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DasMagazinWir kopieren nicht, wir denken selber! Catalunya com és debo, explicada en alemanyAusgabe 3März / 2013


Books for KidsSpendensammlung fürSchulbücherDer Staat spart an BildungWir nicht!Helfen Sie mit, dass Kindereine gute Zukunft haben!(Mehr Informationen finden Siein dieser Ausgabe „Das Magazin“)El govern estalvia en educació.Però nosaltres diem:“L‘educació és la based‘una societat forta,i tots els nens tenenels mateixos drets.”La seva donació ajudaa comprar llibres de text.Gracies!www.diez-centimos.comwww.llibreslowcost.comRasmus goes for books…for BOOKS FOR KIDS


EditorialGutes Tun macht gute Laune!Ajudar et fa feliçInhaltsverzeichnis• Editorial• Nachgefragt!• Artists for kids• Katalonien sanft erleben• Tier & Natur• ReportageN• Abenteuer Katalonien• TÚ TAMBIÉN• TU Tascota TAMBIÉN• KolumneN• In eigener Sache (DC)Die dritte Ausgabe ist draußen und zudemauch gleich um acht Seiten verstärkt. Ein jungesProjekt startet in wirtschaftlich schlechtenZeiten mit einer innovativen Idee: UnsererMeinung nach eine gute Möglichkeit, nachvorne zu schauen und die wachsende Aufmerksamkeit,die wir erhalten, erfreut uns undgibt uns Recht. Wir haben die vergangenenWochen intensiv genutzt, unsere Arbeit fürDC auszubauen und das Echo war immens.Der Zuspruch und das spontane Engagementin schwierigen Situationen Signale zu setzten,sich zu bewegen, sich zu engagieren: Beides isthoch und wir danken an dieser Stelle dafür.Was uns besonders erfreut – und zunächst erstaunte– ist das katalanische Interesse an unseremMagazin. Aus diesem Grund haben wiruns entschlossen, katalanische oder auch spanischeOriginaltexte, die uns angeboten wurden,hinzuzunehmen. Diesen überraschendenTrend möchten wir pflegen. Wir finden, besserals durch ein hautnahes, ehrliches Teamwork,kann man unser Urlaubsland, oder unsereZweitheimat, nicht kennenlernen. Die erhöhteSeitenanzahl gewährleistet, dass das deutscheLesevergnügen nicht geschmälert wird.Zahlen und Quoten sind nüchterne Informationsgeber,schnell gegoogelt, schnell übernommenund mitleids- wie vorwurfsvoll in denRaum gestellt. Doch hinter den Zahlen stehenSchicksale. Erfährt man diese, werden Prozentangabenhinfällig, denn sie sagen nichts ausüber das, was in diesem Land wirklich passiert.Meine Wege führten mich zu den verschiedenenVersammlungen betroffener Bürger, diehier und anderswo in diesem Land regelmäßigstattfinden. Sich die Zeit nehmen, zuzuhörenund das Gespräch zu suchen, eröffnet erst dasganze Ausmaß dessen, was Banken und Politikerangerichtet haben und weiter anrichten.Die Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft und Offenheit,der wir hier und anderswo begegnen, berührtund spornt an. Der Zusammenschluss derDeutschen und Katalanen ist uns wichtig. Aufder menschlichen Ebene, von Angesicht zu Angesicht.DAS MAGAZIN ist keine Zeitschrift imherkömmlichen Sinne. Wir erklären über DASMAGAZIN unsere Arbeit, suchen die Integrationund die Motivation, uns ein kleines Stückdes Weges zu begleiten. Wir freuen uns überjeden, der sich anschließt. Ganz gleich welcherArt, für welchen Zeitraum. Was zählt ist dasHier und Jetzt!Susanne SchwarzAquesta és la tercera edició de la nostra revistaassociada a l‘organització „Diez Céntimos parauna buena causa ( DC)“. La nostra intenció éspresentar Catalunya als ciutadans i turistes deparla alemanya de forma diferent a la usual.Col·laborem de forma intensiva amb la gentlocal, centrant-nos en les seves preocupacionsi necessitats i treballant en solucions concretesa aquestes.La nostra atenció es dirigeix sobretot als nensi joves que formen part de la generació que noté la culpa de la situació econòmica actual.Treballem sense membres. Considerem els nostressocis a tots els que ens acompanyen en lanostra missió. Les contribucions i la durada del‘ajuda depenen de les possibilitats i preferènciesde cadascun. D‘aquesta forma garantimuna ajuda directa, sense llargs procedimentsadministratius. Ajudem a l‘home, però -en situacionsd‘urgència- també a l‘animal.L‘ajuda de la població de parla alemanya és fonamental.Aquest fet explica l‘ús de l‘alemanyen la revista i a la nostra pàgina web (www.diez-centimos.com). Però el gran interèsmostrat pels ciutadans catalans que vamconèixer gràcies al nostre treball ens ha motivata publicar els primers articles en catalài castellà. Ens agradaria ampliar aquesta basei ens alegrem de noves contribucions i nouscontactes catalans per al nostre projecte.El nostre lema és: „Ajudar et fa feliç“. Esperemamb il·lusió a qualsevol que segueix aquestlema i vulgui col·laborar amb nosaltres.Susanne SchwarzDas Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com3


Nachgefragt!Die Marina Empuriabrava im Nebel?Rückblende:Im Sommer vergangenen Jahres sprachmich ein TV-Team für den deutschenSender VOX an. Es ging, neben Urlaubsthemen,auch um das strittige Küstenschutzgesetz.Hierzu drehten wir in derMarina von Empuriabrava und schlossenein Interview mit dem Bürgermeistervon Roses, Carles Pàramo an, welchesam 10. März um 18:15 Uhr ausgestrahltwurde. Damals war der Stand der Dinge,die erklärte Absicht, das Küstenschutzgesetzzu modifizieren. Wir haben hierzuin der ersten Ausgabe unseres Magazinsin der Rubrik „Nachgefragt!“ ausführlichberichtet. Inzwischen kommt Bewegungins Geschehen. Madrid erwägt die Möglichkeiteines Rückverkaufs der enteignetenObjekte an die ehemaligen Besitzer.Die EU bemüht um sich ein einheitlichesGesetz, somit wäre eine spanische Modifizierunghinfällig. Wie hoch der symbolischeWert sein soll, den die ehemaligenEigentümer zahlen müssen und wann die„Erwägung“ realisiert wird, ist nicht bekannt.Man spricht davon, dieses innerhalbeines Jahres zu ermöglichen.Und auch in Sachen „Europas größterMarina“ tat sich einiges. Wenngleich derAufwand, der gestemmt wurde und wird,der aktuellen Verwaltung den Boden unterden Füßen wegzuziehen, sich nichtlegte. Hier heißt es weiter: Business asusual. Aus diesem Grund fügen wir nachfolgendenArtikel an, der uns eingereichtwurde und hoffen, dass in naher Zukunftman sich in Empuriabrava besinnt unddem folgt, was die Hafenverwaltung seitJahren nimmermüde fordert: Eine Zusammenarbeitzum Wohle der Marina,ihren Anwohnern und damit nicht zuletztzum Wohle des Ansehens einer ganzenGemeinde.Susanne SchwarzEmpuriabrava ohne Nebel!Endlich verzieht sich der Nebel, der überunserer Marina Empuriabrava lag und imwesentlichen von den sogenannten Interessensverbänden,worunter die APE dergrößte ist, verursacht wurde. Erst kürzlichgab der Konzessionär der Marina Empuriabrava,mit Name “Port 'EmpuriabravaS.A.”, aus gegebenem Anlass eine umfang-und informationsreiche Pressemitteilungheraus. Diese bestätigt, dass dieGeneraldirektion für Küsten und Häfenin Barcelona ausdrücklich die Zwangsmaßnahmendes Konzessionärs gegensäumige Liegeplatzbesitzer ratifiziert undaußerdem mitteilt, dass - um letztendlichalle Zweifel hinsichtlich der Rechtmäßigkeitder Gebührenforderung aus demWege zu räumen - seine Behörde am 22.Februar 2013 die Kostenvoranschläge fürden Unterhalt, die Sicherheit und Kontrolleder Marina Empuriabrava genehmigthabe. Daraus ergibt sich eindeutig dieVerpflichtung aller Besitzer, ihre Liegeplätzenin der Marina Empuriabrava registrierenzu lassen und mittels festgelegterGebühren zum Unterhalt beizutragen.Eingangs erwähnte Behörde weist ausdrücklichdarauf hin, dass das genehmigteReglamento für die Verwaltung und Sicherheitder Marina volle Rechtsgültigkeit- genehmigt am 24.11. 2010 - besitzt.Alle, seinerzeit von der Gemeinde Castellód'Empúries und den verschiedenenInteressenverbänden gegen dieses Reglamentoeingereichten, Beschwerden seienabgewiesen worden. Die Generaldirektionbestätigt, dass alle, vom Konzessionärdurchgeführten Zwangsmaßnahmenvon diesem Reglamento abgedeckt sind.Um zu verhindern, dass wiederum dieTatsachen verschleiert werden, so lautetes weiter, habe die Generaldirektion ineinem gesondertem Schreiben anden Präsidenten der APEEntsprechendes mitgeteilt.Obwohl dieRechtmäßigkeitder Forderungendes Konzessionärsbereitsseit der GenehmigungdesReglamentos am24.11.2010 feststünden, habe nun -ab der ausdrücklichenGenehmigung vom 22.2.2013 - niemandmehr ein Argument, die Rechtmäßigkeitder Verpflichtungen des Einzelnen anzuzweifeln.Die Interessenverbände solltenihre Mitglieder über den neuesten Standunterrichten und sie zur Einhaltung ihrerVerpflichtungen anhalten, damit die MarinaEmpuriabrava zum Wohle aller verwaltetwerden könne.Im weiteren Verlauf der Pressemitteilungwird darauf hingewiesen, dass eventuelldurch das neue Küstengesetz hinsichtlichder Eigentumsrechte an bestimmtenLiegeplätzen, eine Änderung bevorstehenkönnte. Dies bedeute jedoch keinesfalls,dass die davon betroffenen Liegeplätzevon Ihren Verpflichtungengegenüber dem Konzessonärbefreit wären.Jeder Liegeplatz inder Marina Empuriabravaunterliegeden gleichen Verpflichtungen,unabhängigvon dendamit verbundenenEigentums- oder Besitzrechten.Der Konzessionärhabe - wie in4 Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com


Nachgefragt!Noch immer Nebel ihn der Marina Empuriabrava!?der Vergangenheit so auch in der Zukunft- seine volle Kraft für die Erhaltung, Pflegeund Kontrolle eingesetzt und werde diesauch weiterhin tun. Trotz der Widerständedurch verschiedene Bürgerinitiativen, diedann teilweise noch von der Gemeindeunterstützt worden seien. Weiter hoffeman nun, nach diesen eindeutigen Klarstellungen,auf die volle Mitarbeit all derer,die an der Marina Empuriabrava interessiertsind.Ferner erwarte man, dass sowohl die GemeindeCastelló d'Empúries sowie alleeinschlägigen Interessenverbände, ihreEinwohner und Mitglieder wahrheitsgemäßdarüber informieren, dass dasManagement umfassend für die Kanäle,Docks, dem See Sant Maurici und den Binnenhäfenexklusive, bis mindestens 2030beim Konzessionär liege. Man betont, dasses in der Vergangenheit keine Verhandlungenbetreffend der Übernahme dieserVerwaltung durch die Gemeinde gegebenhabe. Auch zukünftig sieht man davon ab.Allerdings wünsche man sich, dass die Gemeindesich an der Gestaltung der Marinaund des Naturschutzprogrammes mittelseinem Vertreter in der VerwaltungsfirmaMCS beteilige, oder aber eventuell durchein Aufsichtgremium aktiv zum Wohle derweiteren Entwicklung der Marina beitrage..Abschließend wird deutlich vermerkt,dass diejenigen, die sich oben genannteRichtlinien verweigern, mit Zwangsmaßnahmenzu rechnen haben und die Nutzungdes Liegeplatzes, sowie alle Dienstedes Konzessionärs, wie Krahnen, Kraftstoffversorgungect. verlieren.E. DarniusWas man eigentlich als unmöglich erachtensollte ist nun doch eingetroffen. Die InteressengemeinschaftAPE hat auf die Mitteilungder nochmaligen, ausdrücklichen Genehmigungdes Kostenvoranschlages für die MarinaEmpuriabrava und der Absegnung aller,vom Konzessionär eingeleiteten, Zwangsmaßnahmendurch die katalanische Hafenbehördereagiert. Diese Reaktion kam schnellund sicherlich auch unbedacht. In ihrer Postvom 1. März. teilt sie dies ihren Mitgliedernals eine “große Überraschung” mit und fordertsie gleichzeitig wieder auf, nichts eiligzu beschließen, da ihre Anwälte gegen dieseGenehmigung Klage erheben und z.Zt. dieBegründung hierfür prüfen würden. Da sollteeinem schon die Sprache wegbleiben oderes vor Erstaunen sogar das Schreiben vermiesen,wenn nicht die ganze Angelegenheitzu ernst wäre. Zielt die APE weiterhin daraufab, die Anlieger dahingehend zu instruierensich den gesetzlichenForderungenzu verweigern,hindert sie die einzelnenBootsliegeplatzbesitzerander Ausübung ihrerRechte.Es scheint, als seheder APE-Vorstandseine Felle wegschwimmen.Dieser Erkenntnis folgt einbeinahe krampfhafter Versuch, seine Mitgliederdurch rein polemische Aktionen beider Stange zu halten. Um dem ein Ende zubereiten, hilft nur ein konsequentes Handelseitens der Mitglieder, indem diese der APEdie finanzielle Grundlage entziehen und ihrenJahresbeitrag stornieren. Dies zwingt dieAPE, die Realität anzuerkennen und letztlichauch zu dem lang ersehnten Frieden inSachen Marina beizutragen. Jeder einzelneBetroffene muss sich angesichts heutigerSachlage fragen, ob ihm die Aktionen derAPE nun wirklich weiter helfen oder nurschaden. Meines Erachtens ist Letzteres derFall. Die APE ist offensichtlich bemüht, ihrezweifellos in einigen Punkten erreichten Ergebnissenun auf Kosten ihrer Mitglieder negativauszuweiten. Ein Beispiel hierfür bietetihre oben genannte Post, worin sie unteranderem Aussagen über die Abgrenzung desStaatseigentums gegenüber dem Privateigentum(Deslinde), in und an den Kanälen,tätigt. Es sollte bekannt sein, dass Empuriabrava– mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit- von dem “Dominio Público”ausgenommen wird.Richtig ist, dass nach dem vorliegenden Textder Novelle die Grundstücke, welche unterdem Wasser der sogenannten Einbuchtungenund wahrscheinlich auch der Privathäfenliegen, vom öffentlichen Eigentumbefreit werden sollen. Dies sah schon dererste Entwurf der Novelle vor und es könntenatürlich eine gute Botschaft zumindestkurzfristig sein, wäre da nicht DamoklesSchwert einer möglichen Grundsteuer (IBI).Die Zukunft wird’s zeigen.Die Mitglieder der APE sollten dringlichstdem Vorstand in der nächsten Generalversammlungdeutliche Fragen stellen, klareStellungnahme fordern, vom Stimmrechtwohl überlegten Gebrauch machen, anstelleunsinnige Aktionen des APE-Vorstandesin weiterer Zukunft zu bestätigen. Sie sindreine Geldverschwendung und dienen imWesentlichen dazu, den Lebensunterhalt derAnwälte zu finanzieren. Wer als Betroffenerderartige Aktionen gutheißt, entscheidetkontraproduktiv. Der Wert unseres Eigentumsin Empuriabrava wird wesentlich voneiner gut unterhaltenen und verwaltetenMarina bestimmt. Es gibt in Spanien - undwahrscheinlich europaweit - keine andereMarina, die dem Einzelnen sein Eigentum andem Liegeplatz - und damit seine volle Verfügungsgewalt- garantiert. Dies natürlichnur, wenn die entsprechenden gesetzlichenVorschriften eingehalten werden. Eigentumverpflichtet, so schreibt es das Grundgesetzunter anderem auch in Deutschland vor. InFalle der Marina bedeutet dies die Zahlungseines Beitrages für die Verwaltung und denUnterhalt unserer Marina.Auf eine friedliche Zusammenarbeit aller Betroffenen!E. DarniusDas Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com5


Artists for KidsArtists for Kids - Ein neues Projekt entsteht!Claudia LiskesClaudia LiskesClaudia Liskesschöpft ihre Kraft und ihre Inspirationfür ihre künstlerische Arbeit aus derNähe zur Natur. Die zierliche Künstleringibt dieses Statement auf ihrerWebseite www.claudia-art.es und ergänztfür uns: „Die Freiheit der Umsetzungmeiner Gefühle und Gedankengibt mir die hiesige, sehr vielfältige,Landschaft. In ihr finde ich die nötigeInspiration und Kraft, diese umzusetzen.Meiner Kreativität Ausdruck zuverleihen und diese Möglichkeit auchanderen Menschen zukommen zulassen, stimmt mich glücklich“. IhreWorte finden sich wieder in ihren Gemäldenin ihrem Atelier in Mas Buscain Roses: Einmal licht und zart, einmalkraft- und ausdrucksvoll, je nachStimmung. Claudia Liskes begleitetunser junges Projekt „Artists for Kids“.Noch sind wir hier in der Entstehungsphase,doch ist eines uns ganz klar:Künstler sind wichtige Teamgefährtenfür die gute Sache, in unserem Fallfür die Hilfe der Kinder, deren Situationhier vor Ort nicht gut ist. DieHilfe in Einzelfällen, von Angesicht zuAngesicht, an der ein jeder teilhabenkann, ganz so, wie es ihm möglich ist,überzeugt und unterstützt sie und wirfreuen uns, einen neuen Partner gefundenzu haben.Kunst und Kultur sind wichtige Säulen derGesellschaft. Auch diese wackeln in Spanien.Viele Künstler, ganz gleich welchenGenres, sehen sich in einer schweren Zeit.Subventionen und Förderprogramme sindeingefroren und die Zahl derer, die sich denKunstgenuss leisten können, fällt rapide ab.Und doch sind es gerade sie, die verstehen,dass man seinen Mitmenschen helfenmuss, dass man sich nicht im „Ich“ einigelndarf. Die Kinder liegen ihnen am Herzen, fürsie kann man vieles auf die Beine stellen:Kleine Workshops, Fiestas, Spendensammeln.Hier setzen wir gemeinsam an undgewinnen gleich noch eine Zusage:Anna Maria Constanseu Caussa:Ihr Name steht für Energie, sprudelndeLebendigkeit, Temperament und Durchsetzungskraft.Als „Kind des Alt Empordà“liebt sie den rauen Nordwind – la Tramuntana– der ihr nichts anhaben kann,egal wie stark er um die Ecke fegt. Sie istMalerin, erfolgreich und zudem bekanntdurch die Ruta del Arte, die sie 2008 ausder Taufe gehoben hat und seitdem regelmäßigim Herbst organisiert. In ihremAtelier in Castelló d’Empúries entstehendie Gemälde, die die Schönheit und Einzigartigkeitdes Alt Empordà widerspiegeln.Sie alle strahlen Kraft und LeidenschaftAnna Maria Constanseu Caussa6 Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com


Artists for Kidsaus. Anna Maria Constanseu gefällt dieIdee, die wir – gemeinsam mit studentsgoabroad.com- ausarbeiten, deutschenKunststudenten ein Praktikum in ihremAtelier und ihrer Malschule zu ermöglichen.Die Integration mit den Deutschen:Ein Thema, das sie wichtig findet, ebensowichtig, wie die Hilfe, die sie beisteuernmöchte, um unser neu geplantes Projekt„Artists for Kids“ zu forcieren. Und wirsehen, im Umkehrschluss die beste MöglichkeitAnna Maria Constanseu bei derUmsetzung der Ruta del Arte tatkräftigzur Seite zu stehen. Einmal mehr findetsich in dem Zusammenschluss anderenzu helfen, eine gemeinschaftliche Allianz.(www.constanseu.com)Anmerkung der Redaktion:Wer nun Lust bekommt, sein eigeneszeichnerisches Talent auszuleben, hatdazu in Claudia Liskes oder Anna MariasMalschule beste Gelegenheit. AlleInformationen hierzu entnehmen Sieden jeweiligen Webseiten:BEIJA-FLÔRWorld Music – Music del MónMARIA TERESA NOGUERA, EVA MAS,JORDI RALLO & HERBERT DE MIRANDA:Vollblutmusiker, die internationalesGenre in ihre Musik einfließen lassen.Brasilien, Afrika, Südafrika, Indien,Japan, Portugal und Spanien:Internationale Lebensstationen prägenihre Musik und ergänzen sichnun zu einer Einheit: BEIJA-FLÔR(Kolibri). Der Erfolg eines ersten,spontan gegebenem Konzert im vergangenenFebruar in Figueres bestätigt,das Konzept weiter auszubauen.Das Logo entwarf Irina Christiani, diebereits das Titelbild unserer 2. Ausgabe,sowie unseren “Rasmus” kreierte.Auch hier ist “Freundschaft” dasZauberwort, das verbindet und als gemeinsamerMotivator für neue Projekte,Ideen und kreative Wege steht.Claudia Liskes:www.claudia-arts.esAnna Maria Constanseu Cuassa:www.constanseu.comAnna Maria Constanseu CaussaDas Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com7


Katalonien sanft erlebenAuf sanften PfadenKatalonien auf sanften Pfaden zu entdecken,bedeutet den Blick zu wenden von dem, wastouristisch bekannt ist. Abseits des Trubelsliegen Kataloniens wahre Highlights, weil -beinahe unentdeckt - sie das Paradies bieten,das der sich erhofft, der Ruhe und Erholungwünscht. Auf der Suche nach diesen Besonderheitenbin ich auf zwei Objekte gestoßen,die obiges eint und die doch in ihrem Angebotkomplett verschieden sind: CAN MASALBANYÀ in der Bergwelt des Alt Empordàund PATI DE L’ALBERA in Sant Climent Secebes.Beide habe ich aufgesucht, beide stehender Ideologie von DIEZ CÉNTIMOS nahe,unterstützen diese und begeistern mich obihrer offenen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft.Einmal mehr gelingt es über dieArbeit für die gute Sache, gute Freunde zufinden: Ein wundervoller Beiklang unseres,sonst nicht immer leichten, Engagements.einem Spaziergang an diesem sonnigenFebruartag und das Innere des Hausesmacht neugierig, mehr zu erfahren.Was einst eine Stallung gewesen ist, istheute das weiträumige Entrée mit Kaminecke,lichten Plätzen an großen Fenstern,die den Blick frei geben auf die grünbewaldeten, sanften Bergketten des AltEmpordà. Wer hier Urlaub macht, dergenießt das rustikal-edle Ambiente derCAN MAS ALBANYÀ – WennUrlaub zur puren Erholung wirdIch bin auf dem Weg in die Bergwelt desAlt Empordà, nach Albanyà, keine zwanzigMinuten Autofahrt von der HauptstadtFigueres entfernt. Eine breite Zufahrt führtmich vor die Toren des CAN MAS ALBA-NYÀ. Hier wollte ich hin: Ein Landhaus– hierzulande masia genannt - das Ruheund gediegenen Stil ausstrahlt. Der Empfangist herzlich. Emilio Gómez und seineFamilie haben sich Zeit genommen, sichund CAN MAS, vorzustellen. Liebevoll restauriertpräsentiert sich das stolze Landhaus,dessen Historie bis in das XVIII Jahrhundertreicht, seinem Besucher. Die weitePoolterrasse lädt sofort zum Verweilen ein,die gepflegte Anlage lockt unweigerlich zuRäumlichkeiten, den Luxus der Stille, unberührteNatur und absolute Erholung. Dieexzellenten Weine und die hervorragendeGastronomie des Alt Empordà: CAN MASverrät die Geheimtipps. In seinen stilvollen,perfekt ausgestatteten Appartementssind den Gästen zudem alle Möglichkeitender Selbstversorgung geboten. Familienoder Paare: CAN MAS bietet Appartementsbeiden Kategorien entsprechendund ist zudem der ideale Ort für Eventsoder Konferenzen. Nicht umsonst wählenHochzeitspaare gerne diesen romatischenFleck. Die Liebe zum Detail, dieIdylle einer beinahe unberührten Naturlandschaftund die herzliche Atmosphäre,die CAN MAS ALBANYÀ umschließt,ist schlicht der perfekte Ort, den Bundfür ein gemeinsames Leben zu schließenRelaxen ist eines, Bewegung das Andere.Wandern, Reiten, Eselwanderungen, Biken:An sportlicher Betätigung mangeltes vor Ort nicht. Schnorcheln, Wasserski,Tauchen, Kiten, Windsurfen: Das Meerist nicht weit und ein Tagesausflug in diebunte Urlaubswelt an den Stränden vonRoses und Empuriabrava schnell erreicht.Ein Bummel duch die Dalí-Stadt Figueresoder auch der Tripp in Kataloniens MetropoleBarcelona: Am Ende eines aufregendenTages lässt man Erlebtes in ruhiger,entspannter Atmosphäre auf der Terrassedes CAN MAS, unter dem Sternenhimmeldes Alt Empordà, Revue passieren.www.canmasalbanya.com8 Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com


Katalonien sanft erlebenPATÍ DE L’ALBERA - Urlaub inKatalonien mit italienischemCharmeMit letzteren Triumpf im Ärmel punktetauch PATI DE L’ALBERA in SantCliment Secebes: Das geballte Freizeitvergnügenzu Wasser ist von derrustikalen Pension aus schneller erreichtund doch hat man selbigeRuhe, kehrt man diesem am Abendwieder den Rücken. PATI DE L’ALBERAschmiegt sich ein in die schmalenGassen des mediterranen, verträumtenDörfchens. Wer durch die schlichteFassade in den Innenhof tritt, demkommt sie entgegen: Die italienischeHerzlichkeit! Inhaber Roberto Capellikann – trotz perfektem Spanisch - seineitaliensiche Herkunft nicht tarnen.Hier anzukommen, heißt zuhause zutesten Künstlerinnen der Region - ihmhöchstpersönlich den Gefallen tut undihm das Konterfei seines verbeinigenGefährten, dem Kater Pierino, auf dieEingangswand zeichnet. Man magihn eben einfach – den Italiener ausBologna, dem das Wohl seiner Gästeebenso am Herzen liegt, wie das Wohlseiner Mitmenschen. Die lauschigeDachterrasse des PATÍ DE l’ALBERA istder ideale Treffpunkt, um abends beieinem guten, katalanischen Wein, denTag ausklingen zu lassen. Die Zimmersind reizvoll, mit viel Liebe, ausgestattetund alle dem mediterranen Innenhofhin ausgerichtet. Der gemütlicheSalon mit Kamin und angrenzender,voll ausgestatteter, Küche steht allenGästen zur Verfügung. Man muss eigentlichnur noch buchen und der Urlaubkann beginnen!www.pati-albera.essein, sich wohlzufühlen und diesenunglaublichen Luxus zu verspüren,die Dinge einfach laufen zu lassen.Ihren Reiseführer können sie getrostim Koffer lassen, Roberto kennt allesdas, was dieser Ihnen verschweigtund macht Ihren Urlaub zu einem facettenreichenErlebnis. Zudem sprichter perfekt Englisch, so dass in allenFragen, zu welchen Unternehmungenauch immer, die Kommunikation beiNicht-Spanisch-Kenntnissen klappt.Weine, Gastronomie und Kunst – dieseAllianz bestimmt die Región in und umSant Climent Sescebes. Roberto kenntsie alle und die meisten von ihnenpersönlich. So kommt es auch nichtvon ungefähr, dass sie – Anna MariaConstanseu Caussa, eine der bekann-Mein Fazit?Ich auf der Suche nach zwei unterschiedlichenTypen dessen, was man“Ländlichen Tourismus” nennt. Gefundenhabe ich nicht nur zwei wundervolleProjekte, sondern auch neue Freundeund Begleiter für unsere Organisation!Die Herzlichkeit und Offenheit, die mir inbeiden Fällen entgegenkam, beeindrucktmich ebenso, wie zwei – wenn auchganz unterschiedliche – Urlaubsdomizileder besonderen Art. Landschaftlichreizvoll gelegen, CAN MAS ALBANYÀ inden Bergen, PATÍ DE L’ALBERA eingeschmiegtin ein beschauliches Dörfchen.Selbstversorgung ist in beiden Fällenangesagt und das Freizeitvergnügen,wie auch das Angebot an Kunst, Kultur,Gastronomie und Weingütern, sindproblemlos erreichbar. In Letzterem allerdingshat PATÍ DE L’ALBERA die Nasevorne, es liegt nicht nur näher dran, sondernpraktisch “mittendrin”. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt bei Beiden.CAN MAS bietet in seinem Segment dergediegenen Noblesse ebenso korrektePreise, wie das schlichtere und kleinerePATÍ DE L’ALBERA. Ein Blick auf beideWebseiten gibt Ihnen nähere Eindrücke.Im Falle von Sprachhindernissen vermittelnwir gerne.Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com9


Tier & NaturMas Suñer – Ein Paradies für Mensch und TierAuf dem wunderschönen Anwesen Mas Suñer in Maçanet de Cabrenys leben Menschund Tier in Harmonie. Wer hier Urlaub macht, genießt die Ruhe der unberührten Naturim Einklang des milden, mediterranen Klimas. Er ist weit entfernt des Trubels am Strandund doch nah genug, sich diesen zu gönnen, wenn ihm danach ist. Die Liebe zu den Pferdensteht in Mas Suñer im Vordergrund. Als Stefanie und Hanspeter Schwyn über DCvon dem traurigen Schicksal der „Marbella-Pferde“ hörten, haben sie sofort gespendet.DC: Das Pferd wird gerne als Sportgerätgesehen, das seine Leistung zu erbringenhat. Wie ist eure Einstellung, eure Philosophiezu euren Pferden? Wie sieht der Pferdealltagbei euch aus?Stefanie: Wir sind immer wieder bemüht,den Aufwand in Schach zu halten. Das istein großes Problem, weil wir rund um dieUhr mit dem Pferden leben und alles Erdenkbaremachen, damit ihre Bedürfnisseerfüllt sind. Mein Pferdealltag beinhaltetzum Beispiel auch die Hufbearbeitung,da unsere Pferde keine Hufeisen tragen,sondern Hufschuhe. Pferde sind meine Begleiter.Ich trainiere sie, damit sie ein gutesDC: Vorneweg ein großes Dankeschön anEuch, für eure spontane Unterstützung.Was denkt Ihr, als Pferdebesitzer, wenn Ihreine solche Geschichte, wie die der „Marbella-Pferde“, hört?Stefanie: Ich frage mich, wie konnte einMensch in so eine Notlage geraten? Wasbräuchte es, um so eine Katastrophe zuverhindern?Hanspeter: Dass man in so eine Situationkommt, kann ich gut nachvollziehen. Aber,dass der Staat dann so reagiert, damithabe ich Mühe.Stefanie: Ich war überhaupt nicht verwundert,weil ich das hier auch erlebe. Ichwar unheimlich froh und erleichtert, dassihr euch dem angenommen habt.Hanspeter: Es ist nicht etwas, dass unserstaunt. Aber das gibt es nicht nur in Spanien,es gibt überall diese Probleme, auchin der Schweiz. Hier ist es zurzeit einfachschwierig, weil die wirtschaftliche Situationso schwierig ist.Stefanie: Ich frage mich halt auch, warumerlöse ich das Pferd nicht? Wieso lasse iches stattdessen verhungern? Das versteheich nicht und da darf ich auch nicht weiterdrüber nachdenken.DC: In Andalusien dient ein Pferd als Statussymbol.Der, der etwas auf sich hält, hatein Pferd. Wie sieht es hier in Katalonienmit Pferden aus?Stefanie: Hier auch. Jeder Bauer hat irgendwoein Pferd. Ich glaube es gehörtzum guten Ton, ein Pferd zu haben. Aberman sieht die Menschen niemals etwasmit den Pferden unternehmen. Die haltendie Pferde wie Schafe oder Kühe. Dasist nichts Schlechtes, das werte ich nicht.Aber die Pferde haben keinen „Nutzen“,werden nicht geritten oder beschäftigt.DC: Sind euch ähnliche Fälle, wie dieser,auch aus Katalonien bekannt?Stefanie: Hier direkt um die Ecke stehenzwei Pferde und ein Pony. Die zwei Pferdesind extrem abgemagert. Das Pony stehtauf einem Paddock ist ganz alleine ohnejeglichen Sozialpartner.Hanspeter: Ich denke, die Trockenheit imletzten Jahr war sehr intensiv und es warfür alle schwierig, Futter zu beschaffen.Das können sich viele nicht leisten. EinRundballen Heu hat uns achzig Euro gekostet.Der reicht bei einem Pferd für dreiMonate.Körpergefühl haben. Klar, will ich auch mitihnen durch die Berge ziehen. Dafür mussich aber in aller Ruhe trainieren, bis dasklappt. Das Pferd ist immer in der Ruhe,solange es in der Gewohnheit ist. Ich mussihm Neues beibringen, ohne dass es merkt,dass es neu ist – in ganz, ganz kleinenSchritten. Dann ist ein Pferd auch nichtgefährlich und versteht dich. Nur in derGewohnheit kann ein Pferd dich verstehen,sonst ist es ein Fluchttier. Wenn etwas zuschnell neu ist, dann bekommt es Angstund es entsteht eine gefährliche Situation.DC: Was sollten Kinder im Umgang mitPferden beachten?Stefanie: Pferde zu „lesen“ ist das wichtigsteüberhaupt. Zu wissen, wie Pferdeuntereinander in der Herde umgehen. Wasbedeutet ein Ohr zurück, zwei Ohren zurück.Was bedeutet Kopfnicken, usw. EinKind soll lernen, ein Pferd rundum zu pflegen,putzen, Hufe auskratzen.DC: Was können Kinder durch den Umgangmit Pferden lernen?Stefanie: Wenn sie die Körpersprache lesenkönnen, lernen sie auch, wann sie einenSchritt zurück gehen müssen oder siees knuddeln dürfen. Wenn Kindern lernen,sich mit Pferden zu verbinden, dann spürensie auch deren Emotionen , fühlen mitihnen und lassen sie später nicht einfachverhungern.10 Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com


Tier & NaturBlickdicht im DickichtIch habe einen Termin der besonderen Art.Deswegen bin ich zwiegespalten. Ich sehe esvor mir, das Kopfschütteln vieler Tierfreundeund doch fahre ich los, in die Bergwelt desAlt Empordà zu dem Jagdverband von Albanyà.Dem Tierschutz seit Jahren verschrieben,weiß ich um das Für und Wider derJagd. Den Anblick der nervösen Hunde mitden großen Glocken um den mageren Hals,die in der Jagdsaison von Mitte Septemberbis Mitte Februar die Wälder durchstreifen,gehört nicht zu dem, was ich schätze. Ebensowenigwie die Haltung der Hunde, die oftmalsnicht den Bedingungen entspricht, dieman sich als ein normales Mindestmaß wünschenwürde. Doch die Jagd an sich ist einMuss, um die Wildbestände in einem überschaubarenRahmen zu halten. Insbesonderedie Wildschweine dehnen ihre Territorien zuweit aus. Sie zerstören die Anbaufelder derLandwirte und verursachen Unfälle auf denLandstraßen. Ein strukturiertes Eingreifendurch den Menschen ist also unabdingbar.Vor Ort angekommen treffe ich auf eineGruppe Jäger aus Barcelona. Sie treffen sichregelmäßig, doch werden es kontinuierlichweniger. Die Jagdpacht ist mit 500 Euro imJahr nicht hoch, doch kosten auch Material,die An- und Rückfahrt und das ist vielenin der Krise nicht mehr möglich. Am Bodenliegt ein erlegtes Wildschwein, circa achtJahre alt, das Fleisch unbrauchbar, zumindestfür den menschlichen Verzehr. Fell undHauer dienen noch als Dekor – mehr gibt derKeiler nicht her. Daneben einer der Hunde,die Schulter verletzt. Der Keiler war betagtaber noch behende genug, den angreifendenRudelführer zu verletzten. Der steckt dasweg, er wurde noch vor Ort verarztet. DerHund kennt das, er hat viele Auseinandersetzungendieser Art hinter sich. Sein Herr flicktihn jedesmal wieder zusammen. Für einenTierarzt reicht das Geld nicht, warum auch?Die Naht sieht professionell aus, die Drainageist sauber verlegt.Mir fällt auf, dass die mitgebrachten Jagdhunde– Bracken, Vizslas, intelligente Rassen,die den Anpruch der Arbeit brauchen,um artgerecht zu leben - zutraulich undfreundlich sind, den Kontakt suchen. Daskenne ich auch anders: Scheue, zitterndeTiere, die dem Menschen mit Skepsis begegnen. Ich seheviele Schrammen, feine Verletzungen in der Haut. NachWildschwein sieht das nicht aus. Der Hundeführer zeigtmir seine Arme, sie sehen genauso aus. Die Jagd beginntmit dem mühseligen Durchsteigen durch dichtes Unterholz,durch Brombeerranken, einem Wust aus Ästen,aus totem Holz und wild wucherndem Fremdgewächs,welches sich wie Algen über den Boden ausbreitet. Wases Mensch und Hund so schwierig macht, ist dem Wildschweinein willkommener Schutzwall. Es bleibt unsichtbarim blickdichten Dickicht und schwer erreichbar.Die ungepflegten Wälder sind nicht nur den Jägern einDorn im Auge. Erst im letzten Sommer wütete ein Feuerin der Region, fraß sich tagelang durch das Alt Empordà,tötete Menschen und ganze Viehherden, vernichteteExistenzen. Das dichte Unterholz erwies sich als idealerZunder. Diesbezügliche Vorwürfe im Anschluss an dieKatastrophe waren laut. Die Politik gelobte Besserung,doch – wie so oft - blieb es dabei. Die Kassen sind leer,kein Geld für Subventionen, die Wälder zu pflegen. SeitJahren schon nicht. Früher hatten die Waldbesitzer vondem Wald gelebt, hatten Holz verkauft. Heute steigen dieHolzpreise wieder leicht an. Holz als ökologisches Brennmaterial:Auch in Albanyà sammelt man wieder, verarbeitetes zu Pellets und verkauft es als Heizmaterial. Dochder Erlös reicht bei Weitem nicht.Der tote Keiler wird in einen Raum gebracht undausgenommen. Die Jäger nehmen ihre Aufgabeernst. Man unterscheidet sich deutlichvon den Hobby-Jägern, die mit ihrerFlinte auf alles zielen, was sich bewegt.“Jagen ist nicht Töten”, sagt mireiner der Jäger, “dazwischen liegt eingewaltiger Unterschied.” Sie wissenum den allgemein schlechten Ruf,der hier zumindest so gar nichtangebracht ist. Wird die Jagd bewusstund verantwortungsvolldurchgeführt, ist dem nichtsentgegenzusetzen. Ich lehnetrotzdem das Angebot ab, dienächste Jagd zu begleiten.Ich möchte kein Tier beobachten,das gehetzt wirdund stirbt. Und dochist das gnädiger alsdie unnötigen, grauenvollenQualen derTiere in Massenhaltungen.Susanne SchwarzDas Magazin • Cap Telefon: de Blanc +34 628 14 • 290 17480 422 Roses / +34 • 972 Telefon: 154 090 +34 • 628 info@diez-centimos.com290 422 / +34 972 154 090 • info@Diez-Centimos.com11


Abenteuer KatalonienSchnee und Rodeln gut in KatalonienAnzeigeAlle Hundelieben Ilse!Heute über die Wellen surfen, morgen dieSkipisten herab brettern? In Katalonienist das kein Problem! Die Pyrenäen unddas Lleidaner Land bieten die größte, mitSkiern zu befahrbare, Fläche Spaniens.Elf Skigebiete und ein entsprechend großesFreizeitangebot, das von Rodeln überSchneeschuhwanderungen bis hin zu Eiskletternund sogar Exkursionen mit Hundeschlittenreicht, stehen zur Verfügung.Winterfreude pur in Katalonien und dasauch über Ostern! Hier können Sie sich beieiner rasanten Abfahrt durch die Bergkulisseden Wind um die Nase wehen, unddanach den Tag mit Freunden gemütlichbei einem Glas Wein ausklingen lassen.Oder wie wäre es mit einer geführtenSchneeschuhwanderung mit der Familie?Auch Nichtskifahrer kommen so in denGenuss des Schneezaubersund erreichen Regionen,die für sie sonst nicht zugänglichwären. Wildtiere,unberührte Natur,Bewegung an derfrischen Luft unddas Zusammenseinmit nettenMenschen,macheneine Schneeschuhwanderung zu einemtollen Erlebnis! Wer in seiner Freizeit denNervenkitzel sucht, dem sei das Eiskletternempfohlen. Ein zugefrorener Wasserfallsieht nicht nur wunderschön aus, er fühltsich auch so an! Doch Achtung: Ohne einenerfahrenen Guide geht hier nichts!Bei VERTICALEMOTIONS sind Sie nicht nurbeim Eisklettern in besten Händen! Davonhabe ich mich selbst überzeugt. Jordi,Bernat und Marta, die Inhaber, haben sichmit VertiSki auf Sportangebote rund umden Schnee spezialisiert, während sie mitVertiClimb Sommeraktivitäten abdecken.Zur Auswahl stehen alpines Skifahren,Eisklettern, Skitouren und Schneeschuhwanderungen.Alle Angebote finden hierin der Region statt und sind auf jeden Fallmit einer Menge Spaß verbunden! Dassportliche Trio ist mit Leib und Seele dabeiund das spürt man. Sie sind absolute Profisauf ihrem Gebiet und stellen sich aufdie unterschiedlichsten Bedürfnisse ihrerTeilnehmer hervorragend ein. Durch ihrefreundliche und aufgeschlossene Art habeich mich sofort willkommen gefühlt undSprachbarrieren gibt es auch keine: Alledrei sprechen hervorragend Englisch undFranzösisch!Nima AshoffVertical Emotionswww.verticalemotions.comJordi Tel.: +34 630 793 932Bernat Tel.: +34 667 993 800Es bellt sich herum: bei Ilse ist eseinfach schön. Selten freuen sich dieVierbeiner, wenn Herrchen und Fraucheneine Zeit ohne sie planen, dochgeht es zu Ilse, sieht die Sache andersaus. Mi casa es tu casa, was bedeutetZwinger gibt es nicht. So wissen dieHundehalter ihre Lieblinge bestensprivat betreut und die haben Spaß.Als aktive Tierfreundin unterstütztIlse unser Projekt TU MASCOTA TAM-BIÉN und hilft auch sonst da, wo esihr möglich ist. Danke dafür! Aberauch humane Hilfe liegt ihr am Herzen.Ilse ist ein wichtiger Ansprechpartnerin allen sozialen Bereichen.Da wo sie Hilfe geben oder vermittelnkann, da ist sie zur Stelle.Telefon:669 40 63 49Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com13


ReportageBack at home – Zurück nach Hause, zurück nach SpanienDeutschland lockt mit freien Ausbildungsplätzenund Stellenangeboten:Unfassbar für den spanischen Bürger,angesichts dessen, was sich in seinemLand seit Jahren abspielt. Kein Wunderalso, dass die Zahl der Spanier nichtsteigt, sondern in die Höhe schnellt,geht es darum, der heimatliche Misereden Rücken zu kehren und das Heil inDeutschland zu suchen. Junge Menschen,die nun die Zeche für jahrzehntelangeKorruption und Misswirtschaftzahlen müssen, sehen den einzigenAusweg in der Flucht. Und jeder, der dieSituation hierzulande nüchtern betrachtet,kommt nicht umhin, diese Intentionzu verstehen.“Grau ist alle Theorie”, heißt es. Farbigwird es in der Realität. Sara Gómez kenntdiese Realität. Sie studiert Journalismus,Fachbereich Politik und Wirtschaft, inBarcelona. Sie kommt aus Igualada, istweltoffen und “Deutschlanderfahren”.Wie so viele, schätzt sie die deutscheKultur und das Land an sich. Die energischeWirtschaftslokomotive, die unverdrossenanschiebt, Dampf macht, esfertig bringt, in Krisenzeiten den Mittelstandzu stärken, ein hohes Kunst – undKulturbewusstsein zu pflegen, sozialvorbildlich engagiert zu sein. Deutschlandhat etwas, was Anderen verlorengeht: Kraft.Diese Kraft lockt. Sie lockt Spaniensjunge, gebildete Klientel. 2012 wurdenin Deutschland knapp 50.000 Spanierregistriert, die Arbeit suchten. Inden sechziger Jahren gab es eine ähnliche,spanische Einwanderungswelle.Damals war es die Modernisierung derLandwirtschaft – der technische Fortschritt– der viele heimatliche Arbeitsplätzeschluckte. Heute, 2013, brichtdas Land unter dem was man “korrupteMisswirtschaft” nennt, zusammen.55% der jungen Spanier bis 25 Jahresind arbeitslos. Eine unfassbare Bilanzpolitischen Quertreibens. Eine ganzeGeneration ist verraten und verkauft.Sara Gómez Reportage für DAS MAGA-ZIN trägt den Titel: Zurück nach Spanien- Eine Summe der Faktoren.Sie begleitet den Weg derer, die sich in das“gelobte (Deutsch)land” aufmachen. Sowie Marta Riaño, Kunststudentin aus Barcelona,die in München Arbeit suchte undfand. Oder Oriol Senar, der sein Studium inMaschinenbau in Barcelona beendete undnun in Deutschland arbeitet. Viele machensich auf, fasziniert von der Kraft und vielekehren wieder um. Es ist die Distanz zuden Mitmenschen, die es den Spaniern soschwierig macht. Sie sind es nicht gewohnt,dieses reservierte Auftreten des Deutschen,welches erst verunsichert und dann vereinsamt.Es sind nicht allein die Temperaturen,die frieren lassen.Eine Wohnung zu finden, ist schwer, dieAnsprüche der Vermieter sind streng. MartaRiaño staunte nicht schlecht, über persönlicheDinge Auskunft geben zu müssen. Aberohne behördlich gemeldeten Wohnsitz keineArbeit. Die Sprache, die sie Willens sindzu lernen, die so fremd und hart klingt undso schwierig zu verstehen ist. Sprachenlernt man leichter, ist man in dem jeweiligenLand, in Kontakt mit den Menschen. InSpanien ist das einfach. Da spielt sich dasLeben draußen ab, die Menschen sind offenund das Gespräch ist schnell gefunden.Deutschland ist schwieriger. Weniger offen,weniger “draußen”. Sara übernimmt in ihrerReportage ein Zitat des jungen IngenieurOriol: ”Són amables quan els coneixes peròtrencar el gel sempre és difícil” – “Sie sindliebenswürdig, wenn du sie kennst, aber dasEis zu brechen, ist schwer”. Für ihn wirdDeutschland nur eine Zwischenstation bleiben.Marta Riaño ist nach Hause zurückgekehrt.Will es hier schaffen. Die Hälftealler, die Spanien via Deutschland verlassenhaben, kehren zurück. Immer wiedergescheitert an dem, was Oriol und Martaerlebten und erleben. Und doch ist da eines,das weiß inzwischen auch Oriol: Gelingt es,das Eis zu brechen, hat man einen ehrlichenFreund gefunden.Wenn wir Deutsche überlegen, warum wirin diesem Land so gerne verweilen, die einenkürzer, die andern länger, und so mancherfür immer, ist der wichtigste Faktor, dergenannt wird, die Sehnsucht nach Wärme.Und gemeint sind nicht alleine die Temperaturen.So mag man vorschnell urteilen, dass“der Spanier” sich gefälligst am Riemenreißen solle und sich eben anpassen müsse,wo man ohnehin schon das spanischeFass ohne Boden übergebührend bedienenmüsse. Doch dann vergießt man, dass “derSpanier” eine andere Entwicklung hat, einejunge Demokratie, die eigentlich jetzt erstlaufen lernt. Das Vereinte Europa findet inden Köpfen seiner Bürger statt und nicht inden finanziellen Schlachtplänen der Politikerund Banken.Susanne Schwarz14 Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com


ReportageTornar a Espanya:una suma de factorsSara Gómez // Barcelonala forta recessió econòmica espanyolafa que molts hagin vist una oportunitatlaboral a Alemanya.Des de la República Federal Alemanya(RFA) es demanen perfils de treballadorsqualificats i enginyers destinats a reforçarl'important paper de la indústriaalemanya. Tot i això, també hi ha llocper a aquells joves que prefereixen untreball temporal de baixa remuneració aromandre en inactivitat a Espanya. Davantla constatació de l'alt atur juvenileuropeu, el govern alemany ha pres lainiciativa, activant mecanismes de captacióde joves aturats de la Unió Europea.Un exemple és el portal web www.thejobofmylife.de, un projecte que preténajudar a formar els joves candidatsperquè a continuació cobreixin un dels10.000 llocs de treball vacants per faltade personal adequat.L'habitatge, el primer obstacleA la cara menys favorable d'aquesta realitathi ha el fet de que sortir del paísno vol dir tenir l'èxit assegurat. Segonsla informació proporcionada perla Coordinadora Federal del MovimentAssociatiu a la RFA, el 50% dels jovesespanyols que emigra a Alemanya tornaDels espanyols menors de 25 anys que parteixen cap a la 'terra promesa' alemanya, un 50%torna al poc temps a la península. Indaguem en els motius que poden influir en aquesta decisió.Les dades més recents de l'Agència Federald'Ocupació alemanya van revelarque al 2012 gairebé 50.000 espanyolsvan trobar treball al país germànic. Noés la primera vegada que els espanyolsbusquen millorar les seves perspectivesfora de les seves fronteres. A la dècadadels anys 60, la modernització del sectoragrícola va provocar que milions depagesos abandonessin els seus pobles iuna important part d'ells emprenguessincamí cap a Europa. El 1966, per exemple,els espanyols eren el segon grup de treballadorsestrangers a Alemanya desprésdels italians amb 185.000 emigrants.Actualment, més del 55% dels joves espanyolsmenors de 25 anys està a l'atur,segons dades publicades al gener perl'Enquesta de Població Activa (EPA), iMarta Riaño // BarcelonaDas Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com15


Reportagea Espanya al poc temps. Al marge de laimpossibilitat de trobar feina, hi ha altresimportants factors que influeixen enla decisió de tornar a la península. PerMarta Riaño (Barcelona, 1989), llicenciadaen Belles Arts i ja de tornada a Barcelona,una de les principals dificultatsque va afrontar en arribar a Munic vaser trobar habitatge. "Que fos espanyola,jove i algú sense contracte de treball fixva dificultar la recerca", explica quan esrefereix a les entrevistes que els propietarisalemanys realitzen als que busquenpis de lloguer. "Fumes? Beus? Tens parella?Ets catòlic? Ets ordenat? Et faranqualsevol pregunta que se'ls ocorri ",afegeix Oriol Senar (Sant Adrià de Besòs,1990), enginyer mecànic que des de famesos viu i treballa a la capital de Baviera.Aquest interrogatori,aclareix el jove,està motivat pel fetque tenir un contractede lloguer és vitalper aconseguir el Anmeldung,el documentd'empadronamentque més endavantles empreses alemanyesexigeixen a unestranger quan arribaa demanar treball."Sprechen Sie Deutsch?"L'idioma es presentacom una altra barreraque obstaculitza lavida dels espanyols aAlemanya. La immersiólingüística és fonamentalper treballaren un país que exigeixque els estrangersmostrin interès perl'idioma i l'aprenguina parlar el més aviatmillor. Marta Riañova arribar a Municamb nocions bàsiquesd'alemany que no vanser suficients per ferseentendre. En recórrer a l'anglès es vatrobar que "els alemanys ho dominavenperfectament però no volien parlar-lo".Menys en sectors com el de les telecomunicacionso empreses multinacionals,on la llengua vehicular és l'anglès, el diaa dia es desenvolupa íntegrament enuna de les llengües europees més difícilsde dominar. Oriol Senar defineix elseu primer contacte amb l'alemany com"aterridor" i, no obstant això, després dequatre mesos al país ja el parla i enténsense problemes.Xoc entre cultures diverses"Un altre xoc brutal és el cultural",afirma el jove enginyer català. D'entreels factors que motiven als espanyolsa tornar al seu país d'origen, les diferènciesentre costums i usos socials sóndecisives. "El primer tracte sempre ésde vostè, cosa que nosaltres ja no utilitzemtan assíduament", explica, i afegeix:"Són amables quan els coneixesperò trencar el gel sempre és difícil".Gestos com tocar un braç a un recentconegut, cosa inofensiva a Espanya, potrepresentar per als germans una invasiódel seu espai vital. Marta Riaño vatornar a Barcelona motivada en granpart per aquesta formalitat característicad'Alemanya: "Trobava a faltar lacalor, la proximitat amb les persones"."Per quedar amb una persona alemanya,aquesta necessita saber el quan, com ion", comenta Oriol. En l'àmbit laboral ladinàmica és semblant, i continua: "Tenenun pla de treball i és complicat quesurtin d'aquí". Els dos joves coincideixena remarcar que, en l'empresa, l'empleatalemany té poc marge per a la iniciativapròpia, el que contrasta amb el caràctermediterrani més obert a expressar lesseves opinions en veu alta. De vegades,vist des de l'exterior i sense coneixementde causa, pot donar la impressió que elsalemanys, situats al capdavant d'Europagràcies a la bona forma de la seva economia,sostenen un sentiment de superioritatdavant de persones d'altresnacions europees. Oriol Senar asseguraque els que es comporten així són unaexcepció, quan un es deté a conèixer deveritat als alemanys, "t'adones que potstrobar amics per sempre", conclou eljove enginyer.PERFIL DE L'AUTORASara Gómez (Igualada, 1990) és Llicenciadaen Ciències Polítiques iestudiant de Periodisme. Aventurerapoliglota, divideix el seu temps entreels seus més que nombrosos passatemps,sobre els quals destaca uninterès profund pel país i la culturaalemanya.16 Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com


Nimas WeltHOLA GUAPA!Bäckerei ist daher nichts Ungewöhnliches,auch wenn ich beim ersten Mal durchausgestutzt habe. Die Anrede „guapa“ ist freivon jeglicher Anzüglichkeit. Sie stellt vielmehreine Sympathiebekundung dar, eineherzliche Ansprache, die auf Anhieb fürNähe und ein gutes Gefühl sorgt.Neulich erst habe ich einen älteren Herrnin Girona nach einem Weg gefragt, den ermir daraufhin ausführlich erklärt hat. ZumAbschied sagte er „Adeu, maca“ (TschüssHübsche) und schon musste ich lächeln.Ein einziges, freundliches Wort kann vielbewirken. Gut gelaunt und beschwingthabe ich danach meinen Rundgang durchGirona fortgesetzt. Worte erzeugen Stimmung.Aus diesem Grund habe ich mir eineListe mit Lieblingswörtern angelegt, derenKlang bei mir ein gutes Gefühlt erzeugt.Suau (weich), guapa (schön), venga (los;vorwärts), valé (in Ordnung), petó (Kuss),maca (hübsch) oder ganes (Lust, Wunsch)sind nur einige davon. Wie praktisch, dasssie gleichzeitig auch noch eine schöne Bedeutunghaben und ich sie somit guten Gewissensanwenden kann. Zugeben, auch inBezug auf Schimpfwörter habe ich meineFavoriten und auch hier erweitert sich meinWortschatz. Manchmal ist es allerdingsvon Vorteil, wenn die eigene Schimpftiradenicht verstanden wird: Es lebe die Vielsprachigkeit!Nichtsdestotrotz meine „Top10“ spanisch-katalanischer Flüche behalteich an dieser Stelle für mich und verabschiedemich lieber mit einem herzlichenPetó i fins aviat! Eureh Nima1 Jahr Katalonien – 1 Jahr voller Abenteuer! Katalonien ist inzwischenzu meiner neuen Heimat geworden, in der ich mich rundum wohl fühle.Kontinuierlich geht es voran dank neuer Impulse, neuer Ideen undneuen Freundschaften - es bleibt spannend!“Hola Guapa” – “Hallo Hübsche” WelcherMann würde es in Deutschland wagen,eine Frau so anzusprechen? Ich behaupte,dem folgt – je nach Temperament der soAngesprochenen – entweder eine heftigeReaktion oder genervte Missachtung. Andershier in Spanien. „Hola guapa“ (oder„guapo“ für Männer) ist hier eine gängigeAnrede und wird unter Freunden, aberauch im normalen Alltagsleben genutzt.Die Verabschiedung „Adeu guapa“ in einerTemps Magazine - www.temps.magazine.comUnabhängig, offen, kritisch, ehrlich. Menschen,Meinungen, Visionen, Oppositionen,Ecken und Kanten: Die Zeit läuft nicht rund,das macht es spannend. Belangloses Lückenfüllenlehnen wir ab, immer getreu demMotto: Keine Nachricht ist besser als eineNachricht ohne Inhalt. Ein Jeder, der diesenStil schätzt, ist willkommen.Als Schreiber und als Leser!Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com17


Tú TambiénPAP + H – Oder die Wahrheit hinter Sonne, Strand und MeerSie treffen sich jeden Dienstag in der CarrerSant Vicenç 30, in einem der vielen, leerstehendenGebäude in der pittoresken Dalí-Stadt Figueres. Die „Plataforma d’Afectadesper la Pobresa i les Hipoteques, kurz auchPAP + H genannt. Kein Verein, keine Organisation,nur eine Versammlung, koordiniertvon wenigen Personen. Loli ist zweifelsohnedie wichtigste von ihnen. Die Plattform derer,die durch das Raster der Banken in die Armutrutschen, gibt es in jeder größeren Stadt.Figueres ist klein, zählt aber auch schon 200treue Anhänger, Tendenz steigend. ViertausendWohnungen stehen in Figueres alleinauf Grund von Zwangsräumungen leer. DieKrise frisst ihre Bürger: Wer hier vor Ort um„NO FIRMA!“ Unterschreibe nicht,das ist der mahnende Rat,den ich an diesen Abend oft höre.Hilfe sucht, der ist ganz unten. Und das gehtschneller, als man glaubt. Menschen, die inMülltonnen ihre Nahrung suchen, die in derwinterlichen Kälte vor ihren zwangsgeräumtenHäusern sitzen: Diese Bilder gehören immermehr zum spanischen Alltag.Loli, Mila und Juan sind schon eine Stundevor Beginn da, um Einzelgespräche zu führen,neue Gesichter zu begrüßen. Heute begrüßensie mich, auch ein neues Gesicht, wennauch in anderer Mission. Ich will mehr wissen,näher hinschauen, hinter die hübsche,mediterrane Fassade des Urlaubsstädtchens.Und ich will darüber berichten. Die Realitätder verkauften Bürger, das schmutzige Spielder Banken und deren Marionette, die korruptePolitik. „Du willst schreiben?“, lächeltMila, „Du wirst mehr brauchen, als nur diesenBlock“, wir geben dir Material für einBuch, ein dickes Buch.“ Ich werde aufmerksamempfangen. Da kommt eine Deutscheund will berichten. Hautnah, ungeschminkt,ehrlich, die Wahrheit. Und sie will helfen,hinter ihr steht eine Organisation. Diez Céntimospara una buena causa, ihre Organisation– Hilfe von Angesicht zu Angesicht.Sie hat also klare Gründe, warum sie hier ist.Unruhe herrscht, die Nachricht des mallorquinischenEhepaares, welches sich am gleichenTag das Leben nahm, macht die Runde.Schon wieder Menschen, die der Zwangsräumungdurch Suizid entfliehen, Rentnerin dem Fall, knapp siebzig Jahre. Ein Lebenlang gearbeitet, ein Leben lang Steuern gezahlt.Der Sohn fand sie. Die Nachricht kamüber das Telefon.Die Plattformensind gut vernetzt.Es kommen immermehr Menschen,der kalte, karge Raum füllt sich.Ich bleibe im Hintergrund, verlege michauf das Beobachten. Es fällt auf, dass einigeMenschen körperlich gehandicaptsind. So auch Loli. Sie ist auf den Rollstuhlangewiesen. Sie ist trotzdem behändeund flink. Ich mag sie auf Anhieb. Sie hatdiese natürliche, ruhige Freundlichkeit.Die Plataforma begleitet die Menschen vorallem in administrativen und juristischenFragen. Loli und ihre Helfer sind hier gutgebrieft. Sie kennen alle Winkelzüge derersich die Anwälte, Banker und Politikerbedienen. Der Saal füllt sich, es ist nochkeine 19 Uhr und bereits alle Stühle sindbesetzt, neue Stühle werden aus einem hinterenRaum genommen. Auch sie werdenin Kürze alle besetzt sein. Sie kommen ausLateinamerika, aus den unterschiedlichstenI ara, els nostres „liders“ ens diuen que no tenen els nostres diners per ajudar aquells quemés ho necessiten, perquè els diners els han donat als qui ja en tenien, o simpement se‘lshan quedat. Davant les injustícies d‘aquest sistema abusiu i cruel, l‘única esperança éspensar que les coses poden canviar si cadascún de nosaltres tornem a recuperarels valors que ens fan ser humans.El que diferencia els animals racionals dels que no ho són, és la capacitatque tenim d‘utilitzar la raó. Fem que sigui per ajudar-nos entrenosaltres i no per destruir-nos. Gràcies a tots aquells que denuncieules injustícies i poseu de la vostra part perquè cada dia siguin menys.Associació Mas de la Riera // Granja Escola EquinaRegionen Afrikas, Spaniens und Kataloniens.Sie sind einfacher Herkunft oder – deutlichsichtbar – von gehobenem Niveau. All dasspielt keine Rolle, sie eint dasselbe Schicksal:Sie sind unten. Ganz unten. Loli bittetum Ruhe, jeder einzelne soll sich vorstellenund in kurzen Sätzen seine Geschichteerzählen. Es sind immer die gleichen Geschichten.Die Hypotheken, die nicht mehrbezahlt werden können. Arbeitslosigkeit istder Grund dafür. Die Banken haben in vermeintlichguten Zeiten Kredite verteilt, dieutopisch waren. Menschen aus Lateinamerikaund Afrika waren willkommene Billigkräfte,eingesetzt in der sich immer gewaltigeraufblähenden Immobilienblase. Siewurden flugs eingemeindet, immer getreudem Motto: Je mehr Bürger, desto mehrSubventionen fließen, wohin und in wessenTaschen auch immer. Nun werden die Subventions-Bürgervon einst zum Bumerang.Mit denen ist man schnell fertig. Anwältearbeiten ihnen gelangweilt zu oder – auchdas hört man an diesem Abend – konzentriertgegen. Banker und Anwalt betretenin freundschaftlicher Einigkeit das Objektdes Anwaltsklienten. Der ist dann nur nochOpfer. Er unterschreibt irgendwas. Er kannweder Behördenchinesisch noch Bankenarabisch.Ohnehin hat er Panik und reagiertin dieser gleich ganz falsch: Er unterschreibt.Oft genug seinen eigenen Rausschmiss. „NOFIRMA!“ Unterschreibe nicht, das ist dermahnende Rat, den ich an diesen Abend ofthöre. „Welchen Anwalt hast du?“ Namenfallen. Loli überprüft eine Liste. „Wechsel ihn,er steht auf der Liste“. Ich stutze, frage nach,was das für eine Liste ist. Mila schmunzelt:“Nimm sie auf in dein Buch, es ist die schwarzeListe der Anwälte. Die, die du nie akzeptierendarfst. Sie spielen falsch.“ Deshalb istdie Plataforma so wichtig. Sie begleitet dieMenschen zu Gerichtsprozessen, sie machtDruck und ruft zu Demonstrationen auf, siesind firm im Behördenchinesisch und beherrschendas Bankenarabisch.Sie haben keine Mitglieder, so haben siekeinen kostenaufwendigen Verwaltungsapparat,aber dennoch haben sie Unkosten. Dieversuchen sie aus eigenen Taschen zu stemmen,obwohl die leer sind. Aber Hilfe kostet18 Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com


Tú TambiénGeld und etwas geht immer. Reihum stellendie Menschen sich vor, berichten in knappenSätzen ihr Schicksal. Bankennamen fallen:Caja Madrid, Bankia, Caja Galicia, BBVA…überall das gleiche Spiel: Lasch geprüftwurden dicke Kredite vergeben und nun, danichts mehr geht, schlagen sie zu und fordernein, was einzufordern ist. „Meine Frauhat unsere Kinder von der Schule abgeholt,ich war ebenfalls außer Haus, als wir zurückkamen,war das Schloss gewechselt“, berichteteiner. Loli nickt, auch das ist ihr nichtneu. Ich komme an die Reihe. Ich stelle michvor, erkläre wer ich bin und was ich möchte.Es ist still im Raum. „Alemania“ murmelteine junge Frau im Rollstuhl. Ein leiser Vorwurfschwingt in ihrer Stimme. Ich weiß,was sie sagen will und sich jetzt irgendwienicht traut. Ich verteidige die Sparpolitik derLos Arcoswünscht frohe OsternKutscherstubeLos Arcos 10817487 EmpuriabravaTelefon: 698 815 524deutschen Kanzlerin. Ich habe keine Problemedamit, deutlich zu sagen, dass eine Fraumit Namen Merkel wohl kaum dafür verantwortlichgemacht werden kann, dass Korruptionund Spekulation im sonnigen Südendas ganze Land in den Ruin gerissen haben.Ich trenne Politik und Bürger. Leider mussman dies, obwohl es eigentlich vereint seinsollte. Der Deutsche mag den Spanier undliebt Spanien: Lebensfreude, Sonne, Urlaub,Sand und Meer. Er kennt nur die Fassade. Ichbin hier, um ihn dahinter blicken zulassenund ich weiß, dass es ihn tief berühren wird.So, wie es mich berührt. „Freundschaft“, sagteine ältere Frau schüchtern. „Ihr mögt uns?Ich dachte immer, ihr seht uns gar nicht.Nur das Meer, die Sonne und den Strandund nun unsere korrupten Politiker, unserePleite und dass wir Euch zur Last fallen.“Selten, dass ich nicht weiß, was ich antwortensoll. Und selten, dass ich diese Sekundenbenötige, meine klare Sprache wiederzufinden.Irgendwie hat sie Recht. Sie möchtenmehr wissen, von meiner Organisation, derHilfe von Angesicht zu Angesicht. Alle brauchenHilfe, ihre Kinder vor allem. Darunterleiden sie am meisten. Loli mahnt, dass nochmehr Leute an der Reihe sind, sich vorzustellen,sie erklärt, dass ich wiederkomme, mirheute nur ein erstes Bild verschaffen wolle.Nächsten Dienstag sei ich wieder hier, oder?Ich nicke.Ich muss ein wenig eher gehen, es ist mirunangenehm, aber es geht nicht anders. Ichstehe auf, entschuldige und bedanke michdafür, dass man mich aufgenommen hat. Ichgehe zur Tür, drehe mich um. Sie verabschiedenmich, die Fremde, wie eine Freundin.„¡Hasta martes que te vaya bien, cuidate!“Die Menschen sprechen Spanisch. SprachlicheEitelkeiten interessieren hier niemanden.Loli lächelt, Mila und Juan nicken miraufmunternd zu. Bis Dienstag, pass auf Dichauf! Ich gehe hinaus, auf die Carrer Viçens30, der Nordwind tobt mit unverminderterStärke und er bringt eine schneidende Kältemit. Ich eile zu meinem Wagen, fahre nachHause, tausend Gedanken im Kopf. Beeindruckt,betroffen, bestärkt – ich kommewieder, Dienstag, 19:00 Uhr, Carrer Viçens30 und ich werde ihre Geschichten schreiben.Ich möchte, dass die Menschen sielesen: Die Wahrheit – hinter Sonne, Strandund Meer.Susanne SchwarzBAR GLADIATORSKaraoke & immer gute LauneLos Arcos, ErdgeschossTelefon: 972 456 978FRED’S BARSpaß & BierFußball & BundesligaHeike heißt Sieherzlich willkommen!Los Arcos, 1. Etage,Telefon:663 893 938Täglich ab 18:00 Uhr geöffnetDas Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com19


In eigener Sache - Diez Céntimos DCDer Blick geht nach vorne:DC und Studentsgoabroad.com20 Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com


In eigener Sache - Diez Céntimos DCIntegration hat viele Facetten. Unabdingbarist der ehrliche, direkte Kontakt mitden Menschen vor Ort. Auch der Tourismusist facettenreich. Doch nie erfährtman das Land, das man bereist, so authentisch,wie im Verbund mit den Menschen,die dort leben. Keine übernommenenMissverständnisse, keine adaptierten,fehlgeprägten Erkenntnisse, keine Vorurteile,kein Desinteresse: Dafür ein waches,aufmerksames Miteinander. Wirsehen in der Allianz mit Studentsgoabroad.comeinen wichtigen Schritt, das AltEmpordà einer jungen, intelligenten Klientelzu öffnen. Wer sich in dieser Regionbewusst umschaut – also den Blick ferndem Meer, Strand und der alljährlichenFiesta-Routine schweifen lässt - findetein beinahe noch unentdecktes Juwel.Erste Anfragen, die wir gezielt in denBereichen Kunst, Sport und Sozialessetzten, riefen sofort ein positives Echohervor. Deutsche Studenten, die ein Praktikumim Herzen Kataloniens – im AltEmpordà - absolvieren möchten, werdenmit großer Freude begrüßt. Gemeinsambauen wir nun ein Konzept für das AltEmpordà aus. Es wird viel gesprochen,von der deutsch-spanisch (katalanischen)Freundschaft. Wir leben sie!Die Vermittlungsagentur Studentsgoabroad.com - eine ehrliche Auseinandersetzungmit dem Thema FreiwilligentourismusWas tun nach dem Abitur? Studienbeginnan einer Universität oder erstmalAuslandserfahrungen sammeln? Sprachkenntnisseauffrischen oder lieber ohneVerzögerung in das Berufsleben starten?Ersteres setzt sich immer stärker durch.Dazu beigetragen hat sicherlich auchdie Tatsache, dass Fremdsprachenkenntnisse,Auslandserfahrungen, die damiteinhergehende Selbständigkeit und dasKennenlernen eines ausländischen Arbeitsmarktes,von zukünftigen Arbeitgebernsehr begrüßt wird.Wir freuen uns über die neue Verbindung„Studentsgoabroad.com – DiezCéntimos“, weil wir die authentischeIntegration ermöglichen möchten, einehrliches Bild vermitteln können undsomit der Student mit der Wahrheit imGepäck zurückkehrt: Ein wundervollesLand, mit wundervollen Menschen, diedankbar um Motivation, Freundlichkeitund kleine Hilfestellungen sind. Motivation,Anpacken, Helfen im Miteinanderund Füreinander: Sich kennenlernen,neue Kontakte finden, ehrlich,AnzeigeClub Tennis DarniusUnsere Gäste erwartet ein liebenswerterund individueller Service. Wir freuen uns auf Sie!www.sporthotel-darnius.comFamilie Susanne & Günter WeningAfores17722 Darnius (Girona)Tel. +34 972 53 54 36info@sporthotel-darnius.comSonntag, 17. März 2013:Plausch-TennisturnierPreis mit 3 Gänge Menü: 25 € / Personohne Turnierteilnahme 18€Mehr Informationen unter:www.diez-centimos.com„DC-Eventkalender“Anmeldungen unter:info@sporthotel-darnius.comDas Sporthotel Club Tennis Darnius liegt mitten in einem Naturschutzgebietam Stausee von Boadella. Wer Ruhe und Erholung sucht, findet sie hier. Angeschlossenist unter anderem eine Tennisschule unter professioneller Leitungdes aktiven ATP Spielers Dario Perez. Ob Spitzenspieler oder Anfänger,alle profitieren von den günstigen Konditionen, die der deutschsprachigeDario Perez anbietet (Tel. 662 37 42 05). Auf drei gepflegten, gelenkschonendenSandplätzen und einem Multifunktionsplatz mit Quarzsand, könnenSie sich mit oder ohne Trainer sportlich betätigen, als Hotel- wie Tagesgast.Weiterhin bietet das Sporthotel sportliche Aktivitäten wie Biken, Badminton,Speed-Badminton, Tischtennis und vieles mehr an. Zur Erholung stehen den Gästenein großes Schwimmbecken mit Liegestühlen und Hängematten - sowie eine Saunazur Verfügung. Beliebt ist das Hotel bei Gruppen: Zuerst verbrennen sie bei einemfröhlichen Tennismatch Kalorien, danach füllen sie ihren Energiehaushalt im angeschlossenenRestaurant mit Schweizer und Internationaler Küche wieder auf. Washier auf den Tisch kommt, wird von Susanne stets frisch und mit viel Liebe zubereitet!Wen es an den zu Fuß nur fünf Minuten entfernten Stausee zieht, der kann dortangeln, Kanu fahren, bei ausreichendem Wasserstand Bananaboat oder Wasserskifahren oder einfach gemütlich spazieren gehen. Auf meine Frage „Was ist dasbesondere an eurem Hotel“, antworten Susanne und Günter Wening ohne Zögern:„Unser persönlicher, individueller Service“. Realisierbare Sonderwünsche werdengerne erfüllt.Mein Fazit: Jeder Gast fühlt sich hier wohl – sei es Restaurantbesucher, TagesoderHotelgast. Dass dem so ist, darum kümmern sich Susanne und Günter Weningpersönlich.Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com21


In eigener Sache - Diez Céntimos DCintensiv und engagiert. Dann habensie Katalonien positiv verinnerlichtund damit hat die Region auch sicherlicheinen neuen, treuen Freund mehr,der hierhin seine Reisen unternimmt.Und das ist es, was das Land braucht.Freiwilligenarbeit, Praktikum, Work&Travel, Auslandsstudium: Die zahllosenMöglichkeiten, zum Zwecke derWeiterbildung zu reisen, beweisen, dassder Trend kräftig wächst. Genau hiersetzt Studentsgoabroad.com an. Wirsind eine junge Vermittlungsagenturmit Hauptsitz in Berlin, bestehend ausehemaligen Studenten, die es sich zurAufgabe gemacht hat, ihre Erfahrungenmit jungen Menschen zu teilen, diesich zu einem Auslandsaufenthalt entschlossenhaben. Wir geben Möglichkeitzu wertvollen, Grenzen übergreifenden,Erlebnissen und stehen bei Fragen jederzeitzu Seite. Basierend auf eigenenErfahrungen sind wir kompetente Ansprechpartner.Wir arbeiten mit unterschiedlichstenAgenturen, Bildungsinstitutionenund Hilfsorganisationen inüber 25 Ländern zusammen und vermittelnan diese Praktikanten, Freiwilligeoder Studenten, die beispielsweiseihre Abschlussarbeiten in internationalenUnternehmen schreiben möchten.Unsere Kernkompetenzen liegen darin,eine Informationsplattform online undtelefonisch zur Verfügung zu stellen.Alle wichtigen Informationen finden sichhier auf einen Blick. Parallel erreichendie jeweiligen Institutionen vor Ort einenhöheren Aufmerksamkeitsgrad. UnserZiel ist es, beide Parteien miteinanderzu verknüpfen um eine Bereicherung aufbeiden Seiten herzustellen. Dies funktioniertmittels einem Kommunikationskanal,unserem Reise-Know-How und unsererOnline Marketing Kenntnisse. DieProjekte werden international bekanntund die Studenten lernen diese an denschönsten Fleckchen der Erde kennen,was ohne unser internationales Netzwerkund Projektkoordination schwermachbar ist. Dies ist mit vielen Herausforderungenverbunden, die wir immerwieder aufs Neue auf uns nehmen.Insbesondere der Bereich Freiwilligenarbeitbedarf einer großen Verantwortunghinter den Vermittlungen. Wir möchtendie Studenten in ihren Anforderungenund Vorstellungen zufriedenstellen, aberauch gleichzeitig die Ernsthaftigkeit derMission, „etwas Gutes zu tun“, beibehalten.Die Projekte vor Ort, oftmals inDritte Welt Ländern, wo die Teilnehmereingesetzt werden, sind echte Projekte,mit echten Problemen. Vielen Freiwilligenist dies vor der Abreise nicht bewusst.Sie wissen nicht, was ein Lebenin einer anderen Kultur und in Armutbedeutet, da es den meisten im Alltagnicht begegnet. Plötzlich wird es füreine gewisse Zeit zum „Alltag“. Die Erfahrungwird definitiv die Sichtweisender Teilnehmer auf einige Dinge ändern,und möglicherweise sogar einen umgekehrtenKulturschock auslösen, wenn siewieder zu Hause ankommen. Es ist, alswürde sich eine neue Perspektive eröffnen,und sie sehen die eigene Welt mitanderen Augen.Man spricht von den großen kulturellenCLIMBAT GIRONA!!Der Weg geht steil nach oben. Jenach Training, mal mehr oder wenigerschwer. Und manchmal geht derWeg auch ungewollt schnell nah unten.Doch eines ist allgegenwärtig: Diegute Laune, eine lockere, aber dennochprofessionelle Stimmung und dasverdammt gute Gefühl im Anschluss,Körper und Geist gefordert zu haben.CLIMBAT GIRONA wirbt für sich: DieKletterhalle mit der größten und umfassendstenKletterwand in der ProvinzGirona! Auch Boulderer kommen in einemeigenen Bereich auf ihre Kosten.Unser persönliches Plus: tolles Preis-Leistungsverhältnis, freundliche Mitarbeiterund reizvolle Sonderaktionen!Ich kann jedes Wort unterstreichen!Nima Ashoff22 Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com


Kolumewww.studentgoabroad.comkatharina.bauer@studentgoabroad.comCustomer Service+49 (0) 30-20 23 8411Unterschieden, neuen Kulturen und Sitten,die den Auslandsaufenthalt so besondersmachen. Dies ist zweifelsohnekorrekt und doch werden gerade jungeReisende merken, wie ähnlich alle Menschensind. Unabhängig von Reichtum,Wohnort oder Hautfarbe. Sie werdenmerken, dass sich jeder über Gesellschaftfreut, gern ihre Geschichten hörtund erzählt, über kleine Pannen lacht,oder das Lieblingsessen mit ihnen teilt.Wenn Studenten mit dieser Erkenntnisnach Hause reisen, haben wir einengroßen Teil unserer Herausforderunggemeistert. Dies ist unsere Motivation,genau dies wollen wir mit unserem Vermittlungsserviceerreichen. Der französischeNovelist und Autor Marcel Proustkonnte es in die passende Metapher setzen:“The real voyage of discovery consistsnot in seeking new landscapes butin having new eyes.”Ich, Katharina Bauer, habe in Kooperationmit Studentsgoabroad vor etwazwei Jahren das Unternehmen Spain-Experience gegründet. Somit können wirPraktika in Barcelona anbieten. Nach derKontaktaufnahme mit Susanne Schwarzvon Diez Céntimos (DC) möchte ich dasAngebot auf Katalonien ausweiten. Unseregemeinsame Arbeit beginnt im AltEmpordà, dem Sitz von DC. DC ermöglichtdurch seine vielfältigen, interessantenBereiche – immer im Verbunddes sozialen Engagements – ein spannendesund authentisches Programm.Spaniens Wirtschaftskrise bewirkt, dassimmer mehr Menschen – vor allem Kinder– Hilfe benötigen. Wir freuen uns,wenn wir auf diesem Wege auch hieraktiv unseren Part leisten können. ErsteResonanzen sind durchweg positiv! Wirsind sicher, dass viele erfolgreiche Vermittlungenfolgen werden.Katharina BauerAnzeigeMas SuñerMensch, Tier, Natur und Kultur als Einheit zuschützen, das eine geht ohne das andere nicht.Den Respekt hierfür zu wahren ist eine der wichtigstenAufgaben, die uns das Leben stellt. Fürunsere Generation und die, die nachkommen.Meine Liebe und Leidenschaft gehört den Pferden,die leider allzu oft als „Sportgerät“ benutzt,anstelle als wertvollen Begleiter des Menschengesehen werden. So stelle ich den behutsamenUmgang mit dem Pferd und das Erlernen seiner„Sprache“ in den Fordergrund meiner Arbeit mitdiesen wunderbaren Tieren und freue mich, wennmeine Gäste diesen Gedanken aufnehmen undweitertragen.Diez Céntimos para una buena causa – Zehn Centfür den Guten Zweck – dieser symbolisch winzigeBetrag für ein umfassendes Engagement im sozialenBereich und für den Erhalt des Kreislaufesvon Mensch, Tier und Natur, trägt meine Sympathie.Ich unterstütze die gute Idee auch in derHoffnung, viele Andere in gleicher Weise motivierenzu können!Turismo Rural – Ferien in den PyrenäenStefanie und Hanspeter Schwyn17720 Maçanet de CabrenysProvinz Girona | EspagnaStefanie: 0034 / 693 74 13 13Hanspeter: 0034 / 693 79 17 21www.incantan.chIhre Stefanie SchwynDas Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com23


Tu Mascota TambiénEin Ausflug nach Marbella oder im Wettlauf mir der ZeitMitten in der schönsten Vorweihnachtszeiterreichte uns ein Hilferuf aus Marbella: „18Pferde stehen auf einem Grundstück, abgemagert,ohne Wasser, abseits liegend eintotes Fohlen, gestorben am Hungertod.“Man beachte den Zynismus: Golfplätzeso weit das Auge reicht, fein gewässertim trockenen Süden. Marbella, wo „Sehenund Gesehen werden“ so wichtig ist.Letzteres sei gegönnt, wenn es denn dannauch mit dem „Hinsehen“ klappen würde,doch hier hat die selbst ernannte „BessereGesellschaft“ Scheuklappen vor den Augen.Marbella ist nicht unser Arbeitsgebiet. Allerdingszuckte es in den Fingern, zumindesteinen Artikel zu schreiben, der dieAugen öffnete, für den Widerspruch, dieUnverhältnismäßigkeit unserer Zeit: „EinBallen Heu für das Fest der Liebe“. NeunEuro kostet so ein Ballen, zwei Pferde werdendavon pro Tag satt. Neun Euro in Marbella:Zwei Stunden Parkzeit kosten mehr.Die Reaktion auf diesen Artikel war sohoch, dass wir nicht umhin kamen, unseinzuschalten. Es begann eine aufregendeArbeit, die in einem Wettlauf mit der Zeitendete. Dem Besitzer der Tiere war der finanzielleAufwand zu hoch, er tat das, wasin Andalusien zur Routine gehört, er überließdie Tiere sich selbst. Doch so einfachlaufen die Dinge nicht immer. Spätestensdas tote Fohlen, welches tagelang auf demGelände lag, daneben das trauernde Muttertier,erregte die Gemüter einiger Anwohner.Man fütterte aus eigener Taschezu, schleppte Wasser herbei und fragtesich, was in des Besitzers Kopf vor sich gehenmag, hier einfach auf stur zu schalten.Dieses zu ergründen ist eben so müßig wiedas Beklagen der Situation. Einzig das Änderndieser hilft, die Dinge in Gang zu bringenund bei einem toten Tier muss sie her,die Seprona, die „Servició de la Protecciónda la Naturaleza“, die Einheit der GuardiaCivil, deren Verantwortung im Tier- undNaturbereich liegt. Stochert man hier, stochertman auch bei der verantwortlichenGemeinde und die sieht in einem totenPferd nun wahrlich keinen Aufreger. Eherdie steigende Aufmerksamkeit der Öffentlichkeitnervt. Damit konnten wir dienen. Inkurzer Folge erschienen auf unserer WebundFacebookseite Artikel, die weite Kreisezogen. Wir blieben in ständigem Kontaktund unterstützen mittels Spenden eine nunregelmäßige und ausreichende Fütterung.Es kam, wie es kommen musste, die Tiere,inzwischen 19 - ein neues Fohlen war geboren-mussten weg. „Weg“ ist ein Begriffder schlüssig klingt, aber viele Variantendes „Wie“ birgt. Die Behörden sind mit ihrerVariante schnell an Bord: Schlachthof.Viel einbringen tut dies zwar nicht, 300Euro pro Tier, aber immerhin, dann sind sie„weg“. Andalusien hat einen Überbestandan Pferdefleisch. Wer in Deutschland sichangewidert über einen prozentual geringenAnteil in seinem Fastfoodproduktwindet, der erfährt in Andalusien, dass derMarkt, übersättigt ist. „Weg“ könnte aberauch so aussehen, dass man diesen wundervollen,sensiblen Tieren Respekt erweistund sich bemüht, sie an anderen Plätzenunterzubringen. DieBehörde huldigtdiesem Vorschlag,indem sie die Pferdeenteignet undeiner Organisationüberschreibt, die allerdingskeinen Platz für die Tiere hat, weilsie mit herrenlosen Pferden überfrachtetist. Doch sind 19 Pferdeleben nur kurzfristigin Sicherheit, da mit der Unterschrifteben immer noch nicht „weg“.. Ein MonatSchonfrist wurde gewährt. Neunzehn verwildertePferde, darunter trächtige Stuten,verantwortungsvoll unter zu bekommen,ist eine Aufgabe für sich. Das Zauberwortlautet „Kommunikation“. Nicht immer einfach,aber wir sind beharrlich.Zehn Tage vor Ablauf der Frist kam dieNachricht, die Behörde habe das das Abholenvorverlegt. Jetzt blieben nur noch dreiTage Zeit möglich zu machen, was möglichzu machen ist. Hilfe kam aus der Schweizund aus Katalonien. Das TEAM SCHENK SU-ISSE, die Stiftung PROJECTE MIRANDA unddie Organisation MAS DE LA RIERA zeigtensich als konzentrierte, sachliche und fachlicheDC-Begleiter. Dank ihrer spontanenund engagierten Hilfe fiel uns so einigesleichter. Wir konnten die Zusage machen,mindestens drei der Tiere in das ProjektMiranda aufzunehmen. Das Geld für denTransport kam über eine großzügige Spendeaus der Schweiz, erste Patenschaften fürdie Tiere konnten aufgestellt werden, umdas PROJECTE MIRANDA zu den eigenen,hohen Kosten nicht zusätzlich zu belasten.Dank eines, mittlerweile hervorragenden,Netzwerkes gelang es, das behördliche„Weg“ zu vereiteln. Und manchmal kommtzu einer guten Arbeit auch noch das Glück:Auch der Transportstress konnte vermiedenwerden. Ein Spender hatte tief in die Taschegegriffen und es so ermöglichst, dass dieOrganisation im Süden nun die Pferde dochaufnehmen kann. Die Spende ermöglichtden Ausbau des Geländes: Ende gut, allesgut!24 Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com


Tu Mascota TambiénPferdeglück: Fundació Projecte MirandaIn 1.600 Meter Höhe in der Provinz Barcelona,in Alt Berguedà - inmitten unberührterNatur - leben aktuell 30 Pferde, darunterPonys und Esel. Sie alle haben keine guteVergangenheit hinter sich. Die der StiftungProjecte Miranda gibt ihnen eine wunderbare,artgerechte Bleibe. Die Tiere leben inGruppen in der freien Natur, sie erholen sichvon den Strapazen und werden liebevoll betreut.Dieses wunderschöne Projekt ist nunin Gefahr, denn auch hier werden Zuschüssegestrichen, fallen Spenden weg, mehren sichdie Anfragen, verlassene Tiere aufzunehmen.Besucher sind immer herzlich willkommen!Das Projekt Miranda ein wundervolles Ausflugsziel,das jedem Tier- und Naturfreundlange in Erinnerung bleiben wird. Unbedingtgilt: Kamera nicht vergessen! Landschaftund Tierwelt vereinigen sich zu einerunvergleichlichen Schönheit, die Sie soschnell nicht wieder erleben werden. DasProjekt Miranda freut sich sehr über Patenschaften,Teilpatenschaften, Futterspendenund – ganz klar – Ihre Aufmerksamkeit! Sowerden zum Beispiel vom 14. April bis 18.Mai Wanderungen mit den Pferden angeboten,Essen inklusive. Ein Tagesausflug mitganz besonderem Inhalt. In allen Fragenstehen wir gerne als deutsche Ansprechpartnerzur Verfügung, zögern Sie nichtuns anzusprechen. Wir freuen uns über IhrInteresse!www.projectemiranda.catDie Granja Escola Equinain Camallera im AltEmpordà setzt sich – gemeinsammit der OrganisationMas de La Riera– seit zwei Jahrzehntennicht nur dafür ein, dassPferde aus schlechterHaltung hier ein friedlichesund freies Lebenwiederfinden, sondernsie kämpfen auch darum,dass der „Reitsport“das Tier nicht als Gerätdegradiert. Die Einheitmit Mensch und Tier, dasPferd „lesen“ – verstehen– können: Dazu gehört im Vorfeld vielWissen, welches Pilu Sala mit viel Hingabeihren Schülern lehrt. Sie kämpft für eine solideAusbildung derer, die Reiten als Sportlehren, um die Ernsthaftigkeit zu erreichen,die dazugehört, will man verantwortungsbewusstmit Tieren arbeiten.Dass in wirtschaftlich schlechten Zeiten dasTier doppelt leidet, weil nun endgültig insAbseits gedrängt, ist eine politische Tatsache.Die Kassen sind leer, und ein Pferd istPferdeglück:Associació Mas de la Riera – Granja Escola Equinawww.projectemiranda.catEinmal mehr berührte uns die Liebe zu demeigenen Projekt und das ruhige, konzentrierteEngagement, zu helfen, zu fördernund das Miteinander zu suchen. ProjecteMiranda half uns, als wir Unterstützungfür die Marbella Pferde suchten. Und wirhelfen nun ihnen, denn die finanzielle Situationlässt es nicht mehr zu, einzig auseigener Kraft die Belastungen zu stemmen.Wir wollen vermeiden, dass auch hier dieKrise jahrlange, konzentrierte und engagierteArbeit mit einem Schlag zunichtemacht. Es macht keinen Sinn, Ruiniertes zubedauern. Es macht Sinn dieses im Vorfeldzu verhindern.Das Pferd - oft ein Transportmittel, einArbeits- oder Sportgerät, das ausrangiertwird, wenn es nicht mehr gebraucht oderfinanziell nicht mehr tragbar ist - hat einelange Leidensgeschichte. Was uns zweiMonate lang in Andalusien beschäftigte,warf die Frage auf, wie sieht es eigentlichin Katalonien aus? Und wir erkennen, esist nur ungleich besser. Aber es gibt sie,diejenigen, die eine hervorragende Arbeitleisten. Die, die sich diesen wundervollenGeschöpfen annehmen,sie achten, verstehenund eine artgerechteHaltung ermöglichen.Projecte Mirandaeben nur ein Pferd – Marbella ist überall.Umso kostbarer sind Projekte wie diese.Damit diese weiterleben, ihre fantastischeArbeit nicht im Sog der Krise untergeht,setzten wir uns ein und fördern sie. TierundNaturfreude sind herzlich eingeladenvorbeizuschauen und wir versprechen: Sielernen ein wunderbares Projekt inmittenschönster Naturlandschaft kennen. Am 7.April, dem Tag der offenen Tür, bietet sichdazu die beste Gelegenheit!Mas de la RieraDas Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com25


Tú TambiénConcha gewinnt deutsche Freunde!„Concha, oder wenn die Krise ein Gesichtbekommt“ - Mit diesem Artikel – gesetztauch in der letzten Ausgabe unseres Magazins- erregten wir viel Aufmerksamkeit.Viele Menschen schrieben uns, darunterauch Reaktionen des deutschen TV.Selten werden menschliche Schicksalepräsentiert, die sich hinter nüchternenZahlen verbergen. Ruhig und ohne Klageschilderte Concha uns im Dezemberletzten Jahres ihre Geschichte, als wir siebei unserem Einsatz in dem Tafelprojektder Caritas – Figueres trafen. Seitdem hatsich viel verändert. Für uns und auch fürConcha.Concha hat neue Freunde bekommen.Im fernen Deutschland, das sie nichtkennt und ihr doch vertraut ist, der vielendeutschen Touristen wegen. Sie habenihr Weihnachtsfest begleitet, habenSpenden geschickt, so dass wir für sieJessicaeinkaufen konnten. Neben dem, was manan Basisprodukten braucht, auch Dinge,die sonst nicht in Conchas Warenkorblanden. Das Geld ist knapp. 750 EuroRente reichen nicht für sie und die vierMädchen, ihre Enkel, die sie nun alleinegroßzieht. Concha hat ein Leben lang ihreSteuern gezahlt, ist niemandem zur Lastgefallen. Das will sie auch jetzt nicht unddoch nimmt sie unsere Hilfe dankbar an.Das Asthmaspray, das sie braucht – unbezahlbar,es frisst 10% der monatlichenRente: Sie bekommt es nun aus Deutschland.Die vier Mädchen, ihre Enkel, die sienun groß zieht, die es lieben zu zeichnen.Blöcke, Malsachen, alles was dazugehört:Nicht erschwinglich in Zeiten, in denender Staat streicht, kürzt und alles teurerwird. Ihre neuen, deutschen Freundeverstehen, wie wichtig kreative Beschäftigungenfür Kinder sind und senden einPaket, randvoll mit allem, was Kinderhändebenötigen, um kleine Meisterwerkeauf das Papier zu bringen.Wir haben lange überlegt, wie unsere Hilfezielgerichtet aussehen soll. Wir sendenkein Geld an andere Vereine und Organisationen,selbst Kinderheime gewährenuns nicht, dass das Geld in die Kinderhändekommt, in die es gelangen soll. Wir habenviele Möglichkeiten geprüft und sinddoch immer wieder zum Ausgangspunktzurückgekehrt: Die direkte Hilfe von Angesichtzu Angesicht, die Hilfe bei Einzelschicksalen.Nur so wissen wir, was mitdem Geld geschieht, denn wir münzen esum, in Nahrung, Medikamente, Schulmaterialund kleine Aufmerksamkeiten fürdie Kinder, die keine Schuld an der hiesigenMisere tragen, sie aber ausbadenmüssen. Schulausflüge für drei Kinderkann Concha nicht bezahlen. Wir helfen.Es geht in den Zirkus. Lehrer sollten mitihren Schülern andere Ziele aufsuchen.Ein Zirkus, der Tiere in die Arena schickt,vermittelt die falsche Botschaft. Doch fürMoral ist kein Platz. Die Mädchen freuensich darauf. Manchmal muss man diePrioritäten eben ändern. Das gilt auchfür den Einkauf von Nahrungsmitteln.No Name und abgepackt, anstelle ausgewähltund frisch, weil man den „FairTrade“, den fairen Handel, unterstützt.Jessica hat unsere ersten beiden Ausgabengrafisch begleitet und ist nun alsPatin für Concha aktiv. Daniel und Karin,zwei Freunde, hat sie bereits dazu gewonnen.Tausend Dank dafür! Nicht nur Conchasieht in den Deutschen „gute Menschen“.Menschen, die hinschauen undhelfen. In Krisenzeiten verlagern sich diePrioritäten und verlieren sich Klischees.Der organisierte Deutsche mit dem erhobenenZeigefinger und der harten Sprachewird zum Freund, zum Gefährten, derspürt, dass er mit kleinen Gesten vieleserreicht. Immer mehr Anfragen erreichenuns. Wir geben direkte Hilfe von Angesichtzu Angesicht, die den Menschen imHier und Jetzt dringend benötigen. Wirhören es oft: „In Deutschland würde soetwas nicht passieren“. Der Deutsche erwiderttrocken “Dafür passiert anderes“.Doch „Anderes“ ist bei Weitem nicht soschlimm, wie das, was sich in seinem UrlaubslandNummer 1 hinter den Kulissenvon Sonne, Sand und Strand abspielt.26 Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com


KolumeAurelia spielt nicht mitDie Gier der Banken, der Spekulanten,derer die es nicht lassen können, ihreFinger auch nach denen auszustrecken,die nichts mehr haben: Das Volk schlägtihnen immer öfter auf Selbige – mit Erfolg!Den salbungsvollen Worten der PP-Spitze, Zwangsräumungen zu unterlassen,folgt der gewohnte Gang: „Was interessiertmich das gestern Gesagte“. DieBanken fordern ihr Eigentum, die Politiksteckt emsig den Kopf in den Sand. Manhat anderes – Wichtigeres – um die Ohren.Dabei gäbe es außerhalb des eigenen,politischen Dunstkreises gar Interessanteszu entdecken. Das Volk etwa, das sich zusammenschließt,sich selber schlau machtüber Recht und Unrecht. Versammlungenlandauf, landab, regelmäßig, organisiert,konzentriert, wiegeln nicht auf, sie klärenauf. Die Sozialämter lassen schwer durchblicken,wo man in größter Not zusätzlicheVergünstigungen erhalten kann. Eine Ermäßigungauf die Wasserrechnung etwa,Windeln für das Baby oder ein Rabatt aufBrillen zu bekommen ist. All dies gibt es indiesem Staat, wenn auch nicht in üppigerund leider gut versteckter Manier.Dafür geht es nun immer öfter umgekehrt:Der Bürger erklärt dem Sozialamt,wo es lang geht und er weiß sich zuwehren, wenn sein Anwalt einmal mehrim freundschaftlichen Banker-Schulterschlussihm die Zwangsräumung vermittelt.Spaniens Bürger emanzipieren undsolidarisieren sich. So kürzlich einmalmehr geschehen in Galicien. Dort drohteAurelia Rey nach dreißig Jahren Miete dieZwangsräumung. Sie war mit, sage undschreibe, einer Monatsmiete im Rückstand.Gerichtsvollzieher und Polizei hattenjedoch kein Glück, ihren fragwürdigenAuftrag auszuführen. Sie kamen schlichtnicht an das begehrte Objekt heran: HunderteAktivisten versperrten ihnen denZugang. Der zweite Anlauf – diesmal mitder Feuerwehr im Schlepptau – endeteebenfalls erfolglos, denn diese weigertesich strikt, eine Kette aufzubrechen, umden gewaltsamen Zutritt zu ermöglichen.„Wir brechen nur im Notfall auf“, mit diesenWorten zogen sich die Feuerwehrleutezurück.Kataloniens Feuerwehr hat sich mit dieserHaltung sofort solidarisiert. Um Menschengewaltsam auf die Straße zu setzen,fahren sie nicht heraus, brechen sie keineKetten und keine Türen auf. Aurelia Reyhatte übrigens bei der Stadtverwaltungum Unterstützung gebeten, immerhinhatte sie die versäumte Miete nachgezahlt.Dort riet man ihr, sie solle ins Altersheimgehen. Aurelia ist 85 Jahre undrüstig genug, den Aufstand zu proben. Siezahlt nicht viel Miete für ihre bescheideneWohnung. Der Vermieter hat anderesvor. Die Wohnung liegt im Zentrum, daist das Vierfache herauszuschlagen. Magsein, aber eben nicht mit Aurelia.Susanne SchwarzAnzeigeP ferde er leb e n .Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com27


KolumneJa, wie nennen wir denn das Kind……das in den Brunnen gefallen ist? SpaniensRegierung beschäftigt sich aktuell mit vielenDingen. Verständlich, es gilt einen Bergan Problemen zu bewältigen. Interessantist das „Wie“. So recht schlau wird mannicht daraus, was man sich in erlauchtenRegierungskreisen einfallen lässt, um seineBürger aus der hausgemachten Miserezu ziehen. Aber immerhin, man zeigt sichpfiffig und findet Lösungen, die auf einenSchlag gleich einen der (vielen) Skandaledes Landes hinwegwischt: Man ändertdie Bezeichnung, tauft das Drama in einemoderate Vokabel oder Umschreibungum und schon ist es weg, das Problem. Esgeht um das hässliche Wort „desahucios“.Ohnehin wenig melodiös, präsentiert sichauch die deutsche Übersetzung „Zwangsräumung“nicht gerade wohl klingend.Wenn man nun dem Kind einen anderen– sanfteren – Titel gibt, klingt Unsozialesgleich viel sozialer. Ohnehin ärgert mansich in Madrid über die unverblümte Artund Weise des Volkes, die Dinge nach außenzu tragen, die die Öffentlichkeit nunwirklich nicht zu interessieren habe. Wieetwa diese Gewaltvideos, die zeigen, mitwelch - wörtlich zu nehmenden - „durchschlagendenArgumenten“ die Polizei Demonstrationenregelt. Die will der spanischePolizeipräsident nicht mehr sehen.Auch die sollen weg. Die Videos, nichtdie schlagenden Argumente. Der Bürgergrübelt, was man ihm ansonsten präsentierenmöchte: Heile Welt, korrupte Politiker,Stierkämpfe? Erstereswäre toll, haben wir aberderzeit nicht im Angebot.Und nun also die Anweisung,das Wort desahucioszu soften. Die Härte mussraus aus dem Begriff, dannkommt die Sache auchin der Öffentlichkeit andersan. Nämlich – undso hat man es in Madridam liebsten – gar nichtmehr. Immerhin stürztsich die Presse bevorzugtauf Sensationen und derneue Vorschlag: „Nichtzahlungist mit möglichen Konsequenzenverbunden“ klingt so aufregend wie diedie Anweisung zur Bedienung einer Kaffeemaschine.Die Idee ist toll, denn diekann man weiterspinnen. Nehmen wirdas Wort korrupt – corrupto, a. Auch dasklingt hart und hat unweigerlich etwasHässliches. Das geht auch anders. „ DieRegelung wichtiger Anlässe mittels Steuergelder“.Zum Beispiel. BildungsministerWert hat hierzu noch eine spannende Variante,die er der jungen Generation angedeihenmöchte. Religion statt Staatskunde.Auch gut. Ich sehe sie schon vormir, die Kids von heute in den Untergangvon Morgen betend. Auf Spanisch bitte.Katalanisch ist dem Minister ein Dorn imAuge, das muss auch weg. Ganz weg. DasWort scheint zu hässlich, da gibt es keinenSoftmodus. Es gibt viele Worte, dasvolksverachtende Verhalten der aktuellenRegierung zu benennen. Aber irgendwieklingen die alle nicht nett. Und freundlichumschreiben lässt sich das Ganze ist leiderauch nicht.Susanne SchwarzDiez Céntimos (DC), és un projecteque enamora.Jo vaig conèixer DiezCéntimos des del principi, de la mà deSusanne Schwarz, una persona preocupadarealment per ajudar el món,sense demanar res a canvi.Actualmentaquest tipus de projectes tindrien queexistir i tots tindríem que ajudar, hi haque la nostra societat s'està enfonsant,en la més trista de les històries. Avuien el any 2013 la il·lusió i les ganes defer, estan sotmeses a una gran depressiógeneralitzada.Només algú com aquesta dona meravellosatreballa per ajudar a causesque estan davant nostra i no les veiem.Diez Céntimos no demana res, tantsols conscienciar i permetre a quivulgui ajudar a totes aquelles personesi animals que ho necessitin. Desde la seva revista i la seva ploma ensexplica quina és la situació i ens obrales portes a poder conèixer i ajudar. Unprojecte així deuríem de avalar-lo totsi donar-li suport.K LA GINA ESTÀ ENAMORADA DEDIEZ CÉNTIMOS I TOT ALLÒ QUEPUGUEM FER PER PROMOCIONARO AJUDAR EN AQUESTA CAUSA OFAREM.Plaça de Noves 6, Garriguellawww.klagina.es28 Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com


In eigener Sache - Diez Céntimos DCwww.team-schenk.ch:Nicht alle Pferde haben das Glück gut betreut, gehegt und gepflegt zu sein.Marbella ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem, was dem Tier widerfährt – widerfahrenkann - wenn der Mensch sich nicht kümmert. In diesem Gestüt in derSchweiz sind die Pferde zweifelsohne bestens aufgehoben undzudem addiert sich das soziale Engagement, dort spontan einzugreifen, wo akuteNot herrscht. Wir danken Isabel Weyersmann für ihre großartige Unterstützung!SUPERALBERESDer deutsche Supermarkt SUPER ALBE-RES ist mehr als ein Lebensmittelgeschäft,welches deutsche Produkte anbietetund anerkannt deutsche Qualität imFleisch- und Backwarenbereich offeriert.Die Kunden schätzen den guten Servicedes Familienunternehmens und die steteFreundlichkeit. Dem fügt sich der Wille dessozialen Miteinanders an: SUPER ALBERESsetzt sich ein und ruft – gemeinsam mitDC - zu Spenden für die auf, deren Tischim Rahmen der Krise zunehmend ungedecktbleibt. Fazit? Im SUPER ALBERES istder Kunde noch König und wir freuen unsüber die gelungene Zusammenarbeit!Verständnis kommt von „verstehen“: Verständnis für seine ausländischen Mitbürgerhat man dann, wenn man sie „versteht“: Eine schlichte Formel, die soeinfach nicht ist, denn auch das Erlernen fremder Sprachen will gelernt sein.On parle français o ¿hablas español?In munterer Runde Gleichgesinnter, etwain einem Café oder Restaurant, lernt essich leichter. Was auf den ersten Blickden ernsthaften Charakter missen lässt,korrigiert sich schnell als ein Irrtum. Wergezwungen wird zu sprechen und die direkte,erklärende Hilfe, wenn es holpert,an seiner Seite hat, ist schneller in derMaterie. Ich unterrichte auf diese WeiseEnglisch, Spanisch und Französisch,gebe aber auch Einzelunterricht.Angie Gersonengel.gerson@gmail.comEmpuriabravaAlberes Comercial 43Telefon: 972 45 05 95Das Magazin • Telefon: +34 628 290 422 / +34 972 154 090 • info@diez-centimos.com29


Aktion “Spendenkorb” -L´acció „Cistella de donació“Ihre Spenden kommenbedürftigen Menschen inunserem Umfeld zu Gute.La seva donació ajuda ales persones necessitadesdel nostre entorn,Wir helfenNosaltres ajudem15. 03. – 30. 4. 2013Supermercat SUMA, Carrer Nou 11,17495 Palau SaverderaSuper Alberes, Alberes Comercial43, 17487 EmpuriabravaGutes tun macht gute Laune - Ajudar et fa feliç


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