufgabe für dieMänner, die hinauszogen, das Generalgouvernementjournalistisch zu erleben.Einer von den ersten war unser Schriftleiter-Kamerad Bruno Hans H i r c h e. Gute zw eiW ochen nach seinem Amtsantritt auf der Burgzu Krakau unternahm Generalgouverneur Dr.Frank die erste Erkundungsfahrt durch das Generalgouvernement,die ihn bis an die damaligeInteressengrenze am Sun führte, und unter denMännern, die _ihn auf dieser' Fahrt begleiteten,befand sich Bruno Hans Hirche. Damals erlebteer zum erstenmal skizzenhaft den Raum des Ge-'neralgouvernements, und d' ser Fahrt folgten imLaufe der nächsten zw ei J( ure unzählige Reisenund journalistische V ern eh m u n g en , die ihrenNiederschlag in aktuellen Tagesberichten in der„Krakauer Zeitung" gefunden haben. Vieles davonist über den Tag hinaus, an dem es geschriebenworden ist, bemerkenswert gebliebenund hat nun in Hirches Buch „Erlebtes Generalgouvernement"(erschienen im Buchverlaq „DeutrfT®ri ? St'^nT GT H ’ Krakau) Aufnahme gefunden,Die Lebhaftigkeit, die die Tagesarbeit despT T T eapragt', Wu6ht einem aus diesem Buchentgegen. Man erlebt mit dem Verfasser dielandschaftlichen Schönheiten des GeneralgouvexnnpnRV u hte wird lebendig and in unzähligenBeobachtungen w ird die A rbeit der deutschenVerwaltung im Generalgouvernement dargestellt.Hirche legt uns sozusagen sein Tagebuch vor, dasragebuch eines Journalisten, der viel sieht undT T T d Sich zu alleni auch seineeigenen Gedanken macht. Und dieses Taqebuehin einem von dem Krakauer Graphiker Leopolduriga sehr geschm ackvoll entworfenen, ansprechendenEinband ist geführt in W o rt und Bild. Zuden Berichten nämlich fügen sich zahlreichePhotos die zu einem guten T eil auch von derHand des Verfassers stammen, der das Generalgouvernementnicht nur mit der Feder, sondernw ie es heute schon journalistischer Brauchist auch mit der Kamera erlebt hat. Le.Breslcru Hotel Vier JahreszeitenaiUS d®f ,TÜr getreten war- wandte ich micha f T v ,,,Bsi meinem Eintritt hatte ichdie Absicht, Ew. Exzellenz noch eine Bitte vorzutragen;ich habe es aber unterlassen und w illes auch jetzt nicht tun. Ich w ollte Ew. Exzeliw T itten'-.mein JoumaI doch mit einigen, w e­nigstens mit einem Beitrag zu beehren". — „Ichaeterfhflhpn'Tf®1G° f the ein- " daß Sie es nichtgetan haben. Ungern hatte ich es Ihnen abschlagenmüssen und Sie wissen nunmehr warum".Deutsches W agnergastspiel in Italien„ T r is t a n u n d Isolde" und „Walküre"unri“ R n T d®S AprÜ werden in Mailand, Venedigund Bologna zehn Aufführungen von RichardstatHW !S " i Stan Und IsoIde" und der „W a lkü re"L e itm T „h ®rSn musikatische und szenischeLeitung ebenso w ie die Darstellung der Haupt-KünstrPrnVOhW\®9» nd V° n namhaften deutschens T l , bestritten werden. A n der M ailänderScala mszen^ t Qskar W alleck yier |Trigtan...Aufführungen (am 8., 11., 15 . und 19.). Unter dertor rip9 S h Bayreuther „Tristan"-Dirigenten Vicrde Sab ata singen M ax Lorenz den TristanS r is ö ld e 9er Und Schlüter abwechselnddie Isolde. M argarete Klose die Brangäne, LudwigI h H : I 9 M arke' Paul Schöffler und JosPn ^ m nn ! Kurwenal- M it Hugo Balzerals Dirigenten und G eorg Hartmann als Spielleiterwird der „Tristan" am 4., 6. und 9 AprilG ra h f^ U 9 aufgeführt Ja'ius Pölzer und Hansinr, alternieren als Tristan-Darsteller. In Boam14 Tr91®^^ AElmendorff die .W alküre"f ' ,16' und 19- April. Regie führt FriedrichBrandenburg, den Siegmund sinqt Hans Grab!die Brünnhilde A n ny Konetzni. 9 ah ’FeSüw DeUi SCl,e„ S belius-Gesellschaft. Mit einemFestakt _in der Berliner Philharmonie wird am 10i SChe Sibelius-UeseIlscha-i ins Leben8 fen, deren Präsident Gener ’ lintendant Dr He’nzDrewes sein wird. Die Gesellschaft hat die Aufeabeu ,mit Werken des finnischenKomponistenschon in Vorbereitung befindet.rmRlnmf niSC^e ®nstauffiihrujig von Strauß' „Ariadne"Im Bukarester Nationaltheaier fand unter der Stab’führune des auch in Deutschland bekannte" D?ri-der ebne a ,p«le a die rumänische Erstaufführungdurch Pm i " n adne auf Naxos" von Richard Straußdurch die Rumänische Staatsoper statt.Ostern 1942


DAS G EN ERALG O U VERN EM EN TMeisterwerke Schlüters in galizischer KleinstadtVier Grabm äler des späteren Berliner Schloßbaumeisters in Zolkiew bei Lem berg - Stadt der baulichen ÜberraschungenDer Schlesier Peter Beber erbaute das erste Rathaus - Hier fand auch der erste Luftkampf der Geschichte stattStadttor mit Resten der StadtmauerEine Ausnahme unter den galizischen Städtenbildet Zolkiew. Die Stadt ist in ihrem Erscheinungsbildaus einheitlichem Guß, geschaffen auseinheitlichem Bauwillen, zu einer Zeit, in derPolens Herrscher sich in den großen V erteid i­gungskampf des Abendlandes gegen die Türkengefahreinfügten. W ir finden darum heute inZolkiew den architektonischen N iederschlageiner kampferfüllten Epoche, kunstgeschichtlichgesehen von Spätrenaissance bis zum Hochbarockreichend.Kaum eine galizische Stadt besitzt einen Ringplatzvon gleicher Schönheit, die freilich ganzvon den umgehenden Gebäuden bestimmt wird.W enn anderswo das eine oder andere öffentlicheGebäude oder ein Patrizierhaus aus dem a llgemeinennüchternen und kärglichen Rahmen heraussticht,so finden w ir hier eine) Platzanlage, die•in charaktervolles Gesicht hat. V o r den langgestrecktenBürgerhäusern ziehen sich Arkadengängehin, die ein Charakteristikum italienischenBaueinflusses sind, den man im Osten vonSchlesien an über das ganze Generalgouvernementverstreut wiederfindet. Man w ird an Zamosc,das „polnische Padua", erinnert. Zw eimächtige breit hingelagerte Gebäude liegengegenüber: das w eitläu fige Schloß und das heutigeRathaus. Beides Renaissancebauten, derenedle Maße sofort auffallen. Dabei sind sie vonjen er zeitlos gültigen Schlichtheit, die ein M erkmalder Variationskraft des Ostens auf die Formenanderer Kulturkreise ist. T eile der Stadtmauerm it W achtturm und einem prächtigen Renaissancetorstellen den Anschluß an den gedrungenenBau der Pfarrkirche her, deren Formklarheitsich dem wehrhaften Eindruck des Ringplatzesgut einfügt. A lle Gebäude strahlen ineinem hellen sauberen und gewinnenden Anstrich.Die Stadt trägt ihrenNam en nach dem G e­schlecht der Zolkiewskis.Gegründet wurde sie imletzten Jahrzehnt des 17.Jahrhunderts von dempolnischen Kronhetmanund Kanzler StanislausZolkiew ski, unter demdas Schloß und die Befestigungsanlagengebautwurden, deren m alerischenResten man heutenoch an vielen Stellender Stadt begegnet. Derschwedisch-polnische K ö­n ig Sigismund III. Vasaverlieh dem jungen Stadtwesen das MagdeburgischeRecht, w ie es fürdie Stadtgründungen dieserZ eit noch selbstverständlichwar. Im Stadtarchivbefindet sich nochdas zw eischneidigeSchwert, m it dem dieLemberg, 4. A prilTodesstrafe auf GrundZa den größten Überraschungen in Galiziendieses Rechtes vollzogengehört ein Besuch der kleinen Stadt Zolkiew, wurde.30 km nördlich von Lemberg, an der Straße nachGrößere Bedeutung gewannZ olk iew unter denRawa-Ruska— Lublin.Galiziens W esen w ird durch die Überschneidungmehrerer Kulturfelder geprägt. Dabei ist diem it den Zolkiew skis v e r­wandten Sobieskis. KönigKampfzone zwischen der europäischen und derJohann Sobieski, den dieöstlich-südöstlichen W e lt von durchaus anderem’ olen fälschlicherweiseCharakter als etwa die politische Schütterzoneden „Sieger von W ie n “westlich des Rheins, in der verw andte N ationalkulturensich überkreuzen. In Galizien dagegen(1683) gegen die Türkennannten, erhob die Stadtliegen v iele Schichten kultureller Einflüsse übereinander,miteinander ringend, sich in ihrer Geneben Lem berg und Zloczowzu seiner drittengensätzlichkeit befruchtend, sich steigernd, aberResidenz und wählte dasauch oft einander ausschließend. Daher das M o­Schloß zum Lieblingsaufenthalt. Nur so läßtsaikartige in vielen Städten, das den ersten oberflächlichenBlick so oft als Disharmonie undsich erklären, daß Z olk iew in der zw eiten Hälftedes 17. Jahrhunderts eines der Reiseziele des euro-U nausgeglichenheit anmutet. Bis sich bei näheremZusehen das W esen des Landes auf tut, das«rtiachen rlinlomatisrhPp K n m .in die.gerade in dem Ineinanderspiel, in der geistigen ausgedehnte M emoirenBteratur jenerZeit Ein-Verzahnung, in der Auseinandersetzung zwischengang fand. Zum Gedächtnis ihres im Kam pf gegenverschiedenen Lebens- und Stilform en sich dardieTürken gefallenen Sohnes Markus gründeteslellt. Kronzeuge dafür ist die Hauptstadt Lemberg,deren geistige und künstlerische Traditio­die M utter des Königs die Dominikanerkirche,die dann unter Johann Sobieski in Hochbarocknen in der Vergangenheit von der Bildungs- undvollendet wurde. Auch die 1604 errichtete Pfarrkircheließ der K ön ig 1677 umbauen. Das Rat­Gestaltungskraft des deutschen Menschen vorder Zersplitterung bewahrt werden mußten; diegleiche Aufgabe w iederholt sich heute im Rahmendes großen Ordnungsauftrages des Reiches.Eines der Grabmäler von Andreas Schlüterin der Pfarrkirche zu Z olkiewArkadengänge vor den Bürgerhäusern am Ringplatzhaus, das der schlesische Baumeister Peter Beber1687 erbaut hat, ist 1832 niedergerissen worden.In Akten, die im Grundstein eingemauert waren,hat man u. a. die Unterschrift eines G eorgFresche aus Breslau gefunden. Der äußerlichePomp der Dom inikanerkirche fällt gegenüberdem fein durchgeführten Barock des Innenraumsder Pfarrkirche erheblich ab. In der letzterenhängen m ehrere M onumentalgemälde, u. a. vondem deutschen M aler Kästler die „Schlacht beiChocim “ (Chotin) von1673. A lle Gemälde sindjedoch in schlechtem Zustandund ihre ursprünglichenFarben kaum nochzu erkennen.Der kostbarste BesitzZolkiew s drängt sichfreilich dem A u ge desBesuchers, nicht auf. JohannSobieski, dessenpersönliches Eigentumdie Stadt war, hatte dieA ufgabe übernommen,Fam ilienm itgliedern Grabmäler zu errichten. Zunächstfür seine MutterTheophila und seinenBruder Markus. Die A u f­träge an einige polnischeKünstler scheinen in derAusführung nicht zurZufriedenheit des Königsausgefallen zu sein. 1692wird in den Rechnungender Hofhaltung zu Z olkiewder Aufenthalt einesBildhauers nachgewiesen,der auf mündliche A n ­weisung Sobieskis eineZahlung empfing, vermutlich für Reisekosten.Zw ei Jahre später (18.Februar 1694) gab diegleiche Kasse eine A n ­weisung auf 300 fl. „demAndreas Schlüter (Andrzeiowi Szlichterowi)für die A rb eit der A u f­stellung der Grabmäler inder Pfarrkirche und beiden Dominikanern" heraus. Man darf daraus fo l­gern, daß Andreas Schlüter, der spätere Schloßbaumeister von Berlin, der zu jener Z eit im~~önia Johana Sobieskis. stand, anrlurierauer war, der zur Besprechung tras Urabmälerauftragszw ei Jahre zuvor in Z olk iew war.Schlüter trat 1694 in brandenburgische Diensteund war in den Jahren vorher in Warschau tätig,allem Anschein damals nur als Bildhauer. DerA uftrag zur Schaffung zw eier Wandgrabm älerfür Theophila und Markus Sobieski hatte sichAufn.: TlurasAm Ringplatz mit dem Aufgan g zur Pfarrkirchebei der Besprechung in Z olk iew um zw ei w eiterefür Jakob Sobieski, den Vater, und StanislausD anilowicz, den O nkel des Königs, erweitert.Es bleibt noch näher zu untersuchen, ob dieBildhauerarbeiten Schlüter in Warschau selbstausgeführt hat. Für das Grabmal des StanislausD anilow icz in der Pfarrkirche ist zu vermuten,daß Schlüter die Figuren an verschiedene Helfer,vergab und die A rb eiten von ihm lediglich kontrolliertwurden. D agegen ist das Grabmal desJakob Sobieski in derselben Kirche von unvergleichlicherSchönheit und kenn nur von derHand eines großen M eisters götsciiaffen wordensein. Leider sind die Köpfe und Glieder der Figurenz T. abgeschlagen und ungeschickt angesetztoder ergänzt worden. Die ursprünglichenFiguren der beiden Grabmäler in der Dominikanerkirche(Theophila und Markus Sobieski)sind wahrscheinlich durch die Brände der Kirchezerstört und dann durch Neuschöpfungen inStuck ersetzt worden. A u f jeden Fall nehmendie Bildhauerarbeiten in Zolkiew eine einzigartigeSonderstellung im Gesamtschaffen A n ­dreas Schlüter ein. Die griechisch-katholische Basilianerkircheist ein neuerer Bau, der auf denFundamenten zw eier älterer Kirchen errichtetwurde. Der ukrainische M aler Julian Bucmaniukm alerei in neubyzantinischem ^Til aus. Malerischw irkt der 340 Jahre alte Bau der kleinen Dreifaltigkeitskircheaus Lärchenholz.Aus der neueren Geschichte der .Stadt ist erwähnenswert,daß am 17. September 1914 überdem damals von russischen Truppen besetztenZ olk iew