Kater Balou hatte massiven Katzenschnupfen und litt ... - Amaro

amaroverlag.de

Kater Balou hatte massiven Katzenschnupfen und litt ... - Amaro

war um sich zu wehren, aber die Nahrungsaufnahmeverweigerte er vehement. Seine gekrümmte Haltungdeutete darauf hin, dass ihm einfach alles weh tat.Das giftige Ölgemisch hatte nicht nur äußerlich Spurenhinterlassen (verklebtes Fell und vereiterte Augen),sondern mit Sicherheit auch Schleimhäute und inne-Erfahrungsbericht von A. Mayr -Stark abgemagert wirkt das Köpfchen überdimensional grossKaum zu glauben, dass es sichbei dem kranken Welpen aufdem Bildschirm und demwunderschönen Kater amPC um das gleiche Tierhandelt.Kater Balou hatte massiven Katzenschnupfen undlitt zusätzlich unter den schweren Folgen einer Ölvergiftung.Wie ihm von einer klassischen Homöopathingemeinsam mit einem Tierarzt doch nochgeholfen werden konnte erfahren Sie im nachfolgendenBericht...Die Freundin meiner Tochter Lydia hatte sich aufeinem Bauernhof ein kleines Kätzchen ausgesuchtund wollte es zwei Wochen später abholen.Da sie kein Auto hatte, bot ihr Lydia an, die Taxifahrtinklusive Katzentransport zu übernehmen. Auf dem Hofangekommen entdeckten sie zwischen den wild tobendenKatzenwelpen ein kleines graues Häufchen Elend,das sich wie betrunken, langsam torkelnd fortbewegte.Als Lydia den abgemagerten Kerl hochnahm, bemerktesie, dass er an schlimmem Katzenschnupfen litt undsein graues, struppiges Fell übel nach Petroleum roch.Sein Gesichtchen war mit Eiter verschmiert und dieAugen so verklebt, dass der Kleine kaum noch etwassehen konnte. Die Bäuerin erzählte den Mädchen,dass der kranke Welpe in ein offenes Altölfass gefallenwar. Wie lange das Katerchen im Öl um sein Lebengekämpft hatte, wusste jedoch keiner. Die aggressiveFlüssigkeit hatte sich nicht nur in seinem stumpfen Fellfestgesetzt, sondern war durch Ohren, Nase und Mundin den kleinen Körper eingedrungen und hatte obendreindie Augen massiv geschädigt. Lydia überlegtenicht lange und nahm den Kleinen mit nach Hause. Miteinem Stillbaby und einer zweijährigen Tochter, sowiezwei Katern, einem Hund und einem Ehemann war sieeigentlich schon ausgelastet, aber dies war ein echterTrotz mehrmaligem Badens kleben noch immer giftige Ölreste in Balous FellNotfall, bei dem sie nicht einfach wegschauen konnte.In seinem neuen Zuhause wurde „Balou“, so sollte derWinzling heißen, erst einmal geduscht, damit er denekligen Ölgestank los wurde und bei der Fellpfl egenicht noch mehr Ölrückstände abschlecken und sichdadurch weiter vergiften konnte. Danach war Fütternangesagt. Das Waschen ließ er zwar brav über sich ergehen,wahrscheinlich weil er schon viel zu schwach...Von Schmerzen und Übelkeit gepeinigt krümmt sich der kleine Körperre Organe angegriffen. Er konnte und wollte einfachnichts schlucken. Dies bedeutete „Alarmstufe Rot“und deshalb ließen wir ihn sofort von unserer klassischenHomöopathin Frau Wetteroth (Leiterin der Heilpraktikerschule,www.scola-animilia.de) behandelnund gaben die verschriebenen Medikamente genaunach Plan. Kater Sergio hatte es damals auch mit homöopathischenMitteln geschafft, gesund zu werdenund das machte uns Mut und gab uns Hoffnung. MitEngelsgeduld versuchte Lydia mehrmals täglich denMini-Welpen, der nur noch Haut und Knochen war, miteiner Spritze zu füttern und nach knapp zwei Wochenwar es dann tatsächlich so weit: Balou begann endlichselbständig zu fressen und machte jetzt seinemNamen alle Ehre, denn er entwickelte plötzlich einen„Bärenhunger“, der kaum noch zu stillen war.Im Gegensatz zu Sergio, der weder allein noch imDunkeln hatte fressen wollen, stellte Balou keine großenAnsprüche an die Beleuchtung oder die Anzahlder geladenen Tischgäste. Es schmeckte ihm gemeinsammit den sechs anderen Katzen im vollen Rampenlichtgenauso gut wie beim „Candlelight Dinner forone“ in einem separaten Zimmer. Dies hatte den Vorteil,dass man seine Medizin einfach unter das Futtermischen und Balou während des Fressens von denanderen Tieren wegsperren konnte. So waren wir unssicher, dass die Globulis (homöopathische Medikamentein Form von Streukügelchen) auch im richtigenTiermagen landeten. Ferner fraß Balou von rohem Eiüber Quark und Frischkäse bis zu Katzentrocken- undNaßfutter problemlos alles was er vorgesetzt bekam.Kurz: Balou schmeckte eigentlich immer alles, überallund zu jeder Zeit.Das zierliche Geschöpf, das mit seinem großen Kopfund dem mageren Körperchen so zerbrechlich wirkte,weil man seine Rippen nicht nur fühlen, sondern auchnoch sehen konnte, fi ng nun an, mit Lydias Hund Charlyund den anderen Katzen zu toben. Bereits nachein paar Tagen konnte man schon ein pralles Bäuchleinsehen. War er müde, suchte er die „Menschenwelpen“,legte sich zu ihnen und schlief in deren Nähe friedlich ein.Die erste Hürde war überstanden und darüber freutenwir uns sehr, denn der Kleine nahm nicht nur rasch zu,sondern er nahm auch endlich aktiv am Leben teil.Leider kam aus beiden Augen noch immer eitrige Flüssigkeitund sein linkes war obendrein auch noch so verschwollen,dass man den Augapfel gar nicht sehenkonnte. Die Pfl ege der verklebten Augen war sehr zeitaufwendig.Damit Balou überhaupt etwas sehen konnte,mussten diese mehrmals täglich gereinigt und mitAugentropfen versorgt werden und das kostete, obwohlder Winzling ein richtiges Engelchen war und alles geduldigüber sich ergehen ließ, sehr viel Zeit. Lydia hatteviel für den kleinen Kerl getan. Er hatte dank ihrer Hilfenicht nur überlebt, sondern auch neue Lebensfreudegewonnen. Aber nun war die junge Mutter selber an dieBalou - Lebensfreude purGrenzen ihrer Kräfte gekommen und aus diesem Grundeboten wir Lydia an, den kleinen Kater mit den krankenAugen zu uns auf den Amaro Hof zu holen und ihnhier weiter zu versorgen.Wir hatten allerdings nicht damit gerechnet, dass derOrtswechsel dem vierbeinigen Patienten so zusetzenwürde. Schon am ersten Tag wollte er nicht mehr rechtfressen und schien seine letzte Pflegefamilie sehr zuvermissen. Sein Gesundheitszustand verschlechtertesich rapide und häufi g stellte sich Nasenbluten ein. Wirversuchten ihn mit verschiedensten Leckereien und lie-Seite 1 I Der verhängnisvolle Unfall Amaro News www.amaroverlag.de www.amaroverlag.de Amaro News Der verhängnisvolle Unfall I Seite 2


Wie aus heiterem Himmel bekam er immer wieder NasenblutenBalou mit Sergio beim Spielen im Garten Vereitertes Auge durch Katzenschnupfen und ÖlvergiftungBindehaut auf Augapfel festgewachsenbevollen Streicheleinheiten zu verwöhnen, aber Baloumachte einen traurigen Eindruck und nahm schnell ab.Frau Wetteroth berücksichtigte den Ortswechsel unddie damit verbundene tiefe Trauer bei der Wahl desnächsten homöopathischen Mittels. Nach kurzer Zeitbekam Balou tatsächlich wieder neuen Auftrieb undbald stellte sich auch wieder der „Balou-Bärenhunger“ein.Wir freuten uns riesig, als er endlich mit unseren dreijungen Katern Aslan, Shadin und ganz besonders mitSergio und Hund Rufus Freundschaft schloss, um mitihnen gemeinsam zu fressen und zu spielen. Er sprühtenur so vor Lebensfreude, die sogar auf uns Menschenansteckend wirkte. Sein Gesundheitszustandverbesserte sich zusehends und sein struppiges,gräuliches Fell wurde immer heller und fl auschiger.Endlich hörte sein rechtes Auge auf zu tränen undwurde wunderbar klar. Wir hofften so sehr, auch seinlinkes Auge retten zu können aus dem jedoch nochimmer eitrige Flüssigkeit kam und das er fest zusammengekniffenhielt.Öffnete man vorsichtig die Augenlider, konnte man nurBinde- und Nickhaut sehen, die den Augapfel komplettbedeckten. Als zwei Wochen später das krankeAuge endlich abzuschwellen begann und keine eitrigeFlüssigkeit mehr absonderte, sahen wir, dass der aggressiveEiter das Auge so geschädigt hatte, dass dieBindehaut mittig auf dem Augapfel festgewuchert war,ähnlich einer Flügelfellerkrankung (angeborene Missbildung,bei der die Bindehaut auf dem Augapfel festgewachsenist).Zuerst waren wir traurig, weil wir sein linkes Auge nichthatten retten können, aber wenn wir ihn dann beimSpielen beobachteten und sahen, wie viel Lebensfreudeer hatte und wie gut er mit nur einem gesundenAuge klar kam, wurde uns bewusst, dass sich alle Mühengelohnt hatten und wir für dieses Ergebnis schonsehr, sehr dankbar sein mussten.„Wir sind nicht nur verantwortlich füralles was wir tun, sondern auch füralles was wir nicht tun.“Lydia überlegte nicht lange und nahm das krankeTier einfach mit um ihm zu helfen.Als das Katerchen mit sieben Monaten kastriert wurdeund in Vollnarkose lag, wagte sich unser Tierarzt Dr.Krawehl (Diedorf, De) daran, die Bindehaut vom Augapfelganz vorsichtig zu lösen, was ihm auch wunderbargelang. Als wir den Patienten nach der OP aus derPraxis abholen durften, blickte er uns zum ersten Malmit zwei offenen Augen entgegen. Sein linkes Augetränte zwar und war viel kleiner als das andere, aberman konnte den Augapfel komplett sehen. Leider befandsich auf der Hornhaut eine Trübung. Diese Hornhauttrübungwar die Wunde, die nach der Ablösungder Bindehaut auf dem Augapfel entstanden war.Nach der OP wurde Balou mit homöopathischen Me-Liebe dich so, wie du wirklich bist.Anne Sextonwww.amaroverlag.de Amaro News Der verhängnisvolle Unfall I Seite 4


Das wenige was du tun kannst ist vielwenndu nur Schmerz und Angst und Wehvon einem Wesen nimmst.Albert SchweizerSeite 5 I Der verhängnisvolle Unfall Amaro News www.amaroverlag.dedikamenten weiterbehandelt. Seine Krankengeschichtebeweist, dass eine harmonische Zusammenarbeitzwischen Tierärzten und klassischen Homöopathenzum Wohle eines Tieres durchaus möglich ist. Mittlerweiletränt Balous krankes Auge kaum noch und vomKatzenschnupfen blieb nur ein äußerst seltenes Niesenzurück. Sein linkes Auge ist immer noch ein wenigkleiner als sein rechtes, von der Augenoperationist lediglich ein trüber Fleck (Narbe) auf der Hornhautzu sehen. Auf der normalerweise spiegelglatten Oberfläche der Hornhaut stellt diese OP-Narbe jedoch einestörende Unebenheit dar, die das Augenlid bei jedemLidschlag reizt. Das Auge interpretiert die Narbe deshalbals Fremdkörper, den es unbedingt auszuspülengilt und reagiert darauf mit Tränenfl uss. Dieser Reinigungsprozesshält so lange an, wie die Reizung desAugenlides fortbesteht. Ob die Narbe jemals so gutverheilt, dass sie vom Auge nicht mehr als störendempfunden wird und somit das Tränen dann endlichaufhört, kann niemand garantieren.Es wurde uns klar, dass man nicht immer jedem helfenund alles retten kann. Manchmal muss man auchlernen mit einer Behinderung bzw. mit einem behindertenTier zu leben. Balou ist ein richtiger Sonnenschein,der uns täglich aufs Neue zeigt, dasser mit einer Sehbehinderung gut zurecht kommtund trotzdem ein fröhliches Katzendasein führt.Auch wenn sein linkes Auge nicht mehr voll funktionstüchtigwurde, konnte man es ihm doch soweit erhalten,dass es trotz der geringen Sehkraft noch wichtigeFunktionen, wie beispielsweise den Augendruckausgleich,erfüllen kann. Patienten, denen ein Auge entferntwerden muss, leiden oft an Kopfschmerzen, dievom einseitigen Augendruck herrühren.Trotz allem ist der Heilungserfolg sensationell, dennder kleine Kater hat sich innerhalb weniger Monatevon einem schmierigen Häufchen Elend mit Katzenschnupfenin einen selbstbewussten Traumkater mitseidenweichem Langhaarfell verwandelt. Er ist unwahrscheinlichmenschenbezogen und geht mit Marleneund ihrem Hund Rufus regelmäßig Gassi. Ganzbesonders freuen sich die Reitschüler unseres AmaroReiterhofes, wenn sie von Rufus und Balou bei einemkleinen Ausritt begleitet werden.Der Unfall, der eigentlich durch Abdecken des Ölfasseshätte vermieden werden können, hatte Balou inseiner Entwicklung stark gehemmt. Er ist im Gegensatzzu seinen Geschwistern nicht besonders großgeworden. Das hat ihm auch den Spitznamen „Bonsai-Kater“eingebracht. Trotz seiner kleinen aber dochmuskulösen Gestalt und seinem missgebildeten Augehat er unheimlich viel Charme und bricht nicht nur dieHerzen der stolzesten Katzenfrauen - unsere äußerstwählerische Katzendame Pyra ist ihm total erlegen -sondern verzaubert einfach alle, die ihn „life“ erlebendürfen.Nähere Infos zu unseren Tieren und Büchern, alleempfohlen vom Deutschen Tierschutzbund, unter:www.amaroverlag.deSatz und Layout Leyla WagnerVom „Häufchen Elend“ zum TraumkaterBalou klettert mutig vom Zaun aus zu Ida aufs PferdSehr menschenbezogen und immer fröhlich: Lebensfreude purNach OP: fest gewucherte Bindehaut wurde von Augapfel vorsichtig abgelöst


Alles was man mit Liebe betrachtet,ist schön.Martin LutherDas Paradies fängt da anwo wir beginnen daran zu arbeiten.A. Mayrwww.amaroverlag.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine