Rahmengartenordnung (neu) - Kreisverband der Gartenfreunde e.V.

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Rahmengartenordnung (neu) - Kreisverband der Gartenfreunde e.V.

6.2 Durch den Verpächter oder den Verein festgelegte Ordnungen zur Benutzung und Pflege der Wege,Grünflächen und Außenanlagen sowie zum Schließen der Tore und Türen der Anlage sind einzuhalten.Das Schaffen separater Zutrittsmöglichkeiten im Außenzaun der Anlage ist verboten.6.3 Die Kleingärtner, ihre Besucher und Gäste sind verpflichtet, auf Ruhe, Ordnung und Sicherheit zuachten. Belästigung der Nachbarn durch zu lautes Abspielen von Phonogeräten, Musikinstrumentensowie lautstarkes Schreien sind zu vermeiden. Arbeitsgeräte, die Lärm erzeugen sind während derRuhezeiten nicht zu benutzen. Ruhezeiten nach der Ortsatzung sind einzuhalten. Sofern keine anderenRegelungen getroffen wurden, gelten folgende Ruhezeiten.- täglich zwischen 12.00 und 15.00 Uhr- zwischen 22.00 und 08.00 Uhr (Nachtruhe)- an Sonn- und Feiertagen ganztätig.7. Verstöße7.1. Verstöße gegen die Rahmengartenordnung, die nach schriftlicher Aufforderung und Fristsetzungdurch den Vereinsvorstand oder den Verpächter nicht beseitigt sind, führen wegen Verletzung derVertragsbedingungen zur Kündigung des Pachtvertrages.7.2 Kündigungen erfolgen auf der Grundlage des Bundeskleingartengesetztes und haben den §§ 8 oder9 zu entsprechen. Abmahnungen können vom Vorstand des jeweiligen Vereins schriftlich erteilt werden.7.3 Der Kreisverband gewährt seinen Mitgliedsvereinen Rechtsschutz.Bedingung ist die Einhaltung des Bundeskleingartengesetzes und dieser Rahmengartenordnung.8. Hausrecht8.1 Der Verpächter bzw. dessen Bevollmächtigte sind berechtigt, die Kleingärten und die Gartenlaube imBeisein des Pächters zu besichtigen (Unterpachtvertrag § 6.2). Dabei ist die Einhaltung derkleingärtnerischen Nutzung und der Rahmengartenordnung zu prüfen.8.2 Der Verpächter und der Vereinsvorstand sind berechtigt, Familienangehörige des Kleingärtners undBesucher, die trotz Ermahnung gegen die Rahmengartenordnung oder die guten Sitten verstoßen, dasBetreten der Kleingartenanlage zeitbegrenzt zu untersagen.9. SchlussbestimmungDiese Rahmengartenordnung wurde von der Delegiertenkonferenz des Kreisverbandes am 14.02.2013beschlossen. Diese Rahmengartenordnung tritt anstelle der vorher gültigen Gartenordnung vom01.03.1997 in Kraft.Seite 4 von 7


Kündigung des Pachtvertrages durch den PächterDa die Kündigung des Pachtvertrages durch den Pächter im Bundeskleingartengesetz nicht vorgesehenist, gilt für diesen Fall das Bürgerliche Gesetzbuch.In § 594 a (2) ist der Zeitpunkt der Kündigung geregelt.Wird der Pachtvertrag durch den Pächter (Kleingärtner) gekündigt, so sind folgende Voraussetzungenzu schaffen:1. Der Pächter hat bei Kündigung des Pachtvertrages das Recht der Wegnahme seinespersönlichen Eigentums.Dieses hat spätestens 6 Monate nach wirksam werden der Kündigung zu erfolgen(BGB § 591b).2. Der Pächter kann sein persönliches Eigentum an Baulichkeiten und Aufwuchs an denFolgepächter veräußern.Zu 1. Der Pächter eines Kleingartens ist verpflichtet, dem Vorstand seines Kleingartenvereinsmitzuteilen, ob und in welchem Umfang er sein persönliches Eigentum von der Pachtsache(Kleingarten) entfernt.Hat der abgebende Pächter nicht die Absicht, sein persönliches Eigentum auf der Pachtsache an denFolgepächter zu veräußern, so kann der Verein die vollständige oder teilweise Wegnahme fordern.Zu 2. Grundlage einer Veräußerung von Baulichkeiten und Aufwuchs auf der Kleingartenparzelle isteine Bewertung durch zwei durch den Kreisverband berufene Bewerter. Der abgebende Pächter istverpflichtet, dem Vorstand seines Kleingartenvereins die Verkaufsabsicht mitzuteilen und die Bewertungzu veranlassen. Die Bewertung stellt für den abgebenden Pächter eine Dienstleistung dar und ist durchihn zu bezahlen. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage der durch den Landesverband Brandenburgin Kraft gesetzten Richtlinie.Seite 5 von 7


Gartenordnung Anhang 01Übersicht der Pflanz- und GrenzabständePflanzenart Reihenentfernung / m Abstand in der Reihe /m Mindestabstand v.d.Grenze /mKernobstApfel B, h 3,5 – 4,0 2,5 – 3,0 2,0Birne B, h 3,0 – 4,0 3,0 – 4,0 2,0Quitte B, h 4,0 4,0 – 5,0 2,0SteinobstSauerkirsche B, h 4,0 4,0 – 5,0 2,0Pflaume B, h 3,5 – 4,0 3,5 – 4,0 2,0Pfirsich / Aprikose B, h 3,5 – 4,0 3,0 2,0Süßkirsche B, h 4,0 – 5,0 2,0Obstgehölze in Heckenform, schlanke Spindeln und andere kleinkronige Bäume 2,0BeerenobstSchwarze Johannisbeere B, St2,5 1,5 – 2,5 1,25JochelbeereB, StJohannisbeere rot, weiss B, St 2,0 1,0 – 1,25 1,0Stachelbeere B, St 2,0 1,0 – 1,25 1,0Himbeere 1,5 0,4 – 0,5 1,0Brombeere 2,0 1,0 1,0Ziergehölze und Hecken mind. 1,0Die Höhe der Hecken darf 1,30 m nicht überschreiten. Ziergehölze dürfen nicht höher als 2,50 m sein.(B = Busch, h = Halbstamm, St.= Stämmchen)Seite 6 von 7


Gartenordnung Anhang 02Auswahl von Wirtspflanzen für Pflanzenkrankheiten an Obstgehölzen, die nicht im Kleingarten gepflanztwerden dürfen.PflanzennameWirtspflanze für KrankheitFelsenmispel Cotoneaster FeuerbrandWeißdorn Crataegus monogyna FeuerbrandRotdorn Crataegus laevigata FeuerbrandFeuerdorn Pyrcantha coccinea FeuerbrandSchlehe Prunus spinosa RingflächenkrankheitHaferschlehe Prunus insititia Scharkakrankheit5-Nadel Kiefer Weymouthskiefer JohannisbeerblasenkrankheitSadebaumJuniperus sabinaJuniperus chinensisBirnengitterrostSeite 7 von 7

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