Dokumentation Teil 1 als PDF herunterladen - Metropolregion ...

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Natur erleben

in der

Metropolregion Hamburg

am Beispiel der Moore

Workshop auf Einladung der Facharbeitsgruppe Naturhaushalt

der Metropolregion Hamburg

Tister Bauernmoor am 2. Oktober 2007


Workshop Naturerleben in der Metropolregion Hamburg

2. Oktober 2007 „Haus der Natur“ im Tister Bauernmoor (SG Sittensen, Niedersachsen)

Workshop

Naturerleben in der Metropolregion Hamburg

am Beispiel der Moore

Haus der Natur

Tister Bauernmoor

(Landkreis Rotenburg/Wümme, Niedersachsen)

am 2. Oktober 2007

Vorwort

Die Metropolregion Hamburg bietet mit ihrer naturräumlichen Vielfalt, ihren besonderen Kulturlandschaften,

zahlreichen Schutzgebieten und der Elbe als charakteristischem, verbindenden

Element eine Anzahl unterschiedlicher Möglichkeiten des Naturerlebens.

Bei der 1. Workshop-Veranstaltung der Metropolregion zum Thema „Natur erleben“ am 27.

September 2006 in Hamburg wurden von Akteuren aus den Bundesländern Schleswig-

Holstein, Niedersachsen und Hamburg Ansätze diskutiert und Ideen entwickelt, mit denen

das Naturerleben in der Region gefördert und verstärkt kommuniziert werden kann.

Inhaltlich anknüpfend haben bei einem weiteren Workshop am 2. Oktober 2007 im Haus der

Natur im Tister Bauernmoor (Samtgemeinde Sittensen) 62 Interessierte, unter ihnen 10

Fach-Referentinnen und Referenten, aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein

die Möglichkeiten des Naturerlebens exemplarisch am Beispiel verschiedener Moore diskutiert

und Möglichkeiten der Kooperation in der Metropolregion Hamburg erörtert. Die Ergebnisse

dieser Veranstaltung sind in der vorliegenden Dokumentation zusammengefasst.

Veranstalter:

Facharbeitsgruppe Naturhaushalt

der Metropolregion Hamburg

c/o Dr. Regina Dube

Freie und Hansestadt Hamburg

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Amt für Natur- und Ressourcenschutz

Stadthausbrücke 8

20355 Hamburg

Telefon: 040 / 428 40 2420

Regina.Dube@bsu.hamburg.de

Dokumentation:

Dipl.-Biologe Christian C. Schmidt

Im Ortfeld 12 – 21717 Fredenbeck

Telefon 0 41 49/ 93 13 88

Christian.Schmidt@ccs-media.de

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Naturerlebnis-Bahn im Aschhorner Moor

(Landkreis Stade)


Workshop Naturerleben in der Metropolregion Hamburg

2. Oktober 2007 „Haus der Natur“ im Tister Bauernmoor (SG Sittensen, Niedersachsen)

Inhalt und Tagesordnung

Vorwort 2

Dr. Torsten Lühring, Andreas Schwanholt, Dr. Regina Dube

Begrüßung 4

Dr. Gerfried Caspers

Moore und ihre Entwicklung im westdeutschen Flachland 5

Naturerlebnisse in Mooren der Metropolregion Hamburg

Wolfgang Schmahl

Duvenstedter Brook in Hamburg 6

Michael Muszeika

Dosenmoor in Schleswig-Holstein 7

Karin Fäcke, Georg Ramm, Erika Jaschinski

Natur erleben in Mooren zwischen Elbe und Weser:

Ahlenmoor, Aschhorner Moor, Tister Bauernmoor 9

Christian Schmidt

a.Moore.mio – Kooperation zwischen drei Naturerlebnis-Mooren 15

Susanne Eilers

Zertifizierte Natur- und LandschaftsführerInnen für Moore 17

Bernd Pilgrim, Hans-Adolf Wrage

Grundsatz-Informationen über Moore in der Metropolregion

Hamburg: Situation in Niedersachsen und Schleswig-Holstein 18

Forum 1

Stärken und Schwächen

von Naturerlebniseinrichtungen in Mooren 21

Forum 2

Möglichkeiten der Koorperation

zwischen Naturerlebniseinrichtungen in Mooren 22

Danksagung 24

Lage des Hauses der Natur 25

Anhang

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Workshop Naturerleben in der Metropolregion Hamburg

2. Oktober 2007 „Haus der Natur“ im Tister Bauernmoor (SG Sittensen, Niedersachsen)

Begrüßung

Bevor es an die Arbeit ging, hießen Gastgeber und Veranstalter die über 60 Workshop-

Teilnehmerinnen und Teilnehmer willkommen.

Erster Kreisrat Dr. Torsten Lühring begrüßte im Namen des Landkreises

Rotenburg/Wümme die über 60 Naturerlebnis-Fachleute. Die

Landschaft rund um den Tagungsort beweise, wie in der Region Tourismus

und Naturschutz im Konsens organisiert würden – mit großem

Erfolg. Das Thema Naturerlebnis im Moor habe hier einen hohen

Stellenwert.

Andreas Schwanholt vom Verein „Moorbahn Burgsittensen“ hob

hervor, dass das so erfolgreiche Ensemble aus Moorbahn, Haus der

Natur und Moorschutzgebiet wesentlich dem Heimatbewusstsein

und Engagement der Dorfbevölkerung zu verdanken sei. Gerade die

älteren Dorfbewohner, die „den Buckel krumm gemacht hatten“, wollten

das Moor nicht nur den „Vogelzählern“ überlassen, so Schwanholt

schmunzelnd.

Dr. Regina Dube von der Facharbeitsgruppe Naturhaushalt der

Metropolregion Hamburg als Veranstalterin räumte ein, dass für die

Marketingstrategen der Metropolregion das Thema Naturschutz bislang

keine große Rolle spiele. Natur „vor der Haustür“ erleben zu

können, sei für die Hansestadt gleichwohl ein Markenzeichen. Wunderbare

Landschaften mit Fülle und Vielfalt lockten raus aus der

Stadt.

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Workshop Naturerleben in der Metropolregion Hamburg

2. Oktober 2007 „Haus der Natur“ im Tister Bauernmoor (SG Sittensen, Niedersachsen)

Teil 1 Vorträge

Die folgenden zehn Vorträge sind für die Dokumentation vom Moderator der Veranstaltung zusammengefasst

und teils durch weitere Informationen ergänzt worden. Soweit vorhanden wurden Skripte bzw. Präsentationen

der Referentinnen und Referenten zu Grunde gelegt.

„Moore und ihre Entwicklung im westdeutschen Flachland“

Referent:

Dr. Gerfried Caspers

Deutsche Gesellschaft für Moor- und Torfkunde

Dr. Caspers schilderte in seinem Beitrag die Landschaftsgeschichte

Norddeutschlands im Zeitraum 25.000 BP (before present

= vor heute) bis heute, geprägt durch einen Meeresspiegelanstieg

der Nordsee um insgesamt 125 Meter und die damit zusammenhängenden

klimatischen Voraussetzungen für das Moorwachstum.

Die heutige Küstenlandschaft mit Watt, Inseln, Marsch

und Mooren entwickelte sich in den letzten 8.500 Jahren. Dr. Caspers

zeigte anhand von Querschnittsgrafiken, wie es seit der Mittelsteinzeit

(8.000-4.000 BP) in feuchten Senken zunächst zur schichtweisen Bildung von

Schilf- und Seggentorfen, in der Jungsteinzeit (6.000-5.000 BP) zu Bruchwaldtorf-Bildung

kam. Älterer Hochmoortorf entstand 5.000 bis 2.800 BP in der Bronzezeit, der jüngere

Hochmoortorf schließlich seit etwa 2.800 BP (800 v.Chr.). Die zunehmende Moornutzung

setzte etwa seit 900 n.Chr. ein.

Für die Torfbildung, so Caspers, sei Voraussetzung das Vorhandensein von Pflanzen bzw.

Pflanzenresten, ständiger Wasserüberschuss und weitestgehender Luftabschluss.

Der Referent erläuterte die Unterschiede zwischen Niedermooren (Beispiel: Verlandungsbereich

eines eutrophen Gewässers) und Hochmooren (Regenmoore).

Anhand von Abbildungen erfuhren die Workshop-Teilnehmer, warum Torf bildende Moose

der Gattung Sphagnum große Mengen Wasser speichern können und wie aus lebenden

Torfmoosen Torf wird. An „Mini- Täler“ (Schlenken) und „Mini-Hügel“ (Bulten) in der Mooroberfläche,

die sich durch Bodenfeuchte und Mikroklima unterscheiden, haben sich unterschiedliche,

zum Teil farbenprächtige Torfmoosarten angepasst. Die Bult-Tormoosart

Sphagnum magellanicum ist eine der wichtigsten Torfbildner und im Torf noch gut zu erkennen.

Auch andere Pflanzenreste, etwa von der Rosmarinheide oder von Wollgras-Arten, lassen

sich ebenfalls noch nach Jahrtausenden im Torf erkennen und können bei Naturerlebnis-Exkursionen

demonstriert werden.

Wiedervernässungen von Hochmooren umfassen in Niedersachsen zurzeit rund 12.000 Hektar

Fläche.

Weitere Informationen:

· www.dgmtev.de (Deutsche Gesellschaft für Moor- und Torfkunde)

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Workshop Naturerleben in der Metropolregion Hamburg

2. Oktober 2007 „Haus der Natur“ im Tister Bauernmoor (SG Sittensen, Niedersachsen)

„Natur erleben im Duvenstedter Brook in Hamburg“

Referent: Wolfgang Schmahl

Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

der Freien und Hansestadt Hamburg

In der „grünen Metropole“ Hamburg, einem von 8 „Hotspots“ der

Sprosspflanzen-Diversität Deutschlands (gemessen an der Zahl

der gefährdeten Pflanzensippen), gekennzeichnet außerdem durch

das Stromspaltungsgebiet (Binnendelta) der Elbe und die Randlage

zum kontinentalen Klima gibt es immerhin rund 5.000 Hektar

Wald. Große Teile der Stadt sind noch landwirtschaftlich genutzt.

8 Prozent der Stadtfläche stehen unter Naturschutz.

Lage: Das Naturschutzgebiet (NSG) Duvenstedter Brook (780 Hektar, NSG seit 1958) liegt

im äußersten Norden der Stadt an der Grenze zu Schleswig-Holstein. Gemeinsam mit benachbarten

NSG beträgt die Naturschutzfläche rund

1500 Hektar.

Landschaftsbild: Nieder- und Hochmoore. Durch Trockenlegung

entstand Moorheide. Aber auch Wälder,

Wiesen, Äcker, Teiche.

Flora: über 600 Pflanzenarten,

Fauna (Artenzahl): Libellen 39, Heuschrecken 13, Tagfalter

35, Amphibien, Reptilien und Säuger 38, fast 100

Brutvogelarten, darunter der Kranich.

Natur erleben: Erstes Info-Haus 1983 gemeinsam mit

dem Naturschutzbund („Nur was man kennt, kann man

schützen“). Das Angebot wurde gut angenommen, allerdings

zentrale Lage im Gebiet problematisch, deshalb

1997 Verlegung an den Rand des NSG und besser erreichbar

(Spaziergänger, Schulklassen, Menschen mit

Handicap). Seit Bestehen der Infohäuser 186.000 Besucher.

Hunde dürfen nicht mit in den Duvenstedter Brook.

Jährlich rund 200 Veranstaltungen mit über 20.000 Teilnehmern, davon 75 Prozent Jugendliche.

Angebote: Waldführungen, Keschern am Teich, Fledermaus-Beobachtung mit Detektor, Beobachtung

der Hirschbrunft im September, Vogelstimmen-Exkursionen, Seminare Foto/ Malen,

Dauerausstellung.

Das Infohaus ist auch Tagungsstätte. Gebietsbetreuung durch Naturschutzwart und Revierförster.

Ehrenamtliche Arbeit (z.B.Wiedervernässung, Kranichschutz) durch AG Brook, NABU, Botanischer

Verein zu Hamburg, Naturwacht, BUND und Landesjägerschaft.

Aktionen: Jährliches Brookfest mit der örtlichen Bevölkerung, Tannenbaumverkauf, Wildfleischverkauf

durch die Revierförsterei.

Als Informationsmaterial steht eine Broschüre mit Wanderkarte zur Verfügung, auf der die

geöffneten Wege (Wanderwege, Radwege, Reitwege) kennzeichnet sind.

Der NABU bietet seit Anfang 2007 einen digitalen Naturscout an. Mit dem Gerät können Besucher

interaktiv, multimedial und GPS-geführt den Duvenstedt Brook kennen lernen. Auch

Informationen über Tier- und Pflanzenwelt sind gespeichert.

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Workshop Naturerleben in der Metropolregion Hamburg

2. Oktober 2007 „Haus der Natur“ im Tister Bauernmoor (SG Sittensen, Niedersachsen)

Weitere Informationen:

· www.forst-hamburg.de/duvenstedter_brook.htm

· http://hamburg.nabu.de/m08/m08_14/05401.html

· http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/behoerden/stadtentwicklung-umwelt/naturstadtgruen/natur/schutzgebiete/naturschutzgebiete/duvenstedt/start.html

· Die Abbildungen aus der Präsentation von Herrn Schmahl im Anhang

„Natur erleben im schleswig-holsteinischen Dosenmoor“

Referent: Michael Muszeika

Info-Zentrum Dosenmoor e.V.

Entstehung und Trägerschaft: Der Verein „Info-

Zentrum Dosenmoor e.V.“ wurde 2002 von Privatleuten

mit dem Ziel gegründet, den Besuchern Informationen

über das „besterhaltene atlantische Hochmoor in

Schleswig-Holstein“ zu geben und ihnen die Schönheit

und Vielfalt dieses Naturschutzgebietes zu zeigen.

Dem kleinen Verein (über 30 Mitglieder) ist es gelungen,

in dem früheren „Torfwerk Einfeld Carl Hornung“, in dem medizinische Moorprodukte

hergestellt wurden, ein Informations-Zentrum (IZD) einzurichten, das bislang aus einem 54

Quadratmeter großen Vortragsraum (Medien, Binokulare, Mikroskope, Ferngläser usw.), einer

Ausstellungsfläche (etwa 120 Quadratmeter) in einer Lagerhalle und einer Freifläche von

1.000 Quadratmetern mit einem Moorbeet besteht.

Lage: Das IZD liegt zwischen Hamburg und Kiel mitten in Schleswig-Holstein in Neumünster-Einfeld.

Es befindet sich in einem renovierten und teilweise umgebauten kleinen Torfwerk

unmittelbar am Rande des 521 ha großen Naturschutzgebietes „Dosenmoor“ und nur 200 m

entfernt vom westlich gelegenen „Einfelder See“ (178 ha).

Finanzierung: Das IZD finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Einnahmen

aus Moorführungen. Der Vortragsraum mit Heizung und Toiletten wurde von H. Hornung,

dem Eigentümer des früheren Torfwerks, für das IZD ausgebaut und bereitgestellt. Der

Großteil der Ausstattung des Vortragsraumes wurde von BINGO gefördert (29.000 €).

Aktivitäten:

Moorführungen:

Jährlich werden durch die 8 Moorführer – fast ausschließlich angemeldete – Personengruppen

durch das Dosenmoor geführt und - individuell angepasst an die jeweilige Struktur der

Besucher - über die vielfältigen Aspekte des Hochmoores informiert.

Zu den Besuchergruppen gehören insbesondere Schulklassen, aber auch Kindergarten-

Gruppen, Sport- und Wandervereine, Studenten, Senioren, Fremdenverkehrsgruppen, Be-

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Workshop Naturerleben in der Metropolregion Hamburg

2. Oktober 2007 „Haus der Natur“ im Tister Bauernmoor (SG Sittensen, Niedersachsen)

triebe, soziale Einrichtungen usw. Der Einzugsbereich geht bis in den Raum Hamburg und

Kiel.

Der Kreis der Moorführer, die diese Funktion ehrenamtlich und ohne Auslagenerstattung in

ihrer Freizeit ausführen, weist folgende Qualifikationen aus:

3 Diplombiologen und davon 2 Bio- und Chemielehrer, 1 Dipl.-Ing. Landespflege, 1 Forstdirektor,

1 Tierarzt, 1 Apotheker, 1 Verwaltungsdirektor.

Insbesondere für Schulklassen gibt es das zusätzliche Angebot, im Vortragsraum unter Anleitung

ergänzende „eigene Forschungen“ mit Okular oder Mikroskop zu machen.

Jährlich werden so 800 Personen intensiv durch die Urlandschaft Hochmoor geführt.

Besucher-Infos:

Für die Besucher, die das Dosenmoor auf den allgemein zugänglichen Wegen betreten, sind

Kästen mit Besucherinformationen (Flugblatt, beidseitig beschrieben) aufgestellt worden.

Dieses Angebot wird gut angenommen.

Öffentliche Veranstaltungen:

Moorschnuckentag, Literatur-Lesung, Tag der offenen Tür, Einzelvorträge usw. führen zahlreiche

Einzelpersonen und Vereine bzw. Organisationen an das Thema „Hochmoor“ heran.

Pro Jahr werden hierdurch weitere 500 Menschen erreicht.

Ziele des Vereins:

Dauerausstellung „Das Dosenmoor“:

In der etwa 380 m² großen Lagerhalle, die noch ausgebaut werden müsste, sollen den Besuchern

Ökologie, Flora und Fauna sowie Regeneration und Schutz des Hochmoores in

zeitgemäßer und interaktiver Form nahe gebracht werden.

Früherer Abbau und Verwendung des Torfes:

Im alten Torfwerk (ca. 800 m²)

soll die weitgehende Zerstörung

der schleswig-holsteinischen

Moore, sowie die Verwendung

des Torfes als Brennmaterial,

Gartenerde, Grundstoff von medizinischen

Heilmitteln usw. dargestellt

werden.

Aber auch die Kultur des Handtorfstiches

und des industriellen

Abbaus wären hier zu zeigen.

Freigelände:

Neben dem bestehenden Moorbeet

(3 x 6 m), einer Wildbienenwand

und überdachten Sitzgruppen

sollen Großgeräte und

Demonstrationsobjekte aufgestellt werden. Ein Aussichtsturm (ca. 22 m Höhe) könnte die

eiszeitliche Entstehung von Dosenmoor und Einfelder See anschaulich machen und die Attraktivität

des IZD erhöhen.

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Workshop Naturerleben in der Metropolregion Hamburg

2. Oktober 2007 „Haus der Natur“ im Tister Bauernmoor (SG Sittensen, Niedersachsen)

Moorbahn:

Die Anziehungskraft des Informationszentrums soll durch den Bau einer Torfbahn auf dem

unmittelbar am IZD liegenden Lorendamm des früheren industriellen Torfabbaus gesteigert

werden.

Demonstration des Handtorfstichs:

Im Randbereich des Dosenmoores soll diese von der Bevölkerung der umliegenden Dörfer

lange praktizierte Brennstoffbeschaffung vorgeführt werden.

Weitere Informationen:

· www.dosenmoor.eu

· Präsentation von Herrn Muszeika im Anhang

· Literatur: „Das Dosenmoor – Ökologie eines regenerierenden Hochmoores“ Hrsg.

von U. Irmler, K. Müller u. J. Eigner, 283 S., Faun.-ökol. Arbeitsgemeinschaft, Kiel

1998.

„Natur erleben in Mooren zwischen Elbe und Weser“

Referenten:

Karin Fäcke

Moorinfomationszentrum MoorIZ, Wanna

Ahlenmoor (Landkreis Cuxhaven)

Georg Ramm

Verein zur Förderung von Naturerlebnissen e.V., Stade

Aschhorner Moor (Landkreis Stade)

Erika Jaschinski

Touristikbüro der Börde Sittensen

Tister Bauernmoor (Landkreis Rotenburg/Wümme)

Unabhänig voneinander entwickelten sich seit den 1990er Jahren in drei teilweise industriell

abgetorften Mooren zwischen Elbe und Weser Naturerlebnis-Angebote:

Im Ahlenmoor (Landkreis Cuxhaven), im Aschhorner Moor (Landkreis Stade) sowie im Tister

Bauernmoor (Landkreis Rotenburg/Wümme). Im Jahre 2007 entwickelten sich Ideen zu einer

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Workshop Naturerleben in der Metropolregion Hamburg

2. Oktober 2007 „Haus der Natur“ im Tister Bauernmoor (SG Sittensen, Niedersachsen)

Kooperation, wobei die Studentinnen Frauke Lehrke und Kristina Kotzold im Rahmen einer

Hausarbeit für die Leibniz-Universität Hannover vielfältige Grundlagen für eine Zusammenarbeit

der drei Moorerlebnis-Anbieter dokumentierten.

Naturerlebnis Ahlenmoor

Im größten Hochmoor des Landkreises Cuxhaven gibt es mit einer Moorbahn, die am Infomationszentrum

„MoorIz“ abfährt, einem Moorerlebnispfad und einem Wanderwegenetz mit

drei Aussichtstürmen viele Möglichkeiten, die Landschaft zu erkunden. Das „Naturerlebnis

Ahlenmoor” ist ein gemeinsames Projekt der Samtgemeinde Sietland, der Samtgemeinde

Bederkesa und der Stadt Langen. Es wird durch den „Verein der Freunde und Förderer des

Natur- und Erlebnisraums Ahlenmoor im Landkreis Cuxhaven e.V.“ praktisch, ideell und finanziell

unterstützt.

Mit ursprünglich 40 Quadratkilometern Ausdehnung gehört das Ahlenmoor mit den umgebenden

Mooren und dem Dahlemer/Halemer See zu den der größten Mooren Niedersachsens.

MoorIz:

Ins 2006 in Betrieb genommene Moorinformationszentrum

MoorIZ im alten Torfwerksgebäude

(Torfabbau bis 2002) wurden rund

800.000 Euro investiert. Das Gebäude beherbergt

neben zahlreichen Ausstellungsflächen

auch eine Aussichtsetage, einen Seminarraum,

Büros, einen Informationstresen

und mit der Gaststätte „Torfwerk“ über eine

vollwertige Gastronomie mit etwa 80 Plätzen.

Ein Laborraum für Schulklassen wird

noch eingerichtet.

Im Ausstellungsbereich, der teilweise auch in das Restaurant integriert ist, wird die Verarbeitung

des Torfes durch historische Maschinen angedeutet. Interaktive Elemente wie eine

Torfgrabbelkiste und ein Touchscreen mit Tierstimmen-Memorie sollen vor allem Kindern

den Lebensraum Moor näher bringen.

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