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NORD | SÜD-NETZNEWSLETTER III/2013NORD SÜD newsFoto: © Daniel Santini/Repórter BrasilArbeitsschuhe? Gesundheitsschutz? Verbot von Kinderarbeit? Im Schlachthof Lagoa de Pedras FremdwörterBrasiliens Fleischindustrie –Ausbeutung frisch auf den TischMit der Fußball-Weltmeisterschaft 2014und den Protesten im Frühsommer ist dasSchwellenland Brasilien in den Fokus derAufmerksamkeit gerückt. Wie lebt undarbeitet es sich in diesem Land? Die Fleischindustrie,die der größte Exportmotor desLandes und staatlich gefördert ist, gibtkein gutes Bild ab: Die Zustände sind wenigmenschenwürdig.Brasilien hat sich in den letzten zehn Jahren zumweltweit größten Exporteur von Rind- und Geflügelfleischentwickelt. Aber das reicht der Regierungin Brasília nicht. Ihr Ziel: Bis zum Jahr2020 sollen Produkte „made in Brazil“ mehr als45 Prozent beider Märkte ausmachen. An derSpitze der in schwindelerregendem Tempo wachsendenIndustrie, die Restaurants und Supermärkteauf allen Kontinenten erobert hat, stehen die dreiKonzerne BRF, JBS und Marfrig. Aber in den Millionenvon Mahlzeiten, die sie täglich weltweitliefern, steckt auch schwer Verdauliches: Denndie 750.000 Arbeiter der Branche sind ständiggesundheits- und lebensgefährdenden Risikenausgesetzt.Den Behörden ist das längst bekannt. Seit 2007veröffentlicht das Arbeitsministerium einen Indikator– den Nexo Técnico Epidemiológico Previdenciário– dafür, wieviel Geld in welcherIndustrie für Unfälle und arbeitsbedingte Krankheitenausgegeben wird: Entschädigungen fürArbeiter in der Fleischindustrie stehen dabeiganz oben. Kein Wunder, gibt es doch etwa inRinderschlachtereien dreimal so viele Arm- undSchulterverletzungen wie in anderen Branchen.InhaltIm Fokus: BrasilienTitel: Brasiliens Fleischindustrie –Ausbeutung frisch auf den Tisch .......................... S. 1–2Kommentar: Werdet wie die globalisiertenUnternehmen: International! ............................... S. 3Nach dem politischen Beben im Juni:„Wir werden weiterhin streiten“........................... S. 4Gesundheit: „Wir sind versorgt,aber du musst Geduld haben“................................ S. 5Die Prekären: Jung, weiblich –und ohne festen Vertrag ....................................... S. 6Das Büro des DGB Bildungswerk BUND:Niklaas Hofmann im Interview: „Wir wollenGewerkschaften vor Ort unterstützen!“................. S. 7NotiertEine Million für die Finanztransaktionssteuer;Bangladesch: Hoffen auf Entschädigung;Anti-Gewerkschaftsterror im KönigreichImpressum ........................................................... S. 8Weiter auf Seite 2www.nord-sued-netz.deNORD SÜD NETZ


NORD | SÜD-NETZIm Fokus: Brasilien – Der KommentarWerdet wie die globalisiertenUnternehmen: International!Für diese Auseinandersetzung wird nicht nur dieGewerkschaftsbewegung gebraucht, es bedarfder sozialen Bewegungen als Ganzes. Die brasilianischeRegierung von Dilma Rousseff will nunein Forum gründen mit Vertretern der Regierung,der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft. Sie setztdamit einen Vorschlag von uns um. Das Ziel: DieEin Brasilianer, der in Brasilien arbeitet,kann denselben Arbeitgeber haben wie einBeschäftigter, der in Deutschland oder ineinem anderen Teil der Erde geboren wurdeund lebt. Die Personalabteilungen derUnternehmen sind globalisiert. Das fordertdie Gewerkschaften heraus zum gemeinsamenHandeln. Nur so können Arbeitsplätzeund Gehälter verteidigt werden.International. Die organisierten Arbeiterinnenund Arbeiter müssen sich zusammenschließen.Foto: © UNI Global Union; J. Garcia/SEEB-SP; CC BY 2.0Die Geschäftsbeziehungen der transnationalenUnternehmen haben zu einem neuen Modell desBeschäftigten geführt. Aktuelles Beispiel: Der japanischeAutokonzern Nissan unterhält mit demfranzösischen Multi Renault eine strategischePartnerschaft. In den USA hat der Vorsitzende desUnternehmens, ein Brasilianer, alle nur denkbarenMöglichkeiten des US-Rechts ausgeschöpft, umdie gewerkschaftliche Organisierung in der Firmazu behindern und zu unterbinden.Die Kolleginnen und Kollegen dort haben sich anuns gewandt, um ein internationales Gewerkschaftsnetzwerkzu etablieren und in allen Filialenvon Nissan zu mobilisieren. Dieser Aufbau voninternationaler gewerkschaftlicher Arbeit in multinationalenUnternehmen ist wichtiger Teil derpolitischen Strategie der Gewerkschaftsbewegung.Er muss es sein. Die großen Unternehmen machensich regionale Asymmetrien zu nutze. UnterstütztSteht für internationale Kooperation: Artur HenriqueGemeinsam gegen den Opportunismus der Multis: Gewerkschafter, hier von der CUTwerden sie dabei von mancher nationalen Regierung.Vor kurzem war ich in Costa Rica und Nicaragua.Dort habe ich selbst gesehen, wie US-Unternehmen die günstige Arbeitskraft in denbeiden zentralamerikanischen Ländern ausnutzen.Sie sind immer auf der Suche nach den größtenGewinnen, stoßen aber keine Entwicklung an. Esgibt keinen Technologietransfer, keine guten Gehälter,keine besseren Arbeitnehmerrechte.Dieses opportunistische Vorgehen ist in vielenWeltregionen zu beobachten. Gewerkschafterallerorten müssen bereit sein, es anzuklagen undzu bekämpfen. Noch ein Beispiel: In Brasilien hatvor wenigen Monaten ein Großunternehmen öffentlichangekündigt, seine Tochterunternehmenin Länder zu verlagern, die allenfalls eine minimaleArbeitsgesetzgebung haben. Man könne so auchnoch Steuern sparen. Gegen dieses rücksichtsloseVerhalten hilft nur Druck – auf Regierungen, aufRegionalbünde, auf multilaterale Organisationen.Sie müssen verstehen, dass regionale und kontinentaleMindeststandards gebraucht werden –für Gehälter, für Arbeitsrechte, für Umweltschutz,für Vereinigungsfreiheit und demokratische Rechtein den Arbeitsbeziehungen. Dies gilt natürlichauch für multinationale Unternehmen brasilianischerHerkunft, die außerhalb unseres Landesjene Praktiken reproduzieren, die wir bei ausländischenUnternehmen in unserem Land verurteilen.brasilianische Außenpolitik und die internationaleZusammenarbeit sollen demokratisiert werden.Eine Verbündete? Staatspräsidentin Dilma RousseffFür Brasilien gibt es einen ganz bestimmten Grund,warum wir neben der Einhaltung der Arbeitsnormender Internationalen Arbeitsorganisation dieStärkung kollektiver Tarifverhandlungen fordern:Die brasilianische Regierung hat viele der internationalenProjekte der Privatindustrie massiv mitSteuergeldern unterstützt.Artur HenriqueArtur Henrique ist beigeordneter Sekretär für internationaleBeziehungen der CUT und Präsident des Institutsfür internationale Kooperation der CUT.Übersetzung aus dem Brasilianischen:Niklaas Hofmann und Hanna GersmannFoto: © blog.planalto.gov.br; CC BY-NC 2.0 Foto: © PT na Câmara; CC BY-NC 2.03


NORD SÜD news III/2013Im Fokus: Brasilien – Nach dem politischen Beben im JuniNOTIERT DAS BÜRO DES DGB BILDUNGSWERK BUND DIE PREKÄREN DIE KRANKEN NACH DEM POLITISCHEN BEBEN IM JUNI KOMMENTARFoto: © Gerhard Dilger„Wir werden weiterhin streiten“Sie kämpfen und protestieren immer nochin den Metropolen. Doch die Junitage habendas Land verändert, sagt die UN-Sonderberichterstatterinfür das Recht auf menschenwürdigesWohnen. Der Nahverkehrsoll an manchen Orten verbessert werden,Zwangsumsiedlungen werden gestoppt.Das „Aber“ ist entscheidend. In Brasilien sei esin den letzten zehn Jahren ganz gut vorangegangen,setzt Vagner Freitas, der Vorsitzende desGewerkschaftsdachverbandes CUT, an. Doch dannkommt es. „ Aber“, so ruft er, „noch nicht weitgenug”. Und dann zählt er auf: „Nach wie vordominieren die Interessen der Bourgeoisie, desGroßgrundbesitzes, das Einkommen ist sehr ungleichverteilt. Wir werden weiterhin für einendemokratischen Staat und eine sozialistische Gesellschaftstreiten.“Generationenübergreifender Protest: Die Jugend von 1968 hilft der Jugend von 2013Ein paar tausend GewerkschafterInnen ziehendurch die Avenida Paulista, das Finanzzentrumder Wirtschaftsmetropole São Paulo. Es ist EndeAugust dieses Jahres. Unweit protestiert die Konkurrenzvon der rechten Gewerkschaft ForçaSindical. Zum Forderungskatalog der beidengroßen Gewerkschaftsverbände, wie auch derkleineren Bünde gehören höhere Renten und einegeringere Wochenarbeitszeit, also statt 44 nur40 Stunden, sowie bessere Bildungs- und Gesundheitsangebote.Dazu kommt der Widerstandgegen Pläne im Bundesparlament, die Arbeitsverhältnisseweiter zu flexibilisieren. Und ähnlichwie bei den riesigen Kundgebungen im Juni –damals gingen rund zwei Millionen meist jungeBrasilianerInnen auf die Straße – werden mehrInvestitionen in den Nahverkehr angemahnt.Allerdings: Es hapert gewaltig mit dem erhofftenSchulterschluss zwischen „alten“ und „neuen“sozialen Bewegungen: Viele kampferprobteFührungskader von Gewerkschaften oder alteingesessenenNichtregierungsorganisationen sindzugleich Mitglieder oder Sympathisanten derregierenden Arbeiterpartei PT. Die meisten politischaktiven 15- bis 30-Jährigen sehen darum keinegroßen Unterschiede mehr zwischen den Kräftendes politischen Establishments. Aus ihrer Perspektivesind PT und CUT allzuviele Kompromissemit den Mächtigen eingegangen. In Sachen Korruptionhat die Arbeiterpartei schon längst ihreUnschuld verloren.Schon im Juli, als die Gewerkschaften zusammenmit der Landlosenbewegung zum Generalstreikaufgerufen hatten, blieben die Aktivitäten aufeinige Großstädte beschränkt. Im August war dasnicht anders. Mit den Jugendprotesten, die denRegierenden vor Monaten einen gehörigen Schreckeneingejagt hatten, ist es ähnlich. Dennoch:Die urbanen Fragen bleiben auf der Tagesordnung.In São Paulo richteten sich die Proteste zuletztgegen die von der rechtsliberalen SozialdemokratischenPartei Brasiliens (PSDB) angeführte Regierungdes Bundesstaates São Paulo. Der Grund:ein neuer, großer Bestechungsskandal. Es wurdebekannt, dass die Konzerne Siemens, Alstom,Mitsui und CAF ihre Preise für U- und S-Bahnenjahrelang abgesprochen haben. Sie kassierten biszu 30 Prozent mehr als nötig. Und Funktionäreund Politker billigten das. Die Aktivisten der Bewegungfür Freie Fahrt im öffentlichen Nahverkehr,die die Proteste im Juni anführten, durften sichMaulkorb für Ex-Volksheld Pele, der den Protestlern riet, nachHause zu gehen und sich auf den Fußball zu konzentrieren.bestätigt fühlen. Sie haben die Komplizenschaftder Regierungen mit großen Transportunternehmenvon jeher gegeißelt.Haben die Junitage 2013 Brasilien verändert? ImZuge des Confederation Cup nahmen sich dieProtestlerInnen damals auch die Fifa vor. PräsidentinDilma Rousseff stellte eine Reform despolitischen Systems in Aussicht. Raquel Rolnik isteine weltweit anerkannte Urbanistin und UN-Sonderberichterstatterin für das Recht auf menschenwürdigesWohnen. Sie sieht nach dem „politischenBeben“ im Juni einen „Riss” zwischenden alten Eliten den, wie sie sagt, „Rückständigsten,Elitärsten und Arrogantesten“ in Brasilien,sowie den Impulsgebern des Wandels. Und ihreKollegin Ermínia Maricato sagt: „Auf kommunalerEbene sind die Dinge endlich wieder in Bewegunggeraten, die Politiker in Rio oder São Paulo müssenzumindest in Teilbereichen einlenken.“So bekamen die BewohnerInnen des bekanntenArmenviertels Vila Autódromo am Zuckerhut einBleiberecht zugesagt. Sie sollten ursprünglich fürOlympia 2016 zwangsumgesiedelt werden. DieSportanlagen liegen in ihrer Nähe. Und im Vorfeldder WM 2014 sollen die öffentlichen Nahverkehrssystemezumindest in den zwölf Austragungsortenspürbar verbessert werden. Allerdings fördert dieBundesregierung durch Steuernachlässe immernoch den Kauf von kleinen Autos und damit dieAusweitung des Individualverkehrs. Seit dem Jahr2000 hat sich die Zahl der Pkw in den Städtenverdoppelt. Von 2003 bis 2011 unter PT-StaatschefLula da Silva und ab dann unter Dilma Rousseffsind um die 40 Millionen BrasilianerInnen in die„neue Mittelschicht“ aufgestiegen. Der Mindestlohnwurde real um 70 Prozent erhöht. Strukturreformenblieben jedoch aus. Ob die Präsidentinbis zu den Wahlen in einem Jahr neue Akzentewird setzen können, ist ungewiss.Gerhard DilgerDer Autor lebt in São Paulo.Foto: © Gerhard Dilger4


NORD | SÜD-NETZIm Fokus: Brasilien – Die Kranken„Wir sind versorgt, aberdu musst Geduld haben“leiden. Ärzte-Verbände, die sich offenbar um diePrivilegien ihres Standes Sorgen machen, protestieren.Laut dem Programm „Mehr Ärzte“ fehlenin Brasilien aber tatsächlich über 15.000 Mediziner.Die knapp 340.000 brasilianischen Ärzte konzentrierensich auf die städtischen und wohlhabendenRegionen. So verfügt der industrielle BundesstaatJeder bekommt Hilfe, jede Operation istkostenlos: Im Grunde ist das Gesundheitssystemin Brasilien einzigartig. Doch vieleBrasilianer klagen. Denn tatsächlich fehlenÄrzte und Geld.Foto: © Elza Fiuza/agenciabrasil.ebc.com.brBrasilien hat ein öffentliches, universelles Gesundheitssystem.Jeder der über 190 Millionen Brasilianerkann einen Gesundheitsposten oder inNotfällen ein Krankenhaus aufsuchen und medizinischeHilfe bekommen. Von der Beratung bis zurOperation ist alles kostenlos – unabhängig voneiner Beschäftigung oder dem sozialen Status.Brasilien ist das einzige Land mit über 100 MillionenEinwohnern, das über eine solche Gesundheitsversorgungverfügt. Aber es ist immer nochein Zweiklassen-System. Vor 25 Jahren, mit dernach Ende der Militärdiktatur verabschiedetenVerfassung, wurde das Gesundheitssystem SUS(Sistema Único de Saude) in allen Landesteileneingerichtet. Knapp 70 Prozent der Bevölkerungwerden damit medizinisch versorgt. Nur wer essich leisten kann, ist privat versichert und hatdamit auch Zugang zu den Ärzten und Krankenhäusern,die nicht dem SUS angehören. DieQualität der medizinischen Leistungen ist gut,brasilianische Zahnärzte beispielsweise zählen zuden Besten weltweit. Dennoch hinkt die Praxisihrem Anspruch hinterher: Zu wenig Geld, unzureichendeInfrastruktur und vor allem die ungleicheVerteilung der Gesundheitseinrichtungen imgrößten Land Südamerikas machen das SUS zueinem Sorgenkind.Forderung: FIFA-Standard auch für Impfungen„Es ist sehr wichtig, dass es das SUS gibt. Früherist meine Mutter oft einfach nicht zum Arzt gegangen,weil sie ihn nicht bezahlen konnte“, sagtValeria Gomes. Die 40-Jährige arbeitet sozialversichertals Hausangestellte. Für einen der teurenprivaten Gesundheitspläne reicht ihr EinkommenÄrztInnen fehlen vor allem auf dem Land und in den Armenviertelnaber nicht aus. „Wir sind versorgt. Aber du musstviel Geduld haben, drei, vier Stunden Wartezeitfür eine erste Untersuchung ist die Regel in meinemStadtteil. Die Vermittlung an einen Spezialistenoder wie in meinem Fall für eine Kernspintomographiedauert Monate”, beklagt Gomes.Die maroden Zustände im öffentlichen Gesundheitssystem,die in einigen Landesteilen gar eineGrundversorgung unmöglich machen, sind in deraufstrebenden Regionalmacht Brasilien ein Steindes Anstoßes. Bei den Demonstrationen im Juniforderten die TeilnehmerInnen neben mehr Geldfür Bildung und öffentlichen Transport auch „Krankenhäusernach FIFA-Standard“ – statt in Stadiensollte die öffentliche Hand lieber in die Gesundheitsversorgunginvestieren und die Umleitungvon Teilen des Gesundheitsetats in private Taschenunterbinden.Auch Experten empfehlen, dass der Staat wie inNorwegen oder Kuba zehn Prozent des Bruttosozialproduktsin die Gesundheit investiert. Derzeitsind es gerade mal vier Prozent. Regierung undKongress reagierten schnell, sie versprachen, insbesondereaus den Erlösen der Ölförderung mehrGeld in den Ausbau des Gesundheitssystems zustecken. Zudem erließ Präsidentin Dilma Rousseffein Dekret, um auch ausländische Ärzte in denRegionen einzusetzen, die unter ÄrztemangelSão Paulo über 2,64 Mediziner pro tausend Einwohner– fast genau das vom Gesundheitsministeriumangestrebte Verhältnis. Doch viele Armenviertelin der Metropole und weite Regionen inden armen Bundesstaaten des Nordosten kommennicht einmal auf ein Zehntel dieser Quote.Mitte August wurden mit „Mehr Ärzte“ die ersten1.600 neuen Mediziner in die unterversorgtenGegenden geschickt, unter ihnen gut 500 Ausländer.Aus Sicht der Gewerkschaften muss allerdingsmehr getan werden. Die Angestelltengewerkschaftdes öffentlichen Gesundheitssystems(Sindsaúde) stellte jüngst gravierende Mängel beiden SUS-Einrichtungen fest. In Krankenhäusern,Gesundheitsposten sowie den Notaufnahmenmachte sie unter anderem Risse in den Wänden,undichte Wasserleitungen und unsachgemäßeLagerung von Medikamenten aus. „Die Problemesind unterschiedlich schwer, aber leider habenwir in allen Einrichtungen Mängel festgestellt“,so Sindsaúde-Präsident Gervásio Foganholi. DieseMissstände seien ein wichtiger Grund für dieschlechten Arbeitsbedingungen – und damit auchverantwortlich für die unzureichende medizinischeVersorgung der Bevölkerung.Andreas BehnDer Autor ist freier Journalist in Rio de Janeiro.Foto: © Divulgação/Ministério de Minas e Energia; CC BY-NC-SA 2.05


NORD SÜD news III/2013Im Fokus Brasilien – Die PrekärenNOTIERT DAS BÜRO DES DGB BILDUNGSWERK BUND DIE PREKÄREN DIE KRANKEN NACH DEM POLITISCHEN BEBEN IM JUNI KOMMENTARFoto: © Stefano Figalo/SFP; facebook.com/sindicatoepralutarJung, weiblich, ausgebildet –und ohne festen VertragJüngere BrasilianerInnen profitieren nichtvon den wirtschaftlichen Erfolgen des Landes.Sie müssen immer wieder die Arbeitslosigkeitfürchten. Gizele Martins, 28 Jahre,Journalistin, ist eine von ihnen.Ein fester Job unter 30 soll kein Traum bleiben: Bündnis von NachwuchsjournalistInnenVielleicht ist Gizele Martins in wenigen Wochenihren Job schon los – wieder einmal. Dabei wardie junge Journalistin, die vor anderthalb Jahrenihren Abschluss an der renommierten KatholischenUniversität von Rio de Janeiro machte, optimistisch,längerfristig im Pressereferat des Psychologie-Regionalrats, eine Art öffentlicher Think Tank, fürdie ethische Orientierung dieser Berufsgruppe,mitarbeiten zu können. Doch bei ihrem Arbeitgeberstehen Vorstandswahlen an und danach wird einTeil der Stellen neu besetzt – „mit Freunden derVorstandsmitglieder”, befürchtet Gizele. Wehrenkann sich die 28-Jährige dagegen nicht. EineKlausel im Arbeitsvertrag macht diese kurzfristigenEntlassungen rechtens.Sich als BerufseinsteigerIn von einer befristetenStelle zur nächsten zu hangeln, ist eine Erfahrung,die in Brasilien nicht nur angehende JournalistInnenmachen. Auch wenn die Arbeitslosenquotemit 5,7 Prozent einen historischen Tiefstand anzeigt,ist der makroökonomische Aufstieg desLandes nicht nur von einer Zunahme an Arbeitsplätzen,sondern auch von einer Prekarisierungder Beschäftigungsverhältnisse gekennzeichnet.Junge Angestellte sind davon besonders starkbetroffen. Wie eine Studie der Friedrich EbertStiftung (FES) festhält, werden diese als ersteentlassen, wenn Stellen eingespart werden. Nur14 Monate dauert ein Arbeitsverhältnis der 18bis 24-Jährigen im Schnitt. Ihre Arbeitslosenquotewar im Jahr 2009 mit fast 17 Prozent deutlichhöher als Mitte der 1990er Jahre, als nur jederZehnte keine Stelle fand.„Arbeitslos sein kann ich mir gar nicht leisten”,meint Gizele. Aufgewachsen in den Favelas derMaré im Norden Rios arbeitete sie, wie über dieHälfte der BrasilianerInnen, bereits während derSekundarstufe. Auch als Stipendiatin an der Universitäterledigte sie nebenher kleine Jobs undAuftragsarbeiten, um die Familie zu unterstützen.Die ehrenamtliche Mitarbeit an einer Stadtteilzeitungmitgerechnet, kamen so schnell an einemTag 16 Stunden Arbeit zusammen. Ungewollt lagGizele damit im Trend – denn laut der FES-Studiewenden die meisten Studierenden „praktisch ihregesamte Zeit fürs Lernen und Arbeiten auf, habenkaum Freizeit“. Um irgendwann auch im angestrebtenBerufsfeld Fuß zu fassen, nehmen vielejunge BrasilianerInnen zudem schlecht bis garnicht bezahlte Praktikaplätze in Kauf. Doch dieZusätzlich diskriminiert als Frau und Afrobrasilianerin: Gizele Martinskalkulierte Selbstausbeutung bringt nicht allegleichermaßen voran. Frauen stellen in städtischenRäumen 56 Prozent der jungen Arbeitslosen.Ebenso hoch ist die Quote an AfrobrasilianerInnen.Gizele, die in beide Kategorien fällt, ergänzt, dassauch die „Herkunft aus einer armen Wohngegenddiskriminierend“ wirkt. „Meine erste unbezahlteTätigkeit als Praktikantin wurde mir von der RedakteurInmit den Worten aufgekündigt, ich solledoch besser wieder zu meinesgleichen zurückkehren.“Beim öffentlichen Fernsehkanal TV Brasil hatteGizele mehr Erfolg. Nach dem Praktikum bekamsie eine befristete Stelle als Nachrichtenanalystin.Von nun an waren unbezahlte Überstunden ander Tagesordnung, obwohl sich der Sender offiziellan gewerkschaftliche Standards hält. Ein Problemsei aber, dass sich niemand um deren Einhaltungkümmere, meint Gizele. Die Arbeitszeit zu verkürzenund strikter zu regulieren, empfiehlt dannauch die FES-Studie der Regierung als eine zentraleMaßnahme, um die Situation junger Beschäftigterzu verbessern. Zudem sei eine bessere finanzielleUnterstützung Auszubildender und Studierendernotwendig. Auch sollten die Jungen stärker ander Ausarbeitung staatlicher Arbeitsrichtlinienbeteiligt werden oder aber gewerkschaftlich aktivwerden.Letzteres ist bei der lokalen Vertretung der JournalistengewerkschaftFENAJ in Rio kürzlichWirklichkeit geworden, als ein von NachwuchsjournalistInnendominiertes Bündnis die Wahlzum Vorsitz des Syndikats gewann. Mit dabeiist auch Gizele, die sich dafür einsetzen will,„dass es künftige Generationen ein bisscheneinfacher haben werden als wir. Zeitungskrisehin oder her, ein fester Job unter 30 darf keinTraum bleiben“.Nils BrockNils Brock ist freier Autor in Rio de Janeiro.Weitere Infos: „Towards a state policy to combat youthunemployment and the precarious labour market inBrazil“(FES-Publikation: http://library.fes.de/pdf-files/iez/09699.pdf)Foto: © Nils Brock6


NORD | SÜD-NETZIm Fokus: Brasilien – Das Büro des DGB Bildungswerk BUND„Wir wollen Gewerkschaftenvor Ort unterstützen!“Gewerkschafter haben sich aufgemacht,um nach dem Ende der Militärdiktaturenin Lateinamerika Demokratien mit zu gestalten.„Das fasziniert mich“, sagt NiklaasHofmann, der ab Januar in Brasilien dasRegionalbüro des DGB Bildungswerk BUNDleiten wird. Von dem Büro profitieren auchdeutsche Gewerkschafter.Nord | Süd-news: War für das Regionalbüro desDGB Bildungswerk BUND auch mal China imGespräch?Niklaas Hofmann: Nie, die Arbeit des DGB BildungswerkBUND teilt sich im internationalenBereich auf in Lateinamerika und die übrigeWelt. Die anderen Projekte sind in der Türkei, inSüdafrika und in Asien. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaftenhaben traditionell einestarke Bindung zu Lateinamerika. Das kommtaus der Solidaritätsbewegung zu Zeiten derMilitärdiktaturen. Später zeigte sich, dass Gewerkschafterin den gleichen multinationalenUnternehmen beschäftigt oder von ähnlichenglobalen Phänomenen betroffen sind.Miserable Zustände in der Fleischbranche oder imGesundheitssektor – was gehen Sie als erstes an?Wir machen kein tagesaktuelles Programm. Dasist der Unterschied zu den politischen Stiftungen.Unsere Kooperationen sind in der Regel auf dreiJahre angelegt. Wir fragen: Wo können wir dieKolleginnen und Kollegen vor Ort unterstützen,damit sie zur Entwicklung ihrer Länder beitragenkönnen?Unterstützen Sie Proteste gegendie Regierungen?Wir sind ein gewerkschaftliches Bildungsinstitut,das mit gewerkschaftlichen Dachverbändenkooperiert. Wir machen Workshops und Seminareund fördern Projekte unserer Partner. Wir unterstützenGewerkschafter vor Ort, damit sie bekommen,was sie brauchen, und damit auch die Meinungsbildungzu gewerkschaftlichen Themen.Foto: © privatwie Thyssen Krupp ist in Deutschland und inBrasilien unterwegs. Da können wir gemeinsamhandeln. Auch hierzulande profitieren Gewerkschaftervon einem guten Netzwerk. Man musssich aber vor Augen führen, dass Gewerkschaftenin Lateinamerika anders strukturiert sind.Was ist anders?In Deutschland gibt es einen starken Gewerkschaftsbundund starke gelebte Arbeitnehmerrechte.In Brasilien gibt es fünf Dachverbände.In Kolumbien drei, in Argentinien mehrere, diesich mehrfach gespalten haben. Die Gewerkschaftslandschaftist dort viel heterogener. Dasmacht es schwerer, sich politisch zu organisieren.Niklaas Hofmann, 33, kommt von der GEWWie erfolgreich können Gewerkschafterdann sein?In Brasilien sind die Gewerkschaften stark. Manmuss sich vorstellen, wo die herkommen: BisAnfang der 80er Jahre wurden sie unter einerMilitärdiktatur verfolgt. Sie haben sich komplettneu organisiert. Dann haben sie stark zum Erfolgder Arbeiterpartei beigetragen, die jetzt seit gutzehn Jahren die Regierung stellt.Ein konkreter Erfolg?In den letzten Jahren wurden viele Brasilianer ausder extremen Armut herausgeholt. Das ist einePolitik, die Gewerkschaften gefordert haben.die Politisierung der argentinischen Gesellschaftnach der Wirtschaftskrise hat sich das jedochgewandelt. Mittlerweile sind Gewerkschaftenauch dort ein wichtiger Akteur. Sie beteiligensich an der Aufarbeitung der Militärdiktatur. Siehaben Erfolge bei den Lohnverhandlungen. Allerdingsleidet Argentinien auch an einer hohenInflation und Korruption ist ein Problem.Kolumbien?Schwierig, in dem Bürgerkriegsland werden Gewerkschaftenvon paramilitärischen Kräftenbekämpft. Großunternehmen haben sich dasteilweise zunutze gemacht.Woran messen Sie in drei JahrenIhren Erfolg?Für mich ist ein Ziel, dass wir im nächsten Jahrarbeitsfähig werden und eine gute Anbindungan die Strukturen in Deutschland und in Lateinamerikahaben.Warum wollen Sie nach São Paulo?São Paulo ist die Wirtschaftsmetropole in Lateinamerika,der Gürtel rund um die Stadt ist eineenorme Industrieregion. Darum sitzt dort einerder wichtigsten Gewerkschaftsverbände Südamerikas,die Central Única dos Trabalhadores (CUT).Auch die Regionalorganisation des internationalenGewerkschaftsbundes IGB, die CSA, sitztdort. Wir wollen mittendrin sein.Wie groß wird das Büro sein?In São Paulo liegen die Lebenshaltungskostenzehn bis 15 Prozent über denen in Deutschland.Die Quadratmeterpreise sind im letzten Jahr um13 Prozent gestiegen. Für Luxus ist da kein Raum.Was erhoffen Sie sich persönlich?Privat hoffe ich, dass es meiner Familie auch inBrasilien gut geht, denn ein solches Projekt isteine enorme Herausforderung für alle. Für dasBüro wünsche ich mir, dass wir durch unsereZusammenarbeit einen positiven Impuls für dieGewerkschaften und die Entwicklung in denLändern geben. Wenn diese sagen: „Wir wollenmitbestimmen“, fasziniert mich das. Dann wirddas Büro ein Traumjob.Das Interview führte Hanna Gersmann.Mit Broschüren?Mit Geld und Know how. Mal laden wir eineDelegation nach Deutschland ein, mal bringenwir deutsche Experten nach Brasilien. Eine FirmaWie ist es in Argentinien?Die Gewerkschaften hatten in der extrem neoliberalenPhase in den 90ern bis Anfang der2000er kaum Verhandlungsmöglichkeiten. DurchNiklaas Hofmann hat als Wissenschaftlicher Mitarbeiteram Lateinamerika-Institut der FU Berlin gearbeitet. Seit2006 ist er Mitglied in der Gewerkschaft Erziehung undWissenschaft GEW, wo er stellvertretender Vorsitzenderder Abteilung Wissenschaft im Land Berlin war.7


NORD SÜD news III/2013NOTIERT DAS BÜRO DES DGB BILDUNGSWERK BUND DIE PREKÄREN DIE KRANKEN NACH DEM POLITISCHEN BEBEN IM JUNI KOMMENTARFoto: © Aleks van Sputto/flickr.com; CC BY-SA 2.0NotiertEine Million für dieFinanztransaktionssteuerZuletzt hatten es in Europa genau elf Länder dochkapiert: Finanzgeschäfte an der Börse müssenbeschränkt werden, und ein gangbarer Weg dazuist die Finanztransaktionssteuer. Sie verteuertSpekulationen – und bringt der öffentlichen HandGelder ein. Für die elf Länder, die mit gutem Beispielvorangehen wollen, sollte die Einführungnun kurz bevor stehen.Noch ist die „Steuer gegen Armut“ nicht tief genug verwurzelt:Unterschriftenaktion gestartetDoch je weiter die Vorbereitungen fortschreiten,desto heftiger formieren sich die Gegner. Unteranderem fand der Juristische Dienst des Ratesder EU Anfang September ein einzelnes Elementdes Gesetzentwurfes der beteiligten Staatenrechtswidrig. Um der so mühsam erkämpften„Steuer gegen Armut“ in dieser Situation mehrRückenwind zu verschaffen, haben die in dieserKampagne organisierten Verbände nun nocheinmal eine Unterschriftenaktion gestartet. Daringeht es nicht nur um die schnelle Umsetzung,sondern auch darum, sich festzulegen, wie diemit der Steuer eingenommenen Gelder verwendetwerden sollen: zur Bekämpfung von Armut undfür Klimaschutz. Eine Million Unterzeichner sollenzusammenkommen.Weitere Informationen und Unterschriftenliste: u.a.www.steuer-gegen-armut.org/mitmachen/1000000-unterschriften.htmlBangladesch: Hoffenauf EntschädigungDie Opfer des Einsturzes einer illegal erweitertenTextilfabrik in Dhaka in Bangladesch vom Aprilmüssen weiter auf Entschädigung warten, auchwenn ein erster Schritt getan ist: Fünf Monatenach der Katastrophe haben sich Vertreter vonneun internationalen Textilfirmen unter Moderationder Internationalen Arbeitsorganisation ILO imFoto: © Garry Knight/flickr.com; CC BY-SA 2.0September erstmals mit Gewerkschaften undVertretern der verletzten Opfer und Angehörigender mehr als 1.100 getöteten TextilarbeiterInnengetroffen. Mit dabei waren Kik, Bon Marché,Camaieu, El Corte Ingles, Loblaw, Mascot, Matalan,Primark und Store Twenty One.20 weitere Händler dagegen, die ebenfalls in demGebäude hatten fertigen lassen, blieben derVeranstaltung fern, darunter Adler Modemärkte,Benetton, Mango, Zara, NKD, Kids Fashion Group,Güldenpfennig. Auch wenn die Verhandlungenzu nicht einem Cent an konkreten Zusagen führten,einigten sich die Teilnehmer doch darauf,einen Entschädigungsfonds einzurichten undkoordiniert weiter vorzugehen. Leitlinie sollendabei die ersten Hilfen sein, die Primark schonim Alleingang geleistet hat. Laut ILO müsstebeispielsweise jede Familie, die ihre Ernährerinoder ihren Ernährer verloren hat, die Hälfte vondem bekommen, was diese oder dieser in 25Jahren durchschnittlich hätten verdienen können.Es geht um rund 3.600 Euro pro Familie undinsgesamt um rund 60 Millionen Euro, von denendie Firmen auch nur die Hälfte zahlen sollen.Man müsse wohl den „öffentlichen Druck wiedererhöhen“, hieß es bei der Kampagne für saubereKleidung. Besonders skandalös sei, dass es nichteinmal konkrete Zusagen für eine Soforthilfegegeben habe.Weitere Informationen: www.saubere-kleidung.deAnti-Gewerkschaftsterrorim KönigreichSwaziland, das kleine Königreich zwischen Südafrikaund Mosambik, ist im Ausland berühmt fürSafaris, eine sensationelle Landschaft und freundlicheEinwohnerInnen. Damit jedenfalls wirbt diedortige Tourismusbranche. Tatsächlich leben 60Prozent der Bevölkerung in absoluter Armut, KönigMswati III hat nicht nur politische Parteien verboten,es gibt auch weder eine freie Presse nochProtestaktion gegen König Mswati IIIeine unabhängige Justiz. Gewerkschaftsrechtewerden mit Füßen getreten. In seinem jüngstenBericht zu diesem Thema zählt der InternationaleGewerkschaftsbund (IGB) Swaziland zu den siebenLändern, in denen GewerkschafterInnen besondersgefährdet sind – neben beispielsweise Birma,Georgien und Bahrain.Wie der Anti-Gewerkschaftsterror konkret aussehenkann, demonstrierten die Sicherheitskräftedes Landes Anfang September, als der IGB gemeinsammit dem Gewerkschaftsverband vonSwaziland, TUCOSWA, und den südafrikanischenKollegInnen von COSATU sowie MenschenrechtsaktivistInnenzu einer „Globalen Aktionswochefür Swaziland“ aufgerufen hatten: Der ehemaligeCOSATU-Generalsekretär Jay Naidoo, der dasöffentliche Tribunal leiten sollte, und einige seinerMitstreiterInnen wurden inhaftiert. Sicherheitskräftestürmten die Veranstaltung und fordertendie ausländischen TeilnehmerInnen auf, das Landzu verlassen. TUCOSWA-Generalsekretär VincentNcongwane wurde ebenfalls festgenommen undunter Hausarrest gesetzt, er muss mit einer Anklagerechnen. „Wir haben es immer gesagt“, sagteNcongwane IGB-KollegInnen: „Der Staat will dieMenschen einschüchtern und davon abhalten,sich in Gewerkschaften zu engagieren.“Weitere Infos: www.ituc-csi.org/neuer-igb-bericht-uber;www.equaltimes.org/news/swaziland-shutdown-globalinquiry-panelIMPRESSUMHerausgeber: DGB Bildungswerk e.V.Vorsitzende: Elke HannackGeschäftsführerin: Claudia MeyerVerantwortlich: Jens MartensRedaktion: Hanna Gersmann, Beate WillmsSatz: Achim KonopatzkiDGB Bildungswerk BUNDNord | Süd-NetzHans-Böckler-Straße 39, 40476 DüsseldorfTel.: 0211/4301-333, Fax: 0211/4301-500nord-sued-netz@dgb-bildungswerk.dewww.dgb-bildungswerk.dewww.nord-sued-netz.deSpendenkonto: Nord LB, HannoverKto: 015 201 2522, BLZ: 250 500 00IBAN:DE30 2505 0000 0152 0125 22Swift: NOLADE2HDer Herausgeber ist für den Inhalt allein verantwortlich.Mit finanzieller Unterstützung des BMZ.

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