AUSRÜSTUNG - Wild und Hund

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AUSRÜSTUNG - Wild und Hund

AUSRÜSTUNGBESSERES FLINTENSCHIESSEN, TEIL IIDie Flinteund der KopfGleich wird der Hase aus der Sasse hoch. Aber nicht nur die richtige Technik,sondern auch die innere Einstellung des Schützen muss stimmen, um Lampejetzt sicher zur Strecke zu bringen. Schießlehrer Markus-Urs Felder vermitteltim zweiten Teil seines Artikels, was positives Denken mit Treffen zu tun hat.66 WILD UND HUND 19/2008


Warum entgeht uns an einem guten Tag auch das schwierigsteZiel nicht und am nächsten scheinen die Patronenmit Sand geladen? Stellung, Schwung und der richtigezeitliche Ablauf scheinen korrekt, nur die Treffer bleiben aus.Wie ist das möglich? Offenbar existiert jenseits einer einwandfreien,gefestigten Technik noch eine andere, nicht minder wichtigeIngredienz. Bezeichnen wir sie als Stimmungslage. Dieser Gemütszustandist zunächst abhängig vom körperlichen Wohlbefinden. AlbertPreuß merkte dazu in seinem um 1900 erschienenen „Lehrbuch desFlintenschießens“ treffend an: „Sieht man von außergewöhnlichenVerhältnissen ab, so gilt Mäßigkeit und solider Lebenswandel als dieerste Grundbedingung für gute Schießleistung“.Wo also blüht das mentale Pflänzchen, das über Treffen oderFehlen, Sein oder Nicht-Sein entscheidet? Ist es „der Wille zu Treffen“,„geistige Präsenz mit einem Quentchen Aggressivität undEhrgeiz“, oder gar „durch Begeisterung inspirierter Eifer“? Wohlvon allem etwas.Unentschlossenheit, Unsicherheit, übertriebene Vorsicht, Mangelan Ehrgeiz, negative Autosuggestion im Sinne von „treff ich sowiesonicht“ mögen auf der anderen Seite der Skala zu finden sein.Natürlich sind letztere Eigenschaften nicht nur dem guten Flintenschießenhinderlich, sondern dem Erfolg und guten Gelingenim Allgemeinen. Oft stellt man ja fest, dass ehemals gute Schrotschützennur noch Löcher in die Luft schießen, wenn es im Berufoder im Privatleben nicht mehr rund läuft.»Ist die Technik durch fleißiges Übenin die unbewussten Gefilde von Hirn,Nerven und Muskeln abgesunken,entscheidet die psychische Verfassungdes Schützen zu 80 Prozent überErfolg oder Misserfolg.«Hinterfragt man das eigene Schießen mit der Flinte unter diesemAspekt, werden die Zusammenhänge oft klarer und geben die Richtungder möglichen Korrekturen an: Die Flinte als Instrument derSelbsterkenntnis.Die psychologischen Aspekte des Flintenschießens sollten nichtvernachlässigt werden. Ist die Technik durch fleißiges Üben in dieunbewussten Gefilde von Hirn, Nerven und Muskeln abgesunken,entscheidet die psychische Verfassung des Schützen zu 80 Prozentüber Erfolg oder Misserfolg. Mehrere Dinge sind es, die einem technischsicheren Flintenschützen helfen können, besser zu treffen.FOTO: MICHAEL BREUERDas Selbstvertrauen: Nichts schadet gutem Schießen mehr alsmangelndes Selbstvertrauen. Auf dem Schießplatz ist es manchmalgeradezu erschütternd, die Auswirkungen von zerrüttetem Selbstvertrauenzu beobachten.Kennen Sie Choke-Patronen- oder Schaft-Hypochonder? AlsoSchützen, die immer wieder Veränderungen an ihrer Flinte vornehmen?Mal ist es die zu geringe Schränkung, dann wieder die Chokebohrung,schließlich die falsche Patrone mit zu geringer Ladung.Immer haben sie ein offenes Ohr für die gutgemeinte Kritik IhrerKollegen. Jederzeit sind sie bereit, etwas an Material oder TechnikWILD UND HUND 19/2008 67


AUSRÜSTUNGFOTO: WERNER NAGELAufstehende Stockenten: Ohne Selbstvertrauen und Entschlossenheit wird in so einer Situation so mancher Schütze vorbeischießen.zu verändern. Nichts als mangelndesSelbstvertrauen! Versehen Sie sich mit einergutliegenden Flinte und den passendenPatronen, erarbeiten Sie sich eineeinwandfreie Technik und pfeifen Sie aufdie gutgemeinten Ratschläge! Sie werdenmit zunehmender Übung immer besserschießen, und nichts stärkt das Selbstvertraueneben mehr als Treffer.„Frisch gewagt! Wer die Flinte mit Zagenund Bangen führt, den lässt sie imStich!“ Eine reduzierte Senkung, einRückstoßminderer oder gar eine neueFlinte wäre unter diesen Umständen derfalsche Ansatz.Treffer müssen zur Gewohnheit werden.Das Training muss unbedingt wiederholteErfolge ermöglichen. Nichtsschwächt das Vertrauen in die eigenenFähigkeiten mehr, als kontinuierlicherMisserfolg ohne Aussicht, die Ursacheder Fehlschüsse zu erkennen und auszumerzen.Der gerne erteilte Rat mit derWagenladung Patronen, die verschossenwerden müsste, bis es klappt, ist ineffizienterUnsinn.Beginnen Sie also mit den Tauben, dieSie in der Regel wiederholt treffen. Auchder Anfänger hat nach wenigen Lektionenseine Lieblingstauben. Steigern Sieden Schwierigkeitsgrad nach Beliebenund beenden Sie die Trainingsstunde immermit einigen Treffern. Das Üben ohneBegleitung wäre für viele Schützen dasRichtige. Auf einem idealen Übungsgeländeist der Schütze nach Wunsch alleinunterwegs und löst die Tauben zum Beispielüber ein Pedal aus. Der Schützestellt sein eigenes Programm nach Trainingszieloder Tagesform zusammen,und niemand stört die Konzentration.Im Gegensatz dazu gibt es natürlich jene,die nur im Wettkampf ihr Bestes leistenoder wenn sie eine Korona von Bewunderernhinter sich wissen. Diese Könnerhaben aber offensichtlich kein Problemmit dem Selbstvertrauen, und essind vor allem Routiniers, keine Anfänger.Auch vor dem Schießen könnte mandem Selbstvertrauen etwas auf die Sprüngehelfen. Die so genannte Schatzkästlein-Methode(„Treasure Box“) beschwörtdas Gefühl eines vergangenen Erfolgesherauf. Auf welchem Feld man den entsprechendenSieg errungnen hat, istnicht unbedingt von Belang. Man versucht,sich lediglich in möglichst allenDrei Jäger in der Jagdpause. Wie ist ihre Stimmung? Die jeweilige Gemütslage hat wesentlichenEinfluss auf das Trefferergebniss, wenn die Technik schon stimmt.FOTO: JÜRGEN GAUSS68 WILD UND HUND 19/2008


Einzelheiten an den mentalen Zustand, das „Gefühl“,während und bei der Ausführung der entsprechenden Tätigkeitzu erinnern. Die dabei freigesetzte „positive Energie“lässt für Zweifel und Selbstanklage keinen Raum mehrund führt kurzzeitig zu entschlossenerem, selbstbewussteremHandeln.Wie oft haben Sie nach einem Fehlschuss aus dem erstenLauf mit Energie und Entschlossenheit durch denzweiten das Ziel getroffen? Natürlich weiter entfernt undvielleicht in schwierigerem Winkel? Dieser entschlossenenEnergie gilt es nachzuspüren!Freude und positive Grundstimmung: „Wer missgestimmtund sorgenschweren Gemüts ist, der lasse dieFlinte am Nagel hängen“, empfiehlt das Lehrbuch um1900. Heute reicht der Nagel aus Sicherheitsgründen nichtmehr, den Rest aber könnten wir getrost beherzigen.Bitte erinnern Sie sich daran, dass Flintenschießen eigentlichSpaß machen soll. „Freude macht zu allem TunDer Erfolgszyklus(nach B. Miller)Positive EinstellungEntscheiden Sie sich einGewinner zu seinJAGDGOLD – Aktiv Geleespeziell für den Jagdhund –erfüllt qualitativhöchste Ansprüche.DurchdengezieltenEinsatzfunktionalerInhaltsstoffeüberzeugtdasProdukt–eswirdGesundheit,LeistungsfähigkeitundWohlbefindengefördert.JagdgoldeignetsichhervorragendinderJagdpraxis,beidertäglichenTrainingsarbeitundzumEinsatzinderAusbildung.FürjedenHund–injedemAlter–überdasganzeJahr.VerbesserteLeistungmehr TrefferGefestigtesSelbstvertrauenVerbesserteVerhaltenverbesserte TechnikBeinachhaltigemEinsatzdesHundeswerdenkörpereigeneEnergiereservenverbrauchtundderHundermüdet.MitJagdgoldbekommterdaszurück,wasfürseineLeistungsfähigkeitunerlässlichist.OhneBelastungdesMagen-undDarmtraktes,bietetJagdgoldschnellverfügbareEnergiespenderundkannsomitdenAbfalldesBlutzuckerspiegelsvermindern.Positive ErwartungIch schaffe dasGefestigtes Selbstvertrauen als Kern für den (Jagd-)Erfolg:Hieraus ergeben sich nur positive Rückkopplungen.geschickt“, wie Wilhelm Frhr. v. Humboldt, Bruder des bekannterenAlexander, einst sagte. Vor allem nicht überängstlichsein! Das ist zugegeben nicht einfach, weil Sievielleicht befürchten, durch eine schlechte VorstellungHohn und Spott auf sich zu ziehen, oder als Gast bei dernächsten Jagd nicht mehr eingeladen zu werden.Versuchen Sie nichtsdestotrotz einen gewissen Gleichmutzu pflegen und die übrigen Schützen nicht als Gegnerzu betrachten. Auch Treiber, Lader oder Zaungäste sind inder Regel nicht Ihre Todfeinde, die nur begierig auf Fehlerwarten, um sich über Sie lustig zu machen. Viele Fehlschüssehaben ihre Ursache tatsächlich in dieser „überängstlichenBesorgtheit“. Kultivieren Sie eher eine „Wassolls!“-Grundstimmung. Dieser philosophische Ansatzentspringt dem richtigen mentalen Stellenwert von Tref-• erhältdienatürlicheMobilität• beschleunigtdieRegeneration• fördertdieAbwehrkräfte.EinzigartigundneuistdieDarreichungsformalsAktivGelee–direktwährendderJagd!EineNahrungsergänzungzurVerbesserungderGesamtkonstitutionverbundenmithoherAkzeptanz–mehralsnurBelohnungsfutter.LangjährigeErfahrungunddieHerstellungnachdenstrengenGMPQualitätsrichtliniengarantierendemVerbraucherhöchsteQualitätundProduktsicherheit.8Portionsbecher je45gNutrist GmbH & Co. KGRoggenkamp 17 · 27283 Verdenwww.nutrist.de·info@nutrist.de


AUSRÜSTUNGfen und Vorbeischießen. Je älter manwird, desto philosophischer und unverkrampfterkann man sein Tun betreiben.Diese Gelöstheit gibt Raum für Spontanitätund intuitives Handeln, hier alsoSchießen, und macht das vielleicht nachlassendeAugenlicht oder die langsamerenReaktionen mehr als wett.Einige plädieren übrigens für einQuentchen kontrollierten offensivenZorns auf das nächste Ziel, wenn Sie beiden letzten tüchtig gepudelt haben. Sonach dem Motto „Dich wisch ich vomHimmel!“ Dann werfen sie aus der Drehungdie Flinte an die Schulter, schwingendurch, schießen und treffen! Einegute Kur gegen das Stochern. Verwechselnwir dieses Gehabe aber nicht mitwirklichem Verlust der Selbstbeherrschung,die einerseits selbstverständlichungebührlich ist und uns andererseitsauf unsere schlechtesten Gewohnheitenzurückwerfen würde.Die Psychologie des Flintenschießenshat halt genausoviel damit zu tun, wasman nicht denken soll, wie damit, wasman denken soll.„Was solls!-Grundstimmung“ oderhochkonzentriert: Vor dem Schuss isteine ruhige entspannte Gemütslagesicher förderlich.Konzentration: Die zweite mentale Ingredienzist die Konzentration. Konzentrationaufs Ziel! Nicht auf den letzten Fehler,nicht auf die übernächste, besondersschwierige Taube – uneingeschränkteKonzentration auf die kommende, dienächste Taube. Dabei werden immer wiederStörfaktoren auftreten. Es gilt, die Fähigkeitzu wecken, diese Störfaktoren auszublendenund sich auf das Ziel und dieAufgabe zu treffen, zu fixieren und so daskleinstmögliche Bild im „Visier“ zu haben.Auf der Jagd ist dies zunächst ungleichschwieriger als auf dem Wurftaubenstand.Wie in aller Welt soll man sich auf eineEnte konzentrieren, die noch gar nicht zuerscheinen gedenkt? Das ist wohl nichtoder zumindest nicht sehr lange möglich.Entspannte Bereitschaft ersetzt hier biszum Auftauchen des Vogels verkrampfteKonzentration. Gibt er sich dann aber dieEhre, gilt ihm und nur ihm die ungeteilteAufmerksamkeit. Jeder Gedanke an dierichtige Fuß-Stellung, die Position derLäufe zum Ziel oder ähnliche, sonstdurchaus lobenswerte Reflexionen sindnun fehl am Platze. Alle Sinne sind nachAußen gerichtet – nicht mehr denken,sondern intuitiv und spontan agieren!Schwächen, wie unpassende, einengendeoder der Witterung nicht entsprechendeKleidung, schlechtes Schuhwerk,nicht passende Flinte und so weiter,können dagegen schnell erkannt undeliminiert werden. Hunger, Durst – auchkein Problem. Was aber tun mit unangenehmenJagd- oder Wettkampfgenossen,Nervosität, Angst, Anspannung?Die Sportpsychologie zeigt mannigfaltigeWege auf, wie störende Einflüsseausgeblendet und die Konzentration aufdie anstehende Aufgabe fokussiert werdenkann. Die einfachsten Methodensind dabei oft die besten.FOTO: MICHAEL BREUERAuch wenn Sie abgelenkt werden, weil wie hier der Hund einspringt: Fokussieren Sieihre Gedanken auf das Ziel – dann treffen Sie auch!Visualisieren: Ein bekannter Flintenschützepflegte zu sagen: „Wissen Sie, ichschieße jeden Morgen 25 Tauben inmeinem Kopf. Und wissen Sie was? Ichtreffe sie alle – und zwar genau im Zentrum.“Stellen Sie sich in Gedanken einpaar Meter neben sich und beobachtenSie, wie Sie eine um die andere Taube inguter Technik zu Staub zerschießen.Wenn Ihnen das Mühe bereitet, stellenSie sich vorerst nur die Flugbahn und diezerplatzende Taube oder die fallende Entevor. Üben Sie in diesem Sinne täglichein bisschen und lassen Sie dann IhreGedanken Wirklichkeit werden! Nachden neuesten Erkenntnissen der For-70 WILD UND HUND 19/2008


ASCHESTEIN&GLOCKEMANNRechtsanwälte SteuerberaterSpezialbereiche: Jagdrecht -WaffenrechtIhrAnsprechpartner:Dr.FlorianAscheNeuerWall54·20354Hamburg·Tel.040/4134410·Fax040/41344129DerJagdhundShopTinyLocWIRFÜHRENBEIDEGERÄTE!DerJagdhundshopInh.JörgLüdersTel.04555/1250www.derjagdhundshop.deBSPlanetDas „Hunde Navi“Vom Hundeführer – Für HundeführerFür 4 Cent können Sie Ihren Hund finden!*wasserdicht-keinemonatlichenKosten–Grundgerätab190€*Komplettpaketab395€proHundjederweitereHundab244€*fürsehrkleineundgroßeHundegeeignet,fastunsichtbaramHund*zuverlässigeSirfIIIGPSTechnik-SicherheitdurchGSMÜbertragung*sichereFunktioninnahezu98%vonDeutschlandoptionaldurchautomatischeNetzwahl(D1-D2-O2-Eplus)undweltweiteinsetzbarschung ist für das Gehirn die gedankliche Simulation einerHandlung dasselbe, wie deren Ausführung. Eine durchauskostengünstige Variante des Trainings.FOTO: MICHAEL BREUERwww.hundefuehrer.net 0177-5718111 www.hunde-navi.deAtemtechnik: Gegen die Nervosität während des Schießensgibt es noch ein weiteres probates Mittel – die richtigeAtemtechnik.Entspannen Sie Nacken, Schultern, Rücken und Bauch.Konzentrieren Sie sich auf die Atmung. Atmen Sie langsamund bewusst in den Bauch hinein, so dass sich die Bauchdeckehebt und senkt. Atmen Sie dann vom Bauch weiterin den Brustkorb hinein (der Brustkorb weitet sich) undatmen Sie langsam aus. Wiederholen Sie den Zyklus, bisSie eine deutliche Beruhigung spüren. Mit einiger Übungreicht ein Zyklus aus, um aufkeimende Nervosität in denGriff zu bekommen.Meditation: Verschiedene Techniken führen zu einerBeruhigung der hektischen Alltagsgedanken hin zu einerruhigen, entspannten Grundstimmung. Gut für all diejenigen,die dauernd mit einer Art Verkrampfung und Anspannungzu kämpfen haben, sobald Sie eine Flinte in denHänden halten. Auf einzelne Meditationstechniken einzugehen,würde den Rahmen sprengen. Beachten Sie diezahlreich erschienene Literatur zum Thema.Diese Dinge sind, zugegeben, nicht jedermanns Sache,aber unvoreingenommen praktiziert, können sie helfen,Schwächen zu lindern oder zu überwinden.e

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