GBG 15 Grünpflege im Gartenbau - NABU-Netz

nabu.netz.de

GBG 15 Grünpflege im Gartenbau - NABU-Netz

Gartenbau-BerufsgenossenschaftGBG 15Grünpflege im Gartenbau


Grünpflege im GartenbauJeder, derGrünpflegearbeitenausführt, trägtein hohes Maß anVerantwortung!Seite 2Verantwortung derUnternehmer und MitarbeiterSeite 3Persönliche SchutzausrüstungSeite 4Allgemeine Hinweise zumArbeits- u. GesundheitsschutzSeite 9 Handgeführte SichelmäherSeite 15 Mäher mit FahrersitzSeite 23 FreischneiderSeite 27 HeckenscherenSeite 31 BalkenmäherSeite 34 Laubblasgeräte/LaubsauggeräteSeite 37 BuschholzhackerSeite 42 Transport in der GrünpflegeSeite 44 Biologische GefährdungenSeite 45 SchlussbemerkungSeite 46 Anhänge: Vorschriften, Betriebsanweisungen


Mit diesem Merkheft möchte Ihnen Ihre Gartenbau-Berufsgenossenschaft Hinweise und Ratschläge für sicheresArbeiten in der Grünpflegevermitteln. Typische Unfallbeispiele sollen auf die besonderenGefahren aufmerksam machen.Bau und Ausrüstung von Maschinen der Grünpflege werden inder EG-Maschinenrichtlinie und in den einschlägigen Normengeregelt und sollen daher nicht Gegenstand dieses Merkheftessein. Kaufen Sie nur Maschinen, die das CE-Zeichen tragen undfür die eine EG-Konformitätserklärung vorliegt. Der Kauf vonGS-geprüften Maschinen und Geräten garantiert dem Anwenderein Höchstmaß an Gerätesicherheit.Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Wirtschaftlichkeitmüssen, wie die Praxis zeigt, keine Gegensätze sein. Nur werüber die Gefahren informiert ist und sich sicherheitsgerecht verhält,kann auf Dauer unfallfrei und somit wirtschaftlich arbeiten.Das vorliegende Merkheft möchte Sie dabei unterstützen.1


Grünpflege im GartenbauVerantwortungder Unternehmer und MitarbeiterDer Unternehmermuss die technischenundorganisatorischenVoraussetzungenfür einen sicherenArbeitsablaufschaffen.Geeignete und sichere Maschinen auswählen.Gefährdungsbeurteilungen durchführen.Betriebsanweisungen erstellen; einige Musterbeispielefinden Sie im Anhang dieses Merkheftes.Mitarbeiter unterweisen.Erste-Hilfe-Maßnahmen gewährleisten.Erforderliche Körperschutzmittel bereitstellen.Erfolgskontrollen garantieren, dass die Anweisungenund Unfallverhütungsvorschriftenbeachtet werden.Bei der Beschäftigung von Jugendlichen sindSchutzalterbestimmungen sowie Beschäftigungsverboteund -beschränkungen zubeachten.Die Mitarbeitermüssen durchihr Verhalten densicheren Ablauf derGrünpflegearbeitengewährleisten.2Weisungen der Vorgesetzten zum Zweckeder Unfallverhütung befolgen.Bestimmungsgemäße Verwendung vonMaschinen und Geräten.Erkannte Mängel im Betrieb dem Vorgesetztensofort melden.Tragen der persönlichen Schutzausrüstung.


PersönlicheSchutzausrüstungIn der Grünpflege ist je nach Art der Tätigkeit ein geeigneterKörperschutz zu tragen. Angaben dazu finden Sie in derBedienungsanleitung des Maschinenherstellers, in Unfallverhütungsvorschriftenund in Ihrer Gefährdungsbeurteilung.Dazu gehören:Sicherheitsschuhebei allen Arbeiten in der Grünpflege. Sie verhindern Fußverletzungenund gewährleisten die erforderliche Trittsicherheit.Schutzhandschuheals Schutz vor Verletzungen, z.B. beim Arbeiten mit stacheligenund dornigen Gehölzen oder zur Vermeidung von Hauterkrankungen,z.B. Allergien.Gehörschutzz.B. beim Arbeiten mit lärmintensiven Maschinen, wie Balkenmähern,Freischneidern, Laubblasgeräten, Buschholzhackern...Gesichtsschutz/Augenschutzz.B. beim Arbeiten mit Freischneidern, Heckenscheren, Buschholzhackernoder beim Rückschnitt von Gehölzen und Hecken.Warn- und Wetterschutzkleidungz.B. beim Arbeiten im öffentlichen Verkehrsbereich,Arbeiten bei Regen und Kälte.3


Grünpflege im GartenbauAllgemeine Hinweise zumMaschineneinsatzDamit ein reibungsloser, unfallfreier und damit wirtschaftlicherArbeitsablauf in der Grünflächenpflege gewährleistetist, sollten Sie immer folgende allgemeine Sicherheitshinweisebeachten:MaschinenbedienungBevor Sie erstmalig mit einer Maschine arbeiten, machenSie sich mit der Bedienung vertraut. Lassen Sie sich vomVorgesetzten in die Technik einweisen.Sicherheitshinweise(Piktogramme)an einerMaschineStudieren Sie die Bedienungsanleitung des Herstellers sorgfältig.Hier finden Sie wichtige Details und Ratschläge zurArbeitssicherheit.4Beachten Sie auch die Sicherheitskennzeichnung (Piktogramme)auf den Geräten. Maschinen, auch wenn sie vonähnlicher Bauart sind, können sich untereinander inwichtigen Einzelheiten unterscheiden.


SicherheitseinrichtungenSicherheitseinrichtungen an Maschinen dürfen niemals außerFunktion gesetzt werden. Setzt man Sicherheitseinrichtungenaußer Kraft, um sich die Arbeit vermeintlich zu erleichtern,führt dies nicht selten zu schweren und kostspieligen Arbeitsunfällenmit langen Ausfallzeiten für den Betrieb.MaschinenauswahlDer Fachmann wählt immer die für den jeweiligen Einsatzzweckpassende Maschine. Falsche Maschinenauswahl verleitetzum Improvisieren und ist Ursache für zahlreiche Unfälle.Sicheres Arbeiten ist nur mit technisch einwandfreien Maschinenmöglich.ArbeitsunterbrechungSchalten Sie immer das Arbeitswerkzeug aus, wenn Sie diePflegefläche verlassen oder die Maschine transportieren.Entfernen Sie sich von der Maschine nur, wenn der Motorausgeschaltet ist. Ziehen Sie gegebenenfalls den Zündschlüsselab und sperren die Fahrerkabine zu.GefährdungsbeurteilungVor dem Einsatz neuer Maschinen und Arbeitsverfahren führtder Arbeitgeber bzw. Verantwortliche eine Gefährdungsbeurteilungdurch. Bestehende Arbeits- und Gesundheitsrisiken werdenermittelt, bewertet und entsprechende Maßnahmen festgelegt.Eine Handlungshilfe zur Gefährdungsbeurteilungkönnen Sie von Ihrer Gartenbau-Berufsgenossenschaftbeziehen.5


Grünpflege im GartenbauMaschinenstörungenSollten doch einmal Störungen auftreten,gilt als erster Grundsatz:Motor aus und Stillstand der Arbeitswerkzeugeabwarten.Reparaturarbeitenin einerFachwerkstatt6Erst dann die Ursache für die Störung suchen und, wenngefahrlos möglich, diese beseitigen. Die Erfahrung zeigt, dassman Reparaturen durch Fachpersonal sicherer und oft preiswerterausführen lässt. Das Motto »Selbst ist der Mann«bringt hier meistens nicht den gewünschten Erfolg. VerwendenSie nur vom Hersteller empfohlene Ersatzteile.