der erste in der Geschichte der Luftwa ffe bekannte Luftkampf zwischen dem österreichischenDragonerrittm eister Friedrich Rosenthalund dem russischen Flieger Hauptmann Nesterowstattfand. D ie Leichen der Flieger fandman unter den Trümmern ihrer Apparate nebendem M eierh o f in dem Nachbarort W ola-W ysocka.Nach dem Durchbruch bei G orlice marschiertendeutsche Truppen in Z olk iew ein. Bald danachw eilte hier zu Besuch bei seinen Truppen derbayerische K önig Leopold und am Bahnhof Zolkiew in strengstem Incognito der deutsche K aiserW ilh elm II. A u f den Friedhöfen Zolkiew s unddes Nachbardörfchens Glinsko sind die Gräberv ieler deutscher und österreichischer Soldaten,Zeugen des deutschen Blutopfers in den KämpfenFreiheit des Landes. Kreuze, mit einemkleinen H olzgitter umgeben, künden von demjüngsten Feldzug zur Befreiung von der Sow jetherrschaft.H eute ist die Stadt, die zur KreishauptmannschaftLemberg-Land gehört, Sitz eines Landkommissars,der sich die P flege der kunsthistorischenDenkmäler und der architektonischenSchönheiten der Stadt besonders annimmt.W . H. SchröterIm m er w ieder dieser SchleichhandelsspritEin 20jähriger Mann aus der Wilanowskastraße inWarschau, der im Schleichhandel Alkohol kaufteund davon trank, zog sich eine Vergiftung zu Inbedenklichem Zustand wurde er ins Krankenhauseingeliefert.In d e n n ä c h s t e n T a g e n lie fe r n w ir a u s:ÜÜMS HIüCrHEERLEBTES GENERALGOUVERNEMEHT233 Seiten, Großformat, zahlreiche Abbildungen in Kupfertiefdrude, kunst»volle Ausstattung / Preis 18,* ZL (9,- RM)„Nicht ein Verwaltungsrechensdiaftsbericht. vielmehr ein aus dem Erlebnismosaikartig gefügtes Bild des Generalgouvernements"E in e N e u e r s c h e i n u n g v o n z e it g e s c h ic h t lic h e m W e r t !BUCHVERLAG DEUTSCHER OSTEN G. m . b. H.K R A K A U . A N N A G ASSE 5Z u b e z ie h e n n u r d u r c h d e n D e u t s c h e n B u c h h a n d e l im G e n e r a l g o u v e r n e m e n t u n d im R e ic h


^ T u ^ C m t n i i S ü i n u u ^ c n u i a i i u f u n r a s u f u Y ^ ^ ^ ^Ende des 18, Jahrhunderts begründeten schlesische Weber seine Textilindustrie - Neuer Aufbau unter deutscher FührungTomaschow, 4. A prilW enn Tomaschow heute als deutsche Stadt imGeneralgouvernement bezeichnet wird, so istdies sowohl im Hinblick auf die Geschichte alsauch auf die Kräfte richtig, die in den verflossenen120 Jahren das Wachstum und den A u f­stieg der Stadt bestimmten. Bevor der GrafOstrowski in den Jahren von 1780 bis 1823 diedeutschen W eber aus Grünberg, Guben, Görlitz,Sagan und anderen schlesischen Städten durchVersammlungen und W erber ins Land rief, warTomaschow ein Dörfchen, in dem etwa 30 A r ­beiter in einem unbedeutenden W erk e Eisen verhütteten.Die Deutschen waren zum größten T eile Handweber,die in den für sie hergerichteten Häuserndie ihnen vertraute Heimarbeit an ihren W eb ­stühlen fortführten, w ie sie es in der schlesischenHeimat gewohnt waren. Dennoch sind frühFabriken errichtet worden; 1830 waren bereitszw ei vorhanden, und zwar zw ei Spinnereien.Um diese Z elt hatte Tomaschow bereits rund500 Häuser, hatte Post und Steueramt. Der p olnischeAufstand vom 1831 zerstörte die Früchtedieser jungen Aufbauarbeit. D ie StückchenLand, die als Felder und Gärten den W ebern»u geteilt wären, mußten ausreichen, um sie vordem Hungertode zu schützen. 1836 erschüttertenerneut revolutionäre U m trieb e' die wirtschaftlicheOrdnung, ohne aber die Deutschen zu entmutigen.Sie bauten vielm ehr w eiter an ihrerStadt 1865 hatte Tomaschow bereits 12 000 Einwohnerund seine W erk e schufen jährlich W ertevon zw ei M illionen Goldrubel. Diese drei Jahrzehntewaren also trotz dauernder Störungen undimmer wiederkehrender Notzeiten von einemAufbautempo beherrscht, das bewundernswürdigist.Die Einführung der Dampfmaschine brachteneuen Auftrieb; 1865 waren bereits fünf in TomaschowerFabriken in Betrieb. Das geschäftlicheLeben blühte. Um 1871 verstärkten neueZuwanderer das Deutschtum der Stadt; siebrachten teilw eise Kapital mit und gaben demweiteren Wachstum von Stadt und Industrieneuen Antrieb. Zu jener Z eit begann auch bereitsder jüdische Einfluß spürbar zu werden,der sehr bald verhängnisvoll wurde, als GrafOstrowski den Juden das Vorrecht des Handelsm m . j F o * "W a r s c h a u , Ordenstraße 18Eigenes PhotolaboratoriumEntwickeltKopiertVergrössertS p a r ebei dermit W olle, also dem damaligen Hauptrohstofffür die Textilfabrikation zugestand. M it diesemP rivileg waren die deutschen Fabrikanten praktischbereits weitgehend vom Juden abhängig,Daß es nun nicht mehr lange dauerte, bis dieJuden auch Fabriken in ihren Besitz brachten,versteht sich bei den Geschäftspraktiken des Judenvon selbst.Zu diesem wirtschaftlichen Druck kam hinzu,daß der zaristische Staat nun die Forderung aufstellte,daß die deutschen Fabrikanten und A r­beiter die russische Staatsangehörigkeit erw erbensollten. Betriebsführer und M eister wurdengehalten, russisch oder polnisch zu lernen undsich einer der beiden Sprachen zu bedienen. DerÜbertritt zum orthodoxen Glauben genügte allerdingsduch, um vor w eiteren Nachstellungen geschütztzu sein. Diese Maßnahmen verraten dasZiel der Petersburger Regierung das Tomaschower Deutschtum zu entnationalisieren. Manw ollte seine w ertvollen wirtschaftlichen Kräftein das Staatsvolk aufgesogen wissen. Der Er-Krakau, 4. AprilUnter dem Thema „D ie deutsche Presse unterpolnischer Zensur" schilderte kürzlich SchriftleiterMarian Hepke die Zeit der Verfolgungund polnischen Zwangsherrschaft, die damalsvielfach e Schikanen erfand, um die deutschePresse in diesem Raum unter Druck zu setzenund zu schädigen. Afis den Schilderungen ergabsich ein geschichtlicher Überblick über den Kampfder deutschen Presse im ehemaligen'' Polen, sovor allem der im Volkstumskampf an führenderStelle stehenden „Deutschen Rundschau". Unentwegt galt es den vielen Entdeutschungsmaßnahmen(Ansiedlerenteignungen, Schulschließungen,Agrarreform , Grenzzonengesetz usw.) zu begegnen,was der Zensor ebenso hartnäckig zu unterbindenversuchte. Immer w ieder gab es Beschlagnahmungen,Prozesse, Gefängnis- und Geldstrafen.Die letzteren untergruben die wirtschaftlicheGrundlage der Presseunternehmen aufsschwerste.V on 1920 bis Augur" 1939 wurden gegen dieSchriftleiter der „D "ätschen Rundschau" 872Strafverfahren eingeleitet. Im V erlauf dieser polnischenUnterdrückungsmaßnahmen wurde dieSchriftleitung Zu insgesamt fünf Jahren, elf M o­naten und zwanzig Tagen Gefängnis verurteilt.Dazu kamen Geldstrafen in Höhe von 24050Zloty. Ohne die Honorare der Rechtsbeiständeund die mit den Prozessen zusammenhängendenAusgaben mußte der V erlag in den 19 Jahren38700 Zloty Gerichtskosten bezahlen. 546 M alwurde die „Deutsche Rundschau" beschlagnahmt.Auch diese Maßnahme wirkte sich wirtschaftlichDeutschen Post OstenDamals - unter polnischer ZensurOber achthundert Strafverfahren gegen eine deutsche ZeitungESti. u n d R ü ckzah lu n genh e i a lle n P o s ta n s ta lte nim G e n e rala o iiw n iciiie n jfolg dieser Bestrebungen ist sehr gering gebliebenbis auf die Forderung, sich russische bzw.polnische Sprachkenntnisse zu erwerben, dieschon im Hinblick auf die Absatzmärkte und denVerkehr mit russischen und polnischen Firmenfür die Deutschen wirtschaftlich notwendigwaren.1884 erhielt Tomaschow den langersehntenEisenbahnanschluß. Die Industrie versuchte nunden wirtschaftlichen Vorsprung, den das benachbarteLitzmannstadt infolge seiner bereits seit1877 bestehenden Eisenbahnverbindung gew on ­nen hatte, wieder aufzuholen. Dieser W ettbew erbstärkte das wirtschaftliche Leben beider Städte.1913 hatte Tomaschow bereits eine so umfangreicheProduktion erreicht, daß sich der Jahreswert der deutschen Arbeit auf 15 M illionenGoldrubel stellte. Dann kam der W eltkrieg. Erbrachte die Industrie bis an den Rand des Unterganges.Die in den Jahren von 1914— 18 entstandenenSchäden werden von Fachleuten auf17 M illionen Goldrubel geschätzt, sie überstiaaus,denn für jede beschlagnahmte Nummermußte eine Neuauflage ohne den beanstandetenA rtik el nachgedruckt werden.Trotz allem wurde der Kam pf nicht aufgegeben.M it Geist und W itz wurde den Zensurmaßnahmenbegegnet. Aussprüche von Goethe, Schilleroder auch polnischen Dichtern wurden alsKommentar hinter polnische Meldungen gesetztund von der Leserächaft wohl verstanden.Goethe, Schiller oder gar polnische Dichter aberkonnten nicht beschlagnahmt werden. Eine seltsameFigur wurde erfunden — Balduin Unverzagt,eine symbolische Gestalt, die in den 12heiligen Nächten allerlei Klagen und Wünscheder deutschen Volksgruppe „träumte". DieseTräume erschienen als Feuilletons und rutschtens o . durch die Zensur.'In den heißen Sommertagen 1939, als die Kriseden Höhepunkt erreichte, konnten die Blätternicht selbständig zu den Ereignissen Stellungnehmen. Oft wurden große Männer (u. a. Car-lyle) als Leitartikler für die „Deutsche Rundschau"bemüht und ihre- nachdenklichen Betrachtungen,die sehr gewissenhaft ausgewähltwaren, paßten trefflich auf die Situation. Noch1. September 1939 erschien die „Deutsche Rundschau",als bereits Stukas über Bromberg w a­ren. Dann wurde die Druckerei versiegelt undkonnte erst am 8. September w ieder eröffnetwerden, obwohl nur ein Drittel der Belegschaftvorhanden w ar und der verdienstvolle HauptschriftleiterGotthold Starke neben anderenMännern des V erlages den Marsch nach Lowitschhatte mitmachen müssen.h. e b t -,d.ue t a 'i i 'f u n ,/g( f , i - * - C o v t w . o '« ) f- r—H■Kt*-' ncue'.un£;.oltf F'!ir - g,‘S Jö n ssa w M lk Z LTPhtikiPPer, Düskeldcu^M e h l u n g 1W ich tig fü r Industrie u. HandelD ir e k t e r G ü t e r v e r k e h rH A M B U R G - K R A K A UAuskünfte -te ilt „H ERM ES". Spedition.- und Kommis.ionsbüro,Krakau, Tlschtergasse 13, Fernruf 133 86ke. Der Neuaufbau mußte nach 1918 aus kleinstenAnfängen begonnen werden, über das w iedererstarkendeWirtschaftsleben legte sich sehrbald ein immer dichteres N etz jüdischen Einflusses.A ls dann bei Ausbruch des gegenwärtigenKrieges die ersten deutschen Flugzeuge überTom aschow erschienen, glaubte die polnischeEinwohnerschaft, es handle sich um Übungsflügeder polnischen Luftwaffe. Erst die auf dieW erk e fallenden Bomben überzeugten sie davon,daß in diesen Flugzeugen keine polnischen Pilotensaßen. Bald waren die Kraftquellen für dieIndustriebetriebe versiegt. A m fünften Kriegstageforderten die polnischen Behörden zurEvakuierung auf und gingen selber auf und davon.Am nächsten Tage mußte die Feuerwehrfür die Aufrechterhaltung der Ordnung sz-v^aEin Bürgerkomitee versuchte die Leiturv»


Der Frühling kommt nach Flandern gesegeltauf dem W asser der Ströme und Flüsse, dieuberquellen und schimmern von der Schneeschmelzein den Bergen.Sie kommen von den Höhen des Südens, wodie Sonne schon wärmt und ihr W asser durchstrahlthat. Sie gießen und drängen ihre Flut indie tieferen Länder, in Bäche, Gräben, W eiherund Tümpel.A ll dieses strömende Maß,, das drüben imSüden schon den Blumenglanz des Frühlings gesehenund gerochen hat, murmelt die Fröscheund das junge Gras wach. Und das Gras erzähltes den Maßliebchen weiter, die mit dunkelrotenTupfen auf den weißen Krügelchen staunendgucken kommen. Das W asser tippt die Butterblumenan, w eckt die Schlüsselblumen und treibtdie Spitzen der Schwertlilien aus dem Bodenheraus. Die guten, einfältigen Bäume saugen,saugen es w ie Elefantenrüssel mit dem Saft des1 rühlings empor und tausend Knospen platzen.Der Frühling kommt mit dem Wasser, und bevordie Sonne strahlt, stehen die Pfirsichbäume bereitsin roter Blüte, und der Osterpalm beginnt inden Gärten zu wachsen.Die Luft nimmt das W asser auf. Die Fernenwerden klar und öffnen sich. Die N ebel sind verschwunden.Man kann auf einmal die Türme fernerStädte sehen.Die Horizonte schimmern silbern. Hinter denweiten Mühlen kommen große Vogelschwärm eherauf. Die Hühner legen Ketten weißer Eier.Frische Düfte steigen aus W äldern und Wiesen.Die Zeit des großen Gebens ist da.V» enn dann die Sonne endlich gucken kommt,wird sie blaß vor Schreck, daß sich schon so vielFrühling w ie ein Teppich über Flandern ausgebreitethat.Die Bauern recken sich. Ihre Bein.e sind steifvom Sitzen. Die frohe Zeit der Arbeit stößt dieStalltüren auf. Der Pflug blinkt. Es regnet Saatin die Erdg.Ostern in FlandernAber wenn der oben nicht mithilft, dannkommt nichts unter Dach. W enn PalmsonntagIn resurrectionem dominivorbei ist und Christus seinen Einzug gehaltenhat, gehen die Bauern an einem Tag zwischen lte noctes, ite nubes,Palm- und W eißem Sonntag mit dem Gesinde lte m oesta sidera,Schwindet Nächte, schwindet W olken,Trübe Sterne löschet aus,hin und pflanzen den geweihten Palm an die vier Plaude coelum , plaude terra,Jauchze H im m el, jauchze Erde,Ecken ihrer Felder. An leder scharren sie mit Loca plaudant inieia,dem Zeigefinger ein kleines Kreuz in den GrundJauchze, unterirdischer Graus,Plaudat aether, pltiudat unda,und pflanzen den Palm hinein.Jauchze Aether, jauchze W elle,Turba plaudat squamea.Dann mögen die W etter toben w ie der TeufelFische jauchzt im feuchten Haus.im Weihwasserfaß, das Korn w ird blühen, diePlaudant silvae, plaudant prata,'Saat keimen und eine fette Ernte sie sättigen.Jubelt W iesen, jauchzet W älder,W er in seinem Gärtchen keinen Palm hat,Laeta plaudant nemora,Jauchzt und ju belt H eid ’ und Hain,kauft' ihn beim Hausierer. In jedem Haus, hinter Et quaecunque campis nataW as da sprießen sehn die Felder,jedem Kruzifixus, auf jeder Kammer werden Laeta plaudant tlumina,Flüsse jubelt mit darein,Palm zw eige angebracht gegen Ungewitter und Plaudant valles, plaudant montes,die Feuer des Himmels.Jubelt Täler, jubelt Berge,Fontes, flores, germina.*Quellen, Kräuter, Blümelein.Dann kommt die Karwoche voll violetten Lei-Plaudant rupes et torrentesj r jmstus stirbt, und alle Kreuze in 'Hi'iciteBund Kapellen werden mit violetten Schleiern-n tm s tn pinuLiuin oirmiu ■ k AnfangsbuchdenTürmen und schwebten im Raum w ie frei- fVertSt5euta DaTtea schon die . Last von tan und dadurch ^ g e g e b e n sich aber vergslasseneV ögel nach der Gefangenschaft. f ast bundert Jahren über jenen Tagen gehäuft richtet obwohl v « rwirrung ange-Man sieht sie zu Tausendel w ie zahllose Lag’ Koante ich ahnen- was die andere Seite Füfle und dem A n M tn l Eva an ihrerSchwalbenschwärme hoch über die weißen dieses Blattes mit seinen Ankündigungen von kennen ist rfil i m - v > zu er‘von Felix Tim m erm ansstrotzt es vom Gelb und Schwarz der K arfreitagsfladen.Das sind Pflaumenkuchen, so großw ie ein Tisch. Rundherum schimmert ein Randvon goldenem Teig. A u f jeden Tisch kommteiner und füllt die Stube mit gutem Duft undherrlichem Geschmack. Die Zuckerläden sindvollgestapelt mit Schokoladen und süßen Ostereiern, deren Bauch v o ll Leckereien sitzt.Bei den armen Leuten sitzen die Väter undmalen hartgekochte Eier mit allerhand Farbenan. Sie bemalen sie unbeholfen mit Mühlen,Pferden, Bäurhen, Madonnen, Kreuzen und Männchen.A ber die Farben leuchten, daß es lustig anzusehenist.Die Kinder dürfen es nicht wissen. Sie sindauf die Felder gegangen, um Butterblumen zupflücken und erzählen von den Glocken, diemorgen von Rom zurückkommen und über Höfenund Gärten eine Fülle von E’ ern ausschüttenwerden.*Endlich ist Karsamstag. Am M orgen hat derPriester Funken aus dem Feuerstein geschlagenund damit das neue Licht angezündet. Es wirdtriumphierend in die Kirche getragen. Noch istder H errgott unterwegs. Aber das Licht ist da!Und mit ihm Frühling und Fruchtbarkeit!Die Eltern schicken die Kinder auf die W älle,Y ° n .° ,man die Glocken zurückkommen sieht!Die Kinder halten nach Südensingen schon:Bim— Bum— Beier,Die Glocken legen EierBim— Bum— Beier,Die Glocken legen Eier.Ausschau undOsterliedLange im voraus hört man sie näherkommen.D as Summen dröhnt durch die Luft und Kinderaugensehen weit. Drüben fliegen sie über dieN ethe hin.Das ist w ie eine Gewitterwolke, die heraufzieht.Der Horizont w ird schwarz, und jauchzendeKlange, hell und dunkel, scheppernd und brummend,wehen durch den Raum.Und siehe da! Die dunkle H ut lichtet sich.Sie zieht und hastet auseinander. Jede Glockefliegt in ihren Sprengel zurück, auf ihren Turm.Es ist w ie der A bflu g von tausend Tauben, diesogleich den W eg zu ihren Schlägen kennen.Da kommen auch die unseren. Die ändern verschwindenhinter dem Wäldchen. Sie w ogen undschwingen über und unter den W olken, sieläuten und singen und schütten einen H agel vonEiern aus. Einmal kreisen sie suchend über derStadt, dann sausen sie behende nieder, jede aufihrem Turm und klampen sich wieder, an denBalken fest. Da schwingen und dröhnen sie, daßes den Menschen durch die Knochen geht undFriede über ihre Herzen kommt.Die Glocken verkünden froh, daß Gott zu denMenschen zurückgekehrt ist.,®'e Kinder laufen in die Häuser, denn in denH öfen liegen jetzt die Gaben. Im Gestrüpp derHecken, im Gras, im G ezw eig der Bäume, aufBlumentöpfen, im Knick der Abflußrohre, überallschimmern Eier w ie große Hagelkörner, von Ertgelnmit kindlicher Phantasie angemalt.Der Osterochse, der sein Fett prunkend zurSchau stellt und mit goldenen Blümchen verziertist, wird beim Beinhauer aufgehängt. Davorwim melt es schwarzgedrängt von Volk, das w ie ­der Heisch einkaufen kommt. Denn morgenmüssen Fettaugen auf der Suppe schwimmen!Der W inter ist vorbei. Mensch, Tier undPflanze feiert das Fest!Aus dem Flämischen von Dr. K arl JacobsElegie auf ein altes SticktuchW olken ............................ hinschweben und schnell und singend W3 ^ würde? Es _ war anderen m a « . c - ,- ' f7 l ' Ä iviagerneit aer dergen Süden wogen, nach Rom!...überrascht entfaltete ich's — eine Seite von H fiff t gUr' insbesondere in der Gegend derDie Türme schweigen. W o sonst Glocken den rührender H eiterkeit und voll farbiger Freude: um Adam W H darüber läßt- daß es sichMenschen die Zeit verkünden oder sie zur A r ­ ein Stickmustertuch, zu besserer Haltbarkeit aufhandeIh der zugunsten der Gefährtinjene Zeitung geheftet. [e in e r seiner Rippen verlustig g in g ...beit rufen, tut es jetzt eine dürre Holzrätsche,die ihr Arme-Leute-Geknarr von Turm herab In kleinen Heimatmuseen hatte ich des öf- Vermutlich entstand das Sticktuch in denklappert.teren solche Mustertücher betrachtet; sauber auf- Fahrea der Vorbereitung zur Konfirmation undDie Menschen suchen in Scharen die Kirchen gezogen hingen sie dort unter Glas, Bildern bewahrte m seiner froh stilisierten Sprache dasauf und gehen von einer zur ändern.gleich und beinah unpersönlich gew orden in ndenken sowohl als die Lehre, Denn entspre-Am Karfreitag nimmt man selbst den M adonnenlhrer schaustückhaften Existenz und jenem gro- F f dem G leichgew icht in der Heilsgeschichtedas Jesuskind weg. Dann stehen sie in präch­ßen Schatz von Hinterlassenschaften angehörend, f n *lc;h unten in der rechten und linken Ecketigen spanischen Purpurmänteln da, einen die w ir der Zeit zuzuschreiben pflegen (dem Sundenfall und Kreuzigung in der Schwebe, woschwarzenSchleier über das Gesicht, kummervo ll w ie kinderlose W itwen.dritten vochristlichen Jahrtausend...), als wären , . lhrer übermenschlichen Größe, stärker stiachtzehnten,dem vierzehnten Jahrhundert; dem f Erlösungsstunde, w ie im unbewußten Ge-Es ist der letzte große Fasttag, der vierzigste! die kunstfertigen Menschenhände in W ahrheit Sleid erscheint als die allzu menschliche ge-Mittags gibt es ein w enig Buttermilchsuppeund Fisch. Sogar die Soldaten bekommen Fisch.Das einzigemal im Jahr. Aber bei den BäckernHänd&-der Zeit. memverständliche Stunde der Verführung DieOstern 1942H ier aus de, eilen Truhe gen om n ,«« aber, he,. S T r ü S S S ? ' f e h l " m ' S " . S fvo,gezogen an, e in e » Bündel von H m d s c h ri^ , eben [ Ä m Ä e Y Ä X ÄSinnbild der SehnsuchtV o n Ernst PenzoldtGestern als w ir beide auf dem Landungsstegstanden, wurde es mir auf einmal klar: der Landungsstegist das Sinnbild der Sehnsucht.Am See entlang führt eine recht hübscheUferpromenade mit grünen Bänken, von denenaus man W asser und Berge geruhsam betrachtenkönnte. Dennoch schlugst du vor: Komm, gehenw ir noch ein w enig auf den Steg. Es war keinDampfer zu erwarten. W as lockte dich undmich?W ir w ollten wieder einmal das wohlbekannteGeräusch hören, wenn man über die Bohlengeht. Es tut so ungefähr w ie die hölzernen Trommelnder N eger und ist w ie sie erstaunlich w eitvernehmbar. Es ist das richtige Sommerfrischengeräusch.Man behält es für immer im Ohr.Es ist voller Erinnerungen an Badereisen undDampferfahrten. Dazu gehört jener nicht mindererinnerungsreiche Geruch nach Teer, Tang oderTran und das Schlecken, Schwappen und Glucksenum die moosgrünen Pfosten und Dalben.A llein das würde noch nicht genügen, daßw ir darum auf den Steg hinausgingen. Denn einSteg muß es sein. Eine Landzunge tut es nicht,auch eine Brücke nicht von U fer zu Ufer, keinBoot, groß oder klein.W ir sind nicht die einzigen auf dem Dampfersteg.A lle haben erwartungsvolle Gesichter, sieähneln sich alle in einem bestimmten Ausdruckzärtlicher Bereitschaft, so als müsse an ihnenim nächsten Augenblick etwas ganz Wunderbaresgeschehen, als müsse der Himmel sich auftun.Sie erscheinen verschönt. Sie haben alleetwas von Hochzeitsreisenden,Niemand wird bezweifeln, daß zw ei Menschen,die einander herzlich zugetan sind, auf demLandungssteg eher zueinander finden als nochkurz vorher auf dem festen Lande. A u f demSteg werden sie sich plötzlich einhängen. Undw er allein ist, wird eine Stegbekanntschaftmachen. .Der Steg hat ein Ende. Unvermittelt bricht erab, so scheint es. Denn in W ahrheit beginnt hierdie Unendlichkeit. Das ist es, was uns sehnsüchtigmacht. W ir stehen nebeneinander über dasGeländer gelehnt und auf einmal tritt für Augenblickejener wunderliche Zustand der Entrücktheitein, als ob unsere Seelen bei lebendigemLeibe unsere Körper verließen und steglos w e i­terschweiften ins Unendliche. W ir sehen uns zurückschauendw ie von woanders her, von einerW o lk e oder einem Stern, an dem Geländer lehnen,gedankenlos stehen gelassen, bis w ir w iederzu uns kommen.W enn der See ruhig 'ist, Himmel über uns,Himmel unter uns, das Unendliche im Unendlichensich spiegelt, dann meint man hinausgehaltenzu sein w ie auf einer Hand. Die Sehnsuchterfaßt uns „unter allen leidenschaftlichenBegehrungen die sanfteste.“den g r o ß e r ^ b S d n S i ? ^ S ^ ,,,|S?'En dH de-TSteges, w ie haben sie uns verwandelt! W ir sindnnc nTi!01 mit einander auf einmal, w ir sinduns nane.W ir sagen uns, daß w ir uns lieben./ Von Emil Barthsagt, die Kunst des Stickens sei von der Phrvdierk ö s S eF rWGrden' , dle Griechen schriebenzu und Erfindung der Göttin Pallas Athene* l W ohl auch noch anderwärtshaft APnUn3®n lbre* Ursprungs geben. Das wahrhaftAngeeignete, Eingeeignete, w ill nur allzuS ^ u s l 1 Rpech‘ sein- ursprünglichen H erdasFineno FrMade vergessen: es wäre niedas Eigene geworden, wenn nicht zuvor dieLiebe und Fähigkeit gerade zu ihm vorhandengewesen wäre und es w ie ein Erwartetes aufSo scheint mir die elgentümücheH eiterkeit des Kreuzstichs, .w ie sie sichauf diesem kleinen Mustertuch als Beispiel zeigt,eine echtburtig nördliche Heiterkeit.v-in^H6 ^ tucktdcher ~ tlas vorliegende stammtSchuf ü i 9en ~ WUrden in Klöstern und‘ , a 7 den jungen Mädchen als Vorlagenverfertigt und gingen später wohl, nach FreundzSHand ’ alS Tgehüteter w ert von Handzu Fland, wenn es Initialen in die Aüssteuer-ascbe’ Ranken und Borden und Sprüche aufUberhandtucher und Wandschoner, Blumen undS k c e grobleinenen Tischdecken odergar bibhsche Szenen und kirchliche EmblemeF. das , . £ re Lemen der Altardecken zuf n ga!K a w ar dann nur noch nach Kreuzchenzu zahlen. Für jeden Bedarf bot das Tuchf w Vr Fraktur' und Antiquaalphabet und derlomischen und arabischen Ziffer, die als Zeicheneiner w eltlichen Elementarlehre' das obere Dn“tel des Tuches schmückten, bis zum sinnigenLiebesherzen, auf dessen roter Glut ein Paarhimmelblauen sich schnäbelnder Tauben stand.h ö fL nm ePP ° er ° der nach abgelegenen Gehöftenbrachte vielleich t auch ein Hausierer deroe i n a i f Jahrf s kam' ein soIches Tuch gegenEntgelt zum Verleih; noch in unseren Tagen,erinnere ich mich, konnte der Kastenmann diejungen Mädchen zum Kauf betören, ' wenn eraus seinem vielfächrigen Tragraden ein gefalz-H e H 3 6! hervorzog- ein billiges vervielfältigtesBlatt nach jenen alten Mustertüchern, das dieunsterblichen Ornamente, Figuren und Emblemegrund daTbot ^ graUgrÜnem Kästchen-HPW ^ - i SV mir noch dieser Eifer- diese FreudeV° r den bllligen gedruckten V orlageblatterngegenwärtig! A n ihr kann ich dasVergnügen und frohe Selbstgefühl ermessen, dasder Besitz eines selbstgestickten Mustertuchesder jungen Stickerin von v o r hundert Jahrengewahrt haben muß. In den späteren Drucken istVFin „del2 ehemaligen Mustertuch nur nochder bloße Zweck übriggeblieben, nämlich eineorlage zu bieten; das in jahrelanger liebevol-1er .M uhe selbstgestickte Tuch aber — mochteNr. 80 / Seife 7


andstreicher-Strelche / Oder: D as bewährte Rezept - Von Hans Friedrich BlunckDas H olz meines Hoftors hat sich unter demvielen Regen des Jahres 'gew orfen: ich bin dabei,die Pforte ein w enig abzuhobeln. Da kommtjemand die Landstraße herauf, sieht m ir eineW e ile zu und fragt, ob er nicht für eine oderzw ei Stunden helfen könne. Und ob ich nichteine warm e Suppe hätte oder — ich muß plötzlichaufschauen, ist mir doch, als hätte ich diesenalten zerrissenen Bummler schon einmal gesehen.„G ut", sage ich also, „ich w ill gleich diePforte w ieder einhängen, da können * Sie anfassen!"Der Landstreicher versucht es m it zitterndenHänden; v ie l H ilfe habe ich nicht von ihm,auch ist der Schnapsgeruch mir widerlich. A berdaß er lange nicht gegessen hat, glaube ich ihmschon, und w e il die Gärtnersfrau gerade ihrenMann zum Essen ruft, frage ich sie, ob sie nichtetwas W arm es übrig habe. Es ist eine gutmütigejunge Frau, sie bringt bald eine dampfende Erbsensuppein einem billigen blaugefaßten Teller,einen Zinnlöffel dazu, w ie sie ihn für solcheArm en stets zur Hand hat.Der Landstreicher guckt mich zögernd an. Ichnicke ihm zu: „Ja, essen Sie nur, ich w erde auchohne Sie fertig." A b er im gleichen Augenblick,w o ich seine Frage auffange, habe ich ihn w ieidererkannt,fällt mir eine d rollige Geschichteaus meiner Jugend ein, da ich als Student dasLand abstreifte, begierig auf jeden, der gleichm ir die Landstraße trottete, und jungenhaft begeistertfür Heuschober und Gespräche mit wanderndemVolk.Ich versuche, mir diese Z eit w ieder deutlichZu machen, und während mein müder Suppengastseinen Teller auslöffelt und ich m it demH obel noch einmal über die verquollenen Türleistenhin und her fahre, bin ich in meinen G e­danken w eit zurück und wandere m it einem jungenMusikanten auf der Landstraße; er führteeine zw eisaitige G eige unter dem Arm , erzähltvon Dorftänzen und läßt sich v o ll Grimm überdas nächste Wirtshaus aus, w o man ihm — er• schildert es mit Eindringlichkeit — v o r Jahresfristeine Sonntagsmusik nicht bezahlt habe.Ich w erde ebenso zornig w ie neugierig aufdas geizige Krögerpaar, und w eil der fahrendeMusikant v o ll von Streichen steckt und ich nocheinige Groschen in der Tasche habe, lade ichihn auf einen T eller Suppe ein. Abgem acht! Under w ill mir einen Spaß vorführen! A ber er istein guter Kerl, der seine Sachen allein ausfleht,und macht es mir nur zur Pflicht, zu allem G e­schehen zu schweigen.W ir traten also ein, bestellten und löffelten dieSuppe bis zum Boden; heißhungrig waren w ir!Nichts geschah dabei. Erst im Augenblick, alsder Bruder Musikant fertig war, entdeckte er —entdeckte er mit einem überraschten Schrei denTeller, kehrte ihn nach allen Seiten, rieb daran,blies ihn an w ie ein Münzsammler, hielt ihnsdhräg, fuhr mit kurzsichtigen Augen den unterenRand entlang, daß auch ich neugierig dieBrille aufsetzte und nach Zeichen und W undernsuchte. A b er es war einw en ig altmodisch vielleicht.„W o haben die Leute um Gottesw illen denT eller her?" murmelte mein Freund und tat w ie ­der einen kurzen Schrei des Erstaunens. EinigeGäste horchten auf, der W irt unterbrach dieLesung der Kreiszeitung so plötzlich, daß ihmder Klemmer auf die Nasenspitze rutschte, unddie W irtin hielt ein, die Tonbank abzuwischen.„Den Teller haben Sie w ohl schon lange Zeit,w ohl schon sehr lange?"Es waren damals die Jahre, in denen man sichauf gutes altes Handwerk besann und draußenauf dem Lande begriff, daß sich unter allerhandschlechtem Gerümpel, das man bis dahin inBausch und Bogen an den Trödler verkaufthatte, oft Dinge befanden, die mehr als schöne,neue Plüschsessel w ert waren. Eine A rt Entdeckungsfieberwar im Schwang; w ie sollte diegeizige 'W irtin, die bei der Sonntagsmusik dieGroschen sparte, nicht davon wissen?„W a s meinst du?” fuhr der andere mich an,i,Delft, rate ich, ein ganz altes Delfter Stück!"Ich zog die Stirn kraus, schwieg aber gemäßunserer Verabredung. Dabei m erkte ich, daß dieserMusikant allerlei aufgeschnappt hatte, erwußte von vier oder fünf Delfter Siegeln — mirWurde unheimlich vor so viel Sachverstand.„Hm, hm ', antwortete ich bedrückt.„Das ist eins der prächtigsten Stücke, das ichjem als gesehen habe", er drehte den T eller g e ­gen das Licht, er ließ ihn auf der Kante laufen,er ließ ihn Wirbeln und klappen, als gehörte dasalles zur Untersuchung.„Ich weiß nicht, was das Stück w ert Ist. W o ­her haben Sie das nur?" fragte er die W irtsleutew ieder. „G ew iß hat Euer Großvater es voneinem Feldzug mitgebracht. Oder kommt Ihr vonHolland?"Und zu mir gewandt: „Drüben ist alles abgegrast,höre ich, aber hier ahnen die Leute nicht,w as für Schätze sie im Hause haben. Ein Prachtstück!N icht unter hundert M ark — was sageich — nicht unter hundertfünfzig M ark zu haben.Herrgott, und die Leute benutzen solcheSchätze für Erbsensuppe!"„Hm, hm", erw iderte ich pflichtgemäß und--------- — . - - -|.r- |f| r n _ 'Die klei ne Meerfrau UndiEin Schiff lag halenbinnen,Es saß ein M a n n beim Grog,ein Seemannsgarn zu spinnenv o n der verlornen Fock,v o n dem verlorn en Ankertau,von der verrutschten Rah,und was mit einer W asserfrauund was auf See geschah.,W o die Brise steifer w ehthinterm Falschen Tief,da, w o der beste M aifisch steht,da war es, w o sie rief.Zum Teufel, da erschienesie pudelnackt und jedesm albeim allerersten Sonnenstrahl,die kleine M eerfra u Undine.Sein M ä dch en sagte leise:Ich fahr mit dir hinaus,sonst kom m st du von der Reisemir nächstens nicht nach Haus.V erloren ist die Fock und Rahund auch das Ankertau,und auch dein H erz ist nicht m ehr daund bei der Wasserfrau.beugte mich unsicher zu seinem Teller hinüber.Dabei hörte ich leise: „G eh voran und lauf, wasdu kannst!" Und während ich verblüfft und zögerndaufstand, w ie um die Tür 2u finden, sahich meinen sonderlichen Freund, ehe die überraschteW irtin es recht begreifen konnte, mitdem Teller zum Fenster stapfen, sah, w ie er ihngegen das Sonnenlicht hielt, und hörte: „Statthalter— Oranien — Schloß im H aag“ — es war,als lese er eine unsichtbare W asserm arke imLicht. Und plötzlich, da noch die ändern sichnäherdrängten und der Sachverständige den T ellerhöher und höher gegen die blinkende Sonnehielt — vorsichtigerw eise hatte ich die zw eiGroschen für die Suppe auf den Tisch gelegt —Zeichnung: A ltred K ublnme / Von Hans LeipSeilten sie die ganze Nachtbis in das Falsche Tief,da ist die M eerfra u aufgewacht,die bei dem Seehund schlief.Ihre heitere M ie n everdüsterte sich ganz und gar,als sie des M ä dchens ward gewahr,die kleine M eerfra u Undine.Undine, liebste Undine,so rief das M ä dchen hell,damit sie ihr erschiene.D och sie verbarg sich schnell.N u r, w enn man richtig hinsah, warein Blitz im W ellentanzvon einer Strähne Algenhaarund etwas Silberschwanz . . .H o, es ging zur K o je fromm,m ein M ä dchen glaubt nicht m ehran dich, Undine, so, nun komm,und mach m ir's nicht zu schwer,daß ich dir ew ig diene!Er b og sich w eit zu ihr hinaus.Sie streckte ihm die Zun ge aus,die kleine M eerira u Undine.tänzelnd, das Gleichgew icht verlor. Unter einemSchreckensruf, unterm schrillen Gekreisch derhinzuspringenden W irtin glitt ihm der DelfterTeller aus der Hand, fiel flach auf den Fliesenbodenund zersprang in hundert Stücke. „M einGott, mein G ott", jammerte mein Freund. Undwährend W irt und W irtin und Gäste in derersten Bestürzung nach den Scherben langten,schlüpfte der Musikant durch die Tür und ranntemit langen Beinen, die G eige unterm Arm, dieLandstraße hinunter, kaum konnte ich' ihmfolgen.„N a ", keuchte er, „die Geizkragen haben esgekriegt, denen tut ein paar Tage der Tellerleid."Der letzte Span ist abgehobelt, ich w ill meineGartenpforte w ieder einsetzen. Der Landstreichervor meinem Hause setzt den Teller hin und w illmir helfen. A ber das Leben hat ihm arg mitgespielt,er macht nur noch die Gebärden, alspacke er an, ich muß den Gärtner zu H ilfe rufen.Gerade w ill ich fragen, w ie es ihm in der Z w i­schenzeit ergangen ist, w ill so gütlich leise diealte Geschichte in Erinnerung bringen, da beginntmein Freund, unbeschäftigt w ie er ist,plötzlich den T eller aufmerksam zu prüfen, hebtihn gegen das Licht und dreht ihn nach allenSeiten, „übrigens", fragte er heiser, „w o habenSie den her? A ltes Erbe, wahrscheinlich? HörenSie mal, ich verstehe mich darauf."Er b egreift nicht, warum ich plötzlich in einabscheuliches Gelächter ausbreche. Ein roterSchein fliegt über sein blasses, stoppeliges Gesicht.„W arum lachen Sie doch? Dieser Tellerhat seinen W e rt — Ihr Großvater kam wohlvon Holland? Nein?, w irklich nicht?"Die große EnttäuschungEin Zigarrenmacher der Hamburger Altstadthatte Liliencrons Balladen ins Herz geschlossen.Da Liliencron bei ihm kaufte, kam er auf denEinfall, eine seiner Hausmachersorten mit demNamen „Rungold" zu* schmücken. Nur hatte ergerade zu dieser Sorte einen etwas minderwertigenTabak genommen.A ls Liliencron nun eines Tages bei ihm einkaufte,bot ihm der Zigarrenmacher auch eine„Rungold" an. Liliencron zog an dem rundenGift. A b er plötzlich verzog der Dichterbaron denMund und sagte: „In meiner Ballade bin ich nurüber Rungold gefahren, aber bei dieser Brasilscheint mir, bin ich tief in Rungold hineingefallen!"E.Denken und RatenBuchstabenentnahmeSantander — Mainz — Kiste — Gekröse — Momm«sen — Wendekreis — Siebengebirge — Däumling — *Eberesche — Schlange — Regent — Mauesfalle.Jedem der vorstehenden Wörter sind drei zusammenhängendeBuchstaben zu entnehmen. Diese ergeben,fortlaufend gelesen, den Anfang eines Frühlingsliedes.Auflösung aus Folge 79U m stellrätselM ade — A n k e r — Reblaus — T riest — Insel —W achs auf der Rückseite,wachshaliige Farbe aut!der Vorderseite.Kein Rollen,kein RutschetSäuberte Hände^'klare Schrift.Gfiffig und handlich,farbkräfiig und ergiebig.Sblikan flMBftiGÜNTHER WAGNER. DANZIGSt» BEZIEHEN DURCH DIE rjtCHQESCHhrTBJe geringer der Verbrauch in Wattfür die Lichtleistung in Dekalumen ist, desto billiger ist das'Licht. Jede Osram-jgj-Lampe trägt auf deminnenmattierten _ _ _Glaskolben eingeätzt das Attest für den geringen Wattver-> | Q obrauch. Verlangen darum auch Sie immer Osram-JS-Lampen, IVI E * « * * * • * * *[ « « • * » » » • . ,»/*'»'/ / M» **VDMöbel-KriesmerG efo lg sch aftkschränke, B etten,T isch e,S tühle, H o cker, B änke, K in d e rb e tte n ,B ü ro m ö b e l,S c h rä n k e , R egale, S c h re ib ­tische, S iedlu n g sm ö b el, S ch lafzim m er,K üchen, T ü re n , F e n s te r und ähnlicheH o lzerzeugnissa lie fe rt k u r z f r i s t i gMöbel-Kriesmer, Berlin N 54,P ostfach 4tu n dtesatzteiieliefert die Generalvertretung für das GeneralgouvernementB ä ld e nZweigniederlassung Krakau, BurgstraßeiFeldbahnenBaumaschinenBaugerätezu Kauf und Miete ab Lager PosenBischof! & Nieberding KG.Posen, SaarfandstraBe 24Kaufegebrauchtepolnische und russischeSchallplattenMusikhausF. CZECHOWSXYKattowitzGrundmannstraße 34Astern 1942N t. 80 l Seite 0


