Drehbuch - Luna Filmverleih

lunafilm.at

Drehbuch - Luna Filmverleih

HADER

MINICHMAYR

BIERBICHLER

Der

Knochenmann

Ein Film von

WOLFGANG MURNBERGER

nach dem Roman von

WOLF HAAS

Mit: JOSEF HADER JOSEF BIERBICHLER BIRGIT MINICHMAYR SIMON SCHWARZ CHRISTOPH LUSER PIA HIERZEGGER DORKA GRYLLUS STIPE ERCEG IVAN SHVEDOFF u.a.

Drehbuch JOSEF HADER WOLFGANG MURNBERGER WOLF HAAS nach dem Roman „DER KNOCHENMANN“ von Wolf Haas erschienen im Rowohlt Verlag

Regie WOLFGANG MURNBERGER Kamera PETER VON HALLER Schnitt EVI ROMEN Musik SOFA SURFERS Ton HEINZ K. EBNER Sound Design BETTINA MAZAKARINI Tonmischung HANNES EDER Production Design RENATE MARTIN ANDREAS DONHAUSER

Kostüm MARTINA LIST Maske MICHAELA OPPL Casting MARKUS SCHLEINZER Produktionsleitung BERNHARD SCHMATZ Herstellungsleitung MANFRED FRITSCH Produzenten DANNY KRAUSZ KURT STOCKER

Eine Produktion der DOR FILM

www.derknochenmann.at


LUNA Filmverleih präsentiert

Der

Knochenmann

Ein Film von Wolfgang Murnberger

nach dem gleichnamigen Roman von Wolf Haas

erschienen im Rowohlt Verlag

121 Minuten – Farbe – Deutsch – 35mm – Österreich 2008

Kinostart: 6. März 2009

Pressebetreuung: Marketing/Kooperationen: Produktion:

Susanne Auzinger Michaela Englert Dor Film Produktion

T. 01/523 43 62-23 T. 01/523 43 62-22 T. 01/ 42 710 11 / F. 01/ 42 710 50

s.auzinger@fi lmladen.at m.englert@fi lmladen.at offi ce@dor-fi lm.at

www.lunafi lm.at/presse

www.knochenmann-derfi lm.at

www.dor-fi lm.com


Jetzt ist schon wieder was passiert ...

Ein Mann namens Horvath ist verschwunden, und die einzige Spur führt zum „Löschenkohl“, einer weithin

bekannten „Backhendlstation“ in der Provinz. Und es wäre nicht der Brenner, wenn ihm in Löschenkohls

Keller die Knochenmehlmaschine nicht einige düstere Rätsel aufgäbe. Bei denen spielt der kleine

„Grenzverkehr“ und ähnlich Menschliches eine wichtige Rolle: Die junge Wirtin hat ihm so den Kopf

verdreht, dass er am Ende froh sein muss, diesen noch am Hals zu haben.

Nach Komm, süßer Tod und Silentium dürfen wir uns nun auf den dritten Streich des Erfolgs-Trios

Hader/Murnberger/Haas freuen. Abgründige Kinounterhaltung vom Feinsten.

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Besetzung

Brenner JOSEF HADER

Löschenkohl JOSEF BIERBICHLER

Birgit BIRGIT MINICHMAYR

Pauli CHRISTOPH LUSER

Berti SIMON SCHWARZ

Valeria DORKA GRYLLUS

Alexandra Horvath PIA HIERZEGGER

Ivgeniew STIPE ERCEG

Igor IVAN SHVEDOFF

Ana EDITA MALOVCIC

In weiteren Rollen: GERTI DRASSL, OLIVER STERN, PETR MEISSEL, KATHRIN RESETARITS,

CHRISTIAN POGATS, MARTINA ZINNER u.v.m.

Stab

Regie WOLFGANG MURNBERGER

Drehbuch JOSEF HADER / WOLFGANG MURNBERGER / WOLF HAAS

Kamera PETER VON HALLER

Production Design ANDREAS DONHAUSER / RENATE MARTIN

Schnitt EVI ROMEN

Casting MARKUS SCHLEINZER

Kostüm MARTINA LIST

Musik SOFA SURFERS

Produktionsleitung BERNHARD SCHMATZ

Producer ULRIKE LADENBAUER

Herstellungsleitung MANFRED FRITSCH

Produzenten DANNY KRAUSZ & KURT STOCKER

Farbe, Deutsch, 35mm, 121 Minuten

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Synopsis

Ein Mann namens Horvath ist verschwunden. Die letzten Leasingraten für seinen Wagen sind nicht bezahlt.

Unwillig übernimmt Brenner von seinem alten Freund Berti den mickrigen Auftrag, Horvaths Leasingwagen

zurückzubringen und macht sich auf den langen Weg in die tiefe Provinz. Ein Nachsendeauftrag führt direkt

zum „Löschenkohl“, einer Backhendlstation von legendärem Ruf.

Tausende Hühner müssen wöchentlich ihr Leben lassen, um hier, knusprig paniert, bis auf die Knochen

abgenagt zu werden. Eine Knochenmehlmaschine zermahlt die Hühnerreste zu Futtermehl für die nächste

Hühnergeneration. Ein kannibalischer Kreislauf des Fressens und Gefressenwerdens quasi. Ein kurzer Blick

auf den Leasingwagen ist alles, was Brenner von Horvath zu sehen bekommt. Denn gleich darauf ist das Auto

so spurlos verschwunden wie sein Besitzer.

Doch Brenners detektivische Fähigkeiten sind auch anderweitig gefragt.

Der Sohn des Wirtes will mit seiner Hilfe endlich herausfi nden, was mit dem vielen Geld geschieht, das der alte Wirt

wöchentlich aus dem Betrieb nimmt. Brenner kommt dieser zusätzliche Auftrag gerade recht, ist er doch im Begriff,

sich in die fesche Birgit zu verlieben, die Küchenchefi n und Frau des Junior-Chefs.

Und verdreht, wie er von Birgit ist, lässt ihn sein Kopf beinahe im Stich. Die Gefahren, die beim „Löschenkohl“ lauern,

bemerkt Brenner fast zu spät. Und während im Saal der Backhendlstation der Maskenball tobt und das ganze Dorf,

von Masken geschützt, so richtig die Sau raus lässt, wird im Keller geliebt und gemordet.

Einmal mehr erweist sich Berti nicht nur als Brenners Freund sondern als sein Schutzengel, der gerade noch

rechtzeitig auftaucht und das Geheimnis um den verschwundenen Horvath endlich lüftet.

Mit DER KNOCHENMANN erblickt erneut einer von Wolf Haas´ Kultromanen das Licht der Leinwand.

Und Josef Hader ist schon längst zur Inkarnation des lakonischen Privatdetektivs Brenner geworden. Wir dürfen uns

aber auch wieder auf Brenners kongenialen Leinwandgefährten Berti (Simon Schwarz) freuen und – einmal mehr –

auf eine Riege hervorragender Darsteller (von Josef Bierbichler bis zu Birgit Minichmayr), die erwarten lassen, dass

Brenners schaurig-pointensprühende Abenteuer zu einem großen Kinoerlebnis werden.

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„Diesmal hat uns gereizt, der Liebe mehr Raum zu geben.”

WOLFGANG MURNBERGER erzählt PETER KROBATH von einem Film, der zwischen allen Stühlen sitzt und

vielleicht gerade deshalb ein echter Brenner ist.

PETER KROBATH: Wo ist der Brenner denn diesmal gelandet?

WOLFGANG MURNBERGER: DER KNOCHENMANN lässt sich schwer in irgendein Genre reinbringen. Ich habe mich

selber schon öfters gefragt: Was ist das jetzt? Der Film sitzt sicher zwischen allen Stühlen. Wir haben versucht, noch

näher an die Figuren heranzugehen. Es gibt mehr privaten Brenner. Er ist verliebt. Dadurch hat es den Anschein, dass

er vielleicht ein bisschen weicher wird. Trotzdem gibt es auch harte, gewaltvolle Szenen. Das Ganze spielt sich in

einem sehr privaten Bereich ab. Eigentlich geht es um eine Figur, die genau so stark ist wie der Brenner. Wo man sehr

genau erlebt, wie dieser Mensch in eine Gewaltspirale hinein gezogen wird, ohne dass er es wirklich will. Deswegen

wird er auch hoffentlich über weite Strecken die Sympathie des Publikums haben und diese erst verlieren, wenn es

wirklich heftig wird.

Dieser Gegenspieler von Josef Hader ist Josef Bierbichler.

Wir haben ihm die erste Drehbuchfassung geschickt. Da hat er gesagt, ja, ganz interessant, aber das macht er noch

nicht. Dadurch waren wir natürlich sehr motiviert, uns anzustrengen und die Figur noch besser zu machen.

Ab der dritten Fassung war er dann dabei.

Was fand er interessant?

Wir haben versucht, einen Menschen zu zeigen, der ohne sein Wollen in eine Gewaltspirale gerät. Und er kommt aus

dieser Gewaltspirale einfach nicht mehr raus. Bis zum Ende. Ich glaube, das hat Josef Bierbichler angesprochen.

Weil dieser Löschenkohl halt nicht einfach nur ein dumpfbackiger Bösewicht ist, der herumrennt und Leute umbringt.

Sondern das hat alles seinen Grund. Natürlich kann man jetzt sagen, vielleicht hätte man selber anders gehandelt,

wenn man in dieser Situation wäre. Aber ich glaube, dass es trotzdem nachvollziehbar ist.

DER KNOCHENMANN ist nach KOMM, SÜSSER TOD und SILENTIUM Ihr dritter Brenner-Film. Will man da jetzt partout

etwas Neues reinbringen? Oder verlässt man sich auf bewährte Rezepte?

Bei KOMM, SÜSSER TOD hatten wir die Rettungsfahrer, die im Grunde in der Gesellschaft gut angesehen sind, aber

wo man dann behauptet, da gibt es einen Bösewicht, der die Organisation für seine dunklen Machenschaften nützt.

In SILENTIUM haben wir die Salzburger Festspiele und die katholische Kirche ziemlich durch den Kakao gezogen. Da

steht auch so eine Organisation im Hintergrund, an deren Peripherie es Menschen gibt, die ihre bösen Spiele treiben.

Jetzt in DER KNOCHENMANN sind wir in einer Familie, in der es ziemliches Konfl iktpotential gibt. Genau da platzt jetzt

der Brenner hinein und alles nimmt seinen Lauf. Also es gibt keine Organisation im Hintergrund, es ist fast eine private

Geschichte. Es kommt ja in jedem Brenner-Film eine kleine Liebesgeschichte vor. Aber diesmal hat uns gereizt, der

Liebe zwischen dem Brenner und einer Frau einmal mehr Raum zu geben.

Spielt DER KNOCHENMANN in Österreich oder liegt dieses Wirtshaus in einem imaginären Haas/Hader/Murnberger-

Universum?

Es ist ein sehr starkes Haas/Hader/Murnberger-Universum, aber am Boden von Österreich. Die Figuren sind schon

alle sehr österreichisch. Ich meine, Sepp Bierbichler ist zwar ein Bayer, aber wir haben gar nicht versucht, das zu

verheimlichen ... er spricht sowieso in seiner Sprache. Man baut das dann halt in die Geschichte ein.

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Die letzten beiden Brenner-Filme waren sehr erfolgreich. Was bedeutet das für die Dreharbeiten des dritten?

Stress. Wir haben versucht, das Beste zu geben, beim Film und beim Drehbuch, aber das haben wir bei den ersten

beiden auch gemacht. Wenn es funktioniert, dann funktioniert es. Und wenn nicht, hätten wir keine Ahnung, warum es

diesmal nicht funktioniert. Wir wollen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Wir versuchen immer, einen Schritt

in eine andere Richtung zu gehen. Die kann natürlich auch nicht so gut ankommen. Aber das wissen wir vorher nicht.

Das lässt sich nicht so leicht planen.

Sie arbeiten mit Josef Hader schon über einen längeren Zeitraum zusammen. Hat er sich verändert als Schauspieler?

Er wird besser. Ich fi nde, man sieht, dass er mehr Erfahrung kriegt. Er spielt ja nicht nur in den Brenner-Filmen.

Ich habe das Gefühl, er wird sicherer. Er weiß sehr genau, was er tut.

Und er hat in Birgit Minichmayr eine kongeniale Partnerin gefunden ...

Vom Typ her ist sie die ideale Partnerin für Josef Hader in der Liebesgeschichte, die in diesem Film stattfi ndet.

Sie passt auch optisch gut zum Josef, fi nde ich. Und sie passt auch sehr gut in dieses Wirtshaus hinein. Schon rein

sprachlich. Birgit Minichmayr kommt auch aus Oberösterreich. Und sie spricht in DER KNOCHENMANN nicht so, wie

sie am Burgtheater spricht. Sie kann ja auch ganz normal reden, sag ich jetzt einmal. Sehr österreichisch.

Sehr ländlich.

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„Ein bisschen mehr in Schwierigkeiten, ein bisschen weniger souverän.“

JOSEF HADER erklärt PETER KROBATH, was Simon Brenner mit James Bond verbindet.

PETER KROBATH: DER KNOCHENMANN ist bereits der dritte Kino-Auftritt des Herrn Brenner. Was macht die Figur

ihrer Meinung nach so sympathisch und interessant fürs Publikum?

JOSEF HADER: Also richtig sympathisch ist der Brenner nicht. Man kann ihn vielleicht mögen, in seinem Trotz und in

seinem würdevollen Scheitern, aber der totale Sympathieträger ist er nicht. Der Brenner ist im Prinzip keine Figur, die

nur allein für sich funktioniert. Da spielt das Umfeld ganz stark mit. Das bedeutet, zu den Geschichten von Wolf Haas

kommt das Tragisch-Komische von mir, das dann mit diesem typischen Murnberger-Stil verfi lmt wird, der alles nicht so

edel nimmt. Das spielt alles miteinander. Der Brenner ist nur ein Teil davon.

Zwischen dem ersten Brenner-Film und DER KNOCHENMANN liegen acht Jahre. Lernt man als Schauspieler die Figur

besser kennen, wenn man sich über einen so langen Zeitraum hinweg mit ihr beschäftigt?

Ich glaube, dass man die Figur vor allem als Drehbuchautor gut kennen lernt. Da hat man sie nämlich wirklich lang

im Kopf. Unsere Bearbeitungen erstrecken sich meist über ein Jahr, wo wir verschiedene Fassung schreiben. Diesmal

waren es acht. Da hat man einerseits die Figur im Kopf, wie sie das letzte Mal war, aber andererseits gibt es den

Ehrgeiz, dass der nächste Film auch immer einen Schritt weitergehen soll. Dass er was können soll, was der vorherige

nicht konnte. Irgendwie entwickelt sich dadurch automatisch auch die Figur weiter. Es ist zum Beispiel in dem Film so,

dass der Brenner absolut nicht mehr der außenstehende Beobachter ist, der irgendwie cool über den Dingen steht

oder auch quasi ein Fremdkörper in einer total fremden Welt ist, so wie in SILENTIUM, sondern er wird diesmal sehr

schnell Teil der Katastrophe. Er wird hineingezogen, einerseits über die Liebe, andererseits grundsätzlich dadurch,

dass er am Land in so eine Familie und damit auch in deren Konfl ikte hineinrutscht. Dadurch wird er plötzlich auch Teil

des Problems. Und das erfordert dann ganz automatisch einen anderen Brenner. Vielleicht einen, der nicht so cool ist

wie das letzte Mal. Ein bisschen mehr in Schwierigkeiten und ein bisschen weniger souverän. Ob das ein Fortschritt

ist, wissen wir nicht. Aber wir wissen, dass die Geschichte das von uns gefordert hat.

Dann handelt es sich bei dem Brenner-Filmen grob gesagt um eine Krimi-Reihe, deren Hauptfi gur sich ständig

verändert...

Wir haben bei der Entwicklung von Film zu Film an gute James Bond-Filme gedacht. In den Phasen, wo sie sich

wirklich zusammengerissen haben, war es auch so, dass sie sowohl die Figur als auch die Art des Films ständig weiter

entwickelt haben. Bei jedem Film irgendwo die Schrauben andrehen und schauen, wie können wir noch einen Schritt

weitergehen – so wollten wir das auch machen.

In DER KNOCHENMANN hat der Brenner zum ersten Mal einen richtig prominenten Gegenspieler.

Wichtiger noch: Er hat einen gleich starken Gegenspieler, auf dem noch dazu ein beträchtlicher Teil der Sympathien

des Publikums ruht. Das war bis jetzt noch nie der Fall. Dieser Wirt, der Löschenkohl, der macht am Anfang etwas, wo

jeder Zuschauer sagt: „Ja, das ist richtig. Das gehört so.“ Aber dann ist er dadurch plötzlich gezwungen, immer ärgere

Dinge zu tun. Weil halt Gewalt manchmal noch mehr Gewalt nach sich zieht. So rutscht er in eine völlige Gewaltspirale

hinein. Und der Zuschauer muss sich die ganze Zeit entscheiden, wo er seine Sympathie hingibt, zum Löschenkohl

oder zum Brenner. Dazu kommt, dass der Brenner wiederum mit der Schwiegertochter des Wirtes in so eine Liebesgeschichte

hineinkommt, die ihn viel stärker berührt als alles, was bisher so an Geplänkel war in vorigen Filmen. Er

rutscht richtig ganz tief in die Liebe, aber auch in diese Familie hinein. Und in die Konfl ikte dieser Familie. Ich denke,

so starke Figuren hatten wir noch nie. Es geht nicht mehr um Institutionen wie Kirche oder Rettung oder Salzburger

Festspiele, sondern es geht nur mehr um Menschen, die völlig unlösbar ineinander verstrickt sind.

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Wenn der erste Brenner-Film eine Krimi-Komödie war und der zweite eine Thriller-Komödie, dann ist das jetzt ...

... eine Horror-Thriller-Romantik-Komödie. Das Arge ist nämlich, dass der Film durchaus Elemente hat, die in die Nähe

eines Horrorfi lms gehen. Und er hat diese Liebesgeschichte, die allerdings keine Blümchenromantik hat. Der Brenner

und die Schwiegertochter vom Wirt, die wird von der Birgit Minichmayr gespielt und die ist auf gut österreichisch

gesagt schon eher „a wülde Zechn“. Die kommen sich näher, weil sie den rauen Charme aneinander mögen. Thriller

ist es immer noch. Es ist nur so, dass der Zuschauer von Anfang an eh fast alles weiß. Und eigentlich nur dem Spiel

der Kräfte zuschaut.

Brenners wichtigste Bezugspersonen in DER KNOCHENMANN werden von Josef Bierbichler und Birgit Minichmayr

gespielt.

Das sind gigantische Schauspieler. Die mich hie und da auch ein bisschen an die Wand spielen. Aber das tut nichts

zur Sache. Ich habe die Dialoge so geschrieben und freue mich sogar, wenn ich von denen an die Wand gespielt

werde.

Sie haben die Dialoge schon mit den Schauspielern im Kopf geschrieben?

Der Film war von Anfang an auf diese beiden Schauspieler konzipiert. Wir haben die Dialoge so geschrieben, dass

wir uns gedacht haben, da müssten sie sich wieder fi nden können. Das hat funktioniert.

Wie würden Sie das Verhältnis zwischen Josef Hader und Simon Brenner beschreiben. Sind das zwei, die sich

gefunden haben?

Das Gute ist, dass man mit so einer Rolle zur Marke werden kann. Das hilft dann natürlich auch, wenn man Kabarettprogramme

spielt. Im deutschen Raum zum Beispiel sitzt immer ein Teil im Publikum, der vom Kino her kommt. Dass

mit meinem Namen etwas Bestimmtes verbunden wird, dass er zur Marke wird, das hat allerdings schon vorher mit

INDIEN begonnen. Die Brenner-Filme mit ihrer Art, den Menschen tragisch und komisch und grauslich zu zeigen,

manchmal auch was Nettes über Menschen zu sagen, stehen eigentlich in der Tradition von INDIEN. Für mich war

das ein großes Glück, dass sich das so fortgesetzt hat.

Trotzdem habe ich das Gefühl, dass Ihnen der Brenner sympathisch ist.

Sagen wir so: Ich versteh ihn recht gut. Ich kann seinen Trotz verstehen und das Beleidigt sein auf die Welt. Dass er

ein bisschen stolz ist. Dass er schnell verletzt ist. Dass er nichts aus sich herauslässt. Da sehe ich viel von mir wieder.

Auch wenn es bei mir nicht immer so schön anzuschauen ist wie bei ihm.

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„Am Land ist dort, wo keine Stadt ist.“

BIRGIT MINICHMAYR beschreibt PETER KROBATH, wohin es den Brenner in seinem dritten Kinofi lm verschlägt.

PETER KROBATH: Eigentlich tut der Brenner in DER KNOCHENMANN fast nichts. Er muss auch nicht viel tun. Was

passiert, passiert sowieso, egal ob er jetzt da wäre oder nicht. Nur bei Ihrer Figur, bei Birgit, der Schwiegertochter im

Gasthaus Löschenkohl, würde ohne den Brenner nichts weitergehen.

BIRGIT MINICHMAYR: Genau. Aber das ist so eine fragwürdige Liebesgeschichte. Das ist eine frustrierte, junge Frau,

die mit ihrem Mann nicht mehr klar kommt. Die sich ein Leben aufbauen wollte, das jetzt in Trümmer fällt. Ich fi nde es

schön, dass diese Geschichte nur so anerzählt wird. Ob das wirklich was Ernstes ist, erfährt man nicht.

Die Szenen zwischen dem Brenner und der Birgit wirken oft so, als ob sich da zwei einen Ball zuwerfen.

Das ist so geschrieben. Uns war bewusst, dass man da auch nach anderen Dingen suchen muss, damit das nicht

so aufgelegte Comedy-Szenen werden. Aber dass das ein Ball-zu-werfen ist, das man nicht sieht, das fi nde ich sehr

schön. Wenn das rüberkommt, dann ist das in Josefs und meinem Sinne.

Vielleicht ist DER KNOCHENMANN ein Liebesfi lm, der sich im Krimi versteckt. Der sich da gar nicht so richtig raustraut.

Wenn man nur einen Liebesfi lm für Birgit Minichmayr und Josef Hader wollte, dann hätte man sicher ein ganz anderes

Drehbuch gebraucht. Da sind ja viele Parallelstränge. Auch Josef Bierbichler spielt eine große Rolle und fantastisch

wie immer. Der verliebt sich auch in ein Mädchen, das er retten möchte. Dazu der Sohn, der mit dem Vater nicht klar

kommt. Da geht es nicht nur um Liebesfi lm oder Krimigeschichte. Der ganze familiäre Kosmos wird hier gezeigt.

Der Sohn, der Vater, die Schwiegertochter.

Ich fi nde, beim Anschauen von DER KNOCHENMANN kommt unweigerlich ein klaustrophobisches Gefühl auf.

Das hat auch mit der Lage des Hauses zu tun, direkt unter der Autobahn. Und damit, wie die Umgebung gezeigt wird.

Aber so ging es mir auch. Das Landleben, das da so gezeigt wird.

Da fühlt man sich sofort gefangen...

Ja, ging mir auch so.

Am Anfang sagt Simon Brenner, er fährt aufs Land. Genau dort spielt der Film: Am Land. Wo ist das? Wie kann man

das beschreiben?

Am Land ist dort, wo keine Stadt ist. Da, wo ein Dorf ist. Das ist halt auch so diese Einschicht, diese Einöde, nur ein

paar Häuser in einer Gegend. Dadurch meint man natürlich auch, dass man die Sachen verpassen würde, weil man

nicht kosmopolitisch lebt. Wie in einer Stadt, wo es eine Szene gibt, wo es Theater, Musik und Museen gibt. Es ist eine

ganz konzentrierte Form von Leben, eine ganz konzentrierte Form von Umgebung. Ich weiß das auch von mir zuhause.

Ins Theater gehen war zum Beispiel immer ein Festakt. Da hat man sich auch schön angezogen und so was. Das verbinde

ich mit Land. Konzentriert mit den Menschen zu sein, die da sind, und gar nichts anderes suchen. Daher kommt

bei den Leuten wohl auch das Gefühl, dass sie glauben, sie müssen sich verteidigen: „Nur weil ich vom Land bin, heißt

es noch nicht, dass ich deppert bin.“ Also ich krieg sehr wohl was mit von der Welt, heißt das ja eigentlich.

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Wie waren die Dreharbeiten?

Bei den Dreharbeiten habe ich mich ein wenig geekelt, weil ich so extrem viel Fleisch anfassen musste. Ich war

Vegetarierin, ganz lange, habe das aber aufgegeben. Heute esse ich schon manchmal Fleisch, aber sehr, sehr

wenig. Die ganze Zeit Hendl schlachten zu müssen, das war für mich schon eine Überwindung. Wir haben in einem

Schlachtraum gedreht, wo diese Knochenmaschine gestanden hat, da hatte es einen wahnsinnig ekligen Geruch.

Das war sehr unangenehm. Aber was macht man nicht alles ...

Josef Bierbichler eilt der Ruf voraus, ein eher Schwieriger zu sein.

Dabei ist er das gar nicht. Schauspielern eilt der Ruf des Schwierigen immer dann voraus, wenn sie fordern, dass man

ihnen ein Mitspracherecht als denkender Mensch gibt. Der ist überhaupt nicht schwierig, sondern er verteidigt seine

Sache und er verteidigt sein Gedankengut. Da bringt er sich sehr klug ein. Er ist ein sehr intelligenter Mann. Mit Josef

Bierbichler zu arbeiten, bedeutet, dass man sich mit ihm auseinandersetzen muss. Ich fi nde das absolut richtig. Man

muss als Schauspieler aufpassen, dass man nicht zum Material verkommt. Natürlich wird die Geschichte vom Drehbuchautor

und vom Regisseur entworfen, aber spürbar macht sie der Schauspieler. Josef Bierbichler weiß eben, was

gute Texte sind. Was er sich in den Mund legen lässt und was nicht. Das geschriebene Wort ist unser Arbeitsmaterial.

Und ich fi nde es wichtig, dass sich der Schauspieler dazu äußern kann.

Haben Sie das auch so gehalten?

Sicher. Das einzige Problem war, dass ich nie wusste, ob ich nun zum Wolf Haas, zum Josef Hader oder zum Wolfgang

Murnberger gehen sollte, wenn ich eine Frage hatte. Aber sonst waren die sehr offen, die Dreharbeiten waren ein

totales „work in progress“. Wolfgang Murnberger hat sich von den Schauspielern gern überraschen lassen.

Er hat einen ernst genommen in dem, was man denkt.

Im Film klingen Sie anders als jetzt im Interview. Da sprechen Sie eine ganz andere Sprache.

Ich komme aus Oberösterreich. In der Schauspielschule hatte ich immer den Alptraum, sobald ich den Mund aufmachen

und reden muss, dass ich das nicht bringe. Weil es im Theater natürlich um Bühnensprache geht.

Authentisch fühle ich mich aber in meinem Heimatdialekt. Die Frage war, wie schaffe ich es, dass ich mich in einer

gehobenen Sprache auch so authentisch fühlen kann? Am Anfang bin ich damit bei meinen Freunden sehr angeeckt.

Die wollten wissen, warum ich plötzlich so gespreizt daherrede. Aber es war wichtig, das zu behaupten, das durchzuziehen,

damit ich mich in einer anderen Sprache genauso wohl und natürlich fühle. Als ich dann nach Berlin gegangen

bin, hat es sich eingeschlichen, dass ich bei Menschen, die ich nicht gut kenne, sofort im Hochdeutschen bin. Das

ist jetzt meine offi zielle Art zu reden. Dafür habe ich mich bewusst entschieden. Außerdem war das wichtig, weil ich

auch in Deutschland arbeiten wollte. Sonst heißt es immer nur: Die kann man nicht besetzen. Die ist Österreicherin,

das hört man sofort. Ich wollte nicht zuordenbar sein.

Und so wie im Film reden Sie, wenn Sie unter Freunden sind ...

Das ist mein Dialekt. So rede ich. Natürlich mussten wir uns auch an den deutschen Markt angleichen. Also ist es

irgendwie auch ein Kunstdialekt, in dem Sinne dass man sagt, es soll verständlich sein für den deutschen Markt, und

gleichzeitig erzählst du vom Land. Ich kann nicht auf Hochdeutsch vom Land erzählen, das wäre ja völliger Irrsinn.

Das bewundere ich an Amerikanern und Engländern. Die sind unglaublich fi rm in Dialekten. In Deutschland hinkt das

noch etwas. Wobei ich darüber froh bin. Ich könnte nicht jeden deutschen Dialekt nachmachen. Bei mir verdrehen die

immer schon die Augen, wenn ich meine, ich könnte hamburgerisch reden.

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„Ein bisschen verrückt, aber nicht so aufgesetzt.“

PIA HIERZEGGER spricht mit PETER KROBATH über einen Kosmos, der vielleicht schon typisch

österreichisch ist.

PETER KROBATH: Wen spielen Sie in DER KNOCHENMANN? Was können Sie über Ihre Rolle erzählen?

PIA HIERZEGGER: Ich bin ich die Figur, die alles auslöst. Der Grund, dass der Brenner loszieht und in dieses Wirtshaus

kommt. Es ist eine Figur, die ein Geheimnis mit sich herumträgt. Aber sonst hat sie eigentlich nichts Böses getan.

Wie würden Sie die Welt des Brenner beschreiben?

Es hat so was Musikalisches. Wie eine lange Schleife, wo jemand immer wieder refl ektiert. Man bekommt nie das

Gefühl von Stillstand. Es ist eine bewegte Welt, wo einer, der sich nicht ganz zurechtfi ndet, der Brenner halt, Ordnung

zu schaffen versucht. Er will herausfi nden, was da passiert. Der Kriminalroman ist eigentlich nur der Aufhänger.

Ich glaube, der Brenner könnte ebenso auch darüber nachdenken, wieso aus einer Wasserleitung Wasser kommt –

nur das würde die Leute halt wahrscheinlich nicht so interessieren.

Ist das typisch österreichisch oder bilden wir uns das nur ein?

Ich kenne viele Deutsche, die das total lieben. Wahrscheinlich aber auch deshalb, weil es eben was Österreichisches

hat. Es gibt schon diesen schlampigen Kommissar in vielen Ländern, aber eigentlich kenne ich keine Figur, die sich mit

dem Brenner vergleichen lässt. Ich habe das Gefühl, der Brenner ist ambitionslos. Dass er das alles aufklärt, passiert

ihm mehr so nebenbei. Und das ist vielleicht schon österreichisch.

Dass ihm das Leben quasi nebenbei passiert ...

Genau. Dass man gar nicht so viel tut, weil es bequemer ist, nichts zu tun. Aber wenn wo ein Verbrechen ist, dann

schaut man halt. Aber eben relativ emotionslos. Obwohl er schon auch kraftvolle Momente kennt, der Brenner, hin

und wieder. Überhaupt dieses Gasthaus mit der Belegschaft, die dort auftritt, das sind alles spezielle Typen. Aber nicht

übertrieben. Das macht einen sehr schönen Kosmos aus. Es ist ein bisschen verrückt, aber nicht so aufgesetzt.

Hat man bei den Dreharbeiten gemerkt, dass Josef Hader die Figur des Brenner schon zum dritten Mal spielt? Kam da

Routine durch?

Nein. Das hat mich überrascht. Josef Hader arbeitet total gewissenhaft. Wir sind unsere Szenen genau durchgegangen,

haben geschaut, ob das alles auch funktioniert. Das war eine ständige Beschäftigung mit der Rolle und mit

der Situation. Josef Hader hat ja auch am Drehbuch mitgeschrieben. Ihm ging’s ums Überprüfen, ob das, was man

im Drehbuch geschrieben hat, und das, was man vor Ort macht, auch Sinn ergibt. Weil das muss ja nicht unbedingt

zusammenpassen. Das wird ständig hinterfragt. In diesem Punkt sind sowohl Josef Hader als auch Wolfgang

Murnberger sehr genau.

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„Irgendwo muss der Brenner ja herkommen.“

SIMON SCHWARZ erklärt PETER KROBATH, warum der Brenner den Berti braucht.

PETER KROBATH: Sie leben in Berlin. Wie wird die Welt des Simon Brenner in Deutschland aufgenommen?

SIMON SCHWARZ: Ich wohne gegenüber von einem kleinen Buchladen. Dort sind alle durch die Bank Fans von

Wolf Haas. Im deutschen Sprachraum wird das schon sehr angenommen, denke ich. Man sieht auch an den Kinozahlen,

dass das sehr gut funktioniert. Es ist ja nicht so, dass nur Josef Hader seine Fangemeinde hat. Mittlerweile hat

auch Wolf Haas seine Fangemeinde.

Also sind Sie in Berlin in Ihrem Buchladen berühmt, weil sie in den Brenner-Filmen mitspielen?

Eigentlich ja. Das hat mir schon was gebracht. Zumindest werde ich ausgesprochen nett behandelt in diesem Buchladen.

Als SILENTIUM in Deutschland gestartet ist, sind die wirklich in zwei Etappen geschlossen ins Kino gegangen.

In DER KNOCHENMANN haben wir einen Ermittler, der nicht der typische Ermittler ist, und einen Mörder, der nicht der

typische Mörder ist. Was tut da Ihre Figur?

Das ist diesmal ein bisschen schwierig zu erklären. Ich bin der, der den Ermittler hinschickt. Mehr nicht. Ehrlich gesagt

hat meine Figur in DER KNOCHENMANN keine zentrale Rolle. Der Berti versorgt den Brenner mit ein paar Jobs, die

der eh nicht unbedingt machen will. Aber der Berti fi ndet das interessant. Oder vielleicht tut er auch nur so. Und der

schickt ihn dann wohin, ins Wirtshaus Löschenkohl, ohne zu wissen, was da so richtig abgeht. Der Berti hat nur eine

Aufgabe im Film: Irgendwo muss der Brenner ja herkommen. Und er kommt vom Berti. Der holt ihn dann am Ende auch

wieder ab. Weil irgendwer muss den Brenner ja auch wieder abholen. Und das tut auch der Berti.

Könnte man den Berti als die geerdete Version vom Brenner bezeichnen?

Nein, ich glaube, dass der ganz anders ist.

Aber zumindest ist der Berti in allen drei Filmen dabei ...

Ich weiß auch nicht, wie er das geschafft hat. Ich meine, ich bin froh, dass es so ist, aber wie der Berti das geschafft

hat, weiß ich nicht. Im Film ist es ein Konzept, das immer ganz gut funktioniert, wenn man einer Hauptrolle eine

Nebenfi gur gibt, die unterstützend einhergeht. Wo man auch so Dialoge aufbauen kann, die vertraut wirken, irgendwie

eingespielt sind. Das ist wie mit Musikern. Wie ein Gitarrist, der perfekt zu einem Sänger passt. Der macht zwar nicht

die Arbeit. Aber der unterstützt ihn positiv. Und wenn die Stimmung passt, dann ist es sicher gut, wenn man das Zusammenspiel

weiter übernimmt. Im Film hast du das oft. Gerade bei Krimis wird dem Ermittler immer gern jemand zur

Seite gestellt, in welcher Form auch immer. Also nicht als Gegenspieler, sondern irgendwie als Vertrauensperson, wo

man sich reiben kann. Der Held braucht ja immer auch eine Figur, an der er sich abarbeiten kann. Insofern ist das ein

gutes Konzept. Mir macht das Spaß. Ich habe das schon bei KOMM, SÜSSER TOD und SILENTIUM super gefunden.

Welche Welt wird in den Brenner-Filmen beschrieben?

Also für die Deutschen ist das schon Österreich, das da beschrieben wird. Oder zumindest stellen sie sich Österreich

so vor. Zumindest in meinem Freundeskreis ist das so. Aber der besteht auch nicht aus ausgewiesenen Österreich-

Spezialisten.

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Ist Ihnen der Berti sympathisch?

Ja, der ist mir schon sympathisch. Aber mir sind immer alle Figuren sympathisch, die ich spiele. Weil ich versuche,

irgendwas zu fi nden, das sie mit mir gemeinsam haben. Und wenn ich gar nichts fi nde, versuche ich mir das zumindest

in irgendeiner Form einzureden. Mir persönlich ist es wichtig, dass ich die Figur mag, die ich spiele. Dass das Menschen

sind, die ich mag. Und wenn es Mörder sind, dann muss ich mir das halt einreden. Bis ich glaub, dass ich die

mag. Dass sie mir wirklich sympathisch sind. Irgendwas fi nde ich immer. Und bei Berti war das gar nicht schwierig.

DER KNOCHENMANN // SEITE 15


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„Man legt eine gewisse Nervosität ab.“

DANNY KRAUSZ erzählt PETER KROBATH, was ein Filmproduzent von der Arbeit mit Wolf Haas,

Josef Hader und Wolfgang Murnberger lernen kann.

PETER KROBATH: Gibt es einen Masterplan, in welcher Reihenfolge die Brenner-Romane von Wolf Haas

ins Kino kommen?

DANNY KRAUSZ: Wir haben uns bewusst keine Reihenfolge gegeben. Bei KOMM, SÜSSER TOD wollten wir eine

urbane Geschichte in Wien erzählen, in einem klar umrissenen Milieu. Bei SILENTIUM war das dann Salzburg und

seine ganze Festspiel-Geschichte, hochkulturell und katholisch angesiedelt mit entsprechend internationaler Klientel.

Nach Abschluss dieser Erfahrung haben sich die Kreativen, allen voran Josef Hader, sehr für eine Land-Geschichte

ausgesprochen. DER KNOCHENMANN hat sich angeboten, obwohl uns klar war, dass man von der Geschichte her

einiges wird erfi nden müssen, will man die Qualität weiter steigern und auch an uns selbst neue Herausforderungen

stellen. DER KNOCHENMANN-Roman bietet eine gute Grundlage, ist aber prinzipiell nicht unbedingt der verfi lmbarste

„Brenner“-Fall von Wolf Haas. Dafür ist mit Haas, Hader, Murnberger ein sehr gut harmonisierendes Team am Werk.

Wolf Haas setzt Grenzen, um die Authentizität seiner Figuren zu erhalten. Darüber hinaus ist er für viele Ideen zu begeistern

und spinnt diese auch voll mit, sodass zusätzliche Handlungsstränge kein Tabu sind. Josef Hader hat diesmal

viel gearbeitet und getüftelt, ist sogar mit einer Rohfassung zum Bierbichler gefahren.

Gibt es schon die Idee, auch ganz neue Fälle nur fürs Kino zu schreiben?

So weit sind wir noch nicht. Wir wollten zuerst schauen, was wir aus dem Repertoire der schon vorhandenen Bücher

schöpfen können. DAS EWIGE LEBEN ist jetzt ein heißer Kandidat. Der KNOCHENMANN muss die rechtfertigende

Basis dafür liefern. Ich fi nde es durchaus vorstellbar, dass man gemeinsam auch ein originäres Drehbuch schreiben

kann, das auf keinen schon davor bestehenden Romanen beruht. Wenders hat Anfang der achtziger Jahre „Hamett“

gedreht – das wär was für den „Brenner“, nein? Aber da ist ja noch Zeit hin. Wir haben es bis jetzt nur alle vier Jahre

geschafft, einen „Brenner“ zu verfi lmen. Beim KNOCHENMANN haben wir bewusst gewartet, bis das „Wunschpärchen“

Minichmayr-Hader verfügbar war. Die wesentlich Beteiligten haben einen sogenannten „Rüdigerhof-Schwur“

geleistet, dass es beim nächsten Mal nur halb so lange dauern soll!

Hat der Erfolg der ersten beiden Brenner-Filme den Job des Produzenten leichter gemacht für den dritten Teil?

Es ist wunderbar, dass man das gleiche Team wieder zusammenbringt. Den gleichen Kameramann, die Ausstatter,

Maske usw., um jetzt den dritten „Brenner“-Film zu machen. Aber leichter wird es deshalb nicht. Schließlich steigt

auch die Erwartungshaltung. Mit jedem Film muss man sich was Neues einfallen lassen, was Zusätzliches, eine

Komponente, die noch nicht da war. Diesmal erzählen wir die Geschichte in einem ganz anderen Rhythmus, eben im

ländlichen Gebiet. Wir gehen mit der Sprache anders um. Wir sind im Grunde genommen vielsprachig, durch unsere

Grenz-Situation, die wir in der Geschichte auch erzählen. Ich freue mich schon auf die Auseinandersetzung mit dem

Publikum, in Deutschland wie in Österreich, und dann schauen wir mal, was da international passiert. Übrigens, in

einem Punkt wurde der Job des Produzenten schon leichter: Wir haben gelernt, mit sehr kurzfristigen Entscheidungen

umzugehen. Das späte Liefern des Drehbuchs ist zum System geworden. Nur sind wir diesmal viel professioneller und

gelassener damit umgegangen.

Wie geht man professionell mit einem zu spät gelieferten Drehbuch um?

Man legt eine gewisse Nervosität ab. Man wird phlegmatischer. Ich habe mit Wolfgang Murnberger schon so viele

Filme gemacht, dass ich glaube zu wissen, was er braucht. Der Drehplan wird fast blind eingerichtet. Man schafft, so

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gut es geht, die gewünschten Rahmenbedingungen. Wir drehen acht Wochen mit aufwändigen Tagespensen. Das

weiß das Team auch und es bleibt trotzdem enorm anstrengend. Mitte der Drehzeit gab es am Drehort bereits einen

Medikamentenkorb mit Grippemittel, auffallend viele Ausfälle, wie noch nie. Haarig war’s vorweg nur beim Josef

Bierbichler, der wollte sich erst entscheiden, wenn das Drehbuch vorliegt. Da ist man dann als Produzent kurz am Verzweifeln,

zeigt es aber keinem, wird wahnsinnig, geht im Kreis und weiß nicht, wie damit umgehen – sucht Ablenkung

bei der eigenen Familie.

Josef Bierbichler und Birgit Minichmayr sind die neuen großen Namen im Brenner-Universum. Wie kam es dazu?

Josef Hader und Wolfgang Murnberger haben sich die Birgit gewünscht. Ich konnte das nur voll unterstützen. Sie ist

eine klasse Schauspielerin der jüngeren Generation, die irre vielseitig ist und sehr konzentriert an der Figur arbeitet.

Josef Bierbichler ist ein bayrisches Urviech, der jede Konvention vermeidet. Aber genau das ist auch das Spannende

an ihm. Er trägt ein ganzes Universum im Gesicht. Bei ihm ist immer die Chance da, seinen Figuren etwas zu verleihen,

was sie im Drehbuch vielleicht noch gar nicht hatten – das macht Freude!

Der erste Brenner-Film wurde als Krimi-Komödie beschrieben. Der zweite als Thriller-Komödie. Wo sind wir jetzt?

Jetzt haben wir eine im „Romantic Thriller Comedy“ mit einem Schuss Horror, einen „Austrofargo“ vielleicht.

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Biographie Wolfgang MURNBERGER (Drehbuch, Regie)

Wolfgang Murnberger wurde am 13. November 1960 in Wr. Neustadt geboren. Er studierte

Regie, Drehbuch und Schnitt an der Wiener Filmakademie und arbeitet seit 1991 als freier

Autor und Regisseur.

Erste Aufmerksamkeit erregte Murnberger mit seinem Abschlussfi lm HIMMEL UND HÖLLE,

der 1991 in den österreichischen Kinos zu sehen war und österreichische, aber auch

internationale Auszeichnungen erhielt, so unter anderem 1990 den Preis der Österreichischen

Filmtage, 1991 YOUNG CINEMA BRONZE in Tokio und den ersten Preis der „Films

of European Filmschools“ in Florenz, weiters den Preis des Saarländischen Ministerpräsidenten

beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis, den Preis der Internationalen Filmpresse

Rotterdam sowie die Jungfi lmerauszeichnung des vormaligen Bundesministeriums für

Unterricht und Kunst.

Sein Kinofi lm KOMM, SÜSSER TOD nach einer Wolf-Haas-Vorlage feierte große Erfolge: Mit mehr als 225.000 Kinobesuchern

wurde der Krimi mit Josef Hader in der Hauptrolle zur erfolgreichsten Kinoproduktion des Jahres 2001.

SILENTIUM war mit über 200.000 Zuschauern der österreichische Film des Jahres 2004. Der Film wurde nach Deutschland,

in die Schweiz, nach Frankreich, Spanien, Griechenland, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Australien verkauft,

zu zahlreichen Festivals eingeladen (z.B. Berlinale, Tokyo, Brüssel, Pilsen, Cognac, ...) gewann den Grand Prix du Long

Métrage in Cognac.

Filmografi e und Auszeichnungen:

2008 DER KNOCHENMANN

2006 LAPISLAZULI – IM AUGE DES BÄREN

2005 BRÜDER III – AUF DEM JAKOBSWEG

„Goldene Romy“ 2007 für den besten Fernsehfi lm des Jahres

2004 SILENTIUM

Siegerbeitrag beim „Festival du Film policier de Cognac“ 2006

Publikumspreis der Berlinale 2005, Platz 2.

2003 BRÜDER II

2002 TAXI FÜR EINE LEICHE

„Romy” 2003

2001 HAINBURG

2001 WIR BLEIBEN ZUSAMMEN

2000 KOMM, SÜSSER TOD

„Goldene Romy“ für meistbesuchten Kinofi lm 2000

1998 QUINTETT KOMPLETT

Nominiert für den „Adolf-Grimme-Preis“

1995 AUF TEUFEL KOMM RAUS

„Erich-Neuberg-Preis“ 1996

„Goldene Romy“ für besten österreichischen Fernsehfi lm 1996

1994 ATTWENGERFILM

1994 ICH GELOBE

„Wiener Filmpreis“ 1994

Österreichs Kandidat für einen Oscar® als „Bester fremdsprachiger Film“ 1995

1990 HIMMEL ODER HÖLLE

Preis der Österreichischen Filmtage 1990

„Young Cinema Bronze“ in Tokio 1991

1. Preis der „Films of European Filmschools“ in Florenz 1991

Preis des Saarländischen Ministerpräsidenten beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis 1991

Preis der Internationalen Filmpresse Rotterdam

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Biographie Josef HADER (Brenner, Drehbuch)

Josef Hader wurde 1962 in Waldhausen (OÖ) geboren.

Seine erste Hauptrolle spielt er 1992 im Fernsehfi lm CAPPUCCINO MELANGE, im darauf

folgenden Jahr wird das Stück INDIEN zusammen mit Alfred Dorfer in der Regie von

Paul Harather verfi lmt.

1994 feiert er Premiere mit seinem Kabarettprogramm PRIVAT und tourt damit durch

Österreich, Deutschland und die Schweiz bis 1999.

Im Jahr 2000 wirkt er als Hauptdarsteller in zwei Filmprojekten mit: DER ÜBERFALL

(Regie: Florian Flicker), KOMM, SÜSSER TOD (nach einem Roman von Wolf Haas,

Regie: Wolfgang Murnberger)

Von 2001 bis 2004 ist Josef Hader auf Österreich-Tournee mit seinem Programm

HADER SPIELT HADER.

Währenddessen spielt er 2002 die Hauptrolle im Roadmovie BLUE MOON (Regie: Andrea Dusl).

2003 wird der Kinofi lm SILENTIUM (nach einem Roman von Wolf Haas) unter der Regie von Wolfgang Murnberger

gedreht.

Ende 2004 stellt Josef Hader sein aktuelles Kabarettprogramm HADER MUSS WEG vor. Er ist damit in Österreich und

Deutschland zu sehen.

2005 spielt Josef Hader im Rahmen der ORF-Reihe „8x45“ die Hauptrolle im Fernsehfi lm HEAVEN,

(Regie: David Schalko)

Bei den Salzburger Festspielen 2006 präsentiert er sein erstes Theaterstück HUSTEN.

2007 wird Josef Hader mit JAGDHUNDE (Regie: Ann-Kristin Reyels) zur Berlinale eingeladen.

2007 übernimmt Hader die Rolle eines Vergewaltigers und Mörders im neuen TV-Drama EIN HALBES LEBEN von

Nikolaus Leytner. Die ORF-ZDF-Koproduktion kommt 2008 ins Fernsehen.

Im Frühjahr 2009 kommt nach KOMM, SÜSSER TOD und SILENTIUM die dritte Verfi lmung eines Wolf Haas-Krimis ins

Kino: DER KNOCHENMANN.

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Biographie Wolf HAAS (Drehbuch)

1960 in Maria Alm am Steinernen Meer geboren. Studierte Sprachwissenschaft, war

Universitätslektor in Swansea, Wales. Bekannt wurde er zunächst als Werbe- und

Radiotexter, dann als Autor von Kriminalromanen, von denen drei den Deutschen

Krimipreis gewannen.

Bücher:

Brenner-Krimis (+Handlungsorte):

2006 DAS WETTER VOR 15 JAHREN, Roman, Hoffmann und Campe, Hamburg

2003 DAS EWIGE LEBEN (Graz), Piper

2003 WIE DIE TIERE (Wien), Rowohlt

1999 SILENTIUM! (Salzburg), Rowohlt

1998 KOMM, SÜSSER TOD (Wien), Rowohlt

1997 DER KNOCHENMANN (Steiermark), Rowohlt

1996 AUFERSTEHUNG DER TOTEN (Zell), Rowohlt

1998 AUSGEBREMST – DER ROMAN ZUR FORMEL 1, Rowohlt

weiters:

1993 DIE LIEBE IN DEN ZEITEN DES COLA-RAUSCHS, Verlag Tauschzentrale, Wien

1990 SPRACHTHEORETISCHE GRUNDLAGEN DER KONKRETEN POESIE. Akademischer Verlag Heinz, Stuttgart

Auszeichnungen:

2006 Wilhelm-Raabe-Literaturpreis der Stadt Braunschweig für DAS WETTER VOR 15 JAHREN

2004 Literaturpreis der Stadt Wien

2000 Hörspiel des Jahres in Österreich: DER KNOCHENMANN

2000 Deutscher Krimi Preis für SILENTIUM

2000 Burgdorfer Krimipreis

1999 ORF-Hörspielpreis: AUFERSTEHUNG DER TOTEN

1999 Deutscher Krimi Preis für KOMM, SÜSSER TOD

DER KNOCHENMANN // SEITE 21


Biographie Josef BIERBICHLER (Löschenkohl)

DER KNOCHENMANN // SEITE 22

Josef Bierbichler wurde 1948 auf einem Bauernhof in Amberg am Starnberger See

geboren. Schon während der Schulzeit auf einem Klosterinternat kam er mit dem Theater

in Berührung und spielte anschließend auf einer Bauernbühne. Der Gedanke, den Beruf

professionell auszuüben, kam aber relativ spät. Bierbichler ging mit ca. 23 Jahren an die

Otto Falckenberg Schule.

Mitte der siebziger Jahre lernte Josef Bierbichler den Dramatiker und Regisseur Herbert

Achternbusch kennen. Beide verband eine intensive Zusammenarbeit, die mit den Filmen

ATLANTIKSCHWIMMER (1975), BIERKAMPF (1977) und SERVUS BAYERN (1977) begann

und in zahlreichen Filmen fortgesetzt wurde. Des Weiteren arbeitete Bierbichler mit Regisseuren

wie Werner Herzog, Michael Haneke, Jan Schütte und Tom Tykwer zusammen.

Bierbichler spielte an Kellerbühnen, wie an großen Häusern und feierte Erfolge im Film und den wichtigsten Bühnen

des deutschsprachigen Theaters. Von der Jury des Fachblattes „Theater heute“ wurde Josef Bierbichler mehrfach

zum Schauspieler des Jahres ernannt und u.a. mit dem „Gertrude-Eysoldt-Ring“ ausgezeichnet. Für HIERANKL (2003),

seine erste Zusammenarbeit mit Regisseur Hans Steinbichler, wurde Bierbichler als bester Hauptdarsteller für den

Deutschen Filmpreis nominiert und mit dem Adolf-Grimme-Preis mit Gold ausgezeichnet.

Filmografi e (Auswahl):

2008 DER KNOCHENMANN (Wolfgang Murnberger)

2006 WINTERREISE (Hans Steinbichler)

2003 HIERANKL (Hans Steinbichler)

2000 ABSCHIED – BRECHTS LETZTER SOMMER (Jan Schütte)

CODE: UNBEKANNT (Michael Haneke)

1997 WINTERSCHLÄFER (Tom Tykwer)

PICASSO IN MÜNCHEN (Herbert Achternbusch)

1993 DIE TÖDLICHE MARIA (Tom Tykwer)

1988 WOHIN? (Herbert Achternbusch)

1983 MITTEN INS HERZ (Doris Dörrie)

1982 DAS GESPENST (Herbert Achternbusch)

1980 DER NEGER ERWIN (Herbert Achternbusch)

1979 DER KOMANTSCHE (Herbert Achternbusch)

1979 WOYZECK (Werner Herzog)

1977 BIERKAMPF (Herbert Achternbusch)

SERVUS BAYERN (Herbert Achternbusch)

1976 HERZ AUS GLAS (Werner Herzog)

1975 ATLANTIKSCHWIMMER (Herbert Achternbusch)


Biographie Birgit MINICHMAYR (Birgit)

Birgit Minichmayr ist Absolventin des Wiener Max-Reinhardt-Seminars. 1999 debütierte

sie am Burgtheater Wien als Dirne in Arthur Schnitzlers DER REIGEN. Inzwischen ist sie

Mitglied des Ensembles des Burgtheaters. Auf der Leinwand war sie u.a. zu sehen in

SPIELE LEBEN (2005) und in der preisgekrönten Bernd-Eichinger-Produktion

DER UNTERGANG (2004) unter der Regie von Oliver Hirschbiegel. Im Fernsehen spielte sie

u.a. im ORF-Tatort BÖSES BLUT (2000, Regie: Peter Sämann) sowie im TV-Movie

DANIEL KÄFER UND DIE VILLEN DER FRAU HÜRSCH (2004, Regie: Julian Roman Pölsler).

Birgit Minichmayr wurde mit dem Nestroy Theaterpreis 2000 für den Besten Nachwuchs

in DER FÄRBER UND SEIN ZWILLINGSBRUDER am Burgtheater ausgezeichnet.

2003 erhielt sie den Ulrich-Wildgruber-Preis zur Förderung junger Schauspieler. 2004

wurde sie erneut mit dem Nestroy-Preis, jetzt als Beste Hauptdarstellerin, für die Rolle der

Medea in Grillparzers DAS GOLDENE VLIES am Burgtheater ausgezeichnet.

Aktuell ist Birgit Minichmayr als Lady Macbeth im Wiener Akademietheater zu sehen.

Filmografi e (Auswahl):

2008 DER KNOCHENMANN (Wolfgang Murnberger)

2007 KIRSCHBLÜTEN – HANAMI (Doris Dörrie)

2006 DAS PARFUM – DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS (Tom Tykwer)

FALLEN (Barbara Albert)

2005 SPIELE LEBEN (Antonin Svoboda)

2004 DER UNTERGANG (Oliver Hirschbiegel)

HOTEL (Jessica Hausner)

2003 LIEGEN LERNEN (Hendrik Handloegten)

2001 TAKING SIDES – Der Fall Furtwängler (István Szábo)

2000 ABSCHIED – BRECHTS LETZTER SOMMER (Jan Schütte)

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DOR FILMOGRAPHIE

Milan Dor und Danny Krausz haben 1988 die DOR FILM gegründet.

Seit 1995 haben Danny Krausz und Dr. Kurt Stocker gemeinsam die Geschäftsführung inne. Milan Dor ist weiterhin

kreativer Partner und Gesellschafter der Firma. Die Produktion umfasst Kino, Dokumentar- sowie TV-Filme und Serien.

20 Festangestellte und zwei Tochterunternehmen, die DOR FILM-WEST in München und ZAP das Zentrum für audiovisuelle

Postproduktion in Wien, sorgen für internationale Ausrichtung und technische Endfertigungskapazitäten.

Im Jahr 2008 feierte das Unternehmen sein 20jähriges Bestehen.

Einige Preise / Nominierungen:

Grand Prix Festival Cognac für SILENTIUM (2006)

Nomination for Foreign Language Film Award ŽELARY (2004)

Academy Award for Original Score THE RED VIOLIN (2000)

Tiger Award for THE INHERITORS (Rotterdam 1998)

Super Golden Ticket for HINTERHOLZ 8 (more than 600.000 admissions in Austria)

Producer Awards: Saarbrücken ‘96, Romy ’99, Diagonale ‘02

„Filme sollte man nur produzieren, wenn man das Publikum auch ernst nimmt.

2,5 Millionen Besucher haben in Österreich bislang unsere Filme im Kino gesehen.

Das spricht für uns und vor allem für die Kreativen, die mit uns zusammenarbeiten.“ Danny Krausz

Weiteres und Filmographie seit 1988 unter: www.dor-fi lm.com

A-1170 Wien, Bergsteiggasse 36

T.: +43-1-42 710 11, F: +43-1-42 710 50

offi ce@dor-fi lm.at, www.dor-fi lm.com

ATU 15058005, FN 110560p, HG Wien

DER KNOCHENMANN // SEITE 24


BACKHENDL für 4 Portionen

Zutaten:

• 2 Stück Hühner (jung, je ca. 1 1/2kg, küchenfertig)

• Salz

• Mehl

• 3 Stück Eier

• Semmelbrösel

• Öl zum Herausbacken

• 1 Hand voll Petersilienblätter

• 2 Stück Zitronen

Zubereitung:

Huhn am besten vom Gefl ügelhändler in vier Teile hacken lassen, Rückgrat und Hals müssen entfernt werden.

Die Innenseite der Keulen bis zum Knochen einschneiden (so garen sie besser durch). Hühnerteile kräftig salzen,

in Mehl wenden, in verquirlten Eiern und zuletzt in Semmelbröseln panieren. Reichlich Öl in einer Pfanne heiß

werden lassen und die Hühnerteile sofort schwimmend goldgelb backen. Aus dem Öl heben, auf Küchenkrepp

abtropfen lassen. Zum Schluss frische Petersilie ebenfalls ins heiße Öl geben und knusprig backen, auf Küchenkrepp

abtropfen lassen und mit den Hühnerteilen und Zitronenvierteln anrichten. Dazu wird traditionell Erdäpfelsalat serviert.

Tipp:

Man kann das Backhuhn auch auslösen und wie Schnitzel backen.

Empfohlene Beilagen:

• Kartoffeln/Pommes

• Salat

Empfehlung zu diesem Rezept:

Weißwein – klassisch & trocken

Quelle: http://www.ichkoche.at/Backhendl/rezepte/rezepte_von_a_bis_z/index/html/15585

Foto: http://www.marions-kochbuch.de/rezept/0639.jpg

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Wolf Haas

Der Knochenmann

Roman

Der Löschenkohl, eine Grillstation mit dem Flair einer Möbelhalle, ist in der ganzen Steiermark berühmt für seine

Massenausspeisungen. Die Gäste lassen sich ihren Heißhunger auf die gigantischen Hendlteile nicht einmal von

den Menschengebeinen verderben, die man in den Abfallbergen aus Hühnerknochen entdeckt. Ein klarer Fall für

„Aktenzeichen XY“ – und für den unnachgiebigen Privatdetektiv Brenner. Bevor der in Ruhe mit dem steirischen

Hendl-König herumschnüffeln kann, fl ießt jedoch schon das Blut des nächsten Toten – bei den Knochentretern

des FC Klöch ...

Wolf Haas, geboren 1960 in Maria Alm am Steinernen Meer, war nach seinem Linguistik-Studium zwei Jahre

Uni-Lektor in Swansea (Südwales), anschließend arbeitete er als Werbetexter in Wien.

Mehrere seiner Romane wurden mit dem Deutschen Krimi-Preis ausgezeichnet. Haas lebt als freier Autor in Wien.

Wolf Haas, geboren 1960 in Maria Alm am Steinernen Meer, war nach seinem Linguistik-Studium zwei Jahre

Uni-Lektor in Swansea (Südwales), anschließend arbeitete er als Werbetexter in Wien. Mehrere seiner Romane

wurden mit dem Deutschen Krimi-Preis ausgezeichnet. Haas lebt als freier Autor in Wien.

„Die Simon-Brenner-Bücher gehören zu den besten und komischsten deutschsprachigen Kriminalromanen

der letzten Jahre.“ Focus

Nach „Komm, süßer Tod“ und „Silentium“ wird nun auch «Der Knochenmann» von Wolfgang Murnberger verfi lmt,

natürlich mit Josef Hader als Brenner.

Kinostart: 6. März 2009.

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Wolf Haas

Der Knochenmann

Roman

Das Buch zum Film

160 Seiten plus 16 Seiten Tafelteil (4-farbig)

€ 8,20 (AT)

Rororo 978-3-499-25237-2


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„Die Liebe ist immer gefährlich, manchmal sogar lebensgefährlich.

Wäre nicht so viel Liebe im Spiel, gäbe es nicht so viele Tote.“

Wolfgang Murnberger

Kinostart: 6. März 2009

Pressebetreuung: Marketing/Kooperationen: Produktion:

Susanne Auzinger Michaela Englert Dor Film Produktion

T. 01 / 523 43 62-23 T. 01 / 523 43 62-22 T. 01 / 42 710 11 / F. 01 / 42 710 50

s.auzinger@fi lmladen.at m.englert@fi lmladen.at offi ce@dor-fi lm.at

www.lunafi lm.at/presse

www.knochenmann-derfi lm.at

www.dor-fi lm.com

Fotos: Petro Domenigg

Grafi k: Christine Horn | Thomas Esterer

www.derknochenmann.at

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