Folgen der ansgebliehenen britischen Mateiialhilfe für die ...

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Folgen der ansgebliehenen britischen Mateiialhilfe für die ...

Einzelpreis 30 Gr. (15 Epl.)L c m b c r g c r Z c l t u n gDer Bezugspreis beträgt m onatlich ZI. 4,80 oder RM 2,40, zuzüglich T rägerlohnbzw. Postzustellgebühren. E rscheinungsw eise täglich mit A usnahm eM outags.Im Falle höherer G ew alt oder von sonstigen äußeren Ein-wirtcufgen besteht für den V erlag keinerlei V erpflichtung für Ersatz.kro- tag, 10. April 19424. Jahrgang / Folge 84A nzeigebedingungen: Die 1 mm hohe und 22 mm breite Zeile 3ö Gi oder18 G rundschrift: N onpareille, T extspalte 1 mm Höhe ZI 3,— ode: RM 1.50,Die S paltenbreite beträgt 70 mm.Ermäßigte G rundpreise nach PreislisteNr. 2. B riefanschrift: Z eitungsverlag K rakau • W arschau Krakau.Folgen der ansgebliehenen britischenMateiialhilfe für die SowjetluftwaffeHohe Flugzeugverluste der Bolschewisten beweisen die außerordentliche Schwächung der gegnerischenKampfverbände - Die V o lu te qualitative Ueberlegenheit der deutschen Luftwaffe unangetastetBerlin, 1 0 .'A prilBei den in London und W ashington von Lit-w inow und M aisky im mer w ieder vorgetragenensow jetischen W ünschen nach einer Belieferungihrer A rm een m it britischem und nordam erikanischemR üstungsm aterial hatte die Forderungnach Panzern und Flugzeugen an erster Stellegestanden. W enn man jetzt ln sow jetischen K reisenim Zusam m enhang m it der in den letzten Tagenverm ehrt lautgew ordenen K ritik an den Bundesgenossenauch zugibt, daß gerade die Besorgungm it diesem für die kom m enden O perationenw ichtigsten Rüstungsbedarf vollständig hinterden einstigen V ersprechungen zurückgebliebenist, so erhöht sich' die Bedeutung dieses bolschewistischen Eingeständnisses noch durch die A n­gaben der deutschen W ehrm achtberichte, die inden letzten Tagen in verm ehrtem M aße die V ernichtungsow jetischer Flugzeuge an der Frontm eldeten.S eit ein ig er Z eit ist m an sich bei d en S o w jetsd a rü b e r k la r gew o rd en , daß so w o h l die U SA w ieG ro ß b ritan n ien — zw eifellos aus dem U nver-'m ö g en ih re r eig e n en R ü stu n g sin d u strie h e ra u s —n ic h ü frU d e r. 1 aq e w aren^ den B oi^rhpw isten ausreic h en d e s M a terial g e ra d e d ieser w ichtig stenW affen zukom m en zu lassen.N im m t m an zud ie ser T a tsa c h e n u n die V e rlu ste d er S o w jets ind en K am p fh an d lu n g en selb st, so e rg ib t sich, daßin d er S o w jetu n io n h e u te b e re its ein e erh eb licheM an g ellag e e in g e tre te n ist, die g e rad e b ei derL uftw affe in d en n ä c h ste n M o n a ten ganz ev id e n tw erd en w ird. B eisp ielsw eise h a t das O b erk o m ­m ando d er W eh rm ach t am 5. A pril den A bschußvon 47 F lu g zeu g en b ei n u r einem eig enen V e r­lu st g em eld et. Am 6. A pril ste llte sich d as V erhä ltn is au f 46:2, und n ic h t n u r in d iesen T agen,so n d e rn a u ch im V e rlau f der schon frü h erenL uftkäm pfe w a r die a u ß ero rd e n tlich e Schw ached es G eg n ers auf d iesem G e b iet b e o b ac h te tw orden. Die Z ahl d er so w je tisch e n und der d e u t­schen F lu g zeu g v erlu ste, w ie sie sich au s den v e r­sc h ied e n sten Ü b ersich ten d es d eu tsch en O b e r­kom m andos d e r W e h rm a c h t erg ib t, h a t d a h er n u rim m er w ie d er b e stätig en können, daß auch img e g en w ä rtig e n A u g enblick w ie von B eginn desO stfeld zu g es an die d e u tsch e L uftw affe in jed e rP h ase der K äm pfe ein e ab so lu te q u a litativ eÜ b erleg enheit ü b er ih re n G egner besaß.D asV e rh ältn is d e r V e rlu ste h a t sich in d essen g e­rade in letz te r Z eit — d a rau f w eist m an in B erlinhin — so se h r zur U n g u n sten d er S o w jets v e r­sch lec h te rt, daß a u ch d a ra u sb estim m te Rück-— U - . __________ ___ — -Schlüsse au f die allg em ein e L age an der so w je tischenF ro n t m ö g lich sind. Z w eifellos w ird n äm ­lich d ie so w je tisch e L uftw affe g e rad e n ach d enV e rlu sten des Som m er- u n d H erb stfeld zu g esh e u te n ic h t m eh r ü b e r g en ü g en dausg e b ild ete sP erso n al verfü g en, um ih re M aschin en m it k am p f­e rp ro b te n F lu g zeu g fü h rern b e se tz en zu k önnen.Die je tz t v e rn ic h te te n F lu gzeuge w e rd en d a h e rw eitg ehen d von u n z u reich e n d a u sg e b ild ete n Besatzun g en g eflogen sein, w ähren d auf d er a n ­d eren S eite u n te r den v e rn ic h te te n F lugzeugensich auch ein ig e w enig e b ritisc h e u n d n o rd am e­rik an isch e M aschin en b efu n d en haben , m it denendie so w je tisch e n P iloten infolge u n zu reich e n d e rSchulung n ich t g en ü g en d v e rtra u t g ew esen sind.W enn m an diesen B eobachtungen, die zu einemTeil au f eig ene so w je tisch e E in g eständnisse zurückgehen, die T atsa ch e e n tg egen h ält, daß aufd e u tsch e r S eite infolge der u m fassenden V o r­b e reitu n g e n u n d S chulu n g d ie d e u tsch e L uftw affeauch w ähren d der W in terk äm p fe v o llund ganzauf d er H öhe ih re r k äm p ferisch en L eistu n g s­fä h ig k e it geblieben ist, w ie die W eh rm achtb e ­rich te im m er w ieder e rk e n n e n lassen, so erg ib tsich a u ch d a rau s ein für die kom m ende E n tsch eidungsehr w e se n tlich e s M om ent derab so lu ten.y y t s c h e n Ü b erleg enheit.V or allem der Mensch!Ein möglicher Weg im modernen DramaV o n U.-E. S tr u c k m a n nH u n d e r te v o n J u n g e n u n d M ä d c h e n u m ­g a b e n d a s k le in e R u n d , d a s d ie B ü h n e d a r ­s te llt. A u f ih r s p ie lte e in e k le in e G ru p p e .S ie h a t t e s ic h e in e m W ille n u n te r w o rfe n ,d e me in j u n g e r D r a m a tik e r a u s H a n d lu n gu n d G e g e n h a n d lu n g , R e d e u n d W id e r r e d es e in e r d r a m a tis c h e n G e s ta lte n W o r t u n dF o rm g e g e b e n h a t. J e d e r e in z e ln e d e rG r u p p e g in g in s e in e r A u f g a b e a u f. D emI m p u ls ,a u s d e m d a s S p ie l e n ts ta n d e n u n da u s d e m n u n s e in e D a r s te llu n g L e b e n g e w o n ­n e n , v e r m o c h te s ic h n ie m a n d z u e n tz ie h e n ,w e n n g le ic h H u n d e r te fre ilic h s c h o n v o n B e­g in n a n e in e w illig e B e r e its c h a f t b e s e e lth a tte , w ie s ie e in a llg e m e in e s , u n g le ic h ­a r tig e s T h e a te r p u b lik u m k a u m je a u f z u b ie le nim s ta n d e ist.M a n m a g d ie s e s o d e r j e n e s A r g u m e n t g e ­g e n d ie J u g e n d b e w e g u n g v o r 15 o d e r 20J a h r e n V o rb rin g e n . N ic h t b e s tr itte n w e rd e nk a n n u n d d a m a ls e in n ic h t z u u n te r s c h ä tz e n ­d e s p o s itiv e s E le m e n t w a r d ie a u s ih re n T e n ­d e n z e n g e b o r e n e u n d g e n ä h r te F ä h ig k e itk le in e r G ru p p e n o d e r g r ö ß e r e r V e r e in ig u n ­g e n , E r le b n is w e r te z u v e r m itte ln , te ilz u ­g e b e n a n d e r V e r w a n d lu n g a lle s R e a le n , a nm ä r c h e n h a f t o d e r s y m b o lis c h u m k le id e te nI d e a litä te n u n d f e r n e r d e m e in z e ln e n G e b o tez u g e b e n , d ie ih n a ls G lie d e in e r G e m e in ­s c h a ft a n g in g e n u n d f e s tig te n . N ie m a ls w a re in e s o lc h e G e m e in s c h a f t M a s s e . O ft f re ilic hu m g a b s ie sic h m it e in e r A u s s c h lie ß lic h k e it,d ie s ic h b is z u r U n d u ld s a m k e it s te ig e r nk o n n te-,d e r G e d a n k e d e r J u g e n d b e w e g u n gCripps vertagt die Entscheidung weiterKoch keine Bekanntgabe der britischen Vorschläge - Indiens Schicksal vom Kriegsausgang abhängigBern, 10. A prilIn N eu-D elhi so llteam M ittw o ch ab en d eineP ressek o n feren z zusam m en treten, auf der Staf-ford C rip p s die a b g eän d erte n V o rsch läg e d er b ritischen R egierung v o rleg e n w ollte.Ih re E inberufungist aber je tz t „bis auf w e ite res" v e rsc h o ­ben w orden, und die D isk u ssio n en zw ischen demC ripps-K reis u n d den in d isch en F ü h re rn g eh enalso w eiter. W en n sich a u ch aus d ieser L agezw ar ergibt, daß die G e g en p a rtei d er E n g länderzw eifellos a n e in e r W e ite rlü h ru n g d er V e rh a n d ­lu n g en in te re s sie rt ist, so zeig t sich an demg e g en w ä rtig e n V e rh an d lu n g sstan d a b e r auch,daß sow ohl C rip p s w ie C h u rchill a n ih re n u r­sp rü n g lich e n P länpn noch w e ite rh in sta rk e A b­strich e zu m achen b e re it sind. G leichzeitig äußert,m an sich jed o c h in b ritisc h e n K re isen h in sic h t­lic h d er G esam tentw icklu n g u n g leic h h o ffn u n g s­freu d ig e r als in d en letz te n T ag en u n d sp ric h tv o n e in e r b e v o rste h e n d e n E inigung in d e r V e r­teid ig u n g sfrag e, au f die d ie in d isch e n F ü h re r e in ­zu g eh en b e re it w ären .Ob sich d iese H offnungm it d en T atsa ch e n d eck t, m uß v o rläu fig d a h in g e ­ste llt bleiben. D ie A n zeichen, au s d en en m an inN eu-D elhi ein e Ä n d eru n g in d er H a ltu n g d e r in d i­sc h e n F ü h re r fe ststellen zu k ö n n e n g lau b t, sin d folgende:N ehru , d em sch o n v o rh e r g e legen tlichein e p ro e n g lisc h e H a ltu n g n a c h g e sa g t w o rd enw ar, h a t g e ra d e je tz t w ie d er ein ig e Ä u ß eru n g eng etan, in d en en C rip p s e in e S tü tze fü r sein eP lä n e erb lick e n zu k ö n n e n glau b t. Z udem ist einb ritisc h e r V o rsch lag , d en V o rsitz en d e n d er K on-g re ß p a rte i m it dem A m t des. V erteid ig u n g sm in i­ste rs zu b e tre u e n , a n sc h ein en d von d er P arteise lb st n ic h t u n g ü n stig aufg en o m m en w orden.D iese L ösung soll d en in d isch e n M assen — w irfo lg en h ie r e in e r b ritisc h e n D arstellu n g — offenba r genügen, um ih re n W id e rstan dg egen dieC rip p sc h en V o rsch läg e aufzugeben. A uch d ie T ä­tig k e it des„ ü b erp a rte ilich e n T reu h ä n d ers d esP rä sid e n te n R o o sevelt" ist n a tü rlic h in d er g e g en ­w ä rtig e n L age allein d a rau f ab g este llt, d ie in d i­schen F ü h rer fü r d ie b ritisc h e L ösung -zu g e w in ­nen. N e h ru h a t so m it O b e rst Jo h n so n e in e n eueh a lb stü n d ig e U n te rre d u n g g e h ab t, w o ra u f die V e r­h an d lu n g en des A rb e itsau ssch u sse s w ie d er au fg e­nom m en w o rd en sind, eben so ta g t d er A rb e itsausschußder M oslem -L iga se it M ittw o ch u n te rseinem P rä sid e n te n u n e n tw eg t, und g e rad e aufd iese eifrig e K o n fe ren z tätig k eitd er G eg en seite6ind w o h l a u ch je n e e n g lischen H o ffnungen füre in e p o sitiv e W e n d u n g in der H altu n g der K ongre ß p artei zu rü ck zufü h ren .A n g eblich soll derK ongreß je tz t d e n K om p ro m iß v o rsch lagform ulieren , in dem p ra k tisc h die A nnahm e d er b ritisch en V o rsch läg e e n th a lte n w äre.A llerdingsste h en g e rad e d iesen Äußerungen N ehru« eucha n d ere A usfü h ru n g en gegenüber, die kem esw ejsein em ihm nachgesagten Eintreten für de« deeso-k v atischen S ta atsg e d an k e n entsprechen w ürd en.D ie L age in In d ien ist also w ie b e re its v o r m eh ­r e n T ag en h in sich tlic h d e r H aupten tsc h eid u n gd u rc h a u s noch u n ü b ersich tlich.F e stg e h alten zu('V erden v e rd ie n t a b e r d iea u ß ero rd e n tlich e Am-itre n g u n g d e r b ritisc h e n K reise um StaffordC rip p s doch noch u n d (zw ar m it n e u en Z u g estän d ­n issen zu e in e r E inigung zu g elangen.V on dem v o r ein ig en T ag en a u fg etau chtenV o rsch lag , die S tellu n g des V izek ö n ig s m it derdes O b e rb efe h lsh a b ers ü b e r die b ritisch-in d isch enS tre itk rä fte in d er P erso n W av e lls zu koppeln,ist b ish e r n ich t w ieder die R ede gew esen , undzw ar sicherlich darum , w eil, w ie schon g esagt,L ondon a n schein en d je tz t so g a rb e re it ist, ine in e n e ig e n en in d isch en V e rte id ig u n g |m in iste rein zuw illig en . Für die in d isch en F ü h re r ist b eid en g eg en w ä rtig e n V e rh an d lu n g e n g e rad e in A n­b e tra c h t der U n d u rc h sich tig k eit ih re r w irk lic h enH a ltu n g b e so n d e rs w ichtig , daß sie 'ih ren eig enenL an d sleuten gegenüber* n ich t d as G esicht v e r­lieren . Es schein t, daß die b ritisc h e n Z u g estä n d ­n isse g e rad e a u ch von d iesem G esich tsp u n k tausg ehen , so daß dasS ch ick sal der M ission vonC rip p s doch noch ein p o sitiv e s — w enig sten sw ird es die b ritisc h e P ro p aganda dann so h in ­ste lle n — sein k ö n n te. W enn m an d em g egen ü b eraber auf den A u sg an g sp u n k t d er C rip p s sehenM ission zu rü ck g eh t, die d am als ein e A ufo k tro y -ieru n g d er L o ndoner F o rd eru n g en v o rsah , so w irdk lar, w ieviel B oden in d e n letz te n T ag e n d ie b ritischen K reise N eu-D elhis v e rlö te n hab en .InJa p a n , w o m an d en A u sg an g d er b ritisc h e n Bemühung um In d ien m it einem ganz n a tü rlich e nIn te re sse v erfo lg t, w e ist m an g eg en ü b er allenta k tisc h en M an ö v e rn d a h e r m it R echt d a rau f hin,daß d as S ch ick sal In d ien s h e u te n ich t m eh r inN eu-D elhi a u sg e h an d e ltw erd en kann, so n d ernallein ab h än g ig ist von dem A u sg an g des K riegesd er A chsenm ächte.USA bekommen keine Matrosen mehrAmerikanische Seeleute verweigern den Dienst für die AtlantikfahrtStockholm , 10. A prilD er a m erik anische M arin em in ister, O b e rstK nox, h a t sich in e in en m erk w ü rd ig e n W id e r­sp ru ch v e rw ick elt. N ach d em er am V o rta g e einN a ch la sse n d er d e u tsch e n A n g riffstätig k eit aufG ru n d d er n e u e ste n a m e rik a n isc h en Schutzm aßnahm en h a tte fe ststellen zu k ö n n e n g eglaubt,m ußte K nox h e u te v o r dem g leichen G rem ium ,u n d zw ar w ie d er auf d er P ressek o n feren z, m it-teilen , daß d ie a m e rik a n isc h e H andelssch iffahrtn ic h t m eh r g enügen d S e eleute zu r V erfü g u n g h at.N o rd a m erik an isc h e H andels- u n d Schiffahrts-k re ise h a b en b e re its se it lä n g e re r Z eit in ä h n ­lic h e r W eise, w ie je tz t d er M in ister se lb st ü b e rd ie F olgen d er d eu tsch e n U n te rseeb o o ttä tig k e itK lage g eführt. A m schw ie rig ste n ist es au g en ­b licklich inden V e re in ig te n S taaten , S e eleutefü r die T an k sch iffah rt a n zu h euern , die ind enletz te n W o ch en infolge d er O p e ra tio n e n d e r d e u t­schen U n te rseeboote schw ere V e rlu ste e rlitte nh a tte . So ist es in T exas, dem A u sg an g sh afen fürdie Ö ltra n sp o rte n a ch d er am erik an isch en O stkü ste beim A u slaufen auf T a n k e rn im m er w iederzu M e u tere ie n u n d G e h o rsa m sv erw eig e ru n g e ngekom m en, die ein en fa h rp lanm äßig en D ienst derS chiffah rtlin ien in F rage stellen. D as E ingreifend er B ehörden h a tte d ie V e rh ältn isse n u r v e r­sc h lechte rt, u n d aus d er jetz ig e n E rk läru n g vonK nox sp ric h t ja a u ch n u r, daß d ie R egieru n g inW ash in g to n b ish e r k e in en W eg zu r L ösung d ieserF rage g efu n d en hat. Die G röße d er S chw ierig ­k e ite n «für d ie H andelssch iffahrt, g enügen d M a­tro se n zu bekom m en, k e n n zeic h n e t a u ch ein w eitere r H in w eis des M arin em in isters, daß d ie m öglich e rw eise sich erg eb en d e N o tw e n d ig k eit ein erÜ b ern ah m e d er am erik an isch en H andelsm arin ed u rch die K riegsm arin e G egen stan d so rg fä ltig erE rw äg u n g en sei.Neuer EichenlaubträgerO berst Friedrich M üllerAus dem F ührerhauptquartier, 9. A p rilD er F ü h rer v e rlie h dem O b e rst F ried rich W ilhelmM ü l l e r , K om m andeur ein es In fa n te rie re g i­m entes, das E ichen laub zum R itterk reu z desE isernen K reuzes u n d san d te ihm n a ch ste h en d e sT elegram m : „In d a n k b a re r W ü rd ig u n g Ih res h e l­d en h aften E insatzes im K am pf für d ie Z ukunftu n se res V o lk es v e rle ih e ich Ih n en als 86. S o ld a­ten d er deutschen W eh rm ach t d as Eichenlaubzum R itterk reu z d es E isern en K reuzes. AdolfH itler."Der Nuutlus bleibt D«YenZurückw eisung unzutreffender G erüchteBerlin, 10. A p rilG erü ch t« v o n V e rän d e ru n g e n im D ip lom atischenK orps k B erlin, d e n en zufolge der P ostend es D oyen n eu- o d e r u m b esetzt w erd en solle,w e rd en in B erlin er u n te rric h te te n K reisen m itE n tsch ie d en h e it zu rü ck g ew iesen . T rad itio n ell h a tin d er R e ic h sh a u p tstad t d e r jew eilig e p äpstlicheN u n tiu s die F u n k tio n des D oyen im D iplom atischenK orps inne. Es ist n ic h t b e k an n t, daß derg e g en w ä rtig e N u n tiu s M o n sig n o re O rsen ig o seinen P latz v e rla ssen w olle o d e r solle. Im Z usam ­m en h ang m it diesen u n zutreffen d en a b er an ih rerT en d enz e rk e n n b a re n G erü ch ten w ird in B erlinv o n u n te rric h te te r S eite d a ra n e rin n e rt, daß esin Berlin zwei M ächte g egeb en h a t, die g egendie traditionelle Berufung des päpstlichen N untiuszum Doyen Einspruch erhoben. Es warendies England und die USA, die im Jahre H28,als äer derzeitige Papst, der dam alige N untiusPacellt, seinen Posten verließ u n d von O rsenigoab g elö st w u rd e, e rk lä rte n , sie w ü rd e n sich zw arm it d e r a b erm alig en B etrauupg ein es N u n tiu s m itd e r F u n k tio n d es D oyen abfinden, k ö n n ten aberk e in e sfa lls ein d iesb ezügliches v a tik a n isch e sRech* anerkennen.W a s je d o c h a ls w e s e n tlic h e s cism o n T ,w ie d e r e r w e c k t d u r c h d ie ju n g e G e n e r a tio nj e n e r Z e it, v o n B e d e u tu n g ist, w a r e b e nje n e U n io M y s tic a v o r d e m d ic h te ris c h e nW o r t. S ie w e c k te S e h n s u c h t. S ie g e b a r W ir ­k u n g s w ille n S ie v e r la n g te L ä u te r u n g u n dv o r a lle m H in g a b e u n d O ffe n h e it. D e r V e r ­g le ic h m it e in e r s a k r a le n H a n d lu n g u n d d e rA u f g e s c h lo s s e n h e it v o r ih r lie g t g a r n ic h t sofe rn !E s w a r e in W e g . d e r a u f d ie W u rz e la lle s D r a m a tis c h e n z u r ü c k w ie s ,w e n n g le ic he tw a M y s te r ie n s p ie le k e in e s w e g s a lle in d a r ­g e s te llt w u r d e n . W e s e n tlic h w a r d e r G la u b e ,d a ß d a s S p ie l A n tw o r t a u f v ie le d ie J u n e n db e w e g e n d e n F r a g e n g a b ; F r a g e n d ie sic h ind e m W ir r s a l d e r N a c h k r ie g s z e it, u n d d e r sos ta r k e m p f u n d e n e n R ic h tu n g s lo s ig k e it w iev o n s e lb s t g e s te llt h a tte nW e s e n tlic h w a rd a s a u s d e r W a h r h e it le b e n d e W o rt, d a s zuv e r n e h m e n d ie P h r a s e u n d d a s h o h le P a th o sh a tte v e r le r n e n la s s e n .G e w iß , e s w a r e in e E r s c h e in u n g d e r Z e it.E in e P a r a lle le z u ih r is t u n s a ls U n b e te ilig ­t e n z u b e o b a c h te n h e u te in P a r is G e le g e n ­h e it g e g e b e n . D e n n d o r t h a t s ic h e in e ju n g eT r u p p e v o n S c h a u s p ie le r n z u s a m m e n ­g e s c h lo s s e n , L e R id e a u d e s J e u n e s , d ie , s u ­c h e n d n a c h d e r u n lö s c h b a r e n F la m m e d e sG e is te s , k r a f t ih r e s id e e lle n E la n s u n di h r e r e r n s t e n I n t e n s it ä t d e n h e u te ü b lic h e nT h e a te r b e tr ie b a b le h n e n , v e r g e s s e n m a c h e nu n d z u ü b e r z e u g e n d e r S h a k e s p e a r is c h e r E in ­f a c h h e it z u r ü c k g e k e h r t sin d .W ie w e it d ieP a r a lle l i tä t d ie s e r f r a n z ö s is c h e n G e g e n w a r tm it u n s e r e r V e r g a n g e n h e it r e ic h t,d a s z uu n te r s u c h e n is t h i e r n ic h t m ö g lic h .W o h la b e r d ie s , d a ß d ie W a h l d e r d a r g e s te llte n ,e r le b te n W e r k e s y m p to m a tis c h e r s c h e in e nk a n n . D ie D r a m a tis ie r u n g d e r J u n g f r a u v o nO r le a n s s ta n d k ü r z lic h in z w e i W e r k e n imM itte lp u n k t u n d d a m it e in e r s e its d ie D a r­s te llu n g e in e r d e r s c h w e r s te n u n d z u g le ic hg r ö ß te n E p o c h e d e r f r a n z ö s is c h e n G e s c h ic h teu n d a n d e r e r s e it s d ie e in e r b e is p ie lh a f te ns e e lis c h e n W a n d lu n g u n d W ie d e r g e b u r t d e sM e n s c h e n .W e n n a ls o ü b e r h a u p t v o n e in e r P a r a lle litä tg e s p r o c h e n w e r d e n s o ll, d p n n k a n n s ie s ic h n u ra u f u n s e r e V e r g a n g e n h e it b e z ie h e n . D ie g e ­g e n w ä r tig e d e u ts c h e D r a m a tik s ie h t ih r e A u f ­g a b e — e s w u r d e h i e r s c h o n m e h r f a c h b e t o n t —v o r n e h m lic h in e in e r V e r g e g e n w ä r tig u n gd e r P r o b le m e d e r Z e it. I n s o f e r n i s t s ie a ls op o litis c h u n d k o m m t s e h r w o h l d e r F o r d e ­r u n g d e s T a g e s n a c h . J e d o c h , m a n k a n n s ic hd e s E in d r u c k e s n ic h t e r w e h r e n , d a ß d ieD r a m a tik e r d e r G e g e n w a r t ü b e r d e m P ro ­b le m o ft n ic h t d e m M e n s c h e n s e inR e c h tg e b e n . A k t u a li t ä t s te h t im V o r d e r g r u n d , o h n eF r a g e : u n d f r a g lo s a u c h e in B e w e is d a fü r,in w e lc h e m M a ß e d ie F ü lle d e r E r e ig n is s eu n d ih r e B e d e u tu n g s s c h w e r e d e m A llg e m e in ­b e w u ß ts e in in n e w o h n e n .E in Z e ic h e n a u c h••für E r'fcäfhm g d e r F o r d e r u n g , d a ß d e r e in z e ln «


M a n s c h z u r ü c k t r e t e h i n te r d e m s c h ic k s a ls ­h a f te n G a n z e n d e s V o lk e s , h in te r d e n d e rI .le e d e r J e t z t z e i t e n ts p r in g e n d e n N o tw e n ­d ig k e ite n . N u n b e s tim m e n a b e r d ie s e N o t­w e n d ig k e ite n g e r a d e h e u te u n d m e h r d e n nj e d a s D a s e in je d e s E in z e ln e n . J e d e r E in -a e ln e is t z u s e in e m T e il b e tro ffe n . S o s p ie -P e lt s ic h g le ic h s a m in u n z ä h lig e n k le in e na c e tt e n w id e r , so v ie lf ä ltig d ie R e a k tio n e nj u c h ,sein m ö g e n , w ie s e h r j e d e r M e n s c hs c h le c h th in u n t e r d e m S c h ic k s a l s te h t.B e ia lle r A k t u a li t ä t e in e s P r o b le m s w ä r e n u ng e r a d e h e u te a ls d a s e w ig A k tu e lls te , e b e nd e r M e n s c h , z u z e ic h n e n u n d d a r z u s te lle n ,u n d e s s c h e in t u n s , d a ß h ie r h in d ie d r a m a ­tis c h e K u n s t a ls z ui h r e r g r o ß e n A u f g a b ew e is t. (W o b e i n u n f r e ilic h n ic h t e ig e n s b e ­to n t z u w e r d e n b r a u c h te , d a ß d a m it k e in e s -? a lls e in e r „ B ü h n e n d ic h tu n g " d a s W o r t g e ­r e d e t w e r d e n so ll, d ie e tw a e in G e s c h e h e nv o m 9. A p r il 1942 z u „ g e s ta lte n " s ic h a n -m a ß t.) „ N u r a m B e is p ie l d e s M e n s c h e nW ä c h st d ie M e n s c h h e it" , s c h r ie b e in m a lF r ie d r ic h K a y ß le r , u n d e r s c h r ie b e s, a ls e rv o n d e r e ig e n tlic h e n S e h n s u c h t d e s S c h a u ­s p ie le r s s p r a c h , M e n s c h e n z u v e r k ö r p e r n .N u n i s t n a tü r l i c h r ic h tig ,d a s e in g u te rR e g is s e u r a u s je d e m M a te r ia l e tw a s m a c h e nk a n n . E s is t d a n n a b e r s e in e L e is tu n g , n ic h td ie d e s D ic h te r s , n ic h t e in e , d ie d e r S p r a c h e— d e m U rs to ff je d e s d r a m a tis c h e n S e in s —ih r e E n ts te h u n g u n d ih r e W ir k u n g v e r d a n k t .U n d e s i s t a u c h z u b e z w e if e ln , o b j e a u se in e r s o lc h e n , m it R e c h t s c h ö p f e r is c h z un e n n e n d e n V e r m ittlu n g d e r u n a u s lö s c h lic h eE in d r u c k g e w o n n e n w e r d e n k a n n , d e r s ic hd e m Z u s c h a u e n d e n u n d Z u h ö r e n d e n , a ls od e m A n g e s p r o c h e n e n , a ls o d e m s tu m m e nT e ilh a b e r a n d e m G e s c h e h e n a u f d e md ieg r o ß e W e l t b e d e u t e n d e n k le in e n A u s s c h n itt,a u s e in e r w a h r e n u n d r e in e n D ic h tu n g a u f ­e r le g t. W e il e s n ä m lic h W e l t is t, w e r d e n d e ,s ic h e n tw ic k e ln d e W e lt, w e lc h e d ie D ic h tu n gt r ä g t , w e il d ie s e W e l t d u r c h d ie d i c h t e r i ­s c h e n P e r s o n e n e r s t G e s ta lt g e w in n t, s in da ls o d ie s e P e r s o n e n s t e ts d a s P r im ä r eu n d ih r p la s tis c h e s , R a u m e r fü lle n d e »u n d v o n L e b e n e r m ö g lic h e n d e r A tm o s p h ä r eu m g e b e n e s D a s e in d ie a u s s c h lie ß lic h e V o r ­a u s s e tz u n g . ( F re ilic h k ö n n te m a n h i e r z w e i­f e lh a f t w e r d e n , w e n n m a n a n e in e n S a tz v o nG u s ta f G r ü n d g e n s d e n k t, d e r n e u e P e r s p e k ­t iv e n z u ö ffn e n s c h e in t; e r s a g te n ä m lic h ,d ie S c h a u s p ie lk u n s t m ü s s e d a s W e r k d e «D ic h te r s z e r b r e c h e n , u m e s n a c h ih r e n e ig e ­n e n G e s e tz e n w ie d e r a u f z u b a u e n .) S te ts g e h te s j a u m d e n M e n s c h e n a ls d e n E x p o n e n te ne in e s W ille n s , e in e r M a c h t, e in e s D a im o n io n .A u s d ie s e r B e z o g e n h e it b e id e r a u f e in ­a n d e r , in ih r e m W id e r e in a n d e r , i h r e r A u s ­e in a n d e r s e tz u n g e n ts te h t d a s M y s te r iu m .W e n n e s s p ü r b a r w ir d , u n d d ie E r f a h r u n g_ _e s n ic h t T h e o r ie b le ro l, d a n n a n tw o r te t d a «T h e a te r a ls d ie e in z ig e S tä tte d e r R e a lis ie -Japan beherrscht den IndischenZwei britische Kreuzer und 114000 BIT Handelstonnage vm iapanisetisn ieasfejl e a ak&rättendichtetio k io , 10. A pril. A uf den d rei w ic h tig ste n F ro n ten des o stasiatisc h en K rie g sschau p latzes zeich n en sichn eue gro ß e E rfolge d er Ja p a n e r ;b :,I m In d isch enO zean v e rm o c h te die ja p a n isc h e K riegsm arinezw ei b ritisc h e K reuzer u n d 140 000 BRT fein d ­lic h e r H andelssch iffsto n n age zu v e rn ic h te n , w ä h ­re n d sich .d ie L age d er b ritisc h e n S tre itk rä ftein B urm a im m er sc h w ie rig e r g e staltet. Treffend iese V e rlu ste v o rn e h m lich die E ngländer, soist an d er d ritte n N ie d erlag e alle in die n o rd ­a m e rik a n isc h e A rm ee b ete ilig t,d e ren K riegsde p a rte m e n t so eben m itteilte, die V erteid ig u n gv o n B ataan sei „w ah rsch ein lich ü b e rw ältig t".A lle E rfolge zusam m en a b e r b ew eisen , daß dieja p a n isc h e A k tiv itä t in O sta sie n im g e g en w ä r­tig en A u g en b lick leb e n d ig er d enn je ist undsich v o r allem im In d ischen O zean ausw irkt.D ie je tz ig e S chlacht in dem in d isch en S eege b ie t lä ß t e rk en n e n , daß d ie jap a n isch e n O p e­ra tio n e n k e in e sw eg s allein au f ein e S törung deran g elsä ch sisch e n H an d elssch iffa h rt a u sg e ric h te tw aren , so n d ern daß sich in d iesen G ew ässerna u ch g ro ß e K rie g sflo tten e in h eiten befinden, dien u n in ein e e rn ste B erü h ru n g m it b ritisc h e n S eestreitk rä fte n g e raten sind. Daß sich b e i diesemG efecht aberm als das ab so lu te Ü b e rg ew ic h t d erja p a n isch e n S e e stre itk rä fte ü b e r ih re G egner alsw ic h tig ste s E rgebnis d er S c h lacht h e ra u sg e ste llth at, g e h t aus den b ritisc h e n V e rlu sten h erv o r:Ein K reuzer vom L ondonty p m it 9800 T onnenu n d ein w e ite re r b ritisc h e r K reuzer vom C o rn ­w a llty p m it 10 000 T o n n en sin d v e rse n k t w ord en.Die Ja p a n e r h a b en k e in e Schiffe v erlo ren . Dieb ritisc h e A d m iralitä t h a t — u n g ew ö h n lich g eg en ­ü b e r ih re r b ish e r!b e reitseingest.m an in Londo:g efecht n ochsc h ä d ig t wurjim Luftkam p:den. D ie Hm aß d er S csind. O bgln ischen S-schein lichb ereits diesta d t C olom bora x is — d iese V e rlu ste■licht ein g e stan d e n h a tdaß b ei d iesem See-chiffe v e rsen k t u n d be-60 fein d lich e F lugzeugea p an e rn v e rn ic h te t w ur-V e rlu ste zeig t d as A us-er sie z u stan d e gekom m enü b e r die S tä rk e d er jap a -Fäfte — es w ird sich w ahr-kelbe G eschw ader h a n d eln , das^ra tio n e n g eg en C eylo n s H aupt-d u rc h g efü h rt h a t — k e in e M itteilun g erfo lg te, k a n n doch an g en o m m en w erd en ,daß d ie ja p a n isc h e W eh rm ach t in d iesem T eild es In d ischen O zeans zu r V o rb e reitu n g w e ite re rO p e ratio n en zw eifello s sehrsta rk e K räfte zusamm engezogen h a t, d ie in den kom m enden T a­g en sicherlich noch m eh r in die E rschein u n g tre ­ten w erd en . W en n die B riten in d iesem G efechte in en Schiffsraum v o n a n n ä h e rn d 140 000 BRTv e rlo re n haben , u n d 100 000 BRT, die so schw erb e sc h äd ig t sind,daß sie fü r län g e re Z eit alsF rachtraum au sfallen w erd en , so b e d e u te t dase in en n e u e n g efäh rlich en Schlag gegen d ie ind en o sta sia tisc h e n G ew ässern noch b ish e r v e r­b liebene b ritisc h e H andelssch iffahrt.Die SOS-Rufe, die in d en letz te n T ag en ü b e rall im Ä th e rg e h ö rt w o rd e n w a ren , u n d die in d isch e R adio-133 bolschewistiscSie Panzer vernichtetSowletangriffe gegen die Insel TYtaersaari zusammengebrochenA u s dem F ü h re rh a u p tq u a rtie r, 9. A prilD as O b erk o m m ando d e r W eh rm ach t g ib t b e ­k a n n t: Im m ittle ren u n d n ö rd lic h en A b sch n itt d erO stfro n t w u rd e n ein zeln estä rk e re A ngriffe d e sF ein d es abgew iesen. Im F in n ischen M eerb u senb ra ch e n A ngriffe d er S o w jets au f die v o n d e u t­sc h e n u n d fin nischen T ru p p en b e se tz te In sel Ty-ta e rsa a ri zusam m en. D er F ein d v e rlo r h ierb e i 2TbT ote.A n d er K aukasu s-K ü ste griffen d e u tsch eK am pfflugzeuge b e i T ag u n d N a c h t H afenan la g e nu n d ein e Ö lraffin erie e rfo lg reich an.In d e r Z eit vom 31. M ärz b is 8. A p ril w u rd e n a nd e r O stfro n t 133 fein d lich e P anzer abgeschlossen.In N o rd a frik a sc h e ite rte e in -V orstoß sta rk e rb ritisc h e r A u fk lä ru n g sk räfte g egen die d e u tsch ­ita lie n isch e n S te llu n g en in d er C y re n aik a. DieL uftw affe se tzte ih re G roßangriffe g eg en die In ­sel M alta m it stä rk ste r W irk u n g fort. F lu g p lätzelind m ilitä risc h e A n lagen , V e rso rg u n g sein ric h ­tu n g en so w ie fein d lich e Schiffe w u rd e n d u rchz ah lreich e B om bentreffer e rn eu t sch w er besjn a l T 55sch?digten d e u tsch e J ä g e r ein britische«r u n g u n d G e s ta ltw e r d u n g e in e s d ic h te r is c h e nW o lle n s h e u te w ie e in s t, g e n a u so w ie je n e «S p ie l j u n g e r M e n s c h e n v o r ih r e n G e f ä h r te ng e a n t w o r t e t h a t. E s b e d a r l e b e n n u r d e rV o r a u s s e tz u n g , d a ß a u s d e n P e r s o n e n M e n ­s c h e n w e r d e n , d a ß s ie n ic h t s c h e m e n h a f tb le ib e n , b la s s e I d e e n t r ä g e r sin d , le d ig lic hF u n k tio n e n e in e r d r a m a tu r g is c h e n A b s ic h t.F r ie d r ic h B e th g e h a t e in m a l g e s a g t:„ J e d e rV e r s u c h , d a s D ra m a fü r T h e m e n d e r p r i v a ­te n , b z w . s ta a tlic h e n S p h ä r e z u b e m ü h e n ,m u ß sic h im lu f tle e r e n R a u m d e r A b s tr a k tio nv e r lie r e n , b z w . a n d e r in n e r e n P a r a d o x ies c h e ite r n ."D a s M y s te r iu m b e s te h t in j e n e r Z w ie ­s p r a c h e , d ie z w is c h e n M e n s c h u n d M e n s c ha n h e b t, d a r in d ie V ie le n h e u te fin d e n , w a «ih n e n n o ttu t. P r o b le m e s c h le c h th in w ü r d e nih n e n n ic h ts o d e r n u r w e n ig s a g e n .D a rinh a t S ig m u n d G ra ff u n r e c h t, d a ß e in T h e a te r ­p u b lik u m „ in d e m M o m e n t, in d e m s ic h d e rT h e a te r r a u m v e r d u n k e l t u n d d e r G o n g e r ­tö n t, k e in e A n s a m m lu n g v o n p r i v a t e n E x i­s te n z e n m e h r, s o n d e r n e in e in n e r lic h d u r c h ­z u s a m m e n g e h ö r ig e h o m o g e n e M a s s e :a u se in e .E r le b n is g e m e in s c h a f t'" se i; a lle n f a llsg ilt d e r S a tz fü r w e n ig e M in u te n d e s A n ­fa n g s n u r. In W a h r h e it s c h a fft e r s t d ie D ic htu n g d ie s e E r le b n is g e m e in s c h a f t, d ie D ic h ­tu n g , d e r e n H e im a t z w is c h e n H im m e l u n dH ö lle lie g t. W a s a b e r is t d ie s e G e m e in s c h a f ta n d e r s a ls j e n e U n io m y s tic a , v o n d e r w ira u s g in g e n ? S c h o n s c h e in t s ie s ic h h e u tew ie d e r z u b ild e n , v ie lle ic h t b e d in g t d u r c hd ie s e e lis c h e A u f g e s c h lo s s e n h e it u n d A u f-g e r ü h r th e it je d e s E in z e ln e n , d u r c h d ie ih nb is in s e in I n n e r e s a n g r e if e n d e Z e it. W e n ne s a b e r s o ist, d a ß s o lc h e G e m e in s a m k e it inu n d d u r c h d e n G e is t z u i h r e r B ild u n g e in e sz e itb e d in g te n A n la s s e s b e d a r f — u n d e ss c h e in t s o z u s e in — ,d a n n is t a u c h j e n eÄ u ß e r u n g v o n G r tin d g e n s w o h l b e r e c h tig t,D e n n d a ß e in e „ D o n C a r lo s " - A u f f ü h r u n gh e u te a n d e r s w ä r e a ls e tw a v o r 60 J a h r e n ,is t s e lb s tv e r s tä n d lic h u n d lie g t n a tü r l i c hd a r in b e g r ü n d e t, d a ß d e r S c h a u s p ie le r d e rG e g e n w a r t d ie D ic h tu n g a n d e r s „ z e r b r ic h ta ls s e in V o r g ä n g e r v o r z w e i G e n e r a tio n e nN a c h - A n tw o r te n w ir d h e u te g e s u c h t. D a sw ill h e iß e n : n a c h d e n M e n s c h e n w ir d h e u teg e f ra g t. J e d e r f r a g t n a c h s e in e s g le ic h e n , Inih m s u c h e n s ic h d ie M e n s c h e n .Zur Lage in NoidafrikaA us dem Italien isc h en W e h rm a c h tb e ric h tRom, 10. A prilZ ur L age in N o rd a frik a te ilt d er ita lie n isch eW e h rm a c h tb e ric h t d ie d eu tsch e n A n g aben e r­g änzend m it, daß an d er C y re n aik afro n t fein d ­liche G egenangriffe g egen die v o n d en Italien e rnv o r k u rz em b e se tz te n S te llu n g en abgew iesenw u rd en.ijeschä-rb e se tz te n u n d n u r v o n In fa n te rie fe u e r b e strichenen R äum e zw ischen den d e u tsch e n S tützpu n k te n e in zudrin g en u n d v o rg e sch o b e n e d e u t­sche P o stie ru n g en durch A ngriffe v o n d rei Seitenzurü ckzudrü ck en. In e in e r so lchen L ag e k annn u r ein schneller E ntschluß e in e r F ü h rerp ersö n -lic h k e it E n tlastu n g bringen. So griff ein B ataillon sa d ju ta n t, d er sich g e rad eam B rennpunktder K äm pfe befand, n ach d em der F ü h re r d er h ierk äm p fenden In fan terie-K o m p an ie g efallen w ar,m it w enig en S o ld aten den zäh k äm p fenden Feindan, h ielt d am it z u n äc h st den g e g n erisc h en A n­griff auf, um d ann m it H ilfe n a c h g e fü h rte r Reserv en die B o lschew isten g änzlich aus d er Einbru c h sste lle h e rau szuw erfen , so daß n a c h m eh r­täg ig em K am pf die g esam te H auptk am p flin iew ie d er fe st in d e u tsch e r H and w ar. W ie d a sO b erk o m m ando der W eh rm acht w e ite r m itteilt,w a re n im m ittle re n A b sch n itt der O stfro n t d e u t­sche ö rtlich e A ngriffe am 7. Ä pril w iederu m erfolgreich.In v iertäg ig e n h a rte n K äm pfen zerschlu g ein v e rstä rk te s d eutsch es In fan terie-R egimen t bei d er S äu b eru n g ein es W ald g eländes v ieriaaAtov**"* 1 .V i-jw lhV o rp o s tA b o o t d u rch B om benw urf. A n d er eng-lisch en S ü d k ü ste w u rd e ein e S endean lag e m itg u te r W irk u n g b o m b ard iert.B ritische B om bergriffen in d er letz te n N a c h t ein ig e S tädte in»n o rd d e u tsch e n K ü stengebiet an. V ie r fein d lich eBon»: er w u rd e n abgesch o ssen . S törflüge ein zelner b ritisc h e r F lu gzeuge fü h rten nach O st- u n dS ü d d eutschland.*A ls die B o lschew isten nordostw ärt-s O rel b eiden letzten A b w eh rk äm p fen die d e u tsch en S tellun g en m it sta rk e n K räften anzu g reifen v e r­su chten , w u rd e n sie in m eh rtäg ig e n e rb itte rte nK äm pfen zu rü ck g eschlagen . N u r v e rein zelt g e­lan g es ih n en d u rch M assen ein satz von M enschenu n d M a terial am e rste n T age in die un-K am pfanlagen100 b e festig te S tü tzp u n k te unddes Feindes. Die B olschew isten verloren bei diesenK äm pfen ü b e r 1200 T ote und m eh r als 20tG efangene. Die d eutsch en T ru p p en erbeuteten12 Geschütze,-J 35 G ranatw erfer, 80 M aschinengew eh re, fe rn e r ru n d 1000 M aschin en p isto lenu n d H andfeuerw affen. W e ite re b e träch tlicheB eute an W affen und G e rät m achten die d e u t­schen T ru p p en b ei der S äuberu n g ein er hart v e r­teid ig te n O rtsc h aft und der W ald g eb iete.ImV erlau f d er A b w eh rk äm p fe im m ittle ren F rontabsch n itt w u rd e n m eh re re fein d lich e P anzer zumT eil im N ahkam p f v e rn ic h te t und G eschütze desG eg n ers durch d eutsch e P anzer niederg ek äm p ft.Die d eutsch e A rtille rie zerschlu g feindlicheT ru p p en ansam m h m g en , so daß b e ab sic h tig te A n ­griffe d es G eg n ers n ic h t zu r E n tfaltu n g kom m enk o nnten.S ta tio n e n w eitetfiregeben h atten, finden n u n nachträglich in c te m japan ischen E rfolgm eldugen ih rew irk u n g sv o lle B estätigung. Es k a n n n ich t aus-bleiben, daß, d iese jü n g sten b ritischen V erlu steim In d ischen O zean p rak tisch ein erLähm ungd er g esam ten englischen H andelsschiffahrt ind iesem R aum g leichkom m en w erden, so daß ta t­säch lich Ja p a n in diesem S eeg eb iet h e u te schond ie abso lu te V o rh e rrsc h aft inneh at. Es h eiß t w eiter,daß bei d en O p e ratio n en auch so n stig eA n lag en d er b ritischen S eehäfen b e schäd ig t w o r­d en sind.A uf e in e N ie d erlag e an der P hilip p in enfro n tw aren die A m erik aner seit ein ig er Z eit schonv o rb ereitet. B evor je tz t die M itteilu n g von derw a h rschein lichen Ü b erw ältig u n g d er U SA -Streit-k räfte auf B ataan gekom m en ist, h a tte es schongeheißen, daß die Ja p a n e r allein durch ihrezah lenm äßige Ü b erleg enheit frü h er o d er sp äterden G egner aus sein en D schungelstellu n g en v ertreiben m üßten, und der letzte W ashingtonerW eh rm ac h tb erich t h a tte die Lage m it folgendenW o rten u m schrieben: „Frische jap a n isch e T ru p ­pen setzen ih ren V orstoß auf der B ataan-Inselm it g ro ß er W u ch t fort. Ein schw erer Angriffg egen u n se re n e u en S tellu n g en ist jetz t imG ange." W e ite r h ieß es: „D er g egen w ärtig e ja ­p an isch e Angriff, ist der am län g sten anhalten d eund m it größtem N ach d ru c k d u rch g efü h rte V orstoß,den der Feind se it B eginn der O p eratio n enauüyder B ataau -H alb in sel u n tern ahm ". Die Ame-riju n e r g eb en in diesem am tlichen B ericht sogar» ■ d a ß sie /s c h w e re V e rlu ste e rlitte n haben. V onj^ K Ü sc feer S eite lie g t b ish e r eine B estätigungdes A b sch lu sses der K äm pfe m it den auf derB ataan -H alb in sel ein g eschlo ssenen U SA -T ruppennoch n ic h t vor, w ohl a b e r stam m en die N achrichten ü b e r d ie V erschärfu n g der Lage in Burm aa u s a n g elsäch sisch en Q uellen. Und der schw ereL uftangriff d er Ja p a n e r au f M andalay, die letztew ichtig e S tadt B urm as, die sich noch inbritische n H änden befindet, h a t diese Sorge v erstärk t, denn die B riten v erfügen jetz t nicht m ehrÜber die n o tw endig e L uftm acht, um d erartigm assiv en L uftangriffen entg e g en tre te n zu können.D azu kom m t das P roblem w e ite rer Z ufuhr fürd ie b ritisc h e n S treitk räfte, nachdem alle n urirg en d w ie in F ragekom m enden V erk eh rsw egen ach Indien von den Ja p a n e rn abgesch n ittenw o rd en sind. U nter den grö ß ten S chw ierigkeitenist es m öglich, auf E lefanten oder durch K ulisk lein e re M aterialm en g en n ach M an d alay zu b rin ­gen. A ber für die V erso rg u n g ein er m odernen,in schw erem K am pf stehen d en T ruppe reichend iese M engen auch n ich t im entfe rn te ste n aus.D azu kom m t fern er der w ach sen d e W id erstan dd er B urm esen g egen die b ritische H errschaft, dern ach u n d n ach das ganze L and erfaßt hat. A llerü c k w ärtig en V erb in d u n g en der in B urm a k äm p ­fenden b ritischen T ru p p en sind aufs äu ß erste gefährdet, und d er N achschub n ach d er v o rd e rstenF ro n tlin ie w ird im m er w ie d er u n te rb rochen. Dmb ritisc h e O berk o m m andierende h in reiß en ließ,Wachsendes FesenJe tz t 325 000 E in w o h n er d e r G auhauptstadtPosen, 10. A prilD ie G a ü h a u p tsta d t P osen h a t m it dem 1. A pril1942 d u rch E in g em ein d u n g en v o n G ebieten derL an d k reise P osen u n d Schrim m ein e A u sw eitu n gu n d A b ru n d u n g im O sten und S ü d o sten erfahren.P lanungen e in es n euzeitlichen V erk eh rsflu g h a­fens so w ie die A n lage e in es V ersc h ie b e b ah n h o ­fes u n d e in es In d u strie w e rk e s m ach ten ein e Ä n­d e ru n g d er G em ein d eg renzen im H inblick au fdie k o m m ende E n tw icklu n g zu einem d rin g en d enB edürfnis.Da im O sten u n d S üden auch dieA n lage d er n o tw endig en W o h n g eb iete b e trieb e nw ird, k ann e rre ic h t w erd en , daß P o sens b ish e re in seitig e A u sd eh n u n g n ach W este n in dern e u e n E n tw icklu n g n a ch O sten ü b e r die W arth eh in w eg ein en stä d te b au lich w ü n sch ensw ertenA u sg leich findet u n d die G a u h au p tsta d t d esW a rth e la n d e s alsd an n e rst tatsä ch lich an d erW a rth e zu lie g e n kom m t. Die am 1. A pril neu-h in z u tre te n d e n T eile b rin g en e in en G ebietszuwach s v o n zusam m en 6310,6 ha.A llerd in g s istd e r B evölk eru n g szuw ach s n u r gering: er b e trä g t4164 E inw ohner. D ennoch b e d e u te t dies, daß dieG a u h a u p ts ta d t P o sen n u n m eh r ein e B evölkerun g sz ah l v o n ru n d 325 000 E in w o h n ern erreicht.D elcroix b e su c h te d e u tsch e V erw u n d e teD er P rä sid e n t des fa sch istischen K riegsb esch ä­d ig te n v e rb a n d e s, D elcroix, b e su c h te die als G ästeauf C apri w e ile n d en d e u tsch e n S chw erk riegsve rw u n d ete n .m m m mh ab en die L age n u r noch v e rsch lech tert.D ie b e id en im In d ischen O zean v ern ic h te tenK reuzer sin d d ie „D o rseth ire" u n d „C ornw all”.D ie „D o rseth ire" ist ein sc h w e rer K reuzer von9975 T onnen, d er 1929 v o n S tapel g elaufen isfu n d ein e B esatzung v o n 680 M ann h a tte . DasSchiff fu h r 32,2 K n o ten u n d v e rfü g te ü b e r ach!G eschütze v o n 20,3 cm, a c h t 10,2-cm-Flugabweh rg esch ü tze, v ie r 4,7-cm -G eschütze, a ch t 4-cmF lu g abw ehrg eschütze, a ch t M aschinengew ehr«u n d ach t T o rp ed o ro h re. F ern er b efan d sich eirW asserflu g zeu g an Bord. D ie „C o rn w all", eben ­falls ein sc h w e rer K reuzer, g e h ö rte zu d en g rö ß ­ten u n d stä rk ste n E inheiten, ü b e r d ie die b ritische F lo tte in d ieser S chiffsklasse v erfü g te. Dasim Ja h re 1926 v o n S tapel g ela u fen e K riegsschiSh a tte bei einem U m bau n eb en T o rp ed o w u lsterein e b e so n d ere P anzeru n g in d er W asserlinieund v e rstä rk te F lu g abw ehrb ew affn u n g e rh alte nBei ein er W asserv e rd rän g u n g v o n 10 000 T o n n erund e in e r G eschw in d ig k eit v o n 31,5 K notersetzte sich sein e B estü ck u n g au s a ch t 20,3-cm-G eschützen, a ch t 10,2-cm -Flugabw ehrgeschützenv ier 4,7-cm -G eschützen u n d a ch t M aschin en g e­w ehren zusam m en. A n D eck b efan d sich eirFlugzeugschuppen m it d rei W asserflu g zeu g enDie B esatzung b e tru g 680 M ann.Roosevelts SchiitsverlusteAmtliche M itteilungen aus W ashingtonV Icäiy:Zu dem a n h alten d e n M angel an K ohle, P etro ­leum , T ex tilw are n u n d M etall in v e rsch ie d en e nsü d a m erik an isc h e n L än d ern sc h reib t die fran ­zösische Z eitsch rift „Journal de la M arine Mar-chande": „Seitdem die u s-a m erik an isc h e T a n k e r­flotte E ngland zu H ilfe eile n m ußte, ist d u rchd e n M angel an K ohle u n d Schw eröl A rg entin ieng ezw ungen, den E isen b a h n v erk e h r im V erg leichzum J a h re 1940 au f 60 v. H. e in zuschrän k en, w asd e n K ohlen v e rb ra u c h betrifft, u n d au f 85 v. H.,so w eit die a rg en tin isch e n B ahnen m it flüssigenB rennstoffen fahren. U ru g u ay u n d B rasilien h ab ena u s g leichen G rü n d en die B enzin ratio n ieru n g e in ­fü h ren m üssen, u n d B rasilien v e rsu c h t d a rü b e rh in au s sein e B enzin v o rräte d u rch M ischung imV e rh ä ltn is v o n 20 b is 40 v. H. m it A lk o h o l zuv e rlä n g e rn , d en es aus R o h rzuck er h e rstellt. A u chd as F ehlen v o n W eiß b lech m acht sich in A rg e n ­tin ien, C hile, U ru g u ay, P a ra g u ay em pfindlich b e ­m erk b ar. D ieser U m stand h a tte e in e R eihe vonIn d u strien zu r F a b rik atio n su m stellu n g g ezw u n ­gen, w eil sie k e in e K o n serv enbüch sen e rh alte nkönnen. Die K o n serv e n in d u strie , v o r allem dieF leisch- u n d ö lfa b rik e n , b e d ie n ten sich n e u e r­d ings E rsatzpackungen. In C hile h a t d er M angela n W eiß b lec h zur* H e rstellu n g v o n K o n serv enbüchsend azu geführt, Früchte zu trocknen."Athen:U n ter der Ü b erschrift „Z eit k äm p ft n ich t m ehrzu g u n sten d er E n g länder" b rin g t die griechisch eZ eitu n g „Akropolis" e in e n A rtik el, in dem es u. a.h eiß t: „G en eral Z eit" ist e in e d e r b e lie b te stenP ersö n lich k e ite n in d er en g lisc h en K rie g slite ra tu ru n d in d en R eden d er d e m o k ra tisch e n K riegshetzer. D ie A n g e lsa ch se n leb en im m er in d en Erinn eru n g e n d es W eltk rie g es u n d v e rg essen dabei,d aß sich d ie L age in zw isch en se h r v e rä n d e rt h a tu n d d aß die Z eit n ic h t m eh r in d en D iensten derA n g elsach sen, so n d e rn d er A rm een der D reierpa k tm ä c h te steht. D er so w je tisch e B o tschafter inL ondon h a t a n g sterfü llt sein e A lliie rte n gem ahnt,sie so llen das J a h r 1943 v e rg essen u n d sich v orA u g e n h a lte n , daß d er K rieg n o ch im J a h re 1942e n tsch ied e n w erd en soll. Z ur g leichen Z eit h a tsich d e r e n g lische M in iste rp rä sid e n t gezw ungeng esehen, die V e rm in d e ru n g d er d en A lliiertenzur V erfü g u n g ste h en d e n H andelsschiffstonnageu n d a n d ere S ch w ierig k eiten zuzugeben,gegendie die E n g länder u n d ih re V e rb ü n d ete n zu k äm p ­fen h ab en . D ies sin d G estän d n isse, die selb st denN a iv ste n zu d en k en geben, u n d die um so schw erwie g en d e r sind, d a die T atsa ch e n d ie S eifenblasenv o n d e r so w je tisch e n W in tero ffensiv e allm ählichzum Platzen bringen.“_____________B erlin, 10. A prilEin n o rd a m e rik a n isc h er F ra c h te r von etw i5000 BRT w u rd e an d e r A tlan tik k ü ste der US4v ersen k t, w ie das U S A -M arin em in isteriu m jetzzugeben m uß.A u ß erd em w u rd e ein kleinere:F rachter durch ein U n te rsee b o o t an d er am erik anisch en K ü ste .v e rse n k t. D iese V ersenkungerfolgte b e re its am 2. A pril. E rst n ach der Landung ein ig er ü b e rle b e n d e r in einem am erik anisehen H afen en tsch lo ß sich das U SA -M arinem inisterium , a u ch d iesen V e rlu st zuzugeben.Der Druck auf Ibero-AmerikaJapanische FeststellungenT okio, 10. A prilM it dem D ruck d e r V e rein ig te n S ta ate n übedie ib ero -a m e rik an isc h en L änder b eschäftig t sic’die ja p a n isc h e Z eitu n g „H ochi S chim bun“. DaB latt w e ist d a rau f hin, daß W ash in g to n durcD rohungen v e rsu ch t, A rg e n tin ien u n d C hile idas L ager d er F ein d e d e r A chsenm ächte zu ziehen: „D iese P o litik d ie n t dazu, die Schw ächd er a m e rik a n isc h en K riegfü h ru n g darzulegerdie n ach dem V e rlu st d e r Schiffahrtsm öglichke:ten im Südw estpazifik, g ezw u n g en ist, Rohstof!qu ellen w o a n d ers zu su chen."Die jap anischZ eitung b e sc h ä ftig t sich d a n n m it der Verfo!gung ja p a n isch e r B ü rg er in B rasilien und mein„m an m uß d ie V e rein ig te n S taaten eher dafüv e ran tw o rtlic h m ach en als B rasilien. Es ist bed auerlich, daß d ie lata in -a m e rik an isc h en Ländeg ezw u n g en sind, so w eit n a ch d er Pfeife d er amerik an isc h en S ta ate n zu tanzen, daß sie n ich t nud ie d ip lo m atisch en B eziehungen zu den Achse;;m ach ten abbrechen , so n d ern so g ar unschuldigJep anisch « B ü rg er leid e n lassen".20, A pril 104tSeite 2 /. Nr. 84


Ein Jahr unabhängiges KroatienErfolgreicher Aufbau aus der Dynamik eines revolutionären Gedankens - Ein neuer Staat im nenen Europa_ , A gram , 10. A p rilDas k ro a tisc h e V olk fe ie rt am 10. A p ril d ene rste n Ja h re s ta g se in er U n abhän g ig k eit. D ie G e­schehnisse d ieses Ja h re s, v o n d en en m an chesE reig n is ein M a rk ste in au f dem W e g e zum n e u enE uropa ist, u m sp annen im g ro ß en B ogen dasS ta atsw esen v o n d er A n e rk en n u n g d u rc h dieS ta ate n des D re im ä ch te p ak tes u n d d e r e u ro ­p ä isch e n F ro n t an ü b e r d ie ä u ß ere u n d In n ereS icheru n g des k ro a tisc h en L eb ensraum es b is zumZ u sam m entritt des Sabor, d es k ro a tisc h e n L andtages. In d iesem J a h r w u rd e a n d e r S ch w ellezum S ü d o stenu n se res K o n tin en ts v o n einemb e g ab ten u n d so ld atisch en V o lk e in W e rk v o llbra ch t, d as se lb st d ann v o lle A n e rk e n n u n g erheisch t, w enn m an d ie b egreiflichen F e h ler u n ddie se lb stv erstä n d lic h en K in d e rk ra n k h e ite n n ich tü b ersieh t. D ie A u fg abe d es S ta atsfü h re rs Dr. Pa-v e litsc h b e sta n d ja n ic h t n u r d arin , d en n eu enS ta a t zu b a u en u n d ih n in die n e u e eu ro p äisc h eG em ein schaft ein zugliedern , sch w ie rig e r n o ch alsd iese R iesen arb eit w a r d ie N o tw en d ig k eit, denk ro a tisc h en M enschen , d er d reiu n d zw anzig Ja h rein ein e F re m d h errsc h a ft h in ein g e zw ä n g t w ar, au sH em m ungen h erau sz u lö se n u n d ihm d u rch Ü berwin d u n g ein es sk ru p e llo sen A u sb eu tu n g ssy stem sso ziale G e rechtig k e it w id e rfa h re n zu lassen. Esh a n d elte sich also n ic h t n u d um d ie m achtp o litische A u sg esta ltu n g d es ju n g e n S ta ate s K ro a­tien, e n tsch e id e n d e r, w e il an die W u rzel d esProblem s h e ran rü h re n d , w ar, d ieses p o litischeN eulan d im Sinne u n se re r Z eit w elta n sc h au lichzu e rsch ließ en u n d sie b en M illio n en M enschenn ach dem seelischen R hyth m u s d e r G egen w artauszurichten.A ls Dr. P av elitsch im A p ril v o rig en Ja h re sdie F ü h ru n g d es ju n g en S ta a te s ü b ern ah m , fander n ich ts vor, au f dem e r h ä tte w e ite rb a u e n k ö n ­nen. Es gab k e in en b ra u ch b a ren V e rw a ltu n g sa p ­p a rat, k e in d en n eu en E rfo rd ern issen angep aßtesW irtschaftssy stem , es fehlte a u ch je d e O rg a n i­satio n . In allem B elangen m u ß te v o n v o m e angefang en w e rd en u n d es w a r n o tw endig , deng esam ten in n e rk ro a tisc h e n P ro d u k tio n sp ro zeßu m sich tig in G ang zu b rin g en , um E rfo rd ern issezu b efriedig en,an d ie ein ig e M o n ate v o rh erkaum jem and g e d acht hat. D iese L eistung, in dieauch d er A u fb au d er k ro a tisc h en W eh rm achtund der v e rsch ie d en e n F o rm atio n en der U sta-schabew egung ein b ezo g en w erd en m uß, w irdnoch erstau n lich e r, w enn m an b eden k t, daß sichdie k ro a tisc h e S ta atsw erd u n g in m itten einesE uropa v o llzieh en m ußte, das sein en schw erstenE x istenzkam pf führt.Die E rfüllung der k ro a tisc h en S ta atsid e e durchdie B ew eiskraft d er schöpferischen L eistung w ä redem S ta atsfü h re r Dr.P av elitsch in einem sov e rh ältn ism äßig k u rzem Z eitrau m k aum g eglü ckt,h ä tte er n ich t ein en Stab b e w ä h rte r M itarb e ite rum sich g ehab t u n d h ä tte die b e g e iste rte H in ­gabe an den n e u en S ta at n ich t d en Sieg ü b e rdas A llzum enschliche d avongetrag e n . Das n e u eK ro atien w u chs aus dem G e d ankengut der U sta-gchabew equnq, die im g eistig e n und w eltan -scu nd des Faschism us steht.Ein k ä m p ferisch erG eist w o h n t dem U stascha (das W o rt h e iß t aufd eutsch so v ie l w ie Rebell) schon sinngem äßin n e und die A u flehnung g egen die A usw ü chsed er V e rg an g e n h e it hat, v ielfach in schm erzvollenProzessen, d en S chutt des ü b e ra lte rte n w eggeräum t, um Platz für das N eue zu schaffen.So w a r d er k ro a tisc h e W ie d era u fb au v o n derD ynam ik ein es re v o lu tio n äre n G ed an k ens e r­faßt u n d g e sta lte t w ord en, d e ren in n ere G esetzmäß ig k eit in dem T em p eram en t u n d in d e r so l­d a tischen H a ltu n g d es K ro aten b e g rü n d e t w ar.In den e rsten W o ch en se it d er S ta atsg rü n d u n gw a r K ro atien ein „gren zen lo ses" Land. M an h a tes desw egen sch erzh aft d as g rö ß te L and derW elt genan n t. D en e rste n G re n zv e rtrag schloßK roatien am 13. M ai m it dem G ro ß d eu tsch enR eiche. Es fo lg ten d er G re n zv e rtrag m it Italienu n d die A b g renzu n gdes k ro a tisc h en R aum esg egen O sten, die für K ro atien die g esch ich tlich eD rin agrenze sicherte. M it d ieser G renzzieh u n gw u rd e ein e E n tsch eid u n g getroffen, die schonfü n fzehnhundert J a h re v o rh e r v o rg e zeic h n e tw urde, als K aiser T h eo d o siu s das R öm ischeR eich in ein O st- u n d in ein W eströ m isch esR eich teilte, d e ren G renze m itten d u rc h denB alkan an der D rin a v o rb eig in g . D iese S chick ­salslin ie d es eu ro p äisc h en K o n tin en ts, w elch edas A b endlan d vom b y z an tin isch e n O rie n t sch eidet, ist h e u te die G renzlin ie d es n e u en K ro atiengew o rd en . K ro atien is t V o rlan d des K o n tin en ts.D iese B estim m ung lä ß t die ta u sen d jä h rig e k ro a ­tisch e G eschich te erk en n en , sie b in d et die k ro a ­tisch e K u ltu r an d en m ittele u ro p ä isc h en Raumu n d gib t dem h e u tig e n S ta ate sein e w e se n tlich eA u srichtu n g . K ro atien, das n a ch den T ü rk en ­k rieg e n die M ilitärg ren ze E uropas g egen denb a lk a n isch e n S ü d o sten w u rd e, re ih t sich h e u ten a ch der S icheru n g se in er E ig e n sta atlic h k eit v o nse lb st als ju n g e O rd n u n g sm ach t in die an tib o l­schew istisch e F ro n t ein.D as Sym bol d er k ro a tisc h en S o u v e rä n itä t istdie K rone des K önig Z vonim ir, die ein G esetzd es S a a tsfü h rers n e u b elebte. D iese K rone bote in e k ro a tisc h e A b o rd n u n g m it Dr. P avelitschan d er Spitze im M ai des v e rg an g e n en Ja h re seinem M itglied des K ö n ig sh auses v o n S av o y enan. K önig und K aiser V ik to r E m anuel b estim m tezum T räg er d er n e u en K rone des K önigs ZVoni-m ir sein en N effen, den H erzo g A im one v o n Spo-letto , d er n ach dem T ode sein es B ruders denT itel ein es H erzogs v o n A o sta führt. G leichzeitigw urd en in Rom w ichtig e V e rträ g e m itItalien abgesch lo ssen , d ie m it dem B e itritt K ro a­tiens zum D re im ä ch te p ak t u n d d essen E ingliederu n g in das System d er A n tik o m itern sta ate ndie a u ß en p o litische S tru k tu r d es ju n g en S taatesbestim m en. D iese V e rträ g e u n d P a k tb e itritte h a ­b en K ro atien a u ch förm lich in das n e u e E u ro p aein g egliedert. H a n d e lsv e rträ g e m it d en N a ch ­b a rlä n d ern u n d den w ich tig sten e u ro p äisc h enS taaten g aben d er A u ß enhan d elsp o litik desjü n g sten eu ro p äisch en W irtsc h aftsp a rtn ers dieG ru ndlage.Es ist auch gelungen, das R egim e d ar U sta-schabew egung im V olk zu v e ran k e rn . D urch dieE in sch altu n g der p o sitiv en K räfte der e h em alig enB a u ern p a rte i und ein ig e r k ro a tisc h e r K echtsverbände b re ite te sich die R egieru n g sg ru n d lag eb e achtlich aus. Eine k lu g e S ozialp o litik m achteden k ro a tisc h e n A rb e ite r g egend ie b o lschewistisc h e S euche im m un. So k o n n te k n app v o rd e r V o llen d u n g des e rste n k ro a tisc h en Ja h re sd e r g ro ß e in n en p o litisc h e W u rf d e r E inberufungu n d N e u b elebung ein es L an d tag es g ew ag t w e r­den, d e r im A u g u st 1918 sein e letz te T ag u n g abhielt, also a u s e in e r Z eit h erkom m t, d ie w e ltansc h au lic h g ru n d v e rsch ie d en v o n dem Id e en ­g e h a lt d er U sta schab ew egung ist. W eil aberü b e r d en e h em alig en P a rteiu n g en im k ro a tisc h enV olk die H in g abe an d en n e u en S ta a t steht,g eg en d ie a lles a n d ere in den H in terg ru n d tritt,so w a r dem S ta atsfü h re r d er p o litisc h e B rü cken ­schlag in d ie V e rg an g e n h e it re stlo s g elungen.D ie Ü b erlieferung, die in d er k ro a tisc h en G e­schich te ein e so w ichtig e R olle spielt, h a t durchd iesen B eschluß n e u e L eb ensk räfte e rh alten.G leichzeitig a b er ist g ezeig t w o rd en, daß auchd ie „alte Z eit" u n d ih re M enschen h in te r derS ta atsfü h ru n g stehen . N ach e in e r ü b e rw ältig e n ­d en R ede des S ta atsfü h re rs ü b e rb ra c h te d erL an d tag am 28. F eb ru ar ein w ichtig es G esetz.h abe. D ieser Prozeß d es in n e rk ro a tisc h e n A ufbaues,d er im B ereich d e r V e rw a ltu n g ein env ö llig n e u en A p p a ra t schuf, w u rd e w e sentlichg e fö rd e rt d u rc h die B em ühungen d e r W irtschaftspo litik , e in e r v e rlo tte rte n , lib e ralistisch e nW irtsc h aft d ie stre n g en Z ü g el d er sta atlic h enL enkung anzulegen. G ew altig is t die R egieru n g s­a rb e it au f sozialem G ebiete. H u n d e rte v o n M illion en w u rd en fü r A rb e ite rsied lu n g e n au fg e­b rach t, das soziale V ersich e ru n g sw esen au fv ö llig n eue G ru n d lagen g estellt, die V erpflichtun g des A rb e itg e b ers g e n au ab g ren zt, so daßd e r k ro atisch e A rb e ite r in H in k u n ft n ich t m eh rau sg e b eu tet w e rd en kann.V o rbildlich sind die L eistu n g en des neuenS ta ate s au f k u ltu re lle m G ebiet, ein n e u es Schulgesetzste llt d en ju n g en S ta a t in die v o rd e rsteF ro n t d e r S ü d o stländer. Ein e ig enes G esetzsch ü tzt die k ro a tisc h e S p rache v o r frem d en E inflüssenu n d g leichzeitig w ird die S tellu n g d erd e u tsch e n V o lk sg ru p p e im n e u en S ta ate d u rchrü h m en sw erte G esetze k la r u m rissen. U ngem einK ro atisch e In fan te rie auf dem M arsch in A gramA lle g esetzlichen B estim m ungen, die sich w ä h ­re n d d er Ju g o sla w ie n zeit au f K ro atien e rstre c k ­ten, w u rd e n aufgehoben, alle S ta atsa k te se it dem10. A p ril 1941 d ageg en gebilligt. D am it ist fürdie S ta atsfü h ru n g ein e u n anzw eifelb are R echts-Erwägt m an n och die sehr bedeutsame T a t­sache, daß K ro atien se it dem H e rb st ein e eig eneW äh ru n g und seit dem 1. J a n u a r ein en o rd ­nu n g sg em äß en S ta atsv o ra n sc h la g besitzt, d er vondem G ru n d satz b e h e rrsc h t ist, d a ß je d e A u sg ab eih re b u d g etm äß ig e D eck u n g h ab en m uß, so k annm an m it g utem G rund sagen, daß d er h e u e S ta atschon im e rste n Ja h re sein es B estan d es alle V o r­a u ssetzu n g en für sein E ig enleben geschaffen undsein e D asein sb erechtig u n g u n te r B ew eis g e stelltA u fn ahm e: A rchivv iel w ird g etan zu r H ebung d er K unst. T h eater,M alerei u n d S chrifttum e rh alte n leb e n d ig en A uftrieb,d er ü b e rall d en n e u en k ro a tisc h en G eistzum D urchbru ch g elangen läßt. D as H o chschulwesen w ird b e sse r o rg a n isie rt, die k ro a tisc h e‘VMlutt an*. frjir-fp. teich n e u es L eben u n d allelebt'. “A llero rt re g t sich n e u es L eben u n d allesw ird v o n schw u n g v o llem G eist erfüllt. Soschließt das e rste k ro a tisc h e J a h r m it ein erp ra ch tv o lle n Bilanz, d e re n E rgebnis auch dasn e u e E u ro p a au f sein e H ab en seite b u c h en darf,denn d er ju n g e, n u n m eh r e in jä h rig e k ro a tisc h eS ta at ist aus den n e u en eu ro p äisch en Z usam ­m en h ängen n ich t m eh r w egzu d enken. U nd dasist d er g rö ß te E rfolg des n e u en K roatiens.F. E. G ruberDas Elsaß erblüht im deutschen Leben!!■• Berner Stimme über die Gegenwartsverhältnisse am OberrheinBern, 10. A prilM an m ag m it d er P o litik ein ig g ehen o d ern ich t. Z w eifellos m uß a n e rk a n n t w erd en , daßdas, w as die d e u tsch e n B ehörden in so k u rz erF rist im Elsaß g eschaffen haben , ein m alig ist. DasE lsaß a rb e ite t w ie im F rieden . W en n • a u ch dau n d d o rt die E lsässer S ch w ierig k eiten h ab en , umsich an die n e u e O rd n u n g , die eben e in e straffeD isziplin im A rb eitsp ro zeß zu r V o raussetzu n gh at, zu g ew ö h n en , so w ird er au f die D auer dochdie O rd n u n g d e r frü h ere n S chlam p erei vorziehen .Zu d iesen S chlu ß feststellu n g en k om m t e in amD ienstag vom „B erner T ag e b la tt" v e rö ffentlichterA rtik el e in es B ern er W irtsch aftlers, der das El- Isaß b e re ist hat. ü b e r sein e E in d rü ck e in M ülhau- =sen u n d S traß b u rg h e iß t es dann: In M ü lh ausen §e rin n e rt d as S tadtb ild fa st g ar n ic h t m eh r an die Id e u tsch en N a tio n n u n einm al v o rh a n d en ist, au fS chritt u n d T ritt bew ußt. — D ieses Schw eizerU rteil ist d u rc h au s b e m e rk en sw e rt und h e b t sichv o n an fän g lichen E n tstellu n g en d er P resse inB asel usw . ü b e r d ie n e u e S itu atio n im Elsaßw o h ltu en d ab. Die W a h rh e it se tzt sich v o n T agzu T ag doch m eh r durch. D as e lsässisch e V olkaber, das d ie jetz ig e n V e rh ältn isse als g esu n ­d en F o rtsc h ritt em pfindet, d arf v o n se in en N a ch ­b a rn im S üden e rw arten, daß sie je d e rz e it derW a h rh e it die E hre geben.Der NilSei« M M m iI in V ergangenheit u n d G egenw artVon E dm und Dr. Freiherr R a itz v o n FrentzRom, 10. A prilIn e in e r ein g ehen d en Studie befaß t sich deritalienisch e K o lo n ialsch riftsteller Italo N eri m itdem N ilproblem , das u n ter den v e rsch ieden steng eograp h ischen , g eschichtlichen, p o litischen undw irtschaftlichen G esichtsp u n k ten vom A ltertu mbis h e u te a k tu ell g eblieben ist. W ir folgen deng roßen L inien sein er D arstellung.U ber die lan g e v e rb o rg e n g eblieben en Q uellendes N il h a tte n sich schon v o r Ja h rta u sen d e nz ah lreiche H y p o th esen gebildet. H ero d o t su chtesie in Ä th io p ien, a n d ere sein er Z eitgenossen imS üden M aro k k o s. N ero rü ste te zw ei C entu rio n enaus, die b is zum Sum pfgebiet der Sudd v o rd ra n ­g en und in ihm den U rsp ru n g des F lusses sahen.Die zw eifellos w ichtig ste E xpedition des A ltertums w u rd ejed o c h vom K arth ag erk ö n ig Ju b au nternom m en, der der Ü berzeugung w ar, daß dieQ u elle des N il in dem v o n ihm b e h errsc h tenM a u retanien zu finden sei. Soldaten und A b enteurer, W issenschaftler, M issio n äre und K aufleute h a b en die F rage n ach dem U rsprung de»als h e ilig v e re h rte n F lussesim m er w ieder aufgenomm en u n d in z ahlreichen F o rsch u n g sreisendes 18. u n d 19. Ja h rh u n d e rts zu lösen v ersu ch t,bis endlich S p eke am 28. Ju n i 1862 im V icto ria-See die Q u elle d es N il en td eck te.Ä lter n o c h als der D rang d er M enschen, denU rsprung d ieses leb ensp enden d en Flußlaufes zuerk en n en , is t d er K am pf um sein en Besitz.Essoll h ie r n ic h t b is au f A n to n iu s und C aesar zurückgeg riffen w erd en , so n d ernauf die im m erw ieder n e u en tfach ten K äm pfe zw ischen demchristlidhein Ä th io p ien und dem m oham m edanischen Ä g y p ten. Die a rab ische W elle, die im7. J a h rh u n d e rt das N iltal ü b ersp ü lte, b a u te eszum stä rk ste n B ollw erk des Islam aus. Dasäth io p ische H o chlan d w a r b ald g enug v o n ih rum spült, u n d sein e B ew ohner k äm p ften g leichzeitigum die E rh altu n g ih res c h ristlich en G laubens u n d um ih re U nabhän g ig k eit. Ih n en ist eszu v e rd an k e n , daß das S chw ert A llahs an denH ochflächen A b essin iens zerb rach . D ennochh ä tte n G lauben sm u t u n dF re ih eitsd ran g alleinn ich t ausg ereich t,den Islam abzuw ehren, h ä tteÄ th io p ien n ich t die gefäh rliche D rohung lau tw erd en lassen, im F alle ein es noch w eiterenfeindlichen V o rg ehen s die W asser des N il abzugraben und Ä g y p ten d adurch dem H u n g erto d ezu ü b eran tw o rten . D iese schon einm al so erfolgreichg eb rau c h te W affe w u rd e e rn e u t um dieM itte des 11. Ja h rh u n d e rts ein g esetzt, alssichsäm tliche m u selm anisch en S taaten N o rd afrik asvon T unis bis n ach Ä g y p te n zusam m enschlossenund d as k o p tisch e P a tria rc h a t v o n A lexan d rienv o llständig v o n ih n en abhän g ig w urde. W enn esdem N egus v o n Ä th io p ien dam als gelang, denE in b ru ch in sein G ebiet abzu w eh-en und so g arG enugtu u n g fü r die e rlitte n en S ch äden zu erlang en, v e rd a n k te er dies n u r dem H inw eis, daßdas S ch ick sal des Flusses, dem Ä g y p ten L ebenund W o h le rg eh e n v e rd an k e , in "seiner H andiege. D iese Ü b erzeugung w a r n ich t n u r bei denTva^ssiniehiTWfl 'Äffy prnn ifaUbi'iUigrsnfiüci ,r»,j «rbei den E uro p äern . So v e rsu c h te d er P o rtu g ieseA lphons v o n A lb u q u erq u e im Ja h re 1513 für seinLand ein B ündnis m it A b essin ien anzuknüpfen,d am it d ieses d u rch ein e A b leitu n g der N ilw asserdas sto le Ä g y p te n in die K nie zw inge.T rotz der im m er w ie d er auftauch enden G egensätzeh a tte n sich schon frü h H andelsb eziehungenzw ischen Ä g y p ten u n d Ä th io p ien angeb annt. InZ eiten d e r K rise bliebdie ab essin isch e H o chflächeallerd in g s den äg y p tisc h en H ändlernstre n g v ersch lo ssen , so daß sich d iese n ach anderen A b satzg eb ieten u m seh en m ußten, ü b e r diek o n tin e n tale B edeu tu n g w uchs der ä g y p tischeH andel a b er e rst h in au s, als er m it den ita lie n i­schen S e erep u b lik en in V erb in d u n g tra t undd u rch sie m it E u ro p a ü b erh au p t. Die B edeutungd ieser H an d elsb ezieh u n g tra t noch stä rk e r h e r­vor, als die T ü rk en ih re V o rh e rrsc h aft ü b er dieK üsten des M ittelm eeres a u sd e h n te n und A lexan d rien der einzige Z ugang des A bendlande»zum O rie n t u n d sein en E rzeugnissen blieb. Ä g y p ­ten w a r d a d u rch ü b e r sein e h andelsp o litische inein e stra te g isch e S tellu n g h in ein g ew achsen, unddie W ic h tig k e it des N ilta les für das ganze M ittelmeerg eb iet w u rd e schon dam als — lan g e bevo r d er S uezkan al g e b au t w o rd en w a r — offenbar.Italien h a t sein In te re sse am N ilproblem| in iii) ii) fin ( ttiiiiiiiii8 iiiiiiiiiiiiii!iiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiin iH iH H !iiiH iiiH iiiitiiitiiiiiiiii[iiiiiiiiiH iiiiiiiiiiiiiiiin ii!iiiiiiiiiiiiiiiiiitiin in n itiiiiiM iiiiiiiiifiiiiiiiiiiiii]H itiiiiiiiiiiififiiiiiu iiiiiiifiiiin H itiiiiiiiiititiiftfW H tN iMarschall Slavko Kvaternikf ~~~ _‘~wv § V or w en ig en T ag en h a t d e r F ü h re r dem kroairanzo siscn e H errschaft. W er im H o tel o d er im §f tischen F eld m arschall K v a tern ik d as G roßkreuzl iBRtnRiic nHo t im I Tio^ tov 1 - » v ^ . 1 . 4 . _._: j — ,G asth aus o d e r im T h eate r h e ru m h o rcht, w ird 1auch au f k e in e fran zösische K o n v e rsa tio n stoßen. 1D ie E lsässer h a b en sich die ih n en artfre m d e fran- izö sische S p rache ab g ew ö h n t. D ie F eld er sin d 1eb en falls b estellt. D er B auer h a t infolge des A n- 1re iz es d er h ö h e ren P reise sein m ö g lich stes ge- 1tan , u n d d er W in zer hofft schon je tz t au f e in en 1h o h e n E rtra g se in e r R eben. In d en F a b rik en w ird |zu S tu n d enlö h n en g e arb e ite t, die im V erg leich Izu d en en F ra n k reic h s se h r hoch g e n an n t w e rd en 1m üssen. In S traßburg h a t das L eben sein en V or- 1k rieg srh p th m u s aufgenom m en. D ie B evölk eru n g |ist bis au f w e n ig e E lsässer, die im u n b esetzten §jF ra n k reic h auf die R ü ckkeh r des Elsaß in d en 1fran zösischen S ta a te n v e rb a n d w arten , heim ge- §kom m en und h a t ih re g ew o h n te T ätig k eit aufge- 1nom m en. Da es ü b e ra ll an A rb e ite rn fehlt, so ist ides d e u tsch e n A d le r­o rd ens v e rlieh e n . D a­m it e h rte e r e in enM ann, d er als tre u e rS ohn se in er k ro a tischenH e im at e in glü ­h e n d er A n h ä n g e r desG edan k ens e in e r bessereneu ro p äisc h enO rd n u n g ist und anse in er S telle e in e n a n ­ständig en B eitrag zu rLösung d er größten,jem als d er e u ro p äischenM en sch h eit gestellten A ufgabe zuleisten sucht. M arschall K v a tern ik ist O ffizier— ------------------—— • i' iaiauiQji iv v a i e r n i K i s t CJes als ein e gro ß e L eistu n g d er B ehörden zu w er- § der a lte n ö ste rreich -u n g a risch e n A rm ee.A lsten, daß d ie ö ffentlichen G ebäude auch im In n e rn g O b e rstleu tn an t u n d K om m andeur e in es ausW H O r T i o r r r o c + o l l t ^ r rr - w H c n c i n d . . r 1 •• v T * , ________so w ieder h e rg e ste llt w o rd en sind, w ie w ir es Iin P u n k to S a u b e rk eit im R eich von je h e r ge- |allen m ö g lichen L andesteilen d e r D onaum onar-:hie zusam m en g estellten R egim ents b ew ies er-- j o - = — ~ u tjw ies e rw o h n t w aren . A n der U n iv e rsitä t S traßburg | ,n den K äm pfen m it dem zaristisch e n R ußlandv m SC, i , em Leben, als ob k e in K rieg sei. Die j seine T ap fe rk eit und sein so ld atisches G eschick.B ib lio th ek ist d u rch Z uschüsse aus dem A ltreich j D am als w u rd e e r m it dem E isern en K reuz er-au f e in en S tand g e b ra c h t w ord en, d er es d enste r K lasse ausg ezeichnet. A uch in d e r N ach-S t l i m C - r n n H o n o r l a n h t o l i n o R o c u / i V i n . ' n n « ^ « 1 „ V . „ i _• • ■ n . , . . . _S tu d iere n d en e rlaubt, ohne B esuch e in e r reichs-d e u tsch e n U n iv e rsitä t d as S tudium in J u ra o derM edizin zu vollenden.Im ehem alig en K aiser-p a la st ist nun die K o m m an d antu r u n terg e b rach tD ort w u rd en auch die h ö ch sten Z iv ilite lle n desE lsaß in stallie rt. W er auf d er ehem alig en frankrieg szeit v e rg aß e r n ich t, daß e r eh ed em Solda t des en g sten V e rb ü n d ete n jen es L andes w ar,daß sich aus d en E rschw ern issen des V e rsa illerV e rtra g e s n ach und n ach h e ra u sa rb e ite teK v atern ik gehörte zu dem K reis je n e r K roaten,die sich schon zu r Z eit d er hem m ungs-. u*e »icn scnon zur zeit aer hemmungszösischenP rä fek tu r zu tu n g e h ab t h at, dem w ird losen S e rb e n h errsc h a ft um die F re ih eit desd e r g ro re U nterschied, der in o rg a n isato risch e r | k ro a tisc h en V o lk es m ü h ten u n d n ahm an allen10. A p ril 1942. , , , .......... = ■'■"ous'-uai »uiu.es m u u ien u n a n anm an allenH in sicht zw ischen d er fran zösischen u n d der = B estreb u n g en A n teil, die d ieses Ziel erre ich e n1 ‘ ' w — ——--—w ollten. So w ar er ste ts ein b e g eisterte r A n ­h ä n g er des P o g lavnik Dr. A n te P avelitsch. A lsam 10. A pril 1941 K ro atien d u rch die d eutsch enT ru p p en vom Jo c h d er B elgrader R egierungb e freit w urde, w a r d er sechzig jährig e K v aternik e in e r d er K roaten, die den B efreiern amh e rzlic h ste n zu ju b elten. Dr. P avelitsch b e tra u teih n bei der B ildung des n eu en S taates m ite in e r d er w ichtig sten A ufgaben. M it ju g en d lichemF euer u n d e rsta u n lic h e r E nergie v e rstan de r es,die F reiw illig en v erb än d e in K ro atienund B osnien zu sam m eln. Sie w aren d er G rundstock zur A u fstellu n g d er k ro a tisc h en W e h r­m acht, um d e ren O rg a n isatio n u n d A usb ild u n gd e r M arschall d as grö ß te V e rd ien st h at. M itse in e r E rn en n u n g zum M arschall des k ro a tischenS ta ate s u n d zum S te llv e rtre te r d es S ta atsfüh rers w u rd en ihm säm tlich e S tre itk rä fte K roa-tiens u n terste llt. D ie b e d eu ten d e n m ilitärischenF äh ig k eiten , ü b e r die K v a tern ik v e rfü g t u n dsein e v erb in d lich e, v o rn ehm -d ip lo m atische A rtb e d eu tete n fü r den n euen S ta at die e rle ic h terteÜ berw in d u n g m an ch er S chw ierig k eiten desA u fbaues. In d er L au terk eit u n d S a u b e rk eit de»C h a rak ters e in es a lte n S o ld aten v e rfü g t K ro a­tie n in sein em M arschall ü b er ein e w e rtv o lleG a ran tie g esu n d e r in n e rsta a tlic h e r E ntw icklungu n d k lu g er G estaltu n g d e r außen p o litischenVerhältnisse. D er se lb stv erstä n d lic h e W eg K roatien s an der Seite d er A ch senm ächte ist n ich tzuletzt auch A u sd ru ck dessen, w as K v atern ikwährend sein es ganzen Lebens fü h lte undw ollte. D er S ta atsfü h re r a b er h a t in ihm ein entre u e n u n d w e rtv o llen M itarb eiter. Das w eißm an auch in D eutschland.Ffr. 84 l Seit• i


D A Sr . F N E R A L G O U V E R N E M E N THeilpflanzen werbenfürs WHWGroß-Krakau wird vorbildliche Gartenstadt.. a a a t*« - aISma P a r tifc c lp lllliin d fif Kl. . . d as b e i d er Ü b ern ah m e d er vom G e n era lg o u v ern e u r sern gK rakau , 10. A prilS eit ein em J a h re le ite t n u n m eh r S ta d th a u p t­m an n Pavlu die G eschick e d er R eg ieru n g s­h a u p ts ta d t des G e n eralg o u v ern em ents, d erenk o m m u n ales L eben w ie d as k aum ein er an d erenS ta d t d es L an d es d e u tsch e n C h a ra k te r tra g t. Died e u tsch e A u fgabe d er S tadt, die h e u te n ic h t n u rV e rw a ltu n g sm itte lp u n k t so n d ern auch K ulturzen-tru m e in es G ebietes m it e in e r B evölk eru n g v o n18 M illio n en M enschen ist, im m er m eh r in denV o rd e rg ru n d ' g e rü c k t zu h ab en , ist d as V e rd ien std es S ta d th a u p tm a n n es, d e r vor V e rtre te rn derP re sse des G e n era lg o u v ern e m e n ts e in en u m iassen d e n Ü b erb lick ü b e r d ie A rb eiten u n d PlaI)ed e r v o n ihm g e fü h rte n S ta d tv e rw a ltu n g gab, dieau f dem B oden e in e r ja h rh u n d e rte la n g e n d e u t­sc h e n V e rg a n g e n h e it fußen, aber auch w e it ind ie Z u k u n ft w eisen.D er E rfolg d e r d e u tsch e n S tadtfu h ru n g laß tsich b e re its a n d er E n tw icklu n g d es F in anzh ausha lts d er S ta d t ablesen, g e lang es d och n ich tn u r d a s zu p o ln isch e r Z eit erh eb lich g e stö rteH a u sh a ltsg le ich g e w ich t w ie d erh e rzu ste lle n , sonde rn d a rü b e r h in a u s d as b e i d er Ü b ern ah m e derV erw altu n g v o rh a n d en e D efizit v o n 3 M illio n enZ lo tv in d en letzten b eid en Ja h re n a b zu trag en,um d essen D eckung sich die p o ln isch en Fm dP *le u te se in erz eit k aum g eküm m ert h a tte n .Dasw a r d u rc h ein e p lan v o lle V e rb re ite ru n g d e r g e­m ein d lichen S teuerb asis m öglich, w ahren d dieu n zu lä n g lic h e p o ln isch e S teuerv erfassu n g esn ic h t v e rsta n d e n h a tte , die o h n eh in schw ach eS te u e rk ra ft d e r au sg e sp ro ch e n e n Beamten-- u n dM ilitä rsta d t auszu sch ö p fen, zu der sich K rakaals G re n zsta d t zw an g släu fig e n tw ic k elt h a tte . D asu n te r d e u tsch e r F ü h ru n g sich k ra ftv o ll ent^'ten d e stä d tisc h e L eben sp ie g elt sich m d en v o nJ a h r zu J a h r ste ig e n d en H aush altssu m m en, md en en sich d as A n w achsen d er stä d tisc h e n V er-w a ltu n g sau fg a b en au sd rü ck t. G eg en u b er e.inemH a u sh a lt von 43 M illionen Z lotye rh ö h te sich das H au sh altsv o lu m en 1940 auf 56M illionen, 1941 so g a r au f ?2 M illionen, u m 1942m it 115 M illio n en v o ra u ssic h tlich audas D reifach e d es 1939 v o n d e r p o ln isch e n S ta d tv e rw a itu n g a u fg ew andten B etrages zu steigen.Bei der letzten Abzeichensam m lung zugunstendes K riegsw interhilfsw erkes 1941/42 am 11. und12. A pril w erden naturgetreue N achbildungenvon 20 verschiedenen deutschen Heilpflanzen, dievon der K unstblum enindustrie in Sachsen undSudetenland hergestellt w urden, verkauft. So w irddie K enntnis der w ildw achsenden H eilkrauter,die so segensreiche W irkungen hervorbringenkönnen, verbreitet, und gleichzeitig w erden dieSam m elbüchsen gefüllt, denn jeder D eutsche imG eneralgouvernem ent w ird diese farbenfrohenAbzeichen tragen w ollenA ufn.: N S V -R eichsblldarchivBereits 25000 Deutsche In KrakauD er d e u tsch e n S ta d tv e rw a ltu n g h a t d e r G ene- | d e renra ^ o u v e rn e u r^ d ie bt Ä ÄK ra k au s k lar.Dem Sommer entgegenDie Sonne steigt — die Tage w erden längerL em berg, 10. A prilDie S onne e rh e b t sich im L aufe des M o n atsv o n 433/< G rad u m lOW G rad auf 54Vs G radM itta g sh ö h e ü b e r d e n L em b erg er H o rizont. D a­d u rch v e rg rö ß e rt sich ih re S ic h tb a rk eitsd a u er,d ie T ag e slän g e für L em berg, w ie folgt:S onnen-Sonnenun te rg a n gT ag e slän g e19.10 U hr 13 Std. 29 M in.19.26 „ 14 „ 06 „19.41 „ 14 „ 39 ,,ra lg o u v e rn e u r a ie ^ u iy a u c yc»..-..., — - — -H in b lick au f sein e m e h rh u n d e rtja h rig e d eutsch eG e schich te w ie d er zu e in e r b lü h en d en d eu tsch enS ta d t zu m achen .D er d e u tsch e n S tadtfu h ru n gsin d d a m it ein e F ülle v o n A u fgaben ü b e rtra g enw o rd en, d e re n L ösung n o ch m itten im K n e g e inA ngriff g enom m en w o rd e n ist. Im V o rd erg ru n ds te h t d a b ei d ie g ro ß e p o litisch e A tfg a b e , dieK ra k a u als R e g ie ru n g sh a u p tstad t des G enerag o u v e rn em en ts in n eh a t, u n d die sich h ®ure its in ein em fü h lb are n W an d e l ih res B evolke-ru n g sa u fb au e s sp iegelt. W ä h re n d die le tz te p o hn isc h e V o lk sz ä h lu n g im J a h re 1 9 3 1 für K m ^ a u500 D eu tsch e ausw ies, z ä h lt die S tad t h e u te b e ­re its w ie d er 24 800 d e u tsch e E inw ohner. Died e u tsch e B e v ö lk eru n g K rakau s b ild e t d e“ n ^ßan -sich schon e in e an seh n lich e S tadt, so «laßd ie B etreuung d er D eu tschen , d ie in K rak aule b e n u n d arb eite n , a n d ie V e rw ^ tu n g d e r S ta d th ö h e re A n fo rd eru n g en ste llte als in jed emvom G e n era lg o u v ern e u r selb st g e steckte Ziel,a u s der R eg ieru n g sh au p tstad t ein e vorb ild lich eG a rte n sta d t zu m achen.O bw ohl die V or' ,e^q u n g en h ierfü r d enkbar u n g ü n stig sind, da_ K raka u h e u te im V erh ältn is zu sein er G esam tflächenu r sp ärlich e A nsätze von W ald- u n d G runanlag en besitzt, w ird b e re its je tz t m it der A nlagee in e s G rü n g ü rtels um d as b e b au te S tadtg ebietbeg o n n en . Ü. a. ist an ein e schon im einzelnenfe stq eleq te W iederauffo rstu n g der K ahlschlagg ed ach t; denn im R ahm en f e s F estu n 9s^ u e sw u rd en im v e rg an g enen Ja h rh u n d e rt großeW a ld stre c k e n in der U m gebung der i taurü c k sich tslo s n ied erg esch lagen . A ls Folge aa-v o n sank d er G ru n d w assersp ieg el und dasL and um K rakau w u rd e zu r Steppe. D ieseS ü n d en d er V erg an g enheit, die auch d as Klimd er S tad t u n g ü n stig beeinflußten, g ilt es in denn ä ch ste n Ja h re n w iederg u tzu m ach en. B ereits imH e rb st 1941 w u rd en 13 000 B äum e gepflanzt, w eitere 60 000 sind in d iesem J a h r v o rg eseh en. D isS ta d tv e rw a ltu n g hofft d am it d ie K lim alage K raka u s zu b e sse rn , u n d zw ar d ie m ittle re J a h re s­te m p e ra tu r um 3— 4 G rad zu heben, ein e M ilderun g d e r S taublage zu b e w irk en und au ß erd emein e m erk lich e A n reich eru n g d er Luft m it F euchtigk e it h erb eizu fü h ren.Die W iederauffo rstu n gw ird außerd em die b ish e r u n g ehem m t ü b e r d ieS ta d t stre ic h en d e n W in d e däm pfen u n d g leichzeitig d en G ru n d w assersp ieg el heben.D ie qro ß e Z ahl d er D eutschen m achte es a u cherfo rd erlich, daß ü b er d ie b e re its b e steh e n d enE in richtu n g en des G ediem schafts- u n d des kuJtu re lle n L ebens h in au s g eschlo ssene S tad tg eb ieted en d e u tsch e n W o h n - u n dA rb e itsan sp ru chenau sschließlich V o rbehalten w erd en m ußten. D erd e u tsch e S ta d tte il K rakau s um faß t h e u te v o rallem d en W este n der S tadt. In d e r S te d tm ü teist ihm ein G eb iet ein b ezogen, d as in a b se h b are rZ eit in im m er g rö ß erem U m fange auschließ lichm r d e u tsch e Z w ecke zur V erfügung, ste h en w u d .So w ird b e isp ie lsw e ise d er A dolf-H itler-P latz me in e r A u slese d e u tsch e n K aufm annstum s b e se tz tw erden] u m gleichsam e in S c h aufen ster deut-sc h e r L eistu n g im O ste n z u sein.11. A pril21. „1. M aiau fg an g5.41 U hr5.20 „5.02[o raeiu iiy cu oit-unv jDeutsche Lehrerbildungsanstalt geplantErw eiterte Bestimmungen im Postscheckdienst j ^ ^ . " w ä h T e n d ^ c h .K rakau, 10. A p rilj z e iü g b e re its e in e R eih e m o d ern e r u n d fü r D eutN ach ein er B ekan n tg ab e d e r D eutschen P o st j sche g e e ig n e te r W o h n v ie rte l zu r V erfü g u n g ste-. « 1 c in T R te z a h lu n a e n auf d as e ig ene P o st- h e n . M it d er E in richtu n g des d e u tsch e n W o h nD ie L ,3 = d e e tre h e n | - “ Ätig t die k lim atisch g ü n stig sten G e b i e te d e r S ta d t j eE in gem eindung notw endig , n ach d em died,f . . e h » » -Ä S ä a L sS jsssss ä sO s te n sin d E in zahlungen auf d as e ig ene P o stscheck k o n to m it b eso n d e re n Z ah lk arte n n u r d anng ebühren frei, w enn d as Z a h lk arte n h eft am S chalter v o rg e le g t w ird. D as H erau sn eh m en der Z ahlka r te aus dem H eft ist S ache d es A n n ahm eb eam ­te n u n d d arf n ic h t d u rc h d en P o stsch eckteiln eh-m er erfolgen. F ern er w ird die B estim m ung ü b e rg eb ü h ren freie E inzahlung m it b e so n d e re r Z ah l­k a rte au f das e ig ene P o stsch eckkonto d a h in g e ­h e n d erw eitert, daß a u ch v o n A n tra g ste lle rn aufE röffnung ein es P o stsch e c k k o n to s fü r E in zah lu n ­gen au f P o stsch e c k k o n to N r. 1 d es P o stsp a rk a s­senam ts W arsc h a u , A n tra g stelle, k e in e G ebührene rh o b en w erden.P ostverkehr m it B ialystok, Belgien und FrankreichIm Bezirk B ialystok sow ie zw ischen diesem G e­b iet und dem G eneralgouvernem ent gelten ab sofort,wie die D eutsche Post O sten m itteilt, die gleichenG ebühren w ie innerhalb des G eneralgouvernem ents.Zu dem beschränkten P ostverkehr m it Belgien unddem besetzten französischen G ebiet außer Elsaß undLothringen sind ab sofort alle R eichsdeutschen zu-gelassen. G estattet sind gew öhnliche P ostk arten undgew öhnliche Briefe bis 250 g. Es gelten die G ebühren des G eneralgouvernem ents. Die Sendungen m us-#en über der A nschrift den rotum randeten V erm erk„D urch D eutsche Feldpost" tragen, außer d e r genauen Bezeichnung des Em pfängers m üssen d er N am ed es bodenständigen Feldpostam tes, das den Postaustauschverm ittelt und der Z usatz..U ber Feldpost-v n d Luftgaupostam t Paris (oder Brüssel)angegebenw erden. Die Sendungen b rauchen n ich t am Schalter aufgeliefert, sondern können auch d u rch denB riefkasten zur P ost gegeben w erden.Ladengeschäft ausgeplündertA us einem Laden in der T rauguttstraß e in W a r-• c hau w urden D am enpelze, P hotoapparate, silberneZ igarettendosen und andere G egenstände im G esam t­w erte v o n 15 000 Zloty gestohlen.____________ ,h e u Mit d er E in rich tu n g des d e u tsch e n W o h n ­g ebietes, d as sp ä te r ein m al d u rch die A n lagev o rb ild lich e r d e u tsch e r K lein siedlu n g en a n d enH ä n g en des h e u tig e n K osciu szko-H u g els e rg än z tw e rd e n soll, w a r e in e gro ß e U m siedlung v o nD eutschen u n d P o len v e rb u n d en , die a lle in imJ a h re 1941 21 000 M enschen erfaßte. D em d e u t­sc h e n C h a ra k te r d er S ta d tm itte u n d d es w e stlich e n S ta d tte ils w u rd e d u rc h d ie U m b enen n u n gih re r S tra ß en A u sd ru ck v e rlieh e n .M it d er ste ig e n d en d e u tsch e n B evolk eru n g s-zah l v o r allem m it d em Z uzug v o n d eu tsch enFam ilien, w u rd e die E in richtu n g ein es a u sre i­c h en d e n d e u tsch e n S c h u lb etrieb es « fo rd e rlic h .K ra k au b e sitz t h e u te v ie r d e u tsch e V o lk ssch u ­len , e in e B eru fsschule, e in e zw eijäh rig e H a n d elsschule,e in e e in jä h rig e h ö h e re H andelssch u le,e in e O b e rsc h u le m it In te rn a t so w ie ein e F achschu le u n d sch ließlich ein e d re ijä h rig e B erufsschu le fü r H a n d w e rk er. E ine d e u tsch e L eh rerbild u n g s a n s ta lt ist ü b e rd ie s in V o rb ereitu n g . D erd e u tsch e S chulb etrieb in K rakau m it se in en ru n d1400 S c h ü lern e rfo rd e rt schon h e u te die B ereitstellu n g w e ite re r G eb äu d e fü r S chulzw ecke. .D ie zu k ü n ftig en g ro ß en A ufgaben, die K rak aua ls dem V erw a ltu n g sm itte lp u n k t e in e s L andesw a ch sen w ar. t wi am ■=»="=“ - “*** -■O rdnung des G e n era lg o u v ern e u rs d u rc h g efu h rteE in g em ein d u n g fü g te 27 D o rfg em eip d en iind zw eG em ein d eteile n e u dem S ta d tg e b iet ein. K rak auv e rg rö ß e rte sich d a d u rch v o n 48 qkm au f 169qkm . Seine E in w o h n erzah l e rh ö h te sich v o n227 000 au f 321 000. E rst d u rc h d iese G eb ietse r­w e ite ru n g w a r es m öglich, d ie P la n u n g en fü r d iea u fstreb e n d e H a u p tsta d t des G e n e r a l g o u v e r n ^m en ts in A ngriff zu n eh m en u n d d ie k ü n ftig eG ro ß raum g estaltu n g b e re its in ih ren G rundzgen festzu leg en.D abei w a r d ie Schaffung v o nR aum fü r d ie stä n d ig ste ig e n d en W o h n - u n dG eschäftsb edürfn isse d e r D eutschen u n d d er inK ra k au u n te rg e b ra c h te n z en tra le n V erw altu n g s-ste lle n zu b e rü ck sic h tig e n . N e b en ein em g ro ß ­zügig en W o h n b au p ro g ram m , fü r d a s d e r G eneralg o u v e rn e u r b e re its e in e n n am h aften B etragzu r V erfü g u n g g e ste llt h a t, m ü ssen a u ch R egie-runqs- u n d V e rw a ltu n g sb a u ten g e p la n t w erd en .F ern er g ilt es, d ie S ta d t als d en d e u tsch e n Fuh-ru n g sm itte lp u n k t des L andes v e rk e h rste c h n isc hu. a. a u ch d u rch d en B au e in e r U m g ehungsstraßefü r d en D u rc h g an g sv erk e h r aufzuscnließen-Grüngürtel bessert KlimaA ls d e u tsch e V e rw a ltu n g sstad t u n d k u ltu re lle rM ittelp u n k t m uß K ra k au fe rn e r zu e in e r d e u t­sc h e n W o h n sta d t w e rd en , und, zw ar g ilt h ie r dasKrakaus Judenfrage wird gelöstIm R ahm en d er E n tw icklung K rakau s zu einerd eu tsch e n S tad t m u ß te a u ch d ie Ju d e n fra g e g e­lö st w erd en . N ach e in e r A u ssied lu n g d e rje n ig e njü d isch en B evölk eru n g steile, die im W irtsc h aftsleben d er S ta d t e n tb e h rlic h w aren , w u rd e je n ­seits d e r W eich sel e in Ju d e n w o h n b e zirk gebilde t d e r d as L eben d e r ru n d 18 000 in der S tadtv e rb lieb e n e n Ju d e n v o n dem der ü b rig en B evölke ru n g scheid et. A uf d iese W eise w u rd e sow ohld e r v e rd erb lic h e w irtsc h aftlic h e u n d m oralischeEinfluß d es Ju d e n tu m e s auf d ie poln isch e Bevö lk eru n g g eb ro ch en als a u ch ein e g e su n d h e itlich e S a n ieru n g d er S tad t erre ich t. Im ü b rig enm ü ssen a u ch d ie Ju d e n K ra k au s h e u te n ü tzlich eA rb e it leisten . Jü d isc h e K lem pner, L ed erarb eiteru n d S chneid er sin d in A rb eitsg em ein schaften zusamm engefaßt u n d w e rd en zur E rledigung gro ß erK o llek tiv au fträg e ein g esetzt.D ie S o n d erstellu n g K ra k au s als Sitz d er Re-g ieru n q u n d w e rd en d e d e u tsch e S tadt sp iegeltsich a u ch in d e r R ech tsstellu n g ih re r deutsch enS ta d tv e rw a ltu n g . W äh ren d die g esam te d eutsch«V e rw a ltu n g im G e n era lg o u v ern e m e n t in den u n ­te re n In sta n ze n sich auf die A u fsichtsführung’ ■*“p e s c n i c m w ^ . f e ,K ra k au n ic h t n u r d as ausfü h ren d e O rg an derS ta atsv e rw a ltu n g so n d ern zu g leich der v e ra n t­w o rtlic h e L eiter d e r S e lb stv erw altu n g sk o rp er-sch aft d er S ta d t K rakau , K rak au ste llt d a h e r m itse in er S ta d tv e rw a ltu n g ein en ein m aligen Sonderfall in n erh a lb d es V erw altu n g sb au es desG en era lg o u v ern e m e n ts dar. In der S ta d tv e r­w a ltu n g g ib t es k ein « v o n der d eutsch en Behö rd e g e tre n n t a rb eite n d e p o ln isch e V erw altun g sstelle, alle Ä m ter d er S tad t ste h en vielm eh rd ire k t u n te r d e u tsch e r Leitung. D ie ru n d 7000A n g e ste llten u n d A rb e ite r der S tad tv erw altu n gw e rd en v o n n u r 180 D eu tschen g eführt, v o n dene n dem gem äß ein H öchstm aß an V eran tw o r-tu n g sfreu d e, S achkunde u n d A rb e itsh in g abe v e r­lan g t w e rd en m ußRathaus Im Distrikt GalizienWachs auf der Rückseite,wachshalfige Farbe aufder Vorderseite.Kein Rollen,ltein Ruteche*.SaubereWünde.Mare SchriftGriffig und handlichfarbkräftig und ergiebig.SblikauÜ B 8 9GLJNTWf» WAGNER. DANZIG«« I U I H U W M « M« r » « « * 4 * * * *l l f l4 L Jk J Ü" ‘f i t nUmfangreiches StraßenbauprogrammD ie A rb eit d e r d e u tsch e n S ta d tv e rw a ltu n g imv e rg an g e n en J a h r lä ß t sich an ein ig en Z ahlenb e so n d e rs d e u tlich v o r A ugen führen, so b e i­sp ielsw eise an dem S traßen b aupro g ram m deiS tadt, d as g rö ß er w a r a ls im letz te n p o ln isch enV e rw a lte n g sja h r. Es w u rd e n näm lich n ich t w e­n ig e r als 69 000 qm S tra ß en d e ck e n d es altenS ta d tg e b ietes e rn e u e rt u n d b efestig t, w ähren din d e n ein g e m ein d ete n G ebieten 42 000 qmS c h o tte rd ecken u m g eb a u t w u rd en. F e rn e r w u r­d e n im H in b lick au f d en stän d ig ste ig enden V e r­k e h r die F a h rb a h n en z a h lreic h er S traßen v e rb re i­tert, in d em d ie G e h steig e u n te r A rk a d en g ängain die H a u sfro n ten v e rle g t w u rd en.A uch diestä d tisc h e n V e rso rg u n g sb etrie b e h ab en m it demW ac h stem d e r S tad tih re L eistu n g en steig ernm üssen, u n d zw ar e rh ö h te sich d ie B eanspruchungd es stä d tisc h e n E le k triz itä tsw e rk es unddes G asw erk es um m eh r als 50°/o . Die In a n ­sp ru chnah m e d e r stä d tisc h e n S traßen b ahn d agegen ste ig e rte sich v o n fünf M illio n en F ah rg ä stenje V ie rte lja h r 1939 au f 14 M illionen F ah rg ästeim V ie rte lja h r 1941. D as e n tsp ric h t e in e r S teig e­ru n g d e r H ö chstzah l d e r täg lich B efö rd erten von56 000 au f 150 000. Um d iesem g ew altig erh ö h tenV e rk eh rsb ed ü rfn is zu gen ü g en , h a t d ie Stadtve rw altu n g b e re its ein e R eihe von M otor- undA n h än g ew ag en im R eich an g ek a u ft und außerdem b e v o rzu g t d ie B efö rd eru n g d e u tsch e r F ahrgä ste g e re g e ltA u s d iesen Z ah len w ie au s d en g eschild ertenP la n u n g en u n d in A ngriff g enom m enen A rbeitenim Z uge d es A u sb au es d er S ta d t erg ib t sich eine in d ru c k sv o lles Bild ein es sich u n te r d eutsch erL eitung m achtv o ll entfa lte n d en stä d tischen Lebe n s,.d e sse n S te u eru n g sich als V erw altu n g sleistung"’w ü rd ig d er L enkung äh n lich g ro ß er Gemein w esen im R eich an die S eite stellen kann.V on luftiger Schlafgelegenheit abgestürztEin obdachloser 14jähriger Junge übernachtete aufeiner Leiter in der H alle des H auptbahnhofs Lemberg.Als der Junge m orgens aufw achte, h atte eroffenbar vergessen, wo er sich befand. Er m achteeine unvorsichtige Bewegung und stürzte von seinerluftigen Schlafgelegenheit ab, brach sich m ehrereRippen und m ußte in ein K rankenhaus gebrachtw erden.1 n •„ 7 „ikiow bildet einen Teil der ehem aligen B efestigungsbauten der Stadt. W iekürzlich darauf hingew iesen, ist das ursprüngliche R athaus von demP eter Beber erbaut w orden .................. ................... ........................ ...........................Im Generalgouvernement wird heute verdunkelt!Von 20.35 Uhr bis 4.55 Uhr.


i w MiBenachrichtigungDie S o2iaiV ersicherungskasse L em berg gib t b ek a n n t, daßab 16. M ärz J9-*2 den K inderärzten fo lgende B ezirke zugete ilt w urd en :DR. G I Z A THADDÄUS, S p rech stn n d e n v o n 15 bis 17 U hr,H irsch g asse (F redry) 2, III. S tock, fü r die R ayons d erH au särzte N r. 10, U m gebung d er B reiten-, G rünen-, F ich ­ten- und B lum engasse und A kadm ieplatz; N r. 11 U m ­geb u n g der P o n ih sk ieg o -S traße, S n o p k o w sk astra ß e, N eu-Lem berg. P ersenköw ka? N r. 13: S try je r, K adecka- undP elc zy n sk astraß e, F ern ru f 221 47.DR. K O ß E N E C STEPHANIE, S p rech stu n d e n v on 10 bis12 U hr, G Scw iöskigaßse 5, fü r R evier N r. 1 L ew andöw ka;N r. 2 B ogdanöw ka u nd O b e re W ien er S traß e ; N r. 16G erm an e n straß e, K ulparköw m it U m gebung. F ern r. 208 09.DK. M I K I E W I C Z A N N A , S p rech stu n d e n v on £ bis 10U hr, Chorfczczyzny 22, fü r R ev ier N r. 3: W e3tstraß e undU m gebung; N r. 14; S ixtus- und F ü rste n stra ß e und Umgeb u n g ; N r. 15: U n tere W ien er S traß e u n d U m gebung.F e rn ru f 237 41.D l. KOCHANOWSK1 JU LIU S, S p rech stu n d e n v on 12b is 14 U hr, Z o lk iew sk astraß e 157, fü r R ev ier N r. 7:K le p a ro w » N r. 5: Z am arsty n o w ; N r. 6: O b e re Z öikiew -skastraße? N r. 7 : Z niesienie. F ern ru f 249 62.DR. AlEKSIE WICZ SOPH IE, S p rech stu n d e n v o n 10bis 12 U hr, R ew akow icza 9, für R ayons N r. 8: S o n n en ­s tra ß e und O b ere Z ö lk iew sk astraß e m it U m gebung; N r.3 : S tadtzentrum , M arienplatz, R ingplatz, U n g arn straß e;N r. 10: O ststra ß e m it U m gebung.DIREKTIONS o zialv ersich e ru n g sk a sse in L em berg.BekanntmachungD er D ien stausw eis d er A bteilu n g Ju stiz des C hefs desD istrik ts W a rsch a u vom 25. M ärz 1940, au f d en N am enS ik o rsk l T adeusz la u te n d , w ird hierm it fü r u n g ü ltig e rk lä rt.A m t d es D istrik ts W a rsch a uA b teilu n g Ju stizBekanntmachungD er D ienstausw eis d es P rä sid e n te n des A ppellation« gefleht*in W a rsch a u N r. 2560/35, au f d e n N am en S ik o rsk iT adeuss la u te n d , w ird h ie rm it fü r u n g ü ltig e rk lä rt. 'D er P räsid en tde* A p p ellaiio n sg e rich ts in W a rsch a uB e k a n n tm a c h u n gD er P erso n al-A u sw eis N r. 3935, des A rztes Dr. J a n K rdl,g e b . *m 3. J u n i 18:15, a u s g e s te llt v o n d er G esu n d h eitskamm dl im G en eralg o u v ern em en t, w ird h ie rm it fü r u n ­g ü ltig e rk lä rt.D istrlk tsg c su n d h e itsk am m er W a rsch a uSchluß der A m ltlrh en B ekan n tm achungenDer Verbandder Transportunternehmerim Distrikt Warschaug ib t h ie rm it sein en M itg lied e rn b ek a n n t, daß d ie B escheinig u n g en zum Em pfang d er F u tte rm itte l für d en M onatA p ril 1942 im B üro des V erb an d es d er T ra n sp o rtu n te rn e h ­m er, W a rsch a u , K reu zstraß e 23, III. S tock, Z im m er 8, v on8 bis 15 U hr (M ittw och u nd S onnabend von 8 bis 13 U hr),in folg ender a lp h a b e tisch e r E inteilung au sg eg eb e n w erd en :N am enm it A n fangsb u chstaben:DIE DEUTSCHEN FILMTHEATERIN LEMBERGzeigen im Spielplanvon Freitag, 10. bis Donnerstag, 18. April:CASINOLEMBERG, OPERNSTRASSE 5 - FERNRUF 22869DAS A N D ER E ICHEin TOBIS-FlimB ILD E KRA BL / / / M A T H IA S W IE M A N NHARALD PAULSEN / „ EDUARD WENCKMARGARETE HAAGENSpielleitung: WOLFGANG LIEBENEINEROLYMPLEMBERG, OPERNSTRASSE 5 — FERNRUF 2494«CAPBIOLEWEin TOBIS-FUraMARIANNE HOPPE GUSTAV GRUNSGENSFITA BANKHOFF///VALKER v. COLLANDESpielleitung: GUSTAV GRUNDGENSZENTRALLEMBERG, MARIENPLATZ 10 (Eingang Wallstraße 1)Ein TOBIS-FümVERSPRICH MIR NICHTSmitV IK T O R D E K O W A ///L U IS E ULLRICHHEINRICH GEORGESpielleitung: WOLFGANG LIEBENEINERIn allen .Theatern:DIE NEUESTE DEUTSCHE WÖÜHEÜSSHÜUAnfangszelten:1 4 3 0 lyoo 1 9 3 0Leder-Messmoschinegesucht.LEDERZENTRALE KIELCEBahnhofstraße 6 5 .— Fernruf 1225K lavierstim m erund R ep araten rKarl FuchsLem berg, K arp atenstra ß e 18, A u to rliier te r deu tscherF achm ann, F ernruf205 95, 4603RAD-K ori kBundfunkprogrammw e rk tä g lic h g ieichbietb ende Sendetotpesi6.00: G ym nastik. 6.20: K onzert. 7.00, 9.00, 12.30. 14.0017.00, 20.00, 22.00 u nd 24.00: N achrichten. 11.20: F rontb erich te oder Z eitspiegel. 12.00; K onzert. 14.10: M usik16.00: M usik 18.00; N ach rtcbten für d as G en eralg o u v ernem ent. 18.30: Z eitgeschehen. 19.00: W e h rm ach tsv o rtrag19.15: F ro n tb erlcb te. 19.45: P olit. Z eitungs- und R undfunk•ch au o d er p o lit. V o rtrag — S endep ausen : 8—9 und 2—6B riefm ark ensamm lungauch E inzslstücke,v erk a u fe : B afschynftkyj,Lemberg,A k ad em iestraß e 16,B uchhandlung.G ebrau chteL ieg estü h le o d erH än g em atten g e-s u c li t. A n g eb o teu n te r ,,N r. 623" and ie L em berger Z eitun g , Lem berg.V erd u n k elu n g s-ro llo sfü r L em berg undP ro v in zio n alstä d telie fe rt: D ipl.-Ingen.S liw inski, L em bergS em inarium str. 14,I. S tock, F ernruf233 48. A n trä g e unter ,,N r. 634" and ie L em berger Z eitun g , Lem berg.„BRONZ“B aubeschläge M e-la llg ieß erei-W erk -slä tte , U sclenskl St.L em berg, M arclnagasse 1. 4749Zu verkaufen:L andw irtschaft von88/« H ek t. m it G e­b äuden, in G renzend e r S tadt, g ee ig n etür B auplätze. 2y-Jardow , G erb erstrN r. 5. 4606Briefm arkensamm lerAchtung!W elfbriefm arken.S p ezialität P olenmarken. P reislistek o sten lo s. P o ln i­sches B rtefinarkenhaus, W a rsch a u ,M arsch allstr. 116! 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S d m u n d D e c ku n d F eau lYLaegaeeleNachrufEin h a rte s S ch ick sal en triß u n se renR eihen d u rch ein en trag isc h en U n­g lü ck sfall denStandortführer der NSDAPP§. Dietrich Eugen MelS ein e P io n iera rb eit im S ta n d o rt S try j-L and ist ein b e re d te s Z eugnis sein erS chaffensk raft u n d E in satzfreudig k eitfü r F ü h re r u n d V olk. A ls K am eradu n d K äm pfer w ird er u n v erg eß lichbleiben.Der DistriktsstandortfUhrerder NSDAPgez.: D r. Wächterff-B rigadeführerNachrufA m 6. A p ril 1942 v ersch ied durch U nglücksfalld e rS tandortftthrerd es S tan d o rtes S tryj-L and d er NSDAPParteigenosseDietiieSi Eugen EdelV eran tw o rtu n g sb ew u ß t u ndpfllch tg etreu h a tP arte ig en o sse EDEL sein en D ienst an derB ew egung getan . S ein K am pf für F ü h rer u ndV olk sich e rt ihmKrakau, den 10. A pril 1942.ein d au ern d es G edenken.Adolf StahlS tellv ertr. L eiterdes A rb eitsb e re ich e sS 3 S B 1G . . . . . . . . . . . am 10. A p ril 1942H , J ................................................. am 11 A pril 1942K . . . . . . . . . am 13. u. 14. A p ril 1942U l .......................................................am 15. A p ril 1942M . , , . .................................am 16. A pril 1942N, O ....................................................... am 17. A p ril 1942P > * ................................................. am 18. A p ril 1942F ...................................... am 20. A p ril 1942* am 21. u. 22. A p ril 1942T, U, V ............................ . . . am 23. A p ril 1942W . . . . . . . . . . . am 24. A pril 19422 am 25. A pril 11942Bel dem A b h o len d e r B escheinigung m üssen die P ferde-»eugnisse v o rg e le g t w erd en (gültig sin d n u r d ie n eu enZ eugnisse).A nm eldungen neu e rw o rb e n e r P ferd e m üssen durch d asS tad t. B ezirksam t u n d die H au sv erw altu n g b eschein ig t sein. !■D er A nkauf, sow ie au c h d er V e rlu st ein es P ferdes m üsse n bei dem A b h o len d er B escheinigung g em eld et w erden.F alsch e A n g aben bei dem A bholen von P ferd efu tter w erde n m it stre n g s te r S trafe belegt.N eu ein tre te n d e M itg lied er e rh a lte n die B escheinigungfü r F u tte rm itte l e rs t n ach E rledigung der E intrlttsform a-li tä ten .V /er es v o rz ie h t, in d en frü h en M org en stu n d en zu er-»ch ein cn w ird b e d e u ten d sc h n eller ab g efertig t.W er diesm al n ic h t term ingem äß ersch ein t, w ird nichtWehr ab g e fe rttg t, d a das V erteilungäbüro m it A blauf d ie se rV ertellungsperlode g esch lo ssen w ird.F u tte rm ittel, d ie n ic h t term tnm äflig in v o lle r M enge and e r A u sg a b estelle d er M ühle abgenom m en w erd en , verlalle o hne w e ite re V erzu g sfrist en d g ü ltig zum B esten a llerM itg lied e r d es V erb an d es,N iem and Ist b erec h tig t, lü r d ie A bholung d er A nw eisung»Ich N eben k o sten bzw . P rovision o d er ein e V erg ü tu n g»ohlen zu lassen . D er V erband w ird so lch e F älle, d ie ihmB ekannt w erd en , zur A nzeige bringen.D er L eiterg ez .: Oscli mannBekanntmachungD er G aststätten w erk er-V erb an d , Z e n trale K rakau, In derZ antralk am m er fü r die G esam tw irtsch aft im G en eralg o u ­v ern em en t, H auptg ru p p e A rb eit, fo rd e rt h ie rm it a lle inG a ststä tte n , S p eisew irtsc h aften , H otels u nd äh n lich en Betrieb e n tä tig e n m ännlichen u n d w eib lich en p o ln isc h en undu k ra in isc h e n G a ststä tte n w e rk e r auf, sich zu r E rfassu n g zun e id e n .Z ur V erein fa ch u n g des V erfah ren s w ird e rsu ch t, ln je d e rd e r g e n a n n ten B etrieb sstätten ein e L iste d e r G efolgschaftsentfcaU end-8641611111 ^ P° le n U k rain er « n zufertigen,1. V or- und Zunam e,2. G eb u rtsd atu m u nd -O rt,3. T ä tig k e itsart.„f* * * Li Ste“ s!nd, dem m it d e r O rg an isa tio n B eauftrag tenH e rrn S o b a n s k 1 S tan islau s, L em berg, G rüne S tr. 17,W o h nung 7, zu ü b erg eb en.Suche zur AnmietungJOSEF MICHURAK om m issarischer L eiterDiesel-Ripin-iigrm it G reifer oder Tieflöffeleinschließlich B aggerführerAngebote unter Nr. 5356 an RuchWarschau, Bahnhofstraße 32doppelwandig, /liefert vom LagerHAMERLINSKI & FULDEW arschau, Bahnhofstraße 11VentilatorenHe i x a g g r e g a l eL u f t h e i s u n g s ö f e nKlima- und LU hungsanlagen, Staub-, Dunst-,Späne-A bsaugungsanlogen. Entneblungs- undW n u n g s a n ia g e n . Prospekt Hz 392 kostenlosj . A. JOHN A.-G. / ERFURTFotoarbeitenzu m äßig es Preisen. 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D ezem ber 1911 se in ju n g e s, zu großenH offnungen h e ie c h tig te s Leben für sein e n Führer und se in g elieb tes V a te rla n d im Kam pfgegen den B olschew ism us g egeben h a t. S einL ebenszw eck w ar A rbeit. D ank sein e r großenA rb eitsk ra ft und unerm ü d lichen A rb eitsfreu ­digkeit, d ie uns a lle m it fo rtriß , is t es Ihmgelungen, aus k le in sten A nfängen in k u rzerZ eit ein b ea chtliches W e rk zu schaffen, das ern u n le id e r p ersönlich n ic h t w e ite r au sb au enkann. Sein A ndenken b le ib t tief in unseremH erzen veran k ert.G eschäftsleitung u nd B elegschaft d e r F irm a:H an d elszentrale DIETRICH DIRKSEN.W arsch au, L ow ttsch u nd G rojec;DIETRICH DIRKSEN K.-G., W a rsch a u ,DIETRICH DIRKSEN, D anzig.Eine T ra u erleierfü r u n sere n H eben Mann und VaterBoris Arnaudfin d e t am F reitag , den 10. A pril 1942, um t t U hrvorm ittags ln d e r R ussischen K irche (W arschau,P o d w alestraße), s ta tt. 4»ln tie fe r T rauerdie Frau, die Tochter u. der SohnIm F elde.» A R W I L « - D u r c h s c f o r e i b e b i i c l i h a l t u n gFinanz-, L ager-, In v en tar-, Lohn- u. G ehaltsbuchhaltungm it ih re n v ie len V orzügen. W ir b e ra te n Sie undfü h ren d ie U m stellung durch. W ir k ö n n en liefern.„A R W IL ''-D urchschreibebuchhaltungKrakau, P o stschließfach 382.M ein V e rtre te r is t in d er n ächsten W oche in Lemberg . — B eratung kosten lo s.K R A K A U E RBA UM A TERIAL I EN -G R O SSH A N D LU N GGUSTAV QUASTKrakauM arkusstraßo 20 / Fernsprecher 21534Liefert Baum aterialien aller Artzum Teil kurzfristig


UNTERHALTUNGSegensreiche Strenge, liebende Gerechtigkeit Von Heinrich ZillichNach den Schilderungen von H elene Voigt-! Diederichs und H erm ann H esse erzählt nun derjsiebenbürgische Dichter innerhalb unserer Reihe! von Erinnerungen deutscher D ichter an ihre persönlicheV ergangenheit ein Schulerlebnis.M ir ging das L ernen m ü helos ein.Deshalbnahm ich es auf die leichte S chulter. A ls gard er erste Jü n g lin g sfrü h lin g R eim e und M ädchen-Zöpfe in die M itte m ein es H erzens pflanzte, stankenm ir L atein und G riech isch, M athem atik undP h ysik w ie M auern v o r d en H errlichkeiten ueöA bgründen des L ebens. Ich k am zw ar im mer gutvoran, doch m it m an cher S chw indelei, m it halber A ufm erk sam k eit u n d oft ohne Leistung. Diestäu sch te viele L ehrer, denn ich w a r nicht aufden M und gefallen, u n d w eil ich in D eutsch alsL euchte galt, e rsch ie n m eine T ätigkeit in anderen G egen stän d en auch in hellerem Schaia.G eschichte le h rte u n s e in M ann von kgumd reißig Ja h re n , d er aus dem R ahm en da« ü b ­lichen trat, w eil er u n s e rn ste r n ahm als a n ­dere, und dem es anzu m erk en w ar, daß ihm K önnen und W illen b a ld g ro ß e W irk u n g sfeld er e r­schließen w ü rd en. M itu n te r führte er d ie ganzeK lasse, aus d e r die ä lte re n K am eraden schonS o ldaten des e b en a u sg e b ro c h e n en e is te n W e ltkrieg s g ew o rd en w aren , in se in e Ju n g g asaWen-stube, strich u n s S chin k en sem m eln u n d e rö rte rte ,w ä h ren d w ir w ie F reunde b eisam m en saß en, m itu n s die F ro n tereig n isse. Ich g e h ö rte zu sein enb e sse ren Schülern, doch daß ich k e in e n .TopfenSchw eiß d afü r o p ferte, w u ß te er län g st. A ls ichw ie d er einm al, schon sp ä t im S ch u lja h r, d as lie ­d e rlich G elern te m ittelm äß ig h e rsc h n a tte rte , k amihm ein e je n e r g lü ck lich en Eingebungen, o h n ed ie alle E rzieh erk u n st n u tzlo s ist, er brüllte m ichgrob an: „D as g e h t so n ic h t w eiter! Entw ederkom m en Sie m it d er e rste n N ote durch oderg a r nicht. Sie k ö n n en es schaffen, u n d d arumm ü ssen Sie es auch! Sie m eld en sich alsoin zw ei W o ch en m it dem Ja h re ssto ff u n d Kriege n ein V orzüglich, o d e r ich la sse Sie gnadenlos d u rchrasseln ."A ll m ein G e rechtig k e itsg efü h l — u n d d as derK am eraden — e m p ö rte sich g e g en d ieses U ltim a­tum . Ich w a r doch nie um ein e A n tw o rt v e rle g eng ew esen , h a tte im m er „etw as g e k o n n t": w o standes denn g eschrieben , daß m an n u r m it d e r b e stenL eistung v e rse tz t w e rd en dürfe? So lä s te rte ich,em pfand m ich h e rrlic h im R ech t u n d sah dochk ein e M öglich k eit, es d u rchzu fech ten . W a s m irau fg etrag en w a r, h ä tte se lb st d e r R ekto r n ich tu m zuw erfen v erm o cht, d azu k a n n te ich d en G e­schich tsp ro fesso r zu gut.N ach w en ig en T ag en stützte ich den K opf indie F äuste u n d ochste w ü te n d v o n der erstenbis zu r letz te n S eite des G eschichtsbuchs, lases einm al u n d zw eim al u n d d reim al durch, und dageschah es plötzlich, als ich es stöhnend w ieder-


DRESDNER BANKt de* Vorstandes über das Geschäftsjahr 19 4 1 ( A u s z u g )Die Lag« der deutlichen Banken w urde auch im Jah re 1941 in d er H aupt• c ü o bestim m t durch die ihnen im Rahm en der K riegsw irtschaft zufallendenf inanxiarungsauf,gaben. Diese konnten dank der Leistungsfähigkeit des deut-scöen K reditgewerbes w iederum reibungslos bew ältigt w erden.r u r unsere Bank ergab sich im Rahm en der allgem einen E ntw icklungeine erneute starke Steigerung der Einlagen, die zum w eitaus g rö ß te n T eil- r Anlage in Reichstiteln zugeführt und d am it der allgem einen K riegsfinan-gem acht w erden konnten. Jedoch sind auch unsere D ebitoren. . m * lo*ren Rückgang zu K riegsbeginn im Zusam m enhang m it einervaarsterfcten Inanspruchnahm e bei der Finanzierung von Kriegs- und Rfistungs-** n 1155 Berichtsjahr w ieder m erkbar angestiegen.D is durch die V erhältnisse hervorgerufene A usw eitung unseres Bilanz-irojumens h at dazu beige tragen, die M inderung der E rträge auszugleichen, diem m aus der bereits u a V orjahre eingeleiteten, jedoch nunm ehr voll zurAuswirkung kom m enden Senkung der Zinssätze bei unseren liquiden A nlagenG estaltung des Ertrages h a t fern er das m it A usnahm e d erletzten M onate des Jahres rech t lebhafte Effektengeschäft günstig eingew irkt.Demgegenüber sind die Einnahm en aus D ienstleistungen tro tz w ertm äßig gestiegenerUmsätze infolge der kriegsbedingten S chrum pfung des W echsel-o nd Inkassoverkehrs zurückgeblieben.In unserem Filialnetz haben sich in der B erichtszeit V eränderungen nichtergeben; w ir u nterhielten Ende 1941 N iederlassungen an 194 P lätzen.Dieunserer D epositenkassen-betrug 174, davon in G roß-B erlin 82.N eben der Pflege unseres ausgedehnten inländischen G eschäfts haben w ironssre A ufm erksam keit d er w achsenden w irtschaftlichen V erknüpfung dereinzelnen Gebiete des kontinentalen Raumes, der E ntw icklung und E rw eiterungunserer S tützpunkte im europäischen A usland sowie dem A usbau unsererBeziehungen zu ausländischen Banken zugewendet. Auf diese W eise w ar esuns möglich, der W irtschaft n ic h t n u r bei der F inanzierung der E in- undA usfuhr u nd der D urchführung des Zahlungsverkehrs m it dem A usland, son-? . *u dem Ausbau bestehender und dem A ufbau neu er G eschäftsverbindungennützliche D ienste zu leisten.Die reibungslose Bew ältigung unseres laufenden G eschäfts sowie die D urch-■Obrung zahlreicher S onderaufgaben — w ie z. B. die B earbeitung von K apital-•ufstockungen, die Abwicklung des Z ahlungsverkehrs fü r eine große Zahlausländischer A rbeiter u. a. m . — w ar in A nbetracht der w esentlich v errin ­gerten Zahl der zur V erfügung stehenden A rbeitskräfte n u r erreichbar durchrestlosen Einsatz unserer gesam ten G efolgschaft sowie die A usnutzungaller M öglichkeiten zur A rbeitsvereinfachung. Den auf höchste R a tio n a lis tr m g des Betriebes gerichteten Bem ühungen w ird auch fü r d ie nächste Z ukunftBesondere Bedeutung zukom m en, d a m e Beanspruchung des K reditgew erbes«rot» d er sinkenden Umsätze in der K onsum sphäre keine fü h lb are V erringe-n m g erfahren b a t und andererseits im m er w ieder neue durch die K riegsw irtschaftbedingte A ufgaben hinzukom m en.. k** einzelnen geben w ir zur E ntw icklung unseres G eschäfts, zur Bilanzhnd zur G ew inn- und V erlustrechnung die nachstehenden E rläuterungen.Die U m sätze sind w eiter gestiegen und losen um 14,5


WIRTSCHAFTS-KURIERDie Erfassung der Übergewinne im ReichGe^eiMcfce Untefi’üebnien mit UnkHüftea von mefer uls 39080 RH werden betroffenD ie b e reits Ende M ärz v o n S ta a tss e k re tä r FritzReinhardt in e in e r H am b u rg er R ede an g ek ü n -d ig te V ero rd n u n g ü b e r die E rfassung a u ß erg e ­w ö h n lich er G ew in n steig eru n g en w ä h ren d desK rieges (G ew in n ab fü h ru n g sv ero rd n u n g — GA Vvom 31. F eb ru ar 1942), ü b e r die w ir auch b e ­rich tet hab en , b esag t im einzelnen:Der R eichsm inister der F inanzen k a n n von g e-werb'Ichey Unternehmen, d ie ein e a u ß e r­g ew ö h n liche S te ig e ru n g ih rer g e w erb lich en E inkünfte erzielt hab en , v erlangen , daß sie einenB etrag an d as F inanzam t ab fü h ren (G ew innab-fu jirungsbetrag) erstm alig von dem a u ß erg e w ö h n ­lichen M ehr d er g ew erb lich en E in k ü n fte im W irtschaftsjah r 1941 (1940/41) g eg en ü b er den g e w erb ­lichen E in künften im W irtsc h a ftsja h r 1938 (1937/38).D er a b g efü h rte B etrag w ird einem K onto (Gewin n abfü h ru n g sk o n to ) zugefü h rt, ü b er d essenV erw endung der R eichsm in ister d er F inanzenn ach B eendigung des K rieges bestim m en w ird.Von Körperschaften, d e ren E inkom m en denB etrag von 500000 RM ü b e rsteig t, w ird d as l ’/a-fache des K riegszu sch lages zur K ö rp e rsc h aftssteu er (A bsatz 1) der S te u erä n d eru n g sv ero rd n u n qvom 20. A u g u st 1941 (RGBl. I, S. 510) erh o b en ,erstm alig für den V e ran la g u n g sz eitrau m 1942.Die V O gilt auch in den e in g e g lie d e rte n O stgebieten.G leichzeitig e rlä ß t der R eichsfin an zm in ister imE invernehm en m it dem R eich sw irtsch aftsm in isterdie e rste V O zu ih re r Durchführung, in d erfolgendes g esag t w ird: D er G e w in n ab fü h ru n gu n terlieg e n d i e U ntern eh m er, d e ren g ew erb lich eE inkünfte im W irtsc h aftsja h r 1941 (1940/41) m eh ra ls 30 000 R eichsm ark b e tra g e n h aben , w enn siel ^ T 7Y e r9 le ich m it dem W irtsc h a ftsja h r 1938(1937/38) ein e au ß erg ew ö h n lich e G ew in n steig e­ru n g e rzielt haben . Außergewöhnliche Ge-winnsteigeruncf ist das M ehr d er g e w erb ­lichen E in k ü n fte im W irtsc h a ftsja h r 1941 ü b erd as l% fa c h e d er g ew erb lich en E in k ü n fte imW irtsc h a ftsja h r 1938. D abei ist d as IVefache d erg e w erb lich e n E in k ü n fte im Ja h re 1938 m it min-destens 30 000 RM an zu setzen.Gewerbliche Einkünfte im Sinne d er Ge-w in n a b fu h ru n g sv ero rd n u n g sin d die E inkünfteaus g ew erb lich e n B etrieben, die d er E inkom m ensteu er z u g ru n d e liegen. Bei P e rso n e n g esellsc h aftensind es die ein h e itlich fe stg este llten E inkünfteaus g ew erb lich en B etrieben, b ei K ö rp erschaften,die nach den V o rsch riften des H a n d elsg ese tz ­buchs zur F ü h ru n g von B üchern v e rp flich tet sind,das E inkom m en ohne B erü ck sich tig u n g d es Ver-.lustabzuges. Bei n a tü rlich e n P erso n en u n d beiK ö rp erschaften sind d ie G e w in n an teile au s derB eteiligung an ein er P erso n engesellschaft auszu stän d ig ist, bei P erso n alg esellsch aften das Finanzam t, das fü r die ein h eitlich e F estsetzu n g derE in k ü n fte aus G e w e rb eb e trie b en zustän d ig ist.Die g e w erb lich en U n tern eh m er h a b en ein e b e ­so n d ere G e w in n erk lä ru n g nicht abzijgeben.K om m t die A n w en d u n g e in e r b e so n d e re n V o r­sch rift in B etracht, so m uß d e r U n tern eh m er demF in anzam t die offizielle A n g abe sp ä teste n s am1. M ai 1942, jed o c h n ic h t v o r A b g abe sein erE in k o m m en ste u ere rk läru n g o d e r K ö rp ersch aftssteu e re rk lä ru n g fü r 1941 m achen.D er G e w in n ab fü h ru n g sb etra g ist in n erh albein es M o n ats n a ch B ekan n tg ab e d es B escheidesbei d?m z u stän d ig en F in anzam t einzuzahlen. Dieg ew erb lich e n U n tern eh m en h a b en am 1. Ju n iu n d am 1. A u g u st 1942 au f den G ew in n ab fü h ­ru n g sb e tra g Vorauszahlungen zu entrich ten.J e d e V o rau szah lu n g b e trä g t die H älfte des v o r­au ssic h tlich e n G e w in n ab fü h ru n g sb etrages. D erg ew erb lich e U n tern eh m er h a t d en B etrag aufG ru n d se in e r ab g eg eb en en E in k o m m en steuererk lä ru n g o d e r K ö rp e rsc h aftsste u e re rk läru n g oderw enn e r d iese noch n ich t ab g eg eben hat,sch ätzu n g sw eise zu erm itteln . Die V o rauszah lu n ­g en w e rd en au f den G ew in n ab fü h ru n g sb etrag,d en d as F in anzam t festsetzt, a n g erech n et. EinvZuviel vom ein g ezahlten G ew innabführungs-b e tra g w ird erstattet.Ä n d ert sich d er G ew inn au s dem Gew erbeb etrieb im W irtsc h aftsja h r 1938 o d e r im W irtscha ftjah r 1941 n ach träg lich , so w ird d e r G e­w in n abfü h ru n g sb esch eid entsp rechen d g e än d ert.Der U n tersch iedsb etrag ist n achzuzahlen oder zuerstatten . G egen den G ew in n ab fü h ru n g sb esch eidist die Beschwerde an den O berfinanzpräii-d e n ten gegeben. D ieser en tsch e id e t endgültig. Erk ann die ö rtlich zu stän d ig e Preisüberw achungsstellebeteilig en . D er G e w in n ab fü h ru n g ib e tra gk ann dem gew erb lich en U n tern eh m er bestim m teZ eit bis zu r H älfte b elassen o d e r aus d em G e­w in n abfü h ru n g sk o n to ü b e rla ssen w erd en , w enne r g lau b h aft m acht, daß er d en B etrag a u s w irtschaftlich en G ründen o d er infolge e in e r besonderen w irtschaftlichen N o tlag e b rauch t. V or derE n tscheidung ist d ie ö rtlich z u stän d ig e Industrie-und H andelsk am m er zu hören. D er belasseneo d er ü b e rla ssen e B etrag ist m it jährlich 3»/z v. Hzu v ersin sen .A uf die G ew in n ab fü h ru n g finden die V o r­schriften d e r R eichsabgab eord n u n g des S te u eranpassun g sg esetzes sin n g em äße A n w endung, sow e it n ich t etw as a n d ere s b estim m t ist.Weitere Umsofjsteigening bei OberhiitteErwerb neuer 6eseilschnf£srecbte - Oberbiätten-Expere-GmbH gegründetten h ab en 25% , K ö rp erschaften 30% der a u ß e r­g ew ö h n lichen G e w in n steig eru n g alsGewinnabführungsb etr a g zu en trich ten. D er G e­w in n ab fü h ru n g sb etrag vermindert sich aufA n trag insow eit, als es d e m 'V e rh ä ltn is zw ischendem G esam tum satz und den L ieferungen en t­spricht, die der U n tern eh m er zuein h eitlich enP reisen o d er G ru p p enpreisen d er G ru p p e I aus-, führt. Die b ezeichneten P reise m ü ssen vom P reiskom m issar für die P reisb ild u n g im E in v ern eh m enm it dem R eichsm inister für B ew affnung und M u­nition festg esetzt w o rd en sein.W ar der G ew in n ab fü h ru n g sp flichtig e im W irtschaftsjahr1938 noch n ich t g ew erb lich er U n ternehmer, so ist als außerg ew ö h n liche S teig eru n gder B etrag anzusehen, um den d ie g e w erb ­lichen E inkünfte im W irtsc h a ftsja h r 1941 n achW ahl des U n tern eh m ers 20% des E inheitsw ertqJfd es gew erb lich en B etriebes, 15% d es U m satzeso d er 30000 RM ü b ersteig en . F ü h rt d as zu e in e ru n trag b a ren H ärte, so k a n n d as F in anzam t diea u ß erg ew ö h n liche G e w in n steig eru n g au f A n tra gin anderer W eise im V erg leich des U n te rn e h ­m ens m it äh n lich en U n tern eh m en erm itteln .In den o stm ärk isch en R eichsg auen u n d im G e­b iet der b ish erig en Freien Stadt Danzigtreten an die S telle d es W irtsc h a ftsja h re s 1938auf A n trag des U n tern eh m ers das J a h r 1939, andie Stelle d es l l/äfachen d e r g e w erb lich e nE inkünfte das l% fa c h e d er g e w erb lich en Einkünfte im W irtsc h a ftsja h r 1938 o d er im W irtsch a ftsja h r 1939. Im R eichsgau Sudetenlandund in den su d e ten d e u tsch e n G ebieten, die indie L änder P reußen u n d B ayern e in g e tre te nsind, tre te n an die S telle des W irtsc h a ftsja h re s1938 das W irtsc h aftsja h r 1939 und an d ie S telledes l ’/zfachen der g ew erb lich en E in k ü n fte das2fache der g ew erb lich en E in k ü n fte im W irtsch a ftsja h r 1939. Für die e in g e g lie d erte n O s t­gebiete, für das M em elland u n d fü r dieG ebiete E upen u n d M alm edy und M o resn et w e r­d en b eso n d ere B estim m ungen g etro ffen w erden.Sind die g ew erb lich en E in k ü n fte im W irtscha ftsja h r 1938 o d e r im W irtsc h a ftsja h r 1941d u rc h außergewöhnliche Verhältnissed e ra rt beeinflußt w ord en, daß ih re G eg en ü b e r­stellu n g zu einem w irtsc h aftlic h falsch en E rg eb ­n is führt, so sind die g ew erb lich en E in k ü n fte desW irtsc h aftsja h res, in dem die au ß erg e w ö h n lic h e nV e rh ältn isse b estan d e n haben , d u rch Z u rechnungo d e r A b rechnung e in e s an g em essenen Betrag©«zu b erü ck sichtig en.A u ß erg ew ö h n liche V e rh ä ltnisse k ö n n en z. B. v o rliegen : b ei d e r U m bildungo d er A u fteilu n g ein esU n tern eh m en s, bei d erV erschm elzung m eh re re r U n tern eh m en , beim A b­schluß, bei d er Ä n d eru n g o d er bei d er A ufheb u n g ein es G e w in n ab fü h ru n g sv ertrag e s, b ei derB ildung ein es v e rk ü rz te n o d er v e rlä n g e rte n Ge-W in n erm ittelu n g szeitrau m s, bei d er In a n sp ru ch ­n ah m e d er B e w e rtu n g sfreih eit au f G ru n d v o nZ ah lu n g sg u tschein en I. H at ein e K a p ita lg ese llschaftsp ä te r als im J a h re 1938 ih r K apital d u rchE inzahlung erh ö h t, so sind von dem U n te r­schied sb etrag 12% des N en n b etrag es d er K apitalerh ö h u n g abzuziehen.Für die G ew in n ab fü h ru n g sin d zuständigbei n atü rlich en P erso n en u n d b ei K ö rp erschaftendas Finanzamt, d as fü r die V e ran la g u n gzur E in k o m m en steuer o d er K ö rp e rsc h aftsste u e rD ie O b e rh ü tte, V e rein ig te oberscihlesische H ü t­ten w erk e AG, G leiw itz, e rh ö h teim G eschäftsjah r 1940/41(30. 9.) u n ter vollem E insatz derP ro d u k tio n sm ittel und A n sp an n u n g aller K räfted er G efolgschaft n o chm als den Umsatz. DerM ehru m satz entfiel fast ausschließlich au f dasIn lan d sg esch äft. Die Ausfuhr ist in ih rer G e­sam th ö h e fast u n v e rän d e rt, zeigte aber in ih rerZ u sam m ensetzung die w eite rg eh e n d e U m stellun g des eu ro p äisch en A u slandes auf die Erfordernisse. Um die A u sfu h rb estrebungen im K onzernin e in e r G esellsch aft zusam m enzufassen,w u rd e die Oberhütten-Export GmbH., G leiwitz, m it 0,50 M illionen S tam m kapital g e ­g rü n d et, die h a u p tsäc h lic h die W irtschaftsb eziehu n g en m it Südosteuropa a u sa rb e ite n soll.D er A u sb au d er H erstellu n g s- und V erarb eitun g sb e trie b e w u rd e plan m äßig durchgefü h rt. DieS ta h lw erk e d er G esellsch aft erzielten die b ish erh ö ch ste E rzeugung. E rtragslag e u n d K o stenen tw icklu n g w erd en in sg esam t als befriedig endangeseh en. V on den ste u erlich e n E rleich teru n g ender O stste u e rh ilfev e ro rd n u n g w u rd e G eb rau chgem acht. Z ur V o rb e reitn n g a u f k ü n ftig e A ufg a u e n ------- —fristig en K redit v o n 10 M ill. \JIJI bei der T reu ­h a n d v erw a ltu n g für das d eu tsch -n ied e rlän d isc h eF inanzabkom m en auf. D as O rg a n sc h a ftsv e rh ä ltnis zu der G e w erk schaft C astellengo-A bw eihr,G leiw itz, w u rd e durch ein e G ew inn- und V erlu st-ausg leich sv erednbaru n g erg än zt, in d e ren R ahmen d er 1940/41 erzielte G ew inn auf die G ew erk ­sch aft ü b e rtra g e n w u rd e (i. V. 6 v. H. D ividendeu n d 1,13 M ill. ,9M l R eingew inn). D er b e reits vond er H V am 30. M ärz zur K enntnis genom m eneB ericht v e rw eist sodann auf die — w ie b e ric h te t■— m it dem 1. O k to b er 1941 in K raft g e tre te n eV ersch m elzu n g m it der F rieden sh ü tte, die b e ­k a n n tlich den F irm ennam en der b e ric h te n d e nG esellsch aft annim m t. V on den e in zeln en B eteiligu n g en w ird b e richtet, daß für ru n d 0,59 Mill.i'HM A n teile an der L in d en-G ru n d stü ckverw al-tu n g GmbH, B erlin, v e rw en d e t w urd en. Die Preß-w e rk e L aband GmbH, G leiw itz, fo rd erte den nocha u sste h en d e nS tam m k apitalrest von 1,50 Mill.ein. Die V erk au fsstelle O b erschlesischeW alzw erk e GmbH, G leiw itz, e rh ö h te ih r stillesK ap ital auf 0,50 (0,10) M ill. J lJ l. Die A n teilew u rd en gegen F o rd eru n g en übernom m en. V ond er AG Ferrum , K attow itz, w u rd e d as AK auf 10(2,25) M ill. erh ö h t. A uch h ier w u rd en dien e u en A k tien durch E inbringung von F o rd eru n ­gen und durch B arein zahlu n g en v o n O b erb fittenund v o n d er • F ried en sh ü tte übernom m en.Der Rohertrag ist diesm al nach der Orgaw-schaftsabrechnung auf 74,86 (69,21) Mill. RM gestiegen.Sonstige E rträge brachten 0,35 (0,35), Beteiligungen0,56 (0,64), außerordentliche Erträge 1,15 (1,14)Mill. RM A ndererseits sind die Löhne und Gehälterauf 48,25 (41,21) und die sozialen Abgaben auf 4,03(3,65) Mill. RM gestiegen. Auf A nlagen w urden 13,15(13,60) Mill. RM abgeschrieben (i. V. noch 1,71 Mill.RM auf Beteiligungen). Der Zinsmehraufwand ist mit0,77 (1,31) Mill. RM erheblich geringer als i. V.,was auf den A bbau hoher verzinslicher Bankschuldenund auf Zinseinnahm en und W er toupier bestände zurückzuführenist. Für Steuern wurden 10,55 (8,29)Mill. RM aufgew endet. H ierin sind noch geforderteBeträge aus einer noch nicht rechtskräftigen Veranlagungenthalten.In d er au sg eg lich en en Bilanz e rsch ein en (inM ill. RM) A n la g ew e rte ein sch ließ lich 4,17 (3,18)im Bau b efin d lich er A n lagen jetzt 31,46 (32,27),B eteilig u n g en bei 2,81 Z u g an g und 3,34 Abgangm it 6,39 (6,92). U n ter dem U mlaufverm ögen von69,86 (50,13) sind W a p tn fo rd eru n g e n von 14,81(16,67) en th alten. Der R ück g an g w ird u. a. aufschnellere Z ah lu n g sein g än g e zürückgeführt. Kon■fig!i ajdo-'o(jf»Tl «Horren d äoen p n auf 14.16 f2.751infolge des V erk au fs der F r i e l e n sTi u t r eAktien u n d der Ü b ern ah m e lan g fristig e» Zahlun g sv erp flich tu n g en. D ies ste h t im Z u sam m enhang m it d e m Erwerb neuer Gesellschaftsrechteu n d A n lagen aus dem Besitzder H a u p ttre u h an d ste lle O st. Die V e rp flichtun g en sin d in der Bilanz noch m it 8,0 e n th a l­ten und n a ch einem m eh rjäh rig e n T ilg u n g sp lanabzudecken.Im übrigen sind unter den Aktiven Darlehen mit0,52 (0,47), K assen usw. mit 0,40 (0,88), Bankguthabenm it 2,52 (6,43), sonstige Forderungen mit 0,56 (2,39)verbucht. Bei unveränderlichem 20,0 AK, unveränderlichen5,70 Rücklagen und 17,46 (17,44) Rückstellungenfür ungew isse Schulden erscheinen die Verbindlichkeitenmit insgesam t 64,52 (45,19). Unter ihnenbilanzieren die Anleihen von 1940 mit unveränderlich15,0. Die G uthaben der Ruhegehalts- und Gefolgschaftsunterstützungseinrichtungenerscheinen nunmehr zusam m engefaßt mit 7,84 (4,0), Löhne d er letztenLohnperiode und soziale A bgaben sind mit 2,44(3,02) verbucht, A nzahlungen mit 3,96 (3,02), W arenschuldenmit 7,37 (6,46), K onzernschulde»mit l,4 i(1,24), Bankschulden nach der erw ähnten Kreditaufnahme von 10 Mill. RM und nach Rückzahlung von3,0 abdeckungsfähigen K rediten stark erhöht mit 13,31(6,21), sonstige V erbindlichkeiten nach Übernahmeder Zahlungsverpflichtungen gegenüber der HTO mit13,11 (6,14), V orräte mit 22,58 (16,97), W ertpapieremit 12,05 (8,09)Erhöhung von Konten im § 0F ü r P ensio n sem p fän g er d es e h em alig enPolen* A us e in e r V e ro rd n u n g des G e n era lg o u v erne u rs g e h t h erv o r, daß zu den U n terstü tzungenauf G ru n d d er V ero rd n u n g ü b er die v o rläufigeR egelung von U n terstü tzungszah lu n g en an P ension sem p fän g er des e h em alig en p o ln isch en S ta a ­tes u n d d er p o ln isch en S e lb stv erw altu n g sv erbä n d e vom 9. D ezem ber 1939 ein e in h e itlich e rZuschlag v o n m o n atlich 30 Z lo ty bei derH a u p tu n te rstü tzu n g , von m o n atlich 15 Z loty beid e r W itw e n u n terstü tzu n g u n d von m o n atlich7,50 Z lo ty bei d er W aise n u n te rstü tzu n g m itW irk u n g vom 1. J a n u a r 1942 an g ezah lt w ird.Fleischabgabe im GeneralgouvernementN a ch g e p u tzte K nochen o hne M ark en b e re ch n u n g* D ie v o n u n s b e re its b e h an d e lte V ero rd n u n gü b e r die E inführung ein es allg em ein en V iehreg iste rs im G en eralg o u v ern em en t e n th ä lt auche in e R eihe von B estim m ungen ü b e r die A bgabev o n F leisch u n d F leisch w aren g egenM ark eno d e r B ezugscheine im G eneralg o u v ern em ent. D a­n a ch ist F leisch g ru n d sätzlich m it ein g e w a ch se ­nen K nochen abzugeben. Bei A b gabe vonFleisch, das h an d elsü b lich o hne K nochen v e r­k a u ft w ird, ist au f V erlan g en d es K äufers ein eKnochenbeilage abzugeben, d ie g e so n d e rtzu w iegen und zum K n o chen p reis zu b e rec h n enist. Sie d a rf bei S chw einefleisch 20 v. H., beiR indfleisch 33V3, bei K albfleisch 35 v. H. derau f d en F leisch m ark en o der B ezugscheinen a n ­g e g eb enen M enge n ich t ü b ersch reiten. W ird dieA b g abe von knochen lo sem Fleisch ohne K noch en b e ila g e v erlangt, so v e rm in d ert sich die fürdie ein zeln en F leisch m ark en o d er d en B ezugsch e in festg eleg te G ew ichtsm enge um d en a n ­g eg eb e n en H u n d ertsatz.In doppelter M enge des au f d en B ezugsna ch w e ise n an g eg eb en en G ew ichts w erd en Pferdefleisch,Freibankfleisch, S chw eineköpfe (mitO hr, o h n e F ettb acke), Eisbein, K albshaxe, ganzeG eschlinge, R inderschw änze, L ungen, E uter, B rägen(Hirn), H erz, O chsenm au lsalat, K onsum sülze,In n e re ien sü lz e so w ie G änseleb erw u rst, sofern beiH e rstellu n g v o n G ä n se leb e rw u rst zum Teil bewirtsc h aftete s F leisch v e rw en d e t w o rd en ist.In d er vierfachen M enge d es sich aus denB edarfsn achw eisen e rg eb e n d en G ew ich tes sindabzugeben: R inderköpfe, K albsköpfe, Schafköpfe,S pitzbeine (u n m ittelb ar h in te r dem D ickbein o derdem S p ru n g g elen k abgeh auen ), S chw eineschwänze, F leisch salat, P ansen (Fleck), S chw arten,S chw ein ek am m k n o chen , S p errk n o ch en (Rückgratk n o chen ) u n d B auchrippen, die u n m ittelb aram K n o chen a u sg e sch ä lt u n d n ich t abgep u tztsind, In n e re ien sala t, R inderm ark k n o chen.Ohne Anrechnung au f die B edarfsnachweise k ö n n e n n a ch g e p u tz te K nochen m it A usnah m e d er R in d erm ark k n o chen abgegebenw erden.LandnutzungsgebUhr in GalizienF ü r zu g ew iesenen Boden* F ür die Ü b e rtragung d er L an dnutzung durchZ u w eisu n g u n b e w irtsch a fte ten B odens an zurB ew irtsch aftu n g g e eig n ete P erso n en gem äß derV ero rd n u n g ü b e r die v o rläufige L andnutzungu n d B odenordnung in G alizien und für Ü bertragu n g d er L an d n u tzu n g d u rch E insetzung vonP erso n en, die auf eig en e R echnung w irtschaften ,w ird eine G eb ü h r erh o b en . Sie b e trä g t für einW irtsc h aftsja h r, d as für die Z eit vom 1. Ju li biszum 30. Ju n i zu v e rsteh e n ist, je H ektar 40Z loty, k ann aber n ach der E rtragsfähig k eit des Bodens e rm äßig t w erden. Die G ebühr ist v o n demzu e n trich ten, dem die N u tzung ü b e rtra g en ist:die G ebühren sin d öffentliche A bgaben.„Lichfistasfl!“ sp u rt S tromDie K o h lenverso rg u n g in P o rtu g a l sto c k tD ie zw eite R atio n ieru n g sm aßnah m e, die vond er p o rtu g ie sisc h en R egierung u n te r dem Z w anged er R ückw irk u n g en des W e ltk rie g s auf dienationale W irtsc h aft d u rc h g efü h rt w e rd en m ußte,w ird A nfang A pril in K raft treten . Die e rsteam tliche V e rb rau c h sre g elu n g b e tra f das Benzin,d essen K onsum in so stark em M aße e in g e­sc h rä n k t w u rd e, daß d er K ra ftw ag e n v e rk e h rp ra k tisc h stillg e le g t w o rd en ist. N u n m eh r w u rd ed u rch ein e V ero rd n u n g des W irtsc h aftsm in iste rsd er V erb rau ch an ele k trisch e m Strom um überzehn Prozent h e rab g esetzt.W ie d ie V ero rd n u n g b eto n t, w u rd e d iese M aßnah m e d u rch den stä n d ig e n R ückgang in d erK o h lenverso rg u n g P o rtu g als erfo rd erlich. ImJ a h re 1939 h a tte P o rtu g al noch ru n d ein e M il-ÜOB T onnen K ohle au s dem A uslande, in e rste rL inie aus E ngland, im p o rtiert; im Ja h re 1941 b e ­tru g d ie E infuhr n u r n och etw as ü b e r 600 000T onnen, u n d im lau fenden J a h re ist infolge desu n a b lä ssig e n A b sin k ens d er Schiffstonnen m itein am w e ite ren b e trä ch tlic h e n R ückgang d erK ohlanzu fu h ren zu rech n en.D er A usfall kannd u rch die p o rtu g ie sisc h e K o h lenförderung, d iev o n 320 000 T o n n en v o r dem K riege au f 670 000T o n n en im J a h re 1941 g e ste ig e rt w o rd en ist u n din diesem J a h re au f 850 000 T onnen e rh ö h t w erden soll, um im Ja h re 1943 ein e M illion T onne n zu e rreich en, n ic h t v ö llig ausg eglich enw erd en .D ieser R ück g an g d er au slän d isch en K ohlenein fu h r h a t b e re its zu fü h lb aren E in sch ränkungen im V erk eh rsw e se n , in d e r F ischerei — diep o rtu g ie sisc h en F ischerfah rzeu g e m ü ssen m eh rund m eh r au f H o lzfeu eru n g o d er S egelb etriebu m g e ste ü t w e rd en — sow ie in d er in d u strie lle nP ro d u k tio n d e s L andes g eführt. Je tz t w urde, ume tw aig en n och stä rk e re n A u sw irk u n g en des K ohlenm angels au f d a s ,p o rtu g ie s is c h e W irtsc h aftsleben rech tzeitig v o rzubeu g en, angeo rd n et, daßd er S tro m v erb rauch , v o r allem fü r B eleuch tu n g s­zw ecke, v o n ru n d 100 M illio n en K ilo w attstu n ­d en v e rm in d ert w erd en m uß. A b g esehen vone in e r allg em ein en V e rrin g e ru n g der B eleuchtun g sk ö rp e r ist im R ahm en d ieser E in sp aru n g endie S tillegung säm tlich er L ichtreklam en, die E insch rän k u n g d er S traßen b eleuchtu n g , die V e r­d u n k elu n g alle r S c h aufen ster n ach dem ab en d ­lichen G eschäftsschluß, d er W eg fall d er P ausenln den T h eate rn u n d L ichtsp ielh äu sern u n d ein eV erm in d eru n g d er B eleuch tu n g in den P riv a t­h äu sern , d ie d u rch ein e k rä ftig e V e rteu e ru n gdes Z u v ie lv erb ra u ch s b e w irk t w e rd en soll, v e r­fü g t w ord en. D ageg en soll d e r S tro m v erb rauchim V e rk eh rsw e se n u n d in d er In d u strie bis au fw e ite re s au f d er a lte n H ö h e b e la ssen w erden.Daß jed o c h fü r d ie Z u k u n ft m it e in e r nochsc h ä rfe re n B eschneidung des S tro m v erb rau ch sfü r d e n Fall e in e r w e ite re n V erk n ap p u n g der^ « Q b e j t^ p ^ e rechngt w ird, läß t sich au sre its einen P lan a u sg e arb e ite t haben, nach demdie zu g eteilte Strom m enge in sechs Staffeln bisau f 40 v. H. des frü h eren V erb rau chs h e ru n te r­g e d rü c k t w erd en kann. In diesem äußerstenF alle w ü rd e n für die öffentliche B eleuchtung nurn o c h 10 Prozent, für die P riv atb eleu chtu n g nurn o ch 25 P ro zent u n d für V erk eh rsw esen und Indu striezw e ck e n u r noch je 50 Prozent des normalen S tro m b ed arfs zu r V erfügunq gestelltw erd en .D ie p o rtu g ie sisc h e B evölkerung hofft n a tü r­lich, daß es zu e in e r so einsch n eid enden Einsch rän k u n g n ich t kom m en w erd e und daß insbe so n d e re die H a u p tsta d t L issabon ihren Ruf,d ie letz te „L ich tstadt" E uropas zu sein, trotz dern u n m eh r v o rg enom m en en Strom einsparungena u ch in Z ukunft b e h alten m öge.Rieh. Gerlach, LissabonHöherer Rübenpreis im ProtektoratN e u reg e lu n g d es A n b aus u n d d er L ieferung* D er B öhm isch-M ährische V erb an d für Rübenund Z u ck er h a t d u rch die K undm achung vom31. M ärz den A n b au und die L ieferung vonZ u ck errü b en für 1942 n eu g ereg elt. H iern ach sinddie Z u ck erfab rik en z u n äc h st v erp flich tet, dieR üben aus den Ja h re slie fe rre c h te n abzunehm en.Die Z u ck erfab rik en m ü ssen aber auch Rüben, dieih n en v o n e in zeln en R übenbau ern ü b er das Ja h ­re slie fe rre c h t h in au s a n g eliefert w erd en zu deng leichen B edingungen w ie die Ja h resrü b en er?w erben. D er Preis der Z uckerrüben beträg t 30 K je dz R eingew icht. D er P reis ist um3 K h ö h e r als im V o rjah r; er ist ein Festpreis.Binnen 14 T ag en n a ch A b gabe d es R übenzettelsm uß die F abrik m it dem R ü b enbau er abrechnen.Z u ck errü b en sam en e rh ä lt der *Z uckerrübenan-b a u ar v o nden F ab rik en zum S elbstk o sten p reisvon 10 K je kg. R üben aus a n d ere n Z u ckerrü b en ­sam en b ra u c h t dieF ab rik n ic h t abzunehm en.Z u ck errü b en dürfen n ich t auf ab g elassenen T eicheno d er u m g estü rzten W ie se nan g eb aut w erden.D as A b b latten der R üben ist n ich t gestatte t. F ür je 100 dz g e lie fe rter R üben Reingew ich t g e b ü h ren dem R ü b enan b auer 4 kgZ ucker u n en tg eltlich . D er R ü b enbau er h a t w eiterdas R echt für die bei der E rn te u n d A bfuhr derR üben tätig en A rb e itsk räfte 3 kg V erb rau chszu ck er je 100 dz a b g eliefe rte r R üben v o n darZ u ck erfab rik k a rte n fre i zu k au fen . F ür M ehrlieferun g en g ib t es b e so n d e re Z u ck erp räm ien .Dem R übenbau er g e b ü h ren für die g eliefertenR üben ferner 6 0 % S chnitte m it einem g a ran tie r­ten T ro ck e n su b sta n zg e h alt v o n 8°/o.N im m t ersie n ich t ab, so e rh ä lt er für 100 kg frische, gepre ß te r S chnitte je 100 kg 4 K,sa u e rg e p re ß te rS chnitte 8 K u n d T ro ck en sch n itte 84 K. DerR ü b enbau er d arf die G ra tissc h n itte und die g e­k a u fte n S c h n itte n u r in se in er eig enen W irtschaft v erw en d en . L iefert die Z u ckerfabrikT ro ck en sch n itte, ste llt sich das V erh ältn is so, daßa n sta tt 100 kg frischer S ch n itte der R übenbauer6 kg T ro ck e n sc h n itte oder 6Vs kg m ela sslsrteS chnitte e rh ält. An M elasse stehen dem R übenba u er 1 % au f die g e lieferte Rübe in R eingew icht,h ierv o n V a% u n entg eltlich , den Rest gegen einenfesten P reis, zu,10. A p ril 1942Nr. 84 !. S eite 8

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