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„ T M W W S « . 70 I- ■ hä venhaart, von denen50% auf Ackerland, 21% auf W älder und 20%auf W iesen und W eiden entfallen. Um die landwirtschaftlicheErzeugung zu steigern, hat dieRegierung 1 Mrd. P zur Verfügung gestellt.Im Zuge des neuen Zehnjahresplanes sollenzur Verbesserung des Getreideanbaues jährlich24000 t W eizen, 11000 t Roggen, 6300 t Gerste,4000 t Hafer und 6600 t Mais als Qualitätssaatgutzu besonders ermäßigten Preisen verteilt werden.D ie T ürkei verteilt StaatsbodenDie türkische Regierung hat dem Landwirtschaftsministerium1.5 M ill. T p f für dieses Jahrzur Verfügung gestellt. Für die Verteilung vonSaatgut wurde ein w eiterer Kredit von 2.6 Mill.Tpf, für den Einsatz von Landmaschinen von600000 Tpf bewilligt. Neben der Erzeugung vonBrotgetreide wird der Anbau von Mais und Hirsegesteigert. Besonderen W ert legt die Regierungauf den Kartoffelanbau, der in diesem Jahre von3.7250 auf 75000 ha erw eitert wird, die etwarund 500 000 t erbringen. Um dem M angel anArbeitskräften abzuhelfen, wurden für die Bestellungszeitbesondere Schulferien eingelegt.Die von der Regierung eingeleitete Aktion, Landarbeiterund bodenarme Landwirte durch G e­währung von Landzulagen zu Vollbauern zu machen,hat bereits gute Erfolge gehabt. In denletzten sechs Monaten wurden dafür 9300 ha an6265 Bauemfamilien in 99 Dörfern vergeben. Fürdie Verteilung von Staatsboden stehen nochetwa 100000 ha zur Verfügung.S erbien braucht K artoffelnDer serbische Jahresplan für 1942 sieht eineAusweitung der Anbauflächen für die w ichtigstenBodenerzeugnisse vor. Dies gilt in ersterLinie für den Rübenbau. V on der etwa 14000 habetragenden Rübenanbaufläche im früheren ju goslawischenRaum verblieben nach den G renzveränderungen,die der Balkanfeldzug 1941 mit sichbrachte, nur etwa 4000 ha im Gebiet des M ilitärbefehlshabersSerbien. Diese Fläche soll — ohneBerücksichtigung des Banats — auf 15000 haerw eitert werden. Um den Kartoffeln den „S eltenheitswert"zfi nehmen, ist jeder Bauer v e r­pflichtet, 5% seines Besitzes mit Kartoffeln zubebauen. A u f diese W eise soll der Kartoffelanbauvon 20000 auf 65000 bis 70000 ha erw eitert w erden.Auch der Gemüseanbau w ird auf 60000 haOLYMPIA B O R O M A S C H I N E N W E K R E AG.Z W E I G N I E D E R L A S S U N G K R A K A UAdolf-Hitler-Platz 24 Fernruf 12593V E R K A U F S S T E L L E I N W A R S C H A UNeue Welt 70 Fernruf 22300Wirtschaftliche KurzmeldungenVeräußerungsverbot für SchneeschuheD er Reichsbeauftragte für W a ren versch iedener A rtveröffen tlich t im R A Nr. 74 eine Anordnung V 47der Reichstelle für W a ren versch iedener A rt (A n ­bietungspflicht und Veräußerungsverbot für Schneeschuhe,deren Zubehör und Schneereifen).Binnenschiffs-Eilverkehr Prag — Berlin# D ie Böhmisch-mährische Elbe-Schiff ahrts-AG inPrag w ird, w ie die „ D N V " berichten, in diesemJahre nach Schiffahrtseröffnung einen regelm äßigendirekten E ilverkehr zwischen Prag und Berlin einrichten.Außerdem w ird die Böhmisch-mährische Elbe-Schiffahrts-AG die bestehenden regelm äßigen Eilverkeh re vo n Prag und M eln ik nach Aussig, Tetschen,Dresden, M agdeburg, Ham burg und Lübeck sow ied ie U m ladeverkehre nach dem M ittellandkanal,Rhein, O der und östlichen W asserstraßen w eiter ausbauen.Aufschwung der ungarischen ErdölerzeugungD ie ungarische Erdöiproduktion verzeichneteinen starken Aufschwung. N achdem Versuchsbohverdoppelt,w ovon 10000 ha für die Bestellungmit weißen Bohnen vorgesehen sind. Eine besonderePflege w ird der Sojaanbau erfahren. InBelgrad wurde kürzlich eine Gesellschaft gegründet,die das für Winterkulturen ungeeigneteÜberschwemmungsgebiet der Matschwa (unweitBelgrad) in einen Sojagarten verwandeln will.Deutschland hat sich bereit erklärt, für den SojaanbauKunstdünger und Landmaschinen zur V erfügungzu stellen. Jeder Bauemhaushalt ist verpflichtet,mindestens soviel Hanf und Leinen anzubauen,daß er sich selbst versorgen kann. DieAnbaufläche für Hanf wird von 10000 auf 15000,für Leinen von 2000 auf 5000 ha vergrößert. Fürdie Bepflanzung mit Sonnenblumen sind 30000 hain Aussicht genommen. Dabei w ill man eine neueSorte „M anzia" ausprobieren, eine Ölfrucht, dieauch in bergigen Lagen erfolgreich angebautw erden kann und noch auf armen Böden guteErträge liefert. Die Obstkulturen werden nichtvergrößert, aber durch Düngung und Schädlingsbekämpfungbesser gepflegt. In allen Gemeindenerfolgt die Aufstellung von Arbeitseinheiten, zudenen alle Einwohner von 16 bis 55 Jahren gehören,die nicht genügend Land besitzen undnicht voll beschäftigt sind. Diese Einheiten arbeitenmit Zugvieh, das nicht v o ll ausgenützt ist.Hand in Hand mit den Maßnahmen der südosteuropäischenRegierungen zur Steigerung derErtragsfähigkeit und restlosen Ausnutzung derAnbauflächen gehen die Bestrebungen, durch denBau von Silos die Ernteverluste zu verringern.Geplante und im Bau befindliche Konserven- undMarmeladenfabriken sollen dafür sorgen, daßdie Erzeugnisse an O rt und Stelle verarbeitetwerden können, um Verluste durch Transportund Fäulnis zu vermeiden. Geschlossen wirddieser Ring durch den Ausbau der Kühlkette,nämlich von Kühlwagen, Kühlhäusern und Kühlschiffen,die die leicht verderblichen Lebensmittel vom Erzeugungsort dem in- und ausländischenVerbraucher zuführen.E m st Ruhe, B elgradrungen im Jahre 1937 in ■den ungarischen E rdölgebieteneine Ausbeute vo n 2200 t Rohöl erbrachten,stieg die Förderung Im Jahr 1938 auf 42 800 t undim Jahr 1939 auf 144 000 t. W ie nunmehr bekanntgegeben wird, erreichte die ungarische Erdölproduktionim Jahr 1941 550 000 t. Zu dem großen A u f­schwung der ungarischen Erdölerze.igung hat w e ­sentlich die Ü bertragung einer Konzession an diedeutsche W intershall-G ruppe beigetragen, die In v e ­stitionen zur Erschließung neuer Erdölgebiete v o rg e ­nommen hat.Continental Gummi-Werke AG, HannoverIn der Aufsichtsratsitzung der C ontinental Gummi-W e rk e A G , H annover, w urde beschlossen, die o H Vauf den 29. A p ril 1942 nach H annover einzuberufen.D ie Bilanz w eist einen R eingew inn des G e­schäftsjahrs 1941 vo n 5.04 M ill. R M aus gegenüber6.02 M i ll. RM G esam tgew inn im V orja h re. Hieraussoll eine D ividende vo n w ieder 5'/4 v. H. ve rte iltw erden, von der 3 v. H. zur Auszahlung an dieA k tion äre gelangen, während die restlichen 2 V 4 v. H.dem Treuhandverm ögen der A ktion ä re zugew iesenwerden.Landbewirtschaftungsstelle OstlandErfassung von GroßbetriebenDie mit dem Sitz in Riga gegründete „Landbewirtschaftungsgesellschaft Ostland mbH” , ist,w ie das „Südostecho" mitteilt, durch Anordnungdes Reichskommissars für das Ostland als Generalverw alter für die öffentliche Landbewirtschaftungim Ostland eingesetzt und sorgt jetztdafür, daß auch in den Ostgebieten die Früh'jahrsbestellung klappt. Die Landbewirtschaftungsgesellschaftverw altet das gesamte staatliche,landwirtschaftliche Verm ögen der früherensowjetischen G ebiete treuhänderisch, beschränktsich vorerst auf die Bewirtschaftung der Großbetriebesow ie der Betriebe von Juden, Kommunistenund der herrenlos gewordenen Betriebe.Die Großbetriebe sollen von der Gesellschaft zuBeispielbetrieben umgestaltet werden und Trägerder Pflanzen- und Tierzucht sein.Bei den Großbetrieben dürfte sich das Ziel,Überschüsse zu erzielen am schnellsten erreichenlassen. Auch die zentrale Erfassung dieserÜberschüsse geht leichter und schneller als beivielen kleineren Betrieben. Die von der LandbewirtschaftungsstelleOstland betreuten herrenlosenund meist bäuerlichen Betriebe werdengeeigneten einheimischen Landwirten zur Nutznießungübergeben. Die Gesellschaft betreutauch das von den baltischen Umsiedlern zurückgelassenelandwirtschaftliche Verm ögen, übernimmtdie Maschinentraktarenstationen der Sowjets und bringt sie zum Einsatz.Um ihre Aufgaben erfüllen zu können, errichtetdie Landbewirtschaftungsgesellschaft je ­w eils am Sitz eines Generalkommissars eineZweigstelle. Die Zw eigstellen wiederum richtenfür das Gebiet eines Gebietskommissars Oberverwaltungenein, die sich neben den leitendendeutschen Kräften hauptsächlich auf einheimischeM itarbeiter stützen werden. Vom 1. Juliab soll bei den von der Landbewirtschaftungsgesellschaftbewirtschafteten Betrieben eineBuchführung nach dem Reichsnährstandsmustereingerichtet werden.Besondere Aufgaben der LandwirtschaftG elegentlich eines Vortrages über die speziellenAufgaben der Landwirtschaft im DistriktLublin, wies Abteilungsleiter Dr. Claus auf diefür das ganze Generalgouvernement gültigenFragen der Tierzucht hin, deren Ziel zahlenmäßigweniger, dafür aber leistungsfähigeresV ieh sei. Die Voraussetzung dazu ist w ie überallim Generalgouvernem ent auch in Lublin dieSchaffung einer gesunden Futtergrundlage. Alseine Sonderaufgabe für die Landwirtschaft imDistrikt Lublin bezeichnete es Dr. Claus, daßLublin in erster Linie Saatgutdistrikt werdenmüsse, d. h. daß er in die Lage versetzt werdansoll, Saatgut für das gesamte Generalgouvernementwenn notwendig aber auch für die w eiterenOstgebiete zu liefern.WirtschaHsschriHtumFührer durch die Einkommensteuer>’< Zum ersten M a le g ilt das deutsche Einkommen-,steuerrecht ln diesem Jahre nicht nur im Altreich,sondern auch in den dem Reich ein gegliederten G e­bieten, w obei für ein zelne G ebiete allerdings besondereV ergünstigungen gelten. D ie „ C o m m e r z b a n k ''hat aus diesem Anlaß einen „Führer durch die Einkomm ensteuer" für ihre Geschäftsfreunde herausgegeben,indem auch die neue Durchführungsverordnungund die Einkom m ensteuer-Richtlinien für 1941berücksichtigt w orden sind.Amtliche DevisenkurseBekanntgegeben von der EmissionsbankA m tlich e N otieru n g in Z lo ty vom 1. A p ril 1942•Geldkurs BriefkursA rgentinien 1 Papier-Peso 1,176 1,184Belgien 100 Beigas 79,92 80,08Brasilien 1 M ilreis 0,260 0,264Bulgarien 100 Lewa 6,094 6,106Dänemark 100 Kronen 104,30 104,50Finnland 100 Finnmark 10,120 10,140Griechenland 100 Drachmen 3,336 3,344H olland 100 Gulden 265,40 265,40Italien 100 Lire 26,28 26,32Japan 1 Yen _Kroatien100 kroatischebin are 9,990 10,010N orw egen 100 Kronen 113,52 113,76Portugal 100 EscudoRumänien 100 Lei20,28_20,32Schweden 100 Kronen ns.ru 119,16Schweiz 100 Franken 115,78 116,02Serbien100 serbischeDinare 9,990 10,010Slow akei 100 Kronen 17,182 17,218Spanien 100 Pesetas j 47,12 47,20Türkei 1 türk. Pfund j 3,956 | 3,964Ungarn 100 Pengö 1 — 1 —Für den VerrechnungsverkehrEngland Ä gyptenSüdafr Union 19,78 19,82Frankreich 9,990 10,010Australien, Neuseeland 15,824 15 858Brlt Indien 148 36 , 148,64Kanada 4,1.96 4,204Verein. Staaten v A m e r ik a / 4,996 i * S. 0041ERSTES DEUTSCHES GESCHÄFTFÜR FLEISCH- und WURSTWARENFRANZ LEWAND0WSK1FLEISCHERMEISTERWARSCHAU, WIDOKSTR. 1FERNSPRECHER M 46P, PRIVAT 82675ABT.: FLEISCHKONSERVENFABRIKLITZM ANNSTRASSE 75, FERNRUF 52348rillen v e re h rte nK u n d e n u n d B e k a n n t e nw ü n sc h en wir. einfroh es u n d g e s u n d e sö s l e r f e s lFranz HewandowskiFletschermeislerand FraaH A N D E L S H A U SB. N E U F E L DBüro: Warschau C 1, Blumenstr. 7, Postschliessfach 456F e r n s p r e c h e r 3 7 9 58. 2 7 9 9 2 , 3 0 0 01, 5 0 6 6 8 , 1 18 7 57Empfiehlt in grösser Auswahl vom LagerChemikalien - Farben - Farbstoffefür Handel und IndustrieAUFTRÄGE WERDEN PROMPT AUSGEFÜHRTBüro und Magazin geöffnet von 8.30 bl s 16 UhrWERKZEUGMASCHINENWERKZEUGEifür die Schwer-, Metaii- und HolzindustrieI»FRUCTOSA«•■wG . m b . H. Gründungsjahr 1923Zw.ighau, s., Fn.. ERHST KRAUSE & Co., Wien-BerlinM a r m e l a d e ♦ K o n s e r v e nW A R S C H A U , M A R S C H A L L S T R A S S E 17 / S a m m e lr u f 7 5 7 2 0Seife f2 I Nr. 80Ostern 1942


Mm scfcwss’zer m wc-^er KokteFrankreich baut seine Energiewirtschaft aus* Die französische Kohlenversorgung weistnach dem W affenstillstand große Lücken auf,w eil der früher übliche Kohlenimport., der etwaein Drittel des französischen Bedarfs deckte, ausgefallenist. Aus diesem Grunde mußten in dergesamten Industrie erhebliche Einsparungen vorgenommenwerden. Die Leistungsfähigkeit dereinzelnen W erk e hat oft unter der mangelndenKohlenzufuhr gelitten. Um so größer ist daherdas Bestreben der französischen Regierung, dienatürlichen Energiequellen des Landes, die ingroßer V ielfältigkeit zur Verfügung stehen, auszubauen,nämlich die W asserkräfte in Südfrankreich.Auch während des Krieges geht der Ausbauder W asserkräfte weiter, man hat sogar behauptet,daß gerade auf Grund der Kriegsschw ierigkeitendie Nutzbarmachung der W asserkräftein Frankreich vorangetrieben w erden muß.D ie A lp e n liefern StromDer Stromverbrauch hat sich in den letztenJahren vor dem K riege in Frankreich stark erhöhtund b elief sich 1938 auf rund 19 Mrd. Kwh.Die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Kraftwerke soll aber derart gesteigert werden, daßeine etwa 50°/oige Erhöhung des Kraftstroms erreichtwird. Der Ausbau der französischenW asserkräfte stützt sich vor allem auf die G e­birgszüge der Alpen, der Pyrenäen, des Zentralmisssivsund des Juda, die über großen W asserreichtumverfügen und sich gegenseitig glücklichergänzen. W ährend nämlich im Zentralmassivund im Jura im Herbst reiche Niederschlägefür ein Ansteigen der Flüsse unddamit für neue Auffüllung der W asserreservoirsder angeschlossenen Kraftwerke sorgen, ist diegrößte W assermenge in den Alpen und P yrenäenbei der Schneeschmelze im Frühling bis inden Sommer hinein zu erwarten. Ein großes Ausbauprogrammder französischen Elektrizitätwurde im Jahre 1938 aufgestellt und verteiltedie neu zu erschließenden W asserkräfte in diesenvier Gebirgszügen folgendermaßen: 35°/o des zusätzlichzu gewinnenden Stromes sollen aus demZantralmassiv, 31°/o aus den Alpen, 22°/o aus denPyrenäen und 12^/o aus dem Jura gewonnenwerden.D ie größte T alsperre Europas •Zahlreiche W asserkraftwerke befinden sich indiesen Gebirgszügen bereits im Ausbau. Dergrößte Talsperrenbau nicht nur Frankreichs, sondernganz Europas, wird die Wasserkraftzentralevon Genissiat an der Rhone unweit der SchweizerGrenze. Sie soll nach ihrer in kurzem zu erwartendenFertigstellung eine Leistungsfähigkeitvon 1700 Mill. Kwh jährlich erreichen, so daß siefast 10°/o des französischen Stromverbrauchs vordem K riege liefern würde. Das Kraftwerk beiA ig le macht sich die Fluten der durch ein Felsenmassivsich hindurchdrängenden Dordognezunutze und wird eine Kapazität von 400 bis 450Mill. Kwh jährlich errercfaeirr w ä'iueiid das-K raft-..w erk von Cere jährlich rund 220 M ill. K w h aufweisenwird. Außerdem befindet sich in den P y ­renäen die Nutzbarmachung des über 1400 mhohen W asserfalls von Portilion noch im Ausbau.Hier wird ein großes zusammenhängendesGletschergebiet für die Stromerzeugung nutzbargemacht, und dieses Projekt, das noch im Jahre1942 fertiggestellt werden soll, ist eines der technischinteressantesten der Wasserbautechnik.Hand in Hand mit dem Ausbau der neuenWasserkraftwerke liegt der Ausbau der Hochspannungsleitungen.-Das N etz für 220000 Volt,das vor allem im Norden und in der M itte desLandes Bedeutung hat, ist bereits seit 1938 v e r­doppelt worden und stellt heute eines der dichtestender W elt dar.Elektrifizierungsprogram m der EisenbahnBesondere Bedeutung bei dem Ausbau derfranzösischen Energiewirtschaft kommt denEisenbahnen zu, deren Elektrifizierung bereitsw eit fortgeschritten ist und die auch heute unterden schwersten Kriegsbedingungen laufend w e i­ter betrieben wird. Die großen französischenEisenbahngesellschaften haben Selbst Kraftzentralenerrichtet und zahlreiche W asserfälle ausgenutzt,um den Betrieb der Eisenbahn von Kohleauf elektrischen Strom umstellen zu können.W enn das augenblicklich im Bau befindlicheEiektrizifierungsprogramm der Eisenbahn durchgeführtsein wird, w ird eine jährliche Einsparungvon rund 2,5 M ill. t K ohle m öglich sein,eine Entlastung, die sich für die französischeKohlenbilanz außerordentlich günstig auswirkt.Bisher gibt es in Frankreich rund 3400 km ausgebauteelektrische Eisenbahnen, w ovon rund1000 km auf die zahlreichen Pariser Vorortbahnenentfallen. Die restlichen 2400 km verteilensich auf fünf Strecken, w ovon drei als großeEisenbahnlinien gelten dürfen. Die längste zusammenhängendeStrecke ist die 968 km langeBahn von Paris nach Irun in Spanien, die überOrleans, Tours, Poitiers, Angoulem e, Bordeauxund Dax führt. Die zw eite elektrische Verbindungbesteht zwischen Paris und Toulouse, vondieser Strecke ist allerdings erst der W e g vonParis bis Brive in Betrieb, es fehlen noch 163 kmvon Brive bis Montauban, einer Stadt, die ihrerseitsbereits mit Toulouse elektrisch verbundenist. Die dritte elektrische Eisenbahn verbindetdie Atlantikküste mit dem M ittelm eer und führtvon Dax an der spanischen Grenze entlang derPyrenäen über Pau, Toulouse und Carcasson nachSete. Sie ist 521 km lang und soll noch um77 km bis N im es verlängert werden. Neben diesendrei großen Linien bestehen noch eine elektrischeBahnverbindung von Paris nach Le Mans(211 km) und von Sete nach Port-Bou (191 km).Das wichtigste Elektrifizierungsprojekt, an demaugenblicklich gebaut wird, ist die 512 km langeStrecke von Paris nach Lyon, die besonders v e r­kehrsreich ist und die später bis nach M arseiileund Ventim ille verlängert werden soll.A u sb a u schon im K riege begonnenDas gesamte großzügige Programm des Ausbauesder französischen Elektrizitätswirtschaft,das sich in wesentlichen Punkten bereits in derOstern 1942Ausführung befind *, und das dem 'wachsendenStrombedarf der französischen Industrie, derLandwirtschaft und des Haushalts gerecht w erdensoll, bat naturgemäß auch eine straffe finanzielleOrganisation zur Voraussetzung, denn dieZusammenarbeit ist gerade in der Elektrizitätswirtschaftzur Erreichung der gesteckten Zieleunbedingt erforderlich. Deshalb stehen die großenfranzösischen Elektrizitätsgesellschaften fastausnahmslos unter der Kontrolle des Staates undsind in großen Gemeinschaftsunternehmungen,w ie dem „Groupement de l'Blectricite" verbunden.Durch diesen großen Elektrizitätskonzernwird auch die Finanzierung der Riesenunternahmungenleichter und der Staat unterstützt mitgroßzügigen Krediten die Verwirklichung derPläne. Darüber hinaus bereitet die französischeRegierung auch eine Neuordnung der sich auf dieStromerzeugung und -Verteilung beziehendenGesetzgebung vor, die eine starke Zentralisationder Verwaltung und einen maßgeblichen Einflußdes Staates auf diesem wichtigen W irtschaftszweig qesetzlich verankern dürfte.MB. H., ParisRumänische Bauern auf NachtschichtDie Frühjahrsbestellung im Sttdosten nufjf alle Möglichkeiten - Teilweiser Übergang za anderen Acksrptlauien* Bis zum Beginn der Frühjahrsbestellung inden südosteuropäischen Ländern ist nur nocheine kurze Spanne Zeit. Die Herbstsaaten, dieinfolge des im V orjah r sehr früh einsetzendenFrostes teilw eise nicht in dem geplanten Umfangdurchgeführt werden konnten, haben nach übereinstimmendenBerichten der Donauländer trotzdes auch für den Balkan sehr harten W inters gutüberwintert. A usfälle wurden nur vereinzelt gemeldet.Sie sind dadurch entstanden, daß dieStürme den Schnee von den Feldern w egw ehtenoder in so hohen Dünen zusammentrieben,daß die Saaten erfroren oder erstickten.Die Länder Südosteuropas w ollen sich in diesemJahre mit allen zur Verfügung stehendenKräften und M itteln für die europäische Ernährungsschlachteinsetzen. Davon zeugen umfassendeAnbaupläne, die überall aufgestellt undteilw eise mit M illiardenbeträgen ausgestattetwurden. Im Rundfunk und in den Zeitungen habendie Ministerpräsidenten einen A ppell 'an dieBevölkerung gerichtet, in diesem Jahre keinFleckchen Erde unbebaut zu lassen. Jedes brachliegendeStück, alles Ödland, jede Grünflächein den Städten und an ihrer Peripherie soll bebautwerden, um die Bevölkerung aus den Erträgender eigenen Scholle zu ernähren unddarüber hinaus einen Beitrag für die ErnährungssicherungKontinentaleuropas zu leisten.In Bulgarien, das von den Ländern desSüdostens die höchsten Hektarerträge hat, setzteder M inisterrat einen Generalkommissar für dieFrühjahrsbestellung ein. Vorgesehen ist, dieBaumwollanbaufläche, die vor zehn Jahren nur3000 ha befrag, im laufenden Jahr auf 70 000 hazu erweitern. Ferner w ird die Anbaufläche fürZuckerrüben von ‘ 10 000 auf 28 000 ha vergrö ­ßert. Dadurch w ird Bulgarien in die Lage v e r­setzt, seinen Zuckerbedarf selbst zu decken.Auch die bulgarische Kartoffelanbaufläche, dieim Vorjahr nur 2500 ha umfaßte, wird in diesemJahre beträchtlich vergrößert: hierfür ist ein T eilder im Herbst unbestellt gebliebenen G etreideanbauflächenvorgesehen. Ein vom M inisterratgenehmigter Plan für den Sommergetreideanbaulegt die Anbauflächen für die einzelnen V erw a l­tungsbezirke fest. Jeder Betrieb ist verpflichtet,eine bestimmte M enge Getreide anzubauen. DiePreise für W eizen, Roggen, Gerste, Hafer undM ais dürfen bis zum 1. August nicht erhöht w erden.Für den Anbau von Sojabohnen sind insgesamt70000 ha vorgesehen. Um den Bedarfder Textilw irtschaft zu decken, ist eine w eitereAusdehnung der Hanfanbaufläche, die im 'v o ri-Dombrowa verdoppelt Leistung16 Bergwerksunternehmungen - Soziale MaSlnahaien* W ährend der vergangenen Monate hat dieFrage der Klärung der Besitzverhältnisse innerhalbder oberschlesischen Montanindustrie aufden verschiedensten Sektoren ihre Durchführungerfahren. Insbesondere konnte dieses für die notwendigeRationalisierung und Leistungssteigerungw ichtige Problem auch im DombrowaerRevier weitgehend gelöst werden.Das Dombrowaer R evier stellt ein Randgebietdes zentralen oberschlesischen Raumes dar understreckt sich in einer Ausdehnung von 440 qkmbis an die Grenzen des Generalgouvernements.Die Kohlenvorräte Dombrowas werdenbis zu einer Teufe v o n 1000 m auf etwa 2>U M illiardenTonnen geschätzt. Der Raum gehörte vor» W , . W n lt V r in ^ -ni R i^ is r -h .P r flo n ■u nd bat, inUnternehmen im GGKontinentale Gesellschaft für Handelund Industrie A G* Am 25. April soll die siebente ordentlicheHauptversammlung der „Kontinentalen Gesellschaftfür Handel und Industrie A G " (TowarzystwoKontynentalne dla Handln i Przemyslu SA)in Krakau neben der Erledigung der Regularienüber die Eintragung der Firma in das DeutscheHandelsregister und die damit zusammenhängendeAnpassung der Satzung der Gesellschaftan das deutsche Aktiengesetz Beschluß fassen.Bleistiftfabrik L. u. C. Hardtmuth-Lechistan A G* Die im Jahre 1930 gegründete „BleistiftfabrikL. u. C. Hardtmuth-Lechistan A G Krakau"hat durch Beschluß der HauDtversammlung vom31. Januar ihre Satzung dem Deutschen A ktien ­gesetz angepaßt. Außerdem wurde die Gesellschaft,die bisher im Handelsregister des Bezirksgerichteszu Krakau geführt wurde, in dasdeutsche Handelsregister übernommen. Gegenstanddes Unternehmens ist Erzeugung und V erkaufvon Graphit-, Kopier- und Farbstiften allerArt, Kreiden, Federhaltern und dergleichenSchreibutensilien und anderen Erzeugnissenaus Galalith und anderen Kunststoffen. DasGrundkapital beträgt 270 000 Zloty. Der Vorstandbesteht aus Ingenieur Heinrich Czech in Budweis,Direktor Gustav Czerny und Marian Duszynski,beide in Krakau.„Dendra" GmbH, Fabrik für Holzerzeugnisse* M it einem Gründungskapital von 120 000Zloty wurde in Lemberg die „Dendra GmbH,seinen bergbaulichen Anlagen im Laufe der vergangenen20 Jahre unter der polnischen H errschafteine unglaubliche Verwahrlosung erfahren,da er ein Tummelplatz des jüdischpolnischeninternationalen Kapital war.Die seit Herbst 1939 eingesetzte kommissarischedeutsche Verw altung der Bergbauunternehmendes Dombrowaer Gebietes verm ochte ungeachtetaller Schwierigkeiten technischer A rtbereits eine Förderstaigerung um rund 100 v. H.gegenüber der Produktion zur polnischen Ä razu erzielen. Diese Fördersteigerung wurde vorallem durch eine entsprechende Hebung destechnischen Standes der A nlagen und durch betriebsorganisatorische' Maßnahmen über undunter Tage sow ie den W egfa ll der Feierschichtenzu W e g e gebracht. Allerdin gs haben die kriegsbedingtenZustände die Durchführung großzügigerRationalisierungsmaßnahmen, w ie beispielsweiseden notwendigen Bau von A u fbereitungsanlagenund W äschen sow ie die M echanisierungdes Untertagebetriebes nicht zugelassen.Diese umfassende Rationalisierung stehtalso noch aus, und sie wird nach ihrer Durchführungzw eifellos eine w eitere sehr beachtlicheSteigerung der Förderleistung ergeben.Entsprechend der technischen Zuständen desReviers w ird auch die soziale Lage noch keineswegsden deutschen Anforderungen gerecht.In den Dombrowagruben sind durchweg polnischeK räfte angesetzt. Trotzdem hat bereitsdie deutsche Verw altung die Instandsetzungder menschenunwürdigen Wohnungen, den Ausbauder W erk- und Teeküchen und vor allemeine Instandsetzung der w enigen vorhandenenBadehäuser vorgenommen, Ein großer T eil derSchachtanlagen verfügt allerdings über gar keineBadehäuser — eine Folge der polnischen W irtschaftsführung,so daß die polnischen Bergmännernoch heute schwarz, w ie sie aus dem Berg! kommen, nach Hause gehen. Neuerdings ist auch■die Lösung des Trinkwasserproblems eingeleitet! worden, und zwar derart, daß auf VeranlassungI der zuständigen Stellen die Versorgung des Gejbietes mit gesundheitlich einwandfreiem Trink-^ w g ^ r d u r c h geführt w ir4Seit dem Einmarsch Ei:der deutscnen^mippehatten die Dombrowagruben der Verwaltungdurch die Haupttreuhandstelle Ost unterstanden.Die Besitzverhältnisse waren infolge internationalerKapitalverflechtungen besondersschwierig gelagert, denn nicht nur jüdisch-polnisches,sondern auch französisches und w eiterbelgisches Kapital hatte neben italienischen Beteiligungenin Dombrowa Fuß gefaßt. Das französischeKapital insbesondere war in den Grabender Sosnowitzer Bergwerks- undHütten AG sow ie in der Warschauer Gesellschaftfür Kohlen und Hüttenbetriebeinvestiert. Die insgesamt 16 Bergwerksunternehmendes Dombrowaer Reviers konntenseit dam 1. Januar 1942 zum größten T eil ausder kommissarischen Verw altung gelöst werden,und zwar hat, w ie 'sein erzeit gemeldet, diePreußische Bergwerks- und Hütten AGzw ö lf A nlagen übernommen. Damit sind die Besitzverhältnissedes Reviers bis auf die Saturngrubein Czeladz, die G’rodziecgrubeund die Czeladzgrube sow ie die ErzgrubeBoleslaus endgültig geklärt. Diese Regelungwird gewiß die Leistung des Reviers und seinetechnische Modernisierung günstig beeinflussen.Das R evier fördert überwiegend Gasflammkohle,die leicht zur Selbstentzündung neigt undinfolgedessen nur in begrenztem Ausmaße gehaldetwerden kann.Fabrik für H olzerzeugnisse" gegründet. Gegenstanddes Unternehmens ist die Erzeugung vonBedarfsartikeln für Schuster und Schuhmacher,insbesondere aus Holz, Erzeugung von Kistenund Holzartikeln und Verkauf derselben imgroßen und kleinen. Die Firma „Dendra Fabrikfür Schuster-Holznägel" wurde am gleichenTage im Handelsregister gelöscht,Fabryka Zyrandoli Elektrycznych A. Marclnlak A G* Eine für den 20. A p ril nach Warschau einberufeneHauptversammlung der Aktiengesellschaft„Fabryka Zyrandoli Elektrycznych A. Marciniak"soll u. a. über eine beabsichtigte Kapitalerhöhungvon 200 000 Z loty durch Überweisungvon Reservekapital Beschluß fassen.Chemiczno-Farmaceutyczne Zaklady PrzemysfoweFr. Karpinski SA* Die W arschauer Aktiengesellschaft „Chemiczno-FarmaceutyczneZaklady Przem ysloweFr. Karpinski SA " beruft für den 23. April nachWarschau ibfre 33. ordentliche Hauptversammlungein, auf der u. a. der Verw altung die Ermächtigungzur . Anleihenaufnahme einschließlichHypothekenanleihen erteilt werden soll.Towarzystwo Akcyjne Quebracho SA Warschau4s Eine für den 15. M ai nach Warschau einberufeneordentliche Hauptversammlung derAktionäre der „Tow arzystw o A k cyjn e QuebrachoS A " Warschau, soll neben der Genehmigungder Bilanz über eine Namensänderung Beschlußfassen, der zukünftig deutsch lauten wird: „GerbstoffabrikQuebracho, Aktiengesellschaft" undin polnischer Sprache „Fabryka Ekstraktöw GarbarskichQuebracho Spolka A kcyjn a".gen Jahre 30 800 ha betrug, beabsichtigt. Auchder Reisanbau, der fast ausschließlich in Ostthrazienerfolgt, wird ausgedehnt. W eiter sindzahlreiche Maßnahmen zur Förderung der V iehzuchtvorgesehen, um die Fleisch- und Fettversorgungzu erhöhen. Um dieses großzügige Programmdurchzuführen, hat Bulgarien einen großenBedarf an landwirtschaftlichen Maschinen:es werden z. B. 600 000 Pflüge, 230 000 Mäh- undDreschmaschinen und 300Ö Garbenbinder gebraucht,Die Landwirtschafts- und Genossenschaftsbankwurde beauftragt, 15 000 t Handelsdüngeraus Deutschland einzuführen: ferner sindHandelsdüngerlieferungen aus Ungarn und einigenanderen Ländern vorgesehen.M e h r Reisanbau in GriechenlandIn Griechenland Ist nach den Mitteilungendes Landwirtschaftsministers der Getreideanbauzufriedenstellend. Die Anbauflächen konnten gegenüberdem Vorjahr vergrößert werden. DerSaatenstand ist zur Zeit als außerordentlich günstigzu bezeichnen. Bei den Bestellungsarbeitenwurden die griechischen Bauern weitgehend vonden deutschen Stellen unterstützt. Nach dem Beispielanderer Südostländer wird die Anbauflächefür Reis erweitert, dessen Erzeugung in denletzten Jahren bereits mehr als 4500 t betrug.Auch die Kartoffelanbaufläche wird ausgedehnt.O livenöl, Feigen, Weintrauben, Korinthen, W einund Tabak, deren Absatz in Europa gesichert ist,sollen noch mehr als bisher erzeugt werden.10 000 ha neues A ckerlan d in KroatienKroatien hat für-den Aufbau seiner Landwirtschafteinen Fünf jahresplan in Vorbereitung.Das Ministerium setzte eine Kommission ein,die die Einzelheiten des neuen Planes ausarbeitenwird. Durch Flurbereinigungen, Bodenverbesserungen,Schaffung neuer Bauernstellen, Innenkolonisation,Ent- und Bewässerung soll die Anbauflächevergrößert und der Boden intensivausgenutzt werden. W o die Gemeindeweiden imVerhältnis zum Viehstand der Gemeinden unverhältnismäßiggroße Flächen einnehmen — namentlichin Slawonien und Syrmien — soll einT eil dieser W eiden umgepflügt und mit Nutzpflanzenbebaut werden. W elche Anbauflächenim Unabhängigen Staat Kroatien noch erschlossenwerden können, spiegelt sich darin wider,daß nach den neuesten Berechnungen alleinSavebeiAgram, die jetzt w ieder aufgenommen wurden, bifEnde d. J. 10 000 ha fruchtbares Ackerland gdwonnen werden. Um den Anbau ölhaltiger Pflanzenzu fördern, hat. das Landwirtschaftsministerium70 W aggons Sojabohnen für die Frühjahrsaatbereitgestellt.R um änien m obilisiert das LandvolkDas rumänische Anbauprogramm sieht fürdieses Jahr eine Vergrößerung der Sommerweizen-und Sommergerstenfläche vor. W eitersoll der Hafer-, Hirse-, Hopfen-, Reis-, KartoffelundHülsenfrachtanbau gesteigert werden. Aucheine Vergrößerung der ö l- und Faserpflanzenanbauflächeund eine Steigerung der Gemüseerzeugungsind vorgesehen. In jedem Gebiet sollennur die Pflanzen angebaut werden, die denhöchsten Ertrag erbringen. Die Regierung fordertdaher von den Bergbauern die Aufgabe desMaisanbaues, da dieser in den feuchten höherenLagen nicht gut gedeiht. Das Landwirtschaftsministeriumhat umfangreiche Vorbereitungen zurSicherung der notwendigen Aussaat getroffen.Marschall Antonescu stellte hierfür Äeben einemDarlehen von 800 M ill. Lei einen Kredit von300 M ill. Lei zur Verfügung. Die rumänischenLandwirtschaftskammern haben für alle Bauernhöfemit mehr 25 ha Anbaupiäne ausgearbeitet,die den zweckmäßigsten Anbau und den bestenEinsatz der Arbeitskräfte und Landmaschinenverbürgen. Die Firmen, die sich mit dem Bauvon Landmaschinen beschäftigen, wurden aufgefordert,rechtzeitig Maßnahmen zur Versorgungder Landwirtschaft mit Maschinenersatzteilenzu treffen, damit jede Verzögerung imtechnischen Betrieb verm ieden wird. Um dieFrühjahrsbestellung zu sichern, haben die M ilitärbehördenverfügt, daß auch in diesem JahreBauern und Landwirte vom Militärdienst beurlaubtwerden. In Bessarabien wurde die gesamteBevölkerung von 12 bis 70 Jahren zurDurchführung der Frühjahrsarbeiten mobilisiert.Das Landwirtschaftsministerium hat eine A n w eisungerlassen, w egen der Kürze der für dieFrühjahrsbestellung zur Verfügung stehendenZeit soviel Bedienungspefsonal für Traktoreneinzustelien, daß die Arbeiten auf den Feldernauch während der Nacht fortgesetzt werden können.Zur Versorgung der Textilindustrie wird derAnbau von Faserpflanzen verstärkt. Die Anbauflächefür Hanf, die im Vorjahre 50000 ha betrug,w ird in diesem Jahre vervierfacht. Auchfür den Baumwoll- und Leinanbau sind erheblicheAusweitungen vorgesehen. Die Anbauflächevon Tabak» w ird auf 35000 gegen 20 000 ha imV orjah re ausgedehnt. Dadurch erhalten insgesamtetwa 80 000 Bauernwirtschaften einen zusätzlichenVerdienst. Zur Durchführung dieserriän e wurden vom Landwirtsohaftsministeriumbereits 1.6 M ill. kg Hanfsaat und 450 000 kgBaumwollsamen versandt, w eiter 1219 W aggonGerste, 543 W aggon Hafer und 75 W aggonFrühjahrsweizen. Aus Bulgarien wurden 1200 kgMohrrüben- und fünf W aggon Steckzwiebelsamenbezogen,Durch die Rückgliederung der wiedergewonnenenG ebiete hat sich die Bodenfläche U n -N r. 80 / Seile U


Besuchen Sie dasR estauran t undFrühstücksstube»Bachus «Lemberg, Theaterplatz 4Ruf 23471gegenüber der O perV)a heften m t u n s?EnnniininniinHiiinniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiHiiiniHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiinniiiiiiiiIn derDeutschen Gaststätte„Johann Rudek“Lem berg — K o p e r n ik u s s t r a s s e 3F r ü h e r „ S z k o w r o n “'F ern sp rech er 219 48.H O T E LFERNRUF 21551FLIESSENDES WASSERZ E N T R A L H EIZU NGZ I MM E RTE LEFONTäglich U nOPERNHAUS LEMBERGNur für Deutsche!Gastspiel L1L DAGOVERmit EnsembleSonnabend, den 4„ Sonntag, den 5.und Montag, den 6. AprilMARIEE IC H K IM P E REheepisode in 3 Akten von H. K. IsernhagenBEGINN: 19.30 UHRPreise: 2—8 ZI. Wehrmacht, ff und Polizei 50*.0Ermäßigung,Vorverkauf an den Theaterkassen von 11— 19 Uhr.Fernruf: 214 12Rheinland-KlauseD eu tsch e G aststätteLeitung Theod or B ertenTreffpunkt • der R heinländerL e m b e rg , P o lizeis tra ß e 4BRISTOLLEMBERGOpernstraße 21FERNRUF 22767DEUTSCHEBÜCHEREILEMBERGHALITSCH-PLATZ 10Ausleihiaittn:Dienstag,MittwochDonnerstag u. Freitagvon 14— 19 UhrBücher und Zeitschriften inDiereicher Auswahl.£eut&etgeeZeitung,kostet im MonatsabonnementRM 2,40 oder ZI. 4,80zuzüglich BestellgeldGASTSTÄTTEFERNRUF 22805KALTE UND W A R M E SPEISENGEPFLEGTES BIERG U T E K Ü C H Ebis 22^ UfrrDEUTSCHE LICHTSPIELTHEATERIN LEMBERGWir zeigen im OSTER-SPIELPLAN bis Donnerstag, 9. AprilOPERN-STRASSE 5 S I N O TELEFON:22869DER SCHEINHEILIGE FLORIANEin Volksfilm der BAVARIA-FilmkunstmitJOE STÖCKEL /// ERNA FENTSCH /// HANS FITZJOSEPH E1CHHEIM /// ELSE AULINGER /// BEPPO BREMMARIEN­PLATZ 10Spielleitung: J O E STÖ CKELZENTRALWALL-STRASSE 1Der Grossfilm vom Kampf des -Nationalen Spanien:fA 7 / IA •Originalaufnahmen von den Stätten des spanischen Bürger-Krieges 1937/38 und seinem Höhepunkt im Kampf um Toledo.Ein Film dar DIFUSpielleitung: AU G USTIN O GENINAOPERN-STRASSE5 O L Y M PTELEFON:24946Ein Film der PANORAMA nach dem Schauspiel „Vroni Mareiter"DAS RECHT AUF LIEBEMAGDA SCHNEIDER /// VIKTOR STAALPAUL WEGENERANNELIESE UHLIGROLF WANKA ,// CLAUS DETLEF SIERCKSpielleitung: JOE S T Ö C K E L ' M u s ik : F R IT Z W E N N E ISIN ALLEN THEATERNDIE NEUESTE DEUTSCHE WOCHENSCHAUGLEICHMASSIGER BEGINN:Haben Sie Appetit auf ein gutes Glas Bier?Ausserdem speisen Sie gut imHOTEL „EUROPA”KAFFEE RESTAURANT HOFFMANNLemberg, Museumstraße 8-10F e r n s p r e c h e r 215 02L E M B E R QM ARIEN PLATZ 4FERNRU F 1 0 0 6 0Zentralheizun gFließendes W a sse rGute BedienungGrößte ReinlichkeitVEREINIGTE BETRIEBE:Fließendes WasserPrivatbäderZentralheizungSignalanlageLiftFERNRUF: 29580/87HOTEL GEORGEERSTES HAUS INL emberg................................................... .mimiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiHiii»iiiniiininiiiniiiiiniiiiiiimiiiiiiHiiiuimimiiniiiintiiiiiiiiHiuHmmnmni«iiiiiiuiiiniiiiiiiiiiHnniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiniiiiiiiiiHiinuiiiiniiimiinnimiiiiiiuiUMiinniunnHnmnmii111111»111111111111111!1111111111k a f f e e / r e s t a ü r a n t » i I T Y «LEMBERG, MARIENPLATZ 6, Fernruf 275 41 # # J ^ | d O »Täglich M ittags- und NachmittagskonzertFrühstück ab 6 Uhr — Mittagstisch a b 12 UhrSeile 14 / Nr. 80


Vor neuer entscheidender EntwicklungV o n D r .Dietrich RedekerOstern ist der Geburtstag des deutschen Sports imG eneralgouvernem ent, und — w ie ein Blick auf nebenstehendenZeitplan bew eist — w ird dieser Tagmit einer Reibe größerer VeraastaRtm gen auch diesmalw ürdig begangen. Die O sterskiw ettkäm pfe 1940in Zakopane w aren das erste deutsche Sportereignisin diesem Lande. Die Eröffnung durch G en eralgou verneurDr.Frank verlieh dieser ohne Vorhemdenseinirgendeiner O rganisationsform buchstäblich aus demBoden gestam pften Veranstaltung eine erhöhte Bedeutung.Sie wurde schlechthin Ausgangspunktalle, nun folgenden Bemühungen, einen geregeltendeutschen Sportbetrieb zu schaffen, }a die Osterskiwettkämpfe blieben mit 300 aktiven Teilnehm ern nochlange Beispiel für andere W ettkäm pfe.W ir nahmen einen alten Zeitungsbaad heraus undschlugen den Sportteil der Osternummer 1941 auf.Der Veranstaltungsplan w eist nicht nur auf die z w e i­ten O sterskiw ettkäm pfe hin, sondern außerdem nochauf 25 Fußballspiele, davon die m eisten Punktspielezur Meisterschaft, ferner auf H andballspiele und Tischtennismeisterschaften.Diese w en igen Daten genügen,um die steile A ufw ärtsentw icklu ng im ersten Sportjahrzu erkennen. In allen v ie r dam aligen Distriktenherrschte zu Ostern Hochbetrieb. V erglich en m it deutschenSportbereichen und unter Berücksichtigung derrelativ geringen Zahl von Deutschen bei uns, dürftenOstern 1941 nirgendw o im Reich die Sportler aktivergew esen sein!T’ ^ dennoch w ar erst ein ganz w in ziges Stück desV. ege» zurückgelegt worden, den v o r etw a einem Jahrder Generalgouverneur mit neuer A ufgabenstellunggew iesen hat: ,,Jeder Deutsche im G en eralgou vern e­ment ein Sportler". M it dieser Forderung wurde derdeutsche Sport im GG aus der bisher allzu privatenund individuellen Sphäre herausgerissen und erlebtenun unter der Führung der Partei ein Wachsen indie Breite, das dennoch — zur Überraschung manchesPessimisten — zu keinem Rückgang der Spitzenleistungenführte. Stabsleiter Stahl, der dam aligeLeiter des Hauptarbeitsgebietes K örp erlich e Ertüchtigungim N SD A P-A rbeitsbereich schrieb Ostern 1941an dieser Stelle: „D ie körperliche Ertüchtigung durchdenSport is t . eine der w ichtigsten Grundlagen derallgem einen Volkserziehung gew orden. D ie Z eit istvorüber, w o der Volksgenosse glaubte, über seinenK örper eig e n w illig verfü gen zu können". Nur schrankenloserund jeg lich e Gem einschaft leugnender Indi-; vidualismus kann verneinen; daß die menschlichenKräfte, die körperlichen und geistigen, nicht auchder Gemeinschaft,dem V o lk e gehören. Diese durchgeeign ete Leibesübungen zu erhalten und zu fördernmuß infolgedessen selbstverständliche Pflicht sein.M aßgebende Männer- unserer engeren Gem einschafthalien uns in dieser Einsicht so gute Beispiele g eg e­benV ielen Sportlern ist bekannt, daß der Generalgouverneurtrotz w ichtigster Staatsgeschäfte denSchwim m sport nicht vernachlässigt. Der N am e desGouverneursDr. W ächter-Lem berg erscheint in derErgebnisliste desAbfahrfslaufes auf der FIS-Streckein Zakopane,Gouverneur Dr. Fischer plazierte sichb ei manchem Reitturnier in W arschau an hevorragen-der Stelle und von Gouverneur Dr. W en d ler — umnur ein ige der Beispiele einmal herauszustellen —.___ __ i . n « 1 e r M n a l m h ß i nsehen ohne Ansehen des A lters und der Dienststellungaufgerufen sind, ist eigentlich der Prüfstein dafüroh es gelingt, ein V o lk in Leibesübungen auf derBasis der F reiw illigk eit, der idealen Form, schaffenoderob zumindest in K riegszeiten der Pflicht-Sport __ w ir haben auch darin im G en eralgou vernementschon Erfahrungen gesam m elt — in irgendeinerForm zu H ilfe genommen w erden muß.So ist also Ostern 1942, genau w ie Ostern 1940 und1941, ein entscheidender W endepunkt im Spertlebendes Generalgouvernem ents. Den letzten- Säumigen zuholen, nachdem die V orbereitungen dazu geschaffensind,ist die D evise der beginnenden Som m ersportzeit.G elin gt es, unsere A u fga b e zu einem beträchtlichenT e il zu erfüllen, dann ist nicht nur dem hierarbeitenden Deutschtum ein großerDienst geleistetw orden, sondern auch bewiesen, daß unser Ziel, sow e it gesteckt es ist, kein utopisches war.tite iste e sd ta # ok m IH eisU t m i M M e & tR a p id , D r e s d n e r S C u n d d e r „ C l u b " b e r e it s v o n d e r L is te g e s tric h e n — S c h a lk e 04w i e d e r im E n d k a m p f z u r D e u t s c h e n F u ß b a llm e is te r s c h a ftP «t. Berlin, 4. A p rilD ie Fußballfreunde haben sich bereits dam it ab-finden müssen, daß die diesjährigen Gruppenspieleum die deutsche Fußballm eisterschaft ohne so klang;v o lle N am en w ie Rapid W ien , Dresdner SC,1. FCN ürnberg und andere M eisterverein e ausgetragen w erden.Ja — vo n den 16 V ereinen, die bisher die „ V ik ­toria " erobern konnten, w erden höchstens v ie r w iederdabei sein, der fünffache M eister Schalke 04, Blau-1932 1. B ayern M ünchen 2. Eintracht Frankfurt1933 1. F o r t u n a Düsseldorf 2. Schalke 041934 1. Schalke 04 2. 1 . FC Nürnberg1935 1. Schalke 04 2. V fB Stuttgart1936 1. 1. FC. N ürnberg 2. Fortuna DüsseldorfWeiß Berlin (früher Union 92), sow ie die m öglichenNordm ark-und B ayem m eister HamburgerSV und Spielvg. Fürth. Die Spielzeit 1941/42 waralso für die M eister w irk lich ein sehr schlechtes Jahr.A b er man braucht nicht einm al auf die ganze 39jah-rige Geschichte des deutschen Fußballsportps zuruck-blicken, es genügt bereits eine Betrachtung der letztenzehn Jahre. Da gab es folgende Endergebnisse derdeutschen Fußballm eisterschaft:1937 1. Schalke 041938 1. H annover 961939 1. Schalke 041940 1. Schalke 041941 1. Rapid W ie n2. 1. FC Nürnberg2. Schalke 042. A dm ira W ie n2. Dresdner SC2. Schalke 043. 1. FC Nürnberg3. Eintracht Frankfurt3. S V W a ld h of3. P o lizei Chemnitz3. Schalke 043. V fB Stuttgart3. Fortuna Düsseldorf3. Dresdner SC3. Rapid W ien3. Dresdner SCu. Schalke 04u. 1860 Münchenu. V ik toria 89 Berlinu. V fL Benrath4. V orw . R. G leiw itz4. Ham burger S V4. Ham burger SV4. Ham burger SV4. S V W a ld h of4. V fL 99 Köln•In dieser T a b e lle fä llt v o r allem Schalkes bei-1spielloser Rekord auf: zehnm al hintereinanderunter den letzten V ie r ! Und die „K n appenw erdenes in diesem Jahre w ahrscheinlich schaffen, den großenRekord vo n Hertha-RSC einzustellen: sechsmalhintereinander im Endspiell V o n den 18 verschiedenenVereinsnam en, die in dem erwähnten zehnjährigenA bschnitt aus der G eschichte der deutschen Fußballmeisterschaft stehen, haben nur noch fünf Aussichten,d ie d iesjä h rige Vorschlußrunde zu erreichen. N ebenSchalke 04 ist «s der V fL 99 K öln als M eister vonK öln-Aachen, der S V W a ld h o f alssicherer M eistervo n Baden, der H am burger S V als w ahrscheinlicherM eister der N ordm ark und schließlich 1860 Münchenals m öglich er M eister vo n Bayern. Der 1. FC Nürnberg,Dresdner SC, Rapid W ie n und V fL Benrath habenzw a r auf dem Papier noch die Chance, M eister zuw erden, diese ist aber so gering, daß niemand mehrdam it ernsthaft rechnet. B ayern München, EintrachtFrankfurt, A dm ira W ien , V fB Stuttgart, H annover 96,Vorw ärts-Rasensport G leiw itz und OrdnungspoUzelChemnitz sind unwiderruflich ausgeschaltet, Fortunal / d a n n u n d w bim f a n e e a f y w v w M m e n t ?t. und 2. O sterfeiertagKrakau: O s t e r f u ß b a l l tu r n i e r: Sonntag, 14.30Uhr: L S V „B o e lc k e " — DTSG Krakau ISWi.16 Uhr: f f - und Polizei-SG W a rsch a u — 77 -u n nPolizei-SG Krakau. M on ta g: 14.30 Uhr: Unterlegene— U nterlegene, 16 U hr: S ie g e r — Sieger.Sämtliche S p iele: f f - und Polizeistadion. Gastspielder Vorführungsgruppe O berschlesien:M ontag: 15 Uhr, Staatstheater.Tarnow : Handball: G G -M eister Ostbahn-Sportgemeinschaft Krakau — L S V Beskiden KrosnoMcrntag, 14 Uhr, O A W -S portpla tz. •Radom: Fußball: Sonntag: Beuthen 09 — LSVRadom, 15 Uhr, Stadion. M eisterschaftsspieleM ontag, Stadion, 13.30 U hr: L S V Toni Radopi— . LSV W ola n ow , 15.10 U hr: LSV Cäsar Radom— L S V S iegfried Radom. Gastspiel derVorführungsgruppe O bersch lesien: Sonnabend,15 Uhr und Sonntag, 10 Uhr, K onzerthausRadom.W arschau: Fußball: M eisterschaftsspiele: Sonn-,tas15 Uhr, W ehrm achtstadion: Kom m andantur-SGW arschau II — H K P W arschau, 16.30Uhr: OSG Pruszkow — DTSG Siedlce. Tisch-tennisturnier, M ontag, in der Y M C A -H a lle .Lem berg: Fußball: Sonntag, Pogonstadion:14.30 Uhr: Post-Sportgem einschaft Lem berg —Oberfeldkom m andantur, 16 Uhr: W ehrm achtTarnopol — W ehrm acht „B a y ern " Lem berg.M ontag, Rudolf-B olek-Kam pfbahn:Ostbahn-SGLem berg — Luftnachrichten.Lublin: Fußball: Osterblitzturnier z w i­schen f f - und Polizei-Sportgem einschaft Lublinund drei Wehrmachtm annschaften. Drei Spiele,Beginn M ontag, 14 Uhr, P la g hinter dem Soi-datenheim.Düsseldorf wurde sogar zum Abstieg verurteiltund V ik to ria 89 Berlin gehört überhauptnicht mehr der Bereichsklasse an.B leibt es bei der bisherigen Gruppeneinteilung, w iesie schon bekanntgegeben ist, dann würden vo n denfünf Mannschaften, die noch Aussichten haben, dieVorschlußrunde zu erreichen, Schalke 04, W a ld h o f t Xund V fL 99 K öln bereits in der Gruppe 3 zusammen- f l n L & S t t U & t t C t * j M t f S d # W j M C ttreffen. Der Ham burger S V w urde der Gruppe 1 zu-fgeteilt, 1860 München müßte, sofern die Fanfter Sportlehrgang ln W arsch au abgeschlossenm eisterschaft gew onnen w ird, in der Gruppe 4 sp ­ien. A b er selbst w enn der Spielplan für den Endkampf um die dritte Kriegsm eisterschaft geändert werdensollte, w erden neue Nam en unter den le*zt0Manuskripten.1 StellengesucheBüroleiter, ä lte re r Reichsdeutscher,z. Z eit im GG. tä tig , »u ch t andere * Wirkumgatkrei*. In F ragekom m t nur «e lb stü w lig e T ä tig ­keit. w elch e ihm erlaubt, «ein ew eitgeh en d e* kaufm ännischen E r ­fahru ngen nutzbringend zu --er-w erte *. G ute teebmische Kennt-uUse in der ESektnoteehuik undOptik g es ta tte* aueh die M ita r­beit in einem technischem U n ternehmern.F ührensohei* . 3a v#r-iiaraöan.A n fra ge® unter A n g a b ed e r G eh altoverhältnisse u nter „N r .4766" am d ie K ra k a u e r Zeitung,K r a k «* .Tüchtiger Geschäftsleltar, K o rre ­spondent, S pezialist in Tran sp ortwesen,oerfak ter deutsch-polnischerDölm atseher, « u * ff« » ic h -neter O n ranifator, alta sltig erfahren.44 Jahrem ögl. solbständi«?r,ausg«r, a U »*«& .y alt, Pole, suotot_ -.Mbstämdig» S t»H u *«. A n ­gebote m it näheren Angaben überdie zu besetzende Stellu ng m itG ehaltsangabe erbeten unter „N r.4199“ an d ie K ra k a u e r Zeitung,K rakau.Reichsdeutscher O berin gen ieu r desT ie f- u. Strnssenbaufachos, seitlt/g Jahren im GG. als F ilia lle i­ter und G esch äftsfü h rer tätig,w ünscht sich in ebensolche P o s i­tion zu verändern. G uter O rg a n i­sa tor u. A qu isiteu r. A n gebote unter„N r . 513“ an die Lem b ergerZeitung, Lem berg.Revisor, Buchhaltungschef, Volksd.,bilamizsioh., vertr. m it Durch-schrelbebuchf., Konten rahm ., perf.Lohnbuchh. ehem. Bankdir. undFinanz,biieherrev., 30jäh rige inu.ausl. P ra xis, deutsch, russisch,poln. u. französ. In W . u. S ch rift,sucht entspr. leit. Posten. A ugeb.unter „N r . 4216“ an d ie K ra kZeitung, Krakau.Medizinische Gehilfin und Assistentin,fachm ännisch ausgebildct«Kraft, zu verlässig in Kr«n


ARU 6A'G U I N E A[JAVAR R E S ' S l L R -^3® 5öm erset1000.CRQore„CUECLEriTERRITORIALG REN ZENEISENBAHNEN# NORMANTDNbarrow£ § # DERBY'BRQOMEW EST-AUSTRALIEN♦ NORD-V. ;x. !* TERRITORIUM ' tt• AUCESPRINCSCLONCURRY,TOWHSVILLE^ / j*QUEENSLANDCHARLEVILLEROCKHAMPTON'DIRK.HARTOiC A R N A R V O NJ’ORia W'»SU 0 - A U S T R A L I E NKALOOORUE FORRESTfrlAITUANPFREMANM/? ECHERCHfc"KÄNcüguiAL8ANyWENIGER AIS 1 EINWOHNER AUF 4 QKM — H O R T LAN IK INC,TASMANIEN,"c aiRNSDAIEFOURNEAUXOben: Ein deutscher Panzer übernimmt Munition tür einen neuenGegenangriff an der Abwehrfront in der Nähe des Ilmensees.Unten: Einige Nachzügler von Sowjetgefangenen werden nacheinem harten Gefecht, das dem Gegner schwere Verluste anMenschen und M aterial kostete, aus der Kampfzone geführt.E u ro p a beherbergt 70mal soviel Menschen w ie Australien. Zwar ist etwa ein Dritteldes fünften Erdteils infolge seines W assermangels und seiner W üsten nichtbesiedlungsfähig, aber trotzdem könnte er in seiner gegenw ärtigen Verfassung 30M illionen Menschen Lebensraum bieten. V on den sieben M illionen, die zur Zeithier leben, bewohnen allein 18°/» Sydney und w eitere 46°/« die übrigen Städte. ImInnern, a u f einer Fläche von der achtfachen Größe des Deutschen Reiches, lebennur 25 000 Siedler. Australien verfü gt über ein Eisenbahnnetz von 43 000 Kilom e­ter Länge, vorw iegen d Küstenbahnen, von denen ziem lich systemlos Stichbahnenins Innere vorstoßen. Das I.uftverkehrsnetz ergänzt die Eisenbahnen mit 32000 K i­lom eter Fluglinien, die teilw eise den Bahnstrecken folgen, teilw eise aber auch dieLücken zwischen ihnen schließen, so im W esten die Luftlinie Hedland— Carnarvon—Perth, im Osten die Verbindungen von Cloncurry mit Normantown, Daly W a-ters und C harleville und endlich die w ichtige Nordsüdlinie Port Darwin— Augusta.


RundfunkprogrammWerktäglich gleichbleibende Sendefolgen#.00: G ym n astik . 6.20: K on zert. 2.00, 9.00, >2.30. 14.0017.00, 20 00. 22.00 und 24.00: N a c h ric h te n 11.20: Fron tb e ric h te o d e i Z e its p ie g e l 12 00: K o n zert. 14.10: M u stk.>6.00 M u sik >8.00 N a c h ric h te n tOr daa G e n e r a lg o u v e r ­nem ent IB.30: Z e itg e s c h e h e n >9.00: W e h rm a c h U v o rtra g .>9.15: F ro n tb erich te. 19.45; P o lit. Z e itu n g »- und R undfunk•cb a u o d er p o iit. V o r tr a g — S en d ep a u sen : 8— 9 und 2— 6Tagessendefolge für Sonnabend, 4. April6.00: F rü b k o n zert. 6.20: F risch au f, d e r T a g b e g in n t. 9.05:F ro h e s K lin g e n — fro h e s S in g en . 11.30: K ern sp ru ch . 11.32:F ro h e r K la n g zu r A rb e its p a u s e . 14.10: A m la u fe n d e n Band.16.00: B unter S a m sta gn a ch m itta g. 18.00: E in e h a lb e S tu n d em it S ch w u n g. 19.00: H e ite r e K lä n g e . 19.30* K le in e s K o n ­z e rt. 20.20: M e lo d ie und R hythm u s. 21.00: A b e r w a s k om m tdann? 21.12: F u n k b rettl, 23.00: U n te rh a ltu n g s k o n zert. 0.10:T au sen d T a k te R hythm u s. 1.00: M e lo d ie d e s H e rz e n s .Tagessendefolge für Sonntag, 5. April6.00: H a fe n k o n z e rt 8.00: F ro h er O s te rm o rg e n . 9.00: U n ­s e r S c h a tzk ä stlein . 10.10. U n te rh a ltu n g s k o n zert. 11.15: K e rn ­spruch 11.16: S tra u ß 'sch e M e lo d ie n . 12.45: D as d eu tsch eV o lk s k o n z e r t. 14.10: O s te r s p a z ie r g a n g „ F a u s t " . 10.00: F o rtsetzun g fo lg t. 18.00:. 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