Glasmalerei - Badisches Landesmuseum Karlsruhe

landesmuseum.de

Glasmalerei - Badisches Landesmuseum Karlsruhe

Stadtrundgänge mit Stattreisen

„Glitzern, Scheinen, Leuchten – gläserne Farbenpracht

in Karlsruher Fenstern“

Termine: 31.7. / 9.10., 14 Uhr; 14.8., 11 Uhr

Weitere Informationen unter www.stattreisen-karlsruhe.de

Exkursion nach Zürich

mit Besichtigung der Glasfenster im Fraunmünster (Chagall)

und im Großmünster (Polke)

Fr, 7.10., ganztägig

In Kooperation mit dem Roncalli-Forum und dem

Bildungswerk Rheinstetten

Weitere Informationen und Anmeldung unter 07242 / 1715

Exkursionen

Ein Fenster ins farbige Licht

junge vhs im Museum

Mi, 7.9., 14 – 17 Uhr

Anmeldung über die VHS Karlsruhe, Tel. 0721 / 985750

Das Licht malt mit!

Ferienworkshop (für 7 – 12jährige)

Di – Fr, 30.8. – 2.9., 9.30 – 13 Uhr

Anmeldung unter 0721 / 926 6520

Workshops

Techniken der Glaskunst

Praktische Vorführungen mit dem Atelier für

Glasgestaltung V. Saile, Stuttgart

So, 17.7., 12 / 15 Uhr

Ort: Oberes Foyer im Schloss

Vorführungen

Vortrag: Punkt und Linie zur Fläche.

Johan Thorn Prikkers Weg in die moderne Glasmalerei

Dr. Christiane Heiser (Köln)

So, 9.10., 16 Uhr

Podiumsdiskussion: „Kunst oder …?“

Moderne Kirchenfenster in der Kontroverse

Moderation: Prof. Dr. Harald Siebenmorgen, Dr. Albert Käuflein

Fr, 23.9., 19 Uhr

Ort: Schloss Karlsruhe, Gartensaal

In Kooperation mit dem Roncalli-Forum Karlsruhe

Badisches Landesmuseum Karlsruhe

Schloss

76131 Karlsruhe

Info-Hotline

Tel. 0721 / 926 2828

Fax 0721 / 926 6537

info@landesmuseum.de

www.landesmuseum.de

Öffnungszeiten

Di – So 10 – 18 Uhr

Eintrittspreise

Einzelbesucher 8 €

Ermäßigter Eintritt 6 €

Schüler 2 €

Familienkarte 16 €

(Eltern und Kinder

unter 18 Jahren)

Jahreskarte BLM 30 €

Information und

Anmeldung für

Gruppenführungen

Tel. 0721 / 926 6520

Fax 0721 / 926 6549

Mo – Do 9 – 12 Uhr,

14 – 17 Uhr, Fr 9 – 12 Uhr

service@landesmuseum.de

Anfahrt mit öffentlichen

Verkehrsmitteln

Ab Karlsruhe Hbf mit den

Straßenbahnen 2, S1, S4,

S11 bis Haltestelle Marktplatz

Parken

Tiefgarage Schlossplatz,

täglich 24 Stunden

geöffnet

Die Eintrittskarte

berechtigt zum freien

Eintritt in die Sammlungsausstellung

im Museum

beim Markt, wo ein 5,5 m

hohes Glasfenster von

Johannes Schreiter

für die Heidelberger

Heilig-Geist-Kirche

zu sehen ist.

Informationen für Menschen

mit Behinderung

Eintritt für Personen mit

Behindertenausweis 6 €

Eintritt für eine Begleitperson

frei.

Freier Eintritt mit dem

Oberrheinischen

Museumspass

„Wortfenster“ – Ein Abend mit dem Künstler Johannes Schreiter

Moderation: Stephan Langer, Konradsblatt Karlsruhe

Di, 26.7., 19 Uhr

Ort: Schloss Karlsruhe, Gartensaal

Vorträge und Diskussionen

Glas & Kunst – Führung mit den Kuratoren

Do, 4.8., 18 Uhr (Dr. Jutta Dresch)

Do, 1.9., 18 Uhr (Karen Evers, M.A.)

Mit einem Glas Prosecco im Anschluss auf der Schlossterrasse

Glas & Kunst – Künstlergespräche mit Raphael Seitz

Do, 21.7. / 15.9., 18 Uhr

Mit einem Glas Prosecco im Anschluss auf der Schlossterrasse

After Work

Gespräch in der Reihe „Hinter den Dingen“

Art Sacré – Léger, Le Corbusier, Matisse und Chagall

Do, 29.9., 16 Uhr

In Kooperation mit dem BIZ Karlsruhe

Gesprächsforum am Nachmittag

Gegen die Belanglosigkeit im Sakralraum – Das Literaturfenster

von Johannes Schreiter für die Heiliggeistkirche in Heidelberg

Di, 12.7., 15 – 16.30 Uhr

Ort: Museum beim Markt

Museumsgespräche

Führung für Blinde und Sehbehinderte

Sa, 30.07., 15.15 Uhr

Fremdsprachige Führungen

Französisch: Sa, 16.7. / 10.9., 15.15 Uhr; 6.8., 18.30, 19.30 Uhr

Englisch: Sa, 13.8., 15.15 Uhr

Themenführungen

31.7., 11 Uhr: Bauen mit Licht – Licht und Glas

als Gestaltungselemente der Architektur

28.8., 11 Uhr: Provokation im Quadrat –

Gerhard Richter und das Fenster für den Kölner Dom

18.9., 11 Uhr: Vielfalt der Techniken in der modernen Glasmalerei

Öffentliche Führungen

Jeden Sonntag, 11 Uhr

Führungen

Begleitprogramm

www.tonartgestaltung.de

Glasmalerei

der Moderne

Faszination Farbe

im Gegenlicht

9.7. – 9.10.2011

Schloss Karlsruhe

Bild innen: Gerhard Richter: Probefenster

für die Südquerhausverglasung des Kölner

Doms (Ausschnitt), 2007, Dombauhütte

Köln, © Entwurf: Gerhard Richter, Köln /

Foto: Dombauhütte Köln

Titelbild: Johan Thorn Prikker: Glasfenster

mit Fisch- und Kreuzsymbolen, Probescheibe

für die Kirche St. Georg in Köln (1928),

Badisches Landesmuseum Karlsruhe

Diese künstlerische Vielfalt stellt das

Badische Landesmuseum in einer großen

Sonderausstellung vor. Vertreten sind

bekannte Meister ihres Fachs, darunter

Johan Thorn Prikker, Georg Meistermann,

Ludwig Schaffrath, Johannes Schreiter und

Emil Wachter. Aber auch Protagonisten der

internationalen Avantgarde wie Karl

Schmidt-Rottluff, Otto Dix, Jean Cocteau,

Fernand Léger und Le Corbusier leisteten in

der Glasmalerei Herausragendes.

Bilder aus Glas, Farbe und Licht – die Glasmalerei

wurde traditionell für den sakralen Raum geschaffen.

Im Zeitalter der Moderne emanzipierte sie sich

und entwickelte die freie Kunstverglasung sowie

das kleinformatige Glasbild. Dennoch blieb die

Glasmalerei ihren Ursprüngen verbunden:

Gerade in jüngster Zeit wurden bedeutende

Kirchenfens-terprojekte von Künstlern wie

Gerhard Richter, Sigmar Polke, Neo Rauch

und Markus Lüpertz realisiert.

Faszination Farbe im Gegenlicht

Glasmalerei der Moderne


Glasmalerei der Moderne

Faszination Farbe im Gegenlicht

Mittelalter – Historismus

– Jugendstil

Bilder aus Glas, Farbe und Licht

– seit dem Mittelalter gehörte die

Glasmalerei in Europa zu den kunstvollsten

Handwerkstechniken. Der

Prolog stellt schlaglichtartig Stile

und Themen der Glasmalerei des

Mittelalters, der englischen Arts &

Crafts-Bewegung, des Historismus

und des Jugendstils vor.

Edward Burne-Jones: Der gute Hirte

zwischen Samuel und Timotheus, um

1895, BLM

Aktuelle Tendenzen

Die zeitgenössische Glasmalerei erweist

sich als eine höchst lebendige

Sparte der Bildenden Kunst, in der

sich nach wie vor Künstler mit individuellen

Techniken und Stilen etablieren.

Neue Verarbeitungstechniken

und Materialien ermöglichen ein breites

Spektrum an Gestaltungs- und

künstlerischen Ausdrucksformen. Zunehmend

in der Glasmalerei durchgesetzt

hat sich die Schaffung skulpturaler

Glasobjekte, die für den freien

Raum konzipiert werden.

Johannes Schreiter: Glasbild „S.D.G.

3/2007/GB – Edith Schreiter gewidmet“,

Wilhelm Derix Glasstudios Taunusstein

1

Künstlerfenster

Zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der

Gegenwart zählen Gerhard Richter, Markus Lüpertz

und Neo Rauch. Sie entdeckten das Kirchenfenster

als künstlerische Herausforderung. In der

Ausstellung sind Entwürfe und Probescheiben

ihrer Fenster im Kölner Dom, in der romanischen

Kirche St. Andreas in Köln und im Naumburger

Dom zu sehen.

Gerhard Richter: Probefenster für die Südquerhausverglasung

des Kölner Doms, 2007, Dombauhütte Köln

Eingang

3

Shop

8

Die klassische Moderne

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckten

namhafte Künstler der Avantgarde

die Glasmalerei als Ausdrucksform und

entwickelten neue Techniken und Gestaltungsformen

der traditionell für den

sakralen Raum geschaffenen Kunst. Ein

Zentrum dieser Bewegung lag in Berlin,

wo sich unter anderem Karl Schmidt-Rottluff,

Ludwig Gies und Otto Freundlich der

Glaskunst widmeten. Ein weiteres Zentrum

stellte das Rheinland dar, wo Johan

Thorn Prikker die moderne Glasmalerei erneuerte

und nachhaltig prägte. Zeitgleich

entwickelte Adolf Hölzel in Stuttgart die

figürliche Abstraktion in der Glasmalerei.

Karl Schmidt-Rottluff: Christuskopf, um 1921,

Brücke-Museum Berlin

1

9

9

7

Café

8

2

7

Die internationale Moderne

Die moderne Glasmalerei war international

und stilübergreifend: Glasgemälde

und Entwürfe von Frank Lloyd

Wright und Theo van Doesburg, von

den Schweizern Albert Müller und

Augusto Giacometti sowie den Franzosen

Maurice Denis und Jacques

Gruber zeigen das breite Spektrum

der internationalen Glasmalerei im

ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.

Augusto Giacometti: Drei Glasfensterentwürfe

für St. Martin in Chur, um

1918/1920, Bündner Kunstmuseum Chur

Hans Gottfried von Stockhausen: Glasbild

„Daphne“, 1984, BLM

Die Postmoderne

Für den Zeitraum der 1980er-Jahre

zeigt die Ausstellung bedeutende

Kirchenfenster-Projekte von Georg

Meistermann, Johannes Schreiter und

Hans Gottfried von Stockhausen. Als

Professor für Glasmalerei an der Stuttgarter

Kunstakademie entwickelte

Stockhausen in diesem Zeitraum das

kleinformatige freie Glasbild, das seine

Schüler, von denen besonders Johannes

Hewel zu nennen ist, fortführten.

2

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Die Nachkriegszeit

In den 1950er-Jahren erlebte die Glasmalerei

in der Bundesrepublik Deutschland

einen gewaltigen Aufschwung. Im

Krieg zerstörte Kirchen und öffentliche

Gebäude mussten wieder aufgebaut

oder vollständig ersetzt werden. Anknüpfend

an die Entwicklungen in den

1920er- und 1930er-Jahren wurden dabei

nicht nur in Kirchenneubauten, sondern

auch in zahlreichen profanen Gebäuden

Verglasungen geschaffen, die

ein breites Spektrum künstlerischer

Stilrichtungen abdeckten. Einer der

bedeutendsten deutschen Glasmaler

der Nachkriegszeit war Georg Meistermann,

der in der Ausstellung mit mehreren

Arbeiten vertreten ist.

Georg Meistermann: Musterfenster für das

WDR-Gebäude in Köln, 1952, 4Glasmalerei

Derix Düsseldorf-Kaiserswerth

Französische Kirchenfenster (1945-1980)

In Frankreich erlebte die kirchliche Glasmalerei nach dem

Zweiten Weltkrieg einen künstlerischen Höhepunkt: Der

nach einer Zeitschrift benannten Art Sacré-Bewegung

gelang es, bedeutende zeitgenössische Künstler wie

Fernand Léger, Le Corbusier und Jean Cocteau, die der

Kirche an sich nicht verbunden waren, für die Gestaltung

von Kirchenfenstern und Künstlerkapellen zu gewinnen.

Ende der 1970er-Jahre verhalfen namhafte Vertreter der

Nouvelle École de Paris wie Alfred Manessier und Jean

René Bazaine der sakralen Glasmalerei in Frankreich zu

weiterem Glanz.

Le Corbusier: Entwurfsskizze für die Kapelle

Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp, 1950,

Fondation Le Corbusier Paris

Abstraktionen in Betonglas

Zu einem festen Bestandteil der Architektur

der Nachkriegszeit wurde das Betonglasfenster,

das in Frankreich in den 1950er-Jahren

insbesondere für Fenster in Kirchenneubauten

entwickelt wurde und anschließend in ganz

Europa Verbreitung fand. Um 1960 experimentierten

Pierre Soulages, Paul Ubac und Victor

Vasarely mit dieser besonderen Form der

künstlerischen Glasgestaltung.

Pierre Soulages: Betonglasfenster, Suermondt-

Ludwig-Museum Aachen

© VG Bild-Kunst, Bonn 2011 (Abb. 2,6,7); Archiv Bundesamt für Bauten und Logistik, BBL. Foto: A. Gempeler, Bern (Abb. 3), Georg-Meistermann-Nachlassverwaltung, Dr. J. M. Calleen (Abb. 4), FLC/VG Bild-Kunst, Bonn 2011 (Abb. 5), Gerhard Richter,

Köln (Entwurf) / Foto: Dombauhütte Köln (Abb. 8).

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