Solarmodule, die (nicht) aus dem Rahmen fallen - Produktion.de

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20 Produktion Schwerpunkt : Roboter- und Handhabungstechnik 30. April 2009 • Nr. 17-18 ABB Robotics Aus Alt mach Neu: Die Fitnesskur für Roboter Produktion Nr. 17-18 , 2009 FRIEDBERG (mg). Immer schnellere Veränderungen der Märkte und der wirtschaftlichen wie auch umweltpolitischen Rahmenbedingungen erfordern hochflexible Lösungen. Dafür bietet der ABB Robotics Reconditioning-Service ein maßgeschneidertes Paket, das eine höhere Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit der installierten Robotersysteme gewährleisten und Anwendern Planungs- und Investitionssicherheit geben soll. So robust und langlebig moderne Industrieroboter auch sind – Hitze, Staub, Dämpfe, Feuchtigkeit und das Arbeiten am Belastungslimit zeigen auf Dauer Wirkung. Nur planmäßige Pflege und Wartung kann die Funktionen dauerhaft gewährleisten. Doch während klassische Anlagenwartung primär darauf abzielt, den ursprünglichen Zustand weitgehend zu erhalten, geht das Reconditioning einen Schritt weiter. Es bringt existierende Anlagen auf den neuesten Stand der Technik. Beispielsweise durch Austausch alter Steuerungen gegen die neuere IRC5, Ersatz verschlissener Komponenten, Installation neuer Software und bei Roboterzellen durch z. B. den Einbau neuer Sensoren oder Positionierer. Anwender können mit vollständig überarbeiteten Gebrauchtrobotern auch Kosten sparen. Der Geschäftsbereich Reconditioning von ABB verbucht jährlich etwa 120 Gebrauchtroboterverkäufe und Generalüberholungen. Dabei stehen im Mittel 60 Anlagen zur schnellen Lieferung bereit – vor allem für Anwender interessant, die kurzfris- Produktion Nr. 17-18 , 2009 NEUHAUSEN (mg). Fanuc Robotics hat seine Schwerlastroboter-Reihe ergänzt: Der M-900iA/400L hat eine Reichweite von 3 625 mm und kann 400 kg handhaben. Der sechsachsige Roboter wird bei Palettier- und Handlingaufgaben ein breites Einsatzgebiet abdecken. Mit intelligenten Optionen können Produktionsabläufe optimiert und die Kosten im Anlagenbau gesenkt werden. Der 400-kg-Roboter verkleinert den Sprung in der ‚Schwerlaster-Palette‘. Bislang bot Fanuc zwischen 350 und 650 kg Traglast keinen Roboter an. Der M-900iA/400L schließt nun diese Lücke. Als sechsachsiger Roboter ist der neue 400-kg-Roboter in erster Linie für Handhabungsaufgaben gedacht. In der Dynamik steht er auch den Versionen aus der M-900iA-Baureihe mit weniger Traglast kaum nach. Unter anderem spielt hier die Anordnung von Motor und Getriebe der dritten Achse eine Rolle. Bild: ABB Aus Alt mach Neu: Gezieltes Reconditioning sorgt nachhaltig für Werterhaltung, Wertsteigerung und Produktionssicherheit. tig entweder Kapazitätsspitzen abfangen müssen oder möglichst schnell eine neue Pilotanlage in Betrieb nehmen wollen. ABB verfügt ebenfalls über ein internationales Netzwerk zum Beschaffen gebrauchter Roboter. Der Reconditioning-Ablauf: Jeder zu überholende Roboter kommt mit oder ohne Steuerungsschrank zu ABB. Hier überprüfen Techniker Roboter und Steuerung auf Herz und Nieren. Aufgrund der ermittelten Daten erstellt ABB ein Festpreisangebot über alle notwendigen Instandsetzungsarbeiten. Zusätzlich erhält der Kunde Empfehlungen über optionale Präventivmaßnahmen zur langfristigen Steigerung der Produktionssicherheit. www.abb.de/robotics Fanuc Robotics M-900iA/400L: Zuwachs für die Schwerlastroboter-Familie Angesichts der enormen Reichweite ist der neue M-900iA/400L jedoch auch erste Wahl, wenn es darum geht, ganze Lagen zu palettieren, so Fanuc. Mit einer Traglast von 400 kg operiert er in der gleichen Tragkraftklasse wie der Palettierroboter M-410iB/450. Die sechste Achse des M-900iA verleiht jedoch zusätzliche Beweglichkeit und damit ein erweitertes Aufgabenspektrum. Stellt man sich eine Aufgabe vor, bei der eine zu palettierende Lage auch nur wenig gekippt werden muss, ist eine sechste Achse nützlich und erfordert keine zusätzlichen Hilfsmittel an einer Palettierstation. Produktionsablauf optimieren, Kosten im Anlagenbau senken Intelligente Optionen von Fanuc Robotics wie ‚Line Tracking‘ oder das Bildverarbeitungssystem iRVision helfen nicht nur, den Produktionsablauf zu optimieren, sondern verringern auch die Kosten im Anlagenbau. Dank Software und Bildverarbeitung lassen sich produktspezifische Vorrichtun- Robotermodell Reichweite in [m] Traglast in [kg] M-900iA/350 2,65 350 M-900iA/260L 3,1 260 M-900iA/600 2,83 bis 700 M-900iA/400L 3,625 400 M-900iA/200P für Pressentransfer 3,507 200 Bild: Fanuc Robotics Die Baureihe M-900iA im Überblick Kuka Solarmodule, die (nicht) aus dem Rahmen fallen Produktion Nr. 17-18 , 2009 AUGSBURG (mg). Kuka Systems präsentierte kürzlich ihr neues und zum Patent angemeldetes Modul ROBO FRAME auf der Fachmesse Photovoltaic Technology Show (PTS) in München. Es nutzt einen Industrieroboter mit hoher Traglast zum automatischen Rahmen von Solarmodulen. Die wichtigsten Vorteile dieses Produktionsprozesses sind die Vermeidung von Deformationen und Kratzern, eine Qualitätsverbesserung des Endproduktes und ein größerer Durchsatz der Produktionsanlage durch Präzision und hohe Verfügbarkeit. Bei ROBO FRAME greift der Roboter das vorbereitete Laminat auf der Glasseite und führt es präzise in die bereitgestellten Rahmenteile ein. Roboter vereint hohe Kräfte mit der erforderlichen Präzision In vier Teilschritten werden zunächst die langen Rahmenteile gefügt und danach die kurzen Rahmenteile, in die zuvor automatisch die Eckverbinder eingesetzt wurden. Durch zusätzliche Klammerung und eine ebene Auflageplatte werden beim Zusammenfügen der Rahmenteile nur minimale Kräfte in das Laminat eingeleitet, was Deformationen vermeidet. Die doppelte Rahmenteilzuführung für kurze und lange Rahmenteile lässt erst gar keine Relativbewegung entstehen und vermeidet so Kratzer an den Profilen. Der M-900iA/400L mit 400 kg Traglast schließt bei Fanuc Robotics die Lücke zwischen 350 und 600 kg Traglast. Bild: Fanuc Robotics gen einsparen, was zunächst Investitionen reduziert und im Betrieb die Rüstzeiten verringert. Als Option gibt es einen speziellen Roboterarm als Punktschweiß-Ausführung. Eine weitere Ausstattungsvariante berücksichtigt die Einsatzbedingungen in Gießereien oder in der Bauindustrie. Als SDLP-Variante ist der Roboter gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt (SDLP steht für ‚Severe Dust and Liquid Protection‘). Erst kürzlich hatte Fanuc Robotics mit dem neuen Schwerlastroboter M- 2000iA und dessen Traglast von 1 200 kg neue Dimensionen eröffnet. Bei dem neuen M-900iA/400L liegt der Schwerpunkt auf großer Reichweite bei hoher Traglast. www.fanucrobotics.de Bild: Kuka Die Einheit ROBO FRAME besteht aus dem Kuka-Roboter mit Rahmungsgreifer, einer Station zum Einpressen der Ecken, zwei Rahmungstischen, einem optionalen vertikalen Puffer für eine Stunde Produktionsvolumen, einer optionalen Eckschlüsselvereinzelung sowie der Benetzungsrinne für das Klebeband. „Was ROBO FRAME von Wettbewerbssystemen am Markt unterscheidet, ist die Fähigkeit, Materialien mit großen Toleranzbereichen sicher zu verarbeiten und dabei eine hohe Qualität des Endprodukts sicherzustellen“, sagt Peter Kiemstedt, Sales Manager Solar bei Kuka Systems. „Insbesondere bei den Kosten für die Vormaterialien besteht eine direkte Korrelation zwischen der Qualität bzw. den Toleranzen und den Kosten.“ Bei den heute typischen Rahmungen für Solarmodu- Produktion Nr. 17-18 , 2009 MEERBUSCH (mg). Epson hat jüngst auf zwei Fachmessen erstmals seine neuen Roboter der G3-Serie einem breiten Fachpublikum in Deutschland präsentiert. Die neuen SCARA-Systeme ermöglichen dank ihrer neuartigen, patentierten Armgeometrie deutlich kürzere Bewegungszyklen, da ein zeitraubendes Umschwenken auf die andere Armlage vielfach entfallen kann, verspricht Epson. Die Besonderheit der neuen Geometrie trägt dem Umstand Rechnung, dass die meisten Robotik-Arbeitszyklen in einer Vorzugslage des ersten Arms erfolgen. Die Sinus- und Cosinus-Modelle der G3-Serie verfügen daher über einen wahlweise nach links (Sinus) beziehungsweise rechts (Cosinus) geknickten ersten Arm, der einen deutlich größeren Arbeitsbereich abdeckt als vergleichbare Modelle mit herkömmlicher Geometrie. Die Geräte eignen sich somit besonders für Einsätze in beengten Umgebungen wie in der Medizintechnik oder der automatisiertenKomponentenfertigung. Die Reinraum-Ausführungen ermöglichen darüber hinaus auch Einsätze unter besonders anspruchsvollen Umgebungsbedingungen: Wie alle anderen Scaras von Epson sind auch die neuen Das Modul ROBO Frame von Kuka Systems kann Materialien mit hohen Toleranzbereichen sicher verarbeiten. Die Qualität des Endprodukts soll so sichergestellt sein. le ist der Rahmen leicht überdimensioniert, um die Toleranzen von Glas und Rahmenteilen aufzunehmen. Das bedeutet, dass beim Fügeprozess das Laminat nicht bis auf Anschlag in den Rahmen gepresst werden darf, sondern auf ein bestimmtes Maß gefügt werden soll. Der Kuka-Roboter vereint hohe Kräfte mit der erforderlichen Präzision und ist damit nach Unternehmensangaben für diese Aufgabe ideal geeignet. Die erreichbaren Fügekräfte sind mit denen einer konventionellen Rahmenpresse mit 1,2 t zu vergleichen. Das Verfahren ist nicht auf die Verwendung von doppelseitigem Klebeband festgelegt, so dass auch auf andere Arten abgedichtet werden kann. Die Werkzeuge können auf verschiedene Rahmengrößen angepasst werden. www.kuka-systems.com Epson Neuartige Armgeometrie bringt kurze Bewegungszyklen Roboter auf Wunsch in ‚Reinraum Klasse 10‘-Konfiguration erhältlich. Diese Ausführung ist zusätzlich gegen elektrostatische Aufladung (ESD) geschützt. Für die Programmierung der Maschinen kommt die kompakte Epson-Robotersteuerung RC-180 zum Einsatz, die dank ihrer intuitiven Benutzeroberfläche eine schnelle und zuverlässige Programmerstellung erlaubt. Alle notwendigen Optionen, wie zum Beispiel ein Visionsystem oder Feldbus, sind nahtlos in die Oberfläche integriert. www.epson.de Dank der neuen Armgeometrie entfällt in vielen Fällen bei den Robotern der G3- Serie von Epson das Umschwenken auf die andere Armlage. Bild: Epson

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