BaustellenabsicherungIm öffentlichen Bereich (Straßen, Parkanlagen, Friedhöfe usw.) ist eineSicherung der Arbeitsstelle durch Beschilderung/Absperrung erforderlich.Beispiele zu Baustellenabsicherungen gemäss der STVO finden Sie inden »Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen« ( RSA ).Die Absperrmassnahmen sind zuvor bei der zuständigen Behörde(Straßenverkehrsamt, Ordnungsamt usw.) zu beantragen. Halten Sie beimEinsatz von Maschinen stets einen ausreichenden Sicherheitsabstand zuPersonen ein.Angaben zu Gefahrenbereichen finden Sie in den Bedienungsanleitungender Hersteller. Bei Unterschreitung der Mindestabstände sindzusätzliche Maßnahmen zu treffen.7


Grünpflege im GartenbauSpezialkraftstoffeVerwenden Sie schadstoffreduzierteSonderkraftstoffe. Dieseverringern u.a. den Ausstoß gesundheitsschädlicherAbgasbestandteile(z.B. Benzol, Blei, Schwefel, n-Hexanusw.). Verwenden Sie nur zugelasseneKanister mit Sicherheitseinfüllsystemund ausreichender Kennzeichnung.Weitere Informationen findenSie im Merkheft GBG 17.2 »Gefahrgutsicher transportieren«.VorsorgeuntersuchungBeim Einsatz von lärm- und vibrationsintensivenMaschinen in derGrünpflege treten Hand-Arm bzw.Ganzkörperschwingungen auf.Arbeitsmedizinische Vorsorgeunter--suchungen (Arbeitsmedizinverordnung)können erforderlich werden.8Kraftstoffkanistermit SicherheitseinfüllstutzenÜber die Gefährdungsbeurteilungermittelt der Unternehmer die tatsächlicheBelastung und leitet dienotwendigen Schutzmaßnahmen ein(Einsatz von lärm- und vibrationsarmenMaschinen, Begrenzung derEinsatzzeiten und geeignete Körperschutzmittel).


HandgeführteSichelmäherBei Rasenmäharbeitenist meist derhandgeführteSichelmäherim Einsatz.Trotz ständig verbesserter Sicherheitstechnik kommt es,insbesondere durch Bedienungsfehler, immer wieder zuschweren Unfällen, wie das typische Unfallbeispiel auf derSeite 10 zeigt.Handgehaltene und handgeführte Maschinen wie Rasenmäher,Motorheckenscheren, Balkenmäher, Freischneider usw. verursachenHand-Arm-Vibrationen. Bei längerer Einwirkungszeitkann es zu Durchblutungsstörungen und krankhaften Veränderungenan Gelenken und Sehnenscheiden kommen. Einflussfaktorensind Einwirkungsdauer, Schwingungsintensität, Greifkräfte,Kälte usw.9


Grünpflege im GartenbauUnfallbeispiel...10Daniel ist in seinen Semesterferienmorgens auf demFriedhof mit Mäharbeitenbeschäftigt. Es handelt sichum eine neue Maschine, dievorschriftsmäßig mit einerTotmannschalteinrichtungausgerüstet ist.Aus Bequemlichkeit hat erjedoch diesen Sicherheitsbügelmit einem Kabelbinderaußer Funktion gesetzt.Als er im Randbereich desGrabfeldes hohes Gras mäht,verstopft der Auswurf.Reflexartig hebt er dasPrallblech an und versuchtden Grasklumpen zu entfernen.Dabei amputiert er sich dreiFinger der rechten Hand andem rotierenden Messer.Ursachen für diesen Unfallsind unter anderem:Mangelnde Fachkunde durchfehlende Unterweisung derBedienungsperson.Manipulation von Sicherheitseinrichtungen.Störungsbeseitigung bei laufenderMaschine.Nicht bestimmungsgemäßer Einsatzdes Sichelmähers: Für die Grashöhewar der Sichelmäher ungeeignet,hier wäre beispielsweise einAufwuchsmäher die bessereAlternative gewesen.


Verletzungsgefahrenbestehen bei handgeführtenSichelmähernvor allem durch dieschnell rotierendenMesserwerkzeuge.Nicht nur Fingeramputationenbei ReinigungsundWartungsarbeitenam laufenden Mäher,wie im Unfallbeispielbeschrieben, könnendie Folge sein.Fußverletzungen entstehendurch Stolpern,Ausrutschen und Fallenbeim Rückwärtsziehendes Mähers.SicherheitshinweiseBeachten Sie daher folgendeSicherheitshinweise:Halten Sie einen ausreichendenSicherheitsabstand zu Mitarbeiternund Passanten ein.Auf der Rasenfläche befindlicheFremdkörper oder gar beschädigteMesserteile werden mit großerWucht fortgeschleudert und führenzu schwersten Verletzungen undSachschäden.Fassen Sie niemals bei laufendemMotor unter das Gehäuse, um denRasenmäher anzuheben, dieSchnitthöhe zu verstellen oderVerstopfungen zu beseitigen.Entfernen Sie vor den Mäharbeitenerkennbare Fremdkörper wieFlaschen, Steine oder Blechdosen.Ziehen Sie als zusätzliche Sicherungsmaßnahmeden Zündkerzensteckerab.11


Grünpflege im GartenbauVorsicht beim Rückwärtsziehen des Rasenmähers –Stolpergefahr!Prüfen Sie stets vor Arbeitsbeginn oder nach Auffahrenauf ein Hindernis, z.B. Grenzstein, das Messer auf einwandfreienZustand und festen Sitz. Beschädigte Messersofort auswechseln!Mit einemPrüfgerätkann eineMesserunwuchtfestgestelltwerdenEine Unwucht kann zu Messerbruch und Motorschädenführen. Daher müssen die Schneidflächen gleichmäßignachgeschliffen werden. Lassen Sie diese Arbeit in einerFachwerkstatt durchführen oder verwenden Sie ein entsprechendesPrüfgerät.12


Mähen Sie niemals ohne Schutzeinrichtungen, wie z.B.Prallblech oder Grasfangeinrichtung.Prallbleche müssen sich in Schutzstellung befinden unddürfen nicht hochgeklappt werden!Beim Mähen an Böschungen sind besondere Schutzmaßnahmenerforderlich. Es wird in Schichtlinien,d.h. quer zum Hang gemäht.Sichern Sie bei steilerem Gelände den Rasenmäher vonder Böschungskrone aus mit einem Seil gegen Abrutschenund tragen Sie evtl. Steigeisen. Prüfen Sie, ob derEinsatz anderer Maschinen, z.B. Auslegermäher oderBalkenmäher nicht die bessere Alternative ist.Beim Fahren außerhalb der Mähfläche muss dasMähwerk ausgeschaltet werden.Stellen Sie vor dem Verlassen des Mähers den Motoraus.Vorsicht: Verletzungsgefahr am nachlaufendenSchneidwerkzeug.Vorsicht: Verbrennungsgefahr an heißenMaschinenteilen. 13


Grünpflege im GartenbauMulchmäherMulchmäher werden in der extensiven Grünpflege eingesetzt.Da die Geräte zum Mähen von hohem Gras verwendetwerden, besteht die Schutzeinrichtung teilweise ausSchutztüchern. Diese unterliegen einem Verschleiß und sindregelmäßig zu kontrollieren und bei Bedarf zu erneuern.Mulchmähermit speziellemMähwerkzeugund Schutztuch14


Mäher mitFahrersitzGroßeRasenflächen,z.B. Golfplätze,werdenwirtschaftlichmit Aufsitzmäherngepflegt.Auch hier besteht Gefahr für Hände und Füße durch dieSchneidwerkzeuge. Fahrfehler führen zu schweren Unfällen.Immer wieder kommt es zu folgenschweren Körper- undSachschäden durch herausgeschleuderte Fremdkörper.Bei Fahrtätigkeiten insbesondere in unebenem Gelände könnenGanzkörpervibrationen bandscheibenbedingte Erkrankungender Lendenwirbelsäule mit verursachen und verschlimmern.Schwingungsgedämpfte und auf das Körpergewichteinstellbare Fahrersitze können die Belastungen des Fahrersreduzieren.15


Grünpflege im GartenbauUnfallbeispiel...Florian mäht den Rasen im Schlosspark. Er benutzt einenSichelmäher mit Fahrersitz. Um eine gleichmäßige Verteilungdes Mähgutes zu erreichen, bindet Florian das Prallblechhoch.Ein im Gras liegender Stein wird vom Sichelmäher erfasstund weggeschleudert. Heinz, der in etwa 20 m EntfernungLaub harkt, wird vom Stein am Kopf getroffen.Eine große Platzwunde muss im Krankenhaus mit mehrerenStichen genäht werden.Der Unfall wurde verursacht, weil Florian fahrlässig eineSicherheitseinrichtung, nämlich das Prallblech, außer Kraftsetzte. Um sich die Arbeit vermeintlich zu erleichtern, wurdeein Kollege schwer verletzt.SicherheitshinweiseBeachten Sie daher folgende Sicherheitshinweise:Kontrollieren Sie die Schutzeinrichtungen vor demMähen und bringen Sie diese in Schutzstellung.16Passen Sie die Fahrtrichtung und Geschwindigkeit demGelände an. Vorsicht: An Böschungen besteht Umsturzgefahr!


Halten Sie den Gefahrenbereich frei.Schalten Sie das Mähwerk aus, bevor Sie absteigenoder außerhalb der Rasenfläche fahren.Sichelmähermit Umsturzschutzvorrichtung......undSicherheitsgurt17


Grünpflege im GartenbauNeuere Aufsitzmäher verfügen über einen Sitzkontaktschalter.Dieser schaltet den Motor oder dasMähwerk ab, wenn der Fahrer seinen Bedienungsplatzbei eingeschaltetem Mähwerk verlässt.ScharfkantigeSpindeln werdendurch SchutztüchergesichertWährend der Straßenfahrt gelten die Anforderungender Straßenverkehrsordnung, d.h. scharfe oder spitzeWerkzeuge sind so zu sichern, dass andere Verkehrsteilnehmernicht gefährdet werden.18


Stellen Sie vor Verlassen der Maschine den Motor abund nehmen Sie den Zündschlüssel mit.Stellen Sie den Fahrersitz auf Ihre Körpergröße und IhrGewicht ein.Federung wirdauf dasFahrergewichteingestellt,um dieWirbelsäulezu entlastenFühren Sie Einstellungsarbeiten nur bei Stillstand desMotors und der Messer durch. Verwenden Sie dafür nurgeeignete Werkzeuge.19


Grünpflege im GartenbauZusätzlicheSicherheitshinweisebeim Einsatzvon Grassammelcontainernmit SauggebläseSchalten Sie vor Reinigungsarbeitenoder Beseitigungvon Verstopfungen immerden Antrieb der Saugturbine(Ventilator) aus.Befestigen Sie anschließendden Saugschlauch undandere Schutzeinrichtungenvorschriftsmäßig.Verwenden Sie eine Abstützung,wenn Sie sichz.B. für Reinigungsarbeitenunter dem hydraulisch angehobenenMähcontaineraufhalten – Achtung:Lebensgefahr bei plötzlichemDruckverlust imHydrauliksystem!Mähgerät mitangehobenemGrassammelcontainer20


Zusätzliche Bestimmungen für denEinsatz von AnbaumähwerkenAnbaumähwerke können an den verschiedensten Trägerfahrzeugenzum Einsatz kommen und bieten somit ein hohes Maßan Flexibilität. Im Regelfall erfolgt der Antrieb über eineGelenkwelle, welche mit dem Zapfwellenanschluss des Trägerfahrzeugsverbunden wird.Anbaumulchgerätefür dieextensiveGrünpflegeWird eine Gelenkwelle nicht ausreichend geschützt, kannsie eine tödliche Gefahr für den Benutzer darstellen. LoseKleidungsstücke oder Bänder können von der drehendenWelle erfasst und aufgewickelt werden. Bei z.B. 540 oder1.000 Umdrehungen pro Minute und der enormen Antriebskrafthat die betroffene Person kaum eine Überlebenschance.21


Grünpflege im GartenbauBetreiben Sie Anbaumähwerke daher nur, wenn der vorgeschriebeneGelenkwellenschutz vorhanden ist. LegenSie die Sicherungsketten ein, um ein Mitdrehen des Schutzrohreszu vermeiden und dessen Haltbarkeitsdauer zuverlängern.Anbaugerätmit Gelenkwelle.22GelenkwellenschutzmitSicherungsketteAchtung:Zweiachsschlepper sindnicht mit einem Sitzkontaktschalterausgerüstet.Es besteht erhöhte Unfallgefahrnach Verlassen desFahrerplatzes durch evtl.noch laufende Anbaugeräte.


FreischneiderFreischneiderwerden aufgrundihrervielfältigenEinsatzmöglichkeitenmittlerweileüberallin der Grünflächenpflegeeingesetzt.Beim Unfallgeschehen stehen Augen- und Beinverletzungendurch hochgeschleuderte Fremdkörper, insbesondere beimAufenthalt im Gefahrenbereich, im Vordergrund.23


Grünpflege im GartenbauUnfallbeispiel...Sandra führt innerhalb einer Arbeitskolonne im StraßenbegleitgrünAusputzarbeiten durch. Sie verwendet dazueinen Freischneider mit Fadenmähkopf.Plötzlich wird vom Freischneider ein Metallsplitter erfasstund hochgeschleudert. Er trifft sie ins linke Auge.Der Splitter kann zwar im Krankenhaus operativ entferntwerden, es bleibt jedoch eine deutliche Beeinträchtigungder Sehleistung zurück.Es kam zum Unfall, weil Sandra keinen geeigneten Augenschutzverwendete. Sie trug die für Motorsägenführer typischeHelmkombination. Das dabei übliche Schutzvisier dient alsSpäneschutz. Es kann mit hoher Energie auftretende Fremdkörpernicht abhalten. Eine zusätzliche Schutzbrille oder einentsprechendes »Plexiglasvisier« hätte den Unfall verhindert.Außerdem war das Prallblech am Freischneider nicht korrektmontiert, d.h. die erforderliche Verlängerung beim Einsatz desFadenmähkopfes war nicht angebracht.24


SicherheitshinweiseBeachten Sie daher folgendeSicherheitshinweise:Überprüfen Sie vor Arbeitsbeginnden einwandfreien Zustand derWerkzeuge und der dazugehörendenSchutzeinrichtungen.Beschädigte Werkzeuge müssensofort ausgetauscht werden.Wählen Sie die Schutzeinrichtungenentsprechend dem verwendetenArbeitswerkzeug aus.Stellen Sie die Schutzeinrichtungso ein, dass die Werkzeugkreisbahnnach unten hin mind.3 mm übergreifend abgedecktwird.Stellen Sie die Haltegriffe undTragegurte auf IhreKörpergröße ein.Werkzeug wirdvor dem Einsatz überprüft25


Grünpflege im GartenbauBeachten Sie den vom Herstellervorgeschriebenen Sicherheitsabstand;wenn erforderlich, sindzusätzliche Absperrmaßnahmenzu treffen.Im Handel sind spezielle Freischneidervariantenerhältlich,bei denen sich durch ihreArbeitsweise der Gefahrenbereichdeutlich reduzierenlässt.Beachten Sie, dass Freischneidermit metallischen Werkzeugennur von Personen bedientwerden dürfen, die mindestens18 Jahre alt sind.Sicherheitskennzeichnungeines Freischneiders26


HeckenscherenHeckenscherenwerden zumForm- undRückschnittvon Hecken,Sträuchern,Gestrüpp undBuschwerkeingesetzt.Im Einsatz sind sowohl elektrische Heckenscheren als auchMaschinen mit Verbrennungsmotor. Finger-, Hand- und Beinverletzungendurch das laufende Schneidwerkzeug stehendabei im Vordergrund.27


Grünpflege im GartenbauUnfallbeispiel...Frank schneidet imSchlosspark eineBuchenhecke oberhalbeiner Böschung.Er verwendet eineHeckenschere mitVerbrennungsmotor.Plötzlich rutscht erauf dem nassenUntergrund aus.Beim Versuch, sichselber abzufangen,gerät er mit demlaufenden Messeran den linken Oberschenkel.Er fügt sich eine tiefeSchnittwunde zu.Aufgrund von Niederschlägen war derArbeitsplatz im Böschungsbereich rutschiggeworden. Bei Wartungsarbeiten in der örtlichenWerkstatt wurde beim Messerschleifen dervorgeschriebene Messerüberstand (Schnittschutz)abgebaut und nicht wieder befestigt. Dieser hätteden Unfall zwar nicht verhindert, zumindest aberdie Verletzungsschwere gemindert.Beachten Sie daher folgende Sicherheitshinweise:Führen Sie die Heckenschere immer mit beiden Händen.Die Zweihandschaltung bei Elektroheckenscherenverhindert Schnittverletzungen im Handbereich.28Achten Sie beim Starten und beim Arbeiten auf einensicheren Standplatz.


Heckenscherewird mit beidenHänden geführtÜberprüfen Sie vor Arbeitsbeginn Sicherheits- undSchutzeinrichtungen auf ihre Funktionsfähigkeit (z.B.Zweihandschaltung, Messersperre, Stoppschalter,Messerüberstand usw.).Messerüberstandvermindert dieVerletzungsgefahrim Beinbereich29


Grünpflege im GartenbauKontrollieren Sie regelmäßig, ob die maximalzulässige Nachlaufzeit der Messer von 2 Sekundeneingehalten wird.Teleskopheckenscherezum Schnitt vonhohen Hecken30Verwenden Sie beim Einsatz von Elektro-Heckenscherennur Verlängerungsleitungen oder Leitungsroller, die fürden Einsatz im Freien zugelassen sind. ZusätzlicheSicherheit bringen die Verwendung von Fehlerstromschutzschaltern(30 mA Nennauslösestrom) oderStromaggregate mit Schutztrennung als Stromquelle.


BalkenmäherHandgeführteBalkenmäherwerden in derextensivenGrünpflegeeingesetzt.Diese zum Teil geländegängigen Maschinen eignen sich nachentsprechender Spurverbreiterung (z.B. Zwillingsbereifung) fürden Einsatz an Böschungen und Hanglagen.Unfälle mit Balkenmähern treten meist bei Reparatur- undWartungsarbeiten bzw. beim Aufenthalt im Arbeitsbereichwährend des Mähens auf.31


Grünpflege im GartenbauUnfallbeispiel...Andreas setzt im Stadtbereich an einer Böschung einenBalkenmäher ein. Sein Arbeitskollege Werner harkt ander gleichen Böschung das Gras für den Abtransportzusammen.Plötzlich stolpert er, rutscht ein Stück die Böschung hinabund gerät mit der rechten Ferse in den laufenden Messerbalken.Er zieht sich eine Schnittverletzung mit Beteiligung derAchillessehne zu und ist ca. 4 Wochen arbeitsunfähig.Unfallursächlich war hierbei, dass der Gefahrenbereich nichtausreichend frei gehalten wurde. An Böschungen darf nurversetzt zueinander gearbeitet werden, um genau eineSituation, wie oben geschildert, zu vermeiden.SicherheitshinweiseBeachten Sie daher folgende Sicherheitshinweise:Kontrollieren Sie vor dem Starten der Maschine,ob der Gefahrenbereich frei ist.32Arbeiten Sie immer in Schichtlinien,d.h. quer zum Hang.


Informieren Sie sich in der Bedienungsanleitung, bis zuwelchem Böschungswinkel die jeweilige Maschine eingesetztwerden darf.Transportschutzfür denMesserbalkenIm Zweifelsfall sollte der Balkenmäher von einemArbeitskollegen von der Böschungskrone aus gesichertwerden.Verwenden Sie beim Transport der Maschine denmitgelieferten Messerschutz.33


Grünpflege im GartenbauLaubblasgeräteLaubsauggeräteLaubblas- undLaubsauggerätewerdenbesondersim Herbst eingesetzt,wennin Parks undGartenanlagendas angefalleneHerbstlaub derBäume entferntund abtransportiertwerdenmuss.Sie können den Arbeitsaufwand ganz erheblich verkürzen,stellen jedoch ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar, wiefolgendes Unfallbeispiel zeigt.34


Unfallbeispiel...Georg arbeitet auf dem örtlichen Gelände der Landesgartenschau.Jetzt, Anfang November, müssen die Rasenflächen undGehwege von dem Laub der Bäume befreit werden. Die Laubhaufenwerden mit Hilfe eines angebauten Laubsauggerätes aufden Lkw geblasen. Plötzlich lässt die Saugleistung aufgrundeiner Verstopfung nach. Georg öffnet den Schnellverschluss ander Saugturbine und entfernt den Saugschlauch. Dabei kommter mit der rechten Hand an die nachlaufende Turbine undamputiert sich vier Finger.SicherheitshinweiseUnfallursächlich war hier unter anderem ein technischerMangel am Gerät. Der Saugschlauch war herstellerseits an derAnsaugöffnung mit einem Schnellverschluss befestigt. Nur sowar es möglich, innerhalb kurzer Zeit den Schlauch zu lösenund in die noch nachlaufende Turbine zu greifen. Schutzeinrichtungendürfen nur unter Zuhilfenahme von Werkzeugengelöst werden. Des weiteren hat Georg den Stillstand derTurbine nicht abgewartet.Beachten Sie daher folgende Sicherheitshinweise:Treten an Laubsauggeräten Verstopfungen auf,beseitigen Sie diese nur bei Stillstand der Turbine.Die Turbine des Gerätes erzeugt nicht nur einen starkenLuftstrom, sondern auch jede Menge gehörschädigendenLärm. Tragen Sie daher stets konsequent Ihren 35Gehörschutz.


Grünpflege im GartenbauAchten Sie auf herumliegende Fremdkörper undhalten Sie einen angemessenen Sicherheitsabstand zuanderen Personen. Beachten Sie dazu die Angaben desHerstellers.Schutzeinrichtungverhindert dasErreichen der Lüfterflügel36Wie Untersuchungen gezeigt haben, werden bei Verwendungvon Blasgeräten auch möglicherweise vorhandeneInfektionserreger, z.B. in Hundekot, aufgewirbelt undweit verteilt, was in öffentlichen Grünanlagen unterungünstigen Umständen durchaus ein gesundheitlichesProblem darstellen kann.


BuschholzhackerFür dieZerkleinerungvon anfallendemSchnittgutbeim BaumundStrauchschnittwerdensogenannteBuschholzhackmaschineneingesetzt.Im Regelfall werden Geräte mit hydraulischem Einzug verwendet,d.h. Einzugswalzen ziehen das Schnittgut ein und führenes so den Hackwerkzeugen kontinuierlich zu. Bei handbeschicktenGeräten erfolgt die Steuerung des Einzugs übereinen Schaltbügel, welcher sich vor den Konturen des Trichtersbefindet. Dieser soll das Abschalten im Gefahrenfall auchohne Zuhilfenahme der Hände ermöglichen.37


Grünpflege im GartenbauLeider passieren trotzdem immer wieder schwerste Unfällean diesen Maschinen, wie folgendes Unfallbeispiel zeigt.Unfallbeispiel...Auf dem Betriebshof führt Antonio sperriges, stark verzweigtesAstwerk einer Buschholzhackmaschine zu. Da auch dornigesund stacheliges Material dabei ist, trägt er Lederhandschuhemit Stulpen. Um kurze Äste nachzuschieben beugt er sich mitdem Oberkörper weit in den Trichter hinein.Hierbei verhakt sich ein Ast am linken Handschuh, so dassAntonio’s Hand zusammen mit den bereits erfassten Ästenvon den Einzugswalzen eingezogen wird.Durch die schnell laufenden Messerwerkzeuge verliert Antonioseinen kompletten linken Unterarm. Ein in der Nähe arbeitenderKollege hört die Schreie und schaltet die Einzugswalzen ab.38Der Unfall konnte passieren, weil sich Antonio in den Trichterhineinbeugte und so den Sicherheitsabstand auf gefährlicheWeise verkürzte. Er trug keine Handschuhe mit enganliegendenBündchen. Der Abschaltbügel vor dem Trichter war verbogenund daher schwergängig. In dieser Notsituation hatteAntonio daher keine Chance, den Bügel mit Händen oderOberschenkeln zu betätigen.


SicherheitshinweiseBeachten Sie daher folgendeSicherheitshinweise:Überprüfen Sie vor Arbeitsbeginn,ob der Schaltbügelleichtgängig zu bedienen ist.Tragen Sie die erforderlichenKörperschutzmittelund achten Sie auf enganliegendeKleidung, insbesondereHandschuhe mitBündchen.Wer sich in den Trichterbeugt, verkürzt den Sicherheitsabstandund begibtsich in Lebensgefahr.Ein funktionsfähiger Bügelgewährleistet, dass derEinzug im Notfall auch ohneZuhilfenahme der Händeabgeschaltet werden kann39


Grünpflege im GartenbauZum Nachschieben von kurzem Häckselgut wirdein längeres Holzstück verwendet.Nicht in denTrichter beugen!Kleines Schnittgutmit Hilfsmittelzuführen!Stellen Sie die Maschine so auf, dass der Auswurf nichtauf andere Personen gerichtet ist.Vermeiden Sie Stolperstellen vor dem Zuführtrichter.40Das Abfallholz sollte so zurecht gesägt werden,dass es sich nicht am Trichter verhaken kann und ohneStörungen eingezogen wird.


Buschholzhacker mitRFID-TechnologieNeue berührungslos wirkende Schutzeinrichtung.Automatische Erkennung von Personen soll zukünftigUnfälle verhindern.Diese neue Sicherheitstechnik wurde bereits erfolgreich in derPraxis getestet. Sie behindert den Arbeitsablauf nicht undreduziert die Verletzungsgefahr erheblich.Die Schutzeinrichtung wird im Trichter der Maschine eingebautund so eingestellt, dass der Benutzer des Hackers soforterkannt wird, sobald er sich zu weit in den Trichter hineinbeugt.Die Einzugswalze schaltet sofort ab. Altgeräte könnenzum Teil nachgerüstet werden.Informationen erhalten Sie beim jeweiligen Händler odervon der Präventionsabteilung der Gartenbau-BG.00 41


Grünpflege im GartenbauTransportin der GrünpflegeDie Ladung ist dabei so zu sichern, dass sie ihre Lage nicht ingefahrbringender Weise verändern kann. Der verantwortungsbewussteFahrer sichert seine Ladung daher z.B. mit Hilfe vonZurrmitteln, Keilen oder Netzen. Geeignete Transportfahrzeugesind mit Zurrpunkten ausgestattet.Maschinen,Geräte,HandwerkszeugundGrünmaterialaller Artwerden aufFahrzeugentransportiert.Hinweise zurLadungssicherungfinden Sie imMerkblatt GBG 28„Ladungssicherung“00 42


Spezialanhängerfür MaschinentransportWerden zum Verladen von selbstfahrenden ArbeitsmaschinenLadeschienen eingesetzt, so achten Siedarauf, dass diese sicher aufliegen, nicht abrutschenkönnen und ein Steigungswinkel von max. 17° nichtüberschritten wird.43


Grünpflege im GartenbauBiologischeGefährdungenDas Thema Biostoffverordnungund dessenBedeutung fürden Gartenbauwird im MerkheftGBG 17.1behandelt.Neben den Gefährdungen durch den Umgang mit Grünpflegegerätenkönnen auch Gefährdungen durch biologischeArbeitsstoffe bestehen.Nach Biostoffverordnung handelt es sich bei Grünpflegearbeitenum sogenannte nicht gezielte Tätigkeiten, die der Sicherheitsstufe1 zuzuordnen sind.Hiernach ist generell beim Umgang mit biologischen Arbeitsstoffeneine Gefährdungsbeurteilung gemäß TRBA 400 zuerstellen (auch bei weniger als 10 AK), weiterhin sind die allgemeinenHygienemaßnahmen nach TRBA 500 umzusetzen.Bei der Grünpflege kann ggf. von dem Auftreten folgenderBiostoffe ausgegangen werden:44Erden und SubstrateKompost, Laub,GrünschnittAbfälle inGrünanlagenTierkot (insbesondereHundekot)Aufenthalt im FreienGgf. Kontakt mit Tierenoder TierkadavernPilze, Bakterien, thermophileActinomyceten, Tetanus-ErregerNeben o.g. zusätzlich Hantavirenüber Ausscheidungen verschied.NagetiereHepatitis, HIV über z.B. FixerbesteckBandwürmer, BakterienBorreliose, FSME überZeckensticheVon Tieren auf Menschenübertragbare Krankheiten


SchlussbemerkungMit dem vorliegenden Merkheft »Grünpflege im Gartenbau«sollen dem Leser wichtige Tipps und Hinweise zumArbeits- und Gesundheitsschutz gegeben werden.Durch den heute vermehrten Maschineneinsatz trägt jeder,der im Grünpflegebereich arbeitet, ein hohes Maß anVerantwortung. Der Auswahl und Qualifikation geeigneterMitarbeiter, der regelmäßigen Unterweisung durch denVorgesetzten und der Gefährdungsbeurteilung durch denUnternehmer kommt eine besondere Bedeutung zu.Dieses Merkheft kann eine fundierte Ausbildung undregelmäßige Unterweisung der Mitarbeiter nicht ersetzen.In Fragen der Arbeitssicherheit wenden Sie sich an IhreVorgesetzten, Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit, IhrenSicherheitsbeauftragten oder an die Mitarbeiter desTechnischen Aufsichtsdienstes der Gartenbau-Berufsgenossenschaft.45


Grünpflege im GartenbauAnhang 1Vorschriften und RegelnDie wichtigsten Vorschriften und Regeln sind nachfolgend aufgeführt:VSG 1.1VSG 1.2VSG 3.1»Allgemeine Vorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz«»Sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung undspezielle arbeitsmedizinische Vorsorge bei besonderer Gesundheitsgefährdungam Arbeitsplatz«»Technische Arbeitsmittel«Maschinenrichtlinie – Richtlinie 2006/42/EG »EG-Richtlinie-Maschinen«DIN EN ISO »Sicherheitsabstände gegen das Erreichen von Gefährdungs-13857 bereichen mit den oberen und unteren Gliedmaßen«DIN EN 471 »Warnkleidung – Prüfverfahren und Anforderungen«DIN EN 836 »Motorbetriebene Rasenmäher«DIN EN 745 »Kreiselmähwerke und Schlegelmäher«DIN EN ISO »Tragbare handgeführte Freischneider und Trimmer mit Antrieb11806 durch Verbrennungsmotor«DIN EN 774 »Tragbare motorbetriebene Heckenscheren«DIN EN ISO »Sicherheit von Maschinen – Grundbegriffe, allgemeine Gestaltungs-12100 leitsätze«DIN EN »Landmaschinen – Sicherheit«4251 – 1DIN EN 12733 »Handgeführte Motormäher«DIN EN 13525 »Buschholzhackmaschinen«TRBA 400 »Handlungsanleitung zur Gefährdungsbeurteilung bei Tätigkeiten mitbiologischen Arbeitsstoffen«TRBA 500 »Allgemeine Hygienemaßnahmen: Mindestanforderungen«RSA »Richtlinie für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen«Arbeitsschutzgesetz, Betriebssicherheitsverordnung, Arbeitsmedizinverordnung,Technische Regeln zur Lärm- und Vibration–Arbeitsschutzverordnung,Straßenverkehrsordnung.46


09/07Betriebsanweisungnach Arbeitsschutzgesetz undUnfallverhütungsvorschriftVSG 3.1Betrieb/Betriebsteil:Mäharbeiten(Rasenmäher, Aufwuchsmäher, Balkenmäher)Gefahren für Mensch und Umwelt– Weggeschleuderte Fremdkörper können Personen verletzen.– Schnittverletzung bei Kontakt mit dem Schneidwerkzeug.– Verbrennungsgefahr durch heiße Maschinenteile.– Abgase, Vibrationen, Lärm, Stäube.– Austretende Öle und Kraftstoffe können die Umwelt gefährden.Schutzmaßnahmen und VerhaltensregelnGartenbau-Berufsgenossenschaft– Die Unfallverhütungsvorschrift 3.1 und die Bedienungsanleitung beachten.– Die Mähgeräte dürfen nur von unterwiesenen Personen bedient werden.– Bei Mäharbeiten sind Sicherheitsschuhe und ggf. Gehörschutz zu tragen.– Beim Betanken einen Sicherheitseinfüllstutzen verwenden, nicht rauchen!– Beim Mähen immer einen ausreichenden Sicherheitsabstand (Herstellerangabenbeachten!) zu anderen Personen einhalten.– Fremdkörper auf der zu mähenden Fläche sind vorher zu entfernen.– An Böschungen immer quer zum Hang mähen. Bei Abrutschgefahr wird der Mäherdurch eine 2. Person mit einem Seil gesichert, evtl. Steigeisen tragen.– Bei Verstopfungen zunächst den Motor abstellen und warten bis das Schneidwerkzeugzum Stillstand gekommen ist.– Die Einstellung der Schnitthöhe darf nur bei Stillstand der Werkzeuge erfolgen.– Außerhalb der Pflegefläche ist das Mähwerk auszuschalten.– Mähgeräte dürfen nur transportiert werden, wenn der Motor ausgeschaltet und dasSchneidwerkzeug zum Stillstand gekommen ist. Auf ausreichende Ladungssicherung achten!Verhalten im Gefahrfall bzw. bei Störungen– Motor ausschalten und Werkzeugstillstand abwarten.– Vor Arbeiten am Schneidwerkzeug erst den Zündkerzenstecker abziehen.Verhalten bei Unfällen, Erste HilfeErsthelfer: Herr / Frau Notruf: 112– Sofortmaßnahmen am Unfallort einleiten.– Rettungswagen / Arzt rufen.– Unternehmer / Vorgesetzten informieren.Instandhaltung– Zur Wartung und Instandhaltung ist die Bedienungsanleitung des Herstellers zu beachten.– Vor Arbeitsbeginn sind die Sicherheits- und Schutzeinrichtungen zu kontrollieren und das Schneidwerkzeug aufden ordnungsgemäßen Zustand zu prüfen.– Reparaturen nur von Fachpersonal (befähigte Person) durchführen lassen.DatumUnterschrift des Unternehmers45Es wird bestätigt, dass die Inhalte dieser Betriebsanweisung mit den betrieblichen Verhältnissen und Erkenntnissen der Gefährdungsbeurteilung übereinstimmen.


11/07Betriebsanweisungnach Arbeitsschutzgesetz undUnfallverhütungsvorschriftenVSG 3.1, VSG 4.3rbeiten mit BuschholzhackernBetrieb/Betriebsteil:FreischneiderGefahren für Mensch und Umwelt– Weggeschleuderte Fremdkörper können Personen verletzen.– Schnittverletzung bei Kontakt mit dem Schneidwerkzeug.– Verbrennungsgefahr durch heiße Maschinenteile.– Abgase, Vibrationen, Lärm, Stäube.– Wegspritzende Pflanzensäfte.– Austretende Öle und Kraftstoffe können die Umwelt gefährden.Schutzmaßnahmen und VerhaltensregelnGartenbau-Berufsgenossenschaft– Die Unfallverhütungsvorschriften 3.1 und 4.3 sowie die Bedienungsanleitung beachten.– Freischneider mit Werkzeugen aus Metall dürfen von Personen unter 18 Jahren nur bedientwerden, wenn dies dem Ausbildungszweck dient und sie unter fachkundiger Aufsicht stehen.– Freischneider dürfen nicht von Personen unter 15 Jahren bedient werden.– Bei Arbeiten mit dem Freischneider sind Sicherheitsschuhe, Gesichts-, Augen-, Gehör- undHandschutz zu tragen. Gesichtsschutz ist kein ausreichender Augenschutz!– Geschlossene Arbeitskleidung tragen.– Beim Betanken einen Sicherheitseinfüllstutzen verwenden, nicht rauchen!– Benzolreduzierte Sonderkraftstoffe verwenden.– Beim Mähen immer einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu anderen Personeneinhalten (Herstellerangaben bzw. Angabe auf dem Gerät beachten!).– Fremdkörper auf der zu mähenden Fläche sind vorher zu entfernen.– Die Schutzeinrichtung ist so einzustellen, dass die Werkzeugkreisbahn nach untenum mind. 3 mm überlappt wird.– Handgriffe und Tragegurte auf die Körpergröße einstellen.– Beim Starten der Maschine den Kontakt des Schneidwerkzeugs mit Ästen,Steinen etc. vermeiden.– Beim Transport ist das scharfkantige Schneidwerkzeug gegen Berührung zu sichern.– Auf ausreichende Ladungssicherung achten!– Mähgeräte dürfen nur transportiert werden, wenn der Motor ausgeschaltet und dasSchneidwerkzeug zum Stillstand gekommen ist.Verhalten im Gefahrfall bzw. bei Störungen– Motor ausschalten und Werkzeugstillstand abwarten.– Vor Arbeiten am Schneidwerkzeug erst den Zündkerzenstecker abziehen.Verhalten bei Unfällen, Erste HilfeErsthelfer: Herr / Frau Notruf: 112– Sofortmaßnahmen am Unfallort einleiten.– Rettungswagen / Arzt rufen.– Unternehmer / Vorgesetzten informieren.Instandhaltung– Zur Wartung und Instandhaltung ist die Bedienungsanleitung des Herstellers zu beachten.– Vor Arbeitsbeginn sind die Sicherheits- und Schutzeinrichtungen zu kontrollieren und das Schneidwerkzeug aufden ordnungsgemäßen Zustand zu prüfen.– Reparaturen nur von Fachpersonal durchführen lassen.DatumUnterschrift des UnternehmersEs wird bestätigt, dass die Inhalte dieser Betriebsanweisung mit den betrieblichen Verhältnissen und Erkenntnissen der Gefährdungsbeurteilung übereinstimmen.


09/07Betriebsanweisungnach Arbeitsschutzgesetz undUnfallverhütungsvorschriftVSG 3.1Betrieb/Betriebsteil:HeckenschereGefahren für Mensch und Umwelt– Schnittverletzung bei Kontakt mit dem Schneidwerkzeug.– Augenverletzung durch Zweige und Äste.– Verbrennungsgefahr durch heiße Maschinenteile.– Abgase, Vibrationen, Lärm, Stäube, Elektrizität.– Austretende Öle und Kraftstoffe können die Umwelt gefährden.Schutzmaßnahmen und VerhaltensregelnGartenbau-Berufsgenossenschaft– Die Bedienungsanleitung beachten.– Bei Arbeiten mit Heckenscheren sind Sicherheitsschuhe, Hand- und Augenschutzsowie ggf. Gehörschutz zu tragen.– Beim Betanken einen Sicherheitseinfüllstutzen verwenden, nicht rauchen!– Benzolreduzierte Kraftstoffe verwenden.– Elektroheckenscheren nicht bei nasser Witterung einsetzen. Beschädigung derLeitung durch Schneidwerkzeug oder scharfkantige Gegenstände vermeiden.– Beim Schneiden immer einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu anderenPersonen einhalten.– Heckenscheren müssen immer mit beiden Händen bedient werden.– Verwendete Hilfsmittel (z.B. Gerüste) sind standsicher aufzustellen.– Beim Transport ist das scharfkantige Schneidwerkzeug gegen Berührung zu sichern.– Auf ausreichende Ladungssicherung achten!Verhalten im Gefahrfall bzw. bei Störungen– Motor ausschalten und Werkzeugstillstand abwarten.– Vor Wartungs- und Reinigungsarbeiten Netzstecker bzw. Zündkerzenstecker ziehen.Verhalten bei Unfällen, Erste HilfeErsthelfer: Herr / Frau Notruf: 112– Sofortmaßnahmen am Unfallort einleiten.– Rettungswagen / Arzt rufen.– Unternehmer / Vorgesetzten informieren.Instandhaltung– Zur Wartung und Instandhaltung ist die Bedienungsanleitung des Herstellers zu beachten.– Vor Arbeitsbeginn sind die Sicherheits- und Schutzeinrichtungen zu kontrollieren und das Schneidwerkzeug aufden ordnungsgemäßen Zustand zu prüfen.– Reparaturen nur von Fachpersonal (befähigte Person) durchführen lassen.DatumUnterschrift des UnternehmersEs wird bestätigt, dass die Inhalte dieser Betriebsanweisung mit den betrieblichen Verhältnissen und Erkenntnissen der Gefährdungsbeurteilung übereinstimmen.


Betriebsanweisungnach Arbeitsschutzgesetz undUnfallverhütungsvorschriftVSG 3.1Betrieb/Betriebsteil:Laubblasgerät/LaubsauggerätGefahren für Mensch und Umwelt– Wegfliegende Fremdkörper können Personen verletzen.– Verletzungsgefahr durch umlaufende Luftturbine.– Verbrennungsgefahr durch heiße Maschinenteile.– Abgase, Vibrationen, Lärm, organische Stäube, biologische Arbeitsstoffe.– Austretende Öle und Kraftstoffe können die Umwelt gefährden.Schutzmaßnahmen und VerhaltensregelnGartenbau-Berufsgenossenschaft– Die Bedienungsanleitung beachten.– Bei Arbeiten mit dem Laubblasgerät sind Sicherheitsschuhe und Gehörschutz,ggf. Atemschutz zu tragen.– Beim Betanken einen Sicherheitseinfüllstutzen verwenden, nicht rauchen!– Benzolreduzierte Kraftstoffe verwenden.– Es ist ein ausreichender Sicherheitsabstand zu anderen Personen einzuhalten(Herstellerangaben beachten!).– Vor dem Verlassen der Maschine ist der Motor abzustellen.– Beim Transport auf ausreichende Ladungssicherung achten.Verhalten im Gefahrfall bzw. bei Störungen– Motor ausschalten und Stillstand der Turbine abwarten.– Vor Wartungs- und Reinigungsarbeiten Zündkerzenstecker ziehen.Verhalten bei Unfällen, Erste HilfeErsthelfer: Herr / Frau Notruf: 112– Sofortmaßnahmen am Unfallort einleiten.– Rettungswagen / Arzt rufen.– Unternehmer / Vorgesetzten informieren.Instandhaltung– Zur Wartung und Instandhaltung ist die Bedienungsanleitung des Herstellers zu beachten.– Vor Arbeitsbeginn sind die Sicherheits- und Schutzeinrichtungen zu kontrollieren.– Reparaturen nur von Fachpersonal (befähigte Person) durchführen lassen.DatumUnterschrift des UnternehmersEs wird bestätigt, dass die Inhalte dieser Betriebsanweisung mit den betrieblichen Verhältnissen und Erkenntnissen der Gefährdungsbeurteilung übereinstimmen.09/07


Betriebsanweisungnach Arbeitsschutzgesetz undUnfallverhütungsvorschriftVSG 3.1rbeiten mit BuschholzhackernBetrieb/Betriebsteil:Buschholzhacker (Häcksler)Gefahren für Mensch und Umwelt– Schnitt- und Quetschverletzungen durch Einzug in die Einzugswalzen oder das Hackwerkzeug.– Quetschungen bei Instandsetzungsarbeiten (z.B. Schwungscheibe).– Verletzungen durch Häckselgut.– Stöße und Schläge durch Astwerk und Stämme.– Belastungen durch Lärm, Staub, Abgase, Witterungseinflüsse.– Austretende Öle und Kraftstoffe gefährden die Umwelt.Schutzmaßnahmen und VerhaltensregelnGartenbau-Berufsgenossenschaft– Die Unfallverhütungsvorschriften und die Bedienungsanleitung des Herstellers werden beachtet und befolgt.– Buschholzhacker dürfen nur von unterwiesenen Personen bedient werden.– Bedienpersonen sind mindestens 18 Jahre alt (15- bis 18-jährige stehen unter der Aufsicht einesFachkundigen)– Vor Arbeitsbeginn Sicherheits- und Schutzeinrichtungen auf ordnungsgemäßen Zustand und Funktion prüfen(Sichtkontrolle).– Persönliche Schutzausrüstung tragen: Schutzhelm mit Gehör- und Gesichtsschutz, Schutzhandschuhe mitBündchen, Sicherheitsschuhe, enganliegende Kleidung tragen.– Bei Buschholzhackmaschinen mit Fremdantrieb ist die maximal zulässige Drehzahl zu beachten.– Der Gefahrenbereich des Buschholzhackers wird von Personen freigehalten.– Bei Arbeiten im öffentlichen Verkehrsraum ist die Arbeitsstelle nach Musterbeschilderungsplan abgesichert.– Vor dem Häckseln Fremdkörper (z.B. Steine, Eisen etc.) aus dem Häckselgut entfernen.– Während des Betriebes nicht in den Zuführtrichter greifen, hineinbeugen, hineintreten.– Kurzes Häckselgut nur mit geeigneten Hilfsmitteln nachschieben.– Verstopfungen nur bei abgestellter Maschine (Stillstand der Arbeitswerkzeuge abwarten) mit geeignetenHilfsmitteln entfernen.– Zu häckselndes Material so zuführen, dass Verstopfungen verhindert werden (Äste mit dem dicken Endezuerst einführen, ggf. Astwerk mit starken Ästen gemeinsam zuführen).– Aufenthalt im Zuführbereich nur soweit notwendig.– Maximal verarbeitbaren Häckselgutdurchmesser beachten.– Stammteile oder starke Äste können plötzlich seitlich ausschlagen (Bedienperson nicht neben den Ästenoder Stammteilen positionieren, sondern dahinter).– Auswurfkanal des Häckselgutes fest arretieren und nicht zum Zuführbereich drehen.Verhalten im Gefahrfall bzw. bei Störungen– Bei Fehlfunktionen oder nicht ordnungsgemäßem Zustand des Buschholzhackers Arbeiten einstellen und Gerät nichtweiter verwenden.– Im Gefahrfall (Einzug einer Person) den Schaltbügel sofort auf „Stopp“ oder „Zurück“ schalten.– Zündschlüssel abziehen.Verhalten bei Unfällen, Erste HilfeErsthelfer: Herr / Frau Notruf: 112– Sofortmaßnahmen am Unfallort einleiten.– Rettungswagen / Arzt rufen.– Unternehmer / Vorgesetzten informieren.Instandhaltung– Die Angaben in der Bedienungsanleitung des Herstellers beachten und befolgen.– Vor Gebrauch Sicht- und Funktionsprüfung durchführen.– Funktion und Vollständigkeit der Sicherheits- und Schutzeinrichtungen überprüfen.– Öffnen der Werkzeugverkleidung oder Entfernen der Schutzeinrichtungen nur bei stillgesetztem Antrieb undstillstehendem Arbeitswerkzeug durchführen.– Bei Messerwechsel o.ä. Schwungscheibe arretieren.– Hydraulikschläuche mindestens einmal jährlich auf Verschleiß prüfen.DatumUnterschrift des UnternehmersEs wird bestätigt, dass die Inhalte dieser Betriebsanweisung mit den betrieblichen Verhältnissen und Erkenntnissen der Gefährdungsbeurteilung übereinstimmen.11/07


Betriebsanweisungnach Arbeitsschutzgesetziten mit BuschholzhackernBetrieb/Betriebsteil:Gefährliche PflanzenGefahren für Mensch und Umwelt– Hautverletzungen, Augenverletzungen durch Stacheln, Dornen, Splitter o.ä.– Phototoxische Reaktionen (verbrennungsähnlich) durch Pflanzensäfte.– Vergiftung durch Pflanzenteile.– Sensibilisierung der Haut und der Atemwege durch Pflanzenstäube (Pollen usw.).– Entstehung von allergischen Reaktionen.– Toxische Kontaktreaktionen der Haut (Brennhaare von Pflanzen).Schutzmaßnahmen und VerhaltensregelnGartenbau-Berufsgenossenschaft– Beim Umgang mit stacheligen oder dornigen Pflanzen sind geeigneteSchutzhandschuhe zu tragen (Durchstichsicherheit).– Bei Arbeiten mit Strauch- und Astwerk Schutzbrille tragen.– Beim Umgang mit giftigen Pflanzen geeignete Schutzkleidung tragen(ggf. Schutzbrille, Schutzhandschuhe, Schutzanzug, Gummistiefel).– Personen mit bekannten Allergien oder Sensibilisierungen sollten den Umgangmit entsprechenden Pflanzen meiden.Verhalten im Gefahrfall bzw. bei Störungen– Nach dem Kontakt mit hautreizenden oder giftigen Pflanzenteilen oder Pflanzensäften sind die betroffenenHautstellen mit Wasser abzuwaschen.– Bei Vergiftungen entsprechende Pflanzenteile mit zum Arzt nehmen.Verhalten bei Unfällen, Erste HilfeErsthelfer: Herr / Frau Notruf: 112– Sofortmaßnahmen am Unfallort einleiten.– Rettungswagen / Arzt rufen.– Unternehmer / Vorgesetzten informieren.Entsorgung– Bei der Entsorgung von gefährlichen Pflanzen geeignete Körperschutzmittel tragen.DatumUnterschrift des UnternehmersEs wird bestätigt, dass die Inhalte dieser Betriebsanweisung mit den betrieblichen Verhältnissen und Erkenntnissen der Gefährdungsbeurteilung übereinstimmen.09/07


