Der Natur auf der Spur

wfg.mine.nu

Der Natur auf der Spur

InhaltsverzeichnisAllgemeine Einleitung 3Der Wald 4Die Offenflächen 5Schutzmaßnahmen 5Zeitleiste 6NaturpfadeFichtenwälder 8Buchenwälder 10Eichenwälder 12Karte der Ortschaften 14Bachläufe und ihre Ufer 16Feuchtgebiete (Wiesen) 18Hecken 20Seen 22LehrpfadeNaturschutzgebiet Mausheck in Bütgenbach 23Waldlehrpfad in Rodt 24Natur- und Kunsterlebnispfad in Heppenbach 25Moorroute im Hohen Venn 26Impressum 27


Allgemeine EinleitungSeit grauer Vorzeit bis heute wird die Landschaft inunserer Gegend durch verschiedene Naturgewalten geprägt,z.B. die Bewegungen der Erdkruste, den Windoder das Wasser.Ein Beispiel: Durch Auffaltungen der Erdkruste entstand derGebirgsrücken der Ardennen. Durch anschließende Erosionentstand die heutige Hochebene des Venns. Ablagerungenvon Sedimenten aus dem Meer zeugen außerdem davon, dassdas Meer vor 80 Millionen Jahren durch unsere Gärten floss.Wasser spielt übrigens eine wichtige Rolle bei der Gestaltungder Landschaft. Unsere Gegend befindet sich ganz in derHöhe von Einzugsgebieten. Deshalb findet man hier zahlreicheQuellen und kleine Bachläufe, die später zu größerenFlüssen zusammenfließen. Die Belgische Eifel situiert sichauf zwei Flussbecken: Die Quellen im Westen münden in dieMaas, die im Osten in den Rhein. Die Grenze zwischen denbeiden Becken wird als Wasserscheide bezeichnet.Aber unsere heutige Landschaft ähnelt nicht im Geringstendem, was unsere Vorfahren kannten: Sie wurde verändertund vereinheitlicht. Nach den Naturgewalten sind es also dieMenschen, die – seit der Römerzeit – die Landschaft gestaltenund ihr das Aussehen geben, das wir heute kennen: einMosaik an natürlichen Lebensräumen, die mehr oder wenigerdurch den Menschen verändert wurden. Um die Natur zuverstehen und sie zu schützen, ist es also unerlässlich, ihreVergangenheit zu kennen - die Zeitleiste fasst die bedeutendstenEreignisse zusammen.


A l l g e m e i n e E i n l e i t u n gDer WaldDer Wald hat sich seit der Römerzeit starkverändert! Heute gibt es vor allem Fichten-,Buchen- und Mischwälder.Die Waldrodungen beschleunigten sich noch, alsunsere Vorfahren sich in der Gegend niederließen.Holz wurde zum Heizen gebraucht, aber auch für dielokale und regionale Wirtschaft, die sich mit der Zeitentwickelte. Darüber hinaus wurden die gerodeten Flächenzu Ackerbau, Mahd und Weidefläche genutzt. DieOrte, an denen die Natur sich noch in ihrem ursprünglichenZustand befindet, sind selten.Manchmal wurden auch neue Bäume gepflanzt. Hierfürwurden neue Arten eingeführt, wie zum Beispiel dieFichte. Seit 1850 wird sie systematisch in unsererGegend angepflanzt. Heute sind 40 Prozent unsererRegion mit Wald bedeckt. Das größte Waldmassivist der Ommerscheider Wald zwischenHerresbach, Meyerode undValender.


A l l g e m e i n e E i n l e i t u n gDie OffenflächenDie Urwälder, die das Landschaftsbildlange Zeit beherrschten, sindteilweise gerodet worden und esentstanden somit Ackerflächen. Aus denEichenwäldern wurden beweidete Heideflächen.Durch Entwässerung der Bödenverschwanden mit der Zeit die feuchtenErlenwälder, wurden durch Mahdwiesenoder Weideflächen ersetzt. Die Einführungdes Stacheldrahtes im 20. Jahrhundertbrachte eine Zerstückelung derLandschaft mit sich, da immer kleinereParzellen abgegrenzt wurden.Es gab aber nicht nur negative Auswirkungen:Dank der späten Mahd in FeuchtundÜberschwemmungsgebieten wurdeeine Waldbildung unterbunden. Es entstandenhalbnatürliche, biologisch hochwertigeFlächen, die eine große Anzahl vonTier- und Pflanzenarten beherbergten.Leider wurden diese Flächen mit derEinführung der modernen Landwirtschaft(schwere Maschinen, mineralische Düngemittel…) sich selbst überlassen odermit Fichten bepflanzt und sind deshalbfast vollständig verschwunden.Neben den Waldflächen (40 Prozent)besteht unsere Landschaft zu rund 47,5Prozent aus Kulturflächen. Wohngebieteund Straßen machen die restlichen 12,5Prozent aus.A l l g e m e i n e E i n l e i t u n gSchutzmaßnahmenSeit den fünfziger Jahren wurdendie Menschen darauf aufmerksam,welcher Reichtum sie umgibt. Siewurden sich der ständigen Gefahr fürdie Tier- und Pflanzenwelt bewusst, fallskeine Schutz- und Renaturierungsmaßnahmenunternommen würden. VerschiedeneAkteure haben ihre Kräfte vereintund es sich zur Pflicht gemacht, unserNaturerbe zu bewahren.Diese Broschüre gibt einen Überblicküber alle natürlichen und halbnatürlichenFlächen unserer Gegend. Auf denfolgenden Seiten, finden Sie u.a. Vorschlägezu Wanderungen, die Ihnen dieVielfalt an unterschiedlichen Waldflächenin der südlichen Region des NaturparksHohes Venn-Eifel veranschaulichen.


Zeitleiste-500Ließe man der Naturfreien Lauf, dann würden dieWälder hauptsächlich aus Buchenbestehen. Neben der Buchefand man außerdem noch Eichen,Erlen und Ebereschen.1200-1400• Dritte und letzte Besiedlungswelle.Die meisten Dörferwurden bis 1200 gegründet. DieDorfnamen endeten auf „roth“, „rath“und „scheid“, was etwas mit Urbarmachendurch Feuer zu tun hat.• Im Spätmittelalter gab es zwei Artenvon Wald: die großen Hochwälder derHerren und die kleineren Niederwälderder Dorfbewohner, in denenregelmäßig durchforstet wurde.450-600Erste Besiedlungswelleder hiesigen Dörfer durchdie Franken. Es entstandenDörfer mit den Endungen„ler“, „ingen“, „dorf“ und„weiler“.-500 450-600-500 0 500-50-50Die Römer waren dieersten, die systematischdie Wälder nutzten. So entstandenauch erste Ackerflächen. Man findet anverschieden Stellen unterirdische Relikte,so zum Beispiel in Montenau, Breitfeldund Holzheim.800Zweite BesiedlungswellederFranken. Dörfer mitden Endungen „feld“,„bach“ und „hausen“kamen auf.


1700Eichen wurden angepflanzt, umaus der Rinde Lohe für die Ledergerbereizu gewinnen. Von Eupen über Malmedyund St.Vith bis nach Wiltz gab esGerbereien mit hohem Ertrag. Die Niederwälderwurden mit Eichen angereichert.Ja, selbst Kulturflächen wurden mitEichen bepflanzt. Die letztenEichen, denen man die Rindeabstreifte, gab es 1890 in1500Geitzbusch im HohenEnde desVenn.Mittelalters wurdendie großen Wälder, die bisdahin dem Adel vorbehaltenwaren, zum Häuserbau,zum Heizen und zur Holzkohlegewinnunggenutzt. Außerdemwurde es zum Schmelzen vonEisenerz verwendet. Dies geschahentlang der Täler der Weser,der Hoëgne und der Amel.Betroffene Wälder waren derHertogenwald und der Waldvon Küchelscheid.1914-1945• Im Zuge derIndustrialisierung derLandwirtschaft fanden sichimmer weniger Pflanzenartenauf den Mahdwiesen. Hierfür gabes verschiedene Gründe: Erhöhungder mineralischen Düngung, Rückkehrzu Weideflächen mit Einsaat von hochproduktivenGräsern, erhöhter Einsatzvon Pflanzenschutzmitteln und höhere Anzahlan Tieren pro Parzelle. All dies führtezu einer Verringerung der Artenvielfalt.• Massiver Gebrauch von Holz während derKriegsjahre. Große Anfrage an Holz fürBau und Heizung. Hierfür wurden massivFichten angepflanzt auf Grund ihresschnellen Wachstums und ihrer raschenAnpassung an die lokalen Gegebenheiten.1200-1400 1500 1700 1914-19451000 1500 2000800 1100 1850 1955-20061100Man begann, Tälerund Wälder zu beweiden.So verkleinerte sich dieWaldfläche zugunstenbeweideter Heideflächen.1850Massive Fichtenanpflanzungendurchdie Preußen. Darausresultierte ein Rückgangan Buchen- undEichenwäldern.1955-2006Schutz- undRenaturierungsmaßnahmendurchverschiedene Naturschutzorganisationen.


N a t u r p f a d eFichtenwälderWas wir im AllgemeinenTannenbaum nennen, ist inWirklichkeit eine Fichte. Im Gegensatzzu echten Tannen haben Fichtenhängende Zapfen und stechende Nadeln.Die Preußen pflanzten ab 1850 systematischFichten an.Wegen ihres schnellen Wachstums ist dieFichte ein wichtiger Wirtschaftsfaktor inder Region: sie kann bereits nach sechzigJahren abgeholzt werden. Sie wird in vielenverschiedenen Bereichen gebraucht:Bauholz, Papierherstellung …80 Prozent der Waldfläche in unserer Gegendbesteht aus Fichten. In Fichtenwäldern kannsich das Wild sehr diskret fortbewegen.Vom ökologischen Standpunkt aus gesehensind Fichtenwälder nicht immer vorbildhaft:Unter dicht gepflanzten Jungkulturen leben


wegen Lichtmangel nur wenige Pflanzenarten.Dies ist vor allem dann schädlich,wenn die Pflanzungen in feuchten undartenreichen Talwiesen durchgeführt wurden.Allerdings sind Fichten auch gar nichtfeuchten Böden angepasst, wachsen dortnur sehr langsam.Mit dem Alter der Bestände dringt immermehr Licht bis zum Waldboden durch undjunge Baumtriebe, Waldbeeren, Farne …kommen auf.In Crombach stehen noch alte Fichten, diebereits im Jahre 1885 gepflanzt wordensind, sowie 69 Douglasfichten aus dem Jahr1881. Es handelt sich dabei um die ältesteDouglasien-Bepflanzung Belgiens. Die Douglasiensind alle durch gelbe Punkte markiert.Die Fichten stehen auf der gleichen Parzelleund umringen die Douglasien. Beide Artensind vom Wanderweg aus gut sichtbar. Daherwerden Spaziergänger auch gebeten, wieüblich die Wege nicht zu verlassen.0 500 1000mHinderhausen181Die Fichtenin CrombachGr 93KapellenDas Besondere am CrombacherWald sind seine riesigen Fichten,Crombachdie im Jahre 1885 gepflanztworden sind, sowie die Douglasienaus dem Jahr 1881.RastplatzMaßstab: 1:34000Länge des Pfades: 2 kmW E I S T E R V E N NCommanster180Maldingen163


FrankenbachN a t u r p f a d eBuchenwälderAuch wenn die Buche früherin unserer Gegend die ammeisten verbreitete Baumartwar, ist sie heutzutage nicht mehrsehr präsent. Zusätzlich werden dienoch vorhandenen Buchenwälder nichtsystematisch unterhalten. Die Bucheist eine Schatten liebende Pflanze. Siebraucht also Schatten, um zu wachsen.Allerdings wird sie mit der ZeitLicht liebend.Der Buchenstamm ist schön gerade,hat auf den ersten paar Metern keineÄste und zudem eine glatte, gräulicheRinde. Das Holz der Buche isthart, einheitlich und weiß mit einerleichten Rosatönung. Es wird heute alsBrennholz oder in der Tischlerei verwendet.Buchen haben Herzwurzeln,d.h. die Wurzeln verlaufen schräg nachunten und geben dem Baum einenguten Halt gegen den Wind.Buchholz undFrankentalWie der Name es schon sagt,kann man während einer Wanderungum den Weiler Buchholzunweit von Honsfeld einenwunderschönen Buchenwald entdecken.Weiter südlich befindetsich das offene Frankental.Maßstab: 1:45000Länge des Pfades: 6,5 kmHonsfeldE I C H E N B U S C HBuchholzG I L B U S C H H E C KHotelWaldfriedenK O N N E R T S B U S C HLanzerathN626Losheimergraben (D)Manderfeld10Holzheim0 500 1000m


WeywertzElsenbornEin Buchenwald sieht sehr einladendaus, weil viel Licht bis auf den Bodendringt. Auf diese Weise entstehthäufig ein Pflanzenteppich, auf demviele Insekten leben, die wiederumeine hervorragende Nahrungsquelle fürVögel darstellen. Oft schützen Zäunedie jungen Triebe vor Wildverbiss.Die letzten Bäume in einem Bestandwerden im Alter von 100 bis 120Jahren gefällt. Wirtschaftlich wenigerinteressant als die Fichte, besitzt dieBuche einen sehr hohen ökologischenWert.Früher fanden viele Buchen zur HolzkohleherstellungVerwendung.0 500 1000mN647BaraqueMichelElsenbornKalterherberg (D)N669R U R B U S C HB E R G E R V E N NBDKüchelscheidLeykaulKalterherberg (D)Der RurbuschIm Forstreservat Rurbuschunweit von Sourbrodt kann dieNatur sich frei entfalten, denndie alten Buchen werden ofteinfach liegen gelassen, ganz imDienste der Artenvielfalt.Maßstab: 1:75000Länge des Pfades: 11 kmRurN669Baraque MichelN676RobertvilleN647Sourbrodt11


N a t u r p f a d eEichenwälderDie Eiche ist ein edler Baum, dermehrere Jahrhunderte leben kann.Sie braucht in jungen Jahren vielLicht zum Wachsen. Vom ökologischenStandpunkt aus gesehen, formt sie mitanderen Arten interessante Pflanzengemeinschaften.Bei uns findet man vor allem die Stieleiche- sie hat tiefe Wurzeln und eineschwärzliche, rissige Rinde. Das Holz istsehr hart und verbrennt nur langsam, deshalbist es bei Tischlern und Schreinernsehr gefragt. Die meisten Niederwälderwurden angepflanzt, um die Rinde in Ledergerbereienzu verwenden. Dies geschahin der Gegend von Eupen, Malmedy undStavelot. Neben der Stieleiche kommennoch die Traubeneiche und die amerikanischeRoteiche in unserer Gegend vor.Der RittersprungDer Felsen des Rittersprungsunweit von Ouren befindet sichin der Nähe der Our, mitten ineinem wunderschönen Eichenwald.Klettert man auf den Felsen, hatman einen Panoramablick auf dasTal. Der Legende nach sprang hierein Ritter mit seiner Geliebtenvom Felsen, um seinen Verfolgernzu entkommen.Weiswampach (L)Leithum (L)SchiebachBurg-ReulandOberhausenR I T T E R S P R U N GDOurB12Maßstab: 1:18000Länge des Pfades: 1,5 km0 250500mLieler(L)OurenLützkampen (D)


AmelWallerodeDer AntoniusbaumN676N626SchönbergIm schönen Eichenwald zwischenSt.Vith und Schlierbach steht derAntoniusbaum. Am Stamm desSt.VithBaumes befindet sich eine Statuedes heiligen Antonius. Der Legendenach überstand der Baum den ZweitenWeltkrieg nur dank dieser Statue.Der Eichenwald findet sich auf demletzten Streckenabschnitt. Wer dieWanderung verkürzen möchte, kannan der Weggablung nach SchlierbachN646Schlierbacheine weitere Parkmöglichkeit nutzen.WiesenbachE420 500 1000mMaßstab: 1:50000Länge des Pfades: 7,5 km 13


0 10 kmNaturpark Hohes Venn - Eifel163LüttichVerviersA27BévercéBernisterBurnonville ChôdesMalmedyMontLongfayeXhoffraixArimontWalkSourbrodtOvifatLac deRobertvilleRobertvilleOutre-WarcheBruyères ChampangeLibômontWaimesGueuzaine6WeywertzBÜTGENBACHNidrum13Bütgenbach8ElsenbornBergStauseeBütgenbach12WirtzfeldRocherath10BÜLLINGENGéromontMürringenHédômontFaymonvilleBüllingenBellevauxLamonrivilleHünningenOndenval SchoppenThirimontLigneuvilleMöderscheidHepscheidHonsfeldE42Pont9IveldingenMontenauDeidenbergEibertingenAmel11MirfeldHeppenbachValender15WerethHolzheim2LanzerathMerlscheidBerterathRechtE42AMELBorn MedendorfKrewinkelManderfeld14


MedellMeyerodeST.VITH14RodtA27HinderhausenEmmelsWallerodeHünningenSt.VithAtzerath5Setz1NeundorfCrombachGalhausenWeistenWiesenbachE42SchlierbachRötgenNeidingenBraunlaufLommersweilerMaldingenAldringenGrüfflingenMaspeltThommenBURG-REULANDBracht AuelSteinebrück7A60EspelerOudlerSteffeshausenBurg ReulandDürlerLascheidWewelerLengelerStubachMalscheidE4214OurenHerresbachHeuemSchönbergMackenbachAmelscheidPrümTrierEimerscheidWeckerathNaturpfade123456789101112Fichten in CrombachBuchholz und FrankentalRurbusch und VennseeRittersprungAntoniusbaumWallbrücke Weywertz bis See von RobertvilleSteinebrück nach NeumühleRund um den SeeFeuchtwiesen zwischen Born und MontenauHolzwarchetalHecken in ValenderHecken in WirtzfeldLehrpfade13141516Naturschutzgebiet Mausheck in BütgenbachWaldlehrpfad in RodtNatur- und Kunsterlebnispfad in HeppenbachMoorroute im Hohen Venn15


N a t u r p f a d eBachläufe und ihre UferIn den fünf südlichen Gemeindendes Naturparks Hohes Venn-Eifelgibt es insgesamt 2500 bis 3000km Wasserläufe. Die bekanntestenunter ihnen sind die Our, die Amel unddie Warche.Wasserläufe bilden die Verbindungzwischen verschiedenen Biotopen. DieUferstreifen sind oft durch Baumwurzelnbefestigt. Würde man die Bäumefällen, würde das Wasser schnelldie Ufer auswaschen. Diese Bäume,wie Erlen, Weiden und Ulmen, sindaußerdem ökologisch interessant,weil sie die Umwelt strukturieren undSchutz und Schatten spenden. Hiervonprofitieren Tiere wie die Bachforelle,der Fischotter, die Flussperlmuschelund der Eisvogel.Von der Wallbrückein Weywertz bis zumSee von RobertvilleSee vonRobertvilleOutrewarcheEin kleiner Spaziergang von runddrei Kilometern zeigt die Mündungder Warche in den See von Robertville.In der Ortschaft Outrewarchefinden sich noch viel alte Häuserund die typischen hohen Buchenhecken.Maßstab: 1:37000Länge des Pfades: 3,2 kmWaimes/WeismesGueuzaineChampagneWeywertzWarche160 500 1000m


Zusätzlich ermöglichen sie dem Bachdie Selbstreinigung.Haushaltsabwässer, massive Düngung,Durchfahrt von Forstmaschinen …zerstören diese herrlichen Biotope.Seit einigen Jahren laufen Maßnahmen,um solche Probleme zu unterbinden.0 500 1000mSt.VithVon Steinebrücknach NeumühleLommersweilerBei Neumühle mündet dieE42SteinebrückBraunlauf in die Our. Ein Spaziergangdurch die schönen Tälerführt bis nach Deutschland,N646die Our bildet die Grenze.BraunlaufMaßstab: 1:30000MaspeltBOurDLänge des Pfades: 5,5 kmElcherathHemmeresPrüm17


N a t u r p f a d eFeuchtgebiete (Wiesen)Feuchtwiesen und Sumpfgebietefindet man vor allem in Tälernund in der Nähe von Wasserläufen.Feuchtwiesen regulieren alsPufferzonen den Wasserhaushalt. Dankspäter Mahd über mehrere Jahrhundertegarantieren sie eine großeAuswahl an Pflanzen, darunter sogarOrchideen! Es gibt dort auch interessanteTierarten: Schwarzstorch undWildkatze jagen beide hier.Anfang des 20. Jahrhunderts wurdenviele Feuchtgebiete durch massiveFichtenanpflanzungen (siehe Seite 8)oder durch Trockenlegung zerstört.Heute werden die Täler renaturiert -viele von ihnen gehören zum Natura-2000-Netzwerk.Die Feuchtwiesenzwischen Born undMontenau0 500 1000mMontenauIveldingen18Pflegemaßnahmen sollen dieArtenvielfalt der Feuchtwiesenzwischen Born und Montenausichern. Hier weiden widerstandsfähigeRassen wie Galloways undHighländer.Maßstab: 1:50000Länge des Pfades: 6,5 kmMalmedySt.VithE42afrit13RechtN659EmmelsEmmelsBornDeidenbergN659AmelAmel


RocherathDas HolzwarchetalWirtzfeldKrinkeltZwischen April und Mai blühenim Holzwarchetal unzählige Narzissen,die die Landschaft miteinem gelben Teppich versehen.N658BüllingenEnkelbergerMühleMaßstab: 1:57500Länge des Pfades: 7 kmMürringenHolzwarche0 500 1000m19


N a t u r p f a d eHeckenHecken entwickelten sich erst im19. Jahrhundert, parallel zumFortschreiten der Weideflächenund der Milchwirtschaft (Abgrenzungder Parzellen). Diese Entwicklung warsehr progressiv und hat die Eifelgemeindennur teilweise erreicht - dortspielte die Kulturlandschaft weiterhineine große Rolle. Die Hecken sind alsoZeugen einer speziellen Nutzung desländlichen Raumes.Hecken schützen die Tiere vor Wind,vor Sonne und manchmal auch vor Regen.Sie beherbergen zahlreiche Vögel.Auch integrieren sie sich besser in dieLandschaft als der Stacheldraht.Seit der Einführung des Stacheldrahtesund der modernen Landwirtschaft habendie Hecken Tendenz zu verschwin-Die Heckenin ValenderMirfeldAuf diesem Rundgang sind Heckenlandschaftenzwischen Amelund Valender zu entdecken.Waimes/WeismesAmelN658BütgenbachMaßstab: 1:31500Länge des Pfades: 5 kmAmelValenderN67620St.Vith0 500 1000m


den. Mit ihnen verschwinden ebenfallsZeugen unserer Vergangenheit undbiologisch wertvolle Lebensräume.Es gibt verschiedene Arten von Hecken:Schutzhecken vor Häusern, diemeistens aus einer Reihe Buchen oderHainbuchen bestehen; tiefe Hecken, indenen allerdings hochstämmige Bäumestehen bleiben; und tiefe Hecken,die jährlich geschoren werden. Weilvielerorts die Hecken zu verschwindendrohen, hat die Wallonische Regioneine Prämie ausgesetzt, die den Unterhaltder Hecken durch die Landwirtefinanziell fördert. Dank dieser Beihilfewerden in der belgischen Eifel 856 kmHecken geschützt.0 500 1000mBergElsenbornDie Heckenin WirtzfeldIn der Nähe des WindparksRoderhöhe ist die Landschaftdurch unterschiedliche Heckengeprägt.WirtzfeldRocherathMaßstab: 1:35000Länge des Pfades: 5,5 kmSee vonBütgenbachBütgenbachBüllingen21


AmelN a t u r p f a d eSeenIn der Eifel finden sich zahlreicheWasserläufe. Einige von ihnenwerden zwecks Strom- oderTrinkwassergewinnung aufgestaut.Im Jahre 1932 wurden die Bauarbeitenam Stausee von Bütgenbachbeendet. Durch ihn fließt das Wasseraus der Warche und der Holzwarche,er hat ein Fassungsvermögen von12.000.000m³. Obwohl er ebenfallsüber ein kleines Wasserwerk verfügt,wurde er hauptsächlich als Wasserspeicherfür die Stromerzeugung imetwas tiefer liegenden Stausee vonRobertville gebaut. Heute ist der Seevon Bütgenbach, gemeinsam mit demSport- und Freizeitzentrum Worriken,einer der wichtigsten touristischenAnziehungspunkte der Region.Es gibt noch weitere Stauseen in Eupen(Weser) und bei Jalhay (Gileppe).Bütgenbacher SeeN647BergEin Spaziergang rund um denBütgenbacher See verdeutlicht,warum der See eine der touristischenHauptattraktionen derRegion ist.See vonBütgenbachWorrikenHolzwarcheWirtzfeldMaßstab: 1:48000Länge des Pfades: 11 kmBütgenbachN632Warche220 500 1000mN658Büllingen


L e h r p f a d eNaturschutzgebietMausheck in BütgenbachIm Jahre 1998 wurde die Mausheckzwischen Bütgenbach undNidrum unter Schutz gestellt.Das Biotop setzt sich aus einer großenAnzahl verschiedener ökologischinteressanter Flächen zusammen: Eshandelt sich um einen alten Stieleichenbestandin Hanglage sowie imTal um Feuchtwiesen mit Mädesüß. Inder Mitte der Wiese befindet sich einTümpel. Eine weitere Attraktion derMausheck sind im Frühjahr die zahlreichenblühenden Narzissen.Der Lehrpfad behandelt deshalb auchviele verschiedene Umweltthemen wiedas Leben im Tümpel, die Eiche, fernerInsekten, Vögel …AVES-Ostkantone bietet außerdem geführteWanderungen für Schulklassen an.NidrumWarcheElsenbornN647BergGrillhütteSee vonBütgenbachBütgenbachProjektträgerArt des PfadesOrtLänge des PfadesZugänglichkeitVerfügbare DokumentationVerpflegungParkenKontakt/InfosAVES OstkantoneInteraktiver NaturlehrpfadBütgenbach - Grillhütte0,8 kmStrecke ungeeignet fürgehbehinderte PersonenBroschüreMahlzeiten in Bütgenbach undNidrum, GrillhütteParkmöglichkeitenfür Autos und BusseAVES – OstkantoneTel. 0032(0)80/340246aves.vog@skynet.comwww.eastbelgium.be 23


L e h r p f a d eWaldlehrpfad in RodtEntlang des Waldlehrpfades aufdem Tommberg in Rodt findensich fast vierzig unterschiedlicheLaub- und Nadelbäume, ferner Sträucheraus der ganzen Welt.Ständig wird der Lehrpfad um neueBaumarten erweitert.Er erstreckt sich über eine Gesamtlängevon 2,5 km.Der komplett befestigte Weg ist auch mitKinderwagen und Rollstuhl begehbar.Die einzelnen Infotafeln sind allesamtin drei Sprachen (DE-FR-NL) verfasst.Geführte Wanderungen mit Försternfür Schulen und Gruppen sind auf Anfragemöglich. Auch kann didaktischesMaterial für Schulen bereitgestelltwerden.0 500 1000mE42EmmelsSkihütteN675VielsalmRodtN675aN675aAusfahrt14N675St.Vith24ProjektträgerArt des PfadesOrtLänge des PfadesZugänglichkeitVerfügbare DokumentationVerpflegungParkenKontakt/InfosWallonische Region (DNF)WaldlehrpfadRodt - Skihütte2,5 kmFür JedermannBroschüreMahlzeit und Picknick möglichParkmöglichkeiten fürAutos und BusseTourist Info St.VithTel. 0032(0)80/280130www.biermuseum.be/de/waldlehrpfad.html


L e h r p f a d eNatur- und Kunsterlebnispfadin HeppenbachIm Jahre 1999 wurde ein Walderlebnispfadin Heppenbach eingerichtet.Hier lernt man das Biotop„Wald“ durch spielerische Erfahrungenbesser kennen. „Einmal erleben istbesser als hundert Mal hören“ sagt einaltes Sprichwort. Dies gilt uneingeschränktauch für den Bereich der Umwelterziehung.Deshalb steht „Erlebenund Begreifen mit allen Sinnen“ vonBeginn an im Mittelpunkt des Naturerlebnispfadesin Heppenbach.Außerdem kann der Besucher seit2005 fünfzehn waldbezogene Kunstwerkebewundern, die durch regionaleKünstler geschaffen wurden. Vierdieser Kunstwerke wurden mit pädagogischemHintergrund gestaltet.„Der Wald ist ein Lebewesen, das unsmit Wohlwollen aufnimmt, wenn wir ihnauch mit Wohlwollen behandeln.“ Dieserzentrale Gedanke wird dem Besucherwährend der 2,6 km nahe gebracht.BüllingenHepscheidHonsfeldMirfeldHeppenbachHalenfeldGrillhütteValenderHerresbach12ProjektträgerArt des PfadesOrtLänge des PfadesZugänglichkeitVerfügbare DokumentationVerpflegungParkenKontakt/InfosWallonische Region (DNF)Interaktiver Kunst- undWaldlehrpfadHalenfeld - Grillhütte2,6 kmStrecke ungeeignetfür RollstuhlfahrerBroschürePicknick am Anfang und am Ende derStrecke, Mahlzeiten in HeppenbachParkmöglichkeiten fürAutos und BusseVerkehrsamt der OstkantoneTel. 0032(0)80/227664www.eastbelgium.com 25


L e h r p f a d eMoorroute im Hohen VennBei der Moorroute handelt es sichum einen interaktiven Fahrraderlebnisweg,der entlang des NaturschutzgebietesHohes Venn verläuft. Die11 Stationen sind auf einer Trasse von27 km verteilt.Verschiedene Themen rund ums Vennwerden hier vorgestellt, wie z.B. dieEntstehung von Torfmoos, das Hohe Vennals Trinkwasserspeicher, die Tier- undPflanzenwelt im Naturschutzgebiet …Ausgehend vom Naturparkzentrum Botrangebasiert die Beschilderung der Route aufdem Knotenpunktsystem „Velo-Tour“. Die zupassierenden Knotenpunkte sind 80/83/84/85/86 bis /83/80/76 Naturparkzentrum.Darüber hinaus weist das Maskottchen„Toni Torfmoos“ den richtigen Weg.0 500 1000mMützenichToni Torfmoosfolge dengrünen PfeilenBDKalterherbergEupenKüchelscheidN68MalmedyN676Signal deBotrangeRobertvilleNaturparkzentrumR U R B U S C HSourbrodtN647RurWeywertzElsenbornN669VliegveldLeykaul26ProjektträgerArt des PfadesOrtLänge des PfadesZugänglichkeitVerfügbare DokumentationVerpflegungParkenKontakt/InfosNaturpark Hohes Venn-EifelInteraktiver RaderlebniswegStart: Naturparkzentrum Botrange27 kmKinder über 8 Jahre, Strecke ungeeignetfür gehbehinderte PersonenInformation im NaturparkzentrumRestaurant im NaturparkzentrumParkmöglichkeiten fürAutos und BusseNaturpark Hohes Venn-EifelTel. 0032(0)80/440397www.naturpark.be


ImpressumHerausgegeben von der Projektgruppe Leader+ „Wege in die Landschaft“:• Dahmen Manfred, Michaelis Andrea (Verkehrsamt der Ostkantone)• Benker Stephan, Henkes Helmut, Veithen Anne-Marie (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostbelgiens)Redaktion: Didier Mackels, Paul Petitfrère, Samuel Ernst (Naturpark Hohes Venn – Eifel)Endredaktion: Didier Mackels (Naturpark Hohes Venn-Eifel), Andrea Michaelis (VAO)Bildnachweis: Naturpark Hohes Venn – Eifel, Andrea Michaelis, Anne-Marie Veithen, Gerhard Reuter(AVES – Ostkantone VoG), P-A MassotteTitelfoto: Neumühle bei Steinebrück, Pierre BenkerKartengestaltung, Satz und Layout: Indigo, St.Vith (www.indigo.info)Druck: Imprimerie Massoz, AngleurÜbersetzung: André Josten (Niederländisch), Naturpark Hohes Venn – Eifel (Französisch)Copyright: Verkehrsamt der Ostkantone, 2007LEADER+ „100 Dörfer, 1 Zukunft“LEADER+ ist ein aus den EU-Strukturfonds finanziertes Förderprogramm, welches innovative Maßnahmen zurEntwicklung des ländlichen Raumes unterstützt.LEADER+ befasst sich im Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens mit der Inwertsetzung von Produktenaus diesem Gebiet. Konkret werden hier Maßnahmen in den Bereichen Landwirtschaft, Holzwirtschaft,ländlicher Tourismus und Naturerbe durchgeführt.Die Begleitung dieses Programms erfolgt über die Lokale Aktionsgruppe „100 Dörfer – 1 Zukunft“, welche sichaus Vertretern öffentlicher sowie privater Einrichtungen und Vereinigungen zusammensetzt.Kontakt:LAG „100 Dörfer - 1 Zukunft“Hauptstraße 54B - 4780 St.VithTel.: +32/80/28.00.12E-Mail: st.vith@wfg.beInternet: www.leader-plus.be27


Der Süden Ostbelgiens ist bekanntfür seine Naturschätze. Hier findtetsich eine Fülle an Lebensräumen.Buchen-, Eichen- undFichtenwälder, Heckenlandschaftenaber auch Feuchtgebiete, Bächeund ein Stausee zeugen von einemabwechslungsreichen Landschaftsbild.Es gibt viel Interessantes zu entdeckenüber die schönsten Ecken der südlichenNaturparkregion.Wussten Sie schon• dass die ältesten Fichten in derGegend in Crombach stehen?• dass im Rurbusch umgefallene Bäumeeinfach liegen gelassen werden?• dass im Holzwarchetal jedes FrühjahrMillionen Narzissen blühen?• dass der heilige Antonius im Kriegeine Baum vor Zerstörung gerettethat?• dass den Süden des NaturparksHohes Venn-Eifel über 2500 kmWasserläufe durchziehen?• dass es im Süden Ostbelgiens fünfNaturlehrpfade gibt?Entdecken Sie mit Hilfe dieser Broschüredie attraktivsten Naturschätze derRegion!info@eastbelgium.com - www.eastbelgium.comWALLONISCHE REGION

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine