Der schmale Weg - Dr. Lothar Gassmann

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Der schmale Weg - Dr. Lothar Gassmann

Der schmale WegORIENTIERUNG IM ZEITGESCHEHENHeiligteureHerzen!„Erforsche mich, Gott, underkenne mein Herz;prüfe mich und erkenne,wie ich ‘s meine!“Psalm 139,23Vierteljahresschrift, 3. Jahrgang 22011


Das ungeordnete Innenlebenvieler Kinder GottesVon Daniel Schäfer †„Heiligt eure Herzen!“ (Jakobus 4,8)Sehr viele Christen, viele Kinder Gottes,Jünger und Jüngerinnen Jesu gehen miteinem ungeordneten, verworrenen, unreinenInnenleben ihren Weg. DieseTatsache tritt mir immer wieder entgegenaus persönlicher Seelsorge an KindernGottes, aus seelsorgerlichen Briefen,im Umgang mit Christen, die mannäher kennenlernt. Das macht so unsagbartraurig; denn die Folge dieses Zustandesfür die Gemeinde Gottes, fürden Bau des Reiches Gottes ist oft erschütternd.Gemeinden, Gemeinschaften,Vereine gehen zugrunde am ungeordnetenInnenleben der Christen.Diener Gottes – Sündenknechte!Da sind Diener Gottes - Sündenknechte!Da sind Vorstandsbrüder und leitendePersonen - Gebundene! Da sind Christenmit Ansehen und Ruf - fromme Komödianten!Die Innenwelt, die ganz verworrenund ungelöst ist, hat man nachaußen mit Frömmigkeit dekoriert, undso spielt man Komödie vor Gott undMenschen. Das verborgene Leben mitChristo in Gott ist völlig in seinen Wurzelnverdorrt und erstorben, aber nachaußen täuscht man den Gläubigen vor.Dieser Zustand ist vor Gott freilich einGräuel. Spurgeon sagt einmal:Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 5


"Wenn man einen Misthaufen mit wohlriechendemLavendelöl begießt, sobleibt er doch ein Misthaufen." Undwenn man ein der Sünde dienendes Innenlebenmit frommer Dekoration undchristlicher Hülle umgibt, so bleibt esdoch vor Gott ein Gräuel. Vgl. Jesaja 1,10 - 16.Inneres und ÄußeresWenn es innerlich nicht stimmt, dannkommt dies eines Tages doch zum Ausbruch.Ein ungeordnetes Innenlebenführt der, der in verborgenen Sündenlebt und von seinen Lieblingssündennicht loskommt; der, der seine Vergangenheitnicht geordnet hat und mit unvergebenenGeschichten durchs Lebengeht; der, der vergessen hat die Reinigungder vorigen Sünden, und der darinweiter lebt; der, der mit dem Geist dieserWelt paktiert und den WeltgeisternEinfluss auf sein Innenleben gibt; der,der ein halbes Christenleben führt: halbWelt - halb Jesus, und darum zu einemunseligen Doppelleben kommt, das zuletztunter die Gewaltherrschaft Satanskommt.Ein ungeordnetes Innenleben führt der,der sich von dem Geiste Gottes nichtmehr strafen lässt, nicht mehr züchtigenlässt, nicht mehr ziehen, mahnen, warnenlässt; der, der die Innenwelt nichtganz unter die Königsherrschaft Jesustellt, um ihm alle Herzkammern zu öffnen,um ihm alle Gebiete unterzuordnen,um ihm alle Schlüssel zu übergebenund den ganzen Einfluss über alleeinzelnen Lebensgebiete zu überlassen.Fromme DekorationEin ungeordnetes, unsauberes Innenlebenist wie ein verwüsteter Garten miteinem noch schönen Zaun! Der Zaun,fromme Dekoration und geübte christlicheForm, aber drinnen, o drinnen: datreibt das Unkraut der Weltlust, dasprossen Giftpflanzen der Lieblingssünden,da wachsen die Schlinggewächseweltlicher Verbindungen, da treiben dieTriebe des unerlösten Ich-Lebens: Jähzorn,Neid, Sinnlichkeit, Selbstsucht,Hochmut, Unversöhnlichkeit, und entwickelnein solches Gewächs von Leidenschaften,wie man es bei ausgesprochenenWeltkindern nicht dunkler findet.Auf dem Boden des unerlösten Ich-Lebensfeiert der Satan seine Triumphe,und die Keime des ausgestreuten Höllensamensfinden hier Nahrung, so dassdas Innenleben sich wüst und wild entwickelnkann. Dabei predigt man nachaußen, singt seine frommen Lieder ganzlaut, trägt seinen Brudernamen undspricht in vollendeter Übung die SpracheKanaans. Die Schlange aber imwüsten Garten des Innenlebens freutsich ihrer Siege! Ist dein Herz eine solcheWüste!?Die täuschende Hülle fälltEin ungeordnetes Innenleben ist wie einärmlicher, leerer Geschäftsladen, in denman das Letzte in das Schaufenster legt,um täuschend zu zeigen, was man alleshat. So gibt es Christen, deren Bestesund Letztes aus dem verborgenen Glaubenslebenimmer zur Schau liegt voranderen; drinnen - öde, leer und arm;Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 6


aber im Umgang mit anderen, da zeigtman das Letzte, um täuschend vorzuspiegeln,dass man an christlichen Erkenntnissenund Erfahrungen reich ist.O diese arme, täuschende Hülle fällt!Ein unreines Innenleben ist wie einwüster Steinhaufen, ein Schutthaufenvoller Scherben, ein Abfallhaufen vollerTrümmer, die Zeugnis geben von einstigenGaben und Schätzen. Sieht es sobei dir aus?Ein ungeordnetes Innenleben ist wie einverkommener Haushalt, in dem es niesauber ist, im dem nie Ordnungherrscht, in dem nie Zucht und Glückwohnt, in dem man sich nie wohlfühlt,und der zuletzt bankrott macht. Ist dasein Bild deines zusammengebrochenenGlaubenslebens?Ein ungeordnetes Innenleben ist wieeine Rumpelkammer. In eine solcheKammer lässt man Fremde nicht sehen.Da liegt alles drunter und drüber. Dahängen die Spinngewebe in den Ecken,an den Wänden; und ein übler Geruchsteigt da heraus, wo alles wirr durcheinanderliegt. Ach, wie viele Herzen derGotteskinder gleichen einer solchenRumpelkammer! Auf die Türe aberschreiben sie: Gläubig!Ist das dein Bild und Zustand?Warnende Beispiele aus der BibelEin solches geteiltes Innenleben führteLot und seine Familie in Sodom, darumzuletzt die Flucht und das Gericht. Gedenktan Lots Weib!Ein solches verworrenes Innenlebenführte Jakob auf der zwanzigjährigenGottesflucht. Er hatte seinen alten, blindenVater betrogen, seinen Bruder betrogen,seinen Onkel getäuscht, die Götzengeduldet - und doch ein Frommer!Bis der Herr gründlich mit ihm abrechneteund ihm dann zurechthalf: 1. Mose32.Ein solches ungelöstes Innenleben führteMirjam, die den stillen Neid gegenden Bruder Mose hegte und Aaron mitin das üble Gerede zog, bis sie unterdas Gericht Gottes kam: 4. Mose 12.Ein solches unreines Innenleben führteSimson, der, als ein Erwählter Israels, einHeiland und Führer werden sollte, aberdurch die schmutzigen Ketten eines unreinenLebens, durch Sinnlichkeit an einWeib gebunden, ein elendes, tragischesEnde nahm.Ein solches ungeordnetes Innenlebenführte Saul, der von einer Stufe zur anderenhinabsank - bis ins Schwert; der niesein Innenleben erlösen, säubern, reinigen,pflegen ließ und der den lösenden HändenGottes sich entwand, bis Satan ganzMacht über ihn gewann.Ein unsauberes Innenleben führte Salomoim Alter. Dieser König, dessen Schönheit,Weisheit und Pracht eine Welt ins Staunensetzte, der aber den Herrn nicht ganzzum König machte. Ein erschütterndesBild, der alte Salomo: 1. Könige 11, vorallem Vers 4.Ein unehrliches Innenleben führte Gehasi:2. Könige 5; ein ungebrochenes Ich-Lebenführte Amazia; 2. Chronik 25. Ein geteiltesInnenleben führte Demas, der zugleichdie Welt lieb hatte, und ein unaufrichtigesInnenleben hatten Ananias und Saphira,die in der Frühlingsgemeinde in Jerusalemdeshalb gerichtet wurden. …Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 7


Die UrsachenWarum gibt es so viele Christen mit einemverworrenen, unreinen, ungeordnetenInnenleben? Wo liegen die Ursachen?Warum ist das Innenleben nichtklar? Warum gibt es kein gesegnetesWachstum? Warum kein verborgenes,seliges Leben mit Christus in Gott?Warum keinen Sieg über die Sünde,kein Ruhen im Frieden Gottes, keinenSegen für andere?Die Ursachen sind verschieden. Ich willin diesem Zusammenhang die wichtigstennennen. Jeder Leser prüfe seine innereStellung:1. Die unechte BekehrungWenn die Fundamente deines Glaubenslebennicht klar sind, kann das innereLeben zusammenbrechen. Wennnicht Buße und Glauben die Grundlagenzu einem neuen Leben waren, sonderneine halbe Bekehrung oder eineGefühlsbekehrung, eine Beinahebekehrung- dann zeigen sich bald die Wirkungeneiner unechten Bekehrung: Esbleibt alles beim Alten. Man hat denNamen, dass man lebt, aber innerlich istman erstorben. Und das innere Lebenwird zu einem toten Gebäude, einemBuchstabenglauben, ohne gründlicheHeilserfahrung. Man hat die Form, aberdas Leben fehlt. Das innere Lebenbleibt unklar, verworren. Darum prüfedie Fundamente deines Glaubens (2.Kor. 13,5)!2. Man hat die Reinigung vorigerSünden vergessenViele Christen haben nach der Bekehrungeinen unheilvollen Punkt gemacht,d.h. sie ruhen aus auf der Heilserfahrungder Vergebung der Sünden, abersie nahmen den Kampf des Glaubensnicht auf.Nach der Bekehrung folgt gleichsam derDoppelpunkt, d.h. Fortsetzung folgt! Dasist:* der Kampf des Glaubens, Eph. 6, 10-18;* der Wandel im Licht, Eph 5,8ff;* das Nachjagen nach dem Kleinod, Phil 3,13;* das Leben der Heiligung, Hebr. 12,14;* das Dienen in der Liebe, 1. Kor. 13;* das Widerstehen gegen die Sünde; Hebr.12,4;* das Reinigungsleben nach der Schrift, Jak.4,8.Und weil man die Reinigung aller sündlichenGewohnheiten, alten Triebe, altenAnlagen, alten Gebundenheiten unterlässt,weil man alle diese Dinge nichttäglich unter das Kreuz des Siegersbringt, wuchern und treiben und wachsenund sprossen und grünen und blühendiese Dinge in den unerlösten Herzenweiter - und aus dem bekehrtenHerzen wird gar bald ein ganz verworrenes,ungeordnetes Innenleben, andem der Teufel seine Freude hat. Praktischsieht es dann in den Herzen undin dem Leben vieler Gotteskinder soaus:Früher lebte man in schmutzigen Jugendsünden- als Christ ist man noch genau so gebundenin den Dingen und hat ein unreinesInnenleben.Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 8


Früher war man geizig, man hat sich bekehrt- aber Geiz und Weltsinn wuchern unbesiegtweiter im Herzen.Früher war man jähzornig - als Christ lebtman noch in steter Bereitschaft nervöserAufregung, im Sieg der alten Natur.Früher war man eitel, gefallsüchtig - alsChrist hat man den größten Gefallen an sichselbst.Früher war man empfindlich - als Christ istman es genau so.Früher war man ehrgeizig in der Welt -nach der Bekehrung "spielt man die Rolle"in den Christenkreisen und lebt ein "frommesIch-Leben".So könnte man fortfahren, die dunklen,aber wahren Momentaufnahmen christlicherHerzen zu zeigen. Es sind allesBilder der Wirklichkeit. Warum dieserZustand? Man hat vergessen die Reinigungder vorigen, der alten Sünden!Den Kampf: "Wahre Treu' führt mit derSünde bis ins Grab beständig Krieg" -hat man unterlassen.Die Folge: Ein verworrenes, ungeordnetesInnenleben!3. Man hat nicht alles in Ordnunggebracht.In der Seelsorge begegnen uns immerwieder diese erschütternden Fälle, dassChristen, die seit vielen Jahren bekehrtsind, noch immer die ungeordneten Geschichtenin ihrem Leben nachtragen.Sie kommen nicht zur Ruhe, weil ihnender Teufel immer die Dinge unter dieAugen hält, die mit Menschen nicht geordnetsind und doch geordnet werdenmüssen. Man scheut die Aussprache,man fürchtet das Bekenntnis vor Menschen,man hat Angst vor den Folgen,und so schleppt man die stille Last Jahrum Jahr weiter.Die Folge: Man ist kein froher, gesegneter,zeugnisstarker Christ, sondern im Innenlebengebunden und gehemmt, verworrenund dunkel.Ich bitte meine Leser herzlich: Machtim Innenleben reine Bahn mit Gott undMenschen. Auch wenn es schwereWege kostet, wenn es ein demütigendesBekenntnis vor Menschen erfordert,wenn es ein offenes und freies Geständnissein muss, der Herr wird es segnenmit einem zweifachen Maß von Friedeund Sieg. Und das verborgene Glaubenslebenfängt an zu gesunden, wennkein Bann und kein Druck die Seelemehr beschwert."Bekenne einer dem anderen seine Sündenund betet füreinander, dass ihr gesundwerdet" (Jakobus 5,16).4. Unversöhnlichkeit und Bitterkeitsind oft die Ursachen eines innerlichsterbenden Glaubenslebens. Wo mannicht vergeben und vergessen kann, daist kein Friede und kein Segen. Woman mit anderen kein geordnetes Verhältnishat, da ist das Innenleben untereinem Bann, es stirbt allmählich, unddas Leben aus Gott entweicht.5. Gebundenheit an die Sünde,von der man nicht lassen will. O das istdas Klagelied der jungen, und das istdas Seufzen vieler, vieler alter Christen!Man hat einst den Kampf gegen dieSünde aufgegeben, und nun klirren dieKetten. Schließlich gewöhnt man sichDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 9


mit stillem Seufzen an den Sklavendienst.Aber das Glaubensleben ist dabeiso matt, ein stetes Anklagen: Ichelender Mensch! Darum so wenig Segensträgerund Siegesfrohe unter uns,weil das Innenleben unter der Herrschaftder Sünde zerfressen und ruiniertwird.6. Die Hauptursachen des ungeordneten,verworrenen Innenlebens:Man hatte keine Gemeinschaft mit demHerrn und untereinander, kein Gebetslebenund kein Bibellesen! Die Kanäle,die aus den Siegesquellen das Leben zuströmensollen, sind verstopft. Man führtkein "Quellenleben" mehr. Darum verwüstet,verdorrt, verwelkt das Innenlebenund wird überwuchert von demSchlinggewächs und dem Dornengestrüppdes alten Wesens, wodurchschließlich alles Leben erstickt wird.O Menschenkind, nun denke über dieverschiedenen Ursachen nach und stelledich ehrlich unter diese Wahrheit. Istdein Innenleben so trostlos, so verworren,so ungeordnet und unrein, sofruchtlos und ungesegnet, dann hat dasseine Ursachen ganz gewiss in den obenangeführten Punkten. Dann sind dieFolgen und Wirkungen, von denen wirweiter unten hören wollen, ganz furchtbar.Wunderst du dich noch- über erstorbene Freude?- über stete Niederlage?- über seelischen Druck?- über innere Leere?- über einen verschlossenen Himmel?O Seele, lass' dir einen neuen Glaubensanfangschenken. Der Herr wartet aufdich.Ich will dir ein tröstendes Evangeliumswortsagen: "Der Herr hat für dich eineGnade, die dir erlaubt, einen neuen Anfangzu machen! Und er hat eine Gnade,die dir die Kraft schenkt zu einemneuen Leben!""Es gibt im Leben kein Herzeleid,von dem nicht der Heiland sein Kindbefreit!"Die Folgen und WirkungenWo das verborgene Glaubensleben, dasreligiöse Innenleben verworren und ungeordnetist, da sind auf die Dauer dieFolgen und Wirkungen katastrophalund verheerend. Wer sich den Entwicklungsgesetzender Sünde überlässt,kommt unter die sittlichen "Fallgesetze",und dann geht es von Stufe zu Stufe abwärts.Das zeigten uns die aus derSchrift erwähnten Bilder von Menschenmit verworrenem Innenleben.Du Menschenkind:Ist dein Innenleben unklar, von stillerSünde beherrscht, aus der Christusgemeinschaftgelöst, krank und belastet,dann ist es höchste Zeit, dass du denWeg zu dem priesterlichen Seelenarztfindest, der in dir ein Neues schafft,sonst trägst du die dunklen Folgen, dieich dir in nachstehenden Ausführungenzeigen will.Durch diese Folgen sind viele Gotteskinderlahmgelegt worden und zugrundegegangen. Sie wurden fruchtlos undDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 10


kraftlos im Dienst, und ihr inneres Lebenwelkte dahin bis zum Sterben.1. Menschen mit einem ungeordnetenInnenleben haben keinenFrieden.Wo die Sünde regieren kann, da machtsie aus dem Herzen einen Kriegsschauplatz,wo stille Wunden und heimlicheLasten die Seufzer erpressen. Der FriedeGottes soll in unseren Herzen regieren,sagt Paulus in Kol 3,15.Wo aber das Glaubensleben belastet istmit ungeordneten Dingen,- da muss der Friede entweichen;- da klopft das Gewissen;- da klagt die Schuld an;- da verdammt das Gesetz;- da erhebt die Hölle Anspruch;- da geht der Sturm durch die Seele;- kein Ruhen in Gott;- kein Wohnen in Friedenshütten;- kein Odem aus der ewigen Stille in derSeele;- kein Harfenschlag der Erlösungsfreude imHerzen.Über den ungeordneten Garten des Innenlebensund über das Trümmerfelddes Glaubens fliegen Sturmvögel alterSchulden und verkündigen ewige Unruhe.Friedelosigkeit spricht aus dem Wesen,aus dem Auge, aus dem Wort, ausder Tat, aus dem ganzen Leben solcherinnerlich kranken Gotteskinder. Und dabeischreit die wunde Seele: "Friede,Friede, komm', ach komm' in meineBrust!"Sag, mein Leser, ist das dein Zustand?Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 112. Menschen mit ungeordnetem Innenlebenhaben kein Wachstumim Glauben und keine FruchtWo in der Seele die Wucherpflanzentreiben und keimen, da sind:− Neid und Streit,− Lieblosigkeit und Unversöhnlichkeit,− Jähzorn und Eitelkeit,− Sündentriebe und Weltliebe,− Geiz und Ichsucht,− Ehrgeiz und FleischeslustWo man diese Dinge wuchern lässt, dakönnen die Früchte des Geistes nichtwachsen und reifen. Der zarte Ansatzvon Lebenstrieben wird erstickt undmuss ersterben.Wer den Garten seines Innenlebensverwüsten lässt, der bringt keine Fruchtfür die Ewigkeit, sondern für die höllischenScheunen. Wie viele Christen habenum diesen wüsten Garten jenenschönen Zaun, der dekoriert ist mit Formal-und Wortchristentum.Die Schrift mahnt immer wieder zumWachstum im Glaubensleben: 2.Petrus3, 18 u.a. - aber bei vielen Christen bestehtein Wachsen der Dornen und Disteln,der unreinen Wucherpflanzen inihrem unreinen Glaubensgarten.Sag, lieber Christ, ist das dein Zustand?Ist es nicht endlich Zeit, dass der himmlischeGärtner bei dir an die Arbeitkommt, um gründlich auszujäten, umzugraben,neu zu säen, um ein Neues zupflanzen?Lasst uns mit Krummacher beten:Behalte mich in der BereitungDeines Geistes für und für;Denn es würde ohne deine LeitungNur ein unfruchtbares Land aus mir.


3. Menschen mit ungeordnetem Innenlebensind keine SegensträgerNicht nur einem Abraham, sondern jedemGotteskinde gilt die Zusage undder Auftrag: "Ich will dich segnen, unddu sollst ein Segen sein!"Je klarer die Glaubensstellung, je reinerdas Innenleben, je reicher das verborgeneLeben mit Christus in Gott, je gehorsamerder Weg der Nachfolge - destoreicher die Segensfülle im Leben undDienst.Wo Gotteskinder die Wurzeln des Innenlebensin ewige Lebensquellen legen,da reifen am Glaubensbaum dieSegensfrüchte, von denen andere lebenund zehren. Man kann nur dann ein Segensträgerwerden, wenn man denKampf um ein geordnetes, klares Innenlebenkämpft. Aber wie furchtbar ist es,als "Kind Gottes" gelebt zu haben unddoch kein "Segen" für andere gewesenzu sein! Das ist ja auch mit einem verworrenen,unreinen Innenleben unmöglich.Die Bibel und die Reichsgottesgeschichte,der Blick in das tatsächlicheLeben und die sich häufenden Sündenfälleder Gegenwart zeigen immer aufsneue die erschütternde Wahrheit, dassda der Segensweg sofort verbaut wirdund abgebrochen ist, wo Menschen einverborgenes oder öffentliches Sündenlebenführen.Sag, lieber Leser, bist du ein Segensträger?Oder verläuft dein so unheimlichschnell rollendes Leben ohne Segensspuren,ohne Segenskräfte, ohne Segensquellen,ohne Segensfrucht? O tragedein Leben von neuem unter die ewigenSegenshände - sonst könntest duein Fluchbringer werden. Die Entwicklungdahin geht oft sehr schnell.4. Menschen mit einem ungeordnetenInnenleben sind keine BewährtenEs kommt ja nicht darauf an, ob du nurbekehrt bist. Du sollst als Christ ein inallen Dingen "Bewährter" sein. Paulusschreibt unter den Grüßen an die Gemeindein Rom (Römer 16,10) einschönes Wort: "Grüßet Apelles, den Bewährtenin Christo". Er schreibt nicht:Grüßet den Bekehrten oder den Vorsteheroder das Mitglied der Gemeindeoder dergleichen, sondern: den Bewährten!Welch wundersames Zeugnis! Christensollen Menschen sein, die sich in allenDingen beweisen und bewähren alsDiener Gottes.Lies 2. Kor. 6,3-10. Aber Christen miteinem unreinen, unklaren, ungeordneten,verworrenen Innenleben könnensich vor der Welt und im praktischenLeben nicht bewähren und beweisen inKraft und Zucht. Sie offenbaren ihreKraftlosigkeit, ihre Armseligkeit, ihre innereBlöße. Sie spielen Komödie, weilsie den Schein des gottseligen Lebenshaben, aber die Kraft verleugnen. Siegeben immer neuen Anstoß bei denen,die draußen sind. Sie verleugnen dasgöttliche Wesen. Sie sind keine "Reklame"für gesundes, wahres Christentum,und sie bringen zuletzt Schande auf sei-Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 12


nen Namen, auf sein Reich, auf seinVolk.Sag, lieber Christ, ist das dein Bild?Welche Verantwortung tragen wir - undwelches Gericht trifft uns, wenn wir soden Herrn und König verleugnen miteinem unbewährten Christenleben. Ach,dass unser Leben und Dienst mehr göttlichenEinfluss ausübte!5. Menschen mit ungeordnetem Innenlebenhaben kein mit Gnade u.Barmherzigkeit gekröntes AlterDer biblische Glaubenskampf führt beigetreuen Christen zu einem gesegnetenLebens- und Dienstabschluss, dass siemit Paulus am Lebensabend bekennenkönnen: "Ich habe den guten Kampf gekämpft.Ich habe den Lauf vollendet;ich habe Glauben bewahrt, mir ist beigelegtdie Krone der Barmherzigkeit"(2. Tim. 4,7-8).Ein geordnetes, innerlich klares Glaubenslebenlebt täglich von der siegenden,reinigenden, bewahrenden Gnade,die ihr Werk an der erlösten Seele bisins Alter tut. Darum spürt man bei altenGotteskindern oft etwas von der sonnigen,milden, abgeklärten Seele, die ganzin der Gnade ruht. Und ihr Lebenswerkist wie die reife Frucht der Gnade. IhrLebensabend ist durchsonnt vom Frieden,der in ihrem Herzen regiert hat.Ich habe an alten treuen Gotteskindern,an alten Knechten und Mägden desHerrn gesehen, wie es sich lohnt, einganzes Leben dem Herrn zu weihen inrestloser Hingabe und ganzer Nachfolge.Wo aber ein geteiltes Herz ist, wo manein heimatloser Grenzenlagerer ist, woman: halb der Welt - halb dem ReicheGottes, halb der Sünde - halb dem Heilandlebt, da bleibt das Innenleben ungereinigtbis ins Alter, und am Lebensabendkommt das große "zu spät!" Manstirbt als einer, der eben aus dem Brandgerettet, mit Mühe selig wird, derdurchs Gericht ins Gericht geht.Es gilt hier kein geteiltes Leben,Gott krönet kein geteiltes Herz;Wer Jesu sich nicht ganz ergeben,Der macht sich selber Müh' und SchmerzUnd träget zum verdienten LohnHier Qual und dort die Höll' davon.6. Menschen mit ungeordnetem verworrenenInnenleben geratenleicht in tiefe Sündenfälle.Diese Strandungen der Kinder Gotteshaben ja ihre oft lange Geschichte. Sieentwickeln sich aus einem inneren Zustandder Treulosigkeit, der Lauheit, derGleichgültigkeit.Von diesem innerenZustandzur tiefen Sündengeschichteistauch oft nur einSchritt. Darumwachet und betet,Satan gehtumher wie einbrüllenderLöwe. Ach, dassder Herr dich heilen und erlösen könntevon diesem gebundenen Innenleben!Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 13


HeilungSo will ich ihr Abtreten wieder heilen, gernewill ich sie lieben! Hos. 14,5Gibt es eine innere Wiederherstellungkranker, verworrener, wunder Seelen?Gibt es eine Wiedererneuerung undReinigung des verborgenen, unreinen,untreuen Innenlebens in der NachfolgeJesu? Gibt es einen neuen Anfang imGlaubensleben? Kann ein David nachseinem Fall wieder Gnade finden undein Petrus nach seiner Verleugnungwieder die Vergebung erlangen? Darfein Christ, des Doppellebens und derUntreue müde, wiederkommen zu demGott aller Gnade, um ein ganzer Christzu werden? Kann der wüste Garten einesungeordneten Innenlebens wiedersauber und gereinigt werden, dass ernoch einmal grünt und blüht zur EhreGottes? Kann der Weinberg der Seele,den die verborgenen kleinen Füchseder Sünde verwüstet haben, gereinigtwerden, dass er noch einmal Früchtebringt, die da bleiben? Kann aus einemhalben Christen noch ein ganzer Christwerden? Kann aus einem Gestrandeten,innerlich Verwundeten und Belastetennoch ein gesegnetes Gotteskind werden?"Darf ich wiederkommen mit derselbenSchuld, hast du nicht verloren endlichdie Geduld?"Die Antwort auf alle diese Fragen, diewie stilles Dürsten und heilige Sehnsuchtin vielen, vielen Herzen liegen,kann nur lauten:"Kehre um, kehre um,der du dich verloren hast...""Ich will ihr Abtreten wieder heilen,gerne will ich sie lieben",spricht der Herr.Das gilt allen denen, die von ganzemHerzen und in aufrichtiger Bußstellungvor dem Herrn stehen mit der Bitte:Dieser Zeiten Eitelkeiten,Reichtum, Wollust, Ehr und Freud,Sind nur Schmerzen meinem Herzen,welches sucht die Ewigkeit.Lass dich finden, lass dich finden,großer Gott, ich bin bereit!Es gibt eine reinigende, heilende, wiederherstellende,vergebende, siegendeGnade für alle, die aus tiefstem Herzenseufzen:Entdecke alles und verzehre,Was nicht in deinem Lichte rein,Wenn mir's gleich noch so schmerzlichwäre!Die Wonne folget nach der Pein.Du wirst mich aus dem finstern AltenIn Jesu Klarheit umgestalten!Der HERR wartet auf dich!Vor vielen Jahren hörte ich einmal in einerPredigt ein Wort, das fiel damalswie Balsam in meine wunde Seele undist mir Trost und Kraft geblieben:"Der Herr hat eine Gnade, die dir erlaubt,einen neuen Anfang in der Nachfolgezu machen."Das Wort gab mir mehr als die ganzePredigt. Ich gebe das Wort heute weiterals Evangeliumsbotschaft an alle dieGotteskinder und Christen, die innerlichgestrandet, innerlich verhungert, innerlichgebunden, innerlich verzagt, innerlichmutlos, innerlich untreu, innerlichmüde, innerlich verirrt und verwirrt, in-Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 14


nerlich verworren und ungeordnet ihrenSeufzerweg gehen.Der Herr wartet auf dich mit einer Gnade,die dir alles vergeben will und diezu dir spricht:"Sei getrost, mein Sohn, meine Tochter,deine Sünden sind dir vergeben. Gehehin mit Frieden!"Nimm das im Glauben an, du verirrtesund doch heimwehkrankes Herz. Dasist der tiefste Durst deiner Seele, wiederzum Herrn zu kommen, in seine Nachfolge,in seine Gemeinschaft, in seineGemeinde. Komm - und du darfst es erleben:"Bei dem Herrn ist viel Vergebung, under wird sich deiner erbarmen" (Jes.55,7).Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 15Die Freude der VergebungWie oft haben Kinder Gottes die Gnadenehmen dürfen, die ihnen Erlaubnisund Kraft gab zu einem neuen Anfang!Wie oft erlebten sie den Trost der Sündenvergebung,dass sie überwältigt warenin dem Erleben:Wo ist ein solcher Gott wie du?Du gibst den Müden süße Ruh',Ruh', die nicht zu ergründen;Ein Abgrund der BarmherzigkeitVerschlingt ein Meer von Herzeleid:Du, Herr, vergibst die Sünden!#Wenn auch die Freude der Vergebungnicht wie ein Strom sich in dein Herzergießt, und wenn auch dein Innenlebendie Narben von Wunden trägt,wenn auch die Nähe der alles gut machendenLiebe dir nicht spürbar ist, sodarfst du es doch wissen, dass seineGnade dir ein Neues schenkt - nein, geschenkthat. Nun beuge dich vor demHerrn im Gebet und in der Stille undnimm im Glauben diesen neuen Gnadensieg!Höre aber dann auf folgende seelsorgerlichenRatschläge, die zum innerenWachstum und zur völligen innerenHeilung und zur Wiederherstellung imGlaubensleben nötig zu beachten sind:1. Ein klares Aufräumen vor demHerrn !Haben sich Dinge und Geschichten angesammelt,die dich belasten, unvergebeneSünden, die du bekennen musst,Sündengeschichten, die nicht geordnetsind- dann bringe alles in Ordnung vor Gottund Menschen.Mache bei dem Neuanfang reine Bahn!Nimm keine alten Lasten in die neueGnadenbahn mit.Lass dir vom Geiste Gottes sagen undzeigen, wo etwas nicht geordnet ist. DerHerr wird es dir zeigen, wo alter Schutt,alte Sündensteine, alte Lasten liegen, diealle ins Meer der Barmherzigkeit fallendürfen.Bringe und sage dem Herrn alles, alles -und du darfst es erleben:Du strafst uns Sünder mit Geduld,Du zürnst nicht allzusehr,Am liebsten nimmst du unsre SchuldUnd wirfst sie in das Meer.Nur das sind fröhliche Leute, die vonkeinem verborgenen Bann erschrecktwerden.


2. Kämpfe den guten Kampf des Glaubens!Goethe sagt: Mensch sein, heißt Kämpfersein.Richtiger heißt es: Christ sein, heißtKämpfer sein!Und ich bitte dich,* kämpfe den Kampf gegen die Sünde,* gegen dein eigenes ICH,* gegen die unerlöste Natur,* gegen die Welt in dir und außer dir,* gegen den Satan,* gegen Fleisch und Blut.Wahre Treu führt mit der SündeBis ins Grab beständig Krieg,Richtet sich nach keinem Winde,Sucht in jedem Kampf den Sieg.Aber kämpfe nicht mit eigener Kraft!Auch nicht mit eigener Gerechtigkeit, dawirst du dich im Kampf zermürben undverbluten; kämpfe in seinem Namen, inseiner Kraft, in seiner Ritterschaft, in seinemSieg.In dem folgenden kleinen Wort liegtdeine ganze Kampfesrüstung:Zittern will ich vor der Sünde,Und dabei auf Jesus sehn.Und damit du überwinden kannst, beachte:3. Bleibe in der ChristusgemeinschaftWie die Rebe blüht und Frucht bringt,die mit dem Weinstock verbundenbleibt und aus ihm Kraft und Saft empfängt,so bleibe auch du in der Lebensverbindungmit ihm. Werde ein Jesusmensch,* in dessen Innenleben nur einer die Herrschafthat: J e s u s !* In dessen Leben nur einer bestimmend ist:J e s u s !* in dessen Herz nur einer die Schlüssel zuallen Kammern hat: J e s u s !* in dessen Leben einer die Gebiete erlöstund durchdringt: J e s u s !Und in allen Anfechtungen und Kämpfenwirst du mit Tersteegen die stilleSiegeskraft seines Namens erleben:Jesus-Nam', du Kraft der SchwachenMeiner Seelen Aufenthalt;Alle Höllenpforten krachen,Wenn dein Nam' im Herzen schallt.O du Schloss der sichern Ruh,Nimm mich auf und schließ mich zu;Hier kann mich kein Feind mehr finden,Hier muss alle Angst verschwindenIn dem großen Jesus-Nam'!4. Beachte, dass die Schrift von einerfortwährenden Reinigung derKinder Gottes redet.Lies daraufhin die neutestamentlichenSchriften. Diese Reinigung des innerenLebens ist schriftgemäß; sie ist notwendig;sie muss durch den Geist Gottes geschehenin einem steten Glaubensgehorsam.Wer in dieser Reinigung bleibt, erlebtauch die göttlichen Kräfte der Reinigungund den Segen derselben.Vgl. 1. Petr. 1,22ff; 1. Petr. 2,1ff.Wer aber diese Reinigung vergisst undversäumt, kommt nie zu einem geordneten,gereinigten Innenleben!5. Pflege das innere Leben !Wir können das innere Leben aus Gottuns nicht selbst geben und schaffen.Aber wir können unser Innenleben pfle-Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 16


gen und bewahren und unter göttlichePflege stellen:Wie die zarten BlumenWillig sich entfaltenUnd der Sonne stille halten,Lass mich so, still und frohDeine Strahlen fassenUnd dich wirken lassen!Soll dein inneres Leben wie ein gewässerterGarten werden, wie eine blühendeAue, wie ein fruchtbringender Baum,dann muss es gepflegt werden: Lass esmich dir kurz sagen, wie solches geschieht.Das innere Leben:es nährt sich vom Worte Gottes;es atmet himmlische Luft im Gebet;es reinigt sich in den Erlösungskräften desHerrn Jesu;es stärkt sich in der Gemeinschaft der Christen;es übt sich in Werken, die als Früchte desGeistes offenbar werden.Ach, dass Jesaja 58,11 an uns in Erfüllungginge:"Der Herr wird dich immerdar führenund deine Seele sättigen in der Dürreund dich stärken; dann wirst du seinwie ein gewässerter Garten und wieeine Wasserquelle, der es nimmer anWasser gebricht.!"* Freundlichkeit* Gütigkeit* Glaube* Sanftmut* Keuschheit.Nun gehe hin, mein Leser, und lass deinGlaubensleben ordnen und heilen vondem großen Seelsorger! Dann aber bleibein seiner Gnade. Und dann wirst duauch den Segen eines geordneten, innerlichklaren Glaubenslebens erfahrenin der ungetrübten Gemeinschaft mit Jesus.Er kann aus dir einen Segensträgermachen für viele, einen glückseligenChristen, der mit vielen Tausenden jubelt:Mein Siegeskranz ist längst geflochten,Und nichts mehr für mich abzutun;Seitdem der Held für mich gefochten,Darf ich in Friedenszelten ruhn.Mich schreckt kein Zorn, kein Fluch derSünden,Kein Tod mehr, keine finstre Nacht;Er hat in seinem ÜberwindenDurch alles mich hindurchgebracht.So lasst uns nun Geistesmenschen werden,an deren Glaubensbäumen diewunderbaren Früchte reifen, nach denensich die Welt so sehr sehnt:* Liebe* Freude* Friede* GeduldDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 17


Schön sollte er werden der Mensch - jedochals Gott zu jener Zeit in SeinemGarten Eden wandelte, fürchtete sichSein Geschöpf vor Ihm und verbargsich hinter Feigenblättern und Bäumen.Indessen - was entbehrte der Mann imvollkommenen Paradies, gemeinschaftlichverbunden mit einer Gefährtin vongleicher Art, festgehalten von GottesLiebe in einer heilen Umgebung desFriedens…? Und wie war es erdenklich,in des Schöpfers beglückender undherrlicher Nähe jemals nur den geringstenHauch eines Mangels wahrnehmenzu können?Gott hatte Sein Werk überaus weise angeordnetund in Seiner unvergleichlichenLiebe krönte Er jene Schöpfungmit dem freien Willen, um vom Menschenaus ureigenem Herzensantriebimmerdar als der Vater allen Lebensgeliebt und angebetet zu werden.Der Missbrauch der Gabe jenes Willensdurch den Menschen im schönsten allerGärten, im herrlichsten, blühendstenund wasserreichsten Land seiner Zeit,Wachsam seinbeendete das Paradies abrupt und finalfür alle späteren Generationen.Ganz anders hätte es kommen sollen,aber die göttliche Liebe wird das Risikoder Ablehnung durch den Staubgeborenenachten. Nur unverlangte Freiwilligkeitin der Liebe füllt diesen Begriff mitWahrheit.Gegenwärtig ist nichts anders geworden,seit dem Gott diese Erde in 6 Tagendurch Sein Wort hervorgerufen hat.Nur noch ausgereifter zum Unheilvollenund durch etliche Generationen verderbtist die böse Natur des menschlichenHerzens in einer systematischenVollendung des stetigen Widersachers.Eine Menschheit, welche nicht nur deutlichhinweisende Spuren auf einen intelligentenSchöpfer bis ins kleinste Detailnegiert und umdeutet, sondern obendreinnoch diabolische Ideologien derzielstrebig verdummten Bevölkerung alsneue Realität diktiert und verordnet,provoziert das Gericht Gottes vorsätzlichund verantwortungslos.Die Namen sind beliebig zu füllen mitBegriffen wie Emanzipation, Klimakatastrophe,Gleichstellung, Gender Mainstreamingoder Evolution - jedes Dogmaals neue Festlegung der Werte systematischüber Jahre hinweg in sprechendeBilder hineingestreut, mantraähnlichwiederholend und von der medienhörigenund denkfreien Gesellschaft geglaubtund angenommen.Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 18


Der Ursprung dieser selbstgebautenScheinwelt liegt auf ganzer Linie imadamitischen Streben nach Autonomie -wie abhängig hingegen sich jener entfesseltwähnende Mensch aber vom Vateraller Lüge gemacht hat und mitnichtenfrei von Autorität ist, wird wohl zuletzterst schmerzhaft offenkundig werden,wenn jedes Knie sich beugen wird vordem König aller Könige und dem Herrnaller Herren.Solange diese Weltanschauung nochfreiwillig bleibt, ist der Christenmenschallein durch seine eigene innere Haltunggefährdet und bedarf im Wohlstandslandeiner erheblichen Selbstdisziplin,um in der ersten Liebe zum Heiland zubleiben.Jedoch - wird die Lüge indes zum Gesetzerklärt und zur Pflicht erhoben, giltes der Christenheit wachsam festzustehenund auszuharren, die Häupter zuerheben, weil sich die baldige Erlösungnaht.Die tägliche Irreführung, zielgenau manipulierend,in jeder lokalen und globalenPresse ist für den biblisch Informiertenfadenscheinig und eine durchsichtigeDarbietung.Das alltägliche Schauspiel der menschlichenStrippenzieher und vorläufigenAntichristen, die in vorauseilendem Gehorsamden Boden in jeder Hinsichtvorbereiten, ist für den Christen klar erkennbar.Die westliche Christenheit, äußerlichviele Jahrzehnte geschont und in Friedenszeitenbewahrt, muss nun langsamwieder lernen, sich tief in das Wort desVaters zu versenken und sein Angesichtzu suchen, angesichts sich formierenderGefahren. Mein Herz hält dir vor deinWort: »Sucht mein Angesicht!« Dein Angesicht,o Herr, will ich suchen. Ps 27,8Wir wollen doch als Jesu Brautgemeindenoch immer schön für diesen sein,wie Sulamith angetan mit feinstem Leinen,geschmückt mit Gold und Silber -und hier ist mehr als Salomo.Der Heiland wartet, ruft, streckt seineHand aus nach seiner kleinen Schar, diedurch die enge Pforte den schmalenWeg geht. Wie zu allen Zeiten waren eseinzelne und wenige Pilger, Schafe undJungfrauen die ihre Lampen fortgesetztund unaufhörlich mit Öl gefüllt hatten,auch wenn der Bräutigam verzieht undman die bange Frage an ihn richtet: Hüter,ist die Nacht bald hin?Sulamith wird ihr Kleid anziehen, ihrLicht durch die tiefste Dunkelheit erstrahlenlassen, damit ganz deutlichbleibt, dass sie die Auserwählte und Berufeneist.Und sie wird sich als kluge Braut warnenlassen vor einem anderen Verehrer,der diese Begehrenswerte in jeder Beziehungzu betören, verzaubern undverblenden sucht und ihre Seele abspenstigmachen will vom wahren Bräutigam..Hab acht, sei wachsam, sieh dich vor,Du schöne Königstochter, lass dich nichtverführen von Ideologien, Feinden undfalschen Brüdern. Nur Einer ist deiner,und den erkennst du allein an SeinerStimme.U. BromundDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 19


Lausanne, Kapstadtund der Kurs der EvangelikalenVon Pfr. Reinhard Möller, Aesch BL /SchweizLausanne 1974 – starker Impuls,schwaches FundamentDie „Lausanner Bewegung“ hat ihreWurzeln im „Internationalen Kongressfür Weltevangelisation“, der im Sommer1974 auf Initiative von Billy Graham inLausanne (Schweiz) stattfand. Aus seinerSicht stand die Welt damals „amäußersten Rand vor Harmagedon“[1]; indieser Stunde sollte die Evangelisationweltweit einen letzten starken Impuls erhalten,„Jesus als Gott und einzigen Erlöserzu bezeugen“[2]. Über 2.700 Teilnehmeraus 150 Staaten hörten eineFülle von Vorträgen und diskutiertenüber zentrale Themen von Mission,Evangelisation und Gemeindebau.Ein Anliegen war das Herausarbeitenunverzichtbarer biblischer Grundlagenfür die Evangelisation. In seiner Begründungfür diesen Kongress betonte Grahamdie „gemeinsame Hingabe an dieAutorität der Heiligen Schrift“[3], wobeier diese gesamthaft als „das unfehlbareWort Gottes“ bezeichnete, als „irrtumslos“und „autoritativ“, als „ewigen Korpusoffenbarter Wahrheit“: Die Bibel„fordert Glauben und Gehorsam, heutewie gestern“[4]. Viele Referenten standenbewusst zu diesem Zeugnis, Carl F.H. Henry, Harold Lindsell und FrancisA. Schaeffer seien exemplarisch erwähnt.Um so mehr musste es auffallen,dass das Schlussdokument – später als„Lausanner Verpflichtung“ bekannt geworden[5] –, diese schriftgläubige Haltungnicht widerspiegelt, sondern „man“statt dessen bewusst eine schwammigeFormulierung wählte. Mit Rücksicht aufandere Evangelikale wollte man sichnicht für so starke Formulierungen entscheiden,wie sie sich im Vortrag vonDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 20


Francis A. Schaeffer fanden. Seitdemkränkelt die Lausanner Bewegung an einemmangelhaften Fundament.F. A. Schaeffer, Begründer von L’Abri(Huemoz/Schweiz), war damals auchDozent an der Freien Evangelisch-TheologischenAkademie Basel (heute: STHBasel); er hielt einen engagierten undfundierten Vortrag, der massive und gutbegründete Warnungen an die Evangelikalenrichtete. „Zwei Inhalte – zweiWirklichkeiten“ betitelte er sein Referat,das in der deutschen Übersetzung anSprache und Kraft leider viel verlor [6].Schaeffer teilte den Glauben an die Irrtumslosigkeitder Heiligen Schrift undwarnte entschieden vor Kompromissen,vor Streichungen oder Hinzufügungenin Lehre und Leben. So sagte er:„... wenn Evangelikale tatsächlich Evangelikalesein wollen, dann müssen wir sagen,wir dürfen in Bezug auf unsere Sicht derHeiligen Schrift keine Kompromisse machen.Es macht keinen Sinn, wenn der Evangelikalismusimmer größer und größer wird.,wenn dann zur selben Zeit beachtlicheTeile des Evangelikalismus in Bezug aufdas Zentrum, insbesondere die HeiligeSchrift, weich werden. Ich möchte das wiederholen.Es macht keinen Sinn wenn derEvangelikalismus immer größer und größerwird., wenn dann zur selben Zeit beachtlicheTeile des Evangelikalismus in Bezug auf dasZentrum, insbesondere die Heilige Schrift,weich werden.Mit Betroffenheit müssen wir sagen, dass aneinzelnen Orten, Seminaren, Institutionenund auch Einzelpersonen, die als Evangelikalebekannt sind, diese nicht mehr an dervollen Position zur Heiligen Schrift festhalten.Die Fragestellung ist klar: Ist die BibelDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 21wahre Wahrheit und unfehlbar in allem,was sie sagt, einschließlich dort, wo sie dieGeschichte und den Kosmos berührt oderenthält sie lediglich in eingeschränktem SinnOffenbarung, wo sie religiöse Themen berührt?Das ist die Frage, und ich möchte esgerne wiederholen. Die Fragestellung istklar: Ist die Bibel wahre Wahrheit und unfehlbarin allem, was sie sagt, einschließlichdort, wo sie die Geschichte und denKosmos berührt, oder enthält sie lediglichin eingeschränktem Sinn Offenbarung, wosie religiöse Themen berührt? ...In unseren Tagen (im Gegenüber zur ZeitMartin Luthers, RM) ist die Schriftfrage derentscheidende Punkt. Ob man an einer starkenSicht der Heiligen Schrift festhält (d.h.inkl. Irrtumslosigkeit, RM) oder nicht, das istdie Wasserscheide der evangelikalen Welt.Die erste Richtung, mit der wir konfrontiertsind, ist, und zu ihr müssen wir sehr liebevoll,aber sehr klar sagen: Der Evangelikalismusist nicht konsequent evangelikal, essei denn, dass er eine klare Linie zwischendenen zieht, die eine starke Haltung zurHeiligen Schrift einnehmen und denen, diedas nicht tun.“ [7] (Hervorh.: Red.)Für Schaeffer war klar, dass es hier garkeine Kompromisse geben durfte, auchnicht zugunsten von Evangelisation,auch nicht zugunsten irgendeiner Zusammenarbeitmit Liberalen. Wir würdensonst alle Glaubwürdigkeit verlieren:„Wir wollen wir in einem relativistischemZeitalter Glaubwürdigkeit darstellen, wennwir religiöse Zusammenarbeit mit Leutenpraktizieren, die in ihren Büchern und Vorlesungensehr deutlich machen, dass sienichts oder praktisch gar nichts von dem Inhaltglauben, der in der Heiligen Schrift dargelegtwird?“ [8]


Dabei dachte er auch an die jeweilsnächste Generation, wenn er sagte:„Wenn wir in der religiösen Zusammenarbeit‚Weitherzigkeit’ praktizieren, wird imübrigen die folgende Generation mit ziemlicherSicherheit in Fragen der Lehre ‚großzügig’sein und die Autorität der Bibel abschwächen.Diese Entwicklung lässt sichauch in evangelikalen Kreisen beobachten.Wir müssen deshalb den Mut haben, klarStellung zu beziehen.“ [9]Gerade dieser Mut fehlte 1974 in Bezugauf die „Lausanner Verpflichtung“.[10] Nur bei genauerer Analyse werdendie Defizite sichtbar, denn mancher hatzuerst den Eindruck dass das Bekenntniszur „Autorität der Bibel“ (Artikel 2)doch deutlich sei. Dort heißt es auch:„(Das Wort Gottes) ist ohne Irrtum in allem,was es bekräftigt und ist der einzigeunfehlbare Maßstab des Glaubensund Lebens.“ [11] Die apologetischeDiskussion der letzten vierzig Jahre hatgezeigt, dass es keine Kleinigkeit ist,dass hier nur von „Glauben undLeben“, nicht aber von „Glauben, Lebenund Lehre“ die Rede ist. Ferner findetsich ein Bekenntnis zur Irrtumslosigkeitder Bibel nur scheinbar in der „LausannerVerpflichtung“, denn die Aussage„in allem, was es bekräftigt“ ermöglichtes, Themen auszuscheiden, die angeblich‚nicht bekräftigt’, sondern ‚nur gestreift’werden ... So wurde – wie in denUSA nicht selten – die ‚Unfehlbarkeit’von der ‚Irrtumslosigkeit’ inhaltlich unterschieden;so konnte ‚man’ die Verbindlichkeitder Bibel in geistlichen undethischen Fragen festhalten („Glaubenund Leben“!), zugleich aber in anderemDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 22Zusammenhang von Irrtümern, Fehlernund Widersprüchen sprechen ... damitjedoch schlug die evangelikale Christenheitgenau den Kurs ein, vor demSchaeffer sie gewarnt hatte!Manila 1989:Unterwegs nach KapstadtDer Folgekongress – neben einer Vielzahlkleiner thematischer Konsultationenund regionaler Treffen – fand dann1989 in Manila (Philippinen) statt. Dieseauch „Lausanne 2“ genannte Konferenzbesuchten 3.600 Führungskräfteaus 190 Ländern ... [12] Wer sich wenigmit den Details befasste, konnte ausPublikationen leicht den Eindruck gewinnen,es ginge meist nur ums Themades Zueinander von Mission und karitativerDiakonie, Evangelisation oder sozialerVerantwortung ... Als geistlicheBereicherung wurde schon in Lausanneein bewusst intensiver Austausch mitChristen anderer Kontinente gesehen;hatte man dazu rund 50 Prozent derTeilnehmer von außerhalb des „Westens“eingeladen, so wuchs diese internationaleVernetzung in den folgendenJahren – nicht zuletzt auch deshalb,weil inzwischen frühere „klassische“Missionsländer jetzt selbst Missionare inalle Welt, auch nach Europa und Nordamerikaaussandten!Während der weltweite „evangelikaleRaum“ sich parallel zunehmend vernetzte,die Christenheit mehr global dachte,kam es dennoch (trotz derartiger Bestrebungen)nicht zu einer strukturellenVerknüpfung der „Lausanner Bewe-


gung“ mit der „Evangelischen Allianz“,obgleich es in der Ausrichtung zahlreicheBerührungspunkte gab und gibt.Auch gibt es im Bereich Gebetskalenderechte Zusammenarbeit. [13] -Auf internationaler Ebene hat die „LausannerBewegung“ eine Vielzahl vonThemen bearbeitet, regionale Konsultationendurchgeführt und dann auchkonkret im Hinblick auf den 3. Weltkongressin Kapstadt gearbeitet. Dabeiwurde nach dreijähriger Vorarbeit einumfangreicher Text publiziert, der alsTitel das langjährige „Motto“ der Bewegungträgt: „Die ganze Gemeinde bringtdas ganze Evangelium in die ganzeWelt“. Auf ihn gehe ich hier nicht ein,zumal er dann auch in Kapstadt praktischkeine Rolle spielte. Kritiker weisendarauf hin, dass hier die biblische Sichtdes Evangeliums und der Gemeindenicht richtig wiedergegeben ist. [14]Seit 2004 steht Dr. Christopher J. H.Wright der Lausanner TheologischenArbeitsgruppe vor (er ist seit vielen Jahreneng mit Dr. John Stott verbunden,der früher Leiter der Arbeitsgruppewar). [15] Unter der Überschrift „EineReformation fürs 21. Jahrhundert“ fassteer Ergebnisse einer Budapester Tagungzusammen (2007). [16] Darin machtWright sehr klare Aussagen zur Bibelund spricht scharfe Warnungen in Bezugauf die evangelikale Welt aus. Zumobigen Thema „Die ganze Gemeindebringt das ganze Evangelium in die ganzeWelt“ schreibt er: „Wenn wir diesedrei erforschen, dann müssen wir aberfesthalten, dass wir auch die ganze Bibelbenutzen.“ Und später:„Meine Hoffnung für Kapstadt 2010 ist eswirklich, dass wir nicht weniger als eineReformation des 21. Jahrhunderts startenund fördern – und zwar unter den Evangelikalen,die das genauso nötig haben,wie jeder andere Teil der Christenheit.Denn es gibt Skandale und Missbräucheinnerhalb der weltweiten evangelikalenGemeinschaft, welche an die schlimmstenAspekte der mittelalterlichen vor-reformatorischenKirche in Europa erinnern. ... Daist eine Vielzahl gewöhnlicher Christen,die zu sogenannten evangelikalen Gemeindengehen, wo sie nie die Bibel gepredigtoder gelehrt hören. Sie leben inskandalöser biblischer Unwissenheit. Stattdessen bietet man ihnen Ablass des 21.Jahrhunderts in Form des ‚Wohlstands-Evangeliums’an, außer dass sie ihrGeld nicht geben, um sich von der Seelenpeinnach dem Tod freizukaufen, sondernum hier und jetzt ‚materiellen’ Segen zuempfangen. ... Werden wir den Mut aufbringen,derartige Skandale aufzudeckenund abzulegen, eine Reformation des Herzens,der Sinne und der Praxis zu suchen?... Wie ironisch und tragisch wird es sein,wenn Evangelikale des 21. Jahrhundertsso auf Weltmission fixiert sind, dass wirMissbräuche in der Gemeinde (aufzudecken;RM) vernachlässigen und in Bezugauf unsere eigenen Götzen und Synkretismusbewusst blind bleiben? Wenn Reformationohne Mission ein Fehler war, dannbedeutet Mission ohne Reformation sichselbst zu täuschen, sich selbst zu besiegen,ja ist gar gefährlich.“ [17]Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 23


Kapstadt 2010Hundert Jahre vorher fand in Edinburgh(Schottland) die „Weltmissionskonferenz“statt, in der heute auch eine Wurzelder weltweiten ökumenischen Bewegunggesehen wird. Schon in seiner Begründung„Warum Lausanne?“ hatteBilly Graham explizit an Edinburgh1910 angeknüpft und gesagt, „... dieDelegierten verließen Edinburgh damalsmit einem überwältigten Optimismusüber die Zukunft von Evangelisationund Mission.“ Nochmals hundert Jahrefrüher, nämlich für 1810 hatte der PioniermissionarWilliam Carey für Kapstadteine große Missionskonferenz insAuge gefasst An diese historischen „Visionen“wollte man in Kapstadt (Südafrika)bewusst anknüpfen. Mitte Oktober2010 kamen dort 4.200 evangelischeLeiter aus fast 200 Ländern für zehnTage zusammen. Erst drei Monate späterwurde ein 56-seitiges Dokument alsFrucht des Kongresses publiziert, dasden Titel trägt: „Die Kapstädter Verpflichtung:ein Glaubensbekenntnis undein Aufruf zum Handeln“[18].Die Zahlen lassen auf eine unüberschaubareMassenkonferenz schließen –doch es war offensichtlich anders: „DasKonzept war genial einfach. Jeder Teilnehmergehörte zu einer festen Tischgruppeaus meist sechs Personen. Vorden Seminaren, Vorträgen und Arbeitsgruppenbegann jeder Tag mit Liedern,Bibellese und Gebetsgemeinschaft. EineinhalbStunden waren täglich dafür reserviert,mit ‚seiner’ Gruppe persönlichGott zu begegnen. ...“ [19]Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 24Einer der Teilnehmer war Dr. ChristofSauer (Kapstadt), der einer der Direktorenbeim „Internationalen Institut fürReligionsfreiheit“ (IIRF) ist, das zur„Weltweiten Evangelischen Allianz“(WEA) gehört. In einem ausführlichenInterview analysierte er die „KapstädterVerpflichtung“ (= KV-2010); hier wenigeZitate:Der Kapstädter Aufruf zum Handeln „ist dasErgebnis eines der umfassendsten weltweiten‚Zuhörprozesse’ in der Geschichte desChristentums. Ich denke, diese Erklärung erfasstganz ausgezeichnet wesentliche Herausforderungen,denen sich die Kirche heutegegenüber sieht. ... Es ist sehr wichtig, lehrmäßigeAussagen dann auch mit handlungsorientiertenHinweisen zu verbinden unddas Ganze auf eine Art und Weise zu tun,die von Christen auf breiter Basis akzeptiertwerden kann.“ [20] - Gefragt nach dem„Ton der Erklärung“ antwortete Sauer: „Ichwar beeindruckt von dem friedfertigen Tonder Kapstädter Verpflichtung. Das wird zumBeispiel deutlich an der umsichtigen Behandlungder Wohlstandstheologie, ihre Irrtümerwerden eindeutig verurteilt, aber ihreWahrheitsanteile akzeptiert. All dies in einemTon, der um Einigkeit bemüht ist. DieVerpflichtung ist ein Beispiel für das Lausan-


ner Prinzip der ‚Weite innerhalb von Grenzen’.Dabei wird unterschieden zwischenWahrheiten, bei denen unbedingt Einigkeitnotwendig ist, und zweitrangigen Themen,bei denen Christen anhand der Bibel zu unterschiedlichenErkenntnissen kommen können,z.B. die Rolle von Frauen und Männernim Predigtamt und in der Gemeindeleitung.“Die Konsequenz dieser Aussage ist, dassauf Grund derselben Heiligen Schrift„unterschiedliche Erkenntnisse“ gefundenwerden können, wobei viele Evangelikalesich niemals werden darüber einigenkönnen, was denn nun „zweitrangigeThemen“ sind und was nicht. LautSauer betrifft das angeblich auch dieFrage nach ‚Ältestinnen’ und Pastorinnen(vgl. dazu KV-2010, II.F.3; hierwerden Gemeinden aufgerufen, die Türengerade für Frauen auch in Bezugauf Leitungsaufgaben zu öffnen!). Dochist die geistliche Leitung einer Gemeinde,das Hirtenamt tatsächlich ein „zweitrangiges“Thema, wo doch das neutestamentlicheZeugnis hierzu eindeutig ist(siehe 1. Kor. 11,3 ff. 14,34 f.; 1. Tim.2,12 ff. u.a.)? Man ist geneigt zu fragen,ob der Zeitgeist diktieren soll, waszweitrangig und was vorrangig/eindeutigist.Hier zeigt sich deutlich die Konsequenzder Defizite aus der „Lausanner Verpflichtung“(1974), wenn man unterscheidenwill, ob die Schrift etwas „bekräftigt“oder eben nicht – Maßstab istdann der jeweilige Leser! Sagen wirdem Herrn der Kirche, was ER sagensoll oder hören wir ohne Widerspruchauf das, was ER uns in Seiner Weisheitdurch die Heilige Schrift sagen möchte?Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 25Rechnen wir damit, dass uns der HeiligeGeist in alle Wahrheit leite – oder definiertuns der Zeitgeist, was noch akzeptableund attraktive ‚Wahrheit’ fürs 21.Jahrhundert ist?Die Verfasser der KV-2010 haben sichin Bezug auf Frauen als Pastorinnen jedenfallsnicht zurückgehalten, sondernan mehreren Stellen klar dafür ausgesprochen.So formulieren sie im AbschnittII.D („Den Willen Christi in Bezugauf die Weltevangelisation unterscheiden“)deutlich: „Viele Männer undFrauen, welche als Hirten und Lehrerfür Gottes Volk deutlich begabt sind,üben ihre Gaben informell oder ohneoffizielle (Einbettung in eine, RM) denominationelleStruktur aus, jedoch unterdem deutlich sichtbaren Segen Gottes.“[21] So wird mit dem Hinweis auf Begabungengegen die im Neuen Testamentoffenbarte Ordnung für das Gemeindelebenargumentiert; hier ergreiftder Zeitgeist Vorrang über Gottes Wort.Vermutlich wird die Kapstädter Verpflichtungin Kürze auch gedruckt aufDeutsch erscheinen, jeder hat dann dieGelegenheit, selbst zu prüfen, was siewirklich Wertvolles und Wegweisendesenthält, und wo sie Christen auf Abwegeführt. Erfreulich ist beispielsweise derAufruf, die Wahrheit der Bibel bewusst„zu verteidigen“[22], bedenklich ist aberdie Wiederholung einer Aussage ausder „Lausanner Verpflichtung“: „Wirunterstellen uns (der Bibel) als wahrund vertrauenswürdig in allem, was siebekräftigt ...“ [23]. Wie unterscheide ich,


„was sie bekräftigt“ und ‚was sie nicht bekräftigt’?,und wieso ist Letzteres nichtauch „wahr und vertrauenswürdig“?Kapstadt und die Frage von Ökumeneund SynkretismusDie Frage nach dem Umgang mit ökumenischenBewegungen wurde in derKV völlig ausgeklammert; dieses undmanch andere polarisierende Themendenominationeller und konfessionellerArt werden geschickt beiseite gelassen[24]. Ausführlich – und das ist der abschließendeAkzent der KV – wird dieEinheit der Christen in Bezug auf „Einheitin Mission“ angesprochen. [25]„Wenn wir in Einheit leben und in Partnerschaftzusammenarbeiten, demonstrieren wirdie übernatürliche, nicht-kulturell-eingeschränkteKraft des Kreuzes. Wenn wir jedochunsere Uneinigkeit durch das Versagen,partnerschaftlich zusammenzuarbeiten,demonstrieren, dann werten wir Mission undBotschaft ab, und wir verleugnen die Kraftdes Kreuzes.“ [26] Und etwas später: „Währendwir anerkennen, dass unsere tiefsteEinheit geistlich ist, sehnen wir uns (doch)nach größerer Anerkennung missionalerKraft sichtbarer, praktischer, irdischer Einheit.Deshalb drängen wir christlicheSchwestern und Brüder weltweit – um unseresgemeinsamen Zeugnisses und um derMission willen –, der Versuchung zu widerstehen,den Leib Christi zu spalten und –wo immer das möglich ist – Pfade zur Versöhnungund zu wiederhergestellter Einheitzu suchen.“ [27]Wer will, der kann hier zwischen denZeilen sehr wohl den Ruf nach ökumenischerEinheit sehen – es ist aberebenso möglich, hierin eine schriftgegründetMahnung zu erblicken, dennfehlende Einheit und nicht schriftgläubigeSpaltungen gibt es eben auch, undzwar viel zu viele!Zwei Abschnitte sprechen das Themader Religionsvermischung, den Synkretismusan. Vor Synkretismus wird nichtnur gewarnt, sondern im Kontext unsererLiebe zum lebendigen Gott wirdSynkretismus als Irrweg unter Christenbekannt:„Unsere größte Betrübnis sollte es sein, dassder lebendige Gott in unserer Welt nichtverherrlicht wird. Im aggressiven Atheismuswird der lebendige Gott geleugnet. Der einewahre Gott wird in der Praxis der Weltreligionenersetzt oder verzerrt. Unser Herr JesusChristus wird in einigen populären Kulturenmissbraucht und falsch dargestellt.Und das Angesicht des Gottes biblischer Offenbarungwird durch christlichen Nominalismus,Synkretismus und Heuchelei verdunkelt.“[28]Wird der Synkretismus hier explizit kritisiert,so wird versucht, an anderer Stellein einem speziellem Kontext – den ichnicht gutheißen kann – differenzierter zusprechen; man beachte dennoch da dieklare Aussage, dass der Synkretismuseine Gefahr bedeutet. Seit einigen Jahrengibt es nämlich im ‚breiten evangelikalenRaum’ ein Phänomen, das offensichtlichvon einzelnen Missionswerkenpraktiziert und gefördert wird, insbesondereunter Muslimen: Man meint, mankönne ohne Bibel und mit dem Koran‚evangelisieren’, man könne ‚christlichesZeugnis’ umsetzen, indem man (alsMissionar!) freitags in die Moschee gehe,dort bete und ... Dieses Konzept findetDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 26


sich in verschiedenen Religionen, undman nennt dies „insider movement“,also: „Insider-Bewegung“. Eine Gruppevon Menschen will Jesus nachfolgen,lebt aber bewusst (mitunter auch zumSchutz vor Verfolgung) im sozio-kulturellenUmfeld seines Landes und „behält(von dort) einige Elemente der (alten)religiösen Lebensweise“ weiterhin bei[29]. Man beachte sorgfältig, wie dieKapstädter Verpflichtung versucht, daraufzu reagieren; teilweise ist es derVersuch einer Gratwanderung:„Dies ist ein komplexes Phänomen und esgibt darüber viel Uneinigkeit, wie man daraufreagieren sollte. Einige empfehlen derartigeBewegungen. Andere warnen vor derGefahr des Synkretismus. Synkretismus ist jedocheine Gefahr, die wir überall unter denChristen finden, (auch) wenn wir unserenGlauben in unseren eigenen Kulturen ausdrücken.Wenn wir Gott auf unerwarteteund unfamiliäre Weise am Wirken sehen,dann sollten wir zwei Tendenzen vermeiden:entweder (i) dies hastig zu klassifizierenund es als neue Missionsstrategie zu fördern,oder (ii) dies hastig zu verurteilen, ohne sensibelauf den Kontext zu achten.“ [30]Wenn an anderer Stelle so deutlich aufgerufenwird, die Bibel ins Zentrum zustellen, ihr in Lehre und Praxis denhöchsten Platz zu geben [31], dannstellt sich hier die Frage: Was kann esbedeuten, und was kann es niemals bedeuten,„Gott auf unerwartete und unfamiliäreWeise am Wirken“ zu sehen? Istdie „Insider-Bewegung“ nicht eine Artreligiöser Weltanschauung voll täglicherKompromisse, die zwar ‚christlich angehaucht’ist, die aber in keiner Weise aufdem Boden Heiliger Schrift steht? In Bezugauf den deutlichen Bruch mit deralten Lebensweise schrieb Paulus etwas,das meines Erachtens auch hier zutrifft:„Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt!“(Eph. 4,20) Die „Insider-Bewegung“hat in der Tat ein synkretistischesLebens- und Missionskonzept.Israel nicht mehr Gottes auserwähltesVolk? Ein Kapstadt-MärchenAnfangs Januar 2011 verbreitete die„Internationale Christliche Botschaft Jerusalem“(ICEJ) in ihrem Nachrichtendienstunter der Überschrift „Die Irrtümervon Rom und Lausanne III“ einenArtikel von Malcolm Hedding [32].Hedding (er ist der GeschäftsführendeDirektor der ICEJ) vergleicht dabei dasErgebnis einer römisch-katholischenSynode im Nahen Osten mit dem Kongressfür Weltevangelisation. Er ist schockiertund schreibt:„... Merkwürdigerweise stimmte diese Zusammenkunftführender Evangelikaler vollständigmit den in Rom versammelten Bischöfenüberein, in ihrer Konferenzerklärungheißt es: ‚…keine einzige ethnische Gruppekann noch länger von sich behaupten ‚Gottesauserwähltes Volk‘ zu sein…Wir sind der festenÜberzeugung, dass dem besonderen und privilegiertenPlatz, der heute dem jüdischen Volk oderdem modernen Staat Israel von bestimmten Formendes Dispensationalismus oder des ChristlichenZionismus eingeräumt wird, widersprochenwerden sollte, da sie die essentielle Einheit desVolkes Gottes in Christus leugnen.’ Diese Evangelikalensehen daher auch keinerlei biblischeBedeutung in der Wiederherstellung Israels....“Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 27


Es verwunderte mich, dass nirgendssonst diese „sensationelle“ Nachricht zulesen war. Untersucht man daraufhindie inzwischen greifbare KV-2010, sotaucht ein derartiger Absatz nirgendsauf; nirgends ist dort eine Aussage zumZionismus oder Dispensationalismus zulesen. Wieso? Der von Hedding zitierteAbschnitt stammt aus einem (unveröffentlichten)Textvorschlag an die TheologischeArbeitsgruppe, der lange vorder Konferenz einging. Dort wurdenalle Vorschläge begutachtet und erörtert,und auch die Lausanner Arbeitsgruppefür die Evangelisierung der Judennahm daran teil. Dadurch, soschreibt deren Vertreter Tuvya Zaretsky,kam eine derartige Auffassung nichtin die verbindliche Endfassung! Aufdem Internet-Blog von Hedding findetsich bis heute die falsche Behauptung,darunter dann die Korrektur Zaretskys[33]; auf der Nachrichtenseite der „InternationalenChristlichen Botschaft Jerusalem“findet sich dagegen weiterhindie Falschmeldung ohne jede Korrektur –ein echtes Kapstadt-Märchen! –Tendenziös ist allerdings im Kontext„ethnischer Konflikte“ der völlig einseitigeHinweis auf „palästinensischeLeiden“; dass einige Zeilen vorher derHolocaust erwähnt wird, ändert darangar nichts. [34]Evangelisation und Mission contra-ProselytismusDr. Christof Sauer fasst zusammen,worum es hier geht:Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 28„In diesem Abschnitt gelingt es, Evangelisationund Proselytismus zu unterscheiden.Evangelisation ist ein überzeugendes, rationalesArgumentieren und eine freundliche,offene Einladung. Proselytismus dagegen istunwürdig und versucht andere zu nötigen,‚einer von uns’ zu werden. Hier finden wireinen Aufruf, bei der Weitergabe des Evangeliums‚gewissenhaft ethisch’ zu sein. Evangelisationsoll mit ‚Sanftmut, Respekt und einemgutem Gewissen’ geschehen. Die Verbreitungvon Lügen und Karikaturen überandere Religionen werden ganz eindeutigabgelehnt und verurteilt, ebenso das Anfachenvon rassistischen Vorurteilen, Hass undAngst, genauso wie Gewalt und Rache. DieseAussagen sind sehr hilfreich, doch es istnoch mehr nötig.“ [35]Sauer wünscht sich hier die bindendeEinführung „von einem Ethik-Kodex fürMission“[36]. Dabei denkt er an dasnoch nicht abgeschlossene Projekt derWeltallianz (WEA), des „ÖkumenischenRates der Kirchen“ (ÖRK), der Römisch-Katholischen Kirche und – so die Ideeder Initiatoren – mit Vertretern derWeltreligionen. Dort wird ein „Verhaltenskodexfür Bekehrungen“ angestrebt,der Proselytismus im Sinne von ‚abwerbendenZwangsbekehrungen’ u.ä. ausschließensoll; es ist sehr unrealistisch,diesbezüglich eine echte und ehrlicheÜbereinstimmung zwischen Muslimen,Katholiken und Evangelikalen zu finden.Engagiert wird dieser ‚ethische Verhaltenskodex’von Prof. Dr. Thomas Schirrmacherim Rahmen der WEA angestrebtund gefördert. In der Folge möchteer dann unter Evangelikalen undPfingstlern „schwarze Schafe“ ausfindigmachen und „moralischen Druck auf


Christen bewirken“ - eine Zielsetzung,zu der der Weltallianz jede biblischeund rechtliche Basis fehlt. [37]Obgleich der sogenannte „Ethik-Kodex“noch nicht ausformuliert vorliegt, inKapstadt auch nicht verabschiedet wurde,propagiert die Weltallianz ihn schonjetzt. Man nimmt an, er würde die staatlicheÖffnung oder die Anerkennungchristlicher Minderheiten in Staaten wiebeispielsweise Bhutan erleichtern undfördern. [38]Und was kommt nach Kapstadt?Aus Amerika verlautete inoffiziell, dasses zukünftig keine weitere Weltmissionskonferenzim Stil der drei ‚LausannerKonferenzen’ mehr geben werde; Kapstadtmarkiere den Abschluss Ob diesevangelikale Projekt sanft ausläuft oderin einer anderen (mehr ökumenischen?)Struktur aufgeht, wird die Zukunft erweisen.Tragisch ist, dass die „LausannerBewegung“ – obgleich sie gewissfür Evangelisation und Mission manchwertvolle Impulse gab und gibt – dersogenannten „evangelikalen Christenheit“insgesamt biblisch-theologisch geschadethat, weil sie die Wasserscheidenicht dort sehen wollte, wo Francis A.Schaeffer sie zu recht sah: In einem klarenund starken Bekenntnis zur Irrtumslosigkeitund Unfehlbarkeit des WortesGottes! In prophetischer Deutlichkeitschrieb er dies der „Lausanner Bewegung“ins Stammbuch: „Ob man an einerstarken Sicht der Heiligen Schriftfesthält oder nicht, das ist die Wasserscheideder evangelikalen Welt.“ [39]Ohne an diesem Fundament festzuhalten,wird die Gemeinde Jesu den Herausforderungender Gegenwart – wie:Globalisierung und technische Vernetzung,Pluralismus der Religionen und Kulturen,Islamisierung und Katholisierung, Ruf nachFreiheit und Demokratie einerseits undAusbau der EU-Diktatur andererseits, aggressiverAtheismus und bedrängtes Christentumusw. ... – nichts entgegenzuhaltenhaben. Mission, Evangelisation und Gemeindebaubrauchen auch im 21. Jahrhundertein festes Fundament: Gottesabsolut zuverlässiges Wort! Francis A.Schaeffer hat noch immer recht:“Die Basis [ein Wort des Heiligen] Geistesoder [von] Propheten anzunehmen, ist diechristliche Lehre; und die Basis christlicherGemeinschaft [ist ebenfalls die christliche Lehre;RM]. Einen anderen endgültigen Testgibt es nicht. Satan kann [das] nachahmen,und er wird es tun.“ [40]Seien wir schriftgegründet und wachsam,ausgerichtet auf Christus und offenfür Seine Führung![1] „Let The Earth Hear His Voice. InternationalCongress on World Evangelization Lausanne, Switzerland“,Ed. J. D. Douglas, USA 1975; S. 25 (die deutscheAusgabe erschien bei Hänssler unter dem Titel„Alle Welt soll sein Wort hören“, 1977).[2] ebd.[3] S. 28.[4] ebd.[5] Der Text findet sich im Internet auf der Seite der„Koalition für Evangelisation in Deutschland / LausannerBewegung“ > „http://www.lausannerbewegung.de“.[6] „Unsere Welt soll sein Wort hören. GlaubwürdigeVerkündigung der biblischen Botschaft“, Genf, Zürich,Basel (Haus der Bibel) und Wuppertal (R. Brockhaus),1975.[7] ebd., S. 364/365.[8] ebd., S. 371.Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 29


[9] „Unsere Welt soll sein Wort hören. GlaubwürdigeVerkündigung der biblischen Botschaft“, Genf, Zürich,Basel (Haus der Bibel) und Wuppertal (R. Brockhaus),1975, S. 16/17.[10] Ulrich Laepple sieht dies in seinem Artikel zuLausanne positiv („Evangelisches Gemeindelexikon“,Geldbach, Burkhardt, Heimbucher (Hrsg.), Wuppertal1978; S. 271).[11] vgl. FN 5.[12] Der Text „Das Manifest von Manila“ findet sichim Internet auf der Seite der „Koalition für Evangelisationin Deutschland / Lausanner Bewegung“ >„http://www.lausannerbewegung.de“.[13] Dabei ist festzuhalten (nur um ein Beispiel zubenennen), dass das Bekenntnis zur Bibel seitens der„Evangelischen Allianz“ viel dürftiger ist als bei der„Lausanner Bewegung“; das gilt insbesondere für dendeutschen Sprachraum, aber auch weltweit.[14] Die offizielle deutsche Fassung findet sich hier:„http://www.lausanne.org/de/participantinformation/twg-paper.html“.Eine Würdigung undKritik findet sich bei Michael Horton unter:„http://www.whitehorseinn.org/blog/2010/10/26/lausanne-iii-the-new-reformation/“.[15] Tragischerweise gehören Stott und Wright beidezu den Unterzeichnern der „christlichen“ Antwortvom 18.11.2007 auf den Offenen Brief(13.10.2007) von 138 Muslimen; für Einzelheitenverweise ich auf meinen Essay: „Evangelikale bittenAllah um Vergebung“ in „ZeitJournal“, Heft 1/2008,S. 24-35 (zu beziehen über den Verfasser).[16] Der Terminus einer „Reformation fürs 21. Jahrhundert“wird von vielen Seiten mit sehr unterschiedlicherinhaltlicher Füllung verwendet. Eine dieser andersartigenVerwendungen dokumentiert Dr. MartinErdmann in dem Vortrag „Eine zweite Reformation:Hoffnung oder Irrweg?“ (Dornach: Onesimus Verlag,2010).[17] Quelle: „http://www.lausanne.org/issuetheology/twg-report-20june2007.html“.Zum selbenThema sprach er dann in Kapstadt.[18] Quelle: „http://www.lausanne.org/ctcommitment“.[19] Aus einem Konferenzbericht von Martin Auchin „Mission Weltweit (Liebenzeller Mission)“,März/April 2011, S. 28.[20] Aus „Bonner Querschnitte“ 159, 05-2011; vgl.:„http://www.bucer.org/bq.html“.[21] KV-2010, II.D.1.D.1.[22] KV-2010 I.6.C + II.A.2.A.1.[23] ebd.[24] Formen des Klerikalismus werden jedoch deutlichkritisiert: KV-2010, II.D.1.D.1.[25] KV-2010, II.f.[26] KV-2010, II.f; die Wiedergabe des englischenAusdrucks mit „nicht-kulturell-eingeschränkt“ ist nichtvöllig zutreffend: „counter-cultural“ ist stärker verneinend,doch nicht im Sinn von ‚anti-’ ...[27] KV-2010, II.f.1.B.[28] KV-2010, I.2.B; vgl. ebd. auch A.[29] KV-2010, II.C.4.[30] KV-2010, II.C.4.[31] KV-2010, II.F.4.D.[32] Dieser Artikel – ich erhielt ihn via Rundmail –ist heute (17.3.2011) nur noch schwer zu finden,und zwar nur in der Nachrichtenübersicht vom Januar2011 („http://www.icej.org/german/article/die_irrtuemer_von_rom_und_lausanne_iii“).Der deutscheArtikel datiert 4.1.2011, das englische Original bereitsvom 14.12.2010 – also einige Woche vor (!)der Veröffentlichung der KV.[33] Siehe:„http://www.malcolmhedding.com/blog/israel/holyconvocations/“.[34] KV-2010 II.B.2.A.[35] a.aO.; Hervorhebung RM.[36] ebd.[37] Vgl. dazu meinen ausführlichen Essay: „Auf demWeg zu einem ‚Verhaltenskodex für Bekehrungen’?“,in: „ZeitJournal“, Heft 4/2007, S. 34-44 (zu beziehenüber den Verfasser); dort findet sich auch die Quellezu den zwei Zitaten. - Siehe auch: Thomas Schirrmacher/ThomasK. Johnson, „Why Evangelicals need acode of ethics for mission“ in: International Journal ofReligious Freedom, Vol. 3, Iss. 1-2010, S. 23-37.[38] Vgl.: „Open Doors“, Heft 4/2011 des SchweizerZweiges dieser Mission, S. 8/9. Für das laufende Anerkennungsverfahrenempfahl Godfrey Yogarajah(Präsident der Kommission für Glaubensfreiheit derWEA) den einheimischen Christen, einen „Verhaltenskodex“aufzustellen ...[39] a.a.O., S. 365.[40] a.a.O., S. 374; kursiv von Schaeffer.Copyright für diesen Aufsatz: Pfr. Reinhard MöllerDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 30


„Faszination Bibel“- oder „Faszination Bibelkritik“?Eine neue Zeitschrift als „Schlüssel“,die Bibel-Müden zu erwecken?Von Thorsten Brenscheidt, BochumVorbemerkung der Schriftleitung: Normalerweisenehmen wir als Zeitschrift nicht zuanderen Zeitschriften Stellung. Hier ist esaber eine Ausnahme, da die hier kritisierteZeitschrift massenhaft in rund 300.000Exemplaren in sämtlichen Gemeinden verteiltund als „bibeltreu“ proklamiert wurde,ohne es in Wirklicheit zu sein. Nach unseremEindruck wird hier die Bibel eher demontiert,als dass sie wirklich als GottesWort den Lesern lieb gemacht wird. Dadies eine sehr ernste Sache ist, möchten wirwenigstens mit unserer „kleinen Kraft“ versuchen,einige Menschen vor diesem verhängnisvollenund schwer zu durchschauendenKurs zu warnen. Die Überschrift zudiesem Artikel stammt von der Schriftleitung.Alle Zitate, die Thorsten Brenscheidtanführt, finden sich in den oben abgebildetenersten beiden Ausgaben von „FaszinationBibel“, auch wenn der Autor zwecksflüssigerer Lesbarkeit auf die jeweiligen Seitenangabenverzichtet hat.Die Auswirkungen der Zeitschrift„Aufatmen“„Jaja, die Bibel ist wichtig, aber ...“ - DieAussage klingt genervt. Bibellesen ist„eigentlich wichtig“, aber „umgeben voneinem unangenehmen Geruch ausPflicht und Routine“. So wirbt ein Verlagfür seine neue Zeitschrift „FaszinationBibel“ und lädt ein zur „Selbsthilfegruppeder Bibel-Unlustigen“.Es handelt sich um den Bundes-Verlagin Witten, der 1996 mit der Zeitschrift„Aufatmen“ neoevangelikale Trendssetzte und wie kein anderer einengroßen Einfluss auf evangelikale Christenausübte; leider nicht zu bibeltreuerChristusnachfolge, kompromisslosemFesthalten an Gottes Wort und Widerstandgegen den Zeitgeist, sondern ganzDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 31


im Gegenteil: Ökumene, Charismatik,Bibelkritik, Mystik bis hin zum Pantheismusverwirrten, spalteten und säteneinen erbärmlichen Zustand unter denEvangelikalen.Ulrich Eggers, der Leiter von Bundes-Verlag und „Aufatmen“, will lieber „Jesus-treustatt bibeltreu“ sein und zähltsich zu den Redakteuren seines Verlages,„die manchmal Mühe haben, Begeisterungfür die Bibel zu empfinden“.Er beschreibt ehrlich die Auswirkungenvon „Aufatmen“:„Manch eine/r schöpfte mehr Mut und Hoffnungaus dem Lebenszeugnis anderer alsaus der Bibel selbst. ... Zugleich war es auffallend,dass trotz mancher Kritik an zu vielenThemenpredigten oder zu bibel-losenArtikeln wenig Alternativen sichtbar wurden:Wo waren die lebendigen Bibel-Artikel,inspirierenden Auslegungen, begeisterten Bibel-Lehrer?Wir hatten das Gefühl: Der Kaiserist nackt! Wir haben ein Problem! Und:Es muss was getan werden! Denn natürlichsahen auch wir das so: Die Bibel ist zu wichtig,als dass wir Christen sie links liegen lassendürfen.“Mit dieser zutreffenden Beschreibungvon „Aufatmen“ mit „bibel-losen Artikeln“und fehlenden „inspirierendenAuslegungen“ macht Eggers ungewolltAnti-Werbung für seine Zeitschrift. Beschämendist zudem die Erwähnung,die Bibel „nicht links liegen lassen zudürfen“. Bei all den oben erwähntenfragwürdigen Beigaben bedarf es aberwohl dieser Aussage. Sie offenbart klar,was in der evangelikalen Landschaft angerichtetwurde. Gedacht sind Eggers’Zeilen natürlich als werbewirksamerHinweis auf eine neue Zeitschrift ausdem gleichen Hause mit der gleichenPrägung.Neue Zeitschrift mit „alten“ AnsichtenSie heißt: „Faszination Bibel“ mit demUntertitel „Das Buch der Bücher liebenlernen“ und ging mit 300.000 (!) Exemplarenan den Start. Nun könnte manmeinen, dass diese Ausrichtung zurückzur Bibel begrüßenswert sei. Grundsätzlichlassen christliche Zeitschriften, diesich schwerpunktmäßig mit der Bibelselbst beschäftigen, die richtige geistlicheHaltung erahnen.Die Frage ist nur, ob von einem Teammit zum Teil theologisch fragwürdigenAutoren so viel anderes als zuvor zu erwartenist. Kann der Leser biblisch fundierteund seriöse Beiträge erwarten,wenn zum Beispiel der Jesus-Freak-Gründer und Herausgeber der gotteslästerlichen„Volxbibel“ Martin Dreyer imBeirat als „Bibelübersetzer“, Jesus-Freak-Pastor „Storch“ (Carsten Schmelzer) undder katholisch-charismatische LiedermacherAlbert Frey als Mitautoren vorgestelltwerden? Wird durch diese neueZeitschrift so viel anders, wenn Redaktionsteamund Teile des Beirats aus einemökumenisch-charismatisch-bibelkritischenUmfeld kommen? (Im Beirat sitzenz.B. auch Dr. Heinzpeter Hempelmann,der Erfinder der umstrittenen„Hermeneutik der Demut“, sowie mehrereandere Autoren, die wie er die Irrtumslosigkeitder Bibel auf naturwissenschaftlichem,historischem und geographischemGebiet ablehnen! Red.).Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 32


Die Vorankündigung spricht großmundigvon „einem hervorragend besetztenFachbeirat und einem kreativen Redaktionsteam“,das „Wissen, Erfahrung undpraxiserprobte Zugänge in einer einzigartigenMischung“ bietet. Hier gibt mansich hohe Vorschusslorbeeren, die auseigenem Munde nach 2Kor 10,18 nichtwirklich überzeugend sein können.Stil und AusrichtungDie „Kreativität“ zeigt sich zum Beispieldurch lustige und lockere Artikel wie„Google Earth trifft Mose: Biblische Geschichtein Satellitenfotos“, wo auf einemBild Adam und Eva im Paradiesnackt auf einer Wiese liegen sollen. Erstelltwurden die Fotos „ein bisschenwie Frankenstein“ vom Designer JamesDive, der nach eigenen Angaben keineBeziehung zur Bibel hat.Kreativ sollen auch Fotos zu einzelnenBibelstellen sein. So wird ein Autofahrergezeigt, der sich in seinem Cabrio nurnoch am Lenkrad festhält, während seineBeine in der Luft fliegen. PassendeBibelstelle: „‚Er fährt wie ein Verrückter!’2. Könige 9,20.“ Und zu Phil 3,2„Gebt Acht auf die Hunde!“ wird eineArt Bullterrier abgebildet. Eine humorvollgemeinte, aber doch fragwürdigeHaltung, mit Bibeltexten zu scherzen,zumal der Apostel Paulus hier eineernste Warnung vor den Judaistenmeinte.Das Vorwort der Erstausgabe schließtmit den Worten: „Unsere große Hoffnungist ...“ Doch statt der Hoffnung aufein vermehrtes Bibellesen heißt es: „Unseregroße Hoffnung ist, dass Sie sich zueinem Abo entschließen.“Was bibeltreuen Christen mit ihrer täglichenBibellese eine Selbstverständlichkeitist, erscheint vielen Lesern, die dieVorankündigung zu „Faszination Bibel“meint, „im grauen Dunst der Pflicht“. Siehaben „5 Bibeln in 4 Übersetzungen in3 Formaten im Schrank und 0 Bocknur eine davon zu lesen.“ Es sind „Bibel-Müde“,die „viel Frust, Müdigkeit,Erwartungslosigkeit und gescheiterteVersuche“ kennzeichnet. „Sie haben wenigErwartung, finden die Bibel oft langweilig.Spüren nicht viel vom ‚lebendigen’Buch. So oft probiert, so wenig passiert.Aber es ist verblüffend: Zugleichhält auch fast jeder Christ die Bibel fürwichtig – eigentlich.“ Diese Diagnose istleider allzu oft zutreffend.Ein „Schlüssel“ für die „Bibel-Müden“Aber was macht man nun mit diesen„Bibel-Müden“? Sie brauchen einen„Schlüssel“. Welchen Schlüssel? DieAntwort: Eine „Zeitschrift, die neuenAppetit auf die Bibel macht und Hungerweckt nach mehr“. Bibelleser wissen,dass der „Schlüssel“ zur regelmäßigenund erfüllten Bibellese im persönlichenGebet, ja in der direkten Vertrauensbeziehungzu Gott selbst liegt. Damit eineZeitschrift hier hilfreich ist, bedarf esfundierter Hinweise auf die Größe, Heiligkeit,Vertrauenswürdigkeit, Gültigkeitund Allgenügsamkeit der Bibel und einebesondere Betonung ihrer Autorität undKraft. Gottes Worte „sind Geist und sindLeben“ (Joh 6,63). Doch können Auto-Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 33


en von „Faszination Bibel“ wie MartinDreyer etwas von der Heiligkeit undzahlreiche bibelkritische Theologen etwasvon der Inspiration der Bibel vermitteln?Jedem seine Meinung,jedem seine BibelFeG-Pastor Dr. Christoph Schrodt gehtin seinem Artikel „Was ist so heilig ander Heiligen Schrift?“ dem „schillerndenBegriff“ der Inspiration nach. Eher distanziertformuliert er: „Vertreter derLehre von der Verbalinspiration meinen...“ und urteilt: „Aber sie führt, wenn siestreng verstanden wird, zur größtmöglichenVerunsicherung: Eine in diesemSinne ‚inspirierte Bibel’ gibt es nirgendsauf der Welt!“ Schließlich führt er aus:„Er (Gott) beschlagnahmt diese konkretenWorte der Bibel und macht es zuseinem eigenen Wort.“. Ist hier nicht dieGefahr des Subjektivismus gegeben? „Esist Gottes Wort nicht im Sinne eines abgesicherten,unfehlbaren Wortbestandesoder Buchstabensystems. ... Dass die Bibelinspiriert ist, lässt sich nicht beweisen.Gottes Wort lässt sich nicht absicherndurch eine Theorie. Inspirationwird erfahren, wo das Wort trifft.“ Damithat laut Schrodt das Wort Gotteskeine Kraft in sich, sondern erst, wennes erfahren wird. Auch seine Formulierungenvom „zerbrechlichen Gefäß derbiblischen Buchstaben“ erwecken keinVertrauen in das Wort Gottes, das Bibellesernals „Hammer, der Felsen zerschmettert“(Jer 23,29) und als „Schwertdes Geistes“ (Eph 6,17) bekannt ist.Zu kurz und eher verwirrend ist seinUrteil zum Textus Receptus als einer„anderen“ Bibel:„Martin Luther zum Beispiel lebte in einerZeit, in der nur wenige hochwertige griechischeund hebräische Handschriften bekanntwaren. Die wichtigsten wurden erst im 19.und 20. Jahrhundert gefunden. Das bedeutet:Luthers Reformation geschah auf derGrundlage einer (wenigstens in Teilen) ‚anderen’Bibel als der von Gott verbal inspiriertenSchrift!“Diese Haltung scheint auch beim Vergleichvon sechs Bibelübersetzungendurch. Neben fünf modernen bis flapsigenund zum Teil gotteslästerlichenÜbertragungen wird nur Luther 84 alsklassische Übersetzung aufgeführt.Elberfelder 2003 und 2006 sowieSchlachter 2000 sind unter konservativEvangelikalen zwar am meisten verbreitet,bleiben aber alle drei unerwähnt.Stattdessen wird die gotteslästerliche„Volxbibel“ gleich auf drei Seiten empfohlenfür „‚fromme’ Jugendliche, die etwasvon der Aktualität der Bibel spürenmöchten“. Der Bibelvergleich ist überschriebenmit „Welche Bibel passt zumir?“ und suggeriert, dass sich GottesWort einfach jedem Stil und Jargon anpassenlässt, bis hin zu einer durchgehendobszönen und entstellenden Gossenspracheà la Volxbibel.Durch viele moderne Bibelübertragungenverkommt die Bibel streckenweisezum Unterhaltungsbuch, leicht zu lesen,leicht zu verdauen. Aber das Wort Gotteshat Qualität und Niveau, erhebt Ansprüche,fordert heraus und stellt denMenschen in Frage. Hier ist Arbeit anDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 34


sich selbst bis hin zur Selbstverleugnunggefragt und nicht bloße Unterhaltung.Geistlicher oder seelischer Zugang zurBibel?Was man bei dieser Zeitschrift am meistenvermisst, ist eigentlich unabdingbar:Klare und direkte Aufforderungen, Bibeltextezu studieren, also echte Hausaufgaben,direkt zum Wort Gottes zugehen. Doch Hausaufgaben hätten womöglichwieder einen verpflichtendenCharakter, der ja bereits mit „einem unangenehmenGeruch aus Pflicht“ und einem„grauen Dunst der Pflicht“ beschriebenwurde. Von daher will manlieber „lustvolle Forscher und Entdecker“machen. „Gute Christen“, heißt es,„scheinen fleißig drin zu lesen, aberman selbst hat das nie so recht unddauerhaft geschafft“.Doch hier ergibt sich die Frage, ob diegeistliche Dimension einfach machbarist? Paulus betont, dass Gottes Wortgeistlich erkannt und verstanden werdenmuss (1Kor 2,14). Es bedarf einergeistlichen Sehnsucht aufgrund der persönlichenBeziehung zu Gott. Es bestehtdie Gefahr, dass man nur seelisch angesprochenwird. Paulus bemängelte, dasser zu den Korinthern nicht reden konnte„als zu geistlichen, sondern als zufleischlichen [Menschen], als zu Unmündigenin Christus“ (1Kor 3,1).Ehrliche SelbstbloßstellungenÜberraschend ist die offene Selbstdarstellungdes SCM-Verlagsleiters UlrichEggers in der Erstausgabe: „Jenseitsvom Beruf lese ich wenig in der Bibelund erwarte nicht viel von ihr, sondernmöchte meinen Glauben leben.“ Woraufgründet sich aber der Glaube, wennnicht auf das Wort (Röm 10,17)? Einähnliches „Bekenntnis“ äußert auchChefredakteur Martin Gundlach:„Als Teenager bin ich dann vom regelmäßigenBibellesen abgekommen. Und hab bisheute nicht so richtig dorthin zurückgefunden– außer in Ausnahmesituationen. Wennich zum Beispiel eine richtig brennende Fragehab, dann lese ich die Bibel und suche danach Antworten. Aber nicht in der täglichenRoutine.“Gundlach liest lieber Sekundärliteraturals direkt die Bibel: „Mich trifft es vielstärker, wenn mir ein anderer den Bibeltextüberzeugend nahe bringt.“ ChristelEggers fragt in dem abgedrucktenRedaktionsgespräch: „Aber ist der GeistGottes nicht frei, für andere eher durchein Buch zu sprechen und bei mirdurch die Bibel?“ Darauf Gundlach:„Ortbergs Bilder und Geschichten berührenmich oft mehr, als Geschichtenaus dem Alten Testament.“ Ulrich Eggersmeint: „Aber es ist ja auch eine legitimeFrage, ob überhaupt jeder die Bibellieben muss. ... Muss jeder die Bibelwichtig finden und gut kennen?“ DaraufRedakteur Thomas Härry: „Nein, nichtdie Bibel, sondern Jesus Christus undGott.“ Gundlach erwähnt noch: „Aber eswar nicht die Bibel, die mich gerettethat, sondern es war Jesus selber, der zumeinem Herzen sprach. Ich weiß nicht,ob der Zugang ‚durch die Bibel zu Gott’nicht manchmal überhöht wird.“Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 35


Es ist ehrlich, aber es stimmt nachdenklich,milde formuliert, wenn diese Leiterso ihre Haltung zum Wort Gottes offenbaren.Das sind wohl kaum nachahmenswerteVorbilder. Aber genau diesewollen jetzt die „Bibelmüden erwecken“,„neuen Appetit auf die Bibel machen“und „Hunger wecken nach mehr“ ...Vom Erleben, dass Gottes Wort „lügt“,und trotzigem Geschehen, Gott sein„Versagen“ zu verzeihenMit der Reihe „Fragezeichen“ wollen dieHerausgeber ehrliche Erlebnisberichtezulassen: „Haben Sie auch ein Bibelwortals schwere Last erlebt? Kämpfen Siemit einer Aussage der Bibel?“ Bei diesenNegativerlebnisberichten wird leiderMisstrauen gegen die Bibel gesät.Den Anfang macht Christel Eggers mitMt 21,22: „Wie ein Schlag ins Gesicht!Am Boden liegen – und auch noch getretenwerden, so empfinde ich die Situation,in der mir dieser Bibelvers unterdie Augen kommt.“ Nach einemplötzlichen Kindstod erlebt sie ihre „Bibel-Eiszeit“:„Ich rühre lange Zeit keine Bibel mehr an.Für mich stimmt da etwas nicht. Für michstimmt sie nicht. Sie lügt. Gottes Wort lügtmich an, schlägt mir ins Gesicht.“Doch sie überwindet die Krise, bloßwie?„Nicht durch Gebet, nicht durch Bibellesen.Es war eine Autorenlesung in einem Gemeindehaus.... Angefangen hat es damit,wieder den Mut zu fassen zu der Frage: ‚IstGott ein guter Gott? Für mich?’, über eineneue Entscheidung, wieder eine Beziehungzu ihm zu wollen – über das trotzige Geschehen,ihm sein Versagen zu verzeihen ...“Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 36Die Probleme und Fragen mit der erwähntenBibelstelle ist Christel Eggersnicht losgeworden. Wenn durch solchenegativen Zeugnisse das Vertrauen indie Bibel nicht bestärkt, sondern eherZweifel gesät werden, besteht da nichtdie Gefahr fragwürdiger Früchte?Korrekturen, aber kein Kurswechselim zweiten HeftIm ersten Heft wird in einem Bibelquizunterstellt, dass die Bibel Irrtümer enthalte.Auf die Frage nach einem unreinenTier heißt es in der Antwort im Bezugauf 3Mo 11,6: „Der Hase ein Wiederkäuer?Hier irrt die Bibel doch tatsächlich...“ (S. 95). Dabei ist seit 1882diese von den Rindern zu unterscheidendeArt des Wiederkäuens bei Hasenbiologisch nachgewiesen. Im zweitenHeft wird dieser Fehler „bedauert“: „ImIrrtum war hier allerdings nicht die Bibel,sondern die Redaktion.“ Ob die Bibelnicht an anderen Stellen Irrtümerenthalte, bleibt mit der Formulierung„hier allerdings nicht“ weiterhin offen.Auch die zweite Ausgabe hat eine beachtlichhohe Auflage von 300.000.Redaktionsleiter Dr. Ulrich Wendel erklärtim Vorwort, er habe „irgendwannmal angefangen, es für gültig zu akzeptieren,dass Paulus sagt ...“ Diese Formulierungist exemplarisch für die gesamteLinie dieser Zeitschrift: Die Bibel ist interessant,die Bibel ist lesenswert, aber:Sie hat keine Autorität. Ich als Menschentscheide selbst, was mir passt, wasmir angenehm erscheint oder eben, wasich für gültig zu akzeptieren bereit bin.


Erschreckend wirkt das Urteil desSchriftauslegers Adolf Pohl über die, dieauch heute noch das Schweigegebot in1Kor 14,34 festhalten. So solle mannicht „heutige Frauen verurteilen, demGottesdienst als stumme Mumien beizuwohnen.... Es wäre ein Verstoß gegendie Praxis Jesu und das Wirken des HeiligenGeistes. Im Grunde wäre es Werbungfür den Islam.“Die Notwendigkeit biblischer Orientierungshilferelativiert Jesus-Freak-Pastor„Storch“ mit folgender Brillen-Theorie:„Hat man eine Brille mit roten Gläsern aufder Nase, erscheint einem die Bibel rot, hatman eine grüne auf, erscheint sie grün. Vieletheologische Konflikte rühren daher, dasswir beim Bibellesen unsere theologischenBrillen aufhaben.“Kann ein Bibelleser die Wahrheit undGültigkeit biblischer Aussagen wirklicherkennen und vertreten, auch wenn ersie neu erkennt? Nein, nicht wirklich.Laut Storch irrt er, denn:„Er hat eine neue Brille kennen gelernt undvielleicht ein weiteres Stück göttlicher Wahrheiterkannt, aber auch seine jetzige Erkenntnisist Stückwerk und ergänzungsbedürftig.“Ulrich Eggers fragt im zweiten Heft imRedaktionsgespräch erneut: „Wo sinddie begeisterten Bibelliebhaber, die platzenvor Bibellust und anderen Appetitmachen?“ Schritte im Glaubensgehorsamlehnte er ja als „Pflicht und Routine“und als „unangenehm“ bereits ab.Stattdessen möchte er Wege finden,„wie wir gemeinsam die Bibel interessantermachen und erleben können.“Hier sind erneut die Bedürfnisse desMenschen im Blick, wenn die Bibel wieDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 37ein Konsumartikel erst interessant underlebbar gemacht werden soll.„Was empfehlen wir denn der Gemeindeund dem Einzelnen? Was muss passieren,damit mehr Appetit da ist undHunger einzieht?“ Zu dieser Frage vonUlrich Eggers nachfolgend der Versucheiner wirklich biblischen Antwort:Was „Bibelmüde“ wirklich brauchenStatt einer geistlich widersprüchlichenund theologisch fragwürdigen Zeitschriftbedarf es anderer Alternativen, ein Bibelleserzu werden. Dies sollten aberprimär keine anderen Zeitschriften oderBücher sein, die zur Bibel hinzugezogenwerden, sondern – wie könnte es anderssein – die Bibel selbst, und zwar ineiner wortgetreuen Übersetzung.Christsein ohne Bibel ist undenkbar.Der Christ hat keine Wahl, seinen Glaubenmit oder ohne Bibel zu leben. EchteChristen, die bekennen, bibelmüde zusein, sind schlicht und ergreifend lau geworden.Die Lauen werden in der Bibelvielfach ermahnt, wieder auf denschmalen Weg zurückzukehren. Dabeisind Weisheit und Liebe, aber ebenauch Klarheit und Bestimmtheit in derSache von Nöten. So muss Lauheit auchals Schuld bekannt werden können.Aber eine peppig aufgemachte Zeitschrift,deren Wert nicht unerheblich inder Unterhaltung liegt, es sogar mit Bibelwitzendem Bibelmüden so bequemwie möglich zu machen, wird kaum zurückzu einer gesunden geistlichen Haltungbewegen. Hier liegt zum einen einanderes Verständnis vom Wort Gottes


und zum anderen vom Glaubenslebenvor. „Faszination Bibel“ wirkt nicht wieein Studien- und Lehrheft, das zum Bibellesenanleitet, sondern eher wie einUnterhaltungsmagazin. Es enthält zwarauch informative Artikel, die zum Verstehendes Umfelds biblischer Ereignissehelfen können, der Grundtenor überwiegtjedoch in der Unterhaltung.Die Bibel ist jedoch kein Konsumartikel,sondern ein Arbeitsbuch. Warum? DasBild vom Glauben, das das Neue Testamentvermittelt, hat auch zu tun mitKosten, die zu überschlagen sind, mit einemKampf, der zu bestehen ist, mit einemWettlauf, der zu bewältigen ist undeinem Siegeskranz, der zu erringen ist.Wer im Glauben hauptsächlich eigeneVorteile und Unterhaltung sucht, die eszu konsumieren gilt, und ein Buffet, andem man sich nach eigenen Vorliebenbedienen darf, hat weniger ein biblisches,sondern eher ein dem Zeitgeistangepasstes Glaubensverständnis.Bereits am Bibelverständnis scheidensich oft schon die Geister. Das Grundvertrauendes anderen in Gottes Wortist Voraussetzung, diesen persönlichzum Bibellesen zu motivieren. Diese Ermutigungsollte in einer geistlich intaktenGemeinde selbstverständlich sein(Kol 2,2; 1Thess 2,11). Ermutigung bedeutet,auf Probleme des anderen fürsorglicheinzugehen, ihn im Glauben zubestärken, Vertrauen zu säen und einpositives Zeugnis zu geben.Überdies sollten Glaubenszweifel nichtgepflegt, sondern als Anfechtung gesehenund überwunden werden. Durchdie Reihe „Fragezeichen“ scheint in„Faszination Bibel“ eher, so ist zu befürchten,das Gegenteil zu geschehen.Der Apostel Paulus erwähnt auch, dasswir uns „belehren und ermahnen“ sollen,zwei Vokabeln, die im tolerantenZeitalter bei den Neoevangelikalen genausowie „Gehorsam“ und „Buße“ abernicht mehr hoch im Kurs stehen undauch in „Faszination Bibel“ vergeblichgesucht werden.Neoevangelikale Trends und charismatischeWellen mögen eine Zeit lang „in“sein, sie kommen und gehen aber wieder,doch das Wort Gottes bleibt immergültig und ändert sich nicht (Mt 24,35).Daran kompromisslos festzuhalten unddas Gebot des Apostels Paulus zu beherzigen,ist der einfache und direkteWeg zu einem erfüllten Glaubensleben:„Lasst das Wort des Christus reichlich ineuch wohnen in aller Weisheit; lehrt undermahnt einander ...“ (Kol 3,16).Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 38


CGD-NachrichtenGebetsaufruf für Japan angesichts der KatastrophenAn alle Gemeinden und Kirchen !Wir sollten einen dringenden Gebetsaufruf starten für Japan, dass Gott noch Gnade schenktund ihnen die Augen öffnet, dass sie erkennen, welchen Götzendienst sie getrieben habenund somit den Zorn Gottes heraufbeschworen. Bittet darum, dass Gott noch ein großes Wundertut und ihnen die Gelegenheit gibt, Buße zu tun. Dies gilt genauso für unser Land, woder Abfall von Gott immer mehr überhand nimmt. Wie man sieht, hat hier alle menschlicheWeisheit ein Ende, aber hier hat Gott die Möglichkeit, Weisheit zu schenken, wenn wir unszu ihm wenden und ihn um Hilfe Bitten. Betet auch für die christlichen Gemeinden in Japan,dass sie jetzt stark werden und Gott durch sie wirken kann. Betet für die Wissenschaftlerdass auch sie erkennen, dass sie Gott brauchen, weil ihre Weisheit hier am Ende ist. Betetund bittet um ein großes Wunder! Möge Gott Gnade schenken.Marliese MaierImmer unglaublicherer Absturz der Ev. Allianz:Evangelikale und Mormonen bald gemeinsam?Nachdem sich die Evangelische Allianz in den letzten Jahren schon für Katholiken, Adventistenund alle möglichen charismatischen und "apostolischen" Gruppen geöffnet hat, geht siejetzt sogar auf die Mormonen zu. In IDEA stand zu lesen:Nach Jahrzehnten der Gegnerschaft sind in den USA Evangelikale auf Mormonen zugegangen. DieEvangelische Allianz (NAE) hielt eine Vorstandssitzung in Salt Lake City ab, der Hochburg der „KircheJesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“. Dabei trafen laut einem idea-Bericht führende Vertreterder NAE, die rund 30 Millionen Evangelikale repräsentiert, auch mit dem Gouverneur vonUtah, Gary Herbert, - einem Mormonen – zusammen. In den USA leben mehr als sechs MillionenMormonen – Tendenz steigend. NAE-Präsident Leith Anderson (Washington) erklärte zu dem Treffen,die Evangelikalen wollten sich über Möglichkeiten der Zusammenarbeit informieren.Das Wesen der großen babylonischen Vermischung (Offb. 17) tritt immer deutlicher hervor.Dabei geht aus den Schriften der Mormonen ganz eindeutig hervor, dass sie keine Christen,sondern Polytheisten sind (sie glauben an viele Götter; Mormonen werden sich zur Götterstufehöherentwickeln; die Götter seien höherentwickelte Menschen). Dies ist reiner Spiritismusund Gotteslästerung! Wird sich die Ev. Allianz als nächstes auch den Zeugen Jehovas annähern,die den Mormonen an Irrlehren an nichts nachstehen? Es ist zu befürchten. Offenbarist in der Endzeit kein Ding unmöglich.Lothar GassmannGehört der Islam zu Deutschland? - Diskussion erneut angefacht!Die Äußerung des neuen Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich (CSU), die hierzulandelebenden Muslime gehörten zwar zu Deutschland, aber nicht „der Islam“ haben eine erneuteDiskussion in Gang gesetzt. Friedrich wiederholte damit seine Kritik an der Aussage vonBundespräsident Christian Wulff, der Islam sei Teil Deutschlands. Das lasse sich „auch ausder Historie nirgends belegen“, so Friedrich weiter. So etwas hört man hierzulande natürlichnicht gern und die Muslimverbände haben sich auch sogleich lautstark zu Wort gemeldet.Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 39


Aber nicht nur diese, sondern auch Politiker aus der Regierungskoalition und der Oppositionund, anders kann es ja nicht sein: natürlich auch Vertreter der Kirchen ...Israel vom niederländischen Parlament als Staat anerkanntBei einer parlamentarischen Abstimmung der niederländischen Regierung in Den Haag habendie Abgeordneten Israel offiziell als jüdischen Staat anerkannt. Dieses berichtet das Inter -netportal "Israelnetz.com". Laut diesen Informationen hatten mehrere Parlamentsmitgliederum die Akzeptanz eines jüdischen Staates gekämpft. Von 150 niederländischen Politikern haben113 nun für die offizielle Bezeichnung eines "jüdischen, demokratischen Staates" gestimmt.Weiter wird berichtet, -- so eine Forderung des Parlaments in Den Haag,-- die EUsolle eine "einseitige Anerkennung der Palästinensergebiete" ablehnen, denn ein langfristigerFrieden könne dadurch nicht gesichert werden.Rick Warrens neue Gesundheitskampagnemacht indirekt Werbung für Yoga und New-Age-GedankengutDer Gemeindewachstumspastor Rick Warren und seine Saddleback-Mega-Gemeinde habenein „Jahrzehnt der Schicksalsbestimmung“ (Decade of Destiny) ausgerufen. Im Rahmen dieserlangfristigen Kampagne begann am 15. Januar 2011 ein 52wöchiger „Daniel-Plan“ zur Verbesserungder Gesundheit, der u.a. Kurse anbietet, die zur Gewichtsreduzierung und einemgesünderen Lebensstil anleiten. Dagegen ist ja an sich nichts einzuwenden; im Gegenteil, mandarf von der Heiligen Schrift her durchaus sagen, dass bewusste, maßvolle Ernährung, einegesunde Lebensweise und die Vermeidung von Übergewicht zum Lebensstil eines NachfolgersJesu Christi dazugehören sollten. Doch die Kampagne von Rick Warren hat ganz ge -wichtige negative Nebenwirkungen – und zwar auf dem Gebiet der geistlichen Gesundheit,die für Gläubige wesentlich wichtiger ist als die körperliche. Warren verpflichtete nämlich fürseine großangelegte Kampagne, die wahrscheinlich Zigtausende von Christen erfasst, dreiStar-Mediziner aus Amerika, die als Berater mit aufmunternden Videobotschaften und ergänzendenBüchern den Gesundheitskurs begleiten sollen. Und diese drei Männer gehören zuder einflussreichen New-Age-Strömung in der Medizin, die unter dem Etikett „ganzheitlicheHeilung“ esoterische und okkulte Lehren und Techniken einsetzt. Und solche Lehren undTechniken werden nun mit ausdrücklicher Billigung von Rick Warren einem großen, gutgläubigenchristlichen Publikum vermittelt!Kruzifixe in Schulen dürfen hängen bleibenKruzifixe in italienischen Klassenzimmern sind mit der Menschenrechtskonvention vereinbar. DerEuropäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) wies die Beschwerde einer italienischenMutter zweier Söhne ab, die die Kreuze als Verstoß gegen das Recht auf Erziehung und auf Religi -onsfreiheit betrachtet hatte. Das Kruzifix in Italien darf hängen bleiben. Kruzifixe in staatlichenSchulen gehörten zum Bemessungsspielraum des italienischen Staates, hieß es in dem Urteil. DieGroße Kammer des EGMR widersprach damit überraschend einer Entscheidung einer kleinerenKammer vom November 2009. Diese hatte noch entschieden, dass die auf staatliche Anordnunghin aufgehängten Kreuze in den Klassenzimmern Italiens die Rechte der Schüler und der erziehungsberechtigtenEltern verletzen. Weitere Nachrichten laufend unter: www.cgd-online.deDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 40


Auf den Spuren Jesu in IsraelLeser-Rundreise DER SCHMALE WEG vom 21. bis 28. November 2011Geistliche Leitung: Dr. Lothar Gassmann, PforzheimProgramm (Änderungen vorbehalten):Montag, den 21. NovemberFlug mit der Israel Airlines EL AL von Frankfurtnach Tel Aviv. Empfang am Flughafen.Anschließend Fahrt zu unserem Hotel in TelAviv zum Abendessen und Übernachtung.Dienstag, den 22. NovemberWir beginnen unsere Rundreise in Jaffo, dembiblischen Joppe, und erinnern uns an das Erlebnis,das einst Petrus im Hause Simons, desGerbers (Apg. 10) hatte. Anschließend fahrenwir durch Tel Aviv an der Küste des Mittelmeersentlang nach Caesarea. Hier begann derSiegeszug des Evangeliums zu den Heiden. InCaesarea gibt es viele Ausgrabungen aus derRömerzeit. Weiterfahrt nach Acco, dem biblischenPtolemais (Apg.21,7). Besichtigung derKreuzfahrerfestung und Weiterfahrt durch Haifa.Nach kurzem Stopp mit herrlichem Blickauf die Bucht fahren wir über den Karmel zurGedenkstätte an den Propheten Elia. Der Busführt uns durch Nazareth und gegen Abend erreichenwir unser Hotel in Tiberias am See Genezarethzum Abendessen und zur Übernachtung.Wir bleiben insgesamt drei Nächte in Galiläa.Mittwoch, den 23. NovemberDen neuen Tag beginnen wir mit einer Bootsfahrtüber den See Genezareth Weitere Stationendieses Tages sind der Berg der Seligpreisungenund Kapernaum. Fahrt über dieGolanhöhen zur Jordanquelle Banias beiCaesarea Philippi am Fuße des Berges Hermon,Besuch eines Kibbuz direkt an der israelisch-libanesischenGrenze. Rückfahrt durch dasHuletal und Besuch der Taufstelle „Yardenit“am Jordanausfluss. (Gelegenheit zur Taufe,bei Interesse bitte melden) hinterlassen unvergesslicheEindrücke. Abendessen und Übernachtungim Hotel in Tiberias.Donnerstag, den 24. NovemberWir fahren auf den Berg Tabor und anschließendzur Gideon-Quelle En Harod am FußeDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 41


des Gebirges Gilboa (Richter 7). Nach einerFahrt über das Gebirge Gilboa mit herrlichenAussichten auf die Berge Samarias und auf dasJordantal kommen wir nach Beith Shean. Hiergibt es außergewöhnliche Ausgrabungen zu bestaunen.Anschließend fahren wir zurück nachTiberias zu unserem Hotel zum Abendessenund zur Übernachtung.Freitag, den 25. NovemberWir nehmen Abschied von Galiläa, fahrendurch’s Jordantal Richtung Totes Meer an Jerichovorbei. Evtl. machen wir einen kurzenHalt zur Besichtigung der Taufstelle von Johannesdem Täufer und fahren weiter nach Qumranund zur Oase Ein Gedi, in der sich Davidvor dem König Saul versteckte (1.Sam. 24).Wanderung zum Wasserfall. Nach einer Badepauseim Toten Meer besichtigen wir nocheinen Süßwasserteich am Ufer des Toten Meeres,der schon vom Propheten Hesekiel erwähntwurde (Hesekiel 47) und fahren hinauf nachJERUSALEM, der „Stadt des großen Königs“.Für die nächsten drei Nächte: Abendessen undÜbernachtung in Jerusalem.Samstag, den 26. und Sonntag, den 27. NovemberIn Jerusalem gibt es ein umfangreiches Programmmit Besichtigung wichtiger Orte: Ölberg,Garten Gethsemane, Kidrontal, TeichBethesda, Lithostrotos (Folterstätte Jesu in derBurg Antonia), Westmauer (Klagemauer),Davidson-Center (Ausgrabungen nahe derKlagemauer), Haus des Kaiphas (hier verbrachteJesus die letzte Nacht vor Seiner Hinrichtung),Berg Zion mit Saal des letztenAbendmahls, Hügel Golgatha und Gartengrab,Israel- Museum mit Schrein des Buches,Modell von Jerusalem, Menora, der 7-armige Leuchter gegenüber der Knesset, HolocaustmuseumYad Vashem, u. a. m.Montag, den 28. NovemberAlles hat einmal ein Ende. Auch solch eineRundreise durch ISRAEL. Nun heißt es endgültig:„Shalom, u lehitraot“, Auf Wiedersehen!Reich beschenkt fliegen wir wieder von TelAviv zurück nach Frankfurt.Preis: 1.230,- EuroLeistungen:• Linienflug mit EL AL von Frankfurt nach TelAviv und zurück• Transfer in Israel am An- und Abreisetag• Unterbringung in guten Mittelklassehotels; Doppelzimmermit Bad/Dusche und WC• Halbpension (Frühstücksbüfett und Abendessen)• Diplomierte, deutschsprachige Reiseleitung• Rundreise im modernen, vollklimatisierten Reisebus• Sämtliche Eintrittsgelder• Bootsfahrt über See Genezareth• Flughafensteuer, Sicherheitsgebühr und LuftverkehrsabgabeEinzelzimmerzuschlag: € 230,--Nicht inbegriffen sind:Persönliche Ausgaben und Getränke, Trinkgelder fürisraelischen Reiseleiter, Busfahrer und Hotelpersonal(landesüblich 5,-- € pro Tag).Zusätzlich:Reiseversicherungspaket für Euro 35,--(enthält Auslandsreisekranken- und Reisegepäckversicherung)Reise-Rücktrittskosten-Versicherung für Euro25,--Fakultativ gibt es die Möglichkeit für einen3-tägigen Kurzurlaub am Toten Meer vom28. November bis 1. Dezember 2011. Halbpensionim Doppelzimmer mit Bad/Duscheund WC für € 270,--.Wer sich dafür entscheidet, fährt am Montagmorgennach dem Frühstück von Jerusalem zum Hotel am TotenMeer. Am Donnerstag, den 1. Dezember 2011, inder Frühe, gibt es dann einen Transfer vom TotenMeer zum Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv undRückflug nach Frankfurt. Diese zwei Transfers zumPreis von 60,-- € bei einer Mindestteilnehmerzahl von8 Personen.Preisänderung durch Wechselkursschwankung desUS-Dollars und Programmänderungen vorbehalten.Anmeldung bitte direkt bei: Dr. Lothar Gassmann(Anschrift siehe Impressum dieses Heftes, Seite 2)Anmeldeschluss 1. September 2011Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 42


Wanderwoche im Berner Oberland für Jung und Alt10.-17. September 2011Leitung: Ueli MaagReferenten:Daniel Zingg (Aseba, Minarettinitiative Schweiz)Andreas Symank (Bibelübersetzer)Eugen Schmid (Philosoph)Lothar Gassmann (Theologe)Themen:Das Wunder der Wiedergeburt. Wie man ein gerettetes Kind Gottes wirdGottes Wort ist die Wahrheit. Gegen die freche und scheinfromme BibelkritikBiblische und unbiblische Einheit. Der Irrweg der ökumenischen BewegungDie Bibel genau übersetzen – wie gelingt das?Der schiitische Islam und die Wiederkunft des MahdiWer regiert in Zukunft Europa? Reformation oder MuslimismusNähere Infos und Anmeldung:Bibelheim CredoSchloss UnspunnenUnspunnenstr. 11, CH-3812 Wilderswil (bei Interlaken)Tel. 0041-33-822 32 06Fax 0041-33-823 42 32Email: info@credo.chHomepage: www.credo.chDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 43


Was kommen wirdDie Endzeitreden Jesu Christiund die Vorbereitung Seiner GemeindeMatthäus 24-25Bibelwoche in Bad Teinach21.-28. Oktober 2011Referent: Dr. Lothar GassmannFreitag, 21.10.2011, 19.30 Uhr: Aktuelle Zeichen der nahen Wiederkunft Jesu ChristiSamstag, 22.10.2011, 19.30 Uhr: Weitere Zeichen der nahen Wiederkunft Jesu ChristiSonntag, 23.10.2011, 9.30 Uhr (!): Der Gräuel der Verwüstung und die große Trübsal19.30 Uhr: Das Kommen des Menschensohnes in Macht und HerrlichkeitMontag, 24.10.2011, 19.30 Uhr: Es wird wie in den Tagen Noahs sein ...Dienstag, 25.10.2011, 19.30 Uhr: Wacht, denn ihr wisst nicht, wann der HERR kommt!Mittwoch, 26.10.2011, 19.30 Uhr: Die klugen und die törichten JungfrauenDonnerstag, 27.10.2011, 19.30 Uhr: Gebrauche treu die dir anvertrauten Gaben!Freitag, 28.10.2011, 9.30 Uhr (!): „Was ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt ...“Ort, Anmeldung und Jahresprogramm:Haus SonnenblickPoststr. 25, D-75385 Bad TeinachTel. 07053-92600, Fax 07053-926099Email: HausSonnenblick@t-online.deHomepage: www.haus-sonnenblick.infoDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 44


Prüft die Geister, ob sie von Gott sind! (1. Joh. 4,1)Diese bibeltreuen Nachschlagewerke helfen Ihnen dabeiKleines KATHOLIZISMUS-HandbuchWas glauben Katholiken? Was lehrt der Vatikan? Ein grundlegendesNachschlagewerk über Lehren und Irrlehren der Römisch-KatholischenKirche! Mit vielen Zitaten und Belegen aus dem KatholischenKatechismus und weiteren Original-Quellentexten. Auch zum Weitergebenan suchende Katholiken geeignet. Folgende Themen werdengründlich aus biblischer Sicht behandelt: Ablass, Apokryphen, Beichte,Bischof, Einheitsamt, Eucharistie, Fatima, Fegfeuer, Firmung, Heiligenverehrung,Klerus, Lehramt, Marienverehrung, Opfer, Papsttum, Priester,Reliquienkult, Sakramente, Stigmatisation, Sukzession, Tradition,Unfehlbarkeit, Wandlung, Weihe, Zölibat u.a. Ein umfassendes bibeltreuesHandbuch von Lothar Gassmann, zum ermäßigten Sonderpreis von nur 5,80 Euro!Kleines ANTHROPOSOPHIE-HandbuchDemeter-Produkte, Weleda-Medizin und Waldorfschulen kennt jeder. Dahinter steht die AnthroposophieRudolf Steiners. Ist Anthroposophie wirklich so positiv,wie sie oft dargestellt wird? Der Autor Lothar Gassmannhat sich vieleJahre mit dieser Lehre beschäftigt und legt in diesem Lexikon eine tiefgründigeund umfassende Widerlegung von Steiners Lehren vor. Auchzum missionarischen Weitergeben an Anthroposophen geeignet! Mitfolgenden Themen: Akasha-Chronik, Anthroposophische Gesellschaft,Bibelverständnis, Biologisch-dynamischer Anbau, Christengemeinschaft,Christosophie, Demeter, Dreigliederung, Einweihung, Erkenntnisse höhererWelten, Esoterische Schule, Eurythmie, Freiheitsphilosophie, Freimaurer-Impuls,Goetheanismus, Lucifer-Gnosis, Reinkarnation, SpirituelleInterpretation, Steiner-Kult, Übersinnliches, Waldorfpädagogik, Weleda-Medizin u.a. Einumfassendes Werk zum günstigen Preis von nur 5,80 EuroKleines ZEUGEN-JEHOVAS-HandbuchWas glauben Zeugen Jehovas? Was lehrt die Wachtturm-Gesellschaft?Eine umfassende Darstellung und Widerlegung ihrer Lehren anhandder Bibel. Auch zum missionarischen Weitergeben an Zeugen Jehovasgeeignet. Mit folgenden Themen: Apokalyptik, Blutgenuss, Christusverständnis,Dreieinigkeit, Endzeit-Daten, Eschatologie, Gedächtnismahl,Gemeinschaftsentzug, Harmagedon, 144.000, Jehova-Name, LeitendeKörperschaft, Loskaufopfer, Marterpfahl, Neue-Welt-Übersetzung, Russell,Rutherford, Wachtturm, Zwei-Klassen-System u.a. Zum ermäßigtenSonderpreis von nur 5,80 Euro!Der schmale Weg Nr. 2 / 2011 45


Kleines SEKTEN-HandbuchWas ist eine Sekte? Wie geraten Menschen hinein? Wie können sie zur Freiheit gelangen?Ein grundlegendes, fundiertes, bibeltreues Nachschlagewerk über folgende Sekten und Kulte:Aurobindo, Brahma Kumaris, Christian Science, Davidianer, Freimaurerei, Gralsbewegung,Hare Krishna, Katholisch-Apostolische Kirche, Lorberianer, Mormonen, NeuapostolischeKirche, New Age, Scientology, Seicho-No-Ie, Sri Chinmoy, Theosophie, TranszendentaleMeditation, Vereinigungskirche u.a. 9,80 EuroKleines KIRCHEN-HandbuchWas ist Kirche? Was ist Gemeinde Jesu? Was kennzeichnet die einzelnen Kirchen und Freikirchen?Folgende Kirchen und Vereinigungen werden aus bibeltreuer Sicht dargestellt undbeurteilt: Altkatholiken, Anglikaner, Anskar-Kirche, Baptisten, Bekennende Kirche, Brüderbewegung,Brüderverein, Calvary Chapel, Ecclesia, Gemeinden Gottes, Heilsarmee, Herrnhuter,Lutheraner, Methodisten, Mennoniten, Orthodoxe, Pfingstler, Pietisten, Presbyterianer,Reformierte, Traditionalisten, Unabhängige Gemeinden, Waldenser u.a. 9,80 EuroKleines ENDZEIT-HandbuchWas heißt Endzeit? Leben wir in der Endzeit? Wie kommen wir hindurch? Endlich Orientierungim Dschungel der Endzeit-Spekulationen! Folgende Themen werden behandelt:Amillennialismus, Antichrist, Auferstehung, Babylon, Christenverfolgung, Dämonisierung,Dispensationalismus, Einheit, Entrückung, Erdbeben, Falscher Prophet, Friede, Gericht, Gesetzlosigkeit,Globalisierung, Harmagedon, Heilsgeschichte, Himmel, Hölle, Inflation, Irak, Irrlehren,Israel, Postmillennialismus, Prämillennialismus, 666, 70 Jahrwochen, Tempel, Verführung,Vier Weltreiche, Weltmission, Wiederkunft Christi, Zeichen der Zeit, Zeitgeist,Zwei Zeugen u.a. 9,80 EuroKleines IDEOLOGIEN-HandbuchDieses Buch schlägt eine Schneise durch den Dschungel der Weltanschauungen. Es hilft, dieGeister zu unterscheiden und klare Orientierung zu finden. Folgende Weltanschauungenwerden betrachtet und widerlegt: Atheismus, Behaviorismus, Deismus, Enthusiasmus, Evolutionismus,Faschismus, Feminismus, Genderismus, Gnostizismus, Grüne Ideologie, Gruppendynamik,Hedonismus, Humanismus, Idealismus, Kapitalismus, Kommunismus, Kritizismus,Liberalismus, Materialismus, Modernismus, Mystizismus, Nationalsozialismus, Neomarxismus,Ökologische Religion, Postmodernismus, Pragmatismus u.a.. Nur 9,80 EuroKleines ÖKUMENE-HandbuchWas ist Ökumene? Wie wird sie heute praktiziert? Worin unterscheidet sich biblische vonunbiblischer Einheit? Ein Augenöffner über die Gefahren einer verführerischen Ökumene!Mit folgenden Themen: Abrahamitische Religionen, Absonderung, ACK, Assisi, Bekenntnis-Ökumene, Buddhismus, Charta Oecumenica, Einheit, Europatag, Evangelische Allianz, GemeinsameErklärung zur Rechtfertigungslehre, Hinduismus, ICCC, Islam, Konziliarer Prozess,Lausanner Bewegung, Neue Weltordnung, ÖRK, Pluralismus, Rückkehr-Ökumene nachRom, Schisma, Taizé, Toleranz, Unità dei Cristiani, Projekt Weltethos u.a. 9,80 EuroDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 46


Kleines THEOLOGIE-Handbuch Band 1 und 2Wollten Sie schon immer einmal wissen, was Apologetik, Hermeneutik und Zweinaturenlehrebedeuten? Suchen Sie eine biblisch fundierte Darstellung über Jesus Christus, Gottesbeweiseund Jungfrauengeburt? Interessieren Sie sich für die Wurzeln und Hintergründe vonBefreiungstheologie, Dialektischer Theologie und Fundamentalismus? Bewegt Sie persönlichdie Frage, wie es sich mit Bekehrung, Erwählung, Heiligung und Wiedergeburt verhält?Dieses Buch in 2 Bänden gibt Ihnen auf diese und etliche weitere Fragen biblisch fundierteAntworten. Ein informatives Nachschlagewerk für Theologen, Religionspädagogen und alleinteressierten Christen. 2 umfangreiche Bände, jeder Band 9,80 EuroKleines ESOTERIK-HandbuchEsoterik boomt. Was steckt dahinter? Ein fundiertes Nachschlagewerk mit umfassender Behandlungund Widerlegung der wichtigsten okkulten Lehren und Praktiken. Hoch aktuell!Themen: Aberglaube, Akupunktur, Alternativmedizin, Augendiagnose, Autogenes Training,Ayurveda, Bachblüten, Bibi Blocksberg, Bioenergetik, Dämonen, Enneagramm, Fallen aufden Rücken, Fantasiereisen, Fastnacht, Feng Shui, Geistheiler, Geistliche Kampfführung,Gnosis, Bruno Gröning, Anselm Grün, Halloween, Harry Potter, Hexen, Homöopathie, HörendesGebet, Kabbalah, Kinesiologie, Kosmische Energie, New Age, Lachen im Geist, MeditativerTanz, Monster, Passivität, Pendeln, Positives Denken, Propheten-Bewegung, Psychodrama,Reiki, Rutengehen, Schamanismus, Shiatsu, Shintoismus, Spuk, Stilleübungen, TàiChi, Taoismus, TCM, Trance, TZI, UFOs, Visualisierung, Yoga, Yu-Gi-Oh, Zen u.a. 9,80 €Alle diese Bücher sind bei der Schriftleitung erhältlich(Anschrift siehe Seite 2 dieses Heftes).Zu guter Letzt:Suchen Sie eine bibeltreue Gemeinde?Oder wissen Sie, wo eine bibeltreue Gemeinde zu finden ist?Dann wenden Sie sich bitte an unsereKontaktstelle BergwerkPostfach 1471D-27344 Rotenburg / WümmeDanke. Ihr CGDDer schmale Weg Nr. 2 / 2011 47


Der schmale WegAm Waldsaum 39, · 75175 Pforzheim,Postvertriebsstück, DPAG, Entgelt bezahltDurch Dein Blut, Herr,bewahre michWie bitte ich so inniglich:Durch Dein Blut, HERR, bewahre michvor Sünde, Teufel, Fleisch und Weltund was mich finster überfällt.Dein Bildnis sei an mir zu seh‘n.Ich will den Kreuzesweg hier geh‘n.In Dir kann ich ganz stille seinund sanftmütig mich schicken drein.Lass mich an Deinem Herzen ruh‘n,gehorsam Deinen Willen tun.Bringt es mir auch viel Kreuz und Pein –ich häng an Dir, bin gänzlich Dein.Hilf mir in dieser letzten Zeit,in der Verführung weit und breit.Rett‘ mich hindurch. Ich bin ja Dein.In Dich, HERR, fliehe ich hinein.Amen.Hildegard JoosChristlicher Gemeinde-Dienst Pforzheim (CGD) –Verein zur Förderung christlicher Werke und Gemeinden

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