Betriebsanweisungnach § 14 Gefahrstoffverordnung undUnfallverhütungsvorschriftenVSG 4.5Tätigkeit:OttokraftstoffeNormal-Benzin, Super-Plus, Super, Eurosuper Ottokraftstoffe unverbleit oder Ottokraftstoff-Öl-Gemische fürZweitaktmotoren bestehen aus Kohlenwasserstoffgemischen, denen produktverbessernde Additive in geringen Mengen beigefügtwurden (ADR UN1203, entzündbarer flüssiger Stoff der Klasse 3).TGefahren für Mensch und UmweltDampf-Luft-Gemische sind explosionsfähig. Entfetten die Haut und führen dadurchzu Hautschäden. Können Krebs erzeugen, Hautreizung. Gesundheitsschäden beilängerem Einatmen oder Berührung mit der Haut oder durch Verschlucken Lungenschäden.Dämpfe können Benommenheit oder Schläfrigkeit auslösen. Giftig für Wasserorganismen.Dämpfe schwerer als Luft, nie zu Reinigungszwecken verwenden!F+ NSchutzmaßnahmen und VerhaltensregelnGartenbau-Berufsgenossenschaft– Dämpfe nicht einatmen, Hautkontakt vermeiden.– Bei der Arbeit nicht rauchen, essen oder trinken.– Vorsicht bei statischer Aufladung von Arbeitsmitteln in der Umgebung.– Von Heiz- und Zündquellen jeglicher Art entfernt halten.– Nur UN-codierte, BAM-zugelassene Behälter (Bundesamt Materialprüfung)für den Transport verwenden.– Lagerung ausschließlich an gut belüfteten Orten.– Darf nicht in die Kanalisation oder Gewässer gelangen.Augenschutz: Bei Spritzgefahr dichtschließende Korbbrille mit Seitenschutz verwenden!Handschutz: Schutzhandschuhe aus PVC oder Nitrilkautschuk tragen!Atemschutz: Bei hoher Konzentration Gasfilter A, Kennfarbe braun ( A1 bis 0,1 Vol.-%oder A2 bis 0,5 Vol.-% oder A3 bis 1 Vol.-%) verwenden.Hautschutz: Vorbeugenden Hautschutz betreiben.Körperschutz: Nach der Arbeit Hautreinigung und Pflege; ggf. ölfeste Schutzkleidung tragen.Putzlappen in nicht brennbaren, verschließbaren Behältern, an gut belüfteter Stelle, aufbewahren.Verhalten im Gefahrfall bzw. bei StörungenBrandgase nicht einatmen.Brand: Geeignete Löschmittel sind ABC-Pulver, Schaumlöscher, CO 2 .Auslaufen: Auslaufenden Ottokraftstoff nicht in den Untergrund sickern lassen. Aufsaugmittel verwenden.Verhalten bei Unfällen, Erste HilfeAugenkontakt: Mit viel Wasser ausspülen.Hautkontakt: Haut mit Wasser und Seife reinigen, Hautschutzmittel benutzen.Kleidung: Benetzte Kleidung reinigen oder wechseln.Einatmen: Frischluft, Atemwege freihalten, Arzt rufen.Verschlucken: Kein Erbrechen herbeiführen. Arzt rufen.✚Ersthelfer: Herr/Frau Notruf: 112– Sofortmaßnahmen am Unfallort einleiten– Rettungswagen/Arzt rufen– Unternehmer/Vorgesetzten informierenSachgerechte Entsorgung:Kraftstoffverunreinigte Gebinde nur an zugelassene Entsorgungsunternehmen gemäß EU-Abfallschlüssel-Nr.: 130702Benzin (Kreislaufwirtschafts-Abfallgesetz) übergeben. Wiederverwendung gereinigter Fässer und Kanister möglich.Einwegverpackungen sind gemäß Verpackungsverordnung nach dem Gebrauch zu entsorgen!DatumUnterschrift des UnternehmersEs wird bestätigt, dass die Inhalte dieser Betriebsanweisung mit den betrieblichen Verhältnissen und Erkenntnissen der Gefährdungsbeurteilung übereinstimmen.09/08


Betriebsanweisungnach § 14 Gefahrstoffverordnung undUnfallverhütungsvorschriftenVSG 4.5Tätigkeit:DieselkraftstoffDieselkraftstoff (UN 1202) ist ein gelblicher, mit Wasser mischbarer und entzündlicher Stoff.XnGefahren für Mensch und UmweltDieselkraftstoff ist ein entzündbarer, wassergefährdender, flüssiger Stoff, dessen Flammpunktje nach Zusammensetzung zwischen 60 bis 100 Grad Celsius liegen kann. Bei Verdampfen istes schwerer als Luft u. verbreitet sich über dem Erdboden. Auch entfernte Zündquellen sindgefährlich. Umweltgefährlich.NSchutzmaßnahmen und Verhaltensregeln– Umgang nur durch befähigte und unterwiesene Personen.– Hautkontakt vermeiden.– Nicht erwärmen, da gesundheitsschädliche Dämpfe u. explosionsgefährliche Gemische entstehen.– Statische Aufladung vermeiden, Zündquellen fernhalten, nicht rauchen.– Für gute Belüftung sorgen.– Keine Offenlagerung, nur zugelassene Behälter verwenden.– Essen/Trinken bei der Arbeit vermeiden.Gartenbau-BerufsgenossenschaftAugenschutz: Bei Spritzgefahr Korbbrille mit geschlossenem Seitenschutz tragen!Hautschutz: Auf unbedeckten Körperteilen fettfreie Öl-in-Wasser-Emulsionen verwenden!Handschutz: Geeignete Schutzhandschuhe, vorzugsweise aus Nitrilkautschuk verwenden!Verhalten im Gefahrfall bzw. bei Störungen– Bei Personenschäden umgehend Arzt aufsuchen!– Vorsicht bei Bränden?? Bei gefährlicher Rauchgasentwicklung Atemschutzmasken verwenden!– Bei Brand nur geeignete Löschmittel (Schaum, CO2, Trockenlöschmittel, nicht Wasserstrahl) verwenden!– Bei Verschlucken kein Erbrechen herbeiführen u. sofort Arzt aufsuchen.Verhalten bei Unfällen, Erste HilfeErsthelfer: Herr/Frau Notruf: 112– Bei allen Erste-Hilfe-Maßnahmen Selbstschutz beachten!– Sofortmaßnahmen am Unfallort einleiten.– Rettungswagen/Arzt rufen.– Unternehmer/Vorgesetzten informieren.Sachgerechte Entsorgung:Mit Dieselkraftstoff getränkte Bindemittel, Putzlappen etc. in nicht brennbaren Behältern mit selbstschließendemDeckel, dicht verschlossen, sammeln. Entsorgung gemäß Abfallschlüssel veranlassen.DatumUnterschrift des UnternehmersEs wird bestätigt, dass die Inhalte dieser Betriebsanweisung mit den betrieblichen Verhältnissen und Erkenntnissen der Gefährdungsbeurteilung übereinstimmen.09/07


Für IhreNotizen…55


Grünpflege im GartenbauFür IhreNotizen…56


12. überarbeitete Ausgabe, Februar 2011Herausgeber:Gartenbau-BerufsgenossenschaftDezernat PräventionFrankfurter Straße 126D-34121 KasselTelefon (05 61) 9 28-0Fax (05 61) 9 28-23 04http://www.gartenbau.lsv.deGedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier02/2011 10.000Oberbrunner

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine