„Besser statt billiger“ Bündnis90/Die Grünen - Produktion.de

produktion.de

„Besser statt billiger“ Bündnis90/Die Grünen - Produktion.de

Produktion

18. September 2008

Nummer 37/38

8 WIRTSCHAFT

3

Exklusiv: Welche Partei hat

die beste Industrie-Politik?

TECHNIK IM FOKUS

Gegen Produktpiraten

Durch Produktpiraterie entstehen

deutschen Industrieunternehmen

jährlich Schäden in

Milliardenhöhe. Jetzt sollen

Technologien wie etwa der

‚technische Fingerabdruck‘ helfen,

die Fertigung von billigen

Nachahmungen deutlich zu erschweren.

Seite 13

Werkzeugmaschinen

Für Wirbel sorgten Ankündigungen

aus Brüssel, eine Art

Energielabel – wie man es von

der Weißen Ware kennt – für

Werkzeugmaschinen einführen

zu wollen. Aber eine Werkzeugmaschine

lässt sich nicht

mit einem Kühlschrank vergleichen.

Laut Insidern lässt sich

durch viele kleinere Maßnahmen

Strom sparen. Seite 14

Spanlose Fertigung

Sorgen brauchen sich die Hersteller

spanender Werkzeugmaschinen

nicht zu machen:

Ein vergleichbares Fertigungsverfahren

ist nicht in Sicht.

Dennoch: Es lohnt sich, über

den technologischen Tellerrand

zu blicken. Seite 15

Oberflächentechnik

Bei der Aros Hydraulik GmbH,

einem Hersteller von Hydraulikkomponenten,

wurde kürzlich

das neue Oberflächenzentrum

in Betrieb genommen.

Die Lutro Luft- und Trockentechnik

GmbH installierte die

Vorbehandlungs-, Reinigungsund

Lackieranlagentechnik.

Seite 20

EVENT

Im Oktober: 3. Deutscher

Maschinenbau-Gipfel

LANDSBERG (ilk). Sie kommt:

Kanzlerin Angela Merkel hat ihre

Teilnahme am 3. Deutschen

Maschinenbau-Gipfel zugesagt.

3.

Leserservice

Das Top-Ereignis

der Branche

findet am 14.

und 15. Oktober

2008 in Berlin

statt. Vorträge und Foren umkreisen

die Themengebiete

‚Deutschland am Wendepunkt‘

und ‚Der Maschinenbau als

Schlüssel zur Energie-Effizienz‘.

Infos unter:

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Bild: Schunck

Die Wirtschaftszeitung für die deutsche Industrie

Berührungsängste

zwischen Werker und

Automat schwinden.

von Walter Widmann

Produktion Nr. 37/38, 2008

LANDSBERG. Gilt die flexible

Automation noch immer als Allheilmittel

der Produktion oder

gewinnt der Werker dank seiner

bezahlbaren Handarbeit wieder

an Ansehen? Auf der Motek (22.

bis 25. September 2008, Stuttgart)

wird diese Frage von der

Branche erneut heiß diskutiert.

Die seit Jahren propagierte

Formel dürfte hinreichend bekannt

sein: Eine manuelle Fertigung

wird automatisiert oder

ins Ausland verlagert. Laut

Schrauberhersteller Atlas Copco

Tools, der in den meisten In-

Way of life

auf Deutsch

WIRTSCHAFT 14

Energie/Rohstoffe: Öl, Strom

und Stahl bleiben teuer

Montage- und Handhabungstechnik wächst

Automotive

Pharma, med. Geräte

Metall

Kunststoffprodukte

Tele, Elektronik, Computer

Healthcare und Kosmetik

Nahrungsmittel

Händler

andere

2%

2%

1%

1%

Es geht mich eigentlich nichts an, als Chefredakteur

einer deutschen Industrie-Zeitung,

wenn der amerikanische Way of life

bröckelt: Etwa wenn eine Regierung staatsfreie

Marktwirtschaft predigt, aber plötzlich Banken

aufkauft. Während wir als vorbildliche

0%

TECHNIK

Trends: Energie-Effizienz

bei Werkzeugmaschinen

Standort Deutschland: Hybrid-Montage im Fokus

16%

13%

9%

9%

7%

6%

7%

7%

1%

9%

8%

dustriezweigen

präsent

ist, stehenmanuelleArbeitsplätze

jedoch wieder

hoch im

Kurs. Erik Felle,

Geschäftsführer

Fahrzeugindustrie, beobachtet

vornehmlich im

Falle geringer Losgrößen einen

Rückgang des Automatisierungsgrades.

Als Beispiel nennt der Atlas-

Copco-Manager die Deutz AG,

die sich bei der Fertigung einer

neuen Dieselmotoren-Genera-

2007

2008

0 10 20 30 40 50 60

Quelle: VDMA R+A © Produktion

2007 stark gestiegen ist das Geschäft mit Montage-/Handhabungstechnik

vor allem in der allgemeinen Industrie (hier Umsatz nach Branchen).

EDITORIAL

Eduard Altmann

Chefredakteur

Zöglinge uns lieber davon trennen (IKB). Überflüssig auch, dass

mir die penetrante Rumlügerei der Finanzgurus („die Talsohle ist

erreicht“) tierisch auf den Senkel geht, während die Einschläge

näher kommen. Da lobe ich mir unsere mittelständisch-aufrichtige

Werkzeugmaschinen-Branche, die zwar niemals selbst eine Bank

belügen darf - wo kämen wir da hin! - das aber auch Gott sei

Dank nicht nötig hat, wie die absolute Rekord-Messe AMB in

Stuttgart letzte Woche bewies (s. Artikel rechts). Deutlich mehr

Aussteller und dramatisch mehr Besucher: Die Schlüsselbranche

der deutschen Industrie hat es - ungelogen - krachen lassen.

www.produktion.de

Industrie stellt Preisfrage:

Automation oder Werker?

48%

54%

tion für den Standort Köln entschied.

Felle: „Der Automatisierungsgrad

ist eher niedrig,

wodurch Deutz zwar einen höheren

Mitarbeiterstamm benötigt,

auf der anderen Seite aber

hohe Investitionskosten spart.

Und die Kapazität lässt

sich sehr variabelgestalten.“

Eine Rolle spielten dabei

auch immer intelligenter werdende,

elektronisch gesteuerte

Handwerkzeuge, die oft an Teleskoparmen

befestigt sind, um

den Werker zu entlasten. Von

anderen Beispielen weiß man

aber auch: Das mittlerweile

große Reservoire an günstigen

Leiharbeitern entschärft die

Lohnkostenproblematik.

Laut Hitoshi Takeda, dem

‚Papst’ in Sachen Toyota-Produktionssystem,

geht im Falle

einer kundenorientierten Produktion

der Trend zu Handarbeitsplätzen

und zwar in allen

Industrieländern. „Da jeder

Kunde seine eigenen individuellen

Vorstellungen hat, ist

es unumgänglich, dass man

mit Handarbeitsplätzen auf

kleine Produktionsmengen rea-

@

Sagen Sie uns Ihre Meinung:

redaktion@produktion.de

Werkzeugmaschinen

AMB Stuttgart

bricht Rekorde

von Klaus Hiemer

Produktion Nr. 37/38, 2008

STUTTGART. Die AMB in Stuttgart

hat Rekorde gebrochen:

Mit rund 80 000 Fachbesuchern

kamen 60 % mehr als vor

zwei Jahren zur ersten internationalen

Ausstellung für

Metallbearbeitung auf dem

neuen Stuttgarter Messegelände.

„Wir freuen uns über dieses

hervorragende Ergabnis und

sind stolz darauf, dass wir gemeinsam

mit unseren ideellen

Trägern VDMA und VDW beweisen

konnten, dass eine AMB

Exklusiv-Umfrage:

Wer macht die beste

Industrie-Politik? S. 8-9

15

TECHNIK

giert. Da ein Produkt außerdem

nicht lange am Markt ist,

bringt eine Automatisierung

keinen Nutzen“, argumentiert

der japanische Experte.

Insgesamt kann man feststellen,

dass die Bereitschaft

zu automatisieren in Deutschland

grundsätzlich vorhanden

ist. Im Fokus stehen aber in

vielen Fällen die Automation

einzelner Prozesse und ihre

Verkettung mit Handarbeitsplätzen.

Diese Tendenz wird

von Automatisierern keineswegs

ignoriert – so gut wie alle

Systemhäuser haben mittlerweile

auch so genannte hybride

Montagekonzepte

in ihrem Portfolio.

So die Rohwedder

AG. Albrecht Wiesenfeldt,

Global Key Account Manager,

bestätigt den Trend. Seine

Meinung zu den Hintergründen:„Entscheidungskriterien

für die Realisierung hybrider

Systeme sind Qualität, Kosten

und Flexibilität. Sofern manuelle

Tätigkeiten die Qualität

des Prozesses sicherstellen

können, ist der Mensch die flexibelste

und gegebenenfalls

wirtschaftlichste Fertigungseinrichtung.“

Wiesenfeldt zufolge

sind auch Lean-Line-Konzepte

auf dem Vormarsch. „Die

Bedienpersonen gehen mit

dem Erzeugnis von einer Prozessstation

zur nächsten und

legen die Teile in die Bearbeitungsvorrichtung

ein. Das

heißt, die Bedienperson führt

den Materialfluss zwischen den

Prozessstationen durch. Derar-

Großer Andrang

in den Hallen

herrschte auf der

AMB vom ersten

Messetag an.

Trends: Manchmal

geht es spanlos besser

weiter auf Seite 2

im Kernland des Werkzeugmaschinen-

und Präzisionswerkzeugbaus

erfolgreich zur Leitveranstaltung

ausgebaut werden

kann“, kommentierte Ulrich

Kromer von Baerle, Geschäftsführer

der Messe Stuttgart.

1 306 Aussteller, so viele wie

nie zuvor in der Geschichte der

www.produktion.de Einzelpreis Euro 2,80

Leserservice Produktion 65341 Eltville DPAG

PVST 5339 Entgelt bezahlt

WIRTSCHAFTS-TICKER

1,60

1,55

1,50

1,45

Euro in Dollar

1,40

04.08. 18.08. 25.08. 01.09. 15.09.

➔ ➔

€ 1,43 $ € 65,79 Rupie

€ 151,44 Yen € 36,67Rubel

€ 9,81 Yuan € 3,33 Zloty➔


€ 0,79 £ € 239,51 Forint



GKN kauft Airbus Filton

LONDON (DJ/kn). Der britische

Luftfahrt- und Automobilzulieferer

GKN plc kauft das Airbus-

Werk Filton für bis zu 136 Mio

britische Pfund (ca. 170 Mio Euro).

GKN will in das Werk in

Englands Südwesten ca. 158

Mio Euro investieren.

Bei uns im Internet

� Kauft ZF Chrysler-Werk?

Umfrage: Konjunkturtrends

Alle Statements von Verbänden

und Unternehmen zur

Konjunktur gesammelt unter

www.produktion.de/spezial

DETROIT (DJ). Der Automobilzulieferer

ZF Friedrichshafen

könnte schon bald den Betrieb

einer noch im Bau befindlichen

Achsenfabrik der Chrysler LLC

übernehmen. Es gebe gegenwärtig

„unverbindliche Verhandlungen“

bezüglich des

neuen Werks in Marysville, bestätigte

Chrysler-Sprecher David

Elshoff. Die ZF Friedrichshafen

AG ist bereits in den USA

aktiv und hat ihren Nordamerika-Stützpunkt

in Northville

(Michigan).

ZAHL DER WOCHE

56 %

...beträgt die

Strompreis-Steigerung

seit März 2007. Die jüngste

Preissenkung konnte das nicht annähernd

wettmachen.

AMB, zeigten Neuheiten aus

den Bereichen spanende und

abtragende Werkzeugmaschinen,

Präzisionswerkzeuge sowie

Roboter und Qualitätssicherung.

Die Aussteller, darunter

zahlreiche Weltmarktführer,

kamen aus 27 Ländern, der

Auslandsanteil lag nach Angaben

der Messe bei 21 %.



Bild: Messe Stuttgart


2 Produktion Wirtschaftsfakten

18. September 2008 • Nr. 37/38

Fortsetzung von Seite 1

Industrie...

tige Konzepte haben ihre wesentlichen

Vorteile in dem geringen Investvolumen

sowie der Flexibilität bezüglich

Anlagenausbringung.“

Von einer „sehr wichtigen Strategie“

spricht Andreas Schuster, Leiter

Entwicklung Automation bei der

Schunk GmbH & Co. KG. „Teilautomatisierte

Lösungen steigern nicht

nur die Flexibilität, sie eröffnen auch

die Möglichkeit, völlig neue bzw.

fremde Anwendungen für die Automation

zu erschließen. Hinzu kommt

das ganze Feld der Assistenzsysteme,

die zur Arbeitserleichterung an Handarbeitsplätzen

künftig immer stärker

eingesetzt werden dürften. Entscheidend

wird dabei neben der verfügbaren

Sensorik vor allem die flexible Aktion

und Reaktion der eingesetzten

Module und Baugruppen sein.“

Hybride Systeme sind

schlanker und günstiger

Bei Sortimat Technology spielen

hybride Lösungen nur gelegentlich eine

Rolle. Unternehmenssprecherein

Silke Fischer betont, dass Sortimat-

Montageanlagen oft bis zu 150 000

Produkte pro Tag herstellen. In diesen

Fällen machten Handarbeitsplätze

keinen Sinn. „Wir setzen of semiautomatische

Montagen ein, wenn

ein Kundenprodukt noch in der Entwicklungsphase

ist, also Produktänderungen

wahrscheinlich sind, und

die zu fertigenden Stückzahlen noch

sehr gering sind. Diese Hybridanlagen

können dann zu Vollautomaten

ausgebaut werden“, so Fischer.

Selbst Wissenschaftler, die sich

schwerpunktmäßig mit der Robotertechnik

beschäftigen, halten hybride

Konzepte für wichtig. Dr. Martin Hägele,

Abteilungsleiter des Fraunhofer

IPA-Instituts, bestätigt: „Anfangs als

unwirtschaftlich angesehen, schafft

die hybride Automatisierung interessante

Alternativen zu einer rein manuellen

oder vollautomatischen Produktion.

Erste Realisierungen belegen,

dass diese hybriden Systeme wesentlich

schlanker und günstiger als

vollautomatische Roboterzellen sind.

Zuführ-, Vereinzelung- und Positioniereinrichtungen

können dort deutlich

reduziert werden.“

ENERGIE & ROHSTOFFE

Entwicklung Ölpreis /

Barrel (159 l)

130

125

120

115

110

105

100

95

90

04.08. 18.08.

25.08. 01.09. 15.09.

Shell: Gas-JV mit dem Irak

LONDON (DJ/kn). Der britische Ölkonzern

Royal Dutch Shell plc will ein

Gas-Joint-Venture mit der irakischen

Regierung gründen. Eine Einigung sei

in der näheren Zukunft zu erwarten,

sagte ein Shell-Sprecher. Die irakische

Regierung habe das Joint Venture

bereits genehmigt. Das Projekt habe

ein Volumen zwischen 3 Mrd und 4

Mrd Dollar, so der Sprecher. Ziel der

Zusammenarbeit ist nach Angaben

von Shell die Ausbeutung und Vermarktung

von Naturgas in der Region

Basra im Süden Iraks.

E.ON hofft auf Netz AG

KÖLN (DJ). Die E.ON AG hofft, dass

die Neuordnung der deutschen

Stromnetze zur Bildung einer so genannten

Netz AG führt, in die alle vier

Übertragungsnetze eingebracht werden.

„Wir loten das derzeit in Gesprächen

mit der Bundesnetzagentur und

der Politik aus", sagte der Vorstandsvorsitzende

der E.ON Energie AG,

Klaus-Dieter Maubach, auf einer

Energiekonferenz in Köln. E.ON habe

nach einer endgültigen Vereinbarung

mit der Europäischen Kommission

zum Netzverkauf noch zwei Jahre für

die Veräußerung Zeit. Diese Zeit sei

absichtlich so lang gewählt worden,

„auch um nationale Lösungen zu ermöglichen",

sagte er.

ROHSTOFFPREISE

Aluminium je Tonne: 2657,75$

Kupfer je Tonne: 7169,50$

Gold je Feinunze: 779,35$

Silber je Feinunze: 10,78$

Nickel je Tonne: 13546,75€

Zinn je Tonne: 13808,21€

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KONJUNKTUR & MÄRKTE von Christian Klein

Am Rande der Rezession?

BERLIN (DJ). Das Institut für Weltwirtschaft

an der Universität Kiel (IfW)

sieht Deutschland am Rande einer

Rezession und erwartet dementsprechend

eine deutliche Abkühlung

der wirtschaftlichen Entwicklung im

Verlauf des Prognosezeitraumes

2008/2009. Für das kommende Jahr

hat das IfW seine Prognose für das

Wirtschaftswachstum deutlich auf

0,2 % von bislang plus 1,0 % gesenkt.

Im laufenden Jahr erwartet das Institut

einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes

(BIP) von 1,9 % nach bisher

plus 2,1%. Die deutsche Wirtschaft

bekomme die Auswirkungen der krisenhaften

Entwicklungen im Rest der

Welt zu spüren. Es seien „vor allem

Einflüsse aus dem Ausland, welche

die Konjunktur dämpfen“, heißt es im

aktuellen IfW-Konjunkturbericht.

IWH senkt Prognosen

BERLIN (DJ). Das Institut für Wirtschaftsforschung

Halle (IWH) hat seine

Prognosen für das laufende und

kommende Jahr deutlich gesenkt.

Für 2008 erwartet das IWH einen Anstieg

des Bruttoinlandsproduktes

(BIP) von 1,8 % nach bisher 2,3 %. Im

kommenden Jahr rechnet das Institut

mit einem Wachstum von 0,9 % nach

bislang erwarteten 1,3 %. Das IWH

verweist jedoch darauf, dass „reich-

Deutschland ist vor China und der Ukraine der wichtigste Warenlieferant

Russlands. Deutsche Unternehmen lieferten 2007

Waren im Wert von 28,8 Mrd Euro in die Russische Föderation.

An erster Stelle wurden Maschinen (25%) in das Land am Ural

lich die Hälfte dieser Korrektur auf

dem inzwischen nach unten korrigierten

Stand der amtlichen Berechnungen

für das erste Quartal 2008 beruht.“

Die Stimmung unter den Unternehmen

und Verbrauchern sei trotz

des zuletzt wieder deutlich sinkenden

Ölpreises, der Abwertung des Euro

und der nicht eingetretenen Rezession

in den USA „deutlich eingetrübt“.

In Deutschland dominierten

pessimistische Einschätzungen.

Japan überrascht positiv

TOKIO (DJ). Die Auftragseingänge der

japanischen Maschinenbauunternehmen

sind im Juli in der Kernberechnung

(ohne Berücksichtigung von

Kraftwerksanlagen und Schiffbau)

schwächer gefallen als erwartet. Wie

die Regierung mitteilte, wurde gegenüber

dem Vormonat saisonbereinigt

ein Minus von 3,9% verzeichnet. Analysten

hatten im Mittel mit einem

Rückgang um 4,3% gerechnet. Im Juni

war ein Orderrückgang um 2,6% verzeichnet

worden nach einen Anstieg

um 10,4 % im Mai. Im Vergleich zum

Vorjahresmonat lagen die Auftragseingänge

im Juli um 4,7 %

niedriger. Der Ordereingang im Maschinenbau

wird von Volkswirten als

vorlaufender Indikator für die Entwicklung

der Ausgaben der Unternehmen

für langfristige Sachanlagen gewertet.

Schweden: Produktion +1,2%

STOCKHOLM (DJ). Schwedens Industrieproduktion

ist im Juli deutlich gestiegen.

Wie die Statistikbehörde des

Landes aktuell mitteilte, erhöhte sie

sich gegenüber dem Vormonat um

1,2 % und lag damit um 0,9 % über

dem entsprechenden Vorjahresmonat.

Im Mittel der Monate Mai bis Juli

änderte sie sich allerdings verglichen

mit dem Zeitraum Februar bis April

nicht. Die Herstellung von Vorleistungsgütern

stieg im Juli gegenüber

dem Vormonat um 0,9 %, lag aber um

1,7 % unter dem im Juli 2007 verzeichneten

Niveau. Die Energieerzeugung

sank auf Monatssicht um 0,3 %

und auf Jahressicht um 2,7 %. Die

Produktion von Investitionsgütern

legte gegenüber Juni um 1,4 % und

gegenüber Juli 2007 um 5,1 % zu.

Briten vor schwieriger Phase

LONDON (DJ). Die kurzfristigen

Wachstumsaussichten für die britische

Wirtschaft haben sich nach den

Worten von Notenbankgouverneur

Mervyn King verschlechtert. Großbritannien

stehe eine temporär schwierige

Phase bevor, in der der Preisdruck

stark bleibe und höchstens ein

schwaches Produktionswachstum erzielt

werde. Die britische Industrieproduktion

war im Juli gegenüber

dem Vormonat um 0,4 % gefallen.

Russland: Wichtiger Handelspartner der deutschen Industrie

Quelle: Deutsche Bundesbank / dpa © Produktion

Erneuerbare Energie für Ihr Unternehmen.

geliefert, gefolgt von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen (17%)

sowie chemischen Erzeugnissen (11%). Gegenüber 2006 stiegen die

deutschen Ausfuhren nach Russland um über 20%. Bei den Einfuhren

aus Russland standen 2007 Erdöl und Erdgas an der Spitze (kn).

®

FINANZEN & STEUERN

Entwicklung Deutscher

Aktienindex DAX

6600

6500

6400

6300

6200

6100

04.08. 18.08.

25.08. 01.09. 15.09.

Reynders kritisiert EZB

PARIS (DJ). Der belgische Finanzminister

Didier Reynders kritisiert an

der Europäischen Zentralbank (EZB),

dass sie nicht ausreichend den Zusammenhang

zwischen Geldpolitik

und Wirtschaftswachstum berücksichtige.

Der französischen Zeitung

Les Echos sagte Reynders, die EZB

solle im Rahmen ihrer geldpolitischen

Entscheidungen stärker Rücksicht

auf die Folgen für die Konjunktur

nehmen. Die Finanzminister der

Eurogruppe und die EZB müssten

stärker zusammenarbeiten. Reynders

verwies zudem darauf, dass er nicht

vor Mitte 2009 ein Ende des gegenwärtigen

Abschwungs in der Eurozone

sehe. Der Chef der Eurogruppe,

Luxemburgs Ministerpräsident und

Finanzminister Jean-Claude Juncker,

zeigte sich allerdings zuversichtlich,

dass es keine tiefere Rezession im

EU-Währungsraum geben wird.


Mehr Praxis!

Jetzt im Technikteil.

Entscheider lesen Produktion

von Andreas Karius

Produktion Nr. 37/38, 2008

Produktion

Wirtschaft

Nummer 37/38 Nachrichten aus der Industrie

18. September 2008

4

Markt und Meinung

Luftfahrtindustrie/EADS:

Kohlefaser-Fieber in Augsburg

SEMINARANZEIGEN

KANBAN - Erfolgreiche Einführung

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Betriebsbesichtigung

bei der Endress+Hauser Wetzer

GmbH & Co.KG - 21.-22. Oktober

in Pfronten/Allgäu

LANDSBERG. Den Preissturz beim Rohöl

werten Experten nicht als langfristigen

Trend. Auch beim Strompreis

kann von Entwarnung keine Rede sein,

bestenfalls von einer kurzen Atempause.

Beim Stahl ist bereits die nächste

Preiserhöhungsrunde eingeläutet.

Das Spektrum der Prognosen von

Energieexperten zur künftigen Preisentwicklung

beim Öl reicht derzeit

von 40 bis 200 Dollar pro Barrel. So

hält es der britische Energieforscher

und Ex-BP-Manager Nick Butler für

möglich, dass sich der Ölpreis mittelfristig

mehr als halbieren wird. „Ein

Ölpreis von 40 Dollar je Barrel ist natürlich

möglich“, sagte Butler der Tageszeitung

,Die Welt’. Dagegen sieht

beispielsweise der Deutschland-Chef

des Mineralölkonzerns Total, Michel

Mallet, die langfristigen Preise für ein

Barrel Rohöl zwischen 100 und 200

Dollar. Von seinem Höchststand von

mehr als 145 Dollar pro Barrel Rohöl

rutschte der Kurs jüngst unter 100

Dollar. Dennoch bleiben die Preissteigerungen

eklatant: Innerhalb eines

Jahres hat sich der Ölpreis verdoppelt

und noch 2003 lag der durchschnittliche

Ölpreis unter 30 Dollar.

Aus dem aktuellen Einbruch des Ölpreises

einen längerfristigen Trend

abzuleiten, hält Claudia Kemfert, Abteilungsleiterin

für Energie, Umwelt

und Verkehr am Deutschen Institut

für Wirtschaftsforschung (DIW), für

verfehlt: „Geopolitische oder klimatische

Faktoren können dazu führen,

dass der Ölpreis wieder steigt. Zudem

wollen einige OPEC-Ölförderländer

weiterhin hohe Ölpreise sehen – daher

werden sie alles daran setzen,

dass der Ölpreis mittelfristig hoch

bleibt“, sagt Kemfert zu Produktion.

Als Hauptgründe für den gesunkenen

Ölpreis macht die DIW-Expertin den

erstarkten Dollar aus sowie die Erwartung,

dass aufgrund der Konjunkturschwäche

die Nachfrage fällt.

„Spekulation spielt eine Rolle – wenn

auch nicht klar ist, wie groß ihr Anteil

ist“, erklärt Kemfert.

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Energie und Rohstoffe

Keine Entwarnung bei Öl, Strom, Stahl

SPS/IPC/DRIVES 2008

Produktion Nr. 37/38, 2008

STUTTGART (lz). Mit einer weiteren

Halle präsentiert sich die gesamte

elektrische Automatisierungsbranche

vom 25. bis zum 27. November 2008

auf der SPS/IPC/DRIVES. Mit Halle

10 ist die Messe auf insgesamt elf

Hallen und mehr als 90 000 m 2 gewachsen

(2007: 87 900 m 2 ).

Rund 1 400 Aussteller zeigen auf

der SPS/IPC/DRIVES ihre Produkte

und Dienstleistungen. Der Anteil der

internationalen Aussteller liegt bei

mehr als 20 %. Am zweiten Messetag

– Mittwoch, 26. November 2008 –

wird die Messe bis 19 Uhr und damit

7 Unternehmen und Märkte

11

VDW-Präsident Welcker: “Politische

Versäumnisse holen uns ein“

250

200

150

100

Mai 2006

Juli 2006

Sept. 2006

Nov. 2006

Jan. 2007

Laut dem VIK-Strompreisindex sind

auch die durchschnittlichen Stromkosten

moderat gesunken und zwar um

2,92 % gegenüber dem Vormonat.

„Der aktuelle leichte Strompreisrückgang

ist für die industriellen Stromkunden

sicher kein Signal für eine

langfristige Entspannung“, sagt Roland

Schmied, Sprecher des VIK Ver-

band der Industriellen Energie- und

Kraftwirtschaft e.V. Eine Prognose

über die künftige Preisentwicklung

will der VIK-Mann aber nicht abgeben:

Die Argumentation, warum etwas

wie eintritt, kommt immer erst

hinterher, vorher ist alles reinste Spekulation“,

begründet Schmied die Zurückhaltung

seines Verbands. Fest

steht allerdings: Seit Jahresbeginn ist

der VIK-Strompreis-Index trotz des

aktuellen Rückgangs um 22,4 % gestiegen,

seit August 2007 sogar um

42 % (siehe Grafik).

Gerade beim Stahl als einem der

wichtigsten Rohstoffe für Automobil-

eine Stunde länger als bisher geöffnet

sein. Schwerpunktthemen der diesjährigen

SPS/IPC/DRIVES sind

‚Ethernet in der Automatisierung‘,

‚Safety und Security in der Automatisierung‘

und ‚Motion Control‘. Sie stehen

aufgrund ihrer aktuellen Bedeutung

für die Automatisierungsbranche

im Fokus der gesamten Veranstaltung.

Auf den Messeforen in Halle 2

und Halle 8 gibt es hierzu themenspezifische

Podiumsdiskussionen.

Der ZVEI leitet das Forum in

Halle 8 und veranschaulicht auf seinem

Stand das Sonderthema ‚Web in

Automation‘. Daneben wurden ‚RFID

in Automation‘ und ‚Wireless in Auto-

VIK-Strompreisindex Mittelspannung

Quelle: VIK © Produktion

Der jüngste Preisrückgang bei Strom macht die Preissteigerungen der vergangenen

Monate nicht annähernd wett. Seit März 2007 stieg der Preis um mehr als 56%.

Strompreis: „Vorher ist

alles reinste Spekulation“

Effiziente Antriebe im Fokus

März 2007

Mai. 2007

Juli. 2007

Sept. 2007

Nov. 2007

Jan. 2008

März 2008

Mai 2008

industrie und Maschinenbau bleibt

die Lage prekär. Zwar gab es auch im

Eisenerz- und Stahlbereich in den

letzten Monaten Preisrückgänge von

bis zu 30 % in Dollar. Bei den stahlverarbeitenden

Unternehmen sind

diese Preissenkungen aber nicht angekommen:

„Beim Stahl verzeichnen

wir derzeit exorbitante Preissteigerungen“,

berichtet beispielsweise Heiko

Schulte-Südhoff, Geschäftsführer

der Schuko H. Schulte-Südhoff

GmbH. Der Hersteller von Absaug-,

Oberflächen- und Filtertechnik verarbeitet

jährlich mehr als 1500 t verzinktes

Stahlblech und musste von

Mai bis heute eine Preissteigerung

von knapp 30 % hinnehmen. „Für das

vierte Quartal hat uns unser Lieferant

bereits eine weitere Preiserhöhung

von fast 15 % angekündigt“, sagt

Schulte-Südhoff.

Die Stahllieferanten führen die

Preisexplosion auf die gestiegenen

Preise für Eisenerz zurück. Erst vergangene

Woche hat der brasilianische

Eisenerzproduzent Vale do Rio Doce

angekündigt, die Eisenerzpreise für

japanische Stahlhersteller erneut um

mation‘ als Sonderthemen

mit hoher

zukünftiger Bedeutung

für die Automatisierung

benannt. Auf dem

parallel stattfindenden SPS/IPC/DRI-

VES-Kongress wird der Dialog von

Forschung, Produktentwicklung und

Anwendung zum Thema elektrische

Automatisierung unterstützt. Experten

werden das Thema ‚Energie-Effizienz

in der Produktion‘ aus Sicht der

Antriebshersteller sowie Endanwender

beleuchten. Ziel ist es, die Energieeffizienzdiskussion

als Chance für

zukunftsfähige Produkte darzustellen

und Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Geld und Recht

Gewerbesteuer: Ländererlass

klärt Hinzurechnungs-Fragen

Juli 2008

Sept. 2008

INITIATIVE

12 % anzuheben. Weil nur einige wenige

Anbieter den Markt beherrschen,

dürften andere Eisenerzproduzenten

ähnlich hohe Preisaufschläge bei den

Stahlkochern durchsetzen können.

Eisenerz verteuerte sich in diesem

Jahr insgesamt bereits um 65 %. So

stecken die nächsten Stahlpreiserhöhungen

bereits in der Pipeline: „Im

vierten Quartal sollten sich die Preise

auf historisch hohem Niveau stabilisieren“,

prognostiziert zum Beispiel

Thomas Ludwig, Vorstandsvorsitzender

des Stahl- und Werkstoffhändlers

Klöckner & Co AG.

Dagegen sind andere Industriemetalle

zuletzt deutlich billiger geworden.

Einen weiteren Preisverfall halten

Experten aber für unwahrscheinlich.

„Einige Industriemetalle wie

Nickel, Aluminium und Zink werden

derzeit an oder sogar unter den marginalen

Produktionskosten gehandelt“,

sagt Steffen Rapp, der als Leiter

Commodity Sales Midcaps bei der

Deutschen Bank Rohstoffabsicherungen

für mittelständische Unterneh-

Der hohe Dollarkurs schmälert

den Preisrückgang bei Rohstoffen

men verantwortet. „Bei weiterhin historisch

eher hohen Energie- und

Frachtkosten besteht für einen Rückgang

der marginalen Produktionskosten

wenig Spielraum“, so Rapp. Den

Preisrutsch bei den Industriemetallen

erklärt der Experte mit gesunkenen

Energiekosten, besonders beim Öl,

sowie der erwarteten Abschwächung

des Wirtschaftswachstums. Allerding

werdeder starke Preisrückgang bei

Rohöl und einigen Industriemetallen

durch das Erstarken des Dollar gegen

den Euro zumindest teilweise aufgehoben“.

Innerhalb von acht Wochen

ist der Euro gegenüber dem Dollar

von 1,58 auf 1,39 Dollar eingebrochen.

Die Preisschwankungen bei

Rohstoffen seien aber ausgeprägter

als beim Dollarkurs. Spekulationen

hätten bei den Rohstoffen einen „eher

geringen Einfluss“.

@

Energie-Effizienz

Sagen Sie uns Ihre Meinung:

Mail an: redaktion@produktion.de

Bild: Mesago


Bild: VDW

Forschung: Energieeffiziente Produktion

35 Mio-Förderung

von Kathrin Irmer

Produktion Nr. 37/38, 2008

Das Chemnitzer Spitzentechnologiecluster

der TU Chemnitz und des

Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen

und Umformtechnik (IWU)

erhält für das Forschungsvorhaben

‚Energieeffiziente Produkt- und Prozessinnovationen

in der Produktionstechnik‘,

eine Förderung von 35 Mio

Euro vom Freistaat Sachsen. Das Projekt

fokussiert die Suche nach Einsparungspotenzialen

im gesamten Produktlebenszyklus

von der Produktentwicklung

bis hin zum Recycling.

„Wir wollen beispielsweise energetische

Wirkzusammenhänge wissen-

schaftlichfundiertbeschreiben und neue

Wirkprinzipien,

Bauweisen und Tech- nologien

zur Senkung des Primärenergiebedarfs

und zur Erhöhung der

Energieeffizienz entwickeln“, beschreibt

Prof. Dr. Reimund Neugebauer,

Leiter des Institutes für Werkzeugmaschinen

und Produktionsprozesse

an der TU Chemnitz und Leiter

des Fraunhofer IWU, den Ansatz der

Forschung. Die Reduzierung des

Energieverbrauchs von Werkzeugmaschinen

um 30 % gegenüber heutigen

vergleichbaren Lösungen sei nur ein

Ziel des Spitzentechnologieclusters.

Wirtschaft: Markt und Meinung

4 Produktion 18. September 2008 • Nr. 37/38

Drei kritische Fragen an Dr. Wilfried Gastkommentar

Schäfer, VDW

Herr Dr. Schäfer, Sie unterstützen die AMB Stuttgart ideell. Warum?

Unsere Mitgliedsfirmen sehen die AMB als die wichtigste süddeutsche

Werkzeugmaschinenmesse mit starker Ausstrahlungskraft auf den südeuropäischen

Raum. Deshalb haben wir uns für die Unterstützung der

AMB entschieden. Wir leisten unseren Beitrag in Form von Pressemeldungen

und Vorträgen zur Branchenkonjunktur auf Veranstaltungen im

Umfeld der AMB.

Hat die METAV Düsseldorf eine Zukunft?

Ja. Die AMB Stuttgart und die METAV Düsseldorf werden ja schon lange

jeweils in den ungeraden Jahren abgehalten. Beide Messen haben immer

unterschiedliche Besuchergruppen angesprochen und sich nie gegenseitig

Konkurrenz gemacht. Deshalb

wird die METAV Düsseldorf auch

künftig Besucher aus Norddeutschland

und Nordeuropa anziehen,

die AMB dagegen Besucher

aus Süddeutschland und

deuropa. Auch die letzte

METAV Düsseldorf im April wurde

trotz der zeitlichen Nähe zur EMO

Hannover und AMB Stuttgart gut

angenommen. Der Aussteller erreicht

also auf der METAV neue

Zielgruppen. Dieses Jahr fand die

METAV Düsseldorf aufgrund der

terminlichen Zwangslage der

Messe Düsseldorf parallel zu den

Messen wire und tube statt. Das

wird es nicht mehr geben, denn

die Veranstaltungen konnten hin-

Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des sichtlich der Besucher kaum von-

Vereins deutscher Werkzeugmaschinenfaeinander

profitieren. Noch graviebriken,

stellt sich Fragen zur Messepolitik.

render war, dass die parallele Veranstaltung

viele Besucher nach

Düsseldorf lockte. Das hat zu einer Verknappung der Hotelkapazitäten

und entsprechend hohen Zimmerpreisen geführt. Um die Termine etwas

zu entzerren haben wir uns aber entschieden, die nächste METAV Düsseldorf

zu einem früheren Zeitpunkt - Ende Februar 2010 - zu veranstalten.

Gutekunst + Co. Federnfabriken · Carl-Zeiss-Straße 15 · D-72555 Metzingen

AMB strahlt nach Süden aus

Haben Mega-Messen wie die EMO Hannover eine Zukunft

oder geht der Trend hin zu kleineren dezentralen Messen?

Die EMO Hannover wird auch in Zukunft die Leitmesse bleiben, die

durch kleinere Messen in keiner Weise tangiert ist. Die hohen Ausstellerund

Besucherzahlen und der Anteil ausländischer Besucher sprechen für

sich. Nur auf einer Leitmesse kann man sich über das vollständige Angebot

von Herstellern aus allen Ländern der Welt umfassend informieren.

Zudem haben die Hersteller ihre Entwicklungszyklen auf die Leitmessen

ausgerichtet und präsentieren hier erstmals neue Innovationen.

INITIATIVE

Energie-Effizienz

Luftfahrtindustrie

Kohlefaser-Fieber in Augsburg

von Christian Klein

Produktion Nr. 37/38, 2008

AUGSBURG. Der europäische Luftfahrtkonzern

EADS baut in Augsburg

ein neues Werk. In der 180 Mio Euro

teuren Fabrik sollen ab 2011 Rumpfteile

in neuer Kunststoff-Leichtbauweise

für den geplanten Langstrecken-Airbus

A350 gefertigt werden. Zugleich

bündelt EADS den Standort

Augsburg mit den Werken Nordenham

und Varel zum eigenständigen Zulieferunternehmen

Premium Aerotech

GmbH.

„Damit ist die Hängepartie für die

Mitarbeiter der Airbus-Standorte in

Augsburg, Varel und Nordenham beendet“,

erklärten die Wirtschaftsminister

Emilia Müller (Bayern) und Walter

Hirche (Niedersachsen). Die ausgegliederte

Werkgruppe könne sich

als Zulieferer für Airbus und später

auch für andere Flugzeughersteller

flexibel im Markt bewegen.

Primär sei der Zusammenschluss

von Augsburg, Nordenham und Varel

in der Premium Aerotec GmbH (insgesamt

ca. 6 000 Mitarbeiter und 1,3

Mrd Euro Umsatz) jedoch als ein

Zwischenschritt vor einem späteren

Verkauf zu sehen, relativiert EADS-

Sprecher Markus Wölfle. Priorität habe

jetzt das A350-Programm. Verzögerungen

wie beim A 380 will Airbus

beim A350 auf jeden Fall vermeiden.

Die Produktion des neuen Langstrekkenflugzeugs

soll 2011 beginnen, die

erste Auslieferung ist für 2013 geplant.

Die operative Führung der neuen

Premium Aerotec liegt in den Händen

des erfahrenen Augsburger EADS-

Werkleiters Hans Lonsinger. In Augsburg

entstehe nichts Geringeres als

„die modernste Fertigung von leichten

Kohlefaserverbundstoffen für den

Flugzeugbau.“ Für Augsburgs Oberbürgermeister

Kurt Gribl (CSU)

Bild: Laif

nimmt die Stadt nun eine „äußerst

wichtige Schlüsselstellung“ in der

produzierenden Industrie ein. Im

Umfeld um die Augsburger Universität

mit zukünftigen Forschungseinrichtungen

der Fraunhofer-Gesellschaft

und des Deutschen Zentrums

für Luft- und Raumfahrt (DLR) entstehe

mit dem neuen EADS-Werk ein

zukunftsorientiertes, einzigartiges

Technologiezentrum. In der Tat: Die

Projektgruppe Funktionsorientierter

Leichtbau des Fraunhofer-Instituts für

Chemische Technologie (ICT) hat bereits

ihre Arbeit aufgenommen. Die

Aktivitäten sind Teil eines Konzeptes,

das gemeinsam mit dem DLR, dem

Verein Carbon Composites sowie der

IHK Schwaben erstellt wurde, um für

Hersteller und Zulieferer Zukunftspotenziale

zu erschließen.

Diese sieht Prof. Dr. Peter Elsner,

Leiter des Fraunhofer ICT im Gespräch

mit Produktion beispielsweise

von Julia Schuhwerk

Produktion Nr. 37/38, 2008

NETTETAL. Zum 1. Oktober 2008

verschmelzen die Einzelunternehmen

HPM Kabel, Kabel Wächter, Witt+Arnold

in der TKD Logistics GmbH. Diese

wird dann TKD KABEL GmbH heißen.

Zudem hat der Kabelanbieter

nach knapp einem Jahr Bauzeit die

Erweiterungsbauarbeiten am Zentrallager

in Nettetal abgeschlossen.

Mit einer Investition von rund 3

Mio Euro hat TKD die Lager- und

Kommissionierfläche in ihrem Lager

um ca. 3 000 m≈ erweitert. Das Fassungsvermögen

des vollautomatisierten

Hochregallagers stieg dadurch

darin, die Fertigungstechnik reif für

die Großserie zu machen. „Es gilt, die

Textilmaschinen und die Anlagentechnik

zur Verarbeitung von Faserverbundwerkstoffen

und Matrixmaterialien

anzupassen.“ Bei Stückzahlen

zwischen 100 000 und 300 000 müssten

Zykluszeiten von einer Minute realisiert

werden. Ab Ende 2010 will

das Fraunhofer ICT ein neues Institutsgebäude

in Augsburg beziehen. In

der Vollbetriebsphase soll es etwa 80

Mitarbeiter beschäftigen und einen

Betriebshaushalt in Höhe von 10 Mio

Euro erwirtschaften.

Auch der Werkstoffproduzent SGL

Group will vor Ort weitere Technologieakzente

setzen und eröffnete im

25 Kilometer nördlich von Augsburg

gelegenen Meitingen erst im Mai

2008 sein zentrales Technology & Innovations-Zentrum

(T&I). Robert J.

Koehler, Vorstandsvorsitzender der

SGL Group, macht deutlich: „Ein

wichtiger Schwerpunkt der Aktivitäten

des T&I ist die Weiterentwicklung

der Carbonfasertechnologie und ihrer

Anwendungen.“

Kabeltechnik

Kabel-Quartett vor Verschmelzung

Die neu formierte TKD Kabel GmbH will

mit einem erweiterten Zentrallager ihre

Wettbewerbsposition stärken.

Bild: TKD Kabel GmbH

Fraunhofer ICT arbeitet

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Die modernste Fertigung

von Kohlefaserverbundwerkstoffen.“

Hans Lonsinger,

Leiter Premium

Aerotec GmbH

auf knapp 12 000 Europaletten-Stellplätze.

Im Zentrallager verdoppelte

sich die Kapazität des bestehenden

Regals. Die dem Hochregallager vorgelagerte

Fördertechnik ist diesen Kapazitäten

angepasst und auf den neuesten

Stand der Technik gebracht

worden. Durch diese Maßnahme

wurden die möglichen Entnahmebewegungen

der Fördertechnik um

30 % gesteigert. Das Potenzial für die

Bearbeitung von Aufträgen ist durch

die Erweiterung um ca. 25 % gestiegen.

Die Geschäftsführung der neuen

GmbH liegt ab dem 1. Oktober in den

Händen von Ralf-Erik Domek, Jürgen

Neumann, Alexander van der Lof und

Lothar Klick.

Reithofer droht mit

Werksschließung

Produktion Nr. 37/38, 2008

HAMBURG (gk). BMW-Chef Norbert

Reithofer zweifelt manchmal daran,

ob die Autobauer in Deutschland genug

Unterstützung erfahren. In der

Diskussion steht die Besteuerung von

Dienstwagen, die den deutschen Premiumherstellern

beim heimischen

Absatz zugutekommt. „Gravierende

Verschlechterungen bei der Dienstwagenregelung

würden deutsche Hersteller

wie uns hart treffen, dann

brauchten wir vielleicht nicht mehr so

viele Fabriken in Deutschland“, so

Reithofer in der „Zeit“.


18. September 2008 • Nr. 37/38 Wirtschaft: Unternehmen und Branchen

Rittal

Der Startschuss für mehr

Kundenservice im Osten

von Hans-Robert Koch, Rittal

Produktion Nr. 37/38, 2008

GERA (ba). Mit der Eröffnung seines

neuen Vertriebs- und Logistik-Centers

(VLC) in Gera verstärkt Rittal sein

Angebot an Serviceleistungen in Ostdeutschland.

Insgesamt über 6 Mio

Euro investiert das mit weltweit 11100

Mitarbeitern größte Unternehmen der

Friedhelm-Loh-Group.

Auf einem 28 000 Quadratmeter großen

Areal direkt an der A4, dem Gelände

der ehemaligen GUS-Kaserne,

hat Rittal ein hochmodernes Servicezentrum

errichtet. Das neu erbaute

Vertriebs- und Logistik-Zentrum umfasst

insgesamt 3 700 Quadratmeter

Lagerfläche, inklusive 3 600 Palettenplätzen,

1 000 Quadratmeter für das

Modifikations-Center und 4 500 Quadratmetern

bebauter Grundfläche. Die

Ausstattung umfasst modernste Lagertechnik

sowie ein Schulungszentrum,

Arbeitsplätze für Kundenbetreuer und

einen repräsentativen Ausstellungsraum.

Mittelfristig will Rittal hier

60 Mitarbeiter beschäftigen.

Der Auftakt für das

neue Servicezentrum

wird am 18. September

gebührend gefeiert:

Mehrere Hundert Gäste,

darunter Rittal-Kunden

aus Thüringen, Sachsen,

dem südlichen Sachsen-Anhalt

und Oberfranken,

können dann das bundesweit

größte Vertriebs- und Logistik-Zentrum

von Rittal persönlich in Augenschein

nehmen.

Norbert Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung,

schildert die Beweggründe,

die das Unternehmen zu der

Investition in Gera bewogen haben:

„Wir setzen auf Kundennähe. Deshalb

haben wir am Standort Gera unser

Leistungsangebot deutlich erweitert

und kräftig investiert. Vor allem geht

es uns darum, die mechanische Bear-

ZVEI: Weiter starkes

Branchenwachstum

Produktion Nr. 37/38, 2008

BERLIN (DJ). Die deutsche Elektroindustrie

will nach Angaben ihres Branchenverbandes

dieses und nächstes

Jahr deutlich stärker wachsen als die

Gesamtwirtschaft. „Unser Wachstum

wird in diesem Jahr etwa 4 % betragen,

das heißt etwa doppelt so hoch

sein wie das durchschnittliche Wirtschaftswachstum

der Bundesrepublik

Deutschland insgesamt“, erklärte der

Präsident des ZVEI, Friedhelm Loh. In

Zahlen ausgedrückt betrage das

Wachstum dieses Jahr 7 Mrd Euro.

„Und für 2009 erwarten wir einen

weiteren Anstieg des Umsatzes um etwa

2 % auf mehr als 190 Mrd Euro“,

betonte Loh bei der Jahrespressekonferenz.

Die Elektroindustrie könne sich

aber trotz einer positiven Branchenentwicklung

„nicht von der gesamtwirtschaftlichen

Lage abkoppeln“,

unterstrich er. Zur Konjunktureintrübung

komme die Explosion der Rohstoffpreise

und der immer noch starke

Euro-Wechselkurs. Diese massiven

Belastungen könne die Elektroindustrie

auch durch maximale Steigerung

ihrer Produktivität oft nicht ausgleichen.

Überdies herrsche auf den

Elektromärkten weltweit enormer

Preisdruck. „Im Klartext: Wir wissen,

die Luft wird dünner“, warnte der

ZVEI-Präsident.

Bild: Rittal GmbH & Co. KG

INITIATIVE

Mit der Eröffnung seines neuen Vertriebs- und Logistik-Centers (VLC) in Gera

verstärkt Rittal sein Angebot an kundennahen Serviceleistungen in Ostdeutschland.

beitung der Schaltschränke für unsere

Kunden so zu leisten, dass die Installation

deutlich zeitsparender und damit

kostengünstiger möglich ist.“ Rittal beweise

sich damit einmal mehr als wertschaffender

Partner vor Ort, so Müller.

Mit dem Neubau bündele das Unternehmen

zudem die Synergien innerhalb

der Friedhelm-Loh-Group,

denn in unmittelbarer Nähe

sind bereits die Schwestergesellschaften

Neef und

Starcom angesiedelt. Insgesamt

werden mit Eröffnung

des neuen Vertriebs-

und Logistik-Centers

insgesamt rund 240

Mitarbeiter der Gruppe

am Standort Gera beschäftigt

sein – laut dem Unternehmen

eine weitere Maßnahme zur

Sicherung bestehender und Schaffung

neuer Arbeitsplätze.

Rittal ist einer der weltweit führenden

Lösungsanbieter für Gehäuse- und

Schaltschranktechnik, System-Klimatisierung

und IT-Lösungen. Das Unter-

nehmen beliefert Kunden mit sofort ab

Lager lieferbaren Serienproduktion,

darüber hinaus bietet der Hersteller

von über 10 000 Standardprodukten

auch kundenspezifische Modifikationen

an. Dazu gehören Ausschnitte an

Türen oder Montageplatten, der Ausbau

von Standardschränken mit Lüftern,Stromsammelmaschinensystemen

und Zubehör.

Laut Rittal nutzt dies den Steuerungs-

und Schaltanlagenbauer, denn

diese müssen sich so nicht mehr mit

einfachen Montagetätigkeiten aufhalten.

Für die Planung liefert das Unternehmen

IT-gestützte Engineering-

Leistungsangebot am Standort

Gera deutlich ausgebaut

Werkzeuge, die für optimierte Prozesse

bei der Planung und Montage von

Schaltschränken sorgen.

Die ebenfalls am Standort Gera angesiedelte

Eplan Software & Service ist

ein Tochterunternehmen von Rittal.

Der Engineering-Lösungsanbieter widnet

sich dem Vertrieb, der Beratung,

der Schulung oder der technischen

Unterstützung. Anwender erhalten so

vor Ort eine rundum wirksame Unterstützung

in allen Fragen der Software-

Anwendung. Laut Unternehmensangaben

profitieren Kunden von der örtlichen

Nähe, der guten technischen

Ausstattung und dem neuen Trainingszentrum,

in dem Kunden-Seminare

und -Schulungen durchgeführt

werden.

PRODUKTION-INTERVIEW

Produktion Nr. 37/38, 2008

MAINZ (lz). Die Normen im Sicherheitsbereich

verunsichern die deutsche

Industrie, wie eine aktuelle Leser-Umfrage

von Produktion ergeben

hat. Produktion hat bei Dr. Wolfgang

Damberg von der Berufsgenossenschaft

Metall Nord Süd nachgefragt,

welches Risiko die Gesetzesflut für die

Sicherheit in Unternehmen birgt.

Wird es für Unternehmen durch die

zahlreichen Gesetze schwieriger

und teurer, sicher zu sein?

Entscheidend ist weniger die Zahl der

Gesetze als deren Qualität. Gute Gesetze

geben einen verbindlichen

Handlungsrahmen vor. Schlechte Gesetze

sagen ganz genau, was

ohne Alternative zu tun ist.

Für die produzierenden

Unternehmen ist es wichtig,

dass sie einen gesetzlichen

Handlungsrahmen erhalten,

den sie dann betriebsbezogen

und eigenverantwortlich ausfüllen.

In diesem Sinn mischt

sich die Berufsgenossenschaft

in die Gesetzgebungsverfahren

ein.

Halten Sie die zahlreichen

Gesetze und Normen für sinnvoll?

Wenn man sie so versteht, wie sie gemeint

sind, dann ja. Die Unternehmen

verwechseln aber viel zu oft die

eigentlichen Gesetze mit dem zugehörigen

‚untergesetzlichen Regelwerk‘

zum Stand der Technik. Dieses

wirklich sehr umfangreiche Regelund

Normenwerk ist ja ‚nur‘ als Praxishilfe

zur Erfüllung von Gesetzen

gemacht, aus sich heraus also nicht

verbindlich.

Welche Risiken bergen die Gesetze

für die Sicherheit in Unternehmen?

Ein Risiko von Gesetzen ist immer,

dass sie um ihrer selbst willen beachtet

werden. Wenn ein Unternehmen

so an das Thema Sicherheit herangeht,

entwickelt es nach dem ‚Park-

Produktion 5

Dr. Wolfgang Damberg

„Es ist ein Risiko, Gesetze um

ihrer selbst willen zu beachten“

uhrprinzip‘ seine Kreativität eher dahin,

welche Schlupflöcher das betreffende

Gesetz wohl bietet, und wie

man dabei nicht ertappt wird. Schade

um die Zeit! Ein weiteres Risiko der

Anwendung von Gesetzen liegt im

Übertreiben. Um ja nichts falsch zu

machen, sind manche Betriebe zum

Beispiel zugepflastert mit Warn- und

Hinweisschildern, oder es werden

Schutzbrillen und Helme verteilt, wo

keine Gefahr ist. Im Ergebnis nimmt

dort kein Praktiker mehr die echten

unfallträchtigen Gefahren ernst.

Wie unterstützt die Berufsgenossenschaft

Unternehmen?

Die Berufsgenossenschaft Metall bildet

jährlich in mehr als 3 000 Semina-

Bild: BG Metall Nord Süd

„Entscheidend

ist weniger die

Zahl der

Gesetze, als

deren Qualität“

Dr. Wolfgang

Damberg, BG Metall

ren aus. Mit den international tätigen

Fachausschüssen bringt sie zudem die

Sichtweisen von Herstellern und Betreibern

zusammen. Das bedeutet

‚Bodenhaftung‘ bei den Sicherheitskonzepten

in der Produktion. Die Berufsgenossenschaft

greift hier den Gedanken

des Portfolios aus der Finanzwirtschaft

auf: Die Summe sich ergänzender

Maßnahmen muss stimmig

und lebensnah sein, dann kann

im Alltag auch mal ein Parameter

ausfallen. Schließlich: Die persönliche

Beratung zur Prävention steht für

die Berufsgenossenschaft im Vordergrund.

Wir stellen unseren Mitgliedsunternehmen

gern zu jedem Thema

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Arbeitsplatz einen Ansprechpartner

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Bild: Pilz „Aktivitäten

6 Produktion Wirtschaft: Unternehmen und Branchen

18. September 2008 • Nr. 37/38

Renate Pilz

in Russland

und Osteuropa ausbauen“

Produktion Nr. 37/38, 2008

OSTFILDERN (lz). Pilz ist mit mehr als

1 300 Mitarbeitern international agierender

Technologieführer in der sicheren

Automatisierungstechnik. Die geschäftsführende

Gesellschafterin Renate

Pilz sagte Produktion, welche

Themen Pilz besonders beschäftigen.

„Wir gehen davon aus, dass sich die

Konjunktur im zweiten Halbjahr etwas

abkühlen wird. Der VDMA in Baden-Württemberg

und damit der Maschinenbau

rechnet zwar auch mit einer

Beruhigung, aber immerhin noch

mit einem Umsatzwachstum von acht

Prozent für das Gesamtjahr 2008.

Allerdings, so der VDMA, werde auch

2009 mit einem weiteren Umsatzwachstum

zu rechnen sein. Wir sehen

deshalb die weitere Entwicklung des

Marktes verhalten optimistisch. Aus

unserer Sicht werden in der Automatisierungstechnik

die Themen Motion

Control – und hier insbesondere Safe

Motion – sowie die drahtlose Kommunikation

sprich Wireless das zweite

Halbjahr bestimmen. So ist Motion

„Wir sehen die

Entwicklung

des Marktes

verhalten

optimistisch“

Renate Pilz,

geschäftsführende Gesellschafterin

Der Kongress für Top-Entscheider

Plenumsthemen:

■ Deutschland am Wendepunkt

Control dieses Jahr wieder

Schwerpunkt der

wichtigsten Branchenmesse

SPS/IPC/DRIVES.

Auch Wireless steht neben

den Themen ‚Web in

Automation‘ und ‚RFID‘

in der Automatisierung

im Interesse der Anwender

und wurde als

Sonderthema der Messe

definiert. Neben diesen

Themen arbeiten wir an

unserem Automatisierungssystem

PSS4000. Dieses werden wir auf der

Hannover Messe 2009 der breiten Öffentlichkeit

vorstellen. Wir tragen damit

den Anforderungen unserer Kunden

Rechnung, die uns aufgefordert

haben, komplette Lösungen aus Sicherheits-

und Standardsteuerungstechnik

anzubieten. Mit PSS4000

werden wir ein System haben, das

beide Anforderungen in sich vereint.

Der Anwender kann sich jedoch immer

sicher sein, dass die Belange der

Sicherheitstechnik von vornherein

berücksichtigt sind. Darüber hinaus

wird unser Automatisierungssystem

eine echte Alternative zu bestehenden

Lösungen sein.

Von den Produkten einmal abgesehen,

werden wir unsere internationalen

Aktivitäten weiter ausbauen.

Schon jetzt erwirtschaften wir mehr

als zwei Drittel des Umsatzes im Ausland.

Im Fokus stehen Osteuropa und

Russland. So haben wir Anfang 2008

eine eigene Tochtergesellschaft in

Polen gegründet und planen die Eröffnung

einer Repräsentanz in

Moskau.“

■ Maschinenbau als Schlüssel zur Energie-Effizienz

Forumsthemen:

■ Wachstumsfelder der

Zukunft im Maschinenbau

■ Fachkräftemangel überwinden – Personalressourcen

nutzen!

■ Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen

■ Nachhaltiger Energiemix

■ Effizienzpotenziale in

Produktionsprozessen

■ Energieeffizienter Maschinenbau rechnet sich

Eine Veranstaltung der Partner:

Sponsoren: Aussteller:

Medienpartner:

PRODUKTION-INTERVIEW

von Susanne Bader

Produktion Nr. 37/38, 2008

FRANKFURT AM MAIN. Reiner Eberhardt

ist Geschäftsführer Sprimag

Spritzmaschinenbau GmbH und Vorstandsvorsitzender

der Fachabteilung

VDMA Oberflächentechnik. Er schildert,

welche Themen die Oberflächentechnik

in diesem Jahr dominieren

und wie sie sich voraussichtlich

entwickeln wird.

Welche Verfahren stehen

derzeit in der Oberflächentechnik

im Vordergrund?

Hohe Aufmerksamkeit geniessen

Hybridverfahren aus

Lackiertechnik und industriellePlasma-Oberflächentechnik.

Für Letztere wachsen

Angebot wie Nachfrage

stetig. Sie hat in den vergangenen

drei Jahren ein sagenhaftes

Wachstum realisiert und den Branchenumsatz

nahezu verdreifacht. In

der Lackiertechnik wird neben der

energieoptimierten Produktion auch

die Verminderung der Umweltbelastung

weiterhin eine hohe Priorität

haben.

Welche Themen geht Ihr Verband

in der zweiten Jahreshälfte an?

Die VDMA-Fachabteilung Oberflächentechnik

treibt mit den Mitgliedsunternehmen

die Erschließung internationaler

Zielmärkte voran. Unsere

Anstrengungen umfassen dabei mehr

als die einfache Präsentation vor Ort.

So informieren wir z.B. den türki-

Reiner Eberhardt

„Steigende Energiepreise

führen zu Investitionsdruck“

schen Markt für Oberflächentechnik

parallel zu unserer gemeinschaftlichen

Messebeteiligung auf der WIN

Istanbul (im Februar 2009 nun zum

4. Mal) zu europäischen Qualitätsund

Sicherheitsanforderungen.

Gleichzeitig engagieren wir uns für

die Gründung eines türkischen Herstellerverbandes

für die Oberflächentechnik.

Bild: VDMA

Energie-Effizienz

INITIATIVE

Die

Auftragsbücher

der Branche

sind voll.“

Reiner Eberhardt,

VDMA

Oberflächentechnik

Wie sieht Ihrer Einschätzung nach

die Konjuktur in den kommenden

drei Jahren aus?

Nach außerordentlich guten Wachstumsjahren

in der Lackiertechnik

(40 % in 3 Jahren) mit einer wieder

erstarkten Nachfrage im Binnenmarkt,

erwartet die VDMA-Fachabteilung

Oberflächentechnik ein weiterhin

gutes Wachstum auch für dieses

Jahr. Steter Investitionsdruck für die

Kundenbranchen ergibt sich aus steigenden

Energiepreisen und verschärften

Anforderungen an den Umweltschutz.

Eine verlässliche Prognose

über drei Jahre in die Zukunft ist

nur in groben Zügen zu treffen.

Unsere Meinung

zur Konjunktur...

...lesen Sie unter:

www.produktion.de

‚Energie ist

der globale

Megatrend‘

Roland Bent,

Phoenix Contact

‚Wachstumsperiode

nähert sich

dem Ende

Wolf D.

Meier-Scheuven,

Boge

‚Auf

Gegenwind

vorbereitet‘

Norbert Müller,

Rittal

Die Aussichten:

Unverändert

positiv‘

Robert Helgerth,

Microsoft

‚Zukunft für

effiziente

Werkstoffe‘

Ulrich

Reifenhäuser,

Reifenhäuser

Berlin, 14. und 15. Oktober 2008 www.maschinenbau-gipfel.de

3ter_Maschinenbaugipfel_285x192.indd 1 08.09.2008 9:40:18 Uhr


Bild: Mitsubishi

18. September 2008 • Nr. 37/38 Wirtschaft: Unternehmen und Märkte

PRODUKTION-INTERVIEW

von Sabine Spinnarke

Produktion Nr. 37/38, 2008

PRODUKTION-INTERVIEW

,Politische Versäumnisse holen uns ein’

Produktion Nr. 37/38, 2008

FRANKFURT (ilk). Die politischen Versäumnisse

der Großen Koalition werden

uns einholen, befürchtet VDW-

Präsident Carl-Martin Welcker im Gespräch

mit Claus Wilk. Zum anstehenden

Maschinenbau-Gipfel (14. und 15.

Oktober) will die Werkzeugmaschinenbranche

die Politik stärker in die

Pflicht nehmen.

Welche Bedeutung hat der 3. Deutsche

Maschinenbau-Gipfel für die

Werkzeugmaschinenbranche?

Der Maschinenbau-Gipfel hat eine

hohe Akzeptanz in der Industrie. Die

Veranstaltung ist eine gute Diskussionsplattform

für unsere Branche,

mit der Politik über die Anforderungen

an mittelständische Unternehmen

in einer globalisierten Wirtschaft

zu sprechen.

Welche Veranlassung haben Sie als

Präsident des VDW, Kanzlerin Merkel

mit politischen Forderungen in

die Pflicht zu nehmen?

Dass es in unserer Branche derzeit

boomt, geht auf das Konto der hohen

internationalen Nachfrage nach Produktionstechnik,

insbesondere aus

RATINGEN. Peter Mischitz, Leiter Marketing

bei Mitsubishi Electric, spürt

deutliche Auswirkungen der hohen

Energiepreise. Nun heißt es, schnell

mit energieoptimierten Produkten auf

dem Markt zu sein, andernfalls stehen

die Chancen schlecht.

„Durchgängige

Automatisierung

ist gefragt.“

Peter Mischitz,

Mitsubishi Electric

Haben sich Ihre Erwartungen

an das Jahr 2008 bisher erfüllt?

Die Erwartungen haben sich in allen

Produktbereichen bisher voll erfüllt.

Die anhaltend hohen Energiepreise

haben zu einem spürbaren Anstieg

der Nachfrage nach Produkten zur

Energieeinsparung geführt. Das

macht sich speziell in der Produktgruppe

Frequenzumrichter bemerkbar,

wo wir besonders starke Zuwächse

verzeichnen.

Welche Themen dominieren die

Diskussion in Ihrem Unternehmen?

Auch im zweiten Halbjahr werden wir

unsere e-F@ctory-Aktivitäten weiter

fortführen. Diese zielen darauf ab,

Produkte für einen lückenlosen Informationsfluss

zwischen Produktionsanlagen

und Managementsystemen

zu entwickeln, um so Entscheidern

auf allen Ebenen aussagekräftige Daten

zu liefern. Wir bieten verschiedene

MES-Lösungen an, die eine bidirektionale

Kommunikation mit allen

gängigen Datenbanksystemen in

Echtzeit ermöglichen. Als Ergebnis einer

Kooperation mit IBM kommt jetzt

ein neues MES-Interface-Modul auf

den Markt, das für komplexe IT-Land-

den Schwellenländern. Sie zieht auch

die Investitionsgüterbestellungen unserer

inländischen Kunden mit. Dass

der Maschinenbau derzeit so viele Arbeitsplätze

schaffen kann, geht auf

das Konto vieler tüchtiger und engagierter

Unternehmer, die den guten

Ruf deutscher Maschinen in der Welt

begründet und weiter entwickelt haben.

Leider verdeckt die erstaunlich

robuste Konjunktur die Probleme, die

von der Politik nach wie vor ungelöst

sind. Aber eines ist klar: Die Versäumnisse

werden uns im nächsten Abschwung

einholen.

Werden Sie doch mal konkret.

Unsere Branche hat nach meiner

Überzeugung drei große Herausforderungen

zu bewältigen: Die Ausweitung

der internationalen Präsenz, den

Ausbau von Forschung und Entwicklung

sowie die Lösung des Nachwuchsproblems.

Alle drei Aufgaben

sind für mittelständische Unternehmen

mit naturgemäß begrenzten

Ressourcen schwierig zu stemmen.

Da kommt die Politik ins Spiel. Sie

muss Umfeldbedingungen schaffen,

die Unternehmen unterstützen, ihre

Aufgaben aus eigener Kraft bewältigen

zu können.

mit Peter Mischitz

„Hohe Energiekosten führen

zur Marktberuhigung“

schaftenentwikkelt wurde und

den Aufbau von serviceorientiertenArchitekturen

unterstützt.

mit Carl-Martin Welcker

INITIATIVE

Energie-Effizienz

Welche Themen geht Mitsubishi

Electric dieses Jahr noch an?

Energieoptimierung in allen Bereichen

der Automatisierung ist weiterhin

ein bestimmendes Thema.

Wir haben unsere

High-End-Umrichterbaureihe

um ein Gerät erweitert,

das Energie aus Bremsvorgängen

zurück ins Netz

speisen kann. Parallel führen

wir zur Zeit europaweit

die im Frühjahr vorgestellten

neuen Umrichterserien

im Klein- und Kompaktbereich

ein, die ebenfalls mit

besonderen Energiesparfunktionen

ausgestattet sind. Ebenfalls wichtig ist

die Senkung der Anschaffungs- und

Betriebskosten auf der Fertigungsebene,

was zur Entwicklung der iQ-Automation-Plattform

geführt hat. Das

neue Steuerungskonzept beinhaltet

die nahtlose Integration von SPS, Motion

Control, CNC und Robotik auf einer

gemeinsamen Plattform, so dass

sich sämtliche Produktionsprozesse

mit einer einheitlichen Technologie

steuern lassen.

Wie wird sich der Markt aus

Ihrer Sicht weiterentwickeln?

Wir erwarten, dass die hohen Energiekosten

zu einer Marktberuhigung

bei einer gleichzeitig steigenden

Nachfrage nach energieoptimierten

Produkten führen wird. Auch der Bedarf

an durchgängigen Automatisierungslösungen,

die wie das e-F@ctory-Konzept

von Mitsubishi Electric eine

volle Transparenz der Produktionsprozesse

von der Produktionsebene

bis in die Unternehmensleitebene

bieten, wird zunehmen und

weiteres Wachstum bringen. Unabhängige

Studien belegen, dass wir

hier auf dem besten Weg sind.

Bild: VDW

Das Thema des zweiten Kongresstages

ist ‚Maschinenbau als Schlüssel

zur Energieeffizienz‘. Welche

Rolle spielen hier die Werkzeugmaschinenhersteller?

Die Werkzeugmaschine ist das Herzstück

für eine kostengünstige und ef-

BRL 1006

Die robuste

Konjunktur verdeckt

die ungelösten

Probleme.“

Lange tüfteln:

grübeln,

vergleichen

und probieren

Carl-Martin Welcker,

VDW-Präsident

Rexroth CMS – Mehrachs-Bewegungssysteme

Bosch Rexroth AG

www.boschrexroth.com/cms

fiziente industrielle Produktion. Für

sie wird das Thema Energieeffizienz

in den nächsten Jahren deutlich an

Bedeutung gewinnen. Die Europäische

Union arbeitet an Kriterien für

den Werkzeugmaschinenbau, die

weitere Einsparungen bringen sollen.

In der Freizeit kann Tüfteln Spaß machen, in der Produktion ist Zeit aber Geld. Für

problemlose Projektierung und schnelle Inbetriebnahme haben wir für Sie das anschlussfertige

Handlingsystem. Die ein-, zwei- oder dreiachsigen Varianten überzeugen

durch Traglasten bis 25 kg, hohe Präzision, lange Le bensdauer und wartungsarme

Technik. Mit unserem Auswahlsystem im Internet finden Sie die passende Konfigura tion

für Ihre Anforderungen. Ob als Pick-and-Place-Anwendung oder für den Ein satz in

Montagezellen – CMS ist die flexible und wirtschaftliche Automatisierungs lösung für

Ihre Aufgaben. Typisch für Bosch Rexroth. The Drive & Control Company

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Produktion 7

Dabei ist darauf zu achten, dass nicht

die Werkzeugmaschine losgelöst von

der Produktionsaufgabe energetisch

optimiert wird. Sie müssen aus unserer

Sicht auf die intelligente Produktion

bei unseren Kunden abzielen,

nicht auf den Herstellungsprozess der

einzelnen Werkzeugmaschine. Denn

es gilt nach wie vor, die effizienteste

Maschine ist die, die produziert. Das

setzt voraus, dass bei ausreichender

Nachfrage eine gute Produktionsorganisation

für Effizienz sorgt und die

Kunden vielfach geforderte Leistungsreserven

auf ein Minimum reduzieren.

Wir stehen jedenfalls bereit,

optimale technische Lösungen anzubieten

und als Partner der Industrie

an der Optimierung des Produktionsprozesses

mitzuarbeiten.

Was sind Ihre persönlichen Gründe

am 14. und 15. Oktober nach Berlin

zu kommen?

Für mich persönlich ist der Maschinenbau-Gipfel

eine sehr gute Gelegenheit

zum Meinungsaustausch mit

den Unternehmerkollegen und -kolleginnen

aus anderen Maschinenbaubranchen.

Info: www.maschinenbau-gipfel.de

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8 Produktion Wirtschaft: Industrie-Politik

18. September 2008 • Nr. 37/38

Exklusiv-Umfrage: Parteien im Fokus der Industrie

Herausforderung Standort Deutschland:

Wer hat die beste Industrie-Politik?

von Eduard Altmann

Produktion Nr. 37/38, 2008

LANDSBERG. Auf dem Maschinenbau-

Gipfel von VDMA und Produktion

in Berlin (14./15.Oktober) diskutieren

sie live: die Generalsekretäre der

deutschen Parteien im Bundestag.

Hier schon einmal als kleiner Appetizer

ihre Kurzantworten auf die Frage

der kommenden Berliner Podiumsdiskussion:

Wer hat die beste Industrie-

Politik?

CSU: Bildung Prio 1

Die Erfolgsgeschichte der Industriepolitik

der CSU basiert auf ihrer offensiven

Modernisierungspolitik, die konsequent

auf Innovation und technischen

Fortschritt setzt. Dazu gehören

auch Strategien für die Nutzung der

Chancen, die in der Entwicklung und

Produktion der neuen Technologien

selbst liegen. Daher setzt die CSU verstärkt

auf die Clusterpolitik, die Unternehmen,

Wissenschaft und Forschung

vernetzt.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Industriepolitik

ist eine solide Haushaltspolitik,

die erst die finanziellen Spielräume

für eine zukunftsgerichtete Modernisierungspolitik

schaffen kann. So

ermöglichen die soliden Finanzen des

Freistaates Bayern eine Erhöhung der

Ausgaben für Forschung und Entwicklung

bis zum Jahr 2020 von derzeit

3,0 % auf 3,6 % des Bruttoinlandsproduktes.

Wichtigster Rohstoff des deutschen

Industriestandortes ist das Humanvermögen.

Deshalb hat für die CSU

die Bildung oberste Priorität. Die CSU

tritt für ein Bildungssystem ein, das

nicht nur die Schwachen, sondern auch

die Hochbegabten unterstützt. Denn

um auch weiterhin Gewinner der Globalisierung

zu sein, sind wir in Zukunft

verstärkt auf Eliten angewiesen. Auch

die beste Industrie-Politik hat aber nur

Aussicht auf Erfolg, wenn in der Gesellschaft

eine „Kultur der Selbständigkeit“

etabliert ist. Engagierte Unternehmer

und verantwortungsvolle Führungskräfte

sind Motor für Wachstum

und Beschäftigung. Das klare Bekenntnis

der CSU zu den unternehmerischen

Leistungsträgern hat den Boden dafür

bereitet, dass Bayern mit einer Selbständigenquote

von 12,1% mit Abstand

an der Spitze der Flächenländer steht

und die Gründerhochburg in Deutschland

ist. Mit ihren Initiativen „Offensive

Zukunft Bayern“, „High-Tech-Offensive“

und „Allianz Bayern innovativ“ hat

die CSU ihre offensive Modernisierungspolitik

konsequent umgesetzt.

Die Spitzenstellung Bayerns als einer

der innovativsten Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorte

der Welt sind eindrucksvoller

Beweis, wie erfolgreich

die zukunftsgerichtete Industrie-Politik

der CSU ist.“

Christine Haderthauer,

Generalsekretärin

CDU: Gestaltung der Rahmenbedingungen statt Markteingriff

„Vor dem Hintergrund des beschleunigten Strukturwandels

und im Spannungsfeld zwischen Befürwortern

und Gegnern staatlicher Eingriffe muss die Politik bereit

sein, konkrete Entscheidungen zu treffen, um den

Wirtschaftsstandort Deutschland weiterhin attraktiv zu

halten.

Ausgangspunkt hierbei sind die Grundsätze der sozialen

Marktwirtschaft: Aus der Erkenntnis, dass über den

Strukturwandel am besten durch das Spiel von Angebot

und Nachfrage auf den Märkten entschieden wird, sollten

sich die industriepolitischen Diskussionen in erster

Linie auf eine Verbesserung der allgemeinen Rahmenbedingungen

konzentrieren.

Dazu gehören neben einer leistungsfähigen Infrastruktur

und qualifizierten Arbeitnehmern u.a. auch eine im

internationalen Wettbewerb tragfähige Belastung mit

Steuern und Abgaben, Bürokratie sowie sozialverträgliche

Energiepreise; gerade für das produzierende Gewerbe

stellen die Energiekosten einen ganz entscheidenden

und wichtigen Faktor im nationalen, internationalen

und globalen Wettbewerb dar. Wir wollen und

werden die Erneuerbaren vorantreiben und die gesteckten

Ziele erreichen. Und trotzdem müssen wir an

den traditionellen Grundlastenergieträgern wie Kohle

und Kernkraft festhalten, um eine sichere und sozialverträgliche Stromversorgung

zu gewährleisten.

Es geht aber auch darum, dem heimischen Industriestandort faire Wettbewerbsbedingungen

gegenüber den ausländischen Konkurrenzstandorten zu er-

möglichen (Level Playing Field). Protektionismus

zum Erhalt überkommener Strukturen ist ebenso abzulehnen

wie aufwendige Finanzprogramme zur Förderung

vermeintlicher Schlüsselbranchen.

Fraglich ist ohnehin, ob eine moderne Industrienation

staatlich unterstützte große Konzerne benötigt,

die als ‚Nationale Champions‘ auf gleicher Augenhöhe

mit ausländischen Konkurrenten mithalten können.

Die Erfahrung lehrt, dass sich die beste Größenstruktur

der Unternehmen auf freien Märkten in der

Regel ohne staatliche Einflussnahme herausbildet.

Nicht selten sind es gerade kleine und mittelständische

- oft Familienunternehmen-, die es geschafft

haben, mit ihren Produkten in Nischenmärkten Weltmarktführer

zu sein, die sog. Hidden Champions. Gerade

für diese ist es besonders wichtig, bei der im

Herbst anstehenden Erbschaftssteuerreform einen

guten Kompromiss zwischen den Koalitionspartnern

zu finden damit sie ihren Betrieb auch in der nächsten

und übernächsten Generation fortführen können.

Der industriepolitische Ansatz, den Schwerpunkt auf

die Gestaltung der Rahmenbedingungen zu legen

statt in den Marktprozess einzugreifen, ist erfolgreich.

Dies zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass Deutschland nach wie vor Exportweltmeister

ist. Die Union wird deshalb alles daran setzen, dass Deutschland

seine Spitzenposition hier, aber auch in anderen Bereichen, gerade auch

dem Maschinenbau, behauptet.“

Laurenz Meyer, Mitglied des Bundestages und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Technologie der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

SPD: Mehr Mittel für F&E effizienter einsetzen

„Das 21. Jahrhundert verlangt nach neuen Ideen

und Antworten. Die SPD hat die Antworten auf

den internationalen Wettbewerb und ist dabei,

den Standort Deutschland für die Zukunft vorzubereiten

und zu stärken. Der Ausgangspunkt sozialdemokratischer

Wirtschafts- und Industriepolitik

ist ein Wachstum, das Wohlstand und Arbeit

für alle ermöglicht und dabei nachhaltig,

umweltgerecht und zukunftsorientiert ist.

Deutschland hat enorme Potenziale und gute

Standortfaktoren für die sich weltweit entwickelnden

Märkte: Ein hohes Potential in der

Grundlagenforschung wie in anwendungsorientierten

Technologien sowie soziale Stabilität

durch eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen

den Tarifpartnern mit dem Erfolgsmodell

der betrieblichen Mitbestimmung.

Deutschland ist nach wie vor eine der stärksten

exportorientierten Wirtschaftsnationen. Wir

können im Kostenwettbewerb nicht bestehen,

wohl aber im Qualitätswettbewerb. Diese quali-

Hubertus Heil, Generalsekretär

Dirk Niebel, Generalsekretär

tative Stärke schöpft Deutschland aus hochwertigen

Produkten mit hoher Wertschöpfung. Um

diese Stellung auf den Weltmärkten zu sichern

und auszubauen ist es notwendig, die staatlichen

und privaten Aufwendungen in Forschung

und Entwicklung kontinuierlich zu steigern. Eine

besondere Rolle spielt dabei die Verbesserung

der Effizienz der eingesetzten Mittel. Dies kann

erreicht werden, indem strukturell die Zusammenarbeit

zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen

und Unternehmen gestärkt

und gefördert wird. Grundlage für hochwertige

Produkte der Zukunft sind neue Ideen.

Um diese zu entwickeln benötigt der Wirtschafts-

und Industriestandort Deutschland

mehr und besser ausgebildete Fachkräfte (der

Maschinenbau ist dafür ein klassisches Beispiel).

Noch immer werden in Deutschland

wertvolle Begabungsreserven verschenkt durch

soziale Selektion im deutschen Bildungswesen.

Dies muss dringend geändert werden.“

FDP: Bessere Rahmenbedingungen für die gesamte Wirtschaft

„Dirigistische Vorgaben und staatliche Subventionen greifen

in die freie unternehmerische Entscheidung ein. Sie

veranlassen Unternehmer oft zu Maßnahmen, die unter

echten Marktbedingungen keinen Bestand haben können.

Groß angelegte Investitionsprogramme entfachen selten

mehr als Strohfeuer. Die Erfahrung lehrt, dass diese

Industriepolitik alter Schule als Weg zu mehr Wachstum

auch bei erlahmender Weltkonjunktur nicht taugt. Im

Gegenteil, staatliche Überregulierung engt die wirtschaftliche

Freiheit zunehmend ein und wird zur Gefahr für die

Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen.

Für Liberale sind Staatsinterventionismus und punktuelle

Großprojekte keine gute Politik für die deutsche Industrie.

Mehr Erfolg versprechen bessere Rahmenbedingungen für

die gesamte Wirtschaft. Ein einfaches und gerechtes Steuersystem

mit niedrigen Sätzen, Sozialreformen für dauerhaft

niedrigere Lohnzusatzkosten und weniger Bürokratie

machen wirtschaftliches Handeln in Deutschland wieder

attraktiver. Sie sind die Voraussetzungen für mehr Arbeitsplätze.

Ein Garant für den Erfolg unserer Wirtschaft ist die verlässliche

Versorgung mit preisgünstiger Energie. Die

Energiepolitik der letzten zehn Jahre hat mit ideologisch

motivierten Staatseingriffen und exzessiver Besteuerung

dieses Ziel ernsthaft gefährdet. Liberale setzen deshalb

konsequent auf die Kraft des Wettbewerbs im Rahmen

funktionierender Märkte. Wir wollen einen Energiemix, bei

dem neben der Nutzung erneuerbarer Energien auch Koh-

le und Kerntechnik weiter ihre wichtige Rolle für den Industriestandort

Deutschland spielen können.

Aufgabe des Staates ist auch, die Infrastruktur als Standortvorteil

zu sichern. Seit Jahren wird viel zu wenig investiert.

Die Folgen sind permanente Staus auf Autobahnen,

unzureichend ausgebaute Verkehrswege und der kontinuierliche

Verfall unserer Verkehrsinfrastruktur. Die Finanzierung

unserer Verkehrswege muss verstetigt werden. Infrastrukturprojekte

dürfen nicht der ideologischen Bremse

zum Opfer fallen.

Dauerhaftes Wirtschaftswachstum gibt es nur mit Marktwirtschaft

und Wettbewerb. Die FDP tritt deshalb für die

Bekämpfung monopolistischer Strukturen und eine Politik

der Marktöffnung ein. Das bedeutet Reformen auf den Waren-

und Dienstleistungsmärkten. Weitere Liberalisierungen

machen das Angebot für Unternehmen und Verbraucher

attraktiver. Dazu zählt auch die Vollendung des europäischen

Binnenmarktes. Ein dem Wettbewerbsgedanken

verpflichtetes Europa erlaubt dem Exportweltmeister

Deutschland seine Größenvorteile auf dem europäischen

Heimatmarkt voll auszunutzen und sich für den Weltmarkt

zu positionieren.

Deutschlands Problem ist nicht zu viel Marktwirtschaft,

sondern zu viel bürokratische Staatswirtschaft. Die Liberalen

werden deshalb als einzige politische Kraft weiter an

einem Politikwechsel arbeiten. Nur eine Politik, die Wettbewerbsfähigkeit

fördert, nützt den kleinen und großen

Unternehmen!


18. September 2008 • Nr. 37/38 Wirtschaft: Industrie-Politik

Bündnis90/Die Grünen: Sozialer Rahmen

Die Frage nach der besten Industrie-Politik ist schon im Grundsatz falsch

gestellt. Das singuläre Politikfeld Industrie gibt es genau so wenig, wie in einer

globalisierten Welt der Wirtschaftsstandort Deutschland ausreichend

einen politischen Handlungsraum beschreibt. Industriepolitik im 21. Jhd.

muss sich neben alten Debatten wie der Höhe von Steuersätzen genauso einer

internationalen Klimaschutzpolitik, einer zukunftssicheren Energieversorgung

aber auch Integrations- und Bildungspolitik widmen.

Steuersenkungen und ein ungesteuerter Wettlauf um Wirtschaftsansiedlungen

können nicht die alleinige Antwort sein. Wäre es an dem, müssten

maximale Flexibilität, niedrige Löhne, Subventionen und hohe Investitionsförderungen

Ostdeutschland in den letzten 19 Jahren zum Eldorado industrieller

Ansiedlungen gemacht haben. Doch die Wirklichkeit sieht anders

aus.

Politik muss Rahmen setzen. Einen Rahmen für die Ökologisierung der

Wirtschaft, um dem größten Marktversagen des letzten Jahrhunderts, dem

Klimawandel, Einhalt zu gebieten. Ökosteuer und Emissionshandel sind

nicht nur Klimaschutz- sondern auch Instrumente von Standortpolitik, die

einen beträchtlichen Innovationsschub verursacht haben.

Aber auch die soziale Marktwirtschaft braucht einen Rahmen. Das Vertrau-

Steffi Lemke, Politische Bundesgeschäftsführerin

Prof. Dr.-Ing Dr.-Ing. E.h.

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von uns und der Unternehmensgruppe, unseren Dienstleistern sowie anderen ausgewählten

Unternehmen verarbeitet und genutzt, um Sie über Produkte und Dienstleistungen zu

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Vorstand für

Technische Entwicklung,

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Stv.Geschäftsführer,

Robert Bosch GmbH

Die Linke: Handlungsmaxime „Besser statt billiger“

Insbesondere im Maschinenbau zeigen die zukünftigen

Herausforderungen, dass die Handlungsmaxime in

Deutschland nicht "billiger", sondern "besser statt billiger"

lauten muss. Notwendig ist eine Innovations- statt einer

Kostenorientierung, um die hervorragende Leistungsfähigkeit

der Branche weiter auszubauen.

Der Maschinenbau als strategische Schlüsselbranche der

deutschen Industrie liefert dabei gute Ausgangsbedingungen

für eine moderne Industriepolitik in einem Hochtechnologiestandort.

Zu dieser gehören zum einen neben den

betriebsinternen Ansatzpunkten, wie u.a. die Förderung

von Forschung und Entwicklung, die Qualifizierung und

Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eine

Steigerung der Material- und Energieeffizienz, auch die

Pflege und Forcierung von innovativen Netzwerken bzw.

Clustern im Unternehmensumfeld. Hierbei ist insbesondere

der Ausbau der Bildungs- und Innovations-, aber auch

Dr. Dietmar Bartsch, Bundesgeschäftsführer

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Produktion 9

en in das Soziale im bestehenden System geht in bedrohlichem Maße bis hin

zum Systemzweifel zurück. Das ist nicht Alleinverschulden von Politik oder

Wirtschaft. Aber Massenentlassungen und Lohnkürzungen bei Rekordgewinnen

schwächen das Vertrauen extrem. Hier müssen wir gemeinsam

gegensteuern. Wettbewerb darf niemals das Soziale aus den Augen verlieren,

sonst entzieht er sich in einer sozialen Marktwirtschaft selbst die

Grundlage.

Und zuletzt: Eines der drängendsten Probleme, mit dem wir konfrontiert

sind, ist ganz klar hausgemacht: der Fachkräftemangel, der immer größere

Ausmaße annimmt, war seit langem abzusehen. Wer jetzt überrascht tut,

hat in den letzten Jahren seine Hausaufgaben nicht gemacht.

Der Kampf gegen die Ausbildungsplatzabgabe seitens der Wirtschaft und

CDU/CSU war heftig. Die Quittung liegt auf dem Tisch. Es bedarf starker Anstrengungen,

um wieder genug Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen.

Aber auch, um die schulische Ausbildung wieder stärker an den Bedürfnissen

der Unternehmen zu orientieren. Wir wollen dazu freiwerdende Mittel

aus dem Solidarpakt in einen Bildungssoli umwandeln und damit in Bildung

investieren. Bleibt zu hoffen, dass die Abwehrreflexe in der großen Koalition

nicht wieder ähnlich kurzsichtig ausfallen.

der sozialen Infrastruktur der Kommunen in Angriff zu

nehmen. Dieser zuletzt genannte Maßnahmenkomplex bildet

zugleich einen entscheidenden Hebel zur Steigerung

der Standortbindung.

Allerdings reicht eine Industriepolitik, die auf der Betriebsund

Branchenebene ansetzt, nicht aus. Hinzukommen müssen

flankierende makroökonomische Maßnahmen. Der Erfolg

des Maschinenbaus wie der der Gesamtvolkswirtschaft

hängt wesentlich am Export, da ein binnenwirtschaftliches

Standbein fehlt. Ein weiteres Problem stellt die starke Konjunkturabhängigkeit

der Branche dar. Ein Zukunftsinvestitionsprogramm

kann hier für mehr Binnennachfrage sorgen

und die sich aktuell verdüsternden Konjunkturperspektiven

aufhellen. Auch der steigende Eurokurs muss im Auge behalten

werden. Um für die Realwirtschaft schädliche Wechselkursschocks

zu vermeiden, ist eine mittelfristige Währungskoordination

im Sinne von Zielzonen sinnvoll.

10 Jahre Internationales Automobil Forum Graz:

Herzlich willkommen beim führenden Kongress für europäische

Hersteller und Zulieferer!

Waren die Prognosen der letzten zehn Jahre richtig? Was war die größte

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10 Produktion Wirtschaft: Produktivität und IT

18. September 2008 • Nr. 37/38

IT-Hardware

Rechner-Hochverfügbarkeit sichert das Geschäft

von Martina Gruhn

Produktion Nr. 37/38, 2008

RATINGEN (ilk). Können Kunden aufgrund

von Systemausfällen den Online-Shop

nicht besuchen, hat dies

schwerwiegende Folgen für das Tagesgeschäft.

Der Werkzeugbauer Sartorius

begegnet den gestiegenen Verfügbarkeitsanforderungen

im E-Commerce

mit dem System x10sure von

Fujitsu Siemens Computers.

Mit einem Produktspektrum von rund

40 000 Artikeln wie Bohr-, Dreh- und

Fräswerkzeugen, Schleif- oder Messgeräten

zählt die in Ratingen ansässige

H. Sartorius Nachf. GmbH & Co.

KG zu den erfolgreichsten deutschen

Werkzeughändlern. Um das Geschäft

weiter auszubauen sowie Kunden

und Lieferanten einen optimalen Service

zu bieten, hat das Unternehmen

2002 einen Webshop für Online-Bestellungen

nebst E-Procurement-System

eingeführt. Der elektronische

Handel konfrontierte das Team um

IT-Leiter Jochem Stemmermann mit

neuen Anforderungen, die mit der alten

heterogenen und komplexen IT-

Umgebung nicht mehr zu erfüllen

waren. „Fällt der Server aus, auf dem

unser Online-Shop läuft“, so der IT-

Experte, „sind das direkte Umsatzeinbußen.

Wir benötigten deshalb eine

konsolidierte, einfach zu administrie-

Ihr Platz in der Lieferkette kann richtig

komfortabel sein. *

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mit StS.supply

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rende IT-Landschaft, die uns die erforderliche

Ausfallsicherheit gewährleistete.“

Bis dato ließ sich Hochverfügbarkeit

meist nur durch aufwändige und

teure Cluster-Systeme erreichen. Mit

x10sure von Fujitsu Siemens Computers

entschied sich Sartorius für eine

neue Hard- und Software-Lösung, die

Mehr Inhalt.

Fällt der Webshop aus,

fallen Umsätze weg. Um

hier vorzubeugen, setzt

Werkzeug-Hersteller

Sartorius auf eine ausgefeilte

IT-Lösung.

speziell für mittelständischeUnternehmen

konzipiert wurde.

Denn während

konventionelle Verfahren

für jeden einzelnen

Server doppelt

ausgelegte Hardware

vorsehen, benötigt

x10sure für alle

Produktivsysteme lediglich

einen Ersatzserver. Dies bedeutet

nicht nur Entlastung für die IT-

Abteilung, sondern auch Einsparpotenziale

bei Lizenzen, Hardware und

Service. Die Software von Fujitsu Siemens

Computers überwacht rund um

die Uhr alle zugeordneten Server,

kontrolliert ihre Verfügbarkeit, erkennt

Probleme und bereinigt selbst-

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Technologie mit Wirtschaftlichkeit verbindet. Sie beobachten die Marktentwicklung, kommunizieren gerne mit dem Vertrieb und Kunden und finden

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Bild: Microsoft

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lässt sich vollautomatischdurchführen.

Im April 2007, bereits zwei Monate

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Dienste beträgt sieben Minuten

ERP: Startschuss für

neues Dynamix AX

Produktion Nr. 37/38, 2008

MÜNCHEN (ilk). Zum Auftakt der

deutschen Partnerkonferenz in München

stellte Microsoft jetzt das neue

Release der Unternehmenssoftware

Dynamics AX 2009 vor. Im Gespräch

mit Produktion-Redakteur Claus Wilk

stellte Jochen Wießler, Director Microsoft

Business Solutions, insbesondere

die neuen Funktionen in Sachen

Compliance sowie die hohe Integration

mit Microsofts Basistechnologien

wie dem Betriebssystem und der Datenbank

SQL-Server heraus. Insge-

Jochen Wießler, Director Microsoft Business

Solutions: „Ich scheue mich nicht vor

dem Wettbewerb mit SAP.“

samt fügte Microsoft der neuen Software

400 zusätzliche Funktionen zu.

Für Wießler ein Alleinstellungsmerkmal

am Markt. „Ganz wichtig ist, dass

auf Basis der hohen Integration für

Anwenderunternehmen viel weniger

Kosten bei der Implementierung unseres

Systems entstehen.“

Parallel zur Vorstellung des neuen

Dynamics AX stellte Microsoft

Deutschland-Chef Achim Berg mit

‚Energy‘ einen dreijährigen Wachstumsplan

für den Standort Deutschland

vor. Rund 35 Mio Euro investiert

der Softwarekonzern; beispielsweise

sollen 100 neue Mitarbeiter eingestellt

werden. Ziel ist es auch, das große

Partner-Netzwerk in Sachen Recruiting

und Qualifizierung zu unterstützen.

Hintergrund: Microsoft

schöpft das Marktpotenzial nicht adäquat

ab. Wießler: „Ein Grund dafür

ist der Fachkräftemangel, der unser

und das Wachstum unserer Partner

behindert.“ Hochschul- und Produktivitätsprogramme

sollen hier Abhilfe

schaffen.


Bild: Comstock

18. September 2008 • Nr. 37/38 Wirtschaft: Geld und Recht

Sonderzahlungen

Transparenz ist oberstes Gebot

von Gunnar Knüpffer

Produktion Nr. 37/38, 2008

ERFURT. Der Arbeitgeber kann bei

Sonderzahlungen – anders als bei laufendem

Arbeitsentgelt – grundsätzlich

einen Rechtsanspruch des Arbeitnehmers

auf die Leistung für künftige Bezugszeiträume

ausschließen.

Der Arbeitgeber kann sich die Entscheidung

vorbehalten, ob und in

welcher Höhe er Arbeitnehmern

künftig Sonderzahlungen gewährt.

Für die Wirksamkeit eines solchen

Freiwilligkeitsvorbehalts kommt es

nicht auf den vom Arbeitgeber mit

der Sonderzahlung verfolgten Zweck

an. Der Vorbehalt ist auch dann wirksam,

wenn der Arbeitgeber mit der

Sonderzahlung ausschließlich im Bezugszeitraum

geleistete Arbeit zusätzlich

honoriert.

Der Arbeitgeber muss auch nicht jede

einzelne Sonderzahlung mit einem

Freiwilligkeitsvorbehalt verbinden. Es

genügt ein entsprechender Hinweis

im Arbeitsvertrag. Ein solcher Hinweis

muss in einem Formulararbeitsvertrag

allerdings dem Transparenz-

Gewerbesteuer

Länder-Erlass klärt

Hinzurechnungs-Fragen

von Bernhard Köstler

Produktion Nr. 37/38, 2008

NEUBIBERG (gk). Die Finanzverwaltung

hat einen Ländererlass veröffentlicht,

der die wichtigsten Fragen zum

Thema „Hinzurechnungen nach § 8

Nr. 1 GewStG“ erläutert. Diese Fragen

zu gewerbesteuerlichen Änderungen

entstanden nach der Verabschiedung

der Unternehmenssteuerreform 2008.

Bei der Unternehmenssteuerreform

2008 wurden umfangreiche gewerbesteuerliche

Änderungen verabschiedet,

die bereits zum 1.1.2008 in Kraft

traten. Viele Zweifelsfragen führten

seither insbesondere bei den neuen

gewerbesteuerlichen Hinzurechnungs-Vorschriften

zu Irritationen

und machten es Produktionsgesellschaften

äußerst schwer, rechtssicher

zu planen.

Zinsen aus Aufwendungen sind

dem Gewinn hinzuzurechnen

Am 7. Juli hat die Finanzverwaltung

deshalb einen Ländererlass veröffentlicht,

der die wichtigsten Fragen

zum Thema „Hinzurechnungen

nach § 8 Nr. 1 GewStG“ erläutert. Die

bisherigen Hinzurechnungstatbestände

wurden in dem neuen § 8 Nr. 1

GewStG zusammengefasst, erweitert

und neu gefasst. Die Hinzurechnung

erfasst vor allem:

■ Schuldzinsen

■ dauernde Lasten

■ Gewinnanteile stiller Gesellschafter

■ Mieten, Pachten und Leasingraten

für bewegliche Wirtschaftsgüter

des Anlagevermögens

■ Mieten, Pachten und Leasingraten

für unbewegliche Wirtschaftsgüter

des Anlagevermögens

■ Entgelte für die Überlassung von Lizenzen

In den einzelnen Aufwendungen

stecken nach Ansicht der Finanzverwaltung

anteilig Zinsen, die nach Abzug

eines Freibetrags von 100 000 Euro

dem Gewinn aus Gewerbebetrieb

zu 25 % hinzuzurechnen sind. Dem

In den Leasingaufwendungen

für bewegliche

Gegenstände stecken

Zinsanteile von 20 %.

Gewinn aus Gewerbebetrieb

sind nach

§ 8 Nr. 1 Buchstabe

a Satz 3 GewStG

nur solche Beträge

hinzuzurechnen,

die bei der Gewinnermittlung

als Betriebsausgabenberücksichtigtwurden.

Wurden die betreffenden

Aufwendungen vom Gewinn

abgezogen und im Rahmen von

Umlageverträgen an verbundene

Unternehmer weiterbelastet, findet

die Hinzurechnung unabhängig von

dieser rechtlichen Gestaltung statt.

Dieser Umstand führt dazu, dass

Sondervergütungen eines Mitunternehmers

im Sinn des § 15 Abs. 1 Satz

1 Nr. 2 EStG weiterhin nicht zu einer

Hinzurechnung nach § 8 Nr. 1

GewStG herangezogen werden. Die

Sondervergütungen werden bei Mitunternehmern

im Rahmen einer

Sonderbilanz erfasst und wirken sich

deshalb nicht auf den Gewinn der

Personengesellschaft aus. Dasselbe

gilt auch für Gewinnanteile eines atypisch

stillen Gesellschafters.

Beispiel für die Hinzurechnung von

Mieten, Pachten, Leasingraten für bewegliche

Gegenstände:

Bewegliche Gegenstände

■ Mieten, Pachten, Leasingraten

für bewegliche Gegenstände

■ Erfassung der Schuldzinsen zu

20 %

Miet- und Pachtzinsen sind unabhängig

von der gewerbesteuerlichen Behandlung

beim Empfänger der Zahlung

hinzuzurechnen. Zu den Mietund

Pachtzinsen gehören auch Zahlungen

des Mieters für die Instandsetzung,

Instandhaltung und Versicherung

des Miet- und Pachtgegenstandes,

die der Mieter über seine gesetzliche

Verpflichtung nach Bürgerlichem

Recht hinaus (§§ 582 ff BGB)

übernommen hat.

Nicht hinzuzurechnen sind jedoch

reine Betriebskosten wie die für Wasser,

Strom und Heizung. In Miet-,

Pacht- und Leasingaufwendungen

stecken nach den Buchstaben des Gewerbesteuergesetzes

Zinsanteile von

20 %.

Beispiel: Die XY-GmbH ermittelt

Leasing-Gebühren in Höhe von

140 000 Euro. Darin stecken 28 000

Euro Zinsanteile.

gebot gerecht werden. Er muss deshalb

klar und verständlich sein. Daran

fehlt es, wenn der Arbeitgeber

dem Arbeitnehmer einerseits im Formulararbeitsvertrag

eine Sonderzahlung

in einer bestimmten Höhe ausdrücklich

zusagt und eine andere Vertragsklausel

in Widerspruch dazu regelt,

dass der Arbeitnehmer keinen

Rechtsanspruch auf die Sonderzahlung

hat.

Auf die Zahlung einer Weihnachtsgratifikation

in Höhe ihres Bruttogehalts

geklagt hatte eine Arbeitnehmerin,

der im Arbeitsvertrag diese Grati-

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Ob eine Weihnachtsgratifikation

freiwillig gezahlt wird, muss

eindeutig kommuniziert werden.

fikation ausdrücklich zugesagt

worden war. Im

Vertrag war darüber hinaus

geregelt, dass ein

Rechtsanspruch auf eine

Weihnachtsgratifikation

nicht besteht und dass

diese eine freiwillige,

stets widerrufbare Leistung

des Arbeitgebers

darstellt, wenn sie gewährt

wird. Die Revision

der Klägerin hatte vor

dem Zehnten Senat des

Bundesarbeitsgerichts Erfolg.

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Produktion 11

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12 Produktion Nachrichten

18. September 2008 • Nr. 37/38

KURZNACHRICHTEN von Christian Klein

Airbus weiter auf Sparkurs

TOULOUSE (DJ). Der europäische

Flugzeughersteller Airbus hat den Gewerkschaften

Details zum neuen Kostensparprogramm

präsentiert. Durch

das jetzt Power 8+ genannte Programm

werde Airbus demnach im

Jahr 2012 rund 650 Mio Euro Kosten

einsparen. Gemeinsam mit dem bereits

laufenden Power 8-Programm,

sollen damit insgesamt 3,1 Mrd Euro

eingespart werden. Im Zuge von Power

8+ sollen 350 Mio Euro der Einsparungen

durch die Ausweitung des

Vorgängerprogramms Power8 sowie

300 Mio Euro durch die Internationalisierung

der Produktion generiert

werden. Das Power8+-Programm sehe

keine Sozialpläne für einen weiteren

Stellenabbau vor, teilte Airbus

weiter mit.

Eon AG

Begehrtes Stromnetz

ROM (DJ/gk). Eon hat für sein zum

Verkauf stehendes Stromnetz bereits

viele Interessensbekundungen erhalten.

Das sagte der Vorstandsvorsitzende

Wulf Bernotat in Rom, wo er

die Wachstumspläne des Konzerns in

Italien präzisierte. Bernotat erwartet,

dass der Deal mit der Europäischen

Kommission zum Netzverkauf bereits

im nächsten Monat endgültig besiegelt

wird. Eon hatte der Kommission

im Februar zugesagt, das deutsche

Stromnetz sowie 4 800 Megawatt an

Erzeugungskapazität in Deutschland

abzugeben. Im Gegenzug erklärte

sich die EU-Kommission grundsätzlich

dazu bereit, noch laufende Kartellverfahren

gegen Eon im Strombereich

fallen zu lassen. Wenn die Einigung

unter Dach und Fach ist, kann

der formale Verkaufsprozess für das

Stromnetz gestartet werden.

SGL Carbon: Neue Vorstände

WIESBADEN (DJ). Der Aufsichtsrat

der SGL Carbon AG (Kohlefaserwerkstoffe)

hat mit Armin Bruch und Gerd

Wingefeld per 01.10.08 zwei neue

Vorstandsmitglieder bestellt. Der

Schritt erfolge vor dem Hintergrund,

dass Hariolf Kottmann (53) das

Unternehmen auf eigenen Wunsch

zum 1. Oktober 2008 verlassen werde,

um eine neue Verantwortung als

Vorstandsvorsitzender des schweizerischen

Chemiekonzerns Clariant zu

übernehmen.

Rofin-Sinar kauft NELC

HAMBURG (DJ). Die Rofin-Sinar

Technologies Inc übernimmt 80 % an

der chinesischen Nanjing Eastern Laser

Company Ltd (NELC).

General Motors/Opel

Chancen in Russland

BERLIN (DJ/gk). Der westeuropäische

Automarkt steht nach Einschätzung

des Präsidenten von General

Motors Europe, Carl-Peter Forster,

vor einem deutlichen Abschwung.

Zeichen einer Erholung seien nicht in

Sicht, sagte Forster. „Das Verbrauchervertrauen

ist noch schwächer als

die fundamentalen Wirtschaftsindikatoren“,

sagte Forster. „Ich weiß

nicht, wann es zu einer Erholung

kommen wird. Ich sehe keine positiven

Zeichen.“ Optimistisch zeigte er

sich für den russischen Markt. „Da ist

noch Platz für mehr“. In Russland

wurden 2007 knapp 1,5 Mio Neuwagen

verkauft. Im laufenden Jahr rechnen

die Experten schon mit rund

3,1 Mio Fahrzeugen. Damit wäre der

Automarkt fast genauso groß wie

Deutschland mit voraussichtlich rund

3,2 Mio verkauften Wagen.

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Internationale Leitmesse: Husum WindEnergy

Wind lässt Zulieferer lächeln

von Verena Fahrion

Produktion Nr. 37/38, 2008

HUSUSM. Ein Besuch der Leitmesse

Husum WindEnergy hat sicher auch

den letzten Skeptiker überzeugt, dass

die Windenergie-Branche wie kaum

eine andere boomt. Das bestätigte

nicht nur die Zahl von 23 000 Besuchern

aus aller Welt. Auch die Tatsache,

dass 80% der Ausstellerfläche für

die nächste Messe in zwei Jahren bereits

gebucht ist, spricht für den Erfolg.

Vor allem für Zulieferer, Ausrüster

und Dienstleister bietet die Windenergie

jetzt riesige Geschäftschancen.

Denn bis vor wenigen Jahren habe

die hohe Fertigungstiefe der Windenergie-Anlagenhersteller

die Zulieferer

weitgehend außen vor gelassen,

erklärte Hanno Fecke, Geschäftsführer

der Messe Husum. „Mittlerweile

hat sich die Geschäftspolitik einiger

Windkraftanlagenhersteller jedoch

dahingehend geändert, dass die Zu-

Windenergie entwickelt sich so

ähnlich wie Automobilindustrie

lieferer in die Entwicklung wesentlicher

Komponenten bzw. Abläufe

eingebunden werden.“ Jahr für Jahr

steige daher die Zahl der Zulieferer

und Dienstleister, die die Husumer

Windenergie Messe als wesentlich für

ihren Geschäftserfolg einstuften, betonte

Fecke.

Ein Beispiel dafür ist die Holger

Clasen GmbH aus Hamburg. Das

Unternehmen war mit einem kompletten

Werkzeugprogramm für die

Windkraft – sprich für Oberflächenbearbeitung,

für Schneiden, Stanzen

bis hin zum Pressen – zum ersten Mal

von Sarah Holzer

Produktion Nr. 37/38, 2008

LANDBSERG. 1965 wurde

Getriebebau Nord als kleines

Herstellerunternehmen für

Antriebstechnik in Bargteheide

bei Hamburg gegründet.

Inzwischen hat sich die

Firma zu einem international

agierenden Konzern entwickelt,

zu dem 47 Tochterunternehmen

in 33 Ländern

zählen.

Im vergangenen Geschäftsjahr

erwirtschaftete die

Gruppe Nord einen Gesamtumsatz

von rund 315 Mio Euro.

Davon entfallen 94 Mio Euro auf das

Inland. Für das laufende Jahr strebt

der Konzern einen Umsatz von

350 Mio Euro an – trotz Dollarschwäche.

Das Investitionsbudget

lag 2007 bei mehr als 40 Mio Euro.

In diesem Jahr werden es rund

43 Mio Euro sein.

Weltweit beschäftigt Getriebebau

Nord 2 500 Mitarbeiter. Das Unternehmen

rechnet damit, dass bis Ende

2008 erstmals mehr Beschäftigte im

Ausland tätig sein werden. Die Steuerung

aller Tochterfirmen erfolgt vom

Stammsitz in Bargteheide aus. Diese

zentrale Leitung mit dem weltweiten

Überblick sieht Jutta Humbert, Teil

der fünfköpfigen Geschäftsführung

von Nord, als große Stärke. Sie ist die

Tochter des inzwischen 75-jährigen

Firmengründers Gustav Adolf Küchenmeister,

der ebenso wie sein

Sohn Ulrich Küchenmeister zur

Unternehmensleitung zählt. Jutta

Humbert betont, dass Nord in

Bild: Andreas Birresborn

in Husum vertreten. „Das Know-how,

das wir seit Jahren im Unternehmen

haben, wurde für die Windenergie

weiterentwickelt“, sagte Geschäftsführer

Lennart Clasen. Deshalb kann

er sich vorstellen, dass 5 bis 10 % des

Unternehmen-Umsatzes künftig aus

der Windenergie kommen. „Die Husum

Wind Energy ist eine kleine Messe

mit viel Power“, unterstreicht Eva-

Maria Clasen die Aussagen ihres Mannes.

Sie schätzt, dass sich die Windenergiebranche

so ähnlich wie die

Automobilindustrie entwickelt.

Extrem viel Absatzpotenzial sieht

auch Patrick Junkers, Geschäftsführer

von Hytroc-S aus Krailling bei München,

das rund 30 % seines Umsatzes

aus der Windenergie schöpft. In Husum

stellte das Unternehmen seine

wartungsfreien Schraubverbindungen

vor. „Bei durchschnittlich über

1 000 Schrauben pro Windkraftanlage

haben wir ein großes Spielfeld“,

freut sich Junkers. „Zudem trifft man

in Husum nur gut gelaunte Leute.“

Bei schlechten Geschäftsaussichten

wäre dies sicher nicht der Fall.

Deutschland, Europa und Amerika

die Nummer zwei in der kleinen Spitzengruppe

der Hersteller auf dem Antriebssektor

ist. „Wir sehen uns in einem

Markt, der weltweit sehr stark

wächst“, sagt die studierte Betriebswirtin.

Für sie liegen die Vorteile des

Unternehmens in der Kundenorientierung,

der modernen Fertigungstechnologie

und der hohen Fertigungstiefe.

„Thailand, Taiwan, Korea und Australien

sind denkbare Märkte“, sagt

Jutta Humbert, „ebenso Südamerika

mit Brasilien und Argentinien.“ In Japan

habe man immer mal wieder versucht

Fuß zu fassen, aber aufgrund

der Eintrittsbarrieren sei man davon

wieder abgekommen. „Früher oder

später werden wir auch da aktiv werden“,

prognostiziert die Geschäftsführerin.

Indien ist als Markt eben-

Dass die Erwartungenberechtigt

sind,

zeigen die Zahlen,

die der

Bundesverband

WindEnergie an

der Nordsee präsentierte.

Mitte

2008 waren in Deutschland

23 000 MW Windeleistung installiert,

so viel wie in keinem anderen Land

weltweit. Mit einer Jahreserzeugung

von knapp 40 Mrd KWh deckte die

Windenergie 2007 knapp 7 % des

deutschen Stromverbrauchs.

Wie erfolgreich die Windkraft-Innovationen

tatsächlich sind, wird der

neue Husum WindEnergy Award zeigen.

Der Preis wird im kommenden

Jahr zum ersten Mal in Berlin verliehen.

Die Ausschreibungsunterlagen

stehen ab 1. Dezember 2008 zum

Download unter www.husumwindenergy.com

zur Verfügung. Bewerben

können sich Unternehmen aller Branchen,

die am Wertschöpfungsprozess

beteiligt sind. Besondere berücksichtigt

werden diejenigen, die sich ökologischen

oder sozialen Grundsätzen

verpflichetet fühlen. Als offizieller

Medienpartner berichtet PRODUK-

TION exklusiv über den Wind-Award.

Antriebstechnik

Nord wächst nach Indien und Russland

In dem 2006 neu eröffneten Werk der

Tochter Nord Electronics am Standort

Aurich (Ostfriesland) fertigen rund 100

Mitarbeiter elektronische Produkte.

Unerschlossene Märkte bieten

immer noch Wachstumspotenzial

Nahezu 30000

Windexperten aus

mehr als 40 Ländern

besuchten

vergangene Woche

die internationale

Windmesse.

1. Husum WindEnergy Award:

Preisverleihung 2009 in Berlin

falls interessant für das Unternehmen.

Derzeit wird dort ein Monatgewerk

mit knapp 5 000 m≈ Produktions-

und Bürofläche aufgebaut. „Indien

bietet für uns außerordentlich

positive Aussichten“, sagt Humbert.

Auch im ‚Zukunftsmarkt‘ Russland errichtet

Getriebebau Nord zurzeit ein

Werk.

Finanzieren will die Gruppe ihre

Wachstumspläne mit Eigen- und

Fremdkapital. „Wir legen Wert darauf,

dass wir finanzierungskräftig

bleiben.“ Zur Eigenkapitalquote

macht die Chefin jedoch keine Angaben.

In der wachsenden Automatisierung

von Prozessen liege das Wachstumspotenzial

der Zukunft für Nord.

Frank Wiedemann, Leiter des Standortes

Aurich in Ostfriesland, kann bereits

zahlreiche neue Produkte aufzählen,

die die Anforderungen der

Kunden erfüllen sollen, um Position

zwei gegenüber den Wettbewerbern

zu sichern.

Bild: Getriebebau Nord


Mehr Praxis!

Jetzt im Technikteil.

Entscheider lesen Produktion

Produktion

Technik

Nummer 37/38 Lösungen für die Produktion

18. September 2008

Bränden frühzeitig vorbeugen

NEWS

FREIBERG (lz). Die MPA Dresden, ein

Dienstleister im Bereich des Brandschutzes

im Bauwesen, hat einen

Multifunktionsprüfstand zum Nachweis

des Brandverhaltens entwickelt.

Mit dem Prüfstand sind nach Angaben

des Unternehmens zuverlässige

Brandschutztests möglich.

Messe Arbeitsschutz aktuell 2008

HAMBURG (lz). Der Kongress und

die Messe Arbeitsschutz aktuell 2008

finden vom 8. bis zum 10. Oktober in

Hamburg statt. Der Kongress steht

unter dem Motto ‚Gesundes und sicheres

Arbeiten – Beispiele guter Praxis‘

und wendet sich u. a. an Fachkräfte

für Arbeitssicherheit.

www.arbeitsschutz-aktuell.de

Sicherheitsschulung REACH

FRANKFURT/MAIN (lz). Mit der Umsetzung

der europäischen Chemikalienverordnung

REACH wird die gewohnte

EU-Kennzeichnung außer

Kraft gesetzt. Es wird neue Symbole

und Gefahrenbezeichnungen geben.

Die Infraserv GmbH informiert am

20. Oktober und am 27. November

2008 über das neue global harmonisierte

System.

www.sicherheitsschulungen.de

Zweiter OWL Maschinenbau-Award

BIELEFELD (lz). Ende August 2008

wurde zum zweiten Mal der OWL Maschinenbau-Award

an drei Unternehmen

verliehen. Die Preisträger hatten

in vorbildlicher Weise Arbeits- und

Ausbildungsplätze im Geschäftsjahr

2007 geschaffen.

Elektrohandwerk – Kooperation

FRANKFURT (mg). Bei der Normung

der Anlagen- und Betriebssicherheit

arbeiten künftig die Elektro-Innungen

und die Deutsche Kommission

Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik

im DIN und VDE (DKE)

enger zusammen. Im Rahmen der Kooperation

werden beide von nun an

Elektrohandwerksbetriebe gemeinsam

ansprechen.

www.vde.com

Bild: Tobias Klaus

14 Trends und Reports

15 Trends und Reports

16

Werkzeugmaschinen: Mit kleinen

Maßnahmen Energie sparen

TECHNIKBILD DER WOCHE

Das Ventomobil, entwickelt vom Studententeam ‚InVentus‘ der Uni Stuttgart, wird ausschließlich

durch Windenergie angetrieben. Mit seinem zwei Meter großen Rotor kann

das Leichtbaufahrzeug ohne zu kreuzen gegen den Wind fahren. Es gewann das Aeolus

Race in den Niederlanden vor den Modellen anderer Unis und Forschungseinrichtungen.

Fertigungstechnik:

Manchmal geht es spanlos besser

Logistik

Neue Software für den effektivsten Transport

Produktion Nr. 37/38, 2008

DORTMUND (hi). Ist der LKW die günstigste

Alternative, um die Erdbeeren

aus Spanien nach Hamburg zu bringen?

Oder wäre es besser, für Teilstrecken

Bahn oder Schiff zu nutzen?

Eine neue Software ermittelt die kostengünstigsten,

schnellsten oder umweltschonendstenTransportmöglichkeiten.

Welche Verkehrsmittel sind für eine

bestimmte Strecke optimal? Bei welchem

Teilstück ist ein Transport per

Schiff am günstigsten, und wo steigt

man besser auf LKW oder Bahn um?

Welche ist die kostengünstigste Variante,

welche die schnellste, welche

die umweltfreundlichste? Solche Fragen

beantwortet eine Software, die

Forscher am Fraunhofer-Institut für

Materialfluss und Logistik IML in

Dortmund entwickelt haben. „Wie in

einem Routenplaner kann man eingeben,

zwischen welchen Orten die Waren

transportiert werden sollen“, sagt

Joachim Kochsiek, Gruppenleiter am

IML. „Das System rechnet verschiedene

Varianten durch und optimiert

wahlweise auf Kosten, Zeit oder künftig

auch Umweltbilanz. Dabei berücksichtigt

es auch Zeit und Kosten, die

beim Terminalumschlag anfallen.“

Praxis & Produkte

Fertigungssysteme: Schweiß- und

Mechanik-Bearbeitung rationalisiert

Identtechnik

Technik-Waffen gegen Produktpiraten

von Dr. Barbara Stumpp

Produktion Nr. 37/38, 2008

LANDSBERG (hi). Durch Produktpiraterie

entstehen deutschen Industrieunternehmen

jährlich Schäden in

Milliardenhöhe. Jetzt sollen Technologien

wie etwa der ‚technische Fingerabdruck‘

helfen, die Fertigung von

billigen Nachahmungen deutlich zu

erschweren.

Zwei Drittel aller Unternehmen

der Investitionsgüterindustrie in

Deutschland erleiden durch Produktpiraterie

nach Expertenschätzung

einen Schaden von 5 Mrd Euro

pro Jahr. Den gesamten volkswirtschaftlichen

Schaden errechnen

Fachleute auf 30 Mrd Euro, wobei

der Imageschaden der einzelnen

Unternehmen kaum in Euro zu beziffern

ist. 2005 kamen laut einer vom

Bundesministerium für Bildung und

Forschung (BMBF) geförderten Studie

auf Basis beschlagnahmter Waren

11,2 % der Plagiate aus den USA

und fast 9 % aus Tschechien. Und

vom Produktpiraten zum ernsten Konkurrenten

ist es oft kein weiter Weg.

Da die Piraten weniger Kosten bei der

Herstellung der

Imitate haben, erhöhen

sie durch

ihre kopierten

Produkte den

Preisdruck und

schaden den betroffenenUnternehmen

doppelt.

Unter dem VerbundprojektPiratPro

sollen Produkt und Service zu

einer unkopierbaren Einheit werden.

Bei Sartorius beispielsweise setzt

man auf spezielle Werkstoffe, um

billige Nachbauten zu erschweren.

Holger Möhwald, Möhwald Unternehmensberatung:

„Als Basis für die

Wägesysteme setzen wir jetzt eine

spezielle Aluminiumlegierung ein,

die für den Flugzeugbau entwickelt

worden ist und die ausschließlich für

Sartorius hergestellt wird.“ Weiter

hat man sich entschlossen, das Herz

Bild: Sartorius

„Der Verlauf der

Druckfarbe ist ein individuelles

Merkmal.“

Thomas Walther,

manroland AG

Kaum zu unterscheiden: das Original (rechts) und das Imitat. Sartorius verwendet

nun spezielle Werkstoffe und übernimmt den Service exklusiv.

der Waage selber zu fertigen. Da die

Waage jährlich kalibriert werden

muss, kauft sie der Kunde nun zusammen

mit dem Kalibrierservice.

Damit ist eine Waage, die wie von

Sartorius aussieht, zu der es aber

keinen Kalibrierservice gibt, auch

nicht von Sartorius.

Das Projekt

PROTACTIVE betrachtet

das jeweilige

Unternehmen

und die gesamte

Wertschöpfungskette.

Dr. Markus

Reinhold von Dr.

Wüpping Consulting:

„Wir wollen

Schlüsseltechnologien

derart weiterentwickeln, dass

Produktpiraten deutlich mehr Zeit

als bisher für eine Nachahmung der

Produkte benötigen. Dieser Vorsprung

ermöglicht es den Firmen, an

Piraten verloren gegangene Marktanteile

zurückzugewinnen.“

Das könnte so aussehen, dass

Komponenten wie etwa Antriebseinheiten

mit der dazugehörigen Steuerung

zusammen mit den Schlüssellieferanten

nach dem Schlüssel-

Schloss-Prinzip für das eigene Pro-

dukt weiterentwickelt werden. Im

Rahmen einer exklusiven Liefervereinbarung

werden Piraten in Zukunft

nicht mehr in der Lage sein,

diese Komponenten auf dem Weltmarkt

zu beziehen.

Das Projekt Pro-Protect will Produktpiraterie

über Softwareschutz

erschweren. Es hat drei Ziele. An erster

Stelle steht, die Software in Maschinen

so zu schützen, dass sie

nicht kopiert werden kann. Dann ist

es nötig, die Produktionsdaten zu

schützen. „Manchmal machen Firmen,

die tagsüber im Auftrag etwa T-

Shirts fertigen, die selben in Nachtschicht

für den grauen Markt“, sagt

Oliver Winzenried, Vorstand von Wibu-Systems

und Koordinator von

Pro-Protect. „Dazu ist es nötig, die

Produktionsdaten zu verschlüsseln,

dann würde die Maschine mitzählen

und stoppen, wenn der jeweilige

Auftrag abgearbeitet ist.“ Der dritte

Punkt wäre eine digitale Maschinenakte

mit der Service-Dokumentation.

Unter O-PUR soll ein originäres

Produktsicherungs- und Rückverfolgungskonzept

entwickelt werden. Eine

Möglichkeit ist, einen hochdichten

Raster-Datenspeicher zu nutzen,

der aufgedruckt oder eingraviert

wird. Thomas Walther, manroland

AG: „Durch den Druck eines kleinen

Symbols mit einer extrem hohen Datendichte

kann der Verlauf der

Druckfarbe als individuelles und robustes

Merkmal herangezogen werden.“

Dabei kann man auch schlicht

die Streifen des Barcodes verwenden.

Denn die kaum sichtbaren Unregelmäßigkeiten

im Tintenverlauf

bieten einen Fingerabdruck, der, da

zufallsverteilt, nicht zu fälschen ist.

Abgleich zur Überprüfung

der Produkt-Originalität

Diese Mikrostrukturen werden dann

von einer Hochgeschwindigkeitskamera

erfasst, digitalisiert und in einer

Datenbank abgelegt. „Ein einfacher

Vergleich mit Hilfe eines handelsüblichen

Scanners oder zu einem

späteren Zeitpunkt sogar

mittels Fotografie über die Kamera

eines Mobiltelefons reichen dann

aus, die Originalität der im Handel

befindlichen Verpackung zu überprüfen“,

so Thomas Walther. Produktion

wird in einer der nächsten

Ausgaben über technische Möglichkeiten

berichten, den Schutz vor Produktpiraterie

auch in der Investitionsgüterindustrie

zu erhöhen.

Ansätze gegen Produktpiraterie

■ Verwendung spezieller Werkstoffe,

Service nur durch den Originalhersteller

■ Schlüsseltechnologien weiterentwickeln,

um Nachbauten zu erschweren

■ Software in Maschinen derart

schützen, dass sie nicht kopiert

werden kann

■ Hochdichte, gedruckte oder gravierte

Daten auf Produkten wirken

als fälschungssicherer‚ technischer

Fingerabdruck‘

@

Das können Firmen tun

Sagen Sie uns Ihre Meinung:

Mail an: redaktion@produktion.de

Die digitalen Netze von Straßen, dem

Schienennetz oder der Binnenschifffahrt

gibt es zu kaufen, doch diese Information

reicht für die Software

nicht aus. Das System berücksichtigt

bei den verschiedenen Verkehrsträgern,

wie hoch die Kosten und der

Energieverbrauch bei unterschiedliedlichen

Auslastungsgraden sind.

Ein Beispiel: Je weniger Waggons eine

Lok zieht, desto teurer ist der

Transport. Für die Kosten- und Zeitoptimierung

gibt es bereits einen Prototypen,

nun weiten die Forscher die

Algorithmen auf die Umweltbilanz

aus. Künftig sollen die Informationen

online abrufbar sein.


Bild: VDW

14 Produktion Technik: Trends & Reports

18. September 2008 • Nr. 37/38

Energie-Effizienz Werkzeugmaschinen

Energie schon bis 20 % der Gesamtbetriebskosten

von Michael Pyper

Produktion Nr. 37/38, 2008

LANDSBERG (sm). Für Wirbel sorgten

Ankündigungen aus Brüssel, eine Art

Energielabel – wie man es von der

Weißen Ware kennt – für Werkzeugmaschinen

einführen zu wollen. Aber

eine Werkzeugmaschine lässt sich

nicht mit einem Kühlschrank vergleichen.

Laut Insidern lässt sich jedoch

durch viele kleinere Maßnahmen noch

Strom sparen.

„Für den Einsatz einer Werkzeugmaschine

wird das Thema Energie-Effizienz

in den nächsten Jahren deutlich

an Bedeutung gewinnen.“ Das war eine

klare Ansage von Carl Martin Welcker,

Vorsitzender des Vereins deutscher

Werkzeugmaschinenfabriken

VDW anlässlich der gemeinsam mit

dieser Zeitschrift auf der letzten Metav

veranstalteten Tagung ‚praxis +

trends‘. Ankündigungen aus Brüssel,

die Öko-Design-Rahmenrichtlinie

über den Kreis der Konsumgüter hinaus

auf Investitionsgüter auszuweiten,

hatten zuvor die Branche in Aufregung

versetzt.

Mittlerweile haben die Wogen sich

wieder geglättet. Allen Beteiligten ist

klar geworden, dass sich eine komplexe

Werkzeugmaschine nicht mit einem

Kühlschrank vergleichen lässt.

Aber die Diskussion ist in Gang gekommen.

Das Schlagwort lautet ‚Total

Cost of Ownership‘, in die die

Energiekosten immer stärker eingehen.

Nicht nur bei den Automobilherstellern,

auch in der Dreher-Bude um

die Ecke fängt man an sich zu fragen,

was die Bearbeitungsmaschinen eigentlich

so an Energie – und damit

Rückspeisemodul im Schaltschrank einer Werkzeugmaschine: Einige Hersteller wie

Hermle achten auf den sparsamen Umgang mit Energie, was aber immer noch nicht

von allen Anwendern anerkannt wird.

Kosten – verbrauchen. Und ob es

nicht auch etwas sparsamer geht.

Geht durchaus, geben die Werkzeugmaschinen-Hersteller

zu. Sie halten

sich aber zugute, im engeren Einflussbereich

schon recht gut zu sein.

Um noch effizienter zu werden, müssten

die Komponenten-Lieferanten auf

der einen, die Kundschaft auf der anderen

Seite auch ihre Hausaufgaben

machen. Erstere mit sparsameren

Komponenten, Letztere mit energieorientierten

Bearbeitungsstrategien

und der Bereitschaft, in Energieeinsparung

zu investieren. Welcker,

hauptberuflich geschäftsführender

Gesellschafter der Alfred H. Schütte

GmbH & Co KG, Köln, zieht den Horizont

noch weiter: „Die gesamte Ener-

Die gesamte Energie- und Ressourcenbilanz muss auch die Einsparpotenziale beim

Endprodukt einbeziehen.“ Carl Martin Welcker, Vorsitzender des Vereins Deutscher

Werkzeugmaschinenfabriken VDW.

Bild: Hermle AG

gie- und Ressourcenbilanz muss auch

die Einsparpotenziale beim Endprodukt

einbeziehen.“ So seien für die

Bearbeitung neuer, sparsamerer Getriebe,

Kolben oder Einspritzanlagen

moderner Automobile leistungsstärkere

Werkzeugmaschinen Voraussetzung.

Deren Energieverbrauch könne

sogar steigen, dennoch falle die Gesamtbilanz

positiv aus.

Leistungsstärkere Maschinen

können den Verbrauch senken

Was denn nun eine Werkzeugmaschine

an Energie verbraucht, darüber

hüllen sich die Hersteller in

Schweigen. Oder sie wissen es

schlicht nicht, führen jetzt erst Messreihen

durch. Das müssen sie auch,

um die Fragen ihres Verbandes zu beantworten.

Dr. Timo Würz, Leiter

Technik und Forschung beim VDW:

„Mit einer Umfrage, die wir im Moment

bei unseren Mitgliedern durchführen,

versuchen wir, die Leistungsaufnahme

für bestimmte Betriebszustände,

also den Energieverbrauch

abzufragen und vergleichbar zu machen.“

Ob dies allerdings zielführend

ist, bezweifelt zumindest Tobias

Schwörer, Bereichsleiter Konstruktion

und Entwicklung bei der Berthold

Hermle AG, Gosheim: „Das sind

Formblätter, in die wir eintragen sollen,

wie die Energieverbräuche unserer

Maschinen sind; genau das wollen

wir nicht, weil man diese Frage nicht

global beantworten kann.“ Schwörer

würde es durchaus begrüßen, Merkmale

zu definieren, an denen die

Energie-Effizienz einer Maschine ablesbar

ist, „aber genau diese Grundlagen

müssen erst einmal erarbeitet

Bild: PTW

„Den Stromverbrauch durch konsequentes und angepasstes Ausschalten bei organisatorischem

Stillstand senken.“ Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele, Institut für Produktionsmanagement,

Technologie und Werkzeugmaschinen PTW.

werden“. Genau das geschieht derzeit

am In-stitut für Produktionsmanagement,

Technologie und Werkzeugmaschinen

(PTW) der TU Darmstadt. Institutsleiter

Prof. Dr.-Ing. Eberhard

Abele: „Der reale Energiebedarf der

Maschinen ist selten bekannt.“ Die

Darmstädter haben gemessen und kamen

zu erstaunlichen Ergebnissen.

Laut Abele verbrauche ein modernes,

fünfachsiges Bearbeitungszentrum im

Durchschnitt 44 000 kWh pro Jahr.

Bis zu 63 % des Strombedarfs je

Werkteil entstünden direkt bei der

mechanischen Bearbeitung. Etwa drei

Viertel hiervon entfielen auf die

Grundfunktionen der Werkzeugmaschinen.

Benjamin Kuhrke, Gruppenleiter

umweltgerechte Produktion am

PTW, drückt es in Euro aus: „Je nach

Einsatz schlagen die Energiekosten

eines Bearbeitungszentrums mittlerer

Leistung mit bis zu 8 800 Euro im

Jahr zu Buche und machen damit bis

zu 20 % der Gesamtbetriebskosten

aus.“ Kuhrke: „Wir führen derzeit

Untersuchungen an einem 3-achsigen

BAZ zum Energieverbrauch in Abhängigkeit

von den Zerspankräften durch

und stellen Vergleiche konventioneller

mit High-Performance-Maschinen

an.“ Außerdem widme man sich dem

Aufwärmverhalten und Stand-by Verbrauch,

der Simulation einer Asynchron-Hauptspindel

und eines Kugelgewinde-Vorschubantriebs.

Auf 5 bis 15 % schätzt Jörg Buschmann,

Energieberater der Energie-

Agentur NRW das sofortige Einsparpotenzial

spanender WZM. Dies ließe

sich weiter steigern, „würden die Unternehmen

den Amortisationsraum

auf drei Jahre erweitern und so auch

energieeffizienteren, aber auch teure-

INITIATIVE

Energie-Effizienz

ren Maschinen eine Chance geben“.

Denn noch immer spielen Energiekosten

bei Investitionsentscheidungen eine

untergeordnete Rolle, wie eine

Fraunhofer-Studie zur ‚Energieeffizienz

in der Produktion‘ ergab. Danach

hätten für 46 % der Befragten

die Energiekosten einen nur geringen

Einfluss auf die Kaufentscheidung,

für 10 % keinen. Eine Erfahrung, die

auch Praktiker immer wieder machen

müssen. So berichten Tobias Schwörer

und Dr. Siegmund Chmielnicki,

Leiter Steuerungstechnik bei MAG Powertrain,

Esslingen, übereinstimmend,

dass sie gegenüber Wettbewerbern,

die keine teuere Rückspeisemo-

Nur viele kleine Verbesserungen

bringen spürbare Spareffekte

dule einsetzen, schon das Nachsehen

hatten. „Es ist heute immer noch

praktisch Standard, dass Bremsenergie

über Widerstände verbraten wird,

statt sie zurückzuspeisen, wie wir das

bereits seit zwölf Jahren serienmäßig

machen, ohne groß darüber zu reden.“

Chmielniki nennt einen weiteren

Energiefresser: die meist ungeregelten

Pumpenantriebe für Temperierung

und Kühlschmiermitteltransport.

So einfach sei der Austausch

allerdings nicht. „Wir haben frequenzgeregelte

Pumpenantriebe getestet,

mussten aber feststellen, dass

die Pumpen im Leerlauf nicht mehr

genügend geschmiert werden und

heiß laufen.“ Es bestehe Entwicklungsbedarf.

Fazit aller Praktiker: Den großen

Wurf gibt es nicht, nur die Summe

vieler kleiner Verbesserungen bringt

spürbare Spareffekte.

www

produktion

de


Bildquelle: Fraunhofer IFAM

18. September 2008 • Nr. 37/38 Technik: Trends & Reports

Fertigungstechnik

Manchmal geht es spanlos besser

Produktion Nr. 37/38, 2008

LANDSBERG (sm). Sorgen brauchen

sich die Hersteller spanender Werkzeugmaschinen

nicht zu machen: Ein

vergleichbares Fertigungsverfahren

ist nicht in Sicht. Dennoch: Es lohnt

sich, über den technologischen Tellerrand

zu blicken.

„Manchmal muss man Bestehendes

radikal hinterfragen“, ist Jörg Heusel,

Konstruktionsexperte bei der Ditzinger

Trumpf GmbH & Co. KG, überzeugt

„und die reine Funktionalität

eines Bauteils als Maßstab ansetzen.“

Wer bereits in der Konstruktion umdenke,

könne sich Fertigungsverfahren

wie Fräsen, Drehen oder Bohren

häufig sparen. Denn die Arbeit mit

Blechen, Rohren und Profilen und der

Einsatz des Lasers bieten jede Menge

faszinierender Alternativen. „Gerade

der Laser kann das Fräsen und Drehen

oft sehr sinnvoll ergänzen und

ganz neue Bearbeitungsmöglichkeiten

eröffnen“, sagt Heusel. Ein Beispiel:

‚Verschließer‘ heißt die Komponente,

die an den Abfüllanlagen der

Krones AG, Neutraubling, die Flaschen

schließt. Möglichst leicht müssen

sie sein, um rasch rotieren zu

können. „Mit der Blechkonstruktion

haben wir das Gewicht deutlich gesenkt“,

berichtet Martina Wrede,

Konstrukteurin bei Krones.

Eine ganz andere Alternative,

Spanprozesse zu ersetzen oder zumindest

zu ergänzen, ist das Taumelpressen,

ein Massivumform-Verfahren.

Vor gut 30 Jahren von einem polnischen

Ingenieur erdacht, wurde es

von der zur Schweizer Feintool-Gruppe

gehörenden Heinrich Schmid Maschinen-

und Werkzeugbau AG, Jona,

Hybridfügen

Flugzeuge brauchen Klebstoff

Produktion Nr. 37/38, 2008

BREMEN (mg). Mehrere Hunderttausend

Niete halten ein Flugzeug zusammen.

Vollautomaten setzen Nietlöcher

und Niete passgenau in eine

Vielzahl von Werkstoffen. Forscher

wollen diese mechanische Fügetechnik

nun in einer Hybridtechnologie mit

dem Kleben kombinieren.

Je leichter ein Flugzeug ist, desto weniger

Treibstoff verbraucht es. Das ist

angesichts der geforderten Senkung

der CO2-Emission ein treibender

Aspekt in der Materialforschung.

Flugzeugbauer setzen deshalb auf besonders

leichte Baumaterialien. Dazu

gehören metallische Leichtbauwerkstoffe

ebenso wie Faserverbundkunststoffe,

insbesondere kohlenstofffaserverstärkte

Kunststoffe, kurz CFK. Sollen

zwei CFK-Bauteile miteinander

verbunden werden, kommt bisher vor

allem die Niettechnik zum Einsatz.

Forscher am Fraunhofer-Institut für

Fertigungstechnik und Angewandte

Materialforschung IFAM in Bremen

sind Experten in Sachen Kleben und

wollen ihre Kompetenzen im Hinblick

auf mechanisches Fügen erweitern.

Die Forscher haben einen C-Bügel-

Nietautomaten entwickelt, mit dem

Bild: Trumpf, Ditzingen

die notwendigen Nietlöcher sowie

ein- oder zweiteilige Nietbolzen passgenau

und vollautomatisch nach Luftfahrtstandards

gesetzt werden können.

Die IFAM-Forscher wollen jetzt

noch einen Schritt weitergehen.

„Besonders in CFK-Strukturen sind

Nietlöcher ein Problem“, erklärt Dr.

Oliver Klapp vom IFAM. „Sie stören

den Kraftfluss in den CFK-Strukturen

und vermindern die Belastbarkeit des

Materials.“ Aus diesem Grund wollen

die Forscher Klebprozesse nutzen, die

bereits für CFK-Materialien zum Einsatz

kommen. „Noch ist man aber in

der Luftfahrtindustrie nicht so weit,

Kleber ermöglicht eine flächige

unddamitbessere Kraftverteilung

ausschließlich auf geklebte Bauteile

und -gruppen zu vertrauen“, sagt

Klapp. Deshalb setzen die Ingenieure

auf das Hybridfügen – eine Kombination

aus Niettechnik und speziellen

Klebverfahren. Die Vorteile beim Hybridfügen

sind offensichtlich: Die

CFK-Materialien sind mit weniger

Nietlöchern durchsetzt. Die besonders

hohe Belastbarkeit, die diese Werkstoffe

auszeichnet, kommt so im

wahrsten Sinne des Wortes besser

zum Tragen, denn das Kleben

erlaubt eine bessere,

weil flächige Kraftverteilung.

Derzeit optimieren die

Forscher die Parameter des

Fügeprozesses.

„Das Nieten ist zwar in

den kommenden Jahren

nicht aus dem Flugzeugbau

wegzudenken“, sagt Klapp.

Doch ohne strukturelles

Kleben von Primärstrukturen

– wie Rumpf, Flügel und

Leitwerke – werde die Luftfahrt

bald nicht mehr auskommen.

Der Nietautomat wurde von der

Firma Brötje Automation Jaderberg

(BAJ) nach Vorgaben

des IFAM gebaut. BAJ ist Weltmarktführer

im Vertrieb von

Nietautomaten und notwendiger

Handhabungstechnik.

zur Marktreife

entwickelt und

seitdem vermarktet.

Seine Vorteile

vermag es immer

dann auszuspie-

Die Arbeit mit Blelen,

wenn überchen,

Rohren und

Profilen und der

wiegendrota- Einsatz des Lasers tionssymmetri

bieten jede Menge sche Massenteile

faszinierender Al- mit komplexen

ternativen zur spa- Geometrien, die

nenden Fertigung. einen hohen

Querfließanteil

haben, hergestellt

werden müssen.

Gut 100 solcher

Anlagen konnte

Schmid mittlerweile

verkaufen,

zumeist an Automobilzulieferer.

Typisches Beispiel:

Differenzial-Kegelräder für den Fahrzeugbau.

Weitere Anwendungen sind

Flanschverbindungen für die Hochvakuumtechnik,

Zahnstangen für Lenkungssysteme

und komplex geformte

Kupferteile für die Hochspannungstechnik.

„Das Umformen geht wesentlich

schneller als das Zerspanen und

ist dadurch bei großen Stückzahlen

wirtschaftlicher“, erläutert Taumelpressen-Verkaufsleiter

Reinhard Büh-

Partner gesucht

Schraube mit

Köpfchen sucht

feste Verbindung.

rer. Neben Kosten-, Zeit- und Platzvorteilen

sei zudem der Personaleinsatz

erheblich geringer.

Es ging los mit dem Rapid Prototyping,

also dem schnellen Aufbau von

Modellen, um deren Form und teilweise

auch Funktion besser bewerten

zu können. Einer der Vorreiter, die

Eos GmbH in Krailling bei München,

vollzog jedoch schon vor Jahren den

Schritt, fertige Werkzeuge und sogar

Produkte aus seriennahen Werkstoffpulvern

quasi aus dem Nichts aufzubauen.

Das Kunststoff- oder Metall-

Laser-Sintern bei Kleinserien

und komplexen Geometrien

pulver wird nach CAD-Daten von einem

Laser schichtweise aufgeschmolzen.

Im ‚e-Manufacturing‘, so die Eos-

Bezeichnung, entstehen Endprodukte,

Funktionsteile und Werkzeuge direkt

aus elektronischen Daten – daher

auch das ‚e‘. Mit e-Manufacturing ist

die Fertigung von Produkten mit

Strukturen und Formen möglich, die

in der konventionellen Serienfertigung

zum Teil nicht denkbar sind.

Nach wie vor sind es aber eher die in

Richtung Einzelteilfertigung gehenden

Anwendungsfälle als die typische

Großserie, die sich das Laser-Sintern

Rexroth-Schraubtechnik. Für eine feste Verbindung.

Da sagt jeder gerne „ja“: Rexroth-Schraubtechnik bietet höchste Systemsicherheit –

ob schaltschranklos mit bis zu 40 Kanälen oder im Einkanalbetrieb mit dem neuen

Kompaktsystem CS351. Plug-and-Run, ein klarer Systembaufbau und das einfache

Parametrieren erhöhen die Flexibilität bei der Anpassung an Ihre Herausforderungen.

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Assembly Technologies Pneumatics Service

Produktion 15

erobert. Überall dort, wo Fertigung

nach individuellen Maßstäben gefragt

ist, hat es gute Chancen.

Die Cherry GmbH, Auerbach, ist

bekannt für ihre Tastaturen, Mäuse

und Peripheriegeräte als Computer-

Eingabegeräte. Weniger bekannt sind

die Bereiche Automotive mit Schaltern

und Schaltsystemen sowie Schalter,

Sensoren und Steuerungen für Industrie

und Haushalt. Eine solche

Produktpalette erfordert einen exzellenten

Werkzeugbau. So werden oft

komplexe Teile wie Greifer und Schieber

für die Montageautomaten oder

Stempel und Matrizen für die Stanzereitechnik

gebraucht. Dabei setzt

Cherry auf das Schneiderodieren mit

Maschinen von GF AgieCharmilles.

Der Erfolg lässt sich beziffern: Das

Schneiderodieren komplexer Funktionsteile

habe bei Cherry in mehr als

zwanzig Jahren zu einer Kosteneinsparung

von 80 % geführt. Walter

Wagner, Leiter des Werkzeug- und

Formenbaus: „Wo früher gesägt und

gefräst wurde, die Teile zum Härten

weggeschickt und anschließend mühsam

geschliffen wurden, schneiden

wir heute einfach aus Stahlplatten

der gewünschten Härte die Teile funkenerosiv

in mehreren Ebenen aus

dem Vollen.“

Partner gefunden

Schraubtechnik

von Rexroth –

intelligent und

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16 Produktion Technik: Praxis & Produkte

18. September 2008 • Nr. 37/38

Teilehandhabung im flexiblen Fertigungssystem

Schweiß- und Mechanik-Bearbeitung rationalisiert

von Peter Springfeld

Produktion Nr. 37/38, 2008

GÖPPINGEN (rm). Flexible Fertigungssysteme

der Fastems GmbH für die

automatisierte Werkstückhandhabung

in der schweißtechnischen und mechanischen

Teilebearbeitung hat der

Straßenfertiger-Hersteller Joseph Vögele

AG im Einsatz.

Die modular aufgebauten Systeme

liegen in standardisierten einfachen

und maßgeschneiderten Ausführungen

vor. Sie handhaben auf Spezialoder

Maschinenpaletten aufgespannte

Werkstücke, führen sie automatisierten

Bearbeitungseinheiten zu und

holen sie von dort auch wieder ab.

Ein bereits bestehendes flexibles

Fertigungssystem dient der Produktion

von Einbaubohlen, auch Glätter

genannt. Ihre Bauweise entscheidet

über die Qualität der gefertigten Straße.

Zwei Groß-Bearbeitungszentren

werden dabei von einem flexiblen

Fertigungssystem Typ MLS-HD von

Fastems bedient.

Das 26,70 m lange und 9,7 m hohe

Regal hat Platz für 31 Maschinenpaletten,

12 Gitterboxen und 120 Europaletten.

Als schnelles und verbindendes

Transportmittel arbeitet in

diesem Lager ein Regalbediengerät,

das unter anderem aus Gründen der

Kapazitätserhöhung 900 mm tief im

Hallenboden sitzt. Das Fertigungssystem

hat zwei Be- und Entladestationen,

auf denen die Werkstücke auf

die systemeigenen Maschinenpaletten

auf- und abgespannt werden sowie

eine Materialstation, über die das

zu bearbeitende Material ein- und

ausgeschleust wird.

Die Schweißfertigung der Einbaubohlen

beginnt mit dem Blechzuschnitt

und den sich anschließenden

Biegeoperationen für bestimmte Teile.

Im nächsten Schritt werden die

Teile für eine konkrete Einbaubohle

auf feststehenden Spanneinrichtungen

geheftet. Dem Heften folgt das

Schweißen. Damit Schweißwerkstücke

in der Losgröße eins genauso

rationell gefertigt werden können wie

TOP DESIGN TOTAL

Bild: Peter Springfeld

es in der mechanischen Fertigung der

Einbaubohlen gelungen ist, wurde eine

vergleichbare Lösung mit einem

flexiblen Fertigungssystem von Fastems

angestrebt und in Zusammenarbeit

mit ABB, die die Schweißroboterzellen

installierte, auch realisiert.

Alle vier in das System integrierten

Schweißroboter können alle

Schweißaufgaben erledigen. Dennoch

wurden den Robotern zur weiteren

Optimierung des Materialflusses

innerhalb des Schweiß-Fertigungssystems

spezielle Aufgaben zugeordnet.

Einzelne Fertigungsabschnitte

wurden gezielt automatisiert

Beim Fastems-System handelt es

sich um einen Typ MLS-XMD mit einer

Traglastfähigkeit von 1,5 t. Zum

automatisierten Handhaben der

Schweißwerkstücke, die auf Standard-Schweißvorrichtungenaufgespannt

sind, werden sie im System so

behandelt wie Maschinen- oder Materialpaletten.

Die Schweißvorrichtungen

verbleiben im System. Die fertig

geschweißten Baugruppen werden

zur weiteren Bearbeitung abgespannt

und die Schweißvorrichtungen wie-

ENTSPANNT…

der im Regal abgelegt. Die 67 m lange

und 6,30 m hohe Regalanlage hat

152 Plätze. Den Transport der

Schweißvorrichtungen übernimmt

das Zweimast-Regalbediengerät

DMX-XMD Extra Medium Duty. Es

hat frequenzgesteuerte Motoren für

ein schnelles und verschleißarmes Arbeiten.

Zur Handhabung der Schweißpaletten

besitzt das Regalbediengerät

Teleskopgabeln. Es übergibt die

Schweißpaletten an den Orbiter der

Roboterschweißzelle. Dieser spannt

die Vorrichtung in der Schweißzelle.

Der Orbiter besitzt drei NC-Achsen,

die das aufgespannte Werkstück so

drehen und kippen, dass der

Schweißroboter in der qualitätssichernden

Wannenlage schweißen

kann.

Das flexible Schweißfertigungssystem

beginnt am Hallenanfang und

endet vor der Heftstation, in der die

Rahmen der Fertigerbohlen für die

großen Fertiger geheftet werden. Die

Regalhöhe richtete sich nach der

Unterkante des Hallenkrans. Nach

dem Heften werden die Werkstücke

aus den Heftvorrichtungen aus- und

auf einer Schweiß-Spannvorrichtung

… dank innovativer

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und Leistungen erschließt Elektror neue

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Bild: A. B. Jödden GmbH

Das flexible Fertigungssystem

ist unter anderem

mit drei Palettenstationen

mit Schwenkstation

ausgestattet.

eingespannt, die zuvor

aus dem Fastems-

Regal ausgeschleust

wurde.

Zur Ausschleusung

der angeforderten

Schweiß-Spannvorrichtungen

und zur

Einschleusung der

aufgespannten Werkstücke

hat das Fastems-Systeminsgesamt

acht Schweißpalettenstationen.

Jede

davon ist mit einem

Rollenförderer und als

Abschluss mit einem

Hebetisch ausgestattet,

der ein Auf- und Abspannen der

Werkstücke auf einer individuell einstellbaren

ergonomischen Höhe zulässt.

Vier dieser Hebetische tragen

zusätzlich fest installierte Schwenkeinrichtungen

für ein ergonomisches

Einspannen von größeren Teilen.

Durch das flexible Schweiß-Fertigungssystem

sind nur noch wenig

Materialtransporte mit Gabelstaplern

notwendig, was auch die Sicherheit

erhöht.

Die Anordnung der acht Schweißpalettenstationen

folgt einem optimalen

Materialfluss. Nach der ersten Roboterzelle

sind der Leitrechner und

eine Palettenstation installiert, über

die der Großteil der geschweißten

Teile zur Weiterbearbeitung ausgeschleust

wird. Es folgen eine weitere

Roboterzelle und zwei Palettenübergabestationen.

Nach der dritten Roboterzelle

sind drei weitere Materialpalettenstationen

installiert. Es schließen

sich die vierte Roboterzelle an

und zwei weitere Ein- und Ausschleusstationen

zum Fastems-Regal.

Zum exakten Schweißen teacht Vögele

jedes Schweißwerkstück in der

Roboterzelle, in der es dann auch geschweißt

wird. Dieses geteachte und

Produktion Nr. 37/38, 2008

KREFELD (rm). Der analoge Messwert

des induktiven Wegaufnehmers der A.

B. Jödden GmbH wird mit einem 16-

Bit-A/D-Wandler digitalisiert und in einem

Mikrocontroller verarbeitet.

Die Korrektur der Messwerte – erreichbar

sind Genauigkeiten bis 0,1 %

des Messbereichs – erfolgt mit den in

einem EEPROM abgelegten Genauigkeitsabweichungen.

Die digitale Information

wird mit einem 16-Bit-D/A-

Wandler in normierte Ausgangssignale

0(4) – 20 mA oder 0 – 5(10) V umgeformt.

Die Wegaufnehmer können

mit einer Betriebsspannung zwischen

9 und 32 VDC versorgt werden. Im Te-

anschließend optimierte Programm

läuft dann auf dem Roboter, auf dem

es entstanden ist. Anschließend gelangt

das Programm zum Fastems-

Leitrechner sowie eine Kopie zur Archivierung

in die Fertigungsvorbereitung.

Sobald das Regalbediengerät einen

Wiederholungsauftrag in die entsprechende

Roboterzelle einschleust, sendet

der Fastems-Leitrechner das zugehörige

Schweißprogramm an die Robotersteuerung

der entsprechenden

Schweißzelle. Entsprechend den Vorgaben

aus der Fertigungsorganisation

steuert der Leitrechner den Materialfluss

innerhalb des Schweiß-Fertigungssystems.

Auf Maschinenpaletten lassen

sich übergroße Teile spannen

Ein weiteres Bearbeitungszentrum,

in dem die Baugruppen für die kleineren

Einbaubohlen bearbeitbar sind,

ist ebenfalls mit einer automatisierten

Werkstückhandhabung von Fastems

verbunden. Konkret wurde es mit einem

flexiblen Palettencontainer FPC

kombiniert. Er hat Platz für zehn Maschinenpaletten,

auf die die zu bearbeitenden

Schweißteile in zwei Ladestationen

auf- und abgespannt werden

– genug für 1,5 Schichten.

www.fastems.com

Produktiver handhaben

Mit einem flexiblen System von

Fastems zum automatischen Bestücken

von Schweißroboterzellen

hat Vögele seine Fertigung rationalisiert.

■ Alle vier Roboter können alle

Schweißaufgaben erledigen

■ Optimierung des Materialflusses

durch Spezialisierung

■ Tragfähigkeit 1,5 t

■ Standard-Schweißvorrichtungen

werden wie Paletten gehandhabt

■ Regalanlage mit 152 Plätzen

■ Schweißvorrichtungs-Transport

durch Zweimast-Regalbediengerät

Induktive Wegaufnehmer

Kompakt und programmierbar

Programmierbare induktiveWegaufnehmer

widerstehen hohen

Schock- und Vibrationsbelastungen.

ach-In-Verfahren ist

der Messbereich

vom Anwender programmierbar.Dadurch

lassen sich

unterschiedliche

Messwege mit nur

einem Wegaufnehmer

abdecken. Die vergossene Bauweise

in einem quadratischen Gehäuse

der Größe 25 mm x 25 mm ermöglicht

einen Einsatz bei Schockbelastungen

bis 250 g SRS (20 – 2 000 Hz)

und Vibrationsbelastungen bis 20 g

RMS (50 g Spitze).

Mechanische Anbauten wie Kugelgelenke

an Stößel und Gehäuse, Tasterversionen

mit Rückholfedern und

Faltenbälgen gibt es als Option. Der

elektrische Anschluss erfolgt wahlweise

über Stecker oder wasserdicht

angegossenes Kabel.

A. B. Jödden GmbH

Von-Beckerath-Platz 4

47799 Krefeld

Fax: 02151/ 516259-20

www.abjoedden.de


Bild: Kempel Bekleidung GmbH

18. September 2008 • Nr. 37/38 Technik: Neue Produkte

Sicherheitsanlagen-Bedienteil TouchCenter

Komfortabel bedienbar und attraktiv

Produktion Nr. 37/38, 2008

ALBSTADT (rm). Da es bei der Steuerung

einer Gefahrenmeldeanlage vor

allem auf ein übersichtliches und benutzerfreundliches

Bediensystem ankommt,

hat die Honeywell Security

Deutschland Novar GmbH dafür das

Bedienteil TouchCenter mit BUS-2-Anschluss

vorgestellt.

Das Gerät ist Teil einer umfangreichen

Produkterweiterung in den Bereichen

Einbruchschutz, Zutrittskontrolle

und Gefahrenmeldung. Wegen

Wenn es heiß

hergeht und

Flammen schlagen

Produktion Nr. 37/38, 2008

BAD URACH (rm). Die flammhemmende

Berufskleidung Brand X der Kempel

GmbH schützt vor Hitze, Flammen

und Metallspritzern.

Die Kollektion aus Blouson, Bundund

Latzhose ist nach den EN-Normen

für hitzeexponiertes Arbeiten

(EN 531 A, B1, C1, E2, EN 533 Index

3), Schweißen und verwandte Verfahren

(DIN EN 470-1) zertifiziert.

Sie erfüllt außerdem die Normen für

den Schutz gegen Störlichtbogen

(ENV 50354 Klasse 1) und elektrostatisches

Verhalten (EN 1149-3).

Diese flammhemmende und gleichzeitig

attraktive Berufskleidung schützt vor Hitze,

Flammen und Metallspritzern.

Das eingesetzte Mischgewebe besteht

aus 64 % Baumwolle, 35 %

Polyester, 1 % Antistatikfaser und

Probanausrüstung. Es verbindet den

Komfort von Naturfasern mit der zusätzlichen

Sicherheit einer flammverzögernden

Ausrüstung. In Kombination

mit der guten Verarbeitung

schaffen die Kleidungsstücke einen

Rundumschutz an Hitzearbeitsplätzen.

Besonders belastungsfähig zeigen

sie sich gegenüber Eisenspritzern,

wie die Einstufung E 2 belegt.

Durch den Einsatz von 340 g/m 2

schwerem Gewebe und mittels robuster

Nähte halten die Kleidungsstücke

auch den hohen mechanischen Beanspruchungen

in Schlossereien sowie

im Karosserie-, Werkzeug- und Fahrzeugbau

gut stand.

Ihre modische Optik ist durch eine

schlanke Schnittführung und pfiffig

auf dem royalblauen Gewebe platzierte

Kontrasteinsätze in Rot und

Schwarz gekennzeichnet. Die im Berufsalltag

erforderlichen Utensilien

lassen sich in Patten- und Schubtaschen

– ebenfalls geschützt vor Hitze

und Flammen – leicht verstauen. Die

Schutzbekleidung eignet sich für die

Hauswäsche bis 60 °C und ist einfach

zu pflegen. Blouson, Bund- und Latzhose

stehen in den Größen 44 bis 64,

90 bis 110 und 25 bis 28 bereit.

Kempel Bekleidung GmbH

Neuffener Straße 24

72574 Bad Urach

Fax: 07125/9475-30

www.kempel.de

seiner aktuellen Technik und seines

bedienerfreudlichen Systems unterstützt

es auch das Gebäudemanagement

in großen Büros.

Das Bediensystem hat ein 14,5-cm-

Farbdisplay mit umfassenden Einstellungsmöglichkeiten.

Durch das Berühren

der eindeutigen, dialoggeführten

Schaltflächen bekommt der Nutzer

die gewünschten Informationen über

den Status der Einbruchmeldeanlage

und kann jeweils die Grundeinstellungen

nach Bedarf ändern.

Bei entsprechender Programmierung

der Einbruchmeldezentrale las-

E20001-F50-P235

sen sich außerdem mit dem Touch-

Center verschiedene Funktionen der

Gebäudetechnik wie Licht-, Heizungs-

und Lüftungssysteme steuern.

Drei LED-Leuchten auf der Vorderseite

zeigen, ob sich das Gerät im Alarm-

(rot), Betriebs- (grün) oder Störungsmodus

(gelborange) befindet.

Das Bedienteil ist durch seine

schlichte Form in jede Inneneinrichtung

integrierbar. Es ist 184 mm x

129 mm x 34 mm groß und damit

platzsparend. Verschiedene Einstellungen

lassen sich an individuelle

Bedürfnisse anpassen. So besteht

Summa cum laude ...

Solution Partner

Bild: Honeywell Security Deutschland Novar GmbH

die Möglichkeit der Sprachumstellung

Deutsch/Englisch und auch die

Hintergrundfarben des Displays lassen

sich ändern. Individuelle Grafiken

wie ein Firmenlogo sind als

Hintergrundbild einblendbar. Das

Bedienteil am BUS-2 arbeitet mit

Höchste Qualität ist im Bereich der Automatisierung in allen Branchen der entscheidende Erfolgsfaktor. Unter dem

Namen Siemens Solution Partner treten ausgewählte Systemintegratoren als weltweit einheitlich qualifizierte

Lösungsanbieter für das Siemens Angebot auf. Ihre Fachkenntnis und Expertise beweisen sie auf dem Gebiet der

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unterstreicht den Qualitätsstandard, den unsere Partner global umsetzen. Diesen Standard erkennen Sie genau an

unserem Zeichen – am Garant für Qualität. Mehr Informationen: www.siemens.de/automation/solutionpartner

Answers for industry.

... summa cum Qualität.

Produktion 17

Das Bediengerät Touch-

Center kann eine Gefahren-

und Einbruchmeldeanlage

sowie Gebäudemanagementsysteme

komfortabel steuern.

den Einbruchmeldezentralen

MB-100,

MB-48 und MB-24 ab

der Software-Version

V 04 sowie mit der

Zentrale MB-256 plus

ab der Softwareversion

V 03 zusammen.

Honeywell Security Deutschland

Novar GmbH

Johannes-Mauthe-Straße 14

72458 Albstadt

Fax: 07431/801-1220

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18 Produktion Technik: Problem und Lösung

18. September 2008 • Nr. 37/38

BETRIEBSTECHNIK

Große Werkstücke

spannen

Größte Werkstücke

problemlos auf Drehmaschinen

gespannt

Code 130pul08

Variantenvielfalt

Effiziente Herstellung

individueller

Zeichnungsteile

Code 129pul08

SENSORIK/BILDVERARBEITUNG

100% Qualitätskontrolle

Optimaler Einsatz

von Smart Kameras

Hochleistungszerspanen

Kosten senken in der

Hochgeschwindigkeitsbearbeitung

Code 128pul07

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MONTAGE/VERBINDUNGSTECHNIK

MONTAGE/VERBINDUNGSTECHNIK SCHWEISSEN/SCHNEIDEN

Code 127pul07

WERKZEUGE DAEMPFUNGSTECHNIK

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Frequenzweiten

exakt justieren

Neuartiges Schraubsystem

reduziert

Justagezeit

Einzelstücke

Kleinserien

Laserschweißen

Manuell, Joystick oder

CNC = SELECT

BETRIEBSEINRICHTUNGEN

Code 126pul07

Code 131pul08

Sicher und

gesund stehen

Auf Sicherheits-

Holzlaufrosten laufen

Code 133pul07

Frischobst

statt Fallobst

Steigerung der

Pflückleistung

bei der Obsternte

Code 132pul08

Weitere Problemlösungen finden Sie

unter www.problemundloesung.de

Wirtschaft Technik Management

Entscheider lesen Produktion

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So finden Sie die Lösung

zu Ihrem technischen Problem:

1. Suchen Sie zu einem der Probleme, die auf

dieser Seite in Kurzform dargestellt sind, eine

Lösung, dann gehen Sie im Internet auf

www.problemundloesung.de

2. Geben Sie dort im Suchfeld rechts oben

den Code der betreffenden Abbildung ein -

Sie gelangen direkt zum gewünschten Beitrag.

3. Über einen Link am Ende des Beitrages

haben Sie in der Regel die Möglichkeit, weitere

Informationen von einem der technischen

Anbieter anzufordern.

In einer ständig erweiterten Datenbank finden

Sie unter www.problemundloesung.de immer

die aktuellsten technischen Problemlösungen.

ANTRIEBSTECHNIK

Lagerlebensdauer

zu kurz

Technisch und

wirtschaftlich optimale

Wälzlager finden

Code 134pul08


18. September 2008 • Nr. 37/38 Technik: Neue Produkte

Maschinenumhausungen

Schusssichere Weste für die Maschine

Produktion Nr. 37/38, 2008

REUTLINGEN-GÖNNINGEN (rm).

Maschinenumhausungen der MEZ

Frintrop AG schützen Personen und

Anlagen vor umherfliegenden Materialteilen.

Gerade bei Werkzeugmaschinen

mit hohen Drehzahlen oder bei anderen

Anwendungen, bei denen Werkstücke

mit hoher Geschwindigkeit bewegt

werden, können sich leicht Späne

oder Werkzeugteile lösen und eine

Gefahr für die Umgebung darstellen.

Deshalb werden die Maschinenum-

Detektiert Medien

bis 350 °C

Produktion Nr. 37/38, 2008

ST. GEORGEN (rm). Die Schmidt Technology

GmbH hat für den Strömungssensor

der Reihe SS 20.60 eine Hochtemperatur-Version

entwickelt, die für

den Einsatz bei Betriebstemperaturen

bis 350 °C und kurzzeitig bis 400 °C geeignet

ist.

Äußerlich unterscheidet sich der Sensor

von den Standardgeräten durch

seinen weißen Keramikkopf. Eine

überarbeitete Elektronik übernimmt

die Aufbereitung der Messergebnisse

und stellt ein digitales oder analoges

Signal bereit. Eine Statusanzeige gibt

direkt am Sensor Auskunft über die

momentan gemessene Strömungsgeschwindigkeit

sowie den Status des

Bild: Schmidt Technology GmbH

Im Hochtemperaturbereich

bis 350°C und

kurzfristig bis 400°C

arbeitet dieser Strömungssensor,

der sich

auch für den Feldbusbetrieb

eignet.

Fühlers. Auch die gemesseneMediumstemperatur

wird angezeigt.

Durch das modulare

Konzept steht der

Sensor wahlweise

auch mit einem

Feldbus-Interface

bereit.

Solche Feldbus-Sensoren

entlasten die

übergeordnete

Leittechnik

durch fertig aufbereitete

Messwerte zum Beispiel in Form von

kg/h oder m 3 /min. Zusätzlich besteht

Zugriff auf den Sensorstatus, so dass

Schwellwert- oder Messbereichsüberschreitungen

sowie Defekte am Sensor

sofort gemeldet werden können.

Zu den möglichen Anwendungen

des Strömungssensors zählen die Massenstromregelung

bei Verbrennungsprozessen,

die Brenner-Steuerung, die

Durchflussmessung in Prozessgasen,

die Volumenstrom-Messung in Prüfständen

und die Geschwindigkeitsmessung

in Trocknungsanlagen und

Sterilisationstunneln

Die Eintauchsonde mit angebautem

Messumformer wird mittels einer

1/2-Zoll-Durchgangsverschraubung

an Rohren von 25 bis 1 000 mm

Durchmesser montiert. Der Messbereich

umfasst 0,2 bis 20 m/s. Am Analogausgang

werden 0...10 V und 0/4

...20 mA ausgegeben, am Impulsausgang

10 bis 100 Hz. Als Versorgung

benötigt der Sensor 24 VDC/150 mA.

Profibus DP und Device Net sind

möglich.

Schmidt Technology GmbH

Feldbergstraße 1

78112 St. Georgen

Fax: 07724/899-101

www.schmidttechnology.de

hausungen nach entsprechend hohen

Sicherheitsanforderungen konzipiert

und auch die modularen Bestandteile

wie die Scheiben der Kabine umfangreichen

Tests unterzogen. Optional

können Zuluftöffnungen auf der Kabine

montiert werden, die ebenfalls

sicher ausgeführt sind und die Absaugung

von Gasen während der Metallbearbeitung

zulassen.

MEZ Frintrop AG

Lichtensteinstraße 150

72770 Reutlingen-Gönningen

Fax: 07072/917-222

www.mezfrintrop.de

Bild: MEZ Frintrop AG

Bei Maschinen mit hohen Drehzahlen

oder wenn Werkstücke mit hoher Geschwindigkeit

bewegt werden, schaffen

Maschinenumhausungen einen effektiven

Personenschutz.

Richtig

machen!

TECHNISCHE

TEXTILIEN

www.frenzelit.com

Flanschgummidichtung

Zuverlässig dicht montiert

Produktion Nr. 37/38, 2008

MINDEN (rm). Ein von der Harting

Deutschland GmbH & Co. KG entwickeltes

spezielles Funktionsprinzip

hält die Flanschgummidichtung am

Gehäuse und verbessert die Handhabung

an der Schaltschrankwand.

Zusätzlich bewirkt diese Ausführung

eine Verliersicherheit der Befestigungsschrauben.

Die geringe Dichtungsoberfläche

trägt zu hoher Umweltresistenz

und langer Lebensdauer bei. Zuverlässige

Dichtigkeit der Schutzklasse IP

65 kennzeichnet nun alle Standard-

Gehäuse Han B und Han A.

Bild: Harting Deutschland GmbH

Produktion 19

Elektrogehäuse HAN A und B werden mit

dieser speziellen Flanschgummidichtung

nun sicherer dicht.

Harting Deutschland GmbH & Co. KG

Simeonscarré 1

32427 Minden

Fax: 0571/8896-990604

www.harting.com


20 Produktion Schwerpunkt: Oberflächentechnik

18. September 2008 • Nr. 37/38

AMS Metallbeschichtung

GmbH, 74193 Schwaigern

Leistungen:

Pulverbeschichtung

KTL-Beschichtung

Vorbehandlung

Rohrbiegearbeiten

Endmontagen

Branche:

Lohnbeschichtung

Geschäftsführer:

Alexander und J. Michael Schett

Gründungsjahr: 1982

Besonderheiten: Zertifizierung nach

DIN EN ISO 9001-2000

Adresse:

AMS Metallbeschichtung GmbH

Industriestr. 43

74193 Schwaigern

Tel.: 07138 941110

Fax: 07138 94111-824

info@ams-metallbeschichtung.de

www.ams-metallbeschichtung.de

Oberflächenzentrum

Hochdruckreinigen mit

wenig Wasser und Energie

von Susanne Bader

Produktion Nr. 37/38, 2008

MEMMINGEN. Bei der Aros Hydraulik

GmbH, einem führenden Hersteller

von Hydraulikkomponenten, wurde

kürzlich das neue Oberflächenzentrum

in Betrieb genommen. Die Lutro

Luft- und Trockentechnik GmbH installierte

die Vorbehandlungs-, Reinigungs-

und Lackieranlagentechnik –

individuell für den Kunden angepasst.

Das Oberflächenzentrum besteht

aus einer Hochdruckreinigungs- und

Trockenkabine, einer kombinierten

Farbspritz- und Trockenkabine sowie

einem Lacktrockner. Auf rund 120 m 2

Fläche wurden die Kabinen nebst Lüftungs-

und Reinigungstechnik untergebracht.

Sämtliche lufttechnischen

Apparaturen und die Reinigungstechnik

liegen platzsparend oberhalb der

Kabinen auf einem Traggerüst.

Nach der mechanischen Bearbeitung

werden die Hydraulikzylinder in

der Reinigungskabine mit Hochdruckreiniger

bei einer Arbeitstemperatur

von 70–75 °C in einem Arbeitsgang

entfettet und phosphatiert. Den dabei

entstehenden Dampfnebel erfasst

die Diagonalbelüftung der Kabine und

führt ihn im Fundament dem abfließenden

Reinigungswasser zu. Brauchwasser

landet in einem Zwischenspeicher.

Schmutzstoffe werden vom

Reinwasser getrennt und als Schmutzkonzentrat

in der Anlage zurückgehalten.

Dadurch kann der Prozess vollkommen

abwasserfrei ablaufen.

von Dr. Marie-Luise Bopp

Produktion Nr. 37/38, 2008

KLEINOSTHEIM (ba). Mit einem einfachen

Austausch hat die Alito Color

Group aus Leyton, London, viel gewonnen:

Sie ersetzte ihren Trockner,

der mit kurzwelligen Strahlern im nahen

Infrarotbereich (NIR) bestückt

war, durch ein Heraeus-Carbon-Infrarot-System

(CIR). Damit kann jetzt die

volle Kapazität der Hochgeschwindigkeits-Druckköpfe

genutzt werden.

Alito produziert Direct Mail von Postkarten

bis zu komplexen Faltmaterialien.

Diese werden durch Inkjet und

Laserdrucker personalisiert. Für große

Aufträge nutzt Alito Druckmaschinen,

in denen Druckköpfe bis zu 204,8 Mio

Tropfen Druckfarbe pro Sekunde aufbringen.

Diese Farbe muss getrocknet

sein, bevor die Druckbögen geschnitten,

gefaltet oder geklebt werden. Bisher

setzte Alito dafür einen Hochleistungstrockner

mit sehr kurzwelligen

Strahlern im nahen Infrarotbereich

ein, der direkt hinter den Druckköpfen

sitzt. Diese kurzwelligen Strahler

übertragen große Energiemengen in

die Tinte, damit eine schnelle Trocknung

erreicht wird. Der hohe Energieeinsatz

machte aber eine Wasserkühlung

der Strahler nötig, die Kühleinheiten

und Schlauchsysteme erfordert.

Auch waren die Strahler schwierig

zu reinigen und kurzlebig, mit hohen

Instandhaltungskosten aufgrund

häufiger Maschinen-Stillstandszeiten.

Aufgrund der wasserbasierenden

Druckfarben schlug Heraeus vor,

Bild: Lutro / Aros

kombinierter Farbspritz- und Trockenkabine, einem Lacktrockner und der platzsparend

angeordneten Ultrafiltration oberhalb des Lacktrockners.

Durch die Integration eines zusätzlichen

Zwischenspeichers können die

der von vorhandenen Zweikammervorbehandlungen,

die in der Nähe

der neuen Lackieranlage liegen, ebenfalls

aufbereitet werden. So werden

auch bei den Altanlagen Kosten für

Chemie und Entsorgung gespart. Der

Wasserverbrauch reduziert sich auf

die verdunsteten und verschleppten

Mengen. Nur diese müssen ergänzt

werden, um die Wirkung des Reinigers

zu sichern. Damit ist keine aufwändige

Abwasseraufbereitung erforderlich,

die Standzeit des Mediums

wird verlängert, der Wasser- und Chemieeinsatz

(Rückgewinnung von bis

zu 90 %) auf ein Minimum reduziert.

mittelwellige Carbonstrahler zu verwenden,

die Inkjet-Druckfarben besonders

effizient trocknen können.

Grund ist die mittelwellige Infrarot-

Strahlung, die die Carbonstrahler mit

hoher Leistung in die Farbe übertragen.

Mittelwellige Infrarot-Strahlung

wird vor allem von wasserbasierenden

Farben gut absorbiert. Carbonstrahler

kombinieren die effektiven mittleren

Wellenlängen mit hoher Leistung und

schnellen Reaktionszeiten.

Es wurden zwei Carbon-Infrarot-

Module (CIR) in die vorhandenen

Rahmen eingebaut. Jedes 24-kW-Modul

passt zu einem speziellen 4 1 /4-

Inch-Druckkopf. Der Trockner kann

manuell mit einem Potentiometer

oder automatisch mit einem optischen

Pyrometer gesteuert werden. Im automatisierten

Prozess wird die Trocknungstemperatur

von etwa 30 – 40 °C

voreingestellt, die Temperatur der

Druckbögen mit einem Pyrometer erfasst

und die Infrarot-Strahler ent-

Nach der Reinigung der Zylinder

und Aggregate werden diese in der

vertikal durchströmten Lackier- und

Trockenkabine lackiert. Die Lackierkabinen

sind so ausgelegt, dass zukünftig

lösemittelarme Lacke wie

High-Solid und wasserlösliche Systeme

eingesetzt werden können. Für die

Abscheidung der Feststoffpartikel

wurde für die Lackierkabine eine

zweistufige Trockenabscheidung mit

Papierfilter und Glasfasermatten gewählt.

In die Gitterberostung wurden

spezielle Fahrschienen integriert, so

dass die Bestückung der Lackieranlage

mit speziellen Transportwagen optimal

durchgeführt werden kann.

www.lutro.de

Carbonstrahler

Infrarot-Wärme macht

die volle Druckkapazität nutzbar

Carbon-Infrarot-

Strahler von Heraeus

Noblelight

helfen, bei der

Trocknung von

personalisierten

Digitaldrucken

eine hohe Geschwindigkeit

zu

erreichen.

Bildquelle: Heraeus Noblelight Das neue Oberflächenzentrum bei AROS besteht aus Reinigungs- und Trockenkabine,

sprechend geregelt. Wenn die Maschine

ohne Papier läuft, gehen die Strahler

automatisch auf Standby, bei einem

unerwarteten Maschinenstopp

werden sie sofort abgeschaltet.

Seit der Installation hat das neue Infrarot-System

große Steigerungen der

Druckgeschwindigkeiten gebracht.

Heute sind bei Alito 5 000 B1-Druckbögen

die Norm, das Trocknungssystem

würde sogar bis zu 10 000 Bögen

pro Stunde schaffen. Es hat sich gezeigt,

dass das CIR-System, anders als

das vorher genutzte, auch dann

schnell und zuverlässig trocknet,

wenn sehr viel Druckfarbe aufgebracht

wird. Gleichzeitig verbraucht

das Infrarot-System von Heraeus weniger

Energie als das vorher verwendete

kurzwellige (NIR) Infrarot-System.

Da jetzt mit Luft gekühlt wird, ist

die Instandhaltung viel einfacher und

sicherer, außerdem haben die CIR-

Strahler eine längere Lebensdauer.

www.heraeus-noblelight.com


18. September 2008 • Nr. 37/38 Schwerpunkt: Oberflächentechnik

Internetportal

Lackpistolen

Produktion Nr. 37/38, 2008

MARKDORF (ba). Ermüdungsfreies

und komfortables Arbeiten durch eine

optimale Ergonomie für unterschiedlichste

Anwender war das Ziel der

Wagner-Techniker und -Ingenieure

bei der Entwicklung der neuen manuellen

AirCoat-Pistolen.

Zwei Pistolengrößen stehen zur Wahl,

beide jeweils in einer Variante für 160

und für 250 bar: Die GM 4100AC mit

schmalem Griff ist die weltweit leichteste

auf dem Markt, die GM 4600AC

ist etwas schwerer mit breiterem Griff.

Neben dem ergonomischen Design

wurden zum besseren Arbeiten die

Abzugs- und Haltekräfte reduziert.

Die neuen AirCoat-Pistolen erreichen

zudem durch eine optimierte Luftführung

eine noch bessere Zerstäubung

als ihre Vorgänger.

Beim AirCoat-Verfahren wird das

Spritzmedium mit einem zusätzlichen

Luftmantel umhüllt. So kann es bei

relativ niedrigem Druck (ab etwa

60 bar, je nach

Material) sehr

gleichmäßig zerstäubtwerden.

Der Luftmantelreduziert

außerdem den

Overspray und spart dadurch

im Vergleich zum Airless-Verfahren

(bis zu

15 %) und zur herkömmlichen

Zerstäubung (bis zu

40%) Material ein. Das Wagner-AirCoat-System

mit seiner

neuen, optimierten Luftführung

sorgt für eine feine und gleichmäßige

Zerstäubung, zuverlässige

Beschichtungsergebnisse und

eine hohe Oberflächenqualität.

Zu den Besonderheiten der neuen

AirCoat-Pistolen gehören integrierte

Filter (Spaltfilter bei der GM 4100AC

und Langfilter bei der GM 4600AC),

die im industriellen Einsatz eine hohe

Prozesssicherheit gewährleisten. Dank

reversibler und schnell auswechselba-

Eine optimierte

Luftführung

sorgt dafür,

dass die neuen

AirCoat-

Pistolen besonders

fein

sprühen.

Konzept des Internetportals.

Lösungen für die Reinigung

von Dr. Thomas Isenburg

Produktion Nr. 37/38, 2008

DORTMUND (ba). Mit der Internetplattform

www.bauteilreinigung.de steht

ein Instrument zum Wissensmanagement

bei Betreibern zur Verfügung.

Anwender finden hier einen Wissensspeicher

mit 200 Artikeln sowie eine

Plattform zur Lösungsfindung für ihre

Reinigungsaufgabe.

Das Projekt wurde vor vier Jahren am

Lehrstuhl für Maschinenelemente der

TU Dortmund unter Leitung von

Prof.-Ing. Künne gestartet und vom

Bundesministerium für Wirtschaft

und Technologie gefördert sowie von

dem Projektträger im DLR ‚Neue Medien

in der Wirtschaft / IT-Anwendungen‘

betreut.

Es gehört der Initiative ‚Fit für den

Wissenswettbewerb‘ an. Koordinator

an der TU Dortmund ist Dipl.-Ing.

Tim Richard als Projektleiter. Der enge

Kontakt zum Fachverband für industrielle

Teilereinigung, sowie zum

gwv-Fachverlag und zu den Herstel-

Zerstäubung noch

weiter verbessert

lern schafft einen engen Praxisbezug.

Das Portal ermöglicht es, Parameter

wie Länge und Abmessungen eines

Bauteils, das Bauteilgewicht, den

Bauteilwerkstoff, vorhandene Beschichtungen,

Angaben zum Verschmutzungsgrad,

die Reinigungsanforderung,

maximale Investitionskosten

und den Teildurchsatz einzugeben.

Der Benutzer erhält aufgrund

dieser Angaben dann Vorschläge zum

Reinigungsverfahren, der Anlagentechnologie

und der Reinigungschemie

mit einer Herstellerempfehlung.

Hierbei greift die Plattform auf 450

vernüpfte HTML-Seiten zurück. Auch

Reinigungsverfahren werden unter

phyikalischen, chemischen und technischen

Hintergründen beschrieben.

Außerdem kann der Besucher Fachartikel

zu speziellen Technologien studieren.

Mit dieser Datenbank können

sich Betreiber systematisch auf eine

Investitionsentscheidung im Bereich

der Teilereinigung vorbereiten und so

kompent in die Projektplanung einsteigen.

www.bauteilreinigung.de

rer Düsen kommt es auch bei einer

eventuellen Verstopfung nicht zu längeren

Arbeitspausen. Zur schnellen

Reinigung können die Düsen einfach

umgedreht und durchgeblasen werden.

Die hoch präzise gefertigten Düsen

stehen in einer Bandbreite von

0,009" bis 0,035" zur Auswahl.

Auswechselbare Düsen

für schnelleres Arbeiten

Der Einsatzbereich der neuen Air-

Coat-Pistolen umfasst u. a. die holzverarbeitende

Industrie und die Möbelindustrie,

den Korrosionsschutz,

die Stahlindustrie und die Herstellung

von landwirtschaftlichen Maschinen

und Nutzfahrzeugen. Mit den

Pistolen können Beizen, Lösemittelund

Wasserlacke, Klarlack, Epoxy-

Grundierlacke und -Farben, 2K-Materialien

und High-Solid-Materialien

sowie UV-Lacke verarbeitet werden.

Wagner bietet in gewohnter Weise

Spraypacks an, d. h. abgestimmte Zusammenstellungen

von Pistole, Pumpe

und Schlauch. Welche Komponenten

zusammenpassen, lässt

sich dem neuen Gesamtkatalog

des Wagner-Bereichs Industrial

Solutions entnehmen.

www.wagner-group.com

Bild: Wagner

Werkzeugreinigung

Kunststoff-Werkzeuge

im Service säubern lassen

Produktion Nr. 37/38, 2008

ERKRATH (ba). Für viele Firmen ist die

Reinigung von kunststoffverschmutzten

Werkzeugen im eigenen Hause nicht

möglich, weil die entsprechenden Reinigungsanlagen

fehlen. Eine Investition

lohnt sich nicht, weil eine solche Anlage

nicht ausgelastet wäre. Auch können

gesetzliche Auflagen den Betrieb untersagen

oder so einschränken, dass nach

anderen Reinigungsmöglichkeiten gesucht

werden muss. Die Lösung heißt

Lohnreinigung.

Der Kunde kann seine Werkzeuge wie

Extruder, Filter, Düsen, Heißkanäle,

Blasköpfe oder Formen kostengünstig

über einen Servicevertrag säubern

lassen. Die Firma W+I Oberflächen-

Systeme in Erkrath bei Düsseldorf

bietet diesen Service. Der seit fast 25

Jahren bekannte Lieferant für Anlagen

im Bereich Oberflächentechnik

verfügt über das entsprechende

Know-how. Neben einer umfassenden

Beratung stehen verschiedenen Anlagen

für Reinigungsversuche zur Verfügung:

Oberflächen?

Machen wir glatt.

■ Thermisch-

Pyrolyseverfahren,

■ Mechanisch-Trockenund

Nassverfahren,

■ Wässrig-UltraschallundSpritzkammerverfahren.

Die Reinigung kann im Hause

des Kunden oder in Erkrath erfolgen.

Die Lohnwerkstatt ist technisch optimal

ausgerüstet. Hier werden Kleinteile

und große Werkzeuge mit einem

Gewicht bis zu 5 t von anhaftenden

Kunststoffresten gesäubert, ebenso

Extruderschnecken bis zu einer Länge

von 6 m.

Damit ein Automatik-Getriebe reibungslos funktioniert, muss das

Schaltschiebergehäuse 100 %ig frei von Graten und Partikeln sein.

Tellerbürsten von KULLEN entgraten, entzundern, bearbeiten Plan-

und Profilflächen, reinigen trocken und polieren. Sie dienen als schonende

Auflage für großflächige Teile, zum Reinigen von Formen und Mulden und erzielen

kreisförmige Oberflächenstrukturen.

Und was können wir für Sie tun?

Besuchen Sie uns auf der Messe,

Halle 8, Stand A51

KULLEN GmbH & Co. KG · Internet: http://www.kullen.de · E-Mail: post@kullen.de

Produktion 21

Auch die thermischeReinigung

von Heißkanälen

kann

beim Lohnreiniger

erfolgen.

Bild: Wiwox

Ein eigener Holund

Bringservice steht

dem Kunden zur Verfügung.

Qualität, Schnelligkeit und Kostenersparnis

sind die wesentlichen

Argumente für diesen Lohnreinigungsservice.

Ein unverbindlicher

Versuch lohnt sich. Zudem stellt W+I

auf der Fakuma in Friedrichshafen

vom 14. bis 18. 10. 2008 in Halle B2,

Stand 2011 aus.

www.wiwox.de


22 Produktion Schwerpunkt: Oberflächentechnik

18. September 2008 • Nr. 37/38

Zink-Nickel-Verfahren

Neuer Korrosionsschutz

spart Material, Geld und Zeit

von Bettina Love

Produktion Nr. 37/38, 2008

ZWINGENBERG (ba). Der

Spezialist für chemische

Oberflächenbehandlung

SurTec bringt ein neuartiges

Zink-Nickel-Verfahren auf

den Markt.

SurTec 716 heißt das alkalische

Zink-Nickel-Verfahren

der neuesten Generation

mit noch besserer Streuung

und geringerer Temperaturempfindlichkeit.

Es kann im

Gestell- und Trommelverfahren

angewendet werden

und erzeugt im Stromdichtebereich

von 0,1 bis 3 A/dm 2 Zink/Nickel-Legierungsüberzüge

mit einem sehr

gleichmäßigen Nickeleinbau von 12

bis 14 % in der Schicht. Aufgrund eines

neuartigen Additivsystems ist diese

Schicht feinkörnig glänzend und

von hervorragender Duktilität, ohne

Flitterbildung. Das Verfahren bietet

durch seine überlegene Metallverteilung

und den gleichmäßigen Nickel-

einbau optimalen Korrosionsschutz.

Es eignet sich daher für Rohrleitungssysteme

im Motorenraum von Fahrzeugen

oder für Drehteile bei Bremsund

Magnetsystemen, für Schrauben

und Verbindungselemente.

Der neue Hochleistungs-Korrosionsschutz

bietet laut Hersteller

gleich drei Vorteile: einen Elektrolyten

mit hoher Stromausbeute, der

auch ohne spezielle Regenerations-

Erst faxen, dann bürsten.*

BRANCHE

NAME

STR.

TELEFON

E-MAIL

Bitte Interessenfelder

ankreuzen!

(enthält nur Inhalt

des Bürstentechnik

Katalogs)

Adresse eintragen, oben Interessenfelder ankreuzen und fix

an KULLEN faxen:

Bild: SurTec

SurTec 716 bildet zusammen mit

der Chromitierung SurTec 680

bläulich-gelbliche Schichten aus.

methoden stabil, bleibt und eine hervorragende

Metallverteilung, die einen

sparsamen Verbrauch von Zink

und Nickel ermöglicht. Zudem einfachste

Prozessführung in der Gestellwie

in der Trommelanwendung. Das

Ergebnis ist eine feinkörnige, gleichmäßige

und bei Bedarf glänzende

Schicht von hervorragender Duktilität

und hoher thermischer Belastbarkeit.

Dipl.-Ing. Patricia Preikschat,

Geschäftsführerin der SurTec

Deutschland GmbH: „Mit unserem

neuen Verfahren bringen wir nicht

nur einen hervorragenden Korrosionsschutz

für anspruchsvolle Anwendungen

auf den Markt, sondern

auch einen Elektrolyten mit einer bisher

nicht gekannten Stabilität. Selbst

ohne besondere Regenerationsverfahren

bleibt die Abscheidungsleistung

in µm/h konstant. Das erspart

das sehr lästige Nachregulieren der

Expositionszeit.“

www.surtec.com

141.000 Bürstenlösungen stellen wir heute zur Verfügung. Und täglich kommen neue hinzu,

die wir für Kunden aus allen Industriebereichen realisieren. Für jeden Einsatz können wir die

optimale Lösung bieten, selbst für Spezialanwendungen und ausgefallene Probleme. KULLEN macht’s

möglich – individuell für Sie. Stellen Sie uns auf die Probe.

FIRMA

VORNAME

PLZ./ORT

TELEFAX

KULLEN GmbH & Co. KG · Am Heilbrunnen 83 · D-72766 Reutlingen

Tel. +49 (0)7121/142-0 · Fax +49 (0)7121/142-260 · Internet: www.kullen.de · E-Mail: post@kullen.de

Die Unternehmensgruppe: KULLEN, Reutlingen/D · HK-ENTGRATTECHNIK, Reutlingen/D · R.I.B., Llandovery/GB ·

Kleeneze Sealtech, Bristol/GB · Beilun Futuo Rotary Brushes, Ningbo/VRC · KULLEN CZ, Klatovy/CZ

CD

Flexible

Bürstenichtungen

Bürstentechnik

Gesamtprogramm

Pipelinebürsten Automatisch

Schnittkanten

entgraten

entgraten

PRA 388

Werkzeug-Bürsten

Auszüge aus dem aktuellen

Bürstentechnik-Katalog:

Walzenbürsten mit Metallbandfassung

Rund- und Walzenbürsten

Lattenbürsten

Tellerbürsten

Riemenbürsten

Walzenbürsten ST-System

Streifen- und Abdichtbürsten

Antistatik- und

Straußenfederbürsten

Einen tieferen Einblick in die Typenvielfalt

unseres Bürstenprogramms

erhalten Sie am besten über unsere

Spezialkataloge. Bestellen Sie ganz

einfach fix per Fax.

*Fax +49 (0)7121/142-259

Tauchschwinger

Ultraschallleistungen

zwischen 200 und 2 000 Watt

Produktion Nr. 37/38, 2008

BERLIN (ba). Für den Einsatz in

der industriellen Oberflächenund

Verfahrenstechnik stellt

Bandelin electronic eine Vielzahl

unterschiedlicher Hochleistungs-

Schwingsysteme wie Ultraschall-

Tauchschwinger und -Flachschwingplatten

her.

Bei besonders intensiver Beanspruchung

bietet sich eine Ausstattung

mit sprengplattiertem Verbundschall

an. Für spezielle Anwendungen wurden

die Tauchschwinger Concavion

und Convexon entwickelt.

Ultraschall-Tauchschwinger

können über den Wannenrand

gehängt, in die Wanne gelegt

bzw. in der Wanne befestigt werden.

Verschiedene Abmessungen,

Ultraschallleistungen von

200 bis 2 000 Watt sowie Frequenzen

von 25 oder 40 kHz erlauben

einen flexiblen Einsatz. Der Anschluss

erfolgt über die komfortable und sichere

Quick-Connect-Technologie.

Für den Betrieb der Hochleistungs-

Schwingsysteme werden leistungsstarke

Generatoren eingesetzt. Die

mikroprozessorgesteuerten Ultra-

Schleifband

Kalter Schliff bei hohem Abtrag

Produktion Nr. 37/38, 2008

WESSELING (ba). Aggressive Metallbearbeitung

mit kühlem Schliff und

weniger Energieaufwand: Saint-Gobain

Abrasives stellt das neue keramische

Schleifband Norton R929 vor. Mit

der keramischen Hochleistungs-Aluminiumoxid-Körnung

SG(r) glänzen

die vielseitigen Hochleistungsschleifbänder

R929 mit hohen Abtragsleistungen

und langen Standzeiten.

Wenn es darum geht, Schleifwerkzeuge

auf die jeweilige Anwendung hin

zu optimieren und noch leistungsfähiger

zu machen, ist Saint-Gobain Abrasives

ein Trendsetter der Branche.

Ein Beispiel sind die neuen Schleifbänder

R929. „Bisher eingesetzte

konventionelle Schleifbänder, zum

Beispiel in der Automobil-, in der

Luft- und Raumfahrtindustrie, im

Werkzeugbau oder in Gießereien,

brachten bis dato schon gute Ergebnisse“,

so Bernd Wurst, Leiter Anwendungstechnik

Deutschland bei Saint-

Gobain Abrasives. „Doch mit der neuen

keramischen Hochleistungsaluminiumoxid-SG(r)-Schleifkörnung

ist

Die aktuelle Generation

keramischen Schleifkorns

(links). Rechts die

neue Generation von

SG(r)-Korn. Schärfere

Kanten ermöglichen einen

aggressiven Abtrag

bei geringerer Kraftaufwendung.

Die Hochleistungs-Schwingsysteme von

Bandelin finden ihren Einsatz in der

industriellen Oberflächen- und Verfahrenstechnik.

Bild: Bandelin

schallgeneratoren LG liefern hierfür

die erforderliche HF-Leistung bis

9 000 Watt.

www.bandelin.com

uns eine kühl schneidende Schleiflösung

gelungen, die noch schneller

schneidet, länger hält, weniger Anpressdruck

und damit Energie benötigt

als bisherige Schleifmittel in diesem

Bereich.“

Norton R929 zeichnet sich durch

die sehr steife, robuste Polyester-

Unterlage, das neue SG(r)-Korn sowie

die Phenolharz-Bindung mit hohem

Aktivfülleranteil aus. Besonderes

an dem keramischen Alumiuniumoxid-Schleifkorn

SG(r) sind nicht nur

die deutlich schärferen Schneidkanten,

sondern auch die spezielle

Mikrozersplitterung beim Schleifen.

Denn dadurch bleiben die Schneidkanten

länger scharf, und die Schleifbänder

halten deutlich länger – bei

aggressiverem und kühlem Schnitt

mit hohem Abtrag.

Mit Norton R929 sorgt Saint-Gobain

Abrasives eigenen Angaben zufolge für

einen deutlichen Leistungsschub in

der industriellen Bearbeitung von

Backstand-Anwendungen auf Metall

einschließlich wärmeempfindlicher

Legierungen sowie für manuelle

Schleifoperationen auf Inconel oder

Edelstahl. R929-Schleifbänder gibt es

als Feilen- sowie als Gewebeschleifbänder

in

den verfügbaren Korngrößen

P36, 40, 50, 60,

80 und 120.

www.saint-gobain.com

Saint-Gobain Abrasives

Das neue keramische

Schleifband NORTON

R929 von Saint-Gobain

Abrasives steht für

aggressive Metallbearbeitung

mit kühlem

Schliff, hohe Abtragsleistungen,

lange

Standzeiten und weniger

Energieaufwand.


Bild: acp GmbH

18. September 2008 • Nr. 37/38 Schwerpunkt: Oberflächentechnik

Schleuderrad-Strahlanlagen

Strahltechnik für Bleche,

Profile und Rohre

Produktion Nr. 37/38, 2008

EMSDETTEN (ba). Moderne Konzepte

für wirtschaftliches Strahlen – das ist

der Schwerpunkt von Agtos. Das

Unternehmen konstruiert und fertigt

alle Typen von Schleuderrad-Strahlanlagen

nach den Vorgaben des Auftraggebers.

Die vorwiegend in robuster Schraubkonstruktion

erstellten Strahlmaschinen

weisen weitere Vorteile im Detail

auf. Beispielsweise legt Agtos großen

Wert auf die Zugänglichkeit der für

die Wartung wichtigen Komponenten.

Auch gebrauchte Strahlmaschinen

können von Agtos, je nach

Wunsch der Käufers, instand gesetzt,

modernisiert oder umgebaut werden.

In vielen Fällen werden sie mit moderner

Strahltechnik von AGTOS ergänzt

und aufgewertet.

Der Service – der ja bei Strahlanlagen

ein großes Thema ist – beinhaltet

bei Agtos mehrere Komponenten. Auf

Wunsch überprüft das Unternehmen

die Funktionsfähigkeit einer Strahlmaschine.

Der Kunde erhält dann eine

Auswertung mit Vorschlägen für

Erhaltungsmaßnahmen und Optimierungen.

Zudem liefert und baut das

Inspektionssysteme

Partikel direkt auf

Blechplatinen messen

von Susanne Bader

Produktion Nr. 37/38, 2008

ESSLINGEN. Mit dem PartSens ermöglichte

die acp GmbH erstmals,

partikuläre Verschmutzungen auf

Bauteiloberflächen direkt zu messen

und zu dokumentieren. Ein neuer, größerer

Messkopf erweitert das Einsatzspektrum

des Inspektionssystems. So

können etwa Blechplatinen und Karosseriebleche

effizient auf partikuläre

Sauberkeit geprüft werden.

Der neue Messkopf des PartSens verfügt

über eine Messfläche von 20 x 15

mm und ermöglicht damit die effiziente,

stichprobenartige Kontrolle

von Bauteiloberflächen auf partikuläre

Sauberkeit. Typische Einsatzbereiche

für das neue Messsystem sind die

Überprüfung von Blechplatinen vor

dem Umformen etwa in der Karossenherstellung,

das Monitoring von Anlagen

und Produktionsumgebungen sowie

die Überwachung der Sauberkeit

nach dem Reinigungsprozess. Erfasst

werden teilchenförmige Verunreinigungen

ab einer Größe von 25 µm.

Die Messungen können manuell und

im automatisierten Prozess erfolgen.

Das Inspektionssystem arbeitet mit

Streiflicht zur Oberflächenbeleuchtung.

Durch die Integration optischer

Bild: Agtos

Agtos baut Strahlanlagen und bietet

außerdem verschiedene Servicedienstleistungen

an.

Unternehmen Ersatz- und Verschleißteile

für Strahlmaschinen verschiedener

Hersteller ein.

Agtos besitzt ein enges Netz von

Vertretungen und Vertriebspartnern

im In- und Ausland. Auf der Euroblech

in Hannover vom 21. – 25. Oktober

2008 ist das Unternehmen in

Halle 13 an Stand D86 vertreten.

www.agtos.de

Der neue Messkopf

für das Inspektionssystem

PartSens hat

eine Messfläche von

20 x 15 mm und ist

mit optischen Filtern

ausgestattet. Dadurch

wird ein Streiflicht-Kontrasterzeugt,

der auch unter

schwierigen Bedingungen

wie beispielsweise

bei

strukturierten Oberflächen

eine genaue

und zuverlässige

Messung der partikulären

Sauberkeit

ermöglicht.

Filter erzeugt der Messkopf einen

starken Kontrast, der eine zuverlässige

Kontrolle auch unter schwierigen

Bedingungen wie z. B. bei strukturierten

Oberflächen gewährleistet. Zur

Überprüfung der partikulären Sauberkeit

wird der Messkopf einfach

über die zu prüfende Oberfläche geführt.

Die Visualisierung des Streiflichtbildes

erfolgt live über einen integrierten

Bildschirm, zusätzlich werden

Partikelanzahl und -größe auto-

Auf Überschreitung der

Grenzwerte sofort reagieren

matisch ermittelt und angezeigt. Die

Darstellung von Lage, Position und

Umriss vorhandener Partikel erfolgt

in einem Livebild. Die Partikelzuordnung

und Auswertung entsprechend

kundenspezifischen Vorgaben ist programmierbar.

Da das Messergebnis

sofort zur Verfügung steht, kann auf

eine Grenzwertüberschreitung sofort

reagiert werden. Für die Dokumentation

der Messergebnisse ist der Part-

Sens mit einem Thermo-Protokolldrucker

ausgestattet. Messergebnisse

und Livebilder können zusätzlich

über einen USB-Anschluss an der Gerätefront

auf einen USB-Stick gespeichert

werden.

www.acp-micron.com

Produktion Nr. 37/38, 2008

METELEN/KÖLN (ba). Kundenbetreuung

während des gesamten Projektes,

Wartungsfreundlichkeit der Anlage

und Komplettservice vor Ort – mit diesen

Leistungen gewann die Wheelabrator

Group die Ausschreibung einer

Rollbahnstrahlanlage für die Produktion

eines internationalen Stahlkonzerns

am Standort Mittelschweden.

Der Stahlkonzern stellt hier hochwertige

Warmband- und Quattrobleche

für den internationalen Markt her.

Die rostfreien Stahlbleche sind in der

Öl- und Gasförderindustrie ebenso

gefragt wie in der Papierindustrie.

Überzeugt haben den Kunden neben

den Vorteilen der Titan-Turbine, wie

etwa eine erhöhte Strahlleistung, vor

allem Detaillösungen zur Wartungsfreundlichkeit

der gesamten Anlage.

Diese für den Kunden konstruierten

Lösungen ergänzen den Anspruch eines

sicheren Serviceangebotes vor

Ort, das die Wheelabrator Group

dank seiner weltweiten Servicestandorte

garantieren konnte. Eine nachweisliche

Performance des Anlagentyps

im internationalen Einsatz in

Asien und Europa brachten der

Wheelabrator Group weitere Plus-

punkte gegenüber dem Wettbewerb.

Die Wheelabrator Group wird die

neue Rollbahnstrahlanlage in Schweden

komplett montieren, in Betrieb

nehmen und die Mitarbeiterschulungen

an der Anlage durchführen.

Die Wheelabrator Group ist der

größte Anbieter von Lösungen für die

Oberflächenbearbeitung der Welt.

Zur Gruppe gehören zuverlässige und

bewährte Markennamen für nahezu

jeden Bereich der Oberflächenbearbeitung.

Zum Portfolio zählen sowohl

Standardprodukte als auch kundenspezifische

Lösungen: Schleuderradund

Druckluftstrahlanlagen, Nass-

Produktion 23

Strahlanlagen

Titan-Turbinen für Schweden

INNOVATIONSPREIS

DELTA ® schützt Oberflächen.

Bild: Wheelabrator

Die Wheelabrator

Group setzt ihre

Strategie mit Hightech-Lösungen

‚Made in Germany‘

und Service erfolgreich

um. Für

den Auftrag

einer neuen Rollbahnstrahlanlage

mit neuen Titan-

Turbinen erhielt

Wheelabrator

den Zuschlag.

strahlanlagen, Freistrahlräume und

Strahlkabinen, Entfettungs- und Reinigungsanlagen,

Lackier- sowie Gleitschleifanlagen

und Anlagen für die

Prozesswasseraufbereitung. Hinzu

kommen Serviceverträge, Ersatzteile,

technische Dienstleistungen, Modernisierungen

und Verbesserungen von

Anlagen, Schulungen sowie ein vollständiges

Strahlmittelsortiment. Beliefert

werden zahlreiche Industrien.

Weltweit beschäftigt die Wheelabrator

Group 1 260 Mitarbeiter. Sie

unterhält Standorte in 19 verschiedenen

Ländern.

www.wheelabratorgroup.de

Wir haben zwar die Schraube nicht neu erfunden,

aber alles drumherum.

Dörken gehört offiziell zu den 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand.

Wobei Innovationen eigentlich nichts Neues für uns sind. Denn seit über 115 Jahren entwickeln

wir permanent neue Ideen auch für den Oberflächenschutz. Wie wir das schaffen?

Ganz einfach: Durch unsere Mitarbeiter, die sich nie mit dem Guten zufriedengeben,

sondern immer auf der Suche nach dem Besseren sind. Das ist auch der Grund, warum wir

beim diesjährigen renommierten Unternehmensvergleich in den fünf zentralen Kategorien

„Innovationsförderndes Top-Management“, „Innovationsklima“, „Innovative Prozesse und

Organisation“, „Innovationsmarketing“ und „Innovationserfolg“ überzeugen konnten.

Wenn das keine guten Neuigkeiten sind. Mehr unter www.doerken-mks.de


24 Produktion Schwerpunkt: Oberflächentechnik

18. September 2008 • Nr. 37/38

Bandreinigungsanlage

Gesicherter Reinigungsprozess spart Kosten

von Bernhard Sievering, GF BvL

Oberflächentechnik GmbH

Produktion Nr. 37/38, 2008

EMSBÜREN (ba). Die BWS Philipp

Boecker + Wender Stahl

GmbH, Hersteller von Service-,

Präzis- und Federbändern aus

rost-, säure- und hitzebeständigen

Stählen, hat mit Hilfe der

BvL Oberflächentechnik GmbH

das Glüh- und Oberflächenergebnis

der Blankglühlinie verbessert

und die mechanische

Entfettung durch eine Bandreinigungsanlage

ersetzt.

Vor der Installation der auf

Kundenmaß geplanten Bandwaschanlage

wurde die Reinigung

mechanisch durchgeführt.

Da so keine 100 %ige

Entfettung erfolgte, war die

Folge, dass der Restölfilm im

Folgeprozess des Glühens störte.

Die nicht entfernten Ölbestandteile

verbrennen und vercracken bei

1 200 °C im Glühofen und beeinträchtigen

die Ofenatmosphäre. Der Wirkungsgrad

des Ofens sinkt, der Aufwand

für die Instandhaltung steigt.

BvL sollte nun in einer kontinuierlich

laufenden Blankglühlinie eine

Reinigungsanlage zum Entfetten kaltgewalzter

Bandstähle integrieren.

Krautzberger

…alles Andere ist

Spielzeug! Spritzapparate

Bild: BvL Oberflächentechnik GmbH

Beim Reinigen müssen die liquiden

und festen Bestandteile entfernt werden,

auf dem Band dürfen keine Reinigerrückstände

verbleiben. Die

Trocknung muss ohne Restfeuchte

auf dem Band erfolgen. Der maximal

zur Verfügung stehende Platz beträgt

3 800 mm. Die Materialabmessungen

variieren von 0,05 – 1,5 mm, mit einer

Bandbreite bis 400 mm. Auch bei

Lackieranlagen

Materialbehälter

Hubgeräte

Pumpen

Regler / Armaturen

Lüftungstechnik

Zubehör

06123/698-222

www.krautzberger.com

Die ‚Libelle‘ überwacht die

Waschflüssigkeit und zeigt

die Ergebnisse an einem Auswerterechner

an.

einer Bandgeschwindigkeit

bis 70 m/min muss ein optimales

Reinigungsergebnis erzielt

werden.

BvL plante eine 3-stufige

Bandwaschanlage. Reinigung,

Spülung und Trocknung

finden in durch Abquetschwalzen

voneinander getrennten

Zonen statt. Mit

Hochdruckpumpen wird das

Reinigungsergebnis erzielt,

der anschließende Spülvorgang

sorgt für die optisch

hochwertige Oberflächenreinheit.

Damit dieses Konzept im

Drei-Schicht-Betrieb laufen

kann, hat BWS bewusst in

Badpflegemaßnahmen und

die Badanalyse investiert. Ein

Phasentrenner entzieht der Waschflüssigkeit

das eingebrachte Öl, eine

Mikrofiltration scheidet emulgierte

Ölanteile in einem zweiten Schritt ab.

In einer Umkehrosmoseanlage werden

dem Spülwasser gelöste Minerale

und Salze entzogen.

Das Badanalysegerät von BvL, die

Libelle, überwacht per Sensor, der in

die Bypassleitung der Waschpumpe

Wir verändern Oberflächen!

integriert ist, die Waschflüssigkeit

permanent und zeigt die Ergebnisse

an einem an das Bedienerpult angeschlossenen

Auswerterechner an. Damit

hat der Bediener an der Warte

schnell Kenntnis über den aktuellen

Badzustand und somit auch über die

Reinigungsqualität im Prozess. Die Libelle

funktioniert prozesssicher, indem

sie auf die Kundenbedürfnisse

kalibriert wird.

Ein Ausfall der Mikrofiltration

wird sofort erkannt

Wenn im laufenden Prozess die

Verschmutzung der Badflüssigkeit

durch den Waschvorgang zunimmt,

wird dies auf einer Art Tachoscheibe

von grün über gelb bis rot angezeigt.

So kann der Badwechselzeitpunkt optimal

geplant werden und es ist garantiert,

dass kein mangelhaft gereinigtes

Band in den Glühofen einläuft.

Ein Ausfall der Mikrofiltration wird

von der Libelle sofort erkannt, ebenso

ein Filterbruch in der Reinigungsanlage

oder ein nicht ausreichend

durchgeführter Badwechsel. Im Ergebnis

sinken die Kosten und die Sicherheit

steigt. Aufgrund der guten

Erfahrungen hat BWS eine weitere

Entfettungsanlage für die im Bau befindliche

Blankglühanlage bestellt.

www.BvL-Group.de

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kompetente Beratung !

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Rückstandsfreie

Reinigung vor dem

Plasma-Härten

Produktion Nr. 37/38, 2008

INGOLSTADT (rm). Eine wichtige

Voraussetzung für einen anspruchsvollen

Härteprozess ist eine rückstandsfreie

Oberfläche des Bauteils.

Die Reinigungstechnik MPC von Zestron

Europe eignet sich laut Unternehmensangaben

wegen ihrer rückstandsfreien

Trocknung für die Vorbehandlung

beispielsweise vor dem

Plasmanitrieren.

Auch wenn die Oberfläche auf den

ersten Blick sauber wirkt: Nach der

Reinigung mit Tensid- und Lösemittelreinigern

verbleiben Rückstände

aus der Fertigung beziehungsweise

des Reinigers auf den Teilen. Diese

reagieren entweder mit dem Metall

oder sie sind schwer flüchtig und bleiben

somit auf den Oberflächen haften.

Während des Plasmanitrierens

verhindern die Rückstände ein Eindiffundieren

des Härtegases in die Oberfläche.

Weichfleckigkeit entsteht, da

die Härtung nicht gleichmäßig über

das gesamte Bauteil erfolgt. Die wasserbasierende,

tensidfreie MPC-Technik

von Zestron erzeugt nach Auskunft

des Unternehmens dagegen

rückstandsfreie Oberflächen. Somit

können keine störenden Sperrschichten

entstehen und eine aufwändige

Nachbearbeitung entfällt.

www.zestron.com

Die Innovation in

der Werkstück-

Reinigung

Verbessertes Reinigungsergebnis

im Frequenzbereich 120-600 Hz

Verunreinigungen

werden duch Vibrationen

von der Oberfläche des Bauteils

abgeschleudert und abgesaugt

Integration in den Fertigungsprozess

Gleichbleibende Reinigungsqualität

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Bild: Polynet

18. September 2008 • Nr. 37/38 Schwerpunkt: Oberflächentechnik

Seminar

Was Beschichter über REACH

und Umwelt wissen müssen

Produktion Nr. 37/38, 2008

KASSEL (ba). Die Errichtung

und der Betrieb oberflächentechnischer

Anlagen stellen

Unternehmen Jahr für Jahr

vor neue Herausforderungen.

Der Zentralverband

Oberflächentechnik e.V.

(ZVO) informiert über die

wichtigsten Änderungen in

der Umweltgesetzgebung

inkl. Änderungen in Verordnungen

und Richtlinien.

Das ZVO-Umweltforum findet

in diesem Jahr am 21.

und 22.10. in Kassel statt.

Unter den Themen finden sich ein

erster Erfahrungsbericht zum Umweltschadensgesetz

(USchadG), ein

Überblick über aktuelle Entwicklungen

im Genehmigungsrecht für oberflächentechnische

Betriebe, ein Überblick

über den Referentenentwurf

zum Umweltgesetzbuch sowie eine

Darstellung der aktuellen EU-Förderprogramme

für KMU. Das Umweltforum

eignet sich unter anderem als

Fortbildung für Betriebsbeauftragte

im Immissionsschutz.

Ihm vorangestellt findet eine halbtägige

Seminarveranstaltung zum

Thema ‚REACH für Beschichter‘ statt.

Sie soll die Beschichter für REACH

sensibilisieren und einen Überblick

über die Anforderungen an die Kommunikation

und die neuen Pflichten

geben. Vermittelt wird, welche neuen

Informationen von den Lieferanten

geliefert werden. Die Teilnehmer sol-

len verstehen, wann sie ein Expositionsszenario

erhalten, wie sie überprüfen,

ob sie mit den Anforderungen

übereinstimmen und was bei Abweichungen

zu tun ist. Das Referententeam

besteht aus Praktikern mit langjährigen

Erfahrungen in der Galvanound

Oberflächentechnik; einige haben

an den Entwicklungsprozessen

zur REACH-Umsetzung mitgearbeitet

und erste Erfahrungen zum Thema

gesammelt.

Beide Veranstaltungen sind einzeln

oder in Kombination buchbar. Als

Nachweis für Behörden und Arbeitgeber

erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat.

Weitere Informationen gibt es

beim Zentralverband Oberflächentechnik

e.V., Tel. 02103/25 56 10, E-

Mail: mail@zvo.org, www.zvo-umweltforum.de

(dort ist auch die Online-Anmeldung

möglich).

Oberflächenschutz

Wertvolle Werkstücke

sicher umhüllen

Produktion Nr. 37/38, 2008

NORDENHAM (ba). Seit über 40 Jahren

steht Poly-Net für Erfahrung bei der

Entwicklung und Fertigung von Oberflächenschutznetzen

und Zwischenlagegittern

für verschiedenste Zwecke.

Die Poly-Net-Oberflächenschutznetze

sind weiche, elastische Netzschläuche,

die sich über Werkstücke wie

Maschinen- oder Drehteile oder

Werkzeuge mit sauberen Oberflächen

Die Zwischenlagegitter von Poly-Net sind nässebeständig,

abwaschbar und unempfindlich gegen Öle und Fette.

und Kanten ziehen lassen und diese

schützen. Sie passen sich auch unregelmäßigen

Konturen an. So entsteht

für die Werkstücke rundum ein wirksamer

Schutz. Durch unterschiedliche

Fadenstärken und Maschengrößen

kann für jedes Werkstück das passende

Netz gewählt werden.

Poly-Net-Zwischenlagegitter werden

als Rollenware oder fertige Zuschnitte

für Paletten oder KLTs geliefert.

Sie sind nässebeständig, abwaschbar

und unempfindlich gegenüber

Ölen und Fetten. Auf Wunsch

Das ZVO-Umwelforum informiert auch in diesem

Jahr über wichtige Änderungen der Umweltgesetze.

können die Gitter mit individuellen

Prägungen wie beispielsweise einem

Firmenlogo oder den Fertigungsdaten

versehen werden. Diese bieten den

zusätzlichen Vorteil einer zielgerechten

Rückführung vom Kunden zum

Zulieferer.

Für die industrielle Teilereinigung

werden spezielle Poly-Net-Waschgitter

hergestellt. Damit können in den

Reinigungskörben mehrere Lagen der

zu reinigenden Teile übereinander

gelegt werden. Durch die besondere

Maschenkonstruktion

der Poly-Net-Zwischenlagegitter

wird die Kontaktfläche

mit den zu

reinigenden Werkstücken

minimiert, so dass

sowohl eine effektive

Reinigung als auch eine

schnelle Trocknung gesichert

werden. Gleichzeitig

dienen die Gitter

als Abstandshalter, so

dass Berührungen und

Beschädigungen der

Werkstücke vorgebeugt

werden kann.

Poly-Net ist ein

Unternehmensbereich der Norddeutschen

Seekabelwerke GmbH (NSW).

Seit der Gründung im Jahr 1899 sind

fortschrittliche Technologie und

industrielle Höchstleistungen Firmentradition.

In der über 100-jährigen

Geschichte hat sich NSW als führendes

Unternehmen auf dem Gebiet

der intelligenten Kunststoffprodukte

etabliert. Außerdem fertigt und installiert

NSW erfolgreich Unterwasser-

und Luftkabel für die Telekommunikationsindustrie.

www.polynet.de

Bild: ZVO

Produktion Nr. 37/38, 2008

WÜRSELEN (ba). Dansotec hat mit

Dansoclean N 2078 einen Neutralreiniger

für die Reinigung von Buntmetall-Werkstücken

entwickelt.

Der neue Neutralreiniger für den

wässrigen Prozess entfaltet ab Raumtemperatur

ein hohes Schmutzlösevermögen

und arbeitet schaumfrei.

Die Reinigungswirkung kann durch

eine spezielle Tensidmischung auf

Anlagentechnik und Bearbeitungsmedium

abgestimmt werden. Um Reini-

gungsleistung und Wirtschaftlichkeit

zu optimieren, führt Dansotec im eigenen

Technikum auf Basis kundenspezifischer

Produkt- und Fertigungsdaten

Reinigungsversuche durch.

Durch die niedrige Anwendungstem-

Produktion 25

Reinigungstechnik

Entfettung und Aufhellung in einem

News auf einen Klick!

Die Homepage der Produktion

wird Sie überzeugen. Entdecken

Sie den Unterschied.

Bild: Dansotec

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Der Neutralreiniger Dansoclean N 2078

wurde für die Reinigung von Werkstücken

aus Buntmetall entwickelt. Er sorgt für

homogen glänzende Oberflächen.

peratur ermöglicht Dansoclean N

2078 eine sehr effiziente Reinigung

mit deutlich geringerem Energieeinsatz

und Einsparungen beim Wasserverbrauch.

Darüber hinaus zeichnet

sich der neue Neutralreiniger durch

sehr gute demulgierende Eigenschaften

aus, durch die die Badstandzeit

erheblich verlängert werden kann.

www.dansotec.de

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26 Produktion Schwerpunkt: Blechbearbeitung/Umformtechnik

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Pressen

Neuer Walzenvorschub für

mehr Effizienz in Presswerken

von Klaus Hiemer

Produktion Nr. 37/38, 2008

GÖPPINGEN. Eine entscheidende Rolle

bei der Effizienz des Herstellungsprozesses

in Presswerken spielt die

Bandzuführung. An dieser Stelle setzt

Schuler an und bietet jetzt mit dem

neuen Walzenvorschub ‚Schuler Power

Feed‘ nach eigenen Angaben eine

innovative und marktgerechte Automationslösung.

Der Fokus der Entwicklung lag auf

dem Zeitabschnitt während des Herstellungsprozesses,

in dem das Bandmaterial

durch den Walzenvorschub

weiterbewegt wird. In dieser so genannten

Automationszeit entscheidet

sich, wie gut die Maschine ausgelastet

wird. „Das Ziel muss es sein, die Automationszeit

auf ein Minimum zu reduzieren“,

erklärt Sven Vosse, Leiter

Produktbereich Modulare Bandzuführanlagen

bei Schuler Automation

in Heßdorf.

Insbesondere für hochdynamische

Pressen – wie zum Beispiel die Schuler-Servopressen

– gilt ab sofort, dass

die Automationszeit mit dem neuen

Walzenvorschub weiter verkürzt werden

kann. Für mehr Dynamik und

Systemgenauigkeit sorgen Servo-Direktantriebe

sowie spielarme und

wartungsfreie Planetengetriebe. Auch

langfristig kann auf diese Weise eine

Systemgenauigkeit von ±0,05 mm erreicht

werden. Dazu kommt eine optimal

ausgelegte Walzenbeschichtung,

die hohe Beschleunigungen auf das

Material überträgt. Diese Faktoren

sorgen dafür, dass hochdynamische

Pressen ihr volles Potenzial ausschöpfen

können. ‚Schuler Power Feed‘ ist

dabei entsprechend der zu bewegenden

Masse in verschiedene Leistungs-

von Klaus Hiemer

Produktion Nr. 37/38, 2008

DITZINGEN. Trumpf bietet ein eigenes

Lagersystem für die Blechbearbeitung

an. Bei Trustore handelt es sich um ein

Kompaktlager im Baukastensystem,

das mit wenigen unterschiedlichen

Teilen eine hohe Variantenvielfalt ermöglicht,

teilt das Unternehmen mit.

Trumpf unterscheidet zwischen dem

TruStore, Serie 1000, und dem Tru-

Store, Serie 3000. Ersteres ist ein System

ohne eigenes Regalbediengerät,

das sich für Lasermaschinen eignet,

die mit dem LiftMaster Store automatisiert

werden. Die Basis-Version des

TruStore 1030 besteht aus einem Lagermodul

mit bis zu zehn Lagerfächern

und einer manuellen Ein-/Auslagerstation

mit integrierter Auspackstation.

Es ist für Blechformate bis

1 500 x 3 000 mm ausgelegt und

macht dank kurzer, hauptzeitparalleler

Wechselzeiten das Materialhandling

an Laserschneidmaschinen noch

effizienter. Weil der LiftMaster Store

die Paletten ins Übergabefach zur

Maschine transportiert, ist ein Regalbediengerät

überflüssig.

Bei Bedarf kann das TruStore 1030

nachträglich zum TruStore 3030 mit

eigenem Regalbediengerät aufgerüstet

werden. Neben dem LiftMaster

Store lassen sich an das TruStore, Serie

3000, auch andere Automatisierungskomponenten

anbinden, außerdem

kann es alleinstehend verwendet

Bilder: Schuler

klassen eingeteilt. Der Kunde kann

entscheiden, ob die Leistungsklasse

‚L‘ (Light) mit bis zu 100 Kilogramm

bewegbarer Masse, ‚M‘ (Medium) mit

bis zu 180 Kilogramm bewegbarer

Masse oder ‚H‘ (Heavy) mit bis zu 300

Kilogramm bewegbarer Masse zur

Anwendung kommt.

Schlanke Anbindung des

Vorschubs an die Schnittstelle

Damit der Einsatz des ‚Schuler Power

Feed‘ in neuen und bestehenden

Anlagen besonders einfach zu realisieren

ist, wurde das gesamte System

flexibel konstruiert. „Wir haben dafür

gesorgt, dass die Anbindung des Walzenvorschubs

an die Schnittstellen

von bestehenden Systemen sehr

schlank und offen für alle gängigen

Feldbus-Systeme ist“, erklärt Sven

Vosse. Anwender können außerdem

die Performance problemlos verändern.

Wer sich aufgrund der aktuellen

Anforderung zunächst für die ‚BP‘

(Basis-Performance mit bis zu

30m/s 2 ) entschieden hat, kann später

ein stärkeres Performance-Paket

Materialfluss

Bleche kompakt gelagert

Bild: Trumpf

werden. Bei dieser TruStore-Version

sind auch zweitürmige Lagervarianten

möglich, die dank Standard-Aufsatzmodulen

bis zu siebeneinhalb

Meter hoch in den Hallenhimmel ragen

können.

Das Grundmodul von TruStore

setzt sich aus nur 15 verschiedenen

Einzelteilen zusammen: Fußplatte,

Keilschuh, Ständer, Verbindungsträger,

Seitenwand, Laufschiene, Palettenanschlag,

Halter, Feder, Arretierhebel,

Schraube, Mutter, zwei verschiedene

Spannstreben und ein

Spannschloss – und fertig ist das Regalsystem.

Die Keilschuhe sorgen dabei

für einen festen Stand und ma-

Das Ziel war, die

so genannte Automationszeit

im Produktionsprozess

auf

ein Minimum zu

reduzieren.

Der Einsatz des

‚Schuler Power

Feed‘ in Anlagen

ist einfach zu

realisieren.

nachinstallieren. Hier stehen die Pakete

‚HP‘ (hohe Performance mit ca.

30 Prozent Performance-Steigerung)

und ‚EHP‘ (extra hohe Performance

mit ca. 60 Prozent Performance-Steigerung)

zur Verfügung. Gleiches gilt

für die Maße des Walzenvorschubs,

denn auch die maximale Bandbreite

kann aufgrund der modularen Konstruktion

jederzeit nachträglich den

Kundenwünschen angepasst werden.

In der Planungsphase wurde eine

Kundenbefragung durchgeführt. Kriterien

wie Werkstoffspezifika, Systemgenauigkeit

oder Beschleunigungswerte

spielten hierbei eine

wichtige Rolle.

www.schulergroup.de

Das Lagersystem soll Produktionsbetrieben

den Einstieg

in die mannlose Fertigung

ermöglichen.

chen aufwändige Bodenarbeiten

überflüssig.

Das Lagersystem im

Baukastenprinzip wurde

mit dem Ziel entwickelt,

Produktionsbetrieben einen

kostengünstigen und

unkomplizierten Einstieg

in die mannlose Fertigung

zu ermöglichen. Die standardisierteModulbauweise

lässt viele Entwicklungsmöglichkeiten

für

die Zukunft offen. Klare

Schnittstellen und ein einheitliches

Bedienkonzept

über die Trumpf-Maschinensteuerung

machen die Arbeit mit

dem Lagersystem unkompliziert und

komfortabel.

Trumpf reagiert mit dem Eigenprodukt

auf die wachsende Nachfrage

nach einfachen Lagerlösungen. Das

TruStore-System wird am Standort

Neukirch in Sachsen entwickelt.

Produziert werden die Automatisierungskomponenten

im tschechischen

Liberec. Neben den eigenen Kompaktlagern

bietet das Unternehmen

auch weiterhin in Zusammenarbeit

mit Partnern individuell gestaltete

Lagerlösungen verschiedener Größen

an.

www.trumpf.com


18. September 2008 • Nr. 37/38 Schwerpunkt: Blechbearbeitung/Umformtechnik

von Peter Springfeld

Produktion Nr. 37/38, 2008

KELHEIM (hi). Die Franz Eder Thaldorf

Maschinenbau KG setzt eine Schleifund

Entgratmaschine der Lissmac

Maschinenbau ein, die in der Lage ist,

dicke Bleche in einem Durchgang von

beiden Seiten vollständig zu entgraten

und alle Innen- und Außenkanten zu

verrunden.

„Im letzten Jahr“, erläutert Klaus

Zehnder, Technischer Betriebsleiter

in der Franz Eder Thaldorf Maschinenbau

KG, „haben unsere Brennmaschinen

Stahlplatten mit einem Gesamtgewicht

von etwa 10 000 Tonnen

verarbeitet. Während wir das dünnere

Material auf unserer Plasmaschneidanlage

trennen, nutzen wir

die mit sechs Maschinenbrennern

ausgestattete, DNC-gesteuerte Brennschneidmaschine

für das Schneiden

von dicken Blechen, die im Minimum

25 Millimeter und im Maximum 120

Millimeter dick sind.“

Je dicker die zu schneidenden Bleche

sind, desto größer werden die

Schneidbärte und Schneidgrate. „Bei

sehr dicken Blechen werden die

Schneidbärte abgemeißelt. Die so

vorbereiteten Schneidstücke haben

Die Schleifmaschine sorgt für eine gleichmäßige Kantenbearbeitung und trägt somit zur

Erfüllung des hohen Qualitätsanspruches im Unternehmen bei.

wir anschließend mit manuell geführten

Winkelschleifern entgratet. Eine

anstrengende Tätigkeit mit ungesunder

Körperhaltung, Lärm, Funkenflug

und intensiver Staubentwicklung.

Darüber hinaus“, fährt Klaus Zehnder

fort, „kann das manuelle Entraten

keine exakte und gleichmäßige Kantenbearbeitung

garantieren. Ein

gleichmäßiges Verrunden der

Schnittkanten ist ebenso wenig möglich.

Um jedoch auch für diese Arbeiten

den hohen Qualitätsanspruch im

Kelheimer Unternehmen umzuset-

zen, suchten wir nach einer geeigneten

Spezialschleifmaschine und fanden

sie im Bad Wurzacher Unternehmen

Lissmac Maschinenbau und Diamantwerkzeuge

GmbH.“

„Unser Unternehmen“, erläutert

Klaus Zehnder weiter, „hat sich als

Zulieferbetrieb für große Schweißteile

und Baugruppen etabliert, die stets

nach Kundenwunsch geschnitten und

zu fertigen Einbauteilen weiterbearbeitet

werden. Wir stellen beispielsweise

Baggergrundgestelle, Ausleger

und Grundgestelle für Kunststoffma-

schinen her. Unsere einbaufertigen

Module entstehen in einer hohen Fertigungstiefe.

Nach dem Schneiden

entgraten wir die Zuschnitte, biegen

sie zum Teil und schweißen sie zu

Baugruppen zusammen. Die

Schweißteile werden anschließend

gerichtet und danach auf modernen,

CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen

mechanisch bearbeitet, zum Teil

im IT6-Genauigkeitsbereich. Zum

montagefertigen Einbau gehört

außerdem die gewünschte Farbgebung.

Sie schützt die entsprechenden

Teile und Baugruppen zunächst auf

dem Transportweg und später auch

im praktischen Einsatz in der fertigen

Maschine.“

Die eine oder andere Kante der

vielfältigen Zuschnittteile ist auch im

Finalprodukt sichtbar. Hier trägt die

exakt verrundete Kante zur Qualitätsund

Gebrauchswerterhöhung bei. Die

Verrundung der Schnittkanten bewirkt

darüber hinaus ein sicheres manuelles

Handling der Zuschnitte. Das

Abrunden sämtlicher Schnittkanten

schließt die zuvor vorhandenen Verletzungsgefahren

aus. „Die Schleifund

Entgratmaschine SBM-GS 1500“,

ergänzt Daniel Keller, Lissmac Marketing,

„beschert dem Nutzer Vorteile in

zwei Richtungen. Zum einen ist sie in

Produktion 27

Entgraten

Schleifmaschine rückt Dickblech-Kanten zu Leibe

Pressen

Auf und ab nur mit Sicherung

von Klaus Hiemer

Produktion Nr. 37/38, 2008

NEUHAUSEN OB ECK. Mäder Pressen

hat für seine Produkte eine neue Hubsicherung

entwickelt. Das System sichert

den Abwärtshub auch bei nicht

vollständig ausgeführtem Rückhub,

teilt das Unternehmen mit.

Zusammen mit der bewährten

Schnellentriegelung sorgt die in beide

Richtungen wirkende geräuscharme

Hubsicherungstechnik für prozesssichere

Abläufe in der gängigen Produktionspraxis.

Das System entspricht

bereits künftigen Maschinenrichtlinien.

Die neue Hubsicherung liefert einen

wirksamen Beitrag zur Qualitätssicherung“,

ist Michael Jakobi von

der Pressen überzeugt. „Unvollständige

Arbeitsgänge beim

Verformen, Fügen oder Verbinden

sind mit unseren

Pressen sicher ausgeschlossen.“

Die neue Hubsicherung

des Tuttlinger Unternehmens

verfügt über einen

Blockiermechanismus,

der auch in der Rückhubbewegung

aktiviert ist. Das

Umgehen der Hubsiche-

rungsfunktion bei nur teilweiserückgeführten

Hüben

wird so wirkungsvollverhindert.Arbeitsschritte

müssen

auch dann immer bis

zum unteren Totpunkt

(UT) durchgeführt werden.

Bei blockierten Teilen

kann jederzeit der

Quick Release (QR) aktiviert

und ein verkeil-

tes Teil entnommen

werden.

Wenn Bediener

von Pressen mit

Hubsicherung bisher

nach erfolgtem

Abwärtshub den

Hebel nicht wieder

ganz in den ‚Oberen

Totpunkt‘ (OT)

Bild: Mäder Pressen

Die Hubsicherung

sorgt für

prozesssichere

Abläufe.

Bild: Springfeld

zurückgeführt hatten, war beim neuerlichen

Abwärtshub die Sicherung

nicht aktiviert. So konnten unvollständig

durchgeführte Hübe, die

nicht über den UT hinausgingen, fehlerhafte

Teile hervorbringen. Dies sei

nun nicht mehr möglich, da die neue,

zum Patent angemeldete Hubsicherungs-Technologie

den Blockiermechanismus

auch für den Rückhub aktiviert

und den vollständigen Rückhub

bis über den OT erzwingt.

Zum Einsatz kommt der bewährte,

sehr geräuscharme Blockiermechanismus.

Wird der Hebel gegen die gesicherte

Bewegungsrichtung gedrückt,

drückt ein elastischer Kunststoff,

der knapp über der Zahnscheibe

steht, gegen den Blockierer. Der

Blockierer rastet in die Zahnscheibe

und verhindert die Bewegung. „Gerade

die durch den Kunststoff sehr geräuscharm

ablaufenden Hubvorgänge

ohne das quälende ‚Rätschen‘ schätzen

unsere Kunden besonders“,

weiß Jakobi.

Das neue System soll für absolut

prozesssichere Arbeitsgänge

sorgen. Es erfüllt die Sicherheitsanforderungen

der Maschinenrichtlinien

98/37/EG ebenso

wie die kommende, erst ab

29. 12. 2009 gültige Richtlinie

2006/42/EG. Seit Januar

2008 ist die neue Hubsicherungs-Technologie

für alle

Hand-Kniehebelpressen mit

Rund- und Vierkantstößel

mit 5 kN und 7,5 kN Presskraft

verfügbar. Stärkere

Modelle bis 30 kN werden

zurzeit mit dem neuen System

ausgerüstet. Ab Mitte

des Jahres werden die

Zahnstangenpressen und

die hydropneumatischen

Pressen von Mäder mit

der neuen Technologie

verfügbar sein. Mit großer

Fertigungstiefe entwickelt

und produziert

die 1956 gegründete

der Pressen GmbH

ihre Produkte in

Deutschland.

www.maederpressen.de

Gase, Service

und Know-how

+3.300 °C Flammentemperatur Acetylen C 2H 2

+2.500 °C Flammentemperatur Ethan C 2H 4

+2.350 °C Flammentemperatur Wasserstoff H 2

+2.200 °C Flammentemperatur Methan CH 4

der Lage, die dicken Bleche in einem

Durchgang von beiden Seiten vollständig

zu entgraten und zum anderen

alle Innen- und Außenkanten zu

verrunden. Sie arbeitet im Feinblechbereich

genauso zuverlässig wie im

Dickblechbereich bis 120 Millimeter

Blechdicke, wo sie bis zu fünf Millimeter

hohe Grate abschleifen kann.“

Einsatz bedeutet spürbare

Entlastung von schwerer Arbeit

„Gerade die Bearbeitung der Zuschnitte

von oben und unten in einem

Durchgang zugleich, hat uns zur Investition

motiviert“, bekennt Klaus

Zehnder und fährt fort: „Man spart

dadurch eine zweite Maschine beziehungsweise

das Wenden des Werkstücks.

Deshalb bedeutet die Arbeitsweise

der Lissmac-Schleif- und Entgratmaschine

eine spürbare Entlastung

von körperlich schwerer Arbeit

und eine signifikante Produktivitätserhöhung

zugleich. Wir sparen etwa

zwei Drittel der zuvor benötigten Zeit

fürs manuelle Entgraten.“

Lissmac Schleifmaschinen

Lanzstraße 4

88410 Bad Wurzach

Fax: 07564/307503

www.lissmac.com

+123,3 °C Siedepunkt Fluormethan CH 3F*

+21,1 °C Siedepunkt Stickstoffdioxid NO 2*

-0,5 °C Siedepunkt Butan C 4H 10*

-63,8 °C Sublimationspunkt Schwefelhexafluorid SF 6*

-78,5 °C Sublimationspunkt Kohlendioxid CO 2*

-88,4 °C Siedepunkt Distickstoffmonoxid N 2O*

-127,9 °C Siedepunkt Tetrafluormethan CF 4*

-252,7 °C Siedepunkt Wasserstoff H 2*

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Bild: RSA

28 Produktion Schwerpunkt: Blechbearbeitung/Umformtechnik

18. September 2008 • Nr. 37/38

Der Entgrat-Automat sorgt dafür, dass

jedes Werkstück prozesssicher und

definiert bearbeitet wird.

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Mit nachgeschaltetem Entgrat-Prozess

Produktion Nr. 37/38, 2008

LÜDENSCHEID (hi). Das wirtschaftliche

Sägen von Fixlängen hängt ab von

einer optimale Anpassung der Säge-

Maschinen und der folgenden Prozesse

an die Werkstück- und Werkstoffeigenschaften

sowie von einer Vereinfachung

der Prozesskette. Unter diesem

Aspekt hat RSA sechs Baureihen von

Säge-Maschinen mit nachgeschaltetem

Entgratprozess entwickelt.

Das Säge-Zentrum RASACUT SK ist

ausgelegt für Fixlängen von 20 mm

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bis 150 mm. Dem Sägeprozess nachgeschaltet

ist ein Entgrat-Automat,

der prozesssicher und definiert jedes

einzelne Werkstück entgratet. Die

Ausbringungsleistungen des Entgrat-

Automaten gehen bis 7 000 Stück pro

Stunde und höher.

Ein zweites Säge-Zentrum, entwickelt

für Rohr- und Vollmaterial im

Durchmesserbereich von 20 bis

170 mm, trägt den Namen RASACUT

XXL. Damit stößt RSA, mit dem Prinzip

der Kaltkreis-Säge in einen Bereich

vor, der zuvor hauptsächlich

von Bandsägen dominiert wurde.

Vorsprung

durch

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In Abhängigkeit von der Werkstückeigenschaften

und -dimensionen

sind Reduzierungen der Sägezeiten

bis 90 % gegenüber Bandsägen möglich.

Darüber hinaus verbessert sich

bei dem Trennverfahren mit einer

Kaltkreissäge die Qualität der

Schnittfläche, was Winkeligkeit und

Rauheit betrifft. Die RASACUT XXL

ist ausgestattet mit einer Sortierweiche

bis 5 Ablagepositionen für die

Fixlängen. Aber auch eine Entnahme

per Roboter ist möglich. Direkt

verkettet werden kann zudem

ein Entgrat-Automat, der ebenfalls

Lasertechnik

Preiswert beschriften

Produktion Nr. 37/38, 2008

NOHRA (hi). Die ACI Laser

GmbH bietet mit der neu gestalteten

WorkstationBASIC in

Verbindung mit dem

DPLSmart Marker ein qualitativ

hochwertiges Lasersystem

zum attraktiven Preis für die

Lasermaterialkennzeichnung,

teilt das Unternehmen mit.

Bild: ACI

Die ACI Laser GmbH aus Thüringen,

ein Hersteller von Lasern und Lasersystemen

zum Beschriften, präsentierte

auf der AMB in Stuttgart für

den Stand-alone-Betrieb einen diodengepumpten

Festkörperlaser mit

dem Schutzgehäuse Workstation-

BASIC als Handarbeitsplatz für den

preisgünstigen Einstieg in die Laserbeschriftung.

Die niedrigen Investitionskosten

machen das Werkzeug Laser noch attraktiver

für Markier- und Kennzeichnungsaufgaben

jeglicher Art. Eine

einfache Plug&Play-Lösung sorgt für

höchste Anwenderfreundlichkeit. Das

Schutzgehäuse ist als Tischlösung

konzipiert und mit einer motorisch

höhenverstellbaren z-Achse für den

Laser sowie mit einer Innenraumbeleuchtung

ausgestattet. Die individuelle,

kontrastreiche Kennzeichnung

auf Werkstücken aller nur denkbaren

Formen, auch in kleineren

Produktion Nr. 37/38, 2008

BÖBLINGEN (hi). Die BVS Blechtechnik

realisierte mit einem Standterminal

und einem innovativen Rednerpult

zwei Sonderprojekte, die mit modernen

Edelstahl-Komponenten ausgestattet

sind.

Neben den bekannten Optionen wie

17"- oder 19"-Touchscreens, Mini-PC-

Integration, W-LAN, Webcam etc.

wurde jetzt das erste höhenverstellbare

Standterminal tc:one der infomedia-Familie

hinzugefügt. Die elektrische

Höhenverstellung ermöglicht

sowohl Rollstuhlfahrern als auch großen

Menschen anhand zweier beleuchteter

Drucktaster aus Edelstahl,

jederzeit eine barrierefreie Bedienung.

Durch eine kundenspezifische

Lackierung passt sich das Terminal

nahezu jeder Umgebung an.

pc:one ist ein innovatives Multimedia-Pult

mit optional integriertem PC

und 17"-SAW-Touchscreen. Die elektrische

Höhenverstellung, die auch im

tc:one-Standterminal Verwendung

findet, ermöglicht ebenfalls sowohl

Rollstuhlfahrern als auch großen

Menschen anhand zweier beleuchteter

Drucktaster aus Edelstahl jederzeit

eine barrierefreie Bedienung.

Werkstückdurchmesser bis 170 mm

bewältigt.

RSA bietet vier weitere Säge-Baureihen

an: Eine davon ist RASACUT

OC, die für das vollautomatische Zuschneiden

perforierter Rohre entwickelt

wurde. Dabei werden die Perforationsabstände

automatisch gemessen.

Verschieben sich die perforierten

Teilbereiche in der Fixlänge

außerhalb einer vorgegebenen Toleranz,

werden die betroffenen Werkstücke

automatisch herausgeschnitten

und ausgeschleust.

www.rsa.de

Werkstücke können auch

in kleinen Stückzahlen

gekennzeichnet werden.

Stückzahlen, stellt

mit diesem

Laserkomplettsystem

nach betriebswirtschaftlichen

Aspekten

kein Problem mehr

dar. Mit einem Preis von 22 700

Euro zzgl. Mehrwertsteuer für das

neue Basismodell DPLSmart Marker

bietet die ACI Laser GmbH innovative

Technik auch für kleinere und mittelständische

Unternehmen an. Die

Komplettlösung mit dem Schutzgehäuse

WorkstationBASIC als betriebsbereiter

Handarbeitsplatz nach Laserschutzklasse

1 liegt bei 28 700 Euro

zzgl. Mehrwertsteuer.

Neben den niedrigen Anschaffungskosten

sind die leichte Bedienbarkeit,

die geringen Betriebskosten (die Leistungsaufnahme

des Lasers liegt bei

unter 100 W) sowie die zugehörige

grafisch orientierte Beschriftungssoftware

weitere Pluspunkte für den

DPLSmart Marker. Die kompakte All-

In-One-Bauweise der Geräte aus dem

Hause ACI sind ihr technisches Markenzeichen.

www.ACI-Laser.de

Umformtechnik

Top-Form dank Edelstahl

Bild: BVS

Rednerpult und Terminal sind höhenverstellbar

und ermöglichen eine barrierefreie

Bedienung.

Ein frei zugängliches Anschlussfeld

stellt sicher, dass schnell und problemlos

eine Verbindung mit der

Soundanlage, dem Video-Beamer, einem

vorhandenen Netzwerk und bis

zu zwei Mikrofonen mit einem Verstärker

erfolgen kann.

Das optional erhältliche Transportmodul

beinhaltet 4 Rollen mit Stoppvorrichtung,

was nun einen einfacheren

Transport zwischen verschiedenen

Räumen zulässt. Neue geräuscharme

Mini-PCs mit topmoderner Prozessortechnologie

können kundenspezifisch

konfiguriert werden, teilt

das Unternehmen mit.

www.bvs-gruppe.de


18. September 2008 • Nr. 37/38 Schwerpunkt: Blechbearbeitung/Lasertechnik

Lasertechnik

Sintern schafft Freiraum

für komplexe Geometrien

von Klaus Hiemer

Produktion Nr. 37/38, 2008

BIEDENKOPF-WALLAU. Laser-Sintern:

Einst entwickelt als Technologie

des Rapid Prototyping hat sich die generative

Schichtbau-Methode im Bereich

der Kleinserien inzwischen als

überaus wirtschaftliches Fertigungsverfahren

etabliert. International tätige

Leuchten-Designer realisieren damit

außergewöhnlich komplexe und filigrane

Geometrien.

Preisgekrönt und viel bestaunt sind

die Raumleuchten des international

ausgezeichneten Stardesigners Janne

Kytännen. Inspiriert von der Formensprache

der Natur entwirft der 34jährige

Finne filigrane Geometrien,

deren grazile Gestalt an Korallen,

Blüten oder Palmenkronen erinnert.

Obgleich von mathematischer Regelmäßigkeit,

strahlen die Leuchtkörper

große Ruhe und Sanftheit aus. Ihrer

Umgebung verleihen sie ein gleichmäßiges,

indirektes Licht.

Janne Kytännen ist der kreative

Kopf der Designerschmiede Freedom

of Creation (FOC). Sie hat ihren Sitz

in Amsterdam und gilt als Trendsetter

für anspruchsvolle Designprodukte

aus Kunststoff, die mit den digitalen

Methoden des Rapid Manufacturing

gefertigt werden. Wie kaum ein anderes

Unternehmen der Branche hat

FOC insbesondere die Herstellung

geometrisch außergewöhnlich komplizierter

Leuchtenkörper mit Hilfe

des Lasersinterns perfektioniert.

Das generative Schichtbauverfahren

versetzt die Designer in die Lage,

nahezu ohne konstruktive Grenzen

überaus komplexe, feingliedrige For-

von Susanne Loetzsch

Produktion Nr. 37/38, 2008

STARNBERG (hi). Bis heute definiert

die patentierte Resonator-Technologie

von Rofin bei Festkörperlasern die

Messlatte für hohe Pulskonstanz bei

größtmöglicher Schärfentiefe. Die

neue, dritte Generation des Sweet-

Spot-Resonators deckt nun einen noch

weiteren Leistungsbereich bis zu

200W ab, teilt das Unternehmen mit.

Die meisten Festkörperlaser (z. B.

Nd:YAG) weisen, physikalisch bedingt,

die Eigenschaft einer thermischen

Linse auf, welche die Strahlqualität

abhängig von der Laserleistung

beeinflusst. Die ersten Pulse einer

Schweißsequenz haben aufgrund

des veränderten Fokusdurchmessers

eine andere Schweißtiefe als die folgenden

Pulse.

Dieses Erstpulsverhalten ist eine

unerwünschte Eigenschaft und lässt

sich zum Beispiel mit Hilfe der Faserkopplung

verringern, allerdings auf

Kosten der Strahlqualität. Nicht so bei

den Handschweißlasern von Rofin.

Der patentierte Sweet-Spot-Resonator

verhindert in einem großen Bereich

der Pumpleistung die negativen

Auswirkungen durch thermische Linseneffekte

ohne nachteilige Folgen

bei der für Rofin Laser typischen

größtmöglichen Schärfentiefe. Er reduziert

das Erstpulsverhalten bis unter

die für den Benutzer noch feststellbare

Grenze.

Die Pulskonstanz der Sweet-Spot-

Technologie ist bei Handschweißla-

Bild: FKM Sintertechnik

men aus Kunststoff

zu realisieren,

die sich so mit

keiner anderen

Fertigungstechnik

herstellen lassen.

Denn das Lasersintern

erschafft quasi

‚aus dem Nichts‘

selbsttragende

und temperaturstabile Strukturen –

vollkommen ohne Stützkonstruktionen

und vor allem ohne teure Werkzeuge.

Daher lassen sich mit dieser

Technologie selbst exklusive Einzelstücke

oder Klein(st)serien sehr

schnell und wirtschaftlich fertigen.

„Ganz gleich, ob Tisch-, Deckenoder

Wandleuchten, fast alle Entwürfe

von Janne Kytännen entstehen

heute on demand und in wenigen

Stunden per Lasersintern. Dabei lässt

uns das Verfahren stets große Freiheit

beim kreativen Prozess der Formensuche“,

berichtet Michiel Wijnbergh,

Mitbegründer und Managing Director

von FOC. Als verlängerte Werkbank

der Leuchtendesigner fungiert

sern die Voraussetzung für hervorragende

Schweißergebnisse mit konstanter

Qualität vom ersten Schweißpunkt

an. Die außerordentlich gute

Strahlqualität bewirkt eine große

Schärfentiefe und ermöglicht damit

beste, reproduzierbare Schweißqualität,

unabhängig von einer exakten

Positionierung der Fokuslage – eine

entscheidende Voraussetzung für

handgeführte Schweißungen.

Darüber hinaus bildet der Sweet-

Spot-Resonator die Voraussetzung für

die MicroWeld-Funktion, die mit

Schweißpunktdurchmessern unter

0,1 mm Arbeiten an feinsten Strukturen

zulässt. Auch bei der Bearbeitung

hochreflektierender Materialien wie

Kupfer, Gold oder Silber, insbesondere

in der Schmuckherstellung und

Moderne Sintertechnologie

ermöglicht individuelle Formen.

Technik-Facts

Vorteile des Sinterns:

■ Komplexe und feingliedrige

Kunststoff-Formen lassen sich

herstellen

■ Selbsttragende und temperaturstabile

Formen entstehen ‚aus

dem Nichts‘

■ Große Freiheit bei der Formensuche

■ Sintern ermöglicht die Serie bei

Kunststoff-Produkten

Lasertechnik

Neue Sweet-Spot-Generation

Bild: Rofin

Die große Bearbeitungskammer

bietet

Raum für Objekte bis

500mm Kantenlänge.

dabei das hessischeUnternehmen

FKM Sintertechnik,

das in Europa

zu den großen

Lasersinter-

Dienstleistern gehört.

FKM fertigt

für die Branchen

Automotive,

Hausgeräte, Konsumgüter, Medizintechnik,

Kommunikationstechnik und

die Möbelindustrie. „In der Kompetenz

des FKM-Teams auf dem Gebiet

des Lasersinterns sehen wir die ideale

Fortsetzung unserer kreativen Ideen

auf dem Weg zum fertigen Produkt“,

sagt Wijnbergh. Derzeit produziert

FKM für das niederländische Design-

Atelier jährlich mehrere Hundert lasergesinterte

Leuchtenkörper verschiedener

Ausführungen, so das

Unternehmen.

FKM Sintertechnik GmbH

Bahnhofstraße 48

35209 Biedenkopf-Wallau

Fax: 06461/98091

www.fkm-sintertechnik.de

Dentaltechnik, hat sich diese

Resonator-Technologie seit

vielen Jahren bewährt.

Für das Nahtschweißen von

Blechen bietet das geringe Einlaufverhalten

der Laser mit

Sweet-Spot-Resonatoren einen

unschlagbaren Vorteil: Die

Konstanz vom Einzelschuss bis

zur maximalen Leistung vereinfacht

die Prozessentwicklung.

Die hohe Puls-zu-Puls-

Stabilität sorgt zudem für

größtmögliche Prozesssicherheit,

besonders wichtig bei Anwendungen,

die keinerlei Qualitätsschwankungen

dulden,

etwa bei medizinischen Instrumenten

und Implantaten.

Von der doppelten Leistung

der neuen Sweet-Spot-Generation,

dem variablen Pulse Shaping

und den extrem fein justierbaren Prozessparametern

profitieren eine Vielzahl

weiterer Anwendungen, wie das

Aluminiumschweißen oder das Dichtschweißen

von Membranen an

Drucksensoren. Nicht zuletzt erhöhen

die 200 W Laserleistung in der Serienfertigung

die Durchsatzraten. Ein

weiterer Vorteil der Sweet-Spot-Technologie

liegt im hohen Wirkungsgrad.

Mit dieser Technologie können 200 W

mit einer Lampe erzeugt werden. Dabei

wird eine neue Lampengeneration

mit deutlich verlängerter Lebensdauer

eingesetzt. Im Wartungsfall muss

nur eine Lampe ausgetauscht werden,

was Kosten spart, teilt das Unternehmen

weiter mit.

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Produktion 29

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Bild: Messe Essen

30 Produktion Messe-Special: Aluminium 2008

18. September 2008 • Nr. 37/38

Aluminium 2008

Deutlicher Zuwachs

aus der Be- und Verarbeitung

Profis aus allen mit Aluminiumver-

und bearbeitung

befassten Branchen

werden in Essen erwartet.

von Susanne Bader

Produktion Nr. 37/38, 2008

ESSEN. Die weltweite Nachfrage nach

Aluminium und Aluminiumprodukten

ist in den vergangenen Jahren stetig

gestiegen, die Produktionszahlen von

Primäraluminium und Halbzeugen

zeigen deutlich nach oben. Diesen

Boom spiegelt auch die Aluminium

2008 wider, die als weltgrößte Branchenmesse

vom 23. bis 25. September

in Essen stattfindet.

In Essen treffen sich Aluminiumhersteller,

Aluminiumverarbeiter, Anbieter

von Technologien und Ausrüstungen

für die Aluminiumproduktion,

-weiterverarbeitung und -veredelung.

840 Unternehmen aus 41 Nationen

zeigen sich in den Essener Messehallen

– ein Zuwachs von 19 % gegenüber

der Vorveranstaltung vor zwei

Jahren. 55 000 m 2 in acht Hallen sind

belegt. Mehr als die Hälfte der Aussteller

kommt aus 41 Nationen. Träger

der Messe sind der Gesamtverband

der Aluminiumindustrie e.V.

(GDA) und der europäische Ver-

Sicherheitsmesser

zur Unfallverhütung

bandspartner EAA

European Aluminium

Association.

Anlagenbauer

und Ausrüster stellen

mit aktuell 420

Ausstellern die

größte Gruppe auf

der Messe. 226

Aussteller kommen

aus dem Bereich

Rohstoffe/

Hüttenerzeugnisse

und Halbzeuge,

215 aus dem BereichAluminiumerzeugnisse

für bestimmteAnwendungsbereiche

wie

Bauwesen, Design,

Transport, Elektrotechnik,

Maschinenbau und Verpackung

sowie 181 Unternehmen aus

dem Bereich Oberfläche. Der Ausstellerzuwachs

von 19 % kommt vor allem

aus den Bereichen Be- und Verarbeitung,

insbesondere aus den Segmenten

Oberflächenbehandlung und

-technik, Aluminiumguss und Gusstechnologie.

Auch die internationale

Extrusionsbranche, die sich seit einigen

Jahren wieder im Aufwind befindet,

ist in Essen stärker vertreten.

Eine der wichtigsten Neuerungen

ist der Primärpavillon, der sich an Lieferanten

von Technologien und Anlagen

zur Aluminiumerzeugung richtet.

Mit ihm schließt sich nach dem Oberflächen-,

dem Gießerei- und dem

Schweißenpavillon der Kreis der Gemeinschaftsstände,

der alle Bereiche

von der Rohstoffgewinnung über alle

Schritte der Verarbeitung bis zur Anwendung

abbildet. Mit dem Schweißen-

und Fügenpavillon bietet die

Aluminium 2008 auch dem Thema

Technologie und Anlagen für Aluminiumschweißen

wieder ein eigenes

Forum. Das Ausstellungsspektrum

umfasst die Bereiche Anlagen, Aus-

Tel. +49 212 25805-0 � Fax 25805-55

info@martor.de� http://www.martor.de Maier Unitas GmbH – Maschinenfabrik

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Essen,Halle5

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zum Spannen von

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rüstung, Technologien, Verfahren

und Hilfsmittel zum Fügen, Trennen

und Beschichten von Aluminium-

Werkstoffverbunden, Schweißzusätze,

Schweißgase sowie Komplettlösungen

und Zubehör. Seine Premiere

feierte der Schweißenpavillon bereits

2006.

Auch in diesem Jahr ergänzt der

Aluminium-Kongress die Messe. Erneut

wird er organisiert von der Deutschen

Gesellschaft für Materialkunde

(DGM), die im Kongress Center West

Referenten aus Unternehmen und

Forschungseinrichtungen versammelt.

Die Themen zielen auf die Anwender

von Aluminium und beschäftigen

sich mit den Themen Aerospace,

Shipping, Processing, Automotive,

Alloy Development und Production.

Erstmals erhält die Aluminium

ihr eigenes Vortragsforum. Die drei

Partner der jeweiligen Themenpavillons,

die GDM, der DVS-Verlag und

Gießen, Schweißen und

Primärproduktion im Fokus

die GDMB Gesellschaft für Bergbau,

Metallurgie, Rohstoff- und Umwelttechnik

gestalten eine Vortragsreihe

zu den Themen Gießen, Schweißen

und Primärproduktion. Das Forum zu

den Oberthemen Aluminiumherstellung,

Aluminiumschweißen und -fügen

befindet sich in Halle 6, der Besuch

ist kostenfrei.

Bereits zum sechsten Mal wird auf

der Messe der European Aluminium

Award ‚Industrial Design & Engineering‘

verliehen, der vom Aluminium

Centrum (Niederlande) in Zusammenarbeit

mit der EAA European

Aluminium Association, dem GDA

Gesamtverband der Aluminiumindustrie

sowie der Messe organisiert wird.

Die Preisübergabe findet am 23. September

im Rahmen einer Abendveranstaltung

statt.

www.aluminium-messe.com

VAKUUM Spanntechnik

Spezialisiert auf anwendungsspezifische Sonderlösungen

Standard

Equipment:

Wärmebehandlung

Rohrofen für schnelle

Zykluszeiten

Produktion Nr. 37/38, 2008

ESCHENFELDEN (ba). Linn

High Therm stellt einen Rohrofen

für schnelle Zykluszeiten unter

Schutzgas und Vakuum vor. Dieser ist

für das Wärmebehandeln von Pulvern,

für Löt- und Glühprozesse einsatzfähig.

Er verfügt über ein Einsatzrohr

mit gasdichter Endkappe, das

auf einem Schlitten verschiebbar angeordnet

ist. Durch dieses Konstruktionsdetail

ist es möglich, Proben unter

Schutzgasatmosphäre in den vorgeheizten

Ofen einzubringen oder

herauszunehmen. Dadurch werden

exrem kurze Aufheiz- und Abkühlzeiten

möglich. Der Rohrofen kann maximal

bis 1 100 °C (1 200 °C), im Vakuum

bis 600 °C (1 000 °C) betrieben

werden. Sein Einsatzrohr aus Inconel

besitzt einen Innendurchmesser von

ca. 220 mm und ist 1 000 mm lang.

Bild: Linn High

Therm

Für höchste

Anforderungen

im Flugzeugbau

Produktion Nr. 37/38, 2008

Der neue

Rohrofen von

Linn High

Therm arbeitet

mit einer

Heizleistung

bis ca. 11 kW.

Die beheizte Länge beträgt 600 mm,

die Heizleistung ca. 11 kW. Auf

Wunsch ist der Rohrofen mit einer

Begasungseinrichtung, einer Abfackelung

mit Flammüberwachung, verschiedenen

Programmreglern oder einerSchleppthermoelement-Temperaturregelung

erhältlich. Er kann auch

an individuelle Kundenanforderungen

angepasst werden.

www.linn.de

Halle 2, E29

Oberflächenbearbeitung

Aluminium schonend polieren

Produktion Nr. 37/38, 2008

GÖPPINGEN (ba). Die

Firma Heinrich Kreeb

GmbH & Co. KG ist

Hersteller von Schleif- und Polierwerkzeugen

für die mechanische

Oberflächenbearbeitung. Diese werden

eingesetzt für das Entgraten,

Schleifen, Mattieren, Bürsten und Polieren

der unterschiedlichsten Werkstoffe.

Die Oberflächenbehandlung

von Werkstücken aus Aluminium

stellt dabei einen wichtigen Bereich

dar. So fertigt Kreeb Sisal- und Drahtbürsten

sowie Mattier- und Polierscheiben

für die Bearbeitung von

PKW-Zierleisten und -Griffen, Türbeschlägen

und Profilen. Sowohl bei

diesen als auch anderen Anwendungsfällen

versteht sich Kreeb als

Problemlöser, der speziell auf die individuellen

Kundenbedürfnisse abge-

Hönnestraße 55 · D-58809 Neuenrade

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Horst Witte Gerätebau

Barskamp e.K.

D-21354 Bleckede

Horndorfer Weg 26-28

Tel.: +49 (0) 58 54 / 89-0

Fax.: +49 (0) 58 54 / 89 40

www.vakuumsysteme.de

E-Mail: info@horst-witte.de

Bild: Heinrich Kreeb GmbH & Co. KG

Kreeb stellt auch Schleif- und Polierwerkzeuge

nach individuellen Kundenwünschen

her.

stimmte Werkzeuge produziert. Ein

gutes Beispiel sind dabei auf das jeweilige

Rad-Design angepasste Tellerbürsten

für das Entgraten von Aluminiumfelgen.

Diese Spezialbürsten

werden von diversen renommierten

Herstellern von Alurädern eingesetzt.

Neben dem Stammsitz in Göppingen

fertigt die Firma Kreeb noch in Haan

bei ihrem Zweigbetrieb bi-flex Birkenstock

GmbH & Co. KG.

www.kreeb.com

Halle 2, Stand E 29

ZWINGENBERG (ba). SurTec hat mit

SurTec 650 chromitAL ein umweltverträgliches,

wirtschaftliches Spitzenprodukt

entwickelt, das Aluminium

und Aluminiumlegierungen vor Korrosion

schützt, die Haftung von Lacken,

Kleb- und Dichtstoffen optimiert sowie

der Nachbehandlung von Eloxalschichten

dient.

SurTec 650 chromitAL wurde als

ROHS- und WEEE-konformer Ersatz

für die sechswertige Gelbchromatierung

entwickelt, die wegen Umweltund

Gesundheitsgefährdung nicht

mehr zum Einsatz kommen darf. Mit

ihm steht ein umweltverträglicher

Chrom(III)-haltiger Elektrolyt mit

gleichen Güteeigenschaften hinsichtlich

Korrosionsschutz und Prozesssicherheit

zur Verfügung. Er ist im

Flugzeugbau im Einsatz und eignet

sich für Aluminium, hochlegiertes

Aluminium, Guss- und Schmiedeteile

im Tauch-, Spritz- oder Wischverfahren.

Die Schicht ist auch nach 336 h

Korrosionsbelastung im Salzsprühnebeltest

unverändert, zeigt keinerlei

Korrosionserscheinungen und übertrifft

damit die Korrosionsschutz-Anforderungen

nach DIN 50021 SS.

www.SurTec.com

Halle 7, Stand A35


Bild: Kalmbach GmbH

18. September 2008 • Nr. 37/38 Messe-Special: Aluminium 2008

Leichtbau

Gussteile für die Kfz-Sitzverstellung

von Susanne Bader

Produktion Nr. 37/38, 2008

VELBERT. Die Automobilindustrie

stellt sehr hohe Anforderungen an die

Qualität von Gusskomponenten. Dies

gilt umso mehr, wenn es sich um sicherheitsrelevante

Bauteile handelt.

Ein Beispiel dafür ist der so genannte

Bremstopf, den die Kalmbach GmbH

für Faurecia fertigt.

Suspensionen

Zuverlässig haftende Schlichte für Gießlöffel

von Susanne Bader

Produktion Nr. 37/38, 2008

KEMPTEN. Auf der Aluminium stellt

ESK eine neu entwickelte Schlichte für

den Aluminiumguss vor. Sie haftet zuverlässig

auf metallischen Untergründen

wie zum Beispiel auf Gießlöffeln,

trennt Schmelze und Substrat sicher

voneinander und kann leicht appliziert

werden. Gleichzeitig ist sie umweltfreundlich

und reduziert die Kosten für

das Handling.

Die neue Schlichte EKamold Cast-M

bildet überall dort eine wirksame

Trennschicht, wo flüssiges Aluminium

mit Metall in Berührung kommt. Erstmals

steht den Gießereien eine Schlichte

zur Verfügung, die leicht zu applizieren

ist und zudem auf metallischen

Untergründen zuverlässig haftet, so

ESK.

Die neue Schlichte erzeugt auf der

Oberfläche des Gießlöffels eine glatte,

lange anhaftende Schutzschicht, die

von flüssigem Metall nicht benetzt wird

– die Schmelze perlt vom Gießlöffel ab

wie Wasser vom Blatt einer Pflanze. So

trennt sie die heiße Aluminiumschmelze

sicher vom Substrat und gewährleistet,

dass keine eingelösten Fremdmaterialien

das Endprodukt verunreinigen.

Produktion Nr. 37/38, 2008

ACHERN (ba). Für das Hochgeschwindigkeitssägen

von Aluminium und

Leichtmetallen bietet Kasto die Kastotec-Bandsägemaschine

mit Aluminiumpaket.

Sie zeichnet sich durch gutes

Handling, kurze Nebenzeiten und sehr

gute Sägeleistungen aus.

Voraussetzung für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung

von Aluminium

und Leichtmetallen ist eine stabile

Bandsägemaschine, wobei bei der Konzeption

auf Stabilität und Führung der

Doch nicht nur die Schmelze ist sicher

vom Substrat getrennt. Auch die

Oxidhaut, die sich an der Oberfläche

des heißen Aluminiums schnell bildet,

bleibt nicht haften – der Gießlöffel ist

nach jedem Gießvorgang sauber.

EKamold Cast-M ist wasserbasiert

und belastet die Umwelt nicht durch

schädliche oder giftige Emissionen. Im

Gegensatz zu ölbasierten Schlichten

setzt sie keine gesundheitsschädlichen

Abbrände frei und ist beim Applizieren

und Reinigen insgesamt sauber zu

Schlichte platzt auch in

sehr dicken Schichten nicht ab

handhaben. Wasser als Basis bietet einen

weiteren Vorteil: Die Schlichte ist

einerseits so dickflüssig, dass sie mit

Pinseln aufgetragen werden kann. Sie

kann aber auch mit Wasser verdünnt

und dann gesprüht werden. So entsteht

eine glatte Oberfläche und das Applizieren

geht schneller. In neue Geräte

braucht nicht investiert zu werden,

denn Sprühgeräte sind in den Gießereien

meist vorhanden. Ein neu entwickelter

Binder verleiht der getrockneten

Schlichte eine so hohe Festigkeit,

dass sie auch dann nicht abplatzt, wenn

sie in sehr dicken Schichten aufgetragen

ist. So erzielt sie eine lange Standzeit.

Bild: ESK

Darüber hinaus ist die Schichtdicke

weitgehend unkritisch und ungewollte

Dickenschwankungen können in weiten

Grenzen toleriert werden. Im Falle

einer Beschädigung kann die Schlichte

einfach und kostengünstig repariert

werden. Löcher oder Risse werden einfach

mit einem Pinsel ausgebessert.

Auch nach dem Gießen ist EKamold

Cast-M einfach zu handhaben: Es kann

mit Wasser entfernt werden. Im Gegensatz

dazu müssen herkömmliche

Schlichten in einem arbeitsaufwändi-

Aluminiumbearbeitung

Leichtmetalle in Hochgeschwindigkeit sägen

Bild: Kasto

Der Bremstopf ist ein zentrales Element

des Verstellmechanismus für

Sitze. Mit ihm lässt sich die Lehne bewegen.

Dabei muss aber eine Federkraft

überwunden werden, die

die Sitzlehne auch im Crash-Fall in ihrer

Position hält. Die Kalmbach

GmbH setzt bei der vollautomatisierten

Fertigung dieser Komponente die

Sonderlegierung 349 D ein, die wenig

Kupfer- und hohe Magnesiumanteile

Auf der Aluminium 2008 stellt Kalmbach

Leichtbau-Gussteile vor, die sich unter anderem

auch durch komplexe Werkzeuge,

eine sehr hohe Oberflächenqualität und

durch extrem dünnwandige Strukturen

auszeichnen. Im Bild vorne links der im

Text beschriebene Bremstopf.

enthält. Das macht den Werkstoff

zwar zäh und fest und somit bestens

geeignet für crashrelevante Strukturen.

Aufgrund seiner Zähigkeit gilt er

als schwer zu verarbeiten. Kalmbach

hat das gießtechnische Know-how,

trotz der eher ungünstigen Fließeigenschaften

einen sicheren und stabilen

Gießprozess zu gewährleisten –

bei extrem hohen Stückzahlen. Dazu

leistet die vollautomatische Produktion

ihren Beitrag. Auf das Schmelzen

der Legierung in einem Ofen, der ausschließlich

349 D erschmilzt, folgt

das Druckgießen auf Frech-Kaltkammermaschinen.

Von dort entnimmt

ein Roboter die Nester und führt sie

den ebenfalls robotergestützten Entgratpressen

zu. Es folgt das Gleitschleifen

auf einer ganz neuen Durchlaufanlage,

die nur Aluminiumteile

bearbeitet. Für Zinkdruckguss wurde

parallel eine zweite Anlage installiert.

Anschließend werden die Teile automatisch

in VDA-KLTs verpackt und

Die Kastotec AM 4 ist eine Hochgeschwindigkeits-Bandsäge

zum

Sägen von Aluminium.

Sägeeinheit, leistungsfähige Antriebseinheit,

Technologie- und

Vorschubeinstellung und Späne-

Entsorgung geachtet wurde.

Dafür wurde die Kasto-Baureihe

in den Größen AM 4 und AM 5 mit

Arbeitsbereich 430 x 530 mm

bzw. 530 x 630 mm für Bandgeschwindigkeiten

bis 1500 m/min

ausgelegt. Zur Steuerung der Maschine

kommt die Kasto-Sägema-

palettiert. So kann Kalmbach ohne

mechanische Nacharbeit die hohen

Anforderungen an Oberflächenqualität

und Maßhaltigkeit erfüllen. Dies

dokumentieren auch regelmäßige

Kontrollen auf der 3D-Messmaschine

sowie Spektralanalysen des Werkstoffs.

Da Kalmbach die Komponenten

als Alleinlieferant fertigt, sind hohe

Auflagen im Hinblick auf die Verfügbarkeit

zu berücksichtigen. Dies

Sicherer und stabiler

Gießprozess ist gewährleistet

wird unter anderem durch zwei

Mehrfach-Werkzeuge gewährleistet,

die im eigenen Werkzeugbau entwickelt

und hergestellt wurden. Sie

sind modular aufgebaut und erlauben

den Austausch einzelner Komponenten

in kurzer Zeit.

Ähnlich hohe Qualitätsanforderungen

erfüllt Kalmbach bei zahlreichen

weiteren Präzisionsgussteilen. Beispiele

für derartige Bauteile, die sich

u. a. durch komplexe Werkzeuge, eine

sehr hohe Oberflächenqualität oder

extrem dünnwandige Strukturen auszeichnen,

zeigt Kalmbach auf der

Aluminium 2008.

www.kalmbach.de,

Halle 2, Stand C09/03

Die neue Schlichte

von ESK kann mit

Wasser verdünnt

und gesprüht werden.

Damit ist

schnell eine glatte

Oberfläche aufgetragen.

gen Prozess durch

Sandstrahlen oder

das Reinigen in

chemischen Bädern

entfernt werden.

Die neue Suspension

zeichnet

sich laut Hersteller

auch durch eine geringe

Wärmeleitung aus, deshalb hält

die Schmelze ihre Temperatur im Gießlöffel

länger. Im Produktionsbetrieb bedeutet

das, dass die Schmelztemperatur

niedriger eingestellt werden kann.

Außerdem steht für das Gießen mehr

Zeit zur Verfügung. So wird vermieden,

dass die Schmelze im Halteofen wieder

auf die richtige Temperatur gebracht

werden muss: Die Gefahr einer Überhitzung

ist gebannt.

www.esk.com

Galeria, Stand G10

schinen-Steuerung BasicControl zum

Einsatz, die über einen Auftragsspeicher

für die Eingabe von 98 Längen-

Stückzahl-Kombinationen verfügt.

Wichtig auf Grund der sehr hohen Zerspanungsvolumen

beim Aluminium-

Sägen ist die zuverlässige Entsorgung

des sehr großen, ständig anfallenden

Späne-Volumens, wozu zwei Späneräumbürsten

das Sägeband von Sägespänen

säubern und der Späneförderer

für die großen anfallenden Spänevolumen

ausgelegt ist.

www.kasto.de

Halle 1, Stand E3

Produktion 31

Kunststoff-

Schutzelemente

für alle Fälle.

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Ausführungen.

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36 Produktion

RAID-Speichersystem mit zwei Laufwerken – My Book Studio Edition II

Samsungs neues ‚Infotainment‘-Gerät – das SGH-i900 Omnia

Mit dem Betriebssystem Windows Mobile 6.1 bekommen

Geschäftsnutzer die Möglichkeit, durch die Installation diverser

Programme, die man bereits auf dem PC nutzt, das

Handy an ihre Bedürfnisse anzupassen. Neben der Möglichkeit,

Excel- und Word-Dateien zu lesen und zu bearbeiten,

bietet das Smartphone ebenfalls die Wiedergabe von Powerpoint-Präsentationen.

Im Bereich der Kommunikation haben

Nutzer Zugriff auf Push-Mail sowie den Microsoft-Exchange-Server

und WLAN. Der integrierte GPS-Empfänger

ermöglicht dem Nutzer des SGH-i900 Omnia mobile Navigation

und Geotagging. Eine nützliche Lösung bietet die integrierte

DLMA-Schnittstelle. Diese ermöglicht den kabellosen

Zugriff diverser multimedialer Endgeräte, wie Fernseher,

Stereo-Anlagen oder Computer, auf Audio-, Video- oder

Bild-Dateien des Telefons.

Technische Daten

Bildsensor:1/2,33'' CCD

Pixel effektiv:10,1Megapixel

LCD: HyperCrystal II, Größe6,9cm/2,7''

Optisches Zoom:3fach

Brennweite:6,7 – 20,1mm

Stoßfest aus bis zu 1,5m Höhe,

wasserdicht bis zu 3m Tiefe und

frostsicher bis -10°C

Preis: 329Euro; erhältlich ab Ende

September2008

Kontakt: www.olympus.de

IMPRESSUM

Redaktion (08191-125-310)

Chefredakteur: Eduard Altmann (verantwortlich)

E-Mail: redaktion@produktion.de

Redaktion:

Susanne Bader (ba) -812, Verena Fahrion (fr)

-694, Klaus Hiemer (hi) -359, Kathrin Irmer (ki)

-271, Andreas Karius (ks) -839, Christian Klein

(kn) -375, Gunnar Knüpffer (gk) -107, Annika

Mentgen (mg) -493, Sebastian Moser (sm) -443,

Dietmar Poll (pd) -695, Jürgen F. Prochnow (jfp)-

341, Sarah Holzer (hos) -311, Sabine Spinnarke

(sp) -445, Claus Wilk (ilk) -329, Ernst

Woisetschläger (woi) -225, Lisa Zeidler (lz) -593

Sekretariat:

Tel. 08191/125-310, -442, -370, -371

Fax: 08191/125-312

E-Mail: sekretariat@produktion.de

Internet: www.produktion.de

Anzeigen (08191-125-370)

Anzeigenleitung:

Michael Klotz -167

Western Digital erweitert mit der silbernen

My Book Studio Edition seine Festplatten-

Serie My Book um ein weiteres Modell. Auffälligstes

Merkmal gegenüber ihren älteren

Modellen ist die leuchtende Aktivitätsanzeige

an der Front, die früher aus zwei konzentrischen

Kreisen bestand, jetzt aber

ein weißer Streifen aus LEDs ist. Dieser

wandert beim Schreiben und Lesen auf

und ab und zeigt in Segmenten den Füllstand

der Platte an. Nur für die Verwendung

in den GreenPower-Laufwerken

von WD konzipiert, verbraucht dieses

System etwa 30% weniger Strom als

Technische Daten

Abmessung(BxHxT):112x56,9x12,5 mm

Display: 3,2-Zoll-TFT-Touchscreen,240x

400 Pixel

Speicher:8 GB /16 GB interner Speicher

Kamera: 5 Megapixel

Schnittstellen: WLAN-Funktion,

Bluetooth 2.0, USB 2.0, TV-Ausgang

Weitere Funktionen: Integriertes

GPS-Modul Widgets, Touchpad,

Microsoft Office Mobile, Push-E-Mail-

Funktion, Dokumentenanzeige,

Visitenkartenleser

Preis:649Euro

Kontakt: www.samsung.de

Anzeigenverkauf:

Grit Albacete-Lopez -231, Klaus Peter Egger -497,

Erich Elster -816, Marcus Etzl -224, Bettina

Fischer -844, Andreas Krumm -458,

Maximilian Fuchs -366, Gerald Zasche -337

E-Mail: anzeigen@produktion.de

Anzeigenverwaltung: Renate Guggemos -323

E-Mail: anzeigenverwaltung@produktion.de

Verlag (08191-125-0)

Geschäftsführung: Sabine Buckley

Verlagsleitung: Stefan Waldeisen

Vertrieb:

Leser-Service: E-Mail: leserservice@mi-verlag.de

Tel.: 0180/3673124*, Fax: 0180/3673126*

Abonnement-Service: E-Mail: aboservice@mi-verlag.de,

Tel.: 0180/3673124*, Fax: 0180/3673126*

*Kosten: 9 Cent je Minute aus dem deutschen

Festnetz (abweichende Mobilfunktarife möglich

Leitung Vertrieb:

Georg Linder 08191/125-210

Leitung Vertriebsadministration:

Annette Tabel -348

Technik: Office Tools

Technische Daten

Typ: Western Digital My Book Studio

Edition 1TB (WDH1Q10000E)

Interne Festplatte : Western Digital

WD1000FYPS

Speicherkapazität brutto/netto

(formatiert): 1000GByte /932GByte

Cache: 16 MByte

Schnittstellen: Firewire 400 und 800,

eSATA, USB 2.0

Gewicht: 1170g

Größe (H x B x T):165x138x54mm

Preis: ab ca.160Euro

Kontakt: www.wdc.com

herkömmliche Systeme und hat einen leisen Betrieb, da es keinen

Lüfter benötigt. Eine Funktion zum automatischen Einschalten,

Safe Shutdown sowie Status- und Betriebsanzeigen machen dieses

Speichersystem besonders benutzerfreundlich.

Die Olympus µ1050SW:

Top-Technologien für tolle Aufnahmen

Ob sie herunterfällt, ins Wasser geworfen oder Temperaturen

unter dem Gefrierpunkt ausgesetzt wird,

die 10,1-Megapixel-Kamera µ 1050 SW hält auch extremen

Fotosituationen stand. TAP Control, eine neu

entwickelte Möglichkeit zur Kamerasteuerung, reagiert

auf Berührungen: Antippen genügt, um Einstellungen

zu ändern oder Aufnahmen auf dem 6,9 cm/2,7

Zoll großen LC-Display zu betrachten. Unscharfe Bilder

verhindert die Digital Image Stabilisation. Wer sich

nicht sicher ist, welche Einstellung beispielsweise bei

der Belichtungskorrektur die beste ist, dem hilft Perfect

Shot Preview: Diese Funktion zeigt schon vor dem

Auslösen verschiedene mögliche Effekte an.

Leitung Herstellung/Online-Dienste:

Hermann Weixler

Art Director: Jürgen Claus

Herstellung/Layout: Andrea de Paly,

Vera Faßbender, Carmen Lauter

Satz und Lithos: kaltnermedia GmbH, Bobingen

Druck: Vogel Druck und Medienservice, Höchberg

Erscheinungsweise: wöchentlich, 47. Jahrgang

ISSN: 0344-6166

Anschrift für Verlag, verantwortlichen Redakteur

und verantwortlichen Anzeigenleiter:

erfolgsmedien für experten

DILBERT

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„Dilbert und

die Stunde des

Wiesels“ (350 S., € 19,90) ist

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Tel.: 08191/125-0 Fax: 08191/125-555

E-Mail: journals@mi-verlag.de

Internet: www.mi-fachzeitschriften.de

Handelsregister-Nr./Amtsgericht:

HRB 22121 Augsburg

Technische Daten

Typ: TFT-LCD

Abmessungen(BxHxT):

81x70x20cm

Integrierte Festplatte:160GB

Displaygröße:32 Zoll/81cm

Format:16:9

Auflösung:1366x768 (LinienxZeilen)

Lautsprecher:

2x2-Wege-System mit Bassreflex

Preis: 1999,99Euro inkl. MwSt.

Kontakt: www.technisat.de

Die neue Digitalklasse – HD-Vision Plus:

Fernsehen – Radio – PC-Monitor

18. September 2008 • Nr. 37/38

Der HD-Vision Plus ist ein hochauflösender Multimedia-LCD-Fernseher

mit Multi-Empfangstuner, eloxierter Aluminiumfront und einer ebenfalls

im Alumiumdesign gehaltenen Lautsprecherbox im unteren Gehäusebereich.

Eine hochwertige Kontrastscheibe schützt das 100 % pixelfehlerfreie

Panel. Auf der integrierten Festplatte können digitale TVund

Radioprogramme aufgenommen und ohne Qualitätsverlust wiedergegeben

werden. Ein zusätzlicher Receiver ist nicht erforderlich, da der

Multi-Empfangstuner alle Empfangswege in einem Gerät vereint. Über

HDMI- bzw. VGA-Anschluss läßt sich der HD-Vision auch als Bildschirm

zur Präsentation von Computeranwendungen einsetzen.

Ein starkes Stück – der CanoScan5600F

Für Anwender mit gehobenen Ansprüchen empfiehlt sich der CanoScan

5600 F als CCD-Scanner mit weißen LEDs und integriertem

Netzteil besonders für Aufsichtvorlagen und spezielle Anforderungen.

Die Scanauflösung kommt auf bis zu 4 800 x 9 600 dpi, die Farbtiefe

von 48 Bit verspricht präzise, detailreiche Scans und das Scantempo

beträgt 11 Sekunden für den Scan einer DIN-A4-Vorlage mit

300 dpi. Die weiße LED ermöglicht eine Einsatzbereitschaft praktisch

ohne Vorwärmzeit, für schnelle Scans und reduzierte Stromkosten.

Neben Aufsichtvorlagen

Technische Daten

Scanelement:6-zeiliger CCD-Farbsensor

Auflösung (optisch): 4800x9600dpi

Schnittstelle: USB Hi-Speed

Farbe:48Bit

Graustufen:16Bit

Scanfläche: A4 /Letter (216x297mm)

Abmessungen (LxBxT):272x491x97 mm

Gewicht ca. 4,3kg

Preis: auf Anfrage;

erhältlich ab September2008

Kontakt: www.canon.de

Bedingungen für Anzeigen,

Vertrieb und Redaktion:

Anzeigentarif nach Preisliste Nr. 47

gültig seit 1. 10. 2007

Jahresabonnement:

Inland Euro 84,80, Ausland Euro 87,80,

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Bild: P. E. Schall

Mehr Trends.

Mehr Reports.

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Entscheider lesen Produktion

18. September 2008

Nummer 37/38

von Annika Mentgen

Produktion Nr. 37/38, 2008

LANDSBERG. Nachdem die Motek im

vergangenen Jahr ihre Premiere in

Stuttgart mit Bravour bestanden hat,

folgt heuer die zweite Auflage auf dem

Messegelände der Neuen Messe Stuttgart.

Und in diesem Jahr legt Messeveranstalter

Paul E. Schall noch was

drauf: Mit 72 000 m 2 Ausstellungsfläche

haben die Aussteller in diesem

Jahr rund 7 000 m 2 mehr Fläche, um

ihre Produkte und Komplettlösungen

aus dem Reich der Montage- und

Handhabungstechnik dem Fachpublikum

zu präsentieren.

Von Technologien zu Prozesslösungen,

von Komponenten zu Sub- oder

Komplettsystemen, vom einfachen

Handhabungsgerät zum Industrieroboter

– die Motek präsentiert den

Fachbesuchern alles, was für die rationelle

Produktion und Montage nutzenbringend

ist. Dem ‚Automatica-

Produktion

Die Wirtschaftszeitung für die deutsche Industrie

Jahr‘ zum Trotz werden zur

Motek auch in diesem Jahr

über 1 000 Aussteller aus 20

Ländern erwartet; rechnet

man die zeitgleich stattfindende

Bondexpo – Fachmesse

für industrielle Klebetechnologien

– hinzu, sollen sogar

deutlich über 1 100 ausstellende

Unternehmen nach

Stuttgart kommen. Stand

Mitte August: bereits 1 165

angemeldete Aussteller. „Mit der

Komplementär-Fachmesse Bondexpo

für industrielle Klebetechnologien

fügten wir der Produktions- und Montagetechnik-Prozesskette

einen weiteren

passgenauen Baustein hinzu“, erklärt

Paul E. Schall die Kombination

Motek-Bondexpo. „Interessant für uns

ist, dass sich hierfür auch die Anbieter

und Systemintegratoren von Robotern

interessieren, weil in vielen Montage-

Anwendungen eben Klebstoffe appliziert

werden müssen. Da sehen wir

durchaus noch ziemliches Potenzial,

27. Motek

22. bis 25. September 2008 in Stuttgart

Motek 2008

Großer Auftritt für die Miniaturisierung

Nachdem 2007 die 1000er-Marke bei den Ausstellern der Motek geknackt wurde, erwartet

Veranstalter Paul E. Schall heuer rund 1160 ausstellende Firmen in Stuttgart.

Messe-Special

Paul E. Schall: Die automatisierte

Montage wird

immer anspruchsvoller.

den einen oder anderen

Roboter-Hersteller gewinnen

zu können.“

Eine Gliederung nach

Themen wird es auch in

diesem Jahr nicht geben.

Schall: „Die Vielfalt

der Anwendungen

und die vielschichtigen Interessen der

Fachbesucher bestimmen die Struktur

und Vielfalt des Angebots und

nicht umgekehrt. Insofern gibt es auf

kurze bis mittlere Sicht nichts zu ändern,

es sei denn, die Fachbesucher

und die Aussteller – und die sind unser

Maßstab – haben andere Wünsche.“

Auf der Motek wird es wieder

viele Weiterentwicklungen von

bestehenden Produkten geben, aber

man darf ebenso auf einige Neuheiten

gespannt sein. Der starke Trend

zur Mechatronik und weitergehend

zur Miniaturisierung wird auf der

Fachmesse sowohl auf Seiten der

Hersteller als auch des Messeveranstalters

mit dem internationalen Forum

‚Mechatronik begreifen‘ Thema

sein. „Des Weiteren ist zu beobachten,

dass in Komponenten und

besonders in Baugruppen mehr und

mehr Funktionen integriert werden,

was die automatisierte Montage noch

anspruchsvoller macht“, sagt Schall.

Und das aktuell heiße Thema

Energieeffizienz fordert die Innovationsfähigkeit

der Hersteller, besonders

die der Antriebstechnik. „Bezüglich

des globalen Themas Energiekosten

sehen wir eine starke Zunahme

elektrischer Antriebe und

Handlingmodule, weil sich diese im

Normalfall wirtschaftlicher als manche

Pneumatik- und Hydraulikantriebe

nutzen lassen“, erwartet Schall.

Montag, 22.9.2008 –

Grundlagenseminar

9.15 Uhr: Robotereinsatz in der Montage

(Prof. Dr.-Ing. Klaus Feldmann, Leiter

des Lehrstuhls für Fertigungsautomatisierung

und Produktionssystematik,

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)

10 Uhr: Industrielle Bildverarbeitung

für die Montagetechnik

(Prof. Dr.-Ing. Jörg Krüger, Leiter des

Fachgebiets Industrielle Automatisierungstechnik

am Institut für Werkzeugmaschinen

und Fabrikbetrieb

IWF, TU Berlin)

10.45 Uhr: Kaffeepause

11 Uhr: Aktuelle Ansätze der

Bewegungssteuerung

(Prof. Dr.-Ing. Alexander Verl, Leiter

des Instituts für Steuerungstechnik

der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen,

Universität Stuttgart

und Fraunhofer IPA)

11.45 Uhr: Modulare, skalierbare

Systeme zur flexiblen Montage

(Prof. Dr.-Ing. Rainer Müller, Leiter

des Forschungsbereichs Montagetechnik

am Werkzeugmaschinenlabor

WZL der RWTH Aachen)

12.30 Uhr: Ende der Veranstaltung

Dienstag, 23.9.2008 –

Montagetechnologien

9.15 Uhr: Robotik in der Handhabungs-

und Montagetechnik

(Dr. sc. techn./ETH Ralf Koeppe,

Leiter Forschung & Entwicklung,

Kuka Roboter GmbH)

10 Uhr: Sichere Maschinen mit

optoelektronischen Schutzeinrichtungen

(Olaf Ophoff, Portfolio-Manager, Sick AG)

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www.produktion.de Einzelpreis Euro 2,80

Leserservice Produktion 65341 Eltville DPAG

PVST 5339

INHALT

Stimmen & Stimmung S. 3

Roboter/Handhabung/

Zuführtechnik S. 4

Montage/

Verbindungstechnik S. 11

Safety & Security S. 13

Industrielle

Bildverarbeitung (IBV) S. 15

Steuerungstechnik S. 16

Antriebs- und

Fluidtechnik S. 19

Seminar-Programm auf der Motek

10.45 Uhr: Kaffeepause

11 Uhr: Das Festo-Produktionssystem

(Michael Bernas, Leiter Zukunftsprojekte,

Festo AG)

11.45 Uhr: Assembly 21 – Innovatives

System zur Hinterachsmontage durch

kooperierende Roboter

(Matthias Schreiber, Produktions- und

Werkstofftechnik, Daimler AG)

12.30 Uhr: Ende der Veranstaltung

Mittwoch, 24.9.2008 –

Montagetrends

9.15 Uhr: Automatische Montage von

Türdichtungen in der Automobilindustrie

(Dr.-Ing. Johannes Wößner, Projektleiter

Montagetechnik am Fraunhofer

IPA)

10 Uhr: Green Factory –

Zukunftspotenzial für Mikroroboter

in der Montagetechnik

(Philipp Glocker, CSEM Centre

Suisse d'Electronique et de

Microtechnique SA)

10.45 Uhr: Kaffeepause

11 Uhr: Energieeffiziente Greiftechnik

(Dr.-Ing. Florian Simons, Vorentwicklung,

SCHUNK GmbH)

11.45 Uhr: Methoden- und

Systemunterstützung für die

kundenintegrierte Montage

(Oliver Scholz, Projektleiter

Produktionssystemplanung

am Fraunhofer-Institut für

Arbeitswirtschaft und

Organisation IAO)

12.30 Uhr: Ende der Veranstaltung


18. September 2008 • Nr. 37/38 Motek: Stimmen und Stimmung

Das sagen prominente Aussteller über die 27. Motek

Die Branche hat sehr an Tempo zugelegt“

Wir sehen die Entwicklung der Branche mittelund

langfristig als sehr gut. Es könnte allerdings

sein, dass sich der Markt in den nächsten

12 Monaten etwas beruhigt. Die Motek als die

‚Hannover Messe‘ Süddeutschlands war in den

neuen Messehallen in Stuttgart letztes Jahr ein

großer Erfolg für Igus. Auch in diesem Jahr

freuen wir uns, auf einer Standfläche von über

250 m 2 (Halle 3, Stand 3310) spannende Lösungen

aus Tribokunststoffen zeigen zu können, so

zum Beispiel die neue Profilrollen-Energiekette

P4 für schnellen und leisen Lauf und viele Neuigkeiten

aus dem Bereich wartungs- und

schmiermittelfreier Polymergleitlager.

Frank Blase, Geschäftsführer Igus GmbH

Auch auf der Motek 2008 wird der Trend unübersehbar

sein, dass die Branche rund

um den Materialfluss sehr an Tempo zugelegt

hat – vor allem auch deshalb, weil sich

aufgrund eines schärferen Wettbewerbs

viele Anbieter aus den Bereichen Vakuumtechnik

und Greiferbau neu positionieren.

Die einen tun es über den Preis, die anderen

über neue Produkte und die dritten

schließlich über den Aufbau von Applikations-Know-how.

Die Stimmung in der

Branche ist folgerichtig im Moment sehr

angespannt. Für die Fipa GmbH gehört die

Motek seit vielen Jahren zu den wichtigsten

Messen. Der Präsentation auf unserem

Stand kommt 2008 eine besondere Bedeutung

zu, denn wir haben nicht nur neue

Produkte und Materialien dabei, sondern

bieten ganze Greifersysteme. Damit verfolgen

wir konsequent unsere Neuausrichtung, in der wir Kundenansprüche fokussieren

– und neben einem Standardsortiment auch Individuallösungen entwickeln,

Beratungskompetenz und Applikations-Know-how inklusive.

Rainer Mehrer, Geschäftsführer Fipa GmbH

Dr. Karl Tragl, Vorstand Vertrieb der Bosch Rexroth AG

Die Motek als Branchenmesse gibt Rexroth eine

Plattform, die Vorteile des technologieübergreifenden

Angebots aus einer Hand zu verdeutlichen.

Gerade für die kaum standardisierbaren

Anwendungen rund um das Montieren, Schrauben,

Steuern, Regeln, Handhaben und Transportieren

beschleunigt das modular aufgebaute und

aufeinander abgestimmte Rexroth-Portfolio die

Umsetzung maßgeschneiderter Lösungen.

Durchgängige Konfigurations-Tools, vordefinierte

Funktionen und offene Schnittstellen vereinfachen

die Integration zu einbaufertigen Lösungen.

Dabei steht auch eine verbesserte Energieeffizienz

im Mittelpunkt: Innovative Rexroth-

Komponenten und -Module zeigen auf der Motek,

wie Anwender schon heute den Energieverbrauch

bei gleicher Leistungsfähigkeit deutlich

senken können.

Der Maschinenbau erfreut sich einer robusten Konjunktur, weshalb wir wie

viele andere Maschinenbau-Unternehmen an Substanz zulegen und die Zahl

der Beschäftigten um 8 % im Vergleich zu 2006 ausbauen konnten. Insgesamt

ist die Produktion im Maschinenbau in 2007 und auch im ersten Halbjahr 2008

im zweistelligen Prozentbereich gestiegen und für nächstes Jahr sagt der

VDMA immer noch 5 % Wachstum voraus – trotz der Finanzkrise mit konjunktureller

Abschwächung in den USA und trotz des hohen Euro-Kurses. Den Aufschwung

verdanken wir vor allem der starken Nachfrage unter anderem aus

Indien und den ölfördernden Staaten. Allerdings ist die Inlandsnachfrage etwas

zurückgegangen. Für das kommende Jahr hoffen wir weiterhin auf eine

stabile internationale

Nachfrage. Als Drehscheibe

für Innovationen

leistet die Motek einen

wichtigen Beitrag zum

kontinuierlichen nationalen

Erfolg. Dank der

optimalen Platzierung im

Herzen Baden-Württembergs

finden unsere

Neuheiten von Zuführbis

Handling-Technology

schnell ihre Adressaten

und Neukunden, wie zum

Beispiel letztes Jahr unser

Palettierer Clearliner.

Allerdings würden

wir nach wie vor einen

zweijährigen Veranstaltungsrhythmusbevorzugen.

Hans-Dieter Baumtrog, Geschäftsführer Sortimat Technology GmbH

Think Mink! ®

Produktion S3

Abdichten

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S4 Produktion 18. September 2008 • Motek: Roboter/Handhabung/Zuführtechnik

Nr. 37/38

ULTRAKOMPAKTSCHRAUBER KCX

Mit der KCX- Spindelreihe führt AMT

die zweite Generation seiner Kompakt-

Spindelfamilie ein. Die KCX Schrauber

sind ultrakompakt und sehr leicht. Sie

wurden speziell für Anwendungen

entwickelt, bei denen der Platzbedarf

und das Gewicht der eingesetzten

Schraubtechnik eine entscheidende Rolle

spielen.

MOTEK Halle 1, Stand 1215

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Motek, Stuttgart, 22.-25.09.08 Halle 3 - St.3330/-1

Alfing Montagetechnik GmbH

Robotik

Roboter im Praxisalltag

Produktion Nr. 37/38, 2008

ALLERSHAUSEN (mg). Zur Motek 2008

präsentiert die Motoman robotec

GmbH auf über 200 m 2 gemeinsam mit

Systempartnern Industrieroboteranwendungen

aus den verschiedensten

Bereichen der Montage- und Handhabungstechnik.

Mit Bezug auf die

gleichzeitig stattfindende Bondexpo

gibt es ebenfalls ein interessantes Exponat

zu sehen.

In diesem Jahr stehen Anwendungen

aus der Praxis sowie Industrieroboter

zum Anfassen im Mittelpunkt des

Auftrittes. In den sechs Exponaten

werden dem Publikum überwiegend

Roboter der kleineren Baugröße vorgestellt.

Einige der größeren Brüder

wird es genauso zu sehen geben. Neu

vorgestellt wird der MOTOMAN-

HP20RN, ein Konsol- oder Shelftype-

Roboter, der am Markt absolut einzigartig

ist, so der Hersteller. Er zeichnet

sich durch seine kompakte Bauweise

bei geringem Gewicht, hoher Dynamik

und Genauigkeit aus, so Motoman.

Die technischen Daten sprechen

für sich: 20 kg Traglast bei einer horizontalen

Reichweite von 2 017 mm,

einer vertikalen Reichweite von

1 257 mm, einer Genauigkeit von besser

als ±0,06 mm – und dies bei einem

Eigengewicht von nur 280 kg. Der Roboter

kommt in erster Linie zum Beund

Entladen von Werkzeugmaschinen

sowie in der Automation von

Kunststoffspritzgussmaschinen zum

Einsatz. Angesteuert wird er von der

bewährten NX100-Steuerung.

Die BBK Etikettier- und Sondermaschinenbau

GmbH stellt ihre Kompetenz

im Etikettieren und der Anbindung

an die zugehörige, übergeord-

Produktion Nr. 37/38, 2008

RATINGEN (mg). Mitsubishi Electric

präsentiert auf der Motek mit der neuen

CRD-Serie die nächste Steuerungsgeneration

für seine Robotersysteme.

Ein Speed-Mode für verkürzte Zykluszeiten

und integrierte Schnittstellen

für den Datenaustausch mit anderen

Komponenten, etwa zur direkten Ansteuerung

von Kamera- und Servosystemen

sowie zur schnelleren

Werkstückverfolgung und -bearbeitung,

machen den Robotereinsatz jetzt

noch effizienter.

Mit den neu entwickelten Steuerungen

der Controller-Robot-D-Serie

(CRD) lässt sich die Geschwindigkeit

der Roboter deutlich steigern. Gegenüber

der aktuellen Steuerungsgeneration

von Mitsubishi Electric sind je

nach Anwendung bis zu 20 % kürzere

Zykluszeiten möglich. Für zusätzliche

Beschleunigung sorgt die neue

Speed-Mode-Funktion, die bei bestimmten

Handhabungsaufgaben

oder Bestückungen die Zykluszeit

weiter verkürzt.

In die Steuerung integrierte

Schnittstellen für die Kommunikation

über Ethernet und die direkte Anbindung

von bis zu acht Servoachsen, die

unabhängig vom Ablaufprogramm

des Roboters angesteuert werden,

bieten flexible Einbindungsmöglichkeiten

in kundenspezifische Anlagenkonzepte.

Ebenfalls standardmäßig

ist eine USB-Schnittstelle. Zudem lassen

sich nahezu beliebige Kamerasysteme

für die Objekterkennung und

Qualitätskontrolle direkt an die Steuerung

anschließen. Einen zusätzlichen

Vorteil erhält der Anwender

Bild: Motoman

Der MOTOMAN-HP20RN – mit

20 kg Traglast und einem max.

Arbeitsbereich von 2 017 mm.

nete Software dar. Dank der Flexibilität

und der zahlreichen Freiheitsgrade

ist BBK in der Lage, selbst sehr anspruchsvolle

Bauteile mit Etiketten,

die wichtige Bauteilinformationen

oder Ähnliches enthalten, zu versehen.

Demonstriert wird die Anbringung

eines Fahnenetikettes auf einem

rohrförmigen, geometrisch schwieri-

Die Partner zeigen verschiedene

Roboter-Anwendungen

gen Bauteil. Die CeraCon GmbH zeigt

in ihrem Exponat die Oberflächenvorbehandlung

mit anschließendem 1K-

Dichtmittelauftrag auf ein Werkstück.

Dabei wird das Teil von zwei Motoman-Robotern

gehandhabt. Nach

dem Auftrag der Schaumraupe härtet

diese in einem speziellen Ofen, ebenfalls

eine Kernkompetenz der Cera-

Con, aus. Auch hier wird der Handhabungsprozess

vom Roboter übernommen.

Die EGS Automatisierungstechnik

GmbH stellt ihre langjährige Kompetenz

in der Integration von Motoman-Indutrierobotern

auf der Motek

unter Beweis. Integriert in das Anlagensystem

ist der neue MOTOMAN-

HP20RN. Es handelt sich dabei um eine

standardisierte Lösung aus dem

Hause EGS zur Automation von

Werkzeugmaschinen. Die projekt

Automation GmbH, ein Sondermaschinenbauer

im klassischen Sinne,

präsentiert dieses Jahr mit drei kleinen

Robotern, was schon mehrfach

mit größeren Typen in zahlreichen Industriebereichen

realisiert wurde: eine

Verkettung unterschiedlicher Fertigungsstationen.

www.motoman.de

Halle 7, Stand 7205

Mitsubishi Electric

Neue Steuerungsgeneration für Robotersysteme

Bild: Mitsubishi Electric

Die Controller-Generation

der CRD-Serie macht den

Einsatz der Mitsubishi-Roboter

noch effizienter.

beim Einsatz eines Cognex-Vision-

Systems und der Mitsubishi-Software

Melfa Vision. Vorgefertigte Funktionen

und spezielle Befehle reduzieren

den Abgleich der Systeme auf nur wenige

Minuten.

Zusätzliche Optionen bietet die

Steuerungsserie auch für die Anlagenüberwachung.

Über die Bedienge-

räte der GOT1000-Serie von Mitsubishi

Electric, die direkt oder indirekt

über einen Netzwerkverteiler (Hub)

mit der Ethernet-Schnittstelle der

Steuerung verbunden werden können,

lassen sich Anlagenteile steuern

und Maschinenzustände anzeigen.

Hierzu benötigte Bildschirmdarstellungen

kann der Programmierer frei

definieren.

Auch das Verfolgen und Bearbeiten

von Werkstücken auf einem Transportband

– so genanntes Tracking –

ist jetzt noch schneller und effektiver

möglich, so der Hersteller. Die Steuerungen

verfügen über eine integrierte

High-Speed-Schnittstelle, an die sich

der Encoder, der die Förderbandgeschwindigkeit

übermittelt, direkt anschließen

lässt. Die Tracking-Funktion

ist für Bandgeschwindigkeiten

bis zu 20 Metern pro Minute ausgelegt.

Die neue Steuerungsgeneration von

Mitsubishi Electric ist für alle Knickarmroboter

der RV-S-Serie (Traglasten

von drei bis zwölf Kilogramm)

und alle SCARA-Roboter der RH-S-

Serie (Traglasten von sechs bis 18 Kilogramm)

erhältlich.

www.mitsubishi-automation.de

Halle 7, Stand 7412


S6 Produktion 18. September 2008 • Motek: Roboter/Handhabung/Zuführtechnik

Nr. 37/38

Montage-Automatisierung

Industrietauglicher Mobil-Roboter feiert Premiere

Produktion Nr. 37/38, 2008

ILMENAU (mg). Ein Roboter, der so flexibel

wie ein menschlicher Werker immer

dort eingesetzt werden kann, wo

der Arbeitsdruck am größten ist, ohne

dass die gesamte Montageanlage umgebaut

werden muss – dieser Traum

wird auf der Motek 2008 Wirklichkeit.

Dort präsentieren der Anlagenbauer

Henkel + Roth GmbH und der Stuttgarter

Robotikexperte Neobotix nämlich

den weltweit ersten industrietauglichen

mobilen Roboter für den

Einsatz in unterschiedlichen Fertigungslinien.

Anders als festinstallierte

Portal- oder Standsysteme kommt

der mobile Roboter ohne aufwendige

Peripherie, Infrastruktur und Zusatzinstallationen

aus und verbindet flexiblere

Einsatzmöglichkeiten mit einem

höheren Aktionsradius, geringeren

Kosten und einer schnellen Amortisierung

der Investition. Vor allem in

One-Piece-Flow-Montageanlagen im

heute vorherrschenden U-förmigen

Layout kann der selbstfahrende Roboter

seine Stärken voll ausspielen.

Die Idee eines mobilen Verkettungssystems

für Maschinenbestückung

und Teiletransport beschäftigt die Ingenieure

schon seit einem Vierteljahr-

Bild: Henkel + Roth

hundert.

Die Kooperation

von Henkel + Roth und

Neobotix hat nun erstmals ein industrietaugliches

Modell hervorgebracht,

das auf der Motek bestellungsreif präsentiert

werden wird“, erklärt Udo

Henkel, einer von zwei Geschäftsführern

des mittelständischen Unternehmens.

Die beiden Partner ergänzten

sich ideal, meint Henkel: „Von Neobotix

kommt die innovative Systemtechnik,

von uns die serienreife Umsetzung

aus jahrelanger Praxis-Erfah-

Preis: höchst attraktiv!

Ebenso wie die Qualität. Denn kluges

Sparen spart nicht an der Leistung,

sondern geht neue Wege. Z.B. mit neuen

Materialien wie dem Hochleistungspolymer

am Zylinder ADNP oder den

VB-Ventilen.

22.–25. September 2008

Neue Messe Stuttgart

Halle 3, Stand 3303

Der selbstfahrende Roboter ist

flexibel einsetzbar und kann

beispielsweise kurzfristige

Auftragsspitzen auffangen.

rung.“ Der

mobile Roboter

ist

mit einem

Greifarm

von 1,8 m

Aktionsradius,

der

Werkstücke

bis zu 10 kg

handhaben kann,

und mit einer groß

bemessenen Ablageplattform, die

schnelles Umgreifen und Ablegen

während der Fahrt erlaubt, für den

Einsatz an den meisten Fertigungslinien

bestens gerüstet. Mit einem Akkusatz

könne der Roboter eine komplette

Schicht ohne ‚Boxenstopp‘

meistern. Ein Kamera-Erkennungssystem

stellt sicher, dass der

Roboter nach dynamischer Anfahrt

Festo AG & Co. KG

0180 3031111

www.festo.de

auf die Maschine seine Position

selbsttätig korrigiert. „Die Positionierfehler

bei der Werkstückübergabe liegen

so im Zehntelbereich und damit

nicht schlechter als bei den menschlichen

Kollegen. Die Verknüpfung

maximaler Flexibilität bei Umrüstung,

Einsatz und Arbeitsraum ist der

hervorstechende Vorteil des mobilen

Roboters“, betont Geschäftsführer

Matthias Roth. Er kann wie ein

menschlicher Werker je nach Bedarf

kurzfristig an bestehenden Produktionslinien

eingesetzt oder auf andere

Stationen ‚versetzt‘ werden, um Auftragsspitzen

flexibel abzuarbeiten.

Das reduziert nicht nur die Anschaffungskosten,

weil aufwändige Zusatzinstallationen

entfallen und vorhandene

Anlagen nicht umgebaut werden

müssen, sondern gewährleistet

auch die schnellere Amortisierung

der Investition, weil der Einsatz des

Roboters nicht auf einen spezifischen

Anschaffungszweck reduziert ist.

Wenn man den Roboter in eine andere

Halle umsetzen wolle, brauche

man weder Kran noch Schwertransporter.

Auch die nachträgliche Erweiterung

oder Modifikation einer

Montagelinie verursacht mit dem mobilen

Roboter, anders als beim Einsatz

von festmontierten Portal- oder

Energieführung

Produktion Nr. 37/38, 2008

SIEGEN (mg). Mit der QUICKTRAX 0320

präsentiert die Siegener Kabelschlepp

GmbH die nächste Generation der

kompakten, preisgünstigen Kunststoffketten.

Ebenso wie die Neuentwicklung

EASYTRAX ist die QUICK-

TRAX mit der innovativen 2K-Technologie

für besonders schnelle Leitungsbelegung

konzipiert.

Dank des neuen Bügelsystems mit

elastischen Filmscharnieren lässt sich

die Kette für die Leitungsbelegung sowie

den Austausch schnell und einfach

öffnen. Durch die integrierte Ge-

Standsystemen, kein größeres Kopfzerbrechen

der Roboter wird einfach

für die zusätzliche Aufgabe programmiert.

Ein innovatives kameragestütztes

Sicherheitssystem, das den

Roboter sofort bremst, wenn er einen

geschützten Bereich befährt, schließt

Kollisionen mit Mensch oder Maschine

praktisch aus. Für die direkte Zusammenarbeit

mit menschlichen

Werkern sieht Roth kein grundsätzli-

Die sichere Übergabe der

Werkstücke ist sichergestellt

ches Hindernis. Die sichere Übergabe

von Werkstücken an einer mit Schutzgitter

versehenen Schnittstelle mit

Drehteller oder Transportband sei

heute bereits möglich. Der technologische

Fortschritt werde künftig auch

direktere Formen der Interaktion ermöglichen.

Henkel + Roth verspricht

sich vom flexiblen Einsatz mobiler

Roboter neuen Schwung für die Automatisierung

in der Montage. Der mobile

Roboter-Kollege könne nicht nur

menschliche Werker von monotonen

Tätigkeiten entlasten, sondern auch

dazu beitragen, Arbeitsplätze am

Standort Deutschland zu sichern.

www.henkel-roth.de

Halle 3, Stand 3345-7

Spezialkunststoff soll für

höhere Stabilität sorgen

Bild: Kabelschlepp

Die innovative 2K-Technologie

von Kabelschlepp

kombiniert einen

stabilen Kettenkörper

mit elastischen

Filmscharnieren.

räuschdämpfung läuft die Energieführung

besonders leise; aus der kleinen

Teilung resultiert zudem eine hohe

Laufruhe. Durch das flexible Material

und die spezielle Formgebung

können die Bügel mit einem Handgriff

entriegelt werden, und schon ist

die Kette zur Leitungsbelegung bereit.

Ebenso schnell lassen sie sich

wieder schließen. Damit ist kein zusätzliches

Werkzeug für die Bestückung

der Energieführungskette erforderlich,

für das Handling genügt

ein Schraubenzieher. „Auf den Bügeln

sitzt geringe Spannung, sodass

sie über eine gewisse Kraft zur Eigen-

öffnung verfügen und quasi fast von

selbst aufspringen“, veranschaulicht

Ingelore Roth-Stahl, Head of International

Fairs and Public Relation bei

Kabelschlepp. Je nach Anwendung

sind die Bügel im Außenradius (Bauart

30) bzw. im Innenradius (Bauart

40) zu öffnen. Die andere Seite des

Bügels ist jeweils mit dem Kettenglied

verbunden, sodass sie auch im geöffneten

Zustand während der Belegung

fest am Kettenkörper verbleibt und

nicht verloren gehen kann.

Der Kettenkörper der Energieführung

basiert auf dem der neuen

EASYTRAX-Energieführung: Die Kettenglieder

bestehen aus glasfaserverstärktem

Spezialkunststoff. Dieser

wirtschaftliche und dennoch sehr

hochwertige Faser-Kunststoff-Verbund

sorgt für extra hohe Stabilität,

wodurch sich im

Gegensatz zu Ketten

aus nicht verstärktem

Material die

freitragende

Länge

ohne

Durchhang

fast verdoppeln

lässt. Die

festen Kettenglieder

werden aneinander

eingesetzt und zusammengedrückt;

so ergibt

sich die applikationsspezifische

Länge aus einfachem Zusammenstecken.

In Kombination mit dem innovativen

Bügelsystem resultiert daraus

eine extrem stabile Energieführung

mit hoher Torsionssteifigkeit

und für hohe Verfahrgeschwindigkeiten,

die sich besonders schnell bestücken

lässt. Für eine sichere Führung

und Separierung der Leitungen

bietet Kableschlepp auch Ausführungen

mit Trennstegsystemen. Durch

die spezielle Formgebung mit Umgriff

sitzen die Trennstege fest am Kettenglied

und gewährleisten die zuverlässige

Leitungsseparation.

www.kabelschlepp.de

Halle 3, Stand 3116


Bild: Rexroth

18. September 2008 • Nr. 37/38 Motek: Roboter/Handhabung/Zuführtechnik

Greifmodule

Feingefühl beim Handling empfindlicher Teile

Produktion Nr. 37/38, 2008

LAUFFEN (mg). Mit der neu entwickelten

Baureihe EVG hat Spann- und

Greiftechnikspezialist Schunk einen

elektrisch angetriebenen, längenvariablen

Parallelgreifer im Programm,

dessen Hub sich in weiten Grenzen an

individuelle Anforderungen anpassen

lässt. Die Baureihe EVG wird in zwei

Standardbaugrößen mit Hüben von

40 bzw. 100 mm angeboten. Der

EVG-Greifer basiert auf einem sehr

kompakten, nur 55 mm breiten Profil,

dessen Länge problemlos auf die indi-

Rexroth liefert Linearführungen aus dem

Mechanik-Grundelemente-Baukasten

(MGE) in drei Baugrößen und zwei Varianten

jetzt auch komplett montiert.

Linearführungen

komplett montiert

Produktion Nr. 37/38, 2008

STUTTGART (pd). Rexroth liefert

Linearführungen aus dem Mechanik-

Grundelemente-Baukasten (MGE) in

drei Baugrößen und zwei Varianten

jetzt auch komplett montiert. Das soll

dem Anwender Planungs- und Montageaufwand

sparen.

Zudem ergänzen neue Zubehörteile

das Produktprogramm. Die Linearführungen

MGE erfüllen speziell die

Bedürfnisse einfacher Handhabungsund

Positionierbewegungen und sind

leicht in den Gestellbau, in periphere

Maschineneinrichtungen oder Transportlösungen

zu integrieren. Neue

Niro-Führungsstangen bilden das

robuste Rückgrat der Produkte. Diese

sind selbst unter schwierigen Umgebungsbedingungen

für Traglasten

von 85 bis 600 Kilogramm einsetzbar,

so Rexroth.

Passende Flansche und

Getriebe runden das Angebot ab

Im neuen Zubehörprogramm kann

der Anwender, je nach Last und

Geschwindigkeit, für jede Baugröße

zwei MSK-Servomotoren wählen.

Abgerundet wird das Lieferangebot

durch passende Flansche und

Getriebe. Für Endlagen- und

Positionsabfragen gibt es einsatzfertige

Sets, wahlweise bestehend aus einem

mechanischen oder induktiven

Schalter inklusive Halterung.

Komplett montiert und mit abgestimmtem

Zubehör sind die

Linearführungen schnell in Applikationen

integriert, verspricht Hersteller

aus Stuttgart.

Ein zusätzlicher Kundennutzen des

überarbeiteten Linearführungsprogramms

MGE ist die Kombinierbarkeit

mit dem Rexroth-eLINE-System.

Schnittstelle hierfür sind neue

eLINE-Schlittenprofile. Die Kombination

erfolgt durch ein anwenderfreundliches

Zusammenspiel von

eLINE-Führungswagen, einer

Schraubverbindung und den bewährten,

stabilen MGE-Nuten.

www.boschrexroth.com

Halle 3, Stand 3210

viduellen Erfordernisse zugeschnitten

werden kann. Der Greifer wird von einem

bürstenlosen Servomotor angetrieben,

der die rollengeführten

Grundbacken über einen spielfreien

Zahnriemen antreibt. Die maximale

Greifkraft der Version mit 100 mm

Hub liegt bei 68 N, durch die Steuerung

des Motorstroms können aber

auch sehr geringe Greifkräfte bis unter

5 N erreicht werden. Damit eignet

sich der EVG auch für Prozesse, in denen

geringe Greifkräfte verlangt werden,

zum Beispiel beim Handling von

empfindlichen Werkstücken oder von

PUBLICIS E80001-F240-P220

MOTOX

dünnwandigen Probenbehältern, wie

sie etwa für Laboranwendungen in

der Pharmazie typisch sind. Werden

noch geringere Kräfte gewünscht, so

lassen sich mit dem Einsatz von Kraftmesssystemen

auch Greifkräfte nahe

null realisieren. Der EVG ist leicht

und bringt in der Version mit 100 mm

Hub lediglich rund 1,3 kg auf die

Waage. Um Gewicht zu sparen und

die Abmaße des Greifers so weit als

möglich zu reduzieren, wird der EVG

über eine externe Elektronik angesteuert.

Dazu kommt die neue MCS-

06-Steuerelektronik von Schunk in

Frage, die zur einheitlichen Steuerung

fast aller servoelektrischen Komponenten

aus dem Schunk-Programm

dient und eine sehr einfache Programmierung,

Vorkonfigurierung

und Inbetriebnahme der Komponenten

erlaubt. Einzelbefehle lassen sich

zu kompletten Tasks zusammenstellen,

und einmal erstellte Befehls-Bibliotheken

können auch für andere

Module verwendet werden. Zukünftig

ist auch eine Bluetooth-Schnittstelle

geplant.

www.schunk.com

Halle 1, Stand 1501

Braucht mehr Dreh im richtigen Moment

Hat mehr Drehmoment

Mehr Dreh im richtigen Moment – das bietet Ihnen unsere neue Getriebemotorenreihe

MOTOX. Sie profitieren von Abtriebsdrehmomenten bis 20.000 Nm und höheren

Getriebenennmomenten im Vergleich zu herkömmlichen Getriebemotoren gleicher

Größe. Mit MOTOX ist unser Antriebsportfolio im Leistungsbereich von 0,09 bis

200 kW mit allen Getriebetypen komplett. Überzeugen Sie sich von dieser Power.

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Answers for industry.

Bild: Schunk

Produktion S7

Der neue Parallelgreifer der EVG-Reihe

von Schunk wird von einem bürstenlosen

Servomotor angetrieben.

Besuchen Sie uns auf der

MOTEK

Stuttgart, 22.–25.09.08

Halle 9, Stand 9318

_E80001-F240-P220_Motek_227x300.indd 1 19.08.2008 9:14:44 Uhr


S8 Produktion Motek: Roboter/Handhabung/Zuführtechnik

Automatisierung

‚Rote Module‘ – Zukunftsszenario

Handhabungstechnik

Produktion Nr. 37/38, 2008

CH-Huttwil (hos). Mehr und ganz neue

Anwendungen, mehr und verschärfte

Sicherheitsbestimmungen, mehr und

höhere Leistung – auf diesen Nenner

lassen sich die Anforderungen an die

‚Roten Module‘ von Afag bringen. Das

erweiterte Achsenprogramm orientiert

sich konsequent an den zu bewältigenden

Anwendungen.

Bei der Entwicklung der Achsen-Familie

hat sich Afag bewusst schrittweise

von der Nutzlast hin zur schweren

Basisachse bewegt. So wurde in

einem ersten Schritt die kompakte

und leichte SA-Spindelachse am

Markt eingeführt, gefolgt von dem

hochdynamischen OZ-Omegazahnriemenausleger,

bis zu den Portalachsen,

die als Basiselemente für die anspruchsvollenAnwendungs-Lösungen

dienen. Afag bietet nun einen

Achsenbaukasten für dynamische und

hochpräzise Anwendungen, der sich

nahtlos in den Afag-Baukasten einfügt.

Das Programm an Achsen besteht

aus den Baureihen Portalachsen mit

Bild: Afag Automation

Einzel- oder Doppelführung, Zahnriemen-Ausleger

und Spindelausleger

und ist erhältlich in zwei bzw. drei

Baugrößen. Die Nutzlasten bei den

(Doppel-) Portalachsen gehen heute

bei Hüben bis 3000 mm bis 100 kg, die

Zahnriemen- Ausleger haben Hübe bis

1000 mm und nehmen Lasten bis 12

kg auf, und die Spindelausleger arbei-

ten bei Hüben bis 300 mm mit Lasten

bis 6 kg. Mit der Baureihe OMEGA-

Zahnriemenausleger bietet Afag einen

weiteren Baustein für die rasche

und kostengünstige Realisierung von

Handlingsystemen für Produktions-,

Montage- und Prüfaufgaben. Die

Zahnriemenausleger OMEGA gibt es

in den beiden Baugrößen OZ-50 und

OZ-60 mit Hüben bis

600 bzw. bis

1 000 mm und für

Lasten bis 8 bzw. bis

12 kg. Je nach Ablaufdynamik

sind auch

deutlich höhere Werte

möglich. Die Zahnriemenausleger

sind

als steife Aluprofil-

Konstruktion konzipiert,

weisen eine

massive Doppelführung

auf und haben

einen sehr breiten Zahnriemen sowie

einen kraftvollen Motor. Dazu gibt es

natürlich auch eine sehr leistungsfähige

Steuerung samt aller relevanten

Anschlüsse und Schnittstellen für die

einfache Einbindung in die übergeordnete

Steuerung, so dass der Hersteller

der Montageanlage bzw. der

Anwender aus einer Hand eine kom-

Produktion Nr. 37/38, 2008

GLATTEN (mg). Innovative Nadelgreifer

zum Handhaben von nicht oder nur

bedingt mit Vakuum saugfähigen Materialien

– damit hat der Vakuum-Spezialist

J. Schmalz GmbH sein Lieferprogramm

an Greifern für rationelle

Handling- und Materialflusslösungen

erweitert und präsentiert diese auf der

diesjährigen Motek.

Es gibt Produkte und Materialien, bei

denen die hunderttausendfach und in

allen Industriebereichen bewährten

Vakuum-Sauggreifer und Vakuum-

Greifsysteme leider nicht funktionieren,

da sie mit Vakuum nicht gegriffen

werden können. Dazu gehören

extrem biegeschlaffe, poröse Werkstoffe,

wie etwa Schaumstoffe, Isolierund

Dämmmatten, Filtermatten, Textilien,

Vliesstoffe, Teppiche oder

Metallschäume. Die neuen Nadelgreifer

von Schmalz bieten nun eine einfache

und prozesssichere Lösung zur

Handhabung dieser Produkte.

Das Prinzip: Je nach Bauform und

Ausführung des Nadelgreifers befinden

sich in einem Gehäuse diverse

längsbewegliche Nadeln. Die Nadeln

werden per Druckluft/Pneumatikzylinder

ausgefahren. Das Einfahren

wird entweder über Federkraft realisiert

oder ebenfalls über Druckluft.

Die Nadeln sind in Schräglage einge-

18. September 2008 • Nr. 37/38

Der Omega-Zahnriemenausleger

in kompletter und montagefertiger

Ausrüstung (Bild oben).

Drei neue modulare Afag-Achsen

im Verbund (Bild links).

plette Handlinglösung erhält. Zurück,

vor und vor, also nach dem Zwischenstopp

in Bewegungsrichtung weiterfahren

– möglich machen dies die neuen

Zwischenanschlag-Module von

Afag, die mit den Compactschlitten

der Baureihe CS zu kombinieren sind.

Die neuen Zwischenanschläge ZA sind

vorerst für die Compactschlitten der

Größen CS 16 und CS 20 erhältlich

Zwischenanschläge mit ein- und

wegschwenkenden Anschlägen

und werden einfach ‚Huckepack‘ auf

die Compactschlitten aufgeschraubt.

Im Gegensatz zu den sonst für einen

Zwischenstopp allgemein üblichen

ein- und ausfahrenden Verriegelungen

verfügen die Zwischenanschläge über

ein- und wegschwenkende Anschläge.

www.afag.com

Halle 3, Stand 3215

Handhabung

Dank Nadeln auch poröse oder

biegeschlaffe Teile handhaben

Bild: Schmalz

Das Bild zeigt

einen Nadelgreifer

vom Typ

SNG-Y beim

Handling eines

Metallschaums.

baut und dringen nach dem Absetzen

des Greifers auf dem zu handhabenden

Produkt in das Material ein.

Durch das schräge Einstechen ergibt

sich ein fester Griff, so dass die

Produkte dann aufgenommen, transportiert

und wieder präzise abgesetzt

werden können. Je nach zu handhabendem

Produkt gibt es die Nadelgreifer

in unterschiedlichen Bauformen,

mit verschiedenen Wirkprinzipien

und angepassten Nadeldurch-

Ein Greifer ist mit zwischen

4 und 24 Nadeln besetzt

messern zwischen 0,8 und 2,0 mm sowie

mit fixem oder optional einstellbarem

Nadelhub. Die Nadelgreifer

haben zwischen 4 und 24 Nadeln,

bauen kompakt und sind leichtgewichtig,

so dass die Dynamik des jeweiligen

Handlingsystems oder Roboters

nicht beeinflusst wird. Zum einfachen

Anflanschen an die Anschlusskonstruktion

gibt es eine spezielle

Adapterplatte, womit der Konstrukteur

bzw. der Monteur oder Anwender

eine montagefertige Greifereinheit

realisieren kann. Die Nadelgreifer

der Baureihe SNG runden das

Lieferprogramm an Vakuum-Komponenten

und -Greifsystemen aus dem

Hause Schmalz ab.

www.schmalz.de

Halle 1, Stand 1020


Bild: Igus

18. September 2008 • Nr. 37/38 Motek: Roboter/Handhabung/Zuführtechnik

Handhabung

Den Greiferbau im Fokus

Produktion Nr. 37/38, 2008

ISMANING (mg). Der Greiferbau ist das

zentrale Thema des EOAT-Spezialisten

Fipa GmbH auf der Motek in Stuttgart.

„Wir belassen es nicht beim Ausstellen

einzelner Komponenten, sondern

planen ganze Projekte und bauen

bei Bedarf auch den Greifer“, kündigt

Geschäftsführer Rainer Mehrer an.

Der Ismaninger Materialfluss-Experte

unterstreicht damit seine konsequente

Neuausrichtung an den gestiegenen

Ansprüchen der Kunden. ‚Pick &

Neun Vorteile

in einem

Produktion Nr. 37/38, 2008

KÖLN (mg). Energieführungs- und

Werkstoffexperte Igus präsentiert eine

neue Steuerleitungsfamilie für den

weltweiten Einsatz in Energieketten im

Werkzeugmaschinenbau. Die ölbeständigen

‚Chainflex‘-Leitungen CF77

und CF78 wurden für dynamische Anwendungen

mit hohen Zyklenzahlen

unter hohen Belastungen entwickelt.

Die neue Familie vereint neun Vorteile

von fünf bewährten ‚Chainflex‘-Leitungsserien

jetzt in einem einzigen

Design. Mit 850 Leitungen bietet Igus

heute das größte Programm für Energieketten-Anwendungen,

will aber

gleichzeitig die Auswahl vereinfachen.

Das betrifft vor allem die Kombination

von Eigenschaften wie internationale

Normen, Werkstoffzulassungen

und Lebensdauer.

Ölbeständige Steuerleitungsfamilie‚Chainflex‘

CF77/CF78 von

Igus für den Einsatz

in Werkzeugmaschinen.

CF77 und CF78 sind lagenverseilt

für eine Adernzahl von 7 Adern

(U0/U 300/500 Volt) und bündelverseilt

für 12 Adern (U0/U 300/300

Volt). Hierbei sind die Leitungen stabil

bündelverseilt um eine hochzugfeste

Kernkordel, um Korkenzieher

und Adernbrüche zu vermeiden. Dennoch

sind die Steuerleitungen im

Außendurchmesser nahezu genauso

dünn wie vergleichbare nur lagenverseilte

Typen. Der hoch abrieb- und biegefeste,

mit Druck zwickelfüllend in

alle Zwischenräume der Verseilung

extrudierte PUR-Außenmantel sorgt

für zusätzliche Stabilität und ist

flammwidrig sowie halogenfrei. Die

ölbeständige Serie hat UL/CSA-Zulassung

und ist DESINA-konform.

Schließlich sind die Leitungen auch

reinraumgeeignet (ISO-Klasse 1). Erste

Typen der neuen ‚Chainflex‘-Familie

CF77/CF78 sind ab Lager lieferbar,

wobei ein kontinuierlicher Ausbau der

Lagertypen innerhalb der nächsten

Monate erfolgt. Wie bei allen Igus-Leitungen

wird auch diese Familie ohne

Schnittkosten und ohne Mindermengenzuschlag

zu beziehen sein.

www.igus.de

Halle 3, Stand 3310

Place‘ ist ein zentrales Thema in Automatisierungstechnik

und Robotik. Ob

es nun darum geht, edle Pralinen unbeschädigt

in die Schachtel zu bringen

oder Werkstücke auch auf engem

Raum sicher zu greifen: Im ‚Pick &

Place‘ sind innovative Lösungen gefragt.

Die Anforderungen, die Unternehmen

an Pick & Place-Anwendungen

stellen, sind komplex: Sie müssen

schnell, präzise und zuverlässig arbeiten,

individuelle Anforderungen erfüllen

und bei alledem kosteneffizient

sein. Das Ziel ist, Maschinenstillstände

so kurz wie möglich zu halten. Auf

Bild: Fipa

Fipa wird auf der Motek

das erste Mal auch ganze

Systeme präsentieren.

der Motek präsentiert Fipa deshalb

nicht nur neue Produkte und Materialien,

sondern ganze Systeme. In den

Fokus gerückt werden dabei Individu-

allösungen,Beratungskompetenz und Applikations-Knowhow.

Dazu kommenStandardkomponenten

aus den BereichenVakuumtechnik

und

End-of-Arm-

Tooling, die in Art, Größe, Ausführung

und Material auf die Bedürfnisse

verschiedener Branchen zugeschnitten

sind. Der modulare Greifer-Bau-

www.ifm.com

Produktion S9

kasten von Fipa verfügt über EOAT-

Einzelkomponenten, die sich – auch

in bereits vorhandenen Systemen –

problemlos montieren, austauschen,

demontieren und wieder verwenden

lassen. Daneben bietet Fipa eine große

Auswahl an Vakuumsaugern – von

ganz klein, z. B. zum Händeln von

Edelsteinen, bis ganz groß für das

Handling von Blech und Glaspanelen.

Für höchste Prozess-Sicherheit garantieren

dabei Sensorabfragen und Vakuumüberwachung.

www.fipa.com

Halle 7, Stand 7322

Präsent

Für die Realisierung Ihrer Automatisierungsprojekte

brauchen Sie einen

starken Partner.

Vertrauen und Kontinuität, Verlässlichkeit

und Verfügbarkeit bilden

hier die Basis für zukunftsweisende

Lösungen. Ganz gleich, ob Sie Ihre

Produktion in Singapur überwachen

oder eine Maschine in Schweden

planen. Ihr Erfolg ist unser Auftrag,

Partnerschaft unsere Philosophie.

Nutzen Sie die Möglichkeiten.

Wir sind da, wo Sie uns brauchen!

ifm electronic – close to you!


S10 Produktion 18. September 2008 • Motek: Roboter/Handhabung/Zuführtechnik

Nr. 37/38

Roboterarm

Die Lücke ist geschlossen

Produktion

Nr. 37/38, 2008

NEUSS (mg). Kawasaki

präsentiert auf der Motek

ein Greifsystem für

alle KLT (Kleinladungsträger),

das mit einem

Lasermess-System zur

Lageerkennung und einemsensorüberwachten

Toleranzausgleich

für Höhendifferenzen

ausgestattet ist. Mit Hilfe

einer Erkennungsfahrt

wird fortlaufend

die oberste Schicht

der beladenen Palette

abgetastet und das so

Bild: Kawasaki

erzeugte dreidimensionale Oberflächenprofil

zur Objekterkennung genutzt.

Nachfolgend können die Produkte

von der Palette depalettiert

werden. Als zweite Applikation wird

ein Inspektionssystem präsentiert,

das mittels Erkennung durch ein Kamerasystem

Teile aus einer Kiste entnimmt

und diese auf Typ und Fehler

untersucht. Nach der Inspektion legt

der Roboter die Teile sortiert nach

Art und Fehler ab. Als weitere Neuheit

2008 wird der 6-Achs-Roboterarm

ZH100 vorgestellt, der die Lücke

zwischen kleinen und großen Robotern

schließt. Sein Seriell-Link-Me-

Kawasaki zeigt auf der Motek ein Greifsystem für alle KLT

sowie einen neuen 6-Achs-Roboterarm.

chanismus ermöglicht eine sehr kompakte

Bauweise. Mit 500 mm Breite

und 1 500 mm Höhe lässt sich der ZH

100 problemlos in Platz sparende

Zellenkonzepte integrieren. Seine

Traglast von 100 kg, seine erhöhte

mechanische Steifigkeit und ein

Handgelenksdrehmoment von 874,8

Nm für die Gelenke JT 4 und JT 5 und

392,0 Nm für JT 6 prädestinieren den

Roboterarm für eine Vielzahl von Industrie-Anwendungen(Punktschweißen,

Handhabung, mechanische Bearbeitung

und Montage).

www.kawasakirobot.de

Halle 7, Stand 7210

ALLES

RUND UMS SCHRAUBEN

Von der Konstruktion

bis zur Serienfertigung ...

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rund um die Schraubtechnik.

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Stand 1610

Als einziger Anbieter weltweit bieten wir unseren Kunden

für alle Stufen in der Produktentwicklung und Fertigung die

richtige Lösung: für Konstruktion und Prototypenbau, die

Serien fertigung oder die Qualitätssicherung – bis hin zu DKDakkredi

tier ten Kalibrierungen.

Wir bringen Produktivität!

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Materialfluss

Mehr Produktivität

in der Intralogistik

Produktion Nr. 37/38, 2008

CH-DERENDINGEN (mg). Auf der Motek

2008 in Stuttgart erleben die Besucher

des Montech-Standes, wie die

Weiterentwicklungen des Transportsystems

Montrac, die elektrische

Automationskomponenten sowie der

neue Förderband-Konfigurator dem

Anwender mehr Flexibilität geben.

Für Montrac hat Montech einen

Shuttle mit RFID-Technologie sowie

zwei neue Komponenten FlexTrac

und TouchPanel entwickelt. Mit dem

neuen FlexTrac kann Montrac Höhenunterschiede

– beispielsweise zwischen

Maschinen oder Bearbeitungsstationen

– bewältigen. Steigungen

von 8 % sind mit geringem Aufwand

und einfachen Mitteln möglich. Der

neue TouchPanel ist eine autonome,

direkte Adressierstation, mit der

Handarbeitsplätze ausgerüstet werden.

Der Bediener nimmt über den intuitiv

zu bedienenden Touchscreen

die Eingabe der nächsten von dem

Shuttle anzufahrenden Station vor.

Mit dem TouchPanel wird der Warenfluss

direkt gesteuert, ohne dass hierzu

eine PLC benötigt wird. „Die neuen

Komponenten geben dem Montrac-Anwender

mehr Flexibilität und

erhöhen so die Produktivität in der

Intralogistik“, berichtet Alessandro

Sibilia, CEO Montech AG. Mittels

Produktion Nr. 37/38, 2008

ZELL AM HARMERSBACH (mg). Um

Werkstückträgerpaletten durch automatisierte

Waschprozesse zu schleusen,

werden diese meist in so genannte

Waschgestell-Überrahmen gestapelt

und anschließend wieder entnommen.

Solche Rahmen sind einteilige

Gestelle und daher relativ groß

und sperrig. Sie müssen in ausreichender

Vielzahl vorhanden sein, was

einen hohen Platzbedarf erfordert.

Besonders nachteilig ist der Zeitaufwand

für das Einsetzen und nach

dem Waschen das Entnehmen der

Werkstückträgerpaletten, die nicht

selten voll beladen auch noch schwer

zu transportieren sind. LK-Mechanik

hat eine Alternative entwickelt, mit

der diese herkömmlichen Überrahmen

nicht mehr gebraucht werden.

Die Lösung ist ein modulares Trägersystem

aus vier einzelnen Säulen, die

RFID-Technologie bestimmt das

transportierte Produkt den Weg

durch das Transportsystem und nicht

– wie bisher – der Shuttle. Der Transponder,

der eine Kennung mit dem

Weg durch das Montrac-System enthält,

ist an dem Produkt befestigt; die

RFID-Leseschreibeinheit ist in dem

Shuttle integriert. „Anwender können

mit dem RFID-Shuttle ihren Materialfluss

weiter automatisieren oder optimieren“,

so Sibilia. Dies spare den

Unternehmen Zeit, erhöhe die Produktivität

sowie die Flexibilität. Eine

höhere Automatisierungsflexibilität

erreichen Anwender mit den elektrischen

Automationskomponenten:

elektrische Greifer, Drehantrieb,

Kompakt-Universalschlitten und Servoline.

Bei den elektrischen Greifern

sind Kraft und Geschwindigkeit des

Greifens unabhängig voneinander

einstellbar. Über die Steuerung werden

verschiedene Einstellungen flexibel

geschaltet und gespeichert. Der

Drehantrieb DAE-60 kann aufgrund

der Elektrifizierung viele Positionen

anfahren (bis zu 31 fest programmierbar)

und die Geschwindigkeit

zwischen den einzelnen Positionen

kann variieren. Der Drehwinkel reicht

von 0° bis 360°. Alle elektrischen

Handlingkomponenten werden mit

demselben Typ Regelgerät betrieben.

Die vorkonfigurierten Reglereinstellungen

ermöglichen dem Anwender

in speziell dafür vorgesehene Öffnungen

der gestapelten Werkstückträgerpaletten

gesteckt werden. Jeweils vier

solcher Säulen ersetzen einen kompletten

Überrahmen. Zwischen den

Säulen sorgt eine einfach zu koppelnde

Querverbindung für die sichere

Verbindung der Waschpakete. Nach

Bild: Montech

Ein Shuttle mit RFID-Technologie automatisiert

oder optimiert den Materialfluss

der Anwender.

eine sehr einfache und schnelle Inbetriebnahme.

Zudem eröffnen die digitalen

I/Os eine einfache Ansteuerung.

Die Förderbänder sind standardmäßig

zwischen 45 und 800 mm breit

und können Gewichte bis 125 kg

transportieren. Die Länge, die in einem

Millimeter-Raster frei wählbar

ist, kann bis zu 15 m betragen. Die

klassischen Förderbänder sind als

Baukasten mit funktionsfertigen

Komponenten konzipiert. Durch die

modulare Bauweise können die

Transportbänder individuell zusammengestellt

sowie einfach und

kostengünstig verlängert oder verkürzt

werden.

www.montech.com

Halle 1, Stand 1174

Trägermagazine

Automatisiert durch den Waschprozess

Senkrechtförderer

Fördertechnik

für höchste Ansprüche

Produktion Nr. 37/38, 2008

GESCHER-HOCHMOOR (mg). Auf

der Motek stellt Trapo, ein Anlagenbauer

im Bereich Förder- und Handhabungstechnik,

Robotik und industrielle

Bildverarbeitung, die Senkrechtförderer

in den Mittelpunkt: Das

Angebot umfasst Hubstationen, Lift-

Veyore, Einkettenförderer sowie Taktelevatoren

in verschiedensten

Abmessungen und Stückgewichtsklassen.

Alle Komponenten entsprechen

den höchsten Anforderungen an

Sicherheit und werden je nach Einsatzgebiet

mit und ohne Verkleidung

Bild: LK Mechanik

oder in Sondermaterialien geliefert,

so Trapo. Ein Beispiel ist der technisch

optimierte Lift-Veyor. Bei der

aktuellen Baureihe reduzieren die

neu entwickelten Umlenkungen den

Polygon-Effekt und sorgen dafür, dass

besonders empfindliche Fördergüter

schnell und zuverlässig in eine andere

Etage gefördert werden können. Alle

Lifte stehen in Stahl- oder Edelstahl-

Ausführung mit glatten Flächen zur

Verfügung. Dadurch sind sie leichter

zu reinigen und auch in sensiblen Bereichen

einsetzbar.

www.trapo.de

Halle 1, Stand 1613

Das modulare Trägersystem

von LK-Mechanik ersetztWaschgestell-Überrahmen

und lässt sich mit

wenigen Handgriffen anund

abmontieren.

dem Waschen lassen

sich die Träger mit wenigen

Handgriffen von

den Paletten abnehmen,

wobei Letztere ohne

Umsetzen auf dem Fördersystemweitertransportiert

werden können.

Die als Gebrauchsmuster

geschützte Kombination aus

Werkstückträgerpaletten und Trägersystem

ist individuell an die Werkstücke,

die Gewichte und an die Anforderungen

der Wasch- beziehungsweise

Reinigungsanlagen anpasst.

www.lk-mechanik.de

Halle 1, Stand 1675

Auf der Motek können die Besucher des

Trapo-Standes vor allem die Sparte der

Senkrechtförderer begutachten.

Bild: Trapo


18. September 2008 • Nr. 37/38 Motek: Montage/Verbindungstechnik

Atlas Copco Tools

Alles rund ums Schrauben

Produktion Nr. 37/38, 2008

ESSEN (mg). Bereits bevor die erste

Schraube gesetzt wird, entscheidet der

Konstrukteur, wie gut die Verbindung

hält und wie einfach sie sich montieren

lässt. Von der Konstruktion über die

Werkzeuge bis hin zu Wartung und

Schulungen bietet Atlas Copco Tools

dem Anwender das entsprechende

Know-how und die Werkzeuge.

‚Alles rund ums Schrauben‘ lautet der

Messeslogan von Atlas Copco Tools

auf der Motek. Die Essener zeigen in

Promess fährt

mit 2 000 mm/s

Bild: Promess

Produktion Nr. 37/38, 2008

Schematische

Darstellung

des neuen

schnellen Fügemoduls

PRO-

MESS RAPID.

BERLIN (mg). Die extrem schnelle

Servopresse ‚PROMESS-RAPID‘ hat

Promess aufgrund einer konkreten

Anfrage aus der Kunststoffbranche

entwickelt. Mit einer Geschwindigkeit

von 2 000 mm/s und einer Beschleunigung

von 60 m/s 2 stellt sie

eine hervorragende Alternative zu

den bisher verwendeten pneumohydraulischen

Systemen dar, so Promess.

Aufgrund ihrer ‚Sprinteigenschaften‘

bietet sie erhebliches Zeitund

Kosteneinsparungspotenzial,

verspricht der Hersteller. Mit ihrer

Beschleunigung reicht die Einheit an

Linearmotorsysteme heran, allerdings

mit einer weitaus besseren

Energieeffizienz. Angetrieben wird

das System durch einen Servomotor.

Je nach Anwendung kann die Presse

horizontal oder vertikal verbaut wer-

Einheiten lassen sich leicht in

bestehende Anlagen integrieren

den. Neben den dargestellten Eigenschaften

weisen die Einheiten alle

Vorzüge der universellen Fügemodule

auf. Sie sind mit einem externen

Kraftaufnehmer zur Kraft-Weg-Überwachung

ausrüstbar und bieten so

eine optimale Qualitätssicherung, so

Hersteller Promess. Die Visualisierung

und Programmierung des Prozesses

erfolgt mittels eines PCs. Angesteuert

wird die Mechanik über einen

Leistungsverstärker mit integriertem

NC-Modul. Die Einheiten

lassen sich einfach in bestehende

Anlagen integrieren und sind über

alle gängigen Bussysteme vernetzbar.

Die mitgelieferte Software bietet

dem Anwender höchste Flexibilität

durch die Anwahl verschiedener Programme.

Die auf der Messe ausgestellte

Presse verfügt über eine

Nennkraft von 8 kN, weitere Baugrößen

sind geplant.

Promess entwickelt, produziert und

vertreibt Komponenten und Systeme

für die Montage- und Automationsindustrie.

Die Kernkompetenz

liegt in der Entwicklung hochwertiger

Standardkomponenten und Technologien

zur Lösung komplexer Montage-

und Prüfaufgaben.

www.promessmontage.de

Halle 1, Stand 1612

Stuttgart unter anderem die Simulationssoftware

Tight-SIM, mit der der

Konstrukteur auf ein Hilfsmittel zurückgreifen

kann, mit dem er für jede

Schraubverbindung die optimale Anzugsmethode

ermitteln kann. Lange

vor dem Produktionsbeginn lassen

sich die Schraubprozesse analysieren.

Zusätzlich zur Darstellung von Drehmomentstreuung,

Drehwinkel, cpk-

Werten und Verschraubungsdiagrammen

berechnet Tight-SIM auch Werte

für Klemmkraft, Schraubendehnung

und -entspannung. Damit ist die Software

auch für die Produktions- und

Aus Teilchen

Kultfiguren

machen.

Antriebstechnik

für Montage

und Handhabung.

Das Tool-Center von Atlas Copco Tools ist ein vollständig ausgestattetes,

mobiles Montagesystem, das sich auch für das Prototyping

eignet. Es bietet das ganze Spektrum der Schraubtechnik

und ersetzt im Notfall auch eine Schraubstation in der Linie.

Qualitätssicherungsingenieure von

Interesse, die bereits während der

Konstruktionsphase eingebunden

sein sollten, so Atlas Copco. So lassen

sich verschiedene Anzugsmethoden

überprüfen und die Ergebnisse vergleichen.

Geht es darum, einen konkreten

Prototypen eines neuen Produktes

zu entwickeln und die passende

Schraubstation auszulegen, bietet

sich dem Anwender mit dem mobilen

Montagesystem ‚Tool-Center‘ von Atlas

Copco eine flexible Grundlage.

Mit dem Tool-Center entwickelte

Schraubstationen sind ab dem ersten

Einsatz produktiv, versprechen

die Essener.

Zudem lässt es sich als

Reserve-Station einsetzen,

wenn in der Linie

ein Fehler auftaucht.

Das Tool-Center kann als rollender

Werkzeugwagen gut in der Vorserie

eingesetzt werden. Es enthält alle

Werkzeuge für die Serienproduktion

und erlaubt so eine seriennahe Prototypenmontage.

Dem Werker steht dabei

eine visuelle Montagehilfe zur

Verfügung, die ihn durch alle Monta-

Setzt Standards in Präzision und Effizienz: Damit sich Teil für Teil zu einem qualitativ hochwertigen

Ganzen fügt, muss jeder „Handgriff“ sitzen: Unendlich oft punktgenau positionieren,

auch bei maximaler Geschwindigkeit und variablen Losgrößen. Die Erfahrung

und das Antriebs-Know-how für zuverlässige wiederholgenaue Montage und Handhabung

liefert Lenze. Informieren Sie sich unter 05154/82-0 oder www.Lenze.de

Produktion S11

ge- oder Demontageschritte führt. Die

ermittelten Schraubparameter können

eins zu eins in die Serienproduktion

übernommen werden, was die

Anlaufphase deutlich verkürzt, so der

Hersteller.

www.atlascopco.de

Halle 1, Stand 1610

Neue Messe Stuttgart

22. – 25. September 2008

Halle 9 · Stand 9425

SPS/IPC/DRIVES

Messezentrum Nürnberg

25. – 27. November 2008

Halle 1 · Stand 1-360

Bild: Atlas Copco Tools


S12 Produktion 18. September 2008 • Motek: Montage/Verbindungstechnik

Nr. 37/38

Montage

Schraubautomation mit Rundum-Sicht

Produktion Nr. 37/38, 2008

WOLFRATSHAUSEN (mg). Mit dem aktuell

stattfindenden Generationswechsel

seiner Schraubautomaten misst

Weber der Steigerung von Flexibilität

und erhöhter Bedienerfreundlichkeit

größte Bedeutung bei. Aufbauend auf

der im eigenen Haus entwickelten parametrierbaren

Schraubersteuerung

C50S wird die Weber-Technologie

künftig lückenlos in die Gesamtvisualisierung

von Montageprozessen einbezogen.

Die durchgängig offene und maschinennah

einsetzbare Lösung basiert

auf einem wartungsfreien Panel-PC

mit Embedded Betriebssystem, Soft-

PLC und HMI-Software. Anforderung

an die neue Produktlösung waren

u. a. schnelle Umrüstzeiten bei Montageprozessen.

Weber kann somit

jetzt Schraubsysteme mit der selbst

entwickelten Hard- und Software zur

Schraubersteuerung (C50S) in Verbindung

mit einem Simatic-Panel-PC

477B ausstatten. Die produktspezifischen

Prozessparameter (Drehmomente,

Drehwinkel etc.) können über

einen in die Schraubersteuerung implementierten

Webserver ohne spezielle

Zusatzsoftware von jedem auto-

Bild: Weber

risierten PC aus gelesen und geschrieben

werden. Das ermöglicht eine flexible

Parametrierung der Schrauber –

einschließlich der Visualisierung und

Archivierung von Prozessdaten.

Der robuste und kompakte Industrierechner

aus dem Hause Siemens

kommt ohne Festplatte und Lüfter

aus und bildet eine ideale Plattform

für Embedded Automation: Das Gerät

ist unempfindlich gegenüber Vibrationen,

erhöhten Temperaturen und

elektromagnetischen Einflüssen. Mit

seinem integrierten 12"-Touchdisplay

We know how

Intelligente Schraubtechnik aus einer Hand

Seit mehr als 50 Jahren Maßstab in der Auto mation

von Schraubprozessen: Weber entwickelt und

realisiert passgenaue Lösungen für alle Anwendungen

der Schraubautomation: Von leistungsfähigen

Handschraubern bis zum komplexen Schraub system,

jeweils inklusive automatischer Zuführung und

variabler Steuertechnik.

Besuchen Sie uns auf der MOTEK 2008!

Die Neuheiten von Weber präsentieren wir

Ihnen in Halle 5, Stand 5327

Weber Schraubautomaten GmbH

www.weber-online.com

Technik, die verbindet

Alle Montageschritte lückenlos

dokumentieren –

mit der neuen Generation

der Schraubsteuerung von

Weber soll das kein Problem

mehr sein.

bietet das 75 mm tiefe

Gerät auf engstem

Raum die volle Funktionalität

für maschinennahes

Bedienen

und Dokumentieren, so

Weber. Zur horizontalen

und vertikalen

Kommunikation sind

zwei Industrial-Ethernet-

und eine Profibus-

DP-/MPI-Schnittstelle

on board. Zu den ersten komplexeren

Anwendungen der neuen Technologie

zählt eine Anlage mit sechs Stationen

für die Montage und Prüfung von

Multifunktionstasten und Airbag-

Komponenten in Pkw-Lenkrädern.

Zur Visualisierung und Bedienung

der Schraubautomaten hat Weber eine

Oberfläche mit mehreren Bedienbildern

pro Schraubereinheit

entwickelt. Integriert ist darüber hinaus

eine Java Virtual Machine zur

Kommunikation mit der Weber-

Schraubersteuerung, die auf diese

Montage

Produktion Nr. 37/38, 2008

PFORZHEIM (mg). Das ProcessMate-

100-Vakuum-Montagegerät der Gesellschaft

für Löttechnik (GLT) ermöglicht

auf einfache und effiziente

Weise kleine und empfindliche Bauteile

in Montageprozessen anzuheben

und zu positionieren. Das Process-

Mate 100 gibt der Elektronikindustrie

die Möglichkeit, mit einer Hand das

Bauteil aufzunehmen und mit der anderen

Hand mittels eines Dosiergerätes

eine genaue Menge z. B. an Kleber,

Lotpaste oder anderen Montageflüssigkeiten

zu setzen. Ideal für viele Anwendungen

in der Produktion und an

Reparaturplätzen. Die Inbetriebnahme

und Bedienung sind einfach. Um

das Bauteil anzuheben, hält der Anwender

einfach den Montagestift

über das Bauteil und löst über das

Fußpedal das Vakuum aus. Ist das

Bauteil richtig positioniert, wird das

Vakuum gestoppt durch Loslassen des

Fußschalters. Die Vorteile des neuen

Produktion Nr. 37/38, 2008

BARSINGHAUSEN (mg). Die P3

Automation GmbH, Hersteller von

Nietgeräten, -werkzeugen, -automaten

und Sondermaschinen für die Befestigungstechnik,

stellt auf der Motek

in Stuttgart eine Reihe neuer

Stabnietgeräte vor. Die Entwicklung

der neuen Geräte ist die Antwort auf

die heutigen Anforderungen moderner

Produktionen für eine optimale

Arbeitsplatzgestaltung, so P3. Die

Montagerichtung ist in den überwiegenden

Fällen senkrecht von oben

und wurde bislang mit herkömmlichen

Handgeräten abgedeckt. Diese

Handgeräte sind jedoch für waagerechte

Montagerichtungen konzipiert

und konnten nur mit Kompromissen

in der Handhabung eingesetzt werden.

Mit den Stabnietgeräten HTI

500, HTB 500 und HTS 500 für die

Weise zum Ein- und Darstellen von

Schraubpositionen ohne eigene Visualisierung

auskommt. Alle Prozessdaten

sind archivierbar. Hauptvorteil

gegenüber der Vorgängerlösung ist

darüber hinaus das komfortable Umschalten

zwischen verschiedenen produktspezifischenVerschraubungsbildern.

Die Schraubstation verfügt über ein

berührungslos arbeitendes Identsystem

mit je einem mobilen Datenspeicher

(MDS) an jedem Werkstückträger.

Ein Schreib-/Lesegerät an jeder

Station erfasst die auf den MDS enthaltenen

Informationen zur Anzeige

der spezifischen Montageschritte und

schreibt im Gegenzug die Daten der

ausgeführten Schritte zurück. Auf

diese Weise lassen sich sämtliche Arbeitsschritte

lückenlos dokumentieren.

Für Anwendungen, die einen Datentransfer

an überlagerte Systeme

zur gesicherten Rückverfolgbarkeit

erfordern, kann außerdem eine der

integrierten Ethernet-Schnittstellen

des Rechners genutzt werden. Der direkte

Zugriff ermöglicht Zykluszeiten

von einer Millisekunde, sodass kürzeste

Schraubvorgänge ausgeführt

werden können.

www.weber-online.de

Halle 5, Stand 5327

Vakuum-Montagegeräts ProcessMate

100 sind schnellere und präzisere

Platzierungen als mit konventionellen

Pinzetten, wodurch Schäden an

empfindlichen oder schwierig erreichbaren

Bauteilen vermieden werden,

so GLT. Das Vakuum-Montagegerät

ProcessMate 100 wird mit sämtlichem

Zubehör für den sofortigen

Einsatz in der Produktion ausgelie-

Lagern, bereitstellen

und montieren im

Baukastensystem

Produktion Nr. 37/38, 2008

MEISENHEIM (mg). Alle Wege auf

das Minimum verkürzen und die

Greifpositionen für die zu verarbeitenden

Teile optimal anpassen – das

sind die Hauptanforderungen bei der

Gestaltung von Montagearbeitsplätzen.

Das neue Baukastensystem für

Lager-, Bereitstell- und Montagesysteme

‚BITO-ERGO‘ der Bito-Lagertechnik

Bittmann GmbH erfüllt diese Anforderungen.

Damit unterstützt Bito

die Unternehmen, die ihre Fertigung

nach dem Kaizen- oder Lean-Manufacturing-Gedanken

ausgerichtet haben.

Der Baukasten besteht aus Systemrohr,

Verbindungselementen und

reichhaltigem Zubehör wie Rollenund

Trennleisten, Räder oder Füße.

Das Systemrohr ist als kunststoffbeschichtete

Version in zwei verschiedenen

Farben erhältlich, darüber hinaus

in ESD-Ausführung. Durch dieses

breite Programm kann das System zu

Bereitstellregalen, Transportgestellen,

Durchlaufregalen und anderen

Konstruktionen aufgebaut werden.

BITO-ERGO kann von den Kunden

selbst entworfen und errichtet werden.

www.bito.de

Halle 7, Stand 7515

Vakuum-Montagegerät senkt Produktionskosten

Stabnietgeräte

Senkrecht montieren

Bild: GLT

jeweiligen Nietsysteme ist eine optimale

senkrechte Anwendung möglich,

verspricht der Hersteller. Die

Stabnietgeräte sind hydraulische Verarbeitungsgeräte

für sanfte und zuverlässige

Nietungen.

Die Pneumatiksteuerung und der

pneumatisch-hydraulische Druckübersetzer

befinden sich in einem separaten

Schaltkasten.

Der Starttaster ist in dem

ergonomischen Handgriff

integriert. Das Stabnietgerät

HTI 500 für

Blindnietmuttern verfügt

über einen separaten

Linkslauf-Schalter zum Ausspulen der

Ziehschraube. Das Stabnietgerät HTB

500 für Dornbruchniete ist mit einer

zusätzlichen Nietdornabsaugung mit

Sammelbehälter ausgerüstet. Das

Stabnietgerät HTS 500 für Magazinniete

vollendet die Geräteserie in der

Das ProcessMate-100-

Vakuum-Montagegerät

positioniert empfindliche

Teile problemlos.

fert, incl. antistatischem Nadelsortiment

und Haftsaugnäpfen für eine

Vielzahl von Anwendungen. Das Versprechen

der Gesellschaft für Löttechnik:

Der Einsatz des ProcessMate-

100-Vakuum-Montagegeräts senkt

die Produktionskosten und erhöht die

Gesamtrentabilität der Produktion.

www.glt-pforzheim.de

Halle 3, Stand 3313

Mit den neuen Stabnietgeräten

von P3

Automation soll die

senkrechte Montage

kein Problem mehr

sein.

Nietverarbeitung. Optional

können die Stabnietgeräte

mit Prozessüberwachungssystemenausgestattet

werden.

www.p3automation.com

Halle 7, Stand 7010

Bild: P3 Automation


18. September 2008 • Nr. 37/38 Motek: Montage/Verbindungstechnik/Safety/Security

Fördertechnik

Viele Neuheiten im Gepäck für die Motek

Produktion Nr. 37/38, 2008

WALDMOHR (mg). MiniTec zeigt auf

der Motek neue Lösungen für die Bereiche

Fördertechnik, Arbeitsplatzgestaltung

und Glashandling für die Solarindustrie.

Ein Paletten-Transfersystem

sowie ein flexibles Montagesystem

mit Werkstückträgern für Gewichtsklassen

über 300 kg ergänzen

das bisherige Portfolio. Seine Arbeitsplatzsysteme

hat der Hersteller mit

neuen Komponenten zur Höhenverstellung,

Materialbereitstellung und

ESD-Ausrüstung optimiert.

Der deutsche Maschinenbauer und

Hersteller von Profil- und Linearsystemen,

MiniTec, präsentiert auf der

diesjährigen Motek in Stuttgart einen

Systembaukasten, der prall gefüllt ist

mit Profilen, innovativen Verbindern

und einer Vielzahl von Lösungen für

die Montage- und Fördertechnik. Dazu

zählen beispielsweise die weiterentwickeltenFördertechnik-Produktionssysteme

RMS und FMS. Das flexible

Rollenmontagesystem RMS mit

Friktionsrollen ist für Belastungen bis

250 kg pro Werkstückträger und

Transportgeschwindigkeiten bis

Montage

Rüstzeiten stark verkürzen

Produktion Nr. 37/38, 2008

LEINFELDEN-ECHTERDINGEN (mg).

Umständliches und zeitraubendes

Bohren, Ausrichten und Verstiften soll

mit den Handhabungsmodulen der

Mader GmbH ein Ende haben. Denn

das Zentriersystem und die eingebrachten

Befestigungsbohrbilder garantieren

höchste Passgenauigkeit

beim Verbinden der Module.

Bereits bei der Produktion der Handhabungseinheiten

werden zuerst Zentrierbohrungen

gesetzt, die als Referenz

für das Einbringen aller Befestigungsbohrbilder,

Zylinder- und

Schwenkwellenbohrungen dienen.

Dadurch haben alle Bohrungen exakt

den gleichen Abstand und beim Ver-

Signaltechnik

binden der Module tritt kein Versatz

auf. Da die Bohrbilder aller Module

exakt zueinander passen, erfolgt die

Montage nach dem Motto: Module

verbinden, anschließen und vergessen.

„Dadurch reduzieren sich die

Rüst- und Montagezeiten enorm.

Besonders bei zeitkritischen Aufträgen

kann dies der entscheidende

Wettbewerbsvorteil sein“, erklärt

Thomas Lang, Produktmanager

Handhabungstechnik. Bei Hub- und

Rundschalteinheiten bieten die Zentrierbohrungen

einen weiteren Vorteil.

Sie können zur direkten Verschraubung

der Module auf den

Arbeitstisch verwendet werden. Auch

Reduzierplatten, Verbindungswinkel

und Verbindungsplatten verfügen

Bild: Mader

15 m/min ausgelegt. Alle Werkstückträger

sind mit seitlichen Stützrollen

versehen, die die Reibung in Kurven

deutlich reduzieren und in Verbindung

mit dem geringen Gewicht der

Werkstückträger den effizienten

Energieeinsatz bewirken, sagt der

Hersteller.

Die Rollen sind mit regulierbarer

Friktion ausgestattet für optimale Anpassung

an die Aufgabenstellung. Die

einfache Schleusen- und Bypasstechnik

reduziert den erforderlichen Steuerungsaufwand

auf ein Minimum,

verspricht MiniTec. Abdeckungen

Höchste Passgenauigkeit

der

Module durch das

Zentriersystem.

über Befestigungsbohrbilder, die

exakt auf das Produktprogramm

abgestimmt sind und runden damit

das modulare Produktangebot im Bereich

der Handhabungstechnik ab.

www.mader-technik.de

Halle 1, Stand 1515

Eindeutige Signale durch farblose Linsen

Produktion Nr. 37/38, 2008

RIETHEIM-WEILHEIM (lz). Ob in

Toreinfahrten, Tiefgaragen, Parkhäusern,

auf Werksgeländen

oder als Zutrittskontrolle – die

LED- und Dauerleuchten 890 von

WERMA finden vielfältigen Einsatz.

Bis zu drei Einzelleuchten der Serie

890 lassen sich zu einer leuchtstarken

(LED-)Signalampel kombinieren.

Dank des neuen Montagebügels

stehen vielfältige und innovativeBefestigungsmöglichkeiten

zur Verfügung.

Die Leuchten und Ampeln 890

werden direkt an die Wand

oder über den neuen Befestigungsbügel

montiert. Die Anbringung

ist laut Unternehmen

Produktion Nr. 37/38, 2008

NETTETAL (hos). Mit ihrem Vollmetallgehäuse

trotzen die Contrinex-Sensoren

der Serie 700 in Werkzeugmaschinen

laut Hersteller harter mechanischer

Beanspruchung.

Die induktiven Näherungsschalter

der Serie 700 von Contrinex arbeiten

nach dem patentierten Condet-Verfahren.

Ihr einteiliges Edelstahl-Gehäuse

bietet Schutz gegen mechanische

Beanspruchung. Die Sensoren

empfehlen sich deshalb für alle Applikationen,

in denen herkömmliche

Schalter wegen häufiger mechanischer

Beschädigung ausgetauscht

werden müssen. Dies gilt auch für

Die Leuchten können sowohl in

als auch außerhalb von Gebäuden

eingesetzt werden.

Bild: Werma Signaltechnik

einfach: den

Winkel befestigen,

die vormontierte

und

komplett angeschlossene

Ampel

aufsetzen und

beidseitig die

Muttern festdrehen.

Die Ausrichtung

der

Winkel kann je

nach Anwendung

und Einsatzgebiet

nach innen

oder außen erfolgen. Die

transparenten, farblosen Lin-

Näherungsschalter

Harte Schale, patentierter Kern

Werkzeugmaschinen: Hier stecken

die Sensoren so manchen harten

Schlag ein und erweisen sich zudem

als unempfindlich gegenüber

Schmutz, Öl, Hitze, Wasser, Reinigungsmitteln

sowie scharfkantigen,

heißen Spänen und Metallstaub.

Weiterer Nutzen ergibt sich aus

dem um bis zu dreifach vergrößerten

Schaltabstand. Dieser gilt auch für

Buntmetalle wie Messing oder Aluminium.

Bei der Sensormontage lässt

sich so eine erhöhte Distanz zu bewegten

Teilen wahren, was das Kollisionsrisiko

senkt und die Zuverlässigkeit

steigert. Die Sensoren können

bündig in Vollmetall eingebaut werden.

Contrinex-Sensoren ersparen

dem Betreiber von Werkzeugmaschi-

Bild: Contrinex

sen der LED-Variante sorgen auch

bei direkter Sonneneinstrahlung für

eine eindeutige Signalisierung: Die

entsprechende Leuchte ist nur dann

farbig, wenn das Signal aktiviert ist.

So wird die Verwechslung von Ampelsignalen

verhindert und nach

Herstellerangaben höchste Sicherheit

garantiert. Selbst bei schlechten

Witterungsbedingungen, wie z. B.

Nebel, wird durch die Lichtbündelung

eine hohe Fernwirkung erzielt.

Dank des laut Hersteller qualitativ

hochwertigen Gehäuses mit der

Schutzart IP 65 trotzen die Leuchten

der Serie 890 (inklusive Montagebügel)

Staub, Wind und Wetter. Sie

können im Freien und in nahezu allen

Anwendungen innen und außen

eingesetzt werden.

www.werma.com

Stand 6105, Halle 6

Die anhaftenden Metallpartikel beeinflussen

die Messung in keiner Weise.

nen nicht nur die Kosten für einen

häufigen Tausch beschädigter Sensoren.

Dazu kommen noch beträchtliche

Einsparungen durch unterbliebene

Produktionsstillstände und Wartungseinsätze.

www.contrinex.de

Halle 6, Stand 6101

MiniTec präsentiert auf

der Motek unter anderem

das flexible Rollenmontagesystem

RMS mit Friktionsrollen

für Belastungen

bis 250 kg pro

Werkstückträger.

zwischen den Rollen machen das System

begehbar für einfache Wartung.

In zahlreichen Installationen für die

Montage von Autositzen oder Getrieben

hat das System, das in Standard-

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breiten von 400 und 500 mm lieferbar

ist, bereits seine Zuverlässigkeit

unter Beweis gestellt.

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Halle 1, Stand 1308

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Telefon +49-7723/925-0

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Bildquelle: Minitec


S14 Produktion 18. September 2008 • Nr. 37/38

Sicherheits-Lichtvorhang

Kurze Reaktionszeit,

große Einbaureichweite

Produktion Nr. 37/38, 2008

ESSLINGEN (lz). Fiessler Elektronik

stellt auf der Motek in Halle 6, Stand

6112 das neue Sicherheits-Lichtvorhangsystem

xLCT vor. Das System ist

als ULCT/BLCT in Kategorie IV und als

TLCT/ILCT in Kategorie II erhältlich.

Der Lichtvorhang besteht aus einem

Lichtsender und einem Lichtempfänger.

Sender und Empfänger befinden

sich in einem kompakten Aluminiumstrangpressprofilgehäuse

mit dem

Querschnitt 25 mm x 35 mm mit flexibler

T-Nutensteinbefestigung. Zusätzlich

werden weitere flexible Befestigungsmöglichkeiten

mitgeliefert.

Durch die Modulartechnik von Sender

und Empfänger sind sämtliche

Schutzfeldhöhen zwischen 100 mm

und 1 500 mm in 100-mm-Schritten

möglich. Die Einsatzflexibilität dieses

Systems wird zusätzlich durch eine

große Einbaureichweite zwischen

Sender und Empfänger und eine kurze

Reaktionszeit erhöht. Durch die

kompakte Bauform kann die Sicherheitseinrichtung

auch für kleinere

Öffnungen bzw. Anlagen eingesetzt

werden, ohne dass das System wegen

der Gehäusegröße störend auf das

Design der Anlage wirkt. Auch großflächige

Absicherungen z.B. auch mit

Umlenkspiegeln sind realisierbar. Das

intelligente Sicherheitssystem kann mit

einem integrierten Auswertegerät aus-

ATLANTA Antriebssysteme

Bietigheim-Bissingen

Innovation und Fortschritt:

Basierend auf 75 Jahren Erfahrung in

der Antriebstechnik bieten wir unseren

Kunden innovative und maßgeschneiderte

Lösungen für höchste

Qualitätsansprüche.

Bild: Fiessler Elektronik

geliefert werden. Dieses beinhaltet die

programmierbaren Funktionen EDM

(external device monitoring) und

Wiederanlaufsperre. Ein zusätzliches

Sicherheitsauswertegerät wird dadurch

nicht mehr benötigt. Für die Programmierung

und Diagnose des Systems ist

eine 7-Segmentanzeige vorhanden.

In Abhängigkeit vom Sicherheitsabstand

zwischen Sicherheitslichtvorhangschutzfeld

und Gefahrenpunkt

kommen Fingerschutz oder Handschutz

zum Einsatz. Soll der Sicherheitslichtvorhang

nicht nur als Bedienerschutz,

sondern auch für die Steuerung der

Anlage eingesetzt werden, kann dies je

Bran che:

Antriebstechnik

Motek: Safety & Security

Durch die Modulartechnik von

Sender und Empfänger sind

sämtliche Schutzfeldhöhen

zwischen 100mm und 1500mm

in 100-mm-Schritten möglich.