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Tag des offenen DenkmalsTag des offenen DenkmalsSonntag, 9.9.2007Programm


Tag des offenen Denkmals Seite 2 Tag des offenen Denkmals Seite 3Programm zum 15. Tag des offenen Denkmals in der Stadt KölnOrte der Einkehr und des Gebets – Historische SakralbautenLiebe Leserinnen und Leser,zum 15. Mal findet in diesem Jahr – traditionellam zweiten Sonntag im September – der Tagdes offenen Denkmals in Köln statt. Über 100Denkmalobjekte werden aus diesem Anlassgeöffnet sein, durch spezielle Führungen erläutertund mit begleitendem Rahmenprogrammvorgestellt. „Orte der Einkehr und des Gebets– Historische Sakralbauten“ lautet das diesjährigeMotto der bundesweiten Veranstaltung. Dem Schwerpunktthema,das von der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“ als Organisatorin desDenkmaltages in Deutschland herausgegeben wurde, schließt sich Kölnbesonders gern an und bietet in zahlreichen Führungen und VorträgenInformationen zu Denkmalen, die einen sakralen Hintergrund besitzen.Köln blickt auf eine lange religiöse Tradition und Bedeutung mit überausgroßem Reichtum an sakralen Zeugnissen zurück. Die seit der Antikevornehmlich christlich geprägte Geschichte der Stadt wird an vielenBeispielen kirchlicher Bauten facettenreich präsentiert. Das Spektrumreicht vom Dom über die mittelalterlichen und barocken Kirchen bishin zu modernen Architekturformen. Auch das jüdisch-religiöse Lebenwird durch etliche Denkmalobjekte dokumentiert.Der Themenkomplex der Sakraldenkmale umfasst neben den baulichenhistorischen Andachtsstätten aber auch Friedhöfe und Begräbnisstätten,liturgische Ausstattungen und Reliquien, religiöse Bildmotive im öffentlichenRaum, kirchliche Archivalien, Spuren und Fragmente ehemaligerKultstätten sowie Gewerke aus dem sakralen Bereich. Orgelklänge werdeneindrucksvoll die sakrale Nutzung der Baudenkmale veranschaulichen. ZurThematik gehören schließlich auch veränderte geschichtliche oder aktuelleAnforderungen an die Sakralbauten. Der weit überwiegende Teil desProgramms hat die sakrale Vielfalt Kölns zum Inhalt. Daneben sind wiederfrisch sanierte Beispiele aus der Praxis der Denkmalpflege, aber auch eineReihe von profanen Denkmalen wie das Historische Rathaus oder dasFunkhaus des Westdeutschen Rundfunks vertreten.Die Durchführung des Tags des offenen Denkmals ist wie in den vergangenenJahren der großzügigen Unterstützung der Sparkasse KölnBonnunter Mitwirkung der Friedrich Carl Heimann Gesellschaft zu verdanken.Mein Dank gilt auch der Stadtkonservatorin, die für die Organisation desProgramms verantwortlich ist. Als Oberbürgermeister der Stadt Köln dankeich besonders all jenen, die ihre Baudenkmale am 9. September 2007öffnen oder sich mit Führungen engagieren und so ihren vorbildlichenEinsatz für die Belange von Denkmalschutz und Denkmalpflege beweisen.Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern sowie allen Mitwirkendeneinen schönen, erlebnisreichen und zugleich beschaulichen Tag!Herzlichst IhrFritz SchrammaOberbürgermeister der Stadt Köln


Tag des offenen Denkmals Seite 4 Tag des offenen Denkmals Seite 5Kölner StadtbezirkeInhaltSeiteBezirk 6ChorweilerBezirk 4EhrenfeldBezirk 3LindenthalBezirk 5NippesBezirk 1InnenstadtBezirk 2RodenkirchenBezirk 9MülheimBezirk 8KalkBezirk 7PorzBezirk 1/Altstadt-NordHistorisches Rathaus 10Spanischer Bau des Kölner Rathauses 11Mikwe – Jüdisches Ritualbad 12Farina Haus 13Baptisterium des Domes 14Das neue Fenster im Südquerhaus des Domes 15Funkhaus Wallrafplatz, Westdeutscher Rundfunk 16Die Minoritenkirche 17EL-DE-Haus, NS-Dokumentationszentrum 18Glaube und Geld – Pilger in der Stadt 19Rheingarten und Umgebung 20St. Andreas 21Altäre in ihrer Entwicklung 22St. Mariä Himmelfahrt 23St. Ursula 24Ursulinenkirche 25Spuren untergegangener Klöster, Kirchen und Kapellenim Pfarrsprengel von St. Kunibert 26Eigelsteintorburg 27St. Gereon 28Die Antoniterkirche 29Bezirk 1/Altstadt-SüdSt. Cäcilien: Was wird aus Kirchen, die nicht gebraucht werden? 30St. Peter, Kunststation: Sakralität der Leere 31Frauenmacht in St. Maria im Kapitol – Von Plektrudis, Ida und Maria 32Christliche Kunst im öffentlichen Raum –Vom Dreikönigspförtchen bis ins Gereonsviertel 33


Tag des offenen Denkmals Seite 6 Tag des offenen Denkmals Seite 7Inhalt Seite Inhalt SeiteDie Trinitatiskirche 34St. Maria Lyskirchen 35St. Georg 36Denkmale auf Pergament – Die Archive der Kölner Klöster 37St. Johann Baptist 38Elendskirche St. Gregor 39Privatmuseum „Geschichte im Vringsveedel“ 40Haus Balchem 41St. Severin 42Die Kartäuserkirche 43St. Maria vom Frieden (Karmelitinnenkirche) 44St. Pantaleon 45Bezirk 1/Neustadt-NordWohnhaus mit Gewölbekeller 46Ein Vestibül der Gründerzeit 47Neu St. Alban 48St. Gertrud 49Justizgebäude Reichensperger Platz 50„Deutscher Ring“ – die Vollendung der Ringstraße 51Bezirk 1/Neustadt-SüdSynagoge 52Sachsenturm 53St. Paul 54Die Lutherkirche 55Theaterhaus in der ehemaligen Schokoladenfabrik Oriol 56Bezirk 1/DeutzAlt und Neu St. Heribert 57Jüdischer Friedhof Deutz 58Bezirk 2/MarienburgReformationskirche und St. Maria Königin 59Zwischenwerk VIIIb – Kölner Festungsmuseum 60Bezirk 2/RaderbergBenediktinisches Leben im Kloster 61Bezirk 2/ZollstockSiedlung Zollstock 62Bezirk 2/RodenkirchenAlt und Neu St. Maternus 63Bezirk 3/SülzSülzer Kirchen und ihr Umfeld: Tersteegenhaus und St. Nikolaus 64Die Waisenhauskirche Zur Heiligen Familie 65Bezirk 3/LindenthalGeusenfriedhof 66St. Laurentius – Natürliche Schönheit des Bauens 67St. Maria Magdalena und Lazarus auf Melaten 68Wanderung entlang des „Kölner Jakobsweges“von Lindenthal bis Brauweiler 69Kirche Christi Auferstehung 70St. Stephan in Lindenthal – Ensemble aus Neu und Alt 71Die Kirche des St. Elisabeth Krankenhauses 72Alt St. Stephan – Krieler Dömchen 73Fort VI – Preußische Festung in Deckstein 74Bezirk 3/BraunsfeldSt. Joseph in Braunsfeld 75


Tag des offenen Denkmals Seite 8 Tag des offenen Denkmals Seite 9Inhalt Seite Inhalt SeiteBezirk 3/MüngersdorfSt. Vitalis 76Bezirk 3/JunkersdorfDie alte Dorfkirche St. Pankratius 77Bezirk 3/WeidenDer Ort Weiden und das Jochen-Klepper-Haus 78Bezirk 3/LövenichSt. Severin in Lövenich und seine Umgebung 79Bezirk 4/BickendorfGartenstadtsiedlungen in Bickendorf mit der Kirche St. Dreikönigen 80Bezirk 4/VogelsangJüdischer Friedhof Bocklemünd 81Bezirk 5/NippesLutherkirche 82St. Bonifatius und St. Heinrich und Kunigund in Nippes 82Bezirk 5/RiehlVillenviertel an der Flora 84St. Engelbert 85Siedlung „Naumannviertel“ 86Bezirk 5/NiehlAlt St. Katharina 87Luftschutzturm der Bauart „Winkel“ 88Bezirk 6/Volkhoven-WeilerSt. Cosmas und Damian in Weiler 89Bezirk 7/ZündorfKlosterkapelle Zündorf 90Das Museum Zündorfer Wehrturm und die Zündorfer Kirchen 91Bezirk 8/MerheimKirche und Kirchhof St. Gereon 92Bezirk 9/MülheimEine Orgelbauwerkstatt mit Tradition 93„Kirchenbunker“ Kulturbunker Mülheim 94Der Evangelische Friedhof und der Alte Katholische Kirchhofder ehemaligen Stadt Mülheim 95Katholische Pfarrkirche St. Clemens 96Bezirk 9/BuchforstAuferstehungskirche 96Bezirk 9/DellbrückStraßenbahnmuseum Thielenbruch 98Diese Objekte können mit Rollstuhl besucht werdenTreffpunkt ist, sofern nicht anders angegeben, am Haupteingang oderim Objekt.Alle Besichtigungen und Führungen sind kostenlos!Das Programm ist im Internet zu finden unterwww.stadt-koeln.de/tagdesdenkmals


Bezirk 1Altstadt/NordBezirk 1Seite 10 Seite 11Altstadt/NordHistorisches RathausRathausplatz 1Spanischer Bau des Kölner RathausesRathausplatz 1Neben dem Gürzenich ist das Rathausmit seinen vielgestaltigen Bauteilen daswichtigste historische Profangebäude inKöln. Die erste Erwähnung des „Hauses derBürger“ ist schon um das Jahr 1135 dokumentiert.Im ersten Geschoss des Gebäudeswurde ein zunächst als „Langer Saal“und später als „Hansasaal“ bezeichneterRaum erbaut. Er blieb das Herz des KölnerRathauses. Von 1407–14 entstand der Ratsturm.Die Rathauslaube wurde 1569–73nach Plänen von Wilhelm Vernukken imStil der Renaissance gebaut. Im Zweiten Weltkrieg hatte das Rathausstarke Schäden zu verzeichnen. Nach dem Wiederaufbau (Architekt:Karl Band) konnte es am 14. August 1972 wieder seiner Bestimmungübergeben werden.Öffnungszeit:Führungen:Veranstalter:KVB:14.00 bis 18.00 Uhr14.00 bis 17.00 Uhr stündlich;Uschi Baetz, Philipp Erbslöh, Matthias Bode,Anja Huhn, Martha ZanStadtkonservator Köln132 RathausDer 1954–56 nachPlänen TheodorTeichens als Ersatzfür das im ZweitenWeltkrieg zerstörteHistorische Rathauserrichtete SpanischeBau gehörtzu den wichtigstenöffentlichen BautenKölns. Wie vieleBauten seiner Zeitwurde er als Gesamtkunstwerk bis ins Detail durchgestaltet. Die 2003durchgeführte Generalsanierung erfolgte in enger Abstimmung mitdem Stadtkonservator. Der Charakter des Baudenkmals, das über eineweitgehend erhaltene Innenausstattung sowie zahlreiche Kunstwerkeverfügt, konnte trotz nutzungsbedingter Veränderungen bewahrtwerden.Öffnungszeit:Führungen:Veranstalter:KVB:14.00 bis 18.00 Uhr14.00 bis 17.00 Uhr stündlich;Dr. Susanne Braun, Gunnar MertensStadtkonservator Köln132 Rathaus


Bezirk 1Altstadt/NordBezirk 1Seite 12 Seite 13Altstadt/NordMikwe – Jüdisches RitualbadRathausplatzFarina HausObenmarspforten 21Bei Ausgrabungen 1953–56 wurdesüdwestlich der ehemaligen Synagogedas rituelle Bad der mittelalterlichenjüdischen Gemeindearchäologisch untersucht. Die um1170 erbaute Mikwe ist eine der wenigenmittelalterlichen Monumentalmikwen,die in Deutschland erhaltensind. Das rituelle Reinigungsbeckenliegt 16 m unter der Platzfläche. DerSchacht wurde nach der Vertreibungder Juden aus Köln (1424) in eineLatrine umgewandelt und bis zurOberkante mit Erde verfüllt.Seit 1709 hat „Farina gegenüber“,das älteste bestehendeUnternehmen Kölns und heutedie älteste Parfum fabrik der Welt,hier ihren Stammsitz. Er gilt alsGeburtsstätte der Eau de Cologne,des Wassers von Köln. Derstädtebaulich markante Eckbau,dessen Kellergewölbe Geschichtevon der Römerzeit bis ins 18. Jh.dokumentiert, wurde 1899 nachPlänen des Kölner Architekturbüros Schreiterer & Below in neubaroc kenFormen umgebaut. Nach den Kriegszerstörungen 1943 wurde dasGebäude in vereinfachter barocker Formgebung wieder aufgebaut.Öffnungszeit:Führungen:Treffpunkt:Veranstalter:KVB:14.00 bis 18.00 Uhr14.00 bis 17.00 Uhr stündlich;Cécile Zachlod, Dr. Sven SchütteAn der GlaspyramideStadtkonservator Köln/Archäologische Zone Köln132 RathausÖffnungszeit:Führungen:Anmeldung:Programm:Veranstalter:KVB:10.00 bis 16.00 Uhr11.00, 12.00, 13.00 Uhr; DuftmuseumTel. 02 21/3 99 89 94 oderE-Mail: museum@farinahaus.deVorträge: Farina Erbbegräbnis in St. Laurentius, VomKirchengrab zur Familiengrabstätte auf dem Melaten-FriedhofJohann Maria Farina gegenüber dem JülichsplatzGmbH seit 1709132 Rathaus


Bezirk 1Altstadt/NordBezirk 1Seite 14 Seite 15Altstadt/NordBaptisterium des DomesAm DomhofDas neue Fenster im Südquerhaus des DomesDomkloster 4Für das südliche Querhaus desDomes St. Peter und Maria wurde indiesem Jahr ein neues buntverglastesFenster geschaffen. Das von GerhardRichter gestaltete und gestiftete,113 Quadratmeter große Fensterbesteht aus 11.500 Glas-Quadratenin 72 unterschiedlichen Farben.Das östlich des gotischen Domchores gelegene Baptisterium ist einfrühchristlicher Taufort, dessen Tradition wohl in das 3. Jh. zurückgeht.Um 500 wurde dann die noch existierende achteckige Taufschale gebaut.An diesem fast vergessenen Ort stand die älteste bisher bekannteTaufkirche in Köln.Führungen:14.00, 15.00, 16.00 Uhr (jeweils auf40 Personen begrenzte Teilnehmerzahl)Treffpunkt:Im Nordquerhaus des Domes, gegenüberdem neuen FensterFührungen:Treffpunkt:Veranstalter:KVB:10.00, 11.00, 13.00, 14.00, 15.00 Uhr;Dr. Georg Hauser und MitarbeiterAm DomhofDombauverwaltung Köln5, 16, 18, 132 Dom/HbfVeranstalter:Dombauverwaltung KölnKVB:5, 16, 18, 132 Dom/Hbf


Bezirk 1Altstadt/NordBezirk 1Seite 16 Seite 17Altstadt/NordFunkhaus Wallrafplatz, Westdeutscher RundfunkWallrafplatz 5Die MinoritenkircheKolpingplatz 2Führungen:Anmeldung:Veranstalter:KVB:Das Rundfunkhaus wurde 1948–52vom Architekten Peter F. Schneider inder Ruine des Hotels Monopol errichtet.Das Gebäude mit dem Charaktereines „offenen Hauses“ wurde 1952eingeweiht. Führungen und Diavorträgeerläutern die Architektur mit ihreranspruchsvollen Innenausstattung(Wandreliefs im Eingang, geschnitzteHolzsäulen im großen Sendesaal etc.)und die heutigen Funktionen.10.00 bis 17.00 Uhr, stündlich (auch Diavorträge)Kostenlose Teilnahmekarten sind am 9. Septemberab 9.30 Uhr im Funkhaus erhältlich.Westdeutscher Rundfunk5, 16, 18, 132 Dom/HbfIn der Franzosenzeit als einzigeKölner Bettelordenskirche demAbbruch entgangen, repräsentiertdie Minoritenkirche St. Mariä Empfängnisden besonderen Baustil derMinderen Brüder des Hl. Franz vonAssisi, die sich der Armut verschriebenhatten. Nahezu gleichzeitig mitder Grundsteinlegung des KölnerDomes begann die seit 1229 in Kölnansässige Ordensgemeinschaft aufdem Gelände eines ehemaligenObstgartens mit dem Bau desbewusst schlichten Gotteshauses,das durch die Symbiose mit demehemaligen Wallraf-Richartz-Museum seit 1855 in ein besonderesstädtbauliches Ensemble eingebunden ist.Öffnungszeit:Führungen:Veranstalter:KVB:8.30 bis 18.00 Uhr (9.00, 11.00, 16.00 Uhr Messen)13.30, 14.30 Uhr; Dr. Sabine CzymmekStadtkonservator Köln/Kolpingwerk e.V.3, 4, 5, 16, 18 Appellhofplatz


Bezirk 1Altstadt/NordBezirk 1Seite 20 Seite 21Altstadt/NordRheingarten und UmgebungSt. AndreasAndreaskloster 3Führungen:Treffpunkt:Programm:Veranstalter:KVB:Der Rheingarten nimmt in seinerGestaltung nicht nur selbst historischeBezüge auf, sondern bietetzugleich den Vordergrund für diePräsentation des historischenAltstadtpanoramas. Die Führungenerläutern die in der Gestaltung desRheingartens selbst aufgegriffenenhistorischen Schichtungen. Darüberhinaus befassen sich die Führungenmit dem historischen Umfeld, dasden Rheingarten umgibt, sowieferner mit dessen Bedeutung alsNaherholungsgebiet für die Kölner.11.00, 13.00, 15.00 Uhr;Mitglieder der BürgerinitiativenKölner Pegel im Rheingarten11.00 bis 15.30 Uhr Informationsstände der Bürgerinitiativenund des Ortskuratoriums Köln derDeutschen Stiftung DenkmalschutzBürgerinitiativen Alter Markt/Heumarkt/Rheingartenin Kooperation mit dem Ortskuratorium Kölnder Deutschen Stiftung Denkmalschutz1, 7, 9, 132, 133, 250, 260 HeumarktDie ehemalige Chorherren-Stiftskirchelag bis zur Stadterweiterung1106 außerhalb der Mauern Kölnsvor dem römischen Nordtor. Andie romanische Basilika des späten12./13. Jh. mit Westbau und achtseitigemVierungsturm wurde im15. Jh. der spätgotische Langchorangefügt. Ein beachtlicher Teil dermittelalter lichen Ausstattung isterhalten, so die reiche romanischeBauplastik, eine Vielzahl vonWandmalereien des 13.–15. Jh.und das geschnitzte spätgotischeChorgestühl. In der wiederhergestelltenfrühromanischen Krypta unter dem Chor befindet sich dasGrab des Albertus Magnus. Ende 2005 erhielt der nördliche Querarmein farbiges Fenster von Markus Lüpertz mit Motiven der Machabäer-Legende.Öffnungszeit:Führung:Veranstalter:KVB:12.00 bis 17.00 Uhr13.30 Uhr; P. Marcel Oswald O.P.Die Dominikaner an St. Andreas5, 16, 18, 132 Dom/Hbf


Bezirk 1Altstadt/NordBezirk 1Seite 22 Seite 23Altstadt/NordAltäre in ihrer EntwicklungSt. Mariä HimmelfahrtMarzellenstraße 26Bedeutung, Gestalt und Position vonAltären im Kirchenraum, aber auchderen Nutzung haben sich im Lauf derGeschichte gewandelt. Die Entwicklungder Altarformen und -typen istzugleich ein Zeugnis des sich wandelndenLiturgieverständnisses. Anhandverschiedener Altäre in St. Andreasund der Ursulinenkirche werden einigeEntwicklungsstufen von Altärenund deren Aufbauten exemplarischvorgestellt.Führung: 15.00 Uhr; Dr. Andreas BaumerichTreffpunkt: St. Andreas, Hauptportal innen, Andreaskloster 3Veranstalter: DomforumKVB:5, 16, 18, 132 Dom/HbfDie ehemalige Jesuitenkirche St. MariäHimmelfahrt ist der bedeutendsteSakralbau der Barockzeit in Köln.Gleichwohl zeigt ihre Architekturgotische Formen, während die großartigeInnenausstattung dem Barockentspricht. Die Führung erläutertzum einen diese merkwürdige Wahlgegensätzlicher Stile. Zum anderensoll – im Hinblick auf das Thema desDenkmaltages – ein besonderer Aspektdes Sakralen behandelt werden: diePräsentation der Reliquien, die in Kölnnur mehr in dieser Kirche so aufwändig erhalten ist.Führungen:Veranstalter:KVB:14.00, 16.00 Uhr; Dr. Christoph BellotFörderverein Romanische Kirchen Köln e.V./Stadtkonservator Köln5, 16, 18, 132 Dom/Hbf


Bezirk 1Altstadt/NordBezirk 1Seite 24 Seite 25Altstadt/NordSt. UrsulaUrsulaplatz 24UrsulinenkircheMachabäerstraße 45Führung:Veranstalter:KVB:In der Nachfolge verschiedener frühchristlicherKultbauten entstand dieKirche inmitten eines spätantiken Friedhofsab etwa 1135. Der romanischenEmporenbasilika mit zweigeschossigem,turmbekrönten Westquerbau wurde1287 der gotische Chorneubau angefügt.Barocke Turmhaube und „Goldene Kammer“stammen aus dem 17. Jh.15.00 Uhr; Margrit Jüsten-HedtrichDie Führung beinhaltet nicht den Zutritt zurGoldenen KammerFörderverein Romanische Kirchen Köln e. V./Stadtkonservator Köln/Kath. Pfarrgemeinde St. Ursula5, 16, 18, 132 Dom/Hbf oder5, 12, 15, 16, 18, 140, 148 EbertplatzDie Ursulinen waren 1639 aus Lüttichnach Köln gekommen, wo sie 1673–76ihr Kloster und 1709–12 die Kircheer richteten. Die Kirche ist ein Werk desVenezianers Matteo Alberti und zähltzu den Meisterleistungen der Barockarchitekturin Köln. Die 1997 begonneneumfassende Restaurierung konntemittlerweile nahezu abgeschlossenwerden. Ziel der Maßnahmen war es,dem Kircheninnenraum trotz der großenSubstanzverluste im Zweiten Weltkriegden barocken Charakter zurückzugeben.Insbesondere auf die Wiedergewinnung der ursprüngli chen Wand- undFassadenfarbigkeit wurde viel Wert gelegt. 2001 konnte mit der Aufstellungdes Baldachinaltars aus St. Kolumba (Anf. 18. Jh.) dem seiner ursprünglichenAusstattung durch die Kriegszerstörung weitgehend beraubten Raumwieder eine adäquate Ausrichtung gegeben werden. Weitere barocke Ausstattungsstückestammen aus der 1882 abgebrochenen Bonner Stiftskirche.Öffnungszeit:Führungen:Veranstalter:KVB:14.00 bis 17.00 UhrNach Bedarf; Dr. Martin SeidlerErzbischöfliches Generalvikariat5, 16, 18, 132 Dom/Hbf oder5, 12, 15, 16, 18, 140, 148 Ebertplatz


Bezirk 1Altstadt/NordBezirk 1Seite 26 Seite 27Altstadt/NordSpuren untergegangener Klöster, Kirchen und Kapellenim Pfarrsprengel von St. KunibertEigelsteintorburgEigelsteinMit Einbeziehung des nördlichenStadtteils Niederich,beginnend mit der drittenStadterweiterung (1180),entwickelte sich zwischenEigelstein und Johannisstraßeeine Vielfalt von Kirchenbauten.Die Stadtansichtenvon Woensam (1531) undMercator (1571) zeigen großeKirchenbauten, von denennur noch St. Kunibert besteht.Die Aufhebung der Klösterund Stifte (1802) während der französischen Besetzung führte in derFolgezeit zur Umnutzung der Gelände. Die Führung folgt dem mittelalterlichenStraßensystem und gibt auch Hinweise auf Kunstwerke ausden untergegangenen Kirchenbauten in Kölner Kirchen und Museen.Führungen:Veranstalter:KVB:Die Eigelsteintorburg zählt zu denherausragenden Beispielen mittelalterlicherArchitektur in Köln. Nach derdritten mittelalterlichen Stadterweiterung(ab 1180) errichtet, sicherte sieden nördlichen Zugang zur Stadt. DenAbbruch der staufischen Stadtmauer im19. Jh. überstand sie. 1889–92 durchStadtbaumeister Josef Stübben durchgreifendrestauriert und als Museumgenutzt, beherbergt sie seit 1995 dieOffene Jazz Haus Schule.14.00, 15.00 UhrEigelstein Torburg e. V./Offene Jazz Haus Schule5, 12, 15, 16, 18, 140, 148 EbertplatzFührungen: 12.30, 15.30 Uhr; Gerd FrankeTreffpunkt: Kunibertsklostergasse 2,vor dem Westturm von St. KunibertVeranstalter: Gerd FrankeKVB:5, 16, 18, 132 Dom/Hbf oder5, 12, 15, 16, 18, 140, 148 Ebertplatz


Bezirk 1Altstadt/NordBezirk 1Seite 28 Seite 29Altstadt/NordSt. GereonGereonsklosterDie AntoniterkircheSchildergasse 57An einen römischen Ovalbaudes 4. Jh. wurde im 11.und 12. Jh. eine Choranlagemit Krypta angefügt.Zwischen 1219 und 1227bezog man den spätantikenBau in einen romanischenZehneckbau ein. Die Stiftskircheerhielt damit ein einzigartigesRaumgefüge. Zuralten Ausstattung gehörenWandmalereien des 13. Jh.in Chor und Taufkapelle.Es wird von der Geschichte derehemaligen Klosteranlage desAntoniterordens, von der Geschichtedes von Ernst Barlach gestaltetenSchwebenden und von der heutigenBedeutung der Citykirche in derStadt berichtet.Öffnungszeit:Führung:Programm:Veranstalter:KVB:13.00 bis 18.00 Uhr15.30 Uhr Spirituelle Kirchenführung „Heilige undHeiliges“; Pfr. Andreas BrockePfarrfest mit Gottesdienst ab 11.00 UhrKath. Kirchengemeinde St. Gereon12, 15 Christophstr./MediaparkFührungen:Programm:Veranstalter:KVB:12.00, 14.00 Uhr; Antje Löhr-SiebergKirchenführungen mit Orgelmeditation vonJohannes QuackAntoniterCityKirche/Stadtkonservator Köln1, 3, 4, 7, 9, 16, 18, 136, 146 Neumarkt


Bezirk 1Altstadt/SüdBezirk 1Seite 30 Seite 31Altstadt/SüdSt. Cäcilien: Was wird aus Kirchen, die nicht gebraucht werden?Museum Schnütgen, Cäcilienstraße 29St. Peter, Kunststation: Sakralität der LeereLeonhard-Tietz-Str. 6St. Cäcilien wurde 1130–60als Damenstiftskirche überälteren Bauten errichtet.Die ehemals zugehörigePfarrkirche St. Peter befin -det sich noch in unmittelbarerNachbarschaft. DieWestfront der dreischiffigenturmlosen Cäcilienkirchewurde im 19. Jh. in neoromanischenFormen neu aufgeführt.Im Inneren besitztdie Kirche eine Westkrypta.Seit 1956 befindet sich in St. Cäcilien das Museum Schnütgen der StadtKöln, das hier seine Sammlung mittelalterlicher Sakralkunst zeigt.Führungen:Treffpunkt:Veranstalter:KVB:11.00, 14.30 Uhr (begrenzte Teilnehmerzahl);Christel Kuckertz (Arbeitskreis Museum Schnütgen)MuseumskasseMuseum Schnütgen der Stadt Köln1, 3, 4, 7, 9, 16, 18, 136, 146 NeumarktSt. Peter ist die Pfarrkirche der benachbartenehe maligen Stiftskirche St. Cäcilien, 1140 alszweite Pfarrei in Köln gegründet. Bis heute istder romanische Turm erhalten. Das spätgoti scheKirchenschiff aus der Zeit um 1525 wurde imZweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und fragmentarischEnde der 1950er Jahre wieder aufge -baut (Architekt: Karl Band). Später wurde derBau architektonisch „geklärt“ (Architekt: UlrichWiegmann). Es entstand ein weitgehend leererRaum ohne Bänke, der in den letzten Jahren zueinem international bekannten Aus stel lungszentrumfür zeitgenössische Kunst wurde. Die Orgel mit 103 Registern zählt zuden modernsten ihrer Art und ist für zeitgenössische Tonalität ausgebaut.Öffnungszeit:Führungen:13.00 bis 17.55 Uhr13.15, 14.00, 15.00, 16.00, 17.00 Uhr;Dipl.-Ing. Ulrich Wiegmann, Dipl.-Ing. Stefan Nix-Pauleit, P. Friedhelm Mennekes S. K.Treffpunkt: Im Hof zwischen St. Cäcilien und St. Peter, Jabachstr. 3Programm: Vor jeder vollen Stunde 10 Min. Orgelkonzert auf denOrgeln für Neue Musik; Ausstellungen: „Homage toEduardo Chillida“ und Zeichnungen von Simon UngersVeranstalter: Pfarrei und Kunststation St. PeterKVB:1, 3, 4, 7, 9, 16, 18, 136, 146 Neumarkt


Bezirk 1Altstadt/SüdBezirk 1Seite 32 Seite 33Altstadt/SüdFrauenmacht in St. Maria im Kapitol – Von Plektrudis, Ida und MariaKasinostraße 6Christliche Kunst im öffentlichen Raum –Vom Dreikönigspförtchen bis ins GereonsviertelDer letzte erhaltene Kreuzgang von Kölnlässt die Atmosphäre aufleben, die überJahrhunderte diesen Ort geprägt hat. Seitder Kirchengründung durch Plektrudis um717 ist St. Maria im Kapitol mit mächtigenFrauen verbunden. Als herausragendePersönlichkeit gilt Ida aus der ottonischenDynastie, die der Kirche im 11. Jh. ihreunverwechselbare Gestalt gab. Bau- undBildprogramm sind der mächtigsten Frauder katholischen Kirche – Maria – gewidmet.Neben den großenKirchenbauten gibt esviele kleine Anhaltspunkte,die von Reich -tum christlicher Bilderspracheim Stadtraumzeugen. Auf dem Wegvom Dreikönigspförtchenbis ins Gereonsviertelwerden Beispieleverborgener wie repräsentativaufgestellterchristlicher Kunstim öffentlichen Raumgezeigt.Öffnungszeit:Führung:Treffpunkt:Veranstalter:KVB:9.30 bis 18.00 Uhr (9.30 Kleinkindermesse,10.30 Hl. Messe)14.00 Uhr; Ulla MatteléVor dem KreuzgangKölner Frauengeschichtsverein/Pfarrgemeinde St.Maria im Kapitol1, 7, 9, 132, 133, 250, 260 HeumarktFührung:Treffpunkt:Veranstalter:KVB:10.00 Uhr; Carsten SchmalstiegDreikönigspförtchen, Lichhof(bei St. Maria im Kapitol)Domforum1, 7, 9, 132, 133, 250, 260 Heumarkt


Bezirk 1Altstadt/SüdBezirk 1Seite 34 Seite 35Altstadt/SüdDie TrinitatiskircheFilzengraben 4St. Maria LyskirchenAn LyskirchenSeit 1815 stand auch Köln unterpreußischer Regierung. Dies führtezu einem starken Anstieg protestantischerGläubiger. Ein neuerKirchenbau, der neben die Antoniterkircheund die damals evangelischeGarnisonskirche St. Pantaleon trat,wurde notwendig. König FriedrichWilhelm IV. von Preußen wählte denEntwurf von August Stüler aus. Diedreischiffige Emporenbasilika, diefrühchristlicher Architekturspracheverpflichtet ist, wurde 1860 eröffnet.Derzeit ist die Trinitatiskirche die Kirche der Gehörlosen und dient alsAusstellungsraum für spirituell erschließbare Kunst.Führungen:Veranstalter:KVB:11.00, 13.00 Uhr; Günter LeitnerAntoniterCityKirche/Stadtkonservator Köln/Mit Unterstützung des Ev. Kirchenverbands Kölnund Region1, 7, 9, 132, 133, 250, 260 HeumarktÖffnungszeit:Führungen:Programm:Veranstalter:KVB:St. Maria Lyskirchen ist unter den zwölfromanischen Kirchen der Innenstadtdie kleinste. Sie wurde im 11. Jh. vomKölner Bürger Lysolphus als Pfarrkirchegestiftet und 1210–20 mit Osttürmenund Emporen neu errichtet. Bemerkenswertsind die aus der Mitte des 13. Jh.stammenden Gewölbemalereien desMittelschiffs, die Szenen des Alten undNeuen Testaments gegenüberstellen.10.00 bis 18.00 Uhr11.00, 15.00 Uhr, 14.00 Uhr Kinderführung;Pfr. Matthias Schnegg, Benjamin MarxThemenführungen: 11.00 Uhr „Gottesdienstort vongestern für heute“, 14.00 Uhr Kinderführung „Ichseh etwas, was ist denn das?“, 15.00 Uhr „Bildnissein Lyskirchen: Von Maria Magdalena bis Maternus– Die Bedeutung der Heiligen für mittelalterlicheMenschen“; 19.00 Uhr Festlicher Gottesdienst inromanischem Raum zum PatronatsfestKath. Kirchengemeinde St. Maria Lyskirchen1, 7, 9, 132, 133, 250, 260 Heumarkt


Bezirk 1Altstadt/SüdBezirk 1Seite 36 Seite 37Altstadt/SüdSt. GeorgGeorgsplatz 1Denkmale auf Pergament – Die Archive der Kölner KlösterStadtarchiv, Severinstraße 222–228Die ehemalige Stiftskirche St. Georg,heute Pfarrkirche, wurde 1067geweiht. Mitte des 12. Jh. wurden allebisher flachgedeckten Räume mitGratgewölben versehen. Vor 1188entstand der Westchor vollständigneu. Umfassende Sanierungsarbeitenfanden 1927–30 unter der Bauleitungvon Clemens Holzmeister statt. DieVerglasung entstand gleichzeitignach den Entwürfen von Johan ThornPrikker. Eine Sanierung des Inneren wurde Sommer 2000 fertiggestellt.Seit Oktober 2002 ist die neue Schatzkammer eingerichtet.Öffnungszeit:Führung:Treffpunkt:Programm:Veranstalter:KVB:8.00 bis 18.00 Uhr12.30 Uhr; Pfr. Dr. Hermann-Josef ReutherFür Gehörlose und Schwerhörige geeignetGeorgstraße/Ecke Waidmarkt, in der Vorhalle14.00 Uhr Elektronische Komposition von FrankStanzl „Angelus“; 16.00 Uhr Orgelmusik von FrankStanzl „Wohin“; 18.00 Uhr Konzert, Orgel- undCembalomusik mit Frank Stanzl und Romano Giefer(Werke von D. Buxtehude)Kath. Pfarramt St. Georg132, 133 WaidmarktViele der bedeutendsten undschönsten Denkmale KölnerSchriftlichkeit entstandenin den zahlreichen Klöstern,Stiften und sonstigen Konventendes „hilligen Coellen“.Handschriften, teilweise illuminiert,prächtige Urkundenmit Wachssiegeln, schwereFolianten, sie alle zeugen vomreichen geistlichen und weltlichenLeben der Domstadt in den vergangenen 1000 Jahren. Nach derAuflösung der Klöster und Stifte im 19. Jh. wurden die kostbaren Bücherund Dokumente teilweise zerstreut und unter preußischer Herrschafterneut zusammengestellt. 1949 wurden die im staatlichen Eigentum befindlichenBestände dem Historischen Archiv der Stadt Köln übergeben.Sie machen nun einen Kern der bundesweit einzigartigen mittelalterlichenund frühneuzeitlichen Bestände des Stadtarchivs aus.Führung:Programm:Veranstalter:KVB:11.00 Uhr; Dr. Manfred Huiskes, Dr. Ulrich Fischer11.00 bis 16.00 Uhr Ausstellung „Hüter der Schätzeund digitaler Dienst leister – 150 Jahre HistorischesArchiv der Stadt Köln“Historisches Archiv der Stadt Köln132, 133 Waidmarkt


Bezirk 1Altstadt/SüdBezirk 1Seite 38 Seite 39Altstadt/SüdSt. Johann BaptistAn Zint Jan 1/SeverinstraßeElendskirche St. GregorAn St. Katharinen 5Die Kirche St. Johann Baptist gehörtzu den ältesten Kirchen Kölns. Erstmals948 erwähnt, war die Kircheseit Ende des 11. Jh. Pfarrkirche undspäter auch Kirche der Weberzunft.Bis 1210 entstand ein romanischerNeubau, der im 14. und 16. Jh. durchgotische Seitenschiffe erweitertwurde und Gewölbe im Mittelschifferhielt. Bombentreffer der Jahre1943/44 ließen nur die nördlicheSeitenschiffwand und Teile des Mittelschiffesstehen. Diese Reste bezogKarl Band 1960–63 in seinen Neubauder Kirche ein. Wie ein Schrein ragtseither der romanische Teil des Kirchenbausaus dem Neubau heraus. Im September 2004 kam die Kirchezu Berühmtheit, da sich beim Bau der Nord-Süd-U-Bahn der Turm derKirche neigte. Die Kirche ist derzeit lebendige Baustelle und wird zumneuen Jugendpastoralen Zentrum für die Stadt Köln umgebaut.Führung:Treffpunkt:Veranstalter:KVB:14.00 Uhr; Pfr. Dr. Dominik M. MeieringAm Brunnen vor der KircheJugendpastorales Zentrum an St. Johann Baptist3, 4, 132, 133 Severinstr.Die 1765–71 nach Plänenvon Balthasar Spaeth erbautebarocke Saalkirche befindetsich im Privatbesitz derkatho lischen Familie vonGroote, die im 16. Jh. ausden Niederlanden nach Kölnflüchtete. Sie ließ die Kirchevon H. N. Krakamp an Stelleeiner gotischen Kapelle aufdem Friedhof der „Elenden“– der Ausländer und Heimatlosen– errichten. Über demWestportal befindet sich einRelief, das den Triumph desTodes zeigt. Die Innenausstattungder Kirche, die im Krieg stark beschädigt wurde, wird durchdie Familie von Groote nach und nach wiederhergestellt.Öffnungszeit:Führungen:Veranstalter:KVB:13.00 bis 17.00 Uhr13.00, 15.00, 16.00 Uhr; Birgit GerdesStadtkonservator Köln3, 4, 132, 133 Severinstr.


Bezirk 1Altstadt/SüdBezirk 1Seite 40 Seite 41Altstadt/SüdPrivatmuseum „Geschichte im Vringsveedel“Landsbergstraße 16Haus BalchemSeverinstraße 15Im Privatmuseum wird die Geschichteder 2000jährigen Grundstücksnutzungpräsentiert: Von einem römischen Gräberfeldüber das ehemalige Zisterzienserinnen-KlosterSion/St. Maria Spiegel(1246–1809), den Beginenkonventund spätere Cellitinnen-Kloster Hl.Dreifaltigkeit (1365–1828) reicht dieNutzung bis ins frühe 19. Jh. Das neugotischeWohnhaus Erben (1848–54)wurde von Friedrich Schmidt errichtetund war seit 1910 Firmensitz der 1830gegründeten Holzhandlung TheodorSchumacher Söhne. Auch in der Volksbadeanstalt von 1892 in derLagerhalle der Holzhandlung wird die Tradition des Ortes dokumentiert.Ein besonderes Schmuckstück des Museums ist der Kelch des KölnerWeihbischofs Hermann Joseph Schmitz.Führungen:Veranstalter:KVB:14.00, 15.00, 16.00, 17.00 Uhr; Wiljo SchumacherTheodor Schumacher Söhne Holzcity3, 4, 132, 133 Severinstr.Öffnungszeit:Führungen:Programm:Veranstalter:KVB:Das prächtige barocke, ehemalige Brauhausprägt die Severinstraße in ihremsüdlichen Abschnitt noch heute. 1676ließ der Bierbrauer und Ratsherr HeinrichDeutz dieses Haus errichten, das seinenNamen den letzten Besitzern verdankt,die hier eine kölsche Wirtschaft betrieben.Es ist eines der wenigen Gebäudeaus dem 17. Jh. in Köln, das Krieg undspätere Zerstörungen überlebt hat. ImInneren ist eine einst für Köln typischeBalkendecke wiederhergestellt worden.11.00 bis 17.00 Uhr12.00, 14.00, 15.00, 16.00 Uhr; Ilona PriebeKaffee und Kuchen, BuchbasarStadtteilbibliothek Haus Balchem/Stadtkonservator Köln15, 16, 106, 132, 133 Chlodwigplatz


Bezirk 1Altstadt/SüdBezirk 1Seite 42 Seite 43Altstadt/SüdSt. SeverinSeverinskirchplatzDie KartäuserkircheKartäusergasse 7Die als gotische Pfeilerbasilika erhalteneSeverinskirche in der Südstadtreicht in ihren Anfängen bis in dieSpätantike zurück. Ein Kult des Hl.Severin ist vor 800 bezeugt und fandAusdruck in der mehrfachen Umgestaltungvon Heiligengrab, Confessiound Reliquienschreinaltar. Gegenstandder Führung sind die Ausgrabungenunter der Kirche, Chorbereichund Hochaltar, sowie die 2005 in derSüdkrypta eingerichtete Schatzkammermit den im Severinsschreinaufgefundenen kostbaren Textilien.Bei einem Gang durch dieKartäuser kirche und ihre Umgebung(Kartause) werden Einblickein die wechselvolle Geschichtegegeben: von der Zeit und demWirken der Kartäuser mönche, derFremdnutzung als Lazarett undLagerhaus zur Zeit der französischenBesatzung bis zur heutigenNutzung als evangelische Predigtstätteund Sitz des EvangelischenKirchenverbandes Köln und Regionmit seinen 61 Kirchengemeindenin Köln und Umgebung.Öffnungszeit:Führungen:Veranstalter:KVB:9.00 bis 18.00 Uhr (11.00 Uhr Messe)14.00, 16.00 Uhr (jeweils auf 50 Personen begrenzteTeilnehmerzahl);Dr. Lucie Hagendorf-Nußbaum, Dr. Joachim OepenFörderverein Romanische Kirchen Köln e.V./Stadtkonservator Köln/Kath. Kirchengemeinde St. Severin15, 16, 106, 132, 133 ChlodwigplatzFührungen:Programm:Veranstalter:KVB:11.00, 13.00, 15.00, 18.00 Uhr;Günter Leitner, Manfred Loevenich, Dagny Lohff9.45 UhGottesdienst; Führung um 15.00 Uhr mit Orgelmusikvon Thomas Frerichs; 20.00 Uhr Filmvorführung„Die große Stille“ von Philip Gröning, überdas Leben der KartäusermöncheAntoniterCityKirche/Stadtkonservator Köln15, 16, Ulrepforte


Bezirk 1Altstadt/SüdBezirk 1Seite 44 Seite 45Altstadt/SüdSt. Maria vom Frieden (Karmelitinnenkirche)Vor den Siebenburgen 6St. PantaleonAm Pantaleonsberg/Eingang am WeidenbachÖffnungszeit:Führungen:Veranstalter:KVB:Die zwischen 1643 und 1716 erbauteKirche ist eines der wenigen nocherhaltenen Beispiele für die Architekturdes Barock in Köln. Der Namebezieht sich auf ein Gnadenbild derMuttergottes, das die französischeKönigin Maria von Medici dem Karmelitinnenklostervermacht hatte unddas während des DreißigjährigenKrieges dem Frieden geweiht wurde.Kirche und Kloster halten bis heutedie Erinnerung an die im KonzentrationslagerAuschwitz ermordete heiligeEdith Stein wach, die selbst Mitglieddes Kölner Karmels war.13.00 bis 16.00 UhrNach Bedarf; Carsten SchmalstiegFörderverein Romanische Kirchen Köln e.V./Karmelitinnenkloster St. Maria vom Frieden/Stadtkonservator Köln15, 16, UlrepforteDie Kirche der ehemaligenBenediktinerabtei St. Pantaleonsteht im heute nocherhaltenen Klosterbezirk.Die ottonische Saalkirchemit Westwerk wurde im12. Jh. zu einer dreischiffigenBasilika erweitert.Im Inneren befinden sichdie Grabstätte der KaiserinTheophanu († 991), derMaurinusschrein von 1170und der Albanusschreinvon 1186, sowie das Grabdes Hl. Bruno in der Krypta.Im Lapidarium werdenottonische Skulpturenreste des Westwerks aufbewahrt. Der fragmentarischerhaltene Kreuzgang der Abtei ist auf der Nordseite des Choreszu sehen.Öffnungszeit:Führungen:Programm:Veranstalter:KVB:11.30 bis 18.00 Uhr12.00, 15.00 Uhr; Jürgen SchoenenkorbCafeteria im WestwerkPfarrgemeinderat St. Pantaleon12, 15, 16 Eifelstr. oder 3, 4, 16, 18 Poststr.


Bezirk 1Neustadt/NordBezirk 1Seite 46 Seite 47Neustadt/NordWohnhaus mit GewölbekellerPalmstraße 36Ein Vestibül der GründerzeitKamekestraße 24Der Maurer undBauunternehmerHeinrich Bodenheimerrichtete 1883über dem verfülltenmittelalterlichenWallgraben derStadtmauer diesesWohnhaus. In derFundamentmauersind alte Basaltquadersteineaus der Stadtmauer zweitverwendet worden. Nach1978 wurden vor allem die Kellerräume saniert, die gemauerte flacheTonnengewölbe aufweisen. Steinerne Fragmente vom Dom und ausden Kirchen St. Aposteln, St. Gereon und St. Maria im Kapitol werdenhier ausgestellt.Öffnungszeit:Führungen:Veranstalter:KVB:10.00 bis 12.00 UhrNach Bedarf; Barbara Holly-RollBarbara Holly-Roll3, 4, 5, 12, 15, 142 Friesenplatz oder12, 15 Christophstr./MediaparkIm Vestibül des gründerzeitlichenHauses ausdem 19. Jh. wurden Ausmalungenfreigelegt undrestauriert, die aus derErbauungszeit und demExpressionismus stammen.Die verschiedenenFassungen ergeben einoriginelles Gesamtbild.Öffnungszeit:Führungen:Veranstalter:KVB:11.00 bis 17.00 UhrNach Bedarf; Michael JosuweckMichael Josuweck1, 7, 12, 15, 136, 146 Rudolfplatz oder3, 4, 5, 12, 15, 142 Friesenplatz


Bezirk 1Neustadt/NordBezirk 1Seite 48 Seite 49Neustadt/NordNeu St. AlbanGilbachstraße 25St. GertrudKrefelder Straße 57Die Albansgemeinde erhielt das Kirchengrundstückvon der Stadt Köln im Tauschgegen den kriegszerstörten VorgängerbauAlt St. Alban in der Innenstadt. Die1957–59 nach Plänen von Hans Schillingaus Trümmerziegeln errichtete KircheNeu St. Alban wurde ein wegweisendesWerk modernen Sakralbaus. Beeinflusstvon Le Corbusiers Wallfahrtskirche inRonchamp nimmt sie quasi experimentellwichtige liturgische Neuerungendes katholischen Kirchenbaus aus den1960er Jahren vorweg. Der bereits 1827/28 vor der Stadterweiterungum die Kölner Neustadt angelegte Stadtgarten ist bewusst alserweiterter öffentlicher Raum für die Nutzung der Kirchengemeindemiteinbezogen.Öffnungszeit:Führungen:Veranstalter:KVB:11.00 bis 15.00 Uhr (11.00 Uhr Gottesdienst)12.00, 14.00 Uhr; Dr. Martina LangelStadtkonservator Köln/Kath. Kirchengemeinde St. Alban12, 15 Christophstr./MediaparkIn den 1960er Jahren schuf der KölnerArchitekt Gottfried Böhm (geb. 1920)eine Reihe von aufsehenerregendenSakral- und Profanbauten als Skulpturenaus Beton. Die Kölner Kirche St. Gertrud(1961–66) zählt zu seinen Hauptwerkendieser Zeit. An dem Bau lassen sichbeispielhaft die konstruktiven und ästhetischenMöglichkeiten des MaterialsBeton verdeutlichen, die von Architektenwie Böhm damals geschätzt undvirtuos zum Ausdruck gebracht wurden– bei spielsweise in der eindrucksvollen Gestaltung eines Zeltdaches.Nach Dachflächen- und Turmsanierung soll die Öffentlichkeit auf denaufwändig durchgestalteten Bau aufmerksam gemacht werden. DieFührung möchte die Besucherinnen und Besucher mit den künstlerischenDetails der auf den ersten Blick oft als spröde empfundenenArchitektur vertraut machen und somit Kirchenbauten thematisieren,die vielerorts in ihrer Erhaltung und Würdigung gefährdet sind.Öffnungszeit:Führungen:Veranstalter:KVB:8.00 bis 15.00 Uhr10.30, 13.00 Uhr; Martin BredenbeckKath. Kirchengemeinde St. Agnes/Stadtkonservator Köln12, 15, 148 Hansaring


Bezirk 1Neustadt/NordBezirk 1Seite 50 Seite 51Neustadt/NordJustizgebäude Reichensperger PlatzReichensperger Platz 1„Deutscher Ring“ – die Vollendung der RingstraßeEbertplatz und Theodor-Heuss-RingÖffnungszeit:Führungen:Hinweis:Programm:Veranstalter:KVB:Der Reichenspergerplatz bildet gleichsamdie Cour d´honneur der geschwungenenHauptfassade des schlossartigen Oberlandesgerichts.Es wurde 1907–11 nach Plänenvon Paul Thömer im Auftrag des preußischenJustizministeriums errichtet. Der Sandsteinbaumit seinem reichen neubarocken SäulenundSkulpturenschmuck hat seine originalegestufte Dachlandschaft mit Mittelturm nachdem Krieg nicht zurückerhalten. Bewahrtblieben jedoch die große Kuppel und dasmonumentale viergeschossige Treppenhaus.8. Sept.: 13.00 bis 18.00 Uhr;9. Sept.: 10.00 bis 17.00 Uhr8. Sept.: 14.00 Uhr; 9. Sept.: 11.00, 15.00 Uhr;Wolfgang MeyerVeranstaltungen auch am 8. September8./9. Sept. Kunsthandwerkermarkt im historischenTreppenhaus und Ausstellung der AteliergemeinschaftErzbergplatz; 9. Sept.13.30 Uhr Chormusikmit den „Brücklyns“, einem jungen Chor aus Köln-BrückDer Präsident des Oberlandesgerichts Köln5, 18, 140 ReichenspergerplatzDem letzten realisiertenAbschnitt dervon Stadtbaurat H. J.Stübben geplantenRingstraße (ab 1881)kam als „DeutschemRing“ besondereBedeutung zu. Diegroßzügige Gestaltungals Abfolge vonvier unterschiedlichgestalteten Räumenverzögerte sich durchzahlreiche Probleme, wie etwa die „Hafenfrage“ oder durch militärische Belange.Die von Gartendirektor A. Kowallek ausgeführten Grünanlagen wurdenvon seinem Nachfolger Fritz Encke ergänzt. Ein Denkmal von FriedrichIII. (1903) bildete den würdigen Abschluss zum Rhein, bis W. Riphahn mitdem Restaurant „Bastei“ (1924) einen neuen zeitgemäßen Akzent setzte.Gravierend ist der Einschnitt durch die Nord-Süd-Fahrt und die Neugestaltungdes westlichen Teils (Ebertplatz) in den 1970er Jahren.Führungen:Treffpunkt:Veranstalter:KVB:10.00, 17.30 Uhr; Gerd FrankeTheodor-Heuss-Ring/Ecke Cleverstraße „Lottobrunnen“Gerd Franke5, 12, 15, 16, 18, 140, 148 Ebertplatz


Bezirk 1Neustadt/SüdBezirk 1Seite 52 Seite 53Neustadt/SüdSynagogeRoonstraße 50SachsenturmBlaue-Funken-Weg 2Die in den Jahren 1893–99von den Architekten EmilSchreiterer und BernhardBelow in romanischen Formenerrichtete Synagogewurde in der Reichspogromnachtvom 9. auf den 10.November 1938 fast totalzerstört. 1958/59 wurdedas Gebäude von demArchitekten Helmut Goldschmidt, einem der Hauptvertreter des modernenjüdischen Sakralbaus der Nachkriegszeit in Deutschland, wiederhergestellt.Der Innenraum erhielt eine vollständige Neufassung. Die Synagoge ist dasreligiöse und kulturelle Zentrum der Synagogengemeinde Köln mit Mikwe(Ritualbad), Festsaal, Gedenkhalle, Museum und koscherem Restaurant.Führungen:Anmeldung:Hinweis:Veranstalter:KVB:10.00, 12.00, 14.00, 16.00 Uhr;Israel Meller, Eran BlajchmannTel. 0221/7 16 62-0 oder E-Mail: synagoge-koeln@netcologne.de (Herr Kupfer), Einlass 30 Min. vor derFührungMännliche Teilnehmer benötigen – gleich welchenAlters – eine Kopfbedeckung!Synagogengemeinde Köln9, 12, 15 Zülpicher Platz; 136, 146 Roonstr.Die große Stadtmauer mit ihren zwölfToren und einer Vielzahl von Türmen,errichtet 1180 bis gegen 1250,umschloss die mittelalterliche Stadtin einem Halbrund; eine städtebaulich-fortifikatorischeFigur, die bisheute den Stadtgrundriss prägt. NachAbbruch der Mauer in den 1880erJahren blieb am Sachsenring ein Restder mittelalterlichen Stadtmauer zwischenzwei Türmen erhalten. Der südliche Halbturm wurde 1969/70nach Plänen von Karl Band ausgebaut und in den 1980er Jahren umfangreichsaniert. Er wird heute als Karnevalsvereinslokal der BlauenFunken genutzt.Führungen:Veranstalter:KVB:10.00 bis 16.00 Uhr halbstündlich;Ralf Maier, Nick Pelzers, Manfred PoloczekBlaue Funken – Kölner Funken Artillerie von 1870 e.V.15, 16 Ulrepforte


Bezirk 1Neustadt/SüdBezirk 1Seite 54 Seite 55Neustadt/SüdSt. PaulLothringer Straße 49Die LutherkircheMartin-Luther-Platz 4Die katholische Pfarrkirche wurde1905–08 nach Plänen des Kölner ArchitektenStephan Mattar in Formen derNeugotik errichtet. Im Zweiten Weltkriegverlor sie ihren markanten dreispitzigenTurmhelm. Ansonsten zeigtdas Äußere heute weitestgehend wiederseine ursprüng liche Gestalt. DenInnenraum prägt das weitgespannteNetzgewölbe, das nach seinem Einsturz1944 unter Leitung Gottfried Böhms im Jahr 1965 erneuert wurde.Die größtenteils erhaltenen historischen Ausstattungsstücke sindmittlerweile fast vollständig restauriert und wiederaufgestellt worden.Besonders hervorzuheben sind der monumentale Hochaltar des KölnerBildhauers Paul Simon von 1930 sowie der 1910 gefertigte Marienaltar.Erst kürzlich wurde im Chorraum ein Armarium eingerichtet, in demdie wichtigsten Stücke des Kirchenschatzes präsentiert werden.Öffnungszeit:Führung:Treffpunkt:Programm:Veranstalter:KVB:14.30 bis 17.00 Uhr14.30 Uhr; Martin von BongardtLothringer Straße/Ecke VorgebirgstraßeTurmbesteigung und Gang über das Gewölbe zumAbschluss der FührungKath. Kirchengemeinde St. Severin15, 16 UlrepforteVon der 1904–06 errichteten Kircheblieb allein das Turmportal erhalten.1962–64 entstand nach Plänen desTrierer Baumeisters Heinrich OttoVogel (1898–1994) ein Neubau.Antike Proportionsverhältnisse sindein charakteristisches Stilmittel diesesArchitekten, der nach 1945 den evangelischenKirchenbau maßgeblichgeprägt hat. Die nahe zu vollständiggeschlossenen Ziegelwände des Saalbaus steigen steil auf, so dass demRaum trotz seiner geringen Länge eine beeindruckende Weite eigenist. Eine flachgeneigte Satteldecke, die nach antikem Vorbild aus großenTonschindeln gefügt ist, schließt den Saal. Entstanden ist ein würdevollerGebetsraum mit sparsamer, aber qualitätvoller Ausstattung.Führungen:Treffpunkt:Veranstalter:KVB:10.00, 11.15 Uhr; Dr. Helmut FußbroichVor dem TurmportalRVDL (Rheinischer Verein für Denkmalpflege undLandschaftsschutz e. V.)15, 16 Ulrepforte oder15, 16, 106, 132, 133 Chlodwigplatz


Bezirk 1Neustadt/SüdBezirk 1Seite 56 Seite 57DeutzTheaterhaus in der ehemaligen Schokoladenfabrik OriolZugweg 10Alt und Neu St. HeribertUrbanstraße 1 und Deutzer Freiheit 64Das 1900/1905 erbautegründerzeitliche Fabrikgebäudeim Blockinnenbereicham Zugweghat über die Jahrzehntediversen Gewerbengedient. Die Qualitätder Architektur drücktsich vor allem auch inder flexiblen Nutzungu.a. als Bananenreiferei,Schokoladenfabrik, Schirmfabrik und Tanzschule aus. Heute dienen dieRäume dem Freien Werkstatt Theater als Theaterhaus.Führungen: 15.00, 16.00 Uhr; Nadia Walter-RafëiVeranstalter: Freies Werkstatt Theater Köln e. V.KVB:15, 16 Chlodwigplatz oder 106, 132, 133 Rolandstr.1002 gründete Erzbischof Heribert zu Ehren derGottesmutter eine Benediktinerabtei. 1020 entstandein oktogonaler Zentralbau nach dem Vorbild von Aachenund St. Gereon in Köln. Auf 42 Säulen gestützt,erhob sich innen ein hohes Podium als Chorbühne fürdie Mönche. Das Grab des Stifters Heribert († 1021)war nur vom Chor im Osten zugänglich. Die heutigeKirche geht auf das 17. Jh. zurück. Sie dient der griechisch-orthodoxenGemeinde als religiöses Zentrum.Die kath. Gemeinde St. Heribert hatte sich Ende des19. Jh. eine neuromanische Basilika errichten lassen.Die kriegsbeschädigte Kirche wurde durch RudolfSchwarz formal verändert wiederhergestellt. In derVierung befindet sich der Schrein des Hl. Heribert, derals der bedeutendste rheinische Reliquienschrein ausder Zeit vor dem Dreikönigenschrein gilt.Öffnungszeit: 14.00 bis 18.00 Uhr (Alt St. Heribert); 8.30 bis 18.00Uhr (9.45 Uhr Messe) (Neu St. Heribert)Führungen: 15.00, 16.30 Uhr; Jean-Bruno BroicherTreffpunkt: Alt St. Heribert, Urbanstraße 1Veranstalter: Förderverein Romanische Kirchen Köln e.V./Stadtkonservator Köln/ Griechisch-OrthodoxeGemeinde/Kath. Pfarrgemeinde St. HeribertKVB:1, 7, 9 Deutzer Freiheit


Bezirk 1DeutzBezirk 2Seite 58 Seite 59MarienburgJüdischer Friedhof DeutzJudenkirchhofswegReformationskirche und St. Maria KöniginGoethestraße 25 und Goethestraße 84Der jüdische Friedhof in Deutzist der älteste erhaltene jüdischeFriedhof im Gebiet der heutigenStadt Köln. Seit dem Ende des17. Jh. wurden hier die Mitgliederder Deutzer jüdischen Gemeindebestattet. In der Stadt Kölngab es seit den 1420er Jahrenkeine jüdische Gemeinde mehr. Nach der Wiederzulassung jüdischerBürger in der Stadt Köln wurde der Deutzer Friedhof auch zu derenBegräbnisstätte. 1918 wurde er geschlossen und der neue Friedhof ander Venloer Straße eröffnet. So ist der Deutzer jüdische Friedhof vorallem während des 19. Jh. belegt worden, in einer Zeit, in der sich diejüdische Sepulkralkultur ganz einschneidend verändert hat.Führungen:Treffpunkt:Hinweis:Veranstalter:KVB:10.00, 14.00, 16.00 Uhr; Dr. Thomas BlisniewskiEingang des FriedhofsMännliche Teilnehmer benötigen – gleich welchenAlters – eine Kopfbedeckung!Stadtkonservator Köln7 DrehbrückeDie 1905 von OttoMarch erbaute unddurch Heinrich OttoVogel wiederaufgebauteev. Reformationskirche,die 1961 wiedereingeweiht wurde,wird der 1953/54nach Plänen vonDominikus Böhmerbauten kath.Kirche St. Maria Königin gegenübergestellt. Hierbei sollen liturgische Orteund Gerätschaften im Vordergrund stehen. Beide Zentralräume suchendie Nähe vom Geistlichen zur Gemeinde und bieten mit ihren Zeltstruktureneine einfache und deutliche Formensprache. Ebenso verbindet sie eineherausragende Lichtführung durch besonders markante Fensterfronten.Öffnungszeit: 12.00 bis 17.00 Uhr (Reformationskirche)Führung: 13.30 Uhr; Eva HempelTreffpunkt: Reformationskirche, Goethestraße 25Veranstalter: Stadtkonservator Köln/Ev. Kirchengemeinde Köln-Bayenthal/Kath. Kirchengemeinde St. Matthias undSt. Maria KöniginKVB:106 Marienburger Str.


Bezirk 2MarienburgBezirk 2Seite 60 Seite 61RaderbergZwischenwerk VIIIb – Kölner FestungsmuseumMilitärringstraße 10 (Ecke Konrad-Adenauer-Straße)Benediktinisches Leben im KlosterBrühler Straße 74Das Zwischenwerk VIII bbildet den südlichenlinksrheinischen Abschlussdes sog. ÄußerenFestungsgürtels, derzwischen 1873 und1918 die Stadt Köln vorfeindlichen Angriffenschützen sollte. Das1876 u.a. zur Rheinverteidigungerbaute Werk wurde 1926 dem Versailler Vertrag gemäßz. T. geschleift und als Rosengarten in den Grüngürtel integriert. Mitumlaufendem Graben, Kehlkaponniere und Zugbrücke ist es dasbesterhaltene Werk des Äußeren Festungsgürtels.Öffnungszeit:Führungen:Hinweis:Veranstalter:KVB:10.00 bis 18.00 UhrAlle 2 Stunden; Robert Schwienbacher, Ivo SchenkFestes Schuhwerk erforderlich!CRIFA e.V. (Cologne Research-Institute of FortificationArchitecture e.V.)16, 130 Heinrich-Lübke-UferVor etwa hundert Jahren stand,südlich des Severinstors, außer -halb der Stadt, ein Benediktinerinnenkloster,fernab vonallem „weltlichen“ Betrieb.Heute steht es noch immerda, aber eingebunden in dasGeschehen der GroßstadtKöln. Die Schwestern singennach wie vor ihre Psalmendurch die Klostermauern hindurch hinein in die Welt. Drei Generatio nenleben dort und singen fünfmal am Tag das Gebet zum Lob Gottes in derKirche, mitten in der Stadt Köln. Vollgepackt mit den Nöten der Menschen,die sich ihnen anvertrauen und vieler, deren Gesicht sie nicht kennen. Und sowerden sie zum „Denk-mal“: Indem sie nicht auf hören zu singen gegenAlles und in Allem Dunkel und Schweren und auch in allem Schönen, dasum sie herum passiert. Sie sind ein „Denk-mal“, weil sie nicht aufhören zuglauben, dass Gott größer ist als all dies und mittendrin ist.Hinweis:Programm:Veranstalter:KVB:Es wird keine Führung durch das Haus und dasGelände geben!15.30 Uhr Diavortrag, Sr. Cornelia Holzamer;17.00 Uhr Gottesdienst in der KlosterkapelleBenediktinerinnen Köln133 Rheinsteinstr.


Bezirk 2ZollstockBezirk 2Seite 62 Seite 63RodenkirchenSiedlung ZollstockAlt und Neu St. MaternusSteinstraße 3 und Hauptstraße 19Die zumeist viergeschossige Mehrfamilienhaussiedlung mit Ladenlokalen,ev. Kirche und Grünanlagen wurde zwischen 1925 und 1931geplant und gebaut. Mehrere Architekten, darunter Wilhelm Riphahnund Theodor Merill, entwickelten eine Siedlungsarchitektur, dieüberwiegend dem sog. Internationalen Stil verpflichtet ist. Im Zuge derderzeitigen Sanierungsmaßnahmen hat das Äußere der Bauten wiederseine ursprüngliche Fassung erhalten. Der die Arbeiten seitens der GAGbetreuende Architekt erläutert die Maßnahmen.Führung: 15.00 Uhr; Dipl.-Ing. Jochen HilgersTreffpunkt: Vor dem GAG-Außenbüro, Walberberger Straße 1Veranstalter: Dipl.-Ing. Jochen HilgersKVB:131 Gottesweg oder 130, 131 ZollstockgürtelDie beiden Kirchen Altund Neu St. Maternusdokumentieren diefrühe Entstehung unddas Wachstum desVorortes Rodenkirchen.Alt St. Maternus,das „Kapellchen“, istein Saalbau mittelalterlichenUrsprungs.Mit seiner malerischenLage am Rheinuferbildet es das Zentrum des „alten“ Rodenkirchen. Der Neubau einer Kircheim Norden des Vorortes ist die Folge der sich stetig vergrößernden Einwohnerzahlim 19. Jh. Errichtet vom Kölner Architekten Vinzenz Statz, der aucham Weiterbau des Domes beschäftigt war, ist Neu St. Maternus ein Beispielfür den großzügig dimensionierten Kirchenbau in neugotischer Formensprache,der Ende des 19. Jh. im Rheinland sehr häufig anzutreffen ist.Öffnungszeit: 9.00 bis 18.00 Uhr (Alt St. Maternus)Führungen: 11.00, 13.00 Uhr; Dr. Eva-Christine RaschkeTreffpunkt: Alt St. Maternus, Steinstraße 3Veranstalter: Stadtkonservator Köln/Kath. Kirchengemeinde St. MaternusKVB:130,131, 135 Maternusplatz


Bezirk 3SülzBezirk 3Seite 64 Seite 65SülzSülzer Kirchen und ihr Umfeld:Tersteegenhaus und St. NikolausDie Waisenhauskirche Zur Heiligen FamilieSülzgürtel 47Rund um den Nikolausplatzliegen die kath. Nikolauskirche(1906–09) und das ev.Tersteegenhaus (1928). Derneoromanische Bau von St.Nikolaus von Franz Statz erhebtsich mit seinem 53 mhohen Turm zur BerrenratherStraße hin an derStelle, an der sich bereitsim Mittelalter eine Kapellebefunden haben soll. DasTersteegenhaus wurde alsGemeindehaus in expressionistischen Formen von Heinrich Mattarund Eduard Scheler erbaut. Ein Sakralbau sollte folgen. Um den 1912von Fritz Encke angelegten Nikolausplatz entstand zwischen 1911 und1914 ein bürgerliches Wohnquartier.Führung: 11.00 Uhr; Alexander Harald HessTreffpunkt: Tersteegenhaus, Emmastraße 6Programm: Pfarrfest in St. Nikolaus (10.00 Uhr Messe)Veranstalter: Stadtkonservator KölnKVB:18 Arnulfstr.Die Kirchbaumeisterund ArchitektenDominikus und GottfriedBöhm erhieltenin den 1950er Jahrenden Auftrag, alsErsatz für die kriegszerstörteVorgängerkircheauf demGelände des „SülzerWaisenhauses“ unterEinbeziehung desnoch erhaltenen neubarockenKirchturms eine Kirche für Kinder zu bauen. Es entstand einmoderner Kirchenbau mit einer bemerkenswerten Innenausstattung.Hervorzuheben sind u. a. die 120 Einzelfenster mit musizierendenKindern und der mächtige Baldachin mit maurischen Stilelementen imAltarraum.Führungen:Treffpunkt:Veranstalter:KVB:12.30, 14.00 Uhr; Eva-Hildegard HeidgerVordereingang zum FestsaalRVDL (Rheinischer Verein für Denkmalpflege undLandschaftsschutz e. V.)13, 130, 131 Berrenrather Str./Gürtel


Bezirk 3LindenthalBezirk 3Seite 66 Seite 67LindenthalGeusenfriedhofKerpener StraßeSt. Laurentius – Natürliche Schönheit des BauensAn St. Laurentius 1Im Jahr 1576 angelegt,war der Geusenfriedhofbis 1829 die ausschließlicheBegräbnisstätte derProtestanten in Köln. Einekatholische Adelige hatteein Grundstück vor demWeyertor gestiftet, aufdem Protestanten nachdamaliger Vorschrift außerhalbder Stadtmauern beerdigt werden konnten. Da die Mehrheit derevangelischen Gemeinde in Köln damals niederländischer Abstammungwar, kam der Name Geusenfriedhof auf (abgeleitet vom französischenWort: gueux, Bettler, als Schmähwort und später als Ehrenbezeichnungfür die niederländischen Freiheitskämpfer für Glaubens- und Gewissensfreiheitzur Zeit Philipps II.). 1875 fand auf dem Geusenfriedhof die letzteBeerdigung statt. Die Grabsteine und Grabplatten erzählen – trotz Verwitterung– ausführliche Geschichten, die während dieses Spaziergangserfahrbar gemacht werden sollen. Heute ist der Geusenfriedhof einverwunschener Ort inmitten des Weyertals, der zurzeit restauriert wird.Führung: 15.00 Uhr; Günter LeitnerTreffpunkt: Eingang Kerpener Straße (gegenüber Haus Nr. 13)Veranstalter: AntoniterCityKirche/Stadtkonservator KölnKVB:9, 130 UniversitätPfarrkirche und Gemeindezentrumwurden 1960–62von Emil Steffan undseinen Mitarbeitern GisberthHülsmann und Josef Lorenzerrichtet. Die Kirche liegtinmitten der Forschungsstättender Universität. DieGebäudeteile versammelnsich auf engstem Raum umzwei Innenhöfe. Der kubische Kirchenraum wird nur sparsam durch einOberlichtband erhellt. Dem Inneren mit zentralem Altar unter einemLichtkranz mit 24 Leuchten wird dadurch ein meditativer Charakterverliehen. Das innen wie außen aus unverputzten Abbruchsteinen bestehendeMauerwerk lässt die schlichte Formensprache der Architekturlebendig erscheinen.Führung:Veranstalter:KVB:15.30 Uhr; Dipl.-Ing. Josef Lorenz,Msgr. Dr. Sebastian CüppersKath. Pfarramt St. Stephan und St. Laurentius9 Weyertal oder 136, 146 Hildegardis-Krankenhaus


Bezirk 3LindenthalBezirk 3Seite 68 Seite 69LindenthalSt. Maria Magdalena und Lazarus auf MelatenAachener StraßeWanderung entlang des „Kölner Jakobsweges“von Lindenthal bis BrauweilerDie Weihe des Altarsdurch Konrad vonHochstaden fandbereits 1245 statt.1499 wurde die Kapelleneu errichtet.Nach der Anlage desFriedhofs Melatenals Zentralfriedhofdiente der 1850 und1879 restaurierteBau als Friedhofskapelle.1952 konnteder kleine Saalbau aus Tuff nach Kriegszerstörungen wiederaufgebautwerden. 1995 wurde die Kapelle „außer Dienst“ gestellt.Öffnungszeit:Programm:Veranstalter:KVB:11.00 bis 18.00 Uhr12.00 Uhr Vortrag „Rückblick und Neunutzung“,Dr. Johannes Ralf Beines, mit Beteiligung verschiedenerFachhandwerker; 14.00 Uhr Feierstunde;16.00 Uhr Lesung: Patrick Roth „Magdalena amGrab“; 18.00 Uhr feierlicher AbschlussStadtkonservator Köln/Dr. Gottfried Wolff/Erzbischöfliches Generalvikariat1, 7 MelatenFührung:Treffpunkt:Hinweis:Veranstalter:KVB:Von Köln aus verlaufen zwei der insgesamtdrei großen europäischen Routendes mittelalterlichen Pilgerwegsins spanische Santiago de Compostela.Auf der „nördlichen Route“ entlangdes Jakobsweges wandert die Gruppevon Lindenthal bis Brauweiler undbesichtigt dabei einige an der Streckeliegende Denkmäler: Belvedere, Freiluga,St. Jakob in Widdersdorf, AbteiBrauweiler.9.00 Uhr (ca. 5,5 Std. inkl. Pausen)An der Kirche Christi Auferstehung in Lindenthal,Brucknerstraße 16Benötigt werden festes Schuhwerk und Kleidungje nach Wetterlage mit Sonnen- oder Regenschutz!Pausen und Erfrischungsmöglichkeiten sindeingeplant. Rückfahrmöglichkeit mit öffentlichenVerkehrsmitteln wird angeboten.RVDL (Rheinischer Verein für Denkmalpflege undLandschaftsschutz e. V.)1, 7 Melaten


Bezirk 3LindenthalBezirk 3Seite 70 Seite 71LindenthalKirche Christi AuferstehungBrucknerstraße 16St. Stephan in Lindenthal – Ensemble aus Neu und AltBachemer Straße 106Die Kirche entstand1967–70 nach Entwürfenvon GottfriedBöhm und wurde1971 geweiht. Diehoch aufgetürmteGottesburg zeichnetsich durch ihre Lagean der Stirn desLindenthaler Kanalsaus, umgeben vonWasser und altenBäumen.Die Kirche ist ein Frühwerk des KölnerArchitekten Joachim Schürmann.Der Bau entstand 1960/61 anstelledes kriegszerstörten neugotischenVorgängerbaus, von dem der Turmals frei stehender Campanile auf demVorplatz erhalten blieb. Im Kontrastzu dem Kirchturm aus dem 19. Jh.entwarf Schürmann einen modernen,streng kubischen Neubau, dessen helleRaumverhältnisse im aufragendengläsernen „Mittelschiff“ das göttlicheLicht symbolisieren.Öffnungszeit:Führungen:Programm:Veranstalter:KVB:10.00 bis 18.00 Uhr12.15, 13.30, 14.30, 15.30 Uhr;Schüler der Liebfrauenschule16.00 Uhr Geistliche Führung „Kirche wozu?“, Karlvon Lassaulx; künstlerische Arbeiten zu Kirchbaumotivenu. a.Kath. Kirchengemeinde St. Joseph undChristi Auferstehung1, 7 MelatenFührung:Veranstalter:KVB:14.00 Uhr; Eva DemelKath. Pfarramt St. Stephan und St. Laurentius7, 13, 136 Dürener Str./Gürtel; 146 Leiblplatz


Bezirk 3LindenthalBezirk 3Seite 72 Seite 73LindenthalDie Kirche des St. Elisabeth KrankenhausesWerthmannstraße 1Alt St. Stephan – Krieler DömchenSuitbert-Heimbach-Platz 1Öffnungszeit:Führung:Treffpunkt:Veranstalter:KVB:8.30 bis 20.00 Uhr11.30 Uhr; Pfr. Ulrich HinzenFoyer des KrankenhausesSt. Elisabeth Krankenhaus136 HohenlindDas St. Elisabeth Krankenhaus feiertin diesem Jahr sein 75. Jubiläum. DieKirche wurde 1932 nach den Ideendes Prälaten Johannes van Acken,dem Gründer von Hohenlind, durchden Architekten Dominikus Böhm errichtet.Sie ist ein klassisches Beispielfür die grundlegenden Veränderungender Kirchenarchitektur der damaligenZeit. Namhafte Künstler wiePeter Hecker, Hildegard Domizlaff,Ludwig Baur und Ewald Mataré gabender Kirche ihre auch heute nochbeeindruckende Gestalt.Die kleine romanische PfarrkircheSt. Stephanus, die seit dem19. Jh. den Beinamen KrielerDömchen trägt, bewahrt in ihrerLage am Rande der Kölner Cityimmer noch etwas von ihremursprünglichen Charakter einermittelalterlichen Dorfkirche.Wahrscheinlich auf eine karolingischeGründung des 9. Jh. zurückgehend, durchlebte St. Stephan einebewegte Baugeschichte, deren einzelne Phasen sich wie bei kaum eineranderen Kölner romanischen Kirche unmittelbar am bestehendenGebäude ablesen lassen. So wurden der ursprünglichen Saalkirche vomEnde des 9. Jh. immer weitere Bauteile angefügt, die in ihrer Gesamtheitdie Gestalt des heutigen Gotteshauses prägen.Führungen:Veranstalter:KVB:11.30, 12.15 Uhr; Dr. Hans-Jürgen GreggersenFörderverein Romanische Kirchen Köln e.V./Stadtkonservator Köln9 Mommsenstr.


Bezirk 3LindenthalBezirk 3Seite 74 Seite 75BraunsfeldFort VI – Preußische Festung in DecksteinMilitärringstraße (zwischen Gleueler Straße und Bachemer Landstraße)St. Joseph in BraunsfeldBraunstraßeFührungen:Hinweis:Veranstalter:KVB:Das Fort VI wurde 1873als erstes der zwölf großenForts in Köln erbaut.Neben dem unbekanntenunteren Stockwerk,welches heute unter derErde liegt, werden dersog. Felsengarten und diegärtnerische Gestaltungdes Fortgeländeserläutert.14.30, 16.00 Uhr; Kai-Uwe Radtke und TeamFestes Schuhwerk und Taschenlampe erforderlich!CRIFA e.V. (Cologne Research-Institute of FortificationArchitecture e.V.)146 DecksteinDie erste Braunsfelder Kirche von1906, auf dem 1897 von den Erben desNamensgebers Braun zur Verfügunggestellten Grundstück errichtet, wurde1944 vollständig kriegszerstört. Dieneue Kirche von 1953 ist ein Werk derArchitekten Rudolf Schwarz und JosefBernard. Ihre Weihe fand 1954 durchKardinal Joseph Frings statt, der zwischen1924 und 1937 selbst Pfarrer anSt. Joseph war. Außer den Fenstern vonGeorg Meistermann bietet die Kircheauch Ausstattungsstücke von Peter Hecker und Heribert Calleen.Öffnungszeit:Führungen:Programm:Veranstalter:KVB:10.00 bis 18.00 Uhr (10.00 Uhr Messe)11.00, 12.00, 15.00 Uhr;Karl von Lassaulx, Johanna Groborsch11.00, 12.00 Uhr Geistliche Führung „Kirchewozu?“, im Anschluss Einführung in die Ausstellung„Peter Hecker: Drei Könige“; 14.30 Uhr Musik fürTrompete und Orgel mit Michaela Heh und PeterGrave; 15.00 Uhr KirchenführungKath. Kirchengemeinde St. Joseph undChristi Auferstehung1 Maarweg


Bezirk 3MüngersdorfBezirk 3Seite 76 Seite 77JunkersdorfSt. VitalisWendelinstraße 50Die alte Dorfkirche St. PankratiusWilhelm-von-Capitaine-Straße/Am SchulbergDie heutige Backsteinkirche inneuromanischen Formen entstand1889/90 nach Plänen vonTheodor Kremer. Die aufwändigeAnlage liegt auf einer Anhöhe imalten Ortskern Müngersdorfs.In den 1950er Jahren erhielt dasInnere eine gravierende Umgestaltungdurch Rudolf Schwarz,Wilhelm Buschulte und MariaSchwarz.Die 1223 erstmals urkundlich erwähntePfarrkirche liegt im alten OrtskernJunkersdorfs. Der schlichte kleine Saalbaumit markantem Knickhelm überdem Westturm prägt das ländlicheOrtsbild noch heute. Der Chor derehemaligen Pfarrkirche wurde 1987zu einer Kapelle ausgebaut.Öffnungszeit: 12.30 bis 17.00 UhrFührung: 15.00 Uhr; Architekturbüro Maria SchwarzProgramm: 16.30 Uhr Orgelkonzert mit Iris Rieg (Werke von D.Buxtehude, J. S. Bach, J. G. Rheinberger); 17.00 UhrVesperVeranstalter: Kath. Pfarrgemeinde St. VitalisKVB:141, 143, 144 Wendelinstr.Öffnungszeit:Programm:Veranstalter:KVB:11.00 bis 17.00 UhrAusstellung/Fotoschau „Procedamus, Fronleichnam2007 in Junkersdorf“; 17.00 Uhr VesperKath. Pfarrgemeinde St. Pankratius143 Kölner Weg


Bezirk 3WeidenBezirk 3Seite 78 Seite 79LövenichDer Ort Weiden und das Jochen-Klepper-HausSt. Severin in Lövenich und seine UmgebungDr.-Johannes-Honnef-StraßeDie Weidener evangelischeKirche war ursprünglich einTanzsaal. Der einstmals repräsentativeBau der GaststätteSt. Florian (1913) war dergestalterische Höhepunkt dervom Kölner ArchitekturbüroSchreiterer & Below seit 1905errichteten „Kolonie kleinerLandhäuser in Weiden beiKöln“, die aus dem bäuerlichenStraßendorf schon vor 100 Jahrenein beliebtes Wohngebietam Rand der Stadt Köln machte. 1930 wurde das Gebäude zur evangelischenKirche umgebaut und geweiht. 1948 wurde Weiden eine eigenständigeKirchengemeinde. Zum Anlass ihres 60-jährigen Bestehens führtder Spaziergang vom ersten Versammlungsort der noch kleinen Gruppeevangelischer Gläubiger durch die verwirklichten Straßen der Villenkoloniezum Jochen-Klepper-Haus, wie die Kirche seit 1978 heißt.Führung: 15.00 Uhr; Uwe GriepTreffpunkt: Gaststätte Hubertus, Brauweilerstraße 2,am S-Bahnhof LövenichVeranstalter: Stadtkonservator KölnKVB:141, 143, 144, 145 Köln-Lövenich oder S12St. Severin in Lövenich wirdzu den „kleinen romanischenKirchen Kölns“ gezählt, obwohlursprünglich weit außerhalb derStadt gelegen. Jahrhunderte langwar die Kirche wie das ganze DorfLövenich Eigentum des KölnerJohanniter-Ordens. Der ursprünglichromanische Kirchenbaumit dem erhaltenen Rest deseinstigen Kirchhofs sowie dieanliegenden historischen Gutshöfeprägen bis heute das Bilddes Lövenicher Ortskerns. Besichtigt werden der im 20. Jh. mehrfachveränderte Kirchenraum mit dem mittelalterlichen Taufstein sowie alteGassen und denkmalgeschützte Höfe der Umgebung.Führung:Treffpunkt:Veranstalter:KVB:12.00 Uhr; Uwe GriepSt. Severin, Dr.-Johannes-Honnef-StraßeStadtkonservator Köln141, 143, 144, 145 Köln-Lövenich oderS12 S-Bahnhof Lövenich


Bezirk 4BickendorfBezirk 4Seite 80 Seite 81VogelsangGartenstadtsiedlungen in Bickendorfmit der Kirche St. DreikönigenJüdischer Friedhof BocklemündVenloer Straße 1152Am Ortsrand von Bickendorfentstanden seit 1914 mehrereSiedlungen, die der sich zuBeginn des 20. Jh. in Europaverbreitenden Gartenstadtideeverpflichtet sind. DieReformbewegung strebtedanach, die im Zuge derIndustrialisierung entstandenen„Mietskasernen“ mit derSchaffung von durchgrüntenEigenheimsiedlungen aufgenossenschaftlicher Grundlagezu überwinden. MehrereJahrzehnte lang stand derstädtische Siedlungsbau unter dem Einfluss dieser Idee, wie in der Führungdurch Siedlungen unterschiedlicher Entstehungszeiten beispielhaftgezeigt wird. Vorgesehen ist auch eine Besichtigung der 1928/29für die Bickendorfer Siedler errichteten Kirche St. Dreikönigen, derenkubische Gestalt auch expressionistische Elemente aufweist.Führung:Treffpunkt:Veranstalter:KVB:10.30 Uhr (ca. 2 Std.); André DumontKVB-Haltestelle Emilstr.Stadtkonservator Köln139 Emilstr.Der 1918 eröffnete Friedhof istmit ca. 5000 Grabstellen undeiner großen Anzahl an historischund künstlerisch wertvollenGrabdenkmälern der größte jüdischeFriedhof in Köln. MehrereGedenkstätten und Denkmaleerinnern an die Geschichte derJuden in Köln. Der Eingangsbau,der die Trauerhalle des Friedhofesund die Büro- und Wohnräumefür die Mitarbeiter beherbergt,wurde 1929/30 nach Plänen desArchitekten Robert Stern errichtet.Er ist ein wichtiges Beispielfür neoklassizistische Tendenzen in der Architektur der späten 1920erJahre in Köln. In den entsprechenden Räumlichkeiten werden Erläuterungenzum Bestatten und Totengedenken im Judentum gegeben.Führungen:Treffpunkt:Hinweis:Veranstalter:KVB:13.00, 15.00 Uhr; Winfried GüntherAuf dem Parkplatz vor dem FriedhofMännliche Teilnehmer benötigen – gleich welchenAlters – eine Kopfbedeckung!Synagogengemeinde Köln3, 4, 126, 143, 145 Bocklemünd


Bezirk 5NippesBezirk 5Seite 82 Seite 83NippesLutherkircheMerheimerstraße 112Öffnungszeit:Führungen:Veranstalter:KVB:Die evangelische Kirche wurde 1886–89nach Plänen des Architekten August Albeserrichtet. Sie ist im Stil der HannoverschenSchule der Neugotik als dreischiffigeBacksteinhallenkirche erbaut und ist einBeispiel für den preußischen Kirchenbau,der sich die norddeutsche Backsteingotikzum Vorbild nahm. Die erhaltene originaleAusstattung samt der Ausmalung, diesorgfältig restauriert wurde, machen dieseKirche zu einer selten gewordenen Zeuginder Neugotik.12.00 bis 18.00 Uhr12.00, 17.00 Uhr, 15.00 Uhr Kinderführung;Renate Reuter, Annelie SüßbauerEvangelische Kirchengemeinde Köln-Nippes147 St. Vinzenz Hospital oder 12, 15 Florastr.St. Bonifatius und St. Heinrich und Kunigund in NippesGneisenaustraße 5 und Mauenheimer Straße 25Die Kirche St. Bonifatius entstand 1913 nach Plänen des ArchitektenAdolf Nöcker. Sie ist ein herausragendes Beispiel für den Kirchenbauder Jahre vor demErsten Weltkrieg, beidem sich Stilelementedes spätenHistorismus mitmoderneren GestaltungsmittelndesJugendstils und desDeutschen Werkbundesmischen.Im Inneren bietetsie ein ungestörtesBild einheitlicher Ausstattung aus der Erbauungszeit. St. Heinrich undKunigund war die erste Kirche des damaligen Bauerndorfes Nippes undwurde bis 1856 nach Plänen des späteren Dombaumeisters VinzenzStatz errichtet. Die neugotische Saalkirche aus Backstein, ursprünglichmit Marienpatrozinium, ist seit 1953 dem deutschen Kaiserpaar Heinrichund Kunigunde geweiht.Öffnungszeit:Führungen:Veranstalter:KVB:9.30 bis 17.00 Uhr (St. Bonifatius);13.00 bis 18.00 Uhr (St. Heinrich und Kunigund)11.30, 16.00 Uhr (St. Bonifatius),13.30, 14.30 Uhr (St. Heinrich und Kunigund);Monika SchwingelerStadtkonservator Köln/ Kath. KirchengemeindeSt. Bonifatius/Kath. Kirchengemeinde St. Marien12, 15 Florastr. oder 140 Leipziger Platz


Bezirk 5RiehlBezirk 5Seite 84 Seite 85RiehlVillenviertel an der FloraSt. EngelbertRiehler Gürtel 12Mit dem Ende des 1. Weltkriegs 1918musste das Deutsche Reich demVersailler Vertrag nachkommen undfür die Unterbringung der Besatzungsarmeesorgen. Die britische Garnison,die in Köln einzog, forderte nebenden vorgegebenen Kasernen undDienstwohnhäusern weitere Unterkünftefür die Familienangehörigender britischen Besatzungssoldaten.Als Wohnhäuser für Bedienstetegehobener Dienstgrade entstandenim Zuge der Besatzungsbauten in Riehlunterschiedliche Villen mit starken englischen Einflüssen. Erhalten istein parkähnliches Villenviertel mit großartiger botanischer Binnenanlageim Zusammenhang mit der Flora.Zwischen 1930 und 1932baute Dominikus Böhm dieKath. Pfarrkirche St. Engelbert.Ihr ungewöhnlichesÄußeres brachte der Kircheim Volksmund die liebevollironische Bezeichnung„Zitronenpresse“ ein. DerZentralbau mit sternförmigsich nach außen wölbenden Armen stellte einen radikalen Bruch mitder bis dahin im Erzbistum Köln gepflegten Bautradition dar. Böhmwar überzeugter Anhänger der liturgischen Reformbewegung undhatte den Raum bewusst zum Altar hin ausgerichtet. Die Kirche istnoch heute beeindruckendes Zeugnis einer revolutionären Architekturmit neuen Materialien wie Beton und Stahl und zugleich Zeugnis derLiturgierefom in der kath. Kirche Anfang des 20. Jh.Führungen:Treffpunkt:Programm:Veranstalter:KVB:10.00, 12.00, 14.00 Uhr; Dipl.-Ing. Kai NilsonHaupteingang der Flora, Alte Stammheimer Straße10.00 bis 15.00 Uhr Informationsstand des OrtskuratoriumsKöln der Deutschen Stiftung DenkmalschutzOrtskuratorium Köln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz18, 140 Zoo/FloraÖffnungszeit:Führungen:Treffpunkt:Veranstalter:KVB:9.00 bis 18.00 Uhr (11.00 Uhr Eucharistiefeier)14.00, 15.30 Uhr; Dr. Eva-Maria KlotherFreitreppe vor der KircheKath. Kirchengemeinde St. Engelbert/Stadtkonservator Köln140 Xantener Str. oder Riehler Gürtel


Bezirk 5RiehlBezirk 5Seite 86 Seite 87NiehlSiedlung „Naumannviertel“Alt St. KatharinaSebastianstraße 231Das sogenannteNaumannviertelist Beispiel einerKölner Siedlung der1920er Jahre mit eigenständigem,unverwechselbaremCharakter. Es stelltein Dokument vonbesonderem sozialgeschichtlichen,städtebaulichenund bauhistorischen Wert dar. Informiert wird über den originalenZustand und die anstehende Generalsanierung.Führungen:Treffpunkt:Veranstalter:KVB:10.00, 11.30 Uhr;Dipl.-Ing. Stefan Lützenkirchen, Günther SellenPlatz an der NaumannstraßeStadtkonservator Köln140 Barbarastr. oder Riehler GürtelDie kleine romanischeKirche AltSt. Katharina isteine Gründungdes Stiftes St. Kunibert.Charakteristischsind derpolygonale Chor,der 1260 geweihtwurde undder wehrhafteWestturm. Dieauf einem Hügel am Rhein gelegene Kirche war früher weithin sichtbar.Öffnungszeit:Führung:Programm:Veranstalter:KVB:14.00 bis 17.00 Uhr15.30 Uhr; Maren RoßmannOrgelmeditationenFörderverein Romanische Kirchen Köln e.V./Stadtkonservator Köln/Kath. KirchengemeindeSt. Katharina und St. Clemens12, 147 Niehl


Bezirk 5NiehlBezirk 6Seite 88 Seite 89Volkhoven/WeilerLuftschutzturm der Bauart „Winkel“Neusser Landstraße 2St. Cosmas und Damian in WeilerRegenboldstraße 4Führungen:Programm:Veranstalter:KVB:Der „Winkelturm“ ist ein besondererLuftschutzbau, benannt nach seinemKölner Erfinder Ludwig Winkel(1885–1981). Das Kegeldach solltein Verbindung mit dem zylindrischgehaltenen Baukörper bombenabweisendsein. Der gute Erhaltungszustandmit Wandbeschriftungen ausdem Zweiten Weltkrieg bis hin zurintakten Lüftungsanlage bietet vielSehenswertes.14.00, 16.00 Uhr; Uwe Kopp12.00 Uhr Lichtbildvortrag (Kölner Bunker)CRIFA e.V. (Cologne Research-Institute ofFortification Architecture e.V.)12, 13, 15 Neusser Str./GürtelNachdem die ursprünglich romanischeKirche Alt St. Cosmas und Damian fürdas Pfarrgebiet Weiler/Volkhoven zuklein geworden war, konnte im Zugeder Eingemeindung dieser Ortsteilenach Köln 1922 in den Jahren 1924/25eine neue Pfarrkirche nach Plänenvon Eduard Endler gebaut werden.Das neubarocke Äußere wurde durchUmbaumaßnahmen im Turm- undEingangsbereich in den 1960er Jahrenverändert. Der Innenraum ist dagegenin einem schlichten neuklassizistischenStil mit künstlerischen Arbeiten von Elisabeth Wiehen undHildegard Domizlaff gestaltet. Die frisch restaurierte Walcker-Orgelmuss heute als ein Juwel dieser Kirche angesehen werden.Führungen:Veranstalter:KVB:11.00, 13.00 Uhr; Clemens TommekBei Interesse wird auch Alt St. Cosmas und Damianbesucht. Führung um 13.00 Uhr mit Besichtigungund Vorführung der Orgel.Kath. Kirchengemeinde St. Cosmas und Damian125 Wezelostr.


Bezirk 7ZündorfBezirk 7Seite 90 Seite 91ZündorfKlosterkapelle ZündorfGütergasse 43Das Museum Zündorfer Wehrturm und die Zündorfer KirchenHauptstraße 181Um die Mitte des 19. Jh. wurde das ausdem Jahr 1785 stammende Wohnhaus derwohlhabenden Zündorfer KaufmannsfamiliePeletier vom Orden der Cellitinnen übernommenund in das Kloster zum heiligenJosef umgewandelt. 1887–89 entstand dieehemalige Kapelle aus Backsteinmauerwerkals schlichte, einschiffige Saalkirchemit einem Polygon-Chor in neugotischenStilformen. Sie diente dem Kloster unddem später dort eingerichteten Altenheimals Gottesdienstraum. Der gesamte Bauist den Kirchenbauten des Kölner Baumeisters Vincenz Statz (1819–1898) verwandt. Seit 1974 betreuen die Nonnen das neue ZündorferAltenheim. Der Klosterkomplex ging an die Stadt Porz, die ihn an eineEigentümergemeinschaft mit dem Ziel verkaufte, einen Teil der Anlageder Öffentlichkeit für kulturelle Anlässe zu öffnen. Seit 1985 zeigteWolfgang Amadeus Erdle hier mit seiner „Galerie im Alten Kloster“ ineinigen Klosterräumen moderne internationale Kunst. Seit 1995 wirddas Gebäude als kulturelles Zentrum genutzt.Führungen: 11.00, 13.00 Uhr; Phillip ErdleVeranstalter: Kulturverein Zündorfer Klosterkapelle e. V.KVB:7 ZündorfDer Zündorfer Wehrturmwurde im 12. Jh. erbaut unddiente lange Zeit zu Wohn- undVerteidigungszwecken. Der alteEingang befand sich, uneinnehmbar,im dritten Geschossund war nur über eine Leiter zuerreichen. 1960 wurde der Turmrestauriert und 1975–80 fürmuseale Zwecke umgebaut. Erist Teil des Kölnischen Stadtmuseums.Seit 1993 betreibt derFörderverein Zündorfer Wehrturm dort einen regen Ausstellungsbetrieb mitweiteren kulturellen Angeboten. Die Führung geht im Anschluss durch denOrt Zündorf und wird in der romanischen Kirche St. Michael fortgesetzt. Dieauf das 11. Jh. zurückgehende Kirche ist ein Beispiel für ländliche Pfarrkirchen,die sich architektonisch an die Baukunst der großen Kölner Kirchen anlehnen.Öffnungszeit:Führung:Programm:Veranstalter:KVB:13.30 bis 18.00 Uhr13.30 Uhr; Heinz Steinmetz, Wolfgang Jensch15.00 Uhr Ausstellungseröffnung: Gestickte Zeichnungen,Druckgrafik, multimediale Papierobjektevon Birgit Rüberg und Julius SchmiedelFörderverein Museum Zündorfer Wehrturm7 Zündorf


Bezirk 8MerheimBezirk 9Seite 92 Seite 93MülheimKirche und Kirchhof St. GereonVon-Eltz-Platz 6Eine Orgelbauwerkstatt mit TraditionMülheimer Freiheit 113–115Die ehemals zum Kölner Gereonsstiftgehörende Kirche isthistorischer Ausgangspunkt fürPfarrfiliationen in den StadtteilenDellbrück, Holweide, Brückund weiterer Gebiete des KölnerNordosten. Das im Kern klassizistischeGebäude, erbaut nachPlänen von StadtbaumeisterJohann Peter Weyer, wurde 1821geweiht. Eine historisierendeund heute wieder hergestellteUmgestaltung erfuhr es 1907durch Heinrich Renard. Der Kirchhof weist Bestattungen aus dem 16.Jh. auf. Archäologische Grabungen konnten jedoch anhand von Restensogenannter Stangenkreuze die Existenz eines Friedhofs und damitwohl auch einer Kirche bereits in fränkischer Zeit belegen.Öffnungszeit:Führungen:Veranstalter:KVB:10.00 bis 15.00 Uhr (10.00 Uhr Gottesdienst)12.00, 14.00 Uhr; Markus EcksteinStadtkonservator Köln/Kath. Kirchengemeinde St. Gereon157 Broichstr.Das mehrstöckige Werkstattgebäudewurde im 19. Jh. alsTabakfabrik erbaut. Heuteimponiert es, frisch restauriert,als architektonisches Schmuckstück.Der OrgelbaumeisterWilli Peter erwarb das Haus um1950, um darin seine eigeneOrgelbauwerkstatt einzurichten.In den vergangenen60 Jahren wurden nicht nurNeu- und Umbauten von Orgelnvorgenommen, sondern auchetliche denkmalgeschützte und historisch wertvolle Instrumenterestauriert wie z. B. die Ibach-Orgel von 1842 in Flamersheim. Seit dreiJahren ist die dritte Besitzer- und Leitungsgeneration aktiv, genausoexperimentierfreudig, aufgeschlossen und zeitorientiert planend wieeinst der Gründer, aber ebenso bei der Pflege historischer Instrumenteengagiert, beim Erhalten und Bewahren wertvoller Werke.Führungen:Veranstalter:KVB:11.00, 13.30, 16.00 Uhr (ca. 1,5–2 Std.);Christoph BöttcherOrgelbauwerkstätten W. Peter GmbH & Co KG4, 151, 152, 153 Keupstr.


Bezirk 9MülheimBezirk 9Seite 94 Seite 95Mülheim„Kirchenbunker“ Kulturbunker MülheimBerliner Straße 20Der Evangelische Friedhof und der Alte Katholische Kirchhof derehemaligen Stadt MülheimDer Hochbunkerin „Kirchenform“aus dem Jahr 1943hat seit seinerErrichtung durchZwangsarbeitereine wechselhafteGeschichtevorzuweisen:von der Rolle alsKriegsobjekt überdie Verwendungals Lagerhalle bis zur Funktion als „Hotel Zapp“ reicht seine durch dieJahre gewandelte Nutzung. Seit den 1990er Jahren wird das Gebäudein gemeinnütziger Trägerschaft verwaltet und dient als Kulturzentrum,das auf sechs Etagen 2000 qm bietet.Öffnungszeit:Führungen:Treffpunkt:Programm:12.00 bis 16.00 Uhr12.00 bis 15.00 Uhr stündlich;Mitarbeiter des KulturbunkersVor dem HaupteingangAusstellung von historischem Fotomaterial aus derZeit des Zweiten Weltkriegs und der NachkriegszeitVeranstalter: Kulturbunker Mülheim e. V.KVB:4, 151, 152, 260, 434 Von-Sparr-Str.Beide konfessionellen Friedhöfe führenmit ihren Denkmälern Geschichte vor. Inihrer Gesamtheit zunächst die Geschichteder Stadt Mülheim, die keinesfalls einetrockene Anhäufung überlieferter Datenist, sondern Ergebnis überregio naler undregionaler politischer und kirchenpolitischerZusammenhänge. In diesem weitmaschigenNetz der „großen“ historischenVerknüpfungen fügen sich die feinerenMaschen der Ortsgeschichte ein. Derbedeutende katholische Friedhof SonderburgerStraße umschließt die mittelalterliche Buchheimer PfarrkircheSt. Mauritius, die heute noch als Friedhofskapelle dient. Die erhaltenendenkmalwerten Grabstätten beider Friedhöfe aus dem 17. bis 20. Jh.mit künstlerisch hochwertigen Stücken wie liegenden Trachytplatten,Stelen und einem Mausoleum sowie die Kapelle werden in einem Rundgangvorgestellt. Auch Aspekte der Friedhofsgestaltung und Erhaltunghistorischer Grabmale werden behandelt.Führungen:Treffpunkt:Veranstalter:KVB:10.00, 17.00 Uhr; Thomas van NiesEv. Friedhof, Eingang Bergisch Gladbacher Straße(Nähe Montanusstraße)Stadtkonservator Köln159 Montanusstr.


Bezirk 9Mülheim/BuchforstBezirk 9Seite 96 Seite 97BuchforstKatholische Pfarrkirche St. ClemensMülheimer UferDie ältesten Teile der Kirche aus dem12. Jh. sind im heutigen Mittelschifferhalten. Diese ehemalige Saalkirchewurde 1692 und 1720 zu einerdreischiffigen Halle in nachgotischbarockenFormen mit Ostturm undQuergiebeldächern auf der Südseiteerweitert. Nach schwerer Kriegszerstörungwurde die für die GeschichteMülheims wichtige Schifferkircheam Rheinufer teilweise vereinfachtwiederaufgebaut.Öffnungszeit: 14.00 bis 18.00 UhrFührungen: 15.00, 16.00, 17.00 Uhr; Beatrix KrausVeranstalter: Pfarrgemeinde St. Clemens und LiebfrauenKVB: 4, 13, 18, 151, 152, 153, 159, 250, 260, 434Mülheim Wiener PlatzAuferstehungskircheKopernikusstraße 34–38Die 1965–67 von Georg Rasch und Winfried Wolsky erbaute Kirche wurde1992 unter Denkmalschutz gestellt. Sie dominiert eine Gesamtanlage mitNebengebäudenum einen erhöhtliegenden Platz.Der Bau besteht auseinem auf steigendenWinkel ausmit SchwartenbretterngeschaltemSichtbeton.Frappierend ist derRaumeindruck, derdurch die Formenund Oberflächen der Wände und die Lichtführung nach oben strebtund das Thema Auferstehung architektonisch interpretiert. Die Kircheist ein international beachtetes und vielfach veröffentlichtes Beispiel fürden Kirchenbau der 1960er Jahre. Seit 2005 ist sie als Gottesdienststätteaufgegeben und Teil eines Programms des Landesbauministeriums, das14 Kirchen in NRW im Prozess der Umnutzung begleitet.Öffnungszeit:Programm:Veranstalter:KVB:11.00 bis 18.30 Uhr17.00 Uhr Diskussionsveranstaltung zur Problematikaufgegebener Kirchen u.a. mit Pfr. Dr. RudolfRoosen (Ev. Kirchengem. Buchforst), Dr.-Ing. RenateKaymer (Stadtkonservatorin), Pfr. Christoph Nötzel(Kirchenkr. Köln-Rechtsrh.), Gudrun Gotthardt (Landeskirchl.Bauberatung), Dip.-Ing. Jörg Beste (AFR)Architektur Forum Rheinland e.V./StadtkonservatorKöln/Ev. Kirchengemeinde Köln-Buchforst-Buchheim3, 159 Waldecker Str.


Bezirk 9DellbrückSeite 98 Kontakt/Impressum/SponsorenSeite 99Straßenbahnmuseum ThielenbruchGemarkenstraße 1391901 beantragte die Stadt Köln beider preußischen Regierung die Anlageeiner „Kleinbahn“ von Köln über Buchheimund Thurn nach Bergisch Gladbach.Wichtigstes Bauwerk dieser 1906in Betrieb genommenen Kleinbahnwar der Betriebshof in Thielenbruch,der 1904–06 als sechsgleisiges Depoterrichtet wurde. Das original erhalteneGebäude, dessen FassadengestaltungEinflüsse des Jugendstils aufweist, dientheute als Endhaltestelle. Die jüngereWagenhalle aus dem Jahr 1926 beherbergtseit 1997 das Straßenbahnmuseum der Kölner Verkehrs-BetriebeAG mit einer Ausstellung historischer Schienenfahrzeuge.FRIEDRICH CARL HEIMANN GESELLSCHAFTVerein der Förderer historischer Denkmäler in der Stadt Köln e.V.Kontakt:Stadtkonservator, Willy-Brandt-Platz 2 (Stadthaus), 50679 KölnTelefon: 02 21/2 21 - 2 77 16, Telefax: 02 21/2 21 - 2 22 93www.stadt-koeln.de/tagdesdenkmalsDr. Karen Künstler-Brandstädterkaren.kuenstler-brandstaedter@stadt-koeln.deFördervereinRomanischeKirchen Köln e.V.Öffnungszeit:10.00 bis 17.00 UhrDer OberbürgermeisterFührungen:Treffpunkt:Programm:Veranstalter:Stündlich (bei großem Interesse 1/2-stündlich)Am EingangAnlässlich des Jubiläums „10 Jahre Straßenbahnmuseum“umfangreiches Programm besonders fürKinder: Rundfahrten mit der 1. Elektrischen, Musik,Zaubereien und vieles mehrKölner Verkehrs-Betriebe AGStadtkonservatorAmt für Presse- undÖffentlichkeitsarbeitTitelfoto:St. Pantaleon,Celia Körber-LeupoldKarte:Amt für Liegenschaften,Vermessung und KatasterGestaltung:Heimrich & Hannot GmbHKVB:18 Thielenbruch13/480/25.000/08.2007Druck:asmuth Druck, Köln

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