Ausgabe 06/2013 - Wirtschaftsjournal

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Ausgabe 06/2013 - Wirtschaftsjournal

Titel – Fachkräfte„Wir haben in unserem Unternehmen immer durchgängig ausgebildetund jungen Leuten stets eine Chance gegeben.“Petra MeißnerDas Unternehmen bildet seit Jahren junge Leute aus, hier Felix Mühle,Auszubildender im dritten Ausbildungsjahr, beim Einrichten einer Maschine.Engagiert sich für die Gewinnung von Fachkräften, Personalchefin Petra Meißner,hier im Gespräch mit BA-Studenten Patrice Dörfel (li.) und Alexander Hartung.Foto: Wolfgang Schmidtwanderung erfolgt oft aus persönlichen Gründen. Wer woandersseinen Traumjob findet, der geht halt weg.WJ. Da gibt es im Freistaat verschiedene Rückholprogramme.Wie schätzen Sie den Erfolg solcherProjekte ein?Petra Meißner: Alles, was getan wird, um Fachkräfte zurück -zubringen, ist richtig und gut. Ich weiß aber, dass das nichtso einfach ist. Unserem Unternehmen ist es auch schongelungen, Mitarbeiter, die in den Westen gegangen sind,zurückzuholen.WJ: Was halten Sie davon, ausländische Fachkräftein sächsischen Unternehmen einzusetzen?Petra Meißner: Wir sind dafür sehr offen. Grundsätzlichist das eine gute Idee, die wir im Fachkräfteausschuss derIHK auch schon diskutiert haben. Aber es gibt Ecken undKanten. Die politische Entscheidung ist die eine Seite, dieandere, wie der Einsatz ausländischer Fachkräfte in der Praxisumgesetzt wird. Ich halte es für außerordentlich wichtig,dass vorher die sprachliche Ausbildung gut organisiertwird. Wir sehen das ja teilweise bei Ärzten aus dem Ausland,die die deutsche Sprache nicht so beherrschen, dasssie nicht optimal praktizieren können und über kurz oderlang wieder gehen. Gerade ein kleiner Handwerksbetriebder eine Fachkraft aus dem Ausland einsetzt, kann eineSprachausbildung finanziell nicht stemmen. AusländischeFachkräfte sind auch im Netzwerk Familienbewusste Unternehmen,in dem wir ebenfalls tätig sind, ein großes Thema.Wir wollen uns dieser Aufgabe stellen, aber es müssen auchandere Institutionen wie das Arbeitsministerium oder dieAgentur für Arbeit mitspielen, um die Voraussetzungen fürdie Unternehmen zu schaffen.WJ: Frau Meißner, Sie sind ja die Personalchefin. Wiestellt sich denn die Fachkräfteproblematik in IhremUnternehmen dar?Petra Meißner: Wir haben in unserem Unternehmen immerdurchgängig ausgebildet und jungen Leuten stets eine Chancegegeben. Gegenwärtig stehen bei uns etwa 30 Jugendlichein der Ausbildung. Im Schnitt bilden wir jährlich fünfbis sechs Azubis aus. Hinzu kommen noch BA-Studenten.Da wir Wert darauf legen, bedarfsgerecht auszubilden, konntenwir in den vergangenen Jahren fast alle in den Betriebübernehmen. Wir haben im Unternehmen eine Altersstrukturanalyseerstellt, aus der wir ersehen, welcher Mitarbeiterwann in Rente geht und ersetzt werden muss.WJ: Wie sehen Sie die Chancen, die Fachkräfteproblematikin den Griff zu bekommen?Petra Meißner: Wenn alle Beteiligten am Berufsorientierungsprozessan einem Strang ziehen und in eine Richtunggehen, dann werden wir erfolgreich sein.Gespräch: Wolfgang BaltzerWirtschaftsjournal | Juni 20137


Titel – FachkräfteKurz berichtetAusbildungsbegleitende HilfenEine große Herausforderung für Betriebe ist die Ausbildung Jugendlicher miteiner Lernbeeinträchtigung oder sozialen Benachteiligungen. Oft ist ein hohesEngagement der Unternehmen notwendig, bestehende Defizite der Jugendlichenzu überwinden und auszugleichen. Genau hier setzt die Bundesagentur für Arbeitan. Betriebe, die allen Jugendlichen eine Chance geben, werden mit den damitverbundenen Risiken und dem erhöhten Aufwand nicht allein gelassen. Mit ausbildungsbegleitendenHilfen (abH) kann die Bundesagentur für Arbeit unterstützen.Die Leistung zielt darauf ab, Jugendlichen, die besonderer Hilfen bedürfen,durch Förderung des Erlernens von Fachtheorie, Fachpraxis, Stützunterrichtzum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten sowie durch sozialpädagogischeBegleitung, die Aufnahme, Fortsetzung sowie den erfolgreichen Abschluss einererstmaligen betrieblichen Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufenoder das erfolgreiche Absolvieren einer betrieblichen Einstiegsqualifizierungzu ermöglichen. Dieser Stützunterricht kostet dem Betrieb und dem Bewerberkeinen Cent! Die Kosten übernimmt die Agentur für Arbeit. Den Antrag beimBerufsberater auf abH muss der Azubi stellen. Deshalb sollten auch die Eltern,Lehrer oder Ausbilder im Falle von Ausbildungsproblemen den Impuls geben,sich beim Berufsberater über die abH-Förderung zu informieren.Neuer Beruf: Fachkraft MetalltechnikZum 01.08.2013 tritt die neue Ausbildungsverordnung der „Fachkraft für Metalltechnik“in Kraft. Damit werden elf aus der Zeit vor dem Inkrafttreten des Berufsbildungsgesetzes(BBiG) im Jahr 1969 stammende Ausbildungsrichtlinien, Drahtwarenmacher– Drahtzieher – Federmacher – Fräser – Gerätezusammensetzer –Kabeljungwerker – Maschinenzusammensetzer – Metallschleifer – Revolverdreher– Schleifer und Teilezurichter, abgelöst. Die Ausbildungsdauer der Fachkraftfür Metalltechnik beträgt 2 Jahre. Im ersten Ausbildungsjahr erlernen dieAuszubildenden Inhalte aus der Metallgrundbildung. Im zweiten erfolgt dieSpezialisierung in vier Fachrichtungen. Diese sind die Montagetechnik, die Konstruktionstechnik,die Zerspanungstechnik sowie die Umform- und Drahttechnik.Unter Anrechnung der Ausbildungszeit ist nach erfolgreichem Abschlusseine Weiterführung der Ausbildung im dritten Ausbildungsjahr ausgewählter(industrieller) Metallberufe möglich.„Volle Kanne Zukunft“Wie bezieht man schnell und akkurat ein Bett? Was bedeutet „Tranchieren"?Wie sieht ein perfekt gedeckter Tisch aus? Wie entkorkt man professionell eineFlasche Wein? Über diese und viele weitere Fragen aus dem Berufsalltag inHotellerie und Gastronomie können sich Schüler ab der 8. Klasse ausgiebig aufder Leipziger GÄSTE (14. bis 17. September 2013) informieren. Erstmals richtetdie Fachmesse einen großen Bildungscampus ein, der unter dem Motto „VolleKanne Zukunft" Berufsbilder, Ausbildungswege und Karrierechancen im Gastgewerbevorstellt. „Das Forum richtet sich an alle, die einen Job in unserer Branchein Erwägung ziehen", erläutert Holm Retsch, Geschäftsführer des RegionalverbandsLeipzig im DEHOGA Sachsen.8 Wirtschaftsjournal | Juni 2013


Titel – FachkräfteAnzeigeBecome part of our story! – Ausbildungund Studium bei der Heckert GmbH„Become part of our story!“ –Dieser Slogan steht nicht nur auf den Pla -katen und Anzeigen der Heckert GmbH umBewerber anzulocken, er wird auch aktivgelebt… Denn bei der Heckert GmbH inChemnitz, einem führenden Hersteller vonhochmodernen Fräsbearbeitungszentren,sind Auszubildende und Studenten stolzdarauf, die mehr als 120-jährige Traditiondes Werkzeugmaschinenbaus fortzuführenund weiterzuentwickeln.Lydia Bräuning, Auszubildende zur Zerspanungsmechanikerinim 3. Lehrjahr.Heckert GmbHOtto-Schmerbach-Strasse 15/1709117 Chemnitz/GermanyTelefon: +49 371 8362288Telefax: +49 371 8080772244jobs-heckert@starrag.comwww.starrag.comDieser Meinung ist auch der ehemalige AuszubildendeRobin Bartsch: „Mein Wunsch Industriemechaniker zu werden,entstand nachdem ich mehrere Praktika und Ferienarbeitim Metallbereich absolviert habe. Dort lernte ich denUmgang mit Maschinen, das Bearbeiten von Werkstückensowie das Instandsetzen diverser Baugruppen kennen.Außerdem war es mir wichtig, im Team zu arbeiten undabwechslungsreiche Arbeiten ausführen zu können. Diesspiegelte das Berufsbild des Industriemechanikers wieder.In meiner Ausbildung bei Heckert konnte ich all dies verwirklichenund es hat sich bestätigt, dass ich die richtigeBerufswahl getroffen habe.“ Seit dem erfolgreichem Abschlussseiner 3,5 jährigen Berufsausbildung ist der Jungfacharbeiterim Bereich der Endmontage tätig. Er hat hier dieAufgabe, die hochkomplexen Werkzeugmaschinen vor derenAuslieferung zu Kunden in aller Welt „den letzten Schliffzu verleihen“ – Maschinen zu komplettieren, Pneumatik-/Hydraulik-/Schmier- und Mediensysteme zu installieren undFunktionalitäten zu überprüfen und zu testen.Um ein Teil des Teams zu werden, bietet die Heckert GmbHJugendlichen die Möglichkeit zwischen neun verschiedenenAusbildungsberufen, fünf dualen Studiengängen unddrei Studiengängen mit integrierter Berufsausbildung zuwählen. Dabei werden insbesondere technische Ausbildungsberufewie Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker,Mechatroniker und Elektroniker für Automatisierungstechnikangeboten.Auch Lydia Bräuning interessierte sich für einen Beruf inder Metallbranche „Meine Ausbildung bei Heckert findeich abwechslungsreich und interessant. Mir macht die Arbeitals Zerspanungsmechanikerin Spaß und ich bin froh, einTeil dieser Firma zu sein.“Robin Bartsch (Industriemechaniker) bei seiner Arbeit in derEndmontage der Heckert GmbH.Neben der Möglichkeit, einen Facharbeiterabschluss zuerlangen, bietet die Heckert GmbH die Dualen StudiengängeWirtschaftsingenieurwesen, Produktionstechnik, ServiceEngineering und Wirtschaftsinformatik an, um eineVerbindung zwischen Entwicklungs- und Ingenieursaufgabenzu schaffen. Eine besondere Verknüpfung zwischenTheorie und Praxis können Jugendliche bei der HeckertGmbH während eines Studiums mit integrierter Berufsausbildungin den Fachrichtungen Elektrotechnik, Maschinenbauund Mechatronik erleben. Innerhalb dieser besonderenForm des Studiums gibt es die Möglichkeit, währendder fünfjährigen Studienzeit eine Facharbeiterausbildungabzuschließen.Ab Mitte Juli diesen Jahres startet die Bewerbungsphasefür das Lehrjahr 2014. Interessierte Schüler/innen könnensich auf der Homepage www.starrag.com informieren, welcheAusbildungsberufe 2014 ausgebildet werden und sichInformationen zu Bewerbungsform und -ablauf sowie Tippsund Tricks für ihre Bewerbung holen.Wirtschaftsjournal | Juni 20139


Titel – FachkräfteAnzeigeWorldSkills 2013 in LeipzigÜber 55 Staaten aus allen Weltregionen senden die besten jungen Berufsexperten ihres Landes nach SachsenIn der Bildungs-Werkstatt Chemnitzfand der Bundesberufswettbewerb imBeruf Polymechaniker statt. Der SiegerTobias Bornschein wird Deutschland zurBerufsweltmeisterschaft vertreten.Foto: BWC gGmbHKontakt für weitereInformationen:IHK ChemnitzGabriele HeckerTelefon: 0371 6900-1401hecker@chemnitz.ihk.dewww.chemnitz.ihk24.deVom 2. bis 7. Juli 2013 finden die größten jemalsdurchgeführten Wettbewerbe in Leipzig statt. Über55 Staaten aus allen Weltregionen senden die bestenjungen Berufsexperten ihres Landes nach Leipzig.Die jungen Experten werden sich in über 45 Berufen– vom Landschaftsbauer bis zum KFZ-Mechatronikerund IT-Spezialisten – miteinander messenund Wettbewerbsfieber verbreiten.Begleitet werden die etwa 1000 Jugendlichen von rund3000 Mitgliedern der Nationalteams. Das deutsche Nationalteamwird im Vergleich zu früheren Wettbewerben indoppelter Größe und erstmals in fast allen Wettbewerbsberufenantreten. Das BMBF fördert das deutsche Teamzusätzlich mit Vorbereitungskursen und finanzieller Unterstützung.Die IHKs treten selbstverständlich als Akteuregemeinsam mit Ausbildungsunternehmen, Berufsschulzentrenoder anderen Partnern auf und stellen in der Messehalle1 Berufe vor. 200.000 meist jugendliche Besucher werdenzu dem Weltevent der Berufsbildung erwartet. Neben10.000en von Schülerinnen und Schülern aus deutschenSchulen, deren Vorbereitung und Transport bereits organisiertist, wird eine Großnachfrage von Besuchern aus Deutschlandund der europäischen Nachbarländer erwartet. Für dieAusrichtung der WorldSkills in Deutschland, die maßgeblichvon deutschen und internationalen Wirtschaftssponsorenunterstützt wird, gibt es viele gute Gründe:Die WorldSkills haben eine lange Tradition und sind das einzigeWeltereignis in der beruflichen Bildung. Die Zahl derTeilnehmerländer wächst kontinuierlich. Zwischenzeitlichsind alle relevanten Staaten – von den USA über Russland,Indien, China, Brasilien und Indonesien – und Weltregionen– von Australien bis zur Karibik – in den WorldSkillsvertreten. Deutschland als größter EU-Mitgliedstaat miteinem weltweit geachteten Berufsbildungssystem hat einvitales Interesse, führender Mitspieler in diesem Weltwettbewerbzu sein.Die WorldSkills fördern die Exzellenz der Berufsbildung.Die besten Auszubildenden aus aller Welt treten gegeneinanderan, um – ganz im Sinne des dualen Systems –in der Praxis zu beweisen, wie hochwertig das Leistungsspektrumder Berufsbildung ist. Sie stärken damit internationaldie Attraktivität, das Renommee und die Gleichwertigkeitder beruflichen Bildung.Die WorldSkills sind ein einzigartiger Jugendtreff, derTausende junger Menschen unter dem Motto „Willkommenbei Freunden“ in interkulturellen Austausch bringt. Sie sindzugleich eine einzigartige Förderung der Berufsorientierungfür 10.000e von Jugendlichen, die vor Ort unter dem Motto„Take Five“ ganz praktisch verschiedene Berufe kennenlernen,persönlich erproben und erfahren können. Vielenamhafte Adressen der nationalen und internationalenBerufsbildungswelt werden sich mit interaktiven Messeständenbeteiligen.Über 50 Minister aus allen Weltregionen sowie EU-Kommissareund UN- und OECD-Generalsekretäre unterstreichenmit ihrem persönlichen Besuch den internationalenStellenwert der WorldSkills Leipzig. Bundesbildungsminis -terin Wanka wird die hochkarätigen Gäste begrüßen.DieRealisierung des hochkomplexen Projekts „WorldSkillsLeipzig“ ist in zweijähriger intensiver Zusammenarbeit vonBundesregierung, dem Freistaat Sachsen, der Stadt Leipzig,den Fach- und Dachverbänden der beruflichen Bildung,WorldSkills International, WorldSkills Germany und World -Skills Leipzig und den Kammern gelungen. Ziel in Leipzigsind die „best ever world competitions“.In Brasilien wird dieses Konzept bei den WorldSkills imJahr 2015 in Sao Paulo fortgeführt.Nähere Informationen, auch zum internationalenKonferenzprogramm und zu den WorldSkillsEvents, erhalten Sie unter:www.worldskillsleipzig2013.comWirtschaftsjournal | Juni 201311


Titel – FachkräfteUnterschätzte Leistungsträger80 Prozent der Arbeitslosen mit Handycap haben Berufsausbildung oder Studium absolviertMenschen mit einem Handicap haben es im Vergleichzu nicht behinderten Menschen schwerer, aufdem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Sie sind leiderhäufig noch vielen Vorurteilen ausgesetzt. Richtigeingesetzt, sind sie leistungsfähige, motivierteund engagierte Mitarbeiter.Die Allianz „Arbeit + Behinderung“ hat in Sachen einzigartigeFördermöglichkeiten geschaffen, damit diese Frauenund Männer wieder in Lohn und Brot kommen. „Der sächsischeArbeitsmarkt ist aufnahmefähig und die Menschenmit Handicap haben bisher kaum von der positiven Arbeitsmarktentwicklungprofitieren können. Dabei sind sie häufiggut qualifiziert, motiviert und nicht weniger leistungsfähig.Vielmehr sind sie – richtig eingesetzt – motivierteund engagierte Mitarbeiter“, erklärt Jutta Cordt, Vorsitzendeder Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsender Bundesagentur für Arbeit.Während sich die Arbeitslosigkeit im Zeitraum von 2005bis 2012 nahezu halbiert hat, stieg sie bei den arbeitslosenSchwerbehinderten. Aktuell sind 10.877 schwerbehinderteFrauen und Männer arbeitslos gemeldet. Deren Anteilan der Gesamtarbeitslosigkeit liegt mit 5,5 Prozent aufeinem steigenden Niveau und ist mehr als doppelt so hoch,wie im Jahresdurchschnitt 2005 (2,5 Prozent). Bis 2025wird die Zahl der Frauen und Männer im erwerbsfähigenAlter um über 400.000 zurückgehen. Damit fehlt ein Teilder Arbeitskräfte, die zur Produktivität und Konkurrenzfähigkeitder sächsischen Betriebe beitragen. Deshalb müssenkünftig alle Fachkräftereserven noch mehr als bishergenutzt werden. Dazu gehören auch die schwerbehindertenMenschen. Aktuell haben fast achtzig Prozent der schwerbehindertenArbeitslosen eine abgeschlossene Berufsausbildungoder einen Studienabschluss.Es leben rund 356.000 Menschen mit einer Behinderungin Sachsen. Fast die Hälfte (45,4 Prozent) dieser Menschenmit Behinderung sind im erwerbsfähigen Alter.FördermöglichkeitenDie Arbeitsagenturen könnenEinstellungen von Menschen mitHandicap finanziell unterstützen.Neben dem klassischen Eingliederungszuschuss,gibt eseine spezielle Variante für Menschenmit Handicap und zusätzlichdie SAP-Förderung. Ergänzenddazu können BetriebeZuschüsse aus dem Fördertopf„Inklusion“ beantragen, so daspro Einstellung bis zu 10.000Euro gefördert werden. Beantragtwerden diese Leistungenvor der Einstellung beim Arbeitgeberserviceder Agentur fürArbeit.akzentpersonalleasing gmbhNeefestraße 4209119 ChemnitzTel. 0371 4016913chemnitz@akzent-personalleasing.deBahnhofstraße 5208056 ZwickauTel. 0375 3034270zwickau@akzent-personalleasing.dewww.akzent-personalleasing.deWIRLASSENSIE NICHTHÄNGEN!FLEXIBEL . FAIR . ENGAGIERTGEMEINSAM MEHR ERREICHEN12 Wirtschaftsjournal | Juni 2013


Titel – FachkräfteBerufsperspektive UnternehmerSo kann es gehen: Von der Geschäftsidee, über Studium, Finanzierung bis zum eigenen UnternehmenWeitere Informationen unter:www.gruenderforumdeutschland.deEin Laden in der Jahnallee 4 in Leipzig: Sebastian Helmundbetreibt von hier aus den Online-Shop „style-ich“ für individuelleGeschenkartikel. Nichts Neues will man vorschnellmeinen. Doch die Geschäftsidee ist gravierend anders. DerGrund dafür ist Little Joe. Ein Laser, der auf Anweisung vonHelmund jede Art von Grafik in fast jedes Material brennenkann. Sogar auf Ahornblätter, Laufschuhe, Bowlingkugeln,Babyflaschen oder Äpfel.Angefangen hatte alles im Jahr 2007 als Sebastian Helmundeine Fototasche suchte. Als er nichts Schickes fand,gestaltete er das Etui eben selbst. So kam es zur Geschäftsidee.Und damit zum ersten Schritt auf einem langen Wegin die Selbständigkeit.Mit der Idee im Kopf läuft er zunächst zu SMILE, derSelbst Management Initiative Leipzig und schreibt gemeinsammit vier Kommilitonen einen ersten Businessplan. Paralleldazu sucht er eine Möglichkeit, mit der man verschiedensteMaterialien wie Holz, Acryl, Stoff, Papier, Leder oderMetall sauber zuschneiden und gravieren kann. Er landetbei der Lasertechnik. Vertriebswege, Vermarktung und Finanzierungwerden Inhalt seiner Diplomarbeit.Im Sommer 2010 hält Sebastian Helmund schließlicheinen Uni-Abschluss und ein fertiges Konzept in den Händen.Doch der Weg wurde für den Betriebswirt deshalb nichtweniger steinig. Denn als frischer Absolvent sahen seineKarten in Sachen Finanzierung nicht besonders gut aus.Helmund bewirbt sich für ein „Seed“-Stipendium bei derSächsischen Aufbaubank (SAB). Die Förderung ist personengebundenund unterstützt ein Jahr lang junge, innovativeUnternehmer mit 2.000 Euro monatlich. Style-ich erfülltdie Kriterien, Helmund bekommt die Förderzusage. Für Inves -titionen gab es außerdem einen Gründerkredit von der Kreditbankfür Wiederaufbau (KfW). Um seine Produkte aucherfolgreich an den Mann zu bringen, erhielt Helmund Beratungenvom Gründerforum Deutschland.Seit März 2011 betreibt er nun endlich sein eigenesUnternehmen, mit einer Philosophie für nachhaltige, regionaleMaterialien und Kooperationspartner.SPS – eine gute Adresse für junge LeuteAnzeigeSteffen Maly, ehemaliger Azubi hat esbis zum Bereichsleiter bei der SPSgeschafft.Foto: SPSSPS SchiekelPräzisionssysteme GmbHGewerbering 201809 DohnaTelefon: 03529 5744-0Telefax: 03529 5744-99info@sps.dewww.sps.deDie SPS Schiekel Präzisionssysteme GmbH im sächsischenDohna ist für junge Leute eine gute Adresse.Das 1992 gegründete Familienunternehmen, dashochwertige und langlebige Dreh- und Frästeile ausEdelstahl fertigt, hat lange Erfahrungen in der Ausbildungvon Lehrlingen.1998 wurden die ersten Lehrverträge unterschrieben. „Wirhaben uns früh dafür entschieden, auf die Heranbildungeines eigenen Facharbeiternachwuchses zu setzen. VonAnfang an haben wir nicht nur ausgebildet, sondern denjungen Leuten im Unternehmen eine Perspektive gegeben,vorausgesetzt, Leistung und Einstellung stimmen”, erläutertSPS-Geschäftsführer Dr. Peter Schiekel die Firmenphilosophie.21 junge Männer haben bisher bei SPS ihre Lehre zum Zerspanungsmechaniker,die dreieinhalb Jahre dauert, abgeschlossen.19 von ihnen wurden übernommen, verstärkendas Team des Mittelständlers, der in drei Schichten produziert.Steffen Maly ist als „erstes Eigengewächs“ zumBereichsleiter aufgestiegen. Er managt seit 2010 die CNC-Fräserei. An seine Lehre hat er gute Erinnerungen. „Ich hatteimmer Ausbilder an meiner Seite, bei denen ich weit mehrgelernt habe als nur das Zerspanen. Aber das wichtigstewar die Gewissheit, wenn du dich reinkniest, bekommst duin der Firma einen Job. Gute Leistungen wurden zudem mitGeldprämien und Tankgutscheinen anerkannt. Das ist nochheute so”, sagt Bereichsleiter Maly. Er hat inzwischen denAbschluss als Meister in der Tasche. Auch diese dreijährigeQualifizierung hat der Betrieb finanziell gefördert.Gegenwärtig befinden sich vier Lehrlinge bei SPS in derAusbildung. Im September kommen zwei weitere hinzu. Siewurden aus fünf Bewerbern ausgewählt. Gegenüber denVorjahren ist das schon eine gute Zahl; 2012 gab es erstmalsüberhaupt keinen Interessenten für einen Ausbildungsplatz.Früher waren es bei SPS 30 und mehr im Jahr.„Jammern hilft nicht, wir haben unsere Aktivitäten in Schulenund bei Events zur Berufswahl verstärkt, sind neue Wegeder Werbung gegangen. Wir sehen die Ausbildung von Lehrlingenals eine Zukunftsaufgabe. Deshalb haben junge Leutebei SPS immer eine gute Chance“, so Dr. Schiekel. Er wünschtsich recht bald den ersten weiblichen Azubi …Wirtschaftsjournal | Juni 201313


Titel – FachkräfteAnzeigeKontakt zu Fachkräften gesucht?Mit der ZWIK – Mitteldeutschlands größter Karrieremesse – den direkten Kontakt zu über 3.000 Studenten undAbsolventen knüpfenEs war einmal im Jahr 1998…Vor über 15 Jahren startete ein studentisches Team derWestsächsischen Hochschule Zwickau mit einer der erstenFirmenkontaktmessen der Region, um sich selbst persönlichund direkt dem zukünftigen Arbeitgeber vorzustellen.2013 feiert die ZWIK nun schon ihr 15. Jubiläum und stelltnach wie vor die größte und erfolgreichste Firmenkontaktmessein Mitteldeutschland dar. An einem Tag rekrutierenhier über 150 regionale und internationale Unternehmenmehr als 3.000 akademische Fachkräfte von morgen. Nichtnur Studierende aus Zwickau nutzen die Karrieremesse fürPraktika, Abschluss arbeiten und Berufseinstieg, auch Akademikeraus Jena, Hof, Chemnitz, Leipzig, Mittweida, Plauenund ganz Mitteldeutschland werden am 07. Novemberdie Stadthalle Zwickau besuchen. Dabei ist jede Brancheund Fachrichtung gefragt. Nachdem die Wirtschafts- undIndustriekontakte WIK in Chemnitz und Leipzig jeweils imMai mit einem Besucherrekord 2013 jede Erwartung übertroffenhaben und gleich am Folgetag weitere Anmeldungenfür die ZWIK folgten, ist mit einer Ausbuchung derMesse bereits im Sommer zu rechnen.Warum ist es aus Sicht eines regionalenArbeitgebers so wichtig die ZWIK zu nutzen?Viele Studenten der regionalen Hochschulen kennen diegroßen Automobilisten, die großen Konsumgüterhersteller,die großen Medienkonzerne und die augenscheinlichenHandelsketten. Doch das Unternehmen von nebenan hatoftmals mehr Mitarbeiter, einen umfassenderen Absatz undein internationales Netzwerk. Aber der Endkonsument kenntmeist nur das, was er tagtäglich nutzt und kauft. Daher istes besonders auch für KMU wichtig, sich dem Mitarbeitervon morgen zu präsentieren, sich ihm vorzustellen und sichals attraktiver Arbeitgeber zu vermarkten. Und das gehtkaum besser als auf den Wirtschafts- und IndustriekontaktenWIK. Denn hier hat jeder Aussteller die gleichen Voraussetzungen.Hier steht der Große neben dem Kleinen undpräsentiert sich im gleichen Umfang, sodass auf den WIKnur die Attraktivität der Stellenangebote und des Arbeitsplatzeseine Rolle spielen.15 Jahre Erfahrung im Organisieren von Firmenkontaktmessenhat für die Aussteller vielerleiVorteile: Hoher Marketingwert bei Studenten und Absolventenin Mitteldeutschland durch das Zusammenwirkenzielgruppennaher Akteure, Sehr gute Kontaktqualität durch eine effektiveVorbereitung der Messebesucher, Ganzjähriges Personalmarketing in Mitteldeutschlandund Nordbayern durch die messeübergreifendeRekrutierungsplattform WIKWAY.de, Effektiver Mix verschiedener Fachrichtungen durch diePräsenz an allen regionalen Hochschulen, Optimales Preis-Leistungs-Verhältnis und transparenteAnmeldung besonders für kleine und mittelständigeUnternehmen.Die WIK sind ein Netzwerk aus knapp 600 Arbeitgebernu. a.: AWEBA Aue, Bauerfeind, BOSCH Eisenach, enviaMChemnitz, Grammer, Johnson Controls Zwickau, MLP AG,Niles & Simmons, N+P, Porsche Leipzig, Procter & GambleRodewisch, Volkswagen Sachsen, vosla Plauen uvm. DieKooperation mit einem studentischen Team vor Ort, denCareer Services der umliegenden Hochschulen sowie derAgentur für Arbeit erzeugt Synergien und Marktorientierung.Herr Mehnert von der Volkswagen Sachsen GmbHempfiehlt: „das ist absolut die Gelegenheit, mit den jungenLeuten ins Gespräch zu kommen […] und mit den jungenLeuten, die wir dann über Praktika, Diplomarbeit bei unsim Unternehmen beschäftigen, kann ich nur sagen, ich binbegeistert von dem, was hier abläuft, wie das organisiertist […] deshalb sind wir hier dabei und werden das inZukunft weiter befördern.“ Susann KlotzDie Fakten derWIK-Karrieremessen: Kontinuität undVerlässlichkeit seit 1998 Größte Karriereplattformihrer Art in Mitteldeutschlandund Nordbayern Jährlich 300 Aussteller vonKMU bis Global Player 550 WIK-Partnerunternehmen Jährlich ca. 6.500 Besucher Alle Branchen undFachrichtungenKontakt:IPlaCon GmbHWirtschafts- undIndustriekontakte WIKSusann KlotzProjektkoordinationTelefon: 0375 8838150Telefax: 0375 8838151susann.klotz@iplacon.dewww.iplacon.de14 Wirtschaftsjournal | Juni 2013


Titel – FachkräfteAnzeigeWirtschaftsstandort ErzgebirgeFachkräfte gesucht: InnovativeUnternehmen bieten attraktive JobsDie KSG Leiterplatten GmbH in Gornsdorf zählt zu den größten Arbeitgebern in derRegion. Sie bietet freie Stellen regelmäßig im Fachkräfteportal Erzgebirge an.Foto: Gordon Welters/Regionalmanagement ErzgebirgeErfahrene Arbeitskräfte geben ihre Erfahrungen an die zukünftigen Fachkräfte weiter.Ausbildung wird bei der Metall- und Kunststoffverarbeitung GmbH in Sehmatal-Cranzahl großgeschrieben. Foto: Mirko Hertel/Regionalmanagement ErzgebirgePERSPEKTIVE GESUCHT?www.wirtschaft-im-erzgebirge.de/fachkraefteDas Bewerbungsportal desErzgebirges mit rund 120registrierten Unternehmenwww.wirtschaft-imerzgebirge.de/fachkraefteAnsprechpartner: Jan KammerlTelefon: 03733 145-110kammerl@wfe-erzgebirge.deRegionalmanagementErzgebirgec/o WirtschaftsförderungErzgebirge GmbHAdam-Ries-Straße 1609456 Annaberg-BuchholzTelefon: 03733 145-140www.wirtschaft-im-erzgebirge.deAuf der Suche nach einem neuen Job sollte manunbedingt auf den Seiten des FachkräfteportalsErzgebirge unter www.wirtschaft-im-erzgebirge.de/fachkraeftevorbeischauen. Als innovativerWirtschaftsstandort mit hoher Branchenvielfaltund als lebenswerte Region bietet das Erzgebirgeideale Bedingungen für Fachkräfte. Aktuell werdenauf der Internetplattform knapp 100 freie Stellenangeboten.Der Wirtschaftsstandort Erzgebirge aktuell und in der Zukunfthat einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Arbeits-,Fach- und Führungskräften. Diese zu vermitteln, ist das Zieldes Regionalmanagements Erzgebirge und der WirtschaftsförderungErzgebirge GmbH. Seit 2008 bietet es eineInternet-Plattform für regionale Firmen, um qualifizierteMitarbeiter zu finden. Denn im Fachkräfteportal Erzgebirgefinden sich nicht nur Stellenangebote sondern auch Praktikaund Diplomarbeiten sowie Ausbildungsplätze für Schüler.Berufspendler werden dabei genauso angesprochen wieStudenten aus Sachsen und ganz Mitteldeutschland. DieRegion Erzgebirge bietet beste Bedingungen nicht nur zumLeben sondern auch zum Arbeiten.Das Portal umfasst derzeit etwa 100 attraktive Stellenangebotein den unterschiedlichsten Branchen. TechnischeBerufe wie Konstrukteure, Ingenieure, CNC-Fräser oderElektroniker sind dabei klar in der Mehrzahl. Aber auch kaufmännische,soziale und vor allem medizinische Jobs werdenin der jüngeren Vergangenheit verstärkt angeboten. Zuden Inserenten zählen große Arbeitgeber wie beispielsweisedas Landratsamt Erzgebirgskreis, Turck Beierfeld, AWEBAAue, KSG Leiterplatten Gornsdorf, Norafin Germany Mildenauoder Hock Sachsen um nur einige der Arbeitgeber zunennen. Bei der Vermittlung der freien Stellen legt man beimRegionalmanagement Erzgebirge Wert auf einfache, schnelleund unbürokratische Wege, das heißt Bewerbungen aufdie freien Stellen gehen direkt zum Unternehmen. Rund120 Unternehmen schätzen diese Arbeit und bieten ihrefreien Stellen auf dem übersichtlichen Jobportal an. Fast600 besetzte Stellen bisher zeigen den Erfolg des RegionalmanagementsErzgebirge, die Menschen vom Erzgebirgezu überzeugen. Denn genau hier bieten Industrie, Handwerkund Tourismus beste Möglichkeiten, den Standort zustärken und damit auch langfristig Arbeitsplätze zu sichern.Seit Jahresbeginn nutzt das Regionalmanagement Erzgebirgeverstärkt das soziale Netzwerk Facebook, um denWirtschaftsstandort Erzgebirge intensiv zu promoten undauf interessante Neuigkeiten und Geschichten aus der Regionaufmerksam zu machen. In einer wöchentlichen Serie werdendie aktuellsten freien Stellen des Fachkräfteportalsgepostet und verlinkt.Ein Blick ins Erzgebirge lohnt sich also immer: entwederauf www.wirtschaft-im-erzgebirge.de/fachkraefteoder eben bei Facebook unter https://www.facebook.com/erzgebirge2020. Das Team des Regionalmanagementsselbst präsentiert sich auf verschiedenen Veranstaltungenwie Studenten- und Absolventenmessen zum Beispiel inFreiberg, Chemnitz und Zwickau sowie beim MarktplatzErzgebirge in Annaberg-Buchholz.Wirtschaftsjournal | Juni 201315


Titel – FachkräfteKlugen Köpfen Türen öffnenSachsens Innenminister Markus Ulbig: Sachsen schafft Willkommenskultur mit dem Projekt AKZESSZuwanderungspolitik ist Zukunftspolitik. Deutschland braucht zurSicherung des Wohlstands gut ausgebildete und motivierte Fachkräfte.Wenn unser Land langfristig lebenswert bleiben und unsere Wirtschaftweiter funktionieren soll, werden wir auch Fachkräfte aus dem Auslandbenötigen.Die Sächsische Staatsregierung hat diese Entwicklung frühzeitig erkannt unddie Potenziale von gezielter Zuwanderung gesehen. Bereits im Koalitionsvertragder Regierungsparteien im Jahr 2009 ist die Zuwanderungsförderung verankert.In einem ersten Projekt „Stoplersteine" wurden durch Auswertung von Interviewsmit Unternehmen, Kammern, Universitäten, Relocatern, Au-Pair-Agenturenund ausländischen Arbeitsnehmern Schwierigkeiten der geltenden Rechtslagebei der Arbeitsmigration ausgemacht. Diese wurden Inhalt der sächsischenBundesratsinitiative zur Änderung des Aufenthaltsgesetzes und haben schließlicherfolgreich Eingang in die Beratungen zur Umsetzung der „Blue Card Richtlinie"gefunden. Die erforderliche Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungenist damit weitestgehend geschafft. Die Türen stehen offen. Aber für denErfolg qualifizierter Zuwanderung sind auch die Verbesserung der Verwaltungspraxisund der Abbau bürokratischer Hürden unerlässlich. Der Umgang der Ausländerbehördemit ausländischen Fachkräften prägt entscheidend das Imageund ist ein Faktor für die Standortwahl im regionalen Wettbewerb.Deshalb haben wir in Sachsen bereits vor diesen Rechtsänderungen „AKZESS"eingeführt. Mit AKZESS haben wir als eines der ersten Bundesländer ein standardisiertes,transparentes und beschleunigtes Verwaltungsverfahren geschaffen,welches ausländischen Fachkräften und Absolventen einen schnellerenZugang zum sächsischen Arbeitsmarkt ermöglicht. Im Rahmen von AKZESS werdendie Migration zu Erwerbs- und Ausbildungszwecken und der Zuzug der Familienangehörigenbearbeitet. Das Projekt entstand in der Zusammenarbeit vonAusländerbehörden, Arbeitsverwaltung, Kammern und Wirtschaft. Grundlage istallem voran eine Trennung in der Bearbeitung der humanitären von der Arbeitsmigration.Die jeweiligen Antragsteller haben grundlegend verschiedene Bedürfnisse.Die Verfahren laufen nicht nur nach anderen Normen im Aufenthaltsrecht,sondern unterscheiden sich auch strukturell in Abläufen und Zielrichtung. Kernstückvon AKZESS ist eine Selbstverpflichtungserklärung aller an der Erteilungeines Aufenthaltstitels beteiligten Institutionen, in der sich diese auf gemeinsameStandards geeinigt haben, vor allem einen Entscheidungszeitraum vonmaximal vier Wochen.Die Akteure sind bekannt, vernetzt und arbeiten zusammen. Die Mitarbeiterder AKZESS-Ausländerbehörden sind interkulturell geschult und leben eine Willkommenskultur.Serviceorientierung steht im Mittelpunkt. AKZESS wird zudemvon umfangreichen Informationsmaterialien begleitet. Neben einer zweisprachigenBroschüren und Informationsblätter wurde das Internetportal www.zuwanderung.sachsen.deerstellt. Dort können sämtliche Informationen, aber auchdie Checklisten für die Beantragung eines Aufenthaltstitels und die Formulareab-gerufen werden. Von den klaren Strukturen in AKZESS profitieren sowohlausländische Fachkräfte als auch die Unternehmen.AKZESS wird durch eine Arbeitsgruppe unterstützt, in der neben den Beteiligtenauch die „Kundenseite" in Form eines großen Unternehmens und einesForschungsinstituts vertreten ist. In der Arbeitsgruppe wird der Serviceausbaufortgeführt.AKZESS wurde zunächst in Dresden und im Landkreis Mittelsachsen imSeptember 2011 eingeführt. Mittlerweile bieten denselben Service auch dieAusländerbehörden in Chemnitz und Leipzig an. Seit dem Start von AKZESSwurden an den Standorten insgesamt 2.750 Aufenthaltstitel erteilt. Davon über90 Prozent innerhalb des gesetzten Entscheidungszeitraumes von vier Wochen.Die beschleunigte Bearbeitungszeit allein macht aber Willkommenskulturnoch nicht aus. Entscheidend ist auch eine einheitliche Rechtsanwendung imSinne des Meistbegünstigungsprinzip im Bereich der Arbeitsmigration. ZusätzlicheTrainings mit allen Bearbeitern der Ausländerbehörden haben darüberhinaus das gemeinsame Verständnis für Zielsetzung und Anwendungsmöglichkeitender neue Blue Card Regelungen vermittelt.16 Wirtschaftsjournal | Juni 2013


Titel – FachkräfteBerufe ausprobierenMittelschüler der Erzgebirgsregion können sich in verschiedenen Unternehmen testenIn den Regionen der Altkreise Annaberg und Mittleres Erzgebirge werden an 13Mittelschulen etwa 1400 Schülerinnen und Schüler mit den beruflichen Chancenund Perspektiven der Region vertraut gemacht. Für dieses Anliegen habensich drei Partner gefunden: die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH, die AnerkannteSchulgesellschaft Sachsen mbH und das CJD Chemnitz, Außenstelle Annaberg.Diese drei Akteure arbeiten seit Dezember 2011 erfolgreich am ESF-Projekt„Erzgebirge – Perspektiven im Blick“.Die vertiefte Berufsorientierung beginnt ab Klasse 7. Theoretische Inhalte,wie beispielsweise die Vorstellung der Wirtschaftsregion Erzgebirge und eineKompetenzfeststellung bieten die Grundlage für die praktischen Arbeitserprobungen.Diese finden an zwei Tagen in zwei unterschiedlichen Berufsfeldern inden Werkstätten der Projektpartner statt. Den Schülern der Klassenstufe 7 derMittelschule Jöhstadt standen insgesamt sechs verschiedene Berufsfelder wieMetall, Farbe, Soziales, Handel oder IT/Computer zur Auswahl. Beispielsweisewar es das Tagesziel im Berufsfeld Holz, das jeder Schüler einen Kerzenständeranfertigt. Zeichnungen mussten richtig gelesen, Hölzer gemessen, Werkstückeausgesägt, gefeilt und mit passenden Löchern versehen werden. Auch die Behandlungder Holzoberfläche sowie die farbliche Gestaltung zählten zu den Aufgabenstellungen.Von links: Vivien Krauße, Paul Friedel, Anna WagnerFoto: WFE GmbH„Ich beurteile die Einzelleistungen der Schüler in den Kompetenzen Selbstständigkeit,Sorgfalt, Auffassungsgabe, Einsatzbereitschaft, Ausdauer, Zuverlässigkeit,Teamfähigkeit sowie Auftreten und Pünktlichkeit“, äußerte sichFred Breitfeld, Ausbilder im Bereich Holz. Schülerin Anna Wagner ist begeistert.„Ich kann mir eine Ausbildung im handwerklichen Bereich gut vorstellen“,sagte die 13-Jährige.IHK. DIE WEITERBILDUNGIDEEN & TECHNIK INSCHAUMSTOFF UND KARTONAGETechnische SchaumteileKonstruktiv-VerpackungenForm und Stanzteile ausKartonage und SchaumstoffESD / EGB SchutzBeratung · Entwicklung · FertigungPLANEN SIE FÜR 2013 IHRENBERUFLICHEN AUFSTIEGVorbereitungslehrgänge auf die IHK-FortbildungsprüfungGeprüfte(r) Meister(in) für Schutz und Sicherheit 16.09.2013 - 30.04.2014Geprüfte(r) Technische(r) Fachwirt(in) 18.09.2013 - 11.05.2015Geprüfte(r) Handelsfachwirt(in) 24.09.2013 - 12.03.2015Geprüfte(r) Industriemeister(in) Elektrotechnik 24.09.2013 - 07.11.2015Geprüfte(r) Industriemeister(in) Mechatronik 30.09.2013 - 11.11.2015Geprüfte(r) Tourismusfachwirt(in) 30.09.2013 - 16.03.2015Ausbildung der Ausbilder 20.09.2013 - 26.10.201314.10.2013 - 25.10.2013Weitere Informationen erhalten Sie im Zentrum für Weiterbildung unterTel. (0371) 6900-1412 oder 1413, E-Mail: bieckenhain@chemnitz.ihk.deSie finden unser gesamtes Weiterbildungsangebot im Internet unterwww.chemnitz.ihk24.deOltersdorf GmbHWerkstr. 10Tel.: 03304/20542-0www.oltersdorf.de16727 Bötzow b. BerlinFax: 03304/20542-379info@oltersdorf.deIndustrie- und HandelskammerChemnitzStraße der Nationen 25,09111 Chemnitzwww.chemnitz.ihk24.deWirtschaftsjournal | Juni 201317


Titel – FachkräfteAnzeigeWege zur FachkräftesicherungTÜV Rheinland Akademie GmbH – der innovative PartnerDer Gewinnung und Qualifizierung von Fachkräftenhat sich die TÜV Rheinland Akademie verschrieben.„Wir orientieren uns dabei auf das Potenzial derArbeitssuchenden, um sie der Wirtschaft dort, wosie gebraucht werden, gezielt zur Verfügung zu stellen“,betont Yvonne Hinkel, die in der NiederlassungMitte für Arbeitsmarktdienstleistungen verantwortlichist. Zur Niederlassung gehören die TrainingscenterChemnitz, Leipzig, Gera, Erfurt und Kassel.„Wir analysieren an diesen Standorten die regionale Situationund legen dann fest, mit welchen Angeboten wir dieUnternehmen bei der Bewältigung der Fachkräfteproblematikunterstützen können“, so Yvonne Hinkel. „Besondersgute Erfahrungen haben wir dabei mit Umschulungengemacht, die im Rahmen der Bildungsoffensive von Jobcenternund Arbeitsagenturen als abschlussorientierte Maßnahmengefördert werden. Solche Umschulungen führenwir in unseren Trainingscentern in den Bereichen Metall,Kfz, Lagerlogistik und Elektrotechnik durch, also alles Be -rufe, die in der Wirtschaft gegenwärtig stark nachgefragtwerden.“Am Trainingscenter Chemnitz sind zurzeit über 50 Um -schüler in diesen Maßnahmen. Die Umschulungen dauernin der Regel 24 Monate, einige auch 16 Monate. „Die Chance,nach erfolgreichem Abschluss der Umschulung in einemUnternehmen eingestellt zu werden, ist sehr hoch“, sagtYvonne Hinkel.“„In den vergangen Jahren konnten wir aufgrund be -grenzter öffentlicher Mittel im Bereich der Aus- und Weiterbildungnur Fachhelfer, die begrenzt einsetzbar waren,ausbilden. In diesem Jahr ist es uns wieder möglich, Facharbeiterauszubilden, die dringend benötigt werden. Dasgeschieht auf der Grundlage von gut durchdachten Konzepten,die mit den Unternehmen abgestimmt sind.“Ute Schmidt (links) und Yvonne Hinkel (rechts) sorgen in der Chemnitzer Niederlassung der TÜV RheinlandAkademie für die Gewinnung und Qualifizierung von Fachkräften.Foto: Joachim Porstein„Wir richten unsere Aus- und Weiterbildung an den Bedarfender Unternehmen aus“, erklärt auch Ute Schmidt (VertriebsteamChemnitz). „Wir bieten auch offene Seminare,Coachings, Inhouse-Schulungen zum größten Teil im gewerblich-technischenBereich an. Aufgrund unserer breit aufgestelltenStruktur haben wir einen interessanten undumfang reichen Pool von Dozenten aus den verschiedens -ten Bereichen, sodass sich auch Anfragen zu sehr speziellenThemen lohnen. Weiterhin haben wir die Möglichkeitgeringqualifizierte Mitarbeiter aus Unternehmen durch dieVorbereitung auf die Externenprüfung zum FachkraftabschlussHWK/IHK zu führen. Überzeugen Sie sich von unserertechnischen Ausstattung und unserem Know How am17.07.2013 zur Nacht der Bildung.“Wolfgang BaltzerNacht der BildungDie Trainingscenter Chemnitz,Leipzig, Erfurt und Gera öffnenam 17.07.2013 von 16:00 bis22:00 Uhr ihre Tore für eineNacht der Bildung. Arbeitssuchendeund Unternehmen, diesich über die Bildungsangeboteinformieren wollen, sind herzlicheingeladen.Tag der gewerblichtechnischenImpulseAm 11.09.2013 stellen sichunsere Werkstätten und Fachbereicheallen Interessenten inForm von Übungsinseln vor(09:00 bis 14:00 Uhr).UMSCHULUNGEN – Start 23.09.2013SEMINARE / INHOUSE / COACHINGS Umschulung Industrieelektriker Umschulung Zerspanungsmechaniker Umschulung Lager/LogistikAnsprechpartner vor Ort:Nelli RootTelefon: 0371 866 1713nelli.root@de.tuv.com Schweißen, CNC, Elektrotechnik,Bedienberechtigungen Umwelt- und Qualitätsthemen u.v.m.Ansprechpartner vor Ort:Ute SchmidtTelefon: 0371 866 1716ute.schmidt@de.tuv.comTÜV Rheinland Akademie GmbHOtto-Schmerbach-Straße 1909117 ChemnitzTelefon: 0371 866-1712Telefax: 0371 866-1726info@de.tuv.comwww.tuv.com/akademie18 Wirtschaftsjournal | Juni 2013


Titel – FachkräfteFrühzeitig Flagge zeigenAbsolventenmesse Mitteldeutschland bringt Unternehmen und akademische Nachwuchskräfte zusammenAuf der AbsolventenmesseMitteldeutschland 2012:Informationsgespräch am Stand derDeutschen Bahn.Foto: Leipziger Messe GmbH/Rainer JustenAbsolventenmesseMitteldeutschland 201319. November 2013Congress Center Leipzig2012 hat die Leipziger Messe erstmalig die AbsolventenmesseMitteldeutschland ausgerichtet. Rund 60 Ausstellerpräsentierten sich den über 1200 Studierenden, die vonden verschiedenen Hochschulen der Region gekommenwaren. Die jungen Leute schätzten vor allem die Erfahrungsberichtevon Berufsanfängern und die zusätzlichenServiceangebote rund um das Thema Bewerbung. „Undunter den Ausstellern sind Unternehmen, die bereits erfolgreichEinstellungen vorgenommen haben“, versichert ProjektdirektorinKati Fritzsche. Was konkret den Erfolg derAbsolventenmesse Mitteldeutschland begründet, erläutertsie im Gespräch mit dem Wirtschaftsjournal.Wirtschaftsjournal: Mittlerweile gibt es zahlreicheKarrieremessen. Warum sollen sich die Unternehmengerade auf der Absolventenmesse Mitteldeutschland2013 präsentieren?Kati Fritzsche: Wir bieten den Unternehmen mit unseremüberregionalen Ansatz eine effiziente Plattform sich alsattraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Die AbsolventenmesseMitteldeutschland ist die einzige Karriere- und Rekrutierungsplattformin und für Mitteldeutschland.WJ: Apropos Besucher, was dürfen sie im diesemJahr erwarten?Fritzsche: Wir werden unseren Besucher wieder ein inhaltsstarkesProgramm bieten. So können sich die Studierendenund Absolventen in Vorträgen über die ausstellenden Unternehmenund Themen wie Einstiegsgehalt, Darstellung inden Bewerbungsunterlagen, Bewerben auf Englisch oderArbeiten in der Kreativwirtschaft informieren. Zusätzlichlegen wir in diesem Jahr einen inhaltlichen Schwerpunktauf die Themen „Arbeiten im Ausland“ sowie „Familienfreundlichkeitin Unternehmen“.WJ: Welche Unternehmen haben sich bereits angemeldet?Fritzsche: Unter anderem haben bereits die Allianz, BMW,DELL, GP Günter Papenburg AG und KOMSA KommunikationSachsen AG ihre Teilnahme angekündigt. Das Ziel ist,mit den Ausstellern die Vielfalt der regionalen Wirtschaftzu präsentieren. Wir wollen nicht nur Konzerne, sondernauch mutige KMU’s, die sich als attraktive Arbeitgeber darstellen.Auch wenn sie aktuell keine Mitarbeiter suchen,sollten sie sich frühzeitig in das Bewusstsein der Studierendenbringen. In diesem Sinne können die Unternehmenauch Praktika und Nebenjob auf der Messe anbieten.Gespräch: Claudia HillmannAuf WachstumskursDresdner Privatuniversität DIU feiert zehnjähriges JubiläumErklärtes Ziel der DIU ist,neueste wissenschaftlicheErkenntnisse für berufsnaheAnwendungen aufzubereitenund sie interdisziplinär undberufsbegleitend an akademischgeschulte Führungskräfte zuvermitteln.Mit einer großen Festveranstaltung beging Ende Mai dieDresden International University, genannt DIU, ihr zehnjährigesBestehen. Zahlreiche hochkarätige Persönlichkeitenaus Wirtschaft und Wissenschaft, Politik und Gesellschaft,Freunde, Förderer und Partner sowie Studenten,Absolventen und Dozenten zählten zu den mehr als 300Gästen. „Es entsprach meiner Überzeugung, eine solcheEinrichtung ins Leben zu rufen, weil die demografische Entwicklungin Deutschland einen Mangel an Fachkräften produzierenmuss, den man nur durch Weiterbildung und lebenslangesLernen würde kompensieren können", heißt es vonProf. Dr. Kurt Biedenkopf in der Jubiläums-Festschrift. Sachsensehemaliger Ministerpräsident ist Gründungs- und Ehrenpräsidentder DIU und der Hochschule noch immer eng verbunden.Die DIU, welche die Weiterbildungsuniversität derTU Dresden ist, steht dabei keinesfalls im Schatten der Exzellenz-Uni,sondern ist eine enge Verbündete geworden.Aktuell sind in den 27 Studiengängen mehr als 1.500 Studierendeeingeschrieben. Einen Schwerpunkt bildet dabeiGesundheitswirtschaft.SPWirtschaftsjournal | Juni 201319


Titel – FachkräfteAnzeigeProjekt „AKONA“ im EndspurtGrenzüberschreitende Aus- und Weiterbildung mit Tschechien auf dem Gebiet der AutomatisierungstechnikumgesetztSchüler auf einer Exkursion an dieExperimentier- und Digitalfabrik an derTU Chemnitz.Quelle: Siegfried Jung, BIC-FWF e. V.Popisek: Žáči na exkurzi v „Experimentier-und Digitalfabrik“ na Technickéuniverzitě v Saské Kamenici.Pramen: Siegfried Jung, BIC-FWF e. V.Am 27. Juni findet im Schloss Lichtenwalde bei Chemnitzdas Abschlusstreffen des Ziel 3-Projektes „Aufbau einesKOoperationsNetzwerkes Automation zur Erhöhung deswissenschaftlich-technischen Niveaus im sächsisch-tschechischenFördergebiet – AKONA“ statt. Teilnehmer werdenneben dem Lead-Partner und den zwei tschechischenProjektpartnern auch Kooperationspartner und wissenschaftlicheEinrichtungen, die die beiden Anlagen AKONA1 und AKONA 2 entwickelt und gebaut haben, auch politischeVertreter aus dem gemeinsamen Fördergebiet sowieVertreter aus Einrichtungen der Programmebene „Ziel3 –Cil3“ sein. Inhalt dieser Abschlussveranstaltung wird dieVorstellung des Projektes sein. Zu Beginn wird die Veranstaltungmit zwei Grußworten von Herrn Dr. Václav Sloup– Stellvertretender Regionspräsident, zuständig für Bildung,Jugend und Sport und Herrn Dr. Manfred Graetz – 1. BeigeordneterLandkreis Mittelsachsen eröffnet.Im Rahmen des dreijährigen Projektes zwischen den FördergebietenLandkreis Mittelsachsen (in Mittweida existierenlangjährige und umfangreiche Erfahrungen auf demGebiet der Automatisierungstechnik) und dem Bezirk KarlovyVary, wurden in den Bereichen Berufs- und Studienorientierungsowie Aus- und Weiterbildung Workshops,Exkursionen, Praktika, Demonstrationen von Best Practiceund Anwendungen von modernen Automatisierungslösungenan zwei Anlagen vorgestellt und umgesetzt. Diese zweisich ergänzenden Automatisierungsanlagen verfügen überein sehr breites Spektrum. Auf tschechischer Seite vermitteltAKONA 1 mit 2 Linearachsen und steuerbaren Greifer vorallem im Grundlagenbereich breites Wissen, wogegen AKONA2 als Sechsachsen-Robotersystem praxisnahe Montage- undDemonstrationsanwendungen durchführen kann und technischenHöchststand darstellt.Insbesondere Auszubildende, Studenten, Schüler, Mitarbeitervon öffentlichen Einrichtungen, Bildungseinrichtungenund Mitglieder von Verbänden und Vereinen erhieltendie Möglichkeit, beide Anlagen kennenzulernen sowieeinen intensiven grenzüberschreitenden Erfahrungs- undWissensaustausch durchzuführen.Begonnen hat die Zusammenarbeit der Projektpartnerim Januar 2008, wobei der Kontakt über das Wirtschaftsjournalin Chemnitz, das mit der Wirtschaftskammer Egerlandschon längere Zeit in Verbindung steht, hergestelltwurde.Perspektivisch gesehen kann damit im gemeinsamenWirtschaftsraum ein führendes europäisches Bildungs- undEntwicklungszentrum für Automation entstehen, das denTechnologietransfer in die Wirtschaft aktiviert. Durch diegrenzüberschreitende Aus- und Weiterbildung sowie BerufsundStudienorientierung werden langfristig die Voraussetzungenzur Sicherung des Fachkräftebedarfs der Branchegeschaffen. Lead-Partner: BIC-ForumWirtschaftsförderung(BIC-FWF) e. V. Projektpartner: Integrovanástřední škola Cheb und RHKPoohří (Regionale Wirt -schaftskammer Egerland) Anlage AKONA 1(im tsch. Fördergebiet),Fertigstellung: Juni 2012 Anlage AKONA 2(im sächs. Fördergebiet),Fertigstellung: Mai 2013 Ausbildung von eigenenService-Personal für beideAnlagen 6 Weiterbildungs-Work -shops/Seminare für dasService-Personal 11 Workshops/Exkursionenfür öffentliche Einrichtungenund Verbände 10 Exkursionen und 15 Praktikazur Berufs- und Studienorientierungbzw. AusbildungLead-Partner:BIC-FWF e. V.Lessingstraße 408058 ZwickauTelefon: +49 375 541-0Telefax: +49 375 541300fwf@bic-zwickau.de20 Wirtschaftsjournal | Juni 2013


Titel – FachkräfteProjekt „AKONA“ finišujeÚspěšné přeshraniční česko-saské vzdělávání a další vzdělávání v oblasti automatizační technikyDemonstration an AKONA 1 anlässlichder Übergabe an die Integrovanástřední škola Cheb.Quelle: Stefan HohmeisterPopisek: Účastníci demonstračníhoworkshopu před zařízením AKONA 1.Pramen: Stefan Hohmeister Lead-Partner: BIC-ForumWirtschaftsförderung(BIC-FWF) e. V. Projektoví partneři: Integrovanástřední školaCheb a Regionální hospodářskákomora Poohří Zařízení AKONA 1 (včeském dotačním území),dokončení: v červnu 2012 Zařízení AKONA 2(v saském dotačnímúzemí), dokončení: vkvětnu 2013 Proškolení vlastníhoservisního personálu proobě zařízení 6 workshopů/seminářů proservisní personál 11 workshopů/exkurzí proveřejné organizace a svazy 10 exkurzí a 15 praxí voblasti orientace na volbustudijního oboru a povoláníresp. vzděláváníDas Projekt wird im Rahmen desZiel 3-Programms zur Förderungder grenzübergreifenden Zusam -menarbeit 2007-2013 zwischendem Freistaat Sachsen und derTschechischen Republik gefördert.Projekt je podpořen z prostředkůprogramu Cíl 3 na podporu přesh -raniční spolupráce mezi Českourepublikou a Svobodným státemSasko 2007 – 2013.Dne 27. června se bude na zámku Lichtenwalde u SaskéKamenice konat závěrečné setkání partnerů projektu„Vytvoření kooperační sítě automatizace ke zvýšenívědecko-technické úrovně v česko-saském dotačnímúzemí – AKONA“, podpořeného z programu Cíl 3. Setkáníse kromě lead partnera a obou dvou českých projektovýchpartnerů zúčastní i kooperační partneři azástupci vědeckých organizací, kteří obě zařízení AKONA1 a AKONA 2 vyvinuli a vybudovali, političtí zástupci zespolečného dotačního území, jakož i zástupci orgánůprogramové úrovně „Cíl 3 – Ziel 3“. Hlavní obsahovounáplní této akce bude představení projektu. Akce budezahájena dvěma zdravicemi, a to zdravicí pana JUDr.Václava Sloupa – náměstka hejtmana pro oblast školství,mládeže a tělovýchovy a zdravicí Dr. ManfredaGraetze – 1. náměstka zemského rady zemského okresuStřední Sasko.V rámci tříletého projektu, který probíhal v dotačnímúzemí zemského okresu Střední Sasko (v Mittweiděexistují dlouholeté a obsáhlé zkušenosti v oblastiautomatizační techniky) a Karlovarského kraje bylyv oblasti orientace na volbu studijního oboru a povolání,vzdělávání a dalšího vzdělávání realizovány workshopy,exkurze, praxe a představeny příklady dobrépraxe a aplikace moderních automatizačních řešenína dvou zařízeních.Tato dvě vzájemně se doplňujícízařízení disponují širokým spektrem. Na české straněslouží zařízení AKONA 1 se dvěma lineárními osami aovladatelným podávacím ramenem hlavně ke zprostředkovánízákladních znalostí, zatímco zařízení AKONA2 coby robotní systém se šesti prostorovými osamimůže provádět montážní a demonstrační aplikace blízképraxi a představuje nejvyšší technickou úroveň.Možnost seznámit se s oběma zařízeními mělizejména učni, studenti, žáci, pracovníci veřejnýchorgánů, vzdělávacích organizací a členové svazů asdružení, kteří zároveň mohli provést intenzivnípřeshraniční výměnu zkušeností a vědomostí.Spolupráce projektových partnerů byla zahájena vlednu 2008, přičemž kontakt byl zprostředkován prostřednictvímčasopisu „Wirtschaftsjournal“ v SaskéKamenici, jehož pracovníci mají již delší dobu kontaktys Regionální hospodářskou komorou Poohří.Výhledově může ve společném hospodářskémprostoru vzniknout přední evropské vzdělávací a vývojovécentrum pro automatizaci, které bude aktivovattransfer technologií do hospodářství. Díky přeshraničnímuvzdělávání a dalšímu vzdělávání, jakož i orientacina volbu studijního oboru a povolání budou dlouhodoběvytvořeny předpoklady k zajištění odbornýchpracovních sil v tomto odvětví.Wirtschaftsjournal | Juni 201321


Titel – FachkräfteAlways a µ aheadContinental AG is among the largest producers of piezo injectors.We visited their facility in Limbach-Oberfrohna.Continental AG, originally “Neue Hannoversche Gummi-Warenfabrik”, was founded in 1871 by Moritz Magnus.They processed rubber and only had a few employees.Now, Continental employs about 170,000 worldwide. Theirfactory in Limbach-Oberfohna with 1,600 employees produces200,000 diesel-injectors a week and measures36,000 m². Famous companies like VW, Ford, Renault andPSA rely on Continental, and they distribute their productsall over the world.The company is always looking for new apprentices.Good marks are not as important as attitude. Currently,Continental has around 70 apprentices, and youths canstart after completing secondary school. After learning aboutthe career opportunities at Continental, our group was splitup into four smaller groups so we could experience workingconditions in different areas of the factory.The first group was shown the assembly of entire piezoinjectors by a system technician. High technologized machineswere almost everywhere. The piezo injector is responsibleto inject the diesel in the combustion chamber andbecause of the high pressure, it reduces the noise and environmentalpollutions. It has an injection pressure of up to1,800 bar, which is a lot. In comparison, a bicycle tire hasonly 2 bar. We saw how the contact-pin assembly was producedand soldered on the piezostack. Then a plastic cagewas slipped over it. Finally 120 wires was slipped onto thestack with 366 layers.The second group visited the department where the injectorbodies and control units are assembled. In this stateof-the-artprocess, the computerized machines put togetherthe parts with a minimum of tolerances. The steadysound of the machines indicated that the process was alwaysin constant motion. When the injectors and control unitsarrive from the cleaning area, they are put into high techmachines. This area is very hygienic because if dirt gets onthe parts it will cause a production failure. Each item iscoded with what looks like a QR code. These machines areproduced exclusively for Continental. The third group sawmeasuring machines of different sizes, but the big 3D measuringmachine was the most interesting. They measure theproducts and ensure high quality. One of the company targetsis to decrease the failure rate (3ppm).Our last group visited the production of injector bodies. Lotsof machines such as drills and milling machines were insidethat room. The employees operate two or more robotsand machines at once. The machines use coolant becausethere is a lot of heat due to friction. Near to production isa continuous visual check and a lot of measurements toobserve the quality.We can say that our visit to Continental was really interestingand more exciting than we originally expected.Technik die begeistertFirmenbesuch bei Continental inLimbach-OberfrohnaDie Continental AG wurde 1871 unter dem Namen „NeueHannoversche Gummi-Warenfabrik” von Moritz Magnusgegründet. Damals hatte das Unternehmen nur wenige Mitarbeiterund bearbeitete Gummi. Jetzt gehört die Firma zuden größten Automobilzulieferern und beschäftigt weltweitetwa 170 000 Angestellte. Zu den Kunden von ContinentalLimbach-Oberfrohna zählen bekannte Firmen wieVW, Ford, Renault und PSA.Bei unserem Besuch des Standortes in Limbach-Oberfrohnawurden wir zunächst in kleinere Gruppen eingeteiltund durften dann die unterschiedlichen Produktionsbereicheanschauen. In den Abteilungen werden die verschiedenenTeile für die Herstellung von Piezo Injektoren produziert.Das sind Einspritzdüsen, die in den Dieselmotorenvon Autos verbaut werden. Mit diesem Injektor wird untereinem Druck von bis zu 1.800 bar Kraftstoff in den Verbrennungstrakteingespritzt. Motoren, die mit dieser Technikarbeiten sind leiser, verbrauchen weniger Kraftstoff underfüllen die neuesten Abgasnormen. Continental in Limbach-Oberfrohnahat sich auf die Produktion von PiezoInjektoren spezialisiert, mehr als 200.000 Stück werden proWoche fertiggestellt.Am Ende unseres Firmenbesuches haben wir dank dertollen Führungen eine Menge interessanter Dinge erfahrenund viel dazugelernt. Die Besichtigung von Continental warviel spannender als anfangs gedacht.Sprachcampus on Tour – Firmenbesuche in Chemnitz und Umgebung22 Wirtschaftsjournal | Juni 2013


Special Gewerbepark MittweidaUnternehmen auf WeltniveauMatthias Damm, Oberbürgermeister der Stadt Mittweida: Wirtschaft ist bei uns ChefsacheWirtschaftsjournal: Herr Damm, Mittweida war früherals Stadt der Textilindustrie mit großem Exportanteilbekannt. Mit Öffnung der Märkte nach derWende ist das alles auseinander gebrochen. Wie hatdas die Stadt verkraftet und wo steht sie heute wirtschaftlich?Matthias Damm: Wir hatten tatsächlich eine schwierigeAusgangsposition. Aber in den vergangenen Jahren hat sichhier viel getan. Der Industriestandort Mittweida ist heutevon klein- und mittelständischen Unternehmen geprägt.Herausragend sind dabei die Metall- und Elektroindustrie,aber auch in der Lasertechnik, in Holz-, Kunststoff- und Textilveredlungbesitzen Mittweidaer Unternehmen heute Weltniveau.Zusammen mit Handwerksbetrieben, Landwirtschaftund Rohstoffunternehmen bilden sie einen soliden Grundstockfür die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt. Vieleder neu entstandenen Unternehmen gelten als Hightech-Betriebe. Allerdings ist die Beschäftigtenzahl deutlich geringerals in den früheren Textilbetrieben. Wirtschaftliche Zentrensind das Industrie- und Gewerbegebiet West, das GewerbegebietOst, aber auch zum Teil familiengeprägte Betriebean Altstandorten, die über die ganze Stadt verteilt sind.WJ. Welche Rolle spielt das Gewerbegebiet West beider wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt?Matthias Damm: Ich bin stolz auf das, was wir im Indus -trie- und Gewerbegebiet West an der Leipziger Straße erreichthaben. Hier haben sich vor allem Hightech-Unternehmenvon Weltformat angesiedelt, in denen hocheffektiv gearbeitetwird. Es sind eine Menge Arbeitsplätze geschaffenworden. Wir hatten von Anfang an konsequent die Politikverfolgt, nur produzierendes Gewerbe und keine HandelsundVerkaufseinrichtungen zu etablieren. Da waren wirerfolgreich und heute haben wir hier einen echten Branchenmix.So produziert beispielsweise die heutige FirmaTenowo technische Textilien, die vor allem in der Automobilindustriezum Einsatz kommen. Das Unternehmen, daszu den ersten gehörte, die sich im Gewerbegebiet Westansiedelten, hat einen wesentlichen Anteil daran, dass wirFördermittel für das Gewerbegebiet bekommen haben. ImIndustrie- und Gewerbegebiet werden unter anderem auchLeiterplatten, Elektronik, Verpackungen, Stahldrähte, Bleche,Wälzlagerkäfige, Zubehörteile für Schaltschränke hergestellt.Der TechnologiePark Mittweida hat sich als Gründerzentrumeinen Namen gemacht und in der Werkstatt fürBehinderte Lebenshilfe e. V. haben 200 behinderte Menscheneinen Arbeitsplatz gefunden. Das Gewerbegebiet istbis auf ein Restgrundstück ausgebaut. Bereits angesiedelteUnternehmen erweitern sich jetzt.WJ: Gut ausgebildete Fachkräfte sind heutzutageein wichtiges wirtschaftliches Potenzial. Wie stehtes damit in Mittweida?Matthias Damm: Mittweida besitzt gute Voraussetzungenfür gut ausgebildete Fachkräfte. Ein großes Plus für dieStadt ist die Hochschule Mittweida (FH) mit breitem Ausbildungsprofil,insbesondere in den Bereichen Elektronik,Maschinenbau sowie Medien- und Informationstechnik.Gerade im Umfeld der Hochschule haben sich viele kleineUnternehmen angesiedelt, die im Spezial- und Hochtechnologiebereichtätig sind.WJ: Was unternehmen Sie, um die Attraktivität fürUnternehmer und Investoren zu erhöhen?Matthias Damm: Wirtschaft und Wirtschaftsförderungsind in Mittweida Chefsache. Wir sorgen dafür, dass es fürUnternehmen keine Barrieren gibt, die sie an ihrem wirtschaftlichenErfolg hindern. Wer ein Problem hat, bekommtbei mir sofort einen Termin, damit wir es schnell und unbürokratischaus der Welt schaffen. Auch unsere Mitarbeiter,die mit der Wirtschaft befasst sind, besitzen eine große Aufgeschlossenheitfür Belange der Unternehmer. Die Stadtunterstützt Gewerbetreibende mit einer aktiven Wirtschaftsförderungund bietet günstige Rahmenbedingungenauch hinsichtlich der sozialen Infrastruktur. Wir legen großenWert auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Stadt,Unternehmen und Ansiedlungswilligen. Unser Konzeptbesteht darin, einen Service zu bieten, wo wir den UnternehmenLaufwege und organisatorische Dinge abnehmen.Unternehmer und Investoren merken so, das sie in Mittweidawillkommen und gut aufgehoben sind. Die FirmaSedotec zum Beispiel gehört zu den letzten Unternehmen,die sich im Gewerbegebiet West angesiedelt haben. Diehatten zuvor auch an anderen Standorten ihre Fühler ausgestreckt.Nach zwei, drei Gesprächen hat sich das Unternehmenfür den Standort Mittweida entschieden. Wie mirdie Geschäftsleitung versicherte, war die unbürokratische,professionelle und schnelle Bearbeitung des Kaufantragesder Hauptgrund für die Ansiedlung in Mittweida. Sicherhaben auch die günstigen und moderaten Grundstückspreusezur Entscheidung beigetragen und dazu, dass der Gewerbeparknahezu gefüllt ist. Gespräch: W. BaltzerMatthias Damm ist seit 2001 Stadtoberhauptvon Mittweida.24 Wirtschaftsjournal | Juni 2013


Special Gewerbepark MittweidaAnzeigeGut beraten und betreutDr. Peter Opitz: TechnologiePark Mittweida GmbH unterstützt seit 20 Jahren erfolgreich Existenzgründer und hilftbei der Gewinnung von FachkräftenDr. Peter Opitz, Geschäftsführer derTechnologiePark MIttweida GmbH.Foto: Wolfgang SchmidtTPM GmbHLeipziger Straße 2709648 Mittweidawww.tpm-mw.deSeit 20 Jahren ist der TechnologiePark Mittweida(TPM) zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für technologieorientierteExistenzgründer, Firmen undDienstleister. Darüber sprach Wirtschaftsjournal mitDr. Peter Opitz, Geschäftsführer der Technologie-Park Mittweida GmbH.Wirtschaftsjournal: Wie hat sich der Technologie-Park Mittweida in den vergangenen zwei Jahrzehntenentwickelt?Dr. Peter Opitz: Wir sind vor 20 Jahren auf der grünenWiese im Gewerbegebiet West in Mittweida gestartet undwaren die Ersten, die hier eingezogen sind. Das war amAnfang eine schwierige Zeit, denn die Erschließung desGeländes war damals noch nicht abgeschlossen. Die jungenLeute haben sich in ihrem Elan aber nicht bremsen lassen.Der Erfolg hat ihnen Recht gegeben. Der Technologie-Park ist heute integrierter Bestandteil eines gut entwickeltenGewerbegebietes mit sehr vielen Firmen. In unseremHaus bieten wir im Durchschnitt 20 jungen Firmen und Exis -tenzgründern umfassende Beratung und Betreuung. In denvergangenen 20 Jahren haben wir so um die 120 Firmenbetreut. Dazu gehören heute so erfolgreiche Unternehmenwie IMM Elektronik im Gewerbegebiet West in Mittweida,Antares in Hartmannsdorf und Laservorm in Mittweida.WJ: Worauf legen Sie bei der Betreuung von Exis -tenzgründern den Schwerpunkt?Dr. Peter Opitz: Wir helfen Existenzgründern, ihre Ideenin marktfähige Produkte und Technologien umzusetzen undbieten Informationen zu Förderprogrammen und neuenTechnologien. In Gesprächen entwickeln wir gemeinsamFirmenkonzepte, unterstützen bei der Gründung, zum Beispielwenn es um die Finanzierung geht. Für unsere Mieterstehen gemeinsam nutzbare Serviceleistungen, Geräte undAnlagen zur Verfügung. Wir koordinieren gemeinsame Forschungs-und Technologietransferprojekte, Kooperationen,die Arbeit in Branchennetzwerken sowie internationale Projekte.WJ: Die „Mieter“ in Ihrem Haus bleiben ja nichtständig, sondern wechseln permanent ...Dr. Peter Opitz: In der Tat, das hängt davon ab, wie schnellein Unternehmen die Startphase hinter sich bringt, um seineneigenen Firmensitz zu gründen. Die Unternehmen, dieunsere Serviceleistungen nutzen, bleiben im Durchschnittsechs, sieben Jahre bei uns. Es gibt aber auch Firmen, diees schon nach fünf Jahren zum Erfolg bringen und sich dannbei uns ausklinken.WJ: Mit welchen Aufgaben, außer der Starthilfe,beschäftigt sich TPM noch?Dr. Peter Opitz: Die Starthilfe bei Existenzgründungen istmittlerweile nicht mehr der alleinige Schwerpunkt des TechnologieParksMittweida. Eigentlich sind wir ja eine Wirtschaftsfördereinrichtung.Deshalb haben wir uns als weiterenSchwerpunkt die Fachkräftegewinnung auf die Fahnengeschrieben. Besonders für die technologieorientiertenFirmen wird es immer schwieriger, Nachwuchs zu finden,vor allem Fachkräfte. Mit dieser Problematik haben wir unsfrühzeitig beschäftigt. Projekte auf diesem Gebiet laufenschon seit etwa sieben Jahren, erst für den Altkreis, jetztfür den großen Neukreis Mittelsachsen mit guten Erfolgen.WJ: Ist TPM bei der Fachkräftegewinnung nur imregionalen Territorium rührig?Dr. Peter Opitz: Nein, wir sind auch auf der internationalenEbene tätig. So gab es schon öfters einen Austauschmit tschechischen Schülern. Vor wenigen Tagen erst wareine Gruppe von 12 Mechatronikern und Informatikern ausCheb hier bei uns. Die jungen Leute wurden unter andereman einer modernen Roboteranlage geschult und besuchteninnovative Unternehmen. Damit unterstützen wir eininternationales Projekt im grenznahen Bereich.WJ: Vom 2. bis 7. Juli finden die WorldSkills in Leipzigstatt. Engagieren Sie sich auch hierbei?Dr. Peter Opitz: Selbstverständlich. Wir bereiten gegenwärtig600 Schüler aus sieben Schulen des Landkreises aufdie WorldSkills vor. Wir organisieren die Busse für die Fahrtnach Leipzig. Mit den betreffenden Schulen vereinbaren wirForschungsaufträge für die Schüler. Die Zusammenarbeitmit den Schulen wollen wir später fortsetzen, indem wirdiesen Arbeitsgruppen anbieten, die wir thematisch in technisch-wissenschaftlicherRichtung betreuen. Da geht es beispielsweiseum innovatives Webdesign, mobile Robotik oder3D-Konstruktionsthemen. Das alles wird auf einer virtuellenLernplattform stattfinden. Die Schüler bekommen so dieMöglichkeit, sich auch außerhalb der Schule zu jeder TagesundNachtzeit einzuklicken und ihre Ergebnisse zu präsentieren.Gespräch: Wolfgang BaltzerWirtschaftsjournal | Juni 201325


Special Gewerbepark MittweidaGeballte WirtschaftskraftIndustrie- und Gewerbegebiet West in Mittweida – eine ÜbersichtKontakt:Stadtverwaltung MittweidaSachgebiet Wirtschaftsförderung und GewerbeMichael SchmalzTelefon: 03727 967332michael.schmalz@mittweida.deWir bilden aus!Das Gewerbegebiet West aus der Vogelperspektive. Die Luftaufnahme entstand imJahre 2009. Die meisten grünen Flächen sind inzwischen bebaut.Foto: Stadtverwaltung MittweidaLage/VerkehrsanbindungDas Gewerbegebiet liegt am westlichen Stadtrand von Mittweida. Es ist überStaatsstraßen gut an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Entfernungen:AB A4/Ast. Hainichen und Ast. Chemnitz Ost 10 Kilometer, AB A14/Ast.Leisnig 35 Kilometer, Flughäfen Leipzig/Halle 70 Kilometer, Dresden 50 Kilometer,Schienenanbindung: Bahnhof Mittweida - Hauptstrecke Chemnitz-Riesa,Busanbindung: enges Liniennetz mit kurzen TaktzeitenGröße: vermarktete Fläche: 162.027 Quadratmeter davon verkauft: 159.273 Quadratmeter (Stand vom 1. März 2013) frei: 2754 QuadratmeterAnsiedlung: zum 1. März 2013 haben sich 20 Unternehmen im Gebiet niedergelassen beschäftigte Arbeitskräfte: etwa 600 (geschätzt)angesiedelte Branchen:Metallverarbeitung, Optoelektronik, Elektronik, Lebensmittelherstellung,Vliestextilherstellung, Abfallwirtschaft, Lasertechnik, Türen-/Möbelherstellung,Technologiepark, Werkstatt für BehinderteVliesstoffe in Malimo-TechnologieMaliwatt – Malivlies – Kunit – Multiknitfür eine Vielzahl technischer Anwendungenz. B. für die Automobilindustrie, in derTeppichindustrie, als Technische BänderTenowo Mittweida GmbHViersener Straße 18 | D-09648 MittweidaTelefon: +49 3727 953-0 | Telefax: +49 3727 953-15info@tenowo.com | www.tenowo.com26 Wirtschaftsjournal | Juni 2013


Special Gewerbepark Mittweida„Ich bin stolz auf das, was wir im Industrie- und Gewerbegebiet Westan der Leipziger Straße erreicht haben. Hier haben sich vor allemHightech-Unternehmen von Weltformat angesiedelt,in denen hocheffektiv gearbeitet wird.“Matthias Damm, Oberbürgermeister der Stadt MittweidaDer TechnologiePark Mittweida ist seit 20 Jahren zentrale Anlauf- und Beratungsstellefür technologieorientierte Existenzgründer, Firmen und Dienstleister.Foto: Wolfgang SchmidtDie Brücke ist quasi das Eingangstor zum Gewerbegebiet West in Mittweida.Fotos: Stadtverwaltung MittweidaIMM Gruppe – virtuos und dynamischImpulsgeber in MittelsachsenAnzeigeProf. Detlev Müller, Vorstandsvorsitzenderder IMM Gruppe.Foto: Wolfgang SchmidtIMM Holding GmbHLeipziger Straße 3209648 MittweidaTelefon: 03727 6205-0Telefax: 03727 6205-220info@imm-gruppe.dewww.imm-gruppe.de„IMM ist ein kreativer Impulsgeber in Mittelsachsenund darüber hinaus.“ – So stand es bereits 2003in der Unternehmensphilosophie der IMM Gruppe.Es sind die Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten und nichtzuletzt der visionäre Unternehmergeist des Gründers undGeschäftsführers/CEO Prof. Detlev Müller, die diese Philosophiemit Leben erfüllen und IMM als innovativen Elektronikdienstleisterkontinuierlich antreiben.IMM ist stark mit der im Zentrum Sachsens liegendenStadt Mittweida verbunden. Prof. Detlev Müller wurde hiergeboren und absolvierte sein Studium an der damaligenIngenieurhochschule Mittweida. Heute besteht die IMMGruppe (gegründet 1991 als Einzelunternehmen) aus sechsFirmen mit 280 Mitarbeitern an neun Standorten, davonacht in Mittweida.IMM lässt seine Partner an den Ergebnissen der kooperativenArbeit teilhaben. Die starken Bindungen, die überarbeitsteilige Auftragsabwicklung, gemeinsame Messeauftritteoder gemeinsame Produktentwicklung und -vermarktunghinausgehen, verstärken das eigene Potenzialüber die internen Kapazitäten hinaus um ein Vielfaches.Was gelebtes Partnerverständnis bedeutet, präsentierte dieIMM Gruppe zu den 18. IMM TAGen im Juni. Sowohl Mitarbeiter,als auch Kunden oder Lieferanten, aber auch Kooperationspartneraus Politik und Wirtschaft waren eingeladen,an drei Tagen im IMM ElektronikJahr mehr über die Kernkompetenzender IMM Gruppe zu erfahren, Erfahrungenauszutauschen und gemeinsam neue Ziele anzuvisieren.Die IMM Gruppe versteht sich als mittelständischer,weltweit agierender „Elektronikdienstleister mit besondererVermarktungsstrategie“. Die technischen sowie dielogis tischen Kompetenzen von IMM liegen in der Entwicklung,Produktion, Applikation und Vermarktung elektronischerBaugruppen und Geräte in den GeschäftsfeldernTechnik/Automation, Gesundheit/Medizintechnik sowieUnterhaltung/Medientechnik.Mit einer eigenen IMM Stiftung und dem IMM Institutstellt die Firmengruppe einen nicht nur wirtschaftlichen,sondern auch geistigen und sozialen Wert für die Regiondar.Wirtschaftsjournal | Juni 201327


Special Gewerbepark MittweidaMaßgenaue BlechteileSedotec mit moderner Produktionsstätte für Schaltschränke im Gewerbegebiet West präsentSedotec hat in Mittweida eine der modernsten Produktionsstättenfür Schaltschränke eröffnet und mit dem Neubauim Gewerbegebiet West ein Lean-Benchmark Konzeptumgesetzt. Damit lassen sich in einem vollautomatischenFertigungsverfahren monat lich hunderte Schaltschränke termintreuher stellen. In moderner Fließfertigung produziertdas Unternehmen kundenspezifisch unter schiedlichste Schaltschränkeab Losgröße eins. „Mit Inbetriebnahme der neuenFließfertigung haben wir die Flexibilität erhöht, die Durchlaufzeitenge senkt und das Bestandslager deutlich abgebaut“,betont Dirk Seiler. „Gleichzeitig sinkt die Lieferzeitauf nur fünf Tage“, so der geschäftsführende Gesell schafterder Sedotec GmbH & Co. KG in Ladenburg. Auf 3000 QuadratmeterFläche produzieren über 20 Mitarbeiter nacheinem schlanken Fertigungssystem maßgenaue Blechteilefür die anschließende Schaltschrankmon tage. Mit Inbetriebnahmeder neu erbauten Halle ergänzen eine servo -elektrische Stanzmaschine sowie eine neue Abkantpresseden modernen Maschinen park und sorgen für höchste Produktivität.Kernstückder neuen Betriebsstätte des LadenburgerUnternehmens ist die Fließfertigung mit einem sehrhohen Automationsgrad. Eine variable Losgrößen steuerungschafft die Flexibilität für eine konsequent auftragsbezogeneProdukterstellung. Bisher einzigar tig ist die Montageder gefertigten Bleche zu fertigen Schaltschränken in einemFließsystem wie in der Automobilindustrie.Im neuen Fertigungszentrum in Mittweidahat Sedotec ein hochmodernesLean-Benchmark Fertigungskonzeptumgesetzt und die Zahl der Arbeitsplätzeauf über 20 erhöht.28 Wirtschaftsjournal | Juni 2013


Special Gewerbepark MittweidaAnzeigePraxisnahe SpitzenforschungHochschule Mittweida entwickelt sich zu einem der führenden Zentren für LaserforschungBis 2016 entsteht in Mittweida dasneue Forschungsgebäude des Laserinstituts.Hier soll auf einer Fläche von rund3.000 Quadratmetern an Hochratelaserprozessenund Lasernanotechnologiengearbeitet werden.Abbildung: Hochschule MittweidaProf. Horst Exner, Institutsdirektor desLaserinstituts der Hochschule Mittweidaund Professor für Physikalische Technikund Laseranwendungen.Foto: Hochschule MittweidaLaserinstitut der HochschuleMittweidaTechnikumplatz 1709648 MittweidaTelefon: 03727 581242Telefax: 03727 581496info@laserinstitut.orgwww.laserinstitut.orgSeit 40 Jahren bestimmt die Laserforschung in Mittweidawesentlich die Material- und Technologie -entwicklung in der industriellen Fertigung mit. „Siestellt damit eine der ältesten LaserforschungseinrichtungenDeutschlands dar", erklärt Prof. HorstExner, Institutsdirektor des Laserinstituts der HochschuleMittweida und Professor für PhysikalischeTechnik und Laseranwendungen.Über 30 Laseranlagen aller gängigen Wellenlängen undLeistungsbereiche in sechs Laboren stehen derzeit für Beratungund Erprobung, Forschung und Entwicklung sowie fürakademische Ausbildung zur Verfügung. Und die Ergebnissekönnen sich sehen lassen! Zum Beispiel gelang esweltweit erstmals, die Lasermikrobearbeitung und die Ap -plikation hoher Laserleistungen durch die Anwendung ul -traschneller Strahlablenkungstechniken miteinander zukombinieren. Um die Hochrate-Laserbearbeitung und dieLasernanobearbeitung für die Industrie noch erfolgreicherumsetzen zu können, wird bis 2016 ein neues Institutsgebäudeerrichtet.Gegenwärtig arbeiten auf dem Gebiet der Hochrate-Laserbearbeitung sechs Professoren der Hochschule ausverschiedenen Bereichen wie Lasertechnik, Optik, Simulation,Akustik, Maschinenbau und Elektronik zusammen,um die Hochrate-Laserbearbeitung weiter zu entwickeln.Im Rahmen des Vorhabens Rapid Micro befassen sich dieForscher in Mittweida mit neuen Technologiefeldern laserbasierterVerfahren, wie zum Beispiel dem 2-D-Hochgeschwindigkeitsschneidenvon Blechen oder der ultraschnellenBearbeitung großer Flächen. Dazu gehört auch eine Stiftungsprofessur– der deutschlandweit erste Lehrstuhl für„Hochrate-Laserbearbeitung". Einmalig ist in diesemZusammenhang auch die Beteiligung der Wirtschaft: DieStiftungsprofessur wird von 13 Firmen finanziert.Im Projekt Ultraschnelle Mikrobearbeitung mittels Hochleistungslaser- ULMI geht es im Wesentlichen um dieGeschwindigkeitssteigerung der Lasermikrotechnologienund damit um eine Produktivitätssteigerung.Generell zeichnet sich die Laserforschung in Mittweidanicht nur durch technologische Spitzenleistungen, sondernauch durch eine hohe wirtschaftliche Relevanz aus.„Hier werden seit vielen Jahren mehr als 50 Prozent dergesamten Forschungsmittel der Hochschule eingeworben",betont Prof. Exner.Im neuen Gebäude wird sich künftig die Forschung imNano- und Mikrobereich sowie auf dem Gebiet der Hochrate-Laserverfahrenkonzentrieren. Ein Ziel ist, neue in -dustrielle Bearbeitungsmethoden zu entwickeln. Ebensolassen sich mit den erweiterten Forschungskapazitätenzusätzliche Einsatzgebiete des Lasers in Industrie und Fertigungerschließen. Dabei können auch noch mehr alsbisher internationale Nachwuchswissenschaftler eingebundenwerden.Doch auch vor Ort an der Hochschule Mittweida werdendie Spezialisten ausgebildet. Junge Leute erhalten imBachelor- wie auch im Masterstudiengang Lasertechnikeine umfangreiche Grundlagenausbildung. Und den Lernstoffkönnen sie gleich an der beschriebenen Anlagen- undMesstechnik anwenden. Das zahlt sich auch buchstäblichaus. So gibt es am Laserinstitut vielfältige Möglichkeiten,sich als Hilfsassistent einzubringen und damit den Lebensunterhaltzu sichern.Claudia HillmannWirtschaftsjournal | Juni 201329


Special Gewerbepark MittweidaSoziales EngagementMittweidaer Werkstätten ermöglichen Behinderten Teilhabe am Arbeitsleben und soziale IntegrationIm Gewerbegebiet West sind die Mittweidaer Werkstättenangesiedelt. In ihnen wird etwa 210 geistig, körperlich,seelisch und mehrfach behinderten erwachsenen Menschendie Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht. Sie werden inihrer Entwicklung gefördert und beruflich und sozial eingegliedert.Für chronisch psychisch kranke Menschen stehtein eigener Werkstatteil zur Verfügung.Bei den Mittweidaer Werkstätten handelt es sich umeine von der Bundesagentur für Arbeit anerkannte Werkstattfür behinderte Menschen. Träger ist die LebenshilfeMittweida e.V. Die Mittweidaer Werkstätten sind ArbeitsundLebensraum für Menschen, denen aufgrund ihrer Behinderungauf dem allgemeinen Arbeitsmarkt weder Ausbildungnoch Arbeit ermöglicht wird.Diesen Menschen soll durch berufsbildende, berufsförderndeund persönlichkeitsfördernde Hilfen die Teilhabeam Arbeitsleben sowie die soziale Integration ermöglichtwerden. Dabei werden ihre Fähigkeiten und ihre Persönlichkeitsoweit wie möglich entwickelt. Durch das Angebotvon verschiedenen Arbeitsbereichen, soll den unterschiedlichenFähigkeiten und Neigungen Rechnung getragen werden.Die Mittweidaer Werkstätten sind ein nach DIN EN ISO9001 : 2008 zertifiziertes Unternehmen. Beste Qualität istder Anspruch der Einrichtung. Dies trifft auf die Leistungenfür Kunden und Partner genauso zu, wie auf die Betreuungsleistungfür die behinderten Mitarbeiter.Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. DieMitarbeiter der Mittweidaer Werkstätten kommen deshalbgern in die Werkstatt und geben ihr Bestes. Ihre Arbeit findetdurch die Kunden und Partner hohe Wertschätzung. Inden Bereichen Metall, Elektro und Verpackung erfolgt Lohnfertigungfür Industriekunden. In den Bereichen Wäscherei,Landschaftspflege und Küche werden Dienstleistungenerbracht. Dazu gibt es einen Berufsbildungsbereich undeinen Förderbereich.Viele Firmen aus der Region sind bereits Partner. WeiterePartner sind herzlich willkommen. Wer Ausgleichsabgabenach § 140 SGB IX zahlt, kann 50 Prozent der Leis -tungen gegenrechnen.Mittweidaer WerkstättenLeipziger Straße 3509648 MittweidaTelefon: 03727 62000Telefax: 03727 620012verein@lebenshilfe-mw.dewww.lebenshilfe-mw.deAnzeigeErfolgsgeschichten aus Mittelsachsen erzählen verschiedeneUnternehmerinnen und Unternehmer, aber auch Mitarbeiter ausmittelsächsischen Betrieben im unlängst veröffentlichten Image -video. In über 13.000, oftmals kleinen und mittelständischenFirmen gibt es eine breite Palette an Berufen. Hier verbinden sichSpitzentechnologie mit handwerklichem Können, Forschung undEntwicklung mit industrieller Fertigung. Die StandortvorteileMittelsachsens liegen in einer Vielfalt von hochspezialisiertenFirmen zum Beispiel in den Bereichen Laser- und Halbleitertechnik,regenerative Energien, Papier- und Textilindustrie oder bei denZulieferern für die Automobilhersteller. In der Land- und Nahrungsgüterwirtschaftsind ebenfalls interessante Unternehmenansässig.Kurzum: Mittelsachsen ist ein attraktiver Arbeits- und Lebensort,in dem es noch viel zu entdecken gibt.Fachkräfte finden und binden: Christian Lungwitz war 2006 „Bundessieger imFahrzeugbau“als bester Lehrling und arbeitet heute als Meister in seinem AusbildungsbetriebGeißler Fahrzeugbau nahe Mittweida. Foto: Wolfgang SchmidtRegionalmanagement MittelsachsenReferat Wirtschaftsförderung und Bauplanung | Landratsamt MittelsachsenFrauensteiner Straße 43 | 09599 Freiberg | Telefon 03731 7991410regionalmanagement@landkreis-mittelsachsen.dewww.landkreis-mittelsachsen.de | www.wirtschaft-in-mittelsachsen.de30 Wirtschaftsjournal | Juni 2013


Vordenker Mitteldeutschlands: Die KreativenSpezialpakete für Existenzgründeritp design & werbeagentur sorgt für optische Alleinstellung von Neueinsteigern am MarktFür die effektive Kommunikation der eigenen Ziele braucht manProfis, die ihr Handwerk verstehen und die eigenen Wünsche mitpackenden Ideen richtig in Szene setzen. Solche Profis findet man beider itp design & werbeagentur in Neukirchen bei Chemnitz.Unter dem Slogan „Corporate Design schafft Kundenbindung – Wir schaffenCorporate Design“ arbeitet das Team der itp design & werbeagentur seit 1990stets an neuen Ideen für einen breit geächerten Kundenstamm aus Industrie,Handel und Handwerk. So manches Unternehmen hat davon erfolgreich profitiert.Seit Jahren macht sich die Werbeagentur nun auch für Existenzgründerstark.Die Werbestrategen von itp design haben für Existenzgründer, wohl wissend,dass deren finanzielle Decke oftmals dünn ist, Spezialpakete geschnürt. Angebotenwerden zwei Varianten: Das kleine Paket beinhaltet alles vom Logo designbis zur gedruckten Geschäftsausstattung (Briefbögen, Couverts und Visitenkarten)und einer Autobeschriftung. Im großen Paket kommt eine funktionierendeHomepage hinzu.„Unsere Intension ist, mit unseren Kunden eine langfristige Partnerschaftaufzubauen“, begründet itp-Chef Axel Kampe sein Engagement für Existenzgründer.„Deshalb bieten wir den Start-up-Unternehmen Sonderkonditionen,die günstiger sind als der Regelmarktpreis. Sie bekommen aber die gleichenLeis tungen wie Vollzahler. Der Neueinsteiger kommt mit seiner Geschäftsideezu uns und wir schaffen die optische Alleinstellung am Markt, das heißt dieAbgrenzung zum Mitbewerber.“ Von diesem Service haben bereits verschiedeneUnternehmen Gebrauch gemacht, zum Beispiel die Bitterfelder Brauerei,die vor knapp drei Jahren komplett neu durchgestartet ist, und „Haarige Zeiten“,ein vor fünf Jahren in Klaffenbach gestarteter Frisörsalon.Erst kürzlich kam die Firma BLENDE1NULL in der Chemnitzer Zietenstraßein den Genuss eines Existenzgründer-Paketes, bestehend aus Corporate-Design,itp-Chef Axel Kampe (rechts) unterstützt mit seiner Werbeagentur Existenzgründer.Einer, der davon profitiert, ist Andreas Kürth, Chef von BLENDE1NULL (links).Geschäftsausstattung, Pkw- und Objektwerbung und der entsprechende Homepage.Das Unternehmen hat sich vor zwei Jahren auf die Reinigung und Reparaturvon Digitalkameras spezialisiert.„Ich bin begeistert von der Kreativität der itp-Strategen“, schwärmt AndreasKürth, Chef von BLENDE1NULL. „Unsere Kunden finden das neue Erscheinungsbildsehr gelungen. Meine Ideen, die ich im Kopf hatte, aber selbst niehundertprozentig ausformulieren konnte, sind von itp design alle prompt undin bester Qualität umgesetzt worden. Meine neue Webseite hat in kurzer Zeitfast 10.000 Besucher. Mehrere Kunden fragten dabei an, ob BLENDE1NULL einprofessionelles Francise-Konzept ist. Das unterstreicht die hervorragende optischeWirkung meiner Firma, was sicherlich zum wirtschaftlichen Erfolg beitragenwird. Deswegen habe ich die Leistungen von itp design schon mehrfachweiter empfohlen.“Wolfgang BaltzerWirtschaftsjournal | Juni 201331


Vordenker Mitteldeutschlands: Die KreativenDesign im FokusVeranstaltungsreihe gibt Denkanstöße für ein kreatives und innovatives HandelnGutes Design spielt bei der Entwicklung und Vermarktungvon neuen Produkten eine ganz wesentlicheRolle. Da sich viele Erzeugnisse, selbst wennsie von unterschiedlichen Herstellern produziertwurden, sowohl in ihren technischen Eigenschaftenals auch in ihrem Preisniveau kaum noch voneinanderunterscheiden, wird inzwischen die gestalterischeLeistung zu einem ausschlaggebenden Faktorfür eine Kaufentscheidung.Erfahrungsberichte zum Industriedesignim Technischen Museum Bandwebereiin Großröhrsdorf.Foto: IHKIm Konsumgüterbereich seit Jahren praktiziert, gewinntDesign bei Investitionsgütern zunehmend an Bedeutung.Somit wird Industriedesign immer mehr zu einem wichtigenKriterium bei der wirtschaftlichen Verwertung von Innovationen.Um diese Problematik einer breiten Unternehmerschaftnahezubringen, fand Ende April im Bandweberei-MuseumGroßröhrsdorf ein Erfahrungsaustausch unterdem Titel „Fokus Design" statt. Es war die zweite Veranstaltungin der Reihe „Industrie, Kultur und Kommunikation",die gemeinsam von der IHK und der Firma WolframDesign/ Engineering entwickelt wurde. „Diese widmet sichbrandaktuellen Themen des Wirtschaftslebens mit hochkarätigenFachvorträgen und bietet Gelegenheit zum gegenseitigenAustausch und Knüpfen neuer Kontakte", so RonnyKunert von der IHK Zwickau, der die Veranstaltungsreihemit betreut. Dass Industriedesign ein entscheidender Wirtschaftsfaktorsein kann, erläuterte Sebastian Wolfram, Inhaberdes gleichnamigen Design- und Ingenieurdienstleistersaus Dresden. „Design schafft einen wesentlichen Mehrwert",betonte er „Es bringt die herausragenden Produkteigenschaftenzur Geltung und wirkt nicht nur oberflächlich.Es vereint Funktionalität, Ergonomie, Technik, Trends,Innovation und Sicherheit und entsteht in einem plan- undkalkulierbaren Prozess!" Viel Positives hatte Bert Handschick,Geschäftsführer der RTT Robotertechnik TransferGmbH Zittau zu berichten. „Wir haben durch die Beschäftigungmit Design einen Technologiesprung vollzogen",sagte er. Die Entwicklung habe ihn überrascht. Sogar dieKosten für die Designentwicklung habe man längst wiedereingespielt. „Das Schöne an der Zusammenarbeit mit derFirma Wolfram ist nicht nur das Künstlerische, sondern auchdas Technische - im Zusammenspiel!", lobte er. „Ich willSie ermutigen, den Blick von außen zuzulassen, er kannWunder wirken", wandte sich Jens Kröhnert, Geschäftsführerder Maschinenfabrik Stolpen GmbH, direkt an dieTeilnehmerinnen und Teilnehmer.Wie man einen geeigneten Designer findet, wurde ebenfallsdiskutiert. „Das ist Vertrauenssache", bestätigte SebastianWolfram. Das Designbüro müsse Vertraulichkeit undSicherheit gepaart mit absoluter Diskretion gewährleisten.Er empfahl, sich Referenzen und Spezialisierungen anzuschauenund einen Designer zu wählen, der das Konstruktionsteamim eigenen Haus habe. Prof. Gerd Flohr von derHochschule für Technik und Wirtschaft Dresden verwies aufden Verband Deutscher Industrie-Designer als weitere Recherchemöglichkeit.Simone PflugBrücke zwischen Technik und KunstKünstler veranschaulichen gesellschaftsrelevante Aspekte von TechnologienNach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2011 lobt das sächsischeSpitzencluster Cool Silicon in diesem Jahr erneut denKunstpreis „Cool Silicon Art Award" aus. Nationale undinternationale Künstler aller Gattungen haben sich mit ihrerganz eigenen Sicht auf die Cool Silicon Themen Energieeffizienzund Mikro- und Nanoelektronik beworben. Die zehnFinalisten zeigen ihre Kunstwerke vom 5. Juli bis 25. August2013 im Rahmen der diesjährigen „Ostrale'013 – InternationaleAusstellung zeitgenössischer Künste" in Dresden.Der Cool Silicon Art Award ist Teil des Kunstprojekts dessächsischen Spitzenclusters, das es sich zur Aufgabe gemachthat, ihre Arbeit auch dem Teil der Öffentlichkeit nahezubringen,der die technischen Hintergründe nicht sofort durchschaut.PM/SPWeitere Informationen unter:www.coolsilicon-art.com32 Wirtschaftsjournal | Juni 2013


Vordenker Mitteldeutschlands: Die KreativenNeutral und praxisnahDer eBusiness-Lotse als Wegweiser im elektronischenGeschäftsverkehrEin ansprechend gestalteter Webauftritt und die effizienteNutzung des elektronischen Geschäftsverkehrs werden fürUnternehmen immer wichtiger. Welche neuen Softwarelösungenes gibt, wie man Social-Media-Kanäle geschicktnutzt und wie sicher der Umgang mit Cloud-Computing ist,darüber können eBusiness-Lotsen Auskunft geben. Wirtschaftsjournalsprach dazu mit dem Projektleiter des Bildungswerksder Sächsischen Wirtschaft, Andrè Rößler.André Rößler, ProjektleitereBusiness-Lotse DresdenWirtschaftsjournal: Was ist ein eBusiness-Lotse undwas kann er leisten?André Rößler: Wir informieren als regionaler Ansprechpartnerzum Einsatz und Umgang moderner Informationstechnologien,Wissensmanagement und eBusiness imUnternehmen. Wir klären Fragen zur Webseitengestaltung,Suchmaschinenoptimierung und Social Media ebenso wiezu Online-Recht, eVergabe, Unternehmenssoftware undIT-Sicherheit. Heutzutage stehen viele Informationen imInternet. Doch selten finden Unternehmer Zeit, alles selbstzu recherchieren. Wir bereiten die notwendigen Kern -informationen praxistauglich und verständlich auf.Und App gehts !Auswählen,einziehen, anfangen …Der eBusiness-Lotse Dresden istein Konsortium aus der TU Dresden,der HWK Dresden und DirkLiesch Consult unter der Leitungdes Bildungswerkes der SächsischenWirtschaft. Es ist Teil desbundesweiten eKompetenz-Netzwerks, das vom Bundesministeriumfür Wirtschaft undTechnologie im Rahmen derInitiative „Mittelstand-Digital“gefördert wird. Daher sind dieLeistungen der Lotsen kostenlos.Das Angebot steht jedemUnternehmen, jeder Unternehmensgrößeund Branche offen.www.ebusiness-lotsedresden.deandre.roessler@bsw-mail.deTelefon: 0351 4250285WJ: Wie können Unternehmen Ihr Angebot nutzen?Rößler: Wir bieten kostenlose Seminare, Informationsgesprächeund Materialien an mit dem Ziel, dass sich Unternehmenzu den Problemstellungen und Lösungsmöglichkeitennicht nur informieren, sondern auch untereinanderaustauschen. In unseren Seminaren präsentieren wir nichtnur Vorgehensweisen, sondern stets auch regionale Dienstleister,die gute Praxisbeispiele vorstellen. Die Besonderheitliegt in der Wettbewerbsneutralität: Wir verkaufen keineProdukte oder Dienstleistungen, sondern vermitteln objektiveInformationen.WJ: Können Sie uns ein Beispiel nennen?Rößler: Im Themenkomplex "Wissensmanagement" gehtes darum, Mitarbeitern die richtigen Informationen zur Verfügungzu stellen. Daher vermitteln wir Werkzeuge undMethoden, wie Wissen identifiziert und dokumentiert werdenkann und wie Mitarbeiter zum Austausch und zur Kommunikationuntereinander angeregt werden können. Einentscheidender Teil ist dabei auch die Unternehmenskultur.Im Klartext: Es funktioniert nur, wenn das Managementdahinter steht, mit gutem Beispiel voran geht und ein klarerNutzen für die Anwender zu erkennen ist.Gespräch: Simone PflugIndividuelle Räume,Services und Know-howfür Technologie-Gründer.TechnologieCentrumChemnitz Kontakt:Tel. 0371/ 5347-104www.tcc-chemnitz.deAnnaberger StraßeBernsdorfer StraßeTechnologie-Campus


MenschenPersonalienEinsatz für den MittelstandNeues Ambiente für kreative IdeenProfessor der WocheFoto: UVNeuer Geschäftsführer des UnternehmerverbandesSachsen ist seit Jahresanfang Lars Schaller. Der gebürtigeZwickauer war nach Beendigung seines Studiumsals Leiter Kommunikation und Politik tätig. SeineAbschlussarbeit zum Thema „Externe Kommunikationvon ostdeutschen Unternehmerverbänden" entstandmit wesentlicher Unterstützung des UV Sachsen.Eine weitere Zusammenarbeit lag nahe. Er warbeispielsweise an der Organisation des OstdeutschenEnergieforums in Leipzig beteiligt.nSUPER FOTO ChemnitzWährend viele anlässlich ihres persönlichen Jubiläumsauf die Vergangenheit zurückblicken, ist dasfür Managementtrainerin Uta Reiher eine passendeGelegenheit, in die neuen Räume ihres Unternehmenseinzuladen. So können jetzt Coachingtermine,Strategieberatungen, Workshops mit bis zu 8 Personensowie Vortragsveranstaltungen mit bis zu 40Gästen in Zwickau stattfinden. Auch das Wirtschafts -journal schaute sich hier schon um und wünscht vielErfolg!nBernhard Schwetzler von der HHL Leipzig GraduateSchool of Management ist von der britischen FinancialTimes zum „Professor der Woche" gewählt worden.Jeden Dienstag bittet sie einen Wirtschaftsprofessor,einen zentralen Begriff für das FT-Lexikon zudefinieren. Schwetzler hat sich entschieden, denBegriff Tax Shield zu erläutern. „Steuern betreffenfast jede unternehmerische Entscheidung. SteuerlicheVorteile von Fremdkapital, gemeinhin als TaxShield bezeichnet, sind eine wichtige Determinantefür Kapitalstruktur-Entscheidungen“.nLernen Sie eine Bank kennen,die denkt wie der Mittelstand:eine mittelständische Bank.Kurze EntscheidungswegeZusammenarbeit auf AugenhöheAusgezeichnet mit dem Großen Preisdes MittelstandesDr. Marcus Lingel,Vorsitzender der Geschäftsleitung undpersönlich haftender Gesellschafterwww.merkur-bank.de/mittelstand


PolitikBis 2020 in die Top tenZehnter Jahresempfang der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU SachsenSachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich in angeregtem Gespräch mit Dr. Markus Reichel, Landesvorsitzenderder MIT Sachsen, und GtB-Geschäftsführer Nicolai A. J. Baum (von links).Foto: MITZum nunmehr zehnten Jahresempfang hatte die Mittelstands-und Wirtschaftsvereinigung der CDU Sachsen (MIT)am 11. Juni nach Zwönitz in die Galvanotechnik BaumGmbH geladen. Der sächsische Mittelstand trage maßgeblichzum Wohlstand des Freistaates bei, betonte Dr. MarkusReichel, Landesvorsitzender der MIT Sachsen. Dafür Sorgezu tragen, dass hierfür auch in Zukunft die richtigen Rahmenbedingungengesetzt werden, sei Ziel der MittelstandsundWirtschaftsvereinigung der CDU.Sachsen gehöre zu den 15 innovativsten Regionen Europas,betonte Ministerpräsident Stanislaw Tillich, der als Gastan der Veranstaltung teuilnahm. Ziel sei es, bis zum Jahr2020 in die Top ten der Innovativen vorzustoßen. Dabeibaue man auch auf solche Unternehmen wie die GalvanotechnikBaum GmbH (GtB). Seit 20 Jahren leiste das Unternehmenin Zwönitz und im vogtländischen Heinsdorfergrundeinen wichtigen Beitrag zu Wachstum und zur Sicherungvon Arbeitsplätzen in der Region.Wolfgang BaltzerSoforthilfe nach der FlutUnternehmen sollen schnell und unbürokratisch Unterstützung erhaltenWeitere Informationen unter:www.smwa.sachsen.dewww.ib-sachsen-anhalt.de/Sachsen hat nach dem Hochwasser im Juni ein Soforthilfsprogrammim Umfang von 85 Millionen Euroaufgelegt: Eine Soforthilfe als Handgeld gibt es für direkt betroffeneBürgerinnen und Bürger, deren Wohnraum überflutetwurde. Soforthilfen gibt es auch für in Not geratene Unternehmensowie land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Darüber hinaus sind ebenfalls Soforthilfen für Kommunenbeschlossen worden, damit rasch mit der Beseitigungvon Schlamm und Abfall und der ersten Behebungvon Schäden an der zerstörten Infrastruktur begonnenwerden kann.Betroffene Privatpersonen , deren selbst genutzter Wohnraumvon der Flut beschädigt wurde, erhalten je Erwachsenem400 Euro, jedes Kind 250 Euro. Pro Haushalt liegtder Maximalbetrag bei 2000 Euro. Für diesen Posten stelltdie Regierung insgesamt 30 Millionen Euro bereit.An betroffene Unternehmen werden pauschal 1500 Euroausgezahlt. Insgesamt stehen dafür zehn Millionen Eurobereit.Den Kommunen wird für die Schadensbeseitigung insgesamt30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damitkönnen beispielsweise Schäden an der Infrastruktur bis hinzur Energieversorgung, Abwasser, Telekom und Bildungbeseitigt werden.Eigentümer oder Eigentümergemeinschaften von Wohnraumkönnen auf eine weitere Soforthile bauen. Dafür stelltSachsen zusammen 15 Millionen Euro bereit.Soforthilfe auch in Sachsen-AnhaltIn Absprache mit dem Ministerpräsidenten und dem Finanzministerwird das Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaftein Sonderprogramm für vom Hochwasser betroffeneUnternehmen auflegen. Danach erhalten Unternehmenfür Schäden bis zu 50.000 Euro, bei Existenzgefährdung biszu 100.000 Euro. Die Schadensabwicklung wird durch dieInvestitionsbank Sachsen-Anhalt vorgenommen.PM/CHWirtschaftsjournal | Juni 201335


TreffpunktDie WEITSICHT macht'sUnternehmermesse geht mit neuem Profil in die 3. RundeFünf große M symbolisieren die unterschiedlichenThemenbereiche der Dresdner WEITSICHT, der Messefür Unternehmernetzwerke, die am 16. und 17. Oktoberzum dritten Mal auf dem Flughafen Dresdenstattfinden wird. Wirtschaftsjournal sprach dazu mitdem Initiator der WEITSICHT, Roland Hess.WJ: Was bedeuten die fünf großen M?Roland Hess: Sie stehen für Macher, für zukünftige Macher,für Mobilität, für Momente des Genusses und für Mitarbeiter-Recruiting.In erster Linie wird die Weitsicht durchdie Macher gestaltet, durch Unternehmer und ihre Netzwerkverbindungen.Speziell für zukünftige Macher habenwir einen Existenzgründerbereich eingerichtet. In die Unternehmerständeintegriert, wird in diesem Jahr die Gastro-Messe, die für viele Momente des Genusses sorgen wird.Ein Automobilhersteller präsentiert seine Neuheiten imMobilitätsbereich. Und brandneu hinzugekommen ist dieMonster-Lounge zur Mitarbeiterrekrutierung.WJ: Was kann man sich darunter vorstellen?Hess: Vielen wird Monster.de als Jobbörse im Internet einBegriff sein. Wir haben Personalverantwortliche von großenUnternehmen eingeladen, die Rede und Antwort stehenwerden zu vielen wichtigen Fragen der Fachkräftegewinnung.Die WEITSICHT bietet dazu den Raum für einaktives Miteinander. Aufgrund der Erfahrungen der erstenbeiden Jahre und konstruktiver Feedbacks haben wir dasMessekonzept ständig optimiert. Mit dem Bereich der professionellenPersonalvermittlung bedienen wir nun ein weitereswichtiges Themenfeld für Unternehmer, die es werdenwollen und Berufseinsteiger.WJ: Anders als andere Messen bieten Sie den Unternehmen,die sich hier präsentieren wollen, ein Rundum-sorglos-Paket.Was beinhaltet es?Hess: Wir als Veranstalter übernehmen die hochwertigeAusstattung des Messestandes komplett, auch um hierAusgewogenheit beim Messedesign zu bewahren. Im Standpreisenthalten sind 100 Freitickets für Geschäftskunden,die Präsenz in unserer Messezeitung „Weitsicht-News“,ein Ausstellerfrühstück sowie ein exklusiver Aussteller-Kunden-Abend mit seinen 10 wichtigsten Partnern, der am16. Oktober stattfinden wird. Hier freuen wir uns auf einigeprominente Gäste, wie zum Beispiel den unterhaltsamenGedächtnistrainer Gregor Staub.WJ: Was ist neben dem Mobilitätsbereich und derMonster-Lounge noch neu in diesem Jahr?Hess: Einen besonderen Platz haben wir Jungunternehmernund solchen, die es werden wollen, eingeräumt. Dazuhaben wir das junge Beratungsunternehmen Avalia be -auftragt, ein Standkonzept zu entwickeln. Auf der Avalia-Lounge erhalten Interessenten ein Komplettangebot anInformationen für Existenzgründer, angefangen von derUnternehmensberatung über Coaching, Gründerwettbewerbund Fördermöglichkeiten. Die Beratungen könneneinzeln erfolgen, und es sind viele Fachvorträge und praxisnaheWorkshops vorgesehen.WJ: Wird es auch die Benefizminute wieder geben?Hess: Selbstverständlich können sich auch diesmal Unternehmengegen eine Spende in einem bis zu dreiminütigenImageclip vorstellen. Er wird im Internet präsentiert undkann mit einem QR-Code weiterverwendet werden. DieSpenden kommen unter anderem der HOPE-Kapstadt-Stiftungzugute, die sich um HIV-positive Kinder und ihre Familienkümmert.WJ: Haben sich schon viele Interessentenangemeldet?Hess: Die Austeller sind Unternehmer,Führungskräfte, Selbstständige,Existenzgründer sowie zahlreicheNetzwerke, wie zum BeispielBNI, BVMW, SächsischerBaustammtisch und SächsischerUnternehmerstammtisch.Um einen guten Branchenmixzu gewährleisten,achten wir auf Ausgewogenheit.Tatsächlich sind die BereicheMobilität, Versicherungenund Unternehmensberatungenschon abgedeckt. Wir hätten gernmehr Aussteller aus dem innovativen produzierendenGewerk, denn die WEITSICHTsteht auch für Praxisnähe. Also schnell anmelden,bevor es andere tun!Gespräch: Simone PflugMit Weitsicht voraus: Initiator RolandHess.Foto: MedienkontorWeitere Informationen unter:www.dresdner-weitsicht.de36 Wirtschaftsjournal | Juni 2013


TreffpunktKurz berichtetJetzt in Service investieren!Der Service unterscheidet Sie.www.kix4otrs.de5. Mitteldeutscher ExporttagBundesfinanzminister Schäuble präsentierte Ende März die Zollstatistik 2012.Danach wurden vom Zoll im vergangenen Jahr gefälschte Waren im Wert von127,4 Millionen Euro aus dem Verkehr gezogen. China (44,6 Prozent) und Hongkong(22,1 Prozent) werden bei rund 70 Prozent der sichergestellten Waren alsHerkunftsland gelistet. Seit Jahren werden im asiatischen Raum die meistenFälschungen hergestellt und ein Ende ist trotz aller positiven Meldungen undteilweise auch guten Erfahrungen nicht wirklich in Sicht.nWas ist zu tun?Um gegenüber Produkt-und Markenpiraten gewappnet zu sein, sollte man zumindesteine Gegenstrategie haben und sich dazu Gedanken machen. Viele Unternehmensehen dies aber erst als Managementaufgabe an, wenn sie erstmalsmit den Problemen konkret konfrontiert werden. Dann ist aber guter Rat oftschon sehr teuer. Die Veranstaltung der IHKs von Sachsen, Sachsen-Anhalt undThüringen bietet Ansatzpunkte und Ansprechpartner zum Thema. Sie veranstaltenam 4. September in Chemnitz bereits zum fünften Mal ihren gemeinsamenMitteldeutschen Exporttag.nTatort PraxisWie sieht der Alltag in der Medien- und Kreativwirtschaft aus? Welche Potenzialebringe ich mit, welcher Persönlichkeitstyp bin ich, welcher Job passt zumir und meinen Qualifikationen? Welche Fähigkeiten muss ich für einen Berufseinstiegin den einzelnen Bereichen mitbringen? Diese und mehr Fragen beantwortenam 29. Juni 2013 um 9 Uhr im Foyer der Fakultät Informatik unter anderemPraxispartner und Partnerinnen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, desKompetenzzentrums Kultur- & Kreativwirtschaft des Bundes, der Leipziger MesseGmbH, des Scheune e.V., der Service Plan Gruppe, der Seto GmbH sowie derFilmagentur GmbH. Darüber hinaus geben Alumni der TU Dresden Tipps zuerfolgreichen Einstiegsstrategien. Erfahrene Trainerinnen und Trainer bietenindividuelle Bewerbungsmappen-Checks an. Konzipiert für Studierende derFachrichtungen Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie der(Medien-) Informatik, bietet der Tag Orientierung zu individuellen Wegen inden Beruf und Einblicke in die Welt der klassischen und digitalen Medien, derKommunikationsagenturen und des Media-Relations-, Kultur- und Eventmanagements.Anmeldung sowie alle Infos zum Programm unter www.tu-dresden.de/tatortnSTARKE WIRTSCHAFT – STARKES SACHSEN12.SOMMERFESTDER SÄCHSISCHEN UNION12. Juli 2013Freizeitpark Plohn, VogtlandÜber 1.000 Gäste aus Politik, Wirtschaft,Medien und Wissenschaft –Unser Sommerfest ist eine gute Gelegenheit neue Kontakte zuknüpfen. Wir laden die sächsischen Unternehmen herzlich ein,sich im Rahmen unserer Business-Lounge mit Geschäftspartnernauszutauschen und ihr Netzwerk zu erweitern.Weitere Informationen unter http://www.sommerfest.cdu-sachsen.deWirtschaftsjournal | Juni 201337


TreffpunktErwartungen übertroffen113 Aussteller präsentieren sich auf der ersten Mittelstandsmesse ThüringenDie erste WiN – Die Mittelstandmesse für Thüringen, die am 25. und 26. Juni 2013 in der Halle 2 im ErfurterMessegelände stattfindet, trifft auf großes Interesse. „Wir hatten auf 100 Teilnehmer gehofft, zumAnmeldeschluss haben sich bereits 113 Unternehmen angemeldet. Und das Beste ist, dass das Konzeptaufgeht, eine Messe für Wissenstransfer und Networking für gesamt Thüringen anzubieten, mit Ausstellernaus Arnstadt, Bad Klosterlausnitz, Bad Langensalza, Bürgel, Crimmitschau, Dingelstädt, Erfurt, Eisenach,Fambach, Georgenthal, Gera, Gotha, Ichtershausen, Ilmenau, Jena, Kirchheim, Mühlhausen, Niederorla,Pferdingsleben, Saalfeld, Schleiz, Schmalkalden, Suhl, Weida, Weimar sowie aus Berlin, Chemnitz,Dresden und Leipzig“, freut sich Michael Hoppe von Trade Fair Partners, dem Veranstalter der WiN.Auch das Angebotsspektrum ist erfolgsversprechend. Nebenden Schwerpunkten Bautechnik Energie/Solar Existenzgründung Fertigungstechnik Kunststofftechnik Logistik Mikro-/Nanotechnologie IT-, Kommunikations-, Personal- undFinanzdienstleistungensind zusätzlich Aussteller aus folgenden Bereichen vertreten:Aus-/Weiterbildung und Qualifizierung, Beratung,Betriebliche Altersversorgung, Büromöbel + -technik,Consulting, Druck und Medien, Elektrik und Elektronik,Factoring, Film + Foto, Gesundheit und soziale Dienste,Lasermaterialbearbeitung, Lichtkonzepte mit LED-Technik,Lettershop und Versandservice, Modehaus, Projektmanagement,Raumgestaltung, Rechtsberatung, Sicherheits-und Gebäudedienstleistungen, Sprachschule, Steuerberatung+ Wirtschaftsprüfung, Telekommunikation,Unternehmensberatung, Unternehmens-Services, Verkaufsförderung+ Werbemittel, Verlage, Wirtschaftsinformationund Wirtschaftsförderung.Somit finden alle Unternehmen aus Thüringen, die neueLösungen und Produkte, Kooperationen, Partner und Dienstleisteraus diesen Bereichen suchen, auf der WiN garantiertdas passende Angebot. „Lokales Potenzial stärken,regionale Partnerschaften fördern! Die angebotenen Chancenauf Neugeschäft, Erneuerung, Effizienzsteigerung undRessourcenoptimierung sollten Thüringische Unternehmerunbedingt nutzen und die WiN besuchen“, meint Gün therRichter, Landesgeschäftsführer des Bundesverbands mit -telständische Wirtschaft (BVMW).Auch das Wirtschaftsjournal ist präsent und freut sich aufIhren Besuch am Stand D29.WiN-Forum 25.06. von 13.30-15.00 Uhr:Moderierte Talkrunde vonKempfer & Kolakovic zumThema „Thüringen 2020:Zukunftsmodelle der Personalarbeitim Freistaat“ 25.06. von 18.00-19.00 Uhr:Top-Vortrag „Mitarbeiter finden,entwickeln und binden"durch den Familienunternehmerdes Jahres 2012 – MatthiasKrieger – von Krieger +Schramm 25.06. ab 18.00 Uhr: DasWirtschafts-Sommerfest –entspannte Gespräche nachGeschäftsschluss 25. + 26.06.: Die Mikro-/Nanotechnologie-Konferenz 26.05. von 11.30-12.30 Uhr:Podiumsdiskussion zumThema „Energiemanagementvon morgen“ 26.06. von 15.15-16.15 Uhr:Podiumsdiskussion zumThema „Ist Thüringen einGründerland?“ 26. + 27.06.: MitteldeutscherKunststofftag, Eröffnung am26.06. um 13.30 Uhr38 Wirtschaftsjournal | Juni 2013


TreffpunktDie Merkur Bank und der Mittelstand:Tradition gepaart mit LeistungsorientierungKontinuität und stets den Blick über den Tellerrand hinausZur Person:Wolfgang Genczler (51) ist seit über 15 Jahre in leitender Funktion bei der Merkur Bank KGaAtätig. In der mittelständischen Bank legt er Wert auf langfristige Zusammenarbeit auf Augenhöhemit Unternehmern. Seine fundierten, regionalen Marktkenntnisse und die Unternehmensstrukturder inhabergeführten Bank ermöglichen ihm umfassende Gestaltungsspielräume vorOrt. Er vertritt das Haus in diversen Gremien, u. a. als Mitglied der Vollversammlung der IHKSachsen und gewähltes Mitglied deren Finanzausschusses. Er ist stark vernetzt und verwurzeltin den Regionen Sachsen und Thüringen.Seit 2012 hat er die Verantwortung für die Region Thüringen übernommen. Sein Verantwortungsbereichdeckt damit die prosperierenden Regionen an den Autobahnen A72 und A4 ab.Weitere Informationen unter:www.merkur-bank.de/mittelstandDie Wahl des richtigen Finanzierungspartners istfür Unternehmer eine Schlüsselentscheidung. Werpasst eigentlich zur mir? Ist lediglich die Konditionierungausschlaggebend? Welche Faktoren sorgeneigentlich für Vertrauen?Die Merkur Bank ist eine inhabergeführte Privatbank undseit über 30 Jahren der Partner für den Mittelstand in Thüringen,Sachsen und Bayern. Werte wie Offenheit und Vertrauenlebt die Bank bereits in zweiter Generation. Diepersönlich haftenden Gesellschafter stehen für Unabhängigkeit,Langfristigkeit und Verlässlichkeit.Eine Bank, die denkt und handelt wieder MittelstandDie Mitarbeiter der Merkur Bank setzen sich intensiv undauf Augenhöhe mit dem Unternehmen auseinander. VorOrt auf Basis einer Betriebsbesichtigung und der Analyseder wirtschaftlichen Lage bilden sie sich eine Meinung.Dabei hat jeder Berater im Vergleich zu anderen Finanzierungsinstituteneigene Gestaltungsspielräume, auf der danndie Entscheidungen gefällt werden. Die flache Hierarchieund schnelle, flexible Entscheidungen sind typisch für dieMerkur Bank.Regionale KompetenzDurch die regionale Verankerung verfügt die Privatbanküber ein ausgezeichnetes Markt-Knowhow. Dieser Standortvorteilgepaart mit lösungsorientierten Finanzierungskonzepteneröffnet für Unternehmer interessante Wettbewerbsvorteile.Die Kompetenz der Bilanzanalyse, derRatingerstellung und natürlich die optimale Einbeziehungöffentlicher Fördermittel bilden die weiteren Grundpfeilerder Firmenkundenberatung.Die Merkur Bank ist selbst ein Mittelständler. Die Herausforderungeneines Unternehmers – ob Investition,Personal, Wachstum oder Nachfolge – kennt sie aus dereigenen Praxis. Dies schlägt sich nieder in dem ‚bodenständigen’Beratungsansatz und der langfristig orientiertenPartnerschaft.Jeder Unternehmer sollte seine Finanzierungsstruktur nichtnur strategisch und langfristig aufbauen, sondern am bestenauch auf mehrere Partner setzen. „Machen Sie sich selbstein Bild, ob unser Beratungsansatz zu Ihnen passt“, soWolfgang Genczler, Regionaldirektor der Merkur Bank inThüringen und Sachsen. Dass das Modell der Privatbankerfolgreich ist, zeigte die Auszeichnung mit dem GroßenPreis des Mittelstandes. Auch 2013 ist das Unternehmenwieder nominiert – diesmal für den Sonderpreis Bank desJahres.Wirtschaftsjournal | Juni 201339


GesundheitswirtschaftFörderlicher FührungsstilBeirat Gesunde Arbeit diskutierte über nachhaltige und messbare GesundheitspräventionEine Vielfalt an Informationen erhielten die Teilnehmerzur Beiratssitzung der Gesellschaft für GesundeArbeit am 8. Mai in Dresden. So standen unteranderem „Klare Regeln zur Stressvermeidung aufstellen"von Alexander Krauß, Landesvorsitzenderder Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaftund Mitglied der CDU-Landtagsfraktion, und „GesundesArbeiten für Menschen mit Behinderungen" vonMichael Welsch, Leiter der Geschäftsstelle des SächsischenBeauftragten für Belange von Menschenmit Behinderung, auf dem Programm.Besonderes Interesse fanden die Ausführungen von VolkerRattmann zur „Betrieblichen Gesundheitsförderung zur Produktivitätsentwicklungfür die Dussmann Service GmbH".Der Dresdner Niederlassungsleiter vertrat eine Branche, diesich aus historischer Sicht bisher eher wenig mit Gesundheitspräventionbefasst hat. Das Unternehmen erbringt sehrunterschiedliche Serviceleistungen, wie Gebäudereinigung,Catering oder Sicherheitsdienste - in vielen verschiedenenFirmen. Dieser anspruchsvollen Dienstleistungslandschaftgerecht zu werden, sei nicht einfach, sagte Volker Rattmann.Nicht umsonst bezeichne man das Leistungsspektrum inzwischenals „Facility Management", das sowohl die Analyseals auch die Optimierung aller kostenrelevanten Vorgängerund um ein Gebäude oder eine im Unternehmen erbrachteLeistung, die nicht zum Kerngeschäft gehört, umfasst.Um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese komplexenAufgaben fit zu machen, bildet Dussmann selbst ausund hat einen eigenen Campus dafür eingerichtet. DasUnternehmen hat sich der Nachhaltigkeit verpflichtet hinsichtlichPersonal, Umwelt und Qualität. Mit der Gesellschaftfür Gesunde Arbeit als Partner widmete sich der Spezialdienstleisterin der Niederlassung Dresden der gesundheitlichenFörderung seiner Belegschaft. Dazu wurde eineBestandsaufnahme in den jeweiligen Sparten durchgeführtund ein Belastungskataster für die Arbeitsabläufe aufgestellt.Auch der Betriebsrat wurde eingebunden und ein„gesundheitsförderlicher Führungsstil" angestrebt. „Demkonjunkturellen Druck begegnen wir durch projektbezogenePlanungen, flexible Arbeitszeitmodelle und Ausgewogenheitin der Auftragsannahme", erläuterte Volker Rattmannund stellte die Realisierung des Gesundheitsprojektesfür Ende 2013 in Aussicht.Ein ganz anderes Konzept legten Stephan Schulze, Projektleiterder Gesellschaft für Gesunde Arbeit, und ProjektkoordinatorinKatharina Sende den zahlreichen Teilnehmerndar. Ein von der Initiative „Neue Qualität der Arbeit" gefördertesProjekt „gesund HANDELn“ widmet sich speziell derFörderung von Arbeitsfähigkeit und Gesundheit der Beschäftigtenin kleinen und mittelständischen Handelsunternehmendes Freistaates Sachsen. Erklärtes Ziel ist es, die Arbeitsfähigkeitder Beschäftigten im Handel zu verbessern undihre Leistungsfähigkeit langfristig zu erhalten. Weiterhinsoll eine breite Datenbasis zu den Belastungen geschaffenund branchenspezifische Handlungsanweisungen erarbeitetwerden. Drei Jahre ist dafür Zeit. „Der Schwerpunkt liegtauf der Entwicklung von Instrumenten, die auch für Kleinstunternehmeneinsetzbar sind", betonte Stephan Schulze.In der abschließenden Podiumsdiskussion „Ist BetrieblicheGesundheitsförderung der Weg zur Fachkräftesicherungund Produktivitätsentwicklung in Unternehmen?" verdeutlichtendie Referenten noch einmal, dass Gesundheitsmaßnahmennicht einfach aufgesetzt, sondern in dieUnternehmenskultur integriert werden sollten. „WennGesundheitsvorsorge nachhaltig sein soll, muss man Geduldhaben. Es kann schon etwas dauern, bis erste Erfolge messbarsind", sagte Helmut Lutzmann, Geschäftsführer desLebensmittelherstellers Vandemoortele, abschließend.Simone PflugVolker Rattmann, Dresdner Niederlassungsleiterder Dussmann ServiceDeutschland GmbH, erläuterte, wiegemeinsam mit der Gesellschaft fürGesunde Arbeit Dresden mbH einGesundheitsprojekt für die Belegschaftrealisiert wird.Foto: BeiratWeitere Informationen unter:www.gesunde-arbeit.de40 Wirtschaftsjournal | Juni 2013


GesundheitswirtschaftWillkommenskulturVorstand der FLC Group Vietnam verweilt zum Arbeitsbesuch in SachsenMitglieder des Vorstandes der FLCGroup Vietnam bei ihrem Besuch inSachsen.Im Mai haben sich Mitglieder des Vorstandesder FLC Group Vietnam einenÜberblick über die Fachkräfte- undAusbildungssituation in Sachsen verschafft.Die FLC Group ist eine dergrößten, neu gegründeten Konzerngesellschaftenin Vietnam mit Sitz inHanoi und Ho Chi Minh City.Ihre Geschäftsfelder sind Hoch- und Tiefbau, Bauplanung,Immobilienwirtschaft, Gewinnung von Mineralien sowieVermittlung von vietnamesischen Arbeitskräften insAusland.In der Fachkräftevermittlung pflegt der Konzern bereitsKooperationen mit Unternehmen in Japan, Russland, Malaysiaund im mittleren Osten. Deutschland und speziell Sachsensoll ein weiteres Zielgebiet für die Vermittlung von hochmotivierten vietnamesischen Fachkräften werden.Die fünfköpfige Delegation führte während des Arbeitsbesuchspraxisnahe Gespräche in der IHK Chemnitz, mitLandtagsabgeordneten im Sächsischen Landtag, mit derWirtschaftsförderung Sachsen, mit dem Sächsischen Ausländerbeauftragten,sowie mit Wirtschaftsunternehmen inFreiberg, Chemnitz, Dresden, Glauchau und Meerane.Kooperationspartner der FLC Group ist das BFW Bau Sachsenmit seinem Ausbildungszentrum in Glauchau. Das BFWBau Sachsen arbeitet seit 2009 mit einer Fachschule fürStädteplanung und Bauwesen in Hanoi und Hue zusammenund koordiniert derzeit ein develoPPP-Projekt für energie -effizientes Bauen. Eine Rahmenvereinbarung zur Organisationder Fachkräftevermittlung in den Bereichen Bau undPflege wurde am 30. Mai 2013 in Glauchau zwischen denKooperationspartnern FLC und BFW feierlich unterzeichnet.Partner für die Fachkräftequalifizierung und -vermittlungim Pflegebereich ist das BIP Bildungs- und Innovations Portalin Chemnitz, welches ebenfalls über langjährige Projekterfahrungenin Vietnam verfügt.Neben den Besuchen im Zentrum für Innovation undUnternehmertum (GIZEF) in Freiberg und der InformationssystemeGmbH in Meerane erhielt die vietnamesischeDelegation einen umfassenden Überblick zum Einsatz vonPflegeberufen im „SenVital“ Senioren- und PflegezentrumChemnitz Niklasberg.Ab September 2013 soll das internationale Projekt inHanoi beginnen. Bevor sich die ersten Vietnamesen in ihremAusbildungs- bzw. Einsatzbetrieb in Sachsen integrierenkönnen, müssen sie eine umfassende und auf die Fachpraxisorientierte Deutschausbildung erfolgreich bestehen.Innovative KrankenversorgungDresdner Hochschulmedizin erreicht vierten Platz in aktueller Krankenhaus-UmfrageDas Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden eroberteim aktuellen, am 28. Mai erschienenen Krankenhausrankingdes Nachrichtenmagazins „Focus" erneut eine Spitzenposition:Nach der Charité – Universitätsmedizin Berlin,dem Klinikum der Münchner Ludwig-Maximilians-Universitätund dem Universitätsklinikum Freiburg erreichtedas Dresdner Uniklinikum Platz vier für seine medizinischeund pflegerische Qualität. Für die zweite Ausgabe des bisherumfangreichsten Qualitätsvergleichs deutscher Krankenhäuserbefragte das Rechercheteam des Focus 22.000Ärzte. Weitere Einzeldaten darüber, wie gut Patienten inDeutschlands Kliniken versorgt werden, stammen aus 223.000Patientenberichten, die die Techniker Krankenkasse ausgewertethat.Im Mittelpunkt des Rankings stand die Frage: „WelchesKrankenhaus ist das beste auf welchem Spezialgebiet?“Nach Angaben des Magazins wurden bei der Auswertungdie Angaben aus den Qualitätsberichten der Krankenhäuserzur Anzahl, zu Erfolgs- und Komplikationsraten bei 15wichtigen Erkrankungen beziehungsweise Therapieformenberücksichtigt – etwa der Krebsmedizin. Die technische Ausstattung,die Anzahl der betreuenden Ärzte seien ebensoin die Bewertung eingeflossen wie die Qualifikation derKrankenschwestern und Pfleger. Ergänzt wurden diese Datendurch Antworten der Krankenhausverwaltungen auf einendetaillierten Fragebogen.„Der vierte Platz im aktuellen Ranking bestätigt uns,dass wir in der Spitzengruppe deutscher Uniklinika angekommensind", sagte Prof. Michael Albrecht, MedizinischerVorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav CarusDresden.PM/SPWirtschaftsjournal | Juni 201341


GlossiertFachkräftemangel –Jeder muss dazulernen!Das letzte Wort hat der Kabarettist Erik LehmannErik Lehmann, Jahrgang `84, ist Kabarettistan der Herkuleskeule Dresden.Sein scharfzüngiges, bissiges, politischesKabarett brachte ihm bereits denOstdeutschen Kleinkunstpreis und weitereKabarettpreise ein.Foto: Mike HätterichTermineErik Lehmann ist am 20. Juli im Clack-TheaterWittenberg 25. Juli im Schloss Freibergund vom 30. Juli bis 4. August in derHerkuleskeule Dresden zuerleben.Firmen-Event, Betriebs-Weihnachtsfeier, Brigade-Fest?Herr Lehmann ist käuflich und aufWunsch auch bestellbar!Mehr Informationen unter:www.knabarett.deSo! Jetzt haben wir es schriftlich! Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftungverfügen Neuzuwanderer in Deutschlandim Schnitt über einen höheren Qualifikationsgrad als dieeinheimische Bevölkerung. 43% der ausländischen Zuwandererhaben einen Meister, Hochschul- oder Technikerabschluss.Bei den deutschen Ureinwohnern sind es nur 26%.Hui! Der Deutsche ist also das, was Bremen in der PISA-Studie seit Jahren ist: Der Loser! Und als wäre das nichtschon genug, läuft auf 3sat auch noch eine Doku über denNSU und eine Zwickauerin kommt versehentlich zu Wortund sagt dummdreist in die Kamera (dialektbereinigt): „Esgibt ja auch ruhige, friedliebende Rechtsextreme. Die hörenzwar die Musik an und vertreten diese Meinung, aber dadenkt man halt auch nicht, dass die da irgendwann malirgendwo eine Waffe ziehen und da Einen abschießen." Ichvermute, solche Probanden hat die Bertelsmann-Stiftungerst gar nicht erfasst, sonst lägen wir bei 16%.Und da die Kanzlerin und ihre Minister um das eherschlechte deutsche Rohmaterial an „Fachkräften" wissen,wird jetzt ins Ausland geschielt. Die im April veröffentlichtenJugendarbeitslosenzahlen sprechen Bände: Griechenland62,5%, Spanien 56,4%, Portugal 42,5%, Italien 40,5%.Und Deutschland belegt – wie immer – den letzten Platz.Mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 7,5% kann man leben(wenn man nicht gerade zu den 7,5% gehört).Fest steht, selbst der NSU-Skandal und (wie oben zitierte)geistessarme Ossis halten die Südeuropäer nicht davonab, nach Deutschland zu kommen. Und während man beiuns bis vor wenigen Jahren noch gezielt niedrigqualifizierteArbeitskräfte angeworben hatte, um Jemanden zu haben,der den Müll wegfährt, Grünanlagen pflegt oder im SchlachthofSchweine zerlegt, lädt nun die Bundesarbeitsministerindie topausgebildeten Jugendlichen aus dem Auslandein, zu uns zu kommen und fährt dafür sogar persönlichnach Spanien, um vor Ort die mitgebrachten Überführungsverträgeunterzeichnen zu lassen. Aber nicht nur diejungen Menschen in Europa müssen mobil und flexibel sein.Hierzulande soll es ganze Rentnerhorden geben, die massenhaftdie Hörsäle der Unis stürmen, um noch rechtzeitigvor der Einweisung ins Heim dem Polnischen, Tschechischenoder Rumänischen mächtig zu werden. Man will ja demzukünftigen Pflegepersonal nicht mit hilflosem Schulterzuckenauf die Frage: „Czy moge ˛ zasuwa oprózniaó?“ ˙ c ant -worten müssen. Das ist Polnisch und heißt: „Darf ich bitteIhren Schieber leeren?“ In der Zukunft heißt es also für unsalle: Jeder muss dazulernen!ImpressumVWJ Verlag Wirtschaftsjournal GmbHOtto-Schmerbach-Straße 19, 09117 Chemnitzwww.wirtschaftsjournal.dekontakt@wirtschaftsjournal.deGeschäftsführer:Jörg Sattler (V.i.S.d.P.)Redaktion:Chefredakteurin/VerlagsleiterinClaudia HillmannTelefon: 0341 3916105hillmann@wirtschaftsjournal.deLeiter Sonderpublikationen:Wolfgang BaltzerTelefon: 0371 33492-13baltzer@wirtschaftsjournal.deRedakteurin:Simone PflugAssistenz:Kathrin SchiffmannTelefon: 0371 33492-0Telefax: 0371 33492-20Foto:Wolfgang SchmidtRedaktionsschluss dieser Ausgabe:07. Juni 2013Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Datenträgerund Fotos wird keine Haftung übernommen. Für dieRichtigkeit der Beiträge sind die Autoren verantwortlich.Die Beiträge geben die Meinung der Autoren, je dochnicht unbedingt die Ansicht der Re daktion wieder. Nachdrucknur mit Ge nehmigung des Ver lages und unterAngabe der Quelle.Titelbild:Wolfgang SchmidtAnzeigenverkauf/Projektmanager:Monika Fröhlich, Stefan Hohmeister,Lothar Mätzold, Joachim Porstein,Mara Lisa Strohbehn, Dr. Jens PapeLayout/Satz/Grafik:Andreas LorenzWerbung & KommunikationTelefon: 0371 33492-14Mobil: 0179 5054087Druck:Druckhaus Dresden GmbHTelefon: 0351 31870-13CO2-klimaneutral gedrucktClimatePartnerID: 53211-1301-1001www.climatepartner.comErscheinungshinweise:Monatlich. Die nächste Ausgabe erscheint in der30/31. KW 2013Redaktionsschluss: 12.07.2013Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 2 vom Januar 200742 Wirtschaftsjournal | Juni 2013


»GEDACHT. GEMACHT.WIR SIND WELTMEISTERIM TIEFSTAPELN.«CHRISTOPH DINKELGESCHÄFTSFÜHRER KURT DINKEL KAROSSERIE-FAHRZEUGBAU GMBHBRAND-ERBISDORFIm Erzgebirge gibt man nicht an, sondern stapelt lieber tief. So auch bei derKurt Dinkel Karosserie-Fahrzeugbau GmbH. Hier wurde für extrem großeLadungen ein Tiefbett mit einzigartigem Abkopplungs-System und Schiebeplanen-Verdeckentwickelt. Und das Erzgebirge kann noch mehr. In über 100spezialisierten Fahrzeugbau- und Automobilzulieferer-Unternehmen heißtes jeden Tag: Anpacken statt abwarten. Eben »Gedacht. Gemacht.«Das Projekt wird mit Fördermitteln der Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserungder regionalen Wirtschaftsstruktur« durch den Freistaat Sachsen unterstützt.www.wirtschaft-im-erzgebirge.de


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