manatiMagazin des Vereins der Tiergartenfreunde Nürnberg eV und ...

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manatiMagazin des Vereins der Tiergartenfreunde Nürnberg eV und ...

1912 - 2012 100 Jahre Tiergarten NürnbergAus dem TiergartenAus dem TiergartenLiebe Leserin, lieber Leser,es freut mich sehr, Ihnen berichten zu können, dassdie jüngsten Veränderungen in unserer Gorillagruppeletztlich von Erfolg gekrönt waren. Gorillatransportesind heikel und Veränderungen in der Gruppenzusammensetzungeine große Unbekannte. Daher beobachtetenwir genau, wie die Gruppe um unseren SilberrückenFritz auf den Neuzugang aus Leipzig, das jungeWeibchen Louna, reagiert.In diesem Heft berichten wir über Tiertransporte ausvergangenen Zeiten bis in die Gegenwart, stellen Ihnendas Revier 4 mit seinem vielfältigen Tierbestandvor und werfen natürlich wieder einen Blick in das Lebendes Vereins der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.Gerne empfehle ich Ihnen die gelungene Fotoausstellungaktiver Vereinsmitglieder, die unter dem Titel „TierischeMomente“ im Naturkundehaus noch bis AnfangMai zu sehen ist. Außerdem möchte ich dieses Forumnutzen, um mich bei allen engagierten Fotografinnenund Fotografen zu bedanken, die dem Tiergarten immerwieder wunderbare Aufnahmen zur Verfügungstellen wie Sie auch am Titelbild dieser manati-Ausgabesehen können.Viel Freude beim Lesen wünscht Ihnen,Ihr Dr. Helmut MägdefrauStellvertretender DirektorTiergarten der Stadt NürnbergImpressum Herausgeber Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. undTiergarten der Stadt Nürnberg • Redaktion Björn Jordan (ViSdP), Viatisstraße 160, 90480Nürnberg, manati@tgfn.de; Hans Lichei, Dr. Helmut Mägdefrau, Dr. Nicola A. Mögel (stellv.Chefredakteurin) • Grafikdesign Verena-Kristin Helbach, info@verena-kristin.de • DruckCity Druck Nürnberg, Eberhardshofstr. 17, 90429 Nürnberg • Bildnachweis Heike M. MeierTitelfoto, S.3; Erich Heiman S.4; Martin Schuchert S.7, S.25; Thomas Eckert S.8; Sonja HeinrichS.15; Sven Hofmann S.17; Michelangelo Giordano, Gabriella Nicolazzi S.18; Ilse Heckel,Anita Meister, Monika Körner S.23; Björn Jordan S.26; Harald Wagner S.28; Jonas Livet S.29-30; Jenny Zierold S.34; Frank Waßerführer - Fotolia.com S.37 unten; adampauli - Fotolia.com S.37 oben; Restliche Bilder Tiergarten-Archiv • Auflage 4 000 Stück • Rechtlicher HinweisDie Redaktion übernimmt für unaufgefordert eingereichte Manuskripte keine Haftungund sendet diese nicht an die Autoren zurück. • Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe1. Oktober 2013 • ISSN 1436-73512 Gorillas - die sanften RiesenBedroht durch Wilderei, Krankheiten und Lebensraumzerstörung5 Von Elefantenträumen und jeder Menge HuftierenDas Revier 4 - Dickhäuterhaus9 Wenn Zootiere auf Reise gehenVorbereitung und Besonderheiten eines Tiertransportes12 Früher marschierten die Elefanten zu Fuß in den TiergartenEin historischer Rückblick13 Nachwuchs-Meeresschützer übernachten im BlauenSalonAngebot der Zoopädagogik kommt gut an15 Pingers, C-PODs und Chilenische DelphineErster Feldbericht űber die Auswirkungen von akustischenAlarmsignalen auf Chilenische Delphine16 Neuzugang Louna im TiergartenErfolgreiche Vergesellschaftung bei den Gorillas17 Termine18 Der BartgeierSein Leben in der Natur19 Der BartgeierTierposter21 Der BartgeierDie Haltung im Tiergarten Nürnberg22 Tierzugänge | TierabgängeOktober 2012 – März 2013Aus dem Verein23 Besuch bei Flocke zum 5. GeburtstagNeuigkeiten aus Antibes24 Der Biber im TiergartenAuszeichnung des Mediterraneums durch denBerufsverband der Zootierpfleger26 Die Erdmännchen kommen!Der Verein unterstützt den Bau einer neuen Anlage im Tiergarten27 Mähnenrobben brauchen eine LobbyYaqu Pacha unterstützt Artenschutz-Strategie28 „Tierische Momente“Fotoausstellung ambitionierter Hobbyfotografen imNaturkundehaus29 Auf Zootour im „Heiligen Land“Eine (Kultur-)Reise nach Israel31 Geburtstagsjubiläen am laufenden BandDer Verein gratuliert31 INVIVA 2013Wir waren dabei!32 Tiergarten-RätselKnacken Sie die Rätselnuss!33 Veranstaltungen des Vereins34 Exkursion ins Industriemuseum LaufVon TierEntdeckerin Ronja Schertl (11 Jahre)35 Von der Jugendgruppe zu den TierEntdeckern40 Jahre Jugendarbeit im Verein der Tiergartenfreunde37 KinderseiteGorillas - die sanften RiesenBedroht durch Wilderei, Krankheiten und LebensraumzerstörungN och bis zur Jahrhundertwende gingen die Zoologendavon aus, dass wir eine Gorillaart mit mehrerenUnterarten haben. Neuere, vor allem genetische Untersuchungenhaben gezeigt, dass es zwei Arten gibt: denÖstlichen Gorilla (Gorilla beringei) mit zwei Unterarten,dem Östlichen Flachlandgorilla (G. b. graueri) und demBerggorilla (G. b. beringei) sowie den Westlichen Gorilla(Gorilla gorilla) mit ebenfalls zwei Unterarten, demCross-River-Gorilla (G. g. diehli) und dem WestlichenFlachlandgorilla (G. g. gorilla), der weltweit in den Zoosgezeigt wird.Die Bestände der Berggorillas haben sich wiederleicht auf ca. 700 Individuen erholt. Vom ÖstlichenFlachlandgorilla oder Grauers Gorilla leben nur nochetwa 5 000 Tiere. Der Cross-River-Gorilla ist mit 250 bis300 Individuen die am stärksten bedrohte Unterart undwurde durch menschliche Besiedelung in höhere Regionenverdrängt. Hier birgt die Einschleppung menschlicherKrankheiten ein hohes Risiko. Die Bestände desWestlichen Flachlandgorillas sind stark rückläufig: 1996wurde der Bestand noch auf 95 000 geschätzt. EineBedrohung ist nach wie vor die Wilderei (Bush meat),wobei erst durch den Holzeinschlag die Verkehrswegeentstanden sind, die den Fleischhandel ermöglichthaben. Krankheiten, wie beispielsweise Ebola, das seit1994 besonders in Gabun nachgewiesen wurde unddessen Überträger vermutlich Fledermäuse sind, habenebenfalls verheerende Auswirkungen. Lokale Untersuchungenzeigten einen Rückgang der Bestände umdie Hälfte allein durch Ebola während der letzten zweiJahrzehnte. So muss heute von einem Bestand von nurnoch 40 000 bis 60 000 Westlichen Flachlandgorillasausgegangen werden. Deshalb wurde 2007 auch dieseUnterart von der internationalen Naturschutzunion(IUCN) als vom Aussterben bedroht eingestuft.Gorillas sind - wie alle Menschenaffen tagaktiv. Nachden Aktivitäten zur Nahrungssuche am Morgen kannüber die Mittagszeit hinweg üblicherweise eine deutlicheRuhephase beobachtet werden. Der Nachmittagbeginnt wieder mit Nahrungssuche und endet mit demHerrichten des Nachtlagers. Die jeden Tag neu angelegtenSchlafnester bestehen in der Natur aus frisch abgerissenenÄsten und Blättern, im Zoo bevorzugen dieGorillas Jutesäcke, Stroh oder Holzwolle. Gorillas orientierensich unter allen Menschenaffen am stärksten aufGorilladame Bianka auf der Freianlage des Tiergartensden Boden als Lebensraum. Sie klettern zwar auch gutund häufig, besonders die Westlichen Flachlandgorillas,bewegen sich aber fast nie nur an den Armen hängendfort.Obwohl im Freiland bisher kaum Werkzeuggebrauchbeobachtet werden konnte, nutzen die Gorillas im Zooregelmäßig selbst zurecht gerichtete Stöckchen zumAngeln von Gegenständen oder zum Auftunken vonLeckerbissen wie Ketchup, Quark, Marmelade oder Senfaus Behältern. Selbst das Öffnen von Schlössern wirdmit Stöcken versucht.Berggorillas ernähren sich zum Großteil von Blätternund Mark vieler Pflanzen; Früchte werden seltener verzehrt.Die Westlichen Flachlandgorillas hingegen erweiternihr Nahrungsangebot mit Früchten, die bis zu50% der gesamten Nahrungsmenge betragen können.Wohl aus diesem Grund klettern Flachlandgorillas re-2manati 2013 | 1manati 2013 | 1


Aus dem TiergartenVon Elefantenträumen und jeder Menge HuftierenDas Revier 4 - Dickhäuterhaus6Ein bisschen klein kommt man sich vor, wenn man vorden schweren Toren steht. Hier sind keine zartgebautenGeschöpfe zu Hause. „Dickhäuterhaus“ heißt dasfrühere Elefantenhaus heute und beherbergt die Panzernashörnerim Tiergarten Nürnberg. Manfred Böhmleitet das Revier 4 und kennt – wie seine Kollegen – diemächtigen Dickhäuter genau. Der kolossale Ropen ist„eher ein vorsichtiger Zeitgenosse“, wenngleich er mitseinen scharfen Eckzähnen im Wortsinn mächtig bissigwerden kann. Und wer hätte gedacht, dass die Haut derPanzernashörner so sensibel ist, dass ihr sommerlichePlagegeister wie Pferdebremsen schmerzhafte Wundenzufügen können?Das Panzernashorn ist ein Einzelgänger. So war derTod von Panzernashorndame Purana im vergangenenNovember eine Woche nach einer Frühgeburt vermutlichweniger für ihre Artgenossen ein schwerer Schlagals für ihre Pfleger. Böhm freute sich schon darauf, zuRevierleiter Manfred Böhm zwischen Wapitihirschensehen, wie „das Kleine durch die Anlage sprintet wiedie Seto vor drei Jahren.“ Der tote Fötus war ungefährsieben bis acht Monate alt. Ursache für seinen Abgangwar eine eitrige Gebärmutterentzündung. Die Infektionbreitete sich trotz Behandlung weiter in PuranasKörper aus. Am Abend des 14. November 2012 war sieso schwach, dass sie eingeschläfert werden musste. Puranawurde am 23. Januar 1992 in Basel geboren undlebte seit 1993 in Nürnberg. Sie hat hier drei Jungtieregroßgezogen. Der Vater der ersten beiden Jungtiere Albrecht(geboren am 8. Oktober 1999) und Hans (geborenam 29. Januar 2004) war Noel. Der Vater von SetoPaitala (geboren am 27. August 2009) ist Ropen. Mit derAnkunft von Noel am 8. Dezember 1989 begann dieHaltung der Panzernashörner im Tiergarten Nürnberg.Nachdem der letzte Elefant im Sommer 2008 denTiergarten verlassen hat, steht den beiden PanzernashörnernRopen und Seto das gesamte Elefantenhauszur Verfügung. Seit Sommer 2011 nutzen sie auch dieehemalige Außenanlage der Elefanten. Ropens vorsichtig-neugierigeErkundung dieser großartigen Anlagerückte durch die gleichzeitige Eröffnung der Delphinlaguneetwas in den Hintergrund.Eine ElefantengeschichteElefanten gab es in Nürnberg fast hundert Jahre. Insgesamt26 Elefanten, davon 20 asiatische und sechsafrikanische Tiere, lebten in Nürnberg. Bereits zur Eröffnungdes Alten Tiergartens kam im April 1912 dieindische Elefantenkuh Memy nach Nürnberg. Sie starbkurz vor dem Umzug des Zoos an den Schmausenbuck.Zwei Jahre nach Memys Ankunft – 1914 - folgteein afrikanischer Elefant. Die Nürnberger schlossen diegrauen Riesen in ihr Herz. Auch im neuen Tiergarten amSchmausenbuck erhielten die Elefanten ihren Platz undzwar im 1939 eröffneten Elefantenhaus. Sechs Elefan-Seto Paitala im Dickhäuterhaus mit seiner denkmalgeschützten Decketen wurden darin versorgt. Trotz einiger Auslagerungenverbrachten manche der wertvollen Tiere - wie der indischeBulle August - sogar die schweren Bombenangriffeim Jahr 1943 im Tiergarten Nürnberg. Das Elefantenhausüberstand das Kriegsgeschehen als einzigesGebäude nahezu unbeschadet. 1963 kam die indischeElefantenkuh Kiri nach Nürnberg. Sie starb 2007 als bislangletzte, in Nürnberg gehaltene asiatische Elefantin.Ihre Gefährtin, die afrikanische Elefantin Yvonne, Bibigenannt, verließ im Sommer 2008 den Tiergarten undverstarb ein Jahr darauf in Rostock.Die Tiergartendirektion prüfte 2008 für die nun vakanteElefantenanlage die Haltung von zwei asiatischenJungbullen. Sie sollten für drei bis fünf Jahre dortuntergebracht werden, bevor sie in eine Zuchtherdewechseln würden. Doch die veranschlagten Umbaukostenvon mindestens 900.000 Euro vereitelten diePläne. Zumal im Innenraum des Elefantenhauses jedesmanati 2013 | 1manati 2013 | 1


Aus dem TiergartenAus dem TiergartenFrüher marschierten die Elefanten zu Fuß in den TiergartenEin historischer Rückblick12Einzug der Seekühe ins ManatihausTransport entfernt werden. Es gilt immer, die richtigeGröße der Kiste zu finden. Sie muss genügend Platz bieten,aber nicht zu viel. Das Tier sollte sich frei bewegenkönnen, aufstehen und sich hinlegen können.Welche Formalitäten müssen beachtet werden, etwa beiAuslandstransportenDas hängt vom Reiseziel ab. Innerhalb von Deutschlandist es relativ einfach. Die notwendigen Papiere liegenuns vor. In der Europäischen Gemeinschaft ist esweitgehend ähnlich. Wir benötigen die Zustimmung derAmtstierärzte, die die Herkunft, das Transportziel unddie eindeutige Zuordnung des Tieres prüfen. Transfersin Drittländer können deutlich aufwändiger werden.Manchmal sind die Anforderungen auch unerfüllbar.So könnten zum Beispiel Krankheitsuntersuchungenvorgeschrieben werden, die bei uns nicht durchgeführtwerden können, weil die Krankheit in Deutschland nichtvorkommt.Was ist heute anders als früher? Warum marschiert nichtmehr ein Elefant zu Fuß vom Bahnhof zum Tiergarten?Heute gibt es große Container und LKWs und die Tieresind auf jeden Fall besser auf einen Transport vorbereitet.Das Wohlbefinden des Tieres steht unbedingt im Vordergrund.Die Regeln sind strenger und nicht nur durchStandardisierungen – etwa von Transportkisten – sinddie Transporte heute sicherer und effektiver.Gibt es eine Begebenheit, die Ihnen im Zusammenhang miteinem Tiertransport besonders in Erinnerung geblieben ist?Ich erinnere mich an einen erwachsenen Wisent, dernoch narkotisiert in eine Kiste verladen wurde und nachdem Aufwachen die sehr stabile Kiste bei uns auf demHof mit seinen Hörnern zu zerlegen begann. Knack,knack gab die Kiste langsam nach. Es gelang mir, das Tierzu sedieren, und so konnten wir Bretter über die Kiste nageln,wie es früher gemacht wurde. Zum Glück blieb esbei den Schreckminuten. Heute ist der Bulle andernortsein erfolgreiches Zuchttier.Außerdem erinnere ich mich gerne an den Transportdes in Nürnberg geborenen Panzernashorns Albrecht.Ich durfte ihn auf seinem Weg nach Frankreich begleiten.Die Pfleger haben ihn von der Mutter wegtrainiertund ihn mit dem Container vertraut gemacht. Die Fahrtwar sehr entspannt. Wir sind jede Stunde stehen geblieben,haben Albrecht gefüttert und er was so locker, dasser sich sogar abgelegt hat. In Lisieux angekommen, hater seine neue Gefährtin sofort als Freundin begrüßt undbald stellte sich auch schon der erhoffte Nachwuchs ein.Ankunft von Kiri 1963L ange Jahre wurden die Elefanten als Wildfänge ausden Elefantenstationen in Asien oder Afrika nach Europageholt. Oft hatten die Tiere lange Schiffsreisen hintersich und verbrachten ihren Quarantäneaufenthalt beiTierhändlern oder anderen Zoos mit Einrichtungen fürImporttiere. Begleitet wurden die meist noch sehr jungenElefanten von Pflegern aus ihren Heimatländern,die sich vermutlich ebenso fremd fühlten wie die ihnenanvertrauten Tiere. Mit einem Güterwagen der Eisenbahngelangten die Tiere zum Verladebahnhof Nürnberg-Mögeldorf.In Begleitung von Tierpflegern wurdendie Tiere vorsichtig über die Landerampe geführtund schon vor Ort von einer begeisterten Menschenmengeempfangen. Zur Beruhigung stand ein großerKorb mit Obst und Gemüse bereit, der die erste Aufregungüber die neue Umgebung milderte. In einer Kolonneging es dann Richtung Schmausenbuck. Geradein den 50iger Jahren begeleitete die Landbevölkerungauf ihren Fahrrädern den Einzug der Elefanten in denTiergarten. Polizisten hielten den Weg frei und neugierigeZuschauer auf Abstand, während rechts und links jeein Tierpfleger das Tier an den großen Ohren führte unddie Richtung wies. Auf dem Weg durch den Tiergartenzum Elefantengehege waren es vor allem die Affen, dieauf die höchsten Bäum ihrer Anlage turnten und mitviel Geschrei die Ankunft der Elefanten weitergaben.Ein wahrhaft triumphaler Einzug, der sich nachhaltig imBewusstsein der Nürnberger Bevölkerung verankerte.Kerstin Södermanati 2013 | 1manati 2013 | 1


Aus dem TiergartenNachwuchs-Meeresschützer übernachten im Blauen SalonAngebot der Zoopädagogik kommt gut an14Damit haben die Zoopädagogen im Tiergarten Nürnbergins Schwarze getroffen. Das Angebot, im BlauenSalon zu übernachten, stieß im Winter 2012/2013 aufein so großes Interesse, dass kurzfristig weitere Termineanberaumt wurden und gleich wieder ausgebuchtwaren. Jeweils 20 Kinder im Alter von acht bis 12 Jahrenübernachten gemeinsam vor der großen Panoramascheibeder Manatis.Kaum gegen 14 Uhr im Zoo angekommen, beginnendie jungen Gäste ihr Programm mit einem Blick indie Unterwasserwelt der Lagune. Im Wasser wirbelnde,nach Fischen tauchende Seelöwen begeistern dieKinder sofort. Gerne hören sie auch der zuständigenZoopädagogin zu, wenn sie die Fütterung kommentiert.Danach geht es gleich weiter zu einer spannendenAbendwanderung durch den Tiergarten. Auch sehrscheue Tiere, wie Kropfgazellen oder Schneeleoparden,begrüßen in der Dämmerung die „späten Besucher“.Nach der Rückkehr in den Blauen Salon und durch einPicknick gestärkt, lernen die Camper in einem anschaulichenUnterricht die Gefahren für das Meer und seineBewohner kennen. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf derFrage, was jeder der Teilnehmer auch in unserer Regionfür den Schutz von Delphin & Co. tun kann. Ist der theoretischeTeil gegen 20 Uhr beendet, beobachtet man im„Whale Watching“ in der nächtlichen LaguneDelphinarium die Tümmlergruppe unter der Regie desBullen Moby bei der Nachtruhe, genauer gesagt: manhört ihnen zu. Da es in der Halle zu dieser Zeit fast dunkelist, kann man die Position der Tümmler im Wassernur dank ihrer Atemgeräusche feststellen. Dabei erfahrendie Kinder, dass die Delphine beim Schlafen entspanntauf der Wasseroberfläche treiben und stellenfest: jeder der fünf Meeressäuger hat sein ganz eigenes,charakteristisches Atemgeräusch. Es gilt so wenig Lärmwie möglich zu machen, schließlich befindet man sichim „Schlafzimmer“ der Großen Tümmler und diese solltennach Möglichkeit nicht gestört werden.Weiter geht es auf „Safari“ in das tropisch-warme Klimades neuen Manatihauses. Damit kein bunter Falterund keine Fledermaus, die erst zu dieser späten Stundeaktiv werden, in das kalte Nürnberg entwischt, müssenalle Teilnehmer schnell ins Haus. Von einem Betreuereingeschleust, testen die Kinder, wer es am schnellstendurch die Tür schafft. Abends zeigt sich das Manatihaus,das schon am Tage eine faszinierende Regenwaldkulissebietet, in seiner ganzen Pracht. Die Besucher habendas Gefühl, nicht mehr in Franken, sondern direkt amAmazonas zu sein. Diesen Eindruck verstärkt auch dieSoundkulisse der Rotaugenlaub- und Pfeilgiftfrösche.Im Manatihaus erfahren die Kinder viel Neues über denLebensraum eines überfluteten Regenwalds: zum einendurch die Erläuterungen der Betreuer und zum anderendurch die Antworten auf ihre vielen Fragen.Nach diesem reichhaltigen, aber auch anstrengendenProgramm schlagen die Nachwuchsforscher ihrNachtlager unter der großen Scheibe mit Blick auf dieSeekühe auf. Diese schwimmen, neugierig geworden,dicht an die Fenster heran. Natürlich bleibt vor demSchlafengehen noch Zeit, sich mit neu gewonnenenFreunden zu unterhalten, sich mit den Seelöwen an derLagunenscheibe ein Wettrennen zu liefern oder einfachdie langsam dahinschwebenden, imposanten Manatiszu bewundern. Da der nächste Tag jedoch sehr früh beginnt,geht es um 22 Uhr in den Schlafsack. Beim Beobachtender Wasserbewohner dösen die jungen Forscherlangsam ein.Am nächsten Morgen heißt es trotz Wochenendefrüh aufstehen und Zähne zu putzen, schließlich wirddie Gruppe schon um 7.30 Uhr von den Tierpflegern derDelphinlagune und des Manatihauses erwartet. Diesebereiten gerade das Frühstück für Tümmler, Seeküheund Seelöwen vor und lassen sich dabei freundlicherweiseüber die Schulter schauen. In der Futterküchedes Manatihauses darf sogar selbst Hand ans Frühstückder Seekühe angelegt werden. Sogenannte „Futtergir-Nachtlager im Blauen Salonlanden“ gilt es, mit Kopfsalat, Avocado und Tomaten zubespicken und diese anschließend ins Wasser zu hängen,sodass die Seekühe sich daran gütlich tun können.Großes Staunen und Interesse herrscht dann jedes Mal,wenn der diensthabende Tierpfleger oder die Tierpflegerinerklärt, die gerade verarbeitete Menge (dieschließlich mehrere Körbe umfasst) sei nur ein kleinerBruchteil der Tagesration. Gespannt hören die Kinderzu, wenn sich die Zoomitarbeiter die Zeit nehmen, jedeeinzelne Frage zu beantworten. Aber auch in der Fischkücheder Lagune kann man viel Spannendes und Interessantesbeobachten und hat zudem die Gelegenheit,beim kommentierten Frühtraining der Delphine Fragenzu stellen.Nach dem Frühstück wird noch gemeinsame der Vertragunterzeichnet „Wir tun mehr fürs Meer!“ und eineNachbesprechung durchgeführt. Dann heißt es jedochAbschied nehmen, denn die Nachwuchs-Meeresschützerwerden am Eingang wieder von ihren Eltern in Empfanggenommen.Benedikt Loos(Praktikant im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ)im Tiergarten Nürnberg)manati 2013 | 1manati 2013 | 1


Aus dem TiergartenTermineAus dem TiergartenDer BartgeierSein Leben in der Natur18Vorträge des TiergartensDonnerstag, 11. April 201319.30 Uhr, VortragssaalIm Bann des Manul – Faszination Zoo MoskauVortrag von Diplom-Biologe Kostantin Ruske, ZoologischerGarten MagdeburgDonnerstag, 16. Mai 201319.30 Uhr, VortragssaalSokotra – unbekanntes Eiland am Horn von AfrikaVortrag von Joachim Milbradt, VelburgDonnerstag, 13. Juni 201319.30 Uhr, VortragssaalWildnis NationalparkVortrag von Karl-Friedrich Sinner, ehemaliger Leiter desNationalparks Bayerischer WaldDonnerstag, 19. September 201319.30 Uhr, VortragssaalErhaltungszucht der Dunklen BieneChristian Seyfferth, Gemeinschaft zum Erhalt der DunklenBiene (GEBD), SteinDonnerstag, 10. Oktober 201319.30 Uhr, VortragssaalWale hautnahAndrea und Wilfried Steffen, SchwalmtalDonnerstag, 7. November 201319.30 Uhr, VortragssaalOst-GrönlandFritz und Gabi Stucke, Photoklub NürnbergÄnderungen vorbehaltenAlle Vorträge finden im Vortragssaal des Naturkundehausesstatt. Der Eintritt ist frei.Das ausführliche Programm der Vorträge liegt im Naturkundehausund an der Tiergartenkasse aus und kann auf der Internetseitedes Tiergartes heruntergeladen werden – ein Versandist nicht vorgesehen!Veranstaltungen des TiergartensSamstag, 20. April 2013„Meer ist alles!“Wasser im „Blauen Salon“ ganz anderssehen und hören, können dieBesucher bei „Meer ist alles“. Zudemerfahren sie dabei Spannendes rundum Forschung und Artenschutz. Mitder Kunstausstellung „Aqua Globalis“präsentiert der international bekannteFotograf Sven Hoffmann die Weltdes Wassers. Das Düsseldorfer Duo „H2eau Projekt“bringt Wasser zum Klingen. Das macht auch KindernSpaß.Samstag, 22. Juni 2013Familien-SommerfestUnter dem Motto „Fitness und Futter“ feiert der Tiergartensein Sommerfest: Tiere als Fitnesstrainer und Ernährungsberater.In der Mitte des Jahres erwarten diegroßen und kleinen Besucher lustige Aktionen rund umErnährung und Bewegung im Tier- und Menschenreichbis in den späten Abend hinein.Samstag, 14. und Sonntag,15. September 2013StadtverführungenDer Tiergarten Nürnberg beteiligt sich an den Stadt(ver)führungen, die dieses Jahr unter dem Titel „Großstadtsymphonien”stattfinden, mit themenbezogenen Sonderführungen.Samstag, 14. und Sonntag, 15. September 2013Yaqu Pacha BenefiztagDie im Tiergarten beheimatete ArtenschutzgesellschaftYaqu Pacha veranstaltet ihren 15. Benefiztag zu Gunstendes Artenschutzes in Südamerika.Samstag, 19. Oktober 2013Lange Nacht der WissenschaftenFachvorträge aus unterschiedlichen Wissenschaftsbereichenermöglichen Einblicke in wissenschaftliche Forschungsarbeit.DDer Bartgeier ähnelt in seinem Flugbild eher einem riesigen Falken. Als ausgezeichneter Segler kann er schon geringsteAufwinde nutzen, um im Gleitflug Ausschau nach Nahrung zu halten.as Verbreitungsgebiet des Bartgeiers reicht vom Atlasgebirgeüber Spanien, den Alpenraum, die Balkangebirge,Ost- und Südafrika bis in die Gebirge Zentralasiens,zum Beispiel ins Altaigebirge in der Mongolei, wo sichüber dem ersten Freilassungsort der Urwildpferde einHorst befindet.Im Alpenraum war der Bartgeier seit Ende des 19. Jahrhundertskein Brutvogel mehr und der letzte Geier wurde1913 im Aostatal erlegt. Hintergrund war die gnadenloseVerfolgung wegen seiner merkwürdigen Ernährung.Obwohl er fast ausnahmslos nur die von anderen Tierenabgefressenen Knochen von Tierkadavern zu sich nimmt,wurde den „Lämmergeiern“ regelmäßiges Jagen vonjungen Schafen bis hin zu Kleinkindern unterstellt. Auswertungenalter Kirchenbücher ergab, dass diese Vögelscheinbar gezielt vor allem uneheliche Kinder geraubthatten …Von 1986 bis 2012 wurden aus Zoos und Zuchtstationeninsgesamt 185 Bartgeier ausgewildert. Seit 1997 sindin den Alpen wieder 92 Jungvögel von inzwischen 19 derderzeit 23 Brutpaare erbrütet worden und ausgeflogen,z.T. bereits in zweiter Generation! Die Daten der ausgewildertenGeier wie Verluste, besonders durch Abschuss oderVergiftung, und die erfolgreichen Bruten wurden in Computerprogrammeeingepflegt. Demnach leben derzeit imgesamten Alpenraum etwa 180 Bartgeier. Nach den Computermodellenist die Alpenpopulation seit 2006 wiederselbsterhaltend. Um unterrepräsentierte Blutlinien aufzustockenund um eine Vernetzung mit anderen Populationenzu erleichtern, sollen in den Alpen, den Cevennenund auf dem Balkan weitere Geier ausgewildert werden.Bartgeier wandern aber auch von sich aus über beachtlicheStrecken. Mehrfach wurden Vögel aus den Alpen bisan der Nordsee nachgewiesen. So auch die “Partnerin“ deszusammen mit dem Tiergartenvogel Pelat in Mercantourausgewilderten Weibchens Gelas. Sie war im Mai 1998 fürmindestens eine Woche in Holland und flog in maximal 5Tagen zurück in die Alpen nach Hochsavoyen.Heute, 35 Jahre nach der Gründung des Projektes zurWiederansiedelung der Bartgeier in den Alpen durchFrankfurter Zoologische Gesellschaft (ZGF), den WorldwideFund for Nature (WWF) und die Zoogemeinschaft,darf durchaus von einem großartigen Erfolg gesprochenwerden.Helmut Mägdefraumanati 2013 | 1manati 2013 | 1


Aus dem TiergartenDer BartgeierDie Haltung im Tiergarten NürnbergAus dem TiergartenTierzugänge | TierabgängeOktober 2012 – März 2013 22Der Tiergarten Nürnberg hält Bartgeier seit 1965 undgab seinen letzten Vogel 1977 an das frisch ins Lebengerufene Zuchtprojekt ab. Drei Jahre später kamen erneutBartgeier an den Schmausenbuck. Das erste Paar,von dem das Weibchen aber an Bleivergiftung starb,kam 1989. 1995 konnte das erste Zuchtpaar zusammengestelltwerden.Im Alpenzoo Innsbruck glückte 1973 weltweit daserste Mal die Nachzucht dieser eindrucksvollen Vögel,die eine Flügelspannweite von fast 3 Metern und einGewicht von bis zu 7,5 Kilogramm erreichen können.Vor mehr als 15 Jahren erschien in Manati (Heft2/1997) ein Bericht über die erste Nachzucht eines Bartgeiersim Tiergarten Nürnberg und seine Auswilderungin den Westalpen, im Nationalpark Argentera-Mercantour,sowie über die erste erfolgreiche Brut im Alpenraumnach mehr als 100 Jahren Pause.Inzwischen hat sich viel getan. Von diesem Paarschlüpften bis zur Rückgabe des Weibchens an denBayerischen Jagdfalkenhof im Jahr 2008 insgesamt siebenJungvögel. Da die Blutlinie nicht häufig war, gingenauch Bartgeier in die Zoos von Chomutov, Bussolengomanati 2013 | 1Der Bart wird vom Geier zum Schminken seines eigentlich weißen Hals- und Brustgefieders eingesetztund in die Zuchtstation von Guadalentin in der SierraCazorla in Spanien, nordöstlich von Granada. Ein weiblicherNachkomme dieses Tiergartenvogels konnte imletzten Jahr in der Zentralschweiz (Calfeisental) ausgewildertwerden. Pelat, der 1997 ausgewilderte Jungvogel,ist nach Süden abgezogen und konnte im Oktober1998 letztmalig in den Seealpen bei Pontechianale beobachtetwerden. Unklar ist, ob er verstarb, nach Korsikaoder anderswohin geflogen ist.2010 erhielt der Tiergarten vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm(EEP) ein neues Weibchen ausdem Zoo Poznan zugeteilt, das 1999 Wien geschlüpftist. Da das Weibchen noch jung war oder der Mannnicht die „Liebe auf den ersten Blick“ geweckt hatte,kam es erst im Winter 2012/13 zu ernsthaftem Brutverhalten.Vermutlich bedingt durch den zunächst mildenWinter wurde erst am 27. Januar ein Ei gelegt. Für Bartgeierunüblich blieb es bei diesem einzelnen Ei das vonbeiden Altvögeln abwechselnd bebrütet wurde. Mir einemSchlupf kann gegen Ende März gerechnet werden.Helmut MägdefrauTierzugängeTierabgängeOktober November Dezember Januar Februar März1 Zwergseidenäffchen 0,1 Chin. Muntjak 1,0 Chin. Muntjak 1 Bennettkänguru 2,3 Hirschziegenantilopen21 Meerschweinchen1,1 Przewalskipferde 2 Goldagutis 0,1 Nilgauantilope 2,0 Mendesantilope 2 Sphinxpaviane 1 Mendesantilope1,0 Zwergzebu 1 Peru-Täubchen 1,0 Mendesantilope 0,1 Hochlandrind 2,1 Elenantilopen 1,0 Kaffernbüffel0,1 Sphinxpavian 1 Rotaugenlaubfrosch 81 Samtschrecken 2 Samtschrecken 2 Samtschrecken 1 Pavian1 Riesenkänguru 5 Wandelnde Blätter 4 Austr. Gespenstschreckeschrecke1 Austr. Gespenst-1 Wandelndes Blatt 6,2,1 Mähnenspringer2 Peru-Täubchen 5 Samtschrecken 3 Tanganjikakillifische 3 Buntmarder1 Zebraseenadel 2 Wandelnde Blätter 2 Degus7 Wandelnde Blätter 4 Samtschrecken7 Gespenstschrecken 2 Wandelnde Blätter0,1 Quessantschafvon Zoo Hagenbeck,Hamburg1,0 Totenkopfäffchenvon Zoo Basel, Schweiz0,1 Flachlandgorillavon Zoo Leipzig1 Tschajavon Zoo Duisburg1,0 Koritrappevon Zoo Krefeld25 Zwerggeckosvon Privat1 Felswaranvon Zoo Straubing7 Dunkelblaue Krebsevon Privat7 Rote Mangrovenkarbbenvon Privat3,0 Steinböcke vonZoo Salzburg, Österreich5 Flösselaalevon Privat6 Juwelenbarschevon Privat20 Rennschneckenvon Privat1,1 Hirschziegenatilopen1,0 Prinz-Alfred-Hirsch 3,3 Mähnenspringer 0,1 Bennettkänguru 1,0 Pinselohrschwein 1,1 Hirschziegenantilopen3 Hausschweine 0,2 Mähnenspringer 0,2 Przewalskipferde 1,0 Steinbock 3,2 Hirschziegenantilopen1,0 Maki0,1 Elenantilope 0,2 Zwergziegen 1,0 Europ. Biber 1,0 Degu 0,2 Mähnenspringer 1 Meerschweinchen1,0 Nilgauantilope 0,1 Kamerunschaf 0,1 Kaffernbüffel 0,1 Gr. Riesenkänguru 1,0 Prinz-Alfred-Hirsch 1 Degu1,0 Sib. Tiger 0,2 Hausschweine 15 Seepferdchen 1,0 Weißnackenkranich 0,1 Degu 1 Buntmarder0,1 Kaffernbüffel 0,1 Panzernashorn 2 Barsche 1 Samtschrecke 1,0 Elenantilope 1,0 Vorwerkhuhn1,0 Bennettkänguru 3,0 Mendesantilopen 1 Buntbarsch 1,0 Pantherchamäleon 20 Meerschweinchen 0,1 Blauracke0,2 Vorwerkhühner 1,1 Elenantilope 9 Samtschrecken 1 Killifisch 3 Regenbogenfische 2 Zwerggeckos25 Seepferdchen 1 Goldaguti 1 Rotaugenlaubfrosch 1 Rotaugenlaubfrosch 1 Permuttbarsch 2 Wandelnde Blätter0,1 Jemenchamäleon 0,1 Sphinxpavian 1 Wandelndes Blatt 2 Wandelnde Blätter 1 Dunkelblauer Krebs 2 Schmetterlingsfische5 Rotaugenlaubfrösche 1,0 Alpensteinbock 2 Pfeilgiftfrösche 3 Austr. Gespenstschrecken0,1 Kragenechse 0,1 Bennettkänguru1,0 Alpensteinhuhn1 Blauer Schwalbenschwanz1 Schreckl. Pfeilgiftfrosch1 Rotwangenschmuck-schildkröte1 Seepferdchen2,0 Rotkopfschafean Privat1,0 Weißkopfsakian Reserve ZoologiqueDe Calvian, Frankreich0,1 Schneeleopardan Darjeeling Zoo, Indien2,0 Rentierean Natur- u. WildparkWaschleithe0,1 Hausschweinan Privat0,1 Weißkopfseeadleran Falknerei Meran,Italien14 Pantherchamäleonsan Privat1,1 Hellrote Arasan Zoo Szeged, Ungarn1,0 Chin Muntjakan Zoo Antwerpen, NL1,1 Chin. Muntjakan Privat1,0 Totenkopfäffchenan Zoo Saarbrücken2,0 Totenkopfäffchenan Zoo Osnabrück1,1 Europ. Bibernach Finnland1,1 Chin. Muntjakan Wildparadies Tripsdrill1,1 Palmkakaduan Zoo Leipzig4 Rotaugenlaubfröschean Zoo Leipzig0,1 Flachlandgorillaan Zoo Budapest, Ungarn4,0 Steinböckean Wildpark Potzberg0,2 Kropfgazellenan Tierpark Görlitz3,0 Steinböcke an ZooSalzburg,Österreich22 Regenbogenfischean Privat16 Höhlensalmleran PrivatErläuterung: Durch Komma getrennte Zahlenangaben bedeuten Anzahl und Geschlecht der Tiere. 1. Stelle Männchen, 2. Stelle Weibchen, 3. Stelle Tiere unbekannten Geschlechts. Bsp.: 2,4,1 stehtfür 2 Männchen, 4 Weibchen, 1 Tier unbekannten Geschlechtsmanati 2013 | 1Geburt | SchlupfTransferTodesfälleTransfer


Aus dem VereinBesuch bei Flocke zum 5. GeburtstagNeuigkeiten aus AntibesDer Biber im TiergartenAuszeichnung des Mediterraneums durch den Berufsverband der Zootierpfleger24Eisbärin Flocke erhielt einen leckeren Fisch zum GeburtstagI MIm April 2013 werden es drei Jahre, dass die beiden EisbärenFlocke und Rasputin den Tiergarten Nürnberg ver-schwimmt Rasputin im gekühlten Becken und wartet aufund lieben wir ihn aus Nürnberger Zeiten. Stundenlanganchmal häufen sich Themen, die nur auf den allererstenBlick miteinander zu tun haben: dreimal ginglassen und ihr neues Zuhause in Marineland in Antibes/ die nächste Fütterung. Spielzeug gibt es, aber fast alleses in den letzten Wochen im Tiergarten Nürnberg umSüdfrankreich gefunden haben. Unsere Autorinnen Ilse angekettet und festgebunden. Das dämpft den Spaßfaktorfür Rasputin, und so ist der Spielbär zum Schwimmbärden Biber.Heckel, Monika Körner und Anita Meister, alle drei Mitgliederdes Vereins der Tiergartenfreunde Nürnberge.V., geworden.Biber sind in Deutschland und besonders in Bayernkeine seltene Erscheinung mehr. Im Tiergarten lebtehaben Flocke und Rasputin dort besucht und schildern Einzig Flocke schafft es, Rasputin aus der Reserve zu locken.Sehr clever animiert sie ihren großen Kumpel zumbis Dezember 2012 ein Biberpaar im Aquapark, das anihre Eindrücke: „Flocke scheint uns in ihrem Charakterden Zoo in Ähtäri, einer Stadt im Westen Finnlands,unverändert: Sie bleibt die Prinzessin. Erwachsen ist sie Spielen. Hat sie es dann geschafft, ihn zu wilden Wasserspielenanzuregen, darf man sich auf einige Stunden eis-abgegeben wurde. Heute sind Biber in Bayern weitgeworden, mit dichtem Fell und ganz schön moppelig.verbreitet. Das war 1966 noch ganz anders. Damals,So haben wir sie an ihrem fünften Geburtstag am 11. Dezember2012 angetroffen.“ Tierärzte und Pfleger in Anti-Flocke und Rasputin werden immer wieder für einigebäriges Wasservergnügen einstellen.knapp 100 Jahre nach der Ausrottung, begann dasWiederansiedlungsprogramm für den Biber in Bayern.bes sahen im Herbst letzten Jahres eine erste Trächtigkeit Zeit getrennt. Nach Aussage der Pfleger reagiert FlockeDank der Kooperation von Bund Naturschutz, der ZoologischenGesellschaft Frankfurt und dem Bayerischenbei Flocke nicht als gänzlich ausgeschlossen. Daher wurdedie Eisbärin allein untergebracht. Da sie den Stall nicht wieder eine Auszeit. Wir haben auch schon erlebt, dassmanchmal gestresst auf Rasputin und braucht hin undLandwirtschaftsministerium gelang eine echte Erfolgsgeschichtedes Naturschutzes: Aus dem Bestandakzeptierte, entschieden sich die Verantwortlichen für das Rasputin seine Ruhe haben wollte und Flocke in das Nachbargehegegescheucht hat. Ende März fahren wir wiederMutter-Kind-Gehege. Dort blieb sie von Mitte Oktober bisvon 120 ausgewilderten Tieren entwickelte sich eineEnde Januar. Offensichtlich war Flocke jedoch nicht trächtig.Wahrscheinlich war sie einfach noch zu jung. Die Besammengelassen werden, denn es ist Paarungszeit. Dieins Marineland und sind sehr gespannt, ob die beiden zu-Population von mittlerweile 15 000 Bibern in 4 000Revieren. Gleichzeitig gelang übrigens auch die Wiederansiedlungeiner ausgestorbenen Käferart: der Bisucherinnenhaben erfahren: „Flocke soll lernen, ab Mitte Leitung von Marineland möchte Nachwuchs bei den Eisbären.November weggesperrt zu sein, um damit später als werdendeMutter umgehen zu können.“Das geht natürlich nur, wenn die Bären auch länger zuberlaus(siehe Manati vom Heft1/2001). Die Biber sindechte Lebensraumgestalter. Der angefressene, fast gefällteBiberbaum an einem Flussufer irgendwo in Bay-Die Nürnbergerinnen besuchten auch Flockes EisbärenfreundRasputin. „Rasputin ist ein großer und sehr mit dem von uns erhofften Nachwuchs noch nicht gesammensind, nicht nur stundenweise. Da es dieses Jahrern ist für Spaziergänger kaum zu übersehen. Darausbeeindruckender Bär geworden. Am 11. November 2012 klappt hat, freuen wir uns, dass Flocke und Rasputin nochkönnen auch Konfliktsituationen zwischen Mensch undwurde er fünf Jahre alt und mit dem Alleinsein kommt er ein weiteres Jahr möglichst oft miteinander verbringenBiber sowie gravierende Schäden an der Infrastrukturnicht so gut klar. Auch er ist wohl genährt und so kennen dürfen.“Ilse Heckel | Anita Meister | Monika KörnerEin Biber an der Pegnitz (links). Das Mediterraneum (rechts) wurde vom Berufsverband der Zootierpfleger als herausragendeZoo-Anlage mit dem „BdZ-Biber“ ausgezeichnetentstehen. Daher werden jährlich etwa 1 000 Biber inBayern der Natur entnommen. Welcher neuen Tierartdas Biberpaar bei uns im Aquapark Platz gemacht hat,wird an dieser Stelle noch nicht verraten.Doch ganz ohne Biber geht es auch im Tiergartennicht. Auf dem Gut Mittelbüg, der Außenstation desTiergartens, lebt mittlerweile ein echtes Wildexemplarund baut dort seine Dämme am Pegnitzufer. EineTätigkeit, die nicht auf die ungeteilte Freude von FuttermeisterGerd Schlieper stößt. Mit kleineren Baumaßnahmenseinerseits versucht der neue Herr überMittelbüg das Ausmaß der Umgestaltungen durchden Biber in den Griff zu bekommen.Der dritte Biber, der ab Mai im Tiergarten zu sehensein wird, ist eine Auszeichnung. Der Berufsverbandder Zootierpfleger (BdZ) hat das Mediterraneum imTiergarten Nürnberg mit dem „Biber“ ausgezeichnet.Der „Biber“ ist nach BdZ-Angaben ein Preis, „der für herausragendeTieranlagen im deutschsprachigen Raumvergeben wird, die durch moderne Tierhaltung, interessanteKonzepte, innovative Ideen sowie eine kompetenteUmsetzung selbiger überzeugen. Die Anlagenwerden nach artgerechter Gehegegestaltung, nachtierpflegerischer Funktionalität sowie nach Präsentationund Umfeld der Anlage bewertet. “ Dies ist auch derGrund, weshalb man sich für den „Biber“ als Symboltiermanati 2013 | 1 manati 2013 | 1


Aus dem VereinAus dem VereinDie Erdmännchen kommen!Der Verein unterstützt den Bau einer neuen Anlage im Tiergarten26Das nächste Projekt der Tiergartenfreunde wird eine Anlage für Erdmännchen und Fuchsmangusten seindes Preises entschieden habe. Der Großnager gilt als Tier,das seine Umwelt durch bauliche Maßnahmen ständigneu gestaltet, dadurch weitere Lebensräume schafftund somit alles zum Positiven verändert. Der BdZ wurdevor 20 Jahren im Frankfurter Zoo gegründet und vertrittheute knapp 1 200 Zootierpflegerinnen und -pfleger.Das Mediterraneum ist eine Gemeinschaftsanlagefür Kleintiere wie Ziesel, Schildkröten, Perleidechsen,Schleichen und Steinhühner. Die im August 2010 eröffneteAnlage direkt gegenüber dem Manatihaus istein idealer Standort für Reptilien und andere wärmeliebendeKleintiere. Das Gehege hat eine Fläche von265 Quadratmetern. Eine Holzplattform über einemTeil der Wasserfläche ermöglicht es den Besucherinnenund Besuchern, die Tiere auch aus nächster Nähezu sehen. Die ehemalige Magotanlage, auch Affenberggenannt, wurde mit finanzieller Unterstützung inHöhe von 200 000 Euro durch die Tierpaten und denVerein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V. umgebaut.Beide haben durch ihre großzügige finanzielleUnterstützung die Grundlage für die Umgestaltungdes Affenberges zum Mediterraneum gelegt. Somitist die Auszeichnung für den Tiergarten auch eineAuszeichnung und Anerkennung für jeden Tierpatenund jedes Mitglied des Vereins der TiergartenfreundeNürnberg e.V.Das nächste Projekt, das die Tiergartenfreunde finanziellunterstützen werden, wird eine Anlage fürErdmännchen sein. Diese soll im Laufe des Sommersgegenüber dem Giraffengehege, am früheren Standortder Spendenlok, entstehen. Dabei werden die Erdmännchenin einer offenen Anlage präsentiert, die vielRaum zum Buddeln und Bauen bieten wird. Derzeit giltes, die passende Gehegeabgrenzung zu finden. Diesesoll zwar verhindern, dass sich die kleinen Mangustenauf und davon machen, sie soll aber auch so transparentwie möglich sein, um eine gute Sicht auf die Tierefreizugeben. Eine Idee ist es, mit sehr eng gesetztenDrähten, ähnlich Harfensaiten zu arbeiten.Nicola A. Mögel | Monika PrellInteressenten für eine Tierpatenschaft, wenden sich bitte an:Monika Prell, Tel. 0911-54 54 838,monika.prell@stadt.nuernberg.deDer Tiergarten Nürnberg ist einer der der schönstenLandschaftszoos Europas. Damit dies so bleibt,werden die Tierhaltung und die Angebote für die Besucherständig verbessert. Nun ist die Zeit reif, dasnächste Bauprojekt, eine Anlage für Erdmännchen,in Angriff zu nehmen. Die geselligen Schleichkatzensollen künftig zusammen mit Fuchsmangusten eingroßzügiges Zuhause auf dem heutigen Grünstreifenzwischen Giraffengehege, Pavianstall und Sanddünenerhalten. Ihr natürlicher Lebensraum, die Savannendes südlichen Afrikas, wird zum Wohle der Tiere detailliertnachgebaut. Deshalb sollen Gräser, Büsche undFelshöhlen die Anlage bereichern.Die Pläne für diese neue Attraktion für Groß undKlein sind ausgearbeitet. Die Finanzierung der Anlageist nur mit Unterstützung des Vereins der Tiergartenfreundemöglich. Die Baukosten für das Gehege betragen200 000 Euro, die wir nur mit Ihrer Hilfe zusammenaufbringen können. Deshalb unterstützen Sie uns bittemit einer Spende, damit wir künftig auch Erdmännchenam Schmausenbuck bestaunen können.Spenden-AktionFür den Bau der Erdmännchen-Anlage hat der Vereinder Tiergartenfreunde ein Extra-Spendenkonto eingerichtet.Ihre Spende ist selbstverständlich steuerlich absetzbar.Ab einer Höhe von 100 Euro stellen wir Ihnen automatischeine Spendenquittung aus.Verein der Tiergartenfreunde Nürnberg e.V.Stichwort „Spende Erdmännchenanlage“Sparkasse NürnbergKonto 1 898 280Sparkasse Nürnberg (BLZ 760 501 01)Bitte geben Sie beim Verwendungszweck Ihre Anschriftan, damit wir Ihnen die Spendenquittung zusendenkönnen.Erdmännchen werden gemeinsam mit Fuchsmangusten dieneue Anlage bewohnenErdmännchenErdmännchen (Suricata suricatta) gehören zur Familieder Mangusten. Die geselligen Raubtiere bildenKolonien von bis zu 30 Tieren und leben in verzweigtenHöhlensystemen. Mit einem Gewicht von etwa 750Gramm gehören sie zu den kleineren Vertretern derMangusten. Die vorwiegend tagaktiven Tiere schützensich vor Feinden, indem sich einzelne Tiere der Kolonieauf erhöhten Stellen aufhalten und Ausschau halten,während die anderen Gruppenmitglieder Nahrung suchen.Nähert sich ein Feind, z.B. ein Raubvogel, gebendie Wachposten ein Alarmzeichen von sich, um die anderenGruppenmitglieder zu warnen.FuchsmangustenDie Fuchsmanguste (Cynictis penicillata) gehört ebenfallszur Familie der Mangusten und verdankt ihren Namendem fuchsähnlichen Äußeren. Auch Vertreter dieser Artleben in Gangsystemen, graben diese aber im Gegensatzzu den Erdmännchen nicht selbst, sondern übernehmendiese meist von anderen Tierarten. Ihre Nahrung bestehtaus Insekten wie Heuschrecken, aber auch aus kleinen Nagetierenund Vögeln sowie deren Eiern.manati 2013 | 1 manati 2013 | 1


Aus dem VereinAus dem VereinAuf Zootour im „Heiligen Land“Eine (Kultur-)Reise nach Israel30Björn Jordan mit Koala in Gan Garoo Krokodilanlage in Hamat Gader Klippschliefer am Rosch haNikra Afrika-Anlage im Bibel-Zoo von JerusalemIsrael ist als das Land der religiösen Pilger bekannt. Inder Tat bieten sich die zahlreichen historischen Stättenan, wenn man die Geschichte lebendig werden lassenund auf den Spuren der Vergangenheit wandeln möchte.Doch neben interessanten Kulturen und einer atemberaubendenLandschaft hat Israel auch einige schöneZoos zu bieten, die eine Reise wert sind.Unsere Tour begann im Haifa Educational Zoo & BotanicalGarden, der bereits im Jahr 1949 gegründet wurdeund 1.600 Tiere in 52 Arten beherbergt. Die Anlage liegtan einem steilen Hang. Entsprechend überschaubar sinddie Möglichkeiten, auf dem Gelände Großtiere zu haltenoder große Gehege zu bauen. Sehenswert sind dasNaturhistorische Museum und das große Terrarium miteiner interessanten Sammlung einheimischer und exotischerReptilien.Ein echter Themenzoo ist der Gan Garoo Park in Nir David,der auf 1,6 Hektar ausschließlich australische Artenbeherbergt. Der Zoo gehört zu einem Kibbuz – einer israelischenKollektivsiedlung – über den er auch finanziertwird. Unter anderem findet man hier die südliche Unterartdes Koalas (Phascolarctos cinereus victor) und denebenfalls sehr selten gehaltenen Graukopf-Flughund(Pteropus poliocephalus). Beim Bau der Anlage wurdeauf eine Gestaltung des Parks im australischen Flair großerWert gelegt, was durch das regional bedingte heißeKlima entsprechend unterstrichen wird. In einem „Streichelgehege“haben die Besucher die Möglichkeit, mitRiesenkängurus „auf Tuchfühlung“ zu gehen.Sehr enttäuschend war hingegen der Besuch der Krokodilfarmin Hamat Gader. Es handelt sich um eine Touristenattraktioninmitten eines großen Komplexes vonHotels, Restaurants und Schwimmbädern. Eine zoologischeBesonderheit sind die sehr selten gehaltenen Gangesgaviale.Aufgrund des Klimas können die Krokodileganzjährig im Freien gehalten werden. Leider sind dieanderen auf dem Gelände gezeigten Tiere deutlich unterden gewohnten westlichen Standards untergebracht,weshalb die Anlage nicht in guter Erinnerung blieb.Ganz anders – nämlich als grüne und liebevoll angelegteOase inmitten der Stadt – präsentierte sich hingegender Nahariya Zoo und Botanische Garten. Nebeneiner großen Freiflughalle für verschiedene Vogelartenund einem großen Terrarium ist vor allem die Anlage derNasenbären, welche um einen großen Baum herum angelegtist, nennenswert.Am Rosch haNikra, einem weißen Kalkfelsen unmittelbaran der libanesischen Grenze, hatten wir die Möglichkeit,eine Gruppe von freilebenden Klippschliefern zubeobachten. Diese kaninchengroßen Kleinsäuger sindin den ariden und felsigen Gebieten von Südafrika bis zurarabischen Halbinsel verbreitet. Auffällig sind die ständignachwachsenden Zähne am Oberkiefer. Klippschlieferteilen – auch wenn man es ihnen auf den ersten Blicknicht ansieht – zusammen mit Elefanten und Seekühendie gleichen Vorfahren.Der Hai Park in Kiriat Motzkin zeigt auf 13 Hektar rund1.000 Tiere. Der Zoo, der auch Mitglied im EuropäischenZooverband (EAZA) ist, hat u.a. auch zwei AsiatischeElefantenkühe. Sehr interessant ist außerdem die großeFreianlage für Orang-Utans. Ansonsten werden in KiriatMotzkin einige interessante Kleinsäuger und eine großeSammlung von Reptilien gezeigt. Besucher haben dieMöglichkeit, im Zoo auf Dromedaren zu reiten.Den Höhepunkt der Tour bildete der Tisch Family ZoologicalGarden in Jerusalem – auch Bibel-Zoo genannt.Der Zoo ist bekannt für eine Kollektion von Tierarten,welche in der Bibel genannt werden, aber darüber hinausinsbesondere auch für seine Zuchterfolge bei bedrohtenTierarten. Auf 25 Hektar werden hier 1 400 Tierein 170 Spezies gehalten. Der Tierpark wurde nach aufwendigerPlanung und Umsetzung erst im Jahr 1993 ander heutigen Stelle eröffnet. Bereits nach dem Betretendes Zoos blickt man auf einen sehr schönen, künstlichangelegten See mit mehreren Inseln für Primaten. Sehrbeeindruckend sind außerdem die toll angelegte Tropenhallesowie die große Afrika-Anlage, auf der Giraffenmit Zebras, Breitmaulnashörnern, Mendesantilopen unddem letzten Flusspferd des Zoos vergesellschaftet sind.Außerdem werden hier insgesamt vier Asiatische Elefanten,darunter auch ein Bulle, gehalten.Im Ben Shemen Monkey Park in Kefar Daniel werdenetwa 250 Primaten in zum Teil sehr großzügigen undliebevoll gestalteten Anlagen gezeigt. Der große Vorteilist auch in diesem Park das Klima in Israel, das großeWarmhäuser für die gehaltenen Arten entbehrlichmacht. Die Anlage wird von der Israeli Primate SanctuaryFoundation betrieben, welche mit den eingenommenenEintritts- und Spendengeldern auch Affen in den kleinenKibbuz-Zoos, wo diese bisweilen unter sehr schlechtenBedingungen gehalten werden, entweder kastriert - umeine weitere Vermehrung zu unterbinden - oder aber indie Auffangstation aufnimmt.Einen gebührenden Abschluss fand die Reise durch Israelim Zoologischen Garten von Tel Aviv in Ramat Gan.Der interessierte Besucher findet hier einen wirklichschön angelegten Zoo inmitten einer riesigen afrikanischenSafari, die mit dem eigenen Auto erkundet werdenkann. Neben Gnus, Giraffen, Zebras, Antilopen, Gazellenund Nashörnern lebt hier auch eine unglaubliche Anzahlvon etwa 40 Flusspferden in einem großen, künstlichangelegten Wasserloch. In einer separaten, ebenfallsbefahrbaren Anlage lebt eine große Gruppe Löwen. DerZoo selbst, der nicht befahren sondern zu Fuß erkundetwird, bietet großzügige und moderne Freianlagen fürMenschenaffen, Elefanten und Giraffen. Während frühergroße Elefantengruppen mit Jungtieren die hiesigen Anlagenbevölkerten, sind die Bestände zwischenzeitlichüberschaubar. Definitiv sehenswert ist aber der im Jahr1974 in Tel Aviv geborene Afrikanische ElefantenbulleYossi, der mit 3,70 m Schulterhöhe und einem Gewichtvon sieben Tonnen zu den größten Elefanten der Weltgehört. Mit 24 direkten Nachkommen gehört er vermutlichauch zu den fruchtbarsten Vertretern seiner Art.Björn Jordanmanati 2013 | 1 manati 2013 | 1


Aus dem VereinAus dem VereinVeranstaltungen des Vereins derTiergartenfreunde Nürnberg e.V.Veranstaltungen der „TierEntdecker“Jugendgruppe des VereinsExkursion ins Industriemuseum LaufVon TierEntdeckerin Ronja Schertl (11 Jahre)34Programm ab April 2013Programm ab April 2013TierEntdeckerVerein dertgfn.deTiergartenfreundeNürnberg e.V.Am 5. Januar 2013 sind die TierEntdecker in das Industriemuseumin Lauf a. d. Pegnitz gefahren. In der Sonderausstellung„Aug‘ in Aug‘ mit 1000 Tieren“ waren dort ca. 500 präparierteDienstag, 16. April 201316.00 Uhr im Restaurant „Waldschänke“Gesprächsrunde „Mitglieder fragen –Verein und Tiergarten antworten“Sonntag, 5. Mai 201310.00 Uhr im NaturkundehausMitgliederversammlung des Vereinsder Tiergartenfreunde e.V.Dienstag, 1. Oktober 201316.00 Uhr im Restaurant „Waldschänke“Gesprächsrunde „Mitglieder fragen –Verein und Tiergarten antworten“Sonntag, 8. Dezember 201314.00 Uhr im NaturkundehausWeihnachtsfeierSamstag, 6. April 201310.00 Uhr, TiergarteneingangNager an Land und im WasserSamstag, 4. Mai 2013Exkursion in den Tierpark Schmiding (Busreise)Samstag, 1. Juni 201310.00 Uhr, TiergarteneingangVon Löfflern, Ibissen und CoSamstag, 6. Juli 2013Exkursion in den Wildpark Bad Mergentheim (Busreise)Samstag, 3. August 201310.00 Uhr, TiergarteneingangDer Doktor und das liebe Vieh(Teilnahme nur nach Voranmeldung)Tiere als Leihgabe aus dem Nürnberger Tiergarten und anderenQuellen ausgestellt. Judith Huning informierte uns sehr lebendigund spannend über diese Ausstellung. Wir sahen die verschiedenstenTiere, von der kleinen Laus, die nur 2 mm groß war, biszum 7,5 m langen Netzpython. Dabei kamen wir uns vor, als wärenwir auf einer Weltreise von den Tropen am Äquator bis zumheimischen Wald in Mittelfranken. Es war toll, weil wir Kids alleHäute und Felle anfassen konnten, sogar die großen Elefantenknochendurften wir auch mal hochheben. Am erstaunlichstenwar für mich das Löwenfell. Die Mähne sah so rau aus, abersie war erstaunlich weich. Das Wildschwein dagegen hatte eintotal borstiges Fell.Anschließend durften wir uns eine nachgebaute Werkstatt, inKontaktdaten der GeschäftsstelleTelefon (0911) 54 54 831 | Telefax (0911) 54 54 706E-Mail kontakt@tgfn.dewww.tiergartenfreunde-nuernberg.deGeschäftszeiten:Jeweils dienstags und donnerstags von10 - 12 Uhr und von 13 - 16 UhrSamstag, 7. September 201310.00 Uhr, TiergarteneingangFrackträgern auf der SpurSamstag, 5. Oktober 2013Exkursion in den Opel-Zoo nach Kronberg (Busreise)Alternativ eine andere Exkursion mit der Bahnder die Tiere präpariert werden, ansehen. Wir waren erstaunt,mit wie viel Aufwand man hier arbeitet, um die Tiere möglichstoriginalgetreu aussehen zu lassen.Zu guter Letzt haben die TierEntdecker ein „Biotop im Gurkenglas“selbst gestaltet: Die mitgebrachten Gurkengläser wurden mitErde und kleinen Tonstückchen sowie MoosSamstag, 2. November 201310.00 Uhr, TiergarteneingangKönige der Savanneoder einer Pflanze gefüllt und gewässert.Anschließend wurde das Gurkenglas festSamstag, 7. Dezember 201310.00 Uhr, TiergarteneingangWinterspaß und Weihnachtsfeierverschlossen. Das kleine Biotop kann nunauf dem Fensterbrett weiter gedeihen…Die TierEntdecker bedanken sich beim Indus-Weitere Auskünfte / Anmeldungentriemuseum für die tolle Führung!zu den Exkursionen:Jenny Zierold, Mo – Fr ab 20 Uhr,Noch bis Ende August sind Präparate aus dem Tiergartenam Wochenende ab 10 Uhr – Tel. (0160) 15 75 664in der Ausstellung „Aug‘ in Aug‘ mit 1.000 Tieren“E-Mail: tierentdecker@tgfn.deTierEntdecker Niklas und der Elefantenknochenim Walderlebniszentrum Tennenlohe zu sehen.Internet: www.tgfn.de (unter Aktuelles und Jugendgruppe)manati 2013 | 1 manati 2013 | 1

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