Katholisches Auslandssekretariat - von Gemeinde zu Gemeinde ...

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Katholisches Auslandssekretariat - von Gemeinde zu Gemeinde ...

mitmit einandereinandermitmit Katholisches Auslandssekretariat- von Gemeinde zu Gemeinde -- weltumspannend -Heft3 / 18. Jahrgang, Dezember 201312.07.2011 09:03:20


Geistlicher ImpulsBeschenktDas erste Wort beim Festgottesdienst am HeiligenAbend in Hongkong kam aus dem Mund der 8-jährigen Lara und war eine Frage. Eine Frage, die sichan den Ritus des jüdischen Pessach-Mahles anlehntund vom Jüngsten am Tisch gestellt wird. Auf Weihnachtenübertragen lautete sie: „Was unterscheidetden Heiligen Abend von allen anderen Abenden?“Ich antwortete: „An diesem Abend feiern wir, dass sichder Himmel öffnete und der unsichtbare Gott in Jesusunser sichtbarer Bruder wurde. Er, dem wir unser Lebenverdanken, wurde ein Mensch wie wir. Dies ist ein großesGeheimnis!“Dieses große Geheimnis Jahr für Jahr feiern zu dürfen,ist für mich als Priester wirklich eine große Freude –immer wieder. Ich habe eine größere Affinität zumGeburtsfest Jesu als zu anderen bedeutenden Hoch-Zeiten im Jahr. Es ist ein nur schwer in Worte zu fassendesWunder, dass wir an einen Gott glauben, der sichmit Haut und Haaren auf uns Menschen einlässt, „inallem uns gleich“ (4. Hochgebet). Stelle ich mich ehrlichvor den Spiegel, sehe ich vielleicht einiges Schöne,aber sehr viel mehr Unschönes. Ich meine dabei wenigermein Äußeres als vielmehr, wer ich eigentlich bin:Manches schätzen andere an mir, aber vieles ist auchunausgegoren. Da gibt es dunkle Seiten in mir, Aggressionen,Dummheiten, Vorurteile und ungesunde Egoismen,Seiten, die ich am liebsten vor allen verstecke.All diese Schattierungen kennt Gott. Und dennoch entscheideter sich zu 100% für den Menschen, indem erselbst ganz ein solcher wird und sich nicht etwa nur„verkleidet“. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal desChristentums, das ich in dieser Radikalität nicht vonanderen Religionen her kenne.Dieses große Fest nun in Hongkong feiern zu dürfen, istdoppelt schön! Traditionellerweise feiern wir den HeiligenAbend in der anglikanischen St.-John´s-Kathedrale, die uns freundlich Gastfreundschaftgewährt. Durch Kontakte des deutschen Generalkonsulsdurfte ich 2010 den Tölzer Knabenchor im Festgottesdienstbegrüßen.St.-John‘s KathedraleAus rechtlichen Gründen durfte dies kein „Auftritt“sein; die Jungen waren mit ihrem Dirigenten also reinprivat und zufällig vor Ort. Welch schöner Zufall!! DieGemeinde fühlte sich beschenkt.Im Folgejahr schienen zunächst dunkle Wolken aufzuziehen:In der St.-John´s-Herberge war wegen einerTerminkollision ausnahmsweise kein Platz. Gut, dasses weitere sehr zuvorkommende „Wirte“ gibt: BischofJohn Tong (inzwischen Kardinal) stellte uns ohneZögern und unbürokratisch die katholische „Cathedralof the Immaculate Conception“ zur Verfügung!Wir haben dies zum Anlass genommen, nun im jährlichenWechsel den deutschsprachigen Festgottesdienstin einer der beiden bischöflichen Hauptkirchenzu feiern; in diesem Jahr 2013 haben wir also wieder„Heimspiel“. Vorfreude bricht sich auch diesmal Bahn:Das Generalkonsulat finanziert uns heuer den HongKong Bach Choir, den ich bei anderen Gelegenheitenwie dem Empfang zum Tag der Deutschen Einheitbereits kennenlernen durfte.Mir ist bewusst, dass dies alles „Äußerlichkeiten“ sindund mit dem eigentlichen Geschenk der Geburt desJesuskindes nur sehr bedingt zu tun haben. Aberirgendwie drängt es mich, der Freude über das Gescheheneauch sichtbaren und hörbaren Ausdruck zu verleihen:in einem festlichen Raum mit vielen Kindern undErwachsenen eine fröhliche und erhebende Liturgiefeiern zu dürfen, das ist ein großes Geschenk! Alle Jahrewieder! Gesegnete Weihnachten!Tölzer KnabenchorTitelbild: Thai-Krippe aus Bangkok2Pfarrer Christian Becker, HongkongFotos von Susanne Schupp


3Aus der ZentraleLiebe Leserinnen,liebe Leser,bei meinen Reisenkomme ich immerwieder in die Länder,in denen mirschnell bewusstwird, wie gut esuns in Deutschlandgeht.Mehr als einmal in letzter Zeit drehten sich Gesprächemit unseren Mitarbeiter(inne)n um Fragen, ob eineAlarmanlage im Hause ausreichend ist, oder ob manauch eine vor dem Haus benötige, ob man besserschwarze oder anders farbige Hunde im Garten haltensolle, weil diese bestimmte Volksgruppen eherabschrecken, etc.Leider sind dies für viele Menschen keine unwichtigenFragen, denn die aktuelle Bedrohung ist in manchenLändern sehr hoch und viele unsere Mitarbeiter(innen)nund natürlich auch viele der Mitgliederunserer Gemeinden können Horrorgeschichten überEinbrüche und Überfälle erzählen. Und dass es einefunktionierende Demokratie wie hierzulande oder Polizistengibt, die nicht korrupt sind und nicht erst dieHand aufhalten, wenn sie etwas tun sollen, trifft in vielenLändern nicht zu.Hinzu kommt in anderen Ländern eine mehr oder wenigerstarke Diskriminierung, die man als Christ oderauch als Katholik hinnehmen muss. Gerade jetzt vorWeihnachten, dem Fest des Friedens, sehe ich deutlich,dass ein friedvolles und sorgenfreies Fest aus dengenannten Gründen für viele Menschen nicht möglichist.Es erinnert mich zunächst einmal daran, wie dankbarich sein darf, in einem Land wie Deutschland leben zudürfen, es zeigt mir aber auch, wie wichtig es ist, sichauch für Politik zu interessieren und sich für Werte wieDemokratie, Religionsfreiheit oder Meinungsfreiheitaktiv einzusetzen.Ich darf mich am Ende dieses Jahres bei Ihnen allen fürdie Unterstützung unserer Auslandsseelsorge bedankenund Ihnen ein gnadenreiches und hoffentlich friedlichesWeihnachtsfest wünschen.IhrMsgr. Peter LangLeiter des Katholischen Auslandssekretariatesder Deutschen BischofskonferenzFrohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr 2014 wünschenauch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter


Aus den Gemeinden„Uns schickt der Himmel“ – 72 Stunden AktionWir, - das heißt eine Gruppe von 30 Kindern und Jugendlichenaus den deutschsprachigen katholischenund evangelischen Gemeinden in Brüssel - haben unsin diesem Jahr zum ersten Mal an der 72 Stunden Aktionbeteiligt. Mit mehr als 170.000 Aktiven und ungefähr4000 Aktionsgruppen ist die 72-Stunden-Aktiondie größte Jugend-Sozialaktion Deutschlands. ImRahmen dieser Aktion, die vom 13. bis zum 16. Juni inganz Deutschland durchgeführt wurde, haben Kinder,Jugendliche und junge Erwachsene eine gemeinnützigesoziale, ökologische, interkulturelle oder politischeAufgabe realisiert.Unsere Aufgabe in Brüssel bestand darin, aus nichtsetwas zu machen. Aus Dingen, die sonst im Abfall gelandetwären, sollten wir nützliche oder dekorative Gegenständeherstellen, die wieder einen Wert haben. Sofingen wir bereits einige Wochen vor der Aktion an, Plastikflaschen,Tetrapacks, Plastiktüten, alte Kalender,ausgelesene Zeitschriften, Blechdosen, alte Schallplattenoder sonstigen Müll zu sammeln.Norma Brockhaus arbeitetals Kindergärtnerin an derDeutschen Schule Brüssel.Sie ist seit vielen JahrenMitglied der GemeindeSt. Paulus, Brüssel. Werkennt Sie nicht: vomPalmstockbasteln, vomSommerlager, von köstlichenEintöpfen, als Mitglieddes Gemeinderates,von der Sternsingeraktion?Unsere Aktion startete am Donnerstagabend mit eineminteressanten und unterhaltsamen Vortrag überdie Abfallverwertung in Brüssel. Ein Vertreter von "BruxellesPropreté" erklärte uns, wie man am besten denMüll trennt und was in Brüssel mit dem Müll passiert.Am Freitag nach der Schule begannen wir dann, dengesammelten Müll zu sichten und uns zu überlegen,was wir daraus herstellen könnten. Am Samstag frühlegten wir dann in vollem Tempo los und bastelten denganzen Tag Sachen wie Geldbeutel, Schüsseln, Armreifen,Ketten, Sanduhren, Blumentöpfe, Spielzeug undsogar einen Bagger und eine Gitarre. Zum Glück hattenwir auch einige Erwachsene dabei, die uns viele interessanteBastelideen gaben und uns oft mit praktischenTipps zur Seite standen. Am Ende des Tages waren wiralle erstaunt, dass wir in so kurzer Zeit so viele verschiedeneSachen gebastelt hatten und dass man aus Müllso viel Schönes und Nützliches herstellen kann.Am Sonntag nach den Gottesdiensten haben wir dannfast alle Gegenstände, die wir am Wochenende gebastelthatten, an die Gemeindemitglieder verkauft. DenErlös von mehr als € 1000 spendeten wir an ein Krankenhausin Ruanda.Uns allen hat die 72 Stunden Aktion echt viel Spaßgemacht und wir denken, dass wir durch unser gemeinsamesAnpacken einen kleinen Beitrag leisten konnten,um die Welt ein kleines Stück besser zu machen.Die Aktion war echt super und wir hoffen, dass wirnächstes Jahr wieder dabei sind.Christina Repplinger, Clara Appelund Lucia Rogge GómezPapst Franziskus ist Argentinier –eine Argentinierin aus unserer Gemeinde berichtetInterview mit Norma BrockhausÜberall ist ihre Mithilfe und ihre Mitwirkunggeschätzt und gefragt.4Susanne Fexer: Norma, Du bist Argentinierin. Was empfindestDu dabei, dass wir Katholiken nun seit dem 13.März 2013 einen argentinischen Papst in Rom haben?Norma Brockhaus: Natürlich freue ich mich ungemeindarüber. Aber nicht nur, weil ein Argentinier in das höchsteKirchenamt gewählt wurde, sondern weil sichdadurch auch eine ganz andere Orientierung in derKatholischen Kirche durchsetzen könnte. Die Kirche inLateinamerika hat eine völlig andere Ausrichtung alsdie Europäische: die katholische Religion ist bei unszuhause kein Selbstzweck wie vielerorts in Europa, sondernvor allem eine Art Lebenshilfe und -philosophie,die darin besteht, denjenigen zu helfen, die sonst nirgendwoHilfe bekommen. Papst Franziskus könnte, wieehedem Johannes XXIII. in seiner Zeit, dieser pragmati-


5Aus den GemeindenPapst Franziskus ist Argentinier –eine Argentinierin aus unserer Gemeinde berichtetschen Linie innerhalb des Katholizismus zu neuer Achtungverhelfen – immerhin scheint er in dieser Beziehungmit gutem Beispiel voranzugehen.Du bist nun seit 25 Jahren Mitglied unserer Gemeinde.Wann hast Du eigentlich Argentinien verlassen?Das war unter der Militärdiktatur in den siebziger Jahren.Wir hatten damals als junge, aktive und katholischeMenschen mit unserem Gemeindepfarrer zusammengearbeitet,um in seiner Gemeinde die Grundlagefür eine Guardería (Kindertagesstätte) zu schaffen, sodass die Eltern, die kein Geld für die Betreuung ihrerKinder hatten, sich aber den Lebensunterhalt für dieFamilie hart erarbeiten mussten, ihre Kinder tagsüberunterbringen konnten. Das allein genügte den Generälenbereits, uns als Aufständische einzustufen, denndamals wie heute witterte man Terroristen überall, undbei uns damals in jeder einzelnen kirchlich-sozialenEcke – eben weil die katholische Religion in Lateinamerikagemäß der Lehre Jesu immer auch eine Philosophiedes Helfens gegenüber den Armen und Unterdrücktenvertrat. Unsere Gruppe wurde damals regelrechtzerschlagen, und ich bin nicht die einzige, dieaußer Landes flüchten mußte.War auch Deine Familie von diesem Krieg der Militärjuntabetroffen?Mein damaliger Mann wurde als Leiter unseres Sozialprojektsals erster festgenommen und ward danachnicht mehr gesehen. Er ist einer der vielen tausendunter dem Militärregime Verschwundenen. Aber auchunsere kleinen Kinder mussten unter den grausamenMaßnahmen leiden und während ihrer ersten Lebensjahreganz ohne Mutter und Vater bei den Großelternaufwachsen, bis sie dann im Alter von zwei bzw. dreiJahren zu mir nach Europa ausreisen durften.Jorge Mario Bergolio war in den Jahren 1976-83 alsProvinzial des Jesuitenordens im Colegio Máximo SanJosé in San Miguel/Argentinien tätig. Hast Du von denVorwürfen gehört, die man ihm wegen der jungen MitbrüderFrancisco Jalics und Orlando Yorio machte?Es gibt Berichte, der jetzige Papst habe damals derenVerurteilung initiiert und habe auch von den Entführungenund Misshandlungen junger Seminaristen seinesKollegs gewusst.Man muss sich die Gesamtsituation jener Tage vorAugen führen, um den Zusammenhang verstehen zukönnen. Als die Militärjunta nach ihrem Putsch ansetzte,die Opposition zu vernichten, hat sich sofort, auchinnerhalb der Katholischen Kirche Argentiniens, eineVielzahl verschiedener Gruppen gebildet – mit durchausunterschiedlichen Ansichten darüber, wie und wasman diesem Grauen entgegenhalten könne. Und eswar weiß Gott nicht einfach, sich ohne Wissen derGeheimpolizei im Hinter- oder auch im Untergrund zutreffen und sich zu organisieren. Alles wurde unter größtenVorsichtsmaßnahmen durchgeführt.Auch der damalige Jorge Mario Bergolio hat sich alsProvinzial der argentinischen Jesuiten mit der gebotenenVorsicht vorantasten müssen, um nicht zur Verhinderungvon Unheil noch größeres Unheil anzurichten.Aber nicht alle der damaligen Priester wollten oderkonnten diesen Weg auf des politischen MessersSchneide mittragen, viele habe sich – ob zu Recht oderUnrecht soll hier nicht diskutiert werden – auf der Seiteder Armen und Unterdrückten positioniert und sichdamit klar gegen die Militärdiktatur gestellt, die dann inaller Regel schnell und brutalst reagiert hat.Ich selbst habe keine Kenntnis darüber, wie genau sichder heutige Papst in ganz speziellen Situationen verhaltenhat. Aber ich kann sagen, dass das Gros der damalsfür die Katholische Kirche Argentiniens Verantwortlichensich sehr für die Belange derjenigen eingesetzthat, die den Repressalien der Junta ausgesetzt waren.Mir jedenfalls hat ein Bischof höchstpersönlich dasrettende Busticket über die brasilianische Grenze verschafft.Sind unsere, d.h. die kirchlichen Probleme der Europäer(wie etwa Sexualität von Priestern, Frauenordination,Homo-Ehe etc.) auch Probleme der katholischenBevölkerung Argentiniens?Zur Beantwortung dieser Frage muss ich erneut auf diegegenüber Europa komplett andere Lebenssituation inArgentinien und auch in ganz Lateinamerika hinweisen.Es geht auf unserem Kontinent erst einmal ums pureÜberleben, nichts anderes zählt. Alles wird zunächsteinmal unter dem Aspekt des alltäglichen Lebenskampfeseingeordnet, in dem jede und jeder – auch dieKatholische Kirche – bestehen muss. Natürlich gibt esauch Diskussionen um die von Dir angeführten Problematiken,aber für den Durchschnitts-Lateinamerikanersind dies eben doch nur „akademische Feinheiten“, dienur dann überregionale Bedeutung erhalten, wenneine öffentliche Person hiervon – etwa in einem Skandal– betroffen ist.Was erwartest Du von unserem neuen Papst Franziskus?Wie wahrscheinlich in meinen Antworten bereits deutlichgeworden, erwarten Europäer und Lateinamerikaner– aber auch Afrikaner oder asiatische Kirchen –wohl zum Teil ganz unterschiedliche Dinge vom neuenPapst. Als Argentinierin zolle ich vor allem der offensichtlichenBescheidenheit und der Volksnähe des JorgeMario Bergolio absolute Hochachtung. Ich erwarte


6Aus den GemeindenPapst Franziskus ist Argentinier –eine Argentinierin aus unserer Gemeinde berichtetnicht mehr und nicht weniger, dass sich die KatholischeKirche wie der neue Papst von der (europäischen) Inselder Seligen absetzt und sich wieder mehr den echtenProblemen der Gläubigen zuwendet:1. Statt Rückzug auf angestammte Positionen eine aktivereSeelsorge für diejenigen, die sie am nötigsten brauchen,nämlich Arme und Unterdrückte in der modernenDiaspora der Vorstadtghettos.2. Statt rigider Verordnungen auf der Grundlage verkrusteterStrukturen eine neue und pragmatisch orientierteLebenshilfe „auf katholisch“ für junge und andereLeute mit familiären Problemen.3. Statt alttestamentarisch anmutender Existenzbeschwörungeneine Rückbesinnung der KatholischenKirche auf die Lehren Jesu und seines Beispiels derHilfe für Schwache und Bedürftige.4. Vorbereitung und Einberufung eines neuen VatikanischenKonzils der Katholischen Kirche zur Verabschiedungeines Kirchenprogramms, das den Anforderungenan die kommenden 25-30 Jahre gerecht wird.5. Planung und Konzipierung einer Art Welt-Ökumene,die unter allen Gläubigen weltweit Verständnis für diejeweils andere Religion erzeugen kann.Mir ist durchaus bewusst, dass viele Menschen genauwie ich wohl weit überzogene Erwartungen an die Amtszeitdes neuen Papstes haben. Dennoch glaube ich,dass allein die Tatsache, dass Francisco Bergoliobereits im dritten Wahlgang als Argentinier von seinenMit-Kardinälen gewählt wurde, Anlass zu der Hoffnunggibt, dass diejenigen, die einen Wechsel für angetanhalten, nicht ganz Unrecht haben, an einen solchenWandel zu glauben.Das Interview führteSusanne Fexer, BrüsselDeutschsprachige katholische Gemeindean der Costa del Sol - Marbella-MalagaIn diesem Jahr begann der Gottesdienst zum Kirchweihfestunter dem großen Baum im Park hinter derKirche El Ángel.Dorthin hatte Pfr. Scheller die Gottesdienstbesuchereingeladen, denn Alischa hatte für den St. Martinszugihr Pferd “Bienvenida“ mitgebracht. Sie durfte natürlichauch St. Martin spielen und zum Lied „St. Martin rittdurch Schnee und Wind ...“ den Mantel mit dem Bettlerteilen, der von ihrem Bruder Fynn gespielt wurde.St. Martin 2013Nach dem Martinszug zur Kirche durfte „Bienvenida“wieder auf die Weide, während die Gemeinde den Gottesdienstfeierte.Pfarrer Alfred Scheller


In nur knapp zwei Monaten wurde in diesemSommer das Altarbild und das Retabel von SanTelmo, der kleinen Fischerkapelle neben demMeeresschwimmbad in Puerto de la Cruz (Teneriffa)und Gottesdienstort der deutschsprachigenGemeinde, restauriert und erstrahlt seither inneuem Glanz. Schon ein Jahr zuvor, als es um dieRenovierung des Daches der Kapelle ging, kamPfarrer Àngel Castro Martínez, der für die Kapellezuständig ist, auf die deutschsprachige katholischeGemeinde zu und fragte, ob man nicht auchdie Renovierung des Altares und der Paneelen insAuge fassen könne. Viele Gespräche sind daraufhinerfolgt – auch mit der mehr und mehr zunehmendenErkenntnis, dass es keine öffentlichenZuschüsse für dieses Projekt geben würde.Aus den Gemeinden„Renovierungs-Puzzle“ ermöglicht Sanierungdes Altarbildes von San Telmo (Teneriffa)Kosten von knapp 20.000 Euro selber getragenTrotzdem machte sich die deutschsprachigekatholische Gemeinde an eine Ausschreibung, umzu schauen, welche Kosten wohl zu bewältigensein würden. War das Dach ja schon in Eigenregieund mit Eigenmitteln erneuert, warum also nichtauch das Altarretabel? Als dann der günstigsteKostenvoranschlag zeigte, dass aufgrund derwirtschaftlichen Krise die Restauratoren zuerheblichen Preisnachlässen bereit waren unddas Vorhaben deshalb zu meistern sei, waren dieFormalitäten rasch erledigt, und es ging „nurnoch“ darum, das Geld in irgendeiner Form zusammenzu bringen. Ein Gemeindemitglied hatte danndie tolle Idee, das alte Altarretabel zu fotografieren,es vergrößert auf eine 1,5 x 2 m große Platteanzufertigen und in 400 Teile aufzuschneiden –das „Renovierungs-Puzzle“ war geboren. Sofortmachte sich die Gemeinde ans Werk, diese„Puzzleteile“ zum Preis von 50 Euro zu verkaufen.Und siehe da – bis zum Abschluss der Arbeitenwaren immerhin 367 Stück verkauft und dieFinanzierung war gesichert.freut, dass trotz der recht hohen Renovierungskostendie Gemeinde auch weiterhin ihren Teildazu beitragen kann, in Not geratene Menschenauf Teneriffa zu unterstützen.Diakon Bertram Bolz(Veröffentlicht: Wochenblatt und El Dia aufTeneriffa)Wenn Sie demnächst mal durch Puerto de la Cruzschlendern und an der Kapelle vorbeikommen,dann schauen Sie sich doch mal in aller Ruhe an,wie das Altarbild restauriert wurde. Und wenn Sienoch etwas spenden möchten, dann dürfen Siedies in einer der dafür vorgesehenen Spendenbüchsenoder auch ganz offiziell bei denVerantwortlichen der Gemeinde tun. Diese sagenan dieser Stelle allen ein ganz herzliches „Vergelt'sGott“, die mit ihrer Spende zum Gelingen dieserRestaurierung beigetragen haben. Und besonders7


8Aus den Gemeinden„Farmgottesdienst“ mit Amtseinführung in Neu DelhiWas lange währt, wird endlich gut! Fast einganzes Jahr nach seiner Ankunft in Indiendauerte es, bis am 29. September die offizielleAmtseinführung von Hans Cornelsen als Pfarrerder deutschsprachigen katholischen Gemeindein Delhi stattfinden konnte. Die Gründe dafürwaren vielfältig, schließlich sorgten auchTerminschwierigkeiten für eine Verschiebung.Für uns als Gemeinde bot sich dadurch jedocheine sehr gute Gelegenheit, aus dieser verspätetenAmtseinführung ein Fest mit all denen zufeiern, die sich uns auf unterschiedliche Weiseverbunden fühlen. Es sieht so aus, als sei unsdies – in aller Bescheidenheit – auch recht gutgelungen.Die Frage nach einem Gottesdienstort bereiteteuns zunächst einiges Kopfzerbrechen. Lokaleindische Gemeinden hätten uns ihre Kirchenerst frühestens um 12.30 Uhr zur Verfügungstellen können, allerdings meist auch kaum mit derMöglichkeit eines anschließenden Beisammenseins ineinem geeigneten Rahmen. Schließlich entschiedenwir uns für einen „Farmgottesdienst“ – hier nicht ganzunbekannt, vor allem für gemeinsame ökumenischeGottesdienste. Ein Gemeindemitglied stellte uns seinLandhaus mit großem Gelände zur Verfügung,Zeltdach, Stühle, Tische, Getränke usw. musstenorganisiert werden, ebenso ein Catering. Auch wenn„eigentlich“ die Regenzeit vorbei ist, wurden dieverschiedenen Wetterprognosen stirnrunzelnd oderzuversichtlich begutachtet und man entschied sich fürdie trockenere Vorhersage.Einige besondere Gäste hatten sich angesagt. Denweitesten Weg musste Msgr. Peter Lang vom KAS ausDeutschland auf sich nehmen. Aus Trivandrum/Keralareiste der Großerzbischof, Kardinal Baselios (Oberhauptder syro-malankarischen Kirche), an. Er undPfarrer Cornelsen kennen sich seit 23 Jahren bestens,zumal der damalige indische Doktorand in Romunseren Pfarrer während seines Urlaubs immer wiederVon links nach rechts: Bischof Barnabas, Karóly Csurgay (Farm-Gastgeber),Kardinal Baselios, Pfarrer Hans Cornelsen, Michael Stockmann (PGR), Msgr. Peter Langin seiner ehemaligen Gemeinde in Lünen vertreten hat.Dazu kam noch Bischof Barnabas, der ebenfalls demsyro-malankarischen Zweig angehört und seinen Sitzhier in Delhi hat. Auch der deutsche Botschafter,Michael Steiner, nahm mit seiner Frau an derEucharistiefeier teil.Etwas Nervosität machte sich dann doch noch breit, alssich eine halbe Stunde vor Beginn des Gottesdiensteswahrlich unerwünschter Regen einstellte, der – demHimmel sei's gedankt – aber pünktlich um 10 Uhr einEinsehen mit uns hatte und andere Ortsteile Delhisbeglückte. So konnten gut 120 Personen auf nochschnell föngetrockneten Sitzen Platz nehmen.Nach der Begrüßung aller Gemeindemitglieder undGäste - darunter auch etliche Mitglieder unsererevangelischen Schwestergemeinde (ihr neuer Pfarrerbefand sich in Deutschland - durch Pfarrer Cornelsenfeierten wir die Eucharistie, die musikalisch hervorragendumrahmt wurde von unserer (neuen) OrganistinIris Vogel. Nach seiner Predigt nahm Msgr. Lang dieoffizielle Amtseinführung unseres Pfarrers vor – für diemeisten Anwesenden bestimmt das erste Mal, dass sieeinem solchen Ereignis im Ausland beiwohnten. Dieindischen Seminaristen sangen während der Messezwei Lieder aus der syro-malankarischen Liturgie – einwenig ungewohnt für unsere Ohren, dennoch ein sichtundhörbares Zeichen für die Universalität unsererKirche.Am Ende des Gottesdienstes durften einigeAnsprachen nicht fehlen. Sie passten aber bestens zuder frohen, gelösten und heiteren Stimmung währendunserer Messe, wie nicht wenige der gut 120Teilnehmer später äußerten. So konnten alle entspanntden Reden von Michael Stockmann für den PGR, derdurchaus heiter-witzigen Ansprache von Kardinal


Aus den Gemeinden„Farmgottesdienst“ mit Amtseinführung in Neu DelhiVerständlich, dass der Kardinal ein sehr gefragterGesprächs- und Fotopartner war, denn den jüngstenKardinal der Welt hat man nicht ständig zu Gast.Sehr viel bedeutender war freilich ein andererPunkt, der auch häufig genannt wurde: Hier begegnetenMenschen einem Bischof, der in seinergroßen Freundlichkeit, Geduld, Bescheidenheit undseinem Witz unsere Kirche mit echter Menschlichkeit,Einfachheit und gleichzeitig Würde repräsentierte.Er begeisterte, weil er authentisch wirkte.Oder, wie es ein Gemeindemitglied in einer SMS amAbend dieses Tages an unseren Pfarrer formulierte:„Dein Freund, der Kardinal – ein cooler Typ!“Baselios und den Dankesworten des „neuen“ PfarrersHans Cornelsen lauschen. Kleine Geschenke gab esnatürlich auch: für die beiden Bischöfe einen „Fresskorb“(O-Ton M. Stockmann) mit deutschenSpezialitäten und für Msgr. Lang einen – na klar! –indischen Holz-Elefanten.Beim anschließenden Beisammensein kamen auchdie leiblichen Genüsse zu ihrem Recht, und die Kinderhatten mehr als reichlich Platz zum Spielen und Toben,einige nutzten mit Vergnügen den Swimmingpool.Wir als Gemeinde haben ein Fest feiern dürfen, dasallen, die dabei waren, gut getan und das Gefühl vonZusammengehörigkeit über Grenzen hinweggestärkt hat. Unsere Situation bringt es mit sich,dass wir nur „vorübergehend“ in diesem LandIndien und seiner Hauptstadt Delhi sein werden. AlsEinzelne im Miteinander kann unsere deutschsprachigeGemeinde mit dazu beitragen, dass unserGlaube erlebbar und erfahrbar wird. Dafür sind wirdankbar.Michael Stockmann, Mitglied des PGRFotos: Karóly Csurgay und Ranjit SinghIn Sandalen auf Jesus SpurenDie braunen Ledersandalen heben sich bei jedemSchritt gegen die weißen Zehen ab, die unter dergrauen Kutte hervorspitzen. „Wer sich nicht auskennt,zahlt für solche Sandalen schon mal 60 Euro“, sagtMatthias Karl. Der Auslandsseelsorger der ErzdiözeseRegensburg grinst. Er hat neun Euro bezahlt. „Ich weißhalt, was die kosten dürfen und handle bis der Preisstimmt“, erklärt der 44-Jährige und wackelt zurBestätigung mit den Zehen. Es sind nicht die erstenLedersandalen des Priesters. Der gebürtigeOberpfälzer lebt, mit einer Unterbrechung, seit achtJahren in Israel.Die Dormitio Abtei klebt förmlich an der äußeren Kanteder Jerusalemer Altstadt. Keine fünf Gehminuten vomjüdischen und muslimischen Viertel entfernt. Werseinen Glauben in Ost-Jerusalem ausübt, ist, gelindegesagt, nicht alleine. In den verschlungenen Gässchendrängeln sich Christen unterschiedlicher Kirchen,gläubige Juden und Muslime. „Israel bedeutet für mich,inmitten unserer Geschichte mit Gott zu leben“, sagtPater Matthias. Im Alltag ist diese Geschichte wie ein9bunter Flickerlteppich und die Begegnungen mitAndersgläubigen könnten nicht unterschiedlicher sein.Manche wenden sich mit Fragen oder Bitten an ihn, aufDeutsch oder Englisch. Andere spucken vor ihm auf dieErde. „Anfangs tat das weh, ich habe es persönlichFoto: Jennifer Bligh


11Aus den GemeindenSelbstlos undselbstverständlich„Selbstlos und selbstverständlich waren Sie immerda, wenn Menschen Sie brauchten. Unsere deutschsprachigekatholische Gemeinde in Hongkong verdanktIhnen viel.“ – Adressat dieser Zeilen von Msgr.Peter Lang war der Steyler Missionar P. HelmuthPeter, der im August 2013 seinen 80. Geburtstagbegehen durfte.Nun ist P. Peter jemand, der nicht groß Aufhebens umseine Person und sein Wirken macht und bescheidenabwinkt, wenn er allzu sehr in den Mittelpunkt gerücktwird. Aber allen Aktiven unserer Gemeinde war im Vorfeldsonnenklar: Dem Jubilar gebührt ein großer undherzlicher Dank und eine fröhliche Feier! Denn schließlichhatte P. Peter von September 1984 bis April 2001die Leitung unserer Gemeinde inne und blieb auchdarüber hinaus ein gefragter Seelsorger, der stets zumMittun bereit war und noch immer ist.Im Rahmen der deutschsprachigen Messfeier habenwir P. Peter als kleine Zeichen unseres Dankes einBuch von Papst Franziskus (Geschenk des Auslandssekretariats)und als Gemeindegabe eine Bronzeplaketteder „Goldenen Madonna“, der Mutter vom guten Rat,Bistumspatronin der Diözese Essen, überreicht.Sichtlich gerührt war P. Peter, als wir ihn nach dem Gottesdienstzu einem Überraschungsessen in das Neptune-Restaurantim Ocean Park einluden: Am festlichgedeckten Tisch einschließlich Geburtstagskuchenhatten wir einen atemberaubenden Ausblick auf dieUnterwasserwelt: Haie, große Rochen und TausendeFische schwommen buchstäblich zum Greifen nah umuns herum!Das abendliche Feuerwerk des Ocean Parks war derwunderbare Ausklang eines gelungenen Fests. LieberP. Helmuth, Gottes reichen Segen für Dich und ad multosannos!Pfarrer Christian Becker


Aus den GemeindenÖkumenisches Gemeindefest in Seoul 2013Am Morgen des 1. Juni herrschte reges Treiben auf demSchulhof der Deutschen Schule, nach 6 MonatenVorbereitung war der große Tag gekommen: Dasökumenische Charity-Fest der Deutschen Community inSeoul sollte um 13 Uhr beginnen.Tische und Bänke, Zelte, der Grill, den uns ein großesHotel jedes Jahr zur Verfügung stellt, wurden aufgebaut,die gespendeten Bücher zum Verkauf ausgelegt, dieGerätschaften für das Kinderprogramm aufgebaut,selbstgebackene Kuchen und Thermoskannen mitdeutschem Kaffee gebracht. Die koreanischen Mütter -meist Ehefrauen von Deutschen, deren Kinder in diedeutsche Schule gehen - brachten das koreanischeEssen, das sie jedes Jahr zum Fest spenden undverkaufen.Im Klassenzimmer, in dem wir am Vortag die eintausend(!), mit Nummern ausgezeichneten Tombolagewinneaufgebaut hatten, überfiel mich plötzlich leichte Panik ...obwohl dies meine 4. Lotterie war, habe ich jedes JahrSorge, ob auch genug Lose gekauft werden, damit alldiese schön verpackten Dinge einen Besitzer finden(meine Wohnung gleicht schon Wochen vorher einemWarenlager).Die Sonne schien, es war heiß, das heißt, es würde vielBier, Limonade und Wasser verkauft, erfreulich für denErlös des Festes, der voll an 6 koreanische Sozialprojektegegeben wird: an ein Haus für Blinde mit Mehrfachbehinderungen,an ein „Haus des Teilens“ zurUnterstützung von 900 Obdachlosen, an ein von einerdeutschen Schwester geführtes AIDS-und Krebshospiz,an ein Haus für Wanderarbeiter, an eine von einerbelgischen Ärztin gegründeten Klinik für Bedürftige,sowie an ein Adoptionszentrum für ledige Frauen. Fastalle diese Projekte werden nicht vom Staat unterstützt,sondern sind allein auf Spenden angewiesen.Wie in jedem Jahr liefen auch diesmal die Vorbereitungenüber ein halbes Jahr. Sponsoren müssen angesprochenund um Geldspenden bzw. um Sachspenden für die großeTombola gebeten werden. Essen, Getränke, Unterhaltung,Helfer, Plakate, Musikanlagen und Musik, es gibtunzählige Dinge, die bedacht, besprochen, die organisiertwerden müssen. Aber auch in diesem Jahr hatten wirwieder ein tolles Team. Durch Weg- und Zuzüge ändertsich die Zusammensetzung der Gemeinde jedes Jahr,und doch finden sich jedes Jahr, neben den altbewährten,auch immer wieder neue Gemeindemitglieder/Pfarrgemeinderatsmitglieder/Festvorbereiter, mit12neuem Engagement, mit neuen Ideen. Wir sind immer allesehr erstaunt und erfreut, wie die Gemeinde ständig imFluss ist und doch weiter besteht.Zur Sonntagsmesse kommen einige Deutsche, die immerin Korea leben; es kommen die “Expats”; deutscheStudenten, die in Korea studieren; aber auch Koreaner,die deutsch sprechen, deutsch lernen, deutsch übenwollen; Koreaner, die sich der deutschen Gemeindeverbunden fühlen; Koreaner. die mit Deutschen verheiratetsind. Und oft kommen Besucher, die auch im Urlaubeine deutsche Messe besuchen möchten, denn über dasInternet kann man Ort und Zeit leicht finden.Das Sommerfest und die Adventsfeier sind die beidengroßen ökumenischen Veranstaltungen im Jahr, die wirmit der „Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache inKorea“ zusammen organisieren und feiern.Da wir keinen Priester haben - aber zu unserem großenGlück einen sehr aktiven Pastoralreferenten - wird dieMesse sonntags immer von einem deutschsprachigenkoreanischen Priester, meist einem Ordenspriester,gehalten.Die Festatmosphäre mit den über 500 Besuchern warauch in diesem Jahr fröhlich, gemütlich, frisch, unterhaltend.Gerade heute erzählte mir ein Nachbar, er sei mitFrau und kleinem Sohn für 1 Stunde gekommen - und war8 Stunden geblieben; sie hätten so viele nette Leutekennen gelernt, es sei so interessant gewesen, soharmonisch, so vielseitig. Viele Besucher haben diesschon immer betont, Deutsche, Koreaner und andereLandsleute. Sogar aus anderen Landesteilen kommenBesucher. Unsere Gemeinde ist verhältnismäßig gut inSeoul integriert.Aber in diesem Jahr war der Erlös für uns eine besondereÜberraschung: 15.000 Euro, ein bisher unerreichtesErgebnis! Ein großer Teil bestand aus direktenGeldspenden von (meist deutschen) Firmen; das anderewar von uns vor und am Festtag “erarbeitet” worden. Mehrals sonst noch in den vorhergehenden Jahren hatten wirdie Charityzwecke des Festes betont. Und am Ende warenalle Gewinne verteilt, viele bedauerten sogar, dass esnicht noch mehr Lose gab ... dabei hatten wir 3500vorbereitet.Und doch sind es nicht die Spenden, die an erster Stellestehen, sondern die Freude am Fest und das gemeinschaftlicheBeisammensein.Marianne Beyer, PfarrgemeinderatsvorsitzendeDeutschsprachige Katholische Gemeinde Seoul


Am 11. August 2013 feierte die Sankt ChristophorusGemeinde ihren 60. Geburtstag. An einem Geburtstagist es immer schön, in einer Runde mit Freundenzusammenzusitzen, sich an vergangene Ereignissezu erinnern, aber auch aktuelle Themen zu diskutieren.So war es auch bei unserem Gemeindejubiläumnicht anders. Wir hatten Gelegenheit, mit Gemeindemitgliedernund geladenen Gästen von verschiedenenVereinen, Kirchengemeinden, einem Mitglieddes Victorianischen Parlaments und WeihbischofThomas Maria Renz aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der eigens angereist war, interessanteGespräche zu führen und ihre Meinungen zu hören.In diesem Beitrag möchten wir kurz auf unserenWerdegang zurückschauen und versuchen, die Chancenund Herausforderungen für die Zukunft zu erläutern.1953 wurde die Gemeinde St. Christophorus in Melbournefür deutschsprachige Auswanderer gegründet.Ziel war es, den Leuten, die aus verschiedensten Gründenihre Heimat verlassen hatten und nach Australiengezogen waren, Hilfestellung zu leisten und eine geistigeHeimat anzubieten. Die Gemeinde bestand damalshauptsächlich aus jungen Familien und begann alskleine Gemeinschaft im örtlichen Kolpinghaus. Mit derZeit wuchs die Gemeinde und nach einer Zwischenstationin Richmond fand sie 1983 ihre heutige Heimat inCamberwell. Die Gemeindemitglieder hatten die Möglichkeit,sich nach der Hl. Messe in der Halle mit anderenGemeindemitgliedern mit einem ähnlichen kulturellenHintergrund zu treffen. Sie tauschten sich inihrer Muttersprache über die verschiedensten Themenaus und organisierten regelmäßig Veranstaltungen.Mit der Zeit lebten sich die meisten Mitgliederimmer mehr in ihrer neuen Heimat ein und die Anzahlder deutschen Einwanderer und neuen Gemeindemitgliedernahm ab. St. Christophorus ging es wie vielenGemeinden der übrigen Welt: Die zweite Generationder deutschsprachigen Einwanderer kam nur in seltenenFällen regelmäßig zur Kirche, das Durchschnittsalterder Gemeinde stieg immer mehr an. Auch der Priestermangelin Deutschland hatte seine Auswirkungenauf uns. Im Jahr 2007, als Pater Leonhard nachDeutschland zurückkehrte, konnte die Stelle vomKatholischen Auslandssekretariat nicht neu besetztwerden. Deutschland kämpft selbst mit Priestermangelund hat zu wenige Priester, um alle Auslandsgemeindenzu besetzen.Aber im Leben machen wir eigentlich immer dieselbeErfahrung: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sicheine andere. So war es auch bei uns. Schwester Elizabethorganisierte ein Team deutschsprachiger Priester,die sich bereit erklärten, am Sonntag die Hl. Messemitzufeiern. Einer von ihnen, Father Brian Boyle,schloss 2009 einen Vertrag mit uns und leitet - nebenseiner Arbeit an der Universität - seit dieser Zeit dieAus den Gemeinden60 Jahre Sankt Christophorus Gemeinde in Melbourne13Von links: Fr. John Hill, Weihbischof Thomas Maria Renz aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart (Germany)Fr. Brian Boyle, sowie Fr. Jo DirksGemeinde. Da er aber noch in anderen GemeindenVerpflichtungen hat, kommen nach wie vor auch anderedeutschsprachige Priester. So sind wir in der glücklichenLage, dass wir weiterhin jeden Sonntag eine deutscheHl. Messe haben.Im Jahr 2010 kam Silvia Drescher, eine Gemeindereferentinaus Deutschland mit einem Vertrag für dreiJahre zu uns. Jetzt, nach ihrer Rückkehr, werden dieAufgaben, die Silvia für uns erledigt hat, so gut es gehtvon Angelika Bartasek, Sekretärin und Parish Workersowie anderen Freiwilligen aus der Gemeinde übernommen.Denn auch diese Stelle konnte nicht wiederaus Deutschland besetzt werden. Es ist interessant, zubeobachten, dass die Gemeinde in den widrigen Zeitenfester zusammenhält und sich genügend Freiwilligefinden, um die anfallenden Aufgaben zu erledigen. Dasist ein schöner Beweis für die Lebenskraft, die weiterhinin der Gemeinde steckt. Neue Impulse kommenauch von der Zusammenarbeit mit der deutschen Schulesowie dem Deutschunterricht, den wir am Sonntaganbieten. So haben wir in diesem Jahr 7 Kommunionkinder.Wie sich unsere Deutsche Gemeinde St. Christophorusweiterentwickeln wird, wird die Zukunft zeigen.Unsere Gemeinde ist eine alternde Gemeinde und vielvon unserer geistlichen Arbeit betrifft die Fürsorge derKranken und der alten Menschen in ihrem Zuhause.Unsere seelsorgliche Arbeit beinhaltet auch die beidenAltersheime hier in Melbourne, die wir besuchen unddie Sakramente spenden. Es zeichnet sich ab, dass dieZahl der Gemeindemitglieder weiter geringer wird. Unsist aber sehr bewusst, dass unsere Gemeinschaft nureine Zukunft haben wird, wenn es uns gelingt, mit jüngeren,deutschsprachigen Familien Kontakt aufzunehmenund sie zum Gottesdienst und zu unseremGemeinschaftsleben einladen. Die modernen Lebensformenmit ihrem hohen Anpassungsdruck haben dieTendenz, spirituelle Dimensionen aus dem Leben zuverdrängen.Unsere Gemeinde ist geprägt von einer ethischenGrundhaltung, die über viele Jahre von denen aufgebautwurde, die regelmäßig die Hl. Messe besuchenund das Sozialleben der Gemeinde in Verantwortungmitgestalten. Viele der gewöhnlichen Aufgaben, die


Aus den Gemeinden60 Jahre Sankt Christophorus Gemeindein Melbournenotwendig sind, um eine Kirchengemeinde zu unterhalten,werden mit Freude von Gemeindemitgliedernübernommen: Die Vorbereitung der Hl. Messe, Krankenbesuche,die Organisation des Seniorenklubs, Ausflügeund Treffen, das Instandhalten der Gemeindegebäude,das Vorbereiten von Mahlzeiten für unsere festlichenZusammenkünfte, um nur einige von diesengeistlichen und karitativen Ämtern zu erwähnen. Wirsind dankbar für die weiterbestehende Unterstützungvon Msgr. Lang und seinem Team in Bonn. Und wir sindzuversichtlich, dasswir auch noch 75 JahreDeutsche katholischeGemeinde inMelbourne und Victoriafeiern werden.P. Brian Boyle (Pastor)Volker Ankenbrand(Vorsitzender)(sprachlich redigierte Fassung)Deutschsprachige katholischeSt Christophorus-Gemeinde in Sydney- Croydon feiertihr 60-jähriges BestehenDie wunderschöne und altehrwürdige Kirche in derEdwin Street in Croydon war am Sonntag, 4. August,der Mittelpunkt einer besonderen Feier: Das 60-jährige Bestehen der deutschsprachigen Gemeindewurde mit einem Pontifikalhochamt begangen, dasder extra angereiste Weihbischof Thomas MariaRenz aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit denbeiden Pfarrern Brendan Quirk aus Rockdale unddem deutschen Pfarrer, Roland Maurer zelebrierte.Der Cäcilien-Chor der Gemeinde sang die Krönungsmessevon Mozart, verstärkt durch Solisten undOrchester. Mitten im Gottesdienst führten dannGemeindemitglieder auch das legendäre CroydonerChristophorus-Spiel auf, mit dem die Bedeutung desGemeindepatrons als Begleiter der Reisenden undAnkömmlinge in Australien herausgehoben wurde.Die Gemeinde wurde 1953 durch einen Radioaufrufdes ersten Seelsorgers, Pfarrer Stein ins Lebengerufen, der die vielen deutschsprachigen Einwandereraus dem Nachkriegseuropa in ihrer religiösen undkulturellen Identität zu beheimaten versuchte. Nachdemdie ersten Messen im Ozanam House am CircularQuai und im Villawood Migrant Hostel gehalten wurden,konnte die Gemeinde 1973 die ehemalige CongregationalChurch in Croydon erwerben. Nach arbeitsreicherRenovation der Kirche und dem Neubau derGemeindehalle war die Gemeinde mit allem ausgestattetund das Leben blühte noch stärker auf. Seit 4014Jahren fanden so manche Dinner, Events und Oktoberfestehier statt, nicht zu vergessen die sonntäglichenGottesdienste in deutscher Sprache – mit gelegentlichenenglischen Einfügungen.Nach dem Festgottesdienst, wurden unter denEhrengästen auch der deutsche Generalkonsul Steinbachmit Gattin, der Vertreter der Deutschen EvangelischenGemeinde, Herr Täckelburg, der Vize-Präsidentdes Österreichischen Clubs, Herr Bouvier mit Gattinund der Schulleiter der Deutschen Schule, Herr Seifertmit Gattin begrüßt.Einer der Männer der ersten Stunde, Jack Hanich,beschenkte die Festversammlung mit einem ausführlichenAbriss der vielen Ereignisse aus dem früherenGemeindeleben und wie die Gemeinde heute aus Mitgliedernbis in die 4. Generation und auch Ehegattendeutschsprachiger Mitglieder besteht, wie auch einigenAussies, die in Deutschland studiert haben.Am Samstag zuvor hatte Weihbischof Renz 10Jugendlichen das Sakrament der Firmung gespendet.In einem schlichten aber sehr persönlichen Gottesdienstwurden die Jugendlichen auf ihrem Lebens- undGlaubensweg mit dem Heiligen Geist gestärkt – undauch die Eltern und Firmpaten spürten einen kleinenHauch des Geistes.Artikel und Fotos von Malcolm Larden


15Aus den GemeindenKleines und Großes, Bewährtes und NeuesMsgr. Peter Lang zu Besuch in BrasilienAnlässlich seiner ersten Brasilienreise konnte sich derLeiter des katholischen Auslandssekretariates eingutes Bild über die deutschsprachige Seelsorge in ihrerlandespezifischen Verschiedenartigkeit machen.Brasilien, als Land fast so groß wie Europa und doppeltso groß wie die EU, ist seit weit über hundert Jahren dasZiel deutscher Einwanderer, die sich in mehrerenWellen mit verschiedenartigem konfessionellenHintergrund in unterschiedlichen Regionen niederließen.Dazu gehören die, auch in Deutschland zumindestnamentlich bekannten, eher protestantischgeprägten Städte im Süden des Landes wie Blumenauund Pomerode, aber auch Regionen weiter nördlich wieetwa um Belo Horizonte.Hier existiert noch eine kleine deutschsprachigekatholische Gemeinde St. Josef, die erste Station derReise von Msgr. Lang im Juni war. Dieser Umstand warGrund der Freude und der Dankbarkeit für die verbliebenenDeutschsprachigen mit Pater Peter Straubingeran der Spitze in ihrem Glaubensleben und ihrer Arbeitnicht vergessen zu sein. Sein Besuch, so der Leiter desKAS auch bei den nachfolgenden Begegnungen, seinicht eventuellen Missständen geschuldet, sondernvielmehr Ausdruck der Dankbarkeit und des Respektsfür das Geleistete.Von dort führte ihn der Weg ins weltberühmte Rio deJaneiro, wo die deutschsprachige Pfarrei St. Bonifatiusin Ermangelung eines eigenen Pfarrers vor allem vonengagierten Laien getragen wird. Jürgen Wischermannund die Seinen konnten so Msgr. Lang einiges über dasin den vergangenen Jahrzehnten wie in der GegenwartGeleistete informieren, ohne freilich die Schwierigkeitenzu verschweigen, denen man durch die konkreteSituation vor Ort ausgesetzt ist. Rio de Janeiro ist keineEinwanderungsstadt und auch kein Industriestandort,der immer wieder neue Gemeindemitglieder in dieRegion ziehen würde. Gleichzeitig sehen sich diesozialen Werke der Pfarrei, insbesondere derKindergarten einer immer größeren staatlichenReglementierung ausgesetzt. Auch hier überwog aberdie Dankbarkeit, die sich während eines gemeinsamenEssens nach der Messe am Samstagabend immerwieder zeigte, im Blickfeld des Auslandssekre-tariateszu bleiben.Noch am selben Abend war es Zeit zur dritten undletzten Station der Brasilienreise aufzubrechen – SãoPaulo. Bei weitem nicht so ansehnlich wie Rio ist sieStandort der, mit der Region Shanghai, größtendeutschen Industrieansiedlung weltweit. Und sieverfügt über eines der größten Gemeindezentrenzusammen mit der Kirche St. Bonifatius im Verbunddes Auslandsekretariates. Gegründet als typischeEinwanderergemeinde mit Wurzeln, die bis in diezwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts reichen, wirdsie in den letzten Jahren zunehmend zu einer Pfarreider Expats, also vor allem von nur vorübergehend sichim Lande aufhaltender Mitarbeiter der Industrie, derSchulen, Verbände und Stiftungen der deutschsprachigenLänder.Das führt naturgemäß zu einer größeren Fluktuationbei den Meßbesuchern im Laufe der Zeit, das ist aberauch Hinweis auf die Zukunftsfähigkeit der paulistanerPfarrei. Und so stand in den Gesprächen mit Msgr.Lang, nach der Sonntagsmesse und der Aufführung derBachkantate „Jesus bleibet meine Freude“ durch denChor der Porto-Seguro-Schule, bei dem sich anschließendenEmpfang auf dem Kirchplatz und denGesprächen mit dem Vorstand der Pfarrei, dieZukunftsplanung im Mittelpunkt, baulich wie personell.Dass auf beiden Gebieten nicht nur Gesprächsbereitschaftbestand, wurde von den Vertretern der Pfarreimit großer Freude festgestellt.Nach einer Stadtbesichtigung und einem abschließendenTreffen mit dem Pfarrer von Sankt Bonifatius tratMsgr. Lang am Montagabend die Heimreise nachDeutschland an. Die deutschsprachigen Gemeinden inBrasilien sind ihm dankbar für die Gelegenheit, ihrenAlltag, ihre Freuden und Sorgen darstellen zu könnenund freuen sich auf ein Wiedersehen in hoffentlichnicht zu ferner Zukunft.P. Dr. Georg Fischer OT, Sao PauloBesuch von Msgr. Lang in Belo Horizonte


Bischof Koch zu Besuchim südlichen AfrikaInterviewDresden (KNA) Die deutschsprachigen katholischenGemeinden im Ausland werden nach Einschätzungdes Dresdner Bischofs Heiner Koch immer wichtiger.Sie seien "ein Stück Heimat" für die wachsende Zahlvon Deutschen, Österreichern und Schweizern, die inanderen Staaten arbeiten, sagte Koch am Mittwochin Dresden in einem Interview der KatholischenNachrichten-Agentur (KNA). Zudem seien sie Brückenbauerzwischen dem jeweiligen Land und derBundesrepublik. Der Beauftragte der DeutschenBischofskonferenz für die Auslandsseelsorge äußertesich nach einem Besuch der Gemeinden im südlichenAfrika. Solche Auslandsgemeinden fürdeutschsprachige Katholiken gibt es weltweit anrund 120 Standorten.KNA: Herr Bischof Koch, Sie sind erstmals als Auslandsbeauftragterder Deutschen Bischofskonferenzin den Süden Afrikas gefahren. Warum gerade dorthin?Koch: Ich habe einen Visitationsplan, nach dem ich insieben Jahren die deutschsprachigen katholischen Kirchengemeindenaußerhalb der Bundesrepublik besuche.Mit diesem Auftrag war ich schon in Ostasien undin fast ganz Europa. Nun waren Südafrika und Namibiaan der Reihe, im kommenden Jahr sind es Australienund Nordamerika.KNA: Welche Erfahrungen haben Sie aus Afrika mitgebracht?Koch: Als stärkster Eindruck bleibt für mich die Ungewissheitmeiner Gesprächspartner in Kirche, Politikund Gesellschaft über die künftige Entwicklung dieserRegion. Das Ende der Rassentrennung hat viele Fortschrittemit Blick auf Demokratie und Menschenrechtegebracht. Ins Auge sticht aber weiter eine enorme Trennungzwischen Reich und Arm, auch in der schwarzenBevölkerung. Es gibt wohlhabende Wohngebiete, dievon der Polizei geschützt werden, aber auch riesigeArmensiedlungen. Dazwischen liegen Welten, und dieSpanne wird immer größer. Es stellt sich die Frage, wieeine Gesellschaft das aushält."Geschätzt und geachtet"Bischof Koch zu dendeutschen katholischenAuslandsgemeindenVon Gregor Krumpholz (KNA)16KNA: Was können angesichts dieser Lage die deutschsprachigenKirchengemeinden tun?Koch: Ich war überrascht, welch' große Bedeutung dieseGemeinden haben. Die Deutschen sind geschätztund geachtet. Es sind Diplomaten und Vertreter großerFirmen, aber auch Ärzte, Lehrer und Entwicklungshelfer,vor allem in Namibia zudem Deutsche, die seit derKolonialzeit dort leben. Sie können gute Brückenbauerfür Partnerschaften mit Gemeinden in Deutschlandsein und dafür sorgen, dass Hilfe dort ankommt, wo sieankommen soll.KNA: Welche Bedeutung haben die Auslandsgemeindenfür ihre Mitglieder selbst?Koch: Sie sind ein Stück Heimat auch für Österreicherund Schweizer. Die Gemeinden stellen teilweise großeKulturprogramme auf die Beine mit Konzerten undLesungen, sie sind aber auch spirituelle Orte. Bei vielenMenschen, die auf Zeit im Ausland leben, wird der Glaubeintensiver. Lockere Bindungen zur Kirche werdenwieder enger. Das ist in allen Auslandsgemeinden festzustellen.KNA: Was empfehlen Sie der Deutschen Bischofskonferenznach ihrer Rückkehr aus Afrika?Koch: Wir müssen vor allem die Mitglieder der Auslandsgemeindenstützen und begleiten, die nur einerelativ kurze Zeit im jeweiligen Land sind und sich deshalbnicht in die dortige Gesellschaft integrieren können.Besonders wichtig ist es für die Kinder undJugendlichen, damit sie unter den beruflichen Anforderungenihrer Eltern nicht leiden, sondern sie als Chanceauch für sich sehen können. Mit der zunehmenden Globalisierungwerden auch die Auslandsgemeindenimmer wichtiger.KNA: Wohin führt Ihre nächste Reise als Auslandsbeauftragter?Koch: Im November sind Athen und Kairo vorgesehen.Ob allerdings die Fahrt in die ägyptische Hauptstadtzustande kommt, ist angesichts der politischen Lageungewiss.(Quelle: K N A, Produkt: bkn,Ressort: pl, Meldungsnummer: 64)


Bischof Koch zu Besuchim südlichen AfrikaBischof Heiner Koch besucht dieDeutschsprachige katholische Gemeinde am Kapund feiert mit ihr ein Hochamt mit viel Inspiration und WürdeAm 18. August 2013 hatte die Gemeinde die Gelegenheitmit Bischof Dr. Heiner Koch, Msgr. PeterLang, Fr. Stefan und Fr. Dominic einen Gottesdienstzu feiern, der vielen von uns sicherlich lange in Erinnerungbleiben wird. Nicht nur die interessante undspannende Predigt von Bischof Koch, sondern auchdie wunderschöne, würdevolle Atmosphäre in unsererKirche im Nazareth House führte zu angeregtenGesprächen bei den vielen Gemeindemitgliedern undGästen im anschließenden "Get-Together".18 Mädchen aus Bad Lippspringe hatten während ihrerSüdafrikareise in Kapstadt Halt gemacht, uns sangenbei uns im Nazareth House anlässlich des Bischofbesuches.Die fröhliche Truppe - unter Leitung von GrundschullehrerinCarina Bieberneit - besteht seit 1996 undpflegt eine Partnerschaft mit einer Schule in Polokwane,die sie seit mehreren Jahren besuchen.Vielen Fragen warteten auf Bischof Koch anlässlicheiner Sitzung unseres Pfarrgemeinderats in der "MediterraneanVilla“. Es waren in den vergangenen Monatenimmer wieder Stimmen laut geworden, die unsererGemeinde evtl. keine Zukunftsfähigkeit bescheinigenwollten. Uns wurde jedoch versichert, dass dazu keinAnlass bestände. Vielmehr habe man schon einen neuenPfarrer nominiert. Interessant waren die Diskussionenund Gedanken, wie mehr Gläubige, Jugendlicheund Kinder für die Gemeinde zu rekrutieren wären.Dazu bedarf es neuer Anstrengungen und Ideen, unseredoch recht weit verstreut lebenden katholischenGläubigen zum Besuch der Sonntagsmesse zu "animieren".Im Vordergrund sollte dabei die Jugendarbeit stehen.Ein Lob erhielten wir auch für die guten ökumenischenBeziehungen zur St.-Martini-Gemeinde, mit derwir zweimal im Jahr einen gemeinsamen Gottesdienstfeiern.Bischof Koch - seit einigen Monaten Bischof der DiözeseDresden-Meißen – machte deutlich, dass er sich wieeine Art moderner Missionar empfinde, denn viele Menschenseines Bistums erführen zum ersten Mal einechristliche Heimat und empfänden die Wichtigkeiteiner katholischen Ansprache.Generalkonsul Roland Herrmann nahm den Besuchvon Bischof Dr. Heiner Koch und Msgr. Peter Lang (Leiterdes Katholischen Auslandssekretariates) zumAnlass, zu einem Empfang in die Deutsche Botschaft17einzuladen. Der emeritierte Erzbischof Lawrence Henry,sowie Kapstadts Vize-Bürgermeister, namhafte Vertreterkatholischer Hilfsorganisationen und Mitgliederdes Pfarrgemeinderates waren der Einladung gefolgt.In seiner Begrüßungsansprache würdigte GeneralkonsulHerrmann die Zusammenarbeit mit den großenKatholischen Hilfsorganisationen und unterstrich dieNotwendigkeit der monetären Unterstützung für Afrikadurch die Bundesrepublik Deutschland.Bischof Dr. Heiner Koch war in seiner Eigenschaft alsBeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für dieAuslandsseelsorge in Südafrika und Namibia unterwegs.Nach einem Treffen mit Erzbischof Stephan Brislinund dem Erzbischof von Pretoria William Statterybesuchte er die Deutsche Katholische Gemeinde inDurban mit Convent Marianhill und beendete seinenAfrikabesuch mit der Gemeinde in Windhuk, Namibia.(Quelle:Internetseite der Deutschsprachigen katholischen Gemeinde am Kap;http://kath.org.za/de/nachrichten/allgemeine-nachrichten)


Bischof Koch zu Besuchim südlichen AfrikaBischof Koch besucht die deutschsprachigeGemeinde Durbankonzelebrierten. Es war für alle ein bewegender Augenblick,als die Firmkandidaten vor Bischof Koch standenund ihren Glauben bekannten, bevor ihre Paten ihnendie Hand auf die Schulter legten und sie das Sakramentder Firmung empfingen.Das Bewusstsein, dass Christsein auch bedeutet, sichfür andere einzusetzen, brachten die Firmlinge eindrücklichdurch eine besondere Hilfsaktion zum Ausdruck:Sie hatten 300 Hilfspakete für arme Familiengepackt. Außerdem halfen sie aktiv sowohl in der Kircheals auch in der Marimbahalle mit, wo jede Handgebraucht wird, da die Not dort sehr groß ist.Im Rahmen seiner Südafrika- und Namibiareisebesuchte der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenzfür die Auslandsseelsorge, Bischof Dr. HeinerKoch, gemeinsam mit Msgr. Peter Lang vom 19.bis 21. August auch die Gemeinde in Durban.Am Beginn stand die Segnung der neuen Urnenmauer(s. Bild) am 19. August. Mittelpunkt des darauffolgendenTages stand die Firmung im Konvent Mariannhill,bei der P. Henry Ratering CMM und Msgr. Peter LangDie Obfrau des Pfarrgemeinderates, Trudy Kastner,begrüßte die gerade Gefirmten und lud sie ein, sich amLeben der deutschsprachigen Gemeinde zu beteiligen,denn eine Gemeinde braucht neue Ideen und jungeMenschen.Der Tag endete am Abend mit einem festlichen Essen,das von Klaus und Barbara Manock und den Familiender Firmlinge gemeinsam vorbereitet worden war.(überarbeitete Fassung eines Artikelsaus dem Gemeindebrief von Mariannhill)Visitationsbesuch der deutschsprachigenKatholiken in Windhoek (Namibia)Vom 21. - 23. August 2013 besuchten Bischof HeinerKoch und Msgr. Peter Lang im Zusammenhang ihresVisitationsbesuches im südlichen Afrika auch diedeutschsprachigen Katholiken in Windhoek.Die Spannung war groß in unserer kleinen Gemeinschaft,gab es bis jetzt noch nie einen derartigenBesuch. So manche fragten: Wie wird wohl die Bewertungausfallen nach einem knappen Jahr mit einer eigenenHauptamtlichen? Und wie soll und kann man innicht mal 48 Stunden einen Überblick und Einblick indie Gemeindearbeit vermitteln? Dies wird nochdadurch erschwert, dass wir ja keine eigenständigePfarrei sind, sondern eine Gruppierung innerhalb derörtlichen Kathedralpfarrei St. Mary´s in Windhoek.Am ersten Abend fuhren wir mit Herrn Bischof Koch Am nächsten Tag gab es eine kleine Stadtrundfahrtund Msgr. Lang auf eine Lodge etwas außerhalb von durch Windhoek. Besichtigt wurden historische Gebäudeaus der Kolonialzeit wie z.B. der sog. TintenpalastWindhoek. Mit dabei waren das Planungsteam desFrauenkreises (der wichtigste und aktivste Teil der oder die evangelische Christuskirche, aber auch eindeutschsprachigen Katholiken) und Pater Lukas Mosemedi,Pfarrer der Kathedralpfarrei. Hier gab es in guter vollen Wandbildern zur alten und neuen GeschichteAbstecher in das Regierungsgebäude mit seinen kunst-Atmosphäre und bei einem hervorragenden Essen die Namibias stand auf dem Programm. Anschließend trafenwir uns mit dem ständigen Vertreter der DeutschenMöglichkeit für intensive Gespräche über den Standund die Entwicklung unserer Gemeinschaft. Zudem Botschaft, Herrn André Scholz. Es wurde über die politischeSituation und Entwicklung des Landes gespro-erwies sich auch der Spruch „Die Welt ist ein Dorf“ wiedermal als wahr, denn Msgr. Lang und der Besitzer der chen, wie auch über den Stellenwert der Kirchen undLodge kannten sich aus Jugendzeiten.ihrer Arbeit im Land.18


Visitationsbesuch der deutschsprachigenKatholiken in Windhoek (Namibia)Bischof Koch zu Besuchim südlichen AfrikaAm Nachmittag fuhren wir nach Katutura. Wörtlichübersetzt bedeutet es: Der Ort, an dem wir nicht seinwollen. Es ist der nördliche Stadtteil von Windhoek. Erentstand durch die Südafrikaner in der Zeit der Apartheit.Heute wohnen hier die vielen Armen, die hoffen,eine Arbeit in der Stadt zu finden. Es ist ein drastischerGegensatz zur Innenstadt. Der größte Teil besteht nochaus Wellblechhütten, ohne Stromanschluss und eigenesWasser. Auf engstem Raum erlebt man die starkenGegensätze von Arm und Reich. Es waren sehr bewegendeund berührende Stunden.Am Abend wurde dann eine Heilige Messe in der KathedraleSt. Mary´s gefeiert.Daran anschließend fand für alle ein Empfang imGemeindesaal statt. Auch hier gab es wieder die Gelegenheit,mit den deutschsprachigen Katholiken insGespräch zu kommen und einen Einblick in das vielfältigekirchliche Leben zu bekommen. Es wurde deutlich,dass ein Großteil unsere Gemeinschaft aus hier aufDauer lebenden Menschen besteht. Einen häufigenWechsel wie in manchen anderen Metropolen, wo Menschenaus beruflichen Gründen nur für wenige Jahreim Land sind, gibt es kaum. Auch die Situation des Tourismus‘stellt sich in Windhoek anders dar, als in anderenLändern: Zwar ist der Tourismus eine der wichtigstenEinnahmequellen des Landes, doch in Windhoeksind die Besucher lediglich am Anfang oder am Endeihrer Reise für 1-2 Nächte. Den Rest ihres Urlaubessind sie im ganzen Land unterwegs.Am Ende des Besuches hatten wir den Eindruck, dasses uns trotz der nur kurzen Besuchsdauer von etwa 48Stunden gelungen ist, Bischof Koch und Msgr. Langeinen guten Einblick in unser Gemeinschaftsleben undin unsere besondere Situation zu geben zu haben.Nach einer Heiligen Messe in der Krankenhauskapelleder Benediktinerinnen von Tutzing, die das Krankenhausin Windhoek betreuen, hieß es dann auch schonwieder Abschied nehmen und zum Flughafen aufzubrechen.Fotos und Text:Gemeindereferentin Pascale DahlmeierBischof Koch und Monsignore Lang zu Besuchin der St. Bonifatius Gemeinde in JohannesburgAm Freitag, den 23. August 2013 trafen Bischof Kochund Monsignore Lang auf ihrer Rundreise durch dassüdliche Afrika auf dem Johannesburger internationalenFlughafen ein. Die beiden Gäste bezogen ihreZimmer im Gästehaus der Pfarrei St. Bonifatius.Kurz darauf fand eine erste Begegnung des Bischofsmit den Firmlingen der Pfarrei statt, die am Sonntagdas Sakrament der Firmung aus der Hand BischofKochs empfangen sollten.Nachdem die erste Scheu vor den Gästen überwundenwar, kam es zu einer anregenden Unterhaltung über dieVorbereitung zur Firmung und zu einem Erfahrungsaustauschbezüglich der Lebenswelt junger Menschen inJohannesburg. Es fiel auf, dass einige unter den Firm-Bewerbern, trotz familiärer Zugehörigkeit zur deutschsprachigenGemeinde in dritter Generation, keinDeutsch sprachen. Hier zeigte sich ein nicht unerheblicherWandel im demografischen Gefüge der JohannesburgerGemeinde, die einst zu den klassischen Einwanderer-Pfarreiengehörte.19Johannesburg, unumstritten das größte Handels- undWirtschaftszentrum des südlichen Afrikas, ist nicht längerZentrum eines Landes mit großer Anziehungskraft


Bischof Koch zu Besuchim südlichen AfrikaBischof Koch und Monsignore Lang zu Besuchin der St. Bonifatius Gemeinde in Johannesburgund verheißungsvollen Aussichten für europäische Einwanderer.Dies zeigt sich eindrücklich in der geringerwerdenden Zahl von sog„ Expatriates“, die noch vor guteinem Jahrzehnt an der Deutschen Schule in Johannesburg(DSJ) zweidrittel der Schüler ausmachte. Heuteliegt ihr Anteil an der DSJ bei unter 10 Prozent. Für siewird nicht nur Englisch alternativ zu Deutsch als Unterrichtsspracheangeboten, sondern seit Jahren ist Englischdie Sprache unter Schülern auf dem Schulhof.Dass diese Entwicklung, neben anderen Ereignissen,sich nachhaltig auch auf das Leben jeder deutschsprachigenGemeinde im Gebiet der Erzdiözese Johannesburgauswirkt und welche Konsequenzen der Pfarreidaraus folgen, dominierte auch die abendliche Begegnungder Gäste mit dem Parish Board (PGR mit Verwaltungsrat)von St. Bonifatius.Bischof Koch dankte den Mitgliedern für ihr ehrenamtlichesEngagement. Hans Schober, stellvertretender Vorsitzenderdes Gremiums, dankte Bischof Koch undMonsignore Lang sowohl für Entsendung von PfarrerHolzamer und seines Vorgängers als auch für die großefinanzielle Unterstützung von Seiten des KAS in denzurückliegenden Jahren und zog Bilanz über die erfolgtenArbeiten zur Erhaltung der im Besitz der Gemeindebefindlichen Gebäude.In einem sehr offenen und vertrauensvollen Gesprächüber die Situation der Gemeinde und die Aussichten fürdie Zukunft fasste Bischof Koch den Tenor desGesprächs so zusammen: „Wir sind als Kirche in ersterLinie nicht hier zur Erhaltung von toten Gebäuden unddem Abhalten berauschender Feste, die auch andereorganisieren und veranstalten. Wir sind wir hier, umihre Kernaufgaben in der Verkündigung und Weitergabedes Glaubens, im Versammeln in der Liturgie zumLob Gottes und als Gemeinschaft, in der sich die Menschenauch gesellig wohl fühlen und nicht zuletzt diecaritative Ausrichtung, welche die Sorgen in Not Geratenernicht vergisst, sicherzustellen.“ Zuvor hatten dieMitglieder des Parish Boards als ihre Priorität das „Füreinandereiner älter werdenden Gemeinde und in dieWeitergabe des Glaubens an die nachwachsende Generation“formuliert. Sie konnten nach einem harmonischenTreffen gestärkt und ermutigt nach Hausegehen, während für die Gäste aus Deutschland ein ausgefüllterTag, der noch in Windhuk im benachbartenNamibia begonnen hatte, endete.20Nach dem gemeinsamen Frühstück im Pfarrhaus amSamstagmorgen fuhren die Besucher zum Pastoralbesuchnach Pretoria.Am Sonntag fand der Besuch in Johannesburg in derFeier der Eucharistie zu seinem Höhepunkt. Im festlichenGottesdienst empfingen sieben Jugendliche dasSakrament der Firmung, auf das sie sich, unterstütztvon ihrem Seelsorger, in den vergangenen Monatengründlich vorbereitet hatten. In seiner Predigt eröffneteBischof Koch, der aus seinen jüngsten Erfahrungen inden Neuen Bundesländern Ermutigendes zu berichtenhatte, nicht nur den zu firmenden Jugendlichen einezuversichtliche Perspektive, im Glauben und derGemeinschaft der Kirche Halt und Heimat in unsererflüchtigen Zeit zu finden.Sichtlich bewegt von der Feier ergab sich nach demGottdienst die Gelegenheit für alle Gemeindeangehörigenzum zwanglosen Zusammensein mit den Gästenbei einem von den Bastelfrauen der Pfarrei und denFamilien der Firmlinge vorbereiteten kleinen Empfang.Für Bischof Koch ging damit der erste und hoffentlichnicht sein letzter Besuch, wie von zahlreichen Gemeindemitgliedernausgedrückt, in der JohannesburgerGemeinde zu Ende, denn, so ein betagter Deutschafrikaner:„So wichtig der erste Eindruck auch ist, erst ineiner zweiten Begegnung eröffnet und erhellt sich derweite Horizont Afrikas“.Die abschließende Fahrt zum Flughafen führte aufWunsch von Bischof Koch durch die Innenstadt Johannesburgs.Vorbei am „Soccer City“, dem größten FußballstadionAfrikas und Ort des Endspiels der Fußballweltmeisterschaftvon 2010 am Rande Sowetos. InSoweto leben nach offizieller Leseart allein über 2 Millionen,nach inoffiziellen, realistischeren Schätzungenmehr als 4 Millionen Menschen afrikanischer Herkunft.Von dort ging die Fahrt nach Hillbrow, wo sich im HerzenJohannesburgs die Kathedrale befindet. Hier konntenBischof Koch und Monsignore Lang sichtbar erfahren,wie es jüngst Erzbischof Buti Tihagale über seine Dompfarreivor Priestern aussprach: „Hier hat sich in den letzten10 Jahren die Gesichtsfarbe total verändert“. WarHillbrow in den Jahren der Apartheid erste Station weißerEinwanderer und gesellschaftlicher Mittelpunkt mitParks, Kinos, Tanzsälen und Theatern, so ist es auchnoch heute eine Stätte der Zuwanderer, jedoch alsZufluchtsorte zahlloser, teils illegal eingewanderter Afrikanerauf der Suche nach einem friedvolleren und gesichertenLeben in einer Gesellschaft eines nicht zurRuhe gekommen Kontinentes. Bewegt und beindrucktvon einer Gesellschaft und Kirche im Wandel verabschiedetensich die beiden Vertreter der DeutschenBischofskonferenz von Pfarrer Klaus Holzamer, demsie ihre volle Unterstützung für seine Arbeit in einer Pfarreiim Umbruch zusicherten.Pfarrer Klaus Holzamer


Bei herrlichem attischen Sommerwetterempfing ich Bischof Dr. Heiner Koch undMsgr. Peter Lang auf dem Athener Flughafen.Nach kurzer Fahrt ins Domizil fuhrenwir in unser Pfarrzentrum in Kifissia.Das von den Pammakaristosschwesternangemietete ehemalige Noviziatshaus,eine 100 Jahre alte schweizer Villa, umgeben voneinem herrlichen Garten, ist seit 1998 Heimat derDeutschsprachigen Katholischen St. MichaelspfarreiAthen.Bischof Koch zu Besuch in AthenBesuch von Bischof Dr. Heiner Koch undMsgr. Peter Lang in der DeutschsprachigenKatholischen St. Michaelspfarrei Athenvom 8. – 10. November 2013Die Gäste besuchten als erstes die Kirche, die aus dreiehemaligen Wohnräumen geschaffen worden ist. Einbesonderes Interesse fanden die 8 im Kirchenraumbefindlichen Ikonen, unter ihnen eine große Darstellungder Europapatrone. Aufmerksamkeit fanden fernerdie in einer Silberkapsel eingelegten 5 Reliquienvon Heiligen der ungeteilten Christenheit. Anschließendbeendeten wir den Abend in einer nahe gelegenenTaverne.Am nächsten Morgen, nach der Feier der hl. Messe inunserer Kirche, sprachen die Gäste mit meinen Mitarbeiterinnenund anschließend besuchten wir dasorthodoxe Frauenkloster „Iera Moni Pantokratoros“ beiRafina. Der im 9. Jh. zunächst als Männerklostergegründete monastische Ort zählte in byzantinischerZeit als zweitgrößtes Kloster auf dem Balkan bis zu 600Mönche. Im Jahre 1680 wurde in der Osternacht dasKloster von Piraten überfallen und verwüstet und 179Mönche wurden ermordet. Der einst blühende monastischeOrt verödete in den nächsten Jahrhunderten zurRuine. Erst 1963 wurde an dieser Stelle das monastischeLeben von Nonnen neu begründet. Die tausendjährigealte Klosterkirche, die von den heute 25Schwestern liebevoll gepflegt wird, zeigt eine einmaligehexagonale Architektur auf, wo normalerweise in damaligerZeit die oktogonale Bauweise vorherrschte. Eineweitere Besonderheit verbarg sich in diesem ehrwürdigenGotteshaus: auf drei Ebenen befanden sich achtAltäre, an denen die Priestermönche nacheinander diehl. Liturgie feierten. Da sie in der orthodoxen Kirchedrei Stunden dauert, erreichte man, dass 24 Stundenlang und das jeden Tag die hl. Liturgie nie endete. Darumnannte man diesen Ort auch Kloster der „NichtSchlafenden“. Eine Schwester begrüßte uns im Namender Äbtissin und der Klostergemeinschaft und führteuns in die alte Klosterkirche, in die Reliquienkammerund in die große neu erbaute Klosterkirche, die aufgrunddes großen Besucherstroms nötig wurde, währendin unseren Heimatländern Kirchen aufgegebenund profaniert werden. Dieser Kirchenneubau und vorallem das Zeugnis der jungen Ordensfrauen in dieserGemeinschaft sind hoffnungsvolle Zeichen. Danachbewirteten uns die Schwestern mit einem guten Klosterkaffeeund Gebäck. Zum Abschluss beteten wir inder neuen Klosterkirche das Ave Maria.Weiter ging die Fahrt zum Meer, wo wir uns in einerFischtaverne zum Mittagessen einfanden. Nach einerkurzen Mittagspause ging es am Nachmittag ins Zentrumvon Athen, wo uns eine griechische Fremdenführerinmit ausgezeichneten Deutschkenntnissen durchdas neue Akropolismuseum Athen führte. Es ist eineder spektakulärsten Museumsneubauten unsererTage. Nachdem für die Olympischen Spiele 2004bereits die Straßen um die Akropolis in eine autofreieFlaniermeile umgewandelt worden waren, wuchs –gleichsam als Abschluss – am Südabhang der Burg visà-visdes Dionysos-Theaters das neue Akropolis-Museum. Es ist Heimat vieler auf der Akropolis gefundenerSchätze. Viele Objekte der vier Gebäude, darunterdie 5 original Karyatiden von Erechtheion, sind inden neuen Ausstellungsräumen zu bewundern.Nach dem Museumsbesuch führte ich die Gäste zurnahe gelegenen Paulusstelle am Areopag. Hier lasenwir die berühmte Predigt des Völkerapostels und gingenzum Abschluss zum Abendessen in eine Taverneam Fuße der Akropolis.Der Sonntagmorgen war für die Feier der hl. Messe mitden Pfarrangehörigen vorgesehen, in der Bischof Dr.Koch für Klein und Groß eindrucksvoll predigte. AmSchluss der hl. Messe bedankte sich Bischof Dr. Kochfür meine über 25jährige Tätigkeit als Pfarrer der St.Michaelspfarrei. Außer den zahlreich erschienenenPfarrangehörigen konnte ich als Ehrengäste u. a. denBotschafter der Bundesrepublik Deutschland, HerrnWolfgang Dold, den Botschafter der SchweizerischenEidgenossenschaft, Herrn Lorenzo Amberg, eineAbordnung der Athener Missionaries of Charity, die Oberinder Pammakaristosschwestern und die Vorständeeiniger deutscher Institutionen Athens begrüßen. ImAnschluss an die hl. Liturgie waren alle eingeladen zumEmpfang in unseren schönen Garten bei immer nochsommerlichen Temperaturen. Bei Kaffee und Kuchengab es einen regen Gesprächsaustausch mit der Leitungder deutschsprachigen katholischen Auslandsseelsorge.Am frühen Nachmittag verabschiedete ich Bischof Dr.Heiner Koch und Msgr. Peter Lang auf dem AthenerFlughafen.Msgr. Hans Brabeck21


Konferenzen / TagungenSeelsorge in der Grauzone - Michael Bauer arbeitetals deutscher Auslandspfarrer in ChinaShanghai/Bangkok (KNA) In den meisten Ländernder asiatischpazifischen Region sind Christen eineMinderheit. In Indonesien oder Indien sind sie garmassiven Anfeindungen durch radikale islamischeoder hinduistische Gruppierungen ausgesetzt; in Chinaleiden sie dagegen unter Einschränkungen derReligionsfreiheit. Die deutschsprachigen Gemeindensind durch ihre Ghettosituation davon nichtdirekt betroffen. "Wir tauschen uns über unsereErfahrungen und Probleme innerhalb der deutschsprachigenGemeinden aus", sagt Pfarrer MichaelBauer aus China. "Aber natürlich können wir unserjeweiliges Umfeld nicht völlig ausblenden."Die Deutsche Bischofskonferenz hat den gebürtigenTroisdorfer als Pfarrer der deutschsprachigen katholischenGemeinden in die Volksrepublik Chinageschickt. Denn immer mehr deutsche Geschäftsleuteziehen mit ihren Familien in das kommunistische Reichmit den schier unbegrenzten kapitalistischen Möglichkeiten.Und in der Ferne finden diese oft eine Heimat inder katholischen Auslandsgemeinde.Der Jobwechsel konnte kaum radikaler sein - ebennoch Kaplan im beschaulichen Zülpich, dann Priesterin der Metropole Shanghai. Das war 2004. Seit vier Jahrenist der 44-jährige Bauer zusätzlich auch Seelsorgerder deutschen katholischen Gemeinde in Peking."Shanghai ist offener. Dort steht uns eine Kirche zurVerfügung. In Peking findet die Sonntagsmesse in derdeutschen Botschaft statt", erzählt der Priester, derjede Woche zwischen Shanghai und Peking pendelt.Die eigentliche Herausforderung aber besteht imLeben als katholischer Priester in einem Land mit zweikatholischen Kirchen: der staatlichen ChinesischenKatholisch-Patriotischen Vereinigung und der papstreuenUntergrundkirche. Als Priester hätten die ChinesenBauer gar nicht ins Land gelassen. Sein Visum22Von Michael Lenz (KNA)hat der Theologe und Philosoph mit Wuschelhaarenund John-Lennon-Brille vielmehr für sein Masterstudiumder Sinologie an der Shanghai Normal Universityerhalten.Aus seiner Tätigkeit als Seelsorger der deutschenGemeinden macht Bauer aber keinen Hehl. Er zelebriertGottesdienste, bereitet Kinder auf die Erstkommunionvor, organisiert Gemeindeaktivitäten. Rundbriefesowie Veranstaltungshinweise sind für jedermannzugänglich auf den Gemeindewebseiten zu finden."Die Behörden wissen ganz genau, was ichmache. Bei der Visumssache geht es ja nur darum, dasGesicht zu wahren", sagt er gelassen über sein Lebenin der Grauzone zwischen den kommunistischen Herrschernin Peking und dem Pontifex in Rom."Wir werden so lange toleriert, wie wir uns auf die deutschenChristen beschränken. Der eine oder andere Chinesein unseren Gottesdiensten ist auch in Ordnung,solange wir nicht in der breiteren chinesischen Öffentlichkeitfür uns werben." Diese Bedingungen geltenauch für Kontakte mit der Untergrundkirche. "Es gibtgelegentliche Begegnungen", sagt Bauer kurz.Weltweit betreuen gegenwärtig 70 deutsche katholischePriester und einige Pastoralreferenten im Auftragdes Auslandssekretariats der Bischofskonferenzdeutschsprachige Auslandsgemeinden. Elf von ihnenhaben sich nun im Oktober in Bangkok zu einer Konferenzgetroffen."Wir folgen unseren Leuten, wohin auch immer siegehen", sagt Monsignore Peter Lang, der als Leiter desAuslandssekretariats zur Konferenz gekommen war.Der Monsignore gibt aber auch freimütig zu, dass dieAuslandsseelsorge angesichts des Priestermangels inDeutschland teils kritisch gesehen wird. "So mancheDiözesen lassen nur sehr zögerlich Priester für einenAuslandseinsatz ziehen."Reisetätigkeit ist Alltag für die Auslandspfarrer. JoachimFogl aus Singapur betreut auch die deutschenKatholiken in Kuala Lumpur; Hans Cornelsen aus NeuDelhi baut eine deutsche Gemeinde in Mumbai auf, umnur zwei Beispiele zu nennen. Die vielfältigen Aufgabender Pfarrer wären kaum leistbar ohne eine engeZusammenarbeit mit den deutschsprachigen evangelischenGemeinden. "Die Gemeinde in Peking ist ökumenisch",erläutert Pfarrer Bauer. "Das machen wir schondurch unsere gemeinsame Website deutlich."Die Bedeutung der Ökumene betont auch Jörg Dunsbach,als Pfarrer der deutschen katholischen Gemeindein Bangkok Gastgeber der Konferenz, in seiner Redevor den Gästen, darunter der deutsche Botschafterund der Erzbischof von Bangkok: "Wir sitzen alle im gleichenBoot. Auf verschiedenen Seiten zwar, aber wirhaben das gleiche Ziel."(Quelle: K N A JOURNAL, 43, 29.10.2013)


Personen & DatenNeu in der AuslandsseelsorgeZum 01.11.2013 stellte das Erzbistum München-FreisingPfarrer Werner Demmel (59) für die Leitung der Pilgerstellein Rom frei.Pater Dr. Nikodemus Schnabel OSB (Dormitio) wird abNovember 2013 P. Matthias Karl OSB in der Seelsorge fürdie deutschsprachigen Katholiken in Jerusalem/Israelunterstützen.Aus dem Dienst in der Auslandsseelsorgeschieden ausP. Dr. Horst Baum SVD, seit 2006 Seelsorger derGemeinde St. Thomas in Jakarta/Indonesien, schied ausgesundheitlichen Gründen im November 2013 aus demseelsorglichen Dienst aus.P. Alfons Boess, seit 1964 Seelsorger der ParroquiaCatólica de Habla Allemana in Viňa del Mar/Valparaiso,Chile, schied aus gesundheitlichen Gründen Ende Oktoberaus dem seelsorglichen Dienst aus.Rektor Dr. Hans-Peter Fischer (Bistum Freiburg), seit01.04.2012 Leiter der Pilgerstelle in Rom beendet diesenDienst zum 31.10.2013.Das Katholische Auslandssekretariat dankt P. Dr. Baum, P.Boess und Rektor Dr. Fischer für den Einsatz in derAuslandsseelsorge und wünscht Gottes Segen für dieZukunft.Wir gratulieren...zum GeburtstagHerrn Gregor Spieß, Theologischer Referent im KAS, zum60. Geburtstag am 20. September;Pfarrer Ernst Michael Kryschak zum 80. Geburtstag am17. November;Pfarrer Alfred Scheller, Mijas-Costa, zum 60. Geburtstagam 30. November;Pfarrer Othmar Grüber, Paraguay, zum 85. Geburtstag am18. Dezemberzum Jubiläumder St. Christophorus Gemeinde inMelbourne zum 60jährigen Bestehen.der St. Christophorus Gemeinde Sydney-Croydon zum 60jährigen Bestehen.Freie Stellen in der Auslandsseelsorgeª London/Richmond (Großbritannien)Die Stelle ist für eine Gemeindereferentin / einenGemeindereferenten vorgesehen und soll abSommer/Herbst 2014 neu besetzt werden.Vorausgesetzt wird die Bereitschaft, einige StundenReligionsunterricht an der Deutschen Schule zuerteilen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im BereichKinder-, Jugend- und Familienpastoral. Bewerbungsschlussist der 31. Januar 2014.23ª Washington (USA)Die Stelle ist für einen Priester vorgesehen und soll abdem 01.04.2014 oder in absehbarer Zeit danach neubesetzt werden. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft,einige Stunden Religionsunterricht an der DeutschenSchule zu erteilen. Verbunden mit dieser Stelle ist dieBeauftragung zur nebenamtlichen Militärseelsorge.ª Santiago de Chile (Chile)Die Stelle ist für einen Priester vorgesehen und solltedemnächst neu besetzt werden. Grundkenntnisse derspanischen Sprache oder die Bereitschaft, sich dieseanzueignen, sind notwendig. Ebenso die Erteilung voneinigen Stunden Religionsunterricht an der DeutschenSchule.ª Sao Paulo (Brasilien)Die Stelle ist für einen Priester vorgesehen und ist ab1.1.2015 zu besetzen. Grundkenntnisse der portugisischenSprache oder die Bereitschaft, sich dieseanzueignen, sind erforderlich.ª Seoul (Südkorea)Die Stelle ist für einen/eine Gemeindereferenten/inoder Pastoralreferenten/in vorgesehen und soll ab1.9.2014 neu besetzt werden. Voraussetzung ist dieBereitschaft zur Erteilung von einigen StundenReligionsunterricht an der Deutschen Schule.ª Jakarta (Indonesien)Die Stelle ist für einen Priester vorgesehen und sollmöglichst bald wieder besetzt werden. Voraussetzungist die Bereitschaft zur Erteilung von einigen StundenReligionsunterricht an der Deutschen Schule.Wichtige Hinweise:Voraussetzung für eine Tätigkeit im Ausland sindwenigstens 5-10 Jahre Berufserfahrung im kirchlichenDienst.Nähere Informationen und Auskünfte erhalten Sie bei:Msgr. Peter Lang, Kaiserstr. 161, 53113 BonnTel: 0228/103-460Wir gedenken der VerstorbenenAm 18. September 2013 verstarb Pfarrer i.R. Lic. iur. can. JohannAmmer im 81. Lebens- und 55. Priesterjahr. Pfarrer Ammer warvon 1987 bis 1998 Generalkommissar der Gemeinschaft von denHl. Engeln Banz. Für das Katholische Auslandssekretariatbetreute Pfarrer Ammer von 1963 – 1967 die deutschsprachigeGemeinde in Genua. Nach kurzer Aushilfe in Madrid und Triestwurde er 1977 Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde inMailand. Von 1978 leitete er die deutschsprachige Gemeinde inDen Haag. 1984 wechselte Pfarrer Ammer zur deutschsprachigenGemeinde Triest. 2009 musste Pfarrer Ammer sein Amt ausgesundheitlichen Gründen in Triest niederlegen und kehrte nachDeutschland zurück. Die deutschsprachige Seelsorge verdanktPfarrer Ammer viel.Wir bitten, dem verstorbenen Seelsorger im Gebet zu gedenken.


AuslandsbücherstubeAbschied und VorstellungFrau Anica Markus hat ihre Arbeit in derSt.-Wynfrid-Auslandsbücherstube beendetUnd wieder einmal heißt es Abschied nehmen voneiner vertrauten Mitarbeiterin: Frau Anica Markus,die im August ihren 65. Geburtstag gefeiert hat, istzum 31. Oktober 2013 in den Ruhestand getreten.Seit dem 1.7.1991 war sie eine der beiden Ansprechpartnerinnenin der Bücherstube. Und damit war sienicht nur jemand, bei dem man seine Zeitschriftenund Kalender bestellen konnte. Sie war, und das istein Spezifikum der Bücherstube, oft die erste Person,mit der die Auslandsseelsorger und Auslandsseelsorgerinnenin Kontakt traten, wenn sie einAnliegen hatten.Frau Markus war immer bestens über die Situation derGemeinden informiert, denn auch manches Gemeindemitgliedrief an, um etwas zu bestellen. Und ihreInformationen sorgten für ein buntes und vollständigesBild der Gemeinde.Aber nicht nur vom Telefon kannten (fast) alle Frau Markusund ihre tiefe Stimme. Wer immer zum Besuch insAuslandssekretariat kam, den führte der Weg zuerst –oder danach – in die Bücherstube. So manches persönlicheAnliegen hatte dort seinen Platz – und wurdediskret und vertraulich behandelt.Wir im Auslandssekretariat haben von einer lieben Kolleginberuflich Abschied nehmen müssen und auch fürdie Auslandsseelsorger gilt es nun, zu der Nachfolgerin,Frau Baues (s.u.), einen neuen Kontakt aufzubauen.Wir sagen noch einmal herzlichen Dank für diegemeinsamen Jahre und wünschen Anica Markusein guten Übergang in den verdienten Ruhestand, wosie dann mehr Zeit für die Telekom Baskets und fürihr Hobby Reisen hat.Gregor SpießNeu in der Auslandsbücherstube24Anja Baues:Seit dem 4. November 2013 arbeite ich mit einemUmfang von 24 Wochenstunden in der St.Wynfrid-Auslandsbücherstube (Telefon +49 (0) 228 / 103 –470). Davor war ich 19 Jahre in einer medizinischenFachbuchhandlung tätig. Ehrenamtlich arbeite ich imVorstand und Team der Bücherei im Turm St. Michael.Ich bin verheiratet, habe 2 Kinder und lebe im BonnerMusikerviertel.


25PilgerseelsorgePilgerseelsorge 2013 in Santiago de Compostela beendetAm 15. Oktober endete das diesjährige Seelsorgeangebotfür die deutschsprachigen Pilger inSantiago de Compostela. Damit kann dieseSeelsorge bereits auf eine fünf-jährige Praxiszurückblicken. Auch in diesem Jahr fand dasAngebot der Diözese Rottenburg-Stuttgart und desKatholischen Auslandssekretariates wieder großenZuspruch. Und wie in den vergangenen Jahren auchwaren es wieder die abendlichen geistlichenFührungen um und in der Kathedrale, diebesonderes Interesse fanden (nähere Informationen:www.pilgerseelsorge-santiago.de). DasBedürfnis nach Vermittlung der spirituellenDimensionen der Kathedrale wächst von Jahr zuJahr.Die Arbeit war aber auch geprägt von demschrecklichen Zugunglück in Santiago deCompostela am 24. Juli 2013, das die Menschensehr betroffen hat – nur wenige Tage vor demPatronatsfest.Wie in den zurückliegenden Jahren auch, wurdenzum Ende des Projektes die Erfahrungen mit demErzbischof von Santiago reflektiert. Zugleich sagtenWolfgang und Angela Schneller „Adios“, denn sielegen ihre Arbeit in die Hände von Pfr. StefanV.l.n.r. Pfr. Stefan Schacher, Erzbischof Julían, Angela Schneller,Wolfgang SchnellerSchacher. Da die beiden aber eng mit dem Projekt,der Diözese Santiago de Compostela undErzbischof Julían verbunden sind, wird der Kontaktsicher weiter bestehen. An dieser Stelle einenherzlichen Dank an Angela und WolfgangSchneller und für die Zukunft „Buen Camino“!Gregor SpießEU-Abgeordnete bei Wallfahrt im EuropaparlamentStraßburg (KNA) „Überraschend hohen Zulauf“hat nach eigenen Angaben eine vom CSU-Europaabgeordneten Bernd Posselt veranstalteteWallfahrt im Straßburger EU-Parlament erzielt.Zahlreiche Abgeordnete hätten sich eingefunden,teilte das Büro Posselts am Mittwoch mit.Unter der Leitung des Altöttinger BürgermeistersHerbert Hofauer präsentierten dort am Vortag diesechs größten Marienwallfahrtsorte in der EU -Altötting, das österreichische Mariazell, dasitalienische Loreto, das polnische Tschenstochau,das französische Lourdes und das portugiesischeFatima - eine Ausstellung, die im Beisein von mehrals 200 Europaabgeordneten und Ehrengästenaus 21 Nationen im Parlamentsgebäude eröffnetwurde.Bürgermeister Hofauer nannte die Pilgerorte nacheinem Zitat von Konrad Adenauer „die eigentlichenHauptstädte Europas“. Die Partnerschaftzwischen den sechs besucherstärksten Orten derMarienverehrung, in die jährlich rund 20 MillionenMenschen pilgerten, sei ein wichtiger Beitrag zureuropäischen Einigung.Posselt, der auch Präsident der Paneuropa-UnionDeutschland ist, hob den völkerverbindenden,ökumenischen und interreligiösen Aspekt derMarienverehrung hervor. Diese präge nicht nurkatholische und orthodoxe Christen; sie sei auchfür die Juden eine wichtige Gestalt und werde imKoran öfter erwähnt als in der Bibel.(Quelle: K N A EU/Religion/ 03. Juli 2013)


26Aus aktuellem AnlassPressemeldung der Deutschen Bischofskonferenz,20.11.2013 - Nr. 201Pfarrer Werner Demmel neuer Leiter desdeutschsprachigen Pilgerzentrums in Rom„Raststätte auf dem Weg von Glaubens- und Gotteserfahrung“Der Münchner PriesterWerner Demmel istheute als neuer Leiterdes deutschsprachigenPilgerzentrums inRom in sein Amt eingeführtworden. Gleichzeitigwurde der bisherigeLeiter, Pfarrer Dr.Hans-Peter Fischer,verabschiedet.Bischof Dr. Heiner Koch (Dresden-Meißen), der Beauftragteder Deutschen Bischofskonferenz für die Auslandsseelsorge,erinnerte in seiner Predigt währendder Vesper zum Stabwechsel im Pilgerzentrum an dieWallfahrt als Urerfahrung des Menschen: „Nach Rommachen sich viele Menschen aus deutschsprachigenLändern auf den Weg. Diese Stadt kann für sie ein Ortder Glaubens- und der Gotteserfahrung werden. Ihr Aufbruchzur Wallfahrt kann ein Aufbruch des Herzens zuGott werden“, so Bischof Koch. „Ihnen auf diesem Wegbeizustehen und diesen Weg zu ermöglichen, ist Aufgabedes deutschsprachigen Pilgerzentrums in Rom.“Das Pilgerzentrum sei eine „Raststätte auf dem Wegvon Glaubens- und Gotteserfahrung“, so Bischof Koch,der auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern desZentrums dankte. Sie bezeichnete er als „Wegbegleiterund Glaubenszeugen“, die durch ihren Dienst den Pilgern„einen Weg zu den großen Glaubenszeugen derKirche“ öffneten. Die Gotteserfahrung für den Menschenvon heute sei wichtiger denn je. „Gott wird nurvon dem erfahren, der sich auf Gott einlässt und mitihm zu leben wagt. Das ist keine Frage des Gefühls, derGlaube ist eine Frage der Entscheidung und desMutes. Ich bin fest davon überzeugt, dass die meistenMenschen heute Gott deshalb nicht in ihrem Lebenerfahren, weil sie sich nicht mit ihm auf den Wegmachen“, so Bischof Koch.ist ein Glaubensdienst. Machen Sie sich stets neu aufden Weg mit den Menschen, die zu Ihnen kommen, seienSie ihnen gute Wegbegleiter.“In seinem Dankwort betonte Pfarrer Demmel alswesentliche Aufgabe des Pilgerzentrums, „Ansprechpartnervor allem für die deutschsprachigen Einzelpilgerzu sein. Ihnen wollen wir mit Rat und Tat zur Seitestehen, vermitteln, wo es möglich ist, sie beraten undbegleiten und – wenn gewünscht – ihnen seelsorglichbegegnen.“ Der Alltag des Pilgerzentrums verwirklichesich vor allem auf unspektakuläre Weise, „sei es in kurzenGlaubensgesprächen oder durch tröstende Wortenach Verlust von Papieren und Geldbörse, sei es im Versorgenvon offenen Füßen oder einem warmen Kaffeefür einen deutschen Obdachlosen“, so Demmel.Pfarrer Werner Demmel wurde 1954 in Völklingengeboren und studierte Theologie und Philosophie inRegensburg und Rom. Nach der Priesterweihe 1983war er viele Jahre in der Krankenhausseelsorge tätig,unter anderem in Regensburg, Frankfurt, Münchenund Rom. In dieser Zeit war Pfarrer Demmel von 1985bis 1987 Mitarbeiter im Päpstlichen Rat für die Krankenpastoral.Seit 1995 steht er im Dienst des ErzbistumsMünchen und Freising.Hinweis:Weitere Informationen zum deutschsprachigen Pilgerzentrumin Rom finden Sie unterwww.pilgerzentrum.de.Ausdrücklich dankte Bischof Koch dem bisherigen Leiter,Pfarrer Fischer. Pfarrer Demmel ermutigte er, dasPilgerzentrum als geistlichen Ort zu nutzen: „Ihr Diensthier in diesem Pilgerzentrum ist ein geistlicher Dienst,


St. Wynfrid AuslandsbücherstubeNeu im Angebot Neu im AngebotPapst Bücher¨ Das Interview mit Papst FranziskusAntonio Spadaro SJ - Herder Verlag„Das Gespräch zwischen Papst Franziskus und AntonioSpadaro ist ein Lichtmoment in der Kirchen- undPapstgeschichte. Es öffnet Horizonte. Das lässt hoffen.Es ist eine dienende und eine lernende Kirche, die hierzutage tritt, mit einem Papst, der selber lernen will. Dasist neu.“ Andreas R. Batlogg SJ¨ Generation Franziskus – Wie der Papst der Armenuns alle bereichertPeter Hummel - Bonifatius DruckereiPapst Franziskus ist ein Revoluzzer! Nicht deshalb, weiler den Glauben ändern wird, sondern uns, die Gläubigen.Weil er selbst vorlebt, worauf es ankommt: AufBescheidenheit, Solidarität mit den Armen, auf dasGebet. Vor allen aber darauf, als Christ im Alltag präsentzu sein, selbstbewusst zu seinem Glauben zu stehen.Theologie¨ glaube!Reinhard Marx - Kösel VerlagMit dem ihm eigenen Charisma und mit Überzeugungskraftplädiert der Erzbischof von München und Freisingfür einen aufgeklärten Glauben. Wohl wissend, dassder Zweifel nicht weit entfernt ist, wenn Glaube und Vernunftzusammenkommen. Gegen eine Welt des reinenNutzens.¨ Offenbarung, Tradition und Schriftauslegung -Bausteine zu einer christlichen BibelhermeneutikRudolf Voderholzer - Verlag Friedrich PustetIst das Christentum eine Buchreligion? Wie unterscheidetsich das christliche vom islamischen Schriftverständnis?Der Bischof von Regensburg liefert eine klare Argumentationin einer komplexen Debatte.Religiöses Sachbuch¨ Lexikon des Dialogs - Grundbegriffe aus Christentumund IslamHrg. Richard Heinzmann in Zusammenarbeit mit PeterAntes, Martin Thurner, Mualla Selcuk, Halis AlbayrakIm Auftrag der Eugen-Biser-Stiftung - Herder Verlag.Spiritualität¨ Glaubenswege: Rom - Ein Pilgerführer für die EwigeStadtPeter Fobes - Paulinus VerlagDas Buch richtet sich an Reisende, die Rom nicht nuraus touristischem Interesse, sondern vor allem auchals Pilgerinnen und Pilger erleben möchten. Mehr alsanderswo nährt sich in den Ewigen Stadt das Wallfahrtserlebnisaus der Begegnung mit Geschichte undKunst. Dazu bietet der Text vielfältige Anregungen, diedurch zahlreiche Farbabbildungen und Zeichnungenergänzt und erläutert werden. Zudem bringt das Buchdie historischen Stätten in Verbindung mit bedeutendenFrauen und Männern aus der Geschichte des Christentums.Kinder/Jugendliche¨ “Das Vaterunser“ als KinderbuchRainer Oberthür - Gabriel VerlagEine poetische Interpretation des Vaterunsers für Kinder,erläutert in einfachen Worten mit bunten Illustrationen.¨ “Du bist sowas von raus!“Beate Dölling - Gabriel VerlagEchte Geschichten aus der Arche – Vorwort v. LukasPodolski (Arche-Botschafter)Das Buch enthält acht eindrucksvolle Geschichten vonjungen Menschen, die einen Teufelskreis der Hoffnungslosigkeitdurchbrochen haben aus eigener Kraftmit Unterstützung von Freunden, Lehrern oder Mitarbeiternder Arche.¨ Jesus. Mit dem Herzen denken und glaubenMichael Broch - Katholisches BibelwerkIn Zeiten schwindender Glaubwürdigkeit bedarf esweniger Glaubenslehrer, sondern vielmehr Glaubenszeugen.Michael Broch, bekannt als Rundfunkpfarrerund aus der Sendung „Wort zum Sonntag“ liefert einenspirituellen Zugang zur Person Jesus als Mensch undspiegelt seine Verkündung vom Reich Gottes in dieSituation der Gegenwart.27Impressum:Hrsg.: Kath. AuslandssekretariatD-53019 Bonn; Postfach 29 62e-mail: kas@dbk.deV.i.S.d.P.: Msgr. Peter LangRedaktion / Gestaltung:Angelika KlevenhausAndrea KreuterGregor SpießDruck: Bayleydruck GmbH, Bonn


Krippe NamibiaIn eigener SacheWenn Sie die Arbeit des Katholischen Auslandssekretariatsunterstützen möchten, können Sie Ihre Spendeauf eines unserer nachfolgenden Konten anweisen:Für Überweisungen in Deutschland:8 Deutsche Bank Bonn, Kto-Nr.: 0 36 12 46, BLZ: 380 700 598 Commerzbank, Kto-Nr.: 2 114 021 00, BLZ: 370 800 40Für Überweisungen aus dem Ausland:8 Deutsche BankSWIFT-BIC.: DEUTDEDK380, DE553807005900361246008 CommerzbankSWIFT-BIC.: DRESDEFF370, DE72370800400211402100Wenn Ihre Spende einer bestimmten Gemeinde, einem Projektoder der Zeitschrift Miteinander zukommen soll, geben Sie bittediese Bestimmung bei der Überweisung mit an. Diese Spendenwerden dann von uns weitergeleitet. Auf Wunsch stellen wir auchSpendenquittungen für das Finanzamt aus.DAS KATHOLISCHE AUSLANDSSEKRETARIATder Deutschen Bischofskonferenzist wie folgt erreichbar:Telefon: 0228 / 1 03 - 0Telefax: 0228 / 1 03 - 4 71E-Mail: kas@dbk.deInternet: www.auslandsseelsorge.deTelefonVerwaltung:Telefon: Andrea Kreuter 1 03 - 4 65Leiter:Msgr. Peter Lang 1 03 - 4 61BÜCHERSTUBE ST. WYNFRID:Referenten:Gregor Spieß 1 03 - 4 64Michael Dittmann 1 03 - 4 67Sekretariat:Sabine Esch 1 03 - 4 61Angelika Klevenhaus 1 03 - 4 62Bücher:Ulrike Schleifer 1 03 - 4 69Zeitschriften & KalenderAnja Baues 1 03 - 4 70

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