DEUTSCHE BAUZEITUNG

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gestellt und die Arbeit dann nach den Sondergebietenauf die einzelnen Gruppen verteilt, um dann zum Schlußauf dem W eg über die große Tagung des Ausschussesder Allgemeinheit übergeben zu werden.Zehn Jahre hat bisher der „Deutsche Ausschuß für w irtschaftlichesBauen" in der vorstehend skizzierten Weiseerfolgreich gearbeitet. Zehn Jahre lang w ar es möglich,unter ständiger Vergrößerung des Kreises ohne irgendwelchewesentliche Beihilfen Forschungsarbeit zu treibenund neue Anregungen zu geben und das Interesse andieser durch seine Tagungen und Veröffentlichungen inbreiteste Kreise hinauszutragen. Es liegt ein Stück deutscherIdealismus und vielleicht auch ein Stück wissenschaftlicherFanatismus in dieser ganzen Arbeit, die heutedoppelt wertvoll erscheint, weil unter dem Druck unsererZeit in breiten Kreisen der Aufbauwille ebensosehr imRückgang ist wie die Neigung, nur aus der Freude ander Arbeit und aus dem Streben, der Allgemeinheit zunützen, zu arbeiten.Die Arbeit des Deutschen Ausschusses kann daher auchheute nicht entbehrt werden und wir wünschen ihmweiterhin Erfolg auf dem eingeschlagenen Wege unterder zielbewußten Leitung seines Präsidenten, dem erseine erfolgreiche Organisation und Arbeitsweise verdankt.Möge die Tagung in Hannover, auf der brennendeTagesfragen behandelt werden, diese weiterenArbeiten glücklich einleiten. Fr. E.ZUSAMMENSCHLUSSDER FORSCHENDEN STELLEN IM BAUWESENMinisterialrat Professor Dr. Friedrich Schmidt, BerlinKein Volk geht mit solcher Gründlichkeit an die planmäßigeErforschung irgendwelcher Probleme heran, wiedas deutsche. Sobald, insbesondere in der Technik, eineneue Frage von wissenschaftlicher oder wirtschaftlicherBedeutung auftaucht, finden sich Persönlichkeiten undOrganisationen, die sie zu klären und zu lösen versuchen.Dies gilt in besonderem Maße für das Bauwesen, vorallem für den Wohnungsbau, dessen durch die Kriegsfolgengehobene wirtschaftliche und politische Bedeutungder Bauforschung einen mächtigen Antrieb gab. Eineständig wachsende Zahl von Organisationen bearbeitetdie einzelnen Gebiete des Bauwesens (Bauplanung, Bauweisen,Baustoffe, Baubetrieb und Bauwirtschaft) und versuchtdie vorhandenen Teilfragen im einzelnen und inihrer gegenseitigen Abhängigkeit zu klären, mit dem Endziel,eine Verbesserung der Bauwirtschaft herbeizuführen.Der Versuch der „Reichsforschungsgesellschaft für W irtschaftlichkeitim Bau- und Wohnungswesen", alle dieseTeilgebiete in gemeinsamer Bauforschung einheitlich zusammenzufassen,hatte nicht den erhofften Erfolg, nichtzum mindesten infolge der ungeheuren Vielseitigkeit undZersplitterung der Bauwirtschaft. So besteht auch heutenoch die Gefahr, daß die zahlreichen Einzelorganisationen,zwischen denen der für die Bauforschung unbedingtnotwendige Zusammenhang fehlt, unorganischnebeneinander arbeiten und unwirtschaftliche Doppelarbeitgeleistet wird.Diese Mißstände, die den Erfolg der Bauforschungenhemmen und in Frage stellen, machen es mehr denn jeerforderlich, Klarheit darüber zu schaffen, welche O rganisationensich überhaupt mit Bauforschungsfragen beschäftigenund welche Teilgebiete sie sich als Arbeitsgebietgewählt haben. Im Rahmen ihres Arbeitsplanes, der keine*) Die „Stiftung zur Förderung von Bauforschungen"(Vorstand: Min.-Rat Prof. Dr. Schmidt und Ob.-Reg.-Rat Werner M eier; Referent: Reg.-Baumstr. a. D. Kammler) wurdedurch Erlaß des Reichsarbeitsministers vom 14. M ärz 1931 und G e ­nehmigung des preußischen Staatsministers vom 31. M ärz 1931 errichtet.Sie hat die Aufgabe, wissenschaftliche Forschungen undArbeiten zu fördern, die geeignet sind, den Bau und die Einrichtungvon Wohnungen nebst Zubehör zu verbessern oder zu verbilligenoder die Benutzung vorhandener Wohnungen in gesundheitlicher,sittlicher oder wirtschaftlicher Beziehung günstiger zu gestalten. D i eStiftung hat demnach nur Forschungsarbeitenonderer Stellen und Personen zu fördern, nichtoberselbst zu forschen.eigenen Forschungen vorsieht, sondern die Forschung nursystematisch durch Zurverfügungstellung von Mitteln zufördern vorsieht, hat sich deshalb die „Stiftung zur Förderungvon Bauforschungen"*) der Aufgabe unterzogen, alleStellen, die sich teils fördernd, teils unmittelbar forschendmit Fragen des Bauwesens befassen, zusammenzustellen,ihre hauptsächlichen Forschungsgebiete zu ermitteln unddiese miteinander zu vergleichen. Daß sich alle ihr bekanntenStellen für diese Zusammenfassung bereitwilligzur Verfügung gestellt haben und manche, an die anfangsnicht gedacht war, von sich aus um Einbeziehung gebetenhaben, beweist die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeitdieser Maßnahme. Zweck der nachfolgenden Zusammenstellungsoll zunächst der sein, alle Organisationen, diesich mit gleichen oder verwandten Forschungsaufgabenbefassen, hierüber gegenseitig zu unterrichten und denInteressenten, die sich über die Bearbeitung und Lösungbestimmter Baufragen unterrichten wollen, zu zeigen, anwelche Organisation sie sich wenden können. Darüberhinaus müßte aber der Versuch gemacht werden, sichgegenseitig durch Zusammenkünfte über die bisherigenErgebnisse der Arbeiten zu unterrichten, zur Vermeidungvon Doppelarbeit die Programme für weitere Arbeitenaufeinander abzustimmen und die Durchführung der Forschungendurch gegenseitige Hilfe zu erleichtern. Solltees sich hierdurch ermöglichen lassen, neu auftauchendewichtige Bauprobleme von vornherein nach einem einheitlichenArbeitsplan in Angriff zu nehmen und ihre Teilfragenden besonders hierfür geeigneten Organisationenzuzuweisen, so würde das im Interesse einer großzügigen,erfolgreichen Forschung mit gemeinsamem Endzielnur zu begrüßen sein.Die Zusammenstellung weist 29 Organisationen auf.Natürlich war es nur möglich, deren Forschungsgebieteallgemein zu kennzeichnen. Erfreulicherweise hat sichbereits eine große Anzahl der hier aufgeführtenForschungsstellen zu einer „Arbeitsgemeinschaftfür wirtschaftliches Bauen" zusammengeschlossen,die unter Führung des „Deutschen Ausschussesfür wirtschaftliches Bauen" eine engere Zusammenarbeitim Rahmen der Gesamtforschung sichernwill. Je mehr eine solche Gemeinschaftsarbeit gelingt,um so größer wird der wissenschaftliche W ert undpraktische Erfolg der Bauforschung sein.839


Fö rd ern d e und fo rsch ende S tellen für den W o h n u n g sb auB = B a u b e tr ie b . H = H e iz u n g . I = In s ta lla tio n . LP = L a n d p la n u n g . P = B a u p la n u n g . S _ B a u sto ffe . SP _ S ta d tp la n u n g . T - Baute ile . V ~ V e rb re itu n g d e r E rg e b n is s e . W — B a u w e is e n . W i = B a u w irts c h a ft.1. Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Wohnungswesen ander Technischen Hochschule Berlin, z. H. von Prof. Dr.Schmidt, Berlin N W 40, Scharnhorststr. 35 (Vereinigungvon Mitgliedern der Architekturabteilung): P, S, W , V.2. Arbeitsgemeinschaft für Brennstoffersparnis E. V.,Berlin W 8, Leipziger Str. 3: S, W, T, I, H, Wärmewirtschaftdes Hausbrandes und Kleingewerbes.3. Arbeitsgemeinschaft für landwirtschaftliches Bauwesen,Berlin SW 11, Hafenplatz 4 (Vereinigung von Sachverständigenauf den Gebieten des landwirtschaftlichen BauundSiedlungswesens): P, S, W, B, Siedlungsbau und Bauhaltung.4. Arbeitsgemeinschaft Dr.-Ing. Siedler und Dr.-Ing. Hotz,Berlin-Haselhorst, Gartenfelder Str. 122 h: B, H, J, P, S,T, W, V, Bau- und Arbeitsuntersuchungen.5. Bund Deutscher Architekten, Berlin W 35, SchönebergerUfer 34 (Vereinigung selbständiger Architekten): P, S,W , B.6. Deutscher Ausschuß für wirtschaftliches Bauen E. V.,Leipzig C 1, Tröndlinring 9: P, S, W, T, B, Wi.7. Deutsche Gesellschaft für Bauwesen E.V., Berlin N W 7,Dorotheenstr. 40: SP, LP, S, W , B.8. Deutsches Handwerksinstitut, Abteilung technische Betriebswirtschaft,Hannover O, Leisewitzstr. 1 D (Stiftung desbürgerlichen Rechts): B, technisch-wirtschaftliche und kulturelleFragen des Baugewerbes.9. Deutscher Normenausschuß E.V., Berlin N W 7, Dorotheenstraße47: P, S, W , B, Normung der Darstellungsweisevon Bauplänen und -Zeichnungen der Baustoffe,Bauteile, Bauleistungen, Begriffsbestimmungen.10. Deutscher Städtetag, Berlin N W 40, Alsenstr. 7 (Verein):Wi, Wohnungs-, Grundstücks- und Siedlungsfragender Städte.11. Deutscher Verein für Wohnungsreform E. V., Berlin W 8,Kronenstr. 72: Wohnungswesen.12. Forschungsheim für Wärmeschutz E. V., München,Bayerstr. 3: S, W , T, Wärmeschutz in Industrie und Bauwesen.13. Forschungsinstitut für Maschinenwesen beim Baubetrieban der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg,Berliner Str. 170/172 (Institut des Lehrstuhls): B (Baumaschinenund Geräte).14. Forschungsstelle für Flächenwirtschaft und Landesplanungan der Technischen Hochschule Hannover, Hannover-Kleefeld,Schleiermacherstr. 18 (Institut an der Hochschule):in Verbindung mit Bauwirtschaft SP, LP, Wi.15. Forschungsstelle für Siedlungs- und Wohnungswesenan der Universität Münster, Friedrich-Ebert-Platz 2 (Institutder Universität): W i (Siedlungs- und Wohnungswesen).16. Forschungsstelle für Wohnungswesen, Frankfurt a.M.,Elbestr. 48 (Institut der Universität): W i, Wohnungswesen.17. Heinrich Hertz-Institut für Schwingungsforschung ander Technischen Hochschule Berlin, N W 87, Franklinstr. 1(Institut der Hochschule): S, W , Schall- und Erschütterungsschutz.18. Institut für Konjunkturforschung, Berlin W 15, Kurfürstendamm193/194 (Unselbständiges Zweckvermögen):Wi.19. Institut für Schall- und Wärmeforschung der TechnischenHochschule Stuttgart, Am Kochenhof 18 (Institutder Hochschule): S, W , T, technische Physik, insbesondereSchall- und Wärmeforschung.20. Laboratorium für technische Physik an der TechnischenHochschule München, Arcisstr. 21 (Institut derHochschule): S, W , Schall- und Wärmeforschung.21. Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit, Berlin NW 6,Luisenstr. 58/59 (Freier Selbstverwaltungskörper): P, S,W, B, Wi.22. Reichsverband der WohnungsfürsorgegesellschaftenE.V., Berlin W 8, Kronenstr. 72: W i, städtischer und ländlicherKleinwohnungsbau und Wirtschaftssiedlung.23. Seminar für Bauwirtschaftslehre an der TechnischenHochschule Hannover (Seminar des Lehrstuhls für Handwerkskunde):B, P, S, W , V.24. Staatliches Materialprüfungsamt, Abteilung für Baugewerbe,Berlin-Dahlem, Unter den Eichen 87 (Behörde):S, W .25. Stiftung zur Förderung von Bauforschungen, BerlinN W 40, Scharnhorststr. 35 (Stiftung des bürgerlichenRechts): Förderung von Forschungen (P, S, W, T, I, H,B, Wi).26. Studiengesellschaft für Bausparwesen E.V., Berlin S 14,Dresdener Str. 43: W i, Bausparwesen.27. Verein Deutscher Ingenieure, Berlin NW 7, Friedrich-Ebert-Straße 27 (Verein, juristische Person): S, W, Haustechnik,Wärmewirtschaft, Lärmminderung und Wärmeschutz.28. Vereinigung Deutsches Archiv für Siedlungswesen undLandesplanung E.V., Berlin N 24, Ziegelstr. 2: P, SP, LP, Wi.29. Arbeitsgemeinschaft für wirtschaftliches Bauen, LeipzigC 1, Tröndlinring 9: LP, SP, Wi, W, T, B, V.F o rs c h u n g s s te lle n d e r B a u in d u s tr ie u n d d e sB a u g e w e r b e s1. Arbeitsgemeinschaft Holz (Reichswirtschaftsrat undDeutscher Forstverein), Berlin.2. Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung von Leichtbetonen,Köln.3. Beratungsstelle für Stahlverwendung, Düsseldorf.4. Beratungsstelle der Zentrale für das OfensetzergewerbeDeutschlands, München.5. Chem. Laboratorium für Tonindustrie, Berlin.6. Forschungs- und Beratungsstelle für Sperrholz, Berlin.7. Laboratorium des Vereins Deutscher Portlandzementfabrikanten,Berlin.8. Verband der Heizungsindustrie (Korrosionsausschuß),Berlin.9. Wärmetechnische Abteilung der Vereinigung DeutscherEisenofenfabrikanten, Kassel.W ir H ie lte n e s fü r z w e c k m ä ß ig , a n d ie s e r S te lle a u c h d ie w ic h tig ste n F o rs c h u n g ss te lle n d e r H e r s te lle r k r e is e a n z u f ü g e n . E ine E rg ä n z u n g d e rg e s a m te n e rs tm a lig e n Z u s a m m e n s te llu n g , d ie n a tu r g e m ä ß k e in e s c h a rfe U m g r e n z u n g z u lä ß t, h o le n w ir z u g e g e b e n e r Z e it nach.Die S chriftleitung840


Züi'übe•i« * u n dS ¡lidie WoJ yon B '1jfdie¡W®¡1E R S U C«üje* eins'BebauungsplanWohnungsbauten in Herstellung und Betrieb (Bewährung)testzustellen.Die im Bebauungsplan schwarz angelegten Zeilen sindfertiggestellt und bewohnt (rund 2000 Wohnungen, A b­schnitt II ist zur Zeit im Rohbau fertig. Die volleBebauung des Geländes wird 3700 Wohnungen ergeben.Im Abschnitt I wurden Wohnungen im ZeilenbauNord-Süd (vier Wohngeschosse) mit zwei Wohnungen aneinem Treppenpodest als Ziegelbauten (Zeilen 2 bis 9)und als Stahlskelettbauten (Zeilen 1 und 10) mit verschiedenenAußenwandsteinen errichtet. Es wurden zudem,senkrecht zu den Zeilenbauten Nord-Süd, Zeilenverschiedener Länge in Richtung Ost-West nach den Reichsrichtlinienfür das zusätzliche Wohnungsbauprogramm(Kleinstwohnungen mit Wohnküche und Kleinbad) gebaut,mit zwei Wohnungen an einem Treppenpodest, sowie einHaus mit Wohnungen am offenen Seitengang. DieseBauten wurden im normalen Ziegelbau mit Ofenheizung,bei Einschränkung der Nutzflächen der Wohnungen, ohneBalkone und in einfacher Ausstattung erstellt. Im A b ­schnitt IV wurden ebenfalls viergeschossige Zeilenbauten,jedoch mit anderen Zeilenabständen wie bei I,mit zwei Wohnungen an einem Treppenpodest und W ohnungenam offenen Seitengang (anschließend an Zeile 1)als Ziegelbauten (Kopfbauten der Zeilen 1 bis 5), Ziegelskelettbauten(Zeilen 1 bis 4) und Eisenbetonbauten(Zeile 5) ausgeführt. Die Beheizung der Wohnungenbeider Abschnitte erfolgt im wesentlichen durch Ofenheizung,zum geringen Teil durch Stockwerksheizung(Narag- und Kulina - Heizung). Der Abschnitt Vwurde im viergeschossigen Zeilenbau Nord-Süd mit verschiedenenZeilenabständen mit drei Wohnungen aneinem Treppenpodest in normalem Ziegelbau, und mitvier Wohnungen an einem Treppenpodest im freistehendenHaus als Böhler-Stahlbau bebaut.Die Zeilen 9 bis 11 in Abschnitt 11b sind wiederumim Zeilenbau Nord-Süd mit zwei Wohnungen an einemTreppenpodest (Wohnküche, Schlafzimmer und Bad) imnormalen Ziegelbau sowie in Kalksandstein- und Frewenziegelbaumit Ofenheizung und Umluftheizung (Beheizungmehrerer Räume durch einen Ofen) durchgeführt. Diezur Zeit im Ausbau befindlichen Zeilen des Abschnittes IIund II b sind Ziegelbauten, in der Zeile 8 jedoch mit verschiedenartigenAußenwandbaustoffen (Tuho-, Ludowici-,Nofote-Steine), Decken (Röseler-, Dedeco-, Ackermann-,Kleinesche Decke), Treppen (Stahlträgerwangentreppe) usw.Diese in dem Bauprogramm vom Bauherrn bestimmtenund zum Teil von der Arbeitsgemeinschaft vorgeschlagenenMaßnahmen werden während der Baudurchführungund nach Bezug der Häuser untersucht. Die Ergebnisseder Untersuchungen an den Bauabschnitten I und IVwurden bereits in einem Sonderdruck veröffentlicht, dervon der Arbeitsgemeinschaft zu beziehen ist.Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft ist, Güteund Kosten dieser verschiedenartigen Wohnungbauten inHerstellung und Betrieb (Bewährung) zu erfassen und diegewonnenen Erkenntnisse der Praxis und dem Nachwuchszugänglich zu machen. Die Bauuntersuchungen erstreckensich auf alle mit dem Bau des Hauses zusammenhängendenFragen technischer, organisatorischer und wirtschaftlicherArt und erfassen u. a. auch alle Maßnahmenvon Bauherrn, Architekten und Unternehmern bei derBauvorbereitung, Durchführung sowie Instandhaltung undVerwaltung der Häuser, in ihrer Auswirkung auf die technischeGüte und die Baukosten. Die Arbeitsgemeinschaftführt die Untersuchungen unter Leitung des Verfassers mitwissenschaftlich geschulten und praktisch erfahrenen Sachbearbeitern(Diplom-Ingenieure und Regierungsbaumeisterdes Hoch- und Tiefbaues) durch, indem sie die Aufschreibungen,Plan- und Berechnungsunterlagen von Bauherren,Architekten und Unternehmern sammelt, überprüftund auswertet. Als Ergänzung hierzu werden überden Zeit-, Lohn-, Baustoff- und Unkostenaufwand bei denRoh- und Ausbauarbeiten laufend Aufschreibungen (Bauberichterstattungund Arbeitsuntersuchungen, insbesondereZeitaufnahmen) vorgenommen und Baustelleneinrichtungspläne,Bauzeitpläne, Fotoberichterstattung, Verlustquellen-und Baumängelkarteien geführt. Zur Feststellungder Bewährung der getroffenen Maßnahmen werden Baumängel-,Heizungsbetriebskontrollen- und wärme- undschallschutztechnische Untersuchungen (an Außenwändenund Decken) durchgeführt..jungen der Z


Es werden nachstehend folgende Untersuchungen veröffentlicht:1. Untersuchungen an den Bauten der ForschungssiedlungSpandau-Haselhorst, die nach den Grundsätzen für dieDurchführung des zusätzlichen Wohnungsbauprogrammsdes Reiches erstellt wurden.2. Untersuchungen über die Verwendung von Frewenziegelnbeim Geschoßwohnungsbau.3. Untersuchungen über die Beheizungskosten von W ohnungenmit Ofen- und Kleinststockwerksheizung.Da der städtische Wohnungsbau in Mittel- und Großstädtenimmer von Bedeutung bleiben wird (es sei nuru. a. auf die dringend notwendige Sanierung der A ltstädtehingewiesen), werden diese Forschungen und ihreErgebnisse an Geschoßbauten jetzt und später für dieBaupraxis von Nutzen sein. Ein großer Teil der Feststellungenwird auch z. B. auf dem Gebiet der Baustoffeund Bauweisen sowie des Baubetriebes alsKalkulationsgrundlagen und Gütenachweise für neuartigeAußenwandbaustoffe und Decken für den Bau vorstädtischerKleinsiedlungen und ländlicher Siedlungennutzbringend verwertet werden können. Es wäre zu begrüßen,wenn die Fachwelt sachlich zu den UntersuchungsergebnissenStellung nehmen und Anregungen gebenwürde, damit die Untersuchungsarten vertieft und die Ergebnissezum Nutzen der Allgemeinheit verbessert werdenkönnten.UNTERSUCHUNGEN AN KLEINSTWOHNUNGS­BAUTEN 1931 IN BERLIN-HASELHORSTArbeitsgemeinschaft Prof. Dr.-Ing. Siedler und Dr.-Ing. Hotz, Berlin / 6 BilderB a u p ro g ra m mDie Wohnungen der Zeilen 11 bis 15 des Bauabschnitts Ider Siedlung Spandau Haselhorst (siehe Lageplan im vorstehendenBericht) sind nach den „Grundsätzen für dieDurchführung des zusätzlichen Wohnungsbauprogrammsdes Reiches vom Jahre 1930" errichtet. Die dem Entwurf(Bild 1, 2) zugrunde gelegten Ausmaße sind in der untenstehendenTabelle zusammengestellt:Die Nutzflächen betragen: Wohnküche mit Kochnische14,10 m2, Schlafzimmer 15,10 m2, Kammer 11,15 m2, Badund Abort 3,10 m2, Flur 2,30 m2, zusammen 45,75 m2.Im Gegensatz zu der Nord-Süd-Richtung der übrigenZeilen des Bauabschnitts I sind die Zeilen 11 bis 14 vonOsten nach Westen gerichtet. Infolgedessen liegenSchlafzimmer und Kammer nach Süden, die Wohnkücheals einziger Wohnraum nach Norden.Um die Baukosten und damit die Mieten möglichst niedrigzu halten, ist die Baugestaltung und Ausstattung einfach.Die bautechnische Ausführung (normaler Ziegelputzbau38 cm) entspricht der in Berlin üblichen Ausführungsart(Holzbalkendecken, Ofen usw.). Auf Balkone mußte verzichtetwerden. Im Siedlungsgebiet liegen jedoch großeFreiflächen, die durch Bepflanzen mit Sträuchern und Aufstellenvon Bänken als Erholungsstätten angelegt werden.Die Bäder sind bei 1,10 m Breite mit 1,10 m langen Sitzbadewannen(ohne Dusche) und Badeöfen für Kohlenfeuerungausgestattet. Die Beheizung von Schlafzimmerund Kammer erfolgt durch einen zwischen der Trennwandbeider Räume liegenden Kachelofen, bei der Wohnküchedurch den in der Kochnische stehenden Kachelherd.Die Kochnische, durch ein Wrasenrohr entlüftet, ist ausgestattetmit einem kombinierten Kachelherd mit drei LochKohlenfeuerung, zwei Loch Gas und einem Kohlenbratofen,einem Spül- und Ausgußbecken und einem 2,10 mZeileB a u ­w e is eL ä n g ein mT ie fein mZ e ile nm ittle reH ö h ein mA b s ta n dlangen Arbeitstisch am Fenster mit darunterliegendemSpeiseschrank, durch Luftsieb nach außen belüftet.Die Wohnungsmiete beträgt im Durchschnitt für 1 m2 Nutzfläche10,93 RM jährlich, im einzelnen monatlich im Erdgeschoß39 RM, im I. Obergeschoß 43 RM, im II. Obergeschoß42 RM, im III. Obergeschoß 40 RM.B a u v o r b e r e itu n g d u rc h B a u h e r r n , A r c h ite k t e nu n d U n te r n e h m e rAuf Grund des allgemeinen Bauprogramms (Festlegungder Zahl der Häuser, Wohnungen, Nutzflächen, Geschoßzahl,umbauter Raum) stellte der Bauherr den Finanzierungsplanauf, führte die Finanzierungsverhandlungenund übertrug die Planbearbeitung1) für die 296 W ohnungenmit 45 m2 Nutzfläche dem Architekten Dipl.-Ing.Forbat, Berlin.Die Zusammenfassung von 22 Häusern mit 176 W ohnungenin der ohne Unterbrechung durchgeführtenZeile 11 erscheint konstruktiv nicht ohne Bedenken.Die Anordnung von mindestens zwei durchgehendenTrennfugen wäre zweckmäßig gewesen. Unter Zugrundelegungdes vom Bauherrn ausgearbeitetenKostenanschlages, der gleichzeitig als Baubeschreibungdiente, der Reichsverdingungsordnung und der Terminefür Baubeginn, für Rohbauabnahme (72 Arbeitstage) undfür Gebrauchsabnahme (168 Arbeitstage) gaben die einzelnenFirmen Angebote ab, aufgeteilt nach Einzelpreisenfür die Positionen des Kostenanschlages und zusammengefaßtin einem Preis für das Kubikmeter umbautenRaumes. Die Verbilligung der Baukosten für 1 m3umbauten Raumes (schlüsselfertig) betrug laut Kostenanschlagvom März 1931 gegenüber den Kosten für diei) O b e r d ie E ntw icklung d e s L a g e p la n e s d e s B a u a b s c h n itte s I s ie h e :F. F o r b a t: „ G r o ß - S ie d lu n g S p a n d a u - H a s e lh o r s t" , B a u g ild e 1931,H e ft 21.4 G e s c h o s s e2 W o h n u n g e na m T r e p p e n p o d e s tin m H ä u s e r W o h n u n g .G e s c h o ß h ö h eO b e r k a n t eF u ß b o d e nb is O b e r k .F u ß b o d e nimL ich tenB e h e iz u n g11 Z ie g e lb a u , 281,2 9,43 14,33 22 176 2,92 2,70 O f e n h e iz u n g12 P u ltd a c h m . 51,5 9,43 14,33 11/1 2: 28,3 4 32 2,92 2,70 O f e n h e iz u n g13 d o p p e l t e r 51,5 9,43 14,33 11/13: 28,3 4 32 2,92 2,70 O f e n h e iz u n g14 51,5 9,43 14,33 11/14: 28,3 4 32 2,92 2,70 O f e n h e iz u n g15 a . S c h a lu n g 3 8,8 9,43 14,33 11/15: 24,9 3 24 2,92 2,70 S to c k w e rk s h e iz u n g843


■$II9,93Zeilen 1 bis 10 (September 1930) 4,76 v. H., bei einerLohnsenkung für Maurer um 7,84 v. H. und einer Preissenkungfür Hintermauerungssteine um 6,89 v. H., Zement4,17 v. H., Bauholz 5,48 v. H. sowie einer Verminderungdes Baukostenindex um rund 12 v. H. Die Bauten wurdenzwei Firmen übertragen. Die Firma A erhielt die Hälfteder Zeile 11 (11a) und die Zeilen 12 und 13, zusammen19 Häuser; die Firma B die Hälfte der Zeile 11 (11b) unddie Zeilen 14 und 15, zusammen 19 Häuser. Die Firma Astellte vor Beginn der Bauarbeiten einen Bauzeitplan auf;sie sah für die Rohbauarbeiten (30 775 m3 umbauter Raum)92 Arbeitstage vor, ausschließlich Erdaushub, der fürsämtliche Zeilen bereits im Winter von einem anderenUnternehmer ausgeführt worden war.1 (links) Wohnungsgrundriß für ein Haus derZeilen 11 bis 152 Querschnitt durch ein Haus der Zeilen 11 bis 15beton wurde eine Betonmischmaschine, für die Beförderungder Mauersteine und des Mörtels Steinkiepen,Mörteltubben und Paternosteraufzüge verwendet. Fürdie Zufuhr der Baustoffe hatte die Firma A vom HaselhorsterDamm aus zwischen den Zeilen eine 5 m breiteBohlenfahrt verlegt. Sie konnte trotz zeitweise starkenVerkehrs reibungslos rechts und links von den einzelnenHäusern abladen. Die Firma B verlegte ihre Bohlenfahrtvon der Daumstraße aus zwischen den Zeilen 11und 14 in zwei gleichlaufenden Strängen von je 2,50 mBreite mit zwei Verbindungswegen im mittleren Drittelund einer Wendeplatte von 10/10 m2 am Nordende ihresBauabschnittes (Bild 3). Diese Anordnung erwies sich nichtals zweckmäßig. Es gab sehr viele, lang andauerndeStörungen, da ankommende bzw. abfahrende Wagen andenen, die gerade entladen wurden, nicht vorbeifahrenkonnten.Bauzeitpläne. Von der Arbeitsgemeinschaft wurdenfür die Feststellung des Fortschrittes der RohbauarbeitenB a u d u r c h fü h r u n gA r t d e r Durchführung. Die Firma A ließ imAkkord arbeiten, die Firma B die Zeilen 11 b und 14 imAkkord, Zeile 15 im Tagelohn. Beide Firmen hatten dieAusführung der Massivdecken, der Treppen, der Koksaschenwändeund der Dacheindeckung an Subunter­von der Firma geplanten und den tatsächlichen VerlaufBauzeitpläne aufgestellt und geführt. Bild 4 zeigt dennehmer vergeben, deren Arbeiter ebenfalls im Akkord der Rohbauarbeiten für die Zeilen 11a, 12 und 13arbeiteten. Die Firma A hatte die Baustelle mit einem (Firma A). Die Bauzeit betrug 77 Arbeitstage, wurde somitgegenüber dem Voranschlag von 92 Arbeitstagen umBauführer besetzt, bei der Firma B war nur zeitweise einBauführer anwesend.15 Tage abgekürzt. Dieser Gewinn wurde vor allemBaustelleneinrichtung. Die Baustelleneinrichtung durch das günstige Ineinandergreifen der einzelnen Arbeitenerzielt. Der Vergleich der Arbeitsdauer in Tagenbeider Firmen war die in Berlin für Ziegelbauten übliche.Für das Herstellen der Mischungen für den Fundament- für die einzelnen Rohbauarbeiten ergibt:„¡dttiingil.jredinunggelingen den^ E rfcssu ngg e il e n s o w ie ijulxtet A-, * g e i t i d f t i TlE n r«S, de sie fürsogen werden I: iz e ito ifw am l für (Se Mg jio n f bei im . Die Semrasung des aeff eÄdeoiMTÄffld ßeie Zeilen 1 bis• 'b, U und 13n s fflw td d e rl«We'-OodvfiA r b e its d a u e rin s ­g e s a m tF irm a AA r b e its d a u e r in T a g e nF irm a BA k k o r d a r b e it A k k o r d a r b e it L o h n a rb e itZ e ile 11 a Z e ile 12 Z e ile 13 Z e ile 11 b u n d 14 Z eile 15fü r 100 m-NFin s­g e s a m tfü r 100 m ;NFin s­g e s a m tfü r 100 m sNFin s ­g e s a m tfü r 100 m-N Finsge s a m t1 S u m m e d e r A r b e its ta g e fü r d iee in z e ln e n A r b e i t e n ........................ 185 4,66 111 7,55 113 7,69 202 3,71 95 8,662 T a tsä c h l. A r b e it s d a u e r in fo lg eI n e in a n d e r g r e if e n s d e r A rb e ite n 69 1,74 55 3,74 59 4,02 77 1,41 64 5,233 G e w in n a n A r b e its ta g e n in fo lg eI n e in a n d e r g r e if e n s d e r A rb e ite n _ 2,92 _ 3,81 3,67 2,30 _ 2,834 G e w in n in v. H .................................... — 62,7 — 50,4 - 91,5 - 61,8 32,6844fü r 100 m 1NF'Sund«bfeLU;


laa P a te rroste rau fzu giM l M ö rte lb a n k1 = 1 R ü sth o lzO T räg er(33 R undeisenren S teiner n Zem ent3 Baustelleneinrichtungsplan für die Zeilen 11b, 14 und 15B a u n a c h re c h n u n gDie Feststellungen der Arbeitsgemeinschaft erstrecktensich auf die Erfassung der Arbeitsleistung für einzelneRohbauarbeiten sowie der Lohn- und Baustoffkosten fürdie Rohbauarbeiten. Als Unterlage dienten die von denFirmen eingereichten Tagesberichte und auf der Baustelledurchgeführte Ermittlungen. Die Erdarbeiten wurdennicht erfaßt, da sie für den Vergleich der Kosten nichtherangezogen werden können.Arbeitszeitaufwand. In Tafel 1 ist der Arbeitszeitaufwandfür die Mengeneinheit einzelner Rohbauarbeiten(Akkord) bei den Bauten der Firmen A und Bausgewiesen. Die Summe des Stundenaufwandes (Zusammenfassungdes auf die verschiedenen Arbeiterkategorienentfallenden Anteils) ist gegenübergestelltdem Summenaufwand für die Bauarbeiten an den Ziegelbautender Zeilen 1 bis 5 des Bauabschnitts I (Firma C).Für die Maurerarbeiten (Keller- bis Dachgeschoß) derZeilen 11b, 14 und 15 ergab sich als durchschnittlicherArbeitszeitaufwand der Maurer für 1 m3 MauerwerkVorrechnung .................... , 5,36 Stunden/m3 = 7,66 RMNachrechnung Lohnarbeit . 7,25 Stunden/m3 = 10,37 RMAkkord ................................3,45 Stunden/m3 = 6,86 RMD ie Lohnarbeit erforderte demnach mehrals den doppelten Aufwand an Arbeitsstunden,was auf das bereits erwähnte Fehlen eineserfahrenen Bauführers zurückgeführt werden muß.Lohn - und Baustoffkosten für die Rohbauarbeiten.In Bild 6 sind die aus der Nachrechnungder Zeilen 11a, 12 und 13 (Akkordarbeit) ermittelten undauf 10 m2 Nutzfläche umgerechneten Lohn- und Baustoffkostenfür die Rohbauarbeiten dargestellt und den entsprechendenKosten der Rohbauarbeiten der ZiegelbautenZeile 2 bis 5 (Baujahr 1930) gegenübergestellt.Es entfallen auf 10 m2 Nutzfläche beiL o h n k o ste n B a u s to ffk o s te n K o ste n in s g e s .RM RM RM.bei Zeile 2 - 5 271,8z1) 308,123) 579,99bei Zeile 11a— 13 155,802) 272,793) 428,591) T a riflo h n fü r M a u r e r = 1,54 R M /S td.2) T a riflo h n fü r M a u re r = 1,43 R M /S td.3) B a u s to ffe in h e its p re is e vom S o m m e r 1931.Arbeitszeitaufwand fürdieMengeneinheit einzelnerRohbauarbeiten (Akkordarbeit) inArb eiterstundenF irm aM e n g e n ­e in h e itB e to n fu n d a m e n te A m 3B m 3C m 3M auerw erk K e lle r — D a c h ­ A m 3geschoß B m 3C m 3M assivdecken d e r G e s c h o s s e A m 3(System K lein) B m 3C m 3T re p p e n lä u fe (S y ste m K lein) A m 3B m 3K o k sasch en w än d e (L u g in o , A m 25 cm stark) C m 2B alkenhölzer a b b i n d e n u n d A lfd . mverlegen B lfd . mD a c h v e rb a n d h ö lz e r a b b i n ­ A lfd . mden und rich ten B lfd . mD achschalung A m 2B m 2Stakung d e r B a lk e n f e ld e r A m 3B m 3D acheindeckung A m 2Abkürzungen: M = M a u r e r , S t = K alk- u n d S t e i n tr ä g e r , BBA= B e to n a r b e ite r , Z A = Z e m e n tf a c h a r b e ite r , M A = M a sc h in ist,M St. B L z S ta R BA ZA MA DS tu n d e n ­su m m eB e m e rk u n g0,28 2,58 _ — 2,86_ __ __ 0,05 0,11 _ — — 1,18 0,21 — 1,552,982 79 1,03 0,32 4,143 5? 1,04 0,56 5,12— — — — 4,340,64 — — — 0,640,64 — — — 0,64— — — — 0,650,73— 0,65 - - - 0,650,01 _ 0,07 __ 0,56 — — — - 0,64__ __ 0,670,02 0,06 0,28 — 0,36 L o h n a rb e it__ __ 0,01 — 0,21 — — — — — — 0,22_ 0,10 0,27 __ _ — — — — 0,37 L o h n a rb e it__ __ 0,01 _ 0,23 — — — — — — 0,240,01 0,23__ _ — — — 0,24 L o h n a rb e it__ — — — 0,15 — - - — — — 0,15 •0,14__ __ 0,14- — — — — 0,280,27 — — — — — 0,27— — 0,15 ff,15= B a u h ilf s a r b e ite r , L = L e h rlin g e , Z = Z im m e re r, S ta — S t a k e r , R R ü s te r,D = D a c h d e c k e r .845


* ’, Zi.Je unabh; (jiWok«“"?1',,¡4 •,;( Nullf|0Block 77, 72, 73 g e p la n te r V e r/a u f — * g ep la nte r V e rla u f fü r a lle Geschosse- 11)12 / fatsä chliche r V erlau f„ 1 3 )4 Bauzeitplan (geplanter und tatsächlicher Verlauf der Rohbauarbeiten der Zeilen 11a, 12 und 13)Aus diesen Werten ist ersichtlich, daß bei den Zeilen 11 a,12 und 13 (Baujahr 1931) die auf 10 m2 Nutzfläche entfallendenLohnkosten 57,3 v. H., Baustoffkosten 88,54 v. H.,Lohn- und Baustoffkosten 73,90 v. H. der entsprechendenKosten für die Zeilen 2 bis 5 (Baujahr 1930) betragen.Die Geschoßhöhe der Zeilen 2 bis 5 beträgt 3,24 m, dieder Zeilen 11a, 12 und 13 2,92 m, die Zeilen 2 bis 5haben einen begehbaren Dachboden, die Zeilen 11a, 12und 13 einen Kriechboden. Die Lohn- und Baustoffkostender Bauten müssen somit auch unter bezug auf den umbautenRaum untereinander verglichen werden: Bezogenauf 10 m3 umbauten Raum und bei Umrechnungder Lohnkosten für die Zeilen 2 bis 5 (unter Berücksichtigungder nach ihrer Ausführung eingetretenen Lohnsenkungvon 7,84 v. H.) ergeben sich an Kosten:L o h n k o s te n B a u s to ffk o s te n K o sten in s g e s .RM RM RMfür Zeile 2— 5 50,07 61,58 111,65für Zeile 11a— 13 34,00 60,41 94,91Z u s a m m e n fa s s u n gKostenDie unterschiedlichen Kosten der Zeilen 11a, 12 und 13und der Zeilen 2 bis 5 lassen sich wie folgt erklären:1. Lohntarif. Zur Zeit der Ausführung der Zeilen 11 a,12 und 13 waren die Tariflöhne um rund 7,8 v. H. niedriger.Entsprechend hatten sich auch die Tarife fürAkkordarbeiten gesenkt; zudem bewirkte die Lage desArbeitsmarktes, daß für Akkordarbeiten Preise in freierVereinbarung erzielt werden konnten, die geringerwaren als die tariflichen Akkordsätze. Bei Annahme einergleichen Senkung von Lohn- und Akkordtarif würden sichan Lohnkosten für die Zeilen 2 bis 5 nach dem niedrigenTarif 250,56 RM/m2 Nutzfläche ergeben, d ie Lohnkostender Zeilen 11a, 12, 13 würden danachetwa 62 v. H. der gleichen Kostender Zeilen 2 bis 5 betragen.2. Baustellenorganisation und Arbeiterleistung. Wie weitdie Baustellenorganisation auf die Senkung der Lohnkostenvon Einfluß war, ist schwer festzustellen, da beibeiden Baustellen keine wesentlichen Unterschiede bzw.Mängel beobachtet worden waren. Hinsichtlich derArbeiterleistung ist aus Tafel 1 ersichtlich, daß für dieHerstellung von 1 m3 Betonfundament und 1 m3 Mauerwerkbei Zeilen 11a, 12 und 13 ein etwas geringererAufwand an Stunden erforderlich war, als bei den Zeilen2 bis 5, was sich entsprechend in den Lohnkosten auswirkenmuß. Für die Herstellung der Betondecken warauf beiden Baustellen nahezu die gleiche Zeit für dieMengeneinheit erforderlich. Für die übrigen Rohbauarbeitenliegen keine Vergleichswerte vor. Unter Zugrundelegungder vorgenannten besseren Arbeiterleistungfür die Lohnkostenberechnung dieser Arbeiten bei denZeilen 2 bis 5 sowie der Lohnsenkung um etwa 7,8 v. H.würden sich an Lohnkosten für die Zeilen 2 bis 5 für10 m2 Nutzfläche 245,62 RM ergeben. Die Lohnkostender Zeilen 11a, 12 und 13 würden somit statt 62 v. H.63,4 v. H. der Lohnkosten der Zeilen 2 bis 5 betragen.Der Unterschied ist unwesentlich.3. Masse der ausgeführten Bauleistungen. Bezogen auf10 m2 Nutzfläche betragen die Massen der Bauleistungenfür die Zeilen 11a, 12 und 13 fürMauerwerk . . .Träger . . . . .Eisenbetondecken .HolzbalkendeckenDachgebälk . . .81.7 v. H.70,3 v. H.66.7 v. H.78.7 v. H.127,0 v. H.der Massen der entsprechenden Leistungen bei den Zeilen2 bis 5. Daraus ergibt sich, daß für die den Ausschlaggebenden Bauleistungen sowohl die Lohn- als auchdie Baustoffkosten bei den Zeilen 11a, 12 und 13 wesentlichgeringer sein müssen als bei den Zeilen 2 bis 5.Der Unterschied der Mengen erklärt sich zum Teil durch,!r \M V»tDie Koste"0* r, j einen' 11re P Ifjer BootenjaTieppenpoäes(je s fü r < fc A o,s)teffc6t*efSj Wen noch s3 g erin g e r s e '¡jstweren NuM en g en u m f* e r t e is t,SIMM.iteciinische I! gleiche ;Putzbt M a r a i d s•sge*' t e:ww, 5e:'*?■eäskr W e hÄ l l o , H 1 3 Sw ie , kleinere* ■ . Eien Aa p t a , die ri se^qe1ERSUCI! 'sgemeinsi' 41 Unten^ e r Bq.^A.G.GRegeln5 Die Baustelle der Zeilen 11 bis 14 7 Frewenho846


das Fehlen der Balkone und durch die Anlage desKriechbodens bei den Zeilen 11a, 12 und 13, ferner durchdie kleinere Nutzfläche (45,7 m2 gegen 54,5 bis 56 m2)und die geringere Zimmerhöhe (2,62 m gegen 2,94 m).Für den Kostenvergleich, bezogen auf 10 m2 Nutzfläche,ergibt sich somit folgende Gegenüberstellung:Z e ile 2— 5 Z e ile 1 1a, 12, 13L o h n k o s te n ............................................................ 245,62 RM 155,80 RMB a u s to f f k o s te n ......................................................... 308,12 „ 272,79 „Lohn- u. B a u s to ffk o s te n . . . 553,74 RM = 1 0 0 v . H. 428,59 RM = 77,4 v. H.N utzfläche fü r 1 W o h n u n g i. M . 55,25 m 2 = 100 v. H. 45,7 m 2 = 82,7 v. H.D ie Baukosten für die Rohbauarbeitenhaben sich demnach stärker gemindertals die Nutzflächen für eine Wohnung.Der Anteil der Kosten für das Treppenhaus (die von derWohnungsgröße unabhängig sind) an den Rohbaukostenfür 10 m2 Nutzfläche ist bei den Zeilen 11a, 12, 13 (Nutzfläche45 m2) größer als bei den Zeilen 2 bis 5 (Nutzfläche55 m2 i. M.). Diese Verteuerung ist jedoch geringerals die Verbilligung durch die vorgenannte Mengenminderung.Die Kosten für das Treppenhaus wirken sichdemnach bei Bauten mit 2 Wohnungen von 45 m2 Nutzflächean einem Treppenpodest nicht verteuernd ausgegenüber Bauten mit zwei Wohnungen von 55 m2 i. M.an einem Treppenpodest.Die Kosten für die Ausbauarbeiten konnten in beidenFällen nicht erfaßt werden. Auch hier werden die Kostenfür die Bauten nach dem zusätzlichen Wohnungsbauprogrammgeringer sein, da die einzelnen Arbeiten infolgeder kleineren Nutzfläche und niedrigeren Räumegeringere Mengen umfassen, zudem die Einrichtung inDacnverband - DachschalungHolzbalkendecken -StakungKlein'sehe Decken, K e lle r-b is3. Obergeschoß einschl Podeste.Treppenlaufe, Träger, Aufbe/on,LagerhölzerSchlacken wändeM auer w e rk, K e lle r b isDachgeschoß einschl TrägerBetonfundamenteAußenrustungDachscha/ungDachverbandMauer werk, DachgeschoßStakung m it SchüttungHolzbalkendecken, fr d - 3'06gAufbeton. Lagerholz,SchüttungK/ein sehe Decken, frd -3 0 b gSchlackenwändeMauer werk 3 Obergeschoß* 2.0 7.0 ErdgeschoßA uf beton, Lagerholz, SchüttungK/ein'sche Decke. K e llerM auerwerk6 vergleich der lohn- und Baustoffkosten der Rohbau­arbeiten der Zeilen 2 bis 5 und der Zellen i i a bis 13, um­gerechnet auf 10 m2 Nutzflächemanchem einfacher ist (1 Ofen für Zimmer und Kammer,Sitzbadewanne).tere Angestellte) werden bei den derzeitigen wirtschaft-Güte liehen Verhältnissen diese Güteminderung in KaufD ie technische Güte beider Typen ist nehmen (was die große Nachfrage nach diesen Wohdie gleiche (Putzbauten 38er Außenwände, gleich- nungen beweist), da, soweit überhaupt eine ErwerbswertigeZwischenwandsysteme, gleiche Deckensysteme), möglichkeit vorhanden ist, die Einkommen auf langeDie niedrigeren Kosten für die Zeilen 11a, 12 und 13 Sicht zu weitgehender Einschränkung zwingen,sind somit nicht bedingt durch eine Güteminderung. In Aus allem kann gefolgert werden, daß die Bauten gemäßwohntechnischer Hinsicht ist die Güte der Wohnungen in den Richtlinien des zusätzlichen Wohnungsbauprogrammsden Zeilen 11a, 12, 13 geringer als in den Zeilen 2 bis 5 des Reiches ein günstiges Verhältnis von Güte zu Kosten[Wohnküche, kleinere Zimmer, Sitzbadewanne, kein aufweisen und diese Richtlinien in der heutigen Zeit dieBodenraum). Einen Ausgleich bieten die niedrigeren Erstellung von gesunden Wohnungen für die minder-Wohnungsmieten, die rund 92 v. H. der Mieten in den bemittelte Bevölkerung infolge niedrigerer BaukostenZeilen 2 bis 5 betragen. Die Mieter (Arbeiter und un- fördern.5 7 9 ,3 8 9, 3 0 8 ,7 / 61 7 a -7319,2873 6 ,3 2 927,389- 8,605180,90¥155,798!UNTERSUCHUNGEN ÜBER FREWENZIEGELArbeitsgemeinschaft Prof. Dr. - Ing. Siedler und Dr. - Ing. Hotz, Berlin / 7 BilderE in le itu n gIm Rahmen der Untersuchungen über die Wirtschaftlichkeitverschiedener Bauweisen an den Bauten der ForschungssiedlungSpandau-Haselhorst der GemeinnützigenWohnungsbau A. G. Groß-Berlin wurde die Verwendungvon Frewenziegeln einer Prüfung, insbesondere inarbeitstechnischer Hinsicht, unterzogen. Der Frewenziegelwurde an Stelle des normalen Ziegelsteines bei denAußenwänden eines viergeschossigen Wohnungsbauesverwendet (Bild l), und zwar auf Grund seiner statischenEigenschaften nur im 3. und 4. Obergeschoß. DieAußenwand hat eine Stärke von 25 cm, da sie nach denvorliegenden Prüfungsergebnissen (vgl. den Prospekt derDeutschen Frewenhohlziegel AG.) betr. Wärmehaltungund Durchlässigkeit gegen Feuchtigkeit einer 38 cm starkenVollziegelmauer entsprechen soll. Hierdurch wird dieNutzfläche gegenüber der Ausführung im normalenZiegelbau um 1,5 m2 vergrößert.Der Fr e w e n stein ist ein aus Ton gebrannter Hohlziegel,der in zwei verschiedenen Formen hergestelltw ird: 1. Der normale Frewenhohlziegel mit horizontalenAussparungen als ganzer und halber Stein, 25 cm bzw.12 cm lang, 25 cm breit, 12 cm hoch (Bild 2). 2. DerFreweneckziegel mit vertikalen Aussparungen, 25 cmlang, 12 cm breit, 12 cm hoch (Bild 3). Letzterer findetinfolge seiner höheren Druckfestigkeit auch Verwendungbei kleineren Pfeilern, Fenster- und Türanschlägen(Bild 4) und bei Fenster- und Türstürzen. Der Frewenhohlziegelwird im Läuferverband mit Oberbindung derhalben Steine vermauert (Bild 5), und zwar derart, daß847


zsa----1—iss—'tsrytfF-isa—*— tas— y —Zur Feststellung der Lohn- und Baustoffkosten wurdeeine eingehende Bauberichterstattung geführt. Die ausführendeFirma war durch die Bauherrin vertraglich verpflichtet,der untersuchenden Arbeitsgemeinschaft täglicheBerichte über den Stunden- und Baustoffverbraucheinzureichen, die geprüft und durch eigene Ermittlungenberichtigt bzw. ergänzt wurden. Da die durch die Bauberichterstattungermittelten Durchschnittswerte jedochkeinen genauen Einblick in die Arbeitsleistung bei deneinzelnen Mauerwerksteilen geben, wurden Arbeitsuntersuchungenmittels Stbppuhr (Zeitaufnahmen) durchgeführt,deren Verfahren von Dr.-Ing. Hotz in „Arbeitsuntersuchungenin Baubetrieben" erläutert ist.w«>'1 3 ,9 6 lfm■i------------ 6,97 --------------(------------- 6,ra +-JL5=)_= £_= 3_=_*_s_5mFrew enzlegelm auerw erkc z z z i fl/orm ätes Z /ege/m auerw er/f1 Grundriß des 3. und 4. Obergeschossesin der Lagerfuge nur die Zwischenräume von Nut undFeder mit Mörtel zu füllen sind, während bei den seitlichenÖffnungen in der Stoßfuge eine Randbemörtelungvorgesehen ist. Die Steine werden infolge ihres großenFormates mittels eines eisernen Spezialgriffes versetzt(Bild 2), der sich bei der Anwendung als sehr brauchbarerwies und ein schnelles Vermauern der Steine ermöglichte.Z w e c k d e r U n te rs u c h u n g e nDieser bestand darin:1. den Zeit-, Lohn- und Baustoffaufwand zu ermitteln:a) für 1 m3 Mauerwerk als Berechnungsgrundlagen,b) für 1 m2 Außenwand zur Feststellung des kostenmäßigenVorteils gegenüber dem normalen Ziegelbau.2. die Güte des Arbeitsverfahrens festzustellen, d. h. aufGrund eingehender Beobachtungen das Mauern mitFrewenziegeln nach den aufeinanderfolgenden Arbeitsgängenbei den verschiedenen Mauerwerksteilen zugliedern und zeitmäßig festzulegen, um ein klares Bildüber die handwerksmäßige Verarbeitung des Frewenziegelszu bekommen.D u r c h fü h r u n g d e r U n te rs u c h u n g e nE rg e b n is s e d e r U n te rs u c h u n g e nDie Lohn- und Baustoffkosten für 1 m3 Frewenziegelmauerwerksind in der untenstehenden Tabelle aufgeführtund in Vergleich gesetzt mit dem Kostenaufwand für1 m3 Vollziegelmauerwerk.Die Frewenhohlziegel A. G. gibt als Mörtelverbrauchfür 1 m3 Mauerwerk nur 80 Liter an. DerMehrverbrauch von 30 Litern ist darauf zurückzuführen,daß die Steine nicht in der eingangs beschriebenenWeise fast unmittelbar aufeinandergelegt wurden, sondernLagerfugen von 1 bis IV 2 cm Stärke auftragen, dieeinerseits durch die Unebenheiten der Steinoberfläche,andererseits durch schnelleren Mörtelauftrag bedingtwaren.Auf Grund der in der Tabelle aufgeführten Werte ergibtsich folgende Gegenüberstellung der Baukostenfür 1 m2 Außenwand: Frewenziegelmauerwerk23,10X0,25 = 5,78 RM/m2 (25 cm stark),Vollziegelmauerwerk 23,80X0,38 = 9,04 RM/m2 (38 cmstark). Die Ersparnis gegenüber dem Vollziegelmauerwerkbeträgt also 3,26 RM pro 1 m2 Außenwand.Durch Zeitaufnahmen wurden erfaßt:vH. d e r hiervona u s g e fü h rte nM en g eV o llm a u e r w e rk ............................................................... 2,362 m 3 = 19,8M a u e r w e rk z w is c h e n 2 S t u r z tr ä g e r n .............. 0,079 = 39,5S t u r z m a u e r w e r k ............................................................ 0,496 = 35,2P f e ile rm a u e rw e r k 1,54 m b r e i t ......................... 0,408 = 20,0»i 0,51 ,, i, ......................... 0,211 = 18,5E c k p f e ile r m a u e r w e r k ................................................. 0,088 = 35,2E c k m a u e rw e rk ............................................................... 0,840 = 27,5In s g e s a m t 4,484 = 22,4Für das Hauen der Steine wurden für 1 m3 ermittelt beim:v.H . d e r G e ­sa m ta rb e itsz e itfü r 1 m JV o llm a u e r w e rk .................................................... 7,66 M in = 5,34M a u e r w e rk z w is c h e n 2 S tu r z tr ä g e r n .. .. 43,91 „ = 27,14S t u r z m a u e r w e r k ................................................... .. 28,85 „ = 13,00P f e ile rm a u e rw e r k 1,54 m .............................. . 33,00 „ = 14,420,51 „ ............................... .. 36,44 „ = 11,61E c k p fe ile rm a u e rw e rk ..................................... . 58,52 „ = 12,14E c k m a u e rw e rk ...................................................... 14,47 „ = 6,28Im D u rc h s c h n itt fü r a lle M a u e r w e rk s te lle b e tru g d e r Z e ita u fw a n d fürS te in h a u 15,19 M ln./1 m* = 8,21 v .H . d e r G e s a m ta rb e its z e it.2 Frewenziegel mit Versetz- 3 FreweneckziegelVorrichtungL o h n B a u s t o f f e B austoffeu. LohnS tu n d e n p ro 1 cb mK o sten F re w e n ­ F r e w e n ­ H in te r-K osten KostenB a u w e isep ro h o h l­ eckzie g e l ru n g s-S t.1 m s in 1 m s inm a u e - M ö rte l Z e m e n t p ro p roM . L. St. K. W . Tr. BA. RA. 1 m s in z ie g e lRM Stck. Stck. Stck. k g kg RM RMF r e w e n z ie g e l-m a u e rw e r k 3,65 0,45 0,99 0,26 0,19 0,30 9,00 82 47 - 110 3,5 14,10 23,10V o llz ie g e l­m a u e rw e r k 2,87 2,05 0,82 0,30 0,19 0,38 8,20 - - 386 300 - 15,60 23,80B e m e rk u n g : M . = M a u r e r ; L. = L e h rlin g ; St. K. = S te in - u. K a lk tr ä g e r (A k k o rd ); W . T r. = W a s s e r t r ä g e r ; BA. = B a u a r b e ite r ; RA. - R üster.*) „ A r b e its u n te r s u c h u n g " , D re ik e lle n b u c h e r , B d. 1, B erlin 1 9 3 0 .848


Die durch die Zeitaufnahmen ermittelten Ergebnisse sindin Bild 6 zusammengefaßt. Der prozentuale Zeitaufwandder Arbeitsvorgänge gibt Aufschluß überden Anteil an der Gesamtarbeitszeit. Die auftretendenhohen Zeitwerte für Dienstgespräche, Loten, W ägen usw.sind zum größten Teil darauf zurückzuführen, daß dieMaurer noch nicht genügend mit der neuen Bauweisevertraut und entsprechend eingearbeitet waren. Es istalso damit zu rechnen, daß bei der Verwendung desFrewenziegels in größerem Ausmaße günstigere Ergebnisseerzielt werden können. Der für 1 m3 der einzelnenBauteile am Frewenmauerwerk benötigte Arbeitszeitaufwandist in Bild 7 dargestellt. Die auftretende Differenzzeitder durch die Bauberichterstattung und durchdie Zeitaufnahmen errechneten Durchschnittswerte beträgt33,97 Min/1 m3 Mauerwerk. Die in dieser Differenzzeitenthaltenen Verlustzeiten waren nicht festzustellen,da sie nur durch eine hundertprozentige Aufnahme nachweisbarsind. Der Gesamtzeitaufwand für die einzelnenBauteile erweist sich als sehr unterschiedlich. So übersteigtder Zeitaufwand für Pfeilermauerwerk den fürVollmauerwerk um das Zwei- bis Dreieinhalbfache. Wennes auch, wie schon erwähnt, z. T. daran liegt, daß diebei dem beobachteten Versuch erstmalig mit Frewenziegelbeschäftigten Maurer sich nicht genügend einarbeitenkonnten, so läßt doch diese Tatsache daraufschließen, daß der großformatige Stein für feingegliedertesMauerwerk weniger geeignet ist. Daraussoll nun nicht gefolgert werden, daß die Verwendungvon Frewenziegeln bei feingegliedertem Mauerwerk abzulehnenist, sondern es soll nur der Vorschlag ausgesprochenwerden, Verbesserungsmaßnahmen anzustreben.**— 3,14 v.H. V erm eidbare fe r /u s te0,98 v H. U nverm e idb a re V e r/u sfevH. H olen u n d V er/e g en d e r S tu rz trä g e r7,83 v.H. A b streich e n vom ü b e rs te h e n d e n M ö rte l,vV e rs tre ic h e n o ffe n e r F u ge n8 £ l v.H. S te in h a u"-5 7 ,8 4 v.H V ersetze n d e r S te in e e in s c h t A ufzie h end e r S to ß - u n d L a g e r fu g e— 4,61 v.H. An fe u ch te n u n d R e in ige n d e r S c h ic h to b e rflä c h e-75 ,0 8 vH D ienstgespräche, L ote n, W ägen, A n le g e n ,S c h n u r s p a n n e n-7 ,9 0 vH. A rb e itsv o rb e re /tu n g , B e re ite n des M ö rte lsA u frä u m e n usw .6 Prozentualer Anteil der Arbeitsvorgänge an der Gesamtarbeitszeitbeim Frewenm auerwerklollm duerwk Uauerwerk Sturzm/erw Meilerimenv Eckmauerw Pfeilermduerw EckpfeilermduerwzwtStur/en t f r m breit 0.5ImbreitZeitaufnahme fArbeitu&tdufwdnrf fü r Im 3 Gesarnfmauenverk)7 Arbeitszeltaufwand in Minuten für das Mauern je cbm beiden einzelnen BauteilenUNTERSUCHUNGEN ÜBERBRENNSTOFFKOSTEN VERSCH. HEIZUNGSARTENArbeitsgemeinschaft Prof. Dr. - Ing. Siedler und Dr. - Ing. Hotz, Berlin / 5 BilderZ w e c k d e r U n te r s u c h u n g e n2. der Einfluß der Bauweisen und der Lage der W ohinder Forschungssiedlung Berlin-Spandau-Haselhorst nung auf die Beheizungskosten.sollten in W ohnbauten verschiedener Bauweise und Qie Lage, Grundrisse, Nutzflächen, Raumhöhen, Bau-Grundrisse, ausgestattet mit Ofenheizung bzw. Kleinst- weisen und Heizungsausstattung der 42 untersuchtenStockwerksheizung, festgestellt werden: Wohnungen sind aus den Bildern 1, 2, 3, 4 und Bild 1,1. die Betriebskosten, Seite 844, sowie der umstehenden Tabelle ersichtlich.849


D urchführung d e r U n tersuchungenDie Untersuchungen wurden in den Monaten Dezember1931 und Januar/Februar 1932 durchgeführt. An dieMieter wurden für jeden Monat Fragebögen ausgegeben,in die täglich eingetragen werden sollten:a) die beheizten Räume im einzelnen,b) die verbrauchten Brennstoffe bzw. deren Kosten fürdie beheizten Räume.Von der Erlangung von Angaben über den Beginn derBeheizung und über die erzielten Raumtemperaturensowie deren Dauer mußte abgesehen werden, da zahlreicheKontrollen erforderlich gewesen wären, die dieMieter als Belästigung empfunden hätten. Um eine einwandfreiewissenschaftliche Auswertung der Angabenvornehmen zu können, hätten auch der Gasverbrauchbzw. die Kosten für Zubereiten der Mahlzeiten undwarmen Wassers festgestellt werden müssen, da in einigenFällen auf Gas gekocht wurde und die Küche nicht beheiztwar. Desgleichen hätte festgestellt werden müssen, wieoft der Badeofen angeheizt wurde bzw. ob ein Bad vonmehreren Personen benutzt worden war. Die Fragebogenwurden von den Mietern im allgemeinen sorgfältigausgefüllt. Am Ende jeden Monats wurden sieeingesammelt und überprüft. Unklarheiten wurden durchRücksprache mit den Mietern nach Möglichkeit aufgeklärt.Tabelle 1Lfd.N r.A b ­sch nittE rg e b n is s e d e r U n te rs u c h u n g e n1. Ausnutzung der Heizung.Um vergleichbare, auf einen Monat sich beziehendeWerte zu erhalten, wurden nachstehende Begriffe eingeführt:a) beheizbare Nutzfläche = Nutzfläche der beheizbarenRäume, vervielfacht mit der Anzahl der Tage der betreffendenHeizmonate, geteilt durch die Anzahl derHeizmonate;b) beheizte Nutzfläche = Summe der Produkte, Nutzflächeder beheizten Räume vervielfacht mit der Anzahlder Heiztage der betreffenden Monate, geteilt durch dieAnzahl der Monate;c) beheizbarer umbauter Raum = beheizbare Nutzflächemal Raumhöhe;d) beheizter umbauter Raum = beheizte Nutzfläche malRaumhöhe;. u . . beheizte Nutzflächee) Heizungsousnutzung - behe|gbore Nu,zfläch~ 100.beheizter umbauter RaumZW' beheizbarer umbauter Raum ^Hat das Bad getrennte Warmwasser- und Raumbeheizung,dann werden für das Bad die Werte nach Ziffer b,c, d voll in Rechnung gesetzt, andernfalls mit %, unterBauteil W o hn u n g BeheizungZ e ile B a u w e ise L ag e G rö ß e N Fm 2R a u m ­h ö h einM e te rA u s n u tz u n ginv . H.K ostenim M ittelin RMfü r 100 m su m b . R.1 1 10 S t a h lg e r ip p e Eg 2‘/z 58,3 2,94 67,50 22,34 0,752 o> 2 Z ie g e l ,, 2 7 z 57,0 2,94 97,50 24,39 0,613c3 10 S t a h lg e r ip p e n 27z 58,3 2,94 98,80 43,88 1,094 a> '5 2 Z ie g e l 2. O b g . 27z 57,0 2,94 33,80 9,44 0,66JO5 V-C c 10 S ta h lg e r ip p e ,, 27z 58,3 2,94 52,30 13,16 0,616 ¡5 o 10 ,, „ 27z 58,3 2,94 61,90 11,96 0,477 E 11 Z ie g e l 1 - O b g . W k 1 7 , 45,8 2,62 99,90 14,74 0,458oc 10 S t a h lg e r ip p e Dg 27z 58,3 2,94 90,20 20,12 0,559 O) 1 15 Z ie g e l Eg. W k 1 7 , 45,8 2,62 99,88 20,96 0,6410cD 3 IV 5 E is e n b e to n ,, 2 49,1 2,98 100,00 15,70 0,4511 -CC*5 1 15 Z ie g e l 2 .O b g . W k 17z 45,8 2,62 96,70 14,97 0,4812


der Annahme, daß % der erzeugten Wärme für dieWarmwasserbereitung erforderlich sind.Für die untersuchte Wohnung Nr. 1 errechnen sich dieWerte gemäß Tabelle 2 auf Seite 852.Es wurden beheizt20.0-29,99 v. H. d e r b e h e iz b . N u tz fl.3 0 .0 -3 9 ,9 9 „4 0 .0 -4 9 ,9 9 „50.0-59,99 „6 0 .0 -6 9 ,9 9 „7 0 .0 -7 9 ,9 9 „8 0 .0 -8 9 ,9 9 „9 0 .0 -9 9 ,9 9 „100,0O f e n h e iz u n g1 W o h n u n g3 W o h n u n g e n1 W o h n u n g3 W o h n u n g e n3 W o h n u n g e n5 W o h n u n g e n4 W o h n u n g e n4 W o h n u n g e n3 W o h n u n g e nAls mittlere Ausnutzung ergibt sich für:S to c k w e rk s ­h e iz u n g1 W o h n u n g4 W o h n u n g e n10 W o h n u n g e n27 W o h n u n g e n 15 W o h n u n g e nOfenheizung 78,0 v. H. der beheizbaren Nutzfläche,Stockwerksheizung 96,2 v. H. der beheizbaren Nutzfläche.In der Wohnung der Reihe 20,0—29,99 (Ausnutzung 20,3)wurde lediglich die Kammer beheizt. In der Reihe 30,0bis 39,99 wurden in 2 Wohnungen nur die Kammer, in1 Wohnung nur das Wohnzimmer fast täglich, dieübrigen Wohnräume vereinzelt geheizt, die Küche nicht.(Ausnutzung 36,4 v. H., 36,5 v. H., 33,8 v. H.) Die Mieterdieser Wohnungen waren tagsüber auswärts beschäftigt.Die Bäder wurden in allen 42 Wohnungen im allgemeinenwöchentlich nur einmal benutzt. Die Heizungsausnutzungder Wohnungen mit Ofenheizung war imallgemeinen abhängig von der Zahl der Familienmitgliederund ihrer Verdienstmöglichkeit. In den W ohnungender Zeile I 15 mußten alle Räume beheiztwerden, da die einzelnen Heizkörper keine Absperrventilehatten.r ~—1 Z iegelm auerw erk2. Monatliche Kosten der Heizung.Die sich im Mittel für die 3 Beobachtungsmonate ermr i Z iege/m auerw erk2 Grundriß mit Ofenheizung, ZiegelbauI, Zeile 2 und Stahlgerippebau I,Zeile 1r mZiegelmauerwerk3 Grundriß mit Stockwerksheizung,Ziegelgerippe- und Eisenbetonbau IV,Zeile 3 und 54 Grundriß mit Stockwerksheizung,Ziegelbau I, Zeile 15851


S u m m e N u tz flä c h e m a l H e iz ta g e . . .b e h e iz b a r e N u t z f l ä c h e ...............................b e h e iz b a r e r u m b a u t e r R a u m ...............b e h e iz te r u m b a u t e r R a u m .......................A u s n u tz u n g d e r H e iz u n g .......................K o sten im M ittel D e z ./F e b r.......................K o sten fü r 100 m 3 b e h e iz te n R aumTabelle 2W Z iagebenden Kosten sind aus Tabelle 1 ersichtlich.Die Mindest- und Höchstkosten betrugen bei:OfenheizungZeile I 2 (Ziegelbau) und 10 (Stahlgerippebau)H e i z t a g ef ü rb e h e iz b a r e N u tz flä c h eSZi Ka KüB W Zib ' cd e aSZibb e h e iz te N u tz flä c h e31 31 31 31 31 22 12 19 19 531 31 31 31 31 29 9 12 31 529 29 29 29 29 29 20 14 29 491 91 91 91 91 80 41 45 79 1415,83 13,63 8,71 7,94 3,64 15,83 13,63 8,71 7,94 3,641 (15,83 + 13,63 + 8,711 -7 ,9 4 + 3 ,6 41466,4 558,83 391,95 627.26 50,964527,25a + b + c + d + ’/s e = 3061,384527,25/3 = 150 9,083061,38/3 = 1020.462,94 m1509,08 • 2,94 = 4436,70min. 3.34 RM (Ausnutzung?20,3 v. H. Reihenwohnung,1. Obergeschoß);max. 43.88 RM (Ausnutzung 98,8 v. H. Giebelwohnung,Erdgeschoß);im Mittel 14,87 RM.Zeile I 11 (Ziegelbau)min. 8.50 RM (Ausnutzung 100 v. H. Reihenwohnung,1. Obergeschoß);max. 14,74 RM (Ausnutzung 99,9 v. H. Giebelwohnung,1. Obergeschoß);im Mittel 12,53 RM.KleinststockwerksheizungZeile I 15 (Ziegelbau)min. 14,97 RM (Ausnutzung 96,7 v. H. Giebelwohnung,2. Obergeschoß);max. 27,44 RM (Ausnutzung 98,2 v. H. Giebelwohnung,3. Obergeschoß);im Mittel 22,15 RM.Zeile IV 3, 4 (Ziegelgerippebau), 5 (Eisenbetonbau)min. 14,18 RM (Ausnutzung 100 v. H. Reihenwohnung,Erdgeschoß);max. 23.56 RM (Ausnutzung52,10v.H.Giebelwohnung,3. Obergeschoß);im Mittel 18,54 RM.Der Grenzwert 43,88 RM bei Zeile I 2 und 10 kann alsanormal betrachtet werden. Der nächst niedrigere ist24,39 RM (Giebelwohnung, Erdgeschoß, Ausnutzung97,5 v. H.), wobei sich ein Mittelwert von 13,55 RM gegenüber14,87 RM ergibt.Die geringeren mittleren Kosten für die O f e n h e i z u n gbei der Zeile I 11 (12,53 RM) gegenüber denen derZeilen I 2 und 10 (14,87 RM bzw. 13,55 RM) erklären sichin der Hauptsache wohl daraus, daß eine geringereFläche und niedrigere Räume zu beheizen waren unddaß zwei Räume einen Ofen gemeinsam haben.Die höheren mittleren Kosten für die Kleinststockwerksheizungbei der Zeile I 15 (22,15 RM) gegenüberdenen der Zeilen IV 3—5 (18,54 RM) erklären sichaus dem Fehlen der Absperrventile an den Heizkörpern,was zur Folge hatte, daß Räume, die einen geringerenWärmegrad erforderten, überheizt wurden.| 1020,46 - 2,94 = 3001,151 0 2 0 ,4 6 .1 0 0 b z w . 3 0 0 1 ,1 5 .1 0 0 = 67,51509,08 4436,7022,34 M100 • 2 2 ,3 4 = 0,75 M3001,153. Beheizungskosten für 100 m3 umbautenRaum.Um die Beheizungskosten der einzelnen Wohnungen inbezug auf die Art der Beheizung, die Bauweise und dieLage der Wohnung untereinander vergleichen zu können,wurden die Heizkosten, die sich für jede Wohnung imMittel der 3 Beobachtungsmonate ergeben, umgerechnetauf 100 m3 beheizten umbauten Raum. Es ergaben sichgemäß Tabelle 1 bei:OfenheizungZeile I 2 (Ziegelbau) und 10 (Stahlgerippebau) (unterAusschaltung des Wertes 43,88 RM)min. 25,4 Rpf. (Reihenwohnung, 1. Obergeschoß),max. 81,0 Rpf. (Giebelwohnung, Erdgeschoß);für alle Wohnungen im Mittel 50,2 Rpf.Zeile I 11 (Ziegelbau)min. 25,9 Rpf. (Reihenwohnung, 1. Obergeschoß),max. 45,0 Rpf. (Giebelwohnung, 1. Obergeschoß);für alle Wohnungen im Mittel 38,3 Rpf.KleinststockwerksheizungZeile I 15 (Ziegelbau)min. 48,1 Rpf. (Giebelwohnung, 2. Obergeschoß),max. 85,3 Rpf. (Giebelwohnung, 3. Obergeschoß);für alle Wohnungen im Mittel 68,9 Rpf.Zeile IV 3, 4 (Ziegelgerippebau), 5 (Eisenbetonbau)min. 35,4 Rpf. (Reihenwohnung, 3. Obergeschoß),max. 109,5 Rpf. (Giebelwohnung, 3. Obergeschoß);für alle Wohnungen im Mittel 53,9 Rpf.Auch hier lassen die Mittelwerte für alle Wohnungen dieselben Schlüsse zu wie unter Ziffer 2.Die Werte, die sich für die einzelnen Wohnungen aus denUntersuchungswerten ergeben, sind in Bild 5 in derReihenfolge der Tabelle 1 aufgetragen. Hinzugefügtwurde noch eine Kurve der Kosten für 10 m2 beheizteNutzfläche, die aber nur dann ihre volle Berechtigunghätte, wenn alle Räume gleich hoch wären.Die Ausmittelung der W erte der Kosten für 100 m3beheizten umbauten Raum bzw. 10 m2 beheizteNutzfläche erfolgte unter Zusammenfassung der Wohnungenam Giebel und der Wohnungen in der Reihe, jeweilsunterteilt nach Ofenheizung und Kleinststockwerksheizung.Bei der Errechnung der Mittelwerte blieben diestark nach oben und unten abweichenden Werte unberücksichtigt.Es ergibt sich als Mittelwert für 100 m3 umbautenRaumKacKüdBe852


5 Ergebnisseder HeizungsuntersuchungnoW o h n u n g e n a m G ie b e l W ohnungen in c/er R e ih eO fen h e iz u n g S to ckw e rksh e izu n g Ofen h e i z u n g Stockwerksheizung---------------- K osten in P fg fü r 700m 3 b e h e izte n um bauten R aum es j ¡m p //g e/ d e r M onate----------------- K osten in KM fü r 70 m 3 b e h e izte M u tz f/a c h e j D ezem ber/februar 7K37/tg32.................... K osten in K M in s g e s a m t.......................................................... '__________ A u sn u tzu n g d e r H e iz u n g in P ro z e n te nx x x B e h e iz b a re W o h n u ng sn u tzflä ch e in m 3Z. - Z ieg e /ba u , ZG. = Z ie g e /ge rip p e b a u , St. = S tah /g e rip p e b a u , f.ß . = E isenbetonbauWohnungen am Giebel mit Ofenheizung 55,7 Rpf., mitKleinststockwerksheizung 54,0 Rpf.Wohnungen in der Reihe mit Ofenheizung 42,1 Rpf., mitKleinststockwerksheizung 41,9 Rpf.Der größere Unterschied bei den Mittelwerten für dieGiebelwohnungen gegenüber den Mittelwerten für dieReihenwohnungen erklärt sich wohl daraus, daß dieGiebelwohnungen mit Kleinststockwerksheizungen gleichmäßigererwärmt werden und infolgedessen weniger abkühlenals die mit Ofenheizung, was bedingt, daß beiOfenheizung stärker und damit teurer geheizt werdenmuß, während bei den Reihenwohnungen infolge der geringerenAbkühlung auch der Wohnungen mit Ofenheizunghier an Heizstoffen gespart werden kann.S c h lu ß fo lg e ru n g e nAus den Ergebnissen der Untersuchungen lassen sich eineReihe von Schlüssen ziehen, die zwar zum Teil auch ohnederartige Feststellungen bekannt waren, wofür aber jeglicherzahlenmäßige Nachweis bisher fehlte. Wenn erauch hier nicht einwandfrei geführt werden kann (hierfürzeugen die teilweise beträchtlichen Schwankungen dereinzelnen W erte, außerdem die Nichtberücksichtigung derWärmegrade und der Heizungsdauer), so liegt dies ander erheblichen Schwierigkeit der einwandfreien Durchführungderartiger Untersuchungen. Die Beheizung vonWohnungen ist nicht nur eine finanzielle, vielmehr aucheine individuelle Angelegenheit. Diese Momente müssendie Untersuchungen beeinträchtigen. Wissenschaftlich einwandfreieErgebnisse, die Aufschluß geben würden überdie Menge der für eine gewisse Temperatur erforderlichenHeizstoffe und deren Kosten bei den verschiedenenArten von Heizungen, verschiedenen Bauweisen und derverschiedenen Lage der Wohnungen, könnten nur erzieltwerden, wenn die Beheizung in leeren Wohnungen nachgenauen Vorschriften durch Beauftragte der untersuchendenStelle erfolgen würde; dies scheitert aber an denhierfür entstehenden Kosten.1. Folgerungen in bezug auf die Ausnutzung der Heizung:Die Stockwerksheizung verleitet offensichtlich dazu, alleRäume zu beheizen, auch wenn dies nicht unbedingt erforderlichund zweckmäßig ist (Schlafzimmer). Mieter, diegeringe oder gar keine Verdienstmöglichkeit haben, könnensich bei Ofenheizung weitgehendst einschränken unddamit ihre Heizkosten senken. Bei Kleinststockwerksheizungsollten die Heizkörper in allen Räumen mit A b­sperrvorrichtungen versehen sein, da andernfalls eineEinschränkung der Beheizung nur in der Weise möglichist, daß alle Räume ungenügend beheizt werden.853


2. Folgerungen in bezug auf die Bauweisen:Ein Einfluß der Bauweisen auf die Heizkosten konntenicht festgestellt werden.3. Folgerungen in bezug auf die Lage der Wohnung: Inden Giebelwohnungen, gleichgültig ob sie durch Stockwerksheizungoder Ofenheizung beheizt werden, sinddie Heizkosten im allgemeinen höher als in den Reihenwohnungen.In den Giebel- und Reihenwohnungen beiderHeizungsarten ist die Reihenfolge der mittlerenKostenhöhe: Erdgeschoßwohnungen, Wohnungen im3. Obergeschoß (unter dem Dach), Wohnungen im 1. und2. Obergeschoß. Hohe Beheizungskosten ergaben sichauch für die Wohnungen über Trockenkellern. Die Kostenfür Wohnung Nr. 2 (Ofenheizung — Ziegelbau) betrugenim Monatsmittel 24,39 RM, für 100 m3 beheizten Raum60,6 Rpf.; für Wohnung Nr. 9 (Kleinststockwerksheizung —Ziegelbau) 20,96 RM, bzw. 63,9 Rpf. Diese Wohnungensind sehr fußkalt, weil in den darunterliegenden Trockenkellerndie Fenster fast den ganzen Tag geöffnet sind.4. Folgerungen in bezug auf die monatlichen Betriebskosten:Bei gleicher oder annähernd gleicher voller Ausnutzungder Heizung ist die Ofenheizung nur wenigteurer als die Stockwerksheizung. Da sie die Möglichkeitweitgehendster Einschränkung der Beheizung bietet,dürfte sie für Mieter, deren soziale Schichtung ähnlich derin Haselhorst ist, zweckmäßiger sein als Kleinststockwerksheizung.KOSTENSENKUNG DURCH BAUFORSCHUNGENDie Errichtung von Wohnungen für große Teile der Bevölkerungmit möglichst geringem Kostenaufwand wirdman in den nächsten Jahren nicht allein dadurch lösendürfen, daß Nutzfläche und Raumhöhe der einzelnenWohnung auf ein zulässiges Mindestmaß und die Ausstattungauf das Einfachste beschränkt wird. In ersterLinie muß die Kostensenkung erzielt werden durch eineVerringerung der Kosten für Kapitalbeschaffung, Bauausführungund Bauunterhaltung. Somit sind es vor allemvolkswirtschaftliche, betriebswirtschaftliche und technischeProbleme, für deren Lösung sich die Bauherren, Architekten,Unternehmer und bauaufsichtführenden Behörden(Baupolizei, Gewerbeaufsicht) einsetzen müssen.Eine Kostenminderung durch Maßnahmen volkswirtschaftlicherArt (Senkung der Zinssätze,Grundstückspreise, Löhne, sozialen Lasten, Baustoff preise,Steuern) muß durch ständige Beeinflussung der diesbezüglichenInteressentengruppen erreicht werden. EineKostensenkung durch betriebswirtschaftlicheMaßnahmen und durch technische Verbesserungenkann dagegen durch gemeinschaftlicheBauforschung erzielt werden, wenn geprüft wird, wasbesserungsbedürftig und -fähig ist (Finanzierung, Planung,Bauweise, Baustoffe, Bauteile, Bauausstattung, O rganisation,Betriebsführung, behördliche Bestimmungen), wennuntersucht wird, wodurch Verbesserungen erzielt werdenkönnen und die gewonnenen Erkenntnisse, Erfahrungenund Ergebnisse künftig verwertet werden. In den letztenJahren wurde von mancher Seite darauf hingewiesen,daß durch eine in diesem Sinne durchgeführte Bauforschung,insbesondere soweit sie sich mit dem Baubetriebbefaßt, nur eine geringe Kostensenkung erzieltwerden könne, daß sie sogar in vielen Fällen recht fraglichsei, weil das wirtschaftliche Bauen von dem harmonischenZusammenwirken unendlich vieler Ereignisse abhänge,die im voraus nur zum geringen Teil übersehenund beeinflußt werden könnten, nicht zuletzt deshalb,weil das Bauen sehr stark von psychologischen undphysiologischen Bedingungen beeinflußt werde. I mGegenteil, gerade weil unbeeinflußbareGeschehnisse die Rentabilität des Bauensmit in Frage stellen, müssen die beeinflußbaren,soweit sie mit Verlustquellenbehaftet sind, verbessert werden.Die Inangriffnahme solcher Maßnahmen zurKostensenkung darf nicht in der Reihenfolge einerGrößenordnung vorgenommen werden, vielmehr muß anden Stellen begonnen werden, bei denen sich die meisteAussicht auf Erfolg bietet, und dies ist trotz aller bestehendenSchwierigkeiten in erster Linie auf betriebswirtschaftlichemund technischem Gebiet der Fall. Wenn dortdurch Bauuntersuchungen auch nur ein Bruchteil der notwendigenKostensenkung erreicht werden kann, so lohntes sich, sie vorzunehmen, insbesondere heute, wo esnötig ist, den Kostenaufwand unter allen Umständen zumindern. Zudem darf den Kreisen, die durch eine Kostensenkungvolkswirtschaftlicher Art berührt werden, nicht derEinwand geliefert werden, daß von den unmittelbar Beteiligtennichts getan worden sei, um das Bauen zu verbilligen.Die Bauforschung hat sich in den vergangenen Jahrenhauptsächlich auf Bauweisen und Baustoffe erstreckt. Eskonnte auch tatsächlich in technischer Hinsicht eingrößeres Maß der Vollkommenheit erreicht werden. Wäredie Organisation der Baustelle und die Betriebsführungmit derselben Intensität in den Aufgabenkreis einbezogenworden, dann würde das Baugewerbe heuteder Wirtschaftskrise gefestigter gegenüberstehen, nichtzum mindesten deshalb, weil der Reinigungsprozeß, derim Baugewerbe so dringend vonnöten ist, schon vor derKrise eingesetzt hätte. Dadurch hätte sich der Auftragsschwundgeringer ausgewirkt. Schon vor Jahren habenWissenschaftler und Praktiker auf diese Zusammenhängehingewiesen, forderten betriebliche Bauuntersuchungenund beschäftigten sich selbst mit der Lösung von Teilfragen.Es sei hier nur verwiesen auf die Arbeit derBaugewerbeverbände, von Prof. Dr.-Ing. M. Mayer, Prof.Dr.-Ing. Janßen, Dipl.-Ing. Rode und auf jene des DeutschenHandwerksinstituts Hannover. Letztere ist um sobeachtenswerter, weil dieses Institut vom Handwerk fürdas Handwerk ausschließlich zu dem Zweck geschaffenwurde, um die kleinen und mittleren Betriebe in betriebswirtschaftlichenFragen zu beraten, für die Durchführungvon betriebswirtschaftlichen Untersuchungen Verfahrenauszuarbeiten und einen Nachwuchs heranzubilden, derden Anforderungen der Gegenwart und Zukunft gewachsenist.Von Privatdozent Dr.-Ing. Hotz, dem Leiter des DeutschenHandwerksinstituts, liegt uns unter dem Titel„Kostensenkung durch Bauforschungen"1)ein Buch vor, das über Untersuchungen und deren Ergebnisseunterrichtet, die von diesem Institut im Rahmenseiner Zweckbestimmung sowie von anderen Fachleutenund Forschungsstellen mit Unterstützung der „Stiftungzur Förderung von Bauforschungen" durchgeführt wordensind. Die Zusammenstellung und Form der einzelnen Be-') B erlin 1932, B e u th -V e rla g854


ichte läßt erkennen, daß die betriebswirtschaftliche Bauforschungweiter fortgeschritten ist und festeren Fuß gefaßthat, als allgemein bekannt ist.Die Schrift wird eingeleitet durch einen von Dipl.-Ing.Räthling, Berlin, verfaßten Überblick über „Entwicklungund Gestaltung der Baubetriebsforschung",dem der Gesichtspunkt zugrunde liegt,daß die Kenntnis der Entwicklung einer Bewegung dieWege zu deren Ausbau weist. Der Verfasser zeigt, wiesich einzelne Persönlichkeiten des Baugewerbes unddessen Verbände bemühten, durch wissenschaftliche Aufdeckungder Zusammenhänge des betrieblichen Geschehensden Vorwurf aus der W elt zu schaffen, daß siegrundsätzliche Gegner der Bauforschungen seien. Räthlingzeigt die Widerstände, welche die Bemühungen desBaugewerbes lange Zeit hemmten, und wie sie schließlichdurch unermüdliche Arbeit der Führer des Baugewerbesüberwunden wurden, vor allem durch die BaumeisterBenning, Gestrich und Lauffer und die VerbandsgeschäftsführerSchlegel, Stroux und Reg.-Baumstr. Teller.Die Darstellung der Anteilnahme des Baugewerbes amAufbau und an der Entwicklung der Baubetriebsforschungwird durch Baustellenuntersuchungen desRheinisch-Westfälischen Baugewerbeverbandes2) bestätigt,einer vor kurzem erschienenen Schrift, die in dieser Fassungvor einigen Jahren kaum denkbar gewesen wäre. Dadieser führende Verband des Baugewerbes seine Untersuchungennach den von Hotz vorgeschlagenen Richtliniendurchgeführt hat und nun erwartet, „daß dieseArbeit dazu beitragen wird, das Verständnis für die N otwendigkeiteiner ständigen genauen Erfassung der Baukostenelementezu fördern", so ist dies wohl ein weiteresZeichen dafür, daß die in den letzten Jahren von Hotzsehr stark beeinflußte Entwicklung der Maßnahmen zurKostensenkung hinsichtlich der Art und Weise der Durchführungder Untersuchung eine für die Baubetriebebrauchbare Lösung gefunden hat. Es kommt nunmehrdarauf an, Bauherren, Architekten und Unternehmer dafürzu gewinnen, daß die Wirtschaftlichkeit der von ihnengetroffenen Maßnahmen vor und während der Bauausführungnach diesen Gesichtspunkten geprüft wird.Hotz gliedert seine Schrift in Betriebs-, Bau - undArbeitsuntersuchungen und umschreibt dieseBegriffe: „Betriebsuntersuchungen vermitteln Einblick indie Betriebsorganisation und Kostenentstehung des Gesamtbetriebes,deren Beobachtung Winke zur Kostenverminderungg ib t"; „Bauuntersuchungen erfassen dieeinzelnen Bauvorhaben zeit-, mengen- und kostenmäßig,sowie die Organisation auf der Baustelle"; „Arbeitsuntersuchungenerfolgen an einzelnen Arbeiten auf derBaustelle, dienen zur Ermittlung der eigentlichen Nutzarbeitszeitenund der unproduktiven Zeiten".B e trie b s u n te rs u c h u n g e nDie beiden ersten Arbeiten zeigen, wie Betriebsunfersuchungenb e i einer Baugenossenschaft undeiner mittleren Bauunternehmung durchgeführtwerden müssen und was mit ihnen zu erreichenist. Sie bringen Vorschläge für das Erkennen von Verlustquellen,die Ausschaltung von Verlusten und die Führungderartiger Betriebe nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten.Eine Vertiefung findet das Problem der durchgeführtenKostenzergliederung durch die „Berechnung derBaukosten", eine überaus wertvolle Untersuchungüber die Verfeinerung der Kalkulation, ihre Hauptfragen') „Baustellen - Untersuchungen", Heft 17 der Schriftenreihe des Rheinisch-WestfälischenBaugewerbeverbandesund ihren Aufbau. In ihren Grundgedanken berührt siesich mit den diesbezüglichen Arbeiten Janßens und desReichsverbandes Industrieller Bauunternehmungen. W iedort, so werden auch hier die Elemente der Kostenrechnung,die Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträgerals Ausgangspunkt der Betrachtung gewählt und im einzelnenerläutert, da es für die Aufstellung einer Kostenberechnung,die gleichsam das Spiegelbild des Betriebsgeschehenssein soll, in erster Linie wichtig ist zu wissen,was für Kosten entstanden sind, wo sie entstanden sindund wie sie zu verteilen sind. Eine „überschlägigeBaukostenberechnung" behandelt das Verfahrender Preisermittlung bei der Planung, bei Aufstellungeines Finanzierungsplanes und bei der W ertermittlungund Rentabilitätsberechnung eines ausgeführtenBauvorhabens. Das vom Reichsverband Industrieller Bauunternehmungengeförderte Bestreben, durch Schaffungallgemeiner Grundlagen der Preisermittlung eine obereund untere Grenze für den angemessenen Preis festzulegen,wird durch diese Abhandlung wesentlich unterstützt.In einer „Praktischen Anleitung zurPreisberechnung" wird diese theoretische Untersuchungdurch ein Zahlenbeispiel ergänzt, wobei derVerfasser, Architekt Kornbusch, W ert darauf legt, durcheine Reihe von Vordrucken die Preisermittlungsarbeit zuvereinfachen und übersichtlich zu gestalten. Interessantist die von ihm vorgeschlagene Methode zur Bestimmungder Leistung in einer Arbeitsstunde für Maurerarbeiten,die auf Zeitaufnahmen beruht und sich der von Gilbrethund wohl auch von Prof. M. Mayer durchgeführten Ermittlungsartnähert. W ie aus Berichten über Arbeitsuntersuchungen,die unter Leitung von Hotz durchgeführt wurden,hervorgeht, schlägt er andere Wege ein. Die Bekanntgabebeider Verfahren wird dazu anregen, dieseVorschläge in der Praxis auf ihre Bewährung hin zuprüfen, so daß auch für dieses Untersuchungsgebiet allgemeineRichtlinien ausgearbeitet werden können.„Die Verwendung von Vordrucken im Baugewerbe"bedeutet nicht nur eine Erleichterung derSchreibarbeit, sie hat vielmehr wesentliche Bedeutungfür das Aufspüren von Verlusten, wenn die verschiedenenVordrucke, insbesondere jene für die Selbstkostenberechnungund Nachrechnung, aufeinander abgestimmt sindund einen klaren Überblick über die kostenmäßige Auswirkungder Betriebsvorgänge ermöglichen. Die indieser Schrift gegebenen Beispiele, Vordrucke von Baugewerbeverbänden,vom Verband sozialer Baubetriebeund von einzelnen Unternehmungen, sollen die Baufachleuteanregen, an einer Vereinheitlichung des Vordruckwesensmitzuarbeiten, die ebenso notwendig erscheintwie die von Prof. Dr.-Ing. Gropius vorgeschlagene „V e r-e i n h e i 11 i c h u n g d e r Darstellung von Bauplänen". Mit welchen Hilfsmitteln in Amerika, demUrsprungsland wissenschaftlicher Baubetriebsführung, gearbeitetwird, zeigen Gropius und Architekt Möller, w o­bei die dort gemachten Erfahrungen für deutsche Verhältnisseausgewertet werden.BauuntersuchungenIn diesem Abschnitt erscheinen Berichte über die viel umstritteneSiedlung in Dessau-Törten, die vonder Rfg untersuchte Siedlung in Hamburg, überWinterbauarbeiten in L e i p z i g - R e u d n i t z ,über Untersuchungen der Firma Richter &Schädel, Berlin, und über die „Ermittlungvon Richtwerten und R e g e 11 e i s t u n g e n imWohnungsba u", durchgeführt bei der Firma Hus-855


Die Untersuchungen des Deutschen Handwerksinstitutsund ihre Ergebnisse beweisen, daß im Baubetrieb immerwieder die nämlichen kleinen und großen Fehler begangenwerden, deren Summe am Jahresende sowohlbeim Unternehmer als beim Bauherrn oft einen erheb­mann in Oldenburg. Der Aufbau dieser Berichte ist entsprechendder Durchführung der diesbezüglichen Untersuchungenim wesentlichen einheitlich gestaltet und gibthierdurch Gelegenheit, die Arbeitsweise des DeutschenHandwerksinstituts im einzelnen kennenzulernen und beider Durchführung eigener Untersuchungen anzuwenden.Der Unternehmer kann daraus erkennen, welche Maßnahmenzu treffen sind, damit auf der Baustelle wirtschaftlichgearbeitet wird, der Bauherr, wie er denArbeitsfortschritt am zweckdienlichsten verfolgt. EineMenge von Werten, die durch Bauberichterstattung fürdie Arbeitsleistung bei den verschiedensten Arbeiten ermitteltwurden, können als Grundlage für die Schaffungvon Kalkulationswerten Verwendung finden. Die Berichteüber die Bauten in Dessau und Hamburg bringenHinweise auf die Erfahrungen, die bei den dort angewandtenBauweisen während des Baues und nach Bezugder Wohnungen gemacht wurden. Die Versuche am lichen Verlust ergeben.Winterbau erstreckten sich auf die Ausbauarbeiten undden Außenputz. Der Gewinn an Bauzeit betrug sechsWochen, der Mehraufwand für die Winterbaumaßnahmenentsprach, abgesehen von der Einsparung anArbeitslosenunterstützung, etwa den erzielten Ersparnissen.Die in Leipzig erlangten Ergebnisse können zwarnicht allgemein verallgemeinert werden, sie sind aberzur Zeit äußerst lehrreich.A rb e its u n te r s u c h u n g e nDie Ergebnisse der „Versuche mitPorositbeto n",über „Die wirtschaftliche Verwendung vonH a n d w e r k s z e u g e n und Maschinen imkleinen und mittleren Baubetrieb" und„W irtschaftlichkeitsfragen der Fördermittelim Bauwese n", bestätigen erneut, daß nurdurch Arbeits- und Zeitaufnahmen die inneren Zusammenhängeder einzelnen Arbeitsvorgänge einer Arbeit erkanntwerden können und daß sie notwendig sind fürden Vergleich verschiedener Arbeitsverfahren bei derselbenArbeit, insbesondere für die Bestimmung derGrenze ihrer wirtschaftlichen Verwendungsmöglichkeitzur Verbesserung der Arbeitsverfahren, zur Ausschaltungder Verlustzeiten, zur Beurteilung der Zweckmäßigkeit derMaschinen, Geräte und Werkzeuge, kurz zum Erkennender Angriffspunkte für eine Kostensenkung bei den einzelnenArbeiten.Sie zeigen aber auch, daß einkostenmäßiger Verfolg der Betriebsereignisse, ein vorbedachterArbeitsplan, eine gründliche Arbeitsvorbereitung,eine ununterbrochene Beobachtung der Ereignisseauf der Baustelle mit geeigneten Hilfsmitteln,nicht zuletzt ein uneingeschränkter Erfahrungsaustausch,dazu beitragen, nicht nur Verlustezu vermeiden, sondern auch die Kosten zu senken.D e r Wiederaufbau der B a u w i r t s c h a f tstellt hohe Anforderungen an die Betriebs f o r m e n , Arbeits- und Prüfverfahren.Die Untersuchungsmethoden desDeutschen Handwerksinstituts sind soweit ausgebaut, daß sie beim Wiederaufbaugute Dienste leisten werden.Reg.-Baumstr. Heiss, BerlinTECHNISCHE FORTSCHRITTED e r F a lts c h ra n kBerufstätige in höheren Stellungen und selbständige Geschäftsleutemüssen sich sehr häufig in kürzester Zeitumziehen. Geschäftsanzug, Straßenanzug, Hausanzug,Sportanzug, Gesellschaftsanzug wechseln in bunterReihenfolge. Eine derartige Garderobe in Ordnung zuhalten und bei Bedarf schnell bereit zu haben, stelltgroße Anforderungen an den Haushalt. Bei den auchin besten Verhältnissen erzwungenen Einschränkungenim Personal ist diese Aufgabe fast unlösbar geworden.856Der Faltschrank bringt die Lösung dieses Problems inraumwirtschaftlichster Form. Er kann vor die Wand gesetztoder bei Planung im Neubau bündig in die Wandeingelassen werden. Der Faltschrank besteht aus einerAnzahl von Gefachen, die sich fächerartig aufziehenlassen. Jedes Gefach, das wieder in sich unterteilt ist,ist für die Aufnahme eines Anzuges vorgesehen. Abernicht allein der Anzug wird darin untergebracht, sondernalles, was man sonst zu ihm trägt. Die einzelnen Stückeliegen in jedem Fach an einer bestimmten Stelle. AnHand einer ein für allemal aufgestellten Liste kann jedesGefach von der Hausfrau oder einem Dienstboten ohneweitere Überlegungen eingerichtet oder ergänzt werden.Im Bedarfsfall ist es nicht mehr notwendig, sich die benötigtenKleidungsstücke mit allem Zubehör aus einemSchrank oder mehreren Schränken hervorzusuchen.Bei Nichtbenutzung verschwindet der Faltschrank trotzseiner im Gebrauch gegebenen leichten Zugänglichkeitund bequemen Einrichtung auf kleinstem Raum. Ernimmt dann nicht mehr Platz weg als ein gewöhnlicherentsprechender Kleiderschrank, wegen seiner gutenRaumausnutzung eher weniger. Beim Gebrauch wird ernur so weit aufgezogen, als man es gerade benötigt.Man wird daher in die vorderen Gefache diejenigenAnzüge hängen, mit deren Gebrauch am meisten zurechnen ist.Eine solche Einrichtung macht sich bei sorgfältiger Aufstellungeiner hauswirtschaftlichen Rechnung und wennman den ersparten Ärger in Betracht zieht, in kurzerZeit unentbehrlich.Hersteller: Ludowici, Jockgrim (Pfalz)

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