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Ausgabe 26 - 02 / 2008 - Westfalenfleiß GmbH

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Chance und Risiko:Die RahmenzielvereinbarungLiebe Leserinnen,liebe Leser!Mittlerweile hat es sich herumgesprochen:Das Thema „Rahmenzielverein barung“ istauf allen Ebenen im Werkstattbereich von<strong>Westfalenfleiß</strong> präsent. Führungskräfte,Gruppenleitungen, Verwaltungsmitarbeitersowie Betreuer, Angehörige und zumTeil auch unsere Beschäftigten setzen sichgleichermaßen auseinander mit der Devise:„Raus aus den Werkstätten und rein inden ersten Arbeitsmarkt“. Was sich dahinterverbirgt?Wer scheitert,fällt tief!Die Fakten:Vor dem HintergrundderschwierigenFinanzlage derkommunalenHaushalte wurdeam 19.10.2007zwischen denWestfälischenSpitzenverbändender FreienWohlfahrtspflegeund demLandschaftsverbandWestfalen-Lippe (LWL) eine„Rahmenzielvereinbarung“für Werkstätten abgeschlossen mit demZiel, 10 bis 15 Mio. Euro bis zum Jahr 2010einzusparen.„Die Probleme, die eineIntegration von Menschenmit Behinderungen auf denersten Arbeitsmarkt mit sichbringen kann, müssen gesehenwerden. Diese Menschenbrauchen eine sehr einfühlsameund kontinuierlicheBegleitung und auch Arbeitgeberverlangen verlässlicheAnsprechpartner. Denn wennder Versuch scheitert, könnendie Betroffenen tief fallen.“Karl-Heinz GarbeDas heißt, es geht also um die Dämpfungder Kostenentwicklung. Wie das erreichtwerden soll? Zum aktuellen Stand derDinge: Mittlerweile sind wir mit dem LWLin Verhandlungen getreten und erarbeitenauf dieser Basis eine individuelle Zielvereinbarung.Die Eckpunkte dieser individuellenZielvereinbarung sind inzwischenklar: Um die Einsparungen zu erreichen,soll anstelle einer Werkstattaufnahme dieFörderung und Vermittlung von Menschenmit Behinderungen auf den ersten ArbeitsmarktVorrang haben, der Übergangaus der Werkstatt auf den ersten Arbeitsmarktsoll verbessert und die Vermittlungsquoteerhöht werden und es geht umdie Schaffung alternativer Beschäftigungsmöglichkeitenwie beispielsweise „Außenarbeitsplätze“oder „Teilzeitangebote“.Es geht also für Menschen mit Behinderungenum die Integration in den allgemeinen,„ersten“ Arbeitsmarkt, also inganz normalen Betrieben, bezahlte undreguläre Arbeit, eine flexible, und individuelleUnterstützung und letztlich um dieFörderung der Selbstbestimmung.Der Ansatzpunkt dabei für uns ist, dassder Schlüssel für den gesamten Prozessbei der intensiven, kontinuierlichen Arbeitsbegleitungund ihren drei Standbeinender Unterstützung liegt: der konkrettätigkeitsbezogenen Qualifizierung, derEntwicklung von Schlüsselqualifikationenwie Durchhalten, Strukturierung vonAufgaben und Ähnlichem und der Unterstützungder sozialen Integration durchgemeinsame Reflexion. Die Frage lautetalso nicht, ob überhaupt Menschen mitBehinderungen auf dem ersten Arbeitsmarktarbeiten können, sondern vielmehr,unter welchen Bedingungen beruflicheIntegration stattfinden kann.Ihr Karl-Heinz Garbe


Aus dem InhaltImpressum<strong>Westfalenfleiß</strong>-ECHO erscheintvierteljährlich für Mitglieder,Gesellschafter, Beschäftigte,Mitarbeiter und Förderer der<strong>Westfalenfleiß</strong> <strong>GmbH</strong> Münster.Herausgeber:<strong>Westfalenfleiß</strong> <strong>GmbH</strong>Arbeiten und WohnenKesslerweg 38-4248155 MünsterTelefon: (<strong>02</strong>51) 6 18 00-0Fax: (<strong>02</strong>51) 6 18 00 - 55e-mail:info@westfalenfleiss.dehomepage:www.westfalenfleiss.dewww.eigenprodukte.dewww.mds-muenster.deSparkasse Münsterland OstKto. 300517BLZ 40050150Bank für Sozialwirtschaft<strong>GmbH</strong> KölnKto. 6019400BLZ 37<strong>02</strong>500Verantwortlichfür den Inhalt:Karl-Heinz GarbeRedaktion:Margret Topp,Helene WentkerTitelfoto:<strong>Westfalenfleiß</strong> <strong>GmbH</strong>Fotos:<strong>Westfalenfleiß</strong> <strong>GmbH</strong>Titelgestaltung:Peter Schladoth, FrankfurtAnzeigen:Karl-Heinz GarbeDie veröffentlichten Beiträgegeben nicht unbedingt dieAuffassung des Herausgeberswieder.Für unverlangt eingesandteManuskripte und Fotos wirdkeine Haftung übernommen.Anzeigenschluss ist jeweilsvier Wochen vor Quartalsende;zur Zeit ist AnzeigenpreislisteNr. 3 gültig.Auflage: 4.500Einzelpreis: 0,45 EuroDruck:LV DruckHülsebrockstraße 248165 MünsterTeilhabe - miteinander: Aktion inMünster am 5. Mai. <strong>Westfalenfleiß</strong>-Werkstatträte und die LebenshilfeMünster machten mobil: Seite 4 - 7.Auf dem Rückender Pferde lernenund heilen - Von derPferdepension zurprofessionellen Zuchtund zur Reittherapie- Gut Kinderhaussetzt neue Trends:Seite 32 - 35.„Ohne innere Haltungnützt keineKörpertechnik“- Carlos Escaleralehrt dialogorientiertekörperliche Intervention(Doki)bei <strong>Westfalenfleiß</strong>:Seite 11 - 13.20 Absolventen im Berufsbildungsbereich- Feierliche Zertifikatsübergabenach Abschluss der Qualifizierungam 7. März: Seite 20 - 21.Teilhabe - miteinander am 5. Mai<strong>Westfalenfleiß</strong>-Werkstatträteund Lebenshilfe machten mobil Seite 4Interview mit Karl-Heinz Garbe„Unsere Beschäftigten sollennicht in tiefe Löcher fallen!“ Seite 8Dia-Vortrag von Manuel Gerdes„Wilde Wasser“ Seite 10„Ohne innere Haltungnützt keine Körpertechnik“Carlos Escalera lehrt „Doki“ Seite 11Bilder & BerichteAWO-Besuchergruppe zu Gast Seite 14Mal-Atelier Nienberge stellt aus Seite 15Werkstatträte in der FAB Seite 15Peter Feldmann geht in Rente Seite 16Fortbildungstag am 16.4.08 Seite 17Datenabfrage mit Gewinnen Seite 17Werkstätten:Messe in Nürnberg -<strong>Westfalenfleiß</strong> mit neuen Trends Seite 17Besuchergruppe aus Rjasan Seite 18Lebenshilfe Münster feierteStimmungsvolles Mitgliederfest Seite 19Abschluss im BerufsbildungsbereichFeierliche Zertifikatsübergabe Seite 20„Nein dem Alkohol,weil er mir nicht guttut“DIDAK ® jetzt als Leitfaden Seite 22„Hier lernen wir ganz viel fürs Leben“Zwei Zivis berichten Seite 25Karl Georges: „Geschenk des Lebens“Förderverein Gut Kinderhaus Seite 28Haflingerzucht auf Gut KinderhausAuf dem Rücken der Pferdelernen und heilen Seite 32Gut KinderhausMDS-Veranstaltungen im Cafe Seite 36Bilder & BerichteRahmenzielvereinbarungen:Infos am „Großen Elternabend“ Seite 37Info-Stand und MDS-Cateringbei der Bezirksregierung Seite 37Gewinnen mit ECHOPreisrätsel Seite 38


4Fotos: Steffen Rickert / Margret Topp


Teilhabe - miteinanderAktion in Münsteram 5. Mai<strong>Westfalenfleiß</strong>-Werkstatträte undLebenshilfe Münster machten mobil5


Aktion 5. Mai in Münster7


InterviewInterview mit <strong>Westfalenfleiß</strong>-Geschäftsführer Karl-Heinz Garbe„Unsere Beschäftigten sollennicht in tiefe Löcher fallen!“Experimente einer größeren Selbstständigkeitmüssen gut und sensibel begleitet werdenECHO: Wie stehen Sie zu den Vorstößen,die Aufgaben - und damitauch Kosten - des LandschaftsverbandesWestfalen-Lippe für dieBehindertenarbeit auf Städte undKommunen zu übertragen?Karl-Heinz Garbe: Davon halte ichgar nichts. Die bisherigen Erfahrungenzeigen: Immer wenn etwaszerschlagen wird, reduziert sichdie Fachlichkeit auf weniger Köpfe.Was beispielsweise gelaufen ist,als das Versorgungsamt zum Teil andie Kommunen ging, ist in meinenAugen abenteuerlich. Ein Problemdabei: je kleiner eine Kommuneist, desto mehr muss der einzelneSachbearbeiter an Funktionenübernehmen. Da muss dann eineretwa neben der Behindertenarbeitnoch das Jagdrecht übernehmen.Mit dem Ergebnis, dass er beidesnicht richtig ausfüllen kann.Auch werden die Wartezeiten – beiAntragsbearbeitungen – länger.Und so gerät zu Bürgerunfreundlichkeit,was mal als Bürgerfreundlichkeitangestrebt war. Aufjeden Fall hätten viele Städte undKommunen für die Behindertenarbeitweit weniger Sachbearbeiterals der LWL heute, und das vordem Hintergrund, dass die Gesetzeimmer komplizierter werden undimmer mehr Detail- und Sachwissenverlangen.ECHO: Wie schätzen Sie den Weg„ambulant vor stationär“ in derBehindertenhilfe ein? Besteht nichtdie Gefahr, Betroffene zu überfordern?Karl-Heinz Garbe: Das ist meinLieblingsthema. Zum einen stehtja dabei die Selbstständigkeit undgesellschaftliche Teilhabe vonMenschen mit Behinderungen imMittelpunkt. Aber es ist auch nichtzu unterschätzen, dass nicht jederbehinderte Mensch zu einer erweitertenVerantwortungsübernahmefür sich bereit ist, - beziehungsweisedazu in der Lage ist.Denn die Parole „Selbstbestimmungstatt Fürsorge“ ist aufdem Erfahrungshintergrund desherkömmlichen Hilfesystems fürMenschen mit Behinderung verständlich,zielführend ist sie nicht.Da kann dann auch genau dasGegenteil passieren.Große Sorge habe ich beispielsweise,wenn solche Beschäftigtenplötzlich kommen und sagen:Können wir nicht auch samstagsarbeiten? Uns ist so langweiligdaheim. Das heißt also, dass siesich nicht gut beschäftigen könnenund dass ihnen die Gruppe fehlt.Und dass sie noch nicht soweitsind, um mit dem Alleinsein fertigzu werden. Natürlich gibt es einige,die das bestens schaffen, dieFreunde haben, die sie besuchen.Dennoch müssen wir dringenddarauf achten, dass Bewohner, dieaus einer Gruppe in eine Einzelwohnungziehen, nicht vereinsamen,dadurch wieder krank werdenund dann letztlich zurück in dieWohnstätte gehen müssen.ECHO: Was geschieht, wenn solcheExperimente von der Werkstatt aufden ersten Arbeitsmarkt scheitern?Fallen auch solche Beschäftigtendann in ein tiefes Loch?Karl-Heinz Garbe: „Es wird inZukunft mehr Arbeitsplätze außerhalbder WfbM geben. Dabeischauen wir sehr genau hin beiden Fragen: Wer ist geeignet?Wer begleitet wen?“ Foto: hwe8


InterviewKarl-Heinz Garbe: Ja. In ganztiefe Löcher sogar. Es ist schlimm,wenn Beschäftigte vom allgemeinenArbeitsmarkt zurück indie WfbM müssen. Ich habe daseinmal erlebt, dass nach einerLaufzeit von drei Jahren und nachAuslaufen der Fördermittel 15Beschäftigte in den verschiedenenBetrieben nicht übernommenwurden und zurückkamen. Wirhaben niemanden an seinen altenArbeitsplatz zurückgeschickt,sondern versucht, für jeden eineneue interessante Aufgabe zu finden.Aber diese Erfahrung war dasSchlimmste, was ich diesbezüglichmitansehen musste. Daher schauenwir heute sehr genau hin beiden Fragen: Wer ist geeignet? Werbegleitet wen?ECHO: Finanzielle Spielräumewerden für Normalverdiener immerenger. Viele fürchten die Arbeitslosigkeit.Wie stellen Sie sich insolchen Zeiten auf Sozialneid undunbequeme Fragen ein? Etwa„Behinderte haben sichere Arbeitsplätze,von denen wir in der freienWirtschaft nur träumen können“.Karl-Heinz Garbe: Es gibt schoneinige, die das denken – und auchaussprechen. Wir haben einen Fallerlebt, da der Betriebsrat gegendie Einstellung von unseren Leutenvotierte. Man hatte Angst umArbeitsplätze für die eigenen Mitarbeiter.Der Verdrängungswettbewerbist ein sensibles Thema, mitdem man ganz vorsichtig umgehenmuss.ECHO: Es gibt ja schon Arbeitsplätzefür Menschen mit Behinderungenauf dem ersten Arbeitsmarkt undes werden mehr. Beobachten Siedamit einhergehend eine größereAkzeptanz bei den Arbeitnehmern,die an ihrem Arbeitsplatz täglichmit Menschen mit Behinderungen inBerührung kommen?Karl-Heinz Garbe: Das hängtimmer von den einzelnen Mitarbeiternund Menschen ab, die sich umbehinderte Beschäftigte kümmern,sie stützen und ihnen helfen. Inmanchen Fällen läuft das ganz hervorragend.Aber was ist, wenn einsolcher Mitarbeiter plötzlich nichtmehr da ist und der Beschäftigtemit Behinderung auf sich allein gestelltist? Deshalb müssen wir auchda immer wieder genau hinschauen,wie es dem einzelnen ergeht.Nehmen wir als Beispiel die LVM:Nach Startschwierigkeiten undanfänglichen Vorbehalten auch vonMitarbeitern des Unternehmens habenwir dort inzwischen allerbesteErfahrungen machen können.Sicher hat es sich auch gelohnt,dass wir zwei Mitarbeiter abgestelltund mitgeschickt haben. Jetzt istunsere Arbeit dort so anerkannt,dass man uns auch für den Bau derneuen Küche gefragt hat: Übernehmtihr die Aufgaben neben derSpülküche auch dort? Denn wirliefern inzwischen auch Tischwäscheund Blumen. Dass der Erfolgso möglich wurde, hängt aber vondenen ab, die in der ersten Stundedurchgehalten und uns die Chancegegeben haben. Wenn ich könnte,würde ich dem LVM-AbteilungsleiterNeise und dem KüchenchefReesing heute noch nachträglicheinen Orden verleihen.ECHO: Wo sehen Sie die Behindertenhilfein fünf Jahren?Karl-Heinz Garbe: Oops. Es wirdmehr Arbeitsplätze außerhalb derWfbM geben. Und die WfbM wirdnicht mehr so sein wie sie ist- auch deshalb, weil die starkenBeschäftigten nicht mehr da seinwerden (sie wandern in andereArbeitsverhältnisse ab).Trotzdem muss die WfbM wirtschaftlichleistungsfähig bleiben.Und es wird sie weiterhin gebenmüssen für ganz bestimmte Menschenmit Behinderungen.ECHO: Was wünschen Sie sich fürdie Zukunft der Behindertenarbeitoder für <strong>Westfalenfleiß</strong>?Karl-Heinz Garbe: Ich wünschemir da mehr für <strong>Westfalenfleiß</strong>:Dass es uns gelingt, in dieser Stadtmehr und dauerhafte Arbeitsplätzezu finden; dass es uns gelingt, mitFirmen zu reden, um ausreichendeund gute Arbeitsplätze vorzuhaltenzum Wohle derjenigen, die bei unsarbeiten. Es müssen Aufträge sein,die unsere Beschäftigten leistenkönnen, die man aufteilen kann inviele Schritte und die auch nochwirtschaftlich erfolgreich sind.Ich wünsche mir weiter, dass daspositive Bild, das die Bevölkerungin dieser Stadt von <strong>Westfalenfleiß</strong>hat, erhalten bleibt und ausgebautwird. Dabei danke ich dieser Stadtund ihrer Bevölkerung, dass sieuns nie abstempelt. Denn das tundie Menschen in Münster wirklichnicht.Das merken wir an Tagen der offenenTür, beim Erntedankfest aufGut Kinderhaus, aber auch in denPfarrgemeinden, in denen unsereWohnstätten liegen.ECHO: Vielen Dank, Herr Garbe, fürdieses Interview.hwe9


Dia-VortragZauberhafte UnterwasserweltenManuel Gerdes gestaltete Dia-Vortrag mit Bildern vontürkisch-orientalischen Träumen an der Lykischen Küste„Wilde Wasser“ - so lautetder Titel eines Dia-Vortrages,den Manuel Gerdes jetzt imFrühjahr im MünsteranerPsychosozialen Zentrum ander Paulstraße vor zahlreicherschienem Publikum hielt.Das Bildmaterial stammtvon einer Reise, die ManuelGerdes im Oktober 2006 in dieTürkei nach Kemer unternahm.Zu sehen sind prachtvolleAufnahmen von der LykischenKüste vor der imposantenalpinen Kulisse der „Bey-Berge“,einem Teil des „Tauros-Gebirges“.Die Landschaft ist dort geprägtvon malerischen Tälern, hohenBergen und tiefen Schluchtenund zur Lykischen Küste hin vontraumhaften Buchten.In diese Landschaft eingebettetfindet man viele Zeugnisseantiker Kulturen, wie dieFelsengräber in Myra oder dieRuinen von Phaselis, aber auchreißende Bäche und Wasserfälle.Hier nahm Manuel Gerdes am„Rafting“ teil und fotografierteüber und unter Wasser. Vor allemdie Unterwasserwelt an derLykischen Küste interessierte denHobbyfotografen.So sind in seiner Dia-ShowWasserschildkröten, Wracks,Amphoren und auch versunkeneStädte unter Wasser zu sehen.Großes Interesse an denzauberhaften Unterwasserweltenzeigten auch Arbeitskolleginnenund Arbeitskollegen vomIndustrie-Service Münster (ISM)am Kaiserbusch (s. Fotos) andem kreativ gestalteten Dia-Vortrag und bedankten sich beidem phantasiebegabten Kollegenfür den sinnlichen Einblick indie Bildzeugnisse der „türkischorientalischenTräume an derLykischen Küste“.Schnorchel, Taucherbrille, Unterwasserkamera und viele schillerndeKuriositäten zum Anfassen stellte Manuel Gerdes für die Zuschauerseines Dia-Vortrages „Wilde Wasser“ zusammen.Zum Thema „Unterwasserwelten“gehört auch das Bild „Gaudi usmarine“ von Manuel Gerdes, dasfür den AWO-Kalender 2007 alsTitelbild ausgewählt wurde.Auch Gruppenleiterin Silvia Ehling (li.) und die Kollegenzeigten sich begeistert und tauchten ein in die „Unterwasserwelten“von Manuel Gerdes (re.). Fotos: mtManuel Gerdes (Mitte) in seinemElement „Wilde Wasser“.10


Die Teilnehmerinnen Kornelia Hüsing (re.) und Ariane Hirth bei „der Arbeit“ mit CarlosEscalera. Foto: hwe„Ohne innere Haltungnützt keine Körpertechnik“Carlos Escalera lehrt dialogorientierte körperliche Intervention bei <strong>Westfalenfleiß</strong>Carlos Escalera ist selbsteinen langen Weg gegangen,bis er diese Erkenntnisin jeder Zelle seines Körpersgespeichert hatte: „Esgeht immer um die innereHaltung. Wenn die nichtstimmt, dann nützt keinekörperliche Technik“, sagtder Therapeut und Erfinderdes „Doki“, der „dialogorientiertenkörperlichenIntervention“.Wieder so was Neues, daseinem spanisch vorkommt?Der Spanier lacht entspannt.„Wenn mir einer über denWeg läuft und mich angreiftmit den Worten: Alter Kanake,ich bring dich um“, dannist heute meine radikaleAntwort darauf: „Und ichwerde alles tun, damit wiruns nicht verletzen.“ Wohlgemerkt,das sind keine guttönendenSprüche. Sonderneine Haltung, die Escalera inKörpersprache umsetzt, undmit der er einen gewalttätigenAngriff des Gegenüberspariert und deeskaliert. EineHaltung, die sich gezielterGriffe und Abwehrtechnikenaus den chinesischenKampfsportarten bedient.Die aber gleichzeitig dieseBewegungen so umsetzt,dass sie beiden, Angreiferund Angegriffenem, Schutzgeben. Das gelinge beispielsweise,wenn „mich der andereangreift, umklammert undich es schaffe, mich in dieserUmklammerung so zu erdenund zu beruhigen, dass dieRuhe auf den anderen übergeht“,sagt Escalera.Klingt einfach? Oder befremdlich?Bei der <strong>Westfalenfleiß</strong><strong>GmbH</strong> vermitteltEscalera sein Wissen und seineTechnik gerade in einemKurs mit 22 Teilnehmern.Es sind Mitarbeiter aus denWerkstätten, dem Wohnverbundund der Lebenshilfe;Leute, die in ihrem Berufsalltagmit der Aggressivitätvon Menschen mit Behinderungenzu tun haben. Sie habensich jetzt in der großenSporthalle versammelt, umTechniken und Handgriffezu üben, die so spielerisch11


Carlos Escalera: Fortbildung „Doki“leicht erscheinen. Und dabeisich selbst und das Gegenüberzu erspüren und intuitivin eine deeskalierendeHaltung zu kommen. DieResonanz auf dieses Angebotist vielfältig. Anstrengendfinden es alle. Hochinteressantdie einen. Ungewohntdie anderen. „Nicht meinDing, aber spannend, das zusehen.“ Auch solche Reaktionenkommen vor. Unddann melden MitarbeiterEscalera auch zurück, es tue„gut, sich selbstzu fühlen unddabei Situationenzu erleben, indenen es einemtrotz eines Angriffesgelingt, dieeigene Würde zubewahren unddiese gewaltfreizu beenden.“„Alles gut undschön. Aber wasist in der Praxis,wenn ich michder Situationnicht mehr gewachsenfühle?“„Ein wichtigerEinwand“, lobtEscalera. Dennjeder solle Dokinur dann undsoweit anwenden,wie er die neueHaltung verinnerlichthat. „Washabt ihr bishergemacht?“, fragter da beispielsweisezurück.„Weggelaufen?Dann lauft weiterweg. Dann seid ihr nochnicht so weit. Aber das istnicht schlimm. Erst wennman sich zutraut, aus derStress- und Erregungsspiraleherauszutreten, kann mandas Gelernte anwenden.Sonst sollte man ausweichen,Hilfe holen, reden -was immer bisher zu Gebotestand, um eine gefährlicheSituation zu deeskalieren.“Auch das übt Escalera inseinen Kursen: „Anstattdarüber nachzudenken, wasich alles nicht kann und waspassieren könnte, werdendie Teilnehmer in ihremKönnen bestärkt. Das tut derSeele gut.“Natürlich auch der Seele derSchutzbefohlenen, in diesemFall also der Menschen mitBehinderungen. Sie gilt esebenfalls zu stärken, vermitteltEscalera den Mitarbeitern.Denn gerade Menschenmit Behinderungen fühltensich schon früh in ihrem12


Bilder & BerichteRundgang mitBesichtigungAWO-Besuchergruppe zu Gastbei <strong>Westfalenfleiß</strong>Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterdes Unterbezirks der ArbeiterwohlfahrtMünster-Steinfurtund den beiden NachbarbezirkenWestmünsterland und Recklinghausenbesichtigten am 14. Maigemeinsam mit dem kommissarischenGeschäftsführer UweHildebrandt (im Bild unten v.l.mit <strong>Westfalenfleiß</strong>-GeschäftsführerKarl-Heinz Garbe undGruppenleiter Reinhold Neinert)die Hauptwerkstatt und dieSchreinerei am Kesslerwegvon <strong>Westfalenfleiß</strong>. „Vor Ort“informierte Karl-Heinz Garbedie interessierten Besucher überFörderungsmöglichkeiten fürMenschen mit Behinderungen.Vor dem Hintergrund der bevorstehendenFusion der drei AWO-Unterbezirke richtete sich derBlick der Gäste besonders aufdie vielfältigen Arbeitsangeboteund Tätigkeiten der Werkstatt.14


Kunstwerkstatt Baumberger Hof stellt aus in „Die schmucke Werkstatt“ in Nienberge: Die Teilnehmerinnenund Teilnehmer der Kunstwerkstatt Baumberger Hof in Nienberge stellten jetzt einen Teil ihrer Kunstwerke in denRäumen von „Die schmucke Werkstatt“ aus, in der Ina Beilmann und Anna Dombrowski in direkter Nachbarschaftzur Kunstwerkstatt chicen und ausgefallenen Schmuck herstellen. „Das ist nicht nur eine einmalige Ausstellung,sondern es soll regelmäßig fortgeführt werden“, versprachen die beiden Goldschmiedinnen und freuen sich mitden Kursteilnehmern und der betreuenden Kunsttherapeutin und Kursleiterin Annette Beil über die farbenfrohenKunstwerke, die ausschließlich von Menschen mit Behinderungen gestaltet wurden. Im Bild (v.l.n.r.): KursteilnehmerinMelanie Esser, die Goldschmiedinnen Ina Beilmann und Anna Dombrowski, Inhaberinnen von „Dieschmucke Werkstatt“ sowie Kursteilnehmerin Nina Burmeister. (Foto: Annette Beil)Wer auch Interesse hat, im Atelier in Nienberge zu malen, kann sich im Sekretariat der <strong>Westfalenfleiß</strong> <strong>GmbH</strong>bei Frau Horwath (Tel.: <strong>02</strong>51-61800-21) oder bei Frau Mersmann (Tel.: <strong>02</strong>51-61800-22) melden.Die Kurstermine sind immer freitags von 15 Uhr bis 18 Uhr und samstags von 13 Uhr bis 16 Uhr.Im Bild (v.r.n.l.): Volker Obermeier, Kai Kraft, Joachim Schreiber, Frank Szypior und Heiner Viefhues. Foto: kp„Mitwirkung in Werkstätten“ stand auf dem LehrplanWerkstatträte und Vertrauenspersonen stellten ihre Arbeit im FAB-Lehrgang vorÜber das Thema „Mitwirkung in Werkstätten“ informierten am 23. April Werkstatträte und Vertrauenspersonendes Werkstattrates der <strong>Westfalenfleiß</strong> <strong>GmbH</strong> und der Werkstatt des AWO-Unterbezirks Ennepe-Ruhr (s. Foto)im Lucy-Romberg-Haus in Marl 19 FAB-Teilnehmer.In der 800 Unterrichtsstunden umfassenden Maßnahme des Lotte-Lemke-Bildungswerkes der Arbeiterwohlfahrt,Bezirk Westliches Westfalen e. V., zur staatlich geprüften „Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung“(FAB) erwerben hier Gruppenleiter aus Werkstätten für behinderte Menschen berufsfachliche und arbeitspädagogischeKompetenzen. Die staatliche Prüfung zum Abschluss der FAB-Qualifizierung wird vom LandschaftsverbandWestfalen-Lippe abgenommen und findet am 22. und 23. Oktober <strong>2008</strong> statt.15


Mit Ehrenämtern in den (Un)ruhestandAbschied von Peter Feldmann: Kolleginnen und Kollegen schenkten ihm ein „Ruhekissen“„Jetzt weiß ich endlich, woher der Begriff Rentner stammt“, lacht Peter Feldmann, „von rennen!“ Derfrischgebackene Rentner, der jetzt nach mehr als 40 <strong>Westfalenfleiß</strong>-Jahren als Gruppenleiter 65-jährigin den (Un)ruhe stand gegangen ist, weiß, wovon er redet. Mehrere Ehrenämter bekleidet der gelernteSchreinermeister nun und kann sich aber immerhin in der wenig verbleibenden Zeit auf einem „Ruhekissen“betten, dass ihm Kolleginnen und Kollegen zum Abschied überreichten. Im Bild (v.l.): Helmut Bekelmit Monika Schumacher, die das wundervolle bunte Kissen mit viel Liebe zum Detail genäht hat und der(Un)ruheständler Peter Feldmann. Foto: mt16


Neue Trends in Nürnbergauf der Werkstätten:MesseKarl Stahlhöfer und Karina Hauphoffpräsentierten <strong>Westfalenfleiß</strong>-Produkte„Wir sind sehr zufrieden“, waren sich KarlStahlhöfer und Karina Hauphoff einig, als sie nachder viertägigen Werkstätten:Messe <strong>2008</strong> in NürnbergBilanz zogen. Am 9. März hatte die Messemit einem Rekordergebnis abgeschlossen. MehrAussteller, mehr Fläche und mit 12.000 Besuchernauch einen Besucherrekord. Im Vorjahr hattenrund 9.500 Menschen die „Werkstätten:Messe“besucht, die in diesem Jahr zum dritten Mal stattfand.Erfolgreich präsentierte auch <strong>Westfalenfleiß</strong>Eigenprodukte und neue Trends aus allen Betriebsbereichender Werkstätten.Fortbildungstag am 16. April: „Rahmenzielvereinbarung“ lautetedas Schwerpunktthema des Fortbildungstages <strong>2008</strong> für Mitarbeiter/innen aus Werkstätten und Verwaltung der <strong>Westfalenfleiß</strong> <strong>GmbH</strong>.Die Tagungsdokumentation mit Vorträgen, Texten und Ergebnissenaus den Arbeitsgruppen und das „Gebärdenbuch speziell für <strong>Westfalenfleiß</strong>“sind bei den jeweiligen Produktionsleitern erhältlich.Datenabfrage mit attraktiven Gewinnen: Liliana Klin, SiegfriedThomaszick und Maria Michael (v.l.) ermittelten die Gewinner derjüngsten Datenabfrage bei <strong>Westfalenfleiß</strong>, bei der als Anreiz fürdie Rückmeldung geänderter Daten attraktive Gewinne augelobtwurden. Sie freuten sich über die zahlreichen Rückläufe, - immerhin30 Prozent mehr, als bei vorherigen Abfragen.Die Gewinnerinnen von je zwei Eintrittskarten für den Allwetterzoosind Renate Dummer, Zweigwerkstatt Nord, und KatharinaFunke, Hauswirtschaftsgruppe am Kesslerweg. Jeweils ein Handtuchsetgewannen Christian Botthof, Zweigwerkstatt Telgte, undUwe Möllerfrerk, Gärtnerei. Kinogutscheine für das „Cineplex“erhielten Annegret Süggel, Zweigwerkstatt Nord, und JürgenHinterding aus dem Arbeitsbereich „Montage I“ am Kesslerweg.Eine tragbare Mini-Stereoanlage erhielten Michael Wenning,Arbeitsbereich für Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderungen(AfS) am Kesslerweg und Christian Drüge, Arbeitsbereich „Konfektionierung“in der Hauptwerkstatt. Einen MP3 Player gewannenKarl-Heinz Funke, Arbeitsbereich „Systemmontage“ am Kesslerweg,und Ralph Hoffmann, Arbeitsgruppe „Montage und Verpackung“ imBetriebsteil Höltenweg 118. Herzlichen Glückwunsch! Foto: mt17


18Besuchergruppe aus Rjasan: Das GutKinderhaus und die <strong>Westfalenfleiß</strong>-Werkstattam Kesslerweg waren am 21. April dasZiel von vier Frauen und der DolmetscherinElena Stanen aus Münsters PartnerstadtRjasan. Im Rahmen eines von der AktionMensch geförderten Austauschprojektes undals Mitglieder des Rjasaner Elternvereins„Rostok“ - einer Einrichtung für Kinder mitBehinderungen - informierten sich die Gästeaus Russland über verschiedene Aspekte derBehindertenarbeit. Fachlich begleitet wurdedie Gruppe von Dipl.-Sozialarbeiter JörgBrokhues vom Förderverein Münster-Rjasan,der schon seit einigen Jahren die Verbindungmit dem Elternverein „Rostok“ pflegt.


Lebenshilfe Münster feierteGroße Party der Lebenshilfe MünsterMitgliederfest mit zwei Geburtstagen - 30 Jahre Freizeitbereichder Lebenshilfe Münster - 50 Jahre BundesvereinigungEine super Stimmung herrschte auf demGelände des Gymnasiums Paulinum am31. Mai, - die Lebenshilfe Münster feierteihr Sommerfest. Und das gleich mit zweirunden Geburtstagen: 30 Jahre Freizeitbereichin Münster und 50 Jahre „BundesvereinigungLebenshilfe Marburg“.400 Besucher feierten mit, Mitglieder,Freunde, Verwandte und Bekannte. Undso, wie der Freizeitbereich der Lebenshilfeunter dem Motto „Sport und Spiel“ steht,so war auch das Fest ausgerichtet, - mitvielem verschiedenen Spielstationen,Flohmarkt, Zauberer, den „Canarinhos“,Animation, einem Kuchenbuffet undvieles mehr. Die Moderation übernahmenUlla Voß-Joubert und Hanno Liesner. EinHöhepunkt - da war sich das Publikumeinig - war der Auftritt der Tanzgruppen„Schrittwechsel“ und „funky movements“,die mit ihren Vorführungen einen Glanzpunktdes Tages setzten.19


20 Absolventen im Berufsbildungsbereich - Feierliche Zertifikatsübergabe nach Abschluss der Qualifizierung: Am 7. März verabschiedete<strong>Westfalenfleiß</strong> in der Caféteria am Kesslerweg 20 Absolventen des Berufsbildungs bereiches (BBB) mit einer offiziellen Entlassungsfeier samtFrühstück und Zertifikatsvergabe. Die Absolventen sind: Stefanie Diehr, Dieter Gosch, Cüneyt Koyuncu, Marcel Krause, Maren Kremer, GennadijLindt, Alexander Pinke, Egon Ratert, Eduard Renner, Benjamin Rosin, Naza Teklemicael, Valon Ukshini, Tim Schlotmann, Senada Kamberovska,Markus Ruhen, Torben Kettner, Ralf Rethmann, Günter Krüchting, Detlef Matejefski, Nadine Lodde.Die Teilnehmer sind in die verschiedensten Arbeitsbereiche der Werkstätten, beispielsweise Schreinerei, Näherei oder Garten- und Landschaftspflegeübernommen worden. Zwei der Teilnehmer konnten erfolgreich auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden. Sie fanden in derTochterfirma MDS <strong>GmbH</strong> (Münsteraner Dienstleistungs Service) der <strong>Westfalenfleiß</strong> <strong>GmbH</strong>, einer Integrationsfirma für behinderte und nichtbehinderte Menschen, nach Abschluss der zweijährigen Maßnahme einen Arbeitsplatz. Vor dem Start ins Berufsleben haben die 20 Teilnehmerzwei Jahre lang das Angebot genutzt, den Berufsalltag kennen zu lernen. So standen neben dem theoretischen, lebenspraktischen Unterrichtauch PC-und Sportkurse auf dem Tagesplan und regelmäßige Praktika. In diesen konnten sie Berufserfahrung sammeln und einschätzen lernen,welche Arbeit ihnen gefällt, was sie besonders interessiert, welche Tätigkeit sie am besten können und wer für welches Berufsfeld geeignet ist.20


Der erfolgreiche Abschluss ist Grund genug, im offiziellen Rahmenden Start ins Arbeitsleben gebührend zu feiern. Im Bild li.: AlexanderPinke. Im Bild oben (v.l.n.r.): Henning Schlüter vom Sozialen Dienst, dieTeilnehmerin Naza Teklemicael, die jetzt in der Hauswirtschaftsgruppebeschäftigt ist, Verwaltungsleiter Siegfried Thomaszick, der dieZertifikate übergab und die Leiterin des Berufsbildungsbereiches,Ulrike Hochstrat, die gemeinsam mit den Mitarbeitern zum Abschiedeine Rose und einen individuell gestalteten Kaffeebecher überreichte.Fotos: mt21


Marja Kretschmann-Weelink: „Dass auch Menschen mit geistiger Behinderung ein Alkoholproblemhaben können, wird viel zu wenig berücksichtigt.“ Foto: mt„Nein dem Alkohol, weil er mir nicht guttut“DIDAK ® liegt jetzt auch als schriftlicher Leitfaden vor -dreijährige Projektarbeit erfolgreich evaluiertDie Signalfarben kenntjeder, und so erzielen siedie gewünschte Wirkung.Rot steht für Gefahr. Gelbfür Risiko und Grün gilt alsgesundheitsförderlich.Alkohol ist mit einemwarnenden Gelb versehen.„Denn Alkohol“, sagt MarjaKretschmann-Weelink,„birgt immer ein Risiko.“22Vor der <strong>Westfalenfleiß</strong>-Mitarbeiterinliegt ein dickerAktenordner. Und hinterihr drei arbeitsintensiveJahre, deren Ergebnisse sichzwischen den Deckeln desOrdners wiederfinden.„DIDAK ® “ steht in fettenLettern und mehrfarbigemEmblem auf der Aufschlagseite.DIDAK ® ist ein Wort,das die <strong>Westfalenfleiß</strong> sich ineinem mehr als einjährigenVerfahren hat patentierenlassen. Es steht als Abkürzungfür „Didaktisch handlungsorientiertesPräventionsprogramm“.Und das hatMarja Kretschmann-Weelinkzwischen 2003 und 2006,begleitet von Professoren derKatholischen FachhochschuleMünster und vor allemauch Paderborn, erarbeitet,erprobt und schriftlich niedergelegt.Heute steht diese Schriftallen Interessenten, Fachleutenund Behinderteneinrichtungengegen ein Entgeltzur Verfügung, die sie beider <strong>Westfalenfleiß</strong> anfordernkönnen. Denn das DIDAK ®-Programm sei, sagt MarjaKretschmann-Weelink, nachihrer Kenntnis das einzigeevaluierte Präventionsprogrammgegen Alkohol, das esfür Menschen mit geistigerBehinderung gibt.Ein Leitfaden für Menschenmit BehinderungenUnd es liefere wertvolleErkenntnisse und Anleitungen,wie man dieserZielgruppe die Abstinenzbeziehungsweise den risikoarmenund verantwortungsbewusstenUmgang mitAlkohol nahebringen kann.Denn dass auch Menschen


mit geistiger Behinderungein Alkoholproblem habenkönnen, werde viel zu wenigberücksichtigt, sagt MarjaKretschmann-Weelink.Ihr Programm, das sie alsschriftlichen Leitfaden fürMitarbeiter verfasst hat, zieltdarauf ab, dass es gar nichterst so weit kommt. Denn„Alkoholabhängigkeit isteine Krankheit und brauchttherapeutische Behandlung“,so die Autorin. Sieerhebt nicht den Anspruch,mit ihrem DIDAK ® - Programmaus dem Alkoholismuszu führen. Sie will imVorfeld wertvolle Aufklärungsarbeitleisten. Erprobthat sie dieses Präventionsprogrammmit Beschäftigtenaus den Werkstätten und mitBewohnern aus dem Wohnverbundvon <strong>Westfalenfleiß</strong>.Wer daran Interesse hattekonnte auf freiwilliger Basisan beiden Teilen des DIDAK ®- Programms, entweder imRahmen einer arbeitsbegleitendenMaßnahme in derWfbM oder als Fortbildungim Wohnverbund, teilnehmen.Die Erfahrungenwurden später anonym inFragebögen erfasst undausgewertet. Diese Arbeitleistete eine Studentin derKatholischen FachhochschulePaderborn.Praktische Tippsin einfacher Sprache„Gesund und fit - wie macheich das?“, heißt es im erstenTeil. Neben praktischen(Ernährungs)tipps tauchteda auch die Signalfarbe Gelbund die erste Warnung vorAlkohol auf. Um überzuleitenauf den zweiten Teil, indem sich die Teilnehmer mitdem Umgang mit Alkoholbeschäftigten. „Was passiertbei Alkoholkonsum: WelcheKrankheiten können auftreten?Was kann ich tun, umnicht krank zu werden, keineProbleme mit Eltern oderFreunden zu bekommenoder keinen Ärger etwa beider Arbeit zu erfahren?“Mit solchen Fragestellungenund entsprechenden Anregungensoll das Interesse derTeilnehmer an Krankheitsverhütungund Früherkennunggeweckt werden. Auchmit Erinnerungsblätternwerden die Menschen mitBehinderung für die Präventionfit gemacht und ganzpraktisch etwa zum Obstessen,gesunden Einkaufenoder Safttrinken und imGeschäft zum „Umschiffen“der Alkoholregale angeregt.Frühzeitig Unterstützungholen bei ProblemenUnd bei Kummer undProblemen? Ist die Flascheein schlechter Tröster. Dannsollte man das Gesprächmit Eltern oder Freundensuchen, mit Mitarbeiternoder auch dem Hausarztsprechen, raten da die Erinnerungsblätter.Denn beiAlkoholabhängigkeit kommenstets mehrere Risiko-23


faktoren zusammen, weißKretschmann-Weelink. Unddann, betont die Fachfrau,komme es darauf an, dassBetroffene beispielsweisegelernt hätten, Probleme zulösen, indem sie Alternativenentwickelten oder Ressourcenaktivierten und sichfrühzeitig Unterstützungholten.Auch die Tatsache, dass viele- Behinderte wie Nichtbehinderte- in einem Umfeldleben, in dem der Genussvon Alkohol als normal gilt,will bedacht und beachtetsein. Marja Kretschmann-Weelink ist es gelungen,die über 30 Teilnehmeran diesem Programm fürsolche Aspekte zu sensibili-sieren. Diesen Rückschlusszumindest lassen die Auswertungender Antwortenzu, die die Fachhochschulstudentinin Interviews derTeilnehmer bekommen hat.Marja Kretschmann-Weelinknennt aus der DiplomarbeitAussagen der Teilnehmer:„Endlich weiß ich, was aufden Packungen drauf steht,das hat mir sonst niemanderklärt.“ Oder: „Schnapsrühr ich nicht mehr an, daist in so einem kleinen Glasganz viel Alkohol drin.“Oder „Wenn ich jetzt wastrinken gehe, höre ich nacheinem Bier auf und trinkedann lieber Cola oderFanta“. Auch hätten es dieTeilnehmer bedauert, alsSessendrupweg 60 • 48161 MünsterTelefon <strong>02</strong>533/555 und 556 • Telefax <strong>02</strong>5 33/35 99Busreisen: eine komfortable, bequeme undexklusive Art des ReisensReiseziele: ohne Massentourismus Kultur undGeschichte eines Landes erlebenwww.theos-reisen.dewww.reisephilosoph.dedas Programm zu Ende ging:„Ich will doch noch wissen,was der Alkohol mit meinemKörper macht“, habe esgeheißen. „Die Teilnehmerwaren wirklich engagiert,haben Vertrauen gefasst undtoll mitgearbeitet. Was sichauch darin zeigte, dass nieeiner zu spät kam“, resümiertMarja Kretschmann-Weelink.In Eigenverantwortungselbst entscheidenSie selbst sei dankbar fürdiese Zeit und für die Arbeitim Modellprojekt, durch dassie viel Neues gelernt habe,mit vielen Menschen inKontakt gekommen sei unddas sie als große persönlicheBereicherung erfahren habe,sagt die <strong>Westfalenfleiß</strong>-Mitarbeiterin.Und was ist, aufeinen einfachen Nennergebracht, das Ziel? MarjaKretschmann-Weelink fasstzusammen, was sie sich anEigenverantwortung vonden Menschen mit Behinderungenerhofft: dass siesich selbst dafür entscheiden(und nicht, weil Eltern,Betreuer oder Gruppenleiterdas sagen...) Alkohol entwederrisikoarm zu trinkenoder keinen Alkohol mehr zutrinken „weil er große Schädenanrichten kann“.hweDas komplette Arbeitspaket desDIDAK® - Programms ist alsOrdner-Handbuch erschienen zumKomplettpreis von 65,- EURO.Bestellungen bitte per E-Mailunter: info@westfalenfleiss.de24


Im Berufsbildungsbereich: Zivi Levin Brinkmann (Mitte) mit Claas Sonntag (l.)undAlexander Möhle. Fotos: hwe„Hier lernen wir ganz viel fürs Leben“Zwei Zivildienstleistende berichten/ <strong>Westfalenfleiß</strong> sucht weitere Interessierte„Die Werkstatt würde auchso funktionieren“, sagt MariaMichael, „aber mit denZivis funktioniert es schlichtund einfach besser!“ Zivis?Das sind die Zivildienstleistenden.Auch bei der <strong>Westfalenfleiß</strong><strong>GmbH</strong> geht derenZahl zurück.Junge Leute, die ein freiwilligessoziales Jahr machen,füllen nur zum Teil dieLücken. Aber der „gute alteZivi“ ist inzwischen in vielenEinrichtungen mehr alsgefragt. Vor vier Jahren, soMaria Michael, Beauftragtefür Zivildienstbetreuung bei<strong>Westfalenfleiß</strong>, habe es einengroßen Einbruch gegeben.Ein Grund: Junge Männerkönnen ihre Berufsausbildungvorziehen und werdennach dem 25. Lebensjahrnicht mehr „gezogen.“Das führt in den Einrichtungenimmer häufiger zuSchwierigkeiten, die freienZivildienstplätze nachzubesetzen.„Natürliche Spontaneitätund Herzlichkeit ist toll!“Maria Michael hat zwei „amtierende“Zivis mitgebracht.Levin Brinkmann (20) arbeitetim Berufsbildungsbereich(BBB) und ist mit seinemEinsatz und den Erfahrungenin der für ihn neuenWelt hochzufrieden. VomFreund seines Bruders kannteer die Möglichkeit, bei<strong>Westfalenfleiß</strong> Zivildienst zuleisten. Brinkmann bewarbsich - mit Erfolg. Heute sagter, dass er nach dem Dienst,der im September endet,beruflich zwar nicht diesoziale Richtung einschlagenwerde, doch die Zeit bei<strong>Westfalenfleiß</strong> tue ihm gut.Im Umgang mit Menschenmit Behinderungen lerne erviel. Und die Spontaneitätund Herzlichkeit, die dieMenschen hier an den Taglegen, die mag der jungeMann sehr, auch wenn esihm anfangs fremd erschien.Als „Distanzlosigkeit“ habeer das in den ersten Tagenerlebt, wenn Fremde ihmzur Begrüßung um den Halsfielen und auch sonst ganzunverkrampft Nähe herstellten.Inzwischen spürt derZivi die große Herzlichkeitund Natürlichkeit, die darinzum Ausdruck kommt.25


Zivildienstleistende bei <strong>Westfalenfleiß</strong>Zu seinen Aufgaben gehörtes, die jungen Menschen mitBehinderungen im Berufsbildungsbereich(BBB) anihre neuen Aufgaben heranzuführenund sie währendder Arbeit zu betreuen.In der Näherei: Zivildienstleistender Michael Paszkowiak(2.v.r.) mit den Beschäftigten Gisela Haarmann, Carolin Wuth,und Mechthild Steffen (v.l.).Denn im BBB durchlaufendie „Neuen“ verschiedeneberufliche Angebote, umherauszufinden, was ihnenam meisten liegt. LevinBrinkmann erfährt da imtäglichen Umgang Freudewie Frust. Er selbst genießtes, hautnah mitzuerleben,„wie es vielleicht anfangsnicht klappt mit der neuenTätigkeit, wie die Betroffenendann aber kleineFortschritte machen undsich darüber freuen können.Da entwickelt sich was.“Natürlich kämen auch hierdie neuen Beschäftigten mitunterschiedlichen Einstellungen.„Die einen mussman motivieren, andere sindsofort ansprechbar“, sagt LevinBrinkmann. Einbisschen Pädagogikim Arbeitsalltag seialso schon gefragt.Das sieht MichaelPaszkowiak (19)ähnlich. Der Ziviist in der Nähereieingesetzt. Da erlebter „Beschäftigte,die sehr fit sindund mit Maschinenumgehen könnenund solche, die inder Teilmontageeingesetzt werden.“Auch hier sei Motivationeine wichtigeAufgabe in derBeaufsichtigung derBeschäftigten. „DieLeute gefallen mir. Die sindnett, reden, ihnen macht dieArbeit meistens Spaß, undsie können oft richtig witzigsein“,lächelt der Abiturientund angehende Student fürIngenieurwesen. Anstrengend,sagt er offen, werdees dann, wenn die Leute„mehrmals und immer wiederdieselben Geschichtenerzählen. Das ist dann spätestensam Nachmittag sehrermüdend“, meint er. Überhauptdie Müdigkeit: Einganz normaler Arbeitsalltagsei halt doch anstrengenderals Schulunterricht mit denvielen Pausen zwischendurch,gestehen beide ein.So genießen sie auch ihrekleinen Sonderaufgaben, dieebenfalls immer mal wiederauf dem Dienstplan stehen:<strong>26</strong>


Zivildienstleistende bei <strong>Westfalenfleiß</strong>Essensbetreuung, Verkaufbeim Frühstück oder Mittagessensowie Fahrdienste fürbesondere Fälle, zählen diebeiden jungen Männer auf.Gerade den Verkauf schätzensie, denn „da lernt man ganzviele Beschäftigte auch ausanderen Abteilungen kennen.Das macht Spaß.“Hilfe zur Selbsthilfewill gelernt seinEin wichtiges Thema, sagenbeide, sei die Selbstständigkeit.Auch das hätten sielernen müssen. Von außenneige man schnell dazu,Menschen mit Behinderungenzu helfen und ihnenso möglicherweise Aufgabenaus der Hand zu nehmen,die sie selbst schaffenkönnten. „Da muss mansich zurücknehmen“, sagendie Beiden. Maria Michaelpflichtet ihnen bei. MichaelPaszkowiak: „Früher habeich gedacht, dass Menschenmit Behinderungen armdran sind und vieles nichtkönnen. Inzwischen weißich, dass sie nur anders sind.So habe ich einen anderenBlickwinkel bekommen.“Manchmal, beobachten diejungen Männer, werde Menschenmit Behinderungenvieles auch von fürsorglichenEltern abgenommen.Dann sei es zunächst schwer,„ihnen etwas abzuverlangen,das sie zwar leisten können,woran sie aber nichtgewöhnt sind.“ Doch nachanfänglicher Irritation ließensich die Beschäftigten meistgern auf eine solche Anspracheund Herausforderungein, haben beide Männerherausgefunden. Und wennes dann klappt, ist die Freudeauf beiden Seiten groß.Levin Brinkmann und MichaelPasz kowiak sind sicheinig: „Ohne Muss hättenwir diese Erfahrungen nichtgemacht.“ Doch sie sinddankbar, dass sie Lebenund Arbeiten in einer Ein-richtung für Menschen mitBehinderungen miterlebenkönnen. „Da lernt man vielfürs Leben und schaut ganzanders auf das Thema „Behinderungen“.Und immerwieder sei die Freude undSpontaneität der schönsteLohn. „Wir waren mal mitunserer Gruppe kegeln. Eswar ein Erlebnis zu beobachten,wie die Menschen mitBehinderung so mit ganzemHerzen dabei sind. Wie derganze Mensch in Aktion istund Freude ausbricht, weildie Kegel fallen. Einfach tollist das“, sagt Michael Paszkowiak.Während für die Beiden ihreZivizeit bald zu Ende ist, sucht<strong>Westfalenfleiß</strong> schon wiederNachfolger in allen WerkstattundWohnbereichen.hweInteressenten können sichmelden bei Maria Michaelunter <strong>02</strong>51 / 61800-52SWINLACKSYSTEME27


Karl Georges im Gespräch mit „ECHO“. Fotos: hweDie Freude der Bewohner ist„ein Geschenk des Lebens“Karl Georges steht dem Förderverein Gut Kinderhaus seit zehn Jahren vor:„Das bin ich meinem Sohn schuldig!“Hallo Herr Georges“, begrüßenihn Mitarbeiterund Bewohner auf GutKinderhaus. „Sehen Sie, dasist mein Lohn“, sagt KarlGeorges. „Man sollte sichan den Kleinigkeiten desLebens erfreuen und denÄrger zurückstellen. Es gibtWichtigeres als eine Mülltonne,die morgens nichtgeleert worden ist. Wennder Förderverein diesenPavillon für die Menschenvon Gut Kinderhaus bauenkann, wenn Bewohner,die ich noch nicht gesehenhabe, meinen Namenkennen und mich grüßen,dann freue ich mich darüber.Das sind Geschenke desLebens.“Man nimmt Karl Georgessolche Worte ab; Worte,hinter denen gelebte Erfahrungenstehen. Und dasnicht erst, seit er den Vorsitzdes Fördervereins von GutKinderhaus vor zehn Jahrenübernahm. Aber dass er undseine Frau sich entschlossen,diese Ehrenämter fortzuführen,nachdem ihr SohnKarl-Georg 2001 im Alter von34 Jahren gestorben war, dashat Größe und Kraft. Dennwenn Karl Georges vonseinem Sohn spricht, dannkommt er, wie er selbst sagt,ins Schwärmen.„Unser Charly“, wie er ihnnennt, „war ein Sonnenkind.Er hat uns mehr gegebenals wir ihm – an Freude,Kraft und Stärke“, sagt derVater. Sein Sohn habe vieleKrankheiten durchmachenmüssen, sei aber geistig fitgewesen, habe in kleinenSchritten vieles gelerntund sei immer guter Launegewesen. Ein Vorbild für dieganze Familie und auch fürseine beiden Geschwister,die heute in Manhattan undSchwerte leben.Ehrenämter sind einzweiter FulltimejobKarl Georges ist in Hiltrupgeblieben. Wie auch seineFrau. Und die Geschichten,die sein Leben geschriebenhat, erzählt er voller Witz28


Förderverein Gut Kinderhausund Lebensfreude. SeineFrau beispielsweise, dielernte Karl Georges schonwenige Tage nach der Geburtkennen: „Ich lag mit meinerZwillingsschwester undMutter in einem Bett. Undmeine Frau mit ihrer Mutterein Bett weiter auf derselbenEntbindungsstation“, lächelter. Überhaupt habe er sich„einen besonderen Platzim Himmel verdient“, sagtKarl Georges augenzwinkernd.Und das nicht etwawegen seiner vielen Ehrenämter,sondern weil er vierSchwestern hat... „Aber wirhalten zusammen.“ Auch imehrenamtlichen Engagementkennt Karl Georges sich aus.Denn die bestimmten seinLeben neben seiner Berufstätigkeitals selbstständigerFord-Autohändler und 18Jahre lang auch als Lehrlingswartder Kfz-Innung.Einen „zweiten Fulltimejob“nennt Georges seinenjahrelangen Einsatz alsBezirksbrandmeister für denRegierungsbezirk Münsterund seine Mitarbeit in zahlreichenNormenausschüssen.„Der ist bekloppt.“ Dashabe wohl nicht nur seineFrau manchmal gesagt undgedacht, vermutet Georges.Doch eins weiß er aus diesenZeiten des Ehrenamtes:„So was kann man nichtmachen, wenn man keinenSpaß an der Sache hat. Wennman es nur für Ehrenzeichenmachen wollte, dann sollteman lieber die Finger davonlassen.“1995 erlitt Georges eineschwere Herzerkrankung. Esgrenzte an ein Wunder, dasser und seine Ärzte „die altePumpe wieder zum Laufengekriegt haben.“ Und zwarso, dass der 69-Jährige sichauch heute noch vor einer100-Kilometer-Radtour amTag nicht bange macht. SeineGenesung hat er „dankbarangenommen.“1998 kam ein neues Ehrenamtauf ihn zu. „Es gabeinen Förderverein auf GutKinderhaus, der sich 1997gegründet hatte. Aber derhabe „so vor sich hingedümpelt“,bis WohnstättenleiterinSchlingmann ihn mitKarl Georges fährt mit BewohnerElmar Otten auf derRikscha über das Gut Kinderhaus.29


Förderverein Gut Kinderhausder Frage ansprach: „Wiekönnen wir den Verein zumLeben bekommen?“ Georgesließ sich ansprechen. EinJahr später auf der Jahreshauptversammlungwählteman ihn zum Vorsitzenden.Seitdem gilt für ihn dieParole: „Ich spreche immervom Verein. Ich allein bin danichts!“ Klinkenputzen warin der Folgezeit angesagt,um Mitglieder zu werbenund Spendengelder zu akquirieren.Da Georges viele Menschenkennt und sie zu erreichenweiß, gelang das, obwohl„ein solcher Verein nichtdie größte Lobby hat“, wieer sagt. Doch auch an derWestfälischen Schule fürKörperbehinderte hatteGeorges seinerzeit bereitseinen Förderverein gegründetund brachte so wertvolleErfahrungen mit.Da sein Sohn in den achtzigerJahren zu <strong>Westfalenfleiß</strong>wechselte, war es für denVater eine Verpflichtung, dieangetragene Bitte zu erfüllen.Förderverein hat83 MitgliederHeute zählt der Verein 83Mitglieder, und das Geld inder Kasse wird sorgsamstverwaltet. „Privat bin ichnicht so pingelig wie fürden Verein. Da tut mir jederCent, den wir ausgeben,weh.“ Dennoch hat derFörderverein nie gespart,wenn es um das Wohl unddie Interessen der Menschenauf Gut Kinderhaus geht.Rund 37.500 Euro hat derVerein in zehn Jahren an Beiträgenund Spenden „zusammengekratzt“,7.400 Euro anBeiträgen, rechnet Georges„pingelig“ vor. Für Ferienfreizeitenhabe man 15.000Euro ausgegeben, denn: „Eswäre doch schlimm, wenneiner aus der Wohngruppenicht mitfahren könnte, weiler das Geld dafür nicht hat“,sagt der Vorsitzende mitNachdruck. 7000 Euro hatder Verein in Anschaffungeninvestiert. Dazu zählenbeispielsweise der Kauf einerIn dem frisch renovierten Sport- und Entspannungsraum der Wohngruppe an der Meerwiese können sichdie zehn Bewohnerinnen und Bewohner jetzt auf den neuen Fitnessgeräten fit trampeln. Fotos: mtFit & gesundFörderverein Gut Kinderhaus und Stadtsparkasse sponserten Trimmräder„Ein Rad reicht ja nicht“, meinteKarl Georges. Und weil derVorsitzende des Fördervereins derWohnstätte Gut Kinderhaus sodachte, durften sich die Bewohnerder Wohngruppe an derMeerwiese über zwei neue Trimmräderfreuen. So bedankten siesich bei der offiziellen Einweihungdes frisch renovierten Sport- undEntspannungsraumes am 15. Januarnicht nur beim Förderverein,sondern auch bei dem Leiter derStadtsparkassen-Filiale Coerde,Albert Holling (Bild oben, Mitte).Denn neben dem Fördervereinsteuerte auch die Sparkasse einengroßen Teil zur Finanzierung bei.30


Förderverein Gut KinderhausRikscha oder zweier Trimmräderfür die Wohngruppe ander Meerwiese.Ein neuer Pavillonals Ort der BegegnungJetzt will der Fördervereindas dickste Projekt seinerzehnjährigen Geschichtestemmen: Den Bau einesPavillons an der Wohnstätte.Ein Begegnungsort für dieBewohner soll das werden,„auch wenn es mal regnet.“Der Wunsch wurde aus denReihen der Bewohner an denFörderverein herangetragen.Nach langen Überlegungenüber Sinn und Zweck undüber die Finanzierung desKarl Georges : „Ich sprecheimmer vom Verein. Ich alleinbin da nichts!“ Foto: mtObjektes gab der Vorstand„grünes Licht“. Statik undBauantrag für den Holz- undStahlbau wurden auf denWeg gebracht. Karl Georges:„Wir rechnen mit Gesamtkostenvon etwa 15.000Euro.“ Die Verhandlungenmit <strong>Westfalenfleiß</strong> über dieKosten laufen erfreulich undhoffnungsvoll. Im Herbst solles losgehen. Die Schreinereivon <strong>Westfalenfleiß</strong> hat denAuftrag bekommen.„Aber bezahlen muss derFörderverein“, so der Vorsitzende,„danach sind wirzwar nicht pleite, - aberblank! Die Ferienfreizeitenwerden wir jedoch weiterhinin gleichem Umfang fördernkönnen. Wir sind sicher: Esgeht weiter.“hweDie ZukunftgestaltenWir realisieren· Lichtruf über Telefonanlagen· Desorientierten Schutzsysteme· Brandmeldeanlagen· Abrechnungssysteme fürPflegedienstleistungenOSMO Anlagenbau <strong>GmbH</strong> & Co. KGKommunikationstechnikBielefelder Straße 10 · 49124 GMHütteFon: 0 54 01/858-300 · Fax: 0 54 01/858-103www.osmo-kommunikation.de31


Haflingerzucht auf Gut KinderhausAuf dem Rücken der Pferdelernen und heilenVon der Pferdepension zur professionellen Zucht und zur Reittherapie:Gut Kinderhaus setzt neue TrendsAmadeus und Mozart warendie Vorreiter. Geduldigbezogen sie ihr Domizilauf Gut Kinderhaus. ZweiHaflinger, die in einemRinderstall überwinterten.Bernhard Witte lacht, wenner an die kühnen Anfänge1993 zurückdenkt. Damalsnahm der Betriebsleiter dieersten Pensionspferde auf.Er ahnte wohl kaum, wasaus diesen Anfängen einmalwerden sollte.Nächste Rückblende. Sommer1995. Wieder ein denkwürdigesDatum. Karl-HeinzGarbe, Geschäftsführerder <strong>Westfalenfleiß</strong> <strong>GmbH</strong>,feiert seinen 50. Geburtstag.Freunde hatten sich etwasBesonderes einfallen lassen:Sie schenkten dem Geburtstagskindeinen Haflinger.Mehr noch: Ascona wargerade tragend. Im Juli 1996bekam sie ihr vielbejubeltesLaura Brauckmann, Mathieu Walther, Reitpädagogin SusanneJürgens-Kießling mit Mona, Manfred Meyfarth und VeraFreiberg (v.l.n.r.). Fotos: hweFohlen, Westfalensonne. DerStartschuss zum Aufbau einereigenen Zucht war gefallen.Vom ersten Tag an sind dieBeschäftigten auf dem GutFeuer und Flamme. Ob ausmistenoder Pferde striegeln:Ihnen ist keine Arbeit zu viel.„Die Pferde geben unserenLeuten durch die regelmäßigwiederkehrenden Arbeiteneine feste Tagesstruktur“,sagt Bernhard Witte. MehrAuf der Hengstkörung inMünster stellte <strong>Westfalenfleiß</strong>2007 mit Ataan, Sohn von Starlight,den Siegerhengst. „OberstesZüchterglück“, nennenGutsverwalter Bernhard Witte(2.v.l.) und Reitpädagogin SusanneJürgens-Kießling (Mitte)einen solchen Augenblick.32


Haflingerzucht auf Gut Kinderhausnoch. Die Beschäftigung mitden Haflingern, einer alsgeduldig und ausdauerndbekannten Rasse, wirkt starkauf das Verantwortungsbewusstseinvon Menschenmit Behinderungen, denn:„Wenn sie die Tiere nichtfüttern, können sie unmittelbardie Folgen erfahren:Die Pferde werden unruhig.Sie müssen tätig werden. Soweckt der Umgang mit denVierbeinern auch das Selbstbewusstsein“,fährt Wittefort.Und den Stolz. Denn wannimmer <strong>Westfalenfleiß</strong> anKörungen und Stuten- undFohlenschauen teilnimmt,ist das Haflinger-Team ManfredMeyfarth, LauraBrauckmann,Vera Freiberg undneuerdings auchMathieu Walthermit von der Partie.Keine Frage: JedesMal sind die anderenPferde gut.„Aber unsers istbesser“, sagt ManfredMeyfarth dannmit Nachdruck. Ermuss es wissen.Schließlich ist er inden letzten Jahrenmit den Pferdenauf Gut Kinderhausgemeinsamgewachsen. AuchLaura Brauckmann.Sie kannjedes einzelnePferd in der Herdeerkennen und weißalle Namen. VeraFreiberg kann dieCharaktere undTemperamentebeschreiben undliebt die Stallarbeitbei denjungen Hengsten.Klar waren allean den Vorbereitungenbeteiligtund mächtigstolz, als <strong>Westfalenfleiß</strong>2007 aufder Hengstkörungin Münstermit Ataan, Sohnvon Starlight,den Siegerhengststellen konnte.„Oberstes Züchterglück“,nenntBernhard Witteeinen solchenAugenblick. Oderals die <strong>Westfalenfleiß</strong>-StuteMona zur Eliteschau zugelassen,als Staatsprämienstuteausgezeichnet wurde. Dassind die Momente, in denender Aufbau einer eigenenZucht auf Gut Kinderhausauch äußerlich sichtbareErfolge zeigt. 25 Pferde gehörenheute zur eigenen Herdemit Zuchtstuten, Hengstenund Nachzucht. Im Sommer2006 zog „Almblitz“ auf denHof. „Seither sind wir eineDeckstation“, zieht WitteBilanz.Striegeln, satteln,füttern, versorgenGemeinsam mit den Beschäftigtenbegann manJungpferde auszubilden.Striegeln, satteln, füttern,versorgen, all das gehört zuStute Antonia mit FSJlerin Lydia Weißbach(li.) und Vera Freiberg. Im Bild unten: Das„neue“ Fohlen von Antonia.den täglichen Aufgaben.Auch das Kutsche fahrenlockte bald als Herausforderungund Chance,ein abwechslungsreichesAngebot für Besucher undInteressierte zu schaffen.Beim Reit- und FahrvereinRoxel nahm Bernhard WitteFahrunterricht. Bald hatteer den Kutschführerschein(kleines Fahrabzeichen) inder Tasche. Die BeschäftigtenManfred Meyfarthund Detlef Resing lerntenebenfalls in Roxel dazu.Sie haben es im zweispännigenKutschefahren so weitgebracht, dass sie es selbstständigunter Aufsicht beherrschen.1998/99 kamendie Planwagenfahrten aufdem Gut dazu. Ein weitererPublikumsmagnet.33


Stolz blitzt es aus allen Augen des Haflinger-Teams, wenn sieüber ihre Pferde erzählen. Im Bild (v.l.): Mathieu Walther,Laura Brauckmann, Ulrike Hochstrat, Lydia Weißbach, VeraFreiberg und Manfred Meyfarth. Foto: hweUnd dann wurde vor zweiJahren ein ganz neues Kapitelin der Geschichte des Gutesgeschrieben: <strong>Westfalenfleiß</strong>begann eine professionelleReittherapie aufzubauen.Seit 2006 Aufbau einerprofessionellen ReittherapieMit Susanne Jürgens-Kießlingfand man eine engagierteund kompetente Projektleiterin,die schmunzelnd vonsich sagt: „Ich denk manchmal,was wäre aus mir geworden,wenn ich nicht aufsPferd gekommen wäre.“ Ihrzur Seite steht Ulrike Hochstrat.Die beiden bilden einTeam, das Erfolgsgeschichteschreibt. Als sie 2006 mit demAngebot des heilpädagogischenReitens für Menschenmit Behinderungen aus denWerkstätten der <strong>Westfalenfleiß</strong>begannen, ließ daspositive Echo nicht lange aufsich warten: „Am Arbeitsplatzzeigten die Beschäftigten baldeine größere Motivation undSelbstständigkeit. Sogar ihrSprachvermögen verbessertesich“, sagt Susanne Jürgens-Kießling. Erstaunlich? Nichtfür die Reitpädagogin. DerTakt des Pferdes im Schritt sei34dem menschlichen Herzschlagähnlich. Das wirke beruhigend.„Und dann passiertganz viel“, sagt sie.Eine Beschäftigte beispielsweisefalle durch ihr leisesund undeutliches Sprechenauf. Ganz anders sobald sieauf einem Pferd sitzt. „Dannartikuliert sie plötzlich lautund deutlich“, sagt SusanneJürgens-Kießling, „weildas Reiten den Muskeltonusin den verschiedenenGangarten entsprechendmodelliert.“. Ein andererBeschäftigter fiel durchseine gebeugte Haltung aufund den Blick hielt er stetsnach unten gesenkt. Sobalder jedoch ein Pferd führt,richtet sich der junge Mannauf, geht gerade, den Blicknach vorn. Ein anderer mitautistischen Zügen warnicht in der Lage mit Menschenzu kommunizieren.Als er Berührung zum Pferdaufnahm, trat er über dasPferd in Kommunikation zurReitpädagogin.Das Pferd ist eingeduldiger Co-TherapeutUnd die Geduld und Einfühlsamkeitdieser Vierbeinerkann noch mehr bewirken.Zum Beispiel kann therapeutischesReiten heilsamfür Menschen sein, die unterAngstsymptomen leiden.„Sobald sie auf einem Pferdsitzen und sich tragen lassenkönnen, ist die Angst verflogen“,sagt Frau Jürgens-Kießling. Oder (junge)Menschen mit Schwierigkeitenim Sozialverhaltenkönnen aus dem Umgangmit Pferden Gewinn ziehenund viel lernen. Denn Pferdesind neutral und begegnenden Menschen wertfrei. SoPFERDE-STÄRKEN <strong>2008</strong>Am 9. und 10. August zeigt Gut Kinderhaus „Pferdestärken“ am„Tag der offenen Ställe“ Am Max-Klemens-Kanal 19 in MünsterSamstag und Sonntag, am 9. und10. August von jeweils 11 bis 17Uhr stellt <strong>Westfalenfleiß</strong> auf demGut Kinderhaus die hauseigeneHaflinger zucht vor und zeigtdamit mit weiteren MünsterländerBetrieben seine „Pferdestärken“.Stallluft schnuppern, Streichelzoo,Ponyreiten, eine Voltigiergruppe,eine „Haflingerkür“sowie auf der Hüpfburg tobenund Planwagenfahrten über dasGutsgelände stehen ebenso aufdem Programm wie die Vorstellungdes pädagogischen Angebotes„Heilpädagogischen Reitenund Voltigieren“.Zum Kaffee mit selbstgebackenemKuchen aus der hauseigenen Konditoreider MDS <strong>GmbH</strong> - Integrationsbetrieb„Münsteraner DienstleitungsService“ - können Gäste undBesucher im Café Gut Kinderhauseinkehren und bei schönem Wetterauf der sonnigen Außenterrassemit gegenüberliegendem Kinderspielplatzentspannen. HofeigeneProdukte bietet von 11 Uhr bis 17Uhr der Hofladen auf dem Gutsgeländevon Gut Kinderhaus an.


Haflingerzucht auf Gut Kinderhausbieten die Tiere durch ihroffenes Wesen eine gutePlattform für Weiterentwicklungendes Menschen“,resümiert sie. Das Pferd seiein Co-Therapeut, und zwarein geduldiger, der auchklare Grenzen setzt, wennes nötig ist, wissen SusanneJürgens-Kießling und UlrikeHochstrat. Solche Erfahrungenübertragen sich mitder Zeit auch auf das Lebenim Alltag. BernhardWitte stimmt ihnenzu: „Wenn unsereBeschäftigten denHaflingern dasZaumzeug anlegenund es klemmt anden Ohren, stehendie Tiere ganz geduldig,als wenn sie sagen:Der schafft dasschon. Das kannsterichtig sehen, wie diedas denken“, lachtGutsverwalter BernhardWitte.Reittherapie sollausgebaut werdenWen wundert’s, dassdas Team neue großePläne verfolgt. SeitAnfang <strong>2008</strong> wirdnun das AngebotReiten als Werkstattsportfür die ersteGruppe Beschäftigterdurchgeführt.Das therapeutischeReiten für Beschäftigteder <strong>Westfalenfleiß</strong>soll ausgebautwerden. Aber auchfür externe Interessentenführt manlängst eine Wartelis-te. Ebenso wie es Kontaktezur schulpsychologi schenBeratungsstelle in Münstergibt. Auch dort hat manbereits Interesse an derArbeit und Angeboten aufGut Kinderhaus signalisiert.Und so ist geplant eine Bewegungshallezu bauen, diedie kontinuierliche Weiterarbeitin den Wintermonatengarantiert. Derweil streicheltManfred Meyfarth einender Haflinger: „Wir könnenschon was Schweres hier.Das kann nicht jeder, waswir hier machen...“ und stolzblitzt es aus allen Augen desHaflinger-Teams, wenn sieüber ihre Pferde erzählen.hweWenn Sie eine Planwagenfahrtbuchen möchten, wenden Sie sichan den Gutsverwalter BernhardWitte, Tel.: <strong>02</strong>51/921035635


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„Großer Elternabend“: Im Mittelpunktder diesjährigen Jahresabschlussveranstaltung 2007, - dem „GroßenElternabend“, zu dem am 3. April imSpeisesaal am Kesslerweg zahlreicheInteressierte kamen, stand das Thema„Rahmenzielvereinbarung“. Anhandeiner Powerpoint-Präsentation erläuterte<strong>Westfalenfleiß</strong>-GeschäftsführerKarl-Heinz Garbe die wichtigstenPunkte der Vereinbarung mit demLandschaftsverband Westfalen-Lippe.<strong>Westfalenfleiß</strong> und MDS bei der Bezirksregierung MünsterMDS-Catering und <strong>Westfalenfleiß</strong>-Infostand bei Integrationsfachkonferenz für Schwerbehindertenvertretungen in NRWTortellini in Lachs-Sahne-Sauce und eine leckere westfälische Kartoffelsuppe standen auf dem Speiseplan des MDS-Caterings am8. Mai im Foyer der Bezirksregierung in Münster. Anlass für die Bewirtung war eine Integrationsfachkonferenz für schwerbehinderteMenschen im Landesdienst, zu der die Hauptvertrauensfrau Gabriele Steinmann vom Innenministerium NRW in Düsseldorf undihr erster Stellvertreter Hans-Josef Klaucke Mackowiak von der Bezirksregierung Münster 80 Tagungsteilnehmer begrüßten.Bildtext „Catering MDS“: Lenis ametlan vel ercin velis dolessis autatet,commodolorem vel et lumsan hentveliquipisit wis eum nit, core vent velenitilit luptat nonsequisit ipisciduntvelisl et nulputpatie et praestionsedetuerillut ipissi. Vent dolobor am,secte tet dolor sustrud tat. Pat. Rudeum volortie faccum dunt ver sissitprat.Obore tie diamcon sequis do Conseddipit del irilla feu feugue del utemzzrit nim venit.


Preisrätsel1.1.3.2.6.2.4.5.7.8.6.7.10.8.3.4.9.9.10.11.12.5.12.11.13.13.LiebeRätselfreunde!„Aprilwetter“ lautete dasLösungs wort aus dem <strong>Westfalenfleiß</strong>-ECHO1/08. Unterden 30 Einsendungen ermittelteKathrin Lux vom Werkstattratdie Gewinnerin PetraLaube von der ZweigwerkstattNord an der Rudolf-DieselStraße. Sie gewann einenMP 3-fähigen CD-Player.Produktionsleiterin MarionEsser überreichte ihr den Gewinnund gratulierte ihr herzlich.Wenn auch Sie gewinnenmöchten, schicken Sie einePostkarte mit dem Lösungswortbis zum 31.07.<strong>2008</strong> an:Redaktion<strong>Westfalenfleiß</strong>-ECHOKesslerweg 38-4248155 Münster.Die Produktionsleiterin der Zweigwerkstatt Nord an der Rudolf-Diesel Straße, Marion Esser, überreicht der Gewinnerin Petra Laubeeinen MP 3-fähigen CD-Player und gratuliert ihr herzlich. Foto: dg38


Wir arbeiten für Sie:• Holzverarbeitung• Metallverarbeitung• Elektrogerätemontage• Montagearbeiten• Sortier- und Verpackungsarbeiten• Skin- und Blisterverpackung• Bürsten- und Besenfertigung• Wäscherei und Näherei• Copy-Shop und Tampondruck• Garten- und Landschaftspflege• Gärtnerei - naturnaher Anbau -• Schul- und BetriebsverpflegungHauptwerkstattKesslerweg 38-42, 48155 MünsterTel.: <strong>02</strong>51 - 61800 - 0, Fax: <strong>02</strong>51 - 61800 - 55GärtnereiKesslerweg 38, 48155 Münster, Tel.: <strong>02</strong> 51 - 6 18 00 - 50Ladenlokal „Mensch und Natur“Bodelschwinghstr. 13, 48165 Münster-Hiltrup, Tel.: <strong>02</strong>501 - 98966 - 7, Fax: <strong>02</strong>501 - 98966 - 8Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 9 – 18 Uhr Sa. 8 – 14 UhrZweigwerkstatt „Werkstatt Telgte“Orkotten 25, 48291 Telgte, Tel.: <strong>02</strong>504 - 69<strong>02</strong> - 0, Fax: <strong>02</strong>504 - 69<strong>02</strong> - 22Zweigwerkstatt Münster NordRudolf-Diesel-Straße 43, 48157 Münster, Tel.: <strong>02</strong>51 - 89971 - 0, Fax: <strong>02</strong>51 - 89971 - 14Landwirtschafts-Betrieb „Gut Kinderhaus“ Obstplantage „Gut Kinderhaus“Am-Max-Klemens-Kanal 19, 48159 Münster, Tel.: <strong>02</strong>51 - 92103 - 56, Fax: <strong>02</strong>51 - 92103 - 59Industrieservice Münster (ISM)Höltenweg 105, 48155 Münster, Tel.: <strong>02</strong>51 - 62737 - 0, Fax: <strong>02</strong>51 - 62737 - 22Zum Kaiserbusch 14, 48165 Münster, Tel.: <strong>02</strong>51 - 39903 - 0, Fax: <strong>02</strong>51- 39903 - 22Rudolf-Diesel-Straße 4, 48157 Münster, Tel.: <strong>02</strong>51 - 68619 - 0, Fax: <strong>02</strong>51 - 68619 - 22info@westfalenfleiss.de • www.westfalenfleiss.dewww.eigenprodukte.de • www.mds-muenster.de

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