Jahresbericht 2012 - Akzente

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Jahresbericht 2012 - Akzente

Inhalt4 . . . . . . . . . . . . . Fachstelle regionale und kommunale Jugendarbeit12 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gesellschaft & Bildung16 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jugend-Service17 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S-Pass – Die Salzburger Jugendkarte20 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jugendinfo26 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . International31 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Kultur36 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Marketing & Öffentlichkeitsarbeit40 . . . . . . . . . . . . . . . . make it – Mädchenbüro des Landes Salzburg45 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Girls’ Day46 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Fachstelle SuchtpräventionImpressumEigentümer, Herausgeber, Verleger:akzente Salzburg – Initiativen für junge Leute!Glockengasse 4c, 5020 Salzburg,office@akzente.net, www.akzente.netFür den Inhalt verantwortlich: Alexander Mitter, GeschäftsführerRedaktion: Mag. a Kerstin SchnitzhoferGrafik: Yvonne NickoCoverfoto: ShutterstockFotos: akzente SalzburgDruck: Druckerei Huttegger Salzburg


Rückschau auf ein ereignisreiches Jahr2012 war – wie in all den Jahren zuvor – „viel los“ und darüberfreuen wir uns natürlich sehr: bedeutet es doch, dass dieJugendarbeit von akzente Salzburg sehr gut angenommenwird und unsere Angebote ihren Weg zu den unterschiedlichstenMenschen oder Einrichtungen finden.Die Highlights 2012 im Schnelldurchlauf:Mit dem politischen Planspiel „NEWLAND“ erlebten 1.000Jugendliche in den fünf Salzburger Bezirken das ThemaPolitik hautnah. 300 SalzburgerInnen traten beim Redewettbewerbans Rednerpult und begeisterten Jury undPublikum. Auch für den Bundesbewerb war Salzburg 2012Austragungsort und so trafen sich die rund 80 besten Rednerund RednerInnen Österreichs wieder unter der Organisationvom Landesjugendreferat und von akzente Salzburg zumKräftemessen!Wie cool Oper sein kann, erlebten knapp 600 SalzburgerJugendliche bei Bizets Oper „Carmen“, die heuer beimProjekt Jugend und Osterfestspiele jugendgerecht aufbereitetwurde. 30.000 Jugendliche im Bundesland Salzburg habenihn schon in der Tasche – den S-Pass, die SalzburgerJugendkarte.Tendenz: steigend!1.200 Mädchen waren beim EuRegio Girls‘ Day mit von derPartie und entdeckten technische und handwerkliche Berufefür sich.Besonders stolz sind wir auf unser neu gestartetesKooperationsprojekt „SportFreunde“, das wir im Auftrag vonMercedes- Benz Österreich und der Laureus Stiftung fürüber 60 benachteiligte Jugendliche im Bundesland Salzburgaustragen dürfen.Neben diesen Großprojekten läuft aber auch noch das ganznormale „Tagesgeschäft“: Über 6.000 Infobroschüren wurdenallein von der Jugendinfo unter die Leute gebracht, über 500Jugendliche waren bei den neuen Info-Workshops kostenlosdabei. Zwölf junge Menschen verschickte akzente Internationalüber den Europäischen Freiwilligendienst nach Europa. ImGegenzug kamen zwölf Freiwillige nach Salzburg um hier ingemeinnützigen Organisationen mitzuhelfen!Die Fachstelle Suchtprävention erreichte mit 83 organisiertenVeranstaltungen an die 1.900 Menschen mit spezifischenAngeboten. Was sich sonst noch tat: Jugendbeauftragtenwahlen,Ideenwerkstätten, Jugendplattformen, SchulsprecherInnentreffen,internationale Jugendbegegnungen,Präventionsworkshops, Fachtagungen ... – alles ansehnlichzusammengefasst zum Nachlesen auf den folgenden Seiten!Der Jahresbericht ist auch immer die perfekte Gelegenheit,um einmal „danke“ zu sagen!Besonderer Dank gilt dem Ressort des Landes unter derFührung von Landesrätin Tina Widmann, mit der wir eineganze Reihe an Projekten und Aktivitäten durchgeführt habenund die immer zur Stelle ist, wenn es darum geht, ein offenesOhr für die Anliegen der Jugendlichen zu haben.Für die aufmerksame Begleitung und Unterstützung derFachstelle Suchtprävention danken wir Landesrätin CorneliaSchmidjell und wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit mitdem ressortzuständigen Landesrat Walter Steidl.Ein weiteres herzliches Dankeschön unserem Vorstand,insbesondere dem Vereinsvorsitzenden Karl Zallinger fürdie tatkräftige und umsichtige Unterstützung während desganzen Jahres und der stv. Vorsitzenden, Elke Nindl, fürden jahrelangen gemeinsamen Weg. Mit Barbara Gautschgewinnen wir wieder eine starke Fürsprecherin für die Sacheder Salzburger Jugend und heißen sie als neue stv. Vorsitzendewillkommen.Mit Harald Brandner hat 2012 ein wahres „Urgestein“akzente Salzburg verlassen: Nach 16 Jahren im Dienste derJugendarbeit widmet er sich neuen Aufgaben. Danke für deinEngagement, die Ideen und die kontinuierliche Aufbauarbeitin all den Jahren!Ein Ausblick auf 2013 sei an dieser Stelle auch gestattet:Alexander Mitter wird mit Jänner 2013 – nach demAusscheiden von Stefan Oblasser – neuer Geschäftsführerbei akzente Salzburg. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeitund viele gemeinsame Projekte!Das Team von akzente Salzburg3


Fachstelle regionaleund kommunale JugendarbeitDie MitarbeiterInnen der Fachstelle regionale und kommunaleJugendarbeit verstehen sich als Serviceeinrichtung undals AnsprechpartnerInnen vor Ort und helfen überall dort,wo Begleitung, Hilfe und Information benötigt werden. Wirsind erste Anlaufstelle für JugendzentrumsmitarbeiterInnen,Jugendbeauftragte, GemeindevertreterInnen, MultiplikatorInnen,Schulen und natürlich Jugendliche und Jugendgruppen,in den Bezirken – als IdeengeberInnen und für Projekteund Maßnahmen stehen wir in allen Jugendfragen bereit!Natürlich treten die Regionalstellen auch aktiv an Gemeindenoder Jugendeinrichtungen heran, um auf neue Projekte,Weiterbildungsmöglichkeiten etc. hinzuweisen oder sie dafürzu gewinnen. Besonderes Augenmerk bei der Auswahl derProjekte wird dabei auf die Aktivierung von Schlüsselkompetenzen,die Behandlung der Themenbereiche Integration undMigration, die Förderung von Demokratieverständnis und-bewusstsein und die Forcierung von Partizipationsmaßnahmengelegt.Die Fachstelle regionale und kommunale Jugendarbeit leistetaus einem Angebotspool (z. B. Bezirksjugendgespräche,Jugendbeauftragtenwahlen, SchülerInnen-Workshops etc.)aktivierende Jugendarbeit und ist weiters Repräsentant allerAbteilungen von akzente und somit Begleiter, Moderatorund Drehscheibe für die Jugendarbeit in den Bezirken.Die Synergiewirkungen von akzente Salzburg hinsichtlichAbteilungen und Aktionen werden in der regionalen undkommunalen Jugendarbeit sichtbar. Hier eine Auflistung mitProjekten aus den Regionen, eine detaillierte Aufstellungfindet sich im Jahresbericht „regionale und kommunaleJugendarbeit“, zum Download auf www.akzente.netSchwerpunktthema: Politische Bildung 2012Newland – ein politisches Rollenpiel„Mehr politische Bildung“ – das war der Wunsch derJugendlichen bei den Bezirksjugendgesprächen 2011.Das Projekt Newland ging diesem Anliegen nach und botJugendlichen aus allen Salzburger Bezirken die Möglichkeit,sich mit politischen Strukturen vertraut zu machen.Newland ist ein politisches Real-Life-Rollenspiel für ca. 300Jugendliche pro Spiel und fand im Herbst 2012 in allenSalzburger Bezirken mit großem Erfolg statt (23.10.: Hallein,25.10.: St. Johann, 7.11.: St. Michael, 13.11.: Henndorf,22.11.: Saalfelden). Newland wurde von akzente Salzburgkonzipiert und von Daniela Ellmauer (akzente Kultur) undSpielentwickler Hadmar Wieser adaptiert, welcher auchalle fünf Spiele moderierte. Für die Betreuung, Organisationund Begleitung war die Fachstelle in den fünf Bezirkenverantwortlich.Die Spielregeln klingen eigentlich ganz einfach: „Gründeteuren eigenen Staat!“. Dass dies aber gar nicht so unkompliziertist, zeigte sich während des Spielverlaufs recht schnell.Zuerst wurden die Klassenverbände aufgebrochen und dieSchülerInnen mithilfe von verschiedenfarbigen T-Shirts injeweils zehn Nationen aufgeteilt. Alle Nationen waren unterschiedlichausgestattet an Ressourcen, so konnte es z. B.passieren, dass nicht jedem der SpielerInnen ein Sessel zurVerfügung stand, andere wiederum fanden einen Korb mitSüßigkeiten in ihrer Nation vor. Innerhalb von sieben Rundenhatten die jungen „BürgerInnen“ nun die Aufgabe, ihreneigenen Staat zu gründen und sie mussten, um dieses Zielzu erreichen, verschiedene Aufgaben erfüllen: einen Namenund ein Symbol finden, Gesetze verkünden, Ämter besetzen,eine Hymne erfinden, Kriege führen, Tauschhandel betreibenund schließlich ihre Geschichte präsentieren – jede Rundebrachte natürlich wertvolle Punkte für den Gesamtsieg.Außerdem bekam am Anfang des Spiels jede/r SchülerInzwei Geheimaufträge, die es zu erfüllen galt, um zusätzlichPunkte für die Einzelwertung zu ergattern.4


Hier die einzelnen Spiele im Detail:Newland TennengauAm 23.10. fiel im Zieglstadl in Hallein der Startschuss fürdas Projekt Newland. Von den 242 TeilnehmerInnen holtesich Christian König den Sieg in der Einzelwertung, gefolgtvon Lukas Schütz und Florian Kapeller. Die Nation mit denmeisten Punkten am Ende des Spieltages trug den Namen„Springfield“.Newland PongauMit vielen spannenden Eindrücken und Erkenntnissen ginges gleich zwei Tage später, am 25.10. im St. JohannerKongresshaus, weiter. Sage und schreibe 315 SchülerInnenspielten mit. Die „Green Birds“ konnten mit den meistenPunkten nach Hause gehen, Einzelsieger durfte sich der14-jährige Christian Leyerer aus der HAK St. Johannnennen.Newland LungauAm 7.11. stand St. Michael unter dem Motto „Newland“.Vom Wohlfühlstaat „Gmiatlich“ bis hin zur parlamentarischenMonarchie „Mordor“, war im Lungau so gut wie alleszu finden. Insgesamt 200 SchülerInnen stellten sich derHerausforderung, es siegten punktegleich MagdalenaPfeifenberger und Julia Engel aus dem BG Tamsweg. In derNationenwertung konnte „La Grande Nation“ die meistenPunkte sammeln.Newland FlachgauAuch in Henndorf stand am 13.11. das Thema Politik imVordergrund. 307 SchülerInnen kämpften in der Wallerseehalleum den Sieg – die Nation „Triple A“ konnte schlussendlichdie meisten Punkte ergattern. In der Einzelwertung holtesich die 17-jährige Anja Ottradoverz den Sieg.Newland PinzgauAbgerundet wurden die Spiele am 22.11. in Saalfelden.Unter den 247 SpielerInnen konnte Madeleine Gasserden Sieg für sich entscheiden. Die Nation mit den meistenPunkten trug den originellen Namen „Pinzgauistan“.5


Runder Tisch PongauIn St. Johann wurden am 8.11. Schülerinnen und Schülerzum Diskutieren mit Tina Widmann eingeladen. Die Hälfteder Jugendlichen war bei Newland dabei, die andere Hälftebeim Pongauer Bezirksjugendgespräch im vergangenenJahr. Auch in St. Johann nahm sich die Landesrätin zweiStunden Zeit, um mit den SchülerInnen und Schülern überderen Anliegen zu sprechen und einen Einblick in das Lebeneiner Politikerin zu geben.Runde Tische – die Diskussionsrunden zu NewlandNewland bot die Möglichkeit, Politik erstmals hautnah zuerfahren. Dies ist vor allem für Jugendliche, die bald oderschon wählen dürfen, von großer Bedeutung. Um diegewonnenen Erkenntnisse zu reflektieren, wurden in denBezirken (6.11.: Pinzgau, 8.11.: Pongau, 12.11.: Tennengau,16.11.: Lungau, 20.11.: Flachgau) sogenannte „RundeTische“ angeboten, an denen ausgewählte Schülerinnenund Schüler teilnehmen konnten. Auch JugendlandesrätinTina Widmann war im Pinzgau, Pongau, Tennengau undLungau in den Schulen vor Ort und diskutierte mit denJugendlichen sowohl über deren Spielerfahrungen, alsauch über aktuelle Themen, die die jungen SalzburgerInnenbeschäftigen.Runder Tisch PinzgauSchülerinnen und Schüler der 5. Klasse der HIB Saalfeldenhatten am 6.11. die Möglichkeit, sich auf das PlanspielNewland ganz besonders vorzubereiten. JugendlandesrätinTina Widmann nahm sich zwei Stunden Zeit, um denJugendlichen Frage und Antwort zu stehen. Gestartet wurdedas Treffen mit einer Blitzlichtrunde, bei der die Jugendlichenspontan ihre Einstellungen und Gedanken zum Thema Politikpreisgeben konnten, die vorrangig sehr positiv ausfielen.Danach konnten die Mädchen und Burschen Fragen anLandesrätin Widmann stellen.Runder Tisch TennengauCirca 50 Schülerinnen und Schüler des BG Halleinhatten am 12.11. die Möglichkeit, das Spiel Newland mitLandesrätin Tina Widmann Revue passieren zu lassen.Ein großer Wunsch der Jugendlichen, der sich auch beidiesem „Runden Tisch“ herauskristallisierte, ist, mehrpolitische Bildung an Schulen anzubieten. Außerdem wurdeüber aktuelle Themen, die die Jugendlichen beschäftigen,gesprochen, wie beispielsweise der Wunsch nach günstigerenVerkehrsmitteln.Runder Tisch LungauAm 16.11. stand ein Newland-Rückblick in der LandwirtschaftlichenFachschule in Tamsweg auf dem Programm.30 Schülerinnen und Schüler konnten ihre Erfahrungen ausdem Planspiel mit Tina Widmann besprechen. Der RundeTisch im Lungau war geprägt von einer konstruktivenDiskussion über das Spiel, aber auch über aktuelle Themen,wie Migration. Schließlich kamen die Schülerinnen undSchüler zu dem Ergebnis, dass in unserer Gesellschaft keinPlatz für ausländerfeindliche Äußerungen und Gedankensein sollte.Runder Tisch FlachgauDer letzte Runde Tisch fand am 20.11. in Straßwalchenstatt, bei dem wieder einige Schülerinnen und Schüler, dieeine Woche davor noch beim Planspiel Newland dabeiwaren, die Möglichkeit nutzten, gemeinsam mit LandesrätinTina Widmann ihre Gedanken über das Spiel und Politik imAllgemeinen zu reflektieren. Von einer Politikverdrossenheitder Jugendlichen war auch bei diesem Runden Tisch keineSpur.6


Flachgau wird eine Gruppe junger BürgerInnen die Idee derSchaffung eines Fun Courts bzw. Skaterplatzes mitten imOrt prüfen und versuchen, sich dann mit dem Bürgermeisterund GemeindevertreterInnen an den runden Tisch zu setzen.und diese Umzusetzen.Als weitere Punkte wurden ein verbessertes Schwimmbad(Spielgeräte erneuern), ein optimierter Sportplatz (Integrationins Gemeindeleben ermöglichen), ein abwechslungsreichesVeranstaltungsprogramm und die Entschärfung einesGehweg (Stichwort: sicherer Schulweg) auf die WunschundTo-Do-Liste aufgenommen.akzente Tennengau – 18 betreute GemeindenJugenddiskussion Abtenau& Jugendbeauftragte AbtenauBerndorfDie Gemeinde Berndorf hatte am 5.10. in Zusammenarbeitmit dem Forum Familie Flachgau, akzente Salzburg und derOrganisationsberatung des Landes Salzburg zu einem InfoundDiskussionsabend in die große Aula der Volksschulegeladen. Nachdem der Amtsleiter kurz erklärt hatte, wasdie Gemeinde derzeit attraktiv macht, waren die Wortmeldungender jugendlichen DiskussionsteilnehmerInnen undanwesenden Erwachsenen gefragt. Hauptdiskussionspunktewaren aus Sicht der Jugendlichen das neu eröffneteJugendzentrum und wie man es noch attraktiver machenkönnte. Weiters wurde die Ausstattung des Skate Parksbesprochen. Einem Gespräch mit Bürgermeister JosefGuggenberger soll eine intensive Recherche über möglicheNeuanschaffungen der Jugendlichen vorausgehen. Besondersinteressiert zeigten sich die Jugendlichen auch an derAktion „living Room“ in Seeham. Sehr gerne würden sie eineähnliche Aktion, so das Vorhaben, auch in Berndorf 2013realisieren. Die Planung der möglichen Umsetzungsschritteist beim Schreiben des Jahresberichts noch im Gange; wirfreuen uns auf ein interessantes Jahr für die Jugendarbeit inBerndorf!akzente Tennengau, Forum Familie Tennengau und dieGemeinde Abtenau veranstalteten im Juni 2010 einenDiskussionsabend „Jugendlichen und Familien in Abtenaugeht´s guad?!“, um mit Jugendlichen und Familien überwichtige Themen, Wünsche und Anliegen zu sprechen.Die anwesenden Jugendlichen äußerten einen konkretenWunsch an die Gemeinde: Ein/e Jugendbeauftragte/n solles geben. Die Jugendbeauftragten engagieren sich aktivfür die Gemeinde, geben den Jugendlichen in Abtenau eineStimme, bringen Ideen ein und ziehen selbst oder im TeamProjekte durch.Im Frühjahr 2012 war es soweit. Abtenau hat als ersteGemeinde im Lammertal einen Jugendbauftragten installiert.Nach dem Okay der Gemeindevertretung wurde zurJugendbeauftragten-Wahl aufgerufen. Im Zuge dessenwurde im März zu zwei Informationsveranstaltungen eingeladen.Am 2.3. wurde das Projekt der Abtenauer Jugendpräsentiert und am 30.3. konnten bereits die Kandidatenvorgestellt werden. Bei der Wahl am 14.4. setzte sichFlorian Auer als erster gewählter Jugendbeauftragter durch.Gemeinsam mit Robert Schlager und Pasquale Ascione setzter sich seitdem für die Anliegen der Abtenauer Jugend ein.Als erste Aktion wurde gleich einmal eine Facebook-Seiteeingerichtet, um Jugendliche zu informieren und ihnen eineGesprächsplattform zu geben (www.facebook.com/JugendbeauftragteAbtenau).Während der Fußball EM 2012 in Polenund der Ukraine fand ein Public Viewing statt. Die Endspielewurden live auf einer großen Leinwand am Marktplatz inAbtenau übertragen.8


akzente Pinzgau – 28 betreute Gemeinden1. Platz beim Innovationspreisfür Chancengleichheit 2012Das „Jugendkulturelle Beteiligungsprojekt“ von akzentePinzgau und mitbestimmung.cc holte in einer Laufzeit vonzwei Jahren rund 150 junge Menschen aus 25 Bands undSoloprojekten des Pinzgaus vor die Kamera. Dabei entstandein Film, in dem junge KünstlerInnen Hörproben und persönlicheEinblicke in eine lebendige und vielschichtige PinzgauerMusikszene bieten. In persönlichen Interviews machen sieaber auch auf Problemsituationen im Künstlerleben aufmerksamund liefern gleichzeitig Ideen, wie junge MusikerInnenim Pinzgau gezielt gefördert werden könnten. Das Projektwurde mit dem Innovationspreis für Chancengleichheit 2012ausgezeichnet. Ausschlaggebend für die Nominierung warnicht nur die filmische Aufbereitung, sondern vor allem dieunterschiedlichen Kommunikationsschienen, die diesesProjekt zu einem Modellprojekt machen: Runde Tische inGemeinden, Vernetzungstreffen, aber auch Auftrittsmöglichkeitenfür die jungen Bands und die Gründung einerPlattform. Unter der Projektträgerschaft der StadtgemeindeZell am See wurden alle 28 Pinzgauer Gemeinden mit anBord geholt, um die regionale Jugendmusikszene weiterzu beleben und eine Basis für nachhaltige Entwicklung zuschaffen. Das Nachfolgeprojekt eines gemeinsamen Musiksamplerssteht für das Jahr 2013 bereits in den Startlöchern.Jugendleitbild Zell am SeeDie im Jahr 2011 gegründete Jugendplattform Zell am See,mit dem Ziel Jugendliche stärker ins Stadtgeschehen einzubindenund zum aktiven Mitgestalten zu motivieren, hat sichim Jahr 2012 ein ganz besonderes Projekt vorgenommen:die Überarbeitung und Aktualisierung des Zeller Jugendleitbildes.In zwei Workshops, geleitet von Anna Weitgasservom Jugendzentrum Zell am See und Johanna Harmsvon akzente Pinzgau,erarbeiteten diejugendlichen PlattformmitgliederGrundsätzezum Umgang zwischenPolitik und Jugend.Beispielsweise wirddarin festgehalten, dassdie Stadtgemeinde dieAnliegen der Jugendlichenernst nimmt unddiese ins Gemeindegescheheneinbindet. Weiters verpflichtet sich die Stadt Zellam See immer genügend Ressourcen zur Verfügung zu stellen,um die Angebote für Jugendliche zu erhalten und wennnötig auszubauen. Damit das Leitbild von Jugendlichen aberauch aktiv genutzt wird, wurden mögliche Freizeitaktivitätenund spezielle Angebote wie die Kinoförderung übersichtlichzusammengefasst. Zusätzlich werden wichtige Anlaufstellenwie die Essstörungsberatungsstelle, Streetwork, First LoveAmbulanz oder die Drogenberatung samt Kontakten undÖffnungszeiten aufgelistet. Im kleinen Pocketformat und mitjugendgerechtem Design kann das Leitbild ganz einfach indie Geldtasche gesteckt und so jederzeit genutzt werden.10


akzente Lungau & Pongau Süd – 22 betreute GemeindenProjekt „meinLungau – Ansichten unserer Region mitden Augen der Jugend“ – Tu was, dann tut sich wasVoll im Bild! UnsereRegion mit jungen Augensehen. Wie sehen jungeMenschen eigentlich „ihren“Lungau? Beim Kreativ-Fotowettbewerb wurdenach jungen Ansichten undFotos gefragt, die onlineauf die Internetseite www.meinlungau.at gestellt unddurch monatliche Votings bewertet wurden. Der Wettbewerbwurde im Rahmen des Sozialfestivals „Tu-was-dann-tutsich-was“ins Leben gerufen und von den Jugendlichensehr gut angenommen. Junge Menschen haben sich vieleGedanken über ihre Region und den damit verbundenenThemen „Heimat“, „Frauenbild“, „Lebensraum“ „Kultur“,„Berufung“ und „Welt“ gemacht. Mit dieser kreativenAuseinadersetzung haben die Jugendlichen „ihrem“ Lungausozusagen einen Spiegel vorgehalten – das Ergebnis warJugendbeauftragtenwahl Radstadt„Demokratie funktioniert nur durch Mitbestimmung“ – ausdiesem Grund wurde in Radstadt mit Marin Bosnjak einneuer Jugendbeauftragter gewählt.Der Startschuss zu den Neuwahlen erfolgte am 28.9.Gemeinsam mit der Gemeindevertretung fand eine AuftaktundInformationsveranstaltung im timeout Kinder- undJugendzentrum statt. Neben den wichtigsten Informationenüber die Aufgaben, Rechte und Pflichten eines Jugendbeauftragtenbis hin zur Erklärung des weiteren Ablaufes(Wahlvorbereitung, KandidatInnensuche, Wahlablauf,Unterstützung) wartete auf alle BesucherInnen auch eintolles Rahmenprogramm mit Livemusik zweier talentierterjugendlicher Radstädter und schmackhafte Verköstigung!Schließlich stellten sich drei KandidatInnen der Wahl, wobeiMarin Bosnjak als neuer Jugendvertreter bestellt wurde.Gemeinsam mit seinen MitstreiterInnen Almasa und Julianwill er mehr jugendfreundliche Veranstaltungen in Radstadtorganisieren.beeindruckend. Insgesamt wurden 76 Bilder über dieInternetseite www.meinlungau.at eingereicht, durch Online-Votings wurden die jeweiligen Siegerfotos in den sechsKategorien ermittelt. Ausgestellt wurden die Siegerfotosnach Kategorien monatlich im Tamsweger Schlosspark,aufgedruckt auf einer überdimensionalen Leinwand. Eingroßes Dankeschön gilt allen Unterstützern, Sponsorensowie den Schulen und Jugendlichen, die beim Projektdabei waren und mit ihren Beiträgen diesen Wettbewerb erstmöglich gemacht haben.11


Gesellschaft& BildungJugend redet mitUnter dem Leitbegriff „Jugendbeteiligung“ versucht akzenteSalzburg seit Jahren, Mädchen und Burschen Möglichkeitenvorzustellen, mit denen sie ihre Anliegen selbst in Angriffnehmen und umsetzen können. Wir unterstützen dieJugenldichen in der Planung und Umsetzung von Projekten,nehmen Forderungen ernst, sind Anlaufstelle und Vermittlerund zeigen, wie Ideen verwirklicht werden können.Seit 2009 hat Salzburg auch den Vorsitz in der ARGE PartizipationÖsterreich inne und koordiniert deren bundesweitesArbeitsprogramm. Die von der ARGE erstellten Broschürenüber „Grundsätze“, „Partizipation im Stadtbereich“ und„Partizipation in Gemeinden“ können kostenlos bei akzentebestellt werden, für 2012 wurde auch eine Broschüre mitdem Titel „Evaluation“ herausgegeben.Partizipation groß geschriebenE-participation: parCamp – WienAm 6.11. wurde Open Government, Open Data undE-Partizipation zum Thema gemacht! In den Räumlichkeitender Statistik Austria in Wien gab es genügend offenen Raumfür den Dialog zwischen Verwaltung und Internet-Community,um Ideen zur Belebung der Demokratie mit Hilfe desInternets zu fördern. 115 TeilnehmerInnen aus Österreich,Deutschland und Ungarn stellten ihre Ideen, Projekte undForschungsergebnisse vor. Auch akzente Salzburg reistezum parCamp, um sich zu vernetzen, inspririeren zu lassenund um eigene Projekte zu präsentieren.Newland – wir „spielen“ PolitikPolitisches Interesse bei Jugendlichen fördern und dabeisollen sie selber Staaten bauen, so wie sie es sich vorstellen– auch bei unserem Jahresprojekt 2012 ging es umMitbestimmung, das Gelernte wurde an runden Tischen mitJugendlandesrätin Tina Widmann diskutiert.Zukunft#Dialog 2013Neben den Bezirksjugendgesprächen, die alle zwei Jahrestattfinden, wollen wir auch eine Möglichkeit zum „Gedankenspinnen“für junge Leute in den Bezirken liefern. Unterdem Motto „Zukunft#Dialog – lokal, global, egal?!“ geht’sdarum, Meinungen zu machen, Perspektiven aufzuzeigenund Impulse zu vermitteln – Planung & Konzeptarbeit für dieDiskussionsreihe mit Start Herbst 2013 begannen schon2012.12


ULTIMO Spezial – das Fachmagazin2012 widmeten sich zwei Ausgaben vom ULTIMO SpezialThemen, die interessieren: Das erste Magazin drehte sichum das Thema „Jugend & Arbeit“, das zweite Magazinerschien zum Thema „Mitreden in den Regionen“.Redewettbewerb in der Stadt SalzburgKlassische Rede, Spontanrede oder neues Sprachrohr –300 Salzburger SchülerInnen traten beim Redewettbewerbvon 18.–20.4. gegeneinander an! Und die besten RednerInnenSalzburgs hatten im Juni gleich die Gelegenheit, sichmit den anderen SiegerInnen aus den Bundesländern zumessen: der Bundesredewettbewerb machte nämlich auchin Salzburg Station! Übrigens: Mit drei ersten Plätzen, dreizweiten Plätzen und einem dritten Platz räumten gerade dieLungauer SchülerInnen beim heurigen Redewettbewerb sorichtig ab, was uns freut, denn 2013 wird der Redebewerbim Salzburger Lungau stattfinden – die Vorbereitungen fürdieses Großereignis laufen schon.SchulsprecherInnentreffen 2012Gemeinsam mit der LSV führte die Jugendinfo 2012 ingewohnter Manier drei landesweite SchulsprecherInnentreffen– mit Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, JugendlandesrätinTina Widmann und dem amtsführenden Präsidentendes Salzburger Landesschulrates Herbert Gimpl – durch.Zusätzlich zu den landesweiten Treffen gab es wieder vierregionale Treffen auf Bezirksebene.SchülerInnenparlament 2012Am 19.1. fand das erste SchülerInnenparlament im Jahr2012 statt. Moderiert wurde es von akzente Salzburg.Mehr Aufklärungsarbeit, was die Rechte von SchülerInnenbetrifft, eigene UnterstufensprecherInnen, Verschiebung derZentralmatura oder die Förderung für günstigere Buffetsund eine gesunde Jause: insgesamt elf Anträge wurden imSchülerparlament von Salzburgs SchülerInnen eingebrachtund heiß diskutiert. Und weil’s so schön war, fand am14.5. gleich das zweite SchülerInnenparlament statt – dieModeration übernahm auch hier akzente Salzburg.Lehrlingsaktionstag 2012Rund 50 Lehrlinge der Salzburg AG widmeten sich am2.4. dem Thema „Die Macht der Bilder und deren Darstellung“.Der Lehrlingsaktionstag, organisiert und durchgeführtvon akzente Salzburg stand ganz unter dem Motto „Zwischenrealer und virtueller Welt – was die Macht der Medienbewirken kann“. Bei einem Besuch im ORF-LandesstudioSalzburg, wo neben Führungen auch Diskussionsrunden mitTV- und RadiomacherInnen warteten, ging es am Nachmittagins Institut für Medienbildung um sich intensiv mit demThema „Internet, Facebook & Co.“ auseinanderzusetzen.13


Tag der offenen Jugendarbeitakzente Salzburg ist Vorstandsmitglied der bOJA (bundesweitesNetzwerk Offene Jugendarbeit). Um die Vielfalt,die Originalität und die Bandbreite an Themen sowie dasPotential von Offener Jugendarbeit sichtbar zu machen, riefdas Netzwerk am 29.6. den österreichweiten Tag der OffenenJugendarbeit aus.Viele Jugendzentren beteiligten sich am Tag der offenenJugendarbeit, sämtliche Aktivitäten rund um diesen Tag fürganz Österreich gibt‘s auf www.boja.at zum Nachlesen.Service, Beratung, BegleitungJugendbeauftragteAktuell sind in Stadt und Land Salzburg 39 gewählte oderbestellte Jugendbeauftragte in 18 Salzburger Gemeindenim Einsatz. Neuwahlen fanden in Abtenau, Bad Hofgasteinund Radstadt statt, Wahlvorbereitungen liefen in St. Martinan. Die Regionalstellen von akzente Salzburg stehen dabeials Ansprechpersonen zur Verfügung, beraten und begleitenProjekte.Jugendplattformen in den GemeindenIn Ergänzung bzw. als Grundlage für die Jugendbeauftragtensind die Jugendplattformen, ideal um Jugendliche für mehrMitsprache in ihren Heimatgemeinden zu begeistern. Derzeitgibt es sechs Jugendplattformen: Thalgau, Mittersill, Zell amSee, Seekirchen, Flachau und Oberndorf, weitere sind imGespräch.JugendzentrenRund 59 Jugendzentren zählt das Land Salzburg derzeit.Viele von ihnen wurden auf Initiative von akzente Salzburgins Leben gerufen und der Großteil dieser Jugendeinrichtungenund deren BetreuerInnen werden auch inhaltlich voneiner eigenen akzente-Mitarbeiterin und den RegionalstellenleiterInnenbegleitet. Im Jahr 2012 gab es zehn Vernetzungstreffenim Bundesland Salzburg. Drei fanden im Pongau statt(10.2., 1.6., 26.9.), zwei im Flachgau (23.4., 14.11.), zwei imPinzgau (2.3., 27.9.), sowie eines im Tennengau (11.5.). Inder Stadt Salzburg wurden zwei Treffen abgehalten (24.2.und am 9.11.).Und zwei weitere Highlights gab es 2012:St. Gilgen hat ein brandneues Jugendzentrum – ein Teamvon akzente Salzburg begleitete und unterstützte dieGemeinde bei der Umsetzung. Im JUZ Bergheim wurdegemeinsam mit der Polizei eine Veranstaltung zum Thema„Rausch & Risiko“ inkl. Jugendschutz organisiert – 20Jugendliche waren mit dabei.Kinderrechte im BlickpunktNational Coalition – Netzwerk Kinderrechte ÖsterreichBedürfnisse von Kindern und Jugendlichen aus SalzburgerSicht brachte akzente in der „National Coalition“, derbundesweiten Arbeitsgemeinschaft zur Umsetzung derUN-Kinderrechtskonvention, ein und arbeitete vor allemam Kapitel „Partizipation“ am „Ergänzenden Bericht“ zum3. und 4. Bericht der Republik Österreich an die VereintenNationen, mit.Weltkindertag – 28.9.1954 verabschiedete die UN-Vollversammlung eine Resolution,in der sie anregte, den „Universal Children‘s Day“ zufeiern. Dahinter stand die Idee, Kinder an einem Tag weltweitin den Blickpunkt des öffentlichen Interesses zu stellen. DerWeltkindertag wurde nicht an ein Datum gebunden, er wirdinzwischen in über 160 Staaten an unterschiedlichen Tagenbegangen, offiziell aber gilt der 20.11. als „Weltkindertag“.Der Weltkindertag wird zum Anlass genommen, die Rechteder Kinder konzentriert und verstärkt in die Öffentlichkeit zubringen, Erwachsene und vor allem EntscheidungsträgerInnenim kommunalen Bereich für diese Rechte und Bedürfnissezu sensibilisieren, auf Defizite hinzuweisen, alternativeIdeen vorzustellen und Kinder zu Wort kommen zu lassen!Die „Plattform Weltkindertag“, eine Salzburger Plattform vonmehr als 70 Organisationen im Kinder- und Jugendbereich,hat diese Entwicklung als einer der ersten Verbände massivgefördert und wird dieses Engagement auch in Zukunftfortsetzen. akzente arbeitet in der Kernarbeitsgruppe mit,produziert die Drucksorten zum Weltkindertag und ist vorOrt mit dabei.14


Weiterbildung und Ausbildung für die JugendarbeitBildungsarbeit wird bei akzenteSalzburg groß geschrieben.Neben der Bildungsbroschüremit vielen Seminaren & Workshopsim Bereich Jugendarbeit,bietet akzente gemeinsam mitden LandesjugendreferatenSalzburg & Oberösterreich denGrundkurs AußerschulischeJugendarbeit an, bei demjedes Jahr JugendarbeiterInnenaus- und weitergebildet werden.Auch 2012 wurde der Aufbaulehrgangfür AbsolventInnen desGrundkurses angeboten.Seminare, Workshops & Co.Damit JugendarbeiterInnen immer auf dem neuesten Standsind, gibt akzente Salzburg jährlich eine Broschüre, vollgepackt mit Weiterbildungsangeboten, heraus. JugendarbeiterInnen,PädagogInnen, MultiplikatorInnen und Interessiertewaren bei den Workshops und Seminaren dabei. Unteranderem deckten wir mit unseren Angeboten die Themen„Migration & Integration“, „Medienarbeit mit Jugendlichen“sowie „geschlechtssensible Jugendarbeit“ und „Suchtprävention“ab.Grundkurs „Außerschulische Jugendarbeit“Der einjährige Kurs für JugendarbeiterInnen wird seit 1999erfolgreich gemeinsam mit dem LandesjugendreferatOberösterreich angeboten.Ziel des Lehrgangs: eine Grundausbildung anbieten umspannende Projekte zu planen und umzusetzen, Jugendlichezum Mitmachen zu motivieren und die richtigenAnlaufstellen zu kennen, wenn finanzielle oder fachlicheUnterstützung benötigt wird. ExpertInnen aus der Jugendarbeitreferieren dabei zu den verschiedensten Themen wieSexualpädagogik, Konfliktmanagement, Rechtsfragen in derJugendarbeit oder auch Suchtprävention und vermitteln denTeilnehmerInnen ein fundiertes Basiswissen. Der Grundkurswird nach einem Praxisprojekt mit einem Zertifikat abgeschlossen.AufbaulehrgangDer Aufbaulehrgang ist ein weiterführendes Angebot fürjene Personen, die bereits in der Jugendarbeit tätig sindund sich einen umfassenderen Überblick über verschiedenefreizeitpädagogische Tätigkeitsfelder und Einsatzgebieteverschaffen wollen. Ziel des Aufbaulehrganges mit seinen168 Seminareinheiten ist der Erwerb von vertiefendenKenntnissen und Fertigkeiten über Strukturen, Aufbau undTeilbereiche der Jugendarbeit, um den TeilnehmerInneneinen umfassenden Einblick in die Vielfältigkeit derJugendarbeit zu geben. Wie beim Grundkurs werden auchbeim Aufbaulehrgang je zehn Plätze an Interessierte ausOberösterreich und Salzburg vergeben.akzente Salzburg ist auch Mitglied der Plattform SalzburgerGewaltprävention und ist im Qualitätsverbund „Qualibu“zur Weiterbildung von hauptamtlichen MitarbeiterInnen imSozialbereich vertreten.Die City-Wall – wenn der Berg ruft!Die etwas extremere, aber sicher coolste Route auf denKapuzinerberg: Mitten in der Stadt liegt Salzburgs 1.Stadtklettersteig und lädt während der Sommermonatezum Klettern ein – eine atemberaubende Aussicht über dieDächer der Mozartstadt ist dabei garantiert! Aber Vorsicht:der Klettersteig ist nichts für AnfängerInnen, im Gegenteil,hier sind erfahrene Leute gefragt, denn der Steig läuft unterder Kategorie E.15


Jugend-ServiceOrganisatorisch hat sich bei akzente Salzburg bereits 2011einiges geändert – es wurde ein „neue“ Abteilung geschaffen.Undzwar wurden die Bereiche der Jugendinformation,der Salzburger Jugendkarte (S-Pass) und Internationalzusammengefasst zur Abteilung „Jugendservice“.Grund dafür war, jene Bereiche, die vorwiegend dieZielgruppe Jugendliche bedienen, noch stärker als bisher zuvernetzen. Jedem der Bereiche steht ein/eine TeamleiterInvoran – für den S-Pass Walter Knoglinger, für die JugendinformationJulia Tumpfart und für akzente InternationalKatharina Gimm.Die Abteilungsleitung übernahm Doris Hiljuk (zuvor imBereich der regionalen und kommunalen Jugendarbeit tätig).S-Pass,die Salzburger JugendkarteJugendinfo –Tipps & Infos für junge Leuteakzente International16


S-Pass,die Salzburger JugendkarteDer S-Pass ist die Salzburger Jugendkarte für jungeSalzburgerInnen, rund um die Uhr einsatzbereit. Über30.000 clevere S-Pass Mitglieder hatten damit im Jahr 2012ihre Nase um eine Kartenlänge voraus!S-Pass – das Team im HausDer S-Pass wurde auch 2012 wie in den letzten acht Jahrenseit seiner Einführung vom Jugendkarten-Team bei akzenteSalzburg betreut.S-Pass bietet viel Raumfür GestaltungsmöglichkeitenDie Salzburger Jugendkarte wurde 2012 über Kooperationenin mehreren Design-Mutationen an alle jungen SalzburgerInnenzwischen 12 und 26 Jahren ausgegeben:S-Pass PURdie Standard-Variante mit allen wichtigen Jugendkarten-Eigenschaften wie Altersnachweis (lt. Jugendschutzgesetz)und attraktive Vorteilswelt in Salzburg, Österreich und 40europäischen Ländern.S-Pass in Oberndorfdie Stadtgemeinde Oberndorf hat auch 2012 ein ganzbesonderes Projekt für ihre jungen BürgerInnen weitergeführt:Nur mit dem S-Pass konnte man sich zu Ferienzeitendie Freifahrtscheine für die Lokalbahn nach Salzburg imStadtamt abholen. Die Stadtgemeinde Oberndorf stellt denS-Pass allen jungen OberndorferInnen bis zu 19. Jahrenkostenlos zur Verfügung.edu.card inkl. S-Passder intelligente SchülerInnen-Ausweis des Landesschulratesin Kooperation mit dem bm.ukk.ÖBB VORTEILScard


S-Pass unterwegsDas ganze Jahr über präsentierte sich der S-Pass gemeinsammit der Jugendinfo bei Festivals (On the Rocks, Movida,Stuck! Festival), bei Messen (BEM, Spielemesse, BIM),Bezirksjugendgesprächen und bei Jugendorganisationen etc.Crazy Friends FotowettbewerbGesucht wurden die coolsten Sommerfotos: Die originellstenund witzigsten Schnappschüsse – wobei ganz wichtigwar, dass FreundInnen mit drauf waren. Die coolsten Picswurden von der S-Pass Jury ausgesucht und auf die S-PassFacebook-Seite gestellt. Dort hatten alle S-Pass Mitgliederdie Möglichkeit für das beste Bild zu voten. Jenes Bildmit den meisten „likes“ gewann ein Wochenende für zweiPersonen in Wien.S-Pass OsternestsucheDiese Osternester rockten: S-Pass Mitglieder konnten heuererstmals ihr Osternest in einem interaktiven S-Pass Online-Spiel suchen. Bei der virtuellen Osternestsuche auf www.spass.atwar mit etwas Spürsinn und Geschicklichkeit jedenTag ein gut gefülltes Nest zu finden, in dem sich FORUM1Einkaufsgutscheine, eine PlayStation 3, InterRail-Pässe, einSurfboard, Schoko-Hasen, Kino-Karten, Festival-Tickets undandere Überraschungen versteckten.S-Pass SpotGanz schön mitreißend: Der S-Pass ließ erstmals einenKurzfilm rund um die Jugendkarte von 2010 Entertainment,in Zusammenarbeit mit der Schule BHAK1 Salzburg, produzieren.Ziel des Spots war es, die Salzburger Jugendkarteund ihre Funktion sowie Partner bekannter zu machen.Herausgekommen ist ein viraler Film mit magischerAnziehungskraft. Zu sehen unter: youtube.com/user/JugendkarteSalzburg18


S-Pass Online-Adventkalender 2012Täglich eine Advent-Überraschung: Auch heuer wurden S-PassMitglieder schon vor Weihnachten mit vielen Geschenkenim S-Pass Online-Adventkalender überrascht. Hinter jedemFenster des S-Pass Adventkalenders auf www.s-pass.atverstecken sich satte Preise wie Ski, Kino-Packages, Thermen-Gutscheine, Frühstücksgutscheine, Snow-Camps, Ski amadéSkikarten, Beauty Sets und vieles mehr ...Ein große Menge S-Pass30.000 Mädchen und Burschen mit Wohnsitz im BundeslandSalzburg waren 2012 BesitzerIn eines S-Pass. Dasentspricht gut 34 % aller jungen SalzburgerInnen zwischen12 und 26 Jahren.S-Pass und Nutzender anerkannte Altersnachweis laut SalzburgerJugendgesetzNEU: Projekt Jugend-/SchülerInnenkarte SalzburgIm Bundesland Salzburg wird für alle SchülerInnen einegemeinsame Schülerkarte mit schulischen und außerschulischenFunktionen entwickelt. Im Auftrag des Amtes derLandesregierung arbeitet eine Projektgruppe an der Planungund Umsetzung der neuen gemeinsamen Karte, die all daskönnen wird, wofür bis jetzt drei Karten gebraucht werden.Das heißt, erstmals werden Mobilität (s´COOL-CARD),Schulfunktionen (edu.card) und S-Pass/EYCA Jugendkarten-Vorteileauf einer einzigen Karte zusammengeführt.Gleichzeitig soll die Karte auch als anerkannter Lichtbildausweisgemäß dem Salzburger Jugendschutzgesetz gelten.für die Wahlbehörde gilt sowohl der S-Pass als auchdie edu.card als offizieller Nachweis der Identität nebenden amtlichen Lichtbildausweisen Reisepass undPersonalausweismehr als 450 Vorteilspartner in allen erdenklichenLebensbereichen der jungen SalzburgerInnenregionale, nationale und internationale Ermäßigungen,überall, worauf der Sticker der Salzburger Jugendkarteklebt.19


Jugendinfo –Tipps & Infos für junge LeuteDie akzente Jugendinfo ist die Erstanlaufstelle für Jugendlicheund MultiplikatorInnen im Bundesland Salzburg zuallen jugendrelevanten Themen. Ziel ist es, Fragen kostenlosdurch persönliche Gespräche, telefonisch oder per E-Mail zubeantworten und so den Weg durch den dichten Informationsdschungelzu ebnen.Zahlen, Daten, FaktenDie Jugendinfo informiert über jugendrelevante Themen vonA bis Z via Telefon, Email oder über persönliche Beratungen.Anfragen & Kontakte2012 war ein äußerst erfolgreiches Jahr für die akzenteJugendinfo: Mit 3.670 Kontakten im Jahr 2012 konnte dieJugendinfo ihre persönlichen Kontakte im Vergleich zumVorjahr 2011 (1.858 Kontakte) annähernd verdoppeln.Insbesondere kann von einer Etablierung des Standorts amAnton-Neumayr-Platz in der Stadt Salzburg ausgegangenwerden, da die meisten Anfragen persönlicher Natur waren:Ingesamt wurden 2.761 persönliche, 485 telefonische und424 schriftliche Anfragen registriert. Auffällig ist hier, dasstrotz Zeiten des Internets persönliche Anfragen deutlich vorder schriftlichen wie telefonischen Kontaktaufnahme liegen.Neben den regelmäßigen Öffnungszeiten (Mo bis Fr, von12.30 Uhr bis 17.30 Uhr) in den Räumlichkeiten am Anton-Neumayr-Platz 3 ist die Jugendinfo auch bei unzähligenAußenauftritten anzutreffen – sei es bei Jugendevents,Messen, Infoveranstaltungen oder in Schulen. Zusätzlichorganisiert die Jugendinfo aber auch eigene Veranstaltungenund Workshops für junge Leute und führt eigenständigjugendrelevante Projekte durch.Außergewöhnlich viele Anfragen gab es im BereichInternationales: 2.332 Anfragen wurden vermerkt, das istmehr als doppelt so viel als im Vergleichsjahr 2011. Nebendem „Verkaufsschlager“ Auslandsberatungen wurdendie meisten Anfragen, wie auch schon im Vorjahr, in denThemengebieten Arbeit, Leben von A bis Z sowie Freizeitregistriert, wobei sich insbesondere der Bereich „Leben“bezüglich der Anfragen stark gesteigert hat. Der Zuwachsin diesem Bereich lässt sich aller Wahrscheinlichkeit nachdurch den immer populärer werdenden Themenbereich„Neue Medien“ (Sicheres Internet, Facebook-Check)erklären, der der Kategorie „Leben“ zugeordnet ist. Unter dieKategorie „Sonstiges“ fallen Auskünfte über die Jugendinfoselbst sowie temporäre Aktionen und Projekte wie z. B. derMaturaballkartenvorverkauf.20


2012 war die akzente Jugendinfo an 238 Tagen im Jahrgeöffnet. Bei einer Gesamtzahl von 3.670 Anfragen ergibtdas eine beachtliche Anzahl von durchschnittlich 15,4Anfragen pro Tag. Als anfragenstärkste Monate haben sichdie Monate Juni mit 462 und November mit 682 Anfragenherauskristallisiert.Weitere interessante Zahlen aus dem Jahr 2012:Homepage (http.//jugendinfo.akzente.net):64.609 Web-Zugriffe (2011: 46.543)Facebook: 989 Fans (Stand: 31.12.12), 941 Reaktionenauf Posts (Kommentare, Gefällt-mir-Angaben,geteilte Inhalte, etc. durch User)Broschürenumsatz 2012: 6.184 StückSommertour: 381 AnfragenSommerkino: 1.550 BesucherInnenEurodeskEurodesk ist ein europäisches Informationsnetzwerkmit Nationalagenturen in 29 Ländern und 900 weiterenregionalen Servicestellen. Ziel des Netzwerkes ist es,Jugendlichen und MultiplikatorInnen der Jugendarbeit denZugang zu Europa zu erleichtern. Vielfältige Informationenzu den Themen Jugend, Bildung, Ausbildung, Mobilität etc.sollen helfen, von einem zusammenwachsenden Europa zuprofitieren und Chancen und Möglichkeiten grenzübergreifenderAktivitäten zu nutzen. Die akzente Jugendinfo ist dieEurodesk Regionalstelle Salzburg in diesem Netzwerk undwechselt sich wöchentlich mit den anderen Jugendinfos inÖsterreich mit der Beantwortung von österreich-spezifischenAnfragen aus dem Europäischen Jugendportal ab!Neues aus der Jugendinfo ...Safer Internet Day: Facebook & Co.-Sicherheitschecks in der JugendinfoIm Rahmen des Safer Internet Days am 7.2. bot dieJugendinfo einen „Facebook & Co.-Sicherheitscheck“ an.Hierbei überprüfte das Team der Jugendinfo gemeinsam mitden Jugendlichen deren private Einstellungen in sozialenNetzwerken wie z. B. in Facebook, und beantworteteFragen wie „Welche persönlichen Daten findet man von mirim world-wide-web und sind meine privaten Fotos auchtatsächlich vor den Blicken der Öffentlichkeit geschützt?“Ziel ist es, Jugendliche auf die Gefahren im Internetaufmerksam zu machen und sie hinsichtlich ihres Umgangsmit sozialen Netzwerken zu sensibilisieren – damit Privatesauch tatsächlich privat bleibt!Ferialjob- und Bewerbungschecks in denSemesterferien und OsterferienGut gestaltete Bewerbungsunterlagen sind der Schlüsselzum Erfolg beim Bewerben. Aber wie bewirbt man sichrichtig? Bei den Ferialjob- und Bewerbungschecks hattenJugendliche die Möglichkeit, in der Jugendinfo ihre Bewerbungsunterlagendurchchecken zu lassen.Infoabende zum Europäischen Freiwilligendienst (EFD)In Zusammenarbeit mit akzente International veranstaltetedie akzente Jugendinfo 2012 insgesamt acht Auslandsinfoabendein der akzente Jugendinfo, an denen ca. 65Jugendliche (davon männlich: 14) teilnahmen.Zusammen wurde ein Programm entwickelt, das neben derEFD-Information auch einen Überblick inklusive Beratung zuden Themen soziale Lang- und Kurzzeiteinsätze im Ausland,Au Pair, Praktika, sowie Jobprogramme im Ausland undjunges Reisen in Europa beinhaltet, um die Jugendlichenbestmöglich über die Spannbreite von Auslandsaufenthaltenzu informieren. Die Auslandsinfoabende förderten dieInformationskompetenz der Auslandsinteressierten undverringerten die Anzahl der EFD-AbbrecherInnen, die z. B.von einem Praktikum im Ausland mehr profitiert hätten.21


WorkshopsNicht nur Jugendliche kommen in die akzente Jugendinfo,um sich Informationen zu holen – die Jugendinfo kommtauch zu den Jugendlichen! Seit Frühjahr/Sommer 2012bietet die Jugendinfo kostenlose Workshops für Schulklassenzu den Themen „Infokompetenz“, „Ab ins Ausland“ und„Sicher im Netz“. Dieses Angebot ist auf großen Anklanggestoßen: Insgesamt wurden durch Workhops im Jahr2012 555 Jugendliche erreicht und so die Bekanntheit derJugendinfo massiv erweitert.Sicher im Netz„Ohne Internet und Handy geht heutzutagenichts mehr“ – das ist die einhellige Meinungvieler Jugendlicher. Neue Medien sind ausden Lebenswelten junger Menschen nichtmehr wegzudenken. Umso wichtiger ist es,Jugendliche auf die möglichen Gefahren hinzu sensibilisieren. Mit dem Workshop zumThema „Sicher im Netz“ will die Jugendinfodie Medienkompetenz von Jugendlichenstärken und zu einem kritischen Umgang mitden Neuen Medien anregen.Ab ins AuslandLife-competences und Social-Skills sind in aller Munde. UmJugendlichen ab der 10. Schulstufe das Abenteuer Auslandnäher zu bringen, entwarf die akzente Jugendinfo einenWorkshop zum Thema Auslandsaufenthalt.Inhalt des 2-stündigen Workshops ist die Vermittlungvon konkretem Wissen über Au-Pair, Soziale Einsätzeund Arbeitserfahrungen im Ausland. Anhand aktuellerBroschüren und Unterlagen erarbeiteten die SchülerInnenwichtige Infos zur Vorbereitung und zum Ablauf einerErfahrung im Ausland und beschäftigten sich auch mit ihrereigenen Motivation und ihren Zukunftsperspektiven nach derSchulzeit.Im Jahr 2012 wurden gesamt 25 Workshops durchgeführt,16 davon in der Stadt Salzburg in acht verschiedenenSchulen bzw. Institutionen. Am häufigsten gebucht wurdeder Workshop „Sicher im Netz“, welcher mit der Aktualitätder Thematik „Umgang mit sozialen Netzwerken“ punktenkann.Das Workshop-Angebot erfreut sich aber auch in denRegionen wachsender Beliebtheit: neun Workshops wurdenzusätzlich erfolgreich im Bundesland Salzburg abgehalten.KartenvorverkaufNeben dem Vorverkauf für Schulballkarten stellt sich dieakzente Jugendinfo auch als Kartenvorverkaufsstelle fürJugendveranstaltungen zur Verfügung. Genutzt wurdedieses Angebot von „We are Salzburg“, einer Eventplattform,die die Ticketverkäufe des Datapop-Studierendenfestes u. a.über die Jugendinfo laufen ließ.InfokompetenzZiel des Workshops „Infokompetenz“ ist es, SchülerInnen ab13 Jahren hinsichtlich ihres Umgangs mit Informationen zusensibilisieren. Grundlegend ist die Frage, wie Informationengesammelt, aufbereitet und bewertet werden. Die Jugendlichensollen lernen, wie richtige Recherche funktioniert undwelchen Quellen man trauen kann.Um den „Infokompetenz“-Workshop bundesweit aufqualitativ hohem Niveau zu vereinheitlichen, waren die Mitarbeiterinnender Jugendinfo außerdem Teil der ArbeitsgruppeInfokompentenz, um an dieser Zielsetzung mitzuwirken.22


Projekte & Produkte ...Babysitterbörse SalzburgDie Jugendinfo von akzente Salzburg bietet eine kostenloseBabysitterbörse im Bundesland Salzburg an. Die Jugendinfostellt dabei den Kontakt zwischen Familien und Babysitternher. Mit Hilfe der akzente-Regionalstellen in Oberndorf, Hallein,Bischofshofen, Tamsweg und Zell am See finden auchdie Familien und Babysitter in den Regionen zueinander.Momentan sind ca. 101 Babysitter in unserer Börse gelistet.2012 erfreute sie sich im ganzen Bundesland wieder größterBeliebtheit und führte Babysitter und Familien zueinander.Die Jugendinfo lädt ein ...SchulsprecherInnentreffenNeben der eigenen Teilnahme an regionaler und nationalerVernetzung wird von der Jugendinfo auch Raum für dieVernetzung junger SalzburgerInnen geschaffen.Ferialjobbörse 2012Die Jugendinfo hat im Jahr 2012 insgesamt 134 Anfragenzum Thema Ferialjob registriert. Diese Zahl zeigt diegroße Nachfrage von Jugendlichen in diesem Bereich.Als besonderen Service bietet die akzente Jugendinfo dieFerialjobbörse an: Diese ist eine Aktion für Jugendliche inZusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer, dem Arbeitsmarktservice,der Arbeiterkammer und den MedienpartnernSalzburger Nachrichten sowie der Salzburger Woche. Dieaktuelle Ferialjobliste wurde in Form eines Ferialjob-Newslettersvom 17.2. bis 7.8. an 4.431 EmpfängerInnen geschickt.346 ausgewiesene Dienstgeber und 683 offene Ferialstellenkonnten im Jahr 2012 gezählt werden.Move for Fun„Move for Fun“, das Sommerferienprogramm hat inzwischenTradition. 2012 wurde in Zusammenarbeit mit dem VereinSpektrum, dem Jugend- und Kinderhaus Liefering, denFlachgauer Jugendzentren Oberndorf, Nussdorf undSt. Georgen sowie der Gemeinde Grödig wieder einabwechslungsreiches und kostenloses Ferien- & Freizeitprogrammauf diversen Sport- und Spielplätzen durchgeführt.Unter diesem Stichwort fand am 13.12. das 1. landesweiteSchulsprecherInnentreffen für das Schuljahr 11/12 statt. DieseTreffen verstehen sich als Plattform für alle SchülerInnen,um ihre Ideen, Wünsche, Vorstellungen und Anregungen beiden politischen VertreterInnen des Bundeslandes Salzburgzu deponieren. Die Treffen wurden in Kooperation mit derLandesschülerInnen-Vertretung organisiert und durchgeführt.Zwei weitere Treffen im Schuljahr 11/12 fanden am 22.3. und14.6. 2012 statt. Insgesamt haben 75 SchulsprecherInnenan den drei Treffen teilgenommen. Unter anderem wurdenbei den Treffen folgende Themen besprochen und diskutiert:Schulbudget, Schulbuffetpreise, Schulpsychologie, Rauchenan Schulen, Lehrpersonenfeedback, alternative Unterrichtsmethoden,Diskriminierung, Politische Bildung an allenSchulen, Extremismus an Schulen, Anti-Rassismus, Gender,Partizipation und Mitbestimmung, Bildungspolitik, Gewaltpräventionan Schulen, Freizeit in Salzburg (Ermäßigungen,Freifahrten ...), Gesundheit in der Schule, Jugendkultur undMobbing an Schulen.Die regionalen SchulsprecherInnen Treffen fanden anfolgenden Tagen statt:Pinzgau: 7.2. bei akzente Pinzgau, Zell am See,Lungau: 3.2. bei akzente Lungau, Tamsweg,Pongau: 9.2. bei akzente Pongau, St. Johann,An den regionalen Treffen haben insgesamt 15SchulsprecherInnen teilgenommen.23


World-Weit-Weg-InfonachmittagZum 6. WWW-Tag lud die akzenteJugendinfo wieder Auslandsspezia-listInnen aus den Bereichen Au-Pair,Praktika, Schulbesuch und SozialeEinsätze in ihre Räumlichkeiten ein.Mit Workshops und der Möglichkeitdirekt bei den AnbieterInnen nachzufra-gen, wie man am besten eine passende Schulein Australien findet, was man macht, wenn die Kinder inder Au-Pair-Familie Bauchweh haben, während die Elternin der Arbeit sind oder welche Spiele bolivianische Kindergartenkinderam liebsten mögen, usw. – bei persönlichenGesprächen waren alle gut beraten!Insgesamt besuchten über 50 Auslandsinteressierte denWWW-Tag 2012 in der Jugendinfo und holten sich Infos undTipps zum geplanten Auslandsabenteuer.JUGENDINFO ON TOUR!Die Jugendinfo war auch 2012 wieder fleißig „on tour“ – seies beim Modiva-Festival bzw. bei diversen Berufsinformationsmessenund Jugendveranstaltungen.Sommertour 2012Vom Sommertief war 2012 keine Spur. Mit insgesamt siebenAuftritten waren die akzente Jugendinfo und der S-Passgemeinsam unterwegs auf Festivals und Sommereventsin und um Salzburg. Rund um die alltäglichen Fragendes Lebens fand man auch Zeit, die eine oder andereAuslandsberatung vor Ort unter strahlendem Sonnenscheindurchzuführen!Die Termine in der Übersicht:9.5. Europatag28.6. Jugendkongress2./3.7. BEM - Berufserlebnismesse20.7. On the Rocks25.-27.7. Movida Festival3.8. STUCK! Festival10.8. imGartenInsgesamt wurden bei der Sommertour 2012 381 persönlicheKontakte verzeichnet.Sommerkino und Movida-FestivalZum 10-jährigen Jubiläum startete das akzente Sommerkino2012 gleichzeitig mit dem Movida Festival am Salzbeach imVolksgarten. Bei insgesamt sieben geplanten Vorstellungenmussten leider der erste und der letzte Film wegen Regensausfallen, was dem Erfolg der restlichen Filme aber keinenAbbruch tat.Am Movida Festival 2012 konnte die Jugendinfo wie jedesJahr mit einer Infostelle am Festival punkten, abends ginges dann gleich weiter zum Open Air Kino am Salzbeach.Neben dem künstlichen Strand an der Salzach hat dasMovida Festival 2012 wieder ein breites Aufgebot mit über30 Workshops, Konzerten, Contests, Parties, Vorträgenund Performances geboten. Wurden während des Festivalsnoch die ersten Filme über die SN-LED Wall gespielt, standab August jeden Mittwoch eine „Oldschool“-Leinwand mitBeamer am Volleyballfeld.Durch die ansprechende Strandatmosphäre zog es imJuli und August insgesamt ca. 1.500 BesucherInnen zumakzente Sommerkino!24


Die Termine in der Übersicht:25.7. Contact High (wegen Schlechtwetter abgesagt!)26.7. Hotel Very Welcome27.7. Jungs bleiben Jungs1.8. Sommer in Orange8.8. Almanya - Willkommen in Deutschland14.8. Wie man leben soll22.8. Four Lions (wegen Schlechtwetter abgesagt!)JugendkongressDer von der Stadt Salzburg am28.6. in der TriBühne Lehendurchgeführte Jugendkongressdient der Schaffung einerPlattform, auf der SchülerInnenihre Wünsche, Anliegen,ihre Sorgen sowie ihre Kritikdirekt an die Kommunalpolitikrichten können. Eine der zehnzu durchlaufenden Stationen wurde von der Jugendinfoübernommen, die sechs Internet-Kurzworkshops zu je 20Minuten für die Jugendlichen abgehalten hat. Insgesamtkonnten 75 Jugendliche erreicht werden.Berufsmessen im ganzen BundeslandBerufsmessen sind eine gute Gelegenheit für Jugendliche, sichüber vielfältige Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten zu informieren– und eine umso besser Möglichkeit für die Jugendinfo,ihre Informationen an ihre Zielgruppe weiterzuleiten.Ein Highlight diesbezüglich stellt die BIM dar: Die diesjährigeBerufsinformationsmesse haben ca. 38.000 Personenbesucht. Von 22. bis 25.11. war die akzente Jugendinfomit einem Stand in der Halle 1 vertreten. Auch heuer hatsich die akzente Jugendinfo mit dem Girls’ Day einen (Eck-)Stand geteilt. Weiterer Kooperationspartner war wie in denvergangenen Jahren der S-Pass mit einem tolles Gewinnspiel.Insgesamt wurden 2.896 Broschüren und anderesInfomaterial verteilt (Eyeball-Goodies, Postkarten usw.).Insgesamt konnten an den vier Tagen 202 persönlicheKontakte (w=103, m=99) verzeichnet werden. Nichtmitgerechnet bei den persönlichen Kontakten ist dieLaufkundschaft – also Jugendliche und MultiplikatorInnen,die keine direkte Anfrage stellten, sondern sich in erster Linieselbstständig mit Infomaterial eingedeckt haben.Weitere Einsätze auf Berufsinfomessen in der Stadt Salzburgwaren auf der Berufserlebniswelt in der Wirtschaftskammeram 2. und 3.7., sowie am Karriereforum in der AltenResidenz am 8.11.Nicht nur in der Stadt Salzburg war die Jugendinfo aufMessen zur Stelle, auch in den Regionen bei den Berufsorientierungsmessen(BoBi) am 4.10. in Zell am See sowie am19.10. in Tamsweg war die Jugendinfo vor Ort.Sonstige AußeneinsätzeLast but not least war die Jugendinfo beim „Tag der offenenTür“ in der HAK2 und der HTL in Salzburg, sowie beimRedewettbewerb des Landesjugendreferates mit einemInformationsstand vor Ort.25


„Entdecke Europa! Entdecke die Welt!“ –mit akzente Internationalakzente Salzburg International ist seit 1996 die Anlaufstellefür jugendrelevante EU-Förderungen im BundeslandSalzburg. Ab diesem Zeitpunkt wurde auch der Aufbau desdamaligen Pilotprogramms Europäischer Freiwilligendienst(EFD) forciert. akzente International ist weiters SalzburgerRegionalstelle für das EU-Programm JUGEND in AKTION.Neben Information und Beratung zum Programm sind wirauch als Partner bei internationalen Projekten tätig. Außerdemsind wir die koordinierende Stelle für den EuropäischenFreiwilligendienst im Bundesland Salzburg.Internationale JugendbegegnungenDie Aktion 1.1 des Programms JUGEND in AKTIONIm Jahr 2012 hat eine Gruppe junger Salzburger undSalzburgerinnen an einer Internationalen Jugendbegegnungteilgenommen. Viele weitere Pläne hatte es gegeben: voneiner akzente-eigenen Jugendbegegnung (InternationalesTheatercamp) bis zu einem Rückaustausch, den eineGruppe junger SalzburgerInnen organisieren wollte, bis hinzu drei bis vier weiteren eingegangenen Projektpartnerschaften,die jedoch nicht ins Versenden einer Gruppe gemündetsind.Beratungen & was sich sonst in Salzburg getan hatDer Verein Kopfstand der ehemaligen akzente InternationalMitarbeiterin Barbara Sieberth stellte im September eineInternationale Jugendbegegnung auf die Beine: Bei „DasÄndern leben“ ging es um politische Aktionsformen;Das JUZ Corner wird eine Jugendbegegnung im Jahr2013 in Salzburg veranstalten – Vorbereitungen bereits Ende2012.Dasselbe gilt für die Gemeinde Mattsee: auch hier wirdeine Jugendbegegnung für 2013 geplant.Das JUZ Get2gether begibt sich auf die Suche einerInternationalen Jugendbegegnung im Ausland, an der manmit einer Gruppe teilnehmen kann.Internatural13.–23.7.: Mariembourgh, Belgien – vier Jugendliche undeine Gruppenleiterin;Diese Jugendbegegnung war nichts für schwache Nerven,dafür aber umso spaßiger! Zehn Tage lang im Zelt ohnefließendes Wasser, dafür Kanu-Fahren, Wandern, Mountainbiken,Klettern usw. Vom „Survival Camp“ wurde danacherzählt ... Aber jede und jeder würde sofort wieder mitfahren!26


JugendinitiativenDie Aktion 1.2 des Programms JUGEND in AKTIONÜber JUGEND in AKTION können auch lokale (undtransnationale) Jugendprojekte finanziert werden. akzenteInternational bietet dafür Beratung und Unterstützung beider Antragstellung an. Eingereicht, bewilligt und durchgeführtwurden im Bundesland Salzburg im Jahr 2012folgende Projekte:„Interkulturelles Forumtheater“, ein Theaterprojekt zumThema Asyl und Heimat, eingereicht von Elisabeth Rieserund der Gruppe ‚dalli dalli reloaded’;„Sampler der Pinzgauer Jugendmusikszene“; Nachfolgereines INTERREG Projektes der Musik Fabrik Pinzgau e.V.;„Akzeptieren statt Diskriminieren“, GemeindejugendteamLengau;Weit nicht aus jeder Beratung geht tatsächlich ein JUGENDin AKTION Projekt hervor.JugenddemokratieundJugend trifft Politik-ProjekteDie Aktionen und 1.3 des Programms JUGEND inAKTIONFolgende Aktivitäten fanden in Salzburg statt und wurdenvon der Regionalstelle beraten:2011 beantragt, bewilligt und gestartet, 2012 beendet:PoliPedia: Online Civic Education mit den ProjektpartnernICT&S/Universität Salzburg, Demokratiezentrum in Wien undzwei slowenische Partnerorganisationen. (Aktion 1.3)Europäischer FreiwilligendienstDie Aktion 2 des Programms JUGEND in AKTIONakzente International ist einerseits Sendeorganisation fürSalzburger Jugendliche. Die Tätigkeiten in diesem Bereichumfassen: laufende Information und Öffentlichkeitsarbeit,EFD Infoabend alle vier bis sechs Wochen in der akzenteJugendinfo, Bewerbungscheck, Information über offeneProjektplätze, Koordination der Teilnahme an den vor- undnachbereitenden Trainings, Zusammenarbeit mit denAufnahmeorganisationen, Vor- und Nachbereitung desAuslandsaufenthaltes mit den Freiwilligen, anlassbedingteKrisenintervention während des Aufenthaltes etc.Im Jahr 2012 wurden zwölf Jugendliche aus dem BundeslandSalzburg zu einem Freiwilligendienst in sechs verschiedeneEuropäische Länder versandt, drei weitere standen inden Startlöchern für Abreisen und Projektstarts im Jänner.Darüber hinaus ist akzente International koordinierendeOrganisation für jene Salzburger Organisationen, die eine/nJugendliche/n aus dem Europäischen Ausland bei sichaufnehmen.2012 beantragt, bewilligt und umgesetzt: Newland. Einpolitisches Rollenspiel, Projektträger sind die akzenteAbteilungen Kultur und Kommunale und RegionaleJugendarbeit. (Aktion 5.1)27


Von Herbst 2011 bis Sommer 2012 waren zwölf Freiwilligebei folgenden Organisationen in Salzburg im Einsatz:- Paula Morawiec, Polen, Caritas Flüchtlingshaus- Chiara Morelli, Italien, Jugendzentrum CORNER- Agne Petrauskaite, Litauen undLaura Argudo, Spanien: Insel/Haus der Jugend- Istvan Balogh, Ungarn, Kinderfreunde Salzburg/Keck- Max Kortmann, Deutschland, Jugendzentrum Oberndorf- Piotr Popiel, Polen, Verein Spektrum- José Arnaldo Tobias de Freitas, Portugal,Vogelsangschule Saalfelden- Maria Sanna, Italien, Radiofabrik- Aivars Pastars, Lettland, S-Pass und akzenteJugendinfo- Nana Tevdoradze, Georgien, Seniorenresidenz Mirabell- Gerwin de Roy, Belgien, International Center for NewMediaIm Sommer 2012 wurde die Bühne frei gemacht fürdie nächste Generation:- Adriana Mihalache, Rumänien, Juz Oberndorf- Enrico Corgnati, Italien, Insel/Haus der Jugend- Josefine Holm, Denmark, Insel/Haus der Jugend- Serap Aydemir, Tükei, Juz Corner- Stephan Allanic, Frankreich, S-Pass/Jugendinfo- Joel Vilanova, Spanien, Vogelsangschule Saalfelden- Gerwin De Roy, Belgium, ICNM- Alice Olivier, Frankreich, Seniorenresidenz Mirabell- Rita Varga, Hungary, Caritas Flüchtlingshaus- Ekaterina Mandova, Bulgarien, Radiofabrik- Leider in der ersten Woche abgebrochen: Viviana Cipulli,Italien, Spektrum- Leider mit Ende des Jahres Projektabbruch: FatihAktoprak, Türkei, Keck/Kinderfreunde- Maciej Dybala, Polen, BAZ St. GilgenLeider gescheitert sind beide Anläufe, ein Projekt bei derExekutivagentur von JUGEND in AKTION in Brüssel zubeantragen. Geplant war ein EFD zwischen der StädtepartnerschaftLeon, Nicaragua und dem JugendzentrumGet2gether der Salzburger Kinderfreunde. Auch die Plänemit des Projektes COPE in Salzburg und Südindien wurdennicht weiterverfolgt.Der EFD Bereich war im Jahr 2012 geprägt von der Suchenach Unterkunft für die Freiwilligen. Ab Sommer war einenUnterbringung im Herz-Jesu-Heim aufgrund eines Umbausnicht mehr möglich. Schließlich zog man im Septemberin ein Haus in der Riedenburg ein. Auch diese Lösung istjedoch nicht von Dauer, sondern läuft im Juni 2013 aus.Anlässlich der Ankunft der neuen Freiwilligen wurde einInternationaler Abend bei akzente veranstaltet.Interesse, sich neu als Aufnahmeorganisationen akkreditierenzu lassen, haben im Jahr 2012 folgende Organisationenbekundet:28• Bereits akkreditiert: Pro Juventute GollingProjekt „Leucht(s)turm“• Juz Eugendorf• Waldkindergarten Saalfelden• FS 1 – Freies Fernsehen Salzburg


Weiterbildung und VernetzungDie Aktion 4.3 des Programms JUGEND in AKTIONMit der Aktion 4.3 bietet das Programm jede MengeMöglichkeiten für Personen und Organisationen die imJugendbereich tätig sind. Quer durch Europa kann mansich Internationale Trainings, Seminare, Job-Shadowings,Studienbesuche etc. finanzieren lassen. Was in diesemBereich in Salzburg 2012 los war:• Theresa Lugstein von Make it – Mädchenbüro desLandes Salzburg, nahm vom 26.–31.3. an „EmpoweringWomen II“ in Paris teil.• Zwei tapfere junge Männer lernten, wie man selber ein„Survival Camp“ mit und für Jugendliche veranstaltet.„Experience your Nature“ hieß das Training inMariembourgh/Belgien, 26.10.–3.11., zum ThemaOutdoor- und Erlebnispädagogik.Auch das Team von akzente International nahm wieder annationalen und internationalen Fortbildungen und Austauschtreffenteil:• Regionalstellentreffen der Nationalagentur in Wien 18.–19.1;• Evaluierungstreffen EFD Projektpartner, Akureyri/Island,17.–23.2.;• akzente intern: „Movin“ – Motivierende Gesprächsführung I,17.–18.4;• Training Jugendinitiativen „Pack’s an“, 3.–5.5. in Graz;• Training „Ask4EVS“, 27.–29.9, Wien;• akzente intern: Weiterbildung „Moderationstechniken“,Referentin Katrin Lüth, 12.10.;• Fachtagung „Bildungmobilität für alle“, Thema:EU Programmgeneration 2014–2020, 13.11., Wien;• Enquete zur Europäischen Jugendstrategie, Salzburg,20.11.;• Regionalstellentreffen der Nationalagentur in Linz, 21.–23.11.;29


Am 22.11.2012 machte die Bundesländertour zur EuropäischenJugendstrategie in Salzburg Halt. Titel der Veranstaltung:„Die Junge Welt und Salzburg – Das junge Salzburgund die Welt“. Der Event im Markussaal mit zahlreichenauch Internationalen Gästen wurde von der ÖsterreichischenNationalagentur JUGEND in AKTION und dem Landesjugendreferatgemeinsam veranstaltet. akzente Internationalwar – neben der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen– in die Konzeption der Veranstaltung eingebunden undkoordinierte den lokalen Support.Veranstaltungen und ÖffentlichkeitsarbeitAls Salzburger Regionalstelle ist akzente International damitbeauftragt, das Programm JUGEND in AKTION und dieMöglichkeiten, die es bietet im Bundesland bekannt zumachen. Neben regelmäßigen Beiträgen in lokalen Medien,Newslettern, Homepage, Facebook etc. ist das Teamdeshalb bei zielgruppenrelevanten Veranstaltungen präsent:• Im Februar fand ein Infoabend zum EU Programm im Rahmendes akzente Bildungsprogramms statt.• Im Februar nahm man am Vernetzungstreffen der Jugendzentrenim Tennengau teil.• Im April wurde das EU-Programm beim Vernetzungstreffender Jugendzentren im Flachgau vorgestellt.• Im Mai wurde anlässlich des Europatags ein Infostand imEuropark gemeinsam mit der akzente Jugendinfo betreut.• Im Juni wurden die Angebote von akzente – so auch die desTeams International – VertreterInnen von Schulen im Rahmeneines Infovormittags präsentiert.• Angebot eines Workshops zum Thema EFD beimJugendkongress der Stadt Salzburg.• Unter anderem um das innovative Instrument einer onlineKonferenz zu testen wurde JUGEND in AKTION im Rahmen einesSeminars in St. Pölten (Veranstalter COMMIT) präsentiert.• Bei allen Veranstaltungen der anderen Teams der AbteilungJugendservice werden das EU-Programm und seine Angebotemittransportiert. So etwa bei der Sommertour der Jugendinfound des S-Pass, den Sommerkinos der akzente Jugendinfo, demInfostand beim Movida Festival, auf der BIM im November, usw.• Im November wurde JUGEND in AKTION im Rahmen desGrundkurses außerschulische Jugendarbeit vorgestellt.• Im Dezember fand traditionell der www-Tag (world weit weg)gemeinsam mit Jugendinfo statt.Und zum Schluss – Ausblick 20132013 ist das letzte Jahr, in dem es JUGEND in AKTIONgeben wird. Allerdings steht mittlerweile fest, dass diemeisten Aktionen des Programms auch weiterhin bestehen– insbesondere der Europäischen Freiwilligendienst. DasProgramm 2014–2020 trägt den Namen „YES-Europe“.Dabei steht YES (Youth, Education and Sports). Es gibtalso kein eigenes Jugendprogramm mehr, dafür aber eingesondertes Jugendkapitel. Wie die Verwaltungsstruktur inÖsterreich aussehen wird, also auch, ob es auch nach 2013Regionalstellen in den Bundesländern geben wird, entscheidenin den kommenden Monaten die Bundesministerien.30


Kultur„Kultur hilft den eigenen historischen Wert zu verstehen,die eigene Funktion im Leben, die eigenen Rechte undPflichten.“ (Antonio Gramsci)akzente Kultur bietet Unterstützung in kulturellen Dingen:von Hip Hop bis Oper, vom Landestheater bis zumJugendorchester. Dabei sind unsere Partner in erster LinieSchulen und Jugendgruppen, die Aktivitäten finden dann imKlassenverband, in Gruppen oder fallweise auch einzeln, inder Freizeit der jungen Menschen, statt.Kartenvermittlung2012 wurden 15.228 Theater- und Konzertkarten an einjunges, kulturbegeistertes Publikum verkauft. Besondersbegehrt waren Karten für „Das weite Land“, „Die Jungfrauvon Orleans“ und „Momo“ sowie „Das Dschungelbuch“ fürdie jüngsten ZuschauerInnen.Newland – ein politisches PlanspielAuf Basis eines bereits existierenden „Papier“-Rollenspielsentwickelte akzente Kultur mit dem Spiele-Macher HadmarWieser und zwei Politologen der Universität Salzburg einneues, den Rezeptions-Gewohnheiten von Jugendlichendes 21. Jahrhunderts entsprechendes Spiel: Newland 2.0.Das neue Spiel ist zugleich interaktiv wie unterhaltsam undbelohnt Kooperation und Toleranz.Besonders wichtig war uns, dass Newland für Jugendlichemit wenig politischem Vorwissen spielbar sein sollte,mit festen Regeln und trotzdem genug Freiraum für dieSpielerInnen – und dass bei allem Spaß nicht auf den Inhaltvergessen wird.Die vierteljährlich erscheinende Informationszeitung„TheaterNews“ bringt die entsprechenden Angebote zurund 1.600 Schulen und LehrerInnen in Stadt und LandSalzburg sowie ins angrenzende Oberösterreich und Bayern.Darüber hinaus werden regelmäßig SonderNews per E-Mailoder Post versandt, die über kurzfristige Angebote undSpezialangebote informieren. Kostenlose Sichttermineermöglichen den Lehrerinnen und Lehrern, das Angebot aufTauglichkeit für die eigenen Schülerinnen und Schüler zuprüfen. Unterrichtsmaterialien zur Vor- und Nachbereitungder Stücke wurden mit den Eintrittskarten oder elektronischversandt.Schulklassen aus dem Bundesland Salzburg habendarüber hinaus die Möglichkeit, eine Unterstützung fürKulturfahrten in Anspruch zu nehmen. Davon machten imvergangenen Kalenderjahr 49 Schulen Gebrauch. 2.922SchülerInnen profitierten von diesem Angebot.Im Herbst 2012 wurde Newland fünf Mal gespielt, imFlachgau, Tennengau, Lungau, Pongau und Pinzgau. Anjedem Spieltermin nahmen ca. 300 Jugendliche aus denverschiedensten Schulformen – vom PolytechnischemLehrgang bis zum Gymnasium – teil. Alle SpielerInnenwurden in zehn Nationen geteilt, die gegeneinander beiverschiedensten Wettkämpfen antraten: Wer erfindet denbesten Song, das beste Logo, die besten Gesetze? Und– kann man diese Gesetze auch einhalten? Welche Nationhat die zufriedensten BürgerInnen? Ist das Leben in einerDiktatur wirklich einfacher? Oder regt sich da nach einigerZeit der Widerstand? Und – will ich wirklich Königin sein?31


Alle Spiele wurden durch Unterrichtsmaterial unterstützt, fürLehrerInnen gab es Angebote, wie die Themen des Spiels imUnterricht weiterführend behandelt werden können. In jedemBezirk fand außerdem auch noch ein „Runder Tisch“ statt,bei dem die SpielerInnen noch einmal mit PolitikerInnen überdas Spiel und ihre Erkenntnisse diskutieren konnten.Statistik:Für 1x Newland braucht man unter anderem:300 T-Shirts in 10 Farben300 Kuverts mit je 2Geheimaufträgen300 Unterrichtshefte300 Spielregelhefte36 Schirmständer12 Abtrennungen120 Sessel80 Hocker50 Kübel50 Teppichfliesen300 Schokoriegel10 Kisten mit Stiften10 Fotogutscheine10 Pinwände2 Hulahoop-Reifen2 Stofftunnels10 Luftballons2 Kapuzensweater4 Kochlöffel40 Quizfragen2 Quietschtiere1 Hanfseil (10 m, extrastark)1 Kuhglockeu. v. a.I CAN / U CANBei I can/U can unterrichten junge Menschen einander –und gewinnen an sozialer Kompetenz, Selbstbewusstseinund Respekt. Jugendliche lernen von ihren Altersgenossen– nicht nur Backen/Tanzen/Reden, sondern auch Respektvor dem Wissen und den Talenten anderer.In einem Pilotversuch wurden insgesamt 14 Workshopsdurchgeführt. Elf Jugendliche vermittelten ihre Fähigkeiten.Eine kleine Auswahl aus dem „Vorlesungs-Verzeichnis“:Origami, Stop-Motion-Film, Pokern, Ukulele-Spielen, Lebenmit Beeinträchtigung, Manga-Zeichnen ...Aufgrund des Erfolgs der Workshops wird I can/U can auch2013 weitergeführt werden.32


Geld.Macht.Menschen.arm –Schulübergreifendes JugendtheaterprojektSchauspielbegeisterte junge Menschen aus Stadt und LandSalzburg haben seit über 15 Jahren die Möglichkeit, sichbeim Schulübergreifenden Jugendtheaterprojekt aufden Brettern, die die Welt bedeuten, zu erproben und unterprofessioneller Betreuung ein Theaterstück zu erarbeiten.Dabei geht es immer um Themen aus der Lebenswelt derjungen SchauspielerInnen und um ihren eigenen Input, der– oft nicht einfache Fragestellungen und Probleme – für ihreAltersgenossen rezipierbar macht.Seit einigen Jahren folgt das Jugendtheaterprojekt dem Prinzipdes authentischen Ortes: Gespielt wird nach Möglichkeitnicht auf einer Bühne, sondern an einem Ort, der – fast wieein weiterer Schauspieler – das Stück facettenreicher macht.Geht es um Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, dannkann das ein Flüchtlingsheim sein oder die Dokumentation„Zeitgeschichte“ am Obersalzberg. Beschäftigt sich dasaktuelle Projekt mit einem Schulamoklauf, wird natürlich ineiner Schule gespielt, zu Cyber-Mobbing in der städtischenMediathek usw.Am 2.5. feierte „Geld.Macht.Menschen.arm“ der erst16-jährigen Autorin Daniela Krismayer Premiere. Dank desEntgegenkommens der Salzburger Sparkasse konnte dasStück – das Schulden und ihre Konsequenzen thematisiert –auch diesmal wieder an einem authentischen Ort aufgeführtwerden: nämlich in einem Bank-Foyer! Die ZuseherInnensaßen auf Hockern ganz nahe am Geschehen – im wahrstenSinne mitten auf der Bühne.13 Jugendliche (in zwei Besetzungen) spielten unter derRegie von Claus Tröger vier Vorstellungen für mehr als 200meist jugendliche BesucherInnen.CARMEN – Jugend und Osterfestspiele 2012„Jugend und Osterfestspiele – Jugendliche erlebenOper“, das gemeinsame Projekt von akzente Salzburg Kulturund den Osterfestspielen Salzburg, ermöglicht seit 1994Jugendlichen aus Salzburger Schulen eine umfassende undkreative Auseinandersetzung mitder Welt des Musiktheaters undmit der aktuellen Produktion derOsterfestspiele.Das Projekt beweist, dass sichJugendliche entgegen anderslautendenStimmen sehr wohlfür klassische Musik und Operbegeistern lassen, auch wenn essich um nicht einfache Werke undInszenierungen handelt – wie 2012Georges Bizets Oper „Carmen“. Esnahmen 29 Klassen mit insgesamt593 Jugendlichen aus 23 Schulen(BG/BORG/HAK/HLW/HBLA),von Tamsweg bis Seekirchen, vonSalzburg Stadt bis Radstadt, teil.Nach einer intensiven Werkeinführungzu thematischen undmusikalischen Aspekten wurdendie Inhalte der Oper umfassend inden verschiedensten Workshopsbearbeitet. Die SchülerInnenkonnten Führungen durch dasFestspielhaus wählen oder ineinem Tanz-, Fotografie- oderSchauspiel-Workshop eigeneInterpretationen des Stoffs finden.Die Ergebnisse all dieser ambitioniertenBeschäftigungen mit dengroßen Themen der Oper – Liebe,Obsession, Eifersucht ... – wurdenan zwei Terminen im „Odeion“ inSalzburg nach dem Prinzip „SchülerInnenführen SchülerInnen ein“präsentiert.Am 27.3. folgte der Höhepunkt mit dem Besuch der Orchesterhauptprobevon „Carmen“ im Großen Festspielhaus.Hier konnten die Jugendlichen schließlich erleben, wiedie weltbesten MusikerInnen und SängerInnen die Operinterpretierten, mit der sie sich gut drei Monate auseinandergesetzthatten.33


musik mobil – der Musikbus vonakzente Salzburg Kultur auf großer TOUR!Das musik mobil versteht sich als ein Baustein zurVermittlung von Musik und möchte eine niederschwelligeBasis bei Kindern, Jugendlichen und LehrerInnen legen,die Lust auf eigenes Musizieren und aktives Zuhören imKonzertsaal macht.Viele Wege führen Kinder zur Musik. Ein gelungenesKinderkonzert, ein Faschingskonzert der Musikschule oderder Besuch eines Liedermachers an der Schule: Alle Live-Erlebnisse mit Musik wecken Lust auf mehr oder bleiben alsErinnerung haften, um im Erwachsenenalter Konzert- oderOpernbesuche als sinnliche Bereicherung zu empfinden.Nicht alle Kinder haben die Möglichkeit, ein Instrument zulernen, nur wenige Kinder haben den Resonanzkörper einesCellos berührt, während der Bogen über die Saiten geführtwird oder das Kitzeln des Rohrblatts gespürt, währenddie Klarinette einen Ton erzeugt. Das musik mobil bringtKindern und Jugendlichen alle Instrumente des Orchestersso nah wie möglich, vermittelt Wissenswertes, Hörenswertes,Staunenswertes rund um Musik und macht Kinder undJugendliche selbst zu GestalterInnen ihrer Musik.2012 wurden insgesamt 93 Workshops (mit 1.816 Kinderim Alter von 8–12 Jahren) im Bundesland Salzburg durchgeführt.Davon 62 am Land und 31 in der Stadt, 41 in Volksund38 in Hauptschulen und 14 in Neuen Mittelschulen.Salzburger Landesjugendorchester –unterwegs in Stadt und Land!Das Salzburger Landesjugendorchester wurde 2001 alsSinfonieorchester für musikinteressierte junge Menschengegründet und debütierte im selben Jahr im Großen Saaldes Mozarteums. Seither haben die siebzig Orchestermitgliederaus dem gesamten Bundesland Salzburg zwischen13 und 25 Jahren vor mehr als 21.000 meist jugendlichenZuhörerInnen 32 Konzerte gespielt.In den nunmehr elf Jahren seines Bestehens hat sich dasSalzburger Landesjugendorchester einen sehr guten Namengemacht, sowohl beim musikinteressierten Publikum alsauch bei professionellen MusikerInnen und nicht zuletzt beiden Jungmusikerinnen und -musikern, die in das Orchesteraufgenommen werden wollen. Etlichen begabten jungenMusikerInnen dient das Salzburger Landesjugendorchesterals „Sprungbrett“ für die Karriere in einem renommiertenOrchester. Seit 2007 leitet Norbert Brandauer mit großemErfolg das Orchester.Die teilnehmenden Schulklassen wurden zusätzlich zumKonzert des Salzburger Landesjugendorchesters am 16.4.im Großen Saal des Mozarteums eingeladen. Mit viel Freudeentdeckten sie die ihnen nun bekannten Instrumente wiederund lauschten aufmerksam der Livemusik.34


Konzerte 2012Am 16.4. wurde am Vormittag ein speziell zugeschnittenesKonzert für die musik mobil-WorkshopteilnehmerInnen(8–12 Jahre) gegeben: Norbert Brandauer führte alsversierter Moderator einfühlsam und unterhaltsam durch dasProgramm. Am Abend fand das Konzert für die „Großen“statt: Aus der Sicht von Ludwig van Beethoven führte diesesMal Andrea Mooslechner durch das Programm bestehendaus: Gabrielis Canzoni für Blechbläser, Vivaldis Concertinofür Sopraninoblockflöte und Streichorchester mit dem erst14 Jahre alten Felix Gutschi als gefeierten Solisten; weitersHändels Wassermusik (Ausschnitte) und Beethovens 4.Symphonie.Konzerte in Saalfelden und SchwazAm 19.11. ging es nach Saalfelden. In der Aula derHBLW/HTL Saalfelden lauschten die SchülerInnen derSaalfeldener Schulen den jugendlichen MusikerInnen desOrchesters.Und last but not least ging die Reise auch noch in denneuen Silbersaal in Schwaz in Tirol: 800 Kinder undJugendliche zwischen 8 und 14 Jahren feierten lautstarkdas Salzburger Landesjugendorchester.Die Vorarbeit – die ProbenarbeitUmsetzung und AblaufZur Einstudierung des Programms ist neben Stimmgruppenprobenauch ein intensives Proben-Camp Teil des Projektes,in denen die Jugendlichen von erfahrenen ReferentInnen,PädagogInnen und ihrem künstlerischen Leiter betreutund unterrichtet werden. Bei den Proben wird gezieltam Programm des nächsten Konzertes gearbeitet. DieStimmgruppen werden zusammengeführt und der Klang desOrchesters geschaffen, um das perfekte Zusammenspieldes Klangkörpers zu gewährleisten.NachhaltigkeitNeben dem künstlerischen ist auch der soziale Aspekt vongroßer Wichtigkeit: Die Jugendlichen verbringen in ihrerFreizeit gemeinsam mehrere Tage außerhalb von Salzburg.So lernen sie viele junge gleichgesinnte Leute kennen undkönnen den sozialen Kontakt intensiv pflegen: Die Musikund insbesondere das gemeinsame Musizieren fördert dieFähigkeit zur Rücksichtnahme auf Einzelne und die Gruppe.Das gemeinsame Erleben durch die Musik stärkt denZusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl.Zusätzlich findet man Zeit für einen Wissensaustausch:Jüngere MusikerInnen lernen von ihren älteren KollegInnenoder erhalten bei Problemen von diesen Hilfe. Da dasganze Orchester und nicht nur einzelne Stimmgruppen amProbencamp teilnimmt, kommt es zur Identifizierung mitdem Landesjugendorchester.35


Marketing & ÖffentlichkeitsarbeitEgal ob die mediale Aufbereitung unserer Veranstaltungen,Projekte und Abteilungen in Wort und Bild oder die Präsentationunserer Inhalte mit maßgeschneiderten Foldern undDruckwerken: der gelungene Auftritt in Sachen Jugendarbeitist unser Markenzeichen.Präsentieren – aber richtigEine neue Homepage für akzente SalzburgNach zehn Jahren stehen alle Zeichen auf einen Relaunchunserer Website. Nach inhaltlicher Konzeption undgrafischer Umsetzung geht’s jetzt an die Programmierungunserer neuen akzente Homepage, die 2013 endlich onlinegehen soll!Als Marketingabteilung ist die Öffentlichkeitsarbeit allerAbteilungen im Haus unsere tägliche Aufgabe. Wir koordinierendie Pressearbeit für alle Abteilungen und Projekte vonakzente Salzburg, verfassen Pressetexte, versuchen eigeneThemen gut unterzubringen, bereiten Pressekonferenzenvor und arbeiten dabei eng mit dem Landesjugendreferat,dem Landesjugendbeirat und der zuständigen Landesrätinzusammen, wenn es darum geht, mediale Lobbyarbeit fürJugendliche in Salzburg zu machen.Wenn’s um die Grafik gehtWelcher Look darf’s denn sein? Von klassisch bis ausgefallenschneidern wir das passende Design für jedes Produkt.Schräg, hip und knallig – gerade die Zusammenarbeit mitJugendlichen aus den verschiedensten Bereichen machtuns zu ExpertInnen für die junge Generation und ihrenGeschmack. Zielgruppenorientiertes Design steht für uns anoberster Stelle, von klassisch bis schrill ist alles möglich!Inhouse-ProduktionenDas passende Layout für das vorgegebene Produkt: uns istes wichtig, dass alle Abteilungen des Hauses mit professionellenund zielgruppenorientierten Drucksorten nach außengehen. Hier einige Produkt-Highlights aus dem Jahr 2012:36


Osternestsuche mit dem S-PassViel Kreativarbeit und Liebe fürs Detail steckten wir in dieUmsetzung des Ostergewinnspiels für den S-Pass. Herausgekommensind knuddelige Küken, die gemeinsam mitMeister Lampe zur bewegten online-Nesterlsuche einluden!Redewettbewerb 2012Alle Jahre wieder laden das Landesjugendreferat undakzente Salzburg talentierte RednerInnen zum „Redenschwingen“ein. Für den Jugendredewettbewerb wurdenin bewährter Manier Programmhefte, Essensmarkerl,Feedbackbögen, Plakate, Infoflyer, Jurymappen, Schecksfür die Preisverleihung, Wegweiserplakate und Wertungsblättergrafisch umgesetzt. Als besonderes Zuckerl für alleTeilnehmerInnen gab’s noch ein Programmheft als kleinesAndenken dazu.Bundesredewettbewerb 2012Salzburg war heuer auch Gastgeber für den Bundesredewettbewerb,bei dem sich die besten RednerInnen Österreichszum verbalen Kräftemessen trafen. Was uns sehrfreute: wir wurden auch hier mit der grafischen Aufbereitungdieses Events betraut.Das Spiel um die Macht in NewlandMit unserem Real-Life-Rollenspiel tourten wir durch alleBezirke und spielten mit über 1.000 SchülerInnen „Politik“.Die grafische Ausstattung für Flyer, Broschüren, Unterrichtsmaterialien,Plakate, Banner, Fotostellwand sowieAbschlussdoku oblag dabei natürlich uns.Kochen mit den Start-StipendiatInnenLieblingsrezepte aus derHeimat – das war das Motto,unter dem wir mit den START-StipendiatInnen ein eigenesinterkulturelles Kochbuchherausbrachten.Musikbus on Tour – Materialheftfür HauptschulenZugegeben, die gezeichnetenmusikalischen Fischerl vomLernmaterial für die Volksschulensind zuckersüß, aber fürdie HauptschülerInnen durftees doch etwas knalliger in derAufmachung sein ...37


Das beste Design für unsere KundInnenMit den Jahren setzten immer mehr Partner, Jugendorganisationenund weitere Einrichtungen aus dem Social ProfitBereich auf uns, wenn es um die grafische Umsetzung ihrerIdeen geht:Schulbankdrückenmit akzenteAlle akzente Angebote fürSchulen gibt’s ab sofortauf einen Blick in einerbrandneuen Broschürezusammengestellt!Mit der grafischen Ausstattungdes Jugendkongresses hattenwir heuer alle Hände voll zu tun!Plakate in allen Größen, Flyer,check-in-Cards, Mini-Flyer fürGeheimkonzerte, T-Shirts, Einwegkameras,bedrucktes Naschwerk,Liegestühle, bis hin zum Stadtplanund „Riesenbuchstaben“ – es gibt(fast) nichts, was wir nicht gestaltethätten für dieses Event!Infomaterial für akzente InternationalEFD, Jugendbegegnung, Jugendaus-tausch & Co. – auch unsere hauseige-nen Infomaterialien brauchen ab undan einen neuen Anstrich!Für die Christian-Doppler-Klinik gestalteten wir verschiedensteInfobroschüren und für unseren ProjektpartnerMercedes-Benz Österreich übernahmen wir die Logoentwicklungfür das gemeinsame SportFreunde-Projekt.Auch für einen anderen Projektpartner erstellten wir Printprodukte:die Spielemesse bekam hippe Flyer zur Bewerbungder „Sport & Trend Area“ auf der Spielemesse 2012.Die Gemeinde Zell am Seebetraute uns mit dem Layoutfür den Ferienkalender 2012und auch das Sportjahrbuch2012 ging wieder über unserenPC. Auch für die SalzburgerLandesstatistik wurden wirerneut aktiv, so gestaltetenwir den Zahlenspiegel mit derdazugehörigen Interpretationsowie den Folder „Salzburg/Österreich/EU“.38


Unser langjähriger Kunde, die Nährstoffakademie, bekamvon uns wieder das Frühlings- und Herbstprogrammgeliefert und für den Salzburger Frauennotruf gestaltetenwir Folder, Visitenkarten, Flügelmappen sowie einen Folderzum Thema „alternative Heilmethoden“ und wir durften dasProzessbegleitungshandbuch neu auflegen.MagazineULTIMO – Tipps, Trends & TermineDas Jugendmagazin ULTIMO erscheint 2 x im Jahr undwird im Bundesland Salzburg herausgegeben. Das „junge“ULTIMO ist nicht nur eine Plattform für junge SalzburgerInnen,die ihre Projekte vorstellen möchten oder MusikerInnen,die das Rampenlicht suchen – wir informieren auch überNeues aus den Jugendzentren und stellen eigene Jugendprojektevor.Das Akademische Gymnasium Salzburg überließ unswieder die Produktion des Jahresberichtes.Für die Kinder- und Jugendanwaltschaften Niederösterreich& Kärnten legten wir die Jugendschutzpostkarten neu aufund für die Kija Salzburg durften wir zwei neue Postkartengestalten.ULTIMO – Spezial, das FachmagazinZusätzlich zum jungen ULTIMO haben wir die Fachzeitschrift„ULTIMO Spezial“ wieder reaktiviert! Im Jahr 2012 brachtenwir zwei Nummern heraus: „Jugend & Arbeit“ sowie einFachmagazin zum Thema „Beteiligung in Gemeinden &Regionen“.Plaudertasche – die KinderzeitungGeschrieben von Kindern für Kinder ist die „Plaudertasche“die Zeitung für die „Kleinen“ – mit Basteltipps und Turnübungenbis hin zu Buchbesprechungen – hier ist Thema, wasdie Jüngsten interessiert, denn das Redaktionsteam bestehtaus Kindern, die gemeinsam mit dem Verein Spektrum diebunten Seiten viermal im Jahr befüllen. Für das peppigbunteLayout und den Druck von der 8.000 Stück starkenAuflage sind dann wir zuständig.39


make it – Büro für Mädchenförderungdes Landes SalzburgFor Girls only!Selbstbewusst und stark präsentiert sich die „neue“Generation von Mädchen heute. Richtige Powerfrauen,so scheint es zumindest. In Gesprächen mit ihnen zeigtsich schnell, dass die viel zitierte Gleichberechtigung nochnicht in alle Bereiche Einzug gehalten hat bzw. bestehendeStrukturen dies verhindern. Das gehört geändert und dafürgibt es make it!Starke MädchenarbeitSeit zwölf Jahren macht sich make it für die Anliegen vonMädchen und jungen Frauen stark. Im März 2005 wurdedie Mädchenabteilung ins Jugendreferat übernommen, dieKooperation mit der Stabsstelle für Chancengleichheit, Anti-Diskriminierung und Frauenförderung und akzente Salzburgbesteht nach wie vor.Mädchen tun heute ihr Bestes, um das Klischee vomschwachen Geschlecht bestmöglich aus dem Sprachgebrauchzu verbannen und stoßen dabei auch auf Grenzenoder Überforderungen. Eine schwierige Aufgabe also, beider es viel Lobbyarbeit braucht: Denn die Bedürfnisse vonMädchen und jungen Frauen werden oftmals nicht ernstgenommen, auch sexuelle Beschimpfungen und verbaleAttacken stehen häufig noch auf der Tagesordnung. Ganz zuschweigen von der Beeinflussung durch die Medien, die denMädels zeigen wollen, wie „das“ Schönheitsideal definiertsein sollte.Eines muss von Vornherein klar sein: „Das“ Mädchen gibtes nicht. Da sind Mädchen mit und ohne Behinderung,Migrantinnen, heterosexuelle und homosexuelle Mädchen,die einfach nicht alle in eine Schublade zu packen sind.make it will die Spielregeln verändern und ist stolz auf seineösterreichweite Vorreiterrolle. Schwerpunkte von make itsind die Koordination der Salzburger Mädchenarbeit und dieUmsetzung von Gender Mainstreaming in der Jugendarbeit.FIT – Frauen in die Technik 2012Bereits zum elften Mal bot das Projekt „FIT“ Schülerinnender 11. bis 13. Schulstufe aus dem ganzen BundeslandSalzburg am 6. und 7.2. die Möglichkeit, an zwei TagenUniluft zu schnuppern und sich über die technischen undnaturwissenschaftlichen Studienrichtungen zu informieren,die in Salzburg angeboten werden.Zum Abschluss gab es jeweils sehr interessante Podiumsdiskussionen:Studentinnen, Absolventinnen und Lektorinnenplauderten aus dem Nähkästchen über ihren Alltagals Frau in eher männerdominierten Branchen und gabenwichtige Tipps fürs zukünftige Studium. Außerdem blieb Zeit,persönliche Fragen der Schülerinnen zu beantworten.girls in politics –Politiklehrgang für Mädchen und junge Frauen 2012Ein Lehrgang für Mädchen und junge Frauen in der EuRegioüber Grundlagen der Demokratie, Politik in Österreich,Bayern und der EU.Insgesamt 24 politisch und sozial interessierte Mädchenzwischen 14 und17 Jahren aus dem Landkreis Traunstein,Stadt und Land Salzburg und dem Berchtesgadener Landnahmen von Juli 2010 bis August 2012 an fünf Lehrgangsmodulenüber die Grundlagen von Demokratie sowie Politikin Österreich, Deutschland und der EU teil.2011 und 2012 standen bei den „girls in politics“ Austausch,Informationsgespräche sowie Diskussionsrunden mitPolitikerinnen auf Landes-, Bundes- und Europaebene amProgramm. Exkursionen nach Wien (Parlament) und Berlin(Bundestag) fanden dazu bereits im Vorjahr statt.Als drittes Modul und als Highlight des Projektes „girls inpolitics – Politiklehrgang für Mädchen und junge Frauenaus der EuRegio Salzburg – Traunstein – BerchtesgadenerLand“, erlebten die Schülerinnen diesmal eine Exursion40


nach Brüssel. Neben Gesprächen mit EU-Abgeordnetenerhielten die Teilnehmerinnen eine Einführung in die Historikund Informationen über den Aufbau und die Struktur desEuropäischen Parlaments, der Europäischen Kommissionund des Europäischen Rates. Besonders spannend erlebtendie „girls in politics“ die Teilnahme an der Plenarsitzung,welche in 23 Sprachen übersetzt wurde, die unmittelbareNähe zu den EU-Abgeordneten und die „Vehemenz“ in ihrerKommunikation. Außerdem erlebten sie dabei das Pro undContra des „Catch-the-Eye-Verfahrens“, also Wortbeiträgenach spontanen Handzeichen zuzulassen.Im Rahmen des Lehrgangs erfuhren die Teilnehmerinnen wiePolitik wirklich funktioniert und sie setzten sich mit (frauen-)politischen und aktuellen Themen auseinander. Einblicke indie Praxis bekamen sie, indem sie hautnah am Geschehendabei waren (Nationalratssitzung, Bundestagssitzung imEuropaparlament) und Gespräche mit Politikerinnen aufBundes- und Europaebene führten. Sie tauschten sich mitanderen Mädchenorganisationen aus und erfuhren, wie siesich als Jugendliche in die Politik einbringen können.Dieses Projekt wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds fürRegionale Entwicklung (EFRE) gefördert.Frau sein – frei sein – gemeinsam stark!Österreichweite Konferenz für Mädchen undjunge Frauen mit Behinderungen 26.–27.9.2012Ziel der österreichweiten Konferenz war es, Mädchen undjunge Frauen mit Behinderungen im Alter zwischen 12–26Jahren zu bestärken, Informationen über für sie relevanteThemen und Rechte zu vermitteln und einen Austausch zuermöglichen – kurz, Empowering zu betreiben!Neben zahlreichen Workshopangeboten (Selbstbehauptung,Selbstbestimmt leben, Berufsorientierung, Sexualität,Kreativität …) setzten sich die 40 Teilnehmerinnen andiesen beiden Tagen mit dem Thema „Frau sein – frei sein– gemeinsam stark“ bzw. was es heißt Mädchen/Frau mitunterschiedlichen Behinderungen zu sein, auseinander underfuhren Wissenswertes über die UN-Konvention über dieRechte von Menschen/Frauen mit Behinderung. Bei einerPodiumsdiskussion berichteten Frauen mit Behinderungenüber ihre Erfahrungen und es wurde zum Austausch eingeladen.Gemeinsam formulierten die Teilnehmerinnen Wünscheund Forderungen welche an die zuständigen PolitikerInnenweiter geleitet wurden.Mädchen und junge Frauen mit Behinderungen haben dieselbenWünsche und Bedürfnisse wie Mädchen und jungeFrauen ohne Behinderungen – Schule, Ausbildung, Beruf,FreundInnen, Wohnen, selbstbestimmt und gewaltfrei leben.Auch sie wollen Beziehung, Liebe, Sexualitäten, Kinderund erfüllte Freizeit. Es ist nicht immer selbstverständlich,dass sie das alles auch leben können und die notwendigenInformationen dazu erhalten. Gängige Rollenbilder, Schönheitsideale,pflegerische und finanzielle Abhängigkeitensowie Vorurteile spielen dabei eine wesentliche Rolle. Mitder Konferenz möchten die OrganisatorInnen Mädchen undjungen Frauen bestärken, an den eigenen Wünschen undZielen dranzubleiben und gemeinsam Wege zu erarbeiten,wie sie diese verwirklichen und dazu notwendige Grenzensetzen können.Ein Projekt von make it – dem Büro für Mädchenförderung desLandes Salzburg in Kooperation mit der Behindertenbeauftragtender Erzdiözese Salzburg, der Behindertenbeauftragten der StadtSalzburg, der Behindertenbeauftragten der Universität Salzburg,dem Bundessozialamt, dem Diakonieverein Salzburg (Orientierungsstufe),der Familienberatungsstelle der Lebenshilfe Salzburg, demFrauenbüro der Stadt Salzburg, Oberrain anderskompetent, ProMente Integrationsassistenz für Jugendliche, St. Virgil Salzburg,Bildungs- und Konferenzzentrum, Amadea u.a.m.41


Bildungsangebote mit MädchenschwerpunktUm JugendbetreuerInnen im Bereich Mädchenarbeitentsprechend zu sensibilisieren und zu stärken, organisiertemake it folgende Fortbildungsveranstaltungen:Girls just want to have fun?!Umgang mit Widersprüchen in der feministischenMädchenarbeit: Auf- und Entdeckungen! 17.2.2012Wollen Mädchen immer nur Spaß, Party und Next Topmodelwerden oder was prägt die Lebenswelten von Mädchen undPerspektiven von Mädchenarbeit heute? In der praktischenArbeit und im konkreten Umgang mit Mädchen stehen wirdamit vor der Herausforderung, sowohl wertschätzend mitden Themen und Bedürfnissen von Mädchen umzugehen,als auch einen kritischen, parteilichen Blick auf Gesellschaftzu wahren.Die zwölf Teilnehmerinnen befassten sich dabei mitfolgenden Fragestellungen: Wie kann es also gelingen, denAnsprüchen einer parteilichen, feministischen Mädchenarbeitin Zeiten von Next Topmodel gerecht zu werden? Wie haltenund gestalten wir die Widersprüche zwischen dem Bedürfnisnach Spaß und dem Wissen um strukturelle Betroffenheitenvon Mädchen. Was bedeutet das für eine feministische,parteiliche Mädchenarbeit?Die Auseinandersetzung erfolgte auf verschiedenen Ebenen:Die differenzierte Betrachtung von Lebenslagen undThemen von Mädchen und deren Übertragung in einempädagogischen, konzeptionellen und politischen Kontext.Die Bewusstmachung von eigenen Widersprüchen,Verdeckungen und deren Auswirkungen auf Mädchen bzw.Mädchenarbeit.Der Verortung dieser Zusammenhänge im gesellschaftlichenKontext und einer feministischen Perspektive, dieWidersprüche zum zentralen, politischen, praktischen undpersönlichen Gegenstand macht.Im Seminar wurden sowohl persönliche als auch pädagogischesowie politische Impulse gesetzt. Die ganzheitliche undkreative Vorgehensweise ermöglichte es, die eigene Handlungund Haltung zu erweitern, und diese auf Strukturen undSituationen zu übertragen.Arbeitsgemeinschaften 2012ARGE gegen ZwangsverheiratungJunge Frauen und Männer haben das Recht, frei zuentscheiden, wen sie heiraten wollen. Dies gilt in allenLändern, für alle Menschen, ganz egal welche Herkunft,Religion, Hautfarbe, oder welches Geschlecht und Alter sieoder er hat.Dennoch werden auch in Österreich junge Frauen undMänner gegen ihren Willen verheiratet. Um die Situationder von Zwangsheirat betroffenen Mädchen und Burschenzu verbessern und entsprechende Präventions- undKrisenmaßnahmen zu schaffen, wurde die ARGE gegenZwangsverheiratung bereits 2006 ins Leben gerufen.Mitglieder der ARGEBeratungsstelle Kompass, Frauenhaus Salzburg, GewaltschutzzentrumSalzburg, Verein Ekando Kumer, Integrationsbeauftragteder Stadt Salzburg, Kinder & JugendanwaltschaftSalzburg, make it – Büro für Mädchenförderungdes Landes Salzburg, Stabsstelle für Chancengleichheit,Anti-Diskriminierung und Frauenförderung, Verein NeustartSalzburg, Verein Selbstbewusst, Verein Viele, ...42


Konkrete Maßnahmena) FortbildungsveranstaltungenSeminar Gegen Unterdrückung im Namen der EhreTeil 1 am 19.4.2012 und Teil 2 am 3.12.2012 für JugendarbeiterInnen,SozialarbeiterInnen, PädagogInnen …Der Begriff Ehre spielt bei Jugendlichen aus Ehrenkulturenin vielen Aspekten des Alltags sowie in der Gestaltung dereigenen Identität eine sehr große Rolle. Ehre wird oft alsMotiv genannt wenn es um Zwangsheirat, Ungleichheitenzwischen den Geschlechtern, Unterdrückung und sogar umEhrenmorde geht.PädagogInnen aus der Mehrheitsgesellschaft verfügen oftnicht über ausreichende Kenntnisse, wie unterschiedlichsich der Ehrbegriff definiert und welche Strukturen damitverbunden sind. Die beiden Seminare trugen daher zurWissensvermittlung bei, sie regten zur Auseinandersetzungan und zeigten entsprechende Handlungsstrategien auf.Training für Multiplikatorinnen zu den SchwerpunktenZwangsheirat, FGA (Female Genital Mutation) undGenerationenkonflikte 10.10.2012Dabei handelt es sich um eine geblockte Veranstaltung zuden Themen: Zwangsheirat, FGM und Generationenkonfliktemit einem abschließenden Workshop. Das Training bestandaus theoretischen Inputs und Anregungen für die Praxiszur Unterstützung eines erfolgreichen Beratungsprozesses.Inputs aus Fallbeispielen wurden im Rahmen des Workshopsvorgestellt. Außerdem war Raum für die Reflexionüber eigene Haltungen sowie deren Wirkung auf denBeratungsprozess gegeben. Das Seminar war für die zehnTeilnehmerinnen aufgrund der Kooperation mit dem VereinOrient Express kostenlos.b) SchulworkshopsGegen Unterdrückung im Namen der EhreDie ARGE gegen Zwangsverheiratung bietet Schulworkshopszum Thema Zwangsverheiratung an. Der Fokus liegtdabei auf der wirksamen Präventionsarbeit in Salzburg.Der Begriff Ehre spielt bei Jugendlichen aus Ehrenkulturenin vielen Aspekten des Alltags sowie in der Gestaltung dereigenen Identität eine sehr große Rolle. Im Workshop setzenwir uns mit den Jugendlichen zu Themen wie Gleichberechtigungund Unterdrückung im Namen der Ehre auseinanderund diskutieren mit ihnen. Die Workshops sind für dieSchulen kostenlos und dauern zwei Unterrichtseinheiten. Siefinden mit allen Schülerinnen und Schülern der Klasse statt.Termine nach Vereinbarung.2012 wurden insgesamt sechs Workshops umgesetzt unddamit rund 130 SchülerInnen erreicht.Folder Zwangsverheiratung – Nein!Der Folder, der Informationen zum Thema Zwangsverheiratungbeinhaltet, richtet sich an Kinder und Jugendliche.Dieser erscheint in sechs verschiedenen Sprachen und istkostenlos über make it bestellbar.Living in a box – interaktive Wanderausstellung18.–22.6.2012 im PinzgauAufgrund des großen Erfolgesaus dem Vorjahr boten dieBezirkshauptmannschaft Zellam See, MonA-Net Mädchenonline Austria Netzwerk, dasBORG Mittersill und make it– das Büro für Mädchenförderungdes Landes Salzburg inZusammenarbeit mit akzentePinzgau, dem FrauengesundheitszentrumISIS, dem Frauennotruf,der Kinder & JugendanwaltschaftSalzburg sowie der MädchenberatungsstelleKompass auch in diesem Jahr wieder eigene Workshopsfür Schülerinnen im Pinzgau an. An die 100 Schülerinnenaus verschiedenen Schultypen im Alter zwischen 12–18Jahren aus der Region wurden dabei erreicht. Diesmalhandelte es sich aber auch um ein Kooperationsprojekt mitder Bezirkshauptmannschaft Eisenstadt Umgebung, dennin beiden Regionen wurden im Juni bzw. im September dieWorkshops für Schülerinnen durchgeführt. Um das Projektabzurunden, standen zudem jeweils an beiden Standorteneigene Schulungen für SozialarbeiterInnen am Programm.Die Ergebnisse aus den beiden Bezirkshauptmannschaftenwurden am 26.11.2012 ausgetauscht und präsentiert undentsprechende Handlungsansätze aufgezeigt.4.–7.12.2012 im LungauIm Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen undMädchen boten make it – das Büro für Mädchenförderung desLandes Salzburg und der Frauennotruf Salzburg, gemeinsammit der Kinder & Jugendanwaltschaft Salzburg, der MädchenberatungsstelleKompass, der Wirtschaftskammer Tamsweg,dem Frauennetzwerk Lungau und akzente Salzburg wiedereigene Workshops für Schülerinnen im Lungau an. Diesmalstand eine Führung durch die interaktive Wanderausstellung“Living in a Box“ am Programm, welche uns dankenswerterweisevon MonA-Net zur Verfügung gestellt wurde.43


Die Ausstellung beinhaltet Objektboxen zu mädchenspezifischenThemen (Gewalt, Selbstverletzendes Verhalten,Zwangsverheiratung, Essstörungen/Schönheitswahn, Sucht,Berufswahlperspektiven, Sexualität/Verhütung, Rollenbildund Selbstbestimmung). Die Boxen wurden von der jungenKünstlerin MMag. a Christina Heinz gestaltet und sollendas noch immer vorhandene „Schachteldenken“, sowieZuordnungen und Rollen in unseren Köpfen symbolisierenund gleichzeitig Denkanstöße zur Perspektivenerweiterunggeben. Um die Lebensbereiche abzurunden wurden zweizusätzliche Boxen, die das Thema Migration und Behinderungaufgreifen, von make it erstellt.Mitarbeiterinnen aus Opferschutzeinrichtungen und Mädchenberatungseinrichtungenbegleiteten die Mädchen durch dieWanderausstellung. Sie standen ihnen auch als Ansprechpersonzur Verfügung, zusätzlich lagen Infomaterialien auf.Die jungen Teilnehmerinnen erhielten dadurch verschiedeneInputs zu den jeweiligen Lebensthemen und Realitäten vonMädchen. Sie lernten die Beraterinnen und Anlaufstellenkennen, stiegen in die Diskussion ein und gestalteten imAnschluss ihre eigenen Boxen. Auseinandersetzung fanddadurch auf vielfältigen Ebenen statt.Eigener BoxenbauUm die Schülerinnen aktiv in die Ausstellung mit einzubeziehen,waren diese eingeladen, ihre eigenen Boxenherzustellen, in denen sie ihre Themen darstellen konnten,die sie beschäftigen, sie in ihrem Umfeld wahrnehmen. DieMaterialien dazu wurden vor Ort zur Verfügung gestellt.Die Mädchen hatten daraufhin noch die Möglichkeit, ihreeigenen Boxen zu präsentieren. Die selbstangefertigtenBoxen konnten die Teilnehmerinnen selbstverständlich mitnach Hause nehmen.Dieses Projekt wird aus dem Budget der Frauenministerin,des Frauenbüros des Landes Burgenland, des AMS und derFrauenservicestelle „Die Tür“ finanziert, ist nicht kommerziellund wird redaktionell, medien- und sozialpädagogischbetreut. Als Projektpartnerin für Salzburg scheint make it –das Büro für Mädchenförderung des Landes Salzburg auf.www.mona-net.atVernetzungstreffen feministische MädchenarbeitDie Vernetzungstreffen werden seit 1996 regelmäßigabgehalten und stellen eine wesentliche Grundlage für diefeministische Mädchenarbeit dar. Die Treffen finden drei- bisviermal jährlich statt und sind offen für alle Frauen, die ander Mädchenarbeit interessiert sind. Sie sind ein kostenlosesAngebot. Neben Fachreferaten ist auch ausreichend Zeitzum Erfahrungsaustausch, zur Informationsweitergabe usw.Am 9.3.2012 fand in der Stadt Salzburg das Vernetzungstreffen„Der Körper ist politisch – was hinter der Beschneidungvon jungen Mädchen steckt“ statt, am 22.3.2012 hießes „Mädchenarbeit reloaded. Welche Grundsätze und Zieletragen eine moderne Mädchenarbeit heute?“ Ein Vernetzungstreffenmit dem Arbeitskreis Mädchenarbeit Oberösterreichstand am 12.6.2012 am Programm. Weiter ging esim Herbst, am 9.11.2012, mit dem Schwerpunkt „Mach‘sselbst! Do-It-Y-ourself für Mädchen.“ SelbstermächtigungsundHandlungspotenziale durch neue DIY-Strategien und am12.10.2012 mit „Cross Work. Geschlechterbewusste Arbeitvon Frauen mit Jungen und von Männern mit Mädchen“.An den Vernetzungstreffen nahmen durchschnittlich 15Vertreterinnen aus verschiedenen Mädchenberatungseinrichtungenteil.OrganisatorischesDie Workshops richteten sich an Schülerinnen der 7., 8.und 9. Schulstufe (12 bis 15 Jährige). Insgesamt besuchtenan die 60 Schülerinnen aus dem Lungau aus verschiedenSchultypen die Veranstaltung. Zudem fand am 4.11.2012ein Workshop für Multiplikatorinnen statt.MonA-Net – Mädchen online Austria – NetzwerkMonA-Net ist eine österreichische Internetplattform, dieMädchen und jungen Frauen die Möglichkeit bietet, sich inallen Bereichen ihres Lebens zu informieren, Rat zu holenund sich aktiv mit anderen Mädchen und jungen Frauenauszutauschen.44


Girls‘ DayWeiblich, jung, technikinteressiert sucht:einen Job mit Karrierechancen!So lautete auch 2012 wieder das Motto des EuRegio Girls´Day: einen Tag lang Handwerk, Technik und Naturwissenschafterproben und zeigen, dass Mädchen in diesenBereichen genau so geschickt sind wie Jungs.Beim mittlerweile neunten EuRegio Girls´ Day nahmen 1.200Mädchen im Alter von 10 bis 16 Jahren aus Salzburg,Traunstein und Berchtesgadener Land teil und erkundeten150 ausgewählte Firmen.Neugierig geworden?Wer beim nächsten Girls´ Day am 25.4.2013 mit dabeisein will kann sich schon vorab unter www.girlsday.infoinformieren.Und dass auch 2012 wieder viele spannende Betriebe mitdabei waren berichteten uns die Teilnehmerinnen selbst –nachzulesen auf www.girlsday.infoBerufsvielfalt entdecken!Berufsorientierung allgemein war beim diesjährigen Girls´Day ebenso gefragt, da viele Mädchen gar nicht wissen, wieviele Berufe es in Österreich und Deutschland überhauptgibt. Der Workshop Jobtalks 2.0 vonakzente Salzburg setztesomit einen Schwerpunkt in diesem Bereich.Nicht nur in Salzburg, sondern auch in Traunstein und imBerchtesgadener Land gab es wieder tolle Schnupperangebote.Bei Hawle in Freilassing wurden die Girls´ Day Teilnehmerinnenwie jedes Jahr besonders herzlich empfangenund durften nicht nur eine Firmenführung erleben, sondernauch Werkstücke herstellen und mit nach Hause nehmen –um nur ein Beispiel von vielen zu nennen!45


akzente FachstelleSuchtprävention„Hinter der Konsumsucht steht die Sehnsucht. Wir werbenfürs Erleben unbezahlbarer Augenblicke.“ Mit einprägsamenBotschaften wie dieser begann ursachenorientierte Suchtvorbeugungvor rund 20 Jahren sich auch in Österreichan die breite Bevölkerung zu wenden. In Abgrenzung vomdrogenfixierten Zugang wurde damit auch der Suchtbegriffbreiter gefasst.Seither organisieren Suchtpräventionsstellen die Vorbeugungvon Risikokonsum, Substanzabhängigkeiten undproblematischen Verhaltensweisen wissensbasiert undqualitätsgesichert.Die Fachstelle von akzente Salzburg wird gefördert vomSozialressort des Landes. Im Fokus der Arbeit stehenKinder und Jugendliche, deren Bezugspersonen wir in denBereichen Schule, Lehre & Freizeit sowie Familie& Regionen ansprechen.Gesund sein, sich geliebt, stark und eingebunden fühlen –dies wünschen Eltern ihren Kindern: Die Vielzahl möglicherFehlentwicklungen, die Risiken durch altbekannte undneue Suchtmittel beunruhigt dabei auch gut Informierte.Die Entwicklung von Abhängigkeiten ist aber nicht nur eineFrage des Angebots, sondern auch der Nachfrage – einwenig lineares und steuerbares, komplexes Geschehen.Die Entstehungsbedingungen unterschiedlicher Süchteaber sind weitgehend gleich und liegen im Ungleichgewichtzwischen Schutzmechanismen und Risikofaktoren imUmfeld von Heranwachsenden.Klare Expertenmeinung deshalb: Ein Schwerpunktpräventiver Arbeit muss im Vorfeld von Suchtverhaltenund Problemkonsum liegen. Daran schließen fokussierteAngebote für RisikokonsumentInnen, gleichermaßen altersundgeschlechtsspezifisch konzipiert. Für Maßnahmender Früherkennung und Intervention sind für begleitendeFachkräfte ausreichend Zeit und geeignete Kooperationsstrukturenzu planen.Entscheidend bleibt, sich in allen Ebenen der Aufklärungdie ursächlichen Zusammenhänge, in denen Abhängigkeitentsteht, bewusst zu machen und sich zu fragen: WelcheFunktion haben verlockende Substanzen oder Medien –wofür sind sie Ersatz und was bleibt, wenn „das Original“nicht verfügbar ist?46Das Team (im Bild mit Landesrat Walter Steidl) bietetFortbildungen, Elternbildung und Workshops an, begleitetProjekte und hat Materialien für PraktikerInnen, Jugendlicheund alle Interessierten auf Lager.Ganz offen: Wir wissen nicht immer, was genau wannwirkt. Zusammen aber lässt sich Wissen vermehren undverbreiten. Nehmen Sie bitte auch 2013 Kontakt mit unsauf – damit wir gemeinsam Know-how für ein suchtfreiesLeben schaffen können!


2012 im ÜberblickFür das KindesalterHier ist vor allem Eigenständig werden zu nennen, einösterreichweites Projekt zur Lebenskompetenzförderungund Suchtprävention für Kinder zwischen 6–10 Jahren.VolksschullehrerInnen werden geschult, im Unterricht mitKindern deren Konfliktfähigkeit, Stressbewältigung, Selbstwahrnehmungund Problemlösung zu trainieren, unterstütztvon hervorragenden Lehrermaterialien. Nach dem Grundkurskönnen die PädagogInnen das Programm über vierJahre hinweg in ihrem Unterricht integrieren und werdenkontinuierlich von der Projektkoordinatorin mit Angebotenzur fachlichen Reflexion und Fortbildung unterstützt.Kindliches Abenteuer und die wunderbare, wilde „Welt vonPippi & Co.“ war auch Thema der 3. Fachveranstaltung fürrund 50 VS-PädagogInnen im April 2012: Eckhart Schiffer– Arzt, Psychiater und Autor – vermittelte bildstark, wie Lernfreudeund Gesundheit von PädagogInnen geschaffen werdenkönnen, auch unter schwierigen sozialen Bedingungen.Insgesamt sind es mittlerweile rund 400 SalzburgerLehrerInnen, die in Eigenständig werden geschult sind.Ergebnis 2012: Vier Grundkurse in Stadt und Land, achtweitere Workshops/Veranstaltungen für (Beratungs-)LehrerInnen, in Summe 234.Für die „Gesunden Schulen“ Eben, Seekirchen und Pfarrwerfenwurden im Auftrag von AVOS drei Elternabende(80 Eltern) gehalten.Die meisten Fragen zum Thema Sucht beziehen sichim Kindesalter vor allem auf die so genannten NeuenMedien – und wie man´s anstellt, einen gesunden Umgangmit Handys, Smart-phones & Co zu finden und dabei denGrat zwischen Medienkompetenz und problematischemVerhalten wie Nonstopp-Gaming und Onlinesucht zuerkennen. Orientierung kann die Fachstelle hier zudem mitder Medienbroschüre „Über Neue Medien reden!“leisten und verteilte sie auch 2012 großzügig an Schulen.„Frühe Hilfen“: Sonderprojekt und besonderes ProjektUnter „Frühen Hilfen“ wird ein Gesamtkonzept vonMaßnahmen zur Gesundheitsförderung bzw. gezieltenFrühintervention in der frühen Kindheit (Schwangerschaft bisSchuleintritt) verstanden, das die spezifischen Lebenslagenund Ressourcen von Familien berücksichtigt und mitvielfältigen Ansätzen, Angeboten, Strukturen und AkteurInnenvernetzt ist.Gelingt dies frühzeitig, so können sich – neben derVerkürzung von Leid für betroffene Eltern und Kinder – auchdie Kosten für spätere Maßnahmen der sozialen Kinder undJugendwohlfahrt merkbar senken; das belegt eindrucksvolldie deutsche Stadt Dormagen, deren Modellprojekt beider Tagung „Frühe Hilfen für belastete Familien“ vonElternberatung und Familienreferat Salzburg (19. Juni, St.Virgil) viel Beachtung fand.Als Teil der Kindergesundheitsstrategie auf Bundesebene(www.bmg.gv.at) erhielten die Fachstellen für Suchtpräventioneinen Auftrag zur Feldanalyse im jeweiligen Bundesland:Mittels Online-Fragebögen, zahlreichen ExpertInnen-Interviews und einem abschließenden Fokusworkshop mitSchlüsselpersonen entstand eine Übersicht von relevantenLeistungserbringern im Gesundheitssystem und der KinderundJugendhilfe sowie von Beratungs- und Therapieeinrichtungenund deren Angeboten für Kinder von 0–6 Jahrenund ihren Familien. Den Bericht „Frühe Hilfen Salzburg“ gibtes auf Nachfrage bei akzente, mehr an Infos, Terminen aufwww.fruehe-hilfen.at.Für das JugendalterAlkohol, illegale Drogen oder neue Medien – die Auseinandersetzungmit Sucht&Prävention ist zentral und stellt dochjede/n BegleiterIn von Jugendlichen vor Herausforderungen– in der Schule gleichermaßen wie im Freizeitbereich.Natürlich existiert kein eigenes Unterrichtsfach dafür – umsowichtiger ist es, die Präventionsarbeit auf unterschiedlichenEbenen in Unterricht und Freizeit einfließen zu lassen.In der Schule der 10- bis 14-Jährigen unterstützt dasösterreichweite Pilotprojekt „PLUS“ die LehrerInnen.Nach einer eintägigen Fortbildung erhalten sie die gefragteLehrermappe, die alle Materialien enthält, um SchülerInnenpädagogisch zu begleiten und ihnen einen angemessenenUmgang mit Neuen Medien, Alkohol und Nikotin zuvermitteln. Das Programm wurde jetzt über vier Jahre vonLehrerInnen eingesetzt und von den begleitenden Fachkräftennach deren Rückmeldungen adaptiert.47


Zugleich wurden auch Kontrollklassen von der Fachstellebetreut; die Evaluierung von PLUS wird für den Sommer2013 erwartet.Beim Schulprojekt „Nichtrauchen“ am Wiku undMusPäd-Gymnasium reichten die (wirklich sehr smarten,fleißigen und kreativen!) Schüler-MultiplikatorInnen der 1.Runde die Stafette weiter an die nächste Generation: Beimgemeinsamen Mupli-Camp trainierten 16 SchülerInnen andrei Tagen ihre Hirn- und Lachmuskeln – Nichtrauchen-Fanssind schließlich keine Spaßbremsen ...Gesamt haben 415 SchülerInnen an 17 Workshops zu denThemen Konsum, Rausch & Risikobalance teilgenommen.379 Lehrkräfte und Fachpersonal von Schulen habenan insgesamt 18 Angeboten (Grundausbildungen,Reflexionstreffen, Vorträge) teilgenommen.Zwei halbtätige Fortbildungen gab es für 61 UnterrichtspraktikantInnen– damit Unterricht von Anfang an „präventivangelegt“ ist. Dank auch an die Pädagogische Hochschulefür die gute Zusammenarbeit!Mitarbeitende in Jugendzentren, Jugend-Wohngemeinschaftenund sozial-pädagogischen Jugendmaßnahmenerleben die sich verändernden Trends desSuchtmittelkonsums häufig sehr früh und hautnah mit.Durch ihre Kontakte mit den Jugendlichen nehmen sie derenSchwierigkeiten und eine beginnende Suchtentwicklung oftfrüh und feinfühlig wahr. Suchtprävention ist in der offenenJugendarbeit bedeutsam, lässt sich oft nur in kleinenGesprächsrunden organisieren und bedeutet mehr alsanderswo: Beziehungsarbeit – weil Beziehung die Voraussetzungfür Frühintervention ist und zugleich der wichtigsteResilienzfaktor für Mädchen und Burschen.An den – zum Teil hochintensiven – neun Angeboten zu denThemen Rausch & Risikobalance nahmen 209 Mädchenund Burschen teil.Im Auftrag der Wirtschaftskammer Salzburg kam einFortbildungstag für LehrlingsausbildnerInnen zustande, ausdem sich wertvolle neue Kontakte zu Betrieben ergaben.movin´ – Motivierende GesprächsführungDiese international anerkannte Technik für Gesprächs- undBeratungssituationen dient als „Schuhlöffel“ – eben wennder Schuh drückt, meist jener der Kontaktpersonen vonjungen Menschen mit problematischen Konsumverhalten.Die Fachstelle bietet movin´-Seminare für EinsteigerInnen, fürFortgeschrittene und für Geübte an, jeweils in Kooperationmit Trainern der Drogenberatung Salzburg und dauert jezwei Tage.2012 wurden sechs movin´-Seminare für 76 TeilnehmerInnenorganisiert: drei Grundkurse (davon einer für 15VertrauenslehrerInnen), zwei Follow up und ein movin´III. DieZielgruppe sind MitarbeiterInnen der offenen Jugendarbeit,der Jugendsozialarbeit, ErzieherInnen, Streetworker undpädagogisch/beratendes Fachpersonal.30 MultiplikatorInnen aus außerschulischen Handlungsfeldern– wie zum Beispiel LehrlingsausbildnerInnen – nahmenan drei weiteren Fortbildungsangeboten teil.48


Für Eltern & Familie –Mütter, Väter, Grosseltern, ErziehendeFragt der Vater: „Was kann ich heute tun, damit meinkleiner Sohn morgen kein Computer-Kind wird und stattmit Freunden nur noch in der virtuellen Welt unterwegs ist?Muss ich mein Kind in den Wald schleppen, damit er ihnspäter vermisst?“. Sagt die Expertin/der Experte: „ .........“So oder ähnlich wird gefragt an den Elternabenden, die wirschulbegleitend ab der Volksschule bis zur Oberstufe aufNachfrage anbieten.Die Bandbreite reicht dabei von „vorbeugender Information“bis zu konkreten Hilferufen, weil die Eltern mit ihrem Lateinam Ende sind.Das ist häufig mit beginnender Pubertät von Tochter/Sohnder Fall, weshalb der 3-stufige Elternkurs auch „Was tun,wenn’s pubertiert im Haus?“ heißt. Hier wird Zeit geschaffen,mit Eltern intensiver in ein Thema reinzugehen.Was brauchen Eltern? Sie suchen Aufklärung über Konsum,Rausch und suchtgefährdende Gewohnheiten – und siemöchten mehr über die besonderen Vorgänge in den Herzenund Hirnen ihrer Kinder in der Zeit der Pubertät wissen. Siewünschen sich eine intensive Auseinandersetzung mit derEltern-/Erwachsenenrolle, geben einander Tipps weiter underfahren mehr über Beratungseinrichtungen. Die Ermutigungzu Wohlwollen und Fehlerfreundlichkeit sich selbst und denKindern gegenüber wirkt sehr schnell;Wir können zwar die Probleme in den Haushalten der Elternnicht lösen, aber den positiven Blick auf die Stärken undPotentiale der Kinder und Jugendlichen wecken!Was noch los war in den Regionen?Im Pinzgau, Pongau und Lungau sind weiterhinregionale Arbeitsgruppen (zehn Arbeitstreffen) aktiv,zusammengesetzt aus wichtigen Partnern und AkteurInnendes Bezirkes wie dem Forum Familie, JugendzentrumsleiterInnenund immer wieder unseren KollegInnen aus denakzente-Regionalstellen – wir danken allen Beteiligten!Ziele sind Präsenz & Informationsaustausch, Erkennen desPräventionsbedarfes in der Region und das Planen undOrganisieren von öffentlich wirksamen Veranstaltungen, ummehr Zielgruppen und Aufmerksamkeit zu erreichen.Im Pinzgau waren in besonderer Weise Bezirkshauptmannschaft,Regionalmanagement und Bürgermeister engagiert:Ihnen brannte vor allem das Thema Sperrstunde ab 2.00Uhr unter den Nägeln, um die Auswüchse unangenehmernächtlicher Ordnungswidrigkeiten besser in den Griff zubekommen.Der 2. Pinzgauer PräventionsTreff am 28.3. in Thumersbachwar als World-Cafe organisiert – eine sehr kommunikativ-kreativeBegegnungsform, an der die TeilnehmerInnengerne mitwirkten.Der Pongauer „Ideenwerkstatt Alkohol & Tourismus“gelang die Mitwirkung von Jugendlichen, die mit originellenMitteln und scharfen Augen in Bild und Ton setzen, wasihnen zum Thema auffällt – und aufstößt.Die Ergebnisse der gewitzten, originellen Auseinandersetzungwurden von einer Jury gewürdigt und waren aufYouTube anzuklicken.Zu 13 Angeboten in Stadt und Regionen fanden sich310 Personen ein.49


Angebote „für alle“Im Oktober 2012 war’s wieder einmal soweit: Die SalzburgerFachstelle durfte – im Auftrag der Österreichischen ARGESuchtvorbeugung – deren 14. Brennpunkt:Tagungausrichten. Drei Tage lang lauschten/redeten/workshoppten/kommunizierten 90 TeilnehmerInnen und mehr als 15ReferentInnen zum heißen Thema„Gender & Sucht: GeschlechtssensibleSuchtprävention & Suchtarbeit“, 15.–17.10. 2012.Dass „gendern was ändern“ könnte, wurde vehementbestätigt. Zahlen belegen eindrucksvoll den Zusammenhangzwischen Sucht und Geschlecht bzw. Geschlechterstereotypen.Zwei Drittel der KonsumentInnen illegaler Drogen sindMänner. Sie treten bevorzugt in der Abenteurerrolle auf undsagen mehrheitlich,dass sie sich ihre Freundeskreise ausgesucht hätten,mit denen sie konsumieren und dass sie nicht verführtworden seien;dass das Leben mit Drogen aufregend sei und dassder Konsum der Drogen bei ihnen starke Glücksgefühleauslösen würde.Ein Drittel der KonsumentInnen illegaler Drogen sindFrauen. Sie zeigen sich tendenziell in der Opferrolle undsagen mehrheitlich,dass sie zum exzessivem Drogenkonsum durch Freundeund Nachbarn verführt worden seien;dass sie auf kritische Lebensereignisse, insbesonderedurch sexuelle Gewalt, mit Konsumexzessen reagierthaben, was schnell zu chronischer Sucht geführt habe.Salzburger PräventionsFrühstück(gibt´s auch nur in Salzburg)8. Salzburger PräventionsFrühstück:„Die neuen synthetischen Drogen – Research Chemicals,Legal Highs, Crystal Meth, Kräuter & Co.Leave it oder check it?“In Kooperation mit der Drogenberatung Salzburg luden wirzu diesen spannenden Fragen am 31.5. ein zu Vorträgen,Diskussion und Vernetzung – mehr als 80 Interessiertefolgten der Einladung.Was wissen wir über Konsummotive? Wie schätzenKonsumentInnen ihr Risiko bei Research Chemicals oderLegal Highs ein und wie kann die Suchtprävention mitdiesen FreizeitdrogenkonsumentInnen arbeiten?Das waren nur einige Fragen, die Toxikologe Dr. RainerSchmid, von der Universität Wien im Rahmen seinesVortrags stellte.Nachfolgend wurde ChEckiT! als Projekt zur Drogenberatungund Suchtprävention von Mag. a Sonja Grabenhofervorgestellt: „Wir bewegen uns gezielt in den Lebensweltender Probier- oder Freizeitkonsumierenden, schauen dort, wiewir Risikomanagement betreiben können und unterstützensie auch bei der Konsumreduktion. Ziel ist grundsätzlicheine drogenkonsumkritische Haltung aufzubauen, wofüreine wertneutrale Information über Drogen wesentlich ist; inunseren Beratungen nehmen wir eine akzeptierende Haltungden Klientinnen und Klienten gegenüber ein, mit derersie sich ernst genommen fühlen und sich auf ein offenesGespräch mit uns einlassen“.Mehr Infos und Beratung unter www.checkyourdrugs.atMänner gehen weniger zum Arzt und bevorzugen andereMedikamente, nämlich vor allem leistungssteigerndeSubstanzen.Allein stehende, alternde Männer gelten gesundheitlich alsHochrisikogruppe. Neun von zehn pathologischen SpielerInnenund zwei Drittel der Alkoholabhängigen sind männlich.(Text kontakt&co, G. Gollner)Mehr zu Geschlecht, Gender und Sucht aufwww.suchtvorbeugung.net/tagung/201250


9. Salzburger PräventionsFrühstück:„Abheb’n – runterkommen. Konsum leben in RauschundRisikobalance“Gemeinsam mit den MitarbeiterInnen des Jugendreferatesübten wir uns am 7.12. in vorweihnachtlicher Balance:Zwischen Vorbereitung, Vortrag samt Filmvorführung,Diskussionen und Vernetzung – mehr als 50 Interessierteund MultiplikatorInnen folgten unserer Einladung.BegleiterInnen von Kindern und Jugendlichen sind immermehr gefragt, im Spannungsfeld zwischen dem Überangebotvon Konsumanreizen und Langeweile und Leeregenügend Orientierung und Halt zu bieten: Wie könnenwir Mädchen und Buben stimmige Wege der Rausch- undRisikobalance eröffnen, wie bringen wir inmitten von Festlnmehr Feierkultur ins Leben? Gerald Koller vom ForumLebensqualität Österreich stellte dazu sein neues BuchundFilmprojekt ‚spring ... und lande. Landkarten fürdie Rausch- und Risikopädagogik’ vor.Was allen Interessierten mitgegeben wurde, waren Landkartenfür den Umgang mit Rausch und Risiko, um die Furchtvor dem „bösen Ende“ zu nehmen.Mehr dazu unter www.qualitaetleben.atEin bewegtes Jahr mit zum Teil rekordverdächtig hohenAngebots- und Teilnehmerzahlen ging damit zu Ende.Bei Landesrätin Mag. a Cornelia Schmidjell bedanken wir unsfür ihr waches Interesse an Kinder- und Jugendgesundheitund Präventionsfragen!Den Jahresbogen schlossen wir mit einem „neuen“ Gastbeim PräventionsFrühstück, dem frisch bestellten SoziallandesratWalter Steidl:„Für mich wird der Auftrag an jene, die junge Menschen insLeben begleiten, immer deutlicher: Statt der Ausschaltungvon Rausch- und Risikoerfahrungen eine Optimierung derRahmenbedingungen zu erreichen. Ich möchte Instrumenteschaffen, die es Jugendlichen ermöglichen, mit „Versuchung“und Risiko umzugehen: Ich freue mich auf weitereDialoge über Rauschbedürfnis und Risikokommunikation imSinne der Suchtprävention!“Bildungsarbeit 2012LehrerInnen, SchulärztInnen u.a . ges. 30 VA - 613 Prs.(mit 16 Schüler-Muplis): (davon für Eigenständig werden 12 / 234)SchülerInnen:MultiplikatorInnen außerschulisch:(davon movin-SE 6 / 76)Jugendliche außerschulisch:Eltern/Familien:Fachveranstaltungen:Setting-Ü, alle Regionen17 VA - 415 Prs.9 VA - 106 Prs.9 VA - 209 Prs.13 (eig. 17) VA - 310 Prs.5 VA - 280 Prs.In Summe: 1.933 erreichte Personen in ges. 83 Veranstaltungen(im Umfang von 2 EH bis zu 2 Tagen).Bildungsarbeit Auswertung 2012 -erreichte Personen280 TeilnehmerInnen anFachveranstaltungen310 TeilnehmerInnenausEltern/Familie613 LehrerInnen, SchulärztInnenu. a. (mit 16 Schüler- Muplis)209 Jugendliche außerschulisch106 MultiplikatorInnen Jugend(sozial)arbeit415 SchülerInnen51


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ServiceNewsletter – alle 14 Tagebestens informiert24 Newsletter informierten rund2.500 LeserInnen kostenlos überVeranstaltungen, Seminare, Projekteund Entwicklungen in der SalzburgerJugendarbeit.Der NEWS.letter kann ganz einfachbestellt werden: mit einer E-Mail annewsletter-on@akzente.netKarten für junge LeuteAlle Infos zum Salzburger S-PassE-Mail: info@s-pass.at oder aufunserer Homepage www.s-pass.atDie Bestellformulare für den S-Passliegen unter anderem in allen akzenteJugendinfostellen auf!akzente-Produkte zum NachlesenZu bestellen bei: akzente Salzburg, Glockengasse 4c, 5020 SalzburgTel. 0662/84 92 91, E-Mail office@akzente.netULTIMO / ULTIMO SpezialAlso immer ran an‘s ULTIMO – dasAbo ist gratis! Bestellungen direktunter ultimo@akzente.netakzente BildungsprogrammFit in Sachen Jugendarbeit?Wir bieten jedes Jahr Workshops,Seminare & Veranstaltungen fürPädagogInnen, JugendarbeiterInnenund Interessierte an!Leitfadenzur nachhaltigen Beteiligung vonjungen Menschen in Gemeindenauch als Download aufwww.jugendbeteiligung.ccTheaternewsAktuelle Kartenangebotefür Schulklassen, 4 x jährlich